eihnachisfest her, Ssonstige Mdere Stärłe. e Kee, en. umſatzſteuer für b. Sraten für Ehe⸗ arlehen. „ einbehalten in bom.—15. Dez. eit der Geſamt⸗ M 200.— über⸗ ngsſteuer der Mo⸗ für Nov. 1936. nber 1936 fällig infolge beſonde⸗ zahlung hat Auf⸗ lich aufzulegende Steuerzahler ſo⸗ Säumnisgebühr H. des fälligen Folge. Außerdem ch Poſtnachnahme auf Koſten des n. Dezember 1936. m⸗Stadt, lsruhe Nr. 1460. im⸗Neckarſtadt, lsruhe Nr. 78 845 gen, lsruhe Nr. 1433. n, lsruhe Nr. 1351. ögen des Kauf⸗ ze in Mannheim e nachmittag 17 m Vergleichsver⸗ rs eröffnet. Kon⸗ htsanwalt Wolf⸗ annheim, O 7, 8, ikursforderungen ember 1936 beim l. Termin zur ers, eines Gläu⸗ r Entſchließung der Konkursord⸗ zegenſtände und gemeldeten For⸗ ittwoch, den 30. nättags 10 Uhr, t hier, 3. Stock, Ver Gegenſtände eſitzt oder zur darf nichts mehr ner leiſten. Der ein Anſpruch auf gung daraus iſt er bis 20. De⸗ en. Dezember 1936. BG. 6. Verlag u. Schriftleitun Trägerlohn; durch die Poſt.20 RM.(einſchl. 6 hn; durch die Poſt.70 RM.(einſchl. 4 Sonnkag⸗Ausgabe f4 Mannheim, 3, 14/15. Fernſpr.⸗Sammel⸗Nr. 35421. Das„Harenkreuz⸗ Eanner“ Ausgabe A4 erſcheint wöchtl. 12mal. 805, P 2 5 oſ 53, ens monaſf 72 Pf. Beſtell⸗ eld. Ausgabe B 35f wöchtl. 7mal..408 Uf. woſt Zgebübi fVefengel o„Poſtzeitungsgebühr) zu Beſtellgeld. Iſt die Zeitung am Erſcheinen(auch d. höh. Gewalt) vekhind., beß M Mnſb E Frei Haus monatl..20 RM. u. 50 Pf 30 Pf. Träger⸗ eht kein Anſpr. auf Entſchädigung. 6. Johrgong A im Textteil 45 55 Kbte und Die 4geſpaltene Millimeterzeile im T Mannheim, ꝑ nzeigen: Geſamtauflage: Die 12eſpalt. Millimeterzeile 10 Pf. Die a4geſpalt. Millimeterzeile Weinheimer Ausgabe: Die 12geſpalt. Millimeterzeile 4 Pf. extteil 18 Pf. Bei————— Nachlaß gemäß Preisliſte. Schluß der Anzeigen⸗Annahme: Frühausgabe 18 Uhr, Abendausg. 12. „14/15. Fernſprech⸗Sammel⸗Nr. 354 Ausſchließl. Gerichtsſtand: Mannheim. Poſtſcheckkonto: Ludwigshafen 4960. Verlagsort Mannheim. MANNHEIM A/Nr. 567 g/Nr. 338 O Uhr. Anzeigen⸗Annahme: 1. Zahlungs⸗ und Erfüllungsort Mannheim. Mannheim, 6. Dezember 1936 Due Dekfländiaung Zapan-China geſcheilert Tokio lehnt den ſcharfen Proteſt wegen des kinmarſches in Tſingtau ab fluch die Derſöhnungs-Verhandlungen in nanking blieben ohne Ergebnis Erregte japaniſche SItimmen General Franco muß siegqen Tokio, 5. Dezember. Derchineſiſche Botſchafter in Tokio über⸗ reichte heute dem japaniſchen Außenmini⸗ ſter Arita den förmlichen Proteſt der Nanking⸗Regierung wegen der Landung der japaniſchen Marinetruppen in Tſingtau, die als widerrechtlich bezeichnet wird. Es wird die Zu⸗ rückziehung der Truppen gefordert. Außenminiſter Arita antwortete, die japa⸗ niſche Regierung habe in Notwehr gehan⸗ delt, da die von japanfeindlichen Elementen uuf⸗ gehetzten Arbeiter in Tſingtau das Leben und das Eigentum der japaniſchen Staatsbürger be⸗ droht hätten. Trotz mehrfacher Zuſagen habe China bisher nichts getan, um einen ausreichen⸗ den Schutz der japaniſchen Belange ſicherzuſtel⸗ len. Japan müſſe daher den Proteſt Nankings als unbegründet abweiſen. Die geſamte japaniſche Preſſe vertritt heute die Anſicht, daß die Nankinger Verhand⸗ lungen zwiſchen Vertretern des chineſiſchen Staatschefs und der japaniſchen Regierung praktiſch beendet ſeien. Botſchafter Ka⸗ wagoe warte nur noch eine endgültige Entſchei⸗ dung der Nanking⸗Regierung über die bereits getroffenen Vereinbarungen ab, ſowie darüber, in welcher Form Nanking über die Frage Nord⸗ chinas und über eine gemeinſame Front gegen die Komintern weiterverhandeln wolle. Dann werde Kawagoe ſofort nach Tokio abreiſen. Und die japaniſche Regierung werde alsdann ge⸗ meinſam mit der Armee und der Marine über die weitere Haltung Japans ihre Entſcheidung treffen. Nach der Anſicht politiſcher Kreiſe in Tokio nimmt das japaniſche Außenamt folgende Stel⸗ lung ein: Offenbar habe die Nanking⸗Regie⸗ rung nicht die Abſicht, ſich mit Japan zu ver⸗ ſtändigen. Sie lehne es ab, Genugtuung für die vorgekommenen Zwiſchenfälle zu geben, bei denen Japaner getötet wurden. Weiter mißachte China die bereits getroffenen Vereinbarungen und ſei gegen weitere Verhandlungen. Die Ver⸗ antwortung für die augenblickliche Lage treffe die Nanking⸗Regierung. Sie habe Japan gegen⸗ über unaufrichtig gehandelt und unter nichtigen Vorwänden die Weiterführung der Verhandlun⸗ gen unmöglich gemacht. Die japaniſche Regie⸗ rung ſei ihrerſeits entſchloſſen, auf den bis⸗ herigen Vereinbarungen zu beſtehen und eine Politik des Ausgleichs fortzuſetzen. Nach Bericht des Botſchafters Kawagoe werde über die wei⸗ teren Schritte Japans entſchieden werden. Was fordert Tſchiangkaiſchekꝰ Gleichzeitig wird in denſelben japaniſchen Krei⸗ ſen darauf hingewieſen, daß Marſchall Tſchi⸗ angkaiſchek in der Vereinheitlichung Chinas entſchieden Fortſchritte gemacht habe. Daraus habe ſich die Wendung der Nankinger Politik gegenüber Japan ergeben. China wolle offenbar die von Japan geſtellten Forderungen auf eine be⸗ ſondere Berückſichtigung ſeiner politiſchen, wirt⸗ ſchaftlichen und militäriſchen Anſprüche nicht anerkennen. Vielmehr erwarte es reſtloſe Aner⸗ kennung ſeiner Hoheitsrechte und ſei erſt dann bereit, auf der Grundlage uneingeſchränkter Gleichberechtigung mit Japan zu verhandeln. Bei Redaktionsſchluß geht aus Nanking noch folgende Meldung ein: Die chineſiſch⸗japani⸗ ſchen Verhandlungen zur Beilegung der uner⸗ ledigten Streitfragen ſind unter dem Eindruck der erneut aufgetretenen Zwiſchenfälle abge⸗ brochen worden. Der japaniſche Botſchafter Kawagoe iſt auf unbeſtimmte Zeit nach Schanghai zurückgekehrt. Der Botſchafter ver⸗ handelte ſeit der Ermordung eines japaniſchen Matroſen in Schanghai, der ein Fall aus einer Reihe von Ueberfällen auf Japaner war, wegen der Beilegung der Meinungsverſchiedenheiten zwiſchen den beiden Staaten. Und UNB meldet aus Tokio: Nach den letz⸗ ten Berichten des Botſchafters Kawagoe aus Nanking hat der chineſiſche Außenminiſter Chang nicht nur weitere Verhandlungen über die bereits getroffenen Vereinbarungen abgelehnt, ſondern auch die ſchriftliche Darſtel⸗ lung des japaniſchen Standpunktes und der ja⸗ paniſchen Forderungen zurückgewieſen. In Tokio iſt man über die Art, in der Chang das von Botſchafter Kawagoe überreichte Schriftſtück an die japaniſche Botſchaft zurück⸗ gehen ließ, ſehr aufgebracht. Mannheim, den 5. Dezember. Am 20. Juli dieſes Jahres hat Franco mit ſeinen Truppen die Meerenge von Gibraltar überſchritten, um das rote Geſindel aus Spanien zu jagen. In einem Siegeslauf ohnegleichen er⸗ zoberte er 35 pon 41 Provinzen. Am 9. November überrannte ſeine, Armee die Peripherie der Hauptſtadt und drang in die äußerſten Teile Madrids ein. Seit jenen Tagen tobt ein er⸗ bitterter Kampf um jedes Haus dieſer Stadt. Um jeden Quadratmeter Boden, um jeden Hof, um jede Mauer, um jeden Pflaſterſtein wird im Nahkampf verzweifelt gerungen. Aus den Häuſertrümmern jagen die Maſchinengewehr⸗ neſter ihre vernichtenden Feuergarben durch die Straßenzeilen und jede von den vielen Tauſenden von Befeſtigungsanlagen muß ein⸗ zeln aufgerollt und niedergekämpft werden. Es war urſprünglich eine nur langſame und all⸗ mähliche Einnahme Madrids beabſichtigt, um hinterher nicht in einen gefährlichen Franktireur⸗ krieg zu geraten. Zudem ſollte Madrid mit ſeinen architektoniſch wertvollen Gebäuden und ſeinen herrlichen Kunſtſchätzen vor einer Zer⸗ ſtörung bewahrt werden. Aus dem Gefühl der Wahre Volksgemeinschaft heißt Opfer hringen! Verantwortung heraus waren die Regierungs⸗ truppen beſtrebt, zu retten, was die roten Ban⸗ diten noch nicht zerſtört hatten. Man wollte die Schrecken und die Schäden, die dieſer Krieg dem ſpaniſchen Volke ohnedies auferlegt, nicht noch vermehren. Dieſe Taktik war durchaus zu ver⸗ antworten, da die nationale Armee ſowohl zah⸗ lenmäßig als auch in ihrer Ausrüſtung und vornehmlich aber ihrer Moral nach den roten Mordbrennern weit überlegen war. In der Zwiſchenzeit bekamen die Roten immer mehr Verſtärkungen an Truppen und Kriegsmaterial. Rußland ſtellte dabei das Hauptkontingent und der ſpaniſche Bürgerkrieg entwickelte ſich allmählich zu einem inter⸗ nationalen Bürgerkrieg in Spa⸗ nien. Neben zahlreichen Abenteurern, die ſich als Freiwillige oder beſſer geſagt, Freibeuter und Leichenfledderer, aus aller Herren Länder bei dem roten Geſindel einreihten, erſchienen aus Sowjetrußland ganze Truppenteile als Vorkämpfer der bolſchewiſtiſchen Staatsidee und der kommuniſti⸗ ſchen Weltanſchauung. Die„Internatio⸗ nale Brigade“, die nach einer neueren Meldung der„Daily Mail“ um 15000 Mann fremder Truppen verſtärkt worden iſt, wird von dem ſowjetruſſiſchen General Kleber kommandiert. Unter dieſem Detachement befindet ſich ein ſibiriſches Regiment von 3000 Mann, das mit den modernſten Waffen ausgerüſtet iſt. Berge von ruſſiſchem Kriegsmaterial, Tau⸗ ſende von ruſſiſchen und anderen fremdländi⸗ ſchen Gefangenen beweiſen, daß die Nichtein⸗ miſchungstheorie in der Praxis geſcheitert iſt. Selbſt Frankreich hat dieſer Tage Rußland wiſ⸗ ſen laſſen, daß man über den Umfang des ſowjetruſſiſchen Einſatzes an Material und Militärperſonen vollkommen im Bilde ſei und man auf dem Standpunkt ſtehe, daß Moskau damit ſeine Pflicht als Mitglied des Londoner Nichteinmiſchungsausſchuſſes verletzt habe. Pa⸗ ris legte dem ſowjetruſſiſchen Botſchafter nahe, die Lieferungen ſo ſchnell und vollſtändig wie möglich einzuſtellen, da ſonſt die Grundlage der Nichteinmiſchung kaum mehr aufrecht zu er⸗ halten ſei. Das iſt natürlich alles ſehr ſchön. Wir möchten aber gerade in dieſem Zuſammen⸗ hang nicht verſäumen, Frankreich zu empfehlen, zunächſt einmal ſeine Haltung zu korrigieren und den Organiſationen und Rüſtungsinduſtrien im eigenen Land, die haufenweiſe franzöſiſches Kriegsgerät an die marxiſtiſchen Rebellen liefern, auf die Finger zu klopfen. Wenn neuerdings ein Teil der ausländiſchen Preſſe die Behauptung aufſtellt, daß Deutſch⸗ land größere Truppenmengen in Caditz gelandet hätte, ſo iſt dies frei erfunden. Man will damit nur die ſyſtematiſche Beorderung von Freiwilligen, die— abgeſehen von Rußland— vornehmlich von den Volksfrontländern und ſolchen mit marxiſtiſchen Mehrheiten ausgehen, verſchleiern. Deutſchland hat von Anfang an die Forderung erhoben und ſeinerzeit im Nichtein⸗ miſchungsausſchuß ſogar den Antrag geſtellt, die Teilnahme von Freiwilligen im ſpaniſchen Bürgerkrieg zu unterſagen. Dieſer Antrag wurde damals abgelehnt. Die„Deutſch⸗Diploma⸗ tiſch⸗Politiſche Korreſpondenz“ erteilt zu dieſer Stimmungsmache der Auslandspreſſe die einzig richtige Antwort, wenn ſie ſchreibt:„Es iſt nur Heuchelei, daß dieſe Kreiſe, die ſeinerzeit das vorgeſchlagene Verbot der Anwerbung und Be⸗ Mannheim „Hakenkreuzbanner“ förderung ausländiſcher Freiwilliger zum ſpaniſchen Kampfheer verhindert haben, ſich darüber empören, wenn ſich Deutſche, darunter ſolche Perſonen, denen beim Abzug aus dem roten Spanien ihre Exiſtenz zerſchlagen worden iſt, freiwillig in den Damm gegen die inter⸗ nationale rote Flut tatſächlich einreihen ſollten.“ Man will mit ſolchen Meldungen bewußt von der eigenen Einmiſchung ablenken, obwohl man gerade genug vor ſeiner Türe zu kehren hätte. Wir beſtreiten keineswegs, daß möglicherweiſe einige Deutſche als Freiwillige mit Franco kämpfen. Es handelt ſich aber zweifellos nur um ſolche, auf die die Diplomatiſch⸗Politiſche Korreſpondenz bereits hingewieſen hat, oder allenfalls um Deutſche, die ſchon jahrelang in der ſpaniſchen Fremdenlegion dienen und die mit den marokkaniſchen Truppen Franeos nach Spanien gekommen ſind. Durch ſie kann Deutſch⸗ land aber weder belaſtet, noch kann daraus ein Beweis für deutſche Unterſtützungen konſtruiert werden. Die Fronten bei Madrid haben ſich verbiſſen und es hat den Anſchein, als wollten ſie zu⸗ nächſt einmal erſtarren. Der ſpaniſche Bürger⸗ krieg iſt zu einem Feldzug der Komintern gegen das nationale Spanien und die europäiſche Kul⸗ tur geworden, Der eigentliche Staatschef des roten Spaniens iſt der jüdiſche Sowjetbot⸗ ſchafter Roſenberg, deſſen Weiſungen Del PVayo, das Fragment eines Banditenaußen⸗ miniſters, blindlings befolgt. Die Verhältniſſe ſpitzen ſich bedenklich zu. Es geht um den euro⸗ päiſchen Frieden und um die europäiſche Kul⸗ tur. Moskaus Kriegsſchiffe wollen bereits ins Mittelmeer vorſtoßen. Für Europa iſt damit ein Alarmzuſtand gegeben, der alle Abwehrmöglich⸗ keiten mobiliſteren müßte. Was nützt es dem Abendlande, ſeiner Kultur und ſeinen Völkern, wenn die führenden Politiker der großen Na⸗ tionen in ſolchen Stunden der Gefahr und der Entſcheidung ihre Nichteinmiſchung mit theoreti⸗ ſierendem Geſchwätz nachzuweiſen verſuchen? Sie haben lange genug den Mund geſpitzt. Es iſt jetzt an der Zeit, zu pfeifen. Sie haben die Kraft aufzubringen, daß weder Menſchen⸗ noch Materiallieferungen den Kriegsherd verbreitern und die Gefahr für den Frieden der Welt ver⸗ mehren. Franco muß ſiegen, wenn nicht den Völkern Europas von Spanien her ewige Unruhe drohen ſoll. Rußland iſt zu bedeuten, daß es aus Spanien zu verſchwinden hat, daß ſeine Politik unerträglich iſt und den Frieden erſchüttert. Es iſt höchſte Zeit, daß⸗das ganze Europa dieſem unheilvollen Treiben der Kom⸗ intern ſein„Cavete!“ zuruft. Madrid ſcheint zum Prüfſtein Europas zu werden, Mögen ſich die Kulturnationen des Kontinents an ihm be⸗ wühren, damit Spanien von ber bölſchewiſtiſchen Peſt vollends befreit wird und Europa von Heſer ewigen Gefahr bewahrt bleibt. bi Dr. W. Kattermann. dDeurlſchland antwortete China auf einige Fragen zum Pakt Berlin—Tokio Nanking, 5. Dezember. Der deutſche Botſchafter übermittelte dem chineſiſchen Außenminiſter eine Antwort der deutſchen Regierung auf eine An⸗ zahl Fragen, die die chineſiſche Regierung nach Veröffentlichung des deutſch⸗japaniſchen Ab⸗ kommens zwecks Klärung gewiſſer Punkte ge⸗ ſtellt hatte. Der Botſchafter verſicherte, das deutſch⸗japaniſche Abkommen berühre in keiner Weiſe chineſiſche Belange und werde keinerlei ungünſtige Rückwirkung auf die herzlichen chine⸗ ſiſch⸗zeutſchen Beziehungen haben. Paris, 5. Dezember Die geſtrige Kammer⸗Rede des franzöſiſchen Außenminiſters Delbos wird von den Pa⸗ riſer Blättern in großer Aufmachung wieder⸗ gegeben. Die wichtigſten Stellen der Rede wer⸗ den in den Ueberſchriften hervorgehoben, doch ſind die redaktionellen Kommentare noch ver⸗ einzelt, fallen aber ſelbſtverſtändlich je nach der parteipolitiſchen Einſtellung der einzelnen Zei⸗ tungen mehr oder weniger zuſtimmend oder ablehnend aus. Beſonders unterſtrichen wird allgemein die kühle Aufnahme, die die Erklärungen des Außenminiſters bei den Kommuni⸗ ſten gefunden haben, die die Rede mit Aus⸗ nahme des beifällig aufgenommenen Abſchnitts über die Beziehungen Frankreichs zu Sowjet⸗ rußland mit eiſigem Stillſchweigen anhörten. Die Blätter legen ſich die Frage vor, ob die Kommuniſten dieſer ſtillſchweigenden Mißbilli⸗ gung auch mit dem Stimmzettel Ausdruck ver⸗ leihen werden. Eine Stimmenthaltung der Kommuniſten meint beiſpielsweiſe der „Jour“— ſei um ſo zweifelhafter, als ſie logiſch ſein dürfte. Man ſucht einen Kniff. Das„Petit Journal“ erwartet eine Sti mm⸗ enthaltung der Kommuniſten für den Fall, daß die Parteien der Mitte und der Rech⸗ ten die Nichteinmiſchungspolitik der Regierung 2 2 4* PDaris ſucht ein iompromii Um die Kommunisten hei der Stange der Volksſromt Zzu halten billigen. Es ſei jedoch möglich, daß man den Kommuniſten einen Ausweg zeige, indem man die Tagesordnung, über die die Kammer ganz am Schluß der Ausſprache abzuſtimmen haben werde, in zwei Teile zerlege. Auf dieſe Art könnten die Kommuniſten der Regierung zwar ihr Vertrauen ausſprechen, ſich aber bei der Billigung der Außenpolitik der Stimme enthal⸗ ten. Dieſe Teilung der Tagesordnung könnte andererſeits der Oppoſition ermöglichen, ſich für die Nichteinmiſchung auszuſprechen, ohne daß ſie gezwungen wäre, dem Kabinett Blum ihr Vertrauen zu bekunden. Die alte Sicherheitstheſe Die radikale„Ere Nouvelle“ ſtellt feſt, nach der Rede des Außenminiſters habe man die Gewißheit, daß Frankreich ſeine Politik weiter⸗ hin auf den Grundſatz der kollektiven Sicherheit aufbaue, und daß es ſich um keinen Preis in die ſpaniſchen Angelegenheiten hineinziehen laſ⸗ ſen wolle. „Figaro“ beurteilt die ganze Rede des Au⸗ ſenminiſters ſehr abfällig und ſchreibt, ſie ſei vorſichtig und beinahe verſchwommen gewe⸗ ſen. In jeder Hinſicht bleibe die franzöſiſche Außenpolitik ausgeſprochen negativ, ſchüch⸗ tern, kleinbürgerlich; überall klammere ſie ſich an ſchattenhafte Begriffe. Der franzö⸗ ſiſche Parlamentarismus habe eben kein For⸗ mat mehr und die franzöſiſche Außenpolitik auch nicht. Der politiſche Elefant im deuisch-englischen Hhorzellanladen ist und hleibt Chur chill London, 5. Dezember. Einer der Männer, die für die verhängnis⸗ volle Teilung Europas in zwei Lager, das der Sieger und das der Beſiegten, verantwortlich iſt, Winſton Churchill, ſcheut ſich nicht, in Europa eine neue Kluft aufzureißen und ſeine Staaten in friedliche und friedenſtörende einzu⸗ teilen. In einer Rede vor dem berüchtigten Ausſchuß zur„Verteidigung der Freiheit und des Friedens“ hat er dieſe friedenſtörende Hetze entwickelt und be⸗ hauptet, im Weſten beſtehe die eine Friedens⸗ grüppe aus Frankreich, England und Belgien, denen man Staaten, die Kleine Entente und— das iſt des Pudels Kern— Sowjetrußland, „deſſſen Regierung und Volk eben⸗ falls in Frieden zu leben wünſch⸗ ten“, Die ideale Löſung ſieht er darin, die beiden Gruppen miteinander zu verbinden und damit zu dem ihm als Vorkriegs⸗ und Kriegs⸗ hetzer geläufigen Syſtem der Einkreiſungspoli⸗ tik zurückzukehren. Wenn dieſe Einkreiſung ge⸗ lungen ſei, dann erſt kämen die großen Tage des Völkerbundes. Der tupiſche Deutſchenhaſſer Wir glauben ihm gern, daß er ſich die Rolle des Völkerbundes von Anfang an ſo vorgeſtellt hat. Ob er ihm heute noch damit einen Dienſt erweiſt, mögen ſeine Landsleute entſcheiden, die Von den Bühmen Her Reichshauptstadt Der Spielplan der St . 8 Paris war immer Frankreich. London Eng⸗ land. Aber Berlin?— Jetzt iſt es wieder Deutſchland. Das Berliner Theater iſt wieder ein deutſches Theater. Damit iſt in drei Sätzen geſagt, daß ſich die kulturpolitiſche Hal⸗ tung und Arbeit der Reichshauptſtadt nach 1933 grundlegend gewandelt hat. Wer im vorigen Jahr nach Berlin kam und nicht wenigſtens einmal ins Staatstheater ging, hat Berlin nur halb geſehen. Wer in dieſem Fahr nach Deutſchland kommt und die Berliner Staatstheater nicht beſucht, läßt ſich das Schönſte und Intereſſanteſte der neuen deut⸗ ſchen Kulturarbeit entgehen. Im nächſten Jahr werden die Gründgens⸗Bühnen zu europäi⸗ ſchen, ein Jahr darauf zur Weltgeltung ge⸗ langt ſein. Sie ſind heute ſchon die bedeu⸗ tendſten Theater Europas, vielleicht ſogar der Welt. Und morgen muß das allgemein an⸗ erkannt werden. Nur darum geht es noch. Dieſe Theater ſind nicht mehr zu übertreffen. Es ſei denn, ſie überträfen ſich ſelbſt. Noch 1933 mußte das große Haus am Gendarmen⸗ markt die Hälfte der Platzkarten verſchenken, während es ein Jahr vorauf überhaupt ge⸗ ſchloſſen werden ſollte. Heute ſpielen zwei Bühnen täglich. Wer ſich jetzt das Ereignis und den Genuß eines Staatstheaterbeſuches leiſten will, muß ſich ſeine Karte wenigſtens eine Woche vorher beſtellen. Wer⸗ heute in Berlin ins Theater geht, zieht ſich ſeinen Feiertagsrock an. Da iſt keine beſondere Auf⸗ forderung dazu ergangen. Es iſt eben ein Er⸗ eignis, dieſes Theater zu beſuchen. So muß es ſein! Guſtav Gründgens war wohl ſeit Jahrzehnten der einzige deutſche Theaterleiter, der von dem ihm vom Staate zur Verfügung geſtellten Zuſchuß einen guten»Teil zurück⸗ aatlichen Schauspiele geben konnte, Schon jeden Montag müſſen die Spalten des Wochenſpielplanes mit kleinen grünen Zetteln überklebt werden:„Die Vor⸗ ſtellung iſt ausverkauft“— eine Alltäglichkeit! Es kommt eben immer auf den Intendan⸗ ten an! „Gefeſſelte Phantaſie“ von Raimund Das Kleine Haus im Berliner Weſten eröffnete ſeine diesjährige Spielzeit mit Raimunds Originalzauberluſtſpiel„Gefeſſelte Phantaſie“, das Etlinger bearbeitete und Fürgen Fehling in Szene ſetzte. Das Stuck iſt eins der perſönlichſten Werke des unglück⸗ lichen Wiener Dichters, der immer das errei⸗ chen wollte, was für ihn unerreichbar war. Das iſt der Grund ſeiner Tragödie als Menſch, Schauſpieler und Dichter. Seine eigentliche Aufgabe lag auf dem Gebiet der Volkskunſt, er aber wollte die höhere, die göttliche Kunſt erreichen.„Ich kann vom Edlen nicht laſſen, um mich von meiner Poſſenreißerei zu erho⸗ len.“ Der Dichter wollte das Höhere, wollte die Welt der Bildung, die ihm fehlte. Daß der größte Wert ſeiner Arbeit eben darin lag, daß ſie nicht aus den Kreiſen der Bildung, ſon⸗ dern aus den Bezirken des Volkes empor⸗ wuchs, hat Raimund ſelbſt nie begriffen. Auch ſeine Zeit hat ihn nicht in dem Maße und aus dem Grunde geſchätzt, aus dem heraus wir ihn ſchätzen. Es iſt bezeichnend, daß Berlin den Wiener Dichter anläßlich der Wiederkehr ſeines 100. Todestages mehr gefeiert hat als Wien. Aber darauf kommt es ja jetzt nicht an. Die Geſeſſelte Phantaſie ſagt am meiſten über das unglückliche Verhältnis Raimunds zu ſeiner eigenen Dichtung aus, von der er immer Präſident Rooſeveltabrückte, weil e⸗ Holland und die Schweiz zurechnen könne. Im Oſten ſeien es Polen, die balttſchen nach den abeſſiniſchen Erfahrungen aus dem Völkerbund etwas anderes als ein Verſailler Vollſtreckungsorgan machen wollten. Wogegen man ſich aber energiſch wehren muß, das iſt die Anmaßung, mit der Churchill, durch nichts legi⸗ timiert als durch ſeine zur Hyſterie ge⸗ ſteigerte Deutſchfeindlichkeit, hier Zenſuren austeilt. Neben ihm ſitzt im gleichen Ausſchuß jener Wickham Steed, der eben⸗ falls zu denen gehört, die in ihrer Verblendung für den Zuſtand Europas nach dem Kriege ver⸗ antwortlich ſind, von dem dieſer Tage ſelbſt 1 ts zu tun haben wollte„mit Konferenzen, die Kriegs⸗ beute verteilen und die Völlergruppen wie Schachfiguren hin und her jchieben. Im Gegenſatz zur Regierung Von Leuten, die ſo voreingenommen und kurzſichtig ſind, kann Europa keine Belehrung über Frieden und Freiheit entgegennehmen. England mögen ſie zur Not noch damit be⸗ läſtigen, obwohl ihre Aeußerungen, wenn ſie drüben unwiderſprochen bleiben, im ſchar⸗ fſen Gegenſatz zu den Bemühungen der engliſchen Regierung ſtehen, der Blockbildung eine endgültige und aufrichtige Befreiung mit Hilfe eines Weſtpaktes ent⸗ gegenſtellen. Für viele der übrigen Staaten, die Churchill ohne Rüchſicht auf deren verſchie⸗ den gelagerte Intereſſe in die Einkreiſungs⸗ politik hineinzuziehen verſucht, muß es pein⸗ „Gebildete Poeſie“ verlangt. Wenn da der brave Nachtigall in ſeiner Wiener Weinſtube vor den Gäſten ſeine Lieder ſingt, dann iſt ganz in der Tiefe trotz aller Sympathie für den guten Narren eine leiſe Unzufriedenheit Raimunds über die eigene Poſſenreißerei her⸗ auszuſpüren. Da iſt zwar nichts von der gran⸗ dioſen Genialität des Rappelkopf, nichts von der melancholiſchen Menſchlichkeit des Ver⸗ ſchwenders, nichts von dem tiefſinnigen Mo⸗ zartzauber des Bauern als Millionär, aber fehr viel von der Not und dem Schmerz ſei⸗ nes Dichters, und darum kann man die„Ge⸗ feſſelte Phantaſie“ als das perſönlichſte Werk des Wiener Volksdichters bezeichnen. In Ber⸗ lin ſpielte Aribert Wäſcher den Dichter dick und glatzköpfig mit weißen Handſchuhen und grotesken, geſpreizten Bewegungen. Die Zau⸗ berſchweſtern waren Maria Koppenhöfer und Pamela Wedekind, ein paar wunder⸗ bar bösartige Parodien. Käthe Gold als Phantaſie, Marianne Hoppe und Karl Et⸗ linger ſind die anderen. Für reizvolle Büh⸗ nenbilder ſorgte Rochus Glieſe. Das Tempo und einen lebendigen Erfolg des Werkes be⸗ ſtimmte Fürgen Fehling. „Mirandolina“ von Goldini Das war ein Theaterabend ganz allein für Käthe Dorſch, denn von den 300 Werken, die uns Goldini zurückließ, leben bei uns kaum noch 3, für die aber nicht er, ſondern allein die Schauſpieler die Verantwortung übernehmen müſſen. Dieſen Scherz, den ſich hier die hübſche junge Wirtin mit dem ſprö⸗ den und auch jungen Kavaliere von Ripa⸗ fratto erlaubt, den ſie erſt verliebt macht und dann verſetzt, ſchrieb ein Theatermann, kein Menſch, kein Dichter. So war Kathe Dorſch im weſentlichen auch Käthe Dorſch. Sie ſang gleich zu Anfang das Lied von der Liebe und errang damit nach den erſten 5 Minuten Bei⸗ fall auf der offenen Szene. Dann ſpielte ſie Lachen, Lächeln, Weinen, Aufrichtigkeit, Scherz lich ſein, wenn er ſich in bieſer anmaßenden geſichts der brennenden Kirchen Spanien nichts zu tun haben wollen. Holland und die Schweiz zum Beiſpiel werde ſich außerdem für die Churchiüſchen Pläne b danken, ſie in einen Gezerſatz zu ihren Nach⸗ barn zu bringen. Im Fale Belgien abe hindert nicht einmal der lönigliche Wanſch, ſei Land aus den Spannungen, mii denen es nichts zu tun hat, herauszuhalien, Herrn Churchi daran, Belgien in den Verdacht der Vorein genommenheit und einſeitigen Bindung zu bringen. Im Oſten ſieht es nicht anders aus. Mit nahezu allen Siaaten, die Churchill für ſeinen öſtlichen Einkreiſungsbogen rekrutieren will, verbindet Deutſchland gute und freund⸗ liche Beziehungen. Herr Churchill muß da wiſſen. Deshalb iſt das, was er hier treib internationale Brunnenvergif tung. Mißbrauch mit dem Begriff Frieden Denn nicht aus deutſchem, ſondern aus ſowjetruſſiſchem Munde hörten zum Beiſpiel die baltiſchen Staaten die Drohung man werde„mit Hilfe der Roten Armee nach⸗ ſehen, was bei ihnen vorgehe“. Aber ſelb die Tſchechoſflowakei, die ſich durch ihr Bündni mit den Sowjets ſelbſt in den Verdacht ge⸗ brachte hat, für undurchſichtige Zwecke zur Ver⸗ fügung zu ſtehen, kann nicht wünſchen, daß dieſer Verdacht durch Herrn Churchills Hem⸗ mungsloſigkeit noch unterſirichen wird. Dabei hat Churchill ſelbſt kürzlich die verhängnis⸗ volle Tätigkeit der Komintern und des Bolſche⸗ wismus öffentlich zugeben müſſen. Heute wer tritt er für eine Verbindung mit den Sowjets Das hat nichts mehr mit berechtigten Sorgen um die Zukunft Europas, nicht einmal mit der um die Zukunft ſeines Vaterlandes zu tun. Denn Englands verantwortliche Stellen ver⸗ ſichern immer wieder, man wolle einen Aus⸗ gleich auf dem Boden der Gleich⸗ berechtigung und eine Friedens⸗ ſächerung, in der ſich die vier weſtlichen Großmächte zuſammenfinden. Zur Gleichberech⸗ tigung gehört auch das Recht aller, vor Ver⸗ leumdungen ſicher zu ſein, wie ſie Churchill — gegen einzelne unter den europäiſchen Nationen werb koſtbar handeln. In zu verbreiten beliebt. Das iſt nicht nur eine Desavouierung der engliſchen Friedenspolitit, ſondern auch ein Mißbrauch des Be⸗ griffs„Frieden“ ſelbſt. fluch Deſterreich ſett ſich zur Wehr „Jubden beuten Heimarbeiter aus Wien, 5. Dezember 1936. In der letzten Zeit haben ſich in Oeſterreich die Fälle ſchwerſter Ausbeutung von Heimar⸗ beitern und Heimarbeiterinnen, hauptſächlich durch jüdiſche Unternehmer, in unerträglicher Weiſe gehäuft. Vor kurzem erſt wurde einer der ärgſten Lohndrücker, der Inhaber eines der größten Damenmodengeſchäfte Wiens, der Oft⸗ jude Krupnik, mit einer ſchweren Polizei⸗ ſtrafe belegt. Nun haben ſich die Behörden eni⸗ ſchloſſen, energiſch durchzugreifen. Der Staats⸗ fetretür für Arbeiterfragen, Rott, hat angeord⸗ net, daß ſämtliche Firmen, bei denen ſich der Verdacht von Lohndrückereien gegenüber Heim⸗ arbeitern ergeben haben, durch ſtaatliche Kon⸗ trollorgane überwacht werden. Die ſchwerſten Strafen des Geſetzes werden denen angedroht, bei denen noch Mißſtände zutage treten. und Schwindel. Sie bot Theater an ſich— in der Höhenlage des Stimmlichen, was bei Käthe Dorſch immer beſonders reizvoll iſt. Welche Schauſpielerin iſt ſo wandlungsfähig wie ſie? Man iſt erfreut, daß ſie ſich wiedet⸗ fand. Wieder ein Beweis dafür, daß der Schauſpieler Widerſtände braucht, um ſich zu entwickeln, daß er nur im Enſemble und mit ihm wachſen kann. Sehr taktvoll war ihr Geg⸗ ner Paul Hartmann, wieder grotesk und witzig Aribert Wäſcher, ölig und amüſant Hans Leibelt, der auch Regie führte und die ſehr italieniſchen Bühnenbilder Traugon Müllers mitſpielen ließ. 4 „Hans Sonnenſtößers Höllen⸗ fahrt“ von Paul Apel Dieſe Aufführung war ein Glanzſtück der Regieleiſtung des gewandten Guſtav Gründ⸗ gens. Vielleicht iſt ſelbſt die Behauptung, daß ſolches Theater die Welt noch nie zu ſehen bekam, nicht übertrieben. Auf alle Fälle 01 die Neufaſſung und Neuinſzenierung von Paul Apels altem heiteren Traumſpiel die größte Theaterſenſation dieſes Winters in Berlin, Die Komödie vom Dichter Hans Sonnen⸗ ſtößer, der in ſeiner materiellen Bedrängniz mit dem Gedanken einer bürgerlichen, bürgerlichen Heirat ſpielt und dann im Traum die ſchaurigen Konſequenzen ſeines Kapitulie⸗ rens vor der Spießerwelt erlebt und geheilt wieder aufwacht, iſt bekannt. Die Gründgens⸗ Inſzenierung zu beſchreiben, iſt unmöglich. In ellen fallen die Einfälle über die beſtürzten, ergriffenen, mitgeriſſenen, erheiter⸗ ten Zuſchauer her. Ein Haſe für den 50 000, Beſuchen Ein Doppeljubiläum konnte das Berliner Leſ⸗ ſingtheater feienn. Die 1500. Aufführung unier der Direktion Richard Handwerk war zugleich die 50. Aufführung des erfolgreichen Volks⸗ en„Der Etappenhaſe“ von Bunje. Aus ieſem Anlaß wurde dem 50 000. Beſucher ein Haſe überreicht. 15 Der ling,! geſtorbe ling Fr Zirkus⸗ Der Brother ermüdli⸗ Ideen Show d Taylor men ma Die Luft im Büro de⸗ Atmoſphäre in den Akte bis in die Ertönt nicht ſeurs:„Ma Robert W arietéagent bewegter Vo der amerikar Wilſchke,„faf über nach 2 doch deutſche fahren wo deutſch wie e ling ſuchte in gelegenheiten ter den Büche erſchienen wa fahndete er a uunerkannt i John Ring neas Taylor tierkäfig Tig ſtieg nicht ein leiter auf die er führte im ſani ſeine El in die Maneg Dafür war Suche nach 2 John Ringlin Luxushotel H aufſtand und begab, weil d tiſt arbeiten ſt geſehen hätte. John Ringli bekanten Artif warietes der in den winzig Neuer UVIVERSVI In welch ſch Reichtum die! uns durch man gezeigt worden vielleicht greift mer wieder a wichtig iſt.? gelehrt, auf di zu ſehen, aber erfuhren, hat 1 die Arbeit eine wird, wenn w Herr ihrer treil W. Tourj gegriffen; was das Gold war, kommt nach A Geld und Luxi laſſene Dorf. 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Heute er it den Sowjets htigten Sorgen einmal mit der andes zu tun. e Stellen vet⸗ e einen Aus⸗ der Gleich⸗ Friedens⸗ vier weſtlichen ir Gleichberech⸗ uler, vor Ver⸗ e ſie Churchill ſchen Nationen nicht nur eine Friedenspolitil, uch des Be⸗ zur Wehr iter aus zember 1936. in Oeſterreich von Heimar⸗ „hauptſächlich unerträglicher t wurde einer aber eines der ziens, der Oſt⸗ veren Polizei⸗ Behörden ent⸗ l. Der Staats⸗ „ hat angeord⸗ denen ſich der genüber Heim⸗ ſtaatliche Kon⸗ Die ſchwerſten nen angedroht, treten. an ſich— in en, was bei 3 reizvoll iſt. andlungsfähig ie ſich wiedet⸗ daß der t, um ſich zu mble und mit war ihr Geg: r grotesk und und amüſant ie führte und lder Traugon für, Höllen⸗ pel rlichen, rffälle über die nen, erheiter⸗ )jBeſucher. Berliner Leſ⸗ führung unter war zugleich eichen Volks⸗ Aus Bunje. Beſucher ein 154 1 3 4 65 2„* e hörten zun Varietéagent, erzählt, und Jahrzehnte bunt⸗ die Drohung, 'n Armee nach⸗ über. Show /. — „Hakenkreuzbanner“ 6. Dezember 1936 Der amerikaniſche Zirkuskönig John Ring⸗ ling, der Vater des„Dreimanegenſyſtems“, iſt geſtorben. In der ganzen Welt hinterläßt Ring⸗ ling Freunde, unter den Artiſten und unter den Zirtus⸗ und Varietédirektoren. Der Mann, der den Rieſenzirkus„Ringling Brothers, Barnum and Bailey“ durch ſeine un⸗ ermüdliche Arbeitskraft und ſeinen Reichtum an Ideen ins Gigantiſche formte und aus der Show des„Vaters des Bluffs“, Phineas Taylor Barnum, ein wirkliches Weltunterneh⸗ men machte, iſt deutſcher Abſtammung. Die Luft der Manege glaubt der Beſucher im Büro des Artiſtenvermittlers zu verſpüren, Atmoſphäre der Welt der Fahrenden ſcheint in den Aktenſchränken verborgen zu ſein und bis in die Zeilen der Briefe hineinzudringen. Ertönt nicht bald das Signal des Oberregiſ—⸗ ſeurs:„Manege frei!“ Robert Wilſchke, der bekannte europäiſche bewegter Varieté⸗ und Zirkuswelt eilen vor⸗ Und in regelmäßigen Zwiſchenräumen taucht immer wieder der eine Name auf zwi⸗ ſchen den Krone, Sarraſani und Hagenbeck, zwiſchen den Buſch und Althoff, zwiſchen dem „Madiſon Square Garden“, der Berliner dem Münchener Deutſchen Theater, dem Zirkus Mills und dem Cirque Royal: „Ringling Brothers Barnum „An dieſem Tiſchchen, auf dem von Ihnen jetzt eben eingenommenen Platz ſaß oftmals der amerikaniſche Zirkuskönig“, berichtet mir Wilſchke,„faſt alle Jahre kam er einmal her⸗ über nach Deutſchland. John Ringling iſt doch deutſcher Abſtammung, ſeine Vor⸗ fahren wohnten in Bayern. Er ſprach deutſch wie einer von uns beiden. John Ring⸗ ling ſuchte in Deutſchland aber nicht nur An⸗ gelegenheiten der Manege zu erledigen, dazu waren ſeine Intereſſengebiete zu vielſeitig. In Berlin ſuchte Ringling die berühmten Aerzte aauf. In München kaufte er Kunſtgegenſtände. Manchmal nahm er in der bayeriſchen Haupt⸗ ſtadt 14 Tage Aufenthalt, um über den Er⸗ werb koſtbarer Bilder und Plaſtiken zu ver⸗ handeln. In Leipzig hielt John Ringling un⸗ ter den Büchern, die ſeit ſeinem letzten Beſuch erſchienen waren, Umſchau, und in Hamburg fahndete er auf Raritäten und Seltſamkeiten.“ unerhannt in kleinen varietés John Ringling hat ebenſo wenig wie Phi⸗ neas Taylor Barnum jemals in einem Raub⸗ tierkäfig Tigern gegenüber geſtanden, er ſtieg nicht ein einziges Mal über die Strick⸗ leiter auf die Apparaturen der Luftnummern, er führte im Gegenſatz zu Krone oder Sarra⸗ ſani ſeine Elefantengruppen auch micht ſelber in die Manege. Dafür war er immer und überall auf der Suche nach Weltſenſationen. Man ſagt von John Ringling, daß er einmal aus einem Luxushotel Hals über Kopf vom Abendeſſen aufſtand und ſich in ein Lokal fünfter Klaſſe begab, weil dort zur gleichen Stunde ein Ar⸗ tiſt arbeiten ſollte, wie man ihn noch nirgends geſehen hätte. John Ringling war klug genug, um den„un⸗ bekanten Artiſten“ in den kleinen Vorſtadt⸗ warietes der großen Städte aufzuſpüren und in den winzigen Arenen unter freiem Himmel and Bailey den Könnern zuzuſehen.„Unerkannt gleich einem Harun al Raſchid der Zirkuswelt zog John Ringling von einer Stätte artiſtiſcher Arbeit zur nächſten. Wir haben manche ſchlecht heraus⸗ gebrachte„Nummer“ aufgeſtöbert, die im Lichte tauſendkerziger Scheinwerfer zum„Kaſſen⸗ reißer“ wurde. In einer Freiluftarena am Ber⸗ liner Wedding entdeckten wir vor Jahrzehnten den„Violinſpieler im Tigerkäfig“, in einem Vorſtadtviete von Kopenhagen jenen Artiſten, der ſich als„lebendige Granate“ aus der Ka⸗ none ſchießen läßt.“ Eine Senſation wird aufgeſtöbert Auf einem Platz im Berliner Oſten wars, an einem Juniabend. Ein ſehr, ſehr kleiner Wanderzirkus hatte dort„aufgebaut“. Die Zehnpfennigſtücke ſtrömten nur in kleinen Bäch⸗ lein in der Kaſſe zuſammen. John Ringling und Robert Wilſchke hatten die Kraftdroſchke eine Querſtraße weiter zurück halten laſſen, kauften ihre Eintrittskarten und harrten der Arbeit des Muſikal⸗Clowns. Die Nummer be⸗ gann. Auf dem„Schifferklavier“ zauberte der Künſtler im bunten Narrenkleid fremde Land⸗ ſchaften in die Ohren der Zuhörer hinein, dann gab er die Eindrücke einer Eiſenbahnreiſe auf der Mundharmonika wieder, griff plötzlich zu einem winzig kleinen Xylophon, und nun hör⸗ ten die Zirkusbeſucher das Rattern ferner Rä⸗ der, das Quietſchen in den Kurven, das Krei⸗ ſchen der Bremſen und die Geräuſche der Bahn⸗ hofshalle. „pech— wie noch nie!“ Nach dem beſcheiden gedruckten Programm⸗ zettel war damit die Arbeit des Muſikal⸗ Clowns, der vorher bereits einmal mit dem Präsident Roosevelt bei seinem Besuch in Südamerika Unser durch Flugpost übermitteltes Bild zeigt den neugewählten Präsidenten bei der Begrüßung im Hafen von Rio de Janeiro während des Abspielens der brasilianischen Nationalhymne in Lriuskonig vericut das crobe 108 Nit John Ringling auf Nummernjagd/ Zum Tode des großen„Shov/-man“ „dummen Auguſt“ zuſammen in einer Paro⸗ die ſein Können unter Beweis ſtellte, beendet. John Ringling erhob ſich von ſeinem Platz und begab ſich ins Freie. Nach einer Weile erſchien der Artiſt vor dem Zirkus, abgeſchminkt,„in bürgerlicher Kleidung“, lenkte ſeine Schritte in ein nahe bei dem Platz befindliches Lokal. Ring⸗ ling und Wilſchke folgten dem Mann, betraten nach ihm die Gaſtſtätte und ſahen ihn an einem Tiſch Platz nehmen, an dem bereits eine Frau mit einem kleinen Mädel ſaß.„Das Lotterielos war eine Niete, ein neues Engagement iſt noch nicht da—— Pech wie noch nie“, hörten die beiden den Artiſten zu der Frau ſagen. John Ringling fragte, ob ſie beide am Tiſch des Muſikal⸗Clowns Platz nehmen dürften. Was der Artiſt alles könne, wollte er wiſſen, was er für ein längeres Engagement an Gage beanſpruchen würde?! Nun, acht Mark am Tag ſei ſchon das Mindeſte, aber freie Fahrt müſſe, wenn es„außerhalb Berlins“ ſei, vorausbe⸗ zahlt werden, denn er ſei„ziemlich abgebrannt“. John Ringling lächelte, fragte zurück, wann denn die Nummer frei ſei, und ob auch die Kleine dort, das elfjährige Mädel, mitarbeiten möchte als„Aſſiſtentin“ des Herrn Papa. „Wollen Sie 50 Dollar pro Tag?“ Der Zirkuskönig führte immer Vertragsfor⸗ mulare mit ſich, fertig zur Unterſchrift, nur die Namen und Gagenbedingungen ſtanden offen. Ringling fragte den Muſikal⸗Clown, ob er mit 30 Dollar hro Tag einverſtanden ſei, bei freier Reiſe für Partner und Familie, freier Woh⸗ nung im„ſleeping car“ und freier Verpflegung. Vertrag vorerſt für vier Monate, für die nächſte Saiſon für ſechs bis ſieben Monate.— John Riling übergab dem freudig überraſchten Mu⸗ ſikal⸗Clown den Vertrag und einen Scheck mit den Worten:„Sie haben in der Lotterie Pech gehabt, nicht wahr?!— Nun, vielleicht iſt dies das Große Los für Siel“ Tankſchlacht tobt vor Madrid Roter Sioßtruppangriff im Sperrfeuer zusammengebrocben Paris, 5. Dez. Havas berichtet aus Talavera de la Reina Einzelheiten über einen zurückgeſchlagenen Angriff der ſpaniſchen Bolſchewiſten auf die weſtlich von Madrid gelegenen Ortſchaften Pozuelo und Humera. Elf der modernſten Kampfwagen, denen mehrere bolſchewiſtiſche Abteilungen zu Fuß folgten, rollten gegen die Stellungen der nationalen Truppen an. Als die Kampfwagen Weltbild(M) auf halber Höhe waren, belegten Legionäre und Regulares den Raum unmittelbar hinter den Wagen mit Sperrfeuer. Dadurch wurden die Kampfwagen, ohne daß ihre Führer es be⸗ merkten, von den bolſchewiſtiſchen Milizen ab⸗ geſchnitten. Auf der Höhe gerieten ſie dann in das Feuer der 7,5⸗Zentimeter-Geſchütze der nationalen Truppen. Nur zwei Kampfwagen konnten weiter vordringen, die andern ver⸗ ſuchten umzukehren. Dabei wurden ſechs außer Gefecht geſetzt. Die nationalen Streitkräfte ſetzen darauf zehn Kampfwagen zum Gegenan⸗ griff ein, um die verſprengten Bolſche⸗ wiſten, die ſich an einer Mauer verſchanzt hat⸗ ten, kampfunfähig zu machen. Dieſer Vorſtoß gelang. Ueber 700 Bolſchewiſten blieben tot oder verwundet auf dem Kampfplatz. * 2 Nemmmunuuen minaim laum, meiſeuen. fmimmmmmiun git aaumeum HLENKELL TROCKEN Dimiteoff geht jetzt nach Barcelona Er war nur kurze Zeit in Paris Paris, 5. Dezember. Wie der„Matin“ berichtet, hat ſich der be⸗ rüchtigte Bolſchewiſtenhäuptling Dimitroff nur 24 Stunden in der Gegend von Paris auf⸗ gehalten. Er ſei unter einem anderen Namen nach Frantreich eingereiſt und habe in Paris nicht einmal mit den franzöſiſchen Neuer Film in Mannheim UNIVERSUM: „Stadt Anatol“ In welch ſchrecklichen Wahnſinnstaumel der Reichtum die Menſchheit zu ſtürzen vermag, iſt uns durch manches Film⸗ und Theaterſtück ſchon gezeigt worden. Es iſt ein dankbares Thema, vielleicht greift man es aber auch deshalb im⸗ mer wieder auf, weil es daneben beſonders wichtig iſt. Das Zeitalter der Technik hat uns gelehrt, auf die materiellen Werte des Lebens 4 zu ſehen, aber die geiſtige Erneuerung, die wir erfuhren, hat uns die Erkenntnis gegeben, daß die Arbeit einer Maſchine erſt dann von Nutzen zlanzmu wird, wenn wir die Kraft beſitzen, jederzeit 0 5 Herr ihrer treibenden Motore zu ſein. Behauptung, hanie zu ſehen ile Fälle war ung von Paul iel die größte 3 in Berlin. s Sonneneg n Bedrängnis allzu nn im Traum ies Kapitulie⸗ t und geheilt e Gründgens⸗ unmöglich. In W. Tourjanſky hat die Idee wieder auf⸗ egriffen; was im„Kaiſer von Kalifornien“ as Gold war, iſt hier das Oel. Ein Menſch kommt nach Anatol, bohrt und gewinnt Oel, Geld und Luxus kommen in das einſt ſo ver⸗ laſſene Dorf. Aber die Leute werden nicht glück⸗ lich, ſie werden trunken. Manche werden ſo⸗ gar verrückt und einer geht hin, weil er ein Verbrecher iſt, und zerſtört alles, ſo daß das junge, neue Anatol im Nu einem ſchwelenden Aſchenhaufen gleicht. Nichts bleibt an materiel⸗ len Werten, und während die Verzagten und Kleinmütigen, ihr nacktes Leben rettend, müde ins Ungewiſſe ziehen, bleibt nur zwei jungen Menſchen, die die Trunkenheit auseinander⸗, die Not aber wieder zuſammengeführt hat, die ſchöne Hoffnung, aus eigener Kraft alles Zer⸗ ſtörte wieder neu zu bauen. Gewiß ein Thema, das nicht neu iſt. Aber W. Tourjanſky hat es intereſſant gemacht, hat ihm Leben gegeben. Er hat ſich um die Men⸗ ſchen gekümmert, die da ein Schickſal zu erlei⸗ den haben. Er hat uns Halunken und Helden, Laue und Gauner gezeigt, auch ſolche, die ihren ſchmutzigen Charakter erſt dann entdecken, wenn es ihnen gut geht und wieder andere, die ſelbſt nichts von ſich hielten, und von denen man doch, wenn ſie erſt über rauchende Trümmer gehen, ſagen muß, daß ſie ganze„Kerle“— Helden des Alltags ſind. Und W. Tourjanſky hat uns eine Frauengeſtalt geſchenkt, um deret⸗ willen allein der ganze Film ſchon ſehenswert iſt: Franziska, das Bauernmädchen, das Naturkind, das auch einmal eine große Dame ſein möchte und es doch gar nicht kann, weil es viel zu gut, viel zu ſtark, viel zu ehrlich dazu iſt. Die Gewalt dieſer Geſtalt liegt ſicher nicht allein in der Rolle, ſie liegt mindeſtens ebenſoſehr in der Perſönlichkeit der Brigitte Horney, die ſie ſpielt. Ihre Franziska iſt am größten da, wo ſie ſich ſelbſt am elendeſten fühlt: da ſucht ſie Schutz, wird hilflos, läßt allen Empfindun⸗ gen freien Ausdruck— iſt ganz nur Frau und aufopferndes Weib und weiſt aber gerade da⸗ durch dem ratlos werdenden Mann Weg und Ziel für die Zukunft. Es iſt ein tolles Spiel, das hier das Leben treibt. Etwas Senſation iſt zweifellos dabei. Tempo, Nervenkitzel, ein ſtetes Drängen und Treiben auf das Ende im Chaos hin herrſcht vor— ohne aber die Stimme des Menſchen zu übertönen. Sie alle leben noch, leben noch bis ſie zermalmt werden unter brennenden Balken und ſtürzenden Eiſenpfeilern, oder vertrieben werden von dem Fluch, den ſie ſelbſt auf ſich herabbeſchworen. Die wildgewordene Materie hat die Menſchen beſiegt, in dem Augenblick, da ſie triumphierten und ſich ſelbſt vergaßen. Gewaltig nur ſteigen die Starken, mächtig ge⸗ worden durch die Niederlage, aus den Trüm⸗ mern heraus, in einen neuen Kampf hinein. Ein Werk, das ſpannend iſt, trotz allem Senſa⸗ tionellen aber auch zum Nachdenken zwingt. Neben Brigitte Horney wirkten noch mit Guſtav Fröhlich, Fritz Kampers, Roſe Stradner, Karl Hellmer, Harry Liedtke und Aribert Wäſcher. Im Vorprogramm intereſſiert wieder die Wochenſchau und eine Schneewanderung im hohen Norden. Helmut Schulz. ALHAMBRA: „Die Juliko“ Obwohl dieſer Film von der Julika faſt aus⸗ ſchließlich von einer einzigen Geſtalt beherrſcht wird, iſt er doch alles andere als ein ſoge⸗ nannte Starfilm. Das geht ſchon allein aus der Tatſache hervor, daß es bei dem dramati⸗ ſchen Hohepunkt des Geſchehens weniger um ein Menſchenſchickſal als vielmehr um die Frucht eines harten, arbeitsreichen Jahres geht. Neben all den mannigfachen Herzensnöten, die das Mädchen Julika durchmachen muß, neben herbem Liebesleid und bangem Hoffen ſteht immer wieder die Sorge um die Scholle, um das Schickſal des Stückchen ererbten Bodens, — ſteht das Glück, das aus dem Bewußtſein fruchtbringender Tätigkeit und ſegensvoller Pflichterfüllung jedem einzelnen erwächſt. Dieſe unauffällige weil natürliche Verbundenheit von Menſch und Natur iſt die eigentliche Stärke dieſes Films, und ſie läßt auch die zarte Lie⸗ besgeſchichte, die zwiſchen Ausſaat und Ernte und all den anderen Arbeiten des ländlich be⸗ grenzten Jahres zu innerer Größe aufwächſt, neben den großen Frauen⸗ und Liebesſchick⸗ ſalen, die im Film bisher geſtaltet wurden, ſehr wohl beſtehen.— Als nach dem Tode des Obergeſpan Georg von Tamaſſy deſſen Sohn, der junge und in der Wiener Geſellſchaft beſonders beliebte Ritt⸗ meiſter Karl von Tamaſſy die ungariſchen Gü⸗ ter übernehmen will, muß er feſtſtellen, daß er eigentlich ein armer Mann iſt, daß von den 6000 Joch Land nur noch 60 übriggeblieben ſind. So zieht er den bunten Rock aus und begibt ſich an die ſchwere Arbeit des Wiederaufbaues, bei der ihm nur die Julika, die Tochter des verunglückten Kutſchers hilft. Die Julika— das iſt das ſchlichte und einfache Naturkind, das nichts anderes kennt als die allernächſte Um⸗ gebung und die harten Pflichten, die ihm das Schickſal auferlegt, das auch keinen anderen Lohn will als Verpflegung und Unterkunft und das über alle Anfeindungen hinweg bei dem verarmten Herrn bleibt,„weil doch jemand da ſein muß“, der für das einzig verbliebene nen iſt noch Gina 7 bühne. die NS⸗Kulturgemeinde zu Anfang dieſes Jah⸗ res mit dem Marionettenſpiel„Gevatter Tod“ Pferd ſorgt, der das Haus in Ordnung hält, der das letzte Stück Land beſtellt und die Ernte einbringt. Sie iſt von einer ſo ſchlichten Na⸗ türlichkeit, dieſe Julika, daß man mit ihr zu hoffen und zu glauben beginnt, und daß man mit ihr bangt, wenn das verhängnisvolle Aben⸗ ihres Herrn die Ernte zu gefährden be⸗ ginnt. Paula Weſſely ſpielt das Mädchen Julika mit gläubiger Hingabe und einer faſt elemen⸗ tar zu nennenden Kraft, mit der es ihr auch gelingt, manche ſchwierige Stelle des Buches glücklich zu überbrücken. Mit feinem Gefühl paßt ſie ſich in Sprache und Gebärde dem länd⸗ lichen Milieu, das von Géza von Bolväry ſachkundig und mit guter Durchzeichnung charak⸗ teriſtiſcher Einzelheiten geſtaltet wurde, an, und ſelbſt wenn ſie im Ablauf des Geſchehens ein⸗ mal ſingen muß, verliert ſie nicht von ihrer ſchlichten Natürlichkeit. Attila Hörbiger, mit dem ſie oft zuſammen auf der Bühne ſtand, iſt hier zum erſten Male auch im Film ihr Partner. Er ſpielt den aufs Land zurückgekehr⸗ ten Huſarenrittmeiſter mit jenem Schuß Leicht⸗ ſinnigkeit, der das kurze Abenteuer mit dem „Stadtfräulein“, das ihn faſt ſeiner Arbeit ent⸗ fremdet, glaubwürdig erſcheinen läßt. Zu nen⸗ iſt noch G alkenberg, die in der gewiß nicht leichten Rolle der kapriziöſen Grit von Hellmer das notwendige Bindeglied zwi⸗ ſchen ſtädtiſchem Geſellſchaftsbetrieb und länd⸗ licher Sitte darſtellt. Willy Parth. „Der Freiſchütz“ auf der Puppen⸗ ach dem ungewöhnlichen Erfolg, den in Berlin erzielte, fanden die Hohnſteiner Pup⸗ penſpiele unter Leitung von Max Jakob jetzt er⸗ neut volle Aufmerkſamkeit und Beifall ihrer zahlreichen Zuſchauer. Die Möglichkeiten der Marionettenkunſt zeigten ſich namentlich in der „Sage vom Freiſchütz“, deren Phantaſtik durch die Ausdruckskraft der Hohnſteiner Puppen un⸗ mittelbar das Gemüt anſprach. Mannheim „Hakenkreuzbanner“ 6.— W— Kommuniſtenführern verhandelt, ſondern nur mit zwei Sonderbeauftragten der Kominterg. Dann ſei er nach Barcelona weitergereiſt, an⸗ geblich um die Möglichkeit der Verlegung des politiſchen Sekretariats der Komintern nach Katalonien zu prüfen. Vieder ein viehiſcher ſord in Spanien Ein Pfarrer bei lebendigem Leibe perbrannt Paris, 5. Dezember. Wie Havas aus Talavera de la Reina mel⸗ det, iſt im Dorfe Alcorcon in der Nähe der Dorfkirche die Leiche des Dorſpfarrers gefun⸗ den worden. Er war von den roten Horden bei lebendigem Leibe verbrannt worden, Hände und Füße waren ihm vorher mit in zu⸗ ſammengebunden worden! Nob franzöſiſche Freiwillige unter den Verteidigern Madrids Paris, 5. Dezember. In Kreiſen der franzöſiſchen Volkspartei Doriots wird erklärt, daß zur Zeit 27600 Franzoſen, d. h. der Iſt⸗Beſtand zweier Divi⸗ ſionen, unter dem Befehl ſowjetruſſiſcher Offi⸗ ziere in den Reihen der ſpaniſchen Bolſchewi⸗ ſten mittämpfen. Täglich würden neue Freiwil⸗ lige nach Spanien abgeſandt. Der Flugverkehr von Toulouſe nach Spanien, der früher eine Fahrt täglich umfaßte, ſei jetzt auf ſechs täg⸗ iche Abfahrten geſteigert worden. Und u000 Freiwillige aus Belgien Ueberall marxiſtiſche Rekrutierungsbüros Brüſſel, 5. Dezember. Die auf Anordnung des Generalſtaatsan⸗ walts in Brüſſel im ganzen Lande erfolgten Hausſuchungen in marxiſtiſchen Kreiſen, die die Ermittlung von Rekrutierungsbüros für die ſpaniſchen Bolſchewiſten zum Gegenſtand hatten, hatten aufſehenerregende Ergebniſſe. Im Bezirk Brüſſel fanden die Hausſuchungen vor allem in den Wohnungen bekannter Kom⸗ muniſtenführer ſtatt. Umfangreiches belaſten⸗ des Schriftenmaterial wurde dem Unter⸗ ſuchungsrichter übergeben. In Charleroi er⸗ gaben die Hausſuchungen bisher den Beweis dafür, daß 67 Perſonen für die ſpaniſchen Bolſchewiſten angeworben worden ſind, dar⸗ unter Männer, die Frau und Kinder zurück⸗ ließen auf das Verſprechen hin, daß der Ehe⸗ frau ein Betrag von 15 Franes und für jedes Kind fünf Franken täglich ausgezahlt werde. Es ſei jedoch nicht ein Centime gezahlt wor⸗ den. Den Angeworbenen ſei ein Handgeld von 100 Francs ausgezahlt worden. Der„Stan⸗ daard“ ſchätzt die Geſamtzahl der für die ſpa⸗ niſchen Bolſchewiſten angeworbenen belgiſchen Staatsangehörigen auf 3000 bis 4000. In ſiürze Der Führet hat auf eine Grußadreſſe der Reichsverkehrsgruppe Schienenbahnen mit einem Danktelegramm Der Reichsleiter der Deuſſchen Arbeitsfront, Dr. Ley, hat auf Grund einer Vereinbarung mit Korpsfühter Hühnlein dem NScn die motorſportliche und motortechniſche Ausbil⸗ dung auf den Ordensburgen übertragen. — Der erſte Unterausſchuß des ſpaniſchen Nicht⸗ einmiſchungsausſchuſſes beſchloß in ſeiner ge⸗ ſtrgien Londoner Sitzung, dem Hauptausſchuß Vorſchläge zur Frage der Freiwilligen in Spa⸗ nien zu unterbreiten. *. Der belgiſche Senat hat am Freitag die von der Kammer verabſchiedeten Militärvor⸗ lage ebenfalls mit großer Mehrheit angenom⸗ men. * 5 3 Wie aus Waſhington gemeldet wird, nahm der deutſche Geſchäftsträger Thomſon als Ver⸗ treter der Reichsregierung in Reading„Penn⸗ ſylvania) an den Trauerfeierlichkeiten für den bekannten deutſch⸗amerikaniſchen Großinduſtriel⸗ len und Philantropen Guſtav Oberländer teil. Aus faſt allen Teilen des Deutſchen Rei⸗ ches und aus vielen Orten Amerikas waren Beileidskundgebungen eingetroffen. Diiomaten mittern um ein Tagcbud Basil Zaharoſis letztes Geheimnis/ Lady Ov/en beruhigf die Welt Geheimnisvoll hat Sir Baſil Zaharoff gelebt, geheimnisvoll wurde er beerdigt— und ein Geheimnis hat er hinterlaſſen! Wo ſind die Memoiren Zaharoffs verſteckt, dieſe Aufzeichnungen, von denen Sir Baſil Zaharoff immer ſprach, weil ſie Dinge enthalten, die alle bisher dageweſenen Senſationen in den Schatten ſtellen werden?! Fieberhaft wird nach dieſen Aufzeichnungen geſucht— aber es gibt eine Menge wichtiger Perſönlichkeiten, die vor dem Augenblick zit⸗ tern, wo dieſe Lebenserinnerungen auftauchen.. Spitzeldienſt, der Unſummen koſtete. Lange Jahre hindurch hielt man jene gele⸗ gentlichen ironiſchen Andeutungen des Baſi⸗ leos Zaharoff für Bluff, wenn er davon ſprach, daß er gewiſſe in Leder gebundene Bücher be⸗ ſitze, bei deren Veröffentlichung der Welt der Pulsſchlag ſtehen bleiben werde. Aber Sir Baſil Zaharoff, wie der vielfach ge⸗ adelte und mit Orden dekorierte größte Waffen⸗ ſchieber Europas ſpäter offiziell hieß, bluffte nicht. Er hatte ſeinen eigenen Geheim⸗ dienſt, der ihn Jahr für Jahr Unſummen koſtete, der ihn jedoch über alles in Europa in Kenntnis ſetzte, was ihm wiſſenswert erſchien. Die Memoiren des Monſieur„Zod“, wie er ſpäter in den Kreiſen, die mit ihm direkt oder indirekt zu tun hatten, in abgekürzter Form genannt wurde, ſpukten in den letzten 15 Jah⸗ ren häufig in der europäiſchen Diplomatie Man wußte von Spitzeln, die nach dieſen Me⸗ moiren, nach ſeinen Tagebüchern in ſeinem Palaſt in der Avenue Hoche in Paris ſuchten, die bei Nacht in ſein Schloß bei Arronville ein⸗ drangen, die ihn ſelbſt im Hotel de Paris in Monte Carlo gelegentlich unerwünſcht beſuch⸗ ten, Man war alſo davon überzeugt, daß„der Mann im Dunkel“ nicht geblufft hatte, ſondern daß ſeine Tagebücher wirklich beſtanden. Die Welt kann von dieſen Aufzeichnungen des in ſeinen ſpäteren Lebensjahren von Gicht verkrüppelten Sir Baſil Zaharoff mancherlei Intereſſantes erwarten. Es würde die Welt z. B. brennend intereſſieren, ob der engliſche Schu⸗ ſter Hyran Barnett Zaharoff, der, heute 67 Jahre alt, in London lebt, wirklich ein Sohn des großen Zaharoff iſt, der dieſes Kind vor 60 Jahren arm und allein in London zurück⸗ ließ. Dann gab es im Leben des Sir Baſil Zaha⸗ roff einen Marquis de Paſſano, der Zaharoff große Geſchäfte mit Amerika und England vermittelte, und den der Kanonenkö⸗ nig ſpäter verhungern ließ. Man weiß heute noch nicht, unter welchen Umſtänden ſich Za⸗ haroff des Marquis zu entledigen verſtand. Auch dürfte es für die Hiſtoriker brennend intereſſant ſein, wie ein gewiſſer Baſil aus dem Gefängnis von Garbola vor rund 65 Jah⸗ ren entkam, während die Zeitungen meldeten, der fliehende Baſil ſei bei dem Ausbruchsverſuch erſchoſſen worden. Man weiß auch nicht, wer jener myſteriöſe Doppelgänger geweſen iſt, der auf einem Ozeandampfer in Kabine 24 wäh⸗ rend des Krieges nach Amerika fuhr und von einem-Boot⸗Kommandanten an Stelle des echten Baſil Zaharoff verhaftet wurde. Es gibt eine ganze Anzahl großer, ſehr gro⸗ ßer politiſcher Perſönlichkeiten in Weſteuropa, die auch heute noch bei einer Veröffentlichung der Memoiren Zaharoffs über Nacht geſtürzt würden. Es handelt ſich nicht nur um General⸗ ſtabsoffiziere, die ihm an eine beſtimmte Deck⸗ adreſſe in Paris chiffrierte Mitteilun⸗ gen lieferten, wenn Neuanſchaffungen bei der Armee ins Auge gefaßt waren. Gdemenccau dronie mit Ersdueben Schließlich hat Zaharoff ja alle Leute von Foch bis Clemenceau gekannt. Clé⸗ menceau wollte ihn während des Krieges zwei⸗ mal erſchießen laſſen, weil er angeblich deutſche U⸗Boote mit Lebensmitteln verſorgte. Doch am Waffenſtillſtandstag ſchenkte Zaharoff dem „Tiger“ eine prachtvolle Limouſine und um⸗ armte ihn in aller Oeffentlichkeit. Man darf nicht vergeſſen, daß Zaharoff mit den„Großen Drei“, mit Wilſon, Lloyd George und Clemen⸗ ceau, viele wichtige europäiſche Probleme durch⸗ hechelte. Sogar ſeine Beteiligung an dem be⸗ rühmten griechiſch-türkiſchen Krieg im Jahre 1921 würde— in der wahren Form enthüllt— manchem augenblicklichen Politiker Atemnot bereiten. „Alleinerbinnen— meine Töchter!“ Noch weiß niemtnd, wo die kompromittie⸗ renden Bücher und Hefte verborgen ſind. Sie Neues Bilddokument vom spanischen Kriegsschauplatz Weltbild(M) Undisziplinierte rote Horden suchen das Gebiet von Sesena bei Madrid heim Maskierte Räuber überfallen Geldboten lit 3200 Rl unerkannt auf Fahrrädern enikommen Duisburg, 5. Dezember. Sn Dulsburg⸗Meiderich wurde am Freitag⸗ abend ein ſchwerer Geldraub verübt. Zwei Männer, die ſichmit Geſichtsmas⸗ ken unkenntlich gemacht hatten, überfielen zwei Angeſtellte eines Einheitspreisgeſchäftes in Meiderich, die in einem Koffer einen Geld⸗ betrag von 3200 Mark nach der Poſt bringen wollten. Die Räuber forderten die Boten unter Vorhaltung von Schußwafſen zur Herausgabe des Koffers auf. Während einer der Täter dem Boten den Kofſer entriß, hielt der andere die Boten mit der Schußwaffe im Schach, bis ſein Komplice mit dem Kofſer auf einem Fahrrad die Flucht ergriffen hatte. Dann flüchtete auch dieſer Räuber auf einem Fahrrad. Trotz ſofor⸗ tiger Verfolgung war es nicht möglich, die Räuber einzuholen. Ein polniſches Verkehrsflugzeug der„Lot“⸗ Geſellſchaft, das den Flugdienſt zwiſchen War⸗ ſchau und Athen verſieht verunglückte kurz vor der Landung auf dem Flugplatz Tatoi. Es war bei den ſchlechten Sichtverhältniſſen gegen einen Berghang geflogen. Von den fünf Fluggäſten und den vier Mann Beſatzung wurden zwei getötet und die übrigen ſchwer verletzt. dürften nach dem Erbgeſetz und nach dem Te. 1 den beiden 1 4 Sir Baſil Zaharoff, zufallen. ſtament den Univerſalerbinnen, Stieftöchtern des Bekanntlich heiratete der Kanonenkönig in ſpäten Jahren die Herzogin de Villa⸗ franca de los Caballeros, eine Prin⸗ zeſſin aus dem Hauſe Bourbon. Von ihr ſtam: Was er zich wünzcht! 1 bäume kaufen. erfahren Sie om besten bel Haſtestelſe 0 5, 8 KG1I 1 E Herrenausstatter men die beiden Töchter, von denen die eine heute als Mrs. Walford in London lebt und die andere als Prinzeſſin Angela de Bourbon die einzige Augenzeugin ſeines Todes wurde. Die letzte Freundin weiß etwas. Doch jene, die die Veröffentlichung der Zaha⸗ roff⸗Memoiren ängſtlich fürchten, haben ſeit wenigen Tagen eine einzige und letzte Hoff⸗ nung: Zaharoff ſoll nämlich ſeine Aufzeich⸗ nungen, ſeine Tagebücher und Memoixren ver⸗ brannt haben. Man ſtützt ſich dabei auf das Zeugnis der Lady Edmee Owen, die die letzte Freundin Sir Baſil Zaharoffs war. Sie war gleichzeitig ſeine Vertraute. Ueber jene Tagebücher verriet ſie jetzt nach dem Ab⸗ ihres großen Freundes wörtlich fol⸗ leben gendes: „Eines Abends beim Dinner fragte ich Zir Baſil, was eigentlich mit ſeinen Tagebüchern ſei. Ich hätte gehört, daß ſie Geheimniſſe ent⸗ halten ſollten, die Throne erſchüttern und Staatsmänner ſtürzen könnten. Zaharoff legte den Finger an die Lippen und gebot mir, zu ſchweigen ſolange der Diener den Kaffee ſer⸗ vierte. Nachher ſprach er darüber, Er ſagte mir, er habe alles verbrannt. Er habe Angſt, auch nur eine Zeile zurückzulaſſen, weil dieſe Pa⸗ piere zu viele Menſchen, die ihm nützlich wa⸗ ren, nachträglich unglücklich machen könnten.“ Das Geheimnis ſeiner Memoiren hat Zaha⸗ Die roff mit ins Grab genommen. letzte Eulenſpiegelei dieſes Mannes! Wer wird das Rätſel kawine verlchüttet mittenwaldbahn München, 5. Dezember. Auf dem öſterreichiſchen Teil der Mitten⸗ waldbahn zwiſchen Hochzirl und Kranebit⸗ ten ſind am Freitagmorgen zwei Schneelawi⸗ nen niedergegangen, die die Strecke unbefahr⸗ bar machten. Es iſt deshalb, wie die Reichs⸗ bahndirektion München mitteilt, der Betrieb auf der Mittenwaldbahn zwiſchen Innsbruck und Reith vollſtändig eingeſtellt worden. Zwiſchen Reith und Garmiſch wird der Eiſenbahnbe⸗ trieb aufrechterhalten. Die Störung dürfte im Laufe des Sonntag wieder behoben werden. Die Lawinen riſſen Baumſtämme um und zerſtörten die Hochſpannungsleitung. p 410 5 Wolle gut gepflegt. hült doppelt ſo lange. Das bewührte Wollwafeh mittel ift bersill Mannhei Cſaiotl. Seit vielen ladungen voll Bahn durch d mungsorten z die erſten We den, allerding⸗ dern mit Laſtl aus den Wal Auf S4015 Mef des Freitags und gar bald ——— Wände ſten drei Woc geben werden. platz* Ferta fen, um erkaufsbuden iſt in dieſem meſſe, die faſt ſtände umfaßt, tioneller Weiſ⸗ Gewerbetreiber nachtsmeſſe ih was verkleiner Auch auf d Weihnachtsbäu reitungen worden. Wie ſ Jahr auf dem von Weihn verkehrspolizeil plätze vom Go verlegt wurder dieſem Sonnta nicht geöffnet ſ Kaufintereſſe f ſein wird, hab bon der Bisma eſſe daran geha erſter Verkaufs aufzuſchlagen Sie hoffen 5 der nächſten? Selbſin Kleidr Am Freitage Riedbahnbrücke liegend, ein b brauner Pelzk. mit ſchwarzem lederne Handta den. Die Hand Abſchlußſchlüſſe beutel mit Dr weißes Leinen⸗ bige Damenha klappbare klein Es iſt damit dieſer Sachen d Am gleichen von Spaziergä damm befandet unter ein Schu llatſchendes G Aufſchlagen ein rührend. Dann dem zur Zeit h men. Es beſteht d menhang zwiſe geben iſt. Wer irgendn machen vermag der Kriminal⸗ Zimmer 5) ode zufinden. Bei der Krim denen Kleider 1 —.———— gen meldeten, zbruchsverſuch ich nicht, wer zember 1936 weſen iſt, der bine 24 wäh⸗ fuhr und von n Stelle des vurde. ßer, ſehr gro⸗ 1 Weſteuropa, röffentlichung Nacht geſtürzt um General⸗ ſtimmte Deck⸗ * Rätteilun⸗ ungen bei der El nach dem Te⸗ den beiden roff, zufallen. onenkönig in de Villa⸗ s, eine Prin⸗ Von ihr ſtam⸗ nacht IL E sstatter nen don lebt und de Bourbon Todes wurde. „ ο ng der Zaha⸗ haben ſeit die eine d letzte Hoff⸗ ine Aufzeich⸗ moixen ver⸗ abei auf das ven, die die ffs war. Sie traute. Ueber ach dem Ab⸗ wörtlich fol⸗ ragte ich Sir Tagebüchern eimniſſe ent⸗ chüttern und aharoff legte ebot mir, zu Kaffee ſer⸗ Er ſagte mir, Angſt, auch il dieſe Pa⸗ nützlich wa⸗ en könnten.“ 'n hat Zaha⸗ men. Die 5! Wer wird valdbahn Dezember. r Mitten⸗ id Kranebit⸗ Schneelawi⸗ ke unbefahr⸗ die Reichs⸗ Betrieb auf nsbruck und n. Zwiſchen Liſenbahnbe⸗ g dürfte im ben werden. te um und 1 Mannheim Groß-Mannheim 6. Dezember 1936 riotlaum mcerlt erõffnet Seit vielen Tagen ſchon rollen Eiſenbahn⸗ ladungen voll mit Weihnachtsbäumen auf der Bahn durch die deutſchen Lande ihren Beſtim⸗ mungsorten zu. Auch in Mannheim ſind jetzt die erſten Weihnachtsbäume angeliefert wor⸗ den, allerdings nicht mit der Eiſenbahn, ſon⸗ dern mit Laſtkraftwagen, die die Bäume direkt aus den Waldgebieten hierhergebracht haben. Auf dem Meßplatz tauchten bereits im Laufe des Freitags die erſten Weihnachtsbäume auf und gar bald wurden durch die Händler die rünen Wände errichtet, die nun in den näch⸗ ſten drei Wochen dem Meßplatz ihr Gepräge geben werden. Gleichzeitig ſind auf dem Meß⸗ platz verſchiedene Mannheimer Meßleute ein⸗ etroffen, um ihre Wagen aufzuſtellen und ihre Verkaufsbuden aufzuſchlagen. Beſonders groß iſt in dieſem Jahre allerdings die Weihnachts⸗ meſſe, die faſt ausſchließlich Weihnachtsgegen⸗ ſtände umfaßt, nicht, denn man hat in tradi⸗ tioneller Weiſe nur ortsanſäſſige ambulante Gewerbetreibende zugelaſſen, ſo daß die Weih⸗ nachtsmeſſe ihren bisherigen Charakter in et⸗ was verkleinertem Umfange behalten hat. Auch auf den übrigen Verkaufsplätzen für Weihnachtsbäume ſind die erſten Vorbe⸗ reitungen für den Verkauf getroffen worden. Wie ſchon mitgeteilt, findet in dieſem Jahr auf dem Gockelsmarkt kein Verkauf von Weihnachtsbäumen ſtatt, da aus verkehrspolizeilichen Gründen die Verkaufs⸗ plätze vom Gockelsmarkt in die Bismarckſtraße berlegt wurden. Im Hinblick darauf, daß an dieſem Sonntag die Einzelhandelsgeſchäfte noch nicht geöffnet ſind und zu erwarten iſt, daß das Kaufintereſſe für Weihnachtsbäume nicht groß ſein wird, haben die Weihnachtsbaumverkäufer von der Bismarckſtraße kein allzu großes Inter⸗ eſſe daran gehabt, bereits am Samstag, der als erſter Verkaufstag zugelaſſen war, ihre Stände aufzuſchlagen und den Verkauf aufzunehmen. Sie hoffen aber, daß die Mannheimer im Laufe der nächſten Woche bereits ihre Weihnachts⸗ bäume kaufen. Selbſtmord oder Verbrechen Kleidungsſtücke aufgefunden Am Freitagabend, 23 Uhr, wurden auf der Riedbahnbrücke, zwiſchen der Eiſenkonſtruktion liegend, ein brauner Damen⸗Ripsmantel, ein brauner Pelzkragen, ein ſchwarzer Damenhut mit ſchwarzem Samtband und eine ſchwarz⸗ lederne Handtaſche mit Reiſwerſchluß aufgefun⸗ den. Die Handtaſche enthält einen Haus⸗ und Abſchlußſchlüſſel, einen ſchwarzledernen Geld⸗ beutel mit Druckknopf, etwas Kleingeld, ein weißes Leinen⸗Taſchentuch, ein Paar beigefar⸗ bige Damenhandſchuhe und eine zuſammen⸗ klappbare kleine Lupe(ſog. Fadenzähler). Es iſt damit zu rechnen, daß die Beſitzerin dieſer Sachen den Tod im Neckar geſucht hat. Am gleichen Abend, etwa.40 Uhr, wurde von Spaziergängern, die ſich auf dem Neckar⸗ damm befanden, von der Riedbahnbrücke her⸗ unter ein Schuß gehört, dem gleich darauf ein llatſchendes Geräuſch folgte, offenbar vom Aufſchlagen eines Körpers auf das Waſſer her⸗ rührend. Dann wurden mehrmals Hilferufe aus dem zur Zeit hochgehenden Neckar wahrgenom⸗ men. Es beſteht die Möglichkeit, daß ein Zuſam⸗ ——— zwiſchen den beiden Vorgängen ge⸗ e Wer ſachdienliche Angaben zu machen vermag, wird dringend gebeten, ſic bei der Kriminal⸗Polizei(Pol.⸗Präſidium, L 56, ——— 5) oder der nächſten Polizeiwache ein⸗ ufinden. Bei— Kriminalpolizei können die aufgefun⸗ denen Kleider beſichtigt werden. Wir halten ſeeliſche Grenzwache am Rhein Tauſend Jahre oberrheiniſche Geiſtesgeſchichte/ Dr. von Grolmann ſprach bei der Volksbildungsſtätte Als im Jahre 1914 unſere Truppen über den Rhein zogen, um im Weſten die offenen Gren⸗ zen des Reiches zu ſchützen, da klang es tau⸗ ſendfältig von ihren Lippen über den ſtolzen Strom hinweg, das Lied von der Wacht am Rhein. Und ob ſie aus Süden oder Norden, aus Oſten oder Weſten, ſie alle ſangen das Lied voller heiliger Begeiſterung und Ueber⸗ zeugung und in den Bergen am Rhein hallte er wider: Wir alle wollen Hüter ſein! Als 1918 das in tauſend Schlachten erprobte Heer wieder über den Rhein zurück in die Hei⸗ mat zog„da klang es wohl nicht mehr ſo oft auf, das Lied von der Wacht am Rhein, aber im Herzen und in der Seele eines jeden Front⸗ ſoldaten ſtand es trotzdem feſt, erſt recht und verbiſſen: Wir wollen des Stromes Hüter ſein! Im Süden des Reiches war der Rhein zum Grenzſtrom geworden, Baden zum Land an der Grenze. Und das Land an der Grenze und ſeine Menſchen hatten wie in vielen Jahrhunderten früher ſchon ihre Aufgabe er⸗ halten, die Aufgabe der Grenzwacht. Nicht mit Maſchinengewehren und Haubitzen, nein! Allein durch ihre innere Haltung. Die Wacht an der Grenze erhielt ihren tieferen Sinn, ſie wurde zur ſeeliſchen Grenzwacht! Dr. v. Grolmann ſpricht Dr. A. von Grolmann(Karlsruhe) hatte es am Freitagabend übernommen, vor der Volksbildungsſtätte in der Harmonie über „Seeliſche Grenzwacht am Ober⸗ rhein und tauſend Jahre oberrhei⸗ niſche Geiſtesgeſchichte“ zu ſprechen. A. von Grolmann, der Verfaſſer des bekannten Buches„Weſen und Wort am Oberrhein“ und einer der beſten Kenner der Literaturgeſchichte unſerer Heimat hatte es unternommen, ein Bild dieſer ſeeliſchen Grenzwacht zu zeichnen, die verbunden und gegründet iſt auf die höchſten Güter der Nation. Seeliſche Grenzwacht am Oberrhein bedeutet nicht irgendein Wachſamſein, bedeutet keinen pſychologiſchen Reiz, ſondern den Reiz des Seeliſchen an der Grenze. Es wird oft davon geſprochen, daß der Geiſt ein Widerſacher des Seeliſchen ſei, daß der Geiſt das Seeliſche auf⸗ hebe und einer Entſeelung des Problems gleich⸗ komme. Wenn wir uns um ſeeliſche Probleme kümmern, dann ſehen wir, daß andere ſittliche Eigenſchaften vorliegen. Wenn Ehrfurcht vor⸗ handen iſt, wird Geiſtesgeſchichte den ſeeliſchen Wert nicht aufheben. Von der ſittlichen Ueber⸗ legung, was der Grund zum Wachſein iſt, dem gegenſtändlichen, kommen wir zu der Frage: Wie verhält ſich das Dichtgut zu einem Grenz⸗ Das Problem Man kann wohl eine alemanniſche Geiſtes⸗ und Volkskunde ſchreiben, aber wir können über das, was an ſchriftlichen Unterlagen vor⸗ handen iſt, nicht weiter zurück als tauſend Jahre. Mit dem Aufhören der Dokumente en⸗ det unſere Aufgabe. Im Jahre 842 ſchloſſen die Nachkommen Karls des Großen die ſogenannten Straßburger Eide ab. Sie wurden niedergelegt in althochdeutſcher, lateiniſcher und franzöſiſcher Sprache. Das iſt für die Frage nach dem ale⸗ manniſchen Erbgut ein Grenzmoment, die ſee⸗ liſche Durchdringung des Geiſtes hat ihren Schluß. Es beſteht ein großer Unterſchied zwi⸗ ſchen alemanniſcher und pfälziſcher Geſchichte. Wir haben am Oberrhein keine Zerſtörung der Pfalz. Am Oberrhein iſt das Problem weniger Schlagen und Wiederſchlagen, es liegt mehr im Warten, im ſcharfen Beobachten, was wird und kommen mag. Am Oberrhein iſt man mehr auf den ſeeliſchen Wachtpoſten ange⸗ wieſen, während ſich in der Pfalz das weſtliche Problem mit Gewalt und Brutalität austobte. So erhält die Grenzwacht ihren tieferen Sinn. Es gibt nicht nur äußere Grenzen, ſondern Die Umbovupläne für die friedrichsbröcke gev/innen langsam Gestalt. Der ständig wach-⸗ sende Verkehr verlongt gebieterisch die Verbreiterung der Bröcke.— Wer weiß, wie longe wir noch einen romontischen Anblick genießen können wie den hier wiedergegebenen. Wir schauen unter der Bröücke hindurch vorbei an den Fischernetzen, die hier oufgehängt sind und öber die Nachen der Fischer hinweg. Aus dem HB-Fotopreisausschreiben(Aufn.: M. Schatz) problem. Der Oberrhein geht vom Bodenſee bis Speyer, dann treten rein pfälziſche Elemente in Erſcheinung. In dem Augenblick, in dem wir das Problem der perſönlichen Grenze und der politiſchen Grenze ſehen, erkennen wir den eigentümlichen Reiz, wenn man es unternimmt, in einer beſtimmten Gegend am Rhein zu bleiben. Der alemanniſche Stamm am Ober⸗ rhein ſteht mit ſeinem künſtleriſchen Erleben und Schaffen nicht allein in Deutſchland, denn was hier geſchaffen wurde, iſt Erbgut, das von einer Generation an die andere übergeben wurde, iſt Erbgut der ganzen Nation und nicht allein des alemanniſchen Stammes. am Oberrhein auch innerliche Grenzen. Das ſind die Gren⸗ zen des Maßes, der Zucht, der Anſchauung und der Haltung dem Leben gegenüber. Wenn einer ein paar lyriſche Gedichte verbricht oder zwei Theaterſtücke ſchreibt, iſt er noch lange kein Dichter. Es gibt Leute, die zehn Gedichte am Tag ſchreiben und dreißig Romane ge⸗ ſchrieben haben und doch keine Dichter ſind. Um was es ſich handelt, iſt das, ob die ſeeliſche Erſchütterung ſich auf Generationen übertragen kann, iſt die Frage des ſeeliſchen Erbgutes des Teiles der Nation. Weil das Alemannentum ein Teil der Na⸗ tion iſt, ergibt ſich eine unerhörte Verantwor⸗ tung dem Volke gegenüber. Zu allen Zeiten hat es unverſtandene Menſchen geben müſſen, die mehr oder weniger Märtyrer der Tatſache, daß ſie ſo und nicht anders geweſen ſind, wa⸗ ren. Das waren die wichtigſten Menſchen, wenn ſie auch nicht im Vordergrund ſtanden, denn die Fundamente eines Baues ſind immer unſicht⸗ bar. Er kommt auf den Gedanken, daß man ſich nicht um den Wortlaut alter deutſcher Dich⸗ tungen kümmere, und ſo ſchreibt er u. a.„Pro⸗ ben altſchwäbiſcher Poeſie“, das Ni⸗ belungenlied in hochdeutſcher Sprache mit einem ſchweizeriſchen Einſchlag. In ihm brannte das Feuer der Verantwortung deut⸗ ſchen Weſens gegenüber. Da war weiter Vi⸗ ſcher, ein Straßburger Kind, der Streitſchrif⸗ ten gegen die Jeſuiten ſchrieb. Aber auf einmal geht er her und überſetzt den Gargantua und Pantagruel des Rabelais in genau ſo derbes und köſtliches Deutſch, wie er im franzöſiſchen Urtext zu leſen war. Johann Peter Hebel wird hingeſtellt als der Schöpfer alemanniſcher Dichtung und Sprache. Er ſtellt den badiſchen Volkskalender mit ſeinen kleinen Geſchichten her. Die Son⸗ derlichkeit Hebels liegt in der Wachſamkeit des Mannes, der es fertig bekommt, durch ſeine Perſon den vaterländiſchen Gedanken gegen alle Widerſtände hochzuhalten. Die wenigſten aber wiſſen von Emil Gött. Er iſt ſeeliſch und dichteriſch der bedeutendſte Menſch, den der alemanniſche Stamm hervorbrachte. Er hat auf alle Bürgerlichkeit verzichtet, um im be⸗ wußten Verzicht ſeine eigene Fähigkeit des Wachſamſeins dem Leben gegenüber zu ſchärfen, um als Bauer Hüter und Wächter des Erbgu⸗ tes eines Teiles der Nation zu ſein. Ein ſolcher Problemkreis hat viele Sektoren, bei dem das Ganze größer iſt als ein Teil. Mit der bedeutſamen Geſchichte„Troſt“ von Emil Gött ſchloß der Redner ſeine ganz ausgezeich⸗ neten Ausführungen, jener Geſchichte, die da⸗ von erzählt, wie der Feldherr bei den in Re⸗ ſerve wartenden Truppen vorbeikommt und auf ihre etwas ſpöttiſche Frage, was ſie mit dem Sieg zu tun hätten, da ſie aktiv nicht eingegrif⸗ fen hatten, antwortete: Hättet ihr hier nicht gehalten, hätten wir dort nicht geſchlagen! neue Werte schafft. seinem unbekannten Nachbarn den Erfolgꝰ Der unbekannte Nachbar ist einer von jenen Tausenden, die arbeiten und sparen und ihr Erspartes ihrer Bank oder ihrem Bankier anvertrauen, weil sie wissen, daß es dort, sicher und vorteilhaft angelegt und verwaltet, nicht nur ihrem eigenen Nutzen dient, sondern gleichzeitig die Wirtschaft befruchtet und X* Bank und Banłkier beraten Dich bei der Anlage Deines Kapitals Bank und Bankier geben Deinem gesunden Unternehmen Kredit Banli und Banłkier stehen Dir in allen Fragen des Virtschaſtslebens aur Seite Bank und Bankier verbürgen die Sicherkeit Deines Eigentums Das prirate Bankgewerb. KREDITBANKENGFRBIVATBANKIERSGOHXTTOTUIEKENBANKEN Mannheim „Hakenkreuzbanner“ Mannheimer Maler ſtellen aus Wie in jedem Jahre, ſo zeigen auch diesmal wieder die Mannheimer Maler in der vorweih⸗ nachtlichen Zeit in einer umfaſſenden Ausſtel⸗ lung ihr Können. Obwohl dieſe Weihnachts⸗ ausſtellungen in der Hauptſache Verkaufsaus⸗ ſtellungen ſind und in erſter Linie den prakti⸗ ſſchen Zweck erfüllen ſollen, den Künſtlern, die oft noch unter recht ſchwierigen wirtſchaftli⸗ ken Verhältniſſen arbeiten müſſen, einen ſtär⸗ keren Verkauf ihrer Werke zu ſichern, werden ſie doch durch die Regelmäßigkeit, mit der ſie weranſtaltet werden— ähnlich wie die großen Frühjahrsausſtellungen— zugleich zu einer Leiſtungsſchau, die Zeugnis ablegt von dem Schaffen und wirken der Maler und Zeich⸗ ner während des letzten halben Jahres. Schon ein erſter flüchtiger Rundgang durch die neue Ausſtellung, die im neuen weſtlichen Anbau der Kunſthalle untergebracht iſt, über⸗ zeugt davon, daß die langſame, aber ſtetige lufwärtsentwicklung, auf die wir ſchon öfter hinweiſen konnten, auch weiterhin anhält. Es 33 diesmal nicht ſo viele Werke wie ſonſt zu⸗ ſammengeſtellt, dafür iſt aber das Geſamt⸗ niveau ganz bedeutend geſtiegen. Wer alſo zu Weihnächten ein gutes Bild kaufen will, wer Freunden und Bekannten mit einem wirklich ſinnvollen Geſchenk von bleibendem Wert eine Freude bereiten will, der kann ſich getroſt an die Ausſtellungsleitung wenden. Ge⸗ rade in Anbetracht der guten Leiſtungen, die hier i wäre es wünſchenswert, daß den Künſtlern mit dem ideellen Erfolg auch zugleich ein materieller beſchieden wird. In dieſem Zuſammenhang ſei noch einmal —7 die beſtehende„Kameradſchaft zur Förderung der bildenden Kunſt in Baden“ hingewieſen, deren günſtige Bedin⸗ gungen bei der Vermittlung von Bildankäufen jevent Volksgenoſſen die Möglichkeit geben, ſich ein wertvolles und künſtleriſch einwandfreies Werk zu erſtehen. Auf die Werke im einzelnen werden wir in einer der nächſten Ausgaben noch ausführlich zu ſprechen kommen. W. Parth. 0 Jahre Prießnitz-Derein Die Kelinige Jubiläumsfeier des Prießnitz⸗ Vereins im„Caſinoſaal“, der nächſtens ein geſelliges Beiſammenſein der Mitglieder folgen ſoll, wurde von Vereinsleiter Dees mit freundlichen Begrüßungsworten eröffnet. Zum größten Teil auf Grund perſönlichen Erlebens — Herr Dees iſt ſeit 1913 der Vereinsleiter des Priéßnitz⸗Vereins— ſchilderte er anſchaulich die wechſelvollen Schickſale des Vereins, der neben Erfolgen auch Rückſchläge erfahren mußte, im ganzen jedoch an ſeinem Jubiläums⸗ feſt befriedigt auf die vergangenen Jahre und mit Zuverſicht in die Zukunft blicken kann. Nach einigen Muſikvorträgen überbrachte der Bundesleiter des Prießnitz⸗Vereins aus Berlin herzliche Glückwünſche zum vierzigjährigen Be⸗ ſtehen. Er verteidigte in ſeinen Ausführungen beredt den Gedanken der Naturheilkunde und bewies, daß er in den letzten Jahrzehnten nicht zuletzt dank der aufklärenden Arbeit des Prieß⸗ nitz⸗Vereins an Boden gewonnen hat. Ein Werbefilm zeigte nun die Prießnitz⸗ Krankenhäuſer und die dort geübte Heilme⸗ thode, zeigte die Kranken bei Sport und Spiel inmitten der freien Natur, er illuſtrierte die be⸗ kannten, verſchiedenen Arten von Prießnitzum⸗ ſchlägen, ⸗bäder und ⸗waſchungen, gab einige beachtenswerte Winke für gymnaſtiſche Uebun⸗ gen mit Säuglingen und zeigte ſchließlich den Anweſenden, wie man auch bei den einfachſten alltäglichen faner Zn ohne beſondere An⸗ ſtrengungen ſeiner Geſundheit dienen kann. Zum guten Ende der Jubiläumsfeier gab der Vereinsleiter der Hoffnung Ausdruck, daß ſich der Verein mit dieſem Abend wieder neue Freunde gewonnen habe. 50 Die verkürzte Schulzeit Der Erlaß des Reichserziehungsminiſters Der Erlaß des Reichserziehungsminiſters Ruſt zur Einführung der zwölfjährigen Schul⸗ zeit, den wir ſchon auszugsweiſe veröffentlich⸗ ten, hat folgenden Wortlaut: Die Durchführung des Vierjahresplanes, ſo⸗ wie der Nachkriegsbedarf akademiſcher Berufe erfordern es, die von mir angekündigte zwölf⸗ jährige Schulzeit ſchon von Oſtern 1937 ab ein⸗ zuführen. Vorbehaltlich einer endgültigen Re⸗ gelung bei der Neuordnung des Höheren Schul⸗ weſens ordne ich daher folgendes an: 4. Die Schüler der Unterprima der Höheren Schulen für Jungen legen am Schluß dieſes Schuljahres die Reifeprüfung ab, und zwar in der Woche vom 15. bis 20. März 1937. Die ſchriftliche Prüfung fäut fort. Für die Zulaſ⸗ ſung, die mündliche Prafung und die Form des Reifezeugniſſes gilt die Reifeprüfungsord⸗ nung in ſinngemäßer Anordnung. In den Fächern Deutſch, Geſchichte, Erd⸗ kunde, Biologie, Film, Phyſik und Mathematik iſt mit den Unterprimanern auch der Lehr⸗ ſtoff der Oberprima in den weſentlich⸗ ſten Grundzügen bis zum Schluß des Schul⸗ jahres zu erarbeiten, in den Fächern Film, Phyſik und Mathematik jedoch nur ſoweit, daß die Schüler den Fachvorleſungen des erſten Semeſters zu folgen vermögen. Die erforder⸗ liche Zeit wird durch folgende Maßnahmen ee⸗ wonnen: 1. Die Stundenzahl der übrigen Fächer iſt auf ein Mindeſtmaß zu beſchränken. Dabei tann mit Ausnahme der Fremdſprachen und der Leibesübungen nötigenfalls auf einzelne Fächer ganz verzichtet werden. 2. Die bisherigen Avbeitsgemeinſchaften fal⸗ len fort. 3. Die Zahl der Unterrichtsſtunden für die Schüler kann um höchſtens fünf Wochenſtunden vermehrt werden. Da bie Verhältniſſe an jeder Schule verſchie⸗ den ſind, überlaſſe ich die Einzelregelung dem Schulleiter. Ein Lehrerwechſel in den Klaſſen Sexta bis Oberſekunda iſt möglichſt zu vermei⸗ den. Die Pflichtſtundenzahl einzelner Lehrer darf vorübergehend erhöht werden, ſoweit nicht die Mehrſtunden durch andere Lehrträfte ge⸗ deckt werden können. Um einer Ueberlaſtung der Lehrer und Schüler vorzubeugen, hat der Stellvertreter des Führers veranlaßt, daß ſie vom Dienſt in der Partei und ihren Gliederungen bis zum Ende des Schuljahres ſofort befreit werden. Unter Hinweis auf dieſen Erlaß des Stellvertreters des Führers empfehle ich, bei den dortigen Parteidienſtſtellen umgehend die Beurlaubung zu beantragen. II. Uebergangsmaßnahmen für die nachrückenden Klaſſen werde ich unter beſonderer Berüchſich⸗ tigung des Lehrernachwuchſes demnächſt tref⸗ fen. Schon jetzt weiſe ich darauf hin, daß die Oberſekunda Oſtern 1938 die Reifeprüfung ab⸗ legen wird. Daher iſt ſofort, ohne daß die Stundentafeln geändert werden, ein Teil des Unterprimalehrſtoffes in zweckmäßiger Sich⸗ tuaig und Verteilung in die O II einzubeziehen. III. Die Schüler der Oberprima legen in der Woche vom 1. bis 6. Februar 1937 die Reife⸗ prüfung ab. Auch für ſie fällt die ſchriftliche Prüfung fort. Die danach frei werdenden Leh⸗ rer ſind gegebenenfalls für den Zuſatzunterricht der Unterprima einzuſetzen. Dieſe Regelung iſt lediglich eine Uebergangs⸗ maßnahme, die für die endgültige Geſtaltung der Reifeprüfung nicht maßgebend iſt. Für die hier angeordneten Prüfungen gilt mein Aus⸗ leſeerlaß in vollem Umfange. Bei Jungen, die Mädchenſchulen beſuchen, iſt in gleicher Weiſe zu verfahren. Da an den Jungenſchulen Oberprimen Oſtern 1937 nich: eingerichtet werden können, ſind die Schülerin⸗ nen der Unterprima ſolcher Schulen ſofort in die Gemeinſchaft der künftigen Primgner zu überführen, ſoſern nicht die Zahl der Mädchen die Einrichtung einer Oberprima rechtſfertigt. Auch in dieſem Falle nehmen die Unterprima⸗ nerinnen nicht an dem Sonderunterricht der Jungen teil, ſondern ſind nach dem Normal⸗ plan weiter zu unterrichten. gez. Ruſt. Der frühere Pulverturm auf der Mühlau Das Magazin wurde im Jahre 1790 von Heidelberg nach Mannheim verlegt Zu Ende des 18. Jahrhunderts wurde das in Heidelberg beſindliche Pulvermagazin nach Mannheim verlegt. Um dieſe Pulver⸗ vorräte aufnehmen zu können, wurde im Jahre 1790, ein Pulvermagazin auf der nörd⸗ lichen Spitze der Mühlau⸗Inſel errichtet; die Pläne hierzu ſtammten von Johann Andreas von Traitteur. Dadurch wurde erreicht, daß die Pulvervorräte in unmittelbarer Nühe der Feſtung Mannheim aufbewahrt wurden. Damals lagen in Heidelberg eitwa 2000 Faß Pulver vorrätig. Der Abtransport dreſer für die damalige tit großen Menge Exploſtvſtoff begann im Juli 1790 und war im Dezemoer desſelben Jahres beendet. Hierauf wurden die zwel in Seidelberg befindlichen Pulvertürme abgetragen. Außer dem eigentlichen Pulverturm auf der Mühlau befand ſich dort noch ein zweites Magazin. Gegen die ganze Anlage erhob nachträglich der Vorſtand des kurfürſtlichen Zeugamtes, Artilleriemajor Poſtl, verſchiedene Bedenken. Er hielt den Turm für zu duntel und erhob Einſpruch dagegen, daß an dem Turm keine Blitzableiter angebracht waren. Auf dieſe Beſchwerden erging am 2. Oktober 1790 von München aus folgender Erlaß des Kur⸗ fürſten: „Nachdem Se. churfürſtl. Durchlaucht die auf der Mühlau neu erbauten Pulvertürme vor allmöglicher Gefahr, ſohin auch vor Blitzgefahr geſichert wiſſen wollen, ſo befeh⸗ len Höchſtdieſelben, daß gedachte beide Pul⸗ vermagazine mit Wetterableitern verſehen, und hierzu die von den Heidelberger Pul⸗ vertürmen verwendet, auch falls ſolche nicht hinlänglich wären, neue nächgeſchafft und endlich dem zweiten Pulvermagazin auf der Mühlau, da ſolches noch nicht unter Dach ſtehet, das nötige Licht nach dem Antrag des Zeugamts zu Mannheim ungeſäumt ver⸗ ſchafft werden ſolle.“ Traitteur ſchlug die Blitzgefahr als gering an, doch der Hofkriegsrat wies in einer beſon⸗ deren Denkſchrift eindringlich auf dieſe Gefahr hin. Ueber die Koſten des Baues ver⸗ fügte der Kurfürſt: „Da nicht allein bereits geſamtes Pulver von Heidelberg nach Mannheim verbracht worden, ſondern auch ſchon ein Pulverturm ganz abgetragen iſt, und der andere abge⸗ tragen wird, als hat der kurfürſtliche Hof⸗ kriegsrat wegen nunmehriger Abzahlung deren bedungenen Gulden an die Mannheimer Kriegskaſſe, aus welcher die Baukoſten der neuen Pulvertürme auf der Mühlau in Vorſchuß beſtritten worden, an die geiſtliche Adminiſtration zu Heidel⸗ 2. Valil helaur- Transhatente mit leleinen Schönheitsfehlern, cs. 90 em brelt, großtentells knltterfest, schorZ, morine, tinte, bleu, grün, weinfot it. 300 480 580 680 Auf Exträa-Tischen! K GS pDpS HAN NEUGEBAUER DAS GROSSE GEPFLEGTE TEXTII-SPEZIALHAUS MANNHEIM- AN DEN PLANKEN berg ſowohl als dortigen Magiſtrat das Nötige vorzukehren, damit obige 15 000 fl, an beſagte Kriegs⸗Kaſſe zu Mannheim ehe⸗ baldigſt abgeführt werden.“ Heute, nach 150 Jahren, ſind dieſe Pulver⸗ magazine, für die ein für die damalige Zeit verhältnismäßig hoher Betrag ausgegeben wurde, längſt verſchwunden. Standmuſik im Schloßhof. Am Sonntag, 6. Dezember, findet von 11.30 bis 12.30 Uhr im Schloßhof zu Mannheim Standmuſik des Mu⸗ ſikkorps des Infanterie⸗Regiments 110 unter Leitung von Muſikmeiſter Kraus mit nach⸗ ſtehendem Programm ſtatt: 1. Kerntruppen, Armeemarſch von Schmiedecke; 2. Ouvertüre zur Oper„Aleſſandro Stradella“, von Flotow; 3. Melodien aus der Operette„Vogelhändler“ von Zeller; 4. Preislied aus„Die Meiſterſinger von Nürnberg“ von Rich. Wagner; 5. Traum⸗ ideale, Walzer von Fucik; 6. Porkſcher Marſch von L. van Beethoven ESCH& CO. Maunuklk fillen in Berlin, Hemburę und Fronlcfurt.N. 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Ahnlie noch Husbe chere Meter die Wonung ter freiubekt Wohnu gszu und wain ſ. gibt es auch Worte, ſoch Ordnun zu oft auſde die Zihlr ,ſffen das it A Weih 2 Wie in let wieder ie S Volksſchlen ſtände ds ti anderen Kin Weihnahten ben de Mä Schuk ein einen einen meltätikeit d auch it dieſe waren nicht geſamielten und nuwert Warn im Schule mit Schule zu ei es in dieſem lung, äe hien unterrchtes geſtellt hat. alle Jannhe Spielmren 1 Frieyrich Uebablic nis üöglich daß bi aller dieſem Jahre ausfie da d im vefloſſen Schulnder. mber 1936 emeene man gatder, waacane cd. 90 cm schwaitz, „weinfot 0 68 0 UER LE GTE H AU5 LANKEN agiſtrat das nnheim ehe⸗ jeſe Pulver⸗ rmalige Zeit ausgegeben n Sonntag, .30 Uhr im iſik des Mu⸗ 110 unter s mit nach⸗ Kerntruppen, Ouvertüre von Flotow; ogelhändler“ Meiſterſinger ; 5. Traum⸗ ſcher Marſch 4 3 3 1 gibt, ſelbſtherrlich „Hakenkreuzbanner“ 6. Dezember 1936 Hausgemeinſchaft— Volksgemeinſchaft Ein offenes Wort an Hausbeſitzer und Mieter/ Aleinigkeiten, die mit humor überbrückk werden müſſen Habet Sie ſchon einmal mit einem Mieter geſprocen, der nicht irgendwelche Klagen vor⸗ zubrinen hatte? Oder haben Sie ſchon mit einem Hausbeſitzer geſprochen, der nicht auf tauſen' Klagen des Mieters nicht auch tauſend Antwaten hatte? Es iſt eigenartig, daß Mieter und Husherr ſich ſelten gut vertragen, trotz⸗ dem doh gerade bei ihnen alle Vorausſetzun⸗ gen hirzu vorhanden ſein müßten. Es ſt doch ein eigen Ding um die Volks⸗ gemänſchaft. Gar viele führen das Wort im Minde, geben ſich aber weiß Gott nicht die geingſte Mühe, dieſes Wort in die Tat um⸗ zuſetze. Es iſt nicht das erſtemal, daß zu uns Volksgnoſſen kommen, die ſich bitter darüber beklaga, daß für ſie ſehr ſchwer eine Wohnung zu bekenmen iſt. Forſcht man nach, dann ſtellt es ſich meiſtens heraus, daß es ſich um mehr⸗ klöpfige Familien handelt. Kein Hausherr nimmegerne ſolche Familien. Leider. Es iſt gerade, als wären Kinder in den Augen ſol⸗ er uſozialer Hausbeſitzer ein Unſegen. ewöhilich haben dieſe Herrſchaften keine Kin⸗ der.(in Hund tuts bei ihnen auch. Und um die Mhrzahl zu wahren, auch noch die Katze. Dann ſts aber aus. Wenn ſolche Hausbeſitzer etwasvon Kindern hören, laufen ſie blaugrün an. Se fürchten um den Beſtand ihres Hauſes, diewef Kinder manchmal Eigenſchaften haben, die zmr bei den Eltern auch nicht beliebt, aber von Kndern eben doch gern gepflogen werden. Iſts icht der Hund, der gereizt wird, dann iſts de Katze des Hausherrn, der die ominöſe Blechlichſe an den Schwanz gebunden wird. Oder, wo würden ſich Kinder nicht verpflichtet fühlen das gerade friſch getünchte Treppenhaus mit Heroglyphen zu„verſchönern“. Das haben wir dch alle ſchon gemacht und unſeren Spaß daran gefunden. Beſonders dann, wenn der Hauser leichte Tobſuchtsanfälle deswegen be⸗ lam. Aber aus dieſem Grunde ge⸗ nerel ſich auf den Standpunkt zu ſtelln, unter gar keinen Umſtän⸗ den üönderreiche Familien in ſein Hauszunehmen, iſt gelinde geſagt ein Gandal. Wer ſich heute faſt vier Jahre nach de nationalſozialiſtiſchen Machtergreifung auf diſen muſeumsreifen Standpunkt ſtellt kennzeihnet ſich als Feind der Volksge⸗ meinchaft und muß die Konſequenzen tra⸗ gen. Ahnlich liegt der Fall, wenn es heute noch Husbeſitzer gibt, die wirtſchaftlich ſchwä⸗ chere Meter dauernd ſchikanieren, um ſchließlich die Wonung für finanziell beſſer geſtellte Mie⸗ ter freiubekommen. Seit der Lockerung der Wohnugszwangswirtſchaft kann man dann und wain ſolche Fälle feſtſtellen. Allerdings gibt es auch Mieter, die weder durch gute Worte, ſoch durch böſe Briefe in eine gewiſſe Ordnun zu zwingen ſind. Dieſe ſtehen oft au dem Standpunkt, daßihnen die Zählung der Miete das Recht ausgerechnet das it Anſpruch zu nehmen, was ihnen nicht zugeſtanden iſt. Kommt es zu Streitigkeiten, dann gehts gewöhnlich nicht leiſe her. Der eine droht dem andern, Verträge werden geſchwungen, und wenn den Dingen auf den Grund gegangen wird, hat kei⸗ ner Recht. Manchmal iſt es ſchade für die bei ſolchen Streitigkeiten verbrauchte Nervenkraft, ganz abgeſehen davon, daß die Gemeinſchaft doch immerhin einen Knacks bekommt und jeder froh iſt, wenn er dem andern aus dem Wege gehen kann. Wie befreiend würde hier manchmal ein gutes Wort wirken, wie aufheiternd ein Witz, ein Scherz, ein Darüberhinweglächeln. Es ſcheint aber, daß dies vielen Menſchen nicht ge⸗ geben iſt. In den Augen vieler Mieter iſt der Hausbeſitzer ſo ein Abklatſch von einem Kapitaliſten, der Hausherr wiederum denkt ſich oft,„der ſoll froh ſein, daß er bei mir wohnen darf“. Und wie ſchön wäre es doch, wenn einer in dem andern nur den Volks⸗ genoſſen ſehen würde. Es hat doch jeder ſeine eigene Laſt zu tragen. Wenn der Mieter am Monatserſten ſeine Miete entrichtet, dann iſt es nichts anderes, wie wenn der Hausbeſitzer ſeinen Verpflichtungen gegenüber Stadt und Staat nachkommt. Er darf ja nur einen Bruch⸗ teil der Miete für ſich behalten. Gar viele Hausbeſitzer, beſonders ſolche mit großen Woh⸗ nungen, müſſen ſogar froh ſein, wenn ſie nicht noch drauflegen müſſen. Andererſeits muß vom Hausbeſitzer aber auch verlangt werden, daß der zufällig durch Krankheit oder ſonſtige Umſtände in Not geratene Mieter Verſtändnis für ſeine Lage verdient. Wie ſchön iſt es, wenn einer dem andern gewiſſermaßen zu Dienſten iſt. Es braucht dies keine Speichelleckerei ſein, man kann auch durch ein gutes Wort mit dem Herzen dienen. Das weckt den andern auf, zwingt ihn mit gleicher Freundlichkeit zu handeln. Und iſt man zu⸗ fällig auch einmal nicht gleicher Meinung, das Gefühl, daß der andere ſich Mühe gibt, einen zu verſtehen, hat ſchon manche Meinungsver⸗ ſchiedenheit ausgeglichen. Man braucht ja nur daran zu denken, daß man aufeinander ange⸗ wieſen iſt. Aufeinanderangewieſenſein heißt aber: Nicht übereinander hinwegſehen, ſondern zuſammenſtehen.—el. Ein Schwindler auf Reiſen Herr„Krottenbeck“ perſönlich/ Eine„Verkaufskanone“ landet im Zuchthaus Das alſo war Herr Krottenbeck“, alias Leutnant von Steppen f44 Boſe von Wolkenkuckucksheim, in Wirklichleit Joſef Sonn⸗ tag aus Eſſen! Tipptopp, elegant vom Schei⸗ tel bis zur Sohle, ein ganzer„Kavalier“, ſo ſtand er da, wie ihn ein gewiſſer Typ von Frauen in ihren Träumen erſehnt, nur paßte die Umgebung nicht zu einem ſolchen kavaleres⸗ ken Auftreten, denn Herr Sonntag, alias Herr Krottenbeck uſw. ſtand inmitten des hölzernen Rechtecks, das die Anklagebank umſchließt, im Saale des Mannheimer Schöffengerichts. Das hat nie etwas Gutes zu bedeuten, ſo auch hier, denn Herr Sonntag, 36 Jahre alt, Gelegen⸗ heitsarbeiter von Beruf, war des Betrugs im Rückfall angeklagt. Er tat ſich darauf viel zu⸗ gute, daß er von 1918 bis 1921 beim Grenz⸗ ſchutz in Oberſchleſien und ſpäter beim Militär war. Beim Militär wollte man ihn zwar nicht haben und verwies ihn von einer Garniſon an die andere. Als er einmal einen Brief vom Regiment einer Garniſonsſtadt an ein anderes Regiment zu überbringen hatte, öffnete er der Einfachheit halber den Brief, änderte ihn in ſeinem Sinne um und unterſchrieb ihn ſelbſt. So wurde er denn eingeſtellt. Aber kaum war er richtig eingeſtellt, verſchwand er auch ſchon wieder unter Mitnahme aller ihm zur Verfü⸗ gung geſtellten Klamotten und ſonſtiger Dinge. Gefährlicher war ſchon, daß Sonntag, 3 Gemüt gar nicht ſo ſonntäglich iſt, wie der Name klingt, einen Menſchen durch einen Schuß in die Schläfengegend ſo verletzte, daß er das Augenlicht verlor. Wegen Raubs und Mord⸗ verſuchs erhielt Sonntag ſechs Jahre Zucht⸗ Weihnachtsausſtellung in der-5⸗Schule Volksſchüler baſteln und fertigen Geſchenke an/ Ein Rundgang Wie in letzten Jahre, ſo haben auch heuer wieder ie Schüler und Schülerinnen unſerer Volksſchlen Spielzeug und nützliche Gegen⸗ ſtände ds täglichen Bedarfs geſammelt, um anderen Kindern, die weniger haben, an Weihnahten eine Freude zu bereiten. Wir ha⸗ ben de Mädchenabteilung der K⸗5⸗ Schuk einen kurzen Beſuch abgeſtattet, um einen kinen Einblick in die Arbeit und Sam⸗ meltätfkeit der Schülerinnen zu gewinnen, die auch it dieſem Jahre wieder eifrig am Werke waren, nicht nur zu ſammen, ſondern auch alle geſamielten Dinge wieder in einen ſchönen und nuwertigen Zuſtand zu verſetzen. Warn im letzten Jahre alle Mannheimer Schula mit ihren Ergebniſſen in der K⸗ö⸗ Schule zu einer Ausſtellung vereinigt, ſo iſt es in dieſem Jahre nur die Mädchenabtei⸗ lung, ie hier die Ergebniſſe des Handarbeits⸗ unterrhtes und ihrer Sammeltätigkeit aus⸗ geſtellt hat. In der nächſten Woche werdn alle Jannheimer Schulen die geſammelten Spielmren und Gebrauchsgegenſtände in der Frieſrichsſchule abliefern, wo dann ein Uebeblick über das Geſamtergeb⸗ nis löglich iſt. Soviel ſteht jedenfalls feſt, daß bi allem Eifer das Sammelergebnis in dieſem Jahre nicht ſo groß wie im Vorjahre ausfis da durch die große Sammeltätigket im vefloſſenen Jahre die Reſerven unſerer Schulnder an Spielwaren einigermaßen er⸗ ſchöpft ſind. Einen kleinen Ausgleich ſchaf⸗ fen nur die Erſtkläßler, die im letzten Jahre noch nicht erfaßt wurden und infolgedeſſen noch einen größeren Beſtand an Spielzeua und praktiſchen Gegenſtänden beſaßen, Trotzdem iſt es erfreulich, daß wie uns die Ausſtellung in der K5⸗Schule zeigt, auch heuer wieder gerade von Kindern, die ſelbſt wenig beſitzen— erhalten doch 75 Prozent der Schü⸗ lerinnen in der K5⸗Schule die Lernmittel von der Schule— ſehr ſchöne Sammel⸗ und Ba⸗ ſtelergebniſſe gezeitigt worden ſind. Wir fin⸗ den dann nicht nur allerlei Spielzeug, wie Puppen, Puppenmöbel, Puppenküchen, Spiele, Autos uſw. uſw., ſondern auch Kleinkinder⸗ wäſche, Kleider, Schuhzeug, Kopfbedeckungen für Mädchen. Es iſt ſelbſtverſtändlich, daß alle zur Verfüguna geſtellten Kleidungs⸗ und Wäſcheſtücke ſich in tadelloſem Zuſtande befin⸗ den und ebenſo ſelbſtverſtändlich war es, daß Spielwaren, die durch den bisherigen Ge⸗ brauch die Farbe etwas verloren hatten, wie⸗ der neu angeſtrichen und neu herge⸗ richtet wurden. Die Puppenwäſche wurde von den Schülerinnen im Werkunterricht ſelbſt hergeſtellt, Kiſſen und Bettüberzüge für die Puppenmöbel zum Abziehen und wieder friſch herrichten, von den kleinen Näherinnen ſelbſt geſcheidert. So verband ſich mit dem Willen, noch ärmeren Kindern zu Weihnachten eine Freude zu machen, gleichzeitig auch, praktiſcher Sinn für das Nützliche, das den Schülerinnen im ſpäteren Leben wieder zugute kommen wird. haus. In der Folge trieb er ſich unter falſchem Namen in der Gegend herum, trat hier als Leutnant von Steppen, dort als Gutsbeſitzer von Dingsda uſw. auf. Schließlich brachte er es doch zu einer Stellung in Hamburg, in der Kuf w ſchön verdiente, denn er erhielt 40—50 RM wöchentlich. Da las er in der Zeitung ein Inſerat aus Mannheim und kurz entſchloſſen packte er ſein Bündel und beehrte die Rhein⸗ Neckarſtadt mit ſeinem Beſuch. Da er aber noch einen Strafvollzug von einem Jahr abzuſitzen hatte, zog er es vor, auch in⸗ Mannheim unter falſchem Namen aufzutre⸗ ten und ſo nannte er ſich, da er anſcheinend ſchon einmal etwas von Krottenloch oder Krot⸗ tenbach gehört hatte, Krottenbeck. Vornehm, wie Herr„Krottenbeck“ nun einmal war, wohnte er im Union⸗Hotel, wo er auch mit einigen Her⸗ ren wegen Verkaufs eines Artikels in Verbin⸗ dung kam. Bei dieſen„Kollegen“ gab er ſich als große Verkaufskanone aus, die es im Tag auf 125 Aufträge brachte. Aber alle 125 Auf⸗ träge waren fingiert. Trotzdem ließ ſich Herr „Krottenbeck! 5 RM. Proviſion auszahlen. Aber Herr„Krottenbeck“ ſchien dem Frieden nicht ganz zu trauen und erinnerte ſich offen⸗ bar des Liedes„Alle Tage iſt kein Sonntag“, denn er brauchte 50 RM, um nach Stuttgart zu fahren. Da wurden die Kollegen der Verkaufskanone ſtutzig, erkundigten ſich und erfuhren— natürlich nichts, da es einen„Krot⸗ tenbeck“ nicht gab. So kam es, daß Herr„Krot⸗ tenbeck“ ins Mannheimer Gefängnis wanderte, wo er ſeine Rolle als„Krottenbeck“ friſch und fröhlich weiterſpielte, bis man ihm auf die Schliche kam, und ihn überführen konnte. Und nun ſtand nicht mehr der nicht vorbe⸗ ſtrafte Herr„Krottenbeck, ſondern der mit Zuchthaus vorbeſtrafte Joſef Sonntag vor dem Schöffengericht und hatte ſich zu verant⸗ worten. Joſef Sonntag hatte aus ſeinen Vor⸗ ſtrafen noch keine Lehre gezogen und ſo verurteilte ihn das Schöffengericht zu einer Zuchthausſtrafe von einem Jahr ſechs Monaten und drei Jahren Ehrverluſt. Die Unterſuchungshaft wurde wegen der Frech⸗ heit des Angeklagten nicht angerechnet. r. Die Polizei meldet: Die täglichen Unfälle. Erheblicher Sachſchaden entſtand bei zwei Vertehrsunfällen, die ſich am Freitag hier ereigneten. Perſonen wurden nicht verletzt. Betrunkener Radfahrer. In der Nacht zum Samstag wurde ein betrunkener Radfahrer, der durch ſein Verhalten den übrigen Verkehr ge⸗ fährdete, feſtgenommen und in den Notarreſt verbracht. Das Fahrrad wurde ſichergeſtellt. Verlehrskontrolle. Am Freitag mußten wie⸗ der 34 Verkehrsſünder bei Verkehrskontrollen 3. oder gebühreypflichtig verwarnt wer⸗ den. Wegen techniſcher Mängel wurden zwölf Kraftfahrzeuge beanſtandet. Anerkennung für treue Arbeit. Der Bad. inanz⸗ und Wirtſchaftsminiſter hat dem Kaſ⸗ ſenboten und Bürodiener Karl Mall, der ſeit 40 Jahren ununterbrochen im Dienſte der Firma Rheinſchiffahrt AG., vormals Fendel in Mannheim ſteht, die Ehrenkunde für treue Arbeit verliehen. Am Saerenfernrofir: „Meine Schweſter hat morgen die Putzfrau“ Wir haben unter gewiſſen„vornehmen Da⸗ men“— die mit dem Aufgang für Herrſchaften und Lieferanten— unſere beſonderen Lieb⸗ linge. Unſere Vorliebe ſtammt aus der Zeit, da es hieß:„Ach Gott, wie kann man nur ſo un⸗ fein ſein und Nazi wählen“. Inzwiſchen hat man ja einiges gelernt. Man ſpendet ſelbſtverſtändlich zum Eintopf, aber bei⸗ leibe nicht mehr als der Schuhmacher von nebenan, für den die 50 Pfennig, die er ein⸗ trägt, ein wahres Opfer bedeuten. Aber unſere „Gnädige“ hat von Opfern überhaupt noch nie etwas gehört. Man gibt aus dem Vollen her⸗ aus Gelder, die nichts anderes ſind als Trink⸗ gelder, weil ſie mit der bekannten gnädigen Geſte aus der Weſtentaſche bezahlt werden. Und von Volksgemeinſchaft iſt zu dieſen un⸗ ſeren liebſten Zeitgenoſſen überhaupt noch keine Kunde gedrungen. Es könnte ſein, daß man hier und da der Meinung iſt, daß dieſe Feſt⸗ ſtellungen hier etwas zu kraß ſind. Unſere ſyſtematiſche Erziehungsarbeit habe ſolche Er⸗ folge gezeitigt, daß nichts mehr zu tun bleibe. Wir hatten dieſe Meinung auch bis vor eini⸗ gen Tagen; bis uns die folgende Epiſode be⸗ richtet wurde, die ſich in einer großen Metzgerei in der Freßgaſſe zutrug. Dort erſchien ein weib⸗ liches Weſen von der Kategorie, die ſich von ihren ſimplen Mitmenſchen nur als„Gnädigſte“ an⸗ geredet wiſſen will. Sie kaufte gute und feine Wurſtſorten ein. Dagegen iſt nichts einzu⸗ wenden. Als dieſer Einkauf erledigt und alles wohlverpackt war, ſagte ſie:„So und nun möchte ich auch noch für 10 Pfennig Schwarten⸗ magen“. Erläuternd und ſozuſagen entſchuldi⸗ gend ob dieſes geringwertigen Einkaufes, fügte ſie hinzu:„Meine Schweſter hat morgen die Putzfrau“. Alſo für ſie ſelbſt kamen für 10 Pfennig Schwartenmagen nicht in Frage, aber für die Putzfrau war es ihrer Meinung nach genug. So ſah die Volksgemeinſchaft dieſer„Gnädigen“ aus. Aber gemach, das war noch nicht alles:— Das Mäbdchen, das die Frau bediente, ſagte darauf— da ſie offenbar gerade ein Stück Schwartenmagen im entſprechenden Gewicht hatte:„Nehmen Sie doch für 13 Pfennig“.— Die„Gnädigſte“ erwiderte darauf:„Nein, ich möchte für 10 Pfennig, man darf die Leute nicht ſo verwöhnen“.— Denen, die dieſe Szene mitanhörten, ſtieg das Blut zu Kopfe. Sie ſchämten ſich für dieſe Frau, die von dem Geiſt, der das neue Deutſchland erfüllt, auch nicht einen Hauch verſpürt hat. Vom Nationaltheater. Sonntag, 19.30 Uhr, „Napoleon“, Drama von Ebriflian Dietrich Grabbe in der erfolgreichen Inſzenierung von Intendant Brandenburg.— Titelrolle: Brackebuſch. Bühnenbilder: Kalbfuß.— Karl Klauß ſchrieb die Muſik zu Walter Oſter⸗ ſpeys Weihnachtsmärchen„Frau Holle“, das am Mittwoch, 9 Dezember, nachmittags, im Nationaltheater zur Uraufführung kommt. Die Bühnenbilder entwarf Gretl Altvater. Inſze⸗ nierung: Helmuth Ebbs. Nächſte WHW⸗Hafenrundfahrt am 12. Dezember Eine vorweihnachtliche Freude iſt es, mit dem geheizten Eisbrecher⸗, Feuerlöſch⸗ und Bereiſungsboot der Badiſchen Hafenverwaltung eine Fahrt durch die Hafenanlagen zu machen, zumal ſich damit ein guter Zweck verbinden läßt. Der Ertrag aus dieſer Hafenrundfahrt geht reſtlos zugunſten des Deutſchen Winterhilfswerkes. Sichern Sie ſich deshalb rechtzeitig Karten für die am 12. Dezember, 14 Uhr ſtatt⸗ findende zweite WHW⸗Hafenrundfahrt, die unter ſachkundiger Führung vonſtatten gehen wird. Preis für die Karte 2 Mark, Verkauf derſelben nur an der Kreisamtskaſſe der NSV, L 5, 6(Teleſon 355 41). 3 **+* —1 ⸗/ Afi⸗ Nb⸗ fff nc Elle e—0 ELEFUNHKEN orochlioßt ſhnen mit jedemseinersechs Empfongsgerõte eine Weltvoll Musił. Dos treffende geispiel: Tele funłen 1623WAOU. GW, dos-K der Rundfunlete chnił fůr M225, bzw. 248,. Seine Vorzöge sind det musikgetreue Hochwirkungsgrod. 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Gerade in Mannheim war man ſich ſchon frühzeitig darüber klar geweſen, daß die Ver⸗ hältniſſe einer Stadt hinſichtlich der chemiſchen und hygieniſchen Beſchaffenheit der an die Zwangswirtſchaft jeder Liter der in Maain⸗ heim zum Verkauf gelangenden Milch im Durchſchnitt 220 Kilometer zurück⸗ legte. Dieſe weiten Entfernungen beruhten darauf, daß z. B. Bonndorf, Waldshut, Müll⸗ heim, Schopfheim, Stockach, Pfullendorf, Meß⸗ kirch, Ueberlingen am Bodenſee zu den Liefer⸗ gemeinden gehörten. Erſt die ſtärkere Ergiebig⸗ keit der einzelnen Milchquellen ermöglichte es, die unwirtſchaftlichen Einzugsgebiete im Sü⸗ den Badens abzuſtoßen, ſo daß heute die in Mannheim ankommende Milch im Durchſchnitt 47 Kilometer zurücklegt. Gegenwärtig wird Mannheim⸗Ludwigshafen mit Milch aus badiſchen, heſſiſchen, pfälziſchen und bayeriſchen Bezir⸗ ken verſorgt. An der Spitze ſteht der Be⸗ zirt Tauberbiſchofsheim mit 71 Liefer⸗ gemeinden, gefolgt vom Bezirke Buchen mit 63 Am Ort der Erzeugung. Schon im Stall muß peinlichste Sauberkeit herrschen Haushaltung gelieferten Milch um ſo ſchlechter ſind, je mehr Erzeuger und Kleinhändler an der Aufbringung, dem Transport und dem Verkauf der Milch beteiligt ſind. Nachdem man in Mannheim die Bedeutung einer hygieniſch einwandfreien Milchverſorgung der Bevöllke⸗ rung ſchon vor dem Jahre 1911 erkannt hatte und bemüht war, das Problem zu löſen, gab dann der trockene Sommer des Jahres 1911 mit ſeiner überaus ſtarken Milchknappheit den unmittelbaren Anlaß zur Errichtung eines milchwirtſchaftlichen Betriebs. Die Landwirtſchaft heute Trägerin des Anternehmens Im Jahre 1930 wurde die badiſche Land wirtſchaft an der Mannheimer-Milchzentrale beteiligt. Das Stimmrecht war dann wie folgt verteilt: 54,2 v. H. beſaß die Stadt Mannheim, je 20 v. H. hatte der Mannheimer Milchhau⸗ del und der Badiſche Mollerei⸗Verband e. V. im Beſitz, während ſich die reſtlichen 5,8 Pro⸗ zent auf andere Aktionäre verteilten. Eine grundſätzliche Umgeſtaltung erfolgte nach der Machtübernahme im Jahre 1933. Mit Zuſtimmung der Geſellſchaft wurde der Aktien⸗ beſitz des Badiſchen Molkerei⸗Verbandes und der verſchiedenen kleineren Aktionäre an die pfälziſche Landwirtſchaft übertragen, nachdem auf Anregung des Reichstommiſſars ür Milchwirtſchaft vom Verſorgungsverband falz der Mannheimer Milchzentrale die Be⸗ lieferung der Stadt Ludwigshafen mit Friſch⸗ milch übertragen worden war. Der geſamte Ak⸗ tienbeſitz der Stadt Mannheim ging an die badiſche Landwirtſchaft über, ſo daß die Stadt Mannheim vollkommen aus der Mannheimer Milchzentrale ausſchied. Heute ſind die Träger des Unternehmens die badiſche Landwirtſchaft, die pfälziſche Land⸗ wirtſchaft und der Milchhändlerverein Mann⸗ heim in Liquidation. Durch die Eingliederung der Milchhändler in den Reichsnährſtand ge⸗ hören ſomit auch die Anteile des in Liquida⸗ tion befindlichen Mannheimer Milchhändler⸗ vereins der Landwirtſchaft, ſo daß die Land⸗ wirtſchaft heute ausſchließlich Trä⸗ gerin der Mannheimer Milchzen⸗ trale iſt. Das Stimmrecht gehört zu 54,2 v. H. der badiſchen Landwirtſchaft, zu 25,8 v. H. der pſälziſchen Landwirtſchaft und zu 20 v. H. dem Milchhändlerverein. Große Strecken muß die Milch zurücklegen Die vor Gründung der Mannheimer Milch⸗ zentrale im Jahre 1911 in Mannheim angelie⸗ ferte Milch kam aus 72 badiſchen, 44 heſſiſchen, 14 pfälziſchen Gemeinden, aus der Umgebung Mannheims und aus Mannheim mit ſeinen Vororten. Etwa 74 v. H. der täglich in Mann⸗ heim benötigten 85 000 Liter lieferten die nörd⸗ lich von Mannheim gelegenen Gebiete, beſon⸗ ders Rheinheſſen und Starkenburg. Die Bahn⸗ entfernung aller auf dem Schienenweg nach Mannheim gelieferter Milch betrug im Durch⸗ ſchnitt je Liter 57,7 Kilometer. Eine weſentliche Aenderung trat im Jahre 1915 mit der Einführung der Zwangswirtſchaf: ein. Die Liefergemeinden für Mannheim lagen zum Teil recht erhebliche Strecken von Mann⸗ heim entfernt, ſo daß in den Jahren der Liefergemeinden. Weitere badiſche Bezirte ſind Sinsheim mit 45 Liefergemeinden, Mannheim mit 34 Liefergemeinden und Mosbach mit einer Liefergemeinde. In Heſſen ſtellen Bens⸗ heim zehn und Heppenheim eine Lieſferge⸗ meinde. Die pfälziſchen Bezirke umfaſ⸗ ſen Ludwigshafen mit 13 Liefergemeinden, Kirchheimbolanden mit 47 Liefergemeinden und Frankenthal mit einer Liefergemeinde. Hinzu kommt noch Bayern mit drei Liefergemeinden. Milch aus 15 000 Stallungen Vor der Gründung der Mannheimer Milch⸗ zeutrale wurde die in Mannheim oder in un⸗ Einlieferung der Milch bei der Milchzentrale. Das Gewicht der angelleferten Menge wird genau festgestellt mittelbarer Nähe erzeugte Milch von den Bauern ſelbſt in die Stadt gefahren, vom Wa⸗ gen aus an die Verbraucher direkt verkauft oder in die Wohnung zugetragen. Neben dem Straßenhandel gab es den Ladenverkauf, für den die Milch zum Teil aus weiter Entfernung herangeholt werden mußte. Verſchiedene Mannheimer Milchhändler, die ſich im Jahre 1905 zu einer Milchein⸗ kaufsgenoſſenſchaft zuſammengeſchloſ⸗ ſen hatten, errichteten in den Gemeinden Bech⸗ tolsheim und Wendelsheim eigene Sam⸗ melſtellen. Durch dieſe Genoſſenſchaft wur⸗ den täglich etwa 40 000 Liter Milch in Mann⸗ heim eingeführt. Die Mannheimer Milchzen⸗ trale brachte in der Abſatzorganiſation zunächſt keine Aenderung. Mit eigenen Angeſtellten und eigenem Fuhrpark erfolgte der Verkauf der Milch direkt an die Verbraucher. Die Umorganiſation hatte zur Folge, daß der Milchhandel ſtrenger als zuvor einer Kontrolle unterzogen wurde und daß man ſowohl in perſönlicher wie auch in ſachlicher Hinſicht be⸗ ſondere Anforderungen ſtellte. 1921 erfolgte die Einführung der Konzeſſions⸗ pflicht für den Milchhandel, ſo daß man in der Lage iſt, die Zahl der Kleinhänd⸗ ler ſo niedrig zu halten, daß ein Exiſtenzmini⸗ mum geſichert iſt. Durch die getroffenen Maßnahmen und durch die Entwicklung hat ſich ein angeſehener und zuverläſſiger Händlerſtand herausgebildet. Im Jahre 1914 waren bei 223 000 Einwohnern 550 Händler vorhanden; 1927 bei 251 000 Einwoh⸗ nern 190 Händler und jetzt bei 384 000 Einwoh⸗ nern— Mannheim und Ludwigshafen zuſam⸗ mengefaßt— ſind 376 Händler vorhanden. Von 5000 Liter zu 150 000 Liter Als die Mannheimer Milchzentrale ihren Be⸗ trieb aufnahm, verzeichnete ſie eine Tages⸗ anlieferung von 5000 Litern. Nach und nach erfolgte der Ausbau, die Erweiterung des Betriebes und die völlige Erfaſſung der Milchverſorgung. 1915 betrug der Tagesdurch⸗ ſchnitt der bezogenen Milch 32000 Liter. Der größte Tiefſtand in der Entwicklung der Milch⸗ zentrale wurde im Dezember 1923 mit einer Tagesmenge von 21 000 Litern erreicht. Im Frühjahr 1924 war man wieder auf 40 000 Liter gekommen und der Sommer des gleichen Jahres brachte vorübergehend eine Höchſtmenge von 90 000 Litern. Heute beträgt die Milchanlieferung aus den Einzugsgebieten der Mannheimer Milchzen⸗ trale Tag für Tag 140 0000 bis 150 000 Liter. Als Spitzenleiſtungen wurden ſogar ſchon 200 000 Liter im Tag angeliefert. Beſſere Milch Es iſt hier nicht der Raum dafür, den Weg zu beſchreiben, den die Milch unter mehrfachen Kontrollen vom Erzeuger über die mit allen Einrichtungen zur pfleglichen Behandlung der Milch vorgeſehenen Sammelſtellen und den Be⸗ trieb der Milchzentrale durchmacht, ehe ſie in Wie herrlich schmeckt in der Schulpause dieMilch einwandfreiem Zuſtand in die Hände des Verbrauchers gelang Es ſoll auch hier nicht näher darauf eingegngen werden, was alles getan wird, um ein« gute und geſunde Milch in den Handel zu bingen. Jedenfalls ſteht feſt, daß der Betrieb der Lann⸗ heimer Milchzentrale nach den neueſter Er⸗ kenntniſſen der Wiſſenſchaft aufgebaut un den Errungenſchaften der Molkereitechnik lafend angepaßt worden iſt. Dadurch wurde den Un⸗ ternehmen die Möglichkeit gegeben, durch beſte Leiſtungen ſeine hohe vaks⸗ wirtſchaftliche und geſundheitiche Aufgabe zu erfüllen. Es darf an dieſer Stelle doch an eineserin⸗ nert werden, was den Vorteil der Mihzen⸗ trale für die Volkswirtſchaft deutlich erennen läßt. Die in Mannheim zur Ausgabe zelan⸗ gende Milch hat einen Fettgehalt von durch⸗ ſchnittlich 3,6 v.., während der Fettgehlt vor Beſtehen der Milchzenrale nicht ganz 3,) v. H. betragen hatte. Dieſes Mehr an Fett, ds den Verbrauchern durch die Milch zugeführ wird, entſpricht einer Buttermenge von ſpet über 100 Zentner. Man hat ausgerechnet, aß in normalen Verbrauchsjahren durch die etthal⸗ tigere Milch der Bevölterung monatlich im Werte von 20 000 bis 30 000 Mar wurde. Nicht immer hat ſich die Mannheime zentrale beſonderer Beliebtheit bei der Bevöl⸗ kerung erfreut, beſonders nicht in den Fahren der Syſtemwirtſchaft, wo manche hdie Mann⸗ heimer Milchzentrale als eine zu nelkende Kuh betrachteten. Heute aber dürfen wr ſtolz auf dieſes Unternehmen ſein, das eil wich⸗ tiges Bindeglied zwiſchen Stadt und Land, zwiſchen Erzeuger und Verbraucher bildt. Hang Jit te. Zeichnungen: E. Johr3) Zu demk und Stabsce über die Zi ſcharen ſint ſtimmun den die We ſcharen diſz ſcharführer ſammenr in Frage ko iſt unbedin⸗ SA zieht An gekehrt nach lichen Ertü der SA erf lung der W truppweiſe! ſchar. Durc mieden wer gleichzeitig Anſpruch ge SA⸗Männer Ein Zwat darf weder SA⸗Stamm⸗ weiteres iſt die SA⸗Anr ſcharanzug rer und Un rer) in We⸗ den Reihen träge werder nern erhobe Höhe feſtſteh fF n lüeplatet Schirac Aus Anlaß Geſetzes ü der Jugendfü dur von Schir ber, über der Elternſchaft übertragen Deutſchlandſe Die Rede de Reiches wird und Blasmuf Die deutſche abend zum 6 ihren Heimen deutſche Elter dung abzuhör Betriebs Eure Lehr um Reichsbe 4 mit zur geſch fenden deutſe Anmeldung b walter der 2 ember 1936 ause dieMilch in die gelang Es eingegngen im einé gute l zu bingen. eb der Jann⸗ neueſter Er⸗ haut un den mik lafend rde den Un⸗ ben, durch he väalks⸗ dheitiche n eineserin⸗ er Mihzen⸗ lich erennen sgabe zelan⸗ t von durch⸗ fettgehlt vor inz 3,) v. H. Fett, ds den ſee wird, in pe über net, aß in die etthal⸗ 1 atlich Butter 55 führt eimer Milch⸗ i der Bevöl⸗ ſen Fahren hie Mann⸗ zu neltende feſt wr ſtolz eil wich⸗ t und Land, bildt. Jitte. 5 : E. Johi3) Elternſchaft ſprechen. Mannheim „Hakenkreuzbanner“ 6. Dezember 1936 Fl und Werkscharen Engſte Zuſammenarbeit gewährleiſtet Zu dem kürzlich zwiſchen Reichsleiter Dr. Ley und Stabschef Lutze abgeſchloſſenen Abkommen über die Zuſammenarbeit von SA und Werk⸗ ſcharen ſind nunmehr Ausführungsbe⸗ ſtimmungen erlaſſen worden. Danach wer⸗ den die Werkſcharmänner innerhalb der Werk⸗ ſcharen diſziplinär und perſonell vom Werk⸗ ſcharführer erfaßt, Ständiges engſtes Zu⸗ ſammenwirken vom Werkſcharführer und in Frage kommenden Einheitsführern der SA iſt unbedingt erforderlich. Ausſchluß aus der Saͤ zieht Ausſchluß aus der Werkſchar und um⸗ gekehrt nach ſich. Die Heranführung zur körper⸗ lichen Ertüchtigung bei den Stammeinheiten der SA erfolgt, ſoweit die Reglementsvertei⸗ lung der Werkſcharmänner es zuläßt, ſchar⸗ und tuppweiſe durch einen Beauftragten der Werk⸗ ſchar. Durch örtliche Vereinbarung ſoll ver⸗ mieden werden, daß die Werkſcharmänner, die gleichzeitig SA⸗Männer ſind, nicht ſtärker in Anſpruch genommen werden, als die übrigen SA⸗Männer. Ein Zwang zur Anſchaffung einer Uniform darf weder von der Werkſchar noch von der. SA⸗Stammeinheit ausgeübt werden. Bis auf weiteres iſt es geſtattet, daß Werkſcharmänner, die SA⸗Anwärter ſind, bei der SA im Werk⸗ ſcharanzug Dienſt tun und umgekehrt. Die Füh⸗ rer und Unterführer(Rotten⸗ und Truppfüh⸗ rer) in Werkſcharen werden grundſätzlich aus den Reihen der SA⸗Männer genommen. Bei⸗ träge werden erſt dann von den Werkſcharmän⸗ nern erhoben, wo durch Sonderregelung deren Höhe feſtſteht. Zür jeden eine berpflichtung jum Opfer! 7 We e 7„ „. dedem ſoll der Lürplakette für den Monat Dejember Schirach an die Elternschäft Aus Anlaß des am 1. Dezember erlaſſenen Geſetzes über die Hitlerjugend wird der Jugendführer des Deutſchen Reiches, Bal⸗ dur von Schirach, am Mittwoch, 9. De ze m⸗ ber, über den geſamten Rundfunk zur deutſchen Sämtliche Reichsſender übertragen ſeine Rede ab 20.15. Uhr, der Deutſchlandſender überträgt ſie ab 20.45 Uhr. Die Rede des Jugendführers des Deutſchen Reiches wird von Liedern der Hitlerjugend und Blasmuſik umrahmt. Die deutſche Jugend wird ſich am Mittwoch⸗ abend zum Gemeinſchaftsempfang in ihren Heimen verſammeln. Ebenfalls wird die deutſche Elternſchaft aufrufen, dieſe Reichsſen⸗ dung abzuhören. Betriebsführer und handwerker! Eure Lehrlinge und Lehrmädchen nehmen am Reichsberufswettkampfe 1937 teil. Helſt mit zur geſchloſſenen Teilnahme aller ſchaf⸗ ſenden deutſchen Jungen und Mädel! Jetzt Anmeldung beim Betriebs⸗ oder Ortsjugend⸗ walter der Deutſchen Arbeitsfront! Die§A lebt die heldische Haltung vor Reichsleiter Alfred Nosenberg sprach vor dem fränkischen SH-Führerkorps Auf der Arbeitstagung des fränkiſchen SA⸗ Führerkorps ſprach am Freitag der Beauftragte des Führers für die Ueberwachung der geſam⸗ ten weltanſchaulichen und geiſtigen Schulung und Erziehung der NSDAp,, Reichsleiter Al⸗ fred Roſenberg. Gruppenführer von Obernitz begrüßte den Reichsleiter, die Ehrengäſte und die SA⸗ Führer und überbrachte zugleich die Grüße des Gauleiters Julius Streicher. Reichsleiter Roſenberg ſkizzierte einlei⸗ tend die Entwicklung des nationalſozialiſtiſchen Kampfes, der bewieſen habe, daß einer neuen Weltanſchauung nicht eine Theorie oder Debatte vorauszugehen brauchen, ſondern daß Cha⸗ rakterwille und⸗haltung eine neue Weltanſchauung wachſen ließen. Bei dieſem Wachſen habe ſich die SA eine weltge⸗ ſchichtliches Verdienſt erworben. Man könne es heute mit Stolz ſagen:„Auf den Schul⸗ tern der SA wurde die Revolution zum Siege getragen!“ Die SA aber ſei, wie kaum eine andere Or⸗ ganiſation, nach ihrer inneren Struktur an das Leben des Alltages geknüpft. Damit ſei die SA zugleich als Kerntruppe für die Tagesverteidigung der Idee be⸗ ſtimmt, und es ſei gut, daß der Mann im Braunhemd ebenſo bei großen politiſchen Ak⸗ tionen wie bei ſchweren Unglücksfällen als der unbelannte, ſtets bereite Helfer erſcheine. So leiſte die SA in ſtillem Einſatz ungeheuer viel für die nationalſozialiſtiſche Idee. Im Ausland ſei vielſach aus Haß Achtung und ſchließlich Verſtändnis geworden für die weltgeſchichtliche Tatſache der NSDaAp, wie ſie ſich auf den beiden erſten Reichsparteitagen manifeſtierte. Wie einſt Athen den großen Ver⸗ teidigunsgkampf der griechiſchen Kultur gegen das Kleinaſientum führte, ſo ſei Deutſchland heute beſtimmt Europas Kultur gegen das jüdiſch⸗bolſchewiſtiſche Syſtem zu verteidigen. Dieſer Kampf verlange ſelbſtverſtändlich den geſchloſſenen Einſatz der Menſchen, denen die NSDaAp das Rüſtzeug geben werde. Dazu aber gehöre die totale Erfaſſung der deutſchen Menſchen, denn die Weltanſchauung des Natio⸗ nalſozialismus ſei unteilbar. Um in die⸗ ſer Idee und Weltanſchauung feſten Boden zu bekommen, müſſe jeder in ſich die Entſcheidung ſelbſt fällen. Der Nationalſozialismus nehme dieſen inneren Kampf niemand ab. Aber die erkämpfte, nicht„eine fertig gelieferte Weltan⸗ ſchauung“ führe die Menſchen dann in die Ge⸗ meinſchaft der Idee. „Bei dieſer Arbeit am deutſchen Menſchen hat die SA nicht nur ein großes Vermächtnis zu wahren, ſondern ſelbſt die heldiſche Hal⸗ tung des nationalſozialiſtiſchen Menſchen vorzuleben, damit wir alle einmal in den Sturm Horſt Weſſels in Ehren eingegliedert werden können.“ „Was ich tue, ist selbstwerständlich!“ Der Volksgenoſſe Henniges hatte für eine ſchwerkrank darniederliegende Frau Blut für eine Uebertragung zur Verfügung geſtellt. Die ihm zufallende Entſchädigung überwies er auf das Konto des Winterhilfswerkes. Der Reichs⸗ beauftragte für das WoW., Pg. Hilgen⸗ feldt, hat dieſem Arbeiter, als ſchlichten Aus⸗ druck des Dankes, ſein Bild mit eigenhän⸗ diger Unterſchrift überweiſen laſſen. Dieſer Tage habe ich in einem kleinen ärm⸗ lichen Orte den Arbeiter Henniges aufgeſucht. Er n den letzten Wochen einer Frau, die im rankenhaus ſchwer darniederlag, von ſei⸗ nem gefunden Blute gegeben. Er hatte ſie nicht ekannt, nur gehört hatte er auf ſeiner Arbeits⸗ ſlätte, daß ſie in den nächſten Stunden ſterben werde, wenn es nicht gelänge, ihr friſches Blut zuzuführen. a hatte er ſeine Arbeit verlaſſen, war in das Krankenhaus gegangen und hatte die Aerzte ge⸗ beten, ſein Blut zu unterſuchen, um es diefer mit dem Leben ringenden Frau geben zu kön⸗ nen. Der Arzt hatte dankbar zugeſagt und ihm Die Tat des Urbeiters Henniges mitgeteilt, daß er ſelbſtverſtändlich für dieſe Blutabgabe eine entſprechende Entſchädigung bekäme.„Nein, das nehme ich nicht“, hatte da der Arbeiter proteſtiert,„was ich tue, iſt eine Selbſtverſtändliſchkeit. Dafür nehme ich keinen materiellen Lohn entgegen. Ich habe mich nicht für Geld zur Verfügung geſtellt.“ Erſtaunt hatten ihn die Aerzte angeſehen. Die Blutübertragung glückte, und als wenige Tage danach der Arbeiter im Krankenhaus erſchien, ſagte man ihm, daß die Frau gerettet werden konnte. Ein Glanz trat in die Augen des echten Volksgenoſſen, der darauf beſcheiden antwor⸗ tete:„Sehen Sie, das iſt mein Lohn. Das Geld aber, das ich hätte bekommen ſollen, das überweifen Sie dem Winterhilfswerk.“ Dieſen Vorgang hat er mir nun nochmals erzählt. Als er geendet hatte, erfuhr ich vom Ortsgruppenleiter, daß dieſer Arbeiter erſt vor kurzer Zeit in Verdienſt gebracht werden konnte, weil er ſelbſt krank war. Er hätte das Geld ge⸗ wiß gut gebrauchen können. Wir ſehen ihn an, wie er jetzt nachdenklich vor uns ſitzt und uns nun lächelnd die beſcheidenen und doch ſo ſtolzen Worte entgegnet:„Mich macht ſchon die Gewiß⸗ Kundgebungswelle gegen Weltfeind Mr.“ Große propagandaaktion der MsDAp im Kreise Mannheim Im Zuge des Feldzuges„Gegen den Weltfeind Nr. 1“ finden im Monat Dezember fol⸗ gende öffentliche Kundgebungen ſtatt: Ortsgruppe Tag und Zeit Lokal Redner Bismarckplatz 9. 12 20.30„Z. Zähr. Löwen“ Pg. Holzkämper Humboldt 10. 12. 20.30„Kaiſergarten“ Pg. Holzkämper Horſt⸗Weſſel⸗Platz 11. 12. 20.30 Planetarium Pg. Holzkümper Jungbuſch 12.12. 20.15„Liedertafel“ Pg. Holzkämper Neckarſtadt⸗Oſt 10. 12. 20.00„Flora“, Lortzingſtr.17 Pg. Bang Neckarſpitze 11. 12. 20.15 Geſellſchaftsh., FZ,13a Pg. Bang Platz des 30. Januar 12.12. 20.30„Schlachthof“ Pg. Weygandt Bäckerweg 13.12. 20.30„Zur Vorſtadt“ Pg. Weygandt Mannheimer Str. Friedrichspark 13. 12. 20.15„Ballhaus“ Pg. Dr. Hüſſ Neckarau⸗Nord und⸗Süd 11.12. 20.30 Ev. Gemeindehaus Gebietsführer Pg. Kemper Waldpark 10.12 20.30„Zum Rheinpark“ Pg. Kloſtermann, MdgR. Wallſtadt 11.12. 20.30„Zum Pflug“ Pg. Kloſtermann, MdR. Waſſerturm 12. 12. 20.15 Planetarium Pg. Kloſtermann, MdR. Altlußheim 11. 12. 20.30„Zur Pfalz“ Pg. Hartlieb Brühl 12.12. 20.00„Zum Pflug“ Pg. Hartlieb Edingen 13.12. 20.15„Friedrichsh., Schulſtr. Pg. Hartlieb Plankſtadt 11. 12. 20.00„Adler“, Hauptſtr. Pg. Weygandt Hohenſachſen 11.12. 20.30„Zum Löwen“ Pg. Stober Laudenbach 12.12. 20.30„Zur Krone“ Pg. Stober Hemsbach 13.12. 20.00„Zur Krone“ Pg. Stober Weinheim 13.12. 20.15 Feſthalled.„Pf. Hof“ Reichskulturw. Pg. Moraller Der Kreispropagandaleiter. heit reich, daß ich von dem, was ich noch beſitze, anderen deutſchen Volksgenoſſen immer noch etwas geben kann.“ 2 Lange ſaßen wir nach dieſen Worten ſtille. Dann aber erfüllte uns die Gewißheit: Hier ſitzt ein wahrer Nationalſozialiſt. Hier ſitzt einer, der bereit iſt, genau ſo wie wir, jederzeit mit allen Kräften einzuſtehen für den Führer und für die nationalſozialiſtiſche Be⸗ wegung. Als ich die kleine, beſcheidene Wohnung die⸗ ſes Arbeiters verlaſſe, iſt es mir, als hätte ich nicht in einem gedrängten Raum geſeſſen und hätte dort mit einem treuen, deutſchen Arbeiter geſprochen, ſondern als hätte ich eine herrliche, weihevolle Feierſtunde erlebt. Eine Feierſtunde, die das Herz und den Geiſt über Raum und Zeit erhebt, die das Innere erfüllt mit Kraſt, Stolz und Glück, die Anſporn gibt zu reſtloſem Dienſt und zu ſtetem Einſatz als nationalſozia⸗ liſtiſcher Kämpfer, die manchen beſchämt und alle verpflichtet. A. R Anordnuugen der NSDAP Anordnungen der Kreisleitung Am Montag, 7. Dez., findet um 20.15 Uhr im Schlageterraum der Kreisleitung eine Beſprechung für fümtliche Kreisamtsleiter, Ortsgruppen⸗ und Stütz⸗ punktleiter des Kreiſes Mannheim ſtatt. Kreisgeſchäftsführung. Reichsarbeitsgemeinſchaft Schadenverhütung „Kampf der Gefahr“, November⸗Auflage, iſt ein⸗ gegangen und kann ſofort abgeholt werden. Politiſche Leiter Erlenhof. 6. 12.,.30 Uhr, Antreten ſämtlicher Politiſchen Leiter, Pol.⸗Leiter⸗Anwärter, Walter und Warte zum Bereitſchaftsdienſt auf dem Almenhofplatz. NS⸗Frauenſchaft Jugendgruppe. Die Sprecherinnen für die Heim⸗ abendfeier, die am 14. 12. mitwirken, kommen am 7. 12., 20 Uhr, nach der Meerfeldſtraße 44, zu Britſch, und am 9. 12., 20.15 Uhr, zur Probe in das „Kaſino“, R 1, 1. Feudenheim. Am 7. 12., 14—16 Uhr, wird die Pfundſpende in der Geſchäftsſtelle der NSV, Schützen⸗ haus, abgegeben. HJ Steue Kultur. Muſikſchar und Spielſchar treten Sonntag, pünktlich 8 Uhr, vor der Palmenhalle(Ob. Luiſenpark) an. Bannorcheſter. Der nächſte Dienſt iſt auf 7. 12., 20 Uhr, vorverlegt. Das Bannorcheſter tritt in der Hochſchule für Muſik in Uniform mit Inſtrumen⸗ ten an. DAð Kreisjugendwaltung Preſſe und Propaganda. Betrifft Werbeplakate des RBWaͤ 1937. Alle Ortsjugendwalter, die noch nicht im Beſitz des erſten RBWa⸗plakates ſind, laſſen die⸗ ſelben unverzüglich abholen. Die Plakate ſind in allen Betrieben einer Ortsjugendwaltung auszuhängen. Genaue Stückzahl iſt anzugeben. Auslieferungszeit iſt Montag und Dienstag, 7. und 8. 12., von 15—19 Uhr auf der Kreisjugendwaltung. Arbeitsſchule Am 7. 12., wird um 20.30 Uhr in C1, 10 die Ar⸗ beitsgemeinſchaft für Betriebsführung mit dem Vor⸗ trag von Dr. Ammelounx, Heidelberg:„Raſſe und Betrieb“ fortgeſetzt. Am 7. 12., 19.30 Uhr, wird im großen Saal des AEG⸗Hauſes in N7 die Arbeitsgemeinſchaft von Dr. ——9 Heidelberg„Die deutſche Volkswirtſchaft“ fort⸗ geſetzt. Frauenamt der DAßð Erlenhof und Humboldt. 8. 12., 20 Uhr, Gemein⸗ ſchaftsabend für die Frauen und Mädchen der DAß in der Leſehalle, Lortzingſtraße 13. Hausgehilfen Neckarau. 8. 12., 20.30 Uhr, Gemeinſchaftsabend in der Luiſenſtraße 46(Parteiheim). NSV Neckarſtadt⸗Oſt. Die nächſte Pfundſammlung erfolgt in der Zeit vom 7. bis 8. 12. T Deutſches Volksbildungswerk Am Dienstag, 8. Dez., 20.15 Uhr, beginnen die Arbeitsgemeinſchaften Nr. 2: Grundlagen politiſcher Geſchichtsbetrachtung und Nr. 5: Geſchichte, 2000 Jahre Kampf um den deutſchen Weſten, unter Leitung von Dr. Hugo Zeller. Sie finden zuſammen ſtatt. Der Raum wird an der Anſchlagtafel bekanntgegeben und kann beim Hausmeiſter allenfalls erfragt werden. Die Ortswarte, die noch keine Plakate für den Vor⸗ trag Buttlar abgeholt haben, holen dieſe umgehend beim Kreisamt, I. 4, 15, Zimmer 4, ab. Ferner ſind die Karten für den Vortrag Buttlar auf dem Kreisamt (Zimmer 1) zwecks Ausgabe bzw. Weiterleitung an die Betriebswarte abzuholen. wer muſik liebt. — — II E* 12 ſchenkt einen 0 — — Unser deutsches Weihnachten ist ein fest der freude— und zur freude gehört Mosik. Da liegt nichts näher als einen MENDEzu schenken- Ein MENOF, ganz gleich, oh er RNWM. 139.— oder BM. 340.— Kkostet, erfreut jung und clt durch den herr- ſichen Orchesterklung. 4 4 — —————————————————————————————— „Hakenkreuzbanner“ 6. Dezember 1936 anlntEim im 4 * 48 Was iſt los? Sonntag, den 6. Dezember Chriſtustirche: 20.00 Uhr Orgelfeierſtunde Max Reger. Nationaltheater:„Napoleon oder die hundert Tage.“ Drama von Grabbe. Miete G. 19.30 Uhr. Roſengarten: WHW⸗wWinterfeſt. Kinderveranſtaltung. 15.30 Uhr.— 20.30 Uhr WHW⸗wWinterfeſt. Abend⸗ veranſtaltung. Kleinkunſtbühne Libelle: 16.00 Familien⸗Vorſtellung; 20.15 Uhr Kabarett⸗Varieté. Tanz: Palaſthotel, Parkhotel, Libelle. Ständige Darbietungen Etüdt. ſchau: Die Mannheimer Planken; Olympia. Schloßgalerie: 11—13 und 15—17 Uhr geöffnet. Theatermuſeum, E 7, 20: 10—13 und 15—17 Uhr geöffnet. Sternwarte:—12 und 14—19 Uhr geöffnet. Stäüdt. Kunſthalle: 11—16 Uhr geöffnet. Mannheimer Kunſtverein, L 1, 1: 10—13 und 15—17 Uhr geöffnet. Planetarium. Die Leitung des Planetariums verweiſt auf die im Inſeratenteil angekündigten Veranſtaltungen am Sonntagnachmittag. Am DZEBER Schloßmuſeum: 11—16 Uhr geöffnet. Sonder⸗ Montag, 7. Dezember, ſpricht Profeſſor Dr. K. Feurſtein im 3. Experimentalvortrag der Reihe„Klänge und Geräuſche“ über Klänge der Muſikinſtrumente. Sonntagsdienſt Adler⸗Apotheke, He7, 1, Tel. 22 782; Einhorn⸗ Apotheke, R 1,—3, Tel. 27 125; Mohren⸗Apo⸗ theke, O 3, 5, Tel. 20 359; Roland⸗Apotheke, Mittelſtraße 103, Tel. 53 584; Roſen⸗Apotheke, Schwetzinger Straße 77, Tel. 41 877; Sonnen⸗ Apotheke, Lange Lötterſtraße 60, Tel. 52 776; Lindenhof⸗Apotheke, Gontardplatz, Tel. 33 444; Storchen⸗Apotheke, Neckarau, Neue Schulſtr. 17, Tel. 48 570; Luzenberg⸗Apotheke, Waldhof, Stol⸗ bergerſtraße, Tel. 53 174. Zahnarzt. Frl. Dr. Bleines, L 14, 16, Tel. 27 189. Dentiſt. Kämmer⸗Heubach, N 7, 6, Tel. 24 870. Heilpraktiker. Hch. Kirrſtetter, M 3, ga. Süßigkeiten am Nikolaustag. Wie uns die Wirtſchaftsgruppe Einzelhandel mitteilt, ſind am Nikolaustag, alſo am Sonntag, 6. Dezem⸗ ber, die Süßwarenſpezialgeſchäfte in Wateim in der Zeit von 11 bis 19 Uhr geöffnet, ſo daß auch an dieſem Tage der Bedarf an Süßwaren ——. des Nikolaustages gedeckt werden kann. Wie wird das Wetter? Bericht der Reichswetterdienſtſtelle Frankfurt/ M. Die Ausſichten für Sonntag: Vorwiegend be⸗ wölktes Wetter, zeitweiſe mit Niederſchlägen bei weſtlichen Winden, vorübergehend etwas mild, dann wieder leichte Abkühlung. ... und für Montag: Bei Luftzufuhr aus Weſt Anhalten der unbeſtändigen Witterung, und Neigung zu Niederſchlägen. 70. Geburtstag. Heinrich Kilb, Mannheim⸗ Rheinau, Karlsruher Straße 7, feiert am 6. De⸗ zember ſeinen 70. Geburtstag. Wir gratulieren. 70 Jahre alt. Rangiermeiſter i. R. Peter Knopf, Rheinau, Durlacher Straße 113, feierte am 5. Dezember ſeinen 70. Geburtstag. Herz⸗ lichen Glückwunſch. 75. Geburtstag. Frau Barbara Scheuble Witwe, S 3, 5a, feiert am Sonntag in voller ihren 75. Geburtstag. Wir gratu⸗ ieren. Silberne Hochzeit. Gottlieh Göbel und ſeine Ehefrau, J 7, 5, ſeiern am 7. Dezember ſilberne Hochzeit. Wir gratulieren. Rundfunk⸗Programm für Sonntag, 6. Dezember Reichsſender Stuttgart..00 Hafenkonzert,.05 Gym⸗ naſtik,.25 Bauer hör zu,.00 Ev. Morgenfeier, .30 Orgelmuſik Arno Landmann, 10.00 Morgen⸗ feier der HJ, 10.30 Friſche Briſe, 11.00 Alexander Borodin, 11.30 Johann Seb. Bach, 12.00 Muſik am Mittag, 13.00 Kleines Kapitel der Zeit, 13.15 Muſik 1 großes Weihnachts-Sortiment-Post-Paket echte. jeine dchmidt' Mürnberger lehkuchen Inhalt: 1250 g(2½ Pid.) echte, feine, runde auf Oblaten, 1125 g(2½ Pid.) echte, feine. weiße auf Oblaten und 1250 g(2½ Pfd.) sortiert: feine sog. Basler, feine Schokolade-Lebkuchen, feine Gewürzplätzchen. feines Nürnberger Allerlei, feine Spitzkugeln u. gef. Domino⸗ steine. Darunter 2 schöne, bunte Dosen mit Nürnberger Ansichten. 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Es müſſen heute noch Millionen für die Einfuhr von Eiern ausge⸗ geben werden. Deshalb wird von den land⸗ wirtſchaftlichen Geſlügelhaltern auch verlangt. daß die Leiſtung jeder Henne im Jahre um 40 Eier vermehrt wird. Es wurde errechnet, daß von den 56 Millionen Hennen, wenn nur zehn Millionen zur Leiſtungsſteigerung gebracht wer⸗ den, jährlich 400 Millionen Eier mehr zu er⸗ warten ſiend. Das ſtellt einen Wert von 32 Mil⸗ lionen dar. Jedem Geflügelhalter wird zu einer Leiſtungsſteigerung geholfen. Es werden Stallbaubeihilfen, Verbilligung beim Antauf von Zuchttieren, Beratung für die Aufzucht und andere Maßnahmen zu dieſem Ziel ver⸗ helfen. Auch von den ſtädtiſchen Geflügelhalrern wird eine Leiſtungsſteigerung verlangt. Die Abfälle aus den Haushaltungen ſollen ausge⸗ nützt werden, was eine Umſtellung in der Füt⸗ terung der Tiere notwendig macht. Daneben wird noch eine planmäßige Vermehrung der Bienenvölter gefordert. Durch Vermehrung der Ziegen muß die Milchleiſtung geſteigert werden, während auch der Kaninchenhaltung größere Bedeutung beigemeſſen wird, zumal die Tiere neben dem Fleiſch auch Felle liefern. Durch die Anpflanzung von Maulbeerbäumen ſollen dem Seidenbau weitere Möglichteiten erſchloſſen werden. Daneben ſind die Brieftaubenzüchter, Pelztierhalter und andere Kleintierhalter an⸗ gewieſen, bei dem gewaltigen Aufbauwert zu helfen. In erſter Linie durch zweckmäßige Zucht und Vermehrung der Tiere. Gerade in unſerem Gau ſind hier viele Möglichteiten, tatträftig Gelo.U en, 27 2 Vole anobImHimns eruln „hesljmmt anſl besmb. 3 2 A Va H] οφaͤllolleris ſerlost. losbroisSU Honnelosl- Comoullte + Mannheſim G· J1 An Föb Kunne ualle Knhauulrteller: mitzuhelfen, zumal die Kleingärtner, Sied⸗ ler und Kleinbauern bei uns ſchon bisher Bedeutendes leiſteten zu dem Geſamtwert, der durch die Kleintierhaltung im Betrage von über einer Milliarde erzeugt wird. * Vor einiger Zeit hat die Reichsbetriebsge⸗ meinſchaft Bau der Deutſchen Arbeitsfront ein Preisausſchreiben erlaſſen, bei dem 50 000 RM für die beſten Vorſchläge für die Gefahrenver⸗ ringerung und Unfallverhütung in Form von Anweiſungen, Erzählungen oder Zeichnungen gemacht werden. Bei der Preisverteilung war intereſſant zu erfahren, daß die„Männer vom Bau“ zahlreiche Preiſe davontragen konnten. Ueber 10 000 Einſendungen waren zu verzeich⸗ nen, darunter eine große Anzahl brauchbarer Vorſchläge. Dazu wird uns geſchrieben: „Die erſten beiden Preisträger haben die Auf⸗ gaben durch ihre zweifellos vorhandene künſtle⸗ riſche Befähigung im Verein mit der notwen⸗ digen genauen Sachkenntnis gelöſt. Der Mau⸗ rer Heinrich Völpel aus Mainz⸗Weiſenau, Sie⸗ ger des Preisausſchreibens und Gewinner eines Siedlungshauſes nach Wahl im Wert von 8000 RM, machte in einer kleinen Erzäh⸗ lung darauf aufmerkſam, wie ſehr Sicherheit und Leben des Bauarbeiters von der guten Be⸗ ſchaffenheit der Rüſtung abhängen. Der zweite Sieger, Zimmermannslehrling Dietz Borges aus Freiberg in Sachſen, Gewin⸗ ner eines Sparkaſſenbuches über das runde Sümmchen von 5000 RM, hat es mit ſeinen Zeichnungen geſchafft. Jetzt wird ein Haus ge⸗ baut, und Dietz nimmt den Winter über Unter⸗ richt, um ſelbſt den Architekten machen zu kön⸗ nen.“ Die zahlreichen Einſendungen haben gezeigt, daß alle ſchaffenden Menſchen verſtanden ha⸗ ben, worauf es ankommt und daß ſie zur Stelle ſind, wenn es gilt, große Schäden abzu⸗ ſtellen und am rechten Ort zu helfen. Heute ſind es noch jährlich viele Tauſende, die Betriebs⸗ unfällen zum Opfer fallen. Wir hoffen, daß dieſe Zahl erheblich ſinkt, wenn nun eine Reihe von Vorſchlägen die großen Gefahren bannen, die am Arbeitsplatz auf den Schaffenden lauern. F. H. Schwerer Verkehrsunfall Speyer, 5. Dez. auf der Ludwigshafener Landſtraße in Höhe der vorſtädtiſchen Kleinſiedlung ein ſchwerer. Verkehrsunfall. Der in Mannheim beſchäf⸗ tigte 30 Jahre alte Theodor Keßler hatte ſich mit ſeinem Fahrrad an einen in Richtung Speyer fahrenden Laſtkraftwagen angehängt. Keßler, der in der Siedlung wohnt, dort ablaſſen, verlor aber infolge großer Ge⸗ ſchwindigkeit des Autos die Herrſchaft über ſein Fahrrad und wurde auf die Straße ge⸗ ſchleudert. Am Freitag ereignete ſich wollte fluch an der zeroſieaße ſtanden ſchon Schmelzhütten Vor Jahrhunderken ſuchte man bei Schriesheim, Großfachſen und Weinheim nach Silber und Kupfer bietet uns das Titelblatt der Schriesheimer Der Bergbau an der Bergſtraße iſt ſchon Jahrhunderte alt. In Ergänzung eines kürz⸗ lich erſchienenen Aufſatzes im„Hakenkreuzban⸗ ner“, der von dem Bergbau aus dem 19. Jahrhundert berichtet, ſoll hier ein gut Stück weiter in die Geſchichte der Heimat zurückge⸗ gangen werden. Alte Urkunden und Berichte laſſen wir ſprechen, ſie erzählen uns von man⸗ nigfachen Verſuchen und Unternehmen, dem Geſtein der Bergſtraße wertvolle Erze zu ent⸗ locken. Bereits aus dem Jahre 1291 hören wir etwas von dem Bergbau an der Bergſtraße, denn in dieſem Jahre verkaufte Konrad von Stirahlenberg, der auf der Burg über Schriesheim ſaß, den Teil, der ihm an dem Berg zu Hohenſachſen zuſtand nebſt dem Bergwerk an Pfalzgraf Ludwig II. Da die ſchriftlichen Zeugniſſe aus jener frühen Zeit noch recht dürftig ſind, erfahren wir wei⸗ ter nichts näheres, bleiben auch faſt zwei Jahrhunderte ohne weitere Nachricht. Erſt vom Jahre 1474 hören wir, daß Kurfürſt Friedrich., der bekannte Pfälzer Fritz, die Freiheit des Bergwerkes zu Großſachſen auf dem hintern Holnbera erläßt und den Betrieb an eine Ge⸗ werkſchaft von 16 Stämmen übergibt, die zu⸗ meiſt der Umgebung des Kurfürſten und dem kurpfälziſchen Beamtentum angehörten. Um dieſe Zeit errichtete der Kurfürſt bei Schries⸗ heim im Tal auch eine Schmelzhütte, in deren Nähe noch im 16. Jahrhundert das Gericht der Schriesheimer Allmendgenoſſenſchaft zu⸗ ſammentrat. Denn es heißt vom Jahre 1545, daß das Gericht„auf dem platz hinder Schriesheim im tal obwendig der alten ſchmöltzhütten auf freyer ſtraßen daſelbſt“ tagte. Herr Hirſch aus Schneeberg bohrte Das Schriesheimer Bergwerk am Brei⸗ tenhard erſcheint auch 1487 in der allgemei⸗ nen pfälziſchen Bergordnung Kurfürſt Phi⸗ lipps genannt. Im Jahre 1509 wird die Fundgrube in Schriesheim mit aller Gerech⸗ ligkeit an einen Gregor Hirſch aus Schnee⸗ bera in Sachſen verliehen. Der Kurfürſt be⸗ hält ſich den Zehnten und das Vorkaufs⸗ recht vor. Noch immer erfahren wir aber nicht, was nun eigentlich in den Berawerken hier gegraben wurde. Die„Ordnung und Freiheit über das Bergwerk zu Schriesheim“ vom Jahre 1511 ſprach zwar die Hoffnung aus:„ob auch got die genad gebe, alß wir in guter hoffnung ſein, daß gold⸗ oder kupfer⸗ erz in unſerm fürſtentum obgemelten orts funden werde“, aber wir beſitzen keine zuver⸗ läſſigen Nachrichten, die uns von ſolchen wert⸗ vollen Erzfunden wirklich berichten. Einen ſehr hübſchen Einblick in den Bergwerkbetrieb Die„weiße“ Frau und ihe sSteenenorakel Ein intereſſanter Betrugsprozeß um Horoſkope und„Glücksfälle“ Lörrach, 5. Dez.(Eig. Bericht.) Ueber den Wert bzw. auch Unwert eines Horoſkops gehen bekanntlich die Meinungen ſehr aus⸗ einander. Der eine, der ſich eine Prophezeiung über ſeine Zukunft auf Grund der Stellung und den Lauf der Geſtirne hat ſtellen laſſen, ſchwört darauf, daß alle Angaben eintreffen, der andere iſt enttäuſcht über die oft recht brakelhaften Angaben, die eine Deutung nach jeder Richtung hin zulaſſen und ſo überhaupt nicht befriedigen. Auch hier ſtanden vor den Schranken des Ge⸗ richts zwei ſolcher Sie, eine 55 Jahre alte, eiwas korpulente Frau namens Anna Schmidt, ein Typ, wie man ihn immer wieder bei Wahrſagerinnen, Kartenlegerinnen und dergleichen antrifft, die mit einer un⸗ geheuren Zungenfertigkeit die Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit ihres Gewerbes ihren Kunden plau⸗ ſibel machen können. Er, ein ehemaliger Gipſer namens Auguſt Schranz, der ſeinen Beruf aber an den Nagel hängte, auch 55 Jahre alt, und der eigentliche„Fabrikant“ jener phantaſie⸗ vollen Erzeugniſſe. Beide haben in Lörrach fünf Jahre hindurch es ausgezeichnet verſtanden, aus der Dumm⸗ heit der Menſchen Kapital zu ſchlagen. Frau Schmidt, die als Handleſerin auftrat, hatte bald einen großen Kundenkreis, vor allem auch aus dem benachbarten Baſel, und ſie wußte immer wieder ihre Beſucher dazu zu überreden, daß ſie ſich ein Horoſtop ſtellen lie⸗ ßen, da ſie angeblich mittels Handleſen in ſo kurzer Zeit nur wenig ſagen könne. Aus den vielen Hunderten von Horoſkopen, die ſo im Laufe der Jahre geſtellt wurden, hatte das Gericht 28 Fälle herausgreifen können, in denen die Betreffenden mehr oder weniger ſchwer materiell geſchädigt worden ſind. Es ſind natürlich in der Mehrzahl Frauen, die hier glaubten, genaue Auskunft auf die geſtellten Fragen über Familie, Eheleben, manchmal auch Geſchäfte, erhalten zu können. Unter den Baſeler Kunden waren es wieder viele Dienſtmädchen, die gern ſchon vorher ge⸗ wußt hätten, ob und wann ſie heiraten wür⸗ den und wer ihr künftiger Ehegatte iſt. Einen ſchweren Reinfall erlebte Frau Schmidt mit einer Baſeler Beſucherin, der im Horoſkop Glück im Spiel prophezeit war. Kurz entſchloſ⸗ ſen fuhren Frau Schmidt und die betreffende Kundin nach Baden⸗Baden, um die Glaubwür⸗ digkeit dieſer Angaben gleich auf der Spielbank zu erproben. Gewonnen wurde nichts und um rund 150 Mark erleichtert, zogen die bei⸗ Ber lbryeh ſcharf mit jenen Wahrſagern und Scharlatanen ab, die auf Koſten der Dummen ein Paraſitenleben führen. Die Schädigungen ſeien ja nicht allein nur materieller Art, ſon⸗ dern oft würden durch die Angaben, wenn ſie für die Betroffenen nachteilig ſind, auch ſee⸗ liſche Schädigungen hervorgerufen. Das Gericht hielt aber an dem Tatbeſtand eines fortgeſetzten Betruges feſt und verurteilte Frau Schmidt zuſieben Monaten Ge⸗ fängnis und 2000 Mark Geldſtrafe und Schranz zu ſechs Monaten Gefäng⸗ nis. Auf die halbjährige Unterſuchungshaft wurden fünf Monate angerechnet. Außerdem wurde für Schranz auf ein fünfjähriges Ver⸗ bot der Berufsausübung erkannt. Die Strafe bei Frau Schmidt fiel deswegen höher aus, weil ſie ſich auch noch ein Deviſenvergehen hat zuſchulden kommen laſſen. Ueber 8700 Schwei⸗ zerfranken, die ſie in den Jahren 1934 bis Fe⸗ bruar 1936 von ihren Baſeler Kunden einge— nommen hatte, hatte ſie ohne Genehmigung der Deviſenſtelle verfügt und zur Bezahlung von Schulden, Rückzahlung eines Darlehens uſw. verwendet. lkerenergerhekeeineerhe anene Letzte badiſche Meldungen Führertagung des SS⸗Abſchnitts XIX Karlsruhe, 4. Dez. Am kommenden Sonn⸗ tag, 6. Dezember, findet in der Gau⸗ und Grenz⸗ hauptſtadt Karlsruhe eine Führertagung des SS-⸗Abſchnitts XIX(Baden-Pfalz⸗Saar) ſtatt, an der der Chef des SS⸗Hauptamtes in Berlin, SS⸗Gruppenführer Heißmeyer und der Führer des SS⸗Oberabſchnitts Südweſt, SS⸗ Prützmann teilnehmen wer⸗ en. Keine Weihnachtspakete für Strafgefangene Karlsruhe, 4. Dez. Wie alljährlich wird darauf hingewieſen, daß es nicht geſtattet iſt, Weihnachtspakete mit Lebens⸗ und Genußmit⸗ teln an Strafgefangene zu ſenden. Eintreffende Pakete werden auf Koſten des Abſenders zurück⸗ gegeben. Die Strafgefangenen werden am Weih⸗ nachtsabend von der Anſtalt eine Gabe erhalten. Der Doppelehe überführt Freiburg i. Br., 4. Dez. Der 51 Jahre alte H. P. aus Eſchwege an der Werra(Heſſen⸗ Thüringen) und die 31 Jahre alte A. P. geb. M. aus Braunſchweig, beide hier wohnhaft, lebten ſeit acht Jahren miteinander in einer Doppel⸗ ehe. Das Gericht ließ den Umſtänden nach und auf Grund ihrer Unbeſtraftheit ſowie des guten Leumundes Milde walten und ſprach gegen die beiden Angeklagten je ein Jahr Gefängnis und die Koſten aus. ſleues aus Campertheim * Lampertheim, 5. Dez. Vierfache Geburtenziffer. Im abgelaufenen Mo⸗ nat November wurden beim hieſigen Standes⸗ amt folgende Eintragungen getätigt: 20 Ge⸗ burten, 5 Sterbefälle und 7 Eheſchließungen. 17 Aufgebote wurden beantragt und 4 Ge⸗ ſuche auf Gewährung von Eheſtandsdarlehen eingebracht.— Das Feſt der ſilbernen Hochzeit begingen die Eheleute Hans Fenzel nebſt Frau Marie geb. Kark in der Hagenſtraße.— Frau Kath. Florſchütz Witwe, geb. Kirſch, Bahnhofſtraße, konnte ihren 70. Geburtstag begehen. Wir gratu⸗ lieren herzlich. * Lampertheim, 5. Dez. Wäſche⸗ diebſtahl. In der Nacht zum Freitag wurde in der Katharine-Grünewald-Siedlung ein großer Wäſchediebſtahl verübt. Einige Siedler hatten ihre Wäſche über Nacht auf der Waſchleine hängen laſſen. Dieſe Gelegen⸗ heit benutzten zwei Radfahrer, ſie zu ſtehlen. Sie gingen dabei ſo raffiniert zu Werke, daß ſie nur die beſten Wäſcheſtücke mitgehen hie⸗ ßen. Die Polizei hat die Ermittelungen ſo⸗ fort aufgenommen. Schließlich nahmen ſie einem Siedler auch noch zwei Haſen mit. * Lampertheim, 5. Dez. Die hieſige evang. Gemeinde hatte vor kurzem die Stelle eines Kirchendieners ausgeſchrieben. Es meldeten ſich nicht weniger als etwa 40 An⸗ wärter. Durch einſtimmigen Beſchluß des Kirchenvorſtandes wurde jetzt Johannes Götz II. zum Kirchendiener der evang. Gemeinde er⸗ nannt.— Im Tode gefolgt. Anfang der Woche verſtarb hier Frau Philippine Feldhinkel im Alter von 71 Jahren. Geſtern, alſo einen Tag nach der Beerdigung der Frau Mann, der 75jährige Philipp Feld⸗ inkel. tsanwalt rechnete in ſeinem Bergwerksordnung vom Jahre 1528. der Förderſchacht zu ſehen, Hauer bei der Ar⸗ beit, der Verarbeitungsprozeß wird gleichfalls angedeutet, beſonders durch die Schmelzhütte im Tal. ternehmer des Bergwerks. heim und der Strahlenburg. werk dem Michael Reynhaus, der Bergwerk wurde jeweils als Erb⸗- oder Zeitlehen ausgegeben. Pfalzgraven Friedrich, Churfürſt, über die Bergwerke, ſo zu Schrießheim, Winheim, Schauen Sie Wäsche- einmal unsere Fenster ön.- Anfegungen zuſn sSchenken in Fülle! peck Paradepl., G 1, 7 Groß⸗ und Hohenſachſen“ erfahren wir, daß Breidenhard und in in Schriesheim am Großſachſen, ſowie Hohenſachſen am Beltzberg nach Silber, in Weinheim an der Buch nach Kupfer gegraben wurde. Dieſe Ordnung diente der Neubelebung der Bergwerke, die „aus mangels guter Bergwerks verſtendiger leutt“ wohl längere Zeit ſtill gelegen war. Die Verwaltung der Bergwerke erfuhr eine gründliche Neuordnung. Die Lehen ſoll⸗ ten jeweils nur auf ſechs Jahre ausgegeben werden. Freiheiten. So durften ſie zum Holz aus den herrſchaftlichen Waldungen be⸗ ziehen. Auch beſaßen die Bergwerke eigene niedergerichtliche Verwaltung, die der Bür⸗ germeiſter ausübte. Wieder waren hauptſäch⸗ lich ſächſiſche Leute in den Bergen tätig. Ein Vitriolwerk Die mangelhafte Ueberlieferung mag daran ſchuld ſein, daß wir auch jetzt wieder lange nichts mehr von dem Bergbau an der Berg⸗ ſtraße erfahren. Vielleicht ſind die Unterneh⸗ mungen auch wieder eingeſtellt worden, weil ſie nicht lohnten. Erſt das Jahr 1720 bringt die Nachricht, daß ein Sebaſtiano de Seio, kurfürſtlicher Bedienter bei der“ Oper'und JIu⸗ liano Delphino, beide Italiener, Erbbeſtän⸗ der des Schriesheimer Vitriolwerkes waren. Die Grabungen nach Gold und Sil⸗ ber haben wohl auch in der Folgezeit keine Ausbeute ergeben, dagegen hat man ſich auf Kupfer und Eiſenvitriol und Alaungewinnung umgeſtellt. Noch im Jahre 1779 wurde dem Bergmann E. Schuhmeiſter ein Schürfſchein für Blei⸗ und Silbererze ausgeſtellt, ſtatt deſ⸗ ſen fand er Vitriolerze. In einem Erpbe⸗ ſtandsbrief vom Jahre 1782 werden dem „Eugenius Schuhmeiſter und deſſen Mitge⸗ werken, deren Erben und Nachkommen die be⸗ ſondere Gnad getan, daß ſie als Inhaber des Beralehens beſondere Freiheiten genießen“, wie es heißt. Was ſie ſelbſt zu ihrer eigenen Nahrung brauchen, können ſie Zoll-, Akzis⸗, Ohmgeld- und Kreuzergeld frei einführen. Sie müſſen den Zehnten an den Kurfürſten auch erſt dann entrichten, wenn alle hinein⸗ geſteckken Gelder wieder herausgewirtſchaftet ſind. Freies Holz bekommen ſie allerdings nicht mehr, doch können ſie es gegen mäßige Bezahlung beziehen. Das Ende: Defizit Der Ertrag ſcheint aber doch nicht auf die Dauer wirtſchaftlich tragbar geweſen zu ſein. Im Jahre 1787 bitten die am Bergwerk Be⸗ teiligten um Erlaß des Zehnten für die Jahre 1781 und 1782. Solche Rückſtände hatten ſich demnach ergeben. Die Abrechnung im zweiten Quartal des Jahres 1787 ſchloß mit einem eln Gerhnachtscunsch? Ein neuer Hut vom groben Speziäl-Huthäus Dippel Machf.. fieiner 3 D 2, 6 planken D 2, 6 AA Defizit von 308 Gulden. Der Kurfürſt beauf⸗ tragte einen Sachverſtändigen mit der Unter⸗ ſuchung der Verhältniſſe im Schriesheimer Bergwerk. Dieſer erkannte als Urſachen des Rückgangs Nachläſſigkeit in der Verwaltung, Unerfahrenheit der Männer, ſchlechter Abſatz und nicht ausreichendes Verarbeitungsverfah⸗ ren. Aus einem Zentner Erz gewann man 10 Pfund Eiſenvitriol und das Kupfervitriol blieb nicht rein von Eiſen. Bei einer anläß⸗ lich dieſer Ueberprüfung vorgenommenen Un⸗ terſuchung wurde feſtgeſtellt, daß in dem ge⸗ wonnenen Erz auch Schwefel enthalten ſei. Man hoffte jetzt durch energiſche Maßnahmen, den Betrieb wieder ertragreich zu geſtalien, begann eine beſſere Art der Vorbereitung und Auslauaung der Erze und ordnete die Ver⸗ waltung neu. Dr. K. Kofiigß Da iſt rauchende In der Mitte ſtehen wohl der pfälziſche Bergmeiſter und der Un⸗ Zugleich zeigt das Bildchen eine intereſſante Anſicht von Schries⸗ Ein Jahr be⸗ vor dieſe Ordnung erſchien, im Jahre 1527, hatte Kurfürſt Ludwig zwei Stollen am Berg⸗ ebenfalls aus Schneeberg ſtammte, verliehen. Denn das kurfürſtliches letzt 4 1 Die Beliehenen genaßen beſondere Stollenbau deutſcher Kolor Frankreich u längſt zum Na uns in Deutſch um Land und Frankreich, d lieu die Grund igenen und fr ſammenzubaue eltenraums⸗ durch ſeine Abe Wenn die e Fahrhunderten wurden, ſo tate Rechnung fren letzten Jahrhun Männer hervor ler, Handwerke hinauszogen. 4 Aus der„Ordnung und Freiheit unſeres 70 a ben konten, T Sie blieben in ſie von der U Ihre Gedanken füber Deutſchlar Heute, nachde mehr nach inn⸗ richtet nach G ſind, wie ſie 3 ſcher verganger In unſerem Fi liche Wandlung en über die E eutſchen Könn dem Wiſſenſche deutſche Me daß gerade dei Stolz bekennt: Wir exportie Zwecke, manchn Soldaten, um Bauern aus al werker, Künſtl⸗ Militär⸗Inſtru Fremde Erde Um nur eini Gibraltar, Kaſtell für En ſtung der Welt angriffen geno Auftrage und Nordameri ſchacherte heſſi daten für glei⸗ kaniſchen fochten unter d Deutſche, von ralen brachten. Das afrikanif iſt gedüngt von Die Hollä! ßen aſiatiſchen dank der Dur⸗ Deutſchen. In Rumäni⸗ land, in Norda des Südens le dauerlicher Au amerikas, ihr 2 Als Moltk ſondern der ſei ragende junge militäriſcher O miſſion von 4 1 fügung geſtellt als militäriſch in Japan unve —— Nach dem gi eine bemerken⸗ ſchen Blutes in riſſen in Par: Null⸗Stundente Klaſſenkampfes auf der anderer Le Roman von —— 67. Fortſetzung Vor Dulder⸗ zwei Maultiere hatte ſeinen J Franziska ſcha. aus, ſie war ſe „Komme Sie, gehe.“ Dober ſaß m hatte die Händ ſels verkrampf. denn noch mit raoch ſchinde un „Red kein Ur 14 uns nicht auf.“ Er hatte eine war ſehr ſchwa habt ja doch k mich leide. Di gleich ein End bleibt bei mir. Olaf, der gri Stuhl und ſah keine Frage fü wenn ſein Her Mein ſuchen empfänger auf ſchaltete ein ur Stunde meldete lich hörten wi zember 1036 —————— nen iupfer Schriesheimer 528. bei der Ar⸗ rd gleichfalls ie rauchende Mitte ich zeiat das von Schries⸗ in Jahr be⸗ Jahre 1527, en am Berg⸗ ſer ebenfalls n. Denn das kurfürſtliches heit ſt, über die „ Winheim, —————————— äsche- eck depl., G1, 7 eee eeee n wir, daß ird und in am Beltzberg r Buch nach ſe Ordnung rgwerke, die verſtendiger ſelegen war. erfuhr e Lehen ſoll⸗ ausgegeben in beſondere Stollendau aldungen be⸗ werke eigene e der Bür⸗ n hauptſäch⸗ tätig. mag daran vieder lange n der Berg⸗ ie Unterneh⸗ vorden, weil 1720 bringt no de Seio, perlund Ju⸗ Erbbeſtän⸗ olwerkes ld und Sil⸗ lgezeit keine nan ſich auf ingewinnung wurde idem Schürfſchein llt, ſtatt deſ⸗ nem Erobe⸗ verden dem ſſen Mitge⸗ imen die be⸗ Inhaber des tmgenießen“, hrer eigenen zoll⸗, Akzis⸗, einführen. 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Wenn die Söhne deutſchen Volkstums ſeit Fahrhunderten in der Welt umhergewirbelt wurden, ſo taten ſie es, notgedrungen, meiſt für Rechnung fremder Intereſſen. In jedem der letzten Jahrhunderte brachte der deutſche Raum Männer hervor, die als Soldaten, Wiſſenſchaft⸗ ler, Handwerker oder Abenteurer in die Welt hinauszogen. Sie gaben der Welt das, was ſie dem Begriff„Deutſchtum“— weil bis 1871 nicht oder nur unvollkommen vorhanden— nicht ge⸗ ben konten, Tatkraft, Energie und Wagemut. Sie blieben in ihrem Vaterland oft allein, weil ſie von der Umwelt nicht verſtanden wurden. Ihre Gedanken zogen, nach einem Dichterwort, über Deutſchland daher wie die Kraniche. Heute, nachdem der Deutſche ſeine Welt nicht mehr nach innen erſtürmt, nachdem er ſich aus richtet nach Gedankengängen, die die gleichen ſind, wie ſie Ziel und Sehnſucht großer Deut⸗ ſcher vergangener Epochen waren, iſt es anders. In unſerem Fundament hat ſich eine grundſätz liche Wandlung vollzogen. die ihre Ausſtrahlun⸗ gen über die Grenzen wirft. Der Repräſentant bdeutſchen Könnens und Charakters iſt jetzt neben dem Wiſſenſchaftler uſw. auch der arbeitende bdeutſche Menſch. Und heute iſt es ſo weit, daß gerade der deutſche Arbeiter draußen mit Stolz bekennt: Ich bin Deutſcher! Wir exportierten ehemals Menſchen für alle Zwecke, manchmal faſt entwürdigend wie Ware: Soldaten, um Erdteile für Fremde zu erobern, Bauern aus allen deutſchen Landſchaften, Hand⸗ werker, Künſtler, Wiſſenſchaftler, Offiziere als Militär⸗Inſtruktoren, von Steuben bis Kundt. Fremde Erde hat ſich ſattgetrunken am Blut deutſcher Koloniſatoren und Soldaten. um nur einige markante Punkte zu nennen: Gibraltar, heute wieder beſonders wichtiges Kaſtell für Englands Weltgeltung, ſtärkſte Fe⸗ ſtung der Welt, wurde in mörderiſchen Sturm⸗ angriffen genommen von Hannoveranern im Auftrage und für Rechnung Englands. In Rordamerika kämpften ſchon früher ver⸗ ſchacherte heſſiſche und württembergiſche Sol⸗ bdaten für gleiche Rechnung, und im ameri⸗ kaniſchen Unabhängigkeitskrieg fochten unter dem Sternenbanner etwa 180 000 Deutſche, von denen es 20 ſogar bis zu Gene⸗ ralen brachten. Dias agfrikaniſche Kolonialreich Frankreichs iſt gedüngt vom Blut deutſcher Legionäre. Die Holländer erkennen an, daß ihre gro⸗ hßen aſiatiſchen Beſitzungen gehalten wurden dank der Durchſetzung ihrer Bataillone mit Deutſchen. In Rumänien, Ungarn, Jugoſlawien, Ruß⸗ land, in Nordamerika und in den Ab6⸗Staaten des Südens leben viele Deutſche, die, mit be⸗ dauerlicher Ausnahme weiter Schichten Nord⸗ amerikas, ihr Volkstum nicht vergeſſen haben. Als Molrke noch nicht der große Schweiger, ſondern der ſeine Umwelt bereits damals über⸗ ragende junge Generalſtäbler war, wurde er als militäriſcher Organiſator im Kreiſe einer Kom⸗ miſſion von Offizieren der Türkei zur Ver⸗ flügung geſtellt; auch der Deutſche Meckel iſt als militäriſcher Lehrer moderner Kriegskunſt in Japan unvergeſſen. Nach dem großen Kriege erfolgte wiederum eine bemerkenswert bedeutende Abgabe deut⸗ ſchen Blutes in das Ausland. Unſer Land, zer⸗ riſſen in Parteien, war auf dem Wege zum ANRull⸗Stundentag. Das politiſche Inſtrument des Klaſſenkampfes auf der einen, Standesdünkel auf der anderen Seite, verhinderten die Zuſam⸗ — menfaſſung und den Einſatz aller nationalen, kulturellen und wirtſchaftlichen Kräfte zum Wohle der Geſamtheit. Enttäuſcht und verhit⸗ tert verließen viele ihre Heimat, es waren nicht die Feigſten und Schlechteſten.—5 Wenn man ſich heute, nachdem der nationale Sozialismus die Macht drei Jahre in Händen hat, draußen umſieht, beobachtend und kritiſch, dann muß man feſtſtellen, daß eines der Prin⸗ zipien unſerer Bewegung, das Zuſammen⸗ gehörigkeits⸗ und Gemeinſchaftsge⸗ fühl, ſich in beſonderem Maße beim hand⸗ arbeitenden deutſchen Menſchen im Auslande durchgeſetzt hat. Man wird mit einem gewiſſen beutſches Blut in der kremde/ oon mar rverwien Gefühl der Befriedigung die Beobachtung ma⸗ chen, daß der Stachel des Klaſſenkampfes aus den Herzen der deutſchen Handarbeiter ausge⸗ merzt worden iſt. Wie gern würde man es ſehen, wenn der lächerliche Stolz des Standes⸗ dünkels nun auch draußen reſtlos der Vergan⸗ genheit angehören würde. Viele Deutſche im Ausland, wenn ſie zu Beſitz und Anſehen ge⸗ kommen waren, vergaßen früher ihr Volkstum manchmal auch dann, wenn ſie es mit Hilfe eines Titels oder eines akademiſchen Grades mit dem intereſſanten Mäntelchen der Diſtanz umgeben wollten. Manchem, der kürzere oder längere Zeit draußen lebt, fällt es oft noch Herrgoiiswinkel in der Bauernstube Aus dem HB-Fotopreisausschreiben LpugEn Len IIlnno unn Roman von Karl Hans Strobl- Copyright by Knorr& Hirth, München 67. Fortſetzung Vor Dulderecht Dobers Haus ſtanden die zwei Maultiere mit dem Tragſeſſel, aber Dober hatte ſeinen Platz noch nicht eingenommen. Franziska ſchaute von der Treppe nach mir aus, ſie war ſehr blaß und winkte mich herbei. „Komme Sie, Herr Lehrer, er will net fort⸗ gehe.“ Dober ſaß mitten im halbleeren Zimmer und phatte die Hände in die Armſtützen ſeines Seſ⸗ ſels verkrampft.„Noi“, ſagte er,„was ſoll's 4 noch ſchinde und plage? Laßt mich hier ſterbe.“ „Red kein Unſinn“, ſagte ich,„vorwärts, halt uns nicht auf.“ Er hatte einen Schmerzanfall hinter ſich und war ſehr ſchwach. Seine Stimme zitterte„Ihr habt ja doch koin Mitleid mit mir, ihr laßt mich leide. Die Bolſchewike mache wenigſtens gleich ein End mit mir. J bleib, und der Olaf bleibt bei mir.“ oOilaf, der große, gelbe Hund, lag neben dem Stuhl und ſah zu ſeinem Herrn auf, es war teine Frage für ihn, daß er zu bleiben habe, wenn ſein Herr Jleb. Mein ſuchender Blick ſtreifte den Wellen⸗ empfänger auf ſeinem kleinen Tiſchchen. Ich ſchaltete ein und öffnete das Fenſter. Um dieſe Stunde meldete ſich immer Hamburg und wirk⸗ lich hörten wir, nachdem die Lampen zu ſum⸗ denn noch mit mir? Warum ſoll i mich denn men begonnen hatten, Schiffsſirenen brüllen und dann ſagte eine Stimme, daß nun das Hafenkonzert mit dem Fehrbelliner Reiter⸗ marſch fortgeſetzt werde. Stramm und feſt ſchlugen die erſten Takte ein „Hörſt du?“ ſagte ich.„Deutſchland ruft.“ Da erhob ſich Dober ganz von ſelbſt aus ſei⸗ nem Stuhl und machte wankend ein paar Schritte, und Olaf war aufgeſprungen und tanzte bellend, ganz verrückt vor Freude, um ſeine Beine. Dober konnte freilich nur dieſe wenigen Schritte machen, da waren auch ſchon Läpple und Popp zur Hand und führten ihn hinaus. Und eben, als ſeine Maultiere loszottelten, zeigte ſich, daß ich den Aufbruch um keinen Tag zu früh angeſetzt hatte. Wir hoben alle hor⸗ chend die Köpfe. Von den Thermopylen von Gottesgnad her kam wieder Knattern von Ge⸗ wehrfeuer. Dort ſollte die Wehrſchaft den Rück⸗ zug decken, bis wir über die Scharte beim Dienstag hinüber waren. Und nun waren ſie angegriffen worden, aber ich machte mir keine andere Sorge um ſie, als daß ſie allzu hart⸗ näckig feſthalten würden. Ich ritt den Zug entlang und mahnte zu raſcher Gangart. Noch immer klang uns aus Dobers offenem Fenſter verhallend der Marſch aus dem Hamburger Hafen nach, aber in den Aufn.: Fritz Wagner ſchwer, ſich von dem großen Umbruch durchflu⸗ ten zu laſſen, von dem das Stammland in ſo erhabener Auswirkung heute durchtränkt iſt. Man darf ſich durch Enttäuſchungen nicht er⸗ ſchüttern laſſen, denn überwundene Standpunkte einzelner und ihr Unverſtändnis ſind nicht Deutſchland. Um von der DAß zu ſprechen: Eine der freu⸗ digſten Ueberraſchungen meiner oben angedeute⸗ ten Fahrt war ein Zuſammentreffen mit deut⸗ ſchen Werkleuten, die am Bau einer mo⸗ dernen Papierfabrik in Ismid, am aſiatiſchen Ufer der Türkei, beſchäftigt waren. Ich ſah zwei Männer mit dem Zeichen der DAß am Wege ſtehen. In wenigen Minuten war die ganze deutſche Kameradſchaft von zwölf Mann zuſam⸗ mengetrommelt, und wir hatten gegenſeitig das erhebende Gefühl, ohne daß es beſonders betont zu werden brauchte, in Geſinnung und Kameraſ⸗ ſchaft eins zu ſein. Und ſo fand ich des öfteren auf dem Balkan, in Aſien und zuletzt in Italien den deutſchen arbeitenden Menſchen als Aktiv⸗ poſten des neuen Geiſtes und damit Deutſch⸗ lands. Die Träger des Abzeichens der DAỹ7 ſind gleichzeitig Träger der nationalen Idee und im Zuſammenhang hiermit Werber für die⸗ jenigen, die im Ausland innerlich noch nicht voll⸗ kommen vom neuen deutſchen Geiſte erfaßt wor⸗ den ſind. Mit Genugtuung und mit nationalem Stolz nehmen die Nichtunterrichteten draußen die Tat⸗ ſachen zur Kenntnis, die ſich auf alles beziehen, was in Deutſchland vor ſich gegangen iſt. Ganz beſondere Anerkennung findet unſere Gemeinſchaft„Kraft durch Freude“ im Ausland. Selbſt der politiſch und kulturell inter⸗ eſſierte Ausländer hat mir gegenüber wiederholt ſeine Anerkennung zum Ausdruck gebracht, und oft hat man mir zugeſtanden, daß in der ganzen Welt nichts Gleichwertiges oder Ebenbürtiges dieſem genialen Werk gegenüberzuſetzen iſt, was die Tiefe und die mit der Zeit reſtloſe Erfaſſung, verbunden mit einer gigantiſchen Bewegung der Maſſen, anbelangt. boie lange noch„Stiller“ Ozean? Es iſt kein Zufall, daß die Italiener, aus ihrer ähnlichen Lage heraus, beſonders ein⸗ gehende Unterſuchungen über die japani⸗ ſchen Bevölkerungsprobleme an⸗ ſtellen. Admiral Bertonelli exrechnete, daß die außerjapaniſchen gelben Völker des Fernen Oſtens ſich bis zum Jahre 1980 um 350 Mil⸗ lionen vermehrt haben werden. Die japaniſche Bevölkerungszunahme gibt Correſio mit jähr⸗ lich 700 000, die auſtraliſche mit 118 000 an. Kein Wunder, daß Auſtralien rüſtet. Der Rüſtungshaushalt 1936/37 weiſt eine Steige⸗ rung von faſt 60 Prozent gegenüber dem Vor⸗ jahre auf. Das Verteidigungsminiſterium teilt die Einrichtung von 60 neuen Flugzeug⸗ landeplätzen mit. land iſt nicht ſäumig. Seine Arheit ſcheint ſie 00 mit beſonderer Sorgfalt auf Singapore zu konzentrieren. In wenigen Monaten iſt der b Beſtand von 2 Bomben⸗ und einer Flugbootſtaffel auf 7 Staffeln geſteigert wor⸗ den, zu denen im Landesinnern 2 Staffeln eines Freiwilligen⸗Korps treten. Die japaniſche Antwort läßt ſich am beſten aus der Haltung zur Flottenfrage erkennen.„Aſahi“ ſchreibt: „Für den Fall, daß die Verträge ablaufen (1937), ohne erneuert zu werden, muß die ja⸗ paniſche Marine ſich mit Gegenmaßnahmen be⸗ faſſen.“ Beſchloſſen wurden zahlreiche Um⸗ bauten, Verſtärkung der Unterwaſſerſtreit⸗ kräfte und der Bau von Schlachtſchiffen zu 40 000—45 000 Tonnen! Hierzu intereſſiert eine Londoner Meldung des Peſter Lloyd, wonach der Januar 1937 ungewöhnlich große Manöver ſämtlicher britiſcher Streitkräfte zwiſchen Cey⸗ lon, Singapore, Honkong und Nordweſtauſtra⸗ lien bringt, zur„Ueberprüfung der Verteidi⸗ gungsmaßnahmen gegen einen eventuellen An⸗ griff aus dem ſüdchineſiſchen Meer“. weneee ame rr in meeetumeeernecbamkanrifrunr. ſchon ſchwächer werdenden Takt rollten nun von den Thermopylen her die zackigen Ratter⸗ ketten von Maſchinengewehren. Und dann folg⸗ ten einander ein paar runde, weichbauſchige, dumpfe Knalle. Dort waren jetzt vom Feind Gebirgsgeſchütze in Stellung gebracht worden. Beunruhigt ſchaute ich zurück. „Was haſt du?“ fragte Jutta neben mir. „Wenn die Racker nur rechtzeitig loslaſſen.“ Als wir beim Oefele vorbeikamen, ſchwoll ein langgezogenes klägliches Brüllen aus dem Stall. Ich fing mir mit einem Blick ſeine ſchuldbewußte Miene. „Oefele!“ ſagte ich mahnend. „Es iſcht die Bläß“, murmelte er,„die beſcht Kuh. Ich hab's net über mich bracht. Sie ſteht im Futter bis zum Bauch...“ Ich ſagte kein Wort des Tadels, und Oefele war neben ſeinem Karren her ſchon ein Dutzend Schritte weitergegangen, da hielt er plötzlich, wie von einer Hand berührt, an, kehrte um und ging mit einem finſteren und entſchloſſenen Geſicht an mir vorbei in ſein Haus zurück, Raſch ritt ich vor die Spitze des Zuges, die ſich ſchon weit vor dem Dorf befand. Hier war nichts mehr aus dem Hamburger Hafen zu hören, dafür bollerte und blaffte um ſo deut⸗ licher das Getöſe des Kampfes um den Schlüſ⸗ ſel zu Gottesgnad. Die Erwachſenen blieben alle paar Schritte ſtehen und wandten die Köpfe mit den ge⸗ furchten Sorgenſtirnen zurück. Vielleicht war es vielen auch ein Vorwand, um noch einmal und immer wieder das Bild des Dorfes ſich einzuprägen, das da im Sonnenlicht des Herbſtmorgens einſam und von allem Leben verlaſſen, zurückblieb. Die Kinder aber— ja, die nahmen alles weit einfacher und ohne Wehmut, ſie nahmen es jetzt als die großartige Abwechſlung, die es war, als das freudige Er⸗ eignis, in etwas ganz Neues und Unbekanntes hineinzuziehen. Und erſt die Hunde; ſie rann⸗ ten wie beſeſſen hin und her und bellten mit hohen und tiefen Stimmen; ſie betrugen ſich ganz als Hauptperſonen, als die Hüter der Ordnung, denen es zukam, den ganzen Zug zu⸗ ſammenzuhalten. Am tollſten aber trieb es Olaf, denn für den war es ja etwas ganz Außerordentliches, was da geſchah: ſein Herr hatte das Haus verlaſſen. Und nun kläffte er unabläſſig die beiden Maultiere an und gab ihnen zu verſtehen, was für eine wichtige Auf⸗ gabe ihnen angewieſen war: ſeinen Herrn zu tragen. Als wir aus dem Haſelbuſchwerk heraus waren, und der Zug den Bergpfad zur Scharte hinaufklomm, ſtieg ich vom Pferd und wartete, bis Läpple nachkam. „Wir müſſen jemand zurückſchicken“, ſagte ich,„der unſere Jungen abruft.“ „Dauert's dir'lang?“ fragte er beſorgt. „Ich hab mir's ja gedacht, daß ſie ſich ver⸗ beißen werden.“ „Sie komme!“ rief Franziska, die neben uns ſtehen geblieben war. Von den Schneebergen, deren Gipfel ſchon rund um den Bergwulſt von Gottesgnad auf⸗ zutauchen begannen, hatten ſich weiße, runde Wolken abgelöſt, die ſtill über den Himmel hin⸗ zogen und ihre Schatten in den Keſſel warfen. Gerade auf der Eingangspforte zum Keſſel aber lag helles Licht und da ſahen wir nun Reiter hervorkommen, unſere jungen Leute. Sie ſammelten ſich auf der Straße, auf dieſer weiß ſchimmernden Lebensader der verlaſſenen Heimat da unten und ſetzten ſich ſogleich in Galopp. Fortſetzung folgt Auch das britiſche Mutter⸗ Mannheim Sport und zpiel 9. Dezenber 188 Die heißt der neue derein? Mannheim, 5. Dezember 1936. Gerade in letzter Zeit wurde des öftern von maßgeblichen Stellen auf ſo vieles im Leben und Treiben, oder beſſer geſagt im Gärungs⸗ prozeß der fortſchreitenden Entwicklüng, unſe⸗ rer Leihesübungen hingewieſen, daß ein, auf⸗ merkſames Ohr das Herannahen einer erfri⸗ ſchenden Tat nicht mehr überhören konnte. Wer natürlich in den Fehler verfallen war, genau ſo wie in längſt vergangenen Tagen, die De⸗ viſen die vom„Volksſport“ und„Lei⸗ besübungen auf breiteſter Baſis“ reden, als reine Schlagworte ſchönen Inhalts und kaum zu verwirklichender Bedeutung auf⸗ zufaſſen, der mußte ſich allerdings ſehr, xaſch umſtellen. Der vergangenen n en ſten Mitarbeitern und den Reichsbundgau⸗ führern ganz deutlich geſagt mit, den. Worten: „Es iſt nunmehr an der Zeit, den inneren Auf⸗ bau der Leibesübungen in Angriff zu nehmen und die Fundamente für den er Nenn en nationalſozialiſtiſchen Aufbau der deutſchen Leibesübungen zu legen. Es handelt ſich alſo nicht um Boxen, Turnen, Ringen oder Fuß⸗ ball, auch nicht um die 15jährigen,, 20⸗ oder 30jährigen Männer und delt ſich um alles und jeden, deutſchen Leibesübungen. Wo ſteht der DRe? Für jeden Vereinsführer und jeden ſeiner verantwortlichen Mitarbeiter iſt es von unge⸗ heurer Wichtigkeit zu wiſſen, daß der Deutſche für Leibesübungen keineswegs der alleinige ſanktionierte Förderer der deut⸗ ſchen Leibesübungen ſein kann, ſondern, daß ihm zunächſt nur eine weſentliche Aufgabe bei eichsbund der Bildung des neuen Fundamentes zufällt und es ganz und gar von der Bewährun bei⸗ diefer erſten großen volksſportlichen Au gabe abhängt, wie weſentlich der Anteil der DR fürderhin bei den deutſchen Leibesübungen ſein wird. Der Daͤs ſteht alſo mitten drin in all den mächtigen und leiſtungsfrohen Gliederun⸗ ie des nationalſozialiſtiſchen Staates, die ſich ie körperliche Ertüchtigung aller deutſchen Menſchen genau ſo auf die Fahne wie er. Daß dem DRe bei dem unge⸗ — 25 Ringen um die Hebung der Erb⸗ maſſ ſchlechtes die Totalität der Leibeserziehung nicht zuerkannt werden kann, iſt klar. Das würde nicht nur die normale Leiſtungsfähigkeit des Daͤs um ein beträchtliches überſteigen, ſondern auch dem nationalſozialiſtiſchen körperlichen Erziehungsgedanken in keiner Weiſe“ Veteſ⸗ werden. Dementſprechend fällt auch den Verei⸗ nen des DRe nur eine Teilaufgabe zu, die aber ſelbſt in ihrer Beſchränkung die Anſpannung aller Kräfte erfordert, um dem geſteckten Zie möglichfſt raſch nahe zu kommen. Der Verein am Scheideweg Die deutſchen Turn⸗ und Sportvereine durch lange Jahrzehnte hindurch die alleinigen Träger und Förderer der deutſchen Leihesübun⸗ gen geweſen. Sie haben, auf dem Prinzip der eſe aufgebaut, zu allen Zeiten es geleiſtet. körperlich ertüchtigt, wettkampfmäßig ausgebil⸗ det und dem deutſchen Sport internationale Geltung verſchafft. Ihr Wirken wurde aber ehemmt durch politiſche und wirtſchaftliche inwirkungen. Der frühere Staat hat ſich der Vereine gerne bedient, ſie in den ſeltenſten Fällen aber in ihrem großen volksſportlichen. ert anerkannt und unterſtützt. Heute ſind die leibesübungentreibenden Vereine weſentliche zur Geſamterziehung des deutſchen enſchen. An ihnen wird es liegen, einmal die weſentlichſten Faktoren zu werden. Das Prinzip der Freiwilligkeit bleibt ge⸗ wahrt, dazu tritt aber das Prinzip der Lei⸗ tung, und zwar der Leiſtung auf breiteſter aſis. Der Turn⸗ und Sportverein der Zukunft 3 ſeine Hauptaufgabe darin ſehen, möglichſt o viele Menſchen zu ſeinen Uebungsſtunden und Wettkämpfen heranzuziehen, wie der Ver⸗ einskaſſierer Samstags auf Tribünen und Rängen ſehen möchte. Es kommt nicht daxauf an, daß dieſer oder jener Verein turnt, ball ſpielt, Leichtathletit treibt, Hockey und Ten⸗ nis fördert, ſondern, daß möglichſt viele von dieſer oder jener Sportart überhaupt erfaßt werden. Die Vereine dürfen nicht müde wer⸗ den in der Werbung um neue aktive Mitglie⸗ der, in der Verbreiterung ihres Turn⸗ und Sportbetriebes, in dem Ausbau ihrer beſtehen⸗ den und der Wiedererrichtung aufgegebener Abteilungen. heit des Deutſchen Reichsbundes für Leibes⸗ übungen der„Verein für Leibesübun⸗ gen“ ſein. Viele Vereine im Reich tragen ſchon dieſen Namen. Ihren Gründern hat alſo vor vielen Jahren das Ideal des heute mit allen Kräften angeſtrebten Vereins, der allen Turn⸗ und Zentraliſierung abgelöſt. Reichsſportführer hat es am Wochenende in Berlin vor ſeinen Frauen, nein, es han⸗ eben uüm die. ſe von Millionen Deutſcher beiderlei Ge⸗ Wir a. 3 Gro⸗ Sie haben viele Generationen Zn zunder des herrücen Dierwort uß⸗ Der Verein ſoll als kleinſte Ein⸗ Elkafe zuammemiapung im Recsbund Nur einer für die Durchführung der Der Deutſche Reichsbund für Leibesübungen —— die auf der letzten Führertagung angekün⸗ digten Maßnahmen, die im Zuge der Neuord⸗ nung des jechniſchen Sportbetriebes notwendig ſind, bekannt. Die bisher vielfachen Träger der Verantwortlichkeit werden durch eine ſtraffe In Zukunft wird für die Durchführung der geſtellten Auf⸗ gaben immer nur einer die Verantwor⸗ tung tragen. Vereinfachte Verwaltung „Deshalb verſchwinden in den Gauen und Kreiſen die Gau⸗ und Kreisfachamtsleiter und Fachamtsſportwarte. An ihre Stellen treten lediglich Fachwarte, die unter der Aufſicht der Gau⸗ und Kreisführer ihre Arbeiten durchfüh⸗ ren. Sollte es evforderlich ſein, ſo werden den Gau⸗ und Kreisfachwarten Mitarbeiter beigegeben, die dann die Dienſtbezeichnung Ob⸗ mann für Männerturnen oder für Schiedsrich⸗ terweſen uſw. führen. Mit dem 1. Auguſt 1937 treten ferner die Reichsfachämter zur Reich⸗ führung des DRg. Die Reichsfachämter geben ihre auf rein fachliche Angelegenheiten be⸗ ſchränkten Anweifungen unter der Bezeichnung Reichsführung, Fächamt I, nicht mehr an die Fachwarte der betreffenden Gaue und Kreiſe, ſondern an die Gau⸗ und Kreisführer. Wenn alſo in Zukunft Anordnungen vom A führer über den Gauführer oder Kreisführer — I ——2— 7 und grü ſelbſtoerfändlichen, menſchlichen un werden. wollen ſie mnoer und Rälte! utſchen ür das geſtellten Aufgaben verantwortlich an den Vereinsführer gehen, dann hat der deutſche Sport damit ein wichtiges national⸗ ſozialiſtiſches Geſetz erfüllt. Zentrale ſportliche Lehrarbeit Mit dem inneren organiſatoriſchen Neubau des Deutſchen Reichsbundes für gehen die ſportlichen Schulungsmaßnahmen für das Jahr 1937 Hand in Hand. Die Führung des geſamten ſportlichen Schu⸗ lungsweſens geht auf den Reichs⸗ bund ſelbſt über und wird hier in einem Schulungreferat bearbeitet. Aus verwaltungs⸗ techniſchen Gründen und im Intereſſe einer ein⸗ heitlichen Ausrichtung des Lehrſtabes werden alle Sportlehrer, auch Fachamtslehrer, vom Reichsbund ſelbſt übernommen. Für die rein fachlichen Aufgaben bleiben in dieſer Ordnung die Reichsfachämter maßgeblich beteiligt. Das Lehrgangsweſen im DRe wird in Zukunft eine ane Kette bilden, von den Fort⸗ ildungslehrgängen in den Vereinen über die Kreisſportlehrgänge bis zu den Gau⸗ und Sämtliche Lehrgänge ſtehen dabei im Zeichen der DRs⸗Grund⸗ ſchulun 1 Allen Lehrwarten und Uebungs⸗ keitern ſoll die Notwendigkeit einer einfachen ündlichen Allgemeinausbildun, a5 45 ſportli⸗ chen Pflicht und als Vorausſetzung für jeden Leiſtungsſport deutlich vor Augen geführt been S Vνe Tennisfports TWW. * Filmvortrag von Bergſteiger Nudolf Schuſter über den Skifrühling in der Brenta Der erſte Abend dieſer Art war noch in guter Erinnerung und ſchon hatte die Veranſtalterin zum nächſten„Schlag“ ausgeholt. Diesmal war der bekannte Bergſteiger Rudolf Schuſter als Sprecher gewonnen worden, der dem vorgeführ⸗ ten Film„Skifrühling in der Brenta“ durch ſeine treffenden Begleitworte ſtark zur Wirkung verhalf. Denn das ſei ſchon jetzt verraten: Wun⸗ derſchön war dieſer Streifen, ſo ſchön, daß man alle die bemitleidet, für die im Saal noch Platz geweſen wäre. Und nun wollen wir in kurzen Zügen das Geſehene wiedergeben. Alt⸗Nürnberg, dieſe herrlichſte deutſche Stadt des Mittelalters, wird zu Beginn des Films gezeigt. Hier treffen ſich der Toni, der Hermann, die Kathrin und noch einige Skifreunde und vereinbaren die„Früh⸗ lingsfahrt in die Brenta“. Der Toni und die Kathrin, ein zünftiges Skiläuferpaar, machen ſich aber ſelbſt die nicht leicht. Schwer bepackt ſieht man ſie auf dem Fahrrad ihren nanß ziehen, durch blühende Täler geht es, wäh⸗ rend links und rechts gigantiſche, noch mit Schnee und Eis bedeckte Berge die Weggenoſſen ſind. Die Kameraden ſind ſchon da, als das Paar am Treffpunkt eintrudelt. Der nächſte Tag bringt gleich den erſten Aus⸗ flug ins Skigelände. Herrgott, iſt die Welt doch ſchön! Und erſt dieſe Dolomiten! Täglich rückt die Skigemeinde aus, ein Berg nach dem an⸗ dern wird nach anſtrengendem Aufſtieg be⸗ zwungen und dann gehts wieder in ſauſender Schußfahrt hinunter zum Ausgangspunkt, zur Hütte. Hier herrſcht nicht minder„Betrieb“. Sportarten Raum geben will, ſchon vorge⸗ ſchwebt. Der Name jedoch iſt nicht das aus⸗ —ſchlaggebende, ſondern das Wirten. Nicht die Anzahl der Mitglieder beſtimmt die Größe und die Leiſtungsfähigkeit eines Vereins, ſondern die Zahl derer, die auf ſeinem Sportplatz bei den Uebungsſtunden zu finden ſind. Die Zielſetzung erfordert ſelbſtwerſtändlich eine gründliche Umſtellung in verſchiedenen Be⸗ langen, die bisher zu einſeitig oder vereinsbe⸗ tont behandelt wurden. Die Arvbeit, die jetzt in den Vereinen beginnt und beginnen muß, kann mit Recht als Exiſtenztampf bezeichnet werden im Gegenſatz zur Exiſtenzfrage, die bis⸗ her immer nur dann aufgeworfen wurde, wenn es ſich um den Verluſt einer Meiſterſchaft oder den Erhalt einer Spielklaſſe handelte. Der nun einſetzende Exiſtenzkampf berührt aber nicht in erſter Linie die Exiſtenz der Vereine, ſondern die Exiſtenz des geſamten Volkes und den Er⸗ halt ſeiner Geſundheit und körperlichen und ſomit auch geiſtigen Leiſtungsfähigkeit. E. 4 Skiſtiefel werden mit Schneider Biehlmeier Lehmann Siffling Es darf ein ſpannender Kampf erwartet wer⸗ (Pforzheim) das Spiel gut unter Dach u „Fach bringen wird, dann darf am Ende e en Dann kommt aber noch das Hauptereigni Toni und Hermann ſind nämlich nebenbei noch ausgekochte Bergſteiger, die ſich diesmal den Guglia di Brenta, die berühmteſte Felsnadel der Dolomiten, für ihre„Eroberungsgelüſte“ auserſehen haben. Eines Tages— das Wetter iſt gerade günſtig— ſtehen ſie am Einſtieg. Die en Kletterſchuhen ver⸗ tauſcht und dann gehts hinauf! Groß ſind die Schwierigkeiten, ſie werden aber überwunden, und am Schluß aſeit wir die beiden kühnen Geſellen, ſich gegenſeitig beglückwünſchend, auf der des 7 Ihre Bergſteigerſehn⸗ t viſenopfer ſtoffe and dene oder wendet. von dem ſtoffverteil ſterpräſide ſtoffwirtſc veröffentli wie das er ſtaats⸗ u keit, den fucht iſt für diesmal erfüllt und damit hat auch der Ausflug ſein Ende gefunden. Man trennt ſich wieder, wie es gute Freunde tun, mit frohen Mienen und dem ſtillen Wunſch, bald wieder zuſammenkommen zu können. Die Kathrin und der Toni ſatteln wieder ihre Stahlröſſer, und wenn man ſie ſo durch die wundervolle ſüdliche Landſchaft dahinradeln ſieht, weiß man: die beiden haben ſich doch das Beſte ausgeſucht.— Aufrichtiger reicher Beifall danken am Schluß ſowohl dem Veranſtalter als auch Rudolf Schu⸗ ſter für dieſes Geſchenk. Das war uns dieſer Film. H. L. Nun iſt der Tag des Spiels der Spiele f die Mannheimer Fußballwelt wieder gekomme dem alle Sportfreunde und Fußballanhäng ſeit über einer Woche mit fieberhafter Erwar⸗ iung entgegengelebt haben. Die Spannung könnte keine größere ſein, da das Treffen, das wieder eine Rekordbeſucherzahl beſcheren wird, eine Vorentſcheidung in der Frage der Herbſt“ meiſterſchaft bringen wird. 4 3 Der Tabellenführer, Verein für Ra nung getrag⸗ en, worin di ler Metalle z hsanzeiger 9 38 und 39). an ſolche ungsſtelle fün Einen weiterer reſſe gegenül hrend zur G Erlaß des? miniſters vo meine Wohn ſen⸗ iele, wird, zum erſtenmal durch Conrad verſtärkt, folgende Mannſchaft ins Feld ſtellen: een aneldzfing 4 Aelige Villen olchen auch darau Henninger Kamenzin Feth n auch d Epindler Rohr Langenbein Striebinger Hovg chen Auſwan olitiſche Maßnah inträchtigt werde vom 17. Novembe⸗ ſolche private Unt⸗ notwendige Maß er oder Bau lommen würden, auvorhaben von Der Badiſche Meiſter, SV Waldhof, hatte infolge Verletzung verſchiedener Spieler es nicht leicht, die augenblicklich Mannſchaft zu formieren. Für den Fall, daß Schwendter und Drayß nicht zur Verfügung ſtehen, wird folgende Mannſchaft den Kampf gegen die Raſenſpieler aufnehmen: 1 Groh entſtünde. Mayer Schwendter oder Sigel Model Heermann Pennig Leuyoln rſtellung de — heute unt ndlich, daß em Geſichtswink; vachungsſtelle für len werden. Wie Vierten Anordn zierjahresplanes eitskräfte und Ba haftspolitiſch bed i den Arbeitsäm eigen über größere t als Unterlager orhaben im Sinn ember 1936 hera⸗ och dieſer Erlaß a n der Durchfüh zohnungsbauprog nuptabteilung 1 ums—„engſte ntern“ gehalten Die Anzeigen bei aue Angaben reis der zur Ver „alſo: Ziege dſteine, Schi Naturwerkſtei Moniereiſen, den, der ſicher einen feſſelnden und wohl auch ortlichen Verlauf nehmen wird. Aller Wahr⸗ Ppei cheinlichkeit nach wird auch der Wettergott die ⸗ ſem Treffen ſeine Gunſt nicht verſagen. Wenn nun auch noch Schiedsrichter Unverfehrt ſportlicher Großkampf regiſtriert werden, der würdig in die Geſchichte dieſer beherrſchenden der beiden Vereine eingereiht wer⸗ en kann. 4 Mar fordert ſein neht Schmeling nach ASA bereits unterwegs Mit dem Schnelldampfer„Bremen“ des Nord⸗ deutſchen Lloyd, der am Freitagmittag Bre⸗ merhaven verließ, hat Max Schmeling in Be⸗ gleitung ſeines Trainers Max Machon die Ueberfahrt nach Neuyork angetreten. Ueber die Gründe ſeiner plötzlichen Abreiſe befragt, erklärte Schmeling, daß am 11. Des 65 in Neuyork die Sitzung der Neuyorker oxkommiſſion ſtattfinde, bei der er ſeine Inter⸗ eſſen ſelbſt vertreten werde. Selbſtverſtändlich* n werde er gegen den geplanten Kampf Braddock“ Rleche, Röhren, ſor Louis energiſch proteſtieren, da im Falle einer Au, Hol(Bauho Braddock⸗Niederlage für Schmeling die unan⸗ Fleppen, Dielen, He Folgen nicht zu vermeiden wären, m. Die Anord Ein geſchlagener Weltmeiſter ſei kein Weltmei⸗—75 unedle Me ſter mehr! Da aber die Neuyorker Boxkom⸗ ränkungsvorſe miſſion Schmeling nach ſeinem Siege über Joe flüpfer, Nickel, Blei Louis das alleinige Herausforderungsrecht an Iie Zinn, Zink, Qu den Weltmeiſter zuerkannt habe, ſtehe nur ihm Pungen an Bauwerk ein Kampf mit Braddock zu. Des weiteren Vorläufer die wolle er endlich auf Geſtellung des 5000⸗Dollar⸗ bezeichnen Depots Braddocks dringen, der ſeinen Vertrag sminiſters von unterſchrieben, aber das geforderte Depot 100 nicht geſtellt habe, Im übrigen müſſe man ab⸗ warten bis die Sitzung der Boxkommiſſion ge⸗ weſen ſei. —— BVfs Negarau. Sonntag, 6. Dezember. 3 1. Jugend — Ilvesheim, 10 Uhr(Waldweg); 1. Handballmann⸗ ſchaft— Jahn Neckarau, 10.30 Uhr(dort); Handball⸗ jugend— Jahn Seckenheim, 13.45 Uhr(Waldweg)z 1. Privatmannſchaft— Blau⸗Weiß Poſtſportverein, 9 Uhr(Planetarium); 3. Privatmannſchaft— Rot⸗ Weiß 07,.30 Uhr(dort); Roth⸗Mannſchaft— Erſaß⸗ liga Sandhofen, 9 Uhr, in Sandhofen. 4 4 f. Unton 3 — — kerntuf 48177 u. 4861 ZBaute oAS RADIO-HnERZ lorenz-Rundfunkgerqte in den Preis- lagen von RM 76,— bis RM 395,— in ollen guten fochgeschöͤffen. Laden ernrut 6 5 96 der LORENMZ-SUPER-EMPFANMGER für die fuchwelt eine Uebetrraschung, för den Hörer die Bürg- schoff für W zuverlässigen, klongtreben Empfang. Die betriebwichtigsfen Teile werden als geschlossenes hau- Element nach sorgsdmster ſ rõtung ĩn dĩe lorenz- Soupef eingefügt. Auch dieses Nadio-Herz ist nur eine Etappe mehr in johrzehnte- langer, erfolgreicher Arbeit om hou von Empfõngern und Sendernl Deis orste deutsche Weihnechts-Konzert trug ein Lorenz- Sender in die Welt: von 57 Wusterhousen, om 22. Dezember „1920, lange bevor es den Rund unk für alle gab. Wenn jetzt, sęch- zxohn Jahre nach diesem Trlumph des lorenz-Senderboues, wieder Weihnachtsmusik durch den Aether klingt, wird mon sie in edler Vollendung hören— in den lorenz Sopern mit dem kodio-Herz. J. Bi 6, 3*eE 1 4 — ⏑—⁰]Y————— 5 1 W00 nheim 6. Dezember 1936 Zender 1530 auptereignis. Hiaheng noch diesmal den eſte Felsnadel erungsgelüſte“ — das Wetter 4 n 99 erſchuhen ver⸗ Gloß ſind die r überwunden, beiden kühnen vünſchend, auf zergſteigerſehn⸗ damit hat auch n. Man trennt nde tun, mit Wunſch, bald können. Die wieder ihre » ſo durch die Der Vierjahresplan erfordert von der ge⸗ ſamten Wirtſchaft eine Umſtellung in dem Sinne, daß man an Stelle der traditionellen, aber knappen oder nur unter ſchweren De⸗ viſenopfern zu beſchaffenden Roh⸗ und Werk⸗ ſtoffe andere, in Deutſchland ſelbſt vorhan⸗ dene oder doch leichter zu beſchaffende ver⸗ wendet. Dieſe Notwendigkeit iſt vor kurzem von dem Leiter der Geſchäftsgruppe„Roh⸗ ſtoffverteilung“ des Vierjahresplans Mini⸗ ſterpräſident Köhler auch für die Bau⸗ ſtoffwirtſchaft betont worden. Der nachſtehend veröffentlichte Artikel gibt Anregungen dafür, wie das geſchehen kann. Der ſtaats⸗ und wirtſchaftspolitiſchen Not⸗ t dahinradeln wendigkeit, den Verbrauch an Leichtmetallen n ſich doch das und Schwer⸗ und Erzmetallen auf das unbe⸗ 3 dingt Erforderliche zu beſchränken, hat die ken am Schluß feberwachungsſtelle für unedle Metalle zunächſt „Rudolf Schu. fiechnung geiragen durch Erlaß zweier Anord⸗ har uns dieſer nungen, worin die Vorſchriften für Verwertung unedler Metalle zuſammengefaßt ſind(Deutſcher Reichsanzeiger Nr. 255 v. 23. Oktober 1936, Ar. 38 und 39). Danach iſt zunächſt einmal der Gtadion Bedarf an ſolchen bei————— f 35 ungsſtelle für unedle Metalle zu beantragen. der Spiele füt 3555 Ren Schritt, das ſtaatspolitiſche der Tansa Intereſſe gegenüber der privaten Bauwirtſchaft ußballanhänger gebührend zur Geltung zu bringen, weiſt u. E. Metsran ber Erlaß des Reichs⸗ und preußiſchen Ar⸗ die e beitsminiſters vom 17. November 1936 über e i15 gemeine Wohnungs⸗ und Siedlungspolitik. beſcheren wiah Rach dieſem Erlaß erſtreckt ſich die Anzeige⸗ ige der Herbſt⸗ flicht der Durchführungsverordnung zum beſetz über einſtweilige Maßnahmen zur Ord⸗ hung des deutſchen Siedlungsweſens vom Juli 1934 auch auf„auf wendige“ Bau⸗ vorhaben(znamentlich Großwohnungen und loſtſpielige Villen“). Es iſt jede Anzeige von ſolchen auch daraufhin zu prüfen, ob eiwa durch baulichen Aufſwand wohnungs⸗ und ſiedlungs⸗ politiſche Maßnahmen der Reichsregierung be⸗ einträchtigt werden. Im Sinne des Erlaſſes pom 17. November 1936 heißt das, ob etwa für ſolche private Unternehmen über das unbedingt notwendige Maß hinaus Bauſtoffe, Baufach⸗ larbeiter oder Baukapital derart in Anſpruch ge⸗ ommen würden, daß Mangel an ſolchen für Bauvorhaben von ſtaatspolitiſcher Bedeutung entſtünde. für Raſen⸗ durch Conrad is Feld ſtellen: 4 Feth riebinger doog ald hof, hatte r Spieler es kſte Mannſchaft aß Schwendter g ſtehen, wird ipf gegen die Sigel Bennig 4 ziffling Leupoln erwartet wer⸗ und wohl auch d. Aller Wahr⸗ Wettergott die⸗ ſerſagen. Wenn Unverfehr nter Dach und zam Ende ein, t werden, der beherrſchenden eingereiht wer⸗ Recht ts unterwegs nen“ des Nord⸗ eicherſelung der Bauſtoffe Es iſt heute unter dem Vierjahresplan ſelbſt⸗ berſtändlich, daß dieſe Prüfungen auch unter dem Geſichtswinkel der Erlaſſe der Ueber⸗ bachungsſtelle für unedle Metalle vorgenom⸗ men werden. Wie ja auch die auf Grund der Bierten Anordnung zur Durchführung des Bierjahresplanes über Sicherſtellung der Ar⸗ beitskräfte und Bauſtoffe für ſtaats⸗ und wirt, chaftspolitiſch bedeutungsvolle Bauvorhaben“ hei den Arbeitsämtern zuſammenlaufenden An⸗ zeigen über größere geplante Bauvorhaben aller Art als Unterlagen für die Kontrolle der Bau⸗ Porhaben im Sinne des Erlaſſes vom 17. No⸗ pember 1936 herangezogen werden. Verlangt Poch dieſer Erlaß ausdrücklich, daß auch in Fra⸗ en der Durchſührung des Siedlungs⸗ und Pohnungsbauprogramms— alſo ſeitens der hauptabteilung IV des Reichsarbeitsminiſte⸗ agmittag Bre, flums—„engſte Fühlung mit den Arbeits⸗ meling f0 Be⸗ imtern“ gehalten werde. 305 Machon die Die Anzeigen bei den Arbeitsämtern müſſen eten. enaue Angaben enthalten über Menge und tzlichen Abreiſe Pieis der zur Verarbeitung kommenden Bau⸗ ß am 11. De⸗ foſfe, alſo: Ziegeleierzeugniſſe(Mauerſteine, der Neuyorker Ralkſandſteine, Schwemmſteine, Dachziegel) Ze⸗ er ſeine Inter⸗ ent, Naturwerkſteine, Eiſen und Stahl(Stab⸗ elbſtverſtändlich len, Moniereiſen, Formeiſen, Univerſaleiſen, ampf Braddock- Rleche, Röhren, ſonſtige Eiſen, Zentralheizun⸗ im Falle einer e, Holz(Bauholz, Balken, Fenſter, Türen, ling die unan⸗ Reppen, Dielen, Holz für Innenausſtattungen) meiden wären, Ia. m. Die Anordnungen der Ueberwachungs⸗ kein Weltmei⸗ fele für unedle Metalle enthalten Verbote bzw. horker Boxkom⸗ Einſchränkungsvorſchriften für Verwendung von Siege über Joe fupfer, Nickel, Blei und deren Legierungen ſo⸗ erungsrecht an lie Zinn, Zink, Queckſilber und deſſen Verbin⸗ ſtehe nur ihm Pungen an Bauwerken. Des weiteren Als Vorläufer dieſer Maßnaghmen iſt vielleicht es 5000⸗Dollar⸗ Ihon zu bezeichnen der Erlaß des Reichswirt⸗ ſeinen Vertrag haftsminiſters vom 29. Juli 1936 über Ver⸗ rte Depot noch ngerung und Regelung der im Rahmen öffent⸗ müſſe man ab⸗ der vauſpiegel licher Aufträge geſetzten Lie ferfriſten (Reichsgeſetzblatt J. 238), der u. a. darauf hin⸗ weiſt, daß gewiſſe Induſtrien infolge ungeregelt, ſtoßweiſe erfolgender Auftragserteilung durch die Beſchaffungsſtelle genötigt werden. Beſtände über das übliche Maß hinaus auf Lager zu halten, was dem Beſtreben, der Ueberwachungs⸗ ſtelle für Eiſen und Stahl zum Beiſpiel wider⸗ ſtrebt, die Lagerbeſtände möglichſt niedrig zu halten. Hier wurde bereits Zurück⸗ ſtellung des reinen Stahlbaues und des Stahlſkelett⸗ und Eiſen⸗ betonbaues für die Dauer des Vier⸗ jahresplanes zugunſten der Ver⸗ arbeitung anderer aus inländi⸗ ſchem Material hergeſtellter Bau⸗ ſtoffe als ſtark wünſchenswert be⸗ Aus dem HB-Fotopreisausschreiben zeichnet, und es wurde angeordnet, direkte und indirekte Export⸗ und Wehrmachtsaufträge ſtets als vordringliche zu behandeln. Es wird aus ſtaats⸗ und wirxtſchaftspolitiſchen Gründen nötig ſein, die durch den Beauftragten für den Vierjahresplan bzw. die Materialüber⸗ wachungsſtellen bereits ſtraff gehaltenen Zügel noch ſtraffer zu führen. Vorläufig haben wir hier erſt die Bedarfsanzeige bei den Ueberwachungsſtellen und die An zeige⸗ pflicht bei den Arbeitsämtern. Dringlichkeits⸗ Beſcheinigung und Genehmigung liegen ſehr nahe, und die verwaltungsmäßige Zuſammen⸗ faſſung der Bauſtoffwirtſchaft in einer feſten Hand erſcheint nahezu unabwendbar. In Anbe⸗ tracht der hohen Bedeutung des Gegenſtandes ergibt ſich die Frage: Welche anderen aus inländiſchem Material hergeſtellten Bauſtoffe an Stelle der gewiſſen Beſchränkungen unterworfe⸗ nen(insbeſondere metalliſchen) Ba u ſi o ffe in Betracht kommen, und welche wirtſchafts⸗ organiſatoriſchen Maßnahmen erforderlich wä⸗ ren, um den geſteigerten Bedarf an ſolchen Bau⸗ ſtoffen zu befriedigen. Hierzu iſt zu betonen, daß der mit öffentlichen Mitteln— auch Reichs bürgſchaften— gefördekte Wohnungs⸗ und Kleinſiedlun gsbau von Maßnahmen der öffentlichen Bauſtoffbewirt⸗ ſchaftung nicht nachteilig betroffen werden darf. Für Kleinhausbau bietet der Lehm nach Anſicht der maßgebenden Stellen noch immer ein ſehr beachtenswertes Bau⸗ material. Allerdings eignet ſich nicht jede Lehm⸗ art für Hausbau. Der Lehm bedarf einer ganz Gleichklang der Arbeit die Bauſtoffwirtſchatt im vierjahresplan Gute deutſche Kunſtſtoffe erfreuen ſich immer größerer Beliebtheit beſonderen Bearbeitung, wobei Sach⸗ u n d Fachkenntnis keinesfalls zu entbehren iſt. Es gibt übrigens ein umfangreiches auftlären⸗ des und belehrendes Schrifttum über Lehmbau. Bevorzugte künſtliche Stoffe Außer dem Lehm haben wir die deutſchen Ziegeleierzeugniſſe(nicht zu vergeſſen den Leichtbetonſtein) und das Holz. Aller⸗ dings iſt Deutſchland als Holzverbraucher auch auf Einfuhr angewieſen. Neben Großbritannien iſt es der bedeutendſte Kunde für Bauholz auf dem Weltmarkt. Somit dürfte auch der Holzverbrauch in Deutſchland etwas unter die Lupe genommen werden müſ⸗ ſen. An Stelle des für private Bauwerke aus⸗ Aufn.: Hans Schatz fallenden Leichtmetalles(für Fenſter⸗ und Tür⸗ beſchläge und dergl. mehr) wird heute das Kunſtharz angeboten, ein Neuſtoff, der— wie erſt kürzlich in der Preſſe berichtet worden iſt(wofür hier natürlich keine Gewähr über⸗ nommen werden kann)— in Deutſchland durch ſieben zu einem Kartell vereinigte Vetriebe her⸗ geſtellt und in ungefähr 400 Preſſereien zu Fer⸗ tigfabrikaten verarbeitet wird. Es heißt, daß das Kunſtharz infolge ſeiner Iſolierfähigkeit und Schmelzſicher⸗ heit der Elektroinduſtrie unentbehrlich gewor⸗ den iſt. Es wird im Bauwerk bei Innenaus⸗ ſtattungen zu Beſchlägen aller Art und auch für Wandtäfelungen benutzt. In gleicher Weiſe bewährt ſich der Kunſtſchiefer, von dem erwieſen iſt, daß er dem Naturſchiefer an Dauer⸗ haftigkeit nicht nur gleichkommt. Zu ſeiner Her⸗ ſtellung iſt allerdings Aſbeſt erforderlich, der vom Ausland(Rußland) bezogen werden muß. Jedoch werden unſere Kunſtfabrikate auch aus⸗ geführt und bilden ſomit auch ein Plus in un⸗ ſerer Deviſenpolitik. Die neuen Maßnahmen nicht hemmend Allgemein läßt ſich ſagen: Die Zwangslage, worin ſich Deutſchland befindet, wird zu gewiſ⸗ ſen Veränderungen in der Bedarfsdeckung füh⸗ ren. Es beſteht Sicherheit dafür, daß die mit öffentlichen Mitteln und mittels Reichsbürg⸗ ſchaft geförderte Bautätigkeit dank den im Rah⸗ men des Vierjahresplanes durchgeführten Maß⸗ nahmen zur Regelung des Bauſtoffmarktes nicht ſtocken wird. Zunächſt iſt wohl eine Anzeige⸗ pflicht, aber noch keine Genehmigungspflicht ein⸗ geführt. Eine etwaige Vermehr ung der Betriebsſtätten durch Neugründungen wird zur Vermeidung von Kapitalfehlleitungen von der Beantwortung der Frage abhängig ſein müſſen, welche dauernden Abſatzmöglichkeiten gegeben ſeien. Es ſei hier erinnert an die Feſtſtellung des Präſidenten der Akademie für Bauforſchung, Baurat Rudolf Ste gemann, daß die Bauſtoffinduſtrie heute den Anforde⸗ rungen, die an ſie geſtellt werden, zumindeſt in beſtimmten Gebieten Deutſchlands nicht gewach⸗ ſen ſei. Gewiſſe Preiſe lägen bis zu 40 v. H. und mehr über Normalpreis. Infolge Anwach⸗ ſens alter Induſtriegruppen und Umſiedlung bzw. Auseinanderziehung einzelner Induſtrie⸗ zweige habe ſich der Transportradius einiger Bauſtoffe zwangsläufig ins Ungeſunde vergrößert. In dieſem Zuſtande läge ein ge⸗ wiſſes Beharrungsvermögen. Man müſſe ihm darum auch planmäßig Rechnung tragen. Zu⸗ nächſt wäre die Kapazität der vorhandenen Bau⸗ ſtoffwerke feſtzuſtellen. Ebenſo notwendig ſei es zu wiſſen, wo die äußerſte Grenze in der Leiſtungsfähigkeit des Werkes liegt, wie das Höchſt maß des Abſatzes bei Durchführung des Wohnungs⸗ und Sied⸗ lungsbauprogramms der Reichsregierung zu kennen. Es ſei jedoch außerordentlich ſchwierig, beiſpielsweiſe von Ziegeleien genauere Angaben über ihre Kapazität herauszubekommen. Auf Feſtſtellungen dieſer Art kann aber ſchon im Hinblick auf die zwecks Ausgleichs zwiſchen Be⸗ darf und Angebot notwendig werdende Indu⸗ ſtrieverlagerung nicht verzichtet werden. Bei der Induſtrieverlagerung werden ſelbſtverſtändlich auch geologiſche Verhältniſſe entſcheidend mit⸗ ſprechen. Wo Gewißheit dafür gegeben iſt, daß die Konjunkturſteigerung vorübergehender Na⸗ tur iſt, wäre es unwirtſchaftlich, neue Werke zu gründen oder koſtſpielige Werkserweiterungen vorzunehmen. Bauforſchung und Bauwirtſchaft ſollten ernſtlich die Frage prüfen, ob für Her⸗ ſtellung gewiſſer Bauſtoffe nicht transpor⸗ table Betriebseinrichtungen' ge⸗ ſchaffen werden können, deren Anlagen keine koſtſpieligen Dauereinrichtungen erfordern,— Betriebseinrichtungen auf Achſe, die nach Erfül⸗ lung der jeweiligen Aufgabe anderswo einge⸗ ſetzt werden könnten. neuer autogener Sicherheitsapparat Ein neuer autogener Sicherheitsapparat für flüſſige Brennſtoffe bringt einen erheblichen Jasti gegenüber den Azetylen⸗Apparaten. as Gerät kommt für alle jene Betrieb in Be⸗ tracht, in denen autogene Metallbearbeitungen wie Schweißen, Schneiden, Hartlöten, Weich⸗ löten, Glühen, Schmelzen uſw. erfolgen. Ob für ſchwerſte Arbeiten, wie beiſpielsweiſe in der optiſchen Induſtrie, in der Zahnpraxis und dergleichen,— ſtets bewähren ſich dieſe neuen Apparate gleich gut. Die Benzol⸗Sauerſtoff⸗ flamme eignet ſich vortrefflich zur Bearbeitung von Schmiedeeiſen, Gußeiſen— die Nähte blei⸗ ben feilenweich—, ferner von Aluminium, Blei, Kupfer, Meſſing, Bronze und zahlreichen anderen Metallen. Auch beim Schmelzen von Quarz, bei Kabellötungen und ähnlichen Ar⸗ beiten läßt ſich das Gerät mit gleich großem Vorteil verwenden. Der Schweißfluß iſt klar und ſauber, da man der Flamme auch bei hei⸗ ßen Mundſtücken beliebig viel Brennſtoff zu⸗ ſetzen kann. Bei Arbeiten im Freien wird der Vergaſer durch eine Windſchutzkappe, ähnlich wie bei der Lötlampe, geſchützt oder aber die Anheizdüſe wird etwas ſtärker aufgerieben, um den Temperaturunterſchied auszugleichen. Die überall leicht beſchaffbaren, billigen, flüſſigen Brennſtoffe wie Benzol, Benzin, Petroleum und dergleichen laſſen ſich, und zwar ohne jede Umänderung, verwerten. Der Anſchaffungs⸗ preis ſtellt ſich weſentlich wohlfeiler als eine Azetylenanlage gleicher Gasleiſtung. Jede Ge⸗ ruchbeläſtigung fällt fort. Nach kurzem Vor⸗ wärmen des Vergaſers iſt das Gerät ſofort betriebsbereit. Während Azetylen⸗Sauerſtoff ſehr leicht einfriert und bei Froſt nicht mehr verwendbar werden kann, iſt bei dem neuen Apparat ein Einfrieren vollkommen unmöglich, weil die flüſſigen Brennſtoffe überhaupt nicht einfrieren und' auch Benzol durch Zuſatz von etwas Benzin froſtſicher wird. kommiſſion ge⸗ ber. b 1. Jugend l. Handballmann⸗ F. Unton Moll 6 m h H. (dort); Handball⸗ 5 urr„Waldweghß annheim⸗ Heckarau Poſtſportvereim, Fernruf 48177 u. 4861%. Rneingoldstraße 4 inſchaft— Rot⸗ inſchaft— Erſatz⸗ en. Bauten- Backsteine en preis- Lloĩs Bechtold 8 8 b, 37 2³.— bernrut Möbelfabrik und innenausbau Laden- und Büroeinrichtungen 265 96 l. Labench à Fre Hugo-Wolf-Stroße 12 Holz- And abtwelklech-Holiaden —fepataturen Luftschurn-Lerdunxelunen n 0 HAl ERTIEISTER 90% 2 24 0 6 J. 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Nicht zuletzt aus dieſem Grunde hat man ſeitens der betroffenen Handwerkszweige und ⸗betriebe häufig dieſe Zeit zur. Weiter⸗ bildung und Schulung ausgenutzt. Ein ſo umfaſſender und umfangreicher Schulungs⸗ plan, wie ihn jetzt der Reichsinnungs⸗ verband des Malerhandwerks vor⸗ legt, dürfte jedoch innerhalb des Handwerks der erſte Verſuch ſein, in dieſe winterliche Weiterbildungsarbeit eine gewiſſe Syſtematik hineinzubringen. Der Maler iſt keineswegs— nach einer weit⸗ verbreiteten Meinung— nur ein Anſtreicher, ſdeſſen Aufgabe es i Farben, Tapeten oder h aufzutragen, ſondern bei ihm ver⸗ bindet ſich dieſe Tätigkeit viel mehr, als man gemeinhin annimmt, mit einer gewiſſen unſthandwerklichen Leiſtung. Wir bewundern heute z. B. die Kunſtwerke mittel⸗ alterlicher Maler, ohne in der Regel dabei zu wiſſen, daß die gleichen Maler nicht nur künſt⸗ leriſche Bildniſſe oder künſtleriſchen Wand⸗ ſchmuck geliefert haben, ſondern daß ſie ebenſo auch einfache Anſtreicherarbeiten ausgeführt haben. Das bedeutet, daß ſich bei ihnen eine vollendete Syntheſe zwiſchen der Beherrſchung handwerklicher Ar⸗ beitstechnik und künſtleriſchen Könnens fand. Auf dieſen Leiſtungsſtand will auch das Malerhandwerk der Gegenwart kommen, und deshalb geht die Schulungsarbeit des kommenden Winterhalbjahrs auch von der „Berufsleiſtung des alten deutſchen Meiſter⸗ handwerks als Erbe und Anſporn“ aus. Aufbauend auf der Darſtellung des alten Könnens wird man dann überleiten zu einer Gegenüberſtellung von falſcher und richtiger, von ſchlechter und guter Maleravbeit, um den einzelnen Meiſtern hierdurch die Lücken ihres Könnens zu zeigen, denen jede künſt⸗ leriſche Leiſtung bedarf im letzten Grunde der vollkommenen Be⸗ herrſchung der reinen Technik als Grundlage. Den Zuſammenhang dieſer Dinge und den Einbau der Malerarbeiten in das Geſamtgefüge unſeres Bauens zeigt dann ſchließlich das Thema„Das Malerhandwerk in Arbeitskameradſchaft mit den übrigen Be⸗ rufen am Bau.“ In dieſen Rahmen gehört ſchließlich auch noch die betriebswirtſchaftliche Schulung, die auf der vom Reichsſtand des deutſchen Handwerks im Laufe dieſes Jahres geſchaffenen Einheitsbuchführung für Hand⸗ werksbetriebe baſiert und bis zur Verdin⸗ gungsordnung für Bauleiſtungen(VOB) und der Einreichung von Koſtenanſchlägen auf Jegliche Schulungsarbeit wäre jedoch un⸗ vollkommen, wenn ſie nicht von⸗den politiſchen Aufgaben der Gegenwart und Zukunft aus⸗ geht. Das Malerhandwerk hat bereits ſeit längerer Zeit neue Werkſtoffe in Benutzung, die namentlich an die Stelle der bisher ver⸗ wandten Bindemittel(Leinölfirnis und dergl.) treten ſollen. Die hiermit gemachten Erfah⸗ rungen haben gezeigt, daß dieſe neuen Werk⸗ ſtoffe zum Teil beſſer, mindeſtens jedoch genau ſo gut ſind wie die bisher verwandten. Sie ver⸗ langen aber vom Malermeiſter teilweiſe auch eine Umſtellung in der bisherigen Arbeitstechnik. Aus dieſen Gründen wird in den Richtlinien des Reichsinnungs⸗ verbandes nicht nur eine„Ueberſicht über die Werkſtoffe des Malerhandwerks“ gegeben, ſon⸗ dern es wird im Rahmen eines Vortrages auch die Frage beantwortet, wie der Maler ſeine Arbeiten im Rahmen der Anordnung 12 der Ueberwachungsſtelle für induſtrielle Fettver⸗ ſorgung ausführen ſoll; auf einem weiteren Ausſpracheabend wird die bisherige Bewäh⸗ rung der neuen Werkſtoffe in der Praxis be⸗ handelt werden. Die ganze Schulungsarbeit, die in Gemein⸗ ſchaft zwiſchen den Innungen und der DAß durchgeführt wird, bringt in den Winter⸗ monaten insgeſamt ſieben Vorträge und drei Ausſpracheabende; von dieſen zehn Veranſtal⸗ tungen ſollen mindeſtens ſechs pflichtmäßig von den Innungen durchgeführt werden. Auf dieſe Weiſe wird erreicht, daß auch tatſächlich die Mehrzahl aller Malermeiſter hiervon erfaßt wird. Der Reichsinnungsverband ſtellt den Innungen für dieſe Arbeit neben den Vor⸗ tragsentwürfen auch eine Reihe von Lichtbil⸗ dern und Büchern koſtenlos zur Verfügung. Im ganzen dürfte die erfolgreiche Durch⸗ führung dieſer Schulungsarbeit geeignet ſein, das alte Vorurteil von dem minderen Können des Malerhandwerks, aber auch von der Ein⸗ fachheit ſeiner Tätigkeit zu beſeitigen. Vorausſetzung iſt allerdings, daß dieſe Maß⸗ nahmen des Reichsinnungsverbandes bei den einzelnen Angehörigen auf das entſprechende Verſtändnis ſtoßen; der Reichsinnungs⸗ verband erwartet beſonders von den jüngeren Meiſtern eine gute Beteiligung, denn ſie ſollen ja einmal die Träger eines geſunden Malerhandwerkes ſein. Für die Oef⸗ fentlichkeit mag dies alles aber ein Beweis da⸗ für ſein, daß das Malerhandwerk in ſeiner Geſamtheit gewillt iſt, ſich verlorengegangene Arbeitsgebiete zurückzuholen, indem es dem Selbſtſtreicher mit größeren Leiſtungen gegen⸗ übertritt. J. B. D. Ein offenes Wort über cieferungstriſten Die Fertigſtellungstermine dürfen nicht zu kurz ſein Vom„Deutſchen Handwerk in der DAſ“ wird uns geſchrieben: Wie die Fachgruppe „Bauhandwerke“ des er fefſtel Handwerks in der DAß immer wieder feſtſtellen muß, reißen bei den Handwerksmeiſtern die Klagen nicht ab, daß ſowohl von Behörden als auch von fel⸗ vaten Auftraggebern immer wieder Fertigſtel⸗ lungstermine vorgeſchrieben werden, deren Kürze— bei normaler Arbeitszeit— nur ſel⸗ ten in einem Verhältnis zur Größe und Güte der verlangten Arbeit ſteht. Es ſei hierbei von den Arbeiten abgeſehen, deren ſchnellſte Aus⸗ führung im Intereſſe der Allgemeinheit liegt, bei denen alſo die Arbeitsbeſchaffung ohne andere wichtige Intereſſen des Staates, den Ausſchlag geben. Die bewußt kurze Friſtſet⸗ zung bezweckt in dieſem Falle, daß möglichſt viele Volksgenoſſen ſofort Beſchäftigung finden. Es ſoll in zwei oder ſogar drei Schichten ge⸗ arbeitet werden. Abgeſehen von dieſen Aufträgen, bei denen alſo das Wohl der Allgemeinheit mitſpricht, liegen aber viel Klagen über zu kurze Fertig⸗ ſtellungstermine für Arbeiten vor, bei denen nur ein perſönliches-Intereſſendes⸗ Auftraggebers vorhanden iſt. Hiex ver⸗ tritt nur ein einzelner ſein perſönliches Inter⸗ eſſe— ohne Rückſicht auf andere. Es überwiegt der Eigennutz, ſei es, daß Zinſen geſpart oder Ausfälle(3. B. bei Umbauten) vermieden werden ſollen. Häufig liegt auch nur der per⸗ ſönliche Wunſch vor, etwas recht ſchnell beſitzen zu wollen, und zwar meiſtens bei ſolchen Cha⸗ rakteren, die ſich nie recht zu einer Sache ent⸗ ſchließen können, die aber dann, wenn ſie ſich nach längerem Zögern zu einer Beſtellung durchgerungen haben, die Erfüllung abzuwar⸗ ten nicht imſtande ſind. Eine andere Kategorie Auftraggeber glaubt nur in einer ganz kurzen Friſtſetzung die Mög⸗ lichkeit zu finden, eine unzweckmäßige Arbeits⸗ verzögerung zu verhindern. Hierbei handelt es ſich zumeiſt um Volksgenoſſen, die einmal ſchlechte Erfahrungen gemacht haben, welche ſie nun verallgemeinern zu müſſen glauben. Schlimmer iſt es jedoch um ſolche Auftraggeber beſtellt, die nicht genügend handwerk⸗ liches Verſtändnis für die einzel⸗ nen Arbeiten aufbringen können. Sie kränkeln noch an den Ueberbleibſeln des ver⸗ gangenen liberaliſtiſchen Zeitalters, in dem das Handwerk ſeinen Wert und ſeine Ehre ver⸗ loren hatte. Damals war die Arbeit des Hand⸗ werkers nur noch Handelsware, die man wie billige Maſſenware beſtellte. Man wußte nicht viel von Qualitätsarbeit und hatte folglich auch verlernt, die für jede ſorgſältige Arbeit verforderliche Arbeitszeit einzuſchätzen. Während ſich die bisher geſchilderten Fälle bei einigem Geſchick des Handwerksmeiſters jedoch bis zu einem gewiſſen Grade noch be⸗ heben laſſen, ſo wird der Fall mitunter aus⸗ ſichtslos werden bei ſolchen Auftraggebern, die keinen Ueberblick über die Geſamtarbeit haben, die ihrer Arbeit nicht gewachſen ſind. Waren ſchon die Zeichnungen, Berechnungen uſw. nicht reſtlos durchgearbeitet, ſo ergeben ſich dann der Ausführüng beſondere Verwirrungen, we durch falſche Vorausſetzungen bereits die Fer⸗ tigſtellungstermine der erſten Bauhandwerker nicht eingehalten werden konnten. Die von den nachfolgenden Handwerkern verlangten Termin verkürzen ſich dann immer mehr, und zun Schluß wird dann vom Ofenſetzer, Maler ur) Tapezierer eine einwandfreie Arbeit in allen kürzeſter Friſt— aber trotzdem mit Ga⸗ rantieleiſtung— verlangt. Hier leidet das geſamte Handwerk unter dem Nichtkönnen eines einzelnen. Es zeigt ſich ſo⸗ mit die Wichtigkeit der nationalſozialiſtiſchen Forderung, daß nur Tüchtige an füh⸗ render Stelle ſtehen dürfen, um do um Wohle der Allgemeinheit ihn Fähigkeiten zu beweiſen. Jeder Arbeitvergebende muß ſich vor Augen forgigt daß zur Ausführung einer guten und orgfältigen Handwerksarbeit eine Mindeſe arbeitszeit erforderlich iſt. Eine unbillige Kü zung dieſer Zeit muß zu Beanſtandungen und zu Unfrieden führen. Es müſſen Spannungen zwiſchen dem Auftraggeber und dem Auftrahe nehmer entſtehen, weil entweder der ferungstermin trotz allen Beſtrebens nicht ein gehalten werden kann oder zur üherhaſteten Fertigſtellung der Arbeiten die Leiſtung vonß Ueberſtunden erforderlich wird, die für geß Auftragnehmer die Selbſtkoſten erhöhen, ih alſo ſchädigen und ſeinen gerechten Verdien ſchmälern, wenn nicht ſogar ganz nehmen. Wer alſo als Arbeitvergebender an dem git⸗ ſen ſozialen Werk des Führers mithelfen wiß den Arbeitsfrieden zu erhalten, muß ſich alſo) bemühen, von niemanden Unbilliges zu ven langen. Jeder muß das erhalten, was ihm ge bührt, auch wenn es nur die zu einer ord nungsgemäßen handwerklichen Arbeit erforden liche Lieferungsſfriſt iſt. haus des deutſchen Fremdenverkehr 3 Nach den Mitteilungen, die der Präſident deß Reichsfremdenverkehrsverbandes, Staatsminiſe a. D. Hermann Eſſer, auf der Tagung de Verbandes in Baden⸗Baden gemacht hat, wihß bekanntlich in Berlin Unter den Linden daiß Haus des deutſchen Fremdenvenß kehrs errichtet werden. Die Vorarbeiten fü dieſes großzügige Bauvorhaben werden mß Nachdruck fortgeführt. Es iſt beabſichtigt, Ausarbeitung des endgültigen Bauplanes deß Deutſchen Reichsbahn zu übertragen die aus dem Wettbewerb um den beſten Vunß entwurf als Siegerin hervorgegangen und außerdem einen Teil der in Betracht koßßß menden Grundſtücke beſitzt. Der Entwurf deß Deutſchen Reichsbahn, der von Reichsbahndireht tor Röttcher und Reichsbahnbauaſſeſſaß Dierksmeker aufgeſtellt iſt und die Zuſtimh me mung des Führers und Reichskanzlers gefh den hat, wird von den beiden Bearbeitern ſo⸗ fort weiter ausgeſtaltet werden Die oberſte Entſcheidung in allen Frage der Planung des Monumentalbaues, beſondenfß auch in ſtädtebaulicher Hinſicht, liegt in daß Hand des Architekten des Führers, Dipl.⸗Ing Pg. Speer. Friedrich Heller Inhaber: Eduard Armpbruster Hoch-, Tief- und Eisenbeionbau Hugust ſchindler egrun d e t 1 9 0 9 MANNMEIM- Dammstraße 4 Heusentv/ öSSerungen Baugeschäft— Hoch- u. Tiefbeuerbeiten] Bauherren Hausbesitzern Selbstkäufern Aug. Funk Zimmerseschäft Hoch u. Treppenbau Hohwiesenstraße-5/ Fernsprecher 32412 Baustoffe-Groſvertrieh.-6. Mannheim ⸗- Industriehafen Nuͤnlenstraße 5 Fernsprecher 201 95 ist Gelegenheit zum otlligen Einkauf in llllllll Küchen EMmaflherden lieferung aller Baustoffe u. 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Die von den erlangten Termine mehr, und zum ſetzer, Maler ur Arbeit in allen tzdem mit Ga⸗ 5 ngt. ndwerk unter dem Es zeigt ſich ſo⸗ ionalſozialiſtiſchen htige an fühe ürfen, um dort meünheit ihre ſen. iß ſich vor Augen einer guten und it eine Mindeſß⸗ ine unbillige Kün anſtandungen und iſſen Spannungen und dem Auftrah itweder der L ſtrebens nicht ein⸗ zur überhaſteten die Leiſtung von bird, die, für da ſten erhöhen, i zerechten Verdienf ganz nehmen. nder an dem gror ers mithelfen wilh ſen, muß ſich alſoß inbilliges zu ven ten, was ihm ge die zu einer oih n Arbeit erforden chen werkehrs der Präſident dey des, Staatsminiſter der Tagung de gemacht hat, with er den Linden daſſ Fremdenveiß ie Vorarbeiten fiß aben werden mifß ſt beabſichtigt, d en Bauplanes de n zu übertragen n den beſten Voh hervorgegangen r in Betracht kon Der Entwurf de n Reichsbahndireh ichs bahnbauaſſeſſßß iſt und die Zuſtintem chskanzlers gefuß n Bearbeitern ſoß ltet werden. in allen Frage albaues, beſondeg ſicht, liegt in da ührers, Dipl.⸗Jug — — 4 5 a0 1 ialien Holzmann-Klinker ze, Prodoritlack ete. precher: 51967-51905 5 4 gim Haus⸗ 0. 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In einem jedoch per⸗ ſagen meiſt auch die beſten Kenner Deutſchlands und die geiſtreichſten Wirtſchaftswiſſenſchaftler unſerer Nachbarn⸗ Wie ihre Fragen auch ge⸗ ſtellt werden, man kann aus ihnen allen einen Kern herausleſen;„Ja, wie habt ihr es denn fertig gebracht, daß Streiks und Aus⸗ ſperrungen, Arbeitsniederlegung oder Fabritbeſetzuntz bei euch überhaupt nicht mehr denkbar ſind?“ Und wir können dann mit berechtigtem Stolz und zugleich mit einem Gefühl des Glucs und der Zafiibarteit antworten:„Wir haben Uerſt 1— deutſchen Arbeiter und dann überhaupt dem ganzen Volk klar gemacht, daß wir alle⸗ amt eine Arbheitsgemeinſchaft ſind, af wir auf Gedeih und Verderb aneinander ge⸗ letket ſind, mit einem Wort, daß der Ar⸗ Fir ſede die Fe Säule unſeres irkſchaſtZauf aues darſtellt!“ Wahr⸗ haftig, um vieſes Geſchenk beneiden uns rund⸗ weg alle Induſtrieſtaaten der ziviliſierten Welt. Schauen wir nach Frankreich, wo die Segnungen der Abwertung durch die Voltsfrontregierung immer noch äuf ſich war⸗ ten laſſen: Fabrilbeſetzungen ſind zur Fen dürt an der Tagesordnung. Richten wir en Blick nach den Vereinigten Staa⸗ ten. Streils der Taxiſchofföre oder Fahr⸗ olhumo nehmen wir vielleicht etwas von der humoriſtiſchen Seite, wenn wir uns vor⸗ ſtellen, daß, die Geſchäftsleute 50 Stockwerke u Füß, Stufe um Stufe, die Wolkenkratzer ingüſwandern müſſen. Dieſe Ausſtände ſind edoch nur Zymptome für die ſtetige Bereit⸗ chaft aller Schaffenden, aus einem ihnen trif⸗ ig erſcheinenden Grund die Arbeit niederzu⸗ egen, um etwa die Arbeitgeber oder den Staat zu zwingen, beſſere Löhne oder Arbeitsbedin⸗ ungen zu zewähren. Millionen von Arbeits⸗ funden können ſo an einem Tage ausfallen und die Volkswirtſchaft in erſchreckendem Um⸗ fang um die Arbeitslöhne und Unternehmer⸗ einnahmen bringen. Die Aufgaben der Gewerkſchaften und ihrer Kaſſen 1f es dann,*9 Lohngusfall zu tragen, und ſo ſpitzt ſich alles auf die raftprobe zu, wer den längſten Atem hat, Kann es ſich der ochentwickelte Betrieb längere Zeit leiſten, die Richt unbeträchtlichen laufenden Unterhaltungs⸗ koſten(die ja auch bei Arxbeitsruhe entſtehen) zu tragen und die Gefahr des Abſpringens uter Kunden auf ſich zu nehmen, oder ſind die⸗ Kaffen er Wavlrlſch ten bald ausgepowert und die Arbeiter müſſen wohl oder übel an ihre Arbeitsplätze zurückkehren. Aber nicht allein in Frankreich oder den Ver⸗ inigten Staaten, auch in England— und J0 bei der gewaltigen Induſtrigliſierung boppelt ins Gewicht fallend— greift an den der Volkswohlfahrt, aus irgendwelchen Gründen zum Streik aufhetzt. In den Baumwoll⸗ e der engliſchen aneaſhire droht nun ebenfalls ein bös⸗ artiger Streik auszubrechen. Wenn bis zum 19. Dezember keine Einigung zwiſchen den Spinnereiarbeitern 557 Unternehmern erzielt wird, werden 100 000 Angehörige dieſes wich⸗ tigſten engliſchen Induſtriezweigs über ch⸗ nachten in Streik treten. Für die britiſche Baumwollinduſtrie, die gerade eben unter dem Einfluß der Rüſtungsinduſtrie die er⸗ ſen Anzeichen einer Erholung nach jahrelanger Kriſis ſpürt, wäre das ein ſchwerer Schlag und für die geſamte Wirtſchaft des Landes ein chwer a zuſchätzender Schaden. Moskau hat hatürlich auch hier ſeine Hand im Spiel und den Zeitpunkt für die Aktion gut gewählt. Die Heeres⸗ und Marineverwaltungen drängen, im inblick auf die ſchwierige außenpolitiſche Lage guf Einhaltung der kurzbemeſſenen Liefer⸗ friſten. Eine Statiſtik der Streiks in England beſagt, daß allein in den erſten neun Monaten dieſes Fahres durch 571 Streiks und Ausſperrungen 340 000 Arbeitstage verloren gingen. Im vergangenen Jahre die entſprechenden ahlen 2 000 500 Arbeitstage und 553 Aus⸗ Der Verluſt an Einkommen be⸗ trug je Arbeiter im Jahre 1935 35 Schilling durch Lohnausfall. Noch anſchaulicher wird das Bild, wenn man erfährt, daß in den letz⸗ ten 10 Jahren durch Streiks nahezu 50 000 000 fund Sterling an Löhnen für etwa 5“ Mil⸗ lionen Lohnempfänger verloren gegangen ſind. In der gleichen Zeit haben die britiſchen Ge⸗ werkſchafken 7603 000 Pfund Sterling Streik, beihilfen gusgezahlt, ſo daß der Geſgintverluſt der Arbeiterſchaft 57000 0% Pfund zählt. Nicht kann dabei werden der Schaden, der den Induſtriewerken ſelber entſtanden iſt. Selbſt die Hoffnung, daß eine Lohnerhöhung, die im Streik W wurde, den voran⸗ gegangenen Verluſt au wiege, hat die Statiſtik Richt beſtätigen können. Von 553 Streiks des letzten Fahres wurden 373 durch unmittelbare Berhandlungen beigelegt. Bei weitexen 136 mußten die Arbeiter entweder die Arbeit zu den Bedingungen der Unternehmer wieder auf⸗ nehmen, oder ſie wurden entlaſſen, oder die betroffenen Werke wurden geſchloſſen. Den wirtſchaftlichen und ſozialen Fortſchritt desz Landes, vor allem aber die Lage der Arbeiter, aben die britiſchen Streiks in den letzten ahren keineswegs gefördert. Was uns dem induſtrialiſierten Ausland egenüber ſo ungeheuer ſtolz und ſelbſtver⸗ frauend macht, iſt die Gewißheit, daß der Ar⸗ beitsfriede des deutſchen Volkes gewahrt wird nd der bedeutendſte Grundpfeiler unſeres ge⸗ ſamten Wirtſchaftsaufbaues bleibt. Ernst L. Banzhai. Lebensnery wer die Arbeiter ſperrungen. Glas-vielseitiger Werkstoff der Zukunft lahrhundertsaltes Vorurtell wird Uberwunden/ Spinnstoffdüse und die Stahlindustrie fördern die Glastechnik jeder, es iſt die Frage nach dem unzer⸗ „Glück und Glas, wie leicht bricht das!“ Was aus einem Werkſtoff werden, dem ein ſol⸗ jes Vorurteil aus dem Volksmunde entgegen⸗ ſteht, Das iſt kein Scherz, ſondern bitterer Ernſt, denn gerade das Glas, das über eine ganze Reihe vorzüglichſter Eigenſchaften verfügt, iſt über ſeine urſprüngliche Bedeutung, nämlich als Fenſterſcheibe und Spiegelglas zu dienen. jahrhundertelang nicht hinausgekommen, ein⸗ fach deshalb, weil ſich die Wiſſenſchaft nie recht um dieſen Gegeuſtand gekümmert hat. An die ſyſtematiſche, allſeſtige Erforſchung ging man erſt, als die Elektrotechnit für den Röhrenbau, insbeſondere für die Queckſilberdampflampen ganz beſtimmte Glasſorten forderte, die bisher noch nicht am Markt waren. Hier wurde alſo gus einer beſtimmten Aufgabenſtellung heraus der Fortſchritt auf dem Gebiete der Glastechnik vorgetrieben. Glashäufer für die Landwirtſchaft „Im übrigen war man aber— bis in die jüngſte Zeit— über ein gewiſſes primitives punktuelles Denken in der Glasverwendung nicht hinausgekommen. Das will ſagen, man ging aus vom Glas als Werkſtoff für Fenſter⸗ ſcheiben und überlegte nun in der einmal ein⸗ geſchlagenen Richtung weiter. Es lag nahe, fendert nicht nur mit Glasfenſtern zu verſehen, ſondern ganze Häuſer aus Glas zu hauen, was ja im Treibhausbau ſchon ſeit einigen Jahr⸗ zehnten geſchieht. Der ſogenannte„Winter⸗ garten“, um die Fahrhunderte die Attraktion der Luxusvilla, war der Vorgänger dieſer Bau⸗ weife, die heute, ernährungswirtſchaftlich ge⸗ ſeben, von größter Bedeutung iſt, da ſie den Norden in vielfacher Hinſicht unabhängig ge⸗ macht hat von den Früchten des Südens. Es wird auch heute noch vielen unbekannt ſein, daß vor den Toren Berlins in kilometerlangen Treibhäuſern der ſtädtiſchen Güter faſt⸗ fämt⸗ liche in Berlin verhrauchten grünen Gurken und ein erheblicher Anteil des im Winter an den Markt gelieferten Kopfſalats gezüchtet werden, und es wird vielleicht noch weniger bekannt ſein, daß vor den Toren Brüſſels ganze Berag⸗ hänge unter Glas gebracht wurden, um die herrlichen Brüſſeler Weintrauben, eine ausge⸗ ſprochene Speiſeweintraube, zu züchten. Mit dieſen Glashäuſern iſt auch eine weniger ange⸗ nehme Erinnerung verbunden. Einmal die Re⸗ parationslieferungen auf Grund des Verſailler Schandfriedens, die uns zwangen, ohne Gegen⸗ leiſtung unſere Konkurrenten quadraimeilen⸗ weiſe mit Glasdächern iahingn und feheh⸗ lich die„herrlichen“ Inflationszeiten, die ſehr geſchickt von den holländiſchen Gemüſebauern dazu benutzt wurden, um ebenfalls guadrgt⸗ lilometerweiſe Glasdächer aus Deutſchland für Aus Deutſchlands Dorratsbammer —— * h MGte in Ger LoOWIISCfOff *◻◻φ 13530000 rfoffein 1030.34700 eusis Gober in 7100 /. Pfennigbeträge zu beziehen, um einen varher nie dageweſenen Beſitzſtand an Treibhäuſern damit aufzubauen. Es war für Holland ein glänzendes Geſchäft, denn Deutſchland wurde aleichzeitig auch für Jahre hinaus der erſte Ab⸗ nehmer der in dieſen Treibhäuſern gezüchteten Waren. Erſt das holländiſche Beiſpiel zeigte uns, daß es nun Zeit ſei, die Zipfelmütze vom Kopfe zu ziehen und das ſelbſt zu machen, was uns an⸗ dere, aufgebaut auf der Leiſtungsfähigkeit un⸗ ferer eigenen Glasinduſtrie, vormachten. Die Treibhausentwicklung hat denn auch in den letzten Jahren einen großen Fortſchritt gemacht und kann auch noch weſentlich weiter entwickelt werden. Es werden hierbei in den kommenden Jahren zwar einige erhebliche betriebswirt⸗ ſchaftliche Probleme beim Abſatz der gezüchteten Gartenbauprodukte auftreten, gber ſie zur Lö⸗ ſung zu bringen, kann nicht ſchwer ſein, wenn von vornherein die Standortfrage für die Treibhäuſer richtig bedacht wird. Ein vorbildlicher Bauſtoff Das war eine der arößeren Entwicklungs⸗ linien des Werkſtoffs Glas, die ſich einfach aus der Fortentwicklung des urſprünglichſten Ver⸗ wendunaszweckes, nämlich als Fenſterſcheibe, ergab. Die Architekten gingen einen ähnlichen Weg, indem ſie Wohn⸗ und Arbeitsräume weit⸗ gehend aus Glas bauten. Das Stahlgerippe, das nicht mehr mit Mauerſteinen, ſondern mit dicken Glasplatten in der Hausfront ausgefüllt wird, iſt ja gerade im modernen Fabrikbau heute ſchon ein gewohnter Anblick. Das eigent⸗ liche Problem, das es hierbei zu löſen gah, mar die Frage der erin me des Glaſes und der Heizbarkeit der Räume, Durch Her⸗ ſtellung dicker Glasplatten, in die ein Draht⸗ geflecht eingeſchmolzen wurde, war dieſe Frage ſchnell gelöſt. Die Dinge ſind heute ſoweit ge⸗ diehen, daß man ſchon zur Herſtellung von Glasſteinen übergegangen iſt, die im modernen Glas⸗Eiſen⸗Betonbau für Kuppeln uſw. eine ſtändig zunehmende Verwendung finden, da man dieſe Glasſteine im Laufe der Zeit ſo leicht zu machen verſtand, daß dieſer Glas⸗ ſchaum kaum ſchwerer als Kork iſt, dabei von einer Iſolierfähigkeit gegen Temperaturen und Geräuſche, die kaum von einem anderen Ma⸗ terial überboten werden dürfte. Am die Anzerbrechlichkeit Einen weiteren Fortſchritt nahm die Eilgs⸗ technik im letzten Zahhefn ſtimmte Aufgabe, die ihr von der Automobil⸗ technik, oder wohl richtiger geſagt, von der Un⸗ fallſtatiſtik, geſtellt wurde. Was hier gemeint iſt, Die Getreidevorräte Deutſchlands. Rachdem nunmehr die Getreideausſaat ſo R wie vollſtändig beendet iſt, Aen die vom eichsnährſtand ermittelten Zahlen über bie erſthändigen Getreidebeſtände ein klaxes Bild über Stand der vorhandenen Getreidemengen. ie unſer Bild zeigt, hat der landwiriſchaffliche Geſamtporrat an Roggen, —4 1 und Gerſte gegenüber der vorjährigen Wirkſchaftsperiode kaum eine————** fahren. Im einzelnen iſt der Vorrat an Rog⸗ en und Gerſte um einige tauſend Tonnen ge⸗ kiegen, während der pom Weizen eine leichte Verminderung eriahren hat. Beim Hafer wur⸗ den dagegen bvom Reichsnährſtand am 1. Ok⸗ tober 3 83 der Geſamternte als landmirt⸗ f a5 Beſtand ermittelt. Die landwirt⸗ ſchaftlichen Haferbeſtände waren alſo um rund 330 000 Tonnen größer als im Vorjahre. Die Verſorgung mit Futtermitteln erfährt alſo eine nicht zu unterſchätzende Erleichterung. Die Be⸗ deutung des größeren Hafervorrates wird über⸗ dies durch die erheblich größere Kartoffelernte verſtärkt. Wirischaftskunde des Alltags lhas ist.. Neæihroæitàòt? Während die Handelspolitik der Stagten in der Vor⸗ und eiſten Nachkriegszeit allgemein nach dem Grundfatz der Meiſtbegünſti⸗ gung verfuhr, vertraten die Vexeinigten Siga⸗ ien lange Zeit den Standpunkt der Reziproßität— der Gegenſeitigkeit in ihrer Aerſcheſnez Wir haben geſehen, daß die weltwirtſchaftliche Wirkſamkeit der Meiſt⸗ begünſtigung darin beſtand, automatiſch für alle Handelspariner ein gleiches Zollpla⸗ fond zu wotlfei weil die einem einzelnen Partner gewährten Zollvergünſtigungen auch zwangsläufig— das machte den Inhalt der Meiſtbegünſtigung aus— allen anderen Partnerländern gewährt werden mußten. Während alſo die Meiſtbegünſtigungsformel allen am Handelsverkehr teilnehmenden Län⸗ dern eine gleiche zollpolitiſche Behandlung zuſicherte, hebt die Reziprozitätsklauſel in den Handelsverträgen dieſe Verallgemeinerxung der jeweiligen handelspolitiſchen Vereinbarungen auf: Dem Gegenpartner wird nur das an Vorteilen eingeräumt, was er ſelbſt zu geben bereit iſt; a, folule Gegenſeitigkeit in der gegenſeitigen zollpolitiſchen Behandlung! Da⸗ mit wird es möglich, einzelne Partner nach Be⸗ lieben aus dex großen Zahl herauszuheben, zu begünſtigen oder zu diffamieren. Natürlich kommt der Reziprozitätsklauſel eine ganz beſondere politiſche Bedeutung zu; 0 fordert eine derartige Unterſchiedlichkeit der Behandlung ja unmittelbar heraus und iſt häufig nur die Vorſtufe zu großraumwirt⸗ ſchaftlichen Zuſammenſchlüſſen oder zollunionsmäßigen Bindungen. Mit dem allge⸗ meinen Erſtarken des Protektionismus in der Nachkriegszeit mußte deshalb auch der Gedanke der Reziprozität erheblich an Boden gewinnen, ſo daß heute die Gegenſeitigkeit in der handels⸗ politiſchen Behandlung und in den Austauſch⸗ beziehungen zum allgemein beherrſchen⸗ den Grundſatz der Handelspolitik ſehr vie⸗ ler Stagten geworden iſt. wei iach der brechlichen, beziehungsweiſe ſplitterfreien Glas. Wieviel Kopfzerbrechen und wieviel Geld die Löſung dieſes Problems bisher geloſtet hat, davon macht ſich der Laie keine Vorſtellung. Trotz aller Erfolge, die auf dieſem Gebiete bis⸗ her erzielt wurden, iſt das Idealglas für das Automobil bis heute noch nicht gefunden. Wahr⸗ ſcheinlich wird die Endlöſung die ſein, daß man das Ideal⸗„Glas“ ſchließlich aus einem Grund⸗ material herſtellen wird, das mit dem Glas überhaupt nichts mehr zu tun hat, daß alſo das punktuelle Denken, wie wir es oben nannten, das Geradeausdenken von einem Ausgangs⸗ punkt in dieſem Falle auch nicht zur Endlöſung führt. Was nämlich der Automobiliſt braucht iſt ein„Glas“, gegen das er, oder in das er mit dem Kopf hineinfliegen kann, ohne daß die Scheibe„ganz“ bleibt, alſo unnachgiebig iſt, und ohne daß ſie ſplittert, ihm alſo, wenn auch nur für Sekunden, die Sicht nimmt. Es muß alſo gewiſſermaßen ein gummiartiges Glas Keib im Moment des Stoßes durchſichtig eibt. Glasfäden werden geſponnen Es iſt mit dem Werkſtoff„Glas“ ſchon eine eigentümliche Sache. So zahllofe Entwicklungs⸗ möglichkeiten in ihm noch ſchlummern, ſo zu⸗ fällig werden wohl die Entdeckungen dieſer Ent⸗ wicklungsmöglichkeiten bleiben.„Zufällig“, das heißt hier nicht etwa, daß der Wiſſenſchaftler 7 ————— Seit qahren endlich wieder eſnmal ein ãeschenł. dos niltalich und auch freude bereitet! Einen Tasehenselirm N2 8„ Kunststrofe heachten Sſe sopntag unsefe Soſdefschqu! ————————— —— hilflos dem Grundſtoff gegenüberſteht und dar⸗ auf angewieſen iſt, daß ihm der Zufall eine günſtige Entwicklungsmöglichkeit in den Schoß wirft, ſondern der Glastechniker iſt weitgehend abhängig von dem techniſchen Fortſchritt auf anderen Gebieten, So hat man zum Beiſpiel in den Glashütten ſchon lange gewußt, daß man aus Glas hauchdünne Fäden ziehen kann. Die Verwendung dieſes Wiſſens wurde aber erſt möglich durch das Vorbild der modernen Kunſt⸗ Jetzt machte man ſich auch in der Glastechnik daran, ein„Spinnverfahren“ für Glasfäden zu entwickeln, mit deren Hilſe man heute ſo feine und leichte Glasfäden, die eſeeplve Glaswolle, zu ſpinnen permag, daß ieſe Fäden auch in der Textilinduſtrie Ver⸗ wendung finden können. Nicht derart, wie es eine ſich ſelbſt gloffierende Greuelpropaganda in einigen Zeitungen für Halbwilde zum beſten ab, daß wir in Zukunft in durchſichtigen Ge⸗ vändern durch die Straße wandeln(bei der Verwendung von Zellophan in der Textilindu⸗ 450 hat man ja ähnliche unſinnige Dinge be⸗ hauptet), ſondern der Glasfgden gibt, verwebt mit Wolle und Seide, äußerſt ſchöne Lichteffekte und gleichzeitig ſchafft er eine ſehr gute Wärme⸗ iſolierung. Wie bei der Glaswolle die Spinndüſe der Kunſtſeide, ſo hat auf einem anderen Gebiet der Glasverwendung die Entwicklung moderner Drehſtähle ganz neue Verwendungsarten des Glaſes erſchloſſen. Man iſt heute nämlich in der Lage, Glas zu fräſen, bohren und drehen, kann jetzt alſo Glasoberflächen ſchaffen, die in ihrer Genauigkeit den feinſten Anſprüchen ge⸗ nügen. Wo man zum Beiſpiel bisher Meſſing⸗ und Bronzewglzen verwenden mußte zum Bei⸗ ſpiel in der Drucktechnik und in der Lederindu⸗ ſtrie, kann man heute mit genau demſelben Er⸗ folg Glaswalzen zur Anwendung bringen. Roh⸗ ſtoffmäßig kann das eine gewiſſe Entlaſtung auf anderen uns deviſenmäßig ſchwerer zugäng⸗ lichen Rohſtoffgebieten bedeuten. Insgeſamt ſollte man aber die Frage des Werkſtoffs Glas weniger unter dem Geſichts⸗ punkt der Deyiſenentlaſtung ſehen, d. h. alſo, unter dem Geſichtspunkt der Ablöſung anderer nur aus Auslandsmaterial Werkſtoffe, ſondern als einen Neuſchöpfungs⸗ prozeß auf Gebieten, die eine völlig eigene Ent⸗ wicklung haben. Die Entwicklung des feuer⸗ feſten Glaſes iſt ja hierfür ein beredtes Bei⸗ fiihn Denken wir hierbei nur an die Ein⸗ ührung des feuerfeſten Glaſes als Küchengerät, ſo ſpielt ja weniger die Frage der Einſparung anderer Werkſtoffe hierbei eine Rolle, als viel⸗ mehr der äſthetiſche Fortſchritt, den das feuer⸗ feſte Glas der Kochkunſt brachte, die jetzt in der Lage iſt, die. Pfanne gewiſſermaßen auf dem Tiſch zu ſervieren. StswWarer TAMRta9ο Kzmierune in RAMAAMNIs 20%5 ———————— herzuſtellender J Je SC Bei dem Ve berſtehen, hat manen als no chten zu müſ früheren Forſe rung durch jer von ſeiner Rätſ at dann Feliz ache die Land ält nicht Sti⸗ Gruppe germa Elbe ſaß. Sie r Rot auf und alte Heimat Oſt blieb. So nah ſo ſtark geweſer zeitigem Abfluf nach Oſten und daß Oberſachſer kaum wieder be Auffaſſung nur eingeſchloſſen, e nen auch räum 31 Weg und habt haben. So erinnern lbe im weſent aßen, und daß derſtrecken, auf meſſen haben. barden gleichfal 5 rten hinein Widerſpruch, de gehören. Dage, kechtselbiſchen Mark Brandenb geben, doch kan ir gelangen f füge des Oſt chweifender We ekehrt die Nei, chwächer iſt al vorläufig eine t tigung bedar nahe, wie ſich ermanen von! ied, und das bringen: dieſe! Oſtgermanen ü heißen, daß nie Hraiſh geſtimm: rang, irgende aufzurichten. Ar waren German kungsverluſt de aus dem Karpo bliebenen Reſt vö 0 technił em unzer⸗ eien Glas. Geld die koſtet hat, zorſtellung. ebiete bis⸗ s für das hen. Wahr⸗ „ daß man im Grund⸗ dem Glas ß alſo das mnannten, Ausgangs⸗ Endlöſung iſt braucht in das er ne daß die giebig iſt, wenn auch Es muß ges Gloas durchſichtig ſchon eine wicklungs⸗ rn, ſo zu⸗ dieſer Ent⸗ ällig“, das ſenſchaftler ——— eichenk. hereitet! irm NN schau! — t und dar⸗ zufall eine den Schoß peitgehend ſchritt auf Beiſpiel in daß man kann. Die aber erſt nen Kunſt⸗ ch auch in verfahren“ exen Hilſe zfäden, die rmag, daß iftrie Ver⸗ rt, wie es ropaganda zum beſten htigen Ge⸗ i(bei der Textilindu⸗ Dinge be⸗ t, verwebt Lichteffekte te Wärme⸗ idüſe der ren Gebiet mmoderner Zarten des nämlich in nd drehen, fen, die in hrüchen ge⸗ ir Meſſing⸗ „zum Bei⸗ Lederindu⸗ iſelben Er⸗ ngen. Roh⸗ laſtung auf ir zugäng⸗ Frage des n Geſichts⸗ d. h. alſo, ng anderer zuſtellender ſchöpfungs⸗ eigene Ent⸗ des feuer⸗ edtes Bei⸗ die Ein⸗ üchengerät, Einſparung e, als viel⸗ das feuer⸗ jetzt in der nauf dem 3 1 — Jahrgang 950 Folge 47 Unſere frühgeſchichtlichen Erkenntn SS 2 E Über die Zeit der Völkerdanderung/ von hjalmar Kutzleb Bei dem Verſuch, die Völkerwanderung zu verſtehen, hat man früher gemeint. die Ger⸗ manen als noch unſäſſige Wandervölker be⸗ 2 trachten zu müſſen. Wenn man das heute jenen früheren Forſchern zum Vorwurf macht, ſo berſieht man, daß das Ereignis Völkerwande⸗ rung durch jene Auffaſſung immerhin etwas von ſeiner Rätſelhaftigkeit verlor. Vor anderen at dann Felix Dahn als die erklärende Ur⸗ f5 ſe die Landnot eingeführt, aber auch dieſe hält nicht Stich, wenigſtens nicht für jene. Gruppe germaniſcher Voölker, die rechts der Elbe ſaß. Sie nämlich geben ihren Boden ohne Not auf und überwandern Landſchaften, die bereits bevölkert und alſo nur kriegeriſch zu erobern und zu behaupten waren, während die alte Heimat Oſtdeutſchland menſchenleer hinter⸗ blieb. So nahe es bei der räumlichen Um⸗ chriebenheit der Erſcheinung liegt, die Urſache dafür in der Natur Oſtdeutſchlands zu ſuchen, ſo unmöglich erweiſt es ſich, denn das Land oſtwärts der Elbe iſt der frühgermaniſchen Wirtſchaftsweiſe klimatiſch und geologiſch gün⸗ ſtiger als das weſtelbiſche. Auch die innere Be⸗ völkerungsſpannung iſt im Oſten ſicherlich nie ſo ſtark geweſen wie im Weſten, denn zu recht⸗ zeitigem Abfluß ſtehn dort immer die Pforten nach Oſten und Südoſten offen. Die Tatſache, daß Oberſachſen nach dem Abzug der Lauſitzer kaum wieder beſiedelt worden iſt, beſtätigt dieſe Auffaſſung nur. Der Raum alſo, das Klima eingeſchloſſen, erklärt nichts, mögen im einzel⸗ nen auch räumliche Umſtände einigen Einfluß auf Weg und Ausmaß der Wanderungen ge⸗ habt haben. So erinnern wir uns daran, daß öſtlich der Elbe im weſentlichen ehemalige Nordgermanen herfr und daß gerade ſie die weiteſten Wan⸗ erſtrecken, auf den Durchſchnitt geſehen, durch⸗ meſſen haben. Wenn die linkselbiſchen Lango⸗ barden gleichfalls in den Strudel der großen ahrten hineingezogen werden, ſo iſt das kein iderſpruch, da auch ſie zu den Oſtgermanen gehören. Dagegen ſpräche allenfalls, daß die kechtselbiſchen Sweben(Weſtgermanen) in der Mark Brandenburg ihr Stammland auch preis⸗ geben, doch kann der eine Fall die Regel nicht Wir gelangen alſo zu dem Eindruck, daß im Gefüge des Oſtgermanentums der Zug zu aus⸗ ſchweifender Wanderbewegung ſtärker oder um⸗ ſchwa die Neigung, an der Scholle zu haften, chwächer iſt als beim Weſtgermanen. Das iſt vorläufig eine taſtende Vermutung, die der Be⸗ ſtätigung bedarf. Sie legt als nächſte die Frage nahe, wie ſich denn die Landnahme der Oſt⸗ 4 firdan von der bei den Weſtſtämmen unter⸗ chied, und das läßt ſich auf einen kurzen Satz ringen: dieſe unterwandern ihr Neuland, die Oſtgermanen überwandern es. Das ſoll nicht heißen, daß nicht auch aus dem Weſten krie⸗ geriſch geſtimmte Scharen vorbrachen, mit dem rang, irgendwo einen adligen Herrenſtaat 1 aufzurichten. Auch das Frankenreich Chlodwigs ſieht ſich ja ſo an, aber ohne die ſtarke und lange vor dem Hunnenſturm einſetzende Unter⸗ wanderung der galliſchen und donauländiſchen Gebiete wäre die Ausbreitung der Weſtger⸗ manen gar nicht zu denken. Hier treibt wirklich Landnot den Bauern zu neuer Scholle, ange⸗ fangen von den Kimbern, die um Land bereit hen römiſche Untertanen zu werden, bis zu en Ribmariern zur Zeit des Aetius. Einen gewiſſen Aufſchluß bietet auch die Be⸗ völkerungsſtärke der Oſtgermanen. Zwar haben wir nur eine einwandfreie Zahlenangabe, die von der Volkszählung Geiſerichs vor dem eebergang nach Afrika. Er hatte 80 000 Men⸗ en mit ſich, Vandalen und Alanen ſamt Fa⸗ en und Knechten. Im beſten Fall die Hälfte waren Germanen. Nimmt man den Wande⸗ kungsverluſt der Vandalen ſeit dem Aufbruch aus dem Karpathenland(390) gleich dem ver⸗ bliebenen Reſt an, ſo käme man auf eine Be⸗ völkerung von 80 000, gleich der des heutigen ohenzollern, auf die Fläche der Slowakei und aliziens. Da dieſer Wohnraum große Flä⸗ chen beſten waldfreien Bodens enthält, im Gegenſatz zu entſprechenden Räumen in Weſt⸗ deutſchland, wird das Mißverhältnis zwiſchen Raum und Zahl noch kraſſer. Noch ſtärker iſt das Mißverhältnis bei den Aus dem HB-Fotopreisausschreiben Goten. Sie haben nach ihrer Einwanderung über die Oſtſee(um Chriſti Geburt) Raum im Putigen Freiſtaate Danzig und angrenzenden Teilen Pommerellens. Um 300 beherrſchen ſie Rumänien, Südrußland ſamt der Krim und augenſcheinlich noch große Teile Mittelruß⸗ lands, ein Vielfaches des heutigen Deutſch⸗ Unevel ian den gazen lands. Als der hunniſche Stoß das Oſtgoten⸗ reich über den Haufen wirft, wandern die Weſt⸗ goten ins Römerreich ein, und ihre erſchließ⸗ bare Kopfzahl mag allerhöchſtens das Doppelte der Scharen Geiſerichs geweſen ſein. Auin.: Leo Heiß Nimmt man hinzu, daß die oſteuropäiſchen Räume der Germanen keineswegs, wie vorher Oſtdeutſchland, als menſchenleere Oeden hinter ihnen bleiben, ſo können die Germanen dort nur als eine dünne, ſehr dünne Decke von Her⸗ ren über Maſſen von fronenden Untertanen geſeſſen haben. Die Hinfälligkeit dieſer Herr⸗ ſchaften ſpricht durchaus im ſelben Sinne. Die Staaten freilich, die ſich in ſolchen Herr⸗ ſchaftsordnungen verwirklichen, haben etwas Gebrechliches. Der Oſtgote Ermanarich beweiſt es ſo gut wie der Vandale Geilamir und der Weſtgote Roderich, wie lange vorher die Achäerfürſten. Dieſe Gebrechlichkeit zu überwinden, bedarf es ſehr berechneter, um nicht zu ſagen gekünſtel⸗ ter Maßnahmen, wie etwa im alten Sparta oder im unteritaliſchen Normannenreich. Auch die klugen und beſorgten Maßnahmen Dietrichs von Bern und Geiſerichs, die dauerhafte Zu⸗ ſtände ſchaffen ſollen, ſcheitern daran, daß es nicht gelingt, Oſtgoten wie Vandalen an den neuen Boden zu binden. Faſt ſpukhaft ſieht ſich's an, wie dieſe oſtgermaniſchen Herrenſtaa⸗ ten jäh und ſpurlos verſchwinden. Es ſind ja nicht nur Goten und Vandalen, es ſind auch die Heruler, Rugen, Skiren, Gepiden. Wie anders im Weſten: da gehen zwar Frieſen, Alamannen, Thüringer auch der politiſchen Selbſtändigkeit verluſtig, aber ihr ſtammhaftes Eigenleben dauert vis heute. Indem ſich jene Völker in Herrenſchichten verwandelten, verlor offenbar der alte Sippen⸗ verband, als an die dörfliche Gemeinſchaft ge⸗ koppelt, Sinn und Halt. Vollens längere Wanderzeiten mußten die blutsmäßigen Ver⸗ bände völlig ſprengen und die auf ihrem Be⸗ ſtande ruhende blutmäßige Sittlichkeit, den Nomos, zerſtören. An deſſen Stelle trat etwas Neues, der Lebensſtil des Kriegeradels, deſſen geſellſchaftliche Form die Gefolgſchaft war. Sie wurde auch die eigentliche politiſche Wirkungs⸗ größe, wie daraus erhellt, daß ſich ſowohl Audwaker wie Dietrich bei ihren Staatengrün⸗ dungen auf Gefolgſchaften, freilich nach Tau⸗ ſenden zählende, ſtützten, und daß dieſe ſogar völkiſch ſtark gemiſcht, alſo überhaupt nicht mehr blutgebunden waren. Von den großen Herrſchern ſolcher Gefolgſchaftsreiche bis zu den Häuptlingen raſch zuſammengelaufener 0 wie Radagais führt eine ungebrochene einie. Die Ethik der Gefolgſchaft ſtand oder fiel, wie der einzelne ſie anerkannte oder nicht. Zwar zeigen die Sagen der Völkerwanderungs⸗ zeit, daß ſich eine Art ſittlicher Stil heraus⸗ bildete, aber eben nur ein Stil, kein heiliges Geſetz, und ſo erklären ſich die vielen Züge eines Machiavellismus, die uns ſelbſt an den erhabenſten Geſtalten, etwa einem Theoderich, abſtoßen. Religiös ſpiegelt dieſen Machia⸗ vellismus Odin. Von hier aus ſcheint uns auch die Leichtigkeit nicht mehr wunderlich, mit der ſich die Oſtgermanen dem neuen Glauben zuwandten; die religrös⸗ſippiſchen Ordnungen lagen eben ſchon in Trümmern. Und nicht nur den fremden Glauben übernahm man. Der ſo⸗ genannte Völkerwanderungsſtil in der Kunſt entſtand bei den Goten und war nicht zu den⸗ ken ohne den vorhandenen ſkythiſchen Stil, Zwar entband, wie immer bei den Germanen, die Befruchtung von außen eigene innere Ge⸗ ſtaltungskräfte, aber es iſt doch auffällig, wie ſpröde ſich im Vergleich zu der gotiſchen Auf⸗ geſchloſſenheit der rheiniſche Bauer gegen die römfiſchen Anregungen verhielt. Wir beſinnen uns auf die Frage, von der wir ausgegangen ſind, nämlich nach den Gründen des unterſchiedlichen Verhaltens der Oſt⸗ und Weſtgermanen. Weil der oſtdeutſche Raum keinen hinlänglichen Grund lieferte, unterſuch⸗ ten wir das Weſen und Verhalten ſeiner Be⸗ wohner und fahndeten auf anlagemäßige, d. h. letztlich raſſiſche Unterſchiede gegen die Weſt⸗ germanen. Wie aber kämen ſolche zuſtande? Geht den Oſtgermanen der ſtarke fäliſche Ein⸗ ſchlag ab, der den Weſten prägt. Sind die nord⸗ germaniſchen Ankömmlinge in Oſtdeutſchland etwa ſchon eine Ausleſe der Beweglichſten und Kriegeriſchſten? Wiederholt ſich dieſe Ausleſe bei jedem neuen Aufbruch? Es gibt Einzelvor⸗ gänge und Befunde, die durchaus für dieſe Vermutung ſprechen. Daß die oſteuropäiſchen Räume mit ihrer Grenzenloſigkeit, daß die Ofiend fn mit den Steppenmenſchen des Oſtens im ſelben Sinne umprägend wirken, leuchtet ein. Umgekehrt mag beim Weſtgerma⸗ nen die feſte Römergrenze, die ſich nicht krie⸗ geriſch üverrennen, wohl aber bäuerlich unter⸗ wandern ließ, dahin ausgewirkt haben, das zähflüſſige„bindige“ Bauerntum zu ſtärken, während ſich das auch dem Weſten nicht feh⸗ lende Kriegertum im Grenzkrieg verſchliß oder nach Rom reislief. Es ſcheint mir überhaupt eine un 0— Vereinfachung, noch in der. frühgeſchichtlichen Zeit mit einem noch unauf⸗ germaniſchen Weſen zu rechnen. as mag für die Bronzezeit gelten. Schon Tacitus zeichnet Einzelvölker wie Chatten, Chauken, Swionen, Frieſen als weſensverſchie⸗ den. Was ſchon dem Römer ins Auge fiel, das gilt' erſt recht zwei⸗ und dreihundert Jahre ſpäter.— Verſuchen wir zu einigen abſchließenden Sätzen zu gelangen. 5 Die Völkerwanderung iſt kein Einzelvorgang, ſondern eine verwickelte Folge von Vorgängen. Ihre Urſache iſt nicht ein äußerer Anſtoß, ſondern ſie wird bewirkt durch ſeeliſche, zum Teil dem Blut entſpringende Triebkräfte, die durch die Landſchaft verſtärkt und gerichtet werden. Die Bewegung ergreift den Oſten weit ſtärker als den Weſten, eine Folge raſſiſcher und räumlicher Unterſchiede, die wieder zu anders⸗ artiger politiſcher Ordnung führt. Dieſe be⸗ wieder die unterſchiedliche Beweglich⸗ eit. Der Untergang der Wanderungsreiche folgt aus mangelnder innerer Widerſtandskraft. Dieſer Mangel äußert ſich in ausgeſprochenen Verfallserſcheinungen. Eine ſolche iſt der In⸗ dividualismus des Völkerwanderungsmenſchen. Die neue politiſche Form iſt der Gefolgſchaftsſtaat, zumal bei den Oſt⸗ germanen. Das aus der Gefolgſchaft entwickelte Helden⸗ ideal jener Zeit iſt mit einer Untergangsethik unlösbar verbunden. Die Völkerwanderung wirkt auflöſend auf die Volkstümer. Nur wo die neuen Staatenbil⸗ dungen auf einem lebenskräftigen, in ſich blut⸗ verwandten Bauerntum ruhen, hat das Ger⸗ manentum Zukunft. Es ließe ſich nun noch eine ſehr nachdenkliche Betrachtung darüber anſtellen, ob der Völker⸗ wanderungsgermane tatſächlich verdient, als das Vorbild für den volksbewußten Deutſchen der Gegenwart hingeſtellt zu werden. Schon in der Anwendung des Wortes„volksbewußt“ geben wir einen Fingerzeig. Echter geſchicht⸗ icher Sinn läßt ſich nicht an einer romantiſch⸗ äſthetiſchen Rückſchau genügen, ſondern indem er die Wirklichkeit, die ewig wandelbare, der geſchichtlichen Lage begreift, ſieht er ein, daß die Geſchichte keine Sammlung von Rezepten iſt, das Schickſal zu meiſtern. Keine Zeit war ſoicher Romantik ferner als die der Völker⸗ wanderung, und ſo erwächſt freilich doch eine Lehre auch hier: daß groß nur iſt, wer da wagt dem eigenen Schickſal ins Gorgonenantlitz zu blicken, auf Gefahr, daran zu zerbrechen. ver Sparſame Der durch ſeine großen Einnahmen im Laufe der Zeit ſehr wohlhabend gewordene Heidelber⸗ ger Juriſt Zachariä war von einer geradezu lächerlichen Sparſamkeit. Er ging u. a. in derart ſchäbiger Kleidung umher, daß er einſt in der Umgebung der Stadt von einem Gendarmen verhaftet wurde. Einmal kamen einige Damen zu ihm, um ihn um eine Unterſtützung für eine Kleinkinderbe⸗ wahranſtalt anzugehen. Er weigerte ſich jedoch, etwas zu geben. „Aber Herr Geheimrat!“ ſagte eine der Damen,„Ihr Herr Sohn hat doch auch fünf Taler beigeſteuert!“ „Ja,“ antwortete Zachariä,„mein Herr Sohn hat auch einen reichen Vater zu beerben. Ich aber bin auf mich allein angewieſen!“ Auf dem Bah nſteig „Es wird Herbſt!“ ſagte Major Burkhardt und blickte den Studienlehrer feſt an mit ſeinen furchtloſen Soldatenaugen. Er ſagte es mit Betonung, als ſuchte er in ſeinem Begleiter beſtimmte Vorſtellungen zu er⸗ wecken. „Ja—— ja,“ Profeſſor Hasleitner, „es wird allmählich kalt.“ „Und ungemütlich. Kalt und ungemütlich.“ Der Major wies auf die Kaſtanien vor dem Dornſteiner Bahnhofe, deren gelbe Blätter ſich fröſtelnd zuſammenkrümmten. „Um fünf Uhr wird es Nacht. Ein ſchlecht ge⸗ heiztes Zimmer. Eine qualmende Lampe. Die Zugeherin bringt lauwarmes Eſſen aus dem Gaſthof. Stellt es unfreundlich auf den Tiſch. Das iſt Ihr Leben.“ Hasleitner hatte ins Weite geblickt, zu dem Walde hinüber, an deſſen Fichten der Nebel lange Fetzen zurückließ. Der ſoldatiſch beſtimmte Ton des penſionier⸗ ten Majors weckte ihn auf. „Wie?“ fragte er. Der alte Soldat deutete auf die tiefer ge⸗ legene Stadt, deren Häuſer behaglich aneinan⸗ dergeduckt waren. „Das iſt das Glück!“ ſagte er.„Eine Frau am Herde, fleißig, um unſer Wohl beſorgt und ſtattlich.“ 3 Er beſchrieb mit der Rechten eine nach rück⸗ wärts ausbauchende runde Linie. „Und ſtattlich!“ wiederholte er. Hasleitner ſah, wie es weiß und grau und dick und dünn aus vielen Kaminen rauchte, und er ſchien die Gemütlichkeit des Anblickes zu verſtehen.—0 In ſeine Augen trat ein freundlicher Schim⸗ mer und man konnte glauben, daß er an Herd⸗ Aus dem HB-Fotopreisausschreiben Verträumtheit, die immer wieder zum Naſen⸗ bohren führte. Kein Mann, der Backſiſche begeiſtern konnte, aber einer, der älteren Töchtern hundert Dinge zeigte, die man in lieber Häuslichkeit flicken, ſtopfen und bürſten mochte. Und doch— dieſer Mann, geſchaffen, von den Aermeln einer bürgerlichen Schlafjacke umfan⸗ gen zu werden, war durch eine ſeltſame Laune des Schickſals mit einer verdorbenen Fantaſie belaſtet, alſo daß ſeine Gedanken an das weib⸗ liche Geſchlecht ſich ſtets mit Vorſtellungen von Eisbärenfellen verbanden, von Eisbärenfellen, auf denen düne, laſterhafte Beine in ſchwarzen Seidenſtrümpfen ruhten. Noch dazu lehrte er die Wiſſenſchaft der Geographie und ſtieß auf der Landkarte immer wieder auf Orte, wo ſeine Sinne kniſternde Seide und herrlich verſtöpſelte Parfüms vermuten durften. Paris— Wien— Budapeſt— Ein Gefühl, das mit ſeiner heimlichen Sehn⸗ ſucht zuſammenhing, trieb ihn täglich zum Bahnhofe, wo Punkt 5 Uhr der große Schnell⸗ zug hielt, der glücklichere Menſchen von einer Großſtadt in die andere führte. Hier hatte nun der quieſzierte Major den Träumer angeſprochen, und ein freundlicher Zufall fügte es, daß beide, als ſie auf dem Bahnſteige kehrtmachten, der Gattin des Offi⸗ Fi gegenüberſtanden, wie auch der Tochter Eliſe. In merkwürdig ſchnellem Gedankengange brachte der Profeſſor das vorausgegangene Ge⸗ ſpräch von Stattlichkeit in Zuſammenhang mit der Erſcheinung Eliſens. Freilich nicht langgeſtreckte, ſeidenumhüllte Beine, aber Rundlichkeiten, mit denen ſich die Aufn.: Willy Glaser „Rößlein“ auf der Weiden feuer dachte, oder an die runde, ſich nach rück⸗ wärts ausbauchende Linie. Ueberhaupt, er war ein träumeriſcher Menſch. Sorglos im Aeußeren, den Hemdkragen nicht immer blendend weiß, die Krawatte verſchoben, den Bart naß von der letzten Suppe, aber in den Augen Herzensgüte, im ganzen Weſen eine Vorſtellung von Wärme und Innigkeit ver⸗ bindet. Die Tochter des Majors fühlte den ſengenden Blick des Philologen, und als eine reife Blume, die ſie war, öffnete ſie willig ihre Blätter den wärmenden Strahlen. Dieſes heimliche, unbe⸗ wußte Suchen und dieſes bewußte Entgegen⸗ ——. Cudwig Thoma kommen ſpann Fäden zwiſchen den beide welche das erfahrene Mädchen bald genug a zuſpulen beſchloß und es ſchickte ſich alsbalh mit einem lieblichen Lächeln dazu an. 4 Freilich war dieſer Profeſſor kein Gegenſta de für brennende Wünſche und verzehrende Gl indeſſen wohl ein Objekt, das ſich mit hau wollenen Aermeln ſanft umfangen ließ, nach⸗ dem es vorher ſorgfältig gereinigt war. „Keine berauſchend ſüße Frucht, ſondern ein ſäuerlicher Hausapfel, der aber, im Kachelofen gebraten, einigen Wohlgeſchmack bieten konnte. Und das Mädchen ſchickte ſich alsbald an, den heimlichen Faden zu ergreifen, als mit dump⸗ 4 fem Brauſen der Schnellzug in die Station ein⸗ fuhr. „Die rieſige Lokomotive ſchnaufte, als wäre ne in der langen, ſtürmiſchen Fahrt außer Atghg gekommen, und die langen, ſchönen Wagen ſtaz den da, als ruhten ſie kurze Augenblicke, weiterzujagen in die weite Welt. Mit einem Male hatte Hasleitner alle Geha ken an runde Mädchenreize vergeſſen; ſie verſa⸗ ken vor ihm, er ſah ſie nicht mehr. Dort im erſten Kupee ſchob eine ſchmale Ha den Vorhana zurück, und ein Paar müde Aug blickten entſetzt auf die Philiſter, hier prallle ein entzückender Kopf entrüſtet zurück. 4 Es war die große Welt, die eine Minute la Dornſteiner Luft einzog und Pariſer Odeu zurückgab. Und da ſtand es auf weißen Tafeln und way darum kein fantaſtiſches Märchen: Paris—Avn⸗ court—Wien— 3 Ja... ja, dieſe nämlichen Wagen waren geſtern noch in Paris geweſen! Jene fabelhaften Damen, von denen man ſich erzählt, daß ſie gierig und unerbittlich Jagd machen auf gutgebaute Männer, waren an ihnen vorbeigewandelt, hatten ſüße Blicke in ſie hin⸗ 4 eingeworfen, und von ihrem Dufte hing etwos an Türen und Fenſtern und verwirrte den Binm eines deutſchen Jugendbildners. Hier ſtand ein Gymnaſiallehrer von gänzlich unverdorbener Jugend, und der für ſchlanle Waden und ſchwarze Strümpfe die heftigſten Empfindungen angeſtaut hat. Warum ſeufzt ihr erleichtert auf, da ſich min der Zug in Bewegung ſetzt? 5 Ihr faht erſtaunt auf die Koſtüme, die un Dornſteiner Atelier für modes und conkfecrlyn kreiert waren, aber ihr ſaht nicht in das Herz des blonden Profeſſors und wißt nicht, wie er ſo ganz der eure iſt! Fort! Die Lokomotive pfeift jubelnd aus der Ga⸗ tion hinaus, als freute auch ſie ſich, dieſun Neſte entronnen zu ſein. 4 Dieſem Himmelherrgott.. 4 „Warum ſo träumeriſch?“ liſpelte Eliſe ug blickte ſchelmiſch auf den Profeſſor, der n Zuge nachſtarrte und in der Naſe bohrte. —Da traf. ſie ein Blick, ſo leer, ſo fremd und ſo feindſelig, daß ſie unter dem flanellenen Höͤl⸗ chen eine Gänſehaut überlief. —— Der Faden war zerriſſen.—— Chor der Bergleute vVon Ferdinand OpPpenberg Hört ihr das hallende pPochen Der schlagenden Hämmer im Tałkt? Wir sind durch die krde gekrochen. Horcht, wie der Streben knacki. 4 Wir schlagen und pochen und schweigen vom Hongenden finster bedroht. 4 Wir sehen die Flommen sfeigen, Wenn leuchtend die Esse loht. Wir hocken noch tief in den Gängen Der Stollen tief unter ſTog Und loben dich, Gott, in Gesängen Der Hämmer mit jedem Schlag. Das Geſicht hinter den In den Sommertagen des Kriegsjahres 1916 geſchah es, daß der Frontſoldat Heinrich Wette eines Tages mit ſeiner Kompanie in Ruheſtellung kam. Er verſäumte die Gelegen⸗ heit nicht, ſogleich ſeiner jungen Frau ein Le⸗ benszeichen zu geben. Er ſchrieb alſo eine Feldpoſtkarte, und darauf hieß es:„Liebe Frau! Ich lebe noch! Wir ſind für einige Tage dem Dreck entronnen. Ruheſtellung! Paket erhalten! Habe Dank! Komme, wenn es klappt, am 13. in Urlaub. Acht auf Cord Hen⸗ rich!“ Cord Henrich war ſein Junge, ſein einziger Junge, ein Blondkopf von rund vier Jahren, den er bisher kaum kennen gelernt hatte. Um ſo inniger war ihm der Knirps ans Herz ge⸗ wachſen. Acht auf Cord Henrich! hieß es alſo auf der Karte. Da er aber dieſen Satz kaum geſchrie⸗ ben hatte, gab es plötzlich Alarm. In der Zeit von wenigen Minuten ſtand die Kompanie marſchbereit und rückte ab. Alles mußte nach vorne, und der Abmarſch kam ſo unerwartet, daß Wette nicht einmal mehr Zeit fand, ſeine Feldpoſtkarte 1 retten. Sie blieb im Quar⸗ tier zurück und ging in der Folge verloren. Doch nicht nur die Karte! Auch ihr Schrei⸗ ber ſelbſt, der Gefreite Wette, verſcholl⸗ Nach dem erſten großen Schmerz beugte die bens Frau daheim in der Heimat ſich ſtumm dem Geſchehen. Sie bewirtſchaftete ihr kleines Gütchen, das notdürftigen Ertrag zum Aus⸗ kommen gab, und Cord Henrich, der Junge, wuchs kräftig heran. Mit vierzehn Jahren entließ ihn die Schule, dann nahm ihn als Knecht ein benachbarter Bauer. Er machte ſich gut, die Mutter durfte ſich über ihn freuen. Und mit jedem Jahr glich er dem Vater mehr. Als Cord Henrich ein gewiſſes Alter erreicht batte, meldete er ſich bei den Soldaten. Seine Scheiben„Von Joſet᷑ Ramp kräftige Geſundheit, die fehlerloſe Geſtalt, ge⸗ paart mit einem hellköpfigen Sinn, erreichten es, daß er genommen wurde. Ruhig und witwenſtill brachte nun die Mut⸗ ter ihr kleines, dörfliches Leben dahin. Da geſchah jedoch eines Tages etwas Merk⸗ würdiges. Im letzten Sommer war es, im Sommer 1936, als eines Morgens der Briefträger Legge zu Frau Wette ins Haus trat. Sie waren Nachbarn miteinander, ſie kannten ſich gut. Legge hielt eine Karte hin und ſagte etwas be⸗ drückt:„Nachbarin, ich hab hier ne Karte—. 'ne Karte für dich! Nimms nicht übel— ich hab ſe geleſen— weil es zu ſonderbar iſt.— Und daß de nicht erſchreckft—— die Karte kommt von deinem——“ Frau Wettes Knie begannen plötzlich zu zit⸗ tern. Die Hände drückte ſie gegen die Bruſt. Und mit gequälter Stimme preßte ſie heraus: „Mein Gott—— Legge—— von wem denn ——21 Iſt was paſſiert—? Cord Henrich?!“ Mit angſtgeweiteten Augen ſtand ſie da. Legge ſchüttelte den Kopf.„Cord Henrich iſt wohl, ſoviel ich weiß. Es iſt eigentlich auch gar kein Grund zum Erſchrecken. Nur ſonder⸗ — Die Karte kommt nämlich von deinem ann.“ Die Nachbarin ſah ihn ungläubig an. Er reichte ihr die Karte hin. Und erklärend ſetzte er hinzu:„Ohne Zweifel hat dein Mann die Karte damals nicht mehr aufgeben können. Sie wird verloren gegangen ſein, und der belgiſche Quartierwirt mag ſie jetzt erſt in irgendeinem verſtaubten Winkel aufgeſtöbert haben.“ Der Briefträger ging. Frau Wette blieb mit der Karte zurück. Es war eine Karte, die vor zwanzig Jahren geſchrieben r, und das Da⸗ tum ſtimmte mit der Gegenwart genau über⸗ ein, es ſtammte ſozuſagen von geſtern. Wäre Krieg geweſen und nicht die verfallene Jahres⸗ 139 die Karte hätte geſtern geſchrieben ſein önnen. Ein nagender Schmerz ſtieg der Frau zum Herzen. Und als ſie 405 der Rückſeite die ihr wohlbekannten Schriftzüge fand und las: „Komme, wenn es klappt, am 13. des Monats in Urlaub“, da ſchlug ſie die Hände vor das Geſicht. In den folgenden Tagen nun wurde ſie von einer ſonderbaren Unruhe erfaßt. Von einem Morgen zum anderen zählte ſie bis zum 13. die wenigen Tage. Es war ja alles ſo leicht zu erklären, und doch bohrte ein heimlicher Wurm in ihr, es müſſe am 13. was geſchehen. Der Tag kam. Er verlief wie ein ganz gewöhnlicher Tag. Nichts von Bedeutung geſchah. Frau Wette indes wurde ihrer inneren, unerklärlichen Er⸗ regung kaum mehr Herr. Müde und ermattet von ſeeliſcher Spannung begab ſie ſich früh zur Ruhe. Doch Schlaf fand ſie nicht. Gegen Mitternacht brach ein Gewitter los. Es wuchs in kurzer Zeit vulkanartig an. Die Nacht ſtand faſt pauſenlos feuerdurchflammt, und in gewaltigen Donnerſchlägen zerbarſt der Himmel. Die Frau lag in Angſt und Schweiß un⸗ ruhig auf ihrem Lager. So oft ihre Kammer von fahlem Licht durchriſſen wurde, wuchs aus dem Finſtern ein Soldatenbild auf, das ſchwarzgerahmt an der gegenüberliegenden Wand ſeinen Ehrenplatz hatte. Es wirkte im magiſchen Schein der Blitze geiſterhaft und faſt wie lebendig. Draußen tobte das Unwetter. Wind ſchlug wild über Hecken und Zäune. Bäume rauſch⸗ ten und brauſten ungebärdig. Ein loſes Brett am Giebel klappte. Dann begann der Regen Gleichzeitig wurde es atemlos ill. Mitten in dieſe Stille hinein wurde an die Scheiben geklopft. 4 Der geängſtigten Frau wich das Blut auß dem Herzen. Halb geiſtergläubig und irr vot Angſt, wurde ſie ans Fenſter getrieben. Im gleichen Augenblick durchſägte ein Wer den Himmel und für den Bruchteil der auf“ flammenden Helle erſchien hinter den näche lichen Scheiben ein Soldatengeſicht. 4 Mit einem Schrei brach die Geängſtigte zu⸗ ſammen. Als ſie aus ihrer kurzen Ohnmacht erwachte, rief es hinter dem Fenſter:„Muttet ſo mach doch auf!— Hörſt denn nicht?!— G. iſt doch der Dreizehnte! Hab doch geſchrieben dann käm ich!“ Noch immer von Geiſtergedanken durchſchüt⸗ telt, zog Frau Wette das Fenſter auf, und herein ſprang kurzentſchloſſen Cord benu ihr Junge. Durchnäßt bis auf die Haut, ſtand er da, lachte und war guter Dinge. Dann fiel ihm das verſtörte Geſicht der Mutter auf.„Haſt denn meine Karte nicht bekommen?“ erkundigte er ſich.„Hab doch geſchrieben, daß ich am Dreizehnten in Urlaub käme!“ Die Mutter wollte was ſagen, aber die Kehle war ihr wie zugeſchnürt und da ſie noch wort⸗ los ſtand, ſchlug es vom Kirchturm Mitternacht, Das Leben gibt oft Rätſel auf. Sonderbarer⸗ weiſe hat Cord Henrichs Karte ihren Beſtim⸗ mungsort nicht erreicht.— USA ißt kröſche In Nordamerika hat ſich eine ſeltſame Sitte eingebürgert. Dort iſt das Froſcheſſen Mode ge⸗ worden. Seit ein paar Monaten gibt es kein Feſteſſen mehr ohne Froſchſchentel. Dementſpre⸗ chend ſind die Froſchpreiſe um ein Vielfachez geſtiegen. Zur Zeit koſtet ein fetter Froſch eiwa einen Dollar. Die„Froſchmode“ hat dazu ge⸗ führt, daß beſonders in den ſumpfigen Gegen⸗ den von Louiſiana viele ſogenannte Froſchfar⸗ men entſtanden ſind, die jetzt glänzende Ge⸗ ſchäfte machen.— In einen Dr. Goebb einen ſeine nenden Ka ſeinen Erir zeit ſchilder dermaßen: und aufwi der nationo riſch zur 2 Tat der An fer Ahnung jungen Ber einfach, gro wegte und Tatſächli⸗ Das Verbot d erſter und ganda des die Propag dings auch gen mit ge gen Text Berliner, ſ im ganzen um die Ma fand den 2 nd Ausei ien des rhoma n den beiden, ald auf⸗ kte ſich alsbald zu an. kein Gegenſtande rzehrende Glut, ſich mit haum⸗ igen ließ, nach⸗ nigt war. ht, ſondern ein „im Kachelofen k bieten konnte. alsbald an, den als mit dump⸗ die Station ein⸗ fte, als wäre ne jrt außer Atag ren Wagen ſta lugenblicke, un ner alle Gepan⸗ ſſen; ſie verſaß/ 2 ne ſchmale Hauh zar müde Augen 5 er, hier pralle zurück. ne Minute lang Pariſer Odeuh Tafeln und wer : Paris—Abn⸗ Wagen waren denen man ſith terbittlich Jagd waren an ihnen licke in ſie hin⸗ ufte hing etwos virrte den Linn er von gänzlich er für ſchlunſe e die heftigſten auf, da ſich mn oſtüme, die m und confectyn ht in das Herz ßt nicht, wie er d aus der Gu⸗ ſie ſich, dieſun pelte Eliſe ugd feſſor, der un ſe bohrte. 4 ſo fremd und lanellenen Höl⸗ M.—— leute berg n Takiꝰ rochen. ckt. 4 d schweigen, roht. 3 gen, n. 4 Gängen sängen a9. wurde an die 4 das Blut aub ig und irr vot getrieben. 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Es war in der Tat der Anfang eines neuen, von uns in dump⸗ fer Ahnung erſehnten künſtleriſchen Stils der jungen Bewegung, der hier ohne Kommando, einfach, groß und monumental ſeine erſte be⸗ wegte und aufrüttelnde Ausdrucksform fand.“ Tatſächlich hat der Zeichner Mjölnir als Das verbot der NSDAP im Gau Groß-Berlin war für das System ein Schlag ins Wasser. Isidor Weiß hatte zu firüh geiubelt. erſter und mit ungeheurem Erfolg der Propa⸗ ganda des geſprochenen und gedruckten Wortes die Propaganda des Bildes angefügt. Aller⸗ dings auch dieſes nicht, ohne ſeine Zeichnun⸗ gen mit geiſtreichen und ſchlagferti⸗ gen Texten zu verſehen. Nicht nur für den Berliner, ſondern für die Nationalſozialiſten im ganzen Reich iſt Mjölnir aus dem Kampf um die Macht überhaupt nicht fortzudenken. Er fand den Weg, die in Verſammlungen, Reden und Auseinanderſetzungen erhärteten Prinzi⸗ pien des Nationalſozialismus mit wenigen Strichen Wenn er beiſpielshalber in zwei Zeichnungen einleuchtend bildlich darzuſtellen. Der Nationalsozialist wurde 14 Jahre lang als Freiwild betrachtet. imſer Kampf im Bilde Hljölnirs hropaganda mit dem ZeichenſtittDer biſſige Schoeiꝛer ein Schwein und einen verachtungsvoll auf es herabblickenden Löwen darſtellt und darunter in gleicher Raumanordnung einen Juden und einen deutſchen Arbeiter, ſo wußte er dieſen bildlich ſo treffenden Geſinnungsausdruck noch mit folgender„Fabel von der Gleichheit“ zu erläutern: „Sprach das Schwein zum Löwen:„Iſt alles gleich, was Tieres Antlitz trägt!“ „Sprach der Löwe:„Das könnte Dir ſo paſſen!“ „Sprach der Jude zum deutſchen Arbeiter: „Iſt alles gleich, was Menſchenantlitz trägt!“ „Und der deutſche Arbeiter glaubte es!“ Gerade im Kampf um Berlin war Mjölnir der geeignete Mann. Er ſtammt aus dem Ber⸗ liner Oſten und verſteht die Sprache und Denk⸗ weiſe des Berliner Arbeiters. Er weiß, daß dieſer Arbeiter einer geraden und ehrlichen Meinung ebenſo zugänglichiſt wie einem treffen⸗ den, wenn auch biſ⸗ ſigen Witz. So ha⸗ ben gerade die Ka⸗ rikaturen Mjölnirs in der Frühzeit des Berliner Kampf⸗ blattes„Der An⸗ griff“ wie ein Streichholz in einem Benzinfaß gewirkt. Mjölnirs Ausein⸗ anderſetzung mit dem ſich einer eigen⸗ artigen Populari⸗ tät erfreuenden Ber⸗ liner Vizepolizei⸗ präſidenten Bern⸗ hard Weiß, genannt Iſidor, war ſo witzig, ſo frech, ſo biſſig, daß ſie den humorvollen Ber⸗ liner zwangsläufig für ſich einnehmen mußte. Was man in Berlin„flachſen“ nennt, das verſtand Mjölnir in ſo ausgezeich⸗ neter Form wie nur einer. Er ſchuf auch die po⸗ puläre Figur des Orje, eines keſſen Berliner Jun⸗ gen, der mit herzerfriſchender Reſpektloſigkeit im „Angriff“ regelmäßig zu den politiſchen Ereig⸗ niſſen und den Schwächen der Syſtembonzen Stellung nahm. Es kann dahingeſtellt bleiben, was ſeinerzeit eine größere Wirkſamkeit erzielte, die gezeichnete Figur und die frechen Redens⸗ arten dieſes Orje, oder die vielbelachten Kurz⸗ geſchichten, die ihm ein findiger Schriftleiter des Berliner Kampfblattes in den Mund legte. So lebendig und originell Mjölnir in ſeinen Karikaturen war, ſo wirkungsvoll zeigte er ſich auch in ſeinen Plakaten und ſym⸗ boliſchen Zeichnun⸗ gen. Er wußte die ſuggeſtive Wirkung von Glaubensſätzen ſehr eindringlich ins Bildliche umzuwan⸗ deln. Er ſchuf für die NSDAP in der Zeichnung den Typ des aufrechten na⸗ tionalſozialiſtiſchen Arbeiters, ebenſo wie er ihm den Typ des marxiſtiſchen Untermenſchen gegenüber⸗ ſtellte. Er zeichnete mit biſſigem Hohn den Juden in tauſend und aber tauſend Schat⸗ tierungen, er ſetzte den Gefallenen der Bewe⸗ gung als Zeichner herrliche ſymboliſche Denk⸗ mäler. Mjölnir ließ nicht nach, die vorwärts⸗ ſtürmende Energie des Nationalſozialismus mit Kohle, Pinſel und Zeichenſtift zu verſinn⸗ bildlichen und damit ſelbſt in verzweifelten Situationen die Parteigenoſſenſchaft mitzurei⸗ ßen, den Gegnern der Bewegung aber eine Schlappe nach der anderen beizubringen und ſie in Unſicherheit über das tatſächliche Kräfte⸗ verhältnis auf dem politiſchen Schlachtfeld zu verſetzen. Die ſtändige Wiederkehr der von Mjölnir ge⸗ ſchaffenen Typen verfehlte ihre propagandiſti⸗ ſche Wirkung natürlich nicht. Seine Zeichnun⸗ gen drangen über Berlin hinaus ins ganze Reiche vor, und mancher Graphiker ſchuf Bild⸗ material für die Kampfzwecke der Bewegung in Anlehnung an Mßölnirs zeichneriſchen Stil. Das änderte nichts daran, daß er der Zeichner der Bewegung blieb. Jede neue Parole unſe⸗ politiſchen Gegner wußte er im Bilde zu verhöhnen und in Gegenſatz zu ihrer beabſich⸗ tigten Wirkung zu ſtellen. So erfand er auch das Bundeszeichen der„Eiſernen Front“, das aus drei abwärts zeigenden Pfeilen beſtand, das Schlagwort„pfeilſchnell abwärts“ und ließ keine Gelegenheit vorübergehen, die⸗ ſen Gedanken in die bildhafte Form zu brin⸗ gen. Das pazifiſtiſche Wortgeklingel der So⸗ zialdemokratie entlarvte er durch biſſige Karri⸗ katuren des marxiſtiſchen Brudermordes und der vom Reichsbanner geſchaffenen„Rüſtkam⸗ mern“. Worte des Wir haben nichts zu tun mit jenen Elemen⸗ ten, die den Nationalſozialismus nur vom Hören und Sagen her kennen und ihn daher nur zu leicht verwechſeln mit undefinierbaren nordiſchen Phraſen, und die nun in irgend⸗ einem ſagenhaften atlantiſchen Kulturkreis ihre Motivforſchungen beginnen. Der National⸗ ſozialismus lehnt dieſe Art von Boeucher⸗ Straßen⸗Kultur ſchärfſtens ab. Jetzt kommt ihr dran! 1, *9 — 7 Wenn die Nase des Berliner Vize-Polizeipräsidenten Bernhard Weiß(„Isidor“) im Straßenbild auftauchte, mußte die Schupo stramm stehen. So tat er dem Gegner Abbruch und richtete die Kameraden der Kampfzeit mit ſeinem un⸗ erſchütterlichen Idealismus auf. Er iſt mit der Berliner Bewegung engſtens verwachſen und darf ſich einen großen Teil der in der Reichshauptſtadt erkämpften Erfolge zugutehal⸗ ten. Wenn er heute im nationalſozialiſtiſchen Staat das Amt eines Reichsbeauftragten für künſtleriſche Formgebung verſieht und außer⸗ dem an der Spitze der deutſchen Preſſezeichner ſteht, ſo hat er ſich das Recht dazu in hundert⸗ fältigen Nachweiſen ſeines Könnens und ſei⸗ ner Geſinnung wohl erworben. GCTN Sieg der Idee Adoli Hitlers Führers So wie wir auf politiſchem Gebiet unſer Volk befreien von den anarchiſtiſchen Elemen⸗ ten der Zerſetzung und damit der Zerſtörung, werden wir auch auf kulturellem Gebiet immer mehr diejenigen entfernen, die, ſei es gewollt oder infolge mangelnden Könnens, mitgehol⸗ fen haben, oder gar noch mithelfen wollen die kulturelle Vorausſetzung für den politiſchen Verfall zu ſchaffen. Zeichnungen: Mjölnir(5) Marxismus und Reaktion hatten das Lachen bald verlernt. Bildnis meiner Hlutter Von Hans Aus dem ſoeben in der„Kleinen Bücherei“ des Albert Langen/ Georg Müller Verlages in Mün⸗ chen erſchienenen Bändchen„Was mir die Heimat gab“, in dem der Dichter Hans Kloepfer mit warmem Herzen von ſeinem geliebten ſteiriſchen Land und Volk erzählt, ver⸗ öffentlichen wir den folgenden Auszug. Mutter... Und ſchon ſtockt die Feder. Und eine Welt voll Liebe und Güte, voll tiefen Ge⸗ mütes und heimatlichen Frohſinns ſteht mir vor der Seele, daß es ſchwer wird, ſie in Worte zu faſſen. Oft habe ich in ſpäteren Jahren darüber nachgedacht, wie ein Menſch denn ſei⸗ nes Lebens froh werden kann, der als Waiſe Mutterliebe nie erfahren hat. Wie ein Weg⸗ kreuz am Anfang der Lebensſtraße ſteht ihr Gnadenbild in der Kapelle der Erinnerung und ein Lichtlein ſtillen Dankes brennt davor, das nimmermehr verliſcht durchs ganze Leben... Unſere Mutter iſt am 30. Juni 1840 im Schulmeiſterhauſe zu Frauental geboren, als achtes Kind und viertes Mädchen unter den zehn Kindern der Fuchsgroßeltern. Sie war von mittelgroßer Geſtalt, anmutig, von behag⸗ licher Fülle,„eine ſaubere Frau“, wie die Leute ſagten, und mit braunen Augen, die voll und klar erfaßten, und einem ſchönen, beredten Mund, deſſen Lippenſpiel ſie uns zum Spaß oft mitten aus tiefem Ernſt launig umblitzen ließ. Denn ſie ſtak bei aller fraulichen Haltung ihr Lebtag voll Liedlein und Schnurren aus der Sulmtaler Heimat. In Haus und Hof vom frühen Morgen bis zum ſpäten Abend tätig, behielt ſie ſtets ihre gute Laune, ihr grundgeſcheites Weſen, das als Zeichen angeborenen Mutterwitzes Weſent⸗ liches vom Unweſentlichen klar zu unterſcheiden wußte, die Oberhand. So ward ſie mir und meiner Schweſter zur Quelle des Frohſinns und Troſt in allen kleinen Fährlichkeiten der jungen Jahre. Von all den vielen Sorgen der Wirtſchaft und als tapfere Gehilfin des Gatten war ſie ſo in Anſpruch genommen, daß ſie uns nach der erſten Kinderzeit mehr der Fürſorge und Obhut der Großmutter überlaſſen mußte, ſo wenig wir auch ihre ſtete Geſellſchaft miſſen folgen⸗ und wo es ſich tat, ihr überallhin olgten. Meelleicht hat mir ſchon mein zweites Le⸗ bensjahr ein Augenblicksbild, ein ſekundenlan⸗ es, von ihr geſchenkt: Ich lag abends im orbe an ihrer Seite und tat über ſie hin einen Blinzelblick in den Lampenſchein. Dann ſinkt mein Bewußtſein wieder für lange Zeit zugrunde, und exſt mit knapp vier Jahren habe ich es wieder, diesmal ſchon klar und deutlich. Großvater war zu Beſuch gekommen und Mut⸗ ter begleitete ihn auf der Heimfahrt, um die ſchwäbiſche Verwandtſchaft kennenzulernen. Das war freilich ein heimlicher Sieg ihres an⸗ mutigen Frauentums mitten unter ernſten Schwägerinnen und Vettern. Man wollte ſie erſt gar nicht mehr fortlaſſen, und es bedurfte, wie ich ſpäter erfuhr, ihres ganzen Heimver⸗ langens nach dem Gatten und den Kindern, daß man ſie ziehen ließ. eil Mutter ſelbſt aus kinderreicher Familie ſtammte, hatte ſie ein helles und warmes Ver⸗ ſtändnis für Weſen und Wünſche der Kinder⸗ welt. Ein paar Bubenrammel im Straßen⸗ raben bei ihrem ſelbſtvergeſſenen Bauen zu eachten, machte ihr immer einen großen Spaß. ort Harmonie war ihr Bedürfnis. Nicht zum Vortrage oder für andere— obwohl ſie als Mädchen Bruder Roberts Lieder im Kon⸗ zerte zu Eibiswalde geſungen hatte—, ſon⸗ dern unbewußt, leiſe für ſich, als Ausdruck der Stimmung des Augenblicks. So klang ſchon des Morgens beim Aufräumen oder vormittags aus der Küche ein Sulmtaler Liedl, ein Me⸗ lodieendchen aus einem Singſpiel oder einer Oper ihrer Zeit, die ſie von den Brüdern ken⸗ Kloepfer nengelernt, wie„Die Afrikanerin“ von dem Grazer Kapellmeiſter Raffael. So nahm auch ich aus ihrem Munde manches als Volkslied auf, nur weil ſich's ſo melodiſch und volks⸗ tümlich im Worte ins Ohr ſchmeichelte.„Wanns Mailüfterl ſäuſelt“, nach dem Gedicht von Baron Klesheim, oder„Wann der Waldbach rauſcht, mit die Bleamerln plauſcht“ ſchienen mir unbedenklich urtümlich und beſtachen als Melodienfund. Man nahm eben damals ganz unbefangen als Volkslied auf, was volkstüm⸗ lich klang und leicht ins Ohr ging, und der klare Quell des echten Volksliedes(Zack!) war recht arg umſpült von Zuflüſſen„im Volkston“. reilich, das„Mueß i denn, mueß i denn zum tädtle hinaus...“, das Mutter als Vaters Lieblingslied gerne ſang, griff ganz anders ans Herz und iſt mir bis heute eine Perle des Volksliedes geblieben. Viel Spaß machte uns Kindern zu guter Stunde Mutters köſtliches Nachahmungstalent das aber keineswegs als Darbietung gelten wollte und nur der ungerufen vorüberhuſchende Einfall ihrer Laune war. Dann galt wieder Ernſt. Das Dränieren der etwas mooſigen Waſtelbauernwieſe für eine Obſtanlage beſorgte ein viereckiger, rothaariger und rotbärtiger Teichgräber aus dem Sudetenlande, in Eibis⸗ wald der„Böhm“ und von Vater kurzweg der „Drekeler“ genannt. Wenn der nun abends, kotbehangen von den Beinen bis an den Gür⸗ tel, der Mutter Bericht erſtattete, ſtimmte er ihrem aufmunternden Lobe ſtets mit dem Satze bei:„Des is emol gewiß, des is emol natier⸗ lich.“ Dieſen Satz hatte Mutter unfehlbar in der Kehle und konnte ihn bei Geſprächen mit tieſſtem Ernſt dazwiſchenwerfen, daß wir ſie hellauf bewunderten. So waltete ihr Humor ſtets ganz unabſichtlich, ſprang quellklar aus der Stimmung und war ſchon wieder im ver⸗ ſtändigen Geſpräch dahin. Ein Decklein, das ſich lüpfte, wenn die Wochenſuppe allzu lange am Herde geſtanden, und wieder darauf ſaß, ehe man es geſehen. So trugen uns die Jahre immer weiter ins Leben hinein. Die Bindungen an die Heimat lockerten ſich, neue Einflüſſe erweiterten ſie, keine nahmen ihr etwas von ihrer ſtändigen Kraft. Nach der ruhigen und doch innerlich ſo bewegten Zeit unſerer Studien wartete daheim immer wieder das Elternhaus, Vaters treue Mannhaftigkeit, Mutters frohes Herz. Freilich blieb der Himmel nicht immer wolkenlos, aber Aerger und Sorgen verflogen, ſolange nichts Schlimmeres kam. Dann war ich Arzt geworden und hatte in den Jahren meiner Junggeſellenzeit oft wo⸗ chenlang an ſchweren Gichtanfällen zu leiden, die mich zeitweiſe zur Bettruhe zwangen. Und immer war dann die Mutter da als liebſter Gaſt und muntere Pflegerin, die über das ganze kleine Hausweſen einen Schein unge⸗ wohnter Behaglichkeit warf. So wurden die Stunden mit ihr zur geruhigen Ausſchau über alle Höhen und Tiefen des Lebens. Und wieder einmal kamen die Brüder, Hans und Robert, nach Eibiswald, nach Köſlach. Dann hielten wir alle zuſammen frohe Heerſchau in der wald⸗ grünen Salla am Fuße der Stubalpe, und be⸗ ſonders für die Mutter wurden das Stunden reinſten Glückes, wenn ſie an der Seite ihrer Lieben dieſe reine Urtümlichkeit von Natur und Leben genießen konnte. Aber wieder ſtiegen im bunten Eimerreigen des Lebens bange Sorgen auf, als ſich in ihrer rechten Bruſt eine glücklicherweiſe noch kleine Verhärtung und damit der Beginn eines böſen Leidens feſtſtellen ließ. Nach der glücklichen Operation im Sanatorium kam ſie als recht ge⸗ troſte Rekonveleſzentin, wenn auch etwas er⸗ ſchüttert vom ganzen Sorgenſturm, zu mir her⸗ aus. Und wieder waren es ſtille Feiertage für * ſie und mich. Ihre frohe, geſunde Natur ſah wieder das Leben vor ſich, das ſie ſo ſehr liebte; und ich hatte die frohe Gelegenheit, ihr in be⸗ haglicher Pflege alles zu bieten, was ich als Sohn und Arzt nur erdenken konnte. Vor einem und dreiviertel Jahren war ihr Lieb⸗ lingsbruder Hans, der Hofkapellmeiſter, einer ſchleichenden Sepſis erlegen, auch eine Natur, deren Herz für das ſpäteſte Greiſenalter ge⸗ ſchmiedet ſchien. Sein Tod und die Reiſe zu ſeinem Begräbnis haben ſie zutiefſt erſchüttert. Aber die Sorge um ihre Familie und der häusliche Pflichtenkreis ließen ſie den Schlag mit der Zeit überwinden, äußerlich. Aber ſtiller war ſie geworden, ernſter, weniger beweglich. Ein Jahr darauf, im Sommer 1901, führte eine anfangs ungefährliche Zellgewebeentzün⸗ dung im linken Arm zu einem ſchweren Rot⸗ lauf, der trotz aller ärztlichen Sorgfalt in eine ſchwere Blutvergiftung überging. Eine Woche lang wehrte ſich ihr geſunder Körper gegen die tückiſche Krankheit. Dankbar und gelaſſen nahm ſie alles hin, was Vater und ich zu ihrer Ret⸗ tung für nötig fanden. Im ſtillen hatte ſie Reinhard v. Harten: Das ijt für Weihnachten! wohl mit dem Leben abgeſchloſſen. Wie ja oft der nahe Tod eine heimliche Hellſichtigkeit bringt, die für die Bemühungen der Umge⸗ bung nur ein wehmütiges Lächeln hat. Aber zum Ende war es doch ein herzzerreißendes Bild, wie dieſes klare, frohe gütige Menſchen⸗ tum im Feuer des wilden Fiebers in Bewußt⸗ loſigkeit verſank und ſein Liebſtes nicht mehr hat ſagen können. Am 30. Juli 1901 iſt unſere Mutter geſtorben, ſinnlos früh mit einund⸗ ſechzig Jahren, wo wir mit Jahrzehnten ge⸗ rechnet hatten. Seither iſt wieder mehr als ein Menſchenalter vorübergegangen. Aber das ſtille Lichtlein der Erinnerung von ihrem Gna⸗ wird nicht verlöſchen, ſolange ich ebe Ehre und Freiheit ſind letzten Endes nicht äußerliche Eigenſchaften, ſondern zeit- und raumloſe Weſenheiten. Alfred Rosenberg Ramerad hHund Zu dritt, der Kriegsblinde, ſeine Frau und Lux, der Führerhund, hatten ſie eine Reiſe in die Alpen unternommen und waren gegen Abend an die Hüte gekommen, in der ſie über⸗ nachten wollten. Nachdem ſie ſich hier ausge⸗ breitet hatten, genoſſen ſie die ſchweigende Ein⸗ ſamkeit rundum, aber in der Neige des Tages ſtand noch unerfüllte Sehnſucht, und der Blinde, durch die Welt der Berge, wie ſie ihm ſeine Frau für ſeine Wahrnehmung deutlich machte, in einen wahren Rauſch verſetzt, überredete ſeine Gefährtin gegen alle Vernunft, auf einen Gipfel zu ſteigen, um die Sonne, die ſich ſchon hinter einer Höhe verbarg, noch in ihrem Untergange zu erreichen. Zutiefſt den Empfindungen ihres Mannes hingegeben, wurde die Frau von ſeiner Raſt⸗ loſigkeit erfaßt, und obwohl es immer ſchwieri⸗ ger und gefährlicher wurde, dem Blinden und ſich ſelbſt durch Geröll und an ſteilen Abſtürzen vorbei einen ſicheren Weg zu bahnen, ließ ſie die Phantaſie mit ſich ſpielen, als ob das Wun⸗ der der ſinkenden Sonne ihrem Weggenoſſen das Augenlicht wiedergeben könnte. Lux trotteie hinterdrein. Er begriff wohl nicht recht, warum⸗ man einen ſo unbequemen Weg gewählt hatte, aber wo ſein Herr war, mußte ja auch er ſein. Als es ſchon ausſichtlos ſchien, daß man die Strahlen der Sonne noch erreichen koönnte, da rollte der Glutball plötzlich hinter der ihn bis dahin verbergenden Wand hervor und in einen Einſchnitt hinein, in dem ſeine Bahn noch für Minuten ſichtbar bleiben mußte Das war ein Augenblick des höchſten Entzückens und der tiefſten Erſchütterung. Die Frau konnte ihren Tränen nicht wehren, als ſie ſah, wie ihr Mann das ſpäte Licht aufnahm und ſich be⸗ mühte, ihm Organe entgegenzubilden, und als das Wunder nicht eintrat, das auch er gegen alle Wahrſcheinlichkeit wieder einmal in ſich ver⸗ teidigt haben mochte, kraulte er ſeinem Lux das Fell, der den Kopf zwiſchen beider Knie ge⸗ Von Gerhard Uhde ſchoben hatte und mit hinunterblickte in die merkwürdige Welt. Unten im blauen Abend⸗ ſchatten lag die Hütte, in der ſie abgeſchieden die Nacht verbringen würden, ihnen allein ge⸗ hörte das Reich der Reinheit, des Friedens und der Stille. Da wurde Lux mit einem Male unruhig und begann zu knurren, und nun vernahmen auch der Blinde und ſeine Frau das ſeltſam unbe⸗ kannte Pfeifen, das den Hund befremdet hatte. In der Erwartung, irgendeine beſondere Ent⸗ deckung zu machen, ließ die Frau Lur bei ihrem Manne und entfernte ſich ein Stück. Der Blinde wollte gerade rufen, weil er ſchon zu lange auf ihre Rückkehr wartete, da hörte er ſie ſchreien und gleich darauf das Geräuſch von ſtürzenden Steinen. Dann wurde es beklemmend ſtill. Um die Murmeltiere beſſer ſehen zu können, die ſie als die Urheber der merkwürdigen Laute er⸗ kannte, hatte ſie ſich zu kühn hinausgewagt, der unſichere Boden hatte nachgegeben, und ſie war abgeſtürzt. Der Hund ſchlug wild an, der Blinde rief aber keine Antwort kam, nur das ſeltſame Pfei⸗ fen kehrte wieder Was war geſchehen? Von Entſetzen gelähmt, verſuchte der Blinde immer wieder zu ſchreien. Doch die Angſt erſchöpfte die Kraft ſeiner Stimme, und Lux, den er aber⸗ mals fortſchickte, kam jaulend zurück und leckte wie zum Troſte ſeine Hände. Hatte er geſehen, was dem Blinden die Sinne verſagten, wußte die Kreatur, der das Wort fehlte, was ihn in einer Bangnis ſondergleichen gefeſſelt hielt?— Zwiſchen Himmel und Erde in der furchtbarſten Ungewißheit hängend, erlebte er die ganze Ab⸗ gründigkeit, die Kluft zwiſchen Menſch und Natur Kriechend und Lux an der Leine haltend vor⸗ ſuchte er, ſich jener Stelle zu nähern, wo das Unglück geſchehen war, doch bald ſah er die Nutzloſigkeit ſolchen Beginnens ein, denn wie er mutmaßen mußte, konnte jede Fehlbewegung über ſein Leben entſcheiden. Er hätte ſich wohl einen Tod gewünſcht, der ihn unverſehens auf⸗ gefangen hätte, aber ſo lange er noch keine Ge⸗ wißheit über das Schickſal ſeiner Frau hatte, klammerte er ſich an die Hoffnung. Und da empfand er die Kreatur, ſeinen Hund, als das Werkzeug, das ſeinen verkürzten Arm verlän⸗ gern konnte. Er wußte ſelbſt nicht, auf welche Weiſe er Lux den Auftrag mitteilte, weit ins Tal hinunterzulaufen und Menſchen zu holen, aber der Hund hatte ihn verſtanden, wie es ſchien. Denn er lief fort und kam nicht wieder. Alles weitere mußte der Blinde ſeiner Klugheit überlaſſen, er hatte ja nicht einmal ein Stück Papier bei ſich, das er hätte beſchreiben und an ſeinem Halsbande befeſtigen können. Stunde um Stunde verging in der herein⸗ gebrochenen Nacht. Die Sterne ſtanden klar über der Bergwelt. Aber er hatte ja keine Augen, dieſen Troſt des Lichtes zu erfaſſen. Im Her⸗ zen mußte er die Sterne entzünden, und das war eine mühſame Tat. Er trug die Schuld, er hatte in geſtümem Lebensdurſte ſeine Frau zu dem verhängnisvollen Aufſtiege verleitet, das zu leicht ſchlagende Berablut war über ſie beide Herr geworden. Nun pochte es wieder dumpf in ſeinen Adern, die ewige Nacht hatte ein er⸗ drückendes Gewicht. Er wollte hadern, aber die Gewalt der ſchweigenden Natur nahm ihm das Recht. So nahe dem Himmel und doch aller Erdenſchwere preisgegeben, hockte er auf einem Steine und ſuchte ſich gegen die Kühle zu ſchühen. Lux war lange gelaufen, als er zu einer Hütie kam, worin er Menſchen witterte. Er bellte immer wieder, bis die Schlafenden nach anfänglichem Schimpfen über die Ruheſtörung auf ſein ſeltſames Gebaren aufmerkſam wurden und einer aus der Hütte heraustrat. Dem legte ſich Lux winſelnd zu Füßen, ſprang danach auf, lief fort und kam zurück und wiederholte dieſe Art der Aeußerung ſo lange, bis man Anſtal⸗ ten traf, ihm zu folgen. Danach beruhigte er ſich, aber als man wegen der nächtlichen Dun⸗ kelheit ſchließlich zögerte, jaulte er ſo kläglich, daß es unmöglich wurde, ihm nicht zu will⸗ fahren. Mitten in der Nacht brachen ſie auf und folg⸗ ten der vom Hunde gewieſenen Richtung. Zu immer ſchnellerem Gehen ſpornte ſie Lux an, der bald ein großes Stück voraus war, bald wieder ängſtlich umkehrte, um ſich zu vergewiſ⸗ ſern, ob ihm ſeine Begleiter auch noch folgten. Als der Morgen zu dämmern begann, langten ſie bei der Hütte an, worin der Blinde und ſeine Frau hatten übernachten wollen. Nun war Lur um noch vieles ungeſtümer. Er bellte, und als er von oben her ſeinen Pfiff hörte, lief er ſtürmiſch das letzte Stück hinauf, das ihn noch von ſeinem Herrn trennte. Die Retter kamen und mit ihnen die Gewiß⸗ 4 heit, daß die Frau lobte. Sie hatte bei ihrem Abſturz das Glück gehabt, an einem Felſenvor⸗ ſprunge hängen zu bleiben, war aber mit dem Kopfe ſo gegen den Stein geſchlagen, daß ſie das Bewußtſein verloren hatte. Man konnte ſie bald aus ihrer unaglücklichen Lage befreien und ſie und den Blinden ſicher zur Hütte geleiten, wo ſie bereits nach einem Tage ſo weit her⸗ geſtellt war, daß ſie den Rückweg ins Tal an⸗ traten. Die teure Hlaſchine MeGregor hatte ſich eine Regiſtrierkaſſe ge⸗ kauft. MeDonald kam in MeGregors Zigarren⸗ laden, bewunderte die neue Maſchine und kaufte zur Feier des Tages eine Zigarre zu einem hal⸗ ben Penny, die er ſofort bezahlte. Zu ſeiner Verwunderung aber ſteckte MeGregor das Geld⸗ ſtück in die Taſche, ohne die Maſchine zu be⸗ nutzen. „Warum legſt du das Geld nicht in die Kaſſe?“ fragte er. „Um die Maſchine zu ſchonen“, erwiderte MeGregor.„Ich behalte alle Beträge im Kopf, bis fünf Pfund zuſammenkommen. Dann erſt lene ich ſie hinein: Auf dieje Beiſe wird die Lebensdauer der Kaſſe um mindeſtens 10 000 Prozent erhöht...“ (Politiken.) 30 den ſechzi, derts Leib den war— ohne ernf durchquert, ſchenke des enz da m egreifen l Erde berei terne, faſt machte, we lonieknöchel war er in einem Hin Guſtav Na ten Kar ückweg n⸗ ſcher nicht reiſte vieln erſchloſſener Ueber Bag ings an d Chartum,( Tunis, w Deutſchtum —— 50 eneralkon Bei dieſe Guſtav Nac auf einen b ſtamm und erfahren ſo ich im Ueb xpedition einmal den völkchens ü Wehrloſen vielmehr zu König reſid Baum gebu ſollte gegeſſ Guſtav N Es ſtanden Seite. Unl Nichtalltägli geleiſtet. A war, was er nicht in wäre, gegen liche bißher bisher: Was alles an Händen Augenblick Handlungen, feſtgehalten, ſich feſthielt, wandfrei be Immer ſe verfolgte Gr ben der Re Freilich, k ſich gehen. S Dorf, das Beinen. Vor ſeligſten Un. zum kaum kür, Zufall.“ zelne feſtgele ten des Holz erbeiholen kt. Die Ber ſakrale Leiſti wolluſtdurchſ ſtändlich dur ſik nicht fehl die Inſtrum einen von il andern durch Zufall ſein.? den jene nur gen Sängerr Vä Wir woller en i chreiben, wi unterſuchen, Uebereinſtim: der Weſensa aß ſi olch ſchen Vater u auch in der für die Grap einen erhöhte lichkeiten und ſuchen und fe „Ein ſtrebſa lich Mühe ge Rüchtung hin ichtung hin den ſelbſtverſt daß ſein So Fußſtapfen tr ter innerlich eine andere? ſo empfinden nung ihrer A Töchter ihnen Reife und Ch auswachſen. kes Erbgut vo deter und ger ſes in gerade wieder gelern zu ſehen, hal milienzugehör —— aus wi ingt zukomm hat darin ein Oft hören ehen Worte eſicht geſchn dernd von der Wie ja oft ullſichtigkeit. der Umge⸗ hat. Aber rreißendes Menſchen⸗ n Bewußt⸗ nicht mehr iſt unſere it einund⸗ ehnten ge⸗ mehr als Aber das hrem Gna⸗ olange ich en Endes ſondern * dSenberg ht zu will⸗ uf und folg⸗ ichtung. Zu ſie Lux an, war, bald u vergewiſ⸗ ioch folgten. inn, langten Blinde und n. 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Den ückweg nach Tunis nahm der n—5 Er e⸗ reiſte vielmehr den damals noch völlig un⸗ war er in Kuka, erſchloſſenen Sudan in ſeiner ganzen Breite. Ueber Bagirmi, Wadai, Där⸗Für, Kordofan ings an den Nil. Dann nilabwärts über hartum, El Orde, Korosko, Kairo zurück nach Tunis, wo dem wagemutigen Pionier des Deutſchtums zur Belohnung für ſeine außer⸗ ewöhnliche Leiſtung der Titel Preußiſcher Veneralkonſul verabfolgt wurde. Bei dieſer Durchguerung des Sudan traf Guſtav Nachtigal zwiſchen Bagirmi und Wadai guf einen bislang gänzlich unbekannten Neger⸗ ſtamm und zwar— wie er am eigenen Leibe erfahren ſollte— auf Kannibalen. Er hatte ich im Uebereifer von den Mitgliedern ſeiner xpedition getrennt. Die Krieger des nicht einmal dem Namen nach bekannten Sudan⸗ völkchens überfielen ihn. Sie ſchlugen den Wehrloſen aber nicht nieder, ſchleppten ihn vielmehr zu dem Hüttenhaufen, in welchem ihr König reſidierte. Dort wurde er an einen Baum gebunden und ſollte— kein Zweifel— ſollte gegeſſen werden. „Guſtav Nachtigal ſchloß ſein Lebensbuch ab. Es ſtanden anſehnliche Poſten auf der Aktiva⸗ Seite. Unbeſtreitbar: Er hatte mancherlei Nichtalltägliches daheim und in der Fremde geleiſtet. Aber gegenüber dem, was zu leiſten war, was er noch hätte leiſten können, wenn er nicht in die Hände der Kannibalen geraten wäre, gegenüber den verwirrend großen Po⸗ ſten auf der Paſſiva⸗Seite, fielen ſeine ſämt⸗ liche bisherigen Leiſtungen nicht ins Gewicht. Was alles konnte er zum Exempel— obwohl an Händen und Füßen gebunden— in dieſem Augenblick Wichtiges beobachten! Vorgänge, Handlungen, Gebräuche, die noch kein Forſcher feſtgehalten, noch keiner, wenn er ſie doch für ſich feſthielt, der Heimat wiſſenſchaftlich ein⸗ wandfrei beſchrieben hatte. Immer ſorgſamer, immer leidenſchaftlicher verfolgte Guſtav Nachtigal das Tun und Trei⸗ Freilich, keine alltägliche Mahlzeit ſollte vor ſich gehen. Sondern ein Feſtſchmaus. Das ganze Dorf, das vollzählige Völkchen war auf den Beinen. Vom glitzernden König bis zum arm⸗ ſeligſten Untertan, vom zahnloſen Greis bis zum kaum ſtandfeſten Kind. Nirgendwo Will⸗ kür, Zufall. Alles ging nach altem, bis ins ein⸗ zelne feſigelegtem Ritus vor ſich. Das Aufſchich⸗ ten des Holzes— eine heilige Handlung. Das en der Keſſel— ein gottesdienſtlicher kt. Die Bereitſtellung der Trinkgefäße— eine ſakrale Leiſtung. Das Wetzen der Meſſer— ein wolluſtdurchſchauertes Myſterium. Selbſtver⸗ ſtändlich durfte bei einer ſolchen Feier die Mu⸗ ſit nicht fehlen! In feierlichem Zuge wurden die Inſtrumente Ferbeigeſchafft, Warum die einen von ihnen unfaßbar lang, während die andern durch Kürze auffielen? Das konnte kein Zufall ſein. War beſtimmt nicht unſinnig. Wur⸗ den jene nur zu Hauſe benutzt, von berufsmäßi⸗ gen Sängern, ſozuſagen von den Neger-Bar⸗ ein Selbſt vergeſſen/ den? Mußten dieſe, im zu ihnen, handlicher ſein, weil ſie auf die Streifzüge— zur Jagd, in den Krieg— mitgenommen wur⸗ den? Wieviel Saiten hatten ſie? Gleich viele? Nicht doch! Auf der Kriegergitarre war minde⸗ ſtens die doppelte Zahl wie auf der Barden⸗ gitarre. Warum nicht umgekehrt? Und wie wa⸗ ren die Saiten befeſtigt? Wie wurden ſie ge⸗ ſtimmt? Seltſam: Die Wirbel ſtaken nicht— nach europäiſcher Weiſe— im Kopf der Inſtru⸗ mente. Sie befanden ſich auf dem Klangkörper, geradezu— ja, es ließ ſich nicht anders ſagen — oben auf dem Inſtrumentenbauch. Woraus beſtand der Fingerhut, mit dem die Saiten ge⸗ riſſen werden ſollten? War auch ſeine Spitze aus Horn? Sicher nicht. Genauer hinſehen! Feſthalten die überaus wichtigen Beobachtun⸗ gen! Im Inneren feſthalten! Sämtliche Vorbereitungen zum Volksſchmaus waren beendet. Die einen griffen nach den In⸗ ſtrumenten. Setzten mit Spielen ein. Die andern hegannen zu tanzen. Rund um den Gefangenen. Die dritten huben an zu ſingen. Guſtav Nachtigal geriet außer ſich. Welcher Forſcher hatte das geſehen? Wer hatte es auf⸗ gezeichnet? Wo waren die Bücher, die es be⸗ ſchrieben? Wiſſenſchaftlich exakt beſchrieben? Nicht gegründet auf Erzählungen aus drittem, zehntem Munde und alſo hundertfach ver⸗ fälſcht. Sondern gegründet auf eigene, unver⸗ fälſchte, hinreichende Beobachtungen. Alles war bis ins einzelſte feſtgelegt. Das Gebaren, die Melodien. Die Texte, die Folge der Tänze. Genauer hinhören! Schärfer hin⸗ ſehen! Aber wer konnte dieſes hundertfältige auf und ab in ſeinem Gedächtnis aufſpeichern? Alſo durch Buchſtaben, durch Noten, durch Zei⸗ chen feſthalten. Papier! Bleiſtift!! Guſtav Nachtigal gewahrte zu ſeinem Kum⸗ mer, daß er gefeſſelt war. Gefeſſelt? Er mußte die Hände freihaben. Punktum. Gab es nicht Artiſten, die zur Be⸗ luſtigung der Menſchen, um Geld durch ihre Spielerei zu verdienen, ſich aus den kunſt⸗ vollſten Feſſelungen befreiten? Und er, der frei ſein mußte, um der Forſchung unſchätzbare Dienſte zu leiſten, er ſollte es nicht fertig brin⸗ gen, die Arme, die Hände aus kunſtvoll ge⸗ ſchlungenen Negerſtricken herauszuziehen? Die Hände endlich frei! So— mit Gewalt— gings nicht. Auch ſo nicht. Und ſo nicht. Aber ſo! Nun noch die Arme frei! War leichter. Viel leichter. Guſtav Nachtigal ariff in ſeine Rocktaſche, holte Bleiſtift und Notizbuch hervor, begann zu ſchreiben: Worte, Noten, Zeichen. Die Neger ſpielten, tanzten, ſangen inmitten wilden, ſinnebenebelnden Rauſches. Guſtav Nachtigal ſtand inmitten gläſerner Klarheit und ſchrieb.* Einer der Tanzenden gewahrte es. Glaubte, der weiße Mann werde im nächſten Augen⸗ blick die Rechte mit dem blinkenden Dingelchen heben und ſchießen. Wollte beiſeite laufen. Wollte nach einem Speer greifen. „Tanzen!“ ſchrie Guſtav Nachtigal ihn an.“ »Und der Neger tanzte. Durch den Anruf ſchienen mehreren der Ne⸗ ger die Augen aufzugehen. Sie begannen, um ſich zu ſehen. Das Marterpfahllied drohte ins Stocken zu geraten. „Singen!“ befahl Guſtav Nachtigal. Und die Neger ſangen. Von Minute zu Minute ſteigerte ſich das Singen und Tanzen. Nicht mehr die Gier des freiumherſpringenden Kannibalenſtammes trieb den Tumult gipfelan. Beherrſcht wurde er von dem Willen des gefeſſelten deutſchen Mannes: der Menſchheit durch Kündung bis⸗ lang unbekannter Menſchlichkeiten zu dienen. Plötzlich aus dem Dickicht eine Salve. Drei Von Hans Franck Neger tot am Boden. Die übrigen fliehen in alle Winde: König und Untertanen; Greiſe, Männer, Frauen, Kinder. Die Gefährten des Forſchers kommen ju⸗ belnd herbeigelaufen. „Wie könnt ihr mich bei der wichtigſten Ar⸗ beit meines Lebens ſtören?“ ſchreit Guſtav Nachtigal ſie an. Arbeit——? Stören——2 Niemand begreift. „Die bedeutendſte aller Entdeckungen unſerer ſchenſchlachtfeſt! Wortwörtlich aufgezeichnet. Notengerecht feſtgehalten.“ Jawohl: Beim Menſchen⸗Schlachtfeſt. Und der geſchlachtet werden ſoefre bei dieſem Feſt, der geſchlachtet und aufgefreſſen wäre, wenn ſie nicht dummerweiſe geſchoſſen hätten: Er! Ich?? Wer ſonſt? „Hm Ob er das ganz vergeſſen hätte? Wie in aller Welt nur möglich, ſeiner Errettung vom Tode nicht behilflich zu ſein? „Vielleicht bin ich gerettet worden, weil ich den Tod vergaß——?“ Hinundherblicken. Begreifen. zu antworten. Dann ließ Guſtav Nachtigal ſich losbinden Keiner wagt Aufn.: Lueders Beim erjten Schnee wird gerodelt! Expedition! Und ihr vertreibt mir, ehe ſie ab⸗ geſchloſſen iſt, die Neger durch eure dumme Schießerei!“ Dumme Schießerei——? Dumme——? „Seht her: Geſänge der Neger beim Men⸗ und begann—als ob nichts Außergewöhnliches ſich ereignet hätte, weder mit ihm noch durch ihn— den Gefährten die Opferfeſtlieder des unbekannten ſudaneſiſchen Kannibalenſtammes vorzuleſen, vorzuſingen und, hingeriſſen von ihrer Rauſchgewalt, vorzutanzen. Häter und Söhne Hlütter und Töchter Zeige mir deine Schrift und idi sage dir, wer du hist! Wir wollen keine lange wiſſenſchaftliche Ab⸗ en über das Generationenproblem chreiben, wir wollen auch nicht tiefſchürfend unterſuchen, inwieweit Geſetzmäßigkeit in der Uebereinſtimmung oder dem Auseinandergehen der Weſensanlagen von Familienmitgliedern vorhanden ſind. Wir wollen lediglich aufzeigen, daß ſich ſolche auffallenden Aehnlichkeiten zwi⸗ ſchen Vater und Sohn oder Mutter und Tochter auch in der Schrift niederſchlagen und daher für die Graphologen wie auch für den Laien einen erhöhten Anreiz bilden, ſolche Schriftähn⸗ lichkeiten und Schrifteigentümlichkeiten aufzu⸗ ſuchen und feſtzuſtellen. Ein ſtrebſamer, fleißiger Vater, der ſich red⸗ lich Mühe gegeben hat, bei der Erziehung ſei⸗ ner Kinder und bemüht war, ihnen nach jeder Richtung hin ein gutes Vorbild zu ſein, hat den ſelbſtverſtändlichen und natürlichen Wunſch, daß ſein Sohn recht einſchlägt und in ſeine Fußſtapfen tritt. Dagegen iſt ſo mancher Va⸗ ter innerlich zerbrochen, wenn ſein Sohn auf eine andere Bahn gerät. Und wie die Väter, ſo empfinden es auch die Mütter als die Krö⸗ nung ihrer Aufopferung und Mühe, wenn ihre Töchter ihnen ähnlich werden und vielleicht an Reife und Charakterfeſtigkeit noch über ſie hin⸗ auswachſen. Wo immer in einer Familie ſtar⸗ kes Erbgut vorhanden iſt, da iſt es ein begrün⸗ deter und gerechtſertigter Stolz, wenn ſich die⸗ ſes in gerader Linie forterbt. Heute, wo wir wieder gelernt haben, auf Erbgut und Raſſe zu ſehen, haben ſolche Feſtſtellungen der Fa⸗ milienzugehörigkeit vom charakterlichen Stand⸗ aus wieder den Wert, der ihnen unbe⸗ ingt zukommt. Und gerade die Graphologie hat darin ein ſehr dankbares Arbeitsfeld. Oft hören wir auf der Straße im Vorbei⸗ jehen Worte wie„ſeinem Vater direkt aus dem Geiicht geſchnitten“, oder jemand ſagt bewun⸗ dernd von dem heranwachſenden Sohn, daß er ſeinem Vater immer ähnlicher wird. Meiſt be⸗ ziehen ſich ſolche Außerungen auf das Aeußere, auf Geſichtsſchnitt, Gang und Haltung, wich⸗ tiger und weit ſchwieriger iſt aber die Feſt⸗ ſtellung der charaktermäßigen Aehnlichkeit. Sind die Aehnlichkeiten derartig ins Geſicht ſpringend, bedarf es kaum noch der grapholo⸗ giſchen Unterſuchung. Häufig werden die vor⸗ handenen Aehnlichkeiten aber gar nicht erkannt, weil Vater oder Mutter ſich nicht mehr ſo recht in ihre eigene Jugend zurückverſetzen können und manches in der Weſensart ihrer Kinder als„aus der Art geſchlagen“ verdammen, was in Wirklichkeit nur eine notwendige Durch⸗ gangsſtufe ihrer Entwicklung iſt. Je lebhafter und ſtürmiſcher ſich die Entwicklung eines Men⸗ ſchen vollzieht, deſto ſchwieriger wird auch die Feſtſtellung von Aehnlichkeiten. „So iſt auch die Klage des Vaters eines 16⸗ jährigen Sohnes zu verſtehen, der ſich mit der Eigenart ſeines Sohnes nicht recht befreunden kann und ſich ſo ſchwere Gedanken über deſſen Tüchtigkeit und Geſinnung macht. Und gerade dieſer Fall iſt ein augenfälliges Beiſpiel dafür, wie ſtark hier die Familienähnlichkeit zwiſchen Vater und Sohn iſt. Dem Graphologen aber blieb es vorbehalten, dieſen an ſich hochintelli⸗ genten Menſchen auf die für ihn äußerſt über⸗ raſchende Tatſache hinzuweiſen. Sehen wir uns die Schriften einmal an: ι ι In ali..— nuai K, l Die Schrift des Vaters iſt eine Schrift von hohem Eigenartsgrad. Er iſt ein Menſch von weit überdurchſchnittlichem Format, ſtark künſt⸗ leriſch begabt, ungemein klug, aber es fehlt das nötige Intereſſe für die Nüchternheit des Le⸗ bens, für die praktiſchen und doch einmal ſo notwendigen Dinge und Selbſtverſtändlichkeiten. Bei allem guten Willen und aller Liebe und Fürſorge für ſeine Familie hat er oft nicht das nötige Verſtändnis für die Eigenart an⸗ derer Menſchen, und iſt ſo durch ſeine Eigen⸗ ſinnigkeit und Beharrlichkeit oft blind gegen Fehler und Schwächen wie auch gegen Vorzüge. Dieſe Dickſchädeligkeit, das gleiche ſenfible Tem⸗ perament, die Abhängigkeit von Stimmungen und Launen hat der Sohn geerbt, zugleich aber auch die überragende Intelligenz und die ſtark künſtleriſche Begabung. A h0. f Kf Fed- WM. W A. ◻ν.—+ b◻N 3 n Die Schrift des Knaben wirkt für ſein zah⸗ lenmäßiges Alters außerordentlich reif und zu⸗ mindeſt keineswegs kindlich, in der Größe und der Eigenart der Buchſtabenformung aber iſt eine auffallende Gleichheit mit der Schrift ſei⸗ nes Vaters vorhanden. Es iſt auch die gleiche ſtarke Reſerviertheit und Gehemmtheit der Um⸗ welt gegenüber vorhanden, die ſich häufig in Trotz und Ablehnung äußert. Dadurch, daß es dem Graphologen möglich iſt, dieſe frappante Aehnlichkeit aufzuzeigen, war das Verhältnis zwiſchen Vater und Sohn mit einem Schlage entſpannt und bereinigt und der Weg zu einem gegenſeitigen Verſtehen freige⸗ egt. Ein Bild äußerſter Harmonie und eines un⸗ vergleichlich guten gegenſeitigen Verſtehens bie⸗ folgenden Schriften von Mutter und Der Gegenſatz des Alters iſt hier vollkom⸗ men überbrückt, die 50jährige Mutter iſt die beſte Freundin ihrer Bjährigen Tochter. Hier iſt eine vollendete Gleichheit in der Lebens⸗ auffaſſung vorhanden, die gleiche ſeeliſche Emp⸗ findungsfähigkeit und ſtarke Beeindruckbarkeit, das gleiche Feingefühl und Verſtändnis für die Nöte und Sorgen anderer. Hier handelt es ſich nahezu um einen Ideal⸗ fall des gegenſeitigen Verſtehens. Es iſt in der Familie ein hohes Erbgut vorhanden und eine ſelten anzutreffende Atmoſphäre von Har⸗ monie und verſöhnlichen Ausgleichens der an ſich auch nur geringen Gegenſätze. Allerdings har ſich die Mutter eine erſtaunliche Jugendlich⸗ keit zu bewahren gewußt, und die Tochter iſt ſec ihr Alter außerordentlich reif und charakter⸗ feſt. Aber, wie geſagt, ſolche Idealfälle ſind äuzerſt ſelten, meiſt iſt es die ſchwierige Aufgabe des Graphologen, aus den zahlreichen Spannungen und Reibungen, die innerhalb einer Familien⸗ gemeinſchaft ſchon allein durch den häufig hohen Altersunterſchied aufkommen, dennoch die ge⸗ meinſame Veranlagung von der charakterlichen wie auch von der Begabungsſeite her aufzu⸗ zeigen und klarzulegen. Am Unterlauf der Tauber, wo ſich das Tal verengt und die dunklen Kiefernwälder bis an die Straße herunterſtreichen, liegt das kleine Dörſchen Niklashauſen. Von der vorgeſchobe⸗ nen Bergnaſe der jenſeitigen Hügelkette grüßt die wetterergraute Gamburg herüber, die einſt Aus dem HB-Fotopreisausschreiben Sturm über Franken Zollſtädte in Wegfall kommen. Es dürfte keinen Papſt, keine weltliche und geiſtige Herrſchaft mehr geben; denn alle Menſchen ſeien gleich, Bürger und Bauern, Landsknecht und Edel⸗ mann. Das Pfeiferhänsle ſprach den Bauern ſo recht Auin.: Fritzlaſi Erjter Schnee auf den höhen das alte Frankenneſt in ihren Schutz genommen hat, um es vor Ueberfall und Ausplünderung zu ſchützen. Das kleine unbegachtete Dorf, durch deſſen enge Gaſſen heute der Durchgangsverkehr der Taubertalſtraße brandet, war einſt mit eine Zelle der geiſtigen Revolution, die zu den trau⸗ rigen Ereigniſfen des Jahres 1525 führte. Draußen am Ende des ſtillen Dorfes ſteht heute noch des Pfeiferhannes ſchmucklos Haus, der— vielleicht unbewußt— den Bauernaufſtand vor⸗ bereitete, indem er durch fanatiſche Hetzreden die Frankenbauern zum Widerſtand gegen ihre Grundherren aufrief. Schon viele Jahre wallfahrte das Franken⸗ volk nach Niklashauſen. Ein Bild der Mutter⸗ gottes galt als beſonders verehrungswürdig und die Kapelle, in der ſich das Bild befand, galt als Ort der Gnade. In guten und ſchlech⸗ ten Zeiten pilgerten die Bauern dorthin, um der hl. Jungfrau ihre Sorgen und Nöte vorzu⸗ tragen. Dieſe Wallfahrt erhielt im Jahre 1476 eine ganz eigenartige Wendung. Aus dem nahen Helmſtadt erſchien ein armer Hirtenjunge, Jo⸗ hann Böhm, der ſich die Wallfahrt zunutze machte. Er ließ ſich in der Nähe der Wall⸗ fahrtskirche nieder und verdiente ſich mit Sack⸗ pfeife und Handtrommel ſeinen Le⸗ bensunterhalt, angewieſen auf das Mitleid und das Almoſen des betenden Volkes. Der kleine Wicht, wegen ſeines ſonderbaren Berufes bald unter dem Namen„das Pfeiferhänsle“ bekannt, wurde ob ſeiner ſtets heiteren Laune gern ge⸗ ſehen. Nach einigen Monaten gigg mit dieſem Pfei⸗ ferhänsle eine ſonderbare Wandlung vor ſich. Als am Sonntag Lätare die Wallfahrt beſon⸗ ders ſtark beſucht war, machte der Bettler vor der Kirche ein großes Feuer an, verbrannte Pauke und Pfeife und erklärte feierlich, die Muttergottes ſei ihm erſchienen. Sie habe ihm den Auftrag gegeben, ſtatt zu Tanz und Freude aufzuſpielen, Buße zu predigen. Er forderte die Pilger auf, for goldenen Schmuck zu ofern, und die Hoffart abzulegen. Tand und Eitelkeit ſeien nichts für ein C riſtenvolk. Und als das Volk unter dem Eindruck dieſer Um⸗ ebung des Pfeifers Rat befolgte, fuhr dieſer ort zu predigen, Fron und Leibeigenſchaft müßten abgeſchafft werden, Steuer, Zehnt⸗ und aus dem Hergeft Kleidete er doch ihre Not in Worte und geißelte unbarmherzig alle jene ſozialen und politiſchen Mißſtände, die ſie ſo ſehr bedrückten. Schon lange hatte ſich die Un⸗ zufriedenheit über jene Notſtände in ihren Her⸗ zen feſtgefreſſen und der Hirtenbub ſchien mit feiner neuen Lehre, die er ja in göttlichem Auf⸗ trag zu verkünden vorgab, ſo recht geeignet, die Seligkeit auf Erden zu ſchaffen. Die Predigt von Niklashauſen ſprach ſich bald in der ganzen Gegend herum und vom Taubertal, vom Bauland, vom Main und von der Jagſt ſtrömten die Bauern herbei, um den neuen Propheten zu ſehen und ſeine Lehre zu vernehmen. Bis zu 40 000 ſollen es täglich ge⸗ weſen ſein, ſo daß das ganze Tal einem einzi⸗ gen brodelnden Heerhaufen glich. Die Lehre des Pfeiferhannes hatte eingeſchlagen, das Volk jubelte ihm zu. Land⸗ und Stadtgemeinden ent⸗ boten dem Hirtenbub durch Abgeſandte ehrer⸗ bietig Gruß und ließen ihm zum Zeichen ihrer Zuſtimmung Ehrengaben überreichen. Die Wallfahrer brachten Kerzen, Gold⸗ und Silber⸗ münzen, um ſie auf dem Altar der neuen Lehre zu opfern. Das Gebet der politiſchen Gleichheit und der ſozialen Gerechtigkeit ſetzte ſich ſo ſtark durch, daß jeder auf den bloßen Gruß„Bruder“ oder„Schweſter“ in den einzelnen zu durch⸗ wandernden Orten koſtenlos bewirtet wurde. Der Pfeiferhannes predigte alle Sonn⸗ und Feiertage. In Berufung auf ſeine„göttliche Inſpiration“ entflammte er die Herzen der Bauern, indem er ſich gegen die Standesherren aufbäumte, gegen die Blutegel und Ausſauger am Volke mit religiöſem Fanatismus an⸗ kämpfte. Vielleicht unbewußt legte er den Keim der ſpäteren Bauernerhebung, die zu den bluti⸗ gen Ereigniſſen des Pfingſtſonntag 1525 führte Goß er doch in die allgemeine Unzufriedenhei der Bauern über ihre ſoziale Lage das Feue der Revolution und verbreitete mit ungehemm ter Leidenſchaft ſeine neue Lehre. Auf eine umgeſtülpten Weinkufe ſtand der ſoziale Pro phet, auf dem Volke für das Volk erſtanden und ſprach von Freiheit und Gleichheit. Da. Volk begeiſterte ſich an ſeiner Rede und tran die Idee einer neuen ſozialen Ordnung in ſich hinein. Da dem Pfeiferhannes eine natürliche Rednergabe zu eigen war und er ſeine ſozialen Grundſätze der Religioſität der Bevölkerung an⸗ paßte, eroberte er ſich im Sturm die Herzen ſeiner Zuhörer. Bald war er ungekrönter Kö⸗ nig der Bauern und Bürger, Wortführer und Mittler einer großen ſozialen Umwälzung, die 50 Jahre ſpäter elementar zum Ausbruch kam und in dem Blute vieler tauſender deutſcher Bauern erſtickt wurde. Mit ſteigender Macht des Pfeiferhannes wuchs auch ſein Selbſtvertrauen. Tiefe Ver⸗ ehrung, die ihm von allen Seiten entgegenge⸗ bracht wurde, ſteigerte auch ſeine perſönliche Herrſchſucht und bald ſchoß er in blindem Eifer über das Ziel des Erträglichen hinaus. Durch die Zahl ſeiner Anhänger ließ er ſich über ſeine tatſächliche Macht täuſchen, glaubte gegen Ritter und Grundherren kämpfen und ſeine neue Weltordnung über die ganzen Lande aus⸗ breiten zu können. Am 13. Juli gebot der Pfei⸗ ferhannes, auf den Margaretentag(20. Juli) ſollten ſich alle bewaffnet wieder einfinden, Weib und Kind aber zu Hauſe laſſen. Dann werde er in drei Worten die Parole geben. Die Kunde von dem Auftreten des Pfeifer⸗ hannes in Niklashauſen war ſelbſtverſtändlich auch zu den Rittern gedrungen. Durch Boten ließen ſie ſich von dem„ſchändlichen Treiben des Sackpfeifers“ unterrichten, vernahmen mit Staunen und Zorn ſeine Aufforderung zur ſo⸗ zialen Revolution und gewaltſamen Befreiung von Fron und Zehntem. Zuerſt verſuchte Ru⸗ dolf II., Ritter von Scherenberg und Fürbiſchof von Würzburg, durch aütige Ermahnung und Belehrung den Hirtenknaben von ſeinem be⸗ denklichen Treiben abzubringen. Als er aber den Aufruf des Predigers für den 20. Juli er⸗ fuhr, gab es für ihn kein Zaudern mehr. Ver⸗ mutete er doch mit Recht, daß die PVarole— wie ſie 50 Jahre ſpäter im Bauernlager von Markelsheim auch tatſächlich aegeben wurde— nur„auf nach Würzbura“ heißen könne. Die Entſcheidung mußte alſo fallen, ehe der Pkei⸗ n mit voller Kriegsmacht eingreifen onnte. Deshalb ſandte der Fürſtbiſchof in der Nacht non Donnerstag auf Freitag 20 Reiſige mit flinken Pfierden wohlbewaffnet nach Nikſas⸗ hauſen und gab ihnen den Auftrag, den Pfeifer tot oder lebendig nach Würzburg zu bringen. Der Ueberfall gelang. Bis die ſchlaftrunke⸗ nen Bauern durch das Pferdegetrappel zu ſich kamen war der Pfeiferhannes überwältigt. auf ein Pferd gebunden und entführt. Die Verfol⸗ aung war zwecklos, da die Bemwaffneten ja erſt am nächſten Taa eintreffen ſollten und weder Pferd noch Woffen hatten. Der Pfeiferhannes wurde nach Würsbura verſchleppt und dort in ein finſteres Gelaß der Feſtung geworfen. Als am nächſten Tage 30 000 bewaffnete Bauern in Niklashauſen eintrafen. mußten ſie mit Erſtaunen vernehmen, daß ihr Prophet von dem Würzburger Biſchof entführt worden ſei. Daraufhin kehrten die meiſten wieder um. Im⸗ merhin harrten 10000 Bauern in Niklashauſen aus. Und plötzlich beteuerte ein Bauer mitten aus der Menge, ihm ſei die hl. Dreifaltiakeit erſchienen und habe ihm geoffenhart. man müſſe mit brennenden Kerzen gen Würzhura ziehen und beten. Dann würden ſich die Tore der Feſtung von allein auftun, der Pfeiferhan⸗ nes würde unbehelligt aus der Biſchofsburg ziehen. In ihrer religiöſen Begeiſterung, die ſchon an Wahn grenzte, glaubten die Bauern dieſer Ausſage eines Lügners. Die wählten die bei⸗ den Ritter von Thunfeldt zu Hauptleuten und verteilten die im Dorfkirchlein brennenden 400 Kerzen. Unter Vorantritt der beiden Führer wälzte ſich der Heerhaufen ſingend und betend nach Würzbura und kam gegen Sonnenunter⸗ gang vor der Marienveſte an. Durch Späher hatte der Biſchof ſchon Kunde erhalten von dem Anmarſch der Bauern und befohlen, die Wallgeſchütze zu laden und alle nötigen Vorbereitungen gegen einen Angriff zu treffen. Der biſchöfliche Unterhändler von Geb⸗ ſattel,(der aus dem oberen Taubertal ſtammte), ſollte mit den Bauern verhandeln. Aber die wilde Menge kannte keine Grenzen mehr. Mit Aus dem HB-Fotopreisausschreiben oorboten der deutſchen Bauern⸗ erhebung 1525 VLon Dr. A. Laier dem Ruf„heraus mit dem heiligen Jüngling oder Sturm“ wurde der Parlamentär mit Stei⸗ nen beworfen, ſo daß er ſchleunigſt ſein Pferd wendete und ſich in Sicherheit brachte. Obwohl der Ritter mit Schand und Hohn davongejagt war, verſuchte ein zweiter Abgeſandter, Kon⸗ rad von Hutten, die Bauern zur Vernunft zu bringen. Er erſchien vor dem Tore und warnte die Bauern, mutwillig mit ihrem Leben zu ſpielen. Sie ſollten ſofort umkehren und in ihre Heimat marſchieren, da der Pfeiferhannes nicht freigelaſſen werden könne, ſondern nach Recht und Gerechtigkeit abgeurteilt werde. Manche Bauern nahmen ſich dieſe Warnung zu Herzen und kehrten noch in letzter Stunde um. Als ſich aber beſonders Fanatiſche nicht dazu entſchließen konnten, ſondern in Aufbäu⸗ mung und Verzweiflung einen Angriff vorbe⸗ reiteten, machten die Biſchöflichen einen Aus⸗ fall. Eine ganze Anzahl von Bauern verlor das Leben. Viele wurden gefangengenommen und in die Feſtung geſchleppt. Dort ließ ſie der Bi⸗ ſchof Urfehde ſchwören und entließ ſie wieder. Nur zwei Bauern wurden zurückbehalten, einer, der beim Ueberfall auf den Pfeiferhannes einen biſchöflichen Reiſigen verletzt hatte, und der Bauer, der angeblich die göttliche Viſion gehabt und den Rat gegeben hatte, gegen Würzburg zu marſchieren. Beide wurden zum Tode ver⸗ urteilt und auf dem Schottenanger enthauptet. An der gleichen Stelle ſtarb auch Johann Böhm, der Pfeiferhannes aus Niklashauſen. Ihm wurde der Prozeß wegen Aufwiegelung und ſchwerem Landfriedensbruch gemacht. An einem Spätſommermorgen wurde er auf den Scheiterhaufen gebracht und verbrannt. So endete das Vorſpiel der großen Bauern⸗ erhebung, die 50 Jahre ſpäter mit elementarer Wucht ausbrach und durch das ganze Land fegte, Tauſenden von Bauern und Bürgern das Leben koſtete. Schon ſeit des Pfeiferhannes Zeiten hatten ſie ſich nicht mehr beruhigen kön⸗ nen, die bedrückten Bauern, Leibeigene der deutſchen Grundherren. Heimlich und unter⸗ irdiſch ſchwelte das Feuer, das der Hirtenbub von Niklashauſen entfacht hatte, weiter und führte ſchließlich zu den blutigen Geſchehniſſen des Pfingſtſonntag 1525. Warnend und mah⸗ nend ſtehen die Ereigniſſe des Jahres 1476, der Freiheitskampf der Unterdrückten des Jahres 1525 mit ehernen Lettern eingeſchrieben in das Buch deutſcher Geſchichte, kündend von Bauern⸗ erhebung und ſozialer Revolution, von dem Schickſal Deutſcher, die frei ſein wollten und gleichberechtigt. »Wunder der natur Wenn wir mitunter auf Rummelplätzen und in Abnormitätenſchauen eine„Dame mit Vollbart“ bewunderten, waren wir der An⸗ ſicht, daß hier ein Wunder der Natur geſchehen ſei. In der neueſten Nummer des in Chikago erſcheinenden„Journal of the American Me⸗ dical Aſſociation“ veröffentlicht Dr. M. L. Par⸗ ker einen intereſſanten Fall, in dem einem Mädchen von 15 Jahren plötzlich ein Bart zu wachſen begann, während zu gleicher Zeit ihre Stimme„männlich“ wurde. Eine genaue Unterſuchung der Patientin ergab, daß zwar die Adrenaldrüſen normal waren, daß ſich aber neben dieſen Drüſen eine falſche Adrenal⸗ drüſe, eine ſogenannte Nebenniere, befand, in der ſich männliche Hormone befanden, die die ſeltſame Veränderung des Mädchens be⸗ wirkten. Als man die Nebenniere auf opera⸗ tivem Wege entfernte, verſchwunden die Bart⸗ haare ſogleich, und auch die Stimme wurde in kürzeſter Zeit wieder„weiblich“. Dr. Parker verſichert, daß die Nebenniere, die Patientin mit der Zeit ganz„zum Mann“ gemacht hätte, wenn die Operation nicht erfolgt wäre. So ſei auch das Geheimnis der ſogenannten„bärtigen Frauen“ zu erklären, die man häufig in Zir⸗ kuſſen und bei Schauſtellungen antreffen könne. Die männlichen Hormone einer falſchen Adrenaldrüſe würden dieſes angebliche„Wun⸗ der der Natur“ auf ganz natürliche Weiſe her⸗ vorbringen. Aufn.: Wilhelm Basel Die Sonne verjank in den Wellen Frai Der K Schwei Da ſche fern untet Gardine den Nacht wolken ül Komet ſic lägerige? drei, dan. aber in ei eine Zeit Dann k. ſchwach w hat das klopfen m als die M gen öffnet „Gute Fre Da fiel dem Bett, Kinderköp ſchlagen. ſofort ger er— tröſt Da nag Bretterſar arbe an Liebſtes h arzt aus die Steppe tor, der di betaſtete d „Sagte ich fo!⸗ Die zitternden Augenblick dikus!“ Kaum ſe ſeinem Sa Doktor da⸗ raſch Milc den Pfarr Zehn Ja ten durch burg hat! ßen müſſe der Pfarre dern viele Welt, rütte gewordene Liszt! Der lebt Raiding.( und wir a Die Gen derten weg berühmt.“ Meiſterſcha die aus eir kant verkau länder eine ſie in Jah werde. Na⸗ der wieder und erklär⸗ gehe nach. ſtellte feſt, jügige Diff lige Aufzie aber kein ſie in einen wirres Hä nahm er e dem Schau länder mit Natürlich ſ um, und de hoch gerühr waltige Re brachte. num Hallo, mälde ferti „Selber, letzten Stri ſen 7 na naſſen Blec mobilkennze ände und ann wieg nen Kaugu: „Na ja, g du denn ge 7777²* „Und wa fr di„Sit für die hal nötigen iſt andere.“ „Alſo, da boshaft,„u Wenn ich m mal am 7. Wenn das „War es „denn wenn anwalt geg Jahre herar Fr⸗ u jedoch n Na na, alſe gleichgiltig, Auto in der wir darin f. „Na ſiehſt ens, Fran f erſt 22 für die kurz „Weil ich ſchalten will „Ich will d wiederholen Erau Sorge in Raiding Von Heinz Steguweit Der Komet von 1811 ſtand mit hellem 43 Firmament, als alle Welt nur ernſte Geſichter zog: Krieg gibts, ganz beſtimmt a uern⸗ L. Laier n Jüngling 3 Da ſchob auch zu Raiding bei Oedenburg, äür mit Stei⸗ 4 fern unten in Ungarn, eine blaſſe Bäuerin die ſein Pferd Gardine vom Fenſter und zwinkerte müde in zte. Obwohl den Nachthimmel, wo der Herbſt ſeine Oktober⸗ davongejagt wolken über die Sterne fegte, wo der drohende ndter, Kon⸗ Komet 18 nicht auslöſchen ließ. Und die bett⸗ Vernunft zu lägerige Frau meinte:„Noch zwei Ta e, auch und warnte drei, dann hab' ich mein Kind. Soll ich es i Leben zu aber in einen neuen b hineingebären? In ren und in eine Zeit voll Blut und Not?“ feiferhannes Dann kam ihr Knabe zur Welt. Winzig und ondern nach ſchwach war er; der Armenarzt aus Oedenburg werde. hat das gewichtloſe Körperchen erſt gründlich ſe Warnung—+4 klopfen müſſen, bevor es Leben zeigte. Und zter Stunde 3 als die Mutter nach weher Ohnmacht ihre Au⸗ atiſche nicht gen öffnete, ſchüttelte der Medikus den Kopf: in Aufbäu⸗„Gute Frau, der lebt nicht lange!“ griff vorbe⸗ Da fiel der Knabe eines Tages kraftlos aus einen Aus dem Bett, viel Stroh flog in die Stube, das n verlor 5 Kinderköpfchen war hart auf die Steine ge⸗ ommen in 3 Und der Amtmann von Raiding, der 4 ofort gerufen wurde, ſagte nur dies:„Tot iſt z ſie der Bi⸗ ſie wieder. zalten, einer, ſannes einen er— tröſten Sie ſich, arme Frau!“ Da nagelte der Dorftiſchler einen kleinen Bretterſarg zuſammen, ſtrich ihn mit weißer Farbe an, und die blaſſe Bäuerin legte ihr iſt In 3 Mebſtes hinein. Am Abend kam der Armen⸗ Würzburg arzt aus Oedenburg mit zwei Pferden durch n Tode die Steppe gefahren; es war 7 derſelbe Dok⸗ wenthauptet tor, der dieſen frühen Tod prophezeit hatte. Er — betaſtete den kümmerlichen Leichnam, ſeufzte: uch Johann Sagte ichs nicht damals ſchon? Es iſt beſſer liklashaufen. fol. Die Bäuerin hielt den Totenſchein in der ufwiegelung zitternden Hand, nickte und— ſchrie im ſelben zemacht. An Augenblick auf:„Schaun's, er zuckt, Herr Me⸗ er auf den dikus!“ annt. 4 Kaum ſagte ſie's, da jammerte der Knabe in 3355 ſeinem Sarg; ſo laut, ſo grell, daß Mutter und 45 13 Doktor das kalte Fürchten bekamen. Man holte e raſch Milch und heiße Tücher, man holte auch ad Bü an den Pfaxrer und die weiſe Frau nd Ban 4 Zehn Jahre, dreißig, ſiebzig und mehr ſtürm⸗ feiferhannes ten durch die Welt; der Medikus von Oeden⸗ ruhigen kön⸗ beigene der burg hat längſt den Totenſchein wieder zerrei⸗ ßen müſſen. Alle ſind geſtorben: der Tiſchler, und unter⸗ der Pfarrer und die Mutter; nicht einer, fon⸗ 4 Sier 4 dern viele Kriege rüttelten am Beſtand der Beſcheh iſſen Welt, rüttelten ſo wild, wie der greis und groß⸗ 5 nd 4 gewordene Knabe von damals es tat: Franz Liszt! Der lebt nicht lange, ſagten die Leute von Raiding. Er wird länger leben als du und ich und wir alle res 1476, der des Jahres ieben in das von Bauern⸗ von dem wollten un Berufsffolz 4 Die Genfer Uhrmacher waren ſeit Jahrhun⸗ derten wegen der Präziſion ihrer Schöpfungen 4 berühmt. Sie waren aber auch ſtolz auf ihre ur Meiſterſchaft, wie eine alte⸗Gieſchichte beſtätigt,, die aus einer Chronik ſtammt. Ein Uhrenfabri⸗ lplätzen und lant verkaufte eines Tages einem reichen Eng⸗ dame mit länder eine koſtbare Uhr, mit der Garantie, daß wir der An⸗ ſtie in Jahr und Tag die Zeit genau angeben werde. Nach einem Jahr erſchien der Englän⸗ tur geſchehen ff geſchehen der wieder, warf die Uhr auf den Ladentiſch in Chikago nerican Me⸗ 1 und erklärte, er ſei getäuſcht worden, die Uhr „M. L. Par⸗ 1 gehe nach. Der Uhrmacher unterſuchte ſie und dem einem 1 ſtellte feſt, daß es ſich um eine ganz gering⸗ fügige Differenz handelte, die durch das jewei⸗ lige Aufziehen der Uhr bedingt war. Er ſagte aber kein Wort, ſondern nahm die Uhr, warf ſie in einen Mörſer und zerſtieß ſie, bis nur ein wirres Häuflein Trümmer übrig war. Dann nahm er eine neue, ebenſo koſtbare Uhr aus dem Schaukaſten und überreichte ſie dem Eng⸗ länder mit den Worten:„Die koſtet Sie nichts!“ Natürlich ſprach ſich die Geſchichte überall her⸗ um, und der Berufsſtolz des Fabrikanten wurde ein Bart zu her Zeit ihre Fine genaue „q daß zwar ſche Adrenal⸗ ere, befand, ſefanden, die kädchens be⸗ e auf opera⸗ en die Bart⸗ hoch gerühmt. Das Ergebnis aber war eine ge⸗ ne wurde in waltige Reklame, die ihm viele neue Käufer Dr. Parker brachte. ie Patientin hepchen, von max bitkich „Der alte Garten ließ ſein Blühen und Duften nicht nach der Gaſſe dringen; eine dicke Mauer wehrte der ſchönen Natur, ſich der Welt zu zeigen. Nur ein feines kleines Mädchen ſtieß den roſtigen Riegel drinnen faſt an jedem Tag zurück und guckte ein Weilchen neben der klobi⸗ gen Eichentür in die ſtille Gaſſe, die angeſteckt zu ſein ſchien von der Ruhe des Gartens; ſo ſelten kam ein Menſch daher, um ſich nach eini⸗ gen Kreuz⸗ und Querzügen dem lauteren Ge⸗ baren des Stadinneren zu⸗geſellen. Das Heim des Kindes lag am anderen Ende des weiten Gartens an einer lauten Straße; auch dort ſpielte ſich das ewige Gleich und Anders ab. Doch das Kind fand in der vereinſamten Gaſſe mehr. Hier humpelte manchmal die alte Frau Hexe ge⸗ nannt wurde, und vor der man ſo ſchön aus⸗ reißen konnte hinter die ſchützende Garten⸗ mauer, in dem wohligen Gefühl, geborgen zu vorüber, die von den Straßenbuben 144% 8—— —— 4 2 400%% e K4% e 741 1117f —— 391 00 1* n e r: 3 H 1A 70⁰ W f 7 — 0 7 N U 4 3** 1“ 4* ſein wie im Bett vor Novemberſtürmen. Auch ſah man mitunter zwei Menſchen gehen, die ihre Arme umeinandergelegt hatten und, wie ein Blick durch das Schlüſſelloch nach der Gaſſe verriet, erſchreckt, auffuhren wie aus ſüßem Traum oder ſich gar losließen, wenn man mit einem Hammer plötzlich gegen die Tür ſchlug. Und dann wohnte in der Gaſſe jemand, von dem die ganze Stadt ſtaunend erzählte: ein Menſch, der viele andere Männer beſiegte, Ket⸗ ten zerriß und die Muskeln tanzen ließ. mittags vorüberſchritt, eine Blume im Knopf⸗ loch und den Hut im Nacken, mit geſpitzten Lip⸗ pen und allemal ein fideles Liedchen pfeifend, Die Eltern hatten beſtätigt, der Mann ſei ein Pepi, das Pepchen, hatte oft vor der Gar⸗ tentür geharrt, um ihn zu bewundern, wenn er wirklicher Athlet, und das kleine Mädchen konnte doch von ſeiner bewunderten Stärke nichts gewahren und hätte gern ein Zeichen ſeiner Kraft mit eigenen Augen geſehen. Wie ihn das vornehm gekleidete Kind wie⸗ derholt mit dem großen Staunen im Geſicht er⸗ wartete, bald aus der Tür lauſchte, bei ſeiner Annäherung zurückwich und ſich alsbald wieder vorbeugte, konnte dem Manne nicht entgehen. Er begann lange die Flucht der Gaſſe zeitig zu ob aus der Gartentür nicht das ſchwarz⸗ weiße Hermelin⸗Röckchen des Kindes lugte, und er, der abends ſeine Kraftproben aller Welt gleichzeitig zeigte, war ſtolz, das junge, lenzlich friſche Ding warten und die Blicke vor ihm im letzten Moment niederſchlagen zu ſehen. Die beiden ungleichen Menſchen beſchäftigten ein⸗ ander und wünſchten, ein Wort zu wechſeln. Allein der Rieſe ſchreckte immer wieder in der Sekunde der Entſcheidung zurück vor der Zart⸗ it des blonden Mädchens, das vielleicht fliehen würde für immer, wenn er ſich mit einer Anrede näherte, oder davon den Angehörigen erzählen und ihm falſche Beurteilung eintragen würde. So blieb er bei dem gutmütigen Lächeln und Kopfnicken auch als Pepchen einen Schritt weiterging und ein neckiſches Spiel begann; ſie zeigte ihm deutlich ihre Flucht hinter die Tür und ſteckte ihr lachendes Geſicht ſchon wieder hervor, wenn er ſie noch wahrnehmen mußte. Und eines Tages blieb ſie auch dabei nicht. Sie wollte die Probe ſeiner beſonderen Kraft abge⸗ 7———— 3 0 1 — F. 2 0 66 7 4 50 330 1 1. —43ͤ ͤ 4 1 75 5 —. 8 SS DRT/MINN Ragismund Reimeſch: Winter im Gebirge regten Glieder in das weiche Gras. legt haben, trat zu ihm und reichte ihm eine fingerdicke Schnur. „Wir kriegen ſie nicht entzwei, und mein Bruder ſagt, Sie könnten ſie mit einem Ruck zerreißen. Zerreißen Sie mal!“ Der Athlet legte die Schnur zu einer merk⸗ würdigen Schlinge, zog das Ende raſch dar⸗ über: in zwei Stücken reichte er dem blonden Kinde den Strick. Iyhr Blick hing noch feſt an ſeinen Augen. Der ſtarke Mann fühlte eine Macht darin, die ihn beſiegte, und Pepchen nahm wahr, wie ihr das Blut heiß in das Geſicht ſtieg. „Da, mein Liebes— Liebes—“ ſagte er, „Danke!“ Wie vor böſen Gewalten rannte ſie in den Garten, ſchlug die Tür zu und 33. bie er⸗ ie Hand krämpfte ſich um die Schnur, doch die geſchloſ⸗ ſenen Augen hatten noch das Geſicht des Athle⸗ ten vor ſich. Pepchen ſchauerte davor zufam⸗ men wie vor einer Macht, von der ſie bisher nichts geahnt hatte. So lag ſie noch nach einer Stunde wie im Traum, ohne den Beweis männlicher Kraft loszulaſſen. „Was haſt du da?“ er ſie zum Kaffee rief. „Nichts!“ antwortete ſie.„Einen alten Strick, um Bäume feſtzubinden.“ Aber nach mehreren Jahren befand ſie ſich in froher Mädchengeſellſchaft, und man fragte ſich ſcherzend, welchem Manne ſie dereinſt ihre iebe ſchenken wollten⸗— will im Schloß wohnen und lauter lniſternde ſeidene Kleider anziehen!“ ſagte ein Backfiſch. „Und mein Mann ſoll mit mir manchmal nach Indien fahren zu den Elefanten und durch die Städte, die ganz aus roſarotem Marmor gebaut ſind!“ wünſchte ein Lockenkopf. „Und ich möchte alle Tage auf dem feurig⸗ ſten ſchwarzen Pferd ſitzen, und ich wollte immer lange, lange gepflaſterte Straßen ent⸗ langſauſen und forwährend müßte das Klap⸗ pern der Hufe weit in das Land dringen!“ er⸗ forſchte ihr Bruder, als klärte die dritte. „Und welchen Mann ich liebhaben will?“ ſagte Pepchen und holte einen fingerdicken Strick aus der Taſche.„Das will ich euch gleich verraten: ſo einen Strick muß der Mann mit bloßer Hand zerreißen können. Und der das kann— dieſen Mann will ich lieben und be⸗ ſiegen!“ emacht hätte, 4 väre. So ſei ten„bärtigen ufig in Zir⸗ nantreffen iner falſchen bliche Wun⸗ e Weiſe her⸗ „Hallo, Billy, biſt du nun bald mit dem Ge⸗ mälde fertig?“ „Selber, hallo, Frank!— Gerade hab ich den letzten Strich gemacht.“ ſen 7 nahm vorſichtig eine von den zwei noch naſſen Blechtafeln, die einem amtlichen Auto⸗ mobilkennzeichen verblüffend ähnelten in die ände und hielt ſie auf Armlänge von ſich. ann wiegte er bedächtig das Haupt, ſpie ſei⸗ nen Kaugummi aus und ſagte: „Na ja, ganz nett! Aber, ſag mal, wie kommſt du—3 gerade auf die ausgefallene Nummer 77777“ „Und warum nicht 7777?“ fragte der andere fr di„Sieben iſt mal meine Glückszahl und —— für die halbe Stunde, die wir die Tafeln be⸗ nötigen iſt doch eine Nummer ſo gut, wie die andere.“ „Alſo, das mit der babſee grinſte Frank boshaft,„wollen wir dahingeſtellt ſein laſſen. Wenn ich mich recht erinnere, biſt du das letzte⸗ mal am 7. 7. zu 7 Monaten verurteilt worden. Wenn das ein beſonderer Glücksfall war...“ „War es auch,“ meinte Billy hartnäckig, „denn wenn es nach dem verdammten Staats⸗ anwalt gegangen wäre, dann wären eher 7 Jahre herausgekommen.“ „Was nicht iſt, kann immer noch werden“, Frank, lenkte aber dann ein:„Wenn du jedoch mit mir arbeiteſt gewiß nicht!— Na na, alſo gut. Es iſt ſchließlich auch ganz gleichgiltig, was für eine Nummer auf dem Auto in den 20 bis 30 Minuten ſteht, in denen wir darin fahren.“ „Na ſiehſt du“, ſagte Billy befriedigt.„Uebri⸗ ens, Frank, warum wollen wir denn über⸗ haupt erſt ein falſches Kennzeichen anbringen für die kurze Zeit?“ „Weil ich bei der Sache jeden Zufall aus⸗ ſchalten will verſtehſt du?“ belehrte der andere. „Ich will dir noch mals das feine Plänchen wiederholen, damit auch alles klappt. Riſiko iſt Wilhelm Basel nummer 7777/ kine KriminalRomödie von K. E. huber ſo gut, wie gar keines dabei und die Sache trägt mindeſtens 5000 Dollar.“ „Oder 10 Jahre“ meinte Billy düſter. „Nonſens, du alte Unke! Kann nicht in Frage kommen.— Wir begeben uns morgen Punkt 10 Uhr früh auf den Parkplatz vor dem Wa⸗ ſhingtonmonument und holen uns dort den Fordwagen Nummer 2365. Die Kiſte gehört dem ſehr ehrenwerten Herrn Sam Jenkins, der dort täalich von 9 bis 14 Uhr parkt. Wir brin⸗ gen raſch die feinen Nummern da an und er⸗ ledigen dann raſch unſer kleines Geſchäft bei dem Juwelier Sanderſon. Dann fahren wir ein paar Zickzackſtraßen, ſtellen den Wagen wieder dorthin, wo wir ihn hergenommen haben, mon⸗ tieren dein ſchönes Machwerk wieder ab und — fertig!“ „Ja, aber warum willſt du dann erſt über⸗ haupt die falſche Nummer anbringen?“ wollte Billy noch wiſſen. „Verdammt noch mal, ich hab dir ſchon ge⸗ ſagt, ich will mich keinen Zufälligkeiten aus⸗ ſetzen! Wenn der Teufel ſein Spiel dabei hat, braucht Mr. Jenkins ausgerechnet morgen um 10.10 Uhr ſein Vehikel, findet es nicht, macht Krach und bei der Fixigkeit, die unſere Bohbys in letzter Zeit entwickeln kann es uns yaſſieren, daß wir mit ſeiner, alſo der richtigen Nummer 2365 an irgendeiner Straßenecke aufgehalten werden.“ „Na, dann ſäßen wir fein in den Neſſeln, denn um 10.30 Uhr längſtens geht doch der Geſtank bei Juwelier Sanderſon hoch“ warf Billy ein. „Eben“, fuhr Frank fort,„das hab ich mir alles ſo fein ausfalkuliert. Sanderſon iſt nur von 10 bis 11 Uhr allein im Geſchäft, weil ſein Gehilfe um dieſe Zeit auf die Voſt gehen muß. Und in der Zeit muß es geſchehen!“ „Ja, aber,“ wollte Billy noch wenn Jenkins doch zufällig ſeinen Karwon vermißt und wir kommen gerade in dem Augenblick wie⸗ der, wenn er Lärm ſchlägt?“ Frank lächelte mitleidig:„Idiot! Kennſt du einen Ford von dem anderen auseinander, wenn du nicht erſt auf die Nummer ſiehſt?“ Und als Billy den Kopf ſchütteln mußte:„Nun alſo! Dann ſteigen wir einfach aus und laſſen den Wagen mit unſerer, das heißt mit deiner netten Nummer 7777 ſtehen! Jeder unange⸗ nehme Zwiſchenfall iſt ausgeſchloſſen! Nach uns die Sintflut...!“ —* Vor dem Juwelierladen des Herrn Patrick Sanderſon in der 26. Straße hielt am anderen Morgen Punkt 10.10 Uhr ein unauffälliger Fordwagen mit dem Kennzeichen 7777. Während Billy am Steuer blieb und den Motor leiſe ſchnurren ließ, ſtieg Frank, die Hände in den Manteltaſchen, würdevoll aus und betrat den Laden. Als Mr. Sanderſon verbindlich lächelnd auf ihn zutrat, erhielt er ohne weitere Prälimina⸗ rien von der ſchlaggewohnten Fauſt des Ex⸗ Boxers, die blitzſchnell aus der Manteltaſche fuhr, einen wuchtigen Kinnhaken. „Japp“ machte das kleine, dürre Männchen und legte ſich bequem, aber ohne jedes Selbſt⸗ bewußtſein hinter ſeine Theke zu kurzer Ruhe. Frank ſtopfte ohne ſonderliche Eile und mit dem ſicheren Griff des Profeſſionals die Ta⸗ ſchen ſeines weiten Ulſters mit all den ſchönen Dingen voll, die da im Bereiche ſeiner großen ſcharf im Auge behielt, um einen, etwa zum Eintritt bereiten Kunden mit der Frage nach der Fahrtrichtung nach dem Süd⸗Oſtbahnhof zu beſchäftigen. Aber die Sache klappte auch ohne ſeine Inter⸗ vention. Nach kaum drei Minuten trat Frank wieder ſeelenruhig aus dem Geſchäft, ſtiea in den Wa⸗ gen und ſagte:„Erledigt!— Los!“ Und der Wagen 7777 ſtob davon Nach reichlich 10 Minuten war der 25. Straße vor Mr. Sanderſons Geſchäft ein kleiner Auf⸗ lauf zu ſehen, in deſſen Mittelpunkt der, zwar noch etwas benommene, aber trotzdem außer⸗ wache zu fahren! Es ſcher Zufall, daß beide Wagen dasſelbe Kenn⸗ zeichen führen: Nummer 7777...“ ordentlich erregte Geſchäftsinhaber und ein überlebensgroßer Poliziſt ſtanden, der nach kur⸗ zer Information mit einer raſch requirierten Autodroſchke in der Richtung auf die Polizei⸗ Hauptwache davonſauſte. Mr. Sanderſon zog, leiſe weinend, ſeine Rolläden herunter. Frant und Billy ſchnurrten indeſſen ohne auffällige Eile wieder dem Parkplatz vor dem Waſhingtonmonument zu. Eine Straßenkreuzung zeigte das rote Licht und ſie mußten einen Moment halten, wobei ſich neben ſie eine elegante Limouſine ſchob. Frank zündete ſich gemächlich eine Zigarette an und belehrte Billy:„Wenn du mit mir ar⸗ beiteſt, kann dir nie etwas paſſieren. Auch die 7 Monate, mein Lieber, wären dir an meiner Seite erjpart geblieben, weil ich mich nur mit ganz totſicheren Sachen befaſſe, bei denen irgend ein blödſinniger Zufall von vornherein keine Rolle ſpielen darf!“ Dann beugte er ſich vor, unterbrach ſeine Rede und fluchte:„Verdammt noch mal! Was iſt denn los?“ „Der dienſthabende Verkehrspoliziſt hatte näm⸗ lich einen langen, kritiſchen Blick zu den zwei Wagen geſchickt, die da, Seite an Seite, das Signal zur Weiterfahrt erwarteten. Dann ſetzte er ſeine Trillerflöte an und ſprach mit zwei Kollegen, die auf den Pfiff hin vom 4 m* en Gehſteig zu ihm geei Hände lagen, während Billy draußen die Tür 3 u ih geeilt waren, ein paar kurze orte. „Verdammt noch mal! Was iſt denn los?22“ ſagte Frank und Billiys Antlitz'wurde käſig. Während ein Poliziſt den Schlag der Li⸗ mouſine nebenan öffnete, trat der andere auf das Laufbrett des Ford. Dann beugte er ſich zu Frant und Billy in den Wagen und ſagte durchaus höflich: „Verzeihung, Gentlemens, ich muſt Sie er⸗ ſuchen, zuſammen mit dem Auto da neben Ihnen, zum Zwecke der Ueberprüfung Ihrer Papiere in unſerer Begleitung auf die Haupt⸗ iſt nämlich ein ganz komi⸗ — 1 nur ein Hund... Von Robert Hohlbaum Daß ich eben an dem Tag, da meine Baſe mir ankündigte, ſie berühre auf ihrer Hochzeitsreiſe meine Stadt und würde ſich ſehr freuen, mich zu ſehen, meinen alten Plan, mir einen Hund zu kaufen, ausführte, mochte wohl mit jener überraſchenden Mitteilung im Zuſammenhang ſtehen. Ich hatte geglaubt, die alte Geſchichte ſei längſt überwunden, aber nun, da ich ſeit langem wieder die einſt ſo vertrauten Schriftzüge las, dieſe zarten, ſcheuen, die ſo wunderbar ihr We⸗ ſen verrieten, da erfaßte mich doch wieder das jammervolle Seelenfrieren, wie damals beim Abſchied, und als ich meine einſame Jungge⸗ ſellenwohnung betrat, leuchteten mir aus allen Ecken ihre Augen entgegen, dieſe ſeltſamen Au⸗ gen, die, erfüllt von Seelentiefe, doch ein wenig an ein geängſtigtes feines Tier mahnten, was ihnen etwas rührend Hilfloſes gab, das man nicht vergaß. Es waren äußere Dinge geweſen, die uns getrennt hatten, meine unſichere Le⸗ benslage, die Eltern, Zwiſchenträgereien, und ihrer zarten Natur war es wohl nicht gegeben geweſen, alle dieſe Hinderniſſe zu überwinden und auf mich zu warten. Die graue Stimmung, die mich ergriffeen hatte, verdichtete ſich, als ich die Tierhandlung betrat. Gequält ſchritt ich die lange, von den Käfigen flankierte Gaſſe nieder, in denen die armen Hunde je nach Temperament ihre ohnmaäͤchtige Wut hinausheulten oder ſtumpfſinnig in ihr Los ergeben den düſteren Tag verdöſten. Ich muſterte ſie, einen um den anderen, ich fand nichts Paſſendes. Möglich, daß ich in anderer Seelenverfaſſung für den verächtlich auf die Hundeplebs niederſchauenden Dobermann, den abenteuerhungrigen Wolfshund, den pelzigen Schnauzer, deſſen Humor nur der Freiheit war⸗ tete, um aufzuleben, mich entſchieden bätte, heute waren ſie mir alle zu derb, zu männlich, wenn ich ſo ſagen darf, zu ſchroff, um mir das zu geben, deſſen ich bedurfte. Da riß es meinen Schritt zurück. Nichts als Augen ſah ich vorerſt. Augen voll der rührend⸗ ſten tieriſchen Hilfloſigkeit, die jedoch von etwas undeutbar Menſchlichem verklärt wurden. Ehe mir der Körper bildhaft wurde, wußte ich, es war ein Weibchen. Eine Foxhündin, zart ge⸗ baut, mädchenhaft, dachte ich— es wollte ſich kein anderer Begriff dafür einſtellen— und wvon einer ſchneeigen Weiße, als könnte ihr der Staub und Schmutz nichts anhaben... Sie war nicht allein, ein Rüde teilte mit ihr den Käfig. Ein roher unangenehmer Köterburſche mit ſtumpfen Tieraugen, die nur gierig aufgrellten, wenn er einen erneuten Verſuch machte, ſich der Hündin zu nähern. Ich ſcheuchte ihn fort, er zog ſich in eine Ecke zurück und glotzte mich tückiſch knurrend an. Tiefer leuchteten die Augen in inniger Dankbarkeit. Ich beugte mich nieder zu dem armen Tier, ſtreichelte ihm die Pfote, mir war's, als hielte ich eine zarte Frauenhand. Der Wärter ſtörte mich auf. „Die“— kaum brachte ich das Wort„Hün⸗ din“ über die Lippen—„will ich kaufen“. „Ja, die Paula, die is a liabs Viechl, a biſſl teppert halt. Aber die is ſcho vergeben.“ „Das muß rückgängig gemacht werden. Ich zahle jeden Preis.“ Der Wärter muſterte mich mitleidig.„O je, da wern'S ka Glück hab'n, die kommt in a feins Haus, zu an Herrn Grafen, der hat ſcho an⸗ zahlt“— er nannte eine für meine Begriffe märchenhafte Summe—„die Frau Gräfin is rein narriſch'weſen auf die Paula.“ Ein herbes Weh ergriff mich, es mag dem Vernünftigen lächerlich erſcheinen, aber ich muß die Wahrheit bekennen, ein Weh wie damals, als ich von der Frau Abſchied nahm, die heute... Ich zwang es nieder. Ich ſah ein, für mich war das Tier verloren. Nur die Sorge für ſein Wohlergehen erfüllte mich noch. „Wann kommt ſie denn dorthin?“ „Na, des wird ſchon no a Weil dauern. Die gräflichen Herrſchaften ſein in Paris.“ „Und während der Zeit ſoll ſie in dem Käfig ſitzen?“ „No natürlich, wie alle andern Hunderln halt aa. An Salon können mir ihr net einrichten. Sie hat's ja guat, kriegt's beſte Freſſen, aber ſie laßt ja alles ſtehen, teppert is halt!“ „So laſſen Sie ſie wenigſtens allein in dem Käfig, ſchmeißen Sie die ekelhafte Beſtie da hinaus!“ „Den Karo meinen's? Aber der Karo is ja do a ganz a guat's Hunderl,“ der Köter Lroch näher und ließ ſich von dem Wärter willig lieb⸗ koſen, während er nach mir böſe die Lefzen hob,„der tuat kaner Hündin was, der is ga⸗ lant! Nur mit die Rüden da rafft er alleweil, das is ſo ſei Eigenart, mir ham' ihm ſcho in alle Käfig'habt, es war net mögli, er gibt kan Ruah net. Aber da iſt er wie a Lamperl, net wahr, Karo?“ Die Augen hielten mich, zogen mich an ſich, ließen mich nicht los. Wirre Gedanken durch⸗ zuckten mein Hirn wie Blitze: Den Käfig auf⸗ reißen, den Hund auf den Arm, dem Wärter cari Rang: Schwarzwaldhöhen einen Fußtritt, fort! Der kalte Tau nüchternen Denkens löſchte die fahrigen Lichter. Wahn'inn! Wie weit würde ich kommen! Anklage wegen Diebſtahls, verurteilt. Gab es einen Richter, dem ich den Grund meines Handelns begreif⸗ lich machen konnte? Und das Tier hätte gar nichts davon. Vielleicht ſah auch nur ich das ſo, vielleicht würde ein anderer, ſelbſt ein Tier⸗ freund, die Sache im nüchternſten Lichte be⸗ trachten. Ich ging. Die Augen folgten mir. Am Abend ſah ich ſie wieder. Ja, es war keine Täuſchung. Das tieriſch rührend Hilfloſe war ein wenig ſchwächer darin, nur angedeutet, das ſeeliſch Menſchliche herrſchte vor, aber es war dieſelbe nach rätſelhaften Tiefen weiſende Verbindung. Und auch der Köter war da. Er trug zwar Smoking, goldene Uhr und Brillant⸗ ringe, er knurrte mich nicht an, ſondern ſchentte mir liebenswürdig lächelnd immer wieder mein Glas mit dem ſchweren Burgunder voll, aber ich erkannte ihn durch die Verkleidung, mit der er die andern täuſchte, die Kellner zu tiefen Verbeugungen, und den Primgeiger zwang, nur für uns die aufreizendſten, das Blut jagende Tänze zu ſpielen. Er mußte wohl wiſ⸗ ſen, was zwiſchen mir und ſeiner Frau ge⸗ weſen, denn wenn er ihre Hand in ſeine nahm oder ihre Schultergn ſtreifte, dann warf er mir ſtets einen Blick zu, erfüllt vom Triumph des Beſitzenden. Aber dann ruhten auch die rührend hilfloſen Augen auf mir. Jetzt im Erinnern ſcheint es mir allerdings, als wären es nicht die Augen der Frau, ſondern jene geweſen, die ich vor wenigen Stunden geſehen hatte und die mir durch das Erleben dieſes Tages gefolgt waren. Genug, ich fühlte hilfeflehend den Blick. Wirre Gedanken durchzuckten mein Hirn wie Blitze, die Frau in den Arm reißen, dem Nann einen Fußtritt, weit, weit fort... Der kalte Tau nüchternen Denkens löſchte die fahrigen Lichter, Wahnſinn, wie weit würden wir kommen!? Anklage wegen verſuchter Ent⸗ führung, verurteilt. Gab es einen Richter der Welt, dem ich den Grund meines Handelns be⸗ greiflich machen könnte? Gierig trank ich den ſchweren Wein in mich, nach Betäubung fiebernd, endlich ſanlen Schleier, Schleier, immer dichter auf mich nie⸗ der, hüllten mich ein, gaben mich frei für eine andere Welt. Ein rieſiger Käfig füllte ſie, darin ſaß die arme Frau, ſtreckte ihre Hand nach mir, die mit einem Male ein ſchmales zartes Hunde⸗ pfötchen war. Aus dem Dunkel kroch ein Köier an ſie heran, dem eine große goldene Uhr vom Halsband niederhing, ſeine ekle Schnauze ſchmückte ein Ring mit einem rieſigen Brillan⸗ ten, in deſſen Teufelslicht für einen Augenblick alles grell erſtrahlte: dann blendete es mich, ich ſah nichts mehr, taſtete, Hundeheulen, eine kla⸗ gende Frauenſtimme, Dunkel, tiefes Todes⸗ dunkel. Ich erwachte. Die Muſik hatte geendet, die Lampen der Nachbartiſche waren abgedreht, nur unſer ſinnlich-rotes Licht leuchtete noch, in ſeinem Schein ſah ich das Unbegreifliche. Der Mann hielt die Frau umſchlungen und küßte ſie mit ungehemmter Gier, ihre Augen leuchteten, gar nicht rührend hilflos, ein Abglanz der Glut des Mannes lag darin. Ich ſtellte mich wieder ſchlafend. Auf dem Heimweg riß der Mann noch ein paar Witze über meine Widerſtands⸗ loſigkeit dem Wein gegenüber, dann war ich allein. Ich konnte nicht mehr ſchlafen in dieſer Nacht, die Augen der Hündin ſchwebten über mir, ihre Pfote umpreßte meine Hand. Mit dem Frühe⸗ ſten ging ich nach der Tierhandlung. Frierend und fiebernd wartete ich, bis ſie geöffnet wurde. Der Alte Fritz/ Als Friedrich wieder in Sansſouci ſaß, hatte das Alter ihn hart berührt, ſein Rücken war ſteif, und ſeine gichtigen Beine hatten zu tan⸗ zen verlernt; wie ein zorniger Vater ging er nun ſelber am Krückſtock, aber ihm mußte das Holz redlicher dienen. Sein Spott war ſcharf wie die Klinge ge⸗ worden, mit der er bei Roßbach und Leuthen den Feind aus dem Felde ſchlug; mehr wuß⸗ ten die großen Augen zu blitzen, als daß ſein ſchmaler Mund lachte. Den Philoſophen von Sansſouci hatten ihn ſeine Freunde aus Frankreich geheißen; nun waren ſie fort; und die den einſamen König daher reiten ſahen, grau und gebeuagt, kannten nur ſeine Taten, nicht ſeine Schriften, ihnen war er der alte Fritz. Er hatte im Krieg den Schlaf verlernt, nun war ſein Tag lang; und in der früheſten Frühe kam ſchon die Sorge nach Sansſouci: aber ſie ſaß nicht im Stuhl, mit ſchlaffen Händen zu warten, ſie war die Sorge der ſchaffenden Pflicht und des raſtloſen Fleißes. Wie ein Gutsherr das Seine feſt in der Hand behält— wohl gehen die Knechte hinaus in die Felder, die Mägde beſorgen den Stall und auf den Vorwerken ſitzen Verwalter, aber er reitet hinaus, ehe ſie denken, und läßt ſich das Kleinſte nicht reuen, weil er im kleinen den Wohlſtand bedingt ſieht— ſo ſah der Kö⸗ nig in Sansſouci das preußiſche Land als ſein Eigentum an. Bauern und Bürger waren ihm ſein Geſinde und die adligen Stände ſeine Verwalter; er ritt in ihr Tagewerk hinein, zu loben und zu ſchelten, wie er es fand, er führte das Hauptbuch und ſaß an der Kaſſe, und wehe, wenn ſie nicht ſtimmte. Daß ſeine leeren Staatskaſſen wieder voll würden, nahm er den Städten die Zölle und ließ aus Frankreich Zollpächter kommen, die ihr Geſchäft mit harter Findigkeit trieben. Aufn.: Lange Eine Stadt aus Papier Dann ſtürmte ich hinein, durch die Räume, an den kläffenden, klagenden oder ſtumpfglotzenden Hunden vorüber. In dem Käfig ſaß nur der Köter und knurrte mir tückiſchen Blickes ent⸗ gegen, dann ſchnüffelte er, die Naſe auf den Boden preſſend, in enttäuſchter Gier den Käfig ab. Der Wärter trat hinzu. „Ah, Sö ſan ſcho wieder da!'war vielleicht wirklich'ſcheiter'weſen, ich hätt' Ihna die Paula geſtern verkauft! Jetzen müſſen mir's Geld zurückgeb'n und hab'n den Schaden. Den⸗ ken's Ihna nur, was das Viech'macht hat in der Nacht! J hab Ihna ja'ſagt, ſie is a wen⸗ gerl teppert'weſen, aber ſo blöd! Außa hat's woll'n, aus'n Käfig, wo's ihr do ſo guat ganga is da, mit'm Schädl durch die Gitterſtäb durch, hat nimmer'ruck könna und hat ſie ab⸗ 'würgt. A ſo a blöd's Viech is mir no net für⸗ kemma, a ſo a blöd's Viech!“ Kopfſchüttelnd ſchritt er weiter. Die Hunde kläfften und jaulten. Noch immer ſchnüffelte der Köter gierig über den Boden des Käfigs Lon Wilhem Schäfer Und ob die Bürgerſchaft klagte und heimlich den König ſamt ſeinen Zöllnern verwünſchte: er ließ ſie klagen und ſchimpfen, ſo viel ſie mochten, aber er nahm ihren Schimpf und die Klage nicht an. Denn der in der ſchaffenden Sorge zu Sans⸗ ſouci ſaß, kannte den Staat, aber ſein Volk war ihm fremd; er hatte im Krieg den Adel brauchen gelernt und half ihm mit ſilbernen Talern; er lobte den Bauern, wie ein Guts⸗ herr klug ſein Geſinde zu loben verſteht; er ſchätzte den Wohlſtand der Bürger, der ihm die Steuern bezahlte. Wohl ließ er jedem das Seine und ſeinen Glauben dazu, wohl nahm er den Dreiſpitz und nickte von ſeinem Pferd, wenn ſie ihm jubelnd zuliefen, der ihrer Liebe und Ehrfurcht der alte Fritz und der preußiſche Ruhm blieb: aber er konnte die Liebe mit keiner Liebe ent⸗ gelten und war im Alter mit Kälte, was er in ſeiner Jugend mit Hitzigkeit wurde, ein harter Menſchenverächter. Der Liebling des Volkes ſchrieb ſeine Bü⸗ cher franzöſiſch, weil er die deutſche Sprache nicht anders zu ſprechen vermochte, als ſie ein Feldwebel ſprach; ſeiner hochmütigen Lebens⸗ luft blieb jeder als Untertan fremd, weil er ein König und Feldherr wie keiner, aber ein Fürſt ſeiner Zeit war. So hing ihm der Ruhm ſeiner freien Ge⸗ ſinnung, ſeines funkelnden Geiſtes und ſeiner Kriegstaten an wie ein geliehenes Kleid; er war der oberſte Diener des Staates, aber nicht ſeines Volkes. Einſam und bitter ins Abendrot blickend von ſeiner hohen Terraſſe, ſtarb Friedrich, der König von Preußen; nur noch ſein Windſpiel war um ihn, als er die großen Augen zu Sansſouci ſchloß, um die Meſſerſpur ſeiner Lippen den grauſamen Zug der Menſchenver⸗ achtung. Goethe über das Dilettantentheater Das ſogenannte Liebhaber⸗ und Dilettanten⸗ theater iſt älter als allgemein angenonmen wird. Schon vor 150 Jahren wurde es von einigen Männern in ſeiner Gefährlichkeit er⸗ kannt. So hat auch Goethe ſich in einigen ſehr harten Ausſprüchen gegen den Dilettantismus gewandt. Es gibt von ihm einen unbekannten umfangreichen Aufſatzentwurf„Ueber den ſoge⸗ nannten Dilettantismus“, in dem er auf den Dilettantismus in allen ſeinen Formen ein⸗ geht. Ein Kapitel iſt auch dem Dilettantismus in der Schauſpielkunſt gewidmet, den er für den ſchädlichſten unter allen Formen des Dilet⸗ tismus hält. Denn er führt zu„einer Karikatur der eigenen fehlerhaften Individualität“, för⸗ dert die„Abſtumpfung des Gefühls gegen die Poeſie“ und ſtellt„einen Trödelmarkt von Ge⸗ danken, Stellen und Schilderungen in der Re⸗ miniſzenz“ dar. Er bedient ſich„einer exaltier⸗ ten Sprache bei gemeinen Empfindungen“ und bildet„eine ewige Reizung zu einem leiden⸗ ſchaftlichen Zuſtand und Betragen ohne ein Gegengewicht“. Er führt zu„Unnatur und Ma⸗ nier auch im übrigen Leben“ und zu„höchſt verderblicher Nachſicht gegen das Mittelmäßige und Fehlerhafte“. Beſonders heftig wendet ſich der Dichter ge⸗ gen den„höchſt verderblichen Gebrauch der Liebhaberſchauſpiele zur Bildung der Kinder, wo er(der Dilettantismus) ganz zur Fratze wird“. In einem Vergleich zwiſchen dem wah⸗ ren Künſtler und dem Dilettanten zeigte Goethe den Unterſchied beſonders deutlich auf. Er ſagt: „Der wahre Künſtler ſteht feſt und ſicher auf ſich ſelbſt, ſein Streben, ſein Ziel iſt der höchſte Zweck der Kunſt. Er wird ſich immer noch weit von dieſem Ziele finden und daher gegen die Kunſt und den Kunſtbegriff notwendig allemal ſehr beſcheiden ſein und geſtehen, daß er noch wenig geleiſtet habe. wie vortrefflich auch ſein Werk ſein mag und wie hoch auch ſein Selbſt⸗ gefühl im Verhältnis gegen die Welt ſteigen möchte. Dilettanten oder eigentlich Pfuſcher ſcheinen im Gegenteil nicht nach einem Ziel zu ſtreben, nicht vor ſich hin zu ſehen, ſondern nur das, was neben ihnen geſchieht. Darum ver⸗ gleichen ſie auch immer, ſind meiſtens im Lob übertrieben, tadeln ungeſchickt, haben eine un⸗ endliche Ehrerbietung vor ihresgleichen, geben ſich dadurch ein Anſehen von Freundlichkeit, von Billigkeit, indem ſie doch bloß ſich ſelbſt erheben.“— Dieſe Worte ſind heute noch ſo wahr wie vor 120 Jahren, und ſie ſind in ihrer treffenden Formulierung wert, einmal in die Erinnerung gerufen zu werden, was hiermit geſchehen ſei. 1* ich ſehe in der häuslichen Tradition der deutſchen Mutter und Frau eine feſtere Bürg⸗ ſchaft für unſere politiſche Zukunft als in irgendeiner Baſtion unſerer Feſtungen. Bismarck. (3. Preis im d7, e2, g4, g7.) DOffizie —— —— 9 Unſer ſchön leriſchen Prin dem immer Darſtellung e Fomponiſten fen ſein. Un Jawohl, tre tungen! Die ſtellung fſler n tler ülherſpitzen u müter verwe⸗ Gefahr mit de Bür den f die Darſtellu ſei es der„J ſeres heutigen Verſuch, eine Der Gefahr e aallerdings ber VPon beſond tifche niſten ſein. 2 Stütze, denn? heiden Kompt genügend ent ſtrebt, wenigf zuwege zu bri Die erwähn ſtaktung tritt poniſt an Aeu bleibt, und ſchmack pern ſie hingehören Ein gerade Thema grunde: flüſſig tungswille ſin A. K 4 24 Weiß: Kaes, Dia Schwarz: Kas, 1 c4, ed. Nr. (Weiß: Kdi, ſe, g4, E5; Schn 450, h4.) Eine Spitzen 4„White-to-play“⸗ würde, wie er Kah immer i 4 kann die erhalten: alſo 1. Se4—4611 7 Aufgabenturnie Schlüſſel als ſ Zug auf dem 3 Mattänderun fluchten, alle dr Wir fügen hi die Varianten das ganze Prol .1 . ()Weiß: Kha4, I Schwarz: Kd6, — I. Tes—es! 2 3. Reihe gezoge erſt, wenn er d dert Desat) erk Möglichkeiten 1 die Abwehrzüg I..., ſtellung ergibt f Eine wohlge auers, mit gut ſchmack vollbrach Richtige Löſu heim. Ueber das Thema Unſer ſchönes fi anſchath nach rein künſt⸗ lleriſchen Prinzipien anzuſchauen, iſt ein Ideal, dem immer nachgeſtrebt werden muß. Die Komponiſten die alleinige Anregung zum Schaf⸗ feen ſein. Und dennoch Themaaufgabe? Jawohl, trotz mancher oft geäußerten Befürch⸗ an ffler Hen mp Themas foll dem keien künſtleriſchen Impuls ſchaden, guten Ge⸗ ſchmack bangliſieren, das Handwerksmäßige überſpitzen uſp. Dieſe überängſtlichen Ge⸗ 105 verwechfeln eine zweifellos beftehende Gefahr mit der Wirklichkeit! Für den fertigen Komponiſten hedeutet 4 fe Darſtellung einer bekannten Prohlemidee, ſei es der„Inder“ oder z. B. der Inhalt un⸗ ſeres heutigen Zweizügers, ganz gleich, den Verſfuch, eiſie Spitzenleiſtung zu vollhringen. Der Gefahr einer Schematiſierung muß er ſich allerdings bewußt ſein. tiſſche Aufgabe für den werdenden Aanpe niſten ſein. Das Thema bildet die notwendige Stütze, denn Technik und Erfindungsgabe, 10 beiden Komponenten, ſind bei ihm noch nicht genügend entwickelt a der BVerfaſſer be⸗ ſtrebt, wenigſtens mal eine korrekte Aufgabe zuwege zu bringen. 4 tung tritt dann erſt ein, wenn poniſt an Aeußerlichkeiten auf die Dauer hängen bleibt, und nur Phantaſie und Ge⸗ er exaltier⸗ ingen“ und em leiden⸗ — n ebe me her etelen Ein gerade in Mannheim wohlbekanntes DThema liegt unſerer heutigen Aufgabe zu⸗ grunde: Konſtruktion und freier Geſtal⸗ fungswille ſind ihre Vorzüge! A. Keirans(Lettland) 34 6. Preis im olympiſchen Zweizügerturnier) heater—.— 33 a b 48 92 n deres von ge⸗ I., 7 7 men,. 5 7, ge, 33 e iie 0 e 851 5 in der. 4 3 K Weis: Kae, pis. Pes, es, Lrf, HS, Szä, es, Bbs, d3 höchſt Schwarz: Kas, Di2, Tds, 35, Lh7, Sas, bs, Ba6, 3„ee. ittelmäßige Dichter ge⸗ 4 Löſungen 2 brauch der Nr. 111— J. Szöghy ſer Kinder, aß in 2 Zügen zur Fratze Geiß: Kal. Des. Ths, Ler, Sed, i6, Baz, bö, dem wah⸗ 12, g4, g⁵; Schwarz: Kda, 882, Baz, bö, dꝰ2. e3: e6 20,.) igte Goethe.) Eine Spitzenleiſtung auf dem Gebiete der tf. Er ſagt: ſicher auf„Wite-to-play“⸗Aufgaben! Schwarz am Zuge der höchſte würde, wie er auch ſich drehen und wenden r noch weit Reh immer in ein Matt n aber gegen die 5 kann, die günſtige 4 nicht aufrecht⸗ in Al erhalten: alſo gegenſeitiger Zugzwang! er noch 1. Se4—dö!! Die Preisrichter im olympiſchen Aufgabenturnier bezeichnen mit Recht dieſen Schlüſſel als ſchönſten und dabei ſchwierigen Zug auf dem Brett!„Völliger Mattwechſel, 3 Mattänderungen und 3 Neumatts, Königs⸗ fluchten, alle durch den Schlüſſel gegeben...“ Wir fügen hinzu, daß die Mattbilder, z. B. die Varianten nach 1...., Keß, meiſt eigenartig, )auch ſein ein Selbſt⸗ zelt ſteigen h Pfuſcher em Ziel zu ondern nur arum ver⸗ das ganze Problem nur Freude bereiten kann. Rr. 112— JIr Händle hen, geben iß in 2 Zügen undlichkeit,(Weiß: Kn4, Des, Teß, Lbé, Sc7, 33, Bbö, d2, h23 ſich ſelbſt Schwarz: Kdö, Dol, Ta4, is, La2, os, Sgs, Bas, b2, te noch ſo d7, e2, g4., 287.) nd in ihrer 1. Tes—es! Daß der Turm gerade nach der nal in die 3. Reihe gezogen werden muß, ſieht der Löſer as hiermit erſt, wenn er die Parade...., Dgl!(verhin⸗ dert Desgt) erkannt hat. Unter den weiteren Möglichkeiten beszt zu vermeiden, heben ſich ie Abwehrzüge des Los heraus: 1.„ Li6 „Sibzt:, 1...., Ldd 2. Se4adt. Eine weitere Ver⸗ tellung ergibt ſich nach 1..., Te4. Eine wohlgelungene Leiſtung des Neckar⸗ guers, mit guter Technik und trefflichem Ge⸗ ſchmack vollbracht. 1 Richtige Löſung ſandte ein: J. Mayr, Viern⸗ eim. dition der tere Bürg⸗ ft als in ngen. zismarck. Darſtellung einer originellen Idee foll dem tungen! Die immer von neuem verſuchte Dar⸗ Von beſonderer Wichtigkeit dürfte die thema⸗ 1 Rie erwähnte Glefahr der ſchemgtiſchen Ge⸗ ſtalti der ftom⸗ „Hakenkreuzbanner⸗ 6. Dezember 1936 Mannheim, 6. Dezember 1930 Aus dem Bezirk Mannheim Termine für die Pokalſpiele der Vereine 2. Runde. Sonntag, 13. Dezember; Käfertal gegen Mannheim; enai— Neckgrau; eudenheim— Sandhoſen; Waldhof ſpielfrei. V Runde, Sanntag, 10. Januar: Neckargu— e Mannheim— P. e Wald⸗ hof— Käfertal; Sandhofen ſpielfrei. /4. Runde. Fanteng 24. Januar: Pfingſtberg— Waldhof: Feudenheim— Mannbeim; Sandhofen— Nek⸗ karau; Käfertal ſpielfrei.“ 5, Runde. Sonn⸗ 14..d Mannbeim— Sandhafen; Wäldhof— Fei felfrei. Käfertal— Pfingſt⸗ berg: Neckarau ſpielfrei./ 6. Runde, Sonntgg, 7. mniſt Fon enheim— Käſertal; Sandhofen gegen Waldhof; NeckgrauMannheim; Pfingſt⸗ —*————— 4 otfhaielles Organ des Badischen schachverbanues im G. 5. B. Bezirk Mannheim 3. Jahrgang herg ſpielfrei/ 7. Runde. Sonntag, 21. März: Waldhof— Neckgrau; Käfertal— Sandhofen; fueerg— Feudenheim; Mannheim ſpiel⸗ rei. Schachklub Mannheim⸗Waldhof Verſchiedene Umſtände machen es dem Schach⸗ klub Waldhof erſt im Dezember möglich, Werbe⸗ veranſtaltungen zu tätigen. Das Programm iſt nun um ſo feſchsaeges Nach dem Auftakt am 4. Dezemher(Bickel⸗ haupt, L. Keller und Kränzle plauderten von ihren. Turniererfghrungen) hält am Sonntag⸗ vormittag, J, Bollmer einen Vortrag über das feſſelnde Thema„Aeſthetik und Pſychologie im Schach“, während Kränzle üher die Anlage einer Schachpartie ſpricht. ———————— Nächſte Termine: Freitag, 11. Maiſers ber, 20 Uhr, Simultanvorſtellung des Meifters Dr. Ruchti. Vorher ein Vortrag.— Sonntag, 13. Dezember,.J30 Uhr, Paoſitionsnutzung in der praktiſchen Partie von Bickelhaupt. Sämtliche Veranſtaltungen finden im Klub⸗ lokal Kafino Bopp& Reüther, Waldhof, ſigtt. Badiſcher Schachverband im G5B5 Bezirk Mannheim Die Schachvereine, Leiter, Klublokale Mannheimer Schachkluh; W. Gudehus, Mannheim. Café Merkur, N 3, 12, Klubabende; Montgg, Mittwoch und Don⸗ nerstag, täglich freier Schachverkehr. „Anderſſen“ Neckarau: R. Reithoffer, Caſe Zeilfelderz Dienstag. Negarſigdt⸗Oſt: Spietz: GCaſe Vohmann Elignewiatzz Minwoch Schmetzingerſtadt: H. Frei; Reſtaurant„Ludwigshof', Rheinhäuferſtraße; Freitag. Feudenheim: Leiter weier Woll; Kaffee Schneiderz Freitag. Küfertal: E. Denzel: Gaſth.„Zum Löwen“; Sgmstag. Wfingſtvberg: Valentin Schmitt;„Zum Pfingſtherg'i Donnerstag. 15 Sgndhufen: J. Herbſt;„Turnerheim“; Dienstgg. Waldhof: wW. Hild; Kaſino Boypl& Reutherf Freitag, Weinheim: Aſſeſſor R. Geiler; Cafe Rheingold; Donnerstag. Schmetzingen: Studienrat Bauſch;„Zum Grünen Bgum“; Freitgg. Nilsel und Humor Einſetz⸗Rätſel ffffi 10 7 155 4 —+◻ ſfniffnf Die Buchſtaben a— a— a— a— e— K4— g— i— n— rT1— 5s— s— t— u— v ſind in die leeren Felder ſo einzutragen, daß die waage⸗ rechten Zeilen folgende Wörter ergeben: 1. Schlingpflanze, 2. Geſichtsmaske, 3. Vorrichtung zum Prüfen der Länge und Breite von Lein⸗ wand, 4, Jupfinſtrument, 5. Höriger. Die mit⸗ telſte Senkrechte nennt dann einen Scharf⸗ ſichtigen. Auflüſung des Füllrätſels: 1, Ammer, 2. Autor, 3. Adour, 4. Anger, 5. Alber, 6. Aſper, 7, Aller, 8. Adler, 9. Aſtek. Auflüſung des Silben⸗Waben⸗Rätſels: 1. Barrikade, 2. Pelerine, 3. Barkarole, 4. Kalidaſa, 5. Materie, 6. Eroikg, 7, Iſabellg, 8. Samariter, 9. Amerika, 10. Alabafter, 11. Methuſalem. faiſerlicher Rat Im alten Oeſterreich war„Kaiſerlicher Rat“ ein Titel, der vom Kaiſer an hohe Beamte des Zipildienſtes verliehen wurde. Es handelte ſich dabei jedoch mehr um eine ehrende Ernennung als eine Erhebung zum Beamten des Monar⸗ chen, Natürlich gab es um dieſe Auszeichnungen wahre Jagden, und man kann in den Archiven die kurioſeſten Geſchichten darüber nachleſen. Die merkwürdigſte Ernennung aber und zugleich auch Erhebung zum wirklichen Berater des Kaiſers ſpielte ſich im Jahre 1837 unter Kaiſer Ferdinand ab. Der Dichter Joſeph Chriſtian Freiherr von Zedlitz hatte ſich ſchon mehrmals um eine Ver⸗ wendung im Stgatsdienſt bemüht. Doch ſeine Geſuche wurden immer wieder mit der Begrün⸗ dung abgewieſen, daß er zuviel dichte. linter Beihilfe des ihm wohlgeſinnten Hausminiſters gelang es ihm aber, beim Kaiſer eine Audienz zu erreichen. In wohlgeſetzter Rede hrachte er ſeine Bitte vor, Der Mongrch war natürlich vorher entſprechend unterrichtet worden. Er hörte den Dichter ruhig an und entgegnete dann in ſeiner wieneriſch⸗gemütlichen Art: „Alſo, ſo ſchaut ein Dichter gus! Naig, ich hätt' ſchon was zu tun für Sie in der Hofkanz⸗ lei. Sie müſſen halt dazuſchaun, 80 S' das 'ſchäft lernen und was ſchaffen. Schauen', ich dank's mein' Vater im Grab, daß er mir's Regieren hat ordentlich lernen laſſen.“ Freiherr von Zedlitz verneigte ſich dankend und beteuerte hoch und heilig, daß er all ſein Wiſſen und Können in den laiſerlichen Dienſt ſtellen werde. „Was lönnen S' denn eigentlich?“ fragte jetzt der Kaiſer.„Und zu was ſind S' denn'ge⸗ brauchen?“ Der Dichter mußte eingeſtehen, daß er ſich bis⸗ her mit praktiſcher Arbeit wenig befaßt hatte, verſicherte jedochh 5 „Aher ich werde mich redlich bemlühn, Euer Mafeſtät Zufriedenheit zu erlangen!“ „Wiſſen S' was?“ ſagte jetzt der Monarch, „Sie als Dichter werden jetzt zuerſt einmal alle die Sachen leſen, die von den anderen Dichtern in die Hofkanzlei'ſchickt werden, und nachher ſagen S' mir ehrlich, was dran is.“ Schlagfertig erwiderte nun Freiherr von Zed⸗ itz: „Se darf ich wohl die Ehre haben, Euer feun kaiſerlicher Rat in der Dichtkunſt zu ein! Eine Weile ſtutzte der Kaiſer, dann lachte er: „Ja, meinetwegen! Und den Titel dürfen S' auch gleich führen! Hat ihn wenigſtens einmgl einer, der mir wirklich einen Rat geben kann!“ „Meine Mutter ſchickt mich zurück... in einem der die wir bei Ihnen gekauft haben, war ein Küken rin!“ „So, dann bekomme ich alſo noch 1 Mark fünfzig!“ alte „Theodor, benimm dich! Wie oft habe ich dir ſchon geſagt, du ſollſt die Ellenbogen nicht auf den Tiſch legen!“(Rie et Rac) Die Aehnlichkeit Während einer geſellſchaftlichen Veranſtal⸗ tutig in München wurde der berühmte, körper⸗ lich indeſſen kleine Komponiſt'Albert einmal von ſeiner Tiſchdame gefragt:„Sagen Sie mir, bitte, Herr'Albert, wie foll ich mir das er⸗ klären: Sie ſind einem meiner Freunde aufs Haar ähnlich; der Betfefſende iſt aber um einen Kopf größer gls Sie?“—„Was iſt daran denn ſo ſonderhar?“ verſetzte'Albert,„Ich finde zum Beiſpiel, daß Sie Ihrer Großmuütter ge⸗ radezu ſprechend ähnlich ſehen.“—„Aber wo⸗ her kennen Sie denn meine Großmutter!“— „Nun,“ erwiderte mit größter Rühe der Mei⸗ ſter, man kann ſich doch gut vorſtellen, wie eine Frau ausfiebi.“ Daneben getippt Das Fräulein zelgte dem Beſucher ein Bild auf dem ſie als Baby guf dem Schoß ihrer Mutter ſaß. „So ſah ich vor 20 Jahren aus“, log ſie, denn das Bild war 36 Jahre alt, „Reizend“, ſagte er pflichtſchuldigſt,„aber was iſt denn das für ein Kind, das Sie da auf dem Arme haben?“(Aftenpoſten). „Verblüffend, wie Sie meiner Frau ähnlic ſehen— mit Ausnahme des Schnurrbarte natürlich!“ 2815 aber ich trage doch gar keinen Schnurr⸗ art! „Nein— aber meine Frau!“(Hijemmet.) Wenn der Nikolaus kommt— Schuhe vor die Tür! — ASKeOι. 4———— * binks; Ofenrohre über die Stiekel gestülnt, Herhäht“ die Ereude. Mitte: Ein ganz Schlauer erwartet den Nikelaus, Sein Beruf erlaubt ihm das ohne kostspielige Vorbereitung. Reehts; Einer, dem 40 Nikolaus bestimmt nichts brinst, denn er vergah, seine Schuhe auszuziehen. Horst von Möllengort() Mannheim fin-Brieſnaſten Fragen ůnd Antwotten Amſchau über dies und das Th. F. An welchem Tag im März 1933 war der erſtie Reichstag unter dem Führer?— Antwort: Am 21. März F. St. Unſere 20jährige Tochter hält ſich zur Zeit zur Erlernung der engliſchen Sprache in England auf. Die Einreiſeerlaubnis wurde ihr unter der Bedingung gewährt, daß ſie monatlich nicht mehr als 10 Schilling Taſchengeld erhält. Wäre es möglich, daß einer jungen Engländerin zu ähnlichen Bedingungen ein Aufenthalt in Deutſchland geſtattet wird?— Antwort: Dem ſteht ſicher nichts im Wege. Die Engländerin müßte vorerſt bei einem deutſchen Konſulat in England die Einreiſeerlaubnis beantragen. Bei ihrer Ankunft hier muß ſie ſich polizeilich melden. Die Aufenthaltsgeneh⸗ migung wird in der Regel gewährt. K. V. Bei der Eintragung in die Haushaltsliſte habe ich am 10. Oktober meinen Sohn, der bei einer hieſigen Firma angeſtellt, aber auswärts beſchäftigt iſt, als„vorübergehend abweſend“ eingetragen. Da er hier polizeilich aber nicht abgemeldet iſt, doch an ſeinem Aufenthaltsort ebenfalls gezählt wurde, liegt eine Doppelzählung vor. Ich möchte dieſen Umſtand be⸗ richtigen. An welche Stelle muß ich mich wenden?— Antwort: Wenden Sie ſich perſönlich an die Städtiſche Bürgerſteuer in N 2 und veranlaſſen Sie dort die Richtigſtellung. Dietwart. In den Satzungen unſeres Vereins iſt der Arierparagraph enthalten. Ein junger Mann, deſſen einer Großelternteil Jude war, will nun bei uns eintreten. Als was iſt er nach den Nürnberger Geſetzen zu betrachten? Können wir ihn in den Ver⸗ ein aufnehmen?— Antwort: Auf Grund 5 2 Abſatz 2 der Erſten Verordnung vom 14. November 1935 zum Reichsbürgergeſetz iſt jüdiſcher Miſchling, wer von einem oder zwei der Raſſe nach volljüdiſchen Großelternteilen abſtammt, ſofern er nicht nach 5 5 Abſatz 2 als Jude gilt. Als volljüdiſch gilt ein Groß⸗ elternteil ohne weiteres, wenn er der jüdiſchen Reli⸗ gionsgemeinſchaft angehört hat. Die Aufnahme des jungen Mannes in Ihren Verein dürfte alſo nach Ihren Vereinsbeſtimmungen nicht möglich ſein. Den Wortlaut der Nürnberger Geſetze finden Sie im Reichs⸗ geſetzblatt 1 Seite 1146; die Durchführungsverordnung dazu im Reichsgeſetzblatt 1 Seite 1333. Ahnentafel E. B. Beſteht ein Geſetz für gebührenfreie Auskunft der Pfarrämter, wenn unvermögende Perſonen eine Ahnentafel aufſtellen wollen?— Antwort: Laut Runderlaß des Reichs⸗ und preußiſchen Miniſters des Innern iſt es grundſätzlich Sache eines jeden einzel⸗ nen Volksgenoſſen, ſich den Nachweis der Abſtam⸗ mung zu beſchaffen und dafür die geſetzlich vorge⸗ ſchriebenen, im ganzen Reich für alle Standes⸗ und Pfarrämter geltenden Gebühren zu entrichten. Da⸗ gegen iſt für unvermögende Volksgenoſſen die Be⸗ ſchaffung der notwendigen Unterlagen gebührenfrei, vorausgeſetzt, daß die Ahnentafel für irgendeine Stelle beſchafft werden muß. Liegt dieſe unbedingte Ver⸗ pflichtung zur Beſchaffung der Ahnentafel nicht vor, dann iſt auch für den unvermögenden Volksgenoſſen die Beibringung der Unterlagen koſtenpflichtig. Unter„unvermögend“ iſt zu verſtehen, wenn ein Vollsgenoſſe ohne Arbeit, alſo ohne jeglichen Verdienſt iſt und von einer amtlichen Stelle, ſei es Arbeits⸗, Fürſorge⸗ oder Wohlfahrtsamt Unterſtützung bezieht. Den Nachweis, daß er Unterſtützungsempſänger iſt, muß er ſich bei der betreffenden Stelle ſchriſtlich aus⸗ ſtellen laſſen und ſeinem Schreiben an die Pfarr⸗ und Standesämter beifügen. Wir weiſen aber darauf hin, daß er ſich dieſe ſchriftliche Beſcheinigung von jedem Pſarramt wieder mit der Antwort zurückerbitten muß, da ihm dieſer Nachweis nur in einer Ausfertigung ausgeſtellt wird. Handelt es ſich dabei auch um Pfarr⸗ ämter hier in Mannheim ſelbſt, dann genügt es bei perſönlicher Vorſprache die Stempel⸗ oder Unterſtüt⸗ zungslarte als Nachweis vorzulegen. B. Weinheim. Ich benötige die Sterbeurkunde mei⸗ ner Großeltern, die beide in Straßburg geſtorben ſind. Wohin muß ich mich deshalb wenden?— Antwort: An das Standesamt in Straßburg. Eheſorgen 500. Trägt eine Frau nach der Scheidung den Namen ihres geſchiedenen Gatten oder ihren Mädchennamen? — Antwort: Nach der Scheidung behält die ge⸗ ſchiedene Frau den Familiennamen ihres bisherigen Mannes. Sie kann auch den Familiennamen, den ſie als Mädchen hatte, wieder annehmen. Wenn die Frau bei der Eheſcheidung nicht als alleinſchuldiger Teil er⸗ klärt worden iſt, iſt ihr auch freigeſtellt, den Namen wieder anzunehmen, den ſie vor der Verheiratung mit ihrem geſchiedenen Mann infolge einer früheren Ehe geführt hat. Wenn die Frau einen anderen Namen als den ihres geſchiedenen Männes führen will, ſo muß ſte das dem Standesbeamten anzeigen, vor dem die Ehe geſchloſſen worden iſt. Oeffentliche Beglaubigung durch den Standesbeamten iſt vorgeſchrieben. Iſt die Frau nach dem Scheidungsurteil allein ſchuldig an der Scheidung, ſo kann ihr der geſchiedene Mann verbie⸗ ten, daß ſie ſeinen Namen weiterführt. Das Verbot erfolgt in gleicher Weiſe wie die Annahme eines Namens durch die Frau. L. R. Wir erhielten Eheſtandsdarlehen, von dem das Schlafzimmer angeſchafft wurde. Wohnzimmer, Küche, Wäſche, Geſchirr uſw. wurden von mir in die Ehe gebracht. Kann unter dieſen Umſtänden eheliche Gütertrennung vorgenommen werden?— Antwort: Dem ſteht nichts im Wege. Kirchenſteuer A. K. Wie kommt es, daß in Baden nach dem Kir⸗ chenaustritt noch längere Zeit Steuer bezahlt werden muß, als etwa in Preußen?— Anwo rt: Zur Zeit iſt in Baden noch das Badiſche Kirchenſteuergeſetz in Kraft. Der Zeitpunkt einer Neuregelung iſt noch nicht bebannt. A. K. Wer bekommt die Gebühr von 5 RM., die beim Kirchenaustritt bezahlt werden muß, die Kirche oder der Staat? Wird dieſe Gebühr nicht in nächſter Zeit aufgehoben?— Antwort: Die Austrittsgebühr erhält der Staat. Von einer Aufhebung der Gebühr iſt nichts belannt. Nr. 1937. Stimmt es, daß ab Januar die Kirchen⸗ ſteuer am Lohn abgezogen werden ſoll?— Ant⸗ wort: Der Plan beſteht, eine endgültige Regelung iſt jedoch noch nicht erfolgt. Auf Ihre zweite Frage kom⸗ men wir noch zurück. J. W. Ich bin ſeit 1. April 1934 arbeitslos und beziehe Rente und Penſion. Bin ich verpflichtet, Kir⸗ chenſteuer zu bezahlen?— Antwort: Nur dann, wenn Sie Einkommenſtener bezahlen oder wenn Grundbeſitz vorhanden iſt. Emil. Meine Frau und ich traten am 21. März 1935 Flelrert eucl. lor Ueriälrriunq Großzügigkeit am falſchen Platz Forderungen am Jahresende Leider gibt es noch immer zahlreiche Volks⸗ genoſſen, die ſich nicht daran gewöhnen können, Handwerker für ihre geleiſtete Arbeit ſogleich zu bezahlen oder Gegenſtände des täglichen Be⸗ darfs nicht auf„Pump“ zu holen. Es ſoll hier nicht die Rede davon ſein, wie ein ſolches Ver⸗ fahren volkswirtſchaftlich ſchädlich iſt, ferner wie wenig es zu dem Geiſt einer Volksgemein⸗ ſchaft paſſen will. Wir müſſen uns mit der Tat⸗ ſache auseinanderſetzen, daß es ſo iſt und wie ſich Handwerker und Gewerbetreibende vor Ver⸗ luſten ſchützen können. Im beſonderen wird hierbei an die Verluſte gedacht, die durch die ſogenannte„Verjährung“ eintreten. Gerade gegen Ende eines Kalenderjahres iſt es daher geboten, auf die Rechtsfolgen der Verjährung hinzuweiſen und zu erörtern, wie man ihnen begegnen kann. Unter Verjährung verſteht man, daß ein in Wirklichkeit nicht erloſchener Rechtsanſpruch innerhalb einer gewiſſen Zeit kraftlos wird. Selbſt wenn man alſo den Schuldner verklagt, genügt für dieſen, um ſich von der Zahlung zu befreien, die Einrede der Verjährung. Die Klage muß dann abgewieſen werden. Der Ver⸗ jährung unterliegen nicht nur Geldanſprüche, ſondern überhaupt alle geſetzlichen, vertraglichen uſw., ſofern das Geſetz keine Ausnahme macht. »Die Verjährungsfriſt iſt ſo geregelt, daß für alle wichtigſten Forderungen des täglichen Le⸗ bens, die ſogenannten Alltagsſchulden, die zwei⸗ jährige Verjährung gilt. Zu dieſer Art von For⸗ derungen gehören auch diejenigen von Hand⸗ werkern für Ausführung von Arbeiten ein⸗ ſchließlich der Auslagen, dann die Forderungen von Kaufleuten für gelieferte Waren, Lebens⸗ mittel uſw. Ausgenommen von der zweijäh⸗ rigen Friſt ſind Lieferungen und Leiſtungen, die für den Geſchäftsbetrieb des Schuldners vor⸗ genommen und nicht im Haushalt verbraucht wurden. Eine Molkerei hat zum Beiſpiel Milch an einen Händler geliefert zum Weiterverkauf, oder ein Inſtallateur hat in einem gewerblichen Unternehmen Maſchinen repariert oder elek⸗ triſche Leitungen gelegt. Hier gilt die vier⸗ jährige Verjährungsfriſt. Man kann alſo die Forderung in dieſem Falle auch noch in vier Jahren geltend machen. Die Verjährung beginnt zu laufen vom 1. Ja⸗ nuar desjenigen Jahres, das auf das Jahr folgt, in dem die Forderung entſtanden iſt. Iſt alſo die Forderung zum Beiſpiel am 15. Juli 1935 entſtanden, dann beginnt die Verjährungs⸗ friſt am 1. Januar 1936 und würde am 31. De⸗ zember 1937 ablaufen; nicht alſo mit dem 15. Juli 19371 Nun kann es vorkommen, daß der Gläubiger den Schuldner nicht gern drängen möchte, er will den Kunden nicht verlieren oder was ſonſt die Gründe ſein mögen. Andererſeits will er aber auch ſein Geld nicht einbüßen. Was kann geſchehen? Die Verjährungsfriſt kann„unter⸗ brochen“ werden, d. h. ſie fängt von dem Tage der Unterbrechung an wieder neu zu laufen auf zwei oder vier Jahre, je nachdem. Eine ſolche Unterbrechung kann darin boſtehen, daß der Schuldner ſtillſchweigend oder ausdrücklich die Schuld anerkennt, ſei es, daß er um Stundung bittet, daß er Ratenzahlungen vorſchlägt oder daß er ausdrücklich ſchreibt, er könne die Schuld in Höhe von x RM. augenblicklich nicht be⸗ zahlen und bäte um Stundung. Eine andere Art der Unterbrechung der Verjährung iſt die, daß der Gläubiger einen Zahlungsbefehl ſchickt oder die Klage erhebt. Es iſt nicht erforder⸗ lich, daß der Schuldner in dem Zahlungsbefehl unter allen Umſtänden eine unfreundliche Hand⸗ lung zu ſehen braucht. Man kann das in aller Freundſchaft und Güte miteinander verein⸗ baren, um zu erzielen, daß die kurzfriſtige Ver⸗ jährung in eine ſolche von 30 Jahren umgewan⸗ delt wird. Dies iſt der Fall, wenn der Zah⸗ lungsbefehl mit der Vollſtreckungsklauſel ver⸗ ſehen iſt, und dies geſchieht ohne viele Um⸗ ſtände und Schererei, wenn der Schuldner keinen Widerſpruch erhebt. Ganz irrig aber iſt die vielfach verbreitete Anſicht, man brauche dem Schuldner nur immer wieder eine Mahnung zu ſchicken, um die Ver⸗ jährung zu unterbrechen. Es genügt nicht ein⸗ mal ein eingeſchriebener Brief, nicht einmal die Zuſtellung eines Briefes durch den Gerichtsvoll⸗ zieher! Auch die Zuſendung einer Rechnung ge⸗ nügt nicht. Wer keinen Zahlungsbefehl ſchicken will, der ſoll wenigſtens dem Schuldner ein Schriftſtück vorlegen und es von ihm unter⸗ zeichnen laſſen des Inhaltes, daß der Schuldner anerkennt, daß er dem Gläubiger aus dieſem oder jenem Grunde den und den Betrag ſchulde. Dann beginnt die Verjährung von dieſem Tage der Unterzeichnung an wiederum zwei Jahre zu laufen, aber— genau auf den Tag! Die Lauf⸗ zeit ab 1. Januar des Jahres, das dem Jahre folgt, in dem die Schuld entſtand, gilt nur ein⸗ mal, und zwar beim erſtmaligen Entſtehen. Die im vorſtehenden beſchriebenen Maß⸗ nahmen ſind zu ergreifen bis ſpäteſtens 31. De⸗ zember 1936 für alle hängenden Schulden, die erſtmals innerhalb des Jahres 1934 entſtanden ſind. Darum wird es jetzt ſchon Zeit, die Bücher vorzunehmen und die alten Außenſtände her⸗ auszuziehen. Kein Kaufmann, kein Gewerbe⸗ treibender, kein Handwerker ſoll da„großzügig“ ſein; denn man erzieht die Volksgenoſſen nur zum Leichtſinn und zu privatwirtſchaftlicher Schlamperei, ſtatt ihnen allmählich den Mangel an Verantwortungsbewußtſein gegenüber der Volksgemeinſchaft abzugewöhnen. Wer ſo ver⸗ fährt, hat dann aber auch kein Recht mehr, ſich über den Unfug des Borgens zu beklagen. Dr. Sch. ————————— aus der katholiſchen und evangeliſchen Kirche aus. Da wir von Mitte 1934 bis 1. Mai 1935 in Berlin wohn⸗ ten, gaben wir die Austrittserllärung vor dem Amts⸗ gericht in Berlin ab. Endigt die Kirchenſteuerpflicht für uns nun nach badiſchen oder preußiſchen Kirchen⸗ ſteuergeſetzen?— Antwort: Wenn der Austritt in Preußen erklärt wurde, während Sie dort wohnten, ſo brauchen Sie nur noch ſo lange Kirchenſteuer zu bezahlen, wie es in Preußen üblich iſt. Kirchenaustritt. Am 3. November bin ich aus der Kirche ausgetreten. Wie lange muß ich noch Kirchen⸗ ſteuer bezahlen?— Antwort: Die Kirchenſteuer iſt nach dem Austritt noch das laufende und das fol⸗ gende Jahr zu zahlen, in Ihrem Fall alſo bis 31. De⸗ zember 1937. Die genannte Entſcheidung hatte nur für Preußen Gültigkeit, da zur Zeit die badiſchen Landes⸗ kirchenſteuergeſetze noch Rechtsgültigkeit beſitzen. Eheſtandsdarlehen L. Sch. Kann ein jetzt 23jähriges Mädchen, das in der Zeit vom 1. Januar 1934 bis 1. Juni 1935 in einem fremden Haushalt als Haustochter tätig war, Eheſtandsdarlehen erhalten? In welcher Höhe? Wann iſt der Antrag zu ſtellen und wo?— Antwort: Das Eheſtandsdarlehen wird unter anderem dann ge⸗ währt, wenn die Braut innerhalb der letzten zwei Jahre mindeſtens neun Monate in einem Arbeitneh⸗ merverhältnis geſtanden hat. Die zwei Jahre werden vom Tage der Antragſtellung zurückgerechnet. Wenn die Braut alſo jetzt erft den Antrag ſtellt, ſo kann ſie kein Darlehen erhalten, da ſie in den letzten zwei Jahren nur etwa ſechs und nicht neun Monate ge⸗ arbeitet hat. Eheſtandsdarlehen gibt es bis zu 1000 Reichsmark, der Antrag muß beim Standesamt ageſtellt werden, wenn das Aufgebot vorliegt. S. R. Kann eine Landesbeamtin, die wegen Verhei⸗ ratung aus dem Dienſt ausſcheidet und eine Abfin⸗ dungsſumme erhält, Eheſtandsdarlehen beantragen? — Antwort: Da die Gewährung von Eheſtands⸗ darlehen nicht von dem Nachweis der Bedürftigkeit ab⸗ hängig gemacht wird, iſt ſehr wohl möglich, daß auch die Beamtin Eheſtandsdarlehen erhält. Ein Antrag kann auf jeden Fall geſtellt werden. Hausherr und Mieter L. H. Am 1. Dezember vorigen Jahres habe ich wegen Krankheit mein Kolonialwarengeſchäft auf ein Jahr verpachtet Am 16. September kündigte ich dem Mieter, der ſich daraufhin äußerte, er werde nicht ausziehen. Eine höhere Miete will er auch nicht be⸗ zahlen. Schriftlich wurde von uns nichts vereinbart Was ſoll ich tun, um die Kündigung wirkſam zu machen? Wir ſind ältere Leute und wollen mit dem Gericht nichts zu tun haben.— Antwort: Wenn Sie durchaus Wert darauf legen, das Geſchäft ſelbſt weiterzuführen und der Mieter nicht freiwillig geht, ſo wird Ihnen kaum etwas anderes übrig bleiben als das Gericht in Anſpruch zu nehmen und Räumungs⸗ klage zu erheben. Unberechtigte Mietſteigerungen müſ⸗ ſen jedoch unterbleiben. Wir empfehlen Ihnen, auf alle Fälle einmal perſönlich beim Mieteinigungsamt in F 1, 5, vorzuſprechen. Verſetzung. Auf Grund eines Mietvertrages habe ich für meine Wohnung vierteljährliche Kündigung und außerdem vereinbart, daß in der Zeit vom 1. Oktober bis 1. April nicht gekündigt werden kann. Nun bin ich plötzlich nach Köln verſetzt worden. Zwei Woh⸗ nungen zu bezahlen, iſt mir natürlich nicht möglich. Iſt aus dieſem wichtigen Grund eine frühere Kündi⸗ gung meiner hieſigen Wohnung möglich?— Ant⸗ wort: Vergünſtigungen bezüglich der Kündigung eines Mietverhältniſſes beſtehen nur für Beamte, An⸗ gehörige des Militärs und hauptamtlich Angeſtellte der NSDAp,, die beruflich verſetzt werden. In dieſem Fall wäre die Kündigung trotz entgegenſtehender Vertrags⸗ Arbleitsrechit anad M. H. Mein Sohn hat im März dieſes Jahres eine vom Arbeitsamt Mannheim ihm zugewieſene Land⸗ ſtelle im Schwarzwald angetreten. Dieſe Landſtelle hat er am 30. Oktober mit gutem Zeugnis verlaſſen. Sei⸗ nerzeit wurde ihm auf dem Arbeitsamt zugeſagt, daß der Bauer, bei dem er tätig war, ihm die Heimreiſe vergüten würde. Dies iſt jedoch nicht geſchehen. Was kann ich in der Sache tun?— Antwort: Ihr Sohn ſoll ſich auf dem Arbeitsamt Mannheim, Zim⸗ mer Nr. 141, melden, wo er die notwendige Aufklä⸗ rung bekommt. L. St. Wo kann man ein dreizehnjähriges, unbe⸗ mitteltes Mädchen prüfen laſſen, ob es ſich als Sänge⸗ rin eignet? Wie hoch iſt die Verdienſtmöglichkeit?— Antwort: Ueber die Stimme eines dreizehnjähri⸗ gen Mädchens hann noch kein Urteil gefällt werden. Geben Sie mindeſtens noch zwei, beſſer drei Jahre zu, bevor Sie das Kind prüfen laſſen. Die Prüfung kann dann bei der Hochſchule für Muſik und Theater in A 1, 3, geſchehen. Die Verdienſtmöglichkeiten einer Sängerin richten ſich ſelbſtverſtändlich nach ihrem Können. E. H. Weinheim. Wo kann man ſich als Kindergärt⸗ nerin ausbilden laſſen? Kann man dort zugleich einen Krankenpflegekurs mitmachen?— Antwort: Den Beruf der Kindergärtnerin können Sie im Städtiſchen Fröbelſeminar in Mannheim, Lindenhofplatz, erlernen. Sprechſtunden ſind dienstags und freitags von 15 bis 17 Uhr. Kurſe in Krankenpflege werden dort nicht ge⸗ geben, dieſerhalb müſſen Sie ſich an das Städtiſche Krankenhaus wenden. Pf. Unſere 17jährige Tochter möchte gern auf einem Ozeandampfer Dienſt tun. Beſteht die Möglichkeit, einen ſolchen Poſten zu erhalten und wo müſſen wir uns hinwenden?— Antwort: Ihre Tochter muß ſich an das Arbeitsamt in Weinheim wenden. Dort wird ſie die notwendigen Formulare, die ſie gewiſſenhaft ausfüllen muß, erhalten. Das Arbeitsamt Weinheim wird die Papiere dann an das Arbeitsamt Hamburg bzw. an die maßgebende Stelle in Weſermünde weiter⸗ leiten und Ihre Tochter dann benachrichtigen, ſobald von dieſen Stellen eine Antwort eingegangen iſt. Im bedingungen am 1. Oktober auf den 1. Dezember mög⸗ lich gewefen. Treffen dieſe Vorausſetzungen nicht auf Sie zu, ſo ſind Sie an den Mietvertrag gebunden. B. Weinheim. Meine 78jährige Schwiegermutter be⸗ wohnt zur Zeit eine Vierzimmerwohnung. Sie iſt je⸗ doch krank, kann nicht mehr allein gelaſſen werden und muß daher in Pflege kommen. Iſt unter dieſen Umſtänden eine Kündigung auf 1. Januar, die für⸗ ſorglich ſchon ausgeſprochen wurde, rechtswirkſam?— Antwort: Die Krankheit Ihrer Schwiegermutter hat auf das Mietverhältnis keinen Einfluß. Iſt alſo ein Vertrag vorhanden, ſo muß ſich die Kündigung nach den dort feſtgelegten Vereinbarungen richten. An⸗ 4 ſonſten käme bei monatlicher Mietzinsbemeſſung monatliche Kündigung in Frage, die auch noch am 15. auf den 1. des folgenden Monats möglich wäre. F. H. In meinem Mietvertrag ſteht der Paſſus, daß vom 1. September bis 1. März die Wohnung nicht gekündigt werden kann. Wie ſteht es damit, wenn ich zum 1. Januar verſetzt werde und dort eine Werks⸗ wohnung bekomme?— Antwort: Siehe die Ant⸗ wort derſelben Rubrik unter„Verſetzung“. Aus dem Fürſorgeweſen H. M. Mein Bruder iſt im Mai 1933 mit ſeiner Frau und' zwei Kindern als damaliger Unterſtützungs⸗ empfänger nach Hamburg verzogen und wurde auch dort, da arbeitslos, wieder unterſtützt. Er möchte nun 1 wieder nach Mannheim ziehen. Iſt er dann in Mann⸗ heim wieder unterſtützungsberechtigt bis ihm Arbeit vermittelt wird?— Antwort: Mannheim gehört zum Notſtandsgebiet. Eine Ueberſiedlung von Ham⸗ burg nach hier als Fürſorgeempfänger iſt daher ohne Angabe eines triftigen Grundes wohl kaum möglich. Darüber entſcheidet das Arbeits⸗ bzw. das Fürſorge⸗ amt Mannheim. Wenn einer Ueberſiedlung ſtattge⸗ geben wird, dann bekommt Ihr Bruder nur 80 Pro⸗ zent des Richtſatzes auf die Dauer eines Jahres. Es ſoll unter allen Umſtänden vermieden werden, daß arbeitsloſe Voltsgenoſſen ohne beſondere Gründe ihren Wohnſitz wechſeln. Die aufzubringenden Umzugskoſten, die von Hamburg nach Mannheim ungefähr 400 RM. bis 500 RM. betragen, werden unter gar keinen Um⸗ ſtänden vom Fürſorgeamt übernommen. Es müßte ſich alſo in vorliegendem Falle jemand aus der Fami⸗ lie oder aus dem Belanntenkreis zur Uebernahme der Umzugskoſten verſtehen. Ihr Bruder ſoll nun vorerſt einmal ein ſchriftliches Geſuch ſowohl bei dem Arbeits⸗ amt als auch bei dem Fürſorgeamt in Mannheim ein⸗ reichen, in dem er ausführlich ſeine Verhältniſſe und vor allem auch den Grund ſeines Wegzuges darlegt. Des weiteren muß er in dem Geſuch ſeinen Beruf an⸗ geben und aus welchem Grunde er 1933 als Unter⸗ ſtützungsempfänger ſeinen Wohnſitz von hier nach Hamburg verlegte und wer ſeinerzeit die Umzugs⸗ koſten getragen hat. E. Stimmt es, daß man ab vier Kindern eine Reichs⸗ beihilfe und außerdem monatlich eine Kinderbeihilfe erhält? Wo muß man ſich die nötigen Unterlagen be⸗ ſorgen? Wie hoch iſt der Satz für Reichsbeihilfe und Kinderhilfe?— Antwort: Die Kinderreichenbeihilfe, die ſchon bei vier Kindern in Frage kommt, beſteht in einer einmaligen Zuwendung von 60—70 RM. in Bedarfsdeckungsſcheinen pro Kind. Ab fünf Kindern wird eine laufende, monatliche Beihilfe von RM. 10.— in bar gewährt. Die Anträge ſind für beide Beihilfen vön den Kinderreichen bei dem Fürſorgeamt zu ſtellen, ſinb auch die einzelnen Vorausſetzungen einzuſehen nd. Militäriſches Neuoſtheim. Muß mein achtzehnjähriger Junge, der ſich freiwillig zum Militär melden will, zuvor noch den Arbeitsdienſt machen?— Antwort: Ja. Wenn er ſich freiwillig zum Militär meldet— was auf dem Wehrbezirkskommando in L 15, 1, Zimmer 61, ge⸗ ſchehen kann—, ſo wird er automatiſch vorher ein hal⸗ bes Jahr zum Arbeitsdienſt kommen.— Wegen Ihrer dritten Frage wenden Sie ſich zweckmäßigerweiſe direkt an die Rechtsberatungsſtelle der DAß in p 4. D. H. Bei Aufmärſchen von militäriſchen Verbänden uſw. kann man die Beobachtung machen, daß Teil⸗ nehmer mit einer langjährigen Dienſtzeit ihre ſeiner⸗ zeit verliehenen Dienſtauszeichnungen für 9⸗, 12⸗, 15⸗ und 18jährige Dienſtzeit gleichzeitig nebeneinander tra⸗ gen. Iſt dies zuläſſig?— Antwort: Nein. Es darf immer nur die zuletzt verliehene Auszeichnung getragen werden. J. J. Mit Ihrer Anfrage über das Regiment 104 —— Sie ſich an den Standortälteſten in Mannheim enden. becufliclhie Fragen übrigen wird Ihnen das Arbeitsamt Weinheim auf Ihre Fragen jede gewünſchte Antwort erteilen können. F. H. Wird im Arbeitsbuch auch die Zeit angegeben, während der man im Vertrauensrat tätig war?— Antwort: Nein. Im Arbeitsbuch wird lediglich verzeichnet, was mit Ihrer Ausbildung, Fachſchulung und Tätigkeit zuſammenhängt, und was Sie an be⸗ ſonderen Kenntniſſen beſitzen. F. Sch. Wir empfehlen Ihnen, mit Ihrer Angelegen⸗ der Rechtsberatung der DAß in P 4 vorzu⸗ rechen. Was unſere Leſer ſonſt noch intereſſiert L. Sch. Auf Grund des Werberatsgeſetzes können 4 wir Ihre Anfrage im Briefkaſten nicht beantworten. Wir empfehlen Ihnen, im„Hakenkreuzbanner“ eine Anzeige aufzugeben. „Ferien vom Ich“. Leider ſind auch wir nicht im Beſitze des vollſtändigen Textes. Sie wenden ſich am beſten an den„Film⸗Kurier“, Berlin W. 35, Stüler⸗ ſtraße 2. L. L. Sind die von den Schauſpielerinnen während der Vorſtellungen im hieſigen Nationaltheater getrage⸗ nen Straßenkleider deren Eigentum, oder werden die Kleider vom Theater geſtellt?— Antwort: Jede 1 Schauſpielerin muß beim Engagement moderne Gar⸗ derobe in gewiſſem Umfange beſitzen. Zum größten Teil ſind die von den Schauſpielerinnen in den moder⸗ nen Geſellſchaftsſtücken, Operetten, Opern uſw. getra⸗ genen Straßen⸗ und Abendkleider Eigentum der be⸗ treffenden Künſtlerin. Es kann aber auch der Fall eintreten, daß Kleider ſeitens des Theaters angeſchafft werden, die dann natürlich auch Eigentum der Bühne ſind. Doch läßt ſich hierfür keine Regelung aufſtellen, da eine ſolche Maßnahme von Fall zu Fall entſchieden wird. Was die zweite Frage betrifft, ſo raten wir Ihnen, ſich direkt mit der Reichsverſicherungsanſtalt für Angeſtellte in Mannheim in Verbindung zu ſetzen, die Ihnen ausführliche Erläuterungen geben wird. ODie Auskünfte nach bestem Wissen, jedoch ohne Gewähr) Bullrich.aI SoG Hrennen 250 91 0,50. Thlefenoꝛo-.25 2 F. R. habe ich eine auf meinem 9 das Spar Rechners wurde er Sparbuch ich an di⸗ zu überla meiner F 14 214 Re in ihrem ſich um et abgehoben Ich ſelbſt nungen zi Kann ich bücher an bücher eir zelnen Ei legt ſind? lungen oh cher Aufſf Antwo muß den len. Es i Sparkaſſe, an den nicht beſte Leiſtung Aufſichtsb waluno 5 Zimn Garten, 1 Fi Jilt N 5, 1. lnt Luen. mit Hin werden größeren Seeeeee, —7 3• Garten, Wohnla In. Fe Fernſpr L m. Wol bei Bar Th. F. Bankge Fernſpi ———————————— I Neubar of, zu Mietein, forderlie Anfrag. Groß verkaufe Immob * 5, 1 ſember 1936 Dezember mög⸗ ingen nicht auf gebunden. iegermutter be⸗ ing. Sie iſt je⸗ elaſſen werden ſt unter dieſen muar, die für⸗ yjtswirkſam?— öchwiegermutter nfluß. Iſt alſo die Kündigung ſen richten. An⸗ etzinsbemeſſung ich noch am 15. ich wäre. ſer Paſſus, daß Wohnung nicht amit, wenn ich rt eine Werks⸗ Siehe die Ant⸗ ig“. 933 mit ſeinet Unterſtützungs⸗ rd wurde auch Er möchte nun zann in Mann⸗ is ihm Arbeit innheim gehört ing von Ham⸗ iſt daher ohne kaum möglich. das Fürſorge⸗ edlung ſtattge⸗ r nur 80 Pro⸗ es Jahres. Es werden, daß e Gründe ihren Umzugskoſten, efähr 400 RM. zar keinen Um⸗ n. Es müßte aus der Fami⸗ lebernahme der oll nun vorerſt i dem Arbeits⸗ Mannheim ein⸗ erhältniſſe und gzuges darlegt. inen Beruf an⸗ 933 als Unter⸗ on hier nach die Umzugs⸗ ern eine Reichs⸗ Kinderbeihilfe Unterlagen be⸗ chsbeihilfe und rreichenbeihilfe, kommt, beſteht —70 RM. in fünf Kindern von RM. 10.— beide Beihilfen eamt zu ſtellen, gen einzuſehen ger Junge, der ill, zuvor noch rt: Ja. Wenn - was auf dem immer 61, ge⸗ vorher ein hal⸗ — Wegen Ihrer igerweiſe direkt n P 4. hen Verbänden hen, daß Teil⸗ eit ihre ſeiner⸗ ür 9⸗, 12⸗, 1ö⸗ eneinander tra⸗ Nein. Es darf hnung getragen Regiment 104 min Mannheim en Weinheim auf erteilen können. Zeit angegeben, tätig war?— wird lediglich g, Fachſchulung as Sie an be⸗ hrer Angelegen⸗ in P 4 vorzu⸗ tereſſiert geſetzes können zt beantworten. uzbanner“ eine wir nicht im venden ſich am W 35, Stüler⸗ innen während theater getrage⸗ der werden die twort: Jede moderne Gar⸗ Zum größten min den moder⸗ rn uſw. getra⸗ ſentum der be⸗ auch der Fall ters angeſchafft tum der Bühne lung aufſtellen, Fall entſchieden ſo raten wir icherungsanſtalt idung zu ſetzen, geben wird. ch ohne Gewähr) Mannheim 4 „Hakenkreuzbanner“ 6. Dezember 1990 ragen um das leidige gela F. R. Bei einem Spar⸗ und Darlehenskaſſenverein habe ich aus der Vorkriegszeit zwei Sparkonten, das eine auf dem Namen meiner Frau, das andere auf meinem Namen. Für das Sparkonto meiner Frau war das Sparbuch auf beſonderen Wunſch des damaligen Rechners bei der Kaſſe hinterlegt worden. Mein Konto wurde erſt im Juni 1921 bei der Bank angelegt. Ein Sparbuch hierüber habe ich nicht erhalten. Nun richtete ich an die Kaſſe das Erſuchen, mir beide Sparbücher zu überlaſſen, worauf ſie mir ſchrieb, daß das Konto meiner Frau am 31. Dezember 1922 den Betrag von 14 214 RM. aufweiſt, daß das Buch jedoch nicht mehr in ihrem Beſitz ſei. Mein Konto dagegen— es handelt ſich um etwa 5300 RM.— ſei am 1. Juli 1921 wieder aäbgehoben worden; durch wen ſagte die Kaſſe nicht. Ich ſelbſt habe weder Vollmacht noch ſonſtige Anord⸗ nungen zur Auszahlung des Geldes an Dritte gegeben. Kann ich nun die Kaſſe für die Beibringung der Spar⸗ bücher anhalten? Kann ich als Erſatz für die Spar⸗ bücher einen Kontoauszug fordern, aus dem die ein⸗ zelnen Einlagen und Auszahlungen mit Quittung be⸗ legt ſind? Hat die Kaſſe für die geleiſteten Auszah⸗ lungen ohne gegebene Vollmacht Erſatz zu leiſten? Wel⸗ cher Auſſichtsbehörde iſt dieſe Kaſſe unterſtellt?— Antwort: Der Spar⸗ und Darlehenskaſſenverein muß den Beteiligten jederzeit Kontoauszüge ausſtel⸗ len. Es iſt bei dieſem Verein geradeſo wie bei der Sparkaſſe, wonach eine Verpflichtung der Kaſſe, nur an den wirklichen Inhaber der Urkunde zu zahlen. nicht beſteht; vielmehr wird die Sparkaſſe durch die Leiſtung an den Inhaber der Urkunde befreit. Die Aufſichtsbehörde der Spar⸗ und Darlehenskaſſenvereine * Landwirtſchafts⸗Genoſſenſchaft e. V. in Karls⸗ ruhe. A. V. Ich beſitze in meinem Heimatort noch einige Grundſtücke, die ich verkaufen möchte, da ich zum Sie⸗ deln Geld benötige. Wo muß ich mich hinwenden, um die Grundſtücke eventuell zur Anlegung von Erbhöfen zu verkaufen?— Antwort: Die Stelle, die ſich mit Erbhöfen befaßt, iſt die Badiſche Siedlungsgeſell⸗ ſchaft in Karlsruhe. Doch empfehlen wir Ihnen, ſich vorerſt einmal mit dem Ortsbauernführer Ihres Hei⸗ matortes in Verbindung zu ſetzen. E. H. Wann verfjähren perſönliche und geſchäftliche Darlehen, wenn nichts weiter verabredet wurde?— Antwort: Darlehen verjähren in 30 Jahren. K. K. Aus Warenlieferungen ſchulde ich einem Lie⸗ feranten noch von früher 300 RM. Ich verpflichtete mich damals, dieſen Betrag in Raten zurückzuzahlen, ſobald ich dazu in der Lage wäre. Nachdem ich nun wieder in Stellung bin, droht mir der Lieferant mit Gehaltspfändung. Mein Schreiben um Nachſicht wurde kurzerhand abgelehnt. Freiwillig bin ich bereit, mo⸗ natlich 8 RM. zu zahlen, da ich nicht mehr aufbringen kann. Was könnte mir von meinem Bruttogehalt von 200 RM., in dem 20 RM. Kinderzulage und 12 RM. Frauenzulage enthalten ſind, gepfändet werden? Un⸗ terliegen die Kinderzuſchläge der Pfändung? Müſſen die Straßenbahn⸗Monatskarte, die Krankenkaſſen⸗ und Arbeitsloſenverſicherungsbeiträge, Mitgliedsbeiträge für die DAß, NSp, Luftſchutz, NS⸗Frauenſchaft uſw. von dem pfändungsfreien Betrag abgeſetzt werden?— Antwort: Gemäß 8 850b ZpPo in der Faſſung vom 24. Oktober 1934 ſind Arbeits⸗ und Dienſtlohn ſowie ſonſtige wiederkehrend zahlbare Vergütungen für ge⸗ leiſtete Arbeiten, wenn die zu vergütenden Leiſtungen die Erwerbstätigkeit des Schuldners vollſtändig oder zu einem weſentlichen Teil in Anſpruch nehmen, bei Auszahlung für Monate bis zum Betrag von 150 RM. monatlich und, ſoweit ſie dieſen Betrag überſtergen, bis zu ½ des Mehrbetrages der Pfändung nicht unter⸗ worfen. Hat der Schuldner ſeinem Ehegatten, einem früheren Ehegatten, einem Verwandten oder einem unehelichen Kinde Unterhalt zu gewähren, ſo erhöht ſich der unpfändbare Teil des Mehrbetrages für jede Perſon, der Unterhalt gewährt wird, um ein Sechſtel, höchſtens jedoch auf) des Mehrbetrages. Hiernach iſt der Betrag von 150 RM.— 17 17 ⸗ 184 RM. der Pfändung nicht unterworfen, dagegen der hiernach verbleibende Reſt mit 16 RM. Die weiter angeführten Beträge werden von dem pfändungsfreien Betrag nicht abgeſetzt. ... und ſonſt noch Allerlei B. V. Feudenheim. Ihre Anfroge iſt für den Brief⸗ kaſten ungeeignet, da ſie den Beſtimmungen des Werbe⸗ rats zuwiderläuft. Mit einer Kleinanzeige im„Haken⸗ kreuzbannex“ unter Kaufgeſuchen werden Sie jedoch ſicher Erfolg haben. K. Sch. Gab es einen Vogel mit Namen Böhammer, der früher in der Pfalz einfiel und wegen ſeines Wohlgeſchmacks gefangen wurde? Wie ging die Jagd vor ſich?— Antwort: Unſeres Wiſſens handelt es ſich bei dem genannten Vogel um Buchfinken, auf die früher in der Pfalz mit Puſterohren maſſenhaft Jagd gemacht wurde. Ph. K. Sowohl die gefragte Brikett⸗ Zigarettenfabrik iſt ariſch. E. G. Das genannte Geſchäft iſt in ariſchen Händen. wie auch die E. d. M. Wo muß ich mich hinwenden, wenn ich in den Kampfring Deutſchen Glaubens eintreten will?— Antwort: An die Geſchäftsſtelle, die ſich in C 3. 11. befindet. M. Sch. Werden in der Pelztierſarm in Pforzheim, über die das„Hakenkreuzbanner“ neulich einen Artikel veröffentlichte, auch Nerztiere gezüchtet?— Ant⸗ wort: In der Pelztierfarm in Pforzheim werden nur Silberfüchſe, Marderhunde, Waſchbären und Skunks gezüchtet. Doch dürfte Ihnen der Züchter auch über Nerztierzucht Beſcheid geben können. Vielleicht ſetzen Sie ſich einmal mit ihm in Verbindung. „Arier“. Bei der gefragten Firma handelt es ſich um ein ariſches Unternehmen. K. G. Iſt der Verfaſſer des Buches„Das ewige Antlitz“ ariſch, was koſtet das Buch und in welchem Verlag iſt es erſchienen?— Antwort: Paul Benkard, der Verfaſſer des Buches, iſt ariſch. Er⸗ ſchienen iſt das Buch in der Frankfurter Verlags⸗ anſtalt, es koſtet RM..80. Ihre weiteren Fragen können nicht beantwortet werden, da weder aufge⸗ zeichnet wurde welches Wetter es war, als man die namenloſe Unbekannte aus der Seine zog, noch um wieviel Uhr es genau war uſw. Nach dem Gipsab⸗ druck müſſen Sie in den einſchlägigen Geſchäften nach⸗ fragen. H. B. 100. Bei einer Wette, die ſich um den Film „Verräter“ drehte, ſtellte mein Wettpartner die Be⸗ hauptung auf, es gebe ein Schauſpiel„Verräter“, das mit dem gleichnamigen Film verwandt wäre und über⸗ einſtimme. Ich behauptete, daß nur der Film„Ver⸗ räter“ zur Zeit exiſtiert. Wie entſcheidet der Brief⸗ kaſtenonkel?— Antwort: Von einem Schauſpiel „Verräter“, das mit dem gleichnamigen Film verwandt iſt, iſt nichts bekannt. Es müßte denn ein bedeutungs⸗ loſes Stück ſein, das entweder noch nie oder höchſtens WARUM GUAIEN SIE Sicu um HAUTLETDENT Bei Hautlrenheiten wie kkzem, Ausschleg, Flechten, Schuppenflechten, Houtjucken, Pickel und àhnliche Hautleiden sollten Sie von def guten Wirleung des D...-Hæutmittels Gebrauch mòochen. Schon noch der ersten Amw/ endunę spüren Sie eine Efleichterung durch Schwinden des undustehlichen qucłfelzes. 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Bei der Anmeldung durch einen Elternteil ſollen die Schü⸗ lerinnen perſönlich erſcheinen, das Zeugnisheft iſt mitzubringen. Aufgenommen werden dchen, die Oſtern 1937 aus den 8. Klaſſen ent⸗ laſſen werden, ſowie gleichalteige Mädchen mit entſprechender Vorbil⸗ dung aus anderen Schulen und Lehr⸗ anſtalten. Stadtſchulamt. Zum Zwecke der Beiziehung der Angrenzer zu den Koſten der Herſtel⸗ lung der Cheliusſtraße u) zwiſchen Röntgenſtraße und der Straße„Am Friedhof“, b) von der Straße„Am Friedhof“ bis ſe öſtlichen Grenze des Grund⸗ tücks Lgb. Nr. 571 in der Neckarſtadt gemäß den Vor⸗ ſchriften des Badiſchen Ortsſtraßen⸗ geſetzes und den für die Stadt Mamn⸗ heim geltenden allgemeinen Grund⸗ ſätzen werden a) die Liſten der beitragspflichtigen Grundbeſitzer ſamt dem Anſchlag des Auſwandes, zu dem ſie beige⸗ zogen werden ſollen, und den vor⸗ geſchriebenen ſonſtigen Angaben, b) die Straßenpläne, aus denen die Lage der Grundſtücke zu erſehen iſt, während 14 Tagen vom 14. Dezember 1936 ab im Rathaus, XN 1— Städt. Vermeſſungs⸗ und Liegenſchaftsamt, Zimmer 44— zur Einſicht oͤffentlich aufgelegt. Einwendungen müſſen innerhalb einer vierwöchigen Friſt, die am 14. Dezember 1936 beginnt. dei Meidung des Ausſchluſſes beim Oberbürger⸗ meiſter, hier, geltend gemacht werden. Mannheim, den 30. November 1936 Der Oberbürgermeiſter. Amtsgericht 1. Regiſtergericht. 897 r. chwetzingen, 4. Dez. 1936. Wenſigzgetihriſg Gemäߧ 11 RGB. 5 156 Gen.⸗Geſ. in Verbindung mit§ 69 der Regiſter⸗ vorſchriften werden als Blätter, in denen die Bekanntmachungen der Ein⸗ tragungen im Handels⸗ und Genoſſen⸗ ſchaftsregiſter des Jahres 1937 zu erfolgen haben, außer dem Reichs⸗ Fi das„Hakenkreuzbanner“ Mannheim bezeichnet. Bei Genoſſenſchaften erfolgen die Bekanntmachüngen neben dem Reichs⸗ anzeiger nur auf Antrag in dem weiter bezeichneten Blatt. zl. Ml. Hosen. 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Mtr.„80-„68 48 Kleiderflcinell, wasch⸗ echt, f. warme Haukleider Meter.10,„90.—„75 Velour, für warme Haus- kleicer, neue Dessins, Meter.50,.20,—78 Welllne und Velour für Morgenröcke, schöne Muster m.55.30—.90 Klelderzeuge, wasch- echt, Ia Qualitäten, 90 em breit Mtr..40 Schürzenzeuqe ca. 116 em breit, kräftige Qualit. Meter.40,.25, 95 Zeſir und Oxford für Sporthemden, hübsche Dessins m.05 85 68 Hemden-Popeline für Oberhemden, neue Muster Meter.60,.45,.20 Beffuch-Biber, mollige Qualitäten, ca. 150 em br. Meter.90,.55,.15 Biber-Bettucher 200/%230 lang, weiche OQualitäten, Stück.65,.75,.50 Biber-Bettücher gebogt 220/240 lang, indanthren, la OQualitäten Stück.45,.80,.95 Hausjacken-Stoffo · Morgenrock-Stofle Schlaf-Decken Schlefcdecken, Strapazier-Qualitäten, Stück.50,.85,.25 keamelhecrforbige Schlofdecken la Qualitäten, Stück.90,.50,.90 Jacqduerd-Decken, gute Oualitäten, schöne Muster, Stek. 10.90,.75,.50 keamelheerfarblge Wolldecken Kräft. Oualität., St. 12.50, 10.55,.90 Woll-Jaequard-Decken weiche Quali- täten, gute Dessins,. Stück 14.58, 11.80, 10.50 Woll-Schlafdecken, moderne Uni- Farben, Stück.. 32.50, 25. 21.80 Kamelhdcirdecken, Wolle u. Kamel- haar.„Stück 35.30, 22.50, 19.- Kemelhddardecken, prima Oualitäts- ware Stück 51.50, 24.75, 22.80 Reisedecken, Wolle und Wolle mit Kamelhaar, Stück 24.50, 21.— 15.90 Kinder- Schlafdecken 100/150 em gute Qualitäten, Stück..355,.25,.95 Kissenbezüge- Unterbettücher Küchenwäsche OberbeHücher Weigwaren Hemdentuch, S0 em breit, kräftig und Solid 0 Mtr.„65,„60,—„ꝗ50 Mako-Betlst für feine Wäsche Mtr..05,—„95,75 Polz⸗Crolsé, gute Qualitäten Mtr.„90,„68,„„48 Klssen-Halblelnen, erprobte Ouali- täten. Mtr..60,.55,.10 Bettuch-Holbleinen, la Strapazier- Qualität. Mtr..50,.25,.10 gonuch · Houstuch, äußerst haltbare Qualität mit allm. verstärkter Mitte, r Mtr..90,.50,.15 Bett-Bhamast, 130 em breit, Kräftige Qualitäten„ 0 Mtr..50,.95,.50 Beft-Inleft, federdichte Oualit., echtrot Kissenhreite Mtr..95,.55,.10 Deckbettbreite Mtr..10,.10,.80 Belt-Inlett, feinfarbig indanthren Kissenbreite Mtr..45, Deckbettbreite Mtr..0, 2,90 Heindfuchstoffe, weiß mit buntem Rand u. Damast Mtr.-95,„85, 60 Hendtücher, Damast od. Gerstenkorn Halbleinen, Stück.25,.15.„95 .75 Froftler-Handtücher, kräftige Zwirn⸗- Qualitäten, indanthren Stück.25, Bedetucher, indanthren 95, 75 140/180 125/160 100/150 100/100 em .90.75.20.45 Oberhemdensfoffe, weiß Popeline, moderne Dessins, Mtr..50,.15, 80 fiochdocken- Toogodoche- Fischbcher Servletten 7057 νφh ae, 2 23 9 in — I 73 — — 2 4 — 77 25 — . — 10 S 252e —— 4 4 * —— 4 f — — — S 3 + 4◻e — 55 — — 2 24 — —◻ 00 W 2. * 4e 2 —— —— 8 3— 4⁰ 72 4 der Meister des Liedgesanges 4. AKademie-Konzert des Nationaltheater-Orchesters am Montag, 14. und Dienstag, 15. Dezhr. Karl Elmendorff Haydn: Brahms: Kilpinen: 6 Fjeld-Lieder für Bariton mit Orchester Gerhard Hüsc5 in der Presse: NMachtausgabe“ Berlin: Es war ein Abend von gesduichilicher Bedeulung. „Völkischer Beobachter“: Hüsch stehf als Lie dersänger au, einer Höhe, auf die nur wenig Auserwählte gelangen. „B. Z. am Mitiag“: Gerhard Hüsch ersciöpſt diese Tonpoesie mit ihrer zarien Kleinmolerei und ihrer geistigen Hintergründig- kKeit nicht nur als Sänger, sondern auch als NMusiker. „Zwölj- Unr-Blaltu, Berlin: Diese Uraufſũhrunꝗ, befreut von der außerordentlich ſeinsinnigen und kultwierten Gesangskunst Ger- hard Hüschs wurde zu einem Erlebnis. „Berliner Morgenpost“: Nan konnie in der Tat keinen Würdigeren als Gerhard Hũsch ſinden. Tageskarten Rid.30 bis.- Mannheim: Heckel, O 3, 10, Dr. Tillmann, P 7, 19, Pfeiffer, O 2, 9, Reisebüro Planken- hof./ Ludwigshafen: Kohler, Kaiser-Wilhelm-Str. 31 u. Kohler- Kiosk.— Heidelberg: Verkehrsamt Leopoldstraße 2. Karten für Montagskonzert Ri..50 bis singt im Mannheim/ Musensaal Leitung: Sinfonie in-dur„Lours“ mit dem Bärentanz Sinfonie Nr. 1-molt 3 altitalienische Arien für Bariton mit Orchester .— nur an der Abendkasse. Einführungsstunde Sonntag, 13. Dez., 11.30 Uhr in der Hochschule für Musik Al, 3. Dr. Fr. Eckart, Adalbert Skocic./ Karten: 40 und 20 Pf. an der Morgenkasse in der Hochschule . —— -NMe- —— —KM und ——— ———— lich —— e g gohnerwachs A Je einfocher die pᷣflegę, umso grõßer die Holtborkeit von kEin feuchtes Tuch zum Aufwischen, ein trockenes zum Machreiben und ab höbsch und freundlich aus- ist ouch dos richtige Weihnochts· 6. Dezember 1936 470½ alafum zu nur eine Spur Bohnerwachs .. Ipfund-Dose reicht aus för ein gonzes Johr. alaſum macht totsãch· kaum Arbeit und siehf immer alaſuum geschenk: johrelong denkt dĩe Housfrou froh doron zurõckl FUSSBODENBELAG BALATCOMWERKE, NEUSS A. RfI. 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Ende nach 22 Uhr Mit der Reiehspest nach 3 Kochei-Garmisch vom 25. Dezbr. bis 2. lanuar 9 Tage nur RM. 69.— Mit der Reiehsbahn nach cortina Mĩsurina (Herz der Dolomiten) 11 Tage nur RM. 131.— in geheizten.-.-Kraftwagen bzw. -Zug III. Kl., einschl. Hin- und Rückfahrt, bester Hotelunterkunjft, erstkl. reichl. Verpfleg., Bedienung, Kurtaxen, Schikurs, Führungen usw. Anmeldung, Programme: „„„„„„„„ (Aaaaheim, Qu 2, 7— Tel. 201 00.7 hett Umrandungen gute plüsch-Oualität 90 cm breit kompl., W. 30.50 tompi, M Jl. kompl, Köi. 35.30 Bertworlagen inmallen preislagen H.& H. 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