dezember 19369 EI in neuen Uta. Grohfilm hart ligen Haate Dathermie id und narbenfrei I ärztlich geprüſt Mannheim, — Fernruf 443 98. 6 K) orten K& Sie. Ingolstadt 5eT. en n. Freude on er u. Frau nous, NHonnheim 4 liſches 37 Reichsleitung Reichsminiſter drick, Reichs⸗ tzmeiſter§. X. zr und Haupt⸗ jült umfaſſenbe ganiſation ber enſtſtellen, ihrer sfarbige Rarte literaturführer iſttum, ſowie er machen das em unentbehr⸗ inen Rm. 1. 40 entralver⸗ mMünchen dlung rohmarkt Verlag u. Schriftleitung: Mannheim, R 3, 14/15. Fernſpr.⸗Sammel⸗Nr. 354 21. banner“ Ausgabe 4 wöchtl. 12mal. Be Sipre 5 u Trügerlohn; durch die Poſt.20 RM. 05,8 ld. Ausgabe B erſch. 7mal. Bezugsp 3 durch die Poſt.70 RM. die Zeitung ain Erſcheinen lauch d. höͤh. Gewalt) ve Abend⸗Ausgabe A Spreiſe: Frei Haus monatl..20 RM .—————— Mui. 72 Pf eiſe: Frei Haus monatl..70 RM. U. 30 Pf. Träger⸗ 1 49,28 Pf. elhind⸗ Sgebühr) zuzügl. 42 Pf. rhind., beſteht kein as„Hakenkreuz⸗ M. u. 50 Pf. .Beſtell⸗ ſtellgeld. nſpr. auf Entſchädigung. 6. Jahrgong zwiſchenfälle im Sandſchah (Von unſerem ſtändigen Südoſtvertreter) Sofia, 8. Dezember. Der türkiſch⸗franzöſiſche Minderheiten⸗ konflikt im ſyriſchen Sandſchak, dem Gebiet um Alexandrette und Antiochia, nimmt immer ſchärfere Formen an. Im Sandſchak ſelbſt iſt inzwiſchen der Belagerungszuſtand verhängt worden, der ſich, wie die türkiſche Preſſe meldet, in vollem Umfange gegen die türkiſche Minderheit richtet. Die franzöſiſchen 3 Behürden gingen ſo rückſichtslos gegen ſie vor, daß bereits mehrere Tote auf ſeiten der türkiſchen Minderheiten zu beklagen ſind. Die Haltung der Türkei, deren Preſſe betont, daß man dieſe„Verbrechen“ nicht ungeſtraft vor⸗ übergehen laſſen könne, und darauf hinweiſt, daß der Konflikt bereits Formen angenommen habe, die es unmöglich machen würde, den Völ⸗ lerbund mit dieſen Fragen zu beſchäftigen, laſſe Sevilla, 8. Dezember. Drei rote Fliegerketten verſuchten am Montag einen Angriff auf Talavera de la Reina durch⸗ zuführen. Sie gerieten aber in die ihnen von nationalen Jagdflugzeugen geſtellte Falle und verloren drei Apparate franzöſiſchen Urſprungs. Eine Maſchine der Roten ſtürzte bei Torrijos, eine zweite auf dem linken Tajo⸗Ufer bei Tala⸗ vera de la Reina und die dritte bei Santo Domingo ab. Die beiden Inſaſſen dieſer letzten Maſchine, ein Sowjetruſſe und ein Tſchechoflo⸗ wake, retteten ſich durch Fallſchirmabſprung. Der Sowjetruſſe wurde bei dem Verſuch ſich ſeiner Gefangennahme zu widerſetzen, erſchoſſen. In Talavera de la Reina trafen aus zahl⸗ reichen Ortſchaften auf dem linken Tajo⸗Ufer in der Nähe von Talavera de la Reina mehrere hundert Bauernfamilien ein, die ihr geſamtes Hab und Gut auf Mauleſeln mit ſich führten. Die Bauern verdanken ihre Flucht einem küh⸗ nen Handſtreich von fünf Falangi⸗ ſten, die 18 Kilometer weit in rotes Gebiet hineingeritten waren und den Eindruck erweckt hatten, als ſtünden hinter ihnen mehrere tau⸗ ſend Legionäre und Araber⸗Truppen. Die Schreckensſtimmung, die bei den Roten bei dem Gedanken eines Angriffs der nationalen Trup⸗ pen Platz griff, benutzte die Bevölkerung zur Flucht in der Richtung auf Talavera de la Reina. Die Bauern berichten einheitlich von un⸗ glaublichen Greueltaten der roten Mordbanditen. In Navalucillos wurde eine pierköpfige Familie ermordet. Ein junges Mädchen wurde an den Füßen an eine Frie“⸗ hofsmauer gehängt. Darauf wurde ihr der Hals aufgeſchnitten und das Blut in einem Gefäß geſammelt. In San Bartolome wurden rechtsſtehende Einwohner in nicht wie⸗ derzugebender Weiſe verſtümmelt. In Eſpinoio wurde ein Geiſtlicher lebendig begraben. Aus allen Berichten der Flüchtlinge geht ein⸗ deutig die überall in gleicher Weiſe angewandte darauf ſchließen, daß türkiſcherſeits keine Kon⸗ zeſſionen zu erwarten ſind. Bereits vor einigen Tagen wurde darauf hingewieſen, daß gerade in den letzten Monaten die türkiſche Regierung die Frage der Autono⸗ mie des Sandſchak immer mehr in den Vorder⸗ grund ſtellt und Kemal Atatürk ſelbſt vor un⸗ gefähr vier Wochen den Rechtsanſpruch der Türkei auf dieſes Gebiet offiziell ver⸗ kündete. Dieſe Erklärung war begleitet von der Ankündigung, daß ſich die Türkei durch nichts einſchüchtern laſſen wird, um den verbrieften Rechten Achtung zu verſchaffen. Auf dieſem politiſchen Hintergrund, der durch die bisherige Haltung Frankreichs in der Frage der Minder⸗ heitenpolitik weiter gekennzeichnet wird, gewinnt der-Konflikt im Sandſchak ganz beſondere Be⸗ deutung. Es ſteht außer Zweifel, daß die Aus⸗ tragung der Streitfragen und die verſchärfte Spannung zwiſchen Ankara und Paris für die Politik im Mittelmeerraum überhaupt beachtlich werden können. Rotmord ſchächtet ein Mädchen Geflohene Bauern erzãhlen von neuen Greueltaten in Spanien Mordtaktik des nach Mostauer Lehren erzoge⸗ nen Untermenſchentums hervor, wie ſie in den bereits von der roten Herrſchaft befreiten Ort⸗ ſchaften immer wieder bekannt geworden iſt. 2 Wie aus Madrid gemeldet wird, iſt der Kommuniſtenhäuptling Mije von den Bol⸗ ſchewiſten in Valencia zum„General⸗Kriegs⸗ kommiſſar“ ernannt worden. Havas meldet aus Valencia, daß der rote „Außenminiſter“ Alvarez del Vayo bei der finniſchen Regierung die ſofortige Rückberu⸗ fung des diplomatiſchen Vertreters Finnlands in Madrid gefordert hat. MANNHEIM Halſer vorkoß der Lürker geaen rankreich du Lerrormierung dur Mulperhelnn burg due vupcben i Ebrhn erhikert Arrars nzeigen: Geſamtauflage: Die 120eſpalt. Millimeterzeile 10 Pf. Die 4ge Weinheimer Ausgabe: Die 12geſpalt. im Textteil 18 Pf. Bei—— Frühaüsgabe 18 Uhr, Abendausg. 12.30 Uhr. Anzeigen⸗Annahme: Fernſprech⸗Samniel⸗Nr. 35421. Zahlungs⸗ und Erfüllungsort Mannheim. A im Textteil 45 Pf. Schwetzin Die 4geſpaltene Mitemeterzel —. der Anzeigen⸗Annahme: an ſe und alt. Millimeterzeile tillimeterzeile 4 145 gemäß Preisliſte. nheim, g 3, 14/15. Ausſchließl. Gerichtsſtand: Mannheim. Poſtſcheckkonto: Ludwigshäͤfen 4960. Verlagsort Mannheim. Numiner 571 Sturmflut zerſtört die Inſel cuzon Dienstag, 8. Dezember 1936. Nehrere iausend Tote/ 54 Städie und Dörfer vernidiet Manila, 8. Dezember. Erſt jetzt traf ein Bericht des Gouverneurs der Iſabella⸗Provinz im Nordweſten der Inſel Luzon ein, wonach am 4. Dezember um 4 Uhr eine furchtbare Flut über dieſe Gegend hereinbrach, die 54 Städte und Dörfer zer⸗ ſtörte, Menſchen und Tiere ins Meer. ſchwemmte. Sämtliche Verbindungen mit der Provinz ſind unterbrochen. Die Zufahrts⸗ ſtraßen ſind unterſpült“ Der Gouverneur ſchätzt die Zahl der Toten auf mehrere tauſend. Die Flut wird als die größte bezeichnet, die jemals die Inſel heimgeſucht hat. Roosevelt auf dem Panamerikanischen Friedenskongreh »Meldungen aus dem Ueberſchwemmungs⸗ gebiet im Norden der Inſel Luzon beſagen, daß es ſich um die ſchwerſte Flutkata⸗ ſtrophe in der Geſchichte der Inſel handle. Die Waſſermaſſen traten völlig überraſchend in das dichtbeſiedelte Gebiet am Ufer des Ca⸗ gayan⸗Fluſſes ein. Bis jetzt konnten über hun⸗ dert Leühen geborgen werden. Da die Ueber⸗ ſchwemmungen anhalten, gehen die Rettungs⸗ arbeiten nur ſehr langſam vor ſich. In manchen Gebieten, ſo beſonders in der Nähe der Stadt Aparri an der Mündung des Cagayan⸗Fluſſes, konnten die Bergungsarbeiten bisher über⸗ haupt nicht aufgenommen werden. Weltbild(M) Der wiedergewählte Präsident der Vereinigten Staaten bei seiner bedeutsamen Eröffnungsrede auf dem Panamerikanischen Friedenskongreß in Argentiniens Hauptstadt. Madrid von Jiviliſten geräumt Vorhandene Lebensmittel reichen bei v/eitem nicdit mehr aus Salamanka, 8. Dezember. Am Montagnachmitag verbreitete der Ma⸗ drider Sender„Union Radiso“ einen Auf⸗ ruf der bolſchewiſtiſchen Jugendorganiſations⸗ zentrale, in dem die Mütter Madrids aufge⸗ fordert werden, ihre Kinder durch die Zentrale unverzüglich nach Valencia zu ſchicken. Der Zu⸗ ſtand, daß ganze Familien in den Tunnels der Untergrundbahn übernachten müftten, müſſe endlich aufhören. Durch den bolſchewiſtiſchen Sender„Radio Telegrafos“ wurde am Montagnachmittag gleich⸗ falls bekanntgegeben, daß alle zuſtändigen Ziellen nunmehr zuſammenarbeiten würden um die Räumung Madrids durch die Zivilbevölkerung in kürzeſter Friſt durchzuführen. Für die Zivilbevölkerung ſei der Aufenthalt in Madrid. unmöglich geworden, weil Lebensmittel nur noch in ge⸗ ringen Mengen vorhanden ſeien. Die künf⸗ tige Verſorgung der Zivilbevölkerung könne infolgedeſſen nicht mehr gewährleiſtet werden. Durch die Räumung Madrids werde auch die Gefahr vermindert werden, daß natio⸗ nale Späher ſich immer wieder über die bolſche⸗ wiſtiſchen Batterieſtellungen unterrichten kön⸗ nen. In Madrid dürfte nur mehr die Rote Miliz zurückbleiben, die„entſchloſſen iſt, Wi ⸗ derſtand bis zum äußerſten zu leiſten.“ benf wenig beachtet Die Mächte entſenden„zweite Garnitur“ Paris, 8. Dezember. Wie in gut unterrichteten politiſchen Kreiſen derlautet, werden nach in Paris eingelaufenen Informationen weder der engliſche Aufßen⸗ miniſter Eden noch der ſowjetruſſiſche Außen⸗ miniſter Litwinow⸗Finkelſtein an der am 10. Dezember beginnenden Völkerbunds⸗ ratsſitzung teilnehmen. Das Pariſer„Oeuvre“ will feſtſtellen kön⸗ nen, daß auch Delbos bereits entſchloſſen ſei, nicht an der Völkerbundsratsſitzung teilzuneh⸗ men, und zwar geſchehe dies im Einvernehmen mit dem engliſchen Außenminiſter Eden, da ſo⸗ wohl Frankreich wie England ſich darüber einig ſeien, der Genfer Tagung eine möglichſt ge⸗ ringe Bedeutung zu geben. Auch der polniſche Außenminiſter Beck und der rumäniſche Außenminiſter Antonescu würden nicht nach Genf kommen. Tatſächlich hät⸗ ten Frankreich und England alles Intereſſe daran, zu vermeiden, daß die ſpaniſchen Bol⸗ ſchewiſten der Spanien⸗Angelegenheit im Völ⸗ kerbund zu große Bedeutung verſchafften, da hierfür allein der Londoner Nichteinmiſchungs⸗ ausſchuß zuſtändig ſei. Der Pariſer„Figaro“ will mitteilen können, daß der Völkerbundsrat nach Anhörung des Ver⸗ treters der ſpaniſchen Bolſchewiſten die Ange⸗ legenheit zur weiteren Verhandlung an den Nichteinmiſchungsausſchuß nach London über⸗ weiſen werde. Mannheim „Hakenkreuzbanner“ 8. Dezember 19 Schlachtſchiff„Gneiſenau“ lief von Stapel Der Führer wohnie dem Taufakt hei/ Denkwürdiger Jahrestag einer großen Seeschlacht Kiel, 8. Dezember.(HB⸗Funk.) Dienstagmittag 11.45 Uhr lief in Kiel in Ge⸗ genwart des Führers das 25 000⸗Tonnen⸗ Schlachtſchiff„“, das von der Gattin des in derx Schlacht bei den Falklandsinſeln gefallenen Kommandanten des Kreuzers„Gneiſenau“ auf den Namen„Gneiſenau“ getauft wurde, glücklich vom Stapel. Die Taufrede hielt der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberſt Freiherr von Fritſch. Die Ankunft des Führers Der Führer traf um 11 Uhr auf dem Kieler Hauptbahnhof im Sonderzug zur Teilnahme an den Feierlichkeiten ein. In ſeiner Beglei⸗ tung befanden ſich ſein Stellvertreter, Reichs⸗ miniſter Rudolf Heß, Botſchafter von Pa⸗ pen, Stabschef Lutz e, Reichsleiter Roſen⸗ berg, Reichspreſſechef der RSDAp Dr. Diet⸗ rich, Staatsſekretär General der Flieger Milch, Gauleiter Wagner, München, Ober⸗ gruppenführer Brückner, Brigadeführer Schaub ſowie die militäriſchen Adjutanten des Führers, Kapitänleutnant von Putt⸗ kamer und Hauptmann Manziuns. Als der Sonderzug in der Bahnhofshalle hielt, begrüßten den Führer in ſeinem Wagen Reichskriegsminiſter Generalfeldmarſchall von Blomberg, der Oberbefehlshaber der Kriegs⸗ marine Generaladmiral Raeder und der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberſt Freiherr von Fritſch. Der Führer wurde von der rieſigen Menge mit brauſenden Heilrufen begrüßt, als er den Bahnhof verließ. Er ſchritt die Front der vor 5* Bahnhof angetretenen Ehrenkompanie der Marine⸗Artillerie⸗Abteilung ab, während die Muſik das Deutſchlandlied ſpielte. Dann begab er ſich mit ſeiner Begleitung an Bord der Stationsjacht„Nixe“, die unter 21 Schuß Salut der im Hafen liegenden Kriegsſchiffe die Standarte des Führers ſetzte. Langſam glitt das ſchmucke Schiff an den Werfthallen und Docks und den mit freudig erregten Volks⸗ genoſſen dicht beſetzten Schiffen vorüber zum Heck des noch auf der Helling liegenden Schlacht⸗ ſchiffs. Wohl 25 000 bis 30 000 Volksgenoſſen befan⸗ den ſich auf dem Werftgelände. Weit drüben auf der anderen Seite des Hafens ſtauten ſich leichfalls große Menſchenmaſſen. Die ganze Mferpremenäbe entlang waren Lautſprecher aufgeſtellt. Auf der Werft Der Rieſenleib des girlandengeſchmückten 26 000⸗Tonnen⸗Schlachtſchiffes„E“ lag auf der Helling 1 der Werft der Deutſchen Werke AG. Die Abordnungen der Wehrmacht nahmen an der einen Seite des Täuflings Aufſtellung. Unter den Marineabteilungen befand ſich die Befatzung des Segelſchulſchiffes„Gorch Fock“. Durch eine Abordnung des Flieger⸗ horſtes Holtenau bekundete ſich die enge Ver⸗ bundenheit der Luftwaffe mit der Kriegs⸗ marine. Auf der anderen Längsſeite des zum Ablauſ bereitliegenden Schiffes traten die Ehren⸗ ſtürme der SA, der Ss und des NSͤg an. Hier nahmen ferner die Ehrenabordnungen der Politiſchen Leiter, des Reichsarbeitsdien⸗ 150 Jahre Staatliches hagener Aerzte, ſtes, der Hö und des BoM Aufſtellung. Vor dem Bug war die Ehrenkompanie, geſtellt von der erſten Marine⸗Unteroffizier⸗Lehrabteilung, aufmarſchiert. Die Anweſenheit der Ueberlebenden des al⸗ ten ruhmreichen Kreuzergeſchwaders erinnerte daran, daß ſich am Dienstag der ſchickſals⸗ ſchwere Tag der Seeſchlacht bei den Falkland⸗ Inſeln jährt. Nach heldenmütigem Kampf gegen feindliche Uebermacht verſanken damals die Panzerkreuzer„Scharnhorſt“ und „Gneiſenau“, die Kreuzer„Rürnberg“ und„Leipzig“, ſowie zwei Hilfsſchiffe. Der Geſchwaderchef, Vizeadmiral Graf Spee und ſeine beiden Söhne, ſämtlichen Kommandanten und viele andere brave deutſche Männer be⸗ ſiegelten dabei ihre Treue. mit dem Tod. Der feierliche Stapellauf Beim Anlegen der„Nixe“ begrüßt der Füh⸗ rer den Flottenchef, Admiral Förſter, den Feſtungskommandanten von Kiel, Kapitän zur See Mewis, und das Familienoberhaupt der Familie Gneiſenau. Unter Marſch⸗ klängen ſchreitet der Führer die Front der unter präſentiertem Gewehr ſtehenden Wehr⸗ machtsabordnungen ab. Sein Gruß gilt dann der Ehrenkompanie vor der feſtlich geſchmück⸗ ten Taufkanzel, von der die alte und die neue Reichskriegsflagge herabwehen. Bevor der Führer mit ſeiner Begleitung die Taufkanzel betritt, begrüßt er noch ſehr herzlich die Ueber⸗ lebenden des Kreuzergeſchwaders aus dem Weltkrieg und die Opfer der Arbeit der Deut⸗ ſchen Werke. Dann beginnt der Oberbefehls⸗ haber des Heeres, Generaloberſt Freiherr von Fritſch die Taufrede: „Begeiſtere du das menſchliche Geſchlecht, Für ſeine Pflicht zuerſt, dann für das Recht!“ Das ſind die Worte, die ein Großer unſeres Volkes einſt einer Zeit zugerufen hat, die in Gefahr ſtand, dieſe grundlegende und immer gültige Mahnung zu vergeſſen. Er ſelbſt hat ſie gelebt. Wir wiſſen kaum, wo er geboren iſt, man hat ihn gefunden auf dem Kriegsmarſch. Er hat keine Heimat ge⸗ habt, bis der Dienſt ihm Heimat wurde. Der verſchlug ihn über das Meer. Als er zurück⸗ fand, öffnete ihm der große König den Weg in ſeine Armee. Aber erſt mit faſt 50 Jahren traf ihn der Ruf des Schickſals: in jenen Ta⸗ gen nach Jena und Auerſtädt, da ſo viele ver⸗ ſagten, lief wie ein heller Sonnenſtrahl die Kunde von Mund zu Mund, daß eine kleine Feſtung an der Oſtſeeküſte, kaum dem Namen nach bekannt, dem allgemeinen Schrecken nicht erlegen ſei, ſondern ſiegreich ihre Pflicht ge⸗ tan habe. Ein mutiger Kommandant hatte die Herzen von Beſatzung und Einwohnern empor⸗ geriſſen und zu jener gemeinſamen Hingabe entflammt, die überall auf dieſer Welt die großen Dinge zeugt. In den ſchweren Mona⸗ ten des Jahres 1807 fand jener den Weg in Emigranten⸗Segnungen im flusland jũ dische Abir eihungs-Spezialistin in Kopenhagen verurfeilt Kopenhagen, 8. Dezember.(HB⸗Funk.) Nachdem die däniſchen Schwurgerichte in den letzten Jahren bei Anklagen wegen Schwanger⸗ ſchaftsunterbrechungen häufig auf Freiſpruch erkannten, fiel in einem derartigen Prozeß, dem das ganze Land beſonderes Intereſſe ent⸗ 3. 6% hatte, ein Urteil auf„Schul⸗ Angeklagt waren eine Deutſchland, die jüdiſche Aerztin Frau Käte Reinhardt aus Berlin, ferner drei Kopen⸗ unter der aus einem ähn⸗ lichen Prozeß ſchöß bekannte kommuniſtiſche „Sozialreformer“ Leinbach, und endlich eine Krankenſchweſter Frau Klara Perlmutter. Es lag ein Geſtändnis der Hauptangeklagten Reinhardt vor, in etwa 650 Fällen Schwanger⸗ ſchaftsunterbrechungen an Patienten, die ihr von den däniſchen Aerzten zugeführt wurden, vorgenommen zu haben. Sie hat aus den Ope⸗ rationen im Laufe von etwa 10 Monaten eine Einnahme von ungefähr 35000 Kro⸗ nen gehabt. Das Gericht erkannte nun ge⸗ gen Frau Reinhardt wegen Abtreibung auf acht Monate Gefängnis, von denen drei Mo⸗ nate durch die Unterſuchungshaft als verbüßt angeſehen werden, ferner auf Verluſt der bür⸗ gerlichen Ehrenrechte auf fünf Jahre, außerdem auf eine Geldſtrafe wegen Uebertretung des Fremden⸗ und des Deviſengeſetzes. Die Stra⸗ ſen für die übrigen Angeklagten lauteten we⸗ gen Beihilfe auf drei Monate Gefängnis für Leinbach, ſechs Monate Gefängnis für Schauspielhaus, Berlin Dr. Schlösser und Göring sprachen/ Ehrung des Intendanten Gründgens Das Staatliche Schauſpielhaus am Gen⸗ darmenmarkt beging am Sonntag den Tag ſeines 150jährigen Beſtehens mit einer Mor⸗ genfeier, an der neben dem Miniſterpräſi⸗ denten Generaloberſt Göring und Frau Gö⸗ ring, Reichserziehungsminiſter Ruſt, Miniſter Popitz, alle Künſtler und Künſtlerinnen, Angeſtellte und Arbeiter des Schauſpielhauſes und der Staatsoper, ſowie viele Perſönlich⸗ keiten des kulturellen Lebens teilnahmen. Die Staatskapelle unter Leitung von Staats⸗ kapellmeiſter Profeſſor Robert eger eröff⸗ nete die 445 mit Beethovens Ouvertüre zu „Die Weihe des Hauſes“. Einen außerordentlich intereſſanten Einblick in die 150jährige Geſchichte dieſer hervor⸗ ragenden Pflegeſtätte deutſcher Schauſpielkunſt R der Präſident der Reichstheaterkammer, iniſterialrat Dr. Rainer Schl öſſer. Er bezeichnete die Geſchichte des künſtleriſchen Perfonalbeſtands dieſes Dheaters von 1786 bis heute als einen einzigen Wahrheitsbeweis für die hinreichende 1e des deutſchen Bühnenkünſtlers für ſeinen Beruf. Es ſei der Stolz des nationalſozialiſtiſchen Reichs, daß es dieſe Bemühung endlich ſo gewürdigt habe, wie e einem Ständ zukomme, der ſich noch immer innerlich ausbrannte, damit die Flamme der Kunſt der Nation leuchte. Es war ein weiter Weg bis zu jenem Bekenntnis, wel⸗ ches den Schauſpieler als vollgültigen Volls⸗ enoſſen wertet, zu den Staatsſchauſpielern, ie Miniſterpräſident Göring ernannte, zum Reichstheatergeſetz, welches der Präſident der Reichskulturkammer ſchuf, zur Reichstheater⸗ iammer, deren Präſident ſich hier zum deut⸗ ſchen Künſtlertum feierlich und kameradſchaft⸗ lich bekannte. Dr. Schlöſſer würdigte auch die Arbeit der deutſchen Dichter und Drama⸗ tiker, die nd Zeit Stiefkinder der Nation geweſen ſeien, denen man erſt heute das gab, was ihnen gebührt, und wies weiter auf die innige Verbundenheit zwiſchen den Staats⸗ ſchauſpielern und den Berlinern hin. Aus der höfiſchen Möglichkeit, eine Bühne zu erhalten, ſei die völkiſche Notwendigkeit geworden, ſie bei Ausſchaltung jeder anderweitigen Zweck⸗ beſtimmung der inneren Erhebung und Er⸗ heiterung der Ration zu überantworten. Erſt jetzt ſei man wirklich im Begriff, zu einem deutſchen Nationaltheater zu elangen. Im Bewußtſein einer nie zuvor gekannten Sicher⸗ heit ſeines Beſtandes und ſeiner künſtleriſchen Freiheit könne das Staatstheater dem nächſten Fahrhundert entgegenſehen: dem Jahr⸗ hundert des wahrheitswerdenden deutſchen Nationaltheaters. Miniſterpräſident Generagloberſt Göring 903 in ſeiner Feſtanſprache von dem Wort des Führers auf dem Parteitag der deutſchen Ehre aus:„Die Kunſt iſt eine erhabene und zum Fanatismus verpflichtende Miſſion“. In den vergangenen 150 Jahren ſei von dieſer Bühne herab dem deutſchen Volk höchſte und ſchönſte Kunſt vermittelt worden. Selbſt der Syſtemregierung ſei ihre Abſicht nicht ganz ge⸗ lungen, dieſe Tradition zu zerbrechen und das Haus zu ſchließen. Als die Bewegung Adolf Hitlers die Macht ergriff, ſo erklärte Miniſterpräſident Göring weiter, war es eine Selbſtperſtändlichkeit für ſie, auch auf dem Gebiet des Theaters neue Wege einzuſchlagen. Ich erkannte damals die Notwendigkeit, iſch wieder die höchſte Auto⸗ rität des preußiſchen Staats die Schirmhexr⸗ ſchaft der Staatstheater übernehmen und die große Zielſetzung geben mußte. Es war eine zwingende Notwendigkeit für die national⸗ Emigrantin aus Budde⸗Lund, 40 Tage Gefängnis für Phi⸗ lipſon, 60 Tage für die Perlmutter. Während dem Angeklagten Philipſon wegen Uebertretung des Aerztegeſetzes das Recht zu praktizieren für die Dauer von zwei Jahren aberkannt wurde, wurde gegen die anderen An⸗ geklagten auf Verluft der bürgerlichen Ehren⸗ rechte für fünf Jahre erkannt. „ſireuz des Füdens“ vermißt „Wy iſt das franzöſiſche Poſtflugzeug? 8. 2 Paris, 3. Dezember. Das franzöſiſche viermotorige Poſtflugzeug „Croix du Sud“, das unter der Führung des Ozeanfliegers Mermoz mit vier Mann Beſatzung den regelmäßigen Südatlantikflug⸗ verkehr verſieht, iſt überfällig. Montag 10.43 Uhr funkte Mermoz, daß einer der Moter ausſetze. Zu dieſer Zeit befand ſich das Flug⸗ zeug rund 800 Kilometer ſüdweſtlich von Da⸗ kar. Da die atmoſphäriſchen Bedingungen günſtig waren, hat Mermoz anſcheinend den Flug nach Südamerika fortgeſetzt. Er hätte gegen Mitternacht in Natal eintreffen müſſen. In einer Meldung aus Natal heißt es, daß man bisher ohne eine Nachricht von den Fliegern ſei. Flugzeuge, die ſowohl auf afrikaniſcher wie ſüdamerikaniſcher Seite zu Nachforſchungen aufgeſtiegen waren, ſind bei Anbruch der Nacht ohne Ergebnis zurückge⸗ kehrt. ſozialiſtiſche Führung, auch der Kunſt zu hel⸗ fen. Denn ſchon in den Jahren des Kampfes hatte der Führer dafür geſorgt, daß ſeine Ge⸗ folgsmänner mit dem Weſen der deutſchen Kunſt vertraut würden. Es war vielleicht auch für die deutſche Kunſt die Rettung, daß der Führer von den Muſen ſo reich geſegnet iſt, daß er ſelbſt vielleicht Deutſchlands größter Künſtler iſt, daß er Deutſchlands Kunſt wieder neue Wege zeigen konnte. Die erſte Voraus⸗ ſetzung, zu einem wirklich nationalſozialiſti⸗ ſchen Theater zu kommen. war ein ſtarkes Enſemble. Wir wollten nicht einige we⸗ nige Namen herausſtellen, ſondern das Gefühl der Kameradſchaft wecken, die allein die Baſis für eine gedeihliche gemeinſame Arbeit an dieſem heiligen Werk geben konnte. Ueberall im Reich ſahen wir uns um nach den geeigneten Künſtlern und Künſtlerinnen. Wenn aber dieſes Haus wieder die erſte Bühne des Reiches und damit der Welt werden ſollte, ſo müßte es geführt werden von dem Schwung des Fanatismus, von einem Mann, der alle Vorausſetzungen zu eigen hatte, dieſes Haus führen einer neuen Hochblüte entgegenzu⸗ ühren. Die erſte Blüte dieſes Hauſes war verbun⸗ den mit dem Ramen eines ganz großen Schauſpielers, der auch Leiter des Hauſes war: fland. Nur ein Schauſpieler, ein Ge⸗ ſtalter, der ſein perſönliches großes Können in den Dienſt der Sache ſtellte, war berufen, dieſes Haus zu leiten. Aus dieſem Gefühl heraus wählte ich den Mann, der heute der Leiter dieſes Hauſes iſt und deſſen Name nicht nur als Schauſpieler einen unerhörten Klang hat, ſondern von dem heute ganz Deutſchland weiß, daß er dieſes Haus wieder zur erſten Bühne des Reiches gemacht hat. Ich möchte an dieſer Stelle dem Intendanten diefes Hauſes ebenſo wie dem Schauſpieler Gründgens danken, daß er alle meine Hoffnungen noch übertroffen hat und daß er meinen Wunſch und meine Sehnſucht, aus dieſem Haus das große deutſche Theater zu machen, voll und ganz erfüllt hat. ſein eigentliches Element: den Krieg. Eime lange Reihe von Schlachten, die ſich von der Katzbach über Leipzig bis vor die Tore von Paris hinzogen, bezeichnet ſeine ruhm⸗ volle Bahn, bis ihn acht Jahre nach Kolberg bei Belle Alliance das höchſte gelingt, daßz U wonach jedes heiße Soldatenherz ſich ſehnt: den entſcheidenden Stoß zu führen, der nicht Amer nur die Schlacht ſondern den Krieg mit vollem— Siege krönt. geſtorbe Du aber, ſtolzes Schiff, wenn du jetzt deinen Weg in die weite See antrittſt, ſei eingedent„Geſchäfte derer, die unter dem großen Namen, den auch Orin und du führen ſollſt, im Weltkriege in treuer nen, beſche Pflichterfüllung fern von der Heimat in Si Neuyork, we und Untergang bei Coronel und vor den Fa verſchrien. wie Rockefel Glauben an Schon mit 1 gen allerlei mehr Humo Kapital zu Vaters Lad⸗ ſie aus der!? gen bezogen einmal ein gel, die der Kindern ver ließen den N ren gründet geſchäfte, die kaufen oder Hotels, Läd minen. bater Paxt Da die Fit käuflichen ſtanden, wol ſo recht gehen Minute früh kaufte ihnen der Naſe we landsinſeln ihr Leben gaben. Sei eingedenk aber auch des Heldenmutes derer, die dieſe ruhmreichen Tage überlebten und heute hier als Gäſte der Kriegsmarine oder daheim dieſe Feierſtunde mit erleben. 0 Erinnere dich ſtets der Millionen Deutſcher, die deine Fahrt mit heißem Herzen begleiten, und vergiß nicht die Konſtrukteure und Arbei⸗ ter, die dich als ſcharfe Waffe ſchufen und heute voll Stolz und Vertrauen auf das vollbrachte Werk blicken. 5 Als ein großes Vermächtnis hängen die Ra⸗ men„Graf Spee“ und„Scharnhorſt“ an ſtählernen Schiffsleibern, in goldenen Lettern leuchten ſie in der neuen deutſchen Flotte Adolf Hitlers, in die auch du bald als Weg⸗ und Kampfgefährte eintreten wirſt. Sei treu! Künde die Macht und das Anſehen des Dritten Reiches an fernen Küſten. Der erſte im Angriff, der letzte der von der Verfolgung abläßt— ſei tapfer, treu und glüc lich— und ehre damit den großen Soldaten, den Generalfeldmarſchall Neithardt von Gnei⸗ ſenau, deſſen Namen du tragen wirſt. iahren, wink Ich taufe dich„Gneiſenau“. 4 4 ſtarb und hi Und nun nimmt die Witwe des vor 22 Jah⸗ VLebensmittel ren in der Seeſchlacht bei den Falklandinſen Grundſtücksr gefallenen Kommandanten der alten„Gnei⸗ Objektes, da ſenau“, Frau Marker, den Taufakt mit den das ſie verka Worten 4 A—— Auf Befehl des Führers taufe ich dich auf lungsge ühr den Namen„Gneiſenau“! 0 371 vor. 3— darauf in d rachend zerbirſt die Flaſche deutſchen liden Hauſes Schaumweines am Bug des Schlachtſchiffes. Sechs Wage Hauptſchriftleiter: Und doch Dr. Wilhelm Kattermann kommen. 1 Stellvextreter: Karl M. 8 ier.— C 1 j Aan Wüft. Veidiusbrllich für Wolitit A re 23 5 Kattermann; für politiſche Nachrichien: Dr. Wilhelm 3 Kicherer; für Wirtſchaftspolitik und Handel: Willhelm Der Zugverk Ratzel; für Kommunales und Bewegung; Friedrich aas; für Kulturpolitik, Feuilleton und Beilagen; 1. Dr. W. Kicherex; für Unvolitiſches: Fritz Haas; Lokales: Karl M. Hageneier; für Sport: Jülins ſämilich in Mannbeim. Ständiger Berliner Mitarbeiter: Dr. Johann v. deers, Berlin⸗Dahlem. Berliner Schriftleitung: Hans Grat Reiſchach. Berlin SwW 68, Charlottenſtr. 15b. Nachdruck ſämtlicher Original⸗ berichte verboten. Sprechſtunden der Schriftleitung: Täglich 16 bis 17 (außer Mittwoch. Samstaa—250 Sonntag) un Verlagsdirektor: Kurt Schönwitz, Mannheim Unkoſten grö ddas ganze ziemlich ram lenwagen, ſe Paſſagierwac anlage. Ori konnte ſich 1 „ſchöne“ Ma dern verlieb kehr wieder Druck und Verlag: Hatenkreuzbanner⸗Verlag u. Druce unternehm Gmbß, Sprechſtunden der Verlagsdireknon: 10,30 Tüchti 12.00 Uhr(außer Samstag und Sonntag); 5 ſpr 5 9 9 Nr. für Verlah und Schriftleitung! Sammel⸗Nr. 354 A ſchuf, war w Für den Anzeigenten vergnmw.: Kart Heberling, Mhm. gewiß nicht Zurzeit iſt Preisliſte Nr. 7 für Geſamtauflage Leimnf—1 Weinheimer und Schwetzinger Ausgabe) güftig.“ lebte. Als die B Geſamt⸗D. A. Monat November 1936. 438 davon: Vorſtadt, wo Mannheimer Ausgabe Schwetzinger Ausgabe 93— Weinheimer Ausgabe 3690— Miniſterpräſident Göring erklärte weiter, Musikalis daß, obwohl die materiellen Dinge beim Mülle Staatstheater nicht ausſchlaggebend ſeien, das D j Haus doch faſt immer ſchon Tage vorher aus⸗ Das Richa verkauft ſei. Das deutſche Volk und das Ber⸗ Feudenheim en Beſtehen liner Publikum bekennen ſich zum Preußiſchen ſeerwerle aus Staatstheater. Eine innere Verbundenheit be⸗ ſtehe Iwiſchen den Stellen des Elaafes und Arie„O M den Schaffenden des Theaters. Die national⸗ von J. S. B denen Bearbe ſozialiſtiſche ſei, dem Wieder beſinnlichen? aufblühen der Schauſpielkunſt zu Hilfe zu kom men, und dabei habe vor allem die Arbei chätzten Kon von Reichsminiſter Dr. Goebbels ihre Frucht ühlsbetonthe getragen. Das Staatstheater habe ſich di der Meiſter Aufgabe geſtellt, beſte E Kunſt zu g ſehen werden ſtalten. In knapp zweieinhalb Jahren ſeie Rüller m 38 neue Aufführungen herausgekommen. G allem die Tri waltige Stürme der Begeiſterung hätten de hereitet. Die Künſtlern und Künſtlerinnen gedankt. Eine läßt ſie auch innige kameradſchaftliche Zuſammenarbeit he⸗ ſie kommen ſtehe auch zwiſchen Staatstheater und Staats vor. Hugo R gabe(die Tr verdient gem das Müllerſck die mit ihre ihrer glanzvt radezu herau Largo, äußer Largo hat tä fröhlich kline Schulz⸗Lu tende Arie e von Schubert das beliebte, lied“ nach G vom Streiche Verlauf der der von Edve Romantiſch „Serenade“ f Robert Volkn knüpft Volkm das Werk, in das Solocello auf und führ oper, zwiſchen Leitung, Künſtlern und Ar beitern. Herzliche Worte des Dankes und der An⸗ erkennung fand der Miniſterpräſident für alle Angehörigen der preußiſchen Staatstheater, die durch ihre wundervolle Zufammenarbeil einzigartige Leiſtungen erzielt hätten. Dr. Goebbels an Gustaf Gründgens Reichsminiſter Dr. Goebbels ſandte an den Intendanten des Staatlichen Schauſpielhauſes, Guſtaf Gründgens, nachſtehendes Tele⸗ gramm: „Sehr verehrter Herr Intendant! Nehme Sie zur 150⸗Jahrfeier des Staatlichen Schau ſpielhauſes meine herzlichſten Glückwünſch entgegen. Möge das Staatstheater unter Ihre umſichtigen künſtleriſchen Leitung auch in 3 kunft eine Pflegeſtätte echteſter deutſcher Bü nenkunſt bleiben und damit allen deutſche Theatern ein Vorbild ſein. Mit Heil Hitler Reichsminiſter Dr. Goebbels.“ „Hakenkreuzbanner“ 8. Dezember 1933 die Tore ſeine ruhm ⸗ lach Kolberg zelingt, das, ſich ſehnt n, der nicht Amerikas Eiſenbahnkönig, Orin Paxton, mit vollem kurz O. P. genannt, iſt nach ſeinem abenteuer⸗ 3 5 lichen Leben auf genau ſo abenteuerliche Weiſe geſtorben. jetzt deinen* 1 Ae„Geſchäfte“, für die es prügel gab en, den au Orin und Mantis Paxton, Söhne eines klei⸗ in treuer nen, beſcheidenen Lebensmittelhändlers aus mat in Sieg Reuyork, waren von früh auf als Phantaſten verſchrien. Sie wollten reich werden, ſo reich or den Fall⸗ wie Rockefeller, und es gab nichts, was ihren eldenmutes Glauben an dieſen Reichtum umſtürzen konnte. 5 überlebten Schon mit 12 und 14 Jahren machten die Jun⸗ zmarine oder gen allerlei Geſchäfte, die in ihrer Straße en. mehr Humor als Aufſehen hervorriefen. Das Kapital zu dieſen„Geſchäften“ ſtammte aus Vaters Ladenkaſſe oder aus Trinkgeldern, die ſie aus der Beförderung von drei Pfund Oran⸗ gen bezogen, und der Erfolg war mehr als einmal ein Strafmandat und eine Tracht Prü⸗ gel, die der zornige Vater ſeinen mißratenen Kindern verabreichte. Aber Orin und Mantis ren gründeten ſie eine Firma für Grundſtücks⸗ geſchäfte, die mit allem handelte, was gerade zu kaufen oder zu verkaufen war: mit Ländereien, Hotels, Läden, Warenhäuſern und Kohlen⸗ minen. bater paxtons Uachlaß Da die Firma kein Kapital beſaß und die ver⸗ käuflichen Gegenſtände nur auf dem Papier ſtanden, wollten aber auch dieſe Geſchäfte nicht ſo recht gehen. Die Konkurrenz war immer eine Minute früher da als die Brüder Paxton und kaufte ihnen mit barem Geld das Objekt vor en Soldaten, t von Gnei⸗ rſt. der Naſe weg. Endlich, nach mehreren Hunger⸗ jahren, winkte ihnen das Glück. Vater Paxton *. 4 ſtarb und hinterließ ſeinen beiden Söhnen das vor 22 Jah⸗ Lebensmittelgeſchäft als Erbe. Nun waren die alklandinſeln Grundſtücksmakler wenigſtens im Beſitz eines ten„Gnei⸗ Odßbiektes, das ihnen auch wirklich gehörte, und ifakt mit den das ſie verkaufen konnten, ohne Gefahr zu lau⸗ fen, im letzten Augenblick um die Vermitt⸗ ich dich auf lungsgebühr betrogen zu werden. Der Erlös dieſes Geſchäftes wurde der Grundſtock der Firma Orin und Mantis Paxton, die ſich bald darauf in der City den Ruf eines guten, ſo⸗ liden Hauſes erwarb. Sechs wagen und ein wackeliges Gleis Und doch ſollte der ſenſationelle Aufſtieg noch kommen. Auf der Suche nach geeigneten Ob⸗ jekten wurde den Brüdern eines Tages eine zine, ausgefahrene Eiſenbahnlinie angeboten. Der Zugverkehr war längſt eingeſtellt, weil die Unkoſten größer waren als die Einnahmen,— das ganze Objekt beſtand lediglich aus einer ziemlich ramponierten Lokomotive, einem Koh⸗ lenwagen, ſechs verſtaubten und verdreckten Paſſagierwagen— und einer wackeligen Gleis⸗ anlage. Orin kaufte die Linie auf Abbruch, konnte ſich dann aber nicht entſchließen, das „ſchöne“ Material verſchrotten zu laſſen, ſon⸗ dern verliebte ſich in die Idee, den Zugver⸗ kehr wieder aufzunehmen und ein Eiſenbahn⸗ unternehmer zu werden. Mit echt amerikaniſcher Tüchtigkeit ging er ans Werk— und was er ſchuf, war wohl das Tollſte, was man in dem nicht verwöhnten Amerika jemals er⸗ lebte. Als die Bevölkerung der kleinen Neuyorker e deutſchen chtſchiffes. mann Chef vom Die ornt 2¹ Ah 113. Handel: Wilhe a: Friedrich f7 ritz Haaß: 125 Julius( Johann v. Leer Reiſchach, Berinn mtlicher Original ⸗ ich 16 bis 17 Uhr Sonntag) tauflage leinſ zaabe) gültig. Vorſtadt, wo die Eiſenbahnlinie endete, eines Morgens erwachte, ſah ſie einige hundert Ar⸗ Brr Wen Musikalische Morgenfeier des Dinge beim Müllerschen Kammerorchesters nd ſeien, das Das Richard Müllerſche Kammerorcheſter in Feudenheim beging die Feier ſeines fünfjähri⸗ gen Beſtehens mit einer Morgenfeier, die Mei⸗ terwerke aus drei Jahrhunderten umfaßte. Die Arie„O Menſch, bewein dein Sünde groß“ von J. S. Bach in der feinſinnig nachempfun⸗ denen Bearbeitung von Max Reger bildete den beſinnlichen Auftakt. Einen von Bach ſelbſt ge⸗ chätzten Komponiſten, der in der ſtarken Ge⸗ ühlsbetontheit ſeines Schaffens als Vorläufer der Meiſter der„Mannheimer Schule“ ange⸗ ſehen werden muß, ſtellte Muſikdirektor Richard Müller mit JF. Fried. Faſch vor. Er hat vor allem die Trioſonate gepflegt und ihr den Weg bereitet. Die hohe Ausdruckskraft der Werke läßt ſie auch auf uns unmittelbar anſprechen, ſie kommen uns niemals irgendwie veraltet vor. Hugo Riemann hat ſich um ihre Neuaus⸗ gabe(die Trioſonaten im„Collesium musicum“) derdient gemacht, in ſeiner Bearbeitung ſpielte das Müllerſche Kammerorcheſter eine„Sonata“, g hätten de edankt. Eine nenarbeit be⸗ und Staats⸗ und der An, die mit ihrem ſonnig frohen Charakter und ident für alle ihrer glanzvollen Anlage zur Spielfreude ge⸗ Staatstheater. radezu herausforderte. Feierlich iſt das erſte L Largo, äußerſt bewegt das Allegro. Das zweite Largo hat tänzeriſchen, ſchreitenden Rhythmus, fröhlich klingt die„Sonata“ aus. Helmuth Schulz⸗Ludwigshafen, der ſchon die einlei⸗ ündgens tende Arie geſungen hatte, ſang zwei Lieder andte an de von Schubert, das feſtliche„An die Muſik“ und auſpielhaufes das beliebte, gedankentiefe„Wanderers Nacht⸗ lied“ nach Goethes Text. Die Lieder wurden vom Streichorcheſter begleitet. Im weiteren Verlauf der Morgenfeier ſang Schulz drei Lie⸗ der von Edvard Grieg. Romantiſche Gefühlsſeligkeit lebt in der „Serenade“ für Cello und Streichorcheſter von Robert Volkmann(1815—1883). An Schumann knüpft Volkmann an. Stimmungsvoll beginnt das Werk, in verträumten Kantilenen ſchwelgt das Solocello, das Orcheſter nimmt das Thema auf und führt es zum zweiten beherrſchenden, ließen den Mut nicht ſinken. Mit 16 und 18 Jah⸗ beiter in fieberhafter Beſchäftigung. Eine große Wieſe, die neben dem Bahnhof lag, wurde als eine„Picknick⸗Wieſe“ hergerichtet. Die feinſten Delikateſſen wurden angerollt,„Schmollwinke!“ mit bunten Sonnendächern hergerichtet— und das Ganze mit mannshohen Palmen umgeben, die ein Stück Südſee inmitten der finſteren Wolkenkratzer und Mietskaſernen zauberten. Man ſollte nicht lange im Zweifel darüber ſein, was dieſe Vorbereitungen bedeuteten. Auch die Bewohner der Innenſtadt Neuyorks 0. D. grundet den Sdumolminiel Sudsec- „. und wurde dadurdi zum Eisenbahnkönis von Amerika/ Sein Iod im roien wacen erlebten an dieſem Morgen eine Ueberraſchung. An ſämtlichen Straßenecken klebten rieſige Pla⸗ kate, die eine„Fahrt in die Südſee“ verſpra⸗ chen. Für einen lächerlich niedrigen„Fahr⸗ preis“ wurde allen Leuten eine wundervolle Er⸗ holung verſprochen, und da ein hervorragendes Picknick in den Fahrpreis eingeſchloſſen war und die Dauer der Fahrt nur dreiviertel Stun⸗ den betragen ſollte, war das Intereſſe nicht gering, das man den Plakaten entgegenbrachte. Um die Mittagszeit kam die zweite Senſa⸗ „Gefallen für Stalin“ Die kommounistische Portei will, wie mon hört, den von ihr angeworbenen Sponienkämpfern, wenn fie fallen, ein sinniges Gedenkblott widmen, dos ihre Angehörigen bekommen sollen. Es frägt das Motto:„för Stalin gefallen“. tänzeriſch froh bewegten Teile hinüber. Dem Celliſten bietet die Kompoſition reiche Entfal⸗ tungsmöglichkeiten. Nachdem ſich die leichte Melancholie des Anfanges in feine humorvolle Bewegung löſte, kehrt die„Serenade“ zurück zur einleitenden Geſte und klingt erſterbend aus. Kurt Lubberger⸗Mannheim ſpielte das Celloſolo. Ein liebenswürdiges Geſchenk bot das Kam⸗ merorcheſter mit der„Suite im alten Style“, der„Holberg⸗Suite“ von Edvard Grieg, einer der freundlichſten Kompoſitionen des norwegi⸗ ſchen Meiſters. In fünf Sätzen läßt das Werk die Muſik der Holberg⸗Zeit wieder erſtehen, ſtilecht ſind alle nachempfunden. Springlebendig und humorvoll iſt das einleitende Allegro vivace. Steife Grandezza klingt aus der Sarabande, dem langſamen Tanz, der nach der Verſchmel⸗ zung der Suite mit der Sonate zum Adagio wurde. Graziös iſt die melodiſche Gavotte, ge⸗ fühlvoll die eingeſchaltete Arie. Mit einem luſtigen Rigaudon klingt die Suite aus. Wenn auch der Beſuch der Veranſtaltung zu wünſchen übrig ließ, ſo war die Morgenfeier doch ein großer künſtleriſcher Erfolg für das Kammerorcheſter. Dr. CariJ. Brinkmäln. Vaterland und Muttertum Tatglaube nicht Wortglaube, Vaterland und Muttertum, männlicher und mütterlicher Le⸗ benswille, Glaube an die Erlöſung durch das Kind— dies ſind die neuen und doch ſo alten deutſchen Begriffe, mit denen der neue Schu⸗ lungsbrief der NSDA für De⸗ zember an das kommende Weihnachtsfeſt herantritt. Es iſt wirklich ein köſtliches Heft, aus dem der Menſch, ſo wie er mitten im tätigen und ſorgenvollen Alltagsleben ſteht, ſich friſchen Mut und jugendliche Schwung⸗ kraft holen kann! Ernft Moritz Arndt's be⸗ rühmtes Kapitel von der„Ewigkeit des Vol⸗ bes“ und Konrad Ferdinand Meyers herrliches Gedicht„Friede auf Erden“, beide ſeheriſch (Aus dem„Narrenschiff““) und kündend zugleich, ſtehen zwiſchen einer zeitlich notwendigen Würdigung von Richard Wagners unſterblichem Vermächtnis, an dem kein Kritiker zu rütteln vermag, und einem lichtvollen Aufſatz Friedrich Burgdörfer(des Verfaſſers der beiden berühmt gewordenen Werke über den Volkstod und über die Bevöl⸗ kerungspolitik im Dritten Reich):„Den Frie⸗ den wollen, heißt ihn ſichern können“! Mit einer ganzen Reihe höchſt lehrreicher, wirk⸗ lichkeitsgetreuer Tabellen wird hier nachgewie⸗ ſen und aufgezeigt, wie der ernſte Wille zur Tat einzigartig vollenden kann, was die Sehn⸗ ſucht aus Schwäche umſonſt erſtrebt.„Deutſch⸗ lands Schwäche— Europas Unglück“ heißt eine Arbeit von Friedrich Kopp, und vier ſehr ſchöne und ſehr lehrreiche ganzſeitige Bild⸗ beilagen veranſchaulichen die alte Wahrheit: Europa liegt vor Aſiens Völkermaſſen“, und Aſien fängt— nach Bismarck— an der ruſ⸗ ſiſchen Grenze an! Höchſt mahnend für uns in unſerer Stellung innerhalb Europas und für die Selbſtbehauptung Europas, die letzten Grundes, wie immer in der Geſchichte, in Deutſchlands Händen liegt, iſt ein ausführ⸗ licher Aufſatz über den Aufſtieg und Verfall Spaniens, durch die ganze Geſchichte hindurch⸗ geführt und mit einer Anzahl ſchöner Wieder⸗ gaben ſpaniſcher Gemälde geſchmückt. Aus dem ganzen einheitlichen Wurf des Schulungsbrie⸗ fes wird jedem ins Herz gehämmert, was wie⸗ der und wieder der Deutſche vergißt: ſeine ihm vom Schickſal zugewieſene hiſtoriſche Rolle, ſchlagendes Herz und ſchlagende Fauſt für Europa und ſeine weltüberragende Geiſtigkeit in der Maſſe der Völker zu ſein. Wer weiß heute noch von den Kämpfen gegen die Hun⸗ nen und Mongolen, gegen die wilden Ma⸗ gyaren und die Türken, Dürers Bild des Tür⸗ kenführers Sultan Soliman(1496—1526) im Schulungsbrief enthalten, aus der Zeit des Sieges über die Ungarn bei Mohacs, die Befreiung Wiens, die Kämpfe um Konſtan⸗ tinopel, alles dies iſt hier bildhaft vertreten, tion. Orin Paxton hatte die Titelſeiten der größten amerikaniſchen Blätter gepachtet und kündigte in großen Schlagzeilen an, daß der „Zug“ nicht etwa von einem gewöhnlichen Lo⸗ komotivführer geführt werde, ſondern von einem— Scharfrichter! Dieſer edle Mann, der ſein Leben damit verbracht hatte, Verbrecher auf dem elektriſchen Stuhl von Sing⸗Sing ins Jenſeits zu befördern, würde mit ſicheren Händen die Fahrgäſte in das Pa⸗ radies der Südſee bringen. So unglaublich es klingen mag: Noch am erſten Tage wurden 20 Fahrten ausverkauft! Man riß und ſchlug ſich um eine Fahrkarte und zahlte Ueberpreiſe, für die man hätte die ganze Eiſenbahnlinie kaufen können. Orin Paxton hatte ſein erſtes großes Geſchäft geſtartet und war Sieger auf der ganzen Linie geblieben! O. p. meiſtert das Schickſal Einige Jahre ſpäter war derſelbe Mann, der durch einen geſchickten Nervenkitzel den Neu⸗ vorkern ein Vermögen aus der Taſche gelockt hatte, der Beſitzer eines Eiſenbahnnetzes, das rund 50000 Kilometer lang war und einen jährlichen Gewinn von 73 Millionen Mark ab⸗ warf. O. P. hatte das Schickſal gemeiſtert. Er war„gemacht“. Aber noch einmal ſollte eine Pechſträhne kommen und alles in Gefahr bringen, was die Brüder aufgebaut hatten. Das war im Jahre 1929, als plötzlich eine furchtbare Wirtſchaftskriſe die Ver⸗ einigten Staaten heimſuchte und ſo manchen Konzern, der als unerſchütterlich galt, über Nacht ins Wanken brachte. Auch die Brüder Paxton gerieten in die unerbittliche Mühle dieſer Kriſe. Das Unternehmen war mit Schul⸗ den von 120 Millionen Mark belaſtet, die als Kredit von einem Morganſchen Bankkonſortium aufgenommen worden waren. Morgan drohte mit einer Verſteigerung dex Sicherheiten, und es kamen Tage für die Brüder Paxton, an denen ſie ſich am Rand des Abgrundes ſahen. Mantis, der Jüngere, ſtarb vor Gram und Sorge darüber hinweg und ließ O. P. allein zurück, der jetzt alles auf eine Karte ſetzte. Durch eine der gewagteſten Spekulationen an der Börſe gelang es ihm, die Situation im letzten Augenblick zu retten und Morgan zu befriedi⸗ gen, dem es weniger um die 120 Millionen Mark als um die Eiſenbahnlinien zu tun war, die ſich in den Händen der Paxtonſchen Geſell⸗ ſchaft befanden. Es war Morgans größte Nie⸗ derlage in den Nachkriegsjahren— und O..“3 größter Sieg ſeines Lebens. Die letzte Fahrt Orin aber hat den Tod ſeines Bruders nie verſchmerzen können. Er zog ſich mehr und mehr von den Geſchäften zurück, nachdem er die Kriſe, die das Unternehmen ergriff, durch ſeinen großen Schlag niedergezwungen hatte. In den letzten Jahren ſah man ihn nur noch ganz ſelten an der Börſe. Meiſtens war er unterwegs. Sein Leben ſpielte ſich in der Eiſenbahn ab, in ſeinem„rollenden Hauſe“. Wenn ein Zug durch die Ebene brauſte und ein knallrot geſtrichener Luxuswagen das„Schluß⸗ licht“ bildete, wußte man: O. P. iſt wieder auf Reiſen. Dieſer rote Wagen gehörte ihm und wurde nur angehängt, wenn Amerikas Eiſen⸗ bahnkönig unterwegs war. Zum letzten Male hielt der rote Luxuswagen vor einigen Tagen in Neuyork. Als man die Türen öffnete, fand man O. P. leblos in einem Seſſel. Ein Herzſchlag hatte ſeinem abenteuer⸗ lichen Leben ein Ende bereitet. und die Erlöſung und Sicherung Europas durch den Germanen iſt gekrönt durch den Baum des Friedens und der ewigen Neuge⸗ burt: den Weihnachtsbaum, brennend vor dem Denkmal des großen Kurfürſten(ganzſeitiges Bild), mit dem lodernden Sonnenrad zwi⸗ ſchen zwei Schwertern auf der Titelſeite. So treten wir deutſche Weihnachten an, Julfeſt ſeit alters im neuen feſten Geiſte des Vater⸗ landes, im Geiſte der Liebe zu Volk und Welt, des Opfers, der Mütterlichkeit und der Kin⸗ desfreude! W. A. Der Boxer als„Opernſtar“. In Neuyork machen ſich empfindlich die Opern⸗ nöte bemerkbar, die durch die Verkürzung der Spielzeit der Metropolitan⸗Oper auf die Hälfte entſtanden ſind. Man hilft ſich durch Opernaufführungen zu volkstümlichen Preiſen im Hippodrom. Dabei hat ſich Bizets„Carmen“ eine nicht gerade alltägliche, echt amerikaniſche „Neueinrichtung“ gefallen laſſen müſſen. Die Vorankündigung in der Preſſe lautet nämlich: „Für die heutige Aufführung der Oper „Carmen“ iſt es der Leitung des Hippodroms gelungen, den beliebten früheren Boxkämpfer Mickey Walker zur Mitwirkung zu gewinnen. Mickey Walker wird, umringt von Stier⸗ kämpfern, auf einem prächtigen Schimmel auf die Bühne reiten.“ Klöppelkunſtſchau in Annaberg. Die von Barbara Uttmann vor vierhundert Jahren im Erzgebirge eingeführte Spitzen⸗ tlöppelei hat manche Blütezeit erlebt. Die ge⸗ genwärtig ſtattfindende Ausſtellung gibt einen Einblick in das künſtleriſche Schaffen am Klöppelſack. Spitzen, Deckchen, Motive und Be⸗ ſätze für Kleider aus den Anfängen bis zur heutigen Vollendung zeigen die vielen Wand⸗ lungen der Moden und die langſame Vervoll⸗ kommnung der Klöppelei. Einige neuzeitliche Entwürfe erfreuen durch Muſterungen und Formgebungen, die der Klöppelei neue Wege zu ſtilvoller Schönheit zeigen. Glass Mannheim Blick übers Cand 8. Dezember 1936 Der Dald in der Stadt Und nun kommt wieder der Wald in die Stadt. Der deutſche Wald. Vollbeladene Fuh⸗ ren ſchwanken draußen auf dem Lande über oft unwegſame Pfade der breiten Landſtraße zu. Geſpann und Fuhrmann und all die großen und leinen Tannenbäume ſind umwoben vom Hauch des Waldes, der eiſen und ſchweigend draußen ſteht im Land inmitten verſchneiter Felder. So ſpendet der ſtille Wald ſeine Gabe zur Weihnacht der Menſchen. Und Eiſenbahnzüge bringen die Bäume wei⸗ ter. Dann ſtehen die Tannenbäume zu Tau⸗ ſenden auf den Plätzen und Straßen der Stadt. In eigener Fühlung oder an Hauswände ge⸗ lehnt, ſo warten ſie, bis einer die Hände dar⸗ nach ausſtreckt, prüfend ſie muſtert auf Fülle und Wuchs. Ein Abſchiednehmen gibt es, wenn der Händler den einen und anderen Baum aus der Reihe nimmt, denn da iſt unter den ent⸗ wurzelten Waldkindern ein Rätſelraten um ihr Schickſal zum nahen Feſt. Eitel faſt läßt die Weißtanne ſich muſtern. Sie weiß, daß meiſt nur die Hände wohlhabender Leute nach ihr —1. Das kleine Bäumchen aber wartet, bis er Zufall es aus der Reihe holt. Dann be⸗ ginnt der Weg ins Weihnachtsland. Wie mit Menſchenherzen, ſo ſpielt auch mit Tannenbäumen oftmals das Schickſal. Nicht zwangsläufig wird der kleinſte Baum darum in eine Hütte getragekn. Oft ſteht er zur Stunde der Heiligen Nacht in wohligem Raum, behan⸗ gen mit ſchimmerndem Schmuck und gleißenden Fichtenzapfen, und lachende Kinder umjubeln ihn, derweilen die ſtolze Edeltanne hochragend die Aeſte in einem Saal zur Decke ſtreckt, ohne daß jemand ſonderlich die Blicke darauf richtet. Der Tannenbaum gehört zur Chriſtfeſtzeit mit ſeinen flammernden Kerzenflammen und den vielen lieben Dingen, die Kinderaugen ſtrahlend machen und um den Mund ein La⸗ chen zaubern.„O Tannenbaum— o Tannen⸗ baum“.„ ſo klingt zu Weihnachten das alte Volkslied wieder auf. Jahresfeier der Hochſchule Karlsruhe, 8. Dez. In Anweſenheit des Unterrichtsminiſters Dr. Wacker fand im großen Saale des Studentenhauſes die Jahres⸗ feier der Techn. Hochſchule Karlsruhe ſtatt, ver⸗ bunden mit der feierlichen Immatrikulation der neueingetretenen Studierenden. Die Feier war umrahmt von Muſikvorträgen eines Orcheſters der badiſchen Staatskapelle. Rektor Prof. Dr.⸗ Ing. Wittmann gab ein anſchauliches Bild des Lebens an der Fridericiana in den ver⸗ floſſenen zwei Jahren, wobei er u. a. mit⸗ teilte, daß der Profeſſor Dr. Hermann Billing anläßlich der Einweihung des neuen Kolle⸗ giengebäudes in Freiburg von der dortigen Univerſität zum Ehrenſenator ernannt wor⸗ den iſt. Die Ernennung zum Ehrenſenatdr der Techniſchen Hochſchule Karlsruhe erhielt der Ehren-⸗Profeſſor Muſikdirektor Caſſimir. Dann begrüßte auch der Führer der Stu⸗ dentenſchaft, Rehbein, die neu eingetretenen Kameraden, von deren Abteilungen je einer, zugleich für alle übrigen, durch Handſchlag verpflichtet wurde. Es folgte eine Urauffüh⸗ rung des Werkes des Komponiſten Kuntzſch, „Feſtliche Muſik“ unter Leitung des Kompo⸗ niſten ſelbſt. Die Feſtrede hielt Prof. Otto Kraemer über „Die Grundlagen des Motorenzeitalters“. Mit dem Deutſchland⸗ und dem Horſt⸗Weſſel⸗Lied wurde die Feier, der auch zahlreiche Ehren⸗ ſenatoren, Ehrendoktoren und Ehrenbürger der Fridericiana angewohnt hatten, beendet. Von der Univerſität Heidelberg Heidelberg, 8. Dez. Der Direktor der Chirurgiſchen Univerſitätsklinik in Heidelberg, Profeſſor Dr. Martin Kirſchner, hat einen Ruf auf den Lehrſtuhl für Chirurgie an der Univerſität Leipzig erhalten. Aus der badiſchen Juſtiz Karlsruhe, 8. Dez. Ernannt wurden Landgerichtsrat Otto Pfeiffer beim Land⸗ gericht in Heidelberg und 1. Staatsanwalt Dr. Friedrich Eſchenauer in Karlsruhe zu Oberlandesgerichtsräten. Verſetzt wurde Amtsgerichtsrat Dr. Karl Fath in Schwet⸗ zingen nach Heidelberg. Brand in einem Landwirtsanweſen Pforzheim, 8. Dez. Im Anweſen des Mechanikers Jakob Pailer in Wilferdingen brach aus unbekannter Urſache Feuer aus. Das Oekonomiegebäude wie auch die ange⸗ baute Scheune des Schreiners Ernſt Schäſer wurden ſamt den Vorräten an Stroh, Heu und Tabak ein Raub der Flammen. Der Freiburger Fremdenverkehr Freiburg i. Brg., 8. Dez. Der Fremden⸗ verkehr in Freiburg hat im Sommerhalbjahr 1936(1. April bis einſchließlich September) mit 112496 gemeldeten Fremden gegenüber 108 001 im gleichen Zeitraum des Vorjahres eine Zunahme von 4495 erfahren. 25 762 ſtammten aus dem Auslande. Den größten Anteil ſtellte Großbritannien mit 8885, dann folgten die Schweiz mit 3565, die Niederlande mit 3446, die Vereinigten Staaten mit 3167, Frankreich mit 2795 Fremden. Die übrigen Fremden kamen aus Belgien, Luxemburg, Italien und Oeſterreich. Leichtſinn verurſacht Zimmerbrand Weil a. Rhein, 8. Dez. In einem Hauſe in der Turmſtraße hatte eine Frau eine Doſe Bohnerwachs auf den geheizten Ofen geſtellt. Das Wachs fing Feuer, und nur mit Mühe konnten hinzueilende Nachbarn die Flammen mit Säcken und Teppichen erſticken. Zwei Frauen erlitten vabei Brandwunden. kinheirücher Taeif bei u26 kleindannen Die Neuordnung tritt am 1. Zanuar 1937 in Kraft Berlin, 8. Dez. Am 1. Januar 1937 tritt die vom Sondertreuhänder für den öffentlichen Dienſt Staatsrat Dr. Melcher erlaſſene Klein⸗ bahntarifordnung in Kraft. Sie iſt veröffent⸗ licht im„Reichsarbeitsblatt“ vom 5. Dezember 1936 Heft Nr. 34 unter Nr. 912/ des Tarif⸗ regiſters und umfaßt ſowohl die Angeſtellten wie die Lohnempfänger bei den Verwaltungen und Betrieben von nicht⸗reichseigenen Eiſenbah⸗ nen des allgemeinen Verkehrs und von neben⸗ bahnähnlichen Kleinbahnen oder ihnen gleich⸗ zuachtenden Bahnen des nicht allgemeinen Ver⸗ kehrs, ſowie bei Kraftfahrlinien der vorgenann⸗ ien Bahnen im Sinne des Perſonenbeförde⸗ rungsgeſetzes vom 4. Dezember 1934. Damit iſt zum erſtenmal für die geſamte Gefolgſchaft der deutſchen Klein⸗ und Nebenbahnen ein einheit⸗ licher Tarif geſchaffen. Dieſe Vereinheitlichung begegnete trotz der von der Reichsbetriebsgemeinſchaft Verkehr und öffentliche Betriebe der Deutſchen Arbeitsfront geleiſteten Vorarbeiten inſofern außerordentlicen Schwierigkeiten, als die 426 Klein⸗ und Nebenbahnen, die es in Deutſchland gibt, in ihren örtlichen, betrieb⸗ lichen und techniſchen Verhältniſſen, ſowie in ihrer Größe, Wirtſchaftlichkeit und geldlichen Leiſtungsfähigkeit vielfach und zum Teil in größtem Ausmaß voneinander abweichen. Und da tarifliche Vorſchriften Mindeſtbedingungen darſtellen, unter die von keinem unter die Ta⸗ rifordnung fallenden Betriebe heruntergegangen werden darf, ſo galt es, eine Syntheſe zu fin⸗ den zwiſchen den berechtigten ſozialen Belan⸗ gen der Geſamtgefolgſchaft der Klein⸗ und Ne⸗ benbahnen auf der einen Seite und der wirt⸗ ſchaftlichen Tragfähigkeit auch der ſchwächeren Betriebe unter ihnen auf der anderen Seite. Daß hierbei zunächſt das Gebiet des reinen Legſun als einer ſtarren Einheits⸗ regelung für alle Betriebe unzugänglich aus⸗ ſcheiden mußte, liegt auf der Hand. Die Tarif⸗ ordnung beſchränkt ſich daher auf den anderen Teil des„gerechten Lohnes“ und bringt eine einheitliche Hebung und Sicherung des allge⸗ meinen Lebensſtandards der Kleinbahngefolg⸗ ſchaftsmitglieder. Unter dieſem Geſichtspunkt regelt die Tarif⸗ ordnung die Arbeitszeit einſchließlich der Dienſtſchichten und Richepävſen ſchreibt die Bezahlung beſtimmter Wochenfeiertage vor, regelt eingehend Art, Höhe und Dauer der Krankenbezüge und ſetzt für beide Teile(Be⸗ triebsführer und Gefolgſchaftsmitglied) die gleichen Kündigungsfriſten feſt, die ſich nach der Dauer der Dienſtzeit verlängern und an deren Stelle nach Wjähriger Dienſtzeit die Unkünd⸗ barkeit des Gefolgſchaftsmitgliedes tritt mit alleiniger Ausnahme der Fälle, in denen ein zur friſtloſen Entlaſſung berechtigender Grund vorliegt. Das nationalſozialiſtiſche Treueprin⸗ ip, auf dem dieſe Kündigungsregelung beruht, jindet weiter Berückſichtigung in den Vorſchrif⸗ ien über Dienſtzeitzulagen und Treuegeld. Auch das nationalſozialiſtiſche Leiſtungsprin⸗ zip kommt trotz des Ausſcheidens des reinen Geldlohnes zu zahlenden Zuſchlägen, ſowie in den allgemeinen Beſtimmungen über die Lohn⸗ bildung und die Lohnreform. Ein ausreichen⸗ der Erholungsurlaub ſichert die Erhaltung der Leiſtungskraft des Gefolgſchaftsmitgliedes die⸗ ſem ſelbſt und ſeinem Betriebe, während den familären Verhältniſſen ein Kindergeld Rech⸗ nung trägt, das unter beſtimmten Vorausſet⸗ zungen auf Kinder zwiſchen 16 und 21 Jahren zu bewilligen iſt. Die Kleinbahntarifordnung iſt die erſte der vom Sondertreuhänder für den öffentlichen Dienſt geplanten großen Tarifordnungen, durch die der Regelung der Arbeitsbedingungen des öffentlichen Dienſtes eine einheitliche moderne Geſtaltung im Geiſte des Dritten Reiches ge⸗ geben werden ſoll. Ein Schaubild von der 4. Relchskleintlerschau, dle In diesen Tagen in Essen stattflndet Reichsnährstand(M) cehrerbund ⸗ Frauenſchaft Bonm Eine Arbeitstagung der Kreisreferentinnen für weibliche Erziehung im NSeB *Karlsruhe, 8. Dez.(Eig. Bericht.) Am Tag der Nationalen Solidarität fand die für dieſen Tag bereits zur Tradition gewordene alljährliche Zuſammenkunft der Kreisreſeren⸗ tinnen für weibliche Erziehung im National⸗ ſozialiſtiſchen Lehrerbund ſtatt. Die Tagung galt in dieſem Jahr ausſchließ⸗ lich der Frage der planvollen Zuſammenarbeit der im NSe geeinten Erzieherinnen mit NS⸗Frauenſchaft und BDM am großen Er⸗ ziehungswerk der Nation. Als Ausdruck dieſes Gemeinſchaftswillens iſt zwiſchen den beiden Reichsamtsleitungen ein Abkommen geſchloſ⸗ ſen worden, nach dem die Kreisreferentin für weibliche Erziehung im NS⸗Lehrerbund zu⸗ gleich Mitglied des Kreisſtabs der NS⸗Frauen⸗ ſchaft iſt. Gaureferentin für weibliche Erziehung im NSLB, Maria Zehringer(Furtwangen), gab in einer vom Glauben an die Heiligkeit der Aufgabe getragenen Rede Bericht über das bisher Geleiſtete und zeichnete Weg und Ziel für die Weiterarbeit. In verſchiedenen Refe⸗ raten wurde von Erzieherinnen aus der Praxis ihrer Mitarbeit in der NS⸗Frauen⸗ ſchaft berichtet. Ueber die Zuſammenarbeit mit 8 BDM ſprach Untergauführerin Erna Köhler. Höhepunkt der Tagung waren zwei Anſpra⸗ chen des Gauamtsleiters des Amtes für Er⸗ zieher, Pg. Gärtner, welche die Teilnehme⸗ rinnen von dem vollen Verſtändnis der Gau⸗ amtsleitung für die Sonderleiſtungen und Sonderaufgaben der Frauen im National⸗ ſozialiſtiſchen Lehrerbund überzeugten. Berufsſchulen und Vierjahresplan * Karlsruhe, 8. Dez. Die Tagung der Kreisfachſchaftsleiter der Fachſchaft VI im Nationalſozialiſtiſchen Lehrerbund am 5. und 6. Dezember in Karlsruhe ſtand im Zeichen des Vierjahresplans, der für die Ausbildung der Berufstätigen von beſonderer Bedeutung iſt. Nach Klärung organiſatoriſcher und ge⸗ ſchäftlicher Fragen wurde über die erziehungs⸗ politiſchen Aufgaben des NSOB geſprochen, darnach die beſondere Aufgabe der Berufs⸗ ſchule und ihrer Lehrer im Rahmen der Ge⸗ ſamtaufgabe und des Vierjahresplanes um⸗ riſſen und der Einſatz der Lehrer im Berufs⸗ wettkampf feſtgelegt. Die Notwendigkeit der nationalpolitiſchen Erziehung in der Berufs⸗ ſchule wurde beſonders betont. Ueberhöht wurde die Tagung durch die auf⸗ rüttelnde Rede des Gauamtsleiters des Amtes für Erzieher, Pg. Gärtner, über die poli⸗ tiſche Lage und die beſondere Verpflichtung des Lehrers an der Berufsſchule. Seine Worte geſtalteten die Tagung zu einem Erlebnis. Die Leitung der Tagung lag in den Händen des Gaufachſchaftsleiters im NSeB, Pg. Dr. Sock. Fritz babler zum Sechzigſten Das Weſen des führenden Geiſtes unſeres heimatlichen Reiſetums iſt allenthalben land⸗ auf und landab im Badiſchen ſpürbar genug. Wenn zum ſechzigſten Geburtstag von Fritz Gabler am 9. Dezember ſeines Wirkens im engeren und weiteren Bezirk des Frem⸗ denverkehrs gedacht wird, ſo erübrigt es ſich, erſt des Langen und Breiten zu ſagen, wer der Mann iſt, dem weiteſte Kreiſe in der Süd⸗ weſtmark und darüber hinaus im ganzen Reiche ihre Glückwünſche darzubringen ſich anſchicken. Als gleich nach dem Umbruch der Gaulei⸗ ter Robert Wagner Fritz Gabler zum Staatskommiſſar für den Fremdenverkehr im ſchönen Lande am Oberrhein berief, erſchien zwar kein Unbekannter auf der Plattform der Geſtaltung und Betreuung eines für Baden ungemein wichtigen Erwerbszweiges, aber dem Bereitsbekannten wurde doch erſt jetzt die Möglichkeit eingeräumt, ſeine Eignung zum Leiter der Geſchicke und der ſchöpferiſchen Weiterentwicklung des Reiſeweſens zwiſchen Bergſtraße und„See“ zu voller und— um es gleich zu ſagen— ſegensreicher Auswirkung zu bringen. Was indeſſen ſeiner im beſten Sinne dez Wortes ebenſo liebhaberiſchen wie verantwor⸗ tungsbewußten Arbeit im badiſchen Fremden⸗ verkehr beſonders weite Sicht und nicht min⸗ der weiten Schaffensbereich verbürgt, erklärt ſich aus der Stellung, die Fritz Gabler im Be⸗ herbergungsgewerbe des Reiches einnimmt. Als Leiter der Gruppe dieſes Zweiges der Reichsfachſchaft für das Gaſtſtättenweſen in allen ſeinen Betrieben hat der unermüdlich Tätige, deſſen Arbeitskraft nur mit Worten höchſter Bewunderung gekennzeichnet werden kann, nicht nur ſtarke Brücken zwiſchen der Fremdenverkehrsorganiſation und jener der Hotels, Gaſthöfe uſw. geſchlagen, wo früher gegenſeitiges Mißtrauen allzuoft Klüfte auf⸗ riß, er hat auch innerhalb des Beherber⸗ gungsgewerbes ſelbſt geſundes Verſtändnis für fremdenverkehrliche Fragen und Aufgaben wachgerufen und Wege zu gemeinſamer Pflege des Reiſeweſens durch alle Berufenen er⸗ ſchloſſen. Aus der Tätigkeit Fritz Gablers im großen umfaſſenden Reichszuſammenſchluß der Hotels und Gaſtſtätten erwuchs dem Wirken des Fremdenverkehrs im Gau Baden ungewöhn⸗ licher Vorteil. Titiſee als Landgemeinde Titiſee, 8. Dez. Titiſee iſt nicht nur ein weltbekannter Kurort, auch als Landgemeindk ſteht es im Amtsbezirk Neuſtadt(Schwarz⸗ wald) mit an der Spitze aller Gemeinden die⸗ ſes Bezirks. Das Gebiet der Gemeinde Titi⸗ ſee, das ſich aus den„vier Tälern“ Altenweg, Schildwende, Spriegelsbach und Jostal zu⸗ ſammenſetzt, iſt über 30 Quadratkilometer groß. 42 Erbhöfe liegen im Gemeindegebiet; 10 davon iſt der Fläche nach größer als der itiſee. flus der daarpfalz Führerappell der Motorbrigade Kaiſerslautern, 8. Dez. Etwa 500 Führer der Motorbrigade Kurpfa z⸗Saar hatten ſich am Sonntag in Kaiſerslautern verſammelt, um die Richtlinien für die rerte Arbeit entgegenzunehmen. rigadeführer Rees er⸗ öffnete den arbeitsreichen Tag, dem ein Deut⸗ —— Abend unter Mitwirkung bewährter Kräfte er W vorausgegangen war. Er gab die Parole, opferwillig, einſatzbereit und treu zu ſein, denn unſere ga brauche harte und entſchlofſene Männer. Anſchließend ſprachen in langer Reihe die Referenten über die Leiſtun⸗ gen und Aufgaben ihrer Arbeitsgebiete. Als wichtigſte Veranſtaltungen im kommenden Jahr gab der Brigadeführer bekannt: die Gelände⸗ fahrt„Rund um Heidelberg“, eine Orientie⸗ rungsfahrt mit Start und Ziel an der Saar und das Taubenſuhlrennen. Während der Ta⸗ gung erſchien Gauleiter Bürckel mit ſeinem Stellvertreter Pg. Leyſer und richtete einige ermunternde Worte an die Führer der Motor⸗ brigade. Wein lief in den Straßengraben Mußbach, 8. Dez. Auf bis jetzt noch un⸗ bekannte Weiſe geriet ein auf der Fahrt zwi⸗ ſchen Mußbach und Meckenheim ſich befind⸗ licher, mit Wein beladener Fernlaſtzug in den linken Straßengraben. Der Maſchinenwagen mit Anhänger ſtürzte um, wobei acht Stück⸗ fäſſer derart beſchädigt wurden, daß der koſt⸗ bare Inhalt in den Straßengraben lief. Der Lenker wurde aus dem Wagen geſchleudert, blieb aber unverletzt. Schiffszuſammenſtoß auf dem Rhein 8. Dez. Am Samstagabend er⸗ eignete ein Schiffszuſammenſtoß. Auf der Talfahrt wollte das unbeladene Motorſchiff„Maron“ das bergwärts fahrende Tanbſchiff„Simplon“ paſſieren und gab Lichtſignale für das Aus⸗ weichen auf der Steuerbordſeite, hielt aber nach Backbordſeite, ſo daß beide Schiffe auf⸗ einanderfuhren. Die„Maron“ trug dabel einen acht Meter langen Riß oberhalb der Waſſerlinie davon und konnte die Weiterfahrt erſt am Sonntagmorgen antreten. ſich in der Nähe von Rheindürkheim Mannhein ataͤtte⸗ Wenn man m prinzenſtraße er vorbeifährt, kan wieder feſtſtelle Mannheimer 1 Landſchaft ruhe ganz und gar und Stunde u mit ſchweren L hat ſich den Ko großen Mengen men, denn es dazu, dieſe un zufüllen. Auf dem pr den die ſchwer ſchief, daß m Augenblick ab haben mit der der Behandlun So dürfte es lichkeit dieſer ti in der die Mat tionen hindurck Jagdgründe ha Wagenladungen der Schafweide nicht romantiſch Nur zwiſcher allen Mannhei Villa gähnt ne weiß wieviel V auch hier die in Erdhöhlen ganz verſchüttet Dann ſchwei die Kinder ach niemand denkt Stätten der Ji Die Betrunken a Dienstag fuhr einwirkung ſtel nem Fahrzeug einen Warnun ſtark beſchädig. loſen Fahrzeug genommen. D geſchleppt wer! Bei weiteren durch Nichtbe⸗ ereigneten, wu vier Fahrzeug Aufnahme in Gufehdieta endiebſtähl⸗ wiedet auffall ben die in der lungen heimge lungen heimge ſind. Beſitzer ihren Ställen ufmerkſamkei emäß gerade ie Kleintierd wird auch all oder Haſen ar Erwerb nicht der Verkäuſer ſolchen Fäller wache ſchleuni Verloren gi ber bei einer ein Damenrin Sonntagsdi eines Beſchluf Dienſt ber Be 1937, n/ich den ſtes, g/ egelt. 10³ 188 Teiln Die zunehme der Induſtrie heim durchge gen geht aus Anmeldungen geführten Pri 31. Prüfung angemeldet. allen Kurzſchr buſtrie⸗ und geführt hat. Der Nachm Kurzſchrift ge ofern eine b tehen der P. das Arbeitsbt angemeldeten denen 10 3 T In der Vi insgeſamt 14 Die Arbeiter konnten als! Eliſabeth 2 Gertrud Bau Hertha Bend —3 2 Buff, Lore ernſchild, riedrich Fi Gerberich, Hi zitas Grone, bel, Melitta zigſten es unſerez alben land⸗ rbar genug. von Fritz s Wirkens des Frem⸗ rigt es ſich, ſagen, wer in der Süd⸗ im ganzen zringen ſich der Gaulei⸗ abler zum werkehr im ief, erſchien attform der für Baden iges, s zwiſchen d— um Auswirkung Fremden⸗ nicht min⸗ rgt, einnimmt. weiges der nweſen in mnermüdlich tit Worten iet werden viſchen der jener der wo früher klüfte auf⸗ Beherber⸗ Verſtändnis Aufgaben mer Pflege ufenen er⸗ im großen der Hotels Birken des ungewöhn⸗ ge ht nur ein ndgemeinde (Schwarz⸗ 1 einden die⸗ einde Titi⸗ Altenweg, Jostal zu⸗ atkilometer indegebiet; zer als der gade Zaar hatten berſammelt, tige Arbeit ees er⸗ ein Deut⸗ yrter Kräfte r. Er gab t und treu harte und ſprachen in jie Leiſtun⸗ biete. 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Mancher hat ſich den Kopf zerbrochen, woher denn dieſe großen Mengen von Erde und Bauſchutt ka⸗ men, denn es gehörte wahrlich ſchon allerlei dazu, dieſe umfangreichen Vertiefungen aus⸗ zufüllen. Auf dem proviſoriſchen Bohlendamm ſtan⸗ den die ſchweren Laſtanhänger manchmal ſo ſchief, daß man meinte, ſie würden jeden Augenblick abſtürzen. Aber die Fuhrleute haben mit der Zeit ſchon einige Routine in der Behandlung ſolcher Ladungen bekommen. So dürfte es in dieſen Tagen mit der Herr⸗ leächteit dieſer tiefen Gruben am Weißen Sano, in'der die Mannheimer Jugend viele Genero⸗ tionen hindurch dankbare und abenteuerliche Jagdgründe hatte, zu Ende gehen. Noch einige Wagenladungen und vor der Häuſerreihe an Sinne des 4 der Schafweide dehnt ſich eine ebene, ſo gar verantwor⸗ nicht romantiſch ausſehende Fläche. Rur zwiſchen dem Weißen Sand und der allen Mannheimern ſo wohlbekannten roten Billa gähnt noch ein tiefes Loch. Aber wer weiß wieviel Wochen es noch dauern wird, bis auch hier die Stätte ſommerlicher Lagerfeuer 3 in Erdhöhlen und winterlicher Rodelbahnen ganz verſchüttet iſt. Diann ſchweift der Blick über gerade— für die Kinder ach ſo langweilige— Flächen, und entſchwundenen Petz. Stätten der Jugend. Die Polizei meldet Betrunken am Stener. In der Nacht zum Dienstag fuhr ein unter erheblicher Altohol⸗ einwirkung ſtehender Kraftwagenführer mit ſei⸗ nem Fahrzeug auf dem Bahnhoſplatz gegen einen Warnungsſtänder, wodurch das Fahrzeug ftark beſchädigt wurde. Dem verantwortungs⸗ loſen Fahrzeuglenker wurde der Führerſchein ab⸗ genommen. Der Perſonenkraftwagen mußte ab⸗ gheſchleppt werden. Bei weiteren Unfällen, die ſich am Montag hier burch Nichtbeachtung der Verkehrsvorſchriften ereigneten, wurden drei Perſonen verletzt und vier Fahrzeuge beſchädigt. Ein Verletzter fand Aufnahme in einem hieſigen Krankenhaus. Achtung! Kleintierbeſitzer! Die Hühner⸗ und Hafendiebſtähle mehren ſich hier in letzter Zeit wiebet auffallend. Meiſt werden von den Die⸗ ben die in den Gartengebieten liegenden Stal⸗ lungen heimgeſucht, die zur Nachtzeit ohne Be⸗ lungen heimgeſucht, die nachts ohne Bewachung ſind. Beſitzer von Kleintieren werden ermahnt, ihren Ställen in nächſter Zeit eine verſchärfte Aufmerkſamkeit zuzuwenden, da erfahrungs⸗ gemäß gerade in der gegenwärtigen Jahreszeit bie Kleintierdiebſtähle ſich häufen. Gleichzeitig wird auch allgen ein davor gewarnt, Geflügel oder Hafen anzukaufen, wenn der rechtmäßige Erwerb nicht Linwandfrei feſtſteht, oder wenn der Verkäuſer überhaupt nicht bekannt iſt. In ſolchen Fällen wolle man die nächſte Polizei⸗ wache ſchleunigſt verſtändigen. BVerloren ging in der Nacht zum 29. Novem⸗ ber bei einer Veranſtaltung im Roſengarten hier ein Damenyring aus Weißgold mit Gold⸗Topas. Sonntagsdienſt am 2. Januar. Auf Grund 4 1 eines Beſchluſſes des Reichskabinetts wird der Dienſt ver Behörden am Samstag, 2. Januar 1937, nych den Vorſchriften des Sonntagsdien⸗ ſies, 9/egelt. Ein römisches Kastell in Neckarau Fr. Bing und Professor Dr. Gropengiefer sprachen beim Mannheimer Altertumsverein über neue Funde Ueber die Wanderung des Mannheimer Al⸗ tertumsvereins nach Neckarau haben wir bereits in unſerer Ausgabe vom 23. November aus⸗ führlich berichtet. Beim Vereinsabend am Mon⸗ tag faßte Fr. Bing, der in Neckarau die Füh⸗ rung übernommen hatte, die Ergebniſſe ſeiner langjährigen Heimatforſchungen ſyſtematiſch zu⸗ ſammen und machte mit ſorgfältig ausgewähl⸗ ten Lichtbildern eine„Wanderung durch Neckarau und ſeine Geſchichte“, die intereſſante Aufſchlüſſe brachte. Im Jahre 1899 wurde Neckarau nach Mann⸗ heim eingemeindet. Damit wurde die ganz ſicher mehr als tauſendjährige Geſchichte der ſelbſtändigen Gemeinde zum Abſchluß gebracht. Jedenfalls kann man nicht behaupten, daß die Tochter hier zur Mutter heimgekehrt iſt, wahr⸗ ſcheinlich iſt Neckarau älter als das Fi⸗ ſcherdorf Mannheim. Zwei Schweſtern haben mit der Eingemeindung einen Bund zur engeren Zuſammenarbeit geſchloſſen. Der karolingiſche Königshof In der Frühzeit ſeiner Geſchichte lag Neckarau im verſumpften Gelände zwiſchen Rhein und Neckar, es war abgeſchloſſen wie ein Inſeldorf. Die ſtets wechſelnden Läufe der Flüſſe und ihre toten Arme durchzogen weit⸗ hin das Land, ſie boten reichlich Nahrung durch ihren Fiſchreichtum und durch die Möglichkeit der Viehzucht auf den Wieſen der hohen Ufer. Schon früh wurden Funde gemacht, die bereits auf eine Beſiedlung in der Römerzeit ſchließen ließen, Auſklärung fanden dieſe Funde erſt durch die jüngſten Ausgrabungen Profeſſor Dr. Gropengießers. Unter Karl dem Großen muß das Dorf be⸗ reits beſtanden haben. Sein Nachfolger bewil⸗ ligte den Dorfbewohnern eine eigene Kirche, weil ſie bei den häufigen Ueberſchwemmungen nicht zur Kirche in Altrip kommen konnten, zu. der Pfarrgemeinde ſie gehörten. Die Kirche wurde dem Kloſter Altrip unterſtellt. 871 wird ein königliches Hofgut erwähnt, von 871 bis 1202 gibt es keine Nachricht mehr, 1211 wird es im Güterverzeichnis der Abtei Prüm ge⸗ nannt, 1230 dem Bistum Worms geſchenkt. 1211 fert das Dorf 30 Haushaltungen, im Jahre 1481 ſchon über 100. 1496 ging das Dorf Herms⸗ heim im Odenwald ein, und die Hermsheimer ſiedelten ſich in Neckarau an. Sie müſſen noch iange einen fremden Beſtandteil im Ort ge⸗ bildet haben. Als Kurioſum ſei erwähnt daß beim Bau der katholiſchen Kirche im 18. Jahr⸗ hundert, alſo mehr als 250 Jahre nach dem Auszug der Hermsheimer, der Lehnsträger Hermsheims als koſtenpflichtig für die Kirche herangezogen wurde und auch— bezahlte. Kriegs⸗ und Waſſersnot Ueber die Reformationszeit waren keine Ur⸗ kunden zu finden. Ein ebenſo bedeutſames wie verhängnisvolles Ereignis für Neckarau war der Bau der Feſte Mannheim im 17. Jahrhun⸗ dert. Bald ſetzten die Angriffe feindlicher Scha⸗ ren ein, die oft Neckarau zur Angriffs⸗ baſis auf Mann eim machten. Der Dreißigjährige Krieg ſah ab⸗ wechſelnd, ſchwediſches, franzöſiſches und ande⸗ res fremdes Kriegsvolk, das 17. und 18. Jahr⸗ hundert war erfüllt mit immer neuen Angrif⸗ ſen der Franzoſen, die verheerend und bren⸗ nend über den Ort zogen. Zur Kriegsnot kam die immer wieder neu auftretende Waſſers⸗ not, die mehr als einmal die Exiſtenz des Or⸗ tes bedrohte. Aber immer wieder bauten ſich die Neckarauer an der alten Stelle, die ihnen zur Heimat geworden war, an. Peſt und Hun⸗ ersnot gingen über das Land, die beiden Jahrhunderte ſind ſchwerſte Notzeit für das deutſche Land am Rhein. 1799 lagen die Oeſter⸗ reicher, die Mannheim beſchoſſen, in Neckarau. 1801 kam der Ort von der Kurpfalz an das neu⸗ gegründete Großherzogtum Baden. Eine große Waſſersnot nach den Notjahren der Befreiungs⸗ kriege veranlaßte die erſte große Auswan⸗ nach Amerika. Während des 19. Jahrhunderts bricht dieſe Auswande⸗ rungsbewegung nicht ab. Aber auch für Deutſch⸗ land brach eine neue Zeit heran. Auf dem Rhein fuhr das erſte Dampfſchiff vorbei, Eiſen⸗ bahnen erſchloſſen das Land, und ſchließlich gab die Reichsgründung auch die politiſche Ba⸗ ſis für einen ungeahnten wirtſchaftlichen Auf⸗ ſchwung. Aus der rein landwirtſchaftlichen Siedlung wurde ein rein induſtrieller Ort. Die großen Aufgaben der neuen Zeit legten ſchließ⸗ lich gebieteriſch die Notwendigkeit des An⸗ ſchluſſes an Mannheim dar. Das Kartoffelmännchen greift ein Wir Kinder ſpielten mit unſeren Zinnſolda⸗ ten, voller Eifer und Kampfesfreude. Wir hat⸗ ten eine neue Kanone bekommen und nahmen die ſeindliche Feſtung unter Feuer. Leider fehlte es bald an Munition, denn die Holzgranaten waren in irgendwelchen Löchern verſchwunden. Erbſen hatten ein zu großes Kaliber. Aber Jungen ſind ja nicht dumm— wir holten aus der Küche ein Brot, drehten Kügelchen daraus und kneteten ſie ſo lange, bis ſie feſt genug waren, einen noch ſo ſtandfeſten Zinnſoldaten von den Beinen zu bringen. Dann begann ein wildes Bombardement. Im Spieleiſer merkten wir gar nicht, wie ſich die Tür leiſe öffnete und jemand ins Zimmer trat. Erſt als einige kräftige Schläge auf unſe⸗ ren Backen landeten, konnten wir nicht umhin, von der Anweſenheit unſeres Vaters Kenntnis zu nehmen. Nur verſtanden wir durchaus nicht, wodurch wir dieſen kraſſen Neutralitätsbruch einer bisher nicht in den Krieg verwickelten fremden Großmacht hervorgeruſen hatten. Unſere Proteſtnote brachte uns eine hand⸗ feſte Standpauke ein, in der uns klargemacht wurde, daß die Verwendung von Brot im 103 Geſchäftsſtenografen beſtanden Die zunehmende Anerkennung der ſeit 1920 von der Induſtrie⸗ und Handelskammer Mann⸗ hein durchgeführten Kurzſchriftprüfun⸗ gen geht aus der höchſt erfreulichen Zahl der Anmeldungen zu der am 21. November durch⸗ geführten Prüfung hervor. Es hatten ſich zur 31. Prüfung nicht weniger als 199 Teilnehmer angemeldet. Damit wurde die Höchſtzahl von allen Kurzſchriftprüfungen erreicht, die die In⸗ pbuſtrie⸗ und Handleskammer Mannheim durch⸗ geführt hat. inenwagen geführt h Der Nachweis einer gewiſſen Fertigkeit in Kurzſchrift gewinnt für jeden Berufstätigen in⸗ fofern eine beſondere Bedeutung, als das Be⸗ ſtehen der Prüfung durch das Arbeitsamt in 3 das Arbeitsbuch eingetragen wird. Von den 199 angemeldeten haben 188 teilgenommen, von denen 103 Teilnehmer beſtanden. In der Vorprüſung für 120 Silben waren insgeſamt 148 Teilnehmer zu verzeichnen. Die Arbeiten folgender 70. Prü flingen beſtanden erklärt werden: Berta Balbach, Maria Baſtian, Gertrud Baumgärtner, Elſe Beck, Emma Becker, Hertha Bender, Annelieſe Berdel, Cäcilie, Boe⸗ res, Anni Bormuth, Elſe. Brehme, Eliſabeth Buff, Lore Croiſſant, Luiſe Derſcheid, Ruth Fae Elly Fitt, Annlieſe Flohr, Auguſt Eliſabeth Alt, riedrich Fontius, Annelieſe Frichs, Carola rberich, Hildegard Gloſſe, Margit Graf, Feli⸗ itas Grone, Thereſia Großmann, Irma Gum⸗ bel, Melitta Hauptmann, Friedrich Hehn, Erika 188 Teilnehmer bei der Prüfung der Induſtrie ⸗ und Handelskammer Mannheim Heilmann, Eliſabeth Hemberger, Margarethe Heſſelbarth, Gertrud Hiller, Erna Himmelsbach, Hildegard Hummel, Lina Kachelmeier, Anne⸗ lieſe Kaltenbach, Irma Keller, Ingeborg Koeſt⸗ ler, Gertrud Kraft, Lotte Laroutte, Elfriede Laupp, Trudel Lipke, Brunhild Meyer, Irene Müller von Blumeneron, Elfriede Münſter⸗ mann, Hilde Nether, Rudolf Nöllgen, Berta Quaſt, Erika Reichelt, Herta Römer, Eliſabeth Rudel, Luiſe Seeburger, Lilly Spitzbarth, Eli⸗ ſabeth Schlachter, Armin Schlenker, Klara Schmidt, Irmgard Schneider, Marg. Schork, Lilly Schütz, Liſelotte Schwarz, Erna Stather, Eugenie Staudt, Ruth Stoll, Lia Streit, Marta Trenner, Ruth Wagner, Werner Wehe, Auquſte Werndl, Magdalene Winklmaier, Liſelotte Win⸗ ter, Erna Wühler. In der Abteilung 150 Silben ſchrieben und beſtanden die nachſtehenden 27 Teilneh⸗ mer: Wilma Artmeier, Paula Bär, Annemarie Brand, Martha Buchter, Amelie Dinges, Frauke Ebſen, Walli Eckhardt, Irma Eltis, Karin Frenz, Hildegard Ganter, Eliſabeth Halkenhäuſ⸗ fer, Liſelotte von Harzberg, Erila Hebach, Luiſe Kerber, Aiede Mann Fritz Köhler, Elfriede Lauer, Elfriede Mann, Joſeſine Reger, Eliſab. Reuß, Doris Rudelmann, Inge Schändeling, Walter Schwegler, Heinz Storch, Elfriede Vogt, Anna Wörz, Hedwig Wolf. Von den ſieben Teilnehmern in der Abteilung 200 Silben beſtanden: Erna Bei⸗ ſel, Johanna Haſſel, Gertrud Klibſtill, Hedwig Kron, Hedwig Söller, Reinbold Schlenker. Ein Erlebnis, das wir nie vergeſſen wer Mlebrſurcht vor dem täglichen Brot Zinnfoldatentrieg einen ſchweren Bruch des Völterrechts darſtelle und daß man mit Eß⸗ waren überhaupt nicht ſpiele. Dieſe kleine Szene haben wir nie vergeſ⸗ ſen, und uaſer Leben lang werden wir die nötige Ehrfurcht vor dem„täglichen Brot“ in allen ſeinen Erſcheinungsformen haben, werden jeden Mißbrauch, jede Verſchwendung als Ver⸗ brechen am ärmeren Volksgenoſſen betrachten. Leider haben nicht alle Menſchen einen ſolch überzeugungskräftigen Vater gehabt, und ſo findet man ſelbſt jetzt, in einer Zeit des ge⸗ meinſamen harten Kampfes um die Nahrungs⸗ und Rohſtofffreiheit des Voltes gewiſſenloſe Verſchwender, die ſich durch ihre mangelnde Achtſamkeit wiſſentlich oder unwiſſentlich zu Saboteuren des Aufbaues machen. Wie ſoll man es auffaſſen, wenn eine in Süddeutſchland erſcheinende Jugendzeitſchrift witzige Spielchen mit Kartoffelmännern anregt, etwa ſo: „Den Verkehrsſchutzmann wollen wir zuerſt fertigen. Es iſt die Hauptperſon, weil er den Verkehr zu regeln hat. Eine große Ka⸗ ſtanie oder eine kleine Kartoffel verwenden wir als Körper. Ein Hölzchen verbindet den Kopf mit dem Rumpf. Abgebrannte ünd⸗ hölzchen geben die Arme, ebenſo die Beine, die wir in eine Kaſtanienhälfte ſtecken. Der eine Arm wird im rechten Winkel geknickt, und der pflichtgetreue Kartoffelſchutzmann kann nun ſeines Amtes walten.“ Oder ſo:„Ein neuzeitliches Kleinauto mit einem kühnen Führer verleiht dem Verkehrs⸗ platz das Gepräge des haſtigen Groſtſtabr⸗ lebens. Aus einer Kartoffel wird der Raum für den Fahrer ausgehöhlt, und Kaſtanien⸗ ſcheiben dienen als Räder.“ Wenn Kinder ihr Spielzeug ſelbſt anfertigen, — ſehr gut, erzieheriſch höchſt wertvoll! Aber vielleicht kommt die tüchtige Zeitſchrift noch auf andere neuartige Kinderſpiele:„Schneeland⸗ ſchaft,— aus Mehl zu zaubern!“,„Häuſer bauen,— mit Würfelzucker!“„Ball ſpielen,— mit Aepfeln!“,„Blut vergießen,— mit Him⸗ beerſaft!“. tru. Vormerken! Donnerstag, 10. Dezember, in der „Harmonie“ Lichtbildervortrag von Freiherr Buttlar⸗Brandenfels über „4 Jahre im Zeppelin gegen den Feind. Meine 26 Angriffsfahrten im Weltkrieg“. Mit Original⸗Lichtbildern. Karten bei den Kdỹ⸗Geſchäftsſtellen. Im Anſchluß an die geſchichtlichen Ausfüh⸗ rungen befprach Bing das Ortsbild und die wichtigſten Gebäude des Stadtteiles. Schlag⸗ artig konnte er auch die moderne Entwicklung des Ortes aufzeigen. Das römiſche Kaſtell Prof. Dr. Gropengießer dankte Fr. Bing im Namen des Altertumsvereins für ſeine Ausführungen. Ergänzend ſprach er dann zu ſeinen diesjährigen Ausgrabun⸗ gen auf dem Gelände von Weil u. Rein ardt am ſüdlichen Rande der Neckarauer Gemarkung. Trier, die Reſidenz der römiſchen Kaiſer, war im 4. Jahrhundert der Angriffspunkt, von dem aus auf das rechte Rheinufer übergegriffen werden ſollte. Zahlreiche ſtarke Kaſtelle längs des Rheines ſicherten die Stadt. Längſt be⸗ kannt iſt das Kaſtell von Altrip. Aber auch in Neckarau kamen ſchon frühzeitig Reſte aus der Römerzeit zum Vorſchein, die ſich jetzt im Schloßmuſeum befinden. 1879/80 entdeckte man bei Anlage eines Feldweges römiſche Steine und ein Eſtrichboden. Die ſyſtematiſchen Aus⸗ grabungen von Prof. Dr. Gropengießer auf dem Gelände von Weil u. Reinhardt ließen die Regelmäßigkeit der alten Gräben erkennen, es ergab ſich ein großer Zentralraum mit zwei Flügelbauten. Auf der einen Seite wurden die Bauten durch die Uferböſchung abgegrenzt. Die Mauern hatten eine Dicke von drei Meter. So ergab ſich ſofort die Beziehung ze Altrip, derartige Ausmaße konnte es nur ei einem militäriſchen Gebäude geben. Heute kennt man bereits genau das Viereck, der ge⸗ naue Verlauf der Flügelbauten wird noch feſt⸗ zuſtellen ſein. Der Ausgrabungsbefund ergab eine ſtarke Rollſchicht auf dem Kiesuntergrunde. Sie war mit Lehm verpackt. Die Rillen und Quer⸗ rillen, die ſie durchzogen, ſind die Spuren der Pfoſten, die das Gebäude ehemals ſtützten, im Laufe der Jahrhunderte iſt das Holz abgefault. Aber da die Römer nicht für kurze Zeit gebaut haben, erſehen wir, daß damals der Waſſerſtand weſentlich anders geweſen ſein muß als heute. Die Pfähle haben ſtändig im Waſſer, das konſervierte, gelegen. Erſt die Rheinregulierung durch Tulla ſenkte den Waſſerſtand. Die Beobachtung der Steinarten ergab, daß die Römer beim Bau der Feſtung ausſchließlich Steine aus der Pfalz ver⸗ wandten. Ein Rheinübergang von großer Bedeutung 369 wurde das Kaſtell Altrip gebaut. Kaiſer Valentinian beaufſichtigte ſelbſt den wichtigen Bau. Schon vorgeſchichtliche ſpätere römiſche Funde beweiſen, daß hier ein Rheinübergang von hoher Verkehrs⸗ bedeutung beſtand. Die Straßen waren ſchon älter, die Römer haben ſie ihren eus b. nutz⸗ bar gemacht. Der Zweck des Kaſtells bei Al⸗ trip war der Schutz der Brücke über den Rhein. Es iſt mit hoher Wahrſcheinlichkeit anzuneh⸗ In der Krankenkoſt für nährende Getränke, Suppen, Breie und Kaltſchalen Opel's Kalk⸗Kindermehl Koch⸗ und Diätrezepte für eine abwechſlungs⸗ volle Darreichung nebſt Probe koſtenlos durch Opel⸗Zwieback, Leipzig⸗Süd. men, daß die Brücke aber auch auf der anderen Seite militäriſch geſchützt war. Die Verhält⸗ niſſe waren damals ſehr üngünſtig für die Römer, nur die ſtarke eiches fi der Grenze konnte den Beſtand des Reiches ſichern. Dazu hatte der Kaiſer ſelbſt große Pläne, er wollte hinübergreifen auf das andere Rheinufer, und deshalb in den Feſtungen am Rhein den ſtar⸗ ken Rückhalt ſichern. Die an der Uferböſchung gelegene Anlage von Neckarau darf nun als das Altrip gegenüberliegende Kaſtell auf der an⸗ deren Seite der großen Rheinbrücke angeſehen werden. Als in karolingiſcher Zeit die Kirche gebaut wurde, wird man die römiſche Feſtung als Steinbruch benutzt haben und deshalb iſt nichts erhalten als das Fundament, das jetzt aus⸗ gegraben werden konnte. Aber die Feſtſtellung der Bedeutung des Ortes in römiſcher Zeit läßt auch einen zwingenden Schluß für die ſpätere Zeit zu. Die alte Verkehrsſtraße blieb ſelbſwerſtändlich. Als wichtiger Brückenkopf wurde der Ort Eigentum des Königs. Gbenfe wie in Altrip gab es auch in Neckarau einen Königshof. Dr. Robert Baumann wies noch darauf daß bis zur Rheinregulierung der Fluß⸗ auf höchſt unregelmäßig war. Es iſt deshalb auch nicht immer feſtzuſtellen, was Neckar⸗ und was Rheinlauf war. Das Mündungsgebiet war ein ungeheures Delta. Damit erhält die Feſtſtellung, daß das Kaſtell am Rheinufer lag, weitere Begründung. Aus dem„Symachus“ wiſſen wir, daß ein Kranz von Feſtungen von Valentinian angelegt wurde, der das Ufer ſchoff ſollte. Ein großer Teil iſt bereits er⸗ chloſſen worden. Dr. Baumann regte an, auch in, Rheingönheim den Spaten anzuſetzen. Grundſätzlich wies er aber auch darauf hin, daß gerade die Beſchäftigung mit der römi⸗ ſchen Kultur am Rhein einen ſicheren indirek⸗ ten Schluß auf unſere Vorfahren zuließ. Die Tatſache, daß ſie einen wie für die Ewigkeit gebauten Feſtungsgürtel in knapp 50 Jahren durchbrachen, iſt bezeichnend für die Höhe ihrer Strategik und ihrer Technik, denn ohne bedeu⸗ tende techniſche Hilfsmittel wäre dieſen Ka⸗ ſtellen nicht beizukommen geweſen. —— „ und „Hakenkreuzbanner“ Ein eigenartiges Wochenendquartier der 22jähriger Zuhälter erhielt eine empfindliche Gefängnisſtrafe/ Die wankelmütige„Braut“ Kenntnis von dem liederlichen Lebenswandel„Binchen“ dem Freunde 5 RM in die Taſche ſeiner Freundin erhalten habe, die Beziehun⸗ die er Walter geben ſollte, damit er Ben 3 gen zu ihr abgebrochen habe, doch ſcheint dieſe nachfüllen laſſen könne. Ein andermal wa lichsſponft Mannheim 8. Dezember Führerwechſel beim Sturmbann II/ R250 An einem nebligen und regneriſchen De⸗ zembertag war der Sturmbann II/ K 250 zu einem Propagandamarſch durch die Innenſtadt angetreten. Zum letzten Male mar⸗ ſchierte Sturmbannführer Schleß vor ſeinem Sturmbann. Zu Ehren des ſcheidenden Sturm⸗ bannführers fand nach Beendigung des Pro⸗ eine kleine Feierſtunde auf dem Meßplatz ſtatt. Standartenführer Ritter Es gibt kaum eine gemeinere und verkom⸗ menere Gilde wie die Zunft der Zuhälter! Ihr ſchamloſes Treiben ſchlägt jeglicher Moral und von Eberlein fand herzliche Dankes⸗ und jedem anſtändigen Empfinden derartig ins Ge⸗„Unterbrechung“ nicht von allzu langer Dauer Walter mit„Binchen“ ausgegangen, wie Abſchiedsworte und bedauerte lebhaft, daß es ſicht, daß dieſe Peſt rückſichtslos und mit allen geweſen zu ſein, wenn es überhaupt ſoweit überhaupt mit ihr und dem Motorrad ma Oſten in J Sturmbonnführer Schleß leider nicht mehr Mitteln ausgerottet werden muß. Keine Strafe kam. Schließlich verſchwand die Freundin aus Spritztour in die ſchöne Umgebung Mannhei gen———5 möglich iſt, den Sturmbann länger zu führen, iſt hoch und abſchreckend genug, um dieſe Kaiſerslautern, um in Mannheim ihren eigen⸗ machte, und war mit ihr in einem Kaffee taatsjugen da ihn ſeine Arbeit bei der Gruppe immer meht Seuche endlich einmal an der Wurzel zu faſſen. artigen„Beruf“ in der für dieſe Leute vor⸗ landet. Da ging wieder einmal der Draht gen ergeben. in Anſpruch nimmt. Ritter von Eberlein Ob ſie ſich ganz ausrotten läßt, ſcheint ſolange geſehenen Straße in größerem Amfange auf⸗ und Walter wurde zu der Wirtin geſchickt, übergab alsdann dem neuen Führer des zweifelhaft zu ſein, als es noch Dirnen gibt, n Die gute Freundin hatte ihren der„Binchen“ wohnte und der ſie 20 RM zu Erziehungs Sturmbannes, Oberſturmbannführer Zuneh⸗ die ſich dazu hergeben, ſolche Volksſchädlinge alter natürlich nicht vergeſſen und ſchrieb Aufbewahren gegeben hatte. Damit wurde Her Reich mer, die Männer von II/K 250 und gab dabei auszuhalten. ihm, auch aus dem Krankenhauſe, wohin ſie ihr dann die gemeinſchaftliche Zeche, bezahlt. Auch die 09 der Hoffnung Ausdruck, daß es auch dem neuen Stand da am Montag ein ſchmächtiges, mo⸗ Beruf gebracht hatte. Aber Walter wollte ſonſt ſolle Walter von„Binchen“ noch Geld er- üchſt üöb—5 Sturmbannführer gelingen möge, den guten diſch gekleidetes Bürſchlein vor 55 Slraftam⸗ ſcheinbar nichts mit Krankenhäuſern zu tun halten haben, aber Walter wies das weit gon 1—15 Geiſt und die herzliche Kameradſchaft, die bis⸗—40— des Landgerichts, bleich und laß 386 mit haben, denn er ließ ſich nicht blicken, ſchickte ſich, denn er ſei zu ſtolz, um von einem Mäd⸗ oe en 45 bei II/R 250 herrſchte, auch weiterhin zu er⸗ Pomadeſcheitel verſehen und mit auch nicht die gewünſchten Zigaretten, was ld zu nehmen.„Binchen“ habe ihn nut n halten und zu fördern. Zum letzten Male tüchlein Ganze 22 Lenze zählt der ihm ſeine Freundin ſehr übel nahm. Doch ent⸗ aus Rache angezeigt, weil er einmal mit ein in e Fenewi Oin 4 hoffnungsvolle Jüngling, der, wie uus der ſtand noch keine Feindſchaft dieſerhalb. Mädchen in ihrer Abweſenheit auf ihr a n ei ſeinen Tagesordnung erſichtlich war, wegen Zuhälterei% Hanlz e 90 Abſchiedsworten die Verſicherung gab, daß er a Ver—— ſaß Er hatte Zuſchieden Ein liebliches„Wochenende“ Das letztere gab auch„Binchen“ bei ih A 5 405 ſich ſtets treu mit ihnen verbunden fühle, in muſtergültiger Ordnung unter den Klängen des Muſik⸗ und Spielmannszuges an ihm vorbei. Im Anſchluß daran ergriff Oberſturmbann⸗ führer Zunehmer das Wort. Er wies be⸗ ſonders darauf hin, daß die Mehrzahl der Angehörigen des Sturmbannes gediente Sol⸗ daten und Frontkämpfer ſeien und daher äußerſte Pflichterfüllung auch für den politi⸗ ſchen Soldaten eine Selbſtverſtändlichkeit iſt. Mit einem dreifachen„Sieg Heil“ auf den Führer fand der Appell ſein Ende.—th Bergſteiger und Skifahrer, meldet euch freiwillig zu den Gebirgstruppen Bei den Truppenteilen der Gebirgsbrigade werden zur Zeit noch Freiwillige für Einſtel⸗ lung im Herbſt 1937 angenommen. Die Bewer⸗ ber ſollen gute Bergſteiger und Skifahrer ſein. Wenn möglich iſt dem Bewerbungsgeſuch ein Nachweis über die bisherige alpine Betätigung beizufügen. Sonſtige Bedingungen, wie im Merkblatt für den Eintritt als Freiwilliger in das Heer. Meldeſchluß: 15. Januar 1937. Spätere Meldungen können nicht mehr berück⸗ ſichtigt werden. Nähere Auskunft erteilt jedes Wehrbezirks⸗ Kommando und jedes Wehrmeldeamt. Dort ſind auch die Merkblätter für den Eintritt als Freiwilliger in das Heer erhältlich. Nationaltheater Mannheim Am Mittwoch wird das Weihnachtsmärchen „Frau Holle“ von Walter Oſterſpey mit der Muſik von Karl Klauß uraufgeführt. Die Inſzenierung liegt in den Händen von Helmuth Ebbs. Die muſikaliſche Leitung hat Eugen Heſſe. Die Bühnenbilder entwarf Gretl Altvater. Techniſche Einrichtung: Hans Weyl. —Beſchäftigt ſind die Damen Blankenfeld, Langs, „„Rena, Sharland, Hermine Ziegler und die Her⸗ ren Fühler, Handſchumacher, Krauſe, Marx Offenbach, Renkert, Zimmermann und Ullmer. Die Vorſtellung beginnt um 15,30 Uhr. Um 20 Uhr„Der fliegende Hollän⸗ der“, Oper von Richard Wagner. Muſißtaliſche Leitung: Ernſt Cremer. Spielleitung: Köhler⸗ Helffrich. Die Senta ſingt Roſe Huſzka von — Staatsoper München als Gaſt auf Anſtel⸗ ung. Hans Becker inſzeniert Bunjes Luſtſpiel „Der Etappenhaſe“, das am Sonntag den 13. Dezember im Neuen Theater zur Erſt⸗ aufführung kommt. Das Werk, das jetzt in München und Berlin ungewöhnliche Erfolge davontrug, beginnt jetzt über alle großen Büh⸗ Vernehmung zu, doch ſtellte ſie manches weſent Pla lich anders dar, als der Angeklagte. Sie h hefedi Biirs exledi der deutſche arbeit leiſtet übungen an nicht wenige Leibesübung der national gung neu? inem alten nach einem Revolution geſchaffen he Der Verei Mühevoll für Leibesü „Als Natio Führers“, ich die For darüber zu die Stellun Ueber allen daß die beid gen der Ju menzuarbeit 71 unterdeſſen 5 Motorrad ugelegt, und als die ſchöne ilippine wieder! ind. 314 115 Haufe in der Zemiſfen Sgaßen war, kam ihm in den fünf Jahren. in. enen die Freu Walter friſch und fröhlich mit ſeinem Benzin⸗ ſchaft dauerte, über 2000 RM gegeben und e renner angebrauſt, um ſie zu beſuchen und ihr Hang ihr nicht einmal Zigaretten ins Kranken⸗ wahrſcheinlich zu ihrer Geneſung Glück zu haus geſchickt. So habe er mit ihr auch ein. wünſchen. So kam der gute Walter immer wie⸗ mal, auf den Dürtheimer, Wurſtmarkt ſah der am Wochenende mit ſeinem Motorrad in wollen. Als ſie ihm bedeutete, daß ſie jene Straße, in der Philippine lebte und Geld für die Fahrt beſitze, habe Walter zu i liebte, blieb den ganzen Sonntag über da, früh⸗ geſagt, daß er drei Freier„dabei habe, die ſtückte, aß zu Mittag, ſoupierte und ließ es ſich„abkochen könne. Weil er ihr die Treue nic wohl ergehen, bis am andern Tage die Hähne ehalten habe und ihr„zu kleinlich“ gewe krähten. Und' Walter lebte nicht ſchlecht, denn ſei, habe ſie nichts mehr von ihm wiſſen wollen. die Wirtin jenes Hauſes, in dem Walter Phi⸗ Daß ſie allerdings auch mehrere„Freunde“ lippinchen beſuchte, gab ſelbſt an, daß ſie den hatte, verſchwieg ſie. Walter, der übrigens doch Mokka, die Eier und das Brot mit Butter auf krank iſt, hörte ſich die Dinge ohne Erſchütte etwa.— bis 250 RM berechnet habe. Er kam rung an lächelte nur dann und wann malitib auch einmal mit einem Freunde am Wochen⸗ und ſchüttelte ſein junges, pomadegeſcheitelte 5 zu———— 9 eiun Haupt. atte gerade noch das Geld zur Heimfahrt, da er unterwegs noch Benzin tanken wollte. Aber Er leugnet alles 4 „Binchen“ legte geſteigerten Wert darauf, daß Der Staatsanwalt ſtellte feſt, daß Fiſcher auch dieſes Geld in Alkohol umgeſetzt werden alles grundſätzlich abgeleugnet habe, eine in ſollte. Und da ſich Walterchen mit ſeinem Zuhälterprozeſſen alltägliche Erſcheinung. Daß Freunde bereits verſtändigt hatte und außer⸗ das ganze Verfahren auf Eiferſucht und Rache dem ein guter Kerl war, ſo gab er angeblich ſei, ſtehe außer Frage. Das Ge⸗ auch dieſe eiſerne Reſerve drein, ſo daß er blank ſetz ſehe Zuchthaus für Zuhälterei vor. Er⸗ 3 war. Als es an die Heimfahrt ging, ſteckte ſchwerend falle ins Gewicht, daß er Zuhälter es in jener bewußten Straße geweſen ſei. Tro 5170 ſeines jugendlichen Alters habe er jahrelang——5 zuhälteriſche Beziehungen zu einer Di klären, unterhalten, obwohl er es in keiner Weiſe ni gläg des hatte. Er habe aus einem moraliſchen Defelt Flätze de 5 heraus und in Vollendung Zuhälterei betrie⸗ 1 Verft ben, denn er war ein der ſeiner fü Freundin auch Gäſte zuführte. Das einzig 111 ſch was Fiſcher als Milderungsgrund in Anſpru F4 1 nehmen könne, ſei ſeine Jugend. Deshalb be⸗ 5 antrage er unter Zubilligung mildernder Um⸗ Ausdrü glic ſtände eine Gefängnisſtrafe von zwei Jahren. a Wegen ſeines Leugnens ſei die Unterſuchungs⸗ be u 5 5 haft nicht anzurechnen. Ge neinſcha Das Gericht kam dann nach längerer Bera⸗ 4 mei 2 tung zu folgendem Urteil: Der 22 Jahre alle aſſen. Da⸗ Walter Fiſcher aus Karlsruhe wird wegen In borun— hälterei in fortgeſetzter Tat zu einer Gefüngmi men darun ſtrafe von einem Jahr und neun Monaten ver⸗ urteilt. Ein Monat der Unterſuchungshaft Kulturarb kommt in Anrechnung. Zum Sc zeigte der! Pech gehabt, denn ſeine eigene Geliebte, eine Dirne, hatte ihn angezeigt, weil er ihr Grund zur Eiferſucht gegeben hatte und er ihr außer⸗ dem„zu kleinlich“ war. Da ſtand er nun, erzählte aus ſeinem jungen Leben und war natürlich„unſchuldig“. Am 7. Dezember 1914 war Walter Fiſcher in Karlsruhe geboren. Sein Vater fiel im Jahre 1916, ſo daß er von der Mutter allein aufge⸗ zogen wurde. Er beſuchte die Volksſchule, dann zwei Jahre die Realſchule, um dann wieder in die Volksſchule zurückzukehren. Von Karls⸗ ruhe war er mit ſeiner Mutter nach Kaiſers⸗ lautern gezogen, kam aber wieder nach Karls⸗ ruhe zurück, wo er kurze Zeit in Stellung war. Von dort zog er wieder nach Kaiſerslautern, war eine Zeitlang arbeitslos, betätigte ſich dann als Reiſender, um ſchließlich mit einem Kom⸗ pagnon ein Herrenkonfektionsgeſchäft zu eröfſ⸗ nen. Mit 17 Jahren lernte er ſeine ſpätere Freundin in Kaiſerslautern auf der Straße kennen, die ihm erzählte, daß ſie als Kellnerin in einer Wirtſchaft betätigt ſei. In Wirklich⸗ keit ging dieſe Freundin auch damals ſchon einem ſehr verwerflichen Gewerbe nach, und der Angeklagte hatte ſicherlich von dieſem„Ne⸗ benberuf“ Kenntnis erhalten. Er gab zwar an, daß er, als er von einem Schulkameraden Zweiter Volksliederabend in Neckarau Ein ſchöner Erfolg der„Sängerhalle Germania“ auch auf andere Kreiſe übertragen wünſcht. Nicht allein die Bekanntſchaft und Verbunden⸗ heit mit den köſtlichen Schätzen unſeres un⸗ ermeßlichen großen Liedgutes, ſondern auch die Verbundenheit mit Heimat und Boden und das zuſammenſtrebende Volks⸗ und Gemein⸗ ſchaftsgefühl erfährt durch ein ſolches Volks⸗ liedſingen eine beachtliche Stärkung. Da ſingt der Chor, wie der Winter vergan⸗ en iſt. Eine Tenorſtimme erzählt davon, wie er Burſch„ein Mai hauen“ will, um es ſei⸗ ner Liebſten als Zeichen der Treue zu ſchen⸗ ken, und dann falle alle, Chor und Publikum mit ein:„Ich ſeh den Tag herdringen, ſchon durch die Wolken klar!“ Und dann geht es weiter:„Lieblich ergrünen ſo Auen als Fel⸗ der, Berge und Hügel und Haine und Wälder.“ „Im Märzen der Bauer die Rößlein ein⸗ ſpannt, er ſetzt ſeine Wälder und Wieſen in Stand“. Lieder erklingen, Liebe und Tanz So wie das Volksliederſingen der„Sänger⸗ halle Germania“ Mannheim⸗Neckarau im Frühjahr ein erfreuliches Ergebnis hatte, ſo war auch dem 2. Volksliederabend am Sonn⸗ tag im gut beſetzten Saale des Evangeliſchen Gemeindehauſes ein voller Erfolg brn. In vier Abſchnitte war die Vortragsfolge ge⸗ teilt, deren Lieder, Sätze und Kanons den vier Jahreszeiten entſprachen. Mit großer Geſchick⸗ lichkeit hatte man Chöre, Einzel⸗ und Wechſel⸗ geſänge mit ſtarker Melodik— zu einem gro⸗ ßen Teil dem 16. und 17. Jahrhundert ent⸗ nommen— zuſammengeſtellt und an den Vor⸗ trägen, ſoweit es ſich nicht um reine Chor⸗ und Quartettgeſänge handelte, das Publikum teil⸗ nehmen laſſen. Muſikdirektor Max Adam ſprach zu den Geſängen und Liedern die er⸗ läuternden Worte und verſtand es auch, das Publikum zum Mitgehen und Mitſingen zu bringen, ſo daß eine große Sanges⸗ Der 515 75 Kiue i 1 Mannz u. a. aus, daß nur die Vorfälle in Mannhei f ſelbſt zur Beurteilung herangezogen word e ſeien. Der Angeklagte habe gewußt, daß ſein 55 Spiel kes und di Kosthare Zeit venieren ieiemgebe. kameradſchaft entſtanden war, die mit füllen den Mai.. Noch einmal kämpft der Win⸗ ſind Verwaltungsakademie Baden, Zweiganſtalt viel Freude und großer Liebe auf die nicht ter mit dem Sommer, dann kommen die Sie. wenn Sie schlecht sehen. Beseitigen Er Mannheim. Pg. Fritz Plattner, MoR, immer ganz leichten Kanons und Wechſel⸗ luſtigen Tage. Wir belauſchen den Schäfer, Sie diesen Nengel durch Kauf de führers, all die Bauern, die Soldaten und die Bergleute, und dann ſchließt ſich das ganze Volk zuſam⸗ men und ſingt:„Wann wir ſchreiten Seit' an Seit', und die alten Lieder— und die Wälder wieder klingen, fühlen wir, es muß gelingen: Mit uns zieht die neue Zeit!“ Das Erntedankfeſt kommt heran und auf die Felder zieht der Jäger. Aber der Herbſt geht vor⸗ über:„Es iſt ein Schnee gefallen und es iſt doch nicht Zeit...“ Die verbindenden Worte 4 DOlplom- 25 0 geg. eute zwei fleupt · keine Diffe —KCpernicl p2. M Hitlers! 2 s wi zuſtande ge nun die Ar wicklung 1 geſänge einging. So war das Poſitivum er⸗ reicht, daß das Publikum nicht nur als Hörer an den köſtlichen Schätzen deutſchen Volkslied⸗ tums teilnahm, ſondern es zum größten Teil durch ſeine aktive Beteiligung zum eigenen und inneren Beſitz machte. Darin lag der größte Erfolg des Abends, den man ſich ſpricht am Freitag, 11. Dezember, 20.15 Uhr, in der Aula der alten Handelshochſchule, A 4, 1, erſtmals vor der Verwaltungsakademie Baden, Zweiganſtalt Mannheim, über„Die Deutſche Arbeitsfront“. Gaſthörer erhalten Eintrittskar⸗ ten zu 30 Rpf. auf der Geſchäftsſtelle, L 4, 15, ſowie am Vortragsabend ſelbſt in der Aula. richtigen Hrille bei Freundin in einer berüchtigten Straße wohne Trotzdem habe er dort ſein Wochenende verl habe dort gefrühſtückt, gegeſſen und übernach ohne zu zahlen. Er habe ſich nicht nur in Zwei Abende der Werkgemeinſchaft Frohes Wochenende der Anorganiſchen⸗ und Ammoniaklabor⸗Abteilung der J6G Es iſt eigentlich ſchon Tradition, daß der große Saal des Feierabendhauſes der JG⸗Far⸗ beninduſtrie überfüllt iſt, wenn die NS⸗Gemein⸗ ſchaft„Kraft durch Freude“ des Werkes Ober⸗ rhein eine Veranſtaltung aufzieht. So war es auch zum Wochenende am Freitag⸗ und am Samstagabend. Der Freitagabend gehörte der Anorganiſchen Abteilung, Ortsgruppe 16. Der Abteilungslei⸗ ter ſagte u. a. auch in ſeiner Anſprache:„Wir ſtellen immer ein großes Orcheſter dar, nicht nur heute, ſondern auch im täglichen Leben und ſeitdemletzten Kameradſchafts⸗ abend iſt kein Mißton zu verz eich⸗ nen geweſen. Dies iſt ein Zeichen dafür, daß Dirigent und Orcheſter immer gut zuſam⸗ men harmonieren und dabei ſoll es auch blei⸗ ben!“ In harmoniſcher Kameradſchaft verlief denn auch der Abend. Ortsgruppenwalter Dr. Käl⸗ berer hielt die Begrüßungsanſprache, der be⸗ tonte, daß man an dieſem Abend den Kampf des täglichen Lebens vergeſſen und neue Kraft für den Alltag ſchöpfen wolle. Betriebszellenob⸗ mann Herrmann betonte, daß ſolche Abende immer glücklich machen, weil ſich die Arbeits⸗ kameraden menſchlich näherkommen. Dann rollte ein vorzügliches und reichhalti⸗ ges Programm ab, das man in Muſik, Film und Bühne untergegliedert hatte. Franz Bar⸗ berino ſang eine Arie aus„Freiſchütz“, von Dr. Wintersberger feinſinnig begleitet. Den muſilaliſchen Part hatte die Kapelle Lud⸗ wig Ottuſch übernommen und entledigte ſich dieſer Aufgabe mit vielem Geſchick. Im zweiten Teil zeigte man zunächſt einen Siedlerfilm, zu dem der Leiter der Siedlerſtelle der IG⸗Far⸗ beninduſtrie, Ritthaler, die nötigen Erklä⸗ rungen gab. Intereſſant war auch der Film der Anorganiſchen Abteilung, der Aufſchluß über das Arbeitsgebiet dieſer Gruppe gab. Den Beſchluß bildete ein Bildſtreifen über die Be⸗ deutung der Krankenkaſſen. Im bunten Programm zeigten die Werks⸗ kameraden beachtliches Können. Die Geſamtlei⸗ tung des Abends lag bei Dr. Büttgenbach in guten Händen und Dr. Wolf der„Erſte“ war eiei launiger Anſager. Am nächſten Abend trafen ſich die Gefolg⸗ ſchaftsmitglieder der Ortsgruppe 14, Ammo⸗ niaklaboratoriums⸗Abteilung zum frohen Wo⸗ chenende. Nachdem Ortsgruppenwalter Wenk die zahlreich Erſchienenen herzlich begrüßt hatte, unterſtrich Betriebsführer Dr. Wietzel die Bedeutung, die den chemiſchen Abteilungen im Vierjahresplan zukomme. Darum müſſe unſer ganzes Können und Arbeiten auch in den Dienſt dieſer großen Sache geſtellt werden. Be⸗ triebszellenobmann Herrmann wies auf den Sinn und Zweck der Werksgemeinſchaft hin. Dann ging man zum gemütlichen Teil über, der ebenfalls äußerſt reichhaltig und ſehr ge⸗ ſchickt aufgezogen war. Anſager, Sänger und Humoriſt zugleich war Philipp Eller, der ſeine Sachen ſehr gut machte. Als beſondere Einlage wurde der Film„Einer unter 20 Millionen' vorgeführt.-Zr- Ende gegangen. zwiſchen den Geſängen ſind verklungen, das Orcheſter hat die Führung übernommen und verbindet ſich mit den Chören und Liedern zur „kleinen Kantate“, in der die feinen und lieben Advents⸗ und Weihnachtslieder des 16. Jahr⸗ hunderts aufklingen und dem Jahr ſeinen leuchtenden Abſchluß geben. Ein wunderſchöner Abend war damit zu 5 jenem zweifelhaften Hauſe, ſondern auch die Sonntagnachmittage von ſeiner Freundin fi⸗ 0 nanzieren laſſen. Es ſei ſehr bedauerlich, daß ein junger Menſch, der bei ſeiner Muttel wohne und ein Geſchäft hat, auf Koſten eine der Unzucht nachgehenden Mädchens lebte. Er habe nicht aus Not, ſondern aus Wohlleben heraus gehandelt, weshalb auf die ausgeſpro⸗ 1 4 chene Strafe zu erkennen war. ieeeeeeee eee, Neues vom Mannheimer Schach Vereinsgründungen in Friedrichsfeld und Seckenheim Die Pioniertätigkeit der Schachvereinigung Pfingſtberg hat in Friedrichsfeld und Secken⸗ heim Unterſtützung gefunden. Die Friedrichs⸗ felder Schachfreunde ſchließen ſich am Mitt⸗ wochabend zu einer organiſierten Gemeinſchaft zuſammen. Im„Löwen“ wird zugleich ein Winterturnier ſeinen Anfang nehmen. Die Be⸗ zirksleitung wird ebenfalls vertreten ſein. Wer entſinnt ſich nicht der Tage, da ein Seckenheimer Schachverein durch ſeine Erfolge von ſich reden machte? Und der trüben Zeit, in welcher verſchiedene Umſtände zur Schlie⸗ ßung des„Ladens“ führten! Am Sonntag findet nun im„Kaiſerhof“ die Wieder⸗ gründung ſtatt. Mit nachhaltiger Unter⸗ ſtützung der„Alten“, verſteht ſich. Im Waldhof wird eine Maſſenveranſtaltung, das beliebte Simultanſpiel, die Aufmerkſam⸗ keit auf ſich lenken. Einer gegen viele! Nur große Uebung, ſchneidiges Erfaſſen der Aus⸗ ſichten und Ausdauer machen den guten Si⸗ multanſpieler. Dieſe Eigenſchaften beſitzt Di. Ruchti in hohem Maße. Auch der nichtorgani ſierte Schachfreund ſollte ſich das Spiel eines Meiſters im Klublokal, Kaſino Bopp& Reuthen Unterhaltung und Belehrung, das anſehen. ſind die unzertrennlichen Komponenten einesß meiſterlichen Spiels. 4 Lichterketten in der Kunſtſtraße. Wer in dieſen Tagen in den Abendſtunden in unſere Nach ſtadt Ludwigshafen kommt, iſt wirklich über raſcht von der Lichtfülle, die in den Haupto kehrsſtraßen die ganze Aufmerkſamkeit auf ſich lenkt. Lichterketten ſchwingen ſich über die Stra⸗ ßen oder ſind mit leuchtenden Sternen ge⸗ ſchmückt über die Straßenkreuzungen aufſtre⸗ bend zuſammengefaßt. Dazu kommt eine An⸗ paſſung der Ausſchmückung der Geſchäfte an dieſe Lichterketten, ſo daß Ludwigshafen in einem wunderbaren Glanze erſtrahlt. Kehrt man nach Mannheim zurück, ſo glaubt man in eine verdunkelte Stadt zu kommen, da man immer noch dieſe Lichtfülle im Geiſte vor ſich ſieht. Um ſo erfreuter iſt man, in der Kunſtſtraße an einer Straßenkreuzung vier zuſammengefaßte Lichter⸗ ketten zu finden, die wenigſtens auf ein kurzes —5 dem Straßenbild ein anderes Gepre geben. Der Start Samstag 2 r 320 in die Taſchg mit er Benzin andermal war zangen, wie er iotorrad manche ing Mannheim nem Kaffee ge⸗ der Draht aus, tin geſchickt, bei ſie 20 RM zum Damit wurde e bezahlt. Auch “ noch Geld er⸗ s das weit von on einem Mäd⸗ “ habe ihn nur imal mit einem eſenheit auf ihr chen“ bei ihrer nanches weſent⸗ lagte. Sie habe ien die Freund⸗ gegeben und ez n ins Kranken⸗ t ihr auch ein⸗ rſtmarkt fahren „ daß ſie kein Walter zu iht bei habe, die ſie die Treue nicht inlich“ geweſen n wiſſen wollen. rere„Freunde“ r übrigens noch ohne Erſchütte⸗ wann malitiös nadegeſcheiteltes ſt, daß Fiſcher habe, eine in ſcheinung. Daß ſucht und Rache Frage. Das Ge⸗ terei vor. Er⸗ aß er Zuhälter ſeſen ſei. Trotz e er jahrelang einer Dirné ner Weiſe raliſchen Defe hälterei betrie⸗ ter, der ſeiner Das einzige nd in Anſpru d. Deshalb be⸗ nildernder Um⸗ zwei Jahren. Unterſuchungs⸗ längerer Bera⸗ 22 Jahre alte vird wegen Zu⸗ iner Gefängnis⸗ 1 Monaten ver⸗ terſuchungshaft er Begründung in Mannhein zogen worden vußt, daß ſeine ehen. Beseitigen ch Kauf det 321 Straße wohne. henende verlebt, geg. d Houpt · bost ind übernachtet, nicht nur in ndern auch die Freundin fi⸗ hedauerlich, daß ſeiner Mutter uf Koſten eines chens lebte. Er aus Wohlleben die ausgeſpro⸗ 3 1 der nichtorgani⸗ as Spiel eines Zopp& Reuther Belehrung, das ponenten eines Wer in dieſen unſere Nachbar⸗ wirklich über⸗ den Hauptver⸗ ſamkeit auf ſich über die Stra⸗ 1 Sternen ge⸗ zungen auffſtre⸗ mmt eine An⸗ r Geſchäfte an dwigshafen in ahlt. Kehrt man ot man in eine da man immer r ſich ſieht. Um tſtraße an einer gefaßte Lichter⸗ auf ein kurzes deres Gepräge dezember 1930 elbe der Hitlerjugend gung neu zu organiſieren haben, Hitlers! jugend, wie ſie kein anderer Staat der Welt⸗ zuftanze gebracht hat. Dieſe Mannheim Sport und Spiel 8. Dezember 1938 Der Velchsspornührer zu dem Geſet Uber die Etaatszugend Geſunderhaltung und Beſſerung der Vereine iſt Aufgabe des Deutſchen Reichsbundes für Leibesübungen Auf einer Führertagung des Gebietes Mittel⸗ ſprach am Montag der Reichsfporfführer von Tſchammer und Oſten in Magdeburg. Er nahm den Fra⸗ en Stellung, ie ſich aus dem Geſetz über die taatsjugen für die Pflege der Leibesübun⸗ gen ergeben. Erziehungsarbeit der Reichsakademie Der Reichsſportführer 36— daß er zu⸗ nächſt die erſte Aufgabe löſen mußte, die ihm der Fübrer übertrug, die Organiſation der e Spiele. Jetzt, nach Beendigung der Spiele, gilt es, an die zweite heranzugehen, an die Rufſicht der Leibesübungen in Deutſch⸗ land. Vieles an Ueberbürokratiſierung, Parti⸗ kularismus, ſogar an perſönlichen Intereſſen mußte weggeräumt werden— und wurde weg⸗ eräumt, um einer ganz—— Organiſation latz zu machen. Dieſe Aufgabe wird nicht im Büro erledigt, ſondern auf den Sportplätzen der deutſchen Wichtige Erziehungs⸗ arbeit leiſtet die Reichsakademie für Leibes⸗ übungen an allen Gliederungen, an der HI nicht weniger als an Sa., SS und NSKK. Leibesübungen ſind eine Erziehungsform, die der nationalſozialiſtiſche Staat und di nicht nach einem alten Schema vergilbter Akten, ſondern nach einem neuen Erlebnis, das die Zeit der Revolution und der Entwicklung des Staates geſchaffen hat. Der Verein im DRe Mühevoll war der Weg, den der Reichsbund für Leibesübungen Schritt für 3 857 ging. „Als Nationalſozialiſt und im Auftrage des Führers“, ſagte der Reichsſportführer,„habe ich die Forderung aufgeſtellt, daß die Partei darüber zu wachen hat, daß dem Reichsbund die Stellung verſchafft wird, die er braucht.“ Ueber allen Ausführungen ſtand der Gedanke, daß die beiden Stellen, die für die Leibesühun⸗ gen der Jugend verantwortlich ſind, zuſam⸗ menzuarbeiten haben. Aus dieſem Gedanken heraus entſtand der Erlaß des Geſetzes als erſter Schritt zur poſitiven Ausrichtung. Aus 4 70 Gedanken heraus iſt auch der Schritt zu erklären, deſſen amtliche geſetzmäßige Verkün⸗ dung unmittelbar bevorſteht, daß die geſamten Gandt des Reichsbundes der Turn⸗„Sport⸗ und chwimmverbände der deutſchen Staatsjugend ur Verfügung ſiehen müſſen. Das bringt für den Reichsbund die Aufgabe mit ſich, für die finanzielle Ge⸗ ſfunderhaltung und Beſſergeſtal⸗ tung der Vereine Sorge zu tragen. Ausdrücklich betonte der Reichsſportführer, daß er für alle da ſei, die den Gedanken der Lei⸗ besübungen fördern wollen. Der Gedanke der Gemeinſchaft wird ſich nicht mehr hinwegtun laſſen. Das Geſetz hat ein ganzes Kabinett angenommen und der Führer hat ſeinen Na⸗ men darunter geſetzt. Kulturarbeit der Leibesübungen luß ſeiner richtunggebenden Rede eichsſportführer noch einmal die ihm anvertrauten Betäti⸗ ungsfeldes auf, die Ausxichtung der Olympi⸗ Spiele, die Heranholung des ganzen Vol⸗ kes und die Eingliederung der Formationen der RSDaAp in die große Kulturarbeit der Leibesübungen des deutſchen Volkes. Durch das Geſetz ſind der Wragielige neue RIerz eſtelkt. Ernſt klang die Bitte des Reichs port⸗ ührers, alle die, die A aus den Turn⸗ und Sportvereinen zur HJ kämen, nicht etwa als Leute zweiter Klaſſe anzuſehen. Wir können keine Differenzierung vertragen. Heute gibt es nur eine Einheit: Das Deutſchland Adolf Dieſes Deutſchland hat eine Staats⸗ Zum S zeigte der Entwicklung des Staatsjugend hat nun die Aufgaben zu erfüllen, die für die Ent⸗ wicklung des jungen Menſchen zur Wehr⸗ die Bewe⸗ 825 zur Wehrkraft bis zum Eintritt in die Organiſation der artei, bis zum Eintritt in das Heer gegeben ſind. Mit tiefem Ernſt hörten die jungen Führer die eindringlichen Worte aus dem berufenen Munde des Reichsſportführers, der ihnen die Schwere der Verantwortung, die ihnen über⸗ tragen wurde, vor Augen führte. Ihr ſtürmi⸗ ſcher Beiſall bewies dem Reichsſportführer, daß die Jugend ihn verſteht und daß ſie gewillt iſt, Hand in Hand mit ihm das fruchtbare Feld der für das ganze Voll ſo wichtigen Leibes⸗ übungen zu betreuen und zu pflegen. fbero vrundage wat zurück Die American Athletic Union(AAl), Ame⸗ rilas Leichtathletil⸗Verband, hielt am Wochen⸗ ende in Houſton im Staate Texas ſeine dies⸗ jährige Jahresverſammlung ab. Wie ſchon ſeit längerer Zeit bekannt, trat auf dieſer Tagung der 1. Vorſitzende, Averv Brundage, von ſeinem Poſten zurück. Brundage, der zugleich VPon den farken Männern auf der Matte Präſident des Olympiſchen Komitees von USA iſt, hat bekanntlich die große Beteiligung der Amerikaner an den Olhmpiſchen Spielen in Berlin durchgeſetzt und ermöglicht. Zum Schluß eines Berichts ſchied Brundage mit dem Wunſche, ſich immer einig zu ſein und ſich nicht zum Werkzeug einer einzelnen Gruppe mißbrauchen zu laſſen. Dimille bleibt bei vugatti Ueber die neue Zuſammenſetzung der Renn⸗ mannſchaften der verſchiedenen Automobilfir⸗ men des In⸗ und Auslandes verlautet noch nichts Genaues. In Deutſchland haben weder Auto⸗Union noch Mercedes⸗Benz ihre Mann⸗ ſchaften zuſammengeſtellt, obwohl man an⸗ nimmt, daß Bernd Roſemeyer bzw. Caracciola weiter die alten Farben vertreten. Die italieni⸗ ſchen Rennſtälle haben die endgültigen Entſchei⸗ dungen auch noch nicht getroffen, dagegen hat Bugatti(Frankreich) wiederum den Franzoſen F. P. Wimille verpflichtet, der nun ſchon das dritte Jahr für die Molsheimer Werte fährt. Die Lage in Badens Kreiſen und Süddeutſchlands Gauen Im Kreis 2(Karlsruhe) ſtand der Kampf zwiſchen den beiden Spitzenmannſchaften Wie⸗ ſental und Weingarten im Vordergrund. Wein⸗ garten verlor knapp mit:11 Punkten und be⸗ zog dadurch die erſte Niederlage. Eiche Oeſtrin⸗ gen beſiegte Germania Bruchſal mit 14:5 und ſicherte ſich damit vorläufig den dritten Platz. Die Tabelle: Wieſental 12:2., Weingarten 10:2., Oeſtringen:8., Bruchſal:10., Germania Karlsruhe 210 P.— Im Kreisz (Freiburg), wo Kollnau und Kuhbach die bei⸗ den erſten Plätze beſetzt haben, gab es klare Favoritenſiege. Kuhbach ſchlug Emmendingen 15:6 und Kollnau war mit 10:7 über Germania erfolgreich. Waldkirch bezwang den etztſährigen Meiſter, SV Haslach, mit•8 P. Die Tabelle: Kollnau und Kuhbach je 153., Haslach und Freiburg je:10., Waldkirch :12., Emmendingen:16 P.— Im Kreis4 (Konſtanz) behauptete Rheinſtrom Konſtanz den erſten Platz, da gegen Eiche Schiltach ein 18:2⸗ Sieg gelang. Die Schiltachexr hatten am Vortag bereits in Gottmadingen mit:13 verloren und werden nun abſteigen müſſen. Im Kampf um den zweiten Platz behielt Germania Hornberg mit 20:0 über Villingen die Oberhand. Die Tabelle: Konſtanz 14:2., Hornberg 10:4., Villingen 68., Gottmadingen:8., Schiltach 214 Punkle. Württemberg: In Gruppe 1 ſchlug der TSV Münſter den TSV Botnang mit 13:5, während der ASV Wangen in Schorndorf mit 10:9 die Oberhand behielt. In Gruppe 2 hat der KV. 95 Stuttgart nach ſeinem neuen Sieg in Göppingen(16:3) die Meiſterſchaft ſchon ziemlich 4 In einem zweiten Kampf war Ebersbach mit 13:5 über Cannſtatt erfolgreich. Die beiden Tabellen: Gruppe 1: Münſter und Wangen je 12:2., Untertürkheim:4., Schorndorf:10., Königsbronn:10., Bot⸗ nang:12 P.— Gruppe 2: KV 95 16:0., Feuerbach 10:4.,:6., Cann⸗ ſtatt:9., Zuffenhauſen:10., Eislingen und Ebersbach je:12 Punkte. In Bayern wurde in der Gruppe Nord⸗ bayern der Nimbus um den Neuling Ger⸗ mania Hösbach zerſtört, denn Roland Bam⸗ berg beſiegte die Hösbacher, obwohl dieſe den Vorteil des eigenen Platzes hatten, mit 13:⁵ Punkten. Der KSC 97 Fürth ſchlug Sandow Rürnberg mit 14:5, wobei bemerkenswert iſt, daß die Rürnberger nux vier Ringer zur Stelle hatten! Die Tabelle: Bamberg 12:2., Fürth 10:4., Hösbach:2., Pol. Nürnberg:8., Acht-Stunden-Mannschaitsrennen in der Deutschlandhalle Weltbild(M) Der Start der 14 Mannschaften, die an dem Acht-Stunden-Mannschaftsrennen nach Sechstageart in der Nacht vom Samstag zum Sonntas in der Deutschlandhalle teilnahmen. Unten: Die Sieger, das dänisch-belsische Paar Stieler— Billiert, nach dem Rennen. SC 04 Nürnberg:8., Sandow:12 P.— In Südbayern wird der Meiſter wohl Ac⸗ Bad Reichenhall heißen. Die Reichenhaller tru⸗ en diesmal Vor⸗ und Rückkampf gegen die gd. Paſing aus und ſiegten jedesmal mit 18:3. a iſt nach einer:10⸗Niederlage gegen 1860 München nicht mehr als Meiſterſchafls⸗ anwärter zu betrachten. Die Tabelle: Reichen⸗ hall 14:4., Münchner SVg. 14:6., Freiſing 10:8., Neuaubing:6., 1860 München 614 Punkte, Paſing:18 Punkte. „Ebortgroſchen“ auch in Uen Auf der am kommenden Wochenende in der Texasſtadt Houſton ſtattfindenden Jahrestagung der Amerikaniſchen Amateur⸗Athletik⸗Union wird über zahlreiche bemerkenswerte Anträge entſchieden werden müſſen. In erſter Linie geht es um die finanzielle Sicherung künftiger Olympia⸗Expeditionen. Es dürfte noch in Er⸗ innerung ſein, daß die letzte Ausreiſe der ame⸗ rikaniſchen Olympiamannſchaft in der feſt⸗ Fetdeit Stärke von Neuyork nach Berlin wegen der fehlenden Gelder ſtark gefährdet war. Erſt im letzten Augenblick gelang es, durch Samm⸗ lungen und Stiftungen den zur Geſamtſumme fehlenden erheblichen Betrag zuſammenzube⸗ kommen. Dieſem unwürdigen Zuſtand ſoll durch die Einführung eines kleinen Zuſchlags auf jede Eintrittskarte bei allen von der AAu kontrollierten ſportlichen Veranſtaltungen ab⸗ geholfen werden. In Ausſicht genommen iſt ein Einheitsbeitrag von 5 Cents, was den Stock zum Olympiafonds geben ſoll. In einem weiteren Antrag wird gefordert, bei den Mei⸗ ſterſchaften die Laufſtrecken wieder nach dem engliſchen Maß feſtzuſetzen. Bei den Vorberei⸗ tungen für Berlin wurde zum Zwecke der beſ⸗ ſeren Vergleichsmöglichkeiten faſt allgemein das metriſche Maß angewandt. In dieſer Rich⸗ tung ſollen jedoch der 1500⸗Meter⸗ und der 200⸗ Meter⸗Hürdenlauf ſowie ein 3000⸗Meter⸗Bahn⸗ gehen beibehalten werden. Glultgart Sieger im Rollpocker Angeſchlagen gegen Auslandsmannſchaften Vor 2000 Zuſchauern wurde am Sonntag⸗ abend in der Stuttgarter Stadthalle das zwei⸗ tägige Internationale Rollhockeyturnier be⸗ endet. Die Stuttgarter Vertretung hatte ſchwer zu ſämpfen, bis ſie im letzten Spiel die Helvetia⸗ Asszurris:2 beſiegt hatte, zumal ſich die Jia⸗ liener ſtark auf die Verteidigung legten. Sturt⸗ gart beendete ungeſchlagen als Sieger das Tur⸗ nier, während die Städtemannſchaft von Zürich durch ihren Sieg über Antwerpen vor den Bel⸗ giern den zweiten Platz belegte. Die Helvetia⸗ Azzurris unterlagen gegen Antwerpen hoch und Weltbild(M) Jeder Klasse jiür sich! Geschmeidigkeit ist für Beruf und Sport gleichermaßen wichtig. Die amerikanische Filmschauspielerin Martha O Driscoll und der populäre Rugbyspieler Hutchinson be- weisen hier, daß es ihnen an Gelenkiskeit nicht mangelt belegten ſomit in der Geſamtwertung den vier⸗ ten Platz vor den Stuttgarter Junioren. Die Ergebniſſe: ürich— Stuttgarter Junioren 14:0(80); Helvetia⸗Azzurris— Antwerpen:5(:); Ant⸗ werpen— Zürich:5(:3,:0,:); Stuttgart — Helvetia⸗Azzurris:2(0·0,:1,:). Handball⸗undſchan Pfalz Ludwigshafen beſiegt Das füddeutſche Handball⸗Meiſterſchaftspro⸗ gramm erlitt am erſten Dezemher⸗Sonntag durch die Pokalſpiele im Gau Württemberg eine kleine Einbuße. In den übrigen Gauen wurde hingegen mit faſt vollſtändigem Pro⸗ gramm um die Punkte gekämpft. Im Gau Südwe ſt, wo eines der vorgeſehe⸗ nen vier Spiele ausfiel, wurde in die Rück⸗ runde eingetreten, die gleich für den Spitzen⸗ reiter Pfalz. mit einer Nieder⸗ lage begann. Die Ludwigshafener unterlagen in Pfungſtadt der Germania:6(:3) und ver⸗ halfen dem VfR Schwanheim, der am vorletzten Sonntag ſeine führende Stellung eingebüßt hatte, erneut zur Tabellenführung. Die Schwan⸗ heimer ihrerſeits fertigten zu Hauſe den TV Habmefß mit:4(:2) ab, während der SV 98 axmſtadt durch einen:3(:)⸗Sieg über den TSV Herrnsheim Anſchluß an die Spitzen⸗ gruppe erhielt. Die Tabellenſpitze: Spiele Tore Punkte VfR Schwanheim 9 67:53 14:4 Pfalz Ludwigshafen 9 74:59 1355 TSo Herrnsheim 9 65:57 108 Germ. Pfungſtadt 9 51:52 10:8 SV 98 Darmſtadt 8 45:43:8 In Bayern gab es auf der ganzen Linie Siege der Favoriten. Die Tabelle änderte iht Bild nicht. Milbertshofen behauptete ſeint führende durch einen knappen:4 Sieg über den TV 48 Erlangen, der zur Pauſe noch mit:1 geführt hatte. Ebenſo knapp, mit :6(:4) ſetzte ſich der 1. FC Nürnberg über 1860 München hinweg, während die„Reiter“ aus Bamberg in der Tgd. o nicht viel zu ſchlagen hatten und mit 10:2(:) klar die Oberhand behielten. Die übrigen Ergebniſſe: Polizei Nürnberg— BC Augsburg 45(:), Poſt München— SpVg. Fürth:4(:). Die Tabellenſpitze: Spiele Tore Punkte TV Milbertshofen 9 67:40 16:2 1. FC Nürnberg 93:•60 14:4 Bamberger Reiter 8 79:43 13:3 Poſt München 9 69:35 13.5 :5⸗Gleg der Sendenheimer Ringer in Ladenourg Athletikſportverein Ladenburg befindet ſich nach wie vor in Abſtiegsgefahr Im weiteren Verlauf der der erſten Ringerklaſſe empfing der ASV La⸗ denburg die Ringerabteilung des VfTuRSp. —— zum fälligen Rückkampf. Wie im orkampf, mußten die Römerſtädter auch dies⸗ mal eine hohe Niederlage hinnehmen. Während Feudenheim ſeine Lage nicht mehr verbeſſern und nicht mehr verſchlechtern kann, befindet ſich Ladenburg nach wie vor in Abſtiegsgefahr. Die Platzherren konnten nur in der leichteſten und ſchwerſten Klaſſe die Punkte erringen. In der ſchweren Klaſſe fielen die Punkte kampf⸗ los an Ladenburg. Kampfrichter Schönin⸗ ger(Hockenheim) hatte keine ſchwere Aufgabe zu löſen. Die Ergebniſſe: Bantamgewicht: Bruſt(F)— Schmitt (). Bruſt kann ſich im Standkampf einen kleinen Vorſprung ſichern, den er aber im Bo⸗ denkampf an ſeinen Gegner verliert, wodurch er knapp nach Punkten unterlag. er Gaſ Brin Hecker(F)—. Fiſcher (). Der Gaſt bringt den Einheimiſchen in Gefahr und ſichert ſich bis zu Halbzeit einen klaren Vorſprung. Hecker erweitert dieſen und ſiegt klar nach Punkten. eichtgewicht: Brunner(F)— Schuſter (). Brunner iſt techniſch überlegen und holt ſich mehrere Wertungen. Er drängt dann auf Entſcheidung, kann aber erſt nach zehn inuten zum Sieg kommen. Weltergewicht: Benzinger(F)— Drill (), Nachdem die erſte Halbzeit ziemlich aus⸗ geglichen verlaufen war, zeigt Benzinger die beſſere Bodenarbeit und ſiegt nach 8 Minuten durch ſeitlichen Ueberwurf. Mittelgewicht: Schmitt(F)— Müller (). Der Ladenburger ſteht ſeinem erfahrenen Gegner nichts nach. Beide kommen zu zwei Wertungen. Schmitt iſt aggreſſiver im Angriff und wird knapper Punktſieger. Halbſchwergewicht: Bohrmann F) —. Bauer(). Bauer wird in der Unterlage mit Nackenhebel in die Brücke gebracht, die Bohmann eindrückt. Schwergewicht: G. Engel(L) iſt ohne Gegner und erhält kampflos die Punkte. T. Mannheim Unterhaltung und Wiſſen Das alte Aſtronomenhaus/ svisze von Eua cuije Rauch Ein fremder Gelehrter hatte in ſeinen Alters⸗ jahren jenes Haus errichten laſſen. Er ſoll Aſtronom geweſen ſein. Die Bauart des Hauſes widerlegt die Legende nicht. Es war ſchiffig angelegt wie ein Kirchenrumpf und hatte ein hohes Dach mit doppelt übereinander liegenden Manſardenfenſtern, aber das Merkwürdigſte waren die drei nadelſpitzen Türme. Es ſollen Treppen darin geweſen ſein, die Leute jener Zeit hatten abends Licht in ihnen geſehen, das auf und nieder ſchwankte— der gelehrte Mann mußte da wohl mit ſeinen Rohren das Firma⸗ ment abgeſucht haben. Es war ein alter mürri⸗ ſcher Diener bei ihm, den Leuten ſo wenig ge⸗ heuer wie der Herr. Als drum eines Tages nach einem furchtbaren Gewitter der Herr tot auf⸗ gefunden wurde, vom Blitz erſchlagen, und der Diener verſchwunden blieb, war es klar, daß der Teufel beide geholt hatte. Das Haus kam an einen Verwandten, einen adligen Herrn, der auch wunderliche Neigun⸗ en mitbrachte, dazu eine fahrige, lebensgierige rau. Die wollte von Manſarden nichts wiſſen. Sie ließ die drei hintereinander aufſteigenden rieſenhohen Räume des Schiffes nach ihrem Geſchmack ausbauen, bemalen und möblieren, und als das geſchehen war, war denn auch das Geld zu Ende. Die Feſte, von denen ſie ge⸗ träumt, konnten niemals gegeben werden. Sie tobte in dem leeren Hauſe, ſagte, es ſei nicht auszuhalten, ſie habe das Gefühl, als müſſe ihr Schädel ſich auswachſen zu einem ſpitzen Dache, aber in die Manſarden, wo der Mann fried⸗ licher Sammlertätigkeit lebte, wollte ſie dennoch nicht. Er war zu weltfremd, um neues Geld Wrbeiſchaff zu können— fo ſauſte ſie eines ages mit Huſſa ab und kam nicht wieder. Der Wunderliche trieb allein noch einige Zeit ſo hin, lebte von Kaffee und Zwieback und iſt wohl an Entkräftung zugunde gegangen. Nun kam ein ſpäter Erbe des Adeligen an die Reihe. Der war ein kleiner flinker Mann mit enger niedriger Stirn, die auch in den kirch⸗ gewaltigen Räumen ſich nicht ausdehnen konnte. Seinen zehnjährigen Sohn brachte er mit. Der war faſt von gleicher Größe wie der Vater, an Klugheit aber ihm überlegen, und eigentlich ordnete er an, was geſchehen ſollte. Die beiden wohnten weder in den Manſarden noch in den Feſträumen, ſie zogen in die Wirtſchaftsräume, die darunter lagen. Da fingen ſie zu wühlen und zu buddeln an, beſtellten ſich Leute, legten Rohre und wollten ſo etwas wie eine Warm⸗ waſſerleitung bauen. Als die nicht in Gang kam, ließen ſie den Kram liegen. Buddeln muß⸗ ten ſie, ſo fingen ſie im Garten an. Fremde wilde Blumen begannen da zu wuchern, mit Leidenſchaft ſozuſagen, denn der Boden wurde mit einer wütenden Leidenſchaft bearbeitet. Der Junge verkündete allen, die es hören wollten, daß nun aus dem verrückten Kaſten ein Ge⸗ wächshaus gemacht werden ſolle, wie noch kein Menſch es geſehen. Die Leute ſtanden vor dem Zaun, als er mit ſeiner hellen, krähigen Stimme herumſchrie und wie ein Irrwiſch vor ihnen tanzte. Drinnen war ſein Vater auf eine Art Zirkusleiter geſtiegen, um Haken einzuſchlagen. Aber dem widerſtanden die Mauern. Wütend ſchlug er die Haken gegen ſie, maßlos— verlor das Gleichgewicht und ſtürzte ab. Sein Ende war's. Krieg und Nachkrieg kamen über Deutſchland. Weder Käufer noch Pächter fand ſich für das Haus. Es verfiel. Wurde eine Nachtherberge für Landſtreicher. Ein Wachtmeiſter ſpürte endlich den Unrat auf— da wurde es öffentlich aus⸗ geſchrieben. Es hatte kaum noch Türen und Fenſter. Eines Tages ſtand ein unterſetzter bärbeißiger Mann mit einer Kapitänsmütze da, der ließ es ſich zeigen. Er hatte einen Neffen, der Schrift⸗ ſteller war— der verrückteſte aller Berufe—, für den mochte das ſpleenige Haus ja paſſen. Gutmütig, bald aus Bosheit, erwarb es der Alte für den Neffen und ließ es auch notdürftig herrichten. So kamen Schriftſtellers an die Reihe: Jens und Ev Bunnerban. Als ſie das Haus beſichtig⸗ ten, hatten ſie bängliche Augen, aber ſchließlich brach die Abenteuerluſt durch. Sie entſchloſſen ſich für die Manſarden. Im Winter. Im Som⸗ mer ſollte ſich ein paradieſiſcher Zuſtand in den Feſträumen mit den langen ſchönen Fenſtern und den feierlichen Stufen ergeben. Der letzte und am höchſten gelegene Raum ſtand rund ausgeformt, eine ungeheuere Bettſtatt war ein⸗ gebaut. Man würde Polſter darauf legen und hatte ein Schlafgemach, wie der König Irgend⸗ wo ſelber nicht.. Ihr Werk gedieh. Das Ungeziefer floh von dannen. Nur den Turmdohlen gaben die neuen Beſitzer Hausrecht. Von ihren Manſarden ſchau⸗ ten ſie aus über die hügelige Stadt, über Täler und Berge, ſahen die Geſtirne auf- und nieder⸗ gehen— und was gibt es Herrlicheres für echte terngucker? Nur das Treppenſteigen im Winter, ja, das war ſchon beſchwerlich. Beſonders als dann der Ev das Gehen überhaupt beſchwerlich wurde. Aber zu der Zeit ſollte es ja Frühling werden. Und als ſie in den erſten warmen Tagen, da die Zweige knoſpend an die Fenſter ſchlugen, die hohen Räume hatte putzen laſſen und probie⸗ renderweiſe das Sonnenglück vorkoſtete, kam es über ſie. Nein, die vielen Stufen kam ſie jetzt nimmermehr hinauf. Sie hockte nieder auf die über der die Muſen an den Wänden anzten. Dann hub ein geſchäftiges Rennen und Wer⸗ keln an. Die weiſe Frau erſchien. Angſt⸗ und Freudenſchreie erfüllten den Raum. Als Jens abends von ſeinem Verleger heim⸗ kam— ſein neues in dieſem Heim enes Werk war angenommen worden—, da ſah er die buntbemalte Wiege auf den oberſten Stufen der Feſthallen. Im Eingang. Wie ein Wilder hetzte er hinauf. Schaute. Schaute. Zwei— zwei Kinderköpfchen lagen in den Kiſſen. Vier geballte Fäuſtchen. Langſam, naß perlte ihm die Freude aus den Augen, trat er unter den Bogen zum Rundſaal, ſah die Ev. Gab es je ein glücklicheres Frauengeſicht? „Das ſind nun unſere Werke. Iſt nicht dies Haus ein Segenhaus?“ lächelte ſie zu ihm hin. Er kniete vor ihr. Beherbergte nicht das ſeltſame Hauz jetzt endlich die Gäſte, für die es gebaut war? Eine berũhmte Orgel feierte ihren 200. Gebhuristag Die Silbermann-Orgel in der Dresdener Frauenkirche ist jetzt 200 Jahre alt gewor- den und hat aus diesem An- laß einen Umbau erfahren, der ungefähr dem Original Silbermanns entspricht.— Einer der ersten, die vor 200 Jahren auf der Silber- mann-Orgel spielten, war Johann Sebastian Bach. Auch Friedrich der Große ließ sie sich im Jahre 1760 vorspielen, und Musikgrö- ben aus aller Herren Län- der statteten ihr im Laufe der zwei Jahrhunderte ihren Besuch ab. Löhrich(M) 55— Ler IInan unn Ugugen Roman von Karl Hans Strobl Copyright by Knorr&6 Hirth, München 69. Fortſetzung Ich bekam ſie den ganzen Tag über immer nur flüchtig zu ſehen. Sie hatte es ſich zur Auf⸗ gabe gemacht, ſich um die Frauen und Kinder zu kümmern, ihnen mit kleinen Dienſten zu Hilfe zu ſein, und ihnen Mut zuzuſprechen, wenn ſie über die Mühſal des Weges jammern wollten. Die Sorge um unſer Packpferd mit den geringſten Reſten unſerer Habe hatte uns der Helmut, des Driſchel Aelteſter, abgenommen. Jutta und ich waren darin einig, daß es eine Macht gab, größer als die der Bolſchewiken. Wir konnten uns ihr anvertrauen, hatte ſie ſich nicht wunderbar in allem bewährt, was uns ſelbſt betraf? Wie an der Hand eines unſicht⸗ baren Führers waren wir bis zu dieſem Tag durch das Leben geleitet worden, und ein Wunder hatte ſich an das andere gereiht, um unſer Schickſal ſinnvoll zu machen. Und Gottesgnad? Sollten alle die Opfer um⸗ ſonſt gebracht ſein? Sie hatten die Heimat auf⸗ gegeben, die Scholle, die durch ſie deutſch ge⸗ worden war, ſie hatten den größten Teil ihres Gutes dahinten laſſen müſſen, und wir hatten in dem Kampf um die Thermopylen drei unſerer braven Jungen verloren: den Gott⸗ fried Oefele, den ich ſo gern gehabt hatte, den Juſtinus Wurm und den Peter Spendelin. Und hatte ſich nicht auch für Gottesgnad ſchon jene Macht, der ich vertraute, tätig erwieſen, indem uns Kublai Sur geſandt wurde, der Schwarze Reiter, der uns viel Irregehen er⸗ ſparte? Wenn wir aus dem Gewirr der Ketten und Schluchten in das Hügelvorland kamen, dann mußten wir uns nach Weſten wenden und noch den gewaltigen unwegſamen und menſchen⸗ leeren Küſtenriegel überwinden, der im Pſyſch und im Agenſta, den Dreitauſendern, gipfelt. Und im Abſtieg hatten wir dann ſchon das Meer vor uns. So viel wußte ich. Und am nächſten Tag— es war der zehnte ſeit unſerem Aufbruch— erfuhr ich Genaueres. Kublai Sur war, wohl um den Weg zu er⸗ kunden, vorausgeritten, und wir hatten ihn einige Stunden nicht zu ſehen bekommen. Eben zogen wir über eine Hochfläche, die wie eine ungeheuere Feſtung zwiſchen den Tälern zweier Nebenflüſſe des Kuban lag, als wir ihn am Rand wieder auftauchen ſahen. Er war nicht allein, ein zweiter Reiter begleitete ihn. Die Männer drängten zu mir, die Wehrſchaft ſprang von den Pferden und machte ſich ge⸗ fechtsbereit. „Nein“, ſagte ich,„Kublai Sur verrät uns nicht.“ Der Reiter, der mit unſerem Führer näher kam, zeigte ſich in Kleidung und Geſichtsſchnitt von ganz anderem Stamm als dem Grigors und Kublai Surs. Er hockte mit hochgezogenen Knien auf dem Pferd, trug eng anliegende Beinkleider, eine offene Pelzjacke mit den Haaren nach außen. Auf dem Kopf ſaß ihm eine rieſige zottige Fellmütze und darunter war ein gelbbraunes, vertrocknetes Geſicht mit ſtark ausgeprägten Backenknochen und etwas ſchief⸗ geſtellten Augen. „Ein Tatar!“ ſagte Markus Popp. Gott be⸗ wahre uns, dachte jeder, wenn von Tataren die Rede war. Es waren in den deutſchen Sied⸗ lungen viele blutrünſtige und grauſame Ge⸗ ſchichten von den Tataren im Umlauf aus den Zeiten, da ihre Horden ihr Gewerbe noch ſo richtig ausüben konnten. Sie zogen als No⸗ maden herum und wehe— wenn ihnen ein deutſches Dorf in die Augen ſtach! Die deut⸗ ſchen Dörfer ſchienen eigens hierher geſetzt, um ausgeplündert und angezündet zu werden. Hatte Kublai Sur nicht geſagt, wir dürften keinem Menſchen begegnen? Und nun kam er ausgerechnet mit einem Tataren daher. Aber dann ſagte Kublai Sur ein paar Worte zu den Männern, und da wurde es ein wenig anders. „Kublai Sur ſagt, der Tatar kommt als Freund“, erklärte mir Leichſenring,„und ſie wolle mit uns eine Beratung abhalte.“ Wir brachten den Zug zum Stehen, da es ohnehin gegen Abend ging und ſchlugen das Lager auf. So mag es zur Zeit der Völker⸗ wanderung zugegangen ſein, wenn ein Stamm ſeinen Wohnſitz veränderte. Die Karren wur⸗ den im Kreis zuſammengeſchoben, die Pferde abgeſchirrt und innen angepflöckt, die Familien bauten aus Kiſten, Ballen, Decken und Män⸗ teln Behauſungen für die Nacht. Außen um die Wagenburg ſtanden die Poſten, Gewehr im Arm. 8. Dezember 19³⁴ Weltbild(M) Professor Dr. Straumer 60 Jahre alt Einer der namhaftesten Architekten der Gegenwart, nach dessen Plänen in Berlin eine Anzahl von öffentlichen und privaten Bauten entstanden, Heinrich Straumer wurde am 7. Dezember 60 Jahre alt. Straumer ist ein Schüler von Wallot, dem Erbauer des Reichstagsgebäudes Das lebendige Abe Das„K“ als gotiſcher Buchſtabe Die Griechen hatten den Buchſtaben„K“ ſchen in ihrem Alphabet, aber in der lateini⸗ ſchen Sprache wurde er überflüſſig, da ſie das „C“ hatte. Die Römer brauchten das„K“ daher in der Hauptſache nur bei zwei Gelegenheiten. Einmal begann merkwürdigerweiſe bei ihnen das Wort Kalendas mit ihm anſtatt des ſonſt gebräuchlichen„“. Die Kalendas aber bedeu⸗ teten nicht den Kalender in unſerem Sinne, ſondern allgemein den erſten Tag eines jeden Monats; ſie waren alſo der große Zahltag für das ganze Imperium und hatten daher eine große wirtſchaftliche Bedeutung. Das zweite Wort, das die Römer mit einem „K“ ſchrieben, war Kalumnia, die Verleum⸗ dung. Nach der Moral⸗ und Rechtsauffaſſung der Römer galt als ſchweres Vergehen, einen anderen Menſchen mutwillig zu verleumden. Wenn ein Richter jemanden dieſes Vergehens überführt hatte, ließ er dem Verurteilten ein „K“ an die Stirn brennen, was ihn für ſein ganzes Leben als Verleumder kennzeichnete und unfähig machte, jemals wiedor vor Gericht als Zeuge aufzutreten. Sonſt kannte die lateiniſche Sprache den Buchſtaben„K“ kaum. Ob die Römer das„C“ wie das„K“ hart ausſprachen, alſo nicht Cäſar, ſondern Käſar ſagten, iſt eine andere, nicht hierher gehörende Frage. Intereſſanter für un⸗ ſere eigene Sprachentwicklung iſt, daß die Go⸗ ten den Buchſtaben„K“ übernommen haben und ihn, als ſie Italien eroberten, eigentlich erſt in die italieniſche Sprache, beſonders aber in die germaniſchen Sprachen und die der Sla⸗ wen einführten. Merkwürdiges Trauergeleite In Turin wurde ein berühmter Clown be⸗ graben, der im Zirkus tödlich verunglückt war. Der Trauerzug war ſehr lang, denn der Clowu hatte viele Freunde und Bewunderer beſeſſen Da gab es mitten in der Menge einen mert würdigen Zwiſchenfall. Zwölf Artiſten ſtel ten ſich auf einmal auf den Kopf und began⸗ nen, auf den Händen im Trauergeleite mitzu⸗ marſchieren. Fünfzig Meter legten ſie ſo auf den Händen zurück, dann ſtellten ſie ſich wiedel auf die Füße. Nach dem Begräbnis nahm de Polizei ſie feſt, doch konnten ſie beweiſen, daß ſie in Ausübung des Teſtaments des verſtor⸗ benen Clowns gehandelt hatten, das eine be⸗ ſondere Beſtimmung dieſer Art enthielt. ——————————————————————————— In der Mitte des Lagers breiteten wir einige Pelze aus und ſetzten uns auf Feldſtühlen oder Bündeln um Kublai Sur und den Tataren, die ſich mit gekreuzten Beinen niedergelaſſen hatten. Achmed Zoglani, der Tatar, war Mohamme⸗ daner, aber ſo ſehr Mohammedaner war er wieder nicht, daß er den Becher Wein ausge⸗ ſchlagen hätte, der ihm als Friedenstrunk ge⸗ boten wurde. Er grinſte, ſchlürfte und wiſchte ſchmatzend den Mund mit dem Handrücken ab. Er aß auch brav Salz und Brot, und dann ergriff Kublai Sur das Wort. Es war ein gottwerlaſſenes Kauderwelſch, das er ſprach. Mit den Reſten meiner einſtigen Anfangs⸗ kenntniſſe im Gruſiniſchen erkannte ich gerade noch an Wortform und Klangfarbe deſſen An⸗ teil daran; aber da war eine ganze Menge völlig unverſtändliches Zeug darunter gemengt, und das war wohl das Tatariſche, das er für Achmed Zoglani zugeben mußte. Und ſchließ⸗ lich kam auch noch der eine und andere Brocken Ruſſiſch dazu. Man mußte wohl im Kaukaſus aufgewachſen ſein, wo hundert Sprachen wild durcheinander⸗ wuchern, um ſich in dieſem Genudel zurecht⸗ zufinden; ich bewunderte unſere Männer, daß ſie daſaßen und ſich das anhörten, als wäre das eine Art, wie ſich Menſchen miteinander verſtändigen könnten. Kublai Sur ſprach und ſprach, und ab und zu war es, als fordere er Achmed Zoglani auf, ſich zu äußern und dann wackelte der Tatar mit dem Kopf, als ſage er nein. Aber das wußte ich ſchon, daß dieſes Neinſagen bei den Tataren und anderen Völkern hier herum das Gegenteil bedeutete. Achmed Zoglani beſtätigte die Worte des Gruſiners. Eortſetzung folgt) Na nnhei leldung 4 5 4 3 Indienſtſtell „Wuppertal“ erfolgreicher 9 % ſchiff„Wuper— in Hamburg e Hamburg⸗Ame eignis iſt in nik beſonders iſt das erſte trieb für den rüſtung erhal. ten Erfahrur Hauptantriebs „Potsdam“ u ſeit eineinhall Reederei entſ auch die elel und zwar de Elektrizitätsfa Altiengeſellſche durch langjäl (Dac 623 369 Bürgerbräu L belebung. Dieſe (30..) einen e Bruttoerlös au⸗ 1,93(1,78) Mi 0,08(0,06) Mi 40 536(38 369 ewinn von 14 uf die 1,0 Mi unverändert 8 Reichsmark Vo— 8 Prozent, 25 8 tiemen und Gra folgſchaft und tragen. Wie in ſtand das Berich pereinigung der Verordnungen! merklich in der denen Produkti Gegenüber dem 4,22 Prozent(i verzeichnen. Di erfolgte durch f Abſchlußvergütu eines etwa 1½ — Die Bilanz 3 geſamten Reſerv tredere⸗Konto m wird mit 0,25 theken mit 0,55 Bierſteuern und ſeits erſcheinen mit 1,35(1,33) tungen mit 0, 1 ſtände und Imn gungen und Wei ten 0,07) Mill. brauerei AG N Dieſer Erwerb betragenden An Bürgerbräu) wu eines anderen, Aktienbeſitzes vo betrieben und r ſicherere Poſition Debitoren einſch und die Vorräte — Die Abſatzen des laufenden Vorjahres. Ma Abſatz des Berich Spinnerei& 2 In der am 7. 2 in der 797 300 aktien vertreten waltung einſtim Grundkapital vo durch Zuſammen Verhältnis:3 k zugsaktien wur Gleichzeitig wur Wiedererhöhung. RM. 809 600 b ermächtigt. Die ſchaft zufließend der Betriebe.— ſichten der Geſel organiſationsma Brauerei Schre den 22. Dezembe erfährt, die Ver 7 Prozent auf 2, gen werden. Der Franłfi Effektenl Festverzinsl. Wer 50% t. Reichsanl.v. Int. Dt. Reichsanl.? Baden Freist. v. 19. Bayern Staat v. 19. Anl.-Abl. d. Dt. Rœ. Dt. Schutzgebiet 08 Augsburg Stadt.⸗ eidelbg. Gold.“ udwigsh. v. 26 8. Mannhm. Gold v. Mannheim von 27. PirmasenssStadt.⸗ Mhm. Ablös. Altbe Hess.Ld. Liqu. R. 1- B. Kom. Goldhyp. do, Goldanl. v. 30 do Goldanl. v. 26 Bay. Hyp. Wechs. G. Frki. Hyp. Goldhy. Frankf. Liaqu.. Frkf. Goldpfdbr. VI Frkf. Goldpfr. Liq. Mein. HVyp. Mein. Hyp. Lidqu. fälz. Hyp. Goldpfe fälz. Liqu. Pfälz. Hyp. Goldkon Rhein. Hyp. Gdpf. 2- 13.. do. Liqu. do. Gdkom. I- Südd. Boder.-Liqu. Großkraftvk. Mun Lind. Akt.-Obl..⸗ khein-Main-Donau⸗ Ver. Stahlw. Obl..“ 16 Farbenind. v. Mexik. amort. inner do. äuß. v. 99 Hesterr. Goldrente Türk. Bagdad 1. Ungarn St. Goldren lndustrie-Aktlen Accumulatoren Adt Gebhr. Aschaffhg. Zellstoff ayr. Motor.⸗Wer erl. Licht u. Kra Veltbild(M. e alt zenwart, nacli fentlichen und er wurde am Schüler von bäudes bc abe taben„K“ der lateini⸗ da ſie das „K“ daher egenheiten. bei ihnen t des ſonſt ber bedeu⸗ em Sinne, ines jeden zahltag für daher eine mit einem Verleum⸗ zauffaſſung hen, einen erleumden. Vergehens teilten ein n für ſein nnzeichnete zor Gericht hrache den r das C icht Cäſar, dere, nicht er für un⸗ 3 die Go⸗ nen, haben eigentlich iders aber e der Sla⸗ ite Tlown be⸗ zlückt war. der Clowu r beſeſſen nen merb iſten ſtek; nd began⸗ ite mitzu⸗ ſie ſo auf ſich wiedel nahm ds eiſen, daß s verſtor⸗ eine be⸗ elt. aeee ein wir einige ihlen oder itaren, die ſen hatten. Nohamme⸗ r war er in ausge⸗ strunk ge⸗ ſchmatzend zr aß auch iff Kublai ſerlaſſenes Anfangs⸗ ich gerade ſeſſen An⸗ ze Menge gemengt, as er für id ſchließ⸗ e Brocken gewachſen jeinander⸗ zurecht⸗ nner, daß als wäre teinander d ab und glani auf, er Tatar Aber das ibei den erum das beſtätigte folgt) die Wietſchaſtsſeite 8. Dezember 1938 ſchiff n 0 rieb für „Potsdam“ ſeit eineinhalb (DOn 623 369) unverändert en. Wie im ſtand .22 ten 0,07) brauerei — Vorjahres. Man Verhältnis:3 i. e. F zugsaktien wurden uch die elektriſ nd zwar das von der ber Elektrizitätsfarma Brown, Alktiengeſellſchaft, durch langjährige Ve Biürgerbräu Lndwigs belebung. Dieſe Brquere (30..) einen auf 2,12(1,95) Mill. RM. Bruttoerlös aus, dem an Generalunkoſten insgeſamt M. gegenüberſtehen, ſo daß nach chreibungen einſchließlich ga ein Geſamt⸗ erbleibt. 93(1,78) Mill. R 08(0,06) Mill. RM. Abf 40 536(38 369) RM. Gewinnvortra gewinn von 149 621 RM.(145 043) RM. verk E Stammaktien werden hieraus 8 Prozent Dividende gezahlt, die 5000 Reichsmark Vorzugsaktien erhalten ebenfalls wieder 8 Prozent, 25 860(24 107) RM. gehen ab als Tan⸗ emen und Gratifikationen an AR, Vorſtand und Ge⸗ ſfolgſchaft und 43 361(40 536) RM. werden vorge⸗ Vorſtandsbericht ausgeführt wird, das Berichtsjahr im Zeichen der durch die Haupt⸗ ereinigung der deutſchen Brauwirtſchaft erlaſſenen Verordnungen der Wettbewerbsregelungen, die merklich in der Errichtung eines Schutzes der vorhan⸗ denen Produktions⸗ und Abſatzanlagen auswirken. Gegenüber dem Vorjahr iſt eine Abſatzzunahme von Prozent(im Reichsdurchſchnitt 1,8 Prozent) zu verzeichnen. Die ſoziale Betreuung der Gefolgſchaft erfolgte durch freiwillige Leiſtungen aller Art. Als Abſchlußvergütung gelangt an Weihnachten der Betrag eines etwa 1½fachen Wochenlohnes zur Auszahlung. — Die Bilanz zeigt bei unv. 1,005 Mill. RM. Ax die geſamten Reſerven mit unverändert 0,4 und das Del⸗ redere⸗Konto mit 0,5 Mill. RM. Der Penſionsfonds wird mit 0,25(0,24) Mill. RM. ausgewieſen, Hypo. diverſe Kreditoren einſchließlich mit 0,59(0,48). Anderer⸗ ſeits erſcheinen unter den Anlagen die Immobilien mit 1,35(1,33) Mill. RM., Maſchinen und Einrich ⸗ tungen mit 0,12(0,09), ſowie neu kurzlebige Gegen⸗ ftünde und Immobilien mit 0,08 Mill. RM. Beteili⸗ gungen und Wertpapiere werden mit 0,18(i. V. Effel⸗ Mill. Infolge Ankauf der Aktien der Pfalz⸗ AG Neuſtadt a. d. Weinſtraße ausgewieſen. Dieſer Erwerb(98 Prozent des nominell 0,3 Mill. betragenden An befinden ſich in den Händen des Bürgerbräu) wurde zum größten Teil durch Umtauſch eines anderen, bereits vorher aktiviert geweſenen Altienbeſitzes vollzogen. Die Pfalzbrauerei ſoll weiter⸗ betrieben und nach Möglichkeit in eine wirtſchaftlich ſicherere Poſition als bisher übergeleitet werden. Die Debitoren einſchl. Bankguthaben ſtehen mit 1,21(1,3) und die Vorräte mit 0,56(0,5) Mill. RM. zu Buch. — Die Abſatzentwicklung in den erſten zwei Monaten des laufenden Jahres entſprach ungefähr der des insgeſamt wenigſtens den Abfatz des Berichtsjahres zu erreichen. oh 18. 12. 36. Mill. RM. theken mit 0,55(0,54), Bierſteuern und Kautionen Reederei entſchloſſen, für dieſes neue che Uebertragung zu wählen, annten deutſchen und Eie., entwickelte und Mannheim, rſuche erprobte Syſtem hofft, leldungen aus der Indus trie Indienſtſtellung des neuen Frachtſchiffes Wuppertal“ der Hamburg⸗Amerika⸗Linie. Nach rfolgreicher Probefahrt wurde das neue Fracht⸗ „Wupertal“, das auf der Deutſchen Werft amburg erbaut worden iſt, dem Dienſt der amburg⸗Amerika⸗Linie übergeben. Dieſes Er⸗ ignis iſt in der Geſchichte der deutſchen Tech⸗ nik beſonders bemerkenswert, Die„Wuppertal“ iſt das erſte Schiff, das dieſel⸗elektriſchen An⸗ den Propeller mit Drehſtrom⸗Aus⸗ küſtung erhalten hat. Ermutigt durch die gu⸗ ten Erfahrungen mit den turbo⸗elektriſchen Hauptantriebsanlagen der beiden neuen Schiſſe und„Scharnhorſt“, die nunmehr Jahren Dienſt tun, hatte 15 Schif Boveri hafen a. Rh.— Weitere Abſatz igeſellſchaft weiſt für 1935/36 erhöhten Spinnerei& Webereien Zell⸗Schönau Ach, Zell i. W. Znͤ der am 7. Dezember 1936 ſtattgefundenen aoc, inn der 797 300 Stammaktien und 216 000 Vorzugs⸗ cattien vertreten waren, wurden die Anträge der Ver⸗ waltung einſtimmig genehmigt. Grundkapital von RM. 1 200 000 auf RM. 809 600 bdurch Zuſammenlegung der 976 000 Stammaktien im herabgeſetzt. Die 224000 Vor⸗ in„Stammaktien umgewandelt Hleichzeitig wurden Vorſtand und Aufſichtsrat zur Wiedererhöhung des herabgeſetzten Grundkapitals von RM. 809 600 bis auf 1,2 Mirl. RM. von der GV ermächtigt. Die aus der Kapitalerhöhung der Geſell⸗ ſchaft zufließenden Mittel dienen zur Reorganiſation der Betriebe.— Die Verwaltung beurteilt die Aus⸗ ſichten der Geſellſchaft nach Durchführung dieſer Re · Hiernach wird das organiſationsmaßnahmen günſtig. Brauerei Schrempp⸗Printz Ac, Karlsruhe. Der au/ den 22. Dezember einberufenen oü ſoll, wie der SW ührt, die Verteilung einer Dividende von wieder —4— auf 2,97 Mill. RM. Aktienkapital vorgeſchla⸗ gen werden. Der Bierausſtoß hat ſich infolge der un⸗ estverzinsl. Werte 5% t. Reichsanl..27 nt. Dt. Reichsanl. 30 aden Freist. v. 1927 Staat v. 1927 Dt, Schutzgebiet 08 zugsburg Stadt v. 26 idelbg. Gold v. 26 dwigsh. v. 26 S. I Mannhm. Gold v. 26 Mannheim von 27. v. 26 hm. Ablös. Altbes. Hess.Ld. Liqu..-24 Kom. Goldhyp. 29 do, Goldanl. v. 30 do. Goldanl. v. 26. Bay. Hyp. Wechs. Gpf Frki. Hyp. Goldhyp. kankf, Liaun.. rkf. Goldpkdbr. VIII rkf. Goldpfr. Liau. Mein, Hyp. Mein. Hyp. Lidnu. fälz. Hyp. Goldpid. fälz. Liqu. fülz. Hyp. Goldkom. Rhein. Hvp. Gdpf.-4 do.-9 „„„ a 5 do. Gdkom.-III Südd. Bodor.-Liqu. Grobkraftwk. Mhm. ind. Akt.-Obl, v. 26 hein-Main-Donau23 er. Stahlw. Obl. v. 27 G Farbenind. v. 28 exik. amort. Innere do. äuß. v. 99. Hesterr. Goldrente. Türk. Bagdad 1J. Ungarn St. Goldrente lndustrie-Aktlen sehe. ayr. Motor.-Werke Berl. Licht u. Krait ern Aul. Abi d. Dt. Rch. chaffbg. Zeilstoff. 13 Frankfurter Effektenbörse 7. 12. 3. 12. 101,20 101,20 102,50 102,25 97,.25 97,25 58.— 96 97,50 91,.0 55,.— 55 95/62 55,62 94 100,50 100,50 97.— 95.— 35.— 95,— 95,— 101,.— 101,87 56,.— 96.— 101.12 100,87 7 97.— 97, . 97,.— 97.— 100,50 100,62 94,75 94.75 01.— 101.— 101,25 101,25 98,.— 99.— 102,25 102,37 134,12 135,75 7 22.— 22.— 7712 fne .— 40.— 136,50 136,50 17²,15 1/2,87 Brauerei Kleinlein Bremen-Besigh. Oel Brown Boveri. Mhm. Cement Heidelberg Daimler-Ben: Deutsche Erdöl. DeutscheLinoleumw. Dt. Steinzeuge'feld Durlacher Hot Eichb.-Werger-Br. El. Licht& Kraft Enzinger Union Gebr. Fahr AGG.. 16 Farbenindustrie. ſich günſtigen Sommerwitterung auf dem Stand des Vor⸗ jahres gehalten. Auch Siemens beteiligt Gefolgſchaft am Jahresgewinn! nämlich der Die Auſſichtsräte der Siemens& Halske AG und der Siemens⸗Schuckertwerke AG laut Dod haben be⸗ ſchloſſen, der geſamten Gefolgſchaft neben der in ihrer Höhe unveränderten Weihnachtsprämie, die auch in früheren Jahren gezahlt worden iſt, eine Abſchluß⸗ prämie und eine beſondere Zuwendung zukommen zu laſſen. Die beſondere Zuwendung wird in Anbetracht der an die Gefolgſchaft geſtellten außerordentlichen An⸗ ſprüche, deren gewiſſenhafte Erfüllung, wie ausdrück⸗ lich betont wird, zu dem günſtigen Jahresabſchluß bei⸗ getragen hat, allen Tarifangeſtellten und Arbeitern, die mindeſtens ſeit dem 1. April dieſes Jahres beſchäftigt ſind, gewährt. Die Abſchlußprämie erhalten alle Tarif⸗ angeſtellten und Arbeiter, die am 1. Oktober 1935 min⸗ deſtens füf Jahre ununterbrochen in der Firma tätig waren. Die beſondere Zuwendung erhalten alle am 1. April 1936 in der Firma Tätigen. Mit den drei Weihnachtszuwendungen, prämie, der Abſchlußprämie und der beſonderen Zu⸗ wendung einſchließlich einer beſonderen Zahlung für jedes Kind, wird faſt die geſamte, rund 100 000 Köpfe umſaſſende reichsdeutſche Gefolgſchaft des Konzerns er⸗ faßt. Die Auszahlungen machen bei den unter fünf Weihnachts⸗ Jahren Beſchäftigten rund 50 Prozent, bei den über Die ohne Geſchäft. fünf Jahre Beſchäftigten 50 bis 75 Prozent des Mo⸗ natsgehalts aus. Ausgenommen von den Sonderzu⸗ wendungen ſind die Gefolgſchaftsmitglieder mit einem Monatseinkommen von über 600 RM., weil dieſe ſo⸗ wieſo am Umſatz mit einem Gewinn beteiligt ſind. Die Auſfwendungen umfaſſen insgeſamt einen Betrag von rund 10 Millionen RM. Dieſer Betrag wird übrigens lohnſteuerfrei ausgezahlt. Neue Reichstarifordnung für das Baugewerbe Der Treuhänder der Arbeit für das Wirt⸗ ſchaftsgebiet Brandenburg hat als Sondertreu. händer eine neue Reichstarifordnung für das Baugewerbe erlaſſen, die an die Stelle des bis⸗ her noch weitergeltenden alten Reichstariſper⸗ trages tritt. Die neue Reichstarifordnung, die das Ergebnis eingehendſter Beratungen mit allen Beteiligten iſt, ſchafft den großen Rahmen für die allgemeinen Arbeitsbedingungen im Baugewerbe. Sie bringt in verſchiedenen Streit⸗ fragen, ſo z. B. in der Abgrenzung von Hoch⸗ und Tiefbau im Lohn, die dringend notwendige Klarheit und trägt der Tatſache, daß Bauarbei⸗ ter heute vielfach weitab von ihrem. Wohnort in den verſchiedenſten Teilen des Reiches tätig ſind, durch Vereinheitlichung der Arbeitsbedin⸗ gungen Rechnung. Mit zeitgemäßen ſozialen Verbeſſerungen ausgeſtattet, wird die neue Reichstarifordnung auch durch eine Neufaſſung der Arbeitszeitbeſtimmungen den ſtaatspoliti⸗ ſchen Notwendigteiten gerecht, die ſich aus den großen Aufgaben der Gegenwart für die Bau⸗ wirtſchaft ergeben. Die Reichstarifordnung, die am 5. Dezember 1936 im Reichsarbeitsblatt veröffentlicht wird, erfährt hinſichtlich der Löhne und Ortsklaſſen ſowie ſonſtiger nicht für das ganze Reich feſtzulegender Beſtimmungen eine Ergänzung durch 14 Tarifordnungen, die von den Treuhändern der Arbeit für ihre Wirt⸗ ſchaftsgebiete in der nächſten Zeit geſchaffen werden. Ohne jeglichen Umsatz Berliner Börſe: Geſchäftslos Bemerkenswert iſt aber, unter dieſen Umſtänden widerſtandsfähig bleibt und, ſofern Abwei⸗ chungen eintreten, nach der Plus⸗ als auch nach der Minus⸗Seite zu verzeichnen ſind. Stimmungsmäßig war ein freundlicher Unterton nicht zu verkennen, der zweifellos durch das hervorragende Zeichnungsergebnis auf die Reichsanleihe ausgelöſt wurde. Daneben wur⸗ den auch einige Meldungen aus der Wirtſchaft be⸗ achtet, ſo unter anderem eine ſolche über die weitere Steigerung des Ruhrkohlenabſatzes. Am Montan⸗ markt galten meiſt Vortagskurſe, Abweichungen gin⸗ gen über ½ Prozent nicht hinaus. minus ½, Klöckner plus/ Prozent). Von Braun⸗ kohlenwerten gewannen Leopoldgrube bei klei⸗ nem Bedarf gegen den letzten Kaſſakurs 2½ Prozent, während Rhein. Braun auf einen Mindeſtſchluß von 3000 Mk. 1½ Prozent verloren. Von chemiſchen Papieren eröffneten Farben um/ Prozent nied⸗ riger, mit 167¼ und hatten damit die größte Kurs⸗ veränderung des Marktes aufzuweiſen. Conti Gummi verloren 1¼ Prozent, bei den Elektrowerten —ſind“ Lichtkraft unter Berückſichtigung des erſtmals er⸗ folgten Dividendenabſchlags mit etwa minus 1½, Siemens mit einem gleichgroßen Verluſt und Schleſ. Gas mit minus 1 Prozent zu erwähnen. Im übrigen fielen nur noch Metallgeſellſchaft und Südd. Zucker mit je plus 1½, Berliner Maſchinen mit plus 1, Bremer Wolle mit minus 1¼(gegen letzte Notiz am 2. 12.) und Berger mit minus 1 Prozent auf. Am Rentenmarkt beſſerten ſich Reichsaltbeſitz um ½ Prozent auf 116½, gaben aber bereits in der erſten halben Stunde den kleinen Gewinn wieder her. Gemeindeumſchuldungsanleihe notierte ändert 89½. Zinsvergütungsſcheine plus 10 Pf., Wie⸗ deraufbauzuſchläge minus ½ Prozent. Blanko⸗Tagesgeld erforderte wieder 2/½ bis 3 Prozent. Von Valuten errechneten ſich Pfunde und Dol⸗ lar in Berlin mit 12.20 bzw..49. Gegen Börſenſchluß kamen kleine Umſätze nur noch in einigen Papieren zuſtande. eher etwas Angebot zu beobachten, ſo daß ſich im all⸗ gemeinen ein nur knapp gehaltenes Kursniveau ergab. Farben ſchloſſen zu 167. Weſtdeutſche Kaufhof bröckel⸗ Die Börſe eröffnete auch heute wieder nahezu Dieſes nun ſchon ſeit geraumer Zeit täglich ſich wiederholende Feſtſtellung wird rein äußerlich dadurch bekräftigt, daß die Zahl der Börſen⸗ beſucher merklich zuſammengeſchrumpft iſt. an Orders der Bankenkundſchaft, es fehlt dementſpre⸗ chend auch an jeder Initiative des berufsmäßigen Börſenhandels. Kursniveau Es fehlt daß das recht (Mannesmann unver⸗ Dabei war ten, nachdem ſie im Verlauf bereits ½ Prozent her⸗ 7. 12. 3. 12. „ 101,— 101,— — 112,50 164,.— 164,75 119,25 119,25 141.— 140,.— 162,.— 160,50 103.— 104.— 155,50 145,.— 131,50 130,50 167,62 186,50 Feldmühle Papier.. 130,50 133 Gesfürel⸗Loewe Th. Goldschmidt. Gritzner-Kayscer Großkraft Mhm. Vz. Grün& Bilfinger Hanfwerke Füssen Harpener Bergbau Hochtief AG. Essen 1 Holzmann Phil. llse Berghar do. Genußscheine Junghans Gebhr. Kali Chemie do. Aschersleben KleinsSchanzlin Beek Klöcknerwerke Knorr-Heilbronn Konservenfhr. Braun Lahmeyer Ludwigsh. Aktienbhr. do. Walzmühle. „„„„ Mannesmannroͤhren. Metallgesellscnaft Pfälz. Mühlenwerke Pfälz. Preßhete Sprit Rhein, Braunkohle Rheinelektra Stamm do. Vorzugsaktien Rheinstahl Rötgerswerke Solzwerk Heiſbronn S Schuckert el. Schwartz⸗ Storehen Seilind, Wolff Mhm. Siemens-Halske. Sinner-Grünwinkel. „„„„„„ 7 7 17.— 124,50 35.— 34,75 „149,25 146,50 30.— 132,5— 1— 141,25 140,12 — —. 123,50 123.— — 138.— 134,52— 105,.— 105,.— 151,— 152.— 11725 115,12 151,30 151,.— 110.— 129.— .— 145.— 158.— 155.— —— 5 — 136,55 n 156,25 158,.— 120.— 170,— 96,.— 95,72 155.— 154,37 7. 12. Südd. Zucker. Ver. Dt. Oele Westeregeln Zellst. Bank-Aktlen Badische Bank.. 120,.— Bayer. Hyp. Wechsel 90,.— Commerz- Privatbk. 108,25 5ö-Bankk. 108,50 108 Dresdner Bank... 105,.— Frankfit. Hyp.-Bank 9,50 Pfälz. Hypoth.-Bank 67,50 166 25 Reichsbank Rhein. Hypoth.-Bank 136, 50 Verkehrs-Aktien Bad. AG. f. Rheinsch.— Dt. Reichsb. Vz.. 125,25 1 Verslcher.-Aktien Allianz Leben 200 Bad. Assecuranzges. Mannheimer Versich. Württ. Transportver. Berliner Keassckurse Festverzinsl. Werte 57 Dt. Reichsanl. 27 4% do. do. v. 1934 Dt. Anl.-Ausl. Althes. Dt Schutzgebiete 08 Piandbriete %Pr. Ld.-Pffabriefe Anst..-R. 19 5% do, do. R. 21. .h do. Komm. 7 — 101,20 1 116.37 1 Adpf. 1928ss 71½% do Kom.“1.. 95,.— Bank-Aktien B. Hyp.- u..-Bank Commerz- Privatbł. Dt. Banłk u. Disconto Dt. Golddiskontbank 100, Dt. Uebersee- Bank Hresdner Bann.. 195,— 1 Meininger Hyp.-Bk. 98,25 ReichsbanKk 186,— Rhein. Hyp.-Bank 136,50 1 „„20350 — 124.— 3 132,50 132,25 dh. Stamm 159,— 15 8. 12. 7 136,50 25,50 —0200,.— 91.20 96,10 16.12 10.85 97,50 97,50 95.— gegeben hatte, nochmals um/ Prozent ab. Nachbörslich war es ſtill. Bei der amtlichen Berliner Deviſen⸗ notierung wurde das Pfund mit 12.215(12.19), der Gulden mit 135.50(135.33), der franzöſiſche 12.12...11.12..12.12.15. Verkehrs-Aktien Guano-Werke.. Verl. Glanzst. Elberf.— Versi— Baltimore Omo., 21,25 23,—] Hackethal Draht.. 133,75 133.75 Ver. Harz. Porti-Ct 123,— 123,50 Wegam r 1106. 1110, A46. Verkehrswésen 121,50 120,50] Hamburg Elektro.. 145,— 145.—J ver. Stahlwerne. 129,62 120,12„„ Alis. LTok. u. Kraftw, 141.— 148,— Harburger Gumm. 16z,50„— Fer. Ultramarinfabr. 140.— 139,50 Kifſanz Leben 200,— 200,— ipg.-Amer.-Paketfn. 14.— 14.— H.149,75 149,— W Telegr.-Br.— 4 Hbg.-Südam. Dpfseh. 38,— 36,— Hedwisshütte.— anderer-Werke.. 163,*2* Rorädentschet 14,25 14,37 Henmannk Littimann 45,— 44.87 Westd. Kaufhor A6 60,37 59,87 Kolonlel-Paplere Südd. Eisenbahn.— 65,——50— Reew—*— 14— rn Kannm 132,— 132,25 Ber Baiten⸗—3 31855 ohlenlohe-Werke. 55.Drahtind. Hamm— W eu-Guinean 2 Industrie-Aktien Holzmann Philipp.. 133,50 132,25'izner Metall... 94,— 94.75[Otavi Min. 7 Eisenb. 2²,37 21½28 Accumulatoren- Fhr. 196,25 Hotelbetrieb 8 81,25 80,6 Zellstoff Waldlof.— 159,12 Aligem. Bau Lenz. 116,25 116,25 Junghans Gebr.... 113, 112, Kaeherz:„„ 90,50 14. 0 all Chemie Allg. Elektr.-Ges. 38,87 38,12 Kaliw. Aschersleben 132,— 132,— Berliner Devisenkurse Aschafibhg. Zellstoff. 432 138,62 n„, 123,75 122,75 Augsburg-Nürnbe ae 7. H. Knorr. + B.—* 8510 4425 138,— Fir Fb.— 33— Bayer. Spi— ollmar& Jourdan.„ .. enez e: 17025 wes ee— n 7. Dezemder 4 Deremben Bergmann Elektr.— ronprinz Metall.— egyot.(Alex.- Kairo) 1 àg. Pfd. 12,475 f 12,505 12,500 Berfin Karisr. ind. 156,25 155,75] Lahmever& Co... 135,12—. Argentin.(Buenos-Air.) IPap-P. 0,716] 0520 0,718 135723 Braunk, u. Brietts.— 207,25 Laurahütte... 15,25 25,37 Beig.(Bruss. u. Antw.) 100 Belga f 42.090 42,170] 42,050 42,175 Braunschweis.-G. 146,— 14/.—.eopold-Grube... 129,9 121,50 Brasilien(Rio de Jan.) 1 M reis 9,14 150 60,149 0,151 Bremer Vukan.—— Jindes-Eismasch.. 159,25 156,50 Bulgarien(Soüa) 100 Tewa] 3,047] 3,053].047 3,055 Bremer Woilkamm.—„Mannesmannrönren 117,2 116,— Sanada(Montreal) 1 kan. Bollar 2,488] 2,452 2,490 2,454 Brown Boven.— 116,50] Mansfelder Bergbau 151,75 151, Dänemari(Kopenn.) 100 Kronen f 54,370 54,470 54,450 54,550 Buderus Elsenwerke 120,— 119,35] Markt- u. Kühiaſie—., 115,28 Danzis(Hanzig) 100&uͤden 47,070 47,140 47,040 47,140 Conti Gummt.... 163,— 161,— Masch'bau-Untern.. 131,75 131,50 Ensland(London) 1Piund I 12,175 12,205 12,200 12,230 Conti Linoleum... 152,— 151,25 Masch.-Buckau Wolf 126,— 126,— Esiiand(Rev., Tal.) 100 estn. Kr. 67,530 65,076 67,550 55,575 Haimler-Benz.. 119,50 119,— Maximiljanshütte.— 1 Einnland(He,eingf.) 100fünnl. Mk. 375 385] 5,385] 5,395 Pt. Atfant.-Telegr.. 119,— 118,— Mäineimer Bergw.— Frankreich(Pai's) 100 Francs] 11,585 11,605 11,605f 11,625 beutsch. Conti Gas. 109,12 109,25 Nordd. Eiswerke.— 33,50 Griecheniand(Athen) 10c Drachm. 2,353 2,357 2,3 3⁵7 Deutsche Erdöl... 149,50 139,75 Orenstein& Koppel 2% 389,— Holland(Amsterd. u. Rott.) 1000. J 135,190135.470 135,300 135,640 Deutsche Kabeiwk. 160,— 160,— J Eatnseber-Wagron, 18,25„— ran(Teneran) 00 Rials 15,130 15,170] 15,130 15,170 Deutsche Linoleum. 161,— 160,50 Pheinfeiden Krakt.. 139,.— 139, isiand(Reykjavit) 100 isi. Kr. 610 54710 34720 34520 Deutsche Steinzeug. Fhein. Braunkohlen 229,— 219,50 ital:en(Rom u. Mafland) 100 Lire 13,999 13,110] 13,090 13,110 Hürener Metalil... 150,25 146,— Ehein. Eſektr...—„is Japan(Tokio und Kobe) 1 Venf 5,707 9,705 5,705 9,711 byckerh.-Wiamaim 130,— Bhein. Stahlworke. 149,— 140,25 jugoslaw,(Belg. u. Zagr.) 100 m. 3,654 5,666] 5,654] 5,666 bypamit Mober... 4,59 9,25 Bnein.-Westf. Kalkw.„„os Lettland(Riga) 100 Lats I 46,270 468,370 45,370 45,470 E. Lieferungen.. 133,7 1/.— Biebeck Montan A6. 102, 115,25 Litauen(Kowno/kaunas) 100 Lit. 41,40 42.520 41,540 42,020 Ei. Schlesien... 116,75—J Rütgerswerke... 137,37 13/½— J Forwegen(Oslo) 100 Kronen 61,.200 61,320] 61,320 61,440 El. Licht und Kraft 155,50 148,50 Sachsenwere...„„ Hesterreich(Wien) 100 Schilling 48,550 45,550 45,550 45,050 Enzingerl)nionwerke 113,25 118,.—] Sachtſeben 46. 163,— 185,— Poien(Warschau /Pos.) 100 Zioty f 47,040 47,140 4,040 17,140 Farbenindustrie 16. 168,.— 1 15 Salzdetfurth Kall. 3—2 Portugal(Lissabon) 100 Escudo f 11,960 11,080 11,080 11,100 Feldmünle Papier. 139, 139,5] Schubert& Saizer. 123/)5 121,7] Rumänien(Bularest) 100 Lei 813„817.813.,817 Felten& Guilleaume 136,25 136,87 Schuckert& Co... 189,25 139,57] Schweden(Stockh. u..) 100 Kr. 62,750 62,500 62,500 63,.020 Cebhard& Co.—5 Schulth.-Patzeniofer.3912 ,99½] Schwelz fur. Ban Beftz 100 Fr. 57,120 57,250 57,170 57,290 Germ. Portl-Cement— 115, Siemens& Haiske. 195,50 194,72] Spanien(Madr. u. Barc.) 100 Pes. 20,580 21,020] 20,350 21,020 Gerresheim Ciss„ 113,15 Stoehr Kammrarn. 133,0 133,—] Tschechosiowarei(Prag) 100 Kr. 61 5,75 5½761 5,775 Gesfürel-Loewe 142,50 142,37 Stoſperger Zinchütte 92,— 92,— Türkef Istanbul) 1 türk. Piund].976 1,982] 1,575 982 Goldschmidt Th. 126,— 125,— Südd. Zucker.. 95 Ungarn(Budapest) 1 Pengõ 5— Gritzner-Kayser——— Trür. Gasges. 21 120,J5 Uruguay(Montevid.) 160ld-Peso 1,369 1,71 1,389.371 Gruschwitz Textil. 114,8/ 114,87 1 ver. Pt. Niekelwerite 164,50 164,25 f Ver. St. v. Ameriua(Newy.) 1Doll. 1 2, 27492 1 2, 2,0 —* * Franken mit 11.615(11.595) und der Schweizer Franken mit 57.23(57.19) etwas höher feſtgeſetzt. Am Einheitsmarkt überwogen Verluſte von durchſchnittlich 3 Prozent. Dürener Metall büßten ſo⸗ gar 4½, Zeiß Ikon 4 Prozent ein. Andererſeits er⸗ gaben ſich vereinzelt auch Gewinne bis zu 3 Prozent. »„Banken waren mit Ausnahme von Adeg(plus ½ Prozent) zumeiſt abgeſchwächt. Hypotheken⸗ banken hatten uneinheitliche Kursgeſtaltung. Weſt⸗ deutſche Boden konnten ihren Stand um 1½ erhöhen. Deutſche Hypotheken büßten/ Prozent ein. Aus⸗ landsaktien waren meiſt ſchwächer. Mit einem Gewinn von 2½ Prozent ſind J. G. Chemie(50prozentige) zu erwähnen. Auch Kolonialaktien wurden nied⸗ riger bewertet. Steuergutſcheine blieben durchweg unver⸗ ändert. Reichsſchuldbuchforderungen. Ausg. I. 1937er 100., 1939er 99,25—100, 1940er 98.50— 100, 1941er 98—100, 1942er 98—100, 1943/48er 97.75—98.50. Ausg. II: 1939er 99.12—99.87, 1942er 97.75 G.— 1944/45er 72—72.75, 1946/48er 72— 72.75. 4proz. Umſchuld.⸗Verband 89.37—90.12. fthein-Mainische Mittagbörse Weiter ſehr ſtill und abbröckelnd Die Börſe blieb weiterhin ſehr ſtill. Das Publikum war- kaum mit Aufträgen am Markt, ſo daß auch die Zurückhaltung der berufsmäßigen Börſenkreiſe ſortbe⸗ ſtand. Am Aktienmarkt war die Kursbildung nicht ganz einheitlich, überwiegend ergaben ſich aber auf kleines Angebot leichte Abſchwächungen. Von chemiſchen Pa⸗ pieren ließen IG⸗Farben, Scheideanſtalt und Th. Goldſchmidt je 1 Prozent, Deutſche Erdöl ½ Prozent nach, Metallgeſellſchaft lagen/ Prozent feſter. Mon⸗ tanaktien bröckelten vorwiegend—1 Prozent ab, Ver, Stahl unter Schwankungen mit 120—119½—120 (120%½) behauptet. Stärker ermäßigt waren Rhein⸗ Braunkohlen mit 21756(221). Elektrizitätswerte gaben meiſt—½ Prozent, Siemens 1¼ Prozent nach. Von Maſchinenaktien gingen Muag auf 132(133½), Mönus auf 93½(94) zurück, Daimler lagen mit 119½ unver⸗ ändert, Von Einzelwerten verloren Bemberg 2 Pro⸗ zent, AG für Verkehr 1 Prozent, Deutſche Linoleum, Feldmühle Papier und Reichsbank bis ½¼ Prozent Auch Schiffahrtsaktien ließen—½ Prozent nach höher notierten Zellſtoff Aſchaffenburg mit 140 1/5). Am Rentenmarkt war das Geſchäft ebenfalls klein. Altbeſitz 11636(116½), Kommunalumſchuldung zirka 89.55—89.65, etwas feſter Zinsvergütungsſcheine mit 94.05(93.95). Zertif. Dollar⸗Bonds lagen um Bruch⸗ teile eines Prozentes höher In der zweiten Börſenſtunde dauerte die Zurück⸗ haltung und Geſchäftsſtille fort. Größere Kursver⸗ änderungen ergaben ſich nicht, meiſt bröckelten einige Montanwerte, ferner Weſtdeutſche Kaufhof und Metall⸗ Wie wird das Wetter? Bericht der Reichswetterdienſtſtelle Frankfurt/ M 8. De z. 1056 horn. 01+ 5 OMac- FraM (D- Kamuß 20 90 Mu — Kefer Mncd ——— Waemer Wind *W˖ Sisrhe 1. GM/ 2. +Fl NZ.KSNOA GdSN Ovollenis Q volag Oneiter Mbededd O naibbedeckt ffffllv aegengebiet, yffl SchmeefoU%9 500 Schauertöfgeail, S Rlebel ſa Geuiler Seichenerklsrung. Zu. Welterkarte — from vordrmgender Vafflufł οοσ front vrrinιεοο r wWarmioff Sa fronf mit Warmluft m der Höhe Infolge der anhaltenden Kaltluftzufuhr in den letzten Tagen hat ſich über Mitteleuropa ein Hochdruckrücken aufgebaut. In ſeinem Bereiche hat ſich beſonders in Südweſtdeutſchland viel⸗ fach Aufheiterung durchgeſetzt, wobei ſie nächt⸗ liche Fröſte angezogen hat. Eine von Weſten her kommende neue Störung wird Norddeutſchland neue Verſchlechterung und Niederſchläge brin⸗ gen, die auf unſer Wetter vorausſichtlich keinen ſtarken Einfluß nehmen wird. Die Ausſichten für Mittwoch: In den Niede⸗ rungen vielfach dunſtig oder neblig, ſonſt heiter bis wolkig, im allgemeinen trocken, nachts Fröſte in Richtung veränderliche Winde. und für Donnerstag; Vielfach dunſtig oder neblig, ſonſt trocken und teilweiſe heiter, Froſt. Rheinv/ osserstoſid 7. 12. 36[8. 12. 36 Woldshuht„ 253 246 Rheinfelden. e„„»„ 246 240 Breischh„„ 162 149 298 28⁴ MWangeg 498 476 Mannhelm 451 423 Kaub 0 0 0 3 9 382 362 Köln„ 0— 7 E 0 0 420 419 Neckaurwesserstend 7 12 36 8 12. 36 Oiedeshelim 5. WMannheim 459 428 geſellſchaft leicht ab. gedrückt. Klöckner auf 123 nach 124½ Auch an den Rentenmärkten blieb es ſehr ruhig und Veränderungen traten nicht ein. gleichfalls ſtill. Goldpfandbriefe, Kommunal⸗Obliga⸗ Kaſſarenten lagen tionen, Stadtanleihen und die meiſten Liquidations⸗ pfandbriefe waren unverändert. Induſtrieobligationen lagen ruhig. Tagesgeld unver. 2½ Prozent. Der Freiverkehr war ohne Geſchäft. 391111 Mannheim „Hakenkreuzbanner“ Weinnaus Stock (Simplicissimus) 5, 4 Spielt dös beliebte Schifferklavier eus unsstein Ausschänłk offener Weine der Winzer- vereine Ruppertsberg. Wochenheim u. Freinsheim sowvie Eichbaum-Edelbier. Bekannt gute Küche bis Feierabend Polizeistd.-Verlängerung jeden Dienstag, Mittwoch, Freitag u. Samstag Ein Festgeschenkl Feine Papieraussfafſung mit Pröägung oder Buchdrucł Bestellungen frühzeitig! Im Fachgeschäit Jakob Krumb C 1, 7 Breite Straſße Suprema- fm Dynamos.75 .95,.75,.50 —.00,.50— Scheinwerfer,spitz-,65 Darterieblenden-. 60 NOHNEN NMA4, 18 u. 4 1, 7 Breite Straße. 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Dezember, nachmittags 3 Uhr auf dem hiesigen Hauptfriedhof statt.— Von Kondolenzbesuchen bitten wir dankend Abstand nehmen zu wollen. Suchen Sie lelegenneits Hiule zu Weihnachten?JJ 14 Adolf Sie finden: 3 4 pfelifer liseir elfrer ſiie mübe —— 8 rillantſchmu une zunmimer Das praktische 3 Geschenk J. Distelhut. in bester Verar- 10 1. 2a*— beitung, neueste Formen, mit mo- dernen Stoffbe- aagagaameaaranzaeen und herr. Uent ———— OZialismus- 5 nertei fbibHaput Mitglied der Mannheim H. S. V.*4, 2 aaaana Immobilien J. Jilles Waldnof: Einfamilienhaus. 5 Zimmer u. Zubeh., Garten, beſt angelegt, b. 9000.— Anzahlg. zu 15 000•% zu verk. dch. Immobil.⸗— Hypothek.⸗ Geſchäft, gegründet 1877 N 5, 1.— Fernſprecher 208 76. 1100 qm gr. 22 Leszeres ulrent. werden darf, Uonnnaus mit Hinterbau, 355 gewerbl. benutzt ruh ig. 223 Aniabi Fn 310 zu käufen]k n Files? Immobil. Geſchäft, gegründet 1877 x 5, 1.— Fernſprecher 208 76. Betrieb, bei gebote an: u. Hypothek.⸗ ca. 30 Ar, ev. ge⸗ teilt, an d. 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Das neue? die Anſicht, d. realpolitiſcher kennen, ſonder Erkenntnis ar begegnet werd entſprach auch bereits am 17. rung in der 2 des ſogenannt die Entſent iger“ teien wirk— ſer Vorſchlag! Auguſt, auch