dezember 1936— — — sbonner — ATEIAIT NOBDZTABENZ 33 ſbas MATiGNAIsöTIATisTisRNk 354 21. Das„Hakenkreuz⸗ S ſe: Frei Haus monail..20 Mm. u. 50 Ff K Anzeigen: Geſamtauflage: Die 12geſpalt. Millimeterzeile 10 Pf. Die ageſpant. Millimeterzeile im Texiteit Lchmetz er und Weinheimer Ausgabe: Die 12geſpalt. Millimeterzeile 4 Pl. tene Millimeterzeike im Textteil 18 Pf. Bei Wiederholun Nachlaß gemäß Preisliſte. Verlag u. Schriftleitung: Mannheim, P 3, 14/15. W 5 S kanner“ Ausgabe K erſcheint wöchtl, 12mal. Bezu 3 M. u. J4ld. Aisgabe 3 ſch. Sreit me⸗—. Schin Rer. 4 3 5. Gaminel-Rer. 25322 1 Zahlungs 12 pErzün———— ; i M. einſchl. 49,— 42 Mannheim, g 3, 14/15. Fernſprech⸗Sammel⸗Mr.„Zahlungs⸗ und Erfüllungsort Mannheim. öi die Beund am Erſchemen lauch b. hob⸗ Geme— Ausſchließl. Genichtsſiand? Mannbeim. Poſtſchecktonto: Ludwigshafen 4960. Verlagsort Mannheim. oſtzeitungsgebühr) zuzügl. 42 Pf. tellgeld. FJit die Zeitung ain Erſcheinen(auch d. hoͤh. Gewalt) verhind., beſtebt ein nſpr. aüf Entjchldigung V 1 N bner, Alfred latte, Ernst Detlef Sierck AM M: chen Rhein ———————————— Abend⸗Ausgabe A Berlin, 30. Dezember.(HB⸗Funk.) unter allen militäriſchen Ehren wurde am Mittwochmittag in einem feierlichen Staats⸗ begräbnis die ſterbliche Hülle des großen Sol⸗ daten und Feldherrn, Generaloberſt Hans von Seeckt, auf dem Invalidenfriedhof in Berlin der Erde übergeben. Der Begründer der Reichswehr, die zum ehernen Fundament für die neue wiedererſtarkte deutſche Wehrmacht wurde, hat damit ſeine letzte Ruheſtätte gefun⸗ den neben den großen alten Soldaten, deren Namen mit der ruhmreichen Geſchichte Preu⸗ ſßiens und Deutſchlands untrennbar verbunden ſind. vergeßlichen Toten durch ſeine Anweſenheit bei der Beiſetzung, an der auch alle Mitglieder der Reichsregierung, zahlreiche Vertreter des Staa⸗ tes und der Partei, die Generalität und Admi⸗ ralität des alten ruhmreichen Heeres und der neuen jungen Wehrmacht, ſowie viele Mitglie⸗ der des Diplomatiſchen Korps teilnahmen. Der Trauerzug zum Invalidenfriedhof Nach einer kurzen kirchlichen Feier im Trauer⸗ haus, bei der Feldbiſchof D. Schlegel die Anſprache hielt, bewegte ſich der Trauerzug durch den alten Berliner Weſten und durch Moabit nach dem Invalidenfriedhof, auf dem am offenen Grabe die ſchlichte militäri⸗ ſche Trauerparade ſtattfand. Tauſende und aber Tauſende umſäumten den langen Weg von der Wohnung von Seeckts in der Lichten⸗ ſtein⸗Allee bis zum Invalidenfriedhof und nah⸗ men entblößten Hauptes Abſchied von dem Va⸗ ter der deutſchen Soldaten. 4 —— Die neueste Tagl Unr U uchhand- ruf 25901 f, Kleinverkauf Tel. 2. Tauss Weltbild(M) Dieses Bild zeigt den Führer mit Generaloberst von Seeckt bei den letzten großen Manövern in der Nähe von Bad Nauheim Der Führer und Reichskanzler ehrte als ooerſter Befehlshaber der Wehrmacht dieſen un⸗ 6. Johrgong M A N N** 4 1 M Nummer 604 In den Wintertag hinein wehen die Fahnen des Reiches auf Halbmaſt. In den Straßenzü⸗ gen, durch die die Trauerparade marſchiert, hän⸗ gen ſie ſchwarz umflort zu den Wohnungen heraus; ſie künden von der Trauer der deut⸗ ſchen Wehrmacht um einen ihrer Größten, ſie zeigen aber auch die Verehrung und die An⸗ hänglichkeit des deutſchen Volkes für den uner⸗ müdlichen Arbeiter an Deutſchlands militäri⸗ ſcher Wiedererſtarkung. Vor dem Trauerhaus in der Lichtenſtein⸗Allee iſt ſeit dem Morgengrauen ein Doppelpoſten aufgezogen. Im Arbeitszimmer iſt die Leiche, umgeben von Blattgrün und einer Fülle von Kränzen, aufgebahrt. Vier Stabsoffi⸗ ziere der 23. Diviſion halten mit gezoge⸗ nem Degen die Ehrenwache. Der Sarg, der mit ver Reichskriegsflagge bedeckt iſt, trägt als einzigen Schmuck den gezogenen Degen und den Stahlhelm; zwei Ordenskiſſen liegen zu Füßen des Toten. Der alte Generalfeldmarſchall erſcheint Kurz vor der kirchlichen Feier erſcheint Gene⸗ ralfeldmarſchall von Mackenſen und begibt ſich ins Totenzimmer, um hier in einer Mi⸗ nute ſtillen Gedenkens Abſchied zu nehmen von ſeinem Kameraden; auch der greiſe Zar Fer⸗ dinand von Bulgarien, der in der Uni⸗ form eines preußiſchen Generalfeldmarſchalls erſchienen iſt, verweilte kurze Zeit allein an der Bahre des Toten. Die kirchliche Feier findet nur im eng⸗ ſten Kreiſe ſtatt. An ihr nimmt an der Spitze der Generalität der Oberbefehlshaber des Hee⸗ res, Generaloberſt von Fritſch, teil. Biſchof Schlegel hält die kirchliche Ausſegnung; er ſchil⸗ dert den Verſtorbenen als den großen Soldaten, der mit heißem Herzen und kühlem Kopf ge⸗ arbeitet hat, ſo lange es Tag war.„Er hatte ein feſtes Herz als Schild im Kampf gegen das Schickſal, das ihn Großes erleben ließ, das ihm aber auch große Kämpfe brachte. Er hat gear⸗ beitet bis an ſein Lebensende.“ Das danke ihm das Vaterland. Der Führer habe ſich zu dem Heer bekannt, das von Seeckt geſchaffen habe, und ihn durch dieſes Staatsbegräbnis geehrt. Den Abſchluß der kirchlichen Feier bildeten die Ausſegnungsgebete. Die feierliche Crauerparade Inzwiſchen waren die Truppenteile der Trauerparade aufmarſchiert. Während ein Mu⸗ ſikkorps den Präſentiermarſch ſpielte, wird der Sarg von Feldwebeln des 67. Infanterieregi⸗ ments, deſſen Chef der Verſtorbene bekanntlich war, durch ein Spalier höchſter Offiziere der alten Armee hinausgetragen. Wieder begleiten Hier lagert der Goldschatz der USA-Regierung Mittwoch, 30. Dezember 1936 beim Glaatsbegräbais fux Seeck Mit milktäriſcher Trauervarade wurde dek Degründer der Reichswehr zu Hrabe geleitet Weltbild(M) Die amerikanische Regierung hat beschlossen, ihren Goldschatz im Werte von etwa sechs Milliarden Dollar nach dem einsamen Fort Knox zu bringen, das mit den allermodernsten Sicherheitsvorrichtungen versehen ist. Unser Bild: Blick auf den Festungstresor und seine unmittelbare Umgebung Stabsoffiziere der 23. Diviſion als Ehrenwache die ſterbliche Hülle des Generaloberſten von Seeckt. Der Sarg wird auf eine Ge⸗ ſchützlafette geſetzt, die von einem Sechs⸗ geſpann gezogen wird. Die Trauerparade ſetzt ſich unter dumpfem Trommelwirbel in Bewegung, geführt von dem Kommandeur der 23. Diviſion, Generalmajor Buſch. Voran reitet eine Schwadron des Ka⸗ vallerieregiments 9. Dann folgt ein Bataillon des Infanterieregiments 67, ein Bataillon des Infanterieregiments 9 und eine Batterie des Artillerieregiments 23. Unmittelbar vor dem Sarg werden die Fahnen des alten Garde⸗ Grenadier⸗Regiments getragen. Dann folgen zwei Stabsoffiziere mit den Ordenskiſſen und die Kranzträger. Hinter der Lafette geht der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberſt Freiherr v. Fritſch, ihm zur Linken der Amtsnachfolger des Ver⸗ ſtorbenen, Generaloberſt Heye. Dann ſchlie⸗ ßen ſich ſämtliche Mitglieder des Großen Ge⸗ neralſtabes des Heeres an, die Kommandieren⸗ den Generäle und Admiräle in gleicher Dienſt⸗ ſtellung folgen. Weiter bemerkt man in dem Trauergefolge den Korpsführer Hühnlein, den Reichsſportführer v. Tſchammer und Oſten und Obergruppenführer von Jagow, ſowie zahlreiche Botſchafter und Geſandte mit ſämtlichen Militärattachés der in Berlin akkre⸗ ditierten Mächte, ſchließlich auch viele Offiziere des Reichskriegsminiſteriums, des Heeres, der Kriegsmarine und der Luftwaffe. Das Dolk nimmt Abſchied Auf dem weiten Weg durch die Faſanen⸗ Allee über den großen Stern hinweg durch den Spreeweg, die Paulſtraße und die Invaliden⸗ ſtraße bildet eine nach vielen Tauſenden zäh⸗ lende Menſchenmenge Spalier. Die Menſchen ſtehen entblößten Haup⸗ tes mit erhobener Rechten und neh⸗ men Abſchied auf dieſe Weiſe von dem großen Soldaten. deutſchland Unterpfand des Friedens Herzlicher Neujahrsglũcwunsch der auslãndischen Presseverireter in Berlin an den Fũhrer Berlin, 30. Dezember.(HB⸗Funk.) Der Verband ausländiſcher Preſſevertreter in Berlin hat dem Führer und Reichskanzler an⸗ läßlich des Jahreswechſels folgendes Glück⸗ vunſchſchreiben überſandt: „Hochverehrter Herr Reichskanzler! Als Krö⸗ nung Ihrer Reden und Taten von 1936 möchte das kommende Jahr der Welt den allgemeinen Durchbruch zur Einſicht beſcheren, daß ein in innerer und äußerer Stärke gleichberech⸗ tigtes, politiſch und wirtſchaftlich geſichertes Deutſches Reich das beſte Unter⸗ pfand Europas zur Ruhe, Ordnung und Frieden iſt. Möge Ihr Aufruf zum Zuſammenſchluß der Völkerfamilien Europas gegen feindliche Müchte die immer drohender emporſteigenden Gefahren endgültig bannen. Möge 1937 das Jahr ſein der großen Abkehr von argwöhniſcher Bruderfeindſchaft angeſichts des im Oſten lauernden Chaos. Das wünſcht Ihnen, Herr Reichskanzler, und dem gaſtlichen deutſchen Volke der Verband ausländiſcher Preſſevertreter in Berlin.“ Die Notwendigkeit des deutſch⸗japani⸗ ſchen Abkommens wird in einem Aufſatz des Schanghaier Korreſpondenten der Londoner „Morning Poſt“ an Hand zahlreicher Beiſpiele uneingeſchränkt anerkannt. * „Hakenkreuzbanner“ Mit dem roten Jug in den Bürgerkrieg Allahendlich 22,05 Uhr ab Haris nach Herpignan/ Die„Ware“ der Menschenhändier Mannheim 30. Dezember 10 kin ſchwerer berkehrsunfall Zwei Tote und vier Schwerverletzte Berlin, 30. Dezember. Auf der Vorortſtrecke Schleſiſcher Bahnhof— Strausberg ereignete ſich in der Nacht zum Mittwoch zwiſchen Hoppegarten und Neuen⸗ ſtummt zunächſt das babyloniſche Sprachenge⸗ Großer Empfang in perpignan In Paris wird in dieſen Tagen viel davon geſprochen, daß die Anwerbung von Freiwilli⸗ gen für die ſpaniſchen Bolſchewiſten in allen Teilen Frankreichs, vor allem in der franzöſi⸗ ſchen Hauptſtadt, jetzt verſtärkt betrie⸗ ben wir d. Die drei Hauptrekrutierungsſtellen in Paris ſind die ſpaniſche Botſchaft, das offi⸗ zielle ſpaniſche Reiſebüro und das ſpaniſche Handelsbüro(Avenue Georg). In den Krei⸗ ſen, die dieſem Treiben kritiſch gegenüberſtehen, iſt man feſt davon überzeugt, daß dieſe Anwer⸗ bungen, die der franzöſiſchen Oeffentlichteit kein Geheimnis ſind, auch der Regierung nicht ver⸗ borgen bleiben konnten. Die Namen der Leiter dieſer Anwerbeſtellen ſind ohnehin bekannt und doch wird gegen dieſe Männer nichts unter⸗ nommen. wirr. Dann ballen ſich Hunderte von Fäuſten zum Bolſchewiſtengruß und die Internationale wird angeſtimmt. Sturm auf Bahnhofwirtſchaften Auf dem nächſten Pariſer Bahnhof, dem Auſterlitz⸗Bahnhof, wiederholt ſich das Schauſpiel. Noch ein rundes halbes Hundert Freiwilliger ſteigt in den Zug. Wieder werden bei der Abfahrt die Fäuſte zum Gruß der Drit⸗ tenn Internationale erhoben und wieder tönt der Geſang der Internationale in mindeſtens ſechs verſchiedenen Sprachen. Unterwegs ſtürzen die roten Freiwilligen bei jedem Aufenthalt in die Bahnhofswirtſchaften. Mit lautem Gebrül werden friedliche Reiſende, Eiſenbahnangeſtellte und Kellner in Propa⸗ gandadiskuſſionen hineingezogen und mit der „Idee“ Moskaus bearbeitet. Jeden Abend wird auf dieſe Weiſe, ſo ſtellt der Be⸗ In Perpignan, in dem Sammelzentrum aller Organiſationen für den Schmuggel von Men⸗ ſchen und Kriegsmaterial zugunſten der ſpani⸗ ſchen Bolſchewiſten, wird den Eintreffenden von dem örtlichen marxiſtiſchen Komitee jedes⸗ mal ein großer Empfang bereitet. Außer⸗ dem erhält hier jeder Angeworbene eine neue, „echt ſpaniſche Perſonalktarte“. Pierre Derval aus Lille erfährt damit plötzlich, daß er nun Pedro del Valle zu heißen hat. Im Tri⸗ umph werden die Freiwilligen quer durch die Stadt gefahren. Dabei ſingen ſie und grüßen nach allen Seiten mit dem Bolſchewiſtengruß. Schließlich wird ein Appell abgehalten und dann geht es weiter über Cerbère, Perthus, Bourg⸗Madame bis hinein nach Katalonien. Hier gibt es freilich keine Jubelempfänge mehr. Hier iſt man ja unter ſich und braucht leine Propaganda mehr zu machen. Von anderer Seite wird auf Grund oon hagen ein ſchwerer Vertehrsunfall. Kurz vor vier Uhr paſſierte eine einzelne Lotomotive den Bahnübergang Niederheide in Richtung Straus. 4 berg. Im ſelben Augenblick verſuchte ein Pri⸗ vatwagen mit ſechs Inſaſſen den Gleiskörper zu überqueren. Das Fahrzeug wurde von der Ma⸗ ſchine erfaßt und eine Strecke mitgeſchleift, ehe es zertrümmert zur Seite geſchleudert wurde. Zwei Inſaſſen wurden auf der⸗Stelle getötet, während die vier anderen mit ſchweren Verlet⸗ zungen in das Krankenhaus Alt⸗Landsberg ge⸗ bracht wurden. Die Schuldfrage iſt noch nicht geklärt. In fürze Der neueſte nationale Heeresbericht aus Spanien meldet, daß die nationalen Trup⸗ pen in verſchiedenen Frontabſchnitten feindliche Angriffe erfolgreich zurückgeſchlagen haben. richterſtatter feſt, quer durch ganz Frankreich Augenzeugenberichten gemeldet, daß bei der* enthüll die Saat dieſer„Idee“ getragen. Ueberall in Abfahrt dieſer Transporte aus Paris ſogar Nach Mitteilungen nationaler ſpaniſcher Sen⸗ Der vIntranſigeant enthüllt den ſüdfranzöſiſchen Städten, durch die der zug Abteilungen der Mobilen Garde aufgeboten der veranſtalteten die anarcho⸗ſyndikaliſtiſchen Noch ist d. In dieſem Zulammonhang vervient eine ur, kommt, wird der Haß ausgefat! werden, um Teile der Bahnſteige abzuſperren. Verbände in Cartagena und Ciudad Real ge⸗ it n öffſentlichung der„Intranſigeant“ am Sowfetiſterung“ der ppuniſchen Bleiz Dienstag begonnen hat. Der Mitarbeiter des 2 tarbeiter bergwerke. Anel Blattes, Jean'eE sme, hat nämlich feſtge⸗ 4 5 ſtellt, daß täglich vom Pariſer Orſay⸗Bahnhof ieder Uneuhen in Daris Südlich von Strömſtad in der Nähe den anhern 3 ſchwediſchen wefküne ſonden Fiſcher Tun. jahrsgeſch u m.99 +— 2—⁰— 4—3 3 f— martiſniſchen dreiwilicen noch Perpianan as⸗ Die siädiischen Arbeiter demonsirieren vor dem Rathaus Dampfers Bar nögs der R fü leite rouen. Dieſer Zug hat bereits im Voltsmund, der Fahrt von England nach Sundsvall in jahrsmor, beſonders in allen Städten, die an der Stren⸗ Paris, 30. Dezember. laſſen. Die Menge begrüßte das mit neuer⸗ einen Sturm gerraten und verſchollen. 16 Geſchenk Paris—Perpignan liegen, den Namen„Der Einem einſtündigen„Warnungsſtreit“ der—— 0 der n— Mann Beſatzung waren an Bord. 4 ihr mei rote Zug“ bekommen. tädti rbei t iens⸗ darauf wurde von den Anführern der Kund⸗ 4 ihr mir i Der Berichterſtatter des„Intranſigeant“ iſt 3 iter und Angeſtellten— gebung bekanntgegeben, daß die Jorderungen Der Bericht aus Amerika, daß Kriegs-⸗ Nach Anf reſt em mieſem dust mitgefvorend e dle mu⸗ war fen, ein, Aundzenmen onel merrerzs; der flüdiiſchen Arbeirer und Angezelen noch material, haupſächlich Flugzenge, auzs den miene Bericht geht hervor, daß an Des Spitze des Zu⸗ war, folgte eine Kundgebung vor dem Rathaus, am gleichen Abend von der Stadtverwaltung Vereinigten Staaten an die Roten in Spa⸗ nicht une ges ein oder mehrere Eiſenbahnwagen die zum Teil recht bewegt verlief und den wohlwollend geprüft werden würden. nien geliefert werden ſoll, hat in London Als L ſetzt ſind, die den übrigen Paſſagieren ver⸗ Einſatz ſtarker Polizeikräfte und berittener Darauf löſte ſich die Kundgebung in Ruhe beträchtliches Aufſehen und eine gewiſſe Be⸗ morgen 1 ſchloſſen gehalten und nur denroten Frei⸗ ſorguig herbogenafen irri ie i. 9 9 nen Glüc willigen geöffnet werden, die im Be⸗ Mobilgarde notwendig machte. 4 fand er ſitz eines roſafarbenen Sammeltransportſchei⸗ Die Kundgeber verſammelten ſich am ſpäten nes ſind. Unter dieſen befinden ſich in der Re⸗ Nachmittag zu Zehntauſenden in den angren⸗ 70 Dr. boebbels ſpricht zur Johreswende 14„Es n e zenden. Straßen dos Rathausblatzes, der offizier der Mobilgarde ſtürzte leblos vom Berlin, 30. Dezember. 5 90 auf Leute, 15 in 43 W Antifaſchiſti⸗ durch Polizei abgeſperrt war. Soweit ſie im Pferde. Er ſoll an Herzſchlag verſchieden ſein. Reichsminiſter Dr. Goebbels ſpricht am Don⸗ 53 5 Europas von dem ſogenannten„Antifaſchiſti« Dienſt Amtskleidung tragen, waren ſie in die⸗ 43 ann ſchen Organiſationskomitee“ geworben ſind und Im ganzen ſind bei den Zuſammenſtößen zwi⸗ nerstag, 31. Dezember, von 19.00 bis 19.20 Uhr Dich ſi nun quer durch Frantreich nach Süden eilen, ſer Uniform erſchienen, ſo die Angeſtellten der ſchen Ordnungsdienſt und Kundgebern ſechs zur Jahreswende. Die Anſprache wird von J igade Untergrundbahn, der Straßenbahn, der Auto⸗ Polizeibeamte verletzt worden, allen deutſchen Sendern übertragen. Ein ſel um die Reihen der Brigade buſſe, die Partwächter und die der Feuerweh⸗ des 16. 3 ghdex Madridzz Front zu vergrößern. ren. Sogar die Angeſtellten der ſtädtiſchen B⸗ 105 Handſ 1 * f erdigungsunternehmen erſchienen in ihrer ehn⸗—— einem hen vos, olden anornlic des dim, olgenigt, liast len. iid zi. Tſchiangkaiſchen benält alle ſeine flemterr s Jean'Esme W. Wpl„Solidarität“ antere Staatsbeamte und An⸗ 4 das die große Halle des Orſay⸗Bahnhofes leden geſtellte, Eiſenbahner und Briefträger bei. 8 11735 gen Wischenfal geb ih Abend vor der Abſahrt des„roten Zuges, bie- Der Andang der Demonſtranten wurde bald Der Nilitär ausschuß in Nanking erledigi den 2 en Klofierffa tet. In dichten Scharen ſammeln ſich allabend⸗ ſo ſtark, daß die Polizeikette durchbrochen Nanking, 30. Dezember. auf Antrag Tſchiangtaiſcheks beſchloſſen, die nanzpolit wurde und die Kundgeber unmittelbar auf den Marſchal Tſchiangkaiſchel hat dem aben e 14 8100 eilweiſe von ihr thaus atz gelangten. vor ſie jedo 5 gelegenheit an den Militärausſchuß zu verwei:e ieſes 9 auf den Bahnſleig begleitet. Meiſt ertennt man die den, Slundioen uusſchiz bes Zentralgusimunes der fen. und aue müllzöriſchen Bewegungen geben, Soküchen die Freiwilligen ſchon an ihrer Kleidung. Sie n—— eiſernen Gittertüren geſchloſſen. Kuomintang⸗Partei ſein Rücktrittsge⸗ Sianfu einzuſtellen. nen! tragen Lederweſten, Kniehoſen und Die Menge ſtimmte die„Internationale“ an, ſuch eingereicht, in welchem er um Ent⸗ 5—— ief e 0 4 2 4 3 75 n 55 91 und Sprechchöre forderten den Rück⸗ hebung von allen Aemtern bittet. Der Ausſchuß In Ungarn iſt Feldmarſchall Erzherzog 4 zupllanm. weiſe begeben ſich dann die roten Freiwilligen tritt des Stadtrates und Lohner⸗ hat jedoch das Geſuch abgelehnt und Friedrichgeſtorben. Er ſtand im 80. Le⸗ 1 lichen Di auf den Bahnſteig und in ihre reſervierten Ab⸗ höhung. Als die Polizeibeamten ſich dem Tſchiangkaiſchet ſowohl als Präſidenten des bensjahr und war während des Weltkrieges 1 neuen Ja teile, die erſt kurz vor der Abfahrt des Zuges weiteren Vordringen der Kundgeber wider⸗ Militärausſchuſſes und als Prüſidenten des Oberkommandierender der öſterreichiſch⸗ungari⸗ 4 weiſe:„ geöffnet werden. In der dichten Maſſe der An⸗ ſetzten, wurden Rufe laut:„Polizei auf un⸗ Reichsvollzugsamtes ſowie in allen anderen ſchen Armee. Seit dem Umſturz lebte er mit Leib und gehörigen und unter den Angeworbenen hört ſere Seite!“ Aemiern wieber betätigt ſeiner Familie ſtändig in Ungarn. Während des einen Fr man faſt alle Sprachen Europas. Gegen 19 Uhr wurde ſchließlich eine Ab⸗ 4 Weltkrieges wurde ihm der Orden Pour le 4 als ich ar Wenn ſich der Zug in Bewegugg ſetzt, ver⸗ ordnung der Kundgeber ins Rathaus einge⸗ Der politiſche Zentralrat der Kuomintang hat merite verliehen. 44 f in nn Waru 2272 2 ugunſten des Landes Thüringen entſchieden. gungen gerecht zu werden, mußten bei der Be⸗ ünh Thüringens Wundergeige Eelther hat Profeſſor Reitz in vielen größeren ſetzung der Hauptrollen beſondere Rückſichten VUraufſü 3 Die an Der R einer Stradivari Städten Konzerte mit der Stradivari gegeben walten. Grabbe rückt in ſeinen Dramen, weil Das Schauſpie 3 4—* d neugierige „und überall begeiſterte Aufnahme gefunden. Da er im Geiſte ſeiner dichteriſchen Miſſion' nicht Luſtſpiel von Friedrich Grieſe:„Win 3 ſuchte ein Thüringen beſitzt eine Stradivari⸗Geige, die die Einnahmen zum größten Teil den Thü⸗ anders kann, Perſönlichkeiten der Weltgeſchichtt Luch“ zur— ſidenz und ich in einem Treſor in Weimar befindet und ringer Blindenwerkſtätten zufließen, erfüllt das(Hermann, Barbaroſſa, Napoleon) oder Träger genommen, die gelegentlich Gä feierlichen 45 Ediſon, n ie die thüringiſche Regierung dem berühmten koftbare Inſtrument 10 im Sinne der der größten menſchlichen Probleme(Fauſt, Don n leiche Bühn F Goldmach Geigenkünſtler Profeſſor Reitz zu treuen Hän⸗ Stifterin einen ſozialen Zweck. Juan) in den Mittelpunkt des Geſchehens. Die 1937 ſtattfinden Ref* ielg it 48 Spanf iel nie. Sie den und zur Pflege übergeben ſich Ser Gah A A— 5 2* 4 lörder, 1 at eine ſeltſame Geſchichte. s ſich in der eſtaltung von Menſchenſchickſalen ſtellt gerade; 1 e, Inflatlon del Blindenverein in Weimar auf⸗ Stuttgart sendet Grabbe-Zylelus bei Grabbe an die Träger der Hauptrollen die 8 53 Ediſon löſen mußte, übernahm der thüringiſche Staat Zu Beginn des neuen Jahres bringt der höchſten Anforderungen. Deshalb ergab ſich be⸗ S as Luſtſpiel„J 28— u* Hut und als Rechtsnachfolger die Blindenwerkſtatt. Im Reichsſender Stuttgart einen Grabbe⸗ reits bei der dramaturgiſchen Einrichtung die 5 Dichters 33 35 Am folgen. E Vermögensverzeichnis befand ſich auch eine aus Zyklus, deſſen Sad Zweck darin be⸗ weitere Aufgabe, Menſchengeſtalter größten ich 3* n 5 rli 5 haus, dor der Kömpel⸗Stiftung ſtammende Geige, die nir⸗ ſteht, den' Dichter Grabbe in weiteſten Volks⸗(Ausmaßes für die eindeutig treffende Charakte“ Himme„wir er mit imern 4 fragte den ends aufgefunden werden konnte und die auch kreiſen bekannter zu machen. Aus Grabbes riſierung der einzelnen Rollen ins Auge zu Zauns Me ar mi drinnen?“ in der Anſtalt niemand 15—— Werk ſind Stücke hie ledte faſſen. danſ en ſb die Krauß und Maria Bard in den Haup atte. Da man annahm, daß es ſich um ein in der ſouveränen Beherrſchung der dichte⸗ erſten darſtelleriſchen Kräfte Deutſchlands vor. 3 n 1 2 ie Set Beien Fi in Sugz i eifrig Nachforſchungen angeſtellt, in deren Ver⸗ deutſchen Schau und Geſtaltung der Stoffe„Dief ehemaligen Meiſterſchüler für Grabbe kennzeichnend ſind. Unter dieſen Eine Theaterkammer in Oesterreich des alten Piaſtenſchloſſes ein Feſtſpiel auf⸗ nen!“ ſag Kömpels, Branco, nach dem Verbleib der Geige Geſichtspunkten fiel die Wahl auf„Ddon Juan Die Vorarbeiten für die Schaffung einer führen, das Bilder aus der Geſchichte der Stadt„Womit befragte. Dieſer erinnerte ſich nach zwanzig und Fauſt“, ſowie auf die drei großen, welt⸗ Theaterkammer in Heſterreich find ſoweit fort⸗ und des Piaſtenſchloſſes bringen ſoll. Sie er⸗„Mit ei Jahren zum erſtenmal wieder an eine ſeinem geſchichtlichen Dramen„Kaiſer Friedrich Bar⸗ geſchritten, daß mit ihrer gefetzlichen Gründung läßt zu dieſem Zweck an alle in der Reichs⸗„Ach! Schutze anvertraute Geige. Er beſaß den baroſſa“,„Napoleon oder die hundert Tage. Ende Januar zu rechnen iſt. Dieſe Kammer, ſchrifttumskammer eingegliederten Schriftſteller„Sehr e Schlüſſel zu einem Blechtreſor, ohne aber ſelſſt und„Die Hermannsſchlacht“. Als Auftakt an deren Spitze ein Präſident ſtehen wird, ver⸗ einen Wettbewerb. Für die beſten Arbeiten Kanp hn e u wiſſen, wo ſich dieſes Verwahr befand. Nach wurde an den Beginn des ZIyklus das für das einigt im Dinne des ſtändiſchen Aufbaues Ar⸗ ſtehen zwei Preiſe von 700 und 300 Mark zur am das em Suchen fand ſich der Blechbehälter, zu ganze Weſen und Wollen Grabbes beſonders beitgeber und Arbeitnehmer, alſo Theaterdirel⸗ Verfügung. Die Manuſkripte ſind dem Ober⸗ ſelbſt. Se dem der Schlüſſel Meiſter Brancos paßte, in aufſchlußreiche Luſtſpiel„Scherz, Satire, Jronie toren ſowie Sänger und Schaufpieler. Mit der bürgermeiſter der Stadt Brieg unter dem Kenn⸗ geworden. einer Weimarer Bank. Damit wurde auch das und tiefere Bedeutung“ geſtellt. Gründung der Kammer wird der öſterreichiſche wort„Brieger Feſtſpiel“ bis zum 31. März Geheimnis um dieſe Geige offenkundig. Die Die Funkeinrichtung dieſer Dichtungen ſtellte Thegaterdirektorenverband zu einer Zwangsor⸗ einzureichen. 2 Wundergeige gehörte dem berühmteſten Geigen⸗ die Bearbeiter vor ſehr ſchwierige Aufgaben. ganiſation werden, wie es der Ring der bſter⸗ Der Verein für die Geſchichte der Stadt„ künftler ſeiner Zeit, dem Tondichter und Ge⸗ Oberſter Geſichtspunkt mußte ſein, den Willen reichiſchen Buͤhnenkünſtler bereits iſt. Gleich⸗ Meißen ſucht in einem Preisausſchreihen ein Künſt nerälmuſikdixektor vom Hoftheater Kaſſel, 2ud⸗ des Dichters und damit die weltanſchauliche zeitig wird auch der Beſitz des Zulaffungsſchei⸗ ein Meißner Heimatlied, das für den ah wig Spohr. Nach Spohrs Tode kaufte ſein Linie des Werkes klar herauszuheben, ehe an nes die geſetzliche Vorausſetzung für die Ver⸗ meinen eln f bei Veranſtaltungen aller Art 10— Meiſterſchüler Kömpel die Geige um 3000 Ta⸗ die eigentliche funkdramatiſche Arbeit heran⸗ pflichtung jedes Anfängers und jedes Schau⸗ geeignet ſein ſoll. Die Entſcheidung fällt der— a ler. Als Kömpel 1898 ſtarb, wurde die Geige gegangen werden konnte. Hierbei handelte es fpielers fein der länger als drei Jahre außer⸗ Oberbürgermeiſter auf Vorſchlag des Preis⸗ Vo wie ein Heiligtum von ſeiner Frau behütet, ſich zunächſt darum, die für Grabbes Geſtal⸗ halb eines geregelten Thegterbetriebes geſtan⸗ richterkollegiums.—— ch und ſie wurde nur von Kömpels Meiſterſchüler tungskraft charakteriſtiſche Fülle der Figuren den hat. Darſteller, die mindeſtens drei Jahre ee ſ Branco allſonntäglich im Hauſe der Witwe zur auf eine für das akuſtiſche Faſſungsvermögen ununterbrochen aktiv tätig ſind brauchen ſich, Knapperts buſch i n London. Gene⸗ geſchr 5 Morgenandacht geſpielt. Nach dem Tode von noch unterſcheidbare Zahl zurückzuführen, ohne um den Zulaſſungsſchein zu erhalten, keiner ralmuſikdirektor Hans Knappertsbuſch befindet— Frau Kömpel ging die Geige mit der übrigen dabei den weſentlichen geiſtigen Gehalt des Prüfung zu unterziehen. Die neue Theaterkam⸗ ſich gegenwärtig in London, wo er drei Auf⸗ nich—— 0 Hinterlaſſenſchaft als Kömpel⸗Stiftung in den Stückes, der ſich bei unſerem Dichter häufig mer wird ebenſo wie die Muſik⸗ und die führungen der„Salome“ in der Covent Gar⸗ 5 Beſitz der Thüringer Blindenwerkſtatt über. Ein gerade in der Umwelt der eigentlichen Hand⸗ Schrifttumskammer dem von Miniſter a. D. den Opera dirigieren wird. Ende Januar 1937 Lolo Prozeß, mit dem die Erben Spohrs den Rück⸗ lung ſpiegelt, zu beeinträchtigen. Baron Hammerſtein⸗Equord geleiteten Büro wird er wieder ſeine Tätigkeit an der Wienen Di 1 kauf der Wundergeige erzielen wollten, wurde Um den künſtleriſchen und techniſchen Bedin⸗ für Kulturpropaganda unterſtellt werden. Staatsoper aufnehmen.—3— d1 werden.“ iber 1930 ————— unfall letzte ezember. Bahnhof— Nacht zum id Neuen⸗ Kurz vor motive den ig Straus⸗ ein Pri⸗ Skörper zu n der Ma⸗ chleift, ehe ert wurde. lle getötet, eri Verlet⸗ dsberg ge⸗ noch nicht richt aus len Trup⸗ feindliche haben. ſcher Sen⸗ aliſtiſchen Real ge⸗ egen die hen Blei⸗ Nähe der r Trüm⸗ wegiſchen war auf dsvall in llen. 16 Kriegs⸗ aus den in Spa⸗ Zondon viſſe Be⸗ zWende zember. am Don⸗ 19.20 Uhr vird von hertragen. iter nfall ſſen, die iang⸗An⸗ verwei⸗ en gegen herzog n 80. Le⸗ eltkrieges h⸗ungari⸗ e er mit rend des Pour le —— n das neue nd im ng an⸗ chen Er⸗ n Juni ne wird chauſpiel Alois en. d die zen, des ie„Am zur Ur⸗ Werner rollen. ter im Hof iel auf⸗ er Stadt Sie er⸗ Reichs⸗ iftſteller Arbeiten kark zur n Ober⸗ m Kenn⸗ „März Stadt chreiben n allge⸗ ller Art ällt der Preis⸗ Gene⸗ befindet ei Auf⸗ ut Gar⸗ ar 1937 Wiener Mannheim Die bunte Seite 30. Dezember 1936 Aufnahme: Paul Lieberenz-Tobis-Kulturfilm Ein Flaschenkind Noch ist der kleine Grizzly ganz ungefährlich und trinkt mit Eifer sein Fläschchen.(Aus dem Tobis-Kulturfilm der Paul-Lieberenz-Produktion„Tierkinder“) Anekdoten um Heujahr Ein ebenſo praktiſches wie einfaches Neu⸗ jahrsgeſchenk hatte der Herzog von Or⸗ leans, den man allgemein für geizig hielt, für ſeine Bedienten. Als ihm dieſe am Neu⸗ jahrsmorgen gratulierten und dabei auf ein Geſchenk hofften, ſagte der Herzog:„Ich danke euch, meine Lieben, und ſchenke euch das, was ihr mir im vergangenen Jahre geſtohlen habt.“ Nach Anſicht des Herzogs, der es ja ſchließlich wiſſen mußte, hatte er damit den Leuten ein nicht unerhebliches Geſchenk gemacht. * Als Ludwig Devrient am Neujahrs⸗ morgen 1821 die zahlreich bei ihm eingegange⸗ nen Glückwünſche und Gratulationen muſterte, fand er darunter auch den nachſtehenden, von einer boshaften Feder geſchriebenen Vers: „Es möge zu dem neuen Jahr der Himmel eine Weiberſchar Dir, Freund, als Publikum beſcheren. Dann wirſt gewiß Du immerdar Dich ſicherlich beklatſchen' hören.“ 1* Ein ſeltener Neujahrsgruß aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts iſt uns in Geſtalt einer Handſchrift erhalten geblieben, die aus einem Nonnenkloſter ſtammt und von der Anna Tucherin aus der bekannten Nürn⸗ berger Patrizierfamilie verfaßt wurde.„Gott geb ihm ein verdorben Jahr, der mi f09. macht zu einer Nunnen“, ſchreibt die unglückliche Kloſterfrau, der ihr durch Erbſchafts⸗ und Fi⸗ nanzpolitik von Verwandten geſtaltetes Los un⸗ erträglich ſchien. Welch ein herber Gegenſatz dieſes Neujahrswunſches zu den frommen Sprüchen anderer zeitgenöſſiſcher Gratulatio⸗ nen! 30 Als man Honore de Balzae, den be⸗ kannten, allezeit in Geldverlegenzeiten befind⸗ lichen Dichter fragte, was er ſich denn vom neuen wünſche, antwortete er ſchlicht und weiſe:„Neben anderen ſchönen Dingen für Leib und Seele vor allem, daß ich ſtets gerade einen Franc mehr in der Börſe haben möge, als ich auszugeben wünſche!“ Warum Ediſon kein Alchimiſt wurde Die amerikaniſchen Journaliſten ſind ſehr neugierige Menſchen. So ein Neugieriger be⸗ ſuchte einmal Thomas A. Ediſon in ſeiner Re⸗ ſidenz und ſtellte an ihn folgende Frage:„Mr. Ediſon, warum haben Sie ſich noch nie als Goldmacher verſucht? Sie ſind ein großes Ge⸗ nie. Sie könnten beſtimmt einen Apparat er⸗ finden, mit welchem man Gold gewinnen könnte.“ Ediſon antwortete nicht. Er nahm ſeinen Hut und forderte den Journaliſten auf, ihm zu folgen. Er führte den Reporter in ein Bank⸗ haus, dort öffnete er eine große Treſortür und fragte den Neugierigen:„Was ſehen Sie da drinnen?“ „„Gold, viel Gold!“ erwiderte der Journaliſt überraſcht, als er eine große Menge Goldbarren in der Panzerkaſſe erblickte. „Dieſes viele Gold hat alles Ediſon gewon⸗ nen!“ ſagte der Erfinder. „Womit?“ „Mit einem kleinen Apparat!“ „Ach! Wie iſt das möglich?“ „Sehr einfach! Ich habe nämlich den Phono⸗ graphen erfunden. Und nach dieſer Erfindung kam das viele Gold, das Sie hier ſehen, von ſelbſt. Sehen Sie, darum bin ich kein Alchimiſt geworden. Der Wirt kennt ſeine Gäſte In einer Stadt des deutſchen Oſtens gibt es ein Künſtlerlokal, das wegen ſeiner guten Küche und ſeiner gemütlichen Einrichtung bekannt iſt — auch gern von Fremden aufgeſucht wird. Vor dem Lokal hat der Wirt ein großes Schild angebracht, auf dem er in deutlichen Buchſtaben geſchrieben hat: „Hunde dürfen laut polizeilicher Anordnung nicht ins Lokal gebracht werden.“ Jeder Gaſt muß dieſe Warnung leſen. Trotz⸗ dem begrüßt ihn an jedem Tiſch im Innern des Lokals noch folgende zuſätzliche Inſchrift: „Die trotz des Polizeiverbotes mitgebrachten Hunde dürfen nicht auf die Sofas gelaſſen werden.“ Und wieder ſtehn voir an der Wende. Neujahr im Volksbrauch/ Die zwölf heiligen Nächte/ Götfkervaker Wolan und Knecht Ruprecht Eine Zeit geheimnisvollen Zaubers, in der manch alter Volksbrauch wieder erſteht, bedeu⸗ ten die zwölfheiligen Nächte um Weih⸗ nachten bis Neujahr. Unſere Vorfahren hatten ſie dem Allvater Wotan geweiht. Auf ſchnee⸗ weißem Götterroß jagte er nach ihrem Glauben um dieſe Zeit in Sturm und Dunkelheit über die winterlichen Felder. Und wehe dem, der nicht reinen Gewiſſens war und Wotans kläf⸗ fender Meute in einer der zwölf Nächte be⸗ gegnete! Zwiebelſchalen als Wetterpropheten Später wurde dann aus dem germaniſchen Göttervater der Knecht Ruprecht, der gleich Wotan die Lande durchzieht, um die Guten zu belohnen, die Böſen aber zu beſtrafen. Den⸗ noch haben ſich, wenn auch in veränderter Ge⸗ ſtalt, gar manche jener altgermaniſchen Zau⸗ berbräuche bis auf den heutigen Tag erhalten. Vielerorts hängt vor allem das Landvolk noch feſt an dieſen Sitten. Da ſchauen die Mädchen am Neujahrsmorgen in den Brunnen, um ihren„Zukünftigen“ darin zu erblicken, oder ſie lauſchen an einem Baumſtamm ihres Gartens, der ihnen dasſelbe große Geheimnis offenbaren ſoll. Auch den Backofen kann man in manchen Gegenden nach dem Namen des Liebſten fragen, ja ſogar der Hahn im Hühner⸗ ſtall muß als Neujahrsorakel herhalten. Wenn Schafe im Schnee in der Neujahrsnacht, in der die Tiere ſprechen können, ein Mädchen nach ſeinem Hochzeits⸗ tage fragt, gibt ihm der Hahn die erſehnte Ant⸗ wort. Der Knecht aber ſchüttelt am Neujahrs⸗ morgen den Lattenzaun und ſagt dazu einen Reim auf, der ihm im nächſten Jahr zu einer eigenen Wirtſchaft verhelfen ſoll. Selbſt Wetter und Haushalt ſind in den Kreis der Neujahrsbräuche mit einbezogen. Aus zwölf auf dem Tiſch liegenden Zwiebel⸗ ſchalen, die mit Salz beſtreut ſind, ſoll man das Wetter für die nächſten zwölf Monate er⸗ kennen können. Und ſtreut man am Neufjahrs⸗ morgen etwas Hühnerfutter auf die Türſchwelle des Hauſes, ſo vergehen den Hühnern alle Aus⸗ wanderungsgelüſte. Reicht man ihnen ihre Körner aber am Neujahrsmorgen innerhalb eines Kreiſes, ſo werden ſie in Zukunft ihre Eier ſtets auf dem eigenen Hofe ablegen. Und nagelt man ſchließlich eine Eule oder einen Habicht an des Scheunen⸗- oder Hoftor, ſo wird im neuen Jahr das Haus vor jedem Unwetter bewahrt bleiben. Warum wir Blei gießen Auch altgermaniſche Opferbräuche ſind mancherorts in veränderter Form im Landvolk noch lebendig. Weihnachtskuchen, Früchte oder auch Geflügel werden den geheimnisvollen Gewalten dargebracht, von denen das Wohl Aufn.: W. Glaser Der Spielertyp„aus den Sternen“ Das todſichere Syſtem/ Der Mann, der immer gewann Tauſende von Menſchen rechnen tagaus tag⸗ ein in aller Welt, um endlich das„todſichere Syſtem“ zu finden, mit dem man am Rou⸗ lettetiſch garantiert geiwnnen muß. Sie ver⸗ ſuchen mit Formeln und mathematiſchen Ta⸗ bellen, mit Kurven und Zeichnungen den Lauf der kleinen Schickſalskugel, die doch nur der Zufall lenkt, zu berechnen. Nun aber iſt tatſäch⸗ lich ein Mann aufgetaucht, der von ſich mit Recht behaupten kann, das„Kolumbusei des Glücksſpiels“ entdeckt zu haben. Er fand das ſichere Syſtem, mit dem man gewinnen muß. Und er gewann. Freilich— im Endſpiel verlor er doch, denn das Gericht in Nizza be⸗ ſtrafte ihn mit ſechs Monaten Gefängnis Wierg zweimal konnte man in den Riviera⸗Zeitungen, vor allem im„Journal de la Cote'Azur“, das in Monte Carlo viel ge⸗ leſen wird, folgendes Inſerat finden:„Warum verlieren Sie im Spiel? Ich berechne Ihre Ge⸗ winnchancen nach den Sternen. Sie brauchen mir nichts zu bezahlen. Schicken Sie Ihre ge⸗ nauen Geburtsdaten ein und Sie werden mei⸗ nen Rat erhalten. Erſt wenn Sie gewonnen haben, ſollen Sie mir die Hälfte des Reinge⸗ winnes überweiſen. Ich garantiere für den Er⸗ folg. Dr. Wilhelm Hahn, Pſychophrenologe und Aſtronom. Beaulieu, Poſtfach.“ Das war für manche Spieler, die an der Roulette un⸗ glücklich operiert hatten, ein recht verlockendes Angebot. Konnte ein Mann unredliche Abſichten haben, der nur forderte, daß man ihm die Hälfte ſeines Reingewinnes gab, den man durch ſeinen Rat erzielte? Spieler ſind häufig aber⸗ gläubiſch, und ſo bekam„Herr Dr. Hahn“ auf ſeine Inſerate ganze Berge von Briefen, in denen die Glücksritter ihr Geburtsdatum be⸗ kannt gaben. Und daß ſehr viele Leute mit den Angaben des„Herrn Doktor“, der angeblich wegen eines Ehrenworts ſeinem verſtorbenen Vater gegenüber den Spielſaal nie betrat, große Gewinne erzielten, ging ſchon daraus hervor, daß fortgeſetzt recht anſehnliche Geldbeträge bei dem geheimnisvollen Herrn einliefen, die ihm ein luxuriöſes Leben ermöglichten. Schließlich aber, nachdem der erfolgreiche Wahrſager ſchon ein volles Jahr an der Cote d Azur gewirkt hatte, kam ein Inſpektor der Polizei von Nizza zufällig auf den Gedanken, ſich die Sache einmal näher anzuſehen. Er ſandte ſein Geburtsdatum ein und erhielt den Beſcheid, er möge am 23. Oktober Punkt drei Uhr am Tiſch III des Spielſaales fünftauſend Franken auf Schwarz ſetzen und die Hälfte des erzielten Gewinnes an ihn, Herrn Dr. Hahn, überſenden. Der Inſpektor ging in den Spiegel⸗ ſaal, befolgte den Rat, ſetzte aber nur im Geiſte. Tatſächlich landete die Kugel zu dem angegebe⸗ nen Zeitpunkt auf einer ſchwarzen Nummer. Der Inſpektor hätte gewonnen. Aber ehe er noch an ein Wunder glauben konnte, ſah er neben ſich einen Herrn, der 5000 Franken auf Rot geſetzt hatte und, als er verlor, die Be⸗ merkung„Verdammter Wahrſager“ vor ſich hin⸗ murmelte. Da kam das Geheimnis an den Tag. Der Wahrſager empfahl dem einen ſeiner Kun⸗ den, auf Schwarz zu ſetzen, während der andere den naämlichen Brief erhielt mit der Anweiſung, Rot zu ſpielen. Und da ſtets eine dieſer beiden Farben kommt, mußte er, der ſich die Hälfte des Reingewinnes ausbedingte, auf alle Fälle ge⸗ winnen. Der Inſpektor machte dieſem„tod⸗ ſicheren Syſtem“ ein Ende, indem er„Herrn Dr. Hahn“ verhaftete. und Wehe des Bauernvolkes im nächſten Jahr abhängt. Andere Bräuche wieder dienen der Erhaltung der Geſundheit oder der Vertrei⸗ bung von Krankheiten, zu welchem Vorhaben die zwölf Nächte beſonders geeignet ſein ſollen. Rad, Hufeiſen und Kreuz ſind dabei die Glücks⸗ ſymbole, die am Neujahrsmorgen in verſchie⸗ dener Form zur Anwendung gebracht werden. Heidniſche Ueberlieferung und Chriſtentum ſind hierin zu eindrucksvoller Einheit ver⸗ ſchmolzen. Schon die alten Römer und andere Kul⸗ turvölker begingen das Neujahrsfeſt mit Ge⸗ ſchenken, Glückwünſchen, Schmauſereien, Um⸗ zügen, Tänzen, Geſängen und karnevalsmäßi⸗ gem Mummenſchanz. Im Mittelalter ſandte man einander gedruckte Glückwünſche in Kupferſtich, Holz⸗ oder Metallſchnitt, die ſpäter durch handſchriftliche Glückwunſchbriefe oder Neujahrskarten erſetzt wurden. Zu den Neujahrsbräuchen, die auch bei den Menſchen in der Stadt noch viel verbreitet ſind, zählt außer der gegenſeitigen Beglückwünſchung beim Mitternachtsſchlag vor allem das Bleigie⸗ ßen. Was glaubt man nicht alles aus den in den merkwürdigſten Formen erſtarrenden Metallklümpchen deuten zu können? Der Vater erblickt darin das eigene Heim; die Mutter hofft auf das große Los; die Tochter erwartet den Brautſchuh und der Sohn glaubt das heißerſehnte neue Motorrad zu erkennen. Und wenn dieſe erträumten Dinge beim erſten Blei⸗ gießen nicht gleich herauskommen, wird eben ſo lange weitergegoſſen, bis der Wunſch erfüllt iſt. Selbſt durchnäßte Tiſchdecken und ver⸗ ———55 Finger nimmt man dabei gern in auf. Die guten Pfannkuchen Doch was wäre das Neujahrsfeſt ohne die leiblichen Genüſſe zu Silveſter! Punſch und Krapfen, der in Norddeutſchland Pfann⸗ kuchen genannt wird, ſpielen dabei eine große Rolle. Zu Weltruf im Pfannkuchenvertilgen hat es bekanntlich die Reichshauptſtadt gebracht. Berlin verzehrt zu Silveſter durchſchnittlich nicht weniger als zehn Millionen Pfannkuchen. Auf jeden Berliner kom⸗ men ſomit zweieinhalb Pfannkuchen. Die Bäk⸗ ker verbrauchen zu dieſen zehn Millionen Pfannkuchen nicht weniger als 170 000 Kilo⸗ gramm Mehl, etwa 10 bis 12 Waggons; 100 000 Kilogramm Zucker; 750000 Eier, 50 000 bis 55 000 Kilo Fett, ſowie 30 000 bis 35 000 Kilo Marmelade und Konfitüren. Nimmt man die Durchſchnittslänge eines Pfannkuchens mit ſie⸗ ben Zentimetern an, ſo ergeben die zehn Mil⸗ lionen, die Berlin allein zu Silveſter verzehrt, aneinandergereiht eine Strecke von faſt ſie⸗ benhundert Kilometern, eine Strecke, die der Entfernung zwiſchen Berlin und Mün⸗ chen entſpricht. Würde jemand mit der Eiſen⸗ bahn im Schlaraffenland den Weg zwiſchen den beiden Hauptſtädten zurücklegen, ſo könnte er durchgehend auf Pfannkuchen fahren. Das iſt allerhand, ſelbſt wenn man die Leidenſchaft der Berliner für ihre Lieblingsſpeiſen berückſichtigt. Aehnlich liegen die Verhältniſſe in anderen Städten des Reiches. „Mancher wird ſich fragen, warum das Neu⸗ jahrsfeſt ſo wenig in kirchlichem Zeremoniell, doch deſto mehr in abergläubiſchen Vorſtellun⸗ gen und karnevaliſtiſcher Ausgelaſſenheit in Er⸗ ſcheinung tritt. Es wurde zwar ſchon im 6. Jahrhundert jeweils am achten Tage nach Weihnachten als kirchliche Feier begangen, ſtand jedoch in keinerlei Beziehungen zum Jahres⸗ anfang. Im alten Rom ſchloß ſich das Neu⸗ jahrsfeſt an die Saturnalien an und war mit lärmenden Luſtbarkeiten verbunden, die ſchon bei den erſten Chriſten Anſtoß erregten. Das gegenſeitige Beſchenken aus dieſem Anlaß war bei ihnen verpönt und durch Buß⸗ und Strafpredigten, ſowie Almoſengeben erſetzt. Infolge dieſer ablehnenden Stellungnahme der Kirche war es möglich, daß ſich die alten, heid⸗ niſchen Neujahrsbräuche ſo lange erhalten und, untermiſcht mit kirchlichen Vorſtellungen, bis zum heutigen Tage in allen Ländern das Feld J. Mayne. behaupten konnten. Neulahrsmorgen Weltbild(MI) Blick aus dem Turm des Freiburger Münsters 4 Mannheim nüich ubers cand 30. Dezember 1036 Unſere Buttererzeugung jetzt weſentlich geſteigert Die Auswirkungen der beſſeren Verarbeikung/ Die miichwirtſchaft in der neuen Marktordnung Im Mittelpunkt des volks⸗ und ernährungs⸗ wirtſchaftlichen Intereſſes ſteht neben dem Vieh⸗ und Fleiſchmarkt wohl am ſtärkſten die Betrachtung des Milch⸗ und Buttermarktes; denn hier zeigt ſich für den Verbraucher immer wieder die Beantwortung der Frage, wie weit wir in unſerer Fettwirtſchaft imſtande ſind. uns in ausreichendem Maße ſelbſt zu verſorgen. Beſonders im Hinblick auf den vor einiger Zeit veröffentlichten Fettplan und die Einführung von Kundenliſten iſt die Beantwortung dieſer Frage und die Aufzeichnung der Entwicklungs⸗ tendenzen vor allen Dingen auf dem Butter⸗ markt für jeden recht intereſſant. Denn gerade hier kann man einmal das Wirken der national⸗ ſozialiſtiſchen Marktordnung und die Erfolge der verſchiedenſten Maßnahmen, die auf dieſem Gebiete getroffen worden ſind, am beſten auf⸗ zeigen. Zahlen beweiſen Beginnen wir ſofort mit den aktuellſten Er⸗ eigniſſen. Die Hauptvereinigung der deutſchen Milchwirtſchaft, die allwöchentlich allen be⸗ teiligten Wirtſchaftsgruppen über die Markt⸗ berichte des Reichsnährſtandes einen lehrreichen Einblick in die hier geleiſteten Produktions⸗ arbeiten gibt, zeigt in dieſen Marktberichten, mit welchem Erfolg die bisherige Arbeit ab⸗ ſchließt, und wie die Entwicklungstendenzen auf dem Buttermarkt für die Zutunft ſind. Wenn man mit aller Vorſicht, die bei einer ſolchen Vorausſchau notwendig iſt, die Entwicklung be⸗ trachtet, ſo kann man mit Beruhigung auf dem Gebiete der Butterverſorgung in die Zukunft ſehen. Aus den aufeinander folgenden ochen⸗ berichten geht immer wieder deutlich hervor, daß die Anlieferung von Milch an die Molke⸗ reien für die Herſtellung von Butter in ziemlich gleichmäßigem Maße erfolgt. In der Woche vom 28. November bis 4. De⸗ zember 1936 z. B. konnten die deutſchen Molkereien insgeſamt 68 461 Doppel⸗ zentner Butter erzeugen, während in der Vorwoche etwa 68 671 Doppelzentner Butter hergeſtellt wurden. In der gleichen Woche des Vorjahres dagegen wurden nur 50 567 Doppel⸗ zentner Butter erzeugt. Dieſe Mehrerzeugung an Butter iſt eine Folge der Milchablieferungs⸗ pflicht, die heute überall im Deutſchen Reiche durchgeführt wird, und durch die natürlich ſo⸗ wohl mehr Milch an die Molkereien kommt als auch die angelieferte Milch beſſer und ſtärter für die Butterherſtellung ausgenutzt wird, als wenn ſie wie bisher als Bauernbutter perarbei⸗⸗ tet wurde. Die Hauptvereinigung ſelbſt nimmt zu dieſer Entwicklung Stellung und führt dabei aus, daß die zur Verbutterung bereitſtehenden Wertmilchmengen ſich nunmehr annähernd un⸗ verändert zu halten ſcheinen. In den kommen⸗ den Wochen wird wohl die Höhe der molterei⸗ mäßigen Buttererzeugung durch den voraus⸗ ſichtlich höheren eigenen Bedarf der landwirt⸗ ſchaftlichen Bevölkerung und der Milchumſätze in den Städten beeinflußt werden, doch iſt mit ſtärkeren Veränderungen kaum zu rechnen. Segen der Marktordnung Das iſt eine erfreuliche Feſtſtellung, die hier gemacht wird. und die— wie ſchon vorher aus⸗ geführt— auf die Maßnahmen zurückzuführen iſt, die gerade auf dem Milchgebiet getroffen worden ſind. Die Ordnung der Milchwirt⸗ ſchaft iſt eine der erſten Taten des National⸗ ſozialismus geweſen und das erſte Glied in der Kette der Marktordnung des Reichs⸗ nährſtandes. Wohl auf keinem anderen Ge⸗ biete herrſchte nämlich eine ſolche Unordnung, ein ſolcher Verfall der Preiſe und ſolche kata⸗ ſtrophalen Abſatzverhältniſſe wie gerade auf dem Gebiet der Milch und damit auch der Butterwirtſchaft. Hier mußte deshalb zuerſt eingegriffen werden. Die Preis⸗ und Abſatz⸗ verhältniſſe wurden neu geregelt, damit die Landwirtſchaft wieder in die Lage verſetzt wurde, dem ſtärkeren Ausbau der Milchwirt⸗ ſchaft ihr Augenmerk zuzuwenden und damit zur Schließung der Fettlücke, wohl das drin⸗ gendſte Problem unſerer Ernährungswirt⸗ ſchaft, mit beizutragen. Die Milchlieferungspflicht, die feſt⸗ ſetzt, daß alle Milch an die Molkereien abzu⸗ liefern iſt, trug mit dazu bei, daß die Butter⸗ erzeugung in ſteigendem Maße zunahm. Ein Beiſpiel aus dem Lande Württemberg ſoll das zeigen: 1932/33 wurden in Württemberg etwa 280 Millionen Liter Milch molkereimäßig er⸗ faßt, 1935 waren es ungefähr 460 Millionen Liter. Die Molkereibuttererzeugung konnte ſich deshalb dort von rund 65 000 Doppelzentner im Jahre 1932/½3 auf 105 000 Doppelzentner im Jahre 1934 und auf etwa 120 000 Doppel⸗ zentner im Jahre 1935 ſteigern. Hand in Hand mit dieſer Steigerung der Buttererzeugung durch die molkerei⸗ mäßige Erfaſſung geht die Ertrags⸗ ſteigerung bei Milch durch die nunmehr planmäßia durchgeführte Milchleiſtungskon⸗ trolle. Durch beſfere Futterberatung im Kuh⸗ ſtall, durch genaue Beobachtung der Tiere und Ausmerzung der ſchlechten Milchgeber wird dieſe Leiſtungsſteigerung in verſtärktem Maße fortgeführt werden. In Goslar auf dem Reichsbauerntag iſt dazu ausgeführt worden, daß die deutſche Butterverſorgung aus eigener Scholle keineswegs als Utopie anzuſehen ſei. Sie würde erreicht ſein, wenn es gelänge, die jährliche Milchleiſtung der Kühe von jetzt etwa 2300 Litern um 300 bis 400 Liter auf 2700 Liter jährlich pro Kuh zu ſteigern. Die vorher gezeigte Entwicklung beweiſt die Wirkſamkeit der getrofſenen Maßnahmen. Durch ſie iſt es auch möglich geweſen, ungefähr 270 000 Zentner Markenbutter in dieſem Jahre während der Milchſchwemme einzu⸗ kagern, um ſie in Zeiten der Verknappungen als Reſerve auf den Markt zu werfen, Wirken ſich die getroffenen Maßnahmen weiterhin aus, ſo iſt zu hoffen, daß unſere deutſche Butter⸗ erzeugung immer ſtärker zunimmt und ſomit entſcheidend dazu beiträgt, die noch beſtehende Fettlücke zu ſchließen. H. D. Die Holdſtadt nach ihrem Lichtfeſt Die Gulaſchkanonen auf der Reichsautobahn ⸗Bauſtelle/ Am Jahresende (Eigener Bericht des„Hakenkreuzbanner“) * Pforzheim, 30. Dezember. Es wurde reichlich beſchert in Pforzheim. Und nicht nur Gold, das jetzt am Finger und am Arme glänzt oder beim Ball ſiegesfroh auf der Bruſt ſtrahlt. Nein, ſo ziemlich alle Arten von Geſchäften waren dieſes Jahr recht zufrieden mit Weihnachten, ob ſie Puppen⸗ oder Kinderwagen verkauften, Schaukelpferdchen oder Feſtgänſe, Bekleidungswaren oder Sportgeräte, Kunſtge⸗ werbliches oder Trinkalien. Die Gaſtftätten und großen Hotels hatten ebenſo Hochbetrieb, die Lichtſpiele, das Theater waren ſehr gut befucht, die Bahn hatte geradezu unerhört ſtarken An⸗ —— obwohl Frau Holle diesmal unſeren Sti⸗ freunden abgewunken und ihre großen Pläne verſchoben hatte, vielleicht auf Neujahr. „Heer und überall. Faſt ſedes Haus hatte irgend eine Uni⸗ form zu Beſüch, und dieſe hob ſich bei den Feſtlichkeiten, den bunten Abenden, in den Theatern, bei den Stephansbällen ſehr hervor aus dem feſtlichen Rahmen, in dem e auf. und ab ging, als hielten unſere Schnei⸗ derinnen und Modemeiſterinnen Leiſtungsſchau Zum Verzücken war mancher Rücken und von zierlich vergoldeten Fußſpitzen bis zum wogen⸗ den Meer der Dauerwellen ſchwang der Rhyth⸗ fteut ſchöner Frauen, die ſich ihrer Jugend freuten. — Wir erlebten auch den Zauber des alten Brauchs der Sonnwendfeier. Er übt ſeine Zau⸗ berkraft aus auf alle Empfänglichen, auf alle Jugend. Der Arbeitsdienſt hat dieſe ma⸗ giſche Kraft verſpürt bei ſeiner Feier am Iſprin⸗ ger Pfad, im Schein der Fackeln und des lodern⸗ den Holzſtoßes, unter Geſang und Fanfaren⸗ Lied oder Arie Von Walter Berten Zu den Worten, die fremde Völker aus dem Deutſchen in ihren Sprachgebrauch übernom⸗ men haben, weil etwas ſo typiſch Deutſches mit dieſem Begriff benannt wird, daß Inhalt und Laut untrennbar erſcheinen, gehört das Wort: Lied. Immer war das deutſche Lied der volkhafteſte Ausdruck deutſchen Weſens. Wir alle haben ſolche Lieder lebendig in unſe⸗ rer Vorſtellung: etwa Schuberts„Am Brun⸗ nen vor dem Tore“, Schumanns„Wohlauf noch getrunken den funkelnden Wein“, Brahm⸗ ſens„Immer leiſer wird mein Schlummer“, Wolfs„Wer in die Fremde will wandern“. Wenn der Deutſche einem Gefühl der Freude oder des Schmerzes Ausdruck geben will, ſingt er ſeine Lieder; und im Freundeskreiſe ſtimmen bald alle mit ein. Die Berliner Volksſprache kennt dem gegenüber den Ausruf:„Menſch, quatſch keene Oper“, mit dem er ihm gekünſtelt fremd oder gewollt Erſcheinendes abwehren will. Die Hauptform des Einzelgeſangs in der Oper iſt die Arie— und wir verſtehen, daß der Arie ob ihrer künſtleriſch komplizierten Form, ihrer Bindung an das große Kunſt⸗ werk des feſttäglichen, außerordentlichen An⸗ laſſes weniger Volkstümlichkeit vergönnt iſt wie dem Lied, Das Lied iſt geiſtig und formal eine Welt für ſich, Ein beſtimmtes Schickſal, ein geſchloſ⸗ ſener Gedante, ein umfaſſendes Gefühl wird in einer für ſich beſtehenden Form zum Aus⸗ druck gebracht. Als: Liebeslied, Vaterlanos⸗ lied, Trint⸗ und Wanderlied uſw. Es ſind zu⸗ melſt Schickſale und Gefühle, die alle angehen und berühren. Die meiſt gradlinig einfache Melodie vermählt ſich mit dem hier faſt ſteis dichleriſch wertvolen Text zu einer neuen höheren Einheit. Es iſt ſehr oft ſtrophen⸗ mäßla angelegt und im Aufbau leicht zu er⸗ faſſen. Auch die Arie hat ihren beſtimmten Form⸗ Aufriß: am meiſten finden wir die Art der Dakapo⸗Arie— Wiederholungs⸗Arie genannt, weil in der Folge von-Teil—-Teil— A⸗Teil nach dem zweiten Teil mit ſeiner neuen Melodie der erſte mit der bereits bekannten wiederholt wird. Die äußere Form iſt weni⸗ ger das, was Lied und Arie unterſcheidet. Die Arie ſteht nicht als eine geſchloſſene Welt füt ſich allein; ſie iſt Teil aus einem größeren Ganzen— aus einer Kantate, einem Orato⸗ rium oder einer Oper, in deren epiſchem oder dramatiſchem Verlauf die Arie als lyriſche Betrachtung die Stimmung und Empfindung des Augenblicks feſthält. Iſt die Arie aus eines Künſtlers Hand, ſo übt ſie auch für ſich allein gefungen künſtleriſche Wirkung aus, ihr letzter Sinn aber erfüllt ſich als Teil eines größeren Ganzen. Bei der Arie kommt es weniger auf die Mitteilung beſtimmter Ge⸗ danten und Erlebniſſe an wie beim Lied; die Arie iſt vielmehr der ſchmuckreiche Ausdruck einer durch den bisherigen Verlauf des Ora⸗ toriums, oder der Oper herbeigeführten Stim⸗ mung, die lyriſche Betrachtung des hier kulmi⸗ nierenden Affekts So hat der eigentliche Wort⸗ inhalt oft wenig Bedeutung; man könnte faſt fagen, daß die Worte nur dazu da ſind, die Geſangsmelodie zu tragen. Schließlich braucht man ſa auch nur einen Blick zu tun in die Auszüge mancher Opern von Wagner, auch durch ihre Muſik unſterblicher Oratorien, um feſtzuſtellen, wie dürftig im poetiſchen Sinne oft die Arientexte ſich ausnehmen. Es gibt da zuweilen endloſe Wortwiederholungen, Kolo⸗ raturen und ganze Melovieteile auf einzelne Ausrufe und Silben. Wir müſſen eben die Arie— im Gegenſatz zum Lied— als eine muſikaliſche Form erkennen, die ganz aus dem Geiſte der FInſtrumentalmuſik(und auch zeit⸗ lich mit ihrem Entſtehen) geboren wurde Schon rein äußerlich: ſedes Volkslied und viele Kunſtlieder kann man ohne Begleitung ſingen— eine unbegleitete Arie würde im all⸗ gemeinen unfertig, ja ſeltſam klingen. otte“ belehten das Straßenbild klang, im geiſternden Chor, über dem der Him⸗ mel ſeinen Sternendom wölbte. Wie glücklich waren auch die armen 150 Kinder mit ihren Eltern, die das Bataillon zu ſich geladen hatte, inauf über die Waldſiedlung Buckenberg. s hatte ihnen einen ſtimmungsvollen Weih⸗ nachtstiſch bereitet mit Kakao und Kuchen und der Pelzmärte tat das übrige zur Vollendung der Feſtesfreude, als er ſeinen großen Sack aus⸗ ſahn Da gabs auch für jedes noch Spiel⸗ ſachen und nützliche Dinge, und die Militär⸗ muſik ſpielte gar lieblich vazu. Dank den Sol⸗ daten, die durch Sammlungen in der Kaſerne dieſe— zuſtande brachten. Aber,„umge⸗ lehrt iſt auch gefahren“, heißt ein Sprichwort. An dieſes hatten beſonders die Oeſchelbronner edacht, und zwar die fünf höheren Klaſſen der Echule die große Pakete gerne„ie Kaferne beſichtigen durften.— Das überzeugend echte Zeichen der Volksgemein⸗ ſchaft, Zeitzeichen des neuen Deutſchland, die von allen verſtanden werden. Auch in den Kinderheimen und ⸗hor⸗ ten war Beſcherung durch die Die Eltern wurden ſogar von ihren Kleinſten ſelbſt beſchenkt mit handgefertigten Sächelchen. Dann waren Beſcherungen veranſtaltet für die Blinden, im Bürgerbräu, bei Muſik und Geſang von zwei Kirchenchören, und für die Krieagsopfer, denen Gaben ins Haus 32555 wurden oder ins Krankenhaus bzw. ins Haus des Bundes für Das Frauenamt der Arbeitsfront hatte im fünhe wochenlang aus kleinen Spenden Stoff, Wolle und dergleichen erſtanden und de praktiſchen Gaben aufgearbeitet, die viel Freude erregten in notleidenden Familien. Die Haus⸗ So unendlich viele Chorlieder wir haben,— eine Chor⸗Arie wäre ein Widerſpruch in ſich ſelbſt; was man, cum grano salis, ſo nennen könnte, wäre das„Enſemble“, in dem ſich einige oder alle Soloſtimmen einer Oper oder eines Oratorlums zuſammenfinden, Aber ein ſolches Enſemble unterſcheidet ſich vom Chor⸗ lied etwa wie eine ausgewählte Voltsvertre⸗ tung vom Volk. Hiermit haben wir das We⸗ ſensmerkmal berührt, das im tiefſten Lied und Arie unterſcheidet, und aus dem ſich alles Aeußere und Formale leicht von ſelbſt erklärt. Das Lied, deſſen ſämtliche Kunſtformen zurück⸗ gehen auf das Volkslied, iſt immer und im Grunde volkhafter Natur und ſtets verbindlich in der Gemeinſchaft des Wir. Die Arie, die mit der Oper und der Inſtrumentalmuſik viel ſpäter entſtan, und zwar aus den Ideen und Kräften der Renaiſſance und des Humanis⸗ mus, iſt im Grunde ariſtokratiſcher Ratur und mehr einer individualiſtiſchen Haltung zuge⸗ neigt zumeiſt nur verbindlicher Ausdruck der Empfindung einer einzelnen Perſönlichkeit, deren Schickſal wir auf der Muſitbühne verſol⸗ gen, mehr oder minder begrenzt in einem Ich. Hier wird leicht begreiflich, warum das Lied volkstümlicher iſt als die Arie; wo das Volt dem höchſtgeſteigerten Ausdruck und Gefühls⸗ bekenntnis des Ich nicht folgen kann oder will, bleibt die Wirkung auf das Formale begrenzt. Aber es iſt gerade das Signum und der Sinn der großen ſchöpferiſchen Perſönlichkeiten, die Bedeutung unſerer Großmeiſter des Orato⸗ riums und der Oper, daß ſie in ihren Wer⸗ ken die Geſtalten und Charaktere empfinden und handeln laſſen aus dem gleichen Fühlen und Denken, das uns alle zur Volkheit bindet. Wenn Bach und Händel in den Arien ihrer Oratorien dem Gefühl des Mitleidens mit dem Gekreuzigten, der Freude über den Auferſtan⸗ denen durch den Mund eines einzelnen Aus⸗ druck geben,— wenn Gluck ſeinen Orpheus ſingen lüßt„Ach, ich habe ſie verloren“ und Weber die bange Sehnſucht der Agathe im „Freiſchütz“, die einſame Qual und den un⸗ Tee und Banken und Verſicherungen taten ſich in dieſem Liebeswerk beſonders hervor, zu Betriebsführer mit beigeſteuert hatten. * Die SA weiß, was der Mann mit der Schau⸗ fel und Spitzhacke braucht, draußen auf der n im kalten Winter⸗ tag, Sie ließ die Gulaſchkanone und Laſtwagen auffahren für 200 Pmit Grdſen, Zu den vol⸗ len Schüſſeln, Speck mit Erbſen, gabs da noch Tee mit Rum, und das ſchmeckte„wie aus dem Bgen un und weiblichen der Meer die Auſtern und Lampreten“. Auch die Stiefelſpenden der Volkswohlfahrt an über 800 Autobahnarbeiter werden noch lange in dank⸗ barer Erinnerung bleiben. Tatſoziallsmus heißt man das, mit einem ſchlichten Worte, was Pforzheim allexwege tat zu Weihnachten. Und ſo ward das Lichtfeſt ein Wohlgefallen allen, beſonders aber denen, die Hilfe brauchen und auch einmal ſich wieder freuen konnten. In einer öffentlichen Kundgebung ſprachen denn auch der Kreisleiter und der Kreisamtsleiter der Winterhilfe allen Gebern und Helfern den wohlverdienten Dank aus. Nicht vergeſſen ſei der Verkehrsverein, der den Feſten den 7 Rahmen gab, der ja noch bleiben wird bis nach Neufjahr, zur Freude aller Beſucher un⸗ ſerer Stadt. In dem lebens⸗ und ſangesfrohen Pforzheim nahmen die Vereinsfeiern ihren Fort⸗ ganh Ueberall waren die Säle überfüllt und ein dankbares Publikum fand frohe Stunden. Ein verwegener Straßenräuber Pforzheim, 30. Dez. In der Wilferdin⸗ gerſtraße wurde am Donnerstagnachmittag eine rau von zwei Burſchen im Alter von 14 und 17 Jahren überfallen und ihr die Handtaſche mit Inhalt entriſſen. Den Tätern iſt man auf der Spur. Von der Univerſität Heidelberg, 30. Dez. Die Preſſeſtelle der Univerſität teilt mit: Der dem Dozenten Dr. Heinz Dietrich Wendland erteilte Auftrag zur vertretungsweiſen Wahrnehmung der Pro⸗ feſſur für Neues Teſtament und Sozialethik in der Evangeliſchen Theologiſchen Fakultät der Kiel wurde bis Ende März ver⸗ ängert. flus der Saarpfalz Ein Volksſchädling Haßloch, 30. Dez. Ein arbeitsſcheuer Menſch iſt der verheiratete 28 Jahre alte Ernſt Grimmer aus Bruchmühlbach, wohnhaft in Haßloch. Wie ſchon öfter hat Grimmer vor etwa acht Tagen ſeine Familie heimlich verlaſſen und kümmert ſich ſeitdem überhaupt⸗ nicht mehr um ſie. Sein Aufenthalt konnte bis jetzt noch nicht ermittelt werden. Wahrſchein⸗ lich treibt ſich Grimmer herum und lebt vom wilden Hauſierhandel und Betteln. Mittei⸗ lungen über den Aufenthalt wollen unverzüg⸗ lich an die Polizei Haßloch gegeben werden. Auto in Flammen Limbach, 30. Dez. Ein folgenſchwerer Verkehrsunfall ereignete ſich am Montagvor⸗ mittag 10 Uhr auf der Kaiſerſtraße hinter Limbach. Ein Perſonenwagen der Karlsberg⸗ Brauerei Homburg wurde von einem ent⸗ gegenkommenden Fernlaſtwagen geſtreift und geriet in den Straßengraben, wobei es in Flammen aufging. Die beiden Inſaſſen, der Betriebsführer Hirſch und der Kaſſier Fritz beide aus Homburg, wurden ſchwer verletzt. ——————————————————————————— beſchreiblichen Jubel der harrenden, hoffenden, das Glück ſchauenden Rezia im„Oberon“ bän⸗ digt in die große, bewegte, freie Form der Arie.„ ſo fühlen und wiſſen wir: mag dies auch die Empfindung dieſer einzelnen Perſön⸗ lichkeit ſein, ſo zu fühlen, zu lieben, zu leiden iſt uns allen gegeben, hier fand ein Meiſter den Ausdruck für ein gemeinſames Schickſal. —Nur außerordentliche Charaktere können Trä⸗ ger einer dramatiſchen Handlung ſein. Wenn es dem Lied gegeben iſt, das Schlichte ebenſo wie das Große zu umfaſſen,— die Arie lebt immer aus der außerordentlichen Erregung der Gefühle, und zwar im weiten Bewegungs⸗ raum vom Spieleriſchen bis zum Heroiſchen. Sie ſetzt mit einem prägnanten melodiſchen Motiv meiſt erſt ein nach einem vorangegan⸗ genen Sprechgeſang— Rezitativ genannt—, der in knappſter muſikaliſcher Diktion die Vor⸗ geſchichte oder die Umſtände berichtet, aus denen ſich die außerordentliche Stimmung er⸗ gibt, die nun den Inhalt und Charakter der Arie beſtimmt. Sie folgt dabei den verſchie⸗ denen Empfindungen, die von dieſer Stim⸗ mung ausgelöſt werden in nuancenreichem Ausdruck. Hinzu kommt ein über das Lied weit hinausgehender Tonumfang, ſchwierige charakteriſierende Tonſchritte, die Stimmbe⸗ hauptung ſu ba einem ganzen Orcheſter. Kurz: es ſind viele geiſtige und techniſche Gründe, die von vornherein dem Volk die Arie fremder als das Lied erſcheinen laſſen, zumal die Selbſtausübung in den meiſten Fällen dem Laien unmöglich ſein wird. Aber muſikaliſch ſein und muſikaliſch genießen kön⸗ nen, heißt ja nicht nur felbſt muſtzieren, ſon⸗ dern auch mit Bewußtſein und innerer Aktiwi⸗ tät zu hören Die Frage nach dem Unterſchied von Lied und Arie dürfte beantwortet ſein: verſchieden⸗ artig— doch gleichwertig. Dann, wenn über alles Formale und ſeine Begrenzungen hin⸗ aus der Meiſter der Gemeinſchaft vom glei⸗ chen Schickfal kündet. em auch die Der a mehr ar mitgeſch — —— ————— 5 — U——— — ——————— 5———— —.— —— ————————— ————————— ————— ————————— ————— katholtſe ſern(Ke katholiſe als Sill ſtantiſch 1911 im Die bez Benenn. Altja! altem B aller Ar nur dru mit ihre Erſt i niſche„9 zunächſt Jahrhur allgemei „ 2 i warum Darun und 17 gel bean Drei 2 ſich durch und falſc eignet. V nach ein mußte. Sachſchad Neues nien. Da verwaltu nien abg mit Abla für iſt z der am von Kai tung von paketabto Eit Die Fa woch die tion“ in Rundfunk worden, wenn er angehört, und want davon zu treibt und Million Weiſe die nengel⸗ wunden, hatten, ih zuzuführe Nation“ a das Wer ſchen J. kurzem m vollendet! 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Der alte heilige Sylveſter geht uns gar nichts mehr an, er wird aber noch in den Kalendern mitgeſchleppt, wie ja überhaupt der alte römiſch⸗ katholtſche Feſtkalender in unſeren Jahreswei⸗ ſern(Kalendern) noch überwiegt. Im griechiſch⸗ katholiſchen Kalender iſt aber der 2. Januar als Silveſter bezeichnet. Für den deutſch⸗prote⸗ ſtantiſchen hat man„Gottlob“ geſetzt, ſo ſchon 1911 im„Zeitweiſer“ der Deutſchen in Galizien. Die bezeichnendſte und deshalb beſte deutſche Benennung des letzten Tages im alten Jahr iſt: Altjahrtag. Das neue Jahr wird nach ur⸗ altem Brauch mit Zuruſen, Geſchrei und Lärm aller Art begrüßt.„Ein guet new jor“, ſo nur drucken die Drucker des 15. Jahrhunderts mit ihrer neuen Kunſt ihre Glüchwünſche. Erſt im 16. Jahrhundert kommt das latei⸗ niſche„Proſit“, wörtlich„es möge nützen“ auf: zunächſt vereinzelt beim Zutrinten, erſt im 18. Jahrhundert als Univerſitätsmode, dann erſt allgemein und ſchließlich als Glüchwunſch zum neuen Jahr, auch ohne Getränk. Jetzt haben wir endlich den alten feſtlichen Ruf, der ſich ſchließlich nur in der Dichtung, beſonders den Schauſpielen erhalten hat, „Heil“, wieder allgemein im Gebrauch; warum nicht auch zum Neujahr? Darum; Heil Neufahr! Die Polizei meldet: 47 Verkehrsſünder. Bei einer am Dienstag vorgenommenen Verkehrskontrolle wurden 30 Rad⸗ und Kraftfahrer wegen Nichtbeachtung der Verkehrsvorſchriften verwarnt und 17 Kraftfahrzeuge wegen techniſcher Män⸗ gel beanſtandet. Drei Verkehrsunfälle. Am Dienstag haben ſich durch Nichtbeachtung des Vorfahrtsrechtes und falſches Einbiegen drei Verkehrsunfälle er⸗ eignet. Verletzt wurde hierbei eine Perſon, die nach einem Krankenhaus gebracht wevden mußte. Der an drei Fahrzeugen entſtandene Sachſchaden iſt von geringer Bedeutung. Neues Poſtpaketabkommen mit Großbritan⸗ nien. Das im Jahre 1894 zwiſchen den Poſt⸗ verwaltungen von Deutſchland und Großbritan⸗ nien abgeſchloſſene Poſtpaketabkommen verliert mit Ablauf dieſes Jahres ſeine Gültigkeit. Da⸗ für iſt zwiſchen der Deutſchen Reichspoſt und der am zwiſchenſtaatlichen Poſtpaketabkommen von Kairo nicht teilnehmenden Poſtverwal⸗ tung von Großbritannien ein neues Poſt⸗ paketabkommen abgeſchloſſen worden, deſſen Be⸗ ſtimmungen am 1. Januar 1937 in Kraft tre⸗ ten werden. Dieſes Abtommen enthält, abge⸗ ſehen von einigen techniſchen Verbeſſerungen, gewiſſe Vorteile für die Verſenderkreiſe. Am 1. Januar 1937 ſind 40 Jahre verfloſſen, daß Käfertal und Waldhof mit der Hauptſtavt Mannheim eingemeindet wurden. Aus dieſem Anlaſſe geziemt es ſich, eine Er⸗ innerung an die damaligen örtlichen Verhält⸗ niſſe wachzurufen, die Gründe der Eingemein⸗ dung anzugeben und die Folgen zu überprüfen. Vor 40 Jahren. Käfertal war ehedem faſt ein reines Bau⸗ erndorf. Die Quelle ſeiner Wohlhabenheit war ein ergiebiger Gemeindewald und die Frucht⸗ barkeit einer großen, landwirtſchaftlich Feaus⸗ ten Gemarkung. Die nahe Stadt war beque⸗ mer Abnehmer aller landwirtſchaftlicher Er⸗ zeugniſſe. Das brachte Geld, Beſitz, Macht und berechtigten Stolz der ahnenreichen Bauernbe⸗ völlerung. Sie krug den Geiſt der Selbſtän⸗ digkeit und Stadtgegnerſchaft naturgemäß in ich. Unter den 3121 Einwohnern von Käfertal am 1. Dezember 1895 war die Minderheit be⸗ 11f Induſtriebevölkerung, die in den jähr⸗ lich wachſenden Fabriken in und um Mann⸗ heim ihr Brot verdiente. Ihre geiſtige Ein⸗ ſtellung war ſtadtfreundlich und ſtand im Na⸗ ſten Geren zur Bauernbevölkerung. Die tief⸗ ſten Gegenſätze zwiſchen der Dorfſtammbevöl⸗ kerung und den Zugezogenen lagen in wirtſchaft⸗ lichen Ungleichheiten: die Ortsbürger betamen aus dem Walde jährl. 3 Ster Scheiterholz und 50 Reiſigwellen und wuchſen langſam in den Ge⸗ nuß des Dorfgutes oder des Allmendfeldes mit rund 150 Ar Ackergelände im Höchſtmaße ein: die Zugezogenen waren davon ausgeſchloſſen. Wer ſich einkaufen wollte, mußte als Orts⸗ geboxener 6 Mark, als Badener 223,54 Mark, als Nichtbadener fogar 303,48 Mark bezahlen. Außerdem mußte ein eine ſelbſtändige Lebensſtellung und ein gewiſ⸗ ſes Vermögen nachgewieſen werden. Alſo alles Bedingungen, die die Einbürgerung erſchwer⸗ ten, ja dem einfachen Fabrikarbeiter unmöglich machten. Der Zweck war, die möglichen Armen⸗ laſten zu erſparen. Zu den zwar kleinen, aber auf alle Einwohner verteilten Gemeindelaſten wurde jeder herangezogen. Das waren die be⸗ Wable en Gründe für Zank und Dorſſtreit bei ahlen. Neben dieſer Uneinigkeit in der Gemeinde⸗ verwaltung gab es üble Grenzſteitigkeiten über die zwiſchen der Stadt Mannheim und Käfertal, Dieſe ſteigerten ſich in vielen Fällen zu förmlichen Dorfſzenen. Anonyme Briefſchreiber verleumdeten, hetzten Bürger gegen Bürger. Klagen und Feindſchaf⸗ ten waren häufig die Folgen. Ferner beſtan⸗ den unüberbrückbare Gegenſätze zwiſchen den chriſtlichen Konfeſſionen. Rund 50 Jahre währ⸗ Ein Jahr„Stunde der jungen Nation“ Heute abend wird in einer Ringſendung Rückſchau gehalten Die Fanfarenklänge, mit denen jeden Mitt⸗ woch die„Stunde der jungen Na⸗ tion“ im Rundfunk eingeleitet wird, ſind dem Rundfunkhörer inzwiſchen längſt vertraut ge⸗ worden, und er hat ſich daran gewöhnt, auch wenn er nicht mehr der jungen Generation angehört, ſeinen Rundfunkapparat einmal dann und wann einzuſchalten, um ſich einen Begriff davon zu machen, was unſere Jugend heute treibt und was ſie bewegt. Millionen von Eltern haben auf dieſe Weiſe die Hitlerjugend wirklich ken⸗ nengelernt und manche Vorurteile über⸗ wunden, die ſie lange Zeit daran gehindert hatten, ihre Kinder der Jugend Adolf Hitlers zuzuführen. So hat dieſe„Stunde der jungen Nation“ auch auf dieſe Weiſe dazu beigetragen, das Werk der Einigung der deut⸗ ſchen Jugend vorzutreiben, das vor kurzem mit dem Geſetz über die Hitlerjugend vollendet werden konnte. Aber dieſes Jahr, in dem die„Stunde der jungen Nation“ zum erſtenmal vollkommen durchgeführt werden konnte, iſt mit dieſem Erfolg ſelbſtverſtändlich nicht ausgefüllt, denn in erſter Linie galt dieſe Stunde ja doch der Grziehung der Jugend ſelbſt und hier konnte in den vergangenen zwölf Monaten Vorbildliches geleiſtet werden. Die letzte„Stunde der jungen Ration“ wird am Mittwoch, 30. Dezember, eine Art Rückblick auf dieſe Arbeit und gleichzeitig auf die Ar⸗ beit der Hitlerſugend ſelbſt im vergangenen Jahr geben. Die Sendung iſt als Ringſendung auf⸗ gezogen, an der ſich die Reichsſender Berlin, Königsberg, Köln Stuttgart, München und der Deutſchlandſender beteiligen. Auf dem Programm ſteht ein Heimabend, ein Einblick in den Reichsberufswettkampf und die Sozial⸗ arbeit der Hitlerjugend, ein Ueberblick über die kulturelle Arbeit verbunden mit Erinne⸗ rungen an das Heidelberger Lager des Kul⸗ turamtes der RIßi. Die Sendung erinnert dann an die Großtage des vergangenen Som⸗ mers, die Olympiade in Berlin, das Olympia⸗ Lager der§, an den Rürnberger Par⸗ teitag und an den Adolf⸗Hitler⸗Marſch der Hitlerjſugend. Schließlich wird auch die Ein⸗ weihung der zählreichen Jugend⸗ herbergen in dieſer Ringſendung nicht ver⸗ geſſen. Es iſt der Rückblick auf ein Jahr des Kampfes, das in jeder Weiſe von Erfolg gekrönt war, ten dieſe Streitigkeiten. Urſachen waren die Aufhebung der Mn und der Reubau einer Simultanſchule, der jetzigen Kä⸗ A Viele Akten gibt es darüber. ndlich beſtand eine verbiſſene Rivalität zwiſchen Käfertal und der Tochter⸗ gemeinde Waldhof. Wie Waldhof entſtand Der** e Stadtteil Waldhof liegt be⸗ kanntli auß alter Käfertaler Gemarkung, Bis ungefähr 1800 dienten jene Fluren als Vieh⸗ weiden. Im Jahre 1803 gründete der alte För⸗ ſter Eberlein den„Atzelhof“. Auch ein Privat⸗ ſige„Luzenberg“ am„Nutzelberg“, deſſen Be⸗ itzer zweifellos Lutz geheißen hat, iſt bekannt. Das Gut war 13 Morgen groß, beſaß 400 bis 500 Obſtbäume, war nach engliſchem Stile an⸗ gelegt und wurde ſpäter von dem Hofgerichts⸗ rat und Hofbibliothekar Karl Artur von Trait⸗ teur käuflich erworben. Im Jahre 1833 kam das Gut unter den Hammer, zu 6136 Gulden war es veranſchlagt. So blieb dieſer Käferta⸗ ler Gemarkungsteil bis zum Jahre 1853 eine unbedeutende Belonomiefteplung In dieſem Jahre gründete die franzöſiſche Glasmanufak⸗ tur in St. Gorſaim auf einer Brandpplatte im Käfertaler Wald eine Zweigſtelle, die jetzige Spiegelfabrik. Mit 400 franzöſiſchen Beamten und Arbeitern 3 die Fabrik. Sie erbaute löſiſchen eigene Kirche und Schule mit fran⸗ zöſiſchen Pfarrern und Lehrern. Da die badi⸗ Die Folgen der Ex hat im ſtädtiſchen Auftrag 40 abkm Land wiſchen einheim, Wiesloch, Speyer und orms durch auf Grundwaſſer unterſucht. Er ſtieß im Käfertaler Wald auf einen mächtigen Grundwaſſerſtrom.(Dabei wurde auch in einer Tiefe von 28 bis 36 Meter Tiefe eine on B entdeckt. Sie ſtammt von verſunkenen Wäldern). Nach vielen Verſuchen und Proben wurde im Jahre 1895 von der Stadt das Waſſerwerk erbaut, Durch einen Vertrag vom 26. November 1864 war die Stadt berechtigt, Pumpſtationen zu er⸗ richten. Mit 64000 Mark war Käfertal abgegol⸗ ten. Die Vergrößerung der Stadt bedingte eine Erweiterung des Waſſerwerkes. Einem neuen Geländekauf widerfetzten ſich die Käfertaler Ortsväter. Deshalb hatte auch die Stadt ein vitales Intereſſe an einer Eingemeindung. Alle dieſe Gründe zuſammen, beſonders die Gefahr einer Loslöſung Waldhofs, brachten kluge Männer auf den Gedanken, auch von Käfertal aus die Eingemeindung zu fördern. Die Eingemeindungsverhandlun⸗ gen ſelbſt ſind für Müt⸗Käfertat kein Ruh⸗ mesblatt. Am 15. Mai 1896 ferte die ent⸗ ſcheidende Verſammlung im Käfertaler Rat⸗ haus ſtatt. Die Mehrheit der Bevölkerung war entſchiedenngegen die Eingemeindung. Erſt die Verleſung eines Briefes der angeblichen Stadtfreunde, die in letzter Stunde zur Oppo⸗ ſition übergehen wollten, ließ das Spiel der Induſtriebevölkerung durchſchauen. Jetzt ſtimm⸗ ten die richtigen Käfertaler dafür. Von 57 Bür⸗ gerausſchußmitgliedern ſtimmten 41 mit„Ja“, 12 mit„Nein“ und 3 Gemeinderäte ten ſich der Stimme. Die Würfel waren gefallen! Nach vierzig Jahren muß die Eingemeindung im ganzen als ein Segen bezeichnet werden. Einige Zahlen aus der n ſollen das beweiſen. Zu den 6661 Einwohnern im Jahre 1895 kamen im Laufe der vier Jahr⸗ Rabe neue Siedlungsgebiete, ſo am eiherplatz, am Bäckerweg, am Speckweg, die ſogenannte„Strum ib*erhieht weil dieſe Sied⸗ ler keinen Bauzuſchuß erhielten, vielmehr aus eigenen Erſparniſſen, aus dem Strickſtrumpfe, den Bauplatz und das Eigenheim bezahlen muß⸗ ten, ferner die ſchöne Gartenſtadt, die Neu⸗ Eichwalpſiedlung, an den Vogelſtang und an der Waſſerwerkſtraße, Bei der letzten Volks⸗ zählung am 16. Juni 1933 waren in Käfer⸗ tal 13 175, im Mre 14240 und in der Gar⸗ tenſtadt 3993 Einwohner. Der errechnete Gegen⸗ wartsſtand vom Statiſtiſchen Stadtamt lautet für Käfertal 14530, für den Waldhof 14240, alſo uweffahn gleich der amtlichen Volkszäh⸗ lung, weil die Benzbaracken ausquartiert wur⸗ den, und für die Gartenſtadt mit den umliegen⸗ den Siedlungen 7958 Seelen. Das ergiebt heute eine Einwohnerzahl auf Alt⸗Käfertaler Gemarkung bon 36 728 Menſchen. In hygieniſcher Hinſicht bekamen die Einge⸗ Kifertal und aaldhof 40 Zahre eingemeindet Kückblick auf die Jahrzehnte großſtädkiſcher Entwicklung/ Vor⸗ und Nachteile der Eingemeindung ſche Regierung den weiteren Zuzug franzöſi⸗ 1 Arbeiter und Beamten verbat, wurden eutſche angelernt. Ihre Kinder mußten nach äfertal in die Schulen und Kirchen. Erſt 1891 erbaute Käfertal der Tochtergemeinde eine deutſche Schule. Als dann im Jahre 1884 die weltberühmte Zellſtofffabrik erbaut wurde, erſtanden zwiſchen dem Atzelhof und der genannten Fabrik viele Arbeiterſiedlungen. Die Kolonien wuchſen raſch, ſo daß bis zur Ane der Waldhof 3541 Seelen zählte. Obwohl politiſch zu Käfertal gehörend, ſtreb⸗ ten die Induſtriemenſchen zur Stadt. Den letz⸗ ten und zugleich wichtigſten Grund für die Ein⸗ gemeindung bildete das Mannheimer Waſſer⸗ werk im Käſertaler Wald. Im Jahre 1783 wurde ein Verſuch gemacht, von der jetzigen n aus einen Graben zu ziehen is zum alten Brunnen beim großen Wirts⸗ haus am Kuhbuckel, unweit des Kar 1 Ein egiment der Mannheimer Garniſon warf einen Graben aus; aber das gute Trinkwaſſer konnte damals nicht zur Stadt geleitet werden. Von 1790 an wurde verſucht, von Nußloch aus einen Bergquell in Deicheln bis Mannheim zu leiten. Bis Ilvesheim floß ſchon das Waſſer, als 1795 die Franzoſen vor Mannheim die be⸗ reitgelegten Holzröhren als Brennholz verwü⸗ ſteten. Nach dem Kriege verfiel der Graben. Erſt dem öſterreichiſchen Ingenieur Schmrecker iſt es um das Jahr 1890 ge 1170 die Mann⸗ heimer Waſſerverſorgung vollſt ndig zu löſen. Eingemeindung meindeten im Daffer 1897/08 den Anſchluß an die Städtiſche Waſſerleiuntg, vorher waren nur drei Zapfſtellen hier, um bei etwaigen Bränden Schlau 445 zu haben. Am 16. Juli 1903 wurde die elektriſche Fen von Mannheim bis Käfertal in Be⸗ trieb genommen. Der Anſchluß an das ſtädtiſche Kanalnetz für die Abwaſſer, fowie die Einfüh⸗ rung der Gasleitung fanden im Jahre 1906 ihre Vollendung. Auch der Waldhof erhielt dieſe wirtſchaftlichen Kulturſegnungen, 1900 Gaslei⸗ tung, 1901 Waſſerleitung und Kanaliſation und 1908 ſeine Straßenbahn. Raſcher Aufſtieg Viele von Fabriken beding⸗ ten den Zuzug von Arbeitern, der wieder eine im Gefolge hatte. In dem im Jahre 1879 erbauten Käfertaler S ch ul⸗ ha us waren bei der Eingemeindung 5 Leh⸗ rer mit einer Klaſſenſtärke von 60 bis 70 Kin⸗ dern in 12 Klaſſen. Durch den Bau einer zwei⸗ ten Schule im Jahre 1901 und dem Ausbau des Dachgeſchoſſes im 205 1910 iſt Raum für 1012 Schüler in 21 Klaſſen. 1 wurde die Albrecht⸗Dürer⸗Schule vollendet; ſie hat jetzt in 18 Klaſſen 801 Schüler. Die 1891 erbaute Waldhof⸗Schule begann mit zwei Lehrern. Sie hat zur Zeit in 16 Klaffen 753 Kinder, ein 1898 erbhauter zweiter Teil hat in elf Klaſſen 569 Schüler. 1912/14 wurde die Lu⸗ Kiaſen SSae erbaut. Sie birgt in 22 poſen 855 Schüler. Die 1931 erbaute Wald⸗ hofſchule iſt 1934 erweitert worden. Sie 1 jetzt den Ehrennamen„Herbert⸗Kon kus⸗Schule“ und birgt in 28 Klaffen 131; Kinder. Ein Neubau inmitten der neuen Sied⸗ lungen iſt eine vordringliche Notwendigkeit. G. ſammengefaßt leben in der Gegenwart auf Alt⸗ Käfertaler Gemarkung 36728 Einwohner, davon ſind 5302 Schulkinder in ſechs Volksſchulen. Zu den K23 auch ein gutaus⸗ gebautes und wohlgepflegtes Straßennetz. Die jüngſt ausgebaute Straßenbeleuchtung mit elek⸗ triſchen Lampen verdient beſonders genannt zu werden. Zu dieſen mehr wirtſchaftlichen Vor⸗ teilen geſellen ſich noch viele ideelle. Dieſen Vorteilen für die Mehrheit ſtehen auch einige Rachteile für die Minderheit ge⸗ genüber. Einmal war es der Verluſt der Selb⸗ ſtändigkeit der Gemeinde, dann der ſteti 5 Rückgang der einſt ſo land⸗ wiriſchafeltchen Bevölkerung. Ihr wird der Lebensraum jährlich immer mehr be⸗ grenzt. erner gehen die alten Ortsbürger ihrer Rechte am Allmendfeld und am Gabhol aus dem großen Walde ffing Endli iſt die einſt von dem Dichter Iffland geprieſene ländliche 01 und glückliche Zufriedenheit dem modernen Großſtadtleben gewichen. Altes Brauchtum ging verloren. Kl. —————————————— Berg-Bräu Ur-Bock ein hoeliogentiges Stcœrtlioꝛ 1Sf Wieder in der sehr Hegehrfen Quelfföf irn Ausschenk. Die Ausscherksfeller SCφ C⏑ιrινο AU⏑ SDνσ DmEmer bhesonderen Ur-Bock-Plakafe gekennzeichnet. Bergbrauerei leimen- Johann Geiser —— —„nmm mmaemmmn-ιοm-εοπ⏑⏑I* ——————————————————————————————————————————————————————————— ———————————— —2 ———— MRannheim 30. Dezember 1936 Der Jpannende Kampf um die Bunkte ummt jemen Sbetgang Die Treffen der ſüddeulſchen Fußball· Gauliga am 3. Januar/ Bayern ohne Verbandsſpiele „Der erſte Sonntag im neuen Jahr bringt le⸗ diglich in drei der vier ſüddeutſchen Gaue Punkteſpiele der Gauliga, nämlich in Baden, Südweſt und Württemberg, während die zum 3. Januar in Bayern vorgeſehenen Spiele wie⸗ der abgeſetzt wurden. Gau Baden VfR Mannheim— Germ. Brötzingen(:2) 1. FC Pforzheim— SVg. Sandhofen(:) Karlsruher FVB— SV Waldhof(:2) Vfeè Neckarau— VfB Mühlburg.(:2) Freiburger FC— FV 04 Raſtatt.(:0) Die Kämpfe der drei(relativ) punktegleichen Spitzenmannſchaften finden natürlich im Gan Baden die meiſte Beachtung. Der VfR Mann⸗ heim müßte eigentlich auch im Rückſpiel einen klaren Sieg über Germania Brötzingen davontragen, zumal den Pforzheimern die allzu umfangreiche Weihnachtsreiſe noch in den Gliedern ſtecken dürfte. Der VfR hat zwar in ſeinen beiden Weihnachts⸗Freundſchaftsſpielen nicht viel gezeigt, aber wenn es um Punkte geht, dann ſind die Raſenſpieler ganz anders bei der Sache, und wenn nicht alles trügt, wer⸗ den die VfR⸗Anhänger an den„Brauereien“ einen Mannheimer Sieg erleben, womit der VfR die Spitzenſtellung behaupten würde. Der 1. FC Pforzheim mußte ſich vor einigen Wochen bei der SpVa. Sandhofen mit einem Unentſchieden begnügen. Diesmal werden wohl die Mannen um Fiſcher das beſ⸗ ſere Ende für ſich haben. Sandhofen wird um ein ehrenvolles Ergebnis bemüht bleiben müſſen! Die ſchwerſte Aufgabe von den drei Spitzenmannſchaften hat zweifellos der SV Waldhof, der beim Karlsruher FV zu Gaſt iſt. Das Vorſpiel in Mannheim wurde, ohne Siffling, mit:0 gewonnen und vor 14 Tagen ſchlugen die Waldhöfer den KỹV auch mit ihrer„halben Erſten“ im Freund⸗ ſchaftsſpiel. Aber hinter der„Telegrafen⸗Ka⸗ ſerne“ hat diesmal der KFV alle Vorteile auf ſeiner Seite, und da wird der Meiſter ſchon ſehr gut ſpielen müſſen, wenn er ungerupft davonkommen will.— Ob der Vf Neckarau ſtark genug iſt, dem VfB Mühlburg diesmal beide Punkte zu entreißen, muß abgewartet werden, denn Mühlburg hat in ſeinen letzten Freundſchafts⸗ ſpielen ſehr gutes Können(vor allem im Sturm!) gezeigt. Es könnte für die Karlsruher Vorſtädter auch in Mannheim zu einem Vunkt⸗ gewinn reichen! Der Freiburger FcC end⸗ lich ſollte eigentlich diesmal gegen den FV Ra⸗ ſtatt mehr erreichen als im Vorſpiel, in dem keiner Mannſchaft ein Treffer gelang. Wir er⸗ warten den FFC in Front! Gau Württemberg Spfr. Eßlingen— Spfr. Stuttgart(:3) SC Stuttgart— SBVg. Cannſtatt.(:0) Die Stuttgarter Sportfreunde lie⸗ gen nur zwei Punkte hinter dem führenden und diesmal ſpielfreien VfB Stuttgart zurück. Sie haben alſo die Möglichkeit, am Sonntag gleichzuziehen(wenigſtens nach Pluspunkten!), aber dazu gehört ein Sieg über die Eßlin⸗ er Sportfreunde. Dieſer ſollte keine Unmöglichkeit ſein, aber da in Eßlingen ge⸗ ſpielt wird, iſt doch einige Vorſicht am Platze. zumal die Eßlinger auch keine Punkte zu ver⸗ ſchenken haben. Man wird einen harten Kampf erwarten dürfen! Sehr intereſſant(und hof⸗ fentlich anſtändig!) verſpricht die Begegnung wiſchen SC Stuttgart und SVg. Cann⸗ fatt auf dem VfB⸗Platz zu werden. Wenn Cannſtatt nicht ganz den Anſchluß verlieren will, muß dieſes Spiel gewonnen werden! Da wird es ſehr heiß hergehen! Gau Südweſt V Saarbrücken— Kickers Offenbach(:5) or. Neunkirchen— 03 Pirmaſens(:2) Union Niederrad— FS Frankfurt(:9) Der Schwerpunkt der Ereigniſſe liegt alſo 0 Weltbild(M Weinnachts-Radrennen in der Deutschlandhalle Möller, der Sieger im Großen Weihnachtspreis der Dauer- iahrer, der in bester Form alle drei Läufe über 10, 20 und 30 Kilometer vor seinen Konkurrenten zewann diesmal im Saarland, und hier beanſprucht vor allem die Begegnung zwiſchen FV Saar⸗ brücken und Kickers Offenbach das Hauptintereſſe. Für die Kickers gilt es, die günſtige Stellung zu behaupten, während der FVS Punkte braucht, um dem Abſtieg zu ent⸗ gehen. Die Saarbrücker, die in den letzten Wo⸗ chen eine ſtetige Formverbeſſerung zu verzeich⸗ nen hatten, ſind ſtark genug, um die Kickers auf die Knie zu zwingen, andererſeits ſtellen die Heſſen eine ſo gut abgeſtimmte Elf ins Feld, daß man ihnen auch im„Ludwigspark“ einen Erfolg durchaus zutrauen darf.— Die Neun⸗ kirchner Boruſſen und der Fͤ Pir⸗ maſens ſtehen in der Tabelle ungefähr auf gleicher Höhe. Wer am Sonntag gewinnt, wird auf alle Fälle weiter„in Bereitſchaft“ ſtehen und ſpäter Kapital aus eventuellen Punktverluſten der Spitzenreiter ziehen können. Die Boruſſen müßen als Gaſtgeber etwas höher eingeſchätzt werden, andererſeits haben die Pfälzer zuletzt in Frankfurt gezeigt, daß ſie auch auswärts ſpielen und gewinnen tonnen, was man in Neunkirchen nicht vergeſſen ſollte! Die dritte Begegnung endlich hat lokalen Ein⸗ ſchlag: Union Niederrad hat den FSV Frankfurt zu Gaſt und möchte nicht nur die ungünſtige Stellung verbeſſern, ſondern auch für die kataſtrophale Vorſpielniederlage von:9 Toren Vergeltung üben. Ob das den Niederrädern in vollem Maße gelingt, muß abgewartet werden. erllner.l⸗Eshockeveg Uber éambridae Im Kampf um den Spengler⸗Pokal in Davos/ Heute geht es um den dritten Platz In Davos wurden am Dienstag bei herr⸗ lichem Wetter die Kämpfe im Eishockey um den Spengler⸗Potal fortgeſetzt. Es fanden zwei Treffen ſtatt, die zur Ermittlung der jeweiligen Gruppenzweiten dienten, die dann am Mitt⸗ woch um den dritten Platz kämpfen werden. Der Berliner Schlittſchuh⸗Club und der Zürcher Schlittſchuh⸗Club, die Landesmeiſter von Deutſchland und der Schweiz, kamen am Dienstag zum Siege und ſtehen ſich heute gegenüber. Der Berliner Schl.⸗Cl. hatte am Diens⸗ tag die Univerſität Cambridge zum Gegner und kam zu einem verdienten:1(:0,:1,:)⸗ Sieg über die Studenten. In den beiden erſten Drittel waren die Deutſchen leicht überlegen ohne aber zu einem Erfolg kommen zu köngen Cambridge dagegen erzielte im zweiten Drittel durch Chriſtie den einzigen Treffer. Erſt im letzten Drittel, und zwar nach dem Seitenwech⸗ ſel, war es zunächſt Guſtav Jaenecke, der gleichziehen konnte und wenig ſpäter ſchos Mollineux das Siegestor. Im zweiten Spiel des Tages ſtanden ſich der Zürcher Schl.⸗Cl. und die Mannſchaft der Univerſität Oxford gegenüber. Der ſchweize⸗ riſche Landesmeiſter zeigte ſich in hervorragen⸗ der Form und kam zu einem klaren 111(:1, :0,:)⸗Sieg über die Engländer. „Kimberley Dynamiters“ ſiegen hoch Auf der Kunſteisbahn im Hamburger Zoo fand am Dienstagabend vor über 6000 Zuſchau⸗ ern ein Eisſportfeſt ſtatt, in deſſen Mittel⸗ punkt das Eishockeyſpiel zwiſchen der kanadi⸗ ſchen Meiſtermannſchaft, den„Kimberley Dy⸗ namiters“, und einer aus in Deutſchland leben⸗ den Kanadiern zuſammengeſetzten Mannſchaft ſtand. Die Kanadier, die als Weltmeiſterſchafts⸗ ſavorit nach London gehen, waren ihrem Geg⸗ ner voll und ganz gewachſen und gewannen hoch mit 10:0(:0,:0,:). In den Pauſen fanden Kunſtläufe ſtatt, bei denen man u. a. den Wie⸗ ner Kaſpar und Grete Lainer ſah. Diener Eb venegt véé vudapeſt Am Dienstagabend fand im gutbeſetzten Olympia⸗Eisſtadion zu Garmiſch⸗Partenkirchen ein weiteres Eishockeyſpiel um den Ritter⸗ von⸗Halt⸗Pokal ſtatt. Der BTE Bu⸗ dapeſt, der am erſten Weihnachtsfeiertag von den Zehlendorfer Weſpen:2 und am Sonntag vom SC Rießerſee 21 geſchlagen worden war, hatte diesmal den Wiener EV zum Gegner, der zum erſtenmal in die Kämpfe eingriff. Die Wiener kamen in einem ſehr durchgeführ⸗ ten Treffen zu einem:0(:0,:0,:)⸗Sieg und ſpielen am Mittwoch gegen die Zehlendor⸗ fer Weſpen. Im Schlußdrittel wurde der Kampf ſehr hart. Als ein Wiener Stürmer durch einen Budapeſter Verteidiger an den Rand des Spielfeldes gedrängt wurde, war dies der An⸗ laß zu Tätlichkeiten. Auf beiden Seiten muß⸗ ten ſchließlich je zwei Spieler des Feldes ver⸗ wieſen werden. In den Pauſen begeiſterte un⸗ ſer Olympiaſieger⸗ und Weltmeiſterpaar Maxie Herber/ Ernſt Baier die Zuſchauer durch wundervolle Darbietungen. zuet und vorteil des Balen⸗Sandbals Neue reizvolle Momente beim Spiel mit Gegnern in allernächſter Nähe Anläßlich des am kommenden Sonntag im Nibelungenſaal ſtattfindenden Hallen⸗Handball⸗ turniers iſt in Mannheimer Sportkreiſen die Frage aufgetaucht, weshalb man denn in der Halle bei kleinen Feld⸗Ausmaßen Wettſpiele um Austrag bringt und was dieſe für beſon⸗ ere Reize bieten können. Dies wollen wir in kurzen Worten darzulegen verſuchen: Viele Mannſchaften trainieren im Winter in der Halle. Aus dieſem Uebungsbetrieb, bei dem auch Uebungsſpiele durchgeführt werden, er⸗ wuchs das Verlangen, ſich in der Halle mit an⸗ deren Gegnern zu meſſen. Das iſt der erſte Grund warum Hallen⸗Handball entſtanden iſt. Ein weiterer iſt der, daß die veränderten Ver⸗ hältniſſe nicht nur Beſchränkungen ſchaffen und Nachteile bringen, ſondern auch viele neue, reiz⸗ volle und wertvolle Momente ſchufen. Wir er⸗ innern dabei an die Notwendigkeit beim Hallen⸗ Handball, den Ball möglichſt ſchnell und ohne Balltreiben abzuſpielen, an die ungeheure Tempoſteigerung, an die neuartige, durch den feſten Bodenbelag hervorgerufene Ballbehand⸗ lung, an die Attacken zwiſchen Stürmer und Torwächter und endlich an die Möglichkeit, drei Spieler in beliebiger Weiſe auszuwechſeln. Ein dritter Grund iſt die Beliebtheit der Hallen⸗ Handballſpiele beim Zuſchauer. Es iſt nun ein⸗ mal ſo, daß bei ſtürmiſchem Wetter und an kal⸗ ten Wintertagen oder bei Tauwetter im Früh⸗ jahr die Zuſchauer nur ſchwer auf die Spiel⸗ felder zu locken ſind. Wie viel angenehmer iſt es, ſich in einer geheizten Halle, ob's nun regnet, weht oder ſchneit, einzufinden, ohne Haſt und Gedränge den numerierten Sitzplatz aufzuſu⸗ chen, mit den guten Freunden ein fröhliches Wort zu wechſeln und dann— aus allernächſter Nähe ſchnelle, flotte Handballkämpfe zu erleben. Die Arbeit der Torwächter, die Angriffe der Stürmer, die Abwehrarbeit der Verteidiger, die taktiſche Führung des Spieles, das Verhalten bei Freiwürfen am Torraum, das Verſtändnis der Spieler untereinander, all dieſe Dinge ver⸗ mag der Zuſchauer beim Hallen⸗Handballſpiel ſo unmittelbar zu erleben, als wäre er ein Mitglied der Mannſchaft. Er wird vom ſport⸗ lichen Geiſt der Mannſchaft, von ihrem Mut von ihrem Einſatz ganz anders erfaßt, als auf den großen und weiten Spielplätzen im Feld⸗ Handball. Der letzte Grund für die Beliebtheit des Hallen⸗Handballs iſt die Ungewißheit, die über dem Ausgang dieſer Spiele liegt. Die Erfah⸗ rung hat gelehrt, daß das Können einer Mann⸗ ſchaft beim Feld⸗Handball kein Maßſtab iſt für ihr Abſchneiden in der Halle. Die anderen Um⸗ ſtände und Verhältniſſe, die vielen neuen Mög⸗ lichkeiten zum Erfolg zu kommen, die Aende⸗ rungen in den Regeln und dazu die Durchfüh⸗ rung der Spiele nach dem Pokalſyſtem ſchaffen die ſonderbarſten und tollſten Ueberraſchungen. Und was ſieht der Zuſchauer lieber als den hohen Favoriten ſchaft z n und eine unbeach⸗ ſehe zleime Mannſchaft überraſchend ſiegen zu ſehen? Und wie wird es am Sonntag im Nibelun⸗ genſaal werden? Die Nachfrage nach Ein⸗ trittskarten hat bereits ſehr ſtark einge⸗ ſetzt, weshalb zu empfehlen iſt, dieſe beim Sportamt„Kraft durch Freude“ im Vorverkauf zu löſen.—fm. Eintracht Frankfurt als Hallenſpezialiſt Beim Dortmunder Hallen⸗Handballturnier Die ausgezeichnete Hallen-Handballmann⸗ ſchaft der Frankfurter„Eintracht“, die am 3. Januar am Mannheimer Turnier teilnimmt, hat jetzt auch eine Einladung zum nationalen Hallenturnier in der Dortmunder„Weſtfalen⸗ halle“, das am 17. Januar ſtattfinden wird, erhalten. An dieſem Dortmunder Turnier wird neben den bekannteſten weſtdeutſchen Mann⸗ ſchaften(u. a. Hindenburg Minden) auch der Wintersport-Wetterbericht von 30. Dezember 1936 Ort Werter Beſchaffenben der Schneedecke Südlicher Schwarzwald: Feldberg——— Srden— 2 2⁵ bewölkt verharſcht, Sport ziemlich gut Schauinsland(Freiburg), Notſchreiſ + 2 10 bewölkt Lückenhaft, Ski beſchränkt Todtnauberg, Muggenbrunn 2 1⁰ bewölkt lückenhaft, Sport beſchränkt „ bewölkt Kein Sport . 2 90 rend⸗Furtwangen 5 wöl neereſte, kein Sport Schönwald, Schonach— 0 f—10 f bewölkt verharſcht, Sport beſchränkt St. Georgen(Schwarzwald) harſch— — bewölt: Kein Sport Nörvlicher Schwarzwald: uheſtein, Hundseck Sand, Bühlerhöhe, Plättieg. 3 heiter Eislauf ſehr gut Sobel, Herrenalbz. Sieger des Berliner Neujahrs⸗Turniers be⸗ teiligt ſein. Internationale Handball⸗Schiedsrichter Das Fachamt Handball hat dem Internatio⸗ nalen Handball⸗Verband(SͤAHß) folgende Schiedsrichter für Länderſpiele und internatio⸗ nale Treffen namhaft gemacht: Schwinietzki(Potsdam), Berndt(Breslau), Schramm(Dresden), Fauſt(Halle), Stühmer (Hamburg), Ackermann(Hannover), Dr. Schür⸗ mann(Werdohl), Müller(Wiesbaden), Mar⸗ quard(Eßlingen) und Lanz(München). Rhlblin—Cbakles in Derlin um die Europameiſterſchaft Die Bemühungen der Deutſchlandhalle, den Abſchluß der Europameiſterſchaft im Schwerge⸗ wicht zwiſchen dem belgiſchen Landesmeiſter Pierre Charles und dem Deutſchen Arno Kölblin zu erreichen, ſind von Erfolg ge⸗ krönt. Bereits in den nächſten Tagen wird Charles bei ſeinem Eintreffen in Berlin den Vertrag unterzeichnen, der von der Deutſchland⸗ halle nur erfüllt werden muß, wenn beide Boxer am 6. Januar ihre Kämpfe gegen Er⸗ win Klein und Werner Selle gewinnen. 61Lufexlaß im Radjport Stadtrat Otto Holzhüter(Berlin), der neue Führer des Radſports, hat aus Anlaß ſeiner Berufung zum Führer des Deutſchen Radſport⸗ Verbandes alle Amateure und Berufsſfahrer, die wegen Verſtöße gegen die ſportlichen Re⸗ geln und die Wettfahrtbeſtimmungen beſtraft wurden, mit Wirkung vom 1. Februar 1937 die Strafe auf dem Gnadenwege erlaſſen. Von beſonderer Bedeutung iſt dieſe Amneſtie für den Frankfurter Radballſpieler Schrei⸗ ber und für verſchiedene ſeiner Vereinskame⸗ raden ſowie für den Kölner Dauerfahrer Paul Krewer, die damit ab 1. Februar wieder ſtartberechtigt ſind. Rilian⸗Vopel nur dritte Genter Sechstagerennen beendet In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ging das Genter Sechstagerennen zu Ende. Die avoriten Kilian /Vopel, die gegen Schluß des ennens zur Spitze aufrücken konnten und noch am letzten Nachmittag an zweiter Stelle in einer Runde mit Billiet/ Dekuysſcher lagen, fie⸗ len im Endſpurt zurück und kamen eine Runde urück erſt an dritter Stelle ein. Sieger wur⸗ ſen die Belgier Billiet/ Dekuysſcher vor Pelle⸗ naers/ Slaats, die insgeſamt 3256,711 Kilome⸗ ter zurücklegten. Der Endſtand des Rennens war folgender: Sieger: Billiet/ Dekuysſcher 405 Punkt 3256,711 Kilometer; 2. Pellenaers/ Slaats 24 Punkte; eine Runde zurück: 3. Kilian /Vo⸗ pel 387.; 4. Pijnenburg/ Wals 354.; 4 Depaum Charliere 201.; zwei Runden zurückt Debruycker /Verhaegen 239.; 7. Van Schyr del/ v. d. Broek 203 Punkte. 40 Jahre 6chützengeſellſchaft„§reiſchüsz“ Jubelfeier des älteſten badiſchen Zimmerſtutzen⸗ Schützenvereins Als älteſter badiſcher mel verein feierte die Zimmerſtutzen⸗Schützengeſell⸗ ſchaft„Freiſchütz“, E.., 1896 Mannheim in den feſtlich geſchmückten Gaſträumen des „Neuen Schützenhauſes“ am Neckarplatt, ihr 40jähriges Beſtehen und Jahres⸗ endſchießen. f Dem Rufe der Vereinsführung folgten zahl⸗ reiche Mitglieder und man ſah manch ehrwür⸗ dig ergrautes Haupt, das ein Menſchenalter für den edlen Schießſport kämpfte und warb. In der Anſprache von Oberſchützenführer H. 3 wurde die Chronik der Zimmer⸗ tutzen⸗Geſellſchaft„Freiſchütz“, E.., kurz um⸗ riſſen und beſonders der Mut der tatkräftigen Begründer des Vereins hervorgehoben, der als erſter in Baden den edlen Zimmerſtutzen⸗ Schießſport einführten. Mit einem ſtillen Ge⸗ denken an die Verſtorbenen des Vereins und einem„Sieg Heil!“ auf den Führere, ſchloß die feierliche Anſprache. Bei den folgenden Ehrungen konnte den Kameraden Paul Baader und Franz Bayer die goldene Ehrennadel vom Schützenbund für 25jährige treue Mitgliedſchaft überreicht wer⸗ den. Desgleichen erhielten die goldene Ehren⸗ nadel vom Schützenbund die Kameraden W Wenzel, H. Mögele und H. Freund für beſondere Verdienſte im Schießſport. Die ſilbrne Ehrennadel vom Bund erhielten die Kameraden K. Fuchs, P. Fröhlich und Streitel, Das anläßlich der Feier durchgeführte Ju⸗ biläumsſchießen brachte von 17 Schüt⸗ zen die Kameraden Joh. Krane(18 Ringe), P. Fröhlich(18 Ringe), K. Orth(43 Tei⸗ ler) und H. Kaim(59 Teiler) als erſte Preis⸗ eim Jahresendſchießen konnten un⸗ ter 18 Schützen die Kameraden H. Mögele (19 Ringe), W. Wenzel(18 Ringe), A. Mö⸗ ele(17 Ringe), K.*(49 Teiler), H. 8 reund(69 Teiler), K. Franz(95 Teiler); im Klein⸗Kaliber Joh. Krane mit 35 Ringen und P. Fröhlich mit 34 Ringen die erſten Plätze belegen. In der Vereinsmeiſterſchaft mit 8¹ mmerſtutzen erhielten Auszeichnungen ruppe A: H. Mögele 725 Ringe, H. Freund 685 Ringe; Gruppe B: W. Wein⸗ 650 Ringe und P. Fröhlich 648 inge. In der Vereinsmeiſterſchaft(Klein⸗ kaliber) belegten die erſten Plätze die Kamera⸗ den H. Mögele 311 Ringe und K. Fuchs 299 Ringe. Die Königs wür de erſchoß ſich 14 einem 154½ Teiler der Kamerad H. Mö⸗ gele. Der offizielle Teil des Feſtprogramms wurde von muſikaliſchen Darbietungen uſw. umrahmt und fand nach Mitternacht ſein Gnde. 1 1 5 4 —— —— ————— ——— Man Aurtien rat der zember 1937, ſt lichen A einer Di zuſchlage Kunſt! ruhe. D migte de einen R ſammen 595 RM Rechnun Amper ſchaft kü Schuldve 1937. In verſchreil chen vom 1921; 2. bayeriſch Mai 1919 verſchreil Elektre werte Ae und Ver ſchloſſen, vember nicht bef Verſamm werte Ae vom 1. hält die um 13.5 Kapital i gewieſen, Schweize Schwei ze 37,4 Mil ſchüſſe 47 des Geſck nen Schn von 1,85 Wegen d Dividend Der Ant kanntlich Schweizer Franken Eleltrizit Millionen Beteiligu Die Kraf Belgrad mehr als 111 000 S der Gewi gedeckt. Die ft genen A ſchuld d vor dem 1937 ab, Reichsbo frei von Ausloſu anſtalten Abteilun Die Inl dem 1. loſungsb jetzt ihr bankanſt. zahlung des Dis vom 2. Der A rungen e die Reic Die Ba dende für brutto un Halbjahre⸗ ſich die Je über 215 Jahre 193 Fre Efle Festverzins 50% t. Reich Int. Dt. Reic Baden Freis Bavern Sta: Anl.-Abl. d. Dt. Schutzg. Augsburg St Heidelbg. G Ludwigsh. v Mannhm. Ge Mannheim v PirmasenssSt Mhm. Ablös Hess. Ld. Lid B. Kom. Go do Goldan! do Goldanl Bay. Hvp.W Erkf. Hyp.( Frankf. Liqt Erkf. Goldpf. Frkf. Goldpf Mein, Hyp. Mein. Hyp. I Pfälz. Hyp. Pfälz Lidu. Pfälz. Hvp. G Rhein. Hvp. do.»•9 do. 12-1 do. Liat do Gad'b Südd. Boder Großkraftwö Uind Akt.-O Rhein-Main- Ver. Stahlw.( 186 Farbhenine Mexik amor do. äuß. Oesterr. Gol Türk. Bagda. Unearn St. G. er 1936 iers be⸗ richter ternatio: folgende ternatio⸗ zreslau), Stühmet r. Schür⸗ ), Mar⸗ en). 7 alle, den chwerge⸗ 'Smeiſter en Arno folg ge⸗ n wird rlin den tſchland⸗ in beide gen Er⸗ i. der neue ß ſeiner tadſport⸗ fsfahrer, hen Re⸗ beſtraft ar 1937 ſſen. Amneſtie ichrei⸗ nskame⸗ er Paul wieder t Nittwoch nde. Die luß des en und Stelle in gen, fie⸗ » Runde er wur⸗ r Pelle⸗ Kilome⸗ ſtennens Punkt ats 24 L rſtutzen⸗ — engeſell⸗ innheim en des att, ihr hres⸗ en zahl⸗ ehrwür⸗ ilter für irb. hrer H. zimmer⸗ irz um⸗ räftigen der als rſtutzen⸗ len Ge⸗ ns und hloß die nte den Bayer und für ht wer⸗ Ehren⸗ den W. reund t. Die ten die ch und ich 648 (Klein⸗ amera⸗ Fuchs hoß ſich Mö⸗ wurde nrahmt 4 — — 19 3 — —— 1 3 5 4 4 ——— Mannheim jaſtsſeite 30. Dezember 1936 Meldungen aus der Iindustrie Alktienbrauerei Ludwigshaſen a. Rh. Der Aufſichts⸗ rat der Geſellſchaft hat in ſeiner Sitzung vom 16. De⸗ zember 1936 beſchloſſen, der am Samstag, 23. Januar 1937, ſtattfindenden Generalverſammlung nach reich⸗ lichen Abſchreibungen und Rückſtellungen die Verteilung einer Dividende von 4 Prozent, wie im Vorjahr, vor⸗ zuſchlagen. Kunſtdruckerei Künſtlerbund Karlsruhe Ac, Karls⸗ ruhe. Die Generalverſammlung am Dienstag geneh⸗ migte den Abſchluß für das Geſchäftsjahr 1935/36, der einen Reingewinn von 1487 RM. ausweiſt und zu⸗ ſammen mit dem Gewinnvortrag des Vorjahres von 595 RM., zuſammen alſo 2082 RM., wieder auf neue Rechnung genommen wird. Amperwerke Elektrizitäts⸗Ach München. Die Geſell⸗ ſchaft kündigt ihre geſamten im Umlauf befindlichen Schuldverſchreibungen zur Rückzahlung auf den 1. Juli 1937. In Frage kommen folgende Ausgaben: 1. Schuld⸗ verſchreibungen der Amperwerke Elektrizitäts⸗Ac Mün⸗ chen vom 14. Oktober 1919, 1. Juli 1929 und 1. Januar 1921; 2. Schuldverſchreibungen der ehemaligen Ober⸗ bayeriſchen Ueberlandzentrale A München vom 24. Mai 1919 und 29. Januar 1921. Die gekündigten Schuld⸗ verſchreibungen werden ab 1. Juli 1937 eingelöſt. Elektrowerte Ac Baſel. Die Verwaltung der Elektro⸗ werte AG Baſel und der Schweizeriſchen Elektrizitäts⸗ und Verlehrsgeſellſchaft Baſel haben bekanntlich be⸗ ſchloſſen, eine Fuſion einzugehen. Die auf den 30. No⸗ vember einberufene Generalverſammlung war jedoch nicht beſchlußfähig, ſo daß für Januar eine zweite Verſammlung anberaumt werden mußte. Die Elektro⸗ werte AG legt nun ihren Geſchäſtsbericht für die Zeit vom 1. Oktober bis 30. September 1936 vor. Er ent⸗ hält die Fuſionsbilanz der beiden Geſellſchaften. Das um 13.5 Millionen Schweizer Franken herabgeſetzte Kapital iſt mit 16,5 Millionen Schweizer Franken aus⸗ gewieſen, Obligationenanleihe mit 14,6 Millionen Schweizer Franken, Reſerven mit 3,2 Millionen Schweizer Franben. Vorſchüſſe und Darlehen betragen 37,4 Millionen Schweizer Franken(im Vorjahr Vor⸗ ſchüſſe 47,3 Millionen Schweizer Franken). Der Ertrag des Geſchäftsjahres ſtellt ſich auf 0,920(0,950) Millio⸗ nen Schweizer Franken, wozu noch der Saldovortrag von 1,850 Millionen Schweizer Franken hinzukommt. Wegen der Sanierung und Fuſtonierung findet keine Dividendenausſchüttung ſtatt(im Vorjahr 3 Prozent). Der Antrag an die Generalverſammlung geht be⸗ kanntlich dahin, das Aktienkapital von 30 Millionen Schweizer Franken auf 16,5 Millionen Schweizer Franken herabzuſetzen und nach erfolgter Fuſion mit Eleltrizitäts⸗ und Verkehrsgeſellſchaft wieder auf 21 Millionen Schweizer Franken zu erhöhen. Ueber die Beteiligungen ſagt der Geſchäftsbericht unter anderem: Die Kraft und Licht AG Baſel lieferte an die Stadt Belgrad 32,2 Millionen kWh, das iſt 6,04 Prozent mehr als im Vorjahre. Der vorhandene Verluſt von 111 000 Schweizer Franken wird durch den Altivſaldo —— und Verluſtrechnung aus dem Vorjahre gedeckt. Ankauf gezogener Ausloſungsrechte der Anleiheablöſungsſchuld des Deutſchen Reiches vor dem Fälligkeitstermin Die für Einlöſung am 1. April 1937*gezo⸗ genen Ausloſungsrechte der Anleiheablöſungs⸗ ſchuld des Deutſchen Reiches werden bereits vor dem Fälligkeitstag, und zwar vom 2. Jan. 1937 ab, unter Abzug eines zum jeweiligen Reichsbantviskontſatz zu berechnenden Diskonts freinvon Proviſion, angekauft. Der Ankauf der Ausloſungsſcheine erfolgt durch die Reichsbank⸗ anſtalten, in Berlin durch die Noſtro⸗Börſen⸗ Abteilung der Reichsbank, Jägerſtraße 55/1. Die Inhaber der Ausloſungsſcheine, die vor dem 1. April 1937 in den Beſitz des Aus⸗ loſungsbetrages gelangen ſollen, können ſchon jetzt ihre Stücke der nächſtgelegenen Reichs⸗ bankanſtalt zum Ankauf übergeben. Die Aus⸗ zahlung des Einlöſungsbetrages, unter Abzug des Diskonts, erfolgt nach Prüfung der Stücke vom 2. Januar 1937 ab. Der Ankauf der ausgeloſten Schuldbuchforde⸗ rungen erfolgt zu denſelben Bedingungen durch die Reichsſchuldenverwaltung. 220 Franken Dividende bei der Bank von Frankreich Die Bank von Frankreich gibt ihre Halbjahresdivi⸗ dende für das zweite Halbjahr 1936 mit 125 Franken brutto und 110 Franken netto belannt. Da die erſte Halbjahresdividende 110 Franken netto betrug, beläuft ſich die Jahresdividende auf 220 Franken netto gegen⸗ über 215 Franken im Jahre 1935, 207 Franken im Jahre 1934 und 200 Franken in den Jahren 1933 und 1932. Die höchſte Dividende, die in den letzten zehn⸗ gezahlt wurde, betrug 620 Franken im Jahre Neubauten im Baſler Rheinhafengebiet Auf dem neuerſchloſſenen Gelände des Bafler Rhein⸗ haſens St. Johann will der Verband ſchweizeriſcher Konſumvereine ein großes Lagerhaus und einen Ge⸗ treideſilo errichten. In dieſen Gebäuden ſollen die für den Konſumverein auf dem Rhein ankommenden Güter velagert werden. Für ſpäter iſt noch der Bau einer Mühle vorgeſehen. Die Bauſumme überſteigt 1 Million Schweizer Franken. Schweizeriſche Dividendenſtatiſtik Das Eidgenöſſiſche Statiſtiſche Amt hat für das Jahr 1935 eine Dividendenſtatiſtik jetzt herausgegeben, in der 3065 Geſellſchaften mit einem Aktienkapital von ins⸗ geſamt 6282 Millionen Schweizer Franken erfaßt ſind. Auf dieſes Kapital wurde eine Dividende von 213 Millionen Schweizer Franken oder 3,39 Prozent aus⸗ geſchüttet, während im Vorjahr ſich der Aktionärgewinn auf 3,67 Prozent ſtellte. Es iſt demnach eine allgemeine Schmälerung der Gewinne eingetreten. Nur für die Holdingsgeſellſchaften, die Uhreninduſtrie und die Wa⸗ renhäuſer konnte ein kleiner Anſtieg des Aktienertrages feſtgeſtellt werden. Die Hälfte des Aktienkapitals iſt gänzlich ertragslos und ſehr minimal iſt der Ertrag der Eiſenbahnen, Kunſtſeidefabriken, der Elektrochemie und der Motorfahrzeuginduſtrie. Eine Durchſchnitts⸗ dipfdende von über 6 Prozent weiſen außer den Ver⸗ ſicherungsgeſellſchaften die chemiſchen Unternehmungen, ſowie die Eiſen⸗, Stahl⸗ und Walzwerle und ſchließlich die Bierbrauereien auf. Verlüngerung des deutſch⸗lettiſchen Warenver⸗ kehrsabkommens In der Zeit vom 10. bis 19. Dezember haben in Berlin Verhandlungen zwiſchen Vertretern der deut⸗ ſchen und der lettiſchen Regierung ſtattgefunden, die heute zu einer Vereinbarung über die Verlängerung des deutſch⸗lettiſchen Abkommens über den gegenſeiti⸗ gen Warenverkehr vom 4. Dezember 1935 geführt haben. Der Warenverkehr für das Jahr 1937 wurde in einer den Intereſſen beider Länder entſprechenden Weiſe neu feſtgeſetzt. Es ſteht zu erwarten, daß die in letzter Zeit durch die lettiſche Währungsumſtellung ent⸗ ſtandenen Stockungen im deutſch⸗-lettiſchen Warenver⸗ kehr nunmehr überwunden werden. Von der Frankfurter Börſe. Die Notierung der 6⸗ prozentigen Mitteldeutſche⸗Stahlwerke⸗Anleihe von 1927 wird nach einer Mitteilung des Börſenvorſtandes be⸗ reits mit Ablauf des 29. Dezember 1936 an der Frank⸗ ſurter Börſe eingeſtellt. Nachfrage bringt Erholung Berliner Börſe: Aktien erholt/ Lebhafte Nachfrage für Altbeſitz Die infolge der geſtern zu beobachtenden Abgaben eingetretenen Kursverluſte bei den meiſten Aktien⸗ werten konnten heute zum Teil wieder wettge⸗ macht werden, da nach Erreichung der niedrigeren Limitgrenze eine Reihe von Kauforders zur Ausfüh⸗ rung gelangte und dadurch auf Nachfrage des berufs⸗ mäßigen Börſenhandels ausgelegt wurde. Die Be⸗ ſtimmungen über Abwertungsgewinne wirkten ſich le⸗ diglich noch bei den Papieren ſolcher Geſellſchaften aus, die größere Auslandsverbindlichkeiten haben; dabei iſt zu bemerlen, daß ſich aus den erwähnten Maßnahmen zunächſt ja keinerlei bilanzmäßige Verluſte ergeben, da die aus der Tilgung ſolcher Verpflichtungen er⸗ zielten Gewinne bisher kaum realiſiert wurden. Bei den Montanwerten waren es namentlich Ver⸗ einigte Stahlwerke, die auf Grund des oben Geſagten eine ſtärkere Einbuße von zirka 1 Prozent erlitten. Dagegen waren Harpener 1½ Prozent und Rheinſtahl 1½ Prozent, die übrigen Werte des Marktes bis 1 Prozent feſter. Auch Braunkohlenwerte kamen meiſt eher zur Notiz, ſo Deutſche Erdöl mit plus 1½, Niederlauſitzer mit plus 1 Prozent. In der chemi⸗ ſchen Gruppe konnten Farben den um ¼ Prozent höheren Anfangskurs von 172¼ nicht behaupten und gaben im Verlauf bis auf 170¼ nach. Kokswerte ſetzten 2¼½ Prozent höher ein. Bei den Gummi⸗ und Linoleumwerten gewannen Conti Gummi 2½ Prozent, dagegen wurden Harburger Gummi bei nur kleinem Angebot, das nicht unterzubringen war, mit Mäinus⸗Vorzeichen angeſchrieben und dann um 7½ Prozent heruntergeſetzt. Elektro⸗ und Tarif⸗ werte kamen, ſofern nicht Vortagslurſe zugrunde gelegt wurden, bis 1½ Prozent hoͤher an. Erwähnt ſeien Lahmeyer mit plus 1½, Siemens mit plus 1½, HEW mit plus 1 und Charlottenburger Waſſer mit plus 1½ Prozent. An den übrigen Märkten fielen mit größeren Abweichungen gegen den Vortag nur noch Felten(plus 1/ Prozent), Feldmühle Papier (plus 1½ Prozent), Berlin⸗Karlsruher und Berger (plus je 1 Prozent) auf. Lebhaft gefragt waren AG für Verkehr, die daraufhin um 2½ Prozent anzogen. Bubiag, die zunächſt eine Notiz nicht erhielten, wurden im Verlauf um 8 Prozent höher mit 224 feſtgeſetzt. Am Rentenmarkt wurden Reichsaltbeſitz in größeren Beträgen geſucht und 35 Pfennig höher be⸗ zahlt; offenbar hat die Mitteilung über den vor⸗ zeitigen Ankauf der zur Einlöſung gezogenen Aus⸗ loſungsrechte eine Anregung gegeben. Blanko⸗Tagesgeld erforderte unverändert 3 bis 3½ Prozent. Von Valuten errechnete ſich das Pfund 12,23½, der Dollar mit 2,49. Reichsſchuldbuchforderungen: Ausg. 1: 1937er 100., 1938er 99,62., 100,39 Br., 1939er 99,25., 100 Br., 1940er 98,5., 99,75 Br., 1941er 98., 98,75 Br., 1942er 97,87., 98,62 Br., 1943er 97,5., 98,37 Br., 1944er bis 1945er 97,62 ., 98,37 Br., 1946er bis 1948er 97,5.; Ausg. II: 1937er 100., 1939er 99., 99,75 Br., 1941er 97,87., 98,62 Br., 1942er 97,62., 98,37 Br., 1943er 97,37.., 98,12 Br.— Wiederaufbauanleihe: 1944/45er 72,87., 73,62 Br., 1946/48er 73., 73,75 Br.— 4proz. Umſchuld.⸗Verband 89,725., 90,475 Br. Am Börſenſchluß ſetzten ſich bei kleinen Rück⸗ käufen meiſt Erholungen durch. So gingen Farben mit mit 173 nach 172/, Deutſche Erdöl mit einem Ge⸗ winn von ½ Prozent und Rheinbraun mit einem ſolchen von 1½ Prozent aus dem Verkehr. Am morgigen Jahresſchluß ſollen nach Möglichkeit alle Aktien notiert werden, darunter auch Conti Linoleum. Nachbörslich hörte man Farben 173 Geld. 5 Bei der amtlichen Berliner Deviſen⸗ notierung wurde das Pfund mit 12,225(12,25), der franzöſiſche Franken mit 11,625(11,65) und der Schweizer Franken mit 57,22(57,23) feſtgeſetzt. fthein⸗-Mainische Mittagbörse Schwankend Die Börſe begann auf kleine Rückläufe vorwiegend etwas feſter, zumal nennenswertes Angebot nicht mehr herauskam. Auch wurde das Abwertungsgeſetz ruhiger beurteilt. Die Käufe kamen hauptſächlich von der Kund⸗ ſchaft, jedoch zeigte auch die Kuliſſe etwas Unterneh⸗ mungsluſt. Die Kursentwicklung war am Aektienmarkt ziemlich uneinheitlich, und nach den erſten Notierungen unterlagen die führenden Werte lebhaften Schwan⸗ kungen. Montanaktien waren gefragt und zogen zirka ½ bis 1 Prozent an. Rheinſtahl und Harpener ge⸗ wannen je 2 Perozent, Ilſe Genuß verloren 1 Prozent, auch Vereinigte Stahl gingen auf 121½ nach 122½ zurück. Am Chemiemarkt ſchwankten IG Farben zwi⸗ ſchen 171½—170½(171¼), Scheideanſtalt ſtiegen auf 274½—274(273), Deutſche Erdöl auf 149%(149). Von Elektrowerten zogen Lahmeyer 1½ Prozent, Geffürel und RWe bis ½ Prozent an. Maſchinen⸗ und Mo⸗ torenwerte blieben voll behauptet, nur Daimler gingen auf 1203¼½(123) zurück. Im einzelnen eröffneten Zement Heidelberg 163½(161½), AG für Verkehr 124(123), Teutſch⸗Atlanten nach Pauſe 117619½), Reichsbänk 187(188). Zellſtoff Waldhof 162(164). Am Kaſſamarkt waren von Auslandswerten IG Chemie Baſel voll⸗ eingezahlte und teileingezahlte Stücke geſucht auf Ver⸗ mutungen, daß dieſe beiden Werte vom Depotzwang befreit werden ſollen. Am Rentenmarkt beſtand Nachfrage für Altbeſitz zu 117(116,70), auch Städte⸗Altbeſitzanleihe wurden ge⸗ ſucht, Rheiniſche 115(114½), do. Süddeutſche 115/ (115), Reichsbahn⸗VA. unverändert 127½, dagegen waren Kommunal⸗Umſchuldung zu 90 Prozent(90,25) angeboten. Für Mexikaner beſtand eher etwas Ver⸗ kaufsneigung. Im Verlaufe ließ das Geſchäſt erheblich nach und die Haltung am Aktienmarkt blieb unſicher, die Kurſe unterlagen kleinen Schwankungen. IcG Farben 171½ bis 171 nach 170½, Höſch 119—119½ nach 119/½, Klöckner 126¼ nach 127½¼, Mannesmann 118½—118¼ nach 119, Rheinſtahl 155¼ nach 156, Vereinigte Stahl 121/½—121½—121¼ nach 121½, RWeE 135/½—135/ —5 136, feſter waren Holzmann mit 136/½—137½ Am Rentenmarkt ſchwankten Kommunal⸗umſchuldung zwiſchen 89,90—90,05. Goldpfandbriefe und Kommu⸗ nal⸗Obligationen ſowie die meiſten Stadtanleihen lagen unverändert, etwas höher 7prozentige Frankfurter 95 (94½). Liquidationspfandbhriefe zogen vorwiegend 5 bis ½ Prozent an. Mexikaniſche Anleihen kamen etwa ½ Prozent ſchwächer zur Notiz. Tagesgeld unverändert 3 Prozent. Wie wird das Wetter? Bericht der Reichswetterdienſtſtelle Frankfurt am Main J30 hes ſdb rorm Madr ZeicheDerklätung.- Zur. Wefterkerte — efer M— from vordringender Kelfluft —— Wermer Vind front vordringencder Warmluft A/ Stittef. CV/ͤ2.—front nit Mormluft in der kihe FV ο νν Ovoſemlos O voleg fſllraegehebier. fI Schneefeſſgebie) Oheier Obedechſyy Schauerfãfigheit, S Nebel, ſæ Gewiffen O halbbedechi Die Ausſichten für Donnerstag: Vielfach neblig, ſonſt zunächſt wieder aufheiternd, ſpä⸗ terhin erneut aufkommende unbeſtändige Wit⸗ terung, tagsüber ziemlich mild, Winde um Süd. ... und für Freitag: Vorausſichtlich bedeckt und teilweiſe Niederſchläge, bei auffriſchenden Winden ziemlich mild. Rheinwesserstend 29. 12. 36 30. 12. 36 Woagan 194 199 Rheinfelden 197 197 Breisoch 82 83 Kehl 0 0 0 0— 215 214 MavOοD 5 565 364 WMaoannhelm 272 264 197 9 Köln„ 280 ifteh., in—— 77•21˙4 5 202 Neckarwæesserstand 29. 12. 36 30 12. 36 Diedeshelm Mannheim 267 259 Metalle Berliner Metallnotierungen Berlin, 30. Dez.(Amtlich. Freiverkehr.) RM. für 100 Kilo. Elektrolytlupfer(wirebars) prompt cif Ham⸗ burg, Bremen oder Rotterdam 67,50; Original⸗Hütten⸗ Alumimum 98—99 Prozent in Blöcken 144; desgleichen in Walz⸗ oder Drahtbarren 148; Reinnickel 98—99 Prozent 269; Silber in Barren zirka 1000 fein per Kilo 40,5—43,5. Baumwolle Notierungen der Bremer Baumwollterminbörſe Bremen, 30. Dez.(Amtlich.) März 1325 Brief, 1322 Geld; Mai 1328 Brief, 1325 Geld; Juli 1328 Brief, 1325 Geld; Ottober 1311 Brief, 1306 Geld; De⸗ zember 1937 1304 Brief, 1308 Geld.— Tendenz: ſtetig. 29.12. 30.12. 20.12. 30. 12. 29.12. 30. 12. 29.12. 30. 12 20.12. 30.12 79.17 30. .12. 30. 12.. 12 30. 12. Frankfurter Brauerei Kleinlein 101— 101.— Südd, Zucker—— Verkehrs-Aktlen Guano-Werke.. 115,— 115,25 verl. Glanzst, Elbert.—— Verslcher.⸗Antien Effektenbörse Bremen. Besigh. Oel 112,50 112,50 Ver. Dt. Oele 195.— 13350 Baltimore Ohio... 18,.— 18,— Hackethal Hraht.. 135,— 136,50] Ver. Harz. Porti.-Et 127,50 127,50 1090.- 1086. ScorenBogeſgehben, 167˙30 164•22 Neffsewrzan Stamm 181,— 153.— 4. Verkeheswesen 130)7s 130,55[ flambure Ejehtro.. 146,.— 145.75] Ver. Staninerge 12,25 154%7/ Afling- Alircnen. 24730 228,2 Festverzinsl. Werte“29. 12. 30. 12.— 5 1348 1435 Zellst. Waldh. Stamm 164,— 168,.— Alig. Lok. u. Kraftw. 150,75 150,50 Harburger Gumm— 157,— ver, Ultramarinfabr. 142.— 142.—— e—192.— 19050 5% Dt. Reichsanl. v. 27 100,75 100,75] Peutsche Erdöf.. 147.78 150.— Bank-Aktlen llbs.-Amer.-Paketfh. 15,59 15,.—f Harpener Berzbau. 155.— 156,— Vosel Teiegr.-Dr., 160,50 163,50 44 E int. Di. Reichsanl. 30 102—peutschelinofeufnor. 165.75 161.—] Badische Bagn;.; 129,.— 129,.—] Ube.-Sudam. Dpfsen, 3,12„S Hedwieshütte.... 130,-—[ Wanderer-Werke. 165,75 165,.— Baden Freist. v. 1927 97.25 97,25 75 el. ino 55 5—aver. Hyp. Wechsei 97,— 52,— Norddeutscheril-loyvd 15,12 15,37 Heiſmannse Littmann 46,37 49,— Westd. Kaufhor A8. 57,50 55,75 Kolontal-Paplere Bayern Staa v. 1027 38,3) 96,25] Hurlacher fHof.... 91.— 91.—] Semmerz- Privatbk. 109,— 109,25f Sudd. Eisenbann.—— floszeh, kis u Stahi 119,— 119,75f Westeregein Klkall:— 134,—Ot.-Ostafra. 330,55 398,— Ani.-Abl. d. Dt. Rch. 116.70 117.— Eichb.-We— DD-Bank.. 11I.— 111.— industrie-Aktien Hohlenlohe-Werke 8 Wf. Drahtind. Hamm——[Neu-Guinea.. 281,— 275,— bt. Schutzgebiet os. 10·90 10,90 EieLicht KKrt r.. 150,— 150˙50f Presdner Bani.. 107,50 107.50 Holzmann Philipp'.. 136,.— 137/,½ Wigner Metaſi... 69,50 122,—[Otayl Min. u. Eisenb. 22,62 22,62 Aussburz Stadt V. 26 97,30 57,50 110,.— 116.— Piifzi—— 357 2. A Fbr. 12175 121 5 a— 15 1133 Zellstoff Waldhof.. 161,25 162,50 — 2 2. Hypoth.-Ban 225 Lem. Bau Lenz. 121,—unchans Gebr.... I18, 94,50 94,50 n 5 171.25 Reichsbant..... 161,50 157,.— Aligem. Kunstsivde 60.— 38.— KaffCborielian 102,25 175 5 annnennin 25 3358 35 2 Feigühit baoter:. 1i5] venenroArgen— Jut Fietzder. 55 Feu Laeherzeben 138, Berliner Devisenkurse annheim v— zesfürel-. 146,—-Autlen 200. As Plimasensstadt J. 25 7. 5,0JöTö. Goiczehmdt::.9·12 126,20] pac46 1 Fheinsen.—— Atehafde Zeiston, 118.— 116,— Ginherdrerte..—% 12½5— farz1fſon-..27 30 35 100 8ßJ Srifſer zie.— bah. 12s 12,5] g. Mieigken 48800 ki4— 140,.55 foten, v, Chen, Fr. 145762 1425—ee ess.Ld. Liqu, K.-24 100, 37 Grobkratt Mum. v.—— yersicher.-Aktien—=„Fonmar s——— E KZvigani 5 32.— 39.—f früpe Fnigrer 6ro— f glitene Keden.. 195/ 123, um un en n 29. Derember J 50. Dozempct 33 Soldent⸗ 95,— 95,.— 150.— 30,25 30,25 Bergmann Eiektr. 159•75 159·37 Kronprin⸗ Metall..„o, 146,— Aegvpt.(Alex.- Kairo) 1 àg. Pfd. 12,585 12,565 Bay Hvp. Wechs. Gpf—— n a 48. Es n 129.75 129,75 Würt an—[Berlün,- Karisr. ind.—“ 264 Lahmever& Co... 125,37 125,7] Argentin.(Buenos-Air.) 1 Pap.-P. 0,75 0,762 Erkt. Hyp. Goldhyp. 91.25 130•20 Hofznen Wit sse.— 137.25 rtt. Transportver.—— Rangeen— 113˙75— 1155 130˙50 12 W Ie—.—— i„ 100,5 5 bie raunschweig.-G. 437 0 Grube„„ rasillen(Rio de Jan.) 1 Milreis 5 Frbl Koläplodr, vin ,50 3,25 Berliner Fremer Vulkan... 137.—— lindes-Eismasch.. 164,5 104,7 Buigarien(Solia) 100 Lewa 3,047 3,,053 Frkf Goldpfr. Liqu. 100,50 100,62 jn 11˙25 117.50 Kasscdkurse Bremer Wollkämm. 117.— 115.— Mannesmannrönren 8,87 3 Canada(Montreay 1 kan. Dollar.469.493 Kanrtar 55 +.„4420 14530 Brown Boyer 124·25 124.—] Nansfeider Bercban 143 59,75] pänemark(Kopenh.) 100 Kronen 54,640 54,740 Mein. Hyp. Liau.. 101,— 160, 57 0 relcben— 138.—f Festverzinst. werte Buderus Eisenwerke 168.— 169•50 Markt, u. Kühthalle—— 133·50 Danzis(Danzig) 100 Gulden f 47,040 47,140 Piale, Hyp, Goldpfd. 98.—„,—— 15 155 126·50 128.50 5% B. Reichsanl. 27 100,35 109, 20] Contf Gummi.... 166, 9,0 f Masch'bau-Untern.. 128,5— England(London) 1Piund 12,235 12,265 Piäle Eiau.„. 101,.— 101,25 Flarensrein Beek 127, 138,50] 4% 40. do. V. 134 7,0„,30] Sonti Kiroieum... 122.37 122.—] Nasch, Buekan, Won 133.0 128.—f Fstland(Rev.-Iaf) 100 esih. Kr.[ 68,85[ ö8,f0 Pfülz. Hvp. GoldRom.— 35,75 Kno elipr en 229,50 229·50 J Dt. Anl.-Ausl. Aitbes. 116,75 11/.— Daimler-Ben: 117.—— Maxſmilianshütte.. 194,.—— Finnland(Helsingf.) 100fünnl. Mu. 5,405 5,415 Rhein. Hvp. Gdpf.-4 97,.— 97.—. Au— Dt Schutzgebiete 08 10,95— Dt. Atlant.⸗Telegr. 107˙75 108•'25 Mülheimer Bergw.— 106 0 Frankreich(Paris) 100 Franes f 11,640 f 11,660 plandbriele Beutsch. Cone Gas: 4675 149.75] Norda, Eiswerke.; 3930 37 Griechenland(Athen) 100rachm 32,388„2,357 inn 4 Beutsche Fraöl... 133— 152.— Hrenstein&, Koppei 99,5 05 7 Holland(Amsterd. u. Rott.) 100. J 136,00 186,480 iin in n. 155.— 155.— 3 1 3 12475 eie 9/ 50 g97.50 Peutsche Kabelwl. 164•75 163•12 Kathgeber-Wazgon. 155 145 lran(Teheran) 00 Rials 15,180 15,220 do Gdkom.-iri 34,75„34,5] Manmesmanbromen 118,75 119,.— 5% do. Go K. 9,50 97,30] Zeutsene Enoleum. 1— Mle pheinfeigen Kraft,. 229,36 230.75 keland(evfeiavnt) 100 jsi. Kr. 34,880 54.960 sseer Lien 101. 101,.—5— K Deutsche Steinzeug.——[hein. Braunkohlen 1—4 ltalien(Kom u. Mailand) 100 Lire 13,990 13,110 Großkrafitwk. kMhm 10,—— Mes Seee— 20 e Saie, 40 137 0 2 in0—— I1ven—— 0 3— in kt.-Obl. v. 26——— vekerh.-Wi 5 eſn. Stahlwarke*— uügoslaw,(Belg. u. Zagr.) 100Din.„ 50 as 3 148.— 14— 4 155 Dypamit Noben—2** Khein.-Westf. Kalkw. 33 Lettland(Riga) 100 Lats 43,470 48,570 Ver. Stahlw. Obl. v. 27 102,25 107,25 pinfz 5 0—.— 3 153 3 95.— 95.— E. Lieferungen 119.— 118•50 Kiebeck Montan AG 141˙50 Litauen(Kowno/ Kaunas) 100. Lit. 41,940 42,020 18 Falbenind. v. 28 135,1: 134,62 Phefn Br 10 nie 27% do Kom. 1„ 4 El. Schlesten 149·50 150-— Rütgerswerke.. 149,37 Norwegen(Oslo) 100 Kronen] 61,520 f 61,620 —75— 3 45 Bank-Aktien 68.75 39.37 El. Licht und Kraft 113˙50— Sachsenwerk... 298,—— Oesterreich(Wien) 100 Schilling 48,550 49,050 iinn g 45 nn Fneinserihnionwere 171.75 12—] Sehtieben A48. 141˙50 165 bolen(Warschau/Pos.) 100 Zloty 47,040 47,140 Oesterr Goldrente— Oseussabrien 54.75 154.75] Bank für Brauind. 3 3 Farbenindustrie 1G. 144.— 143•12 Salzdetfurtn Kan. 61,50 139•75 hortusal(Vissabon) 100 Escudo] 11,110 11,130 Türk. Bagdadl!.—— Raetastan 139.75 141.75 B. Hyp.- u..-Bank 103.— 109•25 Eoldmühle Papier. 140•25 141˙62 Schubert& Salzer. 1 3˙50 5 Rumänien(Bukarest). 100 Lei 1,13½.617 oserene 7— di Sutserewerhe 4,75 gemmerz- Privatbit. 1. 1. Eelten& Guilieaume 1, 1,62 Schuckert& Co... 159, 102 3 Schweden(Stockh. u..) 100 Kr. 63,080 63,20« ———— Heilbronn 1n.— 1ñ.— Dt. Bank u. Disconto 111,.—— Gebhard& Co. 114.— 117 Schufth.-Patzenhofer 102. 20„25 Sohwelz(Zür., Bas., Ber) 100 Fr. 57,170 53,29ʃ SEKERB 180.— 128˙ Dt, Golddiskontbank 45 1825 Cerm. Portl.-Cement 116˙50 117.— Siemens& Halske. 199,25 1 0,.— Spanlen(Madr. u. Barc.) 100 Pes. 18,980 f 19,024 ekert el 13—.— Ot. Uebersee ⸗ Bank 103•80 12 Gerresheim Glas 562 146.— Stoehr Kammgarn. 119,75 120, Tsehechoslowakei(Prag) 100 Kr. 8,691 6,709 vartz- Storchen 34.— 32.— Dresdner Bann... 107,5 133 Gesfürel-Loewe 128˙50 123%55 Stolberger Zinkhütte„91.— 90,75 Türkef(Istanbuh 1 türk. Pfund 1,976.902 . 13„* nn 157.75 187 33.75 33,/50——5———* 39.25) pPengõ 135ů 1388 —„*„„„„„„„ ritzner-Kayserr„ r. Gasges.„„ ruguay(Montevid.) 1G0ld-Pes er-Grünwinkel, 85,75 35,50 J Rhein. Hyp.-Bank- 142,— 141,— 1 Gruschwitz Tenti, 117,.— 116, 50 1 ver. Pt. Nickelwerke 165,— 165, 75 Ver.St.V. Amerikaſhtewy.) IDoll..486] 2,452 —— —— Heute letzter Tag! 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OEG Hauptbahnhof ab .15 Uhr, Friedrichsbrücke.30 Uhr. Der Zug hält an den Halteſtellen der Stadt, am Flughafen und in Secken⸗ heim. Fahrpreis.80 RM bzw..70 RM. Fahrkarten nur im Zug erhält⸗ lich. Rückfahrt nich Belieben.— Am 1. Jan. 1937: Neujahrswanderungen * 23 5— on „.5 „R 3 9 Ha, oo ĩstꝰs vĩehtig l Silvester feiert men gern im grohßen Kreise frohgesttmmter Nenschen, die sich àuch diesmêl im Robengcrten-Reotaurcut am Friedrichsplatz zusẽmmenfinden werden. Huünstlerkonzert- TIanz- Ueberraschungen Ein festes Souper- Tischbestellungen erb. unt. Tel. 41561/62 Nommen aueſi Sĩe: AGoldener Pflug. am Hauptbahnbok- Lel. 2l737- ladet ein zur bekannt gemütlimen Siwesterfeier mit Honzert Jůr ſtœuo halt und Festlĩehleĩten empfehlen Bier-Sorten in ½1 u. ½ Flaschen folgende und Biersiphons Fürstenbergbräu, Münchner Augustinerbräu, Erste Kulmbacher, Kloster Langheimer Urbräu, Doppel- bock Gustator und Bellheimer Bier. Auch Hacker- nährbier, Champagner-Weizen. 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Zur Ausübung des Stimmrechts ſind diejenigen Aktionäre berechtigt, die ihre Aktien od. den Hinterlegungs⸗ ſchein einer deutſchen Effetten⸗Giro⸗ Bank ſpätefſtens am 12. Januar 1937 bei der Geſellſchaft oder der Deutſchen Bank und Disconto⸗Geſellſchaft, Fi⸗ liale Mannheim, hinterlegen. Mannheim, den 15. Dezember 1936 Der Aufſichtsrat der Bierbrauerei Durlacher Hof A. G. vorm. Hagen. 2. General-Vertretung d. Schreibmaschinen Continental. Klein- Continental und der geräuschlosen Conti- nental-Silenta. Unterrient in Zither, Laute, erteilt: Hans Völk + 2, 16a.(30072“) Hauptſchriftleiter: Dr. Wilhelm Kattermann Stellvertreter: Karl M. Hageneier.— Chef vom Die. Helmuth Wüft. Verantwortlich für Politik: Dr. W Katiermann; für politiſche Nachrichten: Dr. Wilhelm Kicherer; für Wiriſchaftspolitik und Handel: Wilhelm Ratzel; für Kommungles und Bewegung: Friedrich Karl Haas: für Kulturpolitik, Feuilleton und Beilagen: i. V. Dr. W. Kicherer: für Unvolitiſches: Fritz Haas: für Krales: Karl M. Hageneier: für Sport: Julius En: ſämtlich in Mannheim. Ständiger Berliner Mitarbeiter: Dr. Johann v. Leers, Berlin⸗Dahlem. Berliner Schriftleiing: Hans Graf Reiſchach, Berlin uſt: ilh. berichte verboten. Sprechſtunden der Schriftleitung: Täglich 16 bis 17 Uhr (außer Mittwoch. Samstag und Sonntag) Verlagsdirektor: Kurt Schönwitz, Mannheim Druck und Verlag: Hakenkreuzbanner⸗Verlag u. Druckerei Embch. Sprechſtunden der Verlagsdirektion: 10.30 bis 12.00 Uhr(außer Samstag und Sonntag): Fernſprech⸗ Rr. für Verlag und Schriftleitung: Sammel⸗Nr. 354 21. Für den Anzeigenteil verantw.: Karl Heberling, Mhm. A lugusta-Anlage 5 Fernruf 4 Bioline, Blockflöte1 SwW 68, Charlottenſtr. 15v. Nachdruck ſämtlicher Original⸗ Zur Zeit iſt Preisliſte Nr. 8 für Geſamtauflage leinſchl. einheimer und Schwetzinger Ausgabe) gültig. Geſamt⸗D. A. Monat November 1936 48 537 avon: Mannheimer Ausgabe... 38 489 Schwetzinger Ausgabe 6358 Weinheimer Ausgabe⸗„„ 3690 bü- und»zZim⸗ mer⸗Lohnung Verderſtr. 23, 1 und 2 Treppen. per 1. April 1937 zu vermieten. Näher. vart. rechts (13 351V) 3⸗Jimiimer Wohuung Küche, Bad, 1 Zim. auch vom Treppen⸗ haus zugänglich, 3 Treppen hoch, Waldhofſtraße 6 verm. Rechtsanwalt H. Fränkel, A 2, 3Za S ch ö ne Lzimmer- Dohnung 2 Treppen, in der Beethovenſtr., per 4. 37 od. ſofort zu vermiet. Näh.: Fernruf 402 15 od. Seckenheimer Str. Nr. 64, 2 Treppen. alig, Br M. Lagerraum billig zu vermiet. Jungbuſchſtr. 13 Näheres bei: Ott, Ou 3, 19. (30 080%) zei Meerlen nie driginal ⸗ Zeugniſſe beileaen Schöne, ſonnige 2½- b.-Jim- mer-Wohnung m. o. ohne Dampf⸗ heizung, zu mieten Stadtmitte, Schloß Lniſenring. Zuſchr. unt. Nr. 18693 VS. an den Verlag dſ. Blattes erbeten. Allnſt. Ehep. ſucht auf 1. 4. ſonnige -zimmer⸗ Vohnung Angeb. u. 30 063“ an d. Verlag d. B. Höbl. Zimmer zu vermieten Möbl. immer zu vermieten. I 2. g. 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Besonderen Dank Herrn Stadtpfarrer Kiefer für seine trostreichen der Kreisleitung der Ns-Frauenschaft, Friedrichspark der NS-Frauenschaft, der RBG 17. Handel. und der RBG 18, Handwerk. Mannheim, den 30. Dezember 1937. Die trauernden Histerbllebenen der Ortsgruppe (38 554 V