reinkrüge nuar 1937: Farb⸗Werke Ge⸗ ünkter Haftung, n. Durch Geſell⸗ algeſellſchaften in delt worden, daß gen unter Aus⸗ tion übertragen nigen Geſellſchaf⸗ Peter in Heidel⸗ delsgewerbe als he Lack⸗& Farb⸗ mitNiederlaſſung heim weiterführt. i wird veröffent⸗ Geſellſch ift, wel⸗ Monaten ſeit die⸗ zu dieſem Zweck t zu leiſten, ſo⸗ cht auf Befriedi⸗ arb⸗Werke Anton eckenheim. Inha⸗ „Fabrikant, Hei⸗ ara Peter geb. berg hat Einzel⸗ nuar 1937: dhof, Mannheim. scar Lenz iſt er⸗ ekenbank, Mann⸗ Gerlitz iſt zum Smitglied beſtellt. r Mühlenbetrieb 4 Bueſchler iſt al iSgeſchieden. Geſellſchaft mit ig, annheim. Larl Reuther in eiteren Geſchäfts⸗ ann Bauer und e in Mannheim, tprokura, daß je⸗ mit einem Ge⸗ it einem anderen gsberechtigt iſt. el Geſellſchaft mit ig, Mannheim. tudolf Nirrnheim äftsführer. Georg t zuen weiteren llt. Willi Rieke⸗ Mannheim hat er in Gemein⸗ chäftsführer oder okuriſten vertre⸗ ſellſchaft mit be⸗ annheim, Zweig⸗ ptſitz: Mülheim⸗ e 936 iſt 5 9 (Geſchäftsjahr) mer Privatdetek⸗ r& Co. Geſeil⸗ Haftung, Mann⸗ afterbeſ luß vom ſt die Geſellſchaft tzes vom 5. Juli indlung von Ka⸗ der Weiſe umge⸗ ß ihr geſamtes tsſchluß der Li⸗ wurde W den ter Adolf Maier welcher das Ge⸗ Firma„Argus“ ſetektiv⸗Inſtitut heim weiterführt. t wird veröffent⸗ der Geſellſchaft, chs Monaten ſeit ung zu dieſem herheit zu letſten, Recht auf Befrie⸗ Dampfmühle von —5— Geſellſchaft ung, Mannheim. als Geſchäftsfüh⸗ mer Privatdetek⸗ „Mannheim. In⸗ er ſenior, Mann⸗ junior, Mann⸗ ura. mnheim. Guſtav en. Das Geſchäft auf Diplom⸗In⸗ Fasbender in ngen. Die Pro⸗ Fasbender iſt er⸗ Mannheim. Das iſt auf Emil La⸗ a geb. Häge, jetzt hr in Manheim, inn Nachf. Inh. Nannheim. Die in: Walter W. W e Cherniſche e. heim. Die Firma b. Mannheim. tann hef von Dienſt: ir Innenpolitik: Lilhelm Kicherer; helm Ratzel; für ür Kulturpolitik, lm Kattermann; okales: Karl M. Geſtaltung der lder: die Reſſort⸗ heim. zohann v. Leers. ſeiſchach, Berlin ntlicher Original: ch 16 bis 17 Uh Sonntag) i tz, Mannhein! rlag u. Druckeret ktion: 10.30 bis ag): Fernſprech⸗ nmel⸗Nr. 354 21. deberling, Mhu tauflage(einſchl. gabe) gültig 6 49 062 Verlag u. Schriftleitung: Mannheim, k 3, 14/15. Fernſpr.—————— 35421. Das kanner“ Ausgabe à er wöchtl.12mal. 168.-Pf. Woj 0 Pf. a gi.30 72 öf. Veftel eld. Ausgabe 5 erſch. 50 7mal. 81.49 Spreiſe: Frei Haus oſtzeitungsgebühr) zuzügl. 42 ſtellgeld Iſt die Zeitung am Erſcheinen(auch d. hoh. Gewaͤlt) verhind., beſteht kein Unſpr. auf Entſ üdigung. Trägerlohn; durch die Poſt.20 RM. einſchl ohn; durch die Poſt.70 RM.(einſchl. 49 28 Pf. Früh⸗Ausgabe A Frei Haus monail..20 RN f. Trã eld⸗ 7. Jahrgeing MANNHEIM 1 45 er und Schl m— Anzeigen⸗Annahme: Nummer 24 Man 8* 5 4/15. Feznſprech⸗Sammel⸗z. Ausſchiießz erichtsſtand: Mannheim. Wotſcheckoͤnio: Subiw ashafen 4960. Verlagsort M Freitag, 15. Januar 1937- igen:———— Die 12geſpalt. 10 Pf. Die 4geſpalt. Millimeterzeile exttei geike einheimer A Die Ageſpaltene mmeterei e im Textteil 18—50 Be Frühausgabe 18 95231. 3ah ausg. 1 —4— Die Jsgeſpait. tillimeterzeile 4 gun0 ö. gemäß Preisli e. 8 v Erfüin——— M—— lungs⸗ un ungsor— m. Kusſohuung Cugland-rlauud Keht bevor Miniſterpräüſident de balera zu wichtigen Beratungen in Condon/ Der ganze fonflikt ſoll aus der Welt geſchafft werden/ noch vor der fönigskrönung im mai. Der politiſche Tag Die Berichte, die in den letzten Tagen aus Perpignan, der Hauptſtadt des wichtigſten franzöſiſchen Pyrenäen⸗Departements kamen, beſtätigen unſere Vermutung, daß die Enwick⸗ lung ſowohl in gewiſſen franzöſiſchen Provin⸗ zen als auch in der Hauptſtadt ſelber immer mehr auf das Ende jeder ſogenannten„Volks⸗ front“⸗Politik hinſteuert: auf die Herrſchaft der Bolſchewiſten. In Perpignan ſcheint es nun beſonders toll herzugehen, da dieſe Stadt, die bekanntlich an der wichtigen Bahn⸗ ſtrecke liegt, die von Frankreich nach Barcelona führt, im beſonderen Maße geeignet war, den Roten als Angriffsziel zu dienen. Wenn dort auch offiziell noch kein Sowjetregime herrſcht, ſo ſprechen die letzten Nachrichten doch ſehr deutlich vom ſtändig wachſenden Einfluß der „Kommuniſten. Und die amtlichen Stellen ha⸗ zen ſogar offen ihre Machtloſigkeit zugeben müſſen! Kein Wunder, daß da in Paris allerhand Sorge beſteht, zumal Perpi⸗ gnan ja auch als Durchgangsort für die vielen nach Rot⸗ Spanien reiſenden„Freiwilligen“ eine üble Rolle ſpielt. Die ſenſationellen Ver⸗ öffentlichungen der rechtsſtehenden Pariſer Zei⸗ tung„Action Francaiſe“ haben nicht nur wie eine unmittelbare Beſtätigung der erſten deut⸗ ſchen Nachrichten über die chaotiſchen Zuſtände in Südfrankreich gewirkt, ſondern haben auch in Paris alle die Leute auf die Beine gebracht, die aus der unheilſchwangeren Entwicklung in Perpignan Schaden für die geſamtfranzöſiſche Politik befürchten. Und wenn wir gleichzeitig aus einem maßgeblichen holländiſchen Blatt ſenſationelle Einzelheiten über die gefährliche Minierarbeit der Komintern in Frankreich er⸗ fahren, ſo wundern wir uns auch nicht über die Nachricht, daß der in Paris weilende fran⸗ zöſiſche Botſchafter Frangois⸗Poncet geſtern die Gelegenheit benutzt hat, die amt⸗ lichen Pariſer Stellen auf die bedrohliche Ent⸗ wicklung im Departement Oſt⸗Pyrenäen hinzu⸗ weiſen. Wir können nur wünſchen, daß daraus Maßnahmen erwachſen, die den eigenartigen Umſtänden, unter denen in Perpignan ein ſpa⸗ niſcher Kaffeehausbeſitzer das Amt des Präfek⸗ ten im Sinne bolſchewiſtiſcher Tendenzen aus⸗ übt, bald ein Ende machen. Andernfalls könnte der franzöſiſche Außenminiſter Delbos ſeinen geſtern im Miniſterrat vorgelegten Plan, eine Art Freiwilligen⸗Verbot von der franzöſiſchen Kammer beſchließen zu laſſen, beſſer in ſeiner Schreibtiſchſchublade behalten. Denn ein ſolches Geſetz muß völlig unwirkſam bleiben, wenn im entſcheidenden Grenzdepartement nicht mehr die von Paris aus eingeſetzten Behörden, ſondern die mit den Roten in Spanien ſympathiſieren⸗ den und von ihnen bezahlten Agenten das Zepter ſchwingen. — Die jüdiſche Zeitung in England„Fewiſ Chronicle“ bezeichnet eine ihr von einem Leſer zugeſandte Schriftengruppe als„Gikt⸗ gas“. Dieſe Gruppe enthielt den Friedensplan des Führers, Flugblätter über„Entlarvter Bolſchewismus“, ein Flugblatt„Hitler bieten Frankreich 25 Friedensjahre an“, eine Unter⸗ redung mit dem Führer und dergl. Alſo lauter Schriften, die geradezu betont den Friedens⸗ willen des neuen Deutſchland herausſtellen Und dies alles bezeichnet das Judenblatt frech als„Giftgas“! Deutlicher kann der Wille der Juden, zum Kriege zu hetzen, kaum noch her⸗ vortreten. (Von unſerem Berichterſtatter in London) London, 14. Januar. Ein engliſch⸗iriſcher Ausgleich iſt am Don⸗ nerstag völlig unerwartet in einer ge⸗ meinſamen Ausſprache zwiſchen dem Do⸗ minionminiſter Malcolm Mac Donald und dem Präſidenten des iriſchen Freiſtaates, de Valera, angebahnt worden. De Valera traf am Mittwochabend auf der Rückreiſe aus der Schweiz nach Irland in London ein, fuhr aber nicht, wie gewöhnlich, mit dem erſten Frühzug weiter. Am Vormittag ſuchte ihn zunächſt der Hohe Kommiſſar des Freiſtaates in London auf und bald darauf befand ſich in de Valeras Hotel der Dominion⸗ miniſter ein. Die Unterhaltung zwiſchen den beiden Staatsmännern währte drei Stunden. Sie ſoll noch fortgeſetzt werden; ſie wurde unterbrochen, weil Malcolm Mac⸗ Donald anderweitige Verpflichtungen hatte. In Begleitung de Valeras befindet ſich übri⸗ gens ein hoher Beamter des iriſchen Außen⸗ amtes namens Devlin. Obwohl über den Inhalt der Ausſprache ſach⸗ lich noch nichts bekanntgegeben worden iſt, dürfte ſie vor allem mit der Neuregelung der ſtaatsrechtlichen Beziehungen zwiſchen den beiden Ländern auf der einen Seite, und dem Abbau des Wirtſchafts⸗ krieges, kurz und gut mit den bekannten Konfliktsfragen im ganzen, und nicht etwa nur mit einem Ausſchnitt daraus, befaßt geweſen ſein. De Valera hat bei dem offenbar gün⸗ ſtigen Fortgang der Verhandlungen ſeine A b⸗ —— aus London weitten ſchöhen.„ Der urſprüngliche Anlaß der Ausſprache iſt angeblich die ſpaniſche Frage geweſen. Daraus ergab ſich aber die Möglichkeit einer Erörterung des geſamten iriſchen Problems. Das Ziel der Verhandlungen in einem Punkt iſt klar: Es ſoll eine engliſch⸗iriſche Ausſöhnung wenn irgend möglich noch vor der Krö⸗ nung König Georgs im Mai ſtattfinden, zumal ſich an die Krönung die engliſche Welt⸗ reichskonferenz anſchließen wird. Natürlich äußern ſich beide Seiten zur Zeit noch mit äußerſter Vorſicht, um Enttäu⸗ ſchungen vorzubeugen. Göring-Begeiſterung in Rom Die deuisch-italienische Freundschaft feiert neue Triumphe (Von unſerem Sonderkorreſpondenten in Italien) Rom, 14. Januar. In den ſpäten Abendſtunden des Mittwoch iſt Generaloberſt Göring mit ſeiner Gattin, wie einem Teil der„HB“⸗Leſerſchaft ſchon be⸗ kannt, in der Hauptſtadt Italiens eingetroffen, um von dort aus eine kurze Er⸗ holungsreiſe nach dem ſonnigen Neapel und Capri zu unternehmen. Schon die Begrüßungs⸗ artikel, die nach dem Bekanntwerden der Reiſe⸗ pläne Görings in den italieniſchen Zeitungen erſchienen, haben gezeigt, daß das italieniſche Volk Generaloberſt Göring als einen der eng⸗ ſten Mitarbeiter des Führers, als lieben und willkommenen⸗Gaſt begrüßt. Der Empfang am Bahnhof und die Begeiſte⸗ rung bei Görings Fahrten durch Rom haben gezeigt, daß dieſe herzlich gehaltenen Begrü⸗ ßungsartikel der italieniſchen Preſſe nicht nur ein Zeichen für die ausgeſprochene Gaſtlichkeit und Höflichkeit des italieniſchen Volkes ſind, ſondern daß hinter dieſen Worten noch mehr ſteht: die herzliche Sympathie, die man Mini⸗ ſterpräſident Göring in Italien als einem „Mann der Tat“— wie die italieniſche Preſſe ſchreibt— als dem„Sieger von Klaſſe“ und ganz beſonders als einem der hervorragenden Vertreter des neuen Deutſch⸗ land entgegenbringt. Als der Gaſt Italiens Obwohl dieſe Italien⸗Reiſe Hermann Gö⸗ rings einen durchaus privaten Charakter trägt, iſt dem preußiſchen Miniſterpräſidenten in Rom ein Empfang bereitet worden, wie er ſonſt viel⸗ leicht nur bei hohen offiziellen Staatsbeſuchen üblich iſt. Das italieniſche Volk und an deſſen Spitze der Staaischef Muſſoli ni betrachten, wie dieſer Empfang zeigt, Miniſterpräſident Göring als den Gaſt Italiens, einen Gaſt, den man auch dann mit allen Ehren und der dem ſüdlichen Temperament des Italieners gegebenen Begeiſterung begrüßt, wenn er mal nicht in offizieller Miſſion kommt. Es zeigt ſich hier, daß die deutſch⸗italieniſche Freundſchaft doch ein wenig feſter fun⸗ diert iſt, als man noch vor einigen Wochen in gewiſſen politiſchen Kreiſen des Auslandes an⸗ zunehmen gewillt war. Dieſe Freundſchaft be⸗ ruht eben nicht nur auf einer politiſchen Inter⸗ eſſengemeinſchaft, ſondern ſie iſt auch in den Herzen des italieniſchen Volkes verankert. Sie beruht auf dem Gleichklang des politiſchen Denkens und Fühlens zweier Völker, die aus eigener Kraft den Weg aus den politiſchen Irrungen einer vergangenen Epoche zu einer neuen Staatsauffaſſung und auch zu einer neuen allgemeinpolitiſchen Wertung gefunden haben. flm Grab des Unbekannten doldaten Miniſterpräſident Generaloberſt Göring legte am Donnerstagvormittag vor der(einem Teil der„HB“-Leſerſchaft ſchon gemeldeten) Audienz beim König von Italien und Kaiſer von Aethio⸗ pien am Grab des Unbekannten Soldaten einen großen, mit einer Hakenkreuzſchleife geſchmückten Lorbeerkranz nieder. Am Nationaldenkmal Vittoriano hatten zu dieſer feierlichen Ehrung des Unbekannten Sol⸗ daten eine Kompanie Grenadiere mit der Re⸗ gimentskapelle, ſowie Offiziere aller Waffen⸗ gattungen der Garniſon Rom Aufſtellung ge⸗ nommen. Bei der Ankunft wie bei der Abfahr: wurde Generaloberſt Göring von einer tau⸗ ſendköpfigen Menſchenmenge mit lautem Bei⸗ fall begrüßt. Der Rampf der Sudetendeutſchen SP. Prag, 14. Januar. Der Kampf der ſudetendeutſchen Bevölkerung in der Tſchechoſlowakei um ihre primitivſten Lebensrechte iſt ein Ringen, das die ſtärkſte Aufmerkſamkeit auch innerhalb des Reiches verdient. Leider ſind die Ausſichten in dieſem Kampf für das Sudetendeutſchtum nicht allzu günſti g. Denn das Sudeten⸗ deutſchtum, das ein Viertel der Bepölkerung des tſchechoſlowakiſchen Staates ausmacht, ſteht auf weit vorgeſchobenem Poſten. Die Behaup⸗ tung nationaler Lebensrechte überſchneidet ſich in dieſem Staat, der nach 18jährigem Beſtand noch lange nicht ſeine innere Ausgeglichenheit gefunden hat, oft mit dem Spiel außenpoliti⸗ ſcher Intereſſen, in welchem die Tſchechoſlowakei infolge ihrer geographiſchen Lage zu einem umkämpften Vorfeld geworden iſt. Bereits zu Ende des vorigen Jahres fanden zwiſchen dem tſchechoſlowakiſchen Miniſter⸗ präſidenten Dr. Hodſcha und Vertretern der deutſchen Regierungsparteien Verhandlun⸗ gen übereinen tſchechiſch⸗deutſchen Ausgleich ſtatt, die jetzt fortgeſetzt werden. Es iſt kein Geheimnis mehr, daß insbeſondere von England her ein ſtarker Druck auf Prag ausgeübt wird, um die Tſchechen zu einer Lö⸗ ſung der ſudetendeutſchen Frage zu bewegen. Und auch innerpolitiſch liegt ein großes Inter⸗ eſſe der Prager Regierung vor, ihre Stellung zu unterbauen, wobei ſie durch Zugeſtändniſſe an die deutſchen Regierungsparteien der deut⸗ ſchen Oppoſition— der Sudetendeutſchen Par⸗ tei— weniger Angriffsflächen zu bieten trachtet. Während die Sudetendeutſche Par⸗ tei eine endgültige Löſung im Auge hat, die in einer ſo weit wie möglich gehen⸗ den, aber noch mit der Staatseinheit zu verein⸗ barenden Autonomie beſteht, denken die deut⸗ ſchen Regierungsparteien— der Bund der Landwirte, die deutſchen Chriſtlichſozialen und die deutſchen Sozialdemokraten— an eine etappenweiſe Bereinigung der ſudeten⸗ deutſchen Frage. So verlangt der Bund der Landwirte im weſentlichen eine kulturelle Selbſtverwaltung, vor allem des Schulweſens, und eine Milderung der Sprachenpraxis, auf wirtſchaftlichem Gebiet gerechte Beteiligung der Deutſchen an Staatsaufträgen und eine dem wirklichen Anteil des Deutſchtums an der Bevölkerung entſprechende Zuſammenſetzung des Beamtenkörpers. Die deutſchen Chriſtlich⸗ ſozialen haben ihre Forderungen noch nicht ver⸗ öffentlicht, ſie dürften aber nur im Ton, aber nicht im Inhalt von denen des Bundes der Landwirte verſchieden ſein. Dagegen ſind die Forderungen des„jungaktiviſtiſchen Flügels“ dieſer Parteien— jenes Nach⸗ wuchſes, der allmählich die weitere Mitarbeit deutſcher Parteien im tſchechiſchen Kabinett nicht nur als zwecklos, ſondern auch mit der deutſchen Einſtellung nicht mehr vereinbar an⸗ ſieht— viel weitergehend, als das Programm der immer wieder mit tſchechiſchen Verſprechun⸗ gen abgeſpeiſten„Regierungsdeutſchen“. Die Tſchechen haben teilweiſe die Notwen⸗ digkeit einer Behandlung der ſudetendeutſchen Frage wohl eingeſehen, ſind aber im Grunde genommen nicht geneigt, die Vorherrſchaft im ——— Mannheim „Hakenkreuzbanner“ 15. Januar 1937 Staate zugunſten der Deutſchen aufzugeben. Wenn der Staatspräſident bei ſeinem Reichen⸗ berger Beſuch im Juli 1936 die Dringlichkeit der nationalen Fragen im Staate zugeben mußte, dann nur mit der Einſchränkung, daß an eine nationale Autonomie nicht zu denken ſei, eher an eine gewiſſe„Dezentrali⸗ ſation“ der Verwaltung. Worin dieſe von hohen Staatsſtellen immer wieder gebrauchte Formel der„Dezentraliſation“ beſteht, iſt voll⸗ kommen unklar. Der Staatspräſident hat da⸗ mit aber nicht nur die Hauptforderung der Sudetendeutſchen Partei als undiskutabel zu⸗ rückgewieſen, er hat in Reichenberg gleichzeitig eine Kernforderung der deutſchen„Regie⸗ rungsparteien“, nämlich die anteilmäßige Vertretung der Deutſchen im Staats⸗ dienſt indirekt abgelehnt, indem er die Aufnahme von Deutſchen in die öffentliche Ver⸗ waltung von deren„Verläßlichkeit“ abhängig machte. Da aber die Mehrheit der Sudeten⸗ deutſchen bei den Tſchechen pauſchal als unver⸗ läßlich gilt, ſo iſt als ſicher anzunehmen, daß die Tſchechen nicht daran denken, von ihrer planmäßigen Durchdringung des ſudetendeut⸗ ſchen Siedlungsgebietes mit tſchechiſchen Be⸗ amten abzugehen. Wie wenig guter Wille auf tſchechiſcher Seite vorhanden iſt, geht ſchon dar⸗ aus hervor, daß die Vergebung von ſtaatlichen Arbeiten im ſudetendeutſchen Gebier trotz der beſtimmten Zuſage des Staatspräſidenten, daß derartige Fehler nicht wieder vorkommen wür⸗ den, weiterhin nur an tſchechiſche Firmen er⸗ olgt. Die Regierung ſieht ſich bei der Behandlung der ſudetendeutſchen Frage aber auch vor parteipolitiſche Schwierigleiten geſtellt. Jede tſchechiſche Koalitionspartei hat eine andere Vorſtellung von der Bedeutung der Frage der nationalen Minderheiten und ihrer Proble⸗ matik. In der Ablehnung der Autonomie ſind ſich alle tſchechiſchen Parteien einig. Aber auch in der Stellungnahme zu den anderen ſudeten⸗ deutſchen Teilforderungen iſt jede Partei ſehr zurückhaltend, ſchon deshalb, weil keine dieſer Gruppen in den Geruch beſonderer Deutſch⸗ freundlichkeit kommen will, ſondern ſie ſich, aus parteiagitatoriſchen Gründen im Chau⸗ vinismus gegenſeitig zu überbieten ſuchen. Die größte tſchechiſche Koalitionspartei, die Agrarpartei, macht allerdings außenpolitiſche Gründe für eine Bereinigung der ſudetendeut⸗ ſchen Frage geltend, da ſie ein gutes Verhält⸗ nis zum Reich befürwortet. Deshalb wünſcht ſie auch eine Hinzuziehung der Su⸗ detendeutſchen Partei zu den Verhand⸗ lungen. Die klerikale Partei und der Links⸗ block hingegen wollen in dieſer Frage ausſchließ⸗ lich mit den deutſchen Regierungsgruppen ver⸗ handeln. Sie wären für gewiſſe Teilzugeſtänd⸗ niſſe an die deutſchen Regierungsparteien viel⸗ leicht bereit, wünſchen aber nach wie vor den ſchärfſſten Kurs gegen die Sudetendeutſche Par⸗ tei, die den größten Teil der ſudetendeutſchen Beyölkerung vertritt. Nach Lage der Dinge muß man alſo dem Ausgang der Verhandlungen zwiſchen dem Mi⸗ niſterpräſidenten und den ſogenannten deutſchen „Aktiviſten“ ſkeptiſch gegenüberſtehen. Sie können eheſtens zu einer Scheinlöſung führen. Natürlich iſt der Begriff„Aktiviſten“ in dieſem Zuſammenhang ganz anders aufzufaſſen, als man dies in Deutſchland tun würde. Unter deutſche„Aktiviſten“ bezeichnet man in Prag die deutſchen Paxteien, die ſich an der bisher ſo unfruchtbaren Regierungskoali⸗ tion mit den Tſchechen beteiligt haben, d. h. den Bund der Landwirte, die deutſchen Chriſt⸗ ————————— ein flufruf an alle fünſtler 5 deuischen Blutes im Reich und im Ausland „Als im Jahre 1931 der Münchner Glaspalaſt und mit ihm ein reicher Schatz an Gemülden deutſcher Romantiker, vom Feuer verzehrt, in Schutt und Aſche ſank, war gleichzeitig auch die damals ſogenannte moderne Kunſt in ſich zuſammengeſunken, gleichſam um einer von vielen erwünſchten neuen reinen deutſchen Kunſt Platz zu machen. Der Führer war es, der ſchon, als verfloſſene Regierungen ſich über die Schaffung einer neuen Stätte der Kunſt nicht einigen konnten, den Entſchluß ge⸗ faßt hatte, der deutſchen Kunſt ein neues Haus zu bauen. Bei der Macht⸗ übernahme waren die Pläne, geſchaffen von dem leider ſo früh dahingegangenen genialen Architekten des Führers, Prof. Paul Lüdwig Trooſt, längſt gereift, und ſo konnte bald darauf, feſtlich umrahmt vom„Tag der deut⸗ ſchen Kunſt“ 1933 an ſchönſter Stätte Münchens der Grundſtein zum Haus der Deutſchen Kunſt gelegt werden. Wenige Monate nur noch, und Mün⸗ chen, die„Haupiſtadt der deutſchen Kunſt“, wird erneut zu einem Jubelſeſte rüſten, in deſſen Mittelpunkt die feierliche Einweihung des nun erſtandenen herrlichen Tempels der Kunſt durch den Führer ſtehen wird. Dann iſt auch, freudigſt erwartet, von vielen Tauſenden von Kunſtſchaffenden und Kunſtbefliſſenen, der Zeitpunkt gekommen, an dem der Führer das Haus ſeiner Beſtimmung übergeben und die erſte Ausſtellung, die „Große deutſche fiunſtausſtellung 1937 im ſjaus der deutſchen ſiunſt zu München“ eröffnen wird, um dem deutſchen Volke einen Querſchnitt durch das geſamtdeutſche Kunſt⸗ ſchaffen der Gegenwart vor Augen zu führen. Wenn in einer überwundenen Zeitepoche häufig nur ein beſtimmter Kreis von Künſtlern oder nur Angehörige beſtimmter Künſtlervereine oder Kunſtrichtungen zu beſonderen Ausſtellun⸗ gen Zulaſſungen fanden, ſo ſollen die Schäden auch dieſes Syſtems nunmehr endgültig aus⸗ gemerzt werden, im Haus der Deutſchen Kunſt werden ſie jedenfalls nie Eingang finden. Ne⸗ ben einem kleinen Kreis von Künſtlern, deren Werke gewiſſermaßen den Grundſtein für die Ausſtellung bilden, ſoll es allen deutſchen lebenden Künſtlern ermöglicht werden, die Er⸗ gebniſſe ihres Kunſtſchaffens und Zeugniſſe ihres Könnens im Haus der Deutſchen Kunſt zur Schau zu bringen. Einem ausdrücklichen Wunſche des Führers zufolge ſoll nun neben den im Reiche anſüſſigen deutſchen Künſtlern auch allen deutſch⸗ ſt ümmigen im Ausland lebenden Künſtlern die Beteiligung an der Ausſtellung ermöglicht werden. Im Hinblick auf die damit verbundene erhebliche Erweiterung des Teilnehmerkreiſes der Aus⸗ ſtellung und geleitet von dem Wunſche, den in Frage kommenden Künſtlern Gelegenheit zu ge⸗ ben, für die Ausſtellung noch Neues zu ſchaffen, wird der Schlufzeitpunkt für die An⸗ meldung von Werken auf den 20. Februar 1937 ſeſtgeſetzt. Auf die entſprechend geänder⸗ ten Ausſtellungsbedingungen wird ausdrücklich hingewieſen. Möge nun jeder deutſche Künſtler im Reich und im Ausland ſein Beſtes geben für die „Große deutſche Kunſtausſtellung 1937 zu Mün⸗ chen“, die dazu beruſen ſein wird, von der Schöünheit und Größe zeitgenöſſi⸗ ſcher deutſcher Kunſt vor aller Welt Zeugnis abzulegen.“ Haus der Deutſchen Kunſt (Neuer Glaspalaſt). Die Verwaltung des„Hauſes der Deutſchen Kunſt“(Neuer Glaspalaſt) veröffentlicht zu dem vorſtehenden Aufruf noch folgende Notiz: „Nachdem die Frage der Beſetzung der Reichs⸗ kammer der bildenden Künſte durch die Beru⸗ fung des bisherigen Vizepräſidenten der Kam⸗ lichſozialen und die deutſchen Sozialdemokraten. Nach Lage der Dinge beſteht leider kaum Aus⸗ ſicht dafür, daß es den Deutſchen gelingen wird, die Militariſierung des ſudetendeutſchen Sied⸗ lungsgebiets im Wege einer dichten Beſetzung durch Polizei und Gendarmerie zu verhindern, oder eine gerechte Aufteilung der Staatsauf⸗ träge nach dem nationalen Schlüſſel zu er⸗ reichen oder in Schulfragen mehr zu erzielen als höchſtens eine formelle Aufteilung der kul⸗ turellen Körperſchaften, wie ſie teilweiſe noch aus der alten öſterreichiſchen Zeit her vorhan⸗ den iſt. Wie das Beiſpiel der Centralbank der deutſchen Sparkaſſen zeigt, wo die Tſchechen die Schwierigkeiten dieſes Inſtituts dazu benütz⸗ ten, um ſich in ihm feſtzuſetzen, ſo werden die Tſchechen auch bei ähnlichen Gelegenheiten mit ——— tsche i Bunige Ausstellungen— im Dienste zwischenstaatlicher Verständigung Stärker als früher vermögen heute, wo die neue deutſche Literatur noch nicht in weitem Umfange den Weg zu anderen Nationen, unter anderem zu den Staaten des Nordens, gefun⸗ den hat, Kunſt und Muſik die gegenſeitige Förderung der kulturellen Beziehungen zu be⸗ wirken. Die Nordiſche Geſellſchaft hat ſeit ihrer Gründung den Kunſtausſtellungen ein beſonde⸗ res Intereſſe entgegengebracht und hat bereits in den erſten Jahrzehnten ihres Beſtehens meh⸗ rere Ausſtellungen nordländiſcher Kunſt in Deutſchland durchgeführt. Das letzte große Ereignis in Deutſchland war die Erſte Nationale Finniſche Kunſtausſtel⸗ lung 1935, die in den Städten Berlin, Düſſel⸗ dorf, Hamburg gezeigt wurde. Angeſchloſſen war in Hamburg eine umfangreiche Ausſtellung finniſcher Graphit, die zum erſten Male in dieſem Ausmaße in Deutſchland bekanntgemacht wurde. Die Graphit⸗Ausſtellung konnte dann insgeſamt in zwanzig Städten gezeigt werden und hatte einen beſonders ſtarten und nachhal⸗ tigen Erſolg. Das Neue und für uns Betonenswerte an dieſen beiden Ausſtellungen war, daß ſie auf dem Prinzip der Gegenſeitigkeit eingerichtet wurden und daher folgte kurze Zeit päter eine große deutſche Kunſtausſtellung in innland. Die Ausſtellung wurde in Helſinki Helſingfors) und Turku(Abo) gezeigt und er⸗ rang in beiden Städten großes Intereſſe und eine ungewöhnliche Beſucherzahl. Hatten ſchon die beihen Gemäldeausſtellungen in Deutſch⸗ land und Finnland den Erfolg dieſer Unter⸗ nehmung gezeigt, ſo können wir heute von der Deutſchen Graphit⸗Ausſtellung be⸗ richten, die zur Zeit in verſchiedenen Städien Finnlands zur Aufſtellung gelangt. Sie umſaßt im weſentlichen Graphit der neueren Zeit und berückſichtigt beſonders auch die Künſtler unſe⸗ rer Tage. Es ſei bemerkt, daß die Durchführung bis in die neueſte Zeit auch die Gemälde⸗Aus⸗ ſtellung charatteriſierte. Im Dezember gelangte die Deutſche Graphit erſtmalig in Tampere (Tammerfors) zur Ausſtellung. Sie war gut beſucht und es wurden einige Blätter von deutſchen Graphikern der Neuzeit verkauft. Nunmehr iſt die geſamte Ausſtellung in Hel⸗ ſinki. Mit großem Intereſſe hat man die Durch⸗ führung, zu der die Nordiſche Geſellſchaft von finniſcher Seite eingeladen war, begrüßt und die erſten Aeußerungen der Preſſe, die mit reichem Bildmaterial ausgeſtattet ſind, beweiſen den Erfolg dieſer Ausſtellung in der Haupt⸗ ſtadt Finnlands. Der Eröffnung der Ausſtel⸗ lung wohnten führende Perſönlichteiten ves finniſchen kulturellen Lebens bei. Die finniſche Zeitung„Helſingin Sanomat“ ſchreibt u..:„Die deutſche Graphik ſteht be⸗ kanntlich auf einem ſehr hohen Niveau und hat ſich auf einigen Gebieten zu unvergleichlichen Leiſtungen entwickelt. Das iſt wohl begreiflich, wenn man daran denkt, daß ſie hinter ſich die jahrhundertealte Tradition von Schongauer, Dürer und Holbein an hat, auf denen ſie dauernd weiterbauen kann... Die Graphik paßt außerdem beſonders gut für die deutſche Art, ſo daß in Deutſchland beinahe alle Künſtler, ſo⸗ gar auch Bildhauer, für dieſes Gebiet Intereſſe haben.“ Profeſſor Okkonen ſchreibt in„Uẽſt Suomi“ u..:„Die deutſche Graphik hat immer die techniſche Fertigkeit, die Beherrſchung der Mittel und die Gründlichkeit der Arbeit hoch geſchätzt. Ihre Grundeigenſchaft iſt illuſtrativ und will eine möglichſt genaue und gründliche Darſtellung des Inhalts und des dazu gehören⸗ den Wirklichkeitsgefühls.“ Beide Beſprechungen gehen in einer ausführlichen Kritik auf die eiſtungen der einzelnen Künſtler ein, von de⸗ nen beſonders Broel, Ehmig, Hennemann, Klemm und Wilhelm Kuhnert hervorgehoben ——————————————— Formulierungen arbeiten wollen, die den Deut⸗ ſchen zwar ſcheinbar entgegenkommen, die aber durch die Praxis dann entwertet werden. Denn die ſudetendeutſche Frage iſt eine Machtfrage. Und wenn England Prag den Rat gibt, durch eine Befriedung der nationalen Minderheiten zur Beſeitigung eines europä⸗ iſchen Konfliktſtoffes beizutragen, dann ſpricht daraus nichts anderes als der Wunſch des Inſelreiches, die Verhältniſſe in der Tſchecho⸗ ſlowakei konſolidiert zu ſehen, weil es augen⸗ blicklich für ſeine Außenpolitik eine konſoli⸗ dierte Tſchechoſlowakei braucht. Deshalb ver⸗ handelt der tſchechiſche Miniſterpräſident. Die ſudetendeutſche Frage wird aber erſt dann end⸗ gültig gelöſt, wenn die Sudetendeutſchen die Tſchechen politiſch dazu zwingen können. werden. Die finniſche Kritik beſchließt ihre Betrachtungen mit dem Hinweis:„Die Deutſche Graphik⸗Ausſtellung gibt eine beſonders inter⸗ eſſante Ueberſicht über die deutſche Graphik und über einige Beſtrebungen und Errungenſchaften des neuen Deutſchlands... Sie iſt imſtande Anregungen zu unſeren eigenen graphiſchen Beſtrebungen zu geben. Die Ausſtellung iſt eine wichtige Begebenheit in unſerem Kulturleben; wir ſind den Veranſtaltern dieſer Ausſtellung dafür ſehr dankbar.“ Die Nordiſche Geſellſchaft wird in der Folge⸗ zeit weiterhin ihr beſonderes Augenmerk auf das Gebiet der Kunſtausſtellungen richten, dabei ſei bemerkt, daß ſchon in der nächſten Zeit im gegenſeitigen Austauſch zwiſchen Finnland und Deutſchland eine Volkskunſtausſtellung gezeigt wird. Weitere Ausſtellungen mit den anderen Staaten des Nordenes werden dann folgen. Türkischer Gartenbau nach deutschem Muster Die türkiſche Regierung hat an die Reichs⸗ regierung die Bitte gerichtet, den Leiter der Abteilung für gärtnexiſche Botanik und Pflan⸗ zenzüchtung an der Verſuchs⸗ und Forſchungs⸗ anſtalt für Gartenbau in Pillnitz, Profeſſor Dr. Gleisberg, für drei Jahre zu beurlauben. Der deutſche Gartenbguforſcher, der aus den ſächſiſchen Staatsdienſten beurlauht worden war, um ſich der Landwirtſchaftlichen Hochſchule in Ankara zu widmen, hat ſeine Aufgaben ſo gut gelöſt, daß/ ſich die türkiſche Regierung die wertvolle Mitarbeit des deutſchen Fachmannes noch für einige Jahre ſichern will. Profeſſor Gleisberg hat an der Landwirtſchaftlichen Hoch⸗ ſchule Ankara ein Gartenbauinſtitut mit Ab⸗ teilungen für Obſt⸗, Wein⸗ und Gemüſebau ein⸗ gerichtet. Auf Grund ſeiner Vorſchläge hat das türkiſche Landwirtſchaftsminiſterium eine Obſt⸗ bauorganiſation ins Leben gerufen, in der eine größere Anzahl deutſcher Obſtbaumeiſter tätig ſein werden, von denen die erſten vier bereits ſeit Beginn dieſes Jahres die Arbeit aufgenom⸗ men haben. mer, Akademieprofeſſor Adolf Ziegler, Mün⸗ chen, zum Präſidenten der Kammer geregelt iſt, hat der Staatskommiſſar des„Hauſes der Deut⸗ ſchen Kunſt“, Gauleiter und Staatsminiſter Adolf Wagner, München, auf Vorſchlag des „Hauſes der Deutſchen Kunſt“ Akademieprofeſ⸗ ſor Adolf Ziegler ſowie Akademieprofeſſor Joſef Wackerle und Profeſſor Conrad Hom⸗ mel dazu berufen, als Sachverſtändige an den die Eröffnungsausſtellung im„Haus der Deut⸗ ſchen Kunſt“ betreffenden kunſtfachlichen Fragen maßgebend mitzuarbeiten.“ kine erſreuliche meldung Die Begnadigung ungariſcher Deutſchenführer Budapeſt, 14. Januar. Reichsverweſer Admiral Horthy hat im Zuge der Weihnachtsamneſtie auf Vorſchlag der Regierung den früheren Generalſekretär des Ungarländiſch⸗deutſchen Volksbildungsvereins (UDV), Viktor Baſch, ſowie den früheren Sn des UDV, Franz Rothen, begna⸗ igt. Viktor Baſch, der zu einer fünfmonatigen Gefängnisſtrafe verurteilt worden war, iſt ſo⸗ fort auf freien Juß geſetzt worden, Franz Ro⸗ then, der drei Monate Gefängnis wegen Schmähung der ungariſchen Nation erhalten hatte, hatte ſeine Strafe noch nicht angetreten, da ſeine Strafſache noch vor der Kgl. Ungari⸗ ſchen Kurie, der letzten Inſtanz, ſchwebte. Die wir Piratentum beantworten Die Beſatzungen und Fahrgäſte der beſchlag⸗ nahmten roten Dampfer freigelaſſen Berlin, 14. Januar. Die Beſatzungen und Fahrgäſte der vor kurzem von deutſchen Seeſtreitkräften als Vergeltungsmaßnahme beſchlagnahmten ro⸗ ten ſpaniſchen Dampfer„Martha Junquera“ und„Aragon“ ſind freigegeben worden. Die Beſatzung des Dampfers„Martha Jun⸗ quera“ wurde vom Kreuzer„Königsberg“ an der nordſpaniſchen Küſte abgegeben. fiatalonien unter der 5owietknule Eine engliſche Beſtätigung London, 14. Januar.(HB⸗Funk.) Daß die wirklichen Machthaber Kataloniens Bolſchewiſtenhäuptlinge ſind, die eigens zu die⸗ ſem Zweck aus der Sowjetunion importiert wurden, beſtätigt am Donnerstag der„Eve⸗ ning Standard“. Auf Grund überzeugen⸗ den Beweismaterials einer aus Barcelona nach England gekommenen Perſönlichkeit ſtellt das engliſche Blatt nochmals ausdrücklich feſt, daß der Bolſchewiſtenhäuptling und Leiter des Novemberſturzes in Sowjetrußland, Wladimir Antonew⸗Owſejenko, als Generalkon⸗ ſul in Barcelona die Gewalt in Kanalonien völlig in Händen habe. Das rote Vaffenſchiff Die„Mar Cantabrico“ jetzt in Veracruz Mexiko, 14. Januar. Am Mittwochabend traf in Veracruz der ſpaniſche Dampfer„Mar Cantabrico“ ein, der mit einer Flugzeug⸗ und Waffenlieferung aus den Vereinigten Staaten nach Valencia unter⸗ wegs iſt. Die Brücke des Dampfers trägt die Inſchrift„Kuhm für Mexiko]! Anti⸗ faſchiſt, Spanien grüßt dich!“ Man vermutet, daß der Dampfer in Veracruz wei⸗ teres Kriegsmaterial laden wird. Deutſche Komponiſten ehren Paul Graener Zum 65. Geburtstage Profeſſor Dr. Paul Graeners veranſtaltete die Reichsmuſikkam⸗ mer, Fachſchaft Komponiſten, eine Paul⸗Grae⸗ ner⸗Feier, an der viele Vertreter der Muſik und der ihr verwandten Künſte teilnahmen. Man ſah u. a. Profeſſor Schmalſtich, Generalmuſik⸗ inſpizient Proſeſſor Schmidt, Generalmuſik⸗ direktor Dr. Stange, Paul Lincke, Benno von Arent und Reichsſendeleiter Hadamowſty, wäh⸗ rend Reichsminiſter Dr. Goebbels, Reichsmini⸗ ſter Seldte, der Berliner Oberbürgermeiſter und Stadtpräſident Dr. Lippert, der Präſident der Reichsmuſiktammer Profeſſor Dr. Peter Raabe und der Präſident der Reichsſchrifttumstam⸗ mer, Hanns Johſt, Glückwunſchtelegramme und ⸗Schreiben übermittelt hatten. Zur Darbietung gelangten Werke des Jubilars, und zwar die Sonate für Cello und Klavier, fünf Löns⸗Lie⸗ der Paul Graeners ſowie Galgenlieder nach Dichtungen von Chriſtian Morgenſtern. Anſpra⸗ chen hielten Hugo Raſch im Namen der Fach⸗ ſchaft Komponiſten ſowie Reichskulturwalter Hans Hintel. Wertvoller Bildfund in Frankfurt Seit einigen Monaten werden im Karmeliter⸗ kloſter in Frankfurt a. M. Wiederherſtellungs⸗ arbeiten durchgeführt, die die Freilegung des großen Refektoriums, des ehemaligen Speiſe⸗ ſgals der Mönche, zum Ziel haben. Schon vor Jahren konnte bei der Ausführung von Bau⸗ arbeiten feſtgeſtellt werden, daß ſich auf der Südſeite des 30 Meter langen Speiſeſaals Bild⸗ reſte des großen Wandgemäldes von Jörg Ratgeb aus dem Jahre 1517 befanden. Man ging nun erneut an die Durchforſchung und Be⸗ 3 der Südwand von Staub, Schmutz und erputz. Die Ergebniſſe waren überraſchend. Die gereinigten Bildreſte zeigen Darſtellungen aus dem Leben des Propheten Elias, des Stammvaters der Karmeliten. Das Bild erin⸗ nert in der Leuchtkraft ſeiner Farben an die Werte Matthias Grünewalds. 60 OO0 Beir rika iſ und E verletzt Das C einem noch ge gedrun film g mit dem Ueber Afrika h ſuchend or von einer ſie eines zur Hand Farm und bien⸗Flug lange ſchr genau wi ren die tr Eine 2 Nun, ſpä eine der! Mit der Afrika, we daß ſich Sümpfen noch etwa nie vorhe und waret „A00 Ele Sie hal Kamera, Grammop pferde unt Es gela entdecken, Zonen, die von dener brachten. 400 Elef Raum den nen, ſchwo Hier durft oder eine „JFriß— Auf Flü ſind die F gen. Und Lüfte, um ſprüngen zu ſuchen 1 Im Krü wen zahm zen Afrikas dunkelbeme griff gegen gelandete ſchlug mit Propeller 1 ſpannung. der Hand. Flugzeug f hatte ein k einen Blu jetzt dem L ————— Es ſind gangen, da dungen, d Fromme E funk und ſtellt„Das Ausgabe fe Hirtenbrief⸗ und auf der Antennen ſchiedenheit bringen. D aber iſt zur Warum aue ſelten. 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Das Ehepaar Johnſon war vor zwei Jahren mit einem„Zebra⸗ und einem Giraffenflugzeug“ in noch gänzlich unerforſchtes afrikaniſches Gebiet vor⸗ gedrungen und hat dort einen wunderbaren Tier⸗ film gedreht. mit dem„Zebra“-Flugzeug Ueber 14 Jahre hatten ſich die Johnſons in Afrika herumgetrieben, bald ſeßhaft, Gold ſuchend oder Vieh züchtend, bald mit dem Auto von einer Küſte zur anderen unterwegs. Als ſie eines Tages glaubten, ſie hätten genug Geld zur Hand, verkauften ſie wieder einmal ihre Farm und ſchafften ſich in London zwei Amphi⸗ bien⸗Flugzeuge an, von denen ſie dem einen lange ſchwarz⸗weiße Streifen aufmalen ließen, genau wie ein Zebra ſie trägt, und dem ande⸗ ren die typiſchen Flecken der Giraffe. Eine Laune— ein Scherz— ein Unfug? Nun, ſpäter ergab ſich, daß dieſe Bemalung eine der beſten Schutzfärbungen war. Mit den Flugzeugen aber zogen ſie aus nach Afrika, weil ſie vorher erkennen gelernt hatten, daß ſich oft Wälle aufrichten in Flüſſen und Sümpfen und Wäldern, hinter denen doch auch noch etwas ſein muß, Gegenden, die man alſo nie vorher betrat. So flogen ſie nach Afrika und waren für die Welt 20 Monate verſchollen. „400 Elefanten ſchauen dich an.“ Sie haben mit ihren Augen und mit der Kamera, mit dem Tonfilmapparat und dem Grammophon Giraffen und Leoparden, Fluß⸗ pferde und Rhinozeroſſe belauſcht. Es gelang ihnen aber auch, Jagdgebiete zu entdecken, die bisher niemand fand. Ganz neue Zonen, die ſie auf den Karten verbuchten, und von denen ſie die ſchönſten Aufnahmen mit⸗ brachten. 400 Elefanten trompeten wütend auf engem Raum den brummenden, für ſie mit ihren klei⸗ nen, ſchwachen Augen unſichtbaren Feind an. Hier durfte das Flugzeug keine Panne haben oder eine Notlandung machen. „Friß— Cöwentier!“ Auf Flüſſen, auf Sümpfen, auf Lichtungen ſind die Flugzeuge der Johnſons niedergegan⸗ gen. Und immer wieder kamen ſie hoch in die Lüfte, um weiter, mit rieſigen Heuſchrecken⸗ ſprüngen gewiſſermaßen, unbekanntes Afrika zu ſuchen und zu ergründen. Im Krüger⸗Park im Süden mögen die Lö⸗ wen zahm ſein wie die Schoßkätzchen. Im Her⸗ zen Afrikas ſind ſie es nicht. Da kamen 10 große, dunkelbemähnte Rieſenlöwen in mutigem An⸗ griff gegen den neuartigen Feind, das ſoeben gelandete Flugzeug. Der größte von ihnen ſchlug mit der Pranke nach dem auslaufenden Propeller und biß knirſchend in die Flügelver⸗ ſpannung. Mr. Johnſon hatte ſeine Kamera in der Hand. Der Löwe ſprang, gleich mußte er im Flugzeug ſein. Beim Zwiſchenſtart in Nairobi hatte ein höflicher Weißer der Frau Johnſon einen Blumenſtrauß geſchenkt. Den ſtieß ſie jetzt dem Löwen in den Rachen. Der Rieſe fuhr zurück, nieſte ob des Blütenſtaubes gewaltig, ſpuckte den Blumenſtrauß wieder aus und fraß ihn dann mit Diſteln und Blüten. Dann ver⸗ ſchwand er würdevoll im Dickicht, gefolgt von den anderen Rieſen. Mit einem Blumenſtrauß alſo in die Flucht geſchlagen.. Dom himmel gefallen... 7 In Belgiſch⸗Kongo ſind ſie auf Pygmäen ge⸗ ſtoßen, die kaum jemals Weiße ſahen, die Flug⸗ zeuge für Himmelsvögel hielten und die In⸗ ſaſſen für eine Art Götter, die man anbeten müſſe. Sie hatten Angſt und waren neugierig, blieben fern und krochen dann doch ganz leiſe näher heran. Frau Johnſon erzählte damals darüber:„Je primitiver ſie ſind, deſto beſſer ſind ſie. Sie ſin⸗ gen und tanzen viel, faſt den ganzen Tag. Und die Greiſe von 50 oder 60 oder 70 ſind genau wie die Kinder von 10 Jahren.— Ein Flug⸗ zeug halten ſie nicht für eine irdiſche Sache. Außer den Vögeln, die ſie ja jagen, ſind alle Dinge, die ſich von der Erde löſen, überirdiſche Angelegenheiten.“ looo Zwergmenſchen weinen Johnſons nahmen eines Tages ein kleines Pygmäenmädchen, das noch intelligenter war als die anderen, mit in das Flugzeug. Man ſtieg auf, von der Erde ſchallte bald das Gejam⸗ mer von 1000 Pygmäen zum Himmel empor. Sie gaben das Mädchen, das die Erde ver⸗ laſſen hatte, für verloren. Sie begannen ſchon die Totenklage, während das Flugzeug ſeine Schleifen zog. Als das fliegnde Pygmäengirl wieder heim⸗ kehrte, umringte man es, betaſtete es vorſichtig, während noch immer die Tränen in Strömen floſſen. Ein paarmal gerieten die Maſchinen in einen Sumpf, der zäh und gefährlich alles feſthielt, was er greifen konnte. Der ganze Urwald auf in Nor damerika verunglũcct viele Kilometer Weite wurde mit Trommeln alarmiert. 500 Menſchen wurden eingeſpannt; mit einfacher, aber raffiniert in den Jahrhun⸗ derten erarbeiteter Technik half man dem „Zebra“ und der„Giraffe“ aus dem Sumpf. Oft ging es nahe am Tode vorbei, manchmal waren die Gefahren des unbekannten Afrika, das es alſo noch immer gibt, ſo greifbar nahe, daß man alter Afrikaner ſein mußte, um lächelnd mit der Kamera danach zu jagen. Das Flugzeugunglück in Amerika hat jetzt neuen großen Plänen des kühnen Forſcherehe⸗ paares einen Riegel vorgeſchoben. Und leider iſt der eine dieſer beiden tapferen Menſchen ſogar ſeinen ſchweren Verletzungen erlegen. 5üdameritaniſche kinheitsfront gegen den Weltbolſchewismus London, 14. Januar. Wie aus Santiago de Chile berichtet wird, hat die chileniſche Regierung ein Sicher⸗ heitsgeſetz eingebracht, das die Regierung er⸗ mächtigt, durchgreifende Maßnahmen gegen die Kommuniſten zu ergreifen. Das Geſetz muß nur noch vom Präſidenten Aleſſandri un⸗ terzeichnet werden, um Rechtsgültigkeit zu er⸗ halten. Bekanntlich hat auch Argentinien vor kurzem ein derartiges Geſetz angenommen. Ge⸗ ſetze, die den Kommunismus für ungeſetzlich erklären, ſind weiter von Bolivien, Para⸗ guay und Peru angenommen worden. Man kann alſo feſtſtellen, daß ſich ganz Südamerika einheitlich gegen die Weltgefahr des Bolſche⸗ wismus zur Wehr ſetzt. Deutſche Seehelden werden geehet Zerstörer„Leberedit NMaaß“ in Dienst gestellt Berlin, 14. Januar. Am 14. Januar 1937 iſt im Marinearſenal in Kiel der erſte Zerſtörer der Kriegsmarine „2 1“ in Dienſt geſtellt worden. Der Führer und Reichskanzler hat ihm den Namen„Lebe⸗ recht Maaß“ verliehen, in Erinnerung an den Konteradmiral Leberecht Maaß, der am 28. Auguſt 1914 als Zweiter Admiral der Aufklü⸗ rungsſchiffe und Erſter Führer der Torpedo⸗ bvote im Gefecht bei Helgoland an Bord ſeines Flaggſchiffes„SMe Cöln“ den Holdentod fand. Für die ſpäter zur Indienſtſtellung kommen⸗ den weiteren Zerſtörer hat der Führer und Reichskanzler nachſtehende Namen genehmigt: für„Z 2“„Georg Thiele“ in Erinnerung an den Korvettenkapitän Thiele, gefallen am 17. Oktober 1914 als Chef der 7. Tor⸗ pedobootshalbflottille; neue niederlage der Roten Auch diĩe„Internalionale Brigade“ versagt jeizt vor Madrid Salamanka, 14. Januar. Zum nationalen Heeresbericht vom Mittwoch werden jetzt noch einige Einzelheiten bekannt. Danach lag am Mittwoch wie am Vortage dichter Nebel über den Schlachtfeldern vor Madrid, der Kampfhandlungen größeren Um⸗ fanges unmöglich machte. Nur im Abſchnitt von Las Rozas benutzten die Bolſchewiſten das Zerreißen des Nebel⸗ ſchleiers in der Mittagszeit zu ihrem dritten Gegenangriff ſeit Sonntag. Demoraliſierende Wirkung Mehrere von den ſowjetruſſiſchen Tanks, die auch an dieſer Stelle wieder ein⸗ geſetzt waren, gelangten bis in die vorderſten Gräben der Nationaliſten, die jedoch dank ihrer großen Erfahrungen im Abwehrkampf gegen Tanks von den ſowjetruſſiſchen Wagen fünf zur Strecke brachten. Die Inſaſſen kamen bei dem Kampf ums Leben. Ein päpstlicher Index für Filme Aus der Arbeit des„Internationalen Katholischen Filmbüros“ Es ſind noch keine zwei Jahrzehnte ver⸗ gangen, da warnte der Papſt vor den Erfin⸗ dungen, die die Verweltlichung fördern. Fromme Eiferer wetterten gegen den Rund⸗ funk und ſeine Sendungen. Und heute— ſo ſtellt„Das Schwarze Korps“ in ſeiner neueſten Ausgabe feſt— funkt der Heilige Vater ſeine Hirtenbriefe bei Tag und Nacht in die Welt und auf den Dächern der ſtillen Klöſter ſind die Antennen geſpannt, die in die fromme Abge⸗ ſchiedenheit Kunde vom Treiben dieſer Welt bringen. Der Radioprieſter Coughlin aber iſt zur amerilaniſchen Senſation geworden. Warum auch nicht. Gute Rundfunkſprecher ſind ſelten. Ein Prieſter, der auf dem Motorrad oder im Auto durch ſeine Pfarrdörfer flitzt, eine heilige Meſſe in U⸗Booten, oder im Zeppelin über dem Ozean und ähnliche kombinierte Er⸗ ſcheinungen des kirchlichen und modernen Le⸗ bens ſind Tatſachen, die vor einigen Jahren noch unvorſtellbar waren. Und ſo gab es eine Aels in der auch die Filmkunſt als„Teufelswerk“ in Acht und Bann getan war. Heute haben wir neben dem päpſtlichen Filminden die katholiſche Filmaktion. Ueber die Arbeitsweiſe und Entwicklung dieſer Aktion entnehmen wir dem „Schwarzen Korps“ folgendes: Im Frühjahr 1928——. im Haag der erſte „Internationale Katholiſche Filmkongreß“. Sein Ergebnis war die Gründung eines vor⸗ läufigen„Internationalen Katholi⸗ ſchen Filmbüros“— Offce oatholiaue inter- n⸗tional de Cinématographe— deſſen Organiſa⸗ tionskomitee unter Leitung von Dr. Ernſt, München(Leofilm), im Jahre 1928 noch in Köln und Paris tagte. Der praktiſche Erfolg dieſer erſten beiden Kongreſſe iſt freilich nur gering geweſen. Die Arbeit des Internationalen Katholiſchen Film⸗ büros wurde beinahe ganz eingeſtellt, bis an⸗ läßlich des national⸗belgiſchen Kongreſſes vom 29. September bis 1. Oktober 1933 im Brüſſel neuerlich eine internationale Begegnung zu⸗ ſtande kam, die— wie Muckermann in der „Kölniſchen Volkszeitung“ ausführte—„einen entſcheidenden Wendepunkt für die Filmarbeit“ der Katholiſchen Aktion brachte. Es wurde be⸗ ſchloſſen,„einem Ausſchuß die Aufgabe zu übertragen, die Möglichkeit eines Zuſammen⸗ ſchluſſes der einzelnen Kräfte auf dem Gebiet des Filmes feſtzuſtellen und auf ihre Zweck⸗ mäßigkeit hin zu prüfen“. Präſident, des Aus⸗ ſchuſſes wurde der Kanonikus Brohé aus Lö⸗ wen, des Ausſchuſſes für Deutſchland wurde ichard Muckermann. Auf der nächſten Tagung des Filmbüros am 8. und 9. März 1934 in Luxemburg wurde noch als korreſpondierendes Mitglied des Komitees der Vorſitzende der Filmarbeitsgemeinſchaft deut⸗ ſcher Katholiken, Mſgr. Marſchall, angemeldet. Die nächſte Tagung wurde für die römiſche Filmarbeit noch bedeutſamer. Sie fand, zu⸗ ſammen mit der Internationalen Lehrfilm⸗ tagung des Völkerbundsinſtituts im April 1934 in Rom—— Anläßlich dieſer Tagung wurde das Filmbüro in Privataudienz vom Papſt empfangen, der ſich bei dieſer Gelegen⸗ heit erſtmals ausführlich über das Film⸗ problem ausſprach. Die katholiſche Filmarbeit erhielt gleichſam den Stempel ihrer Unfehlbarkeit, als am 29. Juni v. J. der Hl. Vater ſeine Enzyklika „Vigilanti cura“ in die Welt funkte, die der Film⸗ arbeit gewidmet war. Ueber die praktiſche Arbeit der kathvliſchen Filmaktion geben zwei Berichte aus katholiſchen Zeitungen und Zeitſchriften intereſſante Aus⸗ kunft. Die in Prag erſcheinende„Deutſche Preſſe“ ſchreibt:„Sobald ein Film in ſeinem Die erfolgloſen Gegenangriffe der roten Hor⸗ den, die beſonders nach dem Verluſt wichtiger Stellungen einzuſetzen pflegen, untergra⸗ ben die Kampfmoral der Boſchewiſten immer mehr, zumal ihre Verluſte bei dieſen Angriffen erſchreckend hoch ſind. Der von den Bolſchewiſten beſonders bei Las Rozas ausgeübte Druck hat übrigens ſeine Ur⸗ ſache in dem Eintreffen von fünf Söldner⸗Ba⸗ taillonen, die dem franzöſiſchen Kontin⸗ gent der„Internationalen Brigade“ angehören. Dieſe Söldlinge Moskaus ſind während der nationalen Offenſive in der vergangenen Woche aus ihren Stellungen im Guadarrama⸗Gebirge herausgezogen und über Escorial in aller Eile nach Valdemorillo und El Pardo an die dortige rote Front verteilt worden. Aber auch dieſe friſchen Verſtärkungen ſind ſchon weitgehend demoraliſiert und beſitzen auch gar nicht die ſtrategiſchen Fähigkeiten, um einen ſyſtemati⸗ ſchen Angriff durchzuführen. Erzeugungsland zur Intereſſentenvorführung gelangt, ſind die Vertreter der Docip Documen⸗ tation cinématographique de la Presse) dabei. Ehe der Film ſeine erſte Kinoaufführung erlebt, iſt zenſuriert und ſozuſagen abgeſtem⸗ pelt. Noch deutlicher wird die Zeitſchrift„Schönere Zukunft“, die ausführte:„Die katholiſche Preſſe hat die Pflicht, ihre Leſerſchaft zuverläſſig und umfaſſend über die Filmneuerſcheinungen zu unterrichten. Es genügt nicht, daß ſie Film⸗ beſprechungen— wenn die betreffenden Filme bereits im Kino laufen und ihre Wir⸗ kung ſchon ausüben bzw. ausgeübt haben. Viel⸗ mehr iſt es nötig, daß die katholiſche Preſſe ſchon vor der Premiere eines Films ihr Urteil dar⸗ über abgibt. Dies zu ermöglichen, iſt der Zweck der„Documentation cinématographique de la Presse“. Telegrafiert z. B. Antwerpen oder Kowno an das Brüſſeler Büro:„In dieſer Woche gelangen bei uns dieſe und dieſe Filme zur Aufführung“, ſo wird im Büro ſogleich die ſogenannte„Film⸗ führung“ zuſammengeſtellt. Die Karteiblätter werden ausgehoben, das internationale Mate⸗ rial wird geſichtet und nach wenigen Stunden geht die Antwort ab: Filme à4 bis N zuläſſig für Jugendliche, N bis S für Erwachſene, s bis Vmit Einſchränkung wegen dem oder jenem, X bis 2 für Katholiken ungeeignet.“ Dieſe Tatſachen erklären die überraſchende Einführung von Filmbeilagen bei den katholi⸗ ſchen Blättern, mit denen der„Oſſervatore Romano“ den Anfang gemacht hat. Welche Be⸗ deutung man aber der ganzen Filmarbeit bei⸗ mißt, geht aus der Tatſache hervor, daß der Hl. Vater im vergangenen Jahr als Monats⸗ gebet für den Monat Juli das Gebet für die Reform des Films beſtimmt hat. In ſeinem Sommerſitz in Caſtel Gandolfo aber ließ ſich der Papft— ein Tonfilmkino errichten. Es ſcheint alſo, daß das„Teufelswerk“ ſeine diaboliſchen Auswirkungen verloren hat, ſeit in Brüſſel im päpſtlichen Auftrag die internatio⸗ nale Filmproduktion zenſuriert, klaſſifiziert und gegebenenfalls auf den„Index“ geſetzt wird. für„Z 3“„Max Schultz“ in Erinnerung an den Korvettenkapitän Schultz, gefallen am 23. Januar 1917 als Chef der 6. Torpedo⸗ bootsflottille; für„Z 4“„Richard Beitzen“ in Erinne⸗ rung an den Kapitänleutnant Beitzen, ge⸗ fallen am 30. März 1918 als Chef der 14. Torpedobootshalbflottille; für„Z 5“„Paul Jacobi“ in Erinnerung an den Korvettenkapitän Jacobi, gefallen am 12. Februar 1915 als Chef der 17. Tor⸗ pedobootshalbflottille; für„Z 6“„Theodor Riedel“ in Erinne⸗ rung an den Korvettenkapitän Riedel, ge⸗ fallen am 31. Mai 1916 als Chef der 6. Torpedobootshalbflottille; für„Z 7“„Hermann Schoemann“ in Erinnerung an den Kapitänleutnant Schoe⸗ mann, gefallen am 1. Mai 1915 als Chef der Torpedobootsflottille Flandern; ſfür„Z 8“„Bruno Heinemann“ in Erin⸗ nerung an den Korvettenkapitän Heine⸗ mann, gefallen am 5. November 1918 als Erſter Offizier des Linienſchiffes„König“ bei Verteidigung der Flagge; für„Z2 9“„Wolfgang Zenker“ zur Erin⸗ nerung an den Leutnant zur See Zenker, ge⸗ fallen am 5. November 1918 auf Linien⸗ ſchiff„König“ bei Verteidigung der Flagge; für„Z 10“„Hans Lody“ zur Erinnerung an Oblt. zur See der Reſ. Lody, in London am 6. November 1914 im Dienſt für das Vaterland gefallen. Rampf gegen die Grippel Togal⸗Tabletten find ein hervorragend be⸗ währtes Mittel gegen Grippe u. Erkältungs⸗ krankheiten Togal wirkt bakterientötend und harnſäurelöſend! Im Anfangsſtadium ge⸗ nommen, kann es den Ausbruch der Grippe verhindern. Erſtaunliche Erfolge! Seit über 20 Jahren ärztlich u. kliniſch erprobtl In allen Apoth. M..29. 12 Litn, o,46 Chin., 74,3 Aeid. ac. sal. Se neimerrernaerurthunnitanzmnmrgr hunatoasganmaunan mnghampnnnsanhnungmaunmninngfmthanmnmrhar danimeshemnchuspaanginneeamuanahainefnegarmsenmmpinise Für 11 851000 Mark Musikinstrumente ausgeführt Ein leider in ſeiner Bedeutung wenig beach⸗ teter Ausfuhrartikel iſt das Muſikinſtru⸗ ment. In welchem Umfange deutſche Muſik⸗ inſtrumente in alle Welt hinausgehen, erſieht man erſt aus der Ziffer, die den Geſamtwert der im 1. Halbjahr 1936 ausgeführten Muſik⸗ inſtrumente mit 11 851 000 RMangibt. Erfreulich iſt dabei, daß die Ausfuhr im Gegenſatz zum gleichen Zeitraum des Vorjahres, in dem nur für 9 425000 Mark Muſikinſtrumente exportiert wurden, eine weitere Steigerung erfahren hat. Intereſſant iſt weiter, wie ſich der Geſamt⸗ wert auf die einzelnen Muſikinſtrumente ver⸗ teilt. Auch hier ſteht an erſter Stelle das Ak⸗ kordeon mit 3723 000(2 328 000) Mark. Ihm folgt ſeine kleine Schweſter, die Mundhar⸗ monika mit 2399 000(2 257 000) Mark. Dann kommt erſt der Flügel mit 1 102 000(963 000) Mark, während das Miano nur 701 000(654 000) Mark aufweiſen kann. Geigen wurden für 289000(300 000) Mark ausceführt Dieſe Ueberſicht zeigt aufs neue die über⸗ raſchende volkswirtſchaftliche Bedeutung der Harmonika. „Jedermann“⸗Feſtſpiele in Schwä⸗ bi ſch⸗Hall. Die Stadt Schwäbiſch⸗Hall ver⸗ anſtaltet auch in dieſem Sommer auf der Frei⸗ treppe der gotiſchen Michaeliskirche eine Reihe von Aufführungen des Legendenſpiels„Jeder⸗ mann“ in der Bearbeitung von Paul Wanner. Die ffühtung beginnen am 15. Mai mit der Uraufführung von Wanners dramatiſcher Dich⸗ tung„Baumeiſter Gottes“. Die Leitung der Spiele liegt in Händen von Elſe Raſſow. „Der unbekannte Wilhelm Buſch-“. Das ſtädtiſche Muſeum in Mülheim an der Ruhr veranſtaltet vom 10. bis 24. Januar eine Ausſtellung, auf der Zeichnungen und Gemälde von Wilhelm Buſch gezeigt werden und die den Titel trägt„Der unbekannte Wilhelm Buſch“. —— Mannheim „Hakenkreuzbanner“ 15. Januar 1937. Pflege des Geſellenwanderns Das Geſellenwandern wird— nach den ge⸗ machten guten Erfahrungen der Vorjahre— vom deutſchen Handwert in der Deutſchen Ar⸗ beitsfront in dieſem Jahre beſonders gepflegt werden. Nach den bisherigen Feſt⸗ ſtellungen werden diesmal ungefähr 5000 Ge⸗ ſellen auf die Wanderſchaft geſchickt werden kön⸗ nen. Bemerkenswert iſt die Zonderregelung für das Bauhandwerk, weil hier zum erſtenmal unter Hinzuziehung der Reichsanſtalt für Ar⸗ beitsvermittlung und Arbeitsloſenverſicherung eine volle Freizügigteit des Wanderns ermög⸗ licht werden konnte. Zum erſtenmal wird in dieſem Jahr auch ein Handwerkeraustauſch mit dem Auslande durch⸗ geführt, an dem ſich Geſellen und nicht ſelbſtän⸗ dige Jungmeiſter beteiligen können. Bindende Vereinbarungen ſind bereits mit Italien, Un⸗ garn und Luxemburg getroffen worden. Ver⸗ handlungen mit einer Reihe anderer Länder ſind noch im Gange. Der internationale Hand⸗ werkeraustauſch iſt das Ergebnis einer Konfe⸗ renz der Mitglieder in der Internationalen andwerkszentrale, die vor wenigen Wochen in frankfſurt am Main ſtattfand und an der ſich das„Deutſche Handwerk“ in der Deutſchen Ar⸗ beitsfront maßgebend beteiligt hatte. Sicherung der Nachkruhe für die Jugend Bei der geſetzlichen Neuregleung über die Ar⸗ beitszeit der Jugendlichen wird auch die Nachtruhe geregelt werden. Nach der Förderung der Jugend muß die Nachtarbeit ſo⸗ weit wie 5 eingeſchränkt werden. Das Verbot der Beſchäftigung Jugend⸗ lächer während der Nachtzeit iſt für die Erziehung eines geſunden und leiſtungs⸗ fähigen Nachwuchſes Vorausſetzung. Hans Boldt verlangt deshalb im„Jungen — daß eine Beſchäftigung der Ju⸗ —2 ichen nur in der Zeit von 6 Uhr morgens is 20 Uhr zugelaſſen wird. Für Ausnahmen könnten nur ganz ſchwerwiegende Gründe gel— tend gemacht werden, wo es ſich beiſpielsweiſe nur auf dem Wege der Nachtarbeit als mög⸗ lich erweiſe, eine umfaſſende Berufsausbildung der Jugendlichen zu gewährleiſten, wenn es um die Sicherſtellung eines zahlenmäßig ausrei⸗ chenden Nachwuchſes oder um den Verderb von Lebensmitteln oder Rohſtoffe gehe. In mehr⸗ ſchichtigen Betrieben werde man für die Ju⸗ gendlichen über 16 Jahre eine Beſchäftigung auch in der zweiten Schicht, alſo bis 23 Uhr, zu⸗ laſſen. Eine Notwendigkeit, auch Jugendliche unter 16 Jahren zur Spätſchicht oder Ju⸗ gendliche über 16 Jahre auch zur Nachtſchicht heranzuziehen, beſtehe dagegen nicht. „Das Verbot der Nachtarbeit werde weiterhin Sch völlig durchführbar ſein im Gaſt⸗ und Schankgewerbe. Hier verlange eine ord⸗ nungsmäßige Berufsausbildung die Beſchäfti⸗ Kach Jugendlicher bis 3 Uhr. Auch dieſe achtarbeit könne auf die Jugendlichen über 16 Jahre beſchränkt bleiben. In Bäckereien ſei eine Beſchäftigung bis 21 Uhr nohvendig, es müſſe jedoch genügen, wenn hierfür Jugendliche über 16 Jahre zugelaſſen werden. Es genüge weiter zur Gewährleiſtung einer lünfaſfenden Berufsausbildung, wenn auch zu den vor ſechs Uhr morgens notwendigen Arbeiten nur Ju⸗ — 7— über 16 Jahren herangezogen werden. Angeſichts der viel zu hohen Zahl von Bäcker⸗ — 0 würde damit auch erreicht, daß die Einſtellung Jugendlicher auf das für die Heran⸗ bildung des Berufsnachwuchſes notwendige Maß beſchränkt werde. Kleingärtner dürfen ihre Erzeugniſſe nicht verkaufen. Im Hinblick auf die Erfahrungstat⸗ ſache, daß vielfach Kleingärtner eigene Garten⸗ bauerzeugniſſe aller Art, beſonders an Sonn⸗ tagen, zum freien Verkauf anbieten, wird zur Abwehr von Schädigungen des Einzelhandels auf das Verbot hingewieſen, das der Reichs⸗ bund der Kleingärtner und Kleinſiedler Deutſch⸗ lands e. V. erlaſſen hat. Danach dürfen die Mit⸗ glieder ihre Gartenbauerzeugniſſe nicht ver⸗ laufen, und Uebertretungen dieſes Verbots wer⸗ den beſtraft. Wenn ein Kleingärtner oder Klein⸗ ſiedler ſoviel Eigenerzeugniſſe erntet, daß er ſie nicht ſelbſt verbrauchen kann, dann muß er ſich mit ſeiner Organiſation in Verbindung ſetzen, die in Fühlungnahme mit dem Reichsnährſtand die Verwertung regeln wird. „Hauptverſammlung des Schützen⸗Club 1924. Der Schützen⸗Club 1924 Mannheim⸗Lindenhof e. V. hielt am Sonntag, den 10. Januar 1937 ſeine ordentliche Hauptverſammlung ab. In einem Rückblick aus das verfloſſene Vereins⸗ jahr ſtellte Vereinsführer Richard Dreher feſt, daß die Beteiligung am Gauſchießen nicht die gewünſchten Erfolge brachte, was auf Um⸗ ſtünden verſchiedener Art zurückzuführen iſt. Die Vereinsmeiſterſchaft konnte Schützenbruder Bla⸗ ſius Jung„erzielen“. Demſelben Schützen gelang es auch die Königswürde zu erringen. Vereinsführer Dreher, der ſein Amt niederlegte, wurde in Anerkennung ſeiner langjährigen Ver⸗ dienſte zum Ehrenmitglied ernannt. Die Ver⸗ einsführung liegt jetzt in den Händen des Schützenbruders Franz Fehlbauſch. Freun⸗ den des Schießſportes iſt draußen am verlänger⸗ ten Waldparkdamm Gelegenheit gegeben, für wenig Geld den edlen Sport auszuüben. Gaſtſpiel in der„Libelle“, Nach dem erfolg⸗ reichen Gaſtſpiel der italieniſchen Clowns 3 Za⸗ chinis, kommen zweite Hälfte Januar wiederum zwei prominente Muſikal⸗Clowns zu einem Gaſtſpiel nach Mannheim, Emmy und Louis, die Stars vom Olympia⸗Theater, Paris. Als ein ſeltenes Clown⸗Geſpann aus Mann und Frau, die vielſeitigſten Inſtrumente meiſterhaft beherrſchend, von zwergfellerſchütternder Luſtig⸗ keit, befinden ſie ſich auf einer Gaſtſpiel⸗Reiſe durch Deutſchlands große Varietes und werden auf dieſer Reiſe auch hier in der„Libelle“ für zurze Zeit halt machen. Ein 2ljähriger Zuhälter Gerade noch am Zuchthaus vorbeigekommen Erſt 21 Jahre alt war der wegen Zuhälterei angeklagte Jakob Groſch aus Mannheim⸗ Sandhofen, der durch ſein haltloſes Leben auf die ſchiefe Bahn und ſo auch vor die zweite Strafkammer des Landgerichts Mannheim ge⸗ kommen war. Er hatte es ſich ſelbſt zuzuſchreiben, daß er jetzt zum zweiten Male mit dem in Konflikt kam, denn er hatte bereits eine feſte Stellung in Württemberg und für ſeine Zu⸗ kunft allerhand Chancen. Aber wie es ſo iſt, wenn es dem Eſel zu wohl wird, dann geht er aufs Eis und lernt tanzen. Das machte zwar unſer Jakob Groſch nicht ganz ſo, aber er ver⸗ liebte ſich in ein Mägdelein, und von der Stund an war es aus und vorbei. Seine Stel⸗ lung verließ er, und als Erſatz für eine andere Tätigkeit zog er mit ſeinem Mädchen kreuz und quer durch die Lande. Geld hatte er keines, ſein Mädchen auch nicht, aber leben mußten ſie ſchließlich. Alſo verlegte ſich der gute Jakob aufs Stehlen und klaute aus Kraftwagen, was er erwiſchen konnte. Das fiel ihm nicht allzu ſchwer, denn zu ſeinen Fahrten durch das ſchöne deutſche Land fuhr er ja mei⸗ ſtens mit Kraftwagen, die ihn und ſeine „Braut“ unentgeltlich mitnahmen. So kam er auch nach Lörrach, wo er ſcheinbar einmal eine einſichtige Stunde hatte, denn ſein bis⸗ 15 Leben beelendete ihn ſo, daß er be⸗ ſchloß, damit Schluß zu machen. Aber es ſollte beim Selbſtmordverſuch bleiben. Da⸗ für nahm das Schickſal in anderer Weiſe ſeinen Lauf, denn eines ſchönen Tages faßte ſich die Polizei den„motoriſierten“ Dieb und ſpann ihn in Nummer Sicher ein. Während dieſer Zeit erlitt die Mutter des Angeklagten einen Verkehrsunfall, an deſſen Folgen ſie verſtarb. Als man ſich nach dem Sohn erkundigte, erfuhr mann, daß er im Württembergiſchen in Strafhaft ſaß. Als er ſeine Strafe verbüßt hatte und zurückkam, erfuhr er, daß ihm ſeine Mutter außer einigen auch ein Sparkaſſenbuch hinterlaſſen hatte, das ſich der Angeklagte, bevor der Teſtamentsvollſtrecker zu⸗ greifen konnte, aneignete. 624 RM. ſtanden auf dem Sparkaſſenbuch, mit denen unſer Jakob al⸗ lerdings raſch fertig wurde. In kurzer Folge hob er zweimal 300 RM. ab und dann den Reſt von 24 RM. Wäh⸗ rend dieſer Zeit war unſer Jakob in allen mög⸗ lichen Kaffees und Dielen zu finden, aber auch Wettbüros verſchmähte er nicht, um ſein Geld durchzubringen. Die Krone ſetzte er aber ſei⸗ nem Treiben dadurch auf, daß er ins Bordell ging, wo er eine Dirne kennenlernte, der er im Laufe der nächſten Zeit von dem Geld der ver⸗ ſtorbenen Mutter Schuhe, Strümpfe uſw. kaufte. Als er das Geld ſchließlich verjubelt hatte, war die Reihe an ſeiner neuen„Freun⸗ din“, die von nun an für die Zechen aufkam und dem Angeklagtn auch außerdem durch⸗ ſchnittlich 15 RM., in der Woche zuſteckte Als ſich die Polizei näher mit dieſer Angelegenheit befaßte, zog es die Freundin unſeres Jakob, die auf den ſchönen Namen Hanſi hörte, vor, nach Köln zu entwetzen, von wo aus ſie ge⸗ ſchwollene Briefe an ihren Liebſten ſchrieb, in deren einem ſie einmal betonte, daß die Hanſi ihren Mann ſchon ſtellen werde und wenn es 10 H. gäbe; H. war nämlich der Kriminal⸗ beamte, den Hanſi beſonders ins Herz geſchloſ⸗ ſen hatte, weil er ſich der ihr unangenehmen Sache eifrig angenommen hatte, Sie war nun aus Köln herbeigeholt worden und ſtand vor den Schranken des Gerichts, vor dem ſie wegen Begünſtigung angeklagt war und zu 1 Monat, der durch die Unterſuchungshaft als verbüßt angeſehen wurde, verurteilt wurde. Nicht ſo aut kam ihr Freund Jakob davon. Der Oberſtaatsanwalt hatte ihm 2 Jahre Ge⸗ fängnis zugedacht. Das Gericht ließ aber noch einmal Gnade vor Recht ergehen und ver⸗ urteilte den Angeklagten wegen Zuhälterei zu einer Gefängnisſtrafe von 1 Jahr und 6 Monaten, wobei 1 Monat Unterſuchungs⸗ haft angerechnet wurde. Der Vorſitzende wies darauf hin, daß der Angeklagte gewußt habe, daß das Geld, das er von ſeiner Freundin erhielt, durch berufs⸗ mäßige Unzucht verdient worden war, weshalb der Tatbeſtand der Zuhälterei gegeben ſei. Wegen ſeines jugendlichen Alters ſei er noch⸗ mals ums Zuchthaus herumgekommen. Die Angeklagte Johanna Dirr aus Pitzling wurde nur deshalb zu 1 Monat Gefängnis verurteilt, weil ſie noch nicht vorbeſtraft war. T. Hat unſere Eiſenbahn noch Zukunft? Der Wettſtreit Dampf— Benzin— Rohöl/ Ein Vortrag im Planetarium Vor einer ſehr aufmerkſamen Zuhörerſchaft ſprach am Montagabend Profeſſor Sigmund Fröhner im Planetarium über das Thema: „Der Wettſtreit zwiſchen Dampf, Benzin und Rohöl“, wobei er in ebenſo inſtruktiven wie leicht verſtündlichen Ausfüh⸗ rungen über das Weſen und Wirken unſerer po⸗ pulären alten,— aber auch über die Zukunfts⸗ ausſichten der neueſten Beförderungs⸗ mittel des Verkehrs einen umfaſſenden Ueber⸗ blick vermittelte. Als im Jahre 1835 der erſte Dampfzug in Deutſchland auf der ſechs Kilometer langen Strecke Nürnberg—Fürth fuhr, haben die mei⸗ ſten Zeitgenoſſen in ihm nur eine auf Schienen geſtellte Poſtkutſche geſehen,— viele haben ſich über ihn luſtig gemacht,— andere, darunter auch ernſt zu nehmende Gelehrte, haben vor ihm gewarnt, weil er für die Umgebung und die Mitfahrenden ſchädlich ſei. Nur wenige und unter 1 an erſter Stelle der geniale und unglückliche Friedrich Liſt, ſahen in ihm das wunderbare Werkzeug zur Schaffung eines eini⸗ gen und großen Deutſchland. Aber erſt als in den Kriegen von 1866 und 1870 die gewaltigen Truppenverſchiebungen und Materiallieferungen in muſterhafter Weiſe durchgeführt wurden, erkannten auch die leiten⸗ den Perſönlichkeiten und Staatsmänner die überragende Bedeutung dieſes Verkehrsmittels. Heute nun ſtehen die Geiſter wieder vor einer ſolchen entſcheidenden Frage in der Verkehrs⸗ entwicklung. Die Bedeutung des Benzinmotors, der Siegeszug des Dieſelmotors, die mit Macht betriebene Motorxiſierung unſeres Wirtſchafts⸗ lebens und die Entſtehung der Autobahnen des Führers laſſen die Frage auftauchen, welchem Verkehrsmittel die Zukunft gehö⸗ ren wird. Schon hört man Stimmen, die die Eiſenbahn als überlebt bezeichnen, andere wer⸗ fen ihr Motorfeindlichkeit vor. Profeſſor Fröhner verſtand es nun, ſeinen Hörern ein klares Bild zu geben über die Ent⸗ wicklungsgeſchichte unſerer heutigen Lokomotive, die nach ſtändigen Verbeſſerungen in ihrer jetzi⸗ gen Vollkommenheit einen ungeahnten Sieges⸗ zug in der ganzen Welt angetreten hat, wobei er auch die Funktionen der heute noch mit Dampf betriebenen Konſtruktionen in ihren Einzelheiten erläuterte. Der Redner leitete in ſeinem Vortrag über zu der Erfindung des Viertakt⸗Gasmo⸗ tors durch die deutſchen Ingenieure Otto und Langen(1867/1878). Dieſe Tat gab den Auftakt zur Entwicklung des Kraftwagens und Flugzeuges. In den folgenden Jahren ſchufen dann bekanntlich Karl Benz und Gottlieb Daimler den Benzin⸗Vergaſermotor. Auch hier ſchilderte Profeſſor Fröhner im einzelnen die Vorgänge in einem einzylindriſchen Vier⸗ taktmotor. Wir erfahren, das der Benzinmotor vor der Dampfmaſchine den weſentlichen Vor⸗ teil hat, daß die Wärmeenergie des Brenn⸗ ſtoffes im Zylinder ſelbſt direkt in mechaniſche Energie der Kolbenbewegung umgeſetzt wird, daß alſo Waſſer und Dampf, als Zwiſchenträger * der Energie(bei der Dampfmaſchine)— bei ihm ausgeſchaltet ſind. Der Gedanke, der Rudolf Dieſel(1893/1897) bei der Erfindung des Dieſelmotors leitete, war der einer noch n Energie⸗ ausnutzung des Brennſtoffs. Im Benzinmotor muß der Brennſtoff im Vergaſer erſt aufbereitet und im Zylinder durch Fremd⸗ zündung zur Exploſion gebracht werden. Im Dieſelmotor dagegen wird der nicht aufberei⸗ tete Brennſtoff unmittelbar in den Zylinder ge⸗ ſpritzt und enzündet ſich dort ſelbſt, ohne Fremd⸗ zündung. Durch den Wegfall des Vergaſers und der Zündmaſchine iſt die Bauart des Die⸗ ſelmotors daher viel einfacher als die des Ben⸗ zinmotors. Im Wettſtreit zwiſchen Eiſenbahn, Benzin⸗ und Dieſelmotor iſt zunächſt ein unbeſtreitbarer Fortſchritt des Dieſelmotors gegenüber dem Benzinmotor zu verzeichnen, wenn es ſich um die möglichſt wirtſchaftliche Beförderung gro⸗ ßer Güter⸗ oder Perſonenmaſſen handelt. Für Laſtkraftwagen⸗ und Perſonenomnibusbetriebe, in deren Betriebsrechnung das ſiiht lelle die eine weſentliche Rolle ſpielt, ſteht heute die Ueberlegenheit des ſtarken, ſchnellaufenden Die⸗ ſelmotors über dem Benzinmotor feſt. Gegen⸗ über der Eiſenbahn hat der Kraftwagen den Vorteil der kürzeren Reiſedauer, da er ohne Umladung der Güter von Haus zu Haus fahren kann. ie Eiſenbahn kann aber ihre Stellung gegenüber dem Kraftwagen verbeſſern durch Er⸗ höhung ihrer Geſchwindigkeit. Und wir haben ja auch im Laufe des letzten Jahres eine all⸗ gemeine Erhöhung der Zugge⸗ ſchwindigkeiten erlebt. Dieſe Erhöhung iſt bei der Eiſenbahn verhältnismäßig leicht zu erreichen, da ſie einen eigenen Schienenweg und auf dieſem einen kleinen Rollwiderſtand hat. Die hierbei zu beachtende und naheliegende Löſung der Aufgabe, ſchnell anzufahren und zu bremſen und dadurch eine hohe Durch⸗ ſchnitsgeſchwindigkeit zu erzielen, erreicht man durch Verwendung von Triebwagen, weil bei ihnen das Verhältnis zwiſchen Antrieb und Geſchwindigkeit günſtiger iſt. Der Einſatz von Triebwagen, den wir ja in den letzten Jahren bei der Reichsbahn erlebt haben, hat aber außer der Erhöhung der Reiſegeſchwindigkeit auch noch andere Vorteile im Wettbe⸗ werb zwiſchen Eiſenbahn und Kraft⸗ wagen. Die kleine Einheit des Triebwagens, der mit Dampf, mit Dieſelmotor und elektriſch getrieben werden kann, geſtattet auch eine wirt⸗ ſchaftlichere Geſtaltung des Zugverkehrs. Aus all dem Geſagten erkennt man aber, daß ſdie Befreiung der Eiſenbahn von dem drohen⸗ den Wettbewerb mit dem Kraftwagen weniger von der koſtſpieligen Verbeſſerung ihres eige⸗ nen Betriebes, als vielmehr von der Zuſam⸗ menarbeit von Eiſenbahn und Kraftwagen zuerwarten iſt. Und die⸗ ſer Weg der Sa wird ja heute ſchon auf Anordnung des Führers A Als Zeichen dafür ſeten wir ja täglich die Schnellomnibuſſe der Reichsbahn von Mann⸗ heim aus über die Reichsautobahn fahren. Zuſammenfaſſend kann geſagt werden, daß auf weite Sicht hinaus die große Maſſe des Volkes auf die Eiſenbahn als Beförderungs⸗ mittel angewieſen bleiben wird, auch wenn die Motoriſierung Deutſchlands fürderhin ſchnellere Fortſchritte machen wird. Die Deutſche Reichsbahn wird alſo für lange Zukunft aus unſerem Wirtſchaftsleben nicht wegzudenken ſein und es gibt alſo heute keinen Wettſtreit mehr zwiſchen Eiſenbahn und Kraftwagen, ſondern eine ſinnvolle Zuſammen⸗ arbeit beider Verkehrsmittel zum Wohle des ganzen Volkes. Die intereſſanten Ausführungen Profeſſor Fröhners fanden auch diesmal wieder ſtarken Beifall und trugen dazu bei, den Wiſſenskreis der Hörer zu erweitern. Die Polizei ſpeiſt Kinder Aus Anlaß des, Tages der deutſchen Polizei“ findet durch die Mannheimer Polizei im Be⸗ nehmen mit der örtlichen Stelle des Winter⸗ hilfswerks in der Polizeiunterkunft Q 6 eine W24 bedürftiger Mannhei⸗ mer Kinder ſtatt, die bei dieſer Gelegen⸗ heit Gäſte unſerer Polizei ſind. 70 Jahre alt. Seinen 70. Geburtstag beging am 14. Januar Herr Ph. Schmitt, Neckarau, Katharinenſtraße 18, zur Zeit Rheinau, Heu⸗ weg 7. Herzlichen Glückwunſch. 70. Geburtstag. 3. 2 Berta Schweiker Witwe, Stamnitzſtraße 20, feiert heute in kör⸗ perlicher und geiſtiger Zen ihren 70. Ge⸗ burtstag. Unſeren herzlichen Glückwunſch! 84 Jahre. Herr Maxtin Weber, Q 1, 12, kann am 16. Januar ſeinen 84. Geburtstag be⸗ gehen. Herzlichen Glückwunſch. Im Dienſte des Frohſinns 25 Jahre Theatergarderobe⸗ und Maskenverleih Adler u. Binge Auf das 2jährige Beſtehen des Geſchäfts kann am heutigen Freitag der Theatergarde⸗ robe und Maskenverleih Joh. Adler und E. Binge zurückblicken. Mit dieſem ſilbernen Ju⸗ biläum iſt zugleich eine goldene Jubelfeier ver⸗ bunden, denn das Geſchäft, aus dem das heutige Unternehmen hervorgegangen iſt, beſteht jetzt ſeit fünfzig Jahren. Die Mannheimer zeigten ſich ſchon immer zu luſtigen Mummenſchanz und frohem Masten⸗ treiben aufgelegt und ſo trug ein Mannheimer Geſchäftsmann Ende der 8oer Jahre des ver⸗ gangenen Jahrhunderts einem ſtärker werden⸗ den Bedürfnis Rechnung und gründete in E 4, —6 den Koſtümverleih J. Hartmann, der ſich zunächſt nur mit dem Verleihen von Mas⸗ kenkoſtümen befaßte. Das immer mehr aufkom⸗ mende Vereinsleben und das vielfach in dieſen Vereinen gepflegte Theaterſpielen führte zur Aufnahme von Theatergarderobe, die dann auch ſehr rege in Anſpruch genommen wurde. Wegen vorgerückten Alters gab J. Hartmann um die Jahreswende 1911—12 ſein Geſchäft auf, das dann von Johann Adler übernom⸗ men wurde. Dem aufſtrebenden Unternehmen machte der Ausbruch des Welttrieges einen dicken Strich durch die Entwicklung, denn in den ſchweren Kriegsjahren brauchte man keine Maskenkoſtüme und nur wenig Theatergarde⸗ robe. Erſt in den letzten beiden Kriegsjahren kam durch die allenthalben angeſetzten Wohl⸗ tätigkeitsveranſtaltungen das Geſchäft wieder langſam in Gang. In dieſe Zeit fiel auch die ſtändige Lieferung der Operetten⸗Ausſtattungen für die im Apollo⸗Theater gaſtierenden Ope⸗ retten⸗Enſembles. In den Nachkriegsjahren und vor allem wäy⸗ rend der Inflation gab es auch im Koſtüm⸗ und Maskenverleih eine Blütezeit. Vor allem war der zeitweiſe recht ſtarke Andrang auf die all⸗ gemeine Stoffknappheit zurückzuführen. Die all⸗ gemeine wirtſchaftliche Lage ſpiegelte ſich in den folgenden Jahren ſehr deutlich in dieſem Betrieb wieder, der vieles Auf und Ab mit⸗ machen mußte. 1921 erwarb Herr Adler die damals ſehr be⸗ kannte Friedmannſche Maskengarderobe und ſiedelte von E 3, 4 nach P 3, 11 über, wo man ausreichende Räume zur Unterbringung der vielen Koſtüme fand. Als 1926 Johann Adler wegen Krankheit von der Leitung des Geſchäfts zurücktrat, nahm Frau Adler ihren Bruder und deſſen Frau in das Geſchäft auf, das unter dem Namen Adler und Binge weit über die Grenzen Mannheims bekannt iſt. Bei den großen Beſtänden an Koſtümen aller Art, fällt es dem Unternehmen nicht ſchwer, hiſtoriſche Umzüge aus allen Zeitaltern auszu⸗ ſtatten. Bis zur ſchweizer Grenze werden die Koſtüme geliefert, wie überhaupt nicht nur aus dem Gau Baden, ſondern auch aus Württem⸗ berg, aus der Saarpfalz, aus Heſſen die Be⸗ ſtellungen einlaufen und die verlangten Ko⸗ tüme nach dorthin entliehen werden. Ehe in tannheim das Koſtüm⸗ und Maskenverleih⸗ geſchäft auf breiteſter Baſis ausgebaut wurde, mußten die Mannheimer ihre Koſtüme und Masten aus dem Rheinland ſchicken laſſen. Heute iſt für Südweſtdeutſchland Mannheim die Zentrale geworden. Das Jahr 1933 brachte auch in dieſem Ge⸗ werbe einen Aufſchwung, der vor allem durch die ſtärker gepflegten Freilichtaufführungen und durch die Laienſpiele ausgelöſt wurde. Das Theaterſpielen in den Vereinen hat ſo gut wie ganz aufgehört, ſo daß auf dieſem Geſchäft das Geſchäft völlig ins Stocken geraten iſt. Dem Unternehmen, das unter gleicher Lei⸗ tung 25 Jahre im Dienſte der Freude und des Frohſinns ſtand, wünſchen wir auch für die Zukunft alles Gute. 7 Mann Der fe heimer 5 erhobene Siedlerſt heimer 2 ein auße lungswer mal ein heimer( 1933 wur Farbenin problem der natir Gefolgſch in unen Ende de⸗ weniger errichtet Die V der von lungsgeſ ſtriellen zu förde eſſe. 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Schon im Frühjahr 1933 wurde bei den pfälziſchen Werken der JG⸗ Farbeninduſtrie das Stammarbeiterſiedlungs⸗ problem auf Grund der Initiative einzelner in der nationalſozialiſtiſchen Bewegung führender Gefolgſchaftsmitglieder praktiſch angefaßt und in unentwegter Weiterführung konnten bis Ende des Jahres 1936 in 50 Gemeinden nicht weniger als 1013 Stammarbeiterkleinſiedlungen errichtet werden. Die Verſuche der IG⸗Farbeninduſtrie bzw. der von ihr aufgebauten Gemeinnützigen Sied⸗ lungsgeſellſchaft IG, im Rahmen der indu⸗ ſtriellen Wirtſchaft die Stammarbeiterſiedlung zu fördern, verdienen ganz beſonderes Inter⸗ eſſe. Wir haben vor kurzem bereits aufgezeigt, daß die Förderung des Siedlungsweſens eine beſondere ſoziale und wirtſchaftliche Aufgabe der Induſtrie iſt und in Zukunft noch ſtärker ſein wird. Gilt es doch den Stammarbeiter und den Facharbeiter mit der Scholle zu ver⸗ binden und ihm eine Heimſtätte zu geben, in der er ſich wohlfühlt. Der auf eigener Scholle woh⸗ nende Arbeiter wird gar nicht auf den Ge⸗ danken kommen, ſich anderwärts nach einem Ar⸗ beitsplatz umzuſehen. Die Tatſache, daß er feſt in Arbeit und Brot ſteht und daß er ein glück⸗ liches und ſorgenfreies Leben führen darf, för⸗ dert nicht zuletzt auch die Arbeitskraft und ſtei⸗ gert die Leiſtung. Betriebliche Wohnungsfürſorge Unmittelbar nach der Grundſteinlegung der Badiſchen Anilin⸗ und Sodafabrik, des Stamm⸗ werkes der pfälziſchen Werke der IG⸗Farben⸗ induſtrie, im Jahre 1865, begann man mit dem Bau von Wohnhäuſern für Arbeiter und An⸗ geſtellte, da das neue Werk verhältnismäßig weit ab von der nur tauſend Einwohnern zählen⸗ den Stadt Ludwigshafen erſtellt wurde. Schon damals wählte man nicht den ungeſunden Typ der Wohnkaſernen, ſondern den teureren und mehr Platz benötigenden Flachbau. Vier⸗Fami⸗ lien⸗Wohnungen mit drei bis fünf Zimmer ſtellte man jeweils nebeneinander und ſtattete dieſe Werkswohnungen noch mit je 120 Qua⸗ dratmeter Garten aus. Bis 1912 waren 525 derartige Einfamilienhäuſer errichtet. Vovbote zeitgemäßer Ideen über Arbeiter⸗ ausſiedlung aus Großſtädten war die von 1899 bis 1914 durchgeführte Errichtung einer länd⸗ lichen Siedlung auf dem Limburgerhof, wo ſchließlich 244 Einfamilienhäuſer mit je etwa 220 Quadratmeter Garten entſtanden. Der gleich⸗ zeitige Bau von Kleinviehſtällen weiſt bereits auf den Charakter der Siedlung als Wirtſchafts⸗ heimſtätte hin. Vor 35 Jahren ſchuf man hier vereinzelt das ganz unbewußt, was heute in richtiger Erkenntnis der Dinge grundſätzlich gefordert wird. Dieſe Wohnungen tragen den Charakter von Werkswohnungen. Mit Ausnahme der„auswärtigen Kolonie“ auf dem Limbur⸗ ger Hof verdanken dieſe Wohnungen ihre Ent⸗ ſtehung dem betrieblichen Bedürfnis nach einem jederzeit erreichbaren Stamm betriebswichtiger Arbeiter und Angeſtellter. Nachteile für die Be⸗ nutzer der Werkswohnungen ſind mancherlei vorhanden, darunter auch die Abhängigkeit der Benützung der Wohnung vom Dienſtvertrag. Weder das Unternehmen, wie auch die Gefolg⸗ ſchaft können ein Intereſſe daran haben, daß die Werkswohnung über das Maß des betrieblich Notwendigen hinaus ausgedehnt wird. So enwwickelte ſich in den Nachkriegsjahren das Beſtreben in der Gefolgſchaft, ſich mit Dar⸗ lehen der Firma oder Werkspenſionskaſſe Eigen⸗ heime zu erſtellen. Darüber hinaus ergab ſich die Notwendigkeit, das Wohnungsbeſchaffungsbe⸗ dürfnis für zahlreiche Gefolgſchaftsmitglieder zuſammenzufaſſen und zentral zu befriedigen. Zu dieſem Zwecke wurde im Jahre 1926 mit Mitteln der Angeſtelltenpenſionskaſſe die Ge⸗ meinnützige Wohnungsbaugeſellſchaft für Werks⸗ angehörige der IG⸗Farbeninduſtrie gegründet, Bei Roxheim'ohnt man in solchen Einzelhäusern die dann bis Ende 1936 insgeſamt 494 Woh⸗ nungen— 288 in Etagenhäuſern und 206 in Einfamilienhäuſern— erſtellen ließ. Bei der betrieblichen Wohnungsfürſorge der IG⸗Farbeninduſtrie, Werk Oberrhein, ergibt ſich ſomit folgendes Bild: 1828 Werkswohnun⸗ gen, 494 Wohnungen der Gemeinnützigen Woh⸗ nungsbaugeſellſchaft, 105 Wohnungsanrechte bei fremden Gefellſchaften und 695 Eigenheime, die mit Darlehen der Firma erſtellt wurden. Die erſten Stammarbeiterſiedlungen Bereits im Mai 1933 erließ der kommiſſariſche Betriebsrat der IG⸗Farbeninduſtrie Ludwigs⸗ hafen einen Aufruf zur Errichtung von Sied⸗ lerſtellen durch Werksangehörige im Eigenbau. Das Siedlungsprogramm des Nationalſozialis⸗ mus konnte hier raſch in die Tat umgeſetzt wer⸗ den: Bei Rheinau⸗Brühl entſtanden die 154 Siedlerſtellen, die bis jetzt noch die einzigen der IG-⸗Farbeninduſtrie Ludwigshafen auf rechtsrheiniſchem Gebiet ſind, und dann noch⸗ mals 100 Siedlerſtellen in der Claus⸗ Selzner⸗Siedlung in Oppau. Die ſiedlungswil⸗ Eine Straße in der bei Mannheim-Rheinau entstanden en Sledlung der IG-Farbenindustrie ligen Werksangehörigen wurden für vier Mo⸗ nate werksbeurlaubt, erhielten während dieſer Zeit Erwerbsloſenunterſtützung, verſchafften für dieſe Zeit einem bisher arbeitsloſen Volksge⸗ noſſen einen Arbeitsplatz und durften nach Be⸗ endigung der Eigenarbeit am Siedlungshars ohne weiteres wieder ihren Arbeitsplatz ein⸗ nehmen. Viele freiwillige Mithelfer, Arbeiter der Stirn und der Fauſt, haben an ihren freien Samstagen ihre Kraft zur Verfügung geſtellt und den Siedler tatkräftig unterſtützt. Die Bau⸗ koſten für eine Siedlerſtelle betrugen ohne Ein⸗ beziehung der Selbſthilfe und ohne Grund und Boden rund 3500 Mark, die vom Werk und von der Penſionskaſſe finanziert wurden. Der Sied⸗ ler zahlt auf die Dauer von 22 Jahren den Be⸗ trag von wöchentlich.50 Mark; dann ſind die beiden eingetragenen Hypotheken getilgt. Er hat dann nur noch den Erbbauzins von jährlich 40 Mark zu entrichten, falls er es nicht vor⸗ zieht, das Gelände käuflich zu erwerben. Weiterer Ausbau Nachdem mit ſo großem Schwung das Bau⸗ programm 1933 verwirklicht werden konnte und zahlreiche weitere Siedlungswillige auf die Er⸗ füllung ihrer Wünſche warteten, wurde das Bauprogramm 1934 in zwei Bauabſchnitten in Angriff genommen. Im erſten Bauabſchnitt des Jahres 1934 entſtanden 196 Siedlerſtellen, die ſich auf 16 Orte bis nach Bad Dürkheim und Neuſtadt verteilten, während der zweite Bauabſchnitt ein noch größeres Bauprogramm zur Verwirklichung brachte: an 23 Orten ent⸗ ſtanden 317 Siedlerſtellen, davon allein in Fuß⸗ gönnheim 44 und in Oggersheim 42. 156 Sied⸗ lerſtellen an 24 Orten kamen in dem Baupro⸗ gramm des Jahres 1935 zur Ausführung und im Jahre 1936 errichtete man an neun Orten der Vorderpfalz weitere 90 Siebdlerſtellen, ſo daß zum Jahresende 1936 bei der IG⸗Farben⸗ induſtrie Werk Oberrhein insgeſamt 1013 Sied⸗ lerſtellen an 50 verſchiedenen Orten vorhanden ſind. 600 bis 1000 Quadratmeter groß Bei der Auswahl des Siedlungsgeländes war man allgemein in der Lage, die Bildung neuer Siedlungskerne, die ſich zu ſelbſtändigen Ge⸗ meinden auswachſen können, zu vermeiden. Es gelang, die Siedlungen jeweils in entſprechen⸗ der Anzahl an beſtehenden Gemeinden anzu⸗ ſchließen, ſo daß auf dieſe Weiſe die neuen Sied⸗ lerſtellen auf das Gebiet der Vorderpfalz ziem⸗ lich gleichmäßig verteilt werden konnten. Nur in wenigen Fällen wurden größere Siedlungen erſtellt, für die in der weiteren Entwicklung nun auch die Bauten für Gemeinſchaftszwecke, wie Schule, Feierabendhaus uſw„durchgeführt wer⸗ den müſſen. Selbſtverſtändlich erfolgte die Neu⸗ anlage von Siedlungen ſtets in enger Fühlung⸗ Aufn.: 16 Farben(4) nahme mit den zuſtändigen Stellen der Landes⸗ planung. Die Größe einer Siedlerſtellte ſchwankt zwi⸗ ſchen 600 und 1000 Quadratmeter, die völlig ausreichend ſind hinſichtlich der Bearbeitungs⸗ möglichkeit und der Ertragsgröße. Für den Hausbau wurden vier untereinander grundſätz⸗ lich verſchiedene Formen gewählt und den ört⸗ lichen Verhältniſſen entſprechend in verſchiedene Spielarten abgewandelt. Die vier Formen ſind: Doppelhaus mit Stall im Anbau, Einzelhaus mit Stall im Anbau, Doppelhaus mit freiſtehen⸗ dem Stall im Hof und Einzelhaus mit Wohn⸗ und Nebenräumen unter einem Dach. Auswahl und Betreuung der Siedler Der Erfolg des Siedlungswerkes hängt ſelbſt⸗ verſtandlich auch von der richtigen Auswahl des Siedlers ab. Die Aufgabe der Auswahl und der Betreuung kann daher nicht ſorgfältig ge⸗ nug durchgeführt werden. Das erſte Erforder⸗ nis iſt die geſundheitliche Eignung, bei der ein ſtrenger Maßſtab anzuwenden iſt. Die Prüfung der politiſchen Zuverläſſigkeit beſchränkt ſich im weſentlichen auf den Willen zur Mitarbeit am nationalſozialiſtiſchen Stagt. Die Prüfung hat ſich aber auch auf die wirtſchaftliche Eignung des Anwärters zu erſtrecken, denn der Siedler foll ja auf einer verbeſſerten Exiſtenzbaſis in der Lage fein, durch emſigen Fleiß und über⸗ legte Wirtſchaftsführung vorwärtszukommen und die Lebensbedingungen ſeiner Angehörigen zu heben. Die Seele des Siedlungshauſes iſt und bleibt die Siedlerfrau, deren Wirken und Ein⸗ ſatzbereitſchaft für das Gedeihen der Siedlung von ausſchlaggebender Bedeutung ſind. Daß es an der entſprechenden Siedlerbetreuung nicht 4 Diese schmucken Siedlungshäuser sind in Lambsheim erstellt worden So sieht ein Einzelhaus in der IG-Siedlung Mörsch aus fehlen darf, muß als eine Selbſtverſtändlichkeit vorausgeſetzt werden. Verſtändnis für die Bodenbearbeitung und Kleintierhaltung iſt ein weiteres Erfordernis, da der Siedlergarten und die Kleintierzucht weſentliche Beſtandteile der Kleinſiedlung dar⸗ ſtellen. Dieſe Beſtimmung findet allerdings in der Praxis ſchon mit Rückſicht auf die erſtrebte Ausſiedlung und die Bemühungen zur Auflocke⸗ rung der Großſtadt eine weitherzige Aus⸗ legung, ſo daß ſelbſtverſtändlich auch olche Siedlungsbewerber Berückſichtigung finden, die vor ihrer Siedlungstätigkeit keinerlei Erfahrun⸗ gen auf dem Gebiete des Gartenbaues und der Kleintierhaltung ſammeln konnten. Hinzu kommt, dem Charakter einer Stamm⸗ arbeiterſiedlung entſprechend, das Erfordernis einer zufriedenſtellenden Beurteilung durch den Betrieb. Grundſätzlich ſollen nur ſolche Arberts⸗ kameraden zur Siedlung zugelaſſen werden, die ſowohl ihren perſönlichen und beruflichen Fähigkeiten nach, wie auch auf Grund ihrer Ve⸗ währung im Betrieb als Stammarbeiter anzu⸗ ſehen ſind, und mit deren Beſchäftigung ſelbſt in Kriſenzeiten gerechnet werden kann. Kinder⸗ reiche werden zwar bevorzugt, doch ſchließt das keineswegs aus, daß auch Jungverheiratete zur— Siedlung kommen. Da nur wenige Menſchen erfahrungsgemäß alle Vorausſetzungen zum Siedeln in vollem Umfange mitbringen, müſſen ſich die meiſten Siedler ihre„Dauereignung“ zum Siebdler erſt erwerben. Hier erwächſt allen mit der Siedlung beſchäftigten Stellen die Verpflichtung zu einer eingehenden Schulung und umfaſſenden Be⸗ treuung der Siedler, die mit Fertigſtellung der Sicdlerſtelle keineswegs als abgeſchloſſen be⸗ trachtet werden darf. Mit der Fertigſtellung des Häuschens iſt zwar ein wichtiger Abſchnitt im Leben des Siedlers erreicht. Allein die größere Aufgabe ſteht noch bevor: es gilt die in kame⸗ radſchaftlicher Selbſthilfe und freudiger Zuſam⸗ menarbeit erſtellten Anweſen nunmehr mit⸗ jenem Geiſte zu erfüllen, den die neue Zeit von einem jeden Siedler mit Recht erwartet. Dieſer Geiſt ſol den Menſchen im Siedler von Grund auf umgeſtalten und ihn ſeiner Umwelt gegen⸗ über zu einer völlig neuen Lebenshaltung he⸗ fähigen. Das Gefühl der Zuſammengehörigteit und des Aufeinanderangewieſenſeins ſoll auch für alle Zukunft Leitſtern der Arbeit und des Gemeinſchaftslebens ſein. Das Gemeinſchafts⸗ leben iſt aber eine unerläßliche Vovausſetzung der Siedlung überhaupt. Die Bedeutung der Stammarbeiterſiedlung „Wie ſehr man bei der IG⸗Farbeninduſtrie die Bedeutung der Stammarbeiteranſiedlung er⸗ kennt, geht aus der Förderung der Stamm⸗ arbeiterſiedlungen hervor. Nachdem der größte Teil der ſiedlungswilligen und ſiedlungsfähigen Arbeitskameraden bereits zum Siedeln gebracht iſt, gilt es auch noch die anderen Arbeitskame⸗ raden herbeizuholen, die noch in ungeſunden Stadtwohnungen oder unzulänglichen Verhält⸗ niſſen leben müſſen. Vielfach muß noch mit der Anſicht gebrochen werden, lieber in der Stadt ungeſund und teuer zu leben, anſtatt in einiger Entfernung geſund und billig. Heute ſchon ſind über ein Fünftel der A Gefolg⸗ ſchaft der Werke Ludwigshafen und Oppau der IG⸗Farbeninduſtrie im Beſitz einer Werkswohnung, eines mit Hilfe der Firma erſtellten Eigenheims oder eines Siedlungshauſes. Weitere 11 v. H. der Gefolgſchaft ſind noch ernſthaft an einem Sied⸗ lungshaus oder an einer Verbeſſerung ihrer derzeitigen Wohnverhältniſſe intereſſiert. Dar⸗ über hinaus wird man den Kreis der Sied⸗ lungswilligen durch weitere Aufklärungsarbeit⸗ erweitern können. Was anderwärts nicht nur erkannt, ſondern auch in dieſer Erkenntnis in die Tat umgeſetzt wurde, muß viel mehr als es bis jetzt geſchehen iſt, bei der Mannheimer Induſtrie, Platz greifen. Die induſtrielle Stammarbeiter⸗ anſiedlung gehört zu den ſozialen Aufgaben, de⸗ ren Löſung nicht nur im Intereſſe der Betriebs⸗ gemeinſchaft, ſondern der geſamten Volksge⸗ meinſchaft liegt. Dazu kommt die ſtaatspolitiſche Bedeutung der Seßhaftmachung des Induſtrie⸗ arbeiters und die ſozialhygieniſche Auswirkun der Siedlung für Familie und Kind. Bietet doch die Siedlung jungen Ehepaaren die Möglichkeit, eine große und geſunde Familie zu gründen. Nicht vergeſſen werden darf bei einer Stamm⸗ arbeiterſiedlung die mögliche Erhöhung des Le⸗ bensſtandarts und die Kriſenfeſtigkeit. Ein an⸗ zeſiedelter Arbeiter, der vorübergehend einmal zu einem Kurzarbeiter werden muß, wird dieſe Zeit weſentlich beſſer überſtehen, als ſeine Ar⸗ beitskameraden, die ohne einen Wirtſchafts⸗ rtrag die gleichen laufenden Aufwendungen ür Wohnungsmiete zu tragen haben. Daß der iedler umſonſt wohnt, haben wir ja ſchon ein⸗ nal nachgewieſen! In der Stammarbeiterſied⸗ lung darf das erfolgreichſte Mittel erblickt wer⸗ den, aus dem induſtriellen Stammarbeiter auch einen Stammarbeiter im Dienſt für die deutſche Volksgemeinſchaft und den neuen deutſchen Staat zu machen. ———————— ——————————————— Städt. Kunſthalle: Vortrag mit Lichtbildern: Mannheim —„Hakenkreuzbanner“ Blitzableiter auf dem Schloß Was man an unſrem Schloß trotz ſeiner Größe nicht überſehen wird, das ſind die Blitz⸗ ableiter auf den Ecktürmen, da ſie ſchon durch ihre Erſcheinung auffallen. Auf einem röhrenförmigen Unterſatz mit Knopf erhebt ſich ſenkrecht eine Eiſenſtange, die in etwa Dreiviertelshöhe ein wagrechtes Spit⸗ zenkreuz trägt, ſo daß der Blitzableiter fünf⸗ ſpitzig wird⸗ Einer von dieſen etwa zwölf Blitz⸗ ableitern, die auf den Dächern des Schloſſes verteilt ſind, und zwar derjenige auf dem Eck⸗ turm beim Bibliotheksbau, iſt wohl reparatur⸗ bedürftig geworden, denn man hat ihn eben mit einem Gerüſt umgeben und ihn in eine veränderte Lage gebracht. Bald wird er aber wieder in Ordnung ſein, jedenfalls längſt bevor die ſommerlichen Blitze über unſre Stadt zucken. Blitzableiter in der Geſtalt, wie wir ſie an unſrem Schloß ſehen, werden ſchon längſt nicht mehr benützt. Statt fünf Spitzen genügt jetzt eine, aber wohl kaum aus dem Grunde, den man urſprünglich gegen den fünf⸗ ſpitzigen Blitzableiter geltend machte, daß„meh⸗ rere Spitzen auch mehrere Strahlen aus den Wolken auf einmal auffangen und daher wegen der größeren Menge abfließender Elektrizität Schaden anrichten können“. Man könnte den Eindruck haben, daß nicht nur phyſikaliſche Gründe den fünfſpitzigen Blitzableiter entſtehen ließen, ſapee auch arch i⸗ tektoniſche Gründe nicht ganz ein⸗ flußlos geweſen ſind, denn wie mager und unanſehnlich müßte doch ſo ein einſpitziger Blitzableiter auf einem ſo gewaltigen Bauwerk wirken! Die Blitzableiter des Schloſſes ſind aber nicht nur ſchön, ſie ſind auch hiſtoriſch und zählen ſomit zu ſeinen wertvollen Beſtand⸗ teilen. Erfunden wurde dieſe Wetterleiter von Johann Jakob Hemmer, der Direktor war am Phyſikaliſchen Kabinett des Kurfürſten Karl Theodor. Der Franklinſche Wetterleiter, damals in Deutſchland noch kaum bekannt, gab Hemmer Veranlaſſung, in der Frage des Blitz⸗ 855 eigene Wege zu gehen. Er ſtellte Ver⸗ uche an, um dem Kurfürſten mit zwingenden Gründen die Zweckmäßigkeit und Notwen⸗ digkeit von Blitzableitern auf den Schloͤffern, Pulvertürmen und an⸗ deren Bauwerken darlegen zu können. Karl Theodor war dem Hemmerſchen Vorſchlag auch leicht zugänglich, da er mit der Phyſik gründlich vertraut war. So beſchloß er als erſter unter den deutſchen Fürſten die Einfüh⸗ rung der Blitzableiter, indem er am 27. Februar 1776 verfügte, alle Schlöſſer und ſonſtigen großen Bauten ſeines Landes mit Wetterleitern auszurüſten. Der Plan wurde aber nicht ſo ſchnell verwirklicht, weil große Befürchtungen dagegen beſtanden. Auf dieſe Weiſe kam es, daß das Mannheimer Schloß, das zuerſt mit Blitzableitern hätte„bewaffnet“ werden ſollen, wie man damals ſagte, dieſen Schutz erſt im Jahre 1783 erhalten hat. M. MRnnHEI IAi Dus iſt losꝰ Freitag, den 15. Januar Nationaltheater:„Luiſe Müller“, Oper von G. Verdi. Miete F. 20.00 Uhr. Roſengarten:„Der Etappenhaſe“, Luſtſpiel von K. Bunje. NSKG. 20.00 Uhr. Nibelungenſaal: 20.00 Uhr Tag der Deutſchen Polizei. Planetarium: 16.00 Uhr Vorführung des Stern⸗ projektors. 20.15 Uhr Kundgebung der NSDaApP, Ortsgruppe Waſſerturm. 20.15 Uhr„Bauten der Technik und des Verkehrs im Rahmen des Heimatbildes“. Dr. W. Lindner, Berlin. Kleinkunſtbühne Libelle: 20.15 Uhr Kabarett⸗Varieté⸗ Programm. Tanz: Palaſthotel, Parkhotel, Libelle. Ständige Darbietungen Schloßmuſeum: 11—13 und 14—16 Uhr ge⸗ öffnet. Theatermuſeum, E 7, 20: 10—13 und 15—17 Uhr geöffnet. Sonderſchau: Die neue, deutſche Oper. Sternwarte:—12 und 14—19 Uhr geöffnet. Mannheimer Kunſtverein, L 1, 1: 10—13 und 15—17 Uhr geöffnet. Stüdt. Schloßbücherei: 11—13 und 17—19 Uhr Aus leihe,—13 und 15—19 Uhr Leſeſäle. Städt. Muſikbücherei: 10—13 u. 16—19 Uhr geöffnet. Der 16. und 17. Januar Tag der deutſchen Polizei Im Rahmen der Veranſtaltungen am„Tag der deutſchen Polizei“ führt die Berufsfeuer⸗ wehr am Freitag, 15. Januar, zwiſchen 15 und 17 Uhr eine Speiſung von 100 Kindern im Turnſaal der Hauptfeuerwache durch. Abends marſchiert die Schutzpolizei, die Feuerlöſchpolizei, die Werksfeuerwehren und die Teno, unter Vorantritt der Muſikkapellen der Feuerwehr der Zellſtofffabrik Waldhof durch die Stadt zum Roſengarten. Abmarſch an der Hauptfeuerwache um 19 Uhr. Um 20 Uhr beginnt der große„Kamerad⸗ ſchaftsabend“ im Roſengarten. Am Samstag, 16. Januar, 15 Uhr, ſetzt, wie bereits bekanntgegeben, der Verkauf der Abzeichen und die Sammeltätigkeit in der gan⸗ zen Stadt ein. Während der Sammelzeit fährt ein Löſchzug der Berufsfeuerlöſchpolizei durch die Stadt, hält an geeigneten Plätzen und führt die Geräte vor. Hierbei werden die Zuſchauer Gelegenheit haben, die neueſten Geräte der Feuerlöſchpolizei und deren Einſatz kennen zu lernen. Das Feuerlöſchboot wird an der Friedrichsbrücke, linkes Ufer, in Höhe der Oberrhein. Eiſenbahngeſellſchaft am Samstag⸗ nachmittag bei Eintritt der Dunkelheit zur Be⸗ ſichtigung anlegen. Während der Sammelzeiten führen die Werkskapellen Platzkonzerte durch, und zwar am Samstag die Kapelle der Daim⸗ ler⸗Benz⸗Werke von 16—17 Uhr auf dem Pa⸗ radeplatz; die Kapelle der Heinrich⸗Lanz⸗Werke von 15—16 Uhr auf dem Marktplatz und die Kapelle der Zellſtofffabrik Waldhof AG. von 15.30 bis 16.30 Uhr am Waſſerturm. Am dar⸗ auffolgenden Sonntag ſpielen dieſelben Ka⸗ pellen wiederum auf ihren Plätzen und zwar: Daimler⸗Benz von 12 bis 13 Uhr, die Kapelle Heinrich Lanz von 12 bis 13 Uhr und die Zell⸗ ſtoff Waldhof AG. von 11.30 bis 12.30 Uhr. Wer bekommt Konſum⸗Margarine? Die beiden Möglichkeiten/ Ausgabe der Bezugsſcheine beim Städtiſchen Fürſorgeamt Die von der Reichsregierung veranlaßten Maßnahmen zur Fetwerſorgung der minderbe⸗ mittelten Bevölkerung verbürgen die Verſor⸗ gung auch des letzten unvermögenden Volksge⸗ noſſen mit den notwendigen Speiſefetten. Viel⸗ fach herrſcht jedoch noch Unklarheit darüber, wer Anſpruch auf Konſummargarine hat. Es iſt zu unterſcheiden: 1. Stammabſchnitte mit Reichs⸗ verbilligungsſcheinen für Speiſefette, 2. Stamm⸗ abſchnitte mit Bezugsſcheinen für Konſummar⸗ garine(ohne Verbilligung). Unter die erſte Rubrik fallen durchweg die Unterſtützungsem'pfänger, die auch bereits bisher Anſpruch auf verbilligte Marga⸗ rine hatten. Neu iſt hinzugekommen, daß auch ſolche Volksgenoſſen Margarinebezugsſcheine er⸗ halten, deren Lohn und ſonſtiges Einkommen ſich in der Nähe des doppelten Richtſatzes der öffentlichen Fürſorge hält, ihre Ehefrauen und unterhaltsberechtigten minderjährigen Kinder. Es werden alſo Bezugsſcheine für Konſum⸗ margarine ausgegeben, wenn der Lohn und ſonſtiges Einkommen ſich z. B. bei einem kinder⸗ loſen Ehepaar auf etwa 100 RM und bei einem ſolchen mit zwei Kindern unter 14 Jahren auf etwa 140 RM ſtellt. Bei der Prüfung dieſer Anträge werden außerdem noch die wirt⸗ ſchaftlichen Geſamtverhältniſſe des Antragſtellers berückſichtigt, ſo daß alſo die vor⸗ genannte Einkommenshöhe nicht unbe⸗ dingt als ſtrenger Maßſtab anzuſehen iſt, ſon⸗ dern als ungefährer Richtſatz. Die Margarine⸗Bezugsſcheine kommen nicht in Frage für Selbſtverſorger, Landarbeiter mit ausreichendem Fettdeputat und vom Arbeitge⸗ ber ſtändig verköſtigte Pirſonen. Die Stamm⸗ abſchnitte enthalten vier Bezugsſcheine über je % Kilo Konſummargarine zum normalen Ver⸗ kaufspreis. Die A Beſtellſcheine lau⸗ ten demnach über 2Kilo Konſummargarine. Der Bezugsſchein gewährt dem Inhaber einen An⸗ ſpruch auf Zuteilung von ½ Kilo Konſummar⸗ garine, ſofern er den Stammabſchnitt ſofort nach Empfang der Verkaufsſtelle zum Abtrennen des Beſtellſcheins vorlegt. Jeder Inhaber dieſer Bezugsſcheine tut alſo gut daran, den Beſtell⸗ ſcheinſofortſeinem Einzelhändler zu übergeben, damit dieſer ſeinerſeits für die notwendige Menge Konſummargarine ſor⸗ en kann. Auf den Bezugsſchein darf nur Kon⸗ ummargarine bezogen werden. Andere Waren und auch andere Margarineſorten dürfen nicht abgegeben werden. Es iſt auch noch darauf hinzuweiſen, daß die Verwendung des Bezugs⸗ ſcheins vor Beginn oder nach Ablauf der aufge⸗ druckten Gültigkeitsdauer d iſt. Bezugsſcheine, die nicht mehr mit dem Stamm⸗ abſchnitt zuſammenhängen, ſind ungültig. Das Abtrennen der Bezugsſcheine darf alſo nur von dem Einzelhändler vorgenommen werden. Die Margarinebezugsſcheine werden vom Städt. Fürſorgeamt ausgegeben, dem auch die Entſcheidung über die Zuteilung der Scheine obliegt. Anträge auf Zuteilung von Margarinebezugsſcheinen ſind bei den Kreis⸗ und Nebenſtellen des Städt. Fürſorgeamtes mit⸗ tels eines dort erhältlichen Formulars zu ſtel⸗ len. Den Anträgen ſind Einkommensnachweiſe (Lohntüten, Verdienſtbeſcheinigungen, Renten⸗ beſcheinigungen uſw.) bezüglich des Antragſtel⸗ lers und ſeiner etwaigen Angehörigen beizu⸗ fügen. Perſonen, die bereits Reichsverbilligungs⸗ ſcheine für Speiſefette erhalten haben, können die Ausſtellung von Margarinebezugsſcheinen nicht beantragen, da ſie ja bereits auf Grund der Fettverbilligungsſcheine am Bezug der Kon⸗ ſummargarine teilnehmen. Anordnungen der NSDAP Anordnungen der Kreisleitung An alle Propagandaleiter der Ortsgruppen des Kreiſes Mannheim. Die Ortsgruppen haben ſofort das Material„Wille und Weg“, Rednermaterial,„Neues Volk“, Schulungs⸗ briefe auf Zimmer 2 abzuholen. Letzter Termin: 19. Januar. Kreispropagandaleitung. Politiſche Leiter Schlachthof. Am 16.., 20.15 Uhr, im Schlachthof⸗ reſtaurant Großkundgebung. Horſt⸗Weſſel⸗Platz. Am 15.., 20 Uhr, Amts⸗ und Zellenleiterbeſprechung auf der Ortsgruppe. Haupt⸗ ſtellen⸗ und Stellenleiter ſind ebenfalls anweſend. Horſt⸗Weſſel⸗Platz. 16.., 20 Uhr, Antreten ſämtl. Politiſchen Leiter, Walter und Warte an der Ecke Otto⸗Beck⸗Straße—Am oberen Luiſenpark. Dienſtanzug. Zivil mit Armbinde. Lindenhof. 15.., 20.30 Uhr, öffentliche Kund⸗ gebung im„Rheinpark“. Redner: Pg. Holzkämper, Berlin. Thema:„Der Kampf um Freiheit und Brot“. Lindenhof. Dienſtappell ſämtlicher Politiſchen Leiter, Politiſchen Leiteranwärter, NSV⸗ und DAß⸗Walter. Antreten 18.., 20 Uhr, auf der Terraſſe Reſtaurant Rheinpark. Uniform: Dienſtanzug. Rheinau. 16.., 20.15 Uhr, öffentliche Kund⸗ gebung im„Bad. Hof“. Rheinau. 17.., 9 Uhr, findet der Dienſtappell der Politiſchen Leiter im„Bad Hof“ ſtatt. Dienſtanzug. Bismarckplatz. Am 16.., 20 Uhr, im Saale des „Zähringer Löwen“, Schwetzinger Straße 103, große öffentliche Kundgebung. Es ſpricht Reichs⸗ redner Pg. Koppe. Seckenheim. 16.., 20.15 Uhr, im„Bad. Hof“ öffentliche Kundgebung. Redner: Pg. Dr. Dietſch, Pforzheim. Politiſche Leiter 19.45 Uhr antreten. Friedrichspark. 17.., 20.30 Uhr, im oberen Saale des Ballhauſes öffentliche Kundgebung. Es ſpricht Pg. Franz Ganninger, M. d. R. Neckarſpitze. 17.., 20.15 Uhr, im Geſellſchaftshaus, F3, 13, Großkundgebung. Es ſpricht Reichs⸗ redner Pg. Adolf Koppe. Neuoſtheim. 15.., 20.30 Uhr, ſpricht in einer öffentlichen Kundgebung im Schlachthof Reichsredner Pg. Pfennig. „Netlarſtadt⸗Oſt. 17.., 9 Uhr, Antreten ſämtlicher Politiſchen Leiter ſowie Pol.⸗Leiter⸗Anwärter vor der Geſchäftsſtelle. Dienſtanzug. 11 Uhr öffentliche Kundgebung in der„Flora“, Lortzingſtraße, mit Gauredner Pg. Köbele, Karlsruhe. Rheintor. 16.., 20.15 Uhr, im Wartburg⸗Hoſpiz, F 4, 7a öffentliche Kundgebung. Es ſpricht Pg. Holzkämper. NS⸗Frauenſchaft Strohmarkt. Es wird den Frauen ausdrücklich zur Pflicht gemacht, an der am 15.., 20.30 Uhr, im Ball⸗ haus ſtattfindenden öffentlichen Kundgebung vollzählig teilzunehmen. Seckenheim. 16.., 20.15 Uhr, nehmen die Frauen an der Kundgebung im„Bad. Hof“ teil. Neueichwald. 15.., 20.15 Uhr, nehmen die Frauen an der im Siedlerheim teil. Neckarau. Die ubkbende finden jeweils montags 20 Uhr, im Geſchäftszimmer im Parteiheim ſtatt. Käſertal⸗Nord. 15.., 20.30 Uhr, nehmen die Frauen an der Kundgebung im„Adler“ teil. Abt. Jugendgruppe Feudenheim. 15.., 20 Uhr, Beſprechung ſämtlicher Zellen⸗ und Blockwalterinnen im Frauenſchaftsheim. Waſſerturm. 15.., 20.15 Uhr, nehmen die Frauen an der Kundgebung im Planetarium teil. Horſt⸗Weſſel⸗Platz. 16.., 20.15 Uhr, nehmen die Frauen an der Kundgebung im Planetarium teil. Plankenhof. 16.., 20.15 Uhr, nehmen ſämtliche Frauen an der Kundgebung im„Eichbaum“, p5, teil. Wohlgelegen. 15.., 20 Uhr, Heimabend Kl. Kaſerne, Kronprinzenſtraße. BDM Neuoſtheim. Heimabend der Schaft Brinnel am 15.., 19.30 Uhr. Untergauſtellenleiterinnen. 15.., von 13.15—14.15 Uhr Sport in der Liſelotteſchule. onhn. 16.., 19.30 Uhr, Antreten in N 2, 4. Oſtſtadt. 16.., 19.50 Uhr Gruppenantreten auf dem Platz vor der Heilig⸗Geiſt⸗Kirche. Feudenheim. 18.., 20 Uhr, Führerinnenheimabend in der Schule. NSKOV Feudenheim. 17.., 16 Uhr, Mitgliederverſamm⸗ lung im Reſtaurant„Prinz Max“. DAð Wohlgelegen. 15.., 20.30 Uhr, im„Feldſchlöß⸗ chen“, Käfertaler Straße 178, Beſprechung der Amts⸗ Zellen⸗ und Blockwalter ſowie der Betriebsobleute und Koß⸗Betriebswarte. Hausgehilfen Strohmarkt. Die für Freitag im Ballhaus angeſetzte Kundgebung mit dem Thema„Unſer Kampf um Frei⸗ heit und Brot“ gilt als Schulungsvortrag für alle Amtswalter, Betriebsführer und Vertrauensleute. Die⸗ jenigen Betriebsobleute, die noch keine Karten( 20 Pfennig) zugeſtellt erhielten, haben dieſelben auf der Dienſtſtelle, P 4, 4/5, Zimmer 19, abzuholen. Berufserziehung Die Ortsfachgruppenwalterinnen wer⸗ den erſucht, die Meldungen für die Berufserziehung in L 4, 15 abzugeben. We L Abteilung Feierabend Vierte Feierabendveranſtaltung im Planetarium. Am Dienstag, 19. Jan., 20.15 Uhr, findet im Planetarium die 4. Feierabendveranſtaltung ſtatt. Es läuft der Film„Amphytrion“. Das Beiprogramm bringt Vor⸗ träge für Solovioline, Geſang, Rezitationen. Eintritt: 20 Pf. Wiederholungen finden am Mittwoch, 20. Jan. Freitag, 22. und Sonntag, 24. Jan.(mit beſchränkter Kartenzahl) ſtatt. Achtung! Kölner Hänneschen⸗Theater. Einmalige Vorſtellung des berühmten Kölner Hänneschen⸗ Theaters im Planetarium am Samstag, 16. Januar, von 14—16 Uhr. Eintrittspreiſe: Erwachſene 40 Pf., Kinder 20 Pf. Karten ſind zu haben bei der Koͤß⸗ Hauptſtelle, p 4,—5(Zimmer 11) und in geringer Anzahl bei den KdF⸗Ortsgruppen Waſſerturm und Horſt Weſſel. Die zweite Vorſtellung am Samstag iſt bereits ausverkauft. Neue Gaſtſpiele des Kölner Hänneschen⸗Theater im Kreisgebiet Mannheim. Dieſes Theater kommt mit ſeinen einzigartigen Marionetten am heutigen Freitag, 15. Jan., von 14—16 und 16—18 Uhr in den Film⸗ palaſt nach Neckarau und am morgigen Samstag von 14—16 und 16—18 Uhr ins Planetarium. Eintritt: Kinder 20 Pf., Erwachſene 40 Pf. Ortsgruppe Neckarau Achtung! Militärkonzert der Kapelle des Infanterie⸗ Regiments 110 am Samstag, 23. Jan., im Evang. Gemeindehaus. Beginn 20 Uhr. Karten bei den Kdß⸗ Geſchäftsſtellen p 4,—5(Zimmer 11), Langſtraße 394. Abteilung Reiſen, Wandern und Urlaub Achtung! Folgende Fahrten ſind ausverkauft: 31. 1. bis 7. 2. und 7. 2. bis 14. 2. nach dem Walſertal; 14. 2. bis 21. 2. nach Garmiſch. Daher ſtets frühzeitige Anmeldung! Nur dieſe ſichert die Teilnahme. Sonderzug nach Baden⸗Baden am kommenden Sonn⸗ tag, 17. Jan. Fahrkarten zu RM..30 bei den Ge⸗ ſchäftsſtellen. Abfahrt ab Mannheim.20 Uhr. Rück⸗ fahrt ab Baden⸗Baden 20.47 Uhr. Ankunft in Mann⸗ heim 23.01 Uhr. Von Baden⸗Baden aus fünf Wande⸗ rungen: 1. Merkurhöhe, Falkenhalde, Eckhöfe Lichten⸗ tal, Baden⸗Baden. 2. Altes Schloß, Battert, Engels⸗ kanzel, Wolfsſchlucht, Teufelskanzel, Baden⸗Baden. 3. Schwarzwaldhütte, Wolfsſchlucht, Eberſteinburg, Battert, Altes Schloß, Baden-Baden. 4. Frieſenberg, Golfhotel, Yburg, Varnhald, Gallenbach, Kloſterſchenke, Baden-Baden. 5. Waldſee, Golfhotel, Ba“ Hari, Hütte, Hochbehälter, Gelbe Eiche, Gunzenbach. Lichtental, Baden⸗Baden. Außerdem eine Gruppe Stadtführung. Beſucher der Fußballſpiele in Karlsruhe und Raſtatt können dieſen Zug mit Sonderzugsfahrkarten be⸗ nützen. Mit Omnibus nach dem Ruheſtein am Sonntag, 17. Jan. Abfahrt ab Paradeplatz.15 Uhr. Karten zu RM..30 nur bei der Geſchäftsſtelle p 4,—5 (Zimmer 11) bis Samstag, 12 Uhr. Skikursmöglich⸗ keit. Kursmarken beim Skilehrer am Omnibus. „Sonderzug zum Fußball⸗Länderſpiel Deutſchland— Frantreich am 21. März in Stuttgart. Fahrpreis RM..20. Näheres wird noch bekanntgegeben. Teilnehmer an der Weihnachtsfahrt mit Unterkunfts⸗ ort Blaſiwald treffen ſich am Samstag, 16. Januar, 20.15 Uhr, im Weinhaus Badenia, C 4, 10. Tauſch⸗ fotos mitbringen. Teilnehmer an der Weihnachtsfahrt mit Unterkunfts⸗ ort Lenztirch treffen ſich am 15. Jan., 20.30 Uhr, im Nebenzimmer„Zum Alten Reichskanzler“. Tauſch⸗ fotos mitbringen. Volksbildungswerk Am Freitag, 15. Jan., 20.15 Uhr, beginnt im Schul⸗ ſaal Nr. 3 in der Tulla⸗Oberrealſchule die Arbeits⸗ gemeinſchaft:„Der geologiſche Aufbau unſeres Heimat⸗ bodens“, unter Leitung von Prof. Dr. Strigel. Dauer: 4 Abende. Kursbeitrag RM..20. Am Freitag, 15. Jan., 20.15 Uhr, beginnt ferner im Phyſikſaal der Eliſabethſchule die Arbeitsgemein⸗ ſchaft von Prof. Dr. Scheifele über Raffekunde. Dauer: 6 Abende. Kursbeitrag RM..80. Karten bei den Kdỹ⸗Geſchäftsſtellen p 4,—5, Zim⸗ mer 1, Langſtraße 39, Neckarau Luiſenſtraße 46. Sportamt Mannheim Neue Kurſe Schwimmen für Frauen. Am Montag, 18.., be⸗ ginnt in der Halle i1 des Städt. Hallenbades von 20.00—21.30 Uhr ein neuer Schwimmkurs für An⸗ fänger und Fortgeſchrittene. Die Kursgebühr für ſechs Abende beträgt ſechsmal 30 Pf. RM..80. Jin⸗Jitſu für Männer und Frauen. Am Montag, 18.,1., beginn in der Gymnaſtikhalle im Stadion von 20.00—21.30 Uhr ein neuer Kurs in Jiu⸗Jitſu für Anfänger und Fortgeſchrittene. Die Kursgebühr für 6 Abende beträgt lechsmal 40 Pf.- RM..40. Anmeldungen nehmen die Sportlehrer kurz vor Be⸗ ginn des Unterrichts entgegen. An folgenden Kurſen können noch Volksgenoſſen teilnehmen: 1. Allgem. Körperſchule: Frauen u. Männer. Diens⸗ tags von 20.00—21.30 Uhr, Turnhalle der Peſtalozzi⸗ ſchule X& Eing. Karl⸗Ludwig⸗Straße. 2. Leichtathletik, Stadion: Frauen und Männer. Samstags von 15.00—17.00 Uhr, Spielfeld 1; Sonn⸗ tags von.00—11.00 Uhr, Spielfeld u. Sport für jedermann Freitag, 15. Januar Frohe Morgenſtunde: nur Frauen, 10.00—11.3 Uhr Gymnaſtikſaal L 8, 9.— Allgem. Frauen u. Männer, 15.00—16.30 Uhr Stadion, Gym⸗ naſtithalle; 20.00—21.30 Uhr Wohlgelegenſchule, Kronprinzenſtraße; 20.00—21.30 Uhr Peſtalozziſchule, Otto⸗Beck⸗Straße.— Schwimmen: für Frauen,.00 bis 10.30 Uhr Städt. Hallenbad, Halle l; 20.60 bis 21.30 Uhr Städt. Hallenbad, Halle 1.— Fröhl. Gym⸗ naſtik u. Spiele: Frauen und Mädchen, 20.00—21.30 Uhr Wohlgelegenſchule, Mädchenturnhalle; 20.00 bis 21.30 Uhr Mädchenberufsſchule, Weberſtraße; 20.00 bis 21.30 Uhr Eliſabethſchule, h 7.— Deutſche Gym⸗ naſtik: Frauen, 19.00—20.00 Uhr Gymnaſtikſaal Goetheſtr. 8; 20.00—21.00 Uhr Gymnaſtikſaal L 4, 4. — Rollſchuh: für Schüler, 19.00—20.00 Uhr Gym⸗ naſtikſaal L8S, 9; Frauen u. Männer, 20.00—21.30 Uhr Gymnaſtikſaal I 8, 9.— Kinderturnen: 17.00 bis 18.00 Uhr Stadion, Gymnaſtikhalle. Samstag, 16. Januar Leichtathletit: Frauen und Männer, 15.00—17.00 Uhr Stadion, Spielfeld lu.— Schwimmen: Frauen u. Männer, 20.00—21.30 Uhr Städt. Hallenbad, Halle J. Sonntag, 17. Januar Reichsſportabzeichen: Frauen u. Männer,.00 bis 11.00 Uhr Stadion, Spielfeld I1.— Leichtathletik: 2 u. Männer,.00—11.00 Uhr Stadion, Spiel⸗ e 15. Januar 1937 10 1 Bez Einen zä vermuten Mannheim im Rahme heim ſtatt. Mit:1 Schachklub Einzel Val. Schm Rebel, 4. Klein, 6. Zwick, 8. L F. Schmitt Andere traten gleie gegen Pfin Waldhof— Mit ein Ruchtinn klubs Schn pünktlich a Ob Teilnel Treund iſt Aheinhäuſe Am dieb Der Man tag in Ka geht um d Norden od wird an 10 Vorausſi Ruchti, B. Dr. Schand Daten 1180 Heinr Barba klärt. 1791 Der? Fer 0 1793 Der Waldi 1871(bis 1 1909 Der Berlir 1931 Grün'! 1933 Natio Der Ae werden, w Arbeitsge DAc! Llisenrit -zimmer⸗ u. ſonſtig. 1. April 37 ECKlal mit 3 gr. 3⸗Zimmer⸗ Nähe Mar früher zu unter Nr. Ca. L20 helle, ſchö in ruhiger Gürüge, in der Nä oder ſpäte Zuſchr. u. 1 zimmer und zu vermie Miete: 21.50 Hafenſtraße 1 459“ an junges Eh auf 1. Febru u vermie Adreſſe zu er 4723 K im V ———.———.— II Rüche, 5. 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Januar, ). Tauſch⸗ iterkunfts⸗ 0 Uhr, im Tauſch⸗ im Schul⸗ Arbeits⸗ es Heimat⸗ 5trigel. int ferner itsgemein⸗ kaſſekunde. —5, Zim⸗ 46. 18.., be⸗ ades von für An⸗ für ſechs Montag, dion von Jitſu für ebühr für 40. z vor Be⸗ Sgenoſſen r. Diens⸗ Zeſtalozzi⸗ Männer. I; Sonn⸗ —11.30 perſchule: 'n, Gym⸗ genſchule, zziſchule, ien,.00 .00 bis hl. Gym⸗ —21.30 .00 bis F 20.00 he Gym⸗ taſtikſaal L4, 4. r Gym⸗ —21.30 .00 bis —17.00 auen u. Halle J. .00 bis athletik: „ Spiel⸗ 1% Mannheim „Hakenkreuzbanner“ 15. Januar 1937 Bezirksmannſchaftskämpfe im Schach Einen zäheren Widerſtand, als das Ergebnis vermuten läßt, leiſtete Pfingſtberg gegen den Mannheimer Schachklub. Die Begegnung fand im Rahmen der Pokalſpiel im heim ſtatt. ezirk Mann⸗ t Mit 91 blieb ſchließlich der Mannheimer Schachklub Sieger. Einzeler 3 Val. Schmitt, 2 ebniſſe: 1. Dri. „Fleißner 1 Wedel, 3. Ahr 1 Meyer 1 Rebel, 4. Beck ½ Dett, 5. Zettelmeyer 1 H. Klein, 6. Blümel 1 Trautwein, 7. Laufer 1 Zwick, 8. Lützenbürger 1 Hübner, 9. Wieland ½ F. Schmitt, 10. W. Burger 1 Ed. Schmitt. Andere Ergebniſſe liegen noch nicht vor.(Es traten gleichzeitig mit dem Treffen Mannheim gegen Pfingſtberg an Neckarau— Feudenheim, Waldhof— Käfertal.) Mit Ruch einer Simultanvorſtellung von Dr. ti nehmen die Werbetage des Schach⸗ ktlubs Schwetzingerſtadt ihren Anfang. Beginn pünktlich am Freitag, 15. Januar, 20.15 Uhr. Ob Teilnehmer oder Zuſchauer, jeder Schach⸗ treund iſt willkommen. Stheinhäuſerſtraße.) Um die badiſche Vereinsmeiſterſchaft Der Mannheimer Schachklub trifft am Sonn⸗ tag in Karlsruhe auf„Alia“ Freiburg. Es geht um die endgültige Entſcheidung, ob der Norden oder Süden wird an 10 Brettern. Vorausſichtliche Aufſtellung: triumphiert. Heinrich, Dr. (Im„Ludwigshof“, Gekämpft Ruchti, B. Müller, Fleißner, Dr. Meyer, Beck, Dr. Schandalik, Ahr, Zettelmeyer, Blümmel. Daten für den 15. Januar 1937 1180 Heinrich der Löwe wird durch Friedrich Barbaroſſa ſeiner Lehen für verluſtig er⸗ klärt. 1791 Der Dichter Franz Grillparzer in Wien geb.(geſt. 1872). 1793 Der Genre- und Bildnismaler Ferdinand Waldmüller in Wien geb.(geſt. 1865). 1871(bis 17.) Schlacht an der Liſaine. 1909 Der Dichter Ernſt von Wildenbruch in Berlin geſt. (geb. 1845). 1931 Gründungstag der NSBO. 1933 Nationalſozialiſtiſcher Wahlſieg in Lippe. Der Aermſte kann in Deutſchland alles werden, wenn er etwas leiſtet! Beſuche die Arbeitsgemeinſchaften und Lehrgänge der DAc! Der Weg zur Arbeitsſchule der DAß Eine klare Antwort auf die Frage: Wie und wo melde ich mich an? Täglich laufen bei den verſchiedenen DAß⸗ Dienſtſtellen immer wieder Anfragen ein, wo und wann man ſich zur Arbeitsſchule anmelden kann. Hierzu ſchreibt uns die Arbeitsſchule der DAß folgendes: Anfang Januar iſt der neue Arbeitsplan für das Zwiſchenſemeſter Januar bis März 1937 an die einzelnen DAßF⸗Walter zum Verſand ge⸗ kommen. Die Arbeitspläne ſind daher bei allen DAß⸗Waltern BBetriebszellenob⸗ leute, Betriebswalter und Zellenwalter), in den Geſchäftsſtellen der einzelnen DAß⸗Ortswal⸗ tungen, bei den Kreisbetriebsgemeinſchaften und in der Geſchäftsſtelle der Arbeitsſchule zu bekommen. All dieſe Stellen nehmen auch Anmeldungen für die Arbeits⸗ ſchule an. Allerdings können dieſe Anmel⸗ dungen nur bis zum 16. Januar 1937 angenom⸗ men werden, da am Montag, 18. Januar, ſchon die neuen Lehrgänge und Arbeitsgemeinſchaften beginnen. Vor der Anmeldung zu einem Lehrgang oder zu einer Arbeitsgemeinſchaft iſt dringend zu empfehlen, auch den Arbeitsplan für 10 Pf. zu erwerben. Die einzelnen Lehrgänge und Ar⸗ beitsgemeinſchaften ſind organiſch zuſammenge⸗ ſtellt, d.., die niederſte Wiſſensſtufe, alſo An⸗ fängerkurſe ſind immer zuerſt aufgeführt und es folgen dann die ſich automatiſch anſchließen⸗ den höheren Stufen. Jeder Arbeitskamerad lann daher auf Grund des Arbeitsplanes ſelbſt feſtſtellen, in welchen Lehrgang er auf Grund ſeiner bisherigen Ausbildung hineinpaßt. Trotzdem iſt es notwendig, daß, ſoweit irgend⸗ eine Unklarheit beſteht, die Beratungs⸗ ſtelle für Berufsausbildung vor An⸗ meldung aufgeſucht wird. Es iſt vielfach nochun⸗ aeee e eedeierner, Schutz der Pflegekinder Die Anterbringung jüdiſcher Miſchlinge Durch das Reichsbürgergeſetz und das Geſetz zum Schutze des deutſchen Blutes und der deut⸗ ſchen Ehre hat auch der Pflegekinderſchutz, für den früher allein die Beſtimmungen des Reichs⸗ jugendwohlfahrtsgeſetzes maßgebend waren, eine bedeutungsvolle Erweiterung erfahren. Von dieſer Tatſache ausgehend, wird in einem Runderlaß des Reichsſtatthalters in Thüringen über den Pflegekinderſchutz feſtge⸗ ſtellt, daß die Pflegekinderunterbringung zu⸗ vörderſt nach den Begriffen des Reichsbürgergeſetzes gehandhabt wer⸗ den ſoll. Es würde zum Beiſpiel ganz und gar nicht mit den Blutſchutzbeſtimmungen in Ein⸗ klang zu bringen ſein, wenn man zulaſſen wollte, daß jüdiſche Pflegekinder bei deutſch⸗ blütigen Pflegeeltern oder umgekehrt Aufnahme finden. In dem Runderlaß wird darauf hinge⸗ wieſen, daß grundſätzlich deutſchblü⸗ tige Pflegekinder bei deutſchblü⸗ tigen Pflegeeltern unterzubrin⸗ gen ſind. Jüdiſche Miſchlinge zweiten Grades, alſo Kinder mit einem jüdiſchen Großelternteil, können ebenfalls noch bei deutſchblütigen Pfle⸗ geeltern aufgenommen werden, weil dieſe Miſch⸗ linge infolge ihres geringen jüdiſchen Blut⸗ anteils recht bald in der deutſchen Volksgemein⸗ ſchaft aufgehen und daher eine entſprechende Erziehung frühzeitig erhalten ſollen. Allerdings muß hierbei vorausgeſetzt werden, daß ſeitens jüdiſcher Verwandten eine Beeinfluſſung verhindert wird. Dagegen erfahren die jüdiſchen Miſchlinge erſten Grades, alſo Kinder mit zwei jüdiſchen Großelternteilen, eine andere Behandlung, weil hier der jüdiſche Blutsanteil erheblich ſtärker iſt. Im allgemeinen ſind dieſe Miſchlinge in Miſchlingsfamilien gleichen Grades oder in jü⸗ diſchen Familien unterzubringen. Die Jugendämter haben mit größter Be⸗ ſchleunigung ſämtliche Pflegeverhältniſſe ihres Kreiſes nachzuprüfen und dort, wo es nach den eingangs genannten Geſetzen notwendig iſt, die Pflegeerlaubnis zu widerrufen und für an⸗ derweitige Unterbringung der Kin⸗ der zu ſorgen. Sollten für jüdiſche Pflegekinder oder jüdiſche Miſchlinge erſten Grades keine entſprechenden Pflegeeltern zu ermitteln ſein, ſo ſind ſie in Waiſenhäuſern oder Kinderheimen jüdiſchen Bekenntniſſes unterzubringen. Raſſenkunde. Wir machen auf den Beginn der Arbeitsgemeinſchaft über Raſſenkunde der Volksbildungsſtätte unter Leitung von Prof. Dr. Scheifele am Freitag, 15. Januar, 20.15 Uhr, im Phyſikſaal der Eliſabethſchule aufmerkſam. Alles Nähere in der Paroleaus⸗ gabe von Kdß. bekannt, daß die Beratung über Berufsausbil⸗ dung in der Geſchäftsſtelle der Arbeitsſchule vollkommen koſtenlos geſchieht. Die Anmeldungen müſſen in jedem Fall ſchriftlich abgegeben werden unter ge⸗ nauer Bezeichnung der belegten Fachgebiete. Vielfach herrſchen noch Unklarheiten über die Teilnehmerbedingungen. Grundſätzlich kann je⸗ der Volksgenoſſe, ſoweit er ariſcher Abſtam⸗ mung iſt, an dieſen Schulungsveranſtaltungen teilnehmen, alſo insbeſondere die Mitglie⸗ der der Beamtenverbände, Mitglie⸗ der der. Reichskulturkammer uſw. Ebenſo können jugendliche Angehörige von DAF⸗Mitgliedern ohne beſonderen Aufſchlag teilnehmen. Volksgenoſſen, die nicht Mitglied der DAß ſind und auch keiner der DAß kor⸗ porativ angeſchloſſenen Organiſationen angehö⸗ ren, zahlen einen Aufſchlag von 50 Prozent auf die normale Teilnehmergebühr. Lehrlinge und Schüler bekommen auf die feſtgelegten Teilnehmergebühren auf ſchriftlichen Antrag eine Ermäßigung von 25 Prozent. Er⸗ werbsloſe zahlen für jeden Lehrgang eine An⸗ erkennungsgebühr von 1 RM. Die Antragsformulare ſind in C1, 10, Zim⸗ mer 10, abzufordern. Grundſätzlich iſt die Teil⸗ nehmergebühr ſpäteſtens am erſten Arbeits⸗ abend zu bezahlen. In beſonderen Fällen kann auf Antrag Ratenzahlung gewährt werden. Die Teilnehmer bekommen für die bezahlte Gebühr eine Hörerkarte, in der entſprechende Marken als Quittung eingeklebt werden, und nur wer im Beſitze einer ſolchen Hörerkarte iſt, kann am Unterricht teilnehmen. Wer ſich jedoch einmal zum Mitmachen ent⸗ ſchloſſen hat, muß ſich darüber klar ſein, daß er der DAß gegenüber eine Verpflichtung übernimmt. In der Arbeitsſchule wird ernſt⸗ haft gearbeitet. Es geht daher nicht, daß einer zur erſten Stunde erſcheint und dann erſt wie⸗ der zur letzten des Semeſters, um ſich ſein „Zeugnis“ geben zu laſſen. Die Schulordnung hat auch hier vorgeſorgt, ſie beſtimmt, daß un⸗ verzüglich entlaſſen wird, wer dreimal unent⸗ ſchuldigt fehlt. Im Verhinderungsfall hat ſich der Teilnehmer rechtzeitig zu entſchuldigen. Iſt der Kurs vorbei, erhält jeder, der regelmäßig gekommen iſt, auf ſeinen Wunſch eine Beſchei⸗ nigung über den Beſuch des Lehrganges, die ihm draußen im Beruf jederzeit von großem Wert ſein kann und auf Antrag ins Arbeits⸗ buch eingetragen werden kann. Bis zum Ablauf der Anmeldefriſt iſt die Ge⸗ ſchäftsſtelle und die Beratungsſtelle der Arbeits⸗ ſchule C1, 10 durchgehend von—19 Uhr ge⸗ öffnet, ſo daß allen berufstätigen Volksgenoſſen die Möglichkeit gegeben iſt, perſönlich auf der Geſchäftsſtelle vorzuſprechen. Zu vermieten Luisenring Mr. 4 geräumige, ſonnige -Fimmer-Wohnung mit Bad u. ſonſtig. Zubehör ſofort oder per 1. April 37 zu vermiet. Näh. partr. (39 095 V) EkKlale mit 3 gr. Schaufenſtern und evtl. 3⸗Zimmer⸗Wohnung in Verkehrsſtr., Nähe Marktplatz, a früher zu vermieten. auf 1. 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Eine Zeitlang können ſie ſich unbehelligt ihres Auftrages entledigen.——— Plötzlich ſchrillt irgendwoher ein ſcharfer Pfiff, gleich⸗ ſam als Echo erſcheinen ſwie auf Verabredung unvermittelt Köpfe in den Fenſtern, die Straße, bis jetzt nahezu menſchenleer, belebt ſich überraſchend— die Flugblattverteiler werden Gegenſtand der Aufmertſamtkeit, ihre Verfol⸗ gung wird aufgenommen. Sie müſſen der Uebermacht weichen. Auf dem ſchnellſten Weg ſuchen ſie durch enge Seitenſtraßen einen Ausgang in einen belebteren Stadtteil, um dort irgendwo unterzutauchen. In einer Keller⸗ wohnung treffen ſie unbehelligt ein, zum Glück vollzählig. Hier, wo ſie bisher noch unent⸗ deckt vor dem roten Geſindel blieben, kom⸗ men ſie regelmäßig zuſammen. Eine kleine Hakenkreuzfahne, einige aus Zeitungen ſtammende Bilder, ein roh gezimmerter Tiſch mit Kiſten als Stühle, bilden die ganze Ein⸗ richtung eines Kameradſchaftsheimes der Hitlerjugend in einem der roteſten Viertel der Stadt. Mit Stolz aber nennt es jeder von ihnen„unſer Heim'“. Das waren die erſten Heime der Hitler⸗ jugend. Von dieſen Kellerlöchern, beſter deut⸗ ſcher Arbeiterjugend die einzige Heimſtätte überhaupt, weil ſie wegen ihrer Ueberzeugung zu Hauſe nicht gelitten, ja bedroht und miß⸗ handelt wurden, ſtrömte der Geiſt der Kame⸗ radſchaft, einer fanatiſchen Gemein⸗ ſchaft hinaus, die bereit war, das Letzte zu geben, um der jungen nationalſozialiſtiſchen Bewegung den Sieg zu erkämpfen und das ganze Volk unter der Fahne der deutſchen Er⸗ hebung zu einen. Die deutſche Revolution wurde gewonnen und mit ihr hat ein neuer Abſchnitt der Ge⸗ ſchichte ſeinen Anfang genommen. Der Jugend Adolf Hitlers wurden damit gleichzeitig neue Aufgaben geſtellt. Auf Grund unſerer ſtaatlichen Anerkennung haben wir uns das Mitbeſtim⸗ mungsrecht an der Erziehung der geſamten deutſchen Jugend erwirkt. Um den hieraus er⸗ wachſenden Anforderungen gerecht zu werden, iſt es unerläßlich, daß uns zur Erfüllung unſe⸗ rer Verpflichtungen die entſprechenden Mög⸗ lichkeiten an die Hand gegeben werden. Neue Gemeinſchaftsräume In den vergangenen Jahrzehnten gingen die Gemeinden daran, Bauten zu errichten, um ihren Bürgern Gelegenheit zu gemeinſamen Zuſammenkünften bei irgendwelchen Anläſſen zu geben. Die Zweckmäßigteit oder der Erfolg — vom Blickpunkt einer gemeinſchaftsbilden⸗ den Idee oder Ausrichtung geſehen— möge da⸗ hingeſtellt bleiben. Mit anderen Worten: Dieſe an ſich erfreulichen und anerkennenswerten An⸗ fänge eines Gemeinſchaftsdenkens waren Schöp⸗ fungen ihrer Zeit; ſie konnten nicht zu einem über dem ſtandes⸗ und klaſſenbefangenen Ge⸗ ſichtswinkel ſtehenden, bindenden Element wer⸗ den, weil die politiſchen Vorausſetzungen fehlten. In der im Nationalſozialismus geeinten Zum lahrestag des Wahlsieges der MsDAp in Lippe deutſchen Jugend wurden dieſe Bedingungen Wirklichteit. Daher wird ſie auch äußerlich die⸗ ſem Gedanken der Gemeinſchaft Geltung und Ausdruck verſchaffen, wenn ſie in der kommen⸗ den Zeit in jedem Dorf, in jeder Stadt ihre neuen Gemeinſchaftsräume errichten will. Dieſe neuen Heime der Hitlerjugend ſollen in ihrem Stil unſerer Haltung entſprechen und der Landſchaft, in der ſie entſtehen, angepaßt ſein. Wohl wird der Geiſt der Kampfzeit in den neuen Heimen der HJ unverfälſcht weiter⸗ leben, wohl werden wir nie vergeſſen, daß unſere Bewegung aus den alten Sturmlokalen der SA, den erſten, beſcheidenen HI⸗Heimen hervorge⸗ gangen und groß geworden iſt. Erziehungsſtätten der Jugend Wir müſſen aber auch gleichzeitig die Mög⸗ lichkeit haben, unſer großes Erziehungswerk weiterzuführen und zu vollenden. Was wir heute erreicht haben, iſt die Frucht jahrelangen Ringens— das deutſche Volk iſt eines Wil⸗ lens, eine Nation des inneren Friedens, der Ordnung, der Sauberkeit, der Diſziplin, der anſtändigen Geſinnung geworden. Sollen dieſe tragenden Pfeiler des National⸗ ſozialismus von Beſtand ſein, muß die Aus⸗ richtung der Jugend auf dieſer Grundlage voll⸗ zogen werden. Dazu aber ſind Heime erforder⸗ lich, die ſchon rein äußerlich dieſen Notwendig⸗ keiten Rechnung tragen und würdige Er⸗ zrehungsſtättennationalſozialiſti⸗ ſcher Jugend darſtellen. So wie die Monumentalbauten des Dritten Reiches als ſtolze Zeugen eines großen Volkes erſtanden ſind, ſo ſollen die Heime der Hitler⸗ iugend— in ihrem Rahmen— als unver⸗ gängliche Denkmale einer großen Zeit kommenden Geſchlechtern überliefert wer⸗ den. Josef Benghauser. Dureh Landdienst Zzur Heimstättensiedlung Von Otto Weizel, M. d.., Abteilungsleiter im Reichsheimstättenamt Im Rahmen der Werbewoche des Land⸗ dienſtes der HJ und im Hinblick auf das Abkommen mit dem Reichsheimſtätten⸗ amt vom Dezember 1936, das bewährten Land⸗ dienſtlern günſtige Siedlungsmöglichkeiten gün⸗ ſtige Siedlungsmöglichkeiten zuſichert, iſt der nachſtehende Aufſatz des Abteilungsleiters im Reichsheimſtättenamt, Pg. Otto Wetzel, MdR., von Intereſſe. Die deutſche Fugend iſt zu neuen Zielen auf⸗ gebrochen. Ihr ſchwebt ein kämpferiſches Le⸗ bensideal vor Augen. Nicht Wohlergehen im Sinne eines bürgerlichen Ideals, ſondern Ver⸗ pflichtung gegenüber der Gemeinſchaft iſt die höchſte Vollendung ihres Strebens. Wahrhafte Haltung in allen Dingen, das iſt ihr innerſtes Lebensgeſetz. Aus dieſer neuen Haltung her⸗ aus geſtaltet ſie auch ihr perſönliches Leben. Schon in jungen Jahren unterwirft ſie ſich der harten Schule der Selbſtdiſziplin, lernt den Verzicht auf ſpießerhafte Behaglichkeit und will Härten auf ſich nehmen, wo eine frühere Ju⸗ gend nur das Idyll geſehen hat, will Pflichten ſehen, wo die anderen nur Nutznießung oder Vorrechte geſehen haben. Dieſe Jugend wendet ſich ab von dem eitlen Tand der Städte, ſie hat den Marſch in die Heimat angetreten. Boden und Scholle ſind ihr mehr als der romantiſche Begriff Heimat⸗ boden, ſie bedeuten ihnen feſten Grund und wehrhaftes Blut. Mit beiden Bei⸗ nen will die Jugend wieder feſt auf der deut⸗ ſchen Ende ſtehen und aus eigenen Geſetzen heraus ihr Leben formen. Dabei ſind ihr Ma⸗ ſchine und Technik keine fremden Begriffe. Freudig bejaht ſie die durch die Technik ge⸗ bändigten Naturgewalten und ſetzt ſie ein für den Aufbau der Nation. Maſchinen und Tech⸗ nik werden nur zu verderblichen Gewalten, wenn ſie den Menſchen loslöſen aus der Ver⸗ bundenheit von Heimat und Scholle. Der junge deutſche Menſch nutzt die Jahre ſeiner Jugend, um zu den Quellen des Volks⸗ tums, zu den Kräften der Natur zurückzufin⸗ den. Er wandert durch die Heimat, er arbeitet im Landdienſt und geſtaltet ſich ſo ein Bild der ewigen deutſchen Heimat in ſeinem Herzen. Soll dies alles wieder verlorengehen, wenn der deutſche Arbeiter beginnt, ſeine Familie zu gründen und ſeine endgültige Lebensform zu ſchaffen? Soll dieſes ſchöne Bild der Heimat und der Scholle in ſeinem Herzen wieder ver⸗ blaſſen? Gibt es nirgends eine Fortſetzung jenes kämpferiſchen Einſatzes, den er in ſeiner Jugend gelernt hat? Der Weg iſt vor⸗ gezeichnet! Er heißt: Siedeln! Nur wenigen Taufenden wird es vergönnt ſein, Herr eines neuen Bauernhofes zu wer⸗ den. Das Schickſal des deutſchen Raumes laſtet auf uns allen! Müſſen wir aber alle Bauern werden, um zur Heimat zurückzufinden? Es aibt für das junge Deutſchland auch einen an⸗ deren Weg. Die deutſche Heimſtät⸗ tenſiedlung wird für Millionen von arbeitenden deutſchen Menſchen Heimſtätten auf deutſchem Boden ſchaffen. Die Heimſtätten⸗ ſiedlung iſt der wahrhafte Ausdruck für die Verbindung von Millionen Schaffender mit dem deutſchen Boden und der Sicherung des ſozialen Daſeins. Die deutſche Jugend, die aus der Schule des Landdienſtes kommt, wird hinausge⸗ führt werden in die lichte Gemeinſchaft der deutſchen Siedlungen. Das Land draußen gibt dem Menſchen die Gelegenheit, durch kämpferi⸗ ſchen Einſatz ſeine Liebe zur Heimat und zur Scholle zu zeigen und in Fürſorge für die Er⸗ nährung ſeiner Familie zu arbeiten. Hier wird der Menſch ſich ein Eigentum ſchaffen können, das er einſtmals als Erbe hinterkaſ⸗ ſen kann. Die deutſche Jugend ſoll wiſſen, daß im Dritten Reich einmal nach dem Wort des Führers jeder ſein eigenes Stück Land und ein eigenes Dach über dem Kopf haben werde. Die deutſche Fugend bereitet ſich innerlich auf dieſen Weg vor. Im Landdienſt der Hitler⸗ Jugend hat ſie die beſte und ſchönſte Gelegen⸗ heit dazu, und das Reich wird ihr Mittel und Wege zeigen, wie ſie ihre Ideale auch im ſpäte⸗ ren Leben verwirklichen und erhalten kann. Wer besitzt altes Kampfschrifttum? Das Hauptarchiv der NSDApP ruft ganz Deutſchland auf, mitzuhelfen an der Samm⸗ lung der Geſchichte unſerer natio⸗ nalſozialiſtiſchen Bewegung. Geſucht werden Aktenmaterial, Bilder, Druck⸗ ſachen, Zeitungen und Zeitſchriften aus der Kampfzeit, von der SA, SS, HJ und den ſon⸗ ſtigen Gliederungen der NSDAp,, ſowie das Material unſerer Gegner. Mit dieſem Aufruf werden beſonders geſucht: „Völkiſcher Beobachter“, Bayern bis 1930 und Reichsausgabe bis 1933,„Nationalſozialiſtiſche Monatshefte“,„Der Nationalſozialiſt“, Mün⸗ chen, von 1921 ab.„Völkiſcher Kurier“ von 1924 ab.„NS⸗Briefe“, Kampfverlag Berlin,„Der Angriff“, Berlin,„Der Stürmer“, Nürnberg, „Der Reichswart“ von Graf Reventlow,„Deut⸗ ſche Wochenſchau“ von Gottfried Feder,„Wirt⸗ ſchaftlicher Beobachter“ von Fritz Reinhardt. Einſendungen ſind zu richten an das Haupt⸗ archiv der NSDApP, München, Barerſtraße 15. Die Grenzgaue werden besucht/ Sechs große Flüge im lahre 1937 Die neuen pläne der Schule (Von unſerer Berliner Schriftleitung) Der Gau Berlin der NSDaApP hat im ver⸗ gangenen Jahre als erſter Gau zunächſt ver⸗ ſuchsweiſe eine„Fliegende Gauſchule“ ins Le⸗ ben geruſen. Ein Mitglied unſerer Berliner Schriftleitung beſuchte den Leiter der Haupt⸗ ſtelle„Fliegende Gauſchule“ im Gau Berlin, Pg. Boche, und ließ ſich etwas über die dies⸗ jährigen Pläne dieſer Gauſchule berichten. Nicht reines Wiſſen, ſondern Erlebnis Ausgehend von der Erkenntnis, daß es für einen Nationalſozialiſten an erſter Stelle nicht Gauleiter Pg. Rust spricht in einer Wahlversammlung in Horn(Lippe). Auch diesmal, am 4. Jahrestag des ent⸗ scheidenden Wahleriolges der nationalsozialistischen Bewesuns, der am 16. und 17. Januar mit Erinnerungsfeiern bsgangen wird, ergreiit der Reichsminister das Wort Heinrich Hoffmann(M) ausſchlaggebend auf die Aufnahme reinen Wiſ⸗ ſens, ſondern auf das große Erlebnis Deutſchlands in ſeinen Menſchen, deren Sitten und Gebräuchen, ſeinen Städten und Dörfern, ſeiner Landſchaft, kurz in ſeinen ge⸗ ſamten kulturellen wirtſchaftlichen und techni⸗ ſchen Leiſtungen ankommt, faßte das Gauſchu⸗ lungsamt Berlin im vergangenen Jahre den Entſchluß, eine beſondere Art von Gauſchule ins Leben zu rufen. Die Teilnehmer ſollten während der Dauer eines Kurſes nicht von früh bis ſpät bei Schulungsvorträgen verſammelt, ſondern zuſammen hinausgeführt werden in die deutſchen Gaue, um auf dieſe Weiſe die deut⸗ ſche Wirtſchaft, Technik und Kultur durch leben⸗ digſten Anſchauungsunterricht kennen zu lernen. So wurde als erſte Schule dieſer Art die „Fliegende Gauſchule“ geſchaffen. Drei große Reiſeomnibüſſe mit einer„Flie⸗ genden Redaktion“ an Bord— das war das äußere Rüſtzeug dieſer neuen Einrichtung. Zwei Verſuchsfahrten wurden zunächſt unternommen. Jedesmal wurden 100 Parteigenoſſen in die Omnibuſſe verſtaut und dann begann die große Fahrt auf zwei Wochen. Ziel war und wird auch in Zukunft das Grenz⸗ land ſein. Gerade dieſes in ſeiner Kampf⸗ ſtellung iſt, wie kein anderes, geeignet, die ſtärk⸗ ſten Eindrücke und Ergebniſſe zu vermitteln. Im Grenzland wird wie nirgends ſonſt der Kampf um die Heimatſcholle deutlich, dort ſteht tatſächlich jeder Volksgenoſſe in vorderſter Linie. Was der einzelne dort erlebt hat, wird bei ihm lebendig bleiben und er wird es den anderen, die nicht mitfahren konnten, vermit⸗ teln können. Nach Oſtpreußen, Danzig und Schleſien führten die erſten beiden„Flüge“. Das Ergebnis war mehr als befriedigend und recht⸗ fertigte damit die endgültige Einführung dieſer neuen Gauſchulart. Ein großes Programm In dieſem Jahre wird auf Grund der bisher gewonnenen Erfahrungen die„Fliegende Gau⸗ ſchule“ der Reichshauptſtadt mit einem großen Programm ſtarten. Nicht weniger als ſechs Fahrtenſind für das Jahr 1937vor⸗ geſehen. Der erſte Lehrgang wird vom 5. März bis 11. April durch das rheiniſch⸗weſtfä⸗ liſche Induſtriegebiet und zur deutſch⸗belgiſchen Grenze führen. Der zweite Lehrgang führt vom 15. bis 29. Mai nach Oſtpreußen und Danzig, und der dritte Lehrgang wie bereits im Vor⸗ jahre vom 12. bis 27. Mai nach Schleſien. Ein vierter Lehrgang wird in der Zeit vom 11. bis 24. Juli Oſtfriesland, Schleswig⸗Holſtein und die Hanſaſtädte ſtreifen. Nach einem vom 7. bis 22. Auguſt ſtattfindenden„Flug“ nach der Bayeriſchen Oſtmark wird ſchließlich vom 2. bis 17. Oktober das Saargebiet aufgeſucht werden. Auch in dieſem Jahre werden die„Flüge“ wieder mit den drei Omnibuſſen angetre⸗ ten werden, da dieſe es ermöglichen, unabhän⸗ gig vom Schienenſtrang, auch die entlegenſten und lehrreichſten Gegenden aufzuſuchen. Das genaue Programm der einzelnen Fahrten wird vorher bis ins Einzelne in Zuſammenarbeit mit den Parteiſtellen des betreffenden Gaues ausgearbeitet. Man iſt bei der Aufſtellung vor allem darum bemüht, dem einzelnen Teilneh⸗ mer ein möglichſt lebendiges und vielgeſtaltiges Bild von dem geſamten Leben des Grenzgaues zu vermitteln. Die landſchaftlich hervorragend⸗ ſten Punkte werden beſucht, durch kulturell wert⸗ volle Städte und Bauten finden beſondere Füh⸗ rungen ſtatt und führende Männer aus Partei, Staat und Wirtſchaft werden über charakteri⸗ ſtiſche Einzelheiten und Beſonderheiten, ſei es über eine Stadtverwaltung oder einen beſtimm⸗ ten für die Stadt oder das Land bedeutungs⸗ vollen Induſtriezweig ſprechen. Um den Lehrgangsteilnehmern ergänzend die Möglichkeit zu geben, ſich auch ſelbſt mit dem Land und ſeinen Einwohnern bekannt zu machen, werden die Teilnehmer während der Fahrt zum größten Teil nicht gemeinſchaftlich, ſondern bei Volksgenoſſen und Parteigenoſſen wohnen. Es gehört mit zum Dienſt der Fahrt, daß ſich die Teilnehmer an jedem Abend mit ihren Gaſtgebern zuſammenſetzen und aus ihrem Munde ſich etwas über das Land erzäh⸗ len laſſen. Der Lehrgang der„Fliegenden Gauſchule“ wird ſich aus politiſchen Lei⸗ tern und Männern aus allen Glie⸗ derungen der Bewegung zuſammenſet⸗ zen. Vor Antritt der Fahrt wird jedem von ihnen ein Fahrtenbuch ausgehändigt, in das ſie die Erlebniſſe und Eindrücke der Tage einzu⸗ tragen haben. Nach Beendigung der ganzen Fahrt muß außerdem noch ein zuſammenfaſſen⸗ der Generalbericht angefertiot werden. Mannhe Wir wir Schulungsfe gen mit der mer(Bünd furt a..) und Chriſtia aller Stille ren bisher leiter Neube neuerlich at ſyſtematiſch wagen vert: nenſtrecke“ 1 den gefahret den. Am D auf die 10 5 um ſie auch wöhnen. 3 auch gegen D0 Herz(Lam Für das nun auch d ſammengeſt den Solokle beiden Seit Kategorien, Deutſchen konnten. J gewohnte inkler DRW⸗Farb es Oskar e ausſchließli ner Kurt Bodmer hen der Pr Herz(La rennen wi— die beiden und Hans Letzterer iſt er ſich im zog, wiede Die Aut Rennen zu— und am Be Ausland b Ritter.9 Nachdem die Führun DRss über nächſt einn Verhältniſſ mung mit linien feſte ſport künft In einer „Ich habe laufenden iſt es m jetzt grund Meine erſ der vorlie deutſchen? Jahr an und Vier 31. Januc 10. und 1 gen werde auf deutſe bekannten für ſorger Blut zuge Wettkampf ein Bob⸗K wobei ich SA, SS, ſter Har Schlitten wuchs zun daß mich mir den 2 tigen Weg Weiter er von der Geſchicklick Haltung. muß und den Schli deutſche S bensführu kennung Beſondere nieren, di geſtellt ha mann Za den den Erfahrun Der ne hat die 3 weiß, daß dieſer A von Hal Bobſport, gliedern bundes ft vorankom aber wirt Kraft gen zu meiſte ten, daß macht wi wieder 1 deutſche und auch ſtehen. v. Gottfri werden i geſehen, führen. Montag, halle un — anuar 1937 wieder ver⸗ Fortſetzung er in ſeiner iſt vor⸗ eln! es vergönnt es zu wer⸗ aumes laſtet alle Bauern inden? Es ch einen an⸗ deimſtät⸗ lionen von Heimſtätten Heimſtätten⸗ uck für die ffender mit cherung des 'r Schule d hinausge⸗ inſchaft der ſraußen gibt ch kämpferi⸗ tat und zur für die Er⸗ eiten. Hier im ſchaffen e hinterkaſ⸗ wiſſen, daß Wort des ind und ein werde. nnerlich auf der Hitler⸗ ſte Gelegen⸗ Mittel und ch im ſpäte⸗ n kann. ifttum? ruft ganz r Samm⸗ ronatio⸗ ng. lder, Druck⸗ n aus der ud den ſon⸗ ſowie das ers geſucht: s 1930 und ozialiſtiſche if 5 Mün⸗ “ von 1924 erlin,„Der Nürnberg, ow,„Deut⸗ der,„Wirt⸗ Reinhardt. das Haupt⸗ erſtraße 15. id Danzig, im Vor⸗ eſien. Ein om 11. bis ſtein und vom 7. bis nach der vom 2. bis ht werden. e„Flüge“ n angetre⸗ unabhän⸗ ntlegenſten hen. Das yrten wird imenarbeit ſen Gaues ellung vor Teilneh⸗ geſtaltiges ſrenzgaues horragend⸗ urell wert⸗ dere Füh⸗ us Partei, charakteri⸗ en, ſei es beſtimm⸗ deutungs⸗ inzend die mit dem kannt zu hrend der nſchaftlich, eigenoſſen der Fahrt, lbend mit und aus nd erzäh⸗ liegenden en Lei⸗ n Glie⸗ mmenſet⸗ dem von „ in das ige einzu⸗ r ganzen ienfaſſen⸗ Iport und Ipiel 15. Januar 1937 Nannheim Mercedes ſchult in Mondo Wir wir aus Monza erfahren, haben die Schulungsfahrten der Mercedes⸗Benz⸗Rennwa⸗ gen mit den Nachwuchsfahrern Walter Bäu⸗ mer(Bünde i..), Heinz Brenzel(Frank⸗ furt a..), Hugo Ha rtmann(Dortmund) und Chriſtian Kautz(Schweiz) am Montag in aller Stille begonnen. Die Verſuchsfahrten wa⸗ ren bisher von beſtem Wetter begünſtigt. Renn⸗ leiter Neubauer geht bei der Schulung der ihm neuerlich anvertrauten Nachwuchsfahrer ganz ſyſtematiſch vor, um ſie reſtlos mit den Renn⸗ wagen vertraut zu machen. Auf der„Schika⸗ nenſtrecke“ wurden bisher nur langſame Run⸗ den gefahren, ohne daß Zeiten genommen wur⸗ den. Am Donnerstag wurden die Fahrer aber auf die 10 Kilometer lange Rennſtrecke geſchickt, um ſie auch an die„ſchnellen“ Kurven zu ge⸗ wöhnen. In den nächſten Tagen wird dann auch gegen die Uhr gefahren. die neue dawW⸗Mannſchaft Herz(Lampertheim) Auto⸗Union⸗Fabrikfahrer Für das Jahr 1937 hat die Auto⸗Union AG. nun auch die DaW otorrad⸗Mannſchaft zu⸗ ſammengeſtellt. Die Auto⸗Union tritt wieder in den Soloklaſſen 250 und 500 cem ſowie in den beiden Seitenwagenklaſſen an, alſo in den vier Kategorien, in denen ihre Fahrer 1936 die Deutſchen Motorrad⸗Meiſterſchaften erringen konnten. In der 0⸗cem⸗Klaſſe wird das ſieg⸗ „Kleeblatt“ Arthur Geiß, Hans in'kler“ und Ewald Kluge wieder die DaW⸗Farben vertreten. In der 500er⸗Klaſſe 5 es Oskar Steinbach(Mannheim), der 193 ausſchließlich für Auto⸗Union fahren wird, fer⸗ ner Kurt Mansfeld(Breslau) und Karl Bodmer(Ebingen) ſowie der aus den Rei⸗ hen der Privatfahrer neu verpflichtete Wilhelm Herz(Lampertheim). In den Seitenwagen⸗ rennen wird' ſich die Auto⸗Union wieder auf die beiden Meiſter Karl Braun(Karlsruhe) und Hans Kahrmann(Fulda) ſtützen. Letzterer iſt von ſeinen Sturzverletzungen, die er ſich im Training zum Feldbergrennen zu⸗ zog, wieder vollkommen hergeſtellt. Die Auto⸗Union wird außer den deutſchen Rennen zur Motorrad⸗Meiſterſchaft auf Straße und am Berg 1937 eine Reihe von Rennen im Ausland beſtreiten. Ritter v. Halt ber ſeine vobjportlichen ziele Nachdem Dr. Ritter von Halt im November die Führung des Deutſchen Bob⸗Verbandes im DRe übernommen hatte, galt ſeine Arbeit zu⸗ nächſt einmal der Prüfung dexr vorliegenden Verhältniſſe. Nunmehr hat er in Uebereinſtim⸗ mung mit dem Reichsſportführer die Grund⸗ linien feſtgelegt, nach denen der deutſche Bob⸗ ſport künftig ausgerichtet wird, In einer Unterredung erklärte Dr. von Halt: „Ich habe mein neues Amt erſt während der laufenden Wettkampfzeit übernommen. Daher iſt es mir nicht möglich geweſen, ſchon jetzt grundlegende Umſtellungen vorzunehmen. Meine erſte Pflicht iſt es, die Wahrnehmung der vorliegenden Termine zu überwachen. Die deutſchen Bobfahrer werden ſich auch in dieſem Jahr an den Weltmeiſterſchaften im Zweier⸗ und Viererbob beteiligen, die am 30, und 31. Januar in Cortina'Ampezzo und am 10. und 11. Februar in St. Moritz ausgetra⸗ gen werden. Es iſt eine bekannte Tatſache, daß auf deutſchen Bobs immer wieder die alten, bekannten Namen auftauchen. Ich will nun da⸗ für ſorgen, daß dieſem Sport einmal neues Blut zugeführt wird. Gleich nach Abſchluß der Wettkampfzeit wird in Schierke oder Oberhof ein Bob⸗Kurſus für junge Fahrer durchgeführt, wobei ich beſonders auf Unterſtützung durch SA, SS, Hg und NSän rechne. Der Altmei⸗ ſter Hauptmann Zahn hat ſchon 10 Schlitten zur Verfügung geſtellt, die dem Nach⸗ wuchs zum Training dienen ſollen. Ich hoffe, daß mich die Jugend nicht im Stich läßt und mir den Beweis erbringt, daß ich auf dem rich⸗ tigen Wege bin.“ Weiter führte Dr. Ritter von Halt aus, daß er von den jungen Fahrern nicht nur Mut und Geſchicklichkeit verlangt, ſondern auch ſportliche Haltung. Das Vorurteil gegen den Bobſport muß und wird verſchwinden, wenn Jugend auf den Schlitten ſitzt, die ſich ihrer Pflicht als deutſche Sportler bewußt iſt. Haltung und Le⸗ bensführung müſſen dem Bobſport die Aner⸗ kennung erringen, die jeder Sport verdient. Beſonderer Dank aber gehört den alten Pio⸗ nieren, die ſich mir hilfsbereit zur Verfügung geſtellt haben. Bewährte Männer wie Haupt⸗ mann Zahn, Grau, Endres und Kilian wer⸗ den den Nachwuchs unterſtützen und ihm ihre Erfahrungen und Kenntniſſe vermitteln. Der neue Führer des deutſchen Bobſports hat die Zügel in die Hand genommen und man weiß, daß er ſeine ganze Kraft in den Dienſt dieſer Aufgaben ſtellt. Auf den von Dr. von Halt aufgezeichneten Wegen wird der Bobſport, der mit 13 Vereinen und 400 Mit⸗ gliedern in der Sportgemeinſchaft des Reichs⸗ bundes für Leibesübungen vertreten iſt, bald vorankommen. Der erſte Nachwuchslehrgang aber wird zeigen, daß unſere Jungen Mut und Kraft genug haben, den Bob in raſender Fahrt zu meiſtern. So werden ſie ihren Dank abſtat⸗ ten, daß ihnen der Weg zum Bobſport freige⸗ macht wurde und wenn im nächſten Winter wieder die Startflagge ruft, werden junge deutſche Mannſchaften bereit ſein zu kämpfen ſieh auch in dieſem Sportzweig ihren Mann tehen. v. Cramm und Henkel in Bremen Gottfried von Cramm und Henner Henkel werden ihr Hallentraining nicht, wie zuerſt vor⸗ geſehen, in Berlin, ſondern in Bremen durch⸗ führen. Montag, 18. Januar, ſinde unter Leitung von finden. Die erſten Uebungsſpiele ſollen am in der Bremer Tennis⸗ Hans Nüßlein ſtatt⸗ Rach drelmaliger Verlängerung verioren MScn Darmſtadt gewinnt vor Waldhof das Hallen⸗Handballturnier Merck Darmſtadt:2(:2,:0) n.., MSV In der Damſtadter„Feſthalle“ wurde am Mittwochabend ein Hallen⸗Handballturnier ver⸗ anſtaltet, das mit rund 2000 Zuſchauern einen guten Beſuch aufzuweiſen hatte. as Turnier endete mit einem etwas glücklichen Sieg des MSn Darmſtadt, der im Schlußſpiel den Badiſchen Meiſter SV Waldhof nach drei⸗ maliger Verlängerung mit:5(313, 02) be⸗ ſiegte. Hie Spiele waren ſchon in den Vorrunden harten umſtritten. Selbſt die beiden Endſpiel⸗ teilnehmer kamen hier nur zu knappen Sie⸗ gen. Die Darmſtadter„Soldaten“ ſchalteten zunächſt den TSV Braunshardt mit:2(:2) aus und in der Zwiſchenrunde mußte Germania Pfungſtadt mit:3(.3,:1) nach Verlänge⸗ rung dran glauben. TV Arheilgen und Vikto⸗ ria Griesheim unterlagen gegen Waldhof.13 (2·1) bzw.:5(:). Im Endſpiel gingen die Mannheimer durch zwei Tore von Zimmer⸗ mann ſchnell in 2: pünrgug Nach dem Wech⸗ ſel zog Darmſtadt durch Luley und Rothermel leich, Zimmerman brachte Waldhof wieder in ront, aber kurz vor Schluß vermochte Som⸗ mer für die Darmſtadter noch einmal gleichzu⸗ ziehen. Entgegen der Regel wurde die Ver⸗ längerung auf zweimal 2½ Minuten feſtgeſetzt. Leonhardt und Daſche brachten Darmſtadt in :3⸗Führung, aber Spengler ſchaffte durch zwei ſchöne Tore für Waldhof wieder den Ausgleich. In der dritten Verlängerung waren die Darm⸗ ſtadter glücklicher, Verteidiger Luley brachte den ſiegbringenden Treffex an. Ein Turnier von Kreisklaſſen⸗Mannſchaften, das Reichsbahn Darmſtadt im Endſpiel mit :2(:1) gegen den TVeErfelden gewann, und ein Frauenſpiel Stadt SV Frankfurt— TS 16 Darmſtadt— TSo Braunshardt:2(:), Viktorig Griesheim— TS6 46 Darmſtadt:3 (:), S Waldhof— TW Arheilgen•2(:). Zwiſchenrunde: MSV Germania Pfungſtadt armſtadt— (43(33, 21)/ n,., So Waldhof— Viktoria Griesheim 53(:). Endſpiel: MSDarmſtadt— SV Wald⸗ of:5(:5,:3,:2) n. V. armſtadt(:2) bildeten Ergebniſſe: Vorrunde: Germania Pfungſtadt— Hockey⸗Punkteſniele in vayern bayeriſchen den Rahmen. Die Die SV Hockey⸗Meiſterſchaftsſ piele zur Ermittlung der Teilnehmer für die ge⸗ plante„Gauliga“ beginnen im Monat März (unabhängig davon wird eine bayriſche Mann⸗ ſchaft für die erſte mittelt oder beſtimmt!). Es wird Deutſche Meiſterſchaft er⸗ in einer Gruppe Südbayern und in einer Gruppe Nord⸗ bayern geſpielt und im caſten Spieljahr bil⸗ den dann ſieben Mannſcha ten, vier ſüdbay⸗ riſche und drei nordbayriſche, die bayriſche Gau⸗ liga. Zur Ermittlung der ſieben Mannſchaften wurde folgende Einteilung getroffen: Süd'bayern: Jahn München, Wacker München, Münchener SC, Tgd. Paſing, MTV 79 München, Rot⸗Weiß München 1860 chen, Eiſenbahn SV München und Reichsbahn Nürnberger ToC, 1. FC SoV Roſenheim. Nordbayern: Mün⸗ Rürnberg, Weiß⸗Blau Aſchaffenburg, Würz⸗ burger Kickers, TG Würzburg, HC Schwein⸗ furt, FC 05 Schweinfurt und vorausſichtlich HG Nürnberg. Welmomferschaten der Lurner in Prog Die Tſchechoſlowaken ſtreben die Verbindung mit der Leichtathletik an ſchaften ſo hohe Anforderungen ſtellen, daß vorausſichtlich einige der ſchwei eriſchen Spit⸗ Der Tſchechoſlowakiſche Sokol⸗Turnverband, der im Jahre 1938 im Auftrag des Internatio⸗ nalen Turn⸗Verbandes die Weltmeiſterſchafts⸗ kämpfe ausrichtet, wird als Veranſtalter auch das Meiſterſchaftsprogramm und die einzelnen Uebungen beſtimmen. Wie man hört, hat der tſchechoſlowakiſche Verband bereits den Pro⸗ grammentwurf fertiggeſtellt und ihn den natio⸗ nalen Verbänden zugehen laſſen. Die Tſchechoſlowaken ſchlagen nun vor, dem Hauptwettbewerb, dem turneriſchen Mehr⸗ kampf, drei leichtathletiſche Uebungen, und zwar einen 100⸗Meter⸗Lauf, Kugelſtoßen und Hochſprung, anzugliedern. Bei den Weltmeiſter⸗ ſchaften in Budapeſt wurde ein ähnlicher Mehr⸗ kampf ausgetragen, aber viele dem Internatio⸗ nalen Turnverband angeſchloſſene Länder wandten ſich doch im Prinzip gegen eine Ver⸗ bindung von Gerätturnen mit Leichtathletik. Auch in Deutſchland dürfte man einer ſol⸗ chen Verbindung nicht ſehr ſympathiſch gegen⸗ überſtehen, da ein„gemiſchter“ Mehrkampf dem reinen Gerätturner nicht gerecht wird. Von Schweizer Seite wird im übrigen noch darauf hingewieſen, daß die vorgeſehenen leichtathleti⸗ ſchen Uebungen für die Prager Weltmeiſter⸗ zenturner hier überhaupt keine würden. Man darf mit Recht geſpannt unkte erzielen ſein, was der Internationale Turnverband zu den tfchechoſlowakiſchen Vorſchlägen zu ſagen hat. deutjche Eisſchleß⸗meiſterſcaften Im Rahmen der deutſchen Kunſtlaufmeiſter⸗ ſchaften am betanntlich auch die Wochenende in Hamburg werden deutſchen Eisſchieß⸗Mei⸗ ſterſchaften durchgeführt. Hierfür ſind, wie jetzt endgültig feſtſteht, nicht weniger als 17 Mann⸗ ſchaften gemeldet worden, und zwar 13 Män⸗ ner- und 4 Frauenmannſchaften. Es ſind dies: Männer: Altonger SV 1893, Hamburger EV 1922, Hamburger SV 1881, Gießener EW, Eis⸗ ſtockklub Mittenwald, Eisſchützen⸗Verein Got⸗ teszell, Eisſport⸗Klub Spiegelau, Eisſtockklub Zwieſel, Eisſtockklub Bad Reichenhall, Eisſtock⸗ klub Partenkirchen, Wu Braunlage, Eisſtockklub Miesbach. Frauen: Altonger SV1893, Tennis⸗Club 1914, Zwieſeler Hamburger EV 1922. Enlfcheidende Trefjen in der Vesickskane werden müſſen. In den beiden anderen Be⸗ gegnungen haben Feudenheim und Neulußheim Der kommende Sonntag bringt wieder ein volles Programm. In der Mannheimer Gruppe treffen ſich: VfTun Feudenh.— Amicitia Viernheim(:3) Olnmpia Neulußheim— 08 Mannheim(:3) Sc Käfertal— Alemannia Ilvesheim(:3) o8 Hockenheim— Phönix Mannheim(:5) Fortuna Heddesh.— Germ. Friedrichsf.(:2) Sehr von Bedeutung iſt der Kampf in Käfer⸗ tal, Sollten die Ilvesheimer auch hier wieder als Sieger hervorgehen, ſo iſt ihnen die Mei⸗ ſterſchaft nicht mehr zu nehmen. Im Falle einer Niederlage iſt ja immer noch ein Vor⸗ ſprung von vier Punkten da, es iſt aber mög⸗ lich, daß dieſer bei den ſchweren Spielen in Friedrichsfeld und auf dem Phönix⸗Platz ver⸗ loren geht. Die Käfertaler ſind ſtark genug, um dem Tabellenführer eine Niederlage zu berei⸗ ten. Wir glauben jedoch an die Ilvesheimer. Phönix Mannheim, der Tabellenzweite, tut auch einen recht ſchweren Gang. Bekanntlich iſt in Hockenheim das Siegen nicht leicht, und da die Platzbeſitzer noch viel Abſtiegsſorgen haben, werden ſie rein auf Erfolg eingeſtellt ſein. Das⸗ ſelbe iſt bei dem Treffen in Heddesheim der Fall. Auch da ſind Punkte ſehr nötig und wird daher mit einem Sieg des Gaſtgebers gerechnet die beſſeren Ausſichten. Die Heidelberger Ecke zeigt an: Freua Limbach— SpBVg. Eberbach Kickers Walldürn— Badenia St. Ilgen. 05 Heidelberg— 98 Schwetzingen G Kirchheim— FV Weinheim FVg. Eppelheim— VfB Wiesloch SV Sandhauſen— Union Heidelberg Eisſtockklub Oberſtdorf, Frankfurter Eisſtockklub, (:3) (:5) (:6) (:6) (:3) (:3) Schwere Aufgaben haben die beiden Spitzen⸗ reiter Wiesloch und Schwetzingen. Es iſt durch⸗ aus möglich, daß dabei einer ſtrauchelt. Jeden⸗ falls iſt eine Vorausſage ſehr ſchwer, doch er⸗ warten wir die Spitzenmannſchaften weiter in Front. Die Abſtiegsfrage iſt ſoweit geklürt. Die beiven Neulinge, Freya Limbach und Ba⸗ denia St. klaſſe. Kirchheim Platzſperre benachteiligt iſt. Ilgen müſſen wieder in die Kreis⸗ Auch am Sonntag werden dieſe wieder zu den Verlierern zählen, zumal Limbach durch wird verſuchen, die hohe Vorſpielniederlage wett zu machen, und das ſollte gelingen, da die heimer auswärts meiſt Wein⸗ verſagten. Das Spiel in Sandhauſen werden die Ainbelmiſtoß 23 ſich entſcheiden. Winte rsport-Wetterbe richt vom Honnerstag, 14. Januar 1937 *4 Velſ 2* Wetter Beſchaffenhen der Schneedecke Südlicher Schwarzwald: (Schw.), Aurmvehhmſch F 40 Regen—— Sport ut chauinsland(Freiburg), Notſchreiſ 2 10 bewölkt Lückenhaft, Sport beſchränk Todtnauberg, Muggenbrunn 2 10⁰ bewölkt lückenhaft, Sport beſchränkt Söchnchnmm 0 bewölkt Kein Sport m. 1 15 4 3 rend⸗Furtwangen— ewöl ap nee, ort ziemli ut Schönwald, Schonach— 0 15 Regen— arſcht Sport gut 23 St. Georgen(Schwarzwald) 9 5 Regen und Schnee Lüchenbaft, Sti beſchränkt 2 Regen Nördlicher Schwarzwald: Ruheſtein, Hundseck + 1 10—25 bewölkt verharſcht, Stl zlemlich gut Sand, Bühlerhöhe, Plättig.— 0 bewölkt Eislauf ſehr gut Dobel, Herrenalb. wie ſich die Vereine Fusball⸗Veltmeiſterſchait Als dritte Nation— nach der Tſchechoſlowa⸗ kei und Frankreich— hat Luxemburg bei der Fifa ſeine Meldung für die nächſte Fußball⸗ Weltmeiſterſchaft, die 1938 in Paris veranſtal⸗ tet wird, abgegeben. Die Fußballverbände von Nord⸗ und Süd⸗ amerika erklärten ſich grundſätzlich bereit, das Weltmeiſterſchaftsturnier zu beſchicken. Wenn die Meldungen eingegangen ſind, beabſichtigt die Fifa, in der Reuen Welt Ausſcheidungs⸗ turniere durchführen zu laſſen, deren Sieger nach Paris geſchickt werden. Damit ſoll ver⸗ hindert werden, daß Nationalmannſchaften die weite Reiſe vergebens antreten, wie es bei der letzten Austragung der Fall war, als Mexiko und USa in Rom um die Teilnahmeberech⸗ tigung ſpielten. Auch wäre es dann unmöglich, daß zwei ſüdamerikaniſche Länder, es waren Braſilien und Argentinien, von ihrem Verband einfach beſtimmt werden, was in Chile und Peru ſeinerzeit begreifliche Verärgerung her⸗ vorrief. die Mannbeimer Kreiskaſe „Die Spiele in der Kreisklaſſe nähern ſich ihrem Ende. Es ſpielen in Weſt: 07— Brühl Im Vorſpiel teilten ſich beide Vereine in die Ehre, aber in der Zwiſchenzeit hat ſich vieles geändert. Brühl wird wohl alles verſuchen, um 07 die erſte Niederlage beizubringen. Ob dies gelingt, bleibt abzuwarten. Wenn 07 ſich auf das Spiel konzentriert und ſein Spiel un⸗ beirrt ſpielt, ſollte es als Sieger hervorgehen. fl: der Gruppe Oſt finden folgende Spiele Seckenheim— Ladenburg Viernheim— Leutershauſen Neckarhauſen— Hemsbach Wir rechnen wohl mit einem Sieg des Platz⸗ beſitzers, dieſer muß aber die nötige Sorgfalt walten laſſen, damit keine Ueberraſchung ge⸗ meldet wird. Jedenfalls ſteht feſt, daß Laden⸗ burg erbitterten Widerſtand leiſten wird. In Viernheim darf man auf den Ausgang des Spieles geſpannt ſein. Durch die letzten Niederlagen iſt Viernheim in Abſtiegsgefahr geraten, ſo daß dieſe ſich ſehr anſtrengen wer⸗ den, um die ſo heiß begehrte Punkte zu er⸗ ringen. Aber auch Leutershauſen kann noch Punktgewinn benötigen, denn man weiß nie, am Tabellenende noch ſchlagen werden. Im letzten Spiel muß Hemsbach in Neckar⸗ hauſen antreten und hat hier faſt gar keine Siegeschancen, denn Neckarhauſen hat noch ge⸗ ringe Meiſterſchaftsausſichten, die bei einer evtl. Niederlage völlig dahin wären. Derufsboren- in Düfeldori Am 5. Februar werden in Düſſeldorf wieder Berufsboxkämpfe ſtattfinden. Im Mittelpunkt des in der Rheinlandhalle vor ſich gehenden Kampfabends wird der Federgewichtskampf ſtehen. Hier verteidigt Meiſter Karl Beck (Düſſeldorf) ſeinen Titel gegen den Berliner Leopold. Großes Intereſſe wird man ferner dem Schwergewichtstreffen zwiſchen Willi Mül⸗ ler(Düſſeldorf) und dem früheren Düſſeldor⸗ fer Paul W allner(Berlin) entgegenbringen. Weiter gibt es einen Mittelgewichtskampf zwi⸗ ſchen Krüppel(Krefeld) und König(Lüden⸗ ſcheid). Ferner ſoll Exmeiſter Hubert Offer⸗ manns(Neuß) einen guten Gegner erhalten, Rrajtjahrzeng⸗Winterveüfung NSu hat Fabrikmannſchaft gemeldet Für die Kraftfahrzeug⸗Winterprüfungsfahrt vom 3. bis 6. Februar haben die NSlü⸗Fahr⸗ zeugwerke eine Fabrikmannſchaft gemeldet. Fritz Walter, Paul Oettinger und Her⸗ mann Dunz beſtreiten den Wettbewerb in der 600⸗cem⸗Seitenwagenklaſſe, in der das Neckar⸗ ſulmer Werk im letzten Jahr die höchſte Aus⸗ zeichnung erbielt. Ueber die Zuſammenſetzung und über Ver⸗ pflichtungen für die RSü⸗Rennmannſchaft iſt noch nichts bekannt. öchön⸗Deneef ſübren in vrügel Die zweite Nacht des Brüſſeler Sechstage⸗ rennens verlief zwar ſehr jagdenreich, dennoch gab es bis zum Mittwoch nachmittag kaum große Veränderungen. Die von vier Mann⸗ ſchaften gebildete Spitzengruppe wird von dem deutſch⸗belgiſchen Paar Schön⸗Deneef an⸗ geführt. Der Stand: Spitzengruppe: 1 Schön⸗Deneef 107.; 2. J. Aerts⸗Debruycker 93.; 3. Bruneau⸗F, Wambſt 72.; 4. van Vlockhoven⸗van Buggenhout 25.; 1. Rd. zur.: 5. Kaers⸗Verhaegen 75.; 6. Lapèbie⸗Dayen 15.; 2. Rd. zur.: 7, Guerra⸗ Olmo 37.; 8. Raes⸗J. Vroomen 23.; 3 Rd. zur.: 9. Falck⸗Hanſen /Piemonteſi 71.; 10. Degraef⸗Thyſſens 67.; 11. Braspenninck⸗ J. v. Kempen 51.; 4 Rd. zur.: 12. Martin⸗ Smeis 2.; 13. Naeye⸗Seynaeve 21.; 6, Rd. zur.: 14. G. Debaets⸗Hürtgen 3.:; 7 Rö. zur.: 15. Savelsberg⸗Merſch 35.; 9 Rd. zur.: 16, Huts⸗Schepers 6 P. Ekilaufer helen dem wow Am kommenden Sonntag ſind die Skiläufer an der Reihe, dem Winterhilfswert zu helfen. Sämtliche Winterſporttreffen, die an dieſem Tage vor ſich gehen, alſo beiſpielsweiſe die Bob⸗ meiſterſchaften der deutſchen Junioren in Schreiberhau, die Bayeriſchen Stkimeiſterſchaf⸗ ten in Oberammergau und der 14. Harzer Staffellauf, ſteben im Zeichen der Sportler und Sportsfreünde, die die Aermſten der Armen nicht vergeſſen. Wir hoffen, daß„Frau Holle“ ſich dem Unternehmen günſtig zeigt. 3 ————— — Mannheim Die bunte Seite 15. Januar 1937 Der weiße Teufel von Badu Was im 20. Jahrhundert noch möglich iſt. Die Torresſtraße, eine Meerenge zwi⸗ ſchen Auſtralien und Neu⸗Guinea wird von allen Seeleuten ſeit mehr als drei Jahrhun⸗ derten gefürchtet. Korallenriffe, eine ungewöhn⸗ lich ſtarke Strömung und vultaniſche Kräfte, die immer wieder neue Inſeln und Untiefen entſtehen laſſen, machen es der Schiffahrt un⸗ möglich, ohne ſtändige Peilung die Straße zu paſſieren. Jüngſt patrouillierte der Aviſo der auſtrali⸗ ſchen Admiralität„Rattleſnate“ dieſe Meer⸗ enge. Um Friſchwaſſer zu übernehmen, lief das Schiff eine kleine waldbewachſene Inſel an, die man für unbewohnt hielt. Eine weiße Frau Drei Offiziere gingen an Land und entdeck⸗ ten einen ſchmalen Pfad, der ſich mitten durch das Gebüſch wand. Die Männer waren ihm noch nicht allzulange gefolgt, als ihnen eine kaut ſchreiende Frau entgegenkam... hinter ihr ein halbes Dutzend ſpeerbewaffneter Eingeborener. Während die Wilden ſofort erſchreckt ſtehen blie⸗ ben, als ſie die Gewehre der Weißen erblick⸗ ten, haſtete die Frau weiter, warf ſich den Of⸗ fizieren zu Füßen und flehte jämmerlich um Schutz. Sie ſprach— engliſch! Kapitän Brown ſchaute erſtaunt auf das ſeltſame Weſen. Es trug keine Betleidung als ein ſchmales Laubband um die Hüften. Der Körper war beinahe bis zur Schwärze ſonnen⸗ werbrannt. Das lange Haar lag wirr auf den wunden Schultern. Als die Frau zu Brown aufblickte, ſah er, daß ein Auge erloſchen war. Und nun dämmerte ihm auch die Wahrheit... „Eine weiße Frau,“ rief er ſeinen Begleitern tzu.„Jungs, ſchafft ſie an Bord zurück. Aber ſchnell! Sonſt kriegen wir noch die ganze Bande auf den Hals!“ In der Tat, kaum hatte das Boot die Inſel verlaſſen, da machte ſich eine Horde brüllender Krieger daran, Einbäume aufs Waſſer zu ſetzen. Doch eine Salve genügte, die Wilden an ihrem Vorhaben zu hindern. Das Schickſal der Barbara Thompſon An Bord der„Rattleſnake“ überwand die Frau bald ihre Schwäche und begann ihre ſelt⸗ ſame Geſchichte zu erzählen. Barbara Thomp⸗ ſon hatte vor fünf Jahren gemeinſam mit ihrem Gatten und vier anderen Männern, Brisbane, die Hauptſtadt von Queensland in Auſtralien, auf dem kleinen Kutter„America“ verlaſſen. Die Männer wollten Strandgut von einem Walfängerſchiff bergen, das unweit des Kap Nork geſtrandet war. Doch bald, nachdem der Kutter die Torres⸗ ſtraße erreicht hatte, geriet er in einen Taifun und wurde viele Meilen weſtwärts getrieben. Zwei Tage und zwei Nächte jagte der Sturm ie ſechs Menſchen. Zwei Männer wurden über Bord geſpült, die anderen hatten ſich an De feſtgebunden und warteten, daß die Wut des Meeres ſie endlich freigeben würde. Bei Anbruch des dritten Morgens legte ſich dann der Sturm. Die müden Seefahrer fanden ſich in einem unbekannten Meer. Das ſtarkhe⸗ ſchädigte Fahrzeug war über achtzig Kilometer weſtlich von ſeinem Kurs abgetrieben worden und ſchien jetzt den Prince⸗of⸗Wales⸗Inſeln zuzuſteuern. Das hob die Stimmung an Boro. Man konnte alſo landen, um die notwendigen Ausbeſſerungen auszuführen. Immer näher kam das Ufer heran. Plötzlich oing aber ein Ruck durch das ganze Schiff, und es bewegte ſich um keinen Zoll mehr vorwärts. Es mußte auf eine Sandbank gelaufen ſein. Noch überlegte man, als eine Flotte von Ein⸗ bäumen den Strand verließ. Wilde kletterten an Bord, obwohl Thomſon ſein Beſtes tat, ihre Freundſchaft zu gewinnen, wurde er von einem Speer durchbohrt. Die anderen Männer fielen »Axthieben zum Opfer. Nur Frau Thompſon blieb am Leben. Der Häuptling Bioroto machte ſie zu ſeiner Frau. Fünf Jahre lebte ſie ſo mit den Eingeborenen zuſammen, wobei ſie beſonders unter der Eifer⸗ ſucht des Weibervolkes zu leiden hatte. Tag und Nacht wurde ſie ſtreng bewacht, ſo daß ſie keine Gelegenheit fand, vorüberfahrenden Schiffen zu ſignaliſieren. Es war ein reiner Zufall, daß ſie die Landung der Offiziere von der„Ratte⸗ ſnate“ beobachtet, und daß es ihr gelang, den Wächtern zu entkommen. Die arme Frau Thompſon wurde ſpäter ihren Eltern in Sydney zurückgebracht, wo liebevolle Fürſorge ihre Geſundheit raſch wiederherſtellte. Verbrecher und Kannibalenkönig Eine der merlwürdigſten Geſchichten aber, die ſie noch erzählen konnte, betraf einen geheim⸗ nisvollen weißen Mann, der als„König“ auf der Inſel Badu herrſchte. Zwölf Monate nach ihrer Gefangennahme erhielt Bioroto von dieſem Weißen den Befehl, Frau Thompſon nach Badu zu bringen.„Wini“, ſo hieß der weiße Mann in der Sprache der Eingeborenen, empfing ſie mit größter Höflichteit. Er prahlte von ſeiner gewaltigen Macht und beſchrieb ihr, wie er ſei⸗ nen Wilden beigebracht hatte, jeden Weißen zu töten, der ihnen begegnete. Dieſer„weiße Teufel“ war ein Franzoſe, der einſt einen verantwortlichen Poſten auf Neu⸗ kaledonien bekleidet hatte. Seine Beziehungen zu Schmugglern und ſeine Unterſchlagungen wurden von den Behörden entdeckt, ſo daß ihm eine langjährige Zuchthausſtrafe drohte. So flüchtete er eines Nachts mit vier Komplicen auf einem kleinen Kutter, um über die Torres⸗ ſtraße nach Europa zu gelangen. Als jedoch das kleine Fahrzeug die Meer⸗ enge erreichte, hatte der Franzoſe die Seereiſe ſatt und beſchloß, vorläufig auf einer der herr⸗ lichen tropiſchen Inſeln zu bleiben. Seinen Be⸗ gleitern verriet er nichts von ſeinen neuen Plänen— aus gutem Grunde. Die Nahrungs⸗ mittelvorräte waren an Bord gefährlich knapp geiworden, und der Franzoſe wußte kein beſſeres Mittel,„Material zu ſparen“, als daß er ſeine Freunde einfach beſeitigte. Später landete er auf einer der Inſeln und es gelang ihm ſchnell, die Freundſchaft der Ein⸗ geborenen zu gewinnen. Binnen weniger Mo⸗ nate war er zu ihrem König geworden. Da „Wini“, wie er jetzt hieß, aber Angſt vor der Verhaftung durch die franzöſiſchen Behörden hatte, befahl er ſeinen Untertanen jeden Weißen zu töten, der das Land betrat. So blieb ſein Geheimnis gewahrt. Frau Thompſon erzählte auch, daß der Tyrann ſie offenbar behalten wollte. Aber plötz⸗ lich änderte er ſeinen Entſchluß und jagte die Frau ſamt den ſie begleitenden Eingeborenen von der Inſel. Das Ende des Tyrannen Frau Thompſon hatte den ſeltſamen Franzo⸗ ſen nie wieder geſehen... Ihr Bericht erweckte das Intereſſe der Behörden von Queensland, die ſofort eine Polizeipatrouille zur Inſel Badu Das Floß der Wilderer wird hergerlchtet Foto: Ufa-Modl Werkfoto aus dem Peter-Ostermayr-Film der Ufa„Der Ja ger von Fall“(Spielleitung Hans Deppe) Clark Gable hoxt mit Spencer Traey Eine Szene aus dem Film„Ssan Franzis ko“ abkommandierten, den Verbrecher zu verhaften. Kaum hatte ſich der Dampfer dem Ufer auf eine Meile genähert, da fand der wohl noch immer etwas angezweifelte Bericht ſeine Beſtätigung. Eine Flotte von Eingeborenenkähnen kam dem Schiff entgegen, und die primitiv bewaffneten Mannſchaften machten Anſtalten, die Beamten anzugreifen. Eine Gewehrſalve verurſachte aber unter den Wilden größte Verwirrung. Sie kehrten zur Inſel zurück, wo ſie der Franzoſe wutſchnau⸗ bend erwartete. Seinem Befehl, den Angriff zu wiederholen, gehorchten ſie nicht. Und nach Aufn.: Metro-Goldwyn-Mayer einer neuen Salve verkrochen ſie ſich im Gebüſch. Da ſtand denn der„Herrſcher“ allein auf dem Strande. Doch als die Poliziſten zum Ufer wateten, griff er ſie in ſinnloſer Wut an. Sein nackter, faſt ſchwarzer und mit Ketten aus Hai⸗ zähnen geſchmückter Körper war nur an den Hüften mit einem Stück Haihaut betleidet. Auf ſeinem Kopf wippten die bunten Federn von Paradiesvögeln. In der hochgehobenen Hand trug er einen langen Speer. Doch als er nur ausholte, die Waffe gegen den nächſten Weißen zu ſchleudern, ſtreckte ihn ein Schuß nieder. Lautlos brach der„weiße Teufel“ zuſammen. Eheliche Liebe in Dollars ausgedrückt Der betrogene Ehemann kann auf Schadenerſatz klagen Kann man den Grad der Liebe zwiſchen Eheleuten in Ziffern ausdrücken? Der Eu⸗ ropäer würde über einen derartigen Einfall den Kopf ſchütteln— nach amerikaniſchem Recht iſt ein derartiger Fall⸗nicht nur möglich, ſondern kommt auch in der Praxis ziemlich häufig vor. Und zwar bei den ſogenannten „Liebesdiebſtählen“, das heißt, in ſol⸗ chen Fällen, in denen eine Ehefrau ihren Mann mit einem anderen betrügt, der dem Geſetz zufolge den Ehemann der Liebe„be⸗ raubt“ und ihm dafür ſchadenerſatz⸗ pflichtig iſt. Dieſe uns merkwürdig erſcheinende Rechts⸗ auffaſſung hat mitunter geradezu groteske Fälle zur Folge. Denn wenn der Ehemann einen anderen Mann auf Schadenerſatz ver⸗ klagt, weil er ihm die Liebe ſeiner Frau ge⸗ ſtohlen hat, ſo iſt es Aufgabe des Richters, feſtzuſtellen.„wie groß“ die eheliche Liebe war, denn nach ihrer Stärke richtet ſich die Höhe der Schadenserſatzſumme. Dabei müſſen gewiſſen⸗ haft Wert und Unwert der Frau und des Ehe⸗ mannes gegeneinander abgewägt und in Dol⸗ larbeträge umgewandelt werden. War das eheliche Glück, das durch den Eingriff eines Dritten zerſtört wurde, vorher ungetrübt, ſo iſt die Schadenerſatzſumme, die dem hinter⸗ gangenen Ehemann zugeſprochen wird, ent⸗ ſprechend höher, als wenn die Ehe bereits vorher, etwa durch Trunkſucht oder Gewalt⸗ tätigkeit des Mannes einen Riß erhalten hat. Und nachdem bei der Ermittlung dieſer Tat⸗ ſachen die Ausſagen der Frau eine gewichtige Rolle ſpielen, gibt es Ehepgare, die, in beſtem Einvernehmen, geradezu auf derartige„Liebes⸗ diebſtahlsprozeſſe“ ausgehen, um ihre finan⸗ ziellen Verhältniſſe etwas zu verbeſfern. Das iſt freilich ein Betrug, der ſtreng beſtvaft wird, aber es iſt überaus ſchwer, einen der⸗ artigen Fall gerichtlich zu beweiſen. Der Ehemann hat in jedem Fall An⸗ ſprüche auf Schadenserſatz, auch wenn ſich das Gericht davon überzeugen kann, daß keinerlei eheliche Liebe zwiſchen dem Ehepaar beſtand. Erſt vor kurzem ſtellte ſich das oberſte Bundes⸗ gericht anläßlich eines derartigen Liebesdieb⸗ ſtahlsprozeſſes auf den Standpunkt, daß der Schadenserſatzanſpruch, der dem Ehemann zu⸗ ſteht,„nicht ausſchließlich vom Verluſt der Liebe, ſondern auch vom Verluſt feiner Frau als Verwalterin des Hausweſens und Beſorgerin aller in einem Haushalt von Frauenhand zu betätigenden Aufgaben ab⸗ hängt.“ Es haben ſich in dieſem Zuſammenhang Fälle ereignet, in denen ein Mann beim zärt⸗ lichen Beiſammenſein mit einer Frau, von der er nicht einmal wußte, daß ſie verheiratet war, von dem„betrogenen“ Ehemann überraſchi wurde und, um ſich die Unannehmlichkeiten eines Prozeſſes zu erſparen, gut tat, ſein Scheckbuch zu zücken. Erſt zu ſpät erfuhr er dann, daß der Mann, der den entrüſteten Ehe⸗ mann mimte, gar nicht mit jener Frau ver⸗ heiratet war, die er programmgemäß ertappte. Die Tarife, die die Gerichte als Schadenerſatz für einen derartigen Liebesdiebſtahl feſtſetzten, ſind ſehr verſchieden. Ein Einbruch in eine Ehe, die nicht ſonderlich glücklich war, koſte. etwa 3000 Dollar. Hat man dagegen eine „glückliche Ehe“ geſtört, ſo kann der Betrag bis zu 20 000 Dollar ſteigen. Seltſam genug mute! dem Europäer die Umwertung der Liebesbe⸗ griffe in Dollars an. So ſagt das Gericht zum Beiſpiel: der beſtohlene Ehemann beziffert ſeinen Schaden auf 11 500 Dollar. Da jedoch aus Zeugenausſagen hervorgeht, daß der Ehe⸗ mann ſeine Frau vernachläffigte, kommen da⸗ für 5500 Dollar in Abzug. Es wird ſomit dem Beſtohlenen ein Schadenserſatz von 6000 Dol⸗ lax zugeſprochen. Wahrhaftig— es gibt in USA nichts, was ſich nicht in Dollars aus⸗ drücken ließe. In 90 Minuten Kairo⸗Suez. Zwiſchen Kairo und Suez iſt eine Militärſtraße derart ausge⸗ baut worden, daß die Entfernung von Kairo nach Suez im Auto heute in 90 Minuten zurück⸗ gelegt werden kann. Die Strecke iſt 150 Kilo⸗ meter lang. Der teure Beruf. Der Lordmayor von Lon⸗ don hat in ſeinem Club eingeſtanden, daß er außer den 12 500 Pfund Sterling, die er als Gehalt bezieht, in jedem Jahr mindeſtens noch einmal die gleiche Summe aus eigener Taſche zu repräſentativen Zwecken zulegt. Aehnlich ſei es mit den meiſten Bürgermeiſtern engliſcher Städte, natürlich bei ihnen entſprechend billiger. Grippe in Grönland? Ein däniſcher Grön⸗ londforſcher befürchtet, daß der milde Sommer 1936 die Infettionsmöglichteiten für die Oſt⸗ grönländer geſteigert habe und vielleicht in ab⸗ ſchbarer Zeit eine Grippewelle die letzten Oſt⸗ grönländer ausrotten könne. Weltbild(M) Wenn ein buddhistischer Priester gestorben ist Das Leichenbegängnis wohlhabender und hochstehender Per- sönlichkeiten bildet in Mandalay ndisch-Birma) ein her- vorragendes Schauspiel für die Bevölkerung. Hier wird die Leiche eines reichen buddhistischen Priesters— Bonze ge- nannt— von seiner Behausung auf einem riesigen hölzer- nen Elefanten nach dem Verbrennungsort übergeführt. 55 Grunds In: bekanntl mit der wir den faßt hat ſtellung „Schon viel mehr hat der F telbarſtes Maßnahm ſteine ein. ihrer entſe ſchaftlichen im neuen nachdrückli aufgaben Kraftverke und Betri Die Ent gem in C vielfach be faſſen, beſe können. Treibſtof Wir fah Benzin— Benzin, de ritus, die llopffeſter Von den toffen, di rauchte, 45.“., ſteigt unar binnen 15 ten Bedar decken kön Nun ha motor dur immer mel ſorgung d vor wenig Ausland a zeigt, daß gebiet auf in der glü Rohſtoffqu uſw.) zu zwiſchen d toreninduft Dieſelm ſichtlich möglich wicklung i das Inlan größter Be Schließli ölproduktic im Jahr, d Schmieröl So wert — die ſtoffver und zwar land erſtre ſeiner Kr baſis, trotz gebieten be Japan, ſell Berſe nach Verfahren nen, daß d vorräte der Entwicklun keit Deutſe der Stunde viſenſchwie wir im In rationen a müſſen! Die Wiff ſtoffe, die hat vielfach turprodukt Ein Bei findung ſchuks a! Wir ſin ſynthetiſche aufzunehm dürfen da niſſen kein Problem e Ausſtellung ende von geringer al trieb gewef Heute ſin Die Verfal vor allem Baſis geſte ſein, um d ſchen Erfin vorauszuſa kohlenteer, dem Salp⸗ Stoffe, die Und der mal teuer Al befand; Preis als mußte mar anlegen, w Pfennigen Zuſamm ſchen Kraft anuar 1937 ————————— lwyn-Mayer h im Gebüſch. “ allein auf ten zum Ufer ut an. Sein ten aus Hai⸗ nur an den ekleidet. Auf Federn von benen Hand als er nur hſten Weißen chuß nieder. uſammen. rückt n beziffert Da jedoch aß der Ehe⸗ kommen da⸗ d ſomit dem 6000 Dol⸗ es gibt in bllars aus⸗ iſchen Kairo rart ausge⸗ von Kairo uten zurück⸗ ſt 150 Kilo⸗ r von Lon⸗ den, daß er die er als deſtens noch ener Taſche Aehnlich ſei n engliſcher end billiger. ſcher Grön⸗ de Sommer ür die Oſt⸗ eicht in ab⸗ letzten Oſt⸗ eltbild(M) rben ist ehender Per- na) ein her- lier wird die — Bonze ge- igen hölzer-⸗ rgeführt. niſſen keine Rolle ſpielen. Ma nnheim 15. Januar 1937 Wietſchafts⸗ und Sozialpolitik Der Rohstoffplan und die Motorisierung In dieſen Tagen erſcheint Heft 1 der Zeitſchrift„Der Vierjahresplan“. Die Zeitſchrift wird bekanntlich vom Zentralverlag der NSDApP, Franz Eher Nachf., Gmbc, in Zuſammenarbeit mit der maßgebenden Stelle des Vierjahresplans herausgegeben. Dieſem erſten Heft entnehmen wir den Aufſatz„Rohſtoffplan und Motoriſierung“, den Direktor J. Werlin, München, ver⸗ faßt hat. Das Ziel des deutſchen Rohſtoffplanes iſt es, den Kraftverkehr durch die Bereit⸗ ſtellung von Treibſtoff, Schmieröl und Gummi auf⸗lange Sicht zu ſichern. „Schon vor der Machtergreifung und noch viel mehr in den vergangenen vier Jahren hat der Führer dem Kraftfahrzeug ſein unmit⸗ telbarſtes Intereſſe zugewandt. Großzügige Maßnahmen der Reichsregierung waren Mark⸗ teine einer beiſpielloſen Entwicklung. Wegen ihrer entſcheidenden Bedeutung für den wirt⸗ ſchaftlichen Deutſchlands wird auch im neuen Vierjahresplan die Motoriſierun nachdrücklich gefördert: eine ſeiner größten Teil⸗ aufgaben iſt die Verſorgung der deutſchen Kraftverkehrswirtſchaft mit heimiſchen Bau⸗ und Betriebsſtoffen. Die Entwicklung hierzu iſt ja ſchon ſeit lan⸗ gem in Gang, und der Vierjahresplan wird pielfach bereits begonnene Arbeiten zuſammen⸗ lelne beſchleunigen und zum Abſchluß bringen önnen. Treibſtoff, Schmieröl und Gummi Wir fahren ſeit Jahren mit ſynthetiſchem Benzin— oder mit Gemiſchen aus heimiſchem Benzin, deutſchem Benzol und deutſchem Spi⸗ ritus, die leiſtungsfähiger, beſtändiger und llopffeſter ſind als irgendein Naturbenzin. Von den zwei Millionen Tonnen Leichtkraft⸗ toffen, die Deutſchland im Jahre 1935 ver⸗ brauchte, waren bereits 925 000 Tonnen, alſo 45 v.., im Inland erzeugt. Dieſer A nteil ſteigt unaufhaltſam von Monat zu Monat, und binnen 15 Monaten werden wir unſeren geſam⸗ ten Bedarf an leichten Treibſtoffen im Inland decken können. Nun hat in den letzten Jahren der Dieſel⸗ motor durch ſeine überlegene Wirtſchaftlichkeit immer mehr an Bedeutung gewonnen. Die Ver⸗ ſorgung dieſer Motoren mit Treiböl war bis vor wenigen Monaten bife vollkommen vom Ausland abhängig. Inzwiſchen hat es ſich ge⸗ zeigt, daß wir uns auch auf dieſem Kraftſtoff⸗ gebiet auf eigene Füße ſtellen können. Da wir in der glücklichen Lage ſind, die verſchiedenſten Rohſtoffquellen(Steinkohle, Braunkohle, Torf uſw.) zu* wird durch enge Fühlung zwiſchen den toreninduſtrie diſe Entwicklung ſolcher raftſtoffherſtellern und der Mo⸗ Dieſelmotoren gefördert, die hin⸗ ſichtlichh der Kraftſtoffqualität möglichſt anſpruchslos ſind. Die Ent⸗ iſt nicht nur für wicklung in dieſer ür den Export von das Inland, ſondern auch größter Bedeutung. Schließlich haben wir noch die deutſche Erd⸗ ölproduktion von einer halben Million Tonnen im Jahr, die uns mit Benzin und hochwertigem Schmieröl verſorgt. So wertvoll dieſe Erdölvorkommen auch ſind — die Baſis der künftigen Kraft⸗ ſtoffverſorgung wird die Kohle ſein, und zwar nicht nur in Deutſchland. Auch Eng⸗ land erſtrebt heute bereits die Unabhängigkeit ſeiner Kraftſtoffverſorgung auf Steinkohlen⸗ Bel trotz der Oelreſerven, die es in Ueberſee⸗ gebieten beſitzt. Aber auch Frankreich, Italien, Japan, ſelbſt Amerika gehen zur Kohleverflüſſi⸗ 5 nach deutſchem Vorbild und deutſchen An über— es läßt ſich nicht mehr leug⸗ nen, daß die ſcheinbar ſo unermeßlichen Erdöl⸗ vorräte der Welt knapp zu werden drohen. Die Entwicklung zur wirtſchaftlichen Unabhängig⸗ keit Deutſchlands iſt alſo nicht nur ein Gebot der Stunde oder eine Folge augenblicklicher De⸗ viſenſchwierigkeiten, ſondern eine Aufgabe, die wir im Intereſſe unſerer wie kommender Gene⸗ küffent' auf alle Fälle einmal hätten löſen müſſen! Die Wiſſenſchaft erſetzt heute nicht nur Roh⸗ ſtoffe, die knapp zu werden drohen, ſondern ſie hat vielfach Kunſtſtoffe geſchaffen, die dem Na⸗ turprodukt weit überlegen ſind. Ein Beiſpiel hierfür iſt die deutſche Er⸗ findung des ſynthetiſchen Kaut⸗ ſchuks aus Kalkund Kohle. Wir ſind eben dabei, die Herſtellung von ſynthetiſchem Kautſchuk in 5 Umfange aufzunehmen— die bedeutenden Anlagekoſten dürfen dabei unter den, gegebenen Verhält⸗ echniſch iſt das Problem gelöſt: auf der letzten Automobil⸗ Ausſtellung haben wir Reifen aus„Buna“, Gummi, geſehen, die Zehntau⸗ ende von Kilometern gelaufen und bedeutend geringer abgenutzt waren als gleich lang in Be⸗ trieb geweſenen Reifen aus Naturkautſchuk. Heute ſind wir ſchon wieder ein Stück weiter. Die Verfahren wurden verbeſſert— ſie wurden vor allem auf eine breitere wirtſchaftlichere Baſis geſtellt. Man braucht kein Prophet zu ſein, um dieſem wunderbaren Erzeugnis deut⸗ ſchen Erfindergeiſtes einen ähnlichen Siegeszug vorauszuſagen wie den Farben aus Stein⸗ kohlenteer, dem Rübenzucker, dem Stickſtoff dem Salpeter und der Kunſtſeide— alles Stoffe, die einmal als„Erſatz“ gegolten hatten! Und der Preis? Jedes Erzeugnis war ein⸗ mal W ſo lange es ſich im Verſuchsſtadium befand; Alluminium ſtand lange Zeit höher im Preis als Gold, und für ein Kilo Stickſtoff mußte man noch im Jahre 1913 dreizehn Mark anlegen, während es heute denſelben Betrag in Pfennigen koſtet. Zuſammengefaßt: die Verſorgung des deut⸗ ſchen Kraftverkehrs mit Treibſtoffen, Schmieröl und Gummi iſt durch die Leiſtungen unſerer Wiſſenſchaftler auf lange Sicht geſichert. Die Lage auf anderen Gebieten Wieſtehtesnun mit den Metallen? Mit den Lager⸗ und Vergüteſtoffen? Hier iſt die Lage ähnlich wie beim Erdöl: was vor Jahr und Tag noch als unerſchöpflich galt, droht in abſehbarer Zeit knapp zu werden Ch rom, Blei und Zink zum Beiſpiel. Metalle laſſen ſich nicht ſynthetiſch herſtellen. Aber man kann zweierlei tun: zunächſt einmal „magere“ Erze, wie ſie auch in Deutſchland vor⸗ lommen, wieder ausnutzen und ihren Abbau durch verbeſſerte Verfahren wirtſchaftlicher ge⸗ ſtalten, zum anderen Altmaterial der Wieder⸗ verwertung zuführen. Der große Fehler des liberaliſtiſchen Syſtems war der kosmopolitiſche Wirtſchaftsgedanke. Die deutſchen wurden als man i — Eiſenerz billig vom Ausland beziehen konnte. In welch gefährliche Abhängigkeit Deutſchland damit gebracht wurde, wollten nur wenige ein⸗ ſehen. Es war nicht mit Erz allein ſo: Noch im Jahre 1860 konnte Deutſchland ſeinen geſamten Wollbedarf ſel⸗ ber decken; dann aber begann die Wollein⸗ fuhr aus Auſtralien und die deutſche Schafzucht ing ein— heute müſſen wir mit großen Op⸗ *— und Anſtrengungen die Sünden und Feh⸗ „ Grundsätzliche Ausführungen über ein besonders aktuelles Thema/ Von Direltor J. Werlin- München ler vergangener Jahrzehnte wieder gutmachen. Wir werden dieſes Ziel auf verſchiedenen Wegen erreichen: einmal durch die Ertrags⸗ ſteigerung bei Naturpro dukten, leich ob es ſich um Erze oder han⸗ delt, und durch Schaffung neuer Werkſtoffe. Auf einzelnen Gebieten ſind die Fortſchritte ———..— ungeheuerlich: Heute können ſelbſt eckerer nicht mehr leugnen, daß z. B. Zell ⸗ wolle die Güte und Eigenſchaften der alten Stoffe nicht nur erreicht, ſondern übertroffen hat— zumal das Ausland ſpiefe Zellwollfabri⸗ ken einrichtet, und, ſolange dieſe noch nicht in Betrieb ſind, ſeinen Bedarf ſchon in Deutſch⸗ land zu decken ſucht! Doch zurück zu den Metallen. Auf die Dauer wird man hier nach neuen Legierungen und Verfahren ſuchen müſſen, mit denen man das gleiche Ergebnis wie bisher, aber ohne Ver⸗ wendung von den. erreichen kann. Auch auf dieſem Gebiet iſt der Fortſchritt unaufhaltbar. Die Techniker ſuchten und fanden bereits Legierungen ohne Zinn, die wider⸗ ſtandsfähiger und weniger empfindlich ſind als die bisherigen Weißmetallager. Sie fanden neue Vergütungsverfahren für Stahl, mit denen man die Verwendung von Chrom und Nickel einſchränken oder zum Teil überflüſſig machen kann. Dabei konnte vereinzelt der Her⸗ ſtellungsprozeß ſo beſchleunigt werden, daß das neue Produktbei gleicher Güte noch billiger wird als das alte! Eine Revolution der Technik wird durch die Verwendung neuer Kunſtſtoffe an Stelle von Metallen eingeleitet. In erſter Linie handelt es ſich dabei um Kunſtharze— früher Ab⸗ f rodukte der Steinkohlenchemie, heute Roh⸗ toffe von höchſtem Wert. Kunstharz— der Wunderstoff Sie werden unter hohem Druck und Hitze bruehe Es gibt heute bereits nur wenige Ge⸗ rauchsgegenſtände, die man nicht aus ihm her⸗ ſtellen könnte. Das Gehäuſe des Volks⸗ empfängers: Kunſtharz, Telefonhö⸗ rer, Telefongehäuſe: Kunſtharz. Dut⸗ 33 Hunderte von Gebrauchsgegenſtänden: Bleiſtiftſpitzer, Aſchenbecher, Fe⸗ derhalter, igarettenbehälter— alles aus Künſiharz. Warum nicht auch Türklinken aus dieſem Wunderſtoff, wenn heute ſchon ſo gut wie alle elektriſchen Arma⸗ turen und Schalter und Faſſungen daraus her⸗ geſtellt werden? Warum nicht Leitungsrohre aus Kunſtharz? Kunſtharz roſtet nicht. Dieſe Stoffe ſind zudem einfach zu bearbeiten, ſie unterliegen keinen Witterungseinflüſſen, ſie brauchen keinen Anſtrich— auf die Dauer ſind ſi allen anderen bekannten Werkſtoffen wirt⸗ chaftlich überlegen. Neuſchöpfungen— nicht Erſatz Der Begriff Erſatz läßt ſich auf dieſe Kunſt⸗ ſtoffe nicht mehr anwenden. Hier handelt es — vier Jahre ſind ſich um Neuſchöpfungen, die einen unleugbaren Fortſchritt und eine Bereicherung der Technik darſtellen. Spätere Generationen werden uns dafür dankbar ſein, daß wir heute ſchon dieſe Aufgaben löſen, denn in irgendeiner Form hät⸗ ten ſie einmal an dieſe Probleme herangehen müſſen. Es iſt ja mit abſoluter Sicherheit vor⸗ auszuſagen, daß der erhöhte Bedarf und teil⸗ weiſe auch der Raubbau an Naturſchätzen zu einer Verknappung der Naturſtoffe führen müſſen. Natürlich kann dieſe Neuordnung und Um⸗ ſtellung nicht von ſür die Grfünngg erfolgen ür die Erfüllung des Roh⸗ vorgeſehen. Das iſt aber auch der nterſchied gegen die Erſatzſtoffwirtſchaft wäh⸗ rend des Krieges. Damals mußte unter allen Umſtänden in kürzeſter Friſt Erſatz für fehlende Rohſtoffe beſchafft werden, während heute unter Einſatz einer hochentwickelten Wiſſenſchaft und Technik der Staat eine Entwicklung auf lange Sicht lenkt, die nicht nur die wirtſchaftliche Un⸗ abhängigkeit erbringen ſoll, ſondern gleichzeitig Getreidegroſimarki-Wochenberich Das Weizenangebot am Mannheimer Ge⸗ treidegroßmarkt wax in fuffe Woche nicht ſehr umfangreich. Neue Abſchlüſſe wurden nicht vor⸗ enommen, und die jetzt herankommenden Par⸗ ien dienen faſt ur Erfüllung alter Kontrakte. Bei einem niaben des in den meiſten Gegenden Deutſchlands augenblick⸗ lich herrſchenden Froſtwetters iſt anzunehmen, daß die Druſcharbeiten in ſtärkerem Maße wie⸗ der aufgenommen werden, als dies während der milden Tage der Fall war; auch dürften ſich die Maßnahmen des Reichsnährſtandes zur Erfaſſung der geſamten Brotgetreideernte bald in ſtärkerem Maße auswirken. Vorläufig wer⸗ den die Mühlen vielfach durch Zuteilungen der Reichsgetreideſtelle in die Lage verſetzt, weiter⸗ umahlen. Verſchiedentlich verſucht man, ſich urch unmittelbare Einkäufe in itteldeutſch⸗ land einzudecken, Ref iſt zur Stunde noch nicht bekannt, wieweit dieſe Verſuche Erfolg haben. Gehandelt werden in dieſer Woche neben ſehr kleinen Anlieferungen aus der Umgebung le⸗ diglich eine kleine Partie oſtpreußiſcher Kleber⸗ weizen für prompte Lieferung zum Feſtpreis mit 6 RM Spanne und 20 RM Aufſchlag für anerkannte Kleberqualität. Die Verſorgungslage der Roggenmühlen iſt weſentlich günſtiger. mſätze kamen jedoch auch 45 im Wochenverlauf nicht in größerem Um⸗ ange zuſtande, doch kamen einige Schiffsladun⸗ gen zur Erfültung alter Verträge an. Die Umſatztätigkeit am Braugerſtenmarkt war recht gering, da ſüddeutſche Herkünfte kaum angeboten waren. Auch die Nächfrage iſt mit Rückſicht auf die Beſtimmungen über die Brau⸗ gerſtenbewirtſchaftung geringer geworden. Die noch kaufberechtigten Brauereien ſehen neuer⸗ dings wieder mehr auf gute Qualitäten.— In⸗ duſtriegerſte wax faſt nicht angeboten; ebenſo fehlte Futtergerſte nahezu vollſtändig. Norddeutſcher Induſtriehafer war bei einem Hektolitergewicht von 53/½54 Kilogramm zu un⸗ gefähr 20.60 RM, ſpäter auch zu 20.40 RM, eif Mannheim, Kaſſa Dokumente, zu haben. Futterhafer fehlte dagegen. Weizenmehl der Typen 502 und 812 wax wei⸗ ter lebhaft geſucht, doch kann die Nachfrage bei der meiſt guten Verſorgungslage der ver⸗ brauchenden Betriebe kaum als dringlich 5 3332 werden. Roggenmehl wurde ebenfalls jedoch nicht in gleichem Maße, gekauft. Der Futtermittelmarkt blieb weiter ſtill. Oel⸗ kuchen, Kleie, Futtermehl, Treber und Schnitzel waren kaum mehr angeboten, dagegen konnte man Haferſchalenmelaſſe kaufen. Für oſtpreu⸗ ßiſche Ackerbohnen wurden vergeblich 28 RM, cif Mannheim, verlangt. Getreide Mannheimer Getreidegroßmarkt Alles unverändert. Rotterdamer Getreide Rotterdam, 14. Jan. Schluß. Weizen(in Hfl. p. 100 Kilo): Januar.10; März.07½; Mai .12½; Juli.12½ Verk. Mais(in Hfl. v. Laſt 2000 Kilo): Januar 96½/; März 98•;: Mai 100/½; FJuli 98/¼. Anbauregelung von Hopfen Eine Anordnung Nr. 24 der Hauptpereinigung der deutſchen Brauwirtſchaft, die im Verkündungsblatt des Reichsnährſtandes Nr. 2 veröffentlicht iſt, beſtimmt fol⸗ gendes: Soweit in den Paragraphen 1 und 3 der An⸗ ordnung Nr. 7 der Hauptvereinigung der deutſchen Brauwirtſchaft vom 22. November 1935 die Anbau⸗ regelung für Hopfen auf das Jahr 1936 beſchränkt iſt, wird die Wirkſamkeit der Anordnung Nr. 7 bis zum 31. März 1937 verlängert. Dieſe Anordnung tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft. 96. Häute⸗Zentral⸗Auktion in Mannheim Am Mittwoch, den 20. Januar, kommen auf der 96. Mannheimer Häute⸗Zentralauktion insgeſamt 16 368 Großviehhäute, 20 748 Kalbfelle und 984 Schaffelle zum Ausgebot, die wieder quotenmäßig zu den am Mann⸗ heimer Platz geltenden Richtpreiſen zugeteilt werden. Im einzelnen entfallen auf die badiſchen Plätze 9543 Großviehhäute, 14 595 Kalbfelle, 724 Schaffelle, auf die pfälziſchen Plätze 3821 Großviehhäute, 3839 Kalbfelle und 82 Schaffelle, auf die ſaarländiſchen Plätze ſchließ⸗ — 3004 Großviehhäute, 2314 Kalbfelle und 178 Schaf⸗ felle. 4½ Prozent Badiſche Staatsanleihe von 1927 Die Ausloſung der Schuldverſchreibungen der zu 4½ʒ Prozent verzinslichen badiſchen Staatsanleihe von 1927 unterbleibt im laufenden Jahr. Die zur plan⸗ mäßigen Heimzahlung auf 1. Februar 1937 erforder⸗ lichen Schuldverſchreibungen im Geſamtbetrag von 1 079 000 RM. ſind, wie die Badiſche Staatsſchulden⸗ verwaltung bekannt gibt, durch freihändigen Ankauf erworben worden. Weitere Erhöhung der Zinkblechpreiſe ab 15. Januar Die ſüddeutſche Gebietsfachgruppe des Zinkblechhan⸗ dels, Frankfurt a.., ſieht ſich veranlaßt, den Grund⸗ preis für 100 Kilo Rohzink mit Wirkung vom 15. Januar um weiter.00 RM. zu erhöhen. Es iſt dies die vierte Erhöhung in dieſer Woche, und zwar er⸗ folgte die letzte am 14. d. M. um RM..50, um RM..75 am 13. d. M. und um RM..00 am 11. dieſes Monats. den Fortſchritt der Technik beſchleunigt und den wirtſchaftlichen Wohlſtand hebt. Bis dies erfüllt iſt, werden wir freilich manchmal etwas haushalten müſſen. Auf dem Gebiet der Motoriſierung heißt das, daß foff weiſe der überflüſſige Verbrauch an Kraftſtoff und Gummi etwas einzuſchränken iſt, wobei die Betonung auf dem Wort„überflüſſig“ liegt. Man darf eben nicht vergeſſen, daß das Tempo der Motoriſierung noch ſchneller war als das Tempo des Aufbaues der neuen Roh⸗ ſtoffinduſtrien! Die Zuſammenfaſſung aller Rohſtoffangele⸗ genheiten in der ſtarken Hand des Miniſter⸗ präſidenten Generaloberſt Göring iſt einer der bedeutendſten Entſchlüſſe unſeres Führers. Am gewaltigen Werk der Reichsautobahnen hat die Welt bewundernd erlebt, welche Leiſtungen die Zuſammenfaſſung aller ſchaffenden Kräfte her⸗ vorbringen kann, wenn bürokratiſche Hemmun⸗ gen und wirtſchaftlicher Eigennutz wegfallen. „Die deutſche Wirtſchaft ſteht nun vor einer ihrer größten Aufgaben. Der Vierjahresplan wird den Beweis erbringen, daß ſie nicht nur aus Soll und Haben beſteht, ſondern daß dort, wo es die Intereſſen der Nation erfordern, ſich Gedankengut durchſetzen ir* Durch den Nationalſozialismus iſt die Wirt⸗ ſchaft ſo ſtark geworden, daß ſie nunmehr ihre Verpflichtungen gegenüber der Allgemeinheit, gegenüber der Nation, erfüllen kann— und dieſe Verpflichtung wiegt ſtärker als die Rück⸗ ſicht auf Aktionäre. Schließlich bietet der Vierjahresplan noch die ſchönſte Gelegenheit, den Aufbau der gewerb⸗ lichen Wirtſchaft mit tätigem Leben zu erfüllen, denn es ſoll ja keine ſtarre Organifation und keine ſchwerfällige Bürokratie walten, ſondern die Wirtſchaft ſoll aus freier Schöpferkraft, dem Staate dienend, und ihm verpflichtet, das große Werk vollöringen! Erfüllt von der hiſtoriſchen Größe dieſer Aufgabe ſind wir davon überzeugt: der un⸗ erſchütterliche Wille nationalſozia⸗ Geiſtes wird den großen Plan z um guten Ende führen— in eine beſſere Zukunft, in die wirt⸗ ſchaftliche Freiheit und Unabhän⸗ gigkeit Deutſchlands!“ Dringlichkeitsbescheinigungen für Auslandsreisen Da die Verſchärfung des Reichsmarknoten⸗ und Scheidemünzeneinfuhrverbots eine Aenderung der Be⸗ ſtimmungen über die Ausſtellung der Dringlichkeits⸗ beſcheinigungen für Auslandsreiſen notwendig macht, iſt den Dringlichleitsbeſcheinigungen ab 15. Jan. 1937 ein„Ausweis für die Wiedereinbringung nichtver⸗ brauchter deutſcher Hartgeldbetrüge nach Deutſchland“ beizugeben. Unter Aufhebung der Ré 182/35 DSt.⸗ UeSt. und RE 52/36 DSt.⸗UeSt. hat der Leiter der Reichsſtelle für Deviſenbewirtſchaftung daher mit Wir⸗ kung vom 15. Januar 1937 in einem weiteren Rund⸗ erlaß Nr. 8/37 DSt.⸗Ue.St. vom 12. Januar 1937 neue„Richtlinien für die Ausſtellung der Drineich⸗ keitsbeſcheinigungen für Auslandsreiſen“ herausge⸗ geben. Danach ſind die von den Grenzzollſtellen ein⸗ zuſendenden Dringlichkeitsbeſcheinigungen ſorafältig daraufhin zu prüfen, ob ſie dieſen Richtlinien entſpre⸗ chen. Um dies zu erleichtern, ſind die Grenzzollſtellen angewieſen, die Dringlichkeitsbeſcheinigungen, die ſie als nicht im Einklang mit den Richtlimien ſtehend an⸗ ſehen, getrennt von den übrigen unter beſonderer Kenntlichmachung an die Deviſenſtellen zu überſenden. Den Grenzzollſtellen iſt es jedoch nicht geſtattet, Dring⸗ lichkeitsbeſcheinigungen deshalb die Anertennung zu verſagen, weil ſie von den Polizeibehörden etwa im Viderſpruch zu den Richtlinien erteilt worden ſind, Dringlichteitsbeſcheinigungen, die auf Beträge über 50 Reichsmarl hinaus lauten, ſind jedoch nur in Höhe von 50 Reichsmark anzuerkennen. Dringlichkeitsbeſchei⸗ nigungen, deren Erteilung nicht im Reiſepaß(Frem⸗ denpaß, Nanſenausweis) vermerkt iſt, ſind nur gegen Nachholung der Eintragung durch die Grenzzollſtellen zuzulaſſen. Als öfſentlich⸗rechtliche Berufsvertretungen ſind ge⸗ mäß Ri. 280 Abſ. 1 zur Ausſtellung von Dringlich⸗ keitsbeſcheinigungen für Geſchäftsreiſen zugelaſſen: Die Induſtrie⸗ und Handelskammern, und zwar allgemein, nicht nur unter Beſchränkung auf ihre Mitglieder, die Handwerkslammern, die Rechtsanwaltskammern ſowie Patentanwaltskammern und folgende Stellen aus dem Bereich der Reichskulturkammern: Reichskammer der bildenden Künſte, Reichsfilm⸗, Muſik⸗, Preſſe⸗, Schrift⸗ tums⸗ und Reichstheaterkammer, ferner iſt der Reichs⸗ ſportführer ermächtigt, im Rahmen monatlicher Höchſt⸗ beträge Dringlichkeitsbeſcheinigungen für Reiſen zu ſportlichen Zwecken auszuſtellen und die gleiche Er⸗ mächtigung wurde dem Volksbund Deutſche Kriegs⸗ gräberfürſorge e. V. für Reiſen zum Beſuch von Kriegsgräbern durch Angehörige der Gefallenen erteilt. Die den Ortspolizeibehörden erteilten neuen Richt⸗ linien finden auf die von dieſen Stellen zu erteilen⸗ den Dringlichkeitsbeſcheinigungen ſinngemüäß Anwen⸗ dung. Neben einer für eine Reiſe in Anſpruch genom⸗ menen Einzel⸗ oder allgemeinen Genehmigung darf eine Dringlichteitsbeſcheinigung nicht in Anſpruch ge⸗ nommen werden. Dringlichkeitsbeſcheinigungen können auch für Reiſen nach Ländern erteilt werden, mit denen Verrechnungs⸗ oder Reiſeabtommen abgeſchloſ⸗ ſen worden ſind. fhein-Mainische Abendbörse Behauptet Die Abendbörſe eröffnete ausgeſprochen luſtlos, und da der Auftragseingang weiterhin gering war, ver⸗ harrte die Kuliſſe in ihrer Zurückhaltung. Trotz der Geſchäftsſtille war die Haltung aber gut behauptet. Soweit Abweichungen gegen den Berliner Schluß ein⸗ traten, betrugen ſie nur Bruchteile eines Prozentes. Am Aktienmarkt nannte man IG⸗Farben mit 169, Ver. Stahl 120, Mannesmann 119¼, Mönus Maſchi⸗ nen 103 Geld. Auch die Rentenmärkte lagen ruhig. Kommunalumſchuldung 90.90 zu 91. Bis zum Schluß der Abendbörſe belebte ſich das Geſchäft in ſehr engen Grenzen. Auch die Kursände⸗ rungen hatten nur kleines Ausmaß. Ueberwiegend blieben die Aktienmärkte behauptet. Von Maſchinen⸗ altien kamen Mönus nach der Geldſtreichung von heute mittag bei größerem Umſatz zu 10339(100%) zur Notiz. Auf dieſer Baſis beſtand weitere Nachfrage. Am Rentenmarkt hatten Kommunalumſchuldung mit 91 bis 91.05 einiges Geſchäft. Auch Zinsvergütungs⸗ ——5 zu 95.10 und Städtealtbeſitz zu 117½ waren efragt. Nachbörſe: JG⸗Farben 168¼9, Verein. tohl 1201½, Hapag 16½, Mönus 103½ Geld. Heute Freitag nächmittags u. sbends mitgiied der 5 ENMMV UND TOUIis auf 4 Tenzilöchen ber Berliner„Wintergarten“ inserierte kütz ien das Gastspiel dei 11 Deutſchen— — berünmten Musikal-Clowns Emmy und łkouiĩs: 5 Seit Grock und Rivels hat Berlin nicht mehr s0 gelacht wie über W 5 EMMV UNODO LTOUis.* premiere MOrgen ꝛ20.0 un-&ete Dfœlʒ 2¹ AVvorverkaul: Libelle-Kasse, Fernruf 22000— neute 16. Uhr: Kinder-raskenbalt leute Kanpena bend Färberei Kramer Gabriele Krieger Bingert& Co. Anfang:.11 Unr Fernsprecher 414 27 Fernruf Nr. 407 63/ 64. Neckarstadt-Ost- Fratrelstr. 3 Anmeldung: für alle Stufen. sg. Meerstener ————— Waldhofstraße 130 chem. Keinigung-Wäscherei Annahme in allen Stadtteilen TanzrevueinfiadiehwartIsamstag Matratzen leckarauerwaschanst. Eyer-Fendt 220 Guido Pfeifer Tattersallstraße 37. Sämsta 9 16. lanuar 1 bues at Gesellschafts- Ball 16. Januar in Preis uncdl Qualität einzig Friedrichstr. 68 Aufarbeiten billigsit Fernruf Nr. 482 20 Karten in Ruf Metallbetten rTel. 223 98— 8 12.155, b65 Tanzschule K..l. Helm 2017Matratzen-Braner, H 3. 2 Be0f0 Sshäfer LKolladen Schwetzingerstr. 130. Ruf 41477 MORGEN Annahme: Fürberei,— — ,“ rrnlichstr. 20 1 250 Zchule Stündebeek N 7, 8 Fernruf 23006 NMeue Kurse beginnen 5 chemische Reinigung *— 0— 21 Fernruf 517 6 Wiener Wäscherei en Mittwoch, 20. Januar Nusensaal Rosengarten Gefl. Anmeldungen erbeten.— Einzelunterricht jederzeit.*³ Ludwig Langer neparaturen Langerötterstr. 24. Tel. 537 73. Schule KMApp S222 ffee„e 4 2̃ss u Sanitäte Großhandlungen 2 18⁰² mursboginn: 18. 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Januar 1937: 4 Rosenmontag, den 8. februar, nachm. 2 Unr unnnssfhuet I 7 ere—33 163 brounanduna fr. 1 osel Auto-Sattler Spies 2 2 33 Miete F Nr. 11 1. Sonderm. F Nr. 6empf. für Maschinenstrickereien: sämtl. vorm. ert Merz im Nibelungensael Küche Fergpebnostel ——— acC0 11Z Nachf. Fernsprecher 242 46 270 Oper in drei Akte. Dichtung nach K 3, 24, Fernsprecher 287 83 3 naturlas., moderneI, 2 5 Lon, BiseitivaenfSabskichen. Sfhatst, Ennnorane, L Auto- und Wagenplanen 313 er Wen 8g RH. 128.-[Anana 20 ubr. Ende geg. 22.30 Unr Südld. Bewachunęs- Hch. Schneider Friedrich Gutmann 5= gesellsch. mbli., E 1,14 Schwetzinger Straße 128 e 255 6s ano 61150 rernsprecher Nr. 421 60 eeen Mannneim Fernsprecher 521 03 Hermann Fchmidt rettan n. Januar 1335. Oach- U. Schllesgesell Hddier- And Zuchunosmaschinen H.& H. Schüreck, F 2, 9 45 2 humn fJf B e f Wvege Schaft Mannheim mpfl. 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Hageneier.— Chef von⸗Dienſt: Helmuth Wüſt.— Verantwortlich für Innenpolitik: 45 Ar Wiesſchaltz 3570——— ür Wirtſchaftspolitik und Handel: Wilhelm Ratzel; für 3 1* Fewlalans: Frieech Karl S thum lerpöl Hön. und Privai-Handelsschule Feuilleton un eilagen: r. Wilhelm Kattermann; für den Heimatteil: Fritz Haas; für Lokales: Karl M. Danner, L. 15, 12 e Wii—+ 5 ber: die Ref—55 -Ausgabe: Wilhelm Ratzel; für die Bilder: die Reſſort⸗— ſchriftleiter, ſämtlich in Mannheim. Höhere Privat-Lehranstalt ———————— Spedition- Güterbestätterei Lastkraftwagentransp. Güter⸗ Sammelverk. n. all. gr. Plätz. Dr. med. Schütz u, Polle GmblH. 1. Tel. 225 67 l. Haus für Krankenpilegeartikel f J. Reichert, Söhne Ständiger Berliner Mitarbeiter: Dr. Johann v. Leers. Institut Schwarz Bahnspediteure i Berlin⸗Dablem. Sexta.Oberprima. Abendschule Autobedarf Fernsprecher 355 11 Sareg und Kami IVerner, Schriſtlerung; Hans Grat, Meiſchach, Berlim 57„„ SwW 68. Ebarlotienſi 15 ahden fümtlicher Original⸗M 3. 10. Eernrui 239 21. 8 2 diesf 10 t 1 die beiden Neisterærtisten mit ihrem konłurrenz- erichte verboten. f alls lesfe Srwertung iristt Sprechſtunden der Schriftleitung: Täglich 16 bis 17 Uyrſſnstitut und Pensionat losen equilibiistischen Bolencealt, holſten die laußer Mittwoch, Samstaa und Sonntagp Sigmund 4 5 9 Lamesstrane 8—— Zuschàuer in atemloser Spannung. 3 7 F 1 N 9 Karl Kreſ3 Verlagsdirektor: Kurt Schönwitz, Mannheimſſham Schloß. Fernruf 217 42 ernruf Nr. 4071 i rechtzeitig eine Ein- I Drug und Verlag: Hatentreuzbanner⸗Verlag u. Drucerei Tag- und Abendschule in eeee or i 100 fab Brpnian Feinſre. Aaict Sdlen Vertgzeen. r(außer Samstag und Sonntag): Fern 5 4 Nr. für Verlag und Schriftleitung? Sammel⸗Rr. 354 21.[ Prwat-Hanclelsschule Frz. B ucher, U 6, 24 3 aK 5. Für den Anzeigenteil verantw.: Kart Heberling, Mhm. 1 Back- und Zuckerwar Eintrittsprois: Kinder bis 14 Janre 30 pig. Vinc. Stock, M 4, 10. Fernsprecher 248 96 4 len uüber 14 Jahre und Erwachsene 50 Pfennig! 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Januar 1937 Schweizeriſche Lebensverſicherungs⸗ und Rentenanſtalt Begirisdirektion Karleruhe, Kaiſerſtraße 241, Tel. 1142 und Deine Familie durch Ab⸗ ſchluß einer Familienverſicherung bei der Anſtalt des Kontinents In Deutſchland eingeführt ſeit 1860 (Mitglied der Wirtſchaftagruppe Privai⸗ Verſicherung größten Gegenſeitigkeits⸗ Todesanzeige Allen Verwandten und Bekannten die traurige Mit- teilung, daß unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Grohßmutter und Tante, Frau Hatharina Lhrnardi 2 CD. Hohr am Mittwoch, 13. Januar, nachm. 4 Uhr, im 79. Lebens- jahre von ihrem langjährigen Leiden erlöst wurde. Mannheim, den 14. Januar 1937. In tiefer Trauer: gcorg Ehrnardi und Familie Gcorg hnienel und Enkel Familic MHohnr Die Feuerbestattung findet am Samstag, mittags um 12.30 Uhr, im hiesigen Krematorium Statt. E„ Statt besonderer Anzeige Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht, 38 7m Buchen; Wellen: verschiedenes Amtl. Bekanntmachungen Es iſt beabſichtigt, den Feldweg Lab. Nr. 1071 zwiſchen der Ulmen⸗ ſtraße und dem Sammelbahnhof auf⸗ zuheben. Gemäß 5 2 der Verordnung vom 9. September 1931 zum Vollzug des Straßengeſetzes wird der hierüber gefertigte Plan beim Vermeſſungs⸗ und Liegenſchaftsamt hier, Zimmer Nr. 44, während zwei Wochen offen⸗ gelegt. Mannheim, den 11. Januar 1937. Der Oberbürgermeiſter. 1. Holzverſteigerung Nächſten Montag, den 18. Januar 1937, nachmittags 1 Uhr, läßt das un⸗ terzeichnete Rentamt in der Wärtſchaft „Zum Birkenauer Tal“ in Birkenau folgendes Brenn⸗ und 43˙9 aus dem Diſtrikt Rohrbacher Wald öfſent⸗ lich meiſtbfetend verſteigern: a) Brennholz Scheiter; Arm Buchen, 4 um Eichen, 6 rm Kieſer. Knüppel: 12 rm Buchen, 35 rm Birken, 1 im Eichen, 30 rm Kiefer, 5 rm Fichten. b) Nutzholz Stümme: 1 Buchen 4. Kl., 3 u W 2. Kl., 1 Gichen 3. Kl. 4 Birken.Kl. 3 Biften 2. Kl.— Derbſtangen: 3 Weißtannen 1. Kl., 615 Fichten 1. Kl., L 2. Kl., 1266 Fichten 3. Kl. — Reisſtangen: 1215 Fichten 4. Kl., 745 Fichten 5. Kl., 570 Fichten 4. Kl,, 110 Fichten 7. Kl.— Reiſerknüppel: Aurm Fichten(2,5 m lanag). Die blau unterſtrichenen Nummer kommen nicht zum Ausgebot. E wird erſucht, das Holz vorber zu be⸗ ſichtigen. Das Brennholz wird zuerſt verſteigert. Auskunft: Waldwärter [Müller in Birkenau i. Odenw. 2. Holzverſteigerung Nächſten Dienstag, den 19, Jonuar 1937, nachmittags 1 ühr, läßt? das unterzeichnete Rentamt in der Wirt⸗ ſchaft„Zum Engel“ in Birkenau ſol⸗ 30 gendes Nutz⸗ und Brennholz aus den Diſtrikten Lehenwald und Füchſenhecke föfentlich meiſtbietend verſteigern: 1. Diſtritt Lehenwald Stümme: 1 Akazien.Kl., 1 Akazien irken 2. Kl., 1 Kieſern Kl.— Scheiter; 7 rm Kieſer.— knüppel: 6 rm Ak igien, 4 im Aſeſer, 2. Diſtrikt Fuchſenhecke Scheiter: 25,1 rm Buchen, Knuppel: 0 K. Die blau unterſtrichenen Rummern IHeommen nicht zun Ausgehot. Es wird erſucht, das Holz vorhex einzuſehen. Auskunft: Waldwärter Kadel in Bir⸗ fenau im Odenwald. Birkenau i. Odw., 12. Januar 1937 reiherrlich Wamboldt v. Umſtavtſches Rentamt, Bei der in unſerer Ausgabe Nir. 20 vom 13. Januar 1937 ent⸗ Ihaltenen Erklärung eines Herrn Rich. Geiß handelt es ſich nicht HAllTIIIKEN FIELHTE T Croma u. Soiſo.dio vornõꝗ Michaelis-Drog., Fr. Becker, G2, 2; Storehen-Drosg., A. Gotzmann, Markt⸗ platz, H 1, 16; Drogerie Ludwig& Schütthelm, 0 4, 3, u. Filiale Fried- riehsplatz 19; Schloß-Drogerie I. Hüchler, L. 10, 6; Drogerie L, Heitz- mann, Käfertal, Kurze Mannheimer⸗ strahe 43a; Merkur-Drogerie, H Merekle, Gontardplatz 2; Drogerie ., Stutzmann Nachf., Qu 1, 16; urfürsten⸗Drog, Th. v. Eichstedt, N3Z,;: Zeppelin-Drogerle 0, Steg⸗ maper, Zeppelinstraße 47; Neuost- heim-Drogerie O, Sieberling, Dürer- strahe 14. Katzenfelle (Winterpelze) bei Rheumatismus, Gicht und Hexenſchuß beſtens be⸗ währt.,— Stück von 90 Pfg. an. Katenſellſohlen gegen kalte Füße. glorthen⸗Orogerle vuz“ H 1. 16 Nnnnes Lulmimensuin Mn-In ————— e. V. Die aul kommenden Samstag, den 10, de. 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Für die uns bei unserem unersetzlichen Verlust anläßlich des Hinscheidens meiner lieben Gattin, treusorgenden Mutter, Tochter, Elmil öthffe* I. 17 Zchuberl,.4 Schwester, Schwägerin und Tante, Frau Mannheim— Fernruf 200 46 Immobilien, nhoistr. 4 Ausſtellungsraum u, Reparatur⸗ Fernruf 230 44. her 242 46 werk jetzt nach: Fahrikſtation— 61 180 V) Fernruf 423 35,(31 294 V M. 200.- LIsabein loc geb. Straub Kaufgesuche Akaß Slalt Hariten! —— Danlksagung — ann Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme erwiesene liebevolle Anteilnahme sprechen wir hiermit unseren 3 als Darlehen von beim Heimgange meines liehen Mannes, unseres zuten herzlichen Hank aus. Besonderen Hank der hilisbereiten, aufopfern- Jimmer⸗ r er 321 03 Vaters, Schwiegervaters und Großvaters, Herrn den Behandlung des hesongten Herrn Prolessors und den Aerzten. Alkgoldſt Klhen Lerh, J 0 sowie der hingebenden Pflese der kath. Schwestern und Herrn bon 0 b ſchrift, u. 31 454“ ——— Wilnelm Mutz Prediger Dr. Weiß für seine ersrelienden und tröstenden Worte Altſilbe III an d. Verlao d. B. K, F2, 9 und der NS-Frauenschaft für die der Verstorbenen erwiesene b ſmieeen palzelschrelur 1. n. letzte Ehre. Friedensmark. Sevpich Lea, 2 24 sagen wir unseren tiefgefühlten Hank. Besonders dan- Mhm.-Waldhof, Stuttsart-Cannstatt, den 14. Januar 1937. Reellſte Bedienung NM. 150* Aujer, eg. 10 ken wir dem hochw, Herrn Stadtpfarrer Matt, dem Vertreter des Polizeipräsidiums, der Schutzpolizei, dem Kameradschaftshund und der Gesanssabteilung der Polizeibeamten sowie dem Kleingartenverein Mann— heim-Ost und allen denen, die dem lieben Verstorbe- 12 Mir. lang, ge⸗ braucht,* ſoſort gegen gute üterhalten, ausſHZinſen u. monat⸗ Privathand znu lüche Rückzahlung kaufen geſucht. geſuht. Offert. mit Preis In tiefer Trauer: Martin Koch und Tochter lrene. Famille Johann Strauß. Anna Herrigel geb, Strauß Läzar Fesenmever PI. 9. Nr. IV 6506. enfabril nen das letzte Geleit gaben. Auch allen Blumen- und Eugen Herrigel nebst Kindern umörlag d3. B e 2 - Anstalt Kranzspendern sei an dieser Stelle herzlichst gedankt. und Verwandte.—+νονι- an.berag 5 Walter, In- Mannheim, den 15. Januar 1937. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Anna flulz Wwe. — Tel. 511 40 — — Viele— Stan besondeter Anzelgel f ffF 4 3 — Nach schwerem Leiden entschlief heute nacht mein lieber areneeneeeneeneeehenen henenasgcbannmaner,anantpenaungneen + nne Danksagung Gatte, unser guter Vater, Herr j 1 Zei 5 ure Nach dem Heimgans meines lieben Mannes und„ oiner Zeitung aprechen er 355 11 Vaters, Herrn ETr Verwoltungsellrokter I. R. Mannheim(Sophienstraße 16), den 14. Januar 1937. In tiefer Trauer: Frau Annd Flscher Annamarie Fischer Dr. mecl. luise Fischer Die Feuerbestattung findet am Samstag, den 16, Januar 1937, um 12 Uhr, statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu nehmen. dein Insertionsmert. In OSHar Brunmuner danken wir allen Verwandten und Bekannten, der Firma Bopp& Reuther, den Kriegskameraden und Flugwachen sowie den Hausbewohnern für ihre Teil- nahme und Kranzspenden. Besonderen Dank Herrn Dr. Traumann und den Aerzten und Schwestern des Diakonissenhauses für ihre Pflege. Johanna Brühmüller U. Tochfer Hildegard Manuuleim lat weitaus die in eisten Namilienauseigen das„Hakenkreuzbanner“ dis nationalsosialistische Heaimaineitung Eine Auswahl gespielter sehr gut er⸗ halten u. schön im Ton Kunststraße 0 3, 10 Von den letzten Treibjagden ganz und zerlegt flagout ½ kg 75, REH Schlegel und Rüchen AlSREKHT scnoENHAS RE GIE: J05EF VoX BSAkr NHuStK: THEO HACKEBEN EIN HAOE STIC- Filxi DER TOBᷓ DOοφ Gonz gelòst und heiter, herrlich in Seiner leichtigłeit, erregt dieser netvortegend besetzte und ge- Splelte lustspielfilm helles Entzul- hen. Das funlelt und blitzt nur 5o von charmanten kintöllen, da wird— jede Szene“, z um Genub! TRESI RUDOTPH kRlcHFikblEs E ENST LEGAI 5. O. 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Ebhecke „Ach, ich hob' sie je nur auf die Schulter geküßt“-„Ich knopfte manche zorte Bande“-„Ich setz den Foll, ich wr, durchaus nicht hoch. geboren-oalle die wundervollen Lieder łlingen wieder auf in dieser herrlichen UfA-Operette. im Vorprosromm: Neueste Deulig- Tomy/ oche und der herrliche Kulturfilm der Ufa:„Wilne“ .00 .35 .35 .40 LIl Dagover Karl Schönbech Kabine pefers lieraldine Matt Hedwig Dleibtren faaav Eine reife u. schõne Frau sleht sich in einem Widerstreit ihrer Gefühle verstrickt, der sie zwingt, sich für ihre halberwachs. Kinder od. für den zweiten Mann und eine neue Zukunft entscheiden zu mũssen. Voteruduf taglich on der Tnecteress Heute Premiere! .30 Unr .00 .45 Füf zugendfichenicht zugelsssen! U FA-PATLAST INIVERSCII lanuanuadaadaaau Eing. nur U1, 7 95⸗Klein⸗ —— Hacht Vorstellungen Beginn 23.00 ſhr Das echte Afrike mit seinen Geheimnissen Baboona it mmum Turr Iind iia Der packende Afrika-Tonfilm von Mariin und Osa Johhson zeigt Afriles wie es wirklich ist, von der Tonkamerò in zeinen geheimsten Winkeln belauscht. LAeniich. uirmgenl, Irterialenl L Preise der Plätze ab RNM..S80 Ura-PArAsT AI führende Worte von Kriminalober- inspektor Seh wab, Leiter der Vfie Beachten sie auch die Vergnügungsan- zelgen auf der drittletzten Selte. Llehtsplilele Mennheim-Neckefau Dos modeme Theater im Suden der Stadt Bes. O. OO, So..50 2 Film- Aondenorstelungen Zzum Tag der Deutschen polizel wamih, 1 f. lan. 2 1 ln nun Lonntag, den 17. Ian., fl. 30 Uhr vorn. Programmfelge: I1. die neueste Ufa-Tonwoche mit Aufnahmen von Schauübungen der Berliner Polizei 2.„Der Tag d. Deutschen polizei · Dr. Leiber, Mannheim rungsrat Schüffner, Verkehrs- Mannheim 4, Trau— schau— wem über Stellenvermittlungsbetrug 5. Die lokomotivenbraut Ein Kri- einem Hochstaplerall Zu den Kriminal- Kurzfilmen ein⸗ Kriminalpolizei Mannheim nioht zugelassen. UrA-BALAST GIHIöxfxun mit interessant. Ufa-Kriminalton ilmen aus der kriminalpolizeilichen Praxis Einfünrende Worte Regierungsrat 3.„Aulgaben d. Verkehrspolizei · Vorttag m. Lichtbildern von Regie- referent des Polizei-Präsidiums Ein Kriminal- Kurzfiim der Ufa minal- Kurzfilim der Ufa nach 6. letzte Grüße von Marie Einf Kriminal-Kurzfilim der Ula nach? einem außergewöhnl. Betrugsfall Fllr lugendliche unter 14 Jahren Hlabeits-kiniriksmieis H.50 Uld-Fiim-Halender 1837 erhältlich am Zeitungsſtand U 6, 4. gegenüb. Planzenhof. ———————— Verlag u. banner“ A Trägerlohr eld. 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