April 1987 „Au 7, 29 ſis0hf0 „ ½ kg 339 „ ½ kg 453 „ ½ kg 30 0 2. ½ kg 223 2. ½ kg 30 3 nsprechet: 110 U. 25913 ———— ourenmodel 33.75 enrsd. 47.50 hrom-NHodell 553.75 berwogel,, 60.50 Zeppelin,, 69.50 Aodell.„ 74.50 dort..„ 87.50 57, Chromrod 64.50 id Chromrod 62.— werwurtlichen rad, komplett 67.50 ellrad ,,„ 90.— e weſtmorle rod.. 64.— erer wöhlt, Zufrieden ourentrsd 64.— Stropòzier,, 79.50 zubilöums,, 90.— otorfohrrãder 148.75 ahrrad. 200.— achs- M. 32— orfshrrõder: Anz hlung von Fik. 20.— ön reite sStröbe Nöhe Strohmaflt l ade TAPETEN vot ger? Nun, des oas AFiGNaAsGalisfisckE ——30 —* — 3 Verlag u. Schriftleitung: Mannheim, R 3, 14/15. Fernſ ——— die Woßt 220 RKm Teinfe—6,2 If. Woſtzerkungs ebühr) zuzügl. 72 Pf. Beſtell⸗ 4.(e f 5 4 2— 496 25 F afl..70 Rl. A 3 Träger⸗ rägerlohn; gab. Ausgäve Berſch. wöchi. 7mai. Bezugspreiſe: 15 n; durch die Poſt t die Zeitung am Erſcheinen(auch d. höh. Gewakt) verhind., Früh Ausgabe A .⸗Sammel⸗Nr. 354 21. Das 9 .70, RM,(einſchl. 50,96 Pf. Poſtz — 1 4— E Art N5 7 Anzeigen: amt e: Die 12 alt. Millimeterzeile 10 4 1 Ler 2 W. Schez einöe mer Au 185 Die 17 2 e: Frei Haus monail..20 R. u. 50 zeflungzgebüht) zusnok. 47·5½ Kefenoed— eitun*.— 5 bolkedt lein Mäͤſpr auf Elirſchudigung. * N 4* 8 —— H, aN A tteil 45 P wetzinger unt e Ausſchließl. Gerichtsſtand: Mannheim. Po 7. Jahrgeng M ANNH EIM uommor 150 8 ie Ageſpaltene imetechei e im Textteil 18 Pf. Be Schluß der Frühaüsgabe 18 Uhr, Abendausg. 12.8 Männheim, g 3, 14/15. Fernſprech⸗Samm I⸗Nr. 354 21. L 5 ch. tſcheckkonto: Luhwigshäfen 4960 Do meterzeile zeile 4 4 Wiederh 5 e. geigen⸗Annahme: 33 Mannheim. tlagsort Mannheim. Freitag, 2. April 1937 Zahlungs⸗ un Tele framoſche Pakwfennve m Balgrod eber numänien und die Tſchechei wird ein Umbau der fleinen Entente verſucht Der politiſche Tag Wir freuen uns, hier eine Zeitungsſtimme verzeichnen zu können, die die Stellungnahme der führenden politiſchen Kreiſe Ungarns zu der Belgrader Konferenz der Klei⸗ nen Entente, insbeſondere zu der weiteren Entwicklung des ungariſch⸗jugoſlawiſchen Ver⸗ hältniſſes, klar zum Ausdruck bringt. Der „Peſti Hierlap“ bezeichnete geſtern in ſeinem Leitartikel zunächſt den noch beſtehenden Zu⸗ ſammenhalt zwiſchen den drei Mächten der Kleinen Entente als ein diplomatiſches Kunſt⸗ ſtück, da es an ſich unmöglich ſei, die Inter⸗ eſſen dieſer drei Völker auf einen gemein⸗ ſamen Nenner zu bringen. Die bisherigen Ge⸗ ſichtspunkte des Zuſammenſchluſſes dieſer drei Staaten gehörten ſeit der deutſch⸗jugoflawi⸗ ſchen Freundſchaft und dem jugoſlawiſch⸗ita⸗ lieniſchen Vertragsabſchluß der Vergangenheit an, Das einzige, heute noch alle drei Staaten gemeinſam berührende Intereſſe ſei die un⸗ gariſche Reviſionsfrage. Auf dem Wege kluger Verhandlungen könnten jedoch die zwiſchen Ungarn und Jugoſlawien noch ſchwe⸗ benden Fragen gelöſt werden und zwar in dem gegenſeitigen Bewußtſein, daß die Gren⸗ zen und die Wirtſchaftsintereſſen Jugoſla⸗ wiens durch Verhandlungen mit Ungarn über Gebiets⸗ und Wirtſchaftsfragen in keiner Weiſe gefährdet würden. Jugoſlawien könne uneingeſchränkte Erfüllung ſeiner Intereſſen heute nur von Italien und Ungarn erwarten. Der Platz Jugoſlawiens ſei daher heute nicht mehr an der Seite von Bukareſt und Prag, ſondern an der Seite von Rom und Budapeſt.— Wir haben dem nichts hinzuzufügen, zumal auch unſere neue⸗ ſten Berichte aus Belgrad ganz im Sinne die⸗ 4 ſer ungariſch⸗jugoſlawiſchen Annäherungsbe⸗ mühungen liegen. X Die„School Journey Association“, die große engliſche Organiſation für Schü⸗ lerreiſen, veranſtaltete in den letzten Ta⸗ gen eine Fahrt, die 670 engliſche Schulkinder ins Rheinland führte. Schon öfter be⸗ ſuchte engliſche Schuljugend im Rahmen der Reiſen dieſer Organiſation Deutſchland. Sel⸗ ien aber war eine ſo große Anzahl engliſcher SGchüler und Schülerinnen zu gleicher Zeit in Deutſchland. Betreut von HJ⸗Jungen und BDM⸗Mädel, genoß die engliſche Schuljugend den anbrechenden Frühling an den Ufern des deutſchen Rheins. Und daß ſie ihn genoß, haben nicht nur diejenigen erfahren, die mit der engliſchen Jugend und ihren deutſchen Ka⸗ meraden im Rheinland waren, das zeigen auch ie Berichte der engliſchen Zeitungen über dieſe ell erklört:„Weil es e ſepeten sind, de Sie sich wünschen. %8 breise Sha baren Gegenſätzen“ geſprochen wird, beſondere Beachtung. duch!“- imer ZStraße 46 Fahrt. Es waren zweifellos„waſchechte“ junge Briten, die weit davon entfernt waren, ihren inſularen Maßſtab abzulegen, als ſie mit der Schulreiſegeſellſchaft auf Fahrt gingen. Aber ſie ließen eines zu Hauſe, weil ſie es nicht lannten und weil es bei der echten Jugend bieſen Begriff nicht gibt: Voreingenommenheit. Wenn ſich in den Oſtertagen am Rhein eng⸗ liſche und deutſche Jugend in aufrichtiger und froher Kameradſchaft die Hand keichte, ſo verdient dieſe Tatſache gerade im jetigen Augenblick, wo von gewiſſer auslän⸗ diſcher Seite immer wieder von„unverein⸗ Es iſt eine alte Tatſache, daß gerade bei der vorwärtsſtrebenden Jugend eines Landes die für eine Nation kennzeichnen⸗ bden Eigenſchaften am kompromißloſeſten ver⸗ treten werden. Die Unvereinbarkeit der Auf⸗ ſaſſungen zweier Länder hätte alſo gerade bei der Jugend in Erſcheinung treten müſſen.. Jugoſlawien zeigt kein Intereſſe stotze wuw. Buans Vonunserem noch Belgrodentsondfen ecs-Verffeftey Belgrad, 1. April. Belgrad iſt ſeit geſtern zum zweiten Male innerhalb von acht Tagen Konferenzort. Dies⸗ mal ſind es die Außenminiſter der Kleinen Entente, die in der jugoſlawiſchen Haupt⸗ ſtadt zu einer ſeit längerer Zeit vorbereiteten Tagung zuſammengetreten ſind. Während der Beſuch des italieniſchen Außen⸗ miniſters Graf Ciano der Bevölkerung Bel⸗ grads Anlaß gab, überaus lebhaften Anteil an dem Verlauf und dem Ergebnis der italieniſch⸗ ſüdflawiſchen Verhandlungen zu nehmen, iſt die völlige Intereſſenloſigkeit auf⸗ fallend, die der Zuſammenkunft der Außenmini⸗ ſter der Kleinen Entente von ſeiten der Bel⸗ grader Oeffentlichkeit entgegengebracht wird. In politiſchen Kreiſen verhehlt man ſich offenbar auch nicht, daß die Konferenz der Kleinen En⸗ tente augenſcheinlich nur platoniſche Be⸗ deutung hat, da nach den jüngſten Ab⸗ machungen zwiſchen Südſlawien und Italien die Entſcheidungen ſchon gefallen ſind, die im Rahmen der politiſchen Entwicklung der näch⸗ ſten Zeit im poſitiven Sinne überhaupt mög⸗ lich waren. Die jetzige Konferenz der Kleinen Entente kann daher kaum irgendwelche prak⸗ tiſche Ergebniſſe zeitigen, es ſei denn, daß ge⸗ wiſſe franzöſiſche Manöver,, die ſchon am erſten Konferenztage deutlich zutage traten, zu irgendwelchen Rückwirkungen führen. In gut unterrichteten Kreiſen verlautet, der Hauptgegenſtand der Belgrader Beratungen ſei die Frage einer Erſetzung der bisherigen Ver⸗ träge der Kleinen Entente durch zweiſei⸗ tige Hilfeleiſtungsverträge zwiſchen je zwei Mitgliedsſtaaten der Kleinen Entente. Die Anregung dazu gehe— wie offen zugegeben wird— von Frankreich aus, das mit einem der⸗ artigen Vorſchlag vor allem die tſchechoſlowa⸗ liſche und rumäniſche Politik miteinander in Uebereinſtimmung bringen wolle. Bekanntlich hat der rumäniſche Außenminiſter bei ſeinem kürzlichen Beſuch in Paris ausdrücklich darauf hingewieſen, daß ſich Rumänien zu einer Hilfe⸗ leiſtung zugunſten der Tſchechoſlowakei einzig und allein in dem zweifellos äußerſt hypothe⸗ tiſchen Falle eines„ungariſchen Angriffs“ ver⸗ pflichtet fühle. Im Falle eines tſchechiſch⸗deut⸗ ſchen Konfliktes oder im Falle tſchechiſch⸗polni⸗ ſcher Differenzen ſei Rumänien an keine ver⸗ traglichen Verpflichtungen gebunden, der Tſchecho⸗ ſlowakei zu Hilfe zu eilen. Das fiauptziel der Belgrader ſionferenz Durch dieſe ausdrückliche Feſtſtellung— ſo wird hier offen zugegeben— hat man in Paris erkannt, daß eine völlige Aenderung des Status der Kleinen Entente herbeigeführt werden müſſe da ſie in ihrer augenblicklichen Form praktiſch keinen wirklichen Zuſammenhalt mehr habe. In Prag ſollen daher bereits anläßlich des Beſuchs des rumäniſchen Außenminiſters Tartares cu bei der tſchechiſchen Regierung Verhandlungen über dieſen Punkt gepflogen worden ſein. Auf fran⸗ zöſiſche Initiative ſei dabei zum erſten Male der Gedanke eines zweiſeitigen tſchechich⸗ rumäniſchen Hilfeleiſtungsvertrages erörtert worden. Inzwiſchen hat Moskau bekanntlich eben⸗ falls auf franzöſiſchen Druck hin den Ver⸗ ſuchsballon eines Entgegenkommens in der beſſarabiſchen Frage hochgelaſſen, ſo daß ſich als einzige Lücke in dem neuen Bündnisſchema lediglich noch die Haltung Jugoſlawiens erweiſt, das bekanntlich bisher jedes Zu⸗ ſammengehen mit Moskau und jede andere Bindung, die zwangsläufig darauf hin ⸗ auslaufen müßte, ab gelehnt hat. Man geht wohl kaum fehl in der Annahme, daß es ſich bei den Belgrader Beſprechungen im Augenblick vorwiegend darum handelt, feſt⸗ zuſtellen, ob ſich Südſlawien einer Neuregelung des Vertragsſyſtems der Kleinen Entente an⸗ ſchließen will oder nicht. Von dieſer ſüdſlawi⸗ ſchen Entſcheidung würde es dann abhängen, ob die neue Form der zweiſeitigen Hilfelei⸗ ſtungsverträge Wirklichkeit wird oder nicht. In dieſem Zuſammenhang ſei gleich geſagt, daß auf Grund der gegenwärtigen Lage we⸗ nig Ausſicht dafür beſteht, daß ſich Jugo⸗ flawien mit den von Paris gewünſchten ein⸗ ſeitigen Bindungen belaſtet, nachdem es eben ein Abkommen mit Italien getroffen hat, das gerade eine Verſtändigung mit Ungarn ſozu⸗ ſagen zwangsläufig zur Folge haben dürfte. Das bedeutet aber praktiſch, daß Jugoſlawien über ſein gutnachbarliches Verhältnis zu Ru⸗ mänien und zur Tſchechoſlowakei hinaus über⸗ haupt keinerlei Bindungen einzugehen wünſcht, die es zwangsläufig in eine neue Frontſtellung— wie ſie ſich aus dem neuen Pa⸗ riſer Paktſyſtem ganz automatiſch ergibt— ge⸗ gen andere Staaten hineinbringen würde. VDon Hauptamtsleiter E. hilgenfeldt Reichsbeauſtragter für das WHW Wenn in dieſen Tagen das Winterhilfswerk des deutſchen Volkes für die Wintermonate 1936/ 37 ſeinen Abſchluß gefunden hat, ſo heiß: das nicht, daß mit Ablauf dieſes Tages das Winterhilfswerk verſchwindet und erſt mit Wintersanfang von neuem auftaucht. Nein— es wirkt auchüber dieſen Zeitpunkt weiter! Es ſoll hier nicht geſprochen werden von jenen Kräften volksgemeinſchaftlichen Han⸗ delns, die, einmal erweckt, immer wieder durch die Tat im Winterhilfswerk neuen Anſtoß emp⸗ fangen. Das weiß und fühlt ein jeder Deutſcher, denn es iſt ſein Werk, an dem er teil hat in dieſer oder jener Form. Der Blick ſoll vielmehr einmal gelenkt werden auf die verwaltungs⸗ mäßige Kleinarbeit, deren peinlichſt genaue Be⸗ wältigung mit eine der Grundvorausſetzungen für das Gelingen dieſes in ſeinem Umfang und in ſeiner Bedeutung bisher unerreichten Sozialwerkes iſt. Es iſt einleuchtend, daß das Winterhilfswerk nicht nur planvoller Lenkung, ſondern eben⸗ ſolcher ſorgſamen Vorbereitung bedarf. Nur organiſche Zuſammenarbeit auf allen Teilgebieten ſichert den Er⸗ folg des Werkes. Angefangen von der Pfundſpende bis zu den wirtſchaftlichen Groß⸗ maßnahmen der Kartoffel⸗ oder Kohlenverſor⸗ gung, von der Straßenſammlung bis zum ſo⸗ genannten Reichsausgleich der planvollen Auf⸗ teilung der WHW⸗ſMittel auf die einzelnen Gaue unter beſonderer Berückſichtigung ihrer Gegebenheiten— immer fordert das Winter⸗ hilfswerk von ſeinen hauptamtlichen wie ehren⸗ amtlichen Mitarbeitern vollſte. Einſatz be⸗ reitſchaft mit heißem Herzen und kühlem Kopf. Jeder iſt ein Rädchen im großen Getriebe dieſes Werkes, ſein Ausfall oder ſeine verminderte Leiſtung bedeutet eine Störung des Geſamtablaufes. So ſind die Mitarbeiter des Winterhilfs⸗ werkes auch in der Zeit eingeſpannt in die ihnen zugewieſenen Aufgaben, in der das Werk nicht an die Oeffentlichleit tritt. Die Abwicklungs⸗ geſchäfte des abgeſchloſſenen Winterhilfswerkes und die Ausarbeitung der Pläne für die kommenden Wintermonate neh⸗ men alle Kräfte in Anſpruch. Die Arbeit kann wohl vereinfacht, ſie kann aber nicht ſchematiſiert werden, wenn nicht das Winterhilfswerk zu einer ſeelenloſen Verteilerorganiſation werden ſoll. Bei allen Einzelmaßnahmen muß daß Prinzip der Lebendigkeit und Be⸗ weglichkeit zur Geltung gebracht werden. Immer wieder muß durch ſie das Bewußtſein geſtärkt werden, daß nicht die Verteilung von Mitteln des täglichen Lebensbedarſes das Ent⸗ ſcheidende iſt, ſondern daß hierbei das ſtolze, dr. fiodzas koſtbarer muſterkoffer So problematiſch alſo dieſer Teil der Bel⸗ grader Beſprechungen iſt, ſo hoffnungslos iſt zweifellos auch die Behandlung des anderen Programmpunktes, den der tſchechiſche Miniſter⸗ präſident Hodza in einem beſonders koſtbaren Muſterkoffer ſeinem Aufſenminiſter mit nach Belgrad gegeben hat. Es handelt ſich um nichts anderes, als um jenen etwas utopiſchen, aber mit einer um ſo größeren Propaganda aus der Taufe gehobenen„mitteleuropäiſchen Wirtſchaftsplan“, um deſſen Verwirkli⸗ chung man ſich gerade in jüngſter Zeit auf tſche⸗ chiſcher Seite beſonders lebhaft in Wien und Budapeſt bemühte. Es ſcheint, daß das kein ernſthafter Bera⸗ tungsſtoff für die Konferenz in Belgrad iſt, da die tſchechiſchen Pläne haarſcharf an den wirt⸗ ſchaftlichen Realitäten vorbeizielen und vor allem die Tatſache unberückſichtigt laſſen, daß eine Uebertragung gewiſſer politiſchen Reſſenti⸗ ments auf das wirtſchaftliche Gebiet noch grö⸗ ßeres Unheil anrichten kann als das Experi⸗ mentieren mit Bündnisverträgen und ähnlichen Scherzen. krafterfüllte Leben zum Leben ſpricht, daß die Gemeinſchaft des Volkes dem hilft, der nicht nur in dieſer Gemeinſchaft, ſondern für dieſe Gemeinſchaft lebt! Alle Planung würde jedoch nutzlos und alle Lenkung vergeblich ſein, wenn nicht eine ſtraffe Organiſation für die Durchführung der Einzel⸗ maßnahmen geſchaffen wäre. Ihren Ausdruck hat die Organiſation gefunden in der von dem Reichsminiſter für Volksaufklärung und Propa⸗ ganda Dr. Goebbels auf Grund des Geietzes vom 1. Dezember 1936 beſtimmten Verfaf⸗ ſung für das Winterhilfswerk des Deutſchen Volkes vom 24. März 1937. Dieſe Verfaſſung gibt in knapper, klarer Zeichnung den Aufbau der Organiſation wieder, wie ſie im Jahre 1933 grundſätzlich feſtgelegt wurde, als der Führer Mannheim „Hakenkreuzbanner“ 2. April den Befehl zur Durchführung des erſten Winter⸗ hilfswerks an Dr. Goebbels erteilte. Die enge Verbundenheit des Winterhilfswerks zur Rs⸗ DAp kommt in der Verfaſſung nicht nur durch die der Hrganiſation der RSdAp entſprechende gebietsmäßige Einteilung in Reich, Gaue, Kreiſe, Ortsgruppen, durch die Mitwirtung der Gauleiter bei der Ernennung und Entlaſſung der Gau⸗, Kreis⸗ und Ortsbeauftragten für das Winterhilfswerk zum Ausdruck, ſondern vor allem in der Uebertragung des Rech⸗ nungsprüfungsweſens auf den Reichsſchatzmeiſter der N S D AP. Im übrigen wird in der Verfaſſung für das WowW unzweideutig ausgeſprochen, daß wie bisher ſo auch künftig an dem Prinzip der freiwilligen Mitarbeit und des aus freier Entſchließung gegebenen Opfers jedes einzelnen feſtgehalten wird. Die Richtigteit dieſes Prin⸗ zips kann durch nichts beſſer beleuchtet werden, als durch den wiederum umfaſſenden Erfolg, mit dem das Winterhilfswert 1936/37 abſchließt. Unermüdlicher Einſatz des freiwilligen Helfers, beſſen ſtille, verantwortungsvolle Arbeit nicht genug gewürdigt werden kann und immer wie⸗ der dankbar anerkannt werden muß, Opferbe⸗ reitſchaft des ganzen Voltes haben auch in die⸗ ſem Jahr das Gelingen des Werkes geſichert. Und auch für die kommenden Aufgaben hat die einleitende Beſtimmung der Verfaſſung für das Winterhilfswerk bleibende Gültigkeit:„Die Ar⸗ beit des Winterhilfswerkes des deutſchen Vol⸗ kes wird beſtimmt von dem Leitſatz: Gemein⸗ nutz vor Eigennutz!“ mappes leitet das dankopfer Ein Erlaß des Stabschefs (Drahtbericht unſerer Berliner Schriftleitung) Berlin, 1. April. Der Stabschef der SA, Viktor Lutzee, hat zur Durchführung des diesjährigen Dank⸗ opfers der Nation folgende Anordnung er⸗ laſſen: „Ich habe, wie im Vorjahre, mit den geſam⸗ ten Vorarbeiten und der Durchführung des Dankopfers der Nation den Reichskaſſen⸗ verwalter der SA, Gruppenführer Mappes, betraut, Um eine reibungsloſe Abwicklung die⸗ ſer Spendenaktion zu gewährleiſten und den Erfolg nicht zu gefährden, mache ich allen Ein⸗ heitsführern zur unbedingten Pflicht, die er⸗ gehenden Anordnungen und Befehle genaue⸗ ſtens zu beachten“. kin Giftmord aufgeklürt Dem Ehemann Arſenik ins Eſſen getan Nürnberg, 1. April.(HB⸗Funk.) Im Dezember 1936 iſt der Schreiner Johann Leupold in Fürth plötzlich verſtorben. Nach zwei Monaten wurde auf Gerüchte hin, daß Leupold keines natürlichen Todes geſtorben ſei, die Leiche exhumiert. Bei der Unter⸗ ſuchung der Leichenteile im Gerichismedizini⸗ ſchen Inſtitut Erlangen wurde feſtgeſtellt, daß Leupold mit Arſenik vergiftet worden iſt. Dar⸗ aufhin wurde die Ehefrau Käthe Leupold und ſpäter noch der ledige Johann Schmitt⸗ hammer wegen Verdachtes des Giftmordes bzw. der Mittäterſchaft verhaftet. Nunmehr hat die Ehefrau Käthe Leupold geſtanden, daß ſie ihrem Ehemann eine größere Menge Arſenik, unters Sauerkraut gemiſcht, zum Eſſen gegeben hat. Das Gift hat ſie ſich, wie ſie angibt, in einem Drogen⸗ geſchäft beſchafft und bei ſich verwahrt, um es „bei paſſender Gelegenheit“ zu verwenden. roß-fiamburgs dank an den 5ührer giesenkundgebung mit Rudolf Hleß/„Deulschlands Tor zur Welt wesentlich vergrößeri Hamburg, 1. April.(HB⸗Funk) Eine machtvolle Kundgebung der Partei und ihrer Gliederungen auf dem Adolf⸗Hitler⸗Plat beſchloß am Donnerstagabend die Feiern aus Anlaß des Inkrufttretens des Groß⸗Hamburg⸗ Geſetzes. In einer Stärke von 30 000 Mann waren Ab⸗ ordnungen ſämtlicher Gliederungen der Bewe⸗ gung aufmarſchiert. Viel tauſend Hamburger waren hinter den Abſperrketten und in den um⸗ liegenden Straßen zuſammengeſtrömt, um ihre Freude über die durch den Rationalſozialismus gefundenen Löſung der Groß⸗Hamburg⸗Frage zu bekunden. der Stellvertreter Der Stellvertreter des, Führers nahm dann das Wort zu einer Anſprache, in der er u. a. ausführte: „Dieſer Akt der erſten großen regionalen Re⸗ form des neuen Reiches vollzieht ſich am Ge⸗ burtstage Bismarcks, am Geburtstage des Mannes, der durch den Zuſammenſchluß ge⸗ trennter Gebiete zum Deutſchen Reich den bis⸗ her bedeutendſten gebietsmäßigen Reformie⸗ rungsakt in der Geſchichte der Deutſchen lei⸗ ſtete. Und doch mußte Bismarck, mehr als ihm lieb war, Rückſicht nehmen auf partikulari⸗ ſtiſche Intereſſen der beteiligten Staaten und ihrer Oberhäupter. Viele innerdeutſche Gren⸗ zen mußte er beſtehen laſſen, die er ſelbſt als widerſinnig empfand. So iſt die Berechtigung der Hamburger Grenzzlehung eine Tat in ſei⸗ nem Sinne, iſt gewiſſermaßen ein Geburts⸗ tagsgeſchenk an den toten Alt⸗ reichstanzler, der ſich mit Hamburg be⸗ ſonders eng verbunden fühlte. Im Zwiſchenreich nach 1918 vermochten die Verantwortlichen, von denen viele von der Not⸗ wendigkeit einer Reform von Gebietsgrenzen überzeugt waren, keine ſolchen Reformen durch⸗ zuführen, weil ſie nicht die Intereſſen des Vol⸗ kes vertreten konnten— obwohl ſie ihre Herr⸗ ſchaft ſo gern„Volksherrſchaft“ nannten— ſon⸗ dern nur die Intereſſen ihrer kapitaliſtiſchen, ihrer internationalen Auftraggeber, Intereſſen von Klaſſen und Ständen und die Intereſſen einer jüdiſchen Clique. Der Kationalſo⸗ zialismus hat Cliquen und Klaſſen, Par⸗ teien und Verbände, die Herrſchaft aller inter⸗ zerſchlagen und eine nationalen Färbungen Herrſchaft aufgerichtet, die nur ein Inter⸗ eſſe kennt: das Wohl Deutſchlands. Dieſen neuen Geiſt, der das Geſamtintereſſe über die Einzelintereſſen ſtellt, dieſen Geiſt, durch den auch Groß⸗Hamburg Wirtlichteit wurde, dankt Deutſchland nüchſt dem Führer den alten Par⸗ teigenoſſen der Kampfzeit, den alten Kampfoe⸗ noſſen, die zum Führer ſtanden durch alle ſchwe⸗ ren Zeiten, die für ihn opferten, kämpften, blu⸗ teten und ſtarben.“ Das iſt beſte Reichsreform! Es ſei ſicher für viele Parteigenoſſen des neuen Groß⸗Hamburg nicht leicht— ſo ſagte Rudolf Heß weiter—, aus den Formationen der Bewegung, in denen ſie in der Kampfzeit geſtanden hätten, heute überzugehen in neue. Literarische Funksendungen der Woche „Das ſchwindende Licht“ Dieſes Hörſpiel von Martha Sills⸗Fuchs 44 das Sterben des deutſchen Meiſters Veit toß in Nürnberg zum Gegenſtand und hinter⸗ ließ ſowohl in der Anlage, alſo Struktur und Entwicklung, als auch in Bezug auf die nach⸗ haltige Wirkung die beſten Eindrücke. Veit Stoß entſtammte einer alten Nürnberger Familie und ſoll auch in dieſer Stadt gegen 1450 das Licht der Welt erblickt haben. Im Jahre 1477 folgte er einem Rufe nach Polen, wo er durch die Schöpfung des Hochaltars in der Marienkirche zu Krakau deutſcher Art und deutſchem Künſt⸗ kertum ein unſterbliches Denkmal ſetzte. Ob⸗ wohl Veit Stoß in Krakau hochgeehrt wurde, trieb ihn die Sehnſucht, das Heimweh nach Nürnberg zurück(1496), wo er nun allerdings als„Fremder“ und in ſeinem künſtleriſchen Streben als Unverſtandener verachtet und in Bann getan wurde. Das zur Beſprechung ſtehende Hörſpiel führte uns in das Jahr 1525 und zeigte die kleinlichen, verletzenden Geſichtspunkte, welche das Verhal⸗ ten des Rates beſtimmten, zeigte aber auch die olgen dieſes Unverſtandes, die ſeeliſchen Er⸗ chütterungen, die Verzweiflung des greiſen Meiſters, der den Glauben an ſich und ſeine Kunſt verloren hatte. Stoß wurde menſchen⸗ ſcheu, der Zwieſpalt zwiſchen ihm und der Um⸗ welt immer größer, gleichſam unüberbrückbar. Er erblindet und erſt jetzt erkennen die Nürn⸗ berger die Tragik, aber auch die Bedeutung die⸗ ſes Mannes. Auf Ratsbeſchluß werden ſeine Werke in St. Sebald aufgeſtellt. Während der Erblindete erfährt, daß ein Gnadenbrief des Kaiſers ſeine Ehre wiederhergeſtellt hat und ein Schmerzensmann mit der göttlichen Mutter 75 Chor an Nürnbergs heiliger Stätte ſchmückt, naht 18 die Erlöſung von aller irdiſchen Not, von aller Pein: Veit Stoß ſtirbt—1 Gerade dieſe letzte Szene auf den Stufen des Tores in St. Sebald war von ergreifender Wirkung und gipfelte in den dieſer Sendung als Leitgedanken dienenden Worten:„Die Arbeit war ſeines Lebens Inhalt und Kroft— Veit Stoß ſtirbt nicht, er lebt, lebt im Reiche des himmliſchen Lichtes!“ Spielleitung und Sprecher(Richte)· waren in gleicher Weiſe vorzüglich. „Der graue CTalvogt“ Dieſer Hörbericht, eine Föhnſendung von Anton Hofbauer, zeigte in ſehr intereſſanter und ungemein anregender Darſtellung die ver⸗ ſchiedenartigen Einflüſſe des Föhns, des Wüſten⸗ windes auf Natur und Menſchen. Daß des Winters Macht und Herrlichkeit durch dieſen aus dem ſchwarzen Erdteil kommenden Wind in kurzer Zeit gebrochen werden kann, iſt uns allen bewußt. Weniger bekannt dürfte es wohl ſein, daß auch das Nervenſyſtem der Menſchen den Einwirkungen des Föhns ausgeſetzt iſt. Die„Föhnſucht“ bringt Unruhe in die Herzen, die Gemüter werden durch den Glutwind er⸗ hitzt, angekränkelt, die Harmonie des Alltags iſt geſtört, Mißverſtändniſſe aller Art, kör erliche und ſeeliſche„Unpäßlichkeiten“ rufen Reizung und Unluſt hervor. Die Luft ſcheint mit Elektri⸗ zität geladen zu ſein. Doch iſt der Föhn und da⸗ mit die Föhnſucht verſchwunden, dann kehren das vorübergehend geſtörte Gleichgewicht und die langerſehnte Ruhe wieder zurück. Die Spiel⸗ leitung Köſtlins ſtellte die charakteriſtiſchen Momente der Sendung klar und ſcharfumriſſen heraus und unterſtrich insbeſondere die ſeeli⸗ ſchen Stationen der einzelnen Funkbilder. Der Geſamteindruck dieſer Hörfolge war vortrefflich und geſchloſſen, dies um ſo mehr, als die Sprech⸗ kunſt der einzelnen Darſteller eine wertvolle Unterſtützung gewährte. Scheinwerfer warfen ihre Lichtbündel auf das mit zahlloſen Bannern des neuen Reiches ge⸗ ſchmückte Rathaus der Hanſeſtadt. Die Häuſer⸗ reihen um den Adolf⸗Hitler⸗Platz erſtrahlten im Glanze vieler tauſend Lichter. Vor dem Rat⸗ haus waren Ehrenabordnungen der Polizei und der SS⸗Verfügungstruppe angetreten. Als die Kundgebung begann, wurden zehn⸗ tauſend Fackeln entzündet, die ihren Schein ge⸗ gen den Abendhimmel warfen. Brauſende Heil⸗ rufe hallten über den weiten Platz, als der Stell⸗ vertreter des Führers, Reichsminiſter Rudolf Heß und Reichsorganiſationsleiter Dr. Ley mit Reichsſtatthalter Gauleiter Kaufmann und den führenden Männern Groß⸗Hamburgs auf dem Balkon des Rathauſes erſchienen. des Führers ſpricht Er wiſſe aber, daß ſie im neuen Verbande genau ſo ihre Pflicht tun würden wie auf dem alten Kampfplatz. „Und ihr könnt es euch zur Ehre anrechnen, vaß ihr perſönlich beteiligt ſeiv an dem erſten großen Schritt der Reichsreform in deutſchland, daß ihr per⸗ ſönlich beteiligt ſeid an der Verwirklichung eines bedeutſamen Zieles des nationalſozia⸗ liſtiſchen Reiches. Mit dem heutigen Tage iſt das große Tor Deutſchlands in die Welt weſentlich vergrößert worden. Möge die Welt darin auch eine ſymboliſche Geſte ſehen. Nicht Iſolierung will Deutſchland, ſondern Fühlung und Austauſch. Deutſchland hält ſeine Tore zur Welt offen. Deutſchland weiß, daß mit dem Austauſch von Waren Hand in Hand geht der Austauſch von Gütern der Kultur. Deutſch⸗ land weiß daß mit dem Austauſch von Gütern der Kultur Hand in Hanv geht eine Förderung des Verſtündniſſes der Völker untereinander. Die Förderung des Verſiändniſſes aber dient dem Frieden der Welt! 4 Unſere Einigkeit ſteht feſt als Führer von Parteien mit religiöſem An⸗ ſtrich mitwirkten, Deutſchland an den Rand nalſozialismus geeinte deutſche Volk wird den Beweis ſeines Chriſtentums der Tat immer wieder erbringen durch Wirken für Frieden im Innern und Wirken für Frieden zwiſchen den Nationen, wie es hierfür bhisher erfolgreich gewirkt hat unter ſeinem Führer“ 4 Dr. Leus Glaubensbelenntnis Rach der Anſprache des Stellvertreterz dez 3 Führers trat Reichsorganiſationsleiter Dr.. Ley ans Mikrophon. Seine mitreißende Rede gipfelte in den Worten:„Wir wollen im flam⸗ menden Schein der Fackeln wiederum geloben: Wir glauben auf dieſer Erde allein an Adolf Hitler! Wir glauben an einen Herrgott im Himmel, der uns ſegnet! Wir glauben, daß dieſer Herrgott uns Adolf Hitler geſandt hat, damit er Deutſchland befreit und zu Glück und Freude führt!“ 4 Das„Sieg Heil!“ der Zehntauſende hallte über den weiten Platz vor dem Rathaus. Die Lieder der Nation waren Gelöbhnis und Verpflichtung Groß⸗Hamburgs, dem Füh⸗ rer für ſeine große und befreiende Tat durch Einfatz für Volk und Reich zu dan⸗ en. Scharſes Vorgehen in Indien 15 fünrende Holitiker der Konor ephpariei wur den verhaſtet London, 1. April. Wie aus Paina gemeldet wird, wurde der Sekretür der Allinviſchen Kongreſſpartei, Jaya⸗ prakaſch Narain, am Donnerstagabend von den britiſchen Behörden verhaftet. Mit ihm zu⸗ ſammen wurden 14 weitere indiſche Politiker verhaftet. Sie werden beſchuldigt, gegen das ausdrückliche polizeiliche Verbot eine Kund⸗ gebung gegen die neue Verfaſſung veranſtaltet zu haben. Abgeſehen von den Verhaftungen iſt der von der indiſchen Kongreßpartei ausgerufene Gene⸗ ralſtreik gegen die neue indiſche Verfaſſung ru⸗ hig verlaufen. Bis in die Abendſtunden hinein iſt es zu keinen größeren Ruheſtörungen ge⸗ kommen und die Vorſichtsmaßnahmen der Po⸗ lizei waren von vollem Erfolg begleitet. An⸗ dererſeits aber kann auch die indiſche Kongreß⸗ partei einen Erfolg für ſich buchen, denn der „Fritz Römhild“ Zum 80, Geburtstage(22. März) des Karls⸗ ruher Lokaldichters brachte der Reichsſender Stuttgart eine Gedächtnisſendung, welche dem Schaffen und Wirken des Jubilars gewidmet war. Römhild, oder aber beſſer„Romeo“, wie der erfahrene Karlsruher ſagt, verſtand es aus⸗ gezeichnet, ſeine originellen Gedanken in der Gewandung der„Sprache der Landeshauptſtadt“ u trefflicher Wirkung zu geſtalten und hat uns J0 z. B. in der„Bas' von Bretten“, in der „Tant' von Durlach“ u. a. köſtliche Charakter⸗ bilder geſchenkt. Doch ſah Romeo nicht nur die Sonnenſeite des Lebens. Während des Krieges erſchienen zahlreiche Gedichte, welche den ernſten und tief⸗beſinnlichen Zug in des Dichters Schaf⸗ fen erkennen ließen. Am wohlſten fühlte ſich aber der Jubilar in ſeinem über alles geliebten Albtal, in Frauenalb. Dort ſprühten die Ein⸗ fälle, dort wurde Selbſterlebtes oder Gehörtes angeblich mit einem rieſigen Bleiſtift, welcher mindeſtens einen Meter maß und jederzeit er⸗ reichbar über dem Bette Romeos hing, in das „Buch der Unvergänglichkeit“ eingetragen. Die in der Sendung zur Verleſung gelangte Werk⸗ auswahl in der Zuſammenſtellung von Alexan⸗ der Reuß unterſtrich insbeſondere die humor⸗ volle Seite des Dichters und gab ein anſchau⸗ liches, lebenswahres Bild Römhilds. „Drei Stimmen zu einem öſterlichen Thema“ Die geografiſche und klimatiſche Verſchieden⸗ heit des deutſchen Nordens und Südens führen auch zu zweierlei Empfindungs⸗ und Erfin⸗ dungsausdruck in Muſik und Dichtung. Man denke z. B. an die herbe Schönheit, an die ganz nach innen gekehrte Sehnſucht, die beherrſchte Verhaltenheit der Tonſprache eines Johannes Brahms und die Aufgeſchloſſenheit, die gefühls⸗ mäßige Hemmungsloſigkeit(in nur gutem Sinne zu 8) eines Schubert und hruck⸗ ner, man halte die Mentalität des Norddeut⸗ ſchen der Poeſie eines Ludwig Uhland, eines durchgeführt. bei der Unterſuchung bodens gemacht werden konnten, Generalſtreik wurde ziemlich allgemei Ju Bombay ſelbſt blieben Börſe, Waßen⸗ märkte und auch Fabriken geſchloſſen, und das geſchäftliche Leben beſchränkte ſich faſt ausſchließ lich auf die Banken. In Dehli waren fa fämtliche indiſchen Läden geſchloſſen. In Pun veranſtalteten Studenten mit ſchwarzen Fahne Umzüge und erzwangen die völlige Stillegun der Fabriken, Läden und Reſtaurants. Dolniſche juden randalieren vor der britiſchen Botſchaft in Warſchau Warſchau, 1. April, Vor der britiſchen Botſchaft in Warſcha veranſtaltete geſtern eine Gruppe von Jude eine feindſelige Kundgebung als Proteſt gege die engliſche Politik in Paläſtina. Die Pol zei zerſtreute die Kundgebung und verhafte eine Anzahl von Perſonen. —— Chriſtian Wagner gegenüber, um ſofort zw grundverſchiedene Welten zu erkennen.„D linden Lüfte ſind erwacht—“ Das Kind d Nordens lernt zwar dieſe Verſe auch in d Schule, kann jedoch zur öſterlichen Zeit in ſe ner Heimat keine Anhaltspunkte für dieſe Wor finden und demzufolge das innerſte Weſen die⸗ ſer Poeſie nicht nachfühlen, nicht erleben. An⸗ ders dagegen, wenn ein Menſch des Norde in ſpäteren Jahren nach Süddeutſchland komm Hier findet er dann in der Natur alles, wa folche Worte ausdrücken wollen und ſollen, by erwacht. 3 Der Funkbericht offenbarte dieſe Merkmale in Verteilung auf drei Stimmen— darunter auch eine Singſtimme— ſehr aufſchlußreich und e fuhr durch die Vermittlung einiger Gedichte m mehrerer Geſänge eine recht glückliche Berei rung. Kichard Slevost. 2000-Jahrfeier des Augustus Die römiſche Stadtverwaltung läßt in Vor⸗ bereitung der auguſteiſchen Ausſtellung eine Plaſtik des kaiſerlichen Rom aus⸗ arbeiten, die einen Flächeninhalt von 220 Qua⸗ und die genau nach den An⸗ weifungen archäologiſcher Sachverſtündiger hergeſtellt wird. Die Darſtellung wird Rom 1 Zeit ſeiner größten Ausdehnung unter Kai⸗ er Konſtantin zeigen. Die vielen Monumente dratmeter hat der Stadt werden mit der Treue nachgebildet werden, die durch die kunſtgeſchichtlichen Uebe lieferungen der Gegenwart möglich gemacht i Die Herſtellung der Plaſtik erfolgt nach de Stadtplan von Lanciani, wird aber nach de jüngſten Feſtſtellungen und Entdeckungen, des römiſchen ihin er werden. 2 Mögen internationale Kräfte auch noch im⸗ dDas Caufat mer glauben, Unfrieden in unſer Volk tragen zu können, mögen Verblendete die Hoffnung haben, durch kleinlichen Streit die Einigkeit zu ſtören, es wird ihnen nicht gelingen! Unſer Volk weiß, daß politiſierende Prieſter einſt Am Mittag erſtenmal der atteſt ausgehe „Aeolus, de unſterblichen des Bolſchewismus zu führen. Das im Ratio⸗ n Monſune und ruht, den S— Bord des Erlaubnis zu Aequators zu Gegeben a 31˙* Wam 19. Mächtig ba die Fauſt geg dem Schalk d Trabanten de ſtehen im Sch mit der ſilber die das„a nambuco ode herbeiſehnen. Am Spätn⸗ Pracht der tri Wir ſind ül Schönheit wächſt aus de dieſes gewal— Prächtige E mächtig ausle helle Fluß bä Die Grachten Stadt durchzi ſer wirken ſel holland unt Schmale, klei ducken ſich z von Kokospa errohrpflanz mwalds, di buntgetünchte leuchtenden Bevölkerung 2. April 1037 — —— — rgröß uſch von Gütern eine Förderung untereinander. iſſes aber dient auch noch im⸗ ſer Volk tragen e die Hoffnung die Einigkeit zu elingen! Unſer Prieſter einſt religiöſem An⸗ an den Rand Das im Natio⸗ »Volk wird den ms der Tat cch Wirken für ken für Frieden s hierfür bisher ſeinem Führer.“ is ellvertreters des tionsleiter Di. titreißende Rede wollen im flam⸗ ederum geloben: allein an Adolf en Herrgott im ir glauben, daß ler geſandt hat, nd zu Glück und ntauſende hallte n Rathaus. Die elöbnis und hurgs, dem Füh⸗ iende Tat durch d Reich zu dan⸗ ien verhaftef allgemein . Vörſe, Waten⸗ hloſſen, und das h faſt ausſchlfeß⸗ hli waren faſt oſſen. In Puna hwarzen Fahnen öllige Stillegung urants. Dalieren in Warſchau chau, 1. April, ft in Warſchau ippe von Juden ls Proteſt gegen tina. Die Poli⸗ zund verhaftete ——— um ſofort zwei erkennen.„Die Das Kind des erſe auch in der chen Zeit in ſei⸗ ſe für dieſe Worte nerſte Weſen die⸗ icht erleben. An⸗ ſch des Nordens utſchland kommt. Natur alles, was und ſollen, bzw. Früh⸗ für das Schaffen die Farben des jönheit des ſtern das Land⸗ te ſind tatſüchlüh 4 ieſe Merkmale in — darunter auch hlußreich und er⸗ iger Gedichte und lückliche Bereiche⸗ ard Slevogt. Augustus ng läßt in Vor⸗ lusſtellung eine en Rom aus⸗ lt von 225 Qua⸗ u nach den An⸗ Sachverſtändiger ung wird Röom ynung unter Kai⸗ elen Monumente reue nachgebildet ng h if g 1 gema 5 4 rfolgt nach dem d aber nach den öntdeckungen, die römiſchen Stadt⸗ unten, ergänzt erttt 4 4 Mannheim „Hakenkreuzbanner“ 2. April 1937 Hit dem Luftschiff„Mindenbur?“ nach Brasilien innunnnnnnamnnmmammmmmmmimanumsimininamnmnnmmmimimmmumimimmitimiimim Ein Erlebnisbericht von Dr. W. Katter mann mIʒ!üliiiitiiiiiiillrtttitiitiiiitritmuumiszikrittitimitiisitektttmmmmissttkkttmuissirsktiimniit An Bord des L3„Hindenburg“ IV(Schluß) das Caufatteſt Am Mittag bekommen die Fahrgäſte, die zum erſtenmal den Aequator paſſierten, ihr Tauf⸗ atteſt ausgehändigt: „Aeolus, des Hippotes Sohn, ein Freund der unſterblichen Götter, rechtmäßiger Beherrſcher der Luft, des Wetters, der Winde und Paſſate, Monſune und Kalmen, haben allergnädigſt ge⸗ ruht, den Staubgeborenen„Fritz Meier“ an Bord des Zeppelinluftſchiffes„Hindenburg“ Erlaubnis zum luftigen Ueberſchreiten unſeres Aequators zu geben: Gegeben an Bord des„Hindenburg“ auf 31'Wam 19. III. 37— 10 Uhr G. m. Aeolus m..“ Mächtig ballt auf dem Taufſchein Poſeidon die Fauſt gegen den Zepp, während Aeolus mit dem Schalk des Frohen und mit ſeinen luſtigen Trabanten das Luftſchiff umtanzt. Wir aber ſtehen im Schweiße aller Poren und fühlen uns wirrenden tropiſchen Akkord. Auge und Gemüt ſind im Uebermaß beſchäftigt. Die Staatshauptſtadt Maceio wird gegen gegen 17.30 Uhr angeflogen. Die Alleebäume mit der ſilbernen Nadel als alte Aequatorianer, die das„a Veneza Braſileira“— d. i. Per⸗ nambuco oder das braſilianiſche Venedig— herbeiſehnen. Am Spätnachmittag winkt das Feſtland. Die Pracht der tropiſchen Flora blüht uns entgegen. Wir ſind überwältigt von der zauberhaften Schönheit Südamerikas. Pernambuco wächſt aus dem Land und wir ſchieben uns auf dieſes gewaltige Hafen⸗ und Stadtmaſſiv zu. Prächtige Gebäude, herrliche Privathäuſer, mächtig ausladende Brücken überſpannen ſilber⸗ helle Flußbänder, die durch die Siadt ziehen. Die Grachten, die mit ihren Baumreihen die Stadt durchziehen, und die ſchmalen hohen Häu⸗ ſer wirken ſeltſam. Es mutet an wie ein Stück olland unter Kokospalmen und Kakteen. Schmale, kleine Lehmhütten mit Strohdächern ducken ſich zwiſchen den rieſigen Waldungen pon Kokospalmen, Ananaskulturen und Zut⸗ errohrpflanzungen. Das dunkle ſatte Grün des mwalds, die hellen Mangrovenwälder, die buntgetünchten Häuſer an der Küſte, die grell kuchtenden Farben der Kleider der farbigen Gevölkerung fließen zuſammen zu einem ver⸗ ſind durch die kräftige Seebriſe alle landein⸗ wärts gebogen worden. Die Baumzeile ſieht von oben aus, als ſei ſie gerade bei einer Gym⸗ naſtikübung. Bahia, die 350000 Einwohner zählende Stadt mit faſt ausſchließlicher Neger⸗ bevölkerung, ſtrahlt in magiſchem Lichterglanz. Rieſige Kirchen recken ihre hohen Türme in die Nacht. In der Nähe des Leuchtturms Santo Antonio ſieht man, wie hoch aufſchäumende Wellen mit gewaltigem Brauſen an die Felſen der Bucht ſchlagen. Sonſt iſt alles eingehüllt in die Dunkelheit, die uns die Schau in dieſes paradieſiſche Land verwehrt. Am Morgen des 20. März erſcheint unter uns das bezaubernde Panorama der ſchönſten Stadt der Welt: Rio de Janeiro. Der Zuckerhut und der Corcovado bauen ſich vor uns auf. Wir kreuzen über dieſer wunderſamen Stadt. Naturbilder von geradezu überwältigen⸗ der Pracht bieten ſich dar. Die Palmenſtraßen in dem eleganten Stadtteil Botafogo, die Praia von Copacabano, die Avenida Atlantica, herr⸗ liche Schmuckanlagen mit tropiſcher Vegetation, prunkvollen Villen und Paläſten, vermehren die verſchwenderiſchen natürlichen Reize zu einer wahren Sinfonie der Schönheit. Nun verſtehe ich die Worte eines deutſchen Kaufmanns, der ſeit 14 Jahren dort lebt:„Mag man noch ſo begeiſterte Schilderungen über die Hauptſtadt Braſiliens und ihre paradieſiſche Umgebung hören oder leſen, von der Art dieſer Schönheit kann man ſich auch nicht annähernd einen Begriff machen.“ In Rio Abſchied vom Cuftſchiff Abſchiedsſtimmung. Dreieinhalb Tage und Nächte war uns dieſes große und ſtarke Schiff Heimat. Es hat uns über Meere und Erdteile getragen. Keine Sekunde haben wir gezweifelt am Gelingen der Fahrt. Es hat uns Tage Die heutigen Bilder zeigen oben(Mitte und rechts), wie dos Gepöck der possogiere des lLoftschiffs„Hin— denburg“ vor der Halle des neuen Zeppelin- hafens Scontoa Croz bei Rio de Joneiro durch die Zollkontrolle geht.(Fotos: Eberios, Rio de Joneiro.)— Die Abfnohme darfunfer zeigt brosilionische Pressefotogrofen in Erwortung der landung des deutschen loftschiffs.(Avf- nahme: Pressebildzentrole.)— Die onderen vier Bilder gewähren einen Einblick in die phontasfische Schönheit von Brosiſiens Hoabupt- stdt Rio de Janeito. Dd sehen wir in de Mirte den beröhmten Strond von Copaco— boanoa, dotrunter doas große Centrol-Hotel, in dem die deufschen Zeppelinpossogiere 2b wohnen pflegen, rechis ein Bild gus dem Botanischen Garten und dorunter den Stadt- feil Botofogo.(Abfn.: Wessel, Rio de Joneito.) größten Erlebens und zahlloſe tiefſte Eindrücke geſchenkt. Leiſe Wehmut zieht in mein Herz. Jetzt heißt es Abſchied nehmen. Ich ſtreichle nochmal in kindlicher Dankbarkeit dieſen Rie⸗ ſenleib. Die Motoren ſtehen. Drunten jagen die Haltemannſchaften hin und her. Deutſche Menſchen aus Rio winken uns zu. Die Erde hat uns wieder. Mannheim 2. April. „Hokenkrenzbanner⸗ annh 50 wurde der Gau Baden erobert Gouorganis alionsleiier pg. Kramer spracdi ũber die Eniv/iddung der Bewegung in Baden gründungen. Trotzdem konnte die Bewegung Sieg um Sieg an ihre Fahne heften. Es kam ſchließlich die Wahl in Lippe, die den Auftakt zur großen Durchbruchsſchlacht 1933 bildete. Am Gautag 1937 kann der Gau Baden auf eine kampf⸗ und erfolgreiche Geſchichte zurück⸗ blicken. Denjenigen aber, die vor 1933 noch nicht (Elgenef Berichf des„Hokenkreuzbonnet“) mitgekämpft haben, wollen wir durchaus keinen ZIn ganz f Anfang phu Karlsruhe, 1. April. zuſchalten und damit rückſichtslos die Einheit Was keiner erwartet hatte, wurde am 14. Sep⸗ 5. 4 5 ber Auf der Landespreſſekonferenz vom 1. April der jungen Bewegung herzuſtellen. tember 1930 Wirtlichteit: 226 000 Stimmen für. Adolf Hitler ſtehen. Der Gautag vom 16. niſſe das 3 Am 25. März 1925 erfolgte die Gründung die NSDaAp bei der Reichstagswahl. Dieſes bis 18. Apriliſtnicht alleineine An⸗ 4 ten. So n gab der Gauorganiſationsleiter der NSDAp, Pg. Auguſt Kramer, einen intereſſanten Ueberblick über die Entwicklung der national⸗ ſozialiſtiſchen Bewegung im Gau Baden von den erſten Anfängen bis zur Machteroberung am 9. März 1933. für Briefe ndkutſche Pakete, die tere hatten einen—30 ſollte Gepä Dieſe L Hälfte des Ergebnis hatte die Verſchärfung der ro⸗ ten Hetze und neue Opfer zur Folge. Von der Regierung wurde alles aufgeboten, der machtvoll aufſtrebenden Bewegung durch Ver⸗ bote Abbruch zu tun. Die Zeitungsver⸗ bote gehörten zur Regelerſcheinung. Die Pro⸗ paganda war in der Hauptſache auf die Tätig⸗ der Nationalſozialiſtiſchen Deut⸗ ſchen Arbeiterpartei, Gau Baden, im Gaſthaus„Prinz Karl“ in Karls⸗ ruhe. Im gleichen Jahr forderte der Kampf bereits die erſten Blutopfer. Das Jahr 1926 war dem ſtetigen Aufbau im Innern ge⸗ widmet. Da dem Führer in Baden das Reden gelegenheit der Partei, ſondern des ganzen badiſchen Volkes, und die Partei hat ſich immer nur als ein Werkzeug gefühlt, aus unſerem Volke die Kräfte heraus⸗ zuziehen, die es befähigten für ſeinen harten und ſchweren Lebenskampf. Es waren im Jahre 1921 nureinige we⸗ verboten war, ſprach er in He ilbronn zu keit des Redners angewieſen. Auch dieſe wurde 105 deutſche Volksgenoſſen in un⸗ den Darauf trat auf das empfindlichſte beſchnitten, ſo daß die Um das 13. Monatsgehalt Pialz nie erer Grenzmark, zu denen der na⸗ ein ſtarker Aufſchwung der Bewegung, vor allem Durchführung der Wahlkämpfe äußerſt ſchwierig 3 heiden heim na tionalſozialiſtiſche Gedanke aus in Nordbaden, zutage. war. Das Jahr 1931 brachte die Errichtung des Das Reichsarbeitsgericht K5r entſ München gedrungen war. Erſt ein Jahr Organiſationsgerüſtes bis ins einzelne. Die Berlin, 2. April. Samstag, darauf war es ſo weit, daß wenigſtens in ſeder Siegreiche Saalſchlachten Gliederungen wurden bis Ende des Jahres Das Landesarbeitsgericht Frankfurt a. M. hat„Poſt⸗Zeitu erhielten d treide, auß Weg⸗ und ichert. 167 Mannhe ttet, die wöc Zahre 1673 Worms, 16 wurde auck Mannhe darauf nac wurde, eing dieſer Tage in einer Klage eines Bankangeſtell«?' ten entſchieden, daß das 13. Monatsgehalt an den Angeſtellten zu zahlen iſt, wenn die Ar⸗ beitszeit einſchließlich einer im Tarif feſtge: legten Probezeit 12 Monate währt. Derartige Entſcheidungen ſind wiederholt von dem ge⸗ nannten Landesarbeitsgericht gefällt worden Um eine endgültige Klärung herbeizuführen, iſt diesmal der grundſätzlichen Bedeutung wegen eine Reviſion an das Reichsarbeits⸗ gericht zugelaſſen worden, das bisher einen vollkommen aufgebaut, ſo daß im Jahre 1933 auf ihrem Gefüge weitergebaut werden konnte. Der Entſcheidung entgegen So trat die Bewegung im Jahre 1932 in die Wahlkämpfe ein. Das Jahr 1932 war über⸗ haupt das Jahr der Wahlkämpfe. Wieder hagelte es Zeitungsverbote. Die nationalſozia⸗ liſtiſchen Schriftleiter mußten durch zahlreiche Prozeſſe hindurchgehen. Gefängnis⸗ und Geld⸗ ſtrafen waren an der Tagesordnung. Redner⸗ größeren badiſchen Stadt kleine nationalſozia⸗ liſtiſche Gruppen von etwa fünf bis zehn Mann beſtanden. 1923 war ein gewiſſer Aufſchwung zu verzeichnen, da nach dem Verbot des völ⸗ kiſchen Schutz⸗ und Trutzbundes die aktiven Elemente zur NSDaAp ſtießen, die zwar gleich⸗ falls verboten war, ſich jedoch um das Verbot nicht kehrte und bereits dazu überging, in Pri⸗ vatwohnungen und Nebenzimmern von Gaſt⸗ ſtätten geheime nationalſozialiſtiſche Verſamm⸗ lungen abzuhalten. Immerhin ließ der Zuſam⸗ wurden geſchlagen und eine unaufhaltſame Ver⸗ ſammlungslawine rollte von nun an ununter⸗ brochen das ganze Jahr über durch Baden. Das Jahr 1928 führte der Bewegung in allen Teilen neue Anhänger in großer Zahl zu. Beſonders unterſtützt wurde der Kampf durch das neu⸗ gegründete Organ unſerer Partei,„Der Füh⸗ rer“, bei dem vor allem der Parteigenoſſe Franz Moraller erfolgreiche Attacken gegen das Syſtem ritt. Die bekannten außerordent⸗ menhalt zunächſt in den einzelnen Gruppen noch ſehr zu wünſchen übrig und an eine ſtraff⸗ gefügte politiſche Organiſation war in Baden noch nicht zu denken. Die Zeit der Revolutionspläne Es war jene Zeit, da die Befreiung aus der fremden Willkürherrſchaft und des roten Ter⸗ rors mit Gewalt in nationalſozialiſtiſchen Krei⸗ ſen in Erwägung gezogen wurde. Der Natio⸗ nalſozialiſt Janſen ſchleuderte auf die Mannheimer Börſe eine Bombe, in Karlsruhe erwogen einige Parteigenoſſen einen gewaltſamen Handſtreich auf die Mini⸗ ſterien, und der Marſch auf Berlin, von dem im „Völkiſchen Beobachter“ häufig die Rede war, fand in den aktiviſtiſchen Kreiſen un⸗ Zur Blaltreinigaung letet. gaui-Deoꝶs 32* roln pflanzlloh/ kolno Toeboreitung. In Anotliel., l4, deogerien ſeres badiſchen Landes begeiſterten Widerhall. Die Parteigenoſſen wurden nicht nur im engen Kreis politiſch geſchult, ſondern erfuhren insgeheim eine militäriſche Erziehung, um dem Führer eine ſchlagkräftige badiſche Kampftruppe für dieſen Marſch auf die Reichs⸗ hauptſtadt zur Verfügung ſtellen zu können. In Liedolsheim, wo es zuerſt geglückt war, eine Kampfgruppe auf die Beine zu ſtellen, die dem gegneriſchen Terror auch auf der Straße die Stirn bieten konnte, wurde dieſer Wider⸗ lichen Erfolge errang die NSDAp dann in den Jahren 1929 und 1930. verbote erfolgten oft mit den lächerlichſten Be⸗ ſolchen Fall noch nicht entſchieden hat. Dei Japans berühmiestem Bolanimer Eine Unterredune mit Droiessor Sqdumotomal in Berlin/ Er pilesi die Blume seines Haisers Berlin, 1. April Ein Gaſtzimmer im„Hotel der Gelehrten“ im Harnack⸗Haus. Sein derzeitiger Bewohner, Pro⸗ feſſor Dr. Naomaſa Schimotomai, hatte mich bereits erwartet, wie es ſchien, als ich um die Nachmittagsſtunde dort eintreffe. Ich werde aufs liebenswürdigſte von dem Gelehrten und von ſeiner deutſchen Sekretärin, einer jungen Arztin, von der Chirurgiſchen Klinik der Cha⸗ rite, empfangen. Fräulein Dr. Flora Sprin⸗ r ſpricht ſogar Japaniſch. Das erleichtert das eſpräch mit dem Gaſt weſentlich, der nur wenig Deutſch und Engliſch verſteht. Seine Sprache liegt auf einem ganz anderen Gebiet, er hat ſie einer Blume abgelauſcht, mit der er ſich verſtändigen kann, wie gegenwärtig wohl niemand mehr— nicht nur in ſeiner Heimat, ſondern überhaupt auf der Welt. Er hat ſich in ihre Blumenſeele hineinverſetzt, ihre intim⸗ ſten Geheimniſſe erforſcht und Wunder über Wunder in ihr und an ihr entdeckt. Um eine königliche Blume geht es hier, um die Blume des Kaiſers in Japan, um die Chryſantheme. Schimotomai, Ordinarius für Botanik an der Hiroſhima⸗Univerſität im ſüdweſtlichen Teil von Hondo, iſt ihr beſter Kenner und mit 38 Jahren gegenwärtig wohl der erſte Botaniker ſeines Landes. Der Ge⸗ lehrte, der einer der älteſten Samurai⸗Familien entſtammt, lächelt beſcheiden, als Fräulein Springer mir das ſachlich erzählt. Raum und Umgebung verſinken, wir befinden uns plötzlich in einem Märchenland, in Zapan, im Lande der Chryſanthemen, der Blume des „Kaiſers“ Sie iſt das Emblem des laiferlichen Wappens. Ihre 16 Blütenſtrahlen wehen in der Göſch, im Toppwimpel aller japaniſchen Kaiſer⸗ ſchiffe, auf allen Flaggen des Reiches. Und als Wildling bedeckt ſie weite Strecken, namentlich Südjapans, wie die Inſeln Kiuſchin und Schi⸗ koku. Auch auf Hondo findet ſie ſich, beſonders auf der pazifiſchen Seite, und hier geht ſie bis in den Norden nach Jeſſo hinauf. Bezaubernd, wie ſie ſchroffe Felswände erklettert, während tief drunten die Wogen des Pazifiks an die Felſen branden. Wunder, die ſich offenbarten Im Gegenſatz zur wilden ſteht naturgemäß nun die Garten⸗Chryſantheme, die in Japan in den verſchiedenſten Arten ge⸗ züchtet wird. 60 von ihnen hat Schimotomai genau unterſucht und geprüft. Hier offenbarten 4 ſich-Wunder über Wunder durch die Chro⸗ mofomen im Zellkern; das ſind winzige Kör⸗ perchen, Bakterien nicht unähnlich, deren Funk⸗ tion wir noch nicht reſtlos ergründet haben, deren Wirkung wir aber ſehr deutlich ſpüren. Selbſtverſtändlich ſind ſie nur mit ſtarker Ver⸗ größerung mikroſkopiſch wahrzunehmen. Ge ſind vor allem für die Vererbung ſehr bedeut⸗ ſam. Man unterſcheidet diploide, triploide und dekaploide Pflanzen. Was heißt das nun? Was Von der k privilegier Von Hei Landkutſche lach und S fürſt Karl⸗ Dieſe Lant bbrauch, ſo zwiſchen 3 ſwie Heide Letztere wu vilegiert un errſehen, daf .—— 5 Baden⸗Dur! abgeſchloſſen i1676 wird d zers wurde am Freitag Es verkeh . voꝛ lam Dienst. Heidelberg. ſtand beſonders organiſiert. Von hier aus fuhren iſt polyploid? Das Vielmengige der Chromo⸗ 4 auch im Juni 1923 26 Nationalſozialiſten zu ſomenkörperchen, könnte man vielleicht kurz ſhere—35 dem Deutſchen Turnfeſt nach München, und es 2 2 ſagen, je nachdem alſo, ob ſie verzweifacht, ver⸗ el Fie. 100 000 ſtreiken noch in U5fl e Albert Roth und Auguſt Kramer, eine auftreten. Die Grundzahl iſt nämlich merkwür⸗ delber Unterredung mit dem Führer Adolf Hitler herbeizuführen und ſo die erſte Verbin⸗ dung zwiſchen München und Baden herzuſtellen. Dieſe Parteigenoſſen brachten dann auch am 10. Juni 1923 den erſten nationalſozialiſtiſchen Aufmarſch in Baden zuſtande, an dem etwa 300 Mann aus Liedolsheim, Karlsruhe und an⸗ deren Orten Mittelbadens teilnahmen. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel ſchlug dieſe Nach⸗ richt bei den Regierungsſtellen in Karlsruhe ein. Man verhaftete mitten in der Erntezeit die am Aufmarſch beteiligten Parteigenoſſen und ſperrte ſie wochenlang ins Unterſuchungsgefängnis. 33 Kämpfer der Bewegung, unter ihnen Willi Worch, Auguſt Kramer und Robert Roth, wurden verurteilt und wanderten in die Kerker der Republik. Robert Wagner gründet den Gau Baden Als am 9. November 1923 die Erhebung der Nationalſozialiſten in München unter den Sal⸗ ven der Reaktion zuſammenbrach, trat natur⸗ gemäß auch der Rückſchlag in Baden ein. Lange Zeit ſchien es, als ſei die nationalſozia⸗ liſtiſche Freiheitsbewegung tatſächlich tot. Erſt nachdem der Führer aus der Feſtung Lands⸗ berg entlaſſen worden war und ſein Mitkämpfer Robert Wagner mit der Führung der zer⸗ ſprengten nationalſozialiſtiſchen Gruppen in Baden beauftragt hatte, ging es langſam vor⸗ wärts. Vor allem hatte der Gauleiter die Widerſtände, die ſich im Innern entgegenſtellten, zu überwinden. Es gelang, die völkiſchen Rauſch⸗ bärte und Propheten und die Provokateure aus⸗ lmmer neue Ausslände werden inszeniert Neuyork, 1. April Der Gouverneur des Staates Michigan, Murphy, iſt fieberhaft bemüht, den Streik bei der Chrysler⸗Automobilgeſellſchaft beizule⸗ gen. In Lanying leitet er die Beſprechungen zwiſchen Vertretern des Unternehmens und der Gewerkſchaft der Automobilarbeiter. Am Don⸗ nerstag ſind nun in vier Werken der General Motors, nämlich in Flint, Pontiac, Michi⸗ gan und Cleveland, neue Streiks ausge⸗ brochen. Während durch den Streik bei Chrys⸗ ler 80 000 Mann arbeitslos wurden, ſind durch den neuen Ausſtand insgeſamt 18 400 Arbeiter betroffen. Auch die neuen Ausſtände haben ihre Urſache in Lohnſtreitigkeiten. In fiürze Am Tage des Inkrafttretens des Groß⸗Ham⸗ burg⸗Geſetzes erfolgte die feierliche Ueberleitung der Gauleitung Oſthannover von Harburg nach Lüneburg. Lüneburg hat aus Anlaß dieſes denkwürdigen Tages reichen Flaggen⸗ ſchmuck angelegt. Mit einem feierlichen Staatsakt im Eutiner „Schloßhotel“ wurde geſtern der bisherige oldenburgiſche Landesteil Lübbeck durch Reichs⸗ miniſter Dr. Frickin die Verwaltung Preußens übernommen. Damit wurde dieſer Landesteil ein neuer Landkreis der Pro⸗ vinz Schleswig⸗Holſtein. * Die durch das Gebietsvereinigungsgeſetz vom 27. Januar ausgeſprochene Ueberleitung des Kreiſes Birkenfeld in das Land Preußen wurde geſtern in der neuen Kreisſtadt Birken⸗ feld in Anweſenheit des Oberpräſidenten der Rheinprovinz, Staatsrat Terboven, in einem feierlichen Staatsakt vollzogen. * Die Franzöſiſche Luftſchiffahrtsgeſellſchaft „Air Francee“ beſtätigt, daß eines ihrer Flugzeuge über Valencia von den bolſche⸗ wiſtiſchen Flugzeugabwehrgeſchützen beſchoſ⸗ ſen worden iſt. Das Flugzeug ſei ſehr hoch ge⸗ flogen, und man könne daher annehmen, daß die Beſchießung irrtümlich erfolgt ſei... Die Pariſer Radio⸗Agentur meldet aus Bar⸗ celona, daß die neuen bolſchewiſtiſchen Macht⸗ haber in Barcelona unter der Leitung von Tarrabellas ſtünden. Die Liſte der neuen Männer werde am Freitag bekanntgegeben werden. In Iſtanbul ſtarb geſtern im Alter von 73 Jahren der ehemalige Großveſir Marſchall Ach⸗ met Izzet Paſcha, einer der großen Heer⸗ führer der alten Türkei. digerweiſe ſtets 9. Profeſſor Schimotomai fand bei Chryſanthemum nipponicum oder corona⸗ rium und anderen wilden Arten nur jeweilig 9 Chromoſomen, bei indicum aber 18, bei ireu⸗ tianum 36, bei der, die ſeinen Namen trägt, N, bei maximum 72 und ſo fort. Intereſſant iſt ferner, daß ſich die gärtneriſch gezüchteten Chryſanthemen, wie der Maximum, Frankfurt⸗ meiſt in der Grundzahl der Chromoſomen 4 vervielfältigen, und zu jeder Blumenart kommt 4 ſodann immer noch einmal die Zahl 9. Des die kommunikantenuhr vom Föchgeschöft 5 en L. Köhler weiteren treten nun die Kreuzungen, die Hy⸗ briden, hinzu, bei denen man wiederum kon⸗ im Rathaus trüher O 7, 4 ſtante und inkonſtante unterſcheidet. Bei den konſtanten ſind die Nachkommen in der Chro⸗ moſomenzahl genau gleich den Eltern, bei den inkonſtanten aber haben ſie die Menge der Großeltern mitbekommen. Man ſieht, einfach iſt die Chryſanthemenſeele nicht. „Chryſanthemum iſt die Blume des erwor⸗ benen Friedens, Blume einer fürſtlichen Welt⸗ und perbſtberſöhnung!“ Ich verſiehe, daß mnn ſein Herz an ſie verlieren kann wie Schimo⸗ tomai, der Japaner. Dieter von der Schulenburt Die Technik im Dienste des 2. Vierjahresplanes“ Ueber dleses rnemaà sprechen heute àbend im Nibelungensaal die Reichsredner prof. or. Weigel, Karlsruhe pg. Kloth, rdin pg. Klingler, Karlsruhe knuuzianzinnzvwzzzszzvszzzszzizzsizszzzzizzizzziIwsiizMt: Unkostenbeitrag— einschlienlleh stäctlscher Einlalgebühr— 30 Rpf. IIIIIIIIIIIIIIIIICIILHIIIIILLZLZJ'ii1ZzIzI . April 1937 die Bewegung eften. Es kam ie den Auftakt 933 bildete. au Baden auf ſchichte zurück⸗ 1933 noch nicht urchaus keinen n von Anfang heutſchen hinter tag vom 16. ineine An⸗ i, ſondern lkes, und die ein Werkzeug Kräfte heraus⸗ ſeinen harten hehalt entſcheiden lin, 2. April. ikfurt a. M. hat Bankangeſtell⸗ onatsgehalt an wenn die Ar⸗ Tarif feſtge⸗ ihrt. Derartige von dem ge⸗ zefällt worden herbeizuführen, en Bedeutung Reichsarbeits⸗ bisher einen n hat. HeT 5 Halsers „Bezaubernd, ttert, während azifiks an die ht naturgemäß ntheme, die ten Arten ge⸗ Schimotomai ier offenbarten rch die Chro⸗ winzige Kör⸗ h, deren Funk⸗ ründet haben, eutlich ſpüren. it ſtarker Ver⸗ unehmen. Sie ig ſehr bedeut⸗ triploide und das nun? Was der Chromo⸗ vielleicht kurz zweifacht, ver⸗ ht im Zellkern nlich merkwür⸗ imotomai fand moder corona⸗ nnur jeweilig er 18, bei ireu⸗ amen trägt, N, die gärtneriſch der Maximum, Chromoſomen imenart kommt Zahl 9. Des tenuhr ðthàus fruher O 7, 4 ieeeeee ingen, die Hy⸗ wiederum kon⸗ eidet. Bei den in der Chro⸗ Eltern, bei den ie Menge der ieht, einfach iſt ne des erwor⸗ ürſtlichen Welt⸗ ſtehe, daß man wie Schimo⸗ ehulenburz. imeee es Reichstaler 30 Kr. halt genommen wurde. Kutſcher auf der kurpfälziſchen Kanzlei zu mel⸗ MNannheim bBroß⸗Mannheim Als noch das Moſthorn in Mannheim erſchallte Von der Poeſie der Landkutſchen in der Kurpfalz im 17. und 18. Jahrhundert In ganz Deutſchland beſaß in früheren Jahr⸗ — die Taxis'ſche Poſt ein Privileg, doch ließen bereits im 17. Jahrhundert die Verhält⸗ niſſe das Prinzip der Arbeitsteilung hervortre⸗ ten. So war die Taxis'ſche Poſt vornehmlich **5 Briefe und kleine Pakete vorgeſehen, die ndkutſchen für Perſonen, Gepäck und größere Pakete, die„Kärcher“ für größere Laſten. Letz⸗ iere hatten die Transporte für Frachten über einen Zentner, die Heidelberg—Frankfurter Poſt ſollte Gepäck bis zu 50 Kilo befördern. Dieſe Landkutſchen kamen in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts auf. Als erſte dieſer Landkutſchen wurde in der Pfalz die„Ordinari⸗Fuhr“ von Mann⸗ heim nach Heidelberg im Jahre 1668 eingerichtet. Sie verkehrte alle Freitag und Samstag, beförderte Perſonen und nahm die „Poſt⸗Zeitung“ mit. Von der Stadt Mannheim erhielten die Unternehmer drei Malter Ge⸗ treide, außerdem wurde ihnen Freiheit von Weg⸗ und Fahrgeld, ſowie Fronfreiheit zuge⸗ ſichert. 1670 wurde eine Verbindung von MRannheim nach Frankfurt eingerich⸗ tet, die wöchentlich einmal fuhr. Sulzt kam im Jahre 1673 die ſogenannte„Poſt⸗Kaleſche“ nach Worms, 1679 eine ſolche nach Speyer. 1679 wurde auch ein Botendienſt zwiſchen Mannheim und Heidelberg, der kurz darauf nach Metz und Sedan weitergeleitet wurde, eingerichtet. Von der kurpfälziſchen Regierung privilegiert Von Heidelbeng gingen um dieſelbe Zeit Landkutſchen nach Frankfurt, Heilbronn, Dur⸗ lach und Straßburg; hierfür wurde von Kur⸗ fürſt Karl Ludwig 1676 das Privileg erteilt. Dieſe Landkutſchen kamen allgemein in Ge⸗ brauch, ſo wurden 16866 Verbindungen zwiſchen Heidelberg und Speyer, Bie Heidelberg—Worms—Mainz eingerichtet. Letztere wurde vom Erzbiſchof von Mainz pri⸗ vilegiert und von der kurpfälziſchen Regierung beſtätigt. Die wichtigſte kurpfälziſche Linie war die von eidelberg nach Frankfurt. Aus einem Sleiben des Stadtrats von Heidelberg iſt zu erſehen, daß dieſe Landkutſche vom Staate kon⸗ zeſſioniert war. Mit Frankfurt, Baden⸗Baden, Baden⸗Durlach und Hanau wurden Verträge abgeſchloſſen. In dem Privileg vom 8. Juni 1676 wird die Aufgabe dieſer Unternehmung da⸗ hin feſtgelegt, daß der Unternehmer ſechs gute, tüchtige Poſtpferde in gute Bereitſchaft zu hal⸗ ten hat. Für die Meile Wegs, die er mit zwei ſen Poſtpferden zu befahren hatte, wurde ein eichstaler bezahlt. Er hatte weiter Freiheit für ſeine Perſon vom Frönen, Wachen, wie auch von Einquartierung. Am 15. März regelte die kurpfälziſche Regierung die Verhältniſſe die⸗ ſes Poſtwagens, und auf Anſuchen des Beſit⸗ zers wurde dieſem die„Extra Ordinari Poſt“ am Freitag nach Frankfurt bewilligt. Es verkehrte aber zur gleichen Zeit eine Ge⸗ 8 von Frankfurt nach Heidelberg. Sie lam Dienstag, Donnerstag und Samstag nach heidelberg. Lehrreich ſind die zu zahlenden xen, wobei jeweils der gegen heute viel öhere Geldwert zu berückſichtigen iſt. Von rankfurt nach Darmſtadt zahlte man 60 Kr., bis Weinheim 1 Reichstaler 60 Kr., nach Hei⸗ delberng 2 Reichstaler und bis Straßburg 5 Für die Paſſagiere waren 12½ Kilo„Bagage frei. Frankfurt—Heidelberg in einem Tag Dieſe Poſtragen liefen im Sommer in einem Tag von Frankfurt nach im Winter benötigten ſie eineinhalb Tage. Nach Straß⸗ burg waren im Sommer 3½, im Winter 4 Tage notwendig. Dieſe Strecke wurde ein Opfer des pfälziſchen Erbfolgekrieges. 1699 finden wir eine neue Landkutſchenhalterei mit Sitz und Ausgangspunkt Freitag früh verließ die Kutſche Heidelberg, Heidelberg. Dienstag und war noch vor Mittag in Weinheim, wo Aufent⸗ Hier hatte ſich der den, um amtliche Schreiben mitzunehmen. Nach der Zerſtörung Heidelbergs hatte nämlich die e e S DSyC νι hDν fue Zeichnunt: RAsS-Preſſearchiv(Hahmann). pfälziſche Regierung ihren Sitz nach Weinheim verlegt. Der Wagen faßte —10 Perſonen, Frachtgüter wurden nicht mit⸗ enommen. Die Taxe Heidelberg nach Wein⸗ betrug für einen herrſchaftlichen Bedien⸗ ten 24, für einen Bürger 30 und einen Frem⸗ den gleichfalls 30 Kreuzer. Von Heidelberg waren für einen herrſchaftlichen Bedienten 1 fl 30 Kr, für einen Bürger 3 fl und einen Fremden 3 fl 30 Kr zu entrichten. Der Kut⸗ ſchenhalter hatte im erſten Jahr 150 Gulden, ſpäter jährlich 200 Gulden an die Kammer⸗ meiſterei abzuliefern, bis die Kammer wieder nach Heidelberg verlegt wurde,„dann ein we⸗ nig mehr“. Im Jahre 1680 wurde die Nebenpoſt von Heidelberg nach Speyer durch den Kurfürſten aufgehoben. In einer Beſchwerde hiergegen wurde auf die Bedeutung der Ver⸗ bindung zwiſchen dem Sitz der pfälziſchen Re⸗ gierung und dem Sitze des Reichskammerge⸗ richts, das damals in Speyer tagte, hingewie⸗ ſen. Hierauf wurde das Botengehen auf dieſer Linie geſtattet. Noch im Jahre 1712 beſtand dieſe Linie, denn damals beſchwerte ſich der Rheinhauſener Poſtmeiſter über den Boten we⸗ gen Nachläſſigkeit. Privatpoſt Mannheim—Frankenthal 1776 wurde wegen„Ermangelung der Taxis⸗ ſchen Poſt“ eine Privatpoſt zwiſchen Mannheim und Frankenthal eingerichtet, die Verwaltung wurde einem Mannheimer Gaſtwirt übertragen. Hier wurde an Stelle des gehenden Boten ein reitender Bote eingeſetzt, der täglich zwiſchen dieſen Städten verkehrte. Für die Unterhaltung dieſer Linie ſollte die Frankenthaler Funda⸗ tionskaſſe 200 fl. und die ſtädtiſche Privilegien⸗ kaſſe 100 fl. jährlich aufbringen. Hiervon er⸗ hielten der Unternehmer und der„Expeditor“ 225 fl., 75 fl. der Briefexpeditionsbote. Schre i⸗ ben der Regierung und des Stadt⸗ rates Mannheim mußten unent⸗ geltlich befördert werden. Aenderungen traten 1685 ein, als die neuen Neuburgiſchen Lande mit den kurpfälziſchen durch Erbfolge vereinigt wurden. 1705 wurde an Heinrich von Außem, der den Titel„Kom⸗ merzienrath“ führte,„Konzeſſion und Spezialerbfreiheit“ erteilt. Er hatte einen Poſtwagen dreimal in der Woche zwiſchen Mühlheim, Frankfurt und Heidelberg inſtand⸗ zuſetzen. Dieſe Außemſche Poſt war frei von Zoll, Weg⸗ und Brückengeld, ſie ſollte allerdings lediglich der Perſonen⸗, nicht der Güterbeför⸗ derung dienen. Kurz darauf änderte aber die Regierung ihre Auffaſſung: ab 1726 konnten auch vereinzelt Waren befördert werden, jedoch war hierfür Zoll zu entrichten, ſowie auch Brückengeld. 1739 wurde die Außemſche Poſt mit dem preußiſchen Poſtwagen von Arnheim und Cleve nach Cöln in Verbindung gebracht, wodurch eine durchgehende Verbindung von den Niederlanden über Fainkfurt—Heidelberg nach Straßburg und Nürnberg hergeſtellt wurde. 1749 erhielt von Außem die Beſtätigung ſeines Privilegs. Erſt lange danach änderten ſich allmählich die Verhältniſſe und paßten ſich dem mächtig auf⸗ wärtsſtrebenden Verkehr an, bis endlich die Eiſenbahn die Poſt aufnahm. Strecken, für deren Zurücklegung man früher Tage brauchte, werden heute in ebenſo vielen Stunden bewältigt. So verſchwand die Poeſie der Landkut⸗ ſchen, verklungen iſt das Horn des Poſtillons, die ſchöne Romantik iſt einer haſtenden, vor⸗ wärtsſtürmenden Zeit gewichen. Es war ein⸗ mal! Arbeitsdienſt für die weibliche Zugend 1937 Der Arbeitsdienſt für die weibliche Jugend ſoll in dieſem JFahr in verſtärktem Umfange für eine Entlaſtung im landwirtſchaftlichen Ar⸗ beitseinſatz eingeſetzt werden. Um eine entſpre⸗ chende Berückſichtigung arbeitseinſatzmäßiger Geſichtspunkte und Notwendigkeiten herbeizu⸗ führen, bittet der Präſident der Reichsanſtalt, ſich alsbald mit den Bezirksführerinnen des weiblichen Arbeitsdienſtes und den Landes⸗ bauernführern ins Benehmen zu ſetzen. Beſon⸗ ders wichtig erſcheint der Einſatz des weiblichen Arbeitsdienſtes in den gemiſchtſprachigen Grenzbezirken. Beſteht ein Hupverbot? Eine wichtige Gerichtsentſcheidung über das Hupen Auf Fernverkehrsſtraßen befinden ſich mehr⸗ fach vor der Ortsgrenze am Straßenrand Schilder, in denen darauf hingewieſen wird, daß das Hupen zu unterlaſſen ſei. Eine weit verbreitete Auffaſſung geht dahin, daß ein all⸗ gemeines Hupverbot beſtehe. Mit dieſer Frage hatte ſich jetzt der Straf⸗ ſenat des Kammergerichtes zu beſchäftigen. Wie die juriſtiſche Wochenſchrift berichtet, hat das Kammergericht feſtgeſtellt, daß ein ſolches allgemeines Hupverbot nicht be⸗ ſteht. Es iſt allerdings in einem Erlaß des Reichs⸗ verkehrsminiſters jedem Fahrer eines Kraft⸗ fahrzeugs die äußerſte Einſchränkung in der Benutzung von Warnvorrichtungen zur Pflicht gemacht worden. Ungeachtet deſſen darf jeder Kraftfahrer jedoch die Abſicht des Ueberholens durch Warnzeichen kundgeben und er muß dar⸗ über hinaus ein Warnzeichen überall da geben, wo es ein ſorgfältiger, verſtändiger und die jeweilige Verkehrslage beachtender Menſch geben würde. Das Abgeben von Warnzeichen muß aber im Rahmen der Grundregel des Paragraph 25 der Reichsſtraßenverkehrsord⸗ nung bleiben, d. h. durch die Abgabe von Warnzeichen darf kein anderer geſchä⸗ digt, oder mehr, als nach den Umſtänden un⸗ vermeidbar behindert oder beläſtigt werden. Ein Unterſchied zwiſchen dem Verkehr auf den Landſtraßen und innerhalb einer Ortſchaft wird im Geſetz nicht gemacht. In dem vom Kammergericht entſchiedenen Verfahren wurde feſtgeſtellt, daß auf einer ſonſt verkehrsfreien Straße ein Perſonenwagen einen Laſtzug überholen wollte. Der Fahrer des Perſonenwagens beſchränkte ſich nicht dar⸗ auf, vor dem Ueberholen ein lautes Warn⸗ zeichen zu geben, ſondern gab wiederholt mehr⸗ mals laute Hupſignale, als er ſich bereits auf gleicher Höhe mit dem Laſtzug befand und völlig freie Fahrt hatte. Dieſe letz⸗ teren——+◻+—. waren und beläſti⸗ 9—3 führten zu einer Beſtrafung des ahrers. Reger Wirtswechſel zur Quartalswende Aus der Bezirksratsſitzung des Polizeipräſidiums In der letzten Sitzung des Polizeipräſidiums war deutlich die Quartalswende zu erkennen, die zur Folge hatte, daß der Bezirksrat über eine große Zahl von Konzeſſions⸗ geſuchen für Wirtſchaften zu entſcheiden hatte. Vollzog ſich doch gerade zum neuen Quar⸗ tal ein reger Wirtswechſel. Die Tagesordnung der Bezirksratsſitzung umfaßte einſchließlich einiger Anträge auf Erteilung der Ausnahme⸗ bewilligung zur Eintragung in die Handwerker⸗ rolle nicht weniger als 30 Punkte. Es wurden genehmigt: Johann Unfried die Erlaubnis für den Betrieb der Schankwirt⸗ ſchaft„Zum Friedrichspark“, A 5; Eliſe Eng⸗ lert Ww. für die Wirtſchaft„Zum Bürgerkel⸗ ler“, D 5, 4; Richard Fromm für die Wirt⸗ ſchaft„Zum Prinz Friedrich“, Mannheim⸗ Neckarau, Fiſcherſtraße 19; Erhard Geis für die Wirtſchaft„Zur Wartburg“, Mannheim⸗ Feudenheim, Wallſtädterſtraße 15; Kurt Gei⸗ ler für die Wirtſchaft„Zum Deutſchen Haus“, Mannheim⸗Neckarau, Neckarauer Straße 1; Jean Möbus für die Wirtſchaft„Zum Falken“, S 1, 17; Guſtav Ebert für die Wirtſchaft„Zum goldenen Apfel“, Riedfeldſtraße 73; Frieda Kubferfchunt für die Wirtſchaft„Zur Schillerglocke“, Ecke Rampenweg 1 und Grenz⸗ weg 2; Alois Heitmann für die Wirtſchaft „Germania⸗Säle“, S 6, 40; Ludwig Schmitt für die Wirtſchaft„zum Storcheneck“, Induſtrie⸗ traße 29; Philipp Arz für die Wirtſchaft —— Pfälzer Hof“, Mannheim⸗Sandho en, onnenſtraße 22/24; Emil Bronner für die Wirtſchaft„Zum Malzſtübl“, J 4a, 11; Alfred Ballmann fel die Wirtſchaft„Zu den drei Eichen“, Kleinfeldſtraße 31/Augartenſtraße 78; einrich Kreſſer für die Wirtſchaft„Zum wiſchenakt“, B 2, 12; Karl Gerber jr. für die Wirtſchaft„Zum Kurfürſten“, Jungbuſchſtr. 15; Wilhelm Schell für die Wirtſchaft„Zum En⸗ gel“, Mittelſtraße 65; Schützenverein der Poli⸗ eibeamten die Beſtellung von Lothar Mei⸗ 45 als Stellvertreter des Vereinsvorſtandes für den Wirtſchaftsbetrieb im Schützenhaus auf der Sellweide; Paddelgeſellſchaft Mannheim die Beſtellung von Joſef Erbacher als Stellver⸗ treter des Vereinsvorſtandes für den Wirt⸗ ſchaftsbetrieb im Bootshaus in der Fruchtbahn⸗ hofſtraße; Friedrich Bückner für den Betrieb einer Arbeiterkantine bei einem Neubau in Mannheim⸗Seckenheim; Joſ. Beckenbach für den Kleinhandel mit Flaſchenbier im Hauſe Lenauſtraße 38; Gertrud Naumer für den Kleinhandel mit Branntwein im Hauſe Au⸗ gartenſtraße 108/ Windmühlſtraße 13/15. Die Geſuche um Erteilung von Ausnahme⸗ bewilligungen zur Eintragung in die Handwerkerrolle lagen ziemlich glatt und fanden entſprechende Erledigung. In einem Falle kam es zu einer Ablehnung, die nach der Sachlage zu erwarten war. Bei dem Geſuch⸗ ſteller handelte es ſich um einen mehrfach vorbe⸗ ſtraften Handwerker, der die letzte Strafe vom Sondergericht in Höhe von über einem Jahr Gefängnis zudiktiert bekommen und dieſe Strafe erſt vor einigen Monaten verbüßt hatte. Nun verlangte dieſer Handwerker eine Ausnahme⸗ bewilligung zur Eintragung in die Handwerter⸗ rolle; ein Verlangen, das von dem Vorſitzenden des. Bezirksrats als reichlich kühn bezeichnet wurde. Dem Geſuchſteller wurde geſagt, daß er jetzt ein Entgegenkommen von dem Staat ver⸗ lange, gegen den er ſich politiſch betätigt habe. Die Einwände des Geſuchſtellers, daß er, um in Zukunft ein ordentliches Leben führen zu können, unbedingt auf ſeinem Handwerk arbeiten müſſe, wurden dadurch widerlegt, daß man ihm ſagte, er könne ja als Geſelle arbeiten und ſolle dann eine Meiſterprüfung ablegen, mit der die Eintragung in die Handwerterrolle verbunden ſei. ·i- 2. April⸗1937 — ———————————— Mannheim „Hakenkreuzbanner“ Filmveranſtaltungen„Irieſennot“ Der Tonfilmwagen der NSDaApP, Gaufilm⸗ ſtelle Baden, kommt in den Kreis Mannheim und* in nachſtehenden Ortſchaften den Tonfilm:„Frieſennot“ vor: 2. April in Neckarhauſen im„Badiſchen Hof“; 3. April in Plankſtadt,„Zum Stern“; 4. April in Großſachſen,„Zur Roſe“; 5. April in Lützelſachſen in der Jungbannſchule; 6. April: in Neu⸗Eichwald, Lokal„Dann⸗ hofer“, Speckweg 174. Kreispropagandaamt, Hauptſtelle Film. Anrechnung von Parteidienſtzeit bei Aebernahme in das Beamtenverhältnis Der Reichsfinanzminiſter hat die Richtlinien über die Anrechnung der in der SA, SS, als Politiſche Leiter oder Redner der Partei zu⸗ rückgelegte Dienſtzeit bei Uebernahme von An⸗ in das Beamtenverhältnis ergänzt, ſie nicht in allen Fällen ausgereicht haben, Härten zu beſeitigen. Er iſt damit einverſtan⸗ den, daß bei den um die Bewegung verdienten alten Nationalſozialiſten, die ihre erſte plan⸗ mäßige Anſtellung im einfachen mittleren Dienſt finden, von einer Kürzung der anzurechnenden Sea um die vorgeſchriebene Vorbereitungs⸗ und iätariatszeit ausnahmsweiſe abgeſehen wer⸗ den kann. Die hiernach anzurechnende Zeit darf edoch die Grenze von vier Jahren nicht über⸗ ſchreiten. Das Beſoldungsdienſtalter darf gün⸗ tigſtenfalls auf den 1. des Monats feſtgeſetzt werden, in dem der Beamte das 32. Lebens⸗ jahr vollendet hat. Der Reichsinnenminiſter hat auch den Gemeinden und Gemeindeverbänden und den ſonſtigen Körperſchaften des öffent⸗ 4 0 Rechts dieſen Erlaß zur Kenntnis ge⸗ bracht. Ehemalige Angehörige der 75. Reſ.⸗Diviſion. Am Samstag, 3. April, 20.30 Uhr, findet in den Germaniaſälen eine Tonfilm⸗Vorfüh⸗ rung ſtatt. Es werden an dieſem Abend zwei Filme gezeigt und zwar: 1. In gleichem Schritt ünd Tritt, und 2. Die Wehrmacht beim Reichs⸗ parteitag 1935. Wir laden hiermit unſere Ka⸗ meraden zu dieſer Filmvorführung ein und bitten um zahlreiches Erſcheinen. Erwachſene amilienangehörige ſind herzlich willkommen. Die Veranſtaltung iſt vollſtändig unentgeltlich. Vierzigjähriges Jubiläum. Am 1. April d. J. konnte Herr Karl Enzinger, Direktor der bekannten Enzinger⸗Union⸗Werke Ach, in Mannheim, auf eine 40jährige Tätigleit bei die⸗ ſer Firma zurückblicken, davon über 34 Jahre als Mitglied des Vorſtandes. In dieſer Zeit hat er das Lebenswerk ſeines Vaters, des Be⸗ gründers der Firma, in deſſen Geiſte als Er⸗ finder mit großem Erfolge weitergeführt und ausgebaut. Herr Enzinger ſcheidet auf eigenen Wunſch aus dem Vorſtande aus. Man wird, wie wir hören, bei der nächſten Generalverſamm⸗ lung ſeine Berufung in den Auſſichtsrat vor⸗ ſchlagen, um ſeine reichen Erfahrungen und techniſchen Kenntniſſe dem Werk auch weiterhin zu erhalten. 30jähriges Geſchäftsiubilänm. Wilh. Bech⸗ tel, Werkmeiſter der Firma Aheiniſche Pa⸗ piermanufaktur H. Krebs, 85, feiert am 2. April ſein 30jähriges Geſchäftsjubiläum. Möge es ihm vergönnt ſein, noch recht lange im Kreiſe ſeiner Familie und ſeiner Mitarbei⸗ ter in beſter Geſundheit zu verweilen. 82. Geburtstag, Frau Marie Müller, geb. Waldeker, Mannheim⸗Käfertal, Ruppertsberger⸗ ſtraße 40, begeht heute bei beſter Geſundheit und in geiſtiger Friſche ihren 82. Geburtstag. Wir gratulieren! Das iſt los? Freitag, 2. April Nationaltheater: 20 Uhr„Prinz Caramo“. Oper von A. Lortzing. Miete F. Roſengarten: 20.15 Uhr Willenskundgebung des Amts der Technik. Flugplatz: 10—18 Uhr Rundflüge über Mannheim. Kleinkunſtbühne Libelle: 20.15 Uhr Kabarett⸗Varieté⸗ Programm. Tanz: Palaſthotel, Parkhotel, Libelle. Ständige Darbietungen Stüdt. Schloßmuſeum: 10—13 und 15—17 Uhr ge⸗ öffnet. Muſeum für Naturkunde im Schloß: 11—16 Uhr ge⸗ öffnet. Sonderſchau; Das Raubwild unſerer deut⸗ ſchen Heimat, Theatermuſeum, E 7, 20: 10—13 und 15—17 Uhr ge⸗ öffnet. Sonderſchau: Lortzing in Mannheim. Sternwarte:—12 und 14—19 Uhr geöffnet. Städt. Kunſthalle: 10—13 und 15—17 Uhr geöffnet. Sonderſchau: Deutſche Glasſchau. Mannheimer Kunſtverein, L 1, 1: 10—13 und 15 bis 17 Uhr geöffnet, Stüpt, Bücher⸗ und Leſehalle: 10.30—12 und 16 bis 19 Uhr Buchausgabe; 10.30—13 und 16.30 bis 21 Uhr Leſehalle. Aus den Militärkameradſchaften Ein Rückblick auf die Veranſtaltungen im März Eine große Zahl von Militärkameradſchaften aus dem Kreisverband Mannheim im Landes⸗ verband Kurpfalz des Deutſchen Reichskrieger⸗ bundes hielten in den letzten Wochen ihre Jah⸗ reshauptverſammlungen ab, in denen Rechen⸗ ſchaft über die geleiſtete Kameradſchaftsarbeit abgelegt wurde. Die Kameradſchaftehemaliger 111er konnte bei dem Jahresappell aus dem Jahres⸗ bericht des Kameraden Epp entnehmen, daß innerhalb der Kameradſchaft er⸗ folgreiche Arbeit geleiſtet wurde. Aus dem Ueberſchuß der beiden erfolgreichſten Ver⸗ anſtaltungen, eines Militärkonzertes und eines Winterfeſtes konnten nicht nur zahlreiche be⸗ dürftige Kameraden unterſtützt, ſondern auch noch eine beträchtliche Summe dem Denkmal⸗ fonds zugeführt werden. Der Kaſſenbericht zei⸗ tigte ebenfalls ein erfreuliches Ergebnis und nicht zuletzt durfte man mit Genugtuung feſt⸗ ſtellen, daß es der KRS⸗Abteilung im letzten Jahre gelungen war, ihre Leiſtungen bedeutend zu erhöhen. Bei der Beſprechung interner An⸗ gelegenheiten, bei der auch dem Führerrat für die geleiſtete Arbeit Dank geſagt wurde, wies man beſonders auf den 75. Gründungstag des alten 111er⸗Regiments hin, der in der alten Garniſonsſtadt Raſtatt im Herbſt dieſes Jahres mit der Enthüllung des neuen Ehrenmals ver⸗ bunden wird. Der Generalappell der Kameradſchaft ehemaliger Feldartilleriſten des 2. Badiſchen Feldartillerie⸗Regi⸗ ments Nr. 30 fand mit einer Gefallenen⸗ ehrung einen würdigen Auftakt. Aus dem Zah⸗ resbericht konnte man entnehmen, daß die Ka⸗ meraden an allen Veranſtaltungen innerhalb der Kameradſchaft und bei öffentlichen Aufmär⸗ ſchen regſten Anteil nahmen, wie überhaupt ein vorbildlicher Zuſammenhalt der alten Frontſoldaten feſtzuſtellen war. Der Kaſſenbericht fand allgemeine Zu⸗ ſtimmung, zumal es durch umſichtige Kaſſenfüh⸗ rung möglich war, zwei Fünftel der geſamten Kaſſeneingänge an bedürftige Kameraden in Form von Unterſtützungen zu verteilen. Auf einſtimmigen Wunſch behielten ſämtliche Kame⸗ raden des Führerrings ihre Aemter auch wei⸗ terhin. Ein gemütliches Beiſammenſein beſchloß den Generalappell. Die Kameradſchaft des ehemaligen Badi⸗ ſchen Fuß⸗Artillerie⸗Regiments Nr. 14 konnte ebenfalls bei der rn: verſammlung Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr werfen. Aus beruflichen Gründen trat der bisherige Kameradſchaftsführer, Pg. Bech⸗ telsheimer, von ſeinem Amt zurück, doch wird er weiterhin als ſtellvertretender Kamerad⸗ ſchaftsführer der Kameradſchaft zur Seite ſte⸗ hen. Die Stelle eines neuen Kameradſchafts⸗ führers übernahm Pg. Dr. Reinhardt. Die Kameradſchaft Deutſcher Kolo⸗ nialtruppen nahm durch Kameradſchafts⸗ führer Schaffner den Rückblick über das verfloſſene Jahr entgegen, während Kaſſenfüh⸗ rer Dietz den Kaſſenbericht erſtattete. Recht er⸗ freulichen Aufſchwung hat die Schützenabtei⸗ lung genommen, von der die Kameraden Diehl und Hüß die ſilberne und Kamerad Oberſt die bronzene Kyffhäuſer⸗Ehrennadel erringen konn⸗ ten. Die ſilberne Ehrenplakette erhielt außer⸗ dem noch Kamerad Diehl. Die vom Bezirks⸗ kommando geſtiftete Ehrenſcheibe konnte Kame⸗ rad Hüß gewinnen. Kamerad Diehl als Vor⸗ ſitzender des Denkmalausſchuſſes berichtete aus⸗ führlich über das Kolonial⸗Ehrenmal, das im Laufe dieſes Sommers noch in Mannheim auf⸗ wird. Das gezeigte Gipsmodell des enkmals fand allgemeine Zuſtimmung. Zur Einweihung erwartet man den Bundesführer des Deutſchen Kolonialkriegerbundes, General Ritter von Epp. Der Vorſitzende des Kreis⸗ verbandes Mannheim des Reichskolonialbun⸗ des, Kamerad Dick, ſprach dem Kameradſchafts⸗ ſanſt Schaffner für ſeine der Kamerad⸗ chaft geleiſtete vorbildliche Arbeit Dank aus. Bei der Jahreshauptverſammlung der Ka⸗ meradſchaft des ehemaligen Fuß⸗ artillerie⸗Regiments Nr. 13 konnte Kameradſchaftsführer Stephan in ſeinem allgemeinen Rückblick auf die im vergangenen Jahre geleiſtete erfolgreiche Arbeit und auf die Arbeitsteilung hinweiſen, die ſich als zweck⸗ mäßig erwies. Wie aus dem Bericht des Schrift⸗ warts Stahlmann hervorging, war die Ka⸗ meradſchaft nicht nur bei allen Veranſtaltungen Farr vertreten, ſondern es wurde auch rege nterne Arbeit geleiſtet, Zum Zwecke einer ſchnelleren Nachrichtenübermittlung inner⸗ 50 der Kameradſchaft hat der ſtellvertretende kameradſchaftsführer Durſt eine neue Be⸗ zirkseinteilung geſchaffen. Acht Bezirkswarte und deren Obmann wurden auf ihren neuen Dienſt verpflichtet. Eine Familienunterhaltung ſchloß ſich an an. Ein frohes Wiederſehen feierten die alten Pioniere von Mannheim mit dem letzten Kommandeur des ehemaligen Badiſchen Pio⸗ nier⸗Bataillons Nr. 14(Kehl a. Rh.). Anſprachen von Oberſtleutnant Hintze und des Kameradſchaftsführers Haßler zeugten von der engen gegenſeitigenVerbundenheit. Alte Er⸗ innerungen wurden bei dieſem Beiſammenſein wieder aufgefriſcht, das noch durch Darbietun⸗ gen des Pionier⸗Quartetts verſchönt wurde. Manch altes Soldatenlied wurde an dem Abend Kmezod der in bleibender Erinnerung bei allen Kameraden ſein wird, die dieſe Stunden mit ihrem alten Kommandeur verleben durften. J. Bund heimattreuer Schleſier, Ortsgruppe Mannheim⸗Ludwigshafen. Die nächſte Mo⸗ natsverſammlung(Beſprechung der Fahrt zum i 1432 14 5 3. April, r im Vereinslokal, Wartbu iz F4, 7/9, ſtatt. Anordnungen der NSDAP Anordnungen der Kreisleitung Die auf Montag, 5.., feſtgeſeute Beſichtigung der Fahnengruppen der Stadtortsgruppen wird auf Diens⸗ tag, 6.., 20.15 Uhr, K⸗G⸗Schulturnhalle, verlegt. Kreisorganiſationsamt. Am Montag, 5.., 20 Uhr, findet im kleinen Saal des„Friedrichspark“ eine Beſprechung ſtatt, an der die Kreisamtsleiter, Ortsgruppen⸗ und Stügpunktleiter, ſowie die Organiſationsleiter der Ortsgruppen und Stützpunkte des geſamten Kreiſes Mannheim der NSDaAP teilzunehmen haben. Kreisorganiſationsamt. Reichsarbeitsgemeinſchaft Schavenperhütung Die April⸗Auflage„Kampf der Gefahr“ iſt, wenn noch nicht geſchehen, umgehend abzuholen. Der Ab⸗ rechnungstermin wird in Erinnerung gebracht. Ortsgruppen der NSDAP Wohlgelegen. Am 2.., 19 Uhr, Antreten ſümtlicher Leiter und ⸗anwärter vor der Geſchüfts⸗ telle. Humboldt. Zum Appell der Pol. Leiter treten ſämt⸗ liche Pol. Leiter, Pol.⸗Leiter⸗Anwärter, Walter und Warte der NS und der DAß am Sonntag, 4.., 8 Uhr, auf dem Marktplatz Neckarſtadt an. Dienſt⸗ anzug. Neckarſtadt⸗Oſt. 4.., 8 Uhr, Antreten ſämtlicher Pol. Leiter und Anwärter ſowie ſümtlicher Walter und Warte der DAß und NSV vor der Geſchäftsſtelle. Dienſtanzug(Dienſtbluſe), Ziviliſten mit Armbinde. Horſt⸗Weſſel⸗Platz. 4..,.30 Uhr, Antreten ſämt⸗ licher Pol. Leiter, Anwärter, Walter und Warte der DAß und NSr vor dem Karl⸗Benz⸗Denkmal zur Teilnahme an der Morgenfeier im Nibelungenſaal. Dienſtbluſe bzw. Armbinde. Seckenheim. Der heutige Appell fällt aus. Die Pol. Leiter nehmen an der Kundgebung im Nibelungen⸗ ſaal teil. Abfahrt per Rad 19.30 Uhr oder OEG Seckenheim. 4. 4. findet im Nibelungenſaal ein Appell für ſämtliche Pol. Leiter, Ps⸗Anwärter, Wal⸗ 19.22 Uhr. ter und Warte der Gliederungen ſtatt Abfahrt für Pol, Leiter per Rad 8 Uhr ab Geſchäftsſtelle. An⸗ treten am Roſengarten für Pol. Leiter.30 Uhr, für DAß⸗ und NSV⸗Walter 9 Uhr. Erlenhof. 4.., 8 Uhr, Antreten der Pol. Leiter, Pol.⸗Leiter⸗Anwärter, Walter und Warte der Dalß und NS auf dem Erlenhofplatz zur Feierſtunde im Roſengarten. NS⸗Frauenſchaft Ortsfrauenſchaftsleiterinnen. 2.., 15 Uhr, Be⸗ ſprechung in L 9, 7. Friedrichspark. 2.., 20 Uhr, Nähabend und Chor⸗ probe in B 4. Neckarau⸗Rord. 2. 4. holen die Zellenwalterinnen zwiſchen 15 und 17 Uhr im Parteiheim, Luiſenſtraße 46, die Beitragsmarken ab. DAð Horſt⸗Weſſel⸗Platz. Antreten ſämtlicher DAß⸗Walter und Warte zur Morgenſeier im Nibelungenſaal am 4. April,.10 Uhr, Karl⸗Benz⸗Denkmal. Verſicherungen. Die Arbeiten des Reichsberufswett⸗ kampfes können jeweils dienstags und freitags zwi⸗ ſchen 20 und 22 Uhr in p 4, 4/5, Zimmer 40, ab⸗ geholt werden. Hausgehilfen Bückerweg. 2.., 20.30 Uhr, Fachſchaftsabend im „Heidelberger Hof“. NSKOV Kameradſchaft Mannheim. Mitgliederverſammlung mit Kameradſchaftsabend der Abteilung Reckarſtadt⸗Oſt, Samstag, 3.., 20 Uhr, im Saale der„Flora“, Lortzingſtraße 17. NSRB Deutſche Rechtsfront Ortsgruppe II. Am 8.., 20.15 Uhr, Pflichtmitglie⸗ derverſammlung im Städtiſchen Roſengartenreſtaurant. Es ſpricht Profeſſor Coutre über Preiſe, Preisbildung und Preisüberwachung. Orisgruppe III und Bezirksgruppe Wirtſchaftsrecht⸗ ler. 9.., 20.15 Uhr, im Städtiſchen Roſengarten⸗ reſtaurant, Pflichtmitgliederverſammlung. Es ſpricht Syndikus Dr. Hildenbrand über die Deutſche Ver⸗ lehrswirtſchaft. Bezirksgruppe Mannheim. 10.., 20 Uhr pünktlich, Vorführung des Films„Deutſcher Juriſtentag 1936“% im aiden Saal der Induſtrie⸗ und Handelskammer, L 1 NSROV Rheinau. Am 3.., 20 Uhr, Mitgliederverſammlung (Fahneneinmarſch) mit anſchließendem Kameradſchafts⸗ abend. Dienſtanzug. Vollzähliges Erſcheinen iſt Pflicht, Tnn Abteilung Reiſen, Wandern und Urlaub Achtung, Sonderzug nach München vom 21, bis 25. April. Koſten 28.20 RM.; enthaltend: Fahrt, Uebernachtung mit Frühſtück und Stadtrund⸗ fahrt. Anmeldungen bitte ſofort an die Geſchüäfts⸗ ſtellen. Die Karten für dieſe Fahrt ſind bereits ein⸗ getroffen. Coſte Hochſeefahrt nach den norwegiſchen Florden vom 17. bis 25. Mai. Die Geſamtkoſten von 62.50 Reichsmark umſchließen ganze Bahnfahrt, Stadt⸗ und Hafenrundfahrt in Hamburg und Seefahrt mit Unter⸗ kunft und voller Verpflegung.— Melden Sie ſich bitte ſofort zur Teilnahme. Sonntag, 4. April: Radwanderfahrt nach Schwet⸗ zingen, Talhaus, Speyer. Treffpunkt und Abfahrt .00 Uhr ab Waſſerturm, „Deutſches Haus“. Sonntag, 11. April: Sonderzug nach Weinheim. Anſchließend Wanderungen, nachmittags Blütenfeſt in Weinheim im„Pfälzer Hof“, mit Tanzmuſik und künſtleriſchen Darbietungen. Fahrkarten, die gleichzeitig zum Eintritt in den„Pfälzer Hof“ berechtigen, koſten nur 90 Pf. uß 6 vom 2. bis 9. Mai nach dem Allgün(Sont⸗ hofen, Immenſtadt und Umgebung). Geſamtkoſten ah Mannheim 31.50 RM. Anmeldungen ſofort. Achtung, ausverkaufte Fahrten! Uß 15/37 vom 20. bis 27. Juni nach Oberbayern; Uß 16/37 vom 26. Juni bis 3. Juli nach dem Allgäu; Uß 25/37 vom 17. bis 24. Juli nach Oberbayern. Abteilung Feierabend Guſtav Jacoby kommt wieder nach Mannheim zu Koß „3 Stunden Lachen“ iſt das Leitwort dieſes Abends, Mit einem auserleſenen Programm voll ſprühenden Humors werden die berühmteſten Künſtler deutſcher Sender in Mannheim Zeugnis ihrer hohen Kunſt ab⸗ legen. Marita Gründgens, die beſte deutſche Vor⸗ tragskünſtlerin; Melitta Wittenbächer, die be⸗ liebte Soubrette vom Deutſchen Reichsſender; Wilhem Leiſeifer, der gefeierte Tenor vom Reichsſender Köln; Elfriede Scheurer und Waltex BPurg, Solotänzer der Kölner Oper; Schmitz⸗Grön, der rheiniſche Humoriſt; Willy Engels am Flügel und an der Spitze dieſer Elitetruppe der große deutſche Humoriſt Guſtav Jacoby, das ſind die Namen, die dieſem Abend ein außerordentliches Geprüge geben und für einen vollen, durchſchlagenden Erfolg garan⸗ tieren werden. Sportamt Mannheim Deutſche Gymnaſtir(Frauen und Müdchen): Freitag, 19—20 Uhr, Gymnaſtikſaal, Goetheſtraße 9g. Neue Rollſchuhkurſe, L 8, 9. Durch den überaus ſtarken Beſuch ab ſofort bedingt. Montags: 18—19 und 19—20 Uhr für Schüler, 20—21.30 Uhr für Er⸗ wachſene,— Mittwochs: 18—19 und 19—20 Uhr für Schüler, 20—21.30 Uhr für Erwachſene.— Freitags: 18—19 und 19—20 Uhr für Schüler, 20—21.30 Uhr für Erwachſene.— Die erſten Kurſe beginnen bereits am Freitag, 2. April, Die Rioliſchuhturſe im Karl⸗Friedrich⸗Gymnaſium ſal ⸗ len bis zum 12. April aus. Die Teilnehmer rönnen' ſich an den neuerrichtelen Kurſen in I. 8, 9, die bereits ab Freitag, 2. April, dort laufen, beteiligen. Mit„Kraft durch Freude“ zu den Berufsboxkümpfen Eintrittskarten zu ermäßigtem Preis für die Berufs⸗ boxkämpfe am Samstag, 3. April, im Nibelungenſaal (Roſengarten) ſind bei allen Kdß⸗Geſchäftsſtellen en⸗ hältlich. 1 Wer ſich einen guten Platz ſichern will, beſorge ſich ganze .15 Uhr ab Reckarau, Die Altſtoff kungen auch nt worden. einen ganz hü wir Deutſ. aaus Doſen le einigten Staat der Altſtoffhär eine große En Orten ſind ni anlagen für? 3 Verſchicken üb ſih nicht, weil klärt denn de⸗ Lleider für die Man wirft. aus dem ſie ir 3435 we Jugend und lammeln. Ihre 4 olen von„ 3 eln und 2 für Konſervenk wird es beſon Doſen von de werden ſollen. ſam, die Blech nehmen dann z zeitig wirf erſchwert. S müßig dem Rol Aktiver Weh e Einſtellung elfach davon erber, ſoweit haben, den Nac erveoffizierann kingen. Der iniſter führt Durchführung ſten Jahren ar Auch könne ein lriſchen Grün anwärter ernar barer Beamter halb im Einve miniſter die meinden, Gem Auſellung vor Wehrdienſtpflick höhergruppiern eſelbe Vorau Nachweis der hzuſehen und bern, daß der den aktiven W hot, Die Sond ferslaufbahn i Folizei bleiben Vom National Caramo“, ko er Neubeſetzut uſikaliſche Le Röhler⸗ĩHelffrich Jorſtellung beg Somstag, zun fomödie von 2 Luxt Goetz. B chrli, Hermine Stieler und B Linder, Eduar mann, Krauſe, Anlzenierung: horgenfeier de ,4 April, f ter Tſchaikon er⸗ 4 boncherer farl Elmendor hes luſtigen So aſe“ das au fürkten Beifal April, im Ne Berſteigerung hüro der Städt. Pigshafen verſt Beiſe am Diens weils von 9— des en. ſofort eine Eintrittskarte, da mit einem ausverkauften Haus zu rechnen iſt. Niemand verſäume, Deutſchlands populären und nach Schmeling erfolgreichſten Bozer Eder kämpfen zu ſehen. ** Freitag, 2. April Frohe Morgenſtunde: nur Frauen,.30—10.30—— 4 Gymnaſtikſaal, 1. 8, 9.— Allgemeine Körperſchules Frauen und Männer, 20—21.30 Uhr, Wohlgelegen⸗ ſchule, Kronprinzenſtraße; 20—21.30 Uhr, Peſtalozzi⸗ ſchule, Otto⸗Beck⸗Straße.— Schwimmen, für Frauen, —10.30 Uhr, Städtiſches Hallenbad, Halle II; Jrauen gie Fundſachen und Männer, Frauen, Männer 20—21.30 Uhr, Städt, e diejenigen Hallenbad, Halle II; 20—21.30 Uhr, Städtiſches 3 5. wi Shafen bad, Halle III.— Fröhliche Gymnaſtik und Spiele: idwig Frauen und Mädchen, 20—21.30 Uhr, Wohlgelegen⸗ ſchule, Mädchenturnhalle; 20—21.30 Uhr, Müdchen⸗ berufsſchule, Weberſtraße; 20—21.30 Uhr, Eliſabeth⸗ ſchule, D 7.— Deutſche Gymnaſtik: Frauen, 20-A Uhr, Gymnaſtikſaal, L 8, 9.— Rollſchuh: Frauenn und Männer, 19—20 Uhr, Karl⸗Friedrich⸗Gymnaſium, Moltkeſtraße; 20—21.30 Uhr, Karl⸗Friedrich⸗Gymna⸗ ſium, Moltteſtraße.— Kindergymnaſtik: 17—18 uhr, Gymnaſtithalle, Stadion; 14—15 Uhr, Feudenheim: ſchule, Neckarſtraße. 4 Samstag, 3. April 4 Leichtathletik: Frauen und Männer, 15—17 uhr, 9. Sie Groftt Stadion, Spielfeld 11.— Schwimmen: Frauen und Falls nicht erhaltli Männer, 20—21.30 Uhr, Städtiſches Hallenbad, Halle L. 4 uen Vermittlung Sonntag, 4. April Reichsſportabzeichen: Frauen u. Männer,—11 Uhr, Stadion, Spielfeld II.— Leichtathletik: Frauen und Männer,—11 Uhr, Stadion, Spielſeld II. 4 3 Hilfe gegen Gicht und Rheumatismus. Wer dieſe Plagegeiſter nur vom Hörenſagen kennt, kann ſſich ſein! Wer ſie aber am eigenen Körper ſpüren mußte, wird ſi freuen, ein altbewährtes Mittel zu wiſſen, das ſchon vielen Tau⸗ ſenden geholfen hat, die an Gicht oder— litten. Ich bi in und Sie ſolfen es helbſt verfüchen, wanzig Jahren erprobt iſt und Sie ſollen es ſelbſt verſuchen, 7 18 3 810 etwas koſtet. Aber ehe ich Ihnen über die wohl⸗ irkung des Gichtoſint mehr ſage, leſen Sie die folgenden Briefe, die mir freiwillig zugeſandt worden ſind: Jeſendorf, Poſt Gengen, d. 24. 1. 1937. Erfreulich iſt es, daß ich Ihnen mitteilen kann, daß ich von empfehle Ihnen ſolch ein Mittel, das tätige los verſchwunden, ſo daß ehrt, denn na weiter empfehlen. meinem Jschiasleiden befreit bin. Schon nach vierwöchentlichem Gebrauch Ihrer Gichtoſint⸗Tabletten waren die Schmerzen reſt⸗ ich meine ſchwere Bauernarbeit voll — Bzen 05 ich— daß 18 ohne Stock keine eter gehen oder allein ſtehen konnte. Au— Ihren Gichtoſint⸗Tabletten habe ich zuerſt mit gemiſchten Ge⸗ Laenler hat. Da Gichtoſint die hauptſächlichſten Beſtandteile be⸗ ——— gegenüber 775 5 aber ich wurde bald eines beſſeren be Atägigem Gebrauch der Tabletten konnte ich ſchon merken, daß es aufwärts gi genug danken kann. Ich werde Franz Unterholzner, Landwirt. Leipzig W. 31, Jahnſtr. 34, d. 3. 1. 1937. Ueber die Gichtoſint⸗Kur, welche ich nach Vorſchrift ausgeführt habe, kann 0 When nur erfreuliches mitteilen. Ich bin—— allen Schmerzen befreit und danke Ihnen herzlichſt dafür, daß ich ng, wofür ich Ihnen gar nicht hee Glchtoſint Tabletlen gern durch die Gichtoſint⸗Tabletten meine Geſundheit wieder habe. Ich bin 81 Jahre alt. erlangt Solche Briefe beſitze ich in überaus großer Zahl und alle ſind Ausdruck der Anerkennung und Hanchaatef daß annter natürlicher Heilbrunnen enthält, die ſich bei Gicht und Rheumatismus bewähren, behebt es nicht nur vorübergehend die Schmerzen, ſondern es bekämpft die Krankheiten an ihrer Wurzel. Gichtoſint hat keinerlei ſchädliche Nebenwirkungen und es iſt auch bequem und ohne Berufsſtörung überall zu nehmen. Sie können koſtenlos und portofrei eine Probe Gichtoſint mit weiteren Aufklärungen und genauer Gebrauchsanweiſung er⸗ halten, wenn Sie Ihre Adreſſe ſenden an: Max Dultz, Abt. Gichtoſint, Berlin SW. 633, Friedrichſtraße 19. Gichtoſint iſt in allen Apotheken zu haben. A. Wagenbreth, Rentner. Mitess uvnd He Forschwin medi ferba 67, 58 ßfg., ve Zur NMachb Herba ür, daß Gichtoſint ————— 2. April 1937 mlung. Es ſpricht die Deutſche Ver⸗ „ 20 Uhr plünktlich, Juriſtentag 1936“. nd Handelskammer, gliederverſammlung ſem Kameradſchafts⸗ Erſcheinen iſt Pflicht, 5055 und Urlaub chen vom 21, bis enthaltend: ganze ick und Stadtrund⸗ an die Geſchäfts⸗ rt ſind bereits ein · wegiſchen Florden mtkoſten von 62.50 nfahrt, Stadt⸗ und Zeefahrt mit Unter⸗ elden Sie ſich bitte ahrt nach Schwet⸗ unkt und Abfahrt Rannheim 2. April 1937 wohin mit den Konſervenbüchſen? Die Altſtoffſammlung iſt in vielen Haushal⸗ kungen auch auf die Konſervenbüchſen ausge⸗ —1 worden. Wenn man die Büchſen aufhebt, mmt man auch ſchon in wenigen Wochen einen ganz hübſchen Stapel zuſammen, obwohl wir in Deutſchland bei weitem nicht ſo ſtark zaus Doſen leben“, wie das etwa in den Ver⸗ —4*2 Staaten üblich iſt. Eines Tages, wenn der Altſtoffhändler da iſt, gibt es dann aber eine große Enttäuſchung. Denn in den meiſten Hrien ſind nicht die geeigneten Verwertungs⸗ anlagen für Blechbüchſen vorhanden und ein Verſchicken über größere Entfernungen lohnt nicht, weil es zu koſtſpielig wäre. So er⸗ kt denn der Rohproduktenhändler, er habe leider für die Doſen keine Verwendung. Man wirft ſie am beſten ruhig in den Müll, aus dem ſie immer noch auf den Schuttplätzen Ausſortiert werden können. Auch die Hitler⸗ Zugend und der BDM ſollen keine Büchſen meln. Ihre Aufgabe beſchränkt ſich auf das holen von Stanniol, Silberpapier, Flaſchen⸗ eln und Tuben. An den Orten, wo man für Konſervenbüchſen Verwendung hat, iſt oder wird es beſonders bekanntgegeben, wenn die Doſen von der Altſtoffſammlung mit erfaßt werden ſollen. Es iſt nicht in allen Fällen rat⸗ Uhr ab Neckarau, 4 nach Weinheim. ttags Blütenfeſt in it Tanzmuſik und rten, die gleichzeitig berechtigen, koſten dem Allgün(Sont⸗ )/ Geſamtkoſten ah gen ſofort. Uß 15/37 vom 20. F 16/37 vom 26. u; Uß 25/37 vom end Mannheim zu Koß hort dieſes Abends. n voll ſprühenden Künſtler deutſcher r hohen Kunſt ab⸗ beſte deutſche Vor⸗ bächer, die be⸗ hsſender; Wilhelm vom Reichsſender Walter WVurg, mitz⸗Grön, der s am Flügel und der große deutſche ib die Namen, die s Gepräge geben den Erfolg garan⸗ im Müdchen): Freitag, aße B. 3 urch den überaus Montags: 18—19 .30 Uhr für Er⸗ d 19—20 Uhr für ſene.— Freitags: 20—21.30 Uhr für ünnen bereits am ch⸗Gymnaſtum fal⸗ den neuerrichteten Freitag, 2. April, Berufsboxkümpfen is für die Berufs⸗ m Nibelungenſaal Beſchäftsſtellen er⸗ will, beſorge ſich iem ausverkauften ume, Deutſchlands olgreichſten Boxer .30—10.30 U ine Körperſchule; hr, Wohlgelegen⸗ Uhr, Peſtalozzi⸗ nen, für Frauen, Halle II; Frauen 21.30 Uhr, Städt, tädtiſches Hallen⸗ aſtit und Spiele: hr, Wohlgelegen⸗ Uhr, Mädchen⸗ Uhr, Eliſabeth⸗ Frauen, 20—21 ollſchuh: Frauen drich⸗Gymnaſium, Friedrich⸗Gymna⸗ ſtit: 17—18 Uhr, hr, Feudenheim⸗ er, 15—17 Uhr, en: Frauen und allenbad, Halle I. inner,—11 Uhr, tik: Frauen und eld II. wieder erlangt ꝛreth, Rentnet. und alle ſind daß Gichtoſint zeſtandteile be⸗ bei Gicht und übergehend die ihrer Wurzel. und es iſt auch * Gichtoſint mit inweiſung er⸗ x Dultz, Abt, en. ſam, die Blechbüchſen zuſammenzupreſſen. Sie nehmen dann zwar weniger Raum ein, gleich⸗ ſeitig wird aber die Entzinnung erſchwert. Solche Maßnahmen bleiben zweck⸗ mäßig dem Rohproduktenhändler überlaſſen. bringen. Aktiver Wehrdienſt und Beamtenanwärter. Die Einſtellung von Beamtenanwärtern wird hielfach davon abhängig gemacht, daß die Be⸗ Perber, ſoweit ſie der Wehrdienſtpflicht genügt haben, den Nachweis der Befähigung zum Re⸗ erveoffizieranwärter oder Reſerpeoffizier er⸗ Der Reichs⸗ und preußiſche Innen⸗ niſter führt in einem Erlaß aus, daß die urchführung dieſer Forderung in den näch⸗ en Jahren auf große Schwierigkeiten ſtoße. uch könne ein Wehrpflichtiger, der aus mili⸗ firiſchen Gründen nicht zum Reſerveoffizier⸗ anwärter ernannt werde, ein durchaus brauch⸗ barer Beamter ſein. Der Miniſter erſucht des⸗ 4 miniſter die nachgeordneten Behörden, meinden, halb im Einvernehmen mit dem e. der Gemeindeverbände uſw., bei Anſtellung von Beamtenanwärtern, die der ehrdienſtpflicht genügt haben, und bei der 4 raust von Beamten, bei denen eſelbe Vorausſetzung gegeben iſt, von dem fachweis der Befähigung zum Reſerveoffizier abzuſehen und lediglich den Na chweis zu for⸗ dern, daß der Beamtenanwärter oder Beamte hen aktiven Wehrdienſt einwandfrei geleiſtet hat, Die Sonderbeſtimmungen über die Offi⸗ fierslaufbahn in der uniformierten Ordnungs⸗ 4 holizei bleiben unberührt. Bom Nationaltheater. Heute, Freitag,„Prinz Caramo“, komiſche Oper von Lortzing in der Neubeſetzung von Georg Richard Kruſe. ARuſitaliſche Leitung: Cremer. Samstag, Inſzenierung: föhler⸗Helffrich. Bühnenbilder: Kalbfuß. Die Lorſtellung beginnt um 20 Uhr.— Morgen, zum erſtenmal:„Towariſch“, Komödie von Deval, deutſche Bearbeitung von urt Goetz. Beſchäftigt ſind: Die Damen De⸗ ehrli, Hermine Ziegler, Langs, Blankenfeld, SGeier und Böttcher⸗Fuchs und die Herren kinder, Eduard Marks, Birkemeyer, Bleck⸗ hgonn, Krauſe, Renkert, Fühler und Offenbach. nzenierung: Ebbs.— Auf die 5. und letzte 3 Rorgenfeier des Nationaltheaters am Sonn⸗ og, 4. April, ſei nochmals beſonders hinge⸗ pieſen. Es kommen ausſchließlich Werke von eter Tſchaikowſky zum Vortrag und zwar: inderlieder“, Duette, eine Serenade für eichorcheſter und das a⸗moll⸗Trio, Leitung: ſorl Elmendorff.— Die nächſte Vorſtellung hes luſtigen Soldatenſtücks„Der Etappen⸗ 4 er das auch an den Oſtertagen wieder pril, im Neuen Theater ſtatt, ürkſten Beifall fand, findet am Sonntag, Berſteigerung von Fundſachen. Das Fund⸗ lüro der Städt. Straßenbahn Mannheim⸗Lud⸗ n verſteigert wieder in altbekannter Beiſ e am Dienstag,., und Mittwoch, 7. April, eils von—12 und 15—18 Uhr im Saale in Mannheim, F 3, 13a, Fundſachen der OEG des Jahres 1936 ſo⸗ diejenigen der Straßenbahn Mannheim⸗ Aöpigshafen bis einſchließlich 31. Dezember Vorschwinden dor mediinal herba-Seife 3 58 Pfg., verstörkt 90 pfo. Zur Nochbehondlung Herbha-Creme — 5 4 Herrlichkeiten nur für einen Tag And das war der 1. April/ Noch ſind wir nicht ſo weit Haben Sie ſich geſtern mittag auf den Reichs⸗ ſender Stuttgart eingeſchaltet? Da gab es doch die grandioſe ferndirigierte Probe aus dem Internationalen Muſit⸗ und Sendewagenk Lei⸗ der müſſen wir heute mitteilen, daß im letzten Augenblick ſich ein bedauerlicher Konſtruktions⸗ febler bei dem Wagen einſtellte, der es notwen⸗ dig macht, ſeine feierliche Uebernahme bis auf den erſten April des kommenden Jahres zu ver⸗ ſchieben. Es fehlte nämlich das In⸗ nere und das Aeußere. Kennen Sie Dr. h. e. Benzemann? Ja⸗ wohl, einen Dr. h. c. Benzemann gibt es. Aber er ſieht etwas anders aus, als man ſich einen berühmten Erfinder vorzuſtellen pflegt. Er ſoll ſogar mehrere Köpfe haben. Das iſt nun kein Aprilſcherz. Er hat auch ſchon manches erfun⸗ den, aber es ſollen meiſtens nur loſe Streiche geweſen ſein. Auf jeden Fall können wir ſchon heute verraten, daß er ſehr ſympathiſch iſt, und daß er manchem Mannheimer ſchon Freude ge⸗ macht hat. Vielleicht erlaubt er uns, wenn noch einige Zeit verſtrichen, und die ſchöne Ferien⸗ zeit gekommen iſt, einige der ſchönſten Anek⸗ doten, die von ihm erzählt werden, zu be⸗ richten. Dr. h. e. Benzemann hat auch mit dem Mannhei⸗ mer„General“ zu tun. Karl Elmendorff hat ſich nach dem Bekanntwerden der verunglückten Konſtruktion ohne Bedauern entſchloſſen, lieber bei Proben dabei zu ſein, weil das nicht nur Kontakt mit allen gibt, der elektriſch nur ſchlecht funttioniert, und weil man am beſten noch im⸗ mer Mann zu Mann arbeitet. Aber der„Gene⸗ ral“ iſt„een rhinſche Jung“, der einen Spaß verſteht. Woher die Meldung vom oldenen Ehrenkoffer der Stadt Mannheim getom⸗ men iſt, war leider erſt feſtzuſtellen, als ſie he⸗ reits war. Es ſoll jemand daran gedacht haben und automatiſch traf die Mel⸗ dung ein. Das iſt Tempo. Es ſoll, wie aus ge⸗ heimen Quellen verlautet, wirklich einen Ehren⸗ koffer geben, aber mit dem hat der Verkeyrs⸗ verein und die Stadt nichts zu ſchaffen. Viel⸗ leicht waren es einige luſtige ellen, die ihn geſtiftet haben. Jedenfalls verlautbart amtlich, daß er bereits abgeſchafft iſt, bevor er einge⸗ führt wurde. Der Verfaſſer des Berichtes, Dr.., deſſen Zeichen diesmal verſehentlich unter den für ihn viel zu ſchönen Artikel geriet, exiſtiert auch. Wir bedauern um ſo mehr, daß ſein Zeichen unter Oαοο mοimι ͥ cν den Artilel geriet, als wir ihn, ſchlicht geſagt, für einen Lumpen halten. Und noch ein zweites wäre 8 Die Beſucher des Städtiſchen Palmenhauſes, die vergeblich nach der Tomaten⸗ kartoffel geſucht haben, bitten wir um Entſchul⸗ digung. Es trat leider der Uebelſtand ein, daß die in der Nacht vor dem erſten April gelungene phantaſtiſche Züchtung am Morgen des 1. April wahrſcheinlich durch die Kälte der Nacht voll⸗ kommen vernichtet war. Aber zur Beruhigung unſerer Leſer können wir mitteilen, daß es ge⸗ nug Tomaten und genug Kartoffeln gibt, ſo daß keiner in Verlegenheit kommt. April! April!„Allen wohl und keinem wehe,“ ſo etwas iſt vor gar nicht langer Zeit Wahl⸗ ſpruch geweſen und ſoll es auch diesmal ſein. Oder hat ſich doch jemand geärgert??? Beſchleunigte Verwirklichung der Front⸗ zulagen⸗Verbeſſerung Vom 1. April 1937 ab erhalten nach der kürzlich bekanntgegebenen reichsrechtlichen Ver⸗ beſſerung auch Geſchädigte, deren Erwerbs⸗ fähigkeit infolge einer Kriegsdienſtbeſchädi⸗ gung um 30 oder 40 v. H. gemindert iſt, die Frontzulage ohne Rückſicht auf Alter und Einkommen. Der Reichsarbeitsminiſter hat hierzu Durchführungsbeſtimmungen erlaſſen. Danach iſt die Frontzulage im allgemeinen von Amts wegen feſtzuſtellen und zu zahlen. Ein ablehnender Beſcheid iſt aber von Amts wegen nicht zu erteilen. Wird die Frontzu⸗ lage vor dem 1. Oktober 1937 von Amts wegen gewährt oder wird bis zum 30. September 1937 ein Antrag geſtellt, ſo beginnt die Zah⸗ lung mit dem Monat, in dem die Vorausſet⸗ zungen für die Gewährung erfüllt ſind, frühe⸗ ſtens mit dem 1. April 1937. Wird die Front⸗ Auage erſt nach dem 30. September 1937 von mis wegen gewährt, ſo beginnt die Zahlung früheſtens mit dem Bewilligungsmonat. Auf Grund eines nach dem 30. September 1937 ge⸗ ſtellten Antrags beginnt die Zahluna frühe⸗ ſtens mit dem Antragsmonat, Soweit die Frontzulage wegen Bezugs eines Einkom⸗ mens von mehr als 600 RM monatlich ruhte, iſt ſie vom 1. April 1937 ab von Amts wegen zahlbar zu machen. Mit dem Vollzug des Ge⸗ ſetzes iſt alsbald zu beginnen. Die Arbeiten ſind zu beſchleunigen. den Nnoehen 2 EINE KUH VON 400 Kg. LEBENVOGEWICIIT 9 en Uu tur⸗ entleimt)⸗ val Zelchnung: Roha Der Wert, der in den Knochen unſeres Lotobfofße ſteckt, wird, auch heute noch vielfach unter⸗ wer ſoerze Aus den Knochen können wichtige Rohſtoffe fü den. So liefern die entfetteten Knochen den wichtigſten ffe für— Induſtriezweige gewonnen oſtoff unſerer Leiminduſtrie. Aus Knochenmehl werden hauptſächlich fetthaltige Düngemittel und fetthaltige Futtermittel her⸗ geſtellt, Das Knochenfett bildet einen Grundſtoff und Seifen. Endlich werden aus Knochen ſowoh 13 Herſtellung von Glyzerin Stearinkerzen Speiſegelatine als auch induſtrielle Gelatine hergeſtellt. Der Knochenverbrauch der Leiminduſtrie mag im Jahre 1936 etwa 70 000 Tonnen, der Futtermehlinduſtrie etwa 40 000 Tonnen, und der übrigen Verbraucher ſchätzungsweiſe 20 000 Tonnen betragen haben. Es aber ein noch höherer .3 Volksgenoſſen, auch den letzten Knochen der induſtriellen Verwertung Pflicht eines edarf vorhanden, darum iſt es die zuzuführen. Schweres Verkehrsunglück durch betrunkenen Kraftfahrer verſchuldet Am Donnerstagfrüh gegen 7 Uhr ereignete ſich in Ludwigshafen ein ſchwerer Verkehrs⸗ unfall. Ein Kraftwagenfahrer, ein gewiſſer Ernſt Mate aus Saarbrücken, der ſtark ange⸗ trunken war, verlor an der Straßenkreuzung Jäger⸗ und Frankenthaler Straße die Herr⸗ ſchaft über ſein Fahrzeug, fuhr auf den Bürger⸗ ſteig und erfaßte dann eine Radfahrerin, die 39jährige ledige Roſa Kirchner aus Lud⸗ wigshafen, die mit großer Wucht vom Rad geſchleudert wurde und mit einem ſchweren Schädelbruch auf der Straße liegen blieb. Der Kraftwagenfahrer geriet dann auf den gegen⸗ überliegenden Bürgerſteig, knickte einen Baum vollſtändig um und raſte in Richtung Oggers⸗ heim davon. Es gelang jedoch, den gewiſſen⸗ loſen Fahrer in Kaiſerslautern zu ſtellen und feſtzunehmen. Der Zuſtand des ſchwerverletzten Mädchens iſt bedenklich. Toller Betrugsfall Den Tod der Mutter angezeigt Die Mutter des verheirateten 36 Jahre alten Georg Herzog von Ludwigshafen war bei einer Mannheimer Verſicherung für den Sterbe⸗ fall verſichert. Da Herzog ſich in den Beſitz der Verſicherungsſumme ſetzen wollte, teilte er am 15. Februar d. J. der Verſicherungsgeſellſchaft telefoniſch mit, daß ſeine Mutter geſtorben ſei. Da ohne Sterbe⸗Urkunde eine Auszahlung ver⸗ weigert wurde, ging Herzog auf das Standes⸗ amt und zeigte den angeblichen Todesfall an, worauf der Beamte auch die Beurkundung vor⸗ nahm. Aber ſchon zwei Tage ſpäter kam der Schwindel an den Tag und Herzog wurde in Unterſuchungshaft genommen. Er hatte ſich nun vor dem Schöffengericht Ludwigshafen wegen Betrugs und falſcher Beurkundung zu verant⸗ worten. In der Verhandlung gab er an, daß er nicht wiſſe, wie er zu ſeiner Tat gekommen ſei. Da kein Schaden entſtanden iſt, wurden Herzog trotz ſeinere Vorſtrafen mildernde Um⸗ ſtände zugebilligt. Weil aber dieſe gemeine Tat eine ſtrenge Strafe erfordert, ſprach das Schöf⸗ fengericht eine Gefängnisſtrafe von ſieben Mo⸗ naten aus. Herzog nahm die Strafe an. Rundfunk⸗Programm Freitag, 2. April: Stuttgart:.00 Choral..05 Gymnaſtik..30 Früh⸗ konzert..05 Bauernfunk..10 Gymnaſtik..30 Mor⸗ genkonzert. 11.30 Für dich, Bauer. 12.00 Mittags⸗ konzert. 13.00 Nachrichten. 13.15 Mittagskonzert. 14.00 Muſikaliſches Allerlei, 14.30 Der unmuſikaliſche Tanz⸗ knopf. 16.00 Muſir am Nachmittag. 17.20 Deutſche Stunde. 18.00 Kleine Abendmuſik. 18.45 Erzeugungs⸗ ſchlacht. 19.00 Fünftes offenes Liederſingen. 19.30 Herr und Frau Mai bewerben ſich um das Reichs⸗ ſportabzeichen. 20.00 Nachrichten. 20.10 Es war ein⸗ mal... 21.10 Alarm im Blut. 22.00 Nachrichten. 22.20 Worüber man in Amerika ſpricht. 22.30 Zwi⸗ ae 23.00 Nachtmuſik. 24.00—.00 Nacht⸗ muſik. Daten für den 2. April 1937 742 Kaiſer Karl der Große geb.(geſt. 814). 1798 Der Dichter Auguſt Heinrich Hoffmann (Hoffmann von Fallersleben) in Fallers⸗ leben geb.(geſt. 1874) 1805 Der däniſche Dichter Hans Chriſtian An⸗ derſen in Odenſe geb.(geſt. 1875) 1826 Herzog Georg II. von Sachſen⸗Meiningen geb.(geſt. 1914) 1840 Der franzöſiſche Schriftſteller Emile Zola in Paris geb.(geſt. 1902) 1910 Der Philanthrop Friedr. v. Bodelſchwingh in Bethel bei Bielefeld geſt,(geb. 1831) 1914 Der Dichter Paul Heyſe in München geſt. (geb. 1830) 1917 Beginn der Frühjahrsſchlacht bei Arras (bis 20. Mai) ASlſima und Bronciiiis sind qualvoll und lästig— Neuen Lebensmut durch fritlæreritz. Astſuma, Mulber: Ee K 22 ef probi- Sest hegulachiel- lieĩ lausendſach bernãhrt ¶ Ibis beh. MAhmnchrinti 4 Ferlang. Ste Groflsprobe geg. Abgabe d. Inserates in lhr. 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Die Weiden bogen ſich tief gegen die Erde hinab und begannen in Stößen zu zittern. Der Strandhafer wogte in Schwaden, und es ſah aus, als ob er kröche. „Junge, dat towt hüt öwer!“ knurrte Hans⸗ bur, und Fiſcherkarl nickte. Schielten dann gräſig zum Fenſter hinaus und klopften ſich ſchmunzelnd die Hände. Grob ſprachen die, dachte Horſt Winter, ſo platt und gewöhnlich. Doch Ingeborg lauſchte begierig den einfachen Worten, während ihm nichts ein⸗ fiel als das, was er ſchon längſt aufgeſchrie⸗ ben, das von den Weiden, dem Wind, dem Gras und den Wolken, dem— Schweren. Wieder tobt der Sturm über die Dünen von Süſterland. Dicht ſind die Wogen über die See geſtreut. Die Luft gleicht einem Quader aus berſtendem Kriſtall. Ein ununterbroche⸗ nes Donnern, Heulen und Krachen erfüllt ſie. Das iſt eine Fahrt! Horſt. Winter ſteht im Vor⸗ ſchiff an den Maſt gelehnt. Die überkommen⸗ den Seen klatſchen gierig an ihm herauf. Die Speigatts kämpfen gluckſend gegen die toſende Flut. Das Schiff hat Schlagſeite. Am Morgen ſind die Ausflügler, zu denen auch Ingeborg gehört, vergnügt und guter Dinge von Süſterland aufgebrochen. Und nun taumelt die„Annemarie“, heimkehrend, wie be⸗ trunken in dunkler Nacht. Achteraus— weit hinten— die Kreideküſten jener deutſchen In⸗ fel, die ſie beſuchten, und voraus— noch fern— von Zeit zu Zeit blinckend, wie ein Glüh⸗ würmchen, der Leuchtturm von Süſterland. Seit fünf Uhr nachmittags ſteht Kapitän „Hüh“ auf der Brücke. Sein„Erſter“ iſt krank, liegt im Spital, und den zweiten Steuermann hat das grüne Grauſen unter Deck gefegt. Fährt ſchon ſiebzehn Jahr, der Kerl. Iſt aber dennoch nicht ſeefeſt zu kriegen.„Donnerwet⸗ ter!“, denkt Kapitän„Hüh“,„der liegt in der Koje und klappert mit den Kinnladen, ſo einer—“ Weiter kommt er nicht. Von unten tönt wieder das gedämpfte Schreien der Frauen und Kinder und Kranken, herrſcht das Chaos, alle Ordnung iſt ausgelöſcht. „Vierhundert Mann— verrückt— Schipp überladen!“ knurrt Kapitän Hey, von der Mannſchaft gern„Kapitän Hüh“ genannt. „Hühüü! Erſt haben ſie noch geſungen. Doch nun iſt Zappen duſter! Hühüü!“ Nur, wenn der Kaſten faſt ganz auf der Seite liegt, kreiſchen ſie. Unten am Maſt ſteht, bis zu den Knien im Waſſer, Horſt Winter und wacht, die Augen zuweilen ſcharf auf den Segeltuchplan der Ankerwinde gerichtet, unter dem Ingeborg, ein Mädchen aus Süſterland, mollig verborgen liegt. Horſt hat ſie hierher verſtaut, während ihre andern Freunde ſich ſeekrank verkrochen. Da plötzlich geſchieht etwas, mitten in der Nacht. Es iſt, als riefe Horſt eine Stimme. Das Schiff ſtaucht verzweifelt, krängt auf die Seite, ſchöpft Waſſer— noch ein Brecher— und es iſt geſchehen Horſt ſteht wie ein Baum. Doch auf einmal ſtürmt er, wie von Ketten gezogen, die Treppe 2 S zur Kommandobrücke hinauf. Das Geſicht des Käp'ns iſt nicht mehr hinter der rieſelnden Scheibe zu ſehen. Die Tür zum Befehlsſtand ſteht ofſen. „Hallo! Kap'tein! Keine Antwort. Nur ein Stöhnen quält ſich aus einer Ecke des Turms. Durch das zer⸗ ſplitterte Fenſter pfeift jaulend der Wind. „Ruhe!“ kommandiert Horſt Winter ſeinen Nerven und greift hart ins Rad. Der Ruder⸗ gänger ſtiert ihn fragend an. Aber der andre nickt ſtummen Befehl. Es iſt etwas Unaus⸗ weichbares in ſeinen Blicken. Der Bootsmann gehorcht dieſem ehernen Zwang. Horſt Winter hat das Kommando übernom⸗ men. Eiſern umſpannt ſeine Hand den Ma⸗ ſchinentelegraſen. „Halbe Kraft! Ruder hart Steuerbord!“ 80 Schiffsrumpf legt ſich feſt gegen die See. „Wie geht's, Kapitän Hey?“ „Mmm Iun „Gleich, Alter, gleich!“ Wo ſind Sie?“ Eine Skizze von Paul Tiews Stettin Da, endlich! Am Vormaſt regt ſich etwas. Lichtgeſtalt. Zwiſchen Tauenden und umherrollenden Fäſſern. Sekundenlang ſteht ein blonder Haarſchopf wie eine züngelnde Flamme im Wind. Lange, bange Minuten peitſcht der Sturm. Es iſt, als dröhne ſchaurige Stille. Dann hat ſie ihn geſehen. Glas klirrt aufs Deck. Und neben ihm ſteht ſie, groß und ſtark, wie ſie iſt, und blickt ihn voll an. Trotz Aeng⸗ ſtens und Fragens und Schreckens. „Inge?!“—„Ja!“ Und zum erſtenmal in ſeinem Leben fühlt er, daß ſie ihn ganz verſteht.„Schnell, Doktor Eiſenhardt! Aber kein Aufſehen, keine Panik! Danke! Ab!“ Schon ſieht er ihr Kleid über Deck fliegen. Heiſer heult die Stimme des Rudergäſtes durch das Branden der See:„Das Topplicht, Herr, iſt aus der Takelage gekommen, und hat ihm das Bein kaputt geſchlagen.“ „Hühüü!“ Da lag der alte Kapitän „Augenblick, Geduld!“ Kapitän! Einen Augenblick Ein Stündehen warmer Sonnenschein Aufn.: Seidenstücker Stolz reckt ſich Horſt am Kompaßgehäuſe empor. Der Käpt'n iſt glücklich hinunter⸗ gebracht. Durch das zerbrochene Fenſter heult der Wind. Der Dampfer ſchlingert und ſtampft der Hafeneinfahrt zu. Und als am nächſten Morgen Pfützen voll Brachwaſſer ſäubernd über das Deck ſpülen, ſtehen zwei in der Dönz von Ingeborgs Eltern⸗ hauſe und ſchauen weit über die See, die eine ſanfte Dünung gegen die Küſte treibt. Der Strandhafer ſtößt in Wellen, und es iſt, als ob er immerfort davonflöge und doch zu⸗ aleich ſtehenbliebe. Hell glänzt das Meer unter feſtlich weißen Kämmen, die wie Brautſchleier aufleuchten in der köſtlichen, ſprühendſten Sonne. 7 Die Weidenbüſche ſtehen geduckt im Winde auf und hinter den Dünen. Sie zittern immer noch ein wenig, aber ſie beugen ſich nicht mehr wie geſtern tief und voll Angſt auf den Boden⸗ Im Gegenteil, es iſt, als ob eine zarte Hand ſie ſtreifte und die Sträucher leiſe erſchauerten unter dem Griff. Da geſchieht etwas, zum zweiten Male in dieſer Geſchichte, am hellen, lichten Tage be⸗ gibt es ſich: wie durch ein Wunder ſcheinen die leiſen Schwingungen der Weidenbüſche ſich Horſt und Ingeborg mitzuteilen. Und wer ge⸗ nau hinſieht, wirklich, der kann bemerken, wie ſich die beiden plötzlich um den Hals gefaßt haben und ſich herzhaft küſſen. Der amerikaniſche Faujt Unſere Klaſſiker ſind in vergangenen Zeiten ſogar auf deutſchen Bühnen verballhornt wor⸗ den, wir wundern uns alſo auch gar nicht, daß ſie von anderen Ländern mißverſtanden werden. Schiller in Sowjetrußland mußte ja ſchließlich verdreht werden, aber auch verſchiedene ame⸗ rikaniſche Bühnen haben es ſich nicht nehmen laſſen, die deutſchen Klaſſiter auf ihre 1 „verſtehen“ und ſie dementſprechend zu„brin⸗ gen“. In Philadelphia hat eine„Gruppe jun⸗ ger Künſtler“ den„Fauſt“ aufgeführt. Dabei iſt Fauſt als Direktor großer chemiſcher Werke, Mephiſto als Börſenmakler und Gretchen als Modiſtin aufgetreten. Wir wundern uns tatſächlich nicht mehr. Das mußte ihm paſſieren! Viele„große“ Männer beſaßen einen kleinen Körperbau, was ihre Verdienſte natürlich nicht herabminderte. Nur manchmal kam dann die Berühmtheit in ſeltſame und komiſche Lagen. Der Dirigent Artur Nikiſch war nun einmal etwas zu kurz geraten. Das heißt, auf dem Podium wirkte er bedeutend größer, und wer ihn nur als Dirigent kannte, dem fiel ſeine Statur gar nicht auf. 5 Einmal ging Nikiſch auf der Reiſe durch den Speiſewagen. Mit ſeinen ſcharfen Ohren hörte er, wie eine Dame hinter ſeinem Rücken zu einer anderen ſagte:„Sieh mal: Nikiſch en mi⸗ niature!“** f. Der gute Rat,„„ MecCunnell fuhr in der Eiſenbahn nach Glas⸗ 1 gow. Unterwegs wurde ihm kalt, und er langte zur Whisky⸗Flaſche. Ihm gegenüber ſaß ein älterer würdiger Herr, der ſich wohlwollend zu .————— „Verehrter Herr“, begann er,„fünfundſechzi Jahre bin ich alt geworden, und noch fie meinem Leben habe ich Alkohol angerührt!“ Sandy korkte raſch die Flaſche zu. 2103 „Auf keinen Fall“, bemerkte er ängſtlich, „würde ich an Ihrer Stelle jetzt noch damit an⸗ fangen!“ Geiſtesgegenwart „Ja, Frau Peterſen, wir erhielten fünfhun⸗ dert Mark von der nfallverſicherunt 14 der Wunden, die mein Mann bei dem Zug⸗ zufammenſtoß davongetragen hat— das kam aber nur daher, weil ich die Geiſtesgegenwart beſaß, Guſtav unſeren Koffer an den Kopf zu werfen.“ —— Kameraden zwischen Himmel unel Erde.. 29. Fortſetzung „Aber kommen Sie doch herein. Ich freue mich... wirklich“, antwortete Aenne. Als er dann in dem kleinen Vorraum ſeinen Mantel ablegte, ſah ſie im Schein des Lichtes ſofort die Verſtörtheit im Geſicht des Jungen. Leiſe legte ſie die Hand auf ſeinen Arm. „Wie ſehen Sie aus, Herr Spohr? Iſt Ihnen etwas Unangenehmes paſſiert?“ Klaus antwortete nicht ſofort. Zum erſten⸗ mal ſah er Aenne wieder. Gab ihm denn die flüchtige Begegnung der vergangenen Nacht ein Recht, dieſes Mädchen jetzt mit dem Auf⸗ ruhr ſeiner Seele zu behelligen? Von der Wauerſchen Klinik aus war er mehrere Stunden wie ein Traumwandler durch die Straßen geſtreift. Den Kanal ent⸗ lang, über Brücken, durch Anlagen und durch unbekannte Gegenden der Stadt. Wie ein freſ⸗ ſendes Gift hatte Wauers Bericht in ihm ge⸗ wirkt. Wo war ein Menſch, der ihn wieder davon befreite? Allmählich war er dann aus der erſten Empörung und Erbitterung in ein Gefühl des Betrogenſeins gefallen. Hauff hatte ihn getäuſcht, ſeine Mutter hatte ihn ge⸗ täuſcht. Wie ein Kind hatte er geglaubt, und jetzt war ihm der Boden unter den Füßen ver⸗ ſunken. Was ſollte er beginnen? Nach Hauſe zu ſeiner Mutter konnte er noch nicht gehen, Freunde hatte er nicht. So war er faſt unbe⸗ wußt am Hafenplatz gelandet und ſaß nun Aenne gegenüber. Die ſelbſtverſtändliche Art, mit der ſie ihn empfangen hatte, ihr beſorgter Ton, wenn ſie mit ihm redete, wirkten wohl⸗ tuend und beruhigend auf ihn. Dann brachte ſie noch Tee. „So, und nun erzählen Sie. Was gibt es denn? Geſtern abend waren Sie ſo vergnügt!“ Klaus blickte auf und ſah in Aennes ruhi⸗ ges, klares Geſicht. Durfte er reden? Ja, hier durfte er ſprechen. Hier war ein Menſch. Und dann drängte ſich die ganze Laſt von ſeinem Herzen. „Was würden Sie wohl tun, Fräulein Aenne, wenn Sie mit einem Menſchen befreun⸗ det wären— die Freundſchaft braucht noch nicht durch ein Leben zu gehen, aber Sie fin⸗ den durch dieſen Menſchen die große Kraft der Kameradſchaft, Sie hängen Ihr Herz an ihn, und dann erfahren Sie eines Tages, daß zwi⸗ ſchen dieſem Menſchen und dem Tode Ihres Vaters irgendwelche Zuſammenhänge be⸗ ſtehen———?“ „Eine entſetzliche Vorſtellung... So etwas iſt doch nicht möglich...!“ Aenne ergriff ſeine Hand.„Hören Sie, das gibt es doch nicht!“ „Doch, ſo etwas gibt es, und ich habe es eben erlebt. Entſchuldigen Sie, daß ich jetzt auch noch Sie damit beläſtige, aber ich muß einmal reden, ich kann noch nicht damit fertig werden. Alle wußten es, nur ich war ahnungslos.“ meremenenefatee menmnetanpo. n Draußen war es ganz dunkel geworden. In der Nähe ratterte die Hochbahn vorbei. Aenne hatte ſich zu Klaus auf die Couch geſetzt. „Und dieſer... dieſer Freund wußte, daß Sie der Sohn ſind?“ „Ja, er wußte es, er muß es wiſſen... Er iſt Hauff!“ „Nein!“ ſchrie Aenne Das iſt nicht wahr! Klaus, wahr ſein!“ Als Klaus, der im Augenblick dieſe leiden⸗ ſchaftliche Anteilnahme noch nicht verſtand, klammerte ſie ſich an ihn und wiederholte nur... „Mathias? Aber das iſt ja nicht wahr! Das iſt nicht möglich. Wer hat Ihnen das geſagt?“ Dann erzählte Klaus von dem erſten Zu⸗ ſammentreffen mit Hauff, von der Nacht im Gewitter, von den Tagen in Staaken und von dem Geſpräch mit Dr. Wauer am heutigen Nachmittag. Aufgeregt zitternd wie ein kleiner, angſt⸗ erfüllt flatternder Vogel erwartete Aenne jedes Wort. Sie preßte ihren Kopf in beide Hände, Und dann wußte ſie alles. Man mußte verſuchen, klar zu denken und den Herzſchlaa zu beruhigen. Alſo von Wauer kam dieſe Nachricht! Vor ſechzehn Jahren ſollte Mathias in Hannover... Niemals hatte er ihr davon etwas erzählt Aber nein, das konnte nur eine abgrundtiefe Gemeinheit Wauers ſein, gegen die ſie Mathias ſchützen mußte. e Und wenn doch etwas daran ſein ſollte...? Sie kannte Mathias erſt wenig über ein Jahr. Und doch „Es iſt unmöglich! Ich kann es nicht glau⸗ ben. Ich kenne Mathias, wenn jemals etwas entſetzt auf.„Nein! das kann nicht Aehnliches vorgekommen ſein ſollte, ſo muß es ſich doch ganz anders zugetragen haben. Sie dürfen nicht ſagen, daß Mathias jemals einen Menſchen zugrunde gerichtet hat.“ 2 Jetzt ſah Klaus betroffen auf. Etwas in Aennes Ton hatte ihn berührt. Wie kam ſie zu dieſem leidenſchaftlichen Einſatz für Hauff? „Sie kennen ihn ſo gut und ſo genau, Fräu⸗ lein Aenne, daß Sie Ihre Meinung nach allem, was Sie jetzt wiſſen, noch aufrechterhalten wollen?“ Aenne ſchwieg. In ihrem Hirn war ein Wirbel quälender Gedanken, Verwirrung und Zwieſpalt belagerten ihr Herz, jetzt war eß nicht mehr möglich, von allem Abſtand zu hal⸗ ten, wie ſie es ſich vorgenommen hatte, aber ſie konnte auch nichts mehr in ſich ordnen, es ging mit ihr durch. „Ja, ich kenne ihn ſo gut und ſo genau“, rief ſie aus.„Mathias iſt... Ich liebe ihn oder ich habe ihn geliebt— ach, ich weiß nichts mehn„ Ihr Kopf ſank in haltloſem Weinen plöͤtzlich zur Seite. Das alles war zuviel für ſie. Auf⸗ regende Tage, ſchlafloſe Nächte, jetzt noch dieſe fürchterliche Geſchichte, ihre Nerven hielten ein⸗ fach nicht mehr ſtand. W Klaus ſaß ſtarr. Was war das? Aenne hatte Mathias Hauff geliebt! Sie waren... Auf einmal wurde ihm der Zuſammenhang klar, Er wollte aufſtehen. Aber..— Aenne hielt „Klaus, bitte, bleiben Sie!“ ihn feſt. Er blickte in ihr tränenüberſtrömtes Geſicht, das ſich zu ihm aufhob. „Bleiben Sie, Klaus; bitte, gehen Sie jetzt nicht fort... Ich komme allein nicht mehr weiter!“ bat das Mädchen und griff nach ſei⸗ ner Hand. 4 Da ſpürte Klaus zum erſtenmal die ſchmerz⸗ liche Zerriſſenheit, die das Mädchen erſchüt⸗ terte, die Qual und Not ſeines eigenen Her⸗ zens verlor ſich plötzlich... Ja, er liebte Aenne, wie ſehr, das fühlte er erſt jetzt, er mußte ihr helfen. Und er nahm ihre Hand und ſetzte ſich wie⸗ der zu ihr, Langſam ſank ihr Kopf an ſeine Bruſt. Ein unbändiges Glücksgefühl überkam ihn da. (Fortſetzung ſolgt.) — annhei Letzte b 50 00 Wiesloch, den Fabrikan! waren Gmbh. gänzend zu b Sachſchaden a wird. Der Bet Eigen⸗ Bruchſal, berſchied hier Otto Riffel, gleichfalls am von einem in; kraftwagen an frg. berletzt arb. Einen Pforzhei niſteriums des 18. März wur! handelsſchule e ſchafts⸗Oberſch. lichen Ausbau. Zwei Verk Muggen Auf der Lar — 0 ein Schachtabdeckur lance und wur dert. Der Fahr — Am Diensta beladener Laſtr beim U⸗ gedrückt, ſo daß und die vier M Perſonen wurd Saarländer Villinger brücken wird a beſuch auf die Schwarzwälder flatten. Aus d ein großes Feſt des Jahres 10 rieſigen— burchgeführt. 2 ien die Württer higjährigen Kri wöllen, daß ſie her über das ſtauten, üdliche Stadth chwemmte. Der und die Belager Mördlingen ab⸗ Amtsei 2 „Lampert wurde im Lar neue Bürgerme lich in ſein ner Reben dem Heigeordneten 14 ſt Bensheim) er er die Sitzun⸗ lie Wichtigkeit, meiſters für di Ugteiten und ktheim als gi kwerbsloſen a meiſter werde e lisherige b0 7 Dr. Köhle Ugenſchaft fun, kwähnt und i Ant fnchſunat 4 L. Bre purde der b Grünewald Amtshandlung fer gleichzeitige inüs führun Es wurden no ieisleiter Brü wald gehalten. bracht feuen Bürgerm zug dar, zu den fene neingefun! wburden ſeitens leiters, ſowie v Anſprachen geh⸗ 4 hle gaben der vo en Rahmen. cer neue 2 gtünewald hewegung. Er des Goldenen J bete er mit eini imer Ortsgri künewald, geb fammend, fiel ag einer Me Hpfer. Vor etw Mamtenverhält übernommen. 2. April 1095 Kompaßgehäuſe klich hinunter⸗ e Fenſter heultt zert und ſtampft en Pfützen voll⸗ as Deck ſpülen, geborgs Eltern⸗ ie See, die eine treibt. llen, und es iſt, ſe und doch zu⸗ das Meer unter ie Brautſchleier „ ſprühendſten huckt im Winde e zittern immer ſich nicht mehr auf den Boden. ine zarte Hand iſe erſchauerten heiten Male in chten Tage be⸗ ider ſcheinen die idenbüſche ſich 1. Und wer ge⸗ bemerken, wie en Hals gefaßt Faujt angenen Zeiten rballhornt wor⸗ h gar nicht, daß ſtanden werden. te ja ſchließlich rſchiedene ame⸗ h nicht nehmen f ihre 1 zu hend zu„brin⸗ e„Gruppe jun⸗ geführt. Dabei emiſcher Werke, d Gretchen als nicht mehr. ſieren! n einen kleinen natürlich nicht kam dann die miſche Lagen. zar nun einmal heißt, auf dem rößer, und wer dem fiel ſeine Reiſe durch den en Ohren hörte nem Rücken zu Nikiſch en mi⸗ ahn nach Glas⸗ enüber ſaß ein vohlwollend zu „fünfundſechzig nd noch nie in angerührt!“ e zu. 405 e er ängſtlich, noch damit an⸗ ielten fünfhun⸗ icherung wegen bei dem Zug⸗ at— das kam eiſtesgegenwart an den Kopf meeeemnusaaee o genau, Fräu⸗ ung nach allem, aufrechterhalten Hirn war ein erwirrung und jetzt war es Abſtand zu hal⸗ ien hatte, aber ſich ordnen, es und ſo genau⸗, Ich liebe ihn ich weiß nichts Weinen plötzlich el für ſie. Auf⸗ jetzt noch dieſe pen hielten ein⸗ 52 Aenne hatte aren... Auf imenhang klar. *“ Aenne hielt römtes Geſicht, gehen Sie jetzt ein nicht mehr griff nach ſei⸗ al die ſchmerz⸗ ädchen erſchüt⸗ s eigenen Her⸗ Ja, er liebte r erſt jetzt, er ſetzte ſich wie⸗ Kopf an ſeine jefühl überkam etzung folgt.) Auf der 3——0 ein Motorradfahrer, als er über eine Schachtab r, dit lance und wurde etwa 30 Meter weit geſchleu⸗ dert. Der Fahrer erlitt erhebliche Verletzungen. um Dienstagnachmittag wurde ein mit Mehl beladener Laſtwagen von einem Perſonenkraft⸗ nücen wird und beſuch auf die letztjährige Saarlandfahrt der wähnt und purde der nnheim Blick üũbers cand 2. April 1937 5 kedie badiſche meldungen 50 000 Mark Brandſchaden Wiesloch, 1. April. Zu dem Großbrand in den Fabrikanlagen der Süddeutſchen Metall⸗ woren Embc., Wiesloch⸗Walldorf iſt noch er⸗ gänzend zu berichten, daß der Gebäude⸗ und SGachſchaden auf etwa 50000 RM geſchätzt wird. Der Betrieb erleidet keine Unterbrechung. Eigenartige Schickſalsfügung Bruchſal, 1. April. Am Oſterſonntag früh berſchiey hier im 61. Lebensjahr der Arbeiter Otto' Riffel, deſſen Frau im vorigen Jahr gleichfalls am Oſterſonntag auf der Kaiſerſtraße bpon einem ins Schleudern gekommenen Laſt⸗ kraftwagen an eine Hauswand gedrückt und ſo frg. berletzt wurde, daß ſie nach kurzer Zeit arb. Eine neue Oberhandelsſchule Pforzheim, 1. April. Mit Erlaß des Mi⸗ niſteriums des Kultus und Unterrichts vom 18. März wurde in Pforzheim eine Ober⸗ handelsſchule errichtet. Damit erfährt das Wirt⸗ ſchafts⸗Oberſchulweſen Badens einen erfreu⸗ lichen Ausbau. Zwei Verkehrsunfälle an zwei Tagen Muggenſturm bei Bad.⸗Bad.) 1. April. Landſtraße verlor am Montag⸗ eckung auf der Straße fuhr, die Ba⸗ wagen beim eberholen geſtreift und zur Seite gedrückt, ſo daß er über den Straßenrand geriet umd die vier Meter hohe Böſchung hinabſtürzte. Ferſonen wurden glücklicherweiſe nicht verletzt. Saarländer beſuchen den Schwarzwald Billingen, 1. April. Die Stadt Saar⸗ am 5. und 6. Juni einen Gegen⸗ Echwarzwälder aus dem Kreis Villingen ab⸗ falten. Aus dieſem Anlaß wird in Villingen 4 ein großes Feſtſpiel über die Waſſerbelagerung . 1634 in Verbindung mit einem rieſigen rt. Bei und einem großen Feſtzug hurchgeführt. Bei dieſer Waſſerbelagerung hat⸗ fſendie Württemberger und Franzofen im Drei⸗ figährigen Krieg illingen dadurch einnehmen pollen, daß ſie unterhalb der Stadt durch einen allmählich die arktplatz über⸗ 4 1 über das Brigachtal gezogenen Damm das d ſ0 ſtauten, das denn au iche Stadthälfte bis zum ihwemmte. Dennoch kapitulierte die Stadt nicht d die Beiagerung müßte nach der Schlacht von ördlingen abgebrochen werden. „ und er langte—————— Amiseinführung des neuen Bürgermeiſters „Lampertheim, 1. April. Am Mittwoch wurde im Lampertheimer Rathausſaale der 4 leue Bürgermeiſter Pg. Grünewald feier⸗ lich in ſein neues Amt eingeführt. Reben dem geſamten Gemeinderat und den Heigeordneten war Kreisdirektor Meiſel Kreisdirektor Meiſel, 14 3 ſowie Kreisleiter Brückmann eim) erſchienen. (Bens der ie leitete, ſprach einleitend über die Wichtigkeit ns eiſters für die Gemeinde, ſtreifte die Schwie⸗ gkeiten und 1 Nöte, die gerade Lam⸗ eit und die Bedeutung des Bürger⸗ te Gemeinde mit den meiſten kiheim als grö Auch der neue Bürger⸗ wwerbsloſen auſwies. 4 meiſter werde einen 7 5 115 Stand haben. Die . erfolgreiche Tä ſter tigkeit des Bürgermei⸗ k. Köhler, der in Heppenheim in gleicher henſchaft fungiert, wurde hierbei anerkennend ihm hierfür gedankt. Hierauf bisherige Orisgruppenleiter L. Frünewald durch den Kreisdirektor in ſein Amt fnchlunrt Dr. Köhler nahm als letzte Antshand L. Brems als Beigeor ſer 13 ung die gleichzeitiger Berufung ins Beamtenver⸗ tnis. Es wurden noch verſchiedene Anſprachen durch greisleiter Brückmann, Pg. Brems und Grüne⸗ pald gehalten. Nach der feierlichen Amtsein⸗ führung brachten die NS⸗Formationen dem zeuen Bürgermeiſter einen impoſanten Fackel⸗ zug dar, zu dem ſich mehrere tauſend Volksge⸗ —5 eingefunden hatten. Vom Rathausbalkon burden ſeitens des Kreisdirektors, des Kreis⸗ eters, ſowie von Dr. Köhler und Grünewald ſprachen gehalten. Muſik⸗ und Geſangsvor⸗ ſläge gaben der nächtlichen Feier einen weihe⸗ hlen Rahmen. der neue Bürgermeiſter, Pg. Ludwig rünewald, iſt ein bewährter Kämpfer der hewegung. Er iſt 41 Jahre alt und nhaber es Goldenen Partei⸗Ehrenzeichens. 1927 grün⸗ zele er mit einigen Volksgenoſſen die Lampert⸗ feimer Ortsgruppe. Seine Frau, Katharine Grünewald, geb. Fülbert, aus Frankfurt⸗Main fammend, fiel am 20. Juli 1929 auf dem Par⸗ iag einer Mordkugel der Kommuniſten zum ſer. Vor etwa zwei Jahren wurde er in das nienverhältnis der Stadt Mannheim übernommen. Die Breisgauſtadt hat einen neuen Poſtbahnhof Ein Millionenobjekt iſt fertiggeſtellt/ Badens modernſte Poſtverladeanlage an der Heinrich⸗v.⸗Stephan⸗Skraße (Eigener Bericht des„Hakenkreuzbanner“) * Freiburg i. Br., 1. April. Die junge Großſtadt Freiburg iſt ſehr rührig. In bau⸗ licher Hinſicht iſt eine außerordentliche Aktivität zu beobachten. Neben intenſiv vorgetriebenem Wohnungsbau, Siedlungsanlagen und Stadt⸗ erweiterungen entſtehen in faſt allen Stadtteilen Großbauten neben Großbauten, zum Teil ge⸗ werblichen, in der Mehrzahl jedoch ſtädtiſchen und ſtaatlichen Charakters. Die jüngſte Frei⸗ burger Großbauſchöpfung iſt der ſoeben voll⸗ endete Freiburger Poſt⸗Bahnhof. Die großzügige Anlage, ein ganz modernes Werk, ein vollendeter Zweckbau, Entwurf und Bau⸗ leitung Regierungsbauleitung Hagelſtan⸗ gel(Karlsruhe) koſtet rund eine Mil⸗ lion Mark. Wenn ein ſolcher Baukomplex fertig ſteht, hat er auch ſchon ſeine Geſchichte. Hier reicht ſie ſchon viele Jahre zurück. Um einen Zuſammen⸗ hang für das große Werk zu finden, ſei hier vorausgeſchickt, daß die Reichspoſt kurz nach dem Weltkrieg ſchon das Projekt für eine neue Poſtpaketverladeanlage in Freiburg aufgeſtellt hat, da ihre alten Räume im alten Güterbahn⸗ hof bei dem rapid wachſenden Paketverkehr nicht mehr ausreichten. Die Poſt ſicherte ſich zu dieſem Zwecke das in der Nähe des Hauptbahn⸗ hofes in der Friedrichſtraße gelegene Gelände des ehemaligen„Pfauenbades“, das bis heute unbebaut iſt. Die Poſtverkehrsentwicklung zeigte, daß dies vorgeſehene Baugelände nicht mehr ausreicht, zumal in der Friedrichſtraße auch kein unmittelbarer Gleisanſchluß der ———32— möglich geweſen wäre. Im Tauſch⸗ und Kaufwege gab die Poſt dieſen Bauplatz an die Stadt Freiburg ab und ſicherte ſich das größere Baugebiet am Weſtende der Kronen⸗ matten, in unmittelbarer Nähe des neuen Ab⸗ ſtellbahnhofes der Reichsbahn an der Baſler⸗ ſtraße(Heute Wilhelm⸗Guſtloff⸗Straße). Zur fjeidelberg errichtet Badehotels Die Radiumſole kommt in Leitungen zu den Bädern Se 1. April. Heute ſind zehn Jahre vergangen, daß Rohrbach nach Heidelberg eingemeindet wurde. Vor zehn Jahren war es eine kritiſche Zeit, da Heidelberg ſtark verſchul⸗ det und eine hohe Umlage hatte. Rohrbach war eine alte Gemeinde, die urkundlich ſchon 767 erwähnt iſg Die wirtſchaftliche, kulturelle und geographiſche Vorausſetzung ergab ſo viele Berührungspunkte, daß die Eingemeindung eine ſelbſtverſtändliche Angelegenheit wurde. Die damalige Abſtimmung wies zwölf Gegner der Eingemeindung auf, dagegen ſtanden 42 Befürworter. Die Verbilligungsaktion des Heidelberger Radium⸗Solbades hat ungeahnten Er⸗ folg gehabt. Die Zahl der verausgabten Bäder beträgt das Fünffache wie zur gleichen Zeit im Vorjahr. Wenn man berückſichtigt, daß dieſe Bäderausgabe die von der Krankenkaſſe ver⸗ mittelten Bäder nicht berührt hat, dann kann man beurteilen, welch große Reſerven für die Abgabe von Radium⸗Solbädern vorhanden ſind. Es iſt geplant, im Lauſe der Zeit Heidelberg neuzeitlichen Bäderſtädten inſofern anzugleichen, daß man Badehotels einrichtet. Die Bäder können dann gleich im Hotel verabfolgt wer⸗ den, ga es echniſeh ſehr leicht maglich it, eine⸗ Zuleiinna der Heilguelle zu ſchafſen, Man ga Radiumf ücht ihrer Beſchaffenheit und ihrer Heilwirtung durch Leitungen zu den in beſonderen Babe⸗ hotels zu errichtenden Bädern gebracht werden die willkommene Reuerung bedeutet die ole ohne irgendwelche Beeinträchtigung kann. Wenn Heidelberg bisher im übertragenen Sinne als Quell der Jugenzp bezeichnet wurde, ſo wird dieſes Wirklichteit durch die hervor⸗ ragende Wirtung ſeiner Bäder und Brunnen⸗ kuren. Es iſt natürlich ſchwer, daß das junge, aber ſo heilkräftige Radium⸗Solbad den Namen bekommt, den es durch ſeine außerordentlichen Kurerfolge verdient, weil das Heidelberg der Romantit die junge, aufblühende Badeſtadt im Ruhm immer noch zu überſchatten ſucht. Am heutigen Tage iſt vom Verkehrsamt Heidelberg eine weitere Schulungsfahrt der Heidelberger Fremdenführer angeſetzt, um es zu erreichen, daß den Heidelberger Fremden⸗ führern ein zeitnahes und intereſſantes Führen der Gäſte ermöglicht wird. Wiederum wird dieſe Schulungsfahrt von Verkehrsdirettor Meineke, der ſich in kurzer Amtszeit ſchon die Kameradſchaft und das Vertrauen ſeiner Füh⸗ rer erworben hat, geleitet. Im Sommerfahrplan zeigen ſich für Heidelberg günſtige Aenderungen. Es iſt eine ſchnelle Verbindung ohne Aufenthalt zwiſchen Heidelberg und Stuttgart. neue Schnellzugverbindungen mit München. Nach Rheinland⸗Weſtfalen wurde eine gute Eilzugs⸗ verbindung eingerichtet. Auf der Odenwaldvahn t. iſt ein weiteres Eilzugspaar einge Eine Einle gung einer Eiltriebwagenfahrt Heilbronn— Sins⸗ heim— Heidelberg— Mannheim. Der Eil⸗ triebwagenverkehr nach Karlsruhe wird eben⸗ falls ausgebaut. Zwischen Neckar und Bergstraſſe Ladenburger Nachrichten Das Tabakgeld wird reſtlos ausbezahlt. Wie dem Ortsbauernführer vom Vorſitzendn des Landesverbandes badiſcher Tabakpflanzer⸗Fach⸗ ſchaften mitgeteilt wurde, ſind die vor längexer Zeit bei der Tabakgeld⸗Auszahlung für 1936 einbehaltenen 20 v. H. nun endgültig reſtlos Kanab ie und kommen demnächſt zur Auszah⸗ lung. Fernwanderung des Odenwaldklubs. Die Ortsgruppe Ladenburg des Odenwaldklubs un⸗ ternimmt am Sonntag, 4. April, gemeinſam mit der Ortsgruppe Mannheim⸗Ludwigshafen eine Fernwanderung mit Sonderzug nach Eber⸗ bach a. N. Bei einer Fahrpreisermäßigung von 60 v. H. ſtellt ſich die Karte für Hin⸗ und Rück⸗ fahrt auf RM.75 ab Ladenburg. Es ſind ge⸗ nügend Fahrkarten vorhanden, ſo daß ſich auch Nichtmitglieder beteiligen können. Fahr⸗ karten ſind bei E. M. Backes, Volksbank, ab⸗ be bis ſpäteſtens Samstag, den 3. April, 1 Milchvieh⸗Auktion. Auf die heute, Miligg in Ladenburg um 11 Uhr beginnende Milchvieh⸗ Auktion durch den Zucht⸗ und Verkaufsverein Ari Schwarzbuntzüchter des Kreiſes Aurich e. V. wird nochmals hingewieſen. Es ſtehen im Anweſen von Jakob Münz, Heddes⸗ heimer Straße, 20 bis B hochtragende original oſtfrieſiſche Kühe um Verkauf. Der Ortsbauern⸗ führer leitet die Auktion. Todesfall. Am Donnerstagnachmittag wurde Kaufmann Karl Reffert, der am Dienstag im Alter von 82 Jahren nach kurzer Krankheit verſtorben iſt, unter zahlreicher Beteiligung zu Grabe Sannern Mit ihm iſt ein alter Laden⸗ burger dahingegangen, der mit ſeinem heiteren Gemüt ſich viele Freunde erwerben konnte. Als älteſter 110er der Stadt war er im Kreiſe der Kameraden gern geſehen. Er war—1 der und Ehrenmitglied der 110er⸗Kameradſchaft und gehörte auch der Kriegerkameradſchaft 1874 als Ehrenmitglied im Verwaltungsrat an. An ſeinem Grabe ſenkten ſich die Zaben denen er viele Jahrzehnte die Treue gehalten hat. Aus Neckarhauſen Standesregiſter im März. Im Monat März 1937 verzeichnen die ſtandesamtlichen Eintra⸗ ungen nur eine Geburt, einen Todesfall und eine Eheſchließung; allerdings erfolgte eine Reihe von Geburten in Ladenburg. Geboren wurde in Neckarhauſen am 26. März Gertrud Erika Lore, Tochter des Maſchinenſchloſſers Erich Mandel. Am 3. März ſtarb Frau Apol⸗ lonia Krauß Witwe, geb. Maß, 85 Jahre alt. Der Film Frieſennot gelangt heute, 20 Uhr, im„Badiſchen Hof“ zur Vorführung. Es han⸗ delt ſich um ein künſtleriſch wertvolles Film⸗ werk, die ergreifende Darſtellung des Schickſals deutſcher Bauern unter der Fremdherrſchaft. Die Gliederungen der Partei und die geſamte Ein⸗ wohnerſchaft ſind eingeladen. Edingen berichtet DAß⸗Verſammlung. Heute, Freitag, 20 Uhr, indet im Gaſthaus„Zum Hirſch“ eine Ver⸗ ammlung ſämtlicher SAſ⸗Warte und ⸗Walter ſtatt. Pünktliches und vollzähliges Erſcheinen wird erwartet. Tauben einſperren! Das Bürgermeiſteramt gibt bekannt, daß während der Frühjahrsſaat, d. i. in der Zeit vom 30, März bis einſchließlich 14. April dieſes Jahres die Tauben eingeſperrt bleiben müſſen. Uebertretungen dieſer Vor⸗ ſchrift haben Geld⸗ oder Haftſtrafen zur Folge. Neues aus Schriesheim Wanderertreffſen. Eine Sternwanderung des Odenwaldklubs führt am Sonntag, 18. April, eine Anzahl Ortsgruppen in Schriesheim zu⸗ ſammen, wo nachmittags eine Kundgebung im Schulhof— Acht Tage ſpäter will auch der Frankfurter Taunusklub unſeren Ort zum Ziel einer Wanderung nehmen. Aus Altenbach. Die Jugendherberge Kohlhof war über Oſtern ſehr gut beſucht, und es ſteht feſt, daß ſie auch im Laufe dieſes Jahres ſehr viel in Anſpruch genommen wird. Zufahrtsmöglichkeit zum neuen Poſtbahnhof aus der Stadt wurde in Nord⸗Süd⸗Richtung durch das bis dahin noch baulich unerſchloſſene Stadtgebiet zwiſchen der Unterwiehre, Haupt⸗ bahn und Höllentalbahn ſowie dem Vorort Haslach eigens die einen Kilometer lange aſphaltierte Heinrich⸗von⸗Stephan⸗ Straße gebaut, die an der Längsfront des Poſtbahnhofs entlangzieht. Zweieinhalb Jahre Bauzeit Wenn an einer Verkehrsanlage wie dieſer nahezu zweieinhalb Jahre gebaut wurde, ſo muß gewiß etwas dahinter ſein. Es wurde ein wirklicher Poſt⸗Bahnhof Gichafßrz denn die Anlage hat einen eigenen Bahnkörper mit vier Gleisſträngen, die in beiden Richtungen An⸗ ſchluß an die Reichsbahn haben. Der offen überdachte Verladebahnſteig iſt 120 Meter lang und umfaßt 1100 Quadratmeter. Die Anlage der Sägeform geſtattet das Heranführen von —4 a gleichzeitig. Den Rangier⸗ und Fahrdienſt für die Poſtwagen übernimmt in verſtändnisvoller n mit der Poſt die Reichsbahn. Das geſamte Gelände und alle Gebäude ſind Eigentum der Reichspoſt. Der Gebäudekomplex iſt ein langes Rechteck, nach Norden offen, mit anſchließendem Garten⸗ gelände zur jederzeitigen baulichen Erweite⸗ rung der Anlage. Das Haupt⸗ und Verwal⸗ tungsgebäude iſt ein dreiſtöckiger Eckbau mit anſchließendem zweiſtöckigem Querbau und dem zweieinharwſtögzigen allenbau als weſt⸗ licher Längsflügel. Der öſtliche Längsflügel iſt breit und und enthält Garagen, Wa⸗ enwaſchräume, ufenthaltsräume für das Perfonal, Ruhezimmer, Werkſtätten, Toiletten, Waſchräume, kleine Bürozimmer. Zwiſchen dem Oſtflügel und dem 17—— ebäude iſt die Ein⸗ fahrt in den großen Verkehrsbahnhof mit Ein⸗ ang von der Von⸗Stephan⸗Straße aus. Im erwaltungshaus an der Heinrich⸗von⸗Ste⸗ phan⸗Straße iſt das neue Zweigpoſtamt mit 6 Schaltern, Schließfächern und Fernſprech⸗ für den ſüdweſtlichen Stadtteil unterge⸗ racht. Für Luftſchutzräume und alle Sicher⸗ eiten iſt geſorgt. Zentralheizung iſt in allen uten eingebaut; Schlaf⸗, Waſch⸗ und Bade⸗ gelegenheit ſind gegeben, ebenſo iſt für Beam⸗ ten und Perſonal ein Erfriſchungsraum vor⸗ handen. Reichliche Fenſter und Glaswände ver⸗ bürgen eine reiche Lichteinſtrömung. Einfach⸗ heit in der Innenarchitektur, damit Staubfrei⸗ heit und Sauberkeit, treten überall in den Vor⸗ dergrund. Paketverteilung am laufenden Band Zu den intereſſanteſten Bauten Jaka die zwei übereinander aängeorbneten Paketſortie⸗ rungshallen, die durch vertikale Schlangenrut⸗ ſchen miteinander verbunden und jede mit automatiſchen Rollenbeförderern und Gleit⸗ ſchienen auf erhöhten Bahnen(Sortierung und Verteilung am laufenden Band— ausgeſtattet ſchla Hier wickelt ſich der geſamte Paket⸗Um⸗ chlagsverkehr ab, angefangen mit der Ankunft in den Poſt⸗Reichsbahnwagen und über die Laderampe und die Hallen mittel elektriſcher Aufzüge; hier Sonderung in Stadt⸗ und Landpakete ſowie Durchgangspakete und Auslandspakete, die in der neu eingerichteten Poſtzollſtelle an Ort und Stelle abgefertigt werden. Beſondere Kammern und Abteile er⸗ leichtern den Sortierverkehr. Die Reichspoſt hat Baden für poſtaliſche Bau⸗ ten insgeſamt mit 8 Millionen Mark bedacht. Der ſehr anſehnliche Anteil Freiburgs mit 1 Million Mark aus dieſem Fonds dürfte mit der Exſtellung dieſes Bautenkomplexes erſchöpft ſein. Die einfache Architektur des Poſt⸗Bahnhofs verrät einen klaren Stil und eine neue, natür⸗ lichere Bau 4 in der Technik. Darüber hinaus iſt der Ziet urger neue Poſt⸗Bahnhof eine Sehenswürdigkeit; auf dieſes vorbildliche, moderne Werk kann die Breisgauhauptſtadt wirklich ſtolz ſein. Reichsfachſchule des Gaſtſtättengewerbes „Heidelberg, 1, April. Am 8. April fin⸗ det in Heidelberg die Grundſteinlegung zum Erweiterungsbau der Reichsfachſchule für Hotel und Gaſtſtätte ſtatt, die von der Reichsarbeits⸗ emeinſchaft für Berufserziehung im deutſchen aſtſtättengewerbe durchgeführt wird. Die Grundſteinlegung wird im Beiſein der Vertre⸗ ter der Partei, des Staates, der RBG Handel, der DAß und der WGB erfolgen. flus den nachbargebieten „Deutſches Antlitz in Jahrhunderten“ Frankfurt a.., 1. April. Am 2. Mai wird in Frankfurt a. M. eine große Ausſtellung der Stadt Frankfurt unter Mitarbeit des raſſe⸗ politiſchen Amtes der NSDaAp unter dem Titel „Das deutſche Antlitz im Spiegel der Jahr⸗ underte“ exöffnet. In dieſer außergewöhnlichen chau werden Bildwerke deutſcher Menſchen ſeit der Zeit Hermanns des Cheruskers bis zu Adolf Hitler gezeigt. Es handelt ſich nicht nur daxum, Bildwerke großer Männer mit geſchicht⸗ lichen Verdienſten und großen Namen zuſgm⸗ menzuſtellen, ſondern einfach um die Darſtel⸗ lung des deutſchen Antlitzes. rasiert 8 ch morgen schneller und billiger Hit dem hanuſichenskelifehalfter Al. ffer PAILMOLIV-Hasierseife 60% Mannheim sport und Spie! „The 6auibs“ fegten:0 negen VfR⸗Germania komb. Nachdem die bekannten engliſchen Hockey⸗ frauen„The Squibs“ das Wiesbadener Oſterturnier in überlegener Weiſe beendet hat⸗ ten, ſetzten ſie ihren Siegeszug fort. Am Mitt⸗ woch ſchlugen ſie den Höchſter HC;1 und am Donnerstagnachmittag auf dem VfR⸗pPlatz eine VfR⸗Germania-Kombination 60. Am Flughafen hatte ſich eine verhältnis⸗ mäßig kleine Zuſchauermenge eingefunden, die aber voll und ganz auf ihre Rechnung kam. Die Engländerinnen ſtellten eine vollkommen ausgeglichene Mannſchaft mit ausgezeichneter Technit und Tattik ins Feld, die ein wunder⸗ ſchönes Kombinationsſpiel vorführte. Unauf⸗ fällig, aber ſyſtematiſch lief der Ball immer im letzten Moment genau von Spielerin zu Spielerin, bis der Torſchuß reif war— und an dieſem fehlte es nicht. Die Mannheimer Frauen lieferten keines⸗ wegs ein ſchlechtes Spiel. Sie hatten in ihren Reihen ſogar einige den Gäſten gleichwertige Kräfte, aber auch Lücken. Die beſte Leiſtung vollbrachten die beiden Außenläuferinnen Frl. Stürmer(Germ.) und Frau Wenck⸗Wolff (BfR), während die Mittelläuferin Frl. Si⸗ mon(Germ.) wohl in der Zerſtörung, aber nicht ganz im Aufbau genügte. Sicher war Frau Seubert(VfR) in der Verteidigung. Frau Küſter(HCß) hielt wohl einige ſcharfe Torſchüſſe, war aber für das ſchnelle Spiel der Engländerinnen zu langſam und hätte mindeſtens zwei Tore halten müſſen Der Sturm zeigte gute Einzelleiſtungen, ſpielte aber im ganzen mit zu wenig Geſchloſſenheit und Durchſchlagskraft. Hier ſchien es am ge⸗ genſeitigen Verſtändnis zu fehlen. Bis zur Halbzeit kamen die Squibs durch die Halblinke und die Rechtsaußen zu einer :0⸗Führung. Bis dahin gelangten die Mann⸗ heimer auch mehrmals in Englands Tornähe, doch es fehlte am Torſchuß. Nach der Pauſe mußte Küſter einen ſcharfen Ball abwehren, war aber machtlos gegen einen fabelhaften Schuß der gefährlichen Mittelſtürmerin, welche die zu ſtark aufgerückte Verteidigung über⸗ ſpielte. Dieſelbe Spielerin erzielte durch Nach⸗ ſchuß auch das vierte Tor. Auf der Gegenſeite kam die Mittelſtürmerin Hütter(VfR) ſchön zum Schuß, doch die engliſche Torfrau hielt ſicher. Dann verfehlte Küſter einen ſchwachen Ball.:0. Die Engländerinnen drängten jetzt ſtärker. Die Halbrechte lenkte ſchließlich im Gedränge zum ſechſten und letzten Tor ein. Hütter ließ bei einer Strafecke noch einen ſcharfen Ball aufs engliſche Tor los, doch die⸗ ſer wurde abgewehrt, ſo daß den tapferen Mannheimerinnen das verdiente Ehrentor verſagt blieb. Das Spiel, das äußerſt fair und ruhig durchgeführt wurde, war ein Werbeſpiel für den Hockeyſport und lag in den Händen einer engliſchen Schiedsrichterin und des Herrn Fel⸗ ler(Ufgi), die beide kein ſchweres Amt hatten. — 0— Trainingsunfall von Geaman Der engliſche Rennfahrer Richard Seaman, der der Mercedes⸗Benz⸗Rennmannſchaft ange⸗ hört, wurde am Mittwochnachmittag bei Trai⸗ ningsfahrten auf der Mailänder Monza⸗Bahn von einem Unfall betroffen, der jedoch zum Glück noch verhältnismäßig glimpflich ablief. Nachdem Seaman einige Runden in beſtechen⸗ dem Stil gedreht hatte, geriet er mit ſeinem Wagen, wohl infolge zu plötzlichen Gasgebens, in einer Kurve ins Schleudern und ſtürzte. Sea⸗ man zog ſich dabei Quetſchungen zu und mußte ins Krankenhaus eingeliefert werden. Man rech⸗ net jedoch zuverſichtlich damit, daß er bald wie⸗ der hergeſtellt ſein wird und am„Großen Preis von Tripolis“, am 9. Mai, teilnehmen kann. Dier Nuderſpoct im Reigsbund⸗ ſür Levesvbungen Zum Tag des Deutſchen Ruderſports am 4. April 1937 „Immer dann, wenn ſich auf irgend einem Ge⸗ biet des menſchlichen Lebens grundlegende Wandlungen vollzogen, drängten ſich Ueber⸗ eifrige in den Vordergrund, die bei der Neuord⸗ nung der Verhältniſſe päpſtlicher als der Papſt ſein wollten. Gleichgültig, ob dieſe Umgeſtaltung die Folge einer ſich neu bildenden Weltanſchau⸗ ung oder erzwungen durch übermächtige äußere Einflüſſe war, immer haben ſolche Menſchen durch ihren falſch angeſetzten Uebereifer den ſich in der Entwicklung befindlichen Strömungen ungeheuer geſchadet. Nach der für Deutſchland und beſonders für den Ruderſport ſo glänzend verlaufenen Olym⸗ piade galt die Schaffung des längſt geplanten Reichsbund für Leibesübung als eine Haupt⸗ aufgabe. Kaum waren die Richtlinien zur or⸗ ganiſchen Entwicklung dieſer neuen Dachorgani⸗ ſation des deutſchen Sportes gegeben, als durch alle Sportarten eine nicht zu verkennende Beun⸗ ruhigung lief. Neuerer traten auf, welche die Schaffung des Reichsbundes nur unter der voll⸗ kommenen Ausſchaltung des Vereinsgedankens im bisherigen Sinne porklamierten. Tatſächlich haftete auch vielen Sportvereinen mit ihrer Hin⸗ gabe zu Spezialſportarten auch nach dem Um⸗ bruch noch die aus liberaliſtiſcher Zeit ſtammen⸗ den Grundſätze an, vor allem, den Einzelkönner zu fördern. Damit entſprachen ſie nicht mehr dem nationalſozialiſtiſchen Grundgedanken, daß der Sport dem geſamten Volke zu dienen habe. Dieſe morſchen Stellen, in der mächtigen deut⸗ ſchen Sportphalanx wollten die Uebereifrigen durch die Beſeitigung aller Vereine entfernen. Dabei überſahen dieſe Leute vollkommen, daß die meiſten Vereine bereits ihre einzige und vornehmſte Aufgabe der Breitenarbeit klar er⸗ kannt hatten, wofür die Erfolge der Olympiade den allerbeſten Beweis lieferten. Aus dem Gewirr der Meinungen war nicht mehr klar zu erkennen, welche Rolle den einzel⸗ nen Vereinen im neuen Reichsbund eigentlich zugedacht war. Man ſah ſchon örtlich gebundene SN1 wee 1224 7„ ——42333 —4 —— umfig 1438 3* 417* rNe —— GSportabzeichen— ſtaatlich Wahrlich: einen ſchöneren Aufſtieg hätte das Deutſche Reichsſportabzeichen wohl nicht neh⸗ men können, als daß ihm, nachdem es von Jahr zu Jahr in ſtändig ſteigender Zahl erworben worden war, nunmehr offiziell ſtaatliche Aner⸗ kennung zuteil geworden iſt. Wohl ſchwebte den Männern, die vor nunmehr faſt einem Viertel⸗ jahrhundert das Sportabzeichen geſchaffen ha⸗ ben, ſchon damals dieſes große Ziel vor, aber erreicht worden iſt es eben doch erſt jetzt im Dritten Reiche, das der körperlichen Ertüchti⸗ gung eine Beachtung ſchenkt, wie wohl kaum eine zweite Nation der Welt. Zuſtändig: Reichsſportamt Der Aufbau der Leibesübungen darf zunächſt einmal als abgeſchloſſen gelten. Träger der körperlichen Ertüchtigung des geſamten deut⸗ ſchen Volkes iſt der Deutſche Reichsbund für Leibesübungen mit dem Reichsſportführer von Tſchammer und Oſten an der Spitze. Un⸗ nötig zu betonen, daß ſich der Reichsbund in weiteſtgehendem Maße der Förderung des Füh⸗ rers und der Unterſtützung durch die Reichsre⸗ gierung erfreuen darf, die ja, wie die Olympi⸗ ſchen Spiele ſowohl in Bezug auf ihre Vorbe⸗ reitung als auch in ihrer Durchführung mit aller Deutlichkeit bewieſen haben, an der Ent⸗ wicklung von Turnen und Sport den regſten Anteil nimmt. Um jedoch ſchon äußerlich in rein organiſatoriſcher Hinſicht die beſonders enge Verbundenheit der Reichsregierung mit allen Fragen der körperlichen s unter⸗ ſtreichen, iſt bei dem für Sport und Turnen zu⸗ ſtändigen Reichsminiſterium des Innern das Reichsſportamt geſchaffen worden. In ſeiner Eigenſchaft als Miniſterialdirek⸗ tor im Reichsminiſterium des In⸗ nern iſt der Reichsſportführer der Leiter des Reichsſportamtes. Sein langjähriger treuer Mitarbeiter Bre it⸗ meyer iſt hier als Oberregierungsrat ſein ſtändiger Vertreter. Zu den Obliegenheiten des Reichsſportamts gehört auch die Bearbeitung des Reichsſportabzeichens. Wie durch die Ver⸗ wendung der Initialen des DRe bewieſen wird, iſt das Deutſche Reichsſportabzeichen nach wie vor die vom Reichsbund geſchaffene Auszeich⸗ nung für die Erfüllung der zum Erwerb vor⸗ geſchriebenen Bedingungen. Auch wird es nach wie vor vom Reichsſportführer verliehen, aher nicht in ſeiner Eigenſchaft als Reichsſportfüh⸗ rer, ſondern in ſeiner Eigenſchaft als Miniſte⸗ rialdirektor und Leiter des Reichsſportamtes im Reichsminiſterium des Innern, alſo als— Vertreter des Staates! Das iſt ſelbſt⸗ verſtändlich ein nicht zu unterſchätzender Ge⸗ winn für das Reichsſportabzeichen und die deutſche Turn⸗ und Sportgemeinde kann daher dem Reichsſportführer dafür nicht genug dank⸗ bar ſein, daß er das Reichsſportabzeichen dieſen laſet ja dieſen Sprung nach oben, hat tun aſſen. Die Abſchlußzahlen am 31. März 1937 Demnach ſind bis zu dieſem Tage insgeſamt 578 938 Reichsſportabzeichen und 204 745 Reichs⸗ Bana ausgegeben worden, davon allein 92 662 bzw. 39 387 im letzten Jahr. Auf die Männer entfallen hiervon 514 745 Abzeichen (und zwar im einzelnen 9661 goldene, 31 2³ ſilberne und 473 821 bronzene) und auf die rauen 64 193 Abzeichen(und zwar 1996 in old, 6556 in Silber und 55 461 in Bronze), während weiterhin noch 142 400 Knaben und 62 345 Mädchen das Jugendabzeichen erworben haben. Welch großer Beliebtheit ſich die beiden Auszeichnungen erfreuen, geht wohl am deut⸗ lichſten daraus hervor, daß ſämtliche Zahlen des nun zu Ende gegangenen Geſchäftsjahres über den früheren Endzahlen liegen. 0 K MA m2 ———— IITT nruderel nach den ghrmparmen chrolhen⸗⸗ Großvereine, die als Sammelbecken ſämtliche Sportarten in ſich bergen ſollten. In der Ju⸗ gendfrage ſahen die allerwenigſten Vereine klar. Nachdem eine ſo große Anzahl die ganze Sport⸗ welt bewegender Fragen offen blieben, hatten zu viele Unberufene Gelegenheit, dieſe Pro⸗ bleme aufzugreifen. Sie wollten Neuerungen ſchaffen, wo keine notwendig waren. Dieſer Zu⸗ ſtand beunruhigte ſtark.— Sämtliche Ruder⸗ vereine litten unter dieſen Strömungen beſon⸗ ders. Der Ruderſport kann einfach hinſichtlich der materiellen Vorausſetzungen nicht mit an⸗ deren Sportarten verglichen werden. Aus dieſem Grunde löſte die vom Reichs⸗ ſportführer in ſeiner Neujahrsbotſchaft gegebene Erklärung gerade in der Ruderwelt freudigen Widerhall aus: In dem eng an die national⸗ ſozialiſtiſche Ideenwelt angelehnten Reichsbund werden die Vereine als kleinſte Zelle und gleich⸗ zeitig als Idealbild nationalſozialiſtiſcher Zu⸗ ſammenarbeit weiterbeſtehen.— Allerdings wer⸗ den ſchwache Gebilde zur weiteren Stärkung lebensfähiger Vereine verſchwinden müſſen. Die verſplitterten Kräfte werden eine Zuſammen⸗ faſſung zu einer kraftvollen Reſultante erfah⸗ ren. Dabei gilt der Grundſatz: Das Wohl der Volksgemeinſchaft geht vor Tradition!— Aber auch Vereine,— und das müſſen ſich beſonders viele Rudervereine recht gut merken— die nur einſeitig einer Sportart huldigen, oder die ihnen aufgetragenen Aufgaben nur ſchlecht erfüllen, werden in den kommenden Jahren einen harten Exiſtenzkampf zu beſtehen haben und vielleicht vollkommen verſchwinden. Gerade wir Ruderer in Mannheim begrüßen die langerſehnte Verwirklichung dieſer längſt ge⸗ planten Breitenarbeit für den geſamten deut⸗ ſchen Sport. War doch unſere ganze ſportliche Aufbauarbeit auf dieſe als einzig richtig er⸗ kannte Idee der Breitenarbeit abgeſtimmt. Denn tatſächlich war die ſportliche Einſtellung unſerer Mannheimer Rudervereine nicht ſo einſeitig, wie man in der breiten Oeffentlichkeit anzuneh⸗ men geneigt war. So iſt z. B. vom Mannheimer Ruder⸗Club v. 1875 bekannt, daß er ſchon ſeit Jahren und vor allem auch in der kommenden Zeit eine ſportliche Vielſeitigkeit und Breiten⸗ arbeit entwickelte und entwickeln wird, wie ſie jeder andere Großverein nicht beſſer geſtalten kann. Finden wir doch in dem ſportlichen Pro⸗ ramm' dieſes Klubs— das nach dem Urteil eitender Stellen nur als vorbildlich bezeichnet werden kann— nicht nur Renn⸗ und Wander⸗ rudern, ſondern auch Wandern, Fußball, Leicht⸗ athletik, Skilaufen, Waldläufe und Schwimmen. Als Grundlage dient dieſem hervorragenden Arbeitsplan die zur Allgemeinpflicht gewordene Grundſchule. Es iſt unbedingt notwendig, gerade im Zu⸗ ſammenhang mit dem Tag des deutſchen Ruder⸗ ſports dieſe vielſeitige Tätigkeit unſerer Ruder⸗ vereine beſonders hervorzuheben. Ohne Zweifel liegt in dieſem geſunden Aufbau mit die Grund⸗ lage zu den großen Erfolgen unſerer Mann⸗ heimer Ruderer in den letzten Jahren. Als Krone und wohl auch als treffendſter Beweis für die Richtigkeit des von den meiſten Mann⸗ heimer Rudervereinen auf ſportlichem Gebiete eingeſchlagenen Weges müſſen an dieſer Stelle die beiden Olympiaſiege erwähnt werden. Nur der Tüchtigſte wird ſich im Kampf mit den Weltbeſten die Siegespalme erringen können. Lediglich eine wichtige Aufgabe verbleibt den Rudervereinen: Es muß eine noch größere An⸗ zahl Kameraden zu der Teilnahme an unſeren Ruder⸗ und Sportſtunden herangezogen werden. Allen Neulingen im Ruderſport muß immer wieder klargemacht werden: Beim Rudern gibt es keine einſeitige Körperausbildung. Brei⸗ ſer bahnbrechenden Arbeit ſind wir in dieſem für den Sport ſo entſcheidenden Jahr 1937 ver⸗ pflichtet. Bereits der Tag des deutſchen Ruder⸗ ſports wird als Auftakt der offiziellen Ruder⸗ ſaiſon die ganze Ruderſtreitmacht nach den vor⸗ hin entwickelten Geſichtspunkten bei der ſport⸗ lichen Arbeit zeigen. Dabei wird vor allem die Jugend dazu he⸗ rufen ſein, Mannheims guten Namen als Ru⸗ derhochburg auch in der Zukunft zu ſichern und zu wahren. Deshalb hat am Tag des deutſchen Ruderſports jeder Mannheimer und vor allem die Mannheimer Jugend bis zum kleinſten Pimpf Gelegenheit, ſich von der wertvollen ſportlichen Arbeit der Mannheimer Ruderver⸗ eine zu überzeugen. An dieſem Ehrentag der deutſchen Ruderer fordern wir alle noch Außen⸗ ſtehende auf, Schritt zu ſaſſen, mit den bereits aktiven Ruderkameraden, zur gemeinſamen Auf⸗ bauarbeit und zur Verwirklichung der Idee der Breitenarbeit. Denn Sport iſt im national⸗ ſozialiſtiſchen Staat: Dienſt an der Volksgemeinſchaft. Fr. 5 Deutſche Reiteroffiziere im Ausland Deutſchlands Reiteroffiziere werden ſich auch in dieſem Jahre wieder an den großen auslän⸗ diſchen Turnieren beteiligen. Zunächſt iſt die Teilnahme einer deutſchen Reitermannſchaft der Kavallerieſchule Hannover am Turnier in Rom vom 24. April bis 3. Mai ſowie anſchließend in Paris vom 6. bis 12. Mai und ſchließlich im Juli vom 17. bis 26. in London in Ausſicht genommen. Dis necaran- 6n 9s échwebingen Obige Vereine begegnen ſich bei einem Freundſchaftſpiel am Samstag, 17.30 Uhr, an der Altriper Fähre.— Der Sportver⸗ ein Schwetzingen nimmt in der Bezirksklaſſe eine beachtliche Stelle ein und ſteht an zweiter Stelle hinter dem Meiſter VfB Wiesloch. Die Leute vom Schloßgarten ſind in Mannheim nicht unbekannt und haben ſtets einen guten Eindruck hinterlaſſen. Vom Spiel ſelbſt ver⸗ ſprechen wir uns das Beſte, zumal beide Ver⸗ eine über gutes Können verfügen. Am Sedan⸗Tag 1913 die erſten Abzeichen Der Deutſche Reichsausſchuß für Olympiſche Spiele, wie der erſte Vorgänger des heutigen DRs hieß, hatte auf ſeiner Tagung Ende De⸗ zember 1912 die Schaffung des„Deutſchen Turn⸗ und Sportabzeichens“ beſchloſſen. Dieſer Be⸗ ſchluß war auf eine Anregung zurückzuführen, die man im Sommer bei den Olympiſchen Spie⸗ len in Schweden erhalten hatte, da dort ein ähnliches Leiſtungsabzeichen bereits beſtand. Nachdem die einzelnen Bedingungen ausgear⸗ beitet und genehmigt worden waren, erfolgten dann im Laufe des Jahres 1913 die erſten Be⸗ werbungen und Prüfungen. Am Sedan⸗Tag dieſes Jahres wurden die erſten Abzeichen aus⸗ gegeben, und zwar vier in Gold und achtzehn in Bronze. Auch Dr. Carl Diem war damals dabei! Zwar hat er nicht die Nummer 1 erhalten, aber das iſt lediglich darauf zurückzuführen, daß die einzelnen Erwerber alphapetiſch geordnet worden waren. Jedenfalls aber hat Diem, den man als den geiſtigen Vater des Deutſchen Turn⸗ und Sportabzeichens betrachten darf, da⸗ mit bewieſen, daß er ſeine theoretiſchen Forde⸗ rungen als erſter in der Praxis erfüllt hat. Markſteine in der Geſchichte des Sportabzeichens Wenn in dieſem Zuſammenhange nur die allerwichtigſten Daten erwähnt werden ſollen, ſo iſt zunächſt das Jahr 1921 zu verzeichnen, in dem die Möglichkeit zum Erwerb des Abzeichens — ſelbſtverſtändlich unter zweckentſprechender Aenderung der Bedingungen— auch auf die Frauen ausgedehnt worden war. Im Jahre 1925 erfolgte die Schaffung des Reichsſport⸗ jugendabzeichens, das, zunächſt nur den Kna⸗ ben vorbehalten, im Jahre 1928 auch auf Mäd⸗ chen erweitert worden iſt. Gerade die Einfüh⸗ rung des Jugendabzeichens führte zu längeren und teilweiſe ſogar ſehr heftigen Kämpfen, da die Anſichten über die Zweckmäßigkeit eines ſolchen Abzeichens für die Jugend ſelbſt in Fachkreiſen erheblich auseinandergegangen ſind. Ja: ſie gingen ſoweit auseinander, daß ſeiner⸗ zeit die Einführung des„Reichsjugendabzei⸗ chens“— wie es zuerſt hieß— für die Deutſche Turnerſchaft einer der beiden Gründe für ihren Austritt aus dem Deutſchen Reichsausſchuß für Leibesübungen geweſen iſt. Gerade dieſe Tat⸗ ſache, die doch in kraſſeſtem Gegenſatz zu der heutigen Anerkennung des Deutſchen Reichsſportabzeichens u. des Reichsſportjugend⸗ abzeichens durch den Staat ſteht, beweiſt den gewaltigen Gewinn, den die Sportabzeichen eben durch die ſtaatliche Anerkennung erhalten haben. Um ſo ſicherer werden ſie nunmehr ihren Weg nehmen und dem großen Ziel immer nä⸗ her kommen:„Kein deutſcher Volksgenoſſe, kein Junge, kein Mädel— ohne ſein ſportliches Leiſtungsabzeichen!“. E„ 6chön, der einzige deutſche im Pariſer Sechstagefeld Im Pariſer Sportpalaſt wird vom 7. bis 13. April das 20. Pariſer Sechstagerennen abge⸗ wickelt. Das Starterfeld iſt jetzt komplett, fünf⸗ zehn Mannſchaften nehmen das Rennen auf, darunter auch das deutſch⸗holländiſche Paar Schön⸗Pellenagers, das das letzte Ren⸗ nen im Herbſt gewinnen konnte. Schön iſt übri⸗ der einzige teilnehmende Deutſche. Die iſte hat folgendes Ausſehen: Schön⸗Pellenaers, Archambaud⸗Lapebie, Pij⸗ nenburg⸗Slaats, Ignat⸗Diot, J. Aerts⸗De⸗ bruycker, Letourneur⸗Guimbretiere, Wals⸗Bil⸗ liet, Speicher-Le Greves, Guerra-Di Paco, Chocque-Dayen, Walthour⸗Croßley, Richard⸗ Pecqueux, Falck Hanſen-Chriſtenſen, Boucheron⸗ F. Wambſt und Seres⸗Bouchard. Erſte Olympiafahrt überzeichnet „Wie die Deutſche Zeppelin⸗Reederei mitteilt, iſt die geplante Fahrt des Luftſchiffs„Hinden⸗ burg“ zu den Olympiſchen Spielen im Sommer 1940 in Tokio bereits jetzt überzeichnet. 3 Anfänger ſunt heſut . 15 Angebote mi Nr. 4919“ an für( * ſtall. * unte Verlag dieſe; fing. 6 rl. A K ben Ver 0 Eauberes, e h Alleinma 7 43 einzelne 2 Fleiſiges anäif 4 im 4. tenarbeit muß höchſtes Gebot ſein. 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Nur kampf mit den ingen können. ſe verbleibt den och größere An⸗ zme an unſeren zezogen werden. rt muß immer im Rudern gibt ildung. Brei⸗ t ſein Zu die⸗ wir in dieſem Jahr 1937 ver⸗ eutſchen Ruder⸗ iziellen Ruder⸗ t nach den vor⸗ bei der ſport⸗ igend dazu be⸗ kamen als Ru⸗ zu ſichern und g des deutſchen und vor allem zum kleinſten der werdwollen Ruderver⸗ Ehrentag der lle noch Außen⸗ mit den bereits neinſamen Auf⸗ zung der Idee iſt im national⸗ inſchaft. Fr. B n Ausland erden ſich auch großen auslän⸗ zunächſt iſt die mannſchaft der urnier in Rom ie anſchließend und ſchließlich London in hwetzingen ich bei einem g, 17.30 Uhr, der Sportver⸗ er Bezirksklaſſe teht an zweiter Wiesloch. Die in Mannheim ts einen guten piel ſelbſt ver⸗ nal beide Ver⸗ n. ——————— der, daß ſeiner⸗ ichsjugendabzei⸗ für die Deutſche ründe für ihren chsausſchuß für rade dieſe Tat⸗ egenſatz zu der des Deutſchen ichsſportjugend⸗ t ſteht, beweiſt Sportabzeichen nnung erhalten nunmehr ihren Ziel immer nä⸗ olksgenoſſe, kein ſein ſportliches E, eutjche efeld vom 7. bis 13. gerennen abge⸗ komplett, fünf⸗ 8. Rennen auf, ländiſche Paar das letzte Ren⸗ Schön iſt übri⸗ Deutſche. Die dꝙ⸗Lapebie, Pij⸗ J. Aerts⸗De⸗ ere, Wals⸗Bil⸗ erra⸗Di Paco, oßley, Richard⸗ ſen, Boucheron⸗ . rzeichnet ederei mitteilt, chiffs„Hinden⸗ en im Sommer eichnet. eind jucht ſüngeren Hun. Ausestelten Fahriing Alleinmädchen Liaeamädchens. Krürt. mit allen Arbeiten 00 * auf 1. 5. ucht.(4964“) * wenbeim, Fahnſtraße 19, II. Angedote u. 4933“ gundes Tebenic. fiicter W40* 4 Stellengesuche latl. leiß. 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So viel Schmuß, wie er ſelbſt nicht durch langes Reiben und Waſchen herausgeht. überzeugen Sie ſich ſelbſt durch einen Verſuch! Große Doſe zu 40 pfennig, überall zu haben. 0 erſpark ſcharfes Waſchen! man ſi Mannheim wirtſchafts- und sozialpolitih orenꝛen der Freizügigkeit Ein wirklicher Fortſchritt, den die liberale Wirtſchaftsepoche der wirtſchaftlichen Betäti⸗ Einſ des Volkes brachte, war ſeinerzeit die Einführung der Freizügigkeit, alſo des Rechtes, innerhalb der Landesgrenzen an jedem belie⸗ bigen Orte ein Gewerbe auszuüben oder Ar⸗ beit anzunehmen. Nur wenige konzeſſions⸗ pflichtige Ausnahmen wurden in der Gewerbe⸗ geſetzgebung vorgeſehen. Der Nationalſozialis⸗ mus hat dieſe Freizügigkeit unangetaſtet ge⸗ laſſen, weil er das Leiſtungsprinzip in der Wirtſchaft auf jeden Fall gewahrt f0 will und zweitens, weil bei einer in einem ſchnellen techniſchen Aufſtieg befindlichen Wirtſchaft es unmöglich iſt, bei der Vielfalt der durch den Wirtſchaftsprozeß entſtehenden Umſchichtungen der Arbeiterſchaft, des Ingenieurperſonals, ja Kon des Kreiſes der Betriebsführer die Wan⸗ rungsbewegung grundſätzlich zu verhindern. Damit iſt aber nicht geſagt, daß ein an ſich geſundes Prinzip nicht auch Auswüchſe auf⸗ zeigen kann, bei denen korrigierend eingegriffen werden muß. So kann z. B. in keinem ge⸗ ſunden Staatsweſen zugeſehen werden, daß ei beſonders ſtarkem Auftreten eines Bedarfs an Arbeitskräften in beſtimmten Induſtrie⸗ egenden ganze Provinzen ſich von beſtimmten ategorien von Facharbeitern entblößen— und zwar unter ſofortiger Mitnahme von Kind und Kegel und Auflöſung der Hausſtände—. Wo das hinführt, haben wir ja mit umgekehrten Vorzeichen in der Kriſe erlebt, als erhebliche Teile der Bevölkerung mit Gewalt den Groß⸗ ſtädten zuſtrömten, weil ihnen dort die ſtaat⸗ liche Verſorgung geſicherter erſchien. Weder das eine noch das andere kann alſo in einem geordneten Staatsweſen ohne Widerſpruch mit angeſehen werden, denn jeder Staat muß ein Intereſſe daran haben, daß ſeine Bevölkerung möglichſt gleichmäßig nach den natürlichen Ge⸗ gebenheiten des Landes über das ganze Staats⸗ gebiet verteilt bleibt, und jeder Staat muß ver⸗ indern, daß einzelne Bevölkerungskreiſe, ohne auf lange Sicht die Entwicklung überſehen zu können, einmaligen Verdienſtmöglichkeiten in der Weiſe nachlaufen, daß gleich eine Familien⸗ wanderung daraus entſteht. Ein Staat kann z. B. auch weiterhin nicht zu⸗ ſehen, daß ſeine an den Landesgrenzen woh⸗ nende Bevölkerung nach der Landesmitte zu ſich in Bewegung ſetzt. Gewiß liegen heute im Zeitalter der Luftwaffe wichtige Induſtrien nicht gerade an den Landesgrenzen. Deshalb darf aber trotzdem nicht die Landesgrenze von der Facharbeiterſchaft und den für eine geord⸗ nete gewerbliche Wirtſchaft notwendigen Be⸗ völkerungskreiſen entblößt werden. Daß dies nicht nur Ueberlegungen ſind, die in Deutſchland angeſtellt werden, ſondern den es Probleme ſind, die in allen Teilen der Welt heute zur Debatte ſtehen, beweiſt z. B. die Ge⸗ ſetzgebung Ekuadors, über die in der„Sozialen Praxis“, Heft 12, berichtet wird. ier ſucht vor einer ſtaatlich nicht 3 zu en, daß man Abgangsentſchädigungen f etzlich eingeführt hat. Es ſſ ſelbſtwerſtändlich un⸗ möglich, die Verhältniſſe dicht beſiedelter Län⸗ der, wie Europas, mit denen Ekuadors zu ver⸗ gleichen, vor allem darf auch nicht vergeſſen werden, daß drüben die Verhältniſſe ganz be⸗ ſonders kompliziert dadurch 1 her⸗ daß die Minenbetriebe, um die es ſich bei dieſer Ge⸗ fetzgebung wohl in erſter Linie handelt,„ſehr weit vom Schuß liegen“ und die Arbeiter von ſehr weit herangeholt werden müſſen. Trotzdem zeigt die wefzgaßnag die Linie der bevölkerungspolitiſchen. Maßnahmen, von de⸗ nen oben die Rede iſt. Nach den im Frühjahr 1936 erlaſſenen Geſetzen werden an alle Arbeit⸗ nehmer, außer an Landarbeiter, Hausange⸗ ſtellte und mitarbeitende Familienangehörige, nach fünfjähriger Beſchäftigung im ſelben Be⸗ triebe Abgangsentſchädigungen in der Höhe eines Monatslohnes für jedes Dienſtjahr ge⸗ währt. Wird ein Arbeitskontrakt vor ſeinem Ablauf gelöſt, ſo erhält der Arbeitnehmer eben⸗ falls eine Entſchädigungszahlung von einem Monatsgehalt, wenn der Vertragszeitraum we⸗ niger als ein Jahr umfaßte, und zwei Mo⸗ natsgehälter bei längerer Dauer. Soweit die Entſchädigungspflichten des Betriebsführers, die, wenn ſie nicht durch eine Entſchädigungs⸗ pflicht der Arbeiter bei vorzeitigem Verlaſſen der Arbeitsſtelle ergänzt würden, als eine rein ſozialpolitiſche, aber nicht— was ſie doch offen⸗ jichtlich ſein ſoll— bevölkerungs⸗ und induſtrie⸗ politiſche Maßnahme gedeutet werden könnte. Wie geſagt. Ekuador fetz die Entſchädigungs⸗ pflicht auch für den Arbeiter feſt, und zwar hat er die Hälfte der genannten Summen an den Unternehmer zu zahlen. Das zeigt, daß heute ſelbſt„ſtramm libe⸗ raliſtiſche“ Staaten nicht darauf verzichten kön⸗ nen, mit ſehr rigoroſen Mitteln ohne Rüchſicht auf ihre liberalen Ideologien bevölkerungs⸗ Bevölkerungswanderung dadurch und arbeitspolitiſche Maßnahmen durchzuſetzen, die ſich um des Gemeinwohls willen als not⸗ wendig erweiſen. Meldungen aus der Industrie 75 Jahre H. Fuchs Waggonfabrik Heidelberg. Das Unternehmen blickt mit dem 1. April auf ein 75⸗ jähriges Beſtehen zurück. Gegründet wurde es im Jahre 1862 durch den Offenbacher Kutſchwagenfabrikanten Heinrich Fuchs durch Uebernahme einer bereits früher beſtehenden Fabrik unter der Firma Heinrich Fuchs Waggonfabrik AG in Heidelberg. 1899 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengeſellſchaft mit 1,5 Mill. Reichsmark Aktienkapital. Die günſtige Entwicklung, die das Werk ſeit ſeinem Beſtehen genommen hatte, kommt in den Beſchäftigten⸗Zahlen deutlich zum Ausdruck. 1900 wurden 800 und bis zum Kriegsausbruch rund 1400 Angeſtellte und Arbeiter gezählt. In den Jahren 1917 bis 1921 wurde das inzwiſchen nach Rohrbach verlegte Werk großzügig ausgebaut, im weſentlichen im Hinblick auf die Aufnahme des eiſernen Perſonen⸗ wagenbaues. Nach der Inflation geriet die Geſellſchaft in Schwierigkeiten, die zu einſchneidenden Kapitalher⸗ abſetzungen führten. Bereits 1926 erfolgte ein Kapital⸗ ſchnitt im Verhältnis:1 und, als im April 1929 der Konkurs unvermeidlich ſchien, eine weitere einſchnei⸗ dende Sanierung. Es gelang damals, die Gebrüder Schöndorf AG in Düſſeldorf zu intereſſieren, ſo daß im einer Stunde: 12000 Kiio Zeſluole Rund um die„Textile Welt“, die Riesenausstellung in Berlin/ Eindrucksvolle Leistungsschau der Tentilwirtschaff (ODrahtbericht unserer ZBerliner Schriffleiftung) Berlin, 1. April 1937. Ueber eine Woche ſchon ſtrömen die Beſuchermaſſen aus allen Teilen des Reiches durch die Welt der geſponnenen Fäden, durch die in den Berliner Meſſehallen am Funkturm aufgebaute Schau der deutſchen Textil⸗ und Belleidungswirtſchaft. Was es dort zu ſehen gibt, iſt durchaus leine Fachſchau, ſondern ein Leiſt ungs⸗ und Arbeitsbericht über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eines Zweiges der deutſchen Wirtſchaſt, die bei der Verwirklichung des Vierjahresplanes mit an erſter Stelle marſchiert. Kein Volksgenoſſe kann daran unintereſſiert bleiben. In einer großartigen, in ſich geſchloſſenen Schau wird hier erſtmalig ein umfaſſender Einblick in ein Wirtſchaftsgebiet ermöglicht, auf dem drei Mil⸗ lionen Volksgenoſſen heute unter Einſatz aller Kräſfte im Kampf um die Rohſtofffreiheit tütig ſind. Bereits 33 Prozent deutſche Textilſtoffe! Es ſtellt keinen Zufall dar, daß vom Tage der Eröffnung der Schau jener Teil im Mit⸗ telpunkt des Intereſſes ſtand, der mit ſeinem monumentalen Panorama und dem Aufmarſch von Spinn⸗ und Webmaſchinen, von Maſchinen⸗ ſälen und Forſchungslaboratorien den zukünf⸗ tigen Weg der Textilwirtſchaft zeigt. Klar und eindringlich werden Notwendigkeiten, Voraus⸗ ſetzungen und vorhandene Leiſtungsgrundlagen des Vierjahresplanes vor Augen geführt. Schon die Anſtrengungen der vergangenen Jahre ha⸗ ben es vermocht, den Anteil der ausländiſchen Spinnrohſtoffe zugunſten der bei uns ſelbſt ge⸗ wonnenen zu verringern. Nachdem noch im Jahre 1933 nur ein Siebentel des Rohſtoffs⸗ bedarfs aus heimiſchen Quellen gedeckt werden konnte, iſt es im vergangenen Jahre bereits faſt ein Drittel geweſen. Heute aber verſorgen unſere Kunſtſeide und Zellwolle ſchon ein Fünf⸗ tel unſeres geſamten Spinnſtoffbedarfs. Deutſchlands Schafherden wachſen! Mit aller Energie und Folgerichtigkeit iſt man in den vier letzten Jahren darangegangen, die Unterlaſſungsſünden früherer Jahre wieder aus⸗ zugleichen. Ein Beiſpiel: der deutſche Schafbe⸗ ſtand, der noch im Jahre 1865 30 Millionen Stück umfaßte, war 1933 auf 3,3 Millionen Stück zuſammengeſchmolzen! Die deutſche Wollgewin⸗ nung war damit auf ein Minimum herabge⸗ ſunken. Mit dem anderen einheimiſchen Textil⸗ rohſtoff, dem Flachs, lag es ähnlich. Von einer im Jahre 1850 noch 250 000 Hektar großen An⸗ Warme Mahlzeiten für Jugendliche Ernährung und Arbeitspausen in den Betrieben Der Reichs⸗ und preußiſche Arbeitsminiſter hat einen Erlaß herausgegeben, wonach in den Betrieben auf die Bereitſtellung einer warmen Mahlzeit oder einer warmen Suppe für die unter 18 Jahre alten Jugendlichen zu dringen iſt. Es wird ausgeführt, daß die beſondere Für⸗ ſorge des Staates für die werktätige Bevöllke⸗ rung zwangsläufig auch die Sorge für eine zweckmäßige und ausreichende Ernährung wäh⸗ rend der Arbeitszeit umfaſſe, und daß dieſe Sorge beſonders den noch im Wachstum begrif⸗ fenen jugendlichen Arbeitern gelten müſſe. Die heute vielfach in einen engen Zeitraum mit kurzen Pauſen zuſammengedrängte Arbeitszeit geſtatte den Jugendlichen im allgemeinen nicht, die Mittagsmahlzeit zu Hauſe einzunehmen. Die regelmäßige Einnahme einer ausreichenden warmen Nahrung müſſe deshalb auch in den kleinen Betrieben durch Bereitſtellung einer war⸗ men Mahlzeit oder wenigſtens einer warmen Suppe gefördert werden. Dieſer Erlaß lenkt erneut die Aufmerkſamkeit aller Beteiligten auf die Frage: Ernährung und Arbeitspauſen. Die durchgehende Arbeitszeit mit einer kurzen Pauſe wird man befürworten, um hierdurch vor allem einen längeren Feierabend ſichern zu können. Es ſoll den Arbeitern eine beſſere Aus⸗ nutzung der Freizeit ermöglicht werden, ſie ſol⸗ len in ſtärkerem Maße an den Errungenſchaften der Ziviliſation und an den 1en ritten der Kultur teilnehmen, und ſie ſollen beſſere Mög⸗ lichkeiten der Weiterbildung und Beteiligung am politiſchen Leben haben. Gerade der letzte Grund iſt heute beſonders wichtig, da der Ar⸗ beiter Ehrenämter in der Partei und deren Gliederungen bekleidet und hierzu einen erheb⸗ lichen Teil ſeiner Freizeit opfert. Aber die durchgehende Arbeitszeit ſoll auch die Siedlung, die Haltung von Kleignärten uſw. begünſtigen. „Gegen das Zuſammendrängen der achtſtün⸗ digen Arbeitszeit in einem möglichſt kurzen Abſchnitt des Tages und gegen die Unterbre⸗ chung der täglichen Arbeitszeit durch eine nur kurze Pauſe ſind jedoch vom Standpunkt des Arbeitsſchutzes aus ſchwerwiegende Bedenken u erheben. Erholung und Aus⸗ ——* und zu haſtig eingenommene Mahl⸗ zeiten ſind nachteilig. Die Pauſen, die heute in den meiſten Bettieben zu verzeichnen ſind, dauern 10 oder 15 Minuten(Frühſtückspauſe) und 15 oder 20 Minuten(Mittagspauſe); in die ſer Zeit iſt es aber nicht möglich, eine ausrei⸗ chende warme Mahlzeit einzunehmen. Nur meint Miniſterialrat Dr. Kremer in dem neue⸗ ſten„Reichsarbeitsblatt“, daß ſelbſt bei vorſich⸗ tiger Bemeſſung der erforderlichen Zeiten und bei günſtiger des Aufenthalts⸗ oder Speiſeraums für die Frühſtückspauſe minde⸗ ſtens eine Zeit von 15 bis 20 Minuten, und — die Mittagspauſe mindeſtens eine Zeit von 0 bis 40 Minuten erforderlich iſt. Es würde ſich fomit eine Geſamtpauſe von 45 Minuten, beſſer aber von einer Stunde, ergeben. Würde jedoch in Deutſchland vor der Arbeit— wie es in England üblich iſt, ein größeres warmes Eſſen oder wenigſtens eine warme, nahrhafte Suppe eingenommen, ſo könnte die Frühſtücks⸗ pauſe in den meiſten Fällen fortfällen. Die Einführung dieſer Sitte kann aber nur durch ————5 elehrung und Erziehung erreicht werden. Eine allgemeine Verlän 1. der Pauſen wird jedoch vorerſt auf Angere chwierigkeiten ſtoßen, eine einheitliche Löſung iſt nicht ſo leicht zu finden. Auf dem Lande, in Klein⸗ und in Mittelſtädten, wo die Anmarſchwege kürzer ſind und die geteilte Arbeitszeit heute üblich iſt, muß 0 möglichſt fhre 5 werden; wo ſie nicht durchführbar iſt, ihre Durchführung aber Emfeuz erſcheint, muß auf Belehrung und durch Einflußnahme auf die Betriebsführung für die Einführung der geteilten Arbeitszeit geworben werden. Aber auch da, wo die eigentliche Ar⸗ beitszeit mit einer mindeſtens 1½ſtündigen Mittagspauſe nicht üblich iſt und die Arbeiter während der Pauſe im Betriebe bleiben, ſoll möglichſt eine einſtündige Geſamtdauer der Pauſen eingehalten werden. deerukra h,Erckviteimanihvvks inn mdnamnk enhn die Baſis für einen Vergleich mit den Gläubigern ge⸗ funden wurde, deſſen Erfüllung bis 1. Juli 1929 er⸗ folgen mußte. Im Zuſammenhang damit wurde das bisher 1,52 Millionen RM. betragende Aktienkapital unter Umwandlung der Vorzugsaktien in Stamm⸗ aktien im Verhältnis 10:1 beziehungsweiſe:1 auf 177 000 RM. herabgeſetzt und gleichzeitig wieder auf 2 Millionen RM. erhöht. Die Düſſeldorfer Firma er⸗ hielt damals maßgeblichen Einfluß auf Fuchs Waggon. 1931 ging dann die Majorität der Heidelberger Ge⸗ ſellſchaft im Austauſch über die Linke⸗Hofmann⸗Buſch⸗ werke(Oſtwaggon), als dieſe die Gebrüder Schöndorf übernahm, an die Vereinigten Weſtdeutſchen Waggon⸗ fabriken in Köln über, zu deren Intereſſenbereich die jubilierende Geſellſchaft noch heute gehört. Die Kriſen⸗ jahre ſind aber, nicht zuletzt durch rationelle Spar⸗ maßnahmen, gut überwunden, und das Unternehmen —— ſeit längerem eine nach oben gerichtete Ent⸗ icklung. Hanf⸗Union AG, Schopfheim. Die Geſellſchaft, die für 1936, wie ſchon gemeldet, wieder 6 Prozent Dividende verteilt, weiſt einen Rohgewinn von 1,55(1,45) Mill. Reichsmark, dazu 0,02(unverändert) Millionen RM. außerordentliche Erträge aus, ſowie nach 112 099 (142 533) RM. Anlageabſchreibungen einen Reingewinn von 113 654(111 020) RM. zuzüglich 4624 RM. Vor⸗ trag. In der Bilanz ſtehen 0,13 Millionen RM. ge⸗ ſetzlicher Reſerve noch 0,2 Millionen RM. wie im Vorjahr Wertberichtigung zur Seite. Die im Vorjahr noch mit 0,3 ausgewieſene Anleihe iſt getilgt, Ver⸗ bindlichkeiten machen nur 0,37(wie im Vorjahr) aus. darin 0,2(0,31) Bankſchulden. Das Anlagevermögen hat ſich mit 1,12(1,28) Millionen RM. kaum ver⸗ änder“, Vorräte betragen 0,62(0,75) und Forderungen 0,46(0,43) Millionen RM. Mannheimer Getreidegroſmarkt In den letzten Tagen erfolgten auf dem Rhein lau⸗ fend Ankünfte von norddeutſchem und ſchleſiſchem »Weizen für die Reichsſtelle für Getreide und Futter⸗ mitteln, die dieſe aus Lager nimmt und den Ober⸗ rhein⸗Mühlen nach Bedarf zuteilt. Zur Zeit ſind die hieſigen Lagerhäuſer recht gut mit Weizen verſehen, ſo daß die RſG für die nächſte Zeit die Möglichkeit hat, die Verſorgung der Mühlen ſicherzuſtellen. Neue Ein⸗ kaufsmöglichkeiten ergaben ſich allerdings jetzt nicht mehr; es iſt zwar möglich, daß nach Beendigung der Ausſaat, die augenblicklich die Landwirtſchaft in An⸗ ſpruch nimmt, noch einige Partien Weizen angeboten werden, doch dürfte es ſich dabei ſchwerlich um größere Mengen handeln.— In Roggen hat die Reichsge⸗ treideſtelle ebenfalls verſchiedentlich Zuteilungen vor⸗ genommen; die Verſorgungslage der größeren pfälzi⸗ ſchen und unterbadiſchen Roggenmühlen iſt zwar noch verhältnismäßig befriedigend, doch beſtand bei den ab⸗ ſeits gelegenen Roggenmühlen Oberbadens und Würt⸗ tembergs noch Bedarf. Die Roggenumtauſchaktion nimmt ihren Fortgang und zeitigt auch in Südweſt⸗ deutſchland beſſere Ergebniſſe, als man vielfach er⸗ wartet hatte. Man nimmt an, daß aus den durch die Umtauſchaktion in Norddeutſchland anfallenden Mengen auch Angebote nach dem Südweſten kommen.— Die Geſchäftstätigkeit am Braugerſtenmarkt iſt eingeſtellt, nachdem mit dem 31. März die dafür geſetzte Friſt verſtrichen iſt.— Innerhalb dieſer Friſt war es den Induſtriegerſte verbrauchenden Fabriken nicht in vol⸗ lem Umfange möglich, ihren Bedarf zu decken, obwohl ſie über Bezugsſcheine verfügten. Es iſt anzunehmen, daß dieſe Werke noch in den nächſten Tagen Gelegen⸗ heit haben werden, die nötigen Einkäufe vorzunehmen. — Mehl war weiter gut gefragt.— Am Futtermittel⸗ markt beſtand nach den meiſten Artikeln rege Nachfrage. Aus Norddeutſchland war vereinzelt Schweinemaſt⸗ futter ſowie andere Miſchſutterarten angeboten. * Futtergerſte: Preisgebiet G7 per April 1937 RM. 17.30, G 8 17.60, G 9 17.80, G 11 18.10. Futterhafer: Preisgebiet H 11 per April 1937 16.70, H 14 17.20, H 17 17.50.— Sonſtige Fut⸗ terartikel: Trockenſchnitzel April.76, Rohmelaſſe .24, Steffenſchnitzel 10.96, Zuckerſchnitzel 11.96.— Rauhfutter: Rotkleeheu entfällt.— Roggen⸗ mehl: Die Preiſe gelten für die Type 1150, Typ 997 entfällt. Alle ubrigen Preiſe unverändert. 1 2Z d beseltig. oller baufläche waren im Jahre vor der Machtüher⸗ Köhzelligen flf nahme ganze 4500 Hettar Wc aur volen kr ſtolzer Erfolg, wenn der Schafbeſtand heute fHert Scr ſchon wieder auf faſt 4½ Millionen Stück ange⸗. 3 det 5 wachſen iſt und die Anbaufläche für Flachs ſich auf 40 000 Hektar erſtreckt. In dieſem Jahre werden es ſogar 66 000 Hektar ſein. Das be⸗ deutet, daß der induſtrielle Flachsverbrauch zu 77 v. H. aus eigenem Anbau gedeckt werden Hotel Wartl g. Schnelde kann, mit anderen Worten alſo die Erſpa⸗ Mannhelmer N rung wertvoller Deviſen. Nicht mehr—— lange, und wir werden auf dieſem Gebiete wie⸗— der auf eigenen Füßen ſtehen können.— „Der Vierjahresplan gibt der deutſchen Textil⸗ und Bekleidungswirtſchaft die Rohſtofffreiheit wieder, die ſie einſt beſaß“, 77 — verkündet ein mächtiges Schriftband. Ge⸗ ſicherte Rohſtofferzeugung aber, das bedeutet ge⸗ ſicherte Arbeit von Millionen deutſcher Volks⸗ genoſſen! 3 Zellwolle tritt ihren Siegeslauf an Hauptanziehungspunkt der„Ten⸗ tilen Welt“ iſt die mächtige Halle V, in der von früh bis ſpät das Rattern der Webſtühle und das Surren der Spindeln ertönt. Der Beſucher wird mitten hineingeführt in die Ax⸗ beit der Textil⸗ und Bekleidungs⸗ wirtſchaft. Wie ein Sinnbild ragt zwiſchen den Maſchinen ein rieſiger Stapel glänzend weißer Zellwolle empor. Es ſind 12000 Kilo⸗ Am gamme gramm dieſes neuen wertvollen Rohſtoffes: Die Menge, die heute bereits in Tag⸗ i und Nachtſchichten in Deutſchland ſtündlrich hergeſtellt wirdl Zum erſten Male wind damit in der Oeffentlichleit die Gene Herſtellung des„weißen Goldes“ gezeigt. Durch it ſolgende die geniale Erfindung eines Deut“ r. ſchen iſt es möglich geworden, 304 künſtlichem 8 Wege aus Zellſtoff, dem Aufbauelement allen 2. Prufungs pflanzlichen Lebens, Spinnfaſern zu gewinnen. ber die Nachdem die Kunſtſeide ſchon ſeit einem halben Jahrhundert fabrikmäßig hergeſtellt wird, hat jetzt die Zelwolle ihren Siegeszug in der Wet f por 15 angetreten. Neben Deutſchland haben bereits 4. Beſ 33 0 auch Italien, Japan, Frankreich und usn in ſchede letzter Zeit die Zellwollherſtellung im großen Hierzn ſad aufgenommen. Wie gewaltig die Entwicklung der mit der dieſer künſtlichen Spinnfaſer iſt, zeigt, daß in höfl. ein. der kurzen Zeit von 1932 bis 1936 die Weltpro⸗ Vereinsbank duktion an Zellwolle von 10 Millionen Kilo auf 140 Millionen Kilo hinaufgeſchnellt iſt. Die AßB. Die Jab. deutſche Erzeugung, die 1932 noch nicht drei für die Mitgl Millionen Kilo ausmachte, betrug im vergange⸗ nen Jahre ſchieſen 14 1— und wird in dieſem Jahre bis auf illi⸗ nen Kilo gebracht werden! Trotz dieſer gewal⸗ inzukunft — tigen Auſwärtsentwicklung hat die Zellwolle on schmit ihre natürliche Schweſter, die Baumwolle, zah⸗ hauerwellen u. lenmäßig noch nicht überflügeln können. Rach—— wie vor nimmt dieſe unter allen Textil⸗Koy⸗“—— — eine überragende Fre ein. 3 wie lange noch wird ſie ihre Poſition halten. können? Der Vormarſch zur Rohſtoff⸗Freiheit Etraßburg hat in Deutſchland mit mächtigem Tempo be⸗ gonnen und wird unter Aufbietung aller Enern⸗ Aalferslaute gie weitergeführt werden. Von der Spinndüſe zum Kleidungsſtück lot die k Geſpannt verfolgen die Beſucher den Werde⸗ belſebte gang der Kunſtſeide und der Zellwolle. Sie M werfen erſtmalig einen Blick in die Fabrika⸗ tionshallen der ſynthetiſchen Spinnſtoffe. Die pfels nu fäde 7 2. ge⸗ pritzten Spinnfäden werden vor ihren Augen ib ſie nehmen Geſtalt an und AVen zu Bändern, Stoffen mit bunten, tauſendfäl⸗ tigen Muſtern, zu Decken, Teppichen und Gar⸗ Aele nen. Die Zellwolle wandert zur Spinnmaſchine, aus den feinen Fäden wird das Zellwollgarn und aus dieſem in einem weiteren Arbeitsgan 9 l mit unvorſtellbarer Geſchwindigkeit das zell⸗ wollgebe. Eine ganze Kammgarnſpinnerei ar⸗ Honnne beitet wenige Schritte weiter. Und gleich da⸗ neben ſtapft eine der modernſten Textilmaſchi⸗— nen, eine Flachsturbine, die den Rohflachs in wenigen Sekunden— früher benötigte man da⸗ zu Monate!— zur ſpinnfähigen Faſer aufbe⸗ reitet. An den Wänden der Halle türmen ſich die aus Wolle, Baumwolle, Zellwolle und 4 20 al Flachs hergeſtellten herrlichſten Stoffe. Kein Gebiet der Textilen Welt, das hier vergeſſen wurde. Auch in die Werkſtätte des Forſchers, 0 grauen Haa kann man einen Blick werfen und ſich über den Febi zu handhat neueſten Stand der Faſer⸗ und Züchtungsfor. gein Mrs 65 ſchung orientieren. Ueber allem ſteht das Gebot ir lur Haar it des Vierjahresplanes. Die deutſche Textil⸗ und 4 Bekleidungswirtſchaft hat auf breiter Front f,Extra 318 ihren Kampf aufgenommen und— das läßt die EAIe Generalſchau zur Gewißheit werden: ſie wird—— ihn ſiegreich beenden! 150 herworeneupwuereme, fheln-Mainlsche Abendbörse Still Die Abendbörſe eröffnete in ſtiller Haltung. Es lagen am Rentenmarkte verſchiebentlich Anfragen vor, Donn. jedoch ham es auch hier vorerſt nicht zu nennenswerten Abſchlüſſen. Kommunalumſchuldungen wurden mit unsere 92,30 gewertet, Altbeſitz hörte man mit 121½—121½ und Reichsbahnvorzüge mit 1261/. Von Altien wur⸗ den IG Farben mit 166(166¼), Moenus⸗Maſchinen 4 mit unverändert 109½ und Geſfürel bei weiterer Nachĩh frage mit 147¼½(146•¼) notiert. Im übrigen bewegten ſich die Papiere etwa auf Berliner Schlußbaſis. 5 Im Aktienverkehr war die Kursentwicklung ſpäter. nach lar uneinheitlich und das Geſchäft hielt ſich in engen Gren⸗ zen. Beachtet waren weiter Geffürel, andererſeits la⸗ nach ih. men Conti Gummi zum Frankfurter Mittagskurs mit M 194½j und Bekula mit 165 zur Notiz. Für Renten be⸗ a n ſtand weiter Kaufluſt zu zunächſt anziehenden Kurſen, Spelz doch waren die Umſätze mangels Angebots gering. An der Nachbörſe fanden Abſchlüſſe nicht ſtatt, Getreide Rotterdam, 1. April. Werzen(in Hfl. per Die 100 Kilo): Mai 9,57½, Juli 9,60, September.ö0%, 1 Uhr November 9,02½.— Mais(in Hfl. per Laft 2000 Kilo): Mai 111¼½, Juli 1081½, Seplember 108%½ No⸗ vember 110.* 2. April 1837 —eeeeee——. tllwirtschaft der Machtüber⸗ iggeblieben. Ein hafbeſtand heute onen Stück ange⸗ e für Flachs n dieſem Jahre r ſein. Das be⸗ achsverbrauch zu gedeckt werden ſo die Erſpa⸗ en. Nicht mehr ſem Gebiete wie⸗ önnen. deutſchen Textil⸗ Rohſtofffreiheit beſaß“, Ichriftband. Ge⸗ das bedeutet ge⸗ deutſcher Volls⸗ lauf an kt der„T ex⸗ Halle V, in der n der Webſtühle eln ertönt. Der ührt in die Ar⸗ ekleidungs⸗ ild ragt zwiſchen Stapel glänzend ind 12000 Kilo⸗ Rohſtoffes: Die its in Tag⸗ Deutſchland rid! Zum erſten effentlichleit die * gezeigt. Durch ines Deut⸗ 304 künſtlichem auelement allen en zu gewinnen. it einem halben eſtellt wird, hat zug in der Welt dhaben bereits ch und Usa in ung im großen die Entwicklung ſt, zeigt, daß in 36 die Weltpro⸗ llionen Kilo auf chnellt iſt. Die noch nicht drei ug im vergange⸗ Kilo und ſie ſoll auf 100 Millio⸗ tz dieſer gewal⸗ die Zellwolle Zaumwolle, zah⸗ n können. Nach len Textil⸗Roh⸗ ung ein. Aber Poſition halten Rohſtoff⸗Freiheit gem Tempo be⸗ tung aller Ener⸗ ꝛidungsſtück her den Werde⸗ Zellwolle. Sie in die Fabrika⸗ zpinnſtoffe. Die Spinndüſen ge⸗ or ihren Augen an und werden ten, tauſendfäl⸗ ichen und Gar⸗ Spinnmaſchine, 1s Zellwollgarn en Arbeitsgang gkeit das Zell⸗ irnſpinnerei ar⸗ Und gleich da⸗ 'n Textilmaſchi⸗ n Rohflachs in nötigte man da⸗ n Faſer aufbe⸗ alle türmen ſich Zellwolle und Stoffe. Kein hier vergeſſen des Forſchers, ud ſich über den Züchtungsfor⸗ ſteht das Gebot ſche Textil⸗ und breiter Front — das läßt die den: ſie wird andbörse ler Haltung. Es ich Anfragen vor, zu nennenswerten en wurden mit mit 121½—121½ Von Altien wur⸗ oenus⸗Maſchinen hei weiterer Nach⸗ übrigen bewegten chlußbaſis. ntwicklung ſpäter, h in engen Gren⸗ Kandererſeits la⸗ Mittagskurs mit Für Renten be⸗ ziehenden Kurſen, ebots gering. nicht ſtatt, — en(in Hfl. per September 9,60, fl. per Laſt 2000 mber 108/¼, No⸗ 1 Ronnbeim „Häkenktenzborner“ 2. April 1937 I0lanre Lales heseltſg. oller Stötungen frohzeltige Efgrauen, o- zur vollen Entv/lcklung. Erstes Württ. Haar- behandlungsinstitut Ug Schnelder& Sohn HAAR- „Utemuchungen im Hoerwuchs, such zu v/ie Hearbodenpflege bi ikroskop. Maaruntersuchung.-M. Unser Hert Schneidet ist wie ollmonetlich om Montag, den 5. und plenstag, den 6. April je von 10-1 Unt und von•7 Unt vledet im Hotel Wartburg-Hosplz, F 4.-9 in Hannheim z2u wrecnen Stuttgart u. Karisrune Mannhelmer Miederlagei Albert Gosmann, Storchen-Drogerie, H t, 10 neen. Dankſagungen fur erwlesene Aufmerksamkelten geben Sle zweckmüsigerwelse durch's Us bekannt- fast alle lesen Bekanntmachung Am Samstag, 10, April, abdos, 8 Uhr. im Saale ves Gaſthauſes„Zur Krone“ n Mannheim Fendenheim(Kronenſtraſe 9, Unſete biesiährige, ordentliche Genetil-vetfannlune mit folgender Tagesordnung ſtatt 1. Geſchäftsbericht des Vorſtandes und Vorlage der Jahresrechnung für das Jahr 14 2 Prufungsbericht des Aufſichtsrates, Bericht ber die vom Herrn Verbandsreviſor vorge⸗ nommelie geſetzliche Reviſion und Ertlärung des hierzu. 3. Gene 4 5 der Bllanz und Entlaſtung vor Vorſtand und Aufſichtsrat. 4. Beſchlußfaſſung über die Gewinnverwendung 5, Aufſichtsratswahlen. 6. Verſchiedenes.(44 549 V Hierzu ſaden wir unſere verehrlichen Mitglie⸗ 0 der Bitte um zahltreiches Erſcheinen höfl. ein. Vereinsbank e. G. m. b. N. Hannheim-Feudenheim Der Aufſichtsrat. KB. Die Jahtesrechnung liegt zur Einſt flür die Mitglieder im Geſchäſis okal der 0 nahme ank auf von 240 l1 10.23 KdF- Kunstlauf Reparaturen —— Meerfeldstrahe 17 Fornruf 25787 nukunft nur ſon sehnmitt die houerw/ellen u. Frhur Man Jumi.. a m Wasüerturm Ktrakburg— Mannheim- Axantluxt Aallerslautern-Aannheim-Hellbronn ſst die Uberfsichtsechse unsefef bellebten— MS-AkseHrussKaARTE*2. 4 pteis nur 40 pfennis 7 5 AIs Wendkette für Konter und Reise— 3* 47 f 7—5* .17%„ glelchermeben geeignet Wolluche Buchandlung NHonnheim· Schwetzingen · Weinheim * „* (4 7 ——* 0 *., ——— —590 ——5 M1, 10 Kut Z5l5 ——————— perser Teppiche lelegenheitsxaue! 2 Bausback NRadio- Hoffmann G 2, 8/ Marktplatz Fornruf 206 41 Das hekannte fachgeschäft oblo NA QUAIA5s- FiAR KEMIENIA 100000de in Gebrauch Verkauf nur durch Fachgeschäfte 20 lahre jünger Ezieni gbt grauen Haaren Jugendfarbe wieder, jot wasserhell, unschädlich., Kinder- t zu handhaben. Seit Jahrzehnten erprobt von Tausenden, Professoren, im new. gebraucht und empfohlen. urch zeine Güte Weltruk erlangt! ir Ihr Haar ist das Beste gerade gut ſeng Man lasse sich nichts als Exlepüng bleibi Ex kbenso gut aufreden. M. Für schwarze Exlepänt epäng! 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Mit Boscii gerũsiei- gul die Fohril Amtl. Bekanntmachungen Bauplatzumlegung im Gebiet Anes Lorekto⸗ und Grenz⸗ öferſtraße in Schwetzingen. Der Bürgermeiſter der Stadt Schwet⸗ det hat Antrag auf Neueinteilun er Grundſtücke(Bauplatzumlegun im Gebiet zwiſchen Loretto⸗ un Grenzhöferſtraße, Lab. Nr. 94/3, 96, 1671, 1672, 1673, 1674, 1675%1 und 1675/2 der 3 Schwetzingen eſtellt. Gemäߧ 15 Abſ. 3 des Orts⸗ traßengeſetzes wird Tagfahrt zur Ab⸗ timmung über dieſen Antrag an⸗ eraumt auf 3„ 23, April 37, vorm, 10 Uhr, h das Räthaus in Schwetzingen. Die Gruündeigentümer oder deren Bevollmächtigte werden iermit zur Teilnahme an dieſer Tag⸗ ahrt geladen. Bei dieſer Abſtim⸗ muüng werden Nichterſchienene und Nichtabſtimmende als zuſtimmend ge⸗ ge(§ 15 Abſ. 4 Ortsſtr..). Ver⸗ teter der Beteiligten haben eine ſchriftliche Vollmacht mitzuhringen. Eigentümer, die gegen den Wlan über die Neueinteilung und über die Wertausgleichung oder Ken die Ab⸗ tretung von Grundſtücken Einwen⸗ dungen zu erheben oder etwa hier⸗ aus Entſchädigungsanſprüche abzu⸗ leiten haben, werden Me ihre Anſprüche ſpäteſtens in der Tag⸗ fahrt anzumelden. Eine noaffüchig nnn derſelben iſt aus⸗ Fgee insbeſondere iſt dieſe au m Wege der Klage gaanß 8 1 Ortsſtr.⸗Geſ. nicht mehr möglich(§ 15 Abf. 50. Str..). Mannheim, 22. März 1937. Bezirksamt, Abteilung 1v/65. Konkursvexfahren über das Ver⸗ mögen des„Stella⸗Haus“ e. V. in Mannheim 2, 7, wurde nach Ab⸗ haltung bes Schlußtermins auf⸗ gehoben. Mannheim, 25. März 1937. Amtsgericht BG 5. Viernheim Bekanntmachung Betr.: Heimfahren des Brenn⸗ glnbe für die gemeinheitl. Ge⸗ Das Heimfahren des W es üt die' Gemeinde foll für dieſes ahr neu vergeben werden. Ange⸗ e ſind auf dem Bau⸗ büro erhältlich. Die nd bis Donnerstag, den 8. ril 1937, nachmittags 5 Uhr, verſchloffen und mit ee Aufſchrift verſehen auf der Bürgermeiſterei abzugeben. Viernheim, 31. März 1937. Der Bürgermeiſter. bünſtige Derſteigerung In unſerem Pexſteigerungsſaal— —— Platz des 30. Fanuüar Nr. 1 — findet gn folgende gen öffent⸗ liche Verſteigerung verfallener Pfünder gegen e t: a) für Golb⸗ u. Gilberwaren, Uhren, Briflanten, Beſtecke und 4 73 am ttwoch, den 7. Aprif 1937; b) für Fahrrüder, Fotografenapparate Anzüge, Mäntel, 10f Schuhe u. dgl. am Dienstag, 13. April 37; e) für Anzüge, Mäntel, Weiſtzeug, Schuhe und dergleichen am Donnerstag, 15. Aprit 1937. Beginn jeweils 14 Uhr(Saalöff⸗ nung 13 Uhr). Die Auslöſung der Pfandſcheine vom Mongt Auguſt 1936 kann nur noch bis Montag, den H5. April 1937 erfolgen. Stüdt. Leihamt. Iwangsverſleigerung Im——— verſteigert das Notariat am Montag, den 3. Mai 1937 vormittags 9 Uhr, in ſeinen Dienſt⸗ räumen— in Mannheim, N 6G, 5/, das Grundſtück des Heinrich Franz, Baumeiſter u. deſſen Ehefrau Magda⸗ lena geb. kin Mannheim⸗Fenden⸗ heim, zu je ½ Miteigentum auf Ge⸗ markung Mannheim⸗Feudenheim. Die Verſteigerungsanordnung wurde am 23. Januar 1090 vermerkt. Rechte, die zur ſelben Zeit noch nicht im Grundbuch eingetragen aren ſind ſpäteſtens in der Ver⸗ nn vor der Auffo—— teien anzumelden und bel Wiber⸗ ſpruch de glaubhaft zu machen:, ſte werden ſfonſt⸗ Ad ſten Gebot nicht und beſ der Erlös⸗ asen erſt nach dem Ae des läubigers und nach den übrigen Rechten berückſichtigt. Wer ein Recht gegen die Verſteigerung hat, muß das Verfahren vor dem Zuſchlag auf⸗ heben oder einſtweilen einſtellen laſ ſen; ſonſt tritt für das Recht der Verſteigerungserlös an die Stelle de⸗ verſteigerten Gegenſtands. Die Nachweiſe über das Grundſtüg ſamt ätzung kann lebermann ein⸗ ſehen. Grundſtücksbeſchrieb Grundbuch Mpeppim Band 424, 3 5 4 Lgb.⸗Nr. 20— Haupiſtraße 5⁵ n r qm,& un M, mit Zubehör 40 320.— Funht. Mannheim, den 25. Mäcz 1937. im Gruündbuchf —— ere vVicroniA- 3 monetiich 0 Aflzehlung. Doppler 12, 8 MoTOnFAHHHAU „. 20.— 0 NE. 50.. Konlirmanden U. Kommunikanten 6 Kamenvider von Mk..- an Poto-Zechtel 4, 5 Anruf: 27314 — Ein neues schönes passend, für:das moderne Heim, auch für kleinste Räume. Klangschön und preiswert Heekel pianolager, G 3, 10 Notariat Mannheim vI. berfente zügletin empfiehlt ſich auß. demcauſe. Ahreſſe zu erfrag. u. 4837“ piano im Verlag ds. Bl. Kleinanzeigen in das Blatt das die meiſten Leſer hat! für's Zad daleim Wand- schränkchen Splegel und Konsole Badehocker Wannenvorlage Klosellpopler und-Halter Sitzwischer Seifen- und Sch/ ammhaͤlter personenwaage in Qualitãtund nichit teuer von Garllen am paradeplotz fiupotheken durch eine HB-Kleinanzeige — Mannheim, Tullaſtr. 14, zwiſchen Friedrichsring und Chriſtuskirche— Fernſprecher 424 12. Auskunft und Proſpekte koſtenlos. Eintritt federzeit. Die Osterkurse für Schulentlasene zur Vorbildung für den kaufmänniſchen oder Beamten⸗ beruf beginnen am 6. April. Prlvate Hundels- Unterrichts- Kurse ¶Leñ Hauptſchriftleiter: Dr. Wilhelm Kattermann(verreiſt) Stellvertreter: Karl M. Hageneier,— Chef vom Dienſt: elmuth Wüft.— Verantwortli elmuth Wüſt; für Außenpolitik: 5 Wirtſchaftspolitit und Handel; ewegung: Friedrich Karl 1 Feuilleton und Beilagen: Karl M. Hageneier); für de 9* im da eue 6 für Sport: ür Lokales: Karl nas: An.: Geſtaltung der B⸗Ausgabe: W. für die Bilder: die Reſſortſchriftleiter, ſümtl. in Mannheim ttarbetter: Dr. Johann v. Leers. Ständiger Berliner erlin⸗Dahlem. Berliner SW 68, Charlottenſtr, 15b. berichte verboten. Sprechſtunden der Schriftleitung: Täglich 16 bis 17 u (außer Mittwoch. Gamzian Fat Sonntag) 5 Verlagsdirektor: Kurt Schönwitz, Mannheim Druck und Verlag: Hatentreugbanner⸗Verlag u. 1 sdirektion: 10. 913 f 1 ilhelm Kicherer; Wüßhelm Ratzel; füi aa r. Wiühelm Kattermann ns Graf Reiſchach, achdruck fümtlicher Original⸗ 225 2* Innenpolitik: für Kulturpolitik, Limatteil: Fritz au ihelm Ratzel: 2 Berlin ie 5 m n untag): Fernſprech · Nr. für Verlag und Schriftleitung: Gamſmel. r. 50 21 Gibt es einen Für den Unzeigentenn verantw.: Karl Heberling, Mhm k. 8 für Geſamtauflage leinſchl usgabe) gültia Geſamt Da. Monat Februar 1937, 49 559 eit iſt Preisliſte Zur einheimer und etzinger davon: Mannheimer Ausgabe.„„ 1 39 363 Anſchrift: Schwetzinger Ausgabe,„„6559 Weinheimer Ausgabe„„„„„ 3637 FsScl MERZEN hefreit — durch diese 3 TAGE-KUR Unerträgliche Schmerzen quälten Oberkellner M. in ſeinen überanſtrengten und geſchwollenen Füßen. Und doch gelang es der 3 Ta Leiden zu befreien: Koſtenlos erhielt Oberkellner M. von uns eine Probepackung Saltrat. 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