28. April 1937 haus tzdorf Qu 7, 29 Amen-riſeur eründern. Lohnangabe unter den Verlag d. Bl. —.— Gebäude m Platz gelegen, len, Wohnungen nräumen, f. Ge⸗ oder Vereinszw. lig zu verk. dch.: nob.⸗ u. Hypoth.⸗ häft(gegr. 1877) Fernruf 208 76. Tage tshaus, mit Ma⸗ hrt u. 3⸗ und 4⸗ hill. zu verk. dch.: mob.⸗ u. Hypoth.⸗ thäft(gegr. 1877) Fernruf 280 76. ————— m: auftrag habe etz. zu verkaufen amitienhas u. Zub., 950 qm Garage, Preis Näheres durch: mob.⸗ u. Hypoth⸗ chäft(gegr. 1877 Fernruf 208 75. eee 1/Dürerstr. 9 ick, 750 qm gr., bart. zuſ. Diele, Zubeh., 2. Stoch, ti. u. Zubeh. 30 durch:(48 3170 e5 4 Fernruf 208 7f3 fhll et, offene Bauweſſ e 4 Zimmer, Küh armw. u. Heißi 0 am Garten, he⸗ eiſe von 35 00% M RM. Anzahlung nſtige Hypothek,— Rich. Kar man nſprecher 258 in guter Wohnlag in ſehr gutem g ſtand preiswert z verkaufen- Näheres: Jalob Neuert, Immobiliei ·P2, 8/9, Ruf 28 (24 976 V) evt. auch f. 2 Fam —— ohnl. 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Frei Haus monatl..70 RM. u. f. Träger⸗ Anzeigen⸗Annahme: Mannheim, ꝑ 3, 14/15. Fernſprech⸗Sammel⸗Nr. 354 21. Zahlungs⸗ und Er⸗ ohn; durch die Poſt.70 RM. leinſchl. 48,86 Pf. verhind 4 zuzügl. 42 Pf. Beſtellgeld. füllungsort Mannheim. Ausſchließlicher Gerichtsſtand: Mannheim. Poſtſcheckkonto: Ludwigs⸗ Zſt die Zeitung am Erſcheinen(auch d. höh. Gewalt) verhind. Früh⸗Ausgabe A eſteht kein Anſpr. auf Entſchädigung. hafen a. Rh. 4960. Verlagsort Mannheim.— Einzelverkau fspreis 10 Pfennig. MANNHEIM Donnerskag, 29. April 1937 7. Johrgong Nummer 196 kanzöſiche Bürger retten ihe Vermogen Ein bemerkenswertes Eingeſtändnis Vincent Zuriols ieeeeeeeeeneekdEig umem 3er kecbensdln bb Der politiſche Tag Es gibt eine Geſtalt in der internationalen Politik, die in Genfer Kreiſen am beſten bekannt iſt, beſſer noch als in ihrer Heimat, eine Figur, die durch ihre Art zu Witzen herausfordert und ſich Witze gefallen läßt, weil der Mann ſie kei⸗ neswegs immer merkt, das iſt Tituleseu, der lange Zeit die Außenpolitik Rumäniens ent⸗ ſcheidend beeinflußt hat. Ein Intrigant in den europäiſchen Salons, voll raſtloſen Ehrgeizes, beſtechender Dialektik und Strupelloſigkeit. Wenn dieſer Rumäne mit den maßgebenden Herren der franzöſiſchen Außenpolitik frühſtückt, dann kann das, wie es ſoeben in Paris der Fall war, keine gleichgültige, perſönliche Angelegen⸗ heit ſein. Dann iſt das hohe Politik. Blum und Delbos haben gewiß ihre Gründe, Herrn Titu⸗ leseu heranzuholen. Der Fehlſchlag ihrer Poli⸗ tik in Wien, bezeugt durch die Zuſammenkunft zwiſchen Muſſolini und Schuſchnigg, die An⸗ näherung Jugoſlawiens an den Staatenkreis der Römiſchen Protokolle, die intereſſierte Auf⸗ merkſamkeit Rumäniens für eine neue Ordnung im Donauraum und die einer ſolchen Ordnung zweifellos günſtigen Beſprechungen des Außen⸗ miniſters Antonescu mit Oberſt Beck, dieſe Vor⸗ gänge richten ſich gegen das franzöſiſche Konzept und waren daher im Quai'Orſay Anlaß, ſich ein willfähriges Werkzeug zu ſuchen. * Die Notwendigkeit der von der Sudeten⸗ deutſchen Partei vorgelegten ſechs Befriedungsgeſetze iſt gerade in den letzten Tagen durch eine Reihe von bezeichnen⸗ den Vorfällen unterſtrichen worden. Es kann nicht beſtritten werden, daß wiederholt in offi⸗ ziellen Abkommen von tſchechiſcher Seite feier⸗ lich verſprochen worden iſt, die Rechte der im tſchechiſchen' Staatsverband lebenden Minder⸗ heiten zu achten, ihre politiſche, kulturelle und wirtſchaftliche Gleichberechtigung zu reſpektieren und im Sinne einer Verſtändigung zwiſchen den verſchiedenen Volkstumsgruppen wirken zu wol⸗ len. Es braucht heute nicht mehr ausdrücklich be⸗ wieſen zu werden, daß dieſe verbrieften Zuſiche⸗ rungen Prags auch nicht in einem einzi⸗ gen Punkt eingehalten wurden. Alle bisheri⸗ gen Verſuche der Sudetendeutſchen Partei, der größten Partei der Tſchechoſlowakei überhaupt, mit den tſchechiſchen Miniſterien und Behör⸗ den auf dem Wege lovaler Verhandlungen zu einer beide Teile befriedigenden Löſung zu kom⸗ men, ſind fehlgeſchlagen. Von tſchechiſcher Seite hat man im Gegenteil kein Mittel unverſucht gelaſſen, das dazu geeig⸗ net erſcheinen mochte, die Sudetendeutſchen zu entrechten und zu unterdrücken. Beſonders un⸗ angenehm war es natürlich von jeher, wenn die Führer der Sudetendeutſchen in Verſammlun⸗ gen und Kundgebungen, die um ſie geſcharten 3½ Millionen Menſchen zur Wahrung ihrer primitivſten Lebensrechte aufforderten und von den verantwortlichen Staatsſtellen die Erfül⸗ lung der von ihnen unterzeichneten Verträge verlangten. In derartigen Fällen entſchloß man ſich in Prag jedesmal, die Sudetendeutſchen mundtot zu machen, indem man kurzerhand ihre Veranſtaltungen verbot. Allein in den letzten Tagen wurden ſo wiederum nicht weniger als 9 ſudetendeutſche Verſammlungen von den tſche⸗ chiſchen Behörden verboten bzw. aufgelöſt. In Zukunft wird man ſich in Prag mit keinerlei Entſchuldigungen und Verdächtigungen mehr um die Verantwortung für dieſe offenkundigen Terrormaßnahmen herumdrücken können. Paris, 28. April.(HB⸗Funk.) Finanzminiſter Auriol gab am Mittwoch⸗ nachmittag vor dem Finanzausſchuß der Kam⸗ mer einen ausführlichen Bericht über die finan⸗ zielle Lage Frankreichs. Er wandte ſich ein⸗ leitend gegen Gerüchte, daß Mitglieder des Ausſchuſſes, der mit der Verwaltung des Wäh⸗ rungsausgleichsfonds betraut iſt, zurückgetreten ſeien. Der Miniſter legte zunächſt die Finanzarbeit der Regierung dar und ſchilderte die Aufwen⸗ dungen für die Landesverteidigung. Er ſtellte natürlich weiter eine Verbeſſerung der Lage feſt und betonte die Notwendigkeit, die Vor⸗ ſchüſſe an die Gemeinden zu verringern. Der Finanzminiſter dementierte dann wieder einmal die Abſicht einer Auflegung von Zwangs⸗ anleihen, die ſicher ein Mißerfolg werden wür⸗ den und deren Verſuch unter den gegenwärtigen Umſtänden den Belangen der Nation zuwider⸗ laufen würde. Auriol ließ es ſich im weiteren Verlauf ſeiner Ausführungen angelegen ſein, nachzuweiſen, daß die für die Landesverteidi⸗ gung aufgebrachten Anleihen auch nur für ſolche Zwecke verwendet würden. Die einheitliche Kaſſenführung des Staates„erlaube wohl vorübergehend Umdispoſitionen“, dieſe würden aber beim Abſchluß der Haus⸗ haltsrechnung am Jahresende richtiggeſtellt. Ein weſentlicher Teil der Ausführungen des Finanzminiſters bezog ſich auf die Währung. In dieſem Zuſammenhang erklärte Auriol, daß die Regierung dem Dreierabkommen treu bleibe und ſich bemühen werde, es noch weiter aus⸗ zubauen. Dieſes Abkommen habe gewiſſe Kurs⸗ ſchwankungen vorgeſehen. Der Frankenkurs ſei langſam geſunken, er unterſchreite jedoch nicht die feſtgeſetzten Grenzen. Der Ausſchuß des Währungsausgleichsfonds handle in enger und vertrauensvoller Uebereinſtimmung mit dem Finanzminiſter. Der Stabiliſierungsfonds bilde mit ſeinem wieder hergeſtellten Deviſenbeſtand die erſte Verteidigungslinie des Franken, die zweite Linie beſtehe in den Geſamteinnahmen der Bank von Frankreich, die am 16. April 57359 Millionen Franken betragen hätten. Der Währungsarisgleichsfonds habe alſo mehr Re⸗ ſerven als diejenigen, die gegen ihn kämpften. Nachdem der Finanzminiſter noch der Anſicht Ausdruck gegeben hatte, daß Frankreich vor dem Wiederaufſtieg ſtehe, appellierte er an die geſamte Bevölkerung des Landes, Ruhe, Geduld und Diſziplin zu bewahren und vor allem den Willen an den Tag zu legen, zum öffentlichen Wohl beizutragen. Nicht zu entſchuldigen ſei das Verhalten der Franzoſen, die im Aus⸗ land Häuſer oder Grundſtücke kauf⸗ ten, und die noch jetzt über 30 Milliarden Franken im Ausland hinterlegt oder angelegt hätten. Das Land müſſe ſeine Pflicht tun, der Re⸗ gierung könne man wohl nicht vorwerfen, daß ſie die ihre nicht tue. Die Regierung habe er⸗ klärt, daß ſie den vom Parlament bewilligten Kreditverpflichtungen und den Möglichkeiten des Geldmarktes Rechnung tragen werde, das habe ſie getan. „Iwingt die Miliz in den Tod!“ ſunki Radio Bilhao/ So wieit ist es schon! San Sebaſtian, 28. April.(HB⸗Funk.) Radio Bilbao richtet einen Aufruf an alle bol⸗ ſchewiſtiſchen Sender, der wiederum beweiſt, wie ernſt die Lage der baskiſchen Gebiete im bolſchewiſtiſchen Lager eingeſchätzt wird, und wie gering das Vertrauen auf die militäriſchen Eigenſchaften der Bolſchewiſtenhorden iſt. In dem Aufruf heißt es u.., man müſſe endlich die Wahrheit ſagen und dürfe nicht länger die Oeffentlichkeit betrügen, denn das könnte nur zur völligen Niederlage führen. Die Bolſchewiſtenblätter müßten augenblicklich auf⸗ hören, den„Mut und die Tapferkeit“ der Mi⸗ lizen zu loben. Die Niederlagen dürfen nicht mit„ſtrategiſchen Rückzügen“ beſchönigt wer⸗ den. In dem Aufruf heißt es weiter: Wir müſ⸗ ſen viel energiſcher mit unſeren Milizen um⸗ gehen, wir dürfen ſie nicht loben, ſondern müſſen ſie zwingen, ihre Pflicht zu er⸗ füllen. Sie müſſen lernen, nicht feige zu ſein, kaltes Blut zu bewahren und ſich nicht mutlos zu ergeben. Die Kriegsgerichte müſſen ſofort mit aller Strenge eingreifen und die Milizen zur Diſziplin zwingen.“ Das nationale Hauptquartier in Salamanka veröffentlicht eine Erklärung, in der es heißt: „Flüchtlinge aus dem bolſchewiſtiſchen Lager, die bei den Nationalen in der Nähe des noch nicht beſetzten Ortes Lequeitio eingetroffen ſind, berichten, die Bolſchewiſten hätten die Ortſchaf⸗ ten Lequeitio und Guernica, die von ihnen ge⸗ räumt werden, faſt völlig niederge⸗ brannt, ebenſo wie es mit Eibar und Jrun geſchehen iſt. Da die nationale Artillerie und die Flieger wegen des ſchlechten Wetters nicht in Tätigkeit treten konnten, wird es diesmal den Bolſchewiſten nicht möglich ſein, die Schuld an dieſen Zerſtörungen den Bombardierungen der Nationalen zuzuſchieben.“ Droieſtnoten hin und her um die Einmiſchung britiſcher Schiffe London, 28. April. Der Proteſt, den die Regierung Franco kürz⸗ lich gegen das Eingreifen der britiſchen Kriegs⸗ ſchiffe vor Bilbao bei der britiſchen Botſchaft in Hendaye eingelegt hat, richtet ſich gegen die Begleitung von britiſchen Handelsſchiffen durch Kriegsſchiffe(ſogenannte Einrichtung eines Convoys) und gegen die Verletzung der Drei⸗ meilenzone durch den Zerſtörer„Firedrake“. Auf engliſcher Seite ſteht man nun auf dem Standpunkt, daß ein Convoy nicht vorgelegen habe und daß im übrigen der Zerſtörer„Fire⸗ drake“ nur bis in die Nähe der Dreimeilen⸗ zone gelangt ſei. Wie weiter von zuſtändiger Seite verlautet, iſt bisher noch keine Antwort der natio⸗ nalſpaniſchen Behörden auf den britiſchen Pro⸗ teſt eingetroffen, der nach dem gleichen Zwi⸗ ſchenfall in Burgos eingelegt worden ſei. Ge⸗ neral Franco hat jetzt eine Antwort geſchickt. hülſer⸗ Ind Erundflückaum Im Rustand/ Der Here inanzmimier Jucht zu veſchönigen Sadismus hinter Rloſtermauern Von unserer Berliner Schrifileitung) Berlin, 29. April Mit Abſcheu und Entſetzen hat das deutſche Volk in den letzten Tagen und Wochen durch die in verſchiedenen Städten ſtattfindenden Prozeſſe gegen katholiſche Ordens⸗ brüder von dem ekelerregenden Treiben ſadi⸗ ſtiſcher Verbrecher in der Abgeſchiedenheit der Klöſter erſahren. Die Prozeſſe haben in ſchau⸗ erlicher Deutlichkeit bewieſen, daß dieſe Be⸗ ſtien in Menſchengeſtalt nichts heilig achten, daß ſie Tag um Tag Kirchen und Sakriſteien durch ihr widernatürliches Treiben entweihen. Dieſe „barmherzigen“ Brüder haben ihnen anvertraute ſchwachſinnige und kranke verkrüppelte Kinder und ihrer letzten Stunde entgegenſehende Greiſe mißbraucht und zum Mithalten bei ihrem ſchmutzigen Tun gezwungen. Es liegt auf der Hand, welch ungeheure Gefahr für unſer völ⸗ kiſches Leben darin liegt, daß manche Klöſter zu Brutſtätten der Homoſexualität und anderer Verbrechen geworden ſind, ganz geſchweige von den Gefahren, die darin beſtehen, daß dieſen Verbrechern Jugendliche zur„Erziehung“ aus⸗ geliefert ſind. Sie werden dort für ihr Leben vergiftet und verſeucht. Der Staat hat die Pflicht, im Intereſſe der Geſamtheit ſolche Ge⸗ fahrenherde zu beſeitigen und derartige Laſter⸗ höhlen auszubrennen. Es müßte ſelbſtverſtändlich ſein, daß der Staat bei dieſer notwendigen Säuberung nicht nur die Hilfe und Zuſtimmung der geſamten Nation findet, ſondern auch der kirchlichen In⸗ ſtanzen, die durch das Treiben ſolcher anorma⸗ len Verbrecher Gefahr laufen, in ihrem An⸗ ſehen und ihrem Beſtand auf das empfindlichſte getroffen zu werden. Die katholiſche Kirche rückt aber von den, ſchwerſter Verbrechen überführten Kreaturen durchaus nicht ab. Gerade in der letzten Zeit ſind Verſuche zu beobachten geweſen, die Ver⸗ brecher im Ordenskleide durch kirchliche Einrich—⸗ tungen zu ſchützen und die ſtaatliche Säube⸗ rungsarbeit und die Aburteilung in ihren Aus⸗ wirkungen abzuſchwächen, indem gewiſſentlich Lügen verbreitet werden, daß die wegen Un⸗ zucht verurteilte Ordensangehörige Märtyrer ihres katholiſchen Glaubens gewor⸗ den ſeien und die in den Prozeſſen zur Sprache gekommenen Einzelheiten nicht den Tatſachen entſprechen. Dieſe frechen Ableugnungsverſuche richten ſich von ſelbſt. Die Bevölkerung hat ein Recht dar⸗ auf zu erfahren, was vor ſich gegangen iſt. Die Vernehmungen der letzten Prozeſfe, die vor aller Oeffentlichkeit ſtattfanden und an denen jeder teilnehmen konnte, der ſich von der Wahr⸗ heit überzeugen konnte, hat Bilder von ſolcher Verworfenheit ergeben, daß ſich die Feder ſträubte, Einzelheiten wiederzugeben. In allen Fällen, die bisher zur Verhandlung ſtanden, mußte bei den angeklagten Prieſtern oder Or⸗ densbrüdern ein ſolcher Grad innerer Verwor⸗ fenheit feſtgeſtellt werden, daß es verſtändlich iſt, wenn heute Millionen Eltern in den katho⸗ liſchen Gegenden Deutſchlands ſich weigern, ihre Kinder„Erziehern“ auszuliefern, die dasſelbe Kleid tragen wie die Angeklagten der Sadiſten⸗ Prozeſſe. Nichts iſt den Angeklagten heilig ge⸗ weſen. In einem Prozeß, der am 24. April in Eſſen ſtattfand, mußte der verklagte Prieſter verurteilt werden, weil er ſeine Zöglinge in die Sakriſtei gelockk, ſie mit Meßwein be⸗ 29. April 1037 M an nh Mannheim„Hakenkreuzbanner“ und geſchändet hat. Er hat ür ſeine Verbrechen zum Gefügigmachen ſeiner ord ens brud er 3 Schmutzfink noch als Greis Slrabe welch Opfer denſelben Wein benutzt, der zu der hei⸗ —.— Handlung des katholiſchen Ritus be⸗ ſtimmt iſt. v/ieder zwei Franziskanerbrüder in Koblenz vor dem Ridier In dem Prozeß gegen die„barmherzigen Der Mort Lne pe wurde feſtgeſtellt, daß Koblenz, 28. April. Jungen in ſeinen Pförtnerraum und verführte ten. Er wurde 1900 in Dortmund geboren und guayani e ent 3* ſchwachſin⸗ In der langen Kette der Säuberungsprozeſſe ſie dort. Der Angeklagte behauptet, er babe die arbeitete bis zu ſeinem 26. Lebensjahr in einem kchen tig 3 ſih—5 blu⸗ gegen die furchbare Seuche in den Klöſtern dinep zauf ihre Standhaftigtein miezren mer, Als er dann 1925 arbeitslen. den Opf ſich an ihren wimmern⸗ intholiſcher Ordensgeſellſchaften entrollte ſich am hin prüfen wollen“, und ſei dabei„ſelbſt wurde, trat er als Poſtulent in das Kloſter der Behörd en vergingen. f ein Opfer ſeiner Hemmungsloſigkeit geworden.“ Waldbreitbach ein und legte 1931 die ewigen Die Tat wu 4 icht hundert, 1 tauſend ſolcher Verbre⸗ Mittwoch vor der Großen Straflkammer in In der Beweisaufnahme gibt der Angetlagte Gelübde ab. In dem Kinderheim Linz verſag verübt, di —— liegen vor. Das ſind keine„bedauerlichen Koblenz wiederum ein unbeſchreiblich trauriges an, die Jungen hätten ihm erzählt, auch an⸗ er den Dienſt eines Krantenpflegers, würde de — e 955 und tieferſchütterndes Bild. dere Brüder des Kloſters hätten mit ihnen Un⸗ dann Fremdenführer im Kölner Dom und 1 einſame ſtätten der Unmoral und jedes——— Angeklagt waren zwei Franziskanerbrüder zuch gerlin. 3 We 5 aus dem berüchtigten Mutterhaus Walobreit⸗ verſetzt. Hier erhielter die ſogenannte„ſchrere fahrer durch, lichen Verbrechens geworden ſind. Nicht der m berüͤchtigten terb Alle waren„ſo veranlagt“ Station“ für ſchwachſinnige Kinder. Der Ange. Staat iſt dafür verantwortlich zu machen, wenn bach, die ſich als fromme Kuttenträger und* 9 klagte ſagte ſelbſt ee 4 Der eigen dieſes Treiben katholiſcher Ordensbrüder das„Jugenderzieher, ſchwere Derwanzmune. Die Ramen dieſer Brüder wolle er jehoch gier der„Ausſchuß der Menſchheit“ verſammelt n Anſehen der katholiſchen Kirche gefährdet, ſon⸗ und ungeheuerlicher ſittlicher Verfehlungen nicht nennen. Einer der Zöglinge ſagte als geweſen ſei ien d1 5 i enigen tragen die ſchwere Schuld, die 123 Zeuge, alle Kloſterbrüder ſeien„ſo veranlagt“ In Waldniel ſant der Bruder ſo tief, daß er———— 9 ihre Auſſichtspflicht mi ie Bru ich mit den geiſtig min ligen Zöglingen enein Hhnfaeiſingen worſort ieren erhnden enzgen,goieeinozen en wes vei mucpen is buro vie welder auf beu, lingez. Aug den Ganemoberen jome fernen, I. Zenieen leiſteten. Es wäre dem Anſehen der katholi⸗ erneut den Beweis, daß es ſich in dieſen Ver⸗ Weh des Laſters getommen ſeien, hätten ſie erzäblte der An in Komplicen ſi ſchen Kirche dienlicher, wenn die Stellen, die 37 um Einzelſälle handelt, ſondern ſelbſt untereinander Unzucht getrieben. bieſer fimchibäken befürchten müſee, Die Täter ihre Aufgabe darin ſehen, in Hirtenbriefen 5 155 Straftaten ſich aus einem In der Beweisaufnahme wird weiter feſtgen alle Hemmungen zu verlieren. Der General⸗ 3 Fräulein W und Enzykliken gegen ſtaatliche Behörden Miß⸗ 5 ſtellt, daß ſich in dem Kloſter Waldniel der Bru⸗ obere aber ſagte ihm, das ſei wohl nicht o! Wiener Rech trauen zu ſäen, für Sauberkeit in 1 der Auhavane n* 50—— der Friedebert befunden hat, der Lehrer der ſchlimm und brachte dabei zum Ausdruck, er der Ausführi „ſin Kloſterſchule war und über hundert Kinder zu wolle wohl abgelöſt ſein und einen beſſeren 4 ſ0 bemerkten ſonen beſetzt ihreneigenen Reihen ſorgten. Die⸗ ſelben Stellen, die das reben der Sadiſten S 920 ren, unterrichten hatte. An 35 Schülern hat ſich die⸗ Poſen haben. Wenn er die Luft in ſeiher um⸗ hinter Kloſtermauern mit anſehen, haben die—— 3 3 4 he. 11˙5 F 1 ſes Scheuſal, wie die Unterſuchungen ergaben, gebung nicht mehr vertragen könne, ſo möge er mordung des Kühnheit, das Recht zur Erziehung der da——— 4 m en Leben als ehrwür⸗ vergangen. Für dieſe Verbrechen wird er ſich ruhig das Fenſter öffnen.(1) Geſtändnis v gend zu beanſpruchen. Die Stellen, die von g bezeichnet, nicht halt. in nächſter Zeit vor dem Strafrichter zu ver⸗ rie die Burſe Kämpfen der Entchriſtlichung der Jugend wet⸗ Ein 76jähriger Wüſtling antworten haben. An hHalbvertierten vergangen Hand den We tern und im luſtigen Spiel und Sport einer 1 Das Gericht verurteilte den angeklagten Bru⸗ In der Beweisaufnahme wunde feſtgeſtelh haltung von geſunden lebensfrohen Jugend eine moraliſche Man traute ſeinen Augen nicht, als der an⸗ der Janatius wegen vollendeten Verbrechen? daß ſich der Angeklagte in mehreren Fällen m Opfer. Obn Gefährdung eiblicken, verſuchen, die unwider⸗ genachert Franzistanerbruder Ianattus in gegen die 65 174.1 und 1763 in mebreren dan, kranten Zöͤglingen, die nicht mehr als Menſchn ſein Leben b leglichen Tatſachen der Prozeſſe zu verſchieben den Gerichtsſaal gefübrt wurde. Ein 76 Jagre len zu einer Geſamtſtrafe von einem Jahr und anzuſprechen ſondern halb vertiert waren, in Unglückliche a 5 alter Mann mit eingeſallenem Geſicht ſtand er echs Monaten Gefä ien Schu oder zu vertuſchen. Snen ſech Gefängnis. der furchtbarſten Weiſe eingelaſſen und ſie für chuß tot Dieſen Heuchlern muß die Maske vom Ge⸗ als mebrfacher Sittlichteitsverbrecher vor dem Das Gericht betonte jedoch, daß er es nur ſeine ſchmutzigen Zwecke mißbraucht hat. Außer⸗ 4 Der Mörde ſicht geriſſen werden. Strafrichter. In Saarbrücken geboren, trat er ſeinem hohen Alter zu verdanken habe, wenn dem gibt der Angetlagte zu, ſich als Maſochiſt nnigen Tagen ſchon als junger Menſch in die Ordensgeſell⸗ Ber vor dem Zuchthaus bewahrt blieb. betätigt zu haben. Auch in bieſer Verhandlung ſtellt werden. Wer Sadiſten und Päderaſten und politiſche 5 Schlage eines Koſſaint mi hnhnnmſnam, Klo: Als zweiter Angeklagter hatte ſich der Fran- ſagte ein Zögling der als Zeuge erſchienen det, hat kein Recht Anſpruch auf Erziehung der ter Waldniel. Noch als 70jähriger lockte er die zistanerbruder Deſiderius zu verantwor⸗ war, alle Kloſterkinder ſeien von den Brüdern lot yr Jugend und auf Moralrichterei zu erheben. verdorben worden. 3 In ſeiner Anklagerede gab der Staatsanwal Er kü L. Es geht hier nicht um Dinge des Glaubens oder der Kirche, ſondern es geht darum, daß 0 ein erſchütterndes Bild der Vorgänge, die in Deutſchland Sauberkeit ſchaffen will und daß ellwoll 5— ihren Scheußlichkeiten nicht wiederzugeben De das deutſche Volt im Intereſſe der Schaffung. im eul en 0 ari ſeien. Wer einen Einblick in das Kloſterleden 4 f. r am M der im Intereſſe des Schutzes N erhalten habe, der wiſſe, wie die Jungen zu———— unſeres völkiſchen Lebens ſich gegen Verdun⸗ ede uisaàm 1 1 3 von den Brüdern verführt worden ſeien und kelungsmanöver zur Wehr ſetzt. Die Prozeſſe— euregelung, die am 1. oi in Kraft trint unter ſich gemeinſam völlig verdorben war in bringen an das Tageslicht, was ſich hinter Berlin, 28. April für Zellwolle 30 bis 5 4 ſodaßdas Kloſterinein Laſterhan en 3 1 4„28. is 52 RM, für rohes Zell⸗ rung beabſich ., Jv n zuf afrevar nekinort. f. E Si 5f e e gen es, nvn 20ipi inen L iee Man dun ſich abef, mit dem Mitter der Lige Zölle kük s„ſmeltene Zellwoll⸗ loß worden. en und Verdrehung die Wahrheit vertuſchen zu waren in Kraft(Verordnung vom 10. April ſind Kampfzölle 93 Der Angeklagte wurde wegen Verbrechens ge⸗ ſiſchen Kolonic Reen! 1007— meichsgeſenblatt 1 S. 44). Sie enhalt. Zeit gegen jeinen Staat aügewendet Wind Aber denez lis in mbezhen hun ech S Die Uebernahme nut eines Prozeſſes gegen di 5 ge.„Aber 174,1 zu zwei Fabren und ſechs Monatel, Blutiges nut eine zeſſes die grundſätzliche Neuerung, daß im⸗ deutſchen auch ſämtliche autonomen Zölle der neuen Ta⸗ n Sadiſten im Ordenstleide über die deut⸗ Zoliiarif vie(h 2„ ifnummern 558 K 503 B Ho1 A und 501 C. Fü Zuchthaus ſowie drei Jahren Ehrverluſt ver 3 eh, T ee n Delele mit fſzwole And- 10hes-Zeliwollgarn, Ple en-S18 FPlrnden biflfände uosbtud We teine, mil um auch dem letzten Zweifler die Augen zu Seide(Florett⸗Seide und Kunſtſeide), wie ſie auf weiteres W 2 3 Awol bernden Umſtände zugebillict werden, da er der iad öffnen. bisher galt, durchweg aufgegeben wird. e am. Denn bei Zenwol; mit Zöglingen, die auf der unterſten Stufe und rohem Zellwollgarn iſt die Zollfreiheit, bei menſchlichen Entwicklung ſtehen, in der geme kin Feierta Füdſlawiens Zellwolle und Waren ganz aus Zellwolle ſind gefärbtem Zellwollkammzeug der alte Zollſatz ſten Weiſe eingelaſſen hat Abteilung engl 9 in'dem neuen Tarifabſchnitt 5E(Tarifnr. 503A4 von 12 RM handelsvertraglich gebunden und in⸗ hereinbrechende 44. Geburtstag des Prinzregenten bis 505K) und der neuen Tarifnummer 5208 gegenüber dem Vertragsſtaat und allen meiſt⸗ 2 geborenen das Belgrad, 28. April. zuſammengefaßt. Zellwollmiſchwaren haben begünſtigten Ländern ſolange anzuwenden, als kin ganzer orden angeklagt im Tale von Prinzregent Paul von Jugoflawien keine beſondere Tarifſtelle erhalten. Sie werden dieſe Bindungen noch beſtehen. wurden ſie z feierte am Mittwoch ſeinen 44. Geburtstag. nach den anderen Spinnſtoffbeſtandteilen 3 Dieſe und die ſonſtigen vertragsmäßigen Ab⸗ Keiner der Brüder iſt unſchuldig ſollen beträchtl Aus Anlaß dieſes Ereigniſſes haben ſämtliche teilt, d. p, als Waren ſeiſwriſe l. Seide, weichungen von den neuen amonomen Peſtin⸗ Eicener drnn in Blätter Leitartikel veröffentlicht, in denen ſie weil ſie Seide enthalten, ſonſt als Woll⸗, Baum⸗ mungen ſind aus der oben erwähnten Verord⸗ kv. Koblenz, 29. Apri zelheiten fehlen auf die großen Verdienſte des Prinzregenten woll · Leinenwaren uſw. behandelt. vom 10. April 1937 nicht zu erſehen. Sie Im Rahmen der Prozeſſe gegen Kloſte um die Konſolidierung Jugoſlawiens nach dem Die neuen Beſtimmungen begründen für die ergeben ſich aber aus der Verordnung über brüder, die jetzt in Koblenz begonnen haben, Sir kri tragiſchen Ableben König Alexanders l. hin⸗ meiſten Zellwollwaren und ⸗miſchwaren eine Aenderung des Warenverzeichniſſes zum Zoll⸗ machte ein Anklagevertreter die aufſehen. weiſen. Die Blätter betonen, daß Prinzregent beträch tliche Zollſenkung. Anders tarif vom 16. April 1937, die im Reichszollblatt erregende Mitteilung, daß demnächſt ein gan⸗ Paul ſchon bei Lebzeiten Alexanders l. von die⸗ verhält es ſich bei Zellwolle und rohem Zell⸗ Nr. 37 vom 22. April 1937 erſchienen iſt, und zer Orden mit feinen ſämtlichen Angeh⸗ Der Präſiden ſem mit wichtigen diplomatiſchen Aufgaben be⸗ wollgarn. Für dieſe beiden bisher faſt ohne aus den an gleicher Stelle(S. 210 ff.) veröf: rigen, von denen auch nicht ein einzigere ſing am Mittn Ausnahme zollfreien Waren ſind in dem neuen fentlichten Aenderungen des„Gebrauchszoll⸗ unſchuldig iſt, auf der Anklagebank' ſitze ſchafter Sir e traut worden ſei, und daß er Alexander J. ein d Tarifabſchnitt 5E autonome Zölle vorgeſehen, tarifs“. wird. Beglaubigungs wertvoller politiſcher Mitarbeiter geweſen ſei. pflichtet wurden, werd W te von Ludwig ſeums, Gratama mitteilt, werden Bilder des — verpflichtet wurden, werden Werke von Bn ns, ama, teilt, e— Die Reichstagung der deutschen Lürmann, Otto Leonhardt, Hans Che⸗ Meiſters aus allen Teilen der Welt zuſammen⸗ Kleiner Kulturspiegel 3 Wal 4 K 2 fSchloß B min⸗Petit, Alb. Jung, Guſtav Schwik⸗ getragen. Bisher iſt es gelungen, etwa 15 Ge⸗ Reichstagu u omponisten au 0 urg kert und Johann Nepomuk Dav id zu Gehör mälde aus Deutſchland, vier aus Wien, eines desin Königsberg. Vom 27. bis 31. Mal Von Univ.⸗Pro aus der Schweiz, eines aus Prag, drei aus wird in Königsberg eine große Reich- gebracht. Das Programm der Reichstagung der deut. Die eigentliche Arbeitstagung wind ami. Schweden, acht aus Frankreich, acht aus Eng⸗ ta-Le es abgehalt ſchen Komponiften gaf We N 75—0 Mai im Ritterfaal von Schloß Burg abgehal⸗ land und ſieben aus Belgien als Leihgaben zu Kint 00 ihhe a1 Anger als u 7. bis 10. Mai abgehalten wird, liegt nrermder ien werden. Mach einem Zyklus für eine hohe erhalten. Zweiundzwanzig Bilder ſtammen des Reiches erwartet werden. Dieſe Kund, fer lichen Straf endgültig——5— ilt 3 Keſchafteghein) 51 Liedſtimme mit Klavierbegleitung„Lieder des aus Holland, davon iſt die Mehrzahl im Beſitz gebung der nationalſozialiſtiſchen Erzieherſchat erike Brion iſt Fachſchaft 3 n Angüe 5 den ale Mieefes, van Friedrich Karl Grimm ſpricht des Muſenms, und rund dreißig Bilder wird ſieht unter dem Leitwort„der Oſtſeeraum im berrät uns gleic Lner Preſſeunterrebng menttergaur eſich uch Güwfeſſor Paul Graener zur deutſchen Staats, Amerika für die Ausſtellung zur Verfügung ſeine Kultur“ Anſprachen werden u; a. gal deutſche Dichtur Teilnehmer der doie S3 e 5 50 jugend, während Gaumuſikfachberater Erhard ſtellen. Mit anderen Staaten ſchweben noch Frau Dr. Reber⸗Gruber(München), Rei auch die feinſte in dieſem 3 14 W ch 70 Krieger über„Muſik im Voltsbewußzſein Verhandlungen. Insgefamt wird die Aus⸗ referentin für weibliche Erziehung;— doch immer nun 0 Wandz hinau ſeh— 10 nit⸗ grechen, wird. Nachmittags ſindet im Alten⸗ ſeltnag über hundert Werke des Meiſters ver. Bürkner⸗Mohr, Reichsreferentin des B9. geſchi fk ere 55• 5 die berger Dom eine muſikaliſche Feier„Reue Kir⸗ einigen. Das erſte Gemälde, das von Frans Gauleiter Wächtler(Bayreuth), Reichsleiter 4 lede Goethe a nn 737—5 Hergnigen wind. Fimuſiß Fa auf gder ffritz Werners Hals berannt iſt, hat der iſſhlz h ſeinem Re⸗Lehrerbundes; Dr. Eſſen(Stockholm), der von den die —— Licht“ für Sopran, Chor, Ii, Lebensfahr geſchaffen, Göeiſtſein heute un⸗ Führer der ſchwediſchen konſervativen Jugendz zn den tauſent ußerdem haben der Paaſi V erg 34 Orcheſter und Orgel zur Aufführung kommt. bekannt geblieben, welchen Weg ſeine früheren Gauleiter Erich Koch(Königsberg). e zu unſerem Her. muſiklammer, Profeſſor Dr. Peter Raa il. Den Abſchluß der Taguna bildet ein heiterer Werke gegangen ſind. Ein ſehr fruchtbares— rückkehren, durch die beiden Vizepräſidenten der Reichsmuſikl⸗ muſikaliſcher Abend an der Remſcheider Tal⸗ Jahr war 1635, aus dem etwa 25 Porträts Ausſtellung ſeltener Erſtaus ga⸗ t konnte für ſtammen. Das einzige offizielle Selbſtbildnis hen Uhlandſcher Werke in Stuti⸗ kammer, Profeſſor Dr. Paul Graen en und ſperre, auf dem die Komponiſten eigene Werke Generalintendant Dr. Drewes, ſowis, Reichs⸗ dirigieren werden. Der Reichsſender Köln felt k Hals' ſtammt aus dem Jahre 1639. Es gart. Anläßlich des 150. Geburtstages des Wie kulturwalter Hans Hinkel ihr Erſcheinen zu⸗ wird zwei Konzerte übertragen. tellt den Künſtler, der das Lachen in unüber⸗ Dichters Ludwig Uhland hat J. Weiſes Hof⸗ Mir geſagt. 4 troffener Weiſe in allen möglichen Phaſen ge⸗ buchhandlung in Stuttgart ein dem Dichter und Wie Den Auftakt der Tagung bildet am 7. Mai Kampf ums Reich— tänzerisch gestaltet malt hat, als ernſtem Mann dar. Frans Hals, ſeinem Schaffen gewidmetes Fenſter hergerig Wie ein Kammerkonzert im Ritterſaal von Schloß Einen ganz neuen Weg haben hier der Bal⸗ deſſen Kunſtwerke zu ſeinen Lebzeiten dem da⸗ tet. Neben zeitgenöſſiſchen Bildern ſowie Wi Es d Burg, dem ſich ein Kameradſchaftsapend an⸗ lettmeiſter Wilmo Kamrath und der Komp oniſt mals Geſchmack nicht zuſagten, iſt dergaben der Originalhandſchriften einzelne Aus ſchließt. Der 8. Mai bringt ein Orcheſterkonzert Hans Klaus Langer mit ihrer Tanzſchöpfung wie viele Genies in Armut geſtorben. Gedichte werden auch ſeltene Erſtausgaben ſe Und e 4 Die letzte Sberſch eingeſchlagen, die in dieſen— e und Aus und z gelang„ 5 iſck andestheater Beu⸗ f rinnerungsaufſätze tuttgarter eitungen egen annrau Adrung geiang 4 Ein jüdischer Roman in Polen und Zeitſchriften werden gezeigt, die aus Anla 1 ſonnen Maaß, Girgenſohn, Siegl, Lothar then N „ 33 Afip⸗ zur Uraufführun gelangte. Zum erſten 1 zus und a 13 Male wird in bieſem erk der Veiuch unter⸗ beschlagnahmt früherer Gedenkfeiern aufgelegt wurden. Ait und Flur, das v rung. Am Miialt 7 31 int 9 bgehalten nommen, die zurückliegenden Jahre des Kamp⸗„ Lichtbild der undertjahrfeier auf dem Stutt, ſchildern dieſe V ordentliche Mitglie erverſammlung abgehalten. fes um deutſchland tänzeriſch zu geſtalten. Die Wie die„Deutſche Rundſchau in Polen“, garter Marktplatz im Jahre 1887 erregt beſon, ſofort, warum m Im Mittelpunkt des 9. Mai ſteht die große Handlung, die ſich vielleicht ſehr ſcharf an der Bromberg(Nr. 90), mitteilt, hat das jüdiſch⸗ deres Intereſſe. Die ausgeſtellten Gegenſtän anz7 öffentliche Kundgebung der deutſchen Kompo⸗ Grenze des Möglichen bewegt, wird durch die polniſche Blatt„Naſz Prezeglad vor längerer geben ein eindrucksvolles Bild der engen Ve e ben niſten, auf der nach der Begrüßungsanſprache Muſik des oberſchleſiſchen Komponiſten Hans dich 2 8 Aſkenazy— jü⸗ bundenheit Uhlands zu ſeinem Heimatland. nrdie Profeſſor Graeners Reichskulturwalter Hinkel Klaus Langer zu einer Tan ſchöpfung von chriftſte—3— pol e meibe e en emeinſcha er Solinger gemiſcht ör ag w 7 udwig Webers Chorgemeinſchaft Nr. 6„Wir Frans-Hals-Ausstellung in Haarlem die Erzählung Beleidigungen des polniſchen Durch eine geſunde und kraftvolle deu ensfr Heeres enthielt. Es ſtellte ſich nun heraus, daß ensſtri ſche Jugend, zu einem geſunden und kraf ber das Land Aufführung. Bei dem großen 3 ſchreien, zur Arfiizung⸗Remſcheder Schen⸗ Anlißlich des winhrigen Weſehens dee ziaffnpfungen des pohnlſhen Hestes enthüll kaf unglimpfungen des polniſchen Heeres enthält. vollen deutſchen Volk! Deutſcher Volks n ergreift es d ſtkonzert, das abends i h B pielhaus veranſtaltet wird und für das Heinz Frans Hals⸗Muſeum wird in dieſem Sommer F414 e i Genot) und„Friedrich in Haarlem eine Frans⸗Hals⸗Ausſtellung Darauf wurde das Buch nunmehr beſchlag⸗ f beive Berlin, als Soliſten veranſtaltet werden. Wie der Direktor des Mu⸗ nahmt. genoſſe, hilf auch du! m us Meyer Gariton), April 1937 eis zjahr in einem 926 arbeitslos n das Kloſter 1 die ewiten n Linz verſah egers, wurde er Dom und igte Waldniel innte„ſchwere er. Der Ange⸗ it“ verſammelt ſo tief, daß et zen Zöglingen. ſowie ſeinem. gte, daß er in fürchten müſſe, Der General⸗. wohl nicht i Ausdruck, er einen beſſeren. in ſeiner Um. ne, ſo moöͤge er rde feſtgeſtellt, ren Fällen mit als Menſchen ert waren, in en und ſie füt F icht hat. Außet⸗ als Maſochiſt Verhandlung rgänge, die i wiederzugeben 5 Kloſterleven Einer na rbrechen gegen ſechs Monaten * 9* nz, 29. April. gegen Kloſter gonnen haben, die aufſehen⸗ üchſt ein gan⸗ lichen Angehü⸗ in einziger klagebank ſitz ————————————— iegel Lehrerbu 27. bis 31. große Reich ab ehalten, 8 klen Gau Dieſe Kun Erzieherſchaf Oſtſeeraum und en u. a. halten — ichen), Reichz⸗ ehung; Trude ndes Er ſtausga⸗ min Stutt⸗ burtstages des J. Weiſes Hof⸗ em Dichter und nſter hergerich⸗ ern ſowie Wie⸗ iften einzelner ſtausgaben ſei⸗ hrogramme und ſer Zeitungen „die aus Anlaß wurden. Ein zuf dem Stutt⸗ 7 erregt beſon⸗ en Gegenſtände der engen Ver⸗ Heimatland. itſcher Volkz⸗ nehmung, dag Mannheim „Hakenkreuzbanner“ 29. April 1937 Slraßenräuber waren es welche die Geſandtentochter töteten Wien, 28. April. fahrer durchzuführen. Mädchens gefunden. er ſchließlich ein Geſtändnis ab. Komplicen ſind ebenfalls verhaftet. ſonen beſetzt war. Opfer. ten Schuß tot geweſen ſein muß. ſtellt werden. lot protzt mit der cuftwaffe Er kündet neue Aufrüſtung an London, 28. April.(HB⸗Funk.) Der am Mittwoch in London eingetroffene franzöſiſche Luftfahrtminiſter Cot teilte einem Preſſevertreter auf Anfrage mit, daß Frankreich gegenwärtig 1000 Frontflugzeuge für die Hei⸗ matwerteidigung beſitze. Die franzöſiſche Regie⸗ rung beabſichtige, dieſe Zahl innerhalb der 1 nächſten drei Jahre auf 1500 zu erhöhen. Dieſe Ziffer umfaſſe natürlich nicht die franzö⸗ ſiſchen Kolonialſtreitkräfte. Bluliges befecht in nordweſlindien 3* London, 28. April. An der indiſchen Nordweſtgrenze iſt es am Dienstag zu einem blutigen Gefecht zwiſchen den Anhängern des Fakirs von Ipi und einer Abteilung engliſcher Infanterie gekommen. Bei hereinbrechendex Dunkelheit überfielen die Ein⸗ geborenen das Lager der engliſchen Truppen im Tale von Khaiſora. Nach heftigem Kampf wurden ſie zurückgeſchlagen. Ihre Verluſte ſollen beträchtlich ſein, während die Engländer nur wenige Verletzte verzeichnen. Genaue Ein⸗ zelheiten fehlen bisher noch. Fir kric Phipps bei tebrun Paris, 28. April. Der Präſident der Republik, Lebrun, emp⸗ fing am Mittwoch den neuen engliſchen Bot⸗ ſchafter Sir Erie Phipps, der ihm fein Beglaubigungsſchreiben überreichte. Wald und Flur im Mai von univ⸗Profeſſor Dr. Konrad Guenther Niemand hat den Wonnemonat ſchöner be⸗ ſungen, als unſer größter Dichter. In der glücklichen Straßburger Zeit der Liebe zu Frie⸗ erike Brion iſt dieſes Lied entſtanden, und es verrät uns gleich das Neue, das Goethe in die deutſche Dichtung gebracht hat. Bisher hatte auch die feinſte Naturwiedergabe die Natur doch immer nur als den Gegenſtand der Be⸗ trachtung geſchildert, der außerhalb von uns leze Goethe aber tritt mit ſeinen Jugend⸗ liedern in die lebendige Umwelt und läßt ſich von den tauſend Strömen, die von der Natur zu unſerem Herzen und von dieſem zu ihr zu⸗ kückkehren, durchfluten. Und kein beſſerer Mo⸗ nat konnte für dieſe Wirkung der Natur ge⸗ ihlt werden, als der Mai. Wie herrlich leuchtet Mir die Natur! Wie Ka5 die Sonne! Wie lacht die Flur! Es dringen Blüten Aus jedem Zweig Und tauſend Stimmen Aus dem Geſträuch. „Das Sprießende in der Natur, das Aus⸗ ſchütten von leuchtenden Farben über Wald und Flur, das reiche Geben und Schenken, das childern dieſe Verſe; wir verſtehen aus ihnen ert warum man von jeher den fünften Mo⸗ nat als den König Mai bezeichnet hat. Kein Monat hat eben etwas ſo ſieghaftes, und un⸗ ere Natur, die ſonſt ſtill und langſam, ſcharfe Gegenſätze meidend, ihre Gaben verteilt, ſcheint i Mai plötzlich aufzujubeln und alles herzu⸗ chenken, was ſie an Schönem hat. Den Lebensſtrömen, die die Natur im Mai über das Land ergießt, öffnet ſich auch das Menſchenherz, und in ſeligem Geben und Neh⸗ men ergreift es die Hand der großen Mutter. . Und Freud) und Wonne Aus jeder Bruſt— 1 3 Der Mord an der Tochter des Wiener para⸗ guayaniſchen Geſandten In grid Wien⸗ hreen iſt nach dreitägiger fieberhafter Arbeit der Behüörden vollſtändig aufgeklärt worden. Die Tat wurde voneiner Räuberbande verübt, die es ſich zum Ziel geſetzt hatte, in der einſamen Neunkirchener Allee, der Straße Wien— Semmering, Anſchläge auf Kraftwagen⸗ Der eigentliche Täter heißt Schlegel; er iſt kürzlich aus dem Heeresdienſt ausgeſchieden. In ſeinem Beſitz wurde ein Fotoapparat des Sein Mantel wies Blut⸗ flecke auf. Unter dem Druck der Beweiſe legte Drei ſeiner Die Täter hatten knapp vor der Ermordung Fräulein Wiengreens den Kraftwagen eines Wiener Rechtsanwalts angehalten, doch von der Ausführung eines Ueberfalls abgeſehen, da ſie bemerkten, daß der Wagen mit vier Per⸗ Auch der Hergang der Er⸗ mordung des Fräulein Wiengreen iſt durch das Geſtändnis vollſtändig aufgeklärt. Danach hiel⸗ ten die Burſchen zunächſt durch Zeichen mit der Hand den Wagen auf und forderten unter Vor⸗ haltung von Piſtolen die Habſeligkeiten des Obwohl dieſes dann verzweifelt um ſein Leben bat, wurden fünf Schüſſe auf die Unglückliche abgegeben, die ſchon nach dem zwei⸗ Der Mörder und ſeine Helfer dürften in we⸗ nigen Tagen vor das Standgericht ge⸗ Unſeren dank an den Führer bringen wir in jedem Opfer zum Ausòruck, das wir auf uns zu nehmen bereit ſind. die volksgemeinſchaft, Frieden ſind uns heute eine Selbſtverſtänolichkeit. Es iſt deshalb eine Ehrenpflicht, jenen männern zu danken, die das dritte Reich erkämpften und die es täglich dͤurch neuen Einſatz tragen helfen. Für dieſe Männer gilt beſonders der Satz des, Führers: die nationale Freiheit und der ſoziale Einſt waren ſie es nicht. „Es iſt ein neuer deutſcher Menſch geſchaffen worden, und dieſer neue deutſche Menſch hat unerhörte Opfer auf ſich genommen.“ Ihre Geſunoͤheit zu erhalten und ihnen neue Lebenskraft zu geben, ſoll der Zweck unſeres Aufrufes ſein. Schon in den vergangenen vier Jahren iſt dazu die volksgemeinſchaft zur mitarbeit aufgerufen worden. die Antwort liegt in dem erfolg der„hitler⸗Freiplatz⸗Spende“: 450 oo0 Männer der Sg., SS., des NSRn., politiſche Leiter, Mitglieder der partei und)., ſowie erholungsbedürſtige volksgenoſſen erhielten einen koſtenloſen Erholungsurlaub aus dͤen Reihen des deutſchen volkes zur verfügung geſtellt. In dem wahren Opfergeiſt, der nie ermattet, unſeres volkes begründet. iſt die Größe der Jukunft darum ergeht auch in dieſem Jahre der Ruf an alle, die dazu in der Lage ſind, Spendet Freiplätze! wieder ſollen Zehntauſende einſatzbereiter Rämpfer in deutſchen Familien durch die„hitler⸗Freiplatz ·&pende mit an der geſtellten Aufgabe: Aufnahme ſinden. helft und arbeitet Ein geſundes volk in einem ſtarken Reich hauptamtsleiter des jauptamtes fat bolkswohlfahrt. die Schirmherrſchaft der„hitler⸗Freiplatz⸗Spende“ haben übernommen: Ztellverttetet des Suhrers Rudolf heß, neichsktie Neichs miniſter Dr. Goebbels, Reichsminiſter D Reichsbauernführer neichsminiſter Ddarcé, hiimmler, florpsführer des Hsfif. hühnlei gsminiſtet v. Blo mberg, neichsminlſter Goͤtin 9. r. Frick Reichsſchatzmeiſter der Hisbaͤp. Schwarz, Stabschef der 5d. cutze, Reichsführer der 35. n, Reichsſugendfühter v. Schirach, Reichsftauen⸗ fahretin Gertrud Scholtz⸗flink, borſitzender des Deutſchen Gemeindetages Oberbarger⸗ meiſtet Flehler, Reichsarztefuhrer dr. W a gnet. paris darf an montagen nicht tanzen Die 40-Stundenv/ ocie und eine geheime Nebenabsidit AS. Paris, 28. April. Die Berufskammer der franzöſiſchen Tanz⸗ ſtätten⸗ und Nachtlokalbeſitzer wird nach der eben erfolgten Einführung der 40-Stunden⸗ woche ihre Betriebe an den Montagen künftig⸗ hin ſchließen. Dieſer rein„techniſchen“ Maß⸗ nahme, wie es in der amtlichen Leſung heißt, Und dann gleich weiter zum Höhepunkt: O Lieb', o Liebe So golden ſchön! Wie Morgenwolken Auf jenen Höh'n! Du ſegneſt herrlich Das friſche Feld, Im Blütendampfe Die volle Welt! Von der Liebe alſo, die der Menſchenbruſt entquillt, ſtrömt der Segen zurück in die Na⸗ tur. Das iſt das gegenſeitige Schenken, mit dem die Goetheſchen Lieder ſelbſt wie der Mai in die deutſche Dichtung treten. Der Mai iſt die Zeit des Hochgeſanges der Liebe in unſerer Natur, der Liebe und der Er⸗ füllung. Denn die Erfüllung unſeres Lebens iſt ja die Liebe, höheres als ſie können wir nicht Schon in den alten Germanentagen edeutete der Mai die Hochzeit zwiſchen der Sonne und der Erde. Im„Hag der Heimlich⸗ keit“ treffen ſich der Sonnengott Freyr und die Rieſenmaid Gerda oder Erda. Eine ähnliche Vorſtellung geht durch alle Völker; bald iſt es die Sonne, bald der ganze Himmel, der um die Erde freit. Noch im Dreißigjährigen Kriege ſingt der ſchleſiſche Dichter Friedrich von Logau: Dieſer Monat iſt ein Kuß, den der Himmel gibt der Erde, Daß ſie jetzund ſeine Braut, künftig ſeine Mutter werde. Am ſchönſten iſt der Maigedanke bei Eichen⸗ dorff ausgedrückt: Es war, als hätt der Himmel Die Erde ſtill geküßt, Daß ſie im Blütenſchimmer Von ihm nun träumen müßt. Der Mai löſt auch der Natur die Stimme. Zwar beginnt das Vogellied ſchon im April, ja im März, und die erſten Glöckchenlaute der Meiſen werden ſogar ſchon im Januar ange⸗ ſchlagen. Aber das iſt alles nur orbereitung. Jetzt erſt erſcheinen auch die ausgezeichnetſten inzelſänger. Da iſt der Pirol in ſeinem gel⸗ haben ſich auch die der Berufsgruppe nicht an⸗ gehörenden Unternehmer angeſchloſſen. Dieſer überraſchende Zuſammenhalt hat je⸗ doch ſeine Hintergründe. Er iſt nichts anderes als eine Generalprobe der Inhaber von Tanz⸗ und Nachtlokalen, um das Verſchwinden der als unerträgliche Laſt emp⸗ ben Gefieder mit den ſchwarzen Flügeln, den man nicht umſonſt den„Pfingſtvogel“ nennt. Sein Flöten bedarf des reichbelaubten Waldes, um den richtigen Wiederklang zu finden, wie auch der durch ſeine Farben und durch ſeinen Ruf ſo auffällige Vogel ſich im Laub verſtecken muß, um nicht in Gefahr zu kommen. Der Pirol verſteht es aber auch ſo ausgezeichnet, alle Augenblicke wo anders im Laube unterzu⸗ tauchen, daß ich viele Leute kenne, die ihn noch nie geſehen haben. Freilich, dasſelbe gilt auch von einem noch bekannteren' Vogel, deſfen Ruf jedes Kind nachpfeift, der aber ſich ſelbſt ſo gut zu verſtecken weiß, daß ihn kaum einer geſehen hat, und es immer wieder vorkommt, daß ein Jäger, der ihn einmal gerade erwiſcht und herunterſchießt, ihn für einen Sperber hält. Auch den Kuckuck hat unſer Volt ſeit älteſter Zeit mit der Liebe verbunden und wie einſt, ſo ruft ihn auch heute noch das Mädchen an: „Wann ſoll die Hochzeit fein?“ Auch der Nachtigall Geſang iſt in voller Schönheit erſt im Mai zu hören, und ihr Schluchzen, Schlagen und Ziehen iſt der eigent⸗ liche Ausdruck der Maiennacht in Tönen, wie es der Geruch des Schleh⸗ und Weißdorns in Düften iſt. Den Reigen der vom ſonnigen Süden im Frühling heimkehrenden Singvögel beſchließen die Fliegenſchnäpper, Schwalben und Rohr⸗ ſänger. Jene beiden Gruppen leben nur von fliegenden Kerbtieren, die es erſt bei voller Sonnenwärme gibt, und die Rohrfänger ſteigen in den Schilfhalmen auf und ab und bauen in dieſe ihre korbförmigen Neſter. Das Schilf aber erhält erſt im Mai die rechte Höhe dazu. Den Schluß der Rücktehrenden bildet der Sumpfrohrſänger, deſſen Geſang, ein Pfeifen, Flöten, Klingeln, Wirbeln, Klirren, mit wun⸗ derſamen Tönen abſchließt, die ſich wie das Fallen großer Tropfen auf eine klangvoll ab⸗ geſtimmte Waſſerfläche anhören. Und damit erfüllt auch der Sumpfrohrſänger ſeinen Auf⸗ trag, den, ſeiner Heimat, der Waſſerlandſchaft, den klangvollen Ausdruck zu geben. Organiſationen überreichen will lieferung, die dur raku⸗za) ſogar auf das gro und ſo internationale Bedeutung erlangt hat. Die japaniſchen Puppen ſtellen in ihrer einzig⸗ artigen Entwicklung etwas f0 Einmaliges kaum etwas in der Welt an die Seite geſtellt werden kann. Sie ſind im Gegenſa nen europäiſchen Bewegung für tung nicht individuell und tet, ſondern ſie zielen in den einzelnen Figuren —inamentlich aus japaniſchen Märchen und einheitlichen· Sti 09 und gerade auf dieſem Wege zuweilen zu fundenen Vergnügungsſteuer bei der Regie⸗ rung durchzuſetzen. Die Schauſpieler geben ſich mit der 21⸗Stun⸗ den⸗Wochenruhe zufrieden, womit die Muſiker aber nicht einverſtanden ſind. Da die meiſten Vergnügungsſtätten nur kleine Muſikkapellen haben, verbietet ſich die Einführung eines Rollſyſtems von ſelbſt. Paris und ſeine Gäſte werden alſo einſtweilen Montags ohne Tanzmuſik und Kabaretworſtellungen ihre Abende verbringen müſſen. obeein der n5-Schweſternſchaft wurde eine ſaarpfälziſche Parteigenoſſin Neuſtadt a. d. Weinſtraße, 28. April Die Gauvertrauensſchweſter der NS-Schwe⸗ ſternſchaft des Gaues Saarpfalz, Parteigenoſſin Eliſabeth Kölſch, wurde vom Hauptamtslei⸗ ter Hilgenfeldt in Verbindung mit Reichsärzte⸗ führer Wagner zur Oberin der NS⸗Schweſtern⸗ ſchaft ernannt. Frau Oberin Eliſabeth Kölſch entſtammt einer alten pfälziſchen Familie, die Generationen lang in Lambrecht anſäſſig war. Aus einer Ver⸗ trauensſtellung im Virchow⸗Krankenhaus in Berlin folgte ſie dem an ſie als Parteigenoſſin ergangenen Ruf, in der NS⸗Schweſternſchaft mitzuarbeiten. 1935 kam Oberin Kölſch als Gauvertrauensſchweſter der NS-⸗Schweſtern⸗ ſchaft in die Pfalz und begann hier mit aller Einſatzbereitſchaft den Aufbau der NS⸗Schwe⸗ ſternſchaft. In fürze Der Führer und Reichskanzler hat Sr. Majeſtät dem Kaiſer von Japan zu ſeinem Geburtstag aufrichtige Glückwünſche übermit⸗ telt. * Zur Pflege von Lehre und Forſchung auf dem Gebiet des Wohnungs⸗ und Sied⸗ lungsweſens und des Städtebaues wurde an der Univerſität Berlin ein Inſtitut für Wohnungs⸗ und Siedlungsweſen errichtet. * Das engliſche Kabinett trat wie üb⸗ lich am Mittwoch unter dem Vorſitz des Mini⸗ ſterpräſidenten Baldwin zuſammen. In der Sitzung berichtete Außenminiſter Eden über das Ergebnis der Brüſſeler Beſprechungen mit van Zeeland und Spaak. Engliſcherſeits wird hervorgehoben, daß die Beſprechungen zu viel⸗ verſprechenden Hoffnungen Anlaß gäben, daß aber für längere Zeit noch keine konkreten Fol⸗ gerungen zu erwarten ſeien. * Von der Prager Staatsanwaltſchaft wurde das bekannte deutſche Rechtſchreibungswerk „Der Große Duden“, 1. Teil, beſchlag⸗ nahmt. Der Grund für die Beſchlagnahme dürfte die Angabe„Sudetendeutſchland“ ſein, bei der die Zuſatzbemerkung„früher Deutſch⸗ Böhmen“ ſteht. erfrischt, verjünꝗt die Hdut! Japanische Puppen kommen nach Deutschland Da die Europa⸗Gaſtſpielreiſe des berühmten lapaniſchen Kabukitheaters ſich als nicht durch⸗ führbar erwieſen hat, bereitet nunmehr die 2Internationale Nius“ Melntedaf von Japan“ für Deutſchland eine anderausſtellung von hes vor, die den großen Kabukiſchauſpieler anjure aus der Meijizeit(2. Hälfte des 19. Jahrhunderts) darſtellen—— Die Puppen werden zur Zeit bereits ergeſtellt und ſollen in Kürze in Deutſchland eintreffen. Zugleich ſollen aber auch zahlreiche andere japaniſche Puppen in Deutſchland ausgeſtellt werden, und zwar ſind Ausſtellungen vorgeſehen für Ber⸗ lin, Hamburg und München. Einige dieſer Pup⸗ pen ſollen dem Führer als Geſchenk über⸗ werden, während man den Reſt nach den usſtellungen führenden nationalſozialiſtiſchen Die japaniſche 4 das hat eine große Ueber⸗ das(Bun⸗ e Theater gewirkt ar, daß auf dieſem Gebiet ihnen zur moder⸗ uppengeſtal⸗ arakteviſtiſch gerich⸗ der me Heldenſagen— auf einen r auf das Typiſche her künſtleriſcher Wirkung gelangt. Ich glaube, ein Maler muß feſt in den Bü⸗ geln ſitzen ſonſt hält er das gewaltige Turnier mit der Kunſt nicht aus. Ich freue mich auf all das Kämpfen, denn es lüegt mir doch klar und offen, was ich will. Wenn es keine Schlach⸗ ten gäbe, gäbe es keine Helden. Anselm feuerfbach ———————————. ————— —————— — 2—— ———————— ——— — —— ——— Mannheim „Hatenkreu zuanner⸗ Jüdin betrog Dohlfahetsamt 600 RM erſchwindelt Berlin, 28. April(Eig. Meldg.) In der Verhandlung der Strafkammer des Landgerichts Berlin gegen die 54jährige Jüdin Henriette Cohn konnte man wieder einmal die ſprichwörtliche Frechheit und Verlogenheit der jüdiſchen Raſſe ſtudieren. Henriette Cohn ſaß auf der Anklagebank, weil ſie bei dem jahrelangen Bezug von Wohl⸗ fahrtsunterſtützungen verſchwiegen hatte, daß ſie aus einer Erbteilungsmaſſe ihres Bruders eine laufende monatliche Auszahlung erhielt. Gelegentlich einer Nachprüfung, die auf mehrere Anzeigen durchgeführt wurde, erklärte ſie ſich frech bereit, ſogar eidesſtattlich zu verſichern, daß ſie keine Nebeneinnahmen habe.(1) Als ihre Schiebungen im vergangenen Jahre trotzdem herauskamen, verſuchte ſie ſo⸗ gar den zuſtändigen Prüfer des Wohlfahrts⸗ amtes der Erpreſſung zu verdächtigen. Die völlig unbegründete Anſchuldigung mußte ſie in der geſtrigen Verhandlung zurücknehmen. Sie verſuchte jedoch, ſich auf andere Weiſe her⸗ auszureden. Sie log dabei derart, daß ihr eigener Verteidiger ſie mehrmals zur Wahr⸗ heit ermahnen mußte. Die Angeklagte, die das Wohlfahrtsamt um 500—600 RM geſchädigt hat, kann von Glück ſagen, daß das Gericht es bei einer Gefängnisſtrafe von nur vier Mona⸗ ten bewenden ließ. Die retenden Röcke Ein Bauernwagen vom Hochwaſſer fortgeriſſen Belgrad, 28. April. In der Nähe des Dorfes Obrenovac wollten drei Bauern, die mit zwei Frauen auf der Heim⸗ kehr vom Markte waren, ihre beiden Pferde in dem vorbeifließenden Fluß baden und tränken. Sie fuhren mit dem Wagen in den Fluß und gerieten dabei in eine Untiefe. Da die Strö⸗ mung infolge der anhaltenden Regengüſſe ſehr ſtark war, wurden die Bauern mit den Pferden und dem Wagen fortgeriſſen und gingen unter. Die beiden Bäuerinnen dagegen wurden wie durch ein Wunder gerettet. Ihre nach Landesſitte bauſchigen und ſteif geſtärkten Röcke Farben⸗Hermann Lacke und Farben für Induſtrie und Handwerk Farbiges Karbolineum 0 7, 17 u. 17a Fernſprecher 24673 wirkten wie Rettungsgürtel. Die Frauen konn⸗ 4 zen icm ma e iee ni er auf ihre Hilferufe einige Männer aus dem nahe⸗ gelegenen Dorfe herbeikamen und ſie retteten. der ülteſte deuiſche Oberbürgermeiſter legt ſein Amt nieder Berlin, 28. April. Der Eſſener Oberbürgermeiſter Dr. Reis⸗ mann⸗Grone wird am 1. Mai ſein Amt niederlegen, da ihn die Beſchwerden des Al⸗ ters und ſeine angegriffene Geſundheit dazu veranlaſſen. Für den jetzt im 74. Lebensjahre ſtehenden Dr. Reismann⸗Grone wurde be⸗ kanntlich kurz nach der Machtübernahme durch eine beſondere geſetzliche Maßnahme die Mög⸗ lichkeit geſchaffen, mit nahezu 70 Jahren oie Führung der Eſſener Stadtwerwaltung zu über⸗ nehmen, der er nunmehr faſt vier Fahre lang ſeine Schaffenskraft und den reichen Schatz ſei⸗ ner Erfahrungen gewidmet hat. Seine Nach⸗ folge tritt Pg. Dillgardt, der bisherige Oberbürgermeiſter von Duisburg, an. Die Führung der Verwaltung in Duisburg über⸗ nimmt der bisherige Kreisleiter der Eſſener NedDac, Pa. Hermann Freytag. Gertrud Ederie- arm, Mranm und vergessen Die Frau, die im lahre 1926 den Hanal bezwans, ist heute ein mensqhliches Wradi Was Neuyork, im April. dienen. Die letzten Reſerven fraß die ſchwere Sie? Wo iſt Ihr Paß?“ Schließlich ſah der kor⸗ Durch Zufall erfährt man die Tragödie einer Krankheit, die ſchon mehrere komplizierte Ope⸗ rekte Zollbeamte doch ein, daß man zum Kanal⸗ 10 bis 20 ehemaligen Weltberühmtheit, der erſten Kanal⸗ rationen erforderlich machten. durchſchwimmen anderes benötigt als einen 3 05 ſchwimmerin Gertrud Ederle. Vor einigen Welch ungeheurer Abſtand von jenem Triumph Paß. Er trug in ſein Protokoll ein:„Miß ſich auch die Jahren von aller Welt gefeiert und verehrt, iſt am 6. Auguſt 1926, als die Meiſterſchwimmerin, Ederle kam heute nach England, ohne im Beſitz mit einer ſe ſie heute eine der vielen„vergeſſenen USA⸗Hel⸗ die den Kanal als erſte Frau und dazu noch in der erforderlichen Papiere zu ſein.“—— Nach unbedingt dinnen“. Aber ſchlimmer noch als das Vergeſ: Rekordzeit durchſchwommen hatte, in der Nähe einem Beſuch in dem ſchwäbiſchen Ort Biſſin⸗ würdig iſt. ſie iſt ein menſchliches der engliſchen Stadt Kingstown an Land ſtieg. gen, dem Geburtsort ihres Vaters, der als 18⸗ Allein ſch ſenwerden: Wrack und liegt ſeit drei Jahren in der bil⸗ ligſten Klaſſe eines Neuyorker Krankenhauſes. Vor wenigen Jahren noch ein vor Geſundheit ſtrotzendes, blühendes Menſchenkind, iſt ſie jetzt zum Skelett abgemagert. Ein Jahr lang lag ihr ganzer Körper im Gipsverband, und auch heute noch darf ſie nachts nur mit einem harten Brett unter dem Rücken ſchlafen. Die Urſache dieſes Unglücks iſt ein an ſich harmloſer Sturz; ſie glitt in einem Neuyorker Gerichtsgebäude aus und fiel ſo unglücklich, daß ſie ſich das Rückgrat verletzte. Gertruds Triumph am 6. Auguſt 1926 Gertrud Ederle hatte damals, auf der Höhe ihres Ruhmes, nur einen kleinen Teil der An⸗ gebote ausgenutzt und im ganzen etwa 420 000 Mark verdient. Sie hatte keine glückliche Hand in der Verwaltung ihres Vermögens und war nach wenigen Jahren ſchon gezwungen, ſich ihren Lebensunterhalt als Schwimmlehrerin zu ver⸗ Der Jeppelin als„Spion“ Was schwache Nerven vermög (Eigener Dienſt) g Stuttgart, 29. April Die Bodenſeefahrt, die das Luftſchiff„Graf Zeppelin“ mit den gegenwärtig in Deutſch⸗ land weilenden italieniſchen Induſtrieführern an Bord am Montag unternahm, hat Schweizer Blättern Anlaß zu Spionageverdächti⸗ gungen gegeben. In der Nacht vom Montag auf Dienstag ver⸗ anſtalteten nämlich Schweizer Grenzſchutztrup⸗ pen in der Gegend von Schaffhauſen eine Alarmübung, inder„ein von Norden angrei⸗ 2 Stadt Schaffhauſen und die Rheinbrücke zu er⸗ reichen“, Die Fahrt des Luftſchiſſes über das Manövergelände in unauffälligem Tiefflug, ſo ſchreiben nun gewiſſe Zeitungen,„müſſe als eine Provokation aufgefaßt werden“ und er⸗ gehen ſich in polemiſchen Kommentaren. Man wird ein leiſes mitleidiges Lächeln nicht ganz unterdrücken können. Der Zepp als Spion!. Viele Zehntauſende von Kilo⸗ metern hat das brave Luftſchiff hinter ſich, hat Kontinente und Meere überquert. Sein heller Silberleib iſt über blühende Städte und rau⸗ chende Trümmer hinweggeglitten, über Krieg und Frieden, und immer nur war er den Men⸗ ſchen Symbol der Völkerverbundenheit, der Völkerverſöhnung. Ueberall nur gab es win⸗ kende Hände— aber in der Schweiz haben es nun doch ein paar Hyperängſtliche mit ſchlechten Nerven—vielleicht waren ſie den ungewohnten Strapazen eines Nachtmanövers nicht gewachſen — fertiggebracht, aus der Spazierfahrt mit den italieniſchen Gäſten zum berühmten Naturwun⸗ der des Schaffhauſener Rheinfalls eine Spio⸗ nageaffäre zu konſtruieren. Das⸗moderne Schlachtfeld iſt bekanntlich leer. Was hätte alſo eigentlich von dem Zeppelin aus stachanow hilft nicht mehr „Donbass“ muß von Stalin Moskau, 28. April.(HB⸗Funk.) Das Don⸗Kohlenbecken, kurz„Donbaß“ ge⸗ nannt, wo vor etwa 175 Jahren ein Stachanow und ſeine jetzt ſchon berüchtigt gewordene Me⸗ thode zum äußerſten Antreiben des Sowjetar⸗ beiters auf höheren Befehl„entdeckt“ werden mußte, iſt wieder einmal wie zu Zeiten des „Schachty“⸗Prozeſſes in den Mittelpunkt eines traurigen Intereſſes der ſowjetruſſiſchen Offent⸗ lichkeit gerückt. Eine am Mittwoch von der amtlichen Nach⸗ richtenagentur Taß veröffentlichte ſcharfe Ver⸗ ordnung des Generalkomitees der bolſchewiſti⸗ ſchen Partei und des Rates der Volkskommiſ⸗ ſare der Sowjetunion, die Molotow ihrer Wich⸗ tigkeit halber von Stalin ſelbſt als Parteiſekre⸗ tär unterzeichnen ließ, beſagt nämlich, daß die geſamte ſowjetruſſiſche Kohleninduſtrie, insbe⸗ ſondere aber die Gruben im Donbecken, in den Monaten Februar, März und April des lau⸗ fenden Jahres einen au ßerordentli ch h o⸗ hen Produktionsrückgang auſweiſen. Es wivd feſtgeſtellt, daß die Kohlenförderung in dieſem Zeitabſchnitt nicht nur hinter dem von der Sowjetregierung aufgeſtellten Erzeugungs⸗ ſei, ſondern noch nicht ein⸗ plan zurückgeblieben persõnlich gerũffelt werden mal die Produktionsziffern der gleichen Mo⸗ nate des Vorjahres erreicht habe. Am ſchlimm⸗ ſten verhalte es ſich mit den Vorbereitungs⸗ arbeiten in den Gruben, die bereits ſeit zwei Jahren vollkommen vernachläſſigt worden ſeien. Unzuläſſige Verletzungen der Produktionsdiſzi⸗ plin, Nichterfüllung der Befehle und Erlaſſe, andauerndes Schwänzen, eigenmächtiges und vorzeitiges Verlaſſen des Arbeitsplatzes, Nicht⸗ beachtung der techniſchen Regeln und der Si⸗ cherheitsvorſchriften— das ſeien die weiteren hauptſächlichſten Merkmale der Mißwirtſchaft auf den Sowjetgruben. Wegen des beſchämen⸗ den Rückſtandes des„Donbaß“ werden das Volkskommiſſariat für Schwerinduſtrie, die Wirtſchafts⸗, Partei⸗ und Gewerkſchaftsorgani⸗ ſationen des Don⸗Kohlenbeckens zur beſonderen Wachſamkeit aufgerufen und den„Schädlingen“ ſchwere Strafen und Gerichtsverfolgung ange⸗ droht. Daß die Sowjets dieſe ſcharfe Verordnung über die Mißwirtſchaft in der Kohleninduſtrie jetzt, kurz vor der bolſchewiſtiſchen Maifeier, erlaſſen, bei der es nichts anderes geben darf, als nur„Sowjeterfolge“, deutet darauf hin, daß der Produktionsrückgang, vor allem im Don⸗ Kohlenbecken, doch in der Tat außerordentliche Ausmaße angenommen haben muß. die ſehr au jähriger Schlächtergeſelle nach Amerila auswan⸗ wicklung de Sie wurde am Strand von einer vor Begeiſte⸗ 4 derte, reiſte Gertrud Ederle über Paris nach rung und Freude faſt wahnſinnigen Menge empfangen. Tauſende ſchrien und umarmten ſich Neuyork. Sie war inzwiſchen eine Weltberühmt⸗ bahn fane in größter Erregung, die den Engländern ſonſt heit geworden. Aus allen Teilen der Erde kamen. ſant fremd iſt. Fackeln wurden entzündet, und die Glückwünſche neben allen möglichen und unmög⸗ L hle lichen Angeboten. Neuvork bereitete ſeiner über Nacht berühmt gewordenen Bürgerin einen ebenſo großartigen wie geräuſchvollen Empfa mit Polizeiparaden den Broadway hinunter, mit Wolken von Konfetti und Papierſchlangen, Dem Triumphzug über den Broadway folgte ein Bankett nach dem andern, eine Ehrung nach der andern. keiten zu ü arbeit zu( Straßenbah teilung ſo g Motor ſeit Nicht wen ten Schauſti techniſchen geben. Da erſten Moto nach der Un elektriſchen neueſter Bar baute Motor ſtung von Kilogramm, ſeines gering Dauerleiſtun tor Nr. 1, de nur zu der baut wurde, er als 1 2 Bemannung des Begleitbootes neben der Heldin des Tages im Triumph den Strand hinaufge⸗ leitet. Sind Sie vorbeſtraftꝰ Vorher gab es noch ein humorvolles Zwiſchen⸗ ſpiel. Durch die Menge der Begeiſterten drängte ſich ein würdiger Herr mit großem Aktenbogen. Die von Waſſer triefende Schwimmerin witterte einen neuen Gratulanten und wollte ihm zum Dank die Hand ſchütteln. Aber der Fremde ſetzte eine gewichtige Amtsmiene auf:„Wie alt ſind Sie? Männlich oder weiblich? Welcher Natio⸗ nalität? Verheiratet? Können Sie leſen und ſchreiben? Sind Sie vorbeſtraft? Falls ja, warum, wie oft, wann und wo? Wovon leben Wochengage: 25 o000 Mark Dann begann die Schwimmerin die klingen⸗ den Früchte ihres Ruhmes zu ernten. Zwei Jahre lang war ſie die große Attraktion der amerikaniſchen Varietebühnen. Mit einer Wo⸗ chengage von 25000 Mark zog ſie von Stadt zu Stadt, um in einem tragbaren Schwimmbaſſin aus Glas, das die Kleinigkeit von 40 000 Ma gekoſtet hatte, viermal am Tage dem begeiſter ten Publikum ihre Schwimmkunſt vorzuführen. Der 6. Auguſt 1926, der Tag, an dem ſie den Kanal bezwang, der ihr ſoviel Ruhm und Er⸗ folg brachte, ſtand aber in Wirklichkeit am An⸗ fang ihres Unglücks. Die ungeheuren Stra⸗ pazen, die ſie ihrem Körper mit der Rekord⸗ leiſtung zumutete, hatte den Grund zu eine fang. Genau ſo i des älteſten 1 u dem ältef er alte Fal en/ Ein Reinfall am Rheinfall von der geheimen Alarmübung der Schweizer geſehen werden können?— Ganz abgeſehen da⸗ ſchweren Ohrenleidens gelegt, das ſich 5 Bremsſtuf von, daß das Luftſchiff ſeinen Flug ſchon fünf ſtändig verſchlimmerte und ſchließlich zut Bremsſtufen Stunden vor Beginn des Grenzmanövers aus⸗ Taubheit führte. Als ihr der Arzt endlich ſtruktion ente führte. Ueberflüſſig eigentlich angeſichts der weitere Auftreten im Varietebaſſin, ja di zung der S Komit dieſer Angelegenheit noch darauf hinzu: Schwimmen überhaupt verbot, zerſchlug 6 5 T trud Ederle in einem Wutanfall die Schei des 40 000⸗Mark⸗Baſſins. Dann ergab ſie in ihr Schickſal und erklärte ſpäter reſigni „Es hat ſich nicht gelohnt, weiſen, daß ja der Bodenſeerundflug des„Graf Zeppelin“ bereits Tage vorher ange⸗ kündigt und daß der Montag der einzig freie Tag des Luftſchiffes war, das ja erſt am Sonntag aus Südamerika zurückkehrte und am Dienstag wieder nach Amerika abfuhr. Um den beiträgt. Der eines Straße Vermehrung —— nich chalter den mehr Stufen Schweizer Strategen eine ungeſtörte Uebung zu daß ich durch den Kanal geſchwommen bin. Sind doch bei gönnen, konnte man ja ſchließlich nicht gut einen bereue es zwar nicht, das Wagnis untern ahrſtufen u Weltluftſchiffahrplan umſtoßen oder ſeinen Gä⸗ men zu haben. Hätte ich aber gewußt, daß h 83 ange ſten aus Italien den Genuß zu verſagen, von für dieſe Leiſtung mein Gehör würde hite 23 44 5 oben her einen Blick auf die toſenden Fluten geben müſſen, hätte ich darauf verzichtet Mn 5 Fahrg des Waſſerfalles von Schaffhauſen zu werfen. hat damals phantaſtiſche Summen genanih mit ihr nach bis jetzt kaum ſten Wagen be An die ich verdient haben ſollte. Aber das m iſt Uebertreibung geweſen. Allerdings haht ich etwa 420 000 Mark erarbeitet, aber mehr als 160 000 Mark ſind mir davon gebli in modischen stoffen, fertig und noch flab Weidner& Weiss Mannneim- Nz,s Die Herren mögen ſich beruhigen. So inter⸗ eſſant ſind ja nun ihre Grenzalarme wirklich nicht, daß ſich ihretwegen der Aufwand eines Zeppelinbeſuches lohnte. Ein Reinfall alſo am Rheinfall. flls baſt der J6 Farben Die italieniſchen Journaliſten in Leverkuſen Leverkuſen, 28. April. Mit einer kurzen Verſpätung trafen am Mitwoch die italieniſchen Journaliſten unter Führung von Regierungsrat Bade und dem Italien⸗Referenten des Propagandaminiſte⸗ riums Dr. Willis bei den IG⸗Farben⸗In⸗ duſtrie⸗Werken in Leverkuſen ein. Sie wurden durch den Leiter der Betriebsgemeinſchaft Nie⸗ derrhein, Werkführer Dr. Kuehne, begrüßt, der ausführlich über den Aufbau und die Or⸗ ganiſation der IG Farben⸗Induſtrie und ins⸗ beſondere des Werkes Leverkuſen berichtete. Anſchließend erfolgte eine Rundfahrt durch das Werk, bei der die wichtigſten Fabrikations⸗ ſtätten beſichtigt wurden. Bei einem anſchlie⸗ ßenden Frühſtück begrüßte Dr. Kuehne noch einmal die Gäſte. Seine Worte klangen aus in ein Hoch auf den König von Italien und Kaiſer von Aethiopien, den Führer Adolf Hit⸗ ler ſowie den italieniſchen Regierungschef Benito Muſſolini. In erſter Linie intereſſierten ſich die italie⸗ niſchen Journaliſten naturgemäß für die ſo⸗ zialen Einrichtungen des Werkes. Die„Flore 3 Mannheim, be abend abgehe ſchon des öfte unzeitgemäßen Wunſche Aus eiſerne Staket. verſchwinden wirkende Lig ſoll. Es wurd verwaltung zu 5 wunderba ſi ben; das meiſte hat die Behandlung mein Ohrenleidens verſchlungen. Der größte T des Reſtes fiel dann dem ſchwar Freitag, dem großen Neuyorker Börſenkl zum Opfer, der die Welwirtſchaftskriſe ei tete. Ich habe nur den einen Wunſch, in ei modern eingerichteten Schwimmſtadion erſte Lehrkraft tätig zu ſein. Ich möchte einel Kapitaliſten finden, der mir dieſes Stadieh einrichtet.“ 4 der Mäzen hat ſich nicht gefunden Gertrud Ederle hat auch mit einer beſcheidt neren Schwimmlehrerſtellung vorlieb genom men. Schließlich mußte ſie aber inſolge ihr Ohrenleidens das Schwimmen gänzlich auß geben. Das aber war noch nicht das Schlimmſt abe, wie ma indet, daß de m die Förde ühe und da Balkon⸗ und kung der Häu wurde hervorg die Vorgärten Straßen der 33 einheitli ereinsleiter ſammlung, ſch Männheimer 9 Sie ſahen bei der Durchfahrt durch den gewal⸗ Der ſchwä 3 na di rzeſte Tag ihres Lebens kam erſt, al ng dieſer ſchi tigen Komplex des Betriebes die Siedlungen, ſie A 05 des Ah1 Ge⸗ at nn über die in denen die Arbeiter und Angeſtellten ihre Wohnſtätte haben. cocktailpartie mit delbſtmord .S. Neuyork, 28. April. Eine junge und gefeierte Schauſpielerin der Broadway⸗Theater, die erſt ſeit kurzem mit einem Neuyorker Maler verheiratet war, lud Hunderte von Freunden und Bekannten zu einer Cocktail⸗Partie ein. Als der erſte Gaſt eintraf, drang ihm ſtarker Gasgeruch aus der Wohnung der Schauſpielerin entgegen. Er verſtändigte den Hausmeiſter und öffnete gewaltſam die Tür. Die Räume ſtanden leer und keinerlei Vorbereitungen wieſen auf den Empfang von Gäſten hin. Die Gaſtgeberin wurde, nur mit einem Badeanzug, Strümpfen und Schuhen an⸗ getan, in ihrer Küche tot angetroffen. Der Gatte der Verſtorbenen behauptet, ſeine Frau habe an krankhaftem Geltungstrieb gelitten. Andere aber munkeln, daß der Selbſtmord eines in die Schauſpielerin verliebten jungen Mannes der Beweggrund ihres Handelns geweſen ſei. richtsgebäudes über eine harmloſe Banane ſchale ausglitt und mit verletztem Rückgrat an Boden lag. Jetzt ſteht die Frau, der einſt d ganze Welt zujubelte, buchſtäblich vor de Nichts. r allem arckh rden müßten der Hausgä Der Architektur der Pflanzenſch die Vielſeitigke unſerer Flora lich zu wirken. dürfen Waſſera Der 1 Ga 1 1800 tet, in wel Wohnräumen d Der Redner ber 1 dazu übergehe Grünanlagen ei bon der ſterbenden beliebten verrat ni. Glatz, 28. April.(Eig. Dienſt) Der ſeltſame Fall, daß allein die Ausſagen der ſterbenden Geliebten genügen, um einen ſonſt in keiner Weiſe überführten Angeklagten zu vei⸗ urteilen, ereignete ſich vor dem Schöffengeri Ehre M. Glatz. Auf ihrem Sterbebett hatte eine Zöjl rige Frau einem auf ihren dringenden Wunſchſ ſchen Städte ſtel herbeigerufenen Amtsrichter zu Protokoll ge⸗ geben, daß ihr früherer Geliebter ihr von ſeineh Wilderererfolgen erzählt habe. Zwei Tage nach dieſen Ausſagen ſtarb die Frau. Obwohl der Belaſtete in dem jetzt durchgeführten Proze leugnete, wurde er zu 3 Monaten Gefängniß verurteilt. 3 LAA ich ſah der kor⸗ an zum Kanal⸗ igt als einen l ein:„Miß ohne im Beſitz .“—— Noch ſen Ort Biſſin⸗ rs, der als 18⸗. nerika auswan⸗ ſer Paris nach e Weltberühmt⸗ der Erde kamen zen und unmög⸗ tete ſeiner übe ürgerin einen vollen Empfa hapierſchlangen. roadway folgte ne Ehrung nach rin die klingen⸗ ernten. Zwei Attraktion der Mit einer Wo⸗ Schwimmbaſſi hon 40 000 Mar gelegt, das ſi ſchließlich zu Arzt endlich dg baſſin, ja daz zerſchlug Ge ul die Scheib n ergab ſie päter reſignier ommen bin. J gnis unternom gewußt, daß ör würde verzichtet. Ma mmen gena Aber das m Allerdings habe itet, aber nich ir davon geblie tig und noch ab 4 M Weis andlung meinet der größte Dil immſtadion alz Ich möchte einen dieſes Stadion funden t einer beſcheiſe vorlieb genoſh ber infolge ihrig en gänzlich auß t das Schlimmſtt ens kam erſt, ah s Neuyorker G mloſe Bananei tem Rückgrat ah rau, der einſt di äblich vor den bten verrat „(Eig. Dienſt) die Ausſagen um einen ſonſt geklagten zu v m Schöffenger hatte eine 30j ingenden Wunſch zu Protokoll ge⸗ ter ihr von ſeine Zwei Tagenn au. Obwohl der geführten Prozeß naten Gefängni — nicht erkennen, zumal die alten broß-Mannheim Straßenbahnmotor Nr.1 Was man in der Ausſtellung„Zedermann und der Verkehr“ zu ſehen bekommt An der Ausſtellung„Jedermann und der Verkehr“, die noch bis zum 2. Mai täglich von 10 bis 20 Uhr unentgeltlich zugänglich iſt, hat ſich auch die Städtiſche Straßenbahn Mannheim mit einer ſehr intereſſanten Schau beteiligt, die unbedingt einer eingehenderen Beſichtigung würdig iſt. Allein ſchon die Schaubilder an den Wänden, die ſehr ausführlich und überſichtlich die Ent⸗ wicklung des Netzes der Mannheimer Straßen⸗ bahn zeigen, bieten ſehr viel Neues. Genau ſo intereſſant ſind die Angaben über das Zuſtan⸗ dekommen eines Fahrplans. Hierbei kann der Laie ohne weiteres'erkennen, welche Schwierig⸗ leiten zu überwinden ſind ünd wieviel Klein⸗ arbeit zu leiſten iſt, ehe die Fahrpläne der Straßenbahnwagen feſtliegen und die Dienſtein⸗ teilung ſo getroffen iſt, daß alles klappt. Motor ſeit 37 Jahren in Betrieb Nicht weniger intereſſant ſind die ausgeſtell⸗ ten Schauſtücke, die zugleich ein Bild von der techniſchen Entwicklung unſerer Straßenbahn geben. Da ſehen wir in Gegenüberſtellung den erſten Motor des erſten Straßenbahnwagens nach der Umſtellung von der Pferdebahn zum elektriſchen Betrieb, neben dem Motor aller⸗ neueſter Bauart. Der erſte im Jahre 1900 er⸗ baute Motor 5 über eine Dauerlei⸗ tung von 22 ps bei einem Gewicht von 780 Kilogramm, während der neueſte Motor trotz ſeines geringen Gewichtes(720 Kilogramm) eine Dauerleiſtung von 40 Ps entwickelt. Der Mo⸗ tor Nr. 1, der heute noch im Betrieb iſt und der nur zu der Ausſtellung vorübergehend ausge⸗ baut wurde, legte in den 37 Jahren nicht weni⸗ als 1 200 000 Kilometer zurück, „„ alſo 30mal den Erdum⸗ ang. Genau ſo intereſſant iſt die Gegenüberſtellung des älteſten und des neueſten Fahrſchalters, die zu dem älteſten und neueſten Motor gehören. Der alte Fahrſchalter umfaßt 9 Fahrſtufen und 5, Bremsſtufen, denen 23 Fahrſtufen und 15 Bremsſtufen beim Fahrſchalter neueſter Kon⸗ ſtruktion entgegenſtehen. Durch dieſe Vermeh⸗ ung der Stufen wird eine Verkürzung des Anfahrt⸗ und Bremsweges um 30 vH erreicht, was zur Erhöhung der Sicherheit weſentlich beiträgt. Der Fahrgaſt, der neben dem Führer eines Straßenbahnwagens ſteht, wird die ſtarke Vermehrung der Stufen bei den neuen Rahr⸗ ahr⸗ chalter den Eindruck erwecken, als ob dieſe mehr Stufen als die neuen Schalter hätten. Sind doch bei den alten Fahrſchaltern die neun ahrſtufen und die fünf Bremsſtufen durch ahlen angegeben, während bei den neuen ahrſchaltern nur einige wenige Striche bei weſentlich verkleinerter Tafel zu finden ſind. Die Fahrgäſte der Rhein⸗Haardt⸗Bahn, die mit ihr nach der Pfalz fahren, werden es bis bhis jetzt kaum gewußt haben, daß bei den mei⸗ ſten Wagen beſondere Hohlachſen eingebaut ſind, ——— die eine beſondere Elaſtizität aufzuweiſen haben und die daher nicht nur die Sicherheit erhöhen, ſondern einen ruhigeren Lauf der Fahrzeuge bewirken. Ein ausgeſtellter Lichtradſatz, den man der beſſeren Ueberſicht halber, aufgeſchnit⸗ ten zeigt, zeigt deutlich die Beſchaffenheit ſolcher Hohlachſen. Die„Gummiräder“ der Straßenbahn Wenn verſchiedentlich von Gummirädern der Straßenbahnwagen geſprochen wurde, ſo konn⸗ ten ſich die meiſten Volksgenoſſen darunter nichts rechtes vorſtellen. Bei den ſogenannten Gummirädern der Straßenbahn handelt es ſich in Wirklichkeit umgummigelagerte Rä⸗ der, da ja die Straßenbahn als ſchienengebun⸗ denes Fahrzeug nicht wie die Kraftwagen mit Gummiräder ausgeſtattet werden kann. Die in der Ausſtellung aufgeſtellten gummigelagerten Räder zeigen im Querſchnitt die Art dieſer Räder, wie ſie verſuchsweiſe in einige Mann⸗ fab. Straßenbahnwagen eingebaut worden ind. Die Schienenarbeiten in unſeren Straßen locken ſtets viele Neugierige an. Meiſt kann man aber wenig Einzelheiten dabei ſehen, weil die Arbeitsgeräte zu weit von dem Beobachten⸗ den entfernt ſind, weil ein Verweilen an der Bauſtelle nicht möglich iſt oder das Hinſehen durch grelle Lichtbögen unmöglich gemacht wird. In der Ausſtellung zeigt nun die Städtiſche Straßenbahn die Apparate, die für Schienen⸗ ſchweißungen verwendet werden und ohne wei⸗ teres wird den Ausſtellungsbeſuchern der Ar⸗ beitsvorgang von Fachleuten erläutert. Die im Zuſammenhang mit dieſen Geräten ausgeſtell⸗ ten Schienenprofile bilden ein wertvolles Anſchauungsmaterial, das ebenfalls einen Ueberblick über die Entwicklung im Lauſe der Jahre ermöglicht. Wenig bekannt dürfte es ſein, daß die Stra⸗ ßenbahnſchienen nicht nur von oben durch die fahrenden Straßenbahnwagen abgenützt wer⸗ den, ſondern auch am Schienenfuß der Beſchä⸗ digung ausgeſetzt ſind. Ein ausgebautes Schie⸗ nenſtück zeigt deutlich, wie durch eingedrunge⸗ nes Regenwaſſer am Schienenfuß Roſtbildung eingeſetzt hat und ſich die Schotterſteine in die Auflagefläche eingedrückt haben. Schienen durch Bomben zerſtört Ein Schienenſtück, das durch Splitter eine: Fliegerbombe im Kriegsjahr 1917 beim Schloß wurde und ausgebaut werden mußte, läßt nicht nur die Sprengwirkung der Bombenſplitter, ſondern auch den Schmelzpro⸗ zeß durch die Hitze erkennen. So bietet die Ausſtellung der Straßenbahn ſehr vieles, was der Laie bisher gar nicht wiſ⸗ ſen konnte; bei der Betrachtung diefer Ausſtel⸗ lungsſtücke werden viele ſicherlich veranlaßt werden, den Betrieb der Straßenbahn unter einem anderen Geſichtswinkel als bisher zu b urteilen. hi. Anzeitgemäße Ringvorgärten Weg mit den kranken und abgeſtorbenen Almen Die„Flora“, Verein der Blumenfreunde Mannheim, befaßte ſich in ihrer am Dienstag⸗ abend abgehaltenen Verſammlung mit den ſchon des öfteren kritiſierten ungepflegten und unzeitgemäßen Vorgärten am Ring, wobei dem Wunſche Ausdruck verliehen wurde, daß die eiſerne Staketumzäunung der einzelnen Gärten verſchwinden und durch eine viel freundlicher wirkende Liguſterbepflanzung erſetzt werden 1 ſoll. Es wurde hervorgehoben, daß die Stadt⸗ verwaltung zur Verſchönerung des Städtebil⸗ des wunderbar ſchöne Grünanlagen geſchaffen habe, wie man ſie nur ſelten in: Deutſchland ſindet, daß der Verkehrsverein ſich mit Erfolg um die Förderung des Fremdenverkehrs be⸗ mühe und daß der Arbeitsausſchuß für den Balkon⸗ und Fenſterſchmuck für die Schmük⸗ kung der Häuſerfronten eintrete. Sollte, ſo 4 wurde hervorgehoben, es da nicht möglich ſein, die Vorgärten in einer der repräſentativſten Straßen der Stadt nach zeitgemäßen Grund⸗ Fer einheitlich zu geſtalten. ereinsleiter Illhardt eröffnete die Ver⸗ mmlung, ſchilderte die große Freude der ännheimer Mädel beim Empfang der Steck⸗ linge und dankte in herzlichen Worten der Stadtverwaltung für die tatkräftige Unterſtüt⸗ ing dieſer ſchönen Sitte. Gartengeſtalter Seidler verbreitete ſich nn über die Geſtaltung der Gärten, in denen r allem architektoniſche Grundſätze beachtet erden müßten, wobei jedoch der Grundcharak⸗ r der Hausgärten nicht geſtört werden dürfe. Der Architekturgarten müſſe den ganzen Zauber der Pflanzenſchönheit aufweiſen und außerdem die Vielſeitigkeit der Farben⸗ und Blütenſkala viel zu wünſchen übrig. Dieſe Anlage mit ihren alten, verkruſteten, kranken Ulmen ſei der Stadt Mannheim unwürdig und müſſe daher verſchwinden. Bevor die Ulmen noch reſtlos abſterben, müſſe ihr Holz nützliche⸗ ren Zwecken zugeführt werden. Alteiſen finde überall guten Abſatz, dasſelbe gelte auch für alte Ulmen. In der Ausſprache wurde vom Vorſtand er⸗ wähnt, daß die eiſerne Paliſadenumzäunung der Ringgärten vielleicht im Zeitalter der Schnapphähne und Indianer angebracht war, heute aber gänzlich veraltet ſei und den ganzen Ring verſchandele. Nach Beantwortung verſchie⸗ dener Anfragen begann die Verloſung, bei der ib Mitglied einen ſchönen Pflanzenpreis erhielt. Vorboten des 1. Mai Im ganzen Stadtbild künden ſich nun die Vorboten des 1. Mai an. Große Fuhren mit Tannenzweigen und ſriſchem Grün, ja mit gan⸗ zen Tannenbäumen rollen durch die Straßen der Stadt und hier und da ſieht man, wie dieſe Fuhren abgeladen werden. Viele Hände ſind bereits beſchäftigt, die Ausſchmückung vorzube⸗ reiten, die ja bis zum Freitagabend möglichſt beendet ſein ſoll. Im Schloßhof iſt die Tribüne aufgeſtellt worden, die für die Hauptfeier am 1. Mai benötigt wird und auch auf den übrigen Maifeldern haben die Vorbereitungsarbeiten eingeſetzt, die erkennen laſſen, daß man mit Hochdruck an der Arbeit iſt. Religiöſe Bekenntniſſe in der Wehrmacht. Der Wert der Cigarette R6G liegt darin, daß in ihr aus- schliæhlich Oualitùòtstabafe Verwendung ſinden, die min- destens zaiweimalfermentieri und dadurcenh vollstundig geldrt worden sind. unſerer Flora beweiſen, ohne jedoch aufdring⸗ lich zu wirken. Bei Parks und freien Anlagen dürfen Waſſeranlagen nicht vergeſſen werden. Der—10 Garten wird als Wohnerweiterung eſtaltet, in welchem die Raumwirkung mit den ohnräumen des Hauſes übereinſtimmen muß. Der Redner bemerkte, daß auch die Städte jetzt dazu übergehen, veralteten und unſchönen Grünanlagen ein neues Gewand zu geben. Zur Ehre Mannheims könne geſagt werden, daß eine Grünanlagen in vorderſter Linie der deut⸗ chen Städte ſtehen. Allerdings laſſe der Ring leder träet am 1. Hat das Festabzeichen sfles Aeutschen Mationalkelertnges, Der Reichsminiſter und Oberbefehlshaber der Wehrmacht hat angeordnet: Für die Eintra⸗ gung der religiöſen Bekenntniſſe in Wehr⸗ macht⸗Perſonalpapieren gelten folgende Richt⸗ linien: Einzutragen iſt auf Grund der Erklä⸗ rung des Betreffenden a) die Religions⸗ oder Weltanſchauungsgemeinſchaft, der er angehört (Abkürzungen:„ev.“,„kath.“; nötigenfalls nä⸗ here Bezeichnung), b) oder:„Gottgläubig“ (Abkürzung:„gglb.“); c) oder„Glaubenslos“ (Abkürzung: gls.“). Die Bezeichnung„Diſſi⸗ dent“ iſt nicht mehr anzuwenden. vird ausschi SWaus eblich ohn G. Cigaretten 3; 4. es lolgenden bismiten, wethocen, gie Ws W S — —————— — —— S — ————— 3——— 5— 2————— 3——————————————————— —— 2—————— 5— 5 3———————————(————— 4———————————————————————————————————— ———————————————————————————————————————————————————— Mannheim „Hakenkrenzbanner“ Am 30. April, dem Vorabend des 1. Mai, 15.30 Uhr, werden von Feudenheim aus die Maibäume von den Ortsgruppen eingeholt. Aus dieſem Anlaß findet in Feudenheim eine Ueber⸗ gabefeier ſtatt. Nähere Anweiſungen ergehen durch die Ortsgruppen. Um 20.00 Uhr ſetzt in der ganzen Stadt die Illumination ein. Wir bitten die Bevölkerung von Mannheim zu dieſem Zeitpunkt die Illu⸗ minationslämpchen anzuzünden. Der Nationale Feiertag des deutſchen Volkes wird mit Wecken durch die Hitler⸗Ju⸗ gend eingeleitet. Nach den Feiern in den Betrieben treten die Volksgenoſſen zum Abmarſch zu den Kundge⸗ bungen wie folgt an: Feier im Schloßhof Ortsgruppe Deutſches Eck und Plankenhof: Antreteplatz: zwiſchen K 6 und 8S 6, Spitze Friedrichsbrücke; Antretezeit: 10.15 Uhr; Ab⸗ marſch: 10.45 Uhr; Marſchweg: Ring bis Waſ⸗ ſerturm, Planken bis Paradepl., Breite Straße, Schloßhof. Ortsgruppe Friedrichspark: Antretepl.: Zeug⸗ hausplatz; Antretezeit: 10.30 Uhr; Abmarſch: 10.45 Uhr; Marſchweg: Kunſtſtraße bis Breite Straße, Schloßhof. Ortsgruppen Jungbuſch, Neckarſpitze und Rheintor: Antreteplatz: K⸗„⸗Schulplatz; Antrete⸗ zeit: 10.15 Uhr; Abmarſch: 10.40 Uhr; Marſch⸗ weg: Luiſenring, Friedrichsbrücke, Breite Str., Schloßhof. Ortsgruppe Strohmarkt: Antreteplatz: Bis⸗ marckſtraße, Spitze Kaiſerring; Antretezeit: 10.15 Uhr; Abmarſch: 10.45 Uhr; Marſchweg: Kaiſerring, Bahnhof, Schloßgartenſtraße durch Schneckenhof in den Schloßhof. Feier im Stadion Ortsgruppen Almenhof und Schlachthof: An⸗ treteplatz: Möhlſtraße; Antretezeit: 10.15 Uhr; Abmarſch: 10.45 Uhr. Ortsgruppen Horſt⸗Weſſel⸗Platz und Waſſer⸗ turm: Antreteplatz: Hildaſtraße, Ecke Otto⸗Beck⸗ Antretezeit: 10.15 Uhr; Abmarſch: 10.30 hr. Ortsgruppen Bismarckplatz und Fwen des 30. Januar: Antreteplatz: Friedrichsfelder Straße, Spitze Bahnhof; Antretezeit: 10.00 Uhr; Ab⸗ marſch: 10.15 Uhr. Ortsgruppe Neuoſtheim: Antreteplatz: Secken⸗ heimer Landſtraße——— Antrete⸗ zeit: 10.45 Uhr; Abmarſch: 10.55 Uhr. 5 ACA„Seitenbordmotor aK. KanglkE, Mannnelm 0 7, 24 femspiecher 51992 Feier im Herzogenriedpark Ortsgruppe Erlenhof: Antreteplatz: Untere Mühlauſtraße; Antretezeit: 10.00 Uhrz Ab⸗ marſch: 10.10 Uhr. Ortsgruppe Humboldt: Antreteplatz: Markt⸗ platz Reckarſtadt; Antretezeit: 10.00 Uhr; Ab⸗ marſch 10.15 Uhr. Ortsgruppen Neckarſtadt⸗Oſt und Wohlgele⸗ en: Antreteplatz: Moſelſtraße, ötter⸗Straße; Antretezeit: 10.45 marſch 11.00 Uhr. Feier: Turnvereinsplatz Käfertal Ortsgruppen Bäckerweg und Käfertal: Antre⸗ teplatz: Haltepunkt der traßenbahn; Antrete⸗ zeit: 10.50 Uhr; Abmarſch: 11.00 Uhr. Feier: Platz des Turnverein Badenia Feudenheim Ortsgruppen Feudenheim⸗Oſt und Feuden⸗ heim⸗Weſt: Antreteplatz: Schützenſtraße; An⸗ tretezeit: 10.30 Uhr; Abmanſch: 10.45 Uhr. Feier: Vereinshausplatz Neu⸗Edingen Ortsgruppe Friedrichsfeld: Antreteplatz: Met⸗ hr; Ab⸗ Brüder in Zechen und Gruben Am 1. Mai wird in Deutſchland überall das Lied geſungen werden. 1. Brüder in Zechen und Gruben, Brüder ihr hinter dem Pflug, aus den Fabriken und Stuben folgt unſeres Banners Zug. 2. Hitler iſt unſer Führer, ihn lohnt nicht gold⸗ ner Sold, der von den jüdiſchen Thronen vor ſeine Füße rollt. 3. Einſt kommt der Tag der Rache, einmal da werden wir frei, Schaffendes Deutſchland erwache, brich deine Ketten entzwei. 4. Dann laßt die Banner fliegen, daß unſere Feinde es ſehn,— Immer da werden wir ſiegen, wenn wir zu⸗ ſammenſtehn. 5. Hitler treu ergeben, treu bis in den Tod, Hitler wird uns führen einſt aus dieſer Not. Spitze Lange⸗ zer Straße; Antretezeit: 10.50 Uhr; Abmarſch: 11.00 Uhr. Feier: Pfalzplatz Lindenhof Ortsgruppen Lindenhof und Waldpark: An⸗ manre Rennershofſtraße, Spitze Lindenhof⸗ khs Antretezeit: 10.30 Uhr; Abmarſch: 10.50 hr. Feier: Platz vor dem Rathaus Wallſtadt Ortsgruppe Wallſtadt: Antreteplatz: Sport⸗ fihs Antretezeit: 10.30 Uhr; Abmarſch: 10.40 r. Feier: Paul⸗Billet⸗Platz Neckarau Ortsgruppen Neckarau⸗Nord und Neckarau⸗ Süd: Antreteplatz: Luiſenſtraße, Spitze Schul⸗ Antretezeit: 10.30 Uhr; Abmarſch: 10.40 r. Feier: Freya⸗Platz Gartenſtadt Ortsgruppe Neu⸗Eichwald: Die einzelnen Siedlergemeinſchaften treten an den angegebe⸗ nen Plätzen zu den angegebenen Zeiten an. Feier: Sportplatz der NSDAp Rheinau Ortsgruppe Rheinau: Antreteplatz: Ecke Poſt⸗ und Karlsruher Straße; Antretezeit: 10.30 Uhr; Abmarſch: 10.45 Uhr. Feier: Sportplatz Spielvereinigung Sandhofen Ortsgruppe Sandhofen: Antreteplatz: neues Kriegerdenkmal; Antretezeit: 10.30 Uhr; Ab⸗ marſch: 10.45 Uhr. Feier: Schloßgarten Seckenheim Ortsgruppe Seckenheim: Antreteplatz: An den Planken; Antretezeit: 11.15 Uhr; Abmarſch: 11.30 Uhr. Feier: Sportplatz Turnverein Waldhof Ortsgruppe Waldhof: 1. Säule: Antrete⸗ platz: Luzenberg, Untere Riedſtraße; Antrete⸗ zeit: 10.45 Uhr; Abmarſch: 11.00 Uhr.— 2. Säule: Antreteplatz: Karl⸗Reuther⸗Straße; Antretezeit: 11.00 Uhr; Abmarſch: 11.15 Uhr. Feſtzüge und Volksfeſte In den Nachmittagsſtunden des 1. Mai fin⸗ den in verſchiedenen Stadtteilen(außer Innen⸗ ſtadt und Lindenhof) Maiumzüge mit Feſtwa⸗ gen ſtatt. Die Feſtzüge enden auf den Maifel⸗ dern. Bei Eintreffen der Feſtzüge beginnen die Volksfeſte. Wir bitten die Volksgenoſſen, ſich nach An⸗ ſehen der Feſtzüge zum Maifeld der entſpre⸗ chenden Ortsgruppe zu begeben und durch zahl⸗ reichen Beſuch der Volksfeſte mit dazu beizu⸗ tragen, daß dieſe Veranſtaltungen zu Feſten der Kameradſchaft werden. f 3 Feſtzüge und Volksfeſte finden wie folgt ſtatt: Ortsgruppen: Deutſches Eck, nheintor, Jungbuſch, Neckarſpitze, Plankenhof, Rheintor, Strohmarkt: Volksfeſt 15.30 Uhr im Ball⸗ hausgarten. Ortsgruppen: Almenhof, Bismarckplatz, Horſt⸗ S Neuoſtheim, Platz des 30. Januar, Schlachhof, Waſſerturm: Feſtſammelplatz: 15 Uhr Platz von der Heilig⸗Geiſt⸗Kirche. Zug Klen durch die Seckenheimer Straße nach der Wee Beginn des Volksfeſteis 16.00 Ortsgruppen: Erlenhof, Humboldt, Neckar⸗ ſtadt⸗Oſt, Wohlgelegen. Feſtzugſammelplatz: 14.15 Uhr Eiſenlohrplatz. Zug geht durch Garniſonſtraße, Kronprinzenſtraße, Lange⸗Röt⸗ terſtraße, Mittelſtraße, Gärtnerſtraße, Garten⸗ feldſtraße, Waldhofſtraße, Spelzenſtraße, Max⸗ Joſef⸗Straße, Karl⸗Benz⸗Straße nach dem Her⸗ zogenriedpark. Beginn des Volksfeſtes 15 Uhr. Ortsgruppen: Bäckerweg, Käfertal. Feſtzug⸗ ſammelplatz 14.30 Uhr Haltepunkt der Straßen⸗ bahn. Zug geht durch Kurze Mannheimer Str., Gewerbeſtraße, Obere Riedſtraße, Innere Win⸗ gertſtraße, nach dem Turnvereinsplatz. Beginn des Volksfeſtes 15.15 Uhr. Ortsgruppen: Feudenheim⸗Oſt und Weſt. Feſtzugfammelplatz: 14.30 Uhr Ecke Körner⸗und Schützenſtraße. Zug geht durch Körnerſtraße, Am Bogen, Liebfrauenſtraße, Ziethenſtraße, Thalſtraße, Hauptſtraße, Diakoniſſenſtr., Brun⸗ nenſtraße, Eintrachtſtraße, Pfalzſtraße, Eber⸗ bacher Straße, Brunnenpfad, Neckarſtr., Haupt⸗ ſtraße, Scheffelſtraße, Arndtſtraße, Nadlerſtraße, Ziethenſtraße, Maifeld. Beginn des Volksfeſtes 15.30 Uhr. Ortsgruppe Friedrichsfeld. Feſtzugſammelpl.: 15 Uhr Vogeſenſtraße durch Edinger Straße nach dem Maifeld. Beginn des Volksfeſtes 15.30 Uhr. Ortsgruppe Wallſtadt.——— 14.30 Uhr Rathausplatz Maiß oßbacher⸗ und Römerſtraße nach dem Maifeld. Beginn des Volksfeſtes 15 Uhr. Ortsgruppe Neckarau⸗Nord und⸗Süwd. Feſt⸗ zugſammelplatz 15 Uhr Mönchwörthſtraße. Zug Das deutſche Gold an der Oſtſeeküſte Eine ſehenswerte Ausſtellung des Muſeums für Naturkunde 3 4 ſteins und vor allem auch die Unterſchiede 4 Wie wir ſchon berichteten, zeigt das Stüdti⸗ ſche Muſeum für Naturkunde in ſeinen Räu⸗ men im rechten Flügel des Schloſſes gegenwür⸗ tig eine Bernſtein⸗Ausſtellung, die einen ſchönen Ueberblick über Gewinnung und Verarbeitung dieſes ſchönen deutſchen Schmuck⸗ ſteines gibt. Die Bernſtein⸗Manufaktur erfreut ſich ja betkanntlich der beſonderen Förderung durch das Reich, und vor allem dem perſön⸗ lichen Eingreifen des Führers iſt es zu verdan⸗ len, daß das Bernſtein⸗Gewerbe, das bis zum Jahre 1932 arg darniederlag, wieder neue Le⸗ bensmöglichkeit und einen neuen Auftrieb er⸗ hielt. Heute erzielt man bereits wieder einen recht erfreulichen Umſatz, der ſich allerdings— im Gegenſatz zu früheren Jahren— faſt aus⸗ ſchließlich auf das Inland beſchränkt. Die Ausſtellung zeigt nun an Hand gut aus⸗ gewählter Beiſpiele und überſichtlicher Anord⸗ nungen die mannigfachen Verwendungsmög⸗ lichkeiten des„Deutſchen Goldes“. Zunächſt wird an Bildern und Zeichnungen veranſchau⸗ licht, wie die reichhaltigen Bernſteinablagerun⸗ gen an der Samland⸗Küſte entſtanden. Hier ſieht man tropfenförmige Steine mit langen Stielen, die das langſame Abrinnen und Abtropfen des Harzes deutlich werden laſſen, dort ſogenannte Schlaupen, die durch das Herablaufen an den Rinden der Nadel⸗ bäume entſtanden. Beſonders charakteriſtiſche Stücke zeigen die einzelnen Sorten des Bern⸗ Die 5 ruft zum Dankopfer der Mation bie Einzeichnungsstellen im Bereich der Standarte/ Unser Dank dem fünrer! Deutſcher Volksgenoſſe! Der Führer hat unſer Reich gerettet— Der Führer hat dir Arbeit gegeben— Der Führer hat deinen Kindern eine Zukunft geſchaffen— Dank es dem Führer!— Hilf mit am Dank⸗ opfer der Nation!— Die SA führt es durch. Alle Sturmdienſtſtellen ſind Einzeichnungs⸗ ſtellen, und zwar im Bereich der SA-Stan⸗ darte 171: Mannheim: Schlageterhaus, M4a;— Schloß, r. Flügel, 2. Trepp., Eingg. b. d. Reithalle.— Bahnhofsplatz 7.— Brown, Boverie& Co. Städt. Gaswerk K 7.— F. A. Ludwig, Holz⸗ ſtraße 4.— Seckenheimer Straße 126.— Meßplatz, Gaſthaus Biton.— Städt. Kran⸗ kenhaus, nur an den Sonntagen, 11., 18. und 25. April 1937.— SA⸗Marineſturm 4/7, Luiſenring 49— Ortsgruppe Jungbuſch der NSDAp— Sekretariat Jim Rathaus. Mannheim⸗Waldhof: Ortsgruppe der Deutſchen Arbeitsfront, Waldhof. Mannheim⸗Sandhofen: Ortsgruppe der NSDaApP, Sandhofen. Mannheim⸗Käfertal: Ortsgruppe der NSDApP, Käfertal⸗Nord.— Ortsgruppe der NSDaApP, Käfertal⸗Süd. kinzeichnungsstellen der õruppe Kurpfalz: HMannheim. Otto-Beckstr.27 Mannheim⸗Lindenhoßf: Eichelsheimer⸗ ſtraße. Mannheim⸗Neckarau: Luiſenſtraße 46. Mannheim⸗Almenhof: Streuberſtr. 40. Seckenheim: Freiburger Straße 3.— Brei⸗ ſacher Straße 9. Ilvesheim: Ortsgruppe der NSDAp. Wallſtadt: Rathaus. Feudenheim: Schützenhaus.“ Ladenburg: SA⸗Heim, Neckarſtraße 12. Neckarhauſen: Rathaus und Schule. Viernheim: Rathaus. Weinheim: Hauptſtraße 59. Sulzbach a. d..: Rathaus. Hemsbach: Rathaus. Laudenbach: Altes Rathaus. Lützelſachſen: Rathaus. Hohenſachſen: Gaſthaus„Zum Löwen“. Großſachſen: Rathaus. Leutershauſen: Gaſthaus„Zum Löwen“ Schriesheim: Gaſthaus„Zum Ochſen“. Rippenweier: Rathaus. Oberflockenbach: Rathaus. und Gruppenschule der Grunpe Kurnfalz, Mittelstr. 137 38 2 2 2 Die Feier des 1. Mai in Mannheim Der Tag wird durch ein Wecken der H8 eingeleitet/ Der Aufmarſchplan/ Volksfeſte der Ortsgruppen geht durch Schulſtraße, Rbeinagia e richſtraße, Waldweg nach dem Maifeld. des Volksfeſtes 15.45 Uhr. Ortsgruppe Neu⸗Eichwald. 16 Uhr Volksfeſte innerhalb der Siedlergemeinſchaften. ginn Ortsgruppe Rheinau: Beginn des Volksfeſtez 4 15 Uhr. Ortsgruppe Sandhofen: Beſtrglangmenhgg 14.30 Uhr neues Kriegerdenkmal. Der An durch verſchiedene Ortsſtraßen nach dem feld. Beginn des Volksfeſtes 15 Uhr. Ortsgruppe Seckenheim. Feſtzugſammelplatz 14 Uhr Meßkircher Straße. Zug geht dur Offenburger Straße, Zähringerſtraße, Bandor⸗ fenſtraße, Kapellenſtraße, Freiburger Straße, Oberkircher Straße, Aachener Straße, Raſtatter Straße, Zähringerſtraße, Kloppenheimerſtraße, Waldshuter traße, Hauptſtraße, Schloßgartenſtraße. Be⸗ auptſtraße, Breiſacher Straße, ginn' des Volksfeſtes 15.30 Uhr. Ortsgruppe Waldhof. Feſtzugſammelplatz 1 Uhr Roggenplatz. Zug geht durch Roggenſtraße, Atlrheinſtraße, Oppauer Straße, Speckweg, Maifeld. Beginn des Volksfeſtes 15.45 Uhr. Die Kreispropagandaleitung ⁊u Mlfingoten ſnen Anzus nach Maſ Mannheim Hi, 6 Sreitestr. zwiſchen dem meiſt klaren„See⸗Stein“ und dem oft ſtark verwitterten„Grab⸗Stein“. Während jener von den Fiſchern mit ihren langen Ke⸗ jchern aus dem Meer gefiſcht wird, wird die⸗ ſer durch Tagbau im Abraum gewonnen. An einigen Fotografien kann man an den über vierzig Meter hohen Abhängen, die in mühe⸗ voller Arbeit durch große Bagger auf die Seite geſchafft werden müſſen, deutlich die dunkle Schicht der„Blauen Erde“ ertennen, in der die Bernſteinablagerungen vorkommen. Dieſes Graben, das beſonders in Palmnicken betrieben wird, bildet die hauptſächlichſte Ge⸗ winnung des Bernſteins. 4 Von großem Intereſſe werden für die mei⸗ ſten Beſucher die„Einſchlüſſe“ ſein, jene Bernſteinſtücke, in denen pflanzliche Beſtand⸗ teile oder auch Inſekten eingeſchloſſen wurden. In den von unten beleuchteten Schaukäſten kann man deutlich alle Einzelheiten der kleinen Tierchen, der Mücken und Käfer ertennen, die faſt genau mit den noch heute lebenden Arten übereinſtimmen. 4 Der größte Teil der Ausſtellung iſt den man⸗ nigfachen Verwendungsmöglichkeiten des Bernſteins gewidmet. Unter den zahl⸗ reichen Schmuckgegenſtänden, den Ketten, Arme bändern, Anhängern, Broſchen— unter denen auch das Bernſtein⸗Abzeichen des Winterhilfswerkes nicht fehlt— ſowie unter den Gebrauchsgegenſtänden, den Raucher⸗ Utenſilien, den Schalen, Kaſſetten und Uhr⸗ gehäuſen mag ſich jeder Beſucher ſelbſt das ihm am meiſten Zuſagende herausſuchen. All dieſe Stücke laſſen in ihrer Ausführung im großen und ganzen einen guten künſtleriſchen Geſchmac erkennen und zeigen, wie weit man ſich wieder von jenen Zeiten, da geſchäftstüchtige Leutt auch dieſes Material für kitſchige Darſtellungen verwendet haben, entſernt hat. Zur Einführung in die Ausſtellung fand in der Kunſthalle ein Vortragsabend ſtatt, bei dem in drei Kurzvorträgen das ganze Ge⸗ biet der Bernſteingewinnung und»verarbei⸗ tung, der geologiſchen Vorbedingungen und der geſchichtlichen Bedeutung erſchöpfend behandelt wurde. Dr. Ratzel vom Muſeum für Natut⸗ tunde, der die ſchöne Ausſtellung nach Mann⸗ heim gebracht hat, ſprach über die„Geolo⸗ gie des Bernſteins“. Unterſtützt durch ein reiches Lichtbildermaterial gab er eine umfaſ⸗ ſende und leichtverſtändlich Darſtellung der Ent⸗ ſtehungsgeſchichte des„Deutſchen Goldes“, um ſich dann beſonders mit den Einſchlüſſen und ihrer Bedeutung für die Wiſſenſchaft zu be⸗ faſſen. Anſchließend ſprach Profeſſor Dr. Him⸗ mel von der Univerſität Heidelberg über die Gewinnung des Bernſteins, über das Reinigen, Sortieren und Verarbeiten, Arzneimittel, des Bernſteinöls für Firnis und des geſchmolzenen Beraſteins für einen dauer⸗ haften Lack. Den Abſchluß der Vorträge bildeten die ſa kundigen Unterſuchungen Profeſſor Dr. Gro pengießers über die Bedeutung des Berr ſteins in der Urgeſchichte, über ſeine Verbre tung, bei der die bekannten Bernſteinſtraßen eine große Rolle ſpielen, ſowie über ſeine Ver⸗ für verſchiedene kultiſche Zwecke. Der Abend hat durch die Fülle des intereſſanten Materials ſicher mit dazu beigetragen, dem Bernſtein, dieſem edlen deutſchen Schmuckſtück, neue Freunde zu werben. 9 ai⸗ über die Herſtellung der Bernſteinſäure für elberg u 8 Bei Himmel verſtorber Dr. Edm Im wür! matorium Trauergã Kränzen den feier der amtie Entſchlafe er beſond Nach ei Sarg in Abordnur letzten Gr waltung ſprach in ehrende 2 Verdienſte letzte Ehr des Reich, durch ein und Bildl den greif Ergreife ſchlicht⸗fei Anſe Der Re heimer N wieder di beachtliche Reiterqua lichen Vo marktdien ſchluß gel kann, daß et was E Reiter zei ſeitig ihre rungen a In der S den letzter denn es h Nachwuch⸗ am Main Sattelfeſti hört— er Verſam Bundesgri heim⸗Ludn 20.30 Uhr, übliche M Nationalthe⸗ von H. Planetariun tors. Flugplatz: 1 Kleinkunſtbü Prograt Konzertkaffe gold, Tanz: Pala 2 fü Stuttgart: 6 .00 Bau jeder Mor Volksliedſi Bauer. 12. Muſik für 16.00 Muf Kinderreich kanntes ar Stunde ſch es euch gef Schubert. dem feſtlic 22.30 Voll „O, ſink h. ruppen. dſtraße, Fried⸗ aifeld. Wonn 1 Uhr Volksſeſte ten. des Volksfeſtes ugſ Ane Der Zug ge ach dem Uhr. zugſammelplatz ug geht 4 traße, Bandor⸗ urger Straße, raße, Raſtatter enheimerſtraße, „ Waldshuter tenſtraße. Be⸗ ai⸗ ſammelplatz 15 1 3 Roggenſtraße, ße, Spechweg 15.45 Uhr. jandaleitung. ———— — 34 4 1 4 74 1 1, 6 Sreltestr. —— 4 tüſte ie Unterſchiede Stein“ und dem ein“. Während en langen Ke⸗ vird, wird die⸗ gewonnen. An nan den übet „die in mühe⸗ ir auf die Seik lich die duntle “ erkennen, in n vorkommen. in Palmnicken ptſächlichſte Ge⸗ n für die mei⸗ ſe“ ſein, jene izliche Beſtand⸗ hloſſen wurden. en Schautäſten iten der kleinen r erkennen, die lebenden Arten ng iſt den man⸗ öglichkeiten nter den zahl⸗ 'in Ketten, Arm — unter denen zeichen den fehlt— ſowie n, den Raucher⸗ tten und Uhr⸗ r ſelbſt das ihm ichen. 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An Himmelfahrt, Donnerstag, 6. Mai, wird ein Flecken deutſcher Erde beſucht, der im Früh⸗ lingsſchmucke mit ſeinen landſchaftlichen Reizen und Schönheiten bei jedem Fahrgaſt einen tiefen Eindruck hinterlaſſen wird. Ueber das reichhaltige Tagesprogramm wird jeder Teilnehmer überaus befriedigt ſein. Erſtaunlich billig ſind die Fahrloſten, in denen ſämtliche Eintrittsgelder und Beſichtigungsgebühren ent⸗ halten ſind. Man ſichere ſich daher frühzeitig die Fahrkarte. Näheres im Anzeigenteil dieſer Ausgabe —35 bei den Bahnhöfen Mannheim, Hei⸗ elberg und Umgebung. Abſchied von Dr. Strübing Bei grauverhangenem und regenſchwerem Himmel gab man am Dienstagnachmittag dem verſtorbenen Kuſtos der Städtiſchen Kunſthalle, Dr. Edmund Strübing, das letzte Geleite. Im würdig ausgeſchmückten Raume des Kre⸗ matoriums hatten ſich die Angehörigen und Trauergäſte vor dem aufgebahrten und mit Kränzen geſchmückten Sarge eingefunden. Nach den feierlichen Harmoniumklängen vermittelte der amtierende Geiſtliche ein Lebensbild des Entſchlafenen, deſſen Treue und Selbſtloſigkeit er beſonders hervorhob. Nach einem ſtillen Gedenken ſenkte ſich der Sarg in die Tiefe, während ſich die Fahne der Abordnung des Reichsbundes der Beamten zum letzten Gruß neigte. Im Namen der Stadtver⸗ waltung und der Gefolgſchaft der Kunſthalle ſprach im Anſchluß Direktor Dr. Paſſarge ehrende Worte des Gedenkens, wobei er die Verdienſte des Verſtorbenen würdigte. Weitere letzte Ehrungen erfolgten durch einen Vertreter des Reichsbundes der deutſchen Beamten, ſowie durch einen Vertreter der Mannheimer Maler und Bildhauer in der Reichskammer der bilden⸗ den Künſte. Ergreifende Harmoniumklänge beendeten den ſchlicht⸗feierlichen Trauerakt. eme. Anſere SS⸗Reiter beim Maimarkt Der Reigen der Vorführungen beim Mann⸗ heimer Maimarkt wird auch in dieſem Jahre wieder durch die SS⸗Reiterſtandarte in ſehr beachtlicher Weiſe erweitert. Die Proben zu der Reiterquadrille, die im Mittelpunkt der reiter⸗ lichen Vorführungen der SS⸗Reiter am Mai⸗ marktdienstag ſteht, ſind nun ſoweit zum Ab⸗ ſchluß gelangt, daß jetzt ſchon geſagt werden kann, daß den Maimarktbeſuchern wirklich etwas Schönes geboten wird. Die SsS⸗ Reiter zeigen bei dieſer Gelegenheit, wie viel⸗ ſeitig ihre Ausbildung iſt und welche Anforde⸗ rungen an Reiter und Pferd geſtellt werden. In der SS⸗Reithalle im Viehhof herrſchte in den letzten Tagen reges Leben und Treiben, denn es handelt ſich in erſter Linie um jungen Nachwuchs der./13. SS⸗Reiterſtandarte, der am Maimarktdienstag Beweiſe der erlernten Sattelfeſtigkeit— und was ſonſt noch dazu ge⸗ hört— erbringen ſoll. Verſammlung heimattreuer Schleſier. Die heimattreuer Schleſier Mann⸗ heim⸗Ludwigshafen hält am Samstag, 1. Mai, 20.30 Uhr, im Wartbur oſha. F 4, 7/9, ihre übliche Monatsverſammlung ab. Was iſt los? Donnerstag, 29. April Nationaltheater: 19.30 Uhr„Die Dorothee“. Operette von H. Hermecke. Miete b. Planetarium: 16 Uhr Vorführung des Sternprojek⸗ tors. Flugplatz: 10—18 Uhr Rundflüge über Mannheim. Kleinkunſtbühne Libelle: 20.15 Uhr Kabarett⸗Varieté⸗ Programm. Konzertkaffee: Belbe, Koſſenhaſchen, Palaſtkaffee Rhein⸗ gold, Wellenreuther. Tanz: Palaſthotel, Parkhotel, Libelle. Rundfunk⸗Programm für Donnerstag, den 29. April Stuttgart:.00 Choral, Gymnaſtik..30 Frühkonzert. .00 Bauernfunk, Gymnaſtik..30 Ohne Sorgen jeder Morgen..30 Ich reiſe zu Verwandten. 10.00 Volksliedſingen. 11.30 Aus Mannheim: Für dich, Bauer. 12.00 Muſik für alle. 13.00 Nachrichten. 13.15 Muſik für alle. 14.00 Allerlei von zwei bis drei. 16.00 Muſik am Nachmittag. 16.50 Glückwunſch an Kinderreiche. 17.00 Väter und Töchter. 17.30 Unbe⸗ kanntes aus Schwaben. 18.00 Blasmuſik. 19.00 Eine Stunde ſchön und bunt. 20.00 Nachrichten. 20.10 Wie es euch gefällt. 21.00 Deutſche Weltſchau. 21.15 Franz Schubert. 22.00 Nachrichten. 22.20 Funtkbericht von dem feſtlichen Akt der Errichtung des Maibaumes. 22.30 Volks⸗ und Unterhaltungsmuſik. 24.00—.00 „O, ſink hernieder, Nacht der Liebe...“ Mannheimer Steuerkalender für den Monat Mai 1937 (Mitgeteilt von der Städt. Nachrichtenſtelle) Es werden fällig: a) Stadtkaſſe: „Gebäudeſonderſteuer für April 1937. „Bürgerſteuer, Ablieferung der von den Arbeitgebern an den Lohn⸗ und Gehalts⸗ zahlungen im April 1937 einbehaltenen Beträge. Bürgerſteuer, 2. Viertel 1937 der mit be⸗ ſonderem Beſcheid angeforderten Steuer. Gebühren für April 1937. Bürgerſteuer, Ablieſerung der von den Arbeitgebern an den Lohn⸗ und Gehalts⸗ zahlungen in der Zeit vom 1. bis 15. Mai 1937 einbehaltenen Beträge, ſoweit die abzuliefernde Summe den Betrag von 200 RM überſteigt. 0. 5. Gemeindebierſteuer für April 1937 20. 5. Gemeindegetränkeſteuer für April 1937. 1 Monat nach Zuſtellung des Forderungszettels: Gemeinde⸗ und Kreisſteuer, Abſchlußzah⸗ lung für 1936. 14 Tage nach Zuſtellung des Forderungszettels: Gemeinde⸗ und Kreisſteuer, 1. Viertel der Vorauszahlungen für 1937. b) Finanzamt: einbehalten im Monat April Verſicherungsſteuer, Abſchlagszahlung der Vierteljahreszahler für April 1937. a) Vermögensſtener für 1. Rechnungs⸗ vierteljahr 1937, — * 10. 5. 18. 5. 20. 5. 12 10. O* Anordnunge Reichsarbeitsgemeinſchaft Schadenverhütung „Kampf der Gefahr“, Mai⸗Auflage, muß bis ſpüte⸗ ſtens 30. April abgeholt ſein. Die Abrechnung aller bis April einſchließlich, hat bis 5. Mai zu er⸗ olgen. Ortsgruppen der NSDAP Neueichwald. 29.., 20 Uhr, Dienſtappell der Zel⸗ len 11—14 im Frauenſchaftsheim. Sämtliche Zellen⸗ und Blockleiter, Blockhelfer, Walter und Warte der Gliederungen haben daran teilzunehmen. Anſchlie⸗ ßend um 21.10 Uhr Sitzung der Zellenleiter, einſchl. Siedlungsgemeinſchaftsleiter, im Frauenſchaftsheim. Erlenhof. 29.., 20 Uhr, Antreten der Pol. Lei⸗ 51 n Anwärter vor der Geſchäftsſtelle; alles in ivil. Erlenhof. Dankopfer der SA. Einzeichnungsliſte liegt Mittwoch, Donnerstag und Freitag, jeweils von 18—22 Uhr, in der Ortsgruppe auf. Ich erwarte reſt⸗ loſe Beteiligung. Strohmarkt. 29.., 20.30 Uhr, Dienſtappell für ſämtliche Pol. Leiter und Anwärter. Dienſtanzug. Neckarſtadt⸗Oſt. 30.., 19.00 Uhr, Antreten ſämtl. Vol. Leiter und Pol.⸗Leiter⸗Anwärter vor dem Heim. Dienſtanzug. Neckarſtadt⸗Oſt. 1.., 10 Uhr, Antreten der zum Ordnungsdienſt eingeteilten Pol. Leiter. Wohlgelegen. Ab 1. 5. bis 30. 9. finden Sprech⸗ und Dienſtſtunden auf der Geſchäftsſtelle nur noch am Montag, Mittwoch und Freitag von 20—21.30 Uhr ſtatt. Außerhalb dieſer Zeiten bleiben die Dienſt⸗ räume für jedermann geſchloſſen. Wohlgelegen. 30.., 18.45 Uhr, Antreten ſämtl. Pol.⸗Leiter und Anwärter vor der Uhlandſchule, Lange Rötterſtraße. Seckenheim. 29.., ab 17 Uhr, kommen ſämtliche Pol. Leiter zum Schloßhof(Arbeitskleidung). Seckenheim. 30.., 18 Uhr, Einholung des Mai⸗ baumes. NS⸗Frauenſchaft Ilvesheim. 29.., 20 Uhr, Heimabend im Gaſt⸗ haus„Zum Schiff“, nicht im Schulhaus. Rheinau. 29.., 20 Uhr, Heimabend im„Ba⸗ diſchen Hof“. Feudenheim. 29.., 20 Uhr, Pflichtheimabend mit den Mitgliedern des Deutſchen Frauenwerks im Gaſt⸗ haus„Zum Stern“. Kreisfrauenſchaftsleiterin Frau Drös ſpricht. Feudenheim. 29.., 15.30 Uhr, wichtige Beſpre⸗ chung ſämtlicher Zellenwalterinnen im Gaſthaus „Zum Stern“. Neueichwald. 30.., 14 Uhr, Zellenwalterinnen im Heim. Wohlgelegen. 29.., 20 Uhr, Heimabend im„Dur⸗ lacher Hof“, Käfertaler Straße 162. Plankenhof, Friedrichspark, Neckarſpitze, Käfertal, Neckarſtadt⸗Oſt. Die Frauen beſuchen am 30.., 16 Uhr, die Ausſtellung in den Rhein⸗Neckar⸗Hallen: „Jedermann und der Verkehr“. Lindenhof. Der Heimabend muß am 30.., 20.15 Uhr, im Heim ſtattfinden, damit unſere Kreisfrauen⸗ ſchaftsleiterin anweſend ſein kann. Liederbücher mit⸗ bringen. Lindenhof. 29.., 20.15 Uhr, Heimabend(Frauen⸗ ſchaftsmitglieder) im Heim. Bäckerweg. 29.., 20 Uhr, Pflichtheimabend im „Heidelberger Hof“. Mitglieder des Deutſchen Frauen⸗ werks ſind eingeladen. Erlenhof. 29.., 20 Uhr, Heimabend bei Krämer, Waldhofſtraße 76. Die Zellenwalterinnen kommen um 19.30 Uhr. Markenausgabe. Ilvesheim. 29.., 20 Uhr, Heimabend Schule. Gleichzeitig Probe zum Muttertag. Friedrichspark. 30.., 20 Uhr, Nähabend und Chorprobe in B 4. Außerdem haben ſämtliche Zellen⸗ Beſprechung der in der b) Umſatzſteuer für April 1937. 15. 5. a) Tilgungsraten für Eheſtandsdarlehen. b) Börſenumſatzſteuer für Abrechnungs⸗ zeitraum bis Ende April 1937. Lohnſteuer für 1. bis 15 Mai 1937, ſoweit der einbehaltene Geſamtbetrag 200 RM überſteigt. Verſicherungsſteuer der Monatszahler für April 1937. Ferner im Mai 1937 fällig werdende Zahlun⸗ gen infolge beſonderer Friſtfeſtſetzungen. Bei nicht rechtzeitiger Zahlung wird ein Säum⸗ niszuſchlag in Höhe von 2 v. H. des fälli⸗ gen Steuerbetrages berechnet. Außerdem wird der Betrag durch Poſtnachnahme oder Beitrei⸗ bung auf Koſten des Pflichtigen eingezogen. 20. 5. 31. 5. Glück im Anglück Das konnte ein Dekorateur wohl ſagen, der geſtern nachmittag gegen 18.45 Uhr von ſeiner Leiter durch ein Schaufenſter des Modehauſes Neugebauer auf die Straße ſtürzte. Nicht nur er war heftig erſchrocken, als die Scheibe un⸗ ter lautem Klirren in Trümmer aing, ſon⸗ dern auch die Paſſanten, die ſich um dieſe Zeit vor dem Schaufenſter befanden. Man kann es ein großes Glück nennen, daß bei dem Un⸗ fall niemand verletzt wurde, da ſelbſt der Deko⸗ rateur außer dem Schrecken keinen Schaden davontrug. Natürlich hatte der Vorfall einen großen Menſchenauflauf zur Folge, der ſich je⸗ doch bald verlief. n der NSDAP und Blockwalterinnen zu einer wichtigen Beſprechung zu erſcheinen. Feudenheim. 29.., 20.15 Uhr, Pflichtheimabend im Heim. BDM Schwimmen für Leiſtungsabzeichen. 30.., 17 bis 19 Uhr(Frauenhalle). Leichtathletik. 2.., 9 Uhr, Abnahme im Stadion (J. Pfaff). Schwetzingerſtadt 8/171. 29.., 20 Uhr, haben ſämtliche Mädel der früheren Schaften Paul und Bartholme Heimabend in L 2, 9. 11/171 Humboldt 1. 29. 4. Heimabend der Schaft Lilo Roſt.— 20 Uhr Antreten der Schaft Mia Heinicke in Kluft in der Karl⸗Benz⸗Straße zum Heim⸗ abend. Bleiſtift, Lineal, Schere mitbringen. Deutſches Eck. 29.., 20 Uhr, Turnen in der Liſe⸗ lotteſchule. Feudenheim. 29.., 20 Uhr, treten alle Mädel in Kluft im Schulhof an. JM Schwimmen fürs Leiſtungsabzeichen. 30.., 17 Uhr, Städt. Hallenbad(Frauenhalle). Leichtathletik fürs Leiſtungsabzeichen. 2.., 9 Uhr, Stadion. Führerinnenturnen. 3.., 20 Uhr(nicht 19.30 Uhr), Friedrichſchule. Schwimmen fürs Leiſtungsabzeichen. 30.., 17 bis 19 Uhr, Städt. Hallenbad. Gruppenführerinnen. 4.., 19 Uhr, Beſprechung auf dem Untergau(Sportfeſt uſw.). Keine Ver⸗ tretung. Leichtathletik für Leiſtungsabzeichen. 2.., 9 Uhr, Stadion(J. Pfaff). DAð Anträge auf Unterſtützungen von Ortswaltun⸗ gen, die ſeither in p 1(Hanſahaus) entgegengenom⸗ men wurden, ſind ab ſofort bei der Kreiswaltung, L. 4, 15, 3. Stock, Zimmer 12, zu ſtellen. Weiterhin ſind Anträge, die ſeither in den Ortswaltungen Nek⸗ karau, Rheinau und Lindenhof entgegengenommen wurden, in L 4, 15, 3. Stock, Zimmer 12, zu ſtellen. Humboldt. Zur Maifeier, 1. Mai, ſtehen die Be⸗ triebe, ſowie Handel und Handwerk um 10.15 Uhr abmarſchbereit auf dem Marktplatz Neckarſtadt. Han⸗ del und Handwerk tritt in Berufskleidung an. Neuoſtheim. Antreten zur Maifeier für männliche Mitglieder 10.30 Uhr in der Seckenheimer Anlage vor dem Sonnenbad, weibliche Mitglieder begeben ſich direkt auf den Feſtplatz(Stadion). Die Plätze ſind bis ſpäteſtens 11.20 Uhr einzunehmen. Arbeitsſchule Am 29. 4. beginnen folgende Lehrgänge und Ar⸗ beitsgemeinſchaften: C 1, 10: 17.30 Uhr: 221 Ma⸗ ſchinenſchreiben, Anf.; 19 Uhr: 2219y Maſchinen⸗ ſchreiben, Anf.; 20.30 Uhr: 153 Die wichtigſten Le⸗ bensmittel und ihre Rohſtoffe; 164 Der Tabak und ſein Handel; 197 Spaniſch, Anf.; 2210 Maſchinen⸗ ſchreiben, Anf.; 222b Maſchinenſchreiben, Fortgeſchr. L 7, 1: 19 Uhr: 175 Hypotheken und Grundbuch⸗ weſen; 185 Uebungen im freien Vortrag; 189 Eng⸗ liſch In: 201 Latein; 211 Stenografie, Anf.; 212a Stenografie, Fortgeſchr. U: 213a Stenografie, Fort⸗ geſchrittene IIl: 129 Vorbereitungskurs für Schau⸗ fenſtergeſtaltung; 134 Buchhaltung, Anf.; 136 Dop⸗ pelte Buchhaltung, Fortgeſchr. U: 137 Doppelte Buch⸗ haltung, Fortgeſchr. II: 142 Abſchluß und Bilan⸗ zierung; 187 Engliſch, Stufell; 196 Braſilianiſch⸗ Portugieſiſch; 210 Plakatſchrift; 2110 Stenografie, Anfänger; 212b Stenografie, Fortgeſchrittene I1. NSKOV Mannheimer Jubiläumspferderennen. Für die Mit⸗ glieder der NSͤOV ſind die Eintrittspreiſe er⸗ mäßigt, und zwar: 1. Platz von.— auf.50, 2. Pl. von.50 auf.50, 3. Platz von.50 auf—.80, 4. Platz von—.80 auf—.30 RM. Ausweiſe mit⸗ nehmen, NSͤOV⸗Abzeichen anſtecken. Karten nur an der Spezialkaſſe vor der Rennbahn zu löſen. Abteilung Oſtſtadt. 29.., 20 Uhr, Mitgliederver⸗ ſammlung im„Zähringer Löwen“, Schwetzinger Straße 103. Redner: Pg. Klöpfer(Karlsruhe). Abteilung Waldhof. 29.., 20 Uhr, Mitglieder⸗ verſammlung im„Rheingold“, Speckweg 2. Reichsbund der Deutſchen Beamten Zur Feier des Tages der nationalen Arbeit ver⸗ anſtaltet der RDB in Gemeinſchaft mit der DAßð, RBG 10, am 30.., 20.15 Uhr, im Nibelungenſaal des Roſengartens einen Kümeradſchaftsabend. ——— N rUör Abteilung: Wandern, Reiſen und Urlaub Eine Woche Ferienaufenthalt im Blütenmeer der Bergſtraße vom 9. bis 17. Mai. Die Teilnehmer wer⸗ den in Auerbach an der Bergſtraße im DA⸗Heim (Hotel„Krone“ untergebracht. Der Preis beträgt ein⸗ ſchließlich Fahrt, volle Verpflegung und Unterkunft 32,10 Reichsmark. Wir weiſen nochmals darauf hin, daß für folgende Urlauberfahrten keine Anmeldungen mehr angenommen werden: Uß 15/37 nach Oberbayern vom 20. bis 27. Juni, Preis 24,30 Reichsmark; Uß 16/½7 nach dem Allgäu vom 26. Juni bis 3. Juli, Preis 31,60 Reichs⸗ mark; Uuß 25/37 nach Oberbayern vom 17. bis 24. Juli, Preis 34,20 Reichsmark. Für nachſtehende Urlauberfahrten iſt die Mindeſtbe⸗ teiligung erreicht, und werden Anmeldungen nur noch kurze Zeit angenommen: UF 12/37 nach dem Bodenſee vom 12. bis 19. Juni, Preis 30 Reichsmark; UF 30/½7 nach Oberbayern vom 28. Juli bis 7. Auguſt, 41,20 Reichsmark; Sỹ 56/37 nach Norwegen mit dem Damp⸗ fer„Ozeana“ vom 13. bis 21. Juli, Preis 62,50 Reichsmark. Haben Sie ſchon das Programmheft für den Monat Mai 1937? Beſorgen Sie es ſich heute noch. Erhältlich bei allen Kdỹ7⸗Dienſtſtellen und Kdß7⸗Warten. Abteilung: Reiſen, Wandern und Urlaub Achtung! Sonderzug nach Eberbach am 2. Mai fällt mit Rückſicht auf die ſchlechte Witterung aus. Wir ver⸗ weiſen bei dieſer Gelegenheit gleich auf unſeren Son⸗ derzug am 6. Mai nach Baden⸗Baden. Es werden von Baden⸗Baden aus Wanderungen durch⸗ geführt, außerdem Stadtbeſichtigungen und nachmittags ſindet im Sängerheim Aurelia Tanzmuſik ſtatt. Die Teilnehmer vom letzten Sonderzug nach Baden⸗Baden werden dieſe Gelegenheit mit Freuden ergreifen, um den Ausflug wiederholen zu können. Teilnahmekarten zum Preiſe von nur 2,40 Reichsmark ſind erhältlich bei allen Geſchäftsſtellen, ſowie der Völkiſchen Buchhand⸗ lung und dem Zigarrenkiosk Schleicher am Tatterſall. Beſucht die antibolſchewiſtiſche Schau in Karlsruhe. Die NSG„Kraft durch Freude“ führt am 6. Mai dazu zwei Sonderzüge zum Preiſe von nur 1,60 RM. einſchließlich Eintritt zur Ausſtellung. Teilnehmer⸗ karten ſind erhältlich bei allen KdF⸗Geſchäftsſtellen, ſo⸗ wie bei der Völkiſchen Buchhandlung und dem Zigar⸗ renkiosk Schleicher am Tatterſall. Pfingſtfahrten. An Pfingſten finden folgende Fahrten ſtatt: Pfingſtſonntag: Dampferfahrt nach Oppenheim. Abfahrt ab Mannheim 8 Uhr, Anlegeſtelle Rheinluſt (Ueberfahrt Ludwigshafen); Rückfahrt ab Oppenheim gegen 17 Uhr. Der Preis beträgt nur 3,20 Reichsmark einſchließlich Mittageſſen, Muſik an Bord. Zweitageswanderung in den Odenwald. Pfingſt⸗ ſonntag⸗Wanderung: Kailbach Seitzenbuche Schloſſau— Mudau. In Mudau Abendeſſen, Ueber⸗ nachtung und Frühſtück. Pfingſtmontag⸗Wanderung: Mudau— Wildenburg — Preunſchen— Mörchenhardt— Ernſttal— Schloß Waldleiningen— Höllentor— Kailbach. Die Teilnehmerkarte ohne Fahrt 3 Reichsmark. Die Teilnehmerzahl bei dieſer Wanderung iſt beſchränkt, daher baldige Anmeldung erforderlich. Hochſeefahrt nach den norwegiſchen Fjorden vom 17. bis 24. Mai. Geſamtkoſten 62,50 Reichsmark. Höchſte Zeit zur Anmeldung. Nach Berlin zur Ausſtellung„Gebt mir vier Jahre Zeit“. Der Gau Baden fährt zwei Sonderzüge, und zwar Uß 7 vom 25. bis 30. Mai. Geſamtkoſten 29,50 Reichsmark und UF 51 vom 16. bis 20. Juni. Ge⸗ ſamtkoſten 28,10 Reichsmark. In dieſen Preiſen iſt enthalten: ganze Fahrt, Uebernachtungen mit Frühſtück und Beſuch der Ausſtellung. Fahrkarten allein 18,25 Reichsmark. Verſchiedene Urlaubsreiſen ſind ausverkauft, andere ſind ſchon ſehr ſtark beſetzt. Meldet euch daher für die Urlaubsreiſen 1937 ſchnellſtens bei den Geſchäftsſtellen, Orts⸗ oder Betriebswarten an, damit die Teilnahme noch geſichert wird. Sonntag, 2. Mai. Wanderfahrt nach Neckargemünd — Schwalbenneſt— Schönau(Mittagsraſt). Allmed⸗ brunnen— Schlierbach. Wanderzeit 6 Stunden. Ab⸗ fahrt 7 Uhr mit Verwaltungsſonderzug Hauptbahnhof. Rückfahrt gegen 20 Uhr ab Schlierbach. Fahrkarten zu 1 Reichsmark am Bahnhof. — Sport für jedermann Donnerstag, den 29. April Allgem. Körperſchule: Frauen u. Männer, 17.30 bis 19.00 Uhr Stadion, Spielfeld u1; 20.00—21.30 Uhr Peſtalozziſchule, Otto⸗Beck⸗Straße.— Fröhl. Gymnaſtik und Spiele: Frauen u. Mädchen, 18.00—19.30 Uhr Liſelotteſchule, Colliniſtraße; 18.30—20.00 Uhr Hum⸗ boldtſchule, Gartenfeldſtraße; 20.00—21.30 Uhr Hum⸗ boldtſchule, Gartenfeldſtraße; 20.00—21.30 Uhr Feu⸗ denheimſchule, Turnhalle; 15.30—16.30 Uhr Kamerad⸗ ſchaftsheim, Deutſche Zündholzfabrik, Rheinau. Der Kurs von 20.00—21.30 Uhr in der Wohlgelegenſchule iſt nunmehr auf Mittwoch verlegt worden.— Deutſche Gymnaſtik: Frauen und Mädchen, 21.00—22.00 Uhr L 4, 4, Gymnaſtikſaal.— Kindergymnaſtik: Dieſterweg⸗ ſchule. Dieſe Kurſe finden nur noch montags ſtatt.— Boxen: 19.00—20.00 Uhr Stadion, Gymnaſtikhalle.— Schwimmen: Frauen u. Männer, 21.30—23.00 Uhr Städt. Hallenbad, Halle 11. Die Welt kennt nichts Besseres! — Mannyeim „Hakenkreuzbanner“ 20. April 1937 Sicherungsverwahrung für einen Zuhälter Drei Jahre Juchthaus und fünf Jahre Ehrverluſt für einen ganz üblen Burſchen Wenn einer ſagen konnte, daß der Weg zur Hölle mit guten Vorſützen gepflaſtert iſt, ſo konnte es der wegen Zuhälterei angeklagte Alexander Vollmer aus Pforzheim ganz be⸗ ſtimmt tun. Ein groſter, kräftiger Menſch ſtand vor der Zweiten Strafkammer des Landgerichts Mannheim, ganze 30 Jahre alt, der nichts Beſ⸗ ſeres zu tun wußte, als ſeinen Unterhalt von Dirnen zu beziehen Wir haben uns bereits ein⸗ mal dahingehend ausgeſprochen, daß keine Strafe ſcharf und hoch genug iſt, um ſolch üblen Elementen ein⸗ für allemal ihr unſauberes Handwerk zu legen. Gdenivald. Ancuodel Die Eltern des Angeklagten ſtarben eines gewaltſamen Todes. So kam es, daß Vollmer bis zu ſeinem 15. Lebensjahr im Waiſenhaus erzogen wurde. Bei ſeiner Schweſter erlernte er dann das Schneiderhandwerk und außerdem Dinge, die für ſein ferneres Leben von nach⸗ haltiger Wirkung waren. Jedenfalls ſcheint bei dem Aufenthalt im Haus ſeiner Schweſter der Grundſtock zu alldem gelegt worden zu ſein, was den Angeklagten für die Folgezeit immer wieder mit den Strafgeſetzen in Konflikt brachte. Die Schweſter ſelbſt hatte eine dunkle Vergangenheit und ihr Mann iſt bei den Ge⸗ richten auch kein Unbekannter mehr. Die Folge war, daß Vollmer Bekanntſchaft mit den Er⸗ ziehungsanſtalten in Flehingen und Breitnau machte. Aber nicht lange hielt es der Angeklagte bort aus, denn bereits nach vier Wochen riß er aus, um von jener Zeit an rettungslos auf die ſchiefe Bahn zu geraten. Er kam in Berührung mit Dirnen⸗ und Zuhälterkreiſen und im Alter von 18 Jahren auch mit den Gerichten. In Stuttgart und Frankfurt erhielt er ſeine erſten Freiheitsſtrafen. Wer aber gedacht hatte, daß ihn dieſe Strafen zur Beſinnung bringen wür⸗ den, irrte ſich. Immer weiter herunter, immer tiefer ſank der Angeklagte, ſo daß ihm ſogar die Städt Stuttgart, in der ſeine Eltern gelebt hatten, Stadtverweis erteilte. Und jedesmal erfrischend und gesund wieder, wenn er in der Folge verurteilt wurde, verſicherte er mit vielen Worten, daß er nun ganz beſtimmt ein beſſeres Leben beginnen und endgültig Schluß mit dem bisherigen Leben machen werde. Aber kaum war er aus den Ge⸗ fängniſſen und Zuchthäuſern entlaſſen, begann das alte widerliche Leben von vorne. Stadtverweis in Stuttgart Obwohl er in Stuttgart Stadtverweis hatte, ſehen wir ihn wieder in der württembergiſchen Hauptſtadt. Um ſchwerer erkannt zu werden, legte er ſich falſche Namen zu, wie„Kollmer“ oder„Möller“. Aber jedesmal wurde Vollmer erkannt und feſtgenommen. In allen Nacht⸗ lokalen und verrufenen Häuſern finden wir den Angetlagten, der ſich nicht entblödete, von einer 30 Jahre älteren Dirne 500 RM anzunehmen. Mit dieſem Geld wollte er urſprünglich ein Schneidergeſchäft eröffnen, doch kam es nicht dazu, weil er vorher verhaftet wurde. Die Dirne ſelbſt kam ins Gefängnis, weil ſie ſich ſeinewwegen eines Meineids ſchuldig gemacht hatte. Sie war es auch, die ihn, als er wieder einmal in Haft ſaß, als„Tante“ beſuchte und ihm einen Geldbetrag zuſteckte, mit deſſen Hilfe er fliehen konnte. Bei einer ſeiner Verhaftun⸗ gen gebärdete er ſich auch als wilder Mann, und es koſtete die Beamten erhebliche Mühe, den kräftigen Burſchen zu überwältigen. Statt aber mit ſeiner Kraft etwas Anſtändiges anzu⸗ fangen, trieb ſich der Angeklagte nur in Dir⸗ nen⸗ und Zuhälterkreiſen herum, ſei es in Stuttgart, Frankfurt, in München oder in Maanheim. Hier ging er mit Rauchwaren und Parfümerieartiteln hauſieren, allerdings nur in einer beſtimmten Gegend, bis er den für ion notwendigen Anſchluß wieder hatte. Aber er begnügte ſich nicht mit einer Freundin, es muß⸗ ten deren gleich mehrere ſein, damit auch die Geldquellen entſprechend reichhaltiger floſſen. Schließlich ſchaffte ſich der Angeklagte ſogar eine„Braut“ an, eine Beſchließerin, die früher ſelbſt Dirne geweſen war. Von ihr ließ er ſich 7 bis 8 Mark täglich geben, bis die Polizei die⸗ ſes Idyll ſtörte und Vollmer hinter die ſchwe⸗ — weeenxE, KK eee Platatwerbung für Mannheim In ſtärkerem Umfange hat jetzt die Werbung für Mannheim wieder eingeſetzt, zumal es ja auch gilt, die Aufmerkſamkeit auf die Maiveranſtaltungen zu lenken, die un⸗ ter dem Sammelbegriff„Mannheim im Mai“ propagiert werden. Im weſentlichen werben drei Plakate für die Maiveranſtaltungen: das Plakat„Mannheim im Mai“, das fämitliche Veranſtaltungen umfaßt, das Jubiläumsplakat des Badiſchen Rennvereins für die Mannhei⸗ mer Mairennen und das Plakat des Na⸗ tionaltheaters für die Maifeſt⸗ ſpiele. Dieſe drei Plakate werden gegenwärtig in einem Umkreis von nahezu 100 Kilometer zum Aushang gebracht, nachdem ſchon einige Zeit das Plakat für den Mannheimer Maimarkt aushängt. Daß dieſe Werbeplakate ihre Wir⸗ kung nicht verfehlen mögen und in den Mai⸗ tagen recht viele Fremde nach Mannheim kom⸗ men, das iſt der Wunſch eines jeden Mann⸗ heimers, der ſich mit ſeiner Stadt und mit dem, was in ihr vorgeht, verbunden fühlt. Die Bundesgruppe der heimattreuen Oſt⸗ und Weſtpreußen, Mannheim⸗Ludwigshafen, hielt dieſer Tage im Kaiſerring ihre Jahres⸗ hauptverſammlung ab. Bundesgruppenleiter Kauer begrüßte die zahlreich erſchienenen Landsleute. Nach Erſtattung des Jahres⸗ und des Kaſſenberichtes ergab ſich das erfreuliche Bild, daß die Bundesgruppe im vergangenen Geſchäftsjahre einen Mitgliederzuwachs zu verzeichnen hat. Dann folgte noch eine rege Ausſprache über interne Angelegenheiten, ins⸗ beſondere über einen für den 30. Mai geplan⸗ ten Ausflug. Landsmann Kauer ſtellte dann gerne feſt, daß die Ausſchmückung der monat⸗ lichen Verſammlungsabende und auch der weitaus größte Teil der Sonderveranſtaltun⸗ gen von eigenen Kräften beſtritten wird. Noch lange blieben die Mitglieder bei frohem Sang und Spiel beiſammen. diſchen Gardinen brachte. Einzelheiten wollen wir uns ſchenken. Die Andeutungen dürften ge⸗ nügen, um ſich ein Bild von der ſittlichen Ver⸗ kommenheit eines Menſchen zu machen, der mit 30 Jahren zu faul und zu liederlich iſt, ſein Brot mit ſeiner Hände Arbeit zu verdienen. Keine Warnung half Der Staatsanwalt fand denn auch die rechten Worte, um die Verbrechen des Angeklagten ins rechte Licht zu ſetzen. Keine Warnung habe bei dem Angetlagten geholfen, leine Strafe etwas genutzt. Vollmer ſei ein gemeingefährlicher, die öffentliche Sicherheit gefährdender Zuhälter, wie er heute, Gott ſei Dank, nur noch ganz ſel⸗ ten vorkomme. Seinen ganzen Lebensunterhalt beſtritt dieſer 30jährige, geſunde und kräftige Menſch mit den Zuwendungen, die er von Dir⸗ nen erhielt. Schließlich beantragte der Staats⸗ anwalt eine Zuchthausſtrafe von 6 Jahren und die Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren. Außerdem bean⸗ tragte der Vertreter der Anklagebehörde Stel⸗ lung unter Polizeiaufſicht und Anordnung der Sicherungsverwahrung. Das Arteil Nach ſechsſtündiger Verhandlung fällte die Straftammer unter Vorſitz von Landgerichts⸗ direktor Dr. Mickel folgenden Spruch: Der wegen Zuhälterei im Rückfall angeklagte Alexander Vollmer wird zu einer Zucht⸗ hausſtrafe von drei Jahren und fünf Jahren Ehrverluſt verurteilt. Außerdem wird gegen den Angeklagten auch Stellung unter ſtändige Polizeiaufſicht und Sicherungsverwah⸗ rung erkannt, weil er eine Gefahr für die Volksgemeinſchaft bedeutet und ihm auf lange Zeit die Freiheit zu entziehen iſt. In ſeiner Begründung führte der Vorſitzende u. a. an, daß die Strafe auch einen abſchrek⸗ kenden Charakter tragen müſſe, um Leu⸗ ten, die vielleicht nicht abgeneigt wären, auf derſelben verbrecheriſchen Bahn zu wandeln, die Luſt daran zu nehmen. Schon bei ſeiner letzten 2½j̃ährigen Zuchthausſtrafe ſei dem An⸗ geklagten die Sichekungsverwahrung angedroht worden, doch habe das alles keinen Eindruck auf den Angeklagten gemacht. Diesmal ſei nun endgültig auf Sicherungsverwayh⸗ rung erkannt worden, um die Allgemein⸗ heit vor einem derartig gemeingefährlichen Zu⸗ hälter zu ſchützen. r. 4% . 1 27 AA Automartet Rekord A 6 Limouſine Sturm⸗Schiebed.⸗ NS⸗Fiat⸗Limouſ. dtänbard 3050 Verkauf Kundendienst Icem, preisw. zu v. GENEEALVHENTRETUNE: Huto- Roeder Vögele& Scheid Worns, Tel.5990 Seidenbänderſtr. 12 Uhland-Garage(24 956 V) Ruf 50754 Uhlandstraße-5 Riesen-Luftreifen Opel 1 werden neugummiert, in eige- nen Vollformen mit volle 120 000 km gefahren Garantie in der bekanntenfin beſtem Zuſtand N geg. Kaſſe zu ver⸗ „NEUVUTLK A“ Angeb. u. Otto E. furrer, Karlsruhe] Wr., 4 Kobert-Wagner-Allee 105] Verlag dieſ. Blatt. Fernruf 7989. Auswärts franko (Daselbst auch neue Reiten)l— 7029“ an denſT .2 Lf. Opel Sſez.-Limous. in tadelloſ. Zuſtd. 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April 1937, Heute entschlief nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden unsere her- zensgute Mutter, Großmutter, Schwester, Schwä⸗ gerin und Tante, Frau Else Spieß). geh. Hagenmeyer im Alter von 58 Jahren. Bruchsal, den 28. April 1937. Schönbornstraße 54 im Namen der trauernden Angehörigen: Frltz Walter, Lehramtsassess0r und Frau Lore geb, Spief Die Einäscherung findet am Freitag, den 30. April, 13 Uhr, in Mannheim statt. nachmittags 2½ Uhr, werde ich im Statt besonderer Anzeige! Nach Goſtes hl. Willen verschied am Freilegnedimiſiog 2½ Uhr nach kurzer schwerer Krankheit mein lieber Gofle, unser guier freube- z5orgier Vafer, Sdwiegervaier, Schwager und Onkel, Herr J Ulius Knodi9g operpostschaliner a. D. wohlvorbereitet miſ den Trõſtungen unserer hl. Kirche, im Aller von 70 Jahren Mannheim(K 1, 53), 28. April 1937. in flefer ITrauer: Frau Flagdalena Knodig, geb. dielßpner Ludv/iꝗ Wunsch u. Frau Paulo geb. Knodig Die Beerdiqung fand in aller Slille in Wattenheim(Pfolz) staſt. hieſigen Pfandlokal, au 6, 2, gegen bhare Zahlung im Vollſtreckungswege öffentlich verſteigern: 1 Klavier, 1 Bücherſchrank, 1 Damenfahrrad, 1 Foto⸗Apparat. Spreng, Gerichtsvollzieher. Freitag, den 30. April 1937, nachmittags 2½2 Uhr, werde ich im hieſigen Pfandlokal, Qu 6, 2, gegen bare Zahlung im Vollſtreckungswege öffentlich verſteigern: 1 Partie Japan⸗ u. Kulturperlen, echte halbe Perlen, Smaragde,— Chineſ. Jade graviert, Saphire und Turmaline u. verſchied. Edelſteine, 1 Radio, 1 Vervielfältigungsmaſch. und Möbel aller Art. Sommer, Obergerichtsvollzieher. Freitag, den 30. April 1937, nachmittags 2¼ Uhr, werde ich im hieſigen Pfandlokal, Ou 6, 2, gegen bare Zahlung im Vollſtreckungswege öffentlich verſteigern: 1 Motorrad(Urania), 3 Herrenräüd. 1 Hobelmaſchine, 1 Schnellhobler, 1 Früsmaſchine, 1 Schnellbohrmaſch. 1 Zimmerbüfett, 1 Zentriermaſchine und ſonſtiges. Stephan, Gerichtsvollzieher. Letz Toꝛ »Karl; ruher Sch faſt dreiſt Baden⸗Ba in der Na ihn beim thur Nock ſtreckte, ne wegen M dem wurd und Bean gegen ihn Jami Seine F *»Lege! Landgemei Stunden! fürchterlich alte Landr alte Ehef Schlaf ern erhüngt. wir folgen fleißiger? ſchwer gei wurde er: verſuch na⸗ wo er im machte ſeit Eindruck. Sühr Freib: J. wurde geb. Ketter ten„Salpe Raubanfal Beſen erhe Knochenbri reits zwei? ebürtig a etzt wohnh en den erſ reiburger Das Urt Diebſtahls heit mit Jahre acht verluſt und Unterſuchu — dĩe u Hlelfer Mar in gebr. Mö Herrenzim Einzelmöbel, lane, Teppic Kunſt-.M u 4. 0 Mäh- ſaschit neu 85, 95, 1 ebr. 15, 25, arantie u. zahlung.(16 pfaffenni Marktpl. H Weg, Aufgab Ausſtellungs: ſehr preiswer zugeben: eleklr. Kre Speiſez.⸗L. Sohlfz.-Am M 2, 9 im fdhrrau- für jeden B. alle Größen Fahrrad⸗H. Traitteurſtra. (2700K. pril 1937 heiten wollen n dürften ge⸗ ſittlichen Ver⸗ ichen, der mit tlich iſt, ſein verdienen. ich die rechten geklagten ins ung habe bei Strafe etwas fährlicher, die der Zuhälter, noch ganz ſel⸗ hensunterhalt und kräftige e er von Dir⸗ der Staats⸗ Jahren und Ehrenrechte ßerdem bean⸗ hehörde Stel⸗ tordnung der ig fällte die Landgerichts⸗ hruch: all angeklagte ner Zucht⸗ en und fünf ißerdem wird ellung unter ungsverwah⸗ fahr für die zm auf lange er Vorſitzende mabſchrek⸗ üſſe, um Leu⸗ wären, auf zu wandeln, zn bei ſeiner ſei dem An⸗ ng angedroht Eindruck auf nal ſei nun sSverwahy⸗ e Allgemein⸗ ährlichen Zu⸗ cler wirte jhutꝛ bleibt RM liefere ich zigen Frühiahrs- ndenkreis zu er- deldalien(0,40), begonlen(.50), iel. Farb.(.60), eln(0,25), 5 St. St. Glücksklee- erglocken(.50), 5 St. Gloxinien- ithretien-Knollen eitigen Frühſahr die ganze Kol- doppelte Kollek- jetzt erbeten! aus dieser Kol- n. so haben die für dieselben (61987V urg a. Saale 10 ). April 1937, werde ich im 1 6, 2, gegen ſtreckungswege eſchrank, oto⸗Apparat. vollzieher. „ April 1937, werde ich im 1 6, 2, gegen ſtreckungswege Kulturperlen, Smaragde,— t, Saphire und ed. Edelſteine, ltigungsmaſch. tSvollzieher. „April 1937, werde ich im 6, 2, gegen ſtrechungswege „3 Herrenräd. Schnellhobler, nellbohrmaſch. ntriermaſchine Svollzieher. — Männheim Blick übers Land 29. April 1937 rebie badiſhe meungen dom„fölzernen Teopold“ zue„faelsruhe“ Hundert Jahre Bodenſeeſchiffahrt/ Eine ſtolze Entwicklung (Eigener Bericht des„Hakenkreuzbanner“) Todesurteil gegen Dohauer »Karlsruhe, 28. April. Vor dem Karls⸗ ruher Schwurgericht wurde heute mittag nach faſt dreiſtündiger Beratung der 31 Jahre alte Baden⸗Badener Mörder Anton Dotzauer, der in der Nacht vom 7. auf 8. Dezember 1936 den ihn beim Einbruchsdiebſtahl ertappenden Ar⸗ thur Nock durch fünf Revolverſchüſſe nirder⸗ ſtreckte, nach dem Antrag des Staatsanwalts wegen Mordes zum Tode verurteilt. Außer⸗ dem wurde wegen ſchweren Einbruchdiebſtahls und Beamtennötigung auf 7 Jahre Zuchthaus gegen ihn erkannt. Jamilienkragödie in Legelshurſt Seine Frau erwürgt und ſich dann erhängt *Legelshurſt, 28. April. Die Hanauer Landgemeinde Legelshurſt wurde in den frühen Stunden des Mittwochs der Schauplatz einer fürchterlichen Familientragödie. Der 40 Jahre alte Landwirt Hans Hurſt hat ſeine 41 Jahre alte Ehefrau Barbara, geb. Ehrhardt, im Schlaf erwürgt und ſich ſpäter in der Scheune erhängt. Zu dieſer grauenvollen Tat erfahren wir folgende Einzelheiten. Hurſt war ein ſehr fleißiger Mann, der aber ſeit einiger Zeit ſchwer gemütsleidend war. Im Jahre 1936 wurde er nach einem mißlungenen Selbſtmord⸗ verſuch nach der Anſtalt Illenau verbracht, von wo er im November 1936 entlaſſen wurde. Er machte ſeitdem einen ſcheuen und verſchloſſenen Eindruck. Sühne für einen Ranbmordverſuch Freiburg, 28. April. Am 17. November d. J. wurde die 75jährige Frau Roſalie Schuler, geb. Ketterer, die in St. Peter in dem ſogenann⸗ ten„Salpeterhäuschen“ wohnt, das Opfer eines Raubanfalls, bei dem ihr durch Hiebe mit einem Beſen erhebliche Verletzungen und auch einen Knochenbruch davontrug. Als Täter wurde be⸗ reits zwei Tage darauf ein gewiſſer Paul Zaiſer, ebürtig aus Maſſenbach in Württemberg, zu⸗ etzt wohnhaft in Freiburg i. Br., ermittelt. Ge⸗ en den erſt 24jährigen Burſchen wurde vor dem . Schwurgericht verhandelt. Das Urteil lautete wegen verſuchten ſchweren Diebſtahls und wegen Raubverſuchs in Tatein⸗ heit mit ſchwerer Körperverletzung auf drei Jahre acht Monate Zuchthaus, drei Jahre Ehr⸗ verluſt und Tragung der Koſten. Fünf Monate Unterſuchungshaft wurden angerechnet. Konſtanz, 28. April. Seit unſer erſtes Kon⸗ ſtanzer Dampfſchiff, der„Hölzerne Leopold“, am Schiffmacherplatz in Konſtanz vom Stapel lief, hat ſich manches verändert an den Boden⸗ ſeeſchiffen. Beſtes Föhrenholz aus den Bod⸗ manſchen Waldungen wurde zur Schale des am 15. Oktober 1831 in Dienſt geftellren erſten badi⸗ ſchen Dampfſchiffes„Leopold“ verwendet, deſſen Maſchine von 2 mal 20 Pferdeſtärken bei Boul⸗ ton Watt in Soho bei Birmingham herggſtellt, mit Holz geheizt wurde und 10 Kilometer Stun⸗ dengeſchwindigkeit erzielte. Mancherlei Kinder⸗ krankheiten galt es zu heilen, bis die Dampf⸗ ſchiffahrt auf dem Bodenſee einigermaßen regel⸗ mäßig funktionierte. Erſt im Jahre 1841 wurde in Konſtanz ein Hafen gebaut, der ſechs bis ſieben Schiffen Schutz bot. Den Abſchluß der Hafenmauer bil⸗ dete ein Leuchtturm, von dem ein Stück jetzt noch als Pegelhäuschen mit Signalmaſt ſteht. In den Jahren 1870%/2 wurden die jetzige Werft, von da eine doppelte Pfahlwand in den 185(heutige Hafenmauer) und die Trajektanſtalt gebaut. Die Nauchfahnen verſchwinden Eine weitere Umwälzung erfuhr die Boden⸗ ſeeſchiffahrt mit der Vervollkommnung des Mo⸗ tors. Nach einigen Verſuchen mit kleineren Mo⸗ torſchiffen, die auf der neuerſtellten Bodanwerft bei Kreßborn gebaut wurden, kam 1929 das Groß⸗Motorſchiff„Allgäu“ für 1000—1200 Per⸗ ſonen, das im vorigen Jahr zu einem Kdoß⸗ Schiff zweckmäßig umgebaut worden iſt. In den Jahren 1931 und 1932 kam mit den Motorſchif⸗ ſen„Ravensburg“ und„Hegau“ eine grund⸗ legende Aenderung der Steuerung durch den ſo⸗ enannten Voith⸗Schneider⸗Antrieb, der das teuerruder entbehrlich machte und Bewegung und Steuerung durch einen Apparat ermöglichte, der von einem Mann bedient werden kann. Bei den älteren Saalſchiffen waren bei Wind und bewegter See zwei kräftige Männer zur Bedie⸗ nung des Steuerruders erforderlich. Der Wettbewerb zwiſchen Dampfmaſchine und Motor hat ſich anſcheinend auch auf dem Boden⸗ ſee endgültig zugunſten des letzteren entſchieden. An Stelle der Kohle tritt mehr und mehr das Schweröl als Betriebsſtoff. Wie mit dem Nützlichen auch das Angenehme verbunden werden kann, zeigen unſere neuen Schiffsbauten auf dem Bodenſee, deren neueſter ſoeben in Dienſt geſtellt wurde. Die„Karlsruhe“ Den immer mehr geſteigerten Anforderungen im Perſonenverkehr auf dem Bodenſee hat die Reichsbahndirektion Karlsruhe mit dieſem Mo⸗ torſchiff weitgehend Rechnung getragen. Wie die „Baden“ und„Deutſchland“ iſt die„Karlsruhe“ mit drei Decks ausgeſtattet. Bei gutem Wetter bietet das Schiff 600—800 Perſonen bequem Unterkunft; die Inneneinrichtung— Polſter⸗ möbel und Holzverkleidung geben den Räumen einen warmen Ton— dürfte den verwöhnteſten Anſprüchen Rechnung tragen. Nicht weniger als 18 Lautſprecher, die auf ſämtliche Räume des Schiffes verteilt ſind, übermitteln bei Sonder⸗ fahrten Muſik und Unterhaltung. Zum Antrieb der zwei Voith⸗Schneider⸗Propeller dienen zwei⸗ mal 400 PS-Motoren, die dem Schiff eine Höchſt⸗ geſchwindigkeit von 26 Kilometer in der Stunde verleihen. Die„Karlsruhe“ hat eine Geſamt⸗ länge von 86,3 Meter und eine Breite von 11,38 Meter. Mit einem Brennſtofflager von 6 Ton⸗ nen Rohöl iſt ihr Tiefgang 1,56 Meter. 2 Jeierliche Indienſtſtellung * Konſtanz, 28. April. Bei ferſchißf Son⸗ nenſchein wurde das neue Bodenſeeſchiff„Karls⸗ ruhe“ in Dienſt geſtellt. Aus verſchiedenen Gauen, beſonders aus den Reichsbahndirektio⸗ nen Süddeutſchlands, waren zahlreiche Teilneh⸗ mer an der Feier erſchienen. Die Feier erhielt ihre beſondere Bedeutung durch die Beteiligung des badiſchen Reichsſtatthalters, der das Wort ergriff. Der Reichsſtatthalter umriß anfangs das Aufbauwerk des Führers, das ſich plaſtiſch darſtellt in den Reichsautobahnen, den Kanälen, den Großbauten. Der wirtſchaftliche— 77 ſo fuhr er fort, bringt mit ſich neue Probleme ge⸗ rade in verkehrstechniſcher Hinſicht und gerade der Bodenſee wird künftig eine andere und grö⸗ ßere Rolle ſpielen als in den Vergangenheiten und jetzt in der Gegenwart. Der Gauleiter kam dabei auch auf die Schiffbarmachung des Ober⸗ rheins zu ſprechen, wie ſie von Straßburg bis Rheinfelden durchgeführt wurde. Wir alle hoffen und glauben, daß es nicht mehr allzu lange dauern wird, bis der Rhein auch von Rheinfelden bis Konſtanz ſchiffbar wird. DDAC⸗Reichstreffen in Freiburg Freiburg i. Br., 28. April. Wie bereits bekannt, findet in den Tagen vom 29. bis 31. Mai 1937 in Freiburg das erſte DDAG⸗Reichs⸗ treffen ſtatt. Die Fahrt nach Freiburg ſoll als Zielfahrt gewertet werden. Verbunden mit die⸗ ſem Reichstreffen wird am Sonntag, 30. Mai, ein Trachten⸗ und Blumenkorſo. Die in Frei⸗ burg eintreffenden Teilnehmer am DDAC⸗ Reichstreffen werden ſich zu einem großen Ka⸗ meradſchafts⸗ und Begrüßungsabend in der Feſthalle einfinden. Oberſt Adet flog im Ried * Lampertheim, 28. April. Während der geſtrigen Probefahrt des Luftſchiffes„Hinden⸗ burg“, das hierhei auch Lampertheim und die Riedorte beſuchte, unternahm Oberſt Udet Verſuche, ſich mit ſeiner Maſchine am Luftſchiff einzuhängen. Die erſten Verſuche gelangen, während ſich die Maſchine bei weiteren Ver⸗ ſuchen in ein Seil verfing, wodurch der Pro⸗ peller Beſchädigung erlitt und Udet zu Boden gehen mußte. Er landete auf Gemartung Hof⸗ heim. Auf Funkruf bam bald ein neuer Pro⸗ peller zum Auswechſeln dort an. Nach der Mon⸗ tage halfen Bauern die Maſchine auf die Straße ſtellen, da das Gelände zum Start durch den Regen zu weich war. Bald darauf flog Udet direkt von der Chauſſee in die Luft. fileine Diernheimer nachrichten * Die Feier am Nationalen Feiertag des deut⸗ ſchen Volkes. Zur Ausgeſtalkung des 1. Mal ſind die Vorarbeiten in unſerer Gemeinde be⸗ endet, ſo daß heute das offizielle Programm be⸗ kannt gegeben werden konnte. Darnach wird am Vorabend, 30. April, um 19 Uhr ein mächtiger Maibaum aus dem Viernheimer Wald von der Lorſcher Straße aus eingeholt und auf dem Rathausplatz aufgeſtellt werden. Lieder von HF und BDM ſowie Reigen und Tänze werden Warum wollen Sie ſo leichtſinnig ſein und ihre Hæaut ungeschümt der Sonne aus- 1 seten? Es gibt doch Nives. Wenn N man sich vor jeder Sonnenbe · 1e strohlung stets gut mit Nives ·. Cremè ocer · Vl einteibi, dann—95 erhün man schnell eine her- 123 liche, nẽtürliche Houtbrãunung. dieſe Feier umrahmen. Ein allgemeiner Mai⸗ tanz unter dem Maibaum ſoll ſich anſchließen. Der 1. Mai wird angekündigt durch Fanfaren⸗ blaſen ſowie den Weckruf durch Spielmanns⸗ züge und Kapelle in allen Ortsſtraßen. Die Eh⸗ renabordnungen der Partei, Formationen und Gliederungen vereinigen ſich um 11 Uhr mit allen Schaffenden zu einem Marſch von der Hindenburgſtraße durch die Weinheimer⸗, Blaue⸗ hut⸗, Ludwig⸗ Bürſtädter⸗ Lampertheimer⸗ und Adolf⸗Hitler⸗Straße zum Rathausplatz, woſelbſt die Uebertragung aus Berlin angehört wird. Der Maizug löſt ſich 454 auf, während der Betrieb in allen Gaſtſtätten einſetzt und in den Sälen Maitanz ſtattfindet. fllale-en billig zu verkaufen. Heinrich Winter Rheindammſt.47 (24 957 V) Hbahe reparaturbedürftig zu verkaufen. Zuſch. u. 24 963BS an d. Verlag d. B. anier ſchwarz, Marke: Scharf u. Hauk ½4 Jabr geſpielt, 1. Qualität, preis⸗ wert abzugeben. ensle, Käfertaler traſte Nr. 32.— (7047“) dĩe unermüdliche Helferin der Hausfrau Kleine Anzahlungl Rleine Raten! Martin Decker G. m. b. H. 2. 12 Känmaschinen und fahrräder Wenig gebrauchte Gelehenheitskäufe Couch Gul erh., Klein. fanmslom 5 billise 4 SD Delse- die Schlat- Zimmer 1. Büſett m. 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Die Tat, die erſt 14 Jahre ſpäter ans Licht kam, war deshalb ſo ungeheuerlich und erregte großes Aufſehen, weil gewiſſer⸗ maßen auf Grund eines Familienrates das ſcheußliche Verbrechen des Gatten⸗ und Vater⸗ mordes begangen und die Hilfe Gottes von einigen der Beteiligten herabgefleht wurde, während die übrigen das Verbrechen begingen. Die erſte gemeinſame Beſprechung fand am Sonntag, 11. Februar 1923, ſtatt, die zweite am Montag, 12. Februar 1923, abends in der Küche des Ehepaares Mayer. Dabei fielen Aeuße⸗ rungen, es ſei am beſten, wenn Mayer beſeitigt würde. Der Plan dazu wurdeinallen Einzelheiten feſtgelegt. Die Ehefrau Mayer äußerte dabei u..:„es kann ſo nicht weitergehen; es iſt beſſer, wenn einer verreckt als ſechs“. Frau Mayer, ihr Sohn Leo und die Tochter Amalia verließen vor der Tat die Wohnung und begaben ſich in eine von Frau Mayer gemietete andere Wohnung in Ebnet— zweifellos, um ihr Alibi nachwei⸗ zu können. Sie beteten dann gemeinſam, daß die Tat gelingen möge. Die zur Ausfüh⸗ rung der Tat Beſtimmten, nämlich der Schwie⸗ gerſohn des Getöteten, Julius Scherer, der mit dieſem und den Mayerſchen Söhnen be⸗ reundete Friedrich Volk und der eine Sohn ſes Ehepaares, Heinrich Mayer, legten in einer beſonderen Beſprechung die Rollen für das ſchreckliche Drama feſt und richteten den Strick, mit dem der Vater Mayer erwürgt werden ſollte. Planmäßig angefallen Als das Opfer, der 50jährige Mayer, gegen Mitternacht vom Bahndienſt in Littenweiler heimkehrte, wurde er im Hausgang nach dem vorgefaßten Plane angefallen. Volk und Scherer Behib ſich im Hausgang aufgeſtellt, während Heinrich Mayer auf der Treppe ſtand. Verab⸗ redungsgemäß faßte der beſonders kräftige Volk Mayer um, während Scherer ihm den Strick um den Hals zu werfen ſuchte. Es gab ein Handgemenge, bei dem die Angeklagten zu Fall kamen. Schließlich hielt Heinrich Mayer ſeinem Vater ein Tuch vor den Mund und es Scherer, den alten Mayer zu erdroſſeln. Den Erfolg der Tat ſtellte er mit den Worten feſt: „Der ift hin!“. Die drei Töter ſchleppten dann den Toten auf die Heubühne und hängten ihn an einem Dachbalken auf. Bald darauf riß der Strick, ſo daß die Leiche herab⸗ fiel. Dann gingen alle drei nach Hauſe. Hein⸗ rich Mayer erzählte ſeinen Angehörigen, der Vater ſei tot. Im—— der Mutter hat dann der zweite Lohn, Leo, dem Bürgermeiſter in Ebnet die Meldung gemacht, daß ſein Vater vermißt ſei. Der Arbeitsbehörde, bei der er nach dem Verbleib des Vaters fragte, teilte er dasſelbe mit. Auf der Suche nach dem„Vermiß⸗ ten“ wurde dann die Leiche gefunden. Auf Grund der damaligen Ermittlungen wurde Selbſtmord angenommen. Der Zufall Die Sache wäre vielleicht niemals weiter ver⸗ folgt worden, wenn nicht im Auguſt 1936 ein a Stiefel in Offenburg wegen etrugs verhaftet worden wäre. Gleich nach ſeiner Einlieferung richtete er an die Staats⸗ anwaltſchaft ein Schreiben, in dem er bat, in einer wichtigen Sache ſchnellſtens gehört zu werden. Stiefel, der im jetzigen Prozeß Zeuge iſt und ſeiner Zeit im Zuchthaus Bruchſal ſeine Strafe abbüßt, gab an, Scherer habe ihm 1926 oder 1927 von dem Mord an Mayer erzählt. Stiefel faßte dieſe Erzählung Fen als Flun⸗ kerei auf, gewann aber dann den Eindruck, daß Scherer ſein Gewiſſen erleichtern wolle. Er mußte Scherer ſchwören, nichts weiterzuſagen, at aber dann nach ſeiner Verhaftung in Offen⸗ urg doch die Staatsanwaltſchaft unterrichtet. Die Ermittlungen führten zur Verhaftung ſämt⸗ licher Angeklagten. Aus der Vernehmung der fünf Angeklagten, die im weſentlichen geſtändig ſind, ergibt ſich, daß zwiſchen Mutter und Vater Mayer ein ge⸗ radezu unerträgliches Verhältnis beſtanden hat. Der Ermordete Mayer war auf der einen Seite ein fleißiger pflichttreuer Arbei⸗ ter, aber tatſächlich ſcheint das Bild auf ihn bepeßz zu haben, das ſeine inzwiſchen geſtor⸗ ene—05 von ihm gegeben hat, als ſie ſagte: „Bei fremden Leuten iſt er ein Engel, und zu Hauſe iſt er ein Teufel“. hängt ihn uff“ Am Dreikönigstag 1923 ſoll Mayer die Frau ſchwer mißhandelt und mit Totſchlag bedroht aben, ſo daß nur das Hinzukommen des zu⸗ ünftigen Schwiegerſohnes Scherer Schlimme⸗ res verhütete. Das Ergebnis waren die oben⸗ erwähnten Beratungen, in denen es zunächſt nur darum ging, den Vater durch eine ordent⸗ liche Tracht Peigel zur Raiſon zu bringen, ihn einmal ordentlich„abzuſchmieren“. Gegen dieſe noch verſtändliche Art der Erziehung erhob jedesmal die Mutter Einſpruch mit dem Hin⸗ weis, daß der Vater nur Rache nehme, ſo daß es am beſten wäre, wenn er beſeitigt würde. Sie hielt anfeuernde Reden, ſchilderte die Un⸗ erträglichkeit des Daſeins und ſchloß ſchließlich: Ich hab' mir denkt, wenn Ihr vier Kerle hingeht und werft ihmeinen Stricküber den Kopf und hängt ihn uff“. Jedenfalls ſtimmten alle Beteiligten endlich dem Plan der Beſeitigung des alten Mayer zu. Der zweite Verhandlungstag Der zweite Verhandlungstag im Ebneter Gatten- und Vatermordprozeß brachte zunächſt die reſtliche Zeugenvernehmung. Dann nahm der Staatsanwalt das Wort zur Anklage⸗ rede. Selten habe ein Verbrechen dieſer Schwere den Gerichtshof beſchäftigt. Es handele ſich hier um einen kaltblütigen Mord, der nicht an einem fremden Menſchen, ſondern am Vater und Gatten der Familie Mayer begangen wurde. Das Ergebnis der Hauptverhandlung ließ keinen Zweifel darüber, daß zwiſchen den Beteiligten unzweideutige Vorbeſprechungen über die Ausführung des Mordes ſtattgefunden aben. Wenn vielleicht auch die Behauptung ſi den ermordeten Wilhelm Mayer zutreffe, aß er zu Hauſe ein Teufel geweſen ſei, ſo ſei doch auch feſtzuſtellen, daß er an den ſchlechten Familienverhältniſſen nicht allein Schuld trage. Er habe ſein ganzes verdientes Geld in die Herrichtung ſeines Hauſes geſteckt, und in dem letzten Jahre vor ſeinem Tod ſei es ihm auch gelungen, ſich von der Trunkſucht zu befreien. Die Ehefrau Mayer werde als bösartig hin⸗ geſtellt, ſo daß die Verhältniſſe unerträglich werden mußten. Es ſei bewieſen, daß die An⸗ geklagten den Wilhelm Mayer mit voller Ueber⸗ legung getötet haben. Drei der Täter; Julius Scherer, Heinrich Mayer und Friedrich Volk waren an der Tat unmittelbar beteiligt, wäh⸗ rend Leo Mayer und Amalie, geb. Mayer, gei⸗ ſtig für die Durchführung verantwortlich ſind. Frau Mayer, ihre Tochter Amalie und ihr Sohn beteten Roſenkränze, damit die Tat ge⸗ linge. Mit dieſem unerhörten Verhalten bil⸗ ligten ſie die Tat. Am Schluß ſeines Plädoyers beantragte der Staats⸗ anwalt gegen ſämtliche fünf Ange⸗ klagten die, Todesſtrafe.— Anſchlie⸗ ßend ſprachen die Verteidiger. 2 Todesurteile— Hohe Zuchthausſtrafen Freiburg, 28. April. Mittwoch abend 19.15 Uhr fällte das Freiburger Schwurgericht unter Vorſitz von Landgerichtsdirektor Fitzer im Ebneter Mordprozeß folgendes Urteil: Zum Tode verurteilt wurden Julius Scherer, Fabrik⸗ arbeiter in Ebnet und Friedrich Volk in Ebnet wegen vorſätzlichen Mordes, begangen an dem 50 Jahre alten Bahnarbeiter Wilhelm Mayer in Ebnet. Wegen Beihilfe zum Mor de erhielten Heinrich Mayer in Hochdorf 6 Jahre Zuchthaus, Leo Mayer in Stuttgart⸗ Feuerbach 5 Jahre Zuchthaus und Amalie Scherer geb. Maver in Ebnet 4 Jahre Zuchthaus. Leo Mayer und Amalie Schwe⸗ rer wurden 8 Monate Unterſuchungshaft und Heinrich Mayer, der anfänglich leugnete, 4 Mo⸗ nate Unterſuchungshaft angerechnet. Die bürger⸗ lichen Ehrenrechte wurden den drei letzteren auf 5 Jahre aberkannt, den zum Tode verurteilten Angeklagten Julius Scherer und Friedrich Volk auf Lebenszeit. Nach Verkündung des Urteils brachen Julius Scherer und Friedrich Volk voll⸗ ſtändig zuſammen. Die Dresdener Jahresschau 1937„Garten und Heim“ eröfinet“ Der Garten in der Siedlung, im Hintergrund das Hitler-Jugend-Heim, eine Aufnahme von der Dresdener Jahres- schau, die durch den Leiter der Reichsstelle für Raumordnung, Reichsminister Kerrl, eröffnet wurde Weltbild( Zwischen NecKkar und Bergstraße Ladenburger Nachrichten *„Wehrfähig“, das ſtolze Wort auf buntem Band kündete davon, daß der„Gemuſterte“ als tauglich zum Militärdienſt befunden wurde. Die am Montag und Dienstag zur militärärztlichen Unterſuchung im Schulhaus angetretenen älte⸗ ren Jahrgänge haben jeweils abends mit Muſik einen Marſch durch die Stadt unternommen, um ſich dann abends im Schmuck ihrer Bänder und Blumen in den verſchiedenen Wirtſchaften zur Feier des Ereigniſſes niederzulaſſen. Die Bevölkerung nahm ebenfalls freudigen Anteil und begrüßte die feiernden Wehrfähigen. * Milchvieh⸗Auktion. Am Freitagvormittag findet hier in der Heddesheimer Straße, wie ſchon angekündigt, die zweite Auktion oſtfrieſi⸗ ſcher Leiſtungsmilchkühe ſtatt. Die Auktion wird beſtimmt wieder reges Intereſſe bei der Land⸗ wirtſchaft finden, da ſchon die erſte Sendung vor kurzem reſtlos verkauft wurde. Es ſind diesmal etwas ſchwerere Tiere zum Verkauf geſtellt. * Elite⸗Saatmais wird heute, Donnerstag, von 10 bis 11 Uhr, für die Maispflanzer der Ernte 1937 bei Ortsbauernführere Nilſon aus⸗ gegeben. 3 Silberne Hochzeit. Feldhüter Wilhelm Bürner und Frau Lina, geb. Schmidt feiern morgen, Freitag, das Feſt der ſilbernen Hoch⸗ zeit. Wir gratulieren. * Grünſchmuck für den 1. Mai kann heute, Donnerstagnachmittag, ab 16 Uhr, im Hofe des Spitals gegen geringes Entgelt in Empfang genommen werden. * Rentenauszahlung. Die Militärrente wird eute, Donnerstag, die Invalidenrente morgen, Freitag, ausbezahlt. Edingen berichtet * Vom Turnverein. In der Frühjahrsver⸗ ſammlung mit Dietſtunde des Turnvereins Edingen hielt Herr Breunig einen lehrreichen Vortrag über ſeine Erlebniſſe in Rumänien. Am Himmelfahrtstag, 6. Mai, findet der übliche Ausflug ſtatt; Abmarſch vormittags 6 Uhr. Außerdem iſt für Juni ein Sommer⸗Schautur⸗ nen mit Vorführung ſämtlicher Abteilungen im Garten der Schloßwirtſchaft geplant. * Eine muſikaliſch⸗liturgiſche Feier veranſtal⸗ tete die evangeliſche Gemeinde am Abend des Kantate⸗Sonntags in der Kirche. Die Darbie⸗ tungen gliederten ſich nach den Leitworten: Glaube, Hoffnung, Liebe. Jeder Abſchnitt wurde mit einem entſprechenden Schriftwort eingeleitet. Muſikaliſch beherrſchte Johann Se⸗ baſtian Bach das Programm. Der evangeliſche Kirchenchor Edingen ſang drei Chöre, ebenſo ſtellten ſich die evangeliſchen Poſaunenchöre von Edingen und Wieblingen in den Dienſt der Sache. Als Soliſtin wirkte Fräulein Guſtel Schön, die blinde Edinger Sängerin. An der Orgel ſpielte Eberhard Heidegger vom evangeliſchen kirchenmuſikaliſchen Inſtitut Hei⸗ delberg, ein Schüler Prof. Poppens, zur Ein⸗ leitung Präludium und Fuge in-moll und zum Abſchluß Präludium und Fuge in -dur, beides»»waltige Werke von J. S. Bach. Dazwiſchen brachte er einige Orgelchoräle zu Gehör und begleitete die Sängerin meiſterhaft. * Jahreshauptappell der Feuerwehr. Am Samstag fand der Jahreshauptappell der Frei⸗ willigen Feuerwehr Edingen unter Vorſitz von Wehrführer Obländer ſtatt, der ausführlichen Bericht über die Tätigkeit im abgelaufenen Jahr erſtattete. Aus der Vorſchau für 1937 gebt hervor, daß ſich die Wehr am Kreisfeuerwehr⸗ appell in Großſachſen und im September am Landesappell in Weinheim beteiligt. Mit Un⸗ terſtützung des Bürgermeiſters wurde eine Werbeattion durchgeführt, durch die 32 Neu⸗ aufnahmen zu verzeichnen waren. Ein Geſuch wegen der erforderlichen Ausrüſtungsgegen⸗ ſtände liegt dem Bürgermeiſteramt vor. Neues aus Schriesheim * Verein für Leibesübungen. Der erſt vor einem halben Jahr neugegründete Vfs rief am vergangenen Samstag ſeine Mitglieder zur erſten ordentlichen Mitgliederverſammlung im Gaſthaus„Zum Adler“ zuſammen. ſchäftsberichte des Vereinsführers und ſeiner Mitarbeiter zeigten, daß trotz der kurzen Zeit⸗ ſpanne ſo manch nenneswerter Erfolg zu ver⸗ zeichnen iſt. Die beiden Abteilungen Fußball und Handball haben ihre Feſtigung erhalten; beſonders die Fußballabteilung kann auf eine ſehr erfolgreiche Meiſterſchaftsrunde zurückblik⸗ ken. Die ſonſtige Entwicklung des Vereins iſt als gut zu bezeichnen, ebenſo ſind auch die Kaſ⸗ ſenverhältniſſe befriedigend. Da nun einmal der Vfe der einzige Sportverein am Ort iſt, erkennt er auch die ihm daraus erwachſende Verpflichtung, jedem Sportler die Möglichkeit zu geben, ſeinen Sport ausüben zu können. Schon in den kommenden Tagen wird das Trai⸗ ning für Leichtathletik aufgenommen, das je⸗ weils an den Sonntagvormittagen ſtattfindet. Es iſt zu hoffen, daß ſich auch bald wieder Sportler für Schwerathletik und Turnen ein⸗ finden, damit auch dieſe Sportgebiete wieder Belebung erfahren. Sportkameraden, die bereit ſind, am Aufbau dieſer Abteilungen mitzuhel⸗ fen, wollen ſich an den Vereinsführer Wilhelm Bauſch wenden. Ilvesheimer Notizen * Treue Mitarbeiterinnen. Die Handarbeits⸗ ——— Fräulein Lina Rück bei der Badiſchen Blindenanſtalt Ilvesheim ſteht am 1. Mai 25 Jahre im Blindendienſt des Landes. Schon vorher einmal, im Jahre 1908, war ſie aus⸗ hilfsweiſe in der Blindenanſtalt tätig geweſen, ging dann an die Schleſiſche Haushaltungs⸗ ſchule in Breslau und ſpäter an eine Handar⸗ beitsſchule in Bonn. Auf 1. Mai 1912 wurde ſie zurückgerufen und wirkt ſeitdem ununter⸗ brochen und ſegensreich in Ilvesheim. Es iſt ihre Lebensaufgabe geworden, immer die Klein⸗ ſten unter den Blinden, die Schulanfänger, hier einzuführen, ihnen die lebenswichtigen Hand⸗ griffe und Bewegungen beizubringen. Darum bringen ihr dieſe Kinder ihre beſondere Liebe entgegen und beweiſen eine Anhänglichkeit, die oft rührend iſt. Am Tage der nationalen Ar⸗ beit wird der Anſtaltsleiter, Direktor Liebig, ſeine treue Mitarbeiterin ehren und bei dieſer Gelegenheit werden auch die blinden Buben und Mädel ihren Gefühlen Ausdruck verleihen. Zu gleicher Zeit wird eine Ehrung nachgeholt, die bereits vor Jahresfriſt hätte ausgeſprochen werden müſſen. Die Hausgehilfin Fräulein Frieda Gaukel war am 1. April vorigen Jahres 15 Jahre in der Blindenanſtalt tätig und hat ſich dabei nicht nur das Vertrauen der Anſtaltsleitung, ſondern auch die Wertſchätzung aller Erwachſenen im Hauſe und die Zuneigung der Zöglinge geſichert. * Die Gemeindekaſſe bleibt vom 28. bis 30. April geſchloſſen. * Inſelfeſt⸗Lotterie. Der Verkehrsverein Il⸗ vesheim veranſtaltet anläßlich des am 12., 13. und 14. Juni 1937 ſtattfindenden Inſelfeſtes wieder eine Warenausloſung, bei der ein Mo⸗ torrad der Hauptgewinn iſt. Zuſtellgebühren für ſich verbraucht Pforzheim, 28. April. Wegen Amtsunter⸗ ſchlagung und Beſeitigung amtlicher Urkunden erkannte die Große Strafkammer gegen den verheirateten Ernſt Götz unter Zubilligung mildernder Umſtände auf eine Gefängnisſtrafe von acht Monaten. Götz hat in ſeiner Eigen⸗ ſchaft als Zuſteller von Poſtpaketen in den letz⸗ ten vier Monaten eingenommene Nachgebühren von Paketen in Geſamthöhe von 20 bis 25 Reichsmark für ſich verbraucht und Paketkarten mit Nachgebühren zur Verſchleierung ſeiner Tat vernichtet. Frühjahe bautag-ferbſt Gaukulturwoche Zwei Veranſtaltungen wurden zur Tradit ion/ Kreistage in Ausſicht * Karlsruhe, 28. April. Noch ganz unter dem ſtarken Eindruck des Gautages ſtehend, ver⸗ einigten ſich Montagabend die leitenden Män⸗ ner der mit ſeiner organiſatoriſchen Vorberei⸗ tung betrauten Parteigliederungen ſowie Ver⸗ treter der Polizei und der Reichsbahn zu einem Kameradſchaftsabend im„Moninger“, zu dem Gauleiter Robert Wagner geladen hatte. Der Gauleiter ergriff freudig bewegt die Ge⸗ legenheit, den Trägern der Organiſation für ihre gründliche und umſichtige Vorarbeit und vor allem für ihre reibungsloſe Zuſammen⸗ arbeit ſeine Anerkennung auszuſprechen. Trat ſchon äußerlich die Geſchloſſen⸗ heit der Partei mit all ihren Gliederungen und angeſchloſſenen Verbänden in Erſcheinung, ſo wurden die Tage in Karlsruhe zu einer Feier, die in vollkommener Weiſe die innere raft der Bewegung in Baden offenbarte. Dieſe Tage gaben uns allen geiſtige Ausrichtung und innere Aufrichtung. Dieſes Ergebnis, ſo ſagte der Gauleiter wei⸗ ter, erfüllt mich mit tiefer Befriedigung. Wir werden künftig jedes Frühjahr einen Gautag durchführen, und zwar möglichſt früh im Jahr. Im Herbſt veranſtalten wir dann regelmäßig unſere Gaukulturwoche. In Baden werden alſo zwei große Veran⸗ ſtaltungen zur feſten Tradition werden: der po⸗ litiſche Gautag im Frühjahr und die Kultur⸗ woche im Herbſt. In den Kreiſen wollen wir jährlich Kreistage und in den Ortsgruppen entſprechende Veranſtaltungen durchführen. Unſer Gautag hat ebenſo wie der Reichs⸗ parteitig in Nürnberg nicht nur die äußere Stärke der Partei vor Augen ge⸗ ſtellt, er war der Ausdruck einer inneren Hal⸗ tung unſerer Führung. Solche Tage üben eine ſtarke Wirkung auf die geiſtig⸗weltanſchaulich geſtaltenden Kräfte unſerer Zeit aus. Wir wollen uns indeſſen davor hüten, den einzigen Parteitag der Bewegung im Reich, den Reichsparteitag in Nürnberg, nachzuahmen. Wir haben dies auch nicht bei unſerem Gautag etan. Aber genau ſo, wie ſich in Nürnberg eſte, Tradition gewordene ormen eines innerlich tief bewegenden Geſchehens heraus⸗ gebildet haben, wollen wir unſeren Gautagen und den Tagen der Kreiſe und Ortsgruppen einen beſonderen Charakter verleihen. Sie wer⸗ den— und dies hat ſchon der Gautag 1937 geoffenbart— immer mehr das Gepräge einer vertieften Innerlichkeit tragen. Nachdem der Gauleiter nochmals ſeinen Mit⸗ arbeitern ſeinen Dank ausgeſprochen hatte, weilte er noch mehrere Stunden unter ihnen im kameradſchaftlichen Kreis. Die Ge⸗ Mannheit Shol. Kleine s Einem ſoebe Bnicht iſt zu ent lar, die die Bu für Notſtandsa bewilligte, ein 4 Bis zum Sept behörde nicht n Sport⸗ und Er hierfür ausgeſe trag von 330 J denkliche Art wurde angelegt fungsbehörde Sportzwecke u Kegelbahnen, Art Tennis), Sprungſchanzer Golfſport wurd 35 neue Plätze verbeſſert. Nic Anlagen wurd jfertiggeſtellt. und Turnhalle. Jugendliche mi ner wurden 24 ſtehende vergrö Sport⸗ und Sp 425 Parks ſow Der Spor ruf hat eine ar tung bei der At Fußball⸗Länder ſend Abwandli ſtärktem Maße f oberhäupter ail deutung gemäß rung zuteil wer rer Staaten, di ſehen mit Stau Glücklichen, die und ihre Führe tun, dieſe Maß: jfportliche Bela hingeſtellt ſei, bemerken ſie all ken in dieſer R wird, und ſie ſ Freunde das gl ſchmähten, wie ſchlagend bewei i wenn Nordan fungsbehörde vi ſongtche Zwech immerhin den. rtund einer Dre Man ſieht, a Fürſprecher ein Hauſe ſind, hat lichen Förderur man beſitzt ſie b 1dieſes zugeben? fſonders Fürſpre lebens, und daf Weitere Glar Die Nationa haben weitere Bahnfahrer, die tag in Köln di rennen nicht be imehr wieder ar die neue Man ſich aus Schmid nitz), Hackebeil( Dömling(Sch Felske(Berlin) cher(Köln), Bli und Weiſchedel bereits am 2. furt“ als näch beim Ste Mit noch ſtär wurde am Son JPoſillipo⸗Rundſt um den Pokal d⸗ e be Siege. Die groß Runden 205 Klr die Fahrer der haften Gegner. 1 in:04:2 chnittsgeſchwind etti und Villor die ſechs erfſ der Ungar Har Runden Rückſtar Rennwagen fuhi Maſerati über Std., ein Bewei⸗ Strecke für die g Ryeinauer Der TV1846 athletik⸗Vereine Sonntag einen der auch Gäſte e ſah. Unter günſt nahme der beſte Südweſt, wie d Löwel, Cre anderen konnter ſetzen. In der J überzeugender§ mannſchaft des miſchem Geländ durch ihre guter Minuten den er führte über Zmo Rheinau hatten perlich überlege Dürkheim nicht mit dem zweite von 10,30 Minu bergigem Gelän April 193 Vorſitz von isführlichen bgelaufenen ür 1937 geht sfeuerwehr⸗ ſtember am t. Mit Un⸗ vurde eine ie 32 Neu⸗ 4 bewilligte, ein Dollar dem Sport zugute kam. Ein Geſuch tungsgegen⸗ vor. t der erſt vor zfL rief am zlieder zur nmlung im Die Ge⸗ und ſeiner urzen Zeit⸗ olg zu ver⸗ en Fußball g erhalten; in auf eine zurückblik⸗ Vereins 55 ich die Kaſ⸗ un einmal im Ort iſt, erwachſende Möglichkeit zu können. d das Trai⸗ n, das je⸗ ſtattfindet. ald wieder urnen ein⸗ ete wieder „ die bereit mmitzuhel⸗ r Wilhelm idarbeits⸗ Badiſchen 1. Mai 25 es. Schon ir ſie aus⸗ geweſen, Shaltungs⸗ ie Handar⸗ 912 wurde i ununter⸗ m. Es iſt die Klein⸗ änger, hier gen Hand⸗ mn. Darum dere Liebe lichkeit, die nalen Ar⸗ Liebig, bei dieſer en Buben verleihen. nachgeholt, geſprochen Fräulein il vorigen iſtalt tätig trauen der rtſchätzung Zuneigung 28. bis 30. verein Il⸗ m 12., 18 Inſelfeſtes r ein Mo⸗ aucht lmtsunter⸗ Urkunden gegen den ubilligung ignisſtrafe ler Eigen⸗ i den letz⸗ chgebühren 20 bis 25 zaletkarten inng ſeiner oche ze Veran⸗ n: der po⸗ e Kultur⸗ vollen wir tsgruppen führen. er Reichs⸗ ie äußere Augen ge⸗ eren Hal⸗ üben eine inſchaulich üten, den Reich, den )zuahmen. n Gautag Nürnberg en eines heraus⸗ Gautagen tsgruppen Sie wer⸗ utag 1937 äge einer inen Mit⸗ en hatte, ihnen im 5 hingeſtellt ſei, was„rein ſportlich“ iſt. Mannheim 29. April 1937 Ppokffördecung in Aés Kleine Ohrfeige für gewiſſe Leute Einem ſoeben veröffentlichten amtlichen Be⸗ 4 3 nicht iſt zu entnehmen, daß von je acht Dol⸗ lar, die die Bundes⸗Arbeitsbeſchaffungsbehörde für Notſtandsarbeiten im vergangenen Jahr Bis zum September 1936 hat dieſe Bundes⸗ behörde nicht weniger als 8500 Bauprojekte für Sport⸗ und Erholungszwecke genehmigt. Die hierfür ausgeſetzte Summe überſteigt den Be⸗ trag von 330 Millionen Dollar! Faſt jede er⸗ denkliche Art von Spiel⸗ und Sportplätzen wurde angelegt. Die von der Arbeits⸗Beſchaf⸗ fungsbehörde genehmigten Bauprojekte für Sportzwecke umfaſſen Stadien, Schießſtände, Kegelbahnen, Räume für Squaſk⸗Racket(eine Art Tennis), Baſeballſpielplätze, Skiwege, Sprungſchanzen, Bobbahnen uſw. Selbſt der Golfſport wurde reichlich bedacht, wurden doch 35 neue Plätze angelegt, 55 alte ausgebaut und verbeſſert. Nicht weniger als 473 Stadion⸗ — 4 1 Anlagen wurden in Angriff genommen oder fertiggeſtellt. Dazu kommen noch 961 Sport⸗ und Turnhallen und zahlloſe Spielplätze für Jugendliche mit kleinen Schwimmbecken. Fer⸗ ner wurden 248 Badeanſtalten gebaut, 61 be⸗ ſtehende vergrößert, Hinzu kommen noch 1415 Sport⸗ und Spielplätze, kleine Sportanlagen in 425 Parks ſowie zahlreiche Tennisanlagen. * ruf hat eine angeſehene franzöſiſche Sportzei⸗ tung bei der Abſage des italieniſch⸗franzöſiſchen Fußball⸗Länderkampfes ertönen laſſen. In tau⸗ ſend Abwandlungen hört man ihn in ver⸗ ſtärktem Maße ſeit der Zeit, da es einige Staats⸗ oberhäupter aibt, die dem Sport ſeiner Be⸗ deutung gemäß weitgehende ſtaatliche Förde⸗ rung zuteil werden laſſen. Die Sportler ande⸗ rer Staaten, die dieſe Förderung nicht kennen, ſehen mit Staunen und Bewunderung auf die Glücklichen, die ſie genießen. Ihre Preſſe aber und ihre Führer können ſich nicht genug darin tun, diefe Maßnahmen als„Eingreifen in rein ſportliche Belange“ zu bezeichnen, wobei da⸗ Dabei bemerken ſie alle nicht, daß ihr Tun und Den⸗ ken in dieſer Richtung allein vom Neid gelenkt wird, und ſie ſehen ferner nicht, daß ihre Freunde das gleiche tun wie die ſo gern Ge⸗ ſchmähten, wie obige Neuyorker Meldung ſchlagend beweiſt. Oder iſt es etwas anderes, n Nordamerikas Bundes⸗Arbeitsbeſchaf⸗ fungsbehörde von je acht Dollar einen für rein ſongtche Zwecke ausgibt, was, umgerechnet, mmerhin den mammuthaften Betrag von rund einer Dreiviertel Milliarde Mark ergibt? Man ſieht, auch in anderen Ländern, wo Fürſprecher eines„ſportlichen Eigenlebens“ zu uſe ſind, hat man die Bedeutung der ſtaat⸗ lichen Förderung der Leibesübungen erkannt, man beſitzt ſie bereits oder kämpft um ſie. Aber dieſes zugeben? Nein! Denn ſie ſind ſamt und ſonders Fürſprecher eines eigenwilligen Sport⸗ lebens, und dafür haben wir kein Verſtändnis. Weitere Etarts der nalionalmanmchalt Die Nationalmannſchaften der Radfahrer haben weitere Startorders erhalten. Die Bahnfahrer, die wegen des Regens am Sonn⸗ tag in Köln die vorgeſehenen Ausſcheidungs⸗ rennen nicht beſtreiten konnten, ſtarten nun⸗ mehr wieder am 9. Mai in Leipzig. Für die neue Mannſchaft der Straßenfahrer, die ſich aus Schmidt(Dortmund), Gänßler(Chem⸗ nitz), Hackebeil(Chemnitz), Fiſcher(Düſſeldorf), Dömling(Schweinfurt), Butt(Bielefeld), Felske(Berlin), Ziegler(Schweinfurt), Bött⸗ cher(Köln), Blum(Köln), Seidel(Dortmund) und Weiſchedel(Stuttgart) zuſammenſetzt, gilt bereits am 2. Mai„Kund um Frank⸗ furt“ als nächſter Wettbewerb. Die ſechs erſten auf nüja Romeo beim Stadtringrennen in Neapel Mit noch ſtärkerer Beteiligung als in Turin wurde am Sonntag auf der 4,1 Klm. langen Poſillipo⸗Rundſtrecke in Neapel das Autorennen um den Pokal der Prinzeſſin von Piemont aus⸗ etragen. In beiden Klaſſen gab es italieniſche Siege. Die großen Rennwagen hatten über 50 Runden 205 Klm. zurückzulegen. Wieder hatten die Fahrer der Seuderia Ferrari keinen ernſt⸗ haften Gegner. Giuſeppe Farina gewann ſicher in:04:28.8 Stunden mit einer Durch⸗ ſchnittsgeſchwindigkeit von 98,8 Klm. vor Bion⸗ detti und Villoreſi. Alfa Romeo belegte die ſechs erſten Plätze. Siebenter wurde der Ungar Hartmann auf Maſerati mit vier Runden Rückſtand. In der Klaſſe der 1½Liter⸗ Rennwagen fuhr der Sieger Graf Troſſi auf aſerati über 123 Klm. ebenfalls 98,8 Klm.⸗ td., ein Beweis dafür, wie wenig geeignet die Strecke für die großen Rennwagen war. Bheinauer Langſtrecler in nenniadt Der TV1846 Neuſtadt, einer der beſten Leicht⸗ athletik⸗Vereine des Gaues Südweſt, hatte für Sonntag einen Waldſtaffellauf ausgeſchrieben, der auch Gäſte aus dem Gau Baden am Start fah. Unter günſtigen Bedingungen und bei Teil⸗ nahme der beſten Langſtreckenläufer des Gaues Südweſt, wie der Deutſchen Meiſter Haag, Löwel, Creter, Zimmermann und anderen konnten ſich die Badener gut durch⸗ ſetzen. In der Jugendklaſſe gelang Rheinau ein überzeugender Sieg. Gegen die ſtarke Jugend⸗ mannſchaft des TV 1846 Neuſtadt, die in hei⸗ miſchem Gelände im Vorteil war, konnten ſie durch ihre guten Leute mit der Zeit von 20,34 Minuten den erſten Platz belegen. Die Strecke führte über Zmal 2000 Meter. Die Schüler aus IRheinau hatten in ihrer Klaſſe gegen die kör⸗ IJ perlich überlegene Mannſchaft des Vſs Bad Dürkheim nicht viel Ausſichten und mußten ſich it dem zweiten Platz beſcheiden. Ihre Zeit on 10,30 Minuten iſt für Zmal 1000 Meter auf ſergigem Gelände als gut anzuſprechen. „Der Sport geht k..“— dieſen Warn⸗ Sport und Spiel De. ölick beglücwünzcht den Reichsfpoetfüpeee Vier Jahre Sportfüh rung unter SA⸗Gruppenführer Hans v. Tſchammer und Oſten Am 28. April 1933— alſo vor vier Jahren — wurde der SA⸗Gruppenführer Hans von Tſchammer und Oſten auf. Vorſchlag des Reichs⸗ miniſters des Innern Dr. Frick vom Führer und Reichskanzler zum Reichsſportkommiſſar ernannt. Aus dieſem Anlaß richtete der Reichs⸗ und preußiſche Miniſter des Innern an den ein Schreiben folgenden In⸗ alts: Mein lieber Herr Reichsſportführer! Vor vier Jahren ſind Sie an die Spitze der deutſchen Turn⸗ und Sportbewegung getreten. In Ausführung der Ihnen von dem Führer und mir übertragenen Aufgabe haben Sie in raſtloſer zielklarer Arbeit das in zahlloſe Ver⸗ bände und Intereſſentengruppen zerſplitterte deutſche Turn⸗ und Sportweſen zu dem Deut⸗ ſchen Reichsbund für Leibesübungen, der größ⸗ ten einheitlich geführten Sportorganiſation der Welt, zuſammengeſchloſſen. Als Präſident des Deutſchen Olympiſchen Ausſchuſſes hatten Sie die verantwortliche Auf⸗ gabe zu erfüllen, die deutſche Mannſchaft für die XI. Olympiade vorzubereiten. Die groß⸗ artigen Erfolge, die unſere deutſchen Kämpfer vor den Augen einer ganzen Welt errungen haben, ſind der ſchönſte Lohn für Ihr tatkräf⸗ tiges Mühen. Ich freue mich aufrichtig über die großen Aufgaben, die Ihnen in den letzten Jahren über den Kreis der deutſchen Turn⸗ und Sport⸗ bewegung hinaus übertragen worden ſind. Ich gedenke in dieſem Zuſammenhang Ihrer Tä⸗ tigkeit als Leiter des„Sportamts Kraft durch Freude“, das Millionen von Volks⸗ genoſſen betreut, als Leiter des Hauptamtes der NS⸗Kampfſpiele der SA, die das deutſche Olympia darſtellen, und im beſonderen der großen Aufgabe, die Sie als der Beauftragte des Jugendführers des Deutſchen Reiches für die körperliche Ertüchtigung der geſamten deut⸗ ſchen Jugend zu leiſten haben. Daß es gelungen iſt, durch die Uebertragung einer Abteilung in meinem Miniſterium und durch die Schaffung des Reichsſportamtes Ihrer Tätigkteit auch den erforderlichen ſtaat⸗ lichen Rückhalt zu verleihen, erfüllt mich mit beſonderer Genugtuung. Ihre in dieſem Monat durch den Führer und Reichstanzler verfügte Beſtellung zum Präſidenten der Reichs⸗ akademie für Leibesübungen ſchafft Ihnen die Möglichteit, auch auf die Ausbil⸗ dung der in dem weiten Gebiet der körperlichen Erziehung tätigen Lehrer den erforderlichen Einfluß zu nehmen. Ich nehme die Tatſache Ihres vierjährigen Wirtens zum Anlaß, Ihnen und durch Sie Ihren Mitarbeitern meinen herzlichſten Dant und meine volle Anertennung für Ihr bis⸗ heriges ſo erfolgreiches Wirken auszuſprechen und Sie auch für die Zukunft meiner rückhalt⸗ loſen Unterſtützung zu verſichern. Heil Hitler! Ihr ſehr ergebener gez. Frick. Dee abus blelbt die ſchneume Bahn der Weit Bernd Roſemeyer unterbot Stucks Rundenrekord Den erſten ſonnigen Tag ſeit langer Zeit er⸗ wiſchten Auto⸗Union und Mercedes⸗ Benz, als ſie am Mittwoch auf der Avus mit ihren Verſuchsfahrten begannen. Manfred von Brauchitſch ſteuerte den älteren Mer⸗ cedes⸗Benz⸗Achtzylinder, wie er im Jahre 1900 eingeſetzt worden war, mit 178 Klm.⸗Std. durch die neue Nordkurve, kam alſo der errechneten Höchſtgeſchwindigkeit von 180 Klm.⸗Std. ſehr nahe. Bei der Wertung einer ganzen Runde unterbot Roſemeyer auf Auto⸗Union mit 272 Klm.⸗Std. den bisher von Hans Stuck ge⸗ haltenen Rundenrekord von 259 Klm.⸗Std. recht beträchtlich. Zu dieſen Werkfahrten hatte der Untertürk⸗ heimer Rennſtall den Achtzylinder⸗Wagen, wie er im Se worden war, aller⸗ dings ſchon mit der neuen Wagen, der aus dem Weltrekordwagen entwik⸗ kelt wurde und dieſem auch rein äußerlich durch ſeine Stromlinienverkleidung ähnelt. Noch am Vormittag unternahmen Caracciola und Manfred von Brauchitſch die erſten Fahr⸗ ten. Im Gegenſatz zu Roſemeyer und von De⸗ lius hielten ſie ſich in der Mitte der Nordkurve und erzielten dabei eine höhere Geſchwindigkeit ſch ien Hinterrad⸗skabſede⸗ rung ausgeſtattet, und und Zwölfzylinder⸗ als die Auto⸗Union⸗Fahrer, die bekanntlich vor 14 Tagen dicht unter dem oberen Rand entlang gefahren waren. Caracciola kam auf 177 Klm.⸗Std. und von Brauchitſch erreichte 178 Klm.⸗Std. und war damit bisher am ſchnellſten. Der Stromlinienwagen, der übrigens nicht der Grand⸗Prix⸗Formel ent⸗ ſpricht, blieb etwas zurück. Als am Nachmittag die ganze, nun 19,2 Kilometer lange Avusſtrecke im Renntempo durchfahren wurde, kam Carac⸗ ciola auf:19 Minuten, was einem Durchſchnitt von 264 Klm.⸗Std. entſpricht. Der alte Run⸗ denrekord von Hans Stuck, allerdings für die 19,.6 Kilometer lange Strecke, ſtand auf 432 Minuten- 259 Klm.⸗Std. Mit dem Acht⸗ zylinder⸗Wagen erreichte Manfred von Brau⸗ chitſch:27 Minuten, alſo 259,5 Klm.⸗Std. Die ſchnellſte Fahrt aber vollbrachte Bernd Roſe⸗ meyer mit dem neuen Auto⸗Union⸗Strom⸗ linienwagen, der dem Mercedes⸗Benz⸗Welt⸗ rekordwagen ſehr ähnlich iſt, denn er fuhr eine —Runde in:16 Minuten herunter und ſchaffte damit 272 Klm.⸗Std. Offizielle Zeitnehmer wa⸗ ren allerdings nicht zur Stelle, die geſtoppten Zeiten wurden privaten Meſſungen entnom⸗ men. Immerhin läßt ſich doch einwandfrei feſt⸗ ſtellen, daß die Avus nach dem Umbau der Nordkurve die ſchnellſte Rennbahn der Welt ge⸗ blieben iſt. Der 20. Lunderkampf gegen die Gchweiz In Zürich werden unſere Fußball⸗Nationalen einen hartnäckigen Gegner vorfinden Unter den Fußball⸗Nationen, mit denen uns ſeit Jahr und Tag freundſchaftliche Bande ver⸗ knüpfen, nimmt die Schweiz einen beſonderen Platz ein. Gegen die Eidgenoſſen beſtritt der iunge deutſche Fußballſport im Jahre 1908 ſeinen erſten offiziellen Länderkampf und die Schweizer waren es, die im Jahre 1920, als Deutſchland einer Welt von Feinden gegen⸗ überſtand, den Mut aufbrachten, die ſport⸗ lichen Beziehungen mit Deutſch⸗ land als erſte wieder aufzuneh⸗ men. Inzwiſchen iſt die Zahl der deutſch⸗ ſchweizeriſchen Fußballbegegnungen auf 19 an⸗ gewachſen. Von den 19 bisherigen Spielen ge⸗ wannen wir deren 13, nur vier gingen ver⸗ loren und zwei endeten Unentſchieden. Das Torverhältnis lautet mit 55:26 zu unſeren Gunſten. Seit der letzten Begegnung mit den Eidge⸗ noſſen ſind über zwei Jahre ins Land aegan⸗ gen. In aller Erinnerung iſt noch das große Treffen in der Stuttgarter Adolf⸗Hitler⸗Kampf⸗ bahn, das Ende Januar 1935 ſtattſand und von der ſchlagkräftigen deutſchen Vertretung mit:0 gewonnen wurde. Unſer Mittelſtür⸗ mer hieß damals Edmund Conen und dieſer Conen ſchoß allein drei Tore. Inzwiſchen hat ſich ja vieles geändert, aber in beiden Länderm iſt doch der Stamm der Nationalſpieler im großen und ganzen der gleiche geblieben und ſo wird man auch am Sonntag eine ganze Reihe von Spielern auf dem Feld ſehen, die ſchon ſeinerzeit in Stuttgart und ſogar in mehreren vorausgegangenen deutſch⸗ſchweize⸗ riſchen Kämpfen dabei waren. Die Mannſchaften Die Schweiz hat nach dem ſiegreichen Kampf gegen Belgien in Brüſſel, getreu dem alten Grundſatz, eine ſiegreich geweſene Mannſchaft nicht zu ändern, zum Züricher Treffen die glei⸗ chen Spieler aufgeboten, die im Heyſel⸗Sta⸗ dion erfolgreich waren. Deutſchland ſiegte zwar am vergangenen Sonntag ebenfalls gegen Belgien, aber dieſe Mannſchaftsanſſtel⸗ lung konnte aus verſchiedenen Gründen nicht beibehalten werden. So ſtehen ſich alſo am Sonntag folgende Spieler gegenüber: / Deutſchland: Jakob Billmann Münzenberg Kupfer Goldbrunner Kitzinger Lehner Szepan Eckert Noack Urban G. Aebi Abegglen Karcher P. Aebi Bickel Lörtſcher Vernati Guinchard Lehmann Minelli Bizzozero Schweiz: Schiedsrichter iſt der Belgier L. Braet, einer der beſten und bekannteſten Pfeifenmän⸗ ner Europas. Die deutſche Elf Die Aufſtellung der deutſchen Mannſchaft mußte natürlich nach den beim Länderſpiel gegen Belgien gemachten Erfahrungen und mit Rückſicht darauf, daß Fortung Düſſeldorf auch am 2. Mai keinen Spieler abſtellen kann, vor⸗ genommen werden. Verteidigung und Läufer⸗ reihe waren in Hannover ſo aut, daß man ſie unbedenklich übernehmen konnte. Wenn der Janes⸗Erſatz Haringer als einziger von den * Abwehrſpielern nicht berückſichtigt wurde, o keineswegs deswegen, weil er in Hannover etwa ſchlecht geweſen iſt. Man wollte viel⸗ mehr den längſt fälligen Verſuch mit dem Nürnberger Billmann machen, der Sonntag für Sonntag in der Elf des deutſchen Meiſters große Spiele liefert und ſich nachdrücklichſt für die Nationalmannſchaft empfahl. Allein die Sturmbeſetzung hat eine gewiſſe Ueberraſchung ausgelöſt, aber man kann nicht umhin, den verantwortlichen Männern ein Kompliment zu machen, wenn auch die Betrau⸗ ung Eckerts mit dem Sturmführerpoſten in einem ſo ſchweren Spiel ein Riſiko bedeutet. Aber hätte nicht jede andere Beſetzuna dieſes wichtigen Poſtens auch ein Riſiko bedeutet? Wir nehmen an, daß der Wormſer mindeſtens nicht ſchlechter ſpielen wird als Lenz. Hofſen wir, daß Eckert in Zürich vom Lampenfieber verſchont bleibt und daß er zur Ueberraſchung des Tages wird! Die Berufung von Lehner, Urban und Szepan war von vornherein nicht zweifelhaft, dagegen wurde mit einer Aufſtel⸗ lung Rudi Noacks wirklich nicht gerechnet. Man glaubte dieſen famoſen Spieler ſchon „vergeſſen“, nachdem er nun drei Jahre lang in keiner Nationalelf geſtanden hat. Dabei hat der Hamburger weder im Z4er⸗Spiel gegen Un⸗ garn in Frankfurt am Main noch beim Welt⸗ meiſterſchaftskampf gegen die Tſchechoſlowakei im gleichen Jahr enttäuſcht. Wir wollen den Gründen, die zu ſeiner„Kaltſtellung“ führten hier nicht nachſpüren, freuen wir uns, daß die⸗ ſer große Könner wieder Eingang in der Na⸗ tionalmannſchaft gefunden hat. Noack wird halblinks ſpielen und damit mußte Szepan zwangsläufig auf die andere Seite rücken. Der Schalker wird auch auf dieſem Poſten ſeiner beſonderen Aufgabe vollauf gerecht werden. So darf man alſo die Betrachtung über die deutſche Elf mit der Feſtſtellung ſchließen, daß eine ſehr ſtarke, vertrauenerweckende Streit⸗ macht in das Land der Eidgenoſſen fährt, die das Zeug dazu hat, einen neuen Sieg zu er⸗ kämpfen. Die Schweizer Seit dem denkwürdigen Münchner Kampf 1926, wo Torhüter Ertl völlig außer Form war, hat die Schweiz nicht mehr gegen Deutſch⸗ land gewinnen können. Nun hoffen die Eid⸗ genoſſen, endlich wieder einmal einen Sieg an ihre Fahne heften zu können. folg in Brüſſel hat die Mannſchaft zuverſicht⸗ lich gemacht und wir wiſſen ja, was es bedeu⸗ tet, wenn man Vertrauen zum eigenen Kön⸗ nen und zur eigenen Kraft hat. 1. DDüe⸗Relchstreffen in örelburg Der Präſident des DDAcC hat zum 1. DDAc⸗ Reichstreffen 1937 in Freiburg i. Br. am 29. und 30. Mai aufgerufen. Nach der Ausſchrei⸗ bung können ſich an dieſem großen kraftfahr⸗ touriſtiſchen Ereignis ſowohl Einzelmitglieder wie die DDAC-⸗Ortsgruppen aus allen Teilen Deutſchlands beteiligen, für die beſondere Preiſe ausgeſchrieben wurden. Sämtliche Teil⸗ nehmer erhalten in Freiburg eine ſchöne Er⸗ innerungsgabe. Das Veranſtaltungsprogramm in Freiburg ſieht u. a. einen Trachtenwett⸗ bewerb ſowie einen„Blumenkorſo“ vor. Die beſten Trachtengruppen und die ſchönſten Fahr⸗ zeuge des Korſos werden ausgezeichnet. Den Abſchluß des Treffens bildet ein Ba diſches Weinfeſt auf dem hiſtoriſchen Münſterplatz. Die Vorbereitungen für dieſes Treffen liegen in Händen der DDAC“⸗Ortsgruppe Freiburg und der Stadt Freiburg, die dafür ſorgen wer⸗ den, daß die Feſttage in der Schwarzwaldſtadt zu einer eindrucksvollen Kundgebung der deut⸗ ſchen Kraftfahrer im Dienſte deutſcher Heimat⸗ touriſtik werden. nglands dremobrige gerclagen Franzoſenſieg/ in den„2000 Guineas“ Auf dem bekannten engliſchen Rennplatz Newmarket wurde am Mittwoch die erſte klaſ⸗ ſiſche Dreijährigenprüfung des Jahres, das Rennen um die„2000 Guineas“ über 1600 Me⸗ ter, gelaufen. Es gab eine große Ueberraſchung, endete doch die geſamte Dreijährigen⸗Elite Englands mit dem:1⸗Favoriten Foray und dem Derby⸗Favoriten Fairford an der Spitze im geſchlagenen Feld. Zwei Franzoſen, der von H. Semblat gerittene Le Kſar aus dem Stall de St. Alary und M. Bouſſacs Goya lI C. Elliot), von denen lediglich Goya Umam. Wettmarkt etwas Intereſſe gefunden hatte, be⸗ legten die beiden erſten Plätze vor Mid Day Sun(T. Lowely), einem Außenſeiter. Le Kſar hatte im Ziel etwa vier Längen Vorſprung. Für den engliſchen Derby⸗Jahrgang iſt dieſes Ergebnis natürlich keine Empfehlung. Hoppegarten eröfnet Als letzte der drei Berliner Galopprenn⸗ bahnen eröffnet am kommenden Sonntag Hoppegarten, nachdem der Rennbetrieb in Strausberg und Karlshorſt ſchon ſeit einigen Wochen im Gange iſt. Für den Eröffnungstag ſteht gleich ein ſportlich bedeutendes Ereignis wie der über 1600 Meter führende„Hoppegar⸗ tener Ausgleich“ auf der Karte, der mit 10 000 Mark an Preiſen ausgeſtattet iſt. Vorausſicht⸗ lich wird ein Achterfeld an den Start kommen, das ſich wie folgt zuſammenſetzt: Periander 63 Kilo(W. Held), Goldtaler 57 Kilo(O. Schmidt), Reichsfürſt 57 Kilo(J. Raſtenberger), Wiener Walzer 57 Kilo(J. Vinzenz), Elfmeter 56 Kilo(), Jupiter 55 Kilo(H. Zehmiſch), Dardanos 55 Kilo(K. Narr), Heimfahrt 52,5 Kilo(E. Huguenin). Krefeld Traarer Jagdrennen(2500 Mk., 3000 Meter): 1. A. Ohlmeiers Gnom(F. Hochſtein), 2. Lorbaß, 3. Rigoletto;.: Jan van Werth, Rabenſteiner. Toto: 13, 11, 12:10. Einlaufwette: 26:10. Preis von Bockum(2000 Mk., 2000 Meter): 1. Ge⸗ ſtüt Freismiſſens Fehler(W. Höllein), 2. Gildetraut, 3. Kukuruz und Argliſt;.: Faland, Muſterknabe. Toto: 15, 11, 24, 7,:10. EW: 176:10. Preis von Verberg(2500 Mk., 1650 Meter): 1. Graf v. Gymnichs Laufpaß(H. Schmidt), 2. Mauſer, 3. Augraf;.: Selim, Szegeban. Toto: 78, 20, 18:10. EW: 180:10. Fiſchelner Jagdrennen(2600 Mk., 3600 Meter): 1. C. A. Kruſes Titir(R. Naumann), 2. Kaſtanien⸗ blüte, 3. Fedeler;.: Athenerin, Sonny Boy, Ga⸗ Kurzer Kopf. Toto: 62, 16, 15, 16:10. EW: Preis von Oppum(2500 Mk., 1650 Meter): 1. Ge⸗ brüder Röslers Florian(M. Schmidt), 2. Debatte, 3. Gewehrlauf;.: Baſtkorn. Toto: 16, 25, 19:10. EW: 88:10. Preis von Uerdingen /2400 Mk., 2800 Meter): 1. A. Wortmanns Maktonia(M. Wortmann), 2. Sirene, 3. Schwede;.: Landesfreund, Caramba, Seeräuber. Toto: 34, 14, 16, 17:10. EW: Linner Ausgleich(2000 Mk., 1400 Meter): 1. Ge⸗ brüder Röslers Lockruf(M. Schmidt), 2. Miſſiſſippi, 3. Letzter Sioux, 4. Bronceluſter;.: Pieta, Gräfin Mariza, Wernigerode, Galsworthy, Thuribert, Ro⸗ mantik. Toto: 26, 13, 12, 14. EW: 15:10. Der ſchöne Er⸗ f f 1 5 Mannheim Unterhaltung und Wiſſen Hans Rehberg:„Friedrich Wilhelm.“ Die gute Aufführung eines starken dramatischen Werkes Es iſt vielleicht gerade das ſchönſte Geheim⸗ nis eines großen Kunſtwerkes, ſei es in der Architektur, der Malerei, Dichtung oder Muſik, daß es den Menſchen bei der erſten Begegnung nicht zu lautem Jubeln veranlaßt, ſondern zum Verſtummen bringt. Das Verſtummen wird in dem der um die Wahrheit ringt, zu einem ſtillen Grübeln und wird erſt nach Wo⸗ chen, Monaten, Jahren glückliche Erkenntnis. Die Welt verſtand die Schöpfungen der größ⸗ ten Meiſter immer erſt dann richtig einzu⸗ ſchätzen, wenn Jahre über ſie hinweggegangen waren und dieſe es nicht vermocht hatten, ſie auszulöſchen. Eine große dramatiſche Kraft Wir haben im Mannheimer Nationaltheater die Aufführung von Hans Rehbergs „Friedrich Wilhelm.“ erlebt. Das Volt auſchte ſtill und ergriffen über zweieinhalb Stunden lang. Es gab zwiſchen den Akten und am Schluß Beifall. Aber dieſer Beifall war nicht brauſend und von lauter Begeiſterung ge⸗ tragen. Er klang verhalten, zaghaft, von einer feltſamen Ratloſigkeit diktiert. Und doch ging wohl keiner von den Hunderten hinaus, der auf dem Weg in den Alltag das Erlebnis gleich wieder vergeſſen konnte. Irgendetwas war in jedem zurückgeblieben, das irgendwo groß und erhaben ſchien. Es war bisher das Schickſal aller Rehberg⸗ ſchen Dramen, daß ſie nicht, wie viele andere, das Herz des Volkes im Sturm eroberten. Da⸗ für ließen ſie bei einem kleinen Kreis von Men⸗ ſchen das Ahnen zurück, daß ihre Zeit wohl erſt noch kommen wird. Und der Kreis dieſer Menſchen vergrößert ſich langſam. Aber er ver⸗ größert ſich... Wir wagen es nicht, Rehberg heute ſchon in irgendeine Reihe großer Dichter einzugliedern. Das ſoll eine ſpätere Zeit tun, wenn es ihr die Erkenntnis erlaubt. Aber wir machen auf ihn aufmerkſam. Denn er hat eine große dra⸗ matiſche Kraft in ſich. .„preußiſch“—„politiſch“.. „Friedrich Wilhelm.“ iſt das dritte der Preußendramen des Dichters und ſchildert— rein äußerlich geſehen— die oft bearbeitete Katte⸗Epiſode“ aus dem Jugendleben des gro⸗ ßen Königs. Aber Rehberg lehnt ſich an keine Vorbilder an. Die Fabel an ſich iſt nur Gerüſt einer Handlung, deren letzte Idee im menſch⸗ lichen Weſen verankert iſt, das in dieſem Falle dem„Preußiſchen“ gleichkommt. Das Dreieck: König Kronprinz— Katte iſt bei Rehberg geſchwunden. Hier ſteht nur der Va⸗ ter gegen den Sohn, der Mann, der das Starke will, gegen den Jüngling, deſſen Liebe dem Schönen gehört. Und weil es kein Spielen um halb idiotiſchen Säufer, König und„Vaſall“ In dieſem Stückſind Männer ge⸗ ſtaltet! Das Gegenſpiel von Gut und Böſe tritt zurück hinter dem Gegenſpiel von König und„Vaſall“. Das verſchiedene Alter färbt die verſchiedenen Charaktere. Eiſenharte Männer⸗ typen ſind die meiſten, offen, geradeaus und frei von jeder Intrige. Nur Grumbkow iſt in ſich nicht feſt. Und Gundling zerbricht am „Stock“ des Königs, wird zum halb närriſchen, während der Kron⸗ durch die Härte des prinz als ſein Gegenpol Männer Vaters und Königs in die Reihe der hineinwächſt. Die Stimmung des Dramas ſcheint— auf den erſten Blick geſehen— düſter und ſchwer. Da iſt kein Lachen, kein Fröhlichſein. Und wenn einmal für Minuten eine Helle in das nüch⸗ terne Leben zu fallen ſcheint, wind ſie gleich von um ſo unheilvoller ſcheinenden Wolken wieder ausgelöſcht. Gleich nach der Liebes⸗ ſzene zwiſchen Fritz und Doris Ritter wird das Mädchen geſangen genommen. Und als der Obriſt das einzige Mal von ſeinem Gefängnis aus die„Gnadenſonne“ froh begrüßt— muß er erfahren, wie das Aufgehen dieſer Sonne das Zeichen des Todes für ſeinen Freund be⸗ deutet. Der politiſche Menſch Und doch liegt die Düſterkeit nur ſcheinbar über dieſer Welt. Denn da iſt etwas, das die Härte mildert, das uns verſöhnt mit ihr: das menſchliche Fühlen, das in jeder Bruſt ver⸗ nehmbar wacht. Am deutlichſten iſt es am Kö⸗ nig ſelbſt: wieviel Mal verſucht er, die Liebe ſeines Sohnes zu gewinnen, er betielt oft dar⸗ um. Er ängſtigt ſich um ſeinen Thron! Wie ſtark bricht es im Weſen des Kronprinzen durch: die Angſt vor dem Tod kann er nicht verbergen. Auch im alten Katte und in War⸗ tensleben ſchlagen Menſchenherzen. Menſch⸗ licher als dieſe können Könige und Offiziere nicht gezeichnet werden! Aber das iſt eben das Große an den Geſtalten Rehbergs: entehrend wirkt dieſe Menſchlichkeit nie. Ueher allem Schmerz vergißt keiner, daß er ein Mann iſt. Die Melodie vom Ideal des preußiſchen Men⸗ ſchen... Der einzelne iſt nicht in ein Volk ge⸗ geben, um ſeinen Gefühlen nachzuleben, ſondern um für das Volk zu arbeiten. Nennen wir ihn einen„preußiſchen“ Menſchen, wenn wir das Stück als hiſtoriſche s Drama betrach⸗ ten. Wenn es aber Ewiglkeitswerte beſitzen will, müſſen ſeine Menſchen auch für unſere Zeit gültig und vorbildlich ſein. Und wir ha⸗ öden dafür den Begriff des politiſchen Men⸗ ſchen geſetzt. Ihn geſtaltet zu haben, frei von jeder Konjunktur und Tendenz, iſt die dichte⸗ riſche Tat Rehbergs! Melodie der Sprache Dramatiſch iſt das Werk ein großer im Nationaltheater Bühne ſchon grauenerregrend wirkt? Der den Vater des gerichteten Katte zum Tanze befiehlt? Ein anderer dürfte das nicht. Dieſer Friedrich Wilhelm darf es. Denn er iſt doch e in König! Das iſt gerade das dramatiſch Große in Rehbergs Drama, daß er Menſchen zeichnen kann in allen Schattierungen, ohne ihnen den klaren Grundzug ihres Weſens zu nehmen. Sie ſind jeder Sitnation gewachſen. Darin erinnert der Dichter an Kleiſt und Shakeſpeare. Denn dieſe Geſtalten ſind Menſchen dieſer Welt, die— ohne auch nur im geringſten an Uebermenſchen⸗ tum zu gemahnen— ſich ihre Lebensaufgabe ſelbſt ſtecken und durch ihre Erfüllung das Schickſal geſtalten und meiſtern. Das Drama iſt aufgeteilt in eine Reihe von Bildern, die ſtark ineinanderwachſen. Drama⸗ tiſche Höhepunkte löſen Szenen von ſtiller Be⸗ ſchaulichkeit ab. Aber dieſe ſind nicht um ihrer ſelbſt willen da. Sie wirken mehr wie die Ruhe vor dem Sturm. Klar und ausdrucksſtark iſt die Manchmal klingt ſie wie herbe Muſik. Es iſt die große Aufgabe des Schauſpielers, ſie wir⸗ kungsvoll zur Geltung zu bringen. Der Geiſt aber, der über dem Ganzen lebt, hat irgendetwas Zukunftsfreudiges. Das Dra⸗ ma endet in Nacht und Nebel— rein äußer⸗ lich. Aber Rehberg gibt uns die Gew ißheit: hinter jenem Nebel ſcheint ewige Sonne! Und das iſt das Leuchten, das nachher über Preußen aufging und heute über Deutſchland ſteht! Die Aufführung: Friedrich Brandenburg ſetzte das ſchwie⸗ rige Werk in Szene. Er nahm eine Reihe von Streichungen vor, mit denen man einverſtan⸗ den ſein muß. Das Werk wurde ſo noch ge⸗ ballter, in ſeiner dynamiſchen Kraft exploſiver. Er arbeitete die Gegenſätze König— Vaſallen und den ſich zur reinen Männlichkeit vereini⸗ genden Gegenſatz: menſchlich— politiſch klar umriſſen heraus. In der Darſtellung iſt der Naturalismus überwunden, zugunſten eines im Rahmen des Realen bleibenden idealiſtiſchen Stils. Männer erſtehen ſo, die um Schickſale kämpfen. Die rein menſchliche Atmoſphäre wird überhöht zur heroiſchen. Die Bindung zur Erde bleibt. Brandenburg wurde der Dichtung Reh⸗ bergs in vollem Maße gerecht. Von den Darſtellern verdient in erſter Linie Robert Kleinert als Friedrich Wilhelm ge⸗ nannt zu werden. Eine ſchöne, reife Leiſtung! Er geſtaltete die vitale Lebenskraft des Königs bis zum Aeußerſten. Seine Liebe war grenzen⸗ los, ſeine Härte ging bis knapp ans menſchen⸗ mögliche, und ſein Wille war ſtahlhart und un⸗ bezwinglich. Ein Menſch, der über Leichen geht, und den doch keiner tödlich haſſen kann darum. Man weiß nicht, wer größer iſt: der Menſch oder der König in ihm? Seine Macht jeden⸗ falls leiht er dem König. Seine harte Liebe aber gibt er dem Menſchen. Wir freuen uns, Robert Kleinert in der nächſten Spielzeit zu unſeren ſtändigen Mitgliedern zählen zu dürfen. Den Kronprinz zeichnet Herbert Bleck⸗ mann mit großem Verſtändnis. Hier lebt das jugendlich Friſche. Die„ſchöne Seele“ ringt mit den harten Kräften des Lebens. Und ihr Unterliegen iſt Würde. Tränen kann auch ein Mann vergießen, ohne daß er dadurch ehr⸗ los wird. Bleckmanns Obriſt Fritz wird vom ſuchenden, gehetzten Jüngling zum harten Mann. 5 Erwin Linders Katte war männlich und innerlich gefeſtigt. Ein„Vaſall“, der ſchwei⸗ gend den Tod auf ſich nimmt, wenn der Köni es befiehlt. Der Vater Kattes Hans Brackebuſch— kennt die Diſziplin. Sein Herz bäumt ſich gegen das Schickſal auf, aber er bezähmt es: jeder Zoll ein Offizier. Gut Wartensleben des Friedrich Ein Sonderlob verdient Ernſt auch der alte Hölzlin. Langheinz, deſſen degenerierter Gundling als werwoller Beitrag zur Vervollſtändigung des Rehbergſchen Weltbildes anzuſehen iſt. Von den andern nennen wir noch Lene Blankenfeld als Königin; Hermann Ull⸗ mer als Prinz Auguſt Wilhelm und Marta Langs als Prinzeſſin Wilhelmine. Rudolf Birkemayer als Rochow, Karl 4 Marx als Grumbkow, Joſeph Renkert als Deſſau, Armas Sten Fühler als Schwerin und Klaus W. Krauſe als Graf v. d. Schu⸗ lenburg gaben der Umgebung des Königs Atmoſphäre. Die übrigen, zumeiſt in kleineren Rollen he⸗ ſchäftigt, mögen ſich mit einem Geſamtlob be gnügen. Sie gaben alle ihr Beſtes, denn es iſt nicht leicht einen Rehberg in einer ſolchen Au führung herauszubringen, wie ſie dem Natio⸗ naltheater gelang. Ein gut Teil des Gelingens iſt auch dem Bühnenbildner Kalbfuß und der techniſchen Einrichtung Hans Weyls zu⸗ zuſchreiben. Wir würden uns freuen, wenn Mannheim der Dichtung Rehbergs das Verſtändnis entgegenbringen würde, das manche andere Städie vermiſſen ließen. Denn das Werk iſt groß! Helmut Schulz. Sprache. eine 3 4 Dem Ju wo er ſein ſeine Obje ſtruiert ſie, gehen kön für ihn de letzten Vö Kein Wun feſthält. 2 Willen bel leben, der der Menſch daß über ki Völkerring cher Ausw Börſe in hat das R jüdiſchen K kerungskrei genden Au induſtrie a können. Art beträge in täglich ſtieg denz ſah ſie der zu verke einzuſtecken. auszuſteigen Doch ein a beißen die Börſenſpeku Kursgebäud Es erfolgte Kurſe um 1 ſchwung we über eine fr nalen Lage. dung zu ein ſen. Die Tage allein kronen betra nen Speku ſpielten an trrotz der Ku veranlaſſen banken zeigt ſer Lage Eff wartet werd noch auf die flowakei Au: Die Zuſtänd In letzter AReichstommiff Art, Anfragen lichten Richtlin keit anderer B kommiſſar übe ordneten Behi werden derarti tiger Arbeiten beantwortet w Frageſteller, ſi zu unterrichten perſönliche Dinge iſt, ſondern ein hartes Kämp⸗ fen um den Sieg einer Idee, um eine Staats⸗ Wurf. Aus Rehberg ſpricht eine gewaltig ge⸗ auffaffung, von der das Wohl eines ganzen ballte Kraft. Das kommt aus den Urtiefen des Reichsſchatza Volkes abhängt, iſt das Drama im letzten Sinn Lebens. Beinahe genial wirft er mit ein paar in das Sein, und der e politiſch. Ganz politiſch deshalb, weil ge⸗ Strichen einen Menſchen rade dieſes politiſche Moment in Friedrich Wil⸗ lebt dann, von einem göttlichen Hauch beſeelt. helm ebenſo ſtark vertreten iſt wie das rein Da iſt nichts Papiernes in den Reden und menſchliche. Das eine wächſt im Ringen Worten der Männer. Vom Geiſtigen und vom mit dem anderen immer ſtärker heran. Wo Seeliſchen zugleich ſind ſie her geſtaltet. Das Friedrich Wilhelm am ſchrecklichſten den Leut⸗ Gedankliche, wo es noch ſo ſtark iſt, wirkt nicht nant Katte haßt, da liebt er den Freund ſei⸗ hart, es iſt durchpulſt vom ſchlagenden Leben. nes Sohnes am meiſten. Wo er den Obriſt Eine wilde Dramatik, ſchäumend und ziſchend Fritz am tiefſten demütigt, da adelt er ſeinen von innerer Kraft, die aber die Formſchön⸗ Knaben zum Mann. heit der Sprache in Banden hält. Walter Erich Schäfer ſchrieb in den„Bühnen⸗ Manches Mal treibt Rehberg ſeine Geſtalten blättern“ von der„Melodie des preußiſchen an die Randbezirke des Möglichen. Aber der Menſchen“, die Rehberg erfaßt habe. Welches Bogen zerreißt nie. Was iſt ein König, der.——„ iſt die Melodie des Preußiſchen in„Friedrich ſeinen Thronfolger vor aller Oeffentlichkeit, e Wilhelm J1.“? Sie iſt dieſes: ſchlägt?, deſſen harter Schritt hinter der e vrhaurl tragung von ve ſchen Reiches ii hat der Reichs 1½prozentigen Deutſchen Reich das Reichsſchul Vulka 4 Die Wißbegi Kann befriedigt deſſen Verwent Verarbeitung z dieſer Geſtalt i worden. Es iſt Dichtungsn 5 zoylinder, Pump ich beſtimmt eine andere Stellung ſuchen. technik wird es Hier iſt es ja zum Auswachſen! Wer ka die keine hohe denn heutzutage noch Blech?? n⸗ 3 z z z... Keine Uebertreibung!“ ſag n Canepa, indem er ihre Hand nahm und küſſen ine wollte, was aber mißlang.— er „Hier gibt es ja nicht nur Blech, ſondern triege faſt ausſe auch Unbezahlbares: ſchöne Händchen. ſchön Als Rohſtoff die Augen.., ſchöne Vorlegeſchlöſſer, Spie⸗ des, ungeleimtes geleipfännchen, Meſſer, Scheeren und— ja ſo zintlauge geträn Badewannen habt ihr jetzt? Die müßt ihra lammengewickelt aufrecht ſtellen! Erſtens nehmen ſie dann w bildet ſich ſchlie ger Raum ein... zweitens könnte man 45 ein Wäſſe. etwa ſo wie in einem Stra iu Rach dem orb. kann nun in Fo „Signor Carlo, nicht weiter! Ich halte—3 0 die Ohren zu!“ Dabei iſt dieſe „Sieht allerliebſt aus...“ „Ich höre nichts.“ „Nun, wenn Sie nichts hören, darf ich w meinen geheimſten Wunſch laut herausſchreien Nur einmal einen Kuß, Ninetta!“ „Niemals im Leben! Ich ſchwöre es!“ Kamper Fischerhäuser Aufn.: Landesverkehrsverband Pommern Canepa ſeinerſeits überhörte es, wie der Name ſeiner Frau geliebkoſt wurde. „Ich nämlich“, fuhr er fort—„muß Stoffe einkaufen. Ich muß hinunter zum Hafen. Alſo laſſe ich nicht nur die Markttaſche, ſondern auch meine Frau in Ihrer Obhut, Sie— Rettungs⸗ boot!“ „Ausgeſchloſſen!“ rief Giuſeppina—„Ich rette und belade mich ſelber!“ Sie riß die Taſche an ſich und eilte damit ihrem Hauſe zu. Schelmiſch und graziös machte ſie plötzlich eine Wendung, lief rückwärts weiter fort und rief: „Was Sie mir ſagen wollten, können Sie nun alles meinem Mann ſagen, Herr Baci⸗ galupo! Denn wir ſind ein Herz und eine Seele, mein Mann und ich!“ Bacigalupo ſtand wie verſteinert vor Schreck. Als Giufeppina in der Haustür verſchwun⸗ den war, ſagte Canepa: „Falls Sie ſich, Herr Bacigalupo, das Haar friſch färben laſſen wollen— es ſchauen da nämlich einige graue hervor,— kann ich Ihnen den Friſeur dort empfehlen. Entſchuldigen Sie. Nun hielt er ſich die Ohren zu. „Ich habe nichts gehört, Ninetta!“ „Ich muß aber weiter...“ J e. 4 Er ging wirklich weiter.. Mit entzückendem Zorn ihre Leidenſchaſtlich⸗ Ja, er war entſchloſſen, heute zu verſuchen, keit mastierend, die weißen Zähnchen auf den wie weit er gehen konnte bei— Ninetta. gefärbten Lippen, bog ſie ſich über den Laden⸗ Die einen Augenblick zuvor, wenn auch irr⸗ liſch, packte ihn an beiden Armen und riß ihn tümlich, gehegte Mutmaßung, ſeine Frau die Finger aus den Ohren. Gleich dare könnte für einen anderen Mann Intereſſe lagen ſeine Hände auf ihren Schultern, unde haben, gab ihm die angenehme Ruhe des begann ſo etwas wie ein ſtummer Ringkam Gleichgewichts. bei dem ſich beide mit wütender Verliebth Als er in die Portiei— die Kolonnaden am ins Geſicht ſchauten. Hafen— einbog, empfand er, obgleich es dort In höchſter Gefahr, beſiegt zu werden, kieſf dumpf nach Schmalzgebackenem und lagernden Nina mit erſchrockenem Blick auf die Ladentür: Kleiderſtoffen roch, ſo etwas wie Frühlings⸗„Achtung! Ein Kunde. wind, begann zu fummen, zu ſingen und Canepa ließ ſofort los und beugte ſich i öffnete energiſch die Tür zu dem kleinen eine Badewanne. „Detailgeſchäft für Eiſenwaren und Hausrat“.„Alſo wieviel koſtet dieſe Badewanne, ſagie „Guten Morgen, Signora Ninetta! Da bin Sie?“ ich! Einziger und treueſter Kunde!“ Nina lachte ihn aus. „Guten Morgen, Signor Carlo!“ erwiderte Sie hatte blitzſchnell die Tür geöffnet, ſta Ninetta mit ihrer melodiſchen Stimme.„Sehr auf der Schwelle, von allen Paſſanten geſehen angenehm! Ich habe mich ſchon ſo gelangweilt. und war ſo unantaſtbar. .. Wenn Sie nicht mein Kunde wären, würde CFFortſetzung folg — 3— 1 drelit siel. +2* les üm die N Vvox AxkkEI 1UBBE Copyright by Dr. Paul Herzos. Berlin-Wilmersdorf EIN MetrEgakEa Roin 2. Fortſetzung nicht für mein Herz— Sie brauchen ſich aber doch bloß noch mal meinen Bruſtkorb anzu⸗ ſehen, brauchen bloß mal hinzuhören, wie ich ſchnaufe und mit der Luft fertig werde, um ſich zu ſagen: dieſer Mann iſt richtig!“ „Nein, nein, Signor Bacigalupo“, lachte Giuſeppina—„Ganz richtiag ſind Sie nicht! Dieſer Mann hier iſt richtig, denn es iſt mein Mann, und er wird ſo lieb ſein un mir die Taſche hinauftragen. Er iſt ſtärker, als er ausſieht. Sie aber werden hübſch nach Hauſe gehen oder fonſt wo in die Welt hinein„ „Oder lieber nochmal drum herum.. fiel Canepa ein, der aleichfalls lachte. Bacigalupo aber lachte nicht. Kopfſchüttelnd ſtand er da, ſtarrte auf den Boden und mur⸗ melte:„So iſt die Welt... Man verkennt mich— Man verkennt mich immer wieder. Schickt mich fort, wo ich am nötigſten bin. Iſt mißtrauiſch mir gegenüber... änaſtlich eiferſüchtig. was weiß ich!“ „Eiferſüchtig?“ rief Canepa—„Daß mir nur nicht die Hoſe platzt vor Lachen! Eiſer⸗ ſüchtig? Etwa ich? Etwa auf Sie, der Sie gut mein Schwiegervater ſein könnten?“ Er ſchlug Bacigalupo jovial auf die Schulter. „Ich habe in aller Welt und Dreiteufelsnamen nicht ſo viel dagegen, daß Sie den Gepäckträ⸗ ger ſpielen wollen! Tragen Sie alſo meiner Frau die Taſche nur ruhig hinauf! Sie kriegen auch ein Trinkgeld. Ich nämlich, meine liebe Giuſeppina...“ „Giuſeppina...“ wiederholte Bacigalupo flüſternd wie ein zärtlich Träumender. In Verzückung über den wohl zum erſten Mal ver⸗ nommenen Vornamen der Frau hatte er das Schimpfliche des Trinkgeldangebots ganz über⸗ hört. Eiſenwaren en deétail „Auf was legt er Wert?“, fragte Canepa. „Auf ſeine Seele... Oder heißt es Geiſt? Ich weiß nicht... Ich kenn mich in dieſen Dingen nicht aus...“ „So ſo, Geiſt...“ ſagte Canepa—„Sind Sie etwa Geiſtlicher, mein Herr?“ Bacigalupo ſchwieg eine Weile, deſſen ſein Geſicht ſich veränderte, ordnete; dann gab er zur Anwort: „Was Sie mich da fragen, lieber Herr, klingt ebenſo, als ob Sie vor einem Rettungsboot ſtünden, einem ſchönen, breiten ſtarken Ret⸗ tungsboot, und würden fragen: Iſt das viel⸗ leicht ein Seelenverkäufer?— Schauen Sie ſich doch mal meinen Bruſtkorb an.„meine Schenkel..„ meine Fäuſte— ecco! Ich in ein Mann, lieber Herr, der auch in dieſem An⸗ zug, auch wenn er gar nichts an hat, durch die Welt kommt, ſelbſt da, wo man nichts mehr erkennt, an nichts mehr einen Halt hat— wo alles nur donnernder Sturm iſt und Giſcht und Abgrund! Ich habe das bewieſen! Ich bin nicht nur durch die Welt gekommen bisher, fondern ſogar drum herum! Ich könnte Ihnen was erzählen, wenn Sie..„ wenn ich nicht.. Aber die Signora wartet. Es wäre ungalant, die Signora, eine ſolche Signora, warten zu laſſen,— nur weil ich von der Welt was weiß! Und drum werde ich mir erlauben, ihr dies jetzt, dieſe ſchwere Taſche, nach oben zu tragen. Mein Herz kommt dabei gar nicht in Frage, wie geſagt. Ich kann es zwar nicht herausnehmen und Ihnen zeigen und bewei⸗ ſen. daß daran nichts auszuſetzen iſt, und die ſebenundſiebzig Stufen für die Katz ſind, aber begrenzten Vulkanfiber läßt drehen, bohren, prägen, ſtauchen, geſchmeidig und durch nachträglic Deutſchland hate deren Erzeugniſſt Wied RNach den vorl ſchur 1937 wird während⸗ gleichſam lungen, die Güte Pi Auch in Polen ſeide und Zellwe noch keine bedeut der polniſche Zell werden kann, kon geſteigerte Bedent barer Mangel an arbeitenden Text ſeidengarnen iſt AUngebot. 4 April 193 füllung dag e Reihe von ſen. Drama⸗ n ſtiller Be⸗ cht um ihrer vie die Ruhe die Sprache. Nuſik. Es iſt ers, ſie wir⸗ Ganzen lebt, s. Das Dra⸗- rein äußer⸗ ewißheit: eint einßg das Leuchten,. ig und heutt —— ——— 3* zum harten nännlich und „der ſchwei⸗ nn der König s.— Sa ſziplin. Sein (ſal auf, aber Offizier. Gut des Friedrich rdient Ernſt ter Gundling vollſtändigung uſehen iſt. r noch Lene ermann Ull⸗ und Marta nine. 3 Rochow, Karl tenkert als als Schwerin af v. d. Schu⸗ des Königs ſen Rollen be⸗ Geſamtlob be⸗ s, denn es iſt r ſolchen Auf⸗ e dem Natio⸗ des Gelingens albfuß und Weyls zu⸗ 4 utSchußß „erband Pommein een ing ſuchen. ſen! Wer kau eibung!“ ſa ahm und küff lech, ſondern ochen... ſchö eſchlöſſer, Spi und— ja ſog e müßt ihr a ſie dann wen önnte man ſi einem Strand⸗ Ich halte mi, „ darf ich wo herausſchreie 1 4¹ wöre es!“ zu. letta!“ Leidenſchaftlich ihnchen auf den iber den Lade en und riß i Gleich dar chultern, un mer Ringkampf, der Verliebtheit zu werden, ki uf die Ladentüt beugte ſich ü dewanne, ſagren geöffnet, ſig iſſanten geſeh — —— — 1½prozentigen auslosbaren deſſen Verwendungsmöglichteit über die Verarbeitung zum Vulkanfiberkoffer hinausgeht. Dichtungsmittel annheim wietſchaſts⸗ und sozialpolitin 29. April 1937 cuneß dio Seitluvo wo er ſeine Gewinne erzielt. Er nimmt ſich ſtruiert ſie, auch wenn Völker dadurch zugrunde für ihn der Krieg. Das hat er während des letzten Völkerringens zur Genüge bewieſen. Kein Wunder, daß er an dieſem Gewinnobjekt feſthält. Wenn die Völker noch ſo feſt ihren Willen bekunden, in Frieden miteinander zu leben, der Jude ſpritzt ſein Gift in die Seele der Menſchen und verſucht, ihnen einzureden, daß über kurz oder lang doch ein neues blutiges Völkerringen kommen muß. Der Schauplatz ſol⸗ cher Auswirkungen iſt in der letzten Zeit die Börſe in Prag geweſen. Seit Wochen ſchon hat das Rüſtungsfieber als Auswirkung der jüdiſchen Kriegspſychoſe die breiteſten Bevöl⸗ kerungskreiſe erfaßt, Jeder hoffte, durch die ſtei⸗ genden Aufträge der tſchechiſchen Rüſtungs⸗ induſtrie an deren Gewinnen teilnehmen zu können. Arm und reich legte ſeine kleinen Spar⸗ beträge in Effekten der Rüſtungsinduſtrie an, täglich ſtiegen die Kurſe, und bei dieſer Ten⸗ denz ſah ſich keiner veranlaßt, ſein Papier wie⸗ der zu verkaufen, um auch den höheren Gewinn einzuſtecken. Der Jude aber wußte rechtzeitig auszuſteigen und den Gewinn mitzunehmen. Doch ein altes Sprichwort ſagt:„Den Letzten beißen die Hunde“. Das mußten all die kleinen Börſenſpekulanten erfahren, als das ſpekulative Kursgebäude der Prager Börſe zuſammenbrach. Es erfolgte ein derartiges Angebot, daß die Kurſe um 10 bis 40 vpũ zurückgingen. Der Um⸗ ſchwung war hervorgerufen durch Nachrichten über eine friedliche Entwicklung der internatio⸗ nalen Lage. So führte eine beruhigende Mel⸗ dung zu einer Panik in den Spekulationskrei⸗ ſen. Die Kursverluſte ſollen an dem einen Tage allein etwa zwei Milliarden Tſchechen⸗ kronen betragen; eine harte Lehre für die klei⸗ nen Spekulanten. Eine merkwürdige Rolle ſpielten an jenem Tage die Bankiers, welche trotz der Kursſtürze ihre kleine Kundſchaft noch veranlaſſen wollten, zu kaufen. Selbſt die Groß⸗ banken zeigten keinerlei Neigung, angeſichts die⸗ ſer Lage Effekten zu erwerben. Es muß abge⸗ wartet werden, ob dieſes Börſenmanöver auch noch auf die übrige Wirtſchaft in der Tſchecho⸗ flowakei Auswirkungen haben wird. Die Zuſtändigkeit des Reichskommiſſars für die Preisbildung In letzter Zeit häufen ſich in der Dienſtſtelle des 4 Reichskommiſſars für die Preisbildung Eingänge aller Art, Anfragen und Anträge, die nach den veröffent⸗ lichten Richtlinien entweder überhaupt zur Zuſtändig⸗ keit anderer Behörden gehören oder aber dem Reichs⸗ kommiſſar über die Wirtſchaftsverbände oder nachge⸗ ordneten Behörden vorzulegen wären. In Zulunft werden derartige Eingänge, die der Erledigung wich⸗ tiger Arbeiten hinderlich im Wege ſtehen, nicht mehr beantwortet werden. Es iſt Sache der Antrag⸗ oder Frageſteller, ſich über den vorgeſchriebenen Dienſtweg zu unterrichten und ihn einzuhalten. Reichsſchahanweiſungen 1937 reichsſchuldbuch⸗ fühig 5 Durch eine zweite Bekanntmachung über die Ein⸗ tragung von verzinslichen Schatzanweiſungen des Deut⸗ ſchen Reiches in das Reichsſchuldbuch vom 17. 4. 1937 hat der Reichsminiſter der Finanzen verfügt, daß die Schatzanweiſungen des Deutſchen Reiches von 1937, erſte Folge, ebenfalls in das Reichsſchuldbuch eingetragen werden können. Vulkanfiber— auch ein Werkſtoff! Die Wißbegierde über den Werkſtoff Vulkanfiber kann befriedigt werden. Es iſt nämlich ein Werkſtoff, bekannteſte In dieſer Geſtalt iſt der Wertſtoff allgemein bekannt ge⸗ worden. Es iſt aber ein ganz vorzügliches für Druckgasflaſchen, Preß⸗ zylinder, Pumpenzylinder. In der Starkſtrom⸗Clektro⸗ technik wird es an Stelle von Iſolierſtoffen benötigt, die keine hohe mechaniſche Beanſpruchung aushalten. In der Textilinduſtrie, in der Maſchineninduſtrie, in der Kraftfahrzeuginduſtrie ſind vielfach Werkteile aus Vulkanfiber in Anwendung. Und nun einen kleinen Blick auf ſeine Herſtellung: Es iſt ein reines Zelluloſeerzeugnis, das etwa bis zum Welt⸗ kriege faſt ausſchließlich in Amerika hergeſtellt wurde. Als Rohſtoff dient ein aus Baumwollfaſern beſtehen⸗ des, ungeleimtes, ſaugfähiges Papier, das mit Chlor⸗ zinklauge getränkt wird. In große Papierbahnen zu⸗ ſammengewickelt und mit Druck und Hitze vereint, bildet ſich ſchließlich das bekannte Vulkanfiber, das durch ein Wäſſerungsverfahren vom Chlorzink befreit wird. Nach dem Trocknen wird es hart und zäh und kann nun in Form von Rollen oder Platten und rot, ſchwarz, grau oder braun gefärbt, zu den verſchieden⸗ artigſten Gegenſtänden weiter verarbeitet werden. Dabei iſt dieſer Werkſtoff von einer geradezu un⸗ begrenzten Bearbeitungsfähigkeit.— Vulkanfiber läßt ſich nicht nur ſägen, ſchneiden, hobeln, 3 drehen, bohren, lochen, ſondern auch ziehen, drücken, prägen, ſtauchen, biegen und polieren. Und wenn es geſchmeidig und bildſam ſein ſoll, dann wird auch das durch nachträglichen Zuſatz von Chemikalien möglich. Deutſchland hat eine bedentende Vulkanfiber-Induſtrie, deren Erzeugniſſe den beſten der Welt ebenbürtig ſind. Wieder mehr deutſche Wolle RNRach den vorliegenden Schätzungen über die Woll⸗ ſchur 1937 wird der Anfall aus deutſcher Wollerzen⸗ gung in dieſem Jahr wieder das Jahresergebnis über⸗ treffen. Man rechnet mit einer Steigerung des deut⸗ ſchen Wollertrages um 10 v. H. Es iſt gleichzeitig ge⸗ lungen, die Güte der deutſchen Wolle zu verbeſſern. Polen ſucht Kunſtſeide Auch in Polen ſetzen ſich die neuen Werkſtoffe Kunſt⸗ ſeide und Zellwolle immer ſtärker durch. Da Polen noch keine bedeutende Zellwollerzeugung hat, und da der polniſche Zellwollbedarf nicht durch Einfuhr gedeckt werden kann, kommt der Verarbeitung von Kunſtſeide geſteigerte Bedeutung zu. Dadurch ergab ſich ein ſpür⸗ barer Mangel an Kunſtſeidengarnen in der Lodzer ver⸗ arbeitenden Textil⸗Induſtrie. Der Bedarf in Kunſi⸗ ſeidengarnen iſt jedenfalls erheblich größer als das Angebot. Dem Juden iſt es von jeher einerlei geweſen, ſeine Objekte, wo er ſie findet, oder er kon⸗ Kühlhäuser Sollen Milliarden retten Der Jährliche Verlust durch den Verderb von Obst und Gemüise beträgt 1,5 Milliarden Mark/ Fürderung der Kältetechnik gehen könnten. Ein beliebtes Gewinnobjekt iſt Bei der Erwähnung des Verderbens von Obſt und Gemüſe dentt wohl niemand daran, daß der Wert, der an Obſt und Gemüſe all⸗ jährlich verlorengeht, gleich groß iſt dem Wert der jährlichen Kohlenförderung, nämlich.5 Milliarden Reichsmark. Dieſe ungeheuren Ver⸗ luſte wurden bisher nicht nur in der geſamten Handelspolitik als gegebene Tatſache hinge⸗ nommen, ſondern auch in der Preisgeſtaltung für die Waren und Lebensmittel mit als Grundlage betrachtet. Der gewaltige 4—50 der bei der Heranſchaffung von Lebensmitteln entſteht, die in Deutſchland nicht gebraucht und auch nicht verbraucht würden, wenn das ein⸗ heimiſche Obſt und Gemüſe ganz oder zumin⸗ deſt ein weniger ſtartem Maße als bisher vor dem Verderb geſchützt würde, geht in die Mil⸗ liarden. Wenn ſchon aus dieſem Grund der„Kampf dem Verderb“ geführt werden muß, ſo macht ihn die Notwendigteit einer möglichſt niedrigen Preisgeſtaltung für unſer Obſt und Gemüſe und die anderen Lebensmittel noch dringender. Sofern unſere lagerhaltenden Erzeuger und der Handel den Verluſt durch Verderb mit 10, ja 20 v. H. nicht bei ſeinen Kalkulationen zu be⸗ rüchſichtigen brauchten, könnten ſie die Ware ent⸗ ſprechend billiger abſetzen. Auch die Hausfrau brauchte, wenn ſie nicht den Verluſt durch Ver⸗ derb von vornherein berückſichtigen müßte, we⸗ niger einkaufen und damit Geld ſparen. Der Kampf dem Verderb geſchieht alſo nicht nur aus ideellen, voltserzieheriſchen Gründen, ſon⸗ dern hat auch eine gemeinwirtſchaft⸗ liche und privatwirtſchaftliche Ziel⸗ ſetzung. Es wird des öfteren die Frage aufgeworfen, warum dieſer Kampf bis jetzt noch nicht ge⸗ führt worden iſt, wo doch jeder einzelne privat⸗ wirtſchaftlich eingeſtellt iſt und alle Verdienſt⸗ und Einſparungsmöglichteiten ausgenutzt hat. Es iſt aber nicht wahr, daß alle Möglich⸗ keiten ausgenutzt worden ſind. Gewiß war früher vielfach das Friſchhalten und Einkühlen teuerer als der durch den Verderb entſtehende teilweiſe Verluſt. Aber die Fortſchritte der Kältetechnit und der anderen Friſch⸗ haltungsmöglichkeiten im Laufe der letzten Jahre ſind von der Allgemeinwirtſchaft zu we⸗ nig beachtet worden. Man hat ſich daher in den letzten Jahren einer Selbſttäuſchung hingegeben, wenn man ſich einbildete, äußerſt ſcharf zu tal⸗ kulieren. Das iſt ſo im großen wie im kleinen. Das„billige Ausland“ iſt uns in dieſer Rech⸗ nungsart jahrelang über geweſen. Es hat beſſer kalkuliert und vor allem nicht am falſchen Platz EIN⏑Iν”- O⏑ aUSfUι- O in fill. RM. Zeichnung: J. Schröder Die Austauſchbeziehungen Deutſchlands mit den Balkanländern Bulgarien, Jugoſlawien, Grie⸗ chenland und Rumänien geſtalteten ſich im Laufe der letzten des großen deutſchen Bedarfs an Erzeugniſſen der Jahre immer enger.. Balkanländer wie Tabak, Obſt, Eier, 135 3, Fleiſchwaren und Mineralöl einerſeits und der ſtarken Nachfrage nach deutſchen Induſtrie⸗ erzeugniſſen wie Maſchinen, Elektroartikel, Fahrzeuge, Eiſenwaren und der Südoſteuropaſtagten andererſeits konnte ſich ein reger Austauſch entwickeln. Fertigkleidung ſeitens Zum Teil verdoppelte ſich der Warenaustauſch, wie das Bild zeigt, im Jahre 1936 gegenüber dem Jahr 934. Auch für das Jahr 1937 iſt, da ſich der Verrechnungsverkehr mit den einzelnen Län⸗ dern gut entwickelt, mit einem weiteren günſtigen Ablauf des Austauſches zu rechnen Säcke dürfen nicht fortgeworfen werden Auch sie müssen im Kampf gegen Säcke ſind ein außerordentlich wichtiges Be⸗ triebsmittel-der Landwirtſchaft. Ohne ſie wäre eine ordnungsmäßige Bewegung vieler land⸗ wirtſchaftlicher Güter— z. B. Korn, Handels⸗ dünger, Kraftfutter— nur ſchwer möglich. Es iſt nun errechnet worden, daß von dem Ge⸗ ſamtwert der zur Herſtellung von Säcken ein⸗ geführten Jutemenge allein 12 5000 000.— RM im Durchſchnitt des Jahres auf die Land⸗ wirtſchaft entfallen. Dabei muß leider feſtge⸗ ſtellt werden, daß ein großer Teil dieſer Ein⸗ fuhrmenge eingeſpart werden könnte, wenn man im Lande vorſichtiger mit den Säcken, Planen uſw, umgehen würde. Man darf wohl annehmen, daß viele Bauern und Landwirte ſich über den Wert eines Sackes nicht ganz im klaren ſind, denn ſonſt würde man es nicht erleben, daß man immer wieder auf Feldern, an Wegrainen, auf Schutthalden und an ähn⸗ lichen Stätten zerriſſene oder halb verfaulte Säcke liegen ſehen kann. Es muß daher von allen Angehörigen des Landvolkes erwartet werden, daß ſie in Zukunft mit dieſem Gut vor⸗ ſichtiger umgehen und daß ſie verſuchen wer⸗ den, jeden einzelnen Sack ſolange wie nur ir⸗ gend möglich ſeiner eigentlichen Beſtimmung zu erhalten. Es iſt aber ſicher nicht die Beſtimmung eines Sackes, auf dem Dunghaufen zu enden und ge⸗ legentlich als Dung untergepflügt zu werden. Es iſt auch nicht die Beſtimmung eines Sak⸗ kes, irgendwo in einer Ecke der Scheune oder des Geräteſchuppens langſam aber ſicher zu verkommen. Man hört immer wieder, daß Zuckerfabriken, Mühlen, Düngerfabriken, aber auch die Händler der verſchiedenen landwirt⸗ ſchaftlichen Erzeugniſſe darüber klagen, daß in der Landwirtſchaft zu viele Säcke verloren ge⸗ hen. Aus den Erfahrungen der letzten Jahre hat man feſtſtellen können, daß etwa 70 bis 80 v. H. des in den Erzeugungsprozeß der Land⸗ wirtſchaft gelangenden Sackmaterials völlig ver⸗ fohstoffmangel eingesetzt werden loren ging. Aus Unachtſamkeit und völlig un⸗ angebrachter Sorgloſigkeit entſtehen ſo der deutſchen Wirtſchaft Millionenverluſte, die in Zukunft verhindert werden müſſen. Je⸗ der landwirtſchaftliche Betriebsführer mache ſich ſchleunigſt daran, ſich einen Ueberblick über den ihm zur Verfügung ſtehenden Sackvorrat zu verſchaffen. Alle Ecken und Winkel im Hauſe und im Hofe, in der Scheune und im Geräte⸗ ſchuppen müſſen nachgeſehen werden, ob nicht an einer dieſer Stellen noch ein oder mehrere Säcke liegen. Und was für den landwirtſchaft⸗ lichen Betriebsführer gilt, das gilt ebenſo für die landwirtſchaftlichen Gefolgſchaftsmitglieder. Auch ſie haben ihren Teil dazu beizutragen, daß das heute werwwolle Sackmaterial bis zur letzten Möglichkeit genützt wird. In erſter Linie muß darauf geachtet werden, daß die Säcke nur an trockenen und un⸗ gezieferfreien Orten aufbewahrt werden, und zwar gilt das für ungefüllte Säcke ſowohl als auch für gefüllte. Es läßt ſich zweifellos nicht immer vermeiden, daß die Säcke beim Transport naß werden, aber dann müſſen ſie eben ſorgfältig zum Trocknen aufgehängt und ſpäter richtig gelagert werden. Für die landwirtſchaftlichen Betriebsführer iſt nun folgendes zu wiſſen notwendig: ge⸗ brauchte und im Augenblick nicht nutzbare Säcke ſollen nur an zugelaſſene Sackaufkäufer abgege⸗ ben werden. Dieſe Sackaufkäufer ſind von der Fachuntergruppe Sack⸗ und Planherſtellung, Stettin, beauftragt und müſſen ſich entſprechend ausweiſen können. Die Sackaufkäufer ſind dazu im Beſitz eines beſonderen gelben Ausweiſes und darüber hinaus einer Preisliſte, aus der die Preiſe für gut gepflegte Säcke zu erſehen ſind. Nur auf dem Wege über die Sackaufkäu⸗ fer werden die Säcke wieder der beſtmöglichen Verwendung zugeführt, und nur ſo iſt es mög⸗ I55 Neuaufwendungen für Deviſen einzu⸗ paren. geſpart. Der Anfang des wirtſchaftlichen Rech⸗ nens wurde im Ausland ſchon bei der wiſſen⸗ ſchaftlichen Vorunterſuchung gemacht. Aufbau unſerer Kältetechnik Während z. B. das deutſche kältetechniſche In⸗ ſtitut bis vor wenigen Jahren nicht einmal mit einem ſtaatlichen Zuſchuß⸗Etat von jährlich 1000 RM für das geſamte Gebiet der Kälite⸗ technit rechnen konnte, ſtanden dem Food Inve⸗ ſtigation Board in England allein für For⸗ ſchungen auf dem Gebiet der Lebensmittel⸗ friſchhaltung jährlich 1 bis 1/½ Mill. RM zur Verfügung. Das Verſäumte an der Förderung dieſes Inſtituts und anderer Forſchungsſtellen wird jetzt in Deutſchland mit Rieſenſchritten nachgeholt. Mit Unterſtützung des Reichsernäh⸗ rungs⸗Miniſterium iſt das kältetechniſche Inſti⸗ tut in Karlsruhe weſentlich erweitert worden. Die Ergebniſſe der Forſchungsarbeiten wirken ſich auch bereits jetzt aus. Nur einige Beiſpiele zeigen, wie in der Kälte⸗ technit jetzt auch im großen beſſer gewirtſchaftet wird. Man kann Fleiſch nach den neueſten Er⸗ fahrungen doppelt ſolange lagern, wenn man es nicht im Schlachthof bei 2 bis 4 Grad und 75 v. H. relativer Feuchtigteit lagert, was bis⸗ her als das günſtigſte angenommen wurde, ſon⸗ dern nach einer möglichſt raſchen und vollſtän⸗ digen Durchkühlung auf 0 bis 0,5 Grad 85 v. H. relativer Feuchtigkeit. Beim Gefrieren von Fleiſch iſt nicht die Lagertemperatur von minus 5 Grad, wie vielfach behauptet wurde, die günſtigſte. Für lange Lagerzeiten werden Temperaturen von minus 17 bis 20 Grad notwendig. Die Haltbarkeit von Butter konnte in Kühlräumen um 100 v. H. verbeſſert werden, in⸗ dem man den im Rahm gelöſten Sauerſtoff vor der Verbutterung durch Stickſtoff erſetzte. Friſche Pflaumen auch im Winter Auch für Obſt und Gemüſe wurden neue Kühlverfahren gefunden, nach denen es z. B. möglich iſt, daß heute in Konditoreien Pflau⸗ menkuchen angeboten wird, deſſen Pflaumen nicht eingetocht werden, ſondern ihren Friſchge⸗ ſchmack durch die Einkühlung behalten haben. Weſentliche Erkenntniſſe ſind auch bei der Verwendung von Trockeneis gemacht wor⸗ den. Trockeneis iſt ja deswegen eine beſonders intereſſante Kältequelle, weil es im Gegenſatz zu Waſſereis, das einen Schmelzpunkt von 0 Grad hat, bei 80 Grad verdampft, ohne Rück⸗ ſtände zu hinterlaſſen, und bei gleichem Gewicht eine doppelt ſo große Kälteleiſtung als Waſſer⸗ eis hat. Leider iſt das Trockeneis heute noch faſt 10 v. H. teurer als Waſſereis. Die Koſtenfrage Wichtig iſt bei der Betrachtung der Kälte⸗ wirtſchaft vor allen Dingen die Koſten⸗ frage. Dieſe kann im großen leichter werden als in der einzelnen Hauswirtſchaft und im kleinen Betrieb. Bei der Einlagerung in Kühlhäuſern iſt das Verhältnis der Kühl⸗ koſten zum Wert des eingelagerten Erzeug⸗ niſſes außerordentlich verſchieden. Z. B. be⸗ tragen die Kühlkoſten bei Butter ründ 2,6 v. ., bei Eiern 6,4 v.., bei Aepfeln 12 v. H. und bei Zwiebeln 46 v. H. Durch Schwund und Güteminderung ſowie vorläufig nicht ab⸗ zuwendenden Verderb erhöhen ſich die Ein⸗ lagerungskoſten bei Butter auf 3 v.., bet Eiern auf 8 v.., bei Aepfeln auf 20 v.., bei Zwiebeln auf 55 v. H. Es iſt ohne weiteres einleuchtend, daß dieſe Unkoſten unverhältnismäßig gering ſind, ins⸗ beſondere dann, wenn man den Verluſtfaktor in der Rechnung des Handels betrachtet. Ueber die Koſten der Kühlhaltung in den privaten Haushaltungen kann keine Kalkulation aufge⸗ ſtellt werden. Die Koſten für die Neuanlage von modernen elektriſchen oder Gaskühlanlagen, die Eisſchränke oder die kleinſten Kühlkäſten ſind ſo unterſchiedlich, wie die einzelnen Haus⸗ haltungen unterſchiedlich geführt werden. Es iſt aber eine logiſche Folgerung, daß auch hier bei einer Ueberprüfung des jährlichen Verluſtes eine vernünftige Einrichtung einer Kühlanlage in jedem Falle ein beſſeres Wirtſchaften ergeben muß. Selbſtverſtändlich iſt dabei, daß die Kühl⸗ anlage den Wohnungs⸗ und wirtſchaftlichen Ver⸗ hältniſſen des einzelnen Haushalts angepaßt wird. Eine kleine Kühltiſte dürfte aber in kei⸗ nem Haushalt fehlen, wo Eis irgendwie in den Sommermonaten erreichbar iſt. Die Koſten hierfür werden ohne weiteres gedeckt werden. Man braucht ſich ja nur einmal vor Augen zu führen, was ein halbes Pfund ranzig gewor⸗ dene Butter oder einige in wenigen Tagen ver⸗ dorbene Eier oder in wenigen Stunden ver⸗ dorbene Wurſt koſtet. fhein-Mainische Abendbörse Still Die Abendbörſe eröffnete zwar mit nur kleinen Um⸗ ſätzen, die Haltung war aber behauptet und auch die Kurſe erwieſen ſich als widerſtandsfähig. Notiert wur⸗ den zunächſt IG Farben mit 169½, Geſfürel mit 151 und Deutſche Linoleum mit 178. Kaliaktien lagen ge⸗ ſchäftslos, man nannte die ſtart ermäßigten Berliner Schlußnotierungen. Am Rentenmarkt fanden Umſätze vorerſt kaum ſtatt. Kommunalumſchuldung bewegten ſich bei 93,55 bis 9356 und Städtealtbeſitz bei 129½ bis 130. Der Verlauf war ohne beſondere Vorgänge, das Ge⸗ ſchäft unverändert klein. Während It Farben /½ Prozent gewannen, gingen Geſfürel im gleichen Aus⸗ maß zurück. Im übrigen kamen die Kurſe nahezu un⸗ verändert zur Notiz. Von Kaliwerten Salzdetfurth zum Einheitskurs 160 bei kleinem Umſatz. Von Bank⸗ en ſich Deutſche Ueberſeebank auf 129 ). Der Rentenmarkt hatte auch ſpäter unverändert klei⸗ nes Geſchäft. Etwas niedriger notierten 4½ prozentige Krupp mit 99/½(9934). — 5 ———————————— ——————[———ĩ— ———— ——————————————— ———————— —— 8 —— ——— ———— ——————— —————————————— ————— ———— — ——————— —— —————————— —————— ——— ——ô———ͤ6—b— ———ÿ——ꝛ— Mannheim „Hakenkreuzbanner“ 29. April 1937 Heute unwiderruflich letzter Lag! Niemend versäume dieses gewöltige Filmefeignis EMIIL ANNINCS Anfängszeiten: .00(.45](38.20 nauptflüm:[(.00[(.25](.00 AL H AH,RERIA Beipfrogsrömm: —————————— Biſihn, wein felu wieder ganz groß Neben Weib ferdl spielen: —— 90 Tag! in einer unerhörten boppelrolle aàls SOHNRHIAN 70 rVSANn 1 josef Eichheim Fred 0 Inc vu men döderlein · Haul Richter · Trude Maefelin- Lee Peukert.a. Anföngszeiten: schMäUSURGEG Lhat führst mit Ein ſröhlicher Uſa-Film naci dem gleich. namigen Roman von Rudolf Berndorſf mit alfred abel- leopoldine Kon- (Kasr G. Mikolalewa · G. Sima NMusik: Fr. 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Durch die erꝑreifende, sponnende und ſebensu/ ohre Hencdlunę ist es gelungen, die klemente des Schouspielerfilms ſmt denen des Söngerfilms s0 glücklich zu vereinigen, doß wit ſhnen nicht zuviel versprechen, wenn wir be/gupten, daß Innen ein Fimerlebnis—* steht, von dem Sie begeistert zein werden! Wo..00,.10,.20- 5o. ob.00 qugend nicht zugelesenl! 9e und nein. kr ist keinesfolls ein„Nur- flocia Heute letzter Tag Gustav Fröhlich Drigntte Hornen— Fritz Hampers in dem spannenden Ufa-Film Sfadt Anatol ———— 10 19305 Eliren und 90.45.30 Uhr iche nicht zugelaszenl 1 —— IIIBEIIE, Nur noch heute und morgen 20.50 Uhr Emil Reirmers ENSEMBTLE * —— I F — ascnl- Tag 2 stadtprOs- Vag Niedrige Eintrittspreise Fahrt ins Zlaue —am 6. Nal mit der Reichsbann Fohfpreis mit besſchtigungen und Führungen nur Ef.40 NHennheim àb.40, Rückk. 21 Uhr Fdhrkarten und Auskunft: bei den Bahnhöfen heim Reisebüro.plankenhofp6 beim Lloyd-Reisebüro, 0 7. 9 . Jalney + e von Angelſh 2OEIICH 45 8. 30 bis⸗-EISOE Die Friseur. 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Hageneier.— Chef vom Dienſt: Helmuth Wüſt.— Verantwortlich für Innenpolitik: Helmuth Wüſt: für Außenpolitit: Dr. Wilhelm Kicherer: für Wirtſchaftspolitik und Handel: Wilhelm Ratzel; für Bewegung: Friedrich Karl Haas: für Kulturpolitik, Dr. Wilhelm Kattermann für den Heimatteil: Fritz Haas; für Lokales: Karl M. Hageneier; für Sport: Julius Etz: Geſtaltung der B⸗Ausgabe: Wilhelm Ratzel; für die Bilder: die Reſſort⸗ ſchriftleiter, ſämtlich in Mannheim. Ständiger Berliner Mitarbetter: Dr. Johann v. Leers Berlin⸗Dahlem. Berliner Schriftleitung: Hans Graf Reiſchach, Berlin IESw 68. Charlottenſtr. 155. Nachdruck ſämtlicher Original⸗ berichte verboten. Sprechſtunden der Schriftleitung: Täalich 16 bis 17 nor (außer Mittwoch, Samstaa und Sonntag) Verlagsdirektor: Kurt Schönwitz, Mannheim Druck und Verlag: Hakentreuzbanner⸗Verlag u. Druckereſ Gmbc. Sprechſtunden der Verlagsdirektion: 10.30 bis 12.00 Uhr(außer Samstag und Sonntag): Fernſprech ⸗ Nr. für Verlag und Schrifnenung? Sammel⸗ r. 354 21 Für den Anzeigenteil verantw.: Karl Heberling, Mhm Zur Zeit iſt Prelsliſte Nr. 8 für Geſamtauflage(einſchl Weinbeimer und Schwetzinger Ausgabe) aültig. Geſamt Da. Monat März 1937 über 50 000 davon e Ausgabe über„ 39 800 „6 600 Schwetzinger Ausgabe über Weinheimer Ausgabe über. 3 600 bonertwundetbar mühelos und piegelil ar!. Belflx gibt es in fönf forben Birken Zum 1. Fial treffen heute ein. lagemlatz: Augartenstrabe 69. Ruf 44032. ee Aamat Freltag früh 7 Uhr Kuhflelsch. Anf. 300 am Freitagnachmittag Nnzeigenſchluß hierfür iſt am Freitagvor⸗ mittag ſchon um 10 Uhr, ſtatt wie ſonſt um 11 Uhr. Größere Sahanzeigen und flnzeigen für die 5onderbeilage „befolgſchaftstreue in unſeren Firmen und Betrieben“ erbitten wir bis ſpäteſtens heute abend fakenkreuzbanner Nnzeigenabteilung. 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