21. Juni 1057 Weltbild( laus in Berlin, Sie usbedarf wichtigen idenraupe mehr um ſich grei⸗ gen zu arbeiten hel Aſakuſa Kwan' emonie wiederau 0⁰ elägen ver⸗ ihmten Heiligtum dem„Geiſt der opfer darbrachten, te, die im ganzen eſammelt worden Laufgehäuft. Vur die Prieſter Weih⸗ Dankgebete. Man jedem japaniſchen 4 der der religibſen ns entſpricht, nah tenſch, Tier u Zugleich ſoll den religiöſen Feien wie wichtig dit japaniſche Voll ſem Geiſt der Sen die um ihn ent n Menſchen Big — Unterrient Einzel⸗ u. Gruſh Hoffmann, RI, Fernſprech. Nu in verekl 4 ganz gleich, raſch eine 3 im eiter: n(3. Zt. Wehrma r(in Urlaub).— Verantwortlich für lußenpolitik: Dr. und Handel: W anchamuh? unterricht. f neben Kaſinh aufen —undòd,„ und ihren Willen zur Zuſammenarbeit trium⸗ beidem verhilſ 4 Kleinanzelg „Haleriranum 4 Larl Haas; für Rul Helmut Schulz(ein l erer); für den Heit Karl M. Hagene ir Sport: Julius( „Ratzel; für die Bih ich in Mannheim, 13* Johann v. Re Graf Reiſchach, Bell ruck ſamtlicher duiz en. Täglich 16 bis N g und Sonntag) ön witz, Mannhe ner⸗Verlag u. Drutl agsdirektion: 1000 onntag); 4 g: Sammel⸗Nr. Hin Karl Heberling, Mn Geſamtauflage(einſh r Ausgabeß gürg M 7 über. 50 Uf ——— 4 ſobn Ausgabe 5 erſch. wöchtl. 7mal. Bezugspreiſe: mren — eint wöchtl. 12mal. Bezugspre kanner“ Ausgabe A er oft.20) RM.(einſchi. 63,6 Veriag u. Schriftleitung: Trägerlohn; durch die Mannheim, R 3, 14/15. 3954 21. Das„Hatentreuz ſe: Frei Haus monatl. f. Woſtzeitungsgebühr) zu ret Haus monatl..70 3 u. 30 Pf. Träger⸗ .20 Mübl. u. 50 Pf. Ugl. 72 Wi. Beſtell⸗ n; durch die Poſt.70 RM.(einſchl. 48,86 ien eitungsgebühr) zuzügl. 42 Pf. Beſtellgeld. A die Zeitung am Erſcheinen lauch d. hoh⸗ Gew Früh⸗Ausgabe A verhind., eſteht kein Anſpr. auf Entſchädiauna. 7. johrgang MANNHEIM Anzergen: Geſamtauflage: Die 12geſpalt. Millimeterzetle 15 Pfg. Die 4geſpalt. Millimeterzeile Millimeterzeile im Textteil 45 Pf. Sch meterzeile 4 Pf. füllungsort: Nummer 281 im Textteil 60 Pf. Mannheimer Ausgabe; Die 12 geſpalt, Millimeterzeile 1 wetzinger und Weinheimer Aus Die 4geſpaltene——◻ ++ im 3 18 P Mannheim. Ausſchließlicher Ger hafen a. Rh. 4960. Verlagsort Mannheim.— E Pf. Die 4geſpalt, 3 Die 12geſpalt. Milli⸗ — Zahlungs⸗ und Er⸗ chtsſtand: Mannheim. Poſtſcheckkonto: Ludwigs⸗ nzelverkaufspreis 10 Pfennig Dienskag, 22. Juni 1937 och kein neporeinxonmen in London orziet Dee Dolſchafter der Slottenmachte ehen ſich erneut mi iren Regiexungen in Berbindung Der politiſche Tag Die gegenwärtige internationale Lage iſt durch zwei wichtige Tatſachen gekennzeichnet: Der verbrecheriſche Anſchlagsverſuch auf den deutſchen Kreuzer„Leipzig“ erfordert eine gründliche Reviſion der ganzen bisherigen Haltung des Londoner Ausſchuſſes gegenüber dem roten Piratengeſindel in Valencia. Es kann nicht mehr die Rede davon ſein, daß es angeſichts des neuen unglaublichen bolſchewiſti⸗ ſchen Uebergriffs bei papierenen Proteſten oder lendenlahmen Demonſtrationen bleibt. Wo der verbrecheriſche Wille ſo ausgeprägt iſt, wie es bei den Valenciahorden der Fall iſt, und wo die Herausforderungen ſo ſyſtematiſch und un⸗ verhüllt gefahrdrohend werden, kann es nur pvöllig klare Entſcheidungen geben. Alle Langmut und Geduld— das dürften die bisherigen Ereigniſſe mit äußerſter Eindring⸗ lichkeit gezeigt haben— haben nur zum Gegen⸗ teil des gewünſchten Erfolges geführt. Sie ſind logiſcherweiſe auf bolſchewiſtiſcher Seite als ein Zeichen der mangelnden Entſchlußfähigkeit der Londoner Vertragsmächte und damit als eine indirekte Ermunterung zu neuen Provokatio⸗ nen und verbrecheriſchen Anſchlägen aufgefaßt worden. Die ganze Serie der bisherigen Ueber⸗ griffe, die in das neue dreiſte Attentat auf den deutſchen Kreuzer einmündeten, läßt keinen anderen Schluß zu. Angeſichts dieſer Lage kann es ſich alſo nur noch um die Beantwortung der Frage handeln, ob die weitere Arbeit des Lon⸗ doner Ausſchuſſes überhaupt noch einen Sinn hat, oder ob der notoriſche verbrecheriſche Wille des ſpaniſchen Bolſchewiſtengeſindels über die Autorität der großen europäiſchen Nationen phieren ſoll. Es muß deshalb auch als eine Konzeſſion im poſitiven Sinne an die Schwierigkeiten der gegenwärtigen internatio⸗ nalen Situation bezeichnet werden, wenn Deutſchland auf die angekündigte direkte Füh⸗ lungnahme mit der engliſchen Regierung vor⸗ läufig verzichtet und und der Beſuch des Reichsaußenminiſters in London im Einvernehmen mit dem Foreign Office auf einen ſpäteren Zeitpunkt vertagt hat. Alle per⸗ ſönlichen Fühlungnahmen zwiſchen den Staats⸗ männern der Großmächte bedürfen, wenn ſie zu poſitiven Reſultaten führen ſollen, als der wich⸗ tigſten Vorausſetzung zunächſt einmal einer günſtigen Atmoſphäre. Daß dieſe Vorausſet⸗ zung— ſo lange der Zwiſchenfall um die„Leip⸗ zig“ durch den Londoner Viererausſchuß nicht mit aller Gründlichkeit bereinigt iſt— in keiner Weiſe gegeben iſt, bedarf keiner näheren Erläuterung. Das Gebot der Stunde iſt daher eine mög⸗ lichſte Beſchleunigung der Entſcheidung des Londoner Ausſchuſſes, die nur unter dem einen Geſichtspunkt getroffen werden kann, welche Mittel einzuſetzen ſind, um dem bolſche⸗ wiſtiſchen Verbrechergeſindel in Spanien jede Möglichkeit zu weiteren Anſchlägen auf den europäiſchen Frieden zu nehmen. Wie wen dieſe Möglichkeiten im einzelnen gehen ſollen und ob die von einem engliſchen Blatt erörterte Internierung der rotſpaniſchen Kriegsflotte durch die vereinigten Flotten der Kontroll⸗ mächte das ſicherſte Mittel iſt, kann nicht nach irgendwelchen Rückſichtnahmen oder hier und ba etwa vorhandenen Reſſentiments entſchie⸗ den werden, ſondern nur nach Zweckmäßia⸗ keitsgründen und aus dem großen Verantwor⸗ tungsbewußtſein aller maßgebenden Kontroll⸗ mächte heraus, die es ſich zum Ziele gemacht haben, das ſpaniſche Flammenmeer unter allen Umſtänden auf ſeinen Braadherd zu be ⸗ ſchränlen. Wir fordern klare Entſcheidung London, 21. Juni Die Vertreter der vier Flottenmächte ſind am Montag, um 2“ Uhr zu der angekün⸗ digten Beratung zuſammengetreten. Nach Abſchluß der heutigen Sitzung der vier Flottenmächte wurde folgende amt⸗ liche Mitteilung ausgegeben: „Am 19. und 21. Juni fanden Zuſammen⸗ künfte zwiſchen dem engliſchen Außenminiſter und dem deutſchen, franzöſiſchen und italieni⸗ ſchen Botſchafter ſtatt, um die Frage der Zwi⸗ ſchenfälle zu erörtern, in die der deutſche Kreu⸗ zer„Leipzig“ am 15. und 18. Juni verwik⸗ kelt wurde. Aus dieſen Sitzungen wurde eine Anzahl von Vorſchlägen erwogen, um die ange⸗ meſſenſten Methoden zur Behandlung der Lage feſtzulegen. Da bis jetzt kein endgültiges Uebereinkommen über die zu treffenden Maßnahmen erzielt worden iſt, wurde beſchloſ⸗ ſen, daß ſich die vier Vertreter vor ihrer näch⸗ ſten Zuſammenkunft, die am Dienstag ſtattfin⸗ den wird, erneut mitihren Regierun⸗ gen in Verbindung ſetzen ſollen.“ Der finſchlag auf die„Ceipzig“ steht jetzt in allen Einzelheiten einu/andfrei fest Berlin, 21. Juni Von zuſtändiger Stelle werden jetzt über den ſpaniſch⸗bolſchewiſtiſchen U⸗Boot⸗Angriff auf den Kreuzer„Leipzig“ noch fol ⸗ gende Einzelheiten mitgeteilt: Nach der erſten Meldung des Kommandanten wurde am 18. Juni 15.3“ Uhr, auf den Kreuzer „Leipzig“ auf dem Standort 36 Grad 6 Minu⸗ ten Nordbreite und 0 Grad 23 Minuten Weſt⸗ länge ein Torpedoſchuſf geſeuert. Der Schuß iſt einwandfrei durch Unterwaſſerhorch⸗ apparate und durch Beobachtung der Luftblaſen, die ſich beim Torpedoabſchuß eines U⸗Bootes an der Waſſeroberfläche deutlich zeigen, er⸗ kannt worden. Das Schiff drehte als Ab⸗ wehrmanöver ſofort auf die geſichteten Bla⸗ ſen zu. Beim Ueberlaufen der Abſchußſtelle hörten mehrere Heizer in einem Maſchinenraum einen hartenmetalliſchen Anſchlag ander Außenwand, der wie ein ſchwerer Ham⸗ merſchlag klang, und anſchließend ein kratzen⸗ neurath fähet des Geräuſch. Der Schlag war ſo hart, daß unter den Leuten ſofort die Vermutung geäu⸗ ßert wurde, es handele ſich um ein U⸗Boot. Die gleiche Beobachtung machten zwei Obermaſchi⸗ niſten, die ſich zu dieſer Zeit im Niedergang zum Maſchinenlaufſtand befanden. Auch an einer dritten Stelle des Schiffes, dem Hilfs⸗ motorenraum, wurde trotz laufender Motoren ein ſtarkes Geräuſch gehört, das ſo klang, als ob ein metalliſcher Gegenſtand an der Bord⸗ wand von vorn nach hinten entlangſtreifte. Dieſe Beobachtungen wurden am 20. 6. durch eine Taucherunterſuchung beſtätigt. An der Bordwand unter Waſſer in der Nähe der oben⸗ erwähnten Räume, wurde eine Druckſtelle mit einem Durchmeſſer von etwa 15 Zentimetern feſtgeſtellt. Es iſt damit erwieſen, daß der Kreu⸗ zer„Leipzig“ entweder einen Teil der Auf⸗ bauteneines U⸗Bootes berührt hat oder, daß ein nicht detonierter Tor⸗ pedo im ſpitzen Winkel auf die Bordwand aufgetroffen und abgeglitten iſt. zunächſt nicht Der Besuch in London auf ruhigere Tage verschoben Berlin, 21. Juni Da die Lage, die durch die wiederholten rot⸗ ſpaniſchen Attentate auf deutſche Kriegsſchiffe entſtanden iſt, die Abweſenheit des Reichsmini⸗ ſters des Auswärtigen von Berlin nicht geſtat⸗ tet, iſt geſtern dem hieſigen britiſchen Botſchafter mitgeteilt worden, daß der geplante Beſuch des Freiherrn von Neurath in London verſchoben nerden muß. Das britiſche fabinett tagt Am Montagabend unerwartet zuſammengetrete London, 21. Juni. Das britiſche Kabinett iſt unerwartet am Montag um 18 Uhr zu einer Beratung zuſam⸗ mengetreten. Laut einer Preß⸗Aſſociation⸗Mel⸗ dung wird von zuſtändiger Seite behauptet, daß ſich das Kabinett lediglich mit inneren Fragen beſchäftigt. Ueber Bilbao hinaus! Die Nationalen ſtürmen nach Santander Bilbao, 21. Juni. Die nationalen Truppen haben am Montag ihren Vormarſch von Bilbao aus auf den Land⸗ ſtraßen Bilbao—Santander und Bilbao—Val⸗ maſeda fortgeſetzt. Auf der letztgenannten Straße konnten ſie etwa 14 Kilometer vorſtoßen und bedeutende Feindſtellungen in ihren Beſitz bringen. Auf der Straße Bilbao—Santander waren die Fortſchritte zunächſt geringer, da dor: noch die am linken Ufer des Nervion nördlich von Bilbao gelegenen Höhen geſäubert werden mußten. Céon Blums Fiasko (Von unserem pPariser Vertrefer) Paris, 21. Juni. Das iſt keine gewöhnliche Regierungskriſe, die Frankreich gegenwärtig durchlebt. Alles, was an Grundſätzlichem ſeit der Bildung der Volksfront⸗Regierung Leon Blums am 4. Junt 1936 offen geblieben, aber mühſam wieder ver⸗ deckt worden war, iſt mit einem Schlag jäh wieder aufgeriſſen. Gerade in den unge⸗ wöhnlichen Umſtänden, die den Sturz des Kabinetts Blum begleiteten und die nun zur Löſung drängen, ſpiegelt ſich das Paradoxe der Situation: alle, der Präſident der Repu⸗ blik, die Senatoren, die Kammer-⸗Deputierten, die Männer der Wirtſchaft und der Mann auf der Straße— alle haben ſie das Gefühl, es muß ſchnell etwas geſchehen. wenn eine Kara⸗ ſtrophe vermieden werden ſoll. Den Luxus. eine Woche oder mehr mit parlamentariſchen Kombinationen und zeitraubendem Kuliſſen⸗ ſpiel zu vertrödeln, kann man ſich nicht lei⸗ ſten. Oder ſollte es doch wieder anders kom⸗ men? Das Experiment Blum iſt nun nach etwas mehr als einjähriger Dauer zu Ende. In der Geſchichte wird es eingehen als das Kabinett, das die 40⸗Stunden-Woche verwirk⸗ licht und die Abwertung der Währung durch⸗ geführt hat. Das erſtere im Zuge des vorher aufgeſtellten Programms, das letztere völlig überraſchend und entgegen den gegebenen Ver⸗ ſprechungen. Das war ein Hauptwerk des Fi⸗ nanzminiſters Vincent⸗Auriol, auf den die Volksfront ſo große Hoffnungen geſetzt hatte und der jetzt ſo enttäuſcht hat. Die Bilanz marxiſtiſcher Regierungskunſt iſt niederſchmetternd. Die Kapitalflucht hat ungeahnte Formen angenommen. Der Fehlbetrag im Staatshaushalt wächſt ins Rie⸗ ſenhafte und die Währung, erſt vor acht Mo⸗ naten abgewertet, iſt in neuer und unmittel⸗ barer Gefahr. Was ſich jetzt in dem zermürbenden Hin und Her zwiſchen Kammer und Senat abgeſpielt hat, iſt ſicherlich mehr als eine private Rache der Senatoren Caillaux und Laval an dem Volksfrontgebilde und dem ihnen verhaßten Ex⸗ periment des Syſtems Blum und Vineent⸗Au⸗ riol; es iſt auch mehr als ein unterirdiſcher Verſuch dunkler Kapital⸗ und Finanzmächte, auf dem Weg über die Senatoren dem Lande ihren Willen aufzuzwingen, wie die kommuni⸗ ſtiſche„Humanité“ es in die Welt hinaus⸗ ſchreit. Es iſt der Alarm des geängſtigten, ſchwer ringenden, verzweifelt um ſeine Exiſtenz kämpfenden Mittel⸗ ſtandes gegen die ſchematiſchen Uebertreibun⸗ gen einer uferloſen Finanzwirtſchaft, die er nicht mehr verſteht. Das Ganze liegt hart am Rande eines Verfaſſungskonfliktes, wie ihn Frankreich ſeit dem Jahre 1895 nicht mehr er⸗ lebt hat. Damals hat der Senat das Kabinett Léon Bourgeois geſtürzt. Leon Blum hat es jetzt vorgezogen, nicht die Vertrauensfrage zu ſtellen, ſondern er hat freiwillig das Feld ge⸗ räumt. Werden ſich die Senatoren ihres Triumphes freuen können? Um dieſe Frage zu klären, muß man wiſſen, was aus der Volksfront wird. Die eingeſchworenen Verfechter der Volksfront be⸗ haupten, daß ſie nur noch verſtärkt ſei. Das eine aber iſt ſicher: Auf das Experiment Blum folgt jetzt ein raditalſozia⸗ liſtiſches Experiment. Nach der Bela⸗ ſtungsprobe der letzten Tage waren die Radikal⸗ ſozialiſten am Montag noch nicht in der Lage, ſich über ihre künftige Haltung endgültig ſchlüſ⸗ ſig zu werden. Sie mußten ihre entſcheidende Mannheim „Hakenkreuzbanner“ 22. Juni 19 Sitzung auf Dienstag verſchieben und warten nun auch noch darauf, wie ſich die Sozialdemo⸗ kraten zu verhalten gedenken. Aber ganz gleich, wie die Dinge laufen werden: das Schwerge⸗ wicht der Entſcheidung wird ſich in der Kammer etwas nach rechts verſchieben. Zumal Chau⸗ temps als recht geſchmeidig gilt und auch in guten Beziehungen zu den mächtigen Leuten des Senats ſteht, zu Laval und Caillaux, dem Abgott der kleinen Sparer. Vielleicht kann er in der Kammer auch die Piétri⸗Gruppe gewinnen und einige unabhängige Radikalſozialiſten, mög⸗ licherweiſe auch die elſäſſiſchen und die demo⸗ kratiſch⸗latholiſchen Deputierten Ob es aber gelingen wird, auf dieſem Wege die möglicher⸗ weiſe entfallenden kommuniſtiſchen Stimmen zu erſetzen, iſt doch recht zweifelhaft. Andererſeits brennt die Zeit auf den Nägeln. Gsgeht um das franzöſiſcheßlucht⸗ kapitalim Ausland, deſſen Höhe auf 80 Milliarden geſchätzt wird. Solange es nicht zu⸗ rückkehrt, ſolange die Staatsausgaben nicht ge⸗ droſſelt oder neue Einnahmen geſchaffen ſind, wie Poincaré es früher getan hat, ſolange der Staat annähernd doppelt ſoviel ausgibt, wie er einnimmt, kamn man nicht ans Ziel ge⸗ langen. Vielleicht wird Chautemps die Voll⸗ machten erhalten, die der Senat Leon Blum verweigert hat. Dann könnte die Kammer nach einigen Wochen bis zum Herbſt in die Ferien gehen, die Regierung hätte Ruhe, zu arbeiten und dem Lande endlich wieder das Vertrauen zu ſchenken. Es bleibt nur zu wiſ⸗ ſen, wie man ſich mit den Sozialiſten in der Kammer über die Geſtaltung der Sozialmaß⸗ nahmen, über das fernere Schickſal der 40⸗ Stunden⸗Woche, über die Droſſelung der Aus⸗ gaben und ähnliches verſtändigen wird Blum hat ſich in ſeinen Abſchiedsworten dafür eingeſetzt, daß die parlamentari⸗ ſchen Spielregeln innegehalten werden. Dieſer Wunſch wird wohl zunächſt erfüllt werden. Aber die parlamentariſchen Spielregeln wer⸗ den wahrſcheinlich nicht mehr viele ſolcher Be⸗ laſtungsproben aushalten. 5panien-Ddokumente klagen an Ein„Rotbuch“ ũber die bolschew/islisdie Schreckensherrschaſi Berlin, 21. Juni Aus Anlaß des Erſcheinens des Rotbu⸗ ches über Spanien empfing die Anti⸗ Komintern am Montag die Vertreter der Preſſe, wobei der Leiter der Preſſeſtelle der Anti⸗Komintern, Dr. R. Richard Kommoß, der ſpaniſche Botſchaftsrat de Encio in Ver⸗ tretung des ſpaniſchen Botſchafters in Berlin und der Verfaſſer des Vorwortes, Dr. E. Taubert, eingehende Darlegungen zu dieſer wichtigen Veröffentlichung machten. Das Rotbuch wurde auf Grund einer um⸗ fangreichen Materialſammlung und ſorgfältig⸗ ſter Vorſtudien von der Anti⸗Komintern ge⸗ ſammelt. Es bringt die langerwarteten Eni— hüllungen über die Hintergründe und den wah⸗ ren Charakter des blutigen Kampfes in Spa⸗ nien. Wie eine Bombe durchſchlägt das„Rotbuch“ das ganze Lügengebäude, das von dunklen Ele⸗ menten errichtet wurde, um die Sowjeteinmi⸗ ſchung in Spanien zu verſchleiern, den bolſche⸗ wiſtiſchen Horden„einen demokratiſchen An · ſtrich“ zu geben und ſchließlich— wie im„Fall Guernica“— der Reihe nach Deutſchland, Ita⸗ lien, Portugal und ſelbſt England in unſinnig · ſter Weiſe zu verdüchtigen. Die Dokumente, die dieſes„Rotbuch“ enthält, können nicht weg⸗ diſpudiert werden! Seit faſt zwanzig Jahren wird Spanien von den Agenten Moskaus bearbeitet. Streiks, blu⸗ tige Aufſtände, Beſeitigung der Monarchie, ewige Regierungswechſel erſchüttern das Land. 1934 erlebte einen großen Aufſtand, der als Staatsſekretär nicci beim Führer hlit sinnvollen Geschenken der ialienischen jugend Berlin, 21. Juni. Der Führer und Reichskanzler empfing am Montag in Gegenwart des Jugendführers des Deutſchen Reiches Baldur von Schirach den italieniſchen Staatsſetretär und Führer der Balilla, Exzellenz Ricci, der ihm fri⸗ ſchen Lorbeer vom Forum Muſſo⸗ lini überbrachte. Der Lorbeer iſt in eine Silberklammer de⸗ faßt und befindet ſich auf einer ſilbernen Platte, auf der lints das Forum Romanum und rechts das Forum Muſſolini einziſeliert ſind, die durch eine Figur, Julius Cäſar dar⸗ ſtellend, zuſammengehalten werden. Hinter dem Forum Romanum liegt eine männliche Figur, die den Tiber darſtellt. Die Plakette wurde von einem jungen römiſchen Künſtler ausgeführt. Im antiken Rom wurde dieſer Lorbeer den großen Staatsführern als Symbol des Ruhmes überreicht. Als Zeichen des Dankes der italieni⸗ ſchen Jugend für die ihm durch den Führer in Deutſchland erwieſene Gaſtfreundſchaft über⸗ reichte Exzellenz Ricci ferner eine in ihrer Vollſtändigkteit heute wohl einzigartige Sammlung von 1000 Piraneſi⸗Stichen in 25 Mappen. Dieſe 1000 Stiche ſtellen das Ge⸗ ſamtwerk des berühmteſten italieniſchen Kup⸗ ferſtechers des 17. Jahrhunderts dar. Sie ent⸗ halten die ganzen römiſchen Veduten, die ar⸗ chitektoniſchen Entwürfe, Pläne und Konſtruk⸗ tionen Piraneſis, darunter die vollſtändige Ausgabe der Careeri. Der Führer und Reichskanzler unterhielt ſich längere Zeit ſehr angeregt mit ſeinem ita⸗ lieniſchen Gaſt und gab ſeiner lebhaften Freude darüber Ausdruck, daß die freundſchaftlichen Beziehungen zwiſchen der deutſchen und italie⸗ niſchen Jugend zu einer ſo herzlichen Zuſam⸗ menarbeit geführt hätten. Nach einer Meldung der japaniſchen Nach⸗ richtenagentur Domei überfielen 80 mit Ma⸗ ſchinengewehren bewaffnete Banditen in der Mandſchukuoprovinz unweit der Ei⸗ ſenbahnlinie nach Nordkorea eine Gold⸗ mine. 13 japaniſche Wächter wurden ermor⸗ det. 11 Arbeiter, darunter 4 Japaner, wurden feſtgenommen. Nach Eintreffen japaniſcher Hilfe flüchteten die Räuber. Aus der Geschichte des Wiener Walzers Straufß und Lanner/ Die leichtbeschwingte Tanz⸗ und Unterha tungsmusik deren ſich der moderne Tanzſchlager, der Fox⸗ trott, Tango, Paſedoble uſw. erfteut, hat det deutſche Walzer keineswegs ſeine Bedeu⸗ tung verloren, ja er bildet noch immer einen weſentlichen 5 der Unterhaltungskon⸗ zerte des Rundfunks. Darum dürfte die Frage, worin ſeine Zeit und Mode überdauernde Kraft liegt, von allgemeinem Intereſſe ſein. Die Geſchichte des Walzers führt uns nach Wien, und zwar zunächſt nach dem Wien der nachna Zeit, der Stadt, in der eine Lelen aftsfreudige Bevölkerung in rauſchen⸗ en die Befreiung von der Herrſchaft des Korſen feierte und damit ihren neu er⸗ wachten Lebenswillen bekundete. Und weil ſich gait Ate Lebensgefühl gern im Tanz offen⸗ bart, rückte er bald in den Mittelpunkt der ge⸗ ſellſchaftlichen Unterhaltung Wiens, allerdings nicht ohne mit den zopfigen, Muſik und Be⸗ wegung hemmenden bislang üblichen Tanzfor⸗ men zu brechen. Damit war auch die 130% 1 der geradezu bedenklichen Beliebtheit, i vor neue Aufgaben geſtellt; ſie ſollte nicht mehr lediglich dazu dienen. Rhythmus und Glei maß in die tänzeriſchen Bewegungen zu brin⸗ gen, ſondern ſollte darüber hinaus„Stim⸗ mungsmittel für die Tanzenden“ ſein und deren Empfindungen und Leidenſchaften ſtei⸗ ern. Es iſt klar, daß der Tanz und ſeine Mu⸗ ft als Ausdruck ungetrübten Lebensgenuſſes * und als allgemein verſtändliche Sprache der Freude nur dann empfunden und anerkannt wurden, wenn ſie im Volke wurzelt, wenn ſie auf feine Formen und Rhythmen zurückgin en. Der Walzer war nun eben als Rundtanz ie Form, die dieſen Anforderungen entſprach Darum ſchrieb K. M. v. Weber ſeine„Auffor⸗ derung zum Tanz“, die im ührigen nach ſeiner eigenen Wazaefpichg die muſikaliſche Geſtaltung einer Liebesgeſchichte iſt. Zur gleichen Zeit entwickelte Joſef Lanner erſtmals den Walzer im Sinne einer hochſtehen · den Gebrauchsmuſik. In ihren Dienſt ſtellte er ſein 1818 gegründetes Terzett, das raſch volks⸗ tümlich wurde; bald erweiterte es ſich durch den Eintritt eines Violaſpielers zum Quartett, im Laufe der Zeit ſchließlich zum Orcheſter, das endlich gar geteilt werden mußte. Der Viola⸗ ſpieler aber war Johann Strauß(Vater), der dann die Leitung des zweiten Orcheſters übernahm und für dieſes eigene Kompoſitionen ſchrieb. Seine Walzer unterſcheiden ſich in der Form nicht ſehr von denen Lanners, beſtehen ſie doch in der Regel aus Einleitung, fünſ Tanzſtücken und einer abſchließenden Koda, und trotzdem ſind die Werke beider Meiſter ſo verſchieden im Charakter wie ihre Schöpfer ſelbſt. Lanner wird uns als etwas verträum: dreinſchauender, blondgelockter Jüngling, als echtes, leichtlebiges Naturkind geſchildert, deſſen Weſen ſicherlich ſtärker oſtrajfffch beſtimmt er⸗ ſcheint als ſeine äußere Geſtalt. Mit der An⸗ nahme oſtiſchen Einſchlags ſteht ſeine betont lyriſche in vollem Einklang. Ihr beſonderer Reiz beruht auf ihrer romantiſch⸗ ſchwärmeriſchen Melodik, die uns ſo„wie⸗ neriſch gefühlvoll“ erſcheint und bisweilen ge⸗ radezu an Schubert gemahnt. Von dem ſchwarz⸗ haarigen Strauß wiſſen wir, daß er ſtark erreg bar war, daß ſeine„glühenden Augen“ und „der fe Mund“ verhaltene Leidenſchaf verrieten. ir werden nicht fehl gehen, wen! wir in Charakter und Erſcheinungsbild dieſe⸗ Mannes ſtark weſtiſche Züge zu erkennen glay ben, wofür auch ſein K. Sinn fü perfönliche Eleganz, für gepflegteſte Kleidun, und— fürs Haarfärben ſpricht. Wenn e⸗ richtig iſt, was Eichenauer mit gutem Grund behauptet, daß nämlich ſcharf profilierter Rhyth mus und ſinnlicher Klangreiz Merkmale weſti⸗ ſcher Muſik ſind, ſo iſt auch in Straußens Kom⸗ poſitionen der weſtraſſiſche Einſchlag unver⸗ „Generalprobe“ für 1936 gedacht war und über 1000 Menſchenleben koſtete. Im Juli 1936, nach zwei Monaten„Volksfront“⸗Regierung, war Spanien bereiis weitgehend bolſchewiſiert und ſtand unmittelbar vor dem Abſturz in das Chaos des roten Umſturzess Das„Rotbuch“ veröffentlicht den geheimen Aufſtands⸗ plan der Komintern im Original! Eine umfangreiche Ueberſicht von Fotogra⸗ fien, Zeugenausſagen, Berichten ausländiſcher Augenzeugen und beglaubigter Urkunden ent⸗ hüllt dann das wahre Geſicht der bolſchewiſti⸗ ſchen Herrſchaft in Rotſpanien. 233 Bilder und Dokumente zeugen für die Wahrheit der Be⸗ richte. Man iſt verſucht, an der Güte des Men⸗ ſchen überhaupt zu verzweifeln, wenn man die in ihrer Sachlichkeit und Einfachheit erſchüt⸗ ternden Berichte ſpaniſcher Bürger, Bauern und Arbeiter von dem un⸗ menſchlichen Schreckensregime der bolſchewiſti⸗ ſchen Horden lieſt. Es iſt kein„Bürgerkneg“ im urſprünglichen den ſjelden vom nanga Parbat Sinne des Wortes, der da in Spanien herrſcht. Es ſind nicht nur Spanier, die dort gegen Spo⸗ nier kämpfen. Sondern da wehrt ſich ein Voll gegen den Zugriff einer auswärtigen weltrevo⸗ lutionären Macht. Das deutſche Volk hat ein Recht zu wiſſen, wer es iſt, der gegen das nationale Spanien Krieg führt, wer dort Frauen ſchändet, Kinder ermordet und verſchleppt, Geiſeln erſchießt, Prieſter verbrennt, Arbeiter und Bürger ver⸗ ſtümmelt und zu Zehntauſenden„liquidiert“, wer dem bolſchewiſtiſchen Valencia⸗Ausſchuß die Waffen und Soldaten liefert! An Hand ſorgfältig ausgewählten Materials weiſt das„Rotbuch“ die ſowjetruſſiſche Einmiſchung in Spanien einwandfrei nach. Die Hauptagenten Moskaus werden mit Ra⸗ men genannt, die frühere und gegenwärtige Verſchwörertätigkeit ebenſo aufgedeckt, wie die Liſten der Munitionsſchiffe und die Orte, an denen die Sowjeteinmiſchung ununterbrochen erfolgt iſt und weiter anhält, aufgezählt wer⸗ den. Eine Ueberſicht über die Rolle, die die rote Diplomatie im Londoner Nichtein⸗ miſchunsausſchuß ſpielt, rundet das Buch zu einer unfaſſenden Darſtellung des Geſchehens in und um Spanien ab. gilt ein ehrender Nachruf des Reichssporiführers Berlin, 21. Juni. Zum Unglück der Nanga⸗Parbat⸗Expedition veröffentlicht der Reichsſportführer fol⸗ gende Nachricht: Wieder müſſen deutſche Namen auf eine der heroiſchſten Verluſtliſten der Erde geſetzt wer⸗ den, auf die Liſte der Opfer des Himalaja. Die deutſche Nanga⸗Parbat⸗Expedition wurde von einer Lawine überraſcht. Mit den Männern aus dem Herzen Europas ſtarben ihre guten Kameraden aus dem fernen Indien. Erſchüttert und gleichzeitig erhoben ſtehen wir an ihren Bahren, denn auch ihr Opfer beweiſt nur von neuem, daß der Sportgeiſt der Welt nicht vor den Gewalten der Natur kapi⸗ tulieren wird. Als der Präſident der Deut⸗ ſchen Himalaja⸗Stiftung und als Führer des deutſchen Sports weiß ich, welches Gelübbde in dieſem Augenblick deutſche Sportleute ablegen. Hinter ihnen ſteht Deutſchland, ſtehen die Sportsleute der Welt. Der toten Helden würdig zu leben, iſt der Lebenden Berufung! kin Telegeamm ſmuſſolinis an Franco Zum Siege bei Bilbao Rom, 21. Juni. Auf das von General Franco an ihn ge⸗ richtete Telegramm hat Muſſolini wie folgt ge⸗ antwortet: „Die Nachricht über den Eierzug der nationa⸗ len Streitträfte in Bilbao iſt von der ita⸗ lieniſchen Regierung und vom italieniſchen Volt mit lebhafter Begeiſterung aufgenommen worden. Die Botſchaft, mit der Ew. Exzellenz mir davon Mitteilung machten, war mir be⸗ ſonders angenehm. Ich lege Wert darauf, Ihnen meine lebhafteſten Glückwünſche für das kennbar; denn— in der Melodik hausbacken — und naiv in der Harmonik— ſind ſie doch recht ſchwungvoll und glanzvoll füſtkameiſtiekt Wie ſehr ihre Wirkung gerade auf rhythmiſchen Beſonderheiten beruht, wird beiſpielsweiſe am „Radetzky⸗Marſch“ beſonders deutlich, der des⸗ halb großes Aufſehen erregte. Das rhythmiſche und das melodiſche Elemen finden ſich zu einer ſibenen Einheit vereinigt in den Walzerkompoſitionen des füngeren Johann Strauß. Sein Wirken, fiel freilich bereits in eine andere Zeit als das des Va⸗ ters: In Wien traf ſich jetzt 3 Gedtt Welt, die der Stadt ein internationales Gepräge verlieh und das Bürgertum in den Schatten ſtellte. Bei Tanz und Spiel feierte ſie Feſte, während das inn Staatsgefüge bereits bedenklich zu wanken begann, und politiſche und ſoziale Fragen dringender Löſung erheiſchten. Indeſſen nahm auch Johann Strauß der Jüngere das Leben von der leichten Seite. Die Umſturz⸗ beſtrebungen von 1848 begleitete er mit einer „Exploſionspolka“,„Freiheitslieder⸗Walzer“ u. a. m. Im übrigen bemühte er ſich, das Werk ſei⸗ nes Vaters Berzniaar Von ihm hatte er die muſikaliſche Veranlagung ererbt— ebenſo die Sorge um Kleidung und Friſur, von ihm auch die Leidenſchaftlichteit, die eben zum echten deß enneen lig gehört, die ſchwarzen Haare, den feurigen Blick, und die Hautfarbe, die den Riegenoſfen ſo„mulattenhaft dunkel“ erſchien. Wiederum erfehi vor uns das Bild eines leib⸗ lich und ſeehiſch ausgeſprochen weſtiſch gearte⸗ ten Künſtlers! Wenn uns die einzelnen Züge dabei feinnerviger, der Charakter ſympathiſcher ind insbeſondere das Gemüt des Mannes rei⸗ her und iiefer erſcheinen, ſo mögen wir dies iuf Einflüſſe der Mutter Strauß' zurückführen die im übrigen als Tochter des mit einer Spa nierin verheirateten Gaſtwirts J. Streim ein ut Teil ſpaniſches Blut in ſich trug. Weſtiſch ſt auch die Kunſt des Sohnes. Sie iſt edler und jenialer als die des Vaters. Im Verhältni⸗ don Rhythmus und Melodie denkbar glücklich in der Inſtrumentation gewählt und vornehm zeugt ſte von einer Verfeinerung des Geſchmacks⸗ empfindens, die das ſinnliche Element des Tan⸗ hehre Unternehmen auszudrücken, das eine der älteſten Provinzen mit dem ſpaniſchen Vater⸗ land wieder vereinigt hat und das einen ge⸗ deihlichen Schritt vorwärts für den Triumph der nationalen Sache bedeutet. Ich habe S. M. dem König und Kaiſer die Botſchaft Ew. Ex⸗ zellenz zur Kenntnis gebracht und danke Ihnen auch in ſeinem Namen. Muſſolini.“ In fürze 5 In Zeeſen bei Königswuſterhauſen wurde am Montag in Gegenwart des Reichspoſtmini⸗ ſters Dr. Ohneſorg und des Reichsorganiſa⸗ tionsleiters Dr. Ley das erſte Schulungs⸗ heim der Reichspoſt feierlich eingeweiht. Das Schulungsheim dient insbeſondere der fachlichen Ausbildung aller Beamtengattungen der Reichspoſt. —— Die Sonnwendfeier des Gaues Berlin wurde am Montagabend im über⸗ füllten Olympiaſtadion in Anweſenheit von mehr als 100 000 Deutſchen veranſtaltet. Dr. Goebbels hielt die Feuerrede. * Der italieniſche Miniſterrat genehmigte ge⸗ 4 ſtern einen Sechsjahresplan Muſſo⸗ linis für die wirtſchaftliche Erſchließung Abeſſiniens. * Nach Meldungen aus Simla iſt in Chine⸗ ſiſch⸗Turkeſtan ein neuer Aufſtand ausgebrochen. Anſcheinend liegt Kaſchgar im Mittelpunkt des Aufſtandsgebietes. Die Hinter⸗ gründe des Aufſtandes ſind noch undurchſichtig, Man glaubt jedoch, daß ſich der unter Führung mohammedaniſcher Generale ſtehende Aufſtand gegen die unter ſowjetruſſiſchem Einfluß ſtehe den chineſiſchen Machthaber richtet. ireeneerene ze zwar nicht leugnet, aber immerhin doch nur ezent zur Geltung kommen läßt. Inſofern mag die Straußſche Muſik dem Geſchmack der Wiener Geſellſchaft entſprochen haben, doch war ſie im Gegenſatz zu dieſer echt und bodenſtän⸗ dig, weil ſie unmittelbar aus der Seele ihres Schöpfers kam. Strauß ſelbſt ſagte einmal: „Ich danke die ear meines Talentes nur meiner geliebten Vaterſtadt Wien, in deren Boden meine ganze Kraft wurzelt, in deren Luft die Klänge liegen, die mein Ohr geſam⸗ melt, mein Herz aufgenommen und meine Hand niedergeſchrieben.“. Daß dies indeſſen mög⸗ lich war, daß der Meiſter ſeinen Walzern jenen Schwung und jene Leuchtkraft verleihen konnte verdankte er ſeinem weſtraſſiſchen Erbe. Das leiche läßt ſich auch von ſeinem Bruder Joſef fagen, der— äußerlich einem„Zigeunerprimas ähnlich— Kompoſitionen von nicht alltäglicher, 100 geradezu berückender Schönheit geſchrie en at. Strauße, daß ſie den tief i wurzelnden Walzer gepflegt und veredelt un kraft ihrer perſönlichen Fähigkeiten eine Tan und Unterhaltungsmuſik geſchaffen haben, ein heiteres und leichtbeſchwingtes mo 7 der meiſt ſchweren und ernſten nordiſch unſt bildet. Walter L. Becker-Bender. Unbekannte klaſſiſche Singſpie Un Leipzig. Das Collegium muſicum Univerſität Leipzia brachte im Parktheater de Gohlieſer Schlößchens die ſo gut wie unbekann⸗ ten Singſpiele„Der Zauberbaum“ von Gluck und„Amors Guckkaſten“ von Chriſtian Gottlol Neefe zur Aufführung. Beide Werke ſtammen zus der klaſſiſchen Epoche des deutſchen Si ſpiels. Chr. G Neefe, der Muſiklehrer d ſungen Beethoven, gehörte zu den geſchätzteſt Lomponiſten ſeiner Zeit Die Muſik zu ſeine Singſpiel„Amors Guckkaſten“ hat der Lei ziger Muſikwiſſenſchaftler Profeſſor Dr. muth Schulze nach dem vorliegenden M auszug für Orcheſter inſtrumentiert. uen Reiches dat in ihr beſtreikte⸗ ſellſchaft erklär en weige 3 Werk z „Neuyork kung dreie n die Belec tſchen durch ſtadt gefahre ſeinem Tode n rekords im We kanadiſche Abet feldern, in den geborgen. n ſeit Woch ſche Pilot, i n des weite Mechaniker zeitig die Li n ſollte. In llNewburn des wackere von ſeinem( —„Man ſa— arze Zauberw nſt die Me! ahoma als Ich weiß be mit dem bſturz beobachtet ornahm. 2 es mir an. eſchädigt. „Macht ih im Roman, t das Wert er ein Ke e bereit ſin n. Dieſes Bild haben, und de leradſchaft an? f Tagunger elbſt beſtäti Vorſtellun Verwunder Tageszeitu nger Dicht „Hakenkreuzbanner“ 22. Juni 1937 ſich ein Volk Johnſtown(Wyominc), 21. Juni. welin Verlangen des Gouverneurs, auf deſſen laſſung die Staatspolizei weder Arbeiter cht zu wiſſen Material in die Werke hineinließ, hat die nale Spanie ethlehem⸗Stahlkompagnie in Johnſtown ändet, Kinder mihr beſtreiktes Cambriawerk ſtillgelegt. Die Paris, 22. Juni eln erſchießt, elſchaft erklärte, gegen den Gouverneurden. Der ſogleich nach dem Rücktritt Leon Blums Bürger ver⸗ zweg beſchreiten zu wollen. Nach Preſſe mit der Regierungsbildung beauftragte franzö⸗ Janini weigern ſich Tauſende Arbeitswil⸗ 9 9 5405 vliquidiert ſiſche Staatsminiſter Chautemps verhan⸗ neia⸗Ausſchuß 5 Werk zu verlaſſen. 33 hautemps verhan⸗ delte am Montag bis ſpät in die Nacht mit den einzelnen Parteiführern, um die Möglichkeit einer parlamentariſchen Grundlage eines unter radikalſozialiſtiſcher Führung ſtehenden Kabi⸗ netts zu prüfen. Ueber den Erfolg dieſer Be⸗ ut„Neuyork Times“ hat die vierwöchige eikung dreier unabhängiger Stahlgeſell⸗ zehn Mil⸗ gekoſtet. me erhöhe ſich täglich um eine halbe Im Gegenſatz zu früheren Streiks, vandfrei nach. den mit Ra⸗ gegenwürtige M das Blatt, ſei der jetzige von dem Ge⸗ mühungen ſind noch keinerlei ſichere die chaftsführer Lewis vom Zaun gebro⸗ Nachrichten zu erlangen. munte 43 momen. Die Arbeiterſchakt ſei gesen die. Por der ſozialdemokratiſchen Kammerfraktion bat Leon Blum nach einer längeren Rede über die Gründe ſeines Rücktritts um Vertrauen für Chautemps, den er als eine ehrliche und auf⸗ richtige Perſönlichkeit bezeichnete. Einige Abge⸗ ifgezählt wer⸗ olle, die die er Nichtein⸗ Paris, 21. Juni. 5* 5 4 Oberbürgermeiſter von London iſt am ordnete dieſer Partei, unter ihnen Vincent⸗ 1b 9 antagnachmittag anläßlich der Weltausſtel. Auriol, wurden zu Verhandlungen mit Fung im Rathaus zu Paris von der Stadt⸗ Chautemps ermächtigt. Ob die Sozialdemokra⸗ 4 hore empfangen worden, nachdem er und ſein ten ſich bereit erklären werden, eine Regie⸗ heſolnge in den aus England mitgebrachten rung Chautemps indirekt zu unterſtützen oder hulakutſchen durch die Straßen der franzöſiſchen ſich direkt an ihr zu beteiligen, iſt noch nicht b at auptſtadt gefahren waren. bekannt. 4 ers das eine der tiſchen Vatet⸗ das einen ge⸗ den Triumph h habe S. M. haft Ew. Ex⸗ danke Ihnen 1 Wiley Poſt, der berühmte Flieger aus dem Stamme der Oklahoma⸗Indianer, der auch nach ſeinem Tode noch unbeſiegte Inhaber des Welt⸗ rekords im Weltrundflug, iſt faſt vergeſſen. Aber kanadiſche Abenteurer haben nun aus den Eis⸗ ſeldern, in denen er veruglückte, ſeine Maſchine geborgen. on ſeit Wochen fuhr Joe Mekelvie, der iſche Pilot, in den großen und kleinen lüdten des weiten Landes umher, um einen llen Mechaniker ausfindig zu machen, dem kichzeitig die Liebe zum Abenteuer im Blut ſollte. In Vancouver ſtieß er endlich ill Newburn, einen ungeheuer kräftigen, Meter großen Flugzeugmechaniker, dem ne Pläne auseinanderſetzte. innert ihr euch an den Namen Citp of keuvork?“—„Ganz recht, das war die Ma⸗ ine des wackeren Wiley Poſt, der eines Ta⸗ es on ſeinem letzten Flug nicht wieder⸗ —„Man ſagt, er habe an jenem Tag die rze Zauberwurzel vergeſſen gehabt, die einſt die Medizinmänner des Stammes Oklahoma als Amulett mit auf den Weg „Ich weiß, wo Wiley Poſt abſtürzte. lbe mit dem Eskimo geſprochen, der den rz beobachtete und die Bergung der Lei⸗ en vornahm. Auf dieſes Flugzeug⸗Wrack radem Weg nach dem Nordweſten des Landes vorzuſtoßen— in jene Einſamkeit hinein, wo Wiley Poſt mit ſeinem Freund den tragiſchen Tod fand. Nach vier Wochen hatten ſie das Flugzeugwrack ermittelt. Wölfe hatten ſich un⸗ ter den Trümmern häuslich niedergelaſſen, und in den langen, kalten Winternächten die Flü⸗ gel angeknabbert und dem Wrack ziemlich zu⸗ geſetzt. Aber trotzdem behielt Mekelvie mit ſeiner Meinung recht: die„City of Neuyork“ war zu reparieren. Mit Hilfe von drei Eskimos machten ſich die beiden Abenteurer daran, eine große Schnee⸗ hütte um das Wrack herum aufzurichten. Wenn draußen der Hurrikan tobt In jener Schneehütte begann man dann mit den Reparaturarbeiten. Jedes Stück Metall, das man in die Hand nahm, mußte vorher an⸗ gewärmt werden, denn eiskaltes Metall ver⸗ brennt die Hände wie Feuer. Dabei fiel das Thermometer auf 20, 30 und ſchließlich ſogar 40 Grad unter Null. Mühſam gingen ſie daran, mit Holz, das ſie teils mitgebracht hatten, teils durch die Eskimo heranſchaffen ließen, die Flügel und ſpäter auch die inneren Maſchinenteile wiederherzu⸗ hauſen wurde teichspoſtmini⸗ eichsorganiſa⸗ ichulungs⸗ ch eingeweiht. beſondere der ntengattungen veſenheit von inſtaltet. Dir un Muſſo⸗ Erſchließung t in Chin n tes mir an. Die Maſchine iſt gut und ſtellen. Oft konnte man bis 6 Tage lang die Aufſt and n— Schneehütie nicht verlaſſen, wenn draußen der Kaſchgar im N. Hurrikan tobte. Dann mußte man ſogar in 5. Die Hinter⸗ dem Schneehaus mit den Sturmlampen arbei⸗ Monate zwiſchen Wölfen im einen Monat ſpäter brachen Joe und it einem Hundegeſpann auf, um auf ge⸗ „Junger Dichter sucht Briefwechsel“ Der Typ des Literaten von vorgestern/ Notwendige Feststellungen ten. Im dritten Monat wurden die Lebensmit⸗ tel knapp. Sorgſam richtete man ſich ein. Denn nter Führung man hatte kein Geld und keine Zeit, Nachſchub ende Aufſtand zinfluß ſtehen⸗ t. 4 erhin doch nur ißt. Inſofern Geſchmack der iben, doch war nd bodenſtän⸗ r Seele ihre ſagte einmal ines Talente Vien, in dere wechſel! Zuſchriften unter„G. 2640“ an die Expedition dieſer Zeitung.“ Hier ſtimmt etwas nicht! Und bei näherem Zuſehen wird ſehr deutlich, daß etwas ſehr faul iſt,„oberfaul“ ſagt man gelegentlich! Was heißt Das junge Deutſchland hat ſein eigenes und chtiges Bild von dem Menſchen, der ihm im uch, im Roman, in der Erzählung oder im ſdicht das Werden und die Aufgaben des kuen Reiches darſtellt. Für uns iſt der zelt, in dere erein Kamerad wie alle die ande⸗„anregender Briefwechſel“? O, wir kennen ſie Ohr geſam ie bereit find, mitzuarbeiten und mitzu⸗ wohl aus früherer Zeit, die Herrchen und Däm⸗ d meine Han Dieſes Bild, das wir von unſeren Dich⸗ chen, die in Klubs zuſammenſaßen und quatſch⸗ indeſſen mög Walzern jene konnte ten, dem lieben Gott ſeinen ſchönen Tag ſtahlen und ſich dabei ſehr wichtig vorkamen, ſehr klug und ſehr gelehrt. Sie ergingen ſich in Betrach⸗ haben, und das uns immer wieder in der adſchaft an Dichterabenden, bei Vorleſun⸗ uf Tagungen und nicht zuletzt durch das nErbe. Da 7..— elbſt beſtätigt wird, hat nichts gemein tungen, die zwecklos waren, weil ſie dem Leben un Vorſtellung, die eine zum Glück ver⸗ fern waren. Sie ſchwärmten und ſuchten einen Weg, der von einer geſünderen Jugend längſt — wenn auch auf eine ganz andere Art— ge⸗ funden war. Sie ſchwebten in Himmeln und dozierten und ſpürten nicht, wie ſie ſich dem gene Zeit mit dem Wort„Dichter“ verband. Typ des bleichgeſichtigen Literaten, des ſierenden Jünglings mit langen Locken, eltſchmerzleriſch angehauchten Federknech⸗ ht alltäglicher eit geſchriebe e auch wenn der bei ſeinen„Schöpfungen“ echten Leben entfernten und für dieſes Leben ——— naichme ſaß!) iſt endgültig hin⸗ verloren waren. Und was hier in Rede und en eine Tanz egt. Wir wiſſen auch, daß die deutſche Gegenrede, verzückter Selbſtbeweihräucherung en haben, di d über derartige Geſtalten hinweggehen und verträumter Huldigung an den Tag kam, tes Gegenſtück ird. Sie ſin i wurde fortgeſetzt in Briefen. Der Briefwechſel nahm ausgedehntere Formen an, wurde ge⸗ pflegt, vielleicht, weil man dachte, darin gleich das Material für ſpätere Lebenserinnerungen niedergelegt zu haben. Was tat's? Uns ging es herzlich wenig an, wir lachten darüber und gingen weiter, denn auf uns warteten wich⸗ tigere Aufgaben, als zu ſchwärmen und von etwas zu reden, das nie vorhanden, eine Utopie -Bender. fern und außerhalb unſerer neuen Ge⸗ chaft leben, beweiſt, daß er uns noch nicht den hat, obgleich er viel Zeit dazu gehabt Ein ſolcher Typ wird uns nie ein blei⸗ zingſpiel muſicum der arktheater des vie unbekann n“ von des und gültiges Werk unſeres Wollens und war! iſtian Ga impfens ſchenken können. Damit iſt ihm und Das Wort„Dichter“ iſt ein ſehr anſpruchs⸗ zerke ſtamme nem„Schaffen“ aber das Urteil geſprochen. volles Wort, und wir wollen recht ſparſam mit utſchen Si u6 Papier, das für ein ſolches„Werk“ ver⸗ ihm umgehen. Deshalb wird auch nie einer der Unſrigen ſich ſelbſt ſo bezeichnen, er wird war⸗ ten, bis ihm die anderen dieſe Bezeichnung ver⸗ leihen, weil er ſich durch ſein Werk ausgewieſen hat und die Bezeichnung erkämpft und damit verdient hat. Wer aber ein Dichter aus unſeren ldek würde, wäre verſchwendet und nutzlos geudet. Aus dieſen Gründen leſen wir mit hzer Verwunderung eine Anzeige in einer ageszeitung, die folgenden Text hat: ger Dichter ſucht anregenden Brief⸗ be für die Feſtſpiele, die vom 23. Juli bis 21. Auguſt veranſtaltet werden, und zwar ſind neben der Probenarbeit ſpiele verpflichteten Künſtler auch die Bühnen⸗ Ebenſo unſicher iſt die Haltung der Kom⸗ muniſten, die ſich in völliges Stillſchweigen hüllen, da anſcheinend aus Moskau noch keine Direktiven vorliegen. Einige kom⸗ muniſtiſche Abgeordnete wurden zwar am Mon⸗ tagabend von Chautemps empfangen. Es ver⸗ lautet jedoch, daß ſie ſich jeglicher Stellung⸗ nahme enthalten hätten. Dieſe Ungewißheit hat die in Paris herrſchende Aufregung noch verſtärkt. Der Appell Léon Blums an die„Volksfront“⸗Parteien, Ruhe zu bewah⸗ ren, war inſofern wenigſtens von Erfolg be⸗ gleitet, als die im erſten Augenblick befürch⸗ teten Unruhen und Straßenrevolten— ſoweit es ſich von Paris aus überblicken läßt— aus⸗ geblieben ſind. Was ſagen Preſſe und Börſe? In der Preſſe, die die Ausſichten Chau⸗ temps nach allen Richtungen hin prüft und ab⸗ ſchätzt, wird jetzt vor allem das„Experiment Blum“ erregt diskutiert, wobei die Vorgänge im Senat nur als Schlußſzene eines ſchon lange währenden Konfliktes betrachtet werden. Die kommuniſtiſche„Humanit* hetzt Dic Citu oi Veuworl“ iliegt wiecder zie alte Maschine Wiley Posts aus dem Eis geborgen/ Jedes Risiko wird ũber nommen kommen zu laſſen. In der Verzweiflung ging man ſogar dazu über, die Wölfe, die heulend das Schneehaus umſtrichen, abzuſchießen und zu verzehren. Der entſcheidende Start Aber endlich war es ſo weit. Schon ſtieg die Sonne höher über den Horizont empor. Und mit der erwachenden Frühlingsſonne ging auch das Werk der Abenteurer in der kanadiſchen Einſamkeit zu Ende. Ganz langſam und unter Anwendung aller Vorſicht konſtruierten Mekel⸗ vie, und Bill Newburn eine Fahrſtraße, die bis zu einem großen, noch hartgefrorenen Feld hinüberführte. Dort mußte man ſtarten können. Eines Morgens ſchlugen die Herzen der bei⸗ den Abenteurer höher, als der Propeller an⸗ ſprang, die Maſchine ſich in Bewegung ſetzte und nach einer entſprechenden Zeit des Anlau⸗ fes ſich vom Boden erhob. In drei Stunden legten ſie die Strecke zurück, zu der ſie vorher mit ihren Hundeſchlitten drei Wochen gebraucht hatten. Die berühmte Maſchine fliegt alſo wieder. Eine Zeitlang veranſtaltete Joe Mekelvie Rundflüge für 5 bis 10 Dollars, an denen meiſt kanadiſche Farmer, von Neugier getrieben, teil⸗ nahmen. Im übrigen unternimmt Joe jeden Flug, der von ihm gewünſcht wird. Trapper und Fallenſteller, die es eilig haben, Inge⸗ nieure, denen es bis in ihre Goldfelder zu lange dauert— alle rufen nach Mekͤelvie, der mit der alten Maſchine des Wiley Poſt jedes Riſiko übernimmt. Reihen iſt, der muß nicht in der Zeitung nach Freunden ſuchen, mit denen er korreſpondieren (hier erſcheint uns dieſes Fremdwort ange⸗ bracht) kann, der hat Kameraden! Kameraden, mit denen er marſchiert, mit denen er froh iſt und lacht und mit denen er auch in ernſter Feierſtunde zuſammenſaß. Wer alſo die Be⸗ zeichnung„junger Dichter“ für ſich in Anſpruch nimmt, der wird es nur tun können, wenn hin⸗ ter ihm das Werk ſteht. Zu ihm werden aber dann die von ſelbſt kommen, denen ſein Werk, und ſei es nur ein ſchmales Gedichtbändchen, etwas zu ſagen hat. Er wird nicht in der Zei⸗ tung nach ſolchen„Freunden“ ſuchen müſſen. Hier treibt jemand Mißbrauch mit einem uns wichtigen Wort und ſeinem Inhalt, ein Literat macht ſich ſelbſt zum Dichter! Wir hoffen, daß er keinen Dummen für ſeine aufgeblaſenen Al⸗ bernheiten findet! Anregungen durch Briefwechſel? Wie ver⸗ gangen iſt das doch! Wir haben unſere An⸗ regungen im Zeltlager, beim Dienſt, wir laſſen uns erfüllen von dem hehren Eindruck eines Aufmarſches, von der inneren Stärke einer abendlichen Feier, wir faſſen das Leben dort, wo es iſt: an der Werkbank, am Schreibtiſch, an den donnernden Motoren, in der Gemein⸗ ſchaft des Volkes, bei den Kameraden im Ar⸗ beitsdienſt, der Wehrmacht und in den For⸗ mationen der Bewegung. Aus dieſen„Anre⸗ gungen“ wächſt das Werk unſerer jungen Dich⸗ ter. Und mit ihnen ſteht oder fällt es. Aber es läßt ſich nicht erzeugen durch„anregenden Briefwechſel“, es läßt ſich nicht fangen in halt⸗ loſem Schreiben und Reden, es läßt ſich nicht finden in Briefen, die von Menſchen geſchrieben werden, die uns ebenſo fern ſtehen wie der „junge Dichter“, der ſolche Schreiber ſucht. Die Proben in Bayreuth haben gonnen. In Bayreuth haben die Proben er für die Feſt⸗ den auch die Orcheſterproben unter Leitung Profeſſor Dr. Wilhelm Furtwängler einſetzen. ni tſ M nach, daß ſich ihren Paraphraſen noch enger an Goethe an⸗ lehnten“. Jirät Har ober zu der Feſtſtellung: „Goethe, unmittelbar o ſcheinlicher iſt), wird auch weiter für den Urahn des tſchechiſchen Liedes angeſehen werden müſ⸗ ſen.“— Dieſe wiſſenſchaftliche Feſtſtellung tſche⸗ chiſcher Gelehrter über die chiſchen Nationalliedes von größter Beachtung wert. noch keine Entſcheidung in Paris Blum hiſtet bei seiner Pariei um Vertrauen jũr Chautemps/ Was planen die Kommunislen? Von onsetem stfändigen Poriser Verfrefer) natürlich wieder. Sie gab Montag mittag eine Sonderausgabe heraus, die von freiwilli⸗ gen Verkäufern in allen Straßen angeboten wurde. Mit großen Ueberſchriften heißt es darin, daß die Volksfrontregierung angeſichts der Obſtruktion des Senats habe zurücktreten müſſen. Dann werden die bekannten kommuniſti⸗ ſchen Forderungen aufgeſtellt und vor allem eine neue Volksfrontregierung verlangt. Auf die Pariſer Börſe wirkte ſich die Kriſe zunächſt wenig aus: Die Renten waren am Montag gleich zu Beginn der Börſenſtunde be⸗ feſtigt. In den Börſenkreiſen herrſcht die An⸗ ſicht vor, daß die Perſönlichkeit Chautemps, ſelbſt wenn der Staatsminiſter eine neue Volks⸗ frontregierung bilden ſollte, dem Sparerpubli⸗ kum und dem Lande ganz allgemein mehr Ver⸗ trauen einflößen müßte als der Sozialiſt Léon Blum. Die große Frage, die ſich für Chautemps bei ſeinen Bemühungen zur Regierungsbildung ſtellt, iſt das Problem der künftigen Mehrheitsbildung in der Kammer, das in engſter Verbindung ſteht mit der Pro⸗ grammgeſtaltung der künftigen Regierung. Der Gedanke eines einheitlichen radikalſozia⸗ liſtiſchen Kabinetts, das ſich mit einem lediglich auf den radikalſozialiſtiſchen Grundſätzen auf⸗ gebauten Programm eine Mehrheit ſuchen würde, ſcheint nur wenig Anhänger zu haben. Der„Paris Soir“ macht darauf aufmerk⸗ ſam, daß die Mehrheit der Radikalſozialiſten dem Gedanken der Volksfront treu bleiben wolle, da ja die Volksfront aus den politiſchen Kämpfen der letzten Tage intakt hervorgegan⸗ gen ſei. Sie ſei demzufolge für eine Art„Ver⸗ längerung“ der Volksfront und eine dement⸗ ſprechende Teilnahme der Sozialiſten an die⸗ ſem Gebilde. Mit Bezug auf das Finanzpro⸗ blem handle es ſich vor allem darum, eine ver⸗ mittelnde Formel zwiſchen der Kammer und dem Senat zu finden. Es werde dem radi⸗ kalſozialiſtiſchen Senator Chautemps wahr⸗ ſcheinlich leichter gelingen— ſchreibt der„Pa⸗ ris Soir“— dieſe Formel zu finden als es dem Sozialiſten Blum gelungen ſei. Nach der am Montag ſpätabends in Paris anzutreffenden allgemeinen Auffaſſung dürfte die Kabinettstriſe früheſtens Dienstag⸗ mittag eine Löſung nach der einen oder anderen Richtung hin erfahren. Chautemps, der den Auftrag zur Kabinettsbildung nur be⸗ dingt angenommen hat, wartet vor allem noch auf die endgültige Antwort der Sozialdemo⸗ kraten, ob ſie bereit ſind, in eine von ihm zu bildende Regierung einzutreten. Eine endgül⸗ tige Entſcheidung hierüber kann lediglich der Landesrat der Partei treffen, der erſt am Dienstagmorgen zuſammentritt. putzen sie ein ſilavier mit 5and? .bdas würde seinem Glenz wohl schlecht bekommen. Geneu so ist's mit lhren Zöhnen. für sie ist dos Ffeinste gerode gut genug. Probieren Sie den feinen hutz- röwper der Nivee-Zohnpesté. Der erhölt lhre Zähne blitzblonłk und schont den Zohnschmelz. proben unter Leitung des Berliner General⸗ intendanten Heinz Tietjen, des Wieen ſämtlicher zur Aufführung gelangenden Werke, in vollem Gange. In den nächſten Tagen wer⸗ von Goethe und die tschechische Hymne Goethes Bildungsroman„Wilhelm Meiſters Lehrjahre“ erfreute ſich unter den Tſchechen großer Verbreitung; namentlich die eigenartige zauberhafte Geſtalt Mignons, die ſich im frem⸗ den Land vor Heimatſehnſucht verzehrt, hatte es ihnen angetan und ihr Lied„Kennſt du das Land?“ wurde von ihnen immer wieder ge⸗ ſungen. Die Ueberſetzung lautete:„Znas onen kral, kde domov muf“(Kennſt du das Land, wo meine Heimat iſt“). geſchaffen hatte, fand viele Na ahmer, lied und dementſprechend„zerſungen“. In der Zeitſchrift„Germanoſlavica“ bringt der Achechi⸗ ſche Gelehrte Vojtech Jirat Germanoſlawiſches zu Tyls„Kkde domov müj“ und nennt„die man⸗ Kajetan Tyl, der 10095 as Lied wurde nachgerade zum Volks⸗ chechoffon Berührungspunkte“ der jetzigen hechoſlowakiſchen Staatshymne„mit Goethes ignonlied Karel Poläk weiſt ie ſpäteren Nachahmer Tyls in er mittelbar(was wahr⸗ des tſche⸗ oethe iſt ſicherlich Reichsfestspiele in Heidelberg Staatsſchauſpielerin Alice Verden vom Staatstheater Dresden wurde als„Adelheid“ im„Götz“, als„Gräfin Capulet“ in„Romeo und Julia⸗ und als„Iſabella“ in„Pantalon und ſeine Söhne“ für die diesjährigen Reichs⸗ feſtſpiele verpflichtet. Mannheim glick übers Cand Cetzte badiſche meldungen Zuchthaus für Meineidsverleitung Heidelberg, 21. Juni. In einem Unter⸗ haltsprozeß hatte der Wjährige Hermann An⸗ dris aus Wiesloch die Kindesmutter zu einem falſchen Eid zu beſtimmen verſucht, indem er mit Selbſtmord drohte. Durch zwei Briefe wurde er einwandfrei überführt. Die Straf⸗ kammer verurteilte ihn zu einem Jahr Zucht⸗ haus. Nachklänge zum Stadtjubiläum Obergrombach(bei Bruchſal), 21. Juni. Das vorjährige Stadtjubiläum Ebetgrombdachs ſeir nun mit einer Sitzung des Feſtausſchuſſes einen endgültigen Abſchluß gefunden. Es wurde all der Männer dankbar gedacht, die ſich mit Erfolg um die Durchführung der 600⸗Jahr⸗ eier bemüht haben. Dann beſichtigte man die is jetzt freigelegten 220 Reihengräber des frän⸗ kiſch⸗alemanniſchen Friedhofes auf dem Lenz⸗ berg, ſowie die in der„Roſe“ ausgeſtellten Funde, wobei Bezirkspfleger Hauptlehrer Bauer die nötigen Erläuterungen gab. Bei dieſer Gelegenheit gelangte der Film vom Ju⸗ biläumsfeſt zur erſtmaligen Vorführung. Er gelungenen Bildern einen intereſſanten usſchnitt der unvergeßlichen Feſttage. Regimentsfeſt der 30er Raſtatt, 21. Juni. Die Angehörigen des ehem. 2. Badiſchen Feldartillerie⸗Regiments Nr. 30 trafen ſich über Sonntag in unſerer reichgeſchmückten alten Garniſonsſtadt Raſtatt 3 einem frohen Wiederſehensfeſte. Nach einem egrüßungsabend in der Carl⸗Franz⸗Halle am Samstag, wobei der letzte Regimentskomman⸗ deur, Oberſt a. D. von der Burg, die Feſtrede hielt, folgte am Sonntagvormittag die Toten⸗ ehrung am Denkmal der Zoher in der Bahnhof⸗ ſtraße. Am Nachmittag bewegte ſich ein ſtatt⸗ licher Beſtöag durch die Stadt, der von der Be⸗ völkerung allenthalben herzlich begrüßt wurde. Daran ſchloß ſich gemütliches Beiſammenſein in den verſchiedenen Lokalen. Obermeiſtertagung der Blechner Lahr, 21. Juni. Am Samstag fand in Lahr eine Tagung der Obermeiſter des badiſchen Blechner⸗ und Inſtallateurhandwerks unter dem Vorſitz des Bezirksinnungsmeiſters Otto Schmidt, Karlsruhe, ſtatt. Die Tagung erhielt ihre beſondere Bedeutung durch die Anweſen⸗ heit des Reichsinnungsmeiſters des Inſtalla⸗ teur⸗ und Klempnerhandwerks, Hermann Emmelius⸗Hagen i.., ſowie des Haupt⸗ Falchnnameſer Derlien, Berlin. Reichs⸗ nnungsmeiſter Emmelius gab einen Ueberblick über die Rohſtofflage im Blechner⸗ und Inſtal⸗ lateurhandwerk und zeigte die Wege, die das Handwerk in Anpaſſung an den Vierjahresplan muß. Um die einzelnen Betriebe mit der erwertung der neuen Rohſtoffe vertraut zu machen, führt der Reichsinnungsverband eine 3 Schulungsaktion für ſeine Mitglie⸗ der durch. Eine Einbrecherbande ertappt Freudenſtadt, 21. Juni. In der Nacht zum Samstag wurde in einem hieſigen Ge⸗ ſchäftshaus ein Einbruch verübt. Den Tätern, die durch den Inhaber des Geſchäfts und durch andere Perſonen geſtellt werden konnten, ge⸗ lang es zunächſt, zu flüchten. Einer der Bur⸗ ſchen konnte jedoch bereits eine halbe Stunde ſpäter vom Inhaber einer Wach⸗ und Schließ⸗ geſellſchaft während eines Kontrollganges feſt⸗ genommen werden. Bei der ſofort von der Kri⸗ minalwache eingeleiteten Fahndungsaktion wurde dann auf dem Hauptbahnhof auch der zweite Einbrecher verhaftet. Der dritte Kom⸗ plice der Einbrecherbande, die aus Hannover zugereiſt iſt und auch in Heidelberg und Baden⸗Baden Einbrüche verübt hat, konnte bis jetzt noch nicht ergriffen werden. Das Dolk fordert floſchaffung der floſterſchulen Die hintergründe des furchlbaren S exualmordes im Kloſter Maria⸗Tann/ Eine religiöſe Hyſterie Villingen, A. Juni. Die tauſendjährige Stadt Villingen auf den Höhen des Badiſchen Schwarzwaldes iſt plötzlich aufgeſchreckt worden durch ein Verbrechen, wie man es grauenvoller und ſcheußlicher ſich kaum vorzuſtellen vermag. Was hier geſchehen iſt, erregt das ganze deutſche Volk, und die Probleme, die durch dieſen Mord aufgeworfen werden, gehen vor allem die deutſche Erzieherſchaft an. Ganz in der Nähe von Villingen liegt das Kloſter Maria⸗Tann, geleitet von Laienbrüdern des Ordens Johann von Laſalle. Der Name dieſer Brüderſchaft iſt bereits dadurch bekannt⸗ geworden, daß der Leiter der Meersburger Nie⸗ derlaſſung wegen Homoſexualität verurteilt wurde. Auch ein Bruder von Maria⸗Tann iſt wegen des gleichen Vergehens in Koblenz ab⸗ geurteilt worden. Dieſe Tatſache iſt feſtzuhal⸗ ten, weil ſie für die Atmoſphäre, in der das ungeheuerliche Verbrechen geſchehen iſt, ſehr auf⸗ ſchlußreich ſein kann. Aufklärung gefordert In einem auf klöſterlichen Grundlage auf⸗ gebauten Realgymnaſium werden etwa 80 Jun⸗ gen für den Erzieherberuf vorbereitet. Einige hundert Meter von dieſem Kloſter entfernt wurde am Donnerstag, den 16 Juni, früh um 6 Uhr, die Leiche des 13 Jahre alten Zöglings Otto Mittermeyer aufgefunden, und als ſein Mörder wurde kurz darauf der 17½ Jahre alte Unterſekundaner aus der gleichen Anſtalt, Pe⸗ ter Vogelgeſang, feſtgenommen. Die ſtaatsan⸗ waltliche Anterfäcging iſt noch im Gange. Der Mörder befindet ſich im Gefängnis, und das Verfahren nimmt ſeinen Lauf. Ueber die ſtraf⸗ rechtliche Sühne hinaus verlangt die Bevölke⸗ rung mit Recht die Aufklärung der merk⸗ würdigen Hintergründe dieſes Mordes. Die Umſtände dieſes ſcheußlichen Verbrechens Früulein flnna beſtahl ihre Freier Auch Mannheim hat die raffinierte Diebin oft beſucht/ Jetzt geht's ins Arbeitshaus Karlsruhe, 21. Juni.(Eig. Bericht.) Vor dem Einzelrichter beim 9— ſteht die 40 Jahre alte ledige Anna agner aus Worms. Sie iſt ein leichtes Mädchen, das der Arbeit aus dem Wege und lieber heimlich einem dunklen Gewerbe nachging Wiederholte Haft ⸗ ſtrafen wegen Uebertretungen der ſittenpolizei⸗ chen Vorſchriften und ein Jahr Arbeitshaus vermochten ſie davon nicht abzubringen. Heute iſt ſie wiederum angeklagt, weil ſie ſich Männer angeboten hatte; ſerner wegen fortge⸗ ſetzten Diebſtahls. Bei ihrer Feſtnahme hatte ſie über 300 RM im Beſitz, die ſie, wie ſie zugibt, ihren„Freiern“ ohne deren Wiſſen ab⸗ genommen hat. Sie betätigte ſich in dieſer „einnehmenden“ Weiſe von Januar bis März 1937 in Mannheim,, Heidelberg, Karlsruhe, Ludwigshafen und Frankfurt a. M Die Männer, die das Geld losgeworden ſind durch ſie, kannte ſie nicht. Sie will den An⸗ ſchein erwecken, als handelte es ſich bei den 300 RM um Erſparniſſe: „Es kommt doch vor, daß man ſich etwas auf die Seite legt.“ Richter:„Das traue ich Ihnen nicht zu, daß Sie ſich etwas auf die Seite legen.“ Angeklagte:„Ich verdiente im Tage 15 bis 20 RM.“ Richter:„Da müßten Sie allerhand ge⸗ ſpart haben.“ 1 Angeklagte'„Man braucht doch auch 4 und Kleider. Es waren meiſt gutſitujerte erren.“ Richter:„Schlechtſituierte Herren haben Sie nicht genommen?“ Angeklagte:„Die hatten ja nichts. Ich hatte ihnen auch nichts genommen.“ Richter:„Am meiſten haben Sie in Mannheim geſtohlen: einmal waren es 100 RM. Wie ſind Sie zu den verſchiedenen„Frei⸗ ern“ gekommen?“ en„Ich habe die Herren halt gefragt:„Sollen wir noch einen trinken?“ Richter:„Wieviel„Freier“ haben Sie am . kennen gelernt? 6 Angeklagte:„Vier bis fünf.“ Richter:„Warum haben Sie nicht ge⸗ arbeitet?“ Angeklagte:„Die Herrſchaften verlangen ſſe. Man kriegt ohne Zeugniſſe keine ichter:„Müſſen es gleich„Herrſchaften“ ſein? Zum Kartoffelnſchälen hätte es ſchon ge⸗ langt. Sie haben nie die Kurve gekriegt, etwas zu arbeiten. Arbeiten Sie gern?“ Zwischen Neckar und Bergstraſte Ladenburger Nachrichten * Straßenverbeſſerung. Der Kreis Mann⸗ heim läßt gegenwärtig an den von ihm zu ver⸗ waltenden Straßen Teerungsarbeiten vorneh⸗ men. So wird die Straßenbaukolonne auch am Bollweg eingeſetzt, der von der Heidelber⸗ ger Straße bis zur Landſtraße nach Weinheim eine neue Teerdecke erhält. Außerdem wird dem ſeit Jahren beſtehenden Wunſch der Be⸗ wohner der Neuen Anlage endlich— zum Teil wenigſtens— entſprochen und dieſe Straße vom Weinheimer Weg bis zur Zehntſtraße ge⸗ teert. Im nächſten Jahr ſoll die reſtliche Teerung vorgenommen werden. Edingen berichtet n Schauturnen verlegt. Das für den vorge⸗ ſtrigen Sonntag angeſetzte Schauturnen des Turnvereins mußte wegen des ſchlechten Wet⸗ ters abgeſagt werden. Es findet nun bei gün⸗ ſtiger Witterung am kommenden Sonntag am „Steinernen Tiſch“ im Garten der Schloßwirt⸗ ſchaft ſtatt. Neues aus Schriesheim * Schmückt die Häuſer mit Blumenl Der Verkehrsverein Schriesheim wird demnächſt eine Beſichtigung des Blumenſchmucks im gan⸗ zen Dorf vornehmen und diejenigen Einwoh⸗ ner mit Preiſen auszeichnen, deren Fenſter und Balkone am beſten mit Blumen geſchmückt ſind. Dieſer ſchöne Wettbewerb ſollte alle Schriesheimer zur Teilnahme veranlaſſen, dient er doch dazu, das äußere Bild des Mu⸗ ſterdorfes zu vervollſtändigen. Der freundliche Eindruck, den blumengeſchmückte Häuſer auf auswärtige Gäſte machen, iſt in allen Frem⸗ denverkehrsorten bekannt, und die in dieſer Hinſicht beſtehenden Beſtrebungen verdienen alle Unterſtützung. Hoffentlich können recht viele Einwohner Schriesheims mit Preiſen be⸗ dacht werden. * Ausgabe von Bürgerholz. Am heutigen Dienstag wird das reſtliche Bürgerholz vom Hochwald ausagegeben und zwar in derſelben Einteilung wie bisher. Jeder Bürger erhält fünf Ster Holz und 100 Wellen oder ſieben Ster Holz und 50 Wellen, außerdem noch Stangen. Das Löſegeld beträgt 30 RM. Märkte Großmarkt Handſchuhsheim * Preiſe für Kilo: Erdbeeren 24—27, 19 bis 22, Walderdbeeren 40—52, Kirſchen 26—30, 12—16, Sauerkirſchen 30, Johannisbeeren 16 bis 20, Stachelbeeren 15—19, Himbeeren 30 bis 36, Rhabharber—5, Kopfſalat 7, Erbſen 11 bis 17. Anfuhr gut, Abſatz flott. Obſt⸗ und Gemüſe⸗Großmarkt Weinheim vom 21. Junj, Kirſchen 30, Erdbeeren 22—28, Johannisbeeren 20, Stachelbeeren 14—18, Him⸗ beeren 31—40, Heidelbeeren 34, grüne Nüſſe 15. Anfuhr 150 Zentner, Nachfrage gut. Nächſte Verſteigerung heute, 14 Uhr.— Anliefeungen von grünen Nüſſen können dieſe Woche bis ein⸗ ſchließlich Donnerstag, 12 Uhr, erfolgen. Angeklagte:„Wenn ich Arbeit bekomme. Die Herrſchaften wollen keine Fabrikarbeiterin.“ Richter:„Was brauchen Sie zu einer Herrſchaft. Gehen Sie als Landarbeiterin.“ Der ärztliche Sachverſtändige, der die An⸗ fe a untexſucht hat, iſt der Auffaſſung, daß ie zwar beſchränkt, doch zurechnungsfähig iſt. Der Anklagevertreter kennzeichnete die Ange⸗ klagte als aſozial veranlagte arbeitsſcheue Per⸗ ſon und beantragte wegen Uebertretung nach 5 361, Ziff. 6, eine Haftſtrafe von vier Wochen, die Unterbringung im Arbeitshaus auf zwei Jahre, ſowie wegen fortgeſetzten Diebſtahls acht Monate Gefängnis. Vom Arheitshaus will die Angeklagte nichts enſpei„Warum will man mich drei Jahre einſperren. Das ſehe ich nicht ein. Arbeitshaus iſt genau ſo wie Gefängnis. ichter:„Sie wollen nicht ins Arbeits⸗ haus?“ Angellgte:„Weil ich keine Arbeit be⸗ komme, ſoll ich jetzt dorthin. Warum gibt man mir keine Gelegenheit, zu arbeiten?“ „Sie bekommen ſie im Arbeits⸗ haus.“ Angeklagte:„Pro Tag für 15 Pfennig.“ Das Gericht war der Auffaſſung, daß die Angeklagte, die durch ihr Verhalten das Pu⸗ blikum beläſtigt hat, für eine erhebliche Zeit von der Straße fernzuhalten iſt. Es wurde daher wegen fortgeſetzten Diebſtahls und Ueber⸗ tretung des 5 361, 5 Ziffern ö, eine Geſamt⸗ gefängnisſtrafe voneinem Jahr aus⸗ geſprochen. Die Unterbringung im Arbeitshaus wurde auf die Dauer von zwei Jahren ange⸗ ordnet. Zwei Monate Unterſuchungshaft wur⸗ fie angerechnet. Sie will das Urteil an⸗ fechten. flus den llachbargebieten Bürgermeiſter Acker beigeſetzt Edenkoben, 2. Juni. Unter überaus großer Beteiligung wurde heute Bürgermeiſter Auguſtin Acker aus Edenkoben zu Grabe ge⸗ tragen. Gauleiter Bürckel und ſeine Mit⸗ arbeiter, ſowie ſonſtige Vertreter der Partei und ihrer Gliederungen nahmen an der Trauerfeier teil. Die Trauerrede hielt Vikar Brand.— Als Kamerad und Freund ſprach Gauamtsleiter Röhrig. Nach der Anſprache des Pg. Röhrig legte Gauleiter Bürckel mit einem ſtillen Gedenken am Grabe des verſtor⸗ benen Kameraden einen Kranz nieder. Todesopfer des Gewitterregens Heppenheim(Bergſtr.), 21. Juni. Bei dem letzten ſchweren Gewitter ſuchte der 74läh⸗ rige Feldſchütze i.., Philipp Goß, in einem Waſſerdurchlaß unter der Landſtraße Schutz gegen den Wolkenbruch. Innerhalb weniger Minuten ſtürzten ſo aroße Waſſermaſſen von den Berghängen, daß ein Wildbach entſtand, der den alten Mann mitriß. Erſt etwa 400 Me⸗ ter weiter konnte er aus der Flut gezogen wer⸗ den. Der bereits bewußtlos gewordene alte Mann ſtarb nach wenigen Stunden im Kran⸗ kenhaus. Mord nach 20 Jahren aufgeklärt Frankfurt a.., 21. Juni. Im Auftrag der Staatsanwaltſchaft Frankfurt a. M. und in Verbindung mit dem Gaujägeramt für den Regierungsbezirk Wiesbaden hat ſich die Mord⸗ kommiſſion der Kriminalleitſtelle Frankfurt nach der Aufklärung des Mordes an dem Jagdhüter Hofmann in Köppern nunmehr zu⸗ ſammen mit den örtlichen Gendarmerie⸗ und Polizeibeamten auch mit dem Mord an dem Forſtmeiſter Birkenauer aus Uſingen beſchäf⸗ tigt. Birkenauer wurde bekanntlich am 31. Ot⸗ tober 1917 von Wilderern erſchoſſen und am 1. November 1917 in einer Futterraufe im Walde bei Obernhain im Taunus aufgefunden. Dringender Tatverdacht richtete ſich ſeinerzeit gegen den Wilhekm Mieger ſen. aus Köppern, der ſich mehrfach zum Wildern aus der Kaſerne in Frankfurt entfernt hatte. Bei der Verhand⸗ lung vor dem Kriegsgericht in Frankfurt im Frühjahr 1918 wurde Mieger durch den Mein⸗ eid zweier Schutzzeugen freigeſprochen, die mit Mieger in der früheren Zeit gewildert hatten, aber niemals eine Schrotflinte(Tatwaffe) ge⸗ ſehen haben wollten. Dieſe Perſonen haben nunmehr ein Geſtändnis abgelegt und den Wilderer Mieger ſen. als den Täter bezeichnet, der ſie auch zu dem Meineid angeſtiftet habe. ein Kellerfenſter eingedrungen, nachdem 2 2*2 ſind ſo entſetzlich, daß ſie nur aus einem he gifteten Gehirn entſprungen ſein können. 3 dieſem Mord letzten Endes religiöſe 9 ſterie zugrunde liegt, iſt nicht mehr zu eſd. feln. Die Unterſuchung der Staatsanwaltſc wird ſich daher auch auf ſeinen geiſtigen? ſtand und die ſtrafrechtliche Verantwortlicht erſtrecken müſſen. Unbeſchadet des Ausgange dieſer Unterſuchung wird den Hintergrünz des Verbrechens und der Umwelt des Tülel beſondere Aufmerkſamkeit zuzuwenden fe Wir haben durch Ausſprache mit allen in tracht kommenden Inſtanzen immer wiederf ſtellen müſſen, daß die mönchiſch⸗asketiſche moſphäre, in der der Mörder und ſein g lebten, bei dieſem Verbrechen eine große Ro fpielte. Die ſeltſamen Umſtände des Morſih zifiſer nur 4,7 ſcheinen ihre letzte Erklärung nur in einer d ug, während jugendlichen Mentalität völlig widerſpreche ahre 1934 fü. den Atmoſphäre eines konfeſſionellen Interm zu finden. Merkwürdige Gepflogenheiten Der Mörder lebte ſeit zweieinhalb Jahr dieſer Anſtalt, er hat nach ſeinem eigenen g ſtändnis ſeit 1 Jahren unſittliche Handlu s liegt da en mit den jüngeren Schülern vorgenommt ieſe Dinge haben ſich meiſt nachts in demf genannten Feſtſaal abgeſpielt. Es muß auſſt len, daß es überhaupt möglich war, daß dn gen nackt ihren Schlafraum verließen, ohne h dies von dem Aufſichtsperſonal bemerkt wun Am 26. Mai hat Vogelgeſang während der Spit ſtunde einen Wutanfall bekommen. Er iſt Lehrer und Schüler eingedrungen und hamz greiflich geworden. Wie er jetzt zugibt, hat! dieſen Anfall ſimuliert. Er kam daraufhin i das Städtiſche Krankenhaus nach Villingen, f die Aerzte nichts Wiune an ihm bemerlit und ihn wieder der Anſtalt zurückgeben wolllch Dieſe lehnte aber ab. Inzwiſchen wa nämlich die unſittlichen Vorkommniſſe auch 9 nn bekanntgeworden, und die fürchtete mit Recht, daß ihr daraus Schwier keiten entſtehen könnten. In der Nacht zn Mregeln 5 55 555 fentfernt Jes 16 Vertkehrsreg em Krankenhaus entfernt. Feſtgeſtellt iſt, Ktert: er in den Tagen vorher mit anderen. Infafß plin ſeiner des Krankenhauſes viele Geſpräche über n giöſe Fragen geführt hat. In dieſem Zuſa menhang muß auch erwähnt werden, daß wen Tage zuvor, nämlich am 16. Juni, der Freihl ger Erzbiſchof Gröber im Münſter in Wllling eine ſtark polemiſche Rede gehalten hat, inde er von dem Märtyrertum der katholiſchen G lichen ſprach. Vogelgeſang hat dann einen nüh lichen Fußmarſch von zwei Stunden Dauer ſ Kloſter Maria Tann gemacht, iſt dort di niwicklung das Reich g ung unterz ternden Er 1935 1 310 0 Die an ſetzt, um uges durch be ten, vergeude elektriſchen Sicherungen ausgeſchraubt, ſo 5 er vor Ueberraſchungen geſichert war, und gerne den Schlafſaal gegangen, in dem ſich 25 gen beſanden. Er hat dann unter Drohung mit Erſtechen den Jungen dazu veranlaßt, a zuſtehen und mit ihm fortzugehen. Hier tauch wieder eine ganze Reihe rätſelhafter Umſtim auf. Ein Fenſter führte vom Schlafraum zude Zimmer eines Kloſterbruders, dem die Uehe wachung der Jungen anvertraut war. Ueber die Einzelheiten der Tat haben bereits ausführlich berichtet. Die Aufſichtspflicht Die Frage, wie weit die Leitung des Kloſh und die Erzieher ihre Aufſichtspflit verſäumt haben, bedarf dringend der Klär In der Bevölkerung der Stadt Villingen, gleich ſie zu faſt 85 Prozent katholiſch iſt, g er nur noch den einen Wunſch: Fort m der Kloſterſchule! In einer Konſen der Lehrerſchaft des Städtiſchen Realgym ſiums kam die gleiche Auffaſſung zum Ausdu Dabei wurde beſonders der Umſtand beig daß die Erziehung der jungen Menſchen einer gewiſſen Askeſe— in Maria Tann di ten die Jungen beiſpielsweiſe eine halbe Siu lang nicht miteinander ſprechen; ſie mußten Eſſen ſtehend einnehmen und andere Beſchii kungen beachten— innere ſeeliſche Konflikte ſich bringt, und dies beſonders in der Enipi lungszeit. Die katholiſchen Eltern, die mg gen dieſer Dinge befragt, erklären einmüt Nie mehr werden wir unſere Kinder in ſolche Anſtalt geben; denn die ungeſunde Anh ſphäre der Kloſterſchule iſt der beſte Nä für anormale verbrecheriſche Triebe. ie beſonde dern nur ein 3 wortungs⸗ und Ein veranti er ſich w e Züge au rette unbe“ ilnehmer ren und leic fileine Diernheimer ſlacheich * Ein Holzwohnhaus brannte nieder chten. Buſalte Fritz ſei Barack brennt“, ſo. erſt Melcch am Sonntag gegen 22 Uhr, als die Sire bekannter Feuerwehr alärmierte. In weſtlicher Richtt bei der war ein hoher Feuerſchein ſichtbar. Da Nähe der Tränke am Sandhöfer Weg au Acker freiſtehende kleine Holzwohnhau Händlers Fritz Buſalt, das er ſich ſ baut hat und in dem er ſeit Jahren vorderſter L wohnt, ſtand in hellen Flammen. Ein einſ 125 iten erinnerte ges Holzhaus, doppelt ſo groß wie ein ühn n die 130 K ſtall, auch mit einem Drahtzaun und Pfo 2 umgeben, war in Flammen aufgegangen, wo der neben dem Haus angebundene Hund f. Obe⸗ verbrannte. Der Beſitzer felbſt war im Orl menſträuße kehrte auf den Feueralarm hin erſt zurüch, Mit ihrem a. ſein Anweſen bereits vollſtandig niedergehng Mannheime war. Es konnte nichts gerettet werden.„Auerbac Eintreffen der Feuerwehr konnte mi akt ſtattfand Schlauchleitung der Brand in wenigen hierbei mi gelöſcht werden. Beim Verlaſſen feiner nheimer nung war das Feuer im Ofen noch nicht g it zum E erloſchen und ſo könnte dadurch auch der nd ebenſo entſtanden*—— Der Mann iſt dadurch e ganzes Hab und Gut gekommen. ihm die 75 ngen ſprach in ſchönen 22. Juni 105ʃ llen hyſterie — zur aus einem veh mſein können. Af religiöſe gi icht mehr zu bezweh Staatsanwal einen geiſtigen Verantwortli det des Ausgang den Hintergründ Umwelt des Tülei zuzuwenden ſeh he mit allen in K der und ſein Oyft en eine große Ral ſtände des Morſih ig nur in einer da öllig widerſprecheh ſſ ionellen Internatß eiten eieinhalb Jahren ſeinem eigenen unſittliche Handlu llern vorgenommeh ſt nachts in dem f lt. Es muß auffih lich war, daß Ju verließen, ohne da nal bemerkt wur während der 6 1 ommen. Er iſt zrungen und jetzt zugibt, har Die 12 Leipziger Theſen des NSK Für anſtändiges und ritterliches Fahren kam daraufhin nach Villingen, m s an ihm bemertie zurückgeben wolll Inzwiſchen ware rkommniſſe auch di vorden, und dieh daraus Schwierihg Nacht zunß In der geſang heimlich au Feſtgeſtellt iſz W it anderen Inſaf zeſpräche über In dieſem Zuſah werden, daß weni Juni, der Freib ſtünſter in Wüllingg gehalten hat, inde or katholiſchen Gei at dann einen nüh Stunden Dauer zu acht, iſt dort du jen, nachdem er A Sgeſchraubt, ſo hert war, und i udem ſich 250 n unter Drohunge dazu veranlaßt, a igehen, Hier taucheh itſelhafter Umſtäßh Schlafraum zu deh rs, dem die traut war. der Tat haben 50 zeitung des Kloſ ufſichtspflith ngend der Klär ztadt Villingen, K liegende Zahlen tben 4 Groß⸗Mannheim nman nh eim Eine wirklich erfolgreiche Volkspflegearbeit muß an der Wiege des Lebens beginnen, und nichts liegt daher näher, als durch geeignete ſozialpolitiſche Maßnahmen den Geburten⸗ lwachs zu unterſtützen und außerdem durch heſundheitsfördernde Maßnahmen die Urſa⸗ chen der Säuglingsſterblichkeit zu beſeitigen. Die Wohlfahrt einer früheren Zeit hat auch in dieſer Hinſicht verſagt, weil ähre Arbeit nicht gus der Schau des geſamten Volkes heraus ge⸗ hieben wurde. So können wir heute z. B. feſt⸗ ellen, daß in anderen Ländern bereits vor ehn Jahren ſchon die Säuglingsſterblichkeits⸗ iffer nur 4,7 vH als Jahresdurchſchnitt be⸗ küg, während in Deutſchland noch im Fahre 1934 für Städte von 30000 bis 50 000 Einwohnern ein Jahresdurchſchnitt von 6,19 ß verzeichnet werden mußte. In einzelnen Gebieten des Reiches wurden noch viel höher feſtgeſtellt: So en Landshut 10,4, Regensburg 11,7 und Deggen⸗ dorf 13,8 vH im Jahre 1934. Bei uns in Baden hat der Kreis Bruchſal mit 8,.45 vb im Jahre 1935 die höchſte Säug⸗ lingsſterblichkeitsziffer. Buchen ſteht mit 8,37 on zweiter Stelle. Wenn man nun die Gebur⸗ ienentwicklung und die Säuglingsſterblichkeit— für das Reich geſehen— einer genaueren Nach⸗ prüfung unterzieht, ſo kommt man zu dem er⸗ ſchütternden Ergebnis, daß in den Jahren 1919 bis 1935 1 310 000 Kinder geſtorben ſind, welche Die 12 Leipziger Theſen des NSKK⸗Mannes für anſtändiges und ritterliches Fahren ſind: 1. Die Beherrſchung der Fahrkunſt wie der Verkehrsregeln allein genügt nicht. Erſt durch die Ritterlichkeit ſeiner Fahrweiſe und die Diſziplin ſeiner Haltung erweiſt ſich der NSgg⸗ Mann als vorbildlicher und erziehe⸗ Mriſch wirkender Fahrer. 2. Der Zuſtand eines Kraftfahrzeuges iſt die Wiſitenkarte ſeines Fahrers. Wer nicht alles daran ſetzt, um ſich den Wert ſeines Kraftfahr⸗ zeuges durch beſte und liebevollſte Pflege zu er⸗ fullen, vergeudet Volksvermögen. 3. Das freihändige Fahren mit Mo⸗ torrädern, die Mißachtung der Autobrille und das Lümmeln am Steuerrad mit heraushän⸗ enden Ellenbogen ſind nicht etwa ein Beweis ür die beſondere Forſchheit des Fahrers, ſon⸗ dern nur ein Zeichen für mangelndes Verant⸗ wortungs⸗ und Anſtandsgefühl. 4. Ein verantwortungsbewußter Fahrer weiß, wenn er ſich während der Fahrt auch einmal einige Züge aus einer Zigarre oder Zi⸗ garette unbedenklich geſtatten kann. 5, Du kennſt die ſcharfen Maßnahmen des deutſchen Polizeichefs gegen betrunkene Kraft⸗ fahrer. Prüfe aber auch vor der Fahrt, ob Ver⸗ ——— üärgerung, dienſtliche oder geſchäftliche Belaſtung oder Gemütsbewegung dein inneres Gleichge⸗ wicht ſtören. 6. Mit unverminderter Geſchwindigkeit beim Begegnen mit anderen Verkehrs⸗ teilnehmern rückſichtslos durch Pfützen zu fahren und leichtfertig Staubwolken aufzuwir⸗ t katholiſch iſt, Landwehrmänner waren im Odenwald Kameradſchaftliche Feierſtunde in Auerbach/ Ehrung des ehemaligen Kommandeurs zunſch: Fort m in einer Konfereh tiſchen Realgymm ſſung zum Ausdri er Umſtand beioſh ingen Menſchen Maria Tann du ſe eine halbe Stu chen; ſie mußten id andere Beſchiih eliſche Konflikte ſers in der Entwi 4 In Auerbach fand eine kameradſchaftliche Feierſtunde ſtatt, die die Kameradſchaft Mannheim der ehemaligen 40er andwehr ihrem ſeit faſt zwei Jahrzehnten hier wohnhaften, in Auberbach beſtbekannten ui geſchätzten Oberſt Melchers veranſtal⸗ tern, die man z erklären einmüß ere Kinder in e ne ungeſunde Amm der beſte Nährbohe e Triebe. teten. die Feierſtunde war verbunden mit dem dies⸗ hrigen Kameradſchaftsausflug, der bdie Mannheimer Kameraden in drei großen Omnibuſſen morgens über Neckargemünd, Nek⸗ larſteinach, Michelſtadt, Reichelsheim, Linden⸗ fels, Gadernheim— wo das Mittageſſen einge⸗ lochrichten Geburtstages den ehemaligen Kommandeur innte nieder. hrennt“, ſo hieß mals die Sirene! weſtlicher Richii ſichtbar. Das in R jöſer Weg auf eineh Holzwohnhaus A zas er ſich ſelbſt! ſeit Jahren allh imen. Ein einſtich oß wie ein Hühng tzaun und Pfoß aufgegangen, wi bundene Hund mi bſt war im Ort i hin erſt zurüch A ndig niedergebun ettet werden. konnte mit einth n wenigen Minutg rlaſſen fen Woh⸗ jen noch nicht g urch auch der Wa iſt dadurch um fiſ nmen. nommen wurde— nach Bensheim und Auer⸗ bach brachte, wo die Gäſte anläßlich ſeines 71. aufſuchten. Sberſt Melchers, ein an der ganzen Berg⸗ lraße bekannter Offizier, war früher als Haupt⸗ mann bei der Unteroffiziersſchule in Biebrich tätig, dann als Major in Lahr in Baden, hier⸗ auf Kommandeur des badiſchen Landwehr⸗In⸗ fanterie⸗Regiments Nr. 40 Raſtatt, mit dem er auch im Kriege jahrelang in den Vogeſenkämpfen in vorderſter Linie ſtand. An dieſe ſchweren Zeiten erinnerte in zündender Anſprache, nach⸗ dem die 130 Kameraden aus Mannheim vor der Wohnung Melchers angetreten waren, der Mannheimer Kameradſchaftsführer Adolf empf. Oberſt Melchers wurden prächtige Blumenſträuße überreicht. Mit ihrem alten Kommandeur marſchieren die Mannheimer Kameraden geſchloſſen ins potel„Auerbacher Haus“, wo ein ſchlichter en ſtattfand. Kameradſchaftsführer Kempf keilte hierbei mit, daß Oberſt Melchers, der die Mannheimer Kameradſchaft gegründet hat, hiermit zum Ehrenmitglied derſelben ernannt iei und ebenſo zum Ehrenmitglied der 40er 4 eeren in Raſtatt, und über⸗ reichte ihm die Ehrenurkunden. Für die ſchönen Ehrungen ſprach Oberſt Melchers den Dank aus und in ſchönen kameradſchaftlichen Stunden Vorſorge für Mutter und Kind Die NS-⸗Volkswohlfahrt kämpft gegen die Säuglingsſterblichkeit man bei einem Jahresdurchſchnitt von 4 vh am Leben hätte erhalten können. Der Tod die⸗ ſer Kinder bedeutet für uns zugleich einen un⸗ geheuren Verluſt an Volkskraft. Die ö dieſe Feſf der Säuglingsſterblichkeit iſt durch dieſe Feſtſtellungen zu einem brennen⸗ den Problem und einer wichtigen Aufgabe der nationalſozialiſtiſchen Volkspflegearbeit gewor⸗ den. Es gilt aber, nicht nur das Leben dieſer Kinder zu erhalten, ſondern es iſt gerade ſo wichtig, die Erkrankung der Kleinkinder an Mangel⸗ oder Ueberflußftärkun en zu unterbin⸗ den. Aus dieſem Grunde hat daher die NSV noch eine große Erziehungsaufgabe am einzel⸗ nen Menſchen, beſonders der Mutter, zu leiſten. Das Hilfswerk„Mutter und Kind“ der NS What zuſammen mit dem Reichsmüt⸗ terdienſt des Deutſchen Frauenwerkes ſyſtema⸗ tiſch den Kampf gegen die Säuglings⸗ und Kleinkinderſterblichkeit aufgenommen. Wenige Jahre erſt dauert dieſer Kampf, und der Exfolg 34095 heute ſchon deutlich, wie ſegensreich dieſe lbwehrarbeit für das Leben und die Zukunft unſeres Volkes geworden iſt. Die Säuglings⸗ ſterblichkeitsziffer ſenkte ſich ſeit der Machtüber⸗ nahme durch den Nationalſozialismus im Reichsdurchſchnitt um 1,4 vh auf 6,5 vh. „Neben dem Kampf gegen die Säuglingsſterb⸗ lichkeit gilt es aber auch, vor allem der Ge⸗ ſundheit der Mutter und desKlein⸗ kindes weitgehendſte Beachtung zu ſchenken. Durch eine rechtzeitig einſetzende Erholungs⸗ pflege wird hier weitſchauende Vorſorgearbeit geleiſtet und dadurch werwolles Leben erhalten. beln, verſtößt gegen alle Regeln nationalſoziali⸗ ſtiſcher Verkehrsgemeinſchaft. 7. Motorengeknatter und Auspuffknallen ſind kein Ausdruck heldiſcher Geſinnung. Ruhiges, überlegtes Anfahren und Schalten ſchonen die Nerven anderer und finden die Anerkennung des Fachmannes. 8. Flottes zügiges Fahren entſpricht dem Sinn des Kraftfahrzeuges und macht uns Freude. Nur die gewiſſenhafte Beachtung unſe⸗ res Grundſatzes, daß die Geſchwindigkeit nach den Verkehrsverhältniſſen einzurichten iſt, hält uns Geſchwindigkeitsbeſchränkungen vom Leibe. 9. Ein einziges ruhiges Wort der Belehrung und ſachlichen Feſtſtellung ſtärkt deinen Stand⸗ punkt, ſinnloſes Schimpfen ſchwächt ihn ab. 10. Wer aus dem fahrenden Kraftfahrzeug Zeitungen, Obſtſchalen und Stullenpapier hin⸗ ausfeuert, verunreinigt die Straßen und ge⸗ fährdet den Verkehr. 11. Schwere Gewichte, höhere Pferdeſtärke und größere Ausmaße des Kraftfahrzeuges erhöhen nicht die Rechte, ſondern die Pflichten der Rück⸗ ſichtnahme. 12. Die freudige und bereitwillige Ausübung einer ſteten Hilfsbereitſchaft der Landſtraße iſt vornehmſte Pflicht. Der Sanitätskaſten gehört zum Kraftfahrzeug wie die Kerze zum Motor. Wer dieſe Regeln beachtet, iſt ein ritterlicher und anſtändiger Kraftfahrer! Der NSͤK⸗Mann und der Angehörige des DDAcC machen durch Führung ihres Wimpels die Oeffentlichkeit zum Richter über ihr Verhalten. verfloß der Nachmittag, worauf die Mannhei⸗ — gegen Abend die Rückfahrt antrat. Privalklage und Jivilprozeſſe unter Parteigenoſſen Vom NS⸗Rechtswahrerbund wird mitgeteilt: Nach den Richtlinien der Parteigerichtsbar⸗ keit dürfen Privatklagen gegen einen Partei⸗ genoſſen nur mit Genehmigung der zuſtändigen Parteigerichte erhoben werden. Dieſe ſelbſt⸗ verſtändliche Beſtimmung erklärt ſich aus dem Weſen der NSDAP als einer Schick⸗ ſals⸗ und Ordensgemeinſchaft, deren Mitglieder zu einer beſonders vorbild⸗ lichen und kameradſchaftlichen Haltung ver⸗ pflichtet ſind. Unter Privatklagen im Sinne dieſer Beſtimmung ſind Klagen gemäß der Strafprozeßordnung wegen Beleidigung, Ver⸗ leumdung, übler Nachrede, leichter Körperver⸗ letzung uſw. verſtanden. Das Geſetz nennt ſie nur deswegen„Privat“⸗Klagen, weil ſie im Gegenſatz zu den übrigen Strafſachen mangels öffentlichem Intereſſe nicht von der Staatsanwaltſchaft, ſondern„privat“ auf Strafantrag und auf eigene Klageerhebung durch den beleidigten und verletzten Volks⸗ genoſſen erhoben werden. Da der Nichtjuriſt unter Privatklage aber ſchlechthin private Streitigkeiten vor Gericht, alſo insbeſondere auch die Zivilprozeſſe ver⸗ ſteht, wurde dieſe Beſtimmung der Partei⸗ auch oft entſprechend falſch aus⸗ gelegt. Der Oberſte Parteirichter, Reichsleiter Buch, hat daher in einer im neueſten Parteiverord⸗ nungsblatt veröffentlichten Bekanntgabe dar⸗ auf hingewieſen, daß Klagen vor den ſtaat⸗ lichen Zivilgerichten(Zivilprozeſſe) zwiſchen Parteigenoſſen nicht der Genehmigungspflicht der zuſtändigen Parteigerichte bedürfen. 40 de 20 2 588 6 8 0 * 1 6 —8˙4—4— 15 . 7 13 X. —4 * * N 9 601. „Gase. Weß AANsszent die — 8 22. Juni 1937 Mannheim„Hatenkrenzbanner“ Jetzt kommt friſche Luft in die Amtsſtuben „õchönheit der Arbeit“ als Heilmittel gegen Bürokratismus/ Beſichtigung der Behörden vom 24. bis 30. Juni räume der Behörden alle heißen mögen, nicht ſo geſtaltet werden, daß ſich die e dort wohl fühlen und viel mehr noch die Beamten und Angeſtellten ſelbſt, die ja viel länger am Tage darin zubringen müſſen? Jeder Krankte, der geſunden ſoll, muß den Willen zur Ge⸗ ſundheit haben, d. h. auf unſeren Fall ange⸗ wandt, der Beamte und Angeſtellte, der Be⸗ hördenchef, der eine Abſcheu gegen Bürotratis⸗ mus hat, der ſeinen Betrieb davor immun machen will, muß den Willen zu„Schönheit der Arbeit“ haben. In der Aktion„Schönheit der Arbeit“ kommt ſchließlich nicht nur die Achtung vor der Arbeit und dem Arbeiter zum Ausdruck; dieſe, eine ſittliche Pflicht darſtellende Forderung, erhält bei den Behörden in die Wirklichkeit umgeſetzt, noch eine ſtaatspolitiſche Bedeutung. Die Behörde repräſentiert als Publi⸗ kumsinſtanz den Staat. Genau ſo, wie ſelle Aber n der Reichsſta in einen Es iſt ein ſonderbares Wort, Abreiſe. Ein Wort, das, ähnlich wie das Chamäleon ſeine Haut, ſeinen Charakter wechſelt. Sprich d Wort heute und nach drei oder vier Wochen und du wirſt das eben Geſagte verſtehen. Jetzt ha es einen Klang voll Freude, Hoffnung u Freiheit, es ſpricht vom blumenerfüllten T von der Schönheit blauer Meere, ragender Wäl der, glänzender Gipfel. Ein Jubel liegt in dem Wort, der das Herz freier macht und die Seele aber nic von allen Banden der Pflicht und der Eng horgegange löſt. Und merkwürdig, wenn du nach vier Wo⸗— em en chen dasſelbe Wort ſprichſt, dann zittert dein 43.. Herz in einer ſtillen Melancholie, deine Sti Geſellenpr mung iſt Reſignation, dein Auge Abſchied. U eit der ſtraffere bei vielen wird der Freudenſchimmer von heut ſung in Ausrich dereinſt ſogar zum Tränenflor. Das iſt nun ein⸗ ſowie der etw⸗ mal ſo, je nachdem für welchen Zweck wir di Schutz des Geſe Koffer packen. Gehts hinaus in die Ferne, dann wird das Kofferpacken zur Luſt und unter der fröhlichen Melodie:„Wem Gott will re Gunſt erweiſen...“ geht es nur ſo von de Vom 24. bis 30. Juni 1937 führt das Amt „Schünheit der Arbeit“ und die Reichs⸗ betriebsgemeinſchaft„Verkehr und öffentliche Betriebe“ eine Beſichtigung der Behörden in Baden, Saarpfalz, Koblenz⸗Trier und Köln⸗ Aachen durch. Auch die Behörden geſtalten jetzt ihre zum Teil oft dumpfen und häflichen Amtsſtuben um, zeigen doch bereits viele Er⸗ laſſe von Regierungspräſidenten, wie auch hier die Wichtigkeit dieſer Beſtrebungen anerkannt wird. „Vor einiger Zeit iſt in der deutſchen Oeffent⸗ lichteit die Frage eingehend erörtert wonden: „Iſt Bürokratismus heilbar?“, und man hat eine ganze Reihe von„Krankenge⸗ ſchichten“ zu hören bekommen, in denen die Symptome dieſes Leidens geſchildert wurden, mehr auftommen, denn wie es aus dem Büro herausruft, ſo ſchallt es betanntlich zurück. Daß dieſe Ueberlegungen nicht Phantaſie, ſon⸗ dern erprobte Wirklichleit ſind, beweiſt u. a. das vorbildliche Vorgehen der Deutſchen Reichspoſt, die in großer Zahl bereits muſtergültige Büro⸗ und Bedienungsräume— das klingt viel freundlicher als„Abſertigung“— geſchaffen hat, die durch ihren Wandſchmuck gleichzeitig eine gute Werbung für die Schönheiten der deut⸗ ſchen Heimat treibt und die durch die Befol⸗ gung der Parole„Schönheit der Arbeit“ den mürriſchen, gereizten„Verkehrston“ auf beiden Seiten zum Wohle der Nerven beider Teile durch einen freundlich-ſachlichen Umgangston erſetzt hat. Mit der friſchen Luft, mit dem Fal⸗ len der Schalter und damit der hemmenden Schranke iſt auch ein anderer Geiſt eingezogen. Was dort geht, warum ſoll es nicht auch bei Finanzämtern gehen, wohin die Steuer⸗ ich müffe man hblegung der C ige Lehre faſt ganz a nicht zu ei von dem weniger die davon Befallenen als die ihnen ausgelieferte Mitwelt, Publitum ge⸗ nannt, geplagt werden. Bürokrankheit—„Milienukrankheit“ Bei jeder Krankheit, die man behandeln, bei⸗ ſern und heilen will, muß der Arzt ſich zunächſt die Frage vorlegen: Was iſt die Urſache der Störung? Uns will es ſcheinen, als ob es ſich beim Bürokratismus um eine Krankheit han⸗ delt, die als„Milieutrankheit“ beſonders gut und üppig in gewiſſen ungeſunden Räumen ge⸗ deiht. Der Bazillus des Bürotratismus, die „Bürokratokokten“, ſcheinen gewiſſermaßen die Fähigkeit zu haben, bei den unglücklichen eamten und Behördenangeſtellten an deren lebenswichtigen Organen ſelbſt Aktenſtaub„an⸗ zureichern“ und ſo nach und nach eine völ⸗ lige Verſtaubung und Verkruſtung ihres Innern zu verurſachen. Durch die⸗ ſen Staubfilter, der ſich um die Seele und den Geiſt des Befallenen legt, werden lebendige Menſchen Schemen. Es wird nichts mehr mitempfunden, ſondern nur noch„regiſtriert“, menſchliche Schickſale ſchrumpfen zu Aktenfaſzikeln ein, lebendige Ge⸗ ſchehniſſe werden zu„Vorgängen“, an Stelle von Problemen treten„Fragebogen“, kurz die Mittel des behördlichen Betriebes werden zum alleinigen Zweck. All ſolche Begriffsverwirrung verurſacht der tückiſche Bazillus des Bürokratismus. In ſei⸗ nen heftigſten, beinahe unheilbaren Formen ruft er dann noch das eigenartige Verhalten des Patienten hervor, daß er ſich am 33 vom Publikum abgetrennt, hinter Schaltern und Gittern fühlt und dort gleich einer Gottheit unnahbar und wie ein zürnen⸗ der Jupiter thront und ſeine ſchlechte Laune (bei vorgeſchrittener Krantheit) an den Be⸗ ſuchern der Amtsſtelle ausläßt. Ludwig Thoma hat bekanntlich in dem „Poſtſekretär im Himmel“ einem ſol⸗ chen Bürokraten ein unſterbliches literariſches Denkmal geſetzt. Ohne auf die Urſachen des Bürokratismus ſelbſt einzugehen, kommt er ihnen beiläufig ſehr nahe, wenn er von dem Poſtſekretär Martin Angermayer, dem es im Himmel gar nicht gefallen will, ſchreibt:„Zu⸗ dem fröſtelte es den an überheizte Büroräume Gewöhnten in dem Luftreiche, und der Ver⸗ dacht, daß es irgendwo ziehe, quälte ihn nicht STANMDARO chäumt laus eigener Kraft. minder wie die Unmöglichkeit, jemanden zum Schließen eines Fenſters auffordern zu kön⸗ nen.“ Die ſchlechte, ungeſunde Luft iſt es, die am Bürokratismus Schuld iſt. Und genau ſo, wie ein Schwindſüchtiger— Bürokratismus iſt eine gewiſſe Schwindſucht; denn es ſchwinden nor⸗ male Futiktionen— nur in reiner, kräftiger Atmoſphäre, bei Licht, Luft und Sonne geſun⸗ den kann, ſo hilft gegen Bürokraten nur friſche Luft! Nicht in übertragenem, ſondern zunächſt einmal im wortwörtlichen Sinne. „Behördenplatzangſt“ hat ein Ende Die Aktion„Schönheit der Arbeit“ bei den Behörden, die jetzt in den deutſchen Gauen von der Deutſchen Arbeitsfront, Reichs⸗ betriebsgemeinſchaft„Vertehr und öffentliche Betriebe“, in Zuſamimenarbeit zwiſchen den Gaureferenten und den Regierungspräſidenten und 5— Behördenchefs durchgeführt wird, ſoll die Forderung„Friſche Luft in die Amts⸗ ſtuben!“ im Sinne von„Schönheit der Arbeit“ verwirklichen.„Friſche Luft in die Amts⸗ ſtuben!“ iſt gleichzeitig das einzige Heilmittel gegen Bürokratismus, ſo daß dieſem Feldzug eine außerordentliche, grundſätzliche Bedeutung zukommt. Wie alle nationalſozialiſtiſchen Maß⸗ nahmen geht ſie dem Uebel, deſſen Urſachen er⸗ kannt worden ſind, an die Wurzel. In der Syſtemzeit, wo der Bürokxatismus die tollſten Blüten trieb, ließ man es beim Schimpfen bewenden. Man trieb nur einen Keil des Mißtrauens und der ge⸗ genſeitigen Verärgerung zwiſchen Beamtenſchaft und Publikum; der Bazillus des Bürokratismus wurde als Spalt⸗ pilz des Klaſſenkampfes gehegt und gepflegt und in Großkulturen angelegt. Die nunmehr ein⸗ geleitete Betämpfung all der ungeſunden Ver⸗ hältniſſe in den Behörden rottet nicht nur Ur⸗ ſachen des⸗Bürokratismus aus, ſondern bewirkt noch ein anderes;„Schönheit der Arbeit“ ber den Behörden ſchafft nicht nur Beamte und Angeſtellte, die nie zu Bürokraten werden kön⸗ nen, ſondern derart hergerichtete Räume laſſen auch bei den Beſuchern der Amtsſtuben keine „Behördenplatzangſt“, keinen„Beamtentoller“ zahler ſowieſo ſchon mit gemiſchten Gefühlen hintkommen? Warum ſoll ein Polizeiamt nicht freundlich ausſehen können, weshalb können ein Bürgermeiſteramt, ein Kataſter⸗ amt, und wie die durchaus nötigen Amts⸗ ſich der Beamte und Behördenangeſtellte als Vorbild zeigen ſoll, ſo muß die Amtsſtube auch Vorbild im Sinne„Schönheit der Arbeit“ ſein. Darum:„Friſche Luft in die G. E. D. Heinrich ging als Sieger hervor Mit 9½ aus 10 beim großen Schachturnier in Bad Saarow Ende gut, alles gut, dachte wohl Heinrich, und ſo holte er ſich auch noch die beiden letzten ausſtehenden Zähler! Badenſteins An⸗ griff wurde leicht abgeſchlagen, Heinrich ſiegte im Endſpiel, wie in den meiſten ſeiner Par⸗ tien. Groſſer, der ſich noch kleine Chancen auf den zweiten Platz ausrechnete, opferte die Qualität, Heinrich überſtand aber auch dieſen Sturm und entſchied durch einen Freibauern. Und ſo kam Heinrich auf den wahrlich impo⸗ nierenden Schlußſtand von 9½ aus 10! In keiner Partie ſtand er direkt ſchlecht, Heinrich ſpielte es eben weit beſſer als ſeine Gegner, er war immer Herr der Situation. In ſeiner heutigen Form wird er auch in Bad Oeynhauſen ſeinen Gegnern manche Nuß zum Knacken geben! Den heißumſtrittenen zweiten Platz erkämpfte ſich in letzter Minute Schmitt, der ſchon ſeit Aehr den deutſchen Meiſter⸗ titel trägt, aber ſehr unterſchiedlich ſpielt. Daß es ihm trotz ſeines ſchlechten Startes(3½ aus 61) gelang, grenzt eigentlich ans Unglaubliche; denn er ſtand in der 9. Runde gegen Groſſer, in der 10. Runde gegen Herrmann zum„Aus⸗ löſchen“— und gewann trotzdem! Einen völ⸗ ligen Zuſammenbruch erlitt Groſſer, der in den letzten vier Runden überhaupt nicht mehr auf die Beine kam und alles verlor. Herr⸗ mann kämpfte denkbar unglücklich. Dr. Lach⸗ manns Kraftanſtrengungen kamen zu ſpät. Angenehm überraſchte gegen Ende des Tur⸗ niers der junge Königsberger de Carbon⸗ nel, von dem man beſtimmt noch hören wird. Der Schlußſtand gibt ſonſt ein durchaus richtiges Bild von den gezeigten Leiſtungen: 1. Heinrich 9½, 2. Schmitt(Breslau) 7½, 3. Dr. Lachmann(Stettin) 6,./. de Carbonnel (Königsberg) und Groſſer(Auerbach, Sachſen) je 51, 6. Herrmann(Magdeburg) 5,./8. Bade⸗ ſtein(Halle) und Vordank(Jena) je 4½,./10. Jühe(Mühlheim) und Pallwitz(Königsberg) je 3½, 11. Quecke(Magdeburg) 0 Punkte. Eine Blutbuche unter Denkmalsſchutz Im Lameygarten ſteht einer der älteſten Bäume Mannheims Mitten auf dem breiten Gehweg des öffent⸗ lichen Gartens in K7 ſteht eine herrliche Blut⸗ buche, deren dichtes Laub eben in vollendeter Entwicklung iſt und in weitem Umkreis Schai⸗ ten ſpendet. Dieſe Blut⸗ oder Rotbuche iſt nicht nur der älteſte Baum in dieſem Garten, ſie iſt auch einer der älteſten Bäume auf Mann⸗ heimer Gemarkung überhaupt. Zudem dürfte ſie die ſchönſte hieſige Buche ſein, wofür wohl zeugt, daß ſie unter Denkmalſchutz ſteht. Kraftvoll erhebt ſie ſich, ſtrotzend von Geſund⸗ heit. Dabei ſieht man ihr nicht an, daß bereits ſo viele Jahre auf ihr laſten. Würdevoll wie eine Königin trägt ſie ihre Krone. Wer ſehen⸗ den Auges vorübergeht, der ſtaunt immer wie⸗ der ob ihrer Pracht. Dieſe Würde iſt der Buche übrigens allge⸗ mein eigen, ob ſie nun allein ſteht oder ſich zur Gemeinſchaft zuſammengetan hat, um die hohen Hallen zum Waldesdom zu bauen. Sil⸗ bergrau ragen darin ihre Stämme als Säu⸗ len himmelwärts und das Aſtwerk verſchränkt ſich zu jener edlen Wölbung, die wohl einſt den Baumeiſtern als Vorbild für den Spitz⸗ bogen diente, der im gotiſchen Stil ſeinen weſenhaften Ausdruck fand. Die Buche iſt der einzige deutſche Laubbaum, der ſich zu großen einheitlichen Beſtänden ver⸗ einigt. Für ihre naturwüchſige Kraft ſpricht, daß ſie Sieger bleibt, wo ſie mit der Eiche in Kampf gerät. Iſt die Buche in Deutſchland auch längſt nicht mehr ſo zahlreich verbreitet als früher, ſo ſind ihre Beſtände doch auch jetzt noch beträchtlich. Wo die Rotbuche waldbildend auftritt, da ſtellt ſich faſt immer auch die Weißbuche ein. Die Verwandtſchaft dieſer bei⸗ den Bäume bezieht ſich entgegen der weit ver⸗ breiteten Annahme nur auf einige Aeußerlich⸗ keiten. Gemeinſam iſt beiden die glatte, ſilber⸗ graue Rinde, ſonſt unterſcheiden ſie ſich nicht unweſentlich, namentlich beim Stamm und der Verzweigung der Aeſte.-ö6- eeeeeee e een Arlaubsſorgen...? Wie oft hören wir die Frage:„Was ſoll ich mit meinem Urlaub anfangen? Ich möchte ſo gerne ans Waſſer und mich ſportlich erholen, bin aber ſo allein und beſitze kein Paddelboot und kein Zelt. Wenn ich nur jemand wüßte, der mitmachen würde, koſten darf es allerdings nicht viel, denn meine Mittel ſind beſchränkt.“ Wir kennen all dieſe Sorgen und wiſſen einen guten Rat: In Breiſach am Ahein hat die RSch„Kraft durch Freude“ ein Sommerſportlager errichtet, in dem jeder alle Wünſche erfüllt findet. Verlangt heute noch bei der Koß⸗Dienſtſtelle das koſten⸗ loſe Proſpekt, denn Waſſer, Sonne, Licht und Freude, Paddeln, Schwimmen, Springen, er⸗ leben alle jene Leute, die ihren Urlaub in Brei⸗ ſach verbringen. ffür Mannheim finden folgende Paddel⸗ ſportlehrgänge in Breiſach a. Rh. ſtatt: vom 27. Juni bis 4. Juli, vom 1. Auguſt bis 8. Au⸗ guſt, vom 5. September bis 12. September und vom 26. September bis 3. Oktober. Aus dem Schloßmuſeum Das Schloßmuſe um Mannheim zeiat neuerdings in einem Ausſtellungsraum eine kleine Schau von Handzeichnungen des Mannheimer Landſchaftsmalers Joſef Au⸗ guſt Biſſinger. Der Künſtler wurde am 18. Dezember 1814 in Mannheim geboren und empfing nach kurzer kaufmänniſcher Tätigkeit in Koblenz, Epernay und Paris ſeine künſtle⸗ riſche Unterweiſung in Düſſeldorf bei Karl Friedrich Leſſing, dem ſpäteren Karlsruher Galeriedirektor. Biſſinger wandte ſich aus⸗ ſchließlich der Landſchaft zu und machte ſich durch Studienreiſen mit der Schweizer Ge⸗ birgslandſchaft und der italieniſchen Landſchaft vertraut. Von beſonderer Anregung war eine Fahrt nach Rom. Früh kränkelnd, ſiedelte er in den 1840er Jahren nach Weinheim an der Bergſtraße über, kehrte dann nach Mannheim zurück, wo er am 19. Mai 1851 ſtarb. Biſſingers Landſchaftskunſt zeichnete ſich durch ein gründliches Studium des Baumſchlags aus. Der Künſtler beſaß eine beſondere Geſtaltungskraft in der Darſtel⸗ lung der Gewächſe der Natur. In unveraleich⸗ licher Klarheit zeichnet er ſeine Landſchaften äußerſt beſtimmt. Doch fehlt es nicht an lie⸗ benswürdiger Poeſie und idylliſcher Zartheit in ſeinen Blättern. Die kleine Schau im Schloßmuſeum gilt einem Mannheimer Künſtler, der bis⸗ her kaum beachtet, in ſeinem Schaffen Ge⸗ mütstiefe der Romantik und echte deut⸗ ſche Geſinnung offenbart. ———— 70. Geburtstag. Frau Regina Müller, Gärtnerſtraße 19, feiert am Dienstag in gei⸗ ſtiger und körperlicher Friſche ihren 70. Ge⸗ burtstag. Wir gratulieren! Silberne Hochzeit. Jakob Braun, Mann⸗ heim⸗Waldhof, Waldpforte 140, feiert heute mit ſeiner Ehefrau Julie, geb. Brand, das Feſt der ſilbernen Hochzeit. Wir gratulieren! Dienſtjubiläum. Am Samstag feierte der Monteur Philipp Vollweiler, Mannheim, Sn 39, bei der Firma Mohr & Federhaff, Mannheim, ſein 30jähriges Dienſt⸗ jubiläum. Dem Jubilar nachträglich unſere beſten Glückwünſche. Hand. Wie langſam wandert nach vier Wochen jedes Stück wieder an ſeinem Kofferplatz zurück unter der ungleich wehmütigeren Geſangbeglei⸗ 27 Der italien tung:„Weh, daß wir ſcheiden müſſen.“ E—7 Nicco als geben wir mit iedem Stück, das in den 0 Koffer zurückwandert, ein Teilchen genoſſenen 7 Der preußi Glückes wieder auf. Aber vorläufig hat das—1 Wort„Abreiſe“ noch ſeinen guten Klang. Gli 3 Der Maler auf und frohe Fahrt allen denen, die es jetzt im ſtorben(ge Munde führen. Vergeßt aber nicht, eure Zeitung Der Verlag bei Naumb umzubeſtellen. H. Jubiläum eines Wohlfahrtspflegers In dieſen Tagen waren es 25 Jahre, ſeit Privatmann Engelbert Ehrler, Mannheim, S 6, 37, ſich ehrenamtlich in der öffentlichen Wohlfahrtspflege betätigt. Aus dieſem Grunde erfolgte in der letzten Bezirksſitzung eine Eh⸗ rung des Jubilars. 3 Oberbürgermeiſters überbrachte der Vorſtand des Städtiſchen Fürſorgeamts, Direktor Schu⸗ macher, die Glückwünſche der Stadt und würdigte die Verdienſte, die ſich der Ju⸗ bilar in den langen Jahren ſeiner ehrenan lichen Tätigkeit im Dienſte der Wohlfahrtspflege erworben hat. Zeichen des Dankes überreichte er dem 3 eine künſtleriſch angefertigtet Ehrenurkun und ein Angebinde. Auch die Mitglieder des Wohlfahrtsbezirks hatten es ſich nicht nehmen laſſen, ihrem langjährigen Mitarbeiter durch Wohlfahrtspfleger Nägel, den Stellvertreter des erkrankten Bezirksvorſtehers, der Wertſchät⸗ zung, deren ſich der Jubilar in ihrem Kreiſe 200 Reise erfreut, durch Ueberreichung eines Geſchenkes eſ soſides fichtbaren Ausdruck zu geben. 4 ſtoff. Dier 4 Jiacke ist hoch Nationaltheater. Heute, Dienstag, zum letzten Male im Nationaltheater:„Luiſe Miller Oper von Verdi. Muſikaliſche Leitung: Kart Elmendorff; Regie: Heinrich Köhler⸗Helffrich. oder 10051 inn; 2„— Morgen, Mittwoch, wird fegefr ro8e die mit großem Beifall aufgenommene Ko⸗ 150 om breit. mödie von Lauckner:„Der Hakim weiß Grõb es“ in der Inſzenierung von Intendant Bran⸗ Wachstum G. Ziegler 3 Litertlasche ohne Glas.00 Leichte Maturweine zur Bowiel 33 er Sausenheimer Monigsaek STEMMER, 0 2, 10 nut 2 624 —— 1919 Gründung 5 Der Geogr Brambach s Endgültige⸗ Rund für Di ugart:.45 M onzert..00 Gr „00 Nachmittag „00 Der Vogel, el hold gewachſe der laßt uns frö Von böſen Weil 00 Nachrichten „00—.00 Nacht 100 W70 em breit. e om biS/ Ein einfac 35 er Malkammerer kirenenstuek Spiᷣtie Wachstum Ph. Kohl denburg zum erſten Male wiederholt.— Hel⸗ muth Ebbs führt Regie in der Oper„Der Waffenſchmied“ von Lortzing, mit der das Nationalthegter die Reihe der Neuinſzenie⸗ rungen dieſer Spielzeit beſchließt. Die Oper wird am Donnerstag, 24. Juni, im Spielplan des Nationaltheaters erſcheinen. Muſikaliſche Leitung: Ernſt Cremer. 146 Siedlerſtellen fertig! Einen ſtolzen Tag hatte am Sonntag d Siedlung Fußgönheim der 56 Farbe induſtrie. Zugleich mit dem Richtfeſt des viert Bauabſchnitts der nunmehr 146 Siedlerſtell umfaſſenden Siedlung beging man die Grun ſteinlegung für das inmitten der Siedlung er⸗ ſtehonde Feierabenohaus und das neue Schul⸗ haus. Zu dieſem feierlichen Akt, an dem d Bewohner der Siedlung und zahlreiche Gä teilnahmen, waren auch der Betriebsführer d Werkes Oberrhein der IG, Direktor Dr. Gau der geſamte Vertrauensrat, Kreisleiter Kle mann und Oberbürgermeiſter Dr. Stoll⸗ ſowie zah reiche Vertreter des Gaues und der Behörd erſchienen. Nach einem Muſikvortrag der We ſcharkapelle ſprachen Kreisſiedlungsreferent Ri thaler und der Leiter der Wohlfahrtsabteiln ei s, Oberregierungsrat Schick der IG, Dr. Weiß, über das Werden der Sied⸗ 0 und die Errichtung des IG-⸗Feierabend⸗ hauſes. Die Grundſteinlegung nahm Direkt Dr. Gauß vor. Gedichtvorträge von Siedle kindern und Muſikſtücke umrahmten den feie lichen Akt. Kreisleiter Kleemann würdigte in einer lu zen Anſprache die Tüchtigkeit des werktätige Mannes, der, vom Geiſt der neuen Zeit beſeel hier ein unvergängliches Werk der Gemeinſch ſchaffe. Anſchließend wurde das Richtfeſt vierten Bauabſchnitts begangen. Das Feierabendhaus umfaßt(ohne Terraſſe) Quadratmeter. Der große Saal hat 500 Si plätze. Die Bühne iſt groß genug, um alle i Feierabendhaus ftattfinde Veranſtaltungen auch in Fußgönheim durchfüh⸗ ren zu können. Das zu errichtende Schulhauß W mit dem Feierabendhaus verbunden en. % Cynf 1 3 2. Juni 1 nnheim„Hakenkreuzbanner“ 22. Juni 1937 Aber nur in Ausnahmefüällen it Sprich das der Reichsſtand des deutſchen Handwerks Anordnung der Kreisleitun BDM umt in einem Rundſchreiben an die Hand⸗ 4 16 9 Spielſchar. 22.., 21 Uhr, Dienſt in N 2, 4. Abteilung: Reiſen, Wandern und Urlaub kkammern zu der Zweifelsfrage Stellung, n alle Kaſſenleiter des Kreiſes Mannheim Muſikſchar. 22.., 20 Uhr, Dienſt in 3, 4. Achtung! Wer hat Urlaub in ver Zeit vom 28. Junt die Zulaſſung zur Geſellenprüfung trotz Die von den Kaſſenleitern beſtellten Beitragswert⸗ Singchor für Sportfeſt. 22.., 21 Uhr, Dienſt in bis 6. Juli? In dieſer Zeit führt eine Urlaubsreiſe Abreh. eſelle ohne Lehrzeit Anor dnun gen der NSDAP. od ſtehen. Jetzt Hoffnung und ender Lehrzei f 5 3 ken für vie 1 55 hrzeit erfolgen könne. Grundſätz⸗ marken für die Varteianwürter ſind eingetroſſen und 2, 4. nach Thüringen. Die Geſamtkoſten betragen nur enerfüllten Tal ſich müſſe man daran feſthalten, daß für die auf der Kreiskaſſenverwaltung abzugolen. Schwetzingerſtadt 8/9/171. 22.., 20 Uhr, Antreten 34.— RM. Für dieſe Fahrt können noch einige An⸗ f jif Kreiskaſſenleiter 0 „ragender W legung der Geſellenprüfung die ordnungs⸗ zur Sonnwend, Gabelsbergerplatz. meldungen entgegengenommen werden. bel liegt in de hige Lehre die Vorausſetzung bilde. Es Wer hat Urlaub von 3. bis 14. Jult? In dieſer ub der A e eiee eeb————— arh Lri und der En rgegan werden, ſondern müſſe vor eckarſtadt⸗Oſt. 22.., 20. r, Amts- und Zel⸗ Sportwartinnenbeſprechung am 25.., 19.30 Uhr, nach vier 2 em die Leiſtung eine Berückſichtigung finden. lenleiter⸗Beſprechung in Schell⸗Gaſtſtätte, Lange⸗Rötter⸗ im Sitzungsfaal des M 4a. 9 tragen 42.30 bzw. 41.60 RM. Auch für dieſe Fahr ⸗ ittert dein iine ausreichend: und mit Erfolg gekrönte ſtrate. ten ſind noch Plähe frei. n* 3 S is könne u. U. mehr ſein, als der Ausgang Woyhlgelegen. 22.., 20.30 Uor, Beſprechung der Dað er eee, We-——*◻—*—— ie, ſeeſellenprüfung beweiſe. Die Möglich⸗ Amts, und Zelkenleſter. Humboldt. 23.., 20.15 Uhr, Sitzung der Betriebs⸗———— l— e Abſchied. Un eit der ſtrafferen Regelung der Geſellenprü⸗ Sedenheim. 22.., 20.30 Uhr, Zellenleiterbeſpre- obmänner im Lokal Gerber, Alphornſtraße 20. A. t f ich 11 der Geſche fee, Schwarzwald, Lüneburger Heide uſw. Auskunft mmer von heu in Ausrichtung auf die Meiſterprüfung chung auf der Geſchäftsſtelle. erteilen die Geſchäftsſtellen, Betriebs⸗ und Ortswarte. Das iſt nun ein⸗ le der etwa herbeizuführende geſetzliche dausgehilſen Rur frühzeitige Anmeldung ſichert die Teilnahme. Zweck wir di utz des Geſellentitels uſw. würden dazu NS-⸗Frauenſchaft Ortsſozialwalterinnen. Die Tätigteitsberichte haben uchtung! Sonderzug nach Bad Kreugnach am kom ⸗ die Ferne, dann ragen, daß ſich die Lehrlinge zu 100 Pro⸗ Humboldt: 22.., 20 Uhr, Singſtunde bei Fran bis* 6. auf der Kreisdienſtſtelle zu ſein. menden Gonntag. Abfahrt des Zuges ab Mannheim jent der Geſellenprüfung zuwenden und die Leux, Lortzingſtr. 9. Käfertal. Die Sprechſtunden ſind dienstags von etwa.40 Uhr, Rückfahrt etwa 19.30 Uhr. Es fin⸗ mund unter der 3 hr, h 1 Rülle faſt aanz ausgeſchloſſen werden, in denen Wlantenhof: 23.., 20 Uhr, Singen im Eichbaum 19—20 Uhr in der Mannbeimer Straße 2. det eine Wanderung nach Bad Münſter am Siein ott will recht„ 351 nur ſo von de i nicht zu einer ordnungsmäßigen Lehre(tleiner Saal). Erſcheinen aller Frauen und Frauen⸗ Neuoſtheim. Sprechſtunden ſind dienstags und frei⸗ ſtatt. Ab 16 19 an Tanz komme. werksmitglieder iſt erwünſcht. tags von 18—19 Uhr in Böcklinſtraße 10. in der„Concordia“, Ba reuznach. Fahrkarten zu ach vier Wochen Dal fi den 22. Juni 1937 Ortsfrauenſchaftsleiterinnen: Am 22. 6. keine Be⸗ Plankenhof. Sprechſtunden ſind dienstags von.30 RM. ſind erhältlich dei allen Verkaufsſtelen. offerplatz zurück HDaten für den 22. Zun ſprechung. 19.30—20.30 Ubr in p 7, 7a. Abteilung: Feierabend n Geſangbeglei Der italieniſche Staatsmann und Philo⸗ Neckarſtadt⸗Oſft. 23.., 20 Uhr, Pflichtheimabend Waſſerturm. Sprechſtunden ſind dienstags von 17 4 üſſen.“ E Niccolo di Machiavelli in Floren bei Bode, Käfertaler Straße 33. Mitglieder des bis 18 Uhr in der Beethovenſtraße 15. Heute abend Theater! um 20 Uhr beginnt die Vor⸗ müſſen. 5 eftorben(geb. 1469) 5 Frauenwerks ſind eingeladen ſtellung im Roſengarten mit der Aufführung der ick, das in den 0. bteil Kombödie„Schneider Wibbel“. Vergeſſen Sie nicht 7 Der preußiſche Staatsmann und Gelehrte Almenhof. 23.., 20 Uhr, Heimabend in der Frauenabteilung chen genoſſenen ies Milhelm von Humboldt in Potsdam ge⸗ Schluerſchule, Zimmer 6. Liederbücher, wapier und meſerentiunen und ortsfvauenwalterinnen. Die Ta.—5 Betriebswart Karten zu 90 oder 50 Pf. läufig hat 3 boren(geſt. 1835) Bleiſtift mitbringen. Kreisdienſt⸗ 3— n Klang. Glück. 3 Der Maler Anton Graff in Dresden ge⸗ Waldhof. 23.., 16 Uor, Beitragsabrechnung, ſtelle vorliegen. „ die es jetzt im ſtorben(geb. 1736). f 9 ebenſo„Volks⸗ und Hauswirtſchaft“. Anſchließend 3. W 4 100 Sport für jedermann gasbuchhän 1105 Zellenwalterinnenbeſprechung in der Geſchäftsſtelle der rauen und—adchen der nd dienstags un SI anne NSDAp. donnerstags von 17—18 Uhr in der Karl⸗Ludwig ⸗ Dienstag, 22. Juni 10 Gründung der Univerfität Köln a. Rh. Gamenn Ccd. 23.., 20 Uhr, Singſtunde in den W. o A 43 33 zermaniaſälen, S 6. Alle Frauen wollen erſcheinen. euoſtheim. Die Sprechſtunden für die Frauen un 1 18.00—20. rtspflegers Riondoch geſtorben geb. 1890 Redarau⸗Süd. 23.., 20 uUhr, Heimabend im Mädchen der Duß ſind dienstags von 18—19 Uhr in—.— W 4 1 e* 00 der Böcklinſtraße 10. iele: Frauen u. hen, 19.30—21. r Wald⸗ 25 Jahre, ſeit 66 Endgültiges Verbot der SPD. Wa hofſchule, Oppauer Straße; 20.00—21.30 Ubr Kirch⸗ er, Mannheim, Lindenhof. 23.., 20 Uhr, Singen im Heim. er 3 70 gartenſchule, Reckaran, im Hofe der Germaniaſchule; fem Ge Rundfunk⸗-Programm 20.30 Uhr in p 7, 74 75 Uhr———◻ ieſem Grunde 83—.00—22.30 Uhr Liſelotteſchule, Colliniſtr.— Frohe ung eine E ür Dienstag, den 22. Juni Arbeitsſchule der DA Morgenſtunde: nur Frauen,.30—10.30 Uhr Gym⸗ Muftrage* gart:— Gymnaſtik,.30 Früh⸗ Verwaltung. Die Geldverwalter werden hiermit Betr. Kurzſchrift eeeee In naſtitſaal 1. 8, 9.— Deutſche Gymnaſtik: Frauen und der Vorſtand zert..00 Gymnaſtit..30 Muſit am Morgen. aufgefordert, die Karten für die am Sonntag, 13.., den nüchſten Tagen beginnen wir mit einem Lehr⸗ Mädchen,.00—.00 Uhr Spielplatzanlage Rennwieſe; Direktor Schu 10,00 Ein Dorf wächſt aus dem Boden. 11.30 Volks⸗ ſtattgefundene Jugendfilmſtunde bis ſpäteſtens Diens⸗ gang in Kurzſchrift und in Maſchinenſchreiben. Beide 20.00—21.00 Uhr Mädchenberufsſchule, Weberſtr.— e der Stad muſir. 12.00 Mittagskonzert. 13.00 Nachrichten. 13.15 tag abzurechnen. Dasſelbe gilt auch für die noch nicht Kurſe finden jeweils dienstags und freitags von 19 Kindergymnaſtik: 16.00—17.00 uhr Gymnaſtikſaal ie ſich der Ju⸗ Mittagskonzert. 14.00 Allerlei von zwei bis drei. abgerechneten Feſtabzeichen. Nichtverkaufte Feſt⸗ bis 22 Uhr ſtatt. Anmeldungen ſind umgehend nach Stadion; 18.00—19.00 Uhr Waldhofſchule, Wald“⸗ ** 16,00 Rachmittagskonzert. 18.00 Griff ins Heute. abzeichen müſſen bis ſpäteſtens Donnerstag zurück⸗( 1, 10 zu richten bof.— Schwimmen: nur für Frauen,.00—10.30 Uhr iner ehrenami⸗ 13·00 Ber Vogel, der heut ſang, dem war der Schna- gegeben ſein, andernfalls werden ſie in Anrechnung Städt. Hallenbad, Halle U.—.30—11.00 ubr Rhein⸗ her öffentlichen bel hold gewachſen. 20.00 Aus Mannheim: Und wie⸗ gebracht. Wir machen darauf aufmerkſam, daß die Betr. Lehrgang Warenkunde und Verkaufskunde für bad Arnold; Männer und Frauen, 18.00—19.30 Uhr Als äußere der laßt uns fröhlich ſein. 21.00 Nachrichten. 21.15 vorhandenen Döc-Loſe bis 30. 6. verkauft ſein Haushaltwaren. Obiger Lehrgang beginnt am kom⸗ Rheinbad Arnold; nur für Männer, 20.00—21.30 Uhr er dem bi Von böſen Weibern und armen Pantoffelhelden. müſſen. Loſe werden keine mehr zurückgenommen. menden Mittwoch, 23.., 20.30 Uhr, in I. 7, 1, Städt. Hallenbad, Halle Ul.— Volkstanz: Burſchen nurkund.00 Nachrichten. 22.30 Unterhaltung und Tanz. Auch dieſe müſſen dann ſchnellſtens abgerechnet Zimmer 4. Anmeldungen hierzu können noch in und Mädel, 20.00—21.30 Uhr Peſtalozziſchule, Otto⸗ 1 al der des 24.00—.00 Nachtkonzert werden C 1, 10 abgegeben werden Beck⸗Straße itglieder de tkonzert. erden. egeben werden. h nicht nehmen 4 itarbeiter durch n Stellvertretet „der Wertſchät⸗ n ihrem Kreiſe 4 Zur Reise und for kühle Tage Oie Abende an der See sind kühl, nes Geſchenkes eſ solſdes Kostüm aus Noppeſ- arum vergessen Sie nicht einen stoff. Die praltische gegürtete warmen reiylertelmantel aus• 4 Jacke ist hochschliebend. Effordet. karlertem odet weibem Flausch. Er-· ELTSE 72 7E Ee 43 lleh für Sröge Il: etwa 2, 90 m Stoff otadetſiah für Gröge /; etwa 3,25 m 2 tag, zum letzten o om breit. Vobach-Schnitt 82189 N Silolf f40 em bfeit. Vobach-Schſitt 12* iſe Miller“ 10 SGtöbe O und ll. 3 3 4 91408 Sröͤbe Und VW.**—— 4 Leitung: Kari Ein einfacher Rock aus Flanell** Sehr brauchbar ist auch ein töhler⸗Helffrich.—————— abgesteppter Kellerfalte. Effofdef- V em weihe orts gehören. 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Vergessen Sie auch nicht, für den abendlichen Strandbummel einen warmen 7G⸗Feierabend⸗ Flauschmantel mitzunehmenl— für das Gebirqe muß dagegen alſes aufs Zweckmäßigste ein. gestellt werden. Für die Reise und kleineren Spazlergänoè ist ein sportlicher Westenanzug und eine lose paletotartige dacke zu empfehlen. Ein Hosen- oder Sportrock mit tiefen Falten ist nten den feie unerläglich, dazu gibt es die netten ländlichen Spenzer und gesteppten Chintzjäckchen, die 33 etzt in großer Mode sind. Sehr wichtig ist gutes und bequemes Schuhwerk— ohne das es eine Erholung gibt. Und auf das Ofrndlkfeid und das Tirolerhutchen wird wohl keine in die Berge fahfende Frau verzichten Für Reise und Sporte Jlofſe. Liolinꝗ æ& Nübler gsreferent R n. Terraſſe) hat g, um alle ftattfinde Bezugsguelle abmtlichor Sn,, Buchhunflune Franz Immermann 312235 S 1 ſerbunden vorritig bel Unn— Mannheim Die deutſche Srau Ein mãdel, das„ſeinen mann ſtelit Die fliegende hanna Reiiſch/ Auadem Leben des erſten und einzigen weiblichen Flugkapitäns der Welt Reichsluftfahrtminiſter Generaloberſt Göring hat beranntlich die Segelfliegerin Hanna Reitſch zum Flugkapitän befördert, ein Titel, den dieſe junge, tapfere Deutſche als einz i ge Frau der Welt führt, Es kann ein kleines Fräulein, das eben den Backfiſchſchuhen entwachſen iſt und mit ſtrah⸗ lenden Augen in die Welt guckt, wahrlich ärgern, wenn der größte Teil der Leute, mit denen es zu tun hat, meiſt ſeinen Familien⸗ namen falſch ſchreibt oder ſpricht. Und da riß eimes Tages der Hanna die Geduld, als ſie ſchon wieder einmal, wie ſo oft, mit„Fräulein Reiſch“ angeredet wurde. Von da ab gab ſie allen ihren gedankenloſen Bekannten einen klei⸗ nen Tip, mit dem es ihnen leichter fallen ſollte, ihren Namen richtig zu behalten.„Reitſchule heiße ich“, rief ſie aus,„nur ohne ule hinten“. Jetzt klappte es dann und Hanna Reitſch hatte ſic nicht mehr über das fehlende„t“ zu be⸗ Agen. „Aus dieſem kleinen Fräulein, das ſich da ſo einfallsreich zu helfen wußte, iſt mittlerweile eine große tapfere Fliegerin geworden. Heute braucht ſie nicht mehr zu befürchten, daß ihr Name verſtümmelt wird, denn er iſt ja ſeit langem im In⸗ und Ausland bekannt. Beſon⸗ ders jetzt, nach der einzigartigen Ehrung durch Reichsluftfahrtminiſter Göring, die ihr mit der Ernennung zum Flugkapitän widerfuhr, iſt er in aller Munde, bekleidet damit Hanna Reitſch doch als einzige Frau der Welt dieſen Rang, der ſonſt nur den Männern offen ſtand. Aerztin— nein, Pilotin— ja! „Schon ſeit der Zeit, in der ein Mädchenherz über ſeine Neigungen ins Reine kommt, galt Hannas Liebe dem Segelflugſport, Der ent⸗ ſcheidende Anlaß, der ihrem Leben die Rich⸗ tung wies, war die Reifeprüfung. Als Beloh⸗ nung für die über großen Fleiß und ernſthaf⸗ tes Streben quittierenden Zenſuren hatte da⸗ mals der Vater ſeinem Töchterchen ein wun⸗ derſchönes Geſchenk auf den Tiſch gelegt. Jedes andere Mädchenherz hätte ſich bis zum Rande mit Freude gefüllt, Hanna jedoch erkannte ge⸗ rade in dieſer Stunde, daß ſie an einem Wende⸗ punkt ſtand. Zärtlich ſchlang ſie die Arme um den Hals des Vaters und bat ihn, das Geſchenk doch zurückzunehmen. Was iſt denn in das Mädel gefahren? Sie möchte ſtatt deſſen viel lieber einen Segelfliegerkurs mitmachen dürfen, ſagte ſie leiſe und wirbelte dann jauch⸗ zend durch das Zimmer, als die Eltern ſchließ⸗ lich trotz aller Bangniſſe ihr Jawort gaben. Jede freie Stunde ſaß Hanna hinfort am Steuerknüppel und hielt mit den Wolken Zwie⸗ ſprache. Eines Tages hieß es dann vom elter⸗ lichen Neſt in Hirſchberg in Schleſien Abſchied nehmen, Rendsburg, die weibliche Kolonial⸗ ſchule, ſollte ihr für zwei Jahre eine neue Hei⸗ mat ſein. Denn der Beruf der Aerztin ſtand ihr vor Augen, nach Afrika wollte ſie, den Blick weiten, Länder und Meere kennenlernen. An die Segelfliegerei als Tätigkeit, nein, daran dachte man nicht, als Sport war ſie herrlich. Von der Kolonialſchule zur Fliegerei Die Ausbildung in der weiblichen Kolonial⸗ ſchule verlangt nach ganzen Mädels, die das Herz auf dem rechten Fleck haben und anzu⸗ packen verſtehen. Wenn ſich Hanna Reitſchs Schulkameradinnen in der goldenen Ferienzeit der Entſpannung, der Erholung hingaben, dann flog ſie in ihrem kleinen Segler mit dem Wind um die Wette. Die hohe Schule des Se⸗ gelfluges beherrſchte ſie jetzt, aber da waren ja noch die knatternden„Kollegen“, die Motor⸗ flugzeuge, die man noch nicht zu meiſtern ver⸗ ſtand. Gedacht, getan— nach wenigen Mona⸗ ten hatte Hanna auch ihren Pilotenſchein in der Handtaſche. Immer mehr war ihr zum Bewußtſein gekommen, daß der Flugſport, dem ihre ganze Neigung galt, ihr Schickſal ſei. Als ſie ſpäter von zahlreichen Reiſen nach Ungarn, Braſilien, Portugal und Schweden zurückgekehrt war, ſtand es in ihr feſt, daß ſie ſich für immer dem Beruf der Pilotin verſchreiben wollte. Heute iſt Hanna Reitſch Verſuchsflie⸗ gerin des Forſchungsinſtituts für Segelflug in Darmſtadt. Ihr ausgeprägtes„Fluggefühl“, der Schneid, mit dem ſie, wie ſie ſchon oft in gefährlichen Situationen bewies, den Elemen⸗ ten trotzt, ihre für eine Frau ſelten entwickelte Geiſtesgegenwart, ihr ſicheres Auge und nicht zuletzt ihr immer fröhlicher Sinn— alle dieſe Eigenſchaften haben ſie zur Flugmeiſterin ge⸗ ſtempelt. Der Titel eines Flugkapitäns, den ſie nun mit berechtigtem Stolz tragen kann, iſt alſo eine von höchſter Stelle erfolgte Beurkun⸗ dung ihre ganzen Weſens. Schwer und hart wird Hanna Reitſch vom Alltag angegriffen. Die Zeiten ſind für ſie vor⸗ bei, in denen ſie ſich um des Fliegens ſelbſt willen in die Lüfte ſchwingen konnte. In ihrem Beruf erwartet die forſchende Wiſſenſchaft von ihr neue Erkenntniſſe, Aufzeichnungen, Be⸗ obachtungen, heute gilt es, mit dieſem Typ einer Verſuchsmaſchine in achthundert Meter Höhe gegen den Wind zu ſegeln, morgen heißt es, ſich in jenem neuen Modell in 300 Meter Höhe vom Sturm forttragen zu laſſen. Stets iſt Hanna auf Patrouille gegen den unbekann⸗ ten Feind, der hier Natur heißt. Ein Leben, eines ganzen Mannes wert, von dieſer tapferen Frau mit kühner Unverzagtheit gemeiſtert! Aber Hanna Reitſch kennt die Loſung, die ihr trotz alledem den Weg zu echter deutſcher Frau⸗ lichkeit freimacht: Fröhlichkeit! Alle ihre Ka⸗ meradinnen und Kameraden von der Fliegerei haben ſie in ihr Herz geſchloſſen, findet ſie doch zu jeder Stunde und für jeden das rechte Wort, ein Lächeln oder eine Luſtigkeit. War da kürz⸗ lich eine Gefolgſchaftsfeier des Deutſchen For⸗ ſchungsinſtituts für Segelflun. Als Mittel⸗ punkt der unterhaltenden Darbietungen hatte man ſich ein Wettſingen der Arbeiter und An⸗ geſtellten ausgedacht. Und wem galt nach zä⸗ hem Kampf der Siegesbeifall? Ihr! Ja, ja, ſo iſt dieſe Hanna, der Flugkapitän.. Carl Otto Hamann. Warum Werk-Frauengruppen? Ihre Aufgabe in den Betrieben/ Sorge um die berufstätige Frau Es iſt ein grundlegender Fehler der alten liberaliſtiſchen Wirtſchaftsepoche geweſen, daß ſie auf dem Gebiete der Frauenarbeit nur in der Lohnfrage zwiſchen der weiblichen und der männlichen Arbeitskraft Unterſchiede machte. In allen anderen Dingen aber kannte man in der Arbeit grundſätzlich keinen Unterſchied zwi⸗ ſchen den beiden Geſchlechtern. Man überlegte dabei gar nicht, daß man ſich in Wirklichkeit ins eigene Fleiſch ſchnitt. Denn ſchließlich wer⸗ den die Leiſtungen eines Menſchen am falſchen, für ſeinen Körper nicht geeigneten Arbeitsplatz nicht übermäßig ſein. Verlangt man zum Bei⸗ ſpiel von einer Frau, daß ſie ſchwere Gewichte hebt, ſo wird, wenn man einen Mann mit die⸗ ſer Arbeit beauftragt, dieſe Arbeit weit ſchneller getan ſein. Mit afderen Wörten Man muß 13 ätzlich nüch dem Leiſtungsvermögen richten. Nun iſt es ſchließlich nicht ganz einfach, immer feſtzuſtellen, welche Arbeiten für die Frau zweckmäßig und vor allen Dingen nicht ge⸗ ſundheitsſchädigend ſind. Das Frauenamt der Kinder werden aut die Probe geſtellt Mit Schokolade und Geld auf„Kinderfang“/ Intereſſanter Verſuch einer Zeitung Ein Mann, der es mit aller Gewalt darauf abgeſehen hat, verhaftet zu werden, iſt zwei⸗ fellos ein ungewöhnlicher Straßenpaſſant. Und doch traf dies auf einen Spaziergänger zu, der dieſer Tage Breslau durchſtreifte, ſich dabei in höchſt auffälliger Weiſe an fremde Kinder heranpirſchte und dieſe unter Hergabe von Geldmünzen oder Schokolade aufforderte, für ihn Beſorgungen zu machen. Bei allen Zuſammentreffen des geheimnisvollen„Unbe⸗ kannten“ mit zehn⸗ bis zwölfjährigen Knaben und Mädchen war es ihm immer darum zu tun, die Kinder an ſich oder in ſeine Wohnung zu locken. Ein Verbrecher alſo? Nein, ganz im Gegenteil: ein Mann, der dazu beitragen wollte, die in allen Orten Deutſchlands immer wieder auftauchenden Schandtaten unbekann⸗ ter„Kinderfreunde“ einzudämmen. Unſer Blatt und alle deutſchen Zeitungen haben ſchon oft durch Veröffentlichungen die Eltern darauf hingewieſen, wie notwendig es iſt, die Kinder durch ſtete Warnungen vor un⸗ bekannten Leuten zu ſchützen. Eine Breslauer Tageszeitung wollte nun einmal praktiſch erproben, ob die Erwachſenen den Rat ihrer Zeitung auch befolgen und ob anderer⸗ ſeits die Kinder den Anweiſungen ihrer Eltern nachkommen. Sie gab zu dieſem Zweck einem Mitglied ihrer Schriftleitung den Auf⸗ trag, durch die Straßen zu ziehen und ſich mit denſelben Mitteln und Vorwänden an fremde Kinder heranzumachen, wie ſie nach den Er⸗ fahrungen der Polizei auch von den Verbre⸗ chern angewendet werden. Um gegen alle Eventualitäten gewappnet zu ſein, ließ ſich der Schriftleiter von zwei Poli⸗ zeibeamten begleiten, die ihm in einiger Ent⸗ ſernung unauffällig folgten. Es ſei gleich vor⸗ ausgeſchickt, daß nach den Ergebniſſen dieſes intereſſanten Experimentes die Eltern bei ihren Kindern noch viel Aufklärungsarbeit zu leiſten haben, immer wieder müſſen die Kna⸗ ben und Mädchen darauf hingewieſen werden, daß ſie unter keinen Umſtänden unbekannten Perſonen folgen dürfen, auch wenn ihnen dieſe Verſprechungen an Geld oder Süßigkei⸗ ten machen. Obwohl der Zeitungsmann ſich bewußt und gewollt auffällig benahm, ob⸗ wohl er ſich ſeine„Opfer“ ſtets auf belebten, von zahlreichen Erwachſenen begangenen und beſtandenen Straßen und Plätzen ſuchte, wurde ihm in keinem einzigen Falle von einem der angeſprochenen Kinder die Aufforderung, ihm zu folgen, abgeſchlagen, noch ariffen Erwach⸗ ſene ein, die den ſtets in der Nähe befind⸗ lichen uniformierten Polizeibeamten auf den myſteriöſen Mann aufmerkſam gemacht hätten. Mit Schokolade und kleinen Geldmünzen hat der Mann der Feder die Kinder zutraulich machen können— mit denſelben Methoden, mit denen oft in Wirklichkeit ſo furchtbare Tragödien eingeleitet werden. Ob er ſich von einem Jungen Zigaretten beſorgen ließ, ob er ein zwölfjähriges Mädchen aufforderte, ihm „zur Abholung von Milchflaſchen“ in die Wohnung zu folgen, nie ſtieß er auf Wider⸗ ſtand. Wie unheilvoll hätte ſich dieſe Ver⸗ trauensſeligkeit ausgewirkt, wenn dieſer Mann nicht ein angeſehener Schriftleiter, ſondern ein übelwollendes Individium geweſen wäre! Eltern, dieſes Experiment hat euch bewieſen, daß ihr und eure Kinder auf der Hut ſein müßt! *4 »Arbeitsgemeinſchaft Deutſchen Arbeitsfront, das 1934 mit ſeiner Arbeit begann, geht daher grundſätzlich von der Bedingung aus, daß alles was Frauenarbeit betrifft, auch„Hon der Frau hergeſehen wird“, d.., daß Frauen in Betrieben ſind, die dem Betriebsführer, dem Meiſter ſagen, was für die Frau geſund iſt, wo ſie ihre Arbeits⸗ kraft voll anſetzen kann uſw. Aus dieſem Grund trug das Frauenamt dafür Sorge, daß in allen Betrieben, in denen Frauen tätig ſind, Ver⸗ trauensfrauen ernannt wurden. In ein⸗ zelnen Betrieben, die eine ſehr ſtarke weibliche Belegſchaft aufweiſen, wurden von den Be⸗ triebsführern in Zuſammenarbeit mit dem Frauenamt der DAß ſoziale Betriebsarbeiterin⸗ nen eingeſetzt, die dieſe Aufgaben auf Grund einer umfaſſenden Schulung und Ausbildung zu löſen in der Lage ſind. Um die richtige Erfaſſung der berufstätigen Frauen auf eine noch breitere Baſis zu brin⸗ en, wird jetzt in allen Betrieben, in denen eine ſtarie weibliche Belegſchaft vorherrſcht, die Er⸗ richtung von Werk⸗Frauengruppen angeſtrebt. Die Werk⸗Frauengruppen ſetzen ſich aus Frauen des Betriebes zuſammen, die im Alter von 21 bis 23 Jahren ſtehen. Bedingung iſt, daß dieſe Frauen unbedingt politiſch zuver⸗ läſſig ſind und in ihrer äußeren Haltung und ihrer beruflichen Leiſtung ein Vorbild abgeben. Durch eine ſcharfe Auswahl und eine längere Probezeit der Uebungszeit, die drei Monate dauert, wird dafür Sorge getragen, daß die Werk⸗Frauengruppen eine vorbildliche darſtellen. Die Führung der Werk⸗Frauengruppen liegt bei der Vertrauensfrau, der Sozialen Betriebsarbeite⸗ rinnen oder einer geeigneten Arbeitskameradin. Die Aufgaben der Werk⸗Frauengruppen ſind denen der Werkſcharen gleichgelagert. Sie ſollen durch ihr Vorbild und durch ihre Haltung im Betriebe erzieheriſchen Einfluß ausüben. Wei⸗ terhin ſind ihnen Freizeit und Feier⸗ abendgeſtaltung übertragen. Gerade dieſes Arbeitsgebiet iſt groß und ſchwierig zu⸗ gleich. Vom Frauenamt der DAß wird dafür Sorge getragen, daß nicht alles, was zur Zeit an Sprechſpielen, Theaterſtücken uſw. auf den Markt geworfen wird, von den Frauen über⸗ nommen wird. Die Spiele und Lieder für die Feierabendgeſtaltungen werden ſorgfältig aus⸗ gewählt. Mit Eifer ſind dann die Werk⸗ Frauengruppen dabei, um an ihren Abenden zu lernen und zu üben. Der Pflege des Volkstanzes und der Haus⸗ muſik wird weiteſte Beachtung geſchenkt. Sport⸗ und Schulungsabende ſorgen dafür, daß der Dienſt ſeine Abwechſlung erfährt. Heute ſtehen in den deutſchen Betrieben rund 600 Werk⸗Frauengruppen mit einer Mitglieder⸗ zahl von rund 120 000. Sie beſitzen keinerlei Vorbild, ihre Arbeit, ihre Aufgaben ſind voll⸗ kommen neu. Alles müſſen ſie aus ſich ſelbſt heraus ſchaffen. Feſt iſt nur für ſie das Ziel: die Menſchen in den deutſchen Betrieben froh zu machen. Dieſen Dienſt im Betriebe leiſten ſie alle freudig und gern, weil ſie wiſſen, daß ſie damit der Gemeinſchaft und ſomit Deutſch⸗ land dienen. 22. Juni 180½ RAuch ein Ralauer So ein Kalauer! Wie oft ſagt man es wie U oft hört man es! Wer weiß aber, daß Kaln 2 ein Ort im Spreewald iſt, der einen ganz he ſonderen Ruf durch ſeinen feinen Meerreiſſch Die Rheine hat? Für die Spreewaldbauern iſt der Men 1956, daß ſie rettich ein Haupterzeugnis. Sie liefern ihn de ibren e alle Gegenden Deutſchlands, ja ſelbſt ins Au den Stromer land. Nicht nur friſch, ſondern auch fein die Geſellſchaf rieben als Gewürz kommt er in kleinen Glü e. Lete. 5. 425— ſern in 74 Hebel.400 Aber wie wenig wiſſen manche Hausfrauen leichtes Anſt, damit anzufangen! Wohl kennen ſie die Meet“ Stromver Entwicklung d der geographiſ gegebenen Ent rettichtunke, die ſie zu gekochtem Fleiſch, viel⸗ leicht auch zu Fiſch geben. Aber wer weiß ſuie fein roh geriebener Meerrettich mit eiwas Eſig 2 3 1 und Zucker ſchmeckt, beſonders, wenn man ih* irn unter friſchen Salat miſcht oder mit Tomaten kelertrotechniſche waren voll beſe die Unternehmt ligt iſt, wird u werk Achern, d werk arbeitet, unweſentlich er die Großuntern größeren induf faſt alle eigene ter den günſtig res 1936 ſehr eigenen und gel landwerkes rele daß ſich ein na an Haushaltun An das Krafn ißt. Ganz beſonders zu empfehlen iſt er zu feilen Fleiſch oder Würſtchen. Denn es iſt faſt, als h ein Glas Weinbrand den Magen angenehn wärmte. Und wie gut ſchmeckt der Quark, den eine gute Menge roh geriebener Meerrettich beigemiſcht wurde! Gekocht und als Gemüe zubereitet, verliert er viel von ſeiner Schärſt; ſchmeckt aber doch ſehr herzhaft. Dieſes Gemüſt eignet ſich hervorragend zu Fiſch. Dieſe vielſeitige Verwendung macht uns den Meerrettich auch noch im Frühſommer lieh, wo unſere Gemüſeauswahl noch nicht ſo groß it Deshalb wollen wir mal an ibn denken, ſpenn wir wieder einen„galauer- hören, deun de n der g Kalauer leben vom Meerrettichanbau und meinſam von Handel. L..Stt, Lieditbanr Ac trizitätswerk S erzeugung einge werk bezieht, w Tariſe bei ſtänd eine ſortſchreiter 14 Prozent beli werkes Rheinhe 1935 nur wenig durch Steigerun höhten Abſatz vi werk Jagſtkreis abſatz durch Neu Induſtrie um 1. für Kochzwecke k letzten zwei Ja werk Mainz, V die Steigerung! Zunahme iſt in „der induſtriellen Werke— zurück; Keine Schwerarbeit mehr für Frauen Das Frauenamt der Deutſchen Arbeitsfton hat von jeher die Ablöſung der Frauen auz der Schwerarbeit zu einer ſeiner vordringlich⸗ ſten Aufgaben gemacht. Die bereits vorhande⸗ nen Geſetze ſind unzulänglich. Verbote für ven ſchiedene Beſchäftigungsarten innerhalb der Induſtrie werden auf Betreiben der DAß lau⸗ fend bearbeitet und Frauen ſtändig aus der⸗ artigen Arbeiten zurückgezogen. Nur zwei Bei⸗ ſpiele aus der letzten Zeit: Im Kreis Jeng dürfen Frauen nicht mehr an den in den dor⸗ tigen Betrieben vorhandenen ſchweren Plütſ maſchinen der Wäſchereien beſchäftigt werden Im Kreis Mülheim(Thüringen) ſind Arbeile rinnen von den Stickmaſchinen über 60 Zeni⸗ meter Breite fortgenommen worden. Unſer Wochenküchenzettel Dienstag: Reſteſuppe, gebackene Leber, Kartoß felſchnitze, Salat; abends: gebratene Spätzle mit Kartoffeln und Salat. Mittwoch: Kernbohnenſuppe, dicker Kirſchkuchen Ichent 83 abends: Brotſchnitten mit weißem Käſe beſti⸗ f Kart chen und mit Rettich belegt, deutſcher Tee. Gen. Donnerstag: Zwiebelſuppe, Rindsbraten, Wit⸗ 1otor ſing und Kartoffeln; abends: Buttermilchlall⸗ Mor chale. Nel Mannheim: Freitag: Falſche Eiergerſtenſuppe, Fiſchklöße i Kräuterbeiguß, Salzkartoffeln; abends: oh⸗ Grütze mit Milch. Drog Ludwig s und Filiale Fri. Storchendroger Samstag: Bratwurſt, Kartoffelbrei, Salat; Merkur-Drog. 1 abends: Birchermus mit Erdbeeren. Ae 2. Sonntag: Reisſuppe, Kotelettes, ged. Kartoffelh toffein abends: gekochte Eier, Salat und Rah offeln. Montag: Grießſuppe aus Spätzlebrühe, Spühß und Rhabarberkompott; abends: Hering Für Gelee, Kartoffeln, Tee. schwel * wir au Rote Grütze(für 4 Perſonen): 750 Gramm halb Johannis⸗, halb Himbeeren oder eine Sor Beeren, dazu ſo viel kaltes Waſſer, daß es zu⸗ ſammen 1 Liter Saft gibt, 100 Gramm 3u 90 Gramm Mondamin oder Grieß. Die borben reiteten Beeren werden gut zerdrückt und ausge⸗ preßt, der Saft wird mit dem nötigen Waſe vermiſcht. Man rührt das Mondamin mit einen Teil des Saftes an, bringt den übrigen Saft mit Zucker zum Kochen und rührt Mondamin oder Grieß ein. Man läßt den Brei einige Male 1 kochen, füllt ihn in eine ausgeſpülte Form und ſtellt ihn bis zum Gebrauch kalt.— Man giht ſüße Milch oder Milch mit Fruchtſaft oder Vanillebeiguß dazu. 3 Buttermilchkaltſchale(für 4 Ret ſonen): 250 Gramm geriebenes Schwarzhiut wird mit 9s Liter kochender Milch übergoſſen dazu gibt man 100 Gramm Zucker, die ahge riebene Schale einer Zitrone und einen Kaffe Für d löffel Zimt. Wenn das Brot gut dung zseres liel iſt, gibt man/ Liter Buttermilch dazu. Birchermus(für 4 Perſonen): 1 filo Beeren, 5 Eßlöffel Haferflocken, 5 Eßlöffel Waß sagen v' ſer, 5 Eßlöffel Honig oder Zucker, 4 Liier Freunden Milch, wenn vorhanden 5 Eßlöffel gemahlene Blumen- Nüſſe.— Die Haferflocken werden mit Waſſer Man! einige Stunden eingeweicht, dann gibt man die zerdrückten Beeren, Honig oder Zucker und Milch zu, miſcht alles gut und beſtreut da Mus mit den geriebenen Nüſſen. 1 denn ohne Opekfa kocht die Marmelcade durch die lange Kochzeit häufig bis zur Hälfte ein. MiIii Opekfd jedoch bekommen Sie ungefähr das ganze Gewicht on Mormelade in die Gläsęr, dos 33—„*— 4 — —— Sie an Obst und Zucker in den Kochtopf geben. 22. Juni 1000 1 Hauer ſagt man es, wie aber, daß Kalah er einen ganz he feinen Meerreiſich ern iſt der Me Sie liefern ihn in ja ſelbſt ins Aus⸗ ern auch fein ge⸗ r in kleinen Glü anche Hausfrauen nen ſie die Meer⸗ tem Fleiſch, viel her wer weiß, wie h mit etwas Eſig s‚„ wenn man ihn der mit Tomaten en iſt er zu feiten es iſt faſt, als oh Magen angenehnm t der Quark, den bener Meerretiich und als Gemüe in ſeiner Schätſte t. Dieſes Gemüſ Fiſch. ig macht uns den hſommer lieb, wo nicht ſo groß iſt ihn denken, ſwenn hören, denn die rettichanbau und L..⸗Stt. r für Frauen chen Arbeitsfront der Frauen auz iner vordringlich⸗ bereits vorhande⸗ Verbote für ver⸗ innerhalb der en der DAß lau⸗ ſtändig aus der⸗ 1. Nur zwei Bei⸗ Im Kreis Jen den in den dor⸗ ſchweren Plätt⸗ eſchäftigt werden, en) ſind Arbeile⸗ n über 60 Zenti⸗ hoorden. chenzettel ie Leber, Kartoß gebratene Spätzle icker Kirſchkuchen eißem Käſe beſtri⸗ deutſcher Tee. indsbraten, Wir⸗ Buttermilchlall⸗ ppe, Fiſchklöße in ln; abends: tot lbrei, Salat; dbeeren. „F ged. Kartoffeln „Salat und Kat⸗ glebrühe, Spühle ends: Hering i ien): 750 Gramm n oder eine Sorte aſſer, daß es zu⸗ )Gramm Zucker rieß. Die vorbe⸗ drückt und ausge⸗ nötigen Waſſer damin mit einem übrigen Saft mit Mondamin oder einige Male auß⸗ ſpülte Form un t.— Man gibt Fruchtſaft oder e(für 4 Per⸗ ies Schwarzhrol Milch übergoſſen, Zucker, die ahge⸗ nd einen Kaffern gut durchweich Wilii ſonen): 1 gilo ilch dazu. 5 Eßlöffel Waſ⸗ Zucker, Liter öffel gemahlene rden mit Waſſer nn gibt man die der Zucker und nd beſtreut das n. Mannheim Die Wirtſchaſtsſeite 22. Juni 1937 fheinelektra meldet steigenden Stromabsatz Das Geschäftsjahr 1936/ Der Sozialbericht weist zahlenmüßig die Zuweisung von 1,6 Minonen Mark an den Unterstlltzungsfonds aus Die Rheinelektra berichtet über das Geſchäftsjahr 1036, daß ſich die anhaltende Wirtſchaftsbelebung bei ihren eigenen Elektrizitätswerken und bei den Stromerzeugungs⸗Unternehmungen, an denen die Geſellſchaft beteiligt iſt, in einem weiteren Anſteigen des Stromabſatzes aus⸗ wirkte, Der Abſatz an Haushaltungsſtrom hat ſich bei allen Werken erhöht; auch iſt überall ein leichtes Anſteigen des kleingewerblichen Stromverbrauchs feſtzuſtellen, dagegen iſt die Entwicklung des induſtriellen Stromabſatzes je nach der geographiſchen Lage der Werke und den dadurch gegebenen Entwicklungsmöglichteiten verſchieden. Der 4 Stromverbrauch der Landwirtſchaft iſt in großen und ganzen unverändert geblieben. Die elektrotechniſchen Bau⸗ und Inſtallationsabteilungen waren voll beſchäftigt. Ueber die eigenen Betriebe und die Unternehmungen, an denen die Rheinelektra betei⸗ ligt iſt, wird unter anderem berichtet: Das Ueberland⸗ werk Achern, das im Verbundbetrieb mit dem Baden⸗ werk arbeitet, konnte ſeinen Stromabſatz in 1936 nur unweſentlich erhöhen, weil die Stromabnahme durch die Großunternehmer nahezu gleich geblieben iſt. Die größeren induſtriellen Abnehmer des Werkes haben faſt alle eigene Waſſerkraftanlagen, deren Leiſtung un⸗ ter den günſtigen Niederſchlagsverhältniſſen des Jah⸗ res 1936 ſehr gut war. Andererſeits haben auch die eigenen und gepachteten Waſſerkraſtanlagen des Ueber⸗ landwerkes relativ hohe Jahresleiſtungen erbracht, ſo daß ſich ein natürlicher Ausgleich vollzog. Der Abſatz an Haushaltungsſtrom machte erfreuliche Fortſchritte. An das Kraftwerk in Achern iſt eine Gewächs⸗ hausanlage angegliedert, die mit gutem Erfolge unter der Firma„Frühgemüſebau Achern Gmbh.“ ge⸗ meinſam von der Rheinelektra und der Gartenbau⸗ Ereditbank Ach Berlin betrieben wird. Bei dem Elek⸗ trizitätswerk Sinsheim a, d. Elſenz, das die Eigen⸗ erzeugung eingeſtellt hat und den Strom vom Baden⸗ werk bezieht, weiſt der Stromumſatz inſolge der neuen Tariſe bei ſtändig ſinkendem DTurchſchnittsverkaufspreis eine ſortſchreitende Steigerung auf, die ſich in 1936 auf 14 Prozent belief. Der Stromabſatz des Elektrizitäts⸗ werkes Rheinheſſen AG in Worms hat ſich gegenüber 1935 nur wenig erhöht. Die Zunahme erfolgte ſowohl durch Steigerung des Kleinkonſums als auch durch er⸗ höhten Abſatz von Induſtrieſtrom. Bei dem Ueberland⸗ werk Jagſtkreis Ach Ellwangen hat ſich der Strom⸗ abſatz durch Neuanſchlüſſe und beſſere Beſchäſtigung der Induſtrie um 10 Prozent erhöht Der Stromverbrauch für Kochzwecke hat ſich durch lebhafte Werbung in den letzten zwei Jahren verdoppelt. Bei dem Ueberland⸗ werk Mainz, Verwaltungsſitz Groß⸗Gerau, belief ſich die Steigerung des Stromabſatzes auf 28 Prozent. Die Zunahme iſt in der Hauptſache auf den Mehrbedarf „der induſtriellen Betriebe— insbeſondere der Opel⸗ Haushaltsſtrom iſt eine Steigerung um 13 Prozent zu verzeichnen. Mit dem Elektrizitätsunternehmen iſt eine Gasverſorgung verbunden, die ihren Gasbedarf aus dem Städtiſchen Gaswerk Mainz deckt. Die Steigerung der nutzbaren Gasabgabe belief ſich auf 16 Prozent. Das Elektrizitätswerk Neckargemünd Gmboh verzeichnet eine Zunahme des Stromabſatzes um 25 Projzent. So⸗ wohl die Eigenerzeugung als auch der Fremdſtrombezug vom Badenwerk ſind geſtiegen. Bei den Heſſiſchen Elektrizitätswerten zu Großalmerode Gmbß hat ſich der Stromabſatz in⸗ folge des beſſeren Beſchäftigungsgrades der Induſtrie um 7 Prozent erhöht. Beim Elektrizitätswerk Bam⸗ mental Gmbh iſt, obwohl der Abſatz an Haushaltungs⸗ ſtrom ſich um 15 Prozent erhöht hat, wegen des Min⸗ derverbrauchs der Großabnehmer nur eine ſehr geringe Umſatzſteigerung eingetreten. Das Elektrizitätswert Strehla a. d. Elbe hat in 1936 eine Steigerung in der Stromabgabe von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen, die Rheiniſche Ueberlandzentrale Ober⸗ hauſen AG, Herbolzheim i.., eine ſolche von etwa 10 Prozent. Die Müllheim⸗Badenweiler Eiſenbahn AG konnte im Berichtsjahr keinen nennenswerten Gewinn abwerſen, da für die Inſtandhaltung der Anlagen größere Auſwendungen erforderlich wurden, Ueber die Stierlen⸗Werke Aé Raſtatt und die Rheiniſche Hoch⸗ und Tiefbau AG Mannheim wurde von uns bereits berichtet. Der Unterſtützungsſonds für die Gefolgſchafts⸗ mitglieder der Rheinelektra beträgt einſchließlich der diesſährigen Zuweiſung 1,6 Millionen RM. Die Ge⸗ ſamtſumme der Erträge weiſt mit 6 029 763 RM. ge⸗ genüber dem Vorjahr eine Steigerung um 794091 RM. auf, an der hauptſächlich das Inſtallations⸗ und Bau⸗ geſchäft beteiligt iſt, das 5 099 285(4 314 139) RM. er⸗ brachte. Beteiligungserträge erhöhten ſich auf 628 758 (621 949) RM., Zinſen ſteuerten 257 935(205 996) RM. bei, während außerordentliche Erträge auf 43 784 (93 585) RM. zurückgingen. Andererſeits erforderten Löhne und Gehälter 2 835 777(2 400 775) RM., ſoziale Atlas Lebensverſicherungs⸗Ach, Ludwigshaſen a. Rh. In der unter dem Vorſitz von Juſtizrat Bruno von Görſchen⸗Aachen abgehaltenen ordentlichen Generalver⸗ ſammlung der Atlas Lebensverſicherungs⸗AG war das 2 Millionen RM. betragende Aktienkapital mit 1 953 700 Reichsmark vertreten. Die Gewinn⸗ und Verluſtrech⸗ nung, die Bilanz und die Ueberſchußverteilung wurden dem Vorſchlag des Vorſtandes entſprechend einſtimmig genehmigt. Danach erhalten von dem Geſamtüberſchuß des Geſchäftsjahres 1936 in Höhe von 188 195(im Vorjahr 242 000) RM. die Verſicherten des niedrigen Tarifes wieder 10 Prozent der Jahresprämie, die Ver⸗ ſicherten der weniger gebräuchlichen Tariſe 15(20) Abgaben und ſonſtige ſoziale Leiſtungen 381 948 (166 251) RM., Steuern 627 506(481 200) RM., ſon⸗ ſtige Auſwendungen 735 431(819 563) RM. Nach 563 518(476 429) RM. Abſchreibungen, davon 434 758 (379 822) RM. auf Anlagen, verbleibt ein Gewinn von 885 482(891 452) RM., der ſich um den Vortrag aus 1935 auf 1 075 764(1 074 237) RM. erhöht. Der Gene⸗ ralverſammlung(1. Juli) wird, wie bereits berichtet, vorgeſchlagen, hieraus wieder je 6 Prozent Dividende auf 1 520000 RM. Vorzugs⸗ und 12 500 000 RM. Stammaktien zu verteilen, ferner 42 653(42 755) RM. zur Tilgung von Genußrechten zu verwenden. Die im Umlauf befindlichen 338 400 RM. Genußrechte erhalten wieder 3½ Prozent Dividende. Die Bezüge des Vor⸗ ſtandes(3) aus Gehalt und Tantieme für 1936 be⸗ tragen 121593 RM., der Auſſichtsrat(10) erhält 73 325,50 RM. In der Bilanz(alles in Millionen Reichsmark) wird das Umlaufsvermögen mit 8,53 (8,44) ausgewieſen. Die geſamten Forderungen haben ſich auf 4,32(4,96) verringert, darunter die hypothe⸗ kariſch geſicherten Forderungen durch die teilweiſe Ab⸗ deckung des an eine befreundete Geſellſchaft gewährten Kredits auf 1,69(2,10), Forderungen an abhängige Geſellſchaften und Konzerngeſellſchaften auf 1,29(1,65), während ſich Forderungen aus Lieferungen und Lei⸗ ſtungen auf 1,26(1,11) Millionen RM. erhöht haben. Waren und halbfertige Bauausführungen ſind mit 1,02 (0,97) eingeſetzt. Die flüſſigen Mittel ſind auf 3,19 (2,50) angewachſen, darunter Bankguthaben auf 2,11 (1,19), Wechſel auf 0,34(0,32), Wertpapiere belaufen ſich auf 0,65(0,82) Millionen RM. Der Buchwert der Beteiligungen iſt mit 6,56 unverändert. Das Anlage⸗ vermögen hat ſich durch Zugänge im Liegenſchaſtsbeſitz und bei den Erzeugungs⸗ und Stromverteilungsanla⸗ gen der Elektrizitätswerke auf 9,06(8,91) Millionen Reichsmark erhöht. Andererſeits betragen bei unver⸗ ändert 14,044 Millionen Rm. Aktienkapitar und 2,405 Millionen RM. Reſerven Rückſtellungen 0,58(0,44), während Wertberichtigungspoſten mit 4,13(3,91) Mill, Reichsmark 56 Prozent des Anlagewertes der Be⸗ triebsunternehmungen ausmachen. Verbindlichkeiten be⸗ tragen nur noch 1,27(1,40), darunter ſolche aus Wa⸗ renbezügen und Leiſtungen 0,39(0,33), gegenüber ab⸗ hängigen Geſellſchaften und Konzerngeſellſchaften 0,45 (0,58), ſonſtige Verbindlichkeiten 0,37(0,28). Kunden⸗ anzahlungen erſcheinen mit 0,006(0,16) Millionen RM. unneekzliiehe WikkaZtErier un fin zuckBgaitenaaagnunun, Prozent betrügt. Die Auſwertungsverſicherten erhalten aus der geſchäſtsplanmäßigen vorgeſehenen Extraprä⸗ mienreſerve auf die in der Zeit vom 1. Juli 1937 bis 30. Juni 1938 fälligen Verſicherungsleiſtungen eine Zuſchußleiſtung von 70(50) Prozent. Die ſatzungsge⸗ mäß ausſcheidenden Auſſichtsratsmitglieder, Direktor Fritz Aner(Aachener Rückverſicherungs⸗Geſellſchaft) in Aachen, Wirtſchaftsprüſer Wilhelm Bürklin in Berlin und Generaldirektor Walter Schmidt(Aachener und Münchener Feuerverſicherungs⸗Geſellſchaft) in Aachen wurden wiedergewählt. Wie Direktor Hornig mitteilte, hat ſich der Zugang an neuen Verſicherungen in den erſten fümf Monaten des Geſchäftsjahres 1937 ungefähr das Reichsaufſichtsamt die Uebernahme des Süddeut⸗ ſchen Volksverſicherungsvereins a. G. in Heilbronn ge⸗ nehmigt, ſo daß der Geſellſchaft in Württemberg ein neues Arbeitsgebiet erſtehe. In der Unfallverſicherung iſt der Prämienbeſtand in den erſten fünf Monaten aegenüber dem Vorjahr geſtiegen; der Schadensverlauf iſt günſtiger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Suberit⸗Fabrik Ac, Mannheim. In der General⸗ verſammlung am 28. Mai 1937 wurden infolge Ablauf aller bisherigen Mandate zu Mitgliedern des Auf⸗ ſichtsrats gewählt: Direktor Paul Scheck⸗Berlin, Rechts⸗ anwalt Dr. A. Kulzinger⸗Mannheim, Direktor Dr. Lothar Schütt⸗Berlin. fthein-Malnische Abendbörse Behauptet Die Abendbörſe verharrte in faſt völliger Zurück⸗ haltung. Aus Kundſchaftskreiſen lagen Aufträge nach keiner Richtung hin vor, ſo daß ſich der Geſchäfts⸗ umſang als ſehr gering erwies. Die vorerſt genannten Kurſe waren auf der Berliner Schlußbaſis gehalten. So IG Farben mit 166—166¼, Vereinigte Stahl mit 120¼—121, Mannesmann mit 123½ und Weſtdeutſche Kauſhof mit 59¼. Variable Anleihen lagen gleichfalls ſehr ſtill. Städte⸗Altbeſitzanleihen mit 130 für rheiniſche und mit 131½ für ſüddeutſche nannte man unverän⸗ dert, ebenſo Kommunalumſchuldung mit 94—94,10. Im Verlaufe war das Geſchäft auch nur klein, etwas lebhafter lagen AEc mit 43, Mannesmann mit 123/ und Deutſche Erdöl mit 156½. IG Farben nicht ganz behauptet mit 166, ebenſo Rheinſtahl mit 160½ und Moenus Maſchinen mit 118½. Ueberwiegend lagen aber die Berliner Kurſe unverändert. Am Einheitsmarkt wurden die heute mittag ge⸗ ſtrichen Geld notierten Cement Karlſtadt mit 172(168) feſtgeſtellt. Auch Faber& Schleicher weiter höher mit 98½(98), Von Renten notierten IG⸗Farkenbonds un⸗ verändert 135/¼, 4½ prozentige Reichsbahy⸗Schatzanwei⸗ ſungen unverändert 99½¼ und 4½prozent 3e Krupp un⸗ verändert 98½. Metalle Berliner Metallnotierungen Berlin, 21. Juni.(RM. für 100 Kilo.) Elektro⸗ lytkupfer( wirebars) prompt, cif Hamburg, Bremen oder Rotterdam 77.75; Original⸗Hütten⸗Aluminium, 98—99 Prozent, in Blöcken 144; desgl. in Walz⸗ oder Drahtbarren, 99 Prozent 148. Feinſilber 38.50—41.50. Getrelde Rotterdamer Getreide Rotterdam, 21. Juni. Weizen(in Hfl. per 100 Kilo): Juli 7,35, September 7,65, November 7,55, Januar 7,65.— Mais(in Hfl, per Laſt 2000 Kilo): Juli 96½, September 100½, November 101½¼, Januar Werke— zurückzuführen, aber auch in der Abgabe von Prozent, während die Aktionärdividende wieder 5 auf der Höhe des Vorfahres gehalten. Inzwiſchen habz 101½ 1 mes veo erdbeer- Ottans S 222+22◻2◻οfοοene 2 ach lad 22 ommersprossen arð FAn Narmelade Am 18. Juni 1937 verschied in Ausübung seines Ausläufer Te Urc◻n Hach. 2 S9 Dienstes der Drule Bie chWäens ges/ os Gese,ſ 6 Pfd. Früchte, 4 Pfd. Zucker u. 80 9 Gelierit 8 Minuten kochen, heiſß in trockene Glöser föllen v. diese sofort 100 verschlieſen.- Ergebnis: Todellos sfeife u. forbfrische Marmelode bei vollef Erholtung der Gesundheits- und Genuſzwertel lBeutel Gelierit-Fruchtgelĩierpulver(mit roter Speise forbe extro) zau 60 Pfg. reicht bis zu 20 Pfd. Mormelode od. Gelee u. ĩst för olle frũchte verwWendbor. Nehmen Sie„Gelierit“ Beutel 60 pfg. Mannheim: 1 Brog Ludwig& Schüttnelm, O 4, 3 Drogerie Schmidt, Seckenheimer Stt.8 und Filiale Friedrichsplatz 19. Storchendrogetie. Marktpl. H 1, 16 Merkur-Drog. Hch. Merkle, Gon⸗ tardplatz 2 Neckarau: Drogerie Adam Seitz Waldhof: Drogerie Jean Schmidt Küfertal: Drogerie L. Heitzmann Für die überaus herzliche Teilnahme an dem schweren Verluste meines lieben Mannes sagen wir auf diesem Wege allen unseren herzlichsten Dank. Mannheim, den 21. Juni 1937. Uhlandstraße 9 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: rrau Mina Hagel wWwe. und Angenòrige Obergefreite Hermann wiegmann Seine vorbildliche Dienstauffassung und seine zute Kameradschaft setzen ihm in uns ein bleibendes Andenken. I. Hompanie/ Ini.-Nest. 110 Knetsch, Hauptmann u. Komp.⸗Chei. Danksagung Für die herzliche Anteilnahme bei dem Tode un— seres lieben Kindes sagen wir allen Berufskameraden, Hausbewohnern, Freunden und Bekannten, besonders für die vielen Blumen- und Kranzspenden innigen Dank. Mannheim(Weylstr. 20), den 21. Juni 1937. In tiefer Trauer: Luuuig Braun und Frau Dankſagung Zu dem ſchweren Leid, das uns durch den überraſchenden Tod unſers geliebten* ſen Paul traf, ſind uns von allen Seiten ſo viele herzliche Beweiſe innigen Mütgefühls ent⸗ gegengebracht worden, daß es uns nicht möglich iſt, fie einzeln zu begntworten. Wir danken deshalb hiermit allen aus vollem Herzen, die durch ihre liebevolle Teilnahme Veſon unermeßlichen Schmerz mittragen. Beſonders danken wir auch dem Pfaxramt, dem Kirchenchor und der Jugend von St. Joſef, der Direktion, den Herren Pro⸗ ſeſſoren, und den Primen a und b des Karl⸗Friedrich⸗ Gymnaſiums, ſowie der Geſolgſchaft 8 Bann 171 der Hitler⸗ Jugend für die ſeierliche Geſtaltung der Beerdigung. Mannheim(Meerwieſenſtr.), den 21. Juni 1937. Fomilie Paul öläſer Talerkarten- Trauerbrieje ſlefeft schnell und gut Hakenkreuzbanner-Druckerei Danksagung Für die herzliche Anteilnahme an dem uns 50 schwer betroffenen Verlust und die unserem lieben Entschlafenen Ernst Sadireuter bei seinem Heimgang erwiesenen Ehren sowie für die zahlreichen Blumen- und Kranzspenden sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank. Besonderen Dank für die trostreichen Worte des Herrn Stadtpfarrer Hessig. Mannheim, den 21. Juni 1937. Familie Ernst Sadireuier Radfahrer, mit gut, Leumund, og. 20—22 Jahre alt, für fof. geſucht. 5351. Ausf. Angeb. u. 14131K an Verlag. Ensgel-, fur hui..&8 Obeoin Hpoinehen Hof-, Löwen-, Mohren-, Wasserturm-, Kronen- u. Schwanen-Apoth. Brückentor-Apotheke In gepflegtem Haushalt fllelnmädchen mit guten Kochkenntniſſen für ſof. geſucht. Zu erfragen unt. 14 128 K 7 im Verlag dieſes Blattes. Klabier Kindermädchen zu verkaufen. das auch Nähen kann u. Hausarbeit B 5, 8, 2 Trepp. Gut erhaltenes gen— 505(435⁵⁵²) geſucht. 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Wor⸗ auf man ſich ſeit Wochen freute, wofür man ſich ſeit Tagen rüſtete, das wurde am Samstag und Sonntag Wirklichkeit. Die geſamte nordweſtba⸗ diſche SA marſchierte an die Bergſtraße, um hier zuſammen mit der Bevölkerung Sommer⸗ ſonnenwende zu feiern und ſich in gemeinſamem Einſatz als ſtarkes Glied der Bewegung zu er⸗ weiſen. Als der Führer der SA-Standarte 171, Sturmbannführer Bender, den Befehl her⸗ ausgab, daß am 19. und 20. Juni ſämtliche Stürme der Standarte an der Bergſtraße zu⸗ ſammenzuziehen ſind, da lachte den alten Mar⸗ ſchierern der SA das Herz in der Bruſt und die Jungen freuten ſich auf dieſe Tage echter Ka⸗ meradſchaft. Und ſie haben ſich alle nicht um⸗ ſonſt gefreut. Es ſoll hier nun nicht ein„Heeresbericht“ wiedergegeben werden, in dem fein ſäuberlich alles aufgezeichnet iſt, was ſich an dieſen bei⸗ den Tagen ereignete. Wir wollen heute vielmehr verſuchen, die Dinge vom Rande her zu ſehen, weil man von dieſem Blickpunkt aus die Ge⸗ ſamtſtimmung oft weit beſſer zu überſehen ver⸗ mag wie an irgend einer anderen Stelle. Während auf der Feierſtätte Heiliger Berg bei Heidelberg Tauſende die Gauſonnwendfeier miterlebten, loderten an der Bergſtraße bis hin nach Weinheim die Sonnwendfeuer der S A. Dann war eine regenſchwere Nacht ange⸗ brochen. Die Männer der Standarte 171 hatten ſchon die Hoffnung aufgegeben, daß über dem 20. Juni ein glücklicher Stern ſtehen würde, als ſie nach Stunden froher Kameradſchaft ihre Quartiere aufſuchten, die von der Bevöl⸗ kerung bereitwillig und freudig zur Verfügung geſtellt worden waren. Sonnenſchein an der Bergſtraße Da ſtieg am Morgen des 20. Juni die Sonne glückverheißend hinter den Bergen des Oden⸗ waldes empor. Und wenn ſich auch am Vor⸗ mittag ab und zu die Wolken wieder einmal drohend zuſammenzogen, die Einſatzübungen In Großsachsen herrschte um die Mittagsstunde Hochbetrieb Er ist für das gesamte inner- Der Jugendführer des Deutſchen Reiches ſah ſich vor einiger Zeit veranlaßt, die Streifen⸗ führer der Hitlerjugend hauptamtlich in die Reihen der HI aufzunehmen. Damit iſt ein weiterer Schritt in Bezug auf diſziplinäre Ord⸗ nung getan, der ſich in vielen Fällen ſchon er⸗ folgreich ausgewirkt hat. Was nun die Tätigkeit des Hg⸗Streiſen⸗ dienſtes in Mannheim anbetrifft, darüber wol⸗ len wir heute einige Ausführungen machen. Für jede Organiſation iſt es das erſte Gebot, in ihren Reihen peinlichſte Ordnung und Diſzi⸗ plin walten zu ſehen. In erhöhtem Maße gilt dies für die Hitlerjugend. Deshalb wird jeder, der ſich gegen die Anordnungen der Führung vergeht, in jedem Falle zur Rechenſchaft gezo⸗ gen. Der HI⸗Streifendienſt, der im Banne 171 eine beſondere Gefolgſchaft unter der Führung von Scharführer Lenzen darſtellt, tritt, um die Einheit der Hitlerjugend zu wahren, gegen jede Unregelmäßigkeit auf. Sei es, daß ſie ſich der verſchiedenen Einheiten der Standarte wurden diesmal nicht durch Regen geſtört oder beeinträchtigt. In Großſachſen In Großſachſen war ſozuſagen das„Haupt⸗ quartier“. Hier liefen auch die Nachrichten ſchierten. Denn Großſachſen beherbergte an die⸗ ſem Morgen nicht nur die Befehlsausgabe, hier waren auch in dem Hof eines Gaſthauſes die vier Feldküchen der Standarte aufgefah⸗ ren, die ſchon am frühen Morgen luſtig dampf⸗ ten. Die Männer, die zum„Küchenperſonal“ abkommandiert waren, hatten nicht eben wenig zu tun. Zeitweilig ſtand ihnen ſogar dek Schweiß auf der Stirne und als gegen elf Uhr der erſte Sturm in den Hof einrückte, da war die Hauptarbeit gerade geſchafft. Für Hundertt hungrige SA⸗Männer war ein kräftiges und gutes Eſſen gekocht worden, das bald reißende Abnahme fand. um 15.30 Uhr ſtanden die Mannheimet Stürme an der Wegkreuzung Ladenburg—Wall⸗ Sturm 2 und die Sanitäter biwaklerten in Zelten über den Verlauf der verſchiedenen Einſatz⸗ übungen zuſammen. Während ſich der größte Teil der Stürme an einer raſch in Szene geſetzten Werbrecherſuche beteiligte, bauten die SA⸗Pioniere eine Fähre über den Neckar bei Ladenburg und die Nachrich⸗ ter legten eine Freileitung über den Fluß. Der Einſatz bei der Verbrecherſuche verlief auf die Minute genau. Hier zeigte die SA an einem praktiſchen Beiſpiel ihre Schlagfertigkeit. Die Männer waren mit ganzein Herzen bei der Sache. Keiner wollte zurückſtehen. Freude ſtrahlte aus aller Augen, als ſie ſpäter durch die geſchmückten Straßen Großſachſens mar⸗ Der Hl-Streifendienst als Erziehungsfaktor und aàußerdienstliche Verhalten der zugencllichen verantu/ ortlich in einer unvorſchriftsmäßigen Uniform aus⸗ drückt, oder ſei es, daß das Verhalten eines Angehörigen nicht das eines Hitlerjungen bzw. BDM⸗Mädel genannt werden kann. Dadurch wird ein tadelloſes Auftreten Uniformierter vor der Oeffentlichkeit garantiert. Als ein weiterer wichtiger Faktor iſt die Kontrolle von Wirtſchaften zu wer⸗ ten. Für uns gibt es keine Jugend mehr, die ihr Ideal im Biertrinken ſieht. Deshalb iſt jedem Hitlerjungen, der uniformiert iſt, der Genuß von Alkohol verboten. Es wird nicht„Zapfen geſtrichen“ „Durch die Kontrolle von Heimen der Hitler⸗ jugend und des BDM wird dafür geſorgt, daß überall Sauberkeit herrſcht. Für Kameraden, die ſich nicht an den Zapfenſtveich halten kön⸗ nen, iſt der„SRꝰ“ ein Uebel, denn er hat überall ſeine Streifen und keiner entgeht ihm. Bei Aufmärſchen und Großkundgebungen wird der SR'ꝰ zu Abſperrungen herangezogen und hat die geſamte Dienſtkontrolle an dieſem Tage zu übernehmen. Nur die Besten kommen in Frage Natürlich iſt zu einem Dienſtbetrieb, wie ihn der Streifendienſt hat, nur ausgeſuchteſtes Ma⸗ terial zu verwenden. Es verſteht ſich von ſelbſt, daß hier keine Leute genommen werden können, die nicht ganz einwandfrei daſtehen. Dies⸗ bezüglich iſt auch der Hi-⸗Streifendienſt eine auf weltanſchaulichem wie ſportlichem Gebiet beſonders gut ausgerichtete Formation. Jeder einzelne der Hitlerjungen erhält eine beſon⸗ dere Schulung und auch ein ganz beſonderes Arbeitsgebiet. Er kann an dieſer Stelle bewei⸗ ſen, ob er auch fähig iſt, eine Arbeit ſelbſtän⸗ dig zu leiten und auszuführen. Es iſt auch nicht verwunderlich, daß eine überaus ſtrenge Form des Dienſtes die Kameraden ganz groß „auf Draht“ gebracht hat. Straßenkontrollen an Sonntagen Doch nicht nur auf Werktage erſtreckt ſich der Dienſt dieſer Kameraden, ſondern auch ihre Sonntage ſtellen ſie zum größten Teil zur Ver⸗ fügung, um im Intereſſe der deutſchen Jugend zu arbeiten. Sie führen an ſolchen Sonntagen hier das Einheitliche hineinzubringen. Es iſt dabei ſehr weſentlich für jeden Hitlerjungen, daß er nicht ohne Uniform auf Fahrt gehen darf. Wer ohne Uniform angetroffen wird, muß die Folgen ſeines diſziplinwidrigen Ver⸗ haltens ſelbſt tragen. Aehnlich iſt es bei den Jugendherbergskontrollen. Die Jugendlichen werden nach ihren Papieren gefragt, und wenn alles in Ordnung iſt, kann jeder weiterfahren. Eine beſondere Betreuungsſtelle, die dem Streifendienſt und der Verbindungsſtelle angegliedert iſt, ſorgt für die ſoziale Seite in der Hitlerſugend. Die Hauptaufgabe dieſer Stelle beſteht darin, gefährdete Jugend⸗ liche auf die richtige Bahn zurück⸗ zuführen. Die Aufgabe wird im enaſten Einvernehmen mit der NSV und dem Stadt—⸗ iugendamt durchgeführt. In dieſer Jugendfür⸗ ſorge der Hitlerjugend ſind ſchon ſehr beach tenswerte Erfolge erzielt worden. Straffällig gewordene Angehörige der Hitlerjugend, des Landſtraßenkontrollen durch, um genau ſo auch Jungvolks und des BDM werden von der Hitlerjugend gerichtlich betreut, denn der Strei⸗ fenführer nimmt an jeder über Angehörige der HI ſtattfindenden Verhandlung teil. Jeder auch noch ſo kleine Fall wird vom Streifen⸗ dienſt aufgenommen und ſeiner Erledigung zu⸗ geführt. Dabei hat dieſe Stelle die engſte Verbindung mit den Eltern der Jungen und den Jugend⸗ lichen ſelbſt und garantiert damit die unpar⸗ teiiſche Bearbeitung aller ihr vorliegenden Fälle, die von den Eltern der Betreuungsſtelle gemeldet werden. Durch dieſe Einrichtung des Hᷓ⸗Streifen⸗ dienſtes iſt ein weſentlicher Schritt in der Ju⸗ genderziehung getan worden, der es ermöglichen wird, die Jugend in Zukunft noch gerader und noch ſauberer der Welt aufzuzeigen. Das Ideal einer Jugendführung bis ins letzte wird damit mit jedem Tage mehr Wirklichkeit. M. Th Die HJ-Streifengefolgschait des Bannes 171 auf dem Marsch Auin.: Henne(2) ſtadt-Heddesheim—Feudenheim. Von hier aus wurde gemeinſam nach Mannheim marſchiert. Alte SA⸗Lieder wurden angeſtimmt. Sie gingen von Mund zu Mund. In den Reihen aber herrſchte jener alte und doch ewig junge SA-⸗Geiſt, der jeden einzelnen begeiſterte und mitriß. Durch die Straßen der Rhein⸗Neckarſtadt ging der Marſch zum Schlageter⸗Haus, dem Sitz der Standarte. Sturmbannführer Bender konnte hier ſeine Männer entlaſſen mit dem ſtolzen Bewußtſein, allen zwei Tage echter Kamerad⸗ ſchaft geſchenkt zu haben. 3 „Es herrſcht hier ein Ton herber Männer⸗ kameradſchaft. Moan ſagt nur du, aber nicht ge⸗⸗ macht und ohne peinlichen Unterton. Sie ſind alle Brüder wie die Soldaten im Kriege. Ich freue mich immer, wenn ich in einem ſolchen Kreiſe zu Hauſe bin und mitreden kann. Der SA⸗Mann iſt die immer ſich erneuernde Kraſt der Bewegung. Nur wer mitten in dieſem männlichen Bunde ſteht, bleibt lebendig in denr Idee.“ Dieſe Worte ſchrieb einmal Dr. Goebbelz in den Jahren vor dem Sieg der Bewegung. Damals marſchierten die Sturmabteilungen durch die röteſten Viertel Berlins wie überall im Reich. Wurden verfolgt und verfemt, ver⸗ höhnt und verſpottet. Immer ſtand der Su⸗ Mann da, wo am härteſten Widerſtand gelei⸗ ſtet wurde. 4 Heute iſt die Aufgabe der SA im Kampfe eines geeinten Volkes nicht geringer geworden, Der gleiche Geiſt geht durch ihre Reihen. Der Geiſt, der die Bewegung groß machte und zum Höchſten befähigte. Denn— SaA marſchiert. auch heutel! F. KHg — Reichssportiühr glückwünscht Nur Gute Lei⸗ Wenn die? 0 en kein e am n gende Fluglei heſtarteten Ve ———— f0 oſſen ware reffen auf de häfen. Der v neralmajor( 15 5— auf dem Flu ditz. Gänzi kommando 2 Maſchinen bei ab. Vom R lugzeug bis chriebenen Fl er Verband j tartberechtigt rei Verbänd Danzig, die Jahre 1935 ſi⸗ Beginn der Am Mont und ihre Hel nun wird für nerstag in E Erſt am Dont auf noch zu menzutreffen. drei Verbänd 2 1 mit je ei Rietleben und Altonaer(2 a ategorien di 10 Uhr ſtarter Cato zum V Die zur Tei Autorennen u ten deutſchen Mittwoch, 23. „Bremen“ Montag wurt haven verlad⸗ Bord der„Bre den Rennfahr An Bord b deutſche Ren der mit Frau das Leben ſchl gemeinſam di eiola am 3. J Rennen um wird. N Der Poſt S nes zehnjähri Feſt aus, das Baden hervor ter⸗Lauf gab den drei bekan Scheuring mann nur m 10,8 gewinner Kullmann zun ter an ſeine betracht der 2 Meter⸗Zeit vi beachtlich. dreundiche 1884 m Die Veranſt Opfertages vi Die Gegner Erkrankung em Die Beſetzung Sportve: Zipſe, Hemaie Vfe Neck Kölbl, Schnei Nach ſchöne⸗ den Sieg mit 2830 Pfund a zinger(Fen allgemeiner Z 2. Juni 10 1 4 Sport und Ipiel 22. Juni 1937 rbergte an die⸗ lsausgabe, hier n luſtig dampf⸗ küchenperſonal“ Pressebildzentrale Reichssportführer von Tschammer und Osten be⸗ klückwünscht den Magdeburger Weckerling zu seinem Gesamtsiege Uur ein Verband fel aus Gute Leiſtungen der Deutſchlandflieger Wenn die Meteorologen recht behalten, wird den Deutſchlandfliegern auch in den nächſten Tagen kein anderes Wetter beſchert ſein als am nn an dem jedoch hervorra⸗ gende Flugleiſtungen gezeigt wurden. Von 62 geſtarteten Verbänden ſind 61 weiterhin teil⸗ ren Als die Beurkundungen abge⸗ 0 oſſen waren, meldeten 60 Verbände ihr Ein⸗ reffen auf den von ihnen K lten Flug⸗ häfen. Der vom 471 es NSFK, Ge⸗ neralmajor Chriſtianſen, geführte Ver⸗ band übernachtete mit 21 weiteren Vexbänden auf dem Flugplatz Halle/Leipzig⸗Schkeu⸗ ditz. Gänzlich ausgefallen iſt K 6(Luftkreis⸗ kommando 2) durch die Notlandung zweier Maſchinen bei Stolp, wobei es Materialſchäden ab. Vom Rangsdorfer Verband erreichte ein lugzeug bis zur feſtgeſetzten Zeit den vorge⸗ chriebenen Flughafen nicht mehr, wodurch die⸗ er Verband jetzt nur noch mit zwei Maſchinen artberechtigt iſt. In Rangsdorf übernachteten rei Verbände, darunter die NSFa⸗Gruppe — Danzig, die den letzten Deutſchlandflug im keckarſtadt ging Jahre 1935 ſiegreich beendete. „dem Sitz der f ube 1W Beginn der Einzelflüge it dem ſtolzen Am Montagfrüh waren alle Beſatzungen hter Kamerad⸗ und ihre Helfer wieder auf den Beinen und nun wird für vier 5 bis einſchließlich Don⸗ in.: Henne(2) Von hier aus Mannheim en angeſtimmt. und. In den und doch ewig nen begeiſterte nerstag in Einzelflügen ausgeſchwärmt. 0 55— banthäf Männer⸗ auf noch zu beſtimmenden Tankhäfen zuſam⸗ Wer nn nenzutreffen. Von den in Rangsdorf liegenden S 1 drei Verbänden hört man, daß die Danziger rton. Sie ſind 2i1 mit je einer Maſchine nach Küſtrin, Halle⸗ m Kriege. Jch Rietleben und Braunſchweig ausſchwärmt. Die einem ſolchen Altonaer(2 2) wollen nach Küſtrin, Halle und den kann. Der 2 Verſchiedene ſtärkere Flugzeug⸗ ieuernde Kraſt ategorien durften anſtatt um 8 Uhr erſt um ten in dieſem 10 Uhr ſtarten. ebendig in der Caxacciolas Hochzeitsxeiſe „Goebbels 3 zum Vanderbilt⸗Pokal nach USA — 5 4 Die zur Teilnahme am großen amerikaniſchen rmauiemig Autorennen um den Vanderbilt⸗Pokal beſtimm⸗ is wie überal verfemt, vei⸗ tand der Su⸗ derſtand gelei⸗ A im Kampfe iger geworden e Reihen. Der ten deutſchen Fahrer und Wagen, treten am Mittwoch, 23. Juni, mit dem Schnelldampfer „Bremen“ die Ueberfahrt an. Bereits am Montag wurden die Rennwagen in Bremer⸗ haven verladen, am Dienstagfrüg fand an Bord der„Bremen“ ein Abſchieds⸗Frühſtück mit den Rennfahrern und Reiſebegleitern ſtatt. An Bord befindet ſich auch der erfolgreiche beutſche Rennfahrer Rudolf Caracciola, der mit Frau Alice Trobeck den Bund für das Leben ſchließen wird. Das junge Paar tritt gemeinſam die Reiſe nach USA an, wo Carac⸗ ciola am 3. Juli für Mercedes⸗Benz das große Rennen um den Vanderbilt⸗Pokal beſtreiten wird. Neckermann läuft 10,8 Der Poſt SV Karlsruhe führte anläßlich ſei⸗ nes zehnjährigen Beſtehens ein Leichtathletik⸗ Feſt aus, das mit 190 Nennungen aus ganz Baden hervorragend beſetzt war. Im 100⸗Me⸗ ter⸗Lauf 3 es ein ſcharfes Rennen zwiſchen den drei bekannten Sprintern Neckermann, Scheuring und Ternſtröm, das Necker⸗ mann nur mit Bruſtbreite vor Scheuring in 10,8 gewinnen konnte. Im Speerwerfen kam Kullmann zum erſtenmal wieder mit 57,70 Me⸗ ter an ſeine alten Leiſtungen heran. In An⸗ betracht der Bahnverhältniſſe iſt auch die 800⸗ Meter⸗Zeit von Schmidt(Durlach) in:00,3 beachtlich. Freundichaftskammi im Gewichtheben 1884 Mannheim— Vfs Neckarau Die Veranſtaltung, die ſich im Rahmen des Opfertages vollzog, fand in Mannheim ſtatt. Die Gegner des Vfe Neckarau traten wegen Erkrankung mit ihrer kombinierten Staffel an. Die Beſetzung der Gewichtsklaſſen war folgende: Sportverein 1884 Mannheim: Adam, Zipſe, Hemaier, Zahn, Knab, Hammer. Vfes Neckarau: Lemmert, Zech, Groh, Kölbl, Schneider, Finkenberger. Nach ſchönem Kampf konnten die Neckarauer den Sieg mit dem Ergebnis von 2885 gegen 2830 Pfund an ſich reißen. Kampfrichter Ben⸗ zinger(Feudenheim) leitete die Kämpfe zu allgemeiner Zufrichenheit. Auin. H. Well Ne Gtelung des Dns zn den Giederungen der Bartel Vertreier der SA, SS, 953 und DAz ſprachen für ihre Formakionen und eine gule Juſammenarbeit Zu dem am Montag im„Haus des deutſchen Sports“ zu Berlin veranſtalteten Tagung gibt die Preſſeſtelle des DRoe nachſtehende Verlaut⸗ barung heraus: „Auf einer der Gauführer und der Reichsfachamtsleiter des Deutſchen Reichsbun⸗ des für Leibesübungen wurde den in Berlin anweſenden Männern Aufklärung über die zwi⸗ ſchen dem Reichsſportführer und den Führern verſchiedener Gliederungen der Partei getrof⸗ —5 Arbeitsabkommen gegeben. Die Tagung diente darüber hinaus dem Zweck, die Stellung des Deutſchen Reichsbundes für Leibesübungen im deutſchen Volk und ſeine en zu verſchiedenen Gliederungen der NS klar⸗ zuſtellen. Es ſprachen auf der Tagung: Ober⸗ fen Herzog, Stabsführer der Ober⸗ ſten SA⸗Führung für die SA, Brigadeführer Hermann, als Sportreferent der SS für die Reichsführung SS, Gebietsführer Dr. Schlünder, der Chef des Amtes für Leibes⸗ übungen in der Reichsjugendführung, und der ſtelvertretende Amtsleiter Lorch für das Sportamt der NS⸗Gemeinſchaft„Kraft durch Freude“. Obergruppenführer Herzog führte aus, daß es die Aufgabe der SA ſei, körperliche Er⸗ tüchtigung zur Förderung der Wehrkraft des deutſchen Volkes zu betreiben. Hierzu gehöre ein völlig durchgebildeter Körper. 5 1— müſſe die SA Leibesübungen auf breiteſter Grundlage pflegen. Die SA habe den Auftrag erhalten, Träger und Durchführer der NS⸗Kampfſpiele zu ſein. Die Beauftragung habe draußen im Land viele Fragen—— Allen dieſen Fra⸗ gen gegenüber ſtellte Obergruppenführer Herzog feſt, Daß ein Gegenſatz zwiſchen SA und DR nicht beſtehe, geſchweige den eine Geg⸗ nerſchaft der SA mit dem Ziel der Zerſchlagung des DReL. Die Unrichtig⸗ keit dieſer Auffaff ung gehe am klarſten aus der Tatſache hevor, daß die SA Kampfſpielgemein⸗ ſchaften, darin die wettkampftüchtigen SA⸗ Sportler zuſammengefaßt werden, ihre Wett⸗ kämpfe im Rahmen des DRe und nach deſſen das Gokdon⸗᷑Bennel⸗Rennen geſtartet 14 Ballone in der Luft/ Fahrtrichtung: Polen? (Eigener Bericht) Brüſſel, 21. Juni. In Anweſenheit von vielen Tauſenden von Zuſchauern, unter denen man auch den Bruder des belgiſchen Königs, den Kommandeur der belgiſchen Luftwaffe ſowie führende Männer der Stadt Brüſſel bemerkte, erfolgte im Stade du Centenaire der Start zum 35. Gordon⸗Ben⸗ nett⸗Rennen. 14 Ballone, davon zwei außer Konkurrenz, ſtellten ſich zum Kampf. Schon am Samstagmittag war mit dem Fül⸗ len begonnen worden, ſo daß die Ballone be⸗ reits am Sonntagmorgen ſtartfertig warteten. Die Wetterlage war den ganzen Tag über au⸗ ßerordentlich unbeſtändig. Sonnenſchein wech⸗ ſelte mit Regen ab, noch dazu drohten Gewitter, die aber glücklicherweiſe am Startplatz vorüber⸗ zogen. Der bedeckte Himmel war für die Bal⸗ lone nicht ungünſtig, infolge fehlender Sonnen⸗ beſtrahlung wirkte ſich der Gasverluſt weniger aus. Nach der letzten Wettermeldung war eine Gewitterfront von Oſt nach Weſt auf der Linie Aachen⸗Lüttich⸗Brüſſel im Anziehen. Der Start begann um 16.50 Uhr mit der Freilaſſung des Ballons„Polonia II“ unter den Klängen der polniſchen Nationalhymne. Es folgten Belgien, die Schweiz, Frankreich und dann um 17.26 Uhr Deutſchland mit dem Ballon „Adolf Hildebrandt“, der unter den Klängen der deutſchen Hymnen in die Lüfte ſtieg. In 50 Meter Höhe warf der Ballon Bal⸗ laſt ab und konnte ſo gleich von Anfang an einen günſtigen Kurs einnehmen. Der zweite deutſche Ballon„Sachſen“ kam um 17.47 Uhr an die Reihe. Frenetiſcher Jubel klang auf, als um 18 Uhr der Ballon„Belgica“ mit dem fünffachen Gordon⸗Bennett⸗Sieger Demuyter ſich vom Erdboden erhob. Als letzter Ballon ſtartete um 18.02 Uhr„Chemnitz“. Er warf ebenfalls bereits in niedriger Höhe Ballaſt ab und kam ſo in die gleiche Richtung wie der erſte deutſche Ballon„Adolf Hildebrandt“. Wohin die Fahrer treiben, war im Augenblick des Starts noch ſehr ungewiß, da eine äußerſt unſichere Wetterlage herrſchte. Es iſt anzuneh⸗ men, daß die Ballone in Richtung Polen abge⸗ trieben werden, falls die Windrichtung ſich nicht ändert. Sicher iſt jedenfalls, daß den Teilneh⸗ mern am Rennen eine ſehr kalte Nacht bevor⸗ ſtand. Bereits in 1700 Meter Höhe wurde eine Temperatur von 0 Grad gemeſſen. Deginn in Vimoiedon bei Gonnemichein Von Cramm und Henkel ſiegen/ Crawford ſchaltet R. Menzel aus Die engliſchen Tennis⸗Meiſterſchaften auf den Grasplätzen in Wimbledon begannen am Mon⸗ tag mit den erſten Spielen im Männer⸗Einzel. Da das Wetter ausgezeichnet war— die Sonne ſchien ſogar—, gab es nicht nur einen für den Beginn ausgezeichneten Beſuch, ſondern die erſte Runde konnte auch programmgemäß unter Dach und Fach gebracht werden. Geſpielt wurde auf 16 Plätzen und von den 128 Teil⸗ nehmern ſchieden bereits 64 aus. Unſere beiden deutſchen Vertreter, Gottfried von Cramm und Heinrich Henkel, hatten es in der erſten Runde nicht allzu ſchwer und überwanden ihre engliſchen Gegner ſehr ſicher. Von Cramm, der auf Platz 1 den Beginn machte, hatte zwar anfänglich Schwierigkeiten mit dem Raſen und gab gegen F. J. G. Ly⸗ ſaght den erſten Satz ab, aber dann war es auch um den Engländer, der in den drei näch⸗ ſten Sätzen nur noch drei Spiele buchen konnte, geſchehen. Der deutſche Meiſter ſiegte:6,:1, :2,:0 recht eindrucksvoll. In feiner Form ſtellte ſich Henkel auf Platz 2 vor, wo er den Engländer Newman in knapp 30 Minuten mit:1,:0,:3 abfertigte. Das größte Intereſſe beanſpruchten am er⸗ ſten Tag allerdings die Ereigniſſe auf dem Hauptplatz, um den ſich viele tauſend Beſucher verſammelt hatten, als Englands Nummer 1, „Bunny“ Auſtin, zum Kampf gegen den lan⸗ gen iriſchen Davispokalſpieler Lyttleton Ro⸗ gers antrat. Die Engländer mußten lange um den Sieg ihres Mannes bangen, aber ſchließlich behauptete ſich doch Auſtin, der einen glänzenden Rückhand ſchlug, den Rogers nur ſelten nehmen konnte, mit:6,:6,:1,:2.— nſchließend war auf dem Hauptplatzm die erſte Senſation ſhug denn der Auſtralier Jack Crawford chlug den Deutſchböhmen Roderich Menzel in einem mörderiſchen Fünfſatzkampf und damit war einer der„Geſetzten“ bereits ausgeſchieden. Obwohl Menzel ſehr gut ſpielte und nach drei Sätzen eine:1⸗Führung hatte, ſchaffte er nicht den Sieg, denn der ruhig ſpielende Auſtralier hatte die beſſeren Nerven und zum Schluß auch die größeren Kraftreſerven. „Als weitere Ueberraſchung muß der Vierſatz⸗ ſieg des jungen Südafrikaners Colin Eedes über den Italiener Giorgio de Stefani an⸗ geſprochen werden. Stefani zeigte, wie vor eini⸗ gen Wochen in Paris, nicht vlel: um ſo unver⸗ ſtändlicher bleibt weiterhin die Mailänder Nie⸗ derlage Henkels.— Harte Kämpfe gab es zwi⸗ ſchen Hare(England)— v. Metaxa(Oeſter⸗ reich, und Pallada(Jugoflawien) gegen Olliff(England), bei denen die Erſtgenann⸗ ten jeweils fünf Sätze zum Sieg benötigten Von den Amerikanern ſiegte Frank Parker recht eindrucksvoll gegen den allerdings ſchwa⸗ chen Chineſen Ho, während Bitſy Grant im Kampf gegen den Briten Hunt gerade nicht zu überzeugen wußte. Xiſcher Gieg beim Londoner Reittnenier Deutſchland und Belgien landeten auf den Plätzen Im Beiſein der Königin⸗Mutter Mary und des Herzogspaares von Glouceſter wurde am Montag beim Londoner Reitturnier das Mannſchafts⸗Springen um den„Prinz⸗von⸗ Wales⸗Pokal“ entſchieden.—455 Wett⸗ bewerb, der in den letzten Jahren abwechſelnd von Frankreich und England gewonnen wurde, ähnelt den auf dem Feſtland üblichen Nationen⸗ Preiſe, doch wird er nur von Dreier⸗Mann⸗ ſchaften beſtritten. Um den werwollen Preis bewarben ſich die Vertreter von ſieben Natio⸗ nen, neben s noch Deutſchland, Irland, US A, Belgien, Rumänien und die Türke i. Der Sieg fiel an Irland. das mit Cpt.'Dwyer auf Red Hugh und Cpt. Corry auf Limerick Lace ausgezeichnete Reiter und Pferde zur Stelle hatte, die je zwei fehler⸗ loſe Ritte verzeichneten. Mit insgeſamt zwölf Fehlerpunkten ſiegten die Vertreter der„grü⸗ nen Inſel“ ſogar ſehr überlegen vor Deutſch⸗ land und Belgien, die mit je 28 Punkten ge⸗ meinſam auf der zweiten Platz kamen. Die nächſten Wag belegten England mit 44, USA mit 48, Rumänien mit 68 und die Türkei mit 84 Punkten. Die deutſche Mannſchaft beſtand aus Rittmeiſter Haſſe auf Tora, Oblt. Frhr. von Wangenheim auf Dedo und Oblt. Brink⸗ mann auf Alchimiſt. Nur Alchimiſt blieb in beiden Ritten ohne Fehler, während Tora und Dedo regelmäßig am Oxter ſcheiterten und auch an einigen anderen, leichten Hinderniſſen Flüchtigkeitsfehler machten. Beſtimmungen durchführen. Obergruppenführer Herzog räumte ein, daß örtlich innerhalb einer ewiſſen Uebergangszeit Schwierigkeiten ent⸗ ſtehen könnten. Bei dem beiderſeitigen auten Willen würden dieſe aber überwunden werden. Insbeſondere müſſe er klar ausſprechen, daß die SA die ſportlichen Leiſtungen innerhalb der SA⸗Kampfſpielgemeinſchaften ſelbſt entwik⸗ keln wolle. Die SA werde deshalb nicht die Leiſtungstüchtigen anderer Organiſationen in das Braunhemd ſtecken. Der Obergruppenfüh⸗ rer führte zum Schluß wörtlich aus:„Wir wol⸗ len unter keinen Umſtänden eine Trennung zwiſchen SA und dem Dad, ſondern wir wol⸗ len eine enge kameradſchaftliche und zweckdien⸗ liche Zuſammenarbeit“. Die Auffaſſung der SS Brigadeführer Hermann machte Ausfüh⸗ rungen über die Auffaſſung der Reichsführung SS, die in der Bejahung des Lei⸗ ſtungsſportes und des Einſatzes der SS für dieſes Ziel gipfelten. Auch die SsS zieht ihre tüchtigen Wettkämpfer in SS⸗Sportge⸗ meinſchaften zuſammen. Dieſe SS⸗Sportge⸗ meinſchaften ſtellten ſich hinein in den DRe, deſſen Exiſtenz und Aufgabenſtel⸗ lung die SSeindeutig bejahe. Die SS wolle keine Sondexrechte innerhalb des DRse, die portgemeinſchaften fühlten ſich in dieſem Sinne als vollgültige Mitglieder des DRe. Die SS habe den Wunſch, im Sport der Volksgemeinſchaft zu dienen und ſie werde darüber wachen, daß der Dass die alleinige und überall anerkannte Wettkampf⸗Organi⸗ ſation ſein und bleiben werde. Das Verhältnis HS— DRe In der Nachmittagstagung ſprach Gebiets⸗ füßkez Dr. Schlünder über das Verhältnis zwiſchen HJF und DRe. Er wies darauf hin, geß die HI ſtets das Prinzip der Totalität der geſamten Jugend und ihre Erziehung aus⸗ ſchließlich durch die HI vertreten habe. Dieſes Prinzip ſei durch das Geſetz des Führers über die HJ vom 1. Dezember 1936 geſetzlich veran⸗ kert worden. Der Reichsſportführer habe dem Totalitätsanſpruch dadurch Rechnung getragen, daß er die Betreuung des geſamten Jugend⸗ ſportes in die Hände des Amtes für Leibes⸗ übungen in der Reichsjugendführung gelegt habe. Dieſe Tatſache beſage aber nun nicht, daß damit die Jugend vom DRo getrennt werden ſolle. Sie beſage nur, daß die Führung in die Hände der Organiſation gelegt werde, die da⸗ für allein zuſtändig ſei und deren Exponent für die körperliche Erziehung eben der Reichsſpori⸗ führer ſelbſt ſei, Nach wie vor ſollten die frei⸗ willigen Sportdienſtgruppen des Jungvolks und der Jungmädel in Verbindung mit den Vereinen des DRe gehalten werden. Nach wie vor ſollten die über 14jährigen Jungen und Mädel bei den Vereinen bleiben. Im Gegenteil, der Beauftragte für die Leibeserziehung der deutſchen Jugend werde in Kürze zum verſtärk⸗ ten Eintritt der wettkampftüchtigen Jungen und Mädel im Alter von 14 bis 18 Jahren in den Deutſchen Reichsbund für Leibesübungen aufrufen. Keine Leibeserziehung ohne Leiſtungsſport Die ſportliche Arbeit innerhalb der Deut⸗ ſcheen Arbeits⸗Front ſkizzierte im Auf⸗ trage des Reichsſportführers der ſtellvertre⸗ tende Amtsleiter des Sportamtes Ko Pg. Lorch. Er wies darauf hin, daß eine Leibes⸗ erziehung ohne Leiſtungsſport der Zielſetzung entbehre. Daraus habe ſich die Notwendigkeit ergeben, auch für die ſportliche Arbeit inner⸗ halb der DAß den Wettkampfſport einzufüh⸗ ren. Nach wie vor aber ſei es nicht vornehm⸗ lich das Ziel von Ko, Wettkampfſport zu be⸗ treiben, ſondern die Aufgabenſtellung laute klar und eindeutig, die bisher für die Lei⸗ besübungen noch nicht gewonnenen Maſſen dem Sport zuzuführen. Die wettkampftüchtigen Mitglieder der Betriebe würden in Wettkampf⸗Gemeinſchaften zuſam⸗ mengefaßt. Dieſe Gemeinſchaften hätten nicht untereinander Wettkämpfe auszutragen, ſon⸗ dern würden in die Wettkampforganiſation des DRe als Mitglieder eingeſchaltet. Pg. Lorch führte zum Schluß aus, daß durch die vorer⸗ wähnte Verordnung zwiſchen DRe und Sport⸗ amt in der DAß keine grundſätzlichen Schwie⸗ rigkeiten mehr beſtehen. Er von ſich aus lönne ſagen, daß die Zuſammenarbeit zwiſchen dem DRe und dem Sportamt der DA für die ge⸗ ſamtſportliche Entwicklung das Beſte verſpreche. Der Reichsſportführer faßte das überaus er⸗ freuliche Ergebnis der Tagung zuſammen und ſtellte feſt: Alle Vorausſetzungen für ein all⸗ gemeines Vertrauen, für die gegenſeitige An⸗ erkennung der Arbeit in jeder der einzelnen Organiſationen und für ein kameradſchaft⸗ liches Zuſammenwirken auf breiteſter Grund⸗ lage ſeien damit geſchaffen. Es ſei die Pflicht aller, ſich arbeitend und mitſchaffend in dieſe nunmehr völlig einige Front der deutſchen Leibesübungen einzugliedern. Der Weg ſei der reſtloſe Einſatz aller Menſchen und Mittel für die gemeinſame Aufgabe, das Ziel ſei das Volk in Leibesübungen. Eder trifft auf van Klaveren Der bereits ſeit Monaten geplante Kampf zwiſchen unſerem Weltergewichtsmeiſter Guſtav Eder und dem bekannten Holländer Bob van Klaveren ſoll nunmehr am 11. Juli in Rotterdam ſteigen. Der Holländer, der 1928 Olympiagſieger war und ſpäter als Berufsſport⸗ ler in Amerika ſehr erfolgreich kämpfte(ohne allerdings einen Weltmeiſterſchaftskampf mit Barney Roß zu bekommen!), wird Eder alles abverlangen. Mannheim unterhaltung und Wiſſen 22. Juni 1937 Die Vierte Reichstagung der Nordiſchen Ge⸗ ſellſchaft, die durch ſtarke Anteilnahme aus dem ganzen Reich und aus dem Ausland, insbeſon⸗ dere aus den nordländiſchen Staaten zu einem bedeutenden Ereignis im Oſtſee⸗ raum geworden iſt, nahm am Samstagmittag ihren Anfang. Der Oberbürgermeiſter Dr. Drechsler ſtattete Reichsleiter Roſenberg den Dank der Hanſeſtädte dafür ab, daß er der Nordiſchen Geſellſchaft die Möalichkeit zu einer freien und ſtarken Eatfaltung gegeben habe und ſich ſtets für die Wiedererweckung ihrer jahrhunderte⸗ alten Ueberlieferung eingeſetzt habe.— Unter lautem Beifall gab der Oberbürgermeiſter dann bekannt, daß die Hanſeſtadt Alfred Roſenberg das Ehrenbürgerrecht verliehen habe. Reichsleiter Rosenberg spricht Auf der Feſtkundgebung in Lübeck ſprach dann Reichsleiter Alfred Roſenberg auf dem Marktplatz über politiſche Fragen der Gegenwart. Er führte dabei u. a. folgendes aus: Immer mehr verbreitet ſich das Empfinden und die Einſicht, daß die ſozialen und politi⸗ ſchen Zuckungen, die heute nahezu durch alle Völker gehen, nicht Ereigniſſe zufälliger, vor⸗ übergehender Natur ſind, ſondern dauernde Symtome darſtellen, Gleichniſſe dafür, daß die Schickſalskataſtrophe von 1914 nicht nur ein militäriſcher Zuſammen ſtoß arößter Art war, ſondern ein Zuſammen bruch vieler geſell⸗ ſchaftlicher und politiſcher Ordnungen. Nach einer ſolchen Welterſchütterung war das Den⸗ ken aller Nationen aufgerufen worden, um über die tieferen Urſachen der Kataſtrophe nach⸗ zudenken. Es zeigt ſich, daß die Probleme, die zunächſt nur eine Gruppe von Staaten beſchäf⸗ tigten, immer mehr zu Schickſalsfragen auch der übrigen Völker wurden. Der Bolſchewismu's iſt deshalb nicht allein eine politiſche Bewegung, ſondern zugleich ein Sym⸗ bol dafür, wie weit die Widerſtandskräfte der Staaten und Völker geſunken oder aber wie ſtark ſie ſind, um eine gefährliche anſteckende Krankheit aus ihrer Tradition und ihrem Cha⸗ rakter heraus zu überwinden. Aeußeres Schickſal und Volkswille ringen alſo in den verſchiedenſten Formen überall auf der Welt, und man darf wohl ſagen, daß dieſe Weltfragen tief ins Innerſte des Lebens der Angehörigen aller Völker hin⸗ einreichen. Das Zeitalter der Raſſen Wir dürfen, auf eine Formel gebracht, viel⸗ leicht folgendes ſagen: Das Zeitalter, da für Konfeſſionen Kriege geführt wurden, iſt dahin⸗ geſunken, das Zeitalter politiſcher Hausmächte iſt nicht mehr beſtimmend für die Geſchichte der Welt, das Zeitalter der Völker und Raſ'ſen aber iſt heraufgeſtiegen. Ueberall findet eine Ueberprüfung der Ver⸗ gangenheit ſtatt, wie weit ſie noch imſtande iſt, ormen für das Daſein und die kulturelle Schöpfertätigkeit der einzelnen Nationen abzu⸗ geben. Dabei wird ſich vermutlich einmal her⸗ ausſtellen, daß Staatsanſchauungen, die in der Vergangenheit verſtändlich und berechtigt wa⸗ ren, heute in ſchwerſte Kriſen geraten ſind und daß es einer ganzen Menſchengröße bedarf, um abzuſtreifen und auch innerlich zu überwinden, was den Forderungen unſerer Epoche nicht mehr entſpricht. Daraus ergibt ſich für uns etwas, was wir auch als Geſetz des Nationalſozialismus in Deutſchland verſtanden haben: daß neue Fra⸗ gen einer neuen Zeitepoche auch neue Antwor⸗ ten fordern und vieles, was ſich fortſchrittlich Vöast VO/ Alles copynent by Car-DunckerVerlog, Berlin v/ o2 dünkte, im Grunde vor dem Angeſicht einer neuen Zeit als überlebt erſcheint. Dieſes eine große Erlebnis in Deutſchland und das Erkennen ähnlicher Kämpfe in anderen Staaten, hat uns bei aller Behauptung der deutſchen Notwendigkeit auch Verſtändnis ge⸗ ſchenkt für die beſondere Lage anderer Na⸗ tionen. Wir begreifen auch, daß die Gefahr der bolſche wiſtiſchen Bewegung von jenen Nationen noch nicht ſo gewertet wird wie bei uns, die dieſe Welterkrankung noch nicht erlebt haben; aber ebenſo hoffen wir, daß auch die anderen Völker verſtehen lernen, daß un⸗ ſer Kampf nicht irgendeiner Böswilligkeit ent⸗ ſpringt, ſondern aus einer tiefen Erfahrung, aus innerer Notwendigkeit und aus der Er⸗ kenntnis heraus, daß gegen eine ſchwere Er⸗ krankung nur ein leidenſchaftlicher Wille zur Geſundung die Ueberwindung dieſer Krankheit herbeiführen kann und nicht ein läſſiges Sich⸗ gehenlaſſen. Das Schickſal prägt Begriffe Und zugleich mit dieſer Einſicht verſtehen wir, daß aus dem Schickſal des einen Volkes heraus Worte und Begriffe geprägt werden, um einen beſtimmten Zuſtand zu bezeichnen, die bei anderen ganz verſchiedene Zuſtände ſchil⸗ dern. Unter dem Wort Demokratie z. B. begreift das engliſche Volk eine jahrhunderte⸗ lange Entwicklung, da es unangefochten von fremden Einwanderern und Kriegerheeren ſich ſein Leben geſtalten konnte, zwar auch inmit⸗ ten großer Spannungen, aber doch im Gleich⸗ gewicht eines durch keinen äußeren Druck ge⸗ ſicherten Volkstums. Das, was in Großbritan⸗ nien deshalb natürliches Lebensgefühl war, er⸗ wies ſich z. B. in Deutſchland als eine aus der deutſchen Geſchichte in dieſer Form nicht her⸗ zuleitende und dem deutſchen Charakter nicht entſprechende Doktrin. Und weil wir dieſe fremde, uns dazu noch in ganz entſtellter Art des parlamentariſchen Lebens von artfremden Menſchen aufgezwungene Form nicht als zu Die Schicksalsfragen der Kulturvõlker Die Rede des Reichsleiters Rosenberg auf der Festkundgebung der Nordischen Gesellschaft uns paſſend bezeichnen konnten, mußte ſie abgeſchüttelt werden. Dieſes gleiche Wort De⸗ mokratie hat aber auch in den ſkandinaviſchen Ländern eine ganz andere Bedeutung als je⸗ mals in Deutſchland gehabt, und ich möchte gleich hinzufügen, daß auch das Wort So⸗ et ldemokratie im Norden durchaus an⸗ dere Inhalte bezeichnet, als es in Deutſchland der Fall geweſen iſt. Für viele Sozialdemo⸗ kraten war die Zugehörigkeit zu einer chriſt⸗ lichen Konfeſſion oder zu einem Volkstum eine ganz natürliche Vorausſetzung für die Durch⸗ führung deſſen, was ſie als notwendige ſoziale Forderungen ihrer Regierung gegenüber glaub⸗ ten erheben zu müſſen. Manche Sozialdemokra⸗ ten, wie etwa in England, ſind dabei ausge⸗ ſprochen königstreu, was wohl auch für So⸗ zialdemokraten anderer Länder gelten kann. In Deutſchland triumphierte aber unter die⸗ ſem Namen die von einer fremden Raſſe ge⸗ leitete Internationale und verneinte die Geſetze des deutſchen Lebens und des deutſchen Charatters überhaupt. Der geſamte Atheismus wurde vom Marxismus in Deutſchland zum Prinzip erhoben, Begriffe wie deutſche Ehre gab es nicht für jene Preſſe, die 14 Jahre lang beſtimmend in Deutſchland war, und der blu⸗ tigſte Klaſſenkampf aller gegen alle drohte das Deutſche Reich in den Abgrund zu reißen. Des⸗ halb ſcheint es uns als großes Mißverſtändnis, wenn manche Sozialdemokraten im Ausland die Landesverräter aus Deutſchland als„Ge⸗ noſſen“ empfangen. Mißtrauen und Mißverſtändniſſe Ich glaube, wenn wir alle dieſe Gedanken weiter verfolgen, wenn wir begreifen, daß das Schickſal der Völker eben verſchieden iſt, daß bei manchen nahen Verwandten auch die Tempe⸗ ramente ſich anders äußern, daß manche Worte und Begriffe ganz verſchiedenen Inhalt bezeich⸗ nen, dann werden wir die Vorausſetzungen da⸗ für beſitzen, nicht nur die eigenen Lebensrechte zu vertreten, ſondern auch Art und Zuſtand Die Mailänder Scala in Berlin Generalintendant Nataloni(rechts) mit Beniamino Gigli(links) und dem Kapellmeister der Mailänder Scala, Victor de Sabata, beim Presseempfang im Hotel Adlon. Die Mailänder Scala, die bereits in München Zastierte, Weltbild(M) gibt jetzt im Deutschen Opernhaus in Berlin ein Gastspiel athleen eb bem spannendsten Kriminalfall von Scotland Vord nacherzählt von Hans Rabl 23. Fortſetzung „Nichts iſt aus dieſen beiden Idioten heraus⸗ zubringen“, ſagte er mit mühſamer und nicht ganz ausreichender Beherrſchung.„Ich habe es ſatt, Sparks, ich gehe in Penſion!“ Er leckte ſich die Lippen.„Haben Sie etwas?“ fragte er dann aufmerkſam. Er wandte ſich ſchon halb ab. breit.„Hier— der fragliche Schein gehört zu dieſer Zehnerreihe— wie dieſer Schein hier— wahrſcheinlich die Nummer vorher oder nach⸗ her— aber auf jeden Fall genügt dieſer Schein, um Tag und Stunde feſtzuſtellen, in der der Koffer aufgegeben wurde.“ Braddock ſtarrte auf den Schein in Sparks Hand.„Sind Sie ſicher?“ „Vollkommen ſicher.“ „Woher haben Sie es?“ Sparks antwortete nicht ſofort. Dann ſah er Braddock aufmerkſam an und zitierte: „Frag mich nichts, und ich lüg dir nichts vor.“ Bracddock verfärbte ſich. Er ging zu dem Tiſch, an dem die Beamten ihre Rechnereien erledigten, hieb mit der Fauſt darauf und ſah ein Tintenglas herunterhüpfen und zer⸗ ſpringen. „Sachbeſchädigung!“ murmelte Sparks. Braddock ergriff ſeinen Hut, ſtülpte ihn auf und ſtürmte hinaus. Langſam und behäbig folgre Sparks hinter ihm drein. Es iſt ein wunderbares Schauſpiel, zu ſehen, wie ein halbzertretenes Gänſeblümchen ſich aufrichtet. „Doch, ich habe etwas“, erklärte Sparks ſehr Was hatten Sie zu Mittag? Beim Lunch, den er zu Hauſe einnahm— ſeine Wohnung war nicht weit von Charing Croß entfernt— vermied Sparks es, Kathleen etwas von ſeinem Vormittag zu erzählen. Es war nicht nötig; ſie ſah an ſeinem ruhig ſtrah⸗ lenden Geſicht, wie froh er war. „Was werdet ihr nun machen?“ endlich und ſtellte eine Schale mit Mandarinen auf den Tiſch. Sparks blinzelte ſie ſchlau an.„Den Träger ſuchen, der den Koffer bis zur Aufbewahrung gebracht hat.“ „Aha!“ meinte Kathleen nur. Sie glaubte ſich dunkel dieſes Trägers zu erinnern, aber ſie wußte noch nicht, ob dies Sparks wieder hel⸗ fen würde. „Alſo, leb wohl, Kind!“ ſagte Sparks nach einer Weile und aing. Auf dem Bahnhof fand er Braddock und fragte ſich, was der Hauptinſpektor wohl aus⸗ gebrütet hätte. „Hören Sie, Sparks“, meinte Braddock,„es iſt ſchwer für einen Träger, ſich zu erinnern, was er vor mehr als zwei Wochen an einem beſtimmten Tage getan hat. Wir müſſen den Leuten die Erinneruna erleichtern. Ich dachte mir, wir fragen zunächſt ſeden, was er an jenem Mittag gegeſſen hat. Oder beſſer, zum Diner— da gab es ſicher mehr. Dann wer⸗ den ſich die Leute leichter erinnern,“ Sparks ſah Braddock an, als erſchaute er ein Geſpenſt. Welcher Einfall! dachte er entſetzt. Aber nach ein paar Augenblicken ſchien ihm fragte ſie der Einfall gar nicht ſo ſchlecht zu ſein. „Gut, fragen wir ſie, was ſie gegeſſen ha⸗ ben“, ſagte er ergebungsvoll und machte ſi dofen die Träger nacheinander zuſammenzu⸗ olen. Es war eigentlich ein ſehr komiſches Verhör. Die Träger ſchienen für die Feinheiten des Hard gar kein Organ zu haben. Oefter als ein⸗ mal bekamen Braddock und Sparks die Ant⸗ wort:„Was geht das Sie an?“ und es war jedesmal ſchwierig, den Leuten klar zu machen, daß man ihnen ja nur helfen wollte, ſich zu erinnern. Doch im ganzen kamen bloß Speiſe⸗ zettel der verſchiedenſten Richtungen zum Vor⸗ ſchein, nichts weiter. Niemand erinnerte ſich jenes ſchweren ſchwarzen Koffers, der am 6. Mai, nachmittags um 3 Uhr, von einem Taxi oder einem Privatwagen zur Aufbewah⸗ rung getragen worden war. Hatte der Mörder am Ende keinen Träger gehabt? Es ſchien kaum glaublich; er war nach den Ausſagen Herrn Charwoods, des Kofferhändlers, ein Gentleman; und ſeit wann quälen ſich Gent⸗ lemen mit Koffern von hundertzwanzig Pfund Gewicht durch die Halle von Charing Croß? Es mußte ein Träger da ſein! „Was haben Sie am 6. zum Diner gehabt? —„Kuttelfleck, Herr.“—„Was haben Sie am 6. zum Diner gehabt?“—„Haifiſch, Herr.“— „Was haben Sie am 6. zum Diner gehabt?“ —„Blutſuppe, Herr.“— Sparks ſchwamm es manchmal vor den Augen. Daß es ſo viele ver⸗ ſchiedene Gerichte gab, von denen er keine Ah⸗ nung hatte! Er wandte ſich einmal, halbwegs erſchöpft, an Braddock.„Wenn Ihre Frau bil⸗ lige Gerichte fucht, Kollege, geben Sie ihr dieſe Protokolle!“ Braddock ſam Abend. Plötzlich ſah Sparks an dem Fenſter des ebenerdigen Zimmers, in dem er ſaß, Kath⸗ leen langſam vorübergehen. Nein, er irrte ſich nicht, es war wirklich Kathleen. Was konnte ſie hier wollen? Sie hatte ihm nicht geſagt, daß ſie verreiſen wollte. Wollte ſie am Ende wieder Märchenfee ſpielen wie geſtern? Er ſchüttelte brummte unwirſch; es wurde lang⸗ Löhrich(M) Halle eröfinete ein Halloren-Museum Ein Hallore in seiner heutigen, farbenfreudigen Tracht. Die Halloren, ein aus der mittelalterlichen Zunft der Salz- wirker zu Halle an der Saale hervorgegangener Berufs- stand, haben ihre alten Privilegien aus dem Mittelalter zum Teil bis in unsere Tage hinübergerettet. anderer Völker richtig zu begreifen, d. h. immer verſtändnisvoller und gerechter zu denken. Das iſt aber die Bedingung, um jene oft künſtlich erzeugte Atmoſphäre des Haſſes zu überwin⸗ den, der leider heute noch vielfach die Welt beherrſcht. Wir begreifen, daß es Spannungen, wirklich echte Spannungen zwiſchen den Le⸗ bensintereſſen der Völker geben kann, aber wir halten es für unſere Pflicht, daß jeder verant⸗ wortungsvolle, im öffentlichen Leben ſtehende Menſch ſich dagegen wendet, daß aus bloßer Senſationsluſt Lügen in die Welt geſtreut und ſyſtematiſch verbreitet werden, die Mißtrauen und Mißverſtändniſſe zwiſchen den Völkern er⸗ zeugen müſſen! Wenn wir hier zum vierten Male die Reichs⸗ tagung der Nordiſchen Geſellſchaft begehen, ſo aus dem beſten Willen heraus, einen Lebens⸗ raum zu erfaſſen, deſſen Völter ſchickſalsmäßig auf einander angewieſen ſind, und wir denken zu groß von uns, als daß wir nicht über manche Mißverſtändniſſe und Spannungen hinweg große Werke und große Menſchen als mit uns verwandt empfinden würden. Und darüber hinaus haben wir bereits erwieſen, daß wir) auch bereit ſind, uns für dieſe Menſchen in Deutſchland ſelbſt einzuſetzen. Wir ſehen das Schickſal Europas als ein Ganzes an wie es ſtets ein Ganzes geweſen iſt. Wir hoffen aber, wenn die verſchiedenen unmittelbar zuſammen⸗ hängenden Schickſalsräume des europäiſchen Kontinents eine menſchlich⸗kulturelle und ſoziale Befriedung finden können, dies die Voraus⸗ ſetzung iſt für die Befriedung unſeres geſamten ehrwürdigen Europas. In einer Zeit, da ſo manche Kräfte auf die⸗ ſem Erdball in Aufruhr begriffen ſind, iſt es hohe Zeit geworden, dieſes Europa in ſeiner Vielgeſtaltigkeit erneut zu erleben, zu begreifen, daß Jahrtauſende eine Arbeit zuſammengetra⸗ gen haben, die zu bewahren und weiter zu führen wir die Aufgabe haben, die Pflicht, dieſes Erbe zu erhalten, zu ſtärken und hin⸗ überzutragen in eine kommende Zukunft. Dieſe Tage hier in Lübeck ſollen mithelfen, daß aus der Welt der Mißverſtändniſſe und des Haſſetz eine Neugeburt aller kulturtragender Völker zu entſtehen vermag. den Kopf. Man ſollte ſich nicht darauf ver⸗ laſſen— es war beſſer, der Nard ſchaffte ſel ber, was zu ſchaffen war. Ohnedies wat, Braddock noch immer wütend, daß Sparks ihm die Herkunft des Gepäckſcheins vorenthieltz zweimal konnte wohl auch Kathleen keine Wunder tun— und ſollte es gar nicht. Es iſt zwar eine gute Tat, einem Irrenden den rechten Weg zu weiſen; aber eine Ga⸗ rantie, daß er ſein Ziel erreichen wird, hal man damit noch nicht. Gepäckträner Nr. 311 wird verhört Kathleen bummelte ſchon eine ganze Weile auf dem Bahnhof herum, als Sparks ſie ſah Sie war gern in ſeiner Nähe, wenn es ſich ungezwungen machen ließ. Sie hatte den Schock des Drohbriefes noch nicht aus Knochen und Nerven. Und überdies war es beluſtigend, die Prozeſſion der Träger zu ſehen, die ſich in daß Verhörzimmer ſchob und drängte— unwillige Geſichter, ärgerlich über den Zeit⸗ und Ver⸗ dienſtverluſt, die grinſend wieder herauskamen da die Methoden des Pard diesmal wirklich furchtbar komiſch waren. Kathleen ſah, daß ſich bisher der richtige Träger noch nicht gefunden hatte. Wahrſcheinlich, dachte ſie, war er gar nicht da, ſondern ſchlief zu Hauſe die Nacht ſchicht aus. Dann plötzlich ſah ſie ihn. Sie ging ihm eine Weile nach, um ſich zu verge⸗ wiſſern; er war es beſtimmt, dieſer alte Kerl der mit ſonderbarer Leichtigkeit einen ſchweren Koffer ſchleppte— genau in der Art wie da⸗ jenen ſchwarzen Koffer, in dem die Tote ag. 4 Plötzlich trat Kathleen auf ihn zu, raſch, um ihren Entſchluß nicht zu bereuen. Sie reichte ihm ein zweieinhalb Schillingſtück und ſagte: „Man wird Sie gleich fragen, was Sie am ſechſten zum Diner gegeſſen haben. Was war es übrigens?“ Der alte Mann dachte nach und ſagte dann verblüfft:„Friſh Stew, Fräulein.“—4 Fortſetzung ſolgt chine das Akkordbii Elntritt auf 15 1 SE Angungen: gew ie Kechnerin, St Hebote mit Zeug r. 23 74 VN Elkne Maſchin von groſer Zm od Awerbungen von heinwandfreien Lebenslauf, Ze d unter Rr. 36 2 Ti 0 Maschinenĩabr g zebote mit Zeug 11 Mr. 23 478 Vs Affohe To.⸗Laſtwagen( handelsfirma, gel⸗ ſer mit guten Zer lig, Eintritt in? ücht. Angebote 1 Men Verlag dief. B wuͤſcherei t ſo e hohe Pedlenung der Ku . 51 111 V8 an —— 1 zuverläſſ. Hlc- M Aer huuerſtellung. 7 Zu er⸗f u. 47.165 klag ds. B l. Jun ftül zut alle Adreſſ im Ve Weg. 2 meine⸗ he ſieißine uus· 111ʃ * lnach Lud⸗ hen a. Rh. IA 16 di. Bl. ü K2 zhelm Kalten ertreter: Karl M. ſenſt? 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Das ne oft künſtlich es zu überwin⸗ elfach die Welt 2s Spannungen, hiſchen den Le⸗ kann, aber wir aß jeder verant⸗ Leben ſtehende daß aus bloßer zelt geſtreut und die Mißtrauen den Völkern er⸗ Male die Reichs⸗ haft begehen, ſo „ einen Lebens⸗ r ſchickſalsmäßig und wir denken richt über manche rungen hinweg den als mit uns Und darüber vieſen, daß wir ſe Menſchen in Wir ſehen das nzes an wie es Wir hoffen aber, lbar zuſammen⸗ es europäiſchen relle und ſoziale es die Voraus⸗ inſeres geſamteſſ Kräfte auf die⸗ ffen ſind, iſt es uropa in ſeiner en, zu begreifen, zuſammengetra⸗ und weiter zu 'n, die Pflicht, und hin⸗ ukunft. Dieſe the fen, daß aus und des Haſſes zender Völker zu icht darauf ver⸗ hard ſchaffte ſel“ Ohnedies war daß Sparks ihm ins vorenthielt; Kathleen keine gar nicht. einem Irrent aber eine Ga⸗ eichen wird, hat rd verhört ine ganze Weile Sparks ſie ſah ze, wenn es ſich hatte den Schoch 3 Knochen und beluſtigend, die n, die ſich in das igte— unwillige Zeit⸗ und Ver⸗ der herauskamen diesmal wirklich leen ſah, daß ſih ch nicht gefunden ſie, war er gar dauſe die Nacht⸗ ih ſie ihn. Sie m ſich zu verge⸗ dieſer alte Kerh it einen ſchweren der Art wie da⸗ in dem die Tote ihn zu, raſch, um uen. Sie reichte gſtück und ſagte: en, was Sie am aben. Was war und, ſagte bann 3 ein.“ 4 Jortſetzung folgt Febote mit Zeugnisabschriften u. Lichtbild moinenünghalker Miriſchaftspolitit und Handel: Fritz ikorich Karl Haas): 4 ei m „Hakenkreuzbanner“ 22. Juni 1937 11. 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Das ist der Grundsòtz der Halenkreuzbonner- Druckerei, und darèn sollten such Sie immer denken, wenn Sle Hederf in Druckerbeiten hoben. HAKEKKREUZBANKMER DRUcKEREI., as Soschänte bachigesuche im Schriesheim bekanntmachung Das reſtliche Bürgerholz 1—— wald wird am Dienstag, 22. Juni 1937, im Rathaus, 2. Stock, Zimmer Nr. 5, in derſelben Knemuna wie VerKaufe usw. Vorſtadtteil Mannh. gutgeh. altbet. ausgegeben, und zwar: Metzgerei unter günſt. Beding. zu verkaufen. Anzahl. 5000.— RM. Angebote u. 51 108 VS an d. Verl. . Viertel: vorm. von—10 Uhr, 2. Viertel: vorm. von 10—12 ühr, Viertel: nachm. von—4 Uhr, 4. Viertel: nachm. von—6 Uhr. Es erhält jeder Bürger 5 Ster Holz und 100 Wellen od. 7 Ster Holz und 50 Wellen ſowie noch ür.— — Kiche beſteh. aus Büfett, inn. ausgelegt, m. 3 2 Stühle u. Hocker ſür Möbelkauf Herm. Schmidt, E 3, 2. Das Löſegeld beträgt hierfür RM und iſt abgezählt S Schriesheim, den 18. Juni 1937. 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