— beehe — 8 ——— Februar 11 er den Einklu it den Zielen ſchaden orſtbezirk Bonn inten dieſe den Sturm am M. erichtet. Da det iderſtand leiſten DAS MATIONAI7 GZIALIsfScHE und Gemeinde nd naſſer t man mit eig 0 70 7 75 Verlag u. 3. Mannheim, R 3, 14/15. Fernſpr.⸗Sammel⸗Nr. 354 21. Das„Hakenkreuz. V 75 f 5 LLIIIIIITLILLLELLL 1z verungliuf im Abladen von Anzeigen: Geſamtauflage: Die 12geſpalt. Millimeterzeile 15 Pf. Die Ageſpalt. eile Hermann Kahf banner“ Ausgabe 4 erſcheint wöchtl. 12mal. Bezugspreiſe: Frei Haus monait..20 RM. u. 50 Pf.—— 7„ im Lextteil 60 Pf. Mannheimer Ausgabe: Die 129eſpakt Minlnerzene, Die 4geſ alt, ſofort mit dem Trägerlohn; durch die Poſt 2,20 RM. leinſchl. 66,48 Pf. iaus monefk 1. 0. 72 1 Beſtell·—*+ Millimeterzeile im Textteil 45 Pf. Schwetzinger und Weinheimer Ausgabe: Die eL2celpalt. illi⸗ fin ; ohn; dur ebühr) zuz ellge ungsor annheim. Ausſchlielicher Gerichtsſtan annheim oſtſcheckkonto: Lu ſeiner Einlieſe Ift die Zeitung am Eiſcheinen(auch d. höh. Gewali) verhind., beſtebt kein Anſpr. auf Thich digung. hafen. Rh. 4960. Verlagsort Mannheim.— Einzel v erkaufspreis 10 Pfennis. en erlag. Karßf iberaus arbeiß Früh⸗Ausgabe A 8. Johrgeng MANNHEIM vunmer 64 Dienskag, 8. Jebruar 1938 hinterläßt eint inglückt Bei Holzarbeiten Severin Albil einem fallenden berhalb des Kni⸗ erverletzte wunde 323 -kommen§e Arbeit? Fehlts ilt's wahragſ n, Betriebs-A8 igshütterstt 18, eftigen nerv aflosigkeit. V t einen Versueh kurzer Zeit von Nachdem ic gen genommeh meiner Frenf abei noch andeg hen, von dies befreit bin. habe meine alt mmen, was i ühre.“ ALanr- I erven J achhaltigzal Generaheldmarſchal Göring fihrie geitern chswwirtjchaftsminüxer Sunk in fein Zmt ein er„Temps“ hetzt und wird verboten/ Eden droht Franco egen-Noanu⸗ Vom restlos gelungenen Berliner Presseball 1938 Reichsbeamtenführer Neef von Mussolini empfangen Weltbild(I) 8 Reichsminister Dr. Goebbels(links) im Gespräch mit dem ungarischen Gesandten Sztolay(rechts). In der Mitte Der italienische Regierunsschef empfing den gegenwärtig zu Besprechungen in Rom weilenden Reichsbeamtenführer erhindefn Reichswirtschaftsminister Funk, der sestern in sein Amt einge führt wurde. Presse-Bild-Zentrale Hermann Nee i. Reichsbeamtenführer Neef bei der Kranzniederlegung am Grabmal des Unbekannten Soldaten in Rom hiebsͤme, tionenl 5 3 menarbeit mit ihm als vom Führer Beauftrag⸗ Mann, mit dem mich enge Bande der Kamerad⸗ kine Um 44 en 45 euorgani ation ten gewährleiſtet iſt. ſchaft verknüpfen, der in der Materie zu Hauſe 5: Der Miniſterpräſident ſprach allen Angehö⸗ iſt und die Aufgaben der deutſchen Wirtſchaft rman —- Chef vom Dienſt —— Hel⸗ geneier; um Ratzel(verreiſß riedrich Karl Haaz Beilagen: Helmui daas; für Lokaleß ius Etz; Geftallun t; i. V. Fritz Hant ſämtl. in Mannh Johann von Leer S Benn richte verboten. lich von 16—17 f id Sonntag) 1 uderei G. m. b. h. — 7 Vierjahresplan bis zur letzten Konsequenz“ DNB Berlin, 7. Februar. Am Montagmittag führte der Beauftragte für den Vierjahresplan, Miniſterpräſident Ge ⸗ neralfeldmarſchall Göring, den Reichsmini⸗ ſter Funk in das Amt des Reichs⸗ und Preu⸗ fiſchen Wirtſchaftsminiſters ein. Die Amts⸗ übergabe fand im feſtlich geſchmückten Saal des Mimiſteriums ſtatt; die neuen leitenden Män⸗ ner und die geſamte Gefolgſchaft des Miniſte · kiums wohnten der Amtsübergabe bei. durchzuführen. Die bisherige Struktur des Miniſteriums habe dies nicht ermöglicht. Die andere Aufgabe ſei die geweſen, das Mi⸗ niſterium perſonell ſo zu beſetzen, daß bei all ſeinen Mitarbeitern zu den Problemen und Zielen des Vierjahresplanseine klare Ein⸗ ſtellung beſteht und darüber hinaus eine ka⸗ meradſchaftliche und vertrauensvolle Zuſam⸗ rigen des Miniſteriums, die ihm in der kurzen Zeit ſeiner Amtsführung zur Seite geſtanden haben, ſeinen Dank aus. Ein kampferprobter Uationalſozialiſt Sodann begrüßte der Miniſterpräſident den neuen Reichswirtſchaftsminiſter in ſeinem Ar⸗ beitsgeriet mit herzlichen Worten:„Der Mann, den der Führer an die Spitze dieſes Miniſte⸗ riums geſtellt hat, iſt einalter und kampf⸗ erprobter Nationalſozialiſt, ein zu löſen weiß. Mit Freuden habe ich den Ent⸗ ſchluß des Führers aufgenommen und zu dem meinen gemacht, Ihrem nunmehrigen Miniſter die Leitung dieſes Miniſteriums zu übertragen. Ich habe mich herzlich gefreut, daß der Führer in Ihrer Perſon, Herr Reichsminiſter Funk, den alten nationalſozialiſtiſchen Kameraden und großen Fachkenner an die Spitze des Miniſteriums ge⸗ ſtellt hat. Das iſt für mich die beſte Gewähr enger und erfolgreicher Zuſammenarbeit, und ich bin glücklich, daß mir nun in den beiden wichtigſten Miniſterien für die Durchführung des Vierjahresplans, im Wirtſchaftsminiſterium „ Mannheln 22 2 und Ernährungsminiſterium, bewährte Mit⸗ f enanfirn,idene Drahtverhau um Paläſtina zehen und Kameraven zur Sei mei⸗Nr. 354 31. neter des Beau- e M. Schas, Mann hlan, Staatsſekretär Körner, mit den Ge⸗ V/ie der Hochspannung in jerusalem Der Miniſterpräſident wandte ſich dann mit reisti Nannheim Nr. Schwetzingen Rt, gen und Abend en Ausgabe B. ſchäftsgruppenleitern des Vierjahresplans er⸗ ſchienen. Ferner wohnte der Feier der Führer der DAß, Reichsorganiſationsleiter Dr. Ley, DNB Jeruſalem, 7. Februar. Die Preſſe Paläſtinas berichtet von einer be ⸗ leute in der Jeruſalemer Altſtadt wegen der im⸗ mer noch beſtehenden Abſperrung aller Zugänge Worten des Dankes an ſeine bisherigen Mit⸗ arbeiter in der Durchführung des Vierjahres⸗ planes, 1738 bei. durch Stacheldraht und wegen der weiterhin initteri jeri 700 n ſeiner Einführungsanſprache ging Ge⸗ abſichtigten Abriegelung der ganzen Nordgrenze e⸗ Wirtſchaftsminiſterium und bierjahresplan — über 4130 kralfeldmarſchall Göring zunächſt auf die gegen den Libanon und Syrien. Durch einen auf Waffen. Auf der anderen Seite bezeichnete es der Ge⸗ 600 Bedeutung des ihm vom Führer erteilten Auf⸗ elektriſch geladenen Stacheldrahtverhau ſoll der 4 neralfeldmarſchall als vollkommen irrig, wenn 600 kags ein, das Reichs⸗ und Preußiſche Wirt⸗ Grenzübertritt außerhalb der offiziellen Ver⸗ Nach einer arabiſchen Meldung hat der liba⸗ in einem Teile der Auslandspreſſe die Auffaſ⸗ .220. ſchaftsminiſterium organiſatoriſch ſo neuzuord⸗ neſiſche Großmufti der Libanen⸗Regierung mit. ſung vertreten worden iſt, mit der neuen Orga⸗ über öa nen, daß es in jeder Hinſicht befähigt wird, den kehrswege verhindert werden. geteilt, daß der bevorſtehende erſte Feiertag des niſation des Wirtſchaftsminiſteriums hätte er 690 Vierjahresplan inſeinem Arbeits⸗ Die arabiſche Preſſe bringt Meldungen von großen Beiram⸗Feſtes im Libanon als Trau⸗ nunmehr die Führung des Vierjahresplans 383 bereich bis zur letzten Konſequenz einem bevorſtehenden Proteſtſchritt der Kauf: ertag für Paläſtina begangen werde. aus der Hand gegeben. über 37 s über 35200% „Hakenkreuzbanner“ Dienstag, 8. Januar 1038 Reichswirtſchaftsminiſter 5unk im fimt Das ſei nicht der Fall. Dadurch, daß das Wirt⸗ ſchaftsminiſterium nunmehr ſo ausgebaut wor⸗ den iſt, daß es auf ſeinem Arbeitsgebiet die Aufgaben des Vierjahresplans in weitem Um⸗ fange ſelbſtverantwortlich durchführen kann, ſei er als Beauftragter für den Vierjahresplan erſt ſelbſt in die Lage verſetzt worden, den Vier⸗ jahresplan nach den großen vom Führer feſt⸗ geſetzten Richtlinien an oberſter Stelle zu leiten. Die vom Führer im Vierjahresplan geſtellten Aufgaben reichen ja auch weit über das Ar⸗ beitsgebiet des Reichswirtſchaftsminiſteriums hinaus; ſie umfaſſen alle Gebiete des Wirtſchaftslebens der Nation. Aus dieſem Grunde ſei auch die Organiſation des Vierjahresplans mit ihren bewährten Einrich⸗ tungen, dem Reichskommiſſar für die Preisbil⸗ dung, den Geſchäftsgruppen Ernährung, Ar⸗ beitseinſatz, Deviſen, Verkehr, Forſten uſw. auch beſtehen geblieben. Nunmehr bilden die Organe des Vierjahresplans mit dem neugeſtalteten Reichswirtſchaftsminiſterium und alle anderen in Frage kommenden Reſſorts ein unter der oberſten Leitung des Beauftragten für den Vierjahresplan ſtehendes einheitliches Ganzes. Entfaltung aller Kräfte Ich werde nicht ruhen und raſten, um die höchſte Entfaltung aller Kräfte und Möglich⸗ leiten zu erreichen und ſicherzuſtellen! Dafür bin ich meinem Führer Adolf Hitler verantwortlich. Er allein gibt mir die Möglich⸗ keit, meine ſchweren Aufgaben durchzuführen, ſeine wundervolle, einzigartige Initiative iſt die Grundlage für alle Arbeiten, die ich auf dem Gebiet der Wirtſchaft durchzuführen habe. In ſeiner neuen Geſtalt ſoll dieſes Miniſte⸗ rium ein Symbol und zugleich eine Verpflich⸗ tung ſein. Nicht wo der einzelne ſteht, ſondern wie er an ſeinem Platze ſeine Pflicht erfüllt und dem Führer dient, iſt entſcheidend. Jeder von Ihnen ſoll ſtolz ſein, in dieſer großen Zeit zu leben und von ſich ſagen: Ich trage zu meinem Teil zur Größe des Volkes und Vaterlandes bei. Der Ehre der Nation und der Stärke des Reiches zu dienen, dazu ſind wir alle berufen.“ Reichswirtſchaftsminiſter Funl Nach der Anſprache von Generalfeldmarſchall Göring nahm der neue Reichswirtſ chaftsminiſter Funk das Wort, um zunächſt den Gefühlen des Dankes Ausdruck zu geben, die ihn in die⸗ ſer Stunde am ſtärkſten bewegten. Der Führer habe ihn mit einem ganz außerordentlichen Vertrauen ausgezeichnet, indem er ihm eine ſo große Verantwortung übertragen habe. Die erſten Vorausſetzungen für die erfolgreiche Durchführung dieſes Auftrages aber habe den Generalfeldmarſchall Göring geſchaffen, indem er ihm, dem neuen Reichswirtſchaftsminiſter, vertrauensvoll die wichtigſten Teile des Inſtruments in die Hand gegeben habe, das er ſich ſelbſt für die gewaltige Auf⸗ gabe des Vierjahresplans geſchaffen habe. „So ſtehen wir mit dem heutigen Tage“, ſo fuhr Reichsminiſter Funk fort,„vor einem neuen Abſchnitt in der Entwicklung dieſes Hauſes. Ihr Auftrag, Herr Generalfeldmarſchall Göring, hat dem Wirtſchaftsminiſterium neben den alten Gebieten, die ſeit Jahren zu betreuen waren, ein neues Tätigkeitsfeld erſchloſſen. Das große Ziel Ein wahrhaft großes Ziel ſteht vor uns: Die Freiheit der deutſchen Wirtſchaft zu erringen und die Lebensgrundlagen des deutſchen Volkes zu ſichern. Die Wirtſchaft ſoll der Wohlfahrt der deutſchen Volksgenoſſen dienen. Das iſt eine Aufgabe, deren Größe nur der richtig ermeſſen kann, der weiß, was ſchon bis⸗ her erreicht wurde und wie ſchwer dies zu er⸗ reichen war, der aber auch weiß, was noch alles zu ſchaffen iſt, und welche Schwierigkeiten noch zu überwinden ſind, um zum vollen Erfolg zu gelangen. Es iſt enorm gearbeitet worden und ſchon in der Zeit des organiſatoriſchen Aufbaues und der grundlegenden Planungen ſind große ſicht⸗ bare Erfolge erzielt ⸗worden. Wenn im Jahre 1937 gut anderthalbmal ſo viel Roh⸗ ſtoffe in Deutſchland erzeugt wur⸗ den, wie in den Jahren der Hochkon⸗ junktur 1928/29 und wenn dieſe Zunahme gegenüber dem Jahre 1936 allein 23 v. H. im Geſamtdurchſchnitt beträgt, ſo ſind dies Tat⸗ ſachen, die die Erfolge des Vierjahresplans glänzend belegen. Und wenn im Jahre 1937 das Ausfuhrvolumen um 19 v. H. und das Ein⸗ fuhrvolumen um 18 v. H. höher war als im Vorjahre, ſo iſt dies nicht nur ein Ergebnis qualitativ hoher Leiſtungen und erfolgreicher wirtſchaftlicher Arbeit, ſondern auch ein untrüg⸗ bares Zeichen dafür, daß der Vierjahres⸗ plan nicht außenhandelsfeindlich iſt. Dieſe erfreuliche erfolgverheißende Entwick⸗ lung weiter vorwärtszutreiben iſt unſere Auf⸗ gabe. Ich erwarte von Ihnen, meine Mitarbei⸗ ter, ſtärbſte Einſatzbereitſchaft und letzte Pflicht⸗ erfüllung. Uationalſozialiſtiſche Wirtſchaftspolitik Die Politik des Vierjahresplans iſt heute die deutſche, d. h. die nationalſozialiſtiſche Wirt⸗ ſchaftspolitik ſchlechthin. Der Vierjahresplan erfordert den geballten Einſatz aller Kräfte in der Hand des vom Füh⸗ rer Beauftragten. Das Deutſchland mit den großen zukunftweiſenden Aufgaben, die der Führer uns geſtellt hat, braucht auch im Wirt⸗ ſchaftsleben Männer, die nicht allein hervor⸗ ragende Fachleute ſeien, ſondern auch die nöti⸗ gen Initiativkräfte beſitzen müſſen, um die Dinge vorwärtszutreiben. Männer ſolchen Schlages haben als Unternehmer gerade im Vierjahresplan eine beſonders wichtige Funktion. Es iſt nicht damit getan, wenn Unternehmer ſich heute damit be⸗ gnügen, für ihr Werk ſich eine beſtimmte Be⸗ ſchäftigung zu ſichern, beſonders wenn es ſich dabei um öffentliche Aufträge handelt. Wir müſſen heute von jedem Unternehmer verlan⸗ gen, daß er tagtäglich nach neuen Ar⸗ beits möglichkeiten Ausſchau hält, daß er die Produktion ſteigert, wo er nur im⸗ mer kann und unentwegt nach neuen Aufträ⸗ gen im Inland und beſonders im Auslande Umſchau hält. flufgaben des Unternehmertums Niemals hat es in den letzten Jahrzehnten eine günſtigere und beſſere Gelegenheit zur Ent⸗ faltung echten Unternehmertums gegeben als heute in der Epoche des Vierjahresplans. Nur dort, wo große Aufgaben liegen, können große Unternehmer heranwachſen, und im national⸗ ſozialiſtiſchen Deutſchland gibt es ſolche Auf⸗ gaben. Oeffentliche und private Wirtſchaft dürfen keine Gegenſätze ſein, ſondern müſſen ſich er⸗ gänzen. Wenn es das Gemeinwohl erfordert, muß der Staat ſich ſelbſt wirtſchaftlich betäti⸗ gen. Dabei muß die ſtaatliche Wirtſchaftsführung dem Unternehmer helfen, damit er ſeine Ini⸗ tiative unbehindert durch überflüſſige behörd⸗ liche Feſſeln und bürokratiſche Schikanen ent⸗ falten kann. Gegen Ignoranten und Bürokraten Die ſchlimmſten Feinde der Wirtſchaft ſind die Ignoranten, die Denunzianten und— es erſcheint vielleicht frevelhaft oder parador, dies in einem Miniſterium auszuſprechen— die Bürokraten. Im Kampf gegen dieſe Feinde müſſen wir der Wirtſchaft beiſtehen. Unter den Wirtſchaftlern muß der Wirtſchaftsminiſter der Erſte ſein. Er muß den Geiſt in der Wirt⸗ ſchaft und die Ordnung des Wirtſchaftslebens ſo geſtalten, daß beide den nationalſozialiſti⸗ ſchen Grundſätzen und den durch dieſe beding⸗ ten Forderungen der Partei entſprechen. Ich bringe auch für die ſoziale Seite der Ar⸗ beit ein beſonderes Verſtändnis mit und werde darauf achten, daß Betriebsführer und Gefolg⸗ ſchaft, Wirtſchaftsorganiſation und Arbeits⸗ front nicht gegeneinander, ſondern zueinander ſtehen in der uns alle verpflichtenden Idee der nationalſozialiſtiſchen Volksgemeinſchaft und Schickſalsverbundenheit. Dieſer neue Geiſt der vertrauensvollen Zuſammenarbeit findet ſicht⸗ baren Ausdruck durch die Anweſenheit des Führers der DAß, Pg. Dr. Ley, bei der heu⸗ tigen Feier. Mit heißem Herzen Mit unerſchütterlichem Glauben und heißem Herzen gehen wir ans Werk, das wir im Sinne und Geiſt des Mannes vollführen wol⸗ len, der das nationalſozialiſtiſche Deutſchland geſchaffen hat, unſeres Führers Adolf Hitlers.“ Mit den beſten Wünſchen für die Geſundheit und die Arbeitskraft des Generalfeldmarſchalls Göring und„Sieg Heil!“ auf den Führer ſchloß Reichswirtſchaftsminiſter Funk ſeine An⸗ ſprache. Reichsverweser Horthy beim polnischen Staatspräsidenten Nach einem festlichen Empfang auf dem Krakauer Bahnhof traf der ungarische Reichsverweser Horthy, begleitet von dem polnischen Staatspräsidenten Moscicki, im Gast in der„Gruft der Silbernen Glocken“ König Stephan Bat orys niederlegte. Wagen aui dem Wawel ein(unser Bild), wo der ungarische Kränze an den Grabstätten Marschall Pilsudskis und Weltbild(M) rreche Cügen der fjehpreſſe Der„Temps“ für das ganze Reichsgebiet verboten DNB Berlin, 7. Februar. Die vom Führer vorgenommene noch ſtraffere Konzentration der Krüfte auf militäriſchem, wirtſchaftlichem und außenpolitiſchem Gebiet wird von gewiſſen Auslandszeitungen zum An⸗ laß genommen, wieder einmal der Führung des Deutſchen Reiches die unglaublichſten Abſichten zu unterſchieben und im übrigen phantaſtiſche Geſchichten über angebliche Vorgänge zu erfin⸗ den, die ſich dabei in Berlin abgeſpielt haben ſollen. Den Auftraggebern dieſer neuen Hetz⸗ kampagne iſt allerdings dadurch die Rechnung verdorben, daß die Phantaſie ihrer jüdiſchen Schreiberlinge die der Auftraggeber noch bei weitem übertroffen hat und ſo faſt jeder dieſer Lügenberichte einem anderen widerſpricht. Wollte man allen dieſen dreiſten und erloge⸗ nen und frechen Meldungen Glauben ſchenken, ſo hätten ſich in dieſen Tagen ſämtliche führen⸗ den Männer gegenſeitig verhaftet, erſchoſſen, eingeſperrt, ſei ein Krieg aller gegen alle aus⸗ gebrochen und eigentlich heute ſchon niemand mehr aen Leben. Den Vogel in dieſer Hetzkampagne ſchießt der Pariſer„Temps“ ab. Dieſes Blatt, das immer⸗ hin der franzöſiſchen Regierung naheſteht, be⸗ kommt es fertig, einen aus Baſel ſtammenden Bericht eines angeblich aus Deutſchland kom⸗ menden Reiſenden zu veröffentlichen, der von unerhörten und unglaublichen Lügen nur ſo ſtrotzt. Dieſer Bericht, der ganz ohne Zweifel in der Pariſer Redaktion des„Temps“ entſtanden iſt, iſt eine freche und verantwortungs⸗ loſe Brunnenvergiftung und ſtellt eine ſchwere Belaſtung für die deutſch⸗franzöſiſchen Beziehungen dar. Der„Temps“ iſt heute für das geſamte deut⸗ ſche Reichsgebiet verboten worden. Der nalitiochle Jag O Es wundert uns nicht, wenn die aus ländiſche, aus jüdiſcher Quelle geſpeiſte Hetzpreſſe die große Aktion des Füh⸗ rers zur Sammlung aller natis⸗ nalen Kräfte zum Anlaß einer wüſten Deutſchlandhetze nimmt. Es konnte ihr j auch nichts Schlimmeres paſſieren, als dag jetzt Deutſchland wiederum einen unerhör⸗ ten Beweis der Zielſtrebigkeit der national⸗ ſozialiſtiſchen Staatsführung erbrachte und damit alle Prophezeiungen einer liberaliſtt ſchen Hetzpreſſe widerlegte. Der„Temps“ hat die richtige Quittung für ſeine üblk Lügenhetze erhalten und iſt für das geſamte Reichsgebiet verboten worden. Andererſeits haben wir es als eine Selbſte verſtändlichkeit angeſehen, daß unter den ausländiſchen Staaten alle die, die guten Willens ſind, für die große Aktion des Führers das richtige Verſtändnis auf. bringen würden. Aus den Preſſeſtimmen der letzten Tage wollen wir die Belgrader „Vreme“ herausgreifen, weil ſie gerade daß ſagt, was heute noch einmal geſagt zu wer. den wichtig iſt. Das Blatt ſchreibt: durch die Veränderungen ſei der Einfluß der Partei geſtärkt, und zwar nicht nur in der Außenpolitik, ſondern auch in allen anderen Staatsgeſchäften. In der Nacht des 4. Fe. bruar habe Adolf Hitler endgültig Partei und Wehrmacht zuſammengeſchmolzen. Deutſchland ſei eine Großmacht, mit der jeder rechnen müſſe, ſchließt das Blatt, abek Deutſchland wünſche den Frieden.— S0 wollen wir, um allen falſchen Auslegungen ſtreichen: Mit der Konzentration aller natib⸗ nalen Kräfte in der Hand des Führers ſol nicht ausgedrückt werden, daß dieſe Konzem S welcher Aktionen, die geplant ſind oder die 2 eintreten könnten, durchgeführt wird, ſon S dern deshalb, weil es der Führer im Inteh S eſſe der künftigen Entwicklung unſerez 3 Staates für notwendig gehalten hat, die S geſchloſſene weltanſchauliche Ausrichtung aller Männer in den führenden Stellungen S im neuen Deutſchland endgültig und ent⸗ S ſchloſſen horbeizuführen. Es gibt keine ſich S bekämpfenden Gruppen und Perſönlichkeiten S leine Regierungskriſen und Machtkämpfe im = Dritten Reich. Wenn einmal durchgreifende S perſonelle Veränderungen eintreten, ſo wie S es jetzt geſchehen iſt, ſo ſteht dahinter allein S der Wille des Führers, deſſen Entſcheidun S gen ſichalle zu unterwerfen haben, denn er S allein weiß, welches Ziel er ſich und Deutſch S land geſteckt hat und nach welchem Plan S letzten Endes das Ganze arbeiten ſoll. Allein aus dieſem Geſichtspunkte herauß S ſind auch die vorgeſehenen Veränderungen S auf den diplomatiſchen Poſten des Außeſt = dienſtes zu verſtehen. Die Tatſache, daf S einige Diplomaten zur Dispoſition geſtelf = wurden, hat mit den Beziehungen zu de S betreffenden Ländern nicht das geringſte f = tun. Im Gegenteil, dieſe Beziehungen ſi 2 ſo ungetrübt wie je zuvor. Wenn der Fü = rer dieſe Männer an anderen Poſten zu wenden beabſichtigt, ſo wird man wiſſen S daß auch dieſer Entſchluß im Rahmen di 5 Zuſammenfaſſung aller poſitiven und auf = bauenden Kräfte ſeinen Sinn hat. Uebel — Ribbentrops bewährte Kraft braucht hier wohl kein Wort verloren zu werden. A S freuen uns in dieſer Stunde beſonders üh 4 5 das Echo, das des Führers große ſtaatz/ 51 männiſche Aktion in den uns befreundei Ländern und bei ihren Staatsmännern ge funden hat. LllIllAiAIAMAAee beneral Franco an den führer Dxi Berlin, 8. Februat, Der ſpaniſche Staatschef und Generaliſſimi Franco hat aus Burgos an den Führer un Reichskanzler folgendes Telegramm gerichtett „Zur Uebernahme des Oberbefehls über de Wehrmacht Deutſchlands durch Ew. Egpellh beglückwünſche ich Sie lebhaft in der Uehet zeugung, daß Ew. Exzellenz damit weiter zur Feſtigung der herzlichen Beziehungen beig tragen haben, die Spanien mit Ihrem großeh Lande verbinden.“ Der Führer hat nachfolgende Antwort 95 geben: „Ew. Exzellenz danke ich für die freundliche Wünſche, die Sie mir aus Anlaß der Uehen nahme des Oberbefehls über die deutſche Wehh macht telegrafiſch übermittelt haben. Ich eh widere Ihre Grüße mit meinen herzliche Wünſchen für das Gedeihen des nationale Spanien. gez.: Adolf Hitler“ jeder Mmonat übertrifft das Vorſahz Das Ergebnis des Januar⸗Eintopfes DNB Berlin, 7. Februat Das vorläufige Ergebnis des vierten Eimtoh ſonntages am 9. Januar 1938 beläuft ſich g 5 593 566.91 RM. Das Ergebnis des Einte ſonntages im Monat Januar des Vorjahres trug 5 534 211.86 Reichsmark. „Hakenkre: Duechbruch O An zwei§ im Eſtremaduro Truppen zu e: angeſetzt, de allerdings noch ſtrategiſchen En Soviel ſteht jed Vorſtöße von Elan getra brachte, die geg Anſturm zu übe gingen drei nat breite von 40 Ki lungen vor, die geworfen wurde Hände der Nati zu einer Tiefe konnten. Der wird damit von von erheblicher damit die Verb Saragoſſa, die 3 Sowjets lag, er Dieſer erfolgr⸗ befeſtigten roten Gefangene gema material erbeute Tauſenden Tote Bolſchewiſten ve höher veranſchla Einſatz von 60 0 geſchlagene Gege auf ſchließen läß den nationalen den. Bemerlensr fſen, daß zum umfang nat vorzubeugen, auch hier nochmals unten ſetzt wurde, die d rieb. Auch bei d pen an der Eſtr vallerie eine aus tration gerade im Augenblick wegen irgend offenſive bei Ge legten Verſuch d Front an der ar den Stelle aufzu fen die nationale rück und erober: von denen aus ſ Ebene beherrſche wicklung dieſer muß, ſteht doch gegenteiligen Be und ihrer europe Handelns von deſſen Truppen⸗ Schlagkraft bewi fimn für bener Der Reichsfüh Polizei, Heinrick ſter Hermann G rung zum Gener Zu Zhrer 2 marſchall ſende i er und deutſ Glückwünſche. Ihnen über die rene hohe Ehru treuer Kamerad Himmler.“ „Staats Zu den Ku Beim Länderſ dem auch deutſch es, wie ſchon in berichtet, zu Sy deutſchen Sport Springens ſang ſozialiſtiſche Lie und nahm zwei Die Kundgebu dung des„Wi Abendſtunden a⸗ ſetz. An verſchie ſammenſtößen z darmerie, wobe amter erheb ſonen leicht verl Ueber die Zn tung ſelbſt beri noch währe, der Anſage Sprechens angel zählende Zuſchar haftet wurde. endigung der 2 ihren Höhepunk endenwollende botene Kampflie greifen der Gen! Die Blätter f eignete Vorkehr: Zwiſchenfälle. ſchreibt z. B. d ſfolchen Umſtänd öſterreichiſcher S von Sport und wie man in Zul Veranſtaltungen bönne. 4 zanuar 1988 bakenkreuzbanner“ Dienstag, 8. Januar 1938 Durchbruchsſchlacht bei Teruel O An zwei Frontabſchnitten bei Teruel und im Eſtremadura haben die nationalſpaniſchen Truppen zu erfolgreichen Vorſtößen angeſetzt, deren Tragweite im Augenblick allerdings noch nicht zu überſehen iſt, da die ſtrategiſchen Endziele noch unbekannt ſind. Soviel ſteht jedoch heute ſchon feſt, daß beide Vorſtöße von einem beiſpielloſen Elan getragen waren, der es fertig brachte, die gegneriſchen Stellungen im erſten Anſturm zu überrennen. Nördlich von Teruel gingen drei nationale Korps auf einer Front⸗ breite von 40 Kilometern gegen die roten Stel⸗ lungen vor, die ſchon bei dem erſten Anſturm geworfen wurden. 20 Dörfer fielen in die Hände der Nationalen, die abſchnittweiſe bis zu einer Tiefe von 25 Kilometer eindringen lonnten. Der geſamte Alfambra⸗Abſchnitt wird damit von ihnen beherrſcht, was inſofern von erheblicher ſtrategiſcher Bedeutung iſt, als damit die Verbindung zwiſchen Teruel und Saragoſſa, die bisher im Feuerbereich der owjets lag, endgültig geſichert wurde. Dieſer erfolgreiche Durchbruch durch die ſtark efeſtigten roten Stellungen, bei dem zahlreiche Gefangene gemacht und umfangreiches Kriegs⸗ material erbeutet wurde(abgeſehen von den Tauſenden Toten und Verwundeten, die die Bolſchewiſten verloren), muß deshalb um ſo höher veranſchlagt werden, als die Roten unter ielle geſpe nodes Füh⸗ ller natis einer wüſten konnte ihr je eren, als daß Der„Tempn ir ſeine üble r das geſamte uUs eine Selbſ⸗ iß unter den hie, die guten Aktion detz rſtändnis auf⸗ Preſſeſtimmen die Belgrader ſie gerade das geſagt zu wen ſchreibt: durch icht des 4. Fe. Einſatz von 60 000 Mann mehrmals blutig ab⸗ dgültig Partel geſchlagene Gegenangriffe verſuchten, was dar⸗ tengeſchmolze guf ſchließen läßt, welch erhebliche Streitkräfte acht, mi den nationalen Sturmkolonnen entgegenſtan⸗ den. Bemerkenswert iſt bei den jetzigen Kämp⸗ ſen, daß zum erſtenmal in größerem Umfang nationale Kavallerie einge⸗ ſetzt wurde, die den flüchtenden Feind völlig auf⸗ rieb. Auch bei den Angriffen der Franco⸗Trup⸗ pen an der Eſtremadura⸗Front ſpielte die Ka⸗ vpallerie eine ausſchlaggebende Rolle. Dieſe Teil⸗ offenſive bei Gerida vereitelte einen großange⸗ legten Verſuch der Bolſchewiſten, die nationale Front an der am meiſten weſtlich zurückliegen⸗ den Stelle aufzuſpalten. Im Gegenangriff war⸗ ſen die nationalen Truppen die Roten weit zu⸗ rück und eroberten dabei wichtige Stellungen, von denen aus ſie die ganze vor ihnen liegende Ebene beherrſchen. Wenn auch die weitere Ent⸗ wicklung dieſer Kämpfe noch abgewartet werden muß, ſteht doch die Tatſache feſt, daß trotz der gegenteiligen Behauptungen der Bolſchewiſten und ihrer europäiſchen Freunde, das Geſetz des Handelns von General Franco diktiert wird, bdeſſen Truppen erneut ihre Tapferkeit und ihre Schlagkraft bewieſen haben. ffimmlers Blückwunſch für beneralfeldmorſchall böring DNB Berlin, 7. Februar. Der Reichsführer j und Chef der deutſchen Polizei, Heinrich Himmler, ſandte Reichsmini⸗ klung unſerez alten hat, die Ausrichtung den Stellung ültig und ent gibt keine ſich Perſönlichkeiten Machtkämpfe inm durchgreifende ntreten, ſo wie dahinter allein welchem Plan ſeiten ſoll. Spunkte herauß Veränderun ten des Außel ſer Hermann Göring anläßlich ſeiner Beförde⸗ „Tatſache, ung zum Generalfeldmarſchall folgendes Tele⸗ poſition geſt gramm: hungen zu 4 „Zu Ihrer Beförderung zum Generalfeld⸗ marſchall ſende ich Ihnen mit allen Kameraden er iund deutſchen Polizei unſere herzlichſten Glückwünſche. Jeder von uns freut ſich mit Ihnen über die Ihnen vom Führer widerfah⸗ ene hohe Ehrung. Heil Hitler! In alter treuer Kameradſchaft Ihr ſehr ergebener H. Himmler.“ „Staatsgefährlicher Sport“ Zu den Kundgebungen in Klagenfurt Wien, 7. Februar. Beim Länderſchiſpringen bei Klagenfurt, an dem auch deutſche Sportler beteiligt waren, kam „wie ſchon in einem Teil unſerer Auflage richtet, zu Sympathie⸗Kundgebungen für die beutſchen Sportsleute. Nach Beendigung des Springens ſang die Menge ſpontan national⸗ ſozialiſtiſche Lieder.— Die Polizei ſchritt ein und nahm zwei Verhaftungen vor. Die Kundgebungen haben ſich nach einer Mel⸗ bdung des„Wiener Montagblattes“ in den Abendſtunden auch in der Stadt ſelbſt fortge⸗ ſetz. An verſchiedenen Stellen kam es zu Zu⸗ ſammenſtößen zwiſchen Publikum und Gen⸗ darmerie, wobei ein Gendarmeriebe⸗ amtererheblich und mehrere andere Per⸗ ſonen leicht verletzt wurden. Ueber die Zwiſchenfälle bei der Veranſtal⸗ tung ſelbſt berichtet das gleiche Organ, daß noch während der Veranſtaltung der Anſager, der durch die Art ſeines Sprechens angeblich die etwa 6000 Perſonen das geringſte zeziehungen ſiſh Wenn der Füß n Poſten zu vet rd man wiſſeh im Rahmen de itiven und auß inn hat. Uebel ft braucht hier u werden. i beſonders übet große ſtaatz/ ns befreundeten zatsmännern ge iunmmmmmmmmmme n Führer n, 8. Februar. befehls über h Ew. Exzellen t in der Uebes hamit weiter ziehungen beig it Ihrem großt 4 die freundli he lnlaß der Ueben zählende Zuſchauermenge aufgereizt habe, ver⸗ ie deutſche Weh haftet wurde. Trotzdem erreichten nach Be⸗ haben. Ich* udigung der Wettkämpfe die Kundgebungen lhren Höhepunkt. Die Menge brachte nicht⸗ herzl hag endenwollende Sieg⸗Heil⸗Rufe aus, ſang ver⸗ des nationgleh botene Kampflieder und konnte erſt nach Ein⸗ greifen der Gendarmerie zerſtreut werden. Die Blätter fordern in ſchärfſtem Tone ge⸗ kignete Vorkehrungen zur Vermeidung ſolcher Zwiſchenfälle. Es ſei überhaupt fraglich, ſo chreibt z. B. der„Morgen“, wie man unter folchen Umſtänden noch imſtande ſein ſoll, von öſterreichiſcher Seite das Prinzip der Trennung von Sport und Politik aufrechtzuerhalten und nis des Einte man in Zukunft reichsdeutſche Sportler zu des Vorjahres Veranſtaltungen nach Oeſterreich einladen Vönne. das Vorfaß ar⸗Eintopfes un, 7. Februah s vierten Eintoh 3 beläuft ſich a fieine Oppoſition gegen Goga NManius Sammlungsversuch scheiterie/ Oppositionsgruppe„H“ (Von unſerem ſtändigen Bukareſter Vertreter) Dr. v. L. Bukareſt, 7. Februar. Die Bemühungen des Leiters der linksſtehen⸗ den national⸗zaraniſtiſchen Partei, Julin Ma⸗ niu, die Ausſichten ſeiner Partei bei den Wah⸗ len am 2. März dadurch zu vergrößern, daß eine große Oppoſitionsfront von den National⸗ Zaraniſten über die Liberalen bis zu den Le⸗ gionären und ihrer Partei„Alles für das Land“ gegen die nationale Regierung Goga⸗ Cuza zuſammengebracht würde, ſind geſcheitert. Die Anſtrengungen Manius zeigen, wo die Regierung bei den Wahlen ihren gefährlichſten Gegner findet, nämlich in den National⸗Zara⸗ niſten. Auf zaraniſtiſcher Seit hat man im Wahlkampf gegen die Regierung wieder die alte Platte aufgelegt, die von Maniu bereits unter Jon Bratianu geſpielt wurde, wonach die Demokratie„in Gefahr“, Rumäniens Außen⸗ politik„einer Kataſtrophe entgegenginge“ und die„Freiheit des einzelnen“ in Rumänien nicht gewährleiſtet ſei. Es zeigt ſich darin die Ideenarmut der National⸗Zarani⸗ ſten, da ſie genau dieſelben Gründe bisher gegen jede Regierung— ob ſie nun von den Liberalen oder von einem Außenſeiter wie Profeſſor Jorga oder Vaida Voeved gebil⸗ det wurde— vorbrachte, ohne jemals das Re⸗ Die Kanzlei des Führers zieht in das Herkuleshaus Die Kanzlei des Führers der NSDAP und die Privatkanzlei Adolf Hitlers werden demnächst im Herkuleshaus am Lützowplatz ihren Einzug halten.— Einen Blick auf das Herkuleshaus vom Landwehrkanal aus. Pressebild Eden droht mit Dergeltung Englands Geduld erschõöpft“/ Eine scharfe Erklärung (Orahtmeldungunseres londoner Vvertrefers) f. b. London, 8. Februar. Außenminiſter Eden gab am Montagabend im Unterhaus die angekündigten Erklärungen zu den letzten Zwiſchenfällen im Mittelmeer ab. In Beantwortung einer Anfrage teilte er zu⸗ nächſt mit, daß die engliſche Regierung zur Hu⸗ maniſierung des Luftkrieges in Spanien ge⸗ wiſſe Schritte unternommen habe, deren Ergeb⸗ nis er wahrſcheinlich ſchon bald dem Unterhaus bekanntgeben werden könne. Außerdem ſtellte Eden zu Preſſemeldungen über angebliche neue Truppenentſendungen Italiens nach Spanien feſt, daß er keinerlei⸗Beſtätigung dieſer Nach⸗ richten erhalten habe. Zur Verſenkung der engliſchen Schiffe„Endy⸗ mion“ und„Alcira“ erklärte Eden, daß die eng⸗ liſche Regierung dieſe Vorfälle mit großem Ernſt betrachte. Die auf Grund des Abkom⸗ mens von Nyon getroffenen Maßnahmen zum Schutze von Handelsſchiffen gegen ungerechtfer⸗ tigte Angriffe hätten ſich als unzureichend er⸗ wieſen. England habe daher in Salamanka und Barcelona mitgeteilt, daß weitere Maßnahmen im Intereſſe der Sicherheit der Handelsſchiff⸗ fahrt notwendig ſeien und daher jedes unter Waſſer fahrende-Boot als Angreifer betrach⸗ tet und auf Grund eines bereits an die bri⸗ tiſchen Seeſchiffe ergangenen Befehls beſchoſſen würde. Einſeitiges Dorgehen Obwohl der engliſche Außenminiſter zugeben mußte, daß über die Verſenkung der„Alcira“ noch kein vollſtändiger Bericht vorliegt, ſtellte er die Behauptung auf, daß es ſich um national⸗ ſpaniſche Flugzeuge gehandelt haben müſſe. Sir Robert Hodgſon, der britiſche Agent in Sa⸗ lamanka, habe daher den Auftrag erhalten, den nationalſpaniſchen Behörden mitzuteilen, daß die engliſche Regierung dieſe Zwiſchenfälle ſehr ernſt beurteile. England habe in der Vergan⸗ genheit derartig ungerechtfertigte Angriffe auf die engliſche Schiffahrt mit äußerſter Geduld behandelt. Dieſe Geduld ſei aber jetzt erſchöpft. Infolgedeſſen habe die engliſche Regierung be⸗ ſchloſſen, ein für alle mal mitzuteilen, daß ſie in Zukunft derartige„Angriffe nicht mehr mit Proteſten und Entſchädigungsforderungen be⸗ antworten werde, denn dieſe hätten es nicht er⸗ reicht, Angriffe zu verhindern und Material⸗ ſchäden zu befriedigen. England behalte ſich daher das Recht vor, künftig ohne Ankündigung im Falle ſolcher Angriffe, die im Einzel⸗ fall angemeſſenen Vergeltungs⸗ maßnahmen zu ergreifen. Obwohl für die Behauptung, daß es ſich bei den Angriffen auf die„Alcira“ um nationale Flugzeuge gehandelt habe, in keiner Weiſe ein Beweis vorliegt, ſondern im Gegenteil die zu⸗ ſtändigen Stellen Salamankas derartige Ver⸗ dächtigungen energiſch zurückwieſen, hat alſo die engliſche Regierung einſeitige Schritte in Salamanka unternommen. Die bolſchewiſtiſchen Machthaber Barcelonas aber werden vergnüg⸗ lich die Hände reiben, daß ihre Lügenmanöver auf dieſe Weiſe Erfolg gehabt haben. pertoire der zaraniſtiſchen Schlagwörter neu aufzufüllen. Dabei waren die unter den Natio⸗ nal⸗Zaraniſten als Regierungspartei veranſtal⸗ teten Wahlen diejenigen, wo dem Wähler am wenigſten Freiheit gelaſſen wurde, womit ge⸗ ſagt ſein ſoll, daß niemand mehr als gerade die rumäniſche Linkspartei der Zaraniſten es ſo gut verſtand, ſich über die Geſetze der freien und unbeeinflußten Wahl hinwegzuſetzen. Jaraniſten und Ciberale Manius Sammelaktion ſcheiterte an dem Widerſpruch der Liberalen, die befürchten moch⸗ ten, daß eine derartige Verbindung mit den Zaraniſten den liberalen Wählern unange⸗ nehm ſei. Andererſeits wurde gerade dieſer Tage ein überaus gehäſſiger Angriff von ſeiten der Liberalen unter Bratianu und Tata⸗ rescu gegen die Legionärsbewegung und ihre Partei„Alles für das Land“ gerichtet, die als „Gefahr für die öffentliche Sicherheit Rumäniens“ verleumdet wurde. Von ſeiten der Legionärs⸗ bewegung verfehlte man nicht, den Liberalen die Sünden ihrer vergangenen Verwaltung nachzuweiſen. Damit hat Manius Sammel⸗ aktion für die Regierung den Charakter der Gefahr verloren. Während man ſich auf ſeiten der Anhänger Codreanus, der Legiopärsbewe⸗ gung, mit direkten Angriffen auf die Zarani⸗ ſten zurückhält, wird der Kampf gegen die Libe⸗ ralen am entſchiedenſten vorgetragen. Man nimmt an, daß vor allem ſie die Leidtragenden der Märzwahlen ſein werden, nachdem ſie wicht nur mit Beſtimmtheit den Teil der Wähler⸗ ſchaft verlieren, der am 20. Dezember aus kei⸗ nem anderen Grunde liberal geſtimmt hatte, als weil die Liberalen am Ruder waren, ſon⸗ dern auch durch die Uneinigkeit in den eigenen Reihen zahlreiche Stimmen auf Splitterparteien einbüßen werden. Nach vielfachen Parteiintrigen, Kompromiſ⸗ ſen und Verhandlungen hat ſich jetzt doch wie⸗ der eine liberale Splitterpartei und zwar die ſogenannte„Gruppe H“ gebildet, nachdem ſo⸗ eben erſt der Jubel im liberalen Lager über die Vereinigung der alten liberalen Splitter⸗ partei unter Gheorghe Bratianu mit dem Gros der Liberalen unter Dinu Bra⸗ tianu verklungen war. Die„Gruppe H“ geht unter Petre Ghiata und Petre Bejan in den Wahlkampf, ohne daß ſie auch nur einen Achtungserfolg davontragen dürfte. Dagegen iſt auf ſeiten der Regierungspartei eine zunehmende Sammlung zu bemerken, nach⸗ dem ſich die Chriſtlich⸗Nationalen des Beiſtan⸗ des der Gruppe um Profeſſor Jorga erfreuen, und mit der deutſchen Volksgemeinſchaft ein Wahlbündnis geſchloſſen haben. An Stelle von 66 Parteien, die im letzten Wahlkampf kandi⸗ dierten, wird diesmal etwa die Hälfte in die Wahlſchlacht ziehen. Von dieſen haben wie⸗ derum etwa 15 bis 20 Parteien keine Ausſicht, die notwendige Stimmenzahl für die Entſen⸗ dung eines Abgeordneten ins Parlament auf ſich zu vereinigen. kin chineſilcher Racheakt EP Schanghai, 7. Febr.(Eig. Bericht.) Die Polizei der franzöſiſchen Konzeſſion ent⸗ deckte das abgeſchlagene Haupt des chineſiſchen Herausgebers der Zeitung„Sitſchuewanpau“ an einem Laternenpfahl. Angeheftet war ein Zettel der„Geheimgeſellſchaft für Gerechtigkeit“, auf dem erklärt wurde, die Geſellſchaft habe die Tötung ausgeführt und warne die anderen chineſiſchen Zeitungsheraus⸗ geber vor dem gleichen Schickſal. Die genannte Zeitung war von den Japa⸗ nern am 19. Januar verboten worden, weil ſie ſich nicht der japaniſchen Zenſur unterwerfen wollte. Der Herausgeber verſuchte dann ſpäter, Verhandlungen mit den Japanern aufzuneh⸗ men, um die Genehmigung zum Wiedererſchei⸗ nen der Zeitung zu erlangen. Daraufhin wurde dem Herausgeber die Ermordung wegen „Verrats“ telefoniſch angedroht. Trotzdem verhandelte er weiter. Am 27. Ja⸗ nuar wurden dann Bomben in das Büro der Zeitung geworfen und jetzt der Herausgeber ermordet. Brünner Polizei verbietet einen deutſchen Dortrag DNB Prag, 7. Februar. Die Brünner Polizeidirektion hat einen Vor⸗ trag des Generalintendanten des Münchener Theaters, Oskar Walleck, der über die Or⸗ ganiſation der reichsdeutſchen Theater ſprechen wollte, verboten. Veranſtalter des Abends wa⸗ ren der Bund der Deutſchen, der Deutſche Kul⸗ turverband, der Deutſche Turnverband und der Sudetendeutſche Bund. Wie bei den Verboten für den Präſidenten der Reichsmuſikkammer, Peter Raabe, und den Dichter Hanns Fried⸗ rich Blunck wurde auch hier kein Grund an⸗ gegeben. — rundet ſi „Hakenkreuzbanner“ SDienskag, 8. Januar 18 ————— das umſtrittene cand am düdpol Wer sah als erster das Land?/ Amerikaner und Engländer melden ihre Ansprũche aàn Hinter den Kuliſſen der engliſchen und ameri⸗ kaniſchen Diplomatie hat ſich ein reger Kampf um den Südpol entwickelt. Man betrachtet dabei nicht die jüngſten Erfolge, die letzten Fortſchritte der Forſchung, für ausſchlaggebend, ſondern be⸗ ruft ſich auf die erſten Entdeckungen. Und da warten die Amerikaner plötzlich mit einer Ueber⸗ raſchung auf. Senſation vor der Philoſophiſchen Geſellſchaft Vor einigen Monaten war der Marine⸗Spe⸗ zialiſt Colonel Lawrence Martin nach Stoning⸗ lon in Connecticut gereiſt, um bei den dort noch lebenden Verwandten des einſtmals großen Kapitäns Nathaniel Brown Palmer nach ir⸗ gendwelchen alten Seekarten zu ſuchen. Mar⸗ tin iſt nun aus Stonington zurückgekehrt und hat der Amerikaniſchen Philoſophiſchen Geſell⸗ ſchaft einen hochintereſſanten und nach ameri⸗ daniſcher Auffaſſung unſchätzbaren Beweis da⸗ für überbracht, daß niemand anders als Natha⸗ niel Brown Palmer der erſte Entdecker der Antarktis war. Martin hat nämlich das Log⸗ buch Palmers gefunden. Aus den einzelnen Kapiteln dieſes Logbuches ergibt ſich, daß jener Nankee der Entdecker des großen, weißen Kontinents im Süden geweſen iſt. Jedenfalls wurde in dieſem Sinn der Text des Logbuches von der Philoſophiſchen Geſell⸗ ſchaft ausgewertet. mit ſieben Schiffen Das Logbuch beweiſt folgendes: Am 31. Auguſt 1820 verließ Kapitän Palmer mit ſieben Seg⸗ lern den damals berühmten Hafen Stonington, um ſich auf die Seehundjagd in die Antarktis zu begeben. Zwei Monate ſpäter gingen ſechs der Schiffe bei den Süd⸗Shetland⸗Inſeln im Preſident⸗Hafen vor Anker. Palmer mit ſeinem Schiff ſetzte die Reiſe fort, um einen beſſeren Platz zu ſuchen. Am 17. November 1820 ſichtete Palmer an Bord ſeines 44 Tonnen großen Schiffes„Hero“ Land, das nach der Ueberzeugung der Ameri⸗ kaner jene Halbinſel iſt, die die britiſchen Geo⸗ graphen heute mit dem Namen Graham⸗Land auf den Karten bezeichnen. Eine ganze Woche lang ſegelte Palmer an der Küſte auf und ab. Er brachte ſchon damals ein⸗ deutig ſeine Meinung zum Ausdruck, daß es ſich um eine Halbinſel handeln müſſe— was übrigens die jüngſten Forſchungen der Graham⸗ Land⸗Expedition auch bewieſen haben. widerſpruch ſeitens der Engländer Als jetzt Martin ſein Logbuch der wiſſen⸗ ſchaftlichen Welt unterbreitete, erhob ſich ſofort von engliſcher Seite ein lebhafter Widerſpruch. Man wies auf die Meinungsverſchiedenheiten hin, die ſich ſchon ſeinerzeit ergeben hatten. Die Engländer beſtanden jedenfalls darauf, daß einem Engländer— und nur einem Engländer — die erſte Entdeckung der Antarktis zuzu⸗ ſchreiben ſei. Und zwar ſollte dieſer Entdecker William Smith geheißen haben. Dieſer Wil⸗ liam Smith war im Jahre 1818 als Abenteurer ausgereiſt und hatte eine Inſelgruppe gefunden, der er den Namen„Neu⸗Süd⸗Shetland“ gab. Aber dieſe engliſche Erklärung blieb gleich⸗ falls nicht ohne Widerſpruch. Man kann damit rechnen, daß ſich die Holländer mit aller Kraft ins Zeug legen werden, um einen Nachweis in Unter der Schirmherrſchaft von Miniſterprä⸗ ſident Generaloberſt ermann öring wurde am Wochenende in der Pre ußiſchen Akademie der 4195 zu Berlin die Februarveranſtaltung eröffnet in der Arbeiten von Prof. Werner Peiner, dem Leiter der„Hermann⸗Göring⸗ Meiſterſchule“ und Ge⸗ mälde von der deutſchen Künſtlerin Paras⸗ kewe Bereskine zu ſehen ſind. Profeſſor Werner Pelner iſt unter den lebenden Künſtlern einer von denen, die einen eigenwilligen Weg beſchritten haben und dieſen konſequent weiter entwickeln. Peiner kommt aus dem Bauerntum. Er hat in einem Eifel⸗ dorf 1897 als Sohn eines Bauern das Licht der Welt erblickt, er lebt heute in dem Eifeldorf Kronenburg und iſt Leiter der Kunſtſchule. So ein Lebensweg, der zwiſchendurch in die Welt führte, darunter eine weſentliche Reiſe nach Afrika, der der Maler wichtige Eindrücke und f verdankt. In der Mün⸗ chener Kunſtausſtellung 1937 war Peiner mit zwei Oelgemälden vertreten. Seine Themen nimmt er vornehmlich aus dem ländlichen Leben, aus dem Jahresablauf, wie ihn der Bauer in ſeinem Tagewerk erlebt. Pei⸗ ner ſtellt die Menſchen in die Landſchaft. Er ibt ihnen verſchiedene——— auf und üllt ſo ſeine Bilder mit lebendigen kompoſito⸗ riſchen Teilen aus. Dur gehend fällt bei Pei⸗ ner das betonte Naturgefühl auf, das in der ländlichen Herkunft ſeinen Urgrund hat. Seine Bilder baut er faſt teraſſenförmig auf und ge⸗ winnt überraſchende Durchblicke. Die linegre Gliederung der Felder in ſo gewichtigen, Bil⸗ dern wie„Deutſche Erde“ oder Frühling“ gibt eine ſchöne Bildwirkung ab. Der Blick in die Weite wird gewahrt. Peiners Malart iſt nicht akademiſch ſondern der alten Technik zugewandt. Die Miſchtech⸗ nik mit Oellaſur, die Aquarell⸗ und Tempera⸗ miſchung wird auf Holz ohne Firnis aufgetra⸗ ihrer Art zu erbringen. Wenn es nämlich um die älteſte, um die früheſte Entdeckung der Antarktis geht, dann wollen die Holländer ein Wörtlein mitreden. „Der Allererſte— ein Holländer“ Aus alten holländiſchen Aufzeichnungen läßt ſich der Beweis führen, daß im Januar des Jahres 1600 der Holländer Dirk Gerritz durch die Magellans⸗Straße fuhr und beim Verlaſſen dieſer Straße von einem wütenden Sturm er⸗ faßt und nach Süden abgetrieben wurde. Bei dieſer Gelegenheit nahm er in ſüdlicher Richtung eine Küſte wahr, die ihn an die nor⸗ wegiſchen Geſtade erinnerte. Es handelte ſich um eine ſchneebedeckte bergige Küſte, über die Dirk Gerritz einen ausführlichen Bericht ver⸗ faßte. Aber— man glaubte ihm nicht und hielt ſeine ganze Erzählung für die Erfindung eines Phantaſten. Die Serie der anderen Dann kam eine lange Pauſe, bis jener Wil⸗ liam Smith im Jahre 1818 über ſeine Ent⸗ deckung der ſchon erwähnten ſchneebedeckten In⸗ ſelgruppe in Valparaiſo dem engliſchen Com⸗ modore Sherriff Bericht erſtattet. Dieſer Commodore ſchickte den Kapitän Edward Bransfield aus. Bransfield fand auch 12 Inſeln und eine große Menge See⸗Elefanten, von denen in den Jahren 1821 und 1822 nicht weniger als 300 000 Stück erſchlagen wurden. In den nächſten Jahren folgten dann ein⸗ ander James Weddell, jener Robbenjäger Palmer, der ruſſiſche Kapitän Bellinghau⸗ ſen und endlich jener John Biscoe, der von London aus im Auftrage des Handelshauſes Enderby ausgeſchickt worden war, um neue Robbengründe zu ſuchen. Dieſer Biscoe war es auch, der jene angeblich oder doch nach ameri⸗ kaniſcher Auffaſſung von Palmer ſchon beſetzte oder entdeckte Halbinſel nochmals entdeckte und ihr den Namen Graham⸗Land gab. Mit dieſen Entdeckerzeiten werden ſich die Diplomaten in London und in Waſhington eingehend zu befaſ⸗ ſen haben, wenn ſie nun die Beſitzfrage rings um den Südpol endgültig zu klären beabſich⸗ tigen. rokio dankt v. dirkſen Der deuische Boischafter hat die Heimreise angetreien DNB Tokio, 7. Februar. Der deutſche Botſchafter von Dirkſen be⸗ gab ſich am Sonntag nach Bokohama, von wo er die Heimreiſe nach Deutſchland antrat, um dort ſeine Geſundheit wiederherzuſtellen. Be⸗ reits im Oktober 1937 beabſichtigte von Dirkſen, für längere Zeit in Urlaub zu gehen. Er mußte aber damals wegen der Lage in Oſtaſien trotz ſeiner ſchweren Erkrankung auf ſeinem Poſten bleiben. Die geſamte japaniſche Preſſe würdigt rück⸗ haltlos die großen Verdienſte von Dirkſens um das Zuſtandekommen des Antikomintern⸗Pak⸗ tes, der die enge Freundſchaft zwiſchen Deutſch⸗ land und Japan beweiſe. Beſonders heben die Blätter hervor, daß von Dirkſen trotz ſeiner ſchweren Erkrankung auf ſeinem Botſchafter⸗ poſten aushielt und ſpäter ſeine guten Dienſte für die Erörtevung der Friedensmöglichkeiten zur Verfügung ſtellte. Vor ſeiner Abreiſe er⸗ hielt von Dirkſen etwa hundert Geſchenke aus allen Kreiſen des japaniſchen Volkes, die die aufrichtige Sympathie für den erkrankten Bot⸗ ſchafter bekunden. Dieſe kommt auch in zahl⸗ reichen Kundgebungen aus Kreiſen der Hoch⸗ ſchulen, der Aerzteſchaft, der Studentenverbände, der Schulen uſw. zum Ausdruck. Unter den Geſchenken befinden ſich auch ſolche vom Kai⸗ ſerpaar, von Prinz Chichibu und Prinz Kanin. Die Abreiſe des Botſchafters aus Nokohama geſtaltete ſich zu einer eindrucksvollen Demon⸗ ſtration für Deutſchland. An ihr nahmen Ver⸗ treter der Regierung, des Heeres, der Marine, des Diplomatiſchen Korps und vieler Verbände teil. Der Tokioter Studentenverband ließ durch einen Vertreter eine Adreſſe verleſen, die dem Botſchafter von Dirkſen den Dank für ſeine guten Dienſte übermittelte. Die Leitung der deutſchen Botſchaft in Tokio hat als Geſchäftsträger Botſchaftsrat Dr. Noe⸗ bel übernommen. schüſſe auf den bpil⸗chef jeschov/ hlieb unverletzt/ Die Täter enlkommen Prag, 8. Febr.(Eig. Drahtber.) Die Prager Agentur„Kreſt Roß“ meldet, daß in Moskau gegen den Innenkommiſſar und Leiter der GpPu, Jeſchow, als er das Gebäude des Parteiſekretariats verließ, ein Schuß abgegeben wurde. Jeſchow flüchtete in den Hausflur des Gebäudes. Die ſofort alar⸗ mierte Wache konnte den Schützen nicht feſt⸗ ſtellen, doch iſt einer der Motorradfahrer, die Jeſchows Auto ſtändig begleiten, verſchwun⸗ den. Von der Kompanie der Motorradfahrer Werner Peiner und Paraskewe Bereskine stellen in der Preuflischen Akademie der Künste aus gen. Dieſe Maltechnik iſt heute eine weſens⸗ mäßige Unterſcheidung Peiners von der her⸗ kömmlichen Malerei. Der Oſtpreuße Partikel hat eine ähnliche Malauffaſſung. Auch beim älteren Brueghel begegnet man im Grunde ſol⸗ chen Formen und Themen, allerdings nicht ſo geläutert wie bei Peixner. Man hat den Ein⸗ druck, daß Peiner ſeine Bilder„baut“. Sie ſind klar gegliedert. Er bevorzugt oft ein grelles Karminrot— meiſt auf goldenem Hintergrund. Etwa bei einem Altar⸗Triptychon„Thronende Madonna“. Porträtsſtudien wie„Mädchen mit Rechen“,„Mädchen dem Felb“ ſind eben⸗ falls Zeugen für die Farbfreudigkeit. Davon geben auch die exotiſchen Gemälde Ausdruck, die naturgemäß einen grellereren Ton beanſpru⸗ chen. Wir denken hier an die„Tänzerin der Wanjema“, ſodann an die ſchönen Landſchafts⸗ bilder“ Landſchaft in Hfritgniſchen und„Son⸗ nenaufgang über dem afrikaniſchen Graben“. Von beſonderem Intereſſe ſind auch die für das„Haus der Flieger“ in Berlin amif hiſfo⸗ ten Bildteppiche und ihre Entwürfe mit—55 riſchen Themen„Heinrich.“ und„Friedri II.“, auch die Moſaikkartons mit den—* Flügel⸗ löwen oder das dreiteilige Wandbild„Die Ernte“(das eigentlich. gut in die Vaisos usſtellung„Deutſcher Bauer— Deutſches Land“ gehörte), die Ent⸗ würfe und Skizzen ſind von Bedeutung und weiſen Werner Peiner als einen Maler unſerer Zeit aus über den ſich diskutieren läßt und es ibt wohl nichts Schöneres über ein künſtleriſches eſamtwerk zu berichten, als daß man es in ſich aufnimmt und diskutiert und anderen vermit⸗ teln möchte. In dieſem Sinne iſt die künſt⸗ leriſche Leiſtung zur wirkenden Kraft geworden, was ſich an den ausgeſtellten Arbeiten der Schü⸗ ler Peiners feſtſtellen läßt, etwa an R. Dett⸗ mann und den„Sonnenblumen“ Kurt Ottos. Beachtenswert ſind auch die Buchein⸗ bände von Hans Zieher. iſt ferner der ſtellvertretende Kompanieführer, der die Motorradfahrer für dieſen Tag zur Be⸗ gleitung Jeſchows kommandiert hatte, ver⸗ ſchwunden. vorgenommen wurden, gelang es bisher nicht, die Spuren der Geflüchteten zu finden. ———— Nach einer offiziellen Erklärung des Spre⸗ chers des japaniſchen Außenamtes liegt gegenwärtig in Japan kein Plan zum Bau von Schlachtſchiffen mit 43 000 Tonnen vor. Von anderer Art iſt das Werk der deutſchen Künſtlerin Paraskewe Bereskine, die in Petersburg groß geworden iſt und ſpäter ſtändig nach Deutſchland überſiedelte. In Pe⸗ tersburg hat ſie ihre künſtleriſche Ausbildung bekommen. Viele Reiſen durch alle Länder haben ihr mannigfache Eindrücke beſchert. Vor eini⸗ ilder in der Galerie Gurlitt von ihr. Nun hat die Akademie ihr einen bevorzugten Platz eingeräumt und man kann ſich einen Eindruck vom Geſamtſchaffen machen. Ihre Begabung iſt unverkennbar. Sie kommt am ſichtbarſten in den Porträts zum Ausdruck. Ein„Selbſt⸗ bildnis“, ein Porträt„Frau Emmy Göring“, ein Porträt„Bildnis v..“ betonen dieſe Linie beſonders. Auch in Landſchaften merkt man ihr Streben zu einer allgemeinen Gültig⸗ keit. Etwa in der ungewöhnlich gelungenen „Allee im Park von Euten“. Zwei Aktgemälde zeigen eine„Liegende“ und eine„Erwartende“. Mit wohlausgebildeten Tönen, einer klaren eichnung und Schlichtheit wirkt hier die Künſt⸗ erin. Ihre Formbegabung, ihre ſaubere Linienfüh⸗ rung ſpürt man auch in den Zeichnungen von denen die Aktſtudien beſonderen Schwung und Temperament verraten. Intereſſant un feſ⸗ ſelnd auch ein„Frauenkopf im Profil“ und ein „Lächelndes Mädchen“. Das Ganze iſt einer künſtleriſchen At opgeſchfoßen iß und Be⸗ wegung, die noch nicht abgeſchloſſen iſt, ſondern die in ihrem Suchen nach der Harmonie weiter⸗ ſchreitet, ſich und uns zu bereichern. Was wir ſehen, gibt Zeugnis von einem tiefen Ernſt im Beſtreben um die große Einfachheit. Das iſt Beweis für echtes Künſtlertum. Heinz Grothe. Deutsche Gastspiele in Luxemburg Zwiſchen der Stadt Trier und dem Groß⸗ herzogtum Luxemburg beſtehen ſeit jeher nach⸗ barliche Verbindungen, die gegenwärtig durch das Grenzlandtheater Trier beſonders gepflegt werden. Die regelmäßigen Gaſtſpiele dieſer Bühne, die deutſches Kulturgut dem Auslande durchführen zu können. Ferner ſprächen auch Obwohl zahlreiche Verhaftungen en Jahren ſahen wir zum erſtenmal einige⸗ 2 LCei Zur gre „Feuerio“ weilten— n Mannl war, traf Mannhein der Stam kleinen N austauſch Unterbrech Sitte oder war, die Morgenſtu verlieh— reichte der alle diejen geſchuckt nenen Na Von der allem noch treten unt auch ihre dauerte n den Anſpr densarten nicht mehr ehe man improviſie: da und a richtigen Zum 125. Geburtstag des Dichters Otto Ludwit Das Denkmal des Dichters Otto Ludwig in seiner vater. stadt Eisfeld in Thüringen, wo er am 12. Februar 1810 geboren wurde. Löhrich M) nun der micaragua-Ranal? Amerika müßte 722 Mill. Dollars aufwenden DNB Waſhington, 7. Februar. Das Flottenbauprogramm ſowie die A ſagen der Marinebeamten vor dem Marineau ſchuß des amerikaniſchen Abgeordnetenhauf und ferner die Erklärung des amerikaniſch Flottenchefs, Admiral Leahy, daß die Krieg flotte der Vereinigten Staaten nicht in der La ſei, die Küſten des Atlantiſchen und des Still Ozeans gleichzeitig zu verteidigen, haben— w Aſſociated Preß meldet— das Interef für den Bau des Nicaragua⸗Kanals ſtarke höht. Offiziere der Armee und der Mari haben ſich dahingehend geäußert, daß der Nie ragua⸗Kanal als Ergänzung zum P nama⸗Kanal durchaus notwendigf um eine raſche Verlegung der amerikaniſchen Kriegsflotte von einem Ozean in den anderen Ur Gründe wirtſchaftlicher Art für die Durchfüh⸗ rung des Baues. 4 Der Vorſitzende der Kommiſſion, die von den Kongreß vor einiger Zeit ermächtigt wurde, die Frage dieſes Kanalbaues zu prüfen, erklär daß der Bau die Sicherheit der Vereiſi ten Staaten weſentlicherhöhen würde Er führte aus, daß der Bau bei einer Länge von 184 Meilen rund 722 Millionen Dollars ko⸗ ſten werde. Nach ſeinen Schätzungen dürften die Vorverhandlungen etwa fünf Jahre, die reint Der unü Bauzeit für den Kanal etwa zehn Jahre bean ſpruchen. 4 Damen- Die„Deuiſchland“ verließ Liſſabon Dxn Liſſabon, 8. Februar. Ru Das Panzeryſchiff„Deutſchland“ hat am Mon „tagvormittag den Hafen von Liſſabon wiedel verlaſſen. Zum Abſchied hatte ſich die geſamt deutſche Kolonie eingefunden, an ihrer Spißz Geſandter von Hoyningen⸗Hüne. Auh Eine kur zahlreiche Portugieſen wohnten der Ausfahrt bei tag in der, eine Anzah vermitteln, haben in Luxemburg eine treue A vereinigte. hängerſchaft gefunden. Das Trierer„Gre Sie war⸗ landtheater“, eine Bezeichnung, die das e propaganda malige Trierer Stadttheater inzwiſchen erh men der ten hat, kann inſofern als geſichert gelten, 4 Rundfunkge die Bühne neben einem Reichszuſchuß v übergeben 150 000 RM jährlich auch über einen weite brachte die ſtädtiſchen Zuſchuß von 120 000 RM jährlich dert war, a verfügt, ein Opfer, das die Stadt im Hinblick am 28. Jan rate auszut auf die Bedeutung des Theaters an der Reichz legenheit h. grenze zu bringen ſich verpflichtet fühlt. M. abſehbarer Zeit kann auch mit der Errichtung Rundfunker eines Theaterneubaues gerechnet werden. Es war Erſatzteile Dessau erhält modernste Bühne ſchenken iſt treuungsau In dieſen Monaten geht in Deſſau einer läßt ſie ge ſchönſten und modernſten Theaterbauten und ſie wie Deutſchlands ſeiner Vollendung entgegen. Hien Dr.⸗Goebbe entſteht als Erſatz für das 1922 durch einen— das bra Rieſenbrand zerſtörte Friedrich⸗Theater a genoſſen od erenöglichen Bauwerk, wie es in ſeinen techniſchen Einrich teilzunehme mingen als einzigartig anzuſehen iſt. Schon heute gilt das neue Theater in Deſſau, ehe Dieſe Be baulich vollendet iſt, als Vorbild für viele Volk ſoll d weitere Theaterbauten, die in der nächſten Zeit Mittel ſo it im Reiche entſtehen ſollen. 51 Vor allem Volkes zute begünſtigt h Quelle, des zu erſchließe Freud e z Auswahl de ſtimmend g Das neue Theater von Deſſau liegt auf einem der großzügigſten Platzanlagen der ehemaligen Reſidenzſtadt, es erhebt ſich in ſeiner baullf Wuchtigkeit inmitten der Anlagen des Hauhh mann⸗Loeper⸗Platzes. Die Bauarbeiten ahh Aeußeren des Gebäudes ſind abgeſchloſſen. Das Bühnenhaus iſt über 38 Meter hoch, do⸗ von entfallen neun Meter auf den Bühnenkellen Er ſagte Die Fläche der Hauptbühne bedeckt 500 Oug⸗ linderreiche dratmeter. Hauptbühne, Seitenbühnen un vor allem 1 fälle, durch Hinterbühne ſind hier vereinigt. Die Hi bühne iſt mit einem großen motoriſchen nenwagen verſehen und hat eine Drehb ſtehen, ohn. haben, ſo r von 16 Meter Durchmeſſer. Der Orcheſterraun Und wen kann elektriſch verſtellt und für Schauſpielzweh nungen au bis zur Bühnenhöhe heraufgefahren werden genoſſe dun Im Zuſchauerraum erſtreckt ſich ein Rang alf erlebe, dan „verlängertes Parkett“ weit nach hinten. dieſe Freud lebendige d s Otto Ludwig g in seiner Vater⸗ 12. Februar 1818 Löhrich() -fianal? ars aufwenden , 7. Februgr. zwie die Auz em Marineaus-⸗ ordnetenhauſeß amerikaniſchen daß die Kriegz icht in der Lage und des Stillen n, haben— wie Intereſſe nals ſtarker⸗ nd der Marine „daß der Rien⸗“ ig zum Pa⸗ twendig ſeh amerikaniſchen in den anderen ſprächen auch die Durchfüh⸗ n, die von den htigt wurde, die rüfen, erklärte, t der Vereinig⸗ öhen würde ſei einer Länge nen Dollars ko⸗ gen dürften die ſahre, die reim hn Jahre bean⸗ ß Ciſſabon „ 8. Februar. *hat am Mon ziſſabon wieder ſich die geſame an ihrer Spitze ⸗Hüne. Auch er Ausfahrt bei ———— weine treue A rierer„Grenz „ die das ehen zwiſchen erhal hert gelten, as chszuſchuß von einen weiteren o RM jährlich adt im Hinblich an der Reichz⸗ chtet fühlt. R der Errichtung t werden. zte Bühne deſſau einer der Theaterbauten entgegen. Hien 22 durch einen ich⸗Theater e niſchen Einrich“ hen iſt. Schon Deſſau, ehe eh pbild für vielt er nächſten Zei liegt auf einen der ehemaligen ſeiner bauti 3 zen des Haupt⸗ auarbeiten an bgeſchloſſen. Meter hoch, da⸗ 'n Bühnenkeller deckt 500 Qua⸗ enbühnen und t. Die Hinter otoriſchen Bühh ine Drehbühne r Orcheſterraum Schauſpielzweche fahren werden ein Rang alß ch hinten. bGroß-Mannheim Ziur großen Damen⸗ und Fremdenſitzung des „Feuerio“ am Sonntag im Nibelungenſaal weilten— wie berichtet— die Elferräte ver⸗ befreundeter Karnevalgeſellſchaften n Mannheim. Wie es früher einmal üblich war, traf man ſich mit den Gäſten, die in Mannheim übernachteten, am Montagfrüh in der Stammburg„Habereckl“, um bei einer kleinen Nachſitzung noch etwas Gedanken⸗ austauſch zu pflegen. Ob es die mehrjährige Unterbrechung dieſer früher ſtändig geübten Sitte oder die allgemeine Jubiläumsſtimmung war, die dieſer Zuſammenkunft in der elften Morgenſtunde eine beſondere Anziehungskraft verlieh— das ſei dahingeſtellt. Jedenfalls reichte der Feuerio⸗Bankettſaal kaum aus, um alle diejenigen zu faſſen, die nun einmal„an⸗ geſchuckt“ und gewillt waren, mit der begon⸗ nenen Narretei weiterzufahren. Von den auswärtigen Gäſten waren vor allem noch vollzählig die Stuttgarter ver⸗ treten und es war ſelbſtverſtändlich, daß ſie auch ihre Prinzeſſin mitgebracht hatten. Es dauerte nicht lange, da war man mitten in den Anſprachen, bei denen es an witzigen Re⸗ densarten nicht fehlte. Von hier aus war es nicht mehr weit zum allgemeinen Frohſinn und ehe man es ſich verſah, gab es ſo eine kleine improviſierte Sitzung! Büttenredner waren ja da und auch ſonſt ſchoß noch mancher einen richtigen Geiſtesblitz ab, ſo daß es mit der Da ſtaunten ſelbſt die Kölner! Leute, denen der Abſchied von Mannheim ganz beſtimmt recht ſchwer wurde Zeit recht zünftig wurde. Ihre Tollität aus der Schwabenhauptſtadt geruhte ſogar zu ſin⸗ gen und zu beweiſen, daß ſie über eine ſchöne Stimme verfügt. Wie es ſich gehört, tauſchte man Orden aus und dabei konnte man aus dem Munde der Fremden hören, wie ſehr ſie überraſcht waren über das, was in Mannheim auf karnevaliſti⸗ ſchem Gebiete geleiſtet wurde. Man pries die Tüchtigkeit des Feueriopräſidenten Theo Schu⸗ le r, ſtellte nachdrücklichſt ſeine vorzügliche Sitzungsleitung feſt und war voll des Lobes. Die Kölner daß ſie eigentlich eine falſche Vorſtellung von der Mannemer Fasnacht hatten und daſt ſie glaubten, in die Provinz zu ber Klenen—0.—— Vertreter lteſten Kölner Karnevalgeſe t her⸗ ausſtellen wollte. Um ſo größer ware ihre Ueberraſchung, als ſie nicht nur eine erſtklaſſige Sitzung mit⸗ erleben, ſondern auch ſehen durften, daß die Mannheimer gar nicht ſo doof ſind, wie ſie oft gehalten werden. Als man in der dritten Mittagſtunde einen Schlußſtrich unter die Narretei 50 weil vor allem die Stuttgarter weg mußten, gab es auf der Straße noch ein Mordshallo, denn es war klar, daß die Mannheimer ihre Gäſte — 15 dazugehörigen Tamtam verabſchie⸗ —— Und es hagelte nur s0 von witzigen Einfällen Der unübertreffliche Fremdensitzungs-Vergnügungskommissär Josei Oifenbach bel der Jubiläums- Damen- und Fremdensitzung des„Feuerlo“. Rundfunkgeräte wurden verteilt Aufnahme: Pfau Eine Feierſtunde in nationalſozialiſtiſchem Geiſte Eine kurze Feierſtunde fand am Mon⸗ tag in der„Harmonie“ ſtatt, deren kleiner Saal eine Anzahl Volksgenoſſen und Volksgenoſſinen vereinigte. Sie waren gekommen, um ſich von Kreis⸗ propagandaleiter Fiſcher die ihnen im Rah⸗ men der Dr.⸗Goebbels⸗-Spende zugedachten Rundfunkgeräte(bzw. die Gutſcheine hierfür) übergeben zu laſſen. Der Propagandaleiter brachte die Grüße des Kreisleiters, der verhin⸗ dert war, an der Feier teilzunehmen. Bereits am 28. Januar hatte man vorgehabt, die Appa⸗ rate auszuteilen, damit die Volksgenoſſen Ge⸗ legenheit haben ſollten, den 30. Januar durch Rundfunk mit zu erleben. Es war gar nicht ſo leicht, die notwendigen Erſatzteile herbeizuſchaffen. Neue Apparate zu ſchenken iſt der Partei, die ſoviel andere Be⸗ treuungsaufgaben hat, nicht möglich. Vielmehr läßt ſie gebrauchte Apparate ſammeln und ſie wieder inſtand ſetzen. Der Sinn dieſer Dr.⸗Goebbels⸗Rundfunkſpende ſei, mit der Zeit — das braucht freilich Jahre— jedem Volks⸗ genoſſen oder doch jeder deutſchen Familie zu ermnöglichen, am geiſtigen Leben der Nation teilzunehmen. Dieſe Beziehung des einzelnen zu ſeinem Volk ſoll durch das modernſte und wirkſamſte Mittel ſo innig wie möglich geſtaltet werden. Vor allem aber auch jenen Menſchen unſeres Voltes zuteil werden, die das Schickſal weniger begünſtigt hat. Es ſol dazu dienen, ihnen eine Quelle des Frohſinns und der Unterhaltung zu erſchließen. Gerade dieſer letzte Geſichtspunkt, Freude zu geben, war dieſes Mal bei der Auswahl der Volksgenoſſen für Pg. Fiſcher be⸗ ſtimmend geweſen. Er ſagte in ſeiner Anſprache, daß er der kinderreichen Familie gedacht habe und dann vor allem an jene, die durch Krankheit, Un⸗ fälle, durch Alter oder weil ſie ganz allein ſtehen, ohnehin kein beſonders ſchönes Daſein haben, ſo wie es doch jedem zu wünſchen ſei Und wenn nun die Apparate in den Woh⸗ nungen aufgeſtellt ſeien, wenn der Volks⸗ genoſſe durch dieſes Geſchenk manche Freude erlebe, dann möge er daran denken, daß er dieſe Freude, dieſes Miteinbezogenſein in die lebendige deutſche Gegenwart, dem National⸗ ſozialismus zu verdanken habe und dem Führer. Nach ſeinen Worten nahm der Kreispropa⸗ gandaleiter die Verteilung der Gutſcheine vor. In der Kreisleitung konnten dann die Geräte in Empfang genommen werden. Die Rundfunkſtellenleiter ſeien angewieſen, die Apparate aufzuſtellen, anzuſchließen und die nötigen Erklärungen zu geben. An ſie follte ſich auch der Volksgenoſſe wenden, falls ſich ein Mangel bemerkbar mache. Zu Beginn dieſer Stunde hatte das Mann⸗ heimer Kammerorcheſter geſpielt. Es kam die Suite in G⸗dur für Streichorcheſter von Förſter zum Vortrag. st. heute abend gergl⸗Quartett Heute abend wird die Mannheimer Kulturgemeinde im Rahmen des Kam⸗ mermuſik⸗Zykluſſes die drei Sonderabende mit einem Slawiſchen Abend in der„Harmonie“ um 20.15 Uhr beginnen. Das Kergl⸗ Quartett wird außer dem-dur-Quartett von Borodin und dem-dur-Quintett von Dvo⸗ rak das-moll-Quartett„Aus meinem Leben“ von Smetana zu Gehör bringen. Wir freuen uns, daß wir Gelegenheit haben, unſer einheimi⸗ ſches anerkanntes Quartett einmal wieder zu hören und außerdem innerhalb dieſes Kammer⸗ muſik⸗Zykluſſes die verſchiedenſten Arten der Kammermuſik in der Beſetzung kennen zu ler⸗ nen. Mit größtem Intereſſe erwarten wir den heutigen Abend. Aus der Volksbildungsſtätte. Wegen drin⸗ gender Verhinderung des Redners wird der Vortrag von Prof, Dr. Schultze(Jena) über „Der Kampf der Großmächte um zebensraum“ vom 10. Februar auf den 1. März verlegt. Die nächſte Veranſtaltung iſt der Vortrag von Prof. Dr. Künzig(Karlsruhe) am 16. Februar über„Deutſches Bauern⸗ tum im Banat“, mit Lichtbildern. Beide Vorträge finden in der„Harmonie“ ſtatt. —2 entzug, keine chemische Behandlung. ich soll nicht so Viel rauchen Zundnikotinorme zen, 30s schmeckt immer noch Strohl. 5 Man muß die Mochteile des Erk e mi in kauf nahmen, wenn man wahr sprobiert! Gls im — „nstraß⸗ 20 kKaufm 51. Hol“ VLigarelt⸗ Berlin s sserem Wissen h der Cigatelie, die bis Tuüm mmier göt hekommt. in und darouf achten, daß 15 heibe ich manchmol 50 Feil 12: lch moß off a⸗ Cigorette, U · Undꝭ hĩer Fœll 50ʃ Auch Ihnen wird die Astra“ helfen. Sie schmeckt so gut, daß man kaum glauben will, sie sei nikotinarm. Dabei ist ein Nikotingehalt von weniger als 1/½ beglaubigt. Die„Astra“ ist eine echte Kyriazi, vollmundig im Aroma und von hoher Bekömmlichkeit. Ihre Nikotinarmut ist eine gewachsene kigenschaft der Tabakblätter, die zu ihrer Herstellung Verwendung finden. Kein künstlicher Nikotin- Darum: Für alle Fälle— Astra! KTRNIA2Z!I Astra MIT UNO OHNE MUNOSTOc& Reich an Aroma— Arm an Nikotin „Hakenkreuzbanner“ Dienstag, 8. Januar 198090 Wilhelm Strienz, vom Deutschlandsender, kommt persönlich am 13. Fe- bruar zu KdF in den Nibelungensaal. der stimmgewaltige Baß-Bariton Delikateſſen, die uns erwarten Ein großer heiterer Abend findet am 13. Februar d. J. im Nibelungenſaal des Roſengartens ſtatt. An dem Abend wirken mit: allen voran Deutſchlands populärſter und im⸗ mer mit herzlicher Freude willkommener Film⸗ ſchauſpieler Theo Lingen, der fröhliche Held vieler, vieler Filme, deren Erfolg nicht nur durch Deutſchland, ſondern durch die ganze Welt gegangen iſt. Dann Guſtav Jacoby, deſſen begeiſterte Gemeinde in die Millionen geht, Dazu Wilhelm Strienz, der ſtimmge⸗ waltige Baßbariton, der allen Rundfunk⸗ hörern von vielen Uebertragungen beſtens bekannt iſt, das berühmte Tanzpaar Emele und William Blacker in ſeinen zwerch⸗ fellerſchütternden parodiſtiſchen Tänzen, Er⸗ win Hoffmann in ſeinen herrlichen Sze⸗ nen„Getanzter Humor“, Kurt Engel, der hervorragende Solo-Xylofoniſt des Staats⸗ opernorcheſters in Berlin, der anläßlich ſeines letzten Gaſtſpiels in Mannheim wieder Stürme der Heiterkeit erweckt hat,. Wir achten und ehren die Mutter. Ein kleiner Ausſchnitt aus der ſegensreichen Arbeit der nSsB Mannheim, Abk. Mütkererholungswerk „Elende Mütter ſind immer ein Vorwurf für unſer Volk.“ Dies Führer⸗ wort, das ein ganzes Programm tatvollen So⸗ zialismus enthält, ſteht vor jedem neuen Auf⸗ baujahr wiederum zielweiſend und ſinndeutend da. Die NS hat dieſes fordernde Wort ihrer Arbeit mitvorangeſtellt. Und bekennt ſich damit immer erneut zu dieſer Haltung, ſich mit dem Erreichten— ſo imponierend es ſein mag— nicht zufrieden zu geben, ſondern die Ziele im⸗ mer weiter zu ſtecken. Das Werk der Müttererholung! Eine Ab⸗ teilung der Aktion„Mutter und Kind“, ein Ausſchnitt nur aus dem geſamten Werk, aber mit einer ſeiner wichtigſten und in ſeiner Wirkung weittragendſten. So iſt— ein Zeug⸗ nis für die allumſpannende Lebensauffaſſung unſerer Weltanſchauung— neben die wiriſchaft⸗ liche Betreuung auch die geſundheitliche und ſeeliſche geſetzt. Und in erſter Linie hat der Nationalſozialismus hierbei an die Müt⸗ ter gedacht. Sie ſind wichtigſte Trägerinnen des Lebens; auf ihrer Kraft und Bereitſchaft gründet ſich Wachstum und Geſundheit der Familien, der Millionen Zellen, aus denen ſich ein Staat zu⸗ ſammenſetzt. So könnte man ſagen, daß die Erhaltung des Staates das nüchterne Ziel und der letzte Zweck des Müttererholungswerkes 8 Aber niemals wohl hätte dieſes Werk in o kurzen Jahren ſo ſchöne Früchte tragen kön⸗ nen, wenn ſich die ausführenden und leitenden Männer— gemeinſam mit ihren freiwilligen Helfern und Helferinnen— allein von verſtan⸗ desmäßiger Erkenntnis hätten lenken laſſen. Vielmehr, die ganze Art und Weiſe, mit der man hier zu Werke geht, wie man es verſtan⸗ den hat, Möglichkeiten auszunutzen und alles peinlich bis in Detail zu durchdenken, ſpricht vom wirklich mitmenſchlichen Verſtändnis und von einem Arbeitswillen voll Ueberzeugung und Glaube an die Sendung des Sozialismus. Mannheim!— Eine nur von vielen deut⸗ ſchen Städten, aber gewiß eine, deren Name viel Not und Hunger und Elend umſchloß noch in ihrer jüngſten Vergangenheit: Schickſal der Induſtrieſtadt, das tauſenden Menſchen in ihren Mauern das Daſein vorzeichnete. Fünf Jahre löſchen wohl manches aus— Arbeits⸗ loſigkeit und ſchlimmſte Not. Aber am Men⸗ ſchen ſelber, der an Leib und Seele notlitt in Prunkſitzung der Lindenhöfler Narren Spenerer Karnevalprinzeſſin zur„Waſſergräfin von Bellekrappien“ erkoren Gewiß werden auch wir Mannheimer für die⸗ ſes Jahr wieder eine würdige Karnevalprinzeſ⸗ ſind als Tollität auf den Narrenthron berufen — doch angeſichts einer derart liebreizenden Prinzeſſin, wie ſie die Speyerer in der entzücken⸗ den Geſtalt ihrer„Elfriede.“ mit hierher brachten, wird das denn ſchon eine beſondere Rührigteit unſerer einheimiſchen Feinſchmecker bedingen. Die große Damen⸗ und Herren⸗Fremden⸗ ſitzung als diesjährige Hauptſitzung der Gro⸗ ßen Karnevalgeſellſchaft„Linden⸗ hof“ ward zu einenn Schlager von Format für unſere Lindenhöfer Narren. Eingeleitet wurde ſte bereits am Nachmittag mit dem herzlichen Empfang des Speyerer Karneval⸗Vereins mit der Speyerer Karnevalprinzeſſin Elfriede I. ſamt ihrem prunkvollen Hofſtaat, dem geſamten Elferrat und der Stadtgarde der Speyerer Nar⸗ renbrüder. So herrſchte begreiflicherweiſe am Liendenhoſplatz das Zepter des Faſchings in den Lindenhöfer Straßen, durch die der Zug der närriſchen Gäſte zog, um an der Stammburg „Zum Aſchaffenburger Hof“ den Ehrentrunk kredenzt zu bekoanmen. Am Abend ſtartete alsdann die feſtliche Haupt⸗ ſitzung im Saale des„Rheinpark“, allwo ſich des Lindenhofs Narrengemeinde in derart zahl⸗ reicher Beteiligung einfand, daß der Saal bis zum Berſten voll war. Von den Regierungs⸗ bänken der gemeinſamen Narrenſitzung des Lin⸗ denhöfer Elferrates mit der Speyerer Prin⸗ zeſſin, ihrem Hofſtaat und den elf Speyerer Narrenminiſtern prangten das Rot und das Dunkelviolett der(von einem Mannheimer Fachunternehmen verfertigten) Feſttalare. Das feidige Weiß des hoheitlichen Gewandes„Ihrer Tollität Elfriede.“, deren natürlicher Anmut und Schönheit viele unkontrollierte Blicke der anweſenden Herrenwelt galten, faßte das bunt⸗ prächtige Farbenbild in natürlicher Krönung zu⸗ ſammen. Kerzengeflimmer und glitzernder Tand im Widerſchein der ſtrahlenden Lichtfülle ſchu⸗ ſen im Verein mit den Geſtalten des Hof⸗ zeremonienmeiſters und der beiden Garden eine freundliche äußere Atmoſphäre für dieſe ſonn⸗ tägliche Großſitzung. Unter dem diesjährigen Motto:„Sei luſchdich un froh, dann geht dir's aach ſo!“ gelang es jedenfalls, die vorjährige Jubiläumsſitzung weitaus in den Schatten zu ſtellen. Das überaus reichhaltige Programm ſah eine Fülle von karnevaliſtiſchen Darbietungen vor, die dazu angetan waren, das Haus mit einer fröhlichen Stinmung zu ſättigen. Es iſt hier im Rahmen dieſes Berichts natürlich nicht gut möglich, ſich jeder einzelnen Darbietung zu widmen. Einige Narrenſprüche, die ſonderlich anklangen, ſollen jedoch beſprochen ſein. Im Vor⸗ dergrund ſtanden wohl die dichteriſchen Bemüũ⸗ hungen unſeres bekannten Haus⸗ und Hofnar⸗ ren Friedrich Körner, denen die Lindenhöfer Karnevalgeſellſchaft ihr in Mannheimer Zo⸗ kalkolorit gehaltenes Liedmaterial verdankt. Auch in der Bütte erwies er ſich als luſtiger Plauderer, ob es ſich um die Verhohnepiepelung des Lindenhöfer Verkehrs oder um Sportgloſſen handelte, er ſchlug zünftig ein. Auch Schumanns„Gasbüttel“, der aus ſeinem Berufserleben plauderte, zog mächtig, nicht zuletzt ſeine„Schöpfungsgeſchichte und das Mannheimer Faſchingslied. Die Altriper Nachtigallen mit ihren Liedern erfreuten nicht minder, aber auch die Speyerer Narren Fries und Aulbach fanden Anklang. Außerdem fanden ſich zu luſtigem Gebabbel die Närrin Wolf als Küchendragoner und Narr Mürſch und Töchterlein in köllſchem Dialekt in der Bütte ein. Zwiſchen den übrigen Darbietungen gebührte dem kleinen Salonorcheſter der Mannheimer Be⸗ rufsmuſiter, den begleitenden Pianiſten und allen anderen Mitwirtenden Dank. Aus der Reihe der Ehrenmitglieder nahm Ehrenpräſi⸗ dent Knauff in alter Form die Ehrung des Elferrates vor; auch die hoheitliche„Pälzer Krott“ zierte die Ordenbruſt der Mannheimer Elferräte mit den Speyerer Inſignien des Nar⸗ renzepters. Und noch eine Reihe andere— dar⸗ unter als„Vertreter der Arbeit“ eine Vertrete⸗ rin des Bedienungsperſonals— erhielten das gleißende Sternengefunkel am farbenfrohen Band umgehängt. U. kranke jenen langen Jahren, ſind die Spuren nicht ſo raſch getilgt. Wir kennen ſie alle, die Frauen und Mütter aus den Arbeiterfamilien und ihre Geſichter haben uns oft nachdenklich gemacht. In ihnen ſteht das tägliche Sorgen geſchrieben, die Müdigkeit. Aber zugleich iſt da irgendwo ein Zug heimlicher Energie und Dulderkraft, die ſie immer von neuem ſtark zu machen ſcheint nicht für ſich— nein, für die anderen, die Kinder,— den Mann,— die Familie. Ihren Mut neu zu ſtärken, ihre erſchöpfte Kraft ſich erholen zu laſſen und ſchließlich ihnen ſelbſt auch ein Stück Freude und Frohſinn zu geben, hat ſich das Müttererholungs⸗ werk zur Aufgabe geſtellt. Es iſt eine Hilfe faſt ausſchließlich vorbeugender Art, dieſe Be⸗ treuung der gefährdeten Geſundheit.(Für Volksgenoſſen wollen Verſicherungen und Krankenkaſſe ſorgen.) Aber auch hier wieder erweiſt ſich die groß⸗ zügige Denk⸗ und Handlungsart der NSV. Ein ſtarres Schema, von dem auch ausnahmsweiſe nicht abzuweichen iſt, gibt es hier nicht. Die gleiche Großzügigkeit übt ſie bei der Auswahl der Mütter. Nicht bloß kinderreiche Mütter, auch andere werden bedacht, Mütter alſo, die bereits eine Schax Kinder ihr eigen nennen und alſo ihre Kräfte für die Erziehung und den großen Haushalt notwendig brauchen und andere Mütter, die ihre Kraft für einen wei⸗ Stellen des Hilfswerks„Mutter und Kind“ in den Ortsgruppen, die NS-Gemeindeſchweſtern das Rote Kreuz oder auch die Frauenwalterin⸗ nen des Frauenamtes der DAF. Sie alle teilen ihre Beobachtung den Ortsgruppen mit und von hier aus wird an die Kreisamtsleitung herangetreten, von dort geht der Antrag um Genehmigung der Erholungskur an den Gau, der auch die Verteilung in die Heime vornimmt Innerhalb vier Wochen iſt dieſer Weg det und Genehmigung zurückgelegt, und die glückliche Volksgenoſſin Antragſtellung, Prüfune kann in die Erholung gehen. Natürlich findet vor Antragsſtellung durch die Onsgruppen der betreffenden Mütter eine ärztliche Unterſuchung ſtatt durch das Amt für Volksgeſundheit. Hier wird ein Geſundheits⸗ bogen ausgeſtellt, der Aufſchluß gibt über den körperlichen Zuſtand,— es handelt ſich zumeiſt um Erſchöpfungszuſtände, nervliches n eh er⸗ 15 denen zugleich ſeeliſche Depreſſion ein geht. machen anfällig für Krankheiten. Und eben das ſoll verhindert werden. Wenn man die abgeſpannten Körper und Geſichter vor der verordneten Stärkungskur ſieht und wiederum vier Wochen darauf— ſolange währt die Erholung—, wundert immer wieder, in welch raſcher Zeit eine ſolche Unsere Alleebãume erhalien ihren„Haarschniti“ Solche Erſchöpfungen der Kräfte, gerade auch der notwendigen Widerſtandskräfte des Körpers man ſich Das Zurückschneiden unserer Alleebäume und teilwelse auch der Bäume in den Parks bringt viel Abfall- holz, das als Brennmaterial recht begehrt ist. Auf diese Weise kann immerhin manches andere, bisher zum Anfeuern verwendete Holz anderen Zwecken nutzbar gemacht werden. teren Zuwachs der Familie erſt recht Big ha⸗ ben. Schließlich— ſwenngleich es Ausnahmen ſind— werden auch ledige Mütter verſchickt. Die zwei einzigen grundſätzlichen Bedingun⸗ gen, die geſtellt werden, ſind: Erbgeſundheit und eine politiſch anſtändige Geſinnung. Wie nun iſt der Weg, der die Frauen aus ihrer un⸗ ermüdlichen Arbeit irgendwo im Verborgenen eines Haushalts herausführt in die Heime und Erholungsſtätten des Schwarzwaldes oder des Odenwaldes oder wo es ſei? Da ſind vor allem einmal die Aerzte und Aerztinnen des Amtes für Volksgeſundheit, die die Frauen kennen und behandeln, und denen die oder jene auf⸗ fällt als dringend erholungsbedürftig. Genau wie ſie verantwortungsbewußt und willens zu helfen, ſind die ſtaatlichen Geſund⸗ heitsämter und ihre Mütterberatungsſtellen, die Rechtzeitige Arlaubsplanung vornehmen Für alle Betriebsführer wichtig/ Nicht nur in der Hauptreiſezeit. Die Deutſche Arbeitsfront hat durch Kdỹ allen die Möglichkeit gegeben, den Urlaub zweckmäßig zu verbringen. Es hat ſich nun be⸗ reits im vergangenen Jahre herausgeſtellt, daß die gewaltigen Maſſen, die in den Monaten Juni, Juli und Auguſt mit„Kraft durch Freude“ verreiſen wollen, einfach nicht mehr bewältigt werden können. Nicht nur, weil der Wagenpark der Reichsbahn dafür nicht mehr ausreicht, ſondern auch, weil in den Hauptreiſe⸗ gebieten die Unterbringungsmöglichkeiten er⸗ ſchöpft ſind. Verſchiedene Gaue haben daher an die Be⸗ triebsführer die Bitte gerichtet, im Intereſſe der Arbeitskameraden und vor allem auch der Leiſtungsfähigkeit des Unternehmens einer möglichſt frühen und ſyſtematiſchen Urlaubsplanung nahezutreten. Eine wichtige Hilfe leiſten hierbei die Jahreshefte von„Kraft durch Freude“, in denen die Ur⸗ laubsfahrten für das ganze Jahr angekündigt ſind. Durch die Urlaubsplanung ſollen die Ge⸗ folgſchaftsmitglieder die Urlaubstermine mög⸗ lichſt zeitig erfahren und angehalten werden, nicht nur in der Hauptreiſezeit, ſondern wenig⸗ ſtens teilweiſe auch in den Monaten April, Mai und Juni oder September und Oktober zu reiſen. Der Juli und Auguſt ſoll den Verheirateten mit ſchulpflichtigen Kindern vorbehalten blei⸗ ben, die nur während der Ferienzeit verreiſen können. Die deutſche Weinſtraße im Lichtbild Fotovereine ſtehen in kameradſchaftlicher Ver⸗ bindung zueinander, einig in dem Ziele, die Soirde zu pflegen. So war die„Fo⸗ tografiſche Geſellſchaft Mannheim e..“(Amateurverein) von dem Nachbarverein Ludwigshafen gebeten worden, eine im Wett⸗ bewerb erarbeitete Lichtbildſerie einer Beurtei⸗ lung zu unterziehen.„Die deutſche Weinſtraße und dazugehörige Nachbargebiete““ war als Aufgabe geſtellt worden, und daß die Bewerber in hohem Maße der Löſung gerecht wurden, bewies die Vorführung der Lichtbilder am Freitagabend im Hotel„National“. Aufnahme: Hans Jütte Kur wirkt. Es iſt aber auch wirklich eine Kun es handelt ſich ja nicht um irgendeinen zufälli⸗ gen Ferienaufenthalt irgendwo auf dem Land 14 Sondern es iſt Syſtem in der Sache. Auf Grund des Unterſuchungsbefundes beſtimmt der Arzt, die Aerztin, ob welche denen am zuträglichſten iſt. Zehn Einrichtungen ſtehen den badiſchen und damit Mannheimer In Gernsbach, Marxzell, Wa Eberbach, Kniebis bei zu geſtalten, vertraut. Auch hier in den Hei⸗ men iſt wieder der Arzt helfend und beratend Das nachhaltigſte und ſchönſte Erlebnis— ſo ſprechen 49 4 1 ame⸗ radſchaft. Man iſt hier einmal unter ſich, man kann luſtig, ja, vielleicht ausgelaſſen ſein ſo recht unbeſchwert, wenn nicht Rock⸗ eſen hängt, Da zeigt es ſich denn, daß auch in würdigen Müttern das Kind ſteckt, das ſpielen will! Ein kleines Taſchengeld ſteht einer jeden zur Ver fügung. Auch Wäſche wird geſtellt. Die Fahrt Eine einzige 27000 Verpfle⸗ gungstage— das iſt die Leiſtung dez NSV. anderen Wortenz rund 900 Frauen ſind in Erholung und beobachtend zur Seite. die einmal mit dabei waren— iſt die zipfel ein anſpruchsvolles kleines koſten trägt ebenfalls die NSV. Zahl ſpreche für ſich: Müttererholungswerks der inn Mannheim. Mit geſchicht worden. Wenn nun die Mutter aus der Erholung zurückkehrt, dann wird ſie der Anſicht ſein, wie alle Mütter, daß es zwar wunderſchön war, daß ſie aber hier zu Hauſe unentbehrlich iſt. Und das iſt ganz richtig ſo und der Beweiß für den Erfolg ihrer Kur, wenn ſie mit neuem Mut ans Werk gehen will. Haushalt und Kin⸗ der haben während ihrer Abweſenheit Helfe⸗ rinnen der NSV verſorgt. Sie werden auch weiterhin mit der Mutter und ihrer Familie ieht in dieſer fortlaufenden Verbindung— Amts⸗ ſtelle zum einzelnen Volksgenoſſen den beſten Garanten für ein wahres volksgemeinſchaft⸗ liches Gedeihen und— gemäß ihrer beſonderen Volks⸗ in Verbindung bleiben. Die NSV Aufgaben— für die Erhaltung der geſundheit. st. i Mittelgebirge, ob die See, zöhe, welches Klima für die verſchie⸗ üttern f5i Verfügung dkatzenbach bei reudenſtadt, Mülben, Waldheim König bei Schienen, Bad Mingols⸗ heim und Rappenau und an der Nordſee He⸗ ringsdorf. Die Heimleiterinnen ſind mit ihrer Aufgabe, den Aufenthalt in jeder Hinſicht ſchön — „Hakenk: „K Paul Ei Die große Eipper ſchon ſeinen zahlre Oeffentlichkei letzten Bücher gezeigt, daß ſein Herz ge Tierfreunde perſönlich ker len Arbeit he Schmalfilm den Erlebniſf hat. Kein W treuen Dogg oder von Sti Tierreiſe dur 1 ZIn dieſem S Tieren, deren WN. feinigen als * ſie ſo ſieht w unterſchiedlick Süden des 9 ſchnucken ſo g unſerer Gege den Störchen ſchäftigen Bi⸗ mütigen Pfe dung. Und r den Blinden ſtraßen ſeine auf beiden S Der ſchöne Worte Paul alte Zuhörer Haustieren. Ein Dichte Mittwoch, 9. „Harmonie“, werke„Spru u. a. Heinr eigenen Wer! 70. Geburt⸗ Mannheim,? 7. Februar, ſ. lieren. 75. Geburt⸗ feiert Auguſt drichsfelder e ſtiger Friſche lar unſere be Ru für Reichsſender S .30 Frühkon Morgen. 10.0 oſten unſeres 12.00 Mittag tagskonzert. 1 am Nachmitt⸗ dem ders ſuc Heute. 19.15 renfahrer“. 2 richten, Wett Zeitungsſchar und Unterhal Deutſchlandſend Frühkonzert. das Ländeker Kindergarten. bunte Minut Glückwünſche. lei von zwei Marktbericht. Wehrmacht i 16.00 Muſik Kammermuſil 18.55 Die Ah Kurznachricht. 20.00 Otto K politiſche Ze 21.15 Deutſch Sportnachrich kleine Nachtn 24.00 Otto Ke ————— uümi Anger Jpinat Lechbohnen: — Daten f 1587 Hinricht wvon Se 1542). 1871 Der Me chen geſ 1880 Der Me (gefallen 1892 Der Re nand C 1907 Der Ge kau bei 1920 Der Die Her(ge 1930 Der Ku apfel in 9 swerk und Kind“ in indeſchweſtern, rauenwalteri Sie alle tei open mit u eisamtsleitun 'r Antrag u an den Ga Genehmigun Volksgenoſſi zſtellung dure n Mütter ein das Amt fü Geſundheits gibt über de elt ſich zumei ches meln er⸗ reſſion ein ugt viel Abjfall- andere, bisher ahme: Hans Jütte klich eine Ku deinen zufäll auf dem Lan che. Auf Gru mmt der Arz „ ob die Se r die verſchi badiſchen un ur Verfügun katzenbach ſtadt, Mülbe Bad Mingol r Nordſee 9 ſind mit ih r Hinſicht ſchö r in den h in würdige elen will! ſeden zur Ve Üt. Die Fahrt⸗ Eine einzig Verpfle eiſt ung de der N eren Worte Erholun der Erholung nſicht ſein, wi nderſchön wa tbehrlich iſt, nd der Bewei ſie mit neuen NSV ſieht i von Am ſen den beſte ksgemeinſcha ſrer beſondere bder Vo 8 ent emüse-Konsewen! reuzbanner“ Dienstag, 8. Januar 1938 „Kamerad Tier“ Paul Eipper ſprach im„Univerſum“ Die große Schar der Tierfreunde kennt Paul Eipper ſchon lange als den ihrigen, der mit ſeinen zahlreichen Tierbüchern vor die breitere Heffentlichkeit getreten iſt. Mit einem ſeiner etzten Bücher„Die gelbe Dogge Senta“ hat er gezeigt, daß er beſonders unſere Haustiere in ſein Herz geſchloſſen hat. Darum waren die Tierfreunde beſonders begeiſtert, ihn einmal perſfönlich kennenzulernen. In einer mühevol⸗ len Arbeit hat er in den letzten Jahren einen Schmalfilm gedreht, mit dem er die beglücken⸗ den Erlebniſſe mit ſeinen Tieren eingefangen hat, Kein Wunder, wenn er zuerſt von ſeiner treuen Dogge ſprach, von den Heidſchnucken, oder von Stuten und Fohlen, die er bei ſeiner ierreiſe durch Deutſchland hat kennenlernen. In dieſem Streifen lehrt er die Liebe zu den Tieren, deren Welt überall ſchön iſt, wenn man ſie ſo ſieht wie Eipper. Man lernte dabei, wie unterſchiedlich unſere Tiere im Norden und Süden des Landes ſind. Wie doch die Heid⸗ ſchnucken ſo ganz anders ſind, als die Tiere in unſerer Gegend. Begeiſternd die Bilder von den Störchen auf dem Kirchturm und den ge⸗ chäftigen Bienen in ihrem Korb und den über⸗ mütigen Pferdchen droben an der Elbmün⸗ dung. Und mit der Kamera verfolgte er auch den Blindenhund, der durch die Großſtadt⸗ ſtraßen ſeinen Herrn führte, der treue Liebe auf beiden Seiten zeigte. Der ſchöne Bildſtreifen und die herzlichen Worte Paul Eippers begeiſterten die junge und alte Zuhörerſchaft mit neuer Liebe zu unſeren Haustieren.—as. Ein Dichter lieſt aus eigenen Werken. Am Mittwoch, 9. Februar, lieſt um 20.15 Uhr in der „Haxmonie“, D 2, 6, der Dichter der Bühnen⸗ werke„Sprung aus dem Alltag“,„Der Reiter⸗ u, a, Heinrich Zerkaulen(Dresden) aus eigenen Werken. 70. Geburtstag. Der Schloſſer Joſ. Wieder, Mannheim, Beilſtraße 8, feierte am Montag, 7. Februar, ſeinen 70. Geburtstag. Wir gratu⸗ lieren. 75. Geburtstag. Heute Dienstag, 8. Februar, feiert Auguſt Deckinger, Mannheim, Frie⸗ bdrichsfelder Straße 45, in körperlicher und gei⸗ ſtiger Friſche ſeinen 75. Geburtstag. Dem Jubi⸗ lar unſere beſten Glückwünſche. KRundfunk⸗Programm für Dienstag, den 8. Februar Reichsſender Stuttgart:.00 Morgenlied, Gymnaſtik. .30 Frühronzert..00 Gymnaſtik..30 Muſit am Morgen. 10.00 Deutſche Bauernſtuben aus dem Süd⸗ oſten unſeres Erdteils erzählen. 11.30 Volksmuſtk. 12.00 Mittagskonzert. 13.00 Nachrichten. 13.15 Mit⸗ tagskonzert. 14.00 Muſikaliſche Kurzweil. 16.00 Muſik am Nachmittag. 18.00„Lorbeer iſt ein bittres Blatt, dem ders ſucht, und dem ders hat“. 18.30 Griff ins Heute. 19.15„Alte liebe Weiſen“. 20.00„Der Her⸗ renfahrer“. 21.00 Konzert. 22.00 Zeitangabe, Nach⸗ richten, Wetter⸗ und Sportbericht. 22.20 Politiſche Zeitungsſchau des drahtloſen Dienſtes. 22.35 Tanz und Unterhaltung. 24.00—.00 Nachtkonzert. Deutſchlandſender:.00 Glockenſpiel, Morgenruf..30 Frühkonzert..00 Nachrichten. 10.00„Dithmarſchen, bdas Ländeken deep an der See“. 10.30 Fröhlicher Kindergarten. 11.15 Seewetterbericht. 11.30 Dreißig bunte Minuten. 12.00 Muſik zum Mittag. 13.00 Glückwünſche. 13.45 Neueſte Nachrichten. 14.00 Aller⸗ lei von zwei bis drei. 15.00 Wetter⸗, Börſe⸗ und Marktbericht. 15.15 Werke großer Meiſter. 15.40 Wehrmacht im Buch; anſchl.: Programmhinweiſe. 16.00 Muſit am Nachmittag. 18.00 Zeitgenöſſiſche Kammermuſik. 18.30 Muſik auf dem Trautonium. 18.55 Die Ahnentafel. 19.00 Kernſpruch, Wetter und Kurznachrichten. 19.10... und jetzt iſt Feierabend. 20.00 Otto Kermbach ſpielt. 21.00 Deutſchlandecho, politiſche Zeitungsſchau des drahtloſen Dienſtes. .15 Deutſcher Februar. 22.00 Wetter⸗, Tages⸗ und Sportnachrichten; anſchl.: Deutſchlandecho. 22.30 Eine lleine Nachtmuſik. 22.45 Seewetterbericht. 23.00 bis 24.00 Otto Kermbach ſpielt. Kilo-Dose Knopos, LIlde Harrten. 709 Anger inar. 58% Vellerie. ceen 72 Aachbohnen“ 65 3 lelpxiver Alenei 85“ STE L— kinter der kauptpost Ruf 236 24 Daten für den 8. Februar 1938 1587 Hinrichtung der Königin Maria Stuart von Schottland in Fotheringbay(geb. 1542). 71 Der Maler Moritz von Schwind in Mün⸗ chen geſt.(geb. 1804). 1880 Der Maler Franz Marc in München geb. (gefallen 1916). 1892 Der Raſſenſeelenforſcher Ludwig Ferdi⸗ nand Clauß in Offenburg geboren. 4 1907 Der Geograph Alfred Kirchhoff in Mok⸗ kau bei Leipzig geſt.(geb. 1838). 1920 Der Dichter Richard Dehmel in Blankeneſe eſt.(geb. 1863). ) Der Kulturphiloſoph Rudolf Marta Holz⸗ apfel in der Elfenau bei Bern geſt.(geb. 18740. 937 General Francos Truppen erobern Malaga. Die eigene Frau verſchachert! Zwei Jahre Zuchthaus für einen ganz gemeinen Kuppeleifall Die Dritte—— Mannheim hatte ſich in ihrer Montagsſitzung mit einem ganz üblen von Kuppelei zu befaſſen. Auf der An⸗ lagebank ſaß der 36jährige verheiratete Robert Falkner von hier, ein Vater von drei Kin⸗ dern. Er brachte es fertig, ſeine eigene Frau zur Gewerbsunzu 35 zu verkuppeln. Zwar konnte ihm in dieſem Fall nicht zur Genüge nachgewieſen werden, daß er aus Eigennutz ene immerhin, ſein ausgiebiges Vorſtra⸗ enregiſter(Eigentumsdelikte) ſprechen deutli⸗ cher, als es die Verhandlung vermochte. Die letzte Strafe erhielt er übrigens im Jahre 1933 wegen erſchwerter ausbeuteriſcher Kuppelei; damals ſchickte man ihn nochmals auf zweiein⸗ 537 Jahre ins Gefängnis, erkannte ihm die ürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von drei Jahren ab und ſtellte ihn unter Polizei⸗ aufſicht. Diesmal konnte es bei einer Gefängnisſtrafe nicht bewendet bleiben. Wenn ſeine Ehefrau auch früher ſchon dem Unzuchtgewerbe nach⸗ firaß die frühere Wohnung in der Wallſtadt⸗ traße gewiſſermaßen als öffentliches Haus be⸗ trachtet werden mußte, ſo konnte doch ſſſes fers werden, daß die Familienverhältniſſe ſtets dann, wenn der Angeklagte arbeitete, nament⸗ lich die letzten Jahre hindurch, einigermaßen — geweſen ſein ſollen. Im Jahre 1929 ereits hatte ſeine Frau einmal eine An⸗ zeige gegen ihren Mann erlaſſen, weil er ſie ſtets auf die Straße ſchicke. Auch die letzte Zeit vor ſeiner—— er es nicht anders gewollt zu haben. Sie gingen gemein⸗ ſam in ein Lokal und ſuchten einen„Kunden“. Dieſem wurde ſie als ein Mädchen vorgeſtellt, die der Angeklagte gerade erſt kennengelernt haben wollte. Man nahm alsdann den„Gaſt“ mit nach Hauſe und teilte ſich gleich zu dreien in den Platz eines einbettigen ehelichen Schlaf⸗ zimmers. Während der Vextreter der Staatsanwalt⸗ ſchaft für ein derartig widerliches Gebaren des „Ehemannes“ zwei Jahre Zuchthaus bei vier Jahren Ehrverluſt beantragte, erkannte das Gericht in Bezug auf die Freiheitsſtrafe antragsgemäß. Die Ehrenrechte wur⸗ den gafzel Jahre aberkannt und auf die Strafe ein Monat der erlittenen Unter⸗ ſuchungshaft angerechnet. am Anfang einer Zuhälterlaufbahn? Ein anderer Typ ſtellte der 23jährige ledige Tapezier Reinhold Molitor aus Mannheim dar. Er iſt noch nicht vorbeſtraft und hat dieſer Tatſache das verhältnismäßig milde Urteil de verdanken, da man ihm mildernde Umſtände zuzubilligen bereit war. n Er hatte ſich mit einer Dirne in ein Ver⸗ ——5 eingelaſſen, das ſeinerſeits teils aus orteilsgründen, teils auch aus Liebesneigung ſei ihr begonnen worden war. In Geſellſchaft eines Freundes, der dem Gericht wegen Zu⸗ ebenfalls kein Unbekannter mehr iſt, ernte er ſie als„Hofſängerin vom Na⸗ tionaltheater“ kennen. Am gleichen Abend ſoll er allerdings noch durch ſie ſelbſt von ihrem wirklichen Beruf erfahren Trotzdem ſcheute er ſich nicht, ge egentlich ſeiner öfteren Zuſammenkünfte bei ihr in der Gutemannſtraße und auch gelegentlich eines ge⸗ meinſchaftlichen Ausfluges auf den Dürkheimer Wurſtmarkt gerade friſchverdiente Geldbeträge anzunehmen, die dann gemeinſam und in übler Geſellſchaft vertrunken wurden. Auch ſchien er zu beabſichtigen, die Dirne wieder„ſolid“ zu machen, wozu er immerhin auch Anſätze zeigte. Aus dem Verhältnis zog er jedenfalls verſchiedentlich und in verſchiede⸗ ner Art und Form geldlichen Nutzen, genau wiſſend, woher das Geld ſtammte. Einem Freund gegenüber ſoll er auch geäußert haben: „Du kriegſt den Pulver undichtrete Alſo eine Auffaſſung, die bewies, wie ringend notwendig es war, daß dieſer junge Mann einen gehörigen Denkzettel durch das Gericht verabreicht erhielt. Die Gefängnisſtrafe von einem Jahr und drei Monaten abzüglich einem Monat Unterſuchungshaft möge ihn daher vor einem weiteren Lebenswandel dieſer Art gehörig warnen!—e— Aufkakt zum Reichsberufswelkkampf Appell im Muſenſaal/ Es ſpricht der Kreisleiter Am kommenden Freitag, 11. Februar, 18 Uhr, findet im Muſenſaal des Roſengartens die feierliche Eröffnung des Reichsbe ⸗ rufswettkampfes ſtatt. Der Kreisleiter Pg. Hermann Schneider wird das Wort ergreifen und die Mannhei⸗ mer Werkſcharen werden das Rahmen⸗ programm durchführen. Die Betriebsführer und Betriebsobmänner werden aufgefordert, dafür zu ſorgen, daß ſich ſämtliche Arbeitskameraden und Arbeitskame⸗ radinnen, die ſich zum friedlichen Wettkampf gemeldet haben, an dieſem Appell beteiligen. Karten zu 10 Pf. ſind bei ſämtlichen Orts⸗ waltungen erhältlich. Vom Nationaltheater. Heute Dienstag„Be⸗ gegnung mit Ulrike“, Komödie von Sig⸗ mund Graff. Inſzenierung: Friedrich Bran⸗ denburg. Morgen Mittwoch„Richter— nicht Rächer“. Generalmuſildirektor Karl Elmendorff hat die muſikaliſche Leitung, Inten⸗ dant Friedrich Brandenburg die Regie von Roſſinis komiſcher Oper„Der Barbier von Sevilla“, die am Freitag, 11. Februar, im Nationaltheater neueinſtudiert erſcheint. Am Samstag, 12. Februar, kommt zuen Vorabend von Richard Wagners Todestag„Siegfried“. Die Beſteller von Karten zum Faſchingskaba⸗ rett werden bei dem ſtarken Andrang in ihrem eigenen Intereſſe gebeten, die beſtellten Karten ſobald als möglich an der Kaſſe des National⸗ theaters abzuholen. Anordnungen der NSDAP Kreisleitung der NSDAP Ortsgruppen der NSDAP Humboldt. Am 8. und 9. 2. findet im„Kaiſergar⸗ ten“, Zehntſtraße 30, ein Lichtbildervortrag der Deut⸗ ſchen Kriegsgräberfürſorge ſtatt. Der Beſuch wird den Parteigenoſſen und Anwärtern dringend empfohlen. Waſſerturm. 10.., 20.15 Uhr, öffentliche Kund⸗ gebung im Planetarium. Für Parteigenoſſen, Partei⸗ genoſſinnen, Parteianwärter, Walter und Warte der DAß, NSV und NS⸗Frauenſchaft, ſowie die Mit⸗ glieder der Gliederungen und Formationen iſt Teil⸗ nahme Pflicht. Die Bevölkerung iſt eingeladen. Amt für Technik Fachgruppe DGfB. 9.., 20.15 Uhr, findet in der Handelshochſchule, A 4, 1, ein Vortrag über„Luftſchutz⸗ ingenieure und Architekten“ ſtatt. Anſchließend Ton⸗ film über„Bauſtahlgewebe(Eiſenſparende Bauweiſe)“. NS⸗Frauenſchaft Neueichwald. 8.., 20 Uhr, Singſtunde im Heim. Neckarſtadt⸗Oſt. 8.., 20 Uhr, Heimabend bei Bode. Erſcheinen aller Frauen iſt Pflicht. Waldhof. 8.., 20 Uhr, Beſprechung der Stab⸗ und Zellenfrauenleiterinnen in der Geſchäftsſtelle. Humboldt. 9.., 20 Uhr, Heimabend in der Lang⸗ ttraße 14. Der vorgeſehene Nachmittag muß wegen Platzmangel verlegt werden. Sandhofen. 9.., 20.30 Uhr, Pflichtheimabend mit dem Frauenwerk im„Adler“. 20 Uhr Zellenfrauen⸗ leiterinnen⸗Beſprechung im Geſchäftszimmer Hinter⸗ gaſſe 3. Feudenheim. 9.., 20.15 Uhr, Heimabend im Heim. Neckarau⸗Nord. 9.., 20 Uhr, Heimabend im Ge⸗ meindehaus. Deutſches Eck. 9.., 15 Uhr, findet in den Germa⸗ niaſälen, S 6, Koſtprobennachmittag über die Verwen⸗ dung der Kartoffel ſtatt. Alle Mitglieder der NSð und des Frauenwerks ſind dazu eingeladen. Achtung, Propaganda⸗Ortsabteilungsleiterinnen! Sämtliche noch nicht abgerechneten Karten ſind um⸗ gehend auf der Kreisfrauenſchaftsleitung abzurechnen. Abt. Jugendgruppe Waldhof. 8.., 20 Uhr, Heim⸗ abend in der Geſchäftsſtelle der NSDApP, Sandſtraße. Jrendgruppe Erlenhof. 9.., 20 Uhr, Heimabend in der Zeppelinſtraße 36. Grenz⸗ und Auslandſtelle 171 Die franzöſiſche Arbeitsgemeinſchaft findet am Diens⸗ tag, 8.., um 20 Uhr, im Verſammlungsſaal des Schlageterhauſes ſtatt. Kameraden, die ſich hierzu noch nicht gemeldet haben, aber Intereſſe daran haben, er⸗ ſcheinen ebenfalls. Es wird nochmals darauf hinge⸗ wieſen, daß die Teilnahme an der Arbeitsgemeinſchaft Dienſt iſt und jeden anderen HJ⸗Dienſt lt. Bannbefehl entſchuldigt. Gefolgſchaft 19/171(Humboldt). Am Mittwoch, 9. 2. tritt die ganze Gefolgſchaft um 20 Uhr in tadelloſer Uniform auf dem Neckarmarktplatz an. BDM Gruppe 21/171 Neuoſtheim. 8. 2. Gruppenheimabend Mannheim, Rheinstraße 1 in der Mädchenberufsſchule um 20 Uhr. Ausweis und Turnſchuhe mitbringen. Führerſchulungswerk. Am 10. 2. Teilnahme aller Gruppenführerinnen iſt Pflicht. Führeranwürterinnen! 10.., um 19.45 Uhr, An⸗ treten auf dem Untergau. Schreibzeug iſt mitzu⸗ bringen. Gruppe 12/171 Humboldt 2. Die Heimabende fallen dieſe Woche aus. 9. 2. treten die Schaften um 20 Uhr vor der Humboldtſchule zum Gruppenappell an. Bei⸗ trag mitbringen. Gruppenführerinnen! Meldungen zum Muſikkurs in Mosbach vom 15..—21. 2. Wir weiſen auf den Dich⸗ terabend 9. 2. mit Heinrich Zerkaulen hin. Einlaß⸗ karten ſind gegen Vorzeigen des BDM⸗Ausweiſes für 30 Rpf. an der Abendkaſſe zu erhalten. Fächer leeren! Gruppe 3/171 Friedrichspark. 9.., 20 Uhr, ſind die Mädel der Mädelſchaften A. Schäffner, A. Hartmann, M. Herweck, J. Gimfeld zum Heimabend in der Neckar⸗ ſchule. Die Deutsche Arbeitsfront Kreiswaltung Mannheim. Rheinstr. 3 Propaganda An die Ortspropagandawalter Betr. Feierliche Eröffnung des Reichsberufs⸗ wettkampfes Die Karten für den Appell am Freitag, den 11.., 18 Uhr im Muſenſaal, wobei der Kreisleiter, Partei⸗ genoſſe Schneider, ſprechen wird, ſind ſofort auf der Kreiswaltung abzuholen. Abt. Propaganda. Berufserziehungswerk der Deutſchen Arbeitsfront Betr. Arbeitsgemeinſchaft für Betriebsführung Am Dienstag, den 8. Februar, 20.15 Uhr. wird die obige Arbeitsgemeinſchaft fortgeſetzt. Es ſpricht der Kreiswirtſchaftsberater Pg. Prof. Dr. Thoms, über den nationalſozialiſtiſchen Muſterbetrieb. Wir bitt'n um pünktliches Erſcheinen. Zu dem jeweils montags und donnerstags von 19 bis 20.30 Uhr ſtattfindenden Lehrgang für Kurzſchrift, Stufe II, werden noch Anmeldungen entgegengenommen. Die Ortswaltungen: Bäckerweg, Horſt⸗Weſſel⸗Platz, Käfertal, Neuoſtheim, Rhein or und Strohmarkt haben ſofort wichtiges Material in G 1, 10, Zimmer 12, ab⸗ zuholen. Der Lehrgang Nr. 306, Textilwaren und Verkaufs⸗ kunde, fällt am Dienstag, den 8. Februar, aus. Der nächſte Unterrichtsabend iſt am 15. Februar. Am Mittwoch, den 9. Februar, werden die Lei⸗ ſtungsbeſcheinigungen für die Silbenzahlen 160, 180, 200, 220 und 240 verteilt. Wir bitten pünltlich um 19.15 Uhr anweſend zu ſein. Ortswaltungen Ortswaltung Neckarſpitze. Donnerstag, den 10.., Verſammlung im„Schwarzen Lamm“, 20 Uhr. Hier⸗ zu haben zu erſcheinen fümtliche Betriebsobmänner und ſämtliche Zellen⸗ und Blockwalter. Frauenabteilung Am Dienstag, 8.., 20 Uhr, Schulungsabend der Frauenabteilung im Leihamt, Platz des 30. Januar Nr. 1. K. Kraſt.nkreude Abteilung: Reiſen, Wandern, Urlaub Achtung, Winterurlauber! Folgende Urlaubsfahrten ſind ausverkauft: OF 1023 vom 13. bis 20.., Wal⸗ ſertal; Oß 1026 vom 20. bis 27.., Walſertal; Oß 1028 vom 20. 2. bis 7.., Hallthurm; Oð 1031 vom 27. 2. bis 13.., Walſertal; Oc 1032 vom 27. 2. bis 6.., Walſertal; OF 1041 vom 13. 3. bis 27.., Walſertal. Für folgende Winterurlaubsfahrten werden noch An⸗ meldungen entgegengenommen: uß 5/38 vom 13. bis 20. 2. 38 Allgäu, Pfron⸗ ten und Umgebung. Geſamtkoſten für Fahrt, Unter⸗ kunft und volle Verpflegung 31.50 RM.(mit Schi⸗ kurs.— RM. mehr). uß 7/38 vom 20.—27. 3. 38 nach Oberbayern, Reit im Winkel und Umgebung. Geſamtkoſten für Fahrt, Unterkunft und volle Verpflegung 35.40 Reichsmark(mit Schilehrgang.— RM. mehr). Außerdem alle Oß von 1022 bis Oß 1050 mit Aus⸗ nahme der oben angeführten. Frühzeitige Anmeldung iſt dringend erforderlich, da nur dadurch die Teil⸗ nahme an der Urlaubsreiſe geſichert iſt. Nach Berlin vom 2. bis 7. 3. 38 zur Automobilaus⸗ ſtellung. Koſten für Fahrt und drei Uebernachtungen mit Frühſtück 26.50 RM. Nur Fahrt(Verwandten⸗ beſuch) 17.— RM. Wanderung am kommenden Sonntag, 13. 2. Wein⸗ heim— Birkenau— Juhöhe— Jägerraſt— Linden⸗ ſtein— Heppenheim. Wanderzeit etwa 5 Stunden. Abfahrt ab OEG Meßplatz, 8 Uhr. Fahrkarten zu 70 Pf. ſind am Bahnſchalter zu löſen. Zum Winterſport auf den Ruheſtein am kommenden Sonntag mit Omnibus. Abfahrt ab Paradeplatz.30 Uhr, Rückkunft gegen 21.30 Uhr. Karten zu.— RM. ſind erhältlich: Plankenhof P 6 und Omnibusgeſell⸗ ſchaft Klingler, 0 6, 5. Auf Grund des Reichstagszuſammentritts am 20. 2. 1938 wird der für dieſen Tag vorgeſehene Sonderzug nach Bad Dürkheim mit Wanderungen und karnevali⸗ ſtiſchem Nachmittag nicht durchgeführt. Amt Kulturgemeinde Kammermuſik⸗Zyklus des Kergl⸗Quartetts, Mann⸗ heim in der„Harmonie“, D 2, 6, jeweils um 20.15 Uhr: 1. Abend am Dienstag, 8..:„Slawiſche Kammer⸗ muſik“; 2. Abend am Freitag, 18..: Schubert⸗Abend; 3. Abend am Dienstag, 29..: Beethoven⸗Abend. Preiſe: Dauerkarten für die drei Abende.—,.—, .— RM., Einzelkarten für Mitglieder der MaG.60, .90,.10,—.50 RM., Einzelkarten für Nichtmitglie⸗ der.—,.30,.50,—.70 RM. Vorverkauf: Koß⸗ Betriebswarte und ⸗geſchäftsſtellen Plankenhof p 6, Langſtraße 39a, Völk. Buchhandlung, Zigarrenkiosk am Tatterſall, Muſikhäuſer Heckel, Pfeiffer, Kretzſchmann. Ferner Verkauf an der Abendkaſſe der„Harmonie“. Groſter bunter Abend mit Theo Lingen und Guſtav Jakoby am Sonntag, 13.., im Nibelungenſaal um 20.15 Uhr. Preiſe:.50,.20,—.70 RM. Vorver⸗ kauf: Koͤß⸗Betriebswarte und⸗Geſchäftsſtellen Planken⸗ hof p 6 und Langſtraße 39a, Völk. Buchhandlung, Zigarrenkiosk Schleicher am Tatterſall. Wichtig für Ortswarte! Die Plakate für den bunten Abend am 13. 2. im Nibelungenſaaſ ſind ab heute mit⸗ tag auf dem Kreisamt„Kraft durch Freude“, Rhein⸗ ſtraße 3, abzuholen. Abt. Volksbildungswerk Am Mittwoch, 9. Februar, lieſt in der„Harmonie“, D 2, 6, um 20.15 Uhr Heinrich Zerkauren (Dresden) aus eigenen Werken. Preiſe: Mitglieder der Maͤc6 und Inhaber der Hörerkarte—.80 RM., Nichtmitglieder.10 RM. Vorverkauf: Kdỹ⸗Betriebs⸗ warte und ⸗Geſchäftsſtellen Plankenhof, p 6, Lang⸗ ſtraße 39a, Völkiſche Buchhandlung, Buchhandlung Bender, Zigarrenkiosk am Tatterſall, Muſikhäuſer Heckel, Pfeiffer, Kretzſchmann. Wegen dringender Verhinderung des Redners wird der Vortrag von Prof. Dr. Schultze, Jena,„Der Kampf der Großmächte um Lebensraum“ vom 10. 2. auf 4. 3. verlegt.— Die nächſte Veranſtaltung iſt der Vortrag von Prof. Dr. Künzig, Karlsruhe am 16. 2. 38 über „Deutſches Bauerntum im Banat“, mit Lichtbildern. Beide Vorträge finden in der„Harmonie“, D 2, 6, ſtatt. Einzelkarten 40 Pf., für Inhaber der Hörer⸗ karte 20 Pf. Achtung, Briefmarkenſammler! Tauſchabend der Deutſchen Sammlergemeinſchaft am Mittwoch, 9.., 20 Uhr, im Haus der Deutſchen Ar⸗ beit, p 4, 4/5. Der Beitrag für 1938 iſt fällig und kann an dieſem Abend entrichtet werden. Desgleichen ſind die Aufnahmeerklärungen reſtlos abzuliefern.— Gleichzeitig werden Beſtellungen auf Päckchenware des Reichspoſtminiſteriums entgegengenommen. Die Zu⸗ teilung dieſer Päckchen erfolgt in Zukunft nur durch die Vermittlung der Deutſchen Sammlergemeinſchaft. Die Tauſchabende finden auch in dieſem Jahre regel⸗ mäßig am 2. Mittwoch jeden Monats ſtatt. Sport für jedermann Dienstag, 8. Februar: Allgem. Körperſchule. Betriebsſportkurſez 12.45—13.45 Uhr, Halle im Werk, Schütte⸗Lanz, Rheinau; 14.15—15.15 Uhr, Halle im Werk, Schütte⸗ Lanz, Rheinau; 16.15—1715 Uhr, Halle im Werk, Schütte⸗Lanz, Rheinau; 17—18.30 Uhr, Schillerſchule, Enzinger, Union⸗Werke; 18—20 Uhr, Peſtalozziſchule A, Barmenia, Nordſternverſ. und Osram; 18—20 Uhr, Peſtalozziſchule B, Schenker& Co.; 20—21.30 Uhr, Peſtalozziſchule B, Engelhorn& Sturm.— Fröhl. Gymnaſtik u. Spiele.§ffene Kurſe für Frauen und Mädchen: 19.30—21 Uhr, Waldhoſſchule; 20—21.30 Uhr, Mädchenberufsſchule, Weberſtraße.— Betriebsſportkurſe: 17.20—19 Uhr, Halle im Betrieb, Boehringer& Söhne; 18—19.30 Uhr, Halle im Betrieb, Deutſche Bank; 20—21.30 Uhr, Friedrich⸗ ſchule, U 2, Warenhaus Schmoller; 20—21.30 Uhr, Mädchenberufsſchule, Geſchw. Gutmann.— Kinder⸗ gymnaſtik. 18—19 Uhr, Waldhofſchule.— Schwimmen. Offener Kurs für Hausfrauen:—10.30 Uhr, Städt. Hallenbad, Halle 2.— Betriebs⸗ ſportkurs: 18.30—20 Uhr, Städt. Hallenbad, Halle 2, Hildebrandmühle.— Volkstanz. Offener Kurs für Burſchen und Mädel: 20—21.30 Uhr, Liſelotteſchule, Colliniſtraße.— Jiu⸗Jitſu. Of⸗ fener Kurs für Männer und Frauen: 20—21.30 Uhr, Vorhalle der Gymnaſtikhalle, Stadion. — Reiten Offene Kurſe für Frauen und Männer: 16—17 Uhr, Reithalle, Städt. Schlacht⸗ und Viehhof; 17—18 Uhr, Reithalle, Städt. Schlacht⸗ und Viehhof. S* —5—————. 83 2 2 3 5— 4 3 3 e 9 5 7* 3 5 5633 20 li.* 7575„ Dienstag, 8. Januar „Hakenkreuzbanner“ Letzte badiſche meldungen Eltern, paßt auf eure Kinder auf! „Karlsruhe, 7. Febr. Vor einigen Tagen iſt ein 304 Jahre alter Junge in der Küche der elterlichen Wohnung in Anweſenheit der Eltern rückwärts in eine mit kochender Wäſche am Boden ſtehende Kinderbadewanne gefallen. Das Kind zog ſich am Rücken und an beiden Armen ſtarke Verbrennungen zu und ſtarb an den Fol⸗ gen der Verletzungen. Zwei neue Fachſchulen Pforzheim, 7. Febr. In einer Ratsher⸗ renſitzung gab Oberbürgermeiſter Kürz die Er⸗ richtung zweier neuer Fachſchulen bekannt. An der Gewerbeſchule I erſteht eine Meiſterſchule für Präziſionsmaſchinen und Werkzeugbau mit einem Sommer⸗ und Winterſemeſter ſowie eine gewerbliche Berufsfachſchule, in der zukünftige Lehrlinge des Kraftfahrzeughandwerks eine ein⸗ jährige Vorlehre durchlaufen. Beim Spiel erſchoſſen * Lahr, 7. Febr. Im Garten eines Land⸗ wirts in Nonnenweiher ſchoſſen einige Jungen mit einem Flobertgewehr. Hierbei wurde der 16 Jahre alte Richard Moll von einem 17jähri⸗ gen Kollegen ſo unglücklich an der Schläfe ge⸗ troffen, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Auf geliehenem Motorrad verunglückt * Säckingen, 7. Febr. An der als gefähr⸗ lich bekannten Straßenkreuzung bei der Um⸗ gehungsſtraße verunglückte ein Motorradfahrer auf einem geliehenen Motorrad. Mit einem wurde er ins Krankenhaus einge⸗ liefert. Meiſterſchule für das Malerhandwerk * Freiburg, 7. Febr. Dem Amtsblatt des badiſchen Unterrichtsminiſteriums vom 7. Fe⸗ bruar zufolge wird an der Gewerbeſchule I in eine„Meiſterſchule für das Maler⸗ andwerk(Fachſchule)“ als Höhere Gewerbe⸗ ſchule errichtet. In dieſer Meiſterſchule ſoll den zukünftigen Meiſtern des Malerhandwerks eine über den Rahmen der Gewerbeſchule hinaus⸗ gehende Fachbildung vermittelt werden, um ſie für die Ablegung der Meiſterprüfung in fachlicher und charakterbildender Hinſicht vor⸗ zubereiten. Die Teilnehmer haben während wenigſtens zwei Halbjahren den Lehrgang der Meiſterſchule mit einem Wochenſtundenunter⸗ richt von 50 Stunden, wovon 23 Stunden auf den Werkſtattunterricht entfallen, zu beſuchen. Der Lehrgang findet vorerſt jeweils nur im Winterhalbjahr ſtatt. Schwarzkitteln wird aufs Fell gerückt * Waldshut, 7. Febr. Nachdem in der letzten Zeit die Wildſchweine beträchtlichen Scha⸗ den angerichtet hatten, gelang es dieſer Tage in der Nähe von Detzeln mehrere der Schwarz⸗ kittel zu erlegen. Man geht jetzt allgemein mit großem Eifer daran, den Wildſchweinen das Leben ſauer zu machen. Brandſtifter kommt in eine Heilanſtalt Konſtanz, 7. Febr. Die Große Strafkam⸗ mer des Landgerichts Konſtanz hatte ſich mit dem 31jährigen ledigen Eugen Schroff aus Heudorf bei Meßkirch zu beſchäftigen, der durch ſeine Brandſtiftungen ſeine Heimatgemeinde jahrelang in Angſt und Schrecken hielt. Acht⸗ mal hat der unzurechnungsfähige Angeklagte Feuer gelegt und dadurch das deutſche Volks⸗ vermögen um Zehntauſende von Reichsmark geſchädigt. Da der Angeklagte für ſeine Taten nicht verantwortlich—— werden kann, wurde ſeine dauernde Unterbringung in einer Heil⸗ und Pflegeanſtalt angeordnet. Veriwolle kntdeckung in der badiſchen Tandesbibliother Das anlijüdiſche Buch des Salvagus Porchelus mit eigenhändigen Randgloſſen Luthers * Karlsruhe, 7. Febr. Im Jahre 1534 veröffentlichte Martin Luther kurz hintereinan⸗ der ſeine beiden bekannten Flugſchriften gegen die Juden:„Von den Juden und ihren Lügen“ und„Vom Schem Hamphoras“. In ſeiner ſtar⸗ ken, oft derb⸗heftigen Sprache griff der Refor⸗ mator die jüdiſche Religion und Lebensart an. Er gab ſogar den Rat, die Synagogen zu ver⸗ brennen, den Rabbinern das Lehren zu ver⸗ bieten, das Wuchertreiben der Juden nicht mehr zu dulden, ſie zu ehrlicher Arbeit zu zwingen oder am beſten ſie einfach zum Land hinaus⸗ zutreiben. Bei ſeinen Auseinanderſetzungen mit den jü⸗ diſchen Lehren ſtützte ſich Luther, wie er ſelbſt bezeugt, auf einige mittelalterliche Autoren. Gleich zu Beginn der Schrift„Vom Schem Hamphoras“ ſagt der Reformator:„Im letzten Büchlein hab ich verheißen, ich wollt hienach laſſen laufen, was die raſenden, elenden Juden von ihrem Schem Hamphoras lügen und lä⸗ ſtern, wie davon ſchreibt Porchetus in ſeinem Buch, Victoria genannt.“ Die Lutherforſchung hat längſt feſtgeſtellt, daß Doktor Martinus das lateiniſch geſchriebene Werk des im 14. Jahr⸗ hundert lebenden Genueſer Kartäuſermönchs Salvagus Porchetus vermutlich in einem 1520 in Paris erſchienenen Druck benutzt hat. Eine wichtige Guelle LTuthers Und wirklich handelt es ſich bei dem vom Verfaſſer dieſer Zeilen als Luthers Exemplar erkannten Porchetus⸗Druck der Badiſchen Lan⸗ desbibliothek um dieſe Ausgabe. Zahlreiche Randgloſſen, mit ſchwarzer oder roter Tinte ge⸗ ſchrieben, ſtehen neben dem Text. Nur ein klei⸗ ner Teil derſelben rührt von Luthers Hand; ſie intereſſieren uns natürlich am meiſten. Ihr Wert liegt darin, daß gerade die Stellen des Porchetus, zu denen der Reformator etwas an — WM—— 2—— VCTGRXPOE cheti aduerſus impios Hebręos, in qua tum ex ſac ris literis, tum ex di⸗ ctis Talmud, ac Caballiſtarũ, et aliorũ omniũ autho⸗ licę fidei. EXx RECOGCGNIII 0 e Pre⸗ icatorij, epiſcopi Ne⸗ Kat Cum gratia et pꝛiuilegio. —— ——— Ausschnitt aus dem Titelblatt des in der Bad. Landes- bibliothek entdeckten antijüdischen Buches aus Martin Luthers Besitz mit eigenhändigen Randglossen des Reformators. Aufnahme: Riegger den Rand ſchrieb, auch in ſeine Flugſchriften verarbeitet worden ſind, gelegentlich faſt im ſelben Wortlaut der Randnote. Hier begegnen fllter Marrenbrauch kommt zur broßſtadt Die Oberrheiniſchen Uarrenzünfte in Karlsruhe Karlsruhe, 7. Febr. Am Samstag und Sonntag weilten die im Verband Oberrheini⸗ ſcher Narrenzünfte zuſammengeſchloſſenen Nar⸗ rengilden aus Breiſach, Freiburg, Herdern, Lahr, Lörrach, Säckingen, Staufen und Zell i. W. zu Gaſt, um einmal bei zwei karnevaliſti⸗ ſchen Veranſtaltungen das bunte Bild noch lebensfroher und farbenfreudiger zu geſtalten und zum anderen, um bei einer Morgenfeier ſelbſt attiv in Tanz und Geſang aufzutreten. Die erſte herzliche Begrüßung wurde den im Verlaufe des Samstagnachmittag hier in recht ſtattlicher Zahl eingetroffenen Angehörigen der Narrenzünfte und ⸗gilden am Samstagabend zu Beginn einer Feſtſitzung der Großen Karls⸗ ruher Karnevalsgeſellſchaft zuteil. Beim Ein⸗ marſch in den großen Feſthalleſaal wurden ſie von dem dieſen bis auf den letzten Platz fül⸗ lenden Publikum mit Händeklatſchen und frohen Zurufen begrüßt. Sie hatten ſämtlich auf dem Podium Platz genommen und gaben mehrfach durch ihre rege Teilnahme an den Vorgängen der mit richtigem Faſtnachthumor Zwischen Neckar und Bergstraſe teilung bringen. Den Turnern Hugo Meng, Paul Knupfer und Walter Stahl wurde LCadenburger Uachrichten * Die Fasnacht hat nun auch in Ladenburg ihren Einzug gehalten; zwar waren es einſt⸗ weilen nur zwei Kappenabende, die am Sonn⸗ tag im„Badiſchen Hof“ und im„Stern“ ab⸗ gehalten wurden, aber weitere Ereigniſſe ſtehen in Ausſicht. Es geht das Gerücht, daß am 19. Februar ein Städtiſcher Maskenball ſtatt⸗ ——— und die„Zwiwwl⸗Narre“ werden in ieſem Jahr ebenfalls wieder mit gewohntem Unternehmungsgeiſt ans Werk 7 0 Für die nächſten Wochen ſtehen alſo allerhand Ueber⸗ raſchungen in Ausſicht. * Kundgebung der NSDApP. Die am Sams⸗ durchgeführte Kundgebung der NeDaAp mit Reichsredner Bauer erwies ſich wieder als ein voller Erfolg. Die Turn⸗ alle war, wie immer bei derartigen Veran⸗ taltungen, überfüllt; die Ausführungen des Redners über„Die Stärkung der Nation“ wa⸗ ren gerade im Hinblick auf die jüngſten Er⸗ eigniſſe beſonders aufſchlußreich und hinterlie⸗ ßen bei allen Zuhörern einen tiefen Eindruck. Die weltanſchauliche Aufklärung aller Volks⸗ genoſſen macht auch in Ladenburg ihren Weg. Stoßtrupp 1917. Dieſer Film läuft morgen, Mittwoch, 20.30 Uhr, im Lichtſpielhaus Laden⸗ burg. Die Gaufilmſtelle der NSDAP und die Nationalſozialiſtiſche Kriegsopferverſorgung, als Veranſtalter des Abends, zeigen in„Stoß⸗ trupp 1917“ das Fronterlebnis des großen Völkerringens 1914—18. Der Film iſt jugend⸗ frei und hat das Prädikat: Staatspolitiſch wertvo.. Aus Ueckarhauſen Erfolgreiche Turner. Anläßlich des am Samstagabend im„Badiſchen Hof“ abgehal⸗ tenen Vereinsballs des Turnvereins Neckar⸗ hauſen konnte Vereinsführer Stefan Frei einige wohlverdiente Auszeichnungen zur Ver⸗ das Reichsjugendſportabzeichen überreicht, ebenſo der Turnerin Erna Walther, die wohl als erſte in Neckarhauſen dieſe Ehrung empfangen durfte. * Mahnung an ſäumige Zahler! Folgende Gemeindegefälle ſind bis längſtens 1. März 1938 an die hieſige Gemeindekaſſe zu bezahlen, andernfalls Betreibung auf dem Zwangswege erfolgt: 1. Gemeindeumlage 1. Viertel 1937/38, 2. Gebäudeſonderſteuer 1. Viertel 1937/38, 3. Waſſerzins 1. Viertel 1937/38, 4. Bürgerſteuer Kalenderjahr 1937, 5. Ackerpacht für Edingen berichtet * Sportvereinigung„Fortuna“. In der Haupt⸗ verſammlung, die am Sonntagnachmittag ſtatt⸗ fand, wurde der ſeitherige Vereinsführer Ernſt B511 wiedergewählt; zum ſtellvertretenden Vereinsführer beſtimmte er Ernſt Bachtaler, zum Schriftführer Kurt Antoni, zum Kaſſier Karl Götz und zum Techniſchen Leiter Leon⸗ hard Schreckenberger. * Die Kundgebung der NSDAp,, in der Pg. Meyer, Hannover, über das Thema„Die Stärkung der Nation“ ſprach, war ſehr gut be⸗ ſucht. Den Ausführungen des Redners wurde reicher Beifall zuteil. „* Handball. Turnverein Edingen unterlag im Handballſpiel gegen„Jahn“ Neckarau knapp mit:6 Toren. Ueẽnes aus Schriesheim * Im Kreisaltersheim feierte am Montag der frühere Ladenburger Straßenwart Eiſen⸗ hut ſeinen 70. Geburtstag.— Ein anderer Be⸗ wohner des Altersheims err Johannes Schmitt Kaufmann aus Mannheim, wird heute 86 Jahre alt. Wir gratulieren. durchzogenen Sitzung dem Publikum Anlaß, ſo recht aus ſich heraus zu gehen. Daß ſie auch »ſpäter beim Ball im Mittelpunkt ſtanden, war ganz ſelbſtverſtändlich. Ins richtige Fahrwaſſer kamen dann die ober⸗ badiſchen Narrengäſte bei einer am Sonntag⸗ vormittag im Badiſchen Staatstheater abge⸗ haltenen Morgenfeier. Bei einem von dem Freiburger Wilhelm Fladt in ſchwungvolle Verſe geſetzten„Oberrheiniſchen Narrenſpiel“ hatte das zahlreich erſchienene Karlsruher Pu⸗ blitum Gelegenheit, nicht nur die Bekleidun⸗ gen und Masken, ſondern auch die eigenartigen Tanzbräuche auf das Beſte zu beobachten. Das Spiel ging vor dem Schirmherrn der Zünfte am Oberrhein, Kaiſer Rudolf von Habsburg und dem Schirmvogt der Zünfte, Edler Peter von Ratſamhauſen vor ſich. Die Zunftkapelle Breiſach unter Otto Hinſche ſpielte auf, der Präſident der Oberrheiniſchen Narrenzünfte, Harry Schaefer, ihr Gründer und reger Be⸗ treuer, hatte die Spielleitung. Hatten vor Jah⸗ ren ſchon in einer ähnlichen Morgenfeier Nar⸗ ren und Närrinnen aus dem Bodenſeegebiet ihre eigenartigen Gebräuche gezeigt, ſo war es nunmehr für die Karlsruher von höchſtem In⸗ tereſſe, die Zünfte und Gilden der närriſchen Welt aus der Oberrheinlandſchaft ſo lebensnah beiſammen zu ſehen. Es gab natürlich viel Beifall, einige der Vorführungen mußten wie⸗ derholt werden, der Spielverfaſſer Wilhelm Fladt wurde beſonders geehrt. Nach der Morgenfeier zogen die Oberrheini⸗ ſchen Narren durch einige der Hauptſtraßen von einem ſehr zahlreichen, den Weg einſäumenden Publikum durch Zuruf und Winken freudig begrüßt. Im Zug, den Fanfarenbläſer von Rheinfelden und Herolde zu Pferd eröffneten, gingen auch die Mitglieder des Elfer⸗ und des Großen Rates der Karlsruher Karnevalgeſell⸗ ſchaft, und es war ſelbſtverſtändlich, daß auch die Südſtadtindianer in prächtigem Feder⸗ ſchmuck nicht fehlten. Im Anſchluß an dieſen Umzug und zugleich als Abſchluß des eindrucksvollen„Gaſtſpiels“ fand in den karnevaliſtiſch ausgeſchmückten Räumen der„Eintracht“ ein echtes Narren⸗ eſſen— Lignſenſuppe mit Karlsruher Serve⸗ latwurſt und Brot— ſtatt. Hier ſpielte zur Freude aller der Kreismuſikzug der NSDAP unter Muſikzugführer Falkenberg auf. Der Vor⸗ ſitzende des Verkehrsvereins Karlsruhe, Re⸗ gierungsbaumeiſter Bruniſch, begrüßte die Erſchienenen und dankte allen, die an den Ver⸗ anſtaltungen teilhatten. Als ſichtbares Zeichen dieſes Dankes überreichte er Oberſpielleiter Harry Schaefer die goldene Medaille für Ver⸗ dienſte des Verkehrsvereins. Die Stadt Karls⸗ ruhe ließ ihm einen Weinkrug aus der Karls⸗ ruher Majolika aushändigen. Oberzunftmei⸗ ſter Scheu von Freiburg⸗Herdern ließ einen Büttenvortrag ſteigen, worauf Harry Schaefer namens aller Narren und Närrinnen vom Oberrhein Dank für die gaſtfreundliche Auf⸗ nahme ſagte. Er verlieh dann beſondere Ehrengauklerabzeichen an den Präſidenten der Karlsruher Karnevals⸗Geſellſchaft, Direktor Hannagarth, Regierungsbaumeiſter Bru⸗ niſch, Verkehrsdirektor Lacher und General⸗ intendant Dr. Himmighoffen, nũ, quos reci⸗ iũt, monſtratur 232 — catho⸗ ſ 2 2. 5 wir lateiniſchen Randbemerkungen, dort ſt neben dem Satz einer Rabbinerüberlieferu kurz und bündig deutſch:„Lüg dich nicht tod, bruder.“ Die wechſelvolle Geſchichte des Buches Ueber die Geſchicke unſeres Luther⸗Buchez geben Notizen auf dem Titelblatt einige Kunde. Luthers Sohn Paul ſchenkte es an Heinrich Moller, der als Profeſſor der hebräiſchen Sprache von 1560—1574 an der Univerſität *WMittenberg wirkte und 1589 in Hamburg ſtarb, Moller ſchrieb voller Stolz auf das Titelblatt: „Ex Libris Martini Lutheri“. Ein Jahrhundert ſpäter etwa gelangte der Druck in den Beſitz des namhaften Theologen und Orientaliſten Hermann von der Hardt, Profeſſor an der ehe⸗ maligen braunſchweigiſchen Univerſität Helm⸗ ſtedt, dann als Stück einer großen und koſtbar Bücherſammlung als Erbſchaft an deſſen Neffen Anton Julius von der Hardt. Und endlich im Jahre 1786 wurde er bei der Verſteigerung der Bibliothek des Anton Julius von der Hardt in Helmſtedt mit einer großen Zahl wertvoller Handſchriften und Druckwerke für die badiſche Hofbibliothek erworben. Möglicherweiſe hat der damalige Hofbibliothekar Molter oder einer der ſpäteren Bibliothekare gelegentlich geſehen, daß die Karlsruher Bibliothek damit ein Buch Mar⸗ tin Luthers in ihren Beſitz bekommen ha Aber was half es, dies Wiſſen wurde nicht den Nachfolgern und nicht der Lutherforſchung zugänglich gemacht. Damit blieb das Buch in ſeinem Wert unerkannt, zwar in den Katalogen unter Porchetus auffindbar, doch niemand konnte dem Katalogzettel anſehen, was nur das Buch ſelbſt, nun unter Hunderttauſenden von ſeinesgleichen im Magazin ſtehend, offenbarte: daß es einmal Luthers Eigentum war. Wertvoll für die Tutherforſchung Beſonders ſeit dem Jubiläumsjahr 1883 hat ſich die Lutherforſchung darum bemüht, die in Bibliotheken und Archiven erhaltenen Original⸗ Lutherhandſchriften und ⸗drucke und auch die erhaltenen Bücher aus Luthers Bibliothek auf⸗ zuſpüren. Was nun die letzteren betrifft, ſo das bis heute Bekannte überraſchend geri an Zahl. Von dem nachweislich ſehr großen Buchbeſitz eines Mannes, der einem Jahrhun⸗ dert das Gepräge gab, der zu den ſchickſalhaf⸗ teſten Geſtalten deutſcher Geſchichte gehört, ſind nur 17 Bücher uns überkommen. Dazu no ſieben weitere, die, dem Auguſtinerkloſter Erfurt gehörig, dort von Luther geleſen und mit Randgloſſen verſehen worden ſind. 1 Der Porchetus⸗Druck der Landesbibliothek tritt nun hinzu zu dieſer kleinen Buchreihe, von denen über die Hälfte Ausgaben der Bibel oder von Bibelteilen ſind. Als Dokument der Auseinanderſetzung Luthers mit dem Juden⸗ tum bedeutet er uns in heutiger Zeit mehr als nur eine bibliophile Koſtbarkeit. Dr. Gerhard Kattermann. Die erſte bergmänniſche Berufsſchule * Karlsruhe, 7. Febr. Im Schulraum des Kaliwerkes Buggingen wurde dieſer Tage die erſte bergmänniſche Berufsſchule im Gau Baden in Anweſenheit von Bergrat Land⸗ ſchütz als Vertreter des Finanz⸗ und Wirt⸗ ſchaftsminiſteriums, des Direktors Bläſi für das Unterrichtsminiſterium und des Leiters der Bezirksgewerbeſchule Müllheim feierlich eröff⸗ net et. Solche Schulen ſollen in allen Bergwerk betrieben mit mehr als 500 Mann Belegſchaft errichtet werden. Sie dienen der planmäßigen Berufsvorbildung der jungen Bergleute un Handwerker im Bergwerksbetrieb. In dreijäh⸗ riger Schulungsarbeit wird aus ihnen ein Nachwuchs von jährlich 15 bis 20 Mann hervorgehen. Die Schulung iſt einmal welt⸗ anſchaulich-politiſcher Art, zum anderen dient ſie berufstechniſch der theoretiſchen und prakt ſchen Ausbildung. Die bergmänniſche Beruf ſchule ſtellt für die beteiligten Schüler einen vollgültigen Erſatz für die Fortbildungsſchule dar. Sie befindet ſich jeweils im Werk und 92 damit den Gedanken der Werksverbunde eit. Im Zeichen der Goldmaske * Pforzheim, 7. Febr. Dieſes Woche ende hat der Pforzheimer Faſching im trad tionellen„Goldball“ einen ſeiner erſten H punkte erklommen. Ein tolles Faſchingstreibe tanzte und bewegte ſich durch die Räume d Städtiſchen Saalbaues. Die Stadt hat nicht a „Gold“ und„Silber“ geſpart, um den ſtä ſchen Bällen eine prunkvolle glitzernde Ausſta tung als Hintergrund zu erſtellen. Das Grund⸗ motiv der von Bühnenbildner Alex Vogel ent⸗ worfenen Ausſtattung iſt die„goldene Maske“, Rieſenhafte goldene Masken ſchauen dich a Mit dieſen Masken hat es eine beſondere Be⸗ wandtnis. Vor einem Jahr tauchte ſie zu erſtenmal auf. Eine Gruppe von Mädchen zeigte im Faſchingsumzug 1937 das„Pforzhei mer Fasnachtskoſtüm“. Sie trugen gold Masken und ſchöngeſchnittene Koſtüme aus lem Stoff, der über und über mit Handmalere bedeckt war. Einheitlich in Schnitt und läßt dieſes Koſtüm doch der Phantaſie kunſtliebenden Pforzheimers alle Möglichke offen. Im Straßentreiben der Masken un auf Bällen erregte die„Goldmaske“ Aufſeh Sie erhielt einen erſten Preis. In dieſem Jahr den werden etliche hundert ſolcher Goldmasken de Pforzheimer Faſching überſchwemmen. winn von 7,5 maß keineswe⸗ denerwartunge nicht gänzlich gungen leiten: mit einem wei ſion beſonders bei einer Annä gar bei ſeiner mehr mit ſo gt rechnen d ſpielsweiſe dur des im Zuge Berlins erhebl orge getroffen So beklagen; Aktionärs ſein 4 v.., die ja wird als durch lung. Es zeigt durch Obligatio ewieſen haben eteiligung an Alktionäre werd den müſſen, da loſen Zeit(letzt als erſte Divide Die Zunahme teriſtert durch d von 316 Mill.? Auftragseingan⸗ 380 Mill. RM. ſchäft. Die Bel gleichmäßig auf wirkt. Der Ex ungefähr den g im Vorjahre. landsgeſchäfts 1 ene 0 ſonders in Am⸗ werb iſt nach 1 ſeins unausgen ganzen Welt. 2 nutzung ſeiner Stelle ſtehen. 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Der Reinge⸗ winn von 7,505 Mill. RM. kennzeichnet dieſes Aus⸗ maß keineswegs. Wenn infolgedeſſen erhöhte Dividen⸗ denerwartungen ſeſtzuſtellen waren, ſo entbehrten dieſe nicht gänzlich der Begründung. Es wäre ohne Zweifel möglich geweſen, eine höhere Dividende als 4 v. H. für das im Verhältnis von:1 bei der Sanierung zuſammengelegte und auf 120 Mill. RM. erhöhte Aktienkapital zu zahlen. Trotzdem muß man die Poli⸗ tik der Verwaltung billigen, die zunächſt auf die in⸗ nere Stärkung und Konſolidierung des Unternehmens bedacht iſt. Sie ließ ſich dabei von folgenden Erwä⸗ gungen leiten: Wenngleich man auch für die Zukunft mit einem weiteren guten Geſchäft rechnen darf, ſo iſt doch zu berückſichtigen, daß die ſtarke Zunahme der Beſchäftigung im vergangenen Jahre die Kapazitäts⸗ gusnutzung ſehr ſtark an die Grenze des Optimismus herangerückt hat. Das bedeutet, daß ſich im vergange⸗ nen Geſchäftsjahr die Auswirkung der Koſtendegreſ⸗ ſion beſonders bemerkbar gemacht hat, daß man aber bei einer Annäherung an das Kapazitätsoptimum oder gar bei ſeiner Ueberſchreitung in der Zukunft nicht mehr mit ſo günſtigen Auswirkungen der Koſtendegreſ⸗ ſton rechnen darf. Weiter erwachſen der AEG bei⸗ ſpielsweiſe durch den Neubau des Verwaltungsgebäu⸗ des im Zuge der großen ſtädtebaulichen Neuplanung Berlins erhebliche Aufgaben, für die ſchon jetzt Vor⸗ ſorge getroffen werden muß. So beklagenswert es daher auch vom Stande des Aktionärs ſein mag, daß er bei einer Dividende von 4 v.., die ja unter Berückſichtigung der Zuſammen⸗ legung des Aktienkapitals nur etwa einer Dividende von 1½ v. H. entſpricht, erheblich ungünſtiger geſtellt iſt, als der Inhaber von Obligationen, ſo wird man doch dem Standpunkt beipflichten müſſen, daß auch das Intereſſe des Aktionärs auf lange Sicht durch eine innere Stärkung des Unternehmens beſſer gewahrt wirb als durch eine verfrühte höhere Dividendenzah⸗ lung, Es zeigt ſich hier jene Gefahr der Finanzierung durch Obligationen, auf die wir bereits mehrfach hin⸗ ewieſen haben. Die Gefahr nämlich, daß dadurch die Helelligung an Unternehmungen ihres unternehme⸗ kiſchen Charakters entkleidet wird, der ja eben in der Bereitſchaft zur Uebernahme von Riſiken beſteht. Die Aktionäre werden ſich recht oder ſchlecht damit abfin⸗ den müſſen, daß ſie nach einer längeren dividenden⸗ loſen Zeit(letzte Dividende 1929/½0: 7 v..) nunmehr als erſte Dividende nur 4 v. H. erhalten. Die Zunahme des Geſchäfts wird am beſten charak⸗ leriſtert durch die Umſatzzahlen. Der Umſatz iſt von 316 Mill. RM. auf 397 Mill. RM. geſtiegen. Der Auftragseingang garantiert mit 576 Mill. RM. gegen 380 Mill. RM. im Vorjahre ein weiter günſtiges Ge⸗ ſchäft. Die Belebung des Geſchäfts hat ſich ziemlich gleichmäßig auf das Inland und das Ausland ausge⸗ wirkt. Der Erport hat mit etwa 20 v. H. ebenfalls ungefähr den gleichen Anteil am Geſamtgeſchäft wie im Vorjahre. Die zukünftige Entwicklung des Aus⸗ landsgeſchäfts wird mit Rückſicht auf die ungünſtige konfunkturelle Entwicklung in einzelnen Staaten, be⸗ ſonders in Amerila, vorſichtig beurteilt. Der Wettbe⸗ werb iſt nach wie vor groß infolge des Vorhanden⸗ ſeins unausgenutzter Produttionskapazitäten in der ganzen Welt. Deutſchland dürfte hinſichtlich der Aus⸗ nutzung ſeiner Produktionskapazitäten heute an erſter Stelle ſtehen. Das Geſchäft iſt im übrigen weitgehend unüberſichtlich, da es nicht von Markttendenzen ab⸗ hängt, ſondern von dem Willen der politiſchen Führer anderer Staaten und von der Unternehmungsluſt kapi⸗ talkräftiger Einzelperſönlichkeiten. Das gut angelaufene Chinageſchäft hat durch die kriegeriſchen Verwicklungen eine Beeinträchtigung erlitten, ebenſo wie in Spanien. Gut ſind die Ausſichten nach wie vor in Mandſchuluo. Die Preiſe ſind infolge des ſtarken internationalen Wettbewerbs nach wie vor etwas gedrückt. Die Gefolgſchaft der AéEc iſt von rund 49 000 auf 57 000 geſtiegen. Infolge der Neueinſtellung, ins⸗ beſondere von Jugendlichen(insgeſamt befanden ſich am Ende des Geſchäftsjahres 1700 Jugendliche in Ausbildung), hat ſich die Altersgliederung der Gefolg⸗ ſchaft in der Richtung einer Verjüngung etwas ver⸗ ſchoben, eine Entwicklung, die bereits im Vorjahre als notwendig herausgeſtellt wurde. Löhne und Gehälter ſind von 106,6 Mill. RM. auf 130,6 Mill. RM. ge⸗ ſtiegen(ungefähr 22 v..). Die Sozialleiſtungen haben ſich von 13,8 Mill. RM. auf 16,3 Mill. RM. erhöht (geſetzliche und freiwillige). Die freiwilligen Sozial⸗ leiſtungen ſind nicht im gleichen Ausmaß geſtiegen wie die geſetzlichen, was ſich daraus erklärt, daß ſie zu einem großen Teil in den Leiſtungen für die Alters⸗ verſorgung beſtehen. Die Zunahme der Geſolgſchaft lann ſich alſo darin nicht ſofort auswirken. Die AEG zahlte im Berichtsjahre insgeſamt Penſionen in Höhe von 3 925 350 RM. Auf die einzelnen Zweige des Geſchäftes ha: ſich die Belebung ziemlich gleichmäßig ausgewirkt. Den Beſtrebungen zum Austauſch deviſenbelaſte⸗ ter Rohſtoffe durch heimiſche Roh⸗ und Werlſtoffe hat die AEch ſelbſtverſtändlich ebenfalls große Auf⸗ merkſamkeit gewidmet. Insbeſondere iſt dabei zu er⸗ wähnen die Zuſammenarbeit mit der Roſenthal⸗Ge⸗ ſellſchaft in der Roſenthal⸗Iſolatoren Gmbo, an der Roſenthal und die AEc zu je 50 v. H. beteiligt ſind. Geheimrat Bücher betonte ſehr ſtart die Notwendigkeit, jeden neuverwendeten Stoff aufs gründlichſte zu prü⸗ fen. Mit Rückſicht auf die Betriebsſicherheit der An⸗ lagen iſt das zweifellos richtig. Andererſeits drängt der Austauſch. Es wird ſich daher empfehlen, auch hier möglichſt ſchnell zuverläſſige Kurzprüfungs⸗ verfahren herauszuarbeiten. In der Bilanz weiſt das Anlagevermögen mit 81,5 Mill. RM. gegen 80,1 Mill. RM. im Vor⸗ Ein Rekord Die beiden Siemens⸗Firmen legen die Geſchäftsbe⸗ richte für das am 30. September abgelaufene Geſchäfts⸗ jahr 1936/37 vor, aus denen die ſtarke Beteiligung des Siemens⸗Konzerns an den Aufgaben des Vierjahres⸗ planes hervorgeht. Der Konzern konnte die Zahl ſeiner Gefolgſchaftsmitglieder einſchließlich der abhängigen Geſellſchaften im In⸗ und Auslande um weitere 20 000 (im Vorjahre— 16 000) ſteigern und verfügt damit über die rieſige Gefolgſchaft von 157 000 Mann, das iſt die doppelte Anzahl, als ſie der Siemens⸗Konzern im ſchärfſten Kriſenjahr 1931/½2 beſchäftigte. Umfatz⸗ mäßig kommt dieſe Entwicklung in den ſtark geſtiege⸗ nen Ziffern zum Ausdruck. Bei beiden Geſellſchaften macht die Steigerung je etwa 20 v. H. aus, ſo daß ſich ein Geſamtumſatz von 866 Millionen Reichsmark(i. V. 726 Millionen Reichsmart) einſchließlich der gegenſei⸗ tigen Lieferungen beider Geſellſchaften ergibt. Erfreu⸗ licherweiſe hat auch das Auslandsgeſchäft an der Um⸗ ſatzſteigerung in erheblichem Umfange teilgenommen. Es gelang der Geſellſchaft, den Beſtelleingang für die deutſchen Betriebe gegenüber dem Vorjahr um mehr als ein Viertel zu ſteigern. Dabei zeigte ſich bezeich⸗ nenderweiſe bei der Siemens⸗Halste⸗AG die ſtärlſte Belebung in Ueberſee. Der Verwaltungsbericht hebt beſonders hervor, daß der Beſtelleingang beider Geſellſchaften einſchließlich der Tochtergeſellſchaften, aber ohne die Siemens⸗Bau⸗ Union, zum erſten Male ſeit dem Beſtehen Die Reichs-Kredit-Gesellschaft erstattet Bericht Große Intensität bei der Pflege des Auflenhandels Auf die Reichs⸗Kredit⸗Geſellſchaft, welche neben der Herliner Handelsgeſellſchaft zu den filialloſen Groß⸗ Hanten gehört, hat ſich die bekannte Art der Finanzie⸗ zung des zweiten Vierjahresplanes, die allgemeine Ver⸗ Aul, Des in der Wirtſchaft und die intenſive Bearbei⸗ ng des Auslandsgeſchäftes entſprechend ausgewirkt. Das heißt, daß der Aufbau der Bankbilanzen einen Wandel gegenüber früher auſweiſt in der Richtung der Erhöhung des Wechſelkredits, der Zunahme öffentlicher Anleihen im Wertpapierbeſtand und Zunahme der Ein⸗ 4 lagen. Die Reichs⸗Kredit⸗Geſellſchaft lann allerdings im unde Ausſtat⸗ Das Grund⸗ x Vogel ent⸗ dene Maske“. uen dich an. eſondere Be⸗ chte ſie zum on Mädchen s„Pforzhei⸗ gen goldene üme aus hel⸗ Handmalerei itt und Stil hantaſie des Möglichkeit Masken und e“ Aufſehen. dieſem Jahre dmasken den Gegenſatz zu den bisher bekanntgewordenen größeren Bankabſchlüſſen auf eine Zunahme der Debitoren hin⸗ weiſen. Die Veränderungen im Aufgabenkreis bedeuten, wor⸗ auf das Inſtitut hinweiſt, keineswegs verminderte volkswirtſchaftliche Aufgaben des Bankweſens. Sie er⸗ fordern vielmehr verſtärkte Einſatzbereitſchaft auf ande⸗ ren Gebieten. Die Neueinräumung laufender Konto⸗ korrentkredite hat bei einer Anzahl von Kreditbanken, 4o auch bei der Reichs⸗Kredit⸗Geſellſchaft, erſtmals er⸗ heblich zugenommen. Trotz der erhöhten Umſchlagsge⸗ ſchwindigkeit konnte die berichtende Bank, wie geſagt, auch den Beſtand ihrer Schuldner erhöhen. Ein An⸗ teil von rund 6,5 Millionen Reichsmark entfällt dabei auf die Kreditiniſtmte, auf die nach der Bilanz Ende 1937 ein Schuldnerbeſtand von 18,9 Millionen Reichs⸗ mart entfällt. Die ſonſtigen Schuldner belaufen ſich auf 132,1 Millionen. Sie haben gegenüber dem Vorjahr um 12,2 Millionen zugenommen. Die Belebung im Kontokorrentgeſchäft dürfte über dieſe Zunahme der Beſtände hinaus noch weſentlich größer geweſen ſein, doch wird ſie wegen der größeren Umſchlagsgeſchwin⸗ digkeit in der Bilanz nicht ſichtbar. Mit großer Intenſität hat die Reichs⸗Kredit⸗Geſell⸗ chaft ſich wieder der Pflege des Außenhan⸗ dels angenommen, deſſen bankmäßige Betreuung durch die Deviſenbewirtſchaftung und die verſchieden⸗ 3 artigen Clearing⸗Verrechnungs⸗ und Zahlungsabkom⸗ mien uſw. beſondere Schwierigkeiten und Koſten verur⸗ facht. Das Inſtitut weiſt auf die bedauerliche Schrump⸗ ſung der Rembourslinien, das heißt der laufenden Krediteinräumung ausländiſcher Banken für die Ab⸗ wicklung des Außenhandels, hin, welche dem Umfang der Ausfuhr von faſt 6 Milliarden Reichsmark nicht mehr entſprechen. Auch die perſönliche Fühlungnahme mit den maßgebenden Stellen und Perſönlichkeiten der gusländiſchen Geſchäftswelt hat die Reichs⸗Kredit⸗Ge⸗ ſellſchaft wie bisher mit beſonderer Aufmerkſamkeit ge⸗ pflegt. Die VWorſchüſſe auf verfrachtete oder einge⸗ lagerte Waren konnten zwar um ungefähr 3,1 Millio⸗ en auf rund 30 Millionen zunehmen, die für die Außenhandelsfinanzierung bedeutſamen Rembourskre⸗ ite ſind allerdings um 0,6 Millionen Reichsmark zu⸗ rückgegangen, ſo daß die geſamte Zunahme auf die fonſtigen kurzfriſtigen Kredite gegen Verpfändung von Waren entfällt. Dieſe Zunahme iſt die Folge verſtärlkter Einfuhr⸗ und Saiſonfinanzierungen. Auch die Bürg⸗ ſchaften, welche gegenüber 1936 um faſt 16 Millio⸗ nen Reichsmark auf 41,7 Millionen geſtiegen ſind, ent⸗ ſallen zum Teil auf das Auslandsgeſchäft, da ſie über⸗ wiegend aus Lieſerungsgarantien in Verbindung mit Ausfuhrgeſchäften entſtanden ſind. Ebenſo hängt der weitaus größte Teil der unter den eigenen Indoſſa⸗ mentsverbindlichkeiten ausgewieſenen ſonſtigen Redis⸗ kontierungen(ſonſtige Rediskontierungen 35,5 Millio⸗ nen gegen 22,9 Millionen im Vorjahr) unmittelbar mit dem Ausfuhrgeſchäft zuſammen. Bedeutſame Verlagerungen haben ſich noch bei den Wechſeln, Schatzwechſeln und Wertpapieren vollzogen. Der Beſtand der Wechſel iſt um 13,5 auf 215,3 Millio⸗ nen geſtiegen. Demgegenüber ſind die Beſtände an Schatzwechſeln und unverzinslichen Schatzanweiſungen um 8,4 auf 37,3 Millionen zurückgegangen. Andererſeits haben die Beſtände an eigenen Wertpapieren eine Zu⸗ nahme um 8 Millionen Reichsmark auf 45 Millionen Reichsmark erfahren, welche faſt ausſchließlich auf An⸗ leihen und verzinsliche Schatzanweiſungen des Reichs und der Länder zurückzuführen iſt. Im Zuſammenhang mit Rückzahlungen von Aus⸗ landsſchulden ſind bei dem Poſten„Gläubiger“ die ſeitens der Kundſchaft bei Dritten benutzten Kredite weiter um 4,5 auf 35,4 Millionen zurückgegangen. Auch die Einlagen deutſcher Kreditinſtitute haben um 15 Millionen abgenommen und betragen nun noch 79,6 Millionen Reichsmark. Andererſeits konnten die Ein⸗ lagen der ſonſtigen Gläubiger, das heißt vornehmlich die Guthaben der Induſtrie⸗ und Handelskundſchaft, um 41 Millionen auf 303 Millionen anwachſen. Das abgelaufene Jahr 1937 hat der Reichs⸗Kredit⸗ Geſellſchaft eine merkliche Zunahme des Ge⸗ ſchäftsumfanges gebracht. Die Umſätze ſtiegen gegenüber dem Vorjahr um rund 15 Prozent. Der vermehrte Geſchäftsumfang erforderte eine Erhöhung der Gefolgſchaft um 33 auf 1107. Für die Gefolgſchafts⸗ mitglieder mit einer Dienſtzeit von mehr als fünf Jahren wurde eine Sterbegeldverſicherung unter Be⸗ teiligung der Bank an den Prämienzahlungen abge⸗ ſchloſſen. Der Wohlfahrts⸗ und Verſorgungsfonds iſt nach Zuweiſung der Zinſen und eines Betrages von 500 000 Reichsmark auf 4,35 Millionen Reichsmark ge⸗ ſtiegen. In der Gewinn⸗ und Verluſtrech⸗ nung ſind die Erträge aus Proviſionen und Ge⸗ bühren um 1,2 auf 5,8 und die aus Zinſen und Dis⸗ kont um 0,2 auf 9,7 Millionen geſtiegen. Demgegenüber haben die Perſonalaufwendungen um 0,3 auf 5,6 Millionen, die Steuern um 1,3 auf 4,.9 Mil⸗ lionen zugenommen. Einſchließlich des Vortrages aus dem Vorjahr wird ein Gewinn von 4,0 Millionen ausgewieſen, welcher um 0,6 Millionen kleiner als im Vorjahre iſt. Die koſtenmäßige Belaſtung des Aus⸗ landsgeſchäftes und die infolge der Verlagerung ge⸗ ringere Zinsſpanne, ſowie die verſtärkten Steuerlei⸗ ſtungen ſind die weſentlichen Urſachen dieſes Rück⸗ ganges. Wie im Vorjahre ſoll wiederum eine Divi⸗ dende von 6½ Prozent ausgeſchüttet werden. Deutsche Elektro-Konzerne im Jahre 1937 Der erste AEG-Bericht nach der Sanierung/ Zum erstenmal lüber eine Milliarde Bestelleingang bei Siemens jahre nur eine geringe Veränderung auf. Die Beteili⸗ gungen ſind von 85,9 auf 88,2 Mill. RM. geſtiegen, hauptſächlich infolge der Uebernahme von 3 Mill. Aktien der Olympia⸗Büromaſchinen⸗Werke. Das Um⸗ laufsvermögen hat dagegen mit 260,9 Mill. RM. gegen 213,2 Mill. RM. eine erhebliche Zunahme zu verzeich⸗ nen, die ſich aus dem geſtiegenen Geſchäftsumfang ohne weiteres erklärt. Bezeichnend dafür iſt, daß Roh⸗ hilfs⸗ und Betriebsſtoffe mit 26,5 Mill. RM. faſt die doppelten Ausgaben erforderten als im Vorjahre mit 13,75 Mill. RM. Sehr ſtark geſtiegen ſind weiterhin die halbfertigen und ſertigen Erzeugniſſe ſowie die in Arbeit befindlichen Anlagen. Die Verwaltung will hierin keine echte Vorratsbildung ſehen, ſondern er⸗ klärt das Anwachſen einmal aus dem zunehmenden Geſchäftsumfang und zum anderen aus gewiſſen Rei⸗ bungen in der Rohſtoffbelieferung. Das mag betriebs⸗ wirtſchaftlich richtig ſein. Volkswirtſchaftlich geſehen handelt es ſich aber doch um eine Vorratsbildung, die ſich in der Zukunft wohltätig auswirken muß. Eine weitere ſtarke Zunahme erſuhren die Forderungen auf Grund von Warenlieferungen und ⸗leiſtungen. Ent⸗ ſprechend ſind aber auch die Verbindlichkeiten auf Grund von Warenlieſerungen und ⸗leiſtungen geſtiegen. In der Gewinn⸗ und Verluſtrechnung treten neben den bereits erwähnten Verſchiebungen in den Poſten„Löhne und Gehälter“ ſowie„Soziale Lei⸗ ſtungen“ die Abſchreibungen auf Anlagen mit 5,9 Mill. Reichsmart als auffällig hervor gegenüber 30,4 Mill. Reichsmark. Das erklärt ſich aus dem Charatkter der vorjährigen Bilanz als Sanierungsbilanz zur Genüge. Die Steuern ſind von 10,45 Mill. RM. auf 19,4 Mill. Reichsmark geſtiegen, ſonſtige Auſwendungen von 50,2 auf 53.9 Mill. RM. Der Rohertrag weiſt mit 226,4 Mill. RM. zegen 172,0 Mill. RM. eine etwa 40pro⸗ zentige Steigerung auf. Er iſt alſo erheblich ſtärter geſtiegen als der Umſatz. Eine Tatſache, die ebenfalls aus dem Hineinwachſen in das Optium der Kapazi⸗ tätsausnutzung und der infolgedeſſen beſonders gün⸗ ſtigen Koſtendegreſſion erklärt wird. Der zur Vertei⸗ lung gelangende Reingewinn von 7,5 Miu. RM. wird mit 4,8 Mill. RM. zur Ausſchüttung der 4prozentigen Dividende verwandt. Zinſen und Tilgung von Genuß⸗ rechten aus Markanleihen erfordern 371 869 Reichs⸗ mark; 2,33 Mill. RM. werden dem geſetzlichen Reſerve⸗ fonds zugewieſen. bei Siemens des Hauſes Siemens die ziffer überſchritten hat. zeichnet die Miltiarden⸗ Dieſe Ziffer kenn⸗ große Anſpannung aller Kräfte, um die zahlreichen, ſchwierigen und neuartigen Aufgaben zu meiſtern. Der Bericht kommt dann auf die großen Schwierigkeiten bei der Beſchaffung geeigneter Arbeits⸗ kräfte zu ſprechen und weiſt darauf hin, daß zum Aus⸗ gleich der mangelnden Berufserfahrung von eingeſtell⸗ ten Hilfskräften eine vermehrte Einführung von Spezialmaſchinen und Spezial⸗ vorrichtungen vorgenommen werden mußte, wo⸗ durch eine weitere Mechaniſterung der Arbeiten erreicht werden konnte. Eine Entwicklung, die ſich in Zutunft noch ſtärker abzeichnen wird. Auf dem Rohſtoffgebiet wurde vor allem der Einſatz von Leichtmetall, insbeſondere von Magneſiumlegie⸗ rungen verſtärkt. Eine Qualitätsverſchleierung iſt da⸗ bei ſorgfältig vermieden worden, in manchen Fällen bedeutete die Verwendung der neuen Stoffe ſogar einen werwollen Fortſchritt. Für den Umfang dieſer Arbeiten iſt bezeichnend, daß jeder ſechſte Ingenieur bei Siemens in einem Laboratorium tätig iſt. In ſozialer Hinſicht demerkt der Bericht, daß das Durchſchnittsalter der Gefolgſchaft zur Zeit über 35 Jahren liegt. Es ſind in den letzten Jahren 2000 Angeſtellte über 40 Jahren eingeſtellt worden. Das regelmäßige Einkommen der Gefolgſchaft erfuhr eine weitere beträchtliche Erhöbung, vor allem infölge er⸗ höhter Leiſtung des einzelnen ozw. infolge des Auf⸗ ſtieges zu einer höher bezahlten Beſchäftigungsgruppe. Eine weitere Einkommensſteigerung ergab ſich aus der Erhöhung der Abſchluhprämien für Arbeiter und An⸗ geſtellte mit einer Mindeſtwerkszugehörigteit von fünf »Jahren. Die Zuwendungen an Tarifangeſtellte und Arbeiter ſowie für Penſtonäre beliefen ſich einſchließ⸗ lich der Weihnachtsgratifikationen auf 12 Mill. RM., die freiwilligen ſozialen Leiſtungen beider Firmen auf rund 21 Mill. RM. Den Ausbildungsfragen mußte das Unternehmen beſondere Auſmerkſamkeit widmen; ſo hat es z. B. die Zahl der gewerblichen Lehrlinge abermals um 25 v. H. erhöht und ſeine Maßnahmen verſtärkt, um vor allem Spezial⸗ und Hilfsarbeiter in kürzeſter Zeit heranzubilden. Auch dem beſtehenden Mangel an Ingenieuren hat man durch praltiſche Maß⸗ nahmen beizukommen verſucht. Der Bericht enthält ſodann eine ausführliche Dar⸗ ſtellung der Situation der einzelnen Werke und Fabri⸗ kationsabteilungen, bei denen faſt auf allen Gebieten erhöhte Beſtelleingänge und Umſätze zu verzeichnen waren. Bei„Beteiligungen“ intereſſiert, daß die Siemens Bau Gmbß an den Bauten der Partei, insbeſondere der Kongreßhalle in Nürnberg, und an einem Teilauftrag für das KdF⸗Bad Rügen beteiligt iſt. Auch im Rahmen des Vierjahresplanes erhielt die Geſellſchaft eine Reihe von Aufträgen, u. a. für den Bau der Reichswerke AG in Salzgitter. Auch aus Südamerika gingen beſonders umfangreiche Aufträge ein. In der Gewinn⸗ und Verluſtrechnung hat ſich das Verhältnis Löhne und Gehälter(120 gegen 108 Mill. Reichsmark i..) gegenüber den Erträgen nach Abzug aller Aufwendungen(212 gegen 187 Mill. RM. i..) weiter verbeſſert. Soziale Leiſtungen ſtiegen von 12,6 auf rund 15 Mill RM., und auch Abſchreibungen auf Anlagen uſw. haben nicht unerheblich zugenommen. Der Reingewinn, aus dem bekanntlich 10 v. H. Divi⸗ dende verteilt werden, bleibt mit 11,6(11,2) Mill. Reichsmark wenig verändert. Die Bilanz ſpiegelt die weiter geſtiegene Geſchäftsbelebung in faſt allen Poſi⸗ tionen wider. So ſtiegen beſonders die Beſtände ins⸗ geſamt von 40 auf 53 Mill. RM., Schuldner von 108 auf 112 Mill. RM., während Barmittel von 27 auf 20 Mill. RM. zurückgingen. Die Beteiligungen weiſen einen Zugang von 17 Mill. RM. aus, der ſich im weſentlichen aus Kapitalerhöhungen bei den Branden⸗ burgiſchen Motorenwerken, der Vereinigten Lauſitzer Glaswerke AG und der Südamerikaniſchen Telefonge⸗ ſellſchaft in Buenos Aires erklärt. Auf der Paſſivſeite ſind„Sonſtige Verbindlichkeiten“ von 54 auf 65 Mill. Reichsmark angewachſen. In dem Bericht der Siemens⸗Schuckert⸗ Werke AG wird darauf hingewieſen, daß der Auf⸗ tragseingang, beſonders in der zweiten Jahreshälfte, jede bisher erreichte Höhe überſchritt. Der Umſatz er⸗ höhte ſich um ein Fünftel gegenüber dem Vorjahre, und den Ablieferungen waren gewiſſe Grenzen gezo⸗ gen. Der Schwerpunkt des Auftragseinganges lag auch diesmal wieder bei der Abteilung Induſtrie, doch habe der Geſchäftseingang der zentralen Abteilung eben⸗ falls weiter erfreuliche Belebung gezeigt. Auch bei den übrigen Abteilungen war der Auftragseingang gut. Im Auslandsgeſchäft, das eine weitere ſtarke Zunahme beſonders in Ueberſee erfahren hat, wird der Abſchluß auf ein großes Waſſerkraftwerk am Rio⸗Negro⸗Fluß in Uruguay in Form einer Konſortialbeteiligung be⸗ ſonders erwähnt. In der Gewinn⸗ und Verluſtrechnung der Siemens⸗ Schuckert⸗Werke iſt das Verhältnis zwiſchen Erträgen nach Abzug aller Aufwendungen und Löhnen und Ge⸗ hältern ebenfalls recht geſund. Letztere ſtiegen von 136 auf 158 Mill. RM., die genannten Erträge dagegen von 274 auf 312 Mill. RM. Auch die Sozialleiſtungen ſtiegen von 21 auf 24 Mill. RM. Eine ſtarke Er⸗ höhung erfuhren Steuern, und zwar von 24,6 auf 38,6 Mill. RM. Der Reingewinn des vergangenen Jahres bleibt ſogar, wenn man den Vortrag außer Betracht läßt, mit 11,9 Mill. RM. gegen das Vorjahr (12,1 Mill. RM.) um eine Kleinigkeit zurück. In der Bilanz zeigen Grundſtücke und Gebäude größere Ver⸗ änderungen, weil ein Fabrilgrundſtück in Haſelhorſt erworben und ein Spandauer Fabrilgrundſtück an die Brandenburger Motorenwerke verkauft wurde. Mehrere Werkserweiterungen wurden verändert und abgerech⸗ net. Insgeſamt wuchs das Anlagevermögen von 63,8 auf 64,3 Mill. RM. an. Der Zugang auf Beteiligun⸗ gen(31,6 gegen 25,5 Mill. RM.) iſt auf die Vollzah⸗ lung der Aktien für Kabel⸗ und Leitungswerke Neu⸗ ſtadt⸗Koburg Ach zurückzuführen. Das Umlaufsver⸗ mögen zeigt eine Steigerung von 251 auf 281 Mill. Reichsmark. Auch hier ſind die Beſtände um 20 Mill. Reichsmart geſtiegen, während die ausgeſprochen flüſ⸗ ſigen Mittel erheblich zurückgingen. Auf der Paſſipſeite ſtiegen Gläubiger von 96 auf 130 Mill. RM., wobei beſonders Anzahlungen und Verbindlichkeiten ſonſtigen Gläubigern gegenüber Steigerungen erfuhren. Dagegen haben die Bankverbindlichkeiten von 13 auf 11 Mill. Reichsmark abgenommen, ſpielen alſo bei der Liqui⸗ dität des Unternehmens eine abſolut untergeordnete Rolle. Der auf den 24. Februar einberufenen General⸗ verſammlung wird eine Dividende von 7 v. H. vorge⸗ ſchlagen. ſtheln-Malnische Abendbörse Ruhig Die Abendbörſe eröffnete ungewöhnlich ſtill, da jede Anregung von außenher fehlte. Auch ſpäterhin konnte ſich das Geſchäft nicht beleben, man übte infolge der Orderloſigkeit weiteſtgehende Zurückhaltung. Die Hal⸗ tung war gegen den Berliner Schluß ziemlich behaup⸗ tet, ebenſo wieſen die meiſten Kurſe nur geringe nominelle Abweichungen auf. Der Rentenmarkt lag ruhig. Kleine Abſchlüſſe erfolgten in Kommunalum⸗ ſchuldung zu unv. 95.25. Reichsanleihe⸗Altbeſitz waren nahe dem erhöhten Berliner Schluß etwas gefragt. Mannheimer Getreidegroßmarkt Weizen: 75/77 Kilo, Feſtpreiſe, geſ. tr. Durchſchn. Beſchaffenh. exkl. Sack, Preisgebiet W 14, per 1. Jan. bis 31. März 1938 RM. 20.80, W 15 20.90, W 16 2¹.00, W 17 21.10, W 19 21.40, W 20 21.60; Ausgleich plus 40 Pfennig; Qualitäts zuſchläge für 1 Kilo über Durch⸗ ſchnitt.15 per 100 Kilo, für 2 Kilo.30, für 3 Kilo .40 RM. Abſchläge je Kilo 20 Pfennig.— Roggen: 69/71 Kilo, Feſtpreiſe, geſ. tr. Durchſchn. Beſchaffenh. exkl. Sack, Preisgebiet R 14, per 1. Dez. 1937 bis 31. März 1938 RM. 19.10, R 15 19.20, R 18 19.60, R 19 19.80, Ausgleich plus 40 Pfennig; Qualitätszuſchläge: für 1 Kilo über Durchſchnitt.07/½ RM. per 100 Kilo, für 2 Kilo.15, für 3 Kilo.22½— Futtergerſte: 59½0 Kilo, Feſtpreiſe, geſ. tr. Durchſchn. Beſchaffenh. exkl. Sack, Preisgebiet G7, per 1. Febr. bis 30. April 1938 RM. 17.10, Gs 17.40, G9 17.60, G11 17.90, Ausgleich plus 40 Pfennig.— Induſtriegerſte: Zuläſ⸗ ſiger Preisaufſchlag bis zu RM..00 per 100 Kilo ab Erzeugerſtation.— Braugerſte: Frei Erzeugerſtation je nach Preisgebiet RM. 20/½2 die 100 Kilo, Raps, inl. ab Station 32.00, Mais mit Sack—.— Futter⸗ hafer: 46/49 Kilo, Feſtpreiſe, geſ. tr. Durchſchn. Be⸗ ſchaffenh. exkl. Sack, Preisgebiet H 11, per Febr. 1938 RM. 16.70, 9 14 17.20,§ 17 17.50, Ausgleich plus 40 Pfennig.— Induſtriehaſer: Zuläſſiger Preisauf⸗ ſchlag bis zu RM..00 per 100 Kilo.— Mühlennach⸗ vrodukte: Weizenkleie, ab 15. 9. 36, Preisgebiet W 14, RM. 10.60. W 15 10.65, W 16 10.70, W 17 10.75, W 19 10.90, W 20 11.00, Weizenvollleie plus RmM..50, Roggenkleie, ab 15. 8. 1936, Preisgebiet R 14 10.10, R 15 10.15, R 18 10.45, R 19 10.50, Ausgleich plus 30 Pfennig, dazu 5 Pfennig Vermittlergebühr. Roggen⸗ vollkleie plus RM..00.— Gerſtenfuttermehl: Preis⸗ gebiet G7, per Febr. 1938, RM. 18.80, G8 19.10, G9 19.30, G11 19.60; Weizenfuttermehl 13.50, Biertreber, ab Fabrik, Höchſtpreis 14.00, Malzreime 13.40, Aus⸗ gleich plus 30 Pfennig. Zu⸗ und Abſchläge auf Grund der reichsgeſetzlichen Regelung. Feine⸗ und Ausſtich⸗ ware RM..70 bis.50 per 100 Kilo höher.— Son⸗ ſtige Futterartitel: Erdnußkuchen, prompt, Feſtpreis ab Fabrik, Februar RM. 15.80, Sojaſchrot, prompt, 15.50, Rapskuchen, inl., 13.70, dto. ausl. 14.20, Rapskuchen⸗ ſchrot 13.70, Palmkuchen 13.90, Kokoskuchen 14.70, Seſamkuchen 15.00, Leinkuchen 16.30; Trockenſchnitzel, Fabrikpreis, loſe, Februar 1938.48, Rohmelaſſe.12, Steffenſchnitzel 10.68, Zuckerſchnitzel vollw. 11.68; ab Trockenſchnitzel Ausgleich plus 35 Pfennig.— Rauh⸗ ſutter. Heu: Wieſenheu, loſes, gut, geſund, trocken RM..50—.40, Luzernekleeheu, loſes, gut, geſund, trocken.00—.40. Dieſe Preiſe verſtehen ſich frei ver⸗ laden Vollbahnſtation. Für Preſſung von Heu darf ein Zuſchlag von 40 Pfennig für je 100 Kilo erhoben wer⸗ den. In den genannten Höchſtpreiſen ſind die Gewinn⸗ ſpanne und alle Speſen des Handels enthalten. Die Koſten für Fracht ab Verladeſtation und für Decken⸗ miete dürfen nur in Höhe der tatſächlich entſtandenen Koſten in Rechnung geſtellt werden. Für Stadtanliefe⸗ rung durch den Empfangsverteiler darf ein Zuſchlag von höchſtens 50 Pfennig für je 100 Kilo erhoben werden.— Stroh. Groſthandelspreiſe ab bad. Ver⸗ ladeſtation: Roggen⸗ und Weizenſtroh, loſe oder bind⸗ fadengepreßt RM..20—.60, Roggen⸗ und Weizen⸗ ſtroh, drahtgepreßt, RM..60—.00, Hafer⸗ und Ger⸗ ſtenſtroh, bindfadengepreßt,.00—.40, Hafer⸗ und Gerſtenſtroh, drahtgepreßt,.40—.80, Futterſtroh (Haſer⸗ und Gerſtenſtroh, gebunden).50—.90. Dieſe Preiſe verſtehen ſich frei verladen Vollbahnſtation. Für Stadtanlieferung durch den Empfangsverteiler darf ein Zuſchlag von höchſtens 50 Pfennig für je 100 Kilo erhoben werden. Spelzſpreu, ab Station des Erzeu⸗ gers oder ab Gerbmühle, RM..70—.00.— Mehl⸗ notierungen. Weizenmehl: Preisgebiet Baden 14, Type 812, aus Inlandsweizen, Februar RM. 29.50, do. 15 29.50, do. 16 29.50, do. 17 29.50, do. 19 29.85, do. 20 29.85; Pfalz⸗Saar 19 29.85, do. 20 29.85.— Roggen⸗ mehl und Maismehl ab Mühle, ab 15. März 1937: Preisgebiet Baden 14 22.70, do. 15 22.80, do. 18 23.35, do. 19 23.60; Pfalz⸗Saar 18 23.30, do. 19 23.50 RM. Maismehl nach Bedingungen der RfG. Weizenmehl mit einer Beimiſchung von 10 Proz. Auslandsweizen Aufſchlag RM..50 per 100 Kilo; bei 20 Prozent Bei⸗ miſchung von deutſchem anerkannten Kleberweizen Auf⸗ ſchlag RM..25 je 100 Kilo. Zuzüglich RM..50 Frachtausgleich frei Empfangsſtation gemüß Anord⸗ nung der WV. Für alle Geſchäfte ſind die Bedingun⸗ gen der WV der Roggen⸗ und Weizenmühlen bzw. der neue Reichsmühlenſchlußſchein maßgebend. „Hakenkreuzbanner“ 5Sport und ſpiel Dienstag, 8. Januar 1938 3 imaio Kiometer im Echnoe bergau und vergab Die Ueberraſchung bei den Deulſchen Schimeiſierſchaften: hermann Scherkel gewinnt den Langlauf Der Feldberg, der bisher Mittelpunkt der Wettkämpfe um die Deutſche Meiſterſchaft im alpinen——— war, iſt nunmehr von dem Gebiet um Neuſtadt abgelöſt worden. Der Mon⸗ tag, der wieder ausgezeichnetes Winterwetter brachte, gehörte den Langſtreckenläu⸗ ern, die bekanntlich das Schmerzenskind eutſchlands bei internationalen Veranſtaltun⸗ gen ſind. Bezeichnend war in erſter Linie die überaus ſtarke Beteiligung, iſt es doch das erſte Mal im deutſchen Schiſport, daß ein 50-Kilometer⸗Meiſterſchaftslauf mit 67 LCäufern ſtattfindet. Die Wehrmacht hatte ein ſtarkes Aufgebot entſandt und neben den bekannten Leuten war der Nachwuchs zahlreich zur Stelle, um ſich die erſten Sporen im Meiſter⸗ ſchaftskampf zu verdienen. Nachdem die Läufer nach eingehendem Stu⸗ dium der Schneebeſchaffenheit noch einmal ihre Bretter bilntilich des Wachſes überprüft hatten, begann pünktlich um.30 Uhr der Start. Die„Kanonen“ kamen ſpät dran Die bekannten Dauerläufer hatten in der Hauptſache mittlere Startnummern gezogen, ſo daß es einige Zeit dauerte, bis die„Kanonen“ ins Rennen gingen. So hatte der Titelvertei⸗ diger Herbert Leupo Id(Breslau) die Start⸗ nummer 40. Es gab ein ganz ausgezeichnetes Rennen, das außerordentliche Spannungsmo⸗ mente enthielt, zumal gerade der Nachwu ch s Hervorragendes leiſtete. Gleich zu Beginn der Strecke war eine harte Nuß zu knacken, der Kufſtieg zum Hochfirſt, der bei einer Länge von vier Kilometer einen von 300 Meter aufwies. Am öpferhäusle, dem Treffpunkt der Schlachten⸗ bummler— zu Beginn des Rennens ilo⸗ meter 6 und auf dem Rückweg Kilometer 44— konnte man das Ringen gut verfolgen. Die Zeitunterſchiede nach 6 Kilometer waren ſo gering, daß man über den vermutlichen Aus⸗ ang des Rennens füh nichts Genaues ſagen onnte. Die Strecke führte vom Köpflerhäusle weiter über Oberfalkau und Altglashütten nach Aeule, hinauf nach Farnwitte und wieder zu⸗ rück über Altglashütten den gleichen Weg bis zum Ziel am Schützenhaus in Neuſtadt. Auf dieſem langen Weg waren viele Schwie⸗ rigleiten zu überwinden. So nahm es nicht wunder, daß eine große Anzahl von Läufern gegen Schluß ſtark abfiel und ſechs Bewerber das Ziel nicht erreichten. Auf dem Reſt der Strecke trafen die Läufer einen von der warmen Sonne beeinflußten Schnee an. Sieger des ſpan⸗ nungsreichen Rennens wurde der Münchener Hermann Schertel von der ⸗Sportgemein⸗ ſchaft. Meiſter Leupold 45 Sekunden zurück Schertel befand ſich in großer Form und brachte das Kunſtſtück fertig, den vorjährigen Meiſter Herbert Leupold um 43 Sekun⸗ den zu ſchlagen und ihn auf den zweiten Platz zu verweiſen. Die 50 Kilometer brachte er in .28,32 Stunden hinter ſich. Leupold, der fünf Minuten nach Schertel ſtartete, hatte bis zum Kilometer 44 vier Minuten Differenz aufgeholt. Es reichte aber nicht, auf dem letzten Teil der Strecke die Zeitdifferenz voll auszugleichen. In .29,15 Stunden belegte er den zweiten Platz vor Hans Leonhardt(Mühlleiten). Der Mei⸗ ſter des Jahres 1934, Helmuth Söhm i ſch (Breslau), kam auf den vierten Platz vor Ober⸗ jäger Poppa(Jäg.⸗Regt. 10 Dresden), der als beſter Wehrmachtsangehöriger die Heeresmei⸗ ſterſchaft im Dauerlauf 1938 gewann. Von den geſtarteten Schwarzwälder Dauer⸗ läufern kam Paul Benitz(Saig) in dem aus⸗ erleſenen Felde auf einen achtbaren 13. Platz. Bis zur Mitte der Strecke lag der Schwarzwäl⸗ der in der Spitzengruppe, fiel aber ſpäter zurück. Das Endergebnis 1. und Deutſcher Meiſter Hermann Schertel(H⸗ Sportgem. München):28:32 Std.; 2. Herbert Leupold (Breslau):29:15; 3. Hans Leonhardt(Mühlleiten) :31:37; 4. Helmuth Söhmiſch(Breslau) 335:19j 5. Oberjäger Poppa(Dresden):36:05; 6. Matth. Kern (U⸗Sportgem. München) 3237:007 7. Alfred Thomas (⸗Sportgem. München):37:53; 8. Obergefr. Solgadi (Geb.⸗Fäg.⸗Rgt. 98 Garmiſch):39:14; 9. Karl Kauf⸗ hold(Tannbach⸗Dietharz):39:32; 10. Matthias Wörndle(Partenkirchen):39:53. Wehrmacht: 1. und Meiſter: Oberjäger Poppa (/Jäg.⸗IR. 10):36:03; 2. Obergefr. Solgadi(./Geb. IR. 98):39:14; 3. Gefr. Wöhrle(./ Geb. JR. 98) :41:51; 4. Oberjäg. Punz(III./ Geb.⸗JR. 100):44:33, 5. Oberjäger Hofbauer(XII./ Geb.⸗IR. 99):49:07; 6. Feldwebel Holzner(./ Geb.⸗IR. 100):53:39. Abfahrtslauf der Preſſe Der urſprünglich für Neuſtadt vorgeſehene Abfahrtslauf der Preſſe wurde nach einer letz⸗ ten Beſichtigung der in Frage kommenden Strek⸗ ken im Schiſtadion Schwarzwald verlegt. Der Start erfolgt um 11.30 Uhr am Dienstag, den 8. Februar. Nach dem Wettbewerb wird im Rahmen eines gemütlichen Beiſammenſeins im „Feldbergerhof“ der bekannte Lawinenforſcher Prof. Polcke einiges aus den Anfängen des Schwarzwald⸗Schilaufs erzählen. Trainingsſpringen am Mittwoch Am Mittwoch, 9. Februar, findet um 13 Uhr auf der großen Schanze im Schwarzwald⸗Schi⸗ ſtadion ein einmaliges Trainingsſpringen ſtatt, an dem ſich neben den ſchon anweſenden Sprungläufern aus dem Reich auch die Japaner Iguro und Kikuti beteiligen. — Die erste Weltmeisterschait im Hallenhandball schloß mit einem Eriolg des deutschen Handballsports. Die deutsche Mannschait erkämpite im zweitägigen Berliner Turnier in der Deutschlandhalle den Weltmelster- titel im Hallenhandball. Wieltbild(M) Die Meiſierſchaisiriei in énddeuholand Wormatia Worms— Eintracht Frankfurt:0 Während Boruſſia Neunkirchen in Frankfurt zwei wichtige Punkte verlor, unterlag auch der Spitzenreiter, Eintracht Frankfurt, in Worms. Vor—8000 Zu⸗ ſchauern feierte Wormatia einen durch ihre Ueber⸗ legenheit in der zweiten Spielhälfte verdienten Sieg. Die Frankfurter Mannſchaft fand ſich ſchneller zuſam⸗ men und geſtaltete das Spiel in den erſten zwanzig Minuten überlegen, was ſich in dem Eckenverhältnis von:0 ausdrückte. Dann kamen die Platzbeſitzer beſſer in Form und glichen das Eckenverhältnis aus. Im Anſchluß an die dritte Ecke fiel der Wormſer Füh⸗ rungstreffer. Eckert köpfte in der 35. Minute herrlich Codeskandidat und Süm⸗Sunkſprecher arno Hellmis plaudert aus der Schule Der Funkſprecher Arno Hellmis iſt in Deutſch⸗ land ein bekannter Mann geworden, weil er bei den großen Boxkämpfen regelmäßig den Mil⸗ lionen am Lautſprecher das Geſchehen ſo über⸗ aus lebendig übermittelt. Aus Anlaß der Ur⸗ aufführung des heute anlaufenden Filmes, den die Tobis vom Kampf„Schmeling⸗Ben Foord“ aufgenommen hat und bei dem er ebenfalls der Sprecher iſt, erzühlt er hier in ſeiner launigen Art von ſeiner Arbeit. Das Seelenleben des Rundfunkreporters iſt ziemlich verwickelt. Da die Geſahr beſteht, daß man dieſe lapidare Feſtſtellung für anmaßend hält, muß ich Sie ſchon bitten, weiterzuleſen. Die Gefühlsſtala des Sprechers einer großen Sendung kennt drei Hauptabſchnitte: Freude, Angſt und jene Wurſtigkeit, welche unſer großer Dichter Goethe einmal— war es im Götz?— ſo treffend mit vier kleinen Worten kennzeichnete. Die Freude pflegt ſich einzuſtellen, wenn der ehrenvolle Auftrag erteilt wird. Plötzlich ſind alle Kragen zu eng! Sie paſſen dann wieder, wenn der Techniker mit durchbohrendem Blick äußert:„Wir jehn jetzt uffn Sender!“ Da kommt die Angſt, blanke, mordsjämmerliche Angſt vor dem Mikrofon.— Das dritte Sta⸗ dium,— die Wiſſenſchaftler nennen es den Ber⸗ lichingen⸗Komplex,— iſt nach der Sendung zu konſtatiern, wenn unſere Freunde in ihrer zar⸗ ten Beſorgnis ganz genau wiſſen und erklären, wwas man ſchlecht geſagt hat und was man an⸗ ders hätte ſagen ſollen. Das Vor⸗ und das Nachgefühl kommt auch in anderen Berufen vor, etwa bei jungen Malern oder bei alten Berufsſäufern. Deen Rundfunt eigen iſt nur die Mikrofon⸗Angſt, der Zuſtand bdes Sprechers in der gefürchteten letzten Se⸗ kunde. Man ſagt, daß Todeskandidaten in der letzten Sekunde die Vergangenheit blitzſchnell vorüberziehen ſehen. Das unterſcheidet ſie vom Rundfunkſprecher, der eigentlich mehr die Zu⸗ kunft vorüberziehen ſieht, nicht ohne ſich einige edanken über den zweifellos bevorſtehenden Seruiswechſel zu machen. Wenn dann der rote Knopf aufleuchtet und die Muſik im Kontroll⸗ Kopfhörer langſam abſtirbt, dann iſt es unge⸗ fähr ſo wie mit dem erſten Freibad, Anfang Mai, wenn das Fräulein Braut dabei ſteht und man ihr durch männliche harte Entſchloſſenheit imponieren möchte. Für den Moment des Auf⸗den⸗Sender⸗ Gehens gibt es merkwürdigerweiſe nicht zwei, ſondern drei Möglichkeiten. Entweder der Sen⸗ der kommt zu früh, dann weiß man nicht, was man ſagen ſol, weil der Stoff nicht reicht. Oder der Sender komant zu ſpät, dann weiß man nicht, was man ſagen ſoll, weil man zuviel Stoff hat. Oder der Sender kommt pünktlich, dann weiß man nicht, was man ſagen ſoll, weil man das noch nie erlebt hat. Wenn man ſich von der Ueberraſchung erholt, dann hat man den Stoff vergeſſen. Es iſt wirklich ziemlich verwickelt! Bei der Uebertragung von Boxkämpfen iſt der Sprecher von allen Beteiligten am Schlech⸗ teſten dran. Die Zuſchauer tun überhaupt nichts und ſchauen nur läſſig⸗gelangweilt hin, wenn ſie nicht gerade brüllen. Die Preſſeleute machen mit überlegen⸗fachlicher Miene kleine Notizen und tun ſo, als ſeien ſie furchtbar überanſtrengt. Die Boxer arbeiten ja, das ſtienmt, aber ſie ha⸗ ben doch nach drei Minuten immer eine Pauſe. Die hat der Sprecher nicht! Um wieviel angenehmer iſt doch die Arbeit beim Film! So fürchterlich die letzte Sekunde für den Rundfunkſprecher, ſo angenehm iſt ſie ſpäter, wenn der Kampffilmſtreiſen das letzte, kluge Synchronwort geſchluckt hat. Dann tritt die bildhübſche Tobis⸗Sekretärin auf den Sprecher zu(Film⸗Sekretärinnen ſind immer bildhübſch!) und ſagt:„Herr Hellmis“, ſagt ſie,„ich ſchicke Ihnen das Honorar in die Wohnung. Der Wagen iſt ſchon unterwegs. Sie müſſen ohnehin müde ſein. Was ſollen Sie ſich ſo abſchleppen!“ Und dazu lächelt die bildhübſche Sekretärin. Iſt das eine letzte Sekunde? zum:0 ein. Bis zur Pauſe war der Spielverlauf ausgeglichen. Erſt als in der 16. Minute Buſam den zweiten Treffer für Wormatia erzielte, ſpielten die Platzherren überlegen und behielten das Heft bis zum Schluß in der Hand. Die beſten Spieler auf beiden Seiten waren die Hintermannſchaften einſchließlich Läuferreihen. Im Sturm waren bei den Siegern Fath und Eckert die beſten, während bei der Eintracht Schmitt, Röll und Linken hervorragten. Unparteiiſcher war der Offenbacher Weingärtner. FS Frankfurt— Boruſſia Neunkirchen:1 8000 Zuſchauer erlebten am Bornheimer Hang in Frankfurt einen aufregenden, aber ſportlich fairen Kampf, in dem der FSV Frankfurt den Gaſt aus Neunkirchen ſicher bezwang. Es mag der Boruſſia ein Troſt ſein, daß zur gleichen Zeit auch Eintracht be⸗ ſiegt wurde. Immerhin, dieſe Partie war in zehn Minuten entſchieden, als Schuchardt zweimal hinter⸗ einander„ins Schwarze“ getroffen hatte. Dieſer Schreck war für die Saarländer zu groß. Trotz aller Anſtren⸗ gungen konnten ſie dem Schickſal keinen Einhalt ge⸗ bieten. Beim FSV waren Schuchardt(dreifacher Tor⸗ ſchütze), der ſeit langem erſtmalig wieder mitwirkende doo Politiſche Leiter eiven 6vokt Das Beiſpiel des Gaues hamburg/ Kampf dem„Papierkrieger“ NsK Hamburg erlebte kürzlich zum erſten Male den Marſch einer Sonderabteilung der Politiſchen Leiter, die als Gau⸗Sport⸗ abteilung jetzt ins Leben gerufen wurde. „Wir wollen kein Sportverein oder eine Parade⸗ truppe ſein“, ſo etwa ſagte der ſtellvertretende Gauleiter Henningſen, der dieſe Sportabteilung führt,„unſere Sportabteilung ſoll zu einer Pflegeſtätte äußerer wie innerer Haltung werden“. Bei der Gründung dieſer Gau⸗Sportabtei⸗ lung ging man von dem Geſichtspunkt aus, daß die Verwaltungsarbeit nur ein Teil des Auf⸗ gabenbereiches der Politiſchen Leiter ſein dürfe. Ebenſo wichtig wie die innere Ausrichtung ſei die Bildung einer äußeren Haltung im ſport⸗ lich⸗kämpferiſchen Einſatz. Denn ſchließlich bildet dieſer Einſatz, der aus der Gemeinſchaft einer ſolchen Sportabteilung wächſt, wahre Kameradſchaft. Eine Million Politiſche Leiter etwa gibt es in Deutſchland, im Gau Hamburg ſelbſt ſind 20000 tätig. Die Fülle der Arbeit, die auf die Schulter dieſer Männer gelegt iſt, brachte es mit ſich, daß viele von ihnen hauptamtlich ein⸗ geſetzt werden mußten. Beim Aufbau eines ſol⸗ chen Apparates mußte von vornherein eine Ge⸗ fahr ausgeſchaltet werden: die Bürokratiſie⸗ rung. Nicht verlnöcherte„Papierkrieger“ durften Träger dieſes Apparates ſein, ſondern Män⸗ ner, die mit beiden Füßen auf dem Boden der Wirklichkeit ſtehen. Abr⸗ perliche Kraft und Geſundheit aber ſind Vor⸗ Schi-, Gespenster“ im Hochgebirge Ein Schiläufer mit der Spezial-Ausrüstung für den„kilo⸗ metre lancé“ und eine Schi-Amazone mit dem neuen„Thir- ring“-Mantel, der zum Schisegeln an den Steilabiahrten BY verwendet wird. Linksaußen Werner, Dietſch, Böttgen und Fenz die beſten Spieler. Bei Neunkirchen merkte man Kurt Welſch die lange Krankheit an. Der Rechtsaußen Lei⸗ benguth war diesmal nicht in Schwung, Petry wirkte Stelle von E. Welſch ſpielte übrigens .Welſch. Fc Pirmaſens— 1. FC. Kaiſerslautern:1 Zu einem äußerſt dramatiſchen Kampf geſtaltete ſich das pfälziſche„Derby“ auf dem Klubplatz in Pir⸗ maſens. Sonnenſchein und guten Platzverhältniſſen eingefun⸗ den. Der Kampf war hart, doch blieb er ſtets in den Grenzen des Erlaubten. Der Sieg der Pirmaſenſer iſt verdient, denn ſie waren doch die etwas beſſere Mannſchaft, die in dem rechten Verteidiger Müller und dem rechten Läufer Soffel ihre beſten Kräfte hatte. Bei Kaiſerslautern war Gebhard ein ſicherer und Der beſte Spieler der Gäſte war mutiger Torſteher. der rechte Läufer Müller.— Pirmaſens kam in der zehnten Minute zum Führungstreffer durch Trattner. Erſt zwanzig Minuten nach der Pauſe, nachdem zuvor der Gäſte⸗Mittelſtürmer Schwehm wegen Schiedsrich terbeleidigung den Platz hatte verlaſſen müſſen, kam Kaiſerslautern im Anſchluß an eine ſchlecht abgewehtte Die Einheimiſchen konn⸗ Eche zum Ausgleichstreffer. ten erſt fünf Minuten vor dem Abpfiff den viel bejubelten Siegestreffer erreichen. Stuttgarter Kickers— Sportfr. Stuttgart 522 In dem Rückſpiel der beiden Degerlocher Platznach⸗ barn zeigten die Sportfreunde weit größeren Wider⸗ ſtand als im Vorrundenſpiel. Trotzdem ſiegten die Kickers verdient mit:2(:). Ausſchlaggebend war m. der die Kickers zur Beſtform aufliefen, während die Elf vorher nicht hatte überzeugen können. Die Platz⸗ hierfür eine gute halbe Stunde nach der Pauſe, herren mußten diesmal auf ihren Sturmführer Merz verzichten, für den Voſſeler, der frühere Mittelläufer, ſpielte, ohne beſonders gefallen zu können. Nachdem Frey die Kickers in der 15. Minute in Führung gebracht hatte, erzielte Bühler in der 18. Mie nute den Ausgleich. In der 40. Minute holte Kiph wiederum die Führung für Kickers heraus. Nach den Wechſel erhöhte Frey durch zwei Tore in der 50. und 60. Minute auf:1 und durch Baier hieß es bald dal⸗ auf:1. Erſt in der letzten Minute erzielte Krauß für die Gäſte den zweiten Gegentreffer. Schiedsrichter Lit (Stuttgart) leitete gut. Stuttgarter SC— VfR Schwenningen:22 Die Gäſte hinterließen einen guten Eindruck; hel etwas mehr Glück im Ausnützen der Torchancen hätz ten ſie ein beſſeres Ergebnis erzielen können. In den erſten 20 Minuten, in denen Schwenningen nur zehn Mann auf dem Felde hatte, konnte der Stuttgarter SC durch Burkhart ein Tor erzielen. Haußer ſtellte bald darauf den Ausgleich her. Dann nützte Burk⸗ hart einen Deckungsfehler zum:1 für den ScC aus, Kurz nach der Pauſe erhöhte der SC auf:1, indem Langjahr Il einen Elfmeter verwandelte. Der gleiche Spieler ſorgte auch für das:1, ehe Loffing ein weie teres Tor für die Schwenninger anbringen konnten Weller beſchloß mit einem fünften Treffer den Ton reigen. Schiedsrichter: Flaig(Stuttgart). 3 ausſetzung für einen geſunden Geiſt, der ſeinen erſten Eindruck in der äußeren Erſcheinung un Haltung des Repräſentanten der nationalſozia⸗ liſtiſchen Bewegung bietet. 4 So wächſt der neue Typ eines Politiſchen Leiters heran, der politiſcher Soldat und po„ tiſcher Führer zugleich iſt. Er wird nicht welt fremd den Dingen und Notwendigkeiten dieſtß Lebens gegenüberſtehen; er wird nicht alleit den„grünen Tiſch“ zur Grundlage ſeiner Ent⸗ ſcheidungen und ſeines Einſatzes machen. El wird gleichzeitig beweiſen, daß er auch ih körperlichen Einſatz jederzeit ſeiß nen Mann ſteht. 4 Das ſind die Gedankengänge, die der Gat Sportabteilung in Hamburg zugrunde liegen 800 Mann ſtart iſt dieſe Sportabteilung. Sie untergliedert ſich in vier Bereitſchaften mit je 2 Mann; dieſe Bereitſchaften ihrerſeitz wieder ſind in je vier Marſchblocks 50⁰ Mann aufgeteilt. Sie werden nicht nur unter ſich den Sportsgeiſt pflegen, ſondern darüber hinaus das Korps der Politiſchen Leiter bei hen großen ſportlichen Veranſtaltungen der Bewe gung vertreten. Man denkt dabei an eine Mit⸗ wirkung bei den Kämpfen der 69 und z, den Wettkämpfen auf den Reichsparteitagen uſw. Wo immer der Gau in Erſcheinung tritt, wird die Gal Sportabteilung in ihrer äußeren Haltung eit Bild ſeiner inneren Diſziplin vermitteln. Die Zukunft wird erweiſen, inwieweit andent Gaue im Reich dieſem Beiſpiel folgen werdeß Mehr als 4000 Zuſchauer hatten ſich bei Verlag und Sch Ausgabe vbaheim. 50 alenkre „Merkwörclig! duio mit keinem „Waeil er mich „e der einge Jo, lese 3 4 die noch eine 1 Angelegenheite Heule neul K 4 Dr. Wil Stellvertreter: Karl Helmuth Wüſt.— 2 * m 7 muth ür A rtſ Aipoilint ur V. Fritz Haas); f Kulturpolitik, ied arl Haa B⸗Ausgabe: Wi die Bilder die ndiger Berliner Berliner Schriftleit. SW 68 Rachdruck fämt! Sprechſtunden der S laußer Mittin —— 2 Hakenkreuzbanne Direktor Kur prechſtunden der außer Samstaa u den Anzeigenteil (ſcheinen ale Arühausgabe 4A Mh lbendausgabe A M gabe 6 Mhm.. Ausgabe A und B Frühausgabe 4 Sch 1 Wde A Se Schw. usgabe A und 1 ühausgabe A Wh endausgabe A W sgabe B Whm. Ausgabe A und k Geſamt⸗DA. Moir —— — Sigenſi leh wü gaben schöner und bil bestelle mit B: möͤchte Senden leh bez Name: Beruf: Wohno 4 Bitte a (3 Pfen Sücl Un or stut rm zanuar 1938 Dienstag, 8. Januar 1938 zebirge 1g für den„kilo⸗ dem neuen„Thir⸗ len Steilabfahrten B „Merkwörchig! Seit do den fred host, gehst do mit keinem onderen mehr.“ „Well er mich nie frogt, ob ich ihm treu bin „eo der eingebildete loffel“ r und Fenz die erkte man Kurt Rechtsaußen Lei⸗ ng, Petry wirkte ſpielte übrigens lockt es einen gerode dort, wo Myaeium mon nicht krotZen konnꝰ yaru un Will kein Affe vom Menschen Marim obstommen? n J0, Sle dle BRENNESSEI die noch eine Menge onderer„indiskreter“ Ahngelegenheiten zur Diskusslon stellt. rslautern:1 npf geſtaltete ſich lubplatz in Pir⸗ hatten ſich bei tniſſen eingefun⸗ b er ſtets in den der Pirmaſenſer ie etwas beſſere rteidiger Müller ſten Kräfte hatte, ein ſicherer und r der Gäſte war ſens kam in der durch Trattner, e, nachdem zuvor egen Schiedsrich⸗ ſſen müſſen, kam hlecht abgewehrte theimiſchen konn⸗ lbpfiff den viel⸗ sogen wir Halbmond, wo es doch nor ein Vfertemond istꝰ les en n U O Stuttgart:2 rlocher Platznach⸗ 3 größeren Wider zdem ſiegten die ſchlaggebend war h der Pauſe, in—— en, während die nnen. Die Platz⸗ turmführer Merz zere Mittelläufer, nnen. 15. Minute in er in der 18. Mi⸗ inute holte Kiph Heule neul Uberall für 30 Pfennigl Hauptſchriftleiter: Dr. Wilhelm Kattermann Stellvertreter: Karl M. Hageneier.— Chef vom Dienſt: *5 Wüſt.— Veräntwortlich für Innenpolitik: Hel⸗ J ür Außenpolitik: Karl M. Hageneier; 35 eraus. Nach dem f1 politik und Handel: Wilhelm Ratzel(verreiſt; e in der 50. und B. Fritz Haas); für Bewegung: Friedrich Karl Haas: ieß es bald dal Kultürpolitik, Feuilleton und Beilagen: Helmut 101 1 16 F 9243 g13 ö 1 r arl Haas; für Sport: ulius à 3 altung Schiedsrichter Liſt B⸗Ausgabe lh. Ratzel(verkeiſt; i. V. Fritz Haas). 1 die Bilder die Reſſortſchriftleiter; ſämtl. in Mannh. fündfoer Berliner Mitarbeiter: Dr. Johann von Leers. Berlin⸗Dablem. erliner Hans Graf N* Berlin harkottenſtraße 15 b. Nachdruck fämtlicher verboten.— Sprechſtunden der Schriftleitung: täglich von 16—17 Uhr laußer Mittwoch, Samstaa und Sonntaa) Druck und Verlag: balentreuzbanner⸗ Verlag und Druckerei G. m. b. H. Geſchäftsführer: Direktor Kurt Schönwitz, Mannheim. eprechſtunden der Verlagsdirektion: 10.30 bis 12 uhr außer Samstaa und Sonntag): Fernſprech⸗Nr. für Verlag und Schriftleitung: Sammel⸗Nr. 354 21. ür den verantw.: Wilh. M. Schatz, Mannh r Zeit gelten folgende Preisliſten: amtau gabe usgabe Mannheim Nr. 10, lögabe Weinheim Nr 8. Ausagbe Schwetzingen Nr. 8 Anzeigen der Ausgaben 4 Morgen und er⸗ ſcheinen aleichzeitia in der Ausaabe h enningen:2 en Eindruck; bei Torchancen hüth können. In den mingen nur zehn der Stuttgarter n. Haußer ſtellte ann nützte Burl⸗ für den SC aus, L auf:1, indem delte. Der gleiche Loffing ein wei⸗ inbringen konnte Treffer den Tot⸗ irt). abe A Mhm. über 16 700 an 3* A Rir, über 14 40 Ausgabe 6 Mhm. über 25.0 über 41 350 460 Ausgabe A und B Mannheim n„ 44 endausgabe. S er zeiſt, der ſeinen w. über. 0 erſcheinung un über 6 950 r nationalſozi kübausgabe 4 Wom. über ggo bauß abe A Whm über 600 nes Politiſchen usgabe 6 Whm. über,.100 Ausgabe A und B Weinheim über 3700 oldat und poll⸗ —— Monat Januar 1938 über 52000 vird nicht welt digkeiten dieſeß ird nicht allein age ſeiner En es machen. Er. z er auch in derzeit ſei⸗ Aeerbein.-Zutochein leh wünsche die hefreiung von Miete-Aus- gaben und senne mich danach, in einem schönen, sonnigen, eigenen tieim angenehm und billiger zu wohnen und den Garten zu bestellen An Hand lhrer Mappe Halheim, 60 Eigenheime im Büc' mit Baukosten von Rüt. 5000.- an möchte ich mir weitere Gedanken machen. Senden Sie mir lhre Schriften kostenlos zu. „ die der Gau⸗ ugrunde liegen tabteilung. Sie reitſchaften haften ihrerſeitß ſchblocks z nicht nur unter ondern darüber n Leiter bei den gen der Bewe⸗ len bezahle monatlich an Miete RM. i an eine Mit⸗ fen der S 375 Beruf: o immer wird die Gau⸗ Wohnort: en Haltung ein Straße Nr. vermitteln. Bitte ausschneiden und als Drucksache (3 Pfennig einsen/en an ücd Un on Bauspsrkas'se A. stuttgart- Olgastraße 110 iwieweit anden folgen werden Aus dem progtömm des Kinder-Maskenball MMlttwoch, 23. Februar, nachm. 2 Uhr im„Nibelungensaal“ Aulo, ſteuerft. überholt, neu ber., b50.— Rm. Schoko⸗Buck, Rh. 0 7 20. alaatad icht u. DaW bev., gegen Kaſſe zu kauf. geſ. Angebote u. 302“ d Verlaga d. B Hotsrrah rote Maſch., Kick⸗ ſtarter, m. Sozius. Boſchhorn, Tacho, 100 cem, faſt neu, zu verkaufen. Kaiſer, L 15, 13. (316*% everZueab- Hhänger ca. 6 Ztr. Traakr., 1 Handwagen für Baugeſch. paſſ. preisw. zu verkauf. Heinr. Straß jun. Mannheim, Stockhornſtr. 13. Bern 66. DR0 babriolet gehr. 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Bebr brl ur Barozweche beſtgeeignetes 6. Zugleich wird an die Zahlung— im Laufe des Monats auf Grund der zugeſtellten r fäl⸗ Etagenhaus in e Eitte Nahe Waſſer⸗ lig geweſenen und noch fällig wer⸗ turxm, mit Einfayrt, Garagen⸗ I„Abſchlußzahlungen“ er⸗ mögllchteit, Garten, be⸗ jalber um 36905.— nur n RM bei 20 Mille An⸗ zahlung ſofort zu verkaufen.— Mack..., Bankgeſch. f. Hypoth. 4 Grund⸗ beſitz, Friedrichsplatz 1.(442V) nner Eine ee der oben auf⸗ geführten Steuern erfolgt nicht mehr. Wer eine Zahlung verſäumt, hat ohne weiteres die gebührenpflichti e Erhebung des Rückſtandes durch Na nahme oder koſtenpflichtigen Einzug im Wege der Beitreibung zu erwar⸗ ten. Wird eine Zahlung nicht 3 Gautake ſo iſt mit dem Ablauf d 7 älligkeitstages nach geſetzlicher Vor⸗ ud Al. 4 ſchrift ein einmaliger Säumniszuſchlag von 2 Prozent des rückſtändigen Be⸗ uür Holzbearbeitung geeignet, mit trages verwirtt. ahnanſchluß, in Mannheim oder Mannheim, 8. Februar 1938. e e geſucht.— Finanzamt Mannheim⸗Stadt, im Angebote hitte, Poſiſcheckkonto Karlsruhe Nr. 1460. IL Ziltes Immobil.⸗ u. Hppoth. Finanzamt Mannheim⸗ Geſchäft, gegründet 1877 Poſtſcheckkonto Karlsruhe N L 4, 1.— Fernruf 208 76. inanzamt en, Poſtſ F Karlsruhe—5 1433. Finanzamt Weinhei Poftſchenlonte Karlsruhe Nr. 1331. Gelegenheitskäufe allet Arft kann guch lhneyn för v/enig Geld eine kieine Anzeige im HB. vermittein Das am 30. Juli 1935 für den Gärtner Johann Wagenblaſt und deſſen Ehefrau Anng geb. Sommer in Mannheim⸗Sandhofen eröffnete elnneasverfaßren wurde am 3. Juni 1937/10. Dez. 1937 rechtskräf⸗ tig erfolglos aufgeboben. Heidelberg, den 28. Januar 1938. Das Entſchuldungsamt beim Amtsgericht Heidelberg. Seschafte 5 hachigesushe.— Verhäutße ua*, Das S für den Gärtner Emmerich Bl 7 4 G lebensmiftel- und ſchuldungsplanz aufgehoben worden. Relonmngeschkäf deideberg, den 26. Januar 1988.(etzteres allein am Platze), in ſüdd. Das Entſchulvungsamt Stadt mit 11000 Einw. zu ver⸗ beim Amtsgericht Heidelberg. Faufen. Wohnung beim Geſchäft. Zuſchr. u. Nr. 733 VS an Verlag. Zwangsversteigerungen Mittwoch, den 9. Februar 1938, nachmittags 2½ Uhr, werden wir im hieſigen Pfandlokal, Qu 6, 2, gegen bare' Zahlung im Vollſtreckunaswege öffentlich verſteigern: 1 nnn(Opel 4ſin.), 1 elektr. Bohrmaſchine mit Trans⸗ Geldverkehr un. 15-70 bö0 300(Romane), die auf freiem Grunbdbeſitz reſt⸗ 1 fa Traktor, locer los ſichergeſtellt, als adivapparat, Motorrad Möbel verſchiedener Art u. ſonſt. Ferner vormittaas 10 Uhr in Käfer⸗ tal⸗Süd, Traminerweg K5 Nähe For⸗ 93 Straße, beſt im 2 Bauhütten, Gerüſt⸗ ſtangen, ⸗hebel⸗, ⸗dielen u. a. m. I fille o. aklive Deleiligung — altes, gutes Geſchäft m. hoh. erdienft gefucht. Nur ernſte en ſchreiben unter Nr. über 14 Jahren und EW/chsene 60 Pfg. aen br— oRocEnikE Teilzahlung 2 2 Vorverkeuf in unserer Geschöftsstelle und zl berkaufen. Schwetzg. Str. 98 Luduig a Schütthelm bei ollen unseren Tröͤgern. Zuſchriften erhetenFerlruf 423 94./ 0 4, 3 u. finale friedrichspl. 19 unter Nr. 679 V an d. Verlag d. 5 1197 V) öööIen rot Heffenlliche Erinnerung Von Kollier 1 Glied Plalingef. Ffamobrefrac- Nütlelraten 5 Hierdurch wird an die Zahlung fol⸗ 3 Drillanten, Lieferwagen phin 200 cem, ſteuer⸗ u. 3 ge⸗ braucht z. Schätz⸗ wert abzugeben. DKW. Hauptvertr. einr. entzen, zudwigshafen Rh. Mundenh.⸗Str. 252 Fernruf 619 64. (1407 V) felenfet weiß und entflogen. Abzugb. gegen Belohnung: Bürgerm.⸗Fuchs⸗ Straße 31, 4. Stock (324“) Verloren auf d. rötterſtraße einen 50-BM.-Schein. Belohn. Abzugeb.: Lauxenliusſtt.( 3. Stock, links. (1423 V) akenreus- Hanne Llcaere 90 V an den Verlag ds. Bl. Holzbaur, Jutzi, Gerichtsvollz. drobe umsonst und por otrei von Hämorrmoiden sinc löstig u. dos Jucken u;rennen unangenehm. Eine der Gratis- proben. weiche wir versenden, um jeden von der Wirkung unseres Anu lin zu öberzeugen, konn ihnen schon neue lebens vVãa freude geben. Verlonqen Sie noch heufe eine Ante„àlin-Gesellschaft Berlin 3. W. 61 A/6 Oper in 3 Akten, 5 Bildern, von F. M. Piave. Muſik von Giufepbe Verdi. Anfang 14 Uhr. Ende 16.45 Uhr. Dienstag, den 8. Februar 1938: Vorſtellung Nr. 206. Miete 6 Nr,. 15 1. Sondermiete 6 Nr. 8 Degeanung mit Aixike Komödie in ſieben Bildern von wollen, die VLer⸗ gnügungsanzeigen im Hö ſagen es Ihnen Siamund Graff. Anfang 20 Uhr. Ende 22.30 Uhr. ellblau, Arme Frau verlorf Weg Wald⸗ hofſtr. bis Poſtamt Neckarſtadt, Lange⸗F Volksbund Deutsche Krlessgräberfürsoreev. Ortsgruppe Mannheim 3 im Rahmen einer Liclitbiłder-/ lefallenen-Bodenkstunde am Dienstag, 8. Februar 1938, um 20.30 Unr, im Saal des „Kalsergarten“, Mannheim, Zehntstraße 30 MNeckarstadt) 6 Mitwirkende: Musik und soldaten des./ 1. R. 110 Quartett Männergesangverein„Concordia“, Mannheim Vortrag mit Lichtbildern: beutsehe Heldengrüber in fremder Erde“(ortsgruppenlühter: Po. Haberkorn) Die Bevölkerung ist hierzu herzlichst eingeladen! Eintritt frein Der Ortsgruppenleiter d MSD ap: Dönch- Der Ortsgruppenführer d. VDK: Hberkoin Finder erhält aute Nach kurzer schwerer Krankheit verschied Sonntag- abend 5% Uhr mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater und Großvater, Herr Johann Jacobi wenige Tage nach Vollendung seines 74. Lebensiahres. .) Februar 1938. Mannheim-Gartenstadt, Waldfrieden 8. Die trauernoen Minterbliebenen. Die Beisetzung findet am Mittwoch, 9. Februar, 2 Uhr, von der hiesigen Friedhofkapelle aus statt. Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß mein innisstgeliebter, herzensguter Gatte, treu- sorgender Vater, Bruder, Schwager und Onkel, Herr Jakob Bender Lok.-Führer a. D. im Alter von 57 Jahren durch einen schnellen Tod uns entrissen wurde. Mannheim(Viehhofstr. 12), den 6. Febr. 1938. Intiefer Trauer: frau kmma Bender geb. Dien Und Minder Lilli. Heiene uns Ima. Die Beerdisung findet am Dienstag, den 8. Februar, um ½3 Unhr, auf dem Hauptfriedhof statt. „Hakenkreuzbanner“ Unterhaltung und Wiſſen Dienskag, 8. Januar 1036 Dolmetscherin bei den Sowjets Die erschütternden Erlebnisse der von der GPlU ermordeten Tamara Solonewitsch Wie wir in unſerer Donnerstag⸗Abendaus gabe vom 3. Februar berichtet haben, wurde Ta⸗ mara Solonewitſch, die Frau von Iwan Solonewitſch, der durch ſein zweibändiges Werk „Die Verlorenen“ großes Aufſehen erregte, in Sofia das Opfer eines kommuniſtiſchen Mordanſchlages. Durch dieſes Attentat iſt das Augenmerk beſonders auf das vor kurzem eben; falls in der Eſſener Verlagsanſtalt erſchienene Werk der Tamara Solonewitſch„Hinter den Kuliſſen der Sowjetpropaganda“, gerichtet, in dem die Verfaſſerin ebenſo inter⸗ eſſante wie erſchütternde Mitteilungen über das wahre Geſicht Rußlands gibt. Man kann ſich vorſtellen, wenn man die Bü⸗ cher von Tamara und Iwan Solonewitſch lieſt, daß dieſe ſachlich gehaltenen Berichte über das wahre Geſicht Sowjetrußlands den hohen Her⸗ ren in Moskau abſolut nicht in ihre Pläne paſ⸗ ſen, mit denen ſie ſeit Jahren es immer wie⸗ der fertig bekommen, ausländiſche Beſucher hin⸗ ters Licht zu führen. Unbedingt nach Moskau! Moskau war die große Sehnſucht von Ta⸗ mava Solonewitſch ihr ganzes Leben lang ge⸗ weſen. Als ſie dann im Jahre 1926 in dieſe Stadt kam, war die ſchöne Zeit für Rußland vorüber, da packte ſie das kalte Grauſen auf ihrer Fahrt von Odeſſa nach Moskau. Sie hatte keine Sehnſucht mehr, in dieſe Stadt zu kom⸗ men, ihr Traum hatte ganz andere Formen an⸗ genommen.„Ich wußte, daß ich in der Pro⸗ vinz niemals im Leben eine Kommandierung ins Ausland erhalten würde. Aber von Mos⸗ kau aus, da konnte es mit Gottes Hilfe einmal klappen“, ſchreibt Tamara Solonewitſch in ihrem Buch. Aber dieſer Weg aus der Sowjet⸗ union ſollte für ſie, ihren Mann und ihren Sohn ein Leidensweg werden, wie wir ihr er⸗ ſchütternder kaum wieder finden. Unter den unmenſchlichſten Lebensbedingun⸗ gen waren die Menſchen ins Moskau zuſam⸗ mengepfercht, und es war nicht daran zu den⸗ ken, eine Wohnung zu finden. 20 Kilometer von Moskau entfernt fanden ſie endlich ein paar kümmerliche Zimmerchen, die ſich in einem Zu⸗ ſtand befanden, daß man ſonſt in Europa nicht einen Hund hineinſperren würde. Und nun be⸗ gann die Suche nach einer Arbeit. Bei ihren großen Sprachkenntniſſen hoffte Tamara So⸗ lonewitſch bald eine Anſtellung zu finden, denn Menſchen mit Sprachkenntniſſen ſind ſehr ſel⸗ ten in Rußland, weil ja die ganze Intelligenz einfach ermordet wurde. Im„Palaſt der Ar⸗ beit“ wurde ſie von Zimmer zu Zimmer, von Stockwerk zu Stockwerk geſchickt. Jeanette rettet Tamara Niemals hätte dieſes Suchen nach Arbeit irgendeinen Erfolg haben können, denn Ta⸗ mara Solonewitſch kannte in Moskau keinen der oberſten„Bonzen“. Doch das gütige Ge⸗ ſchick wollte es, daß ſie im„Palaſt der Arbeit“ im Gewirr der 1000 Zimmer, wo in jedem einer ſeine„Totengräberarbeit“ tat, zufällig eine Franzöſin, Jeannette, traf. Gemeinſame Kerker⸗ haft im Jahre 1920 hatte dieſe beiden Frauen zu Freundinnen werden laſſen. So ſagte Jean⸗ nette:„Das Ding werden wir gleich drehen. Solche Leute wie Sie, mit vier Sprachen, ſind in Moskau ſehr geſucht. Wiſſen Sie was, gehen Sie doch mal in einer halben Stunde in das Zimmer 438 zur Genoſſin Gezowa“. Als Tamara zu der verabredeten Zeit vor⸗ ſprach, bekam ſie ſchneller Beſchäftigung als Dolmetſcherin, als ſie gedacht hatte. Obwohl Die Stedinge Roman von Wolfgang Schreckenbach ſie noch völlig unerfahren auf dieſem Gebiet war, ſollte ſie ſchon am nächſten Tag eine eng⸗ liſche Kohlenarbeiterdelegation auf einer der bekannten Propagandafahrten(ſiehe Karte) be⸗ gleiten. Inzwiſchen aber muß ſie noch auf einer Kundgebung für die Engländer in Mos⸗ kau dolmetſchen. Daß ſie bei der Ueberſetzung hier und da etwas„literariſch abrunden“ mußte, hatte ihr die Gezowa noch beſonders mitgeteilt, Scheinbar fehlte Sie kannte die Not, hatte ſie ſelbſt ſchon am eigenen Leib erfahren müſſen. Als ſie aber an den Extrazug für die engliſchen Kohlenarbeiter kam, mit dem ſie nun bis hinunter nach Tiflis fahren würde, erkannte ſie ſehr bald, daß es hier an nichts fehlte. Ja ſogar die Poſtkar⸗ ten und das Porto bekamen ſie von den Sow⸗ jets koſtenlos zur Verfügung geſtellt. Daß da⸗ mit ein kleiner Trick verbunden war, wußten die ahnungsloſen Engländer natürlich nicht. Sie ſchrieben ihre Karten und gaben ſie wieder an einen der ſie begleitenden Agenten zurück. Daß ihre Karten dann erſt nach Moskau zur Kontrolle kamen und nur über die Grenze gin⸗ da ſich die Genoſſen in ihren Reden manchmal etwas ungenau ausdrückten, d. h. die Dot⸗ metſcherin hatte alles immer ſo wiederzugeben, wie es in die Propaganda der Sowjets hinein⸗ paßte, wenn ſie auch auf Fragen von den eng⸗ liſchen Delegierten einfach lügen mußte. Jedes⸗ mal dolmetſchte ſie um ihren Kopf, denn auf der Fahrt konnte ſie feſtſtellen, daß unter den mitfahrenden Ruſſen auch noch ein„zuverläſſi⸗ ger“ Kommuniſt war, der engliſch verſtand. Da⸗ von hatte man ihr aber vorher nichts geſagt, um deſto beſſer ihre Ueberſetzungen kontrollieren zu können. Aber wenn die Arbeit, die ſie hier auf der Fahrt mit den engliſchen Arbeitern er⸗ wartete, auch hart war, Tamara Solonewitſch war froh, daß ſie wenigſtens etwas zu ſchaffen hatte und ſo dem Schickſal des Verhungerns entgangen war. es an gar nichts gen, wenn ſie in den roſigſten Farben von ihrer Fahrt erzählten, davon hatten ſie ebenſowenig eine Ahnung, wie ſie wußten, daß auch die Poſt, die ſie von England bekamen, in Moskau zu⸗ rückgehalten wurde, bis man es für richtig hielt, ſie ihnen auszuhändigen. Dadurch wurde na⸗ türlich das Eintreffen der Poſt oft verzögert. So erzählte Tamara Solonewitſch in ihrem Buch:„So kamen beiſpielsweiſe Briefe von Herrn Cooe an ſeine Frau immer mit auffäl⸗ liger Verſpätung an, und Frau Cook war des⸗ halb dauernd in Sorge, ja weinte ſogar manch⸗ mal. Als unſere Reiſe ſich in die Länge zog, weil die Bolſchewiken einſahen, daß ſie den un⸗ Bauten des Dritten Reiches Das Modell der Kongreßhalle in Nürnberz, zu der die Nürnberger Architekten Ludwig und Franz Rufi den Entwurf geschaffen haben. Es steht mit zahlreichen weiteren Darstellungen der gewaltigen Bauschöpfungen des Dritten Reiches auf der Architektur- und Kunsthandwerkausstellung im Haus der Deutschen Kunst in München. DAS HELDENLlED EINES BAUFEENVOLKES Copyrisht by Verlag L. Staackmann, Leipzig 30. Fortſetzung Stumm zogen die Bauern durch die wallen⸗ den Nebel dahin. Ihre Gemüter waren ver⸗ drückt, denn ſie wußten, daß ſie mit dieſer ver⸗ geblichen Seefahrt mehr verloren als damals, da ſie vor Oldenburg hatten weichen müſſen. Die Nacht kam, und der Sturmwind ſang in den Lüften ſein Lied. „Nun dauert es wohl nicht mehr lange, dann wird der Erzbiſchof vor unſrer Landwehr ſtehen“, ſagte Detmar tom Dieke, als ſie über die Ochtum ritten. „Mag er!“ rief Tammo von Huntorp.„Wir wollen ihm einen Empfang bereiten, daß er das Wiederkommen vergißt!“ Bolko von Bardenfleth ſchwieg. Das Leben der Bauern, die erſchlagen vor den Wällen Bremens lagen, laſtete ſchwer auf ihm. Sie alle würden fehlen, wenn es daheim um die Entſcheidung aing. Fünfundzwanzigſtes Kapitel Im Frühlina des Jahres 1233 fingen die Kreuzfahrer an, ſich in Bremen zu ſammeln. Sie wurden in der Burg des Erzſtiftes unter⸗ gebracht oder bei Bürgern der Stadt, die es ſich zur Ehre anrechneten, fromme Kreuz⸗ kämpfer zu beherbergen und zu beköſtigen. Als ihrer aber immer mehr wurden, wohnten auch viele in Zelten vor der Stadt, während andere unter die Aufgebote der umliegenden Städte und der Ritter verteilt wurden, die ſich nun offen gegen die Stedinger bekannten. März war es, und von allen Türmen der Stadt Bremen läuteten die Glocken, wie da⸗ mals, als der Erzbiſchof den Bann gegen die Stedinger ſchleuderte. Und wieder bewegte ſich wie damals ein feierlicher Zug durch die Stra⸗ ßen. Aber nicht die Peterskirche war diesmal ſein Ziel, ſondern das Stadthaus, in dem vor einer dicht gedrängten Menſchenmenge die zwölf Ratsherren der Stadt auf ihn warteten. Erzbiſchof Gerhard, der dem Zuge voran⸗ ſchritt, trua jetzt kein blinkendes Kreuz mehr in den Händen, ſondern ein ſchlichtes Schwert. Aber alle, die dieſes Schwert ſahen, fielen auf die Knie und neigten ſich tief. Sie wußten, es war die heilige Waffe, mit der der Apoſtel Petrus dem Kriegsknecht Malchus das Ohr ab⸗ gehauen hatte in der Nacht, da Judas den Herrn verriet. Der Heilige Vater in Rom aber hatte dieſes Schwert dem Kirchenfürſten ge⸗ ſchickt, damit er mit ihm die Ketzer richte. „Bürger von Bremen!“ rief der Erzbiſchof, als er vor dem Rate ſtand.„Ich weiß, daß mir viele von euch noch immer mißtrauen wegen der Wittenborg, die ich damals gegen euch ge⸗ baut habe! Ich weiß auch, daß nur dieſes Miß⸗ trauen, nicht aber der Mangel an frommem Eifer euch davon abgehalten hat, mir euere Hilfe zu gewähren in dieſer heiligen Sache, die ich begonnen habe! Damit ihr aber ſeht, wie völlia unbegründet euer Mißtrauen geweſen iſt, und zum Zeichen, daß ich eure Treue gebührend belohnen werde, habe ich meinen Willen in einer Urkunde niedergelegt, die euch jetzt ver⸗ leſen werden ſoll und die wir danach eueren Händen übergeben wollen!“ Er winkte ſeinem Kanzler. Der trat neben ihn und entrollte ein Pergament. „Im Namen der heiligen und unteilbaren Weltbild(M) Dreieinigkeit! Amen“, las er mit lauter Stimme. „Gerhard, durch die Gnade Gottes Erzbiſchof der Bremiſchen Kirche, allen, die dieſe Schrift einſehen, Heil in Ewigkeit! Weil die ſchon lange dauernde Vermeſſenheit der Stedinger ſo arg geworden iſt, daß ſie nicht nur die Acht von der kaiſerlichen Gewalt ver⸗ dient, ſondern auch die Strafe unſerer heiligen Mutter, der Kirche, auf ſich gezogen haben und da unſer Herr, der Papſt, ſie nach reiflicher Ueberlegung ihrer unverbeſſerlichen Freveltaten wegen für Ketzer hat erklären müſſen und zu ihrer Ausrottuna gegen ſie das Kreuz hat pre⸗ digen laſſen, unter Zuſicherung höchſten Ab⸗ laſſes, wobei er auch vor allem die Bremiſchen Bürger durch einen beſonderen Erlaß aufgefor⸗ dert hat, die Vergebung ihrer Sünden zu er⸗ langen und ſich deshalb hierzu mit geziemen⸗ dem Eifer zu rüſten: So haben dieſe, von uns um Hilfe angegan⸗ gen, zumal ſie auf dieſe Weiſe zugleich dem Be⸗ fehl des apoſtoliſchen Stuhles und dem laiſer⸗ lichen Gebot am beſten gehorchen konnten, uns die erforderliche Hilfe gewährt und dadurch neben himmliſchem Lohne auch einen gerechten Anſpruch darauf erworben, daß wir das uns bewieſene Wohlwollen ehren, wie nachfolgend geſchieht.“ Der Kanzler machte eine wohlberechnete Pauſe. Tieſes Schweigen herrſchte in der Halle. Dann bekamen die Bremer die Bedingungen zu hören, mit denen der Erzbiſchof ſich die Hilfe ihrer Stadt erkaufte. Zum erſten: Alle ungerechten Zölle und Weg⸗ gelder, die innerhalb des Erzſtiftes beſtanden, ſollten wegfallen und in Zukunft nicht wieder erhoben werden. Zum zweiten: Von der Bura Soya bis an die Nordſee hinauf ſollte keine weitere Burg errichtet werden. Wurde es aber nötig, zur Niederhaltuna der Bauern Burgen zu bauen, 15 ſollte die erſte derſelben den Bürgern ge⸗ ören. Zum dritten: Der dritte Teil von allem Hab und Gut der Stedinger, ſowie der dritte Teil günſtigen Eindruck des ſchmutzigen und troſt⸗ 4 loſen Don⸗Kohlengebietes durch andere Ei drücke verwiſchen mußten und die Delegation nach Kislowdſk und ſpäter nach Groſnyi, Tifliß und Baku fahren ließen, regte ſich die großbri⸗ tanniſche Föderation der Bergarbeiter in Lon⸗ don über die lange Dauer der Reiſe auf u bombardierte Latham und Smith(als Lei der Engländer, Schriftleitung) mit Telegram⸗ men, in denen ihre ſofortige Rückkehr nach Eng⸗ land gefordert wurde. Ich wurde ſelbſt Zeugin, wie dieſe Telegramme in den Taſchen der un⸗ erſchütterlichen Banditen Corbatſchow ver⸗ ſchwanden.“ Da das Elend in Rußland aber unbeſchreib⸗ lich groß iſt, läßt es ſich auch mit der größten Mühe nicht verbergen. So kamen die Sowjetz auch auf dieſer Reiſe oft genug in Verlegen⸗ heit. Bei ſolchen Gelegenheiten mußte der Dol⸗ Nun verſuchte Tamarg Solonewitſch immer wieder den Engländern die wirkliche Wahrheit zu ſagen, aber die Banditen paßten genau auf, daß ſie in ſolchen Augenblil⸗ 1 ken mit den Gäſten nie allein war. Im Don⸗ Kohlengebiet klagte ein Arbeiter über den un⸗ möglichen Zuſtand ſeiner Wohnung. Er wurde übergangen. In einem Bergwerk begegnete der Die Engländer wunderten ſich, Frauen unter Tag zu treffen. Bei ihnen dürften die Frauen dieſe ſchwere Arbeit nicht tun. Sofort wußte dek Ruſſe eine Ausrede, es ſei eine Frau, die ihren In⸗ Wirklichkeit ſchafften in dieſem Gebiet Frauen genau wie Männer im Bergwerk. Manchmal metſcher eben lügen. Gruppe eine Frau in Arbeitskleidung. Mann ſoeben das Eſſen gebracht hätte. ließ ſich aber das deutlich ſichtbar werdende form des haltenden Zuges gingen, ein kleineßz Paket mitnahmen.„Ich ging deshalb einez Tages Mrs. Grey nach und ſah, wie ſie ein ſolches Paket unter den Wagen ſchob, während ſich von dort eine ſchwarze, ſchmierige Kinder⸗ hand hervorſtreckte. Aha, da lag der Haſe im Pfeffer! Beſpriſorniki!“ 4 Das Tor der Freiheit Es iſt verſtändlich, daß unter ſolchen Umſtün⸗ den und in einem ſolchen Lande es kein Menſch auf die Dauer aushalten kann. So bemühte ſich auch Tamara Solonewitſch um die Ausreiſe aus Rußland, nachdem ſie unſäglich viel Leid hatte erdulden müſſen. In ihrem Buch hat es ſeinen Niederſchlag gefunden, das nicht allein das„Tagebuch einer Sowjetdolmetſcherin“ iſt, ſondern eine einzige große Anklageſchrift gegen das Syſtem der Sowjets. Immer wieder er hielt ſie auf ihr Ausreiſegeſuch am Schalter die Antwort:„Kommen Sie nächſte Woche wieder Ein Jahr lang tat ſie täglich dieſen Weg und erlebte jedesmal erſchütternde Bilder.„Die Er⸗ teilung der Erlaubnis dauert in der Sowjet⸗ union meiſtens Jahre, denn die Sowjetregie rung iſt beſtrebt, möglichſt wenig Leute aus dem 3 „Sowjetparadies“ herauszulaſſen“, ſchreibt Tu⸗ mara Solonewitſch. Und endlich ſaß ſie dann eines Tages im Zug, der ſie aus Rußland herausbrachte, aus der Hölle der Welt.„Nur herauskommen aus dieſer Hölle, alles andere kann nie wieder ſo ſchrecklich ſein!“ lautet einer der Sätze aus dem Schlußabſchnitt ihres Bu ches, das ein erſchütterndes Tagebuch dieſe Frau iſt, die nun doch noch das Opfer einez Mordanſchlages der Sowjets wurde. 4 Günther Röhrdanz. aller Kriegsſteuern, die man aus dem unte worfenen Lande herauspreſſen wollte, ſollt den Bürgern von Bremen zufallen. 4 Lauter Jubel übertönte die Worte des Kanz lers. Die Bauern der Marſch waren reich. Viel Geld und Gut würde nach Bremen fließen. Nur ein alter Mann ſtand da mit zornrotem Geſicht.„Dieſer Vertrag iſt eine Schande für unſere Stadt!“ ſchrie er. Aber er wurde als ein Narr verlacht, und als er nicht ſchweigen wollttz, ſtießen ſie ihn aus dem Saale. 4 Dann konnte der Kanzler die Verleſung der Urkunde beenden. 4 „Schwere Pflichten gegen die Stadt haſt du auf dich genommen“, ſagte der Prior Berthold zu Herrn Gerhard. 4 „Ihre Hilfe wiegt ſchwer!“ erwiderte ger Erzbiſchof.„Zudem glaube ich nicht, daß dieſer Vertraa uns lange drücken wird, denn ich weiß gewiß, daß der Kaiſer vorhat, alles Stadi regiment anzufechten, das erſt nach einer he ſtimmten Zeit eingeſetzt worden iſt, und da dürfte es den Stadtwätern von Bremen wohl ſchwül werden!“ Am nächſten Morgen trat ein fremder Kriegz⸗ knecht vor den Kirchenfürſten. Er ſah zerlumet und verwahrloſt aus, aber auf ſeinem Wamz leuchtete das rote Kreuz der Streiter Chriſit „Ich bin ein Stedinger“, ſagte er,„aber ich gehöre nicht zu denen, die du gebannt haſt, den lange, bevor du den Bann gegen ſie ſchleudet teſt, bin ich aus ihrem Lande geflohen, weil ich nicht wollte, daß ſie dir widerſtrebten. Dir dienen, bin ich aekommen. Ich bin unter den Ketzern aufgewachſen und kenne die Wege durth die nur der geborene Stedinger e 525 4 Erzbiſchof Gerhard muſterte ihn ſcharf. Um deutlich entſann er ſich, ihm ſchon begeanet z ſein. Wo aber war das nur geweſen? Jetzt warf der Fremde das Haupt zurück und ſtrich ſich das wirre Haar aus dem Geſicht. Bu wußte der Erzbiſchof wieder: Das war der Mann, der in Berne dem Volke entgegengetre ten war, als es ſich gegen ihn empörte. 1 (Fortſetzung folgt) 3 Elend einfach nicht verbergen. Tamara Solo⸗ 1 newitſch ſpricht hier von„Löchern in den Kun liſſen“. Sie hatte bemerkt, daß ihre Schützlinge einige Engländerinnen, wenn ſie auf die Platt⸗ über 18., fleiß., — Mehe. Hilfstechnike fertigung von wehrungszeic verlässig arbe esucht.“ Heinische Mannheim Diücher heitragen Buchhalter neben⸗ beruflich geſucht.— n. u. r. 68“ an Verlag boll Fubhnn bber Müdchen wöchentl. ein. hal⸗ ben Tag geſucht AAlmengebiet). Zuſchriften u. 281“ an d. Verlaa d. B Hdgen ober Zr4u Pnlich, auch palbe 4 Rale für d. Haus⸗ halt 9 eſucht. auſer, Dürerſtraße 22. 61“) ——— —— Fiür klein. Boten⸗ ghünge jüngeres gg• 3 ſofort geſucht. Rheinlandhaus, Feinkoſt, O 5, 3. ((4402 V) chulentlaſſenes, rl., aufgewecktes Hlae ucht f, Haush. d Geſchäft. Erfahrenes ueamäeczen Her frau ——— — m. Koch⸗ u. etwas Rähk., in kl. guten für März verkag'b. B. lechſtunden⸗ hilfe lauch Anfängerin) ar. Kanfflraße 16 (Oſtſtadt). 286“ Tüchtig. ſelbſtänd. guf 1. März inGe⸗ ſchäfthaush.neſucht. Abreſſe zu erfr. u. im Verlag Auuffange ba gefucht. e zu erfr. u. 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Manchmal bar werdende Tamara Solo⸗ n in den Ku⸗ re Schützlinge, auf die Platt⸗ n, ein kleinez deshalb eines h, wie ſie ein chob, während ierige Kinder⸗ der Haſe im heit olchen Umſtän⸗ es kein Menſch So bemühte m die Ausreiſe glich viel Leid n Buch hat es as nicht allein metſcherin“ iſt, igeſchrift gegen ner wieder er⸗ m Schalter die Woche wieder“ eſen Weg und lder.„Die Er n der Sowjet⸗ e Sowjetregie Leute aus dem “, ſchreibt Ta⸗ ) ſaß ſie dann aus Rußland „Nur „ alles andere “ lautet einer r Welt. nitt ihres B agebuch dieſer s Opfer einez urde. töhrdanz. — us dem unter⸗ ſollte en. orte des Kanz⸗ zren reich. Viel wollte, en fließen. mit zornrotem e Schande füt wurde als ein hweigen wollte, Verleſung der Stadt haſt du Prior Berthold erwiderte de 1 icht, daß dieſ denn ich weiß „ Halles Stadt⸗ nach einer he⸗ n iſt, und da Bremen woh 1 fremder n ir ſah zerlu ſeinem Wam treiter 9 rebten. 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Eln Flim, dessen Ausstattung uncl format in absehberer Telt kaum von elnem C anderen orrolcht worclen Nebeste Wochenschou und Kkultur- film:„Es leuchten die Sterne“. ober alle 12 Ronden 5 7, 23 Anfongszeiten: Alhombre:.00.50.50.50 Schoũburs:.50.20.25.55 Ziiiarisna SchabsUnc Vorweraur an der lageshaata una unter femrut 23902 K 1, 5 REGEINA Mannnem LICHTSPIELE wecCL dos modeme Theoter im Sũden der Stodt Verlängert bis einzchl. Jonnerztag Lida Baarova. Hans Söhnker in der Johann-Strauß-Operette: ie flelermaas' Beginn.00,.30 Uhr Mäwlbel Schreibliſch Kollſchrank Kilſſenſchränke u..., neu u. gebr. pfalzbou- Käfte⸗ Ludwigshaten Anmeldungen erbeten 13.7 feitsp. 23493 Damenbart sowie alle lästigen Haare entfeint durch Diathermie 4— 500 Haare pro sStunde garantiert dauernd und narbenirei Gretl Stoll Mannheim. Tullastr. 19 (Kurz- wellen Arztlich geprũſte Kosmetikerin Ruf 443 98 loden-Joppens“ warm gefllttert Adam Ammann Speꝛziolheus fũ Berufslleiduns Fernruil 28789 au 3, 1 Fisch. 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Menschen aus dem Leben gegrilfen, aus unserer alltäglichen Umgebung, uie wir sie kennen, Menschen mit und ohne Unilorm sielien im Mittelpunkt dieses Films Vorhef: Wir erobern Land, Ufa-Kulturfilim— Ufa-Tonwoche Täglicn:.00.30.30.30 Für Jugendl. unter 14 Jahren nicht zugelassen UFA-PALAST uNIVEnSsUun Täglich 20.11 Uhr: Lachen iot Trummn Dos grobe lustige Fasnechts-Progföng neute 16.11 Unt: Erster Kinder-Maskenball mit vielen Uberroschungen NHorgen 16.11 Uhr: Märrische Hausfrauen-Vorstellung NHorgen 20.11 Uhr: I. bunter Hausball eeen Devise:„LIBELLE total verrückil 7 Uberraschungen euf Uberreschungen! kintritt EEI 1. 10, nuß Floschemw/eine l Bier- Sekt kolte Bütetts] Kerten⸗Vorverła Libelle-Kasse O 7, 8, tögl.-20 Uhr durchgetench Quf 2²⁰ XXNTXXITXII Samstag 12˙ Febr.,.33 Unr Rosengarten 5 Ninelungensaal Groſer 4 Kapellen 5000 Beine tanzen dureh die Machtf Verrückie Nadit Offene Weine Bierkeller/ Sektba Abendkae Eintritt—7 50 Vorverkauf Un RM..80 Maske oder närrische Kopfbedeckung Vorverkauf: Verkehrsverein Plankenhoh Zigarrenkiosk Schleicher(Tattersall), Musi haus Heckel O3, 10, Musikhaus Planken 07)18 bapierwarenhaus Schen k, Mittelstraße 11. Ludwigshafen: Verkents- Kiosk Kolleh ſcabpenabend Domschenke es spielt: Kapelle Mayer es singen: Anita Berger und Lona Flottwell im Ausschank: BFISTENER-ZRNU Fernruf 530 88.f „, Veriag u. Zchrifnenn danner“ Ausgabe ae Tragerlohn; durch die ——3 Ausgabe z erſch hn; durch die Poſt Zit die Zeitung am E. abend⸗Kusga —— Fran Wob Waſhir Nachdem der Schiffahrtsbehi London ernam mehrfach die ſke laniſchen Han und erklürt hat Diſziplin eine? und den Ausb ſind jetzt auch i im Gange, das und gegen die verſeuchten S USA⸗Weſtküſte Auf Veranla des Senates ſi Unterſuchung g ges, einen c Kommuniſten, auf den Name werden. Bridg CIO⸗Organiſa telte im letzten die Teilnehme äußerſt k o ſt ſp an. Der Sen⸗ Bridges ausge tragte der Vor ſes am Dienst kommuniſt!: zen Seehan der amerikaniſ⸗ Zn einem an Der Reichsverv des polnischen königliche Schlc Moscicki(Mitte)