uar 1938 rkauf bei en Vorver · .— RM. rehrsverein. Kostüm. n. S5S annten Kasse Lfeister! ing ahren!— Aigung Ul-Apparar nd Zimmer- rdinen, Tep- lrohre mehr. id staubfrei. nd sauberen reße 40 termann. vom Dienſt: npolitik: Hel⸗ dageneier; atzel; für Be⸗ olitik, Feuille⸗ n Heimatteil: las; für Sport ilhelm Ratzel; tl. in Mann nn von Leers, ſchach, Berlin verboten. n 16—17 udꝛ nntag) .m. b. H. innheim. brech⸗ fr re. 421 2 zchatz, Mannh. heim Nr. 10, tzingen Nr. 8. nd Abend er⸗ be B. über 41 350 über 6 950 über 3 700 er 52000 —2 Verlag u. Schriftleitung: Mann ——94˖—AM 9 erſcheint w Trägerlohn; durch die Po eld. Ausgabe B erſch. w. fohn: durch die Poſt 1,70 Iſt die Zeitung am Erſcheinen Lauch Monkag⸗Ausgabe 2mal. Bezugspreiſe: Frei Haus monatl. 2,20 RM. u 7m „(einſchl. 51,38 Pf. Poſtzeitungsgebühr) zuzügl, 42 Pf. Wis Aos Gewalt) Belbind. eſtebi kein Anſpr. auf imigaenge Feierſiunde Derlin, 20. Febr.(GB⸗Funk.) die ganze Welt hatte am Sonntag ihren Blick und ihr Ohr auf Deutſchland gerichtet. In einer denkwürdigen Tagung des Deutſchen Reichstages gab der Führer und Reichskanzler die mit höchſter Spannung erwartete, welt⸗⸗ politiſch bedeutſame Erklärung der Reichsregie· rung ab. On aller Welt war in dieſer Stunde ein Aufhorchen auf die großze Rede Adolf Hitlers, die durch die Aetherwellen in viele Länder der Erde getragen wurde. Das ganze deutſche Volk erlebte dieſe geſchichtliche Stunde am Rundfunk mit. Damit wurde die Tagung des Deutſchen Reichstags zu einer einzigartigen Feierſtunde der geſamten Nation. Um 11.30 Uhr öͤffnen ſich die Tore gum Reichstag. Sofort ſetzt ein lebhaftes Kommen ein. Die Vorhalle und die Umgänge ſind mit Blumen geſchmückt. An kleinen Pulten tragen ſich die Abgeordneten in die Anweſenheitsliſten für dieſe zweite Tagung des am 29. März 1936 gewählten Reichstages ein.(Die erſte Tagung wurde am 30. Januar 1937 abgehalten.) Im Sitzungsſaal Schon oft iſt dieſer Bau in den letzten fünf Zahren Zeuge hiſtoriſcher Stunden geworden. Der Reichstag des Dritten Reiches iſt nicht die Schwatzbude der Syſtemzeit, ſondern das Fo⸗ rum, vor dem der Führer die großen entſchei⸗ benden Fragen der Nation dem Volk und der Welt vorzutragen pflegt. Dieſe Reichstage ſind Schickſalsſtunden geworden, gewaltige Augen⸗ blicke völkiſchen Erlebens. Auch heute wieder ahnt man beim Betreten des feſtlich geſchmück⸗ ten Raumes, daß ein großes gewaltiges Erleb⸗ nis bevorſteht. Die erwartungsfrohe Spannung, die ſeit Tagen das ganze deut⸗ ſche Volk erfüllt, findet hier, wo ſich die be⸗ rufenen Vertreter des Volkes verſammelt ha⸗ ben, um vom Führer die neue Parole entgegen⸗ zunehmen, ſichtbaren Ausdruck. Ueberall ſtehen die Abgeordneten des Reichstages beieinander, um in lebhaften Geſprächen die Ereigniſſe der kommenden Stunden zu erörtern. Früher als ſonſt füllt ſich das Parterre, und ſchon lange vor Beginn der Sitzung entwickelt ſich das ge⸗ wohnte Bild: das Farbenſpiel der Uniformen von Braun bis Schwarz. Die neue dekorative Ausſtattung des Saales erhöht die feierliche Stimmung. In ſtrahlendes Scheinwerferlicht taucht, breitet der rieſige goldene Adler ſeine Schwingen, als gewaltiges Symbol zur Ver⸗ körperung der geiſtigen Autorität dieſes Fo⸗ rums. Die Spannung iſt kurz vor der Sitzung auf den Höhepunkt geſtiegen. Alle Abgeordneten Fortsetzung slehe Selte 2 R 3, 14/15. Fernſpr.⸗Sammel⸗Nr. 354 21. Das R t tl. 1 3y5 t 2,20 RM. leinſchl. 6048 f. Poſtzeitungsgebühr) zuzügl. 72 P 7mal.——.— 1,70 Achi. u. 30 nt ntſchädigung. 8. Jahrgeng extteil 60 Pf. hafen a. Rh. 4960. MANNHEIM 2 eigen: Geſamtauflage: Die 12geſpalt. Millimeterzeile 15 Pf. Die 4 m Millimeterzeile im Textteil 45 Pf. S meterzeile 4 Pf. Die Aee Millimeterzeile im Textteil 18 Pf.— fülungsort Mannheim. Au A/Nr. 86%/ Nr. 51 Milimeterzeile abe: Die 12geſpalt. Millimeterzeile 10 Pf. Die Ageſpalt. einheimer Ausgabe: Die 12geſpalt. Milli⸗ sſchließlicher Gerichtsſtand mnheim. P ſinchclonts Sudzvigz⸗ e r r and: annheim. E 5 Verlagsort Mannheim.— Einzelverkaufspreii 10 pfenn 8. Mannheim, 21. Jebruar 1938 Mannheimer Au etzinger und Ein Wahrhaft stolzer Rechenschaftshericht Dank dem Führer! Mannheim, 20. Februar. Parlamente haben ihre Tagungen, Kabinette ihre Sitzungen verſchoben. Europa wartete auf die Rede des Führers, Es konnte nicht weiter ohne ſie. Pläne, Meinungen, Auffaſſungen und Entſcheidungen waren an ſie gebunden. Adolf Hitler hat von Jahr zu Jahr mehr und mehr das Ohr der Welt— nicht nur der Politiker, ſondern auch der Maſſe. Ueberall, wo die deutſche Zunge klingt, ſaß man in den Nach⸗ mittagsſtunden des Sonntag am Lautſprecher, um den großen Rechenſchaftsbericht des Füh⸗ rers über die fünf Jahre nationalſozialiſtiſcher Staats⸗ und Wirtſchaftsführung zu vernehmen. Es iſt wahrhaft eine ſtolze Bilanz geworden, die in beiſpiellos plaſtiſcher Weiſe dem deutſchen Volke und der ganzen Welt auf⸗ gezeigt wurde. Von einem kurzen Abriß über die geſchichtliche Entwicklung unſeres Volkes bis zum 30. Januar 1933, der als Wendetag aller Zeiten bezeichnet wurde, über den Aufbau unſerer Wirtſchafts⸗, Sozial⸗, Kultur⸗ und Staatspolitik bis hin zu den aktuellen Pro⸗ blemen dieſer Tage legte der Führer Rechen⸗ ſchaft ab. Die Nationalſozialiſtiſche Deutſche Arbeiter⸗ partei hat mit einem Minimum von Leid durch ihre Revolution ein Maximum von Glück, Freude und Arbeit geſchaffen. Sie hat der Pſychoſe des Niederbruchs den Mut zur Tat gegenübergeſtellt. Niemand im Reich hatte mehr die Kraft, die wirtſchaftliche und mora⸗ liſche Konkursmaſſe zu übernehmen, die eine 14jährige demokratiſche Mißwirtſchaft hinter⸗ laſſen hat. Deutſchland ſtand am Abgrund. Das Chaos drohte dem Reich. Auch jene Gruppen haben nicht geholfen, die mit Bibelſprüchen im Munde faulenzend durchs Land gezogen ſind. Man muß ſich dieſe Feſtſtellung gefallen läſſen, denn Glaube oder Religion entbinden nicht von der Verpflichtung, die die Rettung eines Vol⸗ kes verlangt. Sie haben genau ſo verſagt wie die Parteien und Parlamentarier. Nur die Partei und ihr Wille zum Aufbau ſind es ge⸗ weſen, die in jener ſchweren und ausſichtsloſen Zeit Deutſchland gerettet haben. Das Ausland hat außer einem infernaliſchen Haß einer ewi⸗ gen Ablehnung und Beſſerwiſſerei zu der Ret⸗ tung und Wiedergeſundung Deutſchlands nichts beigetragen. Daß trotz dieſer ſchwierigen Si⸗ tuation, in der die nationalſozialiſtiſche Füh⸗ rung die Verantwortung übernehmen mußte, in den letzten fünf Jahren ein ſolcher Auf⸗ ſchwung und eine ſo gewaltige Produktions⸗ ſteigerung erzielt werden konnte, ſteht in der Welt unerreicht da. Voll Stolz und Genugtuung haben wir die ebenſo ſprechenden wie nüchter⸗ nen Zahlen aus dem Munde des Führers ver⸗ nommen. Ein überzeugenderer Beweis von der Richtigkeit nationalſozialiſtiſcher Wirt⸗ ſchaftspolitik und Wirtſchaftsführung kann nicht mehr erbracht werden. Dieſe Produktionsbilanz, die der deutſchen Mark ihre Kaufkraft und'a⸗ bilität ſicherte, macht eine ganze Nation froh und glücklich und läßt ſie vertrauensvoll in dig 5, „Hakenkreuzbanner“ Montag, 21. Februar 1938 Zukunft blicken. Auch die kulturellen und ſozial⸗ politiſchen Leiſtungen der letzten fünf Jahre ſind vom Führer mit einem ſo überzeugenden Material belegt worden, daß nicht nur Deutſch⸗ land, ſondern die ganze Welt über dieſe Lei⸗ ſtungen auf allen Gebieten aufhorcht. Wie lächerlich iſt doch dagegen die böswillige Kritik unverantwortlicher demokratiſcher Zeitungs⸗ ſchreiber. Allen teufliſchen Lügenkünſten zum Trotz aber, werden ſie dieſe Arbeit und dieſen Aufſtieg nicht wegſchreiben oder verkleinern können. Stolz macht es uns, zu erfahren, daß die Anſtrengungen in den kommenden fünf Jahren noch größer ſein werden, und daß, wenn uns das Schickſal gnädig ſein wird, wir nach Beendigung des ganzen Dezeniums glück⸗ lich und zufrieden auf die großen Werke ſchauen können, die das Dritte Reich vollbracht und geſtaltet haben wird. Das Lügennetz der demokratiſchen Auslands⸗ journaille um den 4. Februar iſt gründlich zer⸗ riſſen und den Meinungsfabriken der Nähr⸗ boden ihrer einfältigen Hetze und albernen Kom⸗ binationen entzogen. Man hatte bislang noch immer nicht begriffen, daß es in Deutſchland keine Führungsprobleme im Sinne eines parla⸗ mentariſch regierten Staates gibt. Der National⸗ ſozialismus führt ſeit dem 30. Januar 1933 in allen Inſtitutionen des Reiches. Partei, Wehr⸗ macht und Staat gehören zuſammen zu einer nationalſozialiſtiſchen Einheit. Jeder Teil hat ſeine Aufgaben. Die Partei führt das Reich politiſch und die Armee verteidigt es militäriſch. Es gibt nur eine große Kamerad⸗ ſchaft innerhalb dieſer mächtigen Säulen, und der autoriſierte F ü h⸗ rer über allem iſt und wird ſtets Adolf Hitler ſein, dem das Volk das Mandat gegeben hat, es bei allen Gelegenheiten und überall zu vertreten. Es gibt keine Regierungskriſen und keine Ge⸗ genſätze im nationalſozialiſtiſchen Reich. Staat und Partei ſind heute wie zu allen Zeiten ſtolz und glücklich über ihre Wehrmacht, deren Offi⸗ zierkorps, wie der Führer bekannt hat, in ſeiner Haltung, ſeinem Charakter und ſeiner Ehre turmhoch über den journaliſtiſchen Schmutz⸗ finken einer internationalen demokratiſchen Preſſemeute ſteht. Die Welt weiß nun, warum ſich Adolf Hitler am 4. Februar zu dieſer gro⸗ ßen Konzentration der politiſchen und militäri⸗ ſchen Kräfte ſamt ihrer Machtmittel entſchloſſen hat. Die Zeitumſtände haben es er⸗ fordert, und die politiſche Einſicht⸗ loſigkeit vieler ausländiſcher In⸗ ſtitutionen, die durch eine infer⸗ naliſche Hetze den Frieden der Welt gefährden. Aus der Sorge um die Zukunft unſeres Vol⸗ kes hat der Führer erneut und unmißverſtänd⸗ lich die Forderung nach unſeren ge⸗ raubten Kolonien erhoben. Wenn wir auch aus der eigenen, der Arbeitskraft, unſere Zukunft zu ſichern willens ſind, ſo werden wir dennoch nicht nachlaſſen, immer wieder unſere Kolonien zurückzuverlangen und zu fordern, daß das uns zugefügte Unrecht wiedergut⸗ gemacht wird. Wir laſſen uns dieſes Recht weder durch Kredite noch durch ſonſtige Ver⸗ ſprechungen abkaufen oder abſchwätzen. Die Welt, und vornehmlich England, wird ſich mit dieſer Tatſache abzufinden haben. Klar und deutlich hat ſich das Reich vom Völkerbund diſtanziert und hat durch die feierliche Anerken⸗ nung Mandſchukuos einen Fehler, der in Ge⸗ meinſchaft mit dieſem überlebten Inſtitut be⸗ gangen wurde, wiedergutgemacht. Deutſchland wird niemals mehr nach Genf zurückkehren. Der Völkerbund iſt keine Inſtitution des Rechts, ſondern eine Einrichtung zur Verteidigung des Unrechts von Verſailles, deſſen Ideale gleich⸗ laufen mit den realen Intereſſen ſeiner ſtärk⸗ ſten Mächte. Scharf wandte ſich der Führer gegen die Ver⸗ ſprechungstaktik der Weſtmächte, gegenüber einem Teil der im Kriege befindlichen Völler. Dieſe Verſprechungen ſind nichts anders, als eine Verſchleppungstaktik, die dazu beiträgt, die In der geſchmückten ſiroll⸗Oper nmmmmunmummnmumunmnummsimminmmnmmumusmmsnnmirnünrnusussrintnüsriüsussunuttiibmun fortsetzung von Seſte 1 haben ihre Sitze eingenommen. Bis auf den letz⸗ ten Platz ſind die Zuſchauer⸗ und Preſſetribünen gefüllt. In der Diplomatenloge haben faſt alle in Berlin akkreditierten Vertreter der ausländi⸗ ſchen Mächte Platz genommen und auf den Bänken des Reichskabinetts ſind nur noch vier Pläãtze frei. Plötzlich geht eine Bewegung durch den Saal. Spontan erheben ſich die Abgeordneten von ihren Plätzen und heben ſchweigend den Arm, dem Führer zum Gruß, der jetzt in Beglei⸗ tung von Generalfeldmarſchall Göring, Dr. Goebbels, Dr. Frick und Außenminiſter v. Ribbentrop durch die Mitte d⸗ Abge⸗ ordneten hindurchſchreitet. Zu beiden Seiten des Rednerpodiums ſitzen Reichsminiſter Dr. Lammers, Reichspreſſechef Dr. Dietrich, ſowie Obergruppenführer Brück · ner und Gruppenführer Schaub. höeing eröffnet Reichstagspräſident Generalfeldmarſchall Gö⸗ ring erhebt ſich von ſeinem Platz und erklürt: erklürt: Die Sitzung iſt eröffnetl Meine Herren Abgeordneten! Bevor wir in die Tagesordnung eintreten, wollen wir der⸗ jenigen gedenken, die ſeit der letzten Reichstags · ſitzung verſtorben ſind. Wir gedenken der Ab⸗ geordneten Hoenſcher, Rompel, Holdinghauſen, Homann, Schmid⸗Augsburg und Kling. Sie haben ſich zum ehrenden Angedenken der Verſtorbenen von den Sitzen erhoben. Ich danke Ihnen. Das Wort hatjetzt der Führer und Reichskanzler!“ Der Führee ſpricht unter atemloſer Stille des ganzen Hauſes, der man die ungeheuere Spannung anmerkte, mit der nicht nur die Anweſenden, ſondern das ganze deutſche Volk und darüber hinaus die ganze Welt auf die Worte des Führers warten, begann darauf der Führer und Reichskanzler ſeine große hiſtoriſche Rede. In der Reichshauptſtadt ſind inzwiſchen alle Menſchen von den Anfahrtsſtraßen in die Woh⸗ nungen, in die Lokale und zu den Lautſprechern geeilt. Wenige Minuten nach dem Beginn der Führerrede iſt das Stadtbild beſonders in den Außenbezirken wie verwandelt: Die Straßen liegen völlig ausgeſtorben da, kein Wagen fährt, die Elektriſchen ſind leer und ſelbſt die Schutz⸗ polizeibeamten ſind von der Straße verſchwun⸗ den. Alle Lokale aber ſind gefüllt bis auf den letzten Platz. Ueberall, in jedem Haus, in jedem Reſtaurant und in jeder Wohnung ertönt die Stimme des Führers. Millionen Herzen hän⸗ gen in dieſen Stunden an den Worten des Führers. In der Krolloper Atemloſe Stille lag für Sekunden über dem Raum, als der Führer ſeine gewaltige Rede mit einem mitreißenden Bekenntnis an die deutſche Zukunft und die Sendung unſeres Volkes ſchloß. Dann aber machte ſich die Begeiſterung in nicht endenwollenden Huldigungen für den Mann Luft, der Deutſchland in fünf Jahren aus wirtſchaftlichem Elend und außenpolitiſcher Knechtſchaft wieder emporgeführt hat und der ſoeben die Grundſätze der deutſchen Politik der Zukunft, eine Politik der Ehre, der Kraft, des Rechts und des Friedens dem deutſchen Volke und der Welt bekanntgab. Hermann Göring gibt in ſchlichten, kurzen Worten noch einmal dem Ausdruck, was in Deutſchland in dieſem Augenblick empfunden wurde. Donnernd brechen ſich die Heilrufe auf den Führer an den Wänden des Saa⸗ les und ſpontan klingt das Deutſchland⸗ und Horſt⸗Weſſel⸗Lied auf, ein Schwur der Treue und der Hingabe für Adolf Hitler. Hingeriſſen von den Erlebniſſen der letzten Stunden verlaſſen die Abgeordneten dieſe denk⸗ würdige Reichstagsſitzung in der Krolloper. Draußen wartet ſeit Stunden eine vieltauſend⸗ köpfige Menſchenmenge, um die Abfahrt des Führers zu erleben und ihm ihren Dank und Gruß entgegenzurufen. Der leiſe rieſelnde Re⸗ broße SFreude gen hat die Menſchen nicht verdrängen können. Geduldig harrten ſie hinter der Abſperrkette der ih und dann brandete es auf, und Welle für Welle pflanzte ſich der Orkan der Begei⸗ gerung fort. Von der Krolloper bis zur Reichslanzlei eine einzige, wogende Begeiſte⸗ rung der Maſſen, die dem Führer nochmals danken wollen für all das, was er für Deutſch⸗ land tat. Diele fluslandsſender Üübertrugen die Rede des Führers DNBE Berlin, 20. Februar. Folgende ausländiſchen Sender übertrugen die Rede, die der Führer am Sonntag im Deut⸗ ſchen Reichstag hielt: der öſterreichiſche Rund⸗ funk(Ravag⸗Wien), der ungariſche Rundfunk, der italieniſche Rundfunk(Bozen, Rom lll, Mai⸗ land II. Turin II, Genua II, Florenz lI, Bari, Neapel II), der tſchechoſlowakiſche Rundfunk, Radiojournal⸗Prag, das geſamte Netz des Schweizer Draht⸗Rundſpruchs ſowie der Radio⸗ klub Teneriffa. Bei der Wiederholung der Uebertragung am Sonntagabend ſind angeſchloſſen die Columbia Broadcaſting in Baranquilla, Radio Hucke⸗Chile und Radio Uruguay⸗Montevideo. Andere Sen⸗ der, wie z. B. der däniſche Rundfunk, bringen Auszüge aus der Rede des Führers. in Oeſterreich uüber die Rundſunł ·Heberiragung der Rede des Führ ers EP. Wien, 20. Februar. Der Samstag ſtand ſchon ganz im Zeichen der Rede des Führers und Reichskanzlers, die in Oeſterreich mit ungeheurer Spannung erwartet wurde, nicht nur wegen der Bedeutung ihres politiſchen Inhalts, ſondern auch wegen des Erlebniſſes der„perſönlichen Begeg ⸗ nung“ mit Adolf Hitler, die ſich über den Rundfunk für Millionen Oeſterreicher am Sonn⸗ tag zum erſten Male vollzog. Im Sonntagsprogramm der Oeſterreichiſchen Rundfunkgeſellſchaft ſteht der Satz, der ſchon ſelbſt eine geſchichtliche Wende verdeutlicht:„Um 12 Uhr 55 Min. Sitzung des Deutſchen Reichs⸗ tages in der Kroll⸗Oper in Berlin. Rede des Reichskanzlers Adolf Hitler. Uebertragung aus Berlin.“ Die gewaltige Anteilnahme der Be⸗ völkerung an dieſem Ereignis kommt auch in den Wiener Blättern zum Ausdruck. So ſchreibt das„Neuigkeitsweltblatt“:„Die Tage der Ueber⸗ raſchungen ſind vorbei und werden abgelöſt von einer Woche der Klärung, in der wieder feſte Poſitionen bezogen werden ſollen. Und zwar nicht nur von Oeſterreich und dem Deutſchen Reich, ſondern auch von allen übrigen an den Vorgängen in Mitteleuropa intereſſierten Staa⸗ ten. Daß die Reichstagsrede des Reichskanzlers Hitler der Ausgangspunkt dieſes Klärungspro⸗ zeſſes iſt, daß alſo Bundeskanzler Dr. Schuſch⸗ nigg, aber auch die Außenminiſter Englands und Frankreichs ihre Stellungen erſt nach Hit⸗ ler beziehen werden, beweiſt neuerlich, welche internationale und geſamteuropäiſche Bedeutung den mit der Hitlerrede ausklin⸗ genden Ereigniſſen beigemeſſen wird. Aber trotz des weiten Umkreiſes dieſer Rede werden die neugeordneten Beziehungen zwiſchen Oeſterreich und Deutſchland vor dem internationalen Fo⸗ rüm den Vorrang behaupten.“ weitere krnennungen im deutſchen ſieer DNB Berlin, 20. Februar. Der Führer und Reichskanzler hat mit Wir⸗ kung vom 1. März 1938 ernannt: Generalleutnant Kratzert, Art.⸗Kdr. 18, zum Artillerieoffizier z. b..; die General⸗ majore Fahrmbacher, Abteilungschef im Oberkommando des Heres, zum Artillerie⸗Kom⸗ mandeur 35; Hengen, Artillerie⸗Komman⸗ deur 1, zum Artillerie⸗Kommandeur 3; Balt⸗ zer, Kommandeur des 3R. 25, zum Landwehr⸗ kommandeur Allenſtein; die Oberſten: Krie⸗ bel, Chef des Stabes der Inſpektion der kriegeriſchen Auseinanderſetzungen noch zu ver⸗ längern. Befreiend wirkte die Abrechnung mit den demokratiſchen Preſſebanditen des Aus⸗ landes, die allmählich eine Gefahr für den Frie⸗ den darſtellen, und die die Völker in eine offene Feindſchaft hineintreiben. Wenn man täglich bDer NSKK-Appell vor dem Führer Mach der Erötfnuns der Autoausstelluns fand vor der neuen Halle eln Appell des NSKK vor dem Führer statt. Im Wagen stohend fährt der Führer die Front der angetretenen 3500 NSKK- Weltbild(M) dieſe Preſſeerzeugniſſe leſen muß, kann man er⸗ meſſen, bis zu welchem Grad der Vergiftung ſolche unverantwortlichen Methoden führen. Eiſerne Diſziplin hieß bislang die deutſche Preſſe ſchweigen. Nachdem nun im Reichstag erklärt wurde, daß wir nicht mehr gewillt ſind, dieſe Verleumdungen von Führer und Volk hinzunehmen, werden wir ihnen mit national⸗ ſozialiſtiſcher Gründlichkeit begegnen. Dieſe ge⸗ meine Hetze, und ewige Kriegsdrohung der internatlonalen Preſſe gebietet dem Reich allein ſchon eine Aufrüſtung durchzuführen, die not⸗ wendig iſt, um gegen eine mögliche Auswir⸗ kung gewappnet zu ſein. Die Feſtſtellung, daß Deutſchland mit allen europäiſchen und außer⸗ europäiſchen Ländern normale und gute Be⸗ ziehungen aufrechterhält, und daß es darüber hinaus mit einem großen Teil in freundſchaft⸗ lichen Beziehungen ſteht, hat bei den deutſchen Volksgenoſſen ein herzliches Echo ausgelöſt. Auch der Volksdeutſchen jenſeits der Grenze, die durch Diktate abgetrennt wurden, gedachte der Führer. Die ſtaatsrechtliche Trennung darf ſie niemals volkspolitiſch rechtlos machen. Da⸗ für wird ſich das Reich einſetzen. So iſt auch Oeſterreich wieder zu uns geſtoßen, das zum gleichen Reich gehört, deſſen Söhne wir alle find, ganz gleich, wo unſere Wiege ſtand. Deutſchland hat ſeinen Führer gehört, und es hat mit der Welt auch ſeinen Friedenswillen vernommen. Es hat erfahren, daß Partei, Staat und Wehrmacht nur dem Ziele dienen, das Volk zu erhalten und zu fördern, es darüber hinaus ftark zu machen vor der Gewalt, und frei zu machen vor falſchem Hochmut und weicher Unter⸗ würfigkeit. Deutſchland iſt ſtolz auf die Bilanz, die ihm ſein Führer vorgetragen hat. Seinen Dank wird es kundtun in der Hingabe an Voll und Reich und in der unverſiegbaren Treue zum Führer. Dr. W. K. Kriegsſchule, zum Kommandeur der Kriegsſchule Dresden; Jahn, Artillerie⸗Kommandeur 35, zum Kommandeur der Artillerieſchule; Graf von Rothkirch und Trach, Kommandeur des Kavallerie⸗Regiments 15, zum Kommandeur der 2. Schützenbrigade; Sinnhuber, Kom⸗ mandeur des Art.⸗Reg. 21, zum Artillerie⸗Kom⸗ mandeur 18; Moſer, Kommandeur des Art.⸗ Reg. 25, zum Artillerie⸗Kommandeur 17; Her⸗ zog, Kommandeur des Art.⸗Reg. 31, zum Ar⸗ tillerie⸗Kommandeur 1; Lindig, im Oberkom⸗ mando des Heeres, zum Chef der Heresab⸗ nahmeabteilung; Hühner, Kommandeur des II. Jäg.⸗Batl. JR. 83, zum Kommandeur des IR 25; Steinbach, Kommandeur der I. Abtlg. des Art.⸗Reg. 17, zum Kommandeur des Art,⸗Reg, 21; Kruſe, Kommandeur der I. Abtlg. des Art.⸗Reg. 53, zum Kommandeur des Art.⸗Reg. W. kheungen duech den Führer DNB Berlin, 20. Februar. Der Führer und Reichskanzler hat dem Ge⸗ heimen Regierungsrat Profeſſor Dr. Alexander König in Bonn anläßlich ſeines 80. Geburts⸗ tages den Adlerſchild des Deutſchen Reiches mit der Widmung„Dem verdienſtvollen Forſcher und Zoologen“ verliehen. Der Führer hat heute dem Geheimen Hofrat Profeſſor Dr. Gottlob Linck in Jena anläß⸗ lich ſeines 80. Geburtstages in Anerkennung ſeiner großen Verdienſte um die deutſche Wiſ⸗ ſenſchaft die Goethemedaille für Kunſt und Wiſ⸗ ſenſchaft verliehen. Der Führer und Reichskanzler ſtattet am Samstag in der Berliner däniſchen Geſandt⸗ ſchaft dem König und der Königin von Dä⸗ nemark, die ſich auf der Durchreiſe nach dem Süden hier aufhalten, einen Beſuch ab. zur Feier im fiofbräuhaus ſind jetzt alle Eintrittskarten vergriffen DxNB München, 20. Februar. Die Reichspreſſeſtelle der NSDAp teilt mit: Die Zutrittskarten zur Parteigründungsfeier der NSDaAp am 24. Februar im Hofbräuhaus⸗ Feſtſaal ſind bereits vergriffen. Diesbezügliche Kartenanforderungen ſind daher zwecklos und im Intereſſe des geordneten Geſchäftsganges zu unterlaffen. Zutrittskarten für den Bürger⸗ bräukeller ſind dagegen noch in beſchränkter Zahl vorhanden. 9 „Baker „Metne Neichstage Sch weiß che Volk hrestage mengerufe Vertreter! Nationalſo eines neue Volkes zu Die Feſt tages auf d Gründen: 1. hielt ich Berüͤnd 30. Ja à ſchien Gebiet vorher nung he Denn Si an einem ſo die Vergan, blick in d Beides ſo meiner heut Wende des Als mich⸗ Herr neichs Hindenb Der CTa am Wilhe Wendetag Alle ſin Der 30. So unbeſti * deutſchen übernahm. Es iſt nicht geordneten, h ſtandes der, entwerfen. S noch lebhaft i ZJugend aber Schilderung begreifen. 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Zanuar vorzunehmen und L ſchien es mir nötig, auf einem beſtimmten Gebiet unſerer auswürtigen Beziehungen vorher noch eine dringend notwendige Klü⸗ rung herbeizuführei. Denn Sie erwarten es alle mit Recht, daß an einem ſolchen Tage nicht nur ein Rückblick in die Vergangenheit, ſondern auch ein Aus⸗ blickin die Zukunft gegeben wird. Beides ſoll denn auch Aufgabe und Inhalt meiner heutigen Rede vor Ihnen ſein. Wende des deutſchen Schickſals Als mich am 30. Januar vor fünf Jahren der Herr Reichspräſident Generalfeldmarſchall von Hindenburg um die Mittagsſtunde mit der Kanzlerſchaft und damit mit der Führung des Reiches betraute, war in den Augen von uns Nationalſozialiſten eine Wende des deut⸗ ſchen Schickſals angebrochen. Unſeren Gegnern erſchien dieſer Vorgang viel⸗ leicht gleich den zahlreichen ähnlichen anderen, in denen ebenfalls ein Mann zum Reichskanzler ernannt worden war, der dann wenige Wochen oder Monate ſpäter ſeinem ungeduldigen Nach⸗ folger Platz machen durfte! Was wir Nationalſozialiſten als eine ge⸗ ſchichtliche Stunde von einmaliger Bedeutung erlebten, erſchien dieſen anderen daher nur als zeitlich begrenzte Ablöſung vorübergehender Er⸗ ſcheinungen. Wer hat nun die Bedeutung dieſer Stunde richtig erkannt? Rückſchau auf fünf Jahre Fünf Jahre ſind ſeitdem vergangen. Ermäch⸗ tigen uns die Erlebniſſe dieſer Zeit, ein Urteil abzugeben über die epochale Bedeutung der da⸗ maligen Stunde oder ſind ſie nur eine Beſtãti⸗ gung jener Auffaſſung unſerer Gegner, die da⸗ mals meinten, die Unzahl bisheriger deutſcher Reichskabinette einfach durch ein weiteres ver⸗ mehrt zu ſehen? Wenn es im deutſchen Volke keine andere Einigkeit gäbe, dann würde beſtimmt über einen geſchichtlichen Vorgang heute nur eine Meinung vorhanden ſein. Auch unſere Gegner von da⸗ mals, ſie werden es kaum mehr beſtreiten: der CTag, an dem ich als Chef der größten deutſchen Oppoſitionspartei in das Haus am Wilhelmsplatz ging und als Führer und Kanzler der Uation heraustrat, war ein Wendetag in der Geſchichte unſeres KAlle ſind ſich darüber im klaren: Der 30. Januar 1933 wurde So unbeſtritten, volkes, damals, jetzt und für alle Zeiten. zum Abſchluß einer Zeit und zum Beginn einer neuen. ja ſelbſtverſtändlich iſt dieſe Tatſache, daß man ſchon jetzt von einer deutſchen Geſchichte v or der Machtübernahme und einer ſolchen nach der Macht⸗ übernahme ſpricht. Es iſt nicht meine Abſicht, Ihnen, meine Ab⸗ geordneten, heute ein Bild des chaotiſchen Zu⸗ ſtandes der Zeit vor der Machtübernahme zu entwerfen. Sie iſt den erwachſenen Zeitgenoſſen noch lebhaft in Erinnerung. Die heranwachſende Zugend aber würde auch trotz einer ſolchen Schilderung das damalige Deutſchland kaum begreifen. Nur wenige allgemeinere Ausfüh⸗ rungen will ich zur Kennzeichnung dieſer zurück⸗ liegenden tragiſchen Epoche der Geſchichte unſe⸗ res Volkes machen. „Deutſchland in ſeiner tiefſten Erniedrigung“ Nach dem Zuſammenbruch des alten Deut⸗ ſchen Reiches und inſonderheit Preußens zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts erſchien, von dem Nürnberger Buchhändler Palm her⸗ ausgegeben, eine eindringliche und bemerkens⸗ werte Schrift:„Deutſchland in ſeiner tiefſten Erniedrigung“. Das keine Heft hatte einſt ſo aufrüttelnd in elchsminister Dr. Goebbels, den Führer, Generalfeldmarschall Görin die Ausstellung am Stand der Opel-Werke, deutſchen Landen gewirkt, daß ſich Napoleon entſchloß, den Verfaſſer oder zumindeſt Heraus⸗ geber erſchießen zu laſſen. Nach dem Abklingen des großen Völkergeſchehens verfielen Buch und Verfaſſer mehr oder weniger einer förmlichen Vergeſſenheit. Ein neues Deutſches Reich war entſtanden. Siegumwoben flatter⸗ ten ſeine Fahnen über zahlreiche Felder der Ehre und des Ruhmes! Als ferne Erinnerung verblich der große Befreiungskrieg gegenüber den ſtrahlenden Taten einer ſo großen und ſelbſtbewußten Gegenwart. Und dann kam am Ende eines gewaltigen und heroiſchen Ringens jener unfaßbare Zu⸗ ſammenbruch, der nun mit einem Schlag das vor über 100 Jahren in der tiefſten Not des Vaterlandes geſchriebene Werk. auch unſerer Zeit verſtändlich machte: Deutſchland in ſeiner tiefſten Erniedrigung.“ Wir haben den erſchütternden Inhalt dieſes Bekennt⸗ niſſes ſeit dem November 1918 alle ſelbſt erlebt. Zuſammenbruch der haltung 175 Jahrzehnte lang lag über unſerem Volk jene dumpfe Bedrückung der Folgen des größten Weltere Blider von der Eröfinung der Internatlonalen Autoausstellung in Der Wortlaut der Führer- 7 Zuſammenbruches in unſerer Geſchichte. Nicht des Zuſammenbruches unſerer Heere und auch nicht desjenigen unſerer Wirtſchaft, ſondern des Zuſammenbruches unſerer Hal⸗ tung, unſerer Ehre und unſeres Stolzes, und damit endlich unſerer Freiheit. 15 Jahre lang waren wir das willen⸗ und hilfloſe Objekt einer interna⸗ tionalen Vergewaltigung, die, wäh⸗ rend ſie im Namen demokratiſcher Ideale von Humanität redete, die unbarmherzigſte Zucht⸗ rute eines wahrhaft ſadiſtiſchen Egoismus auf unſer Volk niederſchlagen ließ. In dieſer Zeit unſerer Enniedrigung und un⸗ ſerer Not begann ſich der forſchende Geiſt mit den Urſachen dieſes Geſchehens zu beſchäftigen. Rede Aus tauſend Vorgängen der Vergangenheit und Gegenwart bildete ſich langſam eine be ⸗ ſtimmte Einſicht. Was im Reichtum der Frie ⸗ densjahre vielleicht als unſinnig verlacht oder zumindeſt miſwerſtanden worden wäre, wurde nun im Zwange der Not aus Erkenntniſſen ein Wiſſen und damit zum Glaubensgut zahlreicher beſter Deutſcher. Eine tiefernſte Prüfung der Grundlagen unſeres ge · ſchichtlichen Seins, der Geſetze unſerer Ent⸗ ſtehung und unſerer Entwicklung, der Urſachen unſeres Aufſtiegs und unſeres Verfalls und damit der Vorausſetzungen für eine neue deutſche Erhebung ſetzte ein. Die dcheidung der beiſter Es kam zur Scheidung der Geiſter in unſe⸗ rem Volke. Denn wie immer zog der politiſche Zuſammenbruch einen wirtſchaftlichen nach ſich. Indem aber der nur wirtſchaftlich orientierte Bürger in ihm das Weſen unſeres Unglückes an ſich ſah, entfernte er ſich immer mehr von jenen Kämpfern, die über die wirtſchaft⸗ liche Not hinweg die größere poli⸗ tiſche und moraliſche empfanden. Aus ihren Reihen aber allein konnte die Ret⸗ tung Deutſchlands kommen. Sie ſtellten einer beſchränkten bürgerlichen Parole der Staats⸗ rettung durch die Wirtſchaft die Staats⸗ und Wirtſchaftsrettung durch die innere und äußere Erhebung des Volkes entgegen. Vielleicht zum erſtenmal in der Geſchichte Deutſchlands fiel in dieſer Zeit der Blick ſehen⸗ der Deutſcher nicht mehr auf den Staat oder gar auf die Wirtſchaft als die weſent⸗ lichſten Erſcheinungen und Funktionen menſch⸗ lichen Daſeins, ſondern auf das Sein und Weſen der ewigen Subſtanz, die der Träger des Staates und damit ſelbſtver⸗ ſtändlich auch der Wirtſchaft iſt. Ueber die politiſchen und wirtſchaftlichen deale vergangener Zeiten erhob ſich damit beſtimmend ein neues: das völkiſche. Zum erſtenmal ergab ſich nun die Voraus⸗ ſetzung für eine wahrhaft unabhängige ſouve⸗ räne Prüfung der wirklichen Urſachen unſeres Verfalls ſowohl als auch des tatſächlichen Zu⸗ ſtandes unſerer Lage. Alle jene Bindungen, die in früheren Zei⸗ ten den ſicheren Blick in die nationalen Not⸗ wendigkeiten zu trüben, verwirren und zu läh⸗ men vermochten, verloren von jetzt ab ihren Einfluß und damit ihre Bedeutung. Dynaſtiſche, konfeſſionelle, parteimäßige ſowohl als ſtaatlich⸗ formaliſtiſche Vorſtellungen verblaßten ange⸗ ſichts der Erkenntnis des Weſens der blut⸗ beſtimmten und blutgebundenen Subſtanz als dem Träger alles volklichen Lebens. Urſachen des Verfalls in der vergangenheit Was auch im einzelnen als letzte äußerliche Urſache des Zuſammenbruches gelten konnte, das unbeſtreitbare Verſagen der ober⸗ ſten Führung beſonders in der Stunde der größten Not und damit ſtärkſter Anforderungen, die erſichtliche Schwäche der inneren Organiſation unſeres ſtaatlichen Lebens, die ſeelenloſe Verbürokratiſierung un⸗ ſerer Verwaltung, der behauptete Zuſammen⸗ bruch der Nerven einzelner Männer oder die wahnſinnige Verblendung breiter Maſſen, es trat dies alles zurück gegenüber der tieferen Erkenntnis, daß dieſe Schwächen höchſt ens äußere Symptome waren. Denn ihnen ſtand gegenüber die erſchütternde Tatſache, daß 1. das deutſche Volk als ſolches überhaupt unfertig und daß 2. auch ſein Staat unvollendet geblieben war. Wir bannten das chaos Während ſich Bismarck mühte, aus deut⸗ ſchen Stämmen und Ländern ein Reich zu for⸗ men, verfiel das tragende Staatsvolk in Klaſ⸗ ſen und damit am Ende wieder in die großen Grundelemente ſeiner Volkwerdung. Während ſich über die deutſchen Stämme eine Berlla lreiche in- und ausländische Ehrengüste nahmen an dem eindrucksvollen Festakt teſl. Unser linkes Bild zelgt einen Tefl der Ehrenglste. g und Korpsführer Hühnlein. Rechts: Adoif Hitler beim Rundgang durch rechts von ſhm Geheimrat von Opel(mit Brille). Scherl-Bilderdlenst(M) theoretiſche Reichsgewalt erhob, wurde dieſe ſelbſt der Büttel von örtlich⸗, klaſſen⸗ oder kon⸗ feſſionsbedingten Intereſſentengruppen. So böſe war dieſer innere Verfall, daß in der Zeit der größten Gefährdung des Reiches in ſtaatlich und klaſſenmäßig ſowohl wie kon⸗ feſſionell gebundenen Auffaſſungen ganz offen der Gedanke propagiert werden konnte, für die Nation und das Reich wäre die Niederlage ein größeres Glück als der Sieg. Eine überalterte, wohl äußerlich und geſellſchaftlich hochgezüch⸗ tete, aber blut⸗ und volkmäßig entwurzelte Führerſchicht fand weder die Einſicht noch die Kraft, einem ſolchen Verrat mit der notwendi⸗ gen harten Entſchloſſenheit entgegenzutreten. Ihr konnte es deshalb auch nicht mehr ge⸗ lingen, die Ergebniſſe der Folgen dieſer ihrer eigenen Schwächen wieder zu beſeitigen! Es erſcheint mir deshalb doch notwendig, am heutigen Tage dem deutſchen Volk eine DTat⸗ ſache wieder in Erinnerung zu bringen: Als ich am 30. Januar 1933 die Reichs⸗ hanzlei betrat, war ich nicht der erſte, der berufen wurde, das deutſche Volk zu retten, ſondern der letzte. Das heißt: nach mir be⸗ fand ſich niemand mehr, als höchſtens das Chaos!(Stürmiſcher Beifall.) Denn vor mir hatten ſich alle jene probt, die ſich ſeit Jahrzehnten als berufen er⸗ klärten, Führer und Retter des deutſchen Vol⸗ kes zu ſein. Und nicht einmal, ſondern zwei⸗ und dreimal und noch öfter durften ſich die Träger dieſer Parteien infolge des geringen Erinnerungsvermögens des Volles immer von neuem als Kanzler und Miniſter zur Rettung aus einer Lage anpreiſen, die ſie ſelbſt verſchul⸗ det hatten. Sozialdemokratiſche und Zentrums⸗ ſchon er⸗ Montag, 21. Februar 1958 »Hakenkreuzbanner führer löſten einander in fortgeſetztem Wechſel ab. Libevale und demokratiſche Politiker leiſte⸗ ten Hilfsdienſte, bürgerliche Reform⸗ und Wirt⸗ ſchaftsparteien beteiligten ſich ebenſo an dieſen parlamentariſchen Rettungsaktionen wie die rtreter ſogenannter„Rechtskreiſe“. Bis zu em Tag, da General von Schleicher die Reichs⸗ kanzlei verließ, hatten alle ſogenannten„Pro⸗ minenten“ unſerer marxiſtiſchen, Zentrums⸗ und bürgerlichen Parteiwelt das deutſche Leid theo⸗ retiſch bekämpft und durch ihre Regie⸗ rungstätigkeit praktiſch vergrö⸗ ßert. Nach den Regeln der ſo oft geprieſenen par⸗ lamentariſchen Demokratie hätte die national⸗ ozialiſtiſche Partei ſchon im Jahre 1930˙ zur egierung herangezogen werden müſſen. Allein infolge der inneren Verlogenheit dieſer demo⸗ kratiſchen Parteiwelt war es begreiflich, daß man der Bewegung dieſes Recht und der deut⸗ ſchen Nation damit die Rettung bis zur letzten Stunde worenthielt. In allerletzter Minute Als mir dann endlich doch die Führung des Reiches gegeben wurde, geſchah es zu einem Zeitpunkt, da aber auch der allerletzte Verſuch einer anders gearteten Rettung des Reiches mißlungen und die Partei als einzig denkbarer ktor für eine ſolche Aufgabe allein noch rig geblieben war. Dieſes überlange Zögern hatte allexdings einen erſt ſpäter erkennbaren Nutzen für die Bewegung und damit für Deutſchland mit ſich gebracht. Denn in den 15 Jahren des Kampfes um die Macht inmitten einer fortgeſetzten Ver⸗ folgung und Unterdrückung durch unſere Geg⸗ ner wuchs nicht nur die innere ſittliche Kraft der Partei, ſondern damit auch vor allem ihre äußere Widerſtandsfähigkeit. Ausleſe der perſönlichkeiten Da durch gelang es uns, im Laufe von einein⸗ halb Jahrzehnten, aus kleinſten Anfängen be⸗ ginnend, eine politiſche Organiſation aufzu⸗ bauen, wie Deutſchland bis dorthin etwas Aehnliches noch nicht geſehen hatte. Dadurch wurde es aber auch mir erſt möglich, die Er⸗ gebniſſe des durch den jahrelangen Kampf be⸗ dingten Ausleſeprozeſſes in der Beſetzung der leitenden Stellen der Partei zu berückſichtigen. Und damit konnte der Nationalſozialismus Ran die Machtübernahme ſchreiten nicht nur als feſtgefügte Organiſation, ſondern auch als ein reiches Reſervoir befähigter Per⸗ fönlichkeiten. Was mich in den Jahren des Kampfes und auch heute ſo oft mit auf ⸗ richtiger Zufriedenheit erfüllt, iſt die Erkennt⸗ nis, vaß dieſes mein Werk nicht auf zwei Augen geſtellt iſt. Was den Gegnern ganz ver⸗ borgen blieb, iſt die Tatſache, daß zu keiner Zeit in unſerer Geſchichte eine ſolche Fülle füä⸗ higſter und vor allem tatkräftigſter Perſönlich⸗ keiten auf politiſchem Gebiet vorhanden war wie in der Zeit der nationalſozialiſtiſchen Er⸗ oberung des Deutſchen Reiches. Der kleine Horizont der Andern Es entſprach ganz dem kleinen Horizont und der Einſichtsloſigkeit früherer bürgerlicher Kri⸗ tiker, es ſich gegenſeitig nachzuplappern, daß die Bewegung wohl Maſſen, aber keine Köpfe beſitze. Tatſächlich aber hatte dieſe Bewegung die Maſſen nur gefunden, weil dieſe in ihr in⸗ ſtinktiv die Köpfe witterten und erkannten. Es iſt nicht der wahre Beweis für das Vor⸗ handenſein eines politiſchen Kopfes, keine An⸗ hänger zu haben(Heiterkeit), ſondern es iſt eher der Beweis dafür, daß infolge des Feh⸗ lens der Maſſe vermutlich auch gar kein Kopf vorhanden war.(Heiterkeit.) Es iſt auch ſicher einfacher und vor allem we⸗ niger anſtrengend, als geiſtreicher Einzelgänger durch die Zeit zu wandeln und ſich im eigenen Innern für einen großen Geſtalter der Ge⸗ ſchichte zu halten, als die Menſchen zu ſam⸗ meln, mit denen man allein Geſchichte geſtalten kann. 15 Jahre lang hat dieſe Partei nur Menſchen geſammelt, organiſiert und formiert, ſo daß ſie, als endlich die Stunde der Machtübernahme kam, ſogar nach dem Geſetz der Demokratie in ſtrengſter Legalität zur Regierung kommen konnte. unſer machtantritt im Jahre 1955 Das Programm unſerer Bewegung bedeutete eine Revolution auf den meiſten Gebieten bis⸗ her geltender geſellſchaftlicher, politiſcher und wirtſchaftlicher Auffaſſungen und Erkenntniſſe. Der Machtantritt ſelbſt war eine Revolution in der Ueberwindung vorhandener Erſcheinungen. Wie immer, beſtand nun hier die Gefahr, daß die durch viele Jahre unterdrückte Bewegung wohl die ihr auferlegten Ketten ſprengen, aber keinen vernünftigen Gebrauch von der gewon⸗ nenen Freiheit würde machen können. Es iſt ür uns alle ein ſtolzes Bewußtſein, daß wir ie Begeiſterung miterleben durften, mit der unſere Bewegung die Revolution des Jahres 1933 verwirklichte. Allein es iſt für uns auch eine ebenſo tiefe Genugtuung, feſtſtellen zu können, daß in dieſer ganzen Zeit das eiſerne Gefüge unſerer Orga⸗ niſation und vor allem die Diſziplin der na⸗ tionalſozialiſtiſchen Sturmbewegung als ſolche nie gelitten haben. Wann iſt jemals ein Staat unter ſolchen Umſtänden und mit einer ſolchen inneren Sicherheit und Ruhe erobert worden? Die größte Umwälzung in der Geſchichte un · ſeres Volkes, ein Vorgang, deſſen Bedeutung ſogar der anderen Welt jetzt allmählich aufzu · dämmern beginnt, fand ſtatt ohne die geringſte Zerſtörung ſachlicher Güter und ohne jene blu · tigen Exzeſſe, die bei lächerlichen geringeren Erſchütterungen anderer Länder ſo oft an der Tagesordnung waren und ſind. Dieſes iſt nicht etwa geſchehen, weil die na⸗ tionalſozialiſtiſchen Führer kein Blut hätten ſehen können! Nein! Wir alle ſind Frontſolda⸗ ten geweſen, haben den furchtbarſten Krieg er⸗ lebt und zahlloſe Tote geſehen und ſelbſt zu nevolution in eiſerner diſziplin es verbrecheriſchen Naturen oder Verrückten un⸗ oft dem Tode ins Auge geſehen und ihn er⸗ wartet. Die deutſche Revolution war unblutig Die deutſche Revolution verlief unblutig, weil wir alle entſchloſſen waren, auch im Ablauf dieſer Revolution unſeren deutſchen germani⸗ ſchen Charakter zu betonen. Wir wollten mit einem Minimum an Leid ein Maximum an Wirkung erzielen. Wenn ich heute abſchließend die erſten fünf Jahre der nationalſozialiſtiſchen Revolution überblicke, dann kann ich feſtſtellen, daß die Zahl der Toten unſerer Gegner noch nicht ein⸗ mal der Hälfte der vorher von ihnen ermor⸗ deten Nationalſozialiſten gleichkommt. Und daß dieſe Toten ſelbſt aber wieder nur die Opfer eigener neuer Angriffe gegen die national⸗ ſozialiſtiſche Revolution waren. Im übrigen haben wir allerdings den Staat durch andere Methoden vor denen in Schutz zu nehmen gewußt, die glaubten, die national⸗ ſozialiſtiſche Erhebung teils aus verbrecheri⸗ ſchen Inſtinkten, teils aus einer beſtimmten wirtſchaftlichen oder politiſchen Intereſſiertheit heraus ſabotieren zu müſſen. Flut von Lüge und berleumdung Trotz dieſer wahrhaft beiſpielloſen Diſziplin und Zurückhaltung, die die nationalſozialiſtiſche Bewegung in der Durchführung ihrer Revolu⸗ tion bewahrte, haben wir es erleben können, daß eine gewiſſe Auslandspreſſe das neue Reich mit einer förmlichen Flut von Lügen und Ver⸗ leumdungen übergoß. Beſonders in den Jah⸗ ren 1933 und 1934 konnten wir es immer wie⸗ der ſehen, daß Staatsmänner, Politiker und Journaliſten in unſeren ſogenannten„demo⸗ kratiſchen“ Ländern ſich bemüßigt fühlten, Me⸗ thoden und Maßnahmen der nationalſozialiſti⸗ ſchen Revolution zu kritiſieren. Es war eine ſeltene Miſchung von Arroganz und beklagens⸗ werter Unwiſſenheit, die ſich hier öfter als ein⸗ mal anmaßte, Richter über die Geſchehniſſe in einem Volke zu ſein, die gerade dieſen demo⸗ kratiſchen Apoſteln höchſtens als Vorbilder hät⸗ ten dienen können. Denn wann iſt jemals in dieſen Ländern eine ſolche innere Umwälzung unter ähnlichen Begleitumſtänden verlaufen? Soll ich Sie etwa an das große Vorbild aller Revolutionen erinnern, da die Guillotine ein halbes Jahrzehnt lang ihre blutigen Orgien feierte? Geradme Aufbau dauert? Marxiſtiſche Blutorgien Oder gar an jene bolſchewiſtiſche Re⸗ volution, die Millionen und aber⸗ mals Millionen von Menſchen hin⸗ ſchlachtete, derenblutbefleckte Mör⸗ der aber im Rate der demokratiſchen Inſtitu⸗ tionen hoch angeſehene Plätze einnehmen? (Stürmiſcher Beifall.) Soll ich erinneren an das Gemetzel des marxiſtiſchen Mobs in Spa⸗ nien, deſſen Opfer nach den Schätzungen vor⸗ ſichtiger Männer, die ſelber aus den Ländern der Demokratie ſtammen, mit einer halben Mil⸗ liön eher zu niedrig als zu hoch anzuſehen ſind? Wir wiſſen, daß dieſe Schlächtereien die braven demokratiſchen Gemüter unſerer Weltpazifiſten bisher noch nicht im geringſten erregt haben. Wir begreifen dies auch. Denn hinter ihrer heuchleriſchen Maske verbirgt ſich ja meiſt ſelbſt nur der Wille zur brutalſten Ge⸗ walt. Ich erwähne dies daher auch nicht in der Meinung, gewiſſe notoriſche jüdiſch⸗inter⸗ nationale Lügner und Verleumder irgendwie bekehren zu können. Ich erwähne es nur, um ſo lang als nun der deutſche dem deutſchen Volk zu zeigen, mit welch' bei⸗ ſpielloſer Schonung die nationalſozialiſtiſche Revolution in Deutſchland verfahren iſt und mit welch beiſpielloſer Verlogenheit über ſie ge⸗ redet und geſchrieben wurde und auch heute noch wird. Der beſte Beweis für die Lügenhaftigkeit all dieſer Behauptungen liegt aber in dem nicht beſtreitbaren Erfolg. Denn wenn wir in dieſen fünf Jahren etwa ähnlich gehauſt hätten, wie die braven demokra⸗ tiſchen Weltbürger ſowjetruſſiſcher oder ſowjet⸗ ſpaniſcher Herkunft, d. h. alſo jüdiſcher Raſſe, dann wäre es uns nicht gelungen, aus dem Deutſchland des tiefſten materiellen Zuſammen⸗ bruches ein Land der materiellen Ordnung und des allgemeinen Wiederaufblühens zu machen. Allein gerade, weil das ſo iſt und ſo ſein ſollte, nahmen wir das Recht für uns in Anſpruch, unſere Arbeit mit jenem Schutz zu umgeben, der möglich machen ſoll, ſie ſtören zu können Eeb · hafter Beifall). Ungeheuere und einmalige Leiſtungen Und wenn ich heute vor Ihnen, meine Mun⸗ ner des Deutſchen Reichstages, und vor dem 3 ganzen deutſchen Voll dieſe Rechenſchaft ablege, dann kann ich auf ſo ungeheuere und einmalige Leiſtungen hinweiſen, daß in ihnen allein ſchon die höchſte Rechtfertigung für die Methoden un⸗ ſeres Handelns und damit aber auch für die Si⸗ cherung dieſer Leiſtungen liegt. Wie ich ſchon erwähnte, war die deutſche Lage 1932 auch wirtſchaftlich allmählich in einen ſol⸗ chen Tiefſtand geraten, daß für viele— gerade auf dieſem Gebiet geſchulte Köpfe— überhaupt keinerlei Ausſicht mehr auf eine Beſſerung zu beſtehen ſchien. Als mir am 30. Januar der verewigte Reichs⸗ präſident die Kanzlerſchaft übertrug, war ſchon allein nach dieſer Seite hin geſehen, die Lage des Reiches eine faſt völlig ausſichtsloſe. Die beſten Köpfe waren bei dem Verſuch, zu helfen, geſcheitert! Alle überlieferten wirtſchaftliken Methoden hatten ſich hierbei als nutzlos erwie⸗ ſen! Ein böſer Fatalismus hatte unſer Volk ergriffen. durchzuſetzen, die predigten, daß alles und jedes zerſtört werden müſſe, ehe an eine Wiederauf⸗ richtung gedacht werden könnte. Eine verhäng⸗ nisvolle Lehre, den die Rettung der Nation war nach aller menſchlichen Einſicht überhaupt nur ſo lange möglich, als noch der Wunſch nach einem beſſeren Lebensſtandard bei den einzel⸗ nen Mitbürgern vorhanden war. Jeder Abſturg in ein Chaos mußte aber zu einer Vernichtung des letzten Reſtes eines vernüftigen Lebens⸗ ſtandards führen und damit gerade zum Er⸗ löſchen einer Sehnſucht, die von einer noch vorhandenen materiellen Grundlage ausgehend, die Verbeſſerung derſelben anſtrebt. Der Primitivitätskult des Bolſchewismus vernichtet mit tödlicher Sicherheit die in den Störenfrie ich nun e Arbeit. Si aber: ſie ſi in den me bilder bisk Verfügung geſunde aufricht derniſſe ihnenen gegnen. Es iſt nur Deutſchlan Wenn 2 rettet iſt, di nur ſeiner Immer mehr ſchienen ſich diezenigen Menſchen ſchlummernden Kräfte des Strebens nach einer Verbeſſerung des Lebensnivevaus und als Vorausſetzung hierzu die Erhöhung ihrer Arbeitsleiſtung. Wie wire deutſchland retteten Dieſen verderblichen Apoſteln des Chaos ſtan⸗ den jene bürgerlichen Egoiſten gegenüber, für die die wirtſchaftliche Rettung der Nation nichts anderes war als die Sicherung eines billigen Gewinns ohne Rückſicht auf die Intereſſen der Geſamtheit. Wie in allen Not⸗ zeiten ſuchte auch hier ein gemeinſames Speku⸗ lantentum den allgemeinen Mangel in einen perſönlichen Gewinn zu verwandeln d. h. die Not zu verbrecheriſchen Manipulationen und betrügeriſchen Handlungen auszunützen. Das Volk ſelbſt hatte keine klare Vorſtellung von dem möglichen Weg einer Rettung, ſondern nur die dumpfe Empfindung einer mehr oder weniger ſchickfalhaft bedingten Verelendung. Es war daher ebenſo leicht geneigt, jenen zuzuſtim⸗ men, die dies als das Ergebnis einer unab⸗ änderlichen Enwicklung bezeichneten, wie umge⸗ kehrt jedem nachzulaufen, der durch irgendwelche ſchwindelhafte Anpreiſung einen möglichſt ein⸗ fachen und vor allem müheloſen Weg aus der unerträglich gewordenen Situation ver⸗ ſprach. Dabei drängte die Zeit, um ſo mehr, als nicht nur das Einkommen der einzelnen Men⸗ ſchen in Unordnung geraten war, ſondern vor allem auch die Finanzen der Körperſchaften des privaten und öffentlichen Lebens vor dem reſt⸗ loſen Zuſammenbruch ſtanden. In dieſem Augenblick alſo übernahm ich als Kanzler die Führung und damit die Verantwortung für das Deutſche Reich! Es war angeſichts einer ſolchen kataſtrophalen Situation notwendig, 1. mit ganzen Maßnahmen zu beginnen und 2. augenblicklich zu handeln. Der Mut zur Tat Es war weder Zeit zu verlieren, noch konnte man hoffen, durch eine Fortſetzung jener halben Handlungen zu einem anderen Ergebnis als dem ſchon vorliegenden gelangen zu können. Was die Nation, wenn ſie überhaupt gerettet werden ſollte, in dieſer Stunde erhoffen durfte, war der Mut zur Tat und nicht der Mut zum reden öder zum kritiſieren. Wer unſere Miſſion ſtört, iſt ein deind des Volkes Wenn in einem Lande Hunderttauſende von Bauern vor dem Verluſt ihrer Höfe und Län⸗ dereien ſtehen, wenn Hunderttauſende gewerb⸗ licher Arbeiter ihr Brot verlieren, wenn Zehn⸗ tauſende von Unternehmungen die Tore ſchließen müſſen, Angeſtellte und Arbeiter zur Entlaſſung kommen, wenn eine Armee von über ſechs Mil⸗ lionen Erwerbsloſen, die ſich dauernd noch ver⸗ mehrt, immer drückender auf den Finanzen des Reiches, der Länder und Kommunen, laſtet, im übrigen aber trotz aller Unterſtützung kaum das Nötigſte zum Leben kaufen kann, wenn ein gei⸗ ſtiges Proletariat entſteht, dem die erworbene Bildung zum Fluch ſtatt zum Segen gereicht, wenn große Produktionsſtätten und Induſtrie⸗ ſtädte veröden, große Gebiete mangels Abſatz ihrer Produktionen förmli chauszuſter⸗ ben beginnen, wenn in anderen wieder die Kinder von drei und vier Jahre keine Zähne bekommen infolge einer grauenerregen⸗ den Armut und der daraus folgen⸗ den Unterernährung, wenn weder Brot noch Milch für ſie beſchafft werden kann, wenn das Wort eines hartherzigen Feindes, daß in unſerem deutſchen Volke 20 Millionen Menſchen zu viel lebten, auf dieſe Weiſe allmählich faſt durch die furchtbare Wirklichkeit ihre Beſtätigung finden, dann ſchreit ein ſolches Volk nicht nach jour · naliſtiſchen Skribenten oder parlamentariſchen Schwätzern, es ſchreit nicht nach Unterſuchungs · Kommiſſionen, nach internationalen Debatten, nach lücherlichen Abſtimmungen oder nach ſeich⸗ ten Redensarten in⸗ oder ausländiſcher ſoge ⸗ nannter„Staatsmänner“! Nein! Es ſchreit nach jener Tat, die über Schwützen und blöde, Zeitungsartikel hinweg die Rettung bringt! (Stärkſter Beifall!) Es hat kein Intereſſe an den literariſchen Ab⸗ handlungen ſalonbolſchewiſtiſcher internatio⸗ naler Korreſpondenten, ſondern es hat nur ein Intereſſe an jener Hilfe, die es vor dem äußer⸗ ſten Unglück zurückreißt! Und vor allem: wer ſich der Aufgabe ver ⸗ pflichtet fühlt, in einer ſolchen Stunde die Füh'⸗ rung eines Volkes zu übernehmen, i ſt nicht den Geſetzen parlamentariſcher Ge⸗ pflogenheiten verantwortlich oder einer beſtimmten demokratiſchen Auffaſſung verpflichtet, ſondern ausſchließlich der ihm auf⸗ erlegten Miſſion. Und wer dieſe Miſſion dann ſtört, iſt ein Feind des Volles, gleichgültig, ob er dieſe Störung als Bolſchewiſt, als Demokrat, als revolutionärer Terroriſt oder als reaktio⸗ närer Phantaſt verſucht. In einer ſolchen Not ⸗ zeit, da handelt auch im Namen Gottes nicht der, der mit Bibelſprüchen faulenzend durch das Land zieht und den lieben Tag teils im Nichtstun teils in der Kritik am Handeln an⸗ derer vollbringt, ſondern der, der ſeinem Gebet die höchſte Form verleiht, die einen Menſchen mit ſeinem Gott verbindet: die Form der Arbeit!(Langanhaltender, ſtürmiſcher Beifall.) 3 + 4 * 53 3 4 3 3 bdeutſche Re * Dda Als ich d war die Za ſechs Millic durch betir über 155 her hieß alf nur 15 Mi Leben ausz Güter zu gekauft wer tionalſoziali haupt kein Produkt die Geſamt größer wird einzelnen tr helfsmittel duktionsgüt tion jene St zur ungehin aufgabe be Produktion Rüſtung ni⸗ den Volksge Geſteigerte bleibende! Damit ab rungsmanip alſo auf den Preisſkalen ſondern es! ſteigerten P. men des V ſichern. 4 Llaſſen Si⸗ zug aus un nüchterne Z der Nationa Und wenn ich heute vor dem deutſchen Voll dieſen Rechenſchaftsbericht ablege, dann kann ich all jenen Hunderttauſenden und Millionen, 4 die ſich ſelbſt in Stadt und Land unter dem Zwang ihrer eigenen Arbeit ihr redliches Brot 4 verdienten, mit offenem Auge ſtolz entgegen⸗ treten. In dieſen fünf Jahren bin auch ich ein Arbeiter geweſen. Uur waren meine per · ſönlichen Sorgen vermehrt durch die Sor⸗ gen für das Sein und für die Zuͤkunft von 68 Millionen anderen.(Brauſ. Beifall.) Und ſo, wie dieſe anderen ſich es mit Recht verbitten, in ihrer Arbeit von Nichtkönnern 4 und Faulenzern geſtört zu werden, ſo habe ich es mir verbeten, in meiner Arbeit von Nichts⸗ könnern, Tunichtguten oder böswilligen oder trägen Elementen behindert zu ſein. Ich hatte ein Recht, mich hier gegen jeden zu wenden, der ſtatt mitzuhelfen ſeine Miſſion nur in einer 3 8 nahme, betri löſt hat. Unſer Doll Im Jahre kommen 4 1933 ſti eg im Jahre 19 liarden RM Dieſer St gegenüber di Höhe des Er betrug i 15., d..: Dieſe gig geſchaffen lität ſiche gerten nen anla Die Zahl d duktionsproze Millionen M Dieſe enor ihren Ausdr Außenhan ſchaftskonfere jener giganti ten anderer? lungen, unſer von 4,2 im Jahre 1937 u liarden 1933 5 n ruͤckten un; nnen(Leb · ngen ſeine Mün · d vor dem jaft ablege, 4 einmalige allein ſchon thoden un · für die Si· utſche Lage einen ſol⸗ — gerade überhaupt eſſerung zu igte Reichs⸗ war ſchon „ die Lage tsloſe. 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Auch der Glaube entbindet nicht von der Berpflichtung, ſich der Arbeit jener gleichzu⸗ ſchalten, die die Rettung einer Nation voll⸗ ziehen. Daß ich aber ein Recht hatte, dieſe, meine und unſer aller Arbeit vor ſolchen öffentlichen Störenfrieden in Schutz zu nehmen, möchte ich nun erweiſen an den Ergebniſſen diefer Arbeit. Sie ſind unbeſtreitbar, und vor allem aber: ſie ſind um ſo bemerkenswerter, als mir in den meiſten Fällen nicht ſo ſehr die Vor⸗ bilder bisheriger Leiſtungen als Beiſpiele zur Verfügung ſtanden, als nur der eigene geſunde Menſchenverſtand und der aufrichtige Wille, niemals vor Hin⸗ derniſſen zu kapitulieren, ſondern ihnen mutig und tapfer zu be⸗ gegnen. Ich möchte dabei auch gleich an dieſer Stelle noch eine weitere Feſtſtellung treffen: Es iſt nur eine eigene Leiſtung Deutſchlands Wenn Deutſchland heute wirtſchaftlich ge⸗ rettet iſt, dann verdankt dies das deutſche Voll nur ſeiner eigenen Führung und ſeiner eigenen Arbeit. Das Ausland hat dazu gar nichtsbeigetragen.(Stürmiſche Beifalls · kundgebungen.) Außer beſchränkter Beſſerwiſ⸗ ſerei iſt uns nichts bekannt, was auch nur als poſitives Intereſſe für Deutſchland gewertet werden könnte, von Hilfe ganz zu ſchweigen. Ich habe auch nie etwas anderes erwartet. Für uns Nationalſozialiſten gehört es zum Abe unſeres politiſchen und wirtſchaftlichen Glaubensbekenntniſſes, die Rettung nicht in irgendeiner fremden Hilfe, ſei ſie politiſcher, wirtſchaftlicher oder finanzieller Herkunft, zu erhoffen, ſondern dieſe Hilfe ausſchließ⸗ lichim Bannkreis dereigenen Ein⸗ ſicht und der eigenen Kraft zu ſuchen. Mafſigebend dabei war die Erkenntnis, daß der Lebensſtandard der Nation das ausſchließ⸗ liche Ergebnis einer Geſamtproduktion an le ⸗ bensfähigen Gütern ſein kann, d. h. alſo, daß jede ausbezahlte Lohnſumme und jedes aus⸗ bezahlte Gehalt in Deutſchland nur jenen rea⸗ len Wert beſitzen, der ihnen durch die geleiſtete Arbeit als produzierte Ware gegenübertritt. Eine ſehr unpopuläre Lehre in jener Zeit, die widerhallte von dem Geſchrei:„Mehr Lohn und weniger Arbeit!“ Das Produktionsprogramm Als ich die Führung des Reiches übernahm, war die Zahl der Erwerbsloſen auf weit über ſechs Millionen geſtiegen und die Zahl der da⸗ Familienmitglieder auf über 15% Millionen Menſchen. Da⸗ her hieß alſo die Löſung dieſes Problems nicht nur 15 Millionen Menſchen das Geld zum Leben auszubezahlen, ſondern vor allem jene Güter zu produzieren, die für dieſes Geld gekauft werden konnten. Es iſt daher das na⸗ tionalſozialiſtiſche Wirtſchaftsprogramm über⸗ haupt kein Geld⸗ ſondern hauptſächlich ein Produktionsprogramm. Je größer die Geſamtſumme der Produktion iſt, um ſo größer wird der Genußanteil ſein, der auf den einzelnen trifft. Das Geld ſelbſt iſt nur ein Be⸗ helfsmittel im Dienſt der Verteilung der Pro⸗ duktionsgüter. Dabei aber mußte, um der Na⸗ tion jene Stellung in der Welt zu geben, die ſie zur ungehinderten Durchführung ihrer Lebens⸗ aufgabe benötigt, außerdem jene zuſätzliche Produktion geleiſtet werden, die als nationale Rüſtung nicht direkt, ſondern nur indirekt den Volksgenoſſen zugute kommt. Geſteigertes Einkommen— bleibende Kaufkraft Damit aber verbot es ſich von ſelbſt, die deutſche Rettung mit ſchwindelhaften Wäh⸗ rungsmanipulationen zu identifizieren, d. h. alſo auf dem Weg gleitender Lohn⸗ und damit Preisſkalen unſere Mitbürger zu betrügen, ſondern es war notwendig, mit Hilfe einer ge⸗ ſteigerten Produktion dem geſteigerten Einkom ⸗ men des Volkes die bleibende Kaufkraft zu ſichern. Laſſen Sie mich nun in einem kurzen Aus⸗ zug aus unſerem wirtſchaftlichen Leben durch nüchterne Zahlen belegen, ob und in wieweit der Nationalſozialismus dieſe Aufgaben ge⸗ löſt hat. Unſer bolkseinkommen wächſt Im Jahre 1932, alſo vor der Machtüber⸗ nahme, betrug das deutſche Volksein⸗ kommen 45,2 Milliarden Reichsmark. Schon 1933 ſtieg es auf 46,6 Milliarden RM, um im Jahre 1937 die runde Summe von 68 Mil⸗ liarden RM zu erreichen. Dieſer Steigenrung des Einkommens ſtand gegenüber die faſt volllommen gleichbleibende Höhe des allgemeinen Lebensindexes. Er betrug im Jahre 1932: 120,6 und 1937: 125,1, d..: während ſich alſo das nationale Volkseinkommen um nahezu 50 v. H. erhöhte, betrug die Steigerung des allgemeinen Lebens⸗ indexes nur 4 v. H. Die Urſachen dafür liegen im Wachstum unſerer Geſamtpro⸗ duktion. Es betrug der Wert der gewerblichen Erzeugung im Jahre 1932 37,8 Milliarden, 1933 39,9 Milliarden, aber 1937 ſchon über 75 Milliarden. Dem entſprechen im einzelnen auch die Umſatzziffern z. B. im Handwerk, die 1932 95 Milliarden, 1933 10,1 Milliarden und 1937 bereits 22 Milliarden RM betrugen. Zum Vergleich möchte ich hier auch noch her⸗ anziehen die Umſatzzahlen des Einz elhan⸗ dels, die 1933 21,8 Milliarden Mark und 1937 31 Milliarden Mark erreichten. Aber auch die landwirtſchaftliche Produktion weiſt trotz einer an ſich ſchon höch⸗ ſten Bodenkultur ſteigende Ergebniſſe auf. Sie betrug im Jahre 1932 8,7 Milliarden RM und im Jahre 1937 über 12 Milliarden RM. Das iſt Mehrerzeugung! 3 Daß es ſich hier nicht nu⸗ um ein Problem der Preisbildung, ſondern um ein ſolches der Mehrerzeugung handelt, wird da⸗ durch bewieſen, daß es gelungen iſt, trotz der erhöhten Kaufkraft des deutſchen Volkes und dem damit verbundenen erhöhten Anſturm be⸗ ſonders auf dem Lebensmittelmarkt die Se lbſt⸗ verſorgung, die im Jahre 1932 zu 75 Pro⸗ zent aus der Eigenerzeugung ge⸗ deckt wurde, im Jahre 1936 ſchon auf 81 Prozent zu ſteigern. Wenn der Wert der gewerblichen Produktion nun von 37,8 Milliarden auf über 75 Mil⸗ liarden ſtieg, dann kann dies durch einzelne Beiſpiele noch im beſonderen erläutert werden. In den fünf Jahren nationalſozialiſtiſcher Wirtſchaftsführung hat ſich die Papierfabrikation um 50 v. H. erhöht, die Fabrikation des Dieſelöls um 66 v.., die Produktion der Steinkohle um 68 v.., die Produktion an Heizöl um 80 v.., die Produktion an Erdöl um 90 v.., die Produktion an Kunſtſeide um 100 v.., die Produktion an Leuchtöl um 110 v.., die Produktion an Stahl um 167 v.., die Produktion an Schmieröl um 190 v.., die Produktion an Benzin und ſonſtigen Kraftſtoffen um 470 v.., die Produktion an Aluminium um 570 v.., die Produktion an Zellwolle um 2500 v. H. uſw. Dieſe gigantiſch geſteigerten nakionalen Produkkionen haben jene Werle geſchaffen, die der deulſchen Mark die Kaufkraft und damit ihre Stabi⸗ lität ſicherten, krohdem in derſelben Jeit— enlſprechend dieſer geſtei⸗ gerken Produktion— die Zahl der Erwerbsloſen von über 6,5 Millio⸗ nen anläßlich der Machtübernahme auf rund 470 000 anfangs Oktober 1937 zurückſank. Die Zahl der Neueingegliederten in den Pro⸗ 3 duktionsprozeß iſt aber noch um rund zwei 4 Millionen Menſchen höher. Dieſe enorme Wirtſchaftsbetätigung findet ihren Ausdruck auch in den Zahlen des Außenhandels. Ohne uns an Weltwirt⸗ ſchaftskonferenzen zu beteiligen, ohne im Beſitz jener gigantiſchen wirtſchaftlichen Möglichkei⸗ ten anderer Weltmächte zu ſein, iſt es uns ge⸗ lungen, unſeren Außenhandel in der Einfuhr von 4,2 im Jahre 1933 auf 5,5 Milliarden im Jahre 1937 und in der Ausfuhr von 4,9 Mil⸗ liarden 1933 auf 5,9 Milliarden 1937 zu ſtei⸗ gern. Dem entſpricht auch das Vertrauen des deutſchen Volkes in ſeine Wirtſchaftspolitik, die ihren Ausdruck findet in der Zunahme der Spareinlagen. Bei den öffentlichen Spar⸗ kaſſen ſteigerten ſich die Einlagen vom. Jahre 1932 mit... 11,4 Milliarden im Jahre 1933 auf. 121„ „„ 1936„ 4 1937 7„ife 16,1. Eine Begleiterſcheinung dieſer planvollen Na⸗ tionalwirtſchaft war die organiſche Zins⸗ ſenkung, die für kurzfriſtige Kredite von 6,23 Prozent im Jahre 1932 auf 2,.93 Prozent im Jahre 1937 ſank und auch für langfriſtige Kredite, die von 8,8 Prozent im Jahre 1932 auf 4,5 Prozent im Jahre 1937 heruntergingen. Die Reichseinnahmen ſtiegen Die Reichseinnahmen ſelbſt betrugen: 1932.. 6,6 Milliarden 1933. e e 6,8. 1934 inn 8,2 77 1905„„„ 6,„ ii e RM. Sie werden 1938 über 17 Milliarden betragen! Ich will aus der Summe der Belege für dieſe gigantiſche Steigerung der deutſchen Produktion und damit der Hebung der Wirtſchaft nur ein paar Ausſchnitte mit wenigen Zahlen her⸗ ausgreifen. Die mehrfüörderung an Kohle Eine der wichtigſten Grundlagen für unſere nationale Wirtſchaft liegt in unſerem Kohlen⸗ reichtum. Es betrug nun die Förderung an Stein⸗ kohle: Tonnen im Jahre 1932. 104,7 Millionen „ 1333 „ in 1 „ g, „ 3 184,5 Auch die Förderung der Braunkohle gibt ein ähnliches Bild: Tonnen 1932. 122,65 Millionen ..1 75 1986„„„„ 1 11 1937. 8 18⁴ã,7 7 Meine Abgeordneten und mein deutſches Vollk! Dieſe jährliche Mehrförderung von rund 80 Mil · lionen Tonnen Steinkohlen und 62 Millionen Tonnen Braunkohlen iſt ein anderer Wert⸗ faktor, als wenn in den vielgerühm⸗ ten Demokratien dasim Umlaufbe⸗ findliche Geld um ſoundſoviel Mil⸗ liarden ohne jeden Gegenwert er⸗ höht wird. Ein nicht minder imponierendes Bild ergibt der Blick auf die deutſche Stahl⸗ und Guß⸗ Erzeugung ſowie auf die deutſche Eiſen⸗ förderung. 1933 betrug die deutſche Stahl⸗ erzeugung 9,660 Mill. Tonnen, 1934 13,555 Mill. Tonnen, 1935 16,010 Mill. Tonnen, 1936 18,614 Mill. Tonnen, 1937 19,207 Mill. Tonnen und ſie wird im Jahre 1938 rund 21 Millionen Ton⸗ nen erreichen. In derſelben Zeit ſtieg die Gußerzeugung von 1,4 Millionen Tonnen auf 3,7 Mill. Tonnen. Alle Schlote rauchen wieder Das ſind die Ergebniſſe eines Produktions⸗ prozeſſes, deſſen äußere Merkmale die Zehn⸗ tauſende nunmehr wieder rauchenden Schlote und Kamine ſind, die Tauſende und abermals Tauſende von Fabriken und Werkſtätten, in de⸗ nen jene Millionenzahl deutſcher Menſchen wie⸗ der Arbeit und Brot findet, die der National⸗ ſozialismus der Erwerbsloſigkeit entriſſen hat. Nach der amerikaniſchen Union iſt Deutſch⸗ land heute wieder weitaus das größte Stahlland der Welt geworden.(Starker Beifall.) Die deutſche Eiſenerzförderung be⸗ trug 1932 1,3 Millionen Tonnen. Sie ſtieg 1933 ſchon auf 2,6 Millionen Tonnen, 1934 auf 4,3 Mill. Tonnen, 1935 auf 6 Mill. Tonnen, 1936 auf 7,5 Mill. Tonnen, 1937 auf 9,6 Mill. Ton⸗ nen. Sie wird bis zum Jahre 1940 durch die ſchon früher eingeleiteten Maßnahmen auf 20 Millionen Tonnen geſteigert werden, und dazu kommt dann die in Ausführung des Vierjahres· planes durch Pg. Göring begründete zuſätzliche Förderung, bei der allein die Reichswerke Hermann Göring in einer Höhe in Er⸗ ſcheinung treten werden, die 1940 über 21 Mil⸗ lionen Tonnen betragen wird. Die deutſche Eiſenerzförderung erreicht mithin im Jahre 1940 gegenüber 1,3 Millionen Tonnen im Fahre 1932 alles in allem zumindeſt 41—45 Millionen Tonnen. Das ſind deutſchlands Taten Daraus mag das deutſche Volk erſehen, daß ſeine Not nicht durch Schwätzen, ſondern durch einmalige gigantiſche Maſfnahmen behoben wird. Aehnlich liegt der Aufſtieg unſerer deutſchen Eigenproduktion auf einer Reihe weiterer Ge⸗ biete. Esſtieg beiſpielsweiſe die Förderung von Bauxit von 1360 Tonnen 1932 auf 73 280 Tonnen im Jahre 1937, die Förderung von Magneſit von nichts auf 21 000 Tonnen, die Förderung von Flußſpat von 36 000 auf 127000 Tonnen, von Schwerſpat von 110 000 auf 423 000 Tonnen, von Graphit von 21 000 auf 24000 Tonnen, von Aſphalt⸗ kalk von 33 000 auf 109 000 Tonnen, von Ar⸗ ſen⸗Erz von 2800 auf 25 400 Tonnen, von Schwefelkies von 165 000 auf 420 000 Ton⸗ nen, von Nickelerz von nichts auf rund 87000 Tonnen, von Blei⸗ und Zinkerz von 1,18 auf 2,4 Millionen Tonnen. Die Gewinnung von Kalirohfſalz ſtieg von 6,415 Millionen Tonnen 1932 auf 14,460 Millionen Tonnen. Die Erdölgewinnung ſtieg von 238 000 Tonnen im Jahre 1933 auf 453 000 Tonnen 1937. Die Erzeugung leichter Kraftſtoffe, alſo Benzin uſw., ſtieg von 386 000 Tonnen 1933 auf 1 480 000 Tonnen 1937 und wird heuer be⸗ reits 1 700 000 Tonnen überſteigen, obwohl die Großwerke des Vierjahresplanes dabei noch nicht in Erſcheinung treten. Die Produktion von Dieſelöl ſtieg von 60 000 Tonnen auf 120 000 Tonnen, von Schmieröl von 45 000 Tonnen auf 140 000 Ton⸗ nen, von Heizöl von 167000 auf 320 000 Ton⸗ nen, von Leuchtöl von 19 000 auf 40 000 Tonnen. Die Produktion an Wolle ſtieg von 4700 Tonnen auf 7500 Tonnen 1937, von Flachs von 3100 auf 24000 Tonnen, bei Hanf von 210 auf 6000 Tonnen, bei Zellwolle von 4000 auf über 100 000 Tonnen, bei Kunſtſeide von 28 000 auf über 57000 Tonnen. Ich könnte dieſe Reihenfolge noch durch zahl⸗ reiche weitere Beiſpiele belegen. Sie ſind alle der dokumentariſche Nachweis für eine Arbeit, wie ſie ähnlich in unſerem Volke noch nicht geleiſtet worden iſt. Ohne die fjilfe der andern! Zu dieſen Erfolgen aber wird in wenigen Jahren das gigantiſche zuſätzliche Reſultat des Vierjahresplanes treten. Was wollen gegenüber einer ſolchen Weltleiſtung die dummen Blöde. leien in⸗ und ausländiſcher Kritikaſter, das Ge⸗ ſchreibſel beſchränkter oder böswilliger Journa · liſten oder parlamentariſcher Nichtskönner? Iſt es endlich nicht ein Witz der Weltgeſchichte, wenn man gerade in ſolchen anderen Ländern, die ſelbſt nur Kriſen haben, glaubt, uns kritiſie ⸗ ren zu ſollen und weiſe Ratſchläge geben zu müſſen? Wir habenohne Ratundvorallem ohne Hilfe der anderen verſucht, mit einer Rot fertig zu werden, der manche Staaten der Umwelt bisher hilflos gegenüberſtehen. Ich möchte nun die Ergebniſſe auf einigen an⸗ deren Gebieten unſerer Arbeit dem deutſchen Volk vorlegen. An Kraftwagen ſind 1932 zugelaſſen wor⸗ den 56 400 Krafträder, 1937 234 000, 1932 41 100 Perſonenwagen, 1937 216 000 Perſonenwagen, 1932 7000 Laſtkraftwagen, 1937 59 600 Laſtkraft⸗ wagen. Insgeſamt hatte Deutſchland vor 5½% Jahren 1½ Millionen und heute rund 3 Millionen Kraftfahrzeuge. Der Volkswagen wird aber hier ſchon in wenigen Jahren noch mit ganz anderen Zahlen aufwarten. Wenn im Jahre 1937 rund fünf mal ſoviel Kraftfahrzeuge zugelaſſen werden konnten wie 1932, dann hat ſich die Ausfuhr von Automobi⸗ len aber beinahe um das Achtfache gegenüber 1932 erhöht. Allgemeine Verkehrsſteigerung Dieſer Steigerung des Kraftverkehrs ſteht aber zur Seite eine allgemeine Verkehrsſteige⸗ rung. Die deutſche Binnenſchiffahrt beför⸗ derte 1932: 73,5 Millionen Tonnen, 1937 130% Millionen Tonnen Gütermengen. Die großen neuen Stromregulierun⸗ gen und Kanalbauten werden das ſchon heute gewaltige Netz unſerer Binnenſchiffahrts⸗ wege ergänzen und zu weiteren Verkehrsſteige⸗ rungen führen. Die deutſche Seeſchiffahrt beförderte 1932 36,0 Millionen Tonnen, 1937 61,0 Millio⸗ nen Tonnen. Die Schiffsfriedhöfe an der Elbe und an der Weſer aus dem Jahre 1932 und an allen anderen deutſchen Küſtengebieten ſind ver⸗ ſchwunden. „Hakenkreuzbhanner“ ———— 7 Montag, 21. Februar 19 fjochbeteieb in allen Sch Dem entſprechen auch die Neubauten in unſe⸗ ven Schiffswerften. 1932 hatten die deutſchen Schiffswerften 22000 Tonnen Schiffsbauauf⸗ träge und zwar nur aus dem Inland, Aus⸗ landsaufträge lagen ſo gut wie nicht vor. Ende 1937 ergibt ſich folgendes Bild: Gigantiſche Schiffsneubauten Auf dem Stapel liegen 370 000 Tonnen In⸗ landsauftrag, 350 000 Tonnen Auslandsauftrag. Noch nicht auf Stapel gelegt werden konnten weitere rund 400 000 Tonnen Auftrüge. Die Neubauten der Kriegsmarine ſind dabei nicht eingerechnet. Das heißt alſo: die deutſchen Schiffsbauwerften, die im Jahre 1932 einen Bauauftrag von 22 000 Tonnen beſaßen, arbei · ten zur Zeit an einem Bauauftrag von 1 120 000 Tonnen allein für die zivile Schiffahrt. Imponierende Zahlen des Aufſtiegs bei der Reichsbahn Die deutſchen Reichsbahnen lagen in ihren Wagengeſtellungszahlen im Reichsbahngüterver⸗ kehr im Jahre 1937 im arbeitstäglichen Durch⸗ ſchnitt um 47 Prozent höher als 1932. Dem ent⸗ ſprechen die Einnahmen des Güterverkehrs. Das Jahr 1937 brachte gegen 1932 70 Prozent Mehr⸗ einnahmen, 78 Prozent mehrbeförderte Ton⸗ nen und 83 Prozent mehrgeleiſtete Tonnen⸗Kilo⸗ meter. Der Güterkraftwagenbeſtand der Reichsbahn ſtieg von 1932 mit 217 Wagen bis zum Jahre 1937 auf 3137 Wagen, die Zahl der Kraftwagenlinien von 53 auf 1131 und die Länge der Linien von 1331 Kilometer auf 46 715 Kilometer. Im ſelben Ausmaß ſteigerte ſich der Verkehr mit Schnellreiſewagen. Die Geſamt⸗ zahl der in Reichsbahn⸗Omnibuſſen beförderten Perſonen iſt von 480 000 im Jahre 1932 aufheute 2,5 Millionen geſtiegen. Die Leiſtungen der Reichsbahn zeigt auch die Zahl der geſteigerten Betriebs⸗Tonnen⸗Kilo⸗ meter. Sie ſtieg von 178 Milliarden auf 274 Milliarden, mithin um 54 v. H. Auf allen anderen Gebieten des Verkehrs unſerer Reichs⸗ bahn zeigt ſich eine ähnliche Steigerung: Sie findet ihren letzten Beleg in den Einnahmen. 1932 betrugen die Einnahmen 2,234 Milliarden, 1937 ſtiegen ſie bereits auf 4,480 Milliarden Reichsmark. Die Bilanz der Reichspoſt Die Steigerung des Reichspoſtver⸗ kehrs beſtätigt dieſen gewaltigen allgemeinen Aufſtieg unſeres deutſchen wirtſchaftlichen Le⸗ bens. Die Zahl der Briefe ſtieg von 1932 von 5,6 Milliarden auf 6,4 Milliarden im Jahre 1937. Die Zahl der Pakete von 227 Millionen auf 296 Millionen. Die Zahl der Poſtſchecktonten von 1 021 819 auf 1119 372. Die Guthaben im Jahresdurchſchnitt von 461 Mil⸗ lionen auf 729 Millionen RM. Die Poſtſcheck⸗ buchungen von 703 Millionen auf 904 Millionen. Der Umſatz im Poſtſcheckverkehr von 103 Milliarden auf 161 Milliarden. Die Zahl der Fernſprechſtellen von 2 960 000 auf 3 578 000. Die Zahl der Luftpoſtſendungen von 135 000 Kilogramm auf 3 600 000 Kilogramm. Die Ge⸗ ſannteinnahmen von 1658 Millionen auf 1940 Millionen. Die Kraftpoſtlinien der Poſt beför⸗ derten 1933 60 Millionen, 1937 über 80 Mill. Menſchen. Die Länge der Luftpoſtlinien ſtieg von 31 000 Kilometer auf 62 000 Kilometer. Die Jahresleiſtung von 9 Mill, Kilometer auf 18 Mill. Kilometer. Die Zahl der Fluggäſte von 100 000 auf 326 000. Die Zahl dor Flug⸗ häfen ſtieg ſeit 1933 um über 100, wozu weitere 62 Landeplätze für Verkehr und induſtrielle Zwecke kommen. Entwicklung des Slugſports Seit 1933 umfaßt der Deutſche Flugſport⸗ Verband 600000 Mitglieder. 1937 zählt das Ne⸗Fliegerkorps 3 Millionen Mitglieder, da⸗ von 50 000 Aktive, mit 6 Motor⸗ und 22 Segel⸗ flugſchulen und 400 Motor⸗ und 4600 Segel⸗ flugzeugen. Ungeheuer iſt die Entwicklung des beutſchen Straßenbaues. Es ſind für die Unterhaltung und den Ausbau der deutſchen Straßen einſchließlich der Reichsautobahn aus⸗ gegeben worden 1932 440 Mill. RM., 1933 708 Millionen, 1935 1325 Millionen, 1937 1450 Mill. — 2300 Kilometer konnten zum Bau freigege⸗ ben werden. Das Reichsautobahnnetz iſt das größte Bauwerk der Welt und übertrifft ſchon jetzt mit 240 millionen Kubikmeter Erdbewe⸗ gung bei weitem die Bauleiſtungen des panamakanals. An Reichsſtraßen wurden von 1934 bis 1937 rund 10 000 Kilometer auf 6 Meter Fahr⸗ bahn und 8 bis 10 Meter Kronenbreite verbrei⸗ Daneben wurden rund 600 Arbeiterge⸗ meinſchaftslager(Reichsautobahnen, Al⸗ penſtraßenlager, Wehrmachtsbaulager uſw.) mit über 180 000 Mann Belegſchaftsſtärke betreut. In über 300 Sonderveranſtaltungen wurde 190 000 Angehörigen der Wehrmacht und des Reichsarbeitsdienſtes eine freizeitliche Erholung zuteil. 74000 Männer nahmen an Land⸗ und Seereiſen uſw. teil. Zwiſchen Wehrmacht und Reichsarbeitsdienſt fanden über 30 Gemeinſchaftsveranſtaltungen mit 225 000 Teilnehmern ſtatt. 480 Betriebskonzerte von Militär⸗ und Arbeitsdienſtkapellen erbrach⸗ ten eine Beſucherzahl von etwa 500 000 Volks⸗ genoſſen. Insgeſamt wurde über 2 Millio⸗ nen Perſonen die Möglichkeit einer Freizeit gewährt. Auf dem Gebiete des Sportes beteiligten ſich ſeit 1934 rund 21 Millionen Beſucher an über 1 Million Uebungsſtunden. In den See⸗ bädern wurden ca. 350 000 Volksgenoſſen ſport⸗ lich betreut. Die Leitung des Sportes liegt in den Händen von über 4500 Sportlehrkräften. Wann iſt jemals für den Arbeiter mehr geſorgt worden!(Beifall.) Das Millionenwerk„Kraft durch Freude“ Reiſen, Wandern und Urlaubsge⸗ ſtaltung nahmen einen großen Aufſchwung. Die Seefahrten erſtreckten ſich nach Norwegen, Madeira, Azoren und Italien, folgende Zahlen geben eine Ueberſicht: Seit 1934 wurden insgeſamt 384 Seefahrten mit 490 000 Teilnehmern, über 60 000 Land⸗ tert, 7500 Kilometer mit ſchweren, bzw. mit mittelſchweren Decken verſehen, 344 Brücken wurden erneuert bzw. neu gebaut, Hunderte ſchienengleiche Bahnübergänge beſeitigt und Ortsumgehungen ausgeführt. In derſelben Zeit wurden 6000 Kilometer Landſtraßen erſter und zweiter Ordnung verbreitert, 5000 Kilometer mit ſchweren bzw. mittelſchweren Decken verſehen, 600 Brücken für dieſe Stra⸗ ßen erneuert bzw. neu gebaut und ebenfalls zahlreiche Bahnübergänge beſeitigt und Orts⸗ umgehungen ausgeführt. Gewaltige Brüchenbauten An großen Brücken wurden gebaut: 6 Rheinbrücken, 4 Elbebrücken, 2 Oderbrücken, 3 Donaubrücken, 1 Weſerbrücke, 1 Pregelbrücke, im Zuge der Reichsautobahn außerdem rund 3400 weitere Brücken gebaut. Der un⸗ geheueren Steigerung der Leiſtung auf dieſem und anderen Gebieten entſpricht die Steigerung unſerer Wohnungsbautätigkeit. Sie führte im Jahre 197 ſchon zum Bau von fahrten mit über 19 Millionen Teilneh⸗ mern, 113000 Wanderungen mit rund drei Millionen Teilnehmern⸗durchgeführt, Der Deut⸗ ſchen Arbeitsfront ſtehen 9 große Ueberſee⸗ dampfer zur Verfügung, darunter 4 eigene. Die bisherigen Aufwendungen für die KdßF⸗Flotte allein betrugen über 21 Millionen Reichsmark. Die geſamten Aufwendungen für Koß ohne Inveſtierungen und Schiffsbauten haben ſeit 1934 rund 77 Millionen RM betragen. Seit der Gründung von Koß im Jahre 1934 ſind insgeſamt 155 Millionen Ver⸗ anſtaltungsteilnehmer gezählt worden. iſffswerſten 340 000 Wohnungen, das ſieid mehr als die dop⸗ pelte Zahl des Jahres 1982. Insgeſamt wurden ſeit der Machtübernahme durch den Nationalſozialismus über 1 400 000 Wohnungen dem Wohnungsmarkt neu zuge ⸗ führt. Ich möchte dies Ausführungen über große Organiſationen und über unſere ſoziale Fürſorgetätig⸗ keit. Der Mitgliederbeſtand der Deutſchen Ar⸗ ergänzen durch einige nach 5 Jahren nationalſozialiſtiſcher 7000 Carifordnungen, klare Rechtsverhältniſſe, kein Carifſchematismus, ſondern Mindeſtbedingungen, Aufbau von Leiſtungslöhnen, kein Klaſſenkampf durch Streik und Kusſperrung, keine untertarifliche Entlohnung, wirkſamer Schutz aller ſozialen Belange, ſozialer Kusgleich durch die Deutſche Arbeitsfront, ſozialer Friede im geſamten!(Stürmiſcher Beifall.) Der Urlaub vor der Machtübernahme: Urlaub meiſt auf Koſten des Arbeiters, kein geſetzlicher Anſpruch, lange Wartezeiten bis zur erſtmaligen Gewährung, unzulängliche Ur⸗ laubsdauer bis höchſtens 5 Tage. Uach fünf Jahren nationalſozialiſtiſcher Aufbauarbeit: Jedem ſchaffenden Volksgenoſſen ein An⸗ ſpruch auf bezahlten Urlaub, ſtatt Höchſturlaub — Mindeſturlaub, Staffelung des Urlaubs nach Betriebszugehörigkeit, Lebensalter, Berufs⸗ alter, Arbeitsſchwere, kurze Wartezeit: In der Regel nur 6 Monate bis zur erſtmaligen Ge⸗ währung, erhöhte Urlaubsdauer für Jugendliche bis 18 Tage, Urlaub auch für Saiſonarbeiter, geſunde Erholung durch billige KdF⸗Reiſen. Die Lohnpolitik vor der Machtübernahme: Lohn gleich Preis für die Ware„Arbeit“, ſchematiſche Höchſtlöhne, Lohnbeeinfluſſung durch Arbeitsloſigkeit, untertarifliche Entloh⸗ nung, Akkordſchere und Leiſtungspaſſivität, keine Stetigkeit des Einkommens, Verdienſtausfall durch Feiertage. Nach fünf Jahren nationalſozialiſtiſcher Aufbauarbeit: Sicherung des Rechts auf Arbeit, Sicherung eines Mindeſteinkommens, Lohnerhöhung bei Steigerung der Produktion, Lohnbindung an die Leiſtung, Stetigkeit des Einkommens, ge⸗ ſunde und ehrliche Akkordſchere, Maßnahmen 70 Familienausgleich, Bezahlung der Feier⸗ age. Zur Sorge für die Volksgeſundheit wäre folgendes zu erwähnen: In der Erkenntnis, daß die Erhaltung der Geſundheit des ſchaffenden Menſchen von größ⸗ ter Bedeutung für Volk und Reich iſt, wurde von der Deutſchen Arbeitsfront gerade dieſer Frage beſondere Aufmerkſamkeit gewidmet. Wann wurde je für den flebeiter mehr geſorgt Eine gänzlich neue rein nationalſozialiſtiſche Einrichtung ſtellt der Arbeitsdienſt dar. 1933 gab es im Freiwilligen Arbeitsdienſt etwa ein Dutzend größere und 100 kleine Arbeits⸗ dienſtvereine. Nach eineinhalbjährigem Ueber⸗ gang war im weſentlichen der Aufbau des neuen Arbeitsdienſtes geſichert. Er umfaßt zur Zeit in zwei ſechsmonatlichen Dienſtzeiten j e rund 200 000 Mann. Der weibliche Ar⸗ beitsdienſt beträgt 25000 Arbeitsmaiden. Seit 1933 ſind 1 850 000 deutſche junge Männer und 120 000 Mädchen durch die Schule des Arbeits⸗ dienſtes gegangen. beitsfront beträgt 1937 17937 000 Einzel⸗ mitglieder. Mit den korporativen Mitgliedſchaf⸗ ten erhöht ſich die Zahl auf über 20 Mil⸗ lionen. Hierbei ſind die Mitglieder der Reichskulturkanmer und des Reichsnährſtandes nicht mit inbegriffen. Und dies ſind nun die Leiſtungen zugunſten mit über der Wohlfahrt der Schaffenden: bels⸗E Die Tarifgeſtaltung vor der Machtübernahme. kann in kurzen Schlagworten folgendermaßen ſozialisn umriſſen werden: 13000 Tarifverträge, gewaltige Kuhhandel zwiſchen Intereſſentengruppen, Ta⸗ gleichen! rifſchematismus, Nivellierung der Arbeitsbe⸗—* un dingungen, untertarifliche Entlohnung, Macht⸗ kämpfe: Streik und Ausſperrungen, allgemeine Aanlun Unzufriedenheit. der unge funkhö Heun m Allein flufbauarbeit: hoen 4 Rundfun 1932 auf der Einne lionen. Die Pr ten betrug Stück plu Insgeſc über 10 Die folgenden Zahlen zeigen es. geben. 1937: Unterſuchungen von Betrieben und Be⸗ Die Zal triebsbegehungen rund 17000. Geſundheitliche trug 1932 Unterſuchung von Gefolgſchaftsmitgliedern mit ſchüftigten eingeleiteter Behandlung im Krankheitsfalle auf 30 730 rund 620 000. Rund 36 000 Betriebsbeſichtigun⸗ Ich ern gen wurden durchgeführt. Die von den Be⸗ einer bös! trieben vorgenommenen Verbeſſerungen ſozialer derlegen,! Art überſtiegen ſeit 1933 die Summe von 600 Kulturlebe Millionen R M. Das alles wurde frü⸗ niederliege her und durch Ausſperrungen vertan. Das gef Im einzelnen wurden nun an Verbeſſerun⸗ wicklung e gen durchgeführt bzw. neuerrichtet: 23 000 Ar⸗ tung durckh beitsräume, 6000 Werkhöfe, 17000 Speiſe⸗ und Preiſe, Eh Aufenthaltsräume, 13 000 Waſch⸗ und Umlleide⸗ ſuchen die räume, 800 Kameradſchaftshäuſer, 1200 Sport⸗ verleihen. anlagen. Die Ge Ferner Verbeſſerungen in der Unterbringung ten Zeit der Mannſchaften auf 3600 Schiffen. An der 1937 auf 1 Dorfverſchönerungsaktion beteilig⸗ Auslan ten ſich heute ſchon über 5000 Dörfer. beſuchten, 2973 im 8 Bilanz der Kulturarbeit 1 Woher der Muft. Das Deutſche Volksbildungswerk ermöglichte ſchen Zuſt dem deutſchen Arbeiter den Beſuch von. bermehrt rund 62000 Veranſtaltungen: Einzel⸗ Der Fr vorträgen, Vortragsreihen, Volksbildungsarbei⸗ 1932 14 305 ten in Betrieben, Städten und Dörfern, Ar⸗ 4 Uebernacht beitsgemeinſchaften, Führungen, Lehrwande⸗ lionen Me rungen, Ausſtellungen uſw. 4 nachtungen Dieſe Veranſtaltungen wurden 1936 von über 4 1932 von 1 10 Minionen Teilnehmern beſucht. 48 bbh The⸗ 11 aterveranſtaltungen hatten rund 22,1 Millionen 4 auf über Beſucher. Dazu: rund 47 000 Filmveranſtaltun⸗ 4 eſſant ſein, gen mit über 18,6 Millionen Beſuchern, rund Zahl der 9 11000 Konzertveranſtaltungen mit 5,6 Millio nen Beſuchern, rund 1300 Fabrikausſtellungen 1 W mit rund 3,3 Millionen Beſuchern, rund 121 000 bis 1937 ſonſtige kulturelle Veranſtaltungen mit zuſam⸗ 3 nahmen de men mehr als 50 Millionen Beſuchern. nen Reichs Steigende 3 Wenn ich des deutſch wenige aus 4 Belege und Das Jugendherbergswerk verfügt über 2000. 18 Jugendherbergen mit rund 8 Millionen Ueber⸗ tenzahle nachtungen im Jahre 1937. Dies ſind mehr als in Deutſchl⸗ achtmal ſoviel Uebernachtungen als fuͤmtliche 5 3* 0 anderen Jugendherbergen der ganzen Welt zu⸗ Insgeſan ſammen beſitzen.(Starker Beifall.) Machtübern mus rund 1 Geſundheitliche Betreuung der Jugend den!(Start Für die Geſundheit dieſer Jugend ſind in der 9J über 4000 Aerzte tätig, 800 Zahnärzte und Grund zu ⸗ärztinnen, rund 500 Apotheker, denen 40 000 ſehun 3 junge Feldſchere und 35 000 Unfalldienſtmädel Zu ſhrer Hilfsdienſt leiſten. Die Betreuung der einzelnen den der Nat Jungen und Mädel erledigen über 30 000 Volksgenoſſe Zieben millionen in f und Bdin Auch das Bild der deutſchen Jugendführung iſt ein imponierendes. Vor der Machtüber⸗ nahme gab es eine vollkommene Aufſplitterung der deutſchen Jugend in zahlreiche Verbände. Heute iſt im ganzen Reichsgebiet nur noch e ine Jugendorganiſation, H3 und BDM. Sie um⸗ faßt 1937 über 7 Millionen Mitglieder, 59 Ge⸗ biets⸗ und Obergebietsführer, 1366 Bann⸗, Jungbann⸗ und Untergauführerinnen, 900⁰0 Unterbann⸗ und Ringführerinnen, 550 500 un⸗ tere Führer und Führerinnen ſtehen im Dienſte dieſer gewaltigen modernen Jugendbewegung. Die Zahl der Teilnehmer am Reichs⸗ berufswettkampf betrug: 1934: 500 000, 1935: 750 000, 1936: 1 036 000 und 1937: 1 800 000 Jugendliche. In anderen Ländern wird die Jugend gegen die Arbeit gehetzt. Ein ähnliches Bild bietet der Reichs⸗ Sportwettkampf: 1932: 1/6 Millionen Teilnehmer, 1934: 2,5 Millionen Teilnehmer, 1935: 3,7 Millionen Teilnehmer, 1936: 5,8 Mil⸗ lionen Teilnehmer, 1937: 6,1 Millionen Teil⸗ nehmer. Die Marine⸗Hzg umfaßt 45 000 Jungen. Die Motor⸗HJ umfaßt 60 000 Jungen. Im Dienſte der Flugertüchtigung wurden 55 000 Angehörige des Deutſchen Jungvolks im Segel⸗ flugweſen zu Gemeinſchaftsarbeiten ausgebil⸗ det. 74 000 Hitlerjungen ſind in den Flieger⸗ einheiten der HJ organiſiert. 15 000 Jungen beſtanden allein im Jahre 1937 ihre Gleit⸗ und Segelflugprüfung. Im Kleinkaliberſchießen erhalten heute 1 200 000 Hitlerjungen regelmäßigen Un⸗ terricht, der von 7000 Schießwarten ge⸗ leitet wird. Zur Zeit ſind allein für die Hitlerjugend 1400 Heime im Bau begriffen und eine große Anzahl von Schulen. ein lebender der nationa Volkes und Einzigartig Meine Abge Ich habe kurzen Ausz nüchterner. Volke den d Aufbauarbei Ausmaßen u artig iſt. )ꝗch und al das geſamte auf fünf Ja unſeres wirt Leiſtungen er Unerhörte! Wie lächer jener, die de Aerzte, die vom Amt für Volksgeſundheit dafür zur Verfügung ſtehen. Jährlich findet ein Geſundheitsappell der ganzen deutſchen Jugend ſtatt. Die Zahl der ärztlich Unterſuchten über⸗ ſteigt zur Zeit jährlich eine Million. 1½% Milliarden für das Whw An großen ſozialen Einrichtungen ſteht an der Spitze das deutſche Winterhilfswerk. Sein Auf⸗ kommen betrug 1933: 350 Millionen Reichsmark, 1934/½35: 360 Millionen; 1935/36: 371 Millionen; 1936/37: 408 Millionen Reichsmark, insgeſamt alſo rund 1 490 000 000 RM. ſeit 1934. »Das ſind um über 300 Millionen mehr an freiwilligen Spenden, als in den Jahren 1912/13 der berühmte Wehrbeitrag ausmachte. Dieſes gewaltige ſoziale Hilfswerk wird ergänzt durch die Stiftung„Opfer der Arbeit“ mit Spenden von über 10 Millionen Reichsmark. ruar 1938 00 Einzel⸗ tgliedſchaf⸗ 20 Mil⸗ nieder der ährſtandes zugunſten übernahme ndermaßen erträge, uppen, Ta⸗ Arbeitsbe⸗ ng, Macht⸗ allgemeine er tismus, pf durch utz aller Friede 'n und Be⸗ indheitliche iedern mit nkheitsfalle beſichtigun⸗ den Be⸗ jſen ſozialer e von 600 urde frü⸗ vertan. erbeſſerun⸗ 23 000 Ar⸗ zpeiſe⸗ und Umkleide⸗ 200 Sport⸗ erbringung n. An def beteilig⸗ . ermöglichte uch von n: Einzel⸗ ungsarbei⸗ örfern, Ar⸗ zehrwande⸗ 6 von über 18 000 The⸗ Millionen ranſtaltun⸗ hern, rund 5,6 Millio⸗ sſtellungen ind 121 000 nit zuſam⸗ vn. t über 2000 nen Ueber⸗ d mehr als fümtliche n Welt zu ⸗ ugend ſind in der närzte und nen 40 000 dienſtmädel r einzelnen r 30 000 sgeſundheit hfindet ein hen Jugend chten über⸗ in. ſteht an der Sein Auf⸗ Reichsmark, Millionen; insgeſamt eit 1934. n mehr an ren 1912/13 ausmachte. ird ergänzt beit“ mit hsmark. „Hakenkreuzbanner“ Montag, 21. Februar 1938 Durch die Spende des Künſtlerdankes mit über 3,5 Mill. RM. und durch die Goeb⸗ bels⸗Stiftung mit über einer Million Reichsmark, Vor der Machtübernahme durch den National⸗ ſozialismus exiſtierte nichts, was ſich mit dieſen gewaltigen Leiſtungen überhaupt auch nur ver⸗ gleichen ließe. Die ungeheure Teilnahme des deutſchen Vol⸗ kes an ſeinem Geſamtaufſtieg ergibt ſich aus den ſtetig ſteigenden Beſucherzahlen öffentlicher Ver⸗ anſtaltungen der Theater, der Filme, ſowie aus der ungeheuren Steigerung der Rund⸗ funkhörerzahl. Ueun Millionen Rundfunhhörer Allein im Jahre 1937 fanden 15 politi⸗ ſche Ausſtellungen mit über 18 Mil⸗ lionen Beſuchern ſtatt. Die Zahl der Rundfunkhörer ſtieg von 4,2 Millionen im Jahr 1932 auf 9087000 im Jahre 1937. Die Höhe der Einnahmen von 93 Millionen auf 204 Mil⸗ lionen. Die Produktion von Rundfunkempfangsgerä⸗ ten betrug 1932: 1011 000 Stück; 1937: 1 681 000 Stück plus 475 000 Volksempfänger. Insgeſamt wurden ſeit der Machtübernahme 4 10,5 Millionen Empfänger abge⸗ geben. Die Zahl der ſpielenden deutſchen Theater be · trug 1932 1990 und 1937 263. Die Anzahl ver be · ſchüftigten Bühnenſchaffenden ſtieg von 22 000 guf 30 730. Ich erwähne dies, um jene Behauptungen einer böswilligen Auslandsjournaliſtik zu wi⸗ derlegen, die vorgibt, in Deutſchland würde das Kulturleben ſeit unſerer Machtübernahme dar⸗ niederliegen. Das geſamte Bild der deutſchen Kulturent⸗ wicklung ergibt ſich am beſten auch aus der Wer⸗ tung durch die übrige Welt. Zahlreiche Große Preiſe, Ehrendiplome und Gold⸗Medaillen ver⸗ ſuchen dieſer Wertung äußerlich Ausdruck zu verleihen. Die Geſamtauflage der illuſtrier⸗ ten Zeitungen ſtieg von 9,5 Millionen bis 1937 auf 15 Millionen. Sogar die Zahl der Auslandsjournaliſten, die Deutſchland beſuchten, ſtieg von 872 im Jahre 1932 allein auf 2973 im Jahre 1937. Man kann nur fragen: Woher denn die Unkenntnis über unſere deui⸗ ſchen Zuſtände? bermehrter Fremdenverkehr Der Fremdenverlehr überhaupt beſaß 1932 14 305000 Meldungen und 49 Millionen Uebernachtungen. Er ſtieg bis 1937 auf 27 Mil⸗ lionen Meldungen und 103 Millionen Ueber⸗ nachtungen. Die Zahl der Ausländer im Jahre 1932 von 1114000 Meldungen bis zum Fahre 1937 auf 2400 000 Meldungen, die Zahl ihrer Uebernachtungen von2673000 auf über 7 Millionen. Es würde inter⸗ eſſant ſein, vielleicht aus engliſchem Munde die Zahl der Reiſenden in Sowjetrußland zu ver⸗ nehmen. Die Beſucherzahlen im deutſchen Film er⸗ veichten 1932 rund 255 Millionen und ſtiegen bis 1937 auf über 376 Millionen. Die Ein⸗ nahmen des Films betrugen 1932: 176 Millio⸗ Aee 1937: Millionen Reichs⸗ Steigende Geburtenzahl Wenn ich nun dieſes Bild eines Aufſchwungs des deutſchen Lebens, das ich nur durch ganz wenige aus einer Rieſenzahl herausgegriffene Belege und Daten aufzeichnen will, beende, dann kann ich keinen ſchöneren Abſchluß finden als den, der ſich aus dem Aufſtieg unſerer Gebur⸗ tenzahl ergibt. Denn im Jahre 1932 wurden in Deutſchland 970 000 Kinder geboren. Dieſe Zahl ſtieg nun jährlich an und erreichte 1937 1 270 000.(Beifall.) Insgeſamt ſind dem deutſchen Volk ſeit der Machtübernahme durch den Nationalſozialis mus rund 1 160 000 Kinder mehr geſchenkt wor⸗ den!(Starker Beifall.) Sie ſind nicht nur ein Grund des Stolzes auf unſere deutſchen Frauen, ſondern auch ein Grund zur Dankbarkeit gegenüber unſerer Vor⸗ ſehung. Zu ihrer friedlichen Arbeit ohnegleichen wur⸗ den der Nation in fünf Jahren 1 160 000 junge Volksgenoſſen und ⸗genoſſinnen geſchenkt, die 3 ein lebender Beweis für die gewaltige Arbeit der nationalſozialiſtiſchen Erhebung unſeres Volkes und des Segens unſeres Herrgotts ſind. Einzigartige Rufbauarbeit Meine Abgeordneten, Männer des Reichstags! Ich habe mich hier bemüht, in einem ganz kurzen Auszug durch das Vorbringen trockener, nüchterner Zahlen Ihnen und dem deutſchen Volke den dokumentariſchen Beweis für eine Aufbauarbeit zu unterbreiten, die in dieſen Ausmaßen und in einer ſolchen Wirkung einzig⸗ artig iſt. Ich und alle meine Mitarbeiter und mit uns das geſamte deutſche Volk, wir können ſtolz ſein auf fünf Jahre, in denen auf allen Gebieten unſeres wirtſchaftlichen Lebens ſo gigantiſche 4 Leiſtungen erzielt worden ſind. Unerhörte Kuslandshetze Wie lächerlich iſt demgegenüber die Kritik all jener, die der nationalſozialiſtiſchen Arbeit des Aufbaues nichts entgegenzuſetzen haben, als das Geſtammel ihrer Dummheit oder ihrer Bosheit. Wir wiſſen auch, daß abgeſehen von berufsmäßigen Nichtstuern und Stänkerern das ganze deulſche Volk ſich zu dieſer Arbeit bekennt. Soweit es ſich aber um eine wahrhaft krank⸗ hafte verlogene Auslandsjournaliſtik handelt, könnte es uns Deutſchen gänzlich gleichbleiben, was ſie ihrem gläubigen Leſerpublikum vorzu⸗ ſetzen beliebt, wenn nicht durch dieſe dauernde Hetze der Friede der Völker bedroht würde. Denn unſere Leiſtungen an ſich werden da⸗ durch nicht geſchmälert, ſie bleiben, ſie können weder weggeredet noch weggelogen werden. (Stürmiſcher Beifall.) Daß aber dieſen inter⸗ nationalen Hetzern und Brunnenvergiftern auch in anderer Hinſicht der Erfolg verſagt bleiben möge, iſt von uns vorbedacht und ſichergeſtellt worden. Denn ich habe Ihnen, meine Abgeordneten, jetzt ein Bild der deutſchen wirtſchaft⸗ lichen, ſozialen und kulturellen Entwicklung gegeben, Ich weiß, es hat auf Sie und die in dieſer Stunde zuhörenden un⸗ S0 fduchen bei uns wiieder de Schlote zähligen Millionen unſeres Volkes ſeinen Ein⸗ druck nicht verfehlt. Ich muß dieſe Arbeit aber nun ergänzen durch jene Leiſtungen, die von der Geſchichte einſt eine noch höhere Bewertung er⸗ fahren werden. Politiſch geeinte Uation Denn in dieſen gleichen fünf Jahren haben wir aus dem gedemütigten und ohnmächtigen, weil innerlich zerriſſenen und unſicheren Volk einen politiſch geeinten, von ſtärkſtem Selbſtper⸗ trauen und von ſtolzer Zuverſicht erfüllten na⸗ tionalen Körper geſtaltet.(Lebhafter Beifall.) Und vor allem: Wir haben dieſer deutſchen Nation jene Waffen gegeben, die uns die Ge⸗ währ dafür bieten, daß die uns bekannte Abſicht der bösartigen Hetze einer internationalen Jour⸗ naliſtik an der Grenze des Deutſchen Reiches das eiſerne Halt findet.(Stürmiſcher Beifall.) Ich halte dieſe Leiſtung für noch größer als die auf wirtſchaftlichem Gebiet erzielten, weil die Vorurteile, die hier ſo oft zu überwinden waren, noch viel eingefreſſener zu ſein ſchienen als alle wirtſchaftlichen Hemmungen oder Hin⸗ derniſſe. politiſches Leben begen die Cügen der Ruslands-Journaliſtik! Wie groß die Leiſtung der nationalſozialiſti⸗ ſchen Erziehung und Formung unſeres Volks⸗ körpers iſt, mögen Sie am eheſten ermeſſen aus der Tatſache, daß gerade dieſem Phänomen der größte Teil unſerer ausländiſchen Beurteiler und Kritiker verſtändnislos gegen⸗ überſteht. Unſinniges Gerede des Auslands Sie werden in dieſen letzten Wochen das für uns einfach unverſtändliche Gerede gewiſ⸗ ſer Auslandsjournaliſten vernommen haben, die im Jahre 1938 davon ſprechen, daß der Einfluß des Nationalſozialismus ſoeben das Auswärtige Amt ergriffen habe oder daß augenblicklich ein Ringen ſtattfände zwiſchen der Reichswehr— daß es unterdes eine deutſche Wehrmacht gibt, haben dieſe armſeligen Tröpfe verſchlafen— und der Partei, oder daß der nationalſozialiſtiſche„Flügel“ ſoeben im Be⸗ griffe ſtehe, die Wirtſchaft in ſeinen Bannkreis zu ziehen, und ähnlichen Unſinn mehr. Wie wenig begreifen ſie doch das Weſen un⸗ ſerer nationalſozialiſtiſchen Revolution! Als ich vor fünf Jahren die Macht übernahm, war ich ſchon der Führer der weitaus ſtürkſten Partei. Es gibt auch heute keine politiſche Be⸗ wegung in irgendeiner der ſogenannten Demo⸗ kratien, die über jene Wählerzahl verfügt, die ich damals bereits beſaß, und zwar trotz des fortgeſetzten Terrors und der Unterdrückung durch ein uns tödlich haſſendes feindliches Regime. Symbole der Zerriſſenheit werden beſeitigt Es war nun nicht die Aufgabe, dieſe unſere Gedankenwelt dem deutſchen Volke aufzu⸗ zwingen, ſondern es war unſere Abſicht, in dieſer Gedankenwelt das ganze deutſche Volk zu einen, d. h. alle jene Einrichtungen frü⸗ herer Zeiten zu beſeitigen, die nur als Träger oder Symbole deutſcher Zerriſſenheit und da⸗ mit deutſcher Ohnmacht gewertet werden konnten. Trägheit und Unvernunft auf der einen Seite und böſe Abſicht auf der anderen, ſie wetteiferten miteinander, es dem deutſchen Volke einzureden, daß ſein vielgeſtaltiges inner⸗ d. h. ſeine politiſche jammer⸗ volle Zerriffenheit ein Merkmal deutſcher Hal⸗ tung und wahrhaft deutſcher Geſinnung wären. Für ſie war ein demokratiſch zerriſſenes und vor der Welt in Ohnmacht darniederliegendes Deutſchland ein würdiger Repräſentant des deutſchen Volkes und des deutſchen Geiſtes als ein unter einer Führung und unter einem Willen ſtol; geeintes und bewehrtes deutſches Volk. Sie redeten vom politiſchen und kultu⸗ rellen„Eigenleben“ und verewigten damit nur die Spaltung der deutſchen Nation, die Hilfloſigkeit unſeres Reiches und damit die Rechtloſigkeit aller Deutſchen. Gegen dieſe Ver⸗ ſchwörung anzukämpfen und das neue Ideal einer nationalſozialiſti⸗ ſchen Gemeinſchaftshaltung durch⸗ zuſetzen, war vielleicht das ſchwerſte Unterneh⸗ men. Ich glaube nun nicht, daß jemand den Erfolg dieſes größten Beginnens zu beſtreiten vermag. Das erſte, was mir notwendig ſchien, war das verloren gegangene Selbſtvertrauen un⸗ ſeres Volkes wieder herzuſtellen. Zu dem Zweck mußte ich oft Leiſtungen verlangen, die man⸗ chem Deutſchen in dieſer Zielſetzung vielleicht als unverſtändlich erſchienen. Die Jurückfüheung zum Selbſtbewußtſein Allein es war notwendig, gegen jenen Geiſt anzukämpfen, der von den vor uns am Ruder befindlichen Regierungen planmäßig gefördert worden war und der nicht nur zu einem mili⸗ täriſchen, ſondern vor allem zu einem wil⸗ lensmäßigen Defaitismus führte. Wie oft konnten wir in dieſen Jahren immer wieder hören, daß das deutſche Volk an ſich ein hochachtbares ſei, allein natürlich in ſeiner Veranlagung und vor allem auch in der Größe ſeiner Werte nicht gemeſſen werden könnte mit den Völkern unſerer ſogenannten großen De⸗ mokratien. Es war unſerem Volk ſo oft geſagt worden, daß es ſeine Zukunft mehr in einer ſtillen be⸗ ſchaulichen Verehrung der Leiſtungen anderer ſehen ſollte, als ſich ſelbſt an ſolchen Werken zu erproben. Man appellierte an die Trägheit des Geiſtes und des Körpers, um die eigene geiſtige und körperliche Trägheit der damaligen Führung zu entſchuldigen. Man beſchränkte die Le⸗ bensziele der Nation, weil man ſelbſt zu ſchwachfürihre Erkämpfung war, und man zerſtörte den Glauben des Volkes an ſich ſelbſt, damit es ſich mit dieſer ihm künſt⸗ lich beſchränkten Lebensaufgabe am Ende abzu⸗ finden verſtand. Demgegenüber hielt ich es für meine erſte und wichtigſte Aufgabe auf jedem ſich mir bietenden Felde und bei jeder ſich bie⸗ tenden Gelegenheit das deutſche Volk wieder zu ſeinem Selbſtbewußtſein zurückzuführen, ihm den verdammten Zweifel an ſeiner Tüchtigkeit auszutreiben und es wieder zu einem ſtolzen und ſelbſtbewußten Volk zu machen. Deshalb habe ich oft Forderungen geſtellt, die zu ihrer Erfüllung Höchleiſtungen verlangten. Ich wollte und will auch in Zukunft, daß das deutſche Volk an dem praktiſchen Beiſpiel ſeiner Leiſtungsfähigkeit, an den Ergebniſſen ſeiner Arbeit ermeſſen kann, daß es gegenüber den anderen Völkern der Welt nicht zweitklaſſig oder gar minderwertig iſt, ſondern daß es dieſen an allen wirklichen Werten unbedingt gleichkommt, im höchſten Sinne des Wortes alſo ebenbürtig und damit gleichberechtigt iſt,(Stürmiſcher Bei⸗ fall.) Gegen die kleinen Geiſter Ich habe daher auch alle jene Inſtitutionen gehaßt und deshalb beſeitigt, die das deutſche Volk zu einer ſolchen Kleinarbeit des Denkens mit erziehen halfen. Nur unſere kleinen Geiſter brauchten die kleinen Einzelſtaaten! Nur ſie ha⸗ ben die ſogenannten„Werte“ dieſer damaligen Länder erfunden, damit ſich ihre eigene Begren⸗ zung nicht an größeren Aufgaben zu verraten brauchte! Jene furchtbare Auffaſſung, daß es beſſer ſei, der erſte in ſeinem Dorf zu bleiben, als der zweite in einem 4 Reich, iſt zum Glaubensbekentnis für all jene geworden, die zu begrenzt ſind, um die exſte Rolle in einer großen Gemeinſchaft ſpielen zu können, aber zu ehrgeizig oder zu verdorben, um ſich mit einer zweiten oder dritten zu begnügen, und die deshalb die Nation am liebſten in kleinſte Frag⸗ mente zerriſſen hätten, damit die Vielzahl ihrer eigenen Erſcheinungen dann doch noch führend hätte auftreten können. Die nationalſozialiſtiſche Revolution wäre etwas Halbes geblieben, wenn ſie nicht über die früheren Länder und vor allem über deren ſogenannte eigene ſouveräne Wurzeln das Intereſſe der Nation als Geſamtheit geſtellt hätte. Nicht nur die Parteien mußten verſchwin⸗ den, nein, ſondern auch die Parlamente unſe⸗ rer Länder waren längſt überfällig. Er kann nur eine Souveränität im Deutſchen Reiche geben. Sie geht aus von dem Ganzen des deutſchen Volkes und nicht von einem Teil des⸗ ſelben. Die wahre Souveränität des deutſchen bolkes Indem wir dieſe Länder als ſelbſtherrliche Erſcheinungen und ihre Parlamente als Träger ihrer eigenen Souveränität aufhoben, ſchufen wir die Vorausſetzung zu einer wahren Souve⸗ rünität des deutſchen Volkes im geſamten. Die Zukunft des Deutſchen Reiches iſt erſt ſeit dem Augenblick ſichergeſtellt, ſeitdem das Reich zur ſouveränen und ausſchließlichen Re⸗ präſentantin der deutſchen Ration wurde. Der eiſerne Grundſatz, daß einem Volk auch ein Reich zuſtehe, hat es ermöglicht, Deutſchland aus den Lähmungen zahlreicher einzelſtaatlicher Bindungen zu erlöſen und in der Folge zu einer Kraftentwicklung geführt, die heute den deutſchen Volksgenoſſen innerhalb der einzel⸗ „Hakenkreuzbanner“ Montag, 21. Februar 1938 nen Länder einen weſentlich höheren Nutzen abwirft, als dies früher jemals möglich ge⸗ weſen wäre. Auf allen Gebieten unſeres nationalen Da⸗ ſeins iſt es erſt jetzt gelungen, jene wahrhaft großen Aufgaben zu ſtellen, und vor allem aber auch jene materiellen Mittel zu ſichern, die für die Verwirklichung großer ſchöpferiſcher Pläne die Vorausſetzung ſind. So hat der Nationalſozialismus in wenigen Jahren nachgeholt, was Jahrhunderte vor ihm verſäumten, und wiedergutgemacht, was zahl⸗ reiche Generationen vor ihm geſündigt hatten. So wurde es uns durch dieſe Beſeitigung der inneren ſtammesmäßigen und parteipoli⸗ tiſchen Zerſplitterungen möglich, gerade jene gewaltigen Aufgaben zu ſtellen und auch zum Teil zu löſen, die ſchon heute ein Grund für den Stolz und damit für die Selbſtachtung des ganzen deutſchen Volkes ſind. Großartige Verkehrswege, gigantiſche Indu⸗ ſtriebauten, einzigartige Stadtpläne und Bau⸗ werke, rieſenhafte Brücken, erleben heute ihre Planung, ſtehen vor ihrem Bau oder ſind zum Teil auch bereits vollendet! Leiſtungen, die mit Stolz erfüllen Wenn das nächſte halbe Dezenium vergangen ſein wird, werden die Deutſchen in ihrem Be⸗ wußtſein die Bilder von Leiſtungen tragen, die geeignet ſind, das ganze Voll mit höchſtem Stolze zu erfüllen.(Beifall.) Zu dieſen Leiſtungen gehört aber vor allem auch die Konſtruktion einer Volls⸗ und Stats⸗ führung, die ebenſo weit entfernt iſt von parla⸗ mentariſcher Demokratie wie von militäriſcher Diktatur. Im Nationalſozialismus hat das deutſche Volk jene Führung erhalten, die als Partei die Nation nicht nur mobiliſiert, ſon⸗ dern vor allem organiſiert hat, und zwar ſo organiſiert, daß auf Grund des natürlichſten Prinzips der Ausleſe die Fortdauer einer ſiche⸗ ren politiſchen Führung für immer gewührlei⸗ ſtet erſcheint. Und dies iſt vielleicht eines der ſtolzeſten Kapitel der Geſchichte der letzten ſünf Jahre. Eine vollendete Organiſation Der Nationalſozialismus hat nicht, wie ein kluger internationaler Stribent vielleicht glaubt, am 4. Februar das Außenminiſterium in Deutſchland erobert, ſondern er beſitzt ganz Deutſchland ſeit dein Tag, an dem ich als Reichskanzler vor fünf Jahren das Haus am Wilhelmsplatz verließ, und zwar reſtlos und ausſchließlich. Es gibt keine Inſtitution in die⸗ ſem Staat, die nicht nationalſozialiſtiſch iſt. Vor allem aber hat die nationalſozialiſtiſche Partei in dieſen fünf Jahren nicht nur die Na⸗ tion nationalſozialiſtiſch gemacht, ſondern ſich auch ſelbſt jene vollendete Organiſation gege⸗ ben, die für alle Zukunft die Selbſt⸗ und Fort⸗ erhaltung gewährleiſtet. Die größte Sicherung dieſer nationalſoziali⸗ ſtiſchen Revolution liegt führungsmäßig nach innen und außen in der reſtloſen Erfaſſung des Reiches und all ſeiner Einrichtungen und Inſtitutionen durch die nationalſozialiſtiſche Partei. Sein Schutz der Welt gegenüber aber liegt in der neuen nationalſozialiſtiſchen Wehrmacht. (Lebhafter Beifall.) Parteigenoſſen! In dieſen Tagen vor 18 Jahren habe ich zum erſtenmal das Programm der Partei verkündet. Damals in der Zeit der tiefſten deutſchen Erniedrigung, der größten Ohnmacht und eines unvorſtellbaren Jammers proklamierte ich als Ziel der Nationalſozialiſti⸗ ſchen Partei u. a. die Beſeitigung des uns durch den Verſailler Vertrag aufgezwungenen Söldnerheeres und die Errichtung eines großen ſtarken deutſchen Volksheeres. Unſer Programm iſt verwirklicht Als unbekannter deutſcher Frontſoldat habe ich dieſes künne Programm aufgeſtellt, 14 Jahre lang in der Oppoſition gegen eine Welt von inneren Feinden und äußeren Haſſern dafür gekämpft und in fünf Jahren habe ich es jetzt verwirklicht!(Bravorufe. Stürmiſche Zuſtim⸗ mung.) Ich brauche gerade bei dieſer größten Leiſtung des neuen Reiches nicht in Details einzugehen. Uur folgendes will ich be⸗ kanntgeben: Das deutſche Friedensheer iſt aufgeſtellt! Eine gewaltige deutſche Luft⸗ waffe ſchützt unſere heimat! Eine neue aber daraus jemals zu anderen Schlüſſen kom⸗ men ſollten, dann mag ihnen folgendes hier geſagt ſein: Es gibt in Deutſchland kein Problem natio⸗ nalſozialiſtiſcher Staat und nationalſozialiſti⸗ ſche Partei, und kein Problem nationalſozia⸗ liſtiſche Partei und nationalſozialiſtiſche Wehr⸗ macht. In dieſem Reich iſt jeder Nationalſozia⸗ liſt, der an irgendeiner verantwortlichen Stelle ſteht! verſchworen und einig Jeder Mann trägt das nationalſozialiſtiſche Hoheitszeichen auf ſeinem Haupt.(Stärkſter macht zur See unſere Küſten! Inmitten der gigantiſchen Steigerung unſerer allgemei⸗ nen produktion wurde es möglich, eine Kufrüſtung ohnegleichen durchzuführen. (Sehr ſtürmiſcher Beifall!) Wenn es heute ausländiſchen Weiſen zur inneren Beruhigung dient, dann mögen ſie un⸗ ſeretwegen auch ruhig glauben, daß in Deutſch⸗ land zwiſchen Wehrmacht und Nationalſozia⸗ lismus weiß Gott was für Differenzen beſtehen. Wir gönnen ihnen dieſe Art einer inneren Selbſtbefriedigung ohne weiteres. Wenn ſie 5o dolumentiert sich unser Bduwſ/ille Beifall.) Jede Inſtitution dieſes Reiches ſteht unter dem Befehl der oberſten politiſchen Füh⸗ rung, und alle Inſtitutionen dieſes Reiches ſind verſchworen und einig in dem Willen und Ent⸗ ſchluß, dieſes nationalſozialiſtiſche Deutſchland zu vertreten und wenn notwendig zu verteidi⸗ gen bis zum letzten Atemzug.(Stärkſte begei⸗ ſterte Zurufe.) Man möge ſich ja nicht durch jene Elemente eines anderen belehren laſſen, die ſchon in f die ſchlechteſten Propheten geweſen ind. Die partei führt das Reich politiſch, und die Wehrmacht verteidigt dieſes Reich militäriſch. Jede Inſtitution in dieſem hat ihre Kufgabe, und es gibt niemand an einer verantwortlichen Stelle in dieſem Staat, der daran zweifelt, daß der autori⸗ ſierte Führer dieſes RKeiches i ch bin und(großer Beifall und leidenſchaftliche Zuſtim⸗ mung) daß mir die Uation durch ihr Dertrauen das Mandat gegeben hat, ſie über⸗ all und an jeder Stelle zu vertreten. Und ſo wie die deutſche Wehrmacht dieſem Staat des Nationalſozialismus Treue und blindem Gehorſam ergeben iſt, ſo ſind dieſer nationalſozialiſtiſche Staat und ſeine führende Partei ſtolz und glücklich über unſere Wehrmacht. In ihr ſehen wir die Bekrönung einer den deutſchen Menſchen von Jugend auf in Bann haltenden nationalſozialiſtiſchen Erziehung. Was er in den politiſchen Organiſationen in ſeiner politiſchen und geiſtigen Haltung be⸗ in blinder kommt, wird hier ergänzt durch die Ausbildung und Erziehung zum Soldaten. 5 Ich kann in dieſer Stunde nicht anders, als jener Männer gedenken, die als Treuhänder der Wehrmacht, des Heeres, der Marine und der Luftwaffe mir geholfen haben, dieſes wunderbare Inſtrument aufzu⸗ bauen. Ich mußte den Wunſch des Generalfeldmar⸗ ſchalls von Blomberg, nach der Vollendung der erſten großen Aufbauarbeit ſeine angegviffene 525 Net? der eichsẽutobẽhnen Zzählt schon Tausende von Kilometern Geſundheit nunmehr nach all den Aufregungen in'einem privaten Leben zuſchonen, reſpektieren. Ich möchte aber an dieſer Stelle meinen und des deutſchen Volkes Dank ausſprechen für die ſo unendlich treue und loyale Arbeit dieſes Soldaten für das neue Reich und ſeine Wehrmacht. (Starker Beifall.) Sie wird als ſolche von der Geſchichte der Gründung dieſes Reiches hiſto⸗ riſch niemals mehr getrennt werden können. Dasſelbe gilt von der Tätigkeit und dem her⸗ vorragenden Wirken des Generaloberſten von Fritſch, und von all jenen, die im Zuge der Verjüngung unſeres politiſchen und militäri⸗ ſchen Führerkorps jüngeren politiſchen und mi⸗ litäriſchen Kräften ihre Plätze in vornehmſter Geſinnung zur Verfügung ſtellten.(Starker Beifall.) Uachſtrom junger Kräfte Wir wiſſen, was das Hunderttauſendmann⸗ Heer der früheren Reichswehr an Vor⸗ ausſetzungen für die ſo ſchnelle Wieder⸗ aufrüſtung der deutſchen Wehrmacht geſchaffen hat. Wir wiſſen aber auch, daß die neuen ge⸗ waltigen Aufgaben zu ihrer Bewältigung eines fortgeſetzten Nachſtroms junger Kräfte bedür⸗ fen. Und wir wiſſen vor allem, daß die Auf⸗ gaben der Zukunft eine ſtärkere Zuſam⸗ menfaſſung der politiſchen und mi⸗ litäriſchen Macht des Reiches erfor⸗ dern, als dies vielleicht früher nötig war. Wenn ich mich daher nach dem Weggang des General⸗ feldmarſchalls von Blomberg entſchloß, nunmehr meine Befehlsgewalt über die drei Wehrmachtsteile direkt auszuüben und das Wehrmachtsamt als Oberkommando der Wehr⸗ macht mir perſönlich zu unterſtellen, dann hoffe ich, daß wir dadurch zu jener Verſtärkung un⸗ ſerer militäriſchen Machtmittel in kürzeſter Zeit kommen werden, die die allgemeinen Zeitum⸗ ſtände heute angezeigt ſein laſſen.(Stürmiſcher, anhaltender Beifall.) Eine Verſicherung möchte ich vor dem deutſchen Volk als ſein von ihm gewählter Führer an dieſem Tage abgeben: So ſehr wir am Frieden hängen, ſo ſehr hängen wir an unſerer Ehre und an den un⸗ veräußerlichen Rechten unſeres Volkes. So ſehr ich für den Frieden eintrete, ſo ſehr aber werde ich auch dafür ſorgen, daß unſerem Volke nie⸗ mals mehr das Inſtrument geſchwächt oder gar genommen wird, das meiner Ueberzeugung nach allein geeignet iſt, in ſo unruhigen Zeit · läuften den Frieden am ſicherſten und am er⸗ folgreichſten zu bewahren! volk und hHeimat im Schutze der Wehr Und ſo ſehr ich der Welt die Verſicherung von der aufrichtigen und tiefen Friedens⸗ liebe des deutſchen Volkes übermitteln Der Führer besichtigt das Modell der Volks- wagenfabrik Weltbild(MI) kann, ebenſowenig aber möchte ich einen Zweifel daran laſſen, daß dieſe Friedens⸗ liebe weder mit ſchwächlichem Derzicht noch gar mit ehrloſer Feigheit etwas zu tun hat. Sollte jemals internationale Hetze und Brunnenvergiftung den Frieden unſeres Reiches brechen, werden Stahl und Eiſen das deutſche bolk und die deutſche Heima⸗ unter ihren Schutz nehmen! Und die welt würde dann blitzſchnell ſehen, wie ſehr dieſes Reich, Dolk, Partei und Wehrmacht von einem Geiſt erfüllt und in einem Willen fanatiſiert ſind!(Ceiden⸗ ſchaftliche Zuſtimmungskundgebungen.) 2 „Hoken! Es Im übrig ehrenhafte d leumdungen beſonders in nicht notwer unter den J. ſchen: Wahrl logene, min betrüger um eine Sorte v Beifall.) Sie haben eines gewalt ſoeben geſehe nalſozialiſtiſc rung der Par Leiſtung zwi Zukunft. Das wirtſc iſt Ihnen bel deren Weg, gerung ur Erträgniſſe. einem hohen Welt ſtatt vo ragenden würde, müßt ſein. Denn j anſprüche ein ſeine Sehnſu gibt die Mö bringen, die! Lebensſtanda Unſere wir nicht, weil in mus regiert, dem Quadra jene großen ſind wie and einen Mang ſitzen. 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Sie haben, meine Parteigenoſſen, das Bild eines gewaltigen geſchichtlichen Aufſchwunges ſoeben geſehen, der Deutſchland durch die natio⸗ nalſozialiſtiſche Revolution und durch die Füh⸗ rung der Partei zuteil wurde. Die Größe dieſer Leiſtung zwingt aber auch zur Sorge für die Zukunft. Das wirtſchaftliche n dieſer Zukunft iſt Ihnen bekannt. Es gibt für uns keinen an⸗ deren Weg, als den einer größten Stei⸗ gerung unſerer Arbeit und damit ihrer Erträgniſſe. Das deutſche Volk iſt ein Volk mit einem hohen Lebensanſpruch. Wenn die übrige Welt ſtatt von Journaliſten nur von über⸗ ragenden Staatsmännern beeinflußt würde, müßte ſie für dieſe Tatſache dankbar ſein. Denn je größer die Lebens⸗ und Kultur⸗ anſprüche eines Volkes ſind, deſto größer wird ſeine Sehnſucht nach Frieden ſein. Er allein gibt die Möglichkeit, jene Leiſtungen zu voll⸗ bringen, die den Anforderungen eines ſo hohen Lebensſtandards zu genügen vermögen. Unſere wirtſchaftliche Lage iſt ſchwer. Allein nicht, weil in Deutſchland der Nationalſozialis⸗ mus regiert, ſondern weil 140 Menſchen auf dem Quadratkilometer leben, weil uns nicht jene großen Natur⸗ und Bodenſchätze gegeben ſind wie anderen Völkern, weil wir vor allem einen Mangelan fruchtbarer Erde be⸗ ſitzen. Würde ſich heute Großbritannien plötzlich auflöſen und England nur auf ſeinen eigenen Lebensraum angewieſen ſein, dann hätte man vielleicht dort ſofort mehr Verſtändnis für die Schwere der wirtſchaftlichen Aufgaben, die uns geſtellt ſind(Beifall). Daß und wie Deutſchland mit dieſen Problemen fertig wurde, iſt an ſich ein Wunder und ein Grund für uns alle, darauf wahrhaft ſtolz zu ſein. Wenn ein Volk, das über keinerlei Goldreſerven und Deviſen verfüat, und zwar nicht deshalb, weil hier der Nationalſozia⸗ lismus regiert, ſondern weil der nicht national⸗ ſozialiſtiſche, demokratiſch⸗parlamentariſche Staat gierigen Welt ausgeplündert wurde, wenn alſo ein Volk, das 140 Menſchen auf dem Quadrat⸗ kilometer zu ernähren hat und keinerlei koloniale Ergänzung beſitzt, wenn ein Volk, dem es an zahlreichen Rohſtoffen fehlt und das weder die Möglichkeit beſitzt noch willens iſt, durch Kredite ein Schwindeldaſein zu führen, wenn ein ſol⸗ ches Volk in fünf Jahren ſeine Arbeitsloſen⸗ zahl auf nichts vermindert, ſeinen Lebensſtan⸗ dard nicht nur hält, ſondern ſogar verbeſſert, und dies alles aus eigener Kraft, wenn ein Volk ein ſolches Wunder zuwege bringt, dann ſollten Vor allem aber nehmen Sie mein tiefwurzeln⸗ des Mifttrauen gegenüber allen ſogenannten Konferenzen entgegen, die für ihre Teilnehmer vielleicht anregende Stunden intereſſanter Ge⸗ ſpräche ſind, für die hoffende Menſchheit aber meiſtens nur zu Enttäuſchungen führen.(Stür · miſcher Beifall.) Sie werden mir zugeben, daß wenn mein Programm im Jahre 1933 etwa gelautet hätte, abzuwarten, bis durch eine internationale Weltwirtſchaftskonferenz die Hilfe kommt, Deutſchland heute vermutlich 15 Millionen Er⸗ werbsloſe haben würde, ſofern wir nicht ſchon überhaupt im bolſchewiſtiſchen Chaos unter⸗ gegangen wären! verſailles und Genf Ich kann auch nicht zugeben, daß beſtimm⸗ te natürliche Forderungen mit politi⸗ ſchen Geſchäften verknüpft werden, die damit nichts zu tun haben. Es tauchen in letzter Zeit immer wieder Meldungen auf, Deutſchland ſtehe im Begriff, ſeine Anſchauung über einen eventuellen Wiedereintritt in den Völkerbund einer Reviſion zu un⸗ terziehen.(Heiterkeit.) Auch auf die Gefahr hin, daß der ebenſo begriffsſtutzige, wie indolente Journalismus unſerer demokratiſchen Welt⸗ preſſe dies bis morgen wieder vergeſſen haben wird, möchte ich doch noch einmal folgendes er⸗ klären: Im Jahre 1919 wurde einigen Völkern ein Friedensvertrag aufgezwungen, der die gewalttätigſten Eingriffe in Volksge⸗ meinſchaften und Beſitzrechte mit ſich brachte, die bisher denkbar erſchienen. Dieſe Vergewal⸗ gung nationaler und wirtſchaftlicher Lebens⸗ ſchickſale und Lebensgemeinſchaften der Völker nd ſtatt unter einem Dunſt morali⸗ ierender Phraſen, die vielleiche geeignet en, das ſchlechte Gewiſſen der Täter zu be⸗ higen, auf die Betroffenen aber nur wie ein vorher fünfzehn Jahre lang von einer beute⸗ wenigſtens alle jene ſchweigen, die es trotz größz⸗ ter wirtſchaftlicher Vorausſetzungen kaum fertig ⸗ bringen, ihre eigenen Erwerbsloſenprobleme zu löſen.(Große Beifallskundgebungen.) Es wird auch in der Zukunft unſere Aufgabe ſein, das deutſche Volk vor allen Illuſionen zu bewahren. Die ſchlimmſte Illuſion iſt aber im⸗ mer die, zu glauben, daß man etwas verleben kann, was vorher nicht durch Arbeit geſchaffen und produziert wurde. Mit anderen Worten: Es wird auch in der Zukunft unſere Pflicht ſein, jedem einzelnen Deutſchen in Stadt und Land klarzumachen, daß der Wert ſeiner Arbeit ſtets gleich ſein muß ſeinem Lohn. Das heißt: Der Bauer kann für ſeine Landprodukte nur das bekommen, was der Städter vorher er⸗ arbeitet hat, und der Städter kann nur erhalten, was der Bauer ſeinem Boden abrang, und alle uſtteneinanven können nur austauſchen, was ſie produzieren, und das Geld kann dabei nur die Mittlerrolle ſpielen. Es trägt keinen eigenen Gebrauchswert in ſich. Jede Mark, die in Deutſchland mehr be⸗ zahlt wird, ſetzt voraus, daß um eine Mark mehr gearbeitet wurde. Anſonſten iſt dieſe Mark ein leeres Stück Papier, das keine Kaufkraft be⸗ ſitzt. Wir aber wollen, daß unſere deutſche Reichsmark ein ehrlicher Schein bleibt, eine ehr⸗ liche Anweiſung für das Produkt einer von einem anderen ebenſo ehrlich geleiſteten Arbeit. Dies iſt die wahre, weil einzige und wirkliche Deckung einer Währung, Dadurch haben wir es ermöglicht, ohne Geld und ohne Deviſen den Wert der deutſchen Mark zu erhalten und haben damit auch den Wert unſerer Sparguthaben ſichergeſtellt, zu einer Zeit, da jene Länder, die von Gold und Deviſen überlaufen, ihre Wäh⸗ rungen ſelbſt entwerten mußten! VUervollkommnete frbeitsmethoden Schon der Geburtenſegen wird uns zwingen, durch Erhöhung unſerer Produktion das er⸗ höhte Aufkommen für die Geſamtheit ſicherzu⸗ ſtellen. Wir haben uns nun in den Jahren 1933/34 gezwungen geſehen, die deutſche Ar⸗ beitskraft, um ſie überhaupt erſt einmal zur Wirkung zu bringen, nicht ſelten in primitivſter Form anzuſetzen. Spaten und Schaufel waren in dieſen Jahren die Werkzeuge für viele Hun⸗ derttauſende deutſcher Männer. Mit der ſteigen⸗ den Inbetriebſetzung unſeres wirtſchaftlichen Lebens erfolgte eine langſame Uanſtellung auch in unſeren Arbeitsmethoden. Heute leidet Deutſchland an einem Mangel an gelern⸗ ten Arbeitskräften. Die Arbeitsloſigkeit als ſolche iſt ſo gut wie reſtlos beſeitigt. Wir treten nunmehr in eine neue Phaſe unſerer nationalen Produktion. Jetztiſtes die Aufgabe, die primiti⸗ ven Arbeitsmethoden langſam zu erſetzen durch verbeſſerte, vor allem techniſch vervollkommneie. Es muß unſer Ziel ſein, den hochwertigen deut⸗ ſchen Arbeiter immer mehr von der primitiven Arbeit wegzuziehen und einer hochwertigen Tä⸗ tigkeit zuzuführen. Die primitivſte Arbeit aber wollen wir dann der durch die hochwertige Ar⸗ beit geſchaffenen Maſchine überlaſſen! mehr flebeitskraft für das Cand Es iſt dabei aber notwendig, dafür zu ſor⸗ gen, daß unſer flaches Land, bei dem dieſo Umſtellung zur Maſchine nur bedingt und all⸗ mählich möglich iſt, nicht von Arbeitskräften entblößt wird. Allein auch dies wird am ehe⸗ ſten dadurch erreicht, daß durch die allgemeine Vervollkommnung unſerer Arbeitsmethoden dem Mangel der Arbeitskraft im geſamten auf natürliche Weiſe begegnet wird und damit das Abfließen primitivſter Arbeitskräfte vom fla⸗ chen Land mit Recht geſtoppt werden kann. In wenigen Sätzen ein Programm, das allerdings Jahre zur Verwirklichung benötigt, allein wie alle nationalſozialiſtiſchen Vor⸗ haben am Ende auch ſeine Verwirklichung er⸗ fahren wird. Die Forderung nach dem kolonialen Beſitz Was immer wir aber auch durch eine ſolche Steigerung der deutſchen Produktion erreichen, es kann die Unmöglichkeit der deut⸗ ſchen Raumzumeſſung dadurch nicht be⸗ ſeitigt werden. Es wird daher von Jahr zu Jahr ſtärker die Forderung nach jenem kolonia⸗ len Beſitz ertönen, den Deutſchland einſt nicht Mißtrauen gegen unnitze ſchlechter Witz wirken konnten.(Beifall.) Nach⸗ dem durch einen ſolchen Gewaltakt eine ebenſo gründliche wie einſchneidende Veränderung der Weltkarte in territorialer und bevölkerungs⸗ politiſcher Hinſicht vorgenommen worden war, wurde ein Völkerbund gegründet, deſſen Aufgabe es nun ſein ſollte, dieſe wahn⸗ witzigen unvernünftigen Handlungen als einen endgültigen Abſchluß der politiſchen und wirt⸗ ſchaftlichen Entwicklung der Völker feſtzulegen und ſeine Ergebniſſe als die ewige und unver⸗ „änderliche Grundlage des Lebens und der Grenzen der menſchlichen Gemeinſchaften auf dieſem Planeten zu fixieren. In Zukunft ſollte es verboten ſein, durch Gewalt an dem zu rütteln, was in der Vergangenheit durch Gewalt entſtanden war. Um aber das Unſinnige einer ſolchen haar⸗ ſträubenden Vergewaltigung der Menſchheit etwas zu mildern, wurde wenigſtens noch offen⸗ gelaſſen, daß Korrekturen dieſes durch die Ge⸗ walt von Jahrtauſenden entſtandenen Zuſtan⸗ des in Zukunft auf dem Wege des Rechtes, alſo der Einſicht, erfolgen ſollten. Dieſe etwas ſchwierige Aufgabe wurde dann dem Völkerbund ſonebenbei zuge⸗ wieſen. Deutſchland ſelbſt hatte zunächſt überhaupt kein Recht, in dieſe erhabene Gemeinſchaft der moraliſchen Verteidigung früherer Gewalttaten einzutreten, ſondern erhielt dieſe gnädige Er⸗ laubnis erſt unter dem unvergeßlichen Reichs⸗ kanzler Guſtav Streſemann. Sie wiſſen, meine Abgeordneten, wie ſehr nun dieſe In⸗ ſtitution verſagt hat. Sie war weder ein Völkerbund, denn es fehlten ihr von Anfang und durch ſpäteren Austritt zwei der gewal⸗ tigſten Weltmächte, noch war ſie eine Inſtitu⸗ tion des Rechtes, oder, wie man heute immer mit eiſerner Stirn behaupten will, der Prin⸗ zipien des Rechts, ſie war eine Inſtitution zur Aufrechterhaltung eines aus tauſendjährigem Unrecht entſtandenen Zuſtandes. Denn: Ent⸗ anderen Mächten weggenommen hat, und der für dieſe Müchte heute ſachlich ⸗ſo gut als wert⸗ los iſt, für unſer eigenes Volk aber unentbehr⸗ lich erſcheint.(Brauſender Beifall.) Ich möchte mich hier gegen die Hoffnung wenden, einen ſolchen Anſpruch uns etwa durch Kredite abdingen zu können. Wir wünſchen nicht Kredite, ſondern Lebensgrund⸗ lagen, die es uns ermöglichen, durch eigenen Fleiß die Exiſtenz der Nation ſicherzuſtellen. (Beifall.) Wir wünſchen vor allem nicht naive Zuſicherungen, daß es uns geſtattet ſein ſoll, zu kaufen, was wir brauchen. Wir lehnen ſolche in unſerem Lande nur als Hohn empfundene Erklärungen einmal für immer ab. Es gibt kein weltwirtſchaftliches Rezept, das einen vol⸗ len Erſatz für die Möglichkeit einer intenſiven im eigenen Währungsbereich bieten ann. Sie werden, meine Abgeordneten, von mir nicht erwarten, daß ich zu einzelnen internatio⸗ nalen Plänen Stellung nehme, die augenblick⸗ lich das mehr oder weniger große Intereſſe ver⸗ ſchiedener Regierungen zu erregen ſcheinen. Sie ſind ungewiß und zu unklar, als daß ich mich dazu äußern könnte. fonferenzen weder iſt Gewalt Recht oder Gewalt iſt Un⸗ recht. Genf verteidigt einen Zuſtand des Unrechts Wenn Gewalt aber heute Unrecht iſt, dann war Gewalt auch früher Unrecht. Wenn alſo der bisherige Zuſtand der Welt aber ohne Zweifel durch Aktionen der Gewalt entſtanden iſt, dann iſt dieſer Zuſtand mithin ein Zuſtand, der durch Unrecht wurde. Es verteidigt daher der Völker⸗ bund auch keineswegs einen Zuſtand des Rechts, ſondern einen aus tauſendjährigem Unrecht ge⸗ borenen Zuſtand. Wir hören nun allerdings, daß dies anders werden ſoll. Wir vernehmen ſehr häufig, daß z. B. engliſche Politiker uns mit Freuden un⸗ ſeren kolonialen Beſitz zurückzugeben wünſchten, Es gibt nur eine flet von deutſchen offnierenl wenn ſie nur dabei nicht ſo ſehr unter dem Ge⸗ danken an das Unrecht und an die Gewalt, die dabei den Eingeborenen zugefügt werden wür⸗ den, litten. Nachdem im Jahre 1918 der Völ⸗ kerbund noch nicht beſtand, konnte man damals ja dieſe Gebiete ohne Einwilligung der Einge⸗ borenen den neuen Herren praktiſch überant⸗ worten ünd ſich dieſe Uebereignung durch den Völkerbund ſpäter moraliſch teſtieren laſſen. Allerdings wollte man den edlen Grundſatz, daß eine Kolonie nur dann jemandem gehören darf, wenn die Eingeborenen ihren ausdrück⸗ lichen Wunſch in dieſer Hinſicht äußerten, auf die Vergangenheit der kolonialen Erwerbungen ausdehnen, dann würden die kolonialen Beſttze unſerer Weltmächte vermutlich bedenklich zuſam ⸗ menſchrumpfen. Alle dieſe kolonialen Reiche ſind eben nicht durch Abſtimmungen, vor allem nicht durch de⸗ mokratiſche Abſtimmungen der dort lebenden Völker entſtanden, ſondern durch nackte und brutale Gewalt. Sie ſind heute ſelbſtverſtändlich unlösbare Beſtandteile der in Frage kommenden Staaten und bilden als ſolche einen Teil jener Welt⸗ ordnung, die uns beſonders von demokratiſchen Politikern immer als die„Weltordnung des Rechts“ bezeichnet wird. Jenes„Rechts“, das nun der Völkerbund in ſeinen Schutz zu neh⸗ men beauftragt iſt. Ich habe tiefes Verſtänd⸗ nis dafür, daß die Intereſſenten an dieſer Rechtsordnung im Völkerbund ein angenehmes moraliſches Forum ſehen für die Aufrechterhal⸗ tung und, wenn möglich, für die Verteidigung ihrer früher durch Gewalt zuſammengebrachten Beſitztümer. Ich habe nur kein Verſtändnis da⸗ für, daß der ſoeben ſelbſt durch einen Gewalt⸗ akt Beraubte ſeinerſeits an einer ſolchen illu⸗ ſtren Geſellſchaft teilnehmen ſoll.(Heiterkeit und lebhafte Beifallsrufe.) Inſtitution zur Derteidigung des Unrechts von Verſailles Und ich muß mich dagegen verwahren, daß daraus gefolgert wird, daß wir nicht für die Grundſätze des Rechts einzutreten bereit waren, weil wir nicht im bölker⸗ bund ſeien! Im Gegenteil: wir ſind nicht im bölkerbund, weil wir glauben, daß er nicht eine Inſtitution des Rechts, ſondern eher noch eine Einrichtung zur berteidi⸗ gung des Derſailler Unrechts iſt(langan⸗ haltende ſtürmiſche Zuſtimmung). Es kommen dazu aber auch noch eine Reihe weiterer ſachlicher Erwägungen. 1. Wir ſind aus dem Völkerbund einſt aus⸗ getreten, weil er uns getreu ſeiner ganzen Ge⸗ burt und Verpflichtung das Recht auf gleiche Rüſtung und damit gleiche Sicherheit verwei⸗ gerte. 2. Wir würden niemals mehr in ihn ein⸗ treten, weil wir nicht die Abſicht haben, uns an irgendeiner Stelle der Welt durch einen Mehr⸗ heitsbeſchluß des Völkerbundes für die Ver⸗ teidigung des Unrechts einſpannen zu laſſen. Und 3. glauben wir damit allen jenen Völkern einen Gefallen zu erweiſen, die das Unglück verleitet, zu glauben, auf den Völkerbund als einen Faktor wirklicher Hilfe bauen und ver⸗ trauen zu dürfen. Denn wir hätten es für richtiger gehalten, im Falle des Abeſſinienkrieges z. B. 1. mehr Ver⸗ ſtändnis für die italieniſchen Lebensnotwendig⸗ keiten aufzubringen und 2. weniger Hoffnun⸗ gen und vor allem weniger Verſprechungen an die Abeſſinier zu geben. Es würde dies vielleicht eine einfachere und vernünftigere Löſung des ganzen Problems er⸗ möglicht haben. Wir denken ja nicht darann 4. Wir denken aber überhaupt im Ernſtfall nicht daran, die deutſche Nation in Konflikte verwickeln zu laſſen, an denen ſie nicht ſelbſt intereſſiert iſt. Wir ſind nicht gewillt, für territoriale oder Wirtſchaftsintereſſen anderer einzutreten, ohne daß dabei auch nur der ge⸗ ringſte Nutzen für Deutſchland erſichtlich wäre. Im übrigen erwarten wir ſelbſt auch nicht von anderen Völkern eine ſolche Unterſtützung. Deulſchlands ſäßigung Deutſchland iſt entſchloſſen, ſich in ſeinen Intereſſen und in ſeinen Anſprüchen eine weiſe Beſchränkung aufzuerlegen. Sollten aber irgendwo deutſche Intereſſen ernſt⸗ lich auf dem Fpiele ſtehen, ſo wer⸗ den wir nicht erwarten, von einem bölkerbund jemals eine praktiſche Un⸗ terſtützung erhalten zu können, ſondern wir nehmen von vornherein an, daß wir uns der daraus entſtehenden Rufgaben ſelbſt zu unterziehen haben. Und es iſt gut, ſich darüber im klaren zu ſein, denn dies wird unſeren Wünſchen und hHoffnungen immer jene Mäßigung auferlegen, die wir auf Seite der kollektiv Beſchützten leider nur zu oft vermiſſen müſſen!(Tanganhal⸗ tende ſtürm. Zuſtimmungskundgebungen.) 5. Haben wir nicht die Abſicht, uns in Zu⸗ kunft von irgendeiner internationalen Einrich⸗ tung eine Haltung vorſchreiben zu laſſen, die, „Hakenkreuzbanner“ 15 Montag, 21. Februar 1938 indem ſie die offizielle Anerkennung unbeſtreit⸗ barer Tatſachen ausſchließt, weniger Aehnlich⸗ keit mit den Handlungen überlegter Menſchen als vielmehr mit den Gepflogenheiten eines bekannten großen Vogels beſitzt. Ein hundert⸗ jähriger Beſtand des Völkerbundes würde, da er ſelbſt erſichtlich unfähig iſt, geſchichtliche oder wirtſchaftliche Rotwendigkeiten zu begreifen und die daraus reſultierenden Forderungen zu erfüllen, umgekehrt aber die Intereſſen der Völ⸗ ker am Ende, ſoweit es ſich um ehr Sein oder Nichtſein handelt, ſtärker ſind als formaliſtiſche Erwägungen, zu einer komiſchen Weltlage führen. Denn im Jahre 2036 würden ſehr leicht neue Staaten entſtanden oder andere vergangen ſein, ohne daß eine Regiſtrierung dieſer neu einge⸗ tretenen Sachlage in Genf hätte ſtattfinden können.(Gelächter und Beifall.) Deutſchland hat einmal durch ſeine Mitglied⸗ ſchaft im Völkerbund ſich an einer ſolchen un⸗ vernünftigen Handlung beteiligen müſſen, es hat Gott ſei Lob und Dank infolge ſeines Aus⸗ tritts aus ihm in einem drohenden zweiten Fall der Vernunft und der Billigkeit entſprechend handeln können. Ich will Ihnen aber, meine Herren Abgeordneten, heute bekanntgeben, daß ich mich nunmehr entſchloſſen habe, auch im erſten Fall die notwendige geſchichtlich bedingte Korrektur vorzunehmen. Deutſchland wird Mand ſchukuo anerkennen.(Beifall) Wenn ich mich zu dieſem Schritt entſchließe, dann geſchieht es, um auch hier einen endgül⸗ tigen Strich zu ziehen zwiſchen einer Politik phantaſtiſcher Unverſtändlichkeiten und einer ſolchen der nüchternen Reſpektierung realer Tat⸗ ſachen. Ich will zuſammenfaſſend alſo noch einmal erklären, daß Deutſchland, und erſt recht nach dem Austritt Italiens aus dem Völkerbund, überhaupt nicht mehr daran denkt, jemals in dieſe Inſtitution zurückzukehren! ablehnung unüberſehbarer berpflichtungen Dies bedeutet nicht die Ablehnung einer Zuſammenarbeit mit anderen Mächten, im Gegenteil. Dies bedeutet nur die Gbleh⸗ nung von Verpflichtungen, die unüberſeh⸗ bar und in den meiſten Fällen auch uner⸗ füllbar ſind.(Ceidenſchaftl. Zuſtimmung.) Für die Zuſammenarbeit mit anderen Mäch⸗ ten hat Deutſchland viele, und wie wir glauben, wertvolle Beiträge geleiſtet. Das Reich iſt auch heute weder wirtſchaftlich noch politiſch als iſo⸗ liert anzuſehen. Wir ſehen im Bolſchewismus mehr noch als Deutſchland Daraus ergibt ſich auch unſer Verhältnis zu Japan. Ich kann mich nicht der Auffaſſung jener Politiker anſchließen, die glauben, der europäiſchen Welt einen Dienſt durch eine Schä⸗ digung Japans erweiſen zu können. Ich befürchte, daß eine japaniſche Niederlage in Oſtaſien niemals Europa oder Amerika zu⸗ gute käme, ſondern ausſchließlich dem bolſche⸗ wiſtiſchen Sowjetrußland. Ich halte China nicht für ſeeliſch oder materiell kräftig genug, um aus eigenem einem bolſchewiſtiſchen Anſturm ſtand⸗ halten zu können. Ich glaube aber, daß ſelbſt der größte Sieg Japans für die Kultur und den allgemeinen Frieden der Welt unendlich weniger gefährlich iſt, als es ein Sieg des Bolſchewismus ſein würde. Deutſchland hat mit Japan einen Vertrag zur Bekämpfung der Komintern⸗Beſtrebungen. Es beſaß zu China immer freundſchaftliche Beziehungen. Ich glaube, daß wir viel⸗ leicht am eheſten als wirklich neutrale Zuſchauer dieſes Dramas gelten können. Ich brauche nicht zu verſichern, daß wir alle den Wunſch haben und hatten, daß zwi⸗ ſchen den beiden großen oſtaſiati⸗ ſchen Völkern wieder ein Zuſtand der Beruhigung und endlich des Friedens eintreten möge. Allein wir glauben, daß es zu einem Frieden vielleicht längſt gekommen wäre, wenn nicht gewiſſe Kräfte genau ſo wie im Falle von Abeſſinien auch in Oſtaſien ihren Rat und vielleicht das Verſprechen moraliſcher Hilfeleiſtung zu ſehr in die Waagſchale der einen Seite gelegt hätten. Dieſer Stellungnahme konnte— wie die Dinge liegen— nur eine rein platoniſche Bedeutung zukommen. Wer jedoch am Ertrinken iſt, greift nach jedem Strohhalm. Es wäre beſſer geweſen, China auf den vollen Ernſt ſeiner Lage auf⸗ merkſam zu machen, ſtatt, wie ſo oft, den Völ⸗ kerbund als den ſicheren Garanten des Friedens und der Sicherheit zu zitieren! Japan— ein Element der Sicherheit Ganz gleichgültig, in welcher Zeit und wie die Ereigniſſe in Oſtaſien ihre endgültige Löſung finden werden, Deutſchland wird in ſeiner Ab⸗ wehrſtellung gegen den Kommunismus Japan ſtets als ein Element der Sicherheit betrachten früher die Inkarnation des menſchlichen Zer⸗ ſtörungsbetriebs. Wir machen für dieſe grauenhafte Ideologie der Vernichtung auch nicht das ruſſiſche Vollk als ſolches verantwortlich. Wir wiſſen: Es iſt eine kleine jüdiſch⸗intellektuelle Obenſchicht, die ein großes Volk in den Zuſtand dieſes Wahn⸗ witzes gebracht hat. Wenn ſich dieſe Lehre nun territorial auf Rußland begrenzen würde, ließe ſich auch darüber am Ende noch reden, denn Deutſchland hat nicht die Abſicht, dem ruſſiſchen Volk etwa Auffaſſungen unſeres Lebens auf⸗ zuzwingen. Leider aber verſucht der jüdiſch⸗internationale Bolſchewismus von ſeiner ſowjetiſtiſchen Zen ⸗ trale aus die Völker der Welt innerlich aus⸗ zuhöhlen, die Geſellſchaftsordnungen zum Ein⸗ ſturz zu bringen und das Chaos an die Stelle der Kultur zu ſetzen. Bolſchewiſtiſche Weltverhetzung Nicht wir ſuchen eine Berührung mit dem Bolſchewismus, ſondern er verſucht fortgeſetzt, die andere Menſchheit mit ſeinen Gedanken und Ideen zu verſeuchen und ſie damit in ein Unglück ungeheuerſten Ausmaßes zu ſtürzen. Und hier ſind wir unerbittliche Feinde. So wie wir im Inneren in Deutſchland ſelbſt die kom⸗ muniſtiſchen moskowitiſchen Verſuche erledig⸗ ten, ſo werden wir auch nicht von außen her Deutſchland durch die mate⸗ rielle Gewalt des Bolſchewismus vernichten laſſen! Wenn nun Großbritannien ſehr oft durch den Mund ſeiner verantwortlichen Staatsmänner verſichern läßt, daß es an der Aufrechterhaltung des Status quo in der Welt intereſſiert ſei, dann ſollte dies auch hier gelten. Eine deutliche Lehre Jede Bolſchewiſierung eines europäiſchen Landes bedeutet eine Verſchiebung dieſes Zu⸗ ſtandes. Denn dieſe bolſchewiſierten Gebiete ſind dann nicht mehr ſelbſtherrliche Staaten mit einem nationalen Eigenleben, ſondern Sektio⸗ nen der Moskauer Revolutionszentrale. Mir iſt es bekannt, daß Miſter Eden dieſe Auffaſſung nicht teilt. Herr Stalin teilt ſie und gibt das offen zu, und in meinen Augen iſt zur Zeit noch immer Herr Stalin perſönlich ein glaub⸗ würdigerer Kenner und Interpret bolſchewiſti⸗ ſcher Auffaſſungen und Abſichten als ein briti⸗ ſcher Miniſter!(Langanhaltender Beifall.) Wir ſtehen daher jedem Verſuch einer Ausbreitung des Bolſchewismus, ganz gleich, wo er auch ſtattfindet, mit Abſchen und dort, wo er uns ſelbſt bedroht, in Feindſchaft gegenüber! und Oſtaſien und werten, und zwar der Sicherung der menſch⸗ lichen Kultur. Denn es gibt für uns keinen Zweifel, daß ſelbſt der größte japaniſche Sieg die Kulturen der weißen Völker nicht im geringſten berühren wird, ebenſo aber auch keinen Zweifel darüber, daß etwa ein Sieg des Bolſchewismus gerade der heutigen tauſendjährigen Kultur der weißen Raſſen ein Ende bereiten würde!(Stürmiſche Zuſtimmung.) Ich möchte mich hierbei ſchärfſtens verwah⸗ ren gegen jene geiſtloſen Angriffe, die gegen Deutſchland den Vorwurf erheben, wir würden durch unſere Haltung im oſtaſiatiſchen Kon⸗ flitt gegen die Intereſſen der weißen Raſſen verſtoßen. So etwas in franzöſiſchen oder eng⸗ liſchen Zeitungen leſen zu müſſen, regt uns wahrhaftig nur zum Staunen an. Seltſame Zumutungen Daß ausgerechnet der wegen ſeines Raſſen⸗ ſtandpunktes ſo heftig bekämpfte nationalſozia⸗ liſtiſche Staat nun plötzlich die Ehre erhalten ſoll, für Raſſenideale, ſprich beſſer Raſſeninter⸗ eſſen, vom Leder zu ziehen, iſt auch ein Witz der Weltgeſchichte.(Heiterkeit.) Deutſchland hat in Oſtaſien keinerlei territoriale Intereſſen. Es hat den begreiflichen Wunſch, Handel und Ge⸗ Bei uns hertrscht dàs LeistungSPTinZip —— ſchäfte zu betreiben. Dies verpflichtet uns nicht, für die eine oder andere Seite Partei zu er⸗ greifen, wohl aber verpflichtet dies uns, zu er⸗ kennen, daß ein Sieg des Bolſchewismus auch hier die letzten Möglichkeiten vernichten würde. Im übrigen hatte Deutſchland einſt ſelbſt in Oſtaſien Beſitzungen. Es verhinderte dies ge⸗ wiſſe Mächte nicht, durch eine Koalition von Völkern weißer und gelber Raſſe das Deutſche Reich von dort zu vertreiben. Wir wünſchen heute wirklich nicht mehr eine Einladung zu erhalten, etwa nach Oſtaſien zurückzukehren! Das rote Jerſtörungswerk Ebenſo beſitzt Deutſchland keinerlei territo⸗ riale Intereſſen, die irgendwo Bezug haben könnten auf den furchtbaren Bürgerkrieg, der zur Zeit in Spanien tobt. Die Lage iſt dort ähnlich, wie wir ſie in Deutſchland ſelbſt ein⸗ mal erlebten. Der von Moskau aus perſonell und materiell inſpirierte und durchgeführte An⸗ griff gegen einen nationalen unabhängigen Staat führt zum Widerſtand der ſich nicht ab⸗ ſchlachten laſſen wollenden nationalen Bevöl⸗ kerung. Und genau wie in Deutſchland ſteht auch in dieſem Falle die demokratiſche Inter⸗ nationale auf ſeiten der bolſchewiſtiſchen Brandſtifter. Die deutſche Regierung würde in einer Bolſchewiſierung Spaniens nicht nur ein Element der Beunruhigung Europas, ſondern eine Störung des europäiſchen Gleichgewichts erblicken, denn ſo wie erſt dieſes Land zu einer Sektion der Mos⸗ kauer Zentrale werden würde, beſtände die Ge⸗ fahr einer weiteren Ausbreitung dieſer Seuche der Zerſtörung und Vernichtung mit Folgen, denen wir dann unter keinen Umſtänden gleich⸗ gültig gegenüberſtehen könnten. Wir ſind daher glücklich, daß unſere antibolſchewiſtiſche Ein⸗ ſtellung auch von einem dritten Staat noch ge⸗ teilt wird. Gemeinſame Front mit Italien Das deutſch⸗italieniſche Verhältnis baſiert auf dem Vorhandenſein gemeinſamer Lebens⸗ und Staatsauffaſſungen ſowie auf einer ge⸗ meinſamen Abwehr der uns bedrohenden inter⸗ nationalen Gefahren. Wie ſehr dieſe Empfin⸗ dung in Deutſchland Gemeingut des Volkes ge⸗ Die Luftschlifhalle für„LZ 130“ geht der Vollendung entgegen Nicht nur in Friedrichshafen, sondern auch in Frankfurt a. M. sind alle Hände beschäftigt, um die Fahrten des neuen Luitschiffes„LZ 130“ vorzubereiten. Die Luftschifthalle auf dem Frankfurter Flughafen, die das neue Heim für„LZ 130“ sein wird, ist im Stahlskelett fast völlig aufgerichtet. Die Verkleidung der Wände wird diesmal nicht mit leichtem Platten- material, sondern mit massivem Mauerwerk vorgenommen. Atlantic(M) worden iſt, wurde am ſchlagendſten erwieſen durch die freudige Begeiſterung, mit der der Schöpfer des faſchiſtiſchen Staates im Reiche begrüßt wurde. Eine Erkenntnis müßte allen europäiſchen Staatsmännern zu eigen ſein: Hätte Muſſolini im Jahre 1922 nicht durch den Sieg ſeiner faſchiſtiſchen Bewegung Ita⸗ lien erobert, dann würde dieſes Land vermut⸗ lich dem Bolſchewismus verfallen ſein. Die Folgen eines ſolchen Zuſammenbruches wären für die abendländiſche Kultur überhaupt nicht vorſtellbar. Schon der bloße Gedanke an eine ſolche Möglichkeit wirkt auf einen Mann mit hiſtoriſchem Blick und geſchichtlichem Ver⸗ antwortungsbewußtſein grauenhaft! Die Sym⸗ pathie, die Benito Muſſolini in Deutſchland genießt, gehört daher einer Erſcheinung von ſäkularem Ausmaß. Die Lage, in der ſich Italien befindet, iſt in mancher Hinſicht ähnlich der deutſchen. Es war unter ſolchen Umſtänden ſelbſtverſtändlich, daß wir, die wir unter einer gleichen Uebervölke⸗ rung zu leiden haben, Verſtändnis aufbringen für die Handlung eines Mannes und ſeines Regimes, die nicht gewillt waren, ein Volk den phantaſtiſchen Idealen des Völkerbundes zu⸗ liebe zugrundegehen zu laſſen, ſondern viel⸗ mehr entſchloſſen waren, es zu retten. Dies um ſo mehr, da ohne Zweifel dieſe ſcheinbaren Ideale des Völkerbundes ſich ohnehin zu ſehr decken mit den außerordentlichen realiſtiſchen Intereſſen ſeiner Hauptmächte. Deutſchland—ItalienJapan Auch im Spanienkoaflikt haben Deutſchland und Italien gleiche Auffaſſungen und daher auch eine gleiche Stellungnahme bezogen. Ihr Ziel iſt es, ein nationales Spanien in vollkommener Unabhängigkeit ſicherzuſtellen. Die deutſch⸗italieniſche Freundſchaft hat ſich aus beſtimmten Urſachen heraus allmählich zu einem Element der Stabiliſierung des europäiſchen Friedens entwickelt. Die Verbindung beider Staaten mit Japan ſtellt das gewaltigſte Hindernis für ein weite⸗ res Vordringen der ruſſiſch⸗bolſchewiſtiſchen Gewalt dar. Kein Gegenſatz zu Frankreich und England Es wurde in den letzten Jahren ſehr oft von Gegenſätzen zwiſchen Frankreich und England einerſeits und Deutſchland andererſeits ge⸗ redet und noch mehr geſchrieben. Es iſt mir im einzelnen nicht klar, worin dieſe Gegenſätze genauer ſubſtanziert liegen ſollen. Deutſchland hat in Europa, wie ich ſchon öfter als einmal betonte, an Frankreich keine territorialen For⸗ derungen mehr zu ſtellen. Mit der Rückkehr des Saargebiets hoffen wir, iſt die Periode franzöſiſch⸗-deutſcher territoria⸗ ler Auseinanderſetzungen end⸗ gültig abgeſchloſſen. Deutſchland hat auch mit England keinerlei Streitigkeiten, es ſeien denn unſere kolo⸗ nialen Wünſche. Es fehlt jedoch jeden Anhaltspunkt für einen auch nur igrendwie denkbar möglichen Konflikt. „aken! Das einzie Staaten ver geradezu hetze, die in „Freiheit d rung“ getriel nis dafür, Staatsmänn zu vernehme geſetzlichen 9 und der Ve Denn es han legenheiten, ſammenleben Und wir ſin gänge auf di nehmen. 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P.., dafür fen der Men Kräfte wach, d res Daſeins ve tem Leben gei ſen ausrüſten. Es war im wurde aufgelö äußeren Taten land vollbring macht das ret bensvoll in un danken, außerh mals fiel der Zeit noch freie die Geißel des wußten nicht v nur, daß es ar daß dort Deut wunderbarſten mgeſpaltene is nicht, zu er⸗ „ zu er⸗ us auch würde. elbſt in dies ge⸗ on von Deutſche ünſchen ung zu ren! K rwieſen der der Reiche te allen in: t durch ig Ita · vermut⸗ bruches erhaupt anke an Mann m Ver⸗ e Sym⸗ tſchland ng von t, iſt in Es war ich, daß ervölke⸗ bringen ſeines Zolk den des zu⸗ rn viel⸗ Dies inbaren zu ſehr iſtiſchen tſchland daher n. Ihr ien in len. Die ch aus lich zu rung twickelt. Japan weite⸗ iſtiſchen ngland oft von öngland ts ge⸗ iſt mir genſätze tſchland einmal en For⸗ tückkehr Periode oria⸗ end⸗ einerlei kolo⸗ h jeden rendwie ——— bais ailMAk iluid Me Montag, 21. Februar 1938 Das einzige, was das Zuſammenleben dieſer Staaten vergiftet und damit belaſtet, iſt e i ne geradezu unerträgliche Preſſe⸗ hetze, die in dieſen Ländern unter dem Motto: „Freiheit der perſönlichen Meinungsäuße⸗ rung“ getrieben wird. Ich habe kein Verſtänd⸗ nis dafür, aus dem Munde ausländiſcher Staatsmänner und Diplomaten immer wieder zu vernehmen, daß in dieſen Ländern keine Fgeſetzlichen Möglichteiten beſtünden, der Lüge und der Verleumdung ein Ende zu bereiten. Denn es handelt ſich hier nicht um Privatange⸗ legenheiten, ſondern um Probleme des Zu⸗ ſammenlebens von Völkern und von Staaten. Und wir ſind nicht in der Lage, dieſe Vor⸗ gänge auf die Dauer auf die leichte Schulter zu nehmen. Wir können auch nicht vor den Fol⸗ gen dieſer Hetze die Augen verſchließen, Denn es könnte ſonſt nur zu leicht ſein, daß in ge⸗ wiſſen Ländern durch niederträchtige inter⸗ nationale Lügenfabrikanten ein ſo ſtarker Haß Was ſoll man dazu ſagen, wenn Reuter An⸗ ffe auf mein Leben erfindet und in engli⸗ ſchen Zeitungen von ungeheuren Verhaftungen in Deutſchland geredet wird, von Schließung von deutſchen Grenzen gegenüber der Schweiz, Belgien, Frankreich uſw. wenn wieder andere Zeitungen berichten, daß der Kronprinz aus Deutſchland geflohen ſei oder daß ein militäri⸗ ſcher Putſch in Deutſchland geweſen wäre, daß man deutſche Generale gefangengenommen hätte und umgekehrt wieder deutſche Generale mit Regimentern vor die Reichskanzlei gezogen ſeien, daß zwiſchen Himmler und Göring ein Streit über die Judenfrage ausgebrochen ſei und ich mich deshalb in einer ſchwierigen Lage befände, oder daß ein deutſcher General durch Vertrauensleute Fühlung mit Dala⸗ dier genommen habe, daß in Stolp ein Regi⸗ ment gemeutert hätte, daß 2000 Offiziere aus der Armee ausgeſtoßen worden ſind, daß die geſamte deutſche Induſtrie ſoeben ihre Mobil⸗ machungsordre für den Krieg erhielt, daß zwi⸗ ſchen der Regierung der Privatinduſtrie ſchärfſte Gegenſätze beſtehen, daß 20 deutſche Offiziere und drei Generäle nach Salzburg geflohen wä⸗ ren, daß 14 Generäle mit der Leiche Ludendorffs nach Prag geflüchtet ſeien(ſchallende Heiterkeit) und daß ich keine Stimme mehr beſäße, ſo daß der umſichtige Dr. Goebbels ſoeben Umſchau halte nach einem Mann, der meine Stimme zu imitieren in der Lage ſei(erneut ſtürmiſche Hei⸗ terkeit!!), um mich in Zukunft von Platten ſpre⸗ chen zu laſſen. Ich nehme an, daß dieſer jour⸗ naliſtiſche Wahrheitsfanatiker morgen entweder die Identität meiner Perſon am heutigen Tage beſtreitet oder behaupten wird, ich hätte nur Geſten gemacht, während hinter mir der Herr Reichspropagandaminiſter das Grammophon bediente(erneute Heiterkeit) uſw. uſw. Seltſame„Freiheiten“ Miſter Eden hat neulich in einer Rede von den verſchiedenen Freiheiten ſeines Landes ge⸗ Die Hüter des Grals Zu dem Roman Grigol Robakidſes Wer„Die gemordete Seele“, den letzten Ro⸗ man Robakidſes geleſen hat, der wird mit gro⸗ ber Freude und Erwartung an dies neue Buch von ihm gehen. Denn noch leben die Bilder der letzterſchienenen Dichtung in uns, obwohl uns ſchon vier Jahre von ihrem Erſcheinen trennen, und die uns ſeither begleitende Hoffnung, daß der Dichter der gemordeten Seele noch Entſchei⸗ dendes zu ſagen habe, wird in„Die Hüter des Grals“(Eugen⸗Diederichs⸗Verlag, Jena) über⸗ raſchend und beglückend erfüllt. Das tiefſte Gefühl der Dankbarkeit, wie es überhaupt nur einem Dichter gegenüber emp⸗ funden werden kann, beſeelt mich, wenn ich mich bemühe, etwas von dem Eindruck wieder⸗ zugeben, der ſeit der Lektüre dieſes Buches an mir ſchafft. Um das Ende vorwegzunehmen, dieſe Dichtung iſt ein Sieg des Geiſtes und der Seele über die völkermordende Gewalt des Bolſchewismus. Sie verweilt nicht lange bei den grauenerregenden Vorgängen des Maſſen⸗ mordes und den inquiſitoriſchen Methoden der G. P.., dafür aber ſteigt ſie in die letzten Tie⸗ fen der Menſchheitsgeſchichte und ruft die Kräfte wach, die uns mit den Urſtrömen unſe⸗ res Daſeins verbinden und die uns, zu bewuß⸗ tem Leben geworden, mit unbeſiegbaren Waf⸗ ſen ausrüſten. Es war im Jahre 1920. Unſer Freikorps wurde aufgelöſt. Wir jungen Menſchen, die an äußeren Taten nichts mehr für unſer Vater⸗ land vollbringen konnten, aber aus der Ohn⸗ macht das retten wollten, was dennoch glau⸗ bensvoll in uns lebte, trugen uns mit dem Ge⸗ danken, außerhalb Deutſchlands zu ſiedeln. Da⸗ mals fiel der Name Georgien. Es war zu der Zeit noch freier Staat, erſt 1921 geriet es unter die Geißel des ruſſiſchen Bolſchewismus. Wir wußten nicht viel von dieſem ſagenhaften Lande, nur, daß es am Südhange des Kaukaſus liegt, aß dort Deutſche leben und die Sonne die underbarſten Früchte reifen läßt. Aber unſere Gläubigkeit hatte Traumbilder Die unerhörte pre ehetze iſt eine Gefahr für den Frieden der Welt gegen unſer Land entwickelt wird, daß dort all⸗ mählich eine offene feindſelihe Stimmung gegen uns entſteht, der vom deutſchen Volk dann nicht mit der notwendigen Widerſtandskraft begeg⸗ net werden könnte, weil ihm ſelbſt durch die Art unſerer Preſſepolitik jede Feindſeligkeit gegenüber dieſen Völkern fehlt. Und dies iſt eine Gefahr. Und zwar eine Gefahr für den Frieden. Ich bin deshalb auch nicht mehr gewillt, die zügelloſe Methode einer fortgeſetzten Begeiferung und Beſchimpfung unſeres Landes und unſeres Volkes unwider⸗ ſprochen hinzunehmen. Wir werden von jetzt ab antworten, und zwar mit nationalſozialiſti⸗ ſcher Gründlichkeit antworten. Was allein in den letzten Wochen an gerade⸗ zu irrſinnigen, dummen und dreiſten Behaup⸗ tungen über Deutſchland ausgeſtreut wurde, iſt einfach empörend. Das Reuterbüro erſindet Märchen ſchwärmt. Es iſt nur eine beſondere Freiheit darunter vergeſſen worden, die Freiheit näm⸗ lich für Journaliſten, unbeanſtandet und unbe⸗ grenzt andere Völker, ihre Einrichtungen, Män⸗ ner und Regierungen beſchimpfen und verleum⸗ den zu dürfen! Allerdings könnte man ſagen: Das iſt ja alles zu dumm, um erſt genommen zu werden. Denn endlich ſehen es doch Millionen von Ausländern in Deutſchland, daß daran kein wahres Wort iſt. Denn zum Unterſchied gegenüber dem ſowjet⸗ ruſſiſchen Völkerbundsmitglied, das in ſeinem Lande alle Fremden entfernt und ſogar die Kon⸗ ſulate ſchließt, kann in Deutſchland jeder in voller Freiheit an Ort und Stelle ſeine Erfah⸗ rungen ſammeln. Schwere Belaſtung internationaler Beziehungen Allein auf die Dauer iſt dies doch eine ſchwere Belaſtung internationaler Beziehungen. Ich will gerne feſtſtellen, daß ein Teil der aus⸗ ländiſchen Preſſe ſich an dieſen niederträchtigen Angriffen gegen die Ehre anderer Völker nicht beteiligt. Allein der Schaden, der durch eine ſolche Hetzkampagne angerichtet wird, iſt trotz ⸗ dem ſo groß, daß wir von jetzt ab nicht mehr gewillt ſind, dies ohne ſtärkſten Widerſpruch noch länger hinzunehmen. Beſonders ſchlimm wird dieſes Verbrechen aber dann, wenn es ſich erſichtlich das Ziel geſetzt hat, die Völker in einen Krieg zu treiben. Und ich darf hier nu auf ein paar Tatſachen hinweiſen. Ich erinnere Sie, meine Abgeordneten, wie im vergangenen Zahre plötzlich gelogen wurde, Deutſchland hätte 20 000 Mann in Marokko ge⸗ landet. Es war ein Glück, daß dieſe infame Fälſchung ſofort widerlegt werden konnte. Allein, was würde wohl geſchehen, wenn einmal eine ſolche Widerlegung in der notwendigen kurzen Zeit nicht gelingen könnte? In die Reihe dieſer Kapitalverbrechen ge⸗ hören auch die Behauptungen, daß Deutſchland und Italien ſich geeinigt hätten, Spanien auf⸗ zuteilen oder eine ganz junge niederträchtige Fälſchung, daß Deutſchland und Japan eine Abmachung getroffen hätten den nieder⸗ ländiſchen Kolonialbeſitz ſich gemeinſam anzu⸗ eignen. Kann man hier noch von einem ehr⸗ baren Gewerbe ſprechen oder kann kann man noch von einer Freiheit reden, die es ſolchen internationalen Verbrechern ermöglicht, die Welt fortgeſetzt in Unruhe zu verſetzen? Brunnenvergiftung übelſter flet Sind dies nicht Kriegsanſtifter und Kriegs⸗ hetzer ſchlimmſter Art? Die britiſche Regierung wünſcht Rüſtungsbegrenzungen oder ein Ver⸗ bot des Bombenabwurfes. Ich habe das einſt ſelbſt vorgeſchlagen. Allein ich ſchlug damals auch ſchon vor, daß es das Wichtigſte ſei, die Vergiftung der öffentlichen Meinung der Welt durch niederträchtige Preſſeartikel zu ver⸗ hindern. Was unſere Sympathie— wenn es irgend möglich wäre— für Italien noch verſtärkt hat, iſt die Tatſache, daß dort Staatsführung und Preſſepolitik einen Weg be⸗ ſchreiten, daß nicht die Staatsfüh⸗ rung von Verſtändigung redet und die Preſſe eine entgegengeſetzte Hetze betreibt! In dieſes Kapitel der Störung der in⸗ ternationalen Beziehungen gehört von jenem„Thule“ empfangen, deren Wirklich⸗ keit heute„Die Hüter des Grals“ beſtätigen. Es war unſere Sehnſucht nach dem Mythiſchen, nach dem, was hinter den Dingen die ſchöpfe⸗ riſche Einheit bildet und unwandelbar die Quellen des Ewigen ſpeiſt, was uns zum Auf⸗ bruch bewegen wollte. Die Geſchichte war da⸗ mals ſchneller. Aber heute kommt das Geſuchte zu uns, ein Dichter hat es gerettet und ſchenkt es als Ver⸗ mächtnis unſerem Volke. Georgien, ein uraltes Kulturland, der Sage nach bekannt durch Pro⸗ metheus und die Arche Noah, hat in den vielen wechſelvollen Kämpfen gegen fremde Eroberer eine Ritterſchaft gebildet, die ſich um den georgiſchen Gral verſammelte. Das Chriſten⸗ tum kam auch nach Georgien, aber es verdrängte nicht wie in anderer Gegend das einheimiſche Götterbild, ſondern ging in dem Sonnenkult des Landes auf. So blieb die georgiſche Volks⸗ ſeele davor bewahrt, den Anſchluß an die alte Naturreligion und den Mythos ſuchen zu müſ⸗ ſen. Das zeigt ſich deutlich in ihrem Grals⸗ bilde. Ein Weinrebenkreuz, umwickelt mit dem Haar der heiligen Nino, läßt bei einem Ein⸗ bruch der Araber im Augenblick der höchſten Gefahr drei goldene Trauben entſprießen, als es ein kleines unſchuldvolles Mädchen berührt. Dies Wunder ſtärkt die Helden, Georgien wird gerettet. Sie haben den Saft der Trauben in einer Schale aufgefangen und geben ſie als Ver⸗ mächtnis weiter an die kommenden Geſchlechter. Hier iſt alſo die Euchariſtie auch irdiſche Wirk⸗ lichkeit und lebt in der alten Bilderwelt der Georgier. Die berufen waren, den Gral zu hü⸗ ten, mußten auch mit der Sonne vermählt ſein, alſo mit dem verbunden ſein, was durch Jahr⸗ leb als unveränderter Kult mit ihnen ebte. Auch in der georgiſchen Sprache iſt das Alte, die Logoskraft erhalten. Robakidſe gibt manche beglückende Deutung. Mit Wort wird im Ge⸗ orgiſchen gleichzeitig ausgedrückt: Wort, Ge⸗ fangenſchaft und Begattung. Es lebt alſo noch iene Urweisheit und Urkraft, mit der ein Menſch durch das Wort in Bann geſchlagen und bezeugt werden kann. Aufſchlußreich iſt, auch die Anmaßung, Briefe an ein fremdes Staatsoberhaupt zu ſchreiben mit dem Erſuchen um Auskünfte über Gerichts⸗Ur⸗ teiſle. Ich empfehle den Abgeordneten des eng⸗ liſchen Unterhauſes, ſich um die Urteile briti⸗ ſcher Kriegsgerichte in Jeruſalem zu kümmern und nicht um die Urteile deutſcher Vollsgerichts⸗ höfe.(Starker Beifall.) Das Intereſſe für deut⸗ ſche Landesverrüter kann uns vielleicht verſtünd⸗ lich ſein, allein es hilft nicht mit, die Beziehun⸗ gen zwiſchen England und Deutſchland zu ver⸗ beſſern. Im übrigen möge ſich niemand einbilden, durch ſo taktloſe Einmiſchungen auf deutſche Gerichte oder auf den deutſchen Strafvollzug eine Wirkung ausüben zu können. Ich würde jedenfalls nicht erlauben, daß ſich Abgeordnete des Deutſchen Reichstags um Angelegenheiten der engliſchen Juſtiz bekümmern. Die In⸗ daß Robakidſe ſich Goethe zum Freunde er⸗ wählt hat. Sein Schöpfertum, das ſich heute, vielleicht zum erſten Male, als urdeutſches vor uns hinzuſtellen beginnt, iſt frei von allen Dogmen und jenſeits der Spaltung von Natur⸗ religion und Chriſtentum durch die reine An⸗ ſchauung den Weg vorangegangen, der uns heimbringen kann. Der georgiſche Gral iſt wieder gerettet. Er wurde mit Blut und Leben vor dem Zugriff der Bolſchewiſten, die die Welt ihres Schöp⸗ fungsſchleiers berauben und das Geheiennis ſprengen wollen, verteidigt und liegt vergraben in georgiſcher Erde, Aber die Zahl ſeiner Hü⸗ ter wird wachſen und ſein Bild und ſeine Ge⸗ ſchichte als Mythos allen Kämpfenden Kraft geben. Gerhard Uhde. Tagung des Kulturkreises der SA Anſprache des Stabschefs Am Todestage Horſt Weſſels verſammelt ſich auch in dieſem Jahre der Kulturkreis der S A. Die Tagung, die in der Reichs⸗ hauptſtadt durchgeführt wird und an der auch die Referenten für Weltanſchauung und kul⸗ turelle Dienſtgeſtaltung der Gruppen der SA teilnehmen werden, findet vom 22. bis 24. Februar ſtatt. Sie wird am Abend des 22. Februar mit einer Feierſtunde im Theater am Horſt⸗Weſſel⸗Platz eröffnet, die das Thema:„Aus unſerem Schaffen“ trägt und in derxen Verlauf Standarxtenführer Schumann, Standartenführer Pauſt, Sturmhauptführer Lembeck und Sturmhauptführer Böhme aus ihren Werken leſen werden, Am Vormittag des 23. Februar, an dem die Tagungsteilnehmer ſich zur Kranznieder⸗ legung am Grabe Horſt Weſſels verſam⸗ meln, findet anſchließend ein Empfang des Fh41? es durch Reichsleiter Alfred Roſenberg ſtatt. Die eigentliche Arbeitstagung am Nachmittag, in deren Mittelpunkt eine Rede des Obergruppenführers Luyken ſteht, wird mit einer Anſprache tereſſen des Britiſchen Weltreichh ſind ſicherlich ſehr groß und ſie werden von uns als ſolche auch an⸗ erkannt. Ueber die Belange des deutſchen Volkes und Reiches ent⸗ ſcheidet aber der Deutſche Reichs⸗ tag und als der Beauftragte des Reichstags ich und nicht eine Dele⸗ gation engliſcher Briefſchreiber! (Stürmiſche Bravorufe.) Ich glaube, daß es ein verdienſtvolles Werk ſein würde, wenn es gelingen könnte, nicht nur den Abwurf von Gift⸗, Brand⸗ und Spreng⸗ bomben auf die Bevölkerung international zu verhindern, ſondern vor allem den Vertrieb von Zeitungen zu beſeitigen, die auf die Beziehun⸗ gen der Staaten ſchlimmer wirken, als es Gift⸗ oder Brandbomben je zu tun vermöchten. Folgen der preſſehetze Da dieſe internationale Preſſehetze natürlich nicht als ein Eelement der Beruhigung, ſondern als ein ſolches der Gefährdung des Völkerfrie⸗ dens aufgefaßt werden muß, habe ich mich auch entſchloſſen, jene Verſtärkungen der deutſchen Wehrmacht durchzuführen, die uns die Sicher⸗ heit geben werden, daß ſich dieſe wilde Kriegs⸗ drohung gegen Deutſchland nicht eines Tages in blutige Gewalt verwandelt. Dieſe Mafmah⸗ men ſind ſeit dem 4. Februar d. J. im Gange und werden ſchnell und entſchloſſen durchgeführt. (Starker und langanhaltender Beifall.) Deutſchland ſelbſt hat jedenfalls den aufrich⸗ tigen Wunſch, mit allen europäiſchen Großmäch⸗ ten ſowohl als den übrigen Staaten ein ver⸗ trauensvolles Verhältnis herzuſtel⸗ len. Wenn dies nicht gelingen ſollte, wird es nicht an uns gelegen ſein. preſſekampagne gegen den Frieden Wir glauben dabei allerdings, daß angeſichts dieſer Preſſehaltung von Konferenzen und Ein⸗ zelbeſprechungen zur Zeit wenig erwartet wer⸗ den darf. Denn es geht nicht an, ſich über fol⸗ gende Tatſachen einer Selbſttäuſchung hinzu⸗ geben. Dieſe internationale Preſſekampagne ge⸗ gen den Frieden wird jeden Verſuch, zu einer Völkerverſtändigung zu kommen, ſofort zu ſabo⸗ tieren wiſſen. Sie wird jede Beſprechung ſofort mißdeuten oder in das Gegenteil verdrehen. Sie wirdjede Abmachung ſofortum⸗ fälſchen. Und es iſt daher unter die⸗ ſen Umſtänden nicht einzuſehen, welcher Nutzen aus ſolchen Beſpre⸗ chungen oder Zuſammenkünften ent⸗ ſtehen ſoll, ſolange die Regierun⸗ gen im allgemeinen nicht in der Lage ſind, ohne Rückſicht auf ihre öffentliche Meinung entſcheidende Schritte zu vollziehen. Wir glauben daher, daß bis auf weiteres der Weg eines normalen diplomatiſchen Notenaus⸗ tauſches der einzig gangbare iſt, um wenigſtens den allzu groben Fälſchungen dieſer internatio⸗ nalen Preſſe die Vorausſetzung zu nehmen. Der Wahnſinn von berſailles Wenn Deutſchland nun ſelbſt eine Begren⸗ zung ſeiner Intereſſen vornimmt, dann ſoll es nicht heißen, daß wir an allem, was um uns vorgeht, desintereſſiert ſind. Wir ſind glücklich, mit den meiſten Staaten, die an Deutſchland angrenzen, normale und zum Teil auch freundſchaftliche Beziehungen unterhalten zu können. Wir haben die Empfindung, daß des Stabschefs eröffnet. Am Abend fin⸗ det im Berliner Funkhaus eine eier⸗ ſtunde:„Ewig lebtedie SA“ ſtatt, in deren Verlauf die Namen der diesjährigen der vom Stabschef geſtifteten Kultur⸗ preiſe verkündet werden. Am 24. Februar werden der Stabsführer der Oberſten SA⸗Fü rung, Obergruppenführer Herzog, der eichskulturwalter Brigade⸗ 10 45 Franz Moraller und Oberführer Klähn vor den Tagungsteilnehmern das Wort ergreifen. Den Abſchluß des Treffens bildet ein Kameradſchaftsabend im Haus der Deutſchen Preſſe. Das Polnische Ballett in Dresden Für das Polniſche Ballett, das nunmehr auf ſeiner Deutſchlandreiſe auch nach Dresden iſt und in feſtlichem Rahmen ein⸗ rucksvolle Proben P5 hervorragenden Könnens gab, fand auf Einladung des Leip⸗ A5 Generalkonſuls der Republik Polen ein Empfang ſtatt, bei dem Reichsſtatthalter Mar⸗ tin Mutſchmann ſowie zahlreiche andere Vertreter aus Staat und Partei und Wehr⸗ macht anweſend waren. Musikhoebschuꝰe der HIin Braunschweig Mit Unterſtützung des Miniſterpräſidenten Klagges und des Oberbürgermeiſters Dr. Heſſe wird für den Bann 92 der Hitlerjugend in Braunſchweig eine Muſikſchule geſchaffen, die Mitte April eröffnet wird. Der Muſikfaal, in dem vorwiegend Kammermuſik bei Kerzen⸗ licht ſnbhige werden ſoll, faßt 250 Perſonen. Zweckmäßige Unterrichtsräume werden dem Muſikſaale angegliedert. Im Einvernehmen zwiſchen Staatsjugend, Stadtverwaltung und den verantwortlichen muſikaliſchen Kreiſen wurde den vereinigten Augsburger Muſikerziehungsanſtalten eine Muſilabteilung der Staatsjugend angeſchlof⸗ ſen, die den Unterricht ſchon aufgenommen hat. Die Stadt Augsburg hat außerdem noch be⸗ ſondere Mittel für die——— der begabten Muſikſchüler der ö0 bereitgeſtellt. Dakenkreuzbanner⸗ Montag, 21 Februar 1938 ſich hier überall ein Gefühl der Entſpannung auslöſt. Das ſtarke Streben nach einer wirk⸗ lichen Neutralität, das wir in einer Reihe euro⸗ päiſcher Staaten beobachten können, erfüllt uns mit tiefer und aufrichtiger Befriedigung. Wir glauben, darin ein Element ſteigender Beruhi⸗ gung und damit ſteigender Sicherheit erblicken u dürfen. Wir ſehen aber umgekehrt auch die chmerzlichen Folgen der durch den Verſailler Wahnſinnsakt durcheinandergebrachten europäi⸗ ſchen Landkarte der wirtſchaftlichen und bevöl⸗ kerungspolitiſchen Lage. Allein zwei der an unſeren Gren⸗ zen liegenden Staaten umſchlie⸗ ßeneine Maſſe von über 10 Millio⸗ nen Deutſchen. Sie waren bis 1866 mit dem deutſchen Geſamtvolk noch in einem ſtaatsrechtlichen Bund vereinigt; ſie kämpften bis 1918 im großen Krieg Schulter an Schulter mit den deutſchen Soldaten des Reiches. Sieſind gegenihreneigenen Willen durch die Friedensverträge an einer Vereinigung mit dem Reiche verhindert worden. Dies iſt an ſich ſchmerzlich genug. Ueber eines aber darf in unſeren Augen kein Zweifel beſtehen. Die ſtaatsrechtliche Trennung vom Reich kann nicht zu einer volkspolitiſchen Rechtlosmachung führen, d. h. die allgemeinen Rechte einer völkiſchen Selbſtbeſtim ⸗ mung, die übrigens in den 14 punkten Wilſons als vorausſetzung zum Waffenſtill⸗ ſtand feierlich uns zugeſichert worden ſind, können nicht einfach mißachtet werden deshalb, weil es ſich hier um Deutſche handelt! Es iſt auf die Dauer für eine Welt⸗ macht von Selbſtbewußtſein unerträglich, an ihrer Seite Dolksgenoſſen zu wiſſen, denen aus ihrer Sympahtie oder ihrer berbundenheit mit dem Geſamtvolk, ſeinem Schickſal und ſeiner Weltauffaſſung fortgeſetzt ſchwerſtes Leid zugefügt wird!(Brau⸗ ſende Zuſtimmungskundgebungen.) Wir wiſſen genau, daß es eine alle befriedi⸗ Grenzziehung in Europa kaum gibt. Al⸗ in um ſo wichtiger wäre es, unnötige Quäle⸗ reien von nationalen Minoritäten zu vermeiden, um nicht zum Leid des politiſchen Getrenntſeins auch noch das Leid der Verfolgung wegen der Zugehörigkeit zu einem beſtimmten Volkstum hinzuzufügen. Daß es möglich iſt, bei einem guten Willen hier Wege des Ausgleichs bzw. der Entſpannung zu finden, iſt erwieſen worden. Werabereineſolche Entſpan⸗ nung durch einen Ausgleich in Eu⸗ ropamit Gewaltzu verhindernver⸗ ſucht, der wird eines Tages die Ge⸗ walt zwangsläufig unnter die Völ⸗ ker rufen! Für den Frieden in kuropa Denn es ſoll nicht beſtritten werden, daß, ſo⸗ lange Deutſchland ſelbſt ohnmächtig und wehr. los war, es viele dieſer fortgeſetzten Verfolgun · gen der deutſchen Menſchen an unſeren Grenzen einfach hinnehmen mußte. Allein ſo wie Eng⸗ land ſeine Intereſſen über einen ganzen Erd· kreis hin vertritt, ſo wird auch das heutige Deutſchland ſeine, wenn auch um ſo viel be.⸗ grenzteren Intereſſen zu vertreten und zu wah/ ren wiſſen.(Sehr ſtarker Beifall.) Und zu die⸗ ſen Intereſſenten des Deutſchen Reiches gehört auch der Schutz jener deutſchen Volksgenoſſen, die aus eigenem nicht in der Lage ſind, ſich an unſeren Grenzen das Recht einer allgemeinen menſchlichen, politiſchen und weltanſchaulichen Freiheit zu ſichern!(Langanhaltende, ſtürmiſche Zuſtimmung.) Es erfünt uns im fünften Jahr nach der erſten großen außenpolitiſchen Abmachung des Reiches mit aufrichtiger Befriedigung, ſeſtſtel⸗ len zu können, daß gerade in unſerem Verhält⸗ nis zu dem Staat, mit dem wir vielleicht die. größten Gegenſätze hatten, nicht nur eine Ent⸗ ſpannung eingetreten iſt, ſondern im Laufe die⸗ ſer Jahre eine immer freundſchaftlichere An⸗ näherung. Ich weiß ganz genau, daß dies in erſter Linie dem Umſtand zu verdanken war, datz ſich damals in Warſchau kein weſtlicher Parlamentarismus, ſondern ein polni⸗ ſcher Marſchall befand, der als über⸗ vagende Perſönlichkeit die europäiſche Bedeu⸗ tung einer ſolchen deutſch⸗polniſchen Entſpan⸗ nung empfand. Das damals von vielen ange⸗ weifelte Werk hat unterdes ſeine Prode beſtan⸗ den, und ich darf wohl ſagen, daß, ſeit der Völterbund ſeine fortgeſetzten Störungsverſuche in Danzig end⸗ lich aufgab und als neuen Kommiſ⸗ ſar auch einen Mann von perſdn⸗ lichem Format beſtellte, gerade die⸗ ſer gefährlichſte Platz für den euro⸗ päiſchen Frieden ſeine bedrohende Bedeutung vollkommen verlor. Der polniſche Staat reſpektiert die nationalen Berhältniſſe in dieſem Staat, und dieſe Stadt und Deutſchland reſpektieren die polniſchen Rechte. So gelang es, den Weg für eine Ver⸗ tändigung zu ebnen, die, von Danzig aus⸗ gehend, heute trotz des Verſuchs mancher Stů⸗ renfriede, das Verhältnis zwiſchen Deutſchland und Polen endgültig zu entgiften und in ein aufrichtig freundſchaftliches Zuſammenarbeiten zu verwandeln vermochte. das Reich und Deutſch⸗GOeſterreich Ich bin glücklich, Ihnen, meine Abgeordneten, mitteilen zu können, daß in den letzten Tagen eine weitere Verſtändigung mit dem Lande er⸗ nelt wurde, das uns aus vielerlei Gründen befonders naheſteht. Es iſt nicht nur das gleiche Volk, ſondern vor allem i ſt es eine lange gleiche Geſchichte und eine gemeinſame Kultur, die das Reich und Deutſch⸗Oeſterreich ver⸗ bhinden 33˙1 4 Die Schwierigkeiten, die ſich im Vollzug des Abkommens vom 11. Juli ergeben hatten, zwangen dazu, einen Verſuch zu unterneh⸗ men, Mißverſtändniſſe und Hinder⸗ niſſe für eine endgültige Ausſöh⸗ nung beiſeite zu räumen. Denn es war klar, daß eine an ſich unerträg · lich gewordene Lage eines Tages gewollt oder ungewollt die Vorausſetzungen für eine ſehr ſchwere Kataſtrophe hätten entwickeln können. Es liegt dann meiſt nicht mehr in der Macht der Menſchen, einem Schickſal Einhalt zu ge· bieten, das durch Nachläſſigkeit oder Unklugheit erſt einmal ins Rollen gekommen iſt! Ich bin glücklich, feſtſtellen zu können, daß dieſe Erkentnis auch den Auffaſſungen des öſter⸗ reichiſchen Bundeskanzlers, den ich um einen Beſuch bat, entſprachen. Der Gedanke und die Abſicht waren dabei, eine Entſpannung unſerer Beziehungen dadurch herbeizuführen, daß dem nach feiner Auffaſſung und Weltanſchauung nationalſozialiſtiſch denkenden Teil des deutſch⸗ öſterreichiſchen Volkes im Rahmen der ſonſt gül⸗ tigen Geſetze die gleichen Rechte gegeben werden, wie ſie auch den anderen Staatsbürgern zu⸗ ſtehen.(Beifall.) In Verbindung damit ſollte eine große Be⸗ friedungsaktion eintreten durch eine General⸗ amneſtie und eine beſſere Verſtändigung der beiden Staaten durch ein nunmehr engeres freundſchaftliches Verhältnis auf den verſchiede⸗ nen Gebieten einer politiſchen, perſonellen und ſachlich wirtſchaftlichen Zuſammenarbeit. Dies alles iſt eine Ergänzung im Rahmen des Ab⸗ kommens vom 11. Juli. dank an Schuſchnigg Ich möchte an dieſer Stelle vor dem deut⸗ ſchen Dbolk dem öſterreichiſchen Bundes⸗ kanzler meinen aufrichtigen Dank aus⸗ ſprechen für das große Derſtändnis und die warmherzige Bereitwilligkeit, mit der er meine Einladung annahm und ſich bemühte, gemeinſam mit mir einen Weg zu finden, der ebenſoſehr im Intereſſe der beiden Län⸗ der, wie im Intereſſe des geſamten deut⸗ ſchen Dolkes liegt, jenes geſamten deut⸗ ſchen Volkes, deſſen Söhne wir alle ſind, ganz gleich, wo die Wiege unſerer Heimat ſtand.(Uicht endenwollender Beifall und ſtürmiſche Beifall⸗ und Bravorufe.) Ich glaube, daß wir damit auch einen Beitrag zum europäiſchen Frieden geleiſtet haben. Der ſicherſte Beweis für die Richtigkeit dieſer Annahme liegt in der empörten Wut jener demokratiſchen Weltbürger, die, indem ſie ſonſt immer vom Frieden reden, keine Gelegenheit vorbeigehen laſſen, um zum Kriege zu hetzen. Sie ſind erboſt und erzürnt über dieſes Ver⸗ ſtändigungswerk. Es kann daher mit Recht an⸗ genommen werden, daß es gut und richtig iſt. Vielleicht wird dieſes Beiſpiel mithelfen, in einem weiteren Ausmaß eine allmähliche Ent⸗ ſpannung in Europa herbeizu⸗ führen. Deutſchland wird jedenfalls, geſtützt auf ſeine Freundſchaften, nichts unverſucht laſſen, um jenes Gut zu retten, das die Vor⸗ ausſetzung für jene Arbeiten auch in der Zu⸗ kunft abgibt, die uns vorſchweben, den Frieden. Ich darf Ihnen hier, meine Parteigenoſſen, noch verſichern, daß unſere Beziehungen zu den übrigen europäiſchen und auch außereuropäi⸗ ſchen Staaten entweder gute und normale oder auch ſehr freundliche ſind. Ich brauche nur hinzuweiſen auf unſere überaus herzliche Freundſchaft, die uns zum Beiſpiel mit Ungarn, Bulgarien, Ju⸗ goflawien und vielen anderen Staaten ver⸗ bindet. Ueber das Ausmaß unſerer wirtſchaft⸗ lichen Zuſammenarbeit mit den anderen Völ⸗ kern hat Ihnen die Bilanz unſeres Außenhan⸗ dels ein eindringliches Bild gegeben. Bekenntnis zur Freundſchaft mit Italien und Japan Ueber allem aber ſteht die Zuſammenarbeit mit jenen beiden Großmächten, die ſo wie Deutſchland im Bolſchewismus eine Weltgefahr erkannt haben und daher entſchloſſen ſind, der Kominternbewegung in gemeinſamer Abwehr entgegenzutreten. Daß ſich dieſe Zuſammenarbeit mit Italien und Japan immer mehr vertiefen möge, iſt mein aufrichtigſter Wunſch. Im übrigen ſind wir glücklich für jede Entſpannung, die ſich in der allgemeinen politiſchen Lage ergeben kann. Denn wie groß auch die Leiſtungen unſeres Volkes ſind, ſo ſind wir uns darüber nicht im Zweifel, daß der Nutzen für das Geſamtwohl ſich noch ſteigern ließ, dann, wenn ſich eine Ver⸗ tiefung der internationalen Zuſammenarbeit ergeben könnte. Deutſchland wünſcht keinen frieg, aber es fürchtet ihn nicht Das deutſche Volk iſt ſeinem ganzen Weſen nach kein kriegeriſches, ſondern ein ſoldatiſches, d. h. es wünſcht keinen Krieg, es fürchtet ihn nur nicht. Es liebt den Frieden, aber genau ſo auch ſeine Ehre und ſeine Freiheit. 15 entſetzliche Jahre, die hinter uns liegen, ſind eine Warnung und eine Belehrung, die, das glaube ich, die deutſche Nation immer beherzigen und niemals vergeſſen wird. Meine Parteigenoſſen, Abgeordnete, Männer des Reichstages! Ich habe Ihnen, die Sie mir einſt durch die Annahme der Ermächtigungsgeſetze die Vor⸗ ausſetzung für mein Wirken gaben, einen Re⸗ chenſchaftsbericht abgelegt über fünf geſchicht⸗ liche Jahre im Leben des deutſchen Volkes. Ich kann ihn nicht abſchließen, ohne Ihnen zu ver⸗ ſichern, wie groß mein Vertrauen in die Zu⸗ kunft des von uns allen ſo heiß ge⸗ liebten Volkes und des Reiches iſt. Was mich einſt als unbekannten Soldaten be⸗ wog, einen Kampf für die deutſche Wiederauf⸗ erſtehung aufzunehmen, war im tieſſten Grund der Glaube an das deutſche Volk. Nicht an ſeine Einrichtungen, nicht an ſeine Geſellſchaftsordnung und Geſell⸗ ſchaftsſchichten, an ſeine Parteien, an ſeine ſtaatlichen und politiſchen Machtmittel, ſondern der Glaube an die ewigen inneren Werte dieſes Wolke s. Und vor allem der Glaube an jene Millionenzahl einzelner Männer und Frauen, die, ſelbſt wie einſt auch ich, nur na⸗ menloſe Träger unſerer Lebens⸗ und Volks⸗ gemeinſchaft ſind. Unſer Reich ſei dem ganzen Volk zu eigen! Für ſie mühte ich mich auch, dieſes neue Reich aufzubauen. Es ſoll keiner Klaſſe und ſoll kei⸗ nem Stand gehören, ſondern nur dem deutſchen Volk zu eigen ſein. Es ſoll ihm helfen, ſeinen Lebensweg auf dieſer Erde leichter zu finden und ſein Daſein ſchöner geſtalten zu können. Was ich in dieſer Zeit ins Leben rief, hat keinen Selbſtzweck zu beanſpruchen. Alles kann und wird vergänglich ſein. Das Bleibende für uns iſt jene Subſtanz aus Fleiſch und Blut, die deutſches Volk heißt. Partei, Staat, Wehrmacht, Wirtſchaft ſind Einrichtungen und Funktionen, denen nur der Sinn eines Mittels zum Zweck zukommen kann. Sie werden vor der Geſchichte gewogen nach den Dienſten, die ſie dem Zwecke leiſten. Ihr Zweck iſt immer wieder das Volk. Sie ſind zeitbedingte Erſcheinungen gegenüber der einzigen zeitloſen. Ihr mit meinen ganzen Kräften zu dienen war und iſt das Glück meines Lebens. Den vielen meiner hervorragenden Mit⸗ arbeiter, ohne die mir dieſes Werk nie hätte gelingen können, zu danken, iſt mir eine glückliche pflicht. Ich möchte in dieſer Stunde nur den herrgott bitten, daß er auch in den folgenden Jahren unſerer Ar⸗ beit und unſerem Handeln, unſerer Einſicht und unſerer Entſchlußkraft ſeinen Segen geben möge, daß er uns ebenſo vor jedem falſchen hochmut, wie vor jeder feigen Un⸗ terwürfigkeit bewahre, daß er uns den geraden Weg finden laſſen möge, den ſeine borſehung dem deutſchen bolke zugedacht hat, und daß er uns ſtets den Mut gebe, das Rechte zu tun und niemals zu wanken und zu weichen vor keiner Gewalt und vor keiner Gefahr. Es lebe die nationalſozialiſtiſche Bewe⸗ gung, es lebe die nationalſozialiſtiſche Armee, es lebe unſer Deutſches Reich!“ Jubel um den Führer Die Männer des Deutſchen Reichstages berei⸗ ten dem Führer nach ſeiner dreiſtündigen gran⸗ dioſen Rede minutenlange, unbeſchreibliche, to⸗ ſende Kundgebungen. Die Abgeordneten ſind von ihren Plätzen aufgeſprungen und jubeln dem Führer begeiſtert zu. Die tiefe Ergriffen⸗ heit und die innere Spannung, die ſie während der ganzen Rede beſeelt hatte, löſt ſich in dieſem Augenblick nach den unvergeßlichen Schlußwor⸗ ten des Führers in einem gewaltigen Aus⸗ bruch der Begeiſterung und der Treue, wie ihn mit dieſer elementaren Wucht auch der Reichstagsſitzungsſaal in der Kroll⸗ Oper wohl noch nicht erlebt hat. Die Heil⸗Rufe ſchwellen erneut an, als der Führer von ſeinem Platze aus die Männer des Deutſchen Reichs⸗ tags mit erhobener Rechten grüßt. börings Schlußworte Reichstagspräſident Generalfeldmarſchall Gö⸗ ring gibt ſodann dem Empfinden aller An⸗ weſenden, den Gefühlen des deutſchen Volkes in dieſem denkwürdigen Augenblick Ausdruck. Er führte aus:„Mein Führer! In dieſem Augenblick, in dieſen Stunden, da Sie uns in ergreifenden Worten den grandioſeſten Rechenſchaftsbericht ablegten, der wohl je von einem Führer oder Staatsmanneines Volkes abgelegt wurde, ergreift es nicht nur die Männer des Reichstages, ſondern draußen im ganzen Reich die Millionen deutſcher Männer und Frauen, über die engeren Grenzen hinaus das deutſche Volk, dem Sie jetzt zum Schluß dieſe herrlichen Worte gewidmet haben. Sie haben aber nicht nur eine gewaltige Schau unerhörter Leiſtungen aufgezeigt, die wohl vom deut⸗ ſchen Volk in ſeiner Geſamtheit vollbracht wer⸗ den, aber nur möglich waren unter Ihrer ein⸗ zigartigen, genialen, ſtarken und zielbewußten Führung. Sie haben auch weiter dem deutſchen Volke eine klare Zielſetzung gegeben. Fünf Jahre der Vergangenheit haben Sie uns aufgezeigt, eine weitere Zukunft uns ge⸗ wieſen. Unſere Antwort darauf, die Antwort des ganzen Volkes, mein Führer, kann nur ſein eine weitere Hingabe äußerſter Leiden⸗ ſchaft, weiteres Vertrauen in Sie und Ihr Werk. Deutſchlands Dann ſoll die Tat ſein Stolz auf die gewaltigen Leiſtungen, die wir vollbringen durften unter Ihrer einzigartigen Führung, verpflichten Sie uns auch für die Zukunft. Und unſer Dank, mein Füh⸗ rer, kann und darf nicht in Worten beſtehen; er muß beſtehen in weite⸗ rem Handeln, in der weiteren Tat. Dieſen Dank des ganzen deutſchen Volkes aber darf ich Ihnen, mein Führer, noch einmal in dieſer für uns feierlichen und heiligen Stunde, da Sie uns die Größe unſeres Volkes und ſei⸗ nen Ewigkeitswert noch einmal vor Augen ge⸗ ſtellt haben, bekunden, indem ich die Männer des Deuiſchen Reichstages auffordere, unſerem Führer ihre innere Verpflichtung darzutun in dem Rufe: Unſer heißgeliebter Führer: Sieg Heil! Sieg Heil! Sieg Heil! Der Reichstag iſt geſchloſſen.“ Begeiſtert ſtimmen die Teilnehmer dieſer Stunde in das„Sieg Heil!“ auf den Führer ein und ſpontan werden aus der Mitte des Reichs · tages das Deutſchland⸗ und Horſt⸗Weſſel⸗Lied angeſtimmt als Gelöbnis des geſamten Führer⸗ korps des Dritten Reiches zu unverbrüchlicher treuer Gefolgſchaft. Der Führer verläßt den Reichstag Noch einmal grüßt der Führer ſeine Mit⸗ arbeiter und die Reichstagsabgeordneten und verläßt ſodann, geleitet von Reichstagspräſi⸗ dentGeneralfeldmarſchall Göring und ſei⸗ nem Stellvertreter Reichsminiſter Rudolf Heß den Reichstagsſitzungsſaal. Er ſchreitet durch den Saal durch ein Spalier der Abgeordneten, die ihm mit erhobener Rechten auch jetzt wieder ununterbrochen zujubeln. Danach verlaſſen auch die Reichstagsabgeorb⸗ neten den Sitzungsſaal. Ein großer Tag in der Geſchichte des Deut⸗ ſchen Reichstages und darüber hinaus in der Geſchichte des ganzen deutſchen Volkes iſt beendet. Ungarn iſt Auch heutenn. einſchneidende eentgegen allen liberalen Tra ſchen noch viel wo zwiſchen a nen Intelliger unaufgeſchloſſe Der Kampf d Wir unterh einem jungen Der Wein iſt Blut für Ung nur von der 2 Das ungaris Er löſt die Zigeuner inss Arzt beginnt 1 Sorgen zu erz „Wir brauck lichleiten. Win Menſchen und zent dezin allem in der ji nismus um Form, nicht ſi lichen Bewegg 1 nung, wenn e beſſer. Und d nationalen Un Reiches in die ſeres Jahrhun im Südoſten denfrage; aller inne politiſchen dungen gel durch das Jud in Budapeſt iſ Wir finden ſtätigt. „Es iſt das kraft ſeines G Macht ſich im aſſimiliert. Ir zent aller Eher „Und dagege bbſtmarkt u Wir fahren liche Budapeſt hei Nacht. Ri Schiffe und ge nter vorüber; Nuſik irgend zororte. Unſe t faſt Mitter mmen. Ein zärm herrſcht Tage. „Hier iſt Ol „Hier kommen 100 Kilometer von überall h. für den Expor übergeben. B ann wieder äglichen Arbe Es iſt ein? alt und Lebh ar 1938 —————— n, den genoſſen, n zu den reuropäi⸗ nale oder unſere uns zum en, Ju⸗ aten ver⸗ zirtſchaft⸗ ren Völ⸗ ußenhan⸗ nenarbeit ſo wie zeltgefahr ſind, der Abwehr t Italien möge, iſt igen ſind ie ſich in zen kann. munſeres nicht im ſamtwohl eine Ver⸗ nenarbeit E die Zu⸗ iß ge⸗ ch es iſt. daten be⸗ iederauf⸗ 'n Grund an ſeine BZeſell⸗ rteien, tiſchen ube an dieſes man jene ner und nur na⸗ d Volks⸗ nl r oder gelegt inner des zen Reich Frauen, deutſche herrlichen iber nicht hörter hom deut⸗ acht wer⸗ hrer ein⸗ bewußten deutſchen uben Sie uns ge⸗ Antwort ann nur Leiden ⸗ und Ihr 432 ein eſſel⸗Lied Führer ⸗ rüchlicher ine Mit⸗ eten und agspräſi⸗ und ſei⸗ dolf Heß tet durch ordneten, tzt wieder zabgeord⸗ es Deut· s in der olkes iſt Großſtadt. Und es iſt doch anders. Es liegt okenkreuzbanner“ Montag, 21. Februar 1938 1. Fortfetzung Ungarn iſt das Land des Großgrundbeſitzes. Auch heute noch. Agrarreformen hat es keine einſchneidenden gegeben. Hier ſind die Ungarn entgegen allen ihren Nachbarn in ihrer feudal⸗ liberalen Tradition ſtecken geblieben. So herr⸗ ſchen noch vielfach Gegenſätze, wie kaum anders⸗ wo zwiſchen arm und reich, zwiſchen einer dün⸗ nen Intelligenzſchicht und einer breiten Maſſe unaufgeſchloſſenen Volkes. der Kampf der Jugend Wir unterhalten uns ſpäter am Abend mit einem jungen Ungarn bei einem Glas Tokayer. Der Wein iſt gut. Er iſt das Waſſer und das Blut für Ungarn. Eine Million Bauern leben nur von der Arbeit am Wein. Das ungarische Parlamentsgebäude an der Donau Er löſt die Zunge. Die Muſik, die mir ein Zigeuner ins Ohr geigt, tut das ihre. Der junge Arzt beginnt mir von ſeiner Heimat und ihren Sorgen zu erzählen. „Wir brauchen Land, Raum, Wirkungsmög⸗ lichkeiten. Wir ſind zu klein. Man hat uns an Menſchen und Raum um mehrals 50 Pro⸗ zent dezimiert. Die Folge iſt, daß vor allem in der jungen Intelligenz der Kommu⸗ nismus um ſich greift, in einer erſchreckenden Form, nicht ſo ſehr aus inneren weltanſchau⸗ lichen Beweggründen, ſondern nur in'der Hoff⸗ nung, wenn es anders würde, würde es auch beſſer. Und dann die Judenfrage. Wir nationalen Ungarn bewundern den Kampf des Reiches in dieſem entſcheidenden Problem un⸗ ſeres Jahrhunderts. Sie werden es hier unten im Südoſten überall erleben, daß die Ju⸗ denfrage zum zentralen Problem aller innerpolitiſchen und außer⸗ politiſchen Erneuerungsentſchei⸗ dungen geworden iſt. Die Ueberfremdung durch das Judentum in Ungarn und vor allem in Budapeſt iſt ungeheuerlich“. Wir finden wiederum eigene Eindrücke be⸗ ſtätigt. „Es iſt das Schlimme, daß das Judentum kraft ſeines Geldes und ſeiner geſellſchaftlichen Macht ſich immer mehr mit dem Ungarntum aſſimiliert. In Budapeſt ſind mehr als 30 Pro⸗ zent aller Ehen Miſchehen.“ „Und dagegen geſchieht nichts?“ Gbſtmarkt um Mitternacht Wir fahren mit dem Auto durch das nächt⸗ liche Budapeſt. Es iſt wie in jeder modernen eine eigenartige Stimmung über dieſer Stadt bei Nacht. Ringsum die lichtbekränzten Hügel, Schiffe und geiſterhafte Lichtreflexe auf der dar⸗ mier vorüberziehenden Donau, Geſang und Ruſik irgend woher. Wir kommen durch die zororte. Unſere Fahrt geht gegen Süden. Es t faſt Mitternacht als wir in Keckemet an⸗ zmmen. Ein kleiner Ort. Zwiſchen Licht und zärm herrſcht hier ein Leben wie am hellichten Tage. „Hier iſt Obſtmarkt“, erklärt mein Begleiter. „Hier kommen um dieſe Jahreszeit die Bauern 100 Kilometer weit und mehr auf ihren Wagen von überall her. Hier wird für Budapeſt und für den Export dann das Obſt an die Händler übergeben. Bei Tagesanbruch ſind die Bauern dann wieder zu Hauſe und wieder bei ihrer üglichen Arbeit.“ Es iſt ein Bild von faſt orientaliſcher. ſolt und Lebhaftigkeit. Wir ſehen hier noch vee ren der Bauern, hochbeladen mit Aepfeln und Birnen, mit Pflaumen und Pfirſichen. Wir ſehen dort die Händler von Wagen zu Wagen gehend, prüfend, feilſchend, ablehnend und zu⸗ ſtimmend. Es ſind faſt ausſchließlich Juden und wir hören manches böſe Wort aus dem Mund von, Bauern. Aber ſie müſſen verkaufen. Sie können nicht wieder den weiten Weg umſonſt zurückfkahren. Sie müſſen nehmen, was man ihnen gibt.“ Auf der Heimfahrt bleiben wir ſchweigſam. Ein wenig ſteigt mir dabei das Bild von der Geſchichte und Aufgabe dieſes ſeltſamen Landes in Gedanken auf. Mein Begleiter ſitzt wortlos am Steuer. Sein Geſicht hat etwas Fremdes: ſchmale Augen, eine ſcharfe Naſe, gewölbte Bak⸗ HB-Bildarchiv(2) kenknochen. Es iſt eine Raſſe, vor Jahrhunderten aus Aſien in die Mitte Europas geſchleudert, ſeßhaft geworden, inmitten abendländiſcher Kultur eine fremde Inſel in Sprache, Sitte, Charakter und Leidenſchaft. Aber zum Hüter der europäiſchen Kultur gegen die Türkenein⸗ fälle geworden, ein Volk, an deſſen Kampfkraft und Zähigkeit ihre Flut immer wieder zerbrach. Nun ſind ſie ſelbſt irgendwie einſam gewor⸗ den. Slawen, Romanen, Germanen rundherum. Aber ſie werden ſich behaupten. Sie ſind ſtolz. Sie wiſſen, was ſie wollen und ſie ſind jung. Die nächtliche Fahrt nach Rumänien läßt uns Zeit für Gedanken, über das, was kommt und was wir ſehen werden. Bisher war es ein Wiederſehen mit Ländern, Verhältniſſen, Menſchen, die ich von vielfachen früheren Beſuchen kannte. Sie wurden mir aus ihren Entwicklungen offenbar. Es gab die Mög⸗ lichkeiten des Vergleichs, der Nachprüſung frühe⸗ rer Eindrücke. Nun aber kamen Länder und Menſchen, die mir fremd ſind. Erſt auf der Heimkehr in Jugoſlawien werden wir wieder auf ein Gebiet kommen, deſſen Weſen und Art mir vertraut iſt. Ich kann nicht ſchlafen. Der Zug ſchüttelt. Er Kreuz und quer durch den dSũdosten/ Von Kurt Ziesel alten Trachten. Wir ſehen die alten hohen Kar⸗ läßt ſich Zeit. Ich blättere in meinem Kursbuch. Es muß bald die Grenze kommen. Eine Ankün⸗ digung macht mir Spaß: In Ungarn erhalten Hochzeitsreiſende 50 Prozent Ermäßigung, wenn ſie den Trauſchein, der nicht älter als 14 Tage ſein darf, vorlegen. Eine Beſtimmung, die Nachahmung verdient. Die Verbindung von Flitterwochen und Eiſenbahn hat etwas Ori⸗ ginelles. Im Gange draußen kommen uniformierte Be⸗ amte. Die Zollreviſion und die Paßformalitäten beginnen. Schon bei aufſteigendem Morgenlicht fahren wir in Großwardein, der erſten großen rumä⸗ niſchen Stadt ein. Noch ſchläft alles. Der Bahn⸗ hof iſt ſtill und verlaſſen. Wir fahren weiter. Das iſt alſo nun Siebenbürgen. Draußen ſteigt in einen wolkenloſen Himmel allmählich die Sonne. Aus dem Charakter der Ebene hebt ſich das Land zu ſanften Hügelzügen. Sie wer⸗ den höher, einſamer, rücken näher an uns her⸗ an. Ein Fluß begleitet uns. Hier iſt noch alles wie im Sommer. Mein Nachbar wacht auf und muſtert mich eine Weile. Wir kommen ins Geſpräch. Draußen wird es ſchon warm trotz des frühen Morgens. Wir können das Fenſter öffnen. „Sie ſind Deutſcher? Das erſtemal hier?“ Ich bejahe. Er hat deutſch geſprochen, faſt fließend. An der, Ausſprache erkenne ich den Ungarn. „Ein wunderbares Land,“ bekenne ich. Im⸗ mer heller wird die Landſchaft. Sie offenbart eine fſeltſame Miſchung von Weichheit, Anmut und herber Abgeſchloſſenheit und Urſprünglich⸗ keit. Der Grient beginnt Wieder ein Bahnhof. Eine kleine Stadt über Hügel hin verſtreut dahinter. Es iſt etwa ſieben Uhr. Kaum ſtehen wir, ſchwillt ein ohrenbetäu⸗ Kriegerdenkmal in Bukarest Aufn.: Kurt Ziesel bender Lärm an unſere Ohren; Geſchrei, Rufe, Lachen, Hundegebell, Motorengeräuſche. Es iſt alles wie verwandelt gegenüber der Stille und Ruhe Ungarns.„Der Orient beginnt“, ſagt mein Nachbar. Es ſcheint ſo. Es iſt wie eine andere Welt. Viele Menſchen, denen man dieſe andere Welt an der Kleidung, an der Haltung, an den Augen abließt. „Ein rumäniſches Städtchen“, erklärt mein Gegenüber,„eines der wenigen in Sieben⸗ bürgen.“ Wie fruchtbar muß dieſes Land da draußen ſein. Es atmet faſt ſichtbar in Far⸗ ben, und Kraft und ungehobenem Reichtum. „Sehen Sie“, ſagt der Ungar zu mir, der wie ich höre ſeit Generationen in Siebenbürgen nördlich von Kronſtadt anſäſſig iſt,„ſehen Sie dieſes Land an, von einem Ende bis zum an⸗ deren. Es iſt eine der reichſten Stellen der Erde. Fruchtbar, dünn beſiedelt, voll Mineralſchätzen. Alles wächſt hier: Getreide und Mais, Obſt, Wein. Sie haben den ungeheuren Holzreichtum der Wälder der Karpathen. Sie haben im Sü⸗ den im rumäniſchen Altreich die reichſten Oel⸗ vorkomenen Europas. Sie haben Erze, Kohle, Edelmetalle. Halb Europa könnte von dieſem geſegneten Lande leben und arbeiten, wenn ſeine Kraft mit Maß und Syſtem nutzbar ge⸗ macht würde.“ kine deutsche Ffau 10 siebenbürgen Wie Nördlingen oder Rothenburg mutet uns das kleine ſiebenbürgiſch⸗ſächſiſche Städtchen Schäßburg an. Ein ſchöner Abend bleibt uns von hier unvergeſſen. Am ſpäten Nachmit⸗ tag ſind wir angekommen. In der Nacht wollen wir weiter nach Kronſtadt, dem geiſtigen Mit⸗ telpunkt des ſiebenbürgiſchen Deutſchtums. Wir wollten einen der politiſchen Führer der Sie⸗ benbürger Sachſen hier in Schäßburg beſuchen. Aber er iſt verreiſt. Seine Frau empfängt uns. Eine kleine, lebendige Frau mit einer Schar blondköpfiger Kinder. Sie werden bald ins Bett geſchickt und wir bleiben im Kreiſe von Freunden und Bekannten zurück. Wir köngten aus dem Munde eines Mannes nicht beſſer über Leben, Schickſal und Kampf der Siebenbürger Sachſen informiert werden. Dieſe Frau lebt ganz mitten in dieſem Kampf. Zuerſt berichtet ſie von Deutſchland. Im Sommer war ſie drau⸗ ßen, hat den Führer geſehen, hat ein neues Volk, ein faſt unbegreifbares Wunder erlebt und iſt wieder heimgekehrt mit dem Willen, mit⸗ zuhelfen, auch dem Siebenbürger Deutſchtum ein Stück dieſer Kraft, dieſer Einigkeit wieder⸗ zugeben. Ich bin ſtill und höre nur zu an die⸗ Ein Blick in das mit allem Komfort eingerichtete St.-Gellért-Bad in Budapest ſem Abend. Ich brauche nicht zu fragen. Alles, was dieſes Land und dieſe Menſchen bewegt, woran ſie hängen, was ſie lieben, woruen ſie kämpfen, das wird mit ſelbſtverſtändlicher Of⸗ fenheit vor mir ausgebreitet. Das iſt alles ſo voll ungebrochenen Glaubens an die Zukunft des Deutſchtums, wie ſie nur dieſer Selbſtbe⸗ hauptungskampf mit ſich bringen kann.„Wir ſtanden vor dem Untergang“, erzählt die tapfere Frau.„Wir Deutſchen hier, mitten unter Ru⸗ mänen, Slawen und Ungarn. Wir haben an unſeren Beſitz gedacht und nicht mehr an unſer Volk. Ringsum uns haben fremde Völker mit gewaltigem Kinderreichtum, mit der Unbekünn⸗ mertheit der unverbrauchten Raſſen uns im⸗ mer enger und bedrohlicher zuſammengedrängt. Das Ein⸗ und Zweikinderſyſtem iſt in Sieben⸗ bürgen zur Regel geworden. Heute aber be⸗ ginnt es wieder anders zu werden. So wie ich,“ ſie lächelt ſtolz,„haben es die deutſchen Frauen hier in Siebenbürgen immer mehr er⸗ kannt, daß in unſeren Kindern die ſtärkſtee Kraft der Erhaltung unſe⸗ res Deutſchtums liegt. Sie können hier beute erleben, daß vor allem in der jungen Ge⸗ neration, in den jungen Ehen wieder drei und vier und mehr Kinder zu den Selbſtverſtändlich⸗ keiten gehören, daß jedes Kind, das auf unſerer Erde geboren wird, von ganz Siebenbürgen mit heimlicher Freude und offenem Stolz be⸗ grüßt wird.“ Die Stimme des Führers Wir haben herzliche Gaſtfreundſchaft genoſſen, obwohl wir unerwartet und ſpät kamen. Sie iſt in Siebenbürgen ſelbſtverſtändlich. Die Zeit der Abfahrt meines Zuges rückt näher. Die kleine Frau gibt mir das Geleit. Wir ſteigen noch einmal über ſchmale Treppen, Gäßchen und Mauerbögen, Toren und alten Laternen zum Hügel hinauf, wo die alte deutſche Kirche ſteht. Wir vergeſſen auf dieſer Wanderung die vielen Sorgen und Nöte, die auf dem Deutſchtum hier laſten. Aber wir können daran nicht denken. Eine Stimme läßt uns ſtehen bleiben. Sie klingt von einem geöffneten Fenſter auf die nächtliche Straße hinunter. Wir ſpüren wie uns eine Blutwelle ins Herz ſchießt, hier in dieſem fremden, fernen Land unter einem ſchon ſüdlichen, heißen Himmel dieſe Stimme zu hören: die Stimme des Führers im Rundfunk. „Die Schlußrede am Parteitag“, flißtert die Frau neben mir. Wir hören ſchweigend eine Weile zu. Ich ſehe, wie ihre Augen glänzen und ahne die Bewegung, die ſie erfüllt und die auch mich erfaßt.(Fortſetzung folgt.) 4 3 3 4 4 — — —————————— ———————— ————————— ——————— ————— ——— —— * 2 — „Hakenkreuzbhanner“ Montag, 21. Februar 198f Scharfe ſiampfanſage Indiens an LCondon Der Allindische Kongreß tagt„ 3ooooο%ο nehmen ſeil/ Trennung von England als Ziel DNB London, 20. Februar. In Haripur wurde am Samstag die 51. Jah⸗ restagung des Indiſchen Nationalkon⸗ greſſes eröffnet, der im Hinblick auf die vor wenigen Tagen ausgebrochene Verfaſſungs⸗ kriſe erhöhte Bedeutung beigemeſſen wird. Be ⸗ ſondere Beachtung verdient auch die Tatſache, daß der radikale indiſche Freiheitskäümpfer Subhas Boſe, der ſeinerzeit von England in Acht und Bann erklärt wurde und engliſchen Boden bis vor kurzem nicht betreten durfte, der neue Präſident des Allindiſchen Kon · greſſes iſt. Boſe eröffnete den Nationalkongreß mit einer großen Rede, in der er ſich leidenſchaft ⸗ werde. Jede von Whitehall ausgearbeitete Ver⸗ faſſung müſſe daher mit der allergrößten Vor⸗ ſicht geprüft werden. Im britiſchen Empire herrſche zur Zeit an vielen Stellen Hochſpannung. Es gäre in Irland, in Indien, Paläſtina und Aegypten. Im Hintergrund dieſer Unruhe⸗ herde ſtehe Sowjetrußland. Wie lange könne Großbritannien noch all dieſem Druck widerſtehen? Es könne ſich kaum noch die Beherrſcherin der Meere nennen. Der Abſtieg Großbritanniens als Empire werde durch einen neuen hervorſtechenden Faktor der Welt · geſchichte herbeigeführt werden, nämlich durch die Luftwaffe. Schwarze Schönhelten bel der Auto-Revue Wänrend der Zeit der großen Autoausstellung in Berlin findet in der Deutschlandhalle, wie berichtet, eine große Revue„Kl sua hell— mit 300 Stundenkilometern durch Afrika“ statt. Dieser Schnappschuß zeigt elnige der schwarz en Schönheiten, die das in der Deutschlandhalle aufgebaute Negerdorf beleben. lich für ein freies Indien einſetzte. „Das Endziel unſeres Vormarſches“, ſo er⸗ klärte er,„wird die Loslöſung aus dem britiſchen Reich ſein. Wenn ſich dieſe Trennung vollzieht und keine Spur von britiſcher Vor · herrſchaft mehr übrig geblieben iſt, dann wer⸗ den wir uns vielleicht in der Lage ſehen, un⸗ ſere zukünftigen Beziehungen mit Großbritan⸗ nien durch ein von beiden Seiten freiwillig eingegangenes Bündnis neu zu geſtalten.“ Die Entwicklung der Beziehungen werde aber zu einem großen Teil vom britiſchen Volk ſelbſt abhängen. Er ſei ſehr von der Haltung de Va⸗ leras beeindruckt. Mit dem Präſidenten von Irland wünſche er auch zu ſagen, daß Indien keine feindlichen Gefühle gegen das engliſche Volk ſelbſt hege. Indien bekämpfe aber Großbritannien als Welt⸗ macht. Es ſei bekannt, daß Großbritannien auf dem Grundſatz aufgebaut ſei: Divide et impera— teile und herrſche. Dasſelbe Prinzip der Tei⸗ lung ſpiegele ſich, wenn auch in anderer Form, in der neuen indiſchen Verfaſſung wider. Wenn auch dieſe Verfaſſung vom indiſchen Volk end⸗ gültig abgelehnt worden ſei, ſo zweifle er doch nicht daran, daß Großbritannien ein anderes Syſtem zur Zerſtückelung Indiens erſinnen Scherl-Bilderdienst(M) Der Präſident ſchloß mit einem Aufruf an die Kongreßmitglieder, nach Zuſammenfaſſung aller Kräfte in einem Maſſenangriff für die in⸗ diſche Unabhängigkeit und die Freiheit der po⸗ litiſchen Gefangenen zu kämpfen. 2 Der Nationalkongreß hat der Stadt Haripur ein völlig neues Geſicht gegeben. Um die aus ganz Indien herbeiſtrömenden Menſchenmen⸗ gen unterbringen zu können, iſt eine neue Stadt, die„Bambus⸗City“, gebaut wor⸗ den, die 300 000 Menſchen beherbergen kann. Zur Verſorgung der Maſſen wurden ganze landwirtſchaftliche Betriebe an Ort und Stelle geſchaffen, ſo eine Muſterfarm mit 500 Kühen. Speiſehallen wurden errichtet, Quellen gebohrt und Lichtleitungen von Surat her gelegt, das rund 50 Kilometer von der Bambus⸗City“ ent⸗ fernt liegt. Für Gandhi, der von dem indiſchen Voll faſt als Heiliger verehrt wird, wurde eine eigene Hütte am Waſſer errichtet. Gandhi wird ſich aber, wie man annimmt, an den Kongreß⸗ debatten nicht beteiligen. fiogon erſchoß ſich Dem Schuß ins Genick zuvorgekommen DNB Bilbao, 20. Februar. Nach einer aus Barcelona eingetroffenen Mitteilung hat der ſowjetruſſiſche Generalkon⸗ ſul in Tarragona, Kogan, Selbſtmord ver⸗ übt. Kogan war von Agenten der GPu auf⸗ geſucht worden, die ihm die Mitteilung über⸗ brachten, umgehend„in beſonderer Miſſion“ nach Moskau abreiſen zu müſſen. Für die Abreiſe war ihm nur eine kurze Friſt geſetzt worden. Der Abtransport Kogans ſollte auf einem ſowjetruſſiſchen Schiff vorgenommen werden. Kogan, der offenſichtlich befürchtete, daß er in Moskau für ſeine gute Be⸗ kanntſchaft mit dem bisherigen ſowjet⸗ ruſſiſchen Geſchäftsträger in Bukareſt, Bu⸗ denko, büßen ſollte, wollte zunächſt die kurze Friſt bis zur Abreiſe zur Flucht benutzen. Als er dazu keine Möglichkeit ſah, erſchoßer ſich, um dem ihn erwartenden Schuß ins Genick zuvorzukommen. 3 Zu Ehren des nach mehr als fünfjähriger Tätigkeit von Rom ſcheidenden deutſchen Bot⸗ ſchafters v. Haſſel gab der italieniſche Außen⸗ miniſter Graf Ciano am Samstagabend unter Teilnahme von Regierungsmitgliedern und Ver⸗ tretern der Behörden und der Wehrmacht ein Abſchiedseſſen. Vor Aufhebung der Ta⸗ fel richtete Graf Ciano an den Botſchafter herz⸗ Kliche Worte der Begrüßung und des Abſchiedes. Ein Franzoſe ſieht die Wahrheit Bertrand de Jouvenel gegen Brunnenver giſtung DNB Paris, 20. Februar. Die„Liberté“, das rechtsſtehende Abendblatt der franzöſiſchen Volkspartei Doriots, veröf⸗ fentlicht einen umfangreichen Aufſatz Bertrand de Jouvenels mit der Ueberſchrift„Das Dritte Reich hat das gigantiſche Werk unternommen, den Menſchen mit der Arbeit zu verſöhnen.“ Einleitend befaßt ſich de Jouvenel mit der angeblichen deutſchen Kriſe und ſtellt feſt, daß all die Phantaſtereien und Gerüchte der fran⸗ zöſiſchen, engliſchen und tſchechoſlowakiſchen Zeitungen nicht von den in Paris akkreditier⸗ ten Preſſevertretern ſtammten, ſondern den Schriftleitungen auf ganz ungewöhnliche und außerordentlich verdächtige Art und Weiſe zu⸗ gegangen ſeien. pariſer note an kngland Gemeinsame Aklion gegen Wien erhofft Vonunserer Parlser Schriftleitung h. w. Paxis, 20. Februar. Das franzöſiſche Außenminiſterium hat der engliſchen Regierung, wie in diplomatiſchen Kreiſen verlautet, eine Note übermittelt, die zu einer gemeinſamen Aktion gegen Oeſterreich auf⸗ fordert. Wien und Berlin ſollen dahin beein⸗ flußt werden, ſich an jene Auffaſſung von„Un⸗ abhängigkeit Oeſterreichs“ zu halten, wie ſie den Pariſer Status-quo-Politikern vorſchwebt. Selbſt in der franzöſiſchen Preſſe findet dieſer Plan, hinter dem hauptſächlich das dauernde Drängen der Tſchechoſlowakei nach diplomatiſchen Aktionen ſteckt, wenig Begeiſte⸗ rung und Zutrauen. In ſenſationeller Weiſe nimmt der„Matin“ zu den diplomatiſchen Treibereien der letzten Tage Stellung. Er ſchreibt:„Moskau will Europa in Brand ſtecken, um die Weltrevolution zu entfeſſeln. Unſere 72 kommuniſtiſchen Kam⸗ Eden gegen chamberlain Die englischen Zeitungen sprechen von einer Kabineiisłkrise London, 20. Febr.(HB⸗Funk.) Die engliſchen Sonntagsblätter befaſſen ſich in größter Aufmachung mit den letzten Beratun⸗ gen des britiſchen Kabinetts. Der„Obſerver“ ſpricht davon, daß es im Ka⸗ binett am Samstag zu Meinungsver⸗ ſchiedenheiten zwiſchen Eden und Cham⸗ berlain über die Methode gekommen ſei, die die britiſche Diplomatie gegenüber Ita⸗ lien anwenden ſolle. Das Blatt behauptet, die Anſichten in der Regierung gingen zum Teil be⸗ reits ſo weit, daß ſie unter Umſtänden die Er⸗ oberung Abeſſiniens anerkennen würde. „Sunday Dispatch“ verſieht ſeine Meldungen mit ſenſationellen Ueberſchriften und betont, daß die für Sonntag angekündigten Beſpre⸗ chungen vielleicht entſcheiden werden, ob Antony Eden Außenminiſter bleibe. Eine Einigung ſei ſchwierig geworden. Das Blatt behauptet dann weiter, daß der Premierminiſter dem italieni⸗ ſchen Botſchafter einen Plan zur Verſtän⸗ digung vorgelegt habe, gegen den ſich aber Eden gewandt habe. Der„Sunday Expreß“ will ſogar davon wiſ⸗ ſen, daß Eden ſein Rücktrittsgeſuch eingereicht habe. Neville Chamberlain ſetze ſich für eine ſchnelle Verſtändigung mit Italien ein; er ſei ſogar bereit, die italieniſche Oberhoheit über Abeſſinien anzuerkennen. Eden werde niemals einer Anerkennung der abeſ⸗ ſiniſchen Eroberung zuſtimmen, es ſei denn, daß der Völkerbund entſcheide. Es werde ſogar be⸗ hauptet— ſo ſchreibt das Blatt—, daß Eden in Gegenwart Grandis gegen den Vor⸗ ſchlag Chamberlains proteſtiert habe. * Lloyd George, der ſich ſeit einiger Zeit an der franzöſiſchen Riviera aufhielt, iſt mit Rück⸗ ſicht auf die augenblickliche Situation am Sams⸗ tagabend plötzlich nach London zurückgereiſt. merabgeordneten dienen der Komintern als Ma⸗ növriermaſſe, um auf die franzöſiſche Regierung Druck auszuüben und ſie in die ſchlimmſten Abenteuer zu verſtricken.“ Das Blatt ſchildert dann das diplomatiſche Spielin Lon⸗ don, dem es die Tatſache gegenüberſtellt, daß die Achſe Berlin—Rom durch die letzten Ereig⸗ niſſe zwiſchen Berlin und Wien in keiner Weiſe abgeſchwächt worden ſei— eine Auffaſſung, die der römiſche Berichterſtatter des Blattes mit dem Satz belebt:„Die Achſe Berlin—Rom iſt ſolider denn je.“ Alle Hoffnungen der Achſen⸗ gegner ſeien umſonſt. Den traditionellen Höhepunkt der Auto⸗ mobilausſtellung, die die größte ihrer Art iſt, die die Welt bisher ſah, bildete am Samstag ein Empfangsabend im Reichs⸗ propagandaminiſterium, der die große Zahl der ausländiſchen Gäſte mit zahlreichen führenden Perſönlichkeiten aus Partei, Staat, Wirtſchaft und Kunſt für einige Stunden geſellig vereinte. Ueber den wirklichen Sinn der Maßnah⸗ men vom 4. Februar ſeien ſich alle ehr⸗ lichen ausländiſchen Beobachter in Berlin einig: es handele ſich um einen weiteren Schritt in der Organiſierung der deutſchen Nation durch die Nationalſozialiſtiſche Partei, um eine Konzentration der Macht in den Händen des Führers und Reichskanzlers. Als Adolf Hitler als Chef der ſtärkſten aller Parteien am 30. Januar 1933 zur Regierung berufen worden ſei, habe er ſich etwa⸗20 ver⸗ ſchiedenenen Sonderregierungen gegenüber be⸗ funden. Die fünf ſeitdem vergangenen Jahre ſeien fünf Fahre der Eroberun'g des Staates durch die Partei geweſen. Dieſer Vorgang ſei die einzige Erklärung für die im Auslande ſo falſch verſtandene„innere Kriſe“. Bertrand de Jouvenel macht in ſeinen wei⸗ teren Ausführungen die franzöſiſchen Leſer mit den großartigen ſozialen Werken des neuen Deutſchland bekannt. Er berichtet über den Auf⸗ bau der Arbeitsfront und der Organiſation „Kraft durch Freude“. Er weiſt auf das entſtehende KdoF⸗Seebad auf Rügen hin, das deutſchen Arbeitern für geringes Geld Zim⸗ mer von einer Vornehmheit biete, um die man⸗ ches der franzöziſchen Hotels für bürgerliche Gäſte neidiſch ſein würde. Auch die großen Dampfer für Arbeiterferienfahrten werden er⸗ wähnt. Beſonders unterſtreicht de Jouvenel die Schönheit der Arbeitsſtätten. In dieſer Hin⸗ ſicht ſeien gerade in induſtriellen Gegenden be⸗ ſondere Ergebniſſe erreicht worden. Das ſei eine gigantiſche Leiſtung. Die na⸗ tionalſozialiſtiſche Idee ſei die Verſöhnung des Menſchen mit ſeiner Arbeit. Begeiſterte Worte findet der franzöſiſche Journaliſt für die Leiſtungen der NS⸗Volls⸗ wohlfahrt, die er an Hand von Zahlen erläu⸗ tert. Der Aufſatz ſchließt mit den Worten, daſ Deutſchland alles das überwunden habe, woran man in Frankreich leide: verfallene Miets⸗ kaſernen, ungeſunde Büros, die Gefahren der Verbreitung anſteckender Krankheiten. Eine gi⸗ gantiſche Armee ſei gegen die kleinen Hüßlich · keiten und die großen Uebel des modernen Le⸗ bens mobiliſiert worden! Staatsgefährlicher Cendenſchurz Schy/ ar-rot· gelhe Negerinnen erregien Aer gernis la. Dresden, 20. Febr.(Eig. Bericht.) Wie uns aus Reichenberg berichtet wird, vereitelte dort der Spürſinn eines tſchechi⸗ ſchen Polizeibeamten ein furchtbares Verbre⸗ chen, das das Prager Syſtem in ſeinen Grund⸗ feſten zu erſchüttern drohte. Bei einer Faſchingsveranſtaltung hatten ſich zwei Mädchen als Negerinnen verkleidet und mit ihren originellen Koſtümen viel Heiterkeit erweckt. Während alles ſchmunzelte, verdüſterte ſich plötzlich die Miene des tſchechiſchen Ueber⸗ wachungskommiſſars, der das harmlos⸗fröhliche Treiben ſudetendeutſcher Menſchen auch hier mit Späherblicken beobachtete. Was mußten ſeine zornſprühenden Augen ſehen? Die beiden Negerinnen trugen ſchwarze Strümpfe, dazu einen Lendenſchurz aus gelb⸗ lichem Flaſchenhülſenſtroh, den Kopf aber ſchmückten rote Turbane. Das Staatsverbre⸗ chen war offenbar! Die Beſtimmungen des tſchechoflowakiſchen Republikſchutzgeſetzes, die eine Zuſammenſtellung der Farben ſchwarz⸗ rot⸗gelb als„großdeutſche Propa⸗ ganda“ unter Strafe ſtellen, gelten nämlich merkwürdigerweiſe auch heute noch. Mit ſtrenger Miene erhob ſich der in ſeinen patriotiſchen Gefühlen aufs tiefſte verletzte tſche⸗ chiſche Regierungskommiſſar, ſchritt auf die beiden Uebeltäterinnen zu und brachte die Ahnungsloſen, die ſich ihrer ſchändlichen Tat gar nicht bewußt geworden waren, aus dem Saal, den ſie erſt nach ſofortigem Umkleiden wieder betreten durften. Die tſchechoflowakiſche Republik war wieder einmal gerettet. Was wäre wohl geſchehen, taucht unwillkürlich die Frage auf, wenn irgendeine zufällige An⸗ einanderreihung von Farben und Symbolen ſich in der kühnen Phantaſie tſchechiſcher Kon⸗ trollorgane zu einem Hakenkreuz geformt hätte? Es iſt nicht auszudenken. 4 4 „Haken! Kleine Durch N ten ereigne mer Stad f e ahr, Verletzten Krankenhav Wegen 2 von gro Nacht vom Perſone Wir Die aus den Bergen ſportler nic man ſeine? gebiete, die im Schwar und in der Odenwa treibende 5 allerlei Sch bach beförd Nach den Samstag d auptbahnl Schiläufer, .42 Uhr an ler von Ma Reiſeve: chendende i Mün In der le leſen könne und Goldſd ſich dabei g Recht zu ti ähnlicher F Antwort gi vom 6. Mä Fundes ode auf dem der auch der L den“! Fur Werktag Das gilt f altertümer Siedlungsſt wie für ein unterläßt o zieht, muß Im Dezem und preußiß hung und! daß auch al Bodenaltert auf ſchnellſt melden. Di fort an die kulturgeſchi⸗ Leberkt Die deutſ ilfswerk 1 ebertranen Reichsapoth theken verz gegen Vorl Flaſche Lel vergütung Apothekerſch geſtellten A auf die Ri Notſtandsaſ den vollen men. Schreibn Die Deu eine großzü Erh 10 ſchen aſe veranſtalten wird das DAß auf Die oberſte gehoße, e u enoſſe, auc eilnahme eine Leiſtun dem werder So leer v iar—1 mmen eb ruar. etroffenen neralkon⸗ nord ver⸗ zPu auf⸗ ing über⸗ Miſſion“ Für die iſt geſetzt ſollte auf enommen efürchtete, rte Be⸗ t ſowjet ⸗ eſt, Bu die kurze itzen. Als zer ſich, i8s Genick nfjähriger chen Bot⸗ he Außen⸗ nd unter und Ver⸗ macht ein der Ta⸗ fter herz⸗ bſchiedes. Lit aßnah⸗ alle ehr⸗ Berlin en Schritt Nation „um eine nHänden kſten aller ſtegierung .20 ver⸗ nüber be⸗ en Jahre un'g des n. Dieſer ir die im re Kriſe“. inen wei⸗ zen Leſer hes neuen den Auf⸗ aniſation t auf das hin, das eld Zim⸗ die man⸗ ürgerliche e großen erden er⸗ wenel die eſer Hin⸗ enden be⸗ Das ſei Die na⸗ nung des anzöſiſche S⸗Volks⸗ en erlüu · rten, daß be, woran e Miets · ihren der Eine gi⸗ Häßlich⸗ ernen Le⸗ Ieʒ 15 ngen des tzes, die chwarz⸗ Propa⸗ nämlich in ſeinen etzte tſche⸗ auf die achte die ichen Tat aus dem Imkleiden lowakiſche erettet. villkürlich illige An⸗ Symbolen cher Kon⸗ mt hätte? 4 „Hakenkreuzbanner“ Sroß-Mannheim Montag, 21. Februar 1938 Kleine Wochenend⸗Ereignifſe Durch Nichtbeachtung der Verkehrsvorſchrif⸗ ten ereigneten ſich am Samstag im Mannhei⸗ mer Stadtgebiet ſieben Verkehrsun⸗ Lah 8 bei denen vier Perſonen verletzt und echs Fahrzeuge beſchädigt wurden. Zwei der Verletzten mußten Aufnahme im Städtiſchen Krankenhaus finden. Wegen Ruheſtörung und Verüben von grobem Unfug Sen in der Nacht vom Samstag zum Sonntag ſieben Perſonen zur Anzeige. Winkerſpork war Trumpf Die ausgezeichneten Schneeverhältniſſe in den Bergen ließen ſelbſtverſtändlich die Winter⸗ ſportler nicht ruhen. Mit Begeiſterung ſchulterte man ſeine Bretter und fuhr in die Winterſport⸗ gebiete, die ja bei dieſem Wochenende nicht nur im Schwarzwald, ſondern auch im Odenwald und in den Pfälzer Bergen lagen. Nach dem Odenwald ſtrebten 5 viele winterſport⸗ treibende Kraftfahrer, wie auch die Kurszüge allerlei Schiläufer zur Tromm und nach Eber⸗ bach beförderten. 3 Nach dem Schwarzwald beförderte am Samstag der um 14.30 Uhr den Mannheimer auptbahnhof verlaſſende Sportſonderzug 240 Schiläufer, während der Sportſonderzug um .42 Uhr am Sonntagfrüh gar 450 Winterſport⸗ ler von Mannheim aus mitnahm. Der übrige Reiſeverkehr bewegte ſich über das Wo⸗ chendende in normalen Grenzen. Münzfunde ſind anzumelden In der letzten Zeit hat man wiederholt davon leſen können, daß in alten Häuſern ein Silber⸗ und Goldſchatz gefunden wurde. Mancher wird ſich dabei gefragt haben, was er nach deutſchem Recht zu tun hat, wenn ihm eines Tages ein ähnlicher Fund in die Hand geraten ſollte. Die Antwort gibt einmal das„Ausgrabungsgeſetz“ vom 6. März 1914. Danach iſt der Entdecker des Fundes oder der Eigentümer des Grundſtücks, auf dem der Fund gemacht wird, gegebenenfalls auch der Leiter der Arbeiten verpflichtet, den“ Fund ſpäteſtens am nächſten Werktag der Polizei anzuzeigen. Das gilt für alle kulturgeſchichtlichen Boden⸗ altertümer und Funde in Geſtalt von Gräbern, Siedlungsſtellen, Befeſtigungsanlagen, ebenſo wie für einzelne Gegenſtände. Wer die Anzeige unterläßt oder den Fund beſchädigt oder hinter⸗ zieht, muß damit rechnen, daß er beſtraft wird. Im Dezember vorigen Jahres hat der Reichs⸗ und preußiſche Miniſter für Wiſſenſchaft, Erzie⸗ hung und Volksbildung ausdrücklich beſtimmt, daß auch alle Münzfunde als kulturgeſchichtliche Bodenaltertümer zu gelten haben. Auch ſie ſind auf ſchnellſtem Wege der Ortspolizeibehörde zu melden. Die Polizei gibt die Angelegenheit ſo⸗ fort an die ſtaatlichen Vertrauensmänner für kulturgeſchichtliche Bodenaltertümer weiter. Leberkranſpende für das WyW Die deutſche Apothekerſchaft hat dem Winter⸗ ilfswerk 10 000 Gutſcheine über je eine Flaſche ebertranemulſion zur Verfügung geſtellt. Der Reichsapothekerführer hat gleichzeitig alle Apo⸗ theken verpflichtet, bedürftigen Volksgenoſſen gegen Vorlage eines Scheines koſtenlos eine Flaſche Lebertran auszuhändigen. Die Rück⸗ vergütung für die Apotheke erfolgt über die Apothekerſchaft, wobei den wirtſchaftlich beſſer⸗ geſtellten Apothekenleitern anheimgeſtellt wird, auf die Rückvergütung zugunſten anerkannter Notſtandsapotheken zu verzichten, die dafür den vollen Verkaufspreis zurückerſtattet bekom⸗ men. Schreibmaſchinenwettbewerb der Dlꝰ Die Deutſche Arbeitsfront wird in Kürze eine großzügige und in dieſer Form erſtmalige Erh 1 über den Leiſtungsſtand der deut⸗ ſchen aſchinenſchreiber und ⸗ſchreiberinnen veranſtalten. In der Zeit vom 1. bis 10. April wird das erſte Reichsleiſtungsſchreiben der DAß auf der Schreibmaſchine durchgeführt. Die oberſte Leitung liegt beim Amt für Berufs⸗ gehoße, e und Betriebsführung. Jeder Volks⸗ enoſſe, 3 der Anfänger, iſt zur koſtenloſen eilnahme berechtigt. Für jede Leiſtung wird eine Leiſtungsbeſcheinigung ausgeſtellt, außer⸗ dem werden Gau⸗ und Reichspreiſe ausgeſetzt. Ber Jonntag im Zeiclien cler Fülnevꝛecle Herrlicher Sonnenschein lag über diesem denkwürdigen Feierlog des deuiscien Volkes Im Zeichen der Führerrede ſtand dieſes Wo⸗ chenende, dem man überall mit geſpannten Er⸗ wartungen entgegenſah. Wo eine ganze Welt den Atem anhielt, um zu erfahren, was der Führer zu ſagen hatte, war es ſelbſtverſtänd⸗ lich, daß jeder einzelne ſich ganz auf die Ueber⸗ tragung der Reichstagsſitzung einrichtete und dafür ſorgte, zur erſten Nachmittagsſtunde des Sonntag im Hörbereich eines Rundfunkemp⸗ fängers zu ſein. Zwiſchen Winter und Frühling Ein Sonnentag, wie er uns ſchöner nicht hätte beſchert werden könen, brach nach einer ſternenklaren Nacht an, als ſich viele Mannhei⸗ mer zu einem Frühſpaziergang an⸗ ſchickten. Noch hatte der leichte nächtliche Froſt auf Waſſerpfützen eine leichte Eisdecke geſchaf⸗ fen und noch knirſchte der Schnee unter den Füßen, der in den Schattenlagen außerhalb der Stadt immer noch anzutreffefn war. Wenn man gar in die Nähe der Vororte kam, durfte man meiſt eine zuſammenhängende, nur ganz vereinzelt unterbrochene Schneedecke feſtſtellen. Bei einer herrlichen Fernſicht boten die weißverſchneiten Berge des Odenwaldes und der Bergſtraße einen wundervollen Anblick. So trug dieſer Sonntag deutlich alle Merk⸗ male der Zeit zwiſchen Winter und Frühling! Wenn dieſer Schnee außerhalb der Stadt nicht geweſen wäre, dann hätte man ſich mit vorrückender Stunde mitten in den Vor⸗ frühling verſetzt fühlen können. Warm ſchien die Sonne vom wolkenloſen, tiefblauen Him⸗ Wo durch Lautsprecherübertragung die Rede des Führers auf den Strahen mitgehört wer—- den konnte, sammelten sich überall Volksgenos sen, die freudig diese Gelegenheit wahrnahmen, an dem grohßen Geschehen teilnehmen zu können. Werkſcharmänner in frohem Kreiſe Familienabend des hauptwerkſchargebietes II in Uecharau Einmal wenigſtens im Jahr wolle das Haupt⸗ werkſchargebiet II auch die Familien, die Frauen, Söhne, Töchter und Bräute ihrer Werkſcharfüh⸗ rer und Werkſcharmänner zu einem gemein⸗ ſchaftlich frohen Beiſammenſein einladen, um— wie Hauptwerkſcharführer W. Lampe in ſeiner Begrüßung meinte— ſie zu „verſöhnen“. Denn mit dem Dienſt, der doch notwendig ſei, wenn die Werkſchararbeit ge⸗ deihen und ihren Sinn erfüllen ſoll, ſei ſo manche Familienmutter nicht ganz einverſtan⸗ den. Und obwohl nun Gelegenheit war, über Aufgabe und Wollen der Werkſcharen als der jüngſten Formation der Bewegung zu ſprechen, verzichtete der Gebietsführer auf ſolche beleh⸗ rende Rede. Frohſinn und Freude allein ſolle dieſer Abend gewidmet ſein und alſo auf ſeine Art Verſtändnis wecken. Der Abend fand am Samstag im Vereins⸗ haus„Volkschor“ in Neckarau ſtatt, in deſſen großem faſchingsgeſchmückten Saal. Neben der 80 leer waren am Sonntagmittag die Planken während der Uebertragung der Führerrede. Reihe langer Tiſche, die in liebevoller Aufmerk⸗ ſamkeit mit Grün und Blumen verziert waren, hatte man Platz genug gelaſſen für den Tanz, der ſich der Vortragsfolge anſchließen ſollte. Und nun wickelte ſich ein recht buntes und vielfältiges Programm ab, das bei den geſpannt Zuſchauenden viel Freude und Heiterkeit und oft genug lauten Beifall herauf⸗ beſchwor, nicht zuguterletzt deshalb, weil alle Nummern von Familienangehörigen beſtritten wurden. Nicht allein von den Werkſcharen der verſchiedenen Firmen; vertreten waren Heinrich Lanz AG, Joſef Vögele AG, Mohr u. Feder⸗ haff, Eſch u. Co., Johann Schreiber, Bad. Aſſe⸗ curanz⸗Geſellſchaft, Mannheimer Milchzentrale, Telegrafenbauamt, Baubetrieb Perſonenbahn⸗ hof. Auch ſonſtige Angehörige der Werke hatten ſich an der Ausgeſtaltung beteiligt und außer⸗ dem auch Angehörige ihrer Familien. Da gab es ein Tanz⸗ und Geſangsduett, Hand⸗ harmonikaſpiel und ſogar Schuhplattler, dazwi⸗ ſchen die flottgeſpielten Märſche der TBA⸗ Kapelle(Telegrafenbauamt) unter ihrem tempe⸗ ramentvollen Dirigenten Munkay. Märſche wie „Heil Europa“,„Alte Kameraden“,„Funkheil“ wurden von ihr geſpielt. Sehr ſchön ſang der Werkchor von Lanz, ſinnvoll ausgeſucht. Als erſtes„Schwinge dich auf, mein Lied“, von Führmann, das wie eine Aufforderung iſt, nun, nach des Tages ernſter Arbeit, der Fröhlichkeit Raum zu geben und ſich zur Freude zu beken⸗ nen. Uebermütiger dann die„Lenzfahrt in die Pfalz“ von Sonnet und das reizende Liedchen „Darf ich's Dirnd'l lieben“(von Jung). Auch das Marſchlied„Früh morgens, wenn die Hähne krähen“, das die Werkſchar Lanz und Mannheimer Milchzentrale mit kräftigem Schwung gleich zu Beginn ſang, traf dieſe luſtige und heitere Note, die von ſolchem Abend erwar⸗ tet wird. Die drei Schweſtern Benz erfreuten ſich mit ihrem munteren und hübſchen Handhar⸗ monikaſpiel. Fritz Janeck ſang mit gutklingen⸗ dem Bariton aus Tannhäuſer„Blick ich umher“ und„Lied an den Abendſtern“, und auch dieſes Ernſtbewegte wurde mit viel Beifall aufgenom⸗ men. Zwiſchendurch trat Werkſcharführer Haas von Lanz ans Rednerpult, um von dort ſeine beſondere Rede, eine gedichtete witzvolle An⸗ ſprache, vom Stapel zu laſſen, deren beſondere Pointen und Anpflaumereien natürlich nur von den Eingeweihten verſtanden und weidlich be⸗ lacht wurden. Wie man ja nur zu gerne lacht, wenn die kleinen mitmenſchlichen Schwächen in humorvoll verſöhnendem Ton angegriffen wer⸗ den. Schließlich muß noch die Plattlergruppe der Berglerburſchen erwähnt werden, die mit ihren ausgelaſſenen Schuhplattlern(darunter der derbausſehende beliebte und ſehr belachte Wat⸗ ſchentanz) einen Sturm der Heiterkeit auslöſten. Aufn. Jütte(3) Die Gaststätten machten durch Plakate beson- ders darauf aufmerksam, daß in den Lokalen das Mithören der Reichstagssitzung möglich war. mel— ja ſie ſchien am Nachmittag ſo warm, daß auch die letzten Schneereſte überall dort ſchmolzen, wo die Sonne mit ihren Strahlen hinkam. Lediglich im Schatten konnte ſich ſelbſt an den kleinen Hängen des Friedrichsplatzes der Schnee noch behaupten. Alles hörte den Führer! So verlockend auch die Sonne in den Mittag⸗ ſtunden ſchien— die Straßen blieben menſchenleer. Nur ganz vereinzelt ſah man einen Volksgenoſſen über die Straße huſchen, denn überall ſaß man um die Lautſprecher verſammelt. In erſter Linie hörte man im Kreiſe der Familie die Führerrede ab, dann aber auch in den Lokalen. Meiſt beeilte man ſich, mit dem Mittageſſen fertig zu werden, um dann in Ruhe den Wor⸗ ten des Führers lauſchen zu können. Es war ſelbſtverſtändlich, daß ſämtliche Lokale für die Uebertragungsmöglichkeit geſorgt hatten und daß man überall die denkwürdige Reichstagsſitzung miterleben konnte. Auch die Lichtſpielhäuſer hatten ihre Pforten geöffnet, um den Volksgenoſſen, die zu Hauſe kein Rundfunkgerät beſitzen und ſonſt keine Möglichkeit zum Mithören hatten, die Teilnahme an dem großen Geſchehen zu ermög⸗ lichen. Hier und da ſorgten auch Rundfunk⸗ geſchäfte für die Uebertragung auf die Straße. Daß ſich die Paſſanten eine ſolche Gelegenheit nicht entgehen ließen, war ſelbſtverſtändlich. Später Uachmittagsſpaziergang Später, als man eigentlich erwartet hatte, konnte man den Nachmittagsſpaziergang antre⸗ ten, denn es hatte wohl kaum jemand damit gerechnet, daß der Führer genau drei Stunden ſprechen würde. Wie im Fluge verging die Zeit, ſaß man doch gebannt vor den Lautſprechernl! Nach Schluß der Uebertragung mangelte es beſtimmt nicht an Geſprächsſtoff. Vor allem wurde man gegen Abend in den Gaſtſtätten „ſeßhaft“. Ueberall ſprach man über die gewal⸗ tigen Erfolgszahlen, die deutlich vor Augen führten, was im nationalſozialiſtiſchen Reich in fünf Jahren geleiſtet wurde. Dieſer 20. Fe⸗ bruar 1938 wurde wiederum ein Markſtein in der Geſchichte des nationalſozialiſtiſchen Deutſch⸗ land! j — Sonderausgabe für Werkbüchereien Der„Meyer“ in 36 Bänden Die in enger Zuſammenarbeit mit den zu⸗ ſtändigen Parteidienſtſtellen geſchaffene 8. Auf⸗ lage von„Meyers Lexikon“, die ihrer weltanſchaulichen klaren Ausrichtung wegen als einziges großes Nachſchlagewerk in die NS⸗ Bibliographie aufgenommen wurde, ſoll jedem Volksgenoſſen zugängig werden. Auf An⸗ Herrenschneiderei 22 für alle Truppenteile- Uniformmützen— Militärefekten Scharnagl& Horr, P7, 19 An den Planken Fernsprecher 22094 regung des Amtes„Deutſches Volksbildungs⸗ werk“ der DAßF iſt daher beim Bibliographi⸗ ſchen Inſtitut eine Sonderanfertigung herge⸗ ſtellt worden, die für Werkbüchereien eine Drei⸗ teilung der 12 Bände vorſieht. Es können alſo gleichzeitig 36 einzelne Bände der Bücherei entnommen und einer größeren Anzahl von Gefolgſchaftsmitgliedern zur Verfügung ge⸗ ſtellt werden. „Dakenkrenzbanner⸗ Montag, 21. Februar 1988 Sonſt kehtmorgeninder zeitung 8 K Gas zum Plätt as 2 Laen iſt 2 Gas zu ſchlucken— ich möcht wetten— Iſt ſchon weniger vergnüglichl Drum beachtet beim Verbrauch ——+— Ein alter Schlauch 5 um— eh'n, Doch r Gas— dänke ſchön! Fenh den Kindern auf die Pfoten enn ſie an dem Gashahn puhlen. Das ſei ihnen ſtreng verboten. Lehrt's zu Haus und in den Schulen! Meidet Licht, wo Gasgerüche, — den Funken vom Kontakt. ennt auch niemals aus der Küche, Wenn was in der Pfanne backt. Leuchtet keine lecke Leitung t dem Kerzenſtummel ab. Sonſt ſteht morgen in der Zeitung: Wieder einer reif für's Grab! H. M. Arbeitsbuchanzeigen vereinheitlicht Durch einen im Reichsanzeiger vom 10. Fe bruar veröffentlichten Erlaß hat der Reichsar⸗ beitsminiſter die bisherigen Vorſchriften über Urbeitsbuchanzeigen und Krankenkaſſenmeldun · gen für Pflichtmitglieder der Orts⸗, Land ⸗ und Innungskrankenkaſſen und für arbeitsloſenver⸗ ſicherungspflichtige Angeſtellte v ereinheit ⸗ licht um vereinfacht. Am 15. Februar ſind für dieſen Perſonen⸗ kreis Arbeitsbuchanzeigen über Beginn oder Ende der Beſchäftigung mit den An⸗ und Ab⸗ meldungen bei Orts⸗, Land⸗ bzw. Innungs⸗ ſſen zu verbinden. Dadurch wird für en Betriebsführer die Arbeitver⸗ ˖ 33 cht und der——— Eingang der rbeitsbuchanzeigen ſichengeſtellt. Für Kranken⸗ kaſſenmeldungen und Arbeitsbuchanzeigen wer⸗ den einheitliche Vordrucke eingeführt, die im Surchſchreibeverfahren ausgefüllt werden kön⸗ nen. Die Vordrucke werden von den Kranken⸗ kaſſen unentgeltlich abgegeben. Für Arbeits⸗ huchinhaber, die nicht zu dem genannten Per⸗ fonenkreis gehören, ſind die Arbeitsbuchanzei⸗ —5 wie bisher unmittelbar an die Ar⸗ eitsämter zu richten. Das gleiche gilt bei allen Urbeitsbuchinhabern für die Anzeigen von Ein⸗ tragungen über Wehiengee oder weſent⸗ liche Aenderungen in der Art der Beſchäftigung. Im Arbeitsbuch müſſen in Zukunft Be⸗ —— Ende und weſentliche Aenderungen der chäftigung, ferner jeder Wohnungswechſel e werden. Von allen Eintragungen iſt Anzeige zu erſtatten. Dieſe Eintragungen und Anzeigen ſind für eine planmäßige Len⸗ kung des Maffun rrr, 1 uskunft⸗ ihre Unterlaſſung iſt ſtrafbar.“ erteiten die Arbeitsämter und die Orts⸗, Land⸗ und Innungskrankenkaſſen. „Tiederhain“ und„Sängerheim“ feiern ihr Faſchingsfeſt „Ungeküßt ſoll man nicht ſchlafen gehn“, hieß die vielperſprechende Deviſe, die die Lied⸗ gemeinſchaft der Geſangvereine„Liederhain und Sängerheim“ ihrem Großen Maskenball voranſtellte. Ob ſolch menſchenfreundlicher Aufforderung Folge eie, wurde, bleibe da⸗ ingeſtellt. Jedenfalls, was ſich in ſpäten Abendſtunden des Kee in den originell usgeſchmückten Räumen des Kolpinghauſes em Auge bot, war: ein dichtes und unentwegt munteres Gebränge auf den Tanzflächen,— ber Kapellen ſpielten—, luſtiger Aufmarſch der Jugend bei der Maskenprämiierung— auch eine Anzahl Männer hatten ſich löhlicher weiſe in eine Maske geſteckt— und ſtillver⸗ nügtes Sitzen beim Gläschen Wein unter Vä⸗ ern und Müttern. Unten in der Halle gab es ein Lottexieſpiel. Vor den Toren des Kol⸗ pinghauſes aber hielten die Vorübergehenden an, um einen neibvollen Blick in die Halle zu werfen, wo die Pärchen auf und ab wändelten und mit ihren ſtrahlenden Geſichtern den üher⸗ tagsfef Beweis eines wohlgelungenen Fa⸗ chingsfeſtes boten. st. Ernſtes und frohes Schach vom Winterturnier und einem ſchönen Uarrenſchachabend Der Mannheimer Schachklub hat in allen Spielklaſſen des Winterturniers die Sieger er⸗ mittelt. Nur einige Partien ſtehen noch aus. Sie werden permutlich auf die Plaeierung der Teilnehmer Einfluß haben. Der Klubmeiſter für 1938 heißt, wie man ohne beſondere Ueber⸗ raſchung vernehmen wird, Heinrich. Kenn⸗ für ſeinen Spielthp iſt die techniſch l ere Partieanlage und eine Vorliebe für das Gebiet des Endſpiels. 85 Punkte (aus 9 Partien) iſt ein vorzügliches Fe das Turnier ſtark, wenn auch 345 eſtens eſetzt war. Und auch die Neulinge Mühl und Schnepf haben ſich würdig„alten“ Kämpen wie Fleißner, Weing tangeſchloffen. Das Eigen⸗ artige an dem diesjährigen Kampf um die Klub⸗ iſt das Verſagen des Titelverteidi⸗ gers Beck, Stand: Heinrich 8/%(Klubmeiſter), Leon⸗ hardt 5½. zwei unbeendete Partien, Mühl 4% 7 eine Hängepartie, Fleißner 4 7 zwei., Schnepf 3½— zwei 3 Lützenbürger 3/ + eine., Weinacht 3— drei H. uſw. „2. Klaſſe: rodt, der das ganze Turnier über eine knappe Führun behauptete, rang in einer entſcheidenden und übrigens ſpannenden Partie Heger nieder. Mit ſeinen 7 Punkten kann ihn niemand mehr einholen, ſo daß 10 in die⸗ ſer i Gruppe 1 ein ſchöner Erfolg zuteil wurde. Um den zweiten Preis ſtreiten ſich die Kirhener 3 Portſcheller 4% eine., 2 chauer 5, Blümel 4— zwei Hängepaxtien, eger 4 eine., während Liebig wohl nur 625 7 gen auf den dritten haben dürfte .). Gruppe 2: Bunrger iſt, wie 704— Turnierſieger. Aber um die nächſten Plätze kön⸗ nen noch wichtige Entſcheidungen fallen. Laufer belegt vorläufig den zweiten Platz mit 6 Punk⸗ ten, doch iſt die Möglichkeit, ihn zu überholen gegeben, weil er bereits ſämtliche Partien ge⸗ pielt hat: Ott 5½% Hängepartie, Frau Beger — 91 Dirſcherl 4½ + H. 3. Klaſſe: In der erſten Gruppe ſiegte ein bewährter, lan jähriger Teilnehmer. Bomma⸗ rius ſelTupete ne Partieverluſt mit 6 Punkten an die Tabellenſpitze. Zweiter Preisträger iſt Reiſer 5½, Dritter Beck 5. Sowohl Engel(374 +.) als auch Richner(2½ + 2.) können nocht an die* aufſchließen. : Auch hier wird einem erfah⸗ renen Spieler ein Erfolg: Wild iſt nicht mehr einzuholen(67%4 Puntie9 Häringer folgt als weiter Preisträger mit 6, dritter könnte mit Punkten. Friederich werden, wenn v. Szo⸗ mogyi— beiden Hängepartien 1 gewinnt. Im anderen Fall würde der dritte Preis zwi⸗ ſchen beiden geteilt werden. 4. Klaſſe: Um den zweiten Preis beſteht noch keine Klarheit, entweder Niſſen oder Mi⸗ chel, der Turnierſieg fällt an Schiering. * Einen ſchachlichen Faſching bereitet der Klub vor. An Samstag, den 26. Februar, wird ein närriſches Blitztürnier uſw. im Klublokal, Kaffee Merkur, N 3, 12, der göttlichen Caiſſa ſehr viele Poſitionen ab⸗ nehmen, auf daß man ſie nicht wiedererkenne. 0 Im Mai wird Altmeiſter Gudehus ſei⸗ nen 70. Geburtstag feiern. In Dankbarkeit und Verehrung veranſtaltet der Mannheimer Schach⸗ klub von Mitte März bis Ende April ein Gude⸗ usturnier, das in drei Spielgruppen nach dem weizer Syſtem vor ſich gehen wird. Gäſte 0 eingeladen in einer beſonderen Gruppe aran teilzunehmen. Jeder—.——◻◻◻++ wird wenigſtens einmal an dieſem bedeutſame Ereig⸗ nis ſein Intereſſe durch Beſuch bekunden. In der erſten Gruppe ſpielen Mannheims beſte Spieler mit. Sänger laſſen ſich nicht„unterkriegen“ der„Liederhalle“⸗Maskenball am Samstag war ein Beweis dafür Der Maskenball des Männergeſang⸗ vereins„Liederhalle“ iſt ſchon längſt ein feſter Beſtandteil der Mannheimer Fas⸗ nacht geworden. Wie ſehr ſich dieſe Veran⸗ ſtaltung einer Beliebtheit erfreut, durfte man am Samstagabend im Ballhaus feſtſtellen, das für dieſen Abend eine beſonders ſchöne Ausſchmückung erfahren hatte. Mehr als ein Rüchte„Liederhaller“ waren auch mehrere Nächte an der Arbeit, um die Dekoration an⸗ zubringen, die Willi Jung mit ſo viel Schmiß und karnevaliſtiſcher Farbenprächtigkeit ent⸗ worfen und mit tatkräftiger Unterſtützung von Fachleuten ausgeführt hat. In dieſem geſchmackvollen Rahmen ent⸗ wickelte⸗ ſich eine fröhliche Stim⸗ mung und da man auch über mangelnden Beſuch ſich nicht beklagen konnte, mußte die Kapelle Mayer ſchon in der zehnten Abend⸗ ſtunde eine Teilung vornehmen und eine Ab⸗ ordnung auch in den unteren Räumen zum Tanz aufſpielen laſſen. Wohl trat dadurch im oberen Saal eine kleine Entlaſtung ein, doch herrſchte bis in die frühen Morgenſtunden unentwegt eine„drangvolle Enge in der man ſich ſo fasnachtsmäßig wohl fühlte. Einen Bombenerfolg hatten die elf Jung⸗ Liederhaller, die als Seeleute erſchienen und mit flotten Weiſen eine Tanzpauſe aus⸗ üllten. Im übrigen beherrſchte unentwegt der nz das Feld! Als beſondere Ueberraſchung war das Er⸗ ſcheinen des Prinzen Bert J. von Modeſien vorgeſehen, dem man einen pompöſen Emp⸗ fang bereiten wollte und der auch einen herr⸗ lichen Relkenſtrauß exhalten ſollte. Die ſchwe⸗ ren Regierungsgeſchäfte Seiner Tollität ſchei⸗ nen es dem unzen aber unmöglich gemacht zu haben, ſich ſeinem närriſchen Volk zu zei⸗ gen, das ihm gar zu gerne ſeine Ergebenheit zum Ausdruck gehracht hätte. Man bedauerte ufrichtig nmleß aver de⸗ en⸗do den 0hf Dünhen, ndern gab ſich vol ganz dem Strüdel des Vergnügens hin. Bis in die frühen Morgenſtunden hinein blieb man beiſammen und als wirklich Feier⸗ abend geboten wurde, war es manchem noch zu früh. Die„Standhaften“ verzogen ſich zu⸗ nächſt nach der Sekt⸗Quelle, um hier weiter den Durſt zu löſchen und als auch hier luß mußte, blieb als letzte Zuflucht as Reſtaurant, das ſich in der Tat als„ret⸗ tende Inſel“ entpuppte. Prinz Karneval im Nationaltheater Das große Jaſchingskabarett Do⸗ po⸗ po/ Eine hurtige Reiſe durch die Welt Vo⸗Po⸗Do heißt„Von Pol zu Pol“ und be⸗ zeichnet die Reiſeroute der vom Karnevalspräſi⸗ denten des Nationgltheaters, Hans Becker, feſtgelegten launigen Fahrt in den Faſching. Als Reiſeleiter tritt Klaus W. Krauſe auf, der mit Humor und Witz plaudert und über die Stationen der Reiſe berichtet. Reben dieſem großen Funkmann ſteht beſcheiden mit dem Kurz⸗ und Kleinwellenſender„Pilo“ Joſef Offenbach, und tut das ſeinige. Wenn Mit Vollgas durch den DDAC⸗Faſching Die mannheimer Mitglieder erlebten am Samstagabend frohe Stunden Das hätte ſich die Mannheimer Ortsgruppen⸗ hrung des DDAc doch nicht träumen laſſen, aß dem diesjährigen bunten Faſchingstreiben ber DDaAc-⸗Ortsgrüppe im Palaſt⸗Hotel„Mann⸗ heimer Hof“ ein ſolcher Erfolg beſchieden fal⸗ ürde, der die früheren derartigen Veranſtal⸗ ungen weit in den Schatten ſtellte. ſchien, als ob ſich alles mit Vollgas inden Strudel des Vergnügens ſtür⸗ zen wollte, denn gleich zu Beginn des Abends ab es ein Gedränge an der eles fun daß ſe guten„Drei von der Tankſtelle“ kaum den eſtellten Anforderun en nachkommen konnten. E2 beſtand die Verp Mce vor Ueberſchrei⸗ ten der Saalgrenze an der Tankſtelle den gra⸗ tis verabreichten Treibſtoff zu tanken. Dieſer Treibſtoff beſtand aus einem Glas erſtklaſſigem WMfälzer Wein, der ſich dann als vorzüglicher 4 rn“ entpuppte und die Stimmung mäch⸗ lig ankurbelte. Einige Beſucher ſchienen über einen vecht gro nk“ zu verfügen, denn ſie ver zutanken⸗ Unter folchen Um⸗ ei einen iollen Andrang, 8213 die„Tankwarte“ 0 tummelten, daß ſie ſi ein Hampfbad ver 110 glaubten. „KMls an dex„Tankſtelle“ der„Treibſtoff“ ver⸗ ſtegt war, bluͤeben dle ſchon recht gut angekur⸗ belten Teilnehmer an der luſtigen Faſchings⸗ fahrt doch nicht auf der Strecke liegen, denn es ab in allen Sälen ſo viel„Zapfſte en“, daß em„Motor“ ſtändig die erforderliche Flüſſig⸗ keit zugeführt werden konnte. Die herrlich Sü en Räume des Hotels vom Silberſgal bis zum Blauen Saal reichten bei dem 331 Andrang nicht aus, ſo daß man auch noch die Hotelhalle hinzunehmen mußte. Nun hatte man 4 Bewegungsfreiheit genug, um aufgroße Fahrt gehen zu können, doch mußte die Fahrtgeſchwindigkeit immer wieder erabgeſetzt werden, weil die„Fahrſtraßen“ ſtän⸗ ig blockiert waren und man ſich nur langſam hindurchwinden konnte. Was—— man noch viel erzählen von einem olch gelungenen Abend? Man ſah ſehr viele chöne Masken, wobei e tellt zu werden ver⸗ dient, daß das weibliche chlecht ſich von ganz wenigen Ausnahmen abgeſehen, koſtümiert hatte, und daß auch die Männer in fant icher Zahl in Maske vertreten waren. An luſtigen r ſobett ei ebenfalls nicht die Kapelle Rohr pielte unermüdlich zum Tanz auf und ſo ſiel es wirklich ſchwer, ſich von der gemütlichen Stätte zu trenen. Joſef Offenbach etwas tut, braucht man keinen Kommentar dazu geben, dann iſt es gut. Nach großem Abſchied von Mannheim und einer rührenden Rede des Präſidenten, zu der der hohe Elferrat verſtändnisvoll nickt, beginnt die Reiſe. Der Vo⸗Po⸗Po⸗Expreß iſt nun ein Wunder der Technik, er ſpringt durch die Welt und ſauſt in wenigen Minuten von Paris nach Alaska und von dort nach Holland. Los geht es eigentlich in Tirol. Da erlebt man eine Origi⸗ nal⸗Muſikkapelle, ein gemiſchtes Bläſerquartett aus zwei Frauen und zwei Männern beſtehnd. Die Bläſerecke des Orcheſters iſt zu dieſem Zwecke ausgeräumt worden, am meiſten gefällt beinahe ſelbſtverſtändlich die Poſaunenjungfrau Auguſte Sander. Lutz⸗Walter Miller führt als italieniſcher Straßenſänger nach Italien. Da gibt es auch eine ganz große Artiſtentruppe, die ſechs Artis⸗ drahtis, die auf dem hohen Seil die gewagteſten Stücke vollbringen. Da iſt vor allem Hans Scherer, der ſich auch ſpäter im wilden Ring⸗ kampf mit ſich ſelbſt als gewaltig ſtarker Mann erweiſen darf. Eliſabeth Stieler ſtemmt vom Seil aus zwei Männer, Wilhelen Trieloff, Robert Kleinert, Herta Zieteman'n und Alice Decarli helfen. Elegant und ſehr mon⸗ dän wird es dann in Paris, hier iſt das Reich der Wera Donalies und ihrer Tänzer. Und vom Parfüm und von der Schwüle des Pari⸗ ſer Nachtlebens erholt man ſich im Böhmer Wald, wo„Die Räuber“ hauſen, Karl Marx hat Schiller hier ein wenig nachgeholſen, und mit ihm zuſammen eine ganz große, wilde An⸗ gelegenheit mit happy end gemacht. Dann wird es ſchwarz vor den Augen, man iſt im Urwald von Kamerun, wo Affen und Schwarze hauſen. Ein„liebliches“ Idyll aus dem ziviliſierten Kannibalien beobachtet man bei Bimba und Bombo, die nach der Verordnung, daß jeder Schwarzer einen Familiennamen haben muß, Paula Stauffert und Hans Becker heißen. Beim Verſuch, von Kamerun nach Rußland zu ſahren, gab es ein Unglück. Der Vo⸗Po⸗Po⸗ Expreß entgleiſte. Man kam nicht nach Ruß⸗ land, ſondern landete— im ſiebten Himmel. Dort ſangen Käthe Dietrich und Veter Schäfer. Höher ging's nimmer! Darum 100 man ſich von den beiden Flügelmännern(Rol Schickle und Guſtav Semmelbeck wieder auf die ſolide Mutter Erde verſetzen. Erſunalig ſtellte das Nationaltheater ſeine ungariſche Da⸗ menkapelle vor, die gleich vorzüglich ſpielt und ſingt,. in Mexiko, hier war die Tanzgruppe wieder zu Hauſe. Holland und der Broadway waren wei⸗ tere Stationen, dann ging es unter dem Tempo⸗ Blitz⸗Kabarett wieder nach Hauſe, und gemüt⸗ lich plauderte man noch einmal mit Joſef Offenbach. Wer ſich für die Namen aller Mitwirkenden intereſſiert, muß ein Verzeichnis des geſamten künſtleriſchen Perſonals des Nationaltheaters vornehmen, dann hat er alle. Unter Karl Klauß ſpielt das Nationaltheaterorcheſter un⸗ ermüdlich, Guſtav Semmelbeck hat es ihm be⸗ ſorgt, nämlich die muſitaliſche Einrichtung. Kräfte tauchten auf, von denen man keine Ah⸗ nung hatte. Wer wußte früher, daß es im Nationaltheater einen Chor der Alaskaſaten gibt, der den Don⸗Koſaken gefährlich zu Leibe rückt. Friedrich Kalbfuß, Ernſt Bekker und Fritz Thomas hatten die luſtige Aus⸗ ſtattung beſorgt. Ein beſonderes Lob aber ver⸗ dienen Wera Donalies für die Leitung der Tänze und das Publikum für die gute Laune, die es mitbrachte. So wurde der Abend ſehr vergnüglich, und das Lachen hörte nicht auf. Die große Kanone des Abends war— natür⸗ lich— Heini Handſchuhmacher, der ein ganzes Kabarett für ſich beſtritt. Er kam in allen möglichen Rollen, vom Affen bis zu Za⸗ rah Leander und Willi Birgel. Als zum Schluß Prinz Karneval(Erich Hallſtro em) ſein närriſches Volk beſuchte, konnte er wohl zufrie⸗ den ſein mit ſeiner Laune, und ihm blieb nur noch übrig, die Parole für alle Zukunft zu ge⸗ ben:„Freut euch des Lebens!“ Dr. Carl J. Brinkmann Die„Grafen“ im Wettkampf Der„Duden“, das amtliche Rechtſchreibe⸗ regelbuch, läßt bekanntlich zu, anſtatt Photo⸗ graph auch Fotograf zu ſchreiben. Dadurch wird nicht nur ſprachlich, ſondern auch in der Schreibweiſe für die vielen„Graphen“, die im graphiſchen Gewerbe beſchäftigt ſind, der„gräf⸗ liche“ Gleichklang hergeſtellt. Allgemein iſt es wenig betannt, wie viele ſolcher Berufe es ge⸗ rade im graphiſchen Gewerbe gibt und wie viele ſolcher„Grafen“ ſich zum Berufswett⸗ kampf ſtellen. Neben den bekannten Typogra⸗ phen, alſo den Setzern, die Druckſachen techniſch herſtellen und auch geſtalten, ſpielen im gra⸗ phiſchen Gewerbe die Fotografen, Reproduk⸗ tionsfotografen, Fotolithographen, Chromo⸗ lithographen, Merkantillithographen, Schrift⸗ lithographen, Kartolithographen, die Chemigra⸗ phen und Xylographen eine wichtige Rolle. Die Fotograſen haben Aufnaheen für die Bildvervielfältigungen herzuſtellen, die Repro⸗ duktionsfotografen müſſen dieſe Originalauf⸗ aufnahmen für die Herſtellung von Bilddruck⸗ platten, für den Buchdruck in Ofſſetdruck und icht den Tieſdruck hereiten. Die Lithographen der verſchiedenſten Art haben die Aufhabe, Schrift und Bild auf Druckplatten für den Flachdruck (Stein⸗ und Offſetdruck) herzuſtellen, die Foto⸗ lithographen beſorgen dieſe Arbeit mit Hilfe der fotografiſchen Apparaturen. Eine beſon⸗ dere Rolle ſpielen heute bei den großzügigen Landesplanungen die Kartolithographen, die das Kartenbild auf die Druckform oder Druck⸗ platte zur weiteren Vervielfältigung übertragen bzw. auch gravieren müſſen. Die Chemigraphen, die ſich wieder in graphiſche Zeichner, Poſitiv⸗ retuſcheure, Metallretuſcheure, Reproduktions⸗ fotografen, Kopierer, Strichätzer, Autotypieätzer, Farbenätzer, Nachſchneider, Andrucker, Fräſer und Monteure aufteilen, ſtellen Kliſchees, das heißt Druckſtöcke für den Druck von Bildern und Schrift im Buchdruckverfahren(Hochdruck, weil die druckenden Teile der Fläche erhaben, alſo hoch ſtehen) her. Die letzten dieſer vornehmen Geſellſchaft, die Kylographen, ſtellen von Hand oder mittels techniſcher Einrichtungen Holzſchnitte her, das heißt, ſie übertragen Bild und Schrift ſo auf ein harte, widerſtandsfähiges Birnbaumholz, daß die Teile des Bildes und der Schrift, die auf Papier wiedergegeben werden ſollen, erha⸗ ben zu ſtehen kommen. Au Wild mit Revolvern geſchoſſen wurde . dis ſichrbarer Jusdruck- .unſerer deutſchen 2 Wolfsverbundenheit * „Haken Ne In dem Geſetz zur ſetzes vom Belange de rückſichtigt, berechtigten ſonſtigen E getragen. Als ein werden, da Kirchenſt pflichtigen iſt, daß der amtbetrags zerluſten n die höheren Härte. Aus keit heraus Land⸗ und den, welche geſetzbuches ind, die in chaftsjahre ieſe nicht angegangen abgezogen der Einkünf Eine ſtraf gen erfahre gewöhnliche Perio rſonen, ſitz noch ihr ben G ſonen) war lich wie kin den. In Z beibehalten, ſteuer mind gen muß. Die von einem Eink In Hambu Kriegsmat Kommand und schlo We Rechtzeiti der deutſche liche Kom Straßenver buch iſt un kehrsrec niſterialſach Schoor vi niſterialrat v. Unruh (Verlag Fi neue Verkel nehmer am ſind auch di rungen f ũ Das gilt Neuregelun Es wird d geſtellt, dur kann. Nich derer da iſ Verhalten, Beurteilun, z. B. ein Fe ſchneidet, r beſtraft we einer Land freier Stre rechts und Verhalten Verkehr zu Durch di beſtandes 1 ſetzt, ihre füllen, näm verhüte fall bleibe r 1988 rum liez en(Rolf k wieder rſunalig iſche Da⸗ ielt und wurde ieder zu ren wei⸗ Tempo⸗ gemüt⸗ it Joſef irkenden geſamten ltheaters r Karl eſter un⸗ ihm be⸗ richtung. eine Ah⸗ ß es im iskaſaten zu Leibe Bekker ige Aus⸗ aber ver⸗ ung der e Laune, end ſehr ht auf. — natür⸗ der ein ekam in 4 zu Za⸗ m Schluß m) ſein hl zufrie⸗ Aieb nur ft zu ge⸗ 4. mann myf tſchreibe⸗ t Photo⸗ urch wird in der „„ die im der„gräf⸗ in iſt es fe es ge⸗ und wie rufswett⸗ Typogra⸗ techniſch im gra⸗ teproduk⸗ Chromo⸗ Schrift⸗ hemigra⸗ Rolle. für die e Repro⸗ ginalauf⸗ Zilddruck⸗ zruck und phen der e, Schrift Flachdruck die Foto⸗ nit Hilfe ie beſon⸗ oßzügigen phen, die ſer Druck⸗ bertragen igraphen, „Poſitiv⸗ ſdüktions⸗ typieätzer, r, Fräſer hees, das ldern und ruck, weil ben, alſo ſchaft, die mnittels her, das ft ſo auf haumholz, chrift, die len, erha⸗ ————— 5 3————— „Hakenkreuzbanner“ Montag, 21. Februar 1938 In dem von der Reichsregierung erlaſſenen Geſetz zur Aenderung des Einkommenſteuerge · ſetzes vom 1. Februar 1938 ſind einerſeits die Belange der Lohnſteuerpflichtigen be⸗ rückſichtigt, auf der anderen Seite wurde den berechtigten Wünſchen der Unternehmer und ſonſtigen Einkommenſteuerpflichtigen Rechnung getragen. Als ein Akt der Billigkeit muß es angeſehen werden, daß die Abzugsfähigkeit der Kirchenſteuer, die bisher jedem Steuer⸗ pflichtigen zuſtand, inſoweit beſchränkt worden iſt, daß der in Zukunft 2 v. H. des Ge⸗ amtbetrags der Einkünfte nach Ausgleich mit zerluſten nicht überſteigen darf. Hierin liegt für die höheren Einkommensträger keine unbillige Härte. Aus denſelben Erwägungen der Billig⸗ keit heraus iſt beſtimmt, daß die buchführenden Land⸗ und Forſtwirte ſowie die Gewerbetreiben⸗ den, welche nach den Vorſchriften des Handels⸗ geſetzbuches Bücher zu führen haben, berechtigt ind, die in den beiden vorausgegangenen Wirt⸗ chaftsjahren erlittenen Verluſte, ſoweit ieſe nicht bei der für die vor⸗ angegangenen Kalenderjahre au oder worden ſind, von dem Geſamtbetrage der Einkünfte abzuziehen. Eine ſtraffere Faſſung haben die Beſtimmun⸗ gen erfahren, die ſich mit dem Abzuge außer⸗ gewöhnlicher Belaſtungen befaſſen. Die Einkommenſteuerpflicht der natürlichen Perſonen, die im Inlande weder einen Wohn⸗ ſitz noch ihren gewöhnlichen Aufenthaltsort ha⸗ ben Gin einkommenſteuerpflichtige Per⸗ ſonen) war bisher dahin geregelt, daß ſie ſteuer⸗ lich wie kinderlos Verheiratete behandelt wur⸗ den. In Zukunft wird dies mit der Maßgabe beibehalten, daß die zu entrichtende Einkommen⸗ ſteuer mindeſtens 10 v. H. der Einkünfte betra⸗ gen muß. Die von den Einkommenſteuerpflichtigen mit einem Einkommen von 100 000 RM bis 135 000 Was man abziehen darf Kenderung des Einkommenſteuergeſetzes/ Beſeitigung früherer Hhärten RM zu erhebende Einkommenſteuer wird zu⸗ gunſten der Einkommenſteuerpflichtigen mit einem oder mehr Kindern herabgeſetzt, während die Steuer für Einkommenſteuerpf 5 mit einem Einkommen von mehr als 135 000 RM, ſoweit dieſe als ledig zu behandeln ſind, 50 v. §5 ſoweit dies nicht der Fall iſt, 40 v. H. des Einkommens beträgt. Die ſteuerliche Behandlung der als ledig zu betrachtenden Perſonen hat aus ſozialen Grün⸗ den eine Beſſerung erfahren. Bezüglich der Er⸗ hebung der Einkommenſteuer gelten grundſätz⸗ lich als ledig die Perſonen, die weder zu Be⸗ ginn des Kalenderjahres noch mindeſtens vier Nonate im Kalenderjahre waren, hinſichtlich der Erhebung der Lohnſteuer alle Arbeitnehmer, die bei Fälligkeit der Lohnſteuer nicht verheiratet waren. An der Be⸗ ſtimmung, daß als nicht ledig ſolche Perſonen anzuſehen ſind, die Kinderermäßigung genießen und Vollwaiſen, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und ſich in Berufsausbil⸗ dung befinden, iſt feſtgehalten worden. Für die Zukunft gelten weiter hinſichtlich der Beſteuerung als nicht ledig Männer, die das 65. Lebensjahr vollendet haben und zwar, ſo⸗ fern die Einkommenſteuer in Frage kommt, min⸗ ſtens vier Monate vor Ende des Kalenderjahres, ſoweit die Lohnſteuer in Frage kommt, am Tage der Fälligkeit der Steuer; ferner Männer, die verwitwet oder geſchieden ſind, aus deren Ehe ein Kind, das nicht Jude iſt, hervorgegängen iſt oder die das 50. Lebensjahr vollendet haben bzw. ſoweit die Erhebung der Einkommenſteuer in Frage kommt, mindeſtens vier Monate vor Ende des Kalenderjahres das 50, Lebensjahr vollendet haben. Als nicht ledig gelten in dieſem Sinne auch Frauen, die ein Kind, das nicht jü⸗ diſch iſt, geboren haben oder das 50. Lebensjahr vollendet haben. Sofern es ſich um die Heran⸗ ziehung zur handelt, muß die Geburt mindeſtens vier Monate vor Ablauf des Kalenderjahres erfolgt ſein. Dr. T. 4 „Schlageters Vorbild ist uns Verpfllchtung!“ In Hamburg wurde soeben auf der Werft von Blohm& Vobß das dritte Segelschulschiff der Kriegsmarine„Albert Leo Schlageter“ in Dienst gestellt. In seiner Ansprache würdigte der Kommandant Fregattenkapitän Rogge das Leben des Freiheitshelden Albert Leo Schlageter und schloß mit dem Gelöbnis:„Sein Vorbild ist uns Verpflichtung!“(Scherl-Bilderdienst-.) Wer„gefährdet“ den Straßenverkehr? wichtige Erklärungen des amtlichen Kommentars Rechtzeitig zu der gewaltigen Leiſtungsſchau der deutſchen Motoriſierung iſt ſoeben der amt⸗ liche Kommentar zur Neuordnung unſeres Straßenverkehrs erſchienen. Das Erläuterungs⸗ buch iſt unter dem Titel„Straßenver⸗ kehrsrecht“ von den mafigebenden Mi⸗ niſterialſachreferenten Oberregierungsrat Dr. Schoor vom Reichsinnenminiſterium und Mi⸗ niſterialrat Galle, ſowie Regierungsrat Dr. v. Unruh als Gemeinſchaftsarbeit geſchaffen (Verlag Franz Vahlen, Berlin). Da ſich das neue Verkehrsrecht ausdrücklich an„jeden“ Teil⸗ nehmer am öffentlichen Straßenverkehr wendet, ſind auch die Erläuterungen der wichtigen Neue⸗ rungen für jeden von Bedeutung. Das gilt insbeſondere für das Kernſtück der Neuregelung, das Gefährdungsprinzip. Es wird danach jedes Verhalten unter Strafe geſtellt, durch das der Vertehr gefährdet werden kann. Nicht mehr erforderlich iſt, daß ein an⸗ berer da iſt, der gefährdet wurde. Allein das Verhalten, das gefährden kann, unterliegt der Beurteilung. Der Komenentar ſagt dazu, daß z. B. ein Fahrer, der eine unüberſichtliche Kurve ſchneidet, rückſichtslos handele und empfindlich beſtraft werden müſſe. Fahre er dagegen auf einer Landſtraße auf völlig überſichtlicher und freier Strecke an einer Straßenkrümmung nicht rechts und ſchneide eine Kurve an, ſo ſei ſein Verhalten nicht ohne weiteres geeignet, den Verkehr zu gefährden. 1 Durch die Einführung des Gefährdungstat⸗ beſtandes werde die Polizei in die Lage ver⸗ ſetzt, ihre vornehmſte Aufgabe zu er⸗ füllen, nämlich vorbeugend und unfall⸗ verhütend tätig zu ſein. Im Einzel⸗ fall bleibe es Sache des polizeilichen Taktes, bei geringfügigen Verſtößen von Strafen abzu⸗ ſehen und damit die verkehrsfreundliche Ein⸗ ſtellung wahrzutun, die der Zielſetzung der Ver⸗ ordnung gerecht werde. Die Beurteilung der Frage, ob und wann ein Verhalten vertehrs⸗ gefährdend iſt, werde als Tatfrage von den Um⸗ ſtänden des Einzelfalls abhängen. In der Praxis werde dieſe Entſcheidung nicht ſo große Schwierigkeiten bieten, wie gemeinhin ange⸗ nommen werden könnte. Die Erfahrun⸗ gen böten den notwendigen An⸗ halt. Verkehrsgefährdend ſei z. B. auch das Los⸗ laſſen des Steuers eines fahrenden Kraftwa⸗ gens. Während eine Gefährdung des Verkehrs als ſolche zur Strafbarkeit genügt, gehöre zu den Tatbeſtänden der Schädigung, Behinderung oder Beläſtigung, daß dieſer Erſolg einen„an⸗ deren“ trifft. Anderer in dieſem Sinn ſei z. B. auch der Wegeunterhaltungspflichtige, der durch Beſchädigung des Weges oder ſeines Zubehörs geſchädigt wird, der Straßenanlieger, der durch Lärm oder Erſchütterungen beläſtigt wird, der Eigentümer einer zertrümmerten Schaufenſter⸗ ſcheibe. Auch das Beſchmutzen ſeiner Sachen ſei unter Umſtänden Beſchädigung. Für die Feſtſtellung einer Beläſtigung werde es in erſter Linie auf ſubjektive Momente ankommen. Es müſſe ein körperliches Unbehagen hervor⸗ gerufen ſein. In der Praxis werde es ſich da⸗ bei meiſt um Beläſtigungen durch Geräuſch, Rauch oder Geruch handeln. Es müſſe hier aber jeder die Beläſtigungen ertragen, die ſich not⸗ wendigerweiſe aus dem Verkehr ergeben, ſo z. B. aus der Bauart von Fahrzeugen und deren zuläſſiger Benutzung oder aus dem Zu⸗ ſtand der Straße. Die Anwendung von Mitteln zur Vermeidung oder Herabſetzung der Beläſti⸗ gung ſei nur inſoweit als zumutbar anzufe⸗ hen, als ſie verkehrsüblich ſeien. BUSSING-NAG Lastlcraftwagen und Omnibusse tragen den Ruhm von dem Können deutscher Ingenĩeure und 44 von der Güte deutscher Arbeit in alle Länder der Welt. 44 In fernen Erdteilen und bei der Erschlieſzung von Lündern kolonialen Charakters leisten sie ihre schwere Arbeit genau so treu und zuverläüssig wie auf den gepflegten Straßen Europas. 1 Ihre bewährten Konstruktionen wuchsen aus den Erfah- rungen von 3½ Jahrzehnten bis zu ihrer heutigen Voll- kommenheit, und die Praxis hat das klare und einfache BOSSING-NAG Programm gestaltet: Sieben Grundtypen, die allen Forderungen der modernen Kraftverkehrswirt- schaft gerecht werden. 5522 fene — 55 Fee 900ö0 90 vffihin A poooocv0 gooog o0 70 poſogFöiull 9of 0 —— 00 dofg ⁰ f dogboooeadebbble, obbog 00 1734 62 00 b00 f0 bogpesſdeſoffrsenab 90 1 dogheoſöbe 1 0 ML Aulad Laa. 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Das Beiſpiel der— in dieſem Falle Düſſeldorfer Schule— dürfte auch für Mannheim anre⸗ gend und befruchtend wirken. parolen ſollen auch gehört werden „Das Ziel unſerer Ausſtellung iſt“, ſo erklärt der Leiter der Schau, Lehrer Heinrich Oehmen, den Schülern und ihren Eltern das Weſen und hie Ziele des Vierjahresplanes näherzubringen, ſie aber auch gleichzeitig anzuregen, tatkräftig an der Erfüllung der geſteckten Ziele mitzu⸗ arbeiten. Was die Reichsausſtellung in großen Umriſſen—— und andeuten konnte, ergän⸗ en wir im kleinen und führen es im einzelnen urch. Ferner war uns daran gelegen, alle Pa⸗ kolen, die der Vierjahresplan ausgibt und die heute einem jeden von uns geläufig ſind, zu uünterbauen. Mit anderen Worten: wir wollen Hasde⸗ warum dieſes gefordert, jenes emacht erden muß. Das iſt unbedingt notwendig, da ſonſt die Parolen Schlagworte bleiben, die jetzt 28 werden und im nächſten Augenblick aber ieder vergeſſen ſind.“ Koſten der Kusſtellung: 70 pfennig Wenn man in den Ausſtellungsſaal tritt, iſt man überraſcht von der Vielfalt der ien Dinge. Figuren, Modelle, Bilder, Pf 1er Tiere uſw. Eine ganze Welt iſt hier er Und das alles ſollen Schüler und Lehrer allein gefertigt haben?!„Ja, das aben wir alles ſelbſt S n Kazz ver⸗ ichert der Lehrer,„und die ganze Ausſtellung at uns nicht mehr als 70 Pfennig 0 Die haben wir ausgeben müſſen für untpapiere, Leim, Farbe und Draht. Alles andere aber iſt eigene Arbeit und dadurch zu⸗ ſtandegekommen, daß die Schüler Kiſtenbrett⸗ chen, Blechbüchſen und andere Dinge, die zu auſe achtlos herumlagen, mitgebracht haben. ir haben alles und alles gebrauchen können. 92,5 kg Brotreſte täglich auf dem Schulhof Wieviel Brot wird auf dem Schulhof an einem Morgen weggeworfen von den Schülern? — Die Antwort darauf gibt uns eine Waage, auf deren einer Schale ein Berg von But⸗ terbrotreſten aufgebaut iſt und auf deren anderer Schale Gewichtsſteine von 900 Gramm ſtehen.„Dieſen Brotreſte⸗Berg haben wir an einem' Morgen auf unſerem Schul⸗ hof aufgeſammelt. Wir ſind ehrlich ge⸗ nug, einzugeſtehen, daß uns das Ergebnis elbſt überraſcht hat: 900 Gramm! Niemand hielt das ür möglich, aber dann wurden an anderen chulen Düſſeldorfs ebenfalls„Brotſammlun⸗ gen“ vorgenommen. Das Ergebnis zeigte, daß wir mit unſeren 900 Gramm Brotreſten beileibe nicht an erſter Stelle ſtanden. Daraufhin haben wir dann ausgerechnet, wie⸗ viel Brot durchſchnittlich an einem Tag an den 103 Volksſchulen Düſſeldorfs verdirht. Das Er⸗ ebnis: täglich 92½ Kilo! Das wäre für 123 oldaten Brot täglich, und fährlich für 350 666 Soldaten Brotrationen. Das iſt aber noch nicht alles: Dieſes Ergebnis ge⸗ winnt noch an Bedeutung, wenn man bedenkt, daß dieſe Brote noch mit Butter, Wurſt und Käſe belegt ſind! Wieviel geht uns hier ver⸗ loren! Uur eine Kleinigkeit, aber In einer Ecke des Ausſtellungsſaales ſteht ein großer Topf, und über den, Rand des Topfes quillt es nur ſo... Milch!(in dieſem Falle iſt es zwar nur weiße Watte). Zwei, drei Worte und ein paar Zeilen klären jeden darüber auf, was es mit dem überkochenden Milchtopf auf ſich hat. Wenn in jedem Haushalt im Jahre nur ein Liter. überkocht, dann heißt das, daß im Jahr in den 150 000 Haushaltungen einer Stadt von der Größe Düſſeldorfs ſoviel Milch verlorengeht, wie 65 hochwertige Kühe in einem Jahre liefern. Das entſpricht einer Milchmenge, die größex iſt als die Produktion, die der Städtiſche Milchhof ganze Stadt liefert. Jetzt fährt ein Miniatur⸗Eiſenbahnzug an uns vorüber. 15 Waggons! Und welche Ladung: lauter Gold! Was das zu bedeuten hat? Das iſt der jährliche Brandſchaden in Deutſchland. Das Volksgut das in einem Jahre durch Brandſchaden vernichtet wird, entſpricht nämlich im ganzen einem Wert von 15 Wag⸗ gons Gold! So reiht ſich Dpein an Darſtellung, und jede rollt ein Problem auf, das irgendwie mit dem Vierſahresplan, mit der Schule und mit dem Elternhaus zuſammenhängt. Keine trocke⸗ nen Zahlen und Statiſtiken begegnen uns, nein, alles zieht in wunderbar einfacher und eindring⸗ licher Form an uns vorüber, für jeden verſtänd⸗ lich und einleuchtend. Der Erfolg wird da nicht ausbleiben! täglich für die Ludwig Hillenbrandt. Anſere Mädel gehen wieder auf Fahrt Eine Arbeitsbeſprechung der Mädelführerinnen des Untergaues 17 Dieſer Tage waren die BDM⸗Führerinnen des Untergaues 171 zu einer kurzen Arbeits⸗ beſprechung zuſammengekommen. Es war die erſte diesjährige Arbeitstagung, der nur eine Wochenendſchulung im Januar vorausging. Nach den neuen Regelungen in der Arbeit des Bundes Deutſcher Mädel gab die Führerin des Untergaues 171, Gauführerin Annemarie Nahm, die grundſätzliche Richtung der kommenden Sommerarbeit an. Sie machte den Führerinnen klar, daß als erſte Forderung eines ſo großen Bundes die Einheitlichteit der Ausrichtung ſtehen muß.„Nur wenn wir auf der ganzen Linie einheitlich arbeiten, können wir den For⸗ derungen des Reichsjugendführers nachkom⸗ men, der im Rahmen unſerer neuen Aufgaben vollen Einſatz von jedem Mädel fordert.“ Außer der Aufnahme der 14jährigen Jungmädel in die Reihen des BDM ſteht in der aktiven Ar⸗ beit vor allein der Hinweis auf die Großfahr⸗ ten an erſter Stelle. Sollen doch jedem Mädel innerhalb der 4jährigen Mitgliedſchaft beim BoꝰM nicht nur die engere Heimat, ſondern das ganze Deutſche Reich erſchloſſen werden. Hierüber ſprach die Leiterin der Abteilung Wandern des Obergaues Baden 21, Untergau⸗ führerin Thea Burgdorff, zu den Führe⸗ rinnen. Sie erzählt uns von den vier großen Fahrtengebieten, die dem Obergau Baden ge⸗ ſtellt werden: 1. Nordmark; 2. Harz⸗ Mittelelbe; 3. Hochland; 4. Baye⸗ riſche Oſtmark. Nach Helgoland⸗Weſterland geht eine Fahrt, die 1000 Jungen und Mädel aus Baden das norddeutſche Tiefland zeigen foll. Wenn wir hier in Baden Berge und Wäl⸗ der kennen, wer wollte nicht auch einmal dort oben die Seen, die Heide und die Inſeln fehen? Wir erleben dort wie vielleicht in kei⸗ nem zweiten Fleck im Reich den Kampf der Menſchen mit der Natur, mit dem Wetter, dem Wind und der See. Und gibt uns das nicht neue Kraft für den Kampf auf unſerem Ar⸗ beitsplatz. Nach Harz⸗Mittelelbe geht eine Fahrt, die das Endziel Brocken⸗Goslar hat. Magde⸗ burg, Wittenberg, Braunſchweig. Was taucht bei dieſem Naenen nicht alles vor uns auf! Goslar, die deutſche Bauernſtadt mit der alten Kaiſerpfalz. Und in Braunſchweig grüßen wir die Stätte, in der Heinrich der Löwe gegen den Kaiſer für ein Deutſchland der Stärke und der inneren Freiheit kämpfte. Ging doch von hier aus die Beſiedlung der Oſtlande vor ſich. Nicht nur Freude bringt uns dieſe Fahrt, nein, auch Verpflichtung zum Arbeiten für die deutſche Vergangenheit und Zukunft. Nach Hochland, Endziel München. Muß nicht jeder von uns einmal dort geſtanden ſein, ſei es an den Ehrentempeln des Königlichen Platzes, oder in den Bergen, die Heimat unſe⸗ res Führers ſind. Wir erleben in München den Aufbau einer neuen Zeit. Wir ſehen das Haus der Deutſchen Kunſt, die Verwaltungsgebäude der Partei, die wuchtige Strecke der Reichs⸗ autobahn München Landesgrenze, die beſtimmt die landſchaftlich ſchönſte Straße des Führers iſt. Alles ſind Zeugen des Aufbauwillens eines neuen Volkes. Die Bayerrſche Oſtmark wurde uns als viertes Fahrtengebiet zugeteilt. Viel zu we⸗ nig wiſſen wir von der Schönheit dieſes Lan⸗ des. Oſtmark des Reiches Grenzland. Viele Sagen erzählen uns von dem Kampf der Men⸗ ſchen dort unten, Kampf um die Selbſterhal⸗ tung, um Brot und Arbeit. Und gerade die Oſtecke des Reiches iſt ein Kulturland wie viel⸗ leicht kein zweites. Wir erleben Städte, die ſchon oft in der Geſchichte hartes Schickſal hat⸗ ten, aber auch ſtolze Stunden ſahen. Regens⸗ burg, Paſſau, Bamberg und Bayreuth. Paſſau⸗Grenzſtadt. Heute noch känpft ſie um die Erhaltung ihres Deutſchtums, um die Ab⸗ wehr fremden Einfluſſes. Bamberg, unſere Stadt, die jedes Fahr am Reichsparteitag die Mädelführerinnen des Reiches beherbergt. Wir fehenin Bamberg die Ewigkeitdes Deutſchen, in ſeinem Dom, in ſeinem Rei⸗ ter. Weiter geht's nach Bayreuth. Richard Wagner, wem von uns hat dieſer Name nichts zu ſagen. Dort erleben wir in den Feſt⸗ ſpielen ſeine Muſit in ihrer gewaltigſten Form. Vergeſſen aber auch nicht Chamberlain, der hier als Ahner des Dritten Reiches gelebt hat. Und das Ende der Fahrt führt uns nach der Walhalla bei Regensburg, die uns hoch über den Ufern der Donau als leuchtende weiße Marmorhalle von der Einigkeit und Größe des deutſchen Reiches kündet. So fahren wir durch die verſchiedenſten Gaue des Reiches, erleben Deutſchland, und kommen zurück, wiſſen, daß überall im Reich Kampf und Arbeit notwendig iſt, um das zu erhalten, das ſchon geſchaffen iſt und um Neues zu ſchaffen. und dann iſt das in uns klar geworden, was wir in einem unſerer ſchönſten Feierlieder ſingen: iſhe heiliges Wort, du voll Unend⸗ lichkeit, Ueber die Zeiten ſort ſeiſt du gebenedeit. Heilig ſind deine Seen, heilig dein Wald und der Kranz deiner ſtillen Hoͤh'n bis an das ſtille Meer.“ E. G. OOas iot heute Cos? Montag, 21. Februar: Nationaltheater:„Der Reiter“. Rofengarten: Akademiekonzert mit Bernardine Moli⸗ nari als Gaſtdirigent. univerſum:„Petermann iſt dagegen“. Alhambra:„Immer, wenn ich glücklich bin“ Schauburg:„Die verſchwundene Frau“. Palaſt und Gloria:„Der Mann mit dem Kuckuck“. Capitol— Scala— Regina:„Gaſparone“. Rundfunk⸗Programm für Montag, den 21. Februar Reichsſender Stuttgart:.00 Morgenlied, Gymnaſtik. .30 Frühtonzert..00 Gymnaſtik..30 Morgenmuſtk. 10.00 Der Spatzenkrieg. 11.30 Volksmuſik. 12.00 Schloßkon zert. 13.00 Nachrichten. 13.15 Schloßkonzert. 14.00 Muſikaliſche Kurzweil. 16.00 Muſik am Nach⸗ mittag. 18.00 Ein alter Kolonialpionier erzählt. 18.15 Heinrich Schlusnus ſingt. 18.30 Griff ins Heute. 18.45 Vier Jahre Erbhofrecht. 19.00 Nach⸗ richten. 19.15 Stuttgart ſpielt auf. 21.00 Schatz, mein Schatz, reiſe nicht ſo weit von mir. 22.00 Nachrich⸗ ten. 22.20 Italiens europäiſche Sendung. 22.40 Nacht⸗ muſik und Tanz. 24.00—.00 Nachtkonzert. Deutſchlandſender:.00 Glockenſpiel, Morgenruf..00 Nachrichten..40 Kleine Turnſtunde. 10.00 Alle Kin⸗ der ſingen mit. 11.30 Dreißig bunte Minuten. 12.00 Muſik. 13.45 Neueſte Nachrichten. 14.00 Allerlei von zwei bis drei. 15.00 Wetter, Börſe und Marktbericht. 15.15 Im Dreivierteltakt. 15.40 Säuglingsſchreien— und Kinderſingen, wiſſenſchaftlich unterſucht. 16.00 Muſik am Nachmittag. 17.00—17.10„Der Ziegel⸗ träger“. 18.00 Junge Dichtung. 18.25 Schwäbiſche Volkslieder. 18.40 Dienſt am Volke. 19.00 Kern⸗ ſpruch, Wetter, Kurznachrichten. 19.10.. und jetzt ift Feierabend. 20.00 Muſik zur Unterhaltung. 21.00 Deutſchlandecho. 21.10 Brahms Sinfonie Nr. 22.00 Wetter, Tages⸗ und Sportnachrichten; anſchl.; Deutſchlandecho. 22.30 Eine kleine Nachtmuſik. 23.00 bis 24.00 Otto Kermbach ſpielt. Daten für den 21. Jebruar 1938 1862 Der Dichter und Arzt Juſtinus Kerner in Weinsberg geſtorben(geb. Bonſ 1881 Der Schriftſteller Waldemar Bonſels in Ahrensburg geboren. 1916(bis 9. September) Schlacht bei Verdun. 1919 Der Jude Kurt Eisner,„Präſident“ der Münchener Räterepublik, erſchoſſen. Anordnungen der NSDAP anordnungen der Kreisleitung Neckarſtadt⸗Oſt. Dienstag, 22.., 20.15 Uhr, Amts⸗ und Zellenleiterſitzung in Schells Gaſtſtätte. Die Deutſche Arbeitsfront, Kreiswaltung Mannheim Rheinſtraſſe 3 Die Deutsche S Arbeitsfiront Frauenabteilung Kreiswaltung Mannhelm. Rheinstr. 3 Am Dienstag, 22.., 20 Uhr, Abſchlußabend der Frauenabteilung im„Siechen“, N 7, 7. Ortswaltungen Lindenhof. Mittwoch, 27.., Pflichtwerſammlung der Handwerker mit Gefolgſchaftsmitgliedern. Thema: Auf⸗ bau und Bedeutung des Handwerks im Rahmen unſe⸗ rer Geſamtwirtſchaft. Rheinau. Am 21.., 20 Uhr, in der Ortswaltung, Zellen⸗ und Blockwalterſitzung. Erſcheinen iſt Pflicht. — Heute, 20 Uhr, in der Rheinau⸗Schule, Sport für ſämtliche Walter und Warte der DAßF. Echdne Masten verleiht u. verkauft] billig Riedfeld⸗ Vatter ſtraße 19 (472 V) 4 J Volksheil. Meerkeldstraße 56.— Telelon 244 07. 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Der hierüber gefertigte Plan nebft Beilagen liegt vom Tage der Ausgabe der dieſe Bekanntmachung enthaltenden Nummer dieſer Zeitung n während zwei Wochen in dem Ratogus in Reilingen zur Einſt der Beteiligten auf. twaige Einwendungen gegen die beabſichtigte Anlage jind innerhalb der obenbezeichneten Friſt bei Aus⸗ beim Bezirksamt annbeim oder beim Bürgermeiſter in Reilingen geltend zu machen. Mannheim, den 18. Februar 1938. Bezirksamt 1v/Gh. Arbeilsvergebung ür den Bau von Wohnungen für 4 Stück 50 pig. Sof. zum mitnehmen. aller Art, ſowie ſen Sie am•11 floler. 6 2. 45 Leute in der Gartenſtadt Waldhof Haumiiler 1, 14 R 1, Fernrui 230 82 Familien⸗Anzeigen gehören ins„95“ am Kiefernbühl ſollen im öffentlichen eitbewerb' vergeben werden: a) die Dachdeckerarbeiten. p) die Spenglerarbeiten. Großvater und Schwiegervater. Herrn in die Ewigkeit abzurufen. 14 Uhr auf dem Hauptfriedhof statt. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen. unseren lieben Vater. Jalob Ihierg Mannheim(Bellenstr. 25), den 19. Febfuar 1938. Die trauernden Hinterbllebenen. Die Beerdlgung findet am-Montag, den 21. Februar 1938. um e) die Entwäſſerungsarbeiten, d) die Inſtallationsarbeiten für Gas und ſſer und die Lieferung von Kloſettkörper, e) die elektr. Inſtallationsarbeiten. Die Angebotsvordrucke ſind auf un⸗ ſerem Neubaubüro an der Unter⸗ mühlauſtraße 124 erhältlich. Dort lie⸗ Ain auch die Zeichnungen und die Be⸗ ingungen zur Einſicht auf. Die An⸗ geböte ſind verſchloſſen und mit ent⸗ ſpae ender Aufſchrift verſehen bis päteſtens Mittwoch, den 2. März 1938 zu dem unten näber bezeichneten Zeit⸗ folgf: einzureichen. Die Eröffnung er⸗ zu a und b um 9 Uhr, zu e und d um.30 Uhr, „»me um 10 Uhr. »meinnutige Baugeſellſcha Mannheim mbs. Jwängsverſteigerung Zwangsweg verſteigert das Notariat am Freitag, den 22. April 1938, nachmittags 3 Uhr, im Rathaus in Heddesheim das Grunpſtück des Berthold Knaus. Mühlenarbei⸗ ter in Mannheim, Riedfeldſtraße 4, Gemarkung Heddesheim. ie Verſteigerungsanordnung wurde am 10. Dezember 1937 im Grundbuch vermerkt, Rechte, die zur ſelben Zeit noch nicht im Glundbuch eingetragen waren, ſind ſpäteſtens in der Ver⸗ ſteigerung vor der Aufforderung zum Bieten anzumelden und bei ider⸗ ſpruch des Gläubigers alaubhaft zu machen; ſie werden ſonſt im gering⸗ ſten Gebot nicht und bei der Erlbös⸗ vertetlung erſt nach dem Anſpruch des Gläubigeks und nach den ührigen Rechten berückſichtigt. Wer ein Recht gegen die Verſteigerung hat, muß das Verfahren vor dem Zuſchlag auf⸗ heben oder einſtweilen einſtellen laſ⸗ ſen; ſonſt iritt für das Recht der Vetſteigerungserlös an die Stelle de? verſteigerten Gegenſtandes. Die Nachweiſe über das Grundſtüg ſamt Schätzung kann ſedermann ein⸗ ſehen. Grundſtücksbeſchrieb: Grundbuch Heddesheim 29 Band 26 e 1852: 9 Ar 83 am Sumpf im Gewann die große Ofling Schätzungswert... 300. ubehör iſt nicht vorhanden. einheim, den 14. Februar 1938. Notariat II als Vollſtregungsgericht. Rattenbekämpfung betr. as Bezirksamt hat eine a Rattenbekämpfung ie Bekümpfungstage ſin 134 26. und 27. Februar 1938 feſtgeſetzt. Die vom Frau lda Krause, Berlin Togal raſche Hilfe. Es befreit von den quälenden Schmerzen, wirkt entzündungshemmend und beruhigend. Sell näckigen Fällen wurden oft überraſchende Erfolge erzielt! Bei Er⸗ kältungskrankheiten, Influenza und Grippe bekämpft Togal die Krank⸗ — RmM. heitserreger, wirkt bakterientötend und beſeitigt damit dieſe Uebel in der Wurzel. Keine ſchädlichen Nebenerſcheinungen! Die hervorra⸗ gende Wirkung des Togal iſt von Aerzten und Kliniken ſeit Jahren beſtätigt. Haben auch Sie Vertrauen und machen Sie noch heute einen Verſuch— aber nehmen Sie nur Togal! In allen Apotheken Mk..24. Das aufklärende Buch„Der Kampf gegen den Schmerz“, welches ſo. wohl für Kranke wie für Geſunde von größtem Intereſſe iſt, erhalten Sie auf Wunſch koſtenlos vom Togalwerk München 27 N/67 Nervenſchmerzen und Muskelrheuma. „Konnte keine Nacht richtig ſchlafen.“ „Ich litt ſchon bald Jahre an Nervenſchmerzen und Muskelrheuma und war ſchon ſo verzweifelt,“ ſchreibt Frau Ida Krauſe, Prenzlauer Allee 287, am 12. Rovember 1937.„Ich konnte mir immer nur auf kurze Momente Linderung verſchaffen und konnte keine Nacht richtig ſchlafen. Da las ich von Togal, wovon ich ſchon viel gehört habe, das ich aber noch nie verſucht hatte. Ich kaufte mir Togal als letzte Hilfe und nahm zweimal 2 Tabletten in kurzen Abſtänden. Ich glaubte nicht an Wunder. Meine großen Sehmerzen ließen nach einer Viertelſtunde ſchon nach, ich nahm Togal dann weiter und kann nun meine Arbeit wieder allein machen und die Schmer⸗ zen ſind unbedeutend. Ich kann Togal nur empfehlen: Togal bleibt Togal.“ Unzähligen, die von Rheuma, Gicht, Ischias, Hexenſchuß ſowie Nerven⸗ und Kopfſchmerzen geplagt wurden, brachte bei veralteten und hart⸗ Herrn Landrat erlaſſene Bekannt⸗ machung wird an die Einwohner⸗ ſchaft, insbeſondere an, die Eigen⸗ tümer von bebauten Grundſtücken, ausgegeben, Die darin getroffenen Anordnungen ſind genau zu beachten. Zuwiderhandelnde werden mit Geld⸗ bis zu 150 Mk. oder mit Haft is zu 14 Tagen beſtraft. Die Vertilgungsmittel koͤnnen in der 3833 Stenz und in der hieſigen Apotheke heſtellt werden. Ladenburg, 12. Febr. 1938. Der Bürgermeiſter: Pohly. Institut und Pensionat Sigmund Achtklassige höh. Privatschule. Vorbereitung zu allen Schul- prütungen bis Abitur. Auigabenüberwachung. Umschulung. Nach- holkurse. Deutsche Erziehung. Vorzügliche Verpflegung. Prospeki frei. mannhelm A 1, 9 am schlob Direktion: Professor K. Metzger 05 Der Nac temberg, d R S ie ſtarke aus Beru ſen und 0 Das iſt ei Der Gegne Mannſchaf Halbzeit ſchaft bu puffte der auch noch! letzt wurde den mußte Trotzdem geweſen. Die deut ührer Sif pieler ſetz in der He Rohr un ler. Noch ſpieler. Z Kampf m Spengl leiter. Dor dem Die deu Spielern ſammenſet wo Kreisf bereitet he Bundesſp. und Gauj Mannſcha erſt ſpäter Die De elſäſſiſchen Ex⸗Mannl ren Seite Sg es chweizer beſtens u ſchon früt on frü hen! n erſpiele zu beſpre⸗ rund 200 Sieg vor ache, daf tärkſte iſt, chen erw Das S auf dem j Nationaln ſpiel anz uſtande chaften tellung 2 ennfe ſchauern Gruß em Die be Schweizer wie K Elſaß mar), S menberge ſen); Kell Rohr, He Mittelläu nicht fert D Die Be Torlau bis 7. M ganz herr nen ging Zahl der den noch werden. und Oeſt Nennung nen: Griec ricos, D. L54 0 ſche mann, V ar 1938 en, was ꝛierlieder Unend⸗ Deit. Wald bis an E. C 32 5 5 ino Moli⸗ Gymnaſtik. orgenmuſtk. uſik. 12.00 loßkonzert. am Nach⸗ er erzählt. Griff ins .00 Nach⸗ ſchatz, mein 0 Nachrich⸗ .40 Nacht⸗ . enruf..00 ) Alle Kin⸗ uten. 12.00 llerlei von arktbericht. zſchreien— ucht. 16.00 der Ziegel⸗ Schwäbiſche .00 Kern⸗ .. und jetzt tung. 21.00 nie Nr. 1. en; anſchl.: nuſtt. 23.00 1938 3 Kerner 786 ). onſels in i Verdun. dent“ der ſen. DAFP ing nhr, Amu⸗ annheim che ont. heinstr. 3 zabend der nmlung der hema: Auf⸗ hmen unſe⸗ rtswaltung, iſt Pflicht. Sport für ——— uma. kelrheuma Frenzlauer r auf kurze ig ſchlafen. h ſchon viel ie verſucht letzte Hilfe in kurzen 1 Wunder. nach einer uhm Togal ine Arbeit e Schmer⸗ inn Togal Togal.“ ia, Gicht. rven⸗ und n, brachte zen, wirkt 3 mund hart⸗ 1 Bei Er⸗ die Krank⸗ e Uebel in hervorra⸗ it Jahren jeute einen n Mk..24. velches ſo⸗ t, erhalten 67 „Hakenkreuzbanner“ Sport und spiel Montag, 21. Februar 1938 Delſche Nachwuchseln Loläot framsönsche Proms Daden⸗Duettemberg gegen Eljab in Steosdurg:5(:9)/ 10 000 öuſchaner (Gigener Drahtbericht unſeres nach Straßburg entſandten Sonderbichterſtatterz) Der Nachwuchsmannſchaft von Baden—Würt⸗ temberg, die nur durch den Waldhöfer National⸗ pieler Afgfaſchs verſtärkt war, gelang es, ie ſtarke elfäſſiſche Auswahlmannſchaft, die ſich aus n von Straßburg, Mülhau⸗ ſen und Colmar zuſammenſetzte, zu ſchlagen. Das iſt ein großer Erfolg der jungen Kräfte. Der Gegner hatte zweifellos die junge deutſche Mannſchaft unterſchätzt. Als ſie in der zweiten Halbzeit groß herauskam, kämpfte die Mann⸗ ſchaft buchſtäblich bis zum Umfallen. So ver⸗ puffte der Generalangriff der Elſäſſer, als dann auch noch der elſäſſiſche Linksaußen Wächter ver⸗ letzt wurde und die Mannſchaft umgeſtellt wer⸗ den mußte, ging der Zuſammenhalt verloren. Trotzdem wäre ein knapper Sieg gerechtfertigt geweſen. Die deutſche Mannſchaft hatte in ihrem Spiel⸗ ührer Sifflung ihre beſte Kraft. Der National⸗ pieler ſetzte ſich ſtark ein und hielt alle Fäden in der Hand. Auf der anderen Seite waren Rohr und Kellex die weitgus 5 Spie⸗ ler. Noch immer iſt„Oſſi“ Rohr ein Klaſſe⸗ ſpieler. Zehntauſend Zuſchauer verfolgten den Kampf mit Anteilnahme und Schiedsrichter Mn Zürich war ein gerechter Spiel⸗ eiter. Dor dem Spiel: Die deutſche Mannſchaft, die ſich aus neun Spielern Badens und zwei Württembergs zu⸗ ſammenſetzte, traf ſich am Samstag in Kehl, wo Kreisfachwart Haas alles aufs beſte vor⸗ bereitet hatte. Reichstrainer Herberger, die Bundesſportlehrer Tauchert und Fabra und Gaujugendwart Schäfer begleiteten die Mannſchaft. Gaufachwart Linnenbach kam erſt ſpäter nach Straßburg. Die Deutſchen wurden ſchon in Kehl vom elfäſſiſchen Fußballverband empfangen. Der Ex⸗Mannheimer Rohr empfing auf der ande⸗ ren Seite ſeine Landsleute. Mit dem Omnihus ing es ins Stammquarfier, wo auch der Echweifer Spengler wohnte. Man war hier beſtens untergebracht, und nach einem kleinen Bummel durch Straßburg ging die Mannſchaft ſchon frühzeitig ſchlafen, während die„Offi⸗ iellen“ noch lange zuſammenſaßen, um Län⸗ und Weltmeiſterſchaften ausführlich zu beſprechen. Von Deutſchland elbſt wurden rund 2000 Sportler erwartet. Der elſäſſiſche Sieg vor 15 Tagen über Prag und die Tat⸗ ache, daß die deutſche Vextretung nicht die tärkſte iſt, läßt viele einen Sieg der Ein eimi⸗ chen erwarten. Das Stadion des mihſcheinig Straßburg, auf dem ja auch höchſtwahrſcheinlich die— Nationalmannſchaft bei dem Weltmeiſterſchafts⸗ ſpiel anzutreten hat, lag in einwandfreiem uſtande im Sonnenſchein, als beide Mann⸗ chaften am Sonntag in angekündigter Auf⸗ tellung den Kampf begannen. Die deutſche Mannſchaft wurde von den rund 10000 Zu⸗ ſchauern mit großer Herzlichleit beim Deutſchen Gruß empfangen.* Die beiden Mannſchaften ſtellten 3 dem S Schiedsrichter Spengler(Zürich) wie folgt: E11 arß: Collett—¹1 Gardet(Kol⸗ mar), Schwartz(Straßburg); Halter, Hum⸗ menberger(beide Straßburg), Dall(Mü hau⸗ ſen); Keller(Straßburg), Celleichea(Kolmar), Rohr, Heißerer, Wächter(alle Straßburg). Baden/ Württemberg: Müller(Frei⸗ burg); Keller, Zeltner(beide en⸗ ninger(Mannheim), Frei(Stuttgart), eth (Mannheim); Herbold, Siffling(beide Mann⸗ eim), Seitz(Kornweſtheim), Klingler(Dax⸗ landen), Biehle(Karlsruhe). Herbold hätte gleich zu Beginn auf Flanke von Biehle die Führung herausholen können, aber der Rechtsaußen vergibt dieſe Chance. Dann iſt es Rohr, der ſich von Anfang an et⸗ was vorgenommen hat und immer wieder durch die deutſche Hintermannſchaft bricht. Mittelläufer Frey kann vorerſt mit ihm gar nicht fertig werden. Elſaß liegt ſtark im An⸗ griff. Die Verteidigung bringt die Bälle nicht weit genug weg. Erſt allmählich kehrt Ruhe in die Reihen der Süddeutſchen ein. Ein Alleingang von Seitz bringt Leben in das Spiel. Sein Schuß ſtreift knapp über die Latte. Nach 15 Minuten Spiel⸗ zeit fällt das Führungstor der Elſäſſer. Frey verfehlt einen leichten Ball, Rohr ſieht ſeine Chance und von 16 Meter ſchießt der ehemalige deutſche Nationalſpieler zum:0 für ſeine Mann⸗ ſchaft ein. Ein unnötiges Tor! Im Gegenſtoß kommen die Deutſchen recht gut durch, aber im letzten Augenblick fliegt der Körper des rechten Verteidigers in die Flug⸗ bahn eines Siffling⸗Schuſſes. Die elſäſſiſche Mannſchaft ſpielt weiterhin leicht überlegen, und trotzdem kommt die deutſche Mannſchaft zum Ausgleich. Herbold ſchießt auf das Tor, feinen Schuß kann Seitz ablenten und unhalt⸗ bar landet der Ball im langen Eck.:1. Das gibt der jungen deutſchen Maanſchaft koloſſalen Antrieb. Die elſäſſiſchen Berufsſpieler ſpielen von nun ab ſehr nervös. Die Leiſtungen der Franzoſen fallen ſtark ab, nur Rohr bedeutet immer wieder eine Geſahr für das deutſche Tor. Ein Durchſpiel Klingler⸗Seitz unterbin⸗ det Gardet durch Hand. Dem Schiedsrichter bleibt nichts anderes übrig als Freiſtoß zu geben. Durch die ſchlechte Abwehrmauer hindurch ſchießt Seitz zum•¹1 für Baden⸗Württemberg ein. Dieſes Reſultat entſpricht nicht ganz dem Spielverlauf, aber ſchon jetzt war ganz deutlich feſtzuſtellen, daß die gegneriſche Hintermannſchaft gegen Durch⸗ brüche des deutſchen Angriffs nicht beſonders ſattelfeſt war. Die Deulſchen ſtießen wohl we⸗ niger vor, aber ſie hatten dafür nicht weniger Chancen als die im Feld klar überlegen ſpie⸗ lende elſäffiſche Mannſchaft. Kurz vor der Pauſe kommt Elſaß aber doch auf:2 heran, als der Linksaußen Wächter aus einer Kombi⸗ nation heraus einen herrlichen Schuß bei Mül⸗ ler unterbringen konnte. Endlich bekommt das Spiel Farbe, die Leiſtungen werden bei beiden Mannſchaften beſſer. Das Publikum nimmt lebhaften Anteil. Am Reſultat ändert ſich bis zur Pauſe jedoch nichts mehr. Mit Sonne im Rücken erwartet man nun im weiteren Verlauf für unſere Mannſchaft einen gewiſſen Vorteil, aber Elſaß legt von Anfang an ein ganz ausgezeichnetes Spiel hin. Die Be⸗ rufsſpieler kämpfen, und ſo wird die deutſche Mannſchaft ſtark in die Defenſive gedrängt. Vor dem Tor des Freiburgers Müller ſpielen ſich tolle Szenen ab. Fünfzehn Minuten dauert der Generalangriff der Franzoſen. Es war viel⸗ leicht das entſcheidende Pech der elſäſſiſchen Mannſchaft, daß ausgerechnet nun die deutſche Mannſchaft zur:2⸗Führung kam. Rechtsaußen Herbold ſchlug einen Eckball zu Siffling, der in wundervollem Kopfſtoß die Führung wieder herausholte. Das Spiel der badiſchen Mannſchaft wurde nun wieder etwas beſſer. Die Hintermannſchaft ſchien in der Halbzeit die nötigen Anweiſungen erhalten zu haben. Die Deckung war jedenfalls bedeutend beſſer geworden, was Rohr offenſichtlich gar nicht ge⸗ fallen will. Er ſucht ſein Heil in einigen unnnö⸗ tigen Mätzchen, dann aber iſt Elſaß wieder da. Eckball auf Eckball häuft ſich. Ein ſolcher wird von Keller ohne Berührung eines anderen zum direkten Tor verwandelt. Der Freiburger Hü⸗ ter war in dieſem Augenblick gar nicht bei der Sache. Schon glaubt alles an ein Unentſchieden, als eine Minute vor Schluß Seitz den viel⸗ Treffer für ſeine Mannſchaft doch noch herausholt. Die badiſch⸗württembergiſche Mannſchaft hin⸗ terließ insgeſamt einen guten Eindruck, Jeder Spieler hat an dem Sieg gleichermaßen Anteil. Beſonders n wären aber der rechte Verteidiger Keller und Mittelläuſer Frey in der S Im Sturm gefiel Sertz, neben ihm war Klingler(Daxlanden) im Auſbau ſehr gut. Siffling trug durch ſein groß⸗ artiges Aufbauſpiel viel zum Erfolg bei. Bei den Elſäſſern beſtach vor allem die Ball⸗ behandlung. Ueberragend war Rohr, der mit ſeinem famoſen Ueberblick die Flügel ſtets ge⸗ einſetzte. Weiter gefiel beſonders Kel⸗ er auf Rechtsaußen, der in den meiſten Fäl⸗ len aber rechtzeitig geſtoppt werden konnte. In der Hintermannſchaft ragten der rechte Läufer Halter und der rechte Verteidiger Gardet heraus. Schiedsrichter Spengler vollbrachte eine gute Leiſtung. Erlſt der letzte Gang brachte den Gleg Jeudenheim ſchlägt im Rüchkampf Bruchſal 10:7 Die Ringerſtaffel des Vereins für Turn⸗ und Raſenſpiele Feudenheim weilte am Samstag⸗ abend in Brüchſal, um gegen die dortigen Ger⸗ manen den fälligen Rückkampf um die Badiſche Vereinsmeiſterſchaft auszutragen. ährend die Feudenheimer im Vorkampf einen zahlen⸗ mäßig ſehr hohen Sieg erkämpfen konnten, langte es diesmal nur zu einem knappen Sieg. Ueberraſchend konnte Bruchſal in den drei leich⸗ teſten Klaſfen eine:0⸗Führung erringen. Doch ging in den folgenden Kämpfen Feudenheim als Sieger hervor, ſo daß es mit einem 10:7 noch einen Sieg 23 und ſich ſo die wei⸗ tere Teilnahme an den folgenden Kämpfen um die Meiſterſchaft ſicherte. Unter der ſicheren Leitung von Kampfleiter Wiedmaier(Karlsruhe) gab es bei dem hiff durchgeführten Treffen folgende Ergeb⸗ niſſe: Im as. traf der junge eudenheimer Ries auf den alten Routinier raſſel(Bruchſal). Ries zeigte ſich auch in die⸗ ſem Kampf wieder von der beſten Seite, er kann ſogar mit einem Armzug in Führung Watr doch Graſſel kann wieder ausgleichen. ihrend Ries immer wieder der Angreifer iſt, kann der Bruchſaler auf Grund ſeiner größeren Erfahrung das Kampfgeſchehen diktieren und Dio Kbfahetslänfer von vierzehn Nalonen ſtarten vom.—7. März bei den weltmeiſterſchaften in Engelberg Die r an den Abfahrts⸗ und Torlauf⸗Weltmeiſterſchaften vomß. bis 7. März in Engelberg in der Schweiz iſt ganz hervorragend ausgefallen. Aus 14 Natio⸗ nen gingen über 100 Nennungen ein, da die Zahl der Teilnehmer jedoch beſchränkt iſt, wer⸗ den noch einige Streichungen vorgenommen werden. Neben der Schweiz ſtellen Deutſchland und Oeſterreich die ſtärkſten Mannſchaften. Die Nennungen verteilen ſich auf folgende Natio⸗ nen: Griechenland: P. Embiricos, G. Embi⸗ ricos, D. Negroponte. Japan: K. Fujiyama, S. Saguwara, S. Tſugui. Frankreich: L. Agnel, E. Allais, Z. Cout⸗ tet, R. und M. Lafforgue, L. Seigneur. Polen: Z. Bielatowſki, Z. Bochenek, Eſech, J. Liwoſki, J. Schindler, J. Zajae, Kanada: Miller, W. Robinſon. Männer: L. Robinſon. Norwegen: Frauen; St. Dabwad, G. Klem, M. Meinſtab, Laila Schou⸗Nilſen, N. Strömſtad. Männer: P. Foſſum, J. Kvern⸗ berg, Per Larſen, K. Stormoen, A. Wyller. 47 lland: J. Boon, C. Kerdel fchechoflowakei(§DW): Ruth Eich⸗ mann, Walter Hollmann. rauen: Edwina Chamier, M. Italien: V. Chierroni, A. und R. Lace⸗ delli, G. Nogler, G. Paluſelli, F. Paſſet, R. Zanni. Deutſchland; Frauen: Chriſtl Cranz, Käthe Graſegger, Hildeſuſe Gärtner, Eliſabeth Hoferer, Liſa Reſch, Liſl Schwarz. Männer: A. Bader, H. Cranz, H. Kemſer, H. Lantſchner, F. Pfnür, H. Pfnür, R. Wörndle. Oeſterreich: Frauen: Helga Gödl. Nißl 38.5 Walter. Männer; E. Kneißl, R. maßh„Pfeiffer, T. Schwabl, A. Seelos, W. alch. Amerika: Frauen: D. J305 M. Me Kean, 8 Locke, N. Rehnolds, E. Woolſer. Männer: „Laughin, G. Page, S. Powl, C. und R. Schwarzenbach. England: Frauen: H. Blane, R. de Coh⸗ ſon, B. Duthie, Ph. Harkiſon, J. Keßler, 3. Roe. Männer: P. M. Aitchinſon, P. Boum⸗ phrey, W. Keßler, Z. A. lmer⸗Tomkinſon, Ch. Tapper, P. M. Waddel. SIweiz: Frauen: E. Steuri, D. Kün li, E. Oſirnig, N. v. Arx⸗Zogg, L. Boulag, Schaad, B. Bon. Männer; R. Rominger, W. Steuri, H. v. Allmen, A. Glatthard, 8. Schlu⸗ negger, P. Francioli, D. Zogg, G. Veisalter, W. Bernath, M. Robbi. erda f anz knapper Sieger nach Punkten werden.:0 für Srulfal 4 m folgenden Federgewichtskampf zwiſchen Spatz und Naßner(Bruchſal) ſteuert der Bruchſaler von Beginn an einem Punktſieg entgegen, um ſeinen Verein mit:0 in Füh⸗ rung zu bringen. Mit einer Ueberraſchung endete die Begeg⸗ nung im Leichtgewicht, wo Brunner auf den Bruchſaler Konrad traf. Nach ausgegliche⸗ nem Standkampf muß Brunner zuerſt in die Unterlage. Er kommt mit dem Kopf außer der Matte. Konrad zog aber weiter und brachte ſeinen Gegner wieder in die Matte, wo dann Brunner auf die Schultern mußte. Mit dieſem Sieg hatten die Bruchſaler eine:0⸗Führung. Lauth und Hiller(Bruchſal) ſtanden ſich im Weltergewicht kaum etwas nach und lie⸗ ferten ſich einen Kampf auf Biegen und Bre⸗ chen, den Lauth dank ſeiner hervorragenden Fer zu einem knappen Punktſieg geſtalten onnte. Benzinger machte im Mittelgewicht mit dem Bruchſaler Schmiedle wenig Umſtände. In einem ſehr temperamentvoll geführten Kampf wird der Einheimiſche bereits nach 4,15 Min. mit Untergriff auf die Schultern gebracht. Auch im Halbſchwergewicht gab es einen Fallſieg zugunſten Feudenheims. Schmitt und Hahl lieferten ſich einen harten aber tech⸗ niſch einwandfreien Standkampf, den der kräf⸗ tige Schmitt etwas mehr im Angriff ſteht. In der Unterlage überraſcht Schmitt ſeinen Geg⸗ ner durch einen blitzſchnellen Armzug und legt ihn nach 6,3 Minuten auf die Schultern. Damit hatte ſich nun Feudenheim eine:7⸗Führung erkämpft. Der nun folgende Kampf im Schwer⸗ gewicht mußte nun über Sieg ünd Nieder⸗ lage entſcheiden. Bohrmann und Schneider (Bruchſal) lieferten ſich aber einen äußerſt vor⸗ ſichtig geführten Kampf, den der Feudenheimer auf Grund ſeiner größeren Ausdauer knapp für ſich entſcheiden tonnte und damit für ſeine Far⸗ ben einen 10:7⸗Geſaentſieg buchen. Kev 86 Frankfurt unterliegt in Lampertheim Die Ringerſtaffel des Kraftſporwereins 1886 Frank⸗ furt mußte beim Athletik⸗Sportverein Lampertheim an⸗ treten. Die Einheimiſchen landeten ohne Müller einen hohen 13: 2⸗Sieg. Kampfleiter Hechmann, Darm⸗ ſtadt, leitete das Treffen einwandfrei. Im Einlagekampf in der Bantamgewichtsklaſſe, wo der Vereinskamerad des Deutſchen Meiſters, Müller, Loos und Link, Frankfurt, aufeinandertrafen, wird der Frankfurter bereits nach einer Minute auf die Schultern gebracht. Tretzel, Lampetrheim, und Reuther, Frankſurt, lie⸗ fern ſich dann im Federgewicht ein haxtes Gefecht. Der Einheimiſche iſt dem erfahrenen Frankfurter etwas unterlegen und wird nach Punkten beſiegt. Recht kurz war die Begegnung im Leichtgewicht zwi⸗ ſchen Schollmaier, Lampertheim, und Ruſt, Frankfurt. Bereits nach anderthalb Minuten bereitet ihm ein Hammerlock des Einheimiſchen ein Ende. Hart auf hart prallten die beiden Weltergewichtler Gg. Hahl, Lampertheim, und Ceſſanne, Frankfurt, auf⸗ einander. Nach ausgeglichener erſter Halbzeit ſchälte ſich allmählich die Ueberlegenheit des Einheimiſchen heraus. Mit einem Untergriff kann dann Hahl ſeinen Gegner auf die Schultern werfen. Im Mittelgewicht, das Hahl Fr., Lampertheim, und Gerber, Frankfurt, auf der Matte ſah, wird ſehr vor⸗ ſichtig gekämpft. Der Einheimiſche hatte etwas mehr vom Kampf und wird ſicherer Sieger nach Punkten. Gaumeiſter Litters, Lampertheim, hatte im Halb⸗ ſchwergewicht wenig Mühe, ſeinen Gegner, den Frank⸗ furter Bopp, bereits nach drei Minuten entſcheidend zu beſiegen. Im Schwergewicht konnte dann der Einheimiſche Kaiſer einen verdienten Punktſieg über Hartmann, Frankfurt, erkämpfen. Dausfcland- Ziallen ert fpater Der Italieniſche Fußballverband trat unter dem Vorſitz von Generalleutnant Vaccaro in Rom zu einer Sitzung zuſammen, auf der auch die Geſtaltung des internationglen Pro⸗ gramms auf die nächſten Monate beſprochen wurde. Der nächſte Länderkampf gegen Deutſch⸗ land, der turnusgemäß auf italieniſchem Bo⸗ den ſtattfinden wird(Italien ſpielte zuletzt in Berlin:), dürfte in der Spielzeit 1938/39 zuſtandekommenn. Noch in dieſem Frühjahr wird es dagegen vorausſichtlich zu einem deutſch⸗italieniſchen Snnn kommen, und zwar am 15. Mai in Neapel. Melerlcaltsipiele Im Relc Fußball Nordmark: F St. Pault— Eimsbüttel.„ 1238 Hamburger SV— Polizei Hamburg.„ 821 FC93 Altona— Komet Hamburg:4 Victoria Hamburg— Wilhelmsburg 09.. 521 Polizet Lübeck— Phönix Lübeck(Geſ.⸗Sp.).:0 Weſtfalen: FC 04 Schalke— Germania Bochum.. 80 Boruſſta Dortmund— Arminia Marten..:0 Spvg. Herten— Weſtfalia Herne 2˙2 SV Höntrop— SV Rotthauſen:0 SpVgg. Röhlinghauſen— Hüſten h0. 421 Niederrhein: Fortuna Düſſeldorf— Vfs Benrath...:0 Schwarz⸗Weiß Eſſen— Turu Düſſelvborf..:1 Bu Alteneſſen— Rot⸗Weiß Oberhauſen.. 22 Pommern: Hamborn 07— Union Hamborn:1 Polizei Stettin— MTV Pommerensdorf..:1 * Reichswaſſerbalwart Nolte verläßt am 1. April Hannover und begibt ſich aus beruflichen Grün⸗ den nach Darmſtadt. Ellkel, Thirnngens ſppehreodiger Gaulele hat auch Herbert Runge einen Terienfreiplatz angeboten Einer unſerer erfolgreichſten Amateurboxer, Herbert Runge(Wuppertal), iſt von Thürin⸗ ens Gauleiter Sauckel zu einem koſtenloſen ommerferien⸗Aufenthalt in Thüringens Wäl⸗ der eingeladen worden Unſer Olympiaſieger im Schwergewicht kann ſich über dieſe Aus⸗ zeichnung durch Thüringens ſportfreudigen Gauleiter, der vor einigen Wochen bereits eine ähnliche Einladung an unſere erfolgreichen Radfahrer Kilian/ Vopel richtete, von Herzen freuen. Adamick ſchlug Chomas Durch den herzhaften Widerſtand, den Haxry Thomas vor wenigen Wochen dem Deutſchen Meiſter aller Klaſſen Max Schmeling leiſtete, beſtand für den Kampf Thomas— Adamick ein unerwartet großes Intereſſe. Der Madiſon Square Garden in Neuyork war mit rund 20 000 fiin chauern reſtlos ausverkauft. Thomas er⸗ üllte allerdings die in ihn geſetzten Erwartun⸗ en nicht, er hatte ſeine ko⸗Niederlage durch 1. ganz überwunden; war nicht ſo friſch wie ſonſt und verlor nach zehn dramatiſchen Runden knapp nach Punkten, Harry Thomas hat ſich durch dieſe Niederlage die große Chance verſcherzt, am 8. April in Chikago gegen„Weltmeiſter“ Joe Louis zu krifft. der am 23. Februar auf Nathie Mann Ii 2 Ohne Nürnberg und bogt An den Deutſchen Meiſterſchaften der Ama⸗ teurboxer, die in der Zeit vom 5. bis 9. Aprif in Frankfurt a. M. zum Austrag kommen, wer⸗ den Europameiſter Herbert Nürnberg(Ber⸗ lin) und unſer ſchlagſtarker Olympiazweiter im Halbſchwergewicht, Ric'ard Vogt riteh⸗ nicht Nürnberg kann als Titel⸗ verteidiger im Leichtgewicht wegen ſeiner ver⸗ letzten Rechten noch nicht mitmachen, und Vogt muß mit ſeiner in Hohenlychen zwar glänzend operierten, aber immer no empfindli en Lin⸗ ken vorſichtig ſein. Die Teilnahme an einem derart ſchweren Turnier könnte ſeinen Einſatz bei größeren internationalen Aufgaben ge⸗ fährden. 3 Frankreich entſendet keine Mannſchaft zu den Schi⸗Weltmeiſterſchaften nach Lahti, da die von der vorausgegangenen Regierung gebilligten 50000 Franken Unterſtützung zurückgezogen wurde. 5 5 4 4 4 1 4 3 „Hakenkreuzbanner“ Montag, 21. Februar 1938 Herbokragende Leifinngen bei den Né⸗Kamwfpielen Ef-Okuppe Hochland gewann in üvertegenem 6til den Wanderpreis des übrers Zun dritten Male kämpften am Samstag die Schipatrouillen der Formationen um den 1936 vom Führer geſtifteten Wanderpreis. Nachdem im olympiſchen Jahr in Schreiberhau die SA⸗ Gruppe Hochland den Sieg errang, war 1937 in Rottach⸗Egern der J⸗Oberabſchnitt Süd er⸗ folgreich, und die zz hätte den Preis endgültig gewonnen, wäre ſie am Samstag in Oberhof erneut als ſchnellſte Patrouille durchs Ziel ge⸗ langt. Aber die mit Steinhauſer, Mittermeier, Zeller, Wagner und Mathias Wörndle antre⸗ tende Patrouille der SA⸗Gruppe Hoch⸗ land lief ein ganz hervorragendes Rennen und, was für die Bewertung äußerſt wichtig war, ſchoß auch ausgezeichnet. Hier kam die nicht mit, zwei Ballons blieben ſtehen, und dafür gab es Strafminuten. So ging unter dem Jubel ihrer Kameraden aus allen Lagern und unter den Augen des Stabschefs, ſowie des Chefs des Hauptamtes Kampfſpiele, SA⸗ Obergruppenführers von Tſchammer und Oſten, die SA⸗Gruppe Hochland als beſte Patrouille durchs Ziel. 56 patrouillen nahmen teil Nebelſchwaden lagen im Tal, als am frühen Morgen zunächſt die 56 Patrouillen der Klaſſe B(Hoch⸗ und Mittelgebirge) auf den 18 Kilo⸗ meter langen Weg geſchickt wurden. Dann folg⸗ ten die 8 Mannſchaften der Gruppe C(Flach⸗ land), und nach einer achtminütigen Pauſe wur⸗ den die 13 Patrouillen der Klaſſe A, die um den Wanderpreis des Führers kämpften, zu den 18 Kilometer geſtartet. Hier war es der Vor⸗ jahresſieger z⸗Oberabſchnitt Süd, der ſich als erſter auf den Weg machte. Die Strecke führte zunächſt in ſüdweſtlicher Richtung am Rennſteig entlang, wobei Anſtieg und Abfahrt belebend abwechſelten, ohne allzu große Schwierigkeiten zu bringen. Ueber die Schmitterſtraße ging es dann zurück, und nach leichtem Anſtieg wurde der Golfplatz erreicht, wobei nach 11,5 Kilometer langer Strecke die Schießübung zu erledigen war. Nach einer kleinen Abfahrt ging es dann. quer durch den Wald zum Ziel. Schon am Steinbach, nachdem etwa ein Viertel des We⸗ ges zurückgelegt war, hatte die SA⸗Gruppe Hochland viel Boden gut gemacht. Auf der nun folgenden, ziemlich ſteilen Abfahrt, die recht hohe Anforderungen an das Können der Läu⸗ fer ſtellte, gelangten die Hochländer bereits an dritter Stelle, nur noch nn Süd II und SA⸗Gruppe Schleſien lagen noch vor ihnen. Die Schleſier lagen hier der Zeit nach gut ien Rennen, Leupold„zog“ ſeine Man⸗ nen kräftig nach vorn. Aber wenig ſpäter führte ein zerſplitternder Schi ſtarken Zeitverluſt her⸗ bei, der die Mannſchaft dann gänzlich aus dem Rennen warf. Die Entſcheidung war bereits gefallen, als die SA⸗Gruppe Hochland als erſte Patrouille auf dem Schießplatz erſchien, alſo ſämtliche vor ihr geſtarteten Mannſchaften über⸗ holt hatte. Aber ſichergeſtellt wurde der Sieg doch erſt an dieſer Stelle. In 26 Sek. vier Schuß und vier Treffer Hier brachten die SA⸗Männer das Kunſtſtück fertig, in 26 Sekunden mit vier Schüſſen die vier Ballons abzuſchießen, während der i⸗ Oberabſchnitt Süd 1 mit u. a. Willy Bogner, Schertelm Haberle zwei Ballons ſtehen laſſen mußte und dafür Strafminuten erhielt. Der Zeit nach lagen hier die NSK⸗Obergruppe Süd 1I und das SA⸗Hilfswerk Nordweſt Imit u. a. Hechenberger und Lantſchner auf den näch⸗ ſten Plätzen, hieran änderte ſich dann auch nichts mehr, und die SA⸗Gruppe Hochland ging als vielbejubelter Sieger durch das Ziel. Jn der Klaſſe B focht die SA⸗Gruppe Baye⸗ riſche Oſtmark mit den Schleſiern einen harten Strauß aus, den die Oſtmärker ſchließlich knapp für ſich entſchieden. Von den 56 geſtarteten Mannſchaften erreichten nur ganze drei das Ziel nicht, ein Zeichen für die glänzende körperliche Durchbildung, worauf auch Stabschef Lutze nach Abſchluß des Pa⸗ trouillenlaufes hinzuweiſen nicht vergaß. In Klaſſe C gab es einen NSä⸗Sieg durch die Obergruppe Oſt. Ueberraſchend kam hier das glänzende Laufen der SA⸗Gruppe Berlin⸗ Brandenburg, die überlegen den zweiten Platz vor der NSFK⸗Gruppe Niederrhein hielt. Der Stabschef dankt Nach des Patrouillenlaufes äußerte ſich Stabschef Lutze lobend über die während der Kämpfe gezeigte vorbildliche Kameradſchaft ſowie über die treff⸗ liche Organiſation des Hauptamtes Kampfſpiele. Beſonders erfreut war er natür⸗ lich über das hervorragende Abſchneiden der SA, die erneut ihre ſtete Einſatzbereitſchaft be⸗ wieſen und Aen ias damit dargelegt habe, auf welch hohen Stand ſie die wehrhafte Lei⸗ beserziehung gebracht hat. Die hJ beim Sprunglauf Den Abſchluß des erſten ſo kampfreich ver⸗ laufenen Tages der NS⸗Winterkampfſpiele in Oberhof bildete das Spezialſpringen der Hz, dem ſich dann das Ausſcheidungsſpringen — Spezialſprunglauf für SA, jh, NSͤn und NSia anſchloß. Geſprungen wurde auf der Hindenburgſchanze bei ſehr ſchnellem Schnee, ſo daß bei der HI der Anlauf zunächſt verkürzt wurde. Im zweiten Durchgang gab es dann viele, jedoch durchweg glimpflich verlaufene Stürze. Die Leiſtungen waren ausgezeichnet. So ſtand der Sieger der Klaſſe 1(16⸗ bis 18⸗ jährige), Walter Koch(Bayeriſche Oſtmark), 46 und 52 Meter in guter Haltung, und auch der Sieger der Klaſſe II, Leon⸗ hardt(Sachſen), machte mit ſeinen 36 und 46 Meter gute Figur. gusſcheidung zum Spezialſpringen Beim Ausſcheidungsſpringen für SA, I, NSg und NSFa wurden beide Gänge mit verkürztem Anlauf durchgeführt. Toni Eis⸗ 14—(SA Hochland) kam auf 49 und 48 Meter, Stoll(NSag⸗Obergr. Süd) erreichte 46 und 47 Meter, und Ludeſcher(⸗Sam⸗ melſtelle) ſetzte bei 46 Meter auf. Ein Teil der Springer wurde ausgeſchieden, und nur die beſten zur Entſcheidung am Sonntag zugelaſſen. Maxl Herber-Ernst Baler wieder Weltmeister Bei den Weltmeisterschaften im Paarlauf, die am Freitagabend im überfüllten Berliner Sport- palast ausgetragen wurden, errang sich das deutsche Meisterpaar Maxi Herber und Ernst Baier erneut die Weltmeisterschaft vor ihren größten Rivalen, dem Geschwisterpaar Pau- sin. Nach dem großen Siege beglückwünschte der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, das erfolgreiche Paar. Scherl-Bilderdienst(M) Mel Gonne am Gchlustag in Oberhof Sũ ſiegt auch in der Meldeſtaffel/-Ober abſchnitt Süd wird Zweiter Die SA⸗Gruppe Hochland hat das Unwahr⸗ ſcheinliche fertiggebracht, ihrem Triumph im Kampf um den Wanderpreis des Führers einen neuen hinzuzufügen: Sie gewann am Schlußtag der NS⸗Winterkampfſpiele, am Sonntag, auch den&8⸗Klm.⸗Meldeſtaffellauf. Mit der verbiſ⸗ ſen um den Sieg kämpfenden Mannſchaft Höltl, Toni Eisgruber, Mittermaier, Matth. Wörndle und Zeller belegte ſie in:07:11 Stunden den erſten Platz vor dem ⸗Oberabſchnitt Süd VI (:09:48), die auf der Schlußſtrecke faſt noch von der zweiten Mannſchaft der SA⸗Gruppe Hoch⸗ land(:11:51) geholt worden wäre. Trotz ſonntäglicher Frühe— ſchon um 7 Uhr wurde geſtartet— waren Start und Ziel von vielen Schauluſtigen umlagert. Vom klarblauen Himmel ſchien eine wärmende Sonne, und als die erſten Wechſel auf der Golfwieſe vollzogen wurden, war ſofort die richtige Stimmung da. Der ſtarken Beteiligung wegen wurde das Ren⸗ nen in zwei Abteilungen geſtartet, und in einem Abſtand von 30 Minuten gingen je 19 Mann⸗ ſchaften auf die lange Reiſe. Es wurde auf drei Schleifen gelaufen, von denen die erſte und die Schlußſtrecke, teilweiſe über die 18⸗Klm.⸗Pa⸗ trouillenſtrecke führend, recht ſchwer waren. Der Links: Lustiger Schnappschuß vom Reichssport 1000 Wintersportler aller Gllederungen bel den NS-Winterkampispielen Den Höhepunkt der deutschen Wintersportveranstaltungen bildeten die NS-Winterkampfspiele in Oberhof, an denen über 1000 Aktive teilnah men. lenlaut. führer als Zuschauer während des Tralnings. Rechts: Teilnehmer am Patrouil- Scherl-Bilderdlenst(M) dem Felbdberg Wechſel war jeweils auf der Oberhofer Golf⸗ wieſe, wo in einem Kreis von 30 Meter Durch⸗ meſſer die Meldetaſche zu übergeben war. Schon beim erſten Wechſel hatte ſich die SA⸗Gruppe Hochland in Front gearbeitet, und Mitter⸗ maier erhielt die Taſche bereits mit anſpre⸗ chendem Vorſprung vor der SA⸗Gruppe Baye⸗ riſche Oſtmark, während in der zweiten Abtei⸗ lung gleichfalls die Hochländer(2. Mannſchaft) durch Guſtl Müller die Spitze vor NSKa⸗ Obergruppe Süd gewonnen hatten, die dann durch den hervorragenden Lauf Gumpolds ihre Stellung noch weiter verſtärkten. Erbittert kämpften die anderen 36 Mannſchaften, den Hochländern die Führung wieder zu nehmen, und in der Hitze des Gefechts ſchlug die SA⸗ Gruppe Weſtfalen ſogar einen falſchen Weg ein und gab auf. Nach dem dritten Wechſel gelang es dem in der erſten Abteilung laufenden ⸗ Oberabſchnitt Süd VI der Zeit nach die zweite Mannſchaft der Hochländer zu überholen, und mit vier Minuten Vorſprung ging der letzte y⸗ Mann ins Rennen. Ein toller Kampf brach noch einmal an, während vorn die SA⸗Gruppe Hoch⸗ land Lunangefochten dem Siege zuſtrebte. Zwei Minuten konnten die Hochländer noch aufholen, aber zum Siege reichte es nicht mehr. Der große Kampf, der an den Wechſeln von den Tauſenden von Zuſchauern leidenſchaftlich miterlebt wurde, hatte ſein Ende gefunden. Gchlwekämpie am Seldberg Ann 26. und 27. März finden auf internationale Schi⸗ wettkämpfe ſtatt, die nach der Abwicklung der Deutſchen und Wehrmachts⸗Schimeiſter⸗ ſchaften als weiteres Großereignis angeſpro⸗ chen werden müſſen. Mit einer großen Zahl ausländiſcher Läufer und Springer iſt von den veranſtaltenden Vereinen Schiklub Freiburg, Schizunft Feldberg und Schiklub Neuſtadt bereits Fühlung ge⸗ nommen, mit deren Zuſage man auch beſtimmt rechnet. Selbſtverſtändlich wird auch Deutſch⸗ lands Extraklaſſe am Start ſein, ſo daß her⸗ vorragende Kämpfe zu erwarten ſind. Bei die⸗ ſer Gelegenheit wird nun auch endlich das 3— Schi⸗Stadion am Feldberg ſeine Weihe erhalten. Dallangenud jnort voe öreimager Im Osloer Frogner⸗Stadion begann am Samstag ein internationaler Eisſchnellauf⸗ Wettbewerb unter Beteiligung der noch immer in Europa weilenden Amerikaner. Freiſin⸗ ger(USA) ſiegte auf ſeiner Spezialſtrecke über 500 Meter in 42,9 vor Engneſtangen(Norwegen) und ſeinem Landsmann Swanſon. Weltmeiſter Ballangrubd, der auf der kurzen Strecke in 44 Sekunden nur Fünfter wurde, gewann an⸗ ſchließend den 5000⸗Meter⸗Lauf in.38,1 vor Mathieſen und ſicherte ſich in der Geſamtwer⸗ ung mit 95,810 Punkten die Führung vor Frei⸗ iger(96,440) und Mathieſen(96,440).— Die Irgebniſſe: 500 Meter: 1. Freiſinger(USA) 42,9; 2. Engneſtan⸗ gen(Norwegen) 43,1; 3. Swanſon(USA) 43,5.— 5000 Meter: 1. Ballangrud(Norwegen).38,1; 2. Ma⸗ — 5(Norwegen).38,8; 3. Spendſon(Norwegen) deutſcher Ningereg in Krakau Brendel und Schweickert Fallſieger Am Vorabend des erſten 4*—— Länder⸗ kampfes im griechiſch⸗römiſchen Ringkampf zwi⸗ 4 Polen und Deutſchland ſtellte ſich die deut⸗ e Staffel in Krakau einer 1 polniſchen Auswahl zum Freundſchaftskampf. Vor inter⸗ nationalem Kampfgericht, das von dem Tſchecho⸗ ſlowaken Menſik als Mattenrichter, Ste⸗ putat(Deutſchland) und Galuſzka(Polen) als Punktrichter gebildet wurde, errangen die Deutſchen einen überaus eindrucksvollen:0⸗ Sieg. Nicht ein Kampf ging für uns verloren, der Nürnberger Jakob Brendel und Uoff. Schweickert(Berlin) kamen ſogar zu Fallſiegen. Am Samstag nachmittag hatte die deutſche Mannſchaft am Sarkophag von Marſchall Pil⸗ ſudſki einen Kranz niedergelegt. Die Ergebniſſe waren: Bantamgewicht: Adam Müller(Deutſchland) beſ. Erich Kuchta(Polen) n..; Federgewichtt Jakob Brendel(D) beſ. Karl Marcok(P) nach:00 entſch; Leichtgewicht: Wolfgang Ehrl(D) beſ. Oskar Kſza(P) n..; Weltergewicht: Fritz Schäfer(D) beſ. Pielorz(P) n..; Mittelge⸗ wicht: Ludwig Schweickert(D) beſ. Maſny(P) nach :00 entſch.; Schwergewicht: Karl Ehret(D) beſ. Nigrin(P) n. P. Radbaufeg über die Gchwelz Im Rahmen eines internationalen Turniers 34 am Samstag in Chemnitz der Rad⸗ all⸗Länderkampf Deutſchland—Schweiz 520 Austrag, der mit:2 Punkten einen klaren eutſchen Sieg ergab. Die zweite Ver⸗ tretung, der Erſatzmann Rudolp und Schu 682 RC Diamant Chemnitz, gewann ihre beiden Spiele gegen die Schweizer Oſter⸗ walder/ Gabler mit:2(:0) und Breitenmoſer/ Mächler mit:4(:). Dagegen mußten ſich die deutſchen Weltmeiſter Schreiber/ Blerſch nach ihrem Sieg über Breitenmoſer/ Mächler mit:3 (:) erneut eine Niederlage durch ihre Rivalen Oſterwalder/ Gabler mit:5(:2) gefallen laſſen. Schulz⸗Rudolph konnten die Frankfurter eben⸗ falls mit:3(:2) beſiegen und belegten ſo in der Geſamtwertung des Turniers den erſten Platz. In den umrahmenden Kunſtfahr⸗Wett⸗ bewerben blieben im Einer Europameiſter Frey und im Zweier die deutſchen Meiſter Gebr. Beſchooten erfolgreich. Endſtand des Radballturniers 1. Schulz/ Rudolph(Diamant Chemniz):0 Pkt.; 2. Oſterwalder/ Gabler(St. Gallen/ St. Georgen):2 Pkt.; 3. Schreiber/ Blerſch(Wanderluſt Frankfurt a..) —* W 4. Breitenmoſer/ Mächler(Winterthur):6 unkte. 13..: 20..: 27..: — — 10..: 17..: 24..: 8..: 15..: 22..: Nuen Nürn Ardie, Stadt, und He nun au⸗ „Großer Mai in Motorg 6,4 Kile Meter 3 1938 Golf⸗ durch⸗ Schon ruppe ter⸗ nſpre⸗ Baye⸗ Abtei⸗ ſchaft) SKK⸗ dann oldSs bittert hmen, S eg ein elang n ⸗ zweite „ und te V⸗ h noch Hoch⸗ Zwei holen, große enden vurde, ) beſ. Fritz ge⸗ ) nach t(D) niers tad⸗ hweiz laren Ver⸗ und wann Oſter⸗ ioſer/ ch die it 93 valen aſſen. eben⸗ ſo in erſten Wett⸗ Frey Gebr. 2823 — 2— S—. 00 am Mittwo „Hakenkreuzbanner⸗ Montag, 21. Februar 1938 Hlenal und vvennoet in Wien — Fußballverband hat ſich ent⸗ ſchloſſen, die beiden ſtarken engliſchen Liga⸗ mannſchaften von Brentford und Arſenal Lon⸗ don zu Vorbereitungsſpielen auf die Welt⸗ meiſterſchaft nach Wien zu verpflichten. Wäh⸗ rend Brentford ſich am 12. Mai an der Donau vorſtellt, wird Arſenal für Ende Mai erwar⸗ tet. Brentford ſpielt außerdem noch am 15. Mai in Budapeſt, am 18. Mai in Kattowitz und am 22. Mai in Paris. Arſenal tritt am 15. Mai in Feijenoord an. Elgliſcher dusval Brentford läßt nach und fällt zurück Der lang erwartete Führungswechſel in der erſten engliſchen Liga wurde am Samstag Wirk⸗ lichkeit. Brentford London verlor am ver⸗ gangenen Mittwoch in Sunderland mit:1 und zog am Samstag auf eigenem Gelände gegen Derby County mit:3 den Kürzeren. Dieſe bei⸗ den Niederlagen koſteten natürlich die Tabellen⸗ —— die jetzt wieder Arſenal London nne hat. Die Londoner haben ihre überx⸗ raſchende Pokalniederlage ſchnell überwunden; ſiegten ſie in Mancheſter gegen den Ligameiſter:1 und am Samstag gewan⸗ nen ſie den großen Lokalkampf gegen Chelſea mit:0. Die gleiche Punktzahl wie Arſenal haben die Wolverhampton Wande⸗ rers, die— mit zwei Spielen im Rückſtand— relativ ſogar gunſtiger daſtehen. In England gelten aber nur die Pluspunkte und das Tor⸗ länſig Arf und ſo gebührt der erſte Platz vor⸗ läufig Arſenal. Die„Wölfe“ wurden übrigens am vergangenen Mittwoch zuhauſe von Hud⸗ dersfield mit:1 geſchlagen, behaupteten ſich aber am Samstag in Liverpool gegen Everton mit:0. Die Tabellenſpitze: 1. Arſenal London 290„ 35:83 36 2. Wolverhampton 1382 386 3. Brentford 0 3 4. Leeds United 29 438:43 33 Sehr erbittert ſind die Mite on in der unteren Tabellenhälfte. lackpool, Portsmouth und Birmingham, die die drei letzten Plätze einnahmen, blieben ſiegreich und ewannen ſomit Anſchluß. n Abſtiegsge⸗ 5 iſt auch wieder Meiſter Mancheſter City, er am Mittwoch(gegen Arſenal) und am Samstag(gegen Blackpool) verlor. In der 2. Liga hat Sheffield United trotz einer am Donnerstag zu Hauſe gegen Man⸗ cheſter United erlittenen Niederlage die Füh⸗ rung behaupten können, aber nur weil Aſton Villa mit zwei Spielen im Rückſtand iſt. Die Birminghamer, die wir im Mai in Deutſchland ſehen werden, ſind nach wie vor in glänzender orm. Sie gewannen am in Cheſter⸗ eld:0 und man merkte ihnen die Strapazen er Pokal⸗Wiederholungsſchlacht FaR harl⸗ ton, in der ſie im Endſpurt einen:2⸗Rückſtand aufholten, gar nicht an. Die Spitze: 1. Sheffield United 30 59:41 40 .,Aſton Villg 28. 424%»„0 3. Coventry City 4. Mancheſter United 28 3988 36 In Schottland ſetzte Celtie Glasgow den Siegeszug fort; gegen St. Rr gab es auf des Gegners Platz einen:1⸗Sieg. Die neuen Lermine der Bezirksklaſſe Staffel 1 6..: 07 Mannheim— Neulußheim Feudenheim— Käfertal Heddesheim— Weinheim Seckenheim— Phönix Mannheim Hockenheim— Friedrichsfeld o8 Mannheim— Ilvesheim. 13..: Weinheim— Phönix Mannheim Neulußheim— 08 Mannheim Friedrichsfeld— Heddesheim 07 Mannheim— Seckenheim Feudenheim— Viernheim. 20..: 07 Mannheim— Flvesheim Viernheim— Neulußheim Hockenheim— Phönix Mannheim Seckenheim— Feudenheim Käfertal— Heddesheim Friedrichsfeld— 08 Mannheim. 27..: Viernheim— Hockenheim Neulußheim— 07 Mannheim FIlvesheim— Weinheim 08 Mannheim— Seckenheim Feudenheim— Friedrichsfeld. 3..: Seckenheim— Heddesheim Friedrichsfeld— 07 Mannheim Hockenheim— 08 Mannheim Ilvesheim— Käfertal Feudenheim— Phönix Mannheim. 10..: Käfertal— Hockenheim Feudenheim— Heddesheim Friedrichsfeld— Seckenheim o8 Mannheim— Neulußheim. 17..: Feudenheim— Hockenheim Käfertal— Phönix Mannheim Friedrichsfeld— Weinheim Neulußheim— Flvesheim. 24..: 07 Mannheim— Friedrichsfeld Feudenheim— Neulußheim Käfertal— Seckenheim Hockenheim— Heddesheim. 8..: Feudenheim— Friedrichsfeld 08 Mannheim— Hockenheim Neulußheim— Heddesheim. 15..: Ilvesheim— Hockenheim Phönix Mannheim— Friedrichsfeld 22..: Friedrichsfeld— Neulußheim Heddesheim— Hockenbeim. Hllenderg erhalt Motorrad⸗Aennzirecke Rürnberg, die Stadt der Motorradwerke Ardie, Triumph, Victoria und Zündapp, die Stadt, die Meiſterfahrer wie Otio Ley, Toni und Heiner Fleiſchmann hervorbrachte, erhält nun auch ein bedeutendes Motorradrennen. Als „Großer Preis von Nürnberg“ wird es Mitte Mat im Auftrage der OnS von der NSgg⸗ Motorgruppe Franken durchgeführt. Eine 6,4 Kilometer lange Rundſtrecke von 8 bis 13 Meter Meite lebt voz Arer Fertigſtellung. Delfilards Arofhahpport or leren aen Kokpsfnhrer Hüpntein gibt die Paxvle für 1958 und ehet unere Melfer Wie alljährlich fand auch diesmal anläßlich der Internationalen Automobil⸗ und Motor⸗ radausſtellung eine von der Oberſten Nationa⸗ len Sportbehörde in feſtlichem Rahmen durch⸗ geführte Großveranſtaltung für den deutſchen Kraftfahrſport ſtatt, in de⸗ ren Mittelpunkt eine Rede des 3 des deutſchen Kraftfahrſports, Korpsführer Hühn⸗ lein, mit einer Ehrung der deutſchen Meiſter 1937 und der Europameiſter ſtand. Es nahmen an der Veranſtaltung, die am Samstagmittag im Luxor⸗Palaſt durchgeführt wurde, außer dem Führerkorps des NSgKK u, a. teil: Reichspoſtminiſter NSag⸗ Gruppenführer Dr. Ohneſorge, der Reichs⸗ führer immler, der Generalinſpektor für das deutſche Straßenweſen, Dr. Todt, der Chef der Ordnungspolizei, General Daluege, 555 Offiziere der Wehrmacht, mehrere Staats⸗ ekretäre, der Präſident dꝛs Reichsverbandes der Automobilinduſtrie, der Präſident des DD AC, die der Automobilklubs von Polen und Italien und zahlreiche Be⸗ triebsführer der Automobilwerke, bekannte Konſtrukteure ſowie das Rennperſonal der am Kraftfahrrennſport beteiligten Firmen. Der Vorraum des Lichtſpieltheaters war dem Bon ſo jäh aus dem Leben geriſſenen Vor⸗ ämpfer des Rennſports, Bernd Roſe⸗ meyer, in Wort und Bild gewidmet. Nach einem Hörnermarſch ſprach Korpsführer ühnlein. Er betonte eingangs, daß erſt die achtübernahme durch den Führer auch dem deutſchen Krgftfahrſport eine Wendung zu aktivſter Tätigkeit be eben hat. Das ſei nur mö 1 geweſen, weil der Führer ſeinen ſtarken illen in die Tat umgeſetzt habe. Das Jahr 1937 ſei ein neues Jahr ſtolzer Erfolge geweſen, ſowohl für die Rennwagen wie für die Rennmotorräder. Wenn in einem einzigen Helle Kaſpae M wieder Weumeiſer Uach einer großartigen Kür konnte er den Engländer Sharp auf den 2. platz verweiſen Selbſt ein guter Regiſſeur hätte den Ablauf der Weltmeiſterſchaft im Eiskunſtlaufen der Männer nicht beſſer aufziehen können, ſo 11700 nend rollten die Ereigniſſe am Samstagabend im wieder ausverkauften Sportpalaſt zu Berlin ab. Zunächſt die kurze Feſtſtellung, daß— könnte man die Leiſtungen der Paar⸗ läufer mit denen der Männer vergleichen— die Paarläufer den kürzeren ziehen würden. Faſt dramatiſch der Ablauf der Geſchehniſſe: Zwei anz grobe Geſchütze, Graham Sharp und Tomlins, ſchienen anfänglich die ganze ertung zu zerſchlagen, da die Richter von den Engländern ſo ſtark beeindruckt wurden, daß man nachher für Felix Kaſpar kaum das richtige Maß fand. Aber Kaſpar lief die Kür ſeines Lebens und an ſeinem Sieg war ſchon nach den erſten Minuten nicht mehr zu zweifeln. Graham Sharp, der als erſter der zehn Be⸗ werber ſeine Kür zu laufen hatte, ſicherte ſich überlegen den zweiten Platz, dagegen war der Unterſchied des-jungen Münchners Horſt Fa⸗ ber und des Oeſterreichers Alward äußerſt ering. RNur mit knappem Vorſprung kam Herb. lward—5 den dritten fes vor Faber, wäh⸗ rend Günther Lorenz über den achten Platz nicht hinauskam. Unter ungeheurem Jubel nahm kurz nach Mit⸗ ternacht Felix Kaſpar den von Reichsminiſter Dr. Goebbels geſtifteten Ehrenpreis für die Weltmeiſterſchaft in Empfang. Großer Beifall zwang die neue Weltmeiſterin Megan Taolor (England) zu fünf Zugaben und immer noch wollten ſich die Zuſchauer nicht zufriedengeben. Ergebniſſe: Eiskunſtlauf⸗Weltmeiſterſchaft für Männer: 1. Felix Kaſpar(Oeſterreich) Platzziffer 9, 394.3 Pkte.; 2. Gra⸗ ham Sharp(England) 12391,2; 3. Herbert Alward (Oeſterreich) 32/368,6; 4. Horſt Faber(Deutſchland) 33/368,1; 5. Fred Tomlins(England) 35/366,4; 6. Ele⸗ mer von Tertak(Ungarn) 37/366,0; 7. Edi Rada (Oeſterreich) 47/359,3; 8. Günther Lorenz(Deutſchland) 47/½357,7; 9. Robert van Zeebroek(Belgien) 65/336,6; 10. Cock⸗Clauſen(Dänemark) 68/328.6. Oeſterreichs Uachwuchs in Front Vor der Entſcheidung um die Weltmeiſter⸗ ſchaft der Männer wurde das internationale Junioren⸗Kunſtlaufen für Frauen mit der Kür beendet. Der öſterreichiſche Nachwuchs feierte hier ganz überlegene Erfolge, ſetzten ſich doch drei Vertreterinnen der Wiener Schule an die Spitze der Wertung, Die Nürnbergerin Lucie Merz, die ſich ſchon bei den BDM⸗Kämpfen in Garmiſch⸗Partenkirchen auszeichnete, beſetzte den vierten Platz, aber auch die übrigen Deutſchen hielten ſich recht gut. anns m aunm in aunn Zwei deutſche Niederlagen/ Die Tſchechen erkämpften ſich den dritten platz Ueber 10 000 Zuſchauer waren am Spätnach⸗ mittag in das Prager Eisſtadion gekommen, witterte man doch in dem Vorſchlußrunden⸗ treffen en dem Weltmeiſter Kanada und Deutſchland eine neue Ueberraſchung. Die Mannſchaft der Sudbury Wolves wußte ehr wohl, wie dieſer Gegner einzuſchätzen war, denn das hatte gezeigt, daß unſere Nationalmannſchaft nur unter Auf⸗ bietung aller Kräfte zu bezwingen war. Die die vor Jahren einmal zwiſchen Ueberſee und Europa beſtanden, ſind nicht mehr. Nur einmal konnten die Kanadier Deutſchlands Torhüter überwinden und ſich mit:0(:0,:0,:0) die Teilnahme am End⸗ ſpiel ſichern, während Deutſchland mit dem Verlierer aus England.Tſchechoſlowakei um den dritten Platz kämpfen wird. Nur der echt kanadiſchen Kampfesweiſe ha⸗ ben die Träger des Ahornblattes dieſen Sieg 1 verdanken, denn dem mehr als körper⸗ ich zu bezeichnenden Einſatz ſtanden die Deutſchen meiſtens machtlos gegenüber. Aus einer ungefährlich ſcheinenden Situation heraus erzielte Bruce in der achten Minute des letzten Drittels den ſiegbringenden Treffer. Die deutſche Mannſchaft lieferte mit Hoff⸗ mannz Tobien— Jaenecke; Lang— Dr. Strobl— Schenk; Schmiedinger— Ball— Schibukat und Wiedemann als Auswechſel⸗ pieler eine vollkommen ebenbürtige artie. Vom erſten bis zum letzten Aungen⸗ blick war der Kampf offen, gab es doch auf bei⸗ den Seiten keinen Deckungsfehler. Im letzten Drittel wurde Jaenecke nach einem Regelverſtoß an Heximer 3 Minuten herausgeſtellt, und kaum hatte er ſeinen Poſten wiedereingenommen, als das Tor— off⸗ mann hatte die Scheibe bei einem kanadiſchen Vorſtoß genommen, aber nicht auf Bruce ge⸗ achtet, der vorſtieß, ſich der Scheibe bemächtigte unz einſchoß. Ohne Rückſicht auf Deckung ver⸗ ſuchten⸗die Deutſchen, wenigſtens zum Ausgleich zu kommen, aber unter Aufbietung der letzten h überſtand die kanadiſche Hintermann⸗ ſchaft alle bangen Augenblicke. Es blieb beim :0⸗Sieg der Kanadier. Echmwent von schmeden geicagen Die Spannung bei den Kämpfen um die Eishockey⸗Weltmeiſterſchaft hielt Tauſende im Bann. Eine Ueberraſchung jagte die andere. Waren ſchon in der Vorrunde ſtarke Mann⸗ ſchaften ausgeſchieden, ſo brachten auch die Schlußkämpfe unerwartete Ergebniſſe. Schwe⸗ den bezwang am Samstagnachmittag im Kampf um den fünften und ſechſten Platz die ſtarke Mannſchaft der Schweiz überraſchend mit:0(:0,:0,:0) und wurde damit Fünf⸗ ter in der Weltmeiſterſchaft. Der ſchweizeriſche verſchuldete den—05 Treffer, den der Schwede Engberg einſchoß. Kurz darauf kamen die Eidgenoſſen war zu einem ausgleichenden Treffer, der je⸗ och vom Schiedsrichter nicht anerkannt wurde. Im Schlußdrittel war dann S. Anderſſon noch einmal für die Schweden erfolgreich und ſtellte den Sieg ſicher. Elgland wieder Europameler Knapper:0⸗Sieg über die Tſchechen Am Samstagabend vor mehr als 10 000 Zu⸗ ſchauern der zweite Vorſchlußrundenkampf zur Eishockey⸗Weltmeiſterſchaft zwiſchen England und der Tſchechoſlowakei ausgetragen. Die Engländer ſiegten in einem ſpannenden und abwechflungsreichen Treffen knapp mit:0 (:0,:0,:0) und verteidigten damit ihre im Vorjahre in London gewonnene Europameiſter⸗ ſchaft mit Erfolg. England und Kanada beſtreiten nunmehr das Endſpiel zur Weltmei⸗ ſterſchaft. Das einzige Tor fiel erſt im Schluß⸗ drittel, als Stinchcombe in der fünften Minute zum erfolgreichen Torſchuß kam. Deutſchland— Tſchechoſlowakei:3 Ueber 10 000 Zuſchauer hatten ſich am Sonn⸗ tagnachmittag im Prager Eisſtadion eingefun⸗ den, wo zwiſchen der Tſchechoſlowakei und Deutſchland der Kampf um den dritten und vierten Platz in der Eishockey⸗Weltmeiſter⸗ ſchaft ausgetragen wurde. Von den Maſſen bis aufs Aeußerſte angefeuert, ſiegten die Tſchecho⸗ ſlowaken mit:0(:0,:0,:0) Toren, ſo daß Deutſchland damit Vierter wurde. Ohne Jaenecke und Hoffmann trat die deut⸗ ſche Mannſchaft gegen die ſtarke Tſchechoſlowa⸗ kei an. Das erſte Drittel verlief durchaus offen, nur durch einen Fehler von Wild kamen die Tſchechoſlowaken durch Cetkovſki zum Führungs⸗ tor. Die leichte Ueberlegenheit der Einheimiſchen reichte im zweiten Drittel aus, um durch Male⸗ cek, der damit ſein erſtes Tor im ganzen Welt⸗ meiſterſchaftsturnier erzielte, und Kucera das Ergebnis auf:0 zu erhöhen. Im Schlußdrittel drängten, die Deutſchen ſehr ſtark, ohne aller⸗ dings das Ergebnis verbeſſern zu können. * Einen Ehrenpreis hat der Reichs⸗ und preu⸗ ßiſchen Miniſter des Innern Dr. Frick für die Sieger des Paarlaufens bei der Eiskunſtlauf⸗ Weltmeiſterſchaft in Berlin geſtiftet. Jahr 11 große internationale Rennen 11 deui⸗ ſche Siege hätten, ſo ſei das ein über⸗ zeugender ohh „Nach einem Rückblick auf das Ergebnis der einzelnen Veranſtaltungen des vergangenen Jahres kam der Korpsführer auf die Arbeit des Jahres 1938 zu ſprechen, für die er die Pa⸗ role ausgabe: Stärkſter Einſatz im Auslandl Deutſchland ſtehe heute mit einem Geſpann von 1,5 Millionen Motorrädern be⸗ reits vor England, das bisher führend geweſen ſei. Der Rennwagenſport werde im 2 der neuen Rennwagenformel ſtehen, nach der insgeſamt 14 Rennen zur Austragung ge⸗ langen, darunter in Deutſchland das Eifelren⸗ nen und der Große Preis auf dem Nürburg⸗ ring. Im Herbſt werde erſtmalig die Lang⸗ ſtreckenfahrt Berlin—Rom durchgeführt. Eingehend würdigte der Korpsführer die Be⸗ deutung des Kraftfahrgeländeſports und der auf dieſem Gebiete geleiſteten vorbildlichen Arbeit. In einem einzigen Jahr hätten ſich zu den 60 Großveranſtaltungen über 12000 Teil⸗ nehmer, darunter mehr als die Hälfte Ange⸗ hörige 33 dem Starter 83 bieſt nunmehr lunf ahren habe das KK dieſe Sportart in beſter kameradſchaftlicher Zuſam⸗ menarheit mit der Wehrmacht entwickelt und planmäßig ausgebaut, nicht um einige„Akro⸗ baten“ herauszüſtellen, ſondern überall in den breiten Gliederungen des Korps die hohe Kunſt des Geländefahrens zu pflegen. Abſchließend dankte Hühnlein ſeinen Führern und Männern für ihre aufopſernde Tätigkeit vor allem bei der Abwicklung der motorſport⸗ lichen Veranſtaltungen des vergangenen Jahres und der deutſchen Induſtrie, deren konſtruktive Arbeit die techniſchen Vorausſetzungen für die ſo ſtolzen Erfolge geſchaffen habe. Der Korps⸗ führer ſchloß ſeine mit begeiſtertem Beifall auf⸗ genommene Rede mit dem Gedenken an Karl Braun, Ernſt von Delius und Bernd Roſemeyer. Dann verlas der Stabsführer der Oberſten Nationalen Sportbehörde, Oberführer von Beyer⸗Ehrenberg, die Namen der Deut⸗ ſchen Meiſter 1937 in den verſchiedenen Motor⸗ radklaſſen, von denen Hans Schumann auch den Großen Preis von Europa inne hat. Beſon⸗ ders begeiſterter Zubel erſcholl, als der Deutſche Meiſter der Rennwagen, Caracciola, auf⸗ gerufen wurde, der gleichfalls Europameiſter iſt. Unter ſtürmiſchem Beifall nahm der Korpsfüh⸗ rer die Ueberreichung der Ehrennadel perſön⸗ lich vor. Zum Schluß der Veranſtaltung wurde der Film der Oberſten Nationalen Sportbehörde „Deutſche Rennwagen in Front“ uraufgeführt, Er gibt in packenden Bildern, die begeiſtert aufgenommen wurden, einen Abriß der heißen Kämpfe des deutſchen Rennwagen⸗ ſports im In⸗ und Auslande und zeigt den heroiſchen Einſatz unſerer Rennfahrer bei den Käszen deutſchen und internationalen Veranſtal⸗ ungen. Epoelfpiegel der Woche vom 21. bis 27. Februar 1938 Fußball Reichsbundpokal⸗Vorſchlußrunde(27.): in Hamburg: Nordmark— Baden in Dresden: Sachſen— Südweſt Länderſpiel(27.): in Rotterdam: Holland— Belgien (WM⸗Ausſch.) Süddeutſche Meiſterſchaftsſpiele(27.): Gau Südweſt: Boruſſia Neunkirchen— Eintracht Frankfurt Opel Rüſſelsheim— 1. FC. Kaiſerslautern Gau Baden: Keine Spiele! Gau Württemberg: Keine Spiele! WEhn Schwaben Augsb 4 ürnberg— en Augsbur Wacker München— BC Mugsbutg Handball Süddeutſche Meiſterſchaftsſpiele(27.): Gau Baden: TSV Oftersheim— SV Waldhof To Seckenheim— Tgde. Ketſ VfR Mannheim— TV Hockenheim Rugby Auswahlſpiele(27.): in Hannover: Nationalmannſchaft— iederſachſen Meiſterſchaftsſpiele(27.): Heidelberger Rn— Stuttgarter RC Derlſche Habumeiſet aßen in d 1 U e allenmeiſterſchaften in remen bih 0 8 Turnen Gaugruppen⸗Ausſcheidung in München(27.) Winterſport Schiſport: J38S⸗Weltmeiſterſchaften in Lahti 24. bis 28.); Polizei⸗Meiſterſchaften am Oberjoch(23, bis 26353 RAdD⸗Wettläufe in Hindelang(27./28.): Wehrmachts⸗Meiſter⸗ ſchaften in Garmiſch⸗Partenkirchen(27, bis .): Sprunglauf in St. Blaſien(27.); Ab⸗ fahrtslauf in Bad Tölz(27.); Abfahrts⸗Tor⸗ lauf in Oberammergau(27. Eisſport Eisſegel⸗Meiſterſchaften in Angerburg(24. bis 2505 Eishockey Schweiz— RS in Ha el(27.); Eisfeſte in Berlin(21./22.); Eſſen /23.); Dortmund(27.) „Hakenkreuzbanner“ unternaltung un 5—— ——————————— 10 1 7 5 5 33 4 Montag, 21. Februar 1938 Wer schrieb Brüder in Zechen und Grubenꝰ Parteiarchiv sucht nach Verfassern von Kampfliedern— Wertvolle Dokumente gingen den Weg nach München Den größten und wichtigſten Teil des Mate⸗ rials nimmt das SA⸗Kampflied bis zum Jahre 1933 ein. Aber auch das politiſche Lied der vaterländiſchen Verbände und der Gegner aus dieſem Zeitraum, ferner das national⸗ ſozialiſtiſche Lied der einzelnen Gliederungen, das Lied der Arbeit und der Feier, werden eifrig geſammelt. Schließlich wurde noch dem Soldatenlied, das während des Weltkrieges ent⸗ ſtanden iſt und von unſeren Feldgrauen ge⸗ ſungen wurde, und dem in das Liedgut der nationalſozialiſtiſchen Kampfzeit aufgenomme⸗ nen Volkslied größerer Raum gewidmet. Die Kartei weiß alles Um jedes einzelne Lied ſofort bei der Hand zu haben und Anfragen in kürzeſter Zeit be⸗ antworten zu können, wurde von Dr. Woll⸗ farth, dem Leiter dieſer Abteilung, eine gut ausgedachte Kartei angelegt, aus der ſofort die Gattung des geſuchten Liedes erſichtlich iſt. So bedeuten beiſpielsweiſe rote, kleine Reiter, die den Karten aufgeſteckt ſind, daß es ſich um Lie⸗ der handelt, die zu beſonderen Anläſſen ver⸗ faßt wurden, die grüne Farbe zeigt an, daß wir es mit Liedern der Formationen zu tun haben, roſa bedeutet ausgeſprochene Feierlieder und blau laſſen die Kampflieder erkennen. Mit Liebe und Sorgfalt wird jeder Eingang genau durchgeſehen und eingeordnet. Von den wichtigſten Liedern und Märſchen der Be⸗ wegung iſt neben Text und Melodie auch die Entſtehungsgeſchichte genau verzeichnet. Zu den werwollſten Stücken gehören die Original⸗Tage⸗ buchaufzeichnungen des Badenweiler Marſches, die Verſe von Dietrich Eckarts„Deutſ ch⸗ Eine beſondere Abteilung des 0 falls bisweilen geſchieht, angenommen werden, daß das Parteiarchiv ein gedrucktes Liederbuch herausgeben will. allein auf die Erforſchung des Lie des der Bewegung an und auf die Rettung auch weniger bekanntgewordener Melodien vor der Vergeſſenheit. In dieſem Hier kommt es einzig und Texte und Hauptarchives der Usdap in münchen iſt dem„Cied der Bewegung“ gewidmet. Einem vor kurzem durch die Preſſe und Rundfunk ver⸗ breiteten Gufruf, der zur Einſendung alter Kampflieder auffordert, haben erfreu⸗ licherweiſe vie le Dolksgenoſſen Folge geleiſtet. Es wird Wochen dauern, bis das eingereichte Liedergut verarbeitet und geordnet iſt. Unter den einzelnen Stiftungen befinden ſich wertvolle Originalſtücke, die für die Dokumentenſammlung von un⸗ ſchätzbarer Bedeutung ſind. Sinne nimmt das Hauptarchiv der Partei (München, Barerſtraße 15) auch politiſche Dokumente aus der Kampfzeit immer dankbar entgegen, um ſie ſachgemäß zu verwah⸗ ven, geſchichtlich zu bearbeiten und ſie gelegent⸗ lich im Rahmen einer Ausſtellung auch der Oeffentlichkeit zugänglich zu machen. land erwache“, das Sturmlied„Entrollt die Fahnen“, das Kampflied von der Saar und viele andere mehr. Leider haben ſich bisweilen beſonders wiſſenswerte Einzelheiten bei der Geſchichte manchen Liedes trotz eifrigſten Su⸗ chens und Forſchens nicht auffinden laſſen. So bleibt bis heute der Name des Verfaſſers unbekannt, von dem das bekannte Lied ſtammt: „Brüder in Zechen und Gruben“. Auch wird bereits ſeit Wochen nach dem Namen jenen Schülers geſucht, der dem Verfaſſer des Ge⸗ dichtes„Deutſch iſt die Saar“ dadurch zu grö⸗ ßerer Verbreitung ſeiner Worte verhalf, daß er den gleichen Rhythmus mit dem ſchleſiſchen Bergmannslied„Glück auf, der Steiger kommt“ entdeckte. Abſchied von liebgewordenen Erinnerungen Beſonders rührend ſind die zahlreichen Be⸗ gleitſchreiben, die von den einzelnen Volksge⸗ noſſen ihren Einſendungen beigelegt wurden. Neben der großen Bereitwilligkeit, mit der ſie dem Archiv ihr Material zur Verfügung ſtellen, laſſen ſie doch oftmals auch durchblicken, wie ſchwer der Abſchied von dem liebgewordenen Schießũbung der Gebirgsariillerie an der Watz Ein Geschütz wird in Feuerstellung gebracht, die Mannschaft trägt Schneereifen Eine Lousbũbefel in der Kleinstodt/ von Heinrich Spoerl 3. Fortſetzung Hans Pfeiffer ſetzt. Er hat nun Muße, ſtehenden Lehrherrn aus des ſitzenden Schülers näher zu ziöſer Spitzbauch, von Piquetweſte überzogen, kompliziert geſchlungenen geſchlungene Krawatte echten Perle, und im müht, ſeine Gutmütigkeit verbergen. das häufiger als Geſichtes und der Raſe verwendet wird. Das Merkwürdigſte allerdings war die ſprache. Darüber kam Hans Pfeiffer aus Eckſteins„Beſuch feſſor Heinzerling ſeiner Karzer“? Oder will er nur einen volleren Ton geben? Inzwiſchen iſt Profeſſor Crey gang ſeiner ſpricht abermals von der — da macht es plötzlich„päng“. gogen an die Stirn geknallt. hat ſich langſam wieder ge⸗ ſeinen dicht vor ihm der Froſchperſpektive inſpizieren. Ganz dicht vor ſeiner Naſe wölbt ſich ein gra⸗ einer blütenweißen und garniert mit einer goldenen Ubrkette. Weiter oben kommt die taubengraue kunſtvoll mit einer offenſichtlich Anſchluß daran ein ge⸗ pflegtes roſiges Geſicht, das ſich vergeblich be⸗ hinter einen ſteilen Spitzbart und einem hochgewölbten Zwicker zu Aus der äußeren Bruſttaſche des tadelloſen mausgrauen Taillenrockes aber flu⸗ tet ein mächtiges elfenbeinfarbenes Seidentuch, notwendig zum Betupfen des Aus⸗ nicht hinweg. Imitiert der Mann wirklich den Pro⸗ im Stimme zum Aus⸗ Betrachtung zurückgekehrt und „ſträngen Scholzocht“ Ein wohlge⸗ zieltes naſſes Papierkügelchen iſt dem Päda⸗ Copyrisht by oroste-Vefleg und bruckerel K. G. dasseldotf 4 Dieſe Freveltat wäre nicht erfolgt, wenn man ſich nicht vor dem Neuen hätte aufſpielen wollen. „Wär eſt das gewäſen?“ Uebrigens war es der erſte Vormittag den Oſterferien. „Wär eſt das gewäſen?“ Selten iſt es ſo ſtill in einer Klaſſe wie bei derartigen rhetoriſchen Fragen. „Aus welcher Rechtung eft das gekommen?“ Von den vorderen Bänten ſchreit es:„Von 4—7775 Die hinten Sitzenden brüllen:„Von vorn!“ Einige verdächtigen das offenſtehende Fen⸗ ſter. Die Meinungen ſind durchaus geteilt. Da erhebt ſich der lange Roſen, der Nach⸗ bar von Pfeiffers Hintermann:„Herr Profeſ⸗ ſor, fragen Sie doch mal den Luck.“ Wie ein Pfeil ſchießt der kleine Luck in die Höhe. Er iſt leichenblaß und kann vor Ent⸗ rüſtung nichts ſagen. „Roſen, haben Sä geſähen, daß das der Lok gewäſen eſt?“ „Ich habe nur geſagt, Sie möchten ihn fra⸗ gen. Der iſt ſo klug, der weiß doch immer alles.“ Die Klaſſe quitſcht. Aber Profeſſor Crey iſt traurig.„Roſen, Sä ſend albern. Ehnen fählt die ſittliche Reife.“ Aber dann kommt Crey auf den Gedanken, das Papierkügelchen auseinanderzufalten und ſorgfältig zu unterſuchen. Ein liſtiges Lächeln nach Erinnerungsgegenſtand wurde. So ſchreibt ein Siebzigjähriger mit ungelenker Schrift:„Ich habe zwar nur das eine Büchlein, aber ich habe es oft in der Kampfzeit benutzt. Da ich jetzt ein alter Mann bin, ſollen Sie es haben.“ Ein Gärtnerlehrling ſendet den Text eines alten Sturmliedes und bekennt dazu faſt verſchämt: „Leider kann ich keine Noten ſchreiben, aber die Melodie habe ich noch gut im Kopf.“ Großväter griffen zur Feder Ein Großvater aus Vorpommern ſendet Ge⸗ dichte ſeines Enkels ein, die dieſer als zehn⸗ jähriger Junge im Jahre 1935 geſchrieben hat. Ein 65jähriger Volksgenoſſe begleitet ſeine ſelbſwerfaßten Verſe mit den Vorten:„Von dem Aufſtieg unſeres Volkes im Inneren tief gerührt, habe ich ſie gedichtet. Sie wurden bisher in noch keiner Zeitung gedruckt.“ Mit Halle rungen des halliſchen Gambiſten und Bach⸗ interpreten Chriſtian Klug heraus. King, der in Halle als Konzertmeiſter diesmal mit einem Konzert für Viola da Gamba und Kammerorcheſter in-dur ſowie einer Suite für Viola da Gamba und Cembalo. Beide Ahmd fanden bei der eigenen Interpretion des ömponiſten eine ſtürmiſche Anerkennung, be⸗ ſonders das umfangreiche Konzert, deſſen zwei⸗ ter Teil wiederholt werden mußte. Musikalische Uraufführungen in Halle Die Vereinigung für alte Kammermuſik in brachte in einem Konzert zwei Urauffüh⸗ wirkt, überraſchte Denkmal für Doktor Eisenbart Doktor Eiſenbart, der die Leute auf ſeine Art kurierte und der es trotzdem in der Welt zu großem Anſehen und hohen Titeln gebracht hat, erhält jetzt wo der ſeltſame Medikus einige Jahrzehnte an⸗ ſäſſig war, Bankgebäudes ein Brunnen errichtet. ein Denkmal. In Magdeburg, wird ihm vor dem Neubau eines Der großem Intereſſe aber werden auch dieſe„bis⸗ her in noch keiner Zeitung gedruckten“ Gedichte geleſen und eingeordnet, da ſie bisweilen doch viel mehr erzählen, als der Verfaſſer vielleicht ſelbſt geahnt hat. Nur darf nicht irrtümlich, wie dies gleich⸗ Brunnen ſoll eine Geſamthöhe von fünf Metern erhalten. Aus einem achteckigen Brunnenbecken ſteigt eine quadratiſche Säule, auf der die Figur des Doktor Eiſenbart ſteht. Eine Geſtalt der deutſchen Hiſtorie wird ſo in Stein der Nach⸗ welt erhalten. „Das Stök Papier iſt geht über ſein Geſicht. Zeigen Sä aus einem Scholhefte geriſſen. Ehre Hefte!“ Die erſehnte Unterſuchung beginnt. Es ſind vierzehn Schüler, mit Hans fünfzehn. Jeder hat fünf Hefte. Jedes Heft hat vierundzwanzig Seiten. Als Crey beim elften Schüler ange⸗ langt iſt, ertönt das erſehnte Bellebemm— bellebemm— bellebemm. Die ſymboliſche Hand⸗ lung iſt zu Ende. „För die nächſte Stonde wederholen Sã, was wir heute durchgenommen haben.“ Während er hinausſchreitet, ſchießt ihm zum Abſchied noch eine Papierkugel nach. Sie ſauſt einen Zentimeter über ſeinen Kopf hinweg. Den Luftzug muß er geſpürt haben. Hans Pfeiffer iſt begeiſtert. Daß es ſowas noch gibt! Er wurde ſogar mutig und bahate mit Ernſt Huſemann, ſeinem Banknachbarn, ein Ge⸗ ſpräch an. „Bitte ſehr, was hatten wir eigentlich eben?“ „Geſchichte.“ „Aha. Und das iſt wohl unſer Ordinarius?“ „Ja. Das iſt der Schnauz.“ „Danke ſchön.“ Alſo das war der Schnauz. ** In der nächſten Stunde lernte Hans das genaue Gegenſtück kennen. Ein kleiner, forſcher Herr kam hereinmarſchiert. Bleibt vor dem neuen Schüler ſtehen. auf. Schnarrt etwas. „Wie bitte?“ fragt Hans mit gutgeſpielter Schüchternheit. „Brett iſt mein Name.“ Pfeiffer reißt ſich zuſammen und ſtellt ſich ebenfalls vor. Beinahe hätte er„Dr. Pfeiffer“ geſagt. Brett pflanzt ſich vor der Klaſſe auf. Kom⸗ mandiert: „Aufſtehen! Aus den Bänken treten! Ach⸗ tung! Arme— beugt! Arme— ſtreckt! Knie— beugt! Knie— ſtreckt!“ Er hatte das Fenſter geöffnet und machte mit dem Rücken zur Klaſſe die Uebungen vor. mann-Scharte Ein Geschütz in Feuerstellung im tiefen Schnee. Strammt ſich vor ihm Aufn.: PBZ Er machte das täglich mit ſeinen Schülern. Wenigſtens bildete er ſich das ein. Die Klaſſe dachte nämlich gar nicht daran, mitzumachen. Läſſig lehnten die Jungen in den Bänken und betrachteten grinſend ihren Lehrer, wie er turnte, daß die Gelenke krachten. „Arme— ſtreckt! Arme— beugt! Hüften— rollt!“ Auch Hans Pfeiffer, der anfangs mitgetan hatte, läßt es bald ſein und wundert ſich, warum die andern ſo ernſt bleiben. Offenbar ſind ſie dieſe ungewollten Solodarbietungen ihres Erziehers gewohnt. Nur der kleine Luck turnt mit. Es iſt rüh⸗ rend, wie er die ſchmächtigen Arme ſchleudert, ſich vor⸗ und rückwärtsbeugt. Er erregt aber dadurch mitnichten das Wohlwollen ſeiner Ka⸗ meraden. Jedesmal, wenn er ſich nach vorne beugt, zwickt ihn der Theo Schrenck in den hierfür beſonders geeigneten Körperteil. Der —5 Luck ſcheint es für ſelbſtverſtändlich zu alten. Dr. Brett iſt fertig. Er wendet ſich trium⸗ phierend zur Klaſſe. Er ſtrahlt. Und konſta⸗ tiert:„So, jetzt ſehen Sie ſchon ganz anders aus. Wie neugeboren. Mans sana in corpore sano!— Warum lachen Sie?“ Hans Pfeiffer ſucht krampfhaft nach einer Ausrede:„Ach— ich mußte eben an einen Witz denken, den Herr Profeſſor Schnauz er⸗ zählt hat.“ Die Klaſſe freut ſich unbändig. Dr. Brett verzieht keine Miene. Hans blickt mit ſchein⸗ heiligem Erſtaunen um ſich: „Ich bin erſt ſeit heute hier. Ich kann doch —— wiſſen, wie Herr Profeſſor Crey richtig eißt.“ Brett überhört alles das.„Was war das für ein Witz? Erzählen Sie. Ganz ſchnell bitte. Ich werde beweiſen, daß es kein Witz war, ſon⸗ dern eine Ausrede.“ Bums, ſitzt Hans Pfeiffer feſt. Er ſoll ganz ſchnell einen Witz erzählen. Natürlich fällt ihm keiner ein. Folglich muß er einen Dafür iſt man ja Schriftſteller. (Fortſetzung folgt.), erfinden. I:»———10 E Drprzsz3 Pieeite Str ernruf 28 (10 750“ 5 Schries in fr. Lage, immer- Doht n flieres 0 u vermie ffert. u. 29 an d. Verlaa IIne 3 Zunener, va * d, Garien etenanteil, I. April. 90.— 21 ine 2⸗, 9 immerwo ecer, Adparkſera — dMladl fr. . 4 zu vermieten. Fernruf 407 (3008 V) g. Wr 2„män zu ** 1938 ———— herden, herbuch ig und edes dettung e und dieſem Partei tiſche immer erwah⸗ legent⸗ ich der Halle uſik in auffüh⸗ Bach⸗ ug, der rraſchte Gamba r Suite Beide ion des ing, be⸗ n zwei⸗ art ine Art Welt zu acht hat, burg, ynte an⸗ u eines et. Der Metern enbecken ie Figur talt der r Nach⸗ Schülern. die Klaſſe zumachen. nken und wie er hüften— mitgetan dert ſich, Offenbar bietungen s iſt rüh⸗ ſchleudert, regt aber einer Ka⸗ ach vorne k in den teil. 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UNIVEASU Auto-Verleih.23 9 an Selhstfahrer M 7. 8 hel Glas er Dick 1 wWenn sle zwel Stunden—— ellenääted Erüntadter Weinmarkt⸗ 2 2 E 60 4 lachen wollen, wenn Sle Sprühendl Witzigl Einfallsreichl ich glůücklich bin— werime roses ver Ausstellun pAUI KENP 6 HANs MosER Aunn a 8 zue Förderung des Qualltätswelnbanes 6. V. N A 2 TA 8 6 3— 2T— fleckel Mittwoch, den 23. Februar 1938, um 1 Uhr und die anderen groben Lustspiel- Kunststr. im Saalbau der„Jakobsluſt“ zu Grünſtabt hinreibend im Spiel, bezaubefnd im Gesòng 4 8 1 0 3, 10 verſteigern unſere Mitglieder 5 2 1 rT2 5 0*4 65— 90 dòrsteller in elinem Splel von ent- h0. pelSbZimmmer ca. 250000 Ttr. V. wenig gebr., Oelgemülde, belonnt aus„indlsches Grobmol“ zuckendem Ubermut erlebenwollen, Pelz- 19300r U. 1957er naturreine Welßweine doꝛzu: K. St Reparaturenſl Prode mit Liſtenabgabe vor der Ver⸗ egmüller. Verstelgerer bilkraſt. Hörbiger, Lingen u. Hoser donn zehen Sie ich dieien Fllm on!———— 205 Ehit, Aun ſteigerung ab.30 Ubr ein Terzett wie es nicht lustiger zeln konm! roglteh:.50.20.25.50 Unr rsglich:.00.25.15.50 Uhr Die erſt AScHAUBURG Zae Reichstag den der! der fünfji NMational-Theater Entwicklu 1 Mannhalm land hinte Montag, den 21. Februar 1938: Vorſtellung Nr. 222— Miete M Rr. 16 2. Sonderm. NNr. 8 bau Dek Reiter der demo Schauſpiel von Heinrich Zerkaulen Anfang 20 Uhr Ende 22.45 Uhr Bel Unſer 22 lsthma-Atemnot eene die mit g Unser 1. Hausball Verschleimung 35 durch vat gans fros! Husten Berbreitui Dieser wird noch gröser trinken den dewührten fahren. Di in der ge 3 ranzflłchen · Solo- und Ballett· Tunze Asthma-Tee 4* Eindruck t 2 Kapellen · Bllhnendarbietungen · Sektbar Marke Alpspitz, Paket.26. darum ist es höchste 5 115 bne Einzankarten: Damen NA..20, Herren Rül..20 Erhältlich: Storchen- Droterie, ahl—— ei„2* nbenber rischwestellungen gegen Lösung der Einlafkarten Da es eine helße Nacht zu werden verspricht, sind nnn Teit, daß Sie Sich eine 4 und Erſta Masken oder helle Sommerkleidung erwünscht! gerle Heitzmann, Kurze Mann⸗ 5 4 ſolche Zuſa Ka rte besorg m ſchen Aufb gerie 8 en TAl b en iſt. Im Hin tung der 9 dauptſchriftleiter: Dr. Wilhelm Kattermann. ztellvertreter: Karl M. Hageneier— Chef vom Dienſt: zelmuth Wüſt.— Verantwortlich für Kter Hel⸗ üäuth Wüſt; K8 Außenpolitik: Rarl M. Hageneier; für Hirtſchaftspolitit und Handel: Wil elm Saa 33 e⸗ HB. xinder-Mazkenbal : rl-Haas; für Kulturpo euille⸗ ———— Aan: für ben Heimatteil: Tuguch.11 Unr abends: ri— a 51 Sn das grone lachprogramm! Geſtaltung der B⸗Au 1: 5 9* Wgeiue eic dann omiet Humor und Faschlugslaune ist Trumpf tändiger Berliner ar r Die 1 t 4 5 Berlin⸗Dablem. e letzten 4 großen 3 oeninet echg figgingt zfaennens! 12Wlana- Berim am NMittwoch, 23. Februar, nachm. 2 Uhr, im Nibelungensaal „Cbarlottenſtr — à fämilicher Sriainalberichte verhoten..— Dienstag, Donnerstag, Freitag und —————.— der Schriſnenung' täglich von 16—17 Udr Samstag, jewells.11 Uhr nachmlitags 0 0 (außer 73 Ba Sonntag) lumpen · Bail: Mittwoch.11 Unr abds. Zer 7 itu/ ixlcende batentreusbannereſchaſksfübr + K G. m. b. O. Murrische Haustrauen-Vorstellung: e rer: Mittwoch 16.11 Uhr nachmittag⸗ 4 renz im ssöl und in der Wandelhallel Direktor Kurt Schönwitz, Mannheim. eprechtunden der Verlagsdirertion: 10.30 bis 12 nor außer Samstag und Fernſprech⸗Nr. kür Verlaag und Schrifneſtung: Sammel⸗Nr. 354 Zi. Jur den Unzeigenteil verantw.: With. M. Schatz, Mannh 5fae e. 2. Ausgabe Mannheim Nr. 10.** X I +*+ X + Sichern Sle sich rechtzeltig Karten fũr die groß. Veranstaltungen an den Haupt-Faanaehtstagen Stimmuns im Keller kinzigertige Foschingsdekoretionen Musikkapelle des NSFK cr. schussmaller) Kapelle Mayer Elntritteprelter Kinder unter 14 Jdhren 30 pig.(lelne stödt. Einloblarte) Efwochsene 60 pfg. §. Tollitàt Nrinæ larneual vert I. van modesien wird mit ceinem llołlotaat das Feot becuclien Korten sind erhältllch: Verleg. 2 5, 14; Völk. Buchhendlung. p 4 ur Zeit gelten foigende Preisliſten: Ausgabe Meinbeim Nr. 8. Ausgabe Schwetzingen Nr. 8 die Unzeigen der Ausgaben 4 Morgen und Abhend er⸗ ſcheinen aleichzeitia in der Ausgabe B. Frudan abe 4 Mhm... Aber 16709 A bendausgabe A Mom... über 14 600 lusgabe 5 e mer 7⁰⁰ 7 Mürz, Montag 20 Uhr Harmonle- 0 2, 6 Nach dem gioßen Erſolg des letzten Meisterklavierabends nochmals Hlavier-Abend Claudie Arrau 25² nusgabe A und B Mannheim über 41 350 rühausgabe 4 Echw.. uber 299 Abendausgabe 4 Schw... über 600 kusgabe B Gchw. über.380. nusgabe A und B Schwetzingen über 6 950 rühausgabe 4 Wyhm.. Aber bendausgabe A Whm. über ertreru.50 dis.- RM. an der zgabe 5 Whm. n 4⁰ üt 3700 rottrſ 5 W** uch dis.„ Tilimann, 2 7 usgabe 4 und B Weinhe 03 3 er piankenhol; Musik- zeſamt⸗DaA. Monat Januar 1938 über 52 400. Zauz Pianken.O. Z 12. Blick auf Abfahrt b Gruppe v