A5TEIATT Anzeigen:⸗Geſamtauflage: Die 12geſpalt. Millimed im Textteil 60 Pf. Mannheimer Ausgabe: Die Millimeterzeile im Textteil 45 Pf. etzinger und Wer meterzeile 4 Pf. Die—— Millimeterzeile im Ter 5 Uungsort Mannheim. Ausſchließlicher Gerichtsſtand: a N. afen a. Rh. 4960. Verlagsort Mannheim.— Einzelver ufs Verlag u. Mannheim, R 3, 14/15. 35421. Das„Hakenkreuz⸗ hn; durch die Poſt 2, 705 5 e r 5„Beſtell⸗ ——— l. 7mal. Bezugspreiſe: Frei büs monag..20 A. 30 5 Träger⸗ Montag⸗Ausgabe llach ſieben Jahren Bauzeit DNB Reval, 7. Auguſt unter der Ueberſchrift„Sowjetruß⸗ lands Maginot⸗Linie fertigge⸗ ſtellt“ veröffentlichte das eſtniſche Blatt„Pü⸗ valehti am Samstag eine aus Helſinki datierte Meldung, wonach die Arbeiten an der Befeſti⸗ gung der Weſtgrenze Sowjetrußlands nunmehr abgeſchloſſen worden ſein ſollen. Dieſe Arbei ⸗ ten, die faſt ſieben Jahre in Anſpruch ge⸗ nommen hätten, ſeien unter größter Geheim⸗ haltung durchgeführt worden. Nach einem Hinweis darauf, daß aus dem Befeſtigungsgürtel die örtlichen Einwohner borfweiſe ausgeſiedelt und nach dem Innern des Landes geſchickt worden ſeien, wird in der Meldung u. a. ausgeführt, daß an den Bauar⸗ beiten hauptſächlich techniſche Truppenteile und Einheiten des Grenzſchutzes teilgenommen hät⸗ ten. Beſonderes Gewicht ſei auf den Küſten⸗ ſchutz gelegt worden. Die Feſtung Kraſnaja Gorka ſei ebenſo wie Kaporje ſtark ausgebaut worden, und zwar ſo, daß ſie nicht nur Angrif⸗ ſen von See, ſondern auch aus der Luft ſtand⸗ halten könnten. Große Aufmerkſamkeit ſei auch der Befeſtigung der Luga⸗Bucht gewidmet wor⸗ den. Sie ſei zu einer Baſis ſowohl für Kriegs⸗ 1 ffe als auch für Flugzeuge ausgebildet wor⸗ en, um mögliche Angriffe auf Leningrad von See her zurückſchlagen zu können. Des weiteven enthält die Meldung des„Pä⸗ valehti“ Angaben über die Anlage von zwei Befeſtigungsgürteln in einer Breite ſonnheim worzwoldsir. AI. — fuffgerf-N ſölderlinstraße 11 — Au e ch. w 0 t„(ei L. 53,90 Pf. tzeitungsgebũ uzügl. 42 Beſtellgeld. e 5. ⸗h b hi 8. Jahrgang von insgeſamt 50 Kilometer, über Abänderun⸗ gen des urſprünglichen Bauplans ſowie die bei dem Bau von ſowjetruſſiſcher Seite angewand⸗ ten geheimen Maßnahmen. Schließlich heißt es in der Meldung, es ſolle Grund vorhanden ſein, die Fertigſtellung des Befeſtigungsgürtels mit den Ereigniſſen im Fernen Oſten in Verbin⸗ dung zu bringen, die es den Bolſchewiſten er⸗ möglichen ſolle, mehr Truppen nach dem Fer⸗ nen Oſten zu werfen. Feuer an Bord der„Reliance“ DNB Hamburg, 7. Auguſt. Am Sonntagmorgen brach im Hamburger Ha⸗ fen an Bord des Dampfers„Reliance“ der Hamburg⸗Amerika⸗Linie, der am Sonntagnach⸗ mittag eine Nordlandreiſe antreten ſollte, ein Feuer aus, das größeren Umfang annahm. Sämtliche Feuerlöſcheinrichtungen an Bord MANNHEIM A/ Nr.562 35/ Mr. 216 uch die Eowietunion yat zet ihte, Maainotüünie Prager Lügenmanöver im Glotz⸗Zwiſchenfall wurden ſofort in Tätigkeit geſetzt. Gleichzeitig wurde die Feuerwehr herbeigerufen, die die Löſcharbeiten erfolgreich aufnahm. Leider iſt bei dem Brande ein Menſchenleben zu beklagen. Zur Zeit iſt man mit Nachlöſch⸗ und Auf⸗ räumungsarbeiten beſchäftigt.— Da das Schiff aus dieſen Gründen zur Zeit nicht fahrbereit iſt, mußte die Nordlandreiſe abgeſagt werden. Paſſagiere waren noch nicht an Bord. Das Schiff wird zur Reparatur an eine Werft ver⸗ holt werden. Duff Cooper fähet nach ödingen DNB Kiel, 7. Auguſt. Der Erſte Lord der britiſchen Admiralität, Duff Cooper, hat Kiel am Sonntag um .30 Uhr verlaſſen. Er begab ſich an Bord der „Enchantreß“ nach Gdingen. polniſcher Proteſt in Prag Drei ischechische Fluqzeuqe sließen 22 Kilometer weit in polnisches Gehiet vor/ Große Errequng in Warschau DNB Warſchau, 7. Auguſt. Die Polniſche Telegrafenagentur meldet: Am Samstag überflogen drei große tſchecho⸗ ſlowakiſche Militärflugzeuge polniſches Gebiet. Die tſchecho⸗ſlowakiſchen Militärflugzeuge dran⸗ gen in Kampfformation ungefähr 22 Kilometer Von den großen Luftmanövern in England —— Flieger trägt außer dem M6G und dem Fallschirm auch ein Sauerstoffgerät; mit der auerstoffmaske sind Mikroion und Kopfhörer verbunden. Weltbild(M) in polniſches Gebiet ein und kehrten dann in die Tſchecho⸗Slowakei zurück. Die Flugzeuge flogen in einer Höhe von 800 Meter. Der polniſche Geſandte in Prag hat Anwei⸗ ſungen erhalten, gegen die Verletzung des pol ⸗ niſchen Gebiets ſcharf zu proteſtieren. Zu dieſem neuerlichen Grenzzwiſchenfall wer⸗ den noch folgende bezeichnende Einzelheiten be⸗ kannt: Die Ueberfliegung der polniſchen Grenze erfolgte in der Nähe der Ortſchaft Rajcza. Die drei tſchecho⸗ſlowakiſchen Militärflugzeuge flo · gen in geſchloſſener Formation und ſo niedrig, wie es in dem dortigen bergigen Gelände mög⸗ lich war. Die Erkennungszeichen konnten von unten deutlichwahrgenommen werden. Die Maſchinen flogen 22 Kilometer tief in pol⸗ niſches Gebiet hinein, kreuzten längere Zeit in der Nähe der Stadt Saybuſch und flogen dann in die Tſchecho⸗Slowakei zurück. In Warſchau wurde dieſe unerhörte Grenz⸗ verletzung erſt in den ſpäten Abendſtunden des Samstag, und zwar zunächſt erſt in politiſchen Kreiſen bekannt. Die Erregung über vieſe Grenzverletzung iſt um ſo ſtärker, als alle Be⸗ gleitumſtände eine zufällige Verirrung der tſchecho⸗ſlowakiſchen Flieger in polniſches Ge · biet ausſchließen. * Zur Ueberfliegung der Stadt Glatz durch tſchechiſche Maſchinen hat das Prager Preſſebüro eine unglaubliche„Feſtſtellung“ her⸗ ausgegeben, auf die wir unſere Leſer beſonders hinweiſen. Sie finden ſie auf der zweiten Seite dieſer Ausgabe. Mannheim, 8. Auguſt 1938 Polizeiwachtmeister Herbolzheimer Nach der zweiten Uebung dieses den Erfordernissen des praktischen Polizei- dienstes angepabten Wettbewerbs hatte in der Hauptklasse Polizeiwachtmeister Herbolzheimer(Stuttgart) die Führung in der Gesamtwertung. (Schirner-.) Blask wirft 58,13 Meter Bei einem Versuch zur Deutschen Vereinsmeisterschaft der beiden Berliner Vereine BsSC und ScCC gelang Erwin Blask ein Wurf von 58,13 Meter, was einen neuen Weltrekord bedeutet hätte, wenn— ja wenn der Wurfkreis richtig gelegen hätte. Aus diesem Grunde konnte der phantastische Hammerwurf leider nicht als Weltrekord anerkannt werden. Deutscher Weltrekord im Speerwurf Beim deutschen Frauensportfest im Mannheimer Stadion, bei dem Deutsch-⸗ lands beste Leichtathletinnen zusammen⸗ trafen, gab es eine ganze Reihe ausge- zeichneter Ergebnisse. Der Dortmunde- rin Fräulein Volkshausen gelang es sogar, mit 47,17 Meter einen neuen Welt- rekord im Speerwerfen zu erzielen.(Die Leistung der Berlinerin Mathes mit 47,80 Meter seiner Zeit bei den Stuttgarter Mehrkampfmeisterschaften wurde wegen Rückenwind nicht anerkannt.) Ganz überlegen siegte die Deutsche Meisterin im 100-Meter-Lauf, Krauß, vor ihren Konkurrentinnen, mit der Zeit von 12,2 Sekunden. Einen guten dritten Platz er- rang die Mannheimerin Wendel mit 12,4. Ferner gab es eine neue Jahres- bestleistung im Weitsprung, die Gisela Mauermayer mit 5,84 Meter auf⸗ Stellte. Rekordkämpfe auf dem Sachsenring Vor über 300 000 Zuschauern wickelten sich in Hohenstein-Ernstthal auf dem Sachsenring großartige Kämpfe Europas bester Motorradsportler im Preis von Europa ab. Deutschlands Motorradelite schnitt dabei sehr gut ab. Kluge ver- besserte in der 250-cm-Klasse seinen Vorjahrsrekord mit 126,6 Stundenkilo- meter. In der 350-ccm-Klasse erwies sich die Norton des Engländers White als schnellste Maschine. Auch er siegte in neuer Rekordzeit vor dem DKW-Fuhrer Winkler und Wünsche. In der 500-com-Klasse war es natürlich Feld- webel Meier, der als Sieger durchs Ziel fuhr. Vom Start bis ins Ziel lag er ständig in Führung und stellte auf seiner ebenfalls eine neue Bestleistung auf. ———————————————————————————————— „Hakenkreuzbanner“ montag, 8. guguſt 1938 krſt õrenzen verletzen- dann frech werden prag will den Spieß nerumdrehen und Berlin anklagen/ Ein plumpes Manöver DNB Prag, 7. Auguſt. Das offiziöſe Prager Preßbüro teilte folgen⸗ des mit: „Den Blättern wird von maßgebenden Stel⸗ len eine Information zur Verfügung geſtellt, in der auf die anhaltende ausländiſche Propa⸗ ganda hingewieſen wird, die das Ueberfliegen des Glatzer Gebietes durch drei tſchecho⸗ſlo⸗ wakiſche Flugzeuge zu Angriffen gegen den tſchecho⸗ſlowakiſchen Staat, ſeine Regierung und insbeſondere ſeine Armee benutzt. Gegenüber dieſen ſchweren Angriffen der reichsdeutſchen Preſſe, die, wegen dieſes von den zuſtändigen tſchecho⸗ſlowakiſchen Stellen bereits aufgeklärten (2) Zwiſchenfalles fortgeſetzt erhoben und von den einzelnen reichsdeutſchen Rundfunkſtationen verbreitet werden, wird von amtlicher Seite folgendes feſtgeſtellt:“ „In der Zeit vom 20. Mai bis zum heuti⸗ gen Tage wurden insgeſamt 74 Fälle feſtge⸗ ſtellt, in denen durch reichsdeutſche Flugzeuge tſchecho⸗ſlowakiſches Staatsgebietüberflogen wurde, wo⸗ bei in 71 Fällen dieſe Flugzeuge aus Deutſch⸗ land kamen und wieder nach Deutſchland zu⸗ rückkehrten, während in drei Fällen die reichs⸗ deutſchen Flugzeuge ſogar auf tſchecho⸗ſlowa⸗ kiſchem Staatsgebiet landeten. Nominativ werden 20 Fälle der Verletzung der tſchecho⸗ ſlowakiſchen Staatsgrenze durch reichsdeutſche Militärflugzeuge angeführt, von denen eine ganze Reihe von Fällen Gegenſtand von Pro⸗ teſten der tſchecho⸗ſlowakiſchen Behörden bei den zuſtändigen Berliner Stellen waren.— Außer dieſen 20 Ueberfliegungen tſchecho⸗ſlo⸗ wakiſchen Staatsgebietes, deren reichsdeutſcher Urſprung unbeſtreitbar iſt, haben noch 54 reichsdeutſche Flugzeuge, deren Erkennungs⸗ zeichen nicht ſicher feſtgeſtellt werden konnten(), tſchecho⸗ſlowakiſches Gebiet uner⸗ laubterweiſe überflogen. In der amtlichen Publikation wird feſtgeſtellt, daß auch nicht einer von dieſen 54 Fällen, ja nicht einmal der 20 unerlaubten Ueberfliegungen der tſchecho⸗ ſlowakiſchen Grenze durch unzweifelhaft feſt⸗ geſtellte deutſche Flugzeuge von der tſchecho⸗ flowakiſchen Preſſe zu ähnlichen ſchweren An⸗ griffen, wie ſie in dieſen Tagen von dem reichsdeutſchen Rundfunk und der Preſſe ge⸗ gen den tſchecho⸗ſlowakiſchen Staat erhoben wurden, ausgenutzt worden ſind. Zugleich wird feſtgeſtellt, daß die reichsdeutſchen Behör⸗ den den tſchecho⸗flowakiſchen Behörden bis⸗ her weder die Nummern, noch die Kennzeichen der Flugzeuge bekanntgegeben haben, die nach der Behauptung reichsdeutſcher Nachrichten⸗ quellen bei klarem Wetter eine ganze halbe Stunde lang und auch nur in einer Höhe von 100 Meter das Gebiet von Glatz überflogen.“ Das iſt unſere flntwort: Dieſe Auslaſſung des tſchecho⸗ſlowakiſchen Preſſebüros iſt als ein geradezu unwahrſchein⸗ lich grotesker Verſuch der Prager Stellen zu bezeichnen, den äußerſt peinlichen Eindruck zu verwiſchen, den die Glatzer Provokation tſche⸗ chiſcher Militärflieger auf die Weltöffentlichkeit (auch England und Frankreich nicht ausgenom⸗ men) gemacht hat. Dieſer Verſuch ſcheitere aber ſchon an der inneren Unlogik dieſer tſchechiſchen„Gegenrech⸗ nung“, die vor allem die berechtigte deutſche Empörung über die Glatzer Grenzverletzung als übertrieben hinſtellen will— im Gegenſatz zu der ſo„diskreten Haltung“, die die Tſchechen bei den ſagenhaften Grenzverletzungen reichs⸗ deutſcher Flugzeuge angeblich eingenommen haben wollen. Was es mit den von den Tſche⸗ chen behaupteten reichsdeutſchen Grenzverletzun⸗ gen auf ſich hat, weiß man bereits aus einer ebenſo verunglückten„Gegenrechnung“, die Prag Ende Mal aufſtellte, als die Serie tſchechiſcher Grenzverletzungen durch Militärflugzeuge bis zur Unerträglichkeit geſtiegen war, und aus al⸗ ler Welt Proteſte gegen dieſes leichtſinnige Spiel mit dem Feuer laut wurden. Auch damals war es der deutſchen Preſſe ein leichtes, dieſe„Gegenrechnung“ beiſpielsweiſe ſchon inſofern als Hirngeſpinſt zu enthüllen, als ſie nachweiſen konnte, daß angebliche„reichs ⸗ deutſche Militärflugzeuge“ in Wahrheit reine Verkehrsflugzeuge waren oder daß die von den Tſchechen angegebenen Flug⸗ zeugkennzeichen in der deutſchen Luftfahrt über⸗ haupt nicht exiſtierten. Schwindel, nichts als Schwindel So ſehen alſo die„Grenzverletzungen“ deut⸗ ſcher Flugzeuge aus, die jetzt als neu aus der berüchtigten tſchechiſchen Zauberkiſte geholt wer⸗ den. Im übrigen glaubt doch wohl bei der allbekannten Einſtellung der Tſchechen niemand, daß man ſich in Prag die Gelegenheit hätte entgehen laſſen, dieſe angeblichen deutſchen Grenzverletzungen zum Anlaß einer Deutſchen⸗ hetze und zu größtem Geſchrei zu nehmen, Die ſo verdächtig ſpät fingierten„reichsdeutſchen Grenzverletzungen“ erhalten überdies durch die amtliche tſchechiſche Erklärung, daß bei 54, alſo dem Gros dieſer Geſpenſterflieger, die Erken⸗ nungszeichen nicht ſicher feſtgeſtellt werden konn⸗ ten, den nötigen Anſtrich, um dieſe ganze tſche⸗ chiſche Verlautbarung als ein plump angelegtes Täuſchungsmanöver erkennen zu laſſen. Der tſchechiſche Hinweis ſchließlich, daß die reichs⸗ deutſchen Behörden den Tſchechen bisher weder die Nummern, noch die Kennzeichen der Flug⸗ sebrüder saß endlich überführt Der berühmte Berliner Tresor Einbruch war ihr Werk DNB Berlin, 7. Auguſt. Die Berliner Kriminalpolizei konnte nach mo⸗ natelanger und äußerſt mühevoller Ermitt⸗ lungsarbeit die berüchtigten Berliner Einbre⸗ cher der Syſtemzeit, die Brüder Franz und Erich Saß, zahlreicher Bank⸗, Geldſchrank⸗ und ſonſtiger Einbrüche, die ſie in den Jahren 1926 bis 1932 verübt haben, überführen. Nachdem die beiden Verbrecher aus Däne⸗ mark, wo ſie vier Jahre Gefängnis verbüßt hatten, nach Deutſchland abgeſchoben worden waren, ging nun die Berliner Kriminalpolizei, im Einvernehmen mit den Juſtizbehörden, dar⸗ an, die noch ungeſühnten Straftaten der Ge⸗ brüder Saß zu klären. In erſter Linie handelte es ſich hier um die Aufklärung des Treſorein⸗ bruchs bei der Disconto⸗Geſellſchaft am Witten⸗ bergplatz aus dem Jahre 1929. Wie erinnerlich, waren im Januar 1929 unbekannte Täter nach Anlegung eines Schachtes vom Keller aus in die Stahlkammer der Filiale der Disconto⸗Ge⸗ ſellſchaft in der Leiſtſtraße 23 am Wittenberg⸗ flmerihaniſcher Millionür hilſt den flrabern platz eingedrungen. Aus 179 aufgebrochenen Schließfächern wurden Bargeld und Deviſen im Geſamtbetrage von ſchätzungsweiſe 160 000 RM, ſowie Schmuckſachen von erheblichem Wert ge⸗ ſtohlen. Schon damals waren die Gebr. Saß feſtgenommen worden, weil ſie der Tat drin⸗ gend verdächtig waren. Ihre Ueberführung war jedoch nicht möglich. Die Linkspreſſe nahm dies bekanntlich ſeinerzeit zum Anlaß, die Ver⸗ brecher in ſenſationell aufgezogenen Artikeln gewiſſermaßen als Märtyrer zu feiern. Jetzt erſt nach dreimonatigen, durch das Ver⸗ halten der Verbrecher außerordentlich erſchwer⸗ ten Vernehmungen und Feſtſtellungen iſt es der Kriminalpolizei ſchließlich doch noch gelungen, das damalige Material ſo zu vervollſtändigen, daß die Gebr. Saß einer ganzen Reihe großer Einbrüche, darunter auch des Treſoreinbruchs bei der Disconto⸗Geſellſchaft, einwandfrei über⸗ führt ſind. Insbeſondere liegen auch entſpre⸗ chende Geſtändniſſe vor. Es iſt nunmehr da⸗ mit zu rechnen, daß die Staatsanwaltſchaft in allernächſter Zeit Anklage erheben wird, damit dieſe berüchtigten Verbrecher endlich ihre ge⸗ rechte Strafe empfangen. zeuge bekanntgegeben haben, die Glatz in ſo dreiſter Weiſe überflogen, wirkt nur erheiternd; denn dieſes Manko hat die tſchecho⸗ſlowakiſche Regierung doch nicht davon abgehalten, ſich in gewundenen Erklärungen zu„entſchuldigen“() Und wie iſt das mit dem jüngſten Beiſpielꝰ Dieſer Prager Einnebelungsverſuch iſt alſo, wie alle früheren, ſehr kläglich geſcheitert, und es wirkt wie ein Witz, daß dieſer tſchechiſche Taſchenſpielertrick zu einem Zeitpunkt verſucht wurde, als drei tſchechiſche Militärflugzeuge in Kampfformation in polniſches Gebiet eindrangen. Dieſe tſchechiſche Provokation bei Zywiee(Saybuſch) erinnert in ihrer ganzen Anlage an die freche Ueberfliegung der deut⸗ ſchen Stadt Glatz. Denn einmal handelt es ſich um eine geſchloſſene Formation, zweitens waren auch bei Zywiee die geographiſchen Verhältniſſe ſo eindeutig, daß ein Irrtum von vornherein ausgeſchloſſen iſt, drittens iſt auch dieſe Grenz⸗ überfliegung bei hellichtem Tage erfolgt. Man darf geſpannt ſein, ob man nun in Prag auch in dieſem Falle den traurigen Mut haben wird, dem proteſtierenden polniſchen Geſandten die abgeleierte Formel von den„verflogenen“ tſche⸗ chiſchen Flugzeugen zu präſentieren. Auch dieſe neue tſchechiſche Grenzverletzung zeigt, daß Prag mutwillig und verant⸗ wortungslos ſeine Nachbarn provoziert und immer mehr zum europäiſchen Unruhe⸗ ſtifter erſten Ranges wird. meſſieurs, ſo eiwas tut man nicht! Peinliches Abenteuer einer Pariſerin AsS. Paris, 7. Auguſt. Beamte der Staatspolizei machten erſtaunte Geſichter, als ſie bei einer Streife an den Ufern der Seine im Park Du Lion bei Port⸗ Marly eine vollkommen nackte Frau gewahr⸗ ten. Wie ſich herausſtellte, handelte es ſich nicht um eine Perſon, der die hochſommerliche Hitze unerträglich geworden war, ſondern um das Opfer eines frivolen Streiches. Die nackte Pariſerin erklärte nämlich, ſie ſei mit zwei Unbekannten aus Paris hierherge⸗ kommen, die ihr plötzlich alle Kleider vom Leibe geriſſen hätten und dann unter Mitnahme ſämtlicher Kleidungsſtücke geflüchtet ſeien. Von den Brombeer⸗Racken des Waldes, in dem ſie die Nacht über umherirrte, übel zugerichtet und zerſchunden, wurde der„Nacktfroſch wider Willen“ in ein Krankenhaus gebracht, wo man ihm vorſorglich gegen etwaige Blutvergiftung eine Spritze gab. Chorles Crane als geheimer Lenker des Kampfes gegen juda und England Elgener Berlchf des„Hokenkreuzbonner“) Neuyork, 7. Auguſt. Die neuen blutigen Unruhen in Palüſtina lenken wieder den Blick auf den geführlichſten Feind Englands, den Araberführer Fauzi ed Din Kawakji, der nach Berichten ame⸗ rikaniſcher Blätter auch hinter den letzten Atten⸗ taten und Terroraktionen arabiſcher Freiſchür⸗ ler ſteht. So bekannt im Laufe der vergange⸗ nen Jahre die Perſönlichkeit Kawakjis gewor⸗ den iſt, ſo wenig wiſſen wir von der hervor⸗ ragenden Rolle, die ſein Verbündeter Char⸗ les Crane in der panarabiſchen Bewegung ſpielt. Wer iſt dieſer Mann? Der alte Robert Crane liegt im Sterben. Ein Schlaganfall lähmt ihm die Glieder, lähmt ihm die Zunge— und er hat doch Charles, ſei⸗ nem einzigen Sohne, noch ſo vieles zu ſagen. Mit zitternden Händen ſchreibt der Greis einen Brief an Charles, an den rothaarigen, hoch⸗ erſte kinigung um Schangfeng japanisc-sowietrussische Besprechungen haben Erſolg DNB Tokio, 7. Auguſt. In offiziellen japaniſchen Kreiſen faßt man ras Ergebnis der erſten Unterredung Schige · mitſu— Litwinow⸗Finkelſtein in Moskau am 4. Auguſt wie folgt zuſammen: Beide Parteien ſtimmen in der Bereitſchaft, den Zwiſchenfall freundſcha ftlich beizu⸗ legen, überein und ſind grundſätzlich einverſtan⸗ den, daß die Feindſeligkeiten eingeſtellt und die Einrichtung einer Grenzkommiſſion vorgenom⸗ men werden. Unterſchiedliche Auffaſſungen be⸗ ſtänden über die Frage des„status auo ante“ und den Verlauf der Grenzlinie. Hierzu fordere Moskau die Anerkennung des Hunſchun⸗Ver⸗ trages durch Japan auf Grund des in ſeinen Händen befindlichen Originaltextes und Karten⸗ materials. Da hiernach die Grenze angeblich über die Schangfeng⸗Höher verlaufe, fordere Moskau die Räumung des Gebietes durch die japaniſchen Truppen. Japan beſtreite die ein⸗ ſeitige Auslegung des Hunſchun⸗Vertrages und fordere deshalb vor der Klärung der Rechtslage, daß beide Teile das umſtrittene Schang⸗ feng⸗Gebiet räumen. Unter dem„status quo ante“ verſtehe Japan die Lage vor dem 11. Juli, d. h. die Räumung des geſamten Gebietes zwiſchen Tumen und Hazan-See. Mithin ſei eine Eini gung über den Vor⸗ ſchlag Japans und den Gegenvorſchlag Mos⸗ kaus in grundſätzlichen Fragen erzielt „worden. Dagegen beſtehe vorläufig keine Eini⸗ gung über die Behandlung der Rechtslage, da Moskau vor Eröffnung der Verhandlungen die Anerkennung einer Grenze durch Japan zur Bedingung mache, die ſelbſt nach dem Hunſchun⸗ Vertrag durchaus verſchiedene Auslegungen zu⸗ laſſe. Der japaniſche Botſchafter in Moskau, Schige⸗ mitſu, werde vorausſichtlich beauftragt werden, in dieſem Punkt eine Einigung dahin zu ver⸗ ſuchen, daß zunächſt beide Teile unter Vermei⸗ dung von Erörterungen der Grenzfrage das umſtrittene Gebiet räumen und erſt ſpäter in einer gemiſchten Grenzkommiſſion eine Ver⸗ ſtändigung über den Verlauf der Gren, herbe! führen. aufgeſchoſſenen, ein wenig ſchlackſigen Mann neben ſeinem Bett, reicht ihm das Papier, die letzten Wünſche und Gedanken eines Vaters, deſſen großer Wunſch in der Stunde des Ab⸗ ſchieds dieſer iſt: daß der Sohn ſein Werk, ſeine Badewannenfabrik, die größte der Ver⸗ einigten Staaten, weiterführemm werde.„Du mußt an meinen Platz treten“, beſchwört er Charles,„die Fabrik braucht ein Haupft.“ Aengſtlich blickt er den jungen Mann an, als wolle er ſeine Antwort von den Lippen ab⸗ leſen— doch Robert Crane, Multimillionär in Chicago, bekommt ſie nicht mehr: der Tod drückt ihm die müden Augen zu. Der Wunſch wird nicht erfüllt Was hätte Charles auch ſeinem Vater erwi⸗ dern ſollen? Daß er entſchloſſen ſei, die diplo⸗ matiſche Laufbahn einzuſchlagen? Daß er be⸗ reits mit ſeinem Vetter, einem tüchtigen Ge⸗ ſchäftsmann, wegen der Uebernahme der Fa⸗ brik verhandelt habe? Hätte er dem Sterbenden das acitun dürfen? Es war gut, daß der Tod ihm dieſe Enttäuſchung erſparte... Am glei⸗ chen Tage, an deen nicht Charles, ſondern ſein Verwandter an die Stelle des alten Robert Crane tritt, am 12. Januar 1916, wird der Mann, der nach dem Willen des Toten Bade⸗ wannen fabrizieren ſollte, vom Staatsſekre⸗ tariat des Auswärtigen in Waſhington ver⸗ nommen, und bereits im November 1917 ſchicht man ihn in die Türkei, die ſich zu dieſer Zeit noch nicht mit den USA im Kriegszuſtand befindet. Nach dem Zuſammenbruch der Türkei geht Charles Crane nach Rußland, 1920 nach China, 1921 reiſt er nach Paläſtina, und am 6. Oktober 1923 beruft ihn das Vertrauen ſeiner Regie⸗ rung in die Mandatskommiſſion des Völker⸗ bundes für Paläſtina. Als Delegierter Ame⸗ ritas hat er dort ein gewichtiges Wort mit⸗ zureden, und die Mitglieder der Kommiſſion, insbeſondere die Englägder, ſind ſtarr vor Schreck und Verblüffung, als der junge Ameri⸗ kaner ihnen ganz unverblümt erklärt, die An⸗ ſprüche der Zioniſten ſeien unge⸗ rechtfertigt, und der Widerſtand der Araber— der ſich in dieſen Jahren ſchon be⸗ merkbar macht— werde Verſtändnis finden. Stumm beißen die Herren von der Kommiſ⸗ ſion die Lippen aufeinander: ſolche Seiten⸗ ſprünge eines jugendlichen Idealiſten werden ſie fortan nicht mehr dulden und zu verhindern wiſſen. Wie? Nun, man ſtellt ihn kalt. Man drückt ihn an die Wand. Für erfahrene, im Parlaenentsgetriebe großgewordene Politiker weiß Gott eine Kleinigkeit. Und ſie erzielen den gewünſchten Erfolg: Charles Crane zieht ſich aus der Kommiſſion zurück, Nicht nur das; er verläßt den Staatsdienſt.„War⸗ um?“ fragt man ihn in Waſhington.„Ich kann nichts gegen meine Ueberzeugung tun“, entgegnet er. Bei Jauzi Kawakji Viele Jahre lang zieht der Anerikaner mit den arabiſchen Nomaden durch den vorderen Orient, immer dabei, wenn es gilt, Gefahren, Abenteuer zu beſtehen, immer in der gleichen ſchlotternden weißen Leinen⸗ anzug, verehrt von den Arabern, bewundert von Ibn Saud, dem rätſelhaften König zu Kleidung: im Koweit, von den Führern der Selbſtändigkeits⸗ bewegung, von— Fauzi Kawakfi. Bereits 1935, als Crane ihn kennenlernt, iſt Kawakji der gefährlichſte Feind der engliſchen Vorherrſchaft in Paläſtina, der fanatiſchſte Ak⸗ tiviſt in den Reihen der paläſtinenſiſchen Ara⸗ ber, der Mann, der wie kein Zweiter den Eng⸗ ländern und den Juden zu ſchaffen macht— damals wie heute, 1938. Mit dieſem Manne verbündet ſich der frühere elegante Diplomat, das Schreckenstind der Völkerbundskommiſſion, ihm gibt er weitere drei Millionen ſeines Ver⸗ mögens, auf daß Kawakji den Kampf für Pan⸗ arabien finanzieren kann. Die Engländer haben ſich oft über die Her⸗ kunft der Geldenittel den Kopf zerbrochen, mit denen Kawakji ſeine Anhänger bewaffnete, Erſt 3 in jüngſter Zeit ſind ſie dahinter gekommen, daß die Dollar eines amerikaniſchen— Arabers gegen ſie ins Rollen gekommen ſind. Die Eng⸗ länder haben bisher auch nie gewußt, daß der Preis, den Fauzi Kawakji ſeiner Zeit auf den Kopf des engliſchen Oberkommandierenden in Paläſtina, John G. Dill, ausſetzte, eigentlich 7100 1 von dem ſchlackſigen, langen Amerikaner„ge:⸗ ſtiftet“ wurde, daß die Anregung hierzu von Charles Crane gekommen iſt, Hunderttauſende von Flugblättern, die den Arabern die Ausſetzung des Dopfpreiſes zur Kenntnis gaben, mit der Aufforderung, Di tot oder lebendig in die Gewalt Kawakjis zu bringen, von dem rothaarigen Freunde des arabiſchen Rebellen entworfen worden waren. und daß die 4 er König esuch Sc tischen Ho — 0 Neuer Die am( Bakuer Zeit vom 2. Aug Anklageſchrif len Hochv prozeß, d ſtadt Sowjet⸗ Gericht ſtehe aſerbeidſchan ausnahmslo⸗ den, einer umſtürzleriſc ſation“ ange res als den e ſchan und ſchans von ſoll. Im einzeln genden Anſch ten eine beſo wirtſchaftskor die auf die J früheren Pa ſchen Republ Beſirow rechnung mit ſogenannten Anklageſchrif. Ausſicht.) die unſinnit Die dergeſt niſation ha die Aufgabe der Landwir Ausmaßes zu die bolſchewi niſteren, ſowi Dampier„G Der Erholur bergen die ihrem Fiese mit Hilfe v. Dienste leist durchgeführt iuguſt 1958 Glatz in ſo r erheiternd; o⸗ſlowakiſche alten, ſich in huldigen“() n Beiſpielꝰ ſuch iſt alſo, ſcheitert, und r tſchechiſche unkt verſucht flugzeuge in ſches Gebiet vokation bei hrer ganzen ug der deut⸗ andelt es ſich eitens waren Verhältniſſe vornherein dieſe Grenz⸗ rfolgt. Man n Prag auch haben wird, eſandten die genen“ tſche⸗ . enzverletzung d verant⸗ t provoziert hen Unruhe⸗ m nichtl zariſerin 7. Auguſt. ten erſtaunte reife an den in bei Port⸗ rau gewahr⸗ e es ſich nicht nerliche Hitze ern um das Streiches. nlich, ſie ſei 3 hierherge⸗ er vom Leibe Mitnahme t ſeien. Von „ in dem ſie gerichtet und roſch wider cht, wo man utvergiftung t verhindern kalt. Man rfahrene, im te Politiker ſie erzielen Crane zieht cht nur das; en ſt.„War⸗ ngton.„Ich ugung tun“, erikaner mit en vorderenn lt, Gefahren, der gleichen zen Leinen⸗ „ bewundert en König zu ſtändigkeits⸗ akji. inenlernt, iſt er engliſchen natiſchſte Ak⸗ uſiſchen Ara⸗ ter den Eng⸗ en macht— ſem Manne e Diplomat, Skommiſſion, ſeines Ver⸗ ipf für Pan⸗ her die Her⸗ brochen, mit affnete, Erſt gekommen, 4 — Arabers d. Die Eng⸗ ußt, daß der Zeit auf den ierenden in te, eigentlich rikaner„ge⸗ hierzu von nid daß die n, die den fpreiſes zur zerung, Dill Kawakjfis zu Freunde des rden waren. ern Montag, 8. Guguſt 1938 Der König von England geht in Ferien nach Schottland Der König von England traf mit seiner Familie an Bord seiner Jacht in Aberdeen zu einem Besuch Schottlands ein. Bei seiner Ankunft schreitet der König die Ehrenkompanie des schot- tischen Hochlandregiments ab. Weltbild(M) Englische Kadetten besuchen französische Garnlsonen Mehrere hundert junge englische Kadetten, darunter die jüngsten im Alter von 11 bis 12 Jah- ren, weilten zur Zeit zu einem mehrtägigen Besuch in verschiedenen französischen Städten. Hier sieht man eine Gruppe mit ihren Gastgebern in Soissons Verſuchter flufſtand“ gegen die sowjets Neuer„Schädlingsprozebß“ · ein Exempel für Aserbeidschan/ 14 Funkfionãre angełllagt DNB Moskau, 7. Auguſt. Die am Samstag in Moslau eingetroffene Bakuer Zeitung„Bakinſkij Rabotſchij“ vom 2. Auguſt veröffentlicht die umfangreiche Unklageſchrift zu einemneuen ſenſationel⸗ len Hochverrats⸗ und Schädlings⸗ prozeß, der demnächſt in Baku, der Haupt⸗ ſtadt Sowjet⸗Aſerbeidſchans, ſtattfinden ſoll. Vor Gericht ſtehen 14 ehemalige Funktionäre der aſerbeihſchaniſchen Landwirtſchaftskommiſſariate, ausnahmslos Aſerbeidſchaner, die bezichtigt wer⸗ den, einer antiſowjetiſchen, nationaliſtiſchen, umſtürzleriſchen„Terror⸗ und Sabotageorgani⸗ ſation“ angehört zu haben, die nichts Geringe ⸗ res als den Sturz der Sowjetmacht in Aſerbeid ⸗ ſchan und die Loslöſung Aſerbeid⸗ ſchans von der Sowjetunion beabſichtigt haben ſoll. Im einzelnen erhebt die Anklageſchrift die fol⸗ genden Anſchuldigungen: Die Angeklagten hät⸗ ten eine beſondere Verſchwörergruppe im Land⸗ wirtſchaftskommiſſariat Aſerbeidſchans gebildet, die auf die Initiative der gleichfalls verhafteten früheren Parteigewaltigen der aſerbeidſchani⸗ ſchen Republik, Safarow, Sultanow und Beſirow organiſiert worden ſei.(Die Ab⸗ rechnung mit dieſen drei eigentlichen Leitern des ſogenannten„Verſchwörerzentrums“ ſtellt die Anklageſchrift für einen ſpäteren Prozeß in Ausſicht.) Die unſinnigen Begründungen Die dergeſtalt begründete ſowjetfeindliche Or⸗ habe ſich, wie weiter behauptet wird, die Aufgabe geſtellt, vor allem auf dem Gebiete der Landwirtſchaft Schädlingsarbeit größten Ausmaßes zu betreiben, ferner Terrorakte gegen die bolſchewiſtiſchen Parteigewaltigen zu orga⸗ niſieren, ſowie vor allem den„Hewaffneten Aufſtand“ gegen die Sowjetherrſchaft in Aſerbeidſchan vorzubereiten, um auf dieſem Weg die Loslöſung Aſerbeidſchans von der Sowjet⸗ union zu erreichen. An Sabotageakten zählt die Anklageſchrift auf: Maſſenweiſe böswillige Ver⸗ minderung des Viehbeſtandes, wiſſentliche Ver⸗ breitung aller möglichen Viehſeuchen, Zerfall der veterinären Einrichtungen ſowie fyſtemati⸗ ſche Untergrabung aller Regierungsaktionen, die der„Hebung des Wohlſtandes der Bauern“ oder der techniſchen Verbeſſerung des landwirtſchaft⸗ lichen Apparates dienen ſollte. Im beſonderen wird den Angeklagten die Verminderung des Pferdebeſtandes durch maſſenhafte Verbreitung von Seuchen zur Laſt gelegt, denen Zehntau⸗ ſende von Pferden() zum Opfer gefallen ſeien. Auch vor der Verbreitung von Epidemien unter der Bevölkerung hätten die Ver⸗ brecher angeblich nicht zurückgeſchreckt. So ſeien durch das Verſchulden der Angeklagten in Aſer⸗ beidſchan 30 Todesopfer und 1500 Erkrankun⸗ gen an„Sibiriſcher Peſt“(Milzbrand) zu ver⸗ zeichnen geweſen. Die Angeklagten hätten mit Ausnahme von zweien ihre Verbrechen ſämtlich „eingeſtanden“. In Anbetracht der Schwere der Anklagepunkte droht den Angeklagten die Höchſtſtrafe. Die Veranſtaltung dieſes neuen Prozeßdramas(dem für das kaukaſiſche Gebiet große Bedeutung zu⸗ kommen dürfte, obwohl die Moskauer Preſſe nichts darüber erwähnt) läßt darauf ſchließen, daß in Sowjet⸗Aſerbeidſchan(vermutlich in An⸗ betracht bedeutſamerer antiſowjetiſcher Umtriebe) ein neues Exempel ſtatuiert werden ſoll. Die im einzelnen gegen die Angeklagten erhobenen, phantaſtiſch klingenden Beſchuldigun⸗ gen dürften dazu beſtimmt ſein, einerſeits ſolche Beſtrebungen in den Augen der Bevölkerung zu diskriminieren, andererſeits für manche Miß⸗ ſtände und Fehlſchläge, offenbar beſonders auf dem Gebiete der Landwirtſchaft, Sündenböcke zu finden. flebeiterurlaub„ſchädigt“ Frankreich Epoque“ jommert:„und wenn's jeizt Krieg gibt!“ DNB Paris, 7. Auguſt. Am Samstag haben ſämtliche Metallfabri⸗ ken in Paris und den Vororten für 14 Tage bis zum 2. Auguſt ihre Tore geſchloſſen. Gegen eine Viertelmillion Arbeiter und An⸗ geſtellte aus den großen franzöſiſchen Automo⸗ bil⸗, Flugzeug⸗, Elektro⸗ und Motorenwerken haben damit zum erſtenmal gemeinſam einen bezahlten Urlaub angetreten. Die fran⸗ zöͤſtſche Bahnverwaltung hat insgeſamt 245 Sonderzüge für den heutigen Tag aageſetzt, von denen jeder etwa 1000 Fahrgäſte befördern wird. Außerdem ſind Autobuskarawanen be⸗ reits für mehrtägige Ausflüge bereitgeſtellt. In der Preſſe werden hyſteriſche Stim⸗ Dampfer„General von Steuben“ übernahm die deutsche Spitzbergeꝝ Erpedition Weltbild(MV Der Erholunssdampfer„General von Steuben“ des Norddeutschen Lloyd übernahm in Spitz- bergen die unter Leitung von Dr. Hermann stehende deutsche Spitzbergen. Expedition mit ihrem Fieseler-Storch-Flugzeug. Unser Bild zeigt die Verladung des Expeditionsflugzeuges mit Hilfe von zwei Booten. Mit diesem Flugzeug, das der Expedition außerordentliche Dienste leistete, wurden zahlreiche Landungen und Starts auf schwimmenden Eisschollen durchgeführt, die nur durch die besondere Konstruktion des Fluszeuges möglich waren. men dazu laut: was bedeute das für einen Ausfall an Flugzeugen, Laſtwagen, Kanonen, Granaten, Infanterie- und Flakgeſchützen und Munition, während in der gleichen Zeit die deutſche Rüſtungsinduſtrie mit doppelter und dreifacher Belegſchaft weiter arbeite()— Und wenn, ſo fragt„Epoque“ ängſtlich, in dieſer Zeit zwiſchen dem 6. und 23. Auguſt die Mo⸗ bilmachung ausgerufen würde, wie follen dann die in ganz Frankreik zerſtreuten Avbeitermaſſen an ihre Drehbänke und ihr lau⸗ fendes Band zurückgeholt werden? Man kösne nur ſagen, daß es ſich wahrſcheinlich um eine Abſurdität handele, in einem Augenblick, wo die Rettung Frankreichs einzig und allein von ſeiner Produktion abhänge, dieſes Schauſpiel der leeren, verlaſſenen und toten Pariſer Me⸗ tallinduſtrie nach außen hin zu bieten. Der Selbſterhaltungstrieb der Nation könne dies einfach nicht dulden, denn vor allem ſei Sicher⸗ beit notwendig. b0 b00 Tonnen bemüſe verfault Folgen des Marſeiller Hafenarbeiterſtreiks (Von unserer Pariser Schriftleitung) rd. Paris, 8. Auguſt. Die Agitation der Marſeiller Hafenarbeiter, die bereits ſeit vier Wochen die franzöſiſche Oef⸗ fentlichkeit in Aufregung hält, nimmt allmählich Formen an, die den Charakter eines wahren Skandals tragen. Es beſtätigt ſich, daß 60 000 Tonnen Gemüſe und Obſt, die während des vergangenen Wochenendes von den Hafenarbeitern nicht ausgeladen worden waren, inzwiſchen verfault ſind. Die algeriſchen Gemüſe⸗ und Obſtzüchter ha⸗ ben daher eine Entſchließung angenommen, für drei Tage die Verſorgung Marſeilles mit Le⸗ bensmitteln einzuſtellen, mit Ausnahme der Krankenhäuſer. 1500 Damenſchneider werden bösartig DNB Warſchau, 7. Auguſt. In Lodz ſind 1500 Schneider, die Damenkon⸗ fektion herſtellen, in den Streik getreten. Die mit der Herrenkonfektion beſchäftigten Schnei⸗ der in Lodz beſchloſſen, ſich dieſem Streik anzu⸗ ſchließen, wenn ihre Löhne nicht erhöht werden. (Scherl-Bilderdienst-.) fjöchſter däniſcher orden für beneralfeldmarſchall Göring DNB Berlin, 7. Auguſt. Der däniſche Geſandte, Kammerherr Zahle, überbrachte am Samstag Miniſterpräſident Ge⸗ neralfeldmarſchall Göring im Auftrag Seiner Majeſtät des Königs von Dänemark das Groß⸗ kreuz des Danebrog⸗Ordens mit den Inſignien in Diamanten. Außerdem überreichte Exzellenz Zahle dem Generalfeldmarſchall als perſön⸗ liches Geſchenk die zum Großkreuz gehörende große Ordenskette. In Kürze Die Londoner Blätter bringen faſt ohne Aus⸗ nahme Berliner Meldungen, in denen mitge⸗ teilt wird, daß General Sir John Hamilton nach Berchtesgaden geflogen iſt und dort als Gaſt des Führers weilt. Im„Daily Expreß“ wird mitgeteilt, daß infolge der überraſchen⸗ den Einladung des Führers der greiſe eng⸗ liſche General ſeine Dispoſitionen in Berlin geändert habe und ſich mit dem Stellvertreter des Führers zuſammen nach München und Berchtesgaden begeben habe. Sir John Ha⸗ milton, ſo wird hervorgehoben, ſei aufgefor⸗ dert worden, auch über die Teeſtunde hinaus beim Führer zu bleiben. 3 Zum Abſchluß des Deutſchlandbeſuches der 40 britiſchen Frontkämpfer gab der Reichskriegerführer in den Räumen des Deut⸗ ſchen Auslandsklubs(DAcC) ein Frühſtück, an dem auch der engliſche Botſchafter Sir Neville Henderſon mit mehreren Herren der Botſchaft teilnahm. — In Anweſenheit von Frau Leni Riefenſtahl fand am Freitag in Helſinki die finniſche Uraufführung des Olympiafilms ſtatt. *. Der polniſche Außenminiſter Beck iſt am Samstag von ſeinem Beſuch in Oslo wie⸗ der in Warſchau eingetroffen. * Die neue Welle der Religlonsverfolgung in der Sowjetunion hat nunmehr auch das le tz te proteſtantiſche Gotteshaus in Mos⸗ kau, die deutſche Peter⸗und⸗Pauls⸗Kirche, be⸗ troffen. Am Sonntagvormittag fanden die evangeliſchen Kirchgänger ihr Gotteshaus plötz⸗ lich verſchloſſen vor. Vor der Kirche ſtanden Laſtautos der GMu, auf denen die Einrichtung des Gotteshauſes fortgeſchleppt wurde. — Drückende Hitze lagerte auch am Sams⸗ tag über Amerika. Im Staate Neuyork ſind weitere ſieben Todesfälle durch Hitzſchlag zu verzeichnen. 20 Strandplätze in der Umgebung Gegen Zahnstein- Ansqi Chlorodont bewöht Seit 3/%aßten von Neuyork ſind Tag und Nacht überfüllt; 75 hier werden zahlreiche Todesfälle gemel⸗ et. * Ein verwegener Raubüberfall wurde am Samstag um die Mittagszeit auf ein Juweliergeſchäft in dem Pariſer Vorort Vincennes ausgeführt. Den Räubern, die ſchwerbewaffnet im Kraftwagen am Tatort ein⸗ trafen, gelang es, Wertſachen in Höhe von 300 000 Franken(rd. 24000 RM) zu ent⸗ wendeg. „Hafenßreuzbonner“ unterhaltung und Wiſfen Brücken, in den Aether gebaut 5 Jahre Richtstrahler/ Weltsprache Musik/ Sos-Rufe für verschollene Schwiegermütter Bis 1933 hatte Deutſchland einen Sender mit fünf Kilowatt Leiſtung, der ſeine Wellen über Auf dieſen Wellen aber gab es kein Auslandspro⸗ Das damalige Kurzwellenprogramm war nur ein Anhängſel der deutſchen Sender, einen Rundſtrahler in die Welt ſchickte. gramm. irgendwo angeſchloſſen, wo es die örtlichen Sendezeiten, die Technik am einfachſten ermög⸗ lichte. Das Ergebnis war, daß eine an ſich ſchon geringe Sendeenergie, die ſich mit der wachſenden Entfernung immer mehr ver⸗ dünnte, ſchließlich dort wo ſie eigentlich wirken ſollte, ſo ſchwach ankam, daß nur hochwertige und teuere Geräte einen Empfang ermög⸗ lichten. Heute iſt der geſamte Kultur⸗ raum der Erde vom Deutſchen Rundfunk in ſechs Zonen aufgeteilt, für deren jede— nämlich Nordamerika, Südamerika, Mittelame⸗ rika, Afrika, Aſien und Auſtralien— ein eige⸗ ner Richtſtrahler mit eigenem Programm ar⸗ beitet. Mit der Anlage der Richtſtrahler, deren erſter im April 1933 in Betrieb genommen wurde, waren die Vorausſetzungen für die ſtürmiſche Entwicklung geſchaffen, die der deut⸗ ſche Kurzwellenſender ſeit damals nahm. Be⸗ trug die Höchſtzahl der täglichen Sendeſtunden im Jahre 1933 nur 1,45 Stunden, ſo war ſie ein Jahr ſpäter ſchon auf 21,15 angewachſen. Jahr für Jahr wurde dieſe Zahl geſteigert, bis ſie im letzten Jahre die 47 erreichte. Einblick in Deutſchlands Aufbau⸗ arbeit Mit dieſer äußeren Entwicklung hielt die innere durchaus Schritt. Die Aufgabe, die den Programmgeſtaltern des neuen deutſchen Kurzwellenſenders geſtellt war, war klar. Der deutſche Kurzwellenſender ſollte den Deutſchen in aller Welt zeigen, daß ſie in der Heimat un⸗ vergeſſen ſind. Den fremden Völkern aber, wollte und konnte er einen Einblick in die deutſche Aufbauarbeit und die Beweggründe der vom echten Friedenswillen getragenen deutſchen Politik geben. Auf dem Grunde die⸗ ſer Forderungen konnte der Intendant des deutſchen Kurzwellenſenders, Dr. Kurt von Boeckmann, mit ſeinen Mitarbeitern in fünf Jahren zäher Aufbauarbeit ein Programm entwickeln, das jedem Vergleich mit dem Pro⸗ gramm anderer Stationen ſtandhält. Von drei Geſichtspunkten wurde die Arbeit, wie es der Ititendant des Kurzwellenſenders einmal aus⸗ drückte, geleitet. Von dem Willen ſeiner Hörer⸗ ſchaft einen wirklichen Einblick in das große deutſche Gegenwartsgeſchehen zu gewähren; von dem Wiſſen um die Bedeutung der Ge⸗ mütswerte, die den deutſchen Menſchen in Ueberſee vermittelt werden könne, und ſchließ⸗ lich von dem Bewußtſein des Stolzes auf die⸗ ſes neue Deutſchland und dem Willen, alle ſeine fernen Söhne und Töchter daran teil⸗ haben zu laſſen. Die praktiſche Programmgeſtaltung geht von einer engen Verbindung zwiſchen Sender und Hörer aus. Dieſes gegenſeitige Sichkennen⸗ lernen iſt eine der Eigenarten der Kurzwellen⸗ arbeit. Sie ergibt ſich mit innerer Notwendig⸗ keit ganz von ſelbſt. Rundfunkarbeiten auf kur⸗ zen Wellen wäre im wahrſten Sinne des Wor⸗ tes eine Arbeit ins Blaue, wenn nicht dieſes Echo vorhanden wäre, das ſowohl über die Programmgeſtaltung wie über die Empfangs⸗ verhältniſſe Auskunft gibt. Der andere Grund iſt auf ſeiten der Hörerſchaft ſelbſt zu ſuchen. Es iſt die beſondere ſeeliſche Haltung von Menſchen, denen die täglich in ihrer Stube er⸗ klingende Stimme der Heimat wie ein Freund erſcheinen muß, an den ſie ſich mit einem gren⸗ zenloſen Vertrauen in allen Angelegenheiten wenden. 5 Im 65⸗Meilen⸗Tempo an den Lautſprecher! Da läuft zum Beiſpiel aus Kamloops, einer kleinen Stadt im weſtlichen Kanada ein Brief ein, der die Aufforderung enthält, anläßlich des 125. Jahrestages ihrer Gründung eine be⸗ ſondere Sendung zu veranſtalten. Oder ein amerikaniſcher Hörer aus Chikago bittet dar⸗ um, anläßlich des einjährigen Geburtstages ſeines Stammhalters, dieſem ein beſonderes Orcheſterſtück zu widmen, damit der Knabe ſich ſchon frühzeitig an die gute deutſche Muſik ge⸗ wöhne. Oder ein Hörer aus einer vor Gene⸗ rationen ausgewanderten Familie möchte gern wiſſen, wie die alte Standuhr, die der Groß⸗ vater dorthin mitnahm, und die plötzlich nicht mehr ſo recht gehen will, am zweckmäßigſten repariert werden kann. Oder ein Deutſcher aus Ueberſee möchte ſeine Schwiegermutter, die vor 15 Jahren verſchollen iſt, durch einen SOs⸗ Ruf wieder ausfindig machen. Alle dieſe Wün⸗ ſche ſucht man nach Möglichkeit zu erxfüllen. Aus dieſen Beziehungen zur Hörerſchaft hat ſich ſogar ein beſonderer, nur dem Kurzwellen⸗ ſender eigener Veranſtaltungstyp ergeben. Die täglich fünf Minuten dauernde Sendung „Grüße an unſere Hörer“, die für perſönliche Anrufe der Hörerſchaft oder für Anrufe an überſeeiſche Freunde und Verwandte beſtimmt iſt, erfreut ſich großer Beliebtheit. So ſchreibt ein Farmer aus Springfield, der dem deut⸗ ſchen Kurzwellenſender um einen beſonderen Glückwunſch zum Geburtstag ſeiner Frau ge⸗ Neues auf der Funkausstellung Der Bedienungskomfort an den neuen Rundfunkempfängern, die in diesem Jahr zum ersten · mal auf der Rundfunkausstellung gezeigt werden, ist eines der markantesten Merkmale der Großen Rundfunkausstellung. So z. B. zeigt dieser Apparat eine Tastatur, auf der jeder sich acht verschiedene Sender abstimmen kann, die dann mit Hilfe eines eingebauten kleinen Elektromotors durch einen einfachen Druck den gewünschten Sender im Lautsprecher er- klingen lassen. beten hatte:„Bin dann mit 60 bis 65 Meilen heimgeraſt, anſtatt die erlaubten 40 Meilen bei Nacht. Habe immer erwartet, daß das Auge des Geſetzes an mir vorbeiraſt pull over. Das hätte mich dann etwa 20 Dollar gekoſtet, hätte aber den Ticket einrahmen laſſen und nach Ber⸗ lin geſandt, zum Aufhängen dieſen Studio: Wie ein Deutſch⸗Amerikaner raſt, um den Kurzwellenſender zu hören.“ Ein Runenstein in Amerika Neues Zeugnis für Amerikafahrten der Wikinger Amerikaniſche Wiſſenſchaftler haben auf Grund eines in Nordamerika entdeckten Runen⸗ ſteines mit ſkandinaviſchen Inſchriften einen neuen Beweis dafür gefunden, daß Amerika bereits Jahrhunderte vor der Entdeckung durch Columbus häufiger von Skandinaviern beſucht worden iſt. Dieſe Tatſache hat erhebliches Auf⸗ ſehen erregt, und man hat kürzlich vorgeſchla⸗ gen, den fraglichen Stein durch ſkandinaviſche Sachverſtändige eingehend auf ſeine Echtheit unterſuchen zu laſſen. Dieſer Runenſtein, der unter dem Namen Kenſington⸗Stein allgemein bekannt geworden iſt, wurde im Jahre 1898 unter den Wurzeln eines mindeſtens 70 Jahre alten Baumes auf der Farm eines Olof Ohmans in Douglas Country, Minneſota, gefunden. Der Stein iſt flach und hat nahezu rechteckige Form. Auf der einen Flachſeite ſowie an den Kanten iſt der Stein mit Runenzeichen verſehen, die in Ueberſetzung etwa folgendermaßen lauten: „Acht Goten und zweiundzwanzig Nordmän⸗ ner auf einer Entdeckungsfahrt von Wineland (Oſtküſte Amerikas) durch den Weſten. Wir la⸗ gerten bei zwei felſigen Inſeln eine Tagesreiſe nördlich von dieſem Stein. Wir gingen einen Tag aus, um zu fiſchen. Als wir heimkamen, fanden, wir zehn Männer rot von Blut und tot. Ave Virgo Maria. Errette uns vom Uebel. Wir haben zehn Männer zu überwachen (oder zu ſuchen), unſere Schiffe vierzehn Ta⸗ gesreiſen von dieſer Inſel. A. D. 1362.“ Auf den erſten Blick erſcheint die Inſchrift nicht beſonders glaubwürdig. Ein ſchwediſcher Profeſſor, der die Inſchrift vom Standpunkt der Runenforſchung unterſuchte, erklärte ſie als moderne Fälſchung, da ſowohl die Runenzei⸗ chen als auch die zur Anwendung gekommene Grammatik und Orthographie allzu große Ab⸗ weichungen gegenüber bekannten Einzelheiten von Inſchriften aus der Wikingerzeit und dem Mittelalter aufweiſen. Andere ſchwediſche Sachverſtändige wiederum haben ſich nicht ſo entſcheidend feſtgelegt. Zwei⸗ felsohne— ſo ſagen ſie— weiſt die Inſchrift gewiſſe ſprachliche Eigenheiten auf, jedoch ſeien (Scherl-Bilderdienst-.) andererſeits keine Unregelmäßigkeiten vorzu⸗ finden, wie ſie einem modernen Runenſchreiber wohl unterlaufen könnten, beiſpielsweiſe durch Vermiſchen von Runenzeichen aus verſchiede⸗ nen Runenalphabeten oder durch Benutzung von künſtlichen altertümlichen Ausdrücken. Aehnliche Erſcheinungen können nachgewieſen werden zwiſchen den Runen auf dem Kenſing⸗ ton⸗Stein und degenerierten Runen, die bei⸗ ſpielsweiſe in däniſcher magie formula be⸗ nutzt wurden. Nach Anſicht dieſer Wiſſenſchaft⸗ ler ſpricht nichts direkt dagegen, daß der Ken⸗ ſington⸗Stein eine bisher unbekannte Varia⸗ tion des Runenalphabets aus dem 14. Jahr⸗ hundert darſtellen könnte. Kann im übrigen die Inſchrift mit irgend⸗ einem hiſtoriſchen Vorkommnis dieſer Periode, 130 Jahre vor Columbus, in Zuſammenhang gebracht werden? Daß den ſkandinaviſchen Wi⸗ kingern„Winland, das gute“ nicht unbekannt war, wiſſen wir durch den Beſuch Leif Eriks⸗ ſons um das Jahr 1000. Daß die Reiſen der Skandinavier ſich auch während des Mittelal⸗ ters auf Amerika erſtreckten, war indeſſen we⸗ niger bekannt. Ein norwegiſch⸗amerikaniſcher Forſcher, der Profeſſor H. R. Holand an der Wisconſin⸗Univerſität, der dieſe Auffaſſung mit begründet hat, der Kenſington⸗Stein ſei echt, gab kürzlich ein Buch über dieſen Stein heraus und verſucht, zahlreiche hiſtoriſche Tat⸗ ſachen anzuführen, die mit dem Stein in Ver⸗ bindung gebracht werden könnten. Profeſſor Holand erwähnt unter anderem, daß zu jener Zeit eine ſkandinaviſche Kolonie auf Grönland beſtanden habe, und die Grön⸗ länder hätten allem Anſchein nach Verbindung mit Amerika gehabt. Auch ſeien mittelalterliche Waffen, die wahrſcheinlich ſkandinaviſchen Ur⸗ ſprungs waren, in gleicher Gegend wie der Kenſington⸗Stein gefunden worden. Das Mddqouen von——— EIN ROMANVON KURT KRISPIEN 15. Fortſetzung „Das hat man öfters bei alten Leuten...“ ſagte Reimers ſanft entſchuldigend. Wie böſe dieſes Mädchen auf die alte Dame iſt, dachte er dabei und wartete geſpannt auf das, was er noch alles zu hören bekommen würde. Aber Fräulein Hollersbach ſchien ihren Ausbruch ſchon zu bedauern. „Sie müſſen ja eine hübchſe Meinung von mir bekoenmen, wenn Sie mich hier ſo ſchimp⸗ fen hören“, lächelte ſie,„und dabei habe ich ſel⸗ ber gar nicht einmal ſo viel Grund, mich zu beſchweren. Aber wenn man täglich mit an⸗ ſehen muß, wie ein erwachſenes junges Mäd⸗ chen gleich einem unmündigen Kinde behandelt wird, kann man ſchon mal die Geduld ver⸗ lieren.“ „Sie ſprechen von Fräulein Martine—?“ „Ja, und auf die Gefahr hin, daß Sie mich jetzt für eine klatſchhafte Kammerjungfer hal⸗ ten, die an ihrer Herrſchaft kein gutes Haar läßt, muß ich doch ſagen, daß ich ſo eine Be⸗ handlung für abſcheulich halte! Fräulein Mar⸗ tine führt überhaupt kein eigenes Leben mehr. ſondern ſie iſt nur noch für die Launen ihrer Tamte da. Die Tyrannei der alten Dame geht ſo weit, daß ſie ihrer Nichte das Heiraten ver⸗ boten hat. Sie hat ſogar eine Klauſel in ihr Teſtament aufgenommen. wonach Martine nichts erben ſoll, wenn ſie vor dem Tode ihrer Tante geheiratet, oder ſich auch nur verlobt ha⸗ Copyright by Franckh'sche Verlags- handlung. Stuttgart 1 ben ſollte. Als ob es möglich wäre, ſeinen Ge⸗ fühlen zu kommandieren! Das arme Mädchen kann doch nicht auf den Tod der Tante war⸗ ten, das wäre doch unmoraliſch!“ „Aber weshalb läuft Fräulein Martine denn nicht einfach ihrer Tante weg und verzichtet auf die ganze Erbſchaft?“ „Weil ſie ſelber über keine Mittel verfügt. Sie wüßte nicht, wovon ſie leben ſollte. Und wer heiratet heute ſchon ein Mädchen ohne je⸗ den Pfennig?“ Reimers rührte nachdenklich in ſeiner leeren Kaffeetaſſe.„Nun, ich könnte mir ſchon ſolche Fälle denken“, ſagte er.„Und Ihnen hat die alte Dame die Ehe auch verboten?“ „Na, da hätte ſie aber bei mir kein Glück!“ Das kam mit ſolch drolliger Ueberzeugung heraus, daß Reimers lachen mußte. Er ſah ſie wohlgefällig an. Auch dunkle Augen haben ihre Reize, dachte er dabei. Ein nettes Mädchen!! Indeſſen hatte ſie entdeckt, daß neben ihm die Morgenzeitung lag. Sie wies auf das Blatt und fragte:„Würden Sie ſehr böſe ſeiei, wenn ich raſch mal einen Blick hineinwerfe?— Es ſtehen manchmal wunderbare Stellungsange⸗ bote drin!“ Er reichte ihr die Zeitung und ſah zu, wie ſie die Seiten überflog. Wirklich ein ganz rei⸗ zendes Mädchen! Wie ſchön, daß es noch ſo unkomplizierte Weſen gab! Nach all der Myſtik.“ den Schatten, den Halbſchatten und dueiklen Hintergründen der letzten Tage war da endlich mal ein Menſch, der einfach ſo ſprach, wie er dachte! Reimers betrachtete mit zunehmendem Wohlgefallen das blonde Haar, die niedlichen, kleinen Ohren, die ſanft geſchwungene Linie des Halsanſatzes— da ließ Fräulein Hollers⸗ bach die Zeitung plötzlich ſinken und wurde bleich. „Was haben Sie denn, um Gottes willen—? Iſt Ihnen nicht gut?“, erkundigte ſich Reimers voller Sorge. Sie dankte mühſam lächelnd.„Doch— ja! Mir fehlt nichts weiter. Es iſt ſchon vorüber. Ich habe nur manchmal ſo heftige Stiche im Kopf, wenn ich ſchlecht geſchlafen habe. Es iſt vielleicht beſſer, ich lege mich noch ein bißchen hin, ehe ich an die Arbeit gehe.“ Reimers ſah ihr verwundert nach. Als ſie verſchwunden war, griff er zu der Zeitung und überlas geſpannt die aufgeſchlagene Seite. Verkehrsunfall in Wandsbeck, Großfeuer im Londoner Hafen, James J. Gould läßt ſich zuen zweiten Male ſcheiden— alles ſehr ſchlimm, aber doch nichts, was ein normales, junges Mädchen auf ja und nein erblaſſen laſ⸗ ſen konnte! Doch halt, hier unten in der Ecke ſtand noch etwas:„Zum Juwelenraub in Haarlem. Der Diamantenhändler Teyler, der — wie wir kurz berichteten— das Opfer eines Ueberfalls in dem Haarlemer Hotel Prinz Hendrik' geworden iſt, iſt an den Folgen ſeiner Verletzungen geſtorben. Der Polizei ſcheint es jetzt allerdings gelungen zu ſeien, das Dunkel dieſer Tat ein wenig aufzuhellen, weshalb man hoffen kann, daß das ſchwere Verbrechen bald ſeine Sühne finden wird.“ „Teufel, Teufel“, brummte Reimers halblaut vor ſich hin. Ihm war ſofort klar, daß die Lage ſich noch bedentend verſchärft haben mußte. Hieß das ietzt noch vorſätzliche Körperverletzung mit tödlichem Ausgang, Totſchlag, oder gar ſchon Mord—? Man müßte Eikenſcheit befra⸗ gen können. Aber am beunruhigendſten emp⸗ fand Reimers, daß auch Fräulein Hollersbach nicht unbeteiligt ſchien. Sollte dieſe junge Dame, die ihn ſoeben mit ihrer Offenheit und Geradheit entzückt hatte, gleichfalls in dieſe blutige Angelegenheit verſtrickt ſein?— Das beſtürzte ihn und machte ihn ganz traurig. Wem in aller Welt ſollte man da noch Glauben ſchenken können?! „Erlauben Sie—?“ fragte eine tieſe Stimme neben ihm, und eine ſtarke, braune Hand griff bedächtig nach der Morgenzeitung, noch ehe Reimers„bitte“ ſagen konnte. Der ſchwere Duft einer Braſilzigarre wehte ihn an, faſt hätte ein fremder Rockärmel ihm die eigene Zigarette aus der Hand geſtreift. „Hallo!“ rief Reimers, durch dieſe Form⸗ loſigkeit leicht geärgert.— Der Fremde, ein Mann von etwa vierzig Jahren, hatte ſich bereits am Nebentiſch nie⸗ dergelaſſen. Jetzt ſtand er auf und kaen wieder zu Reimers Tiſch zurück.„Sie haben mich ge⸗ rufen?“ fragte er höflich,„kennen Sie mich vielleicht?“ Reimers, den die letzten merlwürdigen Er⸗ fahrungen etwas nervös und mißtrauiſch ge⸗ macht hatten, hatte ſchon eine kühle Zurückwei⸗ ſung auf den Lippen, aber als er die freund⸗ lich zwinkernden Augen ſah, das graue Schlä⸗ fenhaar und überhaupt das ganze rundlich ruhige Aeußere dieſes Mannes, da ſchämte er ſich ein bißchen. Er kam wahrhaftig noch da⸗ hin, in jedem Hotelgaſt einen Schwerverbrecher zu vermuten. Darum ſagte er nur:„Oh, ich war eigentlich mit der Zeitung noch nicht ganz n „Verzeihung, das wußte ich nicht“, entgeg⸗ nete der andere bedauernd und legte das Blatt vor Reimers auf den Tiſch. (Fortſetzung folgt.) In der Kaiſerdan funkau Ausſtellun die Wort billiger. l wenn wir Ziel deeik neihmer zi daß das nah geſtal daß Empf die den werden. So wir allem zeig fang qual güte der( ßen Empf durchſetzen werden u Stahlr! Vielſeiti nik, hier n Erfinderge dürfen. V das größt men der ſtaltet wir eines Sen wird unte Hilfe der Hörbericht So berſf Deutſche? cher ein E tig ſein n Apparat k fahren, der an, ſonder am Aufba Volkes An 9 Ei In dem Rhein⸗Neck mel am S vielen Ver der Behüörd ſtellung„D werk“ eri von 10 Uhr gegeben iſt. Mannhein Kreishan der die Gä feſt, daß M dens iſt, lung gez Zeit ſeien? troffen wo ſein, daß es urſprünglic 400 Quadr erhöhen. Wenn wi der Ausſtel deutſchen die Frage 1 um deut u. a. daran, hatte, ſich u abzugehen, Handwerk v ken hatte,! auch nicht d er am alten licherweiſe! erkannt, da beſonde: worden ſin Aufbau des Der Cande Landesha unterſtrich des Handwe im Handw herrſchten.? Jahre 1932 weiterführe Heute fe ten, die m Handwerkeg deutſche Ha. ſo zu form beſten diene Wir ſind aber in unſ Erfolg arbe daß es nich wendung ne ſtellung in oft geradezr gerne auf ſ Deutſchl uguſt 1958 im ersten · kmale der jeder sich n kleinen echer er- rdienst-.) ten vorzu⸗ nenſchreiber weiſe durch verſchiede⸗ Benutzung Ausdrücken. rachgewieſen em Kenſing⸗ en, die bei⸗ ormula be⸗ Wiſſenſchaft⸗ iß der Ken⸗ inte Varia⸗ 1 14. Jahr⸗ mit irgend⸗ ſer Periode, ammenhang viſchen Wi⸗ t unbekannt Leif Eriks⸗ Reiſen der s Mittelal⸗ ndeſſen we⸗ ierikaniſcher and an der Auffaſſung n⸗Stein ſei ieſen Stein oriſche Tat⸗ ein in Ver⸗ r anderem, che Kolonie die Grön⸗ Verbindung ttelalterliche viſchen Ur⸗ id wie der ——— cheit befra⸗ dſten emp⸗ Hollersbach zieſe junge fenheit und s in dieſe ?— Das 13 traurig. ſch Glauben eſe Stimme Hand griff „ noch ehe hwere Duft ſt hätte ein Zigarette eſe Form⸗ wa vierzig entiſch nie⸗ kaen wieder n mich ge⸗ Sie mich rdigen Er⸗ rauiſch ge⸗ Zurückwei⸗ die freund⸗ aue Schlä⸗ ze rundlich ſchämte er g noch da⸗ rverbrecher :„Oh, ich nicht ganz “, entgeg⸗ das Blatt g folgt.) „hakenkreuzbanner“— broß-Mannheim — Montag, 8. Auguſt 1958 fluf nach Berlin! In der Zeit vom 5. bis 21. Auguſt fiandet am Kaiſerdamm in Berlin die diesjährige Rund⸗ funkausſtellung ſtatt. Das Ziel dieſer Ausſtellung kann man wohl zuſammenfaſſen in die Worte: Rundfunkgeräte noch beſſer und billiger. Und wir verſtehen dieſe Forderung, wenn wir an das von Dr. Goebbels geſteckte Ziel denken, 5 Millionen neue Rundfunkteil⸗ nehmer zu gewinnen. Dazu gehört nicht nur, daß das Programm volkstümlich und lebens⸗ nah geſtaltet wird, dazu gehört eben vor allem, daß Empfangsgeräte geſchafft werden müſſen, die den Wünſchen aller Volksgenoſſen gerecht werden. So wird diesmal die Funkausſtellung vor allem zeigen, wie man bemüht iſt, den Emp⸗ fang qualitativ zu verbeſſern, alſo die Klang⸗ güte der Empfänger zu ſteigern. Bei den gro⸗ ßen Empfängern wird eine mehr und mehr ſich durchſetzende Druckknopfabſtimmung gezeigt werden und hier werden ebenfalls die neuen Stahlröhren Verwendung fieiden. Vielſeitig iſt das Gebiet der Rundfunktech⸗ nik, hier wird der Beſucher wiederum deutſchen Erfindergeiſt und deutſches Können bewundern dürfen. Vor allem aber wird die Schau dort das größte Intereſſe begegnen, wo im Rah⸗ men der Ausſtellung ein Tagesprogramm ge⸗ ſtaltet wird, das Einblick in die Arbeitsweiſe eines Senders gibt. Der Deutſchlandſender wird unter anderem die Geheimniſſe des mit Hilfe der Konferenzſchaltung durchgeführten Hörberichte entſchleiern. So berſpricht auch diesmal wieder die Große Deutſche Rundfunk⸗Ausſtellung für alle Beſu⸗ cher ein Erlebnis zu werden, das nachhal⸗ tig ſein wird. Auch wenn du keinen neuen Apparat kauſen willſt, ſollteſt du nach Berlin fahren, denn das geht nicht allein den Händler an, ſondern jeden deutſchen Volksgenoſſen, der am Aufbau und Fortſchritt der Arbeit ſeines Volkes Anteil nimmt. F. Wir Das Wochenende erſüllte nicit die Holfnungen der Erfrischungsuchenden Die Hitze bildet nach wie vor den„großen Geſprächsſtoff“, zumal die für das Wochenende erwartete Abkühlung ausblieb. Alle Hoffnun⸗ gen, die man an das am Samstagmittag auf⸗ ziehende Gewitter knüpfte, erwieſen ſich als trügeriſch und ſo blieb nichts anderes übrig, als am Sonntag weiterzuſchwitzen und erneut auf Abkühlung zu hoffen. Am Samstag gab es zunächſt bei völlig hei⸗ terem Himmel eine erneute Zunahme der Hitze. Bis auf 34 Grad ſtieg das Queckſilber im Thermometer. Damit ſchien der Höhepunkt er⸗ reicht geweſen zu ſein, denn in dem Augenblick, als die Hitze am unerträglichſten ſchien, tauch⸗ ten im Nordoſten Gewitterwolken auf, die zu⸗ nächſt die Einſtrahlungshitze der Sonne unter⸗ banden. Auch ſchienen kühlere Luftmaſſen im Vordringen geweſen zu ſein. Innerhalb von zwei Stunden ging von 15 Uhr das Thermo⸗ So sieht es gegenwärtig an der Friedrichsbrücke aus. Der Sandsteinsockel auf der Stadt— seite am OEG-Bahnhof, von dem am Donnerstagfirün die Figur herabgeholt wurde, ist nun auch schon zum größten Teil abgebrochen. Aufn.: Jütte Das Handwerk geht beiſpielhaft voran Eröffnung der neuen Ausſtellung„Deukſche Werkſtoffe im handwerk“ in den Rhein⸗Neckar⸗Hallen In dem ſchön geſchmückten Vorhof zu den Rhein⸗Neckar⸗Hallen wurde unter freiem Him⸗ mel am Sonntagvormittag in Anweſenheit von vielen Vertretern der Partei, des Handwerks, der Behörden und der Wehrmacht die neue Aus⸗ ſtellung„Deutſche Wenkſtoffeim Hand⸗ werk“ eröffnet, die nun bis 18. Auguſt täglich von 10 Uhr ab zur koſtenloſen Beſichtigung frei⸗ gegeben iſt. Mannheim als Anfang Kreishandwerksmeiſter Pg. Friedrich Stark, der die Gäſte begrüßte, ſtellte mit Genugtuung feſt, daß Mannheim die erſte Sadt Ba⸗ dens iſt, in der die Wanderausſtel⸗ lung gezeigt werdenkann. In kürzeſter Zeit ſeien die erforderlichen Vorbereitungen ge⸗ troffen worden und man dürfe ſtolz darauf ſein, daß es trotz der Kürze der Zeit gelang, die urſprünglich vorgeſehene Ausſtellungsfläche von 400 Quadratmeter auf 1500 Quadratmeter zu erhöhen. Wenn wir, ſo führte Pg. Stark weiter aus, in der Ausſtellung dem Handwerker die neuen deutſchen Werkſtoffe zeigen, dann ſoll vor allem die Frage reſtlos beantwortet werden:„War⸗ um deutſche Werkſtoffe?“ Er erinnerte u. a. daran, daß mancher Handwerker Bedenken hatte, ſich umzuſtellen und von den Werkſtoffen abzugehen, die ſeit Jahrhunderten in ſeinem Handwerk verwendet werden. Wer ſolche Beden⸗ ken hatte, der überſah völlig, daß der Führer auch nicht das deutſche Volk errettet hätte, wenn er am alten Zopf hängengeblieben wäre. Glück⸗ licherweiſe haben aber die deutſchen Handwerker erkannt, daß dem deutſchen Handwerk beſondere Aufgaben zugewieſen worden ſind und daß es mithelfen muß am Aufbau des deutſchen Volkes. Der Landeshandwerksmeiſter ſpricht Landeshandwerksmeiſter Pg. Robert Roth unterſtrich in ſeiner Anſprache die Bedeutung des Handwerks und ſtreifte die Verhältniſſe, die im Handwerk vor der Machtergreifung vor⸗ herrſchten. Mancher Handwerksmeiſter wußte im Jahre 1932 nicht mehr, wie er ſeinen Betrieh weiterführen ſollte, weil es an Aufträgen fehlte. Heute fehlt esihm an Arbeitskräf⸗ ten, die mit ihm ſich einſetzen, um die dem Handwerk geſtellten Aufgaben zu erfüllen. Das deutſche Handwerk iſt auf dem beſten Wege, ſich ſo zu formen, daß es dem deutſchen Volk am beſten dienen kann. Wir ſind zwar ein rohſtoffarmes Volk, haben aber in unſeren Reihen viele Erfinder, die mit Erfolg arbeiten. Der deutſche Handwerker weiß, daß es nicht ohne Opfer geht und daß die Ver⸗ wendung neuer Werkſtoffe nicht nur manche Um⸗ ſtellung in der Verarbeitung erfordert, ſondern oft geradezu Opfer bedingt. Das alles nimmt er gerne auf ſich, weil er weiß, daß alles für Deutſchland iſt. Es gab eine Zeit, in der man den Handwer⸗ ker viel zu wenig beachtete— ja, wo man keinen Wert mehr auf den Fortbeſtand des Handwer⸗ kers legte. Heute iſt das anders, zumal man weiß, daß das Handwerk im deutſchen Volkstum verwurzelt iſt und nicht untergehen kann. Welche wirtſchaftliche Bedeu⸗ tung der Handwerker beſitzt und welchen Auf⸗ ſchwung das Handwerk genommen hat, geht daraus hervor, daß es gelungen iſt, den Umſatz von 9,5 Milliarden Mark auf 22 Milliarden Mark zu erhöhen. Wenn jetzt der Beauftragte für den Vierjah⸗ resplan, Generalfeldmarſchall Göring, das Protektorat über die Ausſtellung„Deutſche Werkſtoffe im Handwerk“ übernommen hat, dann zeigt das deutlich, wie ſehr die höchſten Stellen den Wert des Handwerks zu ſchätzen wiſſen. Es bleibt zu wünſchen, daß überall der Tatſache Rechnung getragen wird, daß das deut⸗ + ſche Handwerk jetzt in weitgehendem Maße deut⸗ ſche Werkſtoffe verſchafft, die faſt ausſchließlich die bisher verwendeten Werkſtoffe bei weitem übertreffen, zum mindeſten aber gleichkommen. Das deutſche Volk darf ſtolz ſein, daß es ein derartiges Handwerk beſitzt, das ſich ſo anpaſſungsfähig zeigt und das gewillt iſt, jedes Opfer auf ſich zunehmen, weil es weiß, daß das deutſche Volk durchkommen muß. Der Anruf des Führers und die Lieder der Nation beſchloſſen die Eröffnungsfeier, die vom Streichquartett des Muſikzuges der SA⸗Stan⸗ darte 171 und vom Männerchor des Silcherbun⸗ des muſikaliſch umrahmt wurde. Nachdem Landeshandwerksmeiſter Roth die Ausſtellung für eröffnet erklärt hatte, folgte die erſte Führung für die geladenen Gäſte. Auf Einzelheiten dieſer Schau werden wir noch zu⸗ rückkommen. H. J. Bilder von der Eröffnunssfeier der Ausstellung„Deutsche Werkstoffe im Handwerk“. Hand— werker in ihrer Berufskleidung haben rechts und links vom Kednerpult Aufstellung genom— men.— Obenlinks neben der Führerbüste: Gauhandwerksmeister Pg. Kobert Roth, da- neben: Kreishandwerksmeister Pg. Stark bei der Begrüßungsansprache. Untenrechts: Der Silcherbund verschönte die Feier mit zwei Chören. Aufn.: Hans Jütte(4) immeꝛ noel auf. Abkülflung Nannheim vom Regen verschont meter von 34 auf 27 Grad zurück. Da dleſer Temperaturrückgang mit Sturm verbunden war, gab es allenthalben ein großes Auf⸗ atmen. Unaufhörlich zuckten im Norden die Blitze und immer näher ſchien der Donner zu kommen. Man wartete jetzt nur noch auf den Regen, der den Bann der Hitze endgültig brechen ſollte. Leider wartete man in der Innenſtadt vergebens auf das erfriſchende Naß. Der dicht⸗ verhangene Himmel wollte unter keinen Um⸗ ſtänden uns Mannheimern etwas von der Feuchtigkeit geben, die er anderwärts gerade⸗ zu verſchwendete. An der Bergſtraße bekam man nämlich zu viel des naſſen Segens und auch bei Sandhofen regnete es nicht nur ſtark, ſondern ſetzte auch noch Hagelſchlag ein, der ſtellenweiſe großer Schaden anrichtete. Wieder Sonnenſchein Die Erwartungen, daß es in der Nacht zum Sonntag zum Regnen kommen würde, erfüllten ſich ebenfalls nicht. Wohl gab es zur Mitter⸗ nachtsſtunde einige örtlich begrenzte Regen⸗ ſpritzer, die aber weder eine Abkühlung brachten, noch die Erde anfeuchteten, die ſo dringend des Regens bedarf. Am Sonntagfrüh verzog ſich ſchließlich die Bewölkung, und am Nachmittag ſchien wieder die Sonne vom wolkenloſen Himmel. Kein Wunder, daß die Temperatur, die am Vormit⸗ tag zwiſchen 23 und 28 Grad ſchwankte, wieder bis zum 30⸗Gradſtrich kletterte. Abkühlung ſehr gefragt Unter dieſen Umſtänden iſt Abkühlung nach wie vor ſehr gefragt. Am Sams⸗ tag zählte man am Strandbad 12 000 Bade⸗ gäſte, doch wäre dieſe Zahl weſentlich größer geworden, wenn das aufziehende Gewitter nicht den weiteren Zuſtrom der Badegäſte abgeſtoppt hätte. Vielen Badenden wurde der Aufenthalt am Strand verleidet, weil durch den Sturm wieder einmal der rote„Staub“ von jenſeits des Rheigns herübergeblaſen wurde. Am Sonn⸗ tag ſetzte der Zuſtrom zum Strand trotz des noch nicht ganz geſicherten Wetters verhältnis⸗ mäßig ſtark ein. Bis zur Mittagsſtunde dürf⸗ ten es ſchon über 12 000 Badegäſte geweſen ſein, eine Zahl, die ſich bei dem ſchönen Wetter des Nachmittags ganz ſprunghaft erhöhte. Stark beſetzt waren auch die Badeanſtalten. Schließlich„entfleuchten“ viele Mannheimer den Mauern der Stadt, um an den auswär⸗ tigen Strandbädern oder Waldſchwimmbädern ſich die geſuchte Abkühlung zu verſchaffen. Für Unterhaltung war geſorgt Für Unterhaltung war ſelbſtverſtändlich wie⸗ derum in reichem Maße geſorgt worden. Volks⸗ feſte, Sommerfeſte und Unterhaltungsabende wurden ſowohl in Stadtnähe, in Vororten und in Landorten unſeres Kreiſes geboten. Auch jenſeits des Rheins in unſerer Schweſterſtadt Ludwigshafen war man auf der Höhe. Wer ſich bei der Hitze in ſeinen vier Wänden am wohl⸗ ſten fühlte, hatte ja den Rundfunk als treuen Unterhalter. Vor allem begrüßte man am Samstagmittag wieder einmal die knfRIisceo Das Waorenzeichen 100 0Cole ist dos allbekannte Konnzel chen för dos einzigortige Erzeugnis der Coca · Colo.m. b. ii drei frohen Geſellen, die nicht nur die Lüden⸗ ſcheider, ſondern auch ihre Rundfunkhörer zum Lachen brachten. Die Sportler wurden jedoch am Sonntag⸗ mittag mobil, denn man war ſich bewußt, welche Bedeutung den Großdeutſchen Frauenmeiſterſchaften im Stadion zukam.—1— Spendet Freiplätze für Frauen! Für erholungbedürftige Frauen aus dem gan⸗ zen Reich und auch aus der Oſtmark werden Freiplätze für zwei bis vier Wochen geſucht. Die Freiplatzbeſchaffung für Frauen hat anderwärts ſchon recht ſchöne Erfolge ge⸗ zeigt und auch in Mannheim ſind zahlreiche ſolcher Freiplätze zur Verfügung geſtellt worden. Die Plätze reichen aber nicht a us, um alle bedürftigen und würdigen Frauen un⸗ terzubringen, für die die Vermittlung eines ſol⸗ chen Freiplatzes nur eine kleine Abgeltung für ihren Einſatz und für das iſt, was ſie in ſchlim⸗ men Jahren erleiden muftten. „hakenkreuzbanner“ Montag, 8. Auguſt 1958 Kleine Wochenend⸗Ereigniſſfe-Wenn Jungmädel Ferien haben Im Laufe des Samstags und in der Nacht um Sonntag ereigneten ſich in Mannheim ſieben Verkehrsunfälle, bei denen ieben Perſonen zum Teil ſchwer verletzt wur⸗ en und an fünf Fahrzeugen Sachſchaden zu verzeichnen war. Zwei der Verletzten mußten in das Krankenhaus übergeführt werden. Dieſe Verkehrsunfälle ſind zum Teil auf Nichtbeach⸗ tung der Verkehrsvorſchriften, zum Teil auf eigene Unvorſichtigkeit und dann auch auf die naſſe Fahrbahn zurückzuführen, die nach der lan⸗ gen Trockenheit nach dem geringen Regen teil⸗ weiſe beſonders ſchlüpfrig war. Der Wegen Trunkenheit mußten vier Perſonen in polizeilichen Gewahrſam enommen werden, darunter ein Radfahrer, 1 Fahrzeug ſelbſtverſtändlich ſichergeſtellt wurde. Die Ruheſtörer. Wegen Ruheſtörung und Ver⸗ üben von grobem Unfug mußten neun Perſonen zur Anzeige gebracht werden. keine Sonderzüge am Wochenende Der Reichsbahnverkehr brachte über das Wo⸗ chenende eine Erſcheinung, die in der Haupt⸗ reiſezeit ſehr ſelten iſt. Es verkehrten keine Sonderzüge. Dafür war ſowohl der Aus⸗ flugsverkehr, wie auch der Stadtbe⸗ ſuchsverkehr ſehr lebhaft. Der eigentliche Ferienverkehr hielt in ſeiner bishe⸗ rigen Stärke unvermindert an, ſo daß die Fern⸗ üge eine überaus ſtarke Beſetzung aufzuwei⸗ 1 hatten. Lehrlinge in die Lehrlingsrolle einkragen laſſen! Die Induſtrie⸗ und Handelskammer Mann⸗ heim teilt uns folgendes mit: Zur Teilnahme an den diesjährigen Herbſt⸗ prüfungen(Kaufmannsgehilfen- und Facharbei⸗ ter⸗Prüfungen) haben ſich eine Anzahl Lehr⸗ linge gemeldet, die in unſere Lehrlingsrolle nicht eingetragen waren. Nach§ 2 des von der Reichswirtſchaftskammer unter Mitwirkung der Deutſchen Arbeitsfront, der Hitler⸗Jugend und dem Deutſchen Ausſchuß für Techniſches Schul⸗ weſen E. V. ausgearbeiteten Muſterlehrvertrag, der ſeit dem Frühjahr 1935 vorgeſchrieben iſt, iſt der Lehrherr verpflichtet, den Lehrling nach Ablauf der Probezeit unverzüglich zur Ein⸗ tragung in die Lehrlingsrolle der zuſtändigen Induſtrie⸗ und Han⸗ delskammer anzumelden und bei Auflöſung des Lehrverhältniſſes wieder abzu⸗ melden. Die Reichswirtſchaftskammer hat an⸗ gewieſen, nur ſolche Lehrlinge zu den Prüfun⸗ gen zuzulaſſen, die in die Lehrlingsrolle ein⸗ getragen ſind. Wir erſuchen deshalb dringend, die Lehrlinge zur Eintragung in die Lehrlingsrolle bei unſerer Kammer anzumelden, da es in Zu⸗ kunft unter keinen Umſtänden mehr möglich iſt, Lehrlinge, die nicht eingetragen waren, zu den Kaufmannsgehilfen⸗, Facharbeiter⸗ uſw.⸗Prü⸗ fungen zuzulaſſen. Beſuch in Jugendherberge Reiſenbach, wo augenblichlich Mannheimer Jungmädel weilen Kleiner Abſtecher in den Odenwald, weil die Sonne ſo ſchön ſcheint— eine bekannte Ange⸗ legenheit. Es gibt da ſo hübſche Städtchen und Orte. Eberbach und Erbach, Beerfelden oder Marbach, und überall iſt Gemütlichkeit und Gaſtlichkeit. Man darf ſich auch ruhig mal et⸗ was mehr abſeits verirren, zum Beiſpiel nach Reiſenbach, ſtatt von Eberbach geradewegs Hleich nach Beerfelden zu fahren. Gleich am Anfang dieſes einſamen Dörſchens ſteht die Jugendherberge, ſieht äußerlich ganz brap und ruhig aus. Fragt ſich eben bloß, was oiſ. ſteckt. Ob das auch ſo brav und ruhig iſt. Bei Sonne und herrlichem Wetter wohl ganz gewiß, da ſind die Vögel ausgeflo⸗ gen, in Wald und Wieſen, bei Wandern, Spiel und Schnitzeljagd; und bloß die Herbergsmut⸗ ter obliegt häuslichen Pflichten, rührt in den verſchiedenen gerade nicht ſehr kleinen Kochpöt⸗ ten, damit zum Mittag ein gutes Eſſen auf dem Tiſch ſteht. Damit die„Raubtiere“ ſatt wer⸗ den. Sagen wir mal lieber„Raubtierchen“; denn ſie ſind ſo 10, 11, 12, Jahre alt, und alſo noch ſehr jung. Was macht man, wenn man noch A5 jung iſt und außerdem ſich in Fe⸗ rien befindet! In erſter Linie iſt man ver⸗ gnügt und ausgelaſſen, ſitzt keine Minute ſtill(nach Möglichkeit), ſondern erobert ſich die Gegend und wird braun dabei. Im übrigen exiſtiert ein ganz genauer Lagerplan, der die Schar der 40 Jung⸗ mädel vom JM⸗Ring 1 und 2 in heilſamen Zügeln hält. Man ſollte ſie ja doch einmal einen Wa Tag lang beſuchen, gleich um 7 Uhr in aller Frühe, beim Wecken, 10 Minuten ſpäter dann zu ſchauen, wenn ſie Frühſport treiben, wenn ſie zum Bettenappell antreten (daß auch ja alles in Ordnung iſt!!); und ſo Punkt für Punkt weiter bis abends um 9 Uhr, welche Zeit 0 bedeutet. Die Ruhe ſoll gar nicht ſchwer fallen, ſagt die Lagerlei⸗ terin, nach all der Bewegung im Freien, dem Sport, den Fahrtenſpielen, den mancherlei an⸗ deren Eindrücken des Tages. Für ängſtliche Eltern, die ſich mit ſolchem Lagerleben immer noch nicht ſo recht abfinden mögen(die gibt es nämlich immer noch), ſei eigens hinzugefügt: Für Mittagsruhe und für Freizeit iſt reichlich geſorgt, überanſtrengt wird wirklich niemand. So ſehen ſie auch garnicht aus. Wer ſie nämlich am Samstagnachmittag, am letzten Ferientag(Sonntag iſt Abfahrt, und am Montag hält ſchon wieder eine neue Gruppe für wiederum 8 Tage ihren Einzug), beſucht hat, der hat den allerbeſten Eindruck gewonnen. Es war gerade Lagerzirkus geweſen. Die 40 Mädel waren in vier Fähnlein einge⸗ teilt, ein jedes hatte ſeine Führerin. Im Ta⸗ gesraum, der bei dieſem wunderbaren Ferien⸗ wetter nur ganz ſelten benutzt worden iſt, hock⸗ ten ſie alle einträchtig beieinander, in ihrer Mitte die Ringführerin(Kinzig), eine junge Studentin, die ſich von ihren Mädeln über⸗ raſchen laſſen wollte. Es gab da allerhand kleine Szenen, Stegreifſpiele, Märchenſpiele, Schara⸗ den und Rätſel, und das Ganze zeugte von ſoviel trefflicher Beobachtungsgabe, Tempera⸗ ment und Humor, daß des Lachens kein Ende war. Und alles„echt Mannemeriſch“. Mit den Worten:„Jetzt will ich euch mol was ver⸗ klickere“, fängt's ſchon an, das Mannemer Mundwerk. Aber was danach noch alles kommt, und die Geſten und Mienen, die faſt noch be⸗ redtere Worte ſprechen! Die Buben und Mädel aus dem Dorf mit —5 flachsblonden Haaren ſitzen auf ihrer nk und ſchauen und ſtaunen über die ſtädti⸗ ſche Fixigkeit und Schlagfertigkeit. Was ſagte doch des Teufels Großmutter zu dem Müllers⸗ ſohn, der ſich vermaß, des Königs Tochter hei⸗ raten zu wollen und ſich deshalb erſt einmal zum Beweis ſeines Mutes der drei ſilbernen Len des Teufels bemächtigen ſollte? Des eufels Großmutter(geſpielt von einer der Jungmädelführerinnen) hatte glücklich dem Teu⸗ fel die Haare ausgeriſſen, drei dicke ſilberne Haare und ſprach zu dem Müllersſohn alſo: „Hier, mein Sohn, haſt du die drei ſilbernen Haare, die du dem König bringen ſollſt. Eines davon iſt auseinandergekracht, das klebſt du mit Pelikanol wieder zuſammen, und dann wirſt du die Königstochter ganz beſtimmt bekommen!“ Wie denn auch geſchah... St. „Einmal ſtehen wir im großen Heer...“ Sudetendeutſcher Kulturabend im Ballhaus/ Ein ſchöner Erfolg „Selig, die ihr Verfolgung leidet um eurer Heimat willen!“ Man könnte dieſen Vers aus dem Gedicht eines ſudetendeutſchen Dichters als Motto über jede kulturelle Veranſtaltung unſerer ſudetendeutſchen Brüder ſtellen. Denn ſie haben durch 700 Jahre hindurch gar vieles dabei. Die ſudetendeutſche Kultur iſt ein Kleinod innerhalb des geſamtdeutſchen gei⸗ ſtigen Lebens. Von dort her kamen immer wieder Dichter und Werke, die groß waren. Markomannen, Quaden und Langobarden beſiedelten nach den Boiern den Sudetenraum, And wieder ging's zum Waldpark Lachen und Frohſinn beim„Bunten Abend“ im Waldpark⸗Stern Doch mit des Geſchickes Mächten iſt im Waldpark halt kein Bund zu flechten. Denn wieder kam man mit einem naſſen und einem trockenen Auge davon. Ließ es ſich erſt ſo ſchön im Garten ſitzen, ſo entſchloß ſich Petrus ſchließ⸗ lich doch noch für das kühlende Naß. Was blieb anders übrig, als dem inneren Ausgleich unter ſchützendem Dach nachzugehen. Und dann ging's mit einem Reigen mehr oder weniger zünf⸗ tiger Unterhaltungsdarbietungen los. Georg Mandt hatte den Abend arrangiert. Wer Mandt nicht von deſſen ſchriftſtelleriſcher Arbeit oder vom Münchner Rundfunkſender her kennt, hat ihn wohl erſtmals beim großen Kdß⸗ Abend im Roſengarten(Kreistag) kennenge⸗ lernt, mit Kemp und kurz darauf mit Groh. Am Samstag aber im„Waldpark⸗Stern“ be⸗ kräftigte Mandt, daß er im Solo weſent⸗ lichſtärkeriſt als im Plaudern. Wenn man allerdings ſchon am Pflaumen iſt, ſollte man nur reife Pflaumen anbieten. Grüne Pflaumen laſſen wir lieber auf dem Teller liegen. Mit Ellen Weiß trat eine blondausſehende Tänzerin aus Wien aufs Parkett und tanzte Walzertakt auf Spitzen. Während ſie auf Spit⸗ en gut zu ſtehen weiß, wünſchte man dem piek der Bewegungen mehr Lockerung und Fluß. Pickard ſtellte ſich als„temperament⸗ voller“ Komiker vor, deſſen ſtoiſch⸗gleichmütiges Mienenſpiel von vornherein gewann. Seine mehr oder weniger muſikaliſchen Vorträge wa⸗ ren dank ſeiner ſchmunzelnd-verſchmitzten Hei⸗ terkeit von anſprechendem Erfolg bis auf die mannigfachen ein wenig allzufreien Stellen. Warum nur immer gleich auch noch den Bade⸗ anzug ausziehen? In der heiteren Szene— Pickard& Co.:: „Die Eva im Paradies“— zeigt ſich Pickard (wie aus der„Libelle“ noch in Erinnerung) zuſammen mit einem weiblichen und einem männlichen Kompagnon. Innerhalb des brü⸗ chigen Rahmens der wenig glanzvollen Hand⸗ lung legt Pickard eine feinſinnige mimiſche Komik in ſeine Rolle. Auch hier erntet er freu⸗ digen Beifall. Anita Berger war auch wieder einmal mit von der Partie und ſang auf bekannte Weiſe ihre Lieder des Frohſinns; wie man auf ele⸗ gante und ſchmiſſige Weiſe ſteppt, führte nach⸗ fe Robby Hoffmann, ein ſchwarzes Mädel im weißen Frack, voller exaktem Rhythmus, ge⸗ fälliger Lockerung und geſchmackvollen Varian⸗ ten vor. Den Walzerſtep mußte ſie gar wieder⸗ holen. Dieſe(neben Mandts Solo) beſte Num⸗ mer verdiente ſich begeiſterten Beifall. Und zwiſchendurch ſchwangen die Tanz⸗ rhythmen und mit ihnen weibliche und männ⸗ liche Beine mehr oder weniger elegant und formſchön über die Tanzfläche. Die Kapelle Markus ſpielte in Art zur Unter⸗ haltung und zum Tanz auf. Jedenfalls war es ein vergnüglicher Abend, den man froh und gut gelaunt verließ. Hanns German MNeu. an der Wende des 6. und 7. Jahrhunderts wur⸗ den ſie zwar durch die Slawen zeitweiſe ver⸗ drängt, aber im 12. und 13. Jahrhundert ka⸗ men Franken, Bayern, Thüringer und Schle⸗ ſier wieder und machten das Land in einem Jabhrhundertelangen Ringen zu ihrer Heimat. erduldet und ſind doch nicht ſchwach geworden »Frühe mittelalterliche Dokumente bezeugen den Kulturwillen der Sudetendeutſchen, ſo auch die Errungenſchaften der Prager Hofkanzlei ueid das gewaltige Denkmal des menſchlichen Kampfes mit dem Unendlichen, jenes Streit⸗ geſpräch zwiſchen dem Ackermann und dem Tod, das Johannes von Saaz 1399 verfaßte. Ueber die Jahrhunderte hinweg zieht ſich dieſer Bogen bis zu Adalbert Stifter, Ebner⸗Eſchenbach, Rilke und Kolbenheyer. Und gerade heute beweiſen Namen wie K. H. Strobl, Robert Hohlbaum, Bruno Brehm, Wilhelm Pleyer, Hans Watzlik, Gottfried Rothacker, Franz Höller und Joſef Schneider, wie lebendig das Volkstuen dort drüben iſt, wie ſehr die Menſchen an ihrem deutſchen Vaterlaeid hängen. Aus dieſem Grunde veranſtaltete der Su⸗ detendeutſche Heimatbund Mann⸗ heim in Verbindung mit dem VDA am Samstagabend im Ballhaus einen„Sude⸗ tendeutſchen Kulturabend“, deſſen künſtleriſche Leitung Heribert Doberauer (Komotau) inne hatte. Der Abend wollte einen Querſchnitt aus ſudetendeutſchem Kulturſchaf⸗ ſen vom 14. Jahrhundert bis zum heutigen Ein kräftiger Männerskat ist das gerade nicht. Aber aus dem Eifer zu schließen, mit dem die jungen beim Kartenspielen sind, dürfte dieses„Skatkloppen“ eine unterhaltsame Ferienbe— schäftigung sein. Falls man bei dem Spiel„heib laufen“ sollte, kann man sich zwischendurch ja immer wieder in die kühlen Fluten stürzen. Allerdings wird man das nicht in dem Augen⸗— blick tun, in dem man alle Trümpfe in der Hand hat. Aufn.: Jütte März 1936 werden Voge Tag geben. Wenn die Veranſtaltung in Anbe⸗ tracht der auch in dieſem Saal ſchier unerträg⸗ lichen Hitze rein zeitlich etwas zu lang geraten war, ſo war ihr doch ein ſchöner und beachtens⸗ werter künſtleriſcher Erfolg beſchieden. Als be⸗ ſonders glücklichen Gedanken empfanden wir, daß Jag. Emil Polſz über die Hauptepochen ſudetendeutſcher Literatur jeweils eine kurz ge⸗ haltene aber ſehr klare Einführung gab. Un⸗ ter der Spielleitung von Heribert Doberauer führten Theodor Mayer, H. Doberauer und E. L. Grau in geſchmackvoller Bühnen⸗ auſenachung„Der Ackermann und der Tod“ auf. Tony May und Ernſt Ludwig Grau laſen dann Gedichte von Rilke, Emil Merker, Hans Deißinger und Robert Hohlbaum, und als Abſchluß ſpielten ſie eine Szene aus Erwin Guido Kolbenheyers gewaltigem Drama„Gregor und Heinrich“. Es war ein Abend, der den Willen und die Liebe Sudetendeutſchlands zu der großen Hei⸗ mat offenbarte. Drum ſtehe hier ein Gedicht Ernſt Egermanns zum Abſchluß, das um⸗ faſſender Ausdruck des ſudetendeutſchen Glau⸗ bens iſt: Der Grenzdeutſche Was das Blut ſpricht von Urvätern her und das Schickſal und der Gottheit Wille, ſpüren wir Verwieſne doppelt ſchwer. Zu den Brüdern drängt es, zu der Fülle. Bangen wir? Wir wachſen in der Stille. Einmal ſtehen wir im großen Heer. H. Schuls. Tränkt die Tiere! Die warmen Sommertage geben Veranlaſ⸗ ſung, ein gutes Wort an die Tierhalter zu rich⸗ ten. Tränkt während des Tages die Pferdel Ein kräftiger Schluck Waſſer exfriſcht die er⸗ ſchöpften Tiere genau wie die Menſchen. Ver⸗ faßn die Kettenhunde nicht! Es iſt eine be⸗ annte Tatſache, daß Hunde, beſonders im Sommer, ſehr leicht von der Tollwut befal⸗ len werden können, wenn ſie nicht täglich fri⸗ ſches Waſſer elfach ur Leider wird das an hei⸗ ßen Tagen vielfach überſehen. Es iſt Pflicht je⸗ des Hundebeſitzers, beſonders den angeketteten treuen Wächtern ſtets friſches Waſſer in den Trog zu ſchütten. Auch die Stallhaſen brauchen Erfriſchung. Die Haſenſtälle bringe man mög⸗ lichſt in den Schatten und ſetze ſie nicht direkt der Sonne aus. Durch das an ſich gutgemeinte dichte Verhängen der Ställe iſt die Ausdünſtung deſto drückender. Auch mi tdem man an heißen Tagen Erbarmen. Vögel in Käfigen brauchen ein Waſſerbad, beſonders wenn dieſe bei Platzmangel in hü heißen Küche im Vogelbauer an der Wand ängen. Schutz unſeren Singvögeln Durch das Fangen von Singvögeln und ande⸗ ren unß f5 Vögeln wird unſerer Land⸗, Gar⸗ ten⸗ und Forſtwirtſchaft großer Schaden zuge⸗ fügt. Die bedrohliche Zunahme der Baum⸗ und Pflanzenſchädlinge iſt hauptſächlich auf das all⸗ mähliche Verſchwinden gewiſſer heimiſcher Vo⸗ gelarten zurückzuführen. Schutz und Pflege un⸗ ſerer gefiederten Freunde iſt deshalb Ehren⸗ pflicht eines jeden Volksgenoſſen. Nach den Be⸗ ſtimmungen der Naturſchutzordnung vom 18. fänger ſtreng beſtraft. Auch wird der beſtraft, der gefan⸗ gene Vögel geblendet hält. Alle Volksgenoſſen werden gebeten, bei dem Schutz der Singvögel 433823 geine Bahnanlagen bekreken! Das, Begehen des Bahnkörpers der freien Strecke und das Ueberſchreiten der Gleiſe außerhalb der Uebergänge durch Unbefugte hat in letzter Zeit wiederholt zu folgenſchweren Unfällen geführt. Insbeſoadere ſcheint ſich die Landbevölkerung der mit ſolchen verbotswidri⸗ gen Handlungen verbundenen Gefahren für Leben und Geſundheit nicht bewußt zu ſein. Es iſt deshalb geboten, auf die Strafbarkeit dieſer leichtfertigen Uebertretun⸗ gen hinzuweiſen. Nach§ 78 der mit Geſetzes⸗ kraft ausgeſtatteten Eiſenbahnbau⸗ und Be⸗ triebsordnung iſt das Betreten der Bahnagla⸗ gen der freien Strecke für Unberechtigte verbo⸗ ten.§ 79 der gleichen Verordnung geſtattet dem Publitkum das Ueberſchreiten der Bahn nur an den zu Uebergängen beſtimmten Stellen. Jede Zuwiderhandluaig iſt mit Geldſtrafe bis zu 150 Reichsmark bedroht. Die Bahnpolizeibeamten ſiind erneut angewieſen, zur Verhütung von Unfällen mit aller Strenge gegen Verſtöße eie⸗ 0 Herrenschneiderei 0 für alle Truppenteile—- Uniformmützen— Militäreffekten Scharnagl& Horr, P 7, 19 An den Planken hernsprecher 20249 zuſchreiten und in jedem Falle Strafanzeige zu erſtatten. Die für den Erlaß von bahnpolizei⸗ lichen Strafverfügungen zuſtändigen Vorſtände der Reichsbahn⸗Betriebsämter werden jeden Uebertretungsfall unnachſichtlich mit empfindli⸗ chen Geldſtrafen ahnden. vorſchau der Frauenſendungen für die Monate Auguſt und September 9. Auguſt: 18—18.30 Uhr, Maria Roſegger, die Mutter, und Anna Roſegger, die Gattin; am 16. Auguſt, 18—18.30 Uhr: Johanna fährt nach England und Anette macht eine Rheinreiſe; 23. Auguſt, 18—18.30 Uhr: Die Reiſe zum Fa⸗ milientag; 30. Auguſt, 18—18.30 Uhr: 30 Jahre akademiſches Frauenſtudium; 6. Sept., 18—18 30 Uhr: Ein ernſter Dichter— ein heiterer Maler, 1. Grillparzers ewige Braut, 2. Moritz von Schwind als Vater; 13. Sept.: 18—18.30 Uhr: Wenn Frauen reiſen... 20. Sept., 18—18.30 Uhr: Künſtlerehen; 27. Sept., 18—18.30 Uhr: Unſere Wände. „hakenk O N Etũdt. Schloßmu und Stadtgeſch Theatermuſeum: Adele⸗Sandroc Etädt. Zeughau und Urgeſchich Sternwarte: 10— Planetarium: 16 Stůüdt. Schloßbũ Leſeſäle:—13 ten⸗Gedächtnis Stüdt. Volksbüc Städt. Hallenbal Hafenrundfahrte richsbrücke unt Rheindampferfal Gernsheim— zurück, Weiter mannshauſen⸗ Flughafen: Täg Ru für Reichsſender St .15 Wiederh .30 Frühkon, tungsmuſik. 1 12.00 Mittags tagskonzert II 16.00 Nachmi Schwaben. 18 Menſchen. 19. 22.15 Nachrich bis.00 Nacht Deutſchlandſende Tag beginnt. Kleine Turnſt 11.15 Seewette 12.00 Muſik Glückwünſche. lei— von zw Börſenberichte Muſik am Na⸗ Bund ſpielt. Geſicht Sowje abend. 19.00 aller Welt. 20 Kammermuſik Nachtmuſik. Tanz und u .55—.06 Zei Daten 1897 Kunſthif geſtorber der Nuti Volks Während d dieſem Jahr Sommerfeſte Vororten herigen Fort am vergange tigen Erfolg hof, wo m gemacht hatt werden zu li Allerdings Männer am u dem Him ſammenogue nig gefallen das Wetter das Volksfe ren zwar no nete nicht u kende Schw Wert legte. daß der Fe Schild mit Lebens“ und neunte uſt 1958 in Anbe⸗ unerträg⸗ ig geraten beachtens⸗ l. Als be⸗ nden wir, uptepochen ſe kurz ge⸗ gab. Un⸗ Doberauer herauer Bühnen⸗ Tod“ auf. au laſen Merker, ylbaum, Szene aus ewaltigem n und die oßen Hei⸗ n Gedicht das um⸗ hen Glau⸗ en her it Wille, wer. r Fülle. Stille. Er. chulz. ——— er zu rich⸗ e Hierdel yt die er⸗ en. Ver⸗ ſt eine be⸗ inders im ut befal⸗ äglich fri⸗ as an hei⸗ Pflicht je⸗ ngeketteten er in den tbrauchen man mög⸗ icht direkt ttgemeinte Sdünſtung ügel habe ögel in beſonders nangel in der Wand eln und ande⸗ ind⸗, Gar⸗ den zuge⸗ aum⸗ und if das all⸗ iſcher Vo⸗ Pflege un⸗ b Ehren⸗ ch den Be⸗ vom 18. rſtreng der gefan⸗ lsgenoſſen Singvögel en! ſer freien er Gleiſe ſefugte hat nſchweren nt ſich die hotswidri⸗ ahren für u ſein. Es barkeit tretun⸗ Geſetzes⸗ und Be⸗ Bahnanla⸗ gte verbo⸗ tattet dem in nur an len. Jede his zu 150 eibeamten tung von ſtöße ein⸗ ——— nen ilitäreffekten p 7, 19 recher 20249 inzeige zu hnpolizei⸗ Vorſtände den jeden mpfindli⸗ zen tember ſegger, die attin; am fährt nach theinreiſe; zum Fa⸗ 30 Jahre 18—18 30 ſer Maler, oritz von .30 Uhr: 18—18.30 .30 Uhr: 2.——— R „hakenkreuzbanner“ Montag, 8. Auguſt 1958 oOas ist feute los?2 Fünf Stunden auf der Totenliſte Montag, den 8. Auguſt Stüdt. Schloßmuſeum: 10—13, 15—17 Uhr Prunkräume und Stadtgeſchichtliche Sammlungen in Neuordnung. Theatermuſeum: 10—13, 15—17 Uhr Sonderſchau: Adele⸗Sandrock⸗Gedächtnisausſtellung. Städt. Zeughausmuſeum(Muſeum für Völkerkunde und Urgeſchichte): z. Zt. im Umbau begriffen. Sternwarte: 10—12, 14—16 Uhr. Planetarium: 16 Uhr Vorführung des Sternprofektors. Stüdt. Schloßbücherei: Ausleihe: 11—13, 17—19 Uhr. Leſeſäle:—13, 15—19 Uhr Sonderausſtellung: Hut⸗ ten⸗Gedächtnisausſtellung. Stüdt. Volksbücherei: Leſeſaal: 10.30—13 Uhr. Stüdt. Hallenbad: 16—20 Uhr. Hafenrundfahrten: 10, 11, 15, 16, 17 Uhr ab Fried⸗ richsbrücke und Fahrten nach Worms. Rheindampferfahrten:.00 Uhr Mannheim— Worms— Gernsheim— Oppenheim— Nierſtein— Mainz und zurück, Weiterfahrt bis Rüdesheim— Bingen— Aß⸗ mannshauſen— Koblenz. Flughafen: Täglich Rundflüge. Rundfunk⸗Programm für Montag, den 8. Auguſt Reichsſender Stuttgart:.45 Morgenlied, Gymnaſtit .15 Wiederholung der zweiten Abendnachrichten. .30 Frühkonzert..00 Gymnaſtik..30 Unterhal⸗ tungsmuſik. 11.30 Volksmuſik und Bauernkalender. 12.00 Mittagskonzert. 13.00 Nachrichten. 13.15 Mit⸗ tagskonzert II. 14.00 Eine Stund, ſchön und bunt. 16.00 Nachmittagskonzert. 18.00 Unbelanntes aus Schwaben. 18.30 Griff ins Heute. 19.00 Von lieben Menſchen. 19.50 Nachrichten. 20.00 Welle 1838—1938. 22.15 Nachrichten. 22.30 Nacht⸗ und Tanzmuſik. 24.00 bis.00 Nachtkonzert. Deutſchlandſender:.00 Glockenſpiel, Wetter..05 Der Tag beginnt..00 Nachrichten..30 Frühtonzert..40 Kleine Turnſtunde. 10.00 Alle Kinder ſingen mit! 11.15 Seewetterbericht. 11.30 Dreißig bunte Minuten. 12.00 Muſik am Mittag. 12.55 Zeitzeichen. 13.00 Glüchwünſche. 13.45 Neueſte Nachrichten. 14.00 Aller⸗ lei— von zwei bis drei. 15.00 Wetter⸗, Markt⸗ und Börſenberichte. 15.15 Kleine Zwiſchenmuſik. 15.30 Mufik am Nachmittag. 16.30—16.40 Klavierduo Hans Bund ſpielt. 17.30 Flotte Weiſen. 17.45 Das wahre Geſicht Sowjetrußlands. 18.00... und jetzt iſt Feier⸗ abend. 19.00 Deutſchlandecho. 19.15 Ständchen aus aller Welt. 20.00 Nachrichten. 20.10 Die Pflicht. 21.00 Kammermuſik. 22.00 Nachrichten. 22.30 Eine kleine Rachtmuſik. 22.45 Deutſcher Seewetterbericht. 23.00 Tanz und Unterhaltung. 24.00—.00 Nachtkonzert. .55—.06 Zeitzeichen. Daten für den 8. Auguſt 1938 1897 Kunſthiſtoriker Jakob Burckhardt in Baſel geſtorben. 1918(bis 20. Auguſt) dauernde Abwehrſchlacht zwiſchen Somme und Avre. Verhängnis⸗ voller Durchbruch des Feindes in die deutſche Front. durti deine K. Etlerfreiplafzfpende der Nanonaiſoꝛiai.volkswonifanrt wenn einer, den man bereits zu den Ertrunkenen zählte, lebendig wiederkommt Am Strandbad herrſchte große Auf⸗ regung. Seit Stunden ſchon vermißte man einen Mann, der am Morgen mit ſeinem elf⸗ jährigen Kind zum Strand gekommen war. Das Mittageſſen hatte man mitgebracht, aber die Mittagsſtunde war längſt ſchon vorüber, ohne daß ſich der Vater darum bekümmert hatte. Mehr als drei Stunden Abweſenheit von Kind, Kleidern und Eſſen: So etwas mußte zu denken geben. 5 Bei der Strandpolizei meldete ſich das Kind und als ſich nach weiterem unken 5 der Vermißte immer noch nicht eingefunden mußte man annehmen, daß hier ein Ung ücks⸗ ſ00 vorlag und der Mann ertrunken war. Alſo chaffte man ſeine Kleider zur Polizeiwache und leitete alle Maßnahmen ein, die erforderlich ſind, wenn jemand„als abgängig gemeldet“ wird. Nachdem man die an Ort und Stelle zu treffenden Ermittlungen abgeſchloſſen hatte, ſorgte man dafür, daß die Kleider des Ver⸗ mißten und das um ſeinen verlorenen Vater trauernde Kind zur Neckarauer Polizeiwache kamen, zumal inzwiſchen faſt fünf Stun⸗ den vergangen waren. Am ſpäten Nachmittag tauchte aber plötzlich der„Ertrunkene“ doch wieder am Strande auf, aber nicht als angeſchwemmte Leiche, ſondern lebendig und guter Dinge. Jen⸗ feits des Rheins war er im„Weißen Häuſel“ Masich— in jener Wirtſchaft, die oft von den Rannheimer Strandbadbeſuchern aufgeſucht wird, wenn ſie den Rhein durchſchwommen ha⸗ ben und bei ihnen das Bedürfnis beſteht, vor der Rückkehr zum Strandbad den Durſt zu lö⸗ ſchen. Ob der Durſt jenes Mannes beſonders groß war oder was ihn ſonſt veranlaßte, ſein Mittageffen zu verſchmähen und ſtundenlang das Strandbad zu meiden, iſt nebenſächlich. Jedenfalls war der Mann wieder da und die ganzen Schreibereien hatte man umſonſt ge⸗ macht. Wir nehmen an, daß man auf der Po⸗ lizei dem wiedergekehrten Vermißten nach⸗ drücklichſt Beſcheid ſagte und ihm klar machte, daß ſein Verhalten in keiner Weiſe ge⸗ billigt werden kann. Da aber die Kleider des Vermißten bereits ſich in Reckarau beſanden und man den Wie⸗ dergekehrten nicht in der Badehoſe nach Nek⸗ karau laufen laſſen konnte, mußik er ſolange am Strandbad zwangsweiſe bleiben, bis man ihm ſeine Hoſe wieder gebracht hatte. Wer den Schaden hatte, brauchte für den Spott natür⸗ lich nicht zu ſorgen.—.— Wenn man in der Nacht überfallen wird Die polizei hatte kein Derſtändnis für Wildweſt⸗Romantik „Ich bin überfallen worden!“ Mit dieſen Worten meldete ſich in der Nacht zum Sonntag ein 22jähriger Jüngling bei der Po⸗ lizei. Gar bös ſcheinen ihm die Räuber zu⸗ geſetzt zu haben, denn ſeine ſämtlichen Kleider waren in Stücke geriſſen. Auch ſeine Ausweis⸗ papiere beſtanden nur noch aus Fragmenten, während ſeine Barſchaft fehlte. Ausführlich ſchilderte der junge Mann den „Ueberfall“, bei dem er jedoch keine körperlichen Wunden davongetragen hatte. Mißtrauiſch, wie die Männer der Polizei nun einmal ſind, ſchenk⸗ ten ſie den Worten des Ueberfallenen nicht ſo⸗ fort völligen Glauben, und als manche der ge⸗ ſchilderten Vorgänge zu ſeltſam erſchienen, fühlte man dem jungen Mann etwas ſtärker auf den Zahn und ſiehe, der ganze Ueberfall war ziſtent und die Kleider hatte er ſich ſelbſt zer⸗ riſſen! Warum? Der durſtlöſchende Alkohol hatte ihm zu ſehr geſchmeckt und ſo vertilgte er ge⸗ waltige Mengen Gerſtenſaft— viel mehr, als er ſich eigentlich hätte erlauben dürfen. Mit den letzten zehn Mark ſuchte er ein Haus auf, um dort dann in weiblicher Geſellſchaft auch den letzten Reſt des Geldes zu verpulvern. Als der Geldbeutel leer war, wurde dem Füngling klar, daß er irgendwem Rechenſchaft uüber den Verbleib des Geldes ablegen mußte. Da er den wahren Grund nicht angeben konnte, verfiel er auf die Idee, einen Raubüberfall zu inſzenieren, der aber gründlich daneben gelang. Die Polizei zeigte wenig Verſtändnis für ſolche erdichtete Wildweſtromantik. Wenige Stunden nach Klärung des Sachver⸗ halts erfolgte bereits im Schnellverfah⸗ ren die Diktierung der Strafe: Sieben Tage Haft! Natürlich behielt man den Jüngling gleich im Gewahrſam, wo er ſich in der nächſten Woche nun klarmachen kann, daß er ſein unüberlegtes Handeln eigentlich ſehr teuer bezahlen mußte.—— Immer noch mangelnde Verkehrsdiſziplin Unterlaſſung von Zeichenabgabe kann ſchwere Unfälle verſchulden Daß die Verkehrsdiſziplin trotz aller Ermahnungen noch lange nicht ſo iſt, wie ſie ſein ſollte, beweiſen die täglichen Verkehrs⸗ unfälle. Eigentlich ſollte man annehmen, daß jeder Straßenbenützer, der ſeine Fahrtrichtung verändert, dieſe beabſichtigte Aenderung ſo an⸗ eigt, wie dies Vorſchrift iſt und wie es die erkehrsſicherheit verlangt. Man ſollte es kaum für möglich halten, daß es heute noch Kraftfahrer gibt, die auf einer ſtark befah⸗ renen Hauptverke rsſtraße plötzlich nach links einbiegen, ohne ſich zu vergewiſſern, ob die frei iſt und ohne das geringſte Zeichen zu geben. Nur die Geiſtesgegenwart eines erfah⸗ renen Fahrers verhinderte am Samstagabend auf der Käfertaler Straße ein ſchweres Verkehrsunglück. In Richtung Käfertal fuhr am VfR⸗Sportplatz ein kleiner Laſtwagen, dem in raſchem Tempo in gleicher Richtung ein Per⸗ ſonenwagen folgte. Als der Kerbole des Per⸗ ſonenwagens gerade zum Ueberholen anſetzte, bog der Laſtwagen nach links aus. Trotz Herum⸗ reißens des Perſonenwagens und ſcharfen Ab⸗ bremſens konnte der Wagen nicht mehr ganz dem Laſtwagen ausweichen, ſo daß an dem Per⸗ ſonenwagen der linke hintere Kotflügel zerſtört wurde. Hätte der nachfolgende Fahrer auch nur Volksfeſtfreuden-auch auf dem Waldhof Die parole„Freut euch des Lebens“ galt an dieſem Wochenende Während die Stadtortsgruppen der Partei in dieſem Jahre von der Durchführung einzelner Sommerfeſte Abſtand nahmen, hat man in den Vororten an den Volksfeſten in der bis⸗ herigen Form feſtgehalten. Neckarau durfte am vergangenen Wochenende einen ganz gewal⸗ tigen Erfolg verzeichnen. Nun folgte Wald⸗ hof, wo man nicht geringere Anſtrengungen gemacht hatte, um das Feſt zu einem Ereignis werden zu laſſen. Allerdings blickten die verantwortlichen Männer am Samstagnachmittag immer wieder u dem Himmel empor, der mit ſeinen ſich zu⸗ ſammenbollenden Gewitterwolken ihnen ſo we⸗ nig gefallen wollte, wie das Donnern. Aber das Wetter hatte nochmals ein Einſehen. Als das Volksfeſt einen Anfang nahm, wa⸗ ren zwar noch Wolken vorhanden, aber es reg⸗ nete nicht und darüber hinaus fehlte die drük⸗ iende Schwüle, cuf die man ſowieſo keinen Wert legte. So konnte es nicht ausbleiben, daß der Feſtplatz— über deſſen Eingang ein Schild mit der Aufſchrift„Fre ut euch des Sebens“ prangte— ſich zwiſchen der achten 4 und neunten Abendſtunde immer mehr füllte und daß der Betrieb in Schwung kam, der nun — den Erfolg eines ſolchen Feſtes aus⸗ macht. Ueber Mangel an Abwechſlung konnte man ſich beſtimmt nicht beklagen. Waren doch in weitem Rund die Schiffſchau⸗ keln, Karuffels und die mannigfachſten Buden aufgeſtellt. Man konnte ſowohl an den Schieß⸗ ſtänden der Meßleute ſich eine Roſe abſchießen oder verſuchen ins Schwarze zu treffen, wie man auch an dem Koß⸗Schießſtand ſeine Künſte unter Beweis zu ſtellen vermochte. Damit es an Unterhaltung nicht fehle, hatte ſich die Werk⸗ ſchar von Bopp& Reuther zur Verfügung ge⸗ ſtellt, wie u. a. auch komiſche Akrobatik gezeigt wurde. Das Hauptprogramm hatte man ſich für den Sonntagmittag aufgeſpart. Daß auch für Anforderungen, die Gaumen und Magen zu ſtellen pflegen, geſorgt war, braucht wohl nicht beſonders erwähnt zu werden. Bier⸗ zelt, Weinzelt, Kaffeezelt der Frauenſchaft, Li⸗ körſtube: alles fand man beſtens organiſiert vor. Als in vorgerückter Stunde der Himmel ſeine Schleuſen etwas öffnete, konnte das dem Feſt keinen Abbruch mehr tun, zumal man ja in den Zelten von dem Regen überhaupt nichts merkte. um Bruchteile einer Sekunde ſpäter gebremſt, ſo wäre der Wagen mit Vollgas auf den quer zur Straße Aeks Laſtwagen geraſt. Die Schuld an dem Unfall lag einzig und allein an dem Fahrer des Laſt⸗ wagens, der kein Zeichen gegeben hatte. Mit einem Abbiegen konnte der nachfol⸗ gende Fahrer keinesfalls rechnen, da ſich an der Ueberholungsſtelle keine Seitenſtraße befand, ſondern der Laſtwagenfahrer eine Hofeinfahrt erreichen wollte. Dieſer Vorfall zeigt wieder deutlich, wie wich⸗ tig es iſt, die Verkehrsvorſchriften einzuhalten. Die kleinſte Unterlaſſung kann die ſchwerſten Folgen haben. Die Deutsche Arbeitsfiront kKreiswaltung Mannhelm. Rheinstr. 3 Abteilung Propaganda Betr. Leiſtungskampf der Deutſchen Betriebe 1938 /39. Die Werbung der Betriebe aus Handel und Handwerk iſt bis Ende des Monats Auguſt verlängert worden, weshalb ich bis 15. Auguſt Zwiſchenmeldung über den Erſolg der Werbung erwarte.(Siehe Rundſchreiben 5/38.) Betr. Monatsberichte. Die den Ortswaltungen zu⸗ gegangenen Formulare für den Monatsbericht Juli 1938 ſind umgehend ausgefüllt an mich zurückzugeben. Der Kreispropagandawalter. Frauenabteilung Bismarckplatz. Sprechſtunden der Ortsfrauenwalte⸗ rin montags von 19—21 Uhr, Schwetzinger Straße 67. Friedrichspark. Sprechſtunden der Ortsfrauenwalte⸗ rin montags und donnerstags von 20—21 Uhr, 2 Heddesheim. Sprechſtunden der Ortsfrauenwalterin montags und donnerstags von 20.30—21.30 Uhr Triebſtraße 11. Horſt⸗Weſſel⸗Platz. Sprechſtunden der Ortsfrauen⸗ walterin montags von 17—18 Uhr, Karl⸗Ludwig⸗ Straße 7. Ilvesheim. Sprechſtunden der Ortsfrauenwalterin montags von 20—22 Uhr, Schloßſtraße 120. Ketſch. Sprechſtunden der Ortsfrauenwalterin mon⸗ tags von 20—21 Uhr, Parteibüro. Neckarau⸗Süd. Sprechſtunden der Ortsfrauenwalte⸗ rin montags von 18—19 Uhr, Luiſenſtraße 46. Schriesheim. Sprechſtunden der Ortsfrauenwalterin montags und freitags von 20—21 Uhr, Ecke Bahnhof⸗ und Friedrichſtraße. KraftosuFreude Abteilung Reiſen, Wandern, Urlaub Für folgende Fahrten ſind die Karten eingetroffen: uß 48 Nordſee, Uß 49 Harz, Uß 51 Moſel, Uc 52 Rhein, Uß 53 Oberbayern, Uß 85 Oeſterreich, Uß 86 Oeſterreich. Es wird gebeten, dieſe bei den Geſchäfts⸗ ſtellen abzuholen. Offene Urlaubsfahrten 1938. UF 57 vom 18..— 25. 9. Allgäu, Geſamtkoſten 30.— RM. Uß 58 vom 29..—3. 10. nach München. Uß 59 vom 10. 10.— 24. 10. Berlin. Uß 60 vom.—10. 11. nach München. Uß 87 vom 25..—2. 9. Kremstal(Oeſterreich), Ge⸗ ſamtkoſten 37.50 RM. Uß 88 vom 18..—25. 9. Tirol(Außerferngebiet), Geſamtkoſten 32.50 RM. Uß 89 vom 4. 10.—16. 10. ins Wiener Weingebiet, Geſamtkoſten 54.— RM. Uß 8g9a vom 4. 10.—16. 10. nach Wien, Preis für Fahrt und zehn Uebernachtungen mit Frühſtück, dagegen ohne Mittag⸗ und Abendeſſen 55.— RM. Zu dieſen Fahrten nehmen die Geſchäfts⸗ ſtellen noch Anmeldungen entgegen. Urlauber treffen ſich! Die Urlauber der Uß 83 Pinzgau mit Unterkunftsort Saalbach treffen ſich am 13.., 20 Uhr, in der„Gold. Gerſte“, S 4, 7. Fotos mitbringen. Sport für jedermann Montag, 8. Auguſt: Allgem. Körperſchule. Offener Kurs für Frauen und Männer. 19.30—21.30 Uhr Stadion, Feld 11.— Be⸗ „triebsſportkurſe: 15—16.30 Uhr Stadion: Sportgemein⸗ ſchaft Hota; 16.30—18 Uhr Stadion, Feld II: Arbeits⸗ amt und A. Wolf; 17.30—19 Uhr Stadion, Feld II: Telefonbau& Normalzeit; 19—20 Uhr Stadion, Feld 1: Südd. Fettſchmelze: 16.30—19 Uhr Stadion, Feld 1: Olex; 18—19.30 Uhr Stadion, Hauptfeld: Standard: 18—19.30 Uhr Herzogenriedplatz: Hutchinſon; 18—19.30 Uhr Herzogenriedplatz: Hommelwerke; 18—19.30 Uhr Stadion, Hauptfeld: Siemens⸗Werke; 20—21.30 Uhr Peſtalozziſchule: Adolf Pfeiffer.— Fröhl. Gymnaſtit und Spiele. Offene Kurſe für Frauen und Mädchen: 19.30—21 Uhr Stadion, Feld II; 20—21.30 Uhr Dieſter⸗ wegſchule.— Betriebsſportkurs: 20—21.30 Uhr Fried⸗ richsſchule: Kaufhaus Anker.— Schwimmen. Betriebs⸗ ſportkurſe: 20—21.30 Uhr Städt. Hallenbad, Halle 1: Daimler⸗Benz AG.; 20—21.30 Uhr Städt. Hallenbad, Halle IUI: Kaufhaus Hanſa AG.; 20—21.30 Uhr Städt. Hallenbad, Halle II: Joh. Schreiber.— Boxen. Offener Kurs für Männer: 19.30—20.30 Uhr Stadion, Gym⸗ naſtikhalle.— Tennis. Offener Kurs für Frauen und Männer: 18.30—19.30 Uhr Tennisanlage Stadion. Hochwaſſer im Schriesheimer Tal Straßen und Keller waren überſchwemmt/ Kein nennenswerter Schaden * Schriesheim, 7. Aug. Im Gebiet des Schriesheimer Hofs und über Wilhelmsfeld ent⸗ lud ſich am Samstagnachmittag ein ſchweres Gewitter, das von einem wolkenbruch⸗ artigen Regen begleitet war. Alle kleinen Waſſerläufe, die dem Kanzelbach zufließen, ſchwollen in kürzeſter Zeit derart an, daß der Bach ſtellenweiſe über die Ufer trat und Wieſen und Felder im Schriesheimer Tal über⸗ ſchwemmte. Das Waſſer drang in den tiefer liegenden Ge⸗ bäuden in die Keller, in der Mackſchen Mühle ſogar in die Räume des Erdgeſchoſſes ein. Auch im Neubau des Sanatoriums Stammberg ſtand das Waſſer hoch im Keller. Natürlich ergoß ſich der reißende Strom auch auf das Gelände des Waldſchwimmbades, doch iſt dort kein nennens⸗ werter Schaden entſtanden, ſo daß der Badebe⸗ trieb bereits wieder aufgenommen werden konnte; allerdings mußte das für Samstag⸗ und Sonntagabend geplante Sommer⸗ nachtfeſt ausfallen, es ſoll demnächſt nachgeholt werden. Fußhochſtrömte das Waſſer durch die Talſperre zum Dorf und ſetzte auch dort die an den Bach angrenzenden Keller unter Waſſer. Die Freiwillige Feuerwehr, der auch bald die Feuerlöſchpolizei Ladenburg zu Hilfe kam, hatte alle Hände voll zu tun, um die Kel⸗ ler leerzupumpen und dem reißenden Bach einen Ablauf zu ſchaffen. Zu dieſem Zweck wurden die Seitenſtraßen mit Brettern abgeriegelt, wo⸗ durch der Hauptſtrom auf die Landſtraße geleitet wurde und ſich dort verteilen konnte. Nach zwei Stunden ließ der Zufluß nach und auch das in Maſſen herabgeſpülte Geröll wurde weniger. Bis jetzt ſind keine größeren Scha⸗ denfälle bekannt geworden. An einzelnen Stellen ſchlug der Blitz in die Fernſprech⸗ und Lichtleitungen, ſo z. B. in der Nähe der Strah⸗ lenburg. Im benachbarten Leutershau⸗ ſen fuhr ein Blitzſchlag in den Kamin eines Hauſes, in dem gerade Hochzeit gefeiert wurde; es gab ein großes Krach und Gepolter, der Ka⸗ min ging dabei aus dem Leim, und nach dem erſten Schrecken ſahen ſich die Hochzeitsgäſte mit rußgeſchwärzten Geſichtern, aber immerhin unverletzt, an. Merkwürdig war die Verteilung der Niederſchläge. Während an einzelnen Orten, wie z. B. in Mannheim⸗Käfertal kaum ein Tropfen Regen gefallen war, ging über dem benachbarten Viernheim ein Platz⸗ regen nieder; auch einige Blitzſchläge waren zu verzeichnen, die meiſten jedoch im freien Feld. An der Bergſtraße regnete es all⸗ gemein ſehr ſtark, in Ladenburg da⸗ gegen nur wenig, und in Edingen erſt mabends. Für alle Feldfrüchte, vor allem für den Tabak, war dieſer Regen ſehr wertvoll, wenn er auch für das da und dort noch drau⸗ ßen ſtehende Getreide unerwünſcht war. In der Nacht zum Sonntag regnete es auch noch längere Zeit, womit eine merkliche Abkühlung verbunden war, doch wurde am Sonntagmittag ſchon wieder die Hundstagetemperatur der letz⸗ ten Woche erreicht, verbunden mit drückender Schwüle. „hakenkreuzbanner“ Sport und Ipiel Glolhe Leflungsſchau der wehrhaften Manmichat del den N⸗Kampfpielen 1958 in Nüenberg nehmen auch die veſen Tuenee und Eporter tell „Nach dem glänzenden Verlauf der Reichswett⸗ kämpfe der SA, den erfolgreichen Ausſchei⸗ dungskämpfen der Gliederungen der Bewegung —, NSͤK und NS⸗Fliegerkorps und der Kundgebung der Leibesübungen aller eibestüchtigen Deutſchen in Breslau, die über⸗ zeugend einen Einblick in die leibeserzieheriſche Arbeit im nationalſozialiſtiſchen Staat gaben, ſind die Blicke nun auf Nürnberg gerichtet, wo im Rahmen des Reichsparteitages 1938 die Nationalſozialiſtiſchen Kampf⸗ piele einen geſchloſſenen Ausdruck der wehr⸗ portlichen und ſportlichen Erziehungsarbeit er Gliederungen der Bewegung bilden wer⸗ den. In erſter Linie wird hier nach dem Willen des Führers die wehrtüchtige Mann⸗ ſchaft im Vordergrund ſtehen. In der Mannſchaft ſoll der einzelne ſein Beſtes geben und mit ſeiner Leiſtung der Gemeinſchaft die⸗ nen. So wird in der Mannſchaft der Gemein⸗ ſchaftsgedank e zur höchſten Entfaltung ge⸗ bracht. Neben der rein körperlichen Leiſtung des einzelnen Mannes wird eine Hingabe an das Ganze verlangt, die der höchſte Ausdruck der nationalſozialiſtiſchen Weltanſchauung iſt. Während die ſportlichen Einzelkämpfe, die im Rahmen der NS⸗Kampfſpiele zur Abwick⸗ 35 gelangen, den Hochſtand der Einzelleiſtung ausdrücken wollen, die die Grundlage für den Einſatz im Mannſchaftskampf darſtellt, bilden die wehrſportlichen Mannſchaftskämpfe den Höhepunkt und verdienen deshalb auch eine anz beſondere Beachtung. Sie ſtellen etwas eues dar und ſollen den Einſatzwillen und die Kampffreudigkeit der deutſchen Mannſchaft überzeugend unter Beweis ſtellen. Dabei ſind die Wehrmannſchaftskämpfe im Gelände, die im Dienſtanzug mit vollem Gepäck durchgeführt werden, ungleich höher zu bewerten, wie die in Sportkleidung auf dem Sportplatz zum Aus⸗ trag gebrachten Mannſchaftswettbewerbe, die jedoch auch für ſich den ganzen Einſatz jedes Mannes verlangen. Daß die Ne⸗Kampffpiele bewußt in den Rahmen der größten geiſtig⸗ kulturellen Kundgebung des deutſchen Volkes eingebaut ſind, erhöht und unterſtreicht ihre Bedeutung für das Ganze. Wehrmannſchaftskampf ſehr ſchwer Sowohl in ſämtlichen Gliederungen der Be⸗ wegung, als auch in der Wehrmacht, im Reichsarbeitsdienſt, bei der Polizei und im NS⸗Fliegerkorps wurden Tau⸗ ſende und aber Tauſende von Wettkämpfern ermittelt, die auf Grund ihrer Leiſtungen wür⸗ dig ſind, an den NS⸗Kampfſpielen teilzuneh⸗ men. Die höchſten Anforderungen ſtellt der Wehrmannſchaftskampf(:36) Teil⸗ nehmer), der aus einem 20 Km.⸗Gepäckmarſch, Ueberwinden der Wehrkampfbahn mit Hand⸗ granatenzielwurf und Kleinkaliberſchießen be⸗ ſteht. 14 Mannſchaften, davon drei der SA, je 5 der, des NSKK, des NS⸗Fliegerkorps, es Reichsarbeitsdienſtes, der Polizei und eine der Ordensburg Kröſſinſee werden hier den Kampf aufnehmen. Bei der Radfahrſtreife (:11 Teilnehmer), die in dieſem Jahre zum erſten Male ausgetragen werden, ſind 13 Mann⸗ ſchaften am Start, und zwar drei der SA und je zwei der, des NSKK, des NS⸗Flieger⸗ korps, des tes und der Po⸗ lizei. Beim annſchafts⸗Orientierungslauf (:3 Teilnehmer) kommen 15 Mannſchaften an den Ablauf. Hier ſind noch zwei Mannſchaften der Ordensburg Kröſſinſee am Start. In den Mannſchaftskämpfen, die auf dem Sportplatz zum Austrag gelangen, dem Deut⸗ ſchen ehrwettkampf(111 Teilneh⸗ mer), beſtehend aus 12 mal ½ Runde Hinder⸗ nisſtaffel, Handgranatenweitwerfen, 3000⸗Me⸗ ter⸗Lauf und Kleinkaliberſchießen, dem Mann⸗ ſchafts⸗Fünfkampf(:7 Teilnehmer), beſtehend aus 100⸗Meter⸗Lauf, 400⸗Meter⸗Hindernislauf, andgrangtenweitwerfen, 8 mal 50⸗Meter⸗ chwimmſtaffel und Kleinkaliberſchießen, und der 20 mal ½ Runde Hindernisſtaffel, ſowie im Mannſchafts⸗Mehrkampf(:18 Teilnehmer), der aus Kleinkaliberſchießen auf dem Schieß⸗ ſtand und einem 15⸗Km.⸗Gepäckmarſch mit Schießen im Gelände beſteht, ſtarten jeweils 13 Mannſchaften, davon drei der SA, und je zwei Kütter-Wettrudern der Reichskriegsmarine um den Silbernen Adler der, des NSͤK, des NS⸗Fliegerkorps, des Reichsarbeitsdienſtes und der Polizei. Im Mannſchaftsleiſtungsſchießen(:11 Teilnehmer), das aus Kleinkaliber⸗ und Piſtolenſchießen be⸗ ſteht, ſind insgeſamt 14 Mannſchaften— zu den vorgenannten tritt eine Vertretung der Ordensburg Kröſſinſee— gemeldet. Im Mann⸗ ſchafts⸗Piſtolenſchießen treten 15 Mannſchaften — hier kommen noch je eine Mannſchaft der Ordensburg Kröſſinſee und der Hitler⸗Jugend dazu— an. Insgefſamt werden 123 Mannſchaf⸗ ten mit 1714 Wettkämpfern antreten. 240 Teilnehmer beim Einzelwettkampf Gegen 240 Teilnemer beſtreiten die wehr⸗ ſportlichen Einzelwettkämpfe, wie Deutſchen Mehrkampf, Modernen Fünfkampf, Klaſſe A und B, 400⸗Mtr.⸗Hindernislauf, Hand⸗ granatenweitwerfen und Kleinkaliberſchießen. SA, Iy, NSKK, NS⸗Fliegerkorps, Reichsar⸗ beitsdienſt, Polizei, Wehrmacht(Heer, Luft⸗ Dalter Symann voe waffe, Marine) und Hitler⸗Jugend ſind hier mit ihren beſten Einzelkämpfern vertreten. Als reitſportlicher Wettkampf iſt ein Geländeritt, Klaſſe§, ausgeſchrieben, an dem je eine Mann⸗ ſchaft von zehn Reitern und zehn Pferden der SA, der i und der Wehrmacht(Heer) teilneh⸗ men werden. Die ſportlichen Wettbewerbe umfaſſen Leicht⸗ athletik, Schwimmen, Boxen, Gewichtheben, Ringen und Fechten und werden gegen 1200 Teilnehmer auf die Beine bringen, während in den Spielen(Handball, Fußball, Waſſerball und Basketball) insgeſamt 22 Manſchaften mit 275 Teilnehmern vertreten ſein werden. So werden neben der wehrhaften Mannſchaft auch die beſten Turner und Sportler Deutſchlands im Rahmen der NS⸗Kampf⸗ ſpiele 1938 ihr Können unter Beweis ſtellen und die Auszeichnung erhalten, an der größten politiſchen und kulturellen Kundgebung des deutſchen Volkes teilzunehmen. Ekich mege und 6chön Deutſche Steher⸗Meiſterſchaft 1958 in Nürnberg vor 14 o00 Zuſchauern Die Nürnberger Radrennbahn am Reichels⸗ dorfer Keller wies am Sonntagnachmittag einen Rekordbeſuch von 14000 Zuſchauern auf, als die Deutſche Stehermeiſterſchaft über 100 Kilo⸗ meter geſtartet wurde. Nach einigen einleitenden Flieger⸗Wettbe⸗ werben, ſtellten ſich die Bewerber dem Starter. Das Rennen verlief überaus intereſſant und abwechſlungsreich und beſtätigte erneut die Gleichwertigkeit der drei erſtplacierten Fahrer. Der Titelverteidiger Adolf Schön(Wiesbaden) hatte ſich eine nie“ ausgeloſt, die er auch bis zum B. Kilometer behaupten konnte. Dann aber mußte er Weltmeiſter Walter Hoh⸗ mann(Bochum) die Spitze überlaſſen. In den nächſten Runden wechſelte die Führung wieder⸗ holt zwiſchen Metze, Schön und Lohmann, bis der Weltmeiſter ſchließlich nach 44 Kilometer endgültig in Front zog und alle Angriffe ſei⸗ ner Mitbewerber erfolgreich abwehren konnte. Der Dortmunder Altmeiſter Metze folgte ſei⸗ nem engeren Landsmann wie ein Schatten und unternahm wiederholt aus dem Hintertreffen ſcharfe Angriffe auf Lohmann, die aber immer abgewieſen wurden. Auch Adolf Schön gab ſich vorerſt noch nicht geſchlagen, aber alle ſeine Vorſtöße konnten ihn nur bis auf den 3. Platz bringen, ſeine Leiſtung iſt aber dennoch ſehr anerkennenswert, da ſein Schrittmacher die letzten 20 Kilometer infolge eines Vorderrad⸗ reifenſchadens nicht mehr voll ausfahren konnte. gut hielten ſich auch der Chem⸗ nitzer Schindler und der Kölner Leuer, die ſich nicht überrunden ließen. Die Zuſchauer ver⸗ folgten das kampfreiche Rennen mit größter Spannung und ſpendeten dem Sieger Loh⸗ und dem Zweiten Metze ſtarken Bei⸗ all. Die Ergebniſſe: Deutſche Stehermeiſterſchaft 1938, 100 Km.: 1. Wal⸗ ter Lohmann(Bochum):30.43, 2. Erich Metze(Dort⸗ mund) 30 Mtr., 3. Adolf Schön(Wiesbaden) 50 Mtr., 4. Kurt Schindler(Chemnitz) 120 Mtr., 5. Leuer (Köln) 180 Mtr., 6. Toni Merkens(Köln) 560 Mtr., 7. Hille(Leipzig) 970 Mtr., 6. Paul Krewer(Köln) 1950 Mtr.— Ausſcheidungsfahren für Amateure: 1. Miller(München), 2. Riemann(Chemnitz), 3. Schu⸗ ler(Berlin). Echlelz⸗Rundfabet 2. Cag Umbenhauer wurde Zweiter Die zweite Etappe der Schweiz⸗Rundfahrt von Schaffhauſen nach Chur(235 Kilometer) verlief ſehr kampfreich und zum Schluß konnte von der deutſchen Mannſchaft Umbenhauer er⸗ folgreich mit eingreifen. Im Endſpurt wurde er nur von dem Schweizer Martin knapp ge⸗ ſchlagen und ſicherte ſich ſo im Geſamt den 7. Platz. Auch Weckerling trat wieder her⸗ vor, er befand ſich in der zweiten Gruppe und liegt in der Geſamtwertung an fünfter Stelle. Der Franzoſe Gallien hatte zweimal Maſchi⸗ nenſchaden und gab ſchließlich zuſammen mit Mithouard verärgert auf, als die Rennleitung ſeinem Landsmann Leſueur verbot, ihm zu hel⸗ fen. Unter den Ausgeſchiedenen befindet ſich auch der Vorjahrsſieger Litſchi(Schweiz), der am 35 der erſten Etappe von einem Auto an⸗ gefahren und verletzt wurde. Ergebniſſe: 2. Etappe: Schaffhauſen—Chur(225 Klm.): 1. Mar⸗ tin(Schweiz):27:17; 2. Umbenhauer(Deutſch⸗ land) 3. Deltour(Belgien) 4. Del Cancia(Italien); 5. Egli(Schweiz); 6. Canaveſi(Italien); 7. Camuſſo (Italien); 8. Merſch(Luxemburg):28:02:.. 11. Weckerling(Deutſchland) gleiche Zeit.— Die übri⸗ gen Deutſchen: 40. Kijewſki:42:15;... 52. Bautz gl. Zeit; 55. Geyer:47:); 56. Oberbeck:50:24 Std.— Geſamtwertung 1. Merſch 13:46:31 Std.; 2. Kern 13:48:18; 3. Deltour 13:49:14; 4. Canaveſi 13:50:14; 5. Weckerling 13:51:00;. 7. Umbenhauer 13:52:20 Std. Dofigang 6väte fegt vor Kuet Schmidt Segelflugwettbewerbe auf der Waſſerkuppe ſind beendet/ Treuter wurde Dritter Der Schlußtag des 19. Rhön⸗Segel⸗ flug⸗Wettbewerbs brachte noch einmal auf der Waſſerkuppe ein reichhaltiges fliegeri⸗ ſches Programm. Tauſende von Zuſchauern er⸗ lebten am Sonntag Kunſtflüge von Segel⸗ und Motorflugzeugen ſowie Vorführungen eines Fieſeler Storch. Weiter herrſchte noch einmal ein reger Segelflugbetrieb um den Tagespreis. Um 16 Uhr fand dann vor dem Grönhof⸗Hauſe die Preisverteilung und Siegerehrung durch den Korpsführer des NSßFK, Generalleutnant (Scherl-Bilderdienst-.) Ein schönes Uebersichsbild vom traditionellen Flottenwettrudern im Kieler Hafen. Die Kut- ter der Panzerschiffe und Kreuzer der Reichskriegsmarine kämpiten dabei in einem Rennen über 1500 Meter um den Silbernen Adler.— Im Hintergrund sieht man den Kreuzer„Köln“. Chriſtianſen, ſtatt. Alle Wettbewerbsteil⸗ nehmer waren hier aufmarſchiert und hörten eine Anſprache ihres Korpsführers. Als Sieger ging aus dem 19. Rhön-⸗Segel⸗ flugwettbewerb in Klaſſe A(Einſitzer) Wolf⸗ gang Späte vom Deutſchen Forſchungsinſti⸗ tut in Darmſtadt mit 3855,9 Punkten hervor. Er erhielt damit den Ehrenpreis des Reichsmini⸗ ſters der Luftfahrt, Generalfeldmarſchall Gö⸗ ring, und die goldene Ehrenplakette des Korps⸗ führers des NSiK, Generalleutnant Chriſtian⸗ ſen. Auf den zweiten Platz kam K. Schmidt von der NSF7K⸗Gruppe Südweſt mit 3613,5 Punkten vor Treuter(NSFK⸗Gruppe Mitte) mit 3231,6 Punkten. Die Erſten der Siegerliſte wurden mit der ſilbernen Plakette des Korps⸗ führers ausgezeichnet. In Klaſſe B(Doppel⸗ ſitzer) ſetzten ſich Romeis⸗Schillinger (NSf⸗Gruppe München) mit insgeſamt 1777 Punkten vor Vergens⸗Trippke und Kahlbacher⸗ Tauſchegg durch. Die Münchener errangen durch ihren Sieg neben der goldenen Plakette des Korpsführers noch den Ehrenpreis des Staats⸗ ſekretärs der Luftfahrt, General der Flieger Milch. Außerdem wurde eine Reihe von wei⸗ teren Preiſen für Höhen- und Streckenflüge ver⸗ teilt. Die Geſamtflugzeit des ganzen Wettbe⸗ werbs betrug einſchließlich Höhen⸗, Strecken⸗ und Zielſtreckenflüge 2750 Stunden und die Ge⸗ ſamtflugleiſtung 75998 Kilometer bei rund 1300 Starts. Ergebniſſe: Klaſſe A4 Einſitzer: 1. Wolfgang Späte(Deutſches Forſchungsinſtitut Darmſtadt) 3855,9 Pkt., 2. Kurt Schmidt(NSFäK⸗Gruppe Südweſt) 3613,5 Pkt., 3. Treuter(NSF7K⸗Gruppe Mitte) 3231,6 Pekt., 4. Bräutigam(NSca⸗Gr. Elbe⸗Saale) 3159,1 Punkte, 5. Opitz(NSK⸗Gruppe Heſſen-Weſtmark) 2923,6 Pkt., 6U. Hofmann(NSFa⸗Gruppe Berlin⸗ Kurmark) 2766,7 Pkt., 7. Haaſe(NSFK⸗Gruppe Ber⸗ lin⸗Kurmark) 2678,5 Punkte, 8. Beck(NSFa⸗Gruppe Schwaben) 2663,5 Pkt., 9. Peters(DVe Berlin) 2653,1 Pkt., 10. Boy(NSFa⸗Gruppe Weſer⸗Elbe) 2590 Pkt.— Klaſſe B Doppelſitzer: 1. Bomeis⸗ Schillinger(NSFK⸗Gruppe München) 1777 Pkt., 2. Vergens⸗Trippke(NSFa⸗Gruppe Berlin⸗Kurmark) ————— Der Wanderpokal des Führers für den Preis der Nationen in Aachen Für den Preis der Nationen, der im Rahmen des Aachener Reitturniers unter starker Be⸗ teiligung des Auslandes entschieden wird, hat der Führer und Reichskanzler diesen aus Sil- ber gehämmerten, mit gravierten und feuer- vergoldetn Ornamenten verzierten Pokal als Wanderpreis gestiftet. Die wertvolle Trophäe ist 72 Zentimeter hoch und nach einem Ent- wurf von Professor Karl Berthold(Köln) ge⸗ fertigt worden.(Atlantik-.) 1589,5 Pkt., 3. Kahlbacher⸗Tauſchegg(NSFK⸗Gruppe Oſtmark) 1127 Pkt. Preis für den größten Streckenflug(500 RM. und goldene Plakette): 1. W. Späte(Darmſtadt) 445 Kilometer nach Bolbitzer(Kreis Stettin); 2. Bräutigam (Dresden) 429 Klm. nach Toitenwinkel(Kreis Roſtockh) 250 RM. und ſilberne Plakette.— Größte erzielte Höhe(Mindeſtleiſtung 4000 Meter): 1. Flugkapitän Drechsler(NSFa⸗Gruppe Lufthanſa) 8100 Meter (7070 Meter Startüberhöhung(400 RM. und goldene Plakette; 2. Fick(NSFa⸗Gruppe Stettin) 6500 Meter (5550 Meter Startüberhöhung) 200 RM. und ſilberne Plakette; 3. Blech(Luftwaffe Köln) 6380 Meter(5400 Meter Startüberhöhung) Ehrengabe des Oberbürger⸗ meiſters der Stadt Darmſtadt.— Größte Geſamtflug⸗ ſtrecke: 1. Kurt Schmidt(NSFK⸗Gruppe Südweſt) Ehrenpreis der Fuldaer Zeitung. „„Bericht über die Wettbewerbe am Samstag ſiehe Seite 10.) 5570 Meter hoch im vonpelſitzer Der zweite internationale ließ beim 19. Rhön⸗Segelflug⸗Wettbewerb nicht lange auf ſich warten. Wieder war es eine Höhenflug⸗Beſtleiſtung, nur mit dem Unter⸗ ſchied, daß es diesmal den Münchnern Ro⸗ meis⸗Schillinger in ihrem Doppelſitzer „Kranich“ auf ihrem Streckenflug nach Woſt⸗ 20 43 eine Höhe von 5570 Meter über em eeresſpiegel zu erreichen, was einer Startüberhöhung von 4420 Meter entſpricht und internationaler Klaſſenrekord bedeutet. „Derby lpers“ ernent befiegt Die engliſchen Rollhockeyſpieler„Derby Flyers“ mußten auch bei ihrem dritten Auf⸗ treten in Süddeutſchland eine glatte Niederlage einſtecken. Am Samstagabend wurden ſie von der SSVgg. Frankfurt mit 12:1(14,:0,:), überlegen geſchlagen. bhoki in Kürze IfR Mannheim, Badens Fußballmeiſter, weilt am 14. Auguſt zum erſten Spiel der neuen Fußballwettkampfzeit in Koblenz, wo er Gaſt der Gauchel⸗Elf TusS Neuendorf iſt. * VfR Mannheim und TSc 61 Ludwigshafen ſtehen•8 am Freitag, 2. September, in einem Fußball⸗Freundſchaftskampf auf dem Platz an den Brauereien in Mannheim gegenüber. —5 „Rund um die Solitude“, das bekannte würt⸗ tembergiſche Straßenrennen, wird am 21. Auguſt zum 11. Male ausgetragen. Das Rennen iſt diesmal internatidnal ausgeſchrieben. — Die Oſtmark⸗Amateurboxer ſtellten ſich in vor 3000 Zuſchauern einer bayriſchen Boxſtaffel. Nach ihrem hohen Sieg in Ulm wurden die Oſtmärker diesmal hoch mit 13:3 Punkten geſchlagen. — Der Städteringkampf Ludwigshafen— Mün⸗ chen wird anfangs November in Ludwigshafen ſtattfinden, den Vorkampf in der Hauptſtadt der Bewegung konnten die Pfälzer bekanntlich glatt gewinnen. —* Die deutſche Davispokal⸗Mannſchaft befindet ſich an Bord der„Europa“ auf dem Wege nach USA. Henkel, v. Metaxa, Göpfter und Uhl er⸗ hielten kurz vor der Abreiſe noch ein Telegramm des Reichsſportführers. ——— „Hakent Wo000 Mehr als größte mote von Eur ßen Preis des Sachſen thal gebra ſich hier auf Jahres har die Fabrikfa idealer war dem vor we Rennſtrecke mäßig wen Klaſſen: lichen Flagg. lein wurd Klaſſe für il Zum fünfte einem interi D K truſchke⸗ unter ſich au Kluge vor wiederholt ihren Vorſp am Schluſſe Feld zweime konnte Klu kord um 5 Stelle lande ſtärker herve rer Lotte? Die beiden well(Belgie aus, ſo daß fochten ware White auf! Die 350 e Sachſenrin auch die Er nicht geſchla ſon, Ruſk urn Steuermann unächſt wan er und W ten folgten. Winkler ein als einziger dritten Plat zwiſchen Wi cette. Der E halten und! den NSu⸗F die noch da⸗ 45 chme Suü⸗Kompr während Ha auf der zwe mußten. Bei den 50 In der Ha u dem erw MW und Start weg 0 J in brauſe uchte 3 ah. ei de man Unregel fa Serafini atte hier ab auch die beid niell und! werden konn nen Vorſprur nach Beendig ter mit rund hat bei ſeine in der 24. R die Tagesbeſt eldes führte raus mit ſe Schneeweiß d Großer Mot Bei unerträg Schnellster Kilometer. luguſt 1958 ————————— für den hen im Rahmen starker Be- n wird, hat zen aus Sil⸗ und feuer- Pokal als lle Trophäe einem Ent- (Köln) ge⸗ Atlantik-.) SF⸗Gruppe 00 RM. und irmſtadt) 445 2. Bräutigam kreis Roſtoch) rößte erzielte Flugkapitän 8100 Meter und goldene ) 6500 Meter und ſilberne Meter(5400 Oberbürger⸗ Geſamtflug⸗ ope Südweſt) n Samstag Aſiter rekord ließ verb nicht ir es eine ſem Unter⸗ nern Ro⸗ Doppelſitzer nach Weſt⸗ Meter über was einer entſpricht deutet. fegt r„Derby ritten Auf⸗ Niederlage den ſie von 1,:0,:), ballmeiſter, der neuen 3 er Gaſt dwigshafen „ in einem n Platz an nüber. nnte würt⸗ 21. Auguſt Rennen iſt * n ſich in bayriſchen g in Ulm mit 13:3 n— Mün⸗ wigshafen ptſtadt der ntlich glatt ft befindet Wege nach nd Uhl er⸗ relegramm »Hakenkreuzbanner⸗ Montag, 8. Auguſt 1958 Kluge und Meier ſind Enrona⸗Motorradmeiſter Zohoo0 zuichaver elebten in Hohennein⸗Ernfhal in auen Klafzen nene Rekoede/ While feat in der zö0⸗Cem⸗Alaſhe Mehr als 300 000 Zuſchauer hatte das größte motorradſportliche Ereignis im Preis von Europa in Verbindung mit dem Gro⸗ ßen Preis von Deutſchland an die Rennſtrecke des Sachſenringes bei Hohenſtein⸗Ernſt⸗ thal gebracht. Europas beſte Fahrer lieferten ſich hier auf den ſchnellen Neukonſtruktionen des Jahres harte Kämpfe, bei denen wie gewohnt die Fabrikfahrer die erſten Rollen ſpielten. Noch idealer war der 8,6 km lange Sachſenring nach dem vor wenigen Tagen vollendeten Umban der Rennſtrecke geworden. Es gab nur verhältnis⸗ mäßig wenig Stürze und dazu in allen Klaffen neue Rekorde. Nach der feier⸗ lichen Flaggenhiſſung durch Korpsführer Hühn⸗ lein wurden die 20 Teilnehmer der 250er Klaſſe für ihr 301 km langes Rennen geſtartet. Zum fünften Male hintereinander machte in einem internationalen Rennen dieſer Klaſſe die DKW— die Europameiſter E. Kluge und Pe⸗ truſchke— weit vor den übrigen das Ende unter ſich aus, und zum fünften Male durchfuhr Kluge vor ſeinem Rivalen das Zielband. Bei wiederholt wechſelnder Führung dehnten ſie ihren Vorſprung immer weiter aus und hatten am Schluſſe des Rennens ſchließlich das geſamte Feld zweimal überrundet. Mit 126,6 Std.⸗Klm. konnte Kluge ſeinen eigenen vorjährigen Re⸗ kord um 5 Std.⸗Klm. verbeſſern. An dritter Stelle landete gleichfalls auf D W der immer ſtärker hervortretende Magdeburger Privatfah⸗ rer Lottes vor Kohfink und Gablenz. Die beiden gemeldeten Fabrikfahrer und Dack⸗ well(Belgien) auf Benelli ſchieden vorzeitig aus, ſo daß auch hier die DBRW⸗Sieger unange⸗ fochten waren. White auf Uorton ſehr ſchnell Die 350er Norton erwies ſich auf dem Sachſenring als bisher ſchnellſte Maſchine, wie auch die Engländer in dieſer Kategorie noch nicht geſchlagen werden konnten. Nach Simp⸗ ſon, Ruſk und Frith war diesmal White der Steuermann und neuer Rekordſieger. unächſt waren es die beiden DBW von Wink⸗ er und Wünſche, die ihnen wie ein Schat⸗ ten folgten. Aber dann vermochte nur noch Winkler einigermaßen mitzuhalten, der auch als einziger nicht überrundet wurde. Um den dritten Platz entſpann ſich ein harter Kampf zwiſchen Wünſche und Mellors auf Velo⸗ cette. Der Engländer mußte aber an der Box halten und wurde ſo nur Vierter var den bei⸗ den NRSü⸗Fahrern Bodmer und Hentze, die noch das alte Zweizylindermodell fuhren. Fleiſchmann als einziger mit der neuen NSü⸗Kompreſſor ſchied ſchon zu Beginn aus, während Hamelehle auf DaW und Ruſk —3— zweiten Norton durch Sturz aufgeben mußten. Bei den 5ooern Meier weit vor Horton In der Halbliterklaſſe kam es nun doch nicht u dem erwarteten Zweikampf zwiſchen den MW und der italieniſchen Gilera. Vom Start weg fende ſich Meier an die Spitze und J0 in brauſender Fahrt davon. Serafini ver⸗ uchte 1 zu folgen, ſche aber mehr und mehr ah. Bei der italieniſchen Maſchine bemerkte man Unregelmäßigkeiten und in der 14. Runde ab Serafini au tatſächlich auf. Meier hatte hier aber ſchon ſo klaren Vorſprung, daß auch die beiden nachfolgenden Norton von Da⸗ niell und Frith ihm nicht mehr gefährlich werden konnten. Er vergrößerte vielmehr ſei⸗ nen Vorſprung immer mehr und lag ſchließlich nach Beendigung der Fahrt über 344 Kilome⸗ ter mit rund zwei Minuten in Front. Meier hat bei ſeiner famoſen Fahrt ſo in der 24. Runde mit 142,2 Kmſtd. auch no die Tagesbeſtzeit herausgeholt. Den Reſt des 1 führte der unter einer Angina leidende raus mit ſeiner BMmW an, aus dem ſpäter Schneeweiß durch Sturz ausgeſchieden war. Ergebniſſe: Groſter Motorradpreis von Europa: 250 cem (301 Km.): 1. Ewald Kluge(Chemnitz) auf DRKW :22.39,2 Std.- 126,6 Km.⸗Std.(Rekord); 2. B. Petruſchke(Berlin) a. DaW:22.55,6- 126,4 Km.⸗ Std.; zwei Runden zur. 3. Lottes(Marburg) a. DRW :26.16; 4. Kohfink(Bietigheim) a. DaW:26.17,2; 5. Gablenz(Karlsruhe) a. DaW.— Bis 350 cem: (344 Km.): 1. J. H. White(England) a. Norton :40.48,2— 128,4 Km.⸗Std.(Rekord); 2. Winkler (Chemnitz) a. DaW:44.44,1- 125,3 Km.⸗Std.; eine Runde zurück 3. Wünſche(Chemnitz) a. DRW :44.27,2; zwei Runden zurück 4. Mellors(England) a. Velocette:24.00,2; 5. Bodmer(Neckarſulm) auf NSu:44.45; 6. Hentze(Neckarſulm) a. NSu:45.00 Stunden. Bis 500 cem(344 Km.): 1. Georg Meier(Mün⸗ chen) auf BMW 28:00— 139,5 Km.⸗Std.; 2. Daniell (England) auf Norton:30.01,3— 137,5 St.⸗Km.; 3. Frith(England) a. Norton:31.03- 136,6 St.⸗ Km.; zwei Runden zur. 4. Kraus(München) a. BMW :30.04,2; vier Runden zur. 5. Herz(Lampert⸗ im) a. DRW:31.02; 6. Lommel(Breslau) auf h DKW:31.28,3 Std. bolens örauen für vromverg Der Polniſche Leichtathletikverband hat ſeiner Frauen gegen Deutſchlands Athletinnen am 14. Auguſt iat Bromberg folgende Vertretung namhaft ge⸗ für den Länderkampf macht: 100 Meter: Walaſiewicz, Kwiaz.— 200 Meter: Wa⸗ laſiewicz, Kaluzowa.— 80 Meter Hürden: Felska, Romanowska.— Weitſprung: Walaſiewicz, Slom⸗ czewska.— Hochſprung: Wiesniewska, Feßka.— Kugel: Cejſikowa, Flakowicz.— Diskus: Weiß, Cej⸗ zikowa oder Gackowska.— Speer: Kwasniewska, Wa⸗ laſiewicz oder Balcerkowna.— Staffel(200, 100, 80, 60 Meter): Walaſiewicz, Kalozowa, Gawrosnka, Kſia⸗ kiewicz. Von den Deutschen Polizei-Fünikampimeisterschaften in Wuppertal Von links: General Daluege,-Obergruppenführer Weitzel und Oberst Seyfert während der feierlichen Eröffnung der Meisterschaften. (Schirner-.) Echmidt(erum dentcher Etrapenmeiſer Uur 15 von den 85 geſtarteten Amateuren erreichten in Gießen das Ziel Auf einer viermal zu durchfahrenden, 55 Kilo⸗ meter langen Rundſtrecke bei Gießen a. d. Lahn wurde am Sonntag die Deutſche Ama⸗ teur⸗Straßenmeiſterſchaft entſchieden. Den Sie⸗ ger ſtellte die Reichshauptſtadt in Herbert Schmidt vom Poſtſport⸗Verein. Er war zwei⸗ fellos einer der ſtärkſten Fahrer des Feldes, er ging auf der hügeligen Strecke recht haus⸗ hälleriſch mit ſeine Kräften um und gewann nach einer hr von:04:30 Std. den Spurt vor Joſef Balling(Schweinfurt), Wei⸗ mer(Stuttgart), Wevelſip(Lelbert), (Euſtenau) und weiteren ſechs Fah⸗ rern. Wie ſchwer aber das Rennen war, geht ſchon aus der Tatſache hervor, daß von den 85 geſtarteten Fahrern nur 15 das Ziel er⸗ reichten. Weniger die drückende Hitze als viel⸗ mehr das Kopfſteinpflaſter in einigen heſſiſchen Ortſchaften räumten mächtig im Feld auf und die meiſten Favoriten wurden ein Opfer von Materialſchäden und Stürzen. Schon in der erſten Runde— es ging jeweils von Gießen über Reiskirchen, Grünberg und Lollar zurück zum Ausgangspunkt— wurde Mankred von Brauchlitsch fuhr schnellste Zeit in Llvorno Bei unerträglicher Hitze begann in Livorno das Training zum KRennen um die Coppa Ciana. Sehnellster war Manfred von Brauchitsch auf Mercedes-Benz mit einem Durchschnitt von 143 Kilometer. Weltbild(M) das Feld ſtart Fune Der Münchener Zöbig verzeichnete zuerſt Reifenſchaden, dann ſchieden Müller(Wuppertal), Plappert und Weiſchedel (Stuttgart), Irrgang(Berlin) und Heller (Schweinfurt) aus, Irrgang hatte Rahmen⸗ bruch, während Heller nach einem glimpflich verlaufenen Sturz die Weiterfahrt einſtellte. In der zweiten Runde hielt das ſcharfe Tempo an, aber die Ausfälle waren weſentlich gerin⸗ * Am Lollarer Kopf(102 Kilometer) zog ſich das Feld weit auseinander, aber auf der Tal⸗ ahrt ſchloſſen ſich die abgefallenen Fahrer wie⸗ er auf. In die dritte Runde, die ziemlich ver⸗ halten gefahren wurde, gingen noch etwas mehr als? 14 rer. Der Wiener Strakati, der nach einem Reifenſchaden in bravouröſer Fahrt wie⸗ der aufgeſchloſſen hatte, mußte das Feld end⸗ gültig ziehen laſſen. Ebenſo ſchieden Müller⸗ klein, Gropp und der Gießener Neumann aus. In die Schlußrunde ging eine elf Mann ſtarke Spitzengruppe, aus der vorübergehend der Chemnitzer Hackebeil wegen Reifenſchadens aus⸗ ſchied. Er konnte zwar nach einer ſieben Kilo⸗ meter Alleinfahrt wieder aufſchließen, hatte ſi aber dabei ſo verausgabt, daß er im Endkamp keine Rolle zu ſpielen vermochte. Der Stutt⸗ garter Weimer zog den Spurt auf einer 800 Meter langen Steigung an den Gießener Ka⸗ ſernen an, aber Schmidt hatte die größeren Re⸗ ſerven, ging ſpielend vorbei und ſiegte ſicher mit drei Längen Vorſprung. Das genaue Ergebnis: Deutſcher Meiſter im Einer⸗Streckenfahren(220 km): 1. Herbert Schmidt(Poſt SVBerlin):04,30 Std. 2. Balling(Schweinfurt), 3. Weimer(Stuttgart), 4. Wevelſip(Velbert), 5. Boeſch(Luſtenau), 6. Lück (Duisburg), 7. Schellhorn(Schweinfurt), 8. Hackebeil (Chemnitz), 9. Iſche(Hannover), 10. Peter(Schöne⸗ berg), 11. Seufert(Schweinfurt) alle dichtauf, 12. Lepke(Berlin):05,10 Std., 13. Bille(Dortmund) 14. Vermedy(Bielefeld), 15. Bocardan(Wuppertal). Elleber Ludwigshafen) vorne Großer Straßenpreis von Saarbrücken Der Große Straßenpreis von Saarbrücken wurde am Sonntag zum ſechſten Male ausge⸗ tragen, die beſten ſüdweſtdeutſchen Amateure waren am Start. Auf der 35 Kilometer langen Rundſtrecke, die dreimal zu durchfahren war und durch das Saarbrücker Zechengebiet, über Dudweiler, Sulzbach, Friedrichsthal und St. Ingbert wieder zurück nach Saarbrücken führte, hielt in den beiden erſten Runden der Ludwigs⸗ gaf Weiß, der in den beiden letzten Jah⸗ ren ſiegte, die Spitze. In der letzten Runde aber zog ſein Landsmann Jakob Stieber unwiderflehlich davon und ſiegte mit fünf Mi⸗ nuten Vorſprung vor den beiden Wiesbadenern Schmidt und Traudes, während Weiß ſich mit dem vierten Platz begnügen mußte. In einem ZJugendrennen über 35 Kilometer ſiegte Schultz (Worms) in genau:00 Std. Die Ergebniſſe: Großer Straßenpreis von Saarbrücken(105 Km.): 1. Stieber(Ludwigshafen):01.00; 2. Schmidt (Wiesbaden):06.00; 3. Traudes(Wiesbad.):12.00; 4. Weiß(Ludwigshafen); 5. Weiland(Güchenbach). Eldweſ gegen Ofimark Großes Grenzlandſpiel am 21. Auguſt Im Rahmen der in Kandel(Südpfalz) wird am 21. Auguſt ein Fußballſpiel zwiſchen Süd weſt und Oſt⸗ mark ausgetragen, das auf dem neuen Sport⸗ 90 in Kandel ſtattfindet. Die beiden Mann⸗ chaften für dieſes Spiel ſind bereits aufgeſtellt. Der Südweſten ſtützt ſich in der Hauptſache auf talentierte Nachwuchsſpieler, während die Spie⸗ ler des Grazer Sport⸗Clubs den Stamm der Oſtmark⸗Mannſchaft bilden. Den Oſtmark⸗ Sturm wird ein Wiener Nationalſpieler führen, der von Gaufachwart Janiſch(Wien) noch nam⸗ fiehe gemacht wird. Die beiden Mannſchaften ſtehen wie folgt: Südweſt: Ittel(VfR Frankenthal); Welſch (Boruſſia Neunkirchen), Schmitt pfr. Saar⸗ brücken); Ullrich(TSG Ludwigshafen), Sold (FVSaarbrücken), Klees(Bfe Homburg/ Saar); Reinhardt, Götz(beide VfR Frankenthal, Bille (Fa 03 Pirmaſens), Dörrzapf(Bellheim), Gärtner(Olympia Lorſch); Erſatz: Acker(Kan⸗ del), Rührer(Kandel), Rheinfrank(Eden⸗ koben) und Pfirſching(Frankenthal). Oſtmark: Cibulak(Grazer ScC); Almer, Dorner(beide Grazer SC); Kruſchitz'(Sturm Graz), Kreihanzl(Wacker Wien). Nemetz(Gra⸗ zer Sc); Füßl(Donau Graz), Lamoth(Sturm Graz)—?— Gmeindl(Sturm Graz), Lien⸗ hardt(Grazer SC); Erſatz: Oblak(Grazer SC). Zum Schiedsrichter des Kampfes wurde Multer(Landau) beſtimmt. dusbal⸗Hanliga in Güdweſt Beginn am 11. September Das Fachamt Fußball gibt bereits die Paarungen für die beiden erſten Spielſonntage der Fußball⸗Gauliga Südweſt bekannt. Gleich der erſte Sonntag, der 11. September, bringt einige intereſſante Paarungen, u. a. Kickers Of⸗ fenbach— Eintracht Frankfurt und Wormatia Worms— Boruſſia Neunkirchen. Die Paarun⸗ gen lauten wie folgt: 11. September: Kickers Offenbach— Ein⸗ tracht Frankfurt; Wormatia Worms— Boruſſia Neunkirchen; FSV Frankfurt— SV Wiesbaden; V Saarbrücken— Reichsbahn R/ W Frankfurt; K Pirmaſens— TSG 61 Ludwigshafen. 18. September: Eintracht Frankfurt— Reichsbahn R/ W Frankfurt; Wormatia Worms gegen FV Saarbrücken; SV. Wiesbaden— Kik⸗ kers Offenbach; TSG 61 Ludwigshafen— FS ——4 Boruſſia Neunkirchen— FK Pirma⸗ ens. Der Freiburger FC. unternimmt gleich zu Beginn der neuen Fußball⸗Spielzeit eine Reiſe in die Schweiz, wo er am 21. Auguſt in Baſel feghen den FC Baſel im Freundſchaftsſpiel an⸗ ritt. * Schalle 04 trifft am 2l. Auguſt mit Auſtria Wien zuſammen. Dieſes Spiel wird voraus⸗ ſpia 5 in Wien ſtattfinden, wo man dem Gaſt⸗ piel der„Knappen“ mit größter Spannung⸗ enigegenſieht. Der ausgezeichnete Stürmer Idkoviak, der vor Jahresfriſt von Caſtrop 02 zu München 1860 kam, iſt wieder in ſeine Heimat% gekehrt, wo er jetzt bei der Gauligaelf von Weſtfalia Herne ſpielt. :7ſeg der Beigler Unſere Florettfechter unterlagen Deutſchlands Püreineer ſtanden am Frei⸗ tagabend im Klagenfurter Stadttheater zum erſtenmal den Vertretern Belgiens in einem gegenüber. Etvas uner⸗ wartet ſiegten die Gäſte mit:7 Punkten. Wohl fehlte in unſerer Mannſchaft der verletzte Mei⸗ ſter Fiſcher, aber entſcheidend für die Nieder⸗ der größere Angriffsgeiſt der ſtarken belgiſchen Florettfechter. Erfolgreichſter Mann der Belgier war Eremans mit drei Siegen, während Bourgnigon, Demeeſter und de Bru mit je zwei Siegen aufwarteten. In der deut⸗ ſchen Mannſchaft enttäuſchte vor allem der Wie⸗ ner Joſef Loſert, der am Vortage bekannt⸗ lich das Einzelfechten gewann. Diesmal ſiegte er nur gegen Demeeſter und de Bru, während er alle anderen Gefechte verlor. Ebenfalls zwei Siege errangen Eiſenecker(Frankfurt.) und Heim(Offenbach); der“ Klagenfurter Weczerek konnte nur den ſtarken Bourgnigon mit:0 Treffern ſchlagen. deutſche öpoetler in Bergen Die„Columbus“-Fahrt nach Norwegen mach⸗ ten auch eine Fußballelf Niederſachſens und eine Deutſchlandriege der Turner mit, die beide am Samstag in Bergen Proben ihres Könnens abgaben. Die niederſächſiſchen Fußballer ſpiel⸗ ten vor 4000 Beſuchern gegen eine norwegiſche Auswahl und ſiegten mit:2(:2) Toren. Die Tore für den Sieger ſchoſſen Billen(2 und Meng().— Die Turnriege feierte am Abend bei einem Schauturnen groͤße Triumphe. K* 4 „Das„Amerikaner⸗Schwimmfeſi“ in Stuttgart findet endgültig am 30. Auguſt ſtatt. Am 31. piggn ſtarten die Amerikaner dann in Lud⸗ wigsburg. „hakenkreuzbanner“ Franen⸗Welkekord im Mannpeimer Etadlon Deulſche rauen⸗Akknmannichat zeiat prächtige Leiſtungen/ ökl. Lolkhanjen wirit den Speer 47.!7 m Ein Begrüßungsabend in kleinſtem Kreis, dem alle Teilnehmerinnen des Groß⸗ deutſchen Frauenſportfeſtes beiwohn⸗ ten, bildete den Auftakt zu einer leichtathleti⸗ ſchen Veranſtaltung, die bislang in Deutſchland ihresgleichen nicht hatte. Innerhalb kürzeſter Friſt wurde für Mannheim ein Feſt vorbereiet, das in ſeinen Ausmaßen bis heute unerreicht und in ſeiner Bedeutung von der geſamten Fach,welt“— im wahrſten Sinne des Wortes — in entſprechender Form gewürdigt wird. Der Ortsgruppe Mannheim im DRe und den drei einfatzbereiten Vereinen Poſtſportverein, MTo und VfR muß man höchſte Anerken⸗ nung zollen, daß ſie die ſportliche Idee einmal mehr in den Vordergrund ihrer Beſtrebungen ſtellten, ohne Rückſicht darauf, daß diverſe Fehl⸗ ſchläge anläßlich ſolcher Veranſtaltungen in un⸗ ſeren Mauern zu vielerlei Bedenken Anlaß ga⸗ ben. Kreisfachwart Kehl und Kreisführer Stalf, der im Namen des Verkehrsvereins und der Stadt Mannheim jeder Sportlerin werwolle Andenken überreichte, fanden die rich⸗ tigen Begrüßungsworte für die über Deutſch⸗ lands Grenzen hinaus bekannte und berühmte „Frauen⸗Kernmannſchaft“, die unter Führung von Käte Krauß in einer ungezwungenen und natürlich⸗freudigen Kameradſchaft zuſammen⸗ ht, immer bereit, ſich für das Anſehen und ben des deutſchen Sportes einzuſetzen. der Verlauf der Kämpie Das prüchtige Wetter am Sonntagnachmittag bot die beften Vorausſetzungen für einwand⸗ freie und leiſtungshohe Ergebniſſe. Nur etwa 1500 Zuſchauer hatten Gelegenheit, einem Feſt beizuwohnen, das allen Anſprüchen genügte. Kurz nach 15 Uhr wurde mit dem 100⸗ Meter⸗Lauf begonnen, den ſich Krauß (Dresden) erwartungsgemäß in 12,2 Sekunden holte. Die Mannheimerin Wendel konnte ihren Erfolg von Breslau deutlich ueiterſtrei⸗ chen, gelang es ihr doch, in dieſem auserleſenen Feld faſt gleichwertiger Läuferinnen den drit⸗ ten Platz zu belegen. Giſela ſprang 5,84 Meter weit Der Sprung von 5,84 m ſtellt dieſer Allround⸗ Rihletin 5 gutes Zeugnis aus. Die Münch⸗ nerin ſteigerte ſich von erſuch zu Verſuch, ihre echs Sprünge ſeien kurz notiert: 5,36, 53, 5,48, 84, 4,96 und 5,48. Ihr am nächſten kam die Berlinerin Voß, die die bisherige deutſche Beſtleiſtung hält; diesmal reichte es der ſchlan⸗ ken Turnerin für 5,63 Meter, während die deut⸗ ſche Meiſterin Braetz ſich mit dem 5. Platz bei einer Leiſtung von 5,51 begnügen mußte. Beim 80⸗Meter⸗Hürdenlauf waren vier Läuferinnen am Start, Dempe trauchelte an der vorletzten Hürde und mußte J0 der leicht im Vorteil liegenden Spitzweg (München) den Sieg überlaſſen. 11,9 Sekunden wurden für die Erſtplacierten notiert. volhhauſen überragend in Form Die beſten Speerwerferinnen Deutſchlands kämpften um den Siegeslorbeer, Werferinnen, die alle— 40 Meter und mehr gut ſind, ſtan⸗ den ſich laum etwas aneinander nach. Und aus dieſem Feld brachte die 19jährige Volkhau⸗ ſen(Dortmund) eine großartige Ueberraſchung als ſie einen gültigen Wurf von 47,17 etern hinlegte, der allen Beſtimmungen und Anforderungen hinſichtlich der Anerkennung als Weltrekord ſtandhält. Bauma(Wien), als bisherige beſte deutſche Werferin, und Gindel — 53 ſind damit aus der Rekordliſte ausge⸗ öſcht. Mathes(Berlin), die in Stuttgart 47,80 geworfen hatte(allerdings wird hier die An⸗ erkennung verſagt bleiben) wurde mit 44,18 Meter Zweite vor Krüger(Dresden) und Eber⸗ hard(Eislingen). Uationalſtaffel läuft 47,7 Sekunden Der anläßlich der Olympiſchen Spiele erzielte Weltrekord unferer deutſchen Mädel wird nicht 1 ſchnell übertroffen werden, denn das dama⸗ lige gute Material ſteht uns im Augenblick nicht ur Verfügung. In der Beſetzung Kohl ren Krauß(Dresden), Zimmer(Ham⸗ burg und Kühnel(München) wurden jetzt 47,7 Sekunden gelaufen, in Berlin waren es. Zt. 46,4. Die B⸗Mannſchaft mit Kuhlmann(Ham⸗ burg, Wendel(Mannheim), Braun(Mann⸗ heim) und Wilkening(Duisburg) kamen auf 49,8 Sekunden. Bei dem am Schluß der Ver⸗ anſtaltung nochmals unternommenen Verſuch lief die Mannſchaft Kohl, Krauß, Kühnel und Wendel 48,2 Sekunden die Frankfurter Eintracht wiederholte ihre Breslauer Leiſtung mit 49,3, während MTG Mannhe im in 53 Sekunden einkam. natjen verfehlt knapp Weltrekord Mauermayer(München) und Staudt(Limburg) ölieben beim Hochſprung bereits mit 1,45 Me⸗ ter bzw. 1,50 Meter hängen. Die ſchlank ge⸗ wachſene Gräfin Solms, erſt in dieſer Sai⸗ ſon mehr in den Vordergrund getreten, ſchaffte 160 Meter. Für Ratjen(Bremen) hegte man ſbei den verſchiedenen Durchgängen die beſten Erwartungen, bis 1,65 Meter wurden dieſe auch krfüllt. Die Latte wurde dann auf 1,67 gelegt, dieſe Höhe ſtellte neue Weltbeſtleiſtung dar, doch wider Erwarten konnte unſere beſte deutſche Springerin dieſe Höhe nicht bewältigen. Da alle Uebungen nacheinander abgewickelt wurden, um ſo den ungefähr 1500 Zuſchauern jeden ſportlichen Genuß zu bieten, zog ſich die Programmfolge über drei Stunden hin. Noch zweimal konnte ſich Manermahscr(Mün⸗ chen) als Siegerin einſchreiben laſſen. Bei ihrem letzten Verſuch holte ſie ſich das Kugel⸗ ſt o ß an mit 13.25 Meter vor den ebenfalls ſich in git Werfaſung befindenden Weſſel(Fſer⸗ ſeldorfer lohn) und Schröder(Mundenheim). Daß die ſympathiſche Werferin auch das Diskuswerfen nicht abgeben würde, war vorauszuſehen. Bei 45,05 landete die Scheibe beim beſten Wurf. Volkhauſen, die dem Vernehmen nach eine ſtarke Waffe im Fünfkampf ſein ſoll, ſchob ſich hier auf den zweiten Platz vor Kirchhoff (Detmold) und der bekannten Hamburgerin Mollenhauer. Mit Ausnahme von Frl. Wendel endeten die übrigen Mannheimer Teilnehmerinnen je⸗ weils auf den letzten Plätzen. Bedauerlich blieb nur, daß die Rahmenkämpfe nicht beſſer beſetzt waren, denn gerade hier hatte der Nachwuchs ſeen ſein Können unter Beweis zu ellen. Ohne Zweifel darf die Veranſtaltung in allen Teilen als gelungen bezeichnet werden. Daß ein annehmbarer Zuſchauererfolg ausblieb, muß in Kauf genommen werden. Die Veranſtalter werden ſich mit dem ſportlichen Erfolg zu tröſten wiſſen und verſuchen, durch eifriges Werben und immer weiteren noch geſteigerten W4 das Intereſſe des Sportpublikums zu ecken. Ergebniſſe: 100 Meter. 1. Krauß, Dresden 12,2; 2. Kühnel, München 12,3; 3. Wendel, Mannheim 12,4; 4. Zimmer, Hamburg 12,4; 5. Kohl, Frankfurt 12,5; 6. Eckardt, Frankfurt 12,6; 6. Kuhlmann, Köln 12,6. — 80 Mtr. Hürden: 1. Spitzweg, München 11,.9; 2. Dempe, Weimar 12,1; 3. Krempel, Stuttgart 12.97 4. Scheerle, Mannheim 13,0.— Weitſprung: 1. Mauermayer, München 5,84 Mtr.; 2. Voß, Berlin 5,63; 3. Junghans, Naumburg 5,62; 4. Wilkejing, Duisburg 5,57; 5. Praetz, Salzwedel 5,51.— 4 mal 100 Meter: 1. A⸗Mannſchaft(Kohl, Krauß, Zimmer, Kühnel) 47,7; 2. B⸗Mannſchaft(Kuhlmann, Wendel, Braun, Wilkening) 49,8. — Hochſprung: 1. Ratjen(Bremen) 1,65; 2. Gräfin Solms 1,60; 3. Staudt(Limburg) 1,50; 4. Mauer⸗ meyer(München).45).— Diskuswerfen: Mauer⸗ meyer(München) 45,05; 2. Volkhauſen(Dortmund) 40,27; 3. Kirchhoff(Detmold) 38,31; 4. Mollenhauer (Hamburg) 38,19; 5. Ott(Mannheim) 34,43.— Speerwerfen: 1. Volkhauſen(Dortmund) 47,17; 2. Mathes(Berlin) 44,18; 3. Krüger(Dresden) 43,46; 4. Eberhard(Eislingen) 41,89; 5. Kahle(Hamburg) 41,56; 6. Rüßmann(Karlsruhe) 36,57.— Kugelſtoßen: 1. Mauermeyer(München) 13,25; 2. Weſſel(Iſer⸗ lohn) 13,10: 3. Schröder(Mundenheim) 13,01: 4 Kirchhoff(Detmold) 12,50; 5. Volkhauſen(Dortmund) 11,84.— 454100⸗Meter⸗Staffel: 1. Nationalmannſchaft (Kohl, Krauß, Kühnel, Wendel) 48,2; 2. Eintracht Frankfurt 40,3; 3. MTG Mannheim 53,0; 4. Poſt Mannheim 55,5. Rahmenprogramm. 50⸗Meter⸗Lauf(Jugend): 1. Rudolf(Neuſtadt) 7,3; 2. Egger(MrG) 7343 3. Eichner(MrG) 7,5.— 100⸗Meter⸗Lauf(Anfänge⸗ rinnen): 1. Möller(Frankenthal) 13,3; 2. Kauf⸗ mann(Poſt) 13,4; 3. Demand Poſt)— Weitſprung(Zugend): 1. Egger(MG) 424 2. Eichner(Mrch) 4,23; 3. Rudolf(RNeuſtadt) 3,68.— Weitſprung(offen): 1. Schott(Frankenthal) 4,68 2. Schumann(Frankenthal) 4,56; 3. Happel(MTG) 4,35.— Diskuswerfen loffen): 1. Schumann(Franken⸗ thal) 33,70; 2. Morlock(Pforzheim) 3155, R. Bäuerle(TV 46) 30,63.— 200⸗Meter⸗Lauf(offen): 1. Erfling(Köln) 25,9; 2. E. Möller(Franken-hal) 26,1. — Weitſprung(Anfüngerinnen): 1. Kohler(TV 46) 4,05; 2. Demand(Poſt) 3,95; 3. We inß(Poſt) 3,43. — Kugelſtoßen(Anfänger): 2. Krank(MTG) 8,08; 1. Karcher(Pforzh.) 9,62; 3. Maurer(pPoſt) 6,87. Zum Länderkampfi Deutschland— USA Ein Teil der amerikanischen Leichtatliletikmannschaft, stadion gegen die Besten Deutschlands einen Länderkampf bestreitet. die am 13. und 14. August im Olympia- Weltbild(M) Gewitterflüge in der„Ahön“ zum Abichiuß am Samstag gab es nur wenige Strecken flüge/ Heidrich erreichte 150 Klm. Weite Der Samstag als abſchließender Wettbe⸗ werbstag der„19. Rhön“— am Sonntag wer⸗ den nur noch Tagespreiſe ausgeflogen— brachte dem Rhöngebirge mehrere ſchwere Gewitter, die faſt gleichzeitig im Bereich der Waſſerkuppe ein⸗ trafen. Noch einmal verſuchten die Wettbe⸗ werbsteilnehmer mit letztem Einſatz auch dieſe gewaltigen Kraftquellen für die Streckenflüge auszunutzen. Aber die Gewitterfront war der⸗ art ſtark, daß ſie keine nennenswerten Ueber⸗ landflüge zuließ. Nur wenige Piloten führten Streckenflüge größeren Ausmaßes durch. Die Tagesbeſtleiſtung erzielte der Düſ⸗ Heidrich(NSFK⸗Gruppe Rhein⸗ land) mit einem Flug von 150 km nach Heide⸗ burg in Weſtfalen. Peters von der NSF⸗ Gruppe Heſſen⸗Weſtmark und Beck(NSFK⸗ Gruppe Württemberg) erreichten Biedenkopf in Heſſen⸗Naſſau nach 110 km. Späte(Darm⸗ ſtadt) gelangte nach 104 km nach Bromskirchen und einige weitere Segelflieger landeten in der Nähe Marburgs. Das Segelfliegerlager Waſſerkuppe wurde am Samstag von zahlreichen Ehrengäſten beſucht. Neben Gauleiter Reichsſtatthalter Sprenger, Gauleiter Staatsrat Weinrich, Oberpräſident Prinz Philipp von Heſſen und Vertretern der Wehrmacht traf auch Korpsführer Chriſtianſen wieder auf der Waſſerkuppe ein, der am Sonn⸗ tag die Preisverteilung vorgenommen hat. In der Wertung führt mit Einſchluß des Donnerstags der Darmſtädter Späte mit 3487,9 Punkten vor Kurt Schmidt(NSFK⸗Gr. Südweft) mit 3213, Opitz(NSFK⸗Gruppe Heſ⸗ ſen⸗Weſtmark) mit 2923 und Bräutigam (NSß⸗Gruppe Dresden) mit 2916 Punkten In der Klaſſe der Doppelſitzer liegen Ro⸗ meis⸗Schillinger(NSFK⸗Gr. München) mit 1677,5 an der Spitze vor Vergens⸗ Trippke(NSßfK⸗Gruppe Berlin⸗Kurmark) mit 1474 Punkten. Am Nachmittag zog eine ſchwere Gewitter⸗ wand über die Waſſerkuppe, die nochmals von den Segelfliegern kurz vor Schluß des Wettbe⸗ werbs ausgenutzt wurde. Es war dies ein Ge⸗ witter von ungeheurer Stärke, das ſich nach kur⸗ zer Zeit mit einer zweiten Gewitterwolke ver⸗ einte und ſchweren Hagelſchlag im Gefolge hatte. Dieſen elementaren Gewalten waren die Segel⸗ flugzeuge zum Teil nicht gewachſen ſo daß die Segelflieger Romeis⸗Schillinger(MSca⸗Gruppe München), Knöpfle(NSFK⸗Gruppe Württem⸗ berg), Steinig(NS§FK⸗Gruppe Breslau) und Hieckmann(Luftwaffen⸗Sportverein) ihre Flug⸗ zeuge verlaſſen mußten und mit dem Fallſchirm wohlbehalten die Erde wieder erreichten. Leider mußte der bekannte Segelflieger Blech bei dieſem letztmaligen Einſatz ſein Leben laſ⸗ ſen. Blech war ebenfalls gezwungen, ſein Flug⸗ zeug zu verlaſſen, jedoch wurde er beim Ab⸗ ſprung von dem Flugzeug getroffen, ſo daß ihn der Fallſchirm, öffnet hatte, nur noch leblos zur Erde brachte. Dieſer vorletzte Tag des 19. Rhön⸗Segelflug⸗ Wettbewerbs zeigze noch einmal ſo richtig den unerhörten Einſatz aller Wettbewerbsteilneh⸗ der ſich ordnungsgemäß ge⸗ Bel dem Internationalen Reitturnier in Dublin konnte Deutschland am zweiten Tage in der Militärischen Springkonkurrenz über die volle Bahn unter 36 Bewerbern den ersten Platz be- legen. Nach spannendem Kampf siegte Oberlt. Huck auf Olaf vor Capt. Aherne(Irland). 5 Weltbild(M) mer, die in den hinter uns liegenden 14 Tagen Gewaltiges leiſteten. neuer Höhenrekord Am Samstag wurde die internationale Beſt⸗ leiſtung im Höhenflug für Segelflugzeuge be⸗ reits zum fünften Male im Laufe der 19. Rhön überboten. Flugkapitän Drechsler von der NSỹa⸗Gruppe Lufthanſa erreichte 70 70 Meter über dem Meeresſpiegel und eine Startüber⸗ höhung von 6130 Meter auf ſeinem Ueberland⸗ flug nach Marburg. Der 37jährige Pilot fliegt ſeit zehn Jahren bei der Deutſchen Lufthanſa und hat jetzt die Strecke Berlin—London. Rask waef den Bammer 58,15 Mik. weltrekord— aber nicht anerkannt Was die Sportwelt von den deutſchen Ham⸗ merwerfern erwartet und was die beſten der 16 deutſchen 50⸗Meter⸗Männer ſeit den olympiſchen Tagen in Berlin, als ſie die deutſche Vorherr⸗ ſchaft in dieſem Wettbewerb begründeten, ge⸗ kämpft haben, iſt Erwin Blaſk(Berlin) end⸗ lich gelungen. Auf dem Hanns⸗Braun⸗Sportplatz des Reichs⸗ ſportfeldes, wo der SCC. und BS C am Sonntag einen Verſuch zur Deutſchen Vereins⸗ meiſterſchaft unternahmen, ſchleuderte der Olym⸗ piazweite den Hammer 58,13 Meter weit und übertraf damit den 26 Jahre alten Rekord des Amerikaners Put Ryan aus dem Jahre 1912 um 36 Zentimeter. Sämtliche drei Würfe Blaſks lagen über der Weltrekordmarke von 57,70 Me⸗ ter; zweimal wurden 58,13 Meter gemeſſen und einmal lag der Hammer nur 20 Zentimeter zu⸗ rück. Das Gewicht des Hammers war richtig, die Weite der Würfe wurde mit dem Stahlband⸗ maß nachgemeſſen und trotzdem wird der Wurf nicht anerkannt, da der Wurfring wegen des Windes auf die andere Seite des Sportfeldes verlegt, aus dieſem Grunde nicht die vorge⸗ ſchriebenen zwei Zentimeter Tiefe in der Raſen⸗ fläche lag. Es iſt bedauerlich, daß bei einer ſol⸗ chen Veranſtaltung die Bedingungen nicht im⸗ mer bis ins einzelne erfüllt werden und ein Rieſenpech für Erwin Blaſk, aber trotzdem eine großartige Leiſtung, die nun leider ihre Aner⸗ kennung nur durch eine hohe Punktzahl beim Verſuch zur Vereinsmeiſterſchaft erhält. Dieſe Leiſtung zeigt jedoch, daß der neue Weltrekord im Hammerwerfen nicht mehr lange auf ſich warten laſſen wird. —— Linnhoff(Berlin) und Harbig(Dresden) werden beim Amerikaner⸗Sportfeſt am 21. Au⸗ guſt in der Stuttgarter Adolf⸗Hitler⸗Kampf⸗ bahn an den Start gehen. Weitere deutſche Spitzenkönner werden von den Kickers noch verpflichtet. 460 Die Bertsch-Mannschaft des ViL Neckarau landete beim Vik-Turnier der Privatmannschaften auf dem zweiten Platz 4 der Präſident 1 diritten Vorlar Bakenk Lll Helbet In der präck Arena nahm ſchauer waren 15 Nationen chen Empfan der National —— 3—5 des JO ſprache. Eingeleitet! drei Vorläufen hier war es b. das größte In ſcher Meiſter 5 dete bei 50 M pprung in 270 :00,4 Minute Engländer Dot 3 Ol mit einer Zeit Vierter noch ſe lifizierte. Der bis 75 Meter die vierte Ste hatte der Schn vor dem zweit Bremen, gewo 50 Meter in 2 am Start, die da ſie ohnehin ziert waren. Fiſcher und Eine glänz Samstagabend weiteren Vorkä ten der Schwi Intereſſes ſtan läufe zum 10 ner. In beider ſche Siege. F :00,4 Min. ſie Köröſi(ungar als Vierter ſch Durch ſeinen Fiſcher ſofort 1 27,4 und ſtrebt 7 4 paiaſieger Dr. C Zwiſchenlauf fämpfte er zw . der nach 27,2 Dr. Cſik niede ſizzierte ſich als Bei den beid 1 f es zwar harte Favoriten. Jel Zbwiſchenläufe l 100⸗Mtr.⸗Kraul (Schweden):01 :01,4; 3. Tandl Fiſcher,( 4(england):00, 4. Dr. Cſik(Ung (Holland):01,8 4 4 3. Köröſt(Ungar Münner: 100 2 1. Fiſcher(Deutſ :01; 3. Köröſi( 202,2; 5. Wainr 1. Heibel(Deutſc :01; 3. Dove( keich):02; 5. T Frauen: 100 9 (Dänemark):09 „Acs(Ungarn) 5. Hinton(Engl— 3 Veen(Holland) 11:08,3; 3. Hirſch (eEngland):11,8 212,6. 200 Mtr. Bruſt :05,6; 2. Chriſte (eEngland):14 :17,8; 5. Szige — Die Europam Von links. kE und Miß Edn. uſt 1958 lin in Dublin ge in der die volle Platz be- te Oberlt. nd). eltbild(M) 14 Tagen nale Beſt⸗ gzeuge be⸗ 19. Rhön r von der 70 Meter Startüber⸗ Ueberland⸗ zn Jahren it jetzt die 15 Mit. Rkannt chen Ham⸗ ſten der 16 lympiſchen Vorherr⸗ ideten, ge⸗ erlin) end⸗ des Reichs⸗ B5 SC am n Vereins⸗ der Olym⸗ r weit und Rekord des Jahre 1912 irfe Blaſks 57,70 Me⸗ meſſen und timeter zu⸗ richtig, die Stahlband⸗ der Wurf wegen des Sportfeldes die vorge⸗ der Raſen⸗ i einer ſol⸗ nicht im⸗ n und ein otzdem eine ihre Aner⸗ tzahl beim hält. Dieſe Weltrekord ge auf ſich (Dresden) im 21. Au⸗ ler⸗Kampf⸗ re deutſche ckers noch akenkreuzbanner⸗ Montag, 8. Auguſt 1958 In der prächtigen Londoner Wembley⸗ Arena nahmen am Samstagabend die Eu⸗ ropa⸗Schwimmeiſterſchaften ihren Anfang. Die eng hatte einen prächtigen Rahmen gefunden. 5000 Zu⸗ ſchauer waren zugegen, die den Vertretern von 15 Nationen(nur Polen fehlte!) einen herzli⸗ chen Empfan bereiteten. Nach dem Abſpielen der Nationalhymnen hielt Lord Aberdare, der Präſident des Ehrenausſchuſſes und Mit⸗ —5 des IOc, eine kurze Begrüßungsan⸗ prache. Eingeleitet wurden die Wettkämpfe mit den drei Vorläufen über 100 Meter Kraul, und hier war es beſonders der zweite Vorlauf, der Vierter no das größte Intereſſe beanſpruchte. Unſer Deut⸗ 774 Meiſter elmut Fiſcher(Bremen) wen⸗ ete bei 50 Meter als Erſter mit klarem Vor⸗ ſprung in 27,0 Sekunden und gewann ſicher in :00,4 Minuten. Auf die Plätze kamen der Engländer Dove, der Franzoſe Nakache und der 3 Olympiaſieger Dr. Cſik, der ſich mit einer Zeit von:01,5 Minuten als beſter ſoeben für die Zwiſchenläufe qua⸗ lifizierte. Der Ungar konnte das Tempo nur bis 75 Meter mithalten, fiel dann aber auf die vierte Stelle zurück. Den erſten Vorlauf hatte der Schwede Björn Borg in:01 knapp vpor dem zweiten deutſchen Vertreter, Heibel, Bremen, 1 50 Meter in 27,3 noch knapp geführt hatte. Im gewonnen, nachdem der Deutſche bei dritten Vorlauf waren nur drei Schwimmer am Start, die gemütlich nach Hauſe„badeten“, da ſie ohnehin für die Zwiſchenläufe qualifi⸗ ziert waren. Fiſcher und Heibel Zwiſchenlaufſieger Eine glänzende Organiſation ſorgte am Samstagabend für eine glatte Abwicklung der weiteren Vorkämpfe zu den Europameiſterſchaf⸗ 1. Fiſcher, ten der Schwimmer. Im Mittelpunkt des Intereſſes ſtanden die beiden Zwiſchen⸗ käufe zum 100 Meter Freiſtil der Män⸗ ner. In beiden Läuſen gab es glanzvolle deut⸗ ſche Siege. Fiſcher gewann ſeinen Lauf in :00,4 Min. ſicher vor Hoviag(Holland) und Köröſi(ungarn), während Borg(Schweden) als Vierter ſchon einmal ausgeſchaltet wurde. Durch ſeinen glänzenden Startſprung hatte Fiſcher ſofort einen Vorſprung, wendete nach 274 und ſtrebte gelockert dem Ziel zu. Olym⸗ Hiaſteger Dr. Eſit(üngarn) wurde im zweiten Zwiſchenlauf abermals geſchlageer, diesmal fämpfte er zwar verzweifelt gegen Heibel, der nach 27,2 wendete und erſt im Endſpurt Dir. Cſik niederrang. Dove(England) quali⸗ ſizierte ſich als Dritter für die Entſcheidung. Bei den beiden Vorläufen der Frauen gab es zwar harte Kämpfe, Doch ſichere Erfolge der Favoriten. Jeweils die erſten Drei werden die Zwiſchenläufe beſtreiten. Die Ergebniſſe: 100⸗Mtr.⸗Kraul(Männer): 1. Vorlauf: 1. Borg (Schweden):01; 2. Heibel(Deutſchland) :01,4; 3. Tandberg(Norwegen):02,3; 2. Vorlauf: (Deutſchland):00,4; 2. Dove (England):00,8; 3. Nakache(Frankreich):01,4; 4. Dr. Eſir(ungarn):01,5;: 3. Vorlauf: 1. Hoving (Holland):01,8; 2. Wainwright(England):02,2; A. abröſt(ungarm:02,3 Min. . 4 (ngland) Münner: 100 Mtr. Freiſtil, Zwiſchenläufe: 1. Lauf: 1. Fiſcher(Deutſchland) 1206,4; 2. Hoving(Holland) :01; 3. Koͤröſt(uUngarn):01,2; 4. Berg(Schweden) 202,2; 5. Wainwright(England):02,8.— 2. Lauf: 1. Heibel(Deutſchland):00,8; 2. Dr. Cſik(Ungarn) 4:01; 3. Dove(England):01,4; 4. Nakache(Frank⸗ keich):02; 5. Tandberg(Rorwegen):02,4. Frauen: 100 Mtr. Freiſtil: 1. Vorlauf: 1. Hpeger (Dänemark):09; 2. Malcorps(Holland):09,4; „Aes(Ungarn):11; 4. Haugen(Norwegen) 11 5. Hinton(England):12,4.— 2. Vorlauf: 1. Van 4 been(Holland):08,2; 2. Ove⸗Peterſen(Dänemark) :08,3; 3. Hirſch(Norwegen):11; 4. Harrowby (England):11,8; 5. Schramek(Tſchecho-Slowakei) 212,6. 200 Mtr. Bruſt: 1. Vorlauf: 1. Waalberg(Holland) 205,6; 2. Chriſtenſen(Dänemark):06,8; 3. Williams :14; 4. Karpeles(Tſchecho⸗Slowakei) :17,8; 5. Szigethi(ungarn):17,9. 2. Vorlauf: Die Europameisterschaiten der Schwimmer in London Von links: Betty Slade(Ensland), Frau Daumerlang und 8. 1 Sörenſen(Dänemark):07,2; 2. Van de Kerkhove (Belgien):08; 3. Storey(England):09,5; 4. Heſ⸗ ſelaars(Holland):11,2; 5. Nielſen(Norwegen) 371 Hoher deuticher Wafferballſteg Das Waſſerbal⸗Turnier um den Horthy⸗Po⸗ kal wurde mit dem Treffen zwiſchen Belgien und Holland eingeleitet. it:4(:3) nahm es einen unentſchiedenen Verlauf. Tor⸗ ſchützen für Belgien waren Caſteleyns(), Iſ⸗ ſele und Depauw, für Holland van Aelſt(2) und Rootſelaar(). Im Waſſerballturnier um den Horthy⸗Pokal, Euopas Gchwimmer⸗Elke in London im Kampf Heibel und diſcher fenen im too⸗Meter⸗örelful⸗owuchentanf/ Hoher 60⸗Waſeerbalimeg gegen enaland das nach dem Punktſyſtem— alſo jeder gegen jeden— entſchieden wird, kam zunächſt Ungarn zu einenm klaren:0(:)⸗Sieg über Italien, obwohl die Magyaren nur ihren Nachwuchs eingeſetzt hatten. Ebenſo ſicher ſiegte dann die deutſche Waſſerballſieben, die in ſtärkſter Beſetzung an⸗ trat. England kam zu keinem Gegentreffer, mußte ſich aber ſechs Tore gefallen laſſen. 6˙0 (•0) lautete das Ergebnis, das durch die glän⸗ zende Zuſammenarbeit vollauf verdient war. Schulze und Schneider warfen vor dem Wechſel je zwei Tore, Hauſer und Schnei⸗ der ſtellten dann das Endergebnis her. Mannhemer Ecwimmerfege in Bauat bei den Badiſchen Meiſterſchaften/ Zwei neue Beſtleiſtungen durch Frl. Worbertz Die Badiſchen ſchaften, die in dieſem Jahre im neuerbau⸗ ten Raſtatter Schwimmfkadion durchgeführt wurden, ſtanden unter einem überaus günſti⸗ gen Stern. Nachdem ſchon das Meldeergebnis eine ausgezeichnete Beteiligung geſichert hatte, geſtaltete ſich auch der Verlauf der Kämpfe vor einer großen Zuſchauermenge auf der ganzen Linie außerordentlich zufriedenſtellend. Die wertvollſten Ergebniſſe wurden bei den Frauen erzielt, und zwar durch Elly Wor⸗ bertz(Nikar Heidelberg), die ſowohl über 400 Meter Kraul als auch über 100 Me⸗ ter Rückenneue badiſche Beſtleiſtun⸗ gen ſchwamm, und ihre Zugehörigkeit zur deutſchen Spitzenklaſſe der— deutlich be⸗ wies, und zwar holte ſie ſich noch die Meiſter⸗ ſchaft über 200 Meter Kraul, während ihre Ver⸗ einskameradin Bucher ſich den Titel über 200 Meter Bruſt nicht nehmen ließ. Bei den Männern ſpielte der Freiburger Schoppmeier die gleiche Rolle wie Elly Worbertz bei den Frauen. Er ſicherte ſich in allen drei Kraulſtrecken die Meiſterſchaft, wäh⸗ rend der mitfavoriſierte Pforzheimer Schöns⸗ g den zweiten Platz belegte. Ueber 200 Meter verteidigte der Karlsruher Nach⸗ wuchsſchwimmer Scheidegg erwartungsge⸗ mäß ſeinen Titel gegen Kohler(Heidelberg) er⸗ Auch der Titel über 100 Meter Rücken iel nach Karksruhe durch Gloggengießer. Im Kunſtſpringen kam der Pforzheimer Kauf⸗ mann in Aoweſenheit dez⸗unth Krankheit ver⸗ hinderten Mannheimers Volk ohne großen Kampf zum Titel. Bei den Siaffeln der Mün⸗ ner ließ Pforzheim durch eine prachtvolle Lei⸗ ſtung von ſowohl Freiburg als auch Nikar Heidelberg klar hinter ſich. In der Lagen⸗ ſtaffel hieß der Sieger erwartungsgemäß Karls⸗ ruher SV 99. Auch die Rahmenwettbewerbe Schwimmeiſter⸗ waren ausgezeichnet beſetzt und brachten guten Sport. Die Ergebniſſe: Männer: 400 Meter Kraul, Klaſſe 1, Badiſche Meiſterſchaft: 1. Schoppmeier(Freiburger FC).27,4; 2. Schönsges(1. Bad. SC Pforzheim).39,6; Kl. 2: Wiedmaier,(Karlsruher SV 99).85.— Bruſt, 100 Meter, Klaſſe 24: 1. Schreiber(Pforzheim).26,7; Klaſſe 2b: 1. Keller(So Mannheim).30,8. V. v. .: 1. Wittemann(Baden⸗Baden).32,4.— 100 Mtr. Rücken, Badiſche Meiſterſchaft: 1. Gloggengießer(K. SV 99).18,9; 2. Böhringer(Pforzheim).21,5.— Klaſſe 15: 1. Wachtel(Konſtanz).24,4.— Kraul, 3 mal 100 Meter, Klaſſe 2un: 1. FC Freiburg.37,4. 200 Meter Bruſt, Klaſſe 1, BVadiſche Meiſterſchaft: 1. Scheidegg(Karlsruher SV 99).57,7; 2. Kohler (Nikar Heidelberg).07.. Klaſſe 1b: 1. Jäck(S V Mannheim).04.— Kunſtſpringen, Klaſſe 1, Bad. Meiſterſchaft: 1. Kaufmann(1. Bad. SC Pforzheim) 138.; 2. Weiß(Freiburger Turnerſchaft) 94,77. Kl. 2: 1. Hurrle(TV46 Mannh.) 87,38 P. 100 Mir. Kraul, Klaſſe 1 a, Badiſche Meiſterſchaft: 1. Schopp⸗ meier(FFc).06,4: 2. Schönsges(1. Bad. Sé Pforzheim).07,4. Klaſſe 15: 1. Roth(Nikar Heidel⸗ berg).08.— Bruſt, 3 mal 100 Meter, Klaſſe 2 a: 1. Bad. Sc Pforzheim.26,9; 2. Neptun Karlsrube .32,2. V. v..: 1. Turnerbund Baden⸗Baden.53 5. — Lagenſtaffel: 100, 200. 100 Meter, Klaſſe Ka, Bad. Meiſterſchaft: 1. Karlsruher SV99,.28,5. Klaſſe 1 b: 1. S Nikar Heidelberg.53. Frauen: Kraul 400 Meter, Badiſche Meiſterſchaft: 1. Elly Worbertz(Nikar Heidelberg):26,9(neue bad. Beſtleiſtung).— Bruſtſtaffel, 3100 Mtr., Klaſſe 2a: 1. SV Mannheim:17.4.— 100 Meter Rücken, Klaſſe 1a: Bad. Meiſterſchaft: 1. Elly Worbertz(Nikar Heidelberg):26(neue bad. Beſtleiſtung). Klaſſe 15: Reinhardt(Nikar Heidelberg):31.4.— 200 Meter Bruſt, Klaſſe 1a, Bad, Meiſterſchaft: 1. Bucher(Nikar Heidelberg):22.8, 2. Reinhardt:25,3.— 100 Mir. Kraul, Klaſſe 2a: 1. Horneff(Rheintöchter Mannheim):40.5. Klaſſe 25: 1. Hoch(Freibur⸗ ger Frauen⸗SV):29.8.— 100 Mtr. Kraul, Meiſter⸗ ſchaftsklaſſe, Bad. Meiſterſchaft: 1. Worbertz(Nikar Heidelberg):17.— Klaſſe 1a: 1. Gauß(Karlsruher SV 99):21.6. Deainn der Kanu⸗VWelkmeiſtexſchatten in Vaxholan Die Schweden am erſten Tag in Front/ Olumpiaſieger Hradetzin(Wien) gab auf In der ſchwediſchen Badeſtadt Vaxholm begannen am Samstag die erſten Kanu⸗ Weltmeiſterſchaften. Das wichtigſte Er⸗ eignis des erſten Tages war die altboot⸗Welt⸗ meiſterſchaft über 10 Kilometer, bei der Olym⸗ piaſieger Gregor Hrade L2(Wien) die deut⸗ ſchen Hoffnungen trug. Leider konnte er die in ihn bel Sire Erwartungen nicht erfüllen. Auf halber Strecke mußte der Wiener aufgeben und ſo kam der Schwede Bogren etwas über⸗ raſchend zum Sieg. Der zweite deutſche Ver⸗ treter, Nowatzki(Breslau) wurde Dritter. Das Ergebnis: Faltboot⸗Weltmeiſterſchaft(10 Km.): 1. Bogren (Schweden) 51:49,8 Min.; 2. Tanill(Ungarn) 51:49,7; 3. Nowatzki(Deutſchland) 51:59,3; 4. Oern (Schweden) 52:51,7. Als Auftakt gab es am Samstag zwei Wett⸗ Welthird(M) Heinze(beide Deutschland) und Mib Edna Child, die beim Kunstsprinsen Zzu den aussichtsreichsten Bewerberinnen zählen. fahrten im Kanuſegeln über 16 Meilen. Die erſte Fahrt gewann der Schwede Erikſon vor ſeinem Landsmann Holm und dem Deutſchen Maas(Düſſeldorf), die zweite ſah den Dänen Svenſon vor Maas ſiegreich. Im Geſamt⸗ ergebnis lag Maas nach zwei Fahrten auf dem dritten Platz. Im Zweier⸗Faltboot(10 Kilometer) lieferten ſich die beiden deutſchen Boote mit den beiden ſchwediſchen Magnnſchaften einen erbit⸗ terten Kampf, aber im Endſpurt behaupteten ſich die———”r die damit zu einem neuen, viel⸗ bejubelten Doppelerfolg kamen. Die Münchner Kreh⸗Fuchs. ve⸗ ler belegten die Plätze. Die Reihe der ſchwe⸗ diſchen Erfolge wurde im Einer⸗Kajak fortgeſetzt. 20 Meldungen waren zu dieſer Welt⸗ meiſterſchaft abgegeben worden und davon wurde nur eine nicht erfüllt. Der Deutſche Kleckers(Düſſeldorf), der als Favorit galt, fand unerwartet ſtarke Gegner und mußte ſich mit dem vierten Platz begnügen. Widmark (Schweden) übernahm ſofort die Führung und gab ſie bis ins Ziel nicht mehr ab. Ein Pole und ein zweiter Schwede gingen noch vor Kleckers durchs Ziel. Der zweite deutſche Ver⸗ treter, Dorfer(Linz), wurde Siebter. Der Sieger fuhr mit 46:43,3 Minuten einen neuen Landesrekord heraus.— Im Zweier⸗Kajak waren 13 Boote im Wettbewerb. Die Linzer Mannſchaft Kainz⸗Maurer lag zunächſt in Füh⸗ rung, mußte aber bei 1000 Meter die Schweden n vorbeilaſſen. Nach der 4 fte der Strecke ſchoben ſich die Münchener riebe⸗Eberle auf den zweiten Platz, konnten aber das ſchwediſche Boot nicht mehr g0 erreichen.— Auch im Zweier⸗Kana⸗ ier war den Deutſchen das Glück nicht hold. Vier Boote waren am Start. Ein Boot der Tſchecho⸗Slowakei gab ſofort auf, während das zweite ſchnell einen deutlichen Vorſprung her⸗ ausholte, den die Wiener Weinſtabl⸗ Proisl und die Hamburger Holzenberg⸗ Jörgens trotz aller Anſtrengungen nicht mehr wettmachen konnten. Zwei deutſche und zwer ſchwediſche Boote traten zu einem Einlagekampf im Vierer⸗ Kajak an, wobei das erſte deutſche Boot mit knappem Vorſprung ſiegreich blieb. Die Ergebniſſe: Zweier⸗Faltboot(10 Km.): 1. Hellſtrand⸗Hellsvik (Schweden) 47:11,5; 2. Bladſtröm⸗Johanſſon(Schwe⸗ den) 47:37,7; 3. Kreh⸗Fuchs(Deutſchland) 47:39.0: 4. Teſch⸗Muggenthaler(Deutſchland) 48:07,7; 5. Bel gien, 6. Tſchecho⸗Slowakei, 7. England. Einer⸗Kajak(10 Km.): 1. Wimark(Schweden) 46:43,3; 2. Sobieraj(Polen) 47:35,6; 3. Nilſſon (Schweden) 48:10,7; 4. Kleckers(Deutſchl.) 48:38,97 ... 7. Dorfer(Deutſchland) 49:41, 8. Zweier⸗Kajak(10 Km.): 1. Johannſſon⸗Berndſſon (Schweden) 43:29,9; 2. Triebe⸗Eberle(Deutſchland) 44:06,6; 3. Mainz⸗Maurer(Deutſchland) 44:21,1; 4. Larſſon⸗Janſſon(Schweden) 44:24,4; 5. Larſon⸗ Vormann(Dänemark) 44:54,3; 6. Finnland, 7. Schweiz. Zweier⸗Kanadier(10 Km.): 1. Karlik⸗Brzak (Tſchecho⸗Slowakei) 52:38,7; 2. Weinſtabl⸗Proisl (Deutſchl.) 53:06,5; 3. Holzenberg⸗Jörgens(Deutſch⸗ land) 54:12,4. Vierer⸗Kajak(Einlagekampf): 1. Deutſchland(Rein, Riedel, Schorn, Aulenbach) 39:33; 2. Schweden 1 39:36; 3. Deutſchland I1(Helm, Jakobitz, Haniſch, Horn) 39:40,5; 4. Schweden II 40:55, 0. * Die Reichsjugend⸗Kanuregatta auf dem Lan⸗ geri ee bei Grünau wurde vom 24. bis 25. September um eine Woche auf den 1. bis 2. Oktober verlegt. Rüfelsheim ſeat im Acher, bei der 31. Ruderregatta in Gießen In Gießen hat der Ruderſport eine große An⸗ hängerſchaft. Das bewies auch der erſte Tag der 31. Ruderregatta auf einer 2000 Meter langen Bahnſtrecke mit faſt ſtehendem Waſſer. Die Or⸗ ganiſation klappte ausgezeichnet. Saar Saar⸗ brücken mußte im Senior⸗Vierer o. St.— als Sieger durchs Ziel gegangen— wegen Behin⸗ derung diſtanziert werden und den Sieg an Germania Köln abtreten. Den Erſten Senior⸗ Achter gewann die Renngemeinſchaft Rüſſels⸗ heimer RV/Undine vor der Gießener RG. Der Kitzinger RV feierte durch ſeinen Erfolg im Junior⸗Achter ſeinen 100. Sieg. Ergebniſſe: 3. Senior⸗Vierer: 1. Gießener RG:29,1; 2. Wetz⸗ larer RC:32,2; 3. Limburger RC:50.— Junior⸗ Achter: 1. Kitzinger RV:53,8; 2. Undine Offenbach :22,2.— 2. Snior⸗Einer: 1. WSW Beuel(Stkoda) :05,8; Stuttgart⸗Cannſtatter RC(Ringger) bei 1500 Meter aufgegeben.— 4. Jungmann⸗Vierer: 1. Frank⸗ furter RC Griesheim:40,6; 2. Limburger RC:52. — 1. Senior⸗Vierer o. St.: 1. Germania Köln:00,2; Saar Saarbrücken als erſtes Boot im Ziel diſtanziert. — 1. Jungmann⸗Vierer: 1. Mainzer RV:49,6; 2. Wetzlarer RC:00,4; 3. RV Wetzlar aufgegeben.— Prinz⸗Eitel⸗Friedrich⸗Vierer: 1. Frankfurter RG Ober⸗ rad o. Z. im Alleingang.— 4. Senior⸗Achter: 1. Frank⸗ ſurter RC Undine:01,2; 2. Offenbacher RV 74:07,1. — 2. Senior⸗Vierer: 1. Kitzinger RV Alleingang in :51,4.— 2. Senior⸗Achter: 1. Germania Köln:01,4; 2. Undine Offenbach:11,1; Kitzinger RV aufgegeben. — 1. Senior⸗Achter: 1. Renngemeinſchaft Rüſſelsheimer RV/ Undine:27; 2. Gießener RG:42 Min. dl Deutſchek Gehekmeliier, prehn nicht am Start— Bleiweiß gab auf Drückende Schwüle lag über der Mitteldeut⸗ ſchen Kampfbahn in Erfurt, als die 60 Teil⸗ nehmer an der Deutſch zenſtrecke geſchickt wurden. Der Meiſterſchafts⸗ ſieg des Berliners Dill in:45.32 Std, war eine große Ueberraſchung, der Titelverteidiger Prehn(Leipzig) war nicht am Staxt und der Favorit Bleiweiß(Berlin) gab zwiſchen dem 30. und 40. Kilometer auf. Mit einer faſt Byt neuen Mannſchaft holte ſich die SA⸗ 1 e 35 Leipzlig mit 18 Punkten wie⸗ der die Mannſchafts⸗Meiſterſchaft. Nur noch Schwarzweiß Erfurt brachte ſeine Mannſchaft über die ganze Strecke, die damit den zweiten Platz belegte. Köppe(Frankfurt) und Ewald(Erfurt) über⸗ nahmen auf den erſten 10 Kilometern die Füh⸗ rung. Hier ſchob ſich dann Altmeiſter Hähnel (Erfurt) an die Spitze vor Nagel(Leipzig). Den Wendepunkt nach 25 Kilometer erreichte er in:22:18 Sid. als Erſter. Dann aber ging zuerſt ſein Klubtamerad Ewald an ihm vorbei, kurz darauf kam aus dem Hintergrunde Dill auf. Gwald wurde beim 28. Kilometer von ihm überholt, und dann dehnte der Berliner ſeinen Vorſprung umnangefochten auf 12 Minuten bis ins Ziel aus, während ſich hieiter ihm das Feld noch etwas verſchob. Die Ergebniſſe: Deutſche Meiſterſchaft im 50⸗Kilometer⸗Gehen: 1. Dill(Reichsbahn Berlin):45:32; 2. Peter (AC Berlin):56:40; 3. Hähnel(Schwarzweiß Erfurt):00:25; 4. Nagel und Blau(SA⸗Bri⸗ gade 35 Leipzig):05:52(gemeinſam durchs Ziel); 6. Neurath(Hamburg):07:08; 7. Zurek Braunſchweig):07:35; 8. Buckmann(Bre⸗ men):08:39; 9. Köhler(SA⸗Brig. 35 Leipzig) 5709:36; 10. Bunk(Breslau):09:55 Std Mannſchaftsmeiſterſchaft: SA⸗Brigade 35 Leip⸗ zig(Nagel, Blau, Köhler) 18.; 2. Schwarz⸗ weiß Erfurt. Dr. Tübben in der öchlußeunde Im Einzel bei den Tennismeiſterſchaften der Wehrmacht wurden am auf den Ber⸗ liner Rotweiß⸗Plätzen in Dr. Tübben und Oblt, von Guſtke die beiden Endrundengeg⸗ ner feſtgeſtellt. Der Titelverteidiger Dr. Tüb⸗ ben hatte mit Lt. Bauer wenig Mühe, um ſei⸗ nen:0:2⸗Sieg ſicher zu ſtellen. Auch Oblt. von Guſtke kam gegen Lt. Bergholtz glatt:4 :4 in die Schlußrunde. Im Doppel ſetzte ſich als letztes Paar Hptm. Pachaly/ Lt. Graf Keſſelſtatt zur Teil⸗ nahme an der Vorſchlußrunde durch; es be⸗ 5 Fähnrich Dre sler/ Fahnenjunker Geſſe :0, 110. Enolands Au'gebot für Foreſt Bius Ein zahlenmäßig recht ſtarkes Aufgebot ent⸗ ſendet England zu den amerikaniſchen Tennis⸗ meiſterſchaften, die am 21. Auguſt in Boſton mit den Doppels beginnen und in Foreſt Hills mit den Einzeln abgeſchloſſen werden. Neben Charles Hare, der ja in USA weilt, vertreten Pat Hughes, Shaves, Filby, Kay Stammers und Frl. Lumb die engliſchen Farben. Deut⸗ ſcherſeits nehmen bekanntlich Henkel, v. Me⸗ taxa und Göpfert teil — en Geher⸗Mei⸗ auf die 50 Kilometer kange Stra⸗ 10 „hHakenkreuzbanner⸗ Montag, 8. Auguſt 1938 Dapeldorſer Reiklneniee Dem zweiten Haupttag des Internationalen Düſſeldorfer Reitturniers war prächtiges Wet⸗ ter beſchieden. Auf dem Reiterplatz hatten ſich 5000 Zuſchauer eingefunden, darunter auch Gauleiter Staatsrat Florian. Im Mittel⸗ punkt des Programms ſtand ein Jagdpreis der Klaſſe Sa um den Preis des Reichsminiſters für Ernährung und Landwirtſchaft. Zu dieſem Springen traten in drei Abteilungen 56 Be⸗ werber aus ſechs Nationen an. In dieſer Ab⸗ teilung gab es nur einen fehlerloſen Ritt, da der mit 16 Hinderniſſen geſpickte Kurs überaus ſchwer war. Im Stichkampf über ſechs erhöhte Hinderniſſe blieb dann allein der Aachener roon auf Alexander in»8 Sek. ohne Feh⸗ ler und gewann damit den Preis. Zweiter wurde der däniſche Oblt. Hanſen⸗Möllergauf Duel mit 4 F. und 44,6 Sek. vor Oblt. Szarka (Ungarn) auf Adam II. Pech hatte ⸗Hptſtuf. Temme, der mit Bianka die weitaus ſchnellſte Zeit erzielte, aber ausgerechnet am letzten Hin⸗ dernis Fehler machte und ſo nur auf den fünf⸗ ten Platz kam. Temme gewann dafür das SA⸗ und y⸗ Zeitſpringen der Klaſſe M auf Sachſenwald in 81,8 Sek. vor Rof. Spieß(Oberſte Sa⸗Füh⸗ rung) auf Libelle in 87,3 Sek. und 3j⸗Oſtuf. Seyferth(-Reitſchule München) auf Prinz. In der Dreſſurprüfung für Reitpferde der Kl. M ſiegte Oblt. Sachenbacher(Hanno⸗ ver) auf Nonne vor Frau Franke auf Hammer und Rittm. Minke auf Oſtſturm und in der Dreſſurprüfung der Kl. S kam F. Staeken auf Waldkater vor Oblt. Wilcke auf Strachur und Frau Franke auf Bojar zum Sieg. örland gewann den preis der Natonen Das Reitturnier in Dublin erreichte mit der Entſcheidung des Mannſchaftskampfes um den Aga⸗Khan⸗Preis ſeinen Höhepunkt. Die Nationalmannſchaften von Deutſchland und Irland befehdeten ſich in dieſem Nationen⸗ preis überaus ſcharf. Nach dem erſten Umlauf waren beide mit je ſechs noch gleichauf, dann aber waren die Fren etwas glücklicher und gewannen mit 23 Fehlern vor Deutſchlands Vertretern Olaf(Oblt. Huch), Erle(Oblt. Brinckmann) und Litho(Oblt. v. d. Bongart), die insgeſamt 24 Fehler hat⸗ ten. Frankreichs Mannſchaft als dritte in der Wertung hatte zwei fehlerloſe Ritte, aber die Geſamtleiſtung war zu ſchlecht, um für den Sieg in Frage zu kommen. Rennen zu Dresden Auguſt⸗Flachrennen, 1400 Mark, 1400 Meter: 1. H. v. Koenigseggs Mangobaum(E. Ziegler), 2. Archime⸗ des, 3. Ceuta; f. Wolgalied, Sonntagsmädel, Barbara, Felſenlicht. Toto: 55, 21, 19,:10; Lg.—1½/—5; EW: 326:10. Jungmann⸗Rennen, 2700 Mark, 1100 Meter: 1. A. Wettermarks Fidanzata(W. Held), 2. Staroſte, 3. Schwerenöter; f. Waltala, Netty, Raguſa, Askania nova, Wilhelmus. Toto: 35, 16, 13, 19:10; Lg.——1; EW: 190:10. Falkenſteiner Verkaufsrennen, 2600 Mark, 1600 Me⸗ ter: 1. W. Jentſchs Ideolog(R. Zachmeier), 2. Gleis⸗ ner, 3. Rheinländer; f. Item. Toto: 26, 10, 10:10; Lg. ——1½; EW: 36:10. Preis von Struppen, 2700 Mark, 1200 Meter: 1. Hauptgeſt. Graditz' Landesvater(H. Zehmiſch), 2. Ri⸗ cardetto, 3. Heubrückle; f. Märchenprinz, Iller, Keiler. Toto: 39, 13, 13, 13:10; Lg.—2½—4; EW: 242:10. Elbtal⸗Ausgleich, 3000 Mark, 1600 Meter: 1. R. Marx Nuber(O. Schmidt), 2. Tintoretto, 3. Rin⸗tin⸗tin; f. Cromwell, Henry, Statthalter, Senitza, Feenpracht. Toto: 38, 19, 20, 25:10; Lg.——3; EW: 250:1. Liebſtädter⸗Ausgleich, 2500 Mark, 2000 Meter: 1. W. Paderſteins Mathilde(B. Radach), 2. Dohle, 3. Prin⸗ zeß Chimay; f. Jobſt, Feengrotte, Strandkrabbe, Pver⸗ don. Toto: 48, 13, 14, 13:10; Lg. 1/½——9; EW: 194:10. Prohliſer⸗Ausgleich, 2500 Mark, 1400 Meter: 1. O. Kragiſchkes Miami(B. Radach), 2. Feenland, 3. Cobra: . Mädchenfreund, Pyramide, Maghyar, Triberg, Luzie. Toto: 38, 14, 14, 15:10; Lg.——K; EW: 134:10. Leutnant Schröter führt vor Kreſcmann polizei-Jünfkampfmeiſterſchaften/ Schädel(Mannheim) ſchoß am beſten Die Deutſchen Polizeifünfkampf⸗ meiſterſchaften wurden am Samstag im Wuppertaler Stadion in Anweſenheit des Chefs der Ordnungspolizei General Daluege mit dem Piſtolenſchießen und dem 300⸗Meter⸗ Schwimmen fortgeſetzt. In der offenen Klaſſe hat ſich das Geſamtbild weſentlich verändert. Der nach zwei Wettbewerben führende Stutt⸗ garter Herbolzheimer fiel durch eine ſchlechte Leiſtung im Schießen, wo er von 120 erreichbaren Ringen nur ganze 27 ſchaffte, weit zurück. Das Piſtolenſchießen war überhaupt eine ſehr ſchwere Prüfung. Die Teilnehmer hatten zunächſt im Dienſtanzug 50 Meter im Sprint zurückzulegen und mußten dann innerhalb von 30 Sek. fünf Schüſſe aus der Dienſtpiſtole bei 25 Meter Entfernung auf die 24er⸗Ringſcheibe abgeben. Oberwachtmeiſter Ruß(Klagenfurt) und Revierwachtm. Gwende(Berlin) ſchnit⸗ ten hier mit je 108 Ringen am beſten ab. Im 300⸗Meter⸗Schwimmen erwies ſich Oberwachtm. Bei(Berlin) mit.17,4 Min. als der eſte. Im Geſamtergebnis ſtand nach vier Uebungen Pol.⸗Lt. Schröter(Berlin) mit 41 Punkten vor dem Titelverteidiger 3z⸗Uſtuf. Kretſchmann(Berlin) an der Spitze. Die Berliner waren auch in der Mannſchaftswer⸗ tung am erfolgreichſten. An der Spitze liegt der Inſpektionsbereich Berlin mit 325,5 Punkten vor der Geſtapo Berlin. In der Klaſſe 1(32 bis 40.) konnte Pol.⸗Wachtm. Grönveld (Bremen), der im Schießen auf 104 Ringe kam, ſeine Spitzenſtellung behaupten, dagegen kam in der Klaſſe II(über 40.) der zweimalige Ge⸗ winner des Wettbewerbs, Polizeihauptwachtm. Mnilk(Dortmund) in Führung. Hier ſchoß Pol.⸗Hauptwm. Schädel(mannheim) mit 105 Ringen am beſten. Reicswettkämmie der Marine⸗ön Nach den drei Wettbewerben im Fünflampf am Freitag fanden am Samstag zunächſt die Sonderwettkämpfe im Wettſegeln der Marine⸗SA und der Kriegsmarine ſtatt. Bei Zum„Großen Preis von Europa“ auf dem Sachsenring Schneweiß, der für BMW im Sattel sitzt, überholt Lommel. der Marine⸗SA konnte ſich die SA⸗Gruppe Oſt⸗ land im Wettſegeln in:15:08 Std. erfolgreich durchſetzen. Die SA⸗Gruppen Nordmark, Nordſee, Pommern und Hanſa belegten die nächſten Plätze. Bei der Kriegsmarine wurde die erſte Mannſchaft der Flotte in:20:07 Std. Sieger vor Nordſeeſtation 1. Mannſchaft und Flotte 3. Mannſchaft. Die Reichswettkämpfe der Marine⸗SA ſollten am Samstag mit einem Einzel⸗Wettrudern be⸗ endet werden, doch mußte der Wettbewerb in⸗ folge ungültigen Starts auf Sonntag verſchoben werden. In einem Waſſerballſpiel der Kriegsmgrine und der SA⸗Gruppe Sachſen ſieg⸗ ten die Soldaten knapp mit:5, nachdem ſie bis zur Pauſe mit:1 geführt hatten. Hrankreich⸗Radkundfabrt 1939 Kaum iſt die Frankreich⸗Radrundfahrt 1938 zu Ende gegangen, da ſind ſchon die Vorarbei⸗ ten für die nächſtjährige„Tour“ in vollem Gange. Die„Tour 1939“ wird wieder eine ganze Reihe von Neuerungen deren wichtigſte bereits feſtliegen. Es wird auch im nächſten Jahre wieder zuerſt über die Pyrenäen und dann über die Alpen gehen. Die Zahl der Teil⸗ ſtrecken wurde auf 19 verringert; man verzichtet auf die Nordſchleife, um damit nach der Ueber⸗ windung der Alpen ſchneller Paris zu erreichen. 1940 ſoll dann eine Schleife im Weſten Frank⸗ reichs ausgelaſſen werden. Es hat ſich nämlich herausgeſtellt, daß nach dem Paſſieren der Alpen(oder— wenn in um⸗ gekehrter Richtung gefahren wird— der Pyre⸗ näen) die„Tour“ an Reiz verliert, da die Spit⸗ 3 7 nichts mehr für die Belebung des ennens tun. In den Beſtimmungen für 1938 waren die„Kletterer“ ſtark bevorzugt und man weiß ja, daß der ſiegreiche Italiener Bartali,) allein durch Zeitgutſchrift auf den 14 Minuten„verdiente“. 1939 wird die Zeitgut⸗ ſchrift von einer Minute nur dann gewährt, wenn der Vorſprung auf der Paßhöhe auch mindeſtens eine Minute beträgt. Der„Klette⸗ Weltbild() Eine Aufnahme vom Training zum„Großen Preis von Europa“ auf dem Sachsenring bei Hohenstein-Ernstthal. rer“ kann ſich alſo nicht mehr allein auf den Spurt wenige Meter vor der Paßhöhe verlaſ⸗ ſen. Auf weniger ſchwierigen Päſſen wird die Hians wih auf eine halbe Minute beſchränkt. an will auch für 1939 die Ainführe tappen vermehren und Bergzeitfahren einführen. 6chels⸗Rundfabrt vegann Die 6. Radrundfahrt durch die Schweiz begann am Samstag mit der 270 Kilometer langen Etappe Bern— Schaffhauſen. Am Start war auch der Bundespräſident Dr. Baumann anweſend, als die Teilnehmer, darunter ſechs Deutſche, entlaſſen wurden. Die erſte Tagesſtrecke brachte keine eiltpe hohen Berge, dafür gab es aber teilweiſe ſchlechte Sträßen und außerdem machte die Hitze ſchwer zu ſchaffen. Aus einer dreiköpfigen Spitzen⸗ gruppe heraus holte ſich im Spurt der Luxem⸗ burger Merſch den erſten Sieg und das„gelbe Trikot“ vor Gallien und Kern. Von den Deut⸗ ſchen hielt ſich wieder am beſten und eroberte hinter dem Belgier Deltour einen acht⸗ baren fünften Platz, während alle übrigen noch größere Zeitverluſte zu beklagen hatten. Die Ergebniſſe: Bern—Schaffhauſen(270 Km.): 1. Merſch(Luxem⸗ burg):18,28; 2. Gallien(Frankreich); 3. Kern (Schweiz); 4. Deltour(Belgien):22,57; 5. Wecker⸗ ling(Deutſchland); 6. Canaveſt(Italien); 7. Litſchi (Schweiz):24,24; die Deutſchen: 11. Umben⸗ hauer:25,03; 21. Geyer:29,58; 32. Kijew⸗ ſki:32,22; 35. Oberbeck gl. Zeit; 44. Bautz 74821. Tkadilionsabend im Möé os Anläßlich ſeines 30jährigen Beſtehens feierte der Mannheimer Fußballclub os in kleinem Rahmen ſein Jubiläum. Na dem am Samstag, 30. Juli, im„Rheinpark“ ein Sommernachtsfeſt den Beginn machte, folgte am Samstag, 6. Auguſt, im Vereinslokal ein ſogenannter Abend der Alten, kurz Tradi⸗ tionsabend genannt. Recht zahlreich waren die alten Freunde, Gönner und erfolgreichen Kämpen dieſem Rufe gefolgt und bewieſen durch ihr Erſcheinen, daß ihnen das Wohl und Wehe ihres alten 08 nicht gleichgültig iſt. Aus nah und fern waren ſie herbeigeeilt, um einige genußfrohe Stunden inmitten alter, lieb ge⸗ wordener Kameraden zu verbringen und Erin⸗ nerungen auszutauſchen. So kam Aſſer aus Augsburg, üler aus Kaiſerslautern, Hans Siebert aus Schwetzingen, Duponer aus Ulm und andere mehr. Aus allen Teilen Deutſch⸗ lands, ja aus Italien waren Briefe gekommen, worin Mitglieder ihrer Verbundenheit mit dem Verein Ausdruck gaben. Zahlreich vertreten wa⸗ ren Spieler aus der Vorkriegszeit, die ſich im Kreiſe der jüngeren Generation ſichtlich wohl fühlten. Der Raum war ſinnvoll ausgeſchmückt mit Siegestrophäen aus früherer Zeit, was zu frohen Erinnerungen verlockte, hatte doch der Rieſer Teil der Anweſenden mitgekämpft, um ieſe große Zahl von Trophäen für den Verein zu erringen. Verantwortlich für die Veranſtaltung war Willy Froſch, der als älteſtes Mitglied des Führerrienges zugleich Bindeglied zwiſchen älteren und jungen Mitgliedern war. Er er⸗ innerte in ſeiner Rede an den Geiſt, der einſt alle OGer beſeelte und wünſchte, daß in Zukunft die jüngere Generation etwas von dieſem Geiſt beſitzen möchte. Dann würde 08 bald wieder an der Sonne kämpfen. Gar bald herrſchte unter den Erſchienenen eine frohe Stimmung. Hierfür ſorgte ſchon in beſtbekannter Art Willy Froſch, der humor⸗ voll zu plauderm verſtand. Alfons Horn be⸗ gleitete Willy Riedel, der mit ſeinem feinen Tenor alle erfreute. Dazwiſchen ſtiegen die alten Fußballieder, die begeiſtert mitgeſungen wurden. Alles in allem ein wohlgelungener Abend, der jedem in guter Erinnerung bleiben wird. Huwa. Feilmechamier Mer swmient 40% Eroden— Leufüng larides Gegner und 1un plau ſofort geſucht Vna UDo-Tacho- meter N5. Mannheim, Hilfs⸗ p b6, 17/18, 3 Treppen. Miöchen(-Jimnerwonng. Aoonpafr Sren Duchenbrennvols (Holzvergaſer u. Hausbrand), ofen⸗ lang, trocken. größere Mengen ab⸗ zugeben, Preis bei Abnahme von mind. 20 Ztr. frei Haus, Mannheim und Umgebung:.60& pro Ztr. H. Mraus, Sägew., Heideiberg Siemensſtraße 40. Fernruf 2496. Stellengesuche Seit Monaten unerträglicher Gelenkrheumatismus. „In kurzer Zeit wieder voll arbeitsfähig.“ Herr Bonaventura Schmitt, Heizer, Frankfurt a. Main, ſtraße 2b, ſchreibt uns am 13. April 1938:„Seit Monaten litt ich an unerträglichem Gelenkrheumatismus und konnte nur unter großen Schmerzen meine Arbeit verrichten. Trotzdem ich ausgeſprochener Gegner bin gegen alles, was Tabletten heißt, nahm ich Togal⸗Tablet⸗ Froͤbel⸗ Tatterſallſtr.37 Oftene Stellen Die Stelle des Betriebsleiters Elektromeiſters? des Städt. Elektrizitäts⸗ und Waſſerwertes St. Blaſien(Schwarzwald) iſt zum 1. Oktober 1938 nach Maßgabe der eſtimmungen der Satzuna für Gemindeange⸗ ſtellte neu zu beſetzen. Gründliche Kenntniſſe der Elektrizitätsverſorgung, der Elektroinſtal⸗ lation, der Führung der Lagerbücher, der Strom⸗ und Waſſerregiſter, der Erteilung der Inſtallationsrechnungen und der Ueberwachung des Inſtallationsbetriebes neben allgemeiner Büropraxis ſind erforderlich. Kenntniſſe im Bau und der Unterhaltung von Waſſerleitung und Kanaliſation ſind erwünſcht. Intereſſen⸗ ten wollen ſich unter Vorlage von Lichthild, Lebenslauf, Zeugnisabſchriften. Nachweis über Parteitätigkeit, ſowie unter Angabe von Ge⸗ haltsanſprüchen beim Unterzeichneten melden St. Blaſien, den 6. Auguſt 1938. Der Bürgermeiſter: Stenftenagel. C. Fernſprecher Nr. 422 48. ffibense geg. beſte Bezahlg. zur Aushilfe ſofort geſucht. Heinrich Roth, Ludwigshafen Rh. .⸗Wilhelmſtr. 41, Fernruf 621 68. emene Ja. Ehepaar ſucht Lotlöder väſende —2Z-zimmer- Dohnung mit Küche, mögl. Nähe Lindenhof.— Anab. u. 14 319“S 1 zimm., Küche Neubau, 26.— 4; Innenſtadt 20.—./4 2 zimm., Küche eig. Abſchl. 34.— Innenſtadt 37.—4 Nach weis Senneiler Schwetzingerſtr. 39 B 4. T. 3. Slock 3˙% zimmer Wohnung zu 60.— 4 ſofort zu vermieten an d. Verlaa d. B (44 317“% 1˙3.-Vohnung. Neckarſt. 5, 30 Innenſt. 23, 25. -.-Dohnung. Zentrum 30, 37, 45 Neckarſtadt 28, 53, Schwetz. 25, 26, Käfertal, Lindenh. uſw. Nachweis öͤchäfer, M.9 (14 325) Sonnige 4. zimmer⸗ Vohnung zu vermieten Rheinhäuſerplatz 11 Gaftwixtstochter aus Großbetrieb, 28 Jahre alt, mit allen Arbeiten vertraut, ſucht Slellung am Büfetl. Angeb. u. 14 322“S an d. Verlag. öbl. Zimmer zü vefmieten Gul mbl. zimm. ſofort zu vermieten ger, Schimperſtr. 35. L 5, 11, 2 A. Gr. möbl. Zimm. mit 2 Bett. an be⸗ arterre.(14 157“) rufst. Herrn ſofortſz zu vermieten. Lh.-U. Schlafz. zu vermieten, 30 mon., b. ält. alleinſt. Frau Lin⸗ denhof, Nh. Rhein, ev. auch volle Pen⸗ ſion. Zuſchr unt. 54 6²5 an Verlaa I 4, 11, 3. Slock nub. zimmer vermieten. (54 636 V) Zahler, ſucht Nunme Preis von 30 Nr. 60 356 VH Aelt, ruh. Ehepaar, pünktlicher (auch Manſardenwohnung) zum möglich Stadtmitte. Angebote u. bis Herbſt Hl Aäche bis 40 /, wo⸗ an den Verlag. Hü h 8 33 5 und Hornhaut Kkönnen Sie jetzt rosch, sicher, bequem und schmerzlos entfernen. Nehmen Sie das in allen fachgeschften erhältliche unfehlbare„Sicherweg“, Tobe RM-. 60. Sicherweg leistet Gorontie för seine Wir- kung. Also: för Höhnerougen immer — ten und war erſtaunt über die ſofortige Wirkung derſelben. Um s Uhr — ließ ich mir aus der Apotheke eine Packung zu RM..24 holen und um 9 Uhr beim Frühſtück konnten es meine Arbeitskameraden kaum glauben, daß Togal eine ſolche verblüffende Wir⸗ kung hatte und ich wieder die Arbeit verrichten konnte. Nach der 3. Packung war ich und bin ich bis heute noch ſchmerzfrei geblieben. Nun muß ich mich als Tablettengegner geſchlagen geben mit der Ueberzeugung, daß nur Ihr Togal mich von meinem Leiden in ſo kurzer Zeit befreit hat. Meinen auf⸗ richtigen Dankl“ Togal hat Unzãhligen, die von Rheuma, Gicht, Ischias, Hexenſchuß ſowie Ner⸗ ven⸗ und Kopfſchmerzen geplagt wur⸗ den, raſche Hilfe gebracht. Selbſt bei alteten und hartnäckigen Fällen wurden oft überraſchende Erfolge erzielt! Bei Erkältungskrankheiten, Influenza und Grippe bekãmpft Togal die Krankheitserreger, wirkt bakterientötend und beſeitigt damit dieſe Uebel in der Wurzel. Keine ſchädlichen Nebenerſcheinungen! Die hervorragende Wirkung des Togal iſt von Aerzten und Kliniken ſeit Jahren beſtätigt. Haben auch Sie Vertrauen und machen Sie noch heute einen Verſuch— aber nehmen Die nur Togal! In allen Apotheken Mk..24. Das aufklärende Buch„Der Kampf gegen den Schmerz“, welches fũr Kranke ſowohl wie für Geſunde von größtem Intereſſe iſt, erhalten Sie auf Wunſch koſtenlos vom Togalwerk München 27 p/67. „Daken en..—eee Dee. Am Freite mit einer 2 einem Freil gab in allen volle Gefech anſtalter ge tenden Leich mals als gen) und über. Bei Kampf zeig ſtungen un Ein recht ſch Runden im Etz und tuttgarter und mußte eine Punkti kampf beſtr (Frankfurt) Lnenn ießlich n Zum Schluf und der auf Der M3h faſt ausſchli nach ſechs R Ela Die zweit Samstagabe der Witteru vor Beginn 500 Zuſchau ſtanden ſich temann( zweiten Ru richters zu hinterließ d. placierte S einem, wenn Den ſchönſte zwiſchen den Schmidt über zehn R farbigem Ka riierten Sch Punktgericht Weltergewic Wirth zu Bruno See wurde der Punktſieger einzige.o. wicht, wo (Hannover) 33 Boden ge araufhin d Fliengent ruhe) in der e (Hannover) be Wöhrer(Wien Welter: W Opel 2½ To.,.6 maße: 41205 Brückenhöhe portſperri in allerbeſter zum Schätzp heinr. Jrar Hleinwagt Laaa ſteuerpflicht., pr Läufer, ſehr b u verkauf nzuſeh. 14— Kaffee Hartm M. 7, 12 a. (90 913 V) uguſt 1958 ein auf den höhe verlaſ⸗ en wird die e beſchränkt. ihre tappen ühren. die Schweiz 0 Kilometer n. Am Start räſident Dr. Teilnehmer, näß!g*. näßi en iſe ſchlechie Hitze ſchwer en Spitzen⸗ der Luxem⸗ das„gelbe n den Deut⸗ beſten und einen acht⸗ ibrigen noch ten. erſch(Luxem⸗ ): 3. Kern 5. Wecker⸗ ); 7. Litſchi Umben⸗ 32. Ki jew⸗ 44. Bau tz j0 08 Beſtehens ballclub äum. Na Rheinpark“ achte, folgte nslokal ein z Tradi⸗ reich waren rfolgreichen bewieſen Wohl und tig iſt. Aus „um einige r, lieb ge⸗ und Erin⸗ Aſſer aus tern, Hans r aus Ulm en Deutſch⸗ gekommen, it mit dem rtreten wa⸗ die ſich im htlich wohl Sgeſchmückt eit, was zu e doch der ämpft, um den Verein ltung war itglied des zwiſchen ar. Er er⸗ t, der einſt in Zukunft ieſem Geiſt ald wieder rſchienenen te ſchon in er humor⸗ Horn be⸗ nem feinen ſtiegen die itgeſungen gelungener ng bleiben Huwa. zmus. n, Fröbel⸗ litt ich an ter großen ſprochener al⸗Tablet. uUm s Uhr theke eine n und um n es meine zuben, daß ende Wir⸗ die Arbeit 3. Packung heute noch muß ich geſchlagen g, daß nur Leiden in einen auf⸗ nRheuma, ſowie Ner⸗ Hagt wur⸗ Selbſt bei de Erfolge bekãmpft itigt damit ngen! Die iniken ſeit Sie noch In allen elches für erhalten — »hakenkreuzbanner“ Montag, 8. Guguſt 1958 Vermisborkämpfe in Nürnberg und Kariseuhe Joſt und Maier kämpften im„Frankenring“ nur unentſchieden Am Freitagabend trat der Frankenring wieder mit einer Berufsboxveranſtaltung, diesmal in einem Freiluftring, an die Oeffentlichkeit. Es gab in allen Begegnungen äußerſt temperament⸗ volle Gefechte, die wieder als Erfolg der Ver⸗ anſtalter gebucht werden müſſen. Im einlei⸗ tenden Leichtgewichtskampf ſtanden ſich der erſt⸗ mals als Profi auftretende Dietrich(Sin⸗ gen) und Brauburger(Darmſtadt) gegen⸗ über. Bei dem über vier Runden gehenden Kampf zeigte der Singener ausgezeichnete Lei⸗ ſtungen und errang einen verdienten Punktſieg. Ein recht ſcharfes Gefecht lieferten ſich über acht Runden im Hölz(Stutt⸗ —— und ayer(Ludwigshafen). Der tuttgarter erreichte ſeine frühere Form nicht und mußte durch den Nachwuchsmann Mayer eine Punktniederlage einſtecken. Den Haupt⸗ kampf beſtritten die Schwergewichtler Joſt (Frankfurt) und Maier(Singen). Auch die⸗ ex Kampf ging über acht Runden und endete chließlich mit einem gerechten Unentſchieden. Zum Schlußkampf traten Leopold(Berlin) Und der aufſtrebende Münchener Wagner an. Der zusſchließli, ſtets im Angriff und diktierte faſt ausſchließlich den Kampf. Sein Punktſieg nach ſechs Runden war vollauf verdient. Starker Legen in Karisenhe Die zweiten Karlsruher Berufsboxkämpfe am Samstagabend hatten ſtark unter der Ungunſt der Witterung zu leiden. Starke Gewitterregen vor Beginn der Freilufweranſtaltung hatten nur 500 Zuſchauer herbeigelockt. Im erſten Kampf ſtanden ſich Thiens(Ludwigshafen) und Hin⸗ temann(Berlin) gegenüber, die erſt in der zweiten Runde nach Aufforderung des Ring⸗ kichters zu kämpfen begannen. Der Berliner hinterließ den beſſeren Eindruck, aber einige gut placierte Schläge verhalfen dem Pfälzer zu einem, wenn auch ſchmeichelhaften Unentſchieden. Den ſchönſten Kampf gab es im Leichtgewicht zwiſchen dem Wiener Ernſt Wöhrer und Rudi Schmidt(Mannheim). Beide Boxer zeigten über zehn Runden einen temperamentvollen und farbigem Kampf, in dem Wöhrer durch ſeine va⸗ riierten Schläge glänzte. Trotzdem gab das Punktgericht auch hier ein Unentſchieden. Im Weltergewichtskampf kam der Karlsruher Guſt. Wirth zu einem verdienten Punktſieg über Bruno Seewald(Berlin). Im Mittelgewicht wurde der Hannoveraner Peter verdienter über Kohlborn(Karlsruhe). Die einzige..⸗Niederlage gab es im Fliegenge⸗ wicht, wo Weber(Karlsruhe) von Heiſe (Hannover) in der erſten Runde bereits dreimal zu Boden geſchickt wurde. Der Ringrichter brach daraufhin den ungleichen Kampf ab. 525 Ergebniſſe: Flieten: Heiſe(Hannover) beſ. Weber(Karls ruhe) in der erſten Runde durch k..; Mittel: Peier (Hannover) beſ. Kohlborn(Karlsruhe) n. P. Leicht: Wöhrer(Wien)— Schmidt(Mannheim) unentſchieden; Welter: Wirth(Karlsruhe) beſ. Seewald(Beriin) n..; Schwer: Hintemann(Berlin)— Thies(Lud⸗ wigshafen) unentſchieden. „Eſche“Gandhofen-„Giegjeied“'hafen Der Proteſt von Eiche Sandhofen guhen die Mitwirkung des früheren Deutſchen Mei⸗ ſters Müller(Lampertheim) beim KV 95 Stuttgart im Endkampf der Gruppe Süd zur Deutſchen Ringer-Mannſchafts⸗Meiſterſchaft wurde anerkannt und den Sandhöfern der Sieg zugeſprochen. Eiche Sandhofen nimmt nunmehr an den lußkämpfen zur Meiſterſchaft teil und trifft bereits am nächſten Samstag, den 13. Auguſt, in Sandhofen auf den Titelver⸗ teidiger„Siegfried“ Ludwigshafen. Der Rückkampf wird achte Tage ſpäter in Lud⸗ en als Frelinfteeins aneng durchge⸗ ührt. Georg Gehring, großer Meiſterringer, iſt übrigens nach zweimonatigem Aufenthalt im Sportſanatorium Hohenlychen jetzt wieder nach Hauſe zurückgekehrt. Allerdings werden noch Wochen und Monate vergehen, ehe die Verletzung„Schorſch“ Gehrings reſtlos aus⸗ eheilt ſein wird, ſo daß Siegfried auch die eiſterſchafts⸗Endkämpfe ohne den bewährten Schwergewichtler beſtreiten muß. Gan Baden gewinnt Wehemannſchaftskampf bei den Kusſcheidungskämpfen des Am Samstag wurden in Stuttgart die Aus⸗ ſcheidungskämpfe der beſten Arbeits⸗ dienſtmänner derneunſüd⸗und ſüd⸗ weſtdeutſchen Gaue beendet. Die Sieger nehmen nun an den Endkämpfen des Reichs⸗ arbeitsdienſtes in Halle teil, um ſich dort eine Fahrkarte nach Nürnberg zu den NS⸗Kampf⸗ ſpielen zu ſichern. Die beiden letzten wehrſport⸗ lichen Wettbewerbe waren der Wehrmann⸗ ſchaftskampf und der Mannſchaftsmehrkampf, die mit Siegen der Arbeitsgaue Baden und Heſſen⸗Süd endeten. Das Mannſchaftspiſtolen⸗ ſchießen gewann Franken vor Heſſen⸗Süd, dafür holten ſich die Heſſen ohne Konkurrenz das Mannſchaftsleiſtungsſchießen. Weiter wurden am Samstag auch einige Einzelwettbewerbe ab⸗ gewickelt. Im Handgranatenweitwurf ſiegte Ar⸗ beitsmann Greinwald(Bayern⸗Oſtland) mit der ausgezeichneten Weite von 72,53 Meter. Große Anforderungen ſtellte an die Teilnehmer der 400⸗Meter⸗Hindernislauf, den Arbeitsmann hard(Bayriſche Oſtmark) als Sieger be⸗ endete. Ergebniſſe: Wehrmannſchaftskampf: 1. Gau 27 Baden 587 Punkte; 2. Gau 26 Württemberg 562; 3. Gau 25 Heſſen⸗Süd 521; 4. Gau 22 Heſſen⸗Nord 357. Mannſchaftsmehrkampf: 1. Gau 25 Heſſen⸗Süb 349, 36 Punkte; 2. Gau 29 Bayriſche Oſtmark 325,73; 3. Gau 22 Heſſen⸗Nord 297,26. Mannſchafts⸗Piſtolenſchießen: 1. Gau 28 Franken 1288 Ringe; 2. Gan 25 Heſſen⸗Süd 1152 Ringe.— Mannſchafts⸗Leiſtungsſchießen: 1. Gau 3 Heſſen⸗Süd 1925 Ringe. Einzelwettbewerbe. Handgranatenweitwurf: 1. Am. Greinwald(Bayern⸗Hochland) 72,52 Mtr.; 2. Am. Beckmann(Franken) 70,41 Mtr.; 3. Am. Graf(Würt⸗ temberg) 69,02 Mtr. 400⸗Mtr.⸗Hindernislauf: 1. Am. Gebhard(Bayr. Oſtmark):08,6 Min.; 2. Am Deeg (Bayern⸗Hochland):10,7; 3. Am. Nickl(Bayern⸗ Hochland):11,5 Min. Deutſcher Mehrkampf: 1. Am. Kienzler(Heſſen⸗Nord) 340,7; 2. Am. Göbel(Mittel⸗ rhein) 333,1; 3. Am. Pauli(Franken) 303,4 Punkte. Kleinkaliberſchießen: 1. Am. Roid(Bayern⸗Hochland) 157 Ringe; 2. Am. Richter(Heſſen⸗Süd) 155; 3. Am. König(Württemberg) 150 Ringe. Wiſtolenſchieſten: Reichs arbeitsdienſtes in Stuttgart 1. Am Schlegelmilch(Franken) 543 Ringe; 2. Am. Beiſel(Heſſen⸗Süd) 435; 3. Degand(Heſſen⸗Süd). HofR⸗musjcheidungskämnie Am Samstag begannen in Nordhau⸗ ſen die Ausſcheidungskämpfe des NS⸗Kraftfahrkorps für die NS⸗Kampf⸗ ſpiele in Nürnberg. Die Harzſtadt bot in rei⸗ chem Flaggenſchmuck den 773 Wettkämpfern einen ſo herzlichen Willkommgruß, daß ſie vom Korpsführer Hühnlein, der nach Abſchluß der Samstag⸗Kämpfe einen Appell abnahm, als„Stadt des NSKK“ bezeichnet wurde. Während die Mehrkämpfe erſt am Sonntag zum Abſchluß kommen, fielen im Handgranaten⸗ weitwerfen und in den%% ⸗Runden⸗Staffel bereits die Entſcheidungen. In den Einzel⸗ kämpfen holten ſich die erſten fünf, in den Mann⸗ ſchaftskämpfen die erſten zwei die Startberech⸗ tigung für Nürnberg. ie Kugelgymnaſtik⸗ Taw⸗ des NSKf, die ſchom beim Deutſchen urn⸗ und Sportfeſt in Breslau großen Beifall gefunden hatte, und das Reckturnen unter Lei⸗ tung von NSKK⸗Truf. Konrad Frey begei⸗ ſterten in den Kampfpauſen die Teilnehmer. Ein Handballſpiel zwiſchen einer NSKK⸗Reichs⸗ auswahl und einer Elf der Gruppe Oſtmark wurde von den Oſtmärkern mit:3(:3) Toren gewonnen. Ergebniſſe: Handgranatenweitwerfen: 1. Hamberger (Gruppe Hochland) 68,40 Meter; 2. Rodemer (Kurpfalz) 67,00 Meter; 3. Reinhold(Thürin⸗ gen) 66,40 Meter; 4. Luh(Heſſen) 64,70 Meter; 10 35 Runde: 1. Schleſien 10:09,2; 2. Südmeeſt ewoeſpitel der Woche vom 7. bis 14. Auguſt 1938 Fuß ball Tſchammexrpokalſpiel S Fürth 2 Polizei Chemnitz(14.) Auswahlſpiel in Danzig: Danzig— Berlin(14.) Süddeutſche Freundſchaftsſpiele Stuttgaxter Kickers—Wormatia Worms(14.) SpVg. Cannſtatt— SV Göppingen(14.) Wacker München— Auſtrig Wien* VfB Stuttgart— Rapid Wien(14. 5 Schalke 04— SC Planitz(14.) Fortuna Düſſeldorf— Hannover 96(14.) Gruppen⸗Meiſterſchaft der HJ⸗Gebietsſieger in Mannheim(14.) Tennis Blauweiß⸗Turnier in Berlin mit Deutſcher Mei⸗ ſterſchaft im Doppel(.—14.) Meiſterſchaften des Deut 5100 Lawn⸗Tennisver⸗ 41.—15 5 Tſchecho⸗Slowakei in Komotau Leichtathletik i Deutſchland— USA in Berlin Länderkampf Deutſchland— Belgien in Brüſſel (13—14.) Frauen⸗Länderkampf Deutſchland— Polen in Bromberg(13.) und Graudenz(14.) Länderkampf Eſtland— Litauen in Kowno Schwed. Meiſterſchaften in Stockholm(13.—14.) Schwimmen Europameiſterſchaften in London(bis 13.) Waſſerball⸗Vergleichskampf Baden, Bayern, ürttemberg und Südweſt in Aſchaffenburg (13.—14.) Radſport Schweizer⸗Rundfahrt(bis 13.) Großer Straßenpreis von Frankfurt(14.) Straßenrennen in München, Schramberg, Han⸗ nover, Halle, Freiburg u. Bielefeld(alle am 14.) Bahnrennen in Köln⸗Hürth(14.), Mannheim (14.) und Leipzig(10.) Steher⸗Revanche in Frankfurt a. M.(.) Motorſport Acerbo⸗Pokal⸗Rennen für Rennwagen(14.) Oſtpreußenfahrt 1938(14.—16.) Schwediſche TT in Malmö(14.) Geländeprüfung auf den Ipf bei Bopfingen(14.) Boxen Berufsboxen in Wien(12.) mit Lazek— Santa de Leo um die Europameiſterſchaft im er⸗ gewicht und Blaho—Stegemann um die Deut⸗ ſche Leichtgewichtsmeiſterſchaft in Liverpool mit Ernſt Weiß—Kid Tanner(11.) Waſſerſport —— Rudermeiſterſch. in Maco /Saone(14.) anu⸗Fünfſtädtekampf in 33(Helſinki, Warſchau, Stettin, Königsberg u. Danzig)(14.) Pferdeſport Intern. Reit⸗ u. Springturn in Aachen(12.21.) Rennen 11 Köln(10.), Gotha(10.), Gelſenkir⸗ chen(11.), Hoppegarten(13.), (14.), Dresden(14.), 3 140 a. M.(14.), Hannover(14.), Gotha(14.), Breslau(14.) Verſchiedenes Kreisgruppenmeiſterſchaften im Fauſtball in Mannheim(14.) Zemnüden übemnstrengien. Jüste werden es Ihnen danken, wenn ſie mit dem bewaͤhrten Efaſit heangsn ornhduf“ 7 gepflegt werden. Mit Efaſit ſchwinden alle Übel entzündeter, angegriffener Füße: Gchwellungen, Blaſen, Hornhautbil⸗ 5 dungen, wunde Stellen, Ekzeme, übermäßiger Fußſchweiß. Machen Sie einen Verſuch, aber nehmen Sie nur Efaſit! Efaſit · Lußbad(s Stück Am-. do,⸗Fußereme RM-. 55, „Fußpuder KM-.75, hühneraugen⸗Tinktur Rm⸗.75 deseiſigt gicher ScHιοεEνu)ðs rodlKal ——— In Apotheken, Drogerien und ſonſtigen Fachgeſchäften. tasit. Veriieb logalwerl München 27 portſperri zum Schätzpreis: heint. Iranken, Ansbach⸗t Kraktfiohrzeuge Opel-Blitz 2½ To., 4,65 m Radſtand, maße: 412042120) Brückenhöhe unbelad. 930, f. trans⸗ Güter beſonders Fuft in allerbeſtem Zuſtand, ver Aück Brücken⸗ lichte Weite, rnru Hleinwagen Llolsie ſteuerpflicht., prima Läufer, ſehr hillig u verkaufen. nzuſeh. 14—17 U Kaffee Hartmann, M 7, 12 a. (90˙513.5) Stbewer.2 L. DRu Steuerfr. Mau-nhäng. zu verkaufen. J08. Mirsching Augartenſtr. 110. (90 916 V) IlImmmmninn Sachis- Hetorrãder v. 1. Sachs-Spezialist Sachs-Hotor-Dienst schrelber Schwetzinger Str. 118 Ruf 42911 bebe. flutos werden schnell verkauft durch Hn-Kleinanzelgen fuissl bpel 1,8 Ltr., Hanomag Rek., BMis 3/15, 3f, Sport, Merced. 1,7 Lir., Opel Ka⸗ ſtenlieferwag. bil⸗ lig abzugeben. H4.3. Meffert Autoreparaturen. Sachsmokorrad 98 cem, geg. bar zu verkaufen. 95.— RM. g. Seckenheimerſtr. 86 5/0 Ps Onel- Limousine ſteuerfrei, äußerl. u. maſch. in tadel⸗ loſ. Zuſt., für nur 550/ zu verkauf. Fernruf 217 16. (90 912 V) gerin und Tante, Fräulein Heute früh wurde unsere liebe Schwester, Schwä⸗ Johanna Honmann Städtische Fürsorgerin von ihrem schweren Leiden erlöst. Mannheim(Uhlandstr. 30), den 6. August 1938. Die trauernd Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Montag, 8. August, nachm. 3 Uhr. von der Leichenhalle aus statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. Auto- otorrad-zubehör gereifung aller Art * u.—4 upplungen durch 41 en Spezlalhaus Ltn- Korsiein MHannheim. C1. 13 K l0 Kiorad- Llbec 9.8 gegenüder der dörse Luto-Zubenor leelschaft Schwab à Heitzmann Mannheim Viktoria-Drogerle, Schwetzinger Str. 26; Droserie Jaeger, Mittelstrabhe 117; Lud- wig& Schütthelm, O 4. 3 und Filiale Fried- richsplatz 19; Storchen-Drogerle. H 1. 16. Feudenheim: Drogerie, neben der Post. Marktplatz; in Ali eoe Bauj.28, Neupreis 10˙006•/1, wenig ge⸗ ahren, abgelöſt,. 3 ichrifter verkauf. uſchriften an: Dr. Spie 8 e l, L. 15, 15. Geldverkehr Beamtenwitwe f. 100 Rf zu leihen bei mo⸗ natl. Rückzahlung. Angeb. u. 54 626 V an d. Verlag d. B Altgold Gold ſchmuck und Brillanten, Alt⸗Silbergeld, Silbergegenſtände, Pfandſcheine kauft Karl Leiſter, Qu 5, 15. An⸗ und Verkauf VI. 40426. Löwill-Raſten⸗ Wagen ſofork 8 kaufen geſucht. a um, 8 3, 3 Hinterhs.(14 326 3 zimmer und Küche auf 1. September u vermieten. Hiedjeldſtr. 28 zudulrie⸗deuczochen Hakenkrenzbanner⸗ Iinmmmammanmammnaummmmmmmnmmm flefert tasch und z uverlss31g die Deuckerel StA(Karteul Löwen⸗- rodesanzelige Nach Gottes heiligem Ratschluß ist heute nachmittag unser leber, treusorgender Vater, Bruder und Schwager. Hermann Fischer Bäckermeister i. R. im Alter von 73 Jahren in tiefem Frieden sanft entschlummert. Er darf nun Christus schauen, an den er geglaubt hat. Mannheim, den 6. August 1938. kepndesz'agan Die trauernden Hinterbliebenen: 5 amille Fischer, Diakkonisse 43*0 Eise Fischer Elna Flacher Schramcaust. 173. Frau F. Bender Wwae. gebraucht 20.— 25.— 4 3 Zahlungserleicht. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 9. August, nachmittags Endres Hedarau 2% Uhr, von der Leichenhalle aus statt. Zehulstr. 58 öteilige Ulelengarnitur. und gebr. Dipl.⸗ Schreibliſch zu wvr. Echt Anedei. 6550ck Meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Zurückgenomm. 2 zhei Margareie Grieger Hoöpel geb. Elsner WMAr ist für immer von uns gegangen. Sie starb nach langem, schwerem n Leiden im Alter von 49 Jahren und 7 Tagen. — Mannheim-Rheinau, Herne, Watter, Duisburg, Walden⸗ rrenzi. 13.— hurg-Dittersbach-Altwasser, Liegnitz, Buenos Aires, 7. Aug. 1938 a% Tuf7f In tiefer Trauer: Kwaifeiegg.13.— Karl Grieger sen. 23— Karl Grieger zun. Feabe 1.— 5 Marie Gricger u. alle Verwandie üfett 55.— Die Beerdigung findet am Dienstag, nachmittags 4 Hhr, von der ch Zaumannàco. Friedhofskapelle Kheinau aus statt. Verkaufshäuſer 1,—8. (53 749 3) „lakenkreuzbanner 3 Unser heutiges F AMMakJsna p 7, 23 Gplanken) K 1, 5(Breite Straße) Ee ffas Ianammt in die Topen lch war lack Mortimer mit mit Hilide Krüger- Hiide Körber-W. Leitgebz Täglich: Heute letzter Tagl EE m· Programm!—3 Scä Lindenhof, Meerfeldstrafße 56 Häachen aMeig mit Maria Cebotarl- Hilde v. Stolz- lvan Petrovich Heute letzter Tag! LA L2.!0.20.20.25 400 f.15 f8.30 Elntritt frell 9 Neues Programm von Nontòg,&. Auęust bis Freltog, 26. Auęgust zelgen wir im ANNHEIH, Af HESSPLATZ den 3 5 Persil-Tenfilm unueSOo,u Sono Lustiges Beiprogramm .30 Beginn: .30 f.30 Eintritt freil ————— Münsier-Lose Zionhung garant.12. aug. 1938 3550 Geldgewinne u. 2 Prämien zus. 6560909,¼ H H Lospreis 50 Pfg., Doppellose 1 RM. EFSIiůäveοι Karisruhe l.., Welfenstraße 15 Hier bei den Lott.-Einn. Ed. Möhler: J. Stürmer; Burger und Dr. Martin. Haganzůuge ar vrreebine Gdam MNrittes belsti.9 UGungbusch) Postkarte genigt. Mineralwaſſer SiU. Jofelwoser! dezieht Mon von MaNNHIMEIM- RUF 267 96/97 aar aurea die weder anlaufen noch weich wer⸗ den, erzielen Sie durch meinen Ge⸗ würzeſſig. Er gibt einen würzigen, pikanten Geſchmack u. braucht vor⸗ her nicht gekocht zu werden. Liter 45 Pf., Gurkengewürz Paket 20 Pf. Sterchen-Drogerie 2116.“ H 1, 16. Kupołk · Mairuizen (Schlaraffla) in großer Auswahl, sowie Aufarbeiten von Matratzen aller Art zu billigsten Preisen! polsterwerlstätte I. UT2 Ratenzahlung! Fernruf 51687 Haben Sie 2 alte Roßhaarmatratzen. dann lassen Sie daraus 3 la Schlaraffia-Matratzen mit 10jähr. Garantie anfertigen. Preis mit Reinigen der Haare, zteilig und la Halbleinendrell: bis 90 em breit RM bis 100 em breit RM. 65.— Spezlal-Draht-Rost mit Keil. eig. erprobte Konstrukt., RM. 13.— Umarbeit. von einem 2. anderen Tag. MArRArTZEN-BURK Ludwigshafen /Rh., Hagenstr. 19. Haltestelle Schlachthofstraße. OLTAoEK aller Ar tliefert und repariert Hans Wetzel Rolla denfabrlik Dalbergstrafße 8 Fernsprecher 27514 Fnedrich Weber Werderstraße 1/ fermutf 42976 Heuer laden: Friédr.-Karl-Str. 2 im Hause Motorradhandlg. Schweiger Fapefen in grober Ausw/ahl. Ubernahme sömtlichet Topezieròtbeiten elermeierunmer Oelgemülde, Zroncen, Zinn, allb. Bestecke, Vasen verk. A. Stegmüller. Versteigerer 3 1, 1 Fernruf 23384 ParkettFusböden in allen Holzerten Neuverlegung- Reparẽturen abhobeln- öbziehen F. W. Sehmitt 3 Weidenstr. 16- Ruf 450⁰% eeeeeeeeeeeeeeeeeeern 6B⸗nnzelgen haben immer ériolg eeeeeeeeeeeeeeeeee — Augu Sla- C SIEBERNT Herrerisctmeider Ruf 41415 S Anlage 12 Urlaun Laden: Käfertaler stéht vor der Türe, daher lassen Sie Ihre Herren-Damen-Garderobe chemisch teinigen, sowie auffärben Fürberelu.ehæm. Relnlgung Konrad Hũgelschäfer Straße 9, Ruf 513 47 Jetat Wald Umaezg2e2 H. DAUB, Astrologe Haltestelle Capitol- Sprechzeit 11— 13 u. 15— 19.30 Uhr 55 hofstraße 8 fernruf 501 74 Für Selbstfahrer Leihvren Auto-Schwind Fernruf 284 74 Auto-Verleih Knometer 8 Bfennig an delbstfahrer Schillergasage Speyerei-Str.-9 Fernruf 42532 Leih-Aufos Neue Sportwagen u. Limonf., Hal⸗ lenplätze und Einzelboxen Sohlachthot-Garage Seckenheimerſtraße 132. 711 Ruf 443 65. Auto-Verleih Kmometer 8 Pfennig an Selbstfahrer, Gewehr. Luisenstr. 11 Fernru 489321 — Venein Autos Mannheimer Autoverleih Schwetzg. Str. 98 Felnrut 423 9. Leinwagen Th. Voelckel Lizenzfirma der Selbſtfahrer⸗Union Deutſchld. Mannh. J 6, 13—17. Fernſprecher 27512 + Koiserring 501 (neben porkhote]) Zurũckel or. Ludwig Eckert 28hnäörzt Fernruf 45100 + T ETI E*. das§heæial- Groſ Nochfolger Norletplat⁊ ᷑ ⁊ 6 gescliaft tur Damen und llerrenlckeidec- Stofſe ibel reinigt und entmottet Ruf 402 10 Werk 414 27 Abholen und Zubringen Radfahrer Achtung! Großer Posten Herren-, Damen-, Kinderrãder Halbrenner leicht transport- beschädigt, äuß. preisw.Zz.verkauf. Plaftennuder nur Markt H 7. 14 Ecke 0 5 Schaufenster Uazüce Möbel⸗Transporte Lagerung Paul Lotz, H 7, 36 Fernſprech. 223 34. vornichtet 100 0% ig Uanzen u. anderes Ungeziefer Hein Ausschwefeln. Kein ubler Geruch. Heine Mohillarschäd. Kein Auspulvern Ministeriell kon- zesslonlierter BDeirie N. Auler Langerötterstrasse 50 Staatlich geprlüft (Reichsfachschule) Ruf 529 33 Hauptſchriftleiter: Dr. Wilhelm Kattermann Stellvertreter: Karl M. Hageneier.— Che Wüſt.— Verantwortlich für ü Außenpolitik. Dienſt: Helmuth politit: elmuth Wilhelm Kicherer; Wüſt; für für Wirtſchaftspol vom nnen⸗ Dr. itikt und Handel: Wilhelm Ratzel(in Urlaub; Vertreter: Helmuth Wüft); für Bewegung: Friedrich Karl Haas; für Kulturpolitik, Feuilleion und Heimatteil: Fritz Haas; für Sport: Julius Etz Carl Lauer); Geſtaltung der B⸗2 (z. Zt. Helmuth Wüſt); für Beila⸗ Knoll und Carl ſchriftleiter, ſämtl. liner Mitarbeiter lin⸗Dahlem. Reiſchach, Berlin ſtunden der Sch (außer Mittwo „Mittwoch, druck ſämtlicher Orig Haas; für Lauer; für die in Mannheim.— Prof. Dr. Johann Unterhaltung: Helmut Schulz; für den Lokales: Friedrich Karl (in Urlaub; Vertreter: ⸗Ausgabe: Wilh. Ratzel en: Dr. Herm ilder die Reffori⸗ ann Ständiger Ber⸗ von Leers; Ber⸗ Berliner Schriftleitung: Hans Graf Sw 68, Charlottenſtr. 82.— Sprech⸗ riftleituüng: täglich Druck und Verlag: Samstag und Sonntag). inalberichte verboten. von 16—17 Uhr — Nach⸗ Hakenkreuzbanner⸗Verlag und Druckerei Gmbs. Geſchäftsführer: Direktor Kurt Schönwitz, Mannheim. Sprechſtunden der Verlgasdirektion: (außer Samstaa und Sonntag!. 10.30—12 Uhr Fernſprech⸗N K. für Verlag und Schriftleitung: Sammel⸗Nr. 354 21. Für den Anzeigenteil verantw.: Wilh. M. Schatz, Mhm. Zur Zeit gelten folgende Preisliſten: Geſamtau 3. Ausgabe Mannheim Nr. 11. Nr. abe Ausgabe Weinheim Nr. 9, Ausgabe Schwetzingen Nr. 9.— Die unzkegg der Ausgaben A Morgen und Abend erſcheinen aleich ⸗ zeitig in der Ausgabe B. Frühausgabe A Mhm.. Abendausgabe A Ausgabe B Mhm. Mhm. Ausgabe A und B Mannheim Frühausgabe 4 Schw.. Abendausgabe A Ausgabe B Schw. Ausgabe A und B Schwetzingen Frühausgabe A Whm. 500 Abendausgabe A Ausgabe B Whm. K „ Über 16 200 „über 14 400 „über 28.050 über 41 350 . über 600 Schw.. über 600 nübt 6. über 6 950 „über Whm. über 500 ber 3200 über 3 700 Ausschuiss verwierter lefmarken 1 ſauschstelle — vernichtet 1000/ĩg Vanlen mit Brut! Hein Ausschwefeln Hein Auspulvern Hein ubler deruch HeinMobiliarschaden Einisteriell Komesslonlerter Betriel Lenmann Staatlich geprüft. Hafenstr. 4 Tel. 23508 20 Grabkreuze in der Preisloge v RM. 15. ab stehen Zzutvᷣ/ ohl.Kòönnen Sie zolche billig kaufen. lanet. Aungt G. m..H. Hennheim 7, 2 fiilfäde elbter u. zemutf M. 35.- 30. I3. J3.- Ib. Mehr. hundert stehen zur Aus wahl Bequeme Teilzahlg. Alte Räder werden in Zahlung genommen. Loade 12, 8 Jernumzüge nach allen Richtun⸗ en mit 6⸗ u. 11⸗ tr.⸗Möbelauto übern. gewiſſenh. Möbel⸗Spedition Kunz, J 6, 8. Fernſprech. 267 76. (19 926 Và) Heckaureemünd Restaurant— Kaffeehaus— Penslon „Neue griechische Wein⸗ stuben“ zum Kurgarten Schöne Fremdenzim. m. fl. w. u. k. Wass. la Küche u, Keller Sonntags Kaffeekonzert. Abends Tanz. Parkplatz. Tel. 256 trasen. Es kann Wolff:„Teile ihnen hierdurch mit. ohne starren Eisenbügel. von R Sie sich kostenlos und unverbindlich in: Mosbach, Mittwoch. Mittwoch, 10. August von Jze Vrih wird immer größer, wenn Sie ein schlechtsitzendes Bruchband auch Brucheinklemmung entstehen. Fragen Sie ihren Arzt. Ein Unterleibsbruch ist nicht ein Riß in der Netz- haut, sondern stellt eine Bauchfellausstülpung dar und ist besserungsfähig. Viele Bruchleidende haben sich mit Hilfe meiner Spezialausführung sogar geheilt. U. daß mein faustgrober Leistenbruch, trotz meines Alters von 44 Jahren bei schwer⸗ ster Arbeit durch das Tragen Ihrer Spezialbandage vollständig geheilt ist. Mein Dankschreiben können Sie jederzeit veröj- fentlichen. Ich kann lhre Spezialbandage jedem Bruchleiden- den nur wärmstens empfehlen. Franz Wolff, Sattler. Spandau. Kaiserstr. 18, den 13. Juni 1938.“ Weshalb wollen Sie sieh weiter duälen? Kommen Sie zu mir. Sie werden überrascht sein, wie leicht und bequem sich Ihr Bruch zurückhalten läht M 15.— an.— Ueberzeugen 10. August von—11 Uhr im Bahnhofshotel. Eberbach, 10. August von 12—1½ Uhr im Hotel Badischer Hof. Heidelberz, —7 Uhr nachm. im Hotel Nassauer Hof, Plöck 1. Weinheim, Donnerstag, 11. August von—12 Unr im Bahnhofshotel. Mannheim, Donnerstag. 11. August von—7 Uhr nachm. im Hotel Union. K. Rufling, Spezialbandaglst, Kbin. Mchard-Wagner- Str. 16 a. schreibt Herr Junge, tüchtige Jüblederg mit guten Schnitt⸗ muſtern ſuchtKund⸗ ſchaft. Zuſchr. u. 14 353“ an Verlag Goldschmuck. perlen kauft zu Höchstprei- sen gegen sof. Kasse Diſtelhut, M 1, 2a, Breiteſtr. * VoroFAM„OAO mit Sachsmotor sofort lieferbar. Kleine Anzahlung, Rest monatlich. Schmuck und Uhren Meuanfertigungen Reparaturen Umarbeitungen ſed.Art Trauringe preisw. Gustav Stadel Qu 6, 10 Goldschmie d Tradition seit 1840 Einige gebrauchte Lasson- Sohränke preiswert zu verk. ſg. Schmidt 5 2. 12- fuf 285 Z27 Aus führung v. Rep. und Transporten. vernichtet 100 9% ig Uanzen mit Brut! Hein Ausschwefeln Hein ühler Geruch Hein Mobiliarschad. fein Auspulvern Ninisteriell Konzessionierter Betrieb Fa. Miindi Inh.: H. Singhof Staatlich geprüft. Hannheim, Windeckstr. 2 Nui 21393 Läk. L. fe Liaüoe U. Lennſiel Gartenfeldſtr. 6. Fernruf 500 76. HPaſ-Bilder 4 Stüeck 50 Pfg. Sof. zum mitnehmen. foll-foige. Kl.3 Sonntags geö fi. Breite Str. Chem. Reinigung Haumüller R 1, 14 Fernruf 23082 Amtl. Bekanntmachungen die bekümpfung det Maul⸗ und Klauenſeuche Nachdem in Mannheim im Anweſen des Gaſtwirts Emil Schubert, Gärtnerſtraße Nr. 28, die Maul⸗ und Klauenfeuche unter den Schweinen ausgebrochen iſt, werden folgende An⸗ ordnungen getroffen: Sperrbezirk: Das Anweſen, Mannheim, Gärtmer, ſtraße 28, bildet einen Sperrbezirk i. S. der§8 161 ff. der Ausführungs⸗ vorſchriften des Bundesrats zum Reichsviehſeuchengeſetz. Die ſeuchenpolizeilichen Beſtimmun⸗ gen, die auf den Rathäuſern bzw. Po⸗ lizeirevieren aufliegen, finden entſpre⸗ chende Anwendung und ſind genau einzuhalten. Mannheim, den 5. Auguſt 1938 Der Polizeipräſident— EE/ 33— Lerſteigerung In unſerem Verſteigerungsſaal— Eingang Platz des 30. Januar Nr. 1 — findet an folgenden Tagen öffent⸗ liche Verſteigerung verfallener Pfün⸗ der gegen Barzahlung ſtatt: a) für Gold⸗ und Silberwaren, Uhren Brillanten, Beſtecke und dergl.: am Donnerstag, 11. Auguſt 1988; b) für Fahrräder, Fotografenapparate, Anzüge, Mäntel, Weiſtzeug, Schuhe und dergleichen: am Donnerstag, 18. Auguſt 1938; e) für Anzüge, Mäntel, Weißzeug, Schuhe und dergl.: am Donnerstag, 25. Auguſt 1938. Beginn jeweils 14 Uhr(Saalbff⸗ nung 13 Uhr). Stüdt. Leihamt. —— Lokomotivführer Franz Beyerle, Mannheim⸗Waldhof. Wachtſtr. 9, hat den Verluft des von der Städi. Spar⸗ kaffe Mannheim ausgeſtellten Sparkaſ⸗ ſenbuches Nr. 48 113 angezeigt und deſſen Kraftloserkläruna beantragt. Wir bringen dieſen Antrag mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis, daf die Kraftloserklärung des genannten Sparkaſſenbuches erfolgen würde, wenn dasſelbe nicht innerhalb eines Monaté vom Erſcheinen dieſer Bekanntmachung an gerechnet, von ſeinem derzeitigen Inhaber unter Geltendmachung ſeiner Rechte anher vorgeleat wird. Mannheim, den 5. Auguſt 1938 * — 0⁰ 7 24. —— v. .5 ApETENGOIINOTEUH„ TEPPICHE 150, TGPEten Strdgulã und kduft man I Linoleur m groben fõchseschòft Rut 22024 ——— Verlag u. Schri banner“ Ausge Trägerlohn; du eld. Ausgabe ohn; durch die t die Zeitung Abend⸗Au kr JWei Die großen ſind in den abgeſchloſſen terlage die lich machte. des Sonnta ſechs Mann ſitzigen Jagt bers ums Le auf das ſchle Luftmanöver dert hatte. Die Ergel amtlichen auch iſt es menfaſſung wird. Aus Luftfahrtmit trotz allen London ni wie man n der Nacht z. kleinere Ei „Oſtland“? punkt de das Luftfah mer. Auch Bienense Eine intere schwarm, stadt auf