lgeschäft Heern carstädt fernruf 52481 ee 10 lüchtige Lal usführliche An⸗ „ 76 639 V an dieſ. Blattes. — (76894 V) in zren, für tagsüber gten' Haushalt zu auf 1. November rnſprecher 426 89. mnrt ſofork geſuch i uſe frei. 2 Zuſcheiten 5— den Verlag d. B. ——— nnden Wohnung durch 0 HB-Anseigef —.—— ꝛerfarbene pdecken Tapetenꝰ eht nicht! Also vir s0 lange àus Forbe neben w/ir eine Topete hoben, den himbeer- eppdecken pàſt duch im Huster N Zusdgęt. e bei Bölinger eine; grobe eitige Auswohl niedrige prelse, ondern duch den Döt eines er- fohrenen Faͤch⸗ moͤnns. 55 ner Strale 40 die im * Verlag u. g banner“ Ausgabe A erſcheint wöch Trägerlohn; durch die Poſt 2,20 RM. einſchl. 66, eld. Ausgabe B erſch. wöchtl. 7mal. Bezugspreiſe: ohn; durch die Poſt.70 RM. einſchl. 50,54 Mannheim, K 3, 14/15. Fernſpr.⸗Sammel⸗Nr. 35421. Das„Hakenkreuz⸗ tl. 12mal. Frei Haus monatl. 2,20 RM. u. 50 Pf. 48 Pf. Poſtzeitungs 110. 72 Pf. Beſtell⸗ rei Haus monatl. 1,70 Pf. Pöſtzeitungsgebühr) zuzügl. 42 Pf. Beſtellgeld. M. u. 30 Pf. Träger⸗ 9 Iſt die Zeitung am Erſcheinen(auch d. höh. Gewalt) verhind., beſteht kein Anſpr. auf Entſchädigung. Irüh⸗Ausgabe A 8. Johrgong Die Kadt faſt ganz geräumt Brũdeen auf dem Rũckzu gesprengt EP Tokio, 21. Okt.(Eig. Drahtber.) Wie amtlich vom Oberkommando der Wehr⸗ macht bekanntgegeben wird, iſt Kanton am Frei⸗ tagnachmittag um.30 Uhr örtlicher Zeit von 9 den japaniſchen Truppen beſetzt worden. Aus der gleichzeitigen Meldung, daß das japaniſche Konſulat in Kanton unverzüglich nach der Beſetzung wieder eröffnet werden konnte, wird geſchloſſen, daß die japaniſchen Truppen die Lage in der Stadt völlig beherr⸗ ſchen, und daß kein ernſthafter Wi⸗ derſtand mehr geleiſtet wird. Nach privaten Berichten aus Kanton ſoll die Zivil⸗ bevölkerung vor dem Einmarſch der Japaner zum größten Teil geflüchtet ſein. Die in der Stadt verbliebenen Einwohner werden auf wenig mehr als 100 000 geſchätzt(die chineſiſche Statiſtik vom Jahre 1930 gab die Bevölkerung der Stadt mit 812 000 an). Nachdem am Nachmittag die erſten japani⸗ ſchen Panzerwagen die Stadt erreichten, er⸗ goſſen ſich motoriſierte Abteilungen in ununter⸗ brochener Folge in die Stadt und dehnten ihre Stellungen innerhalb der Straßen ſtändig wei⸗ ter aus. Die noch in der Stadt verbliebene Bevölkerung verhielt ſich ruhig. Das Aus⸗ länderviertel wurde von den Japanern mit in die Aktion einbegriffen. Freitagfrüh wurde von den Chineſen die größte Brücke über den Perlfluß geſprengt. Dieſe Sprengung kündigte der Bevölkerung den japaniſchen Angriff unmittelbar an. Die Chi⸗ neſen ſollen noch andere Bauten geſprengt haben, das Ausmaß der Zerſtörungen iſt jedoch noch nicht genau bekannt. Alle chineſiſchen Beamten der Provinzial⸗ und der ſtädtiſchen Verwaltung von Kanton haben die Stadt verlaſſen. Vor ihrem Rückzug alle wichtigen Gebäude Kantons zer⸗ tört. MANNHEIM im Textteil 60 Pf. meterzeile 4 Pf. füllungsort Mannheim. Ausſchließlicher Gerichtsſtand: hafen a. Rh. 4960. Verlagsort Mannheim.— Einzelverkaufspreis Nummer 491 amtonvonJaponhchen elwöfruvvenerobet eltſame Berüchte über eine franzöſiſche Kabinettsumbildung Nach japaniſchen Berichten haben die Chine⸗ ſen an der Hankaufront einen allgemeinen Rückzug angetreten. Die angekündigte Abreiſe Tſchiangkaiſcheks aus Hankau iſt inzwiſchen erfolgt. Japaner 30 Kilometer vor Hankau Die japaniſchen Marineſtreitkräfte gelangten am Freitagnachmittag bis etwa 30 Kilometer vor Hankau. Die Kriegsſchiffe paſſierten Hwang⸗ kang, das auf halbem Wege zwiſchen Kichun und Hankau liegt, und ſetzten ihre Fahrt ſtromaufwärts in Richtung Hankau fort. England iſt völlig üderralcht durch den schnellen Erfolg der japaner (ODrahtberichftonseftes londoner vertreters) f. b. London, 22. Okt. Die Nachricht, daß die japaniſchen Truppen bereits Kanton beſetzt haben, iſt in London mit größter Ueberraſchung aufgenommen worden. Man hatte zwar erwartet, daß die Stadt auf die Dauer nicht zu halten ſein werde, ſah aber allgemein heftige Kämpfe voraus, die nach vor⸗ ſichtigen Schätzungen einige Wochen dauern ſoll⸗ ten. Der überraſchende Erfolg der Japaner wird nun der Tatſache zugeſchrieben, daß Tſchiangkai⸗ ſchek große Truppenteile zur Verteidigung Han⸗ kaus eingeſetzt hatte, und daher Kanton keinen ernſten Widerſtand leiſten konnte. Der Arbeitsdienst auf dem Flugplatz in Karlsbad Her Flugplatz in Karlsbad, der von den Tschechen vor dem verlassen aufgepflügt wurde, wird vom Arbeitsdienst wieder in Ordnung ge bracht. Der Einzug der japaniſchen Tanks und Pan⸗ zertruppen erfolgte ſo ſchnell, daß die Chineſen verhältnismäßig wenig Fabriken und öffentliche Gebäude in die Luft ſprengen konnten. Es wird ferner berichtet, daß Tſchiangkaiſchek bereits Hankau verlaſſen und ſeine Regierung nach Tſchungking, der Hauptſtadt der Provinz Setſchuan, verlegt habe. Gleichzeitig gehen, wie immer bei ſolchen Ereigniſſen, Meldungen über angebliche neuen Vermittlungsverſuche euro⸗ päiſcher Großmächte zwiſchen Japan und China durch die engliſche Preſſe, wobei jedoch zugege⸗ ben werden muß, daß Tokio Verhandlungen mit der Regierung Tſchiangkaiſcheks nach wie vor ablehnt. Anzeigen: Geſamtauflage: Die 12geſpalt. Millimeterzeile 15 Pf. Die 4geſpalt. Millimeterzeile Mannheimer Ausgabe: lt. J Millimeterzeile im Textteil 45 Pf. Schwetzinger und Weinheimer Die 4geſpaltene Millimeterzeile im Textteil 18 Pf.— Zahlungs⸗ und Er⸗ Die 12geſpalt. Millimeterzeile 10 Pf. Die 4geſpalt. Ausgabe: Die 12geſpalt. Milli⸗ annheim. Poſtſcheckkonto: Ludwigs⸗ 10 Pfennig. Samskag, 22. Okkober 1938 ——————— neue berhandlungen Budapeſt— Prag (Orahtbericht unseres Prager Vertreters) 5 t. g. Prag, 22. Okt. Die tſchecho⸗ſlowakiſch⸗ungariſchen Verhandlun⸗ gen ſollen nach in Prag vorliegenden Informa⸗ tionen in Kürze wieder fortgeſetzt werden und man ſpricht davon, daß beide Delegationen ihre Arbeit ſpäteſtens am Montag wieder aufneh⸗ men, da angeblich der Wunſch beſteht, die Prag und Budapeſt gemeinſam intereſſierenden Fra⸗ gen einſtweilen ſo zu regeln, daß ſpäter nur noch Einzelfragen einer Löſung entgegengeführt zu werden brauchen. Die tſchechiſche Preſſe beſchäftigt ſich ausführ⸗ lich mit der Frage der neuen Grenzziehung der Tſchechei und bezeichnet die ungariſchen Forde⸗ rungen als ſehr groß.„Sloweſti Hlas“ hat dar⸗ auf hingewieſen, daß ſich die Stadt Kaſchau in größter Gefahr befinde, da die Ungarn ſie unter allen Umſtänden in das ihnen zufallende Gebiet einbeziehen wollen.„Der Kampf“, ſo heißt es wörtlich,„kann mit einem Kompromiß enden, und wir fürchten, daß ein Opfer dieſes Kom⸗ promiſſes die große Stadt Kaſchau ſein kann.“ Bartelonas fjafen bombardiert DNB Bilbao, 21. Okt. Die nationalſpaniſche Luftwaffe belegte am Donnerstag, dem Heeresbericht zufolge, die militäriſchen Ziele des Hafens von Barcelona erfolgreich mit Bomben. Sonſt war die Lage im allgemeinen an den ſpaniſchen Fronten ruhig. Deutsche Pionlere bauen aui im Sudetenland Deutsche Pioniere beim Brückenbau bei Grasnitz auf der Straße von Eger nach Marienbad. Sie schaffen vorläufigen Ersatz für eine zerstörte Brüche. Aufn.: PBZ(2) „hakenkreuzbanner“ Samstag, 22. Oktober 1058 De. boebbels in amburg Begeiſterter Empfang DNB Hamburg, 21. Okt. Reichsminiſter Dr. Goebbels iſt am Frei⸗ tagabend um 19.16 Uhr, von der Reichshaupt⸗ ſtadt kommend, auf dem Hamburger Haupt⸗ bahnhof zu einem mehrtägigen Beſuch der Hanſeſtadt eingetroffen. Freitagabend wird Dr. Goebbels in einer Maſſenkundgebung in der Hanſeatenhalle das Wort ergreifen, um der Bevölkerung der deutſchen Welthafenſtadt Kunde und Bericht zu geben von den großen Schickſalsfragen des deutſchen⸗ Volkes, um ſie erneut die aufopferungsvolle Arbeit miterleben und ſie teilnehmen zu laſſen an den Sorgen aber auch den um ſo größeren Erfolgen der na⸗ tionalſozialiſtiſchen Volksführung. Hamburg ſteht ganz im Zeichen eines bedeut⸗ ſamen politiſchen Ereigaiſſes. In gewaltigen Lettern ruft es von allen Anſchlagsſäulen:„Dr. Goebbels ſpricht!“ Die Maſſen der Millionenſtadt ſtrömten in dichten Scharen ſchon in den Nachmittagsſtun⸗ den zur Hanſeatenhalle. Der Andrang der Maſ⸗ ſen iſt ſo gewaltig, daß der rieſige Hallenbau ſchon lange vor Beginn der Kundgebung ge⸗ ſperrt werden mußte. Als Dr. Goebbels bald nach der Ankunft ſeine Fahrt zur Hanſeatenhalle antritt, berei⸗ ten ihm die Hamburger immer wieder jubelnde Huldigungen. Dr. Goebbels wird ſeine enge Verbundenheit mit dem Hamburger kulturellen Leben dadurch erneut unter Beweis ſtellen, daß er am Samstag aai einer Feſworſtellung der Hamburgiſchen Staatsoper teilnimmt und am Nachmittag die Grundſteinlegung des neuen großen Preſſehauſes vollziehen wird. Der Nefler (Die Vereinigten Staaten planen die Vergrößerung ihrer Atlantikflotte, um den südlichen Kontinent vor den„agressiven Absichten“ Deutschlands und- des Antikominternblocks zu schützen. Durch eine wüste Lügenpropaganda versucht man die eigenen Pläne hinsichtlich Südamerikas sowie das enorme Auf⸗ rüstungsprogramm zu verhüllen.) Us A:„Mein llebes Südamerlko, leh werde dich vor den verfluchten foschisten s chöf- x e n. Am slchersten scheinst du mir in mei- nem elgenen Bauch zu seinl“ céon Blum-Rüſtungsminiſter? Gerũüdiie um eine neue ſranzõzische Kabineitsumbiidung Drahtbeficht unseres Porlisef Vertrefters) h. w. Paris, 22. Oktober. Die politiſchen Verhandlungen des Miniſter⸗ präſidenten werden erſt am Montag mit einem Empfang des Führers der Rechtsoppoſition, Marin, fortgeſetzt werden. Daladier hat an⸗ kündigen laſſen, daß er weitere Empfänge bis Ende dieſes Monats, alſo bis zum radikal⸗ ſozialen Parteitag, nicht abhalten könne. Alle Arbeiten drehen ſich in der nächſten Woche um die Vorbereitung der neuen Notverordnung und um die Kabinettserweiterung. In parlamentariſchen Kreiſen erhält ſich hart⸗ näckig das Gerücht, daß Miniſterpräſident Da⸗ ladier in ſeiner Freitag⸗Unterredung mit Blum dem ſozialdemokratiſchen Parteiführer die Uebernahme des neu zu ſchaffenden Rüſtungs⸗ miniſteriums angeboten habe, offenbar in der Abſicht, auf dieſe Weiſe jeden Widerſtand der Gewerkſchaften gegen die für die Aufrüſtung notwendigen ſozialen Maßnahmen auszuſchal⸗ ten. Eine Antwort Blums liegt noch nicht vor. Die Gewerkſchaften ihrerſeits wollen Samstag einen Plan zur Erhöhung der Flugzeugerzeu⸗ gung unter Vermeidung von Fehlleitungen be⸗ kanntgeben. Eine Gruppe von Latecoere⸗Arbei⸗ tern hat bereits von ſich aus Ueberſtunden, na⸗ türlich gegen höhere Bezahlung, bis zu 54 Stun⸗ den in der Woche angeboten. Frankreich baut 5000 Flugzeuge 16 lilliarden Franken eingeseizt Vonunserer Poriser Schriftleltung) h. w. Paris, 21. Oktober. Luftfahrtminiſter Guy ha Cham bre erklärt in einer optimiſtiſch gehaltenen Unterredung, daß die Verwirklichung des vom oberſten Luft⸗ rat aufgeſtellten Programms in vollem Gange ſei. Es handle ſich um 5000 Flugzeuge— nicht um 4000, wie man bisher annahm— für die 16 Milliarden nötig ſeien. Die Summe wird auf zwei Jahre verteilt. 7,6 Milliarden ſeien ſchon vorhanden. Dieſer Aufwand, ſo bedeutend er ſei, könne vielleicht im Vergleich zu gewiſſen Nachbarländern als ungenügend betrachtet wer⸗ den. In dieſem Fall ſei es Sache der Regie⸗ rung, über eine weitere Erhöhung der franzö⸗ ſiſchen Luftflotte zu beſchließen, die nach der Umſtellung der franzöſiſchen Induſtrie, wenn die Kredite vorhanden ſeien, techniſch jederzeit möglich ſei. Der„Petit Pariſien“, der dieſe Erklärungen veröffentlicht, ſchickt ihnen ſehr peſſimiſtiſche Bemerkungen über den bisherigen Stand der franzöſiſchen Luftwaffe voraus, die im Septem⸗ ber nicht in der Lage geweſen wäre, allen Even⸗ tualitäten nachzukommen. Sie ſei geradezu nicht vorhanden geweſen.„Man begreift, daß unſere Vertreter unter dieſen Umſtänden vor und in München alles getan haben, um den Krieg zu vermeiden...“ Es fehlen Mannſchaften Der Darſtellung des Miniſters, daß der Aus⸗ bau der franzöſiſchen Luftwaffe im erforder⸗ lichen Maße lediglich eine Frage von Krediten ſei, ſtehen zwei andere Zeugniſſe entgegen, die ſoeben vorliegen. Ein Berichterſtatter erklärte in der Kammer über den Lufthaushalt, daß man zwei bis drei Jahre brauchen werde, um eine größere Zahl von Mannſchaf⸗ ten auszubilden, zumal die franzöſiſchen Flieger an die modernen Typen noch nicht ge⸗ wöhnt ſeien und es an Spezialiſten mangele. ————————————.——————— Zur 10. Berliner Dichterwoche Sudetendeutſche Dichtung der Zeit Die Berliner Dichterwochen, die ſich ſeit jeher durch eine beſondere Tatbereitſchaft und Ak⸗ tualität auszeichneten(wir erinnern an die Kriegsdichterwoche, an die öſterreichiſche Dichter⸗ woche uſw.), können nun die 10. Veranſtaltung dieſer Art verzeichnen, die ſich eines zunehmen⸗ den und umfaſſenden Intereſſes erfreuen. Wieder haben die Reichshauptſtadt und das Deutſche Volksbildungswerk zu der Dichter⸗ woche gemeinſam eingeladen und wieder klappt, wie in früheren Zeiten, die Organiſation 5 A. Velmedes, der allen dieſen Jahren dieſe Veranſtaltungen verantwortlich zuwege brachte. „Sudetendeutſche Dichtung der Zeit“, darüber muß man kaum noch ein Wort verlieren. Ge⸗ rade die letzten Monate und Wochen haben in immer Maße die Aufmerkſamkeit der Oeffentlichkeit auch auf die ſudetendeutſche Dich⸗ tung gelenkt, deren Vertreter nun zum erſten Male geſchloſſen in Berlin in verſchiedenen Dichterleſungen vor die Volksgenoſſen der Reichs⸗ hauptſtadt treten. Unter Mitarbeit des Propagandaamtes der Sop erſchien zur 10. Dichterwoche ein Almanach iheiendeunſche der Zeit“(im Volk⸗ und⸗Reich⸗Verlag, 1938. RM.—) herausgege⸗ ben von F. A. Velmede. Reichskommiſſar Kon⸗ rad Henlein ſchrieb ein Geleitwort. Darin heißt es:„Wenn große geſchichtliche Ereigniſſe das Bild unſerer Welt grundlegend verändern, dann iſt vor allen anderen Kunſtſchaffenden vornehmlich dem Dichter eine Aufgabe geſtellt, die nur er und niemand ſonſt erfüllen kann. Er ha durch ſeine Leiſtung für alle Zeiten feſtzu⸗ alten, was an dem Geſchehen ſeiner Tage Gül⸗ tigkeit beſitzt auch vor der Ewigkeit. Er hat zu prägen und zu formen, was im Bewußtſein iommender Geſchlechter lebendig bleiben muß als geſchichtliches Erbe ſeiner Zeit. Die Dichter des Sudetendeutſchtum, deren Schickſal es war, alle Not und alles Leid ihres Volkes doppelt zu 0 tragen nunmehr die Berufung, dieſe lufgabe zu erfüllen. Das große Glück, gerade als Künſtler unſere e Zeit miterlebt z5 haben, wird ſie um ſo mehr verpflichten, weil as größere Deutſchland, denn nun auch ſie angehören, ihrer Leiſtung Raum und Wirkung geben wird.“ 4 Beiträge von Cyſarz, Pleyer, Höller, Kolben⸗ heyer, Brehm, Schneider, Leppa, Strobl, Hohl⸗ baum, Watzlik, Merker, Bodenreuth, Leibl, Haas, Görgl, Rothacker und Witzany zeigen in knappen Umriſſen Art und Weſen ſudetendeut⸗ ſcher Dichtung. Das Büchlein il geeignet, in vorbildlicher Weiſe in das Schrifttum der Zeit, wie es die ſudetendeutſchen Autoren vertreten, einzuführen. Der Eröffnungsabend brachte— wie wir be⸗ reits berichteten— die Leſung Robert ohl⸗ baums. Der folgende Abend war in Tegel dem Schaffen Wilhelm Pleyers gewidmet. Wir haben Pleyer längere Zeit nicht geſehen. Er hat nichts von ſeinem Humor, ſeiner Le⸗ bensfreude und ſeinem Kämpfertum eingebüßt. Seine Gedichte und ſeine kleine Proſa, die er uns vortrug, tragen den Segen der Heimat mit und geben von dem Einſatz der Sudetendeut⸗ ſal in ſchöner Weiſe Kenntnis. Starker Bei⸗ all zeichnete auch ſeine Leſung aus, die eine zahlreiche aufgeſchloſſene Zuhörerſchaft ſpendete. Heivz Grothe. Cremers Schauspiel„1813“ Uraufführung im Alten Theater Leipzig Den künſtleriſchen Glanzpunkt der Feiern zur Erinnerung an die Völkerſchlacht bei Leipzig bildete die Uraufführung des Schauſpiels „1813“, das Paul Joſeph Cremers im Auf⸗ trage der Reichsmeſſeſtadt geſchrieben hat. Der Dichter, deſſen dramatiſches Schaffen durch die monumentale Zielſetzung künſtleriſchen Stre⸗ bens und Geſtaltens gekennzeichnet iſt, hat kein Warbi ſchlechthin geſchaffen. Sein neueſtes erk iſt vielmehr— bei aller hiſtoriſchen Treue — das leidenſchaftliche Nacherleben des Drama⸗ tikers, der in die Schickſalsſtunden der Nation hineinzuhören vermag und den hämmernden Pulsſchlag ſeines Volkes in ſolchen Augenblik⸗ ken noch einmal verſpürt. Der Berichterſtatter des Lufthaushaltes im Senat und Präſident des Aeroklubs, Senator de la Grange, verneint die Möglichkeit, in einem Konfliktfalle die dann zehnfach erhöhten Bedürfniſſe der Luftwaffe allein durch die fran⸗ zöſiſche Induſtrie zu befriedigen. Er fordert daher dazu auf, ſchon jetzt alle nötigen Vor⸗ bereitungen für Verſorgung aus Ame⸗ rika zu treffen, ſowohl durch Beſeitigung des amerikaniſchen Neutralitätsgeſetzes wie durch Anpaſſung der amerikaniſchen Induſtrie an die franzöſiſchen Bedürfniſſe. ceichen vom Schlachtſchiff„O en“ aufoefunden (Gigener Drahtbericht) Dr. v. L. Rom, 22. Okt. Im Hafen von Trieſt wurden in der Nähe der Hafenkommandantur eignie Anzahl Stelette aufgefunden, die nach der Identifizierung durch die Behörden als Ueberreſte der Beſatzungsan⸗ gehörigen des öſterreichiſchen Schlachtſchiffes „Wien“ feſtgeſtellt wurden. Das Schlachtſchiff „Wien“, das mit„Monarch“ und„Budapeſt“ im Welttrieg die Küſtendiviſion bildete, wurde in einer Dezembernacht des Jahres 1917 durch ein italieniſches Motortorpedoboot und ein Motor⸗Torpedoſchnellboot verſenkt. Der Un⸗ tergang gierg ſo ſchnell vor ſich, daß der größte Teil der Beſatzung des Schiffes aus dem Schlaf heraus den Tod in den Wellen fand. Die Ret⸗ tungsarbeiten geſtalteten ſich infolge der ſchnel⸗ len Verſenkung außerordentlich ſchwierig. Bei der Mehrzahl der Leichen, die im Jahre 1917 angeſchwemmt wurden, war eine Identifizie⸗ rung nicht möglich. Sie wurden auf dem Mi⸗ litärfriedhof St. Anceia beigeſetzt. Als im Jahre 1924 das Schlachtſchiff„Wien“ gehoben wurde, fand man in ſeinem Innern weitere ertrunkene Beſatzungsangehörige. Die jetzt aufgefundenen Ueberreſte werden in demſelben Friedhof an der Seite der anderen Toten des Schlachtſchiffes „Wien“ beigeſetzt. rooeer amraren rsunr, r eaneeomen-en e eaur eneenmemanenenmeeneeeneeerenee,e Cremers umreißt in ſeinem in fünf packende Dialogakte aufgeteilten Stück die politiſche und kämpferiſche Situation des Jahres 1813 und ſcheidet die aus ihr erwachende und formende völkiſche Freiheitsidee, deren Größe und hin⸗ gebende Glaubensfeſtigkeit ſich dann im Kano⸗ nendonner der Leipziger Völkerſchlacht bewährt und erhärtet. Heute wie einſt iſt es die ele⸗ mentare Dynamik der Volksſeele, die zur Entſcheidung drängt, deren Kraftſtrom die Ketten der Knechtſchaft ſchließlich ſprengt, wenn die Not der Srd und Erniedrigung zu unerträglich geworden. Zuſammen mit einer aus ihr ſelbſt erwachſenden Führung vermag eine Nation das Wunder der Selbſterneue⸗ rung zu vollbringen, wenn ſie nur den Willen des unerſchütterlichen Glaubens an ü Un⸗ ſterblichkeit hat. In dieſer Gedankenführung ieht der Dichter die Zeitparallele aus einem iſtoriſchen Geſchehen, das vor 18 Jahren die erſten Banner eines einigen, großen und freien Deutſchlands entrollte, deſſen Verwirklichung jetzt im nationalſozialiſtiſchen Reich vollendet iſt. Die Aufführung hatte den großartigen reprä⸗ ſentativen Stil, wie ihn Dixekkor Smolny in Leipzig in den letzten zwei Jahren ſchuf. Aus dem großen Kreis der Darſteller ragten in füh⸗ renden Rollen Spielleiter Smolny(Norck), Sch Jungbauer(Stein), Peter Luehr Scharnhorſt), Joſeph Krahe(Gneiſenau) Alfred Schla eter(Hardenberg) und Ernſt Rotluff(Blücher) heraus. Die markante Zeichnung dieſer Geſtaltung drückten dem Büh⸗ nengeſchehen den Stempel der bezwingenden und entflammenden Perſönlichkeitswirkung auf. Das volle Haus erlebte mitgeriſſen dies gläu⸗ bige Freiheitsbekenntnis und dankte Dichter und Darſtellern für dieſes feſtliche Kunſterleb⸗ nis. Walter Schwarze Feſtwoche ſudetendeutſcher Büh⸗ nen. Anläßlich der Befreiung des Sudeten⸗ landes veranſtaltet das Stadttheater Auſſig eine Feſtwoche. Das Reichenberger Theater er⸗ öffnet ſeine Spielzeit Ende Oktober mit dem „Wilhelm Tell“. der nolilioclie Tag O Churchill, den der Führer mit aller Schärfe und Klarheit in ſeiner demagogi⸗ ſchen Rolle gekennzeichnet hat, hat es am letzten Sonntag für nötig gehalten, eine Bundfunkanſprache an das amerikaniſche Volk zu halten, in der er das amerikaniſche Volk zu einem Weltkrieg gegen Deutſchland aufhetzte, um wieder einmal„die Demokra-⸗ tie zu retten“. Von einem Angehörigen des anderen angelſächſiſchen Volkes, an das dieſe freundliche Aufklärung gerichtet war, den Senator Reynolds von Nordkarolina, einem prominenten amerikaniſchen Politiker, wurde ihm eine ſcharfe Zurückweiſung zu⸗ teil. Er erklärte zu dieſer angeblich not⸗ wendigen Rettung der Demokratie:„Als ich das hörte, mußte ich an 1917 denken“. Auch heute ſei dieſe Phraſe nur wieder ein Vor⸗ wand, um andere für den an allen Ecken und Enden bedrohten britiſchen Imperialis⸗ mus die Kaſtanien aus dem Feuer holen zu laſſen. In Wahrheit werde das britiſche Volk von 2000 Familien regiert. Churchill habe ſeinen Ruf gerade jetzt an Ameritka gerichtet, weil die britiſchen Intereſſen in Hongkong und im übrigen China und die der Franzoſen in Indochina heute mehr als je bedroht ſeien. Großbritannien und Frank⸗ reich beſäßen mehr Land in Aſien, als alle anderen Nationen zuſammengenommen, und dieſe beiden ſogenannten Demokratien hät⸗ ten auch mehr Kapital in Aſien inveſtiert, als die ganze übrige Welt, ausgenommen Japan. Frankreich bezeichnete Reynolds als ein Wrack, das am Rande des Kommunis⸗ mus ſtehe. Er ſchloß mit den Worten:„Ich kenne das amerikaniſche Volk. Es iſt hun⸗ dertprozentig dagegen, daß die Vereinigten Staaten in internationale Situationen ver⸗ wickelt werden, die uns in einen Krieg hin⸗ einziehen könnten.“ Wir glauben zu wiſſen, daß Senator Reyn nolds die Anſicht aller vernünftigen Ameri⸗ kaner wiedergegeben hat, die ſicher auch ſchon von ſich aus auf die Hetzereien Chur⸗ chills die richtige Antwort gewußt haben. 1 „ 3 5 SilllllIIlIiiiimiiizzimkzisritzzzizzzizzirrzzsririrzszirzzzzziirzzzzzitrzizksrts? I In fürze Der Präſident der Akademie für Deutſches Recht Reichsminiſter Dr. Frank, hielt am -Freitagnachmittag vor einer erleſenen Zu⸗ hörerſchaft in der feſtlich geſchmückten Aula der Budapeſter Univerſität einen von faſt allen Kreiſen mit allergrößtem Intereſſe erwarteten Vortrag„Die Rechiserneuerung im Dritten Reich“.— *K„ In Dresden begann am Freitag die bis zum 23. Oktober dauernde Tagung der Deutſchen Akademie für Städtebau, Reichs⸗ und Lan⸗ desplanung im NS⸗Bund Deutſcher Tech⸗ nik. Das Thema der Tagung lautet:„Die Stadt und das Land“. Am erſten Tag behan⸗ delte eine Reihe von Rednern die Aufgaben⸗ ſtellung. llllititinziiiin. Iimmmimnummummmmummnmmuinneeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeme 24 * Nach jahrelanger Forſchungsarbeit iſt es ge⸗ lungen, einen kopierfähigen Dreifarben⸗ film herzuſtellen. Die Kopie kann mit Hilfe 140 normalen Theatermaſchinen vorgeführt werden. Abschluß des Internat. Kongresses 3 für Singen und Sprechen In Frankfurt a. M. ging der Internationale Kongreß für Singen und Sprechen zu Ende. In der Schlußſitzung betonte der Leiter des Kongreſſes, Profeſſor Doniſch, daß der Kon⸗ greß einen Anfang darſtelle, der die Klärung mancher Zweifelsfragen gebracht habe. Die hier angeknüpfte Verbindung zwiſchen Technik, Wiſſenſchaft und Praxis, ſowie die freund⸗ ſchaftlichen Beziehungen zwiſchen den Vertre⸗ tern der einzelnen Länder müſſen weiter ge⸗ pflegt werden. Die Vertreter Frankreichs, Hol⸗ lands und Italiens ſprachen mit Dank und Bewunderung von den Frankfurter Tagen un von der Stärke des deutſchen Geiſteslebens, di ſie ſehen durften. Prof. Baglioni über brachte als Vertreter der italieniſchen Regie rung die Grüße ſeines Landes an den Kon greß. Es wurde die Gründung eines ſtändige Rats mit dem in—— am Main un⸗ ter Leitung von Profeſſor Doniſch beſchloſſen, der die begonnene Arbeit des Kongreſſes for ſetzen will. Ferner wurde mitgeteilt, daß ſich aus den Teilnehmern der Tagung ein inter nationales Präſidium gebildet habe, deſſen Auf gabe die Veranſtaltung weiterer Kongreſſe ſei werde. Seitens der italieniſchen Regierung er⸗ ging die Einladung, den nächſten Kongreß in Rom abzuhalte; ————— „Heilige Quelle“ der Kelten ent deckt. In St. Margareten im Lavanttal ſtießen Steinbrucharbeiter beim Graben au eine 2000 Jahre alte keltiſche Kultſtätte. Zuerſt wurde ein 2 Meter langes und 1¼½ Meter brei⸗ tes und tiefes Waſſerbecken freigelegt, zu dem 20 Stufen führten. Schon 1927 4 in der Rähe dieſer Fundſtätte beſchriebene Steine ſchen ben, von denen einer die Schriftzeichen des Kriegsgottes„Latonius“ trug. Nach den neue⸗ ſten Funden zu urteilen, handelt es ſich hier um eine„Heilige Quelle“, alſo um eine Kultſtätte der Kelten mit Bad. 7 Zwoiſch TCvon ui Die Lage dende Tatſac mitten im regierung be hältnismäßi⸗ nur ein Dri bietes. Dieſ politiſch geſe wicklung, die zu einem Ja Die zweite tend: Londor jetzigen Zuſt mit militäri Die laufend penverſtärkun ſchlüſſiger B ſcher Seite d ſtina⸗Problen vor dem Fri friedung“ vor die Ereigniſſe In Jeruſe kräfte zu ein Jeruſalemer biſchen Freiſ gangen. In ähnliche Maß befinden ſich ganze Land i recht geſtellt licher zivilen lichen Militär tung der Mil die letzten Z Weg Großbri welchen Gane nächſten Tage Auf eine ku in Paläſtina ſieht einer g aktion entgege einjährigen Der ſogenann Geiſter entzür uſſtandsbew Seite ſelbſt ⸗ Stelle iſt nac einigen Tagen getreten, an biſche Seite eb teiligt iſt, wie des Teilungsz ſal beſchieden ruhmlos wied ſinken. Die ganze Politik aber li langen Operat läſtinas eine 2 die ſich mit de Hausmitteln n laſſen konnte. arabiſchen For britiſche Verſp hört worden! angeſichts der ſchreitungen m derten, immer Truppentransp punkt gekomm hauptkein Die britiſche Sackgaſſe mani gibt, daß ihre ſondern aus 2 25000 Mann 2 Es iſt wahrl ſich hier angeſi Anſichten und britiſcher Seite Europa in de machte, immer walt“— woru ſcher Machtmitt ganze ziviliſiert erfüllen müſſe. Untermauerung ſen Ländern der thoden auf Gr Zuzutrauen, wol ſich immer woh zers einer fried heit gegen die Es iſt in der frommen Theor Durchſetzung de britiſchen— In auch ſchon Waz ſich ohne jede? benarten bedien Vorrecht einer der Themſe, w Nation von heu ſich ganz ander⸗ vollem Bewußtſ ſah und ſie löſt löſen. Damit ſoll da ner ganzen fur ſtina abſpielt, allem für die a Die arabiſche W xiſtenzkampfe, Verzweiflun r— was die gt— für ſie „Hakenkreuzbanner“ Samstag, 22. Oktober 1938 tober 1938 05 Zwiſchen Himmel u. Hölle 4 lag Von unserer Berliner Schriffleitung) RD Berlin, 21. Oktober. er mit aller Die Lage in Paläſtina iſt durch zwei entſchei⸗ r demagogi⸗ dende Tatſachen gekennzeichnet: Das Land ſteht hat es am mitten im Aufruhr. Die britiſche Mandats⸗ ehalten, eine regierung beherrſcht trotz der Konzentration ver⸗ amerikaniſche hältnismäßig großer Truppenmengen praktiſch amerikaniſche nur ein Drittel des von ihr verwalteten Ge⸗ Deutſchland bietes. Dieſe Situation iſt— militäriſch und die Demokra⸗ politiſch geſehen— das Ergebnis einer Ent⸗ ehörigen des wicklung, die ſich auf einen Zeitraum von nahe⸗ an das dieſe zu einem Jahre enſtreckt. et war, den Die zweite Tatſache iſt nicht minder bedeu⸗ Nordkarolina, tend: London iſt ohne Zweifel entſchloſſen, dem zen Politiker, jetzigen Zuſtand mit allen Mitteln, d. h. alſo kweiſung zu⸗ mit militäriſchen Mitteln, ein Ende zu ſetzen. Die laufend nach Paläſtina entſandten Trup⸗ ngeblich not⸗ f penverſtärkungen waren ſchon vor Wochen ein tie:„Als ich enken“. Auch ſchlüſſiger Beweis dafür, daß man auf briti⸗ der ein Vor⸗ ſcher Seite dieſen Weg der Löſung des Palä⸗ allen Ecken ſtina⸗Problems wählen würde und daß man Imperialis⸗ vor dem Friedensſchluſſe die ſogenannte„Be⸗ friedung“ vornehmen werde. Inzwiſchen haben die Ereigniſſe dieſe Abſichten ſchon beſtätigt. In Jeruſalem ſind die engliſchen Streit⸗ uer holen zu das britiſche rt. Churchill an Amerika kräfte zu einem konzentriſchen Angriff auf die Intereſſen in Jeruſalemer Altſtadt, in der ſich Teile der ara⸗ jina und die biſchen Freiſchärler verſchanzt hatten, überge⸗ ute mehr als gangen. In anderen Gegenden Paläſtinas ſind ähnliche Maßnahmen in die Wege geleitet oder und Frank⸗ befinden ſich ſchon in der Durchführung. Das ſien, als alle nommen, und ganze Land iſt außerdem völlig unter Militär⸗ okratien hät⸗ recht geſtellt worden, da die Uebergabe ſämt⸗ en inveſtiert, licher zivilen Gewalten an die jeweiligen ört⸗ usgenommen lichen Militärkommandeure praktiſch die Errich⸗ Reynolds als tung der Militärdiktatur bedeutet. Damit ſind Kommunis⸗ die letzten Zweifel darüber beſeitigt, welchen Worten:„Ich Weg Großbritannien einzuſchlagen gedenkt und Es iſt hun⸗ welchen Gang die Dinge in Paläſtina in den Vereinigten nächſten Tagen und Wochen nehmen werden. tationen ver⸗ n Krieg hin⸗ Auf eine kurze Formel gebracht, vollzieht ſich in Paläſtina zur Zeit folgendes: Das Land ſieht einer großen ſogenannten Befriedungs⸗ aktion entgegen, die die Krönung eines beinahe Senator Re 1 einjährigen Herumexperimentierens darſtellt. tigen Ameri⸗ ſicher auch Der ſogenannte Peel⸗Plan, an dem ſich die ereien Chur⸗ Geiſter entzündeten und der zu der arabiſchen ißt haben. Kuſſtandsbewegung führte, iſt von britiſcher Seite ſelbſt ad acta gelegt worden. An ſeine Stelle iſt nach vielem Hin und Her erſt vor einigen Tagen der ſogenannte MeDonald⸗Plan getreten, an deſſen Zuſtandekommen die ara⸗ biſche Seite ebenſo unſchuldig und ebenſo unbe⸗ teiligt iſt, wie an der abſurden Fehlkonſtruktion des Teilungsplanes, dem kein anderes Schick⸗ LlllliAuI115 ür Deutſches k, hielt am ſal beſchieden ſein konnte, als eines Tages rleſenen Zu⸗ ruhmlos wieder in den Aktenſtaub zurückzu⸗ nückten Aula ſinken. 85 * bonrgten Die ganze Tragik der britiſchen Paläſtina⸗ Politit aber liegt darin, daß dank der monate⸗ langen Operationen am lebendigen Leibe Pa⸗ läſtinas eine Aufſtandsbewegung entſtanden iſt, die ſich mit der Zeit mit den üblichen probaten Hausmitteln nicht mehr aus der Welt ſchaffen laſſen konnte. Als verhandelt wurde, ſind die die bis zum er Deutſchen und Lan⸗ arabiſchen Forderungen, die auf ſehr gewichtige utſcher Tech: britiſche Verſprechungen zurückgehen, nicht ge⸗ lautet:„Die hört worden! Als ernſthafte Verhandlungen Tag behan⸗ angeſichts der ſich häufenden blutigen Aus⸗ e Aufgaben⸗ ſchreitungen und der Todesopfer, die ſie erfor⸗ derten, immer dringender wurden, rollten die Truppentransporte an. Jetzt ſcheint der Zeit⸗ eit iſt es ge⸗ punkt gekommen zu ſein, in dem es über⸗ eifarben⸗ haupt kein Zurück mehr gibt. in mit Hilfe Die britiſche Paläſtina⸗Politik hat ſich in eine vorgeführt Sackgaſſe manövriert, wobei es den Ausſchlag gibt, daß ihre Spitze nicht aus Unterhändlern, mereneeeeee ſondern aus Tanks, Bombenflugzeugen und W 000 Mann Beſatzungstruppen beſteht. gre Es iſt wahrhaft erſtaunlich, welcher Wandel hen ſich hier angeſichts gewiſſer ſonſtiger britiſcher iternationale„Anſichten und Grundſätze vollzogen hat. Von 'n zu Ende. britiſcher Seite war in allen Kriſenlagen, die r Leiter des Europa in den letzten fünf Jahren durch⸗ ſaß der Kon⸗ machte, immer wieder zu hören, daß die„Ge⸗ die Klärung walt“— worunter man den Einſatz militäri⸗ habe. Die ſcher Machtmittel verſtand— etwas ſei, was die chen Technit, ganze ziviliſierte Welt an ſich ſchon mit Abſcheu 51 erfüllen müſſe. Man ging in der grundſätzlichen Untermauerung dieſer Theſe ſoweit, nur gewiſ⸗ „ weiter ge. ſen Ländern derart verabſcheuungswürdige Me⸗ ikreichs, Hol⸗ thoden auf Grund ihrer„Doktrin“ überhaupt zuzutrauen, wohingegen die demokratiſche Welt eslebens, die ſich immer wohler in der Rolle eines Beſchüt⸗ ioni über⸗ zers einer friedlichen und ziviliſierten Menſch⸗ ſchen Regie⸗ heit gegen die Entfeſſelung der Hölle fühlte. n den Es iſt in dev Tat erſtaunlich, was von dieſen m M frommen Theorien übrigbleibt, wenn es um die beſchloſſen, Durchſetzung der eigenen— in dieſem Falle greſſes ort⸗ britiſchen 10 Intereſſen geht. England hat zwar auch ſchon Waziriſtan„befriedet“, indem man ſich ohne jede Bedenken der modernſten Bom⸗ benarten bediente, aber es blieb trotzdem das Vorrecht einer gewiſſen Schicht an den Ufern der Themſe, wilde Kaſſandrarufe gegen eine Nation von heute 80 Millionen auszuſtoßen, die ſich ganz anderen Problemen— allerdings in vollem Bewußtſein ihres Rechtes— gegenüber ilt, daß ſich g ein inter⸗ ,„ deſſen Auf⸗ ongreſſe ſein er⸗ ongreß in Ut 3 150 und ſie löſte— ohne einen Schuß auszu⸗ m öſen. ane 3 Damit ſoll das Drama, das ſich heute in ſei⸗ Meter brei⸗ ner ganzen furchtbaren Wirklichkeit in Palä⸗ legt, zu dem ſtina abſpielt, nicht in ſeiner Bedeutung vor in der Nähe alem für die arabiſche Seite vertannt werden. ne ſchen Die arabiſche Welt ſteht in Paläſtina in einem tzeichen des Erxiſtenzkampfe, der von ihr nur mit dem Mut m bder Verzweiflung gekämpft werden kann und ne Kuliſtätte der— was die Entſcheidung der Waffen anbe⸗ langt— für ſie ausſichtslos genug iſt. Die ärztliche Untersuchung der Junge Dr. v. L. Rom, 21. Okt. Nach einer eingehenden Prüfung der Be⸗ ſchlüſſe des Faſchiſtiſchen Großrats vom 6. Or⸗ tober über die Stellung der Juden in Italien vertieft ſich der Eindruck, daß das oberſte faſchi⸗ ſtiſche Organ mit der„Carta della raza“ die Richtlinie für jede geſetzgeberiſche Arbeit auf dieſem Gebiet geben wollte, die Ausarbeitung der Einzelheiten der Geſetzgebung aber den ein⸗ ſchlägigen Miniſterien zugewieſen iſt, die ſie be⸗ ſchleunigt vorzubereiten haben. Die durch den Faſchiſtiſchen Großrat gegebene Richtlinie be⸗ zieht ſich nicht nur auf die Löſung der Juden⸗ ſrage, ſondern auch auf die Scheidung zwiſchen Weiß und Schwarz im Imperium, wie ja für Italien die Judenfrage nur ein Teilproblem der Raſſenfrage vor allem in Hinſicht auf die Jetzt ist die Musterung der Jungvolklahrgänge Presse-Bild-Zentrale n. Unser Bild zeigt wie eine Blutdruckprüfung durch- die Aerzte vorgenommen wird. Wie malien die naſſenfrage löſen wird Eine Zv/ischenphase der Judengeselzgebung/ Die Scheidung zwischen Weiß und Sdw/arz Vonunseremsftöndigenrömischen Vertretey mit Beſtimmtheit zu erwartende Maſſenſiedlung von Italienern im Imperium darſtellt. Die gegenwärtige Situation, daß die Richt⸗ linie gegeben iſt, ihre Verwirklichung in den Staatsgeſetzen aber noch offenſteht, kann man am beſten als Zwiſchenphaſe der Judengeſetz⸗ gebung in Italien bezeichnen. Geſondert wurde das ganze Problem des jüdiſchen Einfluſſes auf Schule und Univerſität behandelt, da die vor⸗ dringliche Säuberung der Schulen und Univer⸗ ſitäten von Juden bereits mit den Staatsgeſet⸗ zen vom 1. und 2. September vorgenommen wurde. In jedem Fall wäre es irrig, anzuneh⸗ men, daß die hiſtoriſchen Beſchlüſſe des Groß⸗ rates vom 6. Oktober 1938 gewiſſermaßen den Abſchluß einer Entwicklung in Italien darſtel⸗ len. Eher kann mit Recht angenommen werden, daß die Regelung der Judenfrage in Italien noch in ihren Anfängen ſteht. fiein Miſchling wird Staatsbürger Grundlegend für die geſetzgebende Arbeit auf dieſem Gebiet wird das neue Geſetz über den Erwerb der italieniſchen Staatsangehörigkeit ſein. Der Sinn dieſes Geſetzes kann ſchon jetzt dahin gedeutet werden, daß der Volljude in Ita⸗ lien, der nicht unter die vom Großrat aufge⸗ führte Ausnahmebehandlung fällt, auch dann als unerwünſchter Ausländer anzuſehen iſt, wenn er die italieniſche Staatsangehörigkeit er⸗ warb. Für das Imperium dürfte das neue Staatsangehörigkeitsgeſetz bedeuten, daß kein Miſchling italieniſche Staatsbür⸗ gerrechte erwerben kann. Dafür ſprechen jedenfalls die zahlreichen Stimmen in der ita⸗ lieniſchen Oeffentlichkeit über die politiſche und moraliſche Gefahr eines mit Staatsbürgerrech⸗ ten verſehenen Miſchlingstums in den Kolo⸗ nien. Maurizio Claremoris(„Vita Ita⸗ liana“, Oktober 1938) erwartet dieſe Maßnahme mit Beſtimmtheit in ſeinem Kommentar zu den Großratsbeſchlüſſen. Da den Großrat⸗Beſchlüſ⸗ ſen zufolge die italieniſche Geſetzgebung den Be⸗ griff des jüdiſchen Miſchlings nicht kennen wird, wird ſich das Verbot der Erwerbung der Staatsbürgerrechte vor allem auf Mulatten in Oſtafrika beziehen. Bemerkenswert iſt, daß die vom Staate(In⸗ nenminiſterium) zukünftig auszuübende Auf⸗ ſicht über Ehen italieniſcher Staatsangehöriger mit Ausländern, gleich welcher Raſſe, dahin ge⸗ deutet wird, daß der Staat Ehen zwiſchen Ita⸗ lienern und Ausländern zwar nicht jüdiſchen, wohl aber orientaliſchen Blutes— Ehen zwi⸗ ſchen Italienern und Juden ſind ja grundſätz⸗ lich verboten— und Ausländern, die ihrerſeits aus Raſſenkreuzungen hervorgegangen ſind, ver⸗ hindern will. Die Handhabung durch das In⸗ nenminiſterium geſchieht folgerichtig von Fall zu Fall, da jeder Italiener— außer italieniſchen Staatsbeamten, denen Ausländer⸗Ehen grund⸗ ſätzlich unterſagt ſind— für eine Ehe mit einer Ausländerin die Genehmigung des Mi⸗ niſteriums einzuholen hat. Klare Beſtimmungen Die Großratsbeſchlüſſe haben ferner eine ge⸗ naue Beſtimmung darüber gegeben, wer in JItalien als Jude zu betrachten iſt. 1. der Volljude, 2. der Abkömmling eines jü⸗ diſchen Vaters und einer nicht im Beſitz der italieniſchen Staatsangehörigkeit befindlichen Mutter und 3. der jüdiſche Miſchling— Halb⸗ jude— ſofern er ſich zum moſaiſchen Glauben bekennt(Stichtag: 1. Oktober 1938). Jan Fall 2. wird der möglicherweiſe als Halbjude zu Be⸗ trachtende geſetzlich als Volljude aageſehen. Der Grund dazu iſt, daß die Juden mit italie⸗ niſcher Staatsangehörigkeit ſehr häufig Jü⸗ dinnen aus dem Ausland heirateten, wobei der Nachweis der Abſtammung ſchwer geführt werden konnte oder abſichtlich verhindert wurde, ſo daß der Faſchiſtiſche Großrat reinen Tiſch ſchuf. Belanntlich hat der Faſchiſtiſche Großrat wich⸗ tige Ausnahmen von den einſchränkendern Maß⸗ nahmen(Verbot des Eintritts in die Partei, Heeresdienſt, Grundbeſitz, Betriebsführer uſw.) für ſolche Juden getroffen, die den Familien der Kriegsgefallenen, Kriegsfreiwilligen, fa⸗ ſchiſtiſchen Kämpfern uſw. zuzurechnen ſind. Es iſt dabei wichtig, daß der Begriff„Familie“ in dieſem Fall durch die Großratsbeſchlüſſe noch nicht feſtgelegt wurde. Auch hier werden die einſchlägigen Geſetze eine Klärung erbringen. Im allgemeinen gilt, daß kein Jude uster die einſchränkenden Beſtimmungen fällt, der Fami⸗ lien von Frontkämpfern ien Beſitz des Kriegs⸗ verdienſtkreuzes angehört. Da bei den vier Feldzügen— Welttrieg, libyſcher, abeſſiniſcher, ſpaniſcher Feldzug— insgeſamt mehr als drei⸗ ßig Jahrgänge aufgeboten wurden, wird ein Mitglied der jüdiſchen Familie in den meiſten Fällen einberufen worden ſein, ſo daß die Zahl dieſer Ausnahmen von der Juden⸗ geſetzgebung als hoch veranſchlagt werden kann.„Corriere Padano“ ſprach von et⸗ wa 30 000 Juden, die dadurch nicht unter die Judengeſetzgebung fallen würden. Es würde jedoch kaum dem Sinn der klaren antijüdiſchen Linie des Faſchismus entſprechen wenn man ſich hier in Zahlen feſtlegen wollte. verdienſte müſſen nachgewieſen werden Der Sinn der Großratsbeſchlüſſe iſt, daß der Jude, der Italien Dienſte erwies, nicht unter die Judengeſetzgebung fallen ſoll. Dieſe für Italien geleiſteten Dienſte müſſen jedoch nach⸗ zuweiſen ſein, ſo daß man auch hier möglicher⸗ weiſe eine Behandlung von Fall zu Fall durch⸗ führen wird. Mit Abſicht hat der Faſchiſtiſche Großrat ſeine Beſchlüſſe elaſtiſch gehalten, was allein daraus hervorgeht, daß alle Ausnahmesn zugunſten der Juden jederzeit widerruflich ſind. Die eigentliche Feſtlegung erfolgt durch die ein⸗ zelnen Geſetze der einſchlägigen Miniſterien, die es zur Urteilsbildung abzuwarten gilt. Die hochverräteriſchen Unternehmungen der Juden Colorni, Philipſon und Sacerdoti haben bereits jetzt dazu beigetragen, daß die Judengeſetzgebung in Italien rückſichtslos durchgeführt wird. So erklärt„Vita Italiana“ die Ausſcheidung aller Lehrer und Univerſitätsprofeſſoren, die Miſch⸗ linge oder mit Jüdinnen verheiratet ſind, als bevorſtehend, womit einer der wichtigſten Sek⸗ toren des nationalen Lebens, das Unterrichts⸗ weſen, von Grund auf von jeglichem jüdiſchen Einfluß befreit ſein wird. neue engliſche Miniſterliſte erſt am Montag Orahtbericht unseres Londoner Vertreters) f. b. London, 22. Okt. Miniſterpräſident Chamberlain wird ſich am Freitagabend auf ſeinen Landſitz nach Chequers begeben. Die Veröffentlichung der bereits fertigen neuen Miniſterliſte hat ſich da⸗ durch verzögert, daß der Miniſterpräſident aus Pietätsgründen erſt die Beiſetzung des verſtor⸗ benen Domigienminiſters Lord Stanley vorübergehen laſſen will, ehe ſein Nachfolger im Amt bekanntgegeben wird. Die Bekanntmach⸗ ung über die Neuernennungen und Aenderun⸗ gen im Kabinett iſt daher nicht vor der Rück⸗ kehr Chamberlains aus Chequers am Montag zu erwarten. „hakenkreuzbanner“ Samstag, 22. Oktober 1958 Plötz ich ſaucht'n See ouf Waſſer dringt durch alte Bergwerksſtollen rst. Magdeburg, 21. Oktober. In der Nähe von Aſchersleben iſt auf eigen⸗ artige Weiſe ein großer See entſtan⸗ den. Seit einiger Zeit dringt hier unaufhör⸗ lich Waſſer aus einer Bodenſenke, die bisher mit Wieſen und Feldern bedeckt war. Schon jetzt umfaßt der neue See eine Fläche von zwei Kilometer Länge und iſt nicht einzudämmen. Da das Waſſer ohne Unterlaß zufließt und be⸗ reits eine Tiefe von 10 Meter erreicht hat, iſt dort, wo früher Bauern ihre Felder beſtellt haben, ein neuer See entſtanden. Die Polizei hat das Gebiet nördlich von Aſchersleben abgeſperrt. Verſchiedene Wiſſen⸗ ſchaftler ſind dabei, die plötzlich auftretenden Quellen zu ergründen. Es iſt dabei feſtgeſtellt worden, daß ſich der Waſſerſpiegel in jedem Monat um weitere fünf Zentimeter hebt, und daß der See, der ſo unvermutet aufgetaucht iſt, in zehn Jahren etw 200 Morgen groß ſein dürfte. Nun hat man eine eigenartige Feſtſtel⸗ lung auf Grund alter Chroniken gemacht. Die Hiſtoriker ermittelten nämlich, daß es vor 500 Jahren an der gleichen Stelle ſchon einen See gab, der aber im 17. Jahrhun⸗ dert trockengelegt wurde und auf deſſen Grund danach Ackerland entſtand. Seit 200 Jahren iſt hier geſät und geerntet worden. Bis zum Jahre 1920 wurden hier auch Braunkohlenfelder aus⸗ gebeutet. I kin engliſcher Mißſtand wird beſeitigt Ep London, 21. Okt. Ueber ein großangelegtes Betrugs⸗ manöver ſogenannter„nationaler Einrich⸗ tungen“ in England werden in einem ſoeben veröffentlichten Bericht eines Sonderausſchuſſes nähere Angaben gemacht. Der Bericht iſt für das Parlament beſtimmt und dürfte nach der von der Preſſe gezeigten Entrüſtung zu einer genaueren Ueberprüfung des geſamten Sam⸗ melweſens in England beitragen. Es werden Fälle angeführt, in denen ſich dunkle Exiſtenzen durch Vorſpiegelung falſcher Angaben ein recht hohes Jahreseinkommen verſchafft haben. Ein ehemaliger Kellner z. B. hatte zuſammen mit ſeiner Frau eine„n ati o⸗ nale Selbſthilfegemeinſchaft für Frauen“ gegründet. Für dieſe„Gemein⸗ ſchaft“ ließ er ſammeln und verſchaffte ſich ſo eine Jahreseinnahme, die nach Schätzung der Unterſuchungsbehörden zwiſchen 3000 und 4000 Pfund liegen mußte. Viermal ſtatteten Auf⸗ ſichtsbeamte den Räumen dieſer Gemeinſchaft einen Beſuch ab, aber in keinem Falle konnten ſie einen Kranken oder einen Hilfeſuchenden finden. In einem andeten Falle hatten Sammler eine anteilmäßige Beteiligung von 16 Schilling auf das Pfund(20 Schilling) bekommen. Ein anderer Sammler lieferte auf Grund einer der⸗ artigen Beteiligung von 900 Pfund nur 30 Pfund ab. In Birmingham ſtellte man feſt, daß eine„nationale Vereinigung“ von 13 500 Pfund, die ihr von der Oeffentlichkeit zur Ver⸗ fügung geſtellt worden waren, nur 100 Pfund der Form halber für ſoziale Zwecke verwandt hatte, In den meiſten Fällen gab man bei der Gründung ſolcher„Hilfsunternehmen“ der neu⸗ geſchaffenen Organiſation den Beinamen„na⸗ tional“, um damit der Oeffentlichkeit das Spen⸗ den ſchmackhafter zu machen. „Unſer allergrößter ſamerad“ Dr. Ley sprach ũber den fũhrer DNB Stettin, 21. Oktober. Der Lehrgang aller Gau⸗ und Kreisſchulungs⸗ leiter der NSDAp Großdeutſchlands verweilte am 21. Oktober vormittags auf dem Wege nach Paſewalk als Gaſt des Gaues Pommern in Stettin. Die Fahrt galt dem Gedenken des Ta⸗ ges, an dem Adolf Hitler vor 20 Jahren als unbekannter Frontſoldat gasvergiftet und faſt erblindet in das Lazarett von Paſewalk auf⸗ genommen wurde. Reichsorganiſationsleiter Dr. Ley war aus dieſem Grunde nach Stettin geeilt, um zu den Männern der Schulung auf ihrem Wege nach Paſewalk über den Führer zu ſprechen. Aus dem Feuer ſeines Herzens, der Treue ſeiner Geſinnung, gab er ein leben⸗ diges Bild Adolf Hitlers. Im Stadttheater Stettin begrüßte der Leiter des Hauptſchulungsamtes der NSDApd,, Fried⸗ rich Schmidt, für den Lehrgang und Gau⸗ leiter Schwede im Namen des Gaues den Reichsorganiſationsleiter. Dann ſprach Dr. Ley. „Alles, was wir heute ſind als Menſchen“, ſo rief er den Männern zu,„hat uns der Führer durch ſein Weſen gezeigt. Das Größte, was er getan hat, iſt, daß er dich und mich, daß er uns alle zu anderen Menſchen gemacht hat. Wir wollen uns heute ganz und zutiefſt dem Glück hingeben, Zeitgenoſſen des Führers zu ſein und wollen an ihm und an ſeinem Beiſpiel täglich und ſtündlich lernen. Der Führer“, ſo ſagte Dr. Ley,„war im Glaubender Stärkſte von uns allen. Sein Glaube ſchuf das neue Volk, ſchuf das neue Reich. Aber dieſer Glaube Adolf Hitlers iſt nicht aus dem Unge⸗ wiſſen gekommen. Der Glaube des Führers kam aus ſeinem Wiſſen um ſein Volk, das er kannte, weil er es erlebt hatte als Arbeiter und als unbekannter Frontſoldat. Weil Adolf Hitler aber um die tiefſten Kräfte ſeines Volkes wußte, weil er am tiefſten die Seele dieſes Volkes kannte, darum auch glaubte er an ſein Volk.“ „Der Führer iſt“, ſo fuhr Dr. Ley fort,„trotz aller Größe und aller Einzigartigkeit, Menſch geblieben. Der Führer iſt Kamerad geblieben, Kamerad wie ehedem, Kamerad von uns allen. Was kann es denn Schöneres geben“, ſo fragte Dr. Ley,„als Politiker zu ſein? Der Führer iſt der größte Politiker, weil er der beſte Er⸗ zieher iſt und der beſte Künſtler darin. Er liebt ſein Volk unbändig und verzeiht jedem einzel⸗ nen all die kleinen Dinge ſeines Menſchſeins. Es iſt die größte Tat des Führers, daß er un⸗ ſerem Volke den Weg ebnete zu allem Schönen und Lichten.“ Immer wieder unterbrach der Beifall die von tiefer Verbundenheit zum Führer zeugenden Worte des Reichsorganiſationsleiters, dem Pg. Schmidt zum Schluß im Namen aller für dieſe feierliche Stunde dankte. * Slerbegeſang der„peawda“ für Tjurkin rchon wieder ein neuer Vollksbildungskommissar fãllig DNB Moskau, 21. Oktober. Erſt ſeit wenigen Monaten iſt der Volls⸗ bildungskommiſſar Tjurkin im Amt, nach⸗ dem ſein Vorgänger Bubnow entfernt wor⸗ den war. Und nun ſcheint auch ihm bereits das gleiche Schickſal bevorzuſtehen. Wie das in Sowjetrußland üblich iſt, wird der Abgang dieſes Mannes eingeleitet durch eine großangelegte öffentliche Schmäh⸗ rede, in der das völlige Verſagen und die Unfähigkeit dieſes Volkskommiſſars vor aller Welt dargelegt wird. Die„Prawda“ ſtimmte geſtern den Sterbe⸗ geſang für Volksbildunaskommiſſar Tjurlin an. Er habe völlige Hilfloſigreit an den Tag gelegt und ſich reſtlos unfähig gezeigt, die Ar⸗ beit des Volkskommiſſariats für Volksbildung zu reorganiſieren. In letzter Zeit habe Tjur⸗ kin, ſo ſchreibt die„Prawda“, nur immer Re⸗ den gehalten,„in denen er ſeine Fehler einge⸗ ſtand und ſeine Sünden bereute“, geleiſtet habe er jedoch überhaupt nichts. Unter den einzel⸗ nen Vorwürfen, die das Blatt erhebt, iſt die Rede von grotesken Verwechſlungen, die in dem Kommiſſariat vorgekommen ſeien, von liederlicher Arbeit, von Chaos und Wirrwarr und von den„Kanzleidſchungeln“ des Volks⸗ bildungskommiſſariats, in denen nicht weniger als 20 000 Berichte untergegangen ſeien. Faul⸗ pelze und Bürokraten, ja ſogar„verdächtige Elemente“ hätten in dem Volksbildungskom⸗ miſſariat die Oberhand und Tjurkin habe ———————— Pieter Bruegel, der Maler des Volkes Eine Anerkennung für die Bemühungen der Kunſthalle, auch in dieſem Winter wieder wertvolle und reichhaltige Vortragsabeende zu veranſtalten, bedeutete der Beſuch des Pieter⸗ Bruegel⸗Vortrags am Donnerstagabend. Deein einer nun ſchon liebgewordenen Geiwohnheit folgend, waren ſehr viele Freunde der Kunſt⸗ halle, aber auch eine Menge neuer Beſucher er⸗ ſchienen, die nun zu einem ſehr großen Teil keinen Sitzplatz fanden. Direktor Dr. Paſ⸗ ſarge, der Worte der Begrüßung ſprach und die Vortragsreihe eröffnete, verſprach, für Ab⸗ hilfe Sorge zu tragen. Mit der zweiten großen Periode niederlän⸗ diſcher Malerei, mit der des 17. Jahrhunderts, — ſo begann der Leiter der Kunſthalle ſeinen Vortrag—, werde ſich die nun folgende Reihe befaſſen. An ihrem Beginn, die Verbindung darſtellend zu der erſten großen Epoche des 15. Fahrhunderts ſtehe die überragende Künſtler⸗ geſtalt Pieter Bruegels des Aelteren, der als erſter ſeiner Zeit ein Maler des Wol⸗ kes werden ſollte. Er vollzog die endgültige Hinwendueig zur realiſtiſchen Darſtellungs⸗ weiſe, der ihm nachfolgenden Zeit gab er die große Anregung und wies ihr das neue Ziel. Bis ins 19. Jahrhundert hatte ſeine Tat und ſein Genie zu wirken vermocht, und heute, da man ſich wieder auf der Suche nach einer Kunſt der Wirklichkeit und der ungittelbaren An⸗ ſchauung befindet, hat man in ihm ein großes Vorbild entdeckt. Die Natur, die Menſchen, die er zeichnet und malt, ſind ſo lebendig, ſo lebensnah ueid lebenswahr, wie ſie zuvor kein anderer darzu⸗ ſtellen vermocht hatte. Man war— in Hol⸗ land— befangen in einer höfiſchen auf das Aeußere bedachten Bildungskunſt, und außer⸗ halb Hollands hatte man ſich noch nicht frei⸗ machen können von einer noch mittelalterlichen Auffaſſung; der Kunſt, die ſich dem Diesſeits uend ſeinen Erſcheinungsformen verſchloſſen hielt. Bruegel wagte zum erſtenmal eine groß⸗ artige realiſtiſche Schau. Von wunderbarer Leuchtkraft ſind ſeine Farben, genial ſtreut er über die Fläche, aus unbezähmbarer Erfin⸗ dungskraft ſchöpfend, ſeine Szenen und Men⸗ ſchen. Er nimmt ſich— auch hierin revolu⸗ tionär und ſelbſtändig— die Freiheit des Künſtlers und zeigt die Welt als eine Welt der Narrheit. Ein draſtiſcher Humor, der um das letzthin Tragiſche alles Komiſchen, alles Menſch⸗ lichen und Alltäglichen weiß, ſpricht aus ſeinen Bildern. Auch ſpäter, als er ſeine Phantaſie zu einer vereinfachenden, darum um ſo ſchlag⸗ kräftigeren Darſtellung bändigt, lebt dieſe Jronie in ſeinen monumentalen Figuren, den Menſchen und Bauern ſeiner Heimat. Vor allem iſt nun ſeine Auffaſſung der Natur von wahrhaft nordiſcher Geiſteshaltung. Eben hierin liegt ſeine revolutionäre Bedeutung und das für uns heutige erſtaunliche Wunder. Er vollzieht in ſeinen Landſchaftsbildern— ſo in den Darſtellungen der„Jahreszeiten“— die glückliche Verſchmelzung voer Menſch und Na⸗ tur. Das Weſen dieſer Einheit, wie er ſie in ſeiner zweiten Entwicklungsphaſe und. noch einmal kurz vor ſeinem Tode geſehen hat, liegt in der gegenſeitigen Steigerung ihrer bei⸗ den Wirkungskräfte. st. Die ku turelle Mission Salzburgs Der Gauleiter von Salzburg, Dr. Friedrich Rainer, und der Landesſtatthalter von Salz⸗ burg, Dr. Albert Reitter, ſprachen in der Deutſchen Akademie über die kulturelle Bedeu⸗ tung Salzburgs. Gauleiter Dr. Rainer wies darauf hin, daß Salzburg, ſeit altersher ein Kulturzentrum im deutſchen Raum, durch Na⸗ tur, Geſchichte und Tradition dazu beſtimmt fei, gerade im Dritten Reich beſondere kulturelle und künftleriſche Aufgaben zu erfüllen. Landes⸗ ſtatthalter Dr. Reitter legte an einem Teil⸗ gebiet dieſes Au'gabenkreiſes, nämlich an den Salzburger Feſtſpielen, dar, wie ſich Salzburg nichts unternommen, den Apparat ſeines Mi⸗ niſteriums zu ſäubern. Es dürfte klar ſein, daß dieſe ungewöhnlich ſcharfen Angriffe des parteiamtlichen Blattes die Vorankündigung vom Ende des Betroffe⸗ nen bilden. kin Briefwechſel v. Brauchitſch-fenlein DNB Berlin, 20. Oktober Der Oberbefehlshaber des Heeres hat aus Anlaß der Uebergabe des ſudetendeutſchen Ge⸗ bietes an den Reichskommiſſar Konrad Hen⸗ lein ein Schreiben gerichtet, in welchem er ihm mitteilt, daß ſein ihm vom Führer gegebener Auftrag erfüllt iſt, und daß er das Schickſal des Sudetenlandes nunmehr in die Hände des Reichskommiſſars legt. Außerdem dankte Ge⸗ neraloberſt von Brauchitſch in demſelben Schreiben allen ſudetendeutſchen Volksgenoſſen für die herzliche Aufnahme, die die deutſchen Truppen in ihrer Heimat gefunden haben. Konrad Henlein hat dem Oberbefehlshaber des Heeres für dieſen Brief gedankt und auch ihm das Verſprechen abgelegt, den Sudeten⸗ gau zu einem ſtarken und vollwertigen Glied des Reiches zu geſtalten. Ganz beſondere Dan⸗ kesworte richtete er an Generaloberſt von Brauchitſch für die tadelloſe Durchführung der friedlichen Beſetzung ſeiner Heimat. Freiherr von kglofſſtein geſtorben DNB München, 21. Oktober. Der Präſident des DDAE, NSag⸗Oberfüh⸗ rer Freiherr von Egloffſtein, iſt heute an den Folgen einer Blutvergiftung im Alter von 42 Jahren geſtorben. Freiherr von Egloffſtein wurde 1933 von Korpsführer Hühnlein mit der Führung des DDaAcC beauftragt. Er erwarb ſich um deſſen Aufbau große Verdienſte, die ſchon im An⸗ ſteigen der Mitgliedſchaft von 94 000 im Ok⸗ tober 1933 auf heute 175000 zum Aus druck kommt. kiebſch wurde Welmmeiſier Wien, 21. Oktober. Georg Liebſch(Deutſchland) holte ſich bei den Gewichtheber⸗Weltmeiſterſchaften den Titel im Federgewicht mit 305 Kilo(95; 92,53 1175) vor dem Italiener Beſcape(300 Kilo) und dem Deutſchen Richter(297,5 Kilo). Der Amerikaner Terry ſtellte im Reißen mit 975 Kilo einen neuen Weltrekord auf, den Richter kurz darauf einſtellte. Reichsminister Dr. Frick im befreiten Sudetenland Bei seiner Ankunft in Bodenbach wird Reichsminister Dr. Frick von einer Frontkämprerab- ordnung der Stadt begrüßt. Von Bodenbach aus trat der Minister nach Beendigung seiner Dienstreise durch das Sudetenland die Rückfahrt nach Dresden an. —————,————————————————— in den vergangenen Jahrhunderten bis in die jüngſte Zeit immer wieder als Stätte künſtle⸗ riſcher Darbietungen bewährt habe. Bayreuth ſei dem Werk Richard Wagners geweiht. Wenn Salzburg beſonders die Kunſt Mozarts dar⸗ über hinaus aber auch andere Kunſiwerie, ſo⸗ weit ſie ſich in die Tradition und den Rahmen Salzburgs einfügen, in ſeinen Feſtſpielen vor⸗ bildlich zeigen wolle, ſo erfülle es damit eine Miſſion, die Richard Wagner ſelbſt dieſer Stadt zu geben beabſichtigte, indem er als erſter den Gedanken faßte, dort ein dem geſamtdeutſchen Kunſtſchaffen gewidmetes Feſtſpielhaus zu er⸗ richten. Welturbeberkonfererz 1939 Die Staaten der Berner Konvention bereiten nunmehr die Einberufung einer Welturheberkonferenz vor, die im Jahre 1939 in Brüſſel ſtattfinden ſoll. Dieſe Konferenz ſoll zwei Aufgaben durchführen, einmal die Abänderung der Berner Konven⸗ tion und zum anderen die Schaffung eines wirk⸗ famen Welturheberrechts auf den Gebieten des Schrifttums und der Tonkunſt. Für die Abänderung der Berner Ueberein⸗ kunft liegen bereits gründlich ausgearbeitete Vorſchläge von der belgiſchen Regierung und dem Berner Büro vor. Ergänzt werden dieſe Vorſchläge durch private Anregungen interna⸗ tionaler Vereinigungen, ſo u. a. der„Confe⸗ dération Internationale des Sociétés'Auteurs et Compoſiteurs“. Die Bemühungen, über die Berner Vereinbarungen hinaus ein wirkſames Welturheberrecht zu ſchaffen, zielen auf eine Angleichung der internationalen Verträge ab, die bereits zwiſchen Staaten oder Staatengrup⸗ pen zur Sicherung des Urheberrechts geſchaf⸗ fen worden ſind. Darüber hinaus ſollen aber auch diejenigen Länder herangezogen werden, die die Rechte ausländiſcher Urheber überhaupt nicht oder nur in unzureichendem Maße auf Grund von innerſtaatlichen Geſetzen oder Ver⸗ trägen mit nur einzelnen anderen Staaten ſchützen. Die Verhandlungen auf dieſem Ge⸗ biet dürften ſich jedoch recht ſchwierig geſtal⸗ Weltbild(M) ten, da von verſchiedenen Seiten erheblich aus⸗ einandergehende Entwürfe der Konferenz vor⸗ gelegt werden ſollen. Am weitgehendſten iſt der Vorſchlag der panamerikaniſchen Kommiſſion, der eine Kodifikation des internationalen Urheberrechts anſtrebt, die die Uebereinkünfte von Bern und Montevideo er⸗ fetzen ſoll. Der dafür vorgelegte Entwurf ſchließt ſich im weſentlichen an das Berner Syſtem an, behält allerdings den amerikani⸗ ſchen Staaten das Recht vor, den Schutz von einem Vorhalt auf das Werk ſelbſt oder einer Regiſtrierung des Werks beim Berner Büro abhängig zu machen. Ob aber dieſes weitge⸗ ſteckte Ziel auf der Konferenz erreicht werden wird, bleibt nach den Erfahrungen, die bisher auf internationalen Konferenzen gemacht wur⸗ den, zweifelhaft. Ausltellung japaniicher Kunit in Berlin „Einer der beſten deutſchen Kenner fern⸗ öſtlicher Kunſt, der Kuſtos an den Staatlichen Muſeen zu Berlin, meinſam mit den in Betracht kommenden japa⸗ niſchen die letzten Vorbereitungen für ung klaſſiſcher japaniſcher Künſt zu die Ausſte treffen, die im Februar nächſten Jahres in Berlin ſtattfinden ſoll. Reidemeiſter iſt den Ja⸗ panern kein Fremder, denn er war ſchon vor drei Jahren zu Studienzwecken in Japan. Mit Befriedigung verzeichnen die japaniſchen Zei⸗ tungen ſeine Erklärung, daß man in Deutſch ⸗ land das Entgegenkommen zu ſchätzen wiſſe, das darin liege, daß die Japaner zum erſten⸗ mal eine Anzahl ihrer köſtlichſten und werwoll⸗ ſten Kunſtſchätze außer Landes gehen laſſen wollen, damit ſie in Deutſchland gezeigt wer⸗ den können. Es iſt das erſtemal, daß die ſchön⸗ ſten Kunſtwerke Japans bei uns gezeigt wer⸗ den; wahrſcheinlich wird die Ausſtellung ziem⸗ lich lange ſtehen bleiben und bedeutet eine Mög⸗ lichkeit für unſer Volk, gerade die beſten Et⸗ zeugniſſe der ſo hochſtehenden japaniſchen Kunſt kennenzulernen. Prof. Dr. Jolann v. Leers Dr. Leopold Reide⸗ mei R355 weilt gegenwärtig in Tokio, um ge⸗ „Hhakenk kin FHehrere Vor kaum d von Beſprechu kareſt der P der in Rumän lebenden türki mat beſchloſſer ſofort die notn um die Rückſi zu können. treffen, daß d Bevölkerungst. Der bekannte Deutschlandbe serschmitt-AC schmitt-Taifur ober 1958 ——— -fjenlein Oktober s hat aus utſchen Ge⸗ nrad Hen⸗ jem er ihm gegebener 5 Schickſal Hände des dankte Ge⸗ demſelben lksgenoſſen edeutſchen haben. ffehlshaber t und auch Sudeten⸗ igen Glied ndere Dan⸗ oberſt von ührung der torben Oktober. K⸗Oberfüh⸗ ute an den Alter von 1933 von ihrung des um deſſen in im An⸗ 00 im Ok⸗ n Ausdruck eiſter „Oktober. holte ſich chaften den o(95; 92,53 (300 Kilo) Kilo). Der 'n mit 97,5 den Richter +. cäAmpferab- ung seiner eltbild(MI) —————————— heblich aus⸗ nferenz vor⸗ hendſten iſt kaniſchen ikation des rebt, die die ntevideo er⸗ te Entwurf das Berner amerikani⸗ Schutz von t oder einer ſerner Büro eſes weitge⸗ eicht werden „ die bisher emacht wur⸗ t in Berlin enner fern⸗ Staatlichen d Reide⸗ okio, um ge⸗ ienden japa⸗ eitungen für ſer Kunſt zu Jahres in iſt den Ja⸗ ir ſchon vor Japan. Mit niſchen Zei⸗ in Deutſch⸗ hätzen wiſſe, zum erſten⸗ nd wertwoll⸗ zehen laſſen gezeigt wer⸗ iß die ſchön⸗ gezeigt wer⸗ ellung ziem⸗ et eine Mög⸗ beſten Er⸗ liſchen Kunſt vV. Leers, „Hhakenkreuzbanner“ Samstag, 22. Oktober 1958 kine moderne Dölkerwanderung Nehrere Hunderitausend Türken werden heimtransporſierſ (Von unſerem Balkanvertreter) v. M. Budapeſt, 22. Oktober. Vor kaum drei Monaten wurde im Rahmen von Beſprechungen zwiſchen Ankara und Bu⸗ kareſt der Plan einer Rückſiedelung der in Rumänien, vor allem in der Dobrudſcha, lebenden türkiſchen Volksgruppen nach der Hei⸗ mat beſchloſſen. Von beiden Staaten wurden ſofort die notwendigen Maßnahmen eingeleitet, um die Rückſiedelung reibungslos durchführen zu können. PRumänien mußte zunächſt Vorſorge treffen, daß durch die Abwanderung größerer Bevölkerungsteile— rund 480 000 Türken leben zur Zeit noch im rumäniſchen Staatsgebiet— das wirtſchaftliche und gewerbliche Leben der betreffenden Gebiete nicht aus dem Gleich⸗ gewicht gebracht wird. Ankara traf ſeinerſeits Vorbereitungen zur Aufnahme der Heimkehrer, die-vor allem in Anatolien angeſiedelt werden ſollen. Hier war⸗ tet ein fruchtbares aber noch verödetes Land der Egge und des Pfluges. Die türkiſche Re⸗ gierung hat bereits ein großes Projekt aus⸗ gearbeitet, um die rieſigen Anbauflächen Ana⸗ toliens zu erſchließen. Bekanntlich hat die Re⸗ gierung von Ankara neben den Vereinbarungen mit Rumänien auch mit Jugoſlawien Oberst Lindbergh besichtigt die Messerschmitt-Werke Der bekannte amerikanische Ozeanflieger Oberst Lindbergh(rechts), der anlähßlich seines Deutschlandbesuches zur Tagung der Lilienthal-Gesellschaft, wie bereits gemeldet, die Mes- Serschmitt-AG. in Augsburg besuchte, läßt sich von dem Chefpilot Dr. Wurster eine Messer- schmitt⸗Taifun-Maschine erklären. Weltbild(M) Arabische Frauen fordern gerechte Lösung der Palästinafrage Weltbild(0) Der arabische Frauenkongreß in Kairo wendet sich in Telegrammen an die Regierungen der ꝛuropäischen Großmächte mit der Bitte, alles zu tun, um die bestmösliche Lösung in Palä- stina zu finden. bereits die Rückſiedelungsaktion der in dieſem Lande lebenden türkiſchen Minderheiten be⸗ ſprochen. Am Dienstag hat das erſte Schiff mit 1700 Dobrudſcha⸗Türken den rumäniſchen Hafen Konſtanza verlaſſen. Die moderne„Völ⸗ kerwanderung“ hat damit begonnen. Die Rück⸗ wanderer werden ſofort im anatoliſchen Gebiet angeſiedelt. Der türkiſche Staat gibt ihnen un⸗ entgeltlich Grund und Boden,, ſtellt jeder Familie ein Haus zur Verfügung, leiſtet Der Kongreß nahm weiterscharf gegen die englische Politik Stellung. bei der Umſiedlung finanzielle Hilfe und be⸗ freit außerdem die Siedler in den erſten Jah⸗ ren von jeder Steuer. Sobald ſich der erſte Trupp der Rückwanderer, die am Donnerstag in der Heimat eintrafen, im neuen heimatlichen Siedlungsgebiet niedergelaſſen hat, wird ein weiteres Kontingent Dobrudſcha⸗Türken aus Rumänien abreiſen. Man glaubt, daß die Rück⸗ ſiedelungsaktion der im rumäniſchen Gebiet le⸗ benden Türken nach Ablauf von etwa fünf Jahren abgeſchloſſen ſein wird. 13200 rote befangene in der kbro⸗Schlacht Die Bilanz der Kämpfe der leizten Zeit Dr. v. L. Rom, 22. Okt.(Eig. Drahtber.) Wie die„Tribuna“ aus Corbera meldet, be⸗ trägt die Zahl der von den nationalſpaniſchen Truppen während der zweiten Ebro⸗Schlacht gemachten Gefangenen 13 200. Von den Ge⸗ fangenen brachte man in Erfahrung, daß eine Judenbrigade innerhalb des roten Heeres auf⸗ geſtellt wurde, um den Wünſchen der Juden, gegen den Faſchismus zu kämpfen, Rechnung zu tragen. Vermutlich wird ſich daraus die Bil⸗ dung einer anderen Brigade ergeben, die dar⸗ über zu wachen hat, daß ſich die Juden in ihrem Kriegseifer nicht ſo ſchnell in der Etappe herumdrücken. Wie„Corriere della Sera“ von der Ebrofront berichtet, ſtocken die Kriegsope⸗ rationen in allen Abſchnitten. Im Becken von Gandeſſa herrſcht lautloſe Stille. 12 A] statt 5 Pfennig und Swo ifstatt ⁊enn Zigaretten?-Welch eine krumme Rechnung; Könnte man meinen! Aber das scheint nur so, denn in- Wahrheit geht sie glatt auf: Für 50 Pfennig erhalten Sie nämlich in dieser Preislage gerade einen Tagesbedarf von 12 CVE RSTOLZ Zigaretten; dazu noch fugendicht verpackt, also vollkommen frisch. OVERSTOLZ 50. Henniq Anmerkiing fiir staris aucher: Es gibt auch Packungen mit 24 COVERSTOLZ! „Bakenkreuzbanner“ Blick übers CLand Samstag, 22. Oktober 188„Dahenkr Tetzie badiſche Meldungen heimatfeſt der Badener in Berlin Karlsru e, 21. Okt. Die Landsmannſchaft der Badener in Berlin e. V. veranſtaltet am Samstag, 5. November, in den Feſträumen bei Kroll am Königsplatz ihr 34. Trachtenfeſt. Die⸗ ſes Heimatfeſt vereinigt alljährlich alle Lands⸗ leute in S Fröhlichkeit und echt badiſcher Gemütlichkeit. Auch Trachtenabord⸗ nungen der übrigen in Berlin en Lands⸗ mannſchaften werden mithelfen, das Feſt zu verſchönen. Rohling im Kuhſtall km. Karlsruhe, 21. Okt. In nichtöffent⸗ licher Sitzung hatte ſich vor der 3. Großen Strafkammer des Landgerichts Karlsruhe der 41jährige verheiratete Ernſt Zani von hier wegen Vergehens nach 5 330a(ſtrafbare Rauſch⸗ halte ſch' zu verantworten. Der Angeklagte atte ſich eines Nachts in ſinnlos betrunkenem Zuſtand in den Stall eines Landwirts in Rüp⸗ purr, bei dem er wohnte, begeben und dort ein Kalb derart mißhandelt, daß es einging. Der Angeklagte hat ſich nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme der—————— und Tierquälerei ſchuldig gemacht. Das Gericht er⸗ kannte auf eine Gefängnisſtrafe von fünf Mo⸗ naten, auf welche zwei Monate Unterſuchungs⸗ haft angerechnet wurden. motorrad fährt auf Taſtwagen *Weingarten, A. Okt. Uhr, aß hier ein von Heidelberg kommender Motorradfahrer auf einen in die Haupwerkehrs⸗ ſtraße einbiegenden Laſtkraftwagen. Der Mo⸗ torradfahrer wurde ſchwer verletzt. Er zog ſich außer Geſichtsverletzungen und einem Schäd l⸗ bruch eine Zerſplitterung der rechten Knie⸗ ſcheibe und des Unterſchenkels zu. Er wurde Woran erkennt man Qualität! Nun, bei Schuh⸗ ereme iſt das recht einfach. Wenn Sie zum Bei⸗ ſpiel die Marke Erdal mit dem roten Froſch wählen, dann können Sie ſicher ſein, eine wirk⸗ lich gute Schuhereme in altbewährter, alter⸗ probter Qualität zu erhalten. Die Schuhe halten länger und bleiben länger ſchön. nach Karlsruhe ins Krankenhaus verbracht. Der Laſtwagen wurde leicht, das Motorrad dagegen ſchwer beſchädigt. Jugendliche Faſſadenkletterin Bretten, 21. Okt. Ein 16jähriges Mädchen wurde dabei überraſcht, als es zu nächtlicher Stunde in einem Hauſe in der Wilhelmſtraße ſtehlen wollte. Um zu entkommen, ſieg die Diebin aus dem Fenſter des zweiten Stock⸗ werkes und verſuchte, die Faffade hinunter⸗ uklettern. Sie wurde aber gefaßt und der Polizei übergeben. Auf der Reiſe in den Tod Donaueſchingen, 21. Okt. Auf der Fahrt von Konſtanz nach Freiburg wurde der 83jährige Eiſenbahnpenſionär Trunz im Zuge zlie ſich von einem Unwohlſein befallen. Er erholte ſi jedoch wieder und begab ſich über den Aufgang zum Bahnhofsgebäude, wo ein Herzſchlag ſei⸗ nem Leben ein Ende machte. Er wollte in Be⸗ leitung ſeiner 78jährigen Frau in Freiburg eine Tochter beſuchen. Freitag, 14.30 ebeiterkinder brauchen eigene Schlaßimmer Reichsarbeitskagung des Reichsheimſtättenamts in Frankfurt klärte wichlige Fragen Die Heimſtättenwalter der Betriebe, der Orts⸗ und Kreisgruppen und der Gaue kommen Ende dieſes Monats in Frankfurt a. M. zu einer Reichsarbeitstagung zuſammen. Gewaltig iſt ihr Arbeitsprogramm, denn die Wohnraumfrage iſt ja längſt zu⸗ einer ſozialpolitiſchen Angelegenheit geworden, die zu löſen die Deutſche Arbeitsfront berufen worden iſt. Unſer Mitarbeiter beſuchte den Preſſeamtsleiter des Reichsheimſtättenamtes der DAß, Stock, der ſich über die aktuellen Fra⸗ gen des Arbeiterwohnungsbaues und der Woh⸗ nungsbetreuung des ſchaffenden deutſchen Men⸗ ſchen äußerte. skro. Frankfurt a.., 21 Okt. Um zu einer wirklichen Volks⸗ und Leiſtungsgemeinſchaft zu kommen, iſt die Betreuung des ſchaffenden deutſchen Menſchen nicht nur an der Arbeits⸗ ſtätte und in der Freizeit erforderlich, vielmehr auch dort, wo ſeine Beziehungen zur Volks⸗ Beim„Vater Rhein“ ini Schwetzinger Schloßgarten und Leiſtungsgemeinſchaft beginnen bei ſeinem Leben in der Wohnung. Es iſt daher auf An⸗ ordnung von Dr. Ley, von dem das Wort ſtammt:„Die größte Freude hat der Menſch in ſeiner Wohnung“, die Bildung einer Arbeits⸗ gemeinſchaft für Wohnungsweſen bei den Ar⸗ beitskammern veranlaßt worden, die in der Reichsarbeitskammer verankert ſinnd. Das Ziel iſt die Haus⸗ und Voklsgeneinſchaft neben der Betriebsgemeinſchaft als Garant für die Ver⸗ wirklichung der Leiſtungs⸗ und Volksgemein⸗ ſchaft. Unmöglich kann es daher in Zukunft noch ein Nebeneinander von ſchönen Arbeits⸗ ſtätten und ungeſunden Wohnungen geben! Ddealſte Torm: Die Gemiſchtſiedlung „Die idealſte Form der Planung iſt die Ge⸗ miſchtſiedlung, in der neben dem Eigenheim Aufn.: Stütz FSchloßharten in leuchtender ferbſtpracht NUur noch wenige Cage wird die Pracht in Schwetzingen 3u bewundern ſein * Schwetzingen, 21. Okt. Ueber das Wo⸗ chenende dürfte der Schwetzinger Schloßpark, der jetzt ſein ſchönſtes Kleid im Jahresablauf angelegt hat, wieder das Ziel vieler Gäſte aus nah und fern ſein. Da noch keine Froſtnacht in dem Purpur des wilden Weins an den Lau⸗ bengängen des großen Zirkels und in dem Gold der langen Alleen aufgeräumt hat, wartet der Beſucher ein Farbenrauſch, eine Sinfonie des Zwischen Neckar und Bergstraſe Edingen berichtet Sitzung der Gemeinderäte. In der letzten Sitzung der Gemeinderäte wurde über die neue Haushaltsſatzung und den Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1938 beraten. Der ordent⸗ liche und außerordentliche Haushaltsplan iſt in ſeinen Einnahmen und Ausgaben ausgeglichen. Durch die neue Geſetzgebung iſt das Rtenes Real ſowie die Gewerbeſteuer den Gemeinden zugewieſen. Gegenüber der früheren Regelung ergibt dies für Edingen ein Steuermehraufkommen von etwa rund 30000 RM. Dem gegenüber ſtehen jedoch eine Anzahl vermehrter Ausgaben oder Einnahmen⸗ ausfälle. So kommt die Bierſteuer ab 1. Ok⸗ tober mit einem jährlichen Aufkommen von xund 10000 RM zu Gunſten des Reiches in Wegfall. Die Reichsſteuerüberweiſungen, die bisher 16 000 bis 17000 RM jährlich betrugen, werden ſich für Edingen künftig auf 7000 bis 8000 RM reduzieren. Eine beſondere Belaſtung bildet die ſtärkere Heranziehung der Gemeinde u den Schul⸗, Wohlfahrts⸗ und Straßenbau⸗ joſten, Ein Teil dieſer Laſten ſoll ſpäter auf die zu bildenden Stadt⸗ und Landkreiſe über⸗ ehen. Für das Rechnungsjahr 1938 verbleiben ſte bei der Gemeinde. Während bisher die Lehrerſtellenbeiträge insgeſamt 5950 RM be⸗ trugen, belaufen ſich für 1938 die Beiträge zur Landesſchulklaſſe auf rund 15 000 RM. Auch die Straßenkoſtenbeiträge haben ſich für die Gemeinde gegenüber den vorigen Jahren er⸗ höht. Der Wohlfahrtszuſchuß an das Land, der in dieſem Jahre erſtmals erhoben wird, beläuft ſich auf 5800 RM. Die Umlage zum Bezirksfürſorgeverband iſt von 12000 RM auf 17000 RM in dieſem Jahre geſtiegen. Dieſe vermehrten Ausgaben bedingen größte Spar⸗ ſamkeit in der Gemeinde. Der Grundſatz der Geſunderhaltung der Gemeindefinanzen wurde auch in den abgelaufenen Rechnungsjahren tets in vollem Umfange durchgeführt. Die der frn Entſchließung der Gemeindeverwaltung iberlaſſenen Aufgaben wurden in den vergan⸗ enen Jahren ohne Inanſpruchnahme von arlehens⸗ oder Kreditmitteln ausgeführt. So wurden insbeſondere im vergangenen Jahre umfaſſende Arbeiten auf dem Gebiet des Stra⸗ ßenweſens— Neuanlegung von Straßen, Her⸗ ſtellung und Verbeſſerung beſtehender Orts⸗ ſtraßen— geleiſtet. An der Hauptſtraße wurde das den Eheleuten Zimmermann gehörende Hausanweſen angekauft und der Partei und ihren Gliederungen mietweiſe als„Haus der Nationalſozialiſten“ überlaſſen. Ein beſonderes Intereſſe, um den Grundſatz der Sparſamkeit u verwirklichen, wurde der Abtragung be⸗ Schulden gewidmet. Bei der Macht⸗ übernahme im Jahre 1933 betrugen die lang⸗ friſtigen Schulden der Gemeinde insgeſamt rund 270000 RM. Durch Einſparungen in der Wirtſchaft war es möglich, in den letzten fünf Jahren neben der voranſchlagsmäßigen Verzinſung und Tilgung auch außerordentliche Tilgungen vorzunehmen, ſo daß auf Ende des Nechnungsjahres 1937 nur noch 175000 RM Schulden beſtanden. Dem gegenüber ſteht ein Reinvermögen von 374000 RM Durch eine Neubewertung der gemeindlichen Grundſtücke iſt bereits bei dieſem Betrag eine Abſchreibung von rund 40000 RM gegenüber früher voll⸗ zogen. Die Finanzlage der Gemeinde Edingen iſt durchaus geordnet. Als nächſte Aufgaben ſtehen einige Arbeiten, die im Zuſammenhang mit der Errichtung der Kleinſiedlung ſtehen, ſo vor allem die Erweiteruna der Waſſerver⸗ ſorgung in das Siedlungsgebiet und ſpäter die Herſtellung der erforderlichen Wege. Um wei⸗ teres Baugelände für Eigenheime zu erſchlie⸗ ßen, wird zur Zeit eine Bauplatzeinteilung an der neu angelegken Bahnhofſtraße Hurchgeführt. Auch die Verlegung der Schulküche in das Nebengebäude des Schulhauſes und die Ein⸗ richtung weiterer Lehrſäle im Schulhaus iſt in abſehbarer Zeit durchzuführen. Schließlich wird auch zu gegebener Zeit an die Erſtellung eines eigenen Hitler⸗Jugendheimes gedacht werden. Bei Durchführuna dieſer und weite⸗ rer Aufgaben läßt ſich die Gemeindeverwal⸗ tung von dem Grundſatz leiten, daß erſt nach Bereitſtellung der erforderlichen Mitteln mit den Ausführungen begonnen wird. Anlehens⸗ mittel ſollen unter allen Umſtänden vermieden werden. Sr. Lichts von geradezu märchenhafter Schönheit. Wie am Freitag, wohl dem herrlichſten bisher erlebten Oktobertag, wird bei Fortdauer des guten Wetters ſich wieder ein ſüdländiſch blauer Himmel über die prächtige Herbſtwelt ſpannen und einen Rundgang durch den Park einem unvergeßlichen Erlebnis werden laſ⸗ en. Da in den zu erwartenden klaren Nächten Fröſte nicht ausgeſchloſſen ſind, kann man nur raten, den geplanten Beſuch des Schwetzinger Wundergartens, wie er mit Recht bezeichnet wird, nicht länger hinauszuſchieben. Der Schloß⸗ garten iſt wohl zu allen Jahreszeiten wert, daß man ihn ſich anſieht. Der Park im Herbſtkleid ſtellt jedoch einen Höhepunkt dar, an den keine andere Zeit heranreicht. „Wer will dem Bluk befehlen“ SA⸗Morgenfeier im Reichsſender Stuttgart * Karlsruhe, 20. Okt. Am kommenden Sonntag, 23. Oktober, tritt die SA⸗Gruppe Südweſt wiederum mit einer Morgenfeier vor die Oeffentlichkeit Unter dem Leitwort„Wer will dem Blut befehlen“ greift die Feierſtunde zurück auf das grandioſe Geſchehen der ver⸗ gangenen Wochen Den Kern der Morgenfeier bilden vier Gedichte von Standartenführer Gerhard Schumann:„Deutſchland“,„Hei⸗ matlied“ und„Sturmlied“, in denen der Dich⸗ ter von dem Ringen deutſcher Menſchen ſpricht und von dem Blut, dem„Sternentakt der See⸗ len“, deſſen Stimme dieſe Menſchen immer wieder zum Kampf emporriß. Die Dichtun⸗ gen ſind ſeinem demnächſt erſcheinenden Buch „Schau und Tat“ entnommen. Das Quartett der SA⸗Gruppe Südweſt umrahmt die Gedichte mit Sätzen von Mozart und Brahms. Die Sendung ſchließt mit dem Gruppenlied von 55 Schumann, Muſik von Franz Phi⸗ ipps. Der unvorſichtige Radler Karlsruhe, 21. Okt. Am Donnerstag⸗ abend fuhr ein 13 Jahre alter Junge in der Auerſtraße in Rüppurr mit dem Fahrrad auf einen Möbelwagen auf. Der Junge zog ſich einen Schädelbruch zu und wurde in das Dia⸗ koniſſenkrankenhaus eingeliefert. Der Unfall iſt auf Unvorſichtigkeit zurückzuführen. 500 Eier auf der straße Singen a.., 21. Okt. An der Unterfüh⸗ rung beim Güterbahnhof fielen von einem Laſt⸗ kraftwagen drei vermutlich nicht genügend ge⸗ ſicherte Kiſten mit Eiern auf die Straße. Unter den Splittern der Bretter lief der Inhalt von etwa 500 Eiern in kleinen Bächen in die Straßenrinne. Zweimẽ noch die Kleinſiedlung, das Reihenhaus un das Stockwerkhaus vertreten ſind. Als Aus⸗ druck des nationalſozialiſtiſchen Wollens und der Volksgemeinſchaft müſſen das HJ⸗Heim und das Gemeinſchaftshaus den Kern und Mittelpunkt der Siedlung bilden. Die Vier⸗ raumwohnung iſt vom Reichsheimſtättenamt als Forderung herausgeſtellt worden und hat Zuſtimmung gefunden“, ſo erklärte Preſſeamtz⸗ leiter Stock, dem die büromäßige Verwaltung der Frankfurter Reichsarbeitstagung obliegt: „Daß eine Ausweitung der Wohnfläche auch im Stockwerkswohnungsbau zu erreichen iſt, kann vom Reichsheimſtättenamt nachgewieſen werden. Man hat erkannt, daß man nicht Straſ⸗ gefangenen pro Kopf 28 Kubikmeter Luftraum geben kann, während maa gleichzeitig aus Gründen der Rentahilität der Wohnſtätten den heranwachſenden Kindern, 5 oder gar 3 Ku⸗ bikmeter Luftraum zur Verfügung ſtellt. Dorbildliche Möbeltupen entwickelt Um dieſem Zuſtande ein Ende zu bereiten, fordert das Reichsheimſtättenamt der DAß die Vierraumwohnung, in der neben dem Eltern⸗ ſchlafzimmer ein geſundes Kinder⸗ ſchlafzimmer und darüber hinaus eine Bade⸗ oder Duſchmöglichteit enthalten iſt. Es Vor dem Zei iſt bei Gegenüberſtellung der Stockwerkswoh⸗ des„IB nung zum Eigenheim und zur Kleinſiedlung vschwarZzen für die Deutſche Arbeitsfront eine Selbſtver⸗ ſtändlichkeit, daß für die Bewohner einer Stoc⸗ Me werkswohnung hinſichtlich der Raumgröße die gleichen Grundſätze gelten müſſen, wie für den„Dei Kleinſiedler und den Bewohner eines Eigen⸗ um allen Rus. Sonntag die nicht miterlel das gewaltig lien“ doch ne Ebenſo kann es dem Reichsheimſtättenamte auch nicht gleichgültig bleiben, mit welchen Einrichtungsgegenſtändendie Wohn⸗ ſtätten der Arbeiter ausgeſtattet werden. Ez tag, den 23. ſieid daher vom Reichsheimſtättenamt zahlreiche der„Alhamt Möbeltypen entwickelt worden ſowie Beleuch⸗ ſtatt. tungsgegenſtände, Geſchirr und ſonſtige Haus⸗ Dieſer ita haltungsgegenſtände, die ſeit einiger Zeit be⸗ gleichlichen reits zu erſchwinglichen Preiſen im„Deutſchen des Führerl Hausrat“ im Handel ſind. Auf Grund det großen Tage Urzeichnung, die koſtenlos abgegeben wird, wieder leben kann dieſer Hausrat von jedem Tiſchler auch im Der Einti leinſten Orte individuell angefertigt werden, bis jetzt noch Die ganze Größe des Einſatzes der Deutſchen ſtändige Or Arbeitsfront zur Löſung der Wohnungsfrage noch bis 13. amt, Rheinſt außerdem if Fotohaus S erkennt man aber daraus, daß bereits für das laufende Jahr von der DAß die aktive Bau⸗ förderung auf nicht weniger als eine Milliarde Reichsmark veranſchlagt worden iſt. Land⸗Golkesdienſtanzeiger 5 Kath. Gottesdienſt Ladenburg. Samstag,—6 und 20—21 Beichtgel., 19.30 Roſenkranzandacht, Sonntag .15 Beichtgel.,.45 Austeilung der hl. Kommunion, Preis. .30 Frühgottesdienſt mit Monatskomm. der Frauen, 1 .30 Hauptgottesdienſt, 13.00 Jugendlehre, 13.30 Unermüdl Bonifatiusandacht, 19.30 Roſenkranzandacht. Dienstag am Werk, u und Donnerstag.15 Schülergottesdienſt, Freitag hres lar .30 Gemeinſchaftsmeſfe in der Krypta— b 3 Altkatholiſche Gemeinde Ladenburg. Sonntag,•30 is bl. Amt mit Predigt. erte vang. Gottesdienſt Schriesheim..45 Chriſtenlehte für Knaben und Mädchen,.30 Pfr. in Ref. Fuhr, müflen in Heidelberg, 11.00 Kindergottesdienſt, 11.00 Wottez; ſchaltet wer dienſt im Altersheim. Mittwoch, 20 Uhr Bibelſtunde, Verbindung Evang. Gottesdienſt Edingen. Sonntag,.15 Haupt, ſchaft iſt de gottesdienſt, 10.30 Kindergottesdienſt, 13.00 Konfir, Handwerler mandenunterricht. Bedeutung. wendung d Das unbeleuchtete Juhrwerk nn Ein Motorradfahrer getötet. Schulungs⸗ » Lampertheim, 21. Okt. Trotz ſtändiger Mahnungen und Belehrungen zur Erfüllung der Verkehrsvorſchriften verſchuldete ein Bauer aus Bürſtadt durch Nichtbeachtung der Vor⸗ ſchriften einen Unfall, der den Tod eines Man⸗ nes zur Folge hatte. Am Mittwoch gegen 20 Uhr befand ſich der NSKK⸗Mann glühn mit ſeinem Motorrad, von Worms kommend, auf dem Wege nach Bürſtadt. Etwa in der große Maſſ 1 GO N* o* 1 DARNMTEACHEIT? vx G Kichtethötko⸗ 25 eι-5 Mitte der Chauſſee fuhr er auf ein Fuhrwerk des Landwirts Maul aus Bürſtadt auf, das mit den vollkommen unbeleuchtet war. Da die Straſſe in macht. De tiefem Dunkel lag, konnte der Motorradfahrer werk zur das Fuhrwerk nicht ſehen. Er ſtürzte auf das ber hinau Straßenpflaſter und zog ſich eine ſchwere Schüͤ⸗ Anteil on delverletzung zu, an der er kurz darauf ver⸗ veranſtalt ſtorben iſt. 4 werks im 3 für Wirtſ Durch Tokalbahnzug neun Schafe getötet miniſterin Frankenthal, A. Okt. Auf der Straße——— in Richtung Dirmſtein zog ein Wanderſchäfer mit ſeinen 300 Schafen. Ein aus Richtung Heßheim kommender Kraftwagen 3 auf die Herde zu, erfaßte den Schäferhund, der ſofont tot war. Im gleichen Augenblick kam der Lo⸗ kalzug aus Heßheim und fuhr in die Herde die auf dem Schienengleis ſtand, hinein und tötete neun Tiere auf der Stelle. eihenbaus un ind. Als Aus⸗ Wollens und das HJ⸗Heim den Kern und en. Die Viet⸗ zheimſtättenamt horden und hat rte Preſſeamtz⸗ ge Verwaltung agung obliegt: Zohnfläche auch u erreichen iſt, t nachgewieſen tan nicht Straf⸗ neter Luftraum leichzeitig aus Vohnſtätten den der gar 3 Ku⸗ ng ſtellt. wickelt de zu bereiten, it der DAß die en dem Eltern⸗ s Kinder⸗ r hinaus eine thalten iſt. Es Stockwerkswoh⸗ r Kleinſiedlung eine Selbſtver⸗ ner einer Stoch⸗ Raumgröße die 'n, wie für den r eiges Eigen⸗ heimſtättenamte „ mit welchen den die Wohn⸗ t werden. Es namt zahlreiche ſowie Beleuch⸗ ſonſtige Haus⸗ niger Zeit be⸗ im„Deutſchen uf Grund det gegeben wird, Liſchler auch im fertigt werden, der Deutſchen Wohnungsfrage hereits für das ien aktive Bau⸗ eine Milliarde i nzeiger mstag,—6 und mdacht, Sonntag hl. Kommunion, mm. der Frauen, gendlehre, 13.30 indacht. Dienstag Freitag 4 . Sonntag,.30 .45 Chriſtenlehre 1 t. in Reſ. Fuhr, „ 11.00 Gottes⸗ Uhr Bibelſtunde, rtag,.15 Haupt⸗ t, 13.00 Konſir ihrwerk etötet Trotz ſtändiger zur Erfüllung dete ein Bauer ing der Vor⸗ od eines Man⸗ zittwoch gegen Mann Kühn rms kommend, Etwa in der 8* 4—— ein Fuhrwerl ſtadt auf, das die Straſe in RNotorradfahrer ürzte auf das ſchwere Schů⸗ z darauf ver⸗ hafe getötet if der Straße Wanderſchäfer aus Richtung 35 auf die nd, der ſofot k kam der Lo⸗ in die Herde „ hinein und „Haßentzreuzbanner“ broß-Mannheim Samstag, 22. Oktober! 9⁵³ Zweimal schwarz æu' we h Vor dem Zeitungsaushang am Verlagsgehäude des„HB“„erwischte“ unser Fotograf den „schwarzen Mann“ bei ernstem Studium. Aufn.: H. Jütte Morgen noch einmal: „Der Jührer in Italien“ um allen Volksgenoſſen, welche am letzten Sonntag die deutſch⸗italieniſche Filmfeierſtunde nicht miterleben konnten, Gelegenheit zu geben, das gewaltige Filmwerk„Der Führer in Ita⸗ lien“ doch noch zu ſehen, findet morgen, Sonn⸗ tag, den 23. Oktober, vormittags 10.30 Uhr, in der„Alhambra“ eine nochmalige Aufführung ſtatt. Dieſer italieniſche Großfilm, der in unver⸗ gleichlichen Bildern das hiſtoriſche Geſchehen des Führerbeſuches eingefangen hat, läßt die großen Tage von Rom, Neapel und Florenz wieder lebendig werden. Der Eintrittspreis beträgt 50 Pf. Wer ſich bis jetzt noch keine Eintrittskarte durch ſeine zu⸗ ſtändige Ortsgruppe beſchafft hat, kann heute noch bis 13.00-Uhr auf dem Kreispropaganda⸗ amt, Rheinſtraße 1, Zimmer 3, Karten erhalten; außerdem iſt eine beſchränkte Anzahl noch im Folohaus Schmidt, N 2, 2, zu haben. „Ich habe diese Stucdt lĩiebgewonnen“ Mannheim, von einer Nichtmannheimerin gesehen/ Kleine Schlußbilanꝛ vergangener Ferientage Wenn ich Bekannten ſage, daß ich meine Fe⸗ rien in Mannheim verbringe— und ich tue es beinahe jedes Jahr,— dann begegne ich immer ungläubigem Staunen, Kopfſchütteln.„Wie kannſt du nur!“ Das iſt doch keine Erholung— in dieſer Fabrikſtadt willſt du dich erholen“,— das ſind noch die gelindeſten Einwände, die ich zu hören bekomme in meiner Heimatſtadt, hier unten, an der Südgrenze des Reiches. Ich aber gehe doch nach Mannheim, denn ich habe dieſe Stadt liebgewonnen. Immer finde ich auf mei⸗ nen Streifzügen neue Schönheiten, mitten in dem Gewühl der Großſtadt tauchen ſie auf, dieſe kleinen Inſeln der Schönheit, dieſe Raſtplätze, dieſe Oaſen der Geruhſamkeit. Da ſind einmal Mannheims Brunnen. Mit⸗ ten in der Nüchternheit der Großſtadt verſetzen ſie uns ins Reich der Romantik. Ein ganz eigenartiger Reiz geht von dieſen Brunnen aus, ſie ſchaffen erwas wie ſtille Ausruhinſeln im haſtigen eiligen Leben des Großſtädters. Schön ſind dieſe Brunnen! Ihre nimmermüden Waſ⸗ ſer, die aus den Röhren ſpringen, die an klar⸗ ſichtigen Sonnentagen in ſiebenfarbigem Lichte leuchten, die aus den Springbrunnen ihre Waſ⸗ ſer verſprühen, die ſie in leuchtenden Kaskaden über treppenförmige Becken werfen, ſie rau⸗ ſchen die Geſchichte der pfälziſchen Kurfürſten⸗ ſtadt, erzählen von Vergangenheit, künden den Kulturwillen der Kurfürſten. Alle ſind ſie ſchön, die Brunnen, der auf dem Paradeplatz, auf dem Marktplatz, die beiden Schloßbrunnen und die herrlichen Springbrunnen und Waſſerkünſte am Waſſerturm. Brunnenromantik! Eine Märchenwelt tut ſich auf Und welche einen Naturpark aufzu⸗ weifen, wie es der Mannheimer Waldpark iſt? Da tut ſich einem eine Märchenwelt auf, ein Paradies für das Getier, da kommt es vor, daß dir mitten in den ſtillen Parkwegen ein Faſan begegnet, ein Eichhörnlein über deinen Weg huſcht, ein Baumläufer mit ſeinem weitvor⸗ ſtehenden Schnabel und ſeinem graublauen Ge⸗ fieder vor dir ſeine Sprünge macht und ſeinen zackigen Flugweg fliegt. er Rhein iſt dir auf deinen Wegen Begleiter, die großen, ſchwe⸗ ren Laſtkähne mit den Flaggen aus aller Herren Länder, die flußauf und ⸗ab kommen, geben dir eine ſeltſame Sehnſucht ins Herz, mitzufahren, ein Leben auf dem Strome zu führen, immer an Bergen und Burgen vorbei, an Städten 100 ragenden Domen an Ufern mit Rebge⸗ ände. Dann wieder zieht einem der Altrhein mit der verfonnenen Schönheit ſeiner Uferland⸗ ſchaft in Bann, ein Fiſcherkahn mit aufgeſpann⸗ tem Netz, ein Angler am Ufer, der Ruf eines Waſſervogels aus dem Schilfdickicht, Weiden, 5000 RM ſind zu gewinnen Unermüdlich iſt die Handwerksorganiſation am Werk, um dem Beauftragten für den Vier⸗ jahresplan, Generalfeldmarſchall Hermann Göring, beim Vollzug ſeiner gewaltigen Auf⸗ gaben durch die praktiſche Tat zu helfen. 1 800 000 Handwerksbetriebe des Großdeutſchen Reiches müſſen in die Front aktiver Mitarbeit einge⸗ ſchaltet werden. Angeſichts der unmittelbaren Verbindung des Handwerks zur Verbraucher⸗ ſchaft iſt der reſtloſe Einſatz jedes einzelnen Handwerkers voc größter volkswirtſchaftlicher Bedeutung. Das gilt vor allem für die Ver⸗ wendung der deutſchen Roh⸗ und Werkſtoffe. In zahlloſen Schulungslehrgängen, durch die Wanderausſtellungen des Reichsſtandes des deutſchen Handwerks und andere geeignete Schulungs⸗ und Aufklärungsmittel wird die große Maſſe des Handwerks ſeit Jahr und Tag DE Gοε orscAe, mit den einſchlägigen Aufgaben vertraut ge⸗ macht. Damit auch der letzte Mann im Hand⸗ werk zur Mitarbeit angeſeuert wird und darü⸗ ber hinaus das ganze deutſche Volk lebendigen Anteil an dem Einſatz des Handwerks nimmt, veranſtaltet der Reichsſtand des deutſchen Hand⸗ werks im Einvernehmen mit der Reichsſtelle für Wirtſchaftsauſpau beim Reichswirtſchafts⸗ miniſterium zur Förderung des Einſatzes deut⸗ preisausſchreiben:„Deutſche werkſtoffe im handwerk“/ Jeder kann mitmachen ſcher Werkſtoffe im Handwerk ein Preisaus⸗ ſchreiben„Deutſche Werkſtoffe im Handwerk“. In der Kreishandwerterſchaft Mannheim, die unſer engeres Gebiet umfaßt, gilt es, 6726 Handwerksbetriebe in die Front aktiver Mit⸗ arbeit am Vierjahresplan einzuſchalten, ſoweit das bisher noch nicht geſchehen iſt. Dieſem Ge⸗ danken dient auch das Preisausſchreiben des Reichshandwerksmeiſters. Mannheimer! 5 000 R M. ſind zu gewinnen! An dem Wettbewerb können alle deutſchen Volksgenoſſen teil⸗ nehmen. Es ſind einzuſenden neuartige Vor⸗ ſchläge für die Verwendung deutſcher Roh⸗ und Werkſtoffe im Handwerkt. Die Vorſchläge kön⸗ nen behandeln handwerkliche Erzeugniſſe, Ar⸗ beitsverfahren, Maſchinen, Geräte und Werk⸗ zeuge. Es ſind hierbei die Produktionsverhält⸗ niſſe kleiner und mittlerer handwerklicher Be⸗ triebe zu berückſichtigen, bei denen eine Werk⸗ ſtoffumſtellung hinſichtlich der Erzeugniſſe und ihrer Verarbeitung mit dem geringſten Auf⸗ wacid erfolgen kann. Die Vorſchläge müſſen eine praktiſche Verwendbarkeit aufweiſen und Vorteile im Sinne des Vierjahresplanes ge⸗ währleiſten. Die Einſendungen müſſen enthal⸗ ten: Kennwort oder Kenaziffer, kurze Beſchrei⸗ bung des Vorſchlages, Verfahrens uſw., Zeich⸗ nung, Foto oder Muſter, falls dieſe zur Erläu⸗ terung erforderlich ſind. In einem geſchloſſenen Briefumſchlag, der außen das gleiche Kennwort oder die Keneiziffer trägt, iſt Name und Anſchrift des Einſenders beizuführen. Die Vorſchläge müſſen bis zum 31. Dezember 1938 beim Reichsſtand des deutſchen Handwerks, Berlin NW7, Neuſtädtiſche Kirch⸗ ſtraße—5, eingegangen ſein. Die eingeſandten Vorſchläge werden gewertet hinſichtlich ihrer Bedeutung für die Werkſtoffumſtellung und Werkſtoffeinſparung ſowie ihrer praktiſchen Ein⸗ ſatzmöglichkeit im Handwerksbetrieb. Es ſtehen Preiſe im Geſamtwerte von RM 10 00.— zur Verfügung: 1. Preis zu 5 000 R., 2. Preis zu 2 000 R., 3. Preis zu 1000 RM., 4. und 5. Preis je 500 R., 6. bis 10. Preis je 100 R., 11. bis 20. Preis je 50 R M. Die Preisträger werden am 1. März 1939 bekannt⸗ gegeben. G. Wdm. die ihr Geäſt tief ins einer Großſtadt, —— ſonſt das einzige Wa cheinen. Weiter draußen, die von el iſt Natur⸗ Schönheiten of⸗ Naturpark der da rheinufer⸗ „ bei jedem Beſuche. eim nicht nur dieſen einen iſenpark, der Fried⸗ ſchönen Wege des Kä⸗ 'Waldes, oder die verſonnenen „Inſel“ dort, wo der Neckar in den ſind ſolche Ausruhplätze. Altrhein umfangene Reißinſ ſchutzgebiet. fenbart mir dieſer wärts ſich hinzieht Dabei hat Mannh Park, auch der Luiſe richspark, die ſtillen, fertale Wege der Rhein mündet, ſ Die wunderſchönen Bauten die Stadt— und Mannheim iſt aber, auch das empfinde ich immer chen, beinahe groteske Induſtrieſtadt von eigena bleibt und Bauten aufweiſt, ihres raf 'enn Park zu besinnlichen Spaziergängen. uns die hohen Häusermauern zu erdrück en drohen, dann lockt uns der herbstlich-stille Waſſer hängen, all das zaubert dir eine Märchenwelt vor am Rande deren Wälder von Schorn⸗ hrzeichen zu ſein Immer neue wieder— die tro n Aufſtiegs al⸗ rtiger Schönheit die weltbekannt ſind. Ich denke da zuerſt an das Schloß, das größte Deutſchlands mit ſeinem vornehmen Barockcharakter, an die Jeſuitenkirche und an das Nationaltheater. Von dieſem aus nahmen große und größte Künſtler ihren Ruhm und Aufſtieg. Schiller und Iffland, oethe und Mozart, Richard Wagner ſind mit dem Mann⸗ 4— Nationaltheater verbunden, nahmen von ier aus weiteren Weg aufwärts. Schellte mir darum niemand dies Mann. heim! Es iſt keine nüchterne Fabrikſtadt! Selbſt die Fabriken, draus das herrliche Lied der Ar⸗ beit tönt, ſind nichts Unſchönes. Stätten ſind es, drin deutſches Forſchen und deutſches Wer⸗ ken ſich vollzieht, und das Lied der Maſchinen und Motore, der Räder und der Hämmer, es iſt das Lied deutſchen Fleißes und deutſchen Geiſtes. Mannheim, die Stadt raſtloſex Arbeit iſt eine ſchöne Stadt. Und nächſtes Jahr verbringe ich wieder einen Teil meiner Ferien in Mannheim. Anna Regzina Zimmer. Aufn.: A. Piau Kein bedingungsloſer Kadavergehorſam Ruch der Beamte hat eine private Sphäre etz verlangt grundſätzlich Ge⸗ ber den Vorgeſetzten. Da⸗ — wie Regierungsrat Dr. „Deutſchen Verwaltung ein bedingungsloſer, alle eigenen, ver⸗ ſtandesmäßigen Erwägungen ausſchließender dert. Der Beamte hat nicht nur ch die Pflicht, ſelber zu befſehl nicht im Wi⸗ n Treuepflicht ge⸗ t und dem Führer ſteht. swert ſind auch die Feſtſtellungen, Gehorſamspflicht und ihre Beziehung Sphäre betrefff der Beamte Befehle, die ſein Privatleben angehe kann er beiſpielsweiſe in Vorgeſetzten zu priva⸗ herangezogen Vorgeſetzte nicht bere ch⸗ den Beitritt zu beſtimmten Vereinen, der die Benutzung verlangen, vor⸗ ne Dienſtwoh⸗ Das Beamtengeſ horſamspflicht gegenü mit wird jedoch nicht Scheer im tont— Gehorſam gefor das Recht, ſondern au überprüfen, ob ein Einzel derſpruch zu der genüber dem Staa Bemerken die die auf die private braucht nes Vorgeſetzten auszuführen. So nem Falle von ſeinem ten werden. Auch iſt der tigt, kirchlichen Veranſt einer beſtimmten Wohnung zu ausgeſetzt, daß es ſich nicht um ei Beſorgungen nung handelt. Aehnliche Erwägungen hab der Partei zu gelten. orſchriften über das Trage Gebiet kann gültige Vi Abzeichen, Uniformen, Teil lungslagern uſw. allgemeine fen. Danach altungen o en auch für das Kein Vorgeſetzter erlaſſen. Dies iſt allein Gehorſamspflicht gegenüber Vorgeſetzten Aufgabe der Hoheitsträger der Partei. Doch muß dabei natürlich beachtet werden, daß der Beamte zum Staat und damit auch zur Partei grundſätzlich in einem viel engeren Verhältnis ſteht, als ſonſt Gefolg⸗ Bei besonders empfindlicher Hœut: ROTBART-LUXUOSA, die Klinge zu 225f. ** ſchaftsmitglieder zum Betriebsführer. Deshalb kann eine ſtändige Weigerung des Beamten, am Leben der Partei teilzunehmen, ſelbſtverſtänd⸗ 5 3 zu dieſtlichem Einſchrei⸗ en ſein. »———— De— RASIERSEIEE VFRWENODEN ScHoONT DIE HAUI STANGE REIC aSURKseT AIL50 MUE HAIEEN EENAG .— E FDK e FrANeE 55 Pf— „Dakenkreuzbanner⸗ Samstag, 22. Cktober J05 Die fiamera als Ma'erin Der Fotokreis des Odenwald⸗ klubs, eine kleine, aber ſehr rührige Ver⸗ einigung von Amateurfotahrafen, hat es ſich zur Aufgabe gemacht, bei den Wanderungen durch unſere ſchöne Heimat die Landſchaft und Menſchen, Blumen und Tiere im Lichtbild feſt⸗ zuhalten. Eine dankbare und ſchöne Aufgabe. m Donnerstag, 20. Oktober, zeigte der durch ſeine Aufnahmen für das„HB“ als Meiſter der Schwarzweißkunſt wohlbekannte Leiter der Gruppe, Otto Im hoff, vor einem Kreis geladener Gäſte ſeine Farba ufnahmen In klarer, wirklich naturgetreuer Farbwie⸗ dergabe erſtanden Blumen und Tiere vor uns, in jeder Einzelheit fein durchgezeichnet und mit den Augen des Künſtlers geſehen. Da ſtehen wir mitten drin im Pfälzer Weinland, da blühen bunte Blumen in den verwinkelten Gäßchen des alten Freinsheim und der Bauer ſteht vor uns, man wartet nur auf ſein Spre⸗ chen. Mit einer Farbenfeinheit, die an Spitz⸗ weg erinnert, ig Neuleiningen behandelt. Hat⸗ ten wir vorher Reachtet, daß Neckargemünd und Grein ſo ſchönl Fachwerkhäuſer beſitzen? Die Bilder, vor uns auf der Leinwand pro⸗ jiziert, wirken in Geſtaltung und Farbe wie Gemälde von ſeltener Schönheit. Am Ende der Vorführung kamen uns zur Freude noch ein paar Sachen von Mannheim; die beſten waren wohl die ſchwierigen Aufnahmen der Leuchtfontäne. Die ausgezeichneten Arbeiten Imhoffs vor⸗ dienen größte Beachtung. Dem Fotokreis, dyſ⸗ ſen Mitglieder durch die Fotokurſe der Volſs⸗ bildungsſtätte gegangen ſind, wünſchen wir wit ihrem Leiter weiter guten Erfolg. Solche Ar⸗ beiten ſehen wir immer gern. C. S. Das neue Sporffeld vor der Vollendung Im früheren Luft⸗ und Sonnenbad, das be⸗ kanntlich in diefem Frühjahr nicht mehr ge⸗ öffnet wurde, weil es zur Erweiterung des Stadions beſtimmt worden war, iſt in den Wochen eifrig gearbeitet wor⸗ den. Die Aſchenbahn ſteht vor der Fertigſtel⸗ lung und unentwegt iſt man damit beſchäfti t, die angefahrenen Schlacken einzuwalzen. Große Sorgfalt legt man auf die Anlegung des Ra⸗ ſens, der ſich bereits in einem guten Zuſtand befindet und der vor allem von einer gleich⸗ mäßigen Grasnarbe bedeckt iſt. „Bei den Umgeſtaltungsarbeiten hat man auch die häßliche Betonmauer niedergelegt, die das Luft⸗ und Sonnenbad nach der zum Rennplatz führenden Zufahrtsſtraße begrenzte. Infereſſanter Schachvorkrag im Schachklub„Anderſſen“ Neckarau Dieſer Tage fand im Klublokal„Kaffee Zeil⸗ felder ein theoretiſcher Vortrag über die Si⸗ zilianiſche Partie durch das itglied Karl Platte ſtatt. Der Vortragende hatke während ſeiner Zjährigen Zugehörigkeit zum Schachklub Wilhelmshaven Ge egenheit gehabt, die nordiſche Spielkunſt zu bewundern und zu ſtu⸗ dieren. Sein Vortrag geſtaltete ſich daher äußerſt intereſſant und fand ſtarken eifall bei den zahlreich erſchienenen Mitgliedern. Solche Abende werden ſich in der Folge regel⸗ mäßig wiederholen. So findet am Dienstag eine Faiverfammtung ſtatt, während welcher neben ſonſtigem Intereſſanten die Anſchluß⸗ 75 an den Mannheimer Schachklub erörtert wird. hHausgehilfinnen, Vorſicht! Kein Mangel an Köchinnen Im Zuge der Aktion„Warmes Eſſen im Be⸗ trieb“ ſind an vielen Stellen Werkskantinen eingerichtet worden. Preſſeveröffentlichungen haben nun die Vermutung aufkommen laſſen, für dieſe Werkskantinen würden in großer Zahl Köchinnen geſucht und insbeſondere auch Haus⸗ gehilfinnen aufgerufen. Um keine Mißverſtändniſſe aufkommen zu laſſen, wird mitgeteilt, daß der Bedarf an Werkskantinenköchinnen zahlenmäßig gering iſt und daß Hausgehilfinnen dringend davor gewarnt werden müſſen, etwa f Stellungen aufzugeben, um in dieſen Beru überzugehen. Außerdem kommen für die zu beſetzenden Stel⸗ len nur Frauen in Frage, die beſondere Er⸗ fahrung in der Speiſung von großen Perſonen⸗ kreiſen mitbringen. 9300 Vormundſchaften in Mannheim Die„Starke hand“ im Ehrenamt/ Wer kann bormund werdenꝰ Im Lebensalter wird oft die Frage aufge⸗ worfen:„Bin ich richtig in das Leben hinein⸗ geführt worden, war meine jugendliche fami⸗ liäre Erziehung zu begerſtanden, hatte ich eine aute„Kinderſtube“? Das alles ſind Ge⸗ wiſſensfragen, die ſchwer zu beanworten ſind, denn unſere Eltern haben ſicherlich das Beſte gewollt und das Möglichſte getan, um aus uns einen tüchtigen Menſchen werden zu laſſen, iel dem Lebensrahmen, in dem unſere Eltern ge⸗ lebt haben und in den wir Kinder unter Be⸗ treuung von Vater und Mutter hineinverſetzt waren. Die Kinder aber aus geſchiedener Ehe oder wo der Vater oder beide Elternteile feb⸗ len, ſind dieſer idealen Lebens⸗ und Erzie⸗ hungsgrundlage beraubt, Oft ſind es aber auch andere Umſtände, die eine Erziehung, eine Ent⸗ faltung und Entwicklung des Kindes beein⸗ trächtigen. In dieſen Fällen ſorgt die bürgerliche Geſetz⸗ gebung dafür, daß allen Beiſtandsbedürftigen und Unmündigen eine rechte Erziehung und Betreuung durch einen geſetzlichen Vertreier zuteil wird. Uend jſo haben ſich auch Mannhei⸗ mer Väter uneigennützig in den Dienſt der fa⸗ miliären Nächſtenliebe und Beiſtandshilfe ge⸗ ſtellt: nach dem letzten Berichtsſtand ſind es 9341 Vormundſchaften, Pflegſchaf⸗ ten und Beiſtandsſchaften, die beim Vormundſchaftsgericht Mannheim 1938 an⸗ hängig und rechtsgültig blieben. Der größte Teil entfüllt auf Vormunoſchaften minderjäh⸗ riger Kinder, wo die Führung durch den Varer fehlt. Die Mannheimer Vormünder, faſt alle ſelbſt Väter, haben eine ſchwere, aber ehrenvolle Aufgabe zu erfüllen; ihr Stolz wird es ſein, aus ihren Mündelkindern das zu machen, was ihnen das Elternhaus hätte geben ſollen. Und wena auch die Mutter oder Pflegemutter das Kind liebevoll behütet, hegt und pflegt, ſo kommt es für die Zutunft des Kindes immer auf eine„Starte Hand“, auf die miinlche Führung an. Der Vormund iſt dabei nicht nur der geſetzliche Vertreter, ſon⸗ dern weit mehr der Betreuer des Werde⸗ und Lebensganges des Mündels. Auch in Vermögens⸗, Erbſchafts⸗ und Ver⸗ waltungsſachen Minderjähriger werden von den Elternteilen oft„Dritte Perſonen“ als lebenserfahrene Betreuer einge⸗ ſetzt; ſo wurden beinn Vormundſchaftsgericht Maainheim 844 andere familienrechtliche Ange⸗ legenheiten im letzten Berichtsjahr anhängig, wodurch die Rechte und Lebensintereſſen der nicht volljährigen und unſelbſtändigen Perionen geordnet und geſichert wurden. In den meiſten Fällen wird ein Vormund aus der Verwand⸗ ſchaft freiwillig eingeſetzt: es iſt ein Ehrenamt. In Deutſchland beſtehen rund 2 Millionen Vor⸗ munodſchaften. Nur in rund 60 000 Fällen be⸗ ſtehen darüberhinaus fürſorgeerzieheriſche Vormundſchaften, die durch das Vormund⸗ ſchaftsgericht zwangsläufig angeordnet wurden: unter den letztjährigen waren in 27.6 vH. der Fälle bei den Jungen, in 29,9 vͤ. der Fälle bei den Mädel ſchlechte Erziehungsverhältniſſe der Grund der Bevormundung. Die allgemeinen Erziebungsver⸗ hältniſſe haben ſich in Deutſchland, ſeitdem der nationalſozialiſtiſche Gemeinſchafts⸗ und Raſſegedanke ſowie die einheitlichen Grundſätze der Jugenderziehung beſtimmten Einfluß auf das Sorgerecht genommen hat, er⸗ heblich gebeſſert. Das Vormunoſchafts⸗ gericht, das die Mündel betreut und die Vor⸗ münder überwacht, kann die Vormundſichaft oder Pflegſchaft ſowie auch das Sorgerecht der Elternteile abertennen, wenn das Kind nicht dem volkspolitiſchen Sinne entſprechend erzogen wird oder wenn für das Kind die Gefahr be⸗ ſtebt, durch falſche Erziehung zu einem einzel⸗ oöeigeriſchen, frömmelnden, ſchlappen, verpim⸗ pelten und diſziplinloſen Menſchen zu werden. —wec— Durch die Geliebte meineidig geworden Zwei lngeklagte vor den Schranken des Mannheimer Schwurgerichts Die 3. Mannheimer Schwurgerichtstaguna be⸗ ſchäftigte ſich nur mit einem Fall des Meineids und der Beihilfe. Die Hauptverhandlung fand unter Ausſchluß der Oeffentlichkeit ſtatt. Den Vorſitz führte Langerichtsrat Dr. Gerard. Erſter Staatsanwalt Schmitz begründete die Anklage. Dem 27 Jahre alten Joſef Schulz aus Nek⸗ karau wurde ein Meineid und der 31 Jahre al⸗ ten Charlotte Thron aus Schwetzingen Bei⸗ hilfe zum Meineid zur Laſt gelegt. Als Vertei⸗ diger fungierten Rechtsanwalt Dr. Ullrich und Rechtsanwältin Dr. Rebſtein⸗Metzger. Die Vernehmung des Angeklagten Schulz ge⸗ ſtaltete ſich recht ſchwierig. Er gab wohl den äußeren Tatbeſtand zu, wollte aber das Gericht davon überzeugen, daß er überhaupt nicht ge⸗ wußt habe, um was es eigentlich vor der Zivil⸗ kammer in jenem Eheſcheidungsprozeß ging. Er habe falſch geſchworen, weil die Geliebte den „Rat“ erteilte, die Unwahrheit A1 ſagen. Beide waren der Meinnng, daß dieſe Schuld ſich nicht rächen würde. Die Richter der Zivilkammer mußten als Zeugen aufgerufen werden, um zu bekunden, daß die Vernehmung aller Zeugen nach vorheriger Belehrung der Zeugenpflichten immer gründlich erfolgte. Im November 1937 lernte Schulz die Mit⸗ angeklagte Thron kennen. Sie ſchilderte ihm das große Leid ihrer unglücklichen Ehe und beide freundeten ſich immer mehr an. Aus Freundſchaft wurde Liebe, die auch vor ehe⸗ brecheriſchem Verhalten nicht zurückſchreckte. Dieſe Frau, die mit den Eheſcheidungsklagen ihres Mannes nicht einverſtanden war, die nicht ſchuldig geſchieden werden wollte, vertraute ſich in dieſen ehelichen Angelegenheiten ihren guten Nachbarn an, die ihrerfeits dafür ſoraten, daß der Stoff zum Klatſch nicht ausging. Sie heiratete 1932 den 30jährigen Erwin Thron, wußte allerdings nichts von ſeinen vielen Vor⸗ ſtrafen. Es zeigte ſich aber bald, wie untauglich dieſer Mann zum guten Ehemann war. Er miß⸗ handelte dieſe Frau, nahm ihr das nicht leicht verdiente Geld ab und vertrieb ſeine Zeit mit anderen Frauen. Die Folgen folcher Ehe⸗ moral blieben nicht aus. Sie nahm es dann mit der ehelichen Treue auch nicht mehr genan Wo erhalte ich die Volksgasmaskeꝛ Kleine Ueberſicht über gusgabeſtellen und Abgabezeiten Die Ausgabeſtellen für die Volksgasmaske ſind wie folgt geöffnet: Laden H 1, 15: Jeden Donnerstag von 16—20 Uhr Laden 34, 6: Jeden Samstag von 15—19 Uhr —20 Uhr Laden Seckenheimerſtraße 43: Jeden Samstag von 15—19 Uhr Laden Gontardſtraße 42: Jeden Sa Stag von 15—19 Uhr Laden Friedrichspl atz 10(Eingang Friedr.⸗Karlſtr.): Jeden—— v. 15—19 Uhr NSV⸗Dienſtſtelle Hildaſchule, Zimmer 5: Jeden Donnerstag von 1 NSV⸗Dienſtſtelle Lenauſtr. 21: Jeden Donnerstag von 19—20 Uhr NSV⸗Dienſtſtelle Feuden heim, Hauptſtraße 58: Jeden Samstag von 16—18 Uhr NSV⸗Dienſtſtelle Neckara u, Luiſenſtr. 465. Jeden Dienstag von 20—21 Uhr NSV⸗Dienſtſtelle Waldh ch Glasſtr. 5: Jeden Donnerstag von 19—21 Uhr NSV⸗Dienſtſtelle Neu⸗Eichwal d, Sportheim: Jeden Donnerstag von 19—21 Uhr NSV⸗Dienſtſtelle Sandhofen, Ausgaſſe 8: Jeden Samstag von 16—18 Uhr NSV⸗Dienſtſtelle Käfertal⸗Süi d, Mannheimerſtraße 142: Jeden Donnerstag von 19—21 Uhr NSV⸗Die 36 el— Käfertal⸗Nord, Mannheimerſtraße 36: Jeden Samstag von 1 9 Uhr NSV⸗Dienſtſtelle Rheinau, Mülheimerſtraße 6: Jeden Montag von 19—21 Uhr RLB⸗Dienſtſtelle Seckenhe'im, Staufenerſtraße 13: Jeden Mittwoch von 19—20 Uhr RLB⸗Dienſtſtelle Friedrichsfeld, Reckarhauſerſtr. 1: Jeden Mittwoch v. 18—19 Uhr NS V⸗Dienſtſtelle Wallſtadt: Jeden Samstag von 16—18 Uhr Die der Volksgasmasken erfolgt nur gegen Verabfolgung des vom NSV⸗Walter ausgeſtellten ezugsſcheines oder gegen Barzahlung von 5 RM. und ging ihre eigenen Wege. Der Mann be⸗ antragte 1936 die erſte Scheidungsklage, die ab⸗ gewieſen wurde, den gleichen Erfolg hatte er bei der zweiten Eheſcheidungsklage 1937, und die dritte Klage wurke nun dieſen beiden An⸗ geklagten zum Verhängnis. Auch ſie ging negativ aus. In dieſem letzten Eheſcheidungs⸗ prozeß wurde u. a. auch der Angeklagte Jofef Schulz als Zeuge angerufen. Nach Empfang ſeiner Zeugenladung ging er u ſeiner Geliebten und beſprach mit ihr den Fall Sie gab ihm den„Rai“, er ſolle auf alle Fälle falſche Angablen machen. Sie wür⸗ den beide dicht halten und dem Ehemann einen Triumph in dieſem Prozeß nicht gönnen. Am 22. April erfolgte die erſte Vernehmung vor dem Einzelrichter. Trotz der Ermahnung zur Wahrheit belog er das Gericht und behauptete, er könne ſeine Angaben auch mit gutem Ge⸗ wiſſen beſchwören. Er wurde aber noch nicht vereidigt, hatte noch bis zum 4. Mai Zeit zur Ueberlegung. Vor der Vollkammer berief er ſich auf die früher gemachten Ausſag en, blieb nach mehrfacher Ermahnung zur Wa rheit und zur Zeugenpflicht auf ſeinen Ausſagen beſtehen. Fa, er beſchwor die Ausſagen. Er hatte Angſt, —7 60 Ehebruch beſtraft zu werden— fie wo te vor der Umwelt ſauber daſtehen— ſo kam es zu den falſchen Angaben, die ihn zum Verbrecher werden ließen. In ſeiner Anklagerede beleuchtete der Erſte Staatsanwalt Schmitz die Zuſammenhänge und kennzeichnete die Unmoral in dieſen Kreiſen. Es wäre für dieſe Frau ein Leichtes geweſen, ſich von ihrem ungetreuen Ehemann loszuſagen. Aber nach jeder Scheidungsklage ließ ſie ſich immer wieder mit dieſem Mann, der ſie miß⸗ handelte und der nur materielle Hilfe von ihr orderte, ein und gab neuen Anreiz zu dem ge⸗ fährlichen Spiel, Sie und ihr Freund gönnten dem Mann nicht den Sieg in der Klage, ſie ariffen zum erbärmlichſten Mittel, zur Lüge, glaubten ſich ſicher, obwohl die Nachbarſchaft von dem Treiben der beiden Angeklagten Kennt⸗ nis hatten— obwohl es die Spatzen von den Dächern in Schwetzingen pfiffen. Sie trieben Ehebruch auch noch nach dem falſchen Schwur. Das Schwurgericht verurteilte die beiden An⸗ geklagten Schulz und Thron gemäß der Straf⸗ anträge zu je 1 Jahr 3 Monaten Ge'⸗ fängnis, abzüglich 3 Monaten Unter⸗ ſuchungshaft, und zu 2 Jahren Ehrverluſt. Dem Angeklagten Schulz wurde der§ 157 Abſ. 1 zu⸗ gebilligt, der den Eidesnotſtand vorſieht und die Grundſtrafe von 1 Jahr 8 Monaten Zucht⸗ haus auf die Hälfte herabfetzt und 1 Jahr Monate Gefängnis als die gerechte Strafe feſtlegte. Das Gericht mußte ſo hohe Strafen ausſprechen, da der Meineid ein ſchweres Ver⸗ brechen iſt und die Gerichte nur auf die Aus⸗ ſagen der Zeugen W ſind, um ein rechtes Urteil fällen zu önnen. 60. Geburtstag. Fr. G. Keck, Inhaber des Reinigungsgeſchäftes Fr. G. Keck jr., Mann⸗ heim, S 3, 14, feiert heute, 22. Oktober, ſei⸗ nen 60. Geburtstag. ir gratulieren. 70 Jahre alt. Bei guter Rüſtigkeit begeht heute, 22. Oktober, Herr Hubert Saffen, Max⸗ oſef⸗Straße 18, ſeinen 70. Geburtstag. Dem Altersjubilar unſere beſten Wünſche. 80. Geburtstag. Frau Anng Huber geb. Wühler,, Mannheim⸗Feudenheim, Wallſtadter Straße 6, konnte dieſe Tage ihren“ 80, Geburts⸗ tag feiern. Unſere beſten Glückwünſche. Musikpflege im BDM Aus einem Schulungskurs für muslkalisch be- Jungmädel und Mädel des BDM, die zu eiterinnen ausgebildet werdem Sie er⸗ halten Unterricht im Spielen von Instrumenten und im Dirigieren. Weltbild(M) Sfandkonzert am Waſſerkurm Am Sonntag, 23. Oktober 1938, von 11.30 hr, veranſtaltet der Muſikzug der rte 171 unter Leitung von Ober⸗ u zum Abſchluß der noökonzerte am Waſ⸗ erken Richard Wag⸗ Gruß an Hans Sachs aus„Meiſterſinger“; nde Holländer“; Ein⸗ „Rheingold“; Kaiſermarſch. Homann⸗Weba diesjährigen ſtädtiſchen Sta ſerturm ein Konzert mit W ners: Einzug der Gäſte Ouvertüre zu„Rienzi“ und Aufzug der Zünfte Melodien aus„Der fliege zug der Götter aus Winferheilkuren für Kinder tzten Jahren haben ſich die Winter⸗ „die Kindern aus minderbemittelten nilien gewährt werden, als erwieſen. Deshalb hat der Rei ſter den Lände Betrag von 18 ſolcher Winterheilkuren z Für, die Kinderheilfürſ ſind beſondere Maßnahn m» Umfang Heilkuren für glichen, hat der Reichsarbeits⸗ M bewilligt, eine entſpre⸗ r die ſudetendeutſchen Ge⸗ ſehr erfolgreich, chsarbeitsmini⸗ rn auch für dieſen Winter einen für die Durchführung ur Verfügung geſtellt. orge in der Oſtmark öſterreichiſche miniſter 100 000 chende Hilfe iſt fü biete vorgeſehen. Ein Doppeljubiläum wird gefeiert nnerchor Sandhofen“ kann in die⸗ ſein 60jähriges Beſtehen „Graphiſche Geſangverein n. 45jähriges während der neng, auf, Beſtehen zurück⸗ blickt. Anläßlich dieſes Doppeljubiläums ver⸗ n die beiden Vereine zuſammen mit der „Harmonia Waldhof“ Seckenheim“ unter der Geſamtleitu meinſamen Dirigenten Muſikdire agabend ein Feſtkonzert mit ſtball im„Friedrichspark“, inn am Samst anſchließendem Fe Vom Nationalt 100. Geburtstag men“ unter der Heinrich Hollreif von Intendant „Carmen“ ſingt Uhr.— Morgen, Sonnkag, 19.30 U land“, Oper von Eugen'Albert. Leitung: Karl Klau Die Martha ſingt heater. Heute, Samstag, zum von Georges Bizet muſikaliſchen Leitung er und in der riedrich Brand Ziegler. Beginn: 19.30 Inſzenierung ß. Regie: Wilhelm Trieloff. Roſe Hußka.— Im Neuen garten wird morgen, Sonn⸗ Bob macht ſich lt.— In Franz Grillpar⸗ König Ottokars Glück tag, Axel Jvers geſund“ wiederholt.— zers Schauſpiel„ ge gulte Fchuicfemeè QuAlITXTS. ERZZEUGNIS DER SHDol-Wegkt und Ende“, das am Freita in neuer Inſz ind beſchäftigt: g, den 28. Oktober, ationaltheater ge⸗ Die Damen Blan⸗ in, Keßler, Mebius, Stieler, Thoms und Zietema Herren Becker, Bleck⸗ mann, Ebbs, Evelt, ellmund, Kleinert, Kiesler ngheinz, Linder, Marx, mmermann. Die rauſe, Hölzlin, Renkert, Offenbach Spielleitung hat Hel⸗ 0 fi Ratlonalthea Sibelle: Kab Roſengarten: 20 Uhr. Konzert: Ko Mannheim Tanz: Park⸗ Tanz: Park⸗ wieſengaſtſ Schloßmuſeut Kunſthalle: 1 15—417 Uhr Kunſtverein: Theatermuſer Schloßbüchere Volksbücherel Leſeſaal: 1 N für Reichsſender Nachrichten nachrichten. Gymnaſtik. Münzer. 1 Mittagskon ter. 13.15 15.00 Weir bringt Fre richt der angabe, N. den Sonnt⸗ Deutſchlandſe Eine kleine richten. 10 Kindergarte Wetterberic 777055 Gli lerlei vo und Börſer ſchließend dien. 18.00 19.00 Sude 19.15 Bunt ten, Wettet 60 Trinitatiskirc enz. Neckarſpitze: Konkordienkit C ziſt iskirche riſtu nn Markuskirche Konfirman Neckarau:.“ i 8 nſtraße: Hflanchthon thonkirche. Auſerſtehung den Konfir Stüdt. Kranke Diakoniſſenhe Lanzkrankenh eudenheim: riedrichsfeld üfertal: 10, Beginn de⸗ 20.00 Vika Käfertal⸗Süd Bffanſtbe 10. Pfingſtberg: Sandhofen:! Konfirman Männerzuſ Siedlung Sck nung des Seckenheim: Konfirman Pauluskirche allſtadt: 9. Die Kinderg Schloßkirch Echbikktirg Die Hau Verbrauch auch im 2 den Tiſch bi jetzt Von und Einl⸗ Was iſt Wir verſtel entweder f eingelagert erhalten la ZJi den kohl, der gar durch ferner Ro als Salat Spinat ſowie win Porree fiehlt es ſi men und e gen, damit Boden ne Schwar; ſind, jetzt mindeſten da wir di ktober Kalisch be- DM. die zu m Sie er⸗ istrumenten Veltbild(M) rlurm lbſchluß der te am Waſ⸗ chard Wag⸗ nnhäuſer!: dans Sachs ſterſinger“: der“; Ein⸗ iſermarſch. nder ie Winter⸗ bemittelten erfolgreichh beitsmini⸗ nter einen rchführung 3 ng geſtellt. Oſtmark 4 n, Um in erreichiſche chsarbeits⸗ e entſpre⸗ ſchen Ge⸗ 4 eiert n in die⸗ n feiern, rein Gu⸗ n zurück⸗ ums ver⸗ n mit der iedertafel ihres ge⸗ r. Karl nzert mit Spark“. tag, zum „Car⸗ ing von enierung g. Die ——— Atober, ter ge⸗ Blan⸗ Thoms Bleck⸗ mann, ölzlin, fenbach it Hel⸗ Neuoſtheim: akenkreuzbanner“ Samstag, 22. Oktober 19⁵⁸ 3 Oas jst Heute(os?2 für Samstag, den 22. Oktober Ratlonaltheater:„Carmen“. 19.30 Uhr. Bibelle: Kabarett. Roſengarten: Konzert des Reichsſenders Stuttgart. r 20 Uhr. Konzert: Koſſenhaſchen, Wien, Grinzingſtube, Hütte, Mannheimer Hof, Park⸗Hotel. Tanz; Park⸗Hotel, Flughafen, Tan:ſtätte Brückl. Tanz: Park⸗Hotel, Flughafen, Tanzſtätte Brückl, Renn⸗ wieſengaſtſtätte. Schloßmuſeum: 10—13, 15—17 Uhr. Kunſthalle: 10—13, 14—17 Uhr.— Leſehalle: 10—13, 15—17 Uhr. Kunſtverein: 10—13, 14—16 Uhr. Theatermuſeum: 10—413, 15—17 Uhr. chloßbücherei: 11—13 Uhr.— Leſeſäle:—13 Uhr. olksbücherei, Zweigſtelle Neckarſtadt: 16—19 Uhr.— Leſeſaal: 11—13 Uhr. Rundfunk⸗Programm für Samstag, den 22. Oktober Reichsſender Stuttgart:.45 Morgenlied, Zeitangabe, Rachrichten..15 Wiederholung der zweiten Abend⸗ nachrichten..30 Frühkonzert..00 Nachrichten..00 Gymnaſtik..20 Für dich daheim. 10.00 Thomas Münzer. 11.30 Volksmuſik und Bauernkalender. 12.00 Mittagskonzert. 13.00 Zeitangabe, Nachrichten, Wet⸗ ter. 13.15 Mittagskonzert. 14.00 Bunte Volksmuſit. 15.00 Wein, Weib, Geſang. 16.00 Der Rundfunk bringt Freude. 18.00 Achtung, Achtung, der Tonbe⸗ richt der Woche. 19.00 Eins ins andere! 22.00 Zeit⸗ angabe, Nachrichten, Wetter. 22.30 Wir tanzen in den Sonntag! 24.00—.00 Nachtkonzert. Deutſchlandſender:.00 Glockenſpiel, Morgenruf..10 Eine kleine Melodie..30 Frühkonzert..00 Nach⸗ richten. 10.00 Thomas Münzer. 10.30 Fröhlicher Kindergarten. 11.30 Dreißig bunte Minuten, anſchl. Wetterbericht. 12.00 Muſik zum Mittag, dazw. Zeit⸗ 777055 Glückwünſche und Neueſte Nachrichten. 14.00 lerlei von zwei bis drei. 15.00 Wetter⸗, Markt⸗ und Börſenbericht. 15.15 Was jeder gerne hört, an⸗ ſchließend Programmhinweiſe. 16.00 Bunte Melo⸗ dien. 18.00 Franz Schubert. 18.50 Sport der Woche. 19.00 Sudetendeutſche Dichter. 19.10 Deutſchlandecho. 19.15 Bunte Ausleſe. 20.00 Kernſpruch, Kurznachrich⸗ ten, Wetter. 20.15„Die Dubarry“. 22.00 Tages⸗, Wetter⸗ und Sportnachrichten, anſchl. Deutſchland⸗ echo. 22.30 Eine kleine Nachtmuſik. 23.00 Otto Dobrindt ſpielt. Goltesdleni⸗Anzeicer Evangeliſche Kirche Sonntag, den 23. Oktober (Chriſtenlehrſonntag) Trinitatiskirche:.30 Miſſionar Wenz, 10.00 Miſſtonar Wenz. Reckarſpitze: 20.00 Gemeindeabend Vikar Lie. Schwab. ienkirche: 10.00 Pfr. Dr. Schütz, 18.00 Abend⸗ Chriſtuskirche; 10.00 Gemeinde⸗ u. Militärgottesdienſt, Standortvikar Dr. Heidland 18.00 Orgelfeierſtunde von Arno Landmann. 10.00 Konfirmandeneinführungs⸗Gottes⸗ dienſt, Pfarrvikar Betzel. Zohaunis rche: 10.00 5 Zahn. ohanniskirche: 10.00 Haupigottesdienſt zur Eröffnung mn Dekan Joeſt; 18.00 Schmitt. Markuskirche: 10.00 Eröffnungsgottesdienſt für den Konfirmandenunterricht, Pfr. Speck. Neckarau:.45 Gänger. Lutherkirche;.30 Konfirmandeneröd Sgottesdienſt, Pfr. Jundt; 18.00 hl. Abendmahl, Pfr. Jundt. n.00 Gottesdienſt. elanchthonkirche: 10.00 Feſtgottesdienſt anläßlich des . Heſſig eſtehens der Melanchthongemeinde, Pfr. ſig; 20.00 Gemeindeabend im großen Saal des nn Bellerſtraße: 10.00 Feſtgottesdienſt in der Melanch⸗ thonkirche. Auſerſtehunoskir e: 10.00 Sen für den Konfirmandenunterricht, Pfr. Bodemer. Stüdt. Krankenhaus: 10.30 Gottesdienſt. Diakoniſſenhaus: 10,30, Pfr. Fritze, Frankfurt. Lanzkrankenhaus: 10.30 Vikar von Feilitzſch. eudenheim: 10.00 Pfr. Kammerer. riedrichsfeld:.30 Pfr. Schönthal. u l: 10.00 Vikar Betz; 14.00 Gottesdienſt zum 0n des Konfirmandenunterrichts, Pfr. Schäfer; 20.00 Vikar Metzger. Käfertal⸗Süd: 10.00 Vikar Metzger. Bffanſtve 10.00 Pfr. Vath. en.00 Pfr. Vath; 20.00 Vikaxr Werner. Sandhofen:.30 Hauptgottesdienſt zur Eröffnung des Konfirmandenunterrichts, Pfr. Bartholomä; 14.00: Männerzuſammenkunft. Schönau:.20 Hauptgottesdienſt zur Eröff⸗ nung des Konfirmandenunterrichts, Vikar Ludwig. Seckenheim:.30 Hauptgottesdienſt zur Eröffnung des Konfirmandenunterrichts, Pfr. Fichtl. Pauluskirche:.30 Vikar Zug. allſtadt:.30 Pfr. Münzel. Die Kindergottesdienſte finden im Anſchluß an die Hauptgottesdienſte ſtatt. Alt⸗Katholiſche Kirche Schloßkirche: 10 Uhr. Eabfertirche(Gartenſtadt): 10 Uhr. Wer will Anteroffizier werden? Freiwilliger Eintritt in die heeres⸗Unteroffizierſchule Die Heeres⸗Unteroffizierſchulen ſtellen im Herbſt 1939 Freiwillige als Unteroffiziernach⸗ wuchs für die Truppenteile des Heeres ein. Die Ausbildung in den Unteroffizierſchulen dauert zwei Jahre. Koſten entſtehen für den Bewerber nicht. Bei Bewährung erfolgt nach Beendi⸗ gung der Ausbildung Beförderung zum Unter⸗ offizier und Verſetzung zu einem Truppenteil. —* die Einſtellung iſt, daß der Bewerber àa er Zeit zwiſchen dem 15. Ok⸗ tober 1919 und 15. Oktober 1922 geboren iſt, b) die deutſche Staatsangehörigkeit beſitzt, e) wehrwürdig iſt, d) tauglich für den Wehr⸗ dienſt iſt(erforderliche Mindeſtgröße 165 Zenti⸗ meter. Brillenträger, Abiturienten und Bewer⸗ ber, die bereits gedient haben, können nicht ein⸗ geſtellt werden), e) deutſchen oder artver⸗ wandten Blutes iſt, f) gerichtlich nicht vorbe⸗ ſtraft und auch 5 unbeſcholten iſt, g) unver⸗ heiratet iſt, h) ſeine Arbeitsdienſpflicht erfüllt hat(bei Annahme als Freiwilliger wird die Heranziehung zum Reichsarbeitsdienſt behörd⸗ licherſeits veranlaßt. Irgendwelche beſonderen Schritte des Bewerbers ſelbſt ſind 9335 nichi erforderlich), i) die u e, amtlich beglau⸗ bigte Einwiiligun serklärung ſeines geſetz ichen Vertreters zum freiwilligen Eintritt vorlegt, ) notwendige Zahnbehandlung vor der Ein⸗ ſtellung durchgeführt hat. Die Einſtellung kann erfolgen bei den Unter⸗ offizierſchulen. Potsdam, Sigmaringen und Frankenſtein(Schleſien). Bewerbungen für die in eine der vorſtehenden Unteroffi⸗ zierſchulen ſind umgehend nur an die Unter⸗ ikien. ie Potsdam in Potsdam⸗Eiche zu richten. Die Bewerber werden nach Möglichkeit in die Unteroffizierſchulen eingeſtellt, für die ſie ſich bewerben. Aus dienſtlichen Gründen kann jedoch auch eine Zuteilung zu einer anderen erfolgen. „Den Anträgen auf Einſtellung ſind beizu⸗ fügen: a) für noch nicht gemuſterte Bewerber der Freiwilligenſchein oder für bereits ge⸗ muſterte Bewerber Auszug aus dem Wehrpaß (bei der zuſtändigen polizeilichen Meldebehörde 15 beantragen, bei der auch die amtlich beglau⸗ igte Erlaubnis des geſetzlichen Vertreters zum freiwilligen Eintritt vorzulegen iſt), b) ein ſelbſt geſchriebener Lebenslauf, c) das letzte Schulzeugnis, d) zwei Paßbilder(kein Profil⸗ bild) in bürgerlicher Kleidung ohne Kopfbedek⸗ kung, nicht in Uniform, Größe 3,255, Zenti⸗ meter mit Namensangabe auf der Ruckſeite. Von Bewerbern aus dem Lande Oeſterreich ſind nur die Unterlagen nach b) bis d) beizu⸗ ür die Ge⸗ Fr* Die Bewerber haben ſich aheen zu amt dienſtzeit von 3 verpflichten. Bewerber, die für eine Einſtellung in Aus⸗ ſicht genommen werden, werden im Laufe der Monate November und Dezember 1938 einer beſonderen Prüfung unterzogen. Dieſe werden bei einem in der Nähe des dauernden Aufent⸗ haltsortes des Betreffenden liegenden Trup⸗ penteil durchgeführt. Angenommen werden nur iörperlich und geiſtig gut veranlagte Bewerber. „Kaufmannsdeutſch“ wird ausgemerzt Die On3 führt jetzt Lehrgänge für Rechtſchreibung und Briefwechſel durch Im Rahmen des Berufserziehungswerkes führt die Deutſche Arbeitsfront, Abteilung für Berufserziehung und Betriebsführung, auch in dieſem Winterhalbjahr Lehrgänge für Deutſche Rechtſchreibung und für Briefwechſel durch. Wie die verſchiedenſten Prüfungen alljährlich beweiſen, iſt gerade ein Mangel in den Kennt⸗ niſſen der Mutterſprache feſtzuſtellen. Um die⸗ ſem ſchon recht fühlbaren Mangel abzuhelfen und dem Kaufmannsgehilfen die Möglichkeit zu geben, ſelbſt zu entſcheiden, welche Lücken in ſeinem Wiſſen beſtehen, und wie ein Satz aufgebaut ſein muß, beginnen bis Ende dieſes »Monats in dem neuen Berufserziehungswerk in O 4,—9 die genannten Lehrgemeinſchaften. Die Anmeldungenhierzu haben allerdings baldmöglichſt in C1, 10, Zimmer 8/9, zu er⸗ folgen. Wenn Sie das nächſte Mal Ihren Abnehmer anrufen, um ihm zu ſagen, daß Sie pünktlich liefern werden, ſo ſprechen Sie zu ihm einmal folgendermaßen: „Ich beehre mich, Ihnen anzurufen, um Ihnen zu ſagen, daß ich beſtens dankend in den Beſitz Ihres Geehrten vom 10. dieſes gelangt bin. In poſtwendender Erledigung desſelben beeile ich mich, Sie davon in Kenntnis zu ſetzen, daß ich Ihre Order mit größtmöglichſter Beſchieunigung zur Ausführung bringen werde, und werde ich bemüht ſein, Ihnen die Waren in der bisher gehabten Qualität zukommen zu laſſen. Indem ich Ihnen wiederholt präziſe Liefe⸗ rung verſichere, verbleibe ich mich Ihnen beſtens empfohlen haltend, mit Heil Hitler.“ Was ſoll man von einem Kaufmann denken, der in unſerer heutigen Zeit ſo ſprechen würde, ganz abgeſehen davon, daß er noch verſchiedene Fehler in der Zeichenſetzung und in der Recht⸗ ſchreibung machte? Man wird ſofort darauf antworten:„So ſpricht niemand!“ Die Gegenfrage lautet nun:„Warum ſchreibt man aber ſo?“ Daß heute noch ſo geſchrie⸗ Wie lagern wir Wintergemüſe ein? Die verſchiedenen Gemüſearten und die günſtigſte Temperatur Die Hausfrau muß ſich allmählich auf den Verbrauch von Wintergemüſe einſtellen. Um auch im Winter reichlich pflanzliche Koſt auf den Tiſch bringen zu können, müſſen wir ſchon jetzt Vorbereitungen zum Aufbewahren, und Einlagern von Wintergemüſe treffen. Was iſt überhaupt Wintergemüſe? Wir verſtehen darunter ſolche Gemüſearten, die entweder froſtunempfindlich ſind oder froſtfrei eingelagert ſich weit in den Winter hinein friſch erhalten laſſen. Zu den erſteren gehört beſonders Grün⸗ kohl, der auch ſtärkſten Froſt erträgt und ſo⸗ gar durch das Ausfrieren erſt richtig zart wird, ferner Roſenkohl und der zum Rohgenuß als Salat bereitete Rapunzel. Auch den Spinat können wir zu dieſer Gruppe rechnen ſowie winterharte Wirſingkohlſorten. Porree iſt ebenfalls winterhart. Nur emp⸗ fiehlt es ſich ſehr, ihn im Herbſt herauszuneh⸗ men und an einer geſchützten Stelle einzuſchla⸗ gen, damit wir ihn bei Froſt jederzeit aus dem Boden nehmen können. Ebenſo ſollte man Schwarzwurzeln, die zwar winterhart ſind, jetzt in den Einſchlag bringen oder zum mindeſten mit etwas Laub oder Dung abdecken, da wir die Wurzeln bei Froſt nicht aus dem harten Boden ziehen können. Aehnliches gilt auch für Wurzelpeterſilie. Jaer Einſchlagen eignet ſich am beſten ein ausgeräumter Frühbeetkaſten. Hier bringen wir viele Gemüſearten unter,„Mohr⸗ rüben, die wir lageweiſe in den zuvor um⸗ gegrabenen Kaſten einſetzen. Auch Rot⸗ und Weißkohl kann hier lange Zeit friſch gehal⸗ ten werden. Man blättert ihn vorher ſo ab, daß nur die glatten, ſauberen Köpfe übrigblei⸗ ben, und ſchlägt ihn dangch mitſamt Strunk und Wurzeln ein. Ebenſo läßt ſich Kohlrabi friſch halten. Das Frühbeet müſſen wir natür⸗ lich bei Froſt mit einer dicken Laub⸗ oder Stroh⸗ chicht abdecken. Statt in ausgeräumten Znüfe beetkaſten laſſen ſich die meiſten Wintergemüſe auch im Keller aufbewahren, der zwar eine froſtfreie Temperatur aufweiſen ſoll, keines⸗ falls aber zu warm ſein darf, da dann die auf⸗ bewahrten Gemüſe welken oder gar auszutrei⸗ ben anfangen. Die beſte Temperatur liegt daher einige Grad über Null. Im Keller bewahren wir beſonders gern den Sellerie auf, der, nachdem das Laub bis auf die kleinen Herzblätter entfernt worden 115 in einer Kiſte mit erdfeuchtem Sand eingeſchlagen wird. Auch rote Rüben und Kohlrüben lagern wir im Keller ein. Größere Mengen werden im Freien, ähnlich wie Kartoffeln, eingemietet. —. ben wird, zeigen die vielen Klagen über ſchlechte Kenntniſſe in der Recht⸗ ſchreibung und in der Zeichenſet⸗ zung, über das völlige Fehlen eines wenn auch nur bis zu einem gewiſſen Grade ſelbſtän⸗ digen Briefſtiles. Gewiß, die obigen Sätze ſtel⸗ len eine„Ausleſe“ kaufmänniſcher Fachaus⸗ drücke dar, und ſind etwas übertrieben, ſie zeigenaber ſofort, woes fehlt. Nachrichken aus Sandhofen Dieſer Tage haben die Landleute bei Voll⸗ einfatz mit dem Einbringen der Erdfrüchte be⸗ gonnen. Die Kartoffelernte iſt in vollem zange. Noch in den erſten Abendſtunden wer⸗ den die Vordwagen mit den Früchten eingefah⸗ ren und die Einlagerung vorgenommen.— Die Tabakfachſchaft Sandhofen⸗Scharhof gibt be⸗ kannt, daß in den⸗nächſten Tagen ein Teil der Sandblatternte zur Verwiegung kommt. Das Erntegut iſt wiegfertig bereit zu ſtellen. Wie Vereinsführer L. Aries in der Mitgliederverſammlung des Schützenvereins e. V. bekannt gab, beginnen mit dem Sonntag die Vereinsmeiſterſchaften. Der Wettbewerb umfaßt fünf Uebungen, für deren Erfüllung die nächſten fünf Sonntage vorgeſehen ſind. Zum Beſchluß der Uebungen findet das all⸗ jährliche Königsſchießen ſtatt. Sehr begrüßt wird von den Volksgenoſſen der kommende Unterhaltungsabend der N5G „Kraft durch Freude“ im der unter dem Ueberſchrieb„Strah endes Varieté“ angezeigt wird. Hermann Abend⸗ roth, der Anfager und Humoriſt von der Waterkant iſt mit dabei. Außerdem eine Aus⸗ leſe An Erſcheinungen der Varietewelt. Muſik, erd Akrobatik und ein lebensfriſcher Humor werden den KdF⸗Abend ausfüllen. Ihre goldene Hochzeit feierten im Kreiſe der Angehörigen und Enkel die Eheleute Kamin⸗ 7 i. R. Anton Morſtatt und Frau Eliſabeth geb. Hoffacker.— Frau Margarethe Schuhmacher geb. Hönig vollendete das 73. Lebensjahr. Unſere Gratulation. Aus unſerer gchwefterftadß noͤwigshafen In der Nacht vom 20. auf 21. Oktober wur⸗ den durch unbekannte Täter in zwei Wirtſchaf⸗ ten im ſüdlichen Stadtteil in Ludwigshafen Einbrüche verübt. Die Täter nahmen in bei⸗ den Fällen kleinere Geldbeträge, Zigaretten und Eßwaren mit ſich fort. An beiden Plätzen ſind die Einbrüche nach Mitternacht erfolgt. Perſonen, die irgendwelche Wahrnehmungen gemacht haben, wollen ſich bei der Kriminal⸗ ſtelle Ludwigshafen melden. Weihnachtsbäume am Horizont Große Ereigniſſe werfen ihre Schatten vor⸗ aus. Dies gilt auch für ein Feſt, das in ſo ſtarkem Maße dem deutſchen Volke naheſteht, wie das Weihnachtsfeſt. Schon jetzt beſichtigen die Förſter ihre Reviere, um feſtzuſtellen, welche Tannen dem Markt zur gegebenen Zeit zuge⸗ führt werden ſollen, denn bereits in den näch⸗ ſten Wochen werden die Abſchlüſſe der Groß⸗ händler getätigt, und von Mitte November ab werden die Bäume, die das Weihnachtsfeſt ver⸗ ſchönern ſollen, geſchlagen. Die Leiter der Marktordnungsbezirke und die der Forſt⸗ und Holzwirtſchaft haben ſchon die Preiſe für die Bäume feſtgeſetzt. Als Höchſt⸗ preiſe, die nicht überſchritten werden dürfen, gelten im Kleinverkauf: für Bäume von 0,70 bis 1,30 Meter 1 RM, 1,30 bis 2 Meter.50 RM, 2 bis 3 Meter.50 RM, 3 bis 4 Meter .80 RM. Freier Sonntag im Schloßmuſeum. Das Städtiſche Schloßmuſeum iſt am Sonntag, den 23. Oktober, in der Zeit von 11—17 Uhr bei freiem Eintritt zugänglich. Anordnungen der NSDAF An ſämtliche Kaſſenleiter des Kreiſes Mannheim Wir machen darauf aufmerkſam, daß die Mitglie⸗ derſtandsmeldung für Monat Oktober bis ſpüteſtens am 25. d. Mts. bei uns vorliegen muß. Dieſer Ter⸗ min iſt unter allen Umſtänden einzuhalten. Kreiskaſſenverwaltung. Reichsarbeitsgemeinſchaft Schadenverhütung „Kampf der Gefahr“, November⸗Auflage, liegt zum Abholen bereit. Ortsgruppen der NSDAP Waldhof. 23. 10., 8 Uhr, treten ſämtliche Politiſchen Leiter und Pol.⸗Leiter⸗Anwärter vor der Ortsgruppe an. Uniform, Zivil mit Armbinde. Neueichwald. 23. 10.,.30 Uhr, Kleinkaliber⸗ und Piſtolenſchießen der Zellen—7 im Schützenhaus Diana. NS⸗Frauenſchaft 13. Mürz. 24. 10., 20 Uhr, Zellen⸗ und Blockfrauen⸗ ſchaftsleiterinnen⸗Beſprechung im kleinen Saal des „Rheinpark“. Sandhofen. 24. 10., 20 Uhr, Abrechnung der Wert⸗ marken in der Geſchäftsſtelle Hintergaſſe. Necharſtadt⸗Oſt. 24. 10., 19.30 Uhr, Fiſchkurs in L 12, 6. Pünktliches Erſcheinen erwünſcht.— 24. 10., 20 Uhr, Stab⸗, Zellen⸗ und Blockfrauenſchaftsleiterin⸗ nen⸗Beſprechung im„Arion“, Uhlandſtraße 19. ˖ Gef. Techn. Bereitſchaft 171. 23. 10.,.50 Uhr, für ſämtliche Freiſchwimmer Abnahme der Leiſtungen für den Schwimmſchein vor dem Städt. Hallenbad. An⸗ ſchließend Abnahme der Leiſtungen für HS⸗Schieß⸗ abzeichen, HSs Schießübungen, ſowie Keulenweit⸗ und Zielwurf. 24. 10., 19.55 Uhr in M 6(Lauergarten) Heimabend der Schar 2. Bannſtreifendienſt 171. Sämtliche Kameraden der Streifendienſtgefolgſchaft haben am Sonntag zum Ge⸗ folgſchaftsausmarſch ein Eßgeſchirr mit Beſteck mitzu⸗ bringen. BDM BDM⸗Leiſtungsabzeichen. 23. 10.,.00—.00 Uhr, iſt auf dem Stadion Abnahme der Bedingungen für das BDM⸗Leiſtungsabzeichen. Sportwartinnen. 24. 10., 20 Uhr, iſt in der Fried⸗ richſchule Sportwartinnenturnen. Achtung, Müdel der Singſchar und der Arbeitsge ⸗ meinſchaft„Singen“. 23. 10.,.45 Uhr, kommen alle Mädel zur Singprobe in die U⸗Schule. Treffpunkt Schulhof gegenüber Hallenbad. 62 KraftonnFreude Urlaub im ſonnigen Süden. EF 106/38 vom 18./19. bis 30. 11. 38 nach Italien. Bahnfahrt bis Genua. Einſchiffung auf Dampfer„Der Deutſche“. Anlauf⸗ häfen: Genua, Neapel, Palermo, Venedig. Rückfahrt Venedig—Karlsruhe. einſchl. Bahn und Schiffahrt, Unterwegsverpflegung, volle Bordverpflegung und Unterkunft, ſämtliche Aus⸗ flugsveranſtaltungen, ſowie Taſchengeld in italieniſcher Währung. Anmeldungen an Rheinſtr. 5, Zimmer 50. Aerzliches Atteſt mit Anmeldung abgeben. Neu eingelegte Fahrt nach Berlin, Uß 107/8 vom .—8. 11. 38 nach Berlin zur Ausſtellung„Geſundes Leben— Frohes Schaffen“. Teilnehmerpr. 28.50 RM. einſchl. Bahnfahrt, drei Uebernachtungen mit Frühſtück, Beſuch der Ausſtellung ſowie des Reichsſportfeldes. Nur Bahnfahrt 19.— RM. Anmeldungen koöͤnnen ſofort bei allen Koͤ⸗Geſchäftsſtellen erfolgen. Sonntag, 23. 10., Wanderfahrt in die Pfalz. Fuß⸗ »wanderung ab Lambrecht nach Dicker Stein— Heller⸗ hütte— Totenkopf— Felſenmeer— Kalmit(A..)— Maikammer Wanderzeit ea. 6 Stunden. Abfahrt ab Ludwigshafen⸗Hbf..43 Uhr, Lambrecht an.39 Uhr. Rückfahrt Maikammer ab 19.11 Uhr, in Neuſtadt um⸗ ſteigen, Neuſtadt ab 19.30 Uhr, Ludwigshafen an 20.10 Uhr. Fahrpreis RM..50. Fahrkarten ſind erhältlich nur Geſchäftsſtelle Pliankenhof und bei der Völkiſchen Buchhandlung, P 4. Urlauber treſfen ſich! Die Teilnehmer an der Ur⸗ laubsfahrt vom 18. 8.— 26. 8. nach dem Hochrhein, mit Unterbringungsorten Tiefenſtein, Laufenburg, Lüttingen uſw. treffen ſich heute um 20.15 Uhr im im Gafthaus„Weldebräu“, U 5, 8(am Ring). Volksbildungswerk Achtung! Pilzwanderung. Am Sonntag, 23. 10., findet eine Pilzwanderung in den Käfertaler Wald ſtatt. Trefſpunkt der Teilnehmer: 9 Uhr am Karlſtern. Körbchen und Meſſer ſind mitzubringen. Fahrräder können eingeſtellt werden. Werdet Hörer der Volksbildungsſtätte! Wir weiſen noch einmal auf die bedeutende Vergünſtigung hin, die der Erwerb einer Hörerkarte gewährleiſtet. Bei allen Veranſtaltungen halbe Preiſe. Beim Beſuch einer ganzen Vortragsreihe Reihenkarten zum Preiſe von .— RM. ſtatt.— RM. Verſchaffen Sie ſich den Winterarbeitsplan, der Sie über alles unterrichtet. Bei ſümtlichen Kdỹ⸗Verkaufsſtellen und KoF⸗Warten zum Preiſe von 10 Pf. erhältlich. Arbeitsgemeinſchaften. Chemie und Vier⸗ jahresplan(Unſere neuen Werkſtoffe und ihr chemiſcher Aufbau). Der erſte Vortrag dieſer Arbeits⸗ gemeinſchaft findet am Mittwoch, 16. 10. ſtatt. Arbeitskreiſe. nächſter Zeit mit ihrer Tätigkeit beginnen: Webkreis, Fotokreis, Linolkurs. Achtung Sprachkurſe für Anfünger. Engliſch, Fran⸗ zöſiſch, Spaniſch und Italieniſch.(Anmeldungen für die Kurſe werden auf unſerer Geſchäftsſtelle, Rhein⸗ ſtraße 3, Zimmer 47, entgegengenommen.) Anmeldungen zu Arbeitsgemeinſchaften, Arbeits⸗ kreiſen und Sprachkurſen. Es iſt unbedingt notwendig, daß ſich, wer teilzunehmen wünſcht, vorher auf unſerer Geſchäftsſtelle Rheinſtraße 3, Zimmer 47, ſchriftlich oder mündlich anmeldet. Sport für jedermann Samstag, 22. Oktober Leichtathletik: Offener Kurs für Frauen u. Männer: 15.30—17 Uhr Stadion, Feld I1.— Reichsſportabzei⸗ chen: Offener Kurs für Frauen und Männer: 15.30 bis 17 Uhr Stadion, Feld l.— Schwimmen: Offene Kurſe für Frauen u. Männer: 20—21.30 Uhr Städt. Hallenbad, Halle 1; 20—21.30 Uhr Städt. Hallenbad, Halle in. Betriebsſportkurs: 20—21.30 Uhr Städt. Hallenbad, Halle u, Hch. Lanz AG.— Reiten: Aus⸗ reiten: Sonntag, 23. Oktober Reichsſportabzeichen: Offener Kurs für Frauen und Männer:.30—11 uUhr Stadion, Feld 1.— Leicht⸗ athletik: Offener Kurs für Frauen und Männer:.30 bis 11 Uhr Stadion, Feld i.— Allgem. Körperſchule: Betriebsſportkurs:—11 Uhr Stadion, Feld ll, Rhein⸗ ſchiffahrt AG., vorm. Fendel. Teilnehmerpreis 150.— RM. Folgende Arbeitskreiſe werden in 5* ——————————— „Daßenkreuzbonner“ Unterhaltung Samstag, 22 Oktober 1938 Des Königs Leibgardist In der Nacht zum Sonntag, dem 28. Juli 1811, traf bei der Hauptwache des Kopenhage⸗ ner Kaſtells ein höchſt intereſſanter Gefange⸗ nentransport ein. Eine kleine, aber ſchwer be⸗ waffnete Abteilung Soldaten brachte den kurz zuvor arretierten ſchwediſchen Kornett Baltzar Wilhelm von Schmeerfeldt, der es gewagt hatte, den leutſeligen Landesvater, König Fre⸗ derik VI. von Dänemark und Norwegen, anzu⸗ fallen und mit einer Piſtole zu bedrohen. Kornett Schmeerfeldt war, trotz ſeiner Ju⸗ gend— bei ſeiner Verhaftung erſt 16 Jahre alt — bereits ein guter Bekannter der däniſchen Behörden. Er ſtammte aus einer angeſehenen ſchwediſchen Familie, zeigte ſich jedoch früh als rechter Tunichtgut, parierte weder ſeinen Eltern noch Lehrern und hatte nur loſe Streiche im Sinn. Gegen den Willen der Eltern kaufte er ſich in ein ſchwediſches Huſarenregiment ein, avancierte hier zum Kornett, war aber bei ſei⸗ nen Kameraden nicht beliebt. Zu Beginn des Jahres 1810 weilte Schmeer⸗ feldt in der däniſchen Hauptſtadt, um ſich von dem berühmten Arzt Profeſſor Winslöw von den Folgen ſeines ausſchweifenden Lebenswan⸗ dels kurieren zu laſſen. In flotter Huſaren⸗ uniform— obwohl ſeine Zugehörigkeit zum ſchwediſchen Heer zu dieſem Zeitpunkt bereits zweifelhaft war— tauchte er bei allen öffent⸗ lichen Veranſtaltungen und Feſtivitäten auf. Er war ein beſonders eifriger Beſucher des Königlichen Theaters, ſowohl hinter den Ku⸗ liſſen, als auch in den Logen. Und hier war es, wo der Kornett zum erſten Male die Tochter des Erbprinzen Frederik, die 24jährige Prin⸗ zeſſin Juliane Sophie, ſah. Er verliebte ſich in ſie und bildete ſich ein, daß auch die Prin⸗ zeſſin, von ihrem Platz in der Hofloge aus, auf ihn aufmerkſam geworden ſei und ihn mit In⸗ tereſſe beachte. Ueberſpannt und eingebildet wie er war, ſchien ihm nichts unmöglich. Er ſchrieb ihr glühende Briefe und Liebeserklä⸗ rungen, verſuchte ihr überall zu begegnen und ſie anzuſprechen, ſchließlich ſogar im Schloß Frederiksborg, wo er bei einer größeren Geſell⸗ ſchaft Einlaß gefunden hatte. Der Prinzeſſin, die völlig ahnungslos war, da die Liebesergüſſe ſie gar nicht erreicht hatten, und die nicht den geringſten Anlaß zu einer derartigen Verletzung der Etikette oder irgendwelchen Vertraulichkei⸗ ten gegeben hatte(ſie war mit dem Prinzen Friedrich Wilhelm Carl Ludwig von Heſſen⸗ Philippsthal verlobt und heiratete kurz darauf) war der Vorfall naturgemäß äußerſt peinlich, doch ſchwerwiegende Folgen ergaben ſich für den Kornett. Man hatte bei Hofe ſchon länger das eigen⸗ artige Gebaren Schmeerfeldts beobachtet und ihm diskret die gewünſchte Entfernung aus Kopenhagen nahegelegt. Nun bot man ihm das Geld zur Heimreiſe an und drohte mit ſchärfe⸗ ren Maßnahmen, wenn er nicht umgehend ver⸗ ſchwinden würde. Doch alles war vergebens, Schmeerfeldt blieb und ſteigerte ſich immer mehr in ſeinen Liebeswahn hinein. Da ging man härter vor. Ohne weiteres wurde der Kornett verhaftet und auf die Feſtung Kron⸗ borg gebracht. Von hier erfolgte die Ausliefe⸗ rung an die Behörde zu Hälſingborg, die ihn zur Sicherheit einige Zeit hinter Schloß und Riegel behielt. Doch kaum war Schmeerfeldt wieder auf freiem Fuß, begab er ſich ſofort nach Kopen⸗ hagen zurück und ſpielte die Rolle des nur mit Gewalt zu entfernenden Liebhabers weiter. ———————————————— Das Reſultat war das gleiche: umgehende Ver⸗ haftung mit Abtransport nach Kronborg, Aus⸗ weiſung und Auslieferung an Hälſingborg und eine etwas längere Feſtungshaft. Am 21. Juni 1811 unternahm er den dritten Angriff auf die däniſche Hauptſtadt, ging aber diesmal bedeutend vorſichtiger vor. Er ver⸗ ſorgte ſich reichlich mit Proviant und ſegelte in einem Fiſcherboot von Landskrona aus nach der ſeeländiſchen Küſte. Zu Fuß machte er ſich nun nach Kopenhagen auf, wanderte aber nur nachts und hielt ſich tagsüber verborgen. Nach längerem Umherirren betrat er in der Dämme⸗ rung des 26. Juli die Stadt. Wie ſich ſpäter herausſtellte, unterhielt er ſich an dieſem Abend u. a. ein Weilchen mit den Soldaten der Haupt⸗ wache am Kongens Nytorv(Königs Neumarkt), Wie ein Attentat im Schloß Amalienberg verhindert wurde/ Von E. v. Günthing ſen ſollte, und die anderen gegen ſeine Verfol⸗ ger oder ſich ſelbſt zu richten, wenn eine Flucht nicht mehr möglich ſein würde. Von den vier— um einen weiten Platz gruppierten— Einzelpalais der Amalienborg bewohnte König Frederik VI. ſeinerzeit das Südgebäude, rechts der Kolonnaden, wenn man vom St.⸗Annä⸗Platz kommt. Ungefähr um elf Uhr erklang in der nächtlichen Stille der flotte Trab eines Pferdes und bald darauf paſſierte Frederik die den Schloßplatz abſchließende Ko⸗ lonnadenpforte. Bevor das Tor noch verſchloſſen werden konnte, war Schmeerfeldt hervorge⸗ ſprungen und hatte ſich hindurchgezwängt, ob⸗ wohl ſich der Pförtner mit aller Kraft dagegen⸗ ſtemmte. Dem herbeieilenden Oberadjutanten, Major Qualen, erklärte der Kornett, daß er un⸗ Ein Hundeleben Am Abend des nächſten Tages, des verhängnis⸗ vollen 27. Juli, ſchlich er ſich durch das Oſttor (Oeſterport) in die Stadt, mit nicht weniger als drei Piſtolen— einer großen und zwei kleinen— bewaffnet, die er unter ſeinem wei⸗ ten Mantel verborgen hielt. Er richtete ſeine Schritte nach Schloß Amalienborg wo er— wie er im Verhör erklärte— um Audienz beim König nachſuchen wollte, um ſich über den Schimpf, der ihm durch die mehrmalige Ge⸗ fangennahme und Ausweiſung angetan wonden ſei, zu beklagen. Allerdings war der Zeitpunkt zu einer derartigen Unterredung wohl etwas ſonderbar gewählt, denn der Zapfenſtreich war längſt verklungen, als er das Schloß erreichte. Von einem Soldaten der Schildwache erfuhr er, daß der König jeden Augenblick von einem Ritt nach Frederiksborg zurückkommen müſſe. Schmeerfeldt beſchloß, bis zur Ankunft des Königs zu warten und ſchlich ſich näher an das Palais heran. Doch warum lud und entſicherte er hier, im Dunkel lauernd, ſeine Piſtolen? Im Verhör gab er an, daß er die Waffen nur habe gebrauchen wollen, wenn ihn jemand daran gehindert hätte, in die Nähe des Königs zu ge⸗ langen. Wahrſcheinlicher war aber, daß er von vornherein die Abſicht hatte, die eine Piſtole auf den König abzufeuern, falls er ihn abwei⸗ ——.——— —— ———— ————— ————— ———— 3 Cooytießt Ger Hei⸗ otken-vetleg Helin Geschichte einer Keriete von v, nottmonn- Herfnlscn 21. Fortſetzung Am nächſten Abend iſt Fieten bei König Friedrich eingeladen. Sie verbringt einige Stunden an der Seite Friedrichs, der mit ihr „über Tauſenderlei ſpricht, über Oper, Komödie, Poeſie, Tanz und andere Dinge, worüber man enit einem vierzehnjährigen Mädchen plaudern kann“. Auch an Komplimenten läßt es der Kö⸗ nig nicht fehlen. Als ſie ihm die Kompottſchüſ⸗ ſel reicht, nimmt er die Gabe an„aus der Hand der Amoretten und Grazien“. Fieken„errötet, und die ganze Geſellſchaft macht große Augen“, was für ſcharmante Geſpräche der König mit dieſem Kinde führt. Noch einmal ſitzen ſie beieinander, Vater, Mutter unnd Tochter. In einem kleinen Gaſthof in der Stadt Schwedt an der Oder verbringen ſie die Stunden des letzten Zuſammenſeins. Der Vater ſucht nach Worten, taſtet zart nach dem Herzen ſeines Kindes, ringt mit zittern⸗ den Lippen uen die wenigen, armſeligen Worte, die der Tochter ihr Schickſal enthüllen ſollen. Und plötzlich fallen die Worte: Abſchied.. Abſchied.. vom Vater Da verdüſtert ſich alles ringsum, da verliſcht das Licht der Kerze, da breitet ſich Dunkel über die Geſichter der Eltern, und aus weiter Ferne hallen die Worte: Abſchied... von dem ein⸗ zigen Menſchen Erſt in dieſer Stunde merkt Fieken, was ihr der Vater bedeutet. Erſt in der Abſchiedsſtunde überfällt ſie die Ertenntnis: Dieſer alternde, kränkliche Mann, er iſt der einzige, den ſie wahr⸗ haft liebt. Jetzt erſt weiß ſie es: Nie hat ſie ſei⸗ nesgleichen geſehen! Wie feſt ruht er in ſich ſelber, wie tief iſt er gegründet, wie unerſchüt⸗ terlich ſteht er, ein Mann, inmitten ſeiner Welt der Pflicht und Frömmiglkeit, nichts vom Leben begehrend als ſein Werk, das er in Treue ver⸗ richtet, wie Gott es ihm geſchafft hat. Und in der Finſternis, die alles verſchlungen hat, leuch⸗ tet das liebe, braune Bauerngeſicht mit den ſtrahlenden Augen auf, nähert ſich jetzt.. zwei Hände greiſen und umfaſſen den Kopf des Kin⸗ des, halten ihn„Lippen preſſen ſich auf⸗ einander... zum Abſchiedskuß. Mit jener plötzlichen Erkenntnis des Zukünf⸗ tigen, wie ſie Schickſalsſtunden gewähree, durch⸗ zuckt es Fieten: zum letztenmal... und nie, nie wieder... in alle Ewigteit nie Dann aber fährt grell der Blitz der neuen Er⸗ kenntnis in das Dunkel, alles ringsum ver⸗ ſinkt, das elende Wirthaus vergeht, die Geſich⸗ ter der Eltern löſen ſich auf und verſchwinden, ſtrahlendes Licht flutet durch alle Wände her⸗ ein... ein Ziel taucht auf... ein Throa, gol⸗ den, prachtvoll wie keiner ſonſt. Der lange un⸗ Weltbild(M) bedingt mit dem König ſprechen müſſe. Der Ad⸗ jutant lehnte es ab, eine Unterredung zu ſo ſpäter Stunde zu vermitteln. Inzwiſchen war der König bei dem hinter dem Palais liegenden Stall vom Pfewd geſtiegen und kam durch die Gartenpforte zurück, um ſich zum Portal zu be⸗ geben. Schmeerfeldt ſprang auf ihn zu und brachte ſeine Bitte um eine kurze Audienz vor. Frederik war-ſofort nach den ihm zugegangenen Berichten über die Perſönlichkeit des Bittſtel⸗ lers informiert und gebot dem Kornett, ſich bis zum nächſten Tage zu gedulden. Dieſer erklärte erneut, daß ſeine Angelegenheit eile und nicht aufgeſchoben werden könne. Unmutig wandte ſich der König ab und erteilte— während er die Haupttreppe des Palais hinaufſtieg— dem Oberadjutanten den Befehl, die Wache heraus⸗ zurufen und den Störenfried zu entfernen. Schmeerfeldt eilte jedoch Frederik nach, vertrat ihm den Weg und forderte Erfüllung ſeines Wunſches. Dabei hatte er plötzlich ſeine große Piſtole in der Hand. Major Qualen ſtürzte her⸗ bei und entwand ihm die Waffe.„Ich ergebe mich nicht auf dieſe Weiſe!“, rief Schmeerfeldt und zog die nächſte Piſtole heraus. Mit auf den König angelegter Waffe forderte er nochmals umgehende Beantwortung ſeiner Fragen. Der König zog ſeinen Degen. Doch nun griff ein terdrückte Ehrgeiz regt ſich, und ſo heiß und machtvoll bricht die Flamme in Fieken hervor, daß das Herz, von Leidenſchaften durchglüht, im gleichen Augenblick den Schmerz der Tren⸗ nung vom Vater vergißt. Wie jung ſie iſt, wie ſchnell ſie über den Ab⸗ ſchiedsſchmerz hinwegkommt, denkt die Mutter. Dann ſpricht Johanna Eliſabeth von den Aus⸗ ſichten, die ſich eröffnen, aber auch von den Ge⸗ fahren, die überall lauern, von den Wiſderſtän⸗ den, die ſich erheben werden, von dem Mut, der Vorſicht, der Schlauheit, die notwendig ſein wird, alle Klippen zu umſchiffen und das Le⸗ bensſchifflein ſicher in den Hafen zu bringen. Ungeheuer ſind die Anforderungen, die die Reiſe an die„Gräfinnen Reinbeck“ ſtellt. Ueber zerklüftete Landſtraßen ſtuckert der Wagen da⸗ hin, unendlich langſam kommt man vorwärts. Die Reiſenden hoffen vergeblich auf Schnee, der die Benutzung der mitgeführten Schlittenkufen und damit die Beſchleunigung der Reiſe ermög⸗ lichen würde. Sich gegen die furchtbare Kälte zu ſchützen, ziehen die Damen Decken über, in die ſie Löcher für die Augen geſchnitten haben. Oft vermag man in den ausgehungerten Dör⸗ fern und elenden kleinen Städten nur mit der größten Mühe Quartier und Nahrung zu be⸗ ſchaffen. Fieken veobachtet die Mutter mit kühlem In⸗ tereſſe. Manchmal iſt es ihr, als ſäße ſie im Theater, und ſähe der Mutter zu, wie ſie eine Rolle ſpielt. Erſtaunlich, wie Johanna Elifäa⸗ beth von dem Bewußtſein des großen Glücks, das ihr bevorſteht, verwandelt iſt, wie kein Un⸗ gemach ſie in ihrer Seligkeit zu erſchüttern ver⸗ mag. Allabendlich bringt die Mutter in ihren Brie⸗ fen aa den Gatten zum Ausdruck, was ſie tags⸗ über erlebt hat. Alles ſoll er wiſſen, der gute einfacher Gardiſt, der auf dem oberen Podeſt der Treppe Poſten ſtand, ein und warf ſich auf den Kornett. Gleichzeitig ſtürzten zwei weitere Gardiſten— die an der Tür zu den inneren Gemächern poſtiert waren— und ein Lakai her⸗ bei und überwältigten den wild um ſich ſchla⸗ genden Schmeerfeldt. Die unterdes ebenfalls herbeibeorderte Wache feſſelte ihn und führte ihn ab. Und Jeppe Jenſen Skotborg, der brave Gar⸗ diſt, der durch ſein entſchloſſenes Eingreifen verhindert hatte, daß ein ernſtes Unglück ge⸗ ſchah, ging ruhig auf ſeinen Poſten zurück und ſtellte ſich, Gewehr bei Fuß, auf, als wenn gar nichts Außergewöhnliches paſſiert ſei. Der Kö⸗ nig belohnte ihn bald darauf mit dem Ehren⸗ zeichen der Dannebrogmänner und auf dem nächſten großen Ordensfeſt auf Schloß Roſen⸗ borg wurde ſein Name öffentlich genannt. Der Vorfall gab Anlaß zu einer ſehr umfaſ⸗ ſenden Unterſuchung, die aber mit der aller⸗ größten Heimlichkeit durchgeführt wurde. In keiner Zeitung oder Zeitſchrift jener Zeit iſt die geringſte Zeile über das Schmeerfeldtſche Attentat zu leſen. Die Tat ſelbſt und auch die Beweggründe dazu lagen klar auf der Hand, man hatte aber den Verdacht, daß ein Mann mit Namen Maas an dem Attentat beteiligt ſei. Wenige Tage nach Schmeerfeldt wurde er verhaftet und ebenfalls in das Kaſtell von Kopenhagen eingeliefert. Der Beweis, daß er dem Kornett in irgendeiner Weiſe geholfen hatte, ließ ſich nicht erbringen. Er wurde nach einer Woche entlaſſen, mit dem ſtrikten Gebot, ſich nie wieder innerhalb der däniſchen Landesgrenzen ſehen zu laſſen.— Doch die Lage Schmeerfeldts war bedeutend ernſter. Die ſchwediſchen Behörden lehnten je⸗ des Eintreten für ihn ab und erkannten ihm die Zugehörigkeit zum ſchwediſchen Staate ab. So ſtand er allein den unerbittlichen däniſchen Inſtanzen gegenüber. Ein Kommiſſionsbericht, beſtehend aus— wie es heißt—„dreien von unſeren angeſendſten, zivilen geſetzkundigen Be⸗ amten“(Konferenzrat Cold und die Aſſeſſoren Schiönning und Koefoed) verurteilte Schmeer⸗ feldt zu lebenslänglichem Kerker. Der Kornett appellierte gegen dieſes Urteil beim Höchſten Gericht, mit dem Erfolg, daß er hier zum Tode verurteilt wurde. Der König milderte jedoch ſofort— auf eigene Initiative— dieſen Be⸗ ſchluß in„lebenslängliche Haft“ ab, ſo daß das Urteil des Kommiſſionsgerichts damit rechts⸗ kräftig wurde. Für Schmeerfeldt brach nun eine ſchwere Lei⸗ benszeit an. Urſprünglich beſtand die Abſicht,. ihn nach Munkholmen, der alten Feſtung, zu transportieren, doch verblieb er im Kopenhage⸗ ner Kaſtell. Verzweifelt unternahm er hier nach kurzer Zeit einen vergeblichen Fluchtver⸗ ſuch. Das Ergebnis war, daß er nun an Hän⸗ den und Füßen in Eiſen gelegt wurde. Durch Arbeit konnte er eine Kleinigkeit zur Erleichte⸗ rung ſeines Daſeins verdienen, doch nicht lange, denn allmählich verwirrte ſich ſein Ver⸗ ſtand. In einem Anfall von Irrſinn verübte er eines Tages einen brutalen Angriff auf den Wärter, einen Sergeanten, der ihm das Eſſen brachte. Feſſeln und härteſte Strafen waren die Folge, und viele Tage erhielt er kein Mittag⸗ eſſen. Ein menſchliches Wrack, mit durch Krank⸗ heiten ausgemergeltem und von Geſchwüren zerfreſſenem Körper, vegetierte er 23 Jahre in qualvoller Gefangenſchaft, die der umnachtete Geiſt aber nicht mehr empfinden konnte. Im Auguſt des Jahres 1834, im 49. Lebensjahre, wurde er endlich duych den Tod erlöſt. Wo er begraben wurde, iſt unbekannt. Die Chronik überliefert nur, daß das Begräbnis 51 Reichs⸗ thaler und 90 Schillinge koſtete. ———————————— Mann, alle die komiſchen und traurigen Zwi⸗ ſchenfälle. Wie ſie in Preußen in den erbärm⸗ lichſten Wirtshäuſern kampieren müſſen, die ho⸗ netten Schweineſtällen ähnlicher ſieid denn menſchlichen Behauſungen; wie ſie mit dem Wirt, der Frau, dem Hund, dem Hahn und einem Haufen Kinder, alles wie Kraut und Rü⸗ ben durcheinander, übernachten; wie ſie vor Kälte erſtarren; wie etidlich Schnee fällt: wie die Reiſe über die zugefrorenen Haffs geht, wo⸗ bei Fiſcher den Schlitten vorausgehen, die Fe⸗ ſtigkeit der Eisdecke auszukundſchaften.. .. und wie ſie ſchließlich nach Rußland kom⸗ men. An der ruſſiſchen Grenze verwandelt ſich die Gräfin Reinbeck in die Fürſtin von Anhalt⸗ Zerbſt zurück. Johanna Eliſabeth wird gleich einer Kaiſerin empfangen. Generale und Gou⸗ verneure erwarten und geleiten den hohen Be⸗ ſuch der Zarin. Salutſchüſſe, Trompeten und Pauken erſchallen, Paraden werden veranſtaltet uend Huldigungen aller Art dargebracht. Men⸗ ſchenmengen füllen die Straßen, die künftige Frau des Thronfolgers zu ſehen. Dabei entgeht es Johanna Eliſabeth nicht, wieviel armes Volk man allenthalben trifft, und ſie berichtet nach Hauſe von den elenden Hütten aus Holz, worin die kleinen Leute wohnen, und erzählt, wie ſich niemand mit dem offenen Licht vorſieht, ſo daß man überall auf Abgebranntes trifft.. Aber Benerkungen dieſer Art werden immer ſeltener. Glanz und Pracht in nie geſehenen Ausmaßen drängen ſich mehr und mehr in den Vordergrund. Wie könnte es anders ſein? In Rußland iſt man längſt beſorgt, Zeugniſſe von Armut und Elend aus dem Bereich der großen Straßen und aus dem Umtreis der Schlöſſer fernzuhalten. Hier verhült man abſichtsvoll, was man in Deutſch'and ungehemmt zeigt. (Fortſetzung folgt.) „Hhoken!t Mit de NWo Am deutſchen Bit der Mittella werden. Dar ſchon unſere an eine Verb Elbe dachte, ſchweig, der i hunderts den regte. Aber Rhein, die bis ſich der E eſſen der Pri zum Trotz du werden konn Pläne ni⸗ langem Hin um die endg führung der der Kanal d worden. Zuer 1899 fertig wi der zu Begin konnte. Wäh 1916 ſchließtlic mund⸗Ems⸗K fertiggeſtellt wurde dann Kanals bis zi liche Niederg kriegszeit hat ſen, bis der mit Nachdruch ung der Bar 3 das den wirkt, iſt nun nalbaupläne? Die Guerver Mit Ausna beutenden der Norden. Jede kehrsnetz, das die meiſten 2 von den ande Der Mitte eine Verb Stromne einziges gro 55 Jahre Kanälen von Breslau bis C und der deutſchen Seite geſtellt. Billigkeit des Bahn⸗ und Strecke, die di rückzulegen ha! So wird 3 B. burg und Berl etwa 600 Kilor die Hälfte des den und Hamlb Der Mittella len Weſten mit lichen Oſten. 2 Güterverkehrs, wird, beſtimmt treide nach den beſondere Gru von Oſten nach Weſten ſendet Düngemittel, Oſten. In beid Verkehr von K mitteldeutſchen ren und Stein in weſtlicher 9 Eine beſo winnt der den Vierja wird die größt ſhe llersleb chen Erzwerke, ring in Salz werke mit ihrer verſand werde . ſtarken Verkehr 30 Millionen Der Bau dei Frage nach der . dem Kanal neu Jahre 1928 ſta vorausſichtlicher Tonnen errechn — in 2 und außerdem dem Kanal nac lich etwa 12 bi Erze und Kohle in allem mi vonetwa 30 werden muf der jetzt geltend der Schleppgeb kanal herrſcht e — ausgegangen tär Königs ſagt das letzte Wort wohl die Frage ten Tarifbarre burg noch zu er deutet eine Ver dieſer etwa 150 ift alle Durc wältigung des ſteht als größte nen⸗Schiff zur warf ſich auf n zwei weit u den inneren ein Lakai her⸗ um ſich ſchla⸗ rdes ebenfalls 'n und führte der brave Gar⸗ es Eingreifen s Unglück ge⸗ en zurück und als wenn gar tſei. Der Kö⸗ t dem Ehren⸗ und auf dem Schloß Roſen⸗ genannt. r ſehr umfaf-. nit der aller⸗ t wurde. 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Nach langem Hin und Her und nachdem der Streit um die endgültige Linienführung die Durch⸗ führung der Pläne immer wieder verzögerte, iſt der Kanal dann ſchließlich ſtückweiſe gebaut worden. Zuerſt der Dortmund⸗Ems⸗Kanal, der 1899 fertig wurde, dann der Rhein⸗Herne⸗Kanal, der zu Beginn des Krieges eingeweiht werden konnte. Während des Krieges iſt im Jahre 1916 ſchließlich auch die Verbindung des Dort⸗ mund⸗Ems⸗Kanals mit der Weſer bei Minden fertiggeſtellt worden, im letzten Kriegsjahr wurde dann endgültig die Weiterführung des Kanals bis zur Elbe beſchloſſen. Der wirtſchaft⸗ liche Niedergang Deutſchlands in der Nach⸗ ——— — rriegszeit hat die Arbeiten zeitweiſe ſtocken laſ⸗ ſen, bis der Nationalſazialismus dann den Bau mit Nachdruck betrieben hat. Mit der Beendi⸗ gung der Bauten am Schiffshebewerk Rothen⸗ 3 das den Abſtieg vom Kanal zur Elbe be⸗ wirkt, iſt nunmehr einer der bedeutendſten Ka⸗ nalbaupläne Deutſchlands verwirllicht. Die Guerverbindung der deutſchen Ströme Mit Ausnahme der Donau fließen alle be⸗ deutenden deutſchen Ströme von Süden nach Norden. Jeder Strom bildet für ſich ein Ver⸗ lehrsnetz, das nur über die See, die aber für die meiſten Binnenſchiffe nicht befahrbar iſt, von den anderen Verkehrsnetzen erreichbar iſt. dDer Mittellandkanal ſchafft jetzt eine Verbindung quer durch alle . Damit erhält Deutſchland ein einziges großes Waſſerſtraßennetz. Schon in 15 Jahre werden Schiffe auf Flüſſen und Kanälen von Baſel bis Königsberg oder von Breslau bis Emden fahren können. Dem Land⸗ faßennetz und dem Schienennetz wird das Netz der eeit Waſſerſtraßen vollwertig an die Seite geſtellt. Baße wird ſich auch die größere GHBilligkeit des Wa ſertransportes gegenüber dem Bahn⸗ und Autotransport auswirken. Die Strecke, die die Güter auf dem Waſſerwege zu⸗ rückzulegen haben, werden bedeutend abgekürzt. So wird z. B. die Entfernung zwiſchen Duis⸗ burg und Berlin durch den Mittellandkanal um etwa 600 Kilometer abgekürzt. Das iſt mehr als dDie Hälfte des bisherigen Weges, der über Em⸗ den und nng oder Stettin führte. Der Mittellandkanal verbindet den induſtriel⸗ len Weſten mit dem vorwiegend lanowirtſchaft⸗ lichen Oſten. Damit iſt auch der Charakter des Güterverkehrs, der den Kanal durchziehen wird, beſtimmt. Der Oſten wird vor allem Ge⸗ treide nach dem Weſten ſchicken. Auch Holz, ins⸗ beſondere Grubenholz, wird ſeinem Weg von Oſten nach Weſten den Kanal benutzen. Der BWeſten ſendet Kohle und Eiſen, aber auch Diüngemittel, Zement und Papier nach dem Oſten. In beiden Richtungen wird es zu einem Verkehr von Kali, 845 und Zucker aus dem mitteldeutſchen Gebiet kommen. Auch Tonwa⸗ ren und Steine werden ſowohl in öſtlicher wie in weſtlicher Richtung den Kanal durchziehen. Eine beſondere Bedeutung ge⸗ winnt der Mittellandkanal durch den Vierjahresplan. An ſeinen Ufern wird die größte Automobilfabrik der Welt in Fallersleben und eines der größten deut⸗ ſchen Erzwerke, die Reichswerke Hermann Gö⸗ ring in Salzgitter, entſtehen. Die Reichs⸗ werke mit ihrem Kohlenbedarf und ihrem Erz⸗ verſand werden dem Kanal einen beſonders „ſtarken Verkehr zuführen. o Millionen Tonnen Güter Der Bau der Weerjahresplanwerke hat die Frage nach dem vorausſichtlichen Verkehr auf m Kanal neu aufgerollt. Eine alte, aus dem ahre 1928 ſtammende Erhebung hat einen Vorausſichtlichen Geſamtverkehr von 12 Mill. Tonnen errechnet. Mn iſt aber der Gü⸗ — 25 in Deutſchland allgemein geſtiegen, 3 außerdem werden durch die neuen Werke i 1* Schätzungen jähr⸗ ch etwa 12 bis 15 Mill. Tonnen, vor allem Erze und Kohlen, neu zugeführt, ſo daß alles inallem mit einem Geſamtverkehr vonetwa 30 Mill. Tonnengerechnet erden muß. Bei dieſer Berechnung iſt von r jetzt geltenden Höhe der Kanalabgaben und der Schleppgebühren— auf dem Mittelland⸗ lanal herrſcht ein Schleppmonopol des Reiches — ausgegangen. Allerdings iſt, wie Staatsſekre⸗ tür Königs ſagte, über dieſe Abgaben noch nicht s letzte Wort geſprochen. Insbeſondere wird ten Tarifbarre zwiſchen Misburg und Magode⸗ burg noch zu erörtern ſein. Die Tarifbarre be⸗ utet eine Verdoppelung aller Gebühren auf eſer etwa 150 Kilometer langen Strecke und 11 alle Durchgangstransporte. Für die Be⸗ ältigung des Verkehrs von 30, Mill. Tonnen ht als größtes Schiff nur das Tauſend⸗Ton⸗ Schiff zur Verfügung, denn geologiſche wiriſcuns⸗ und Soniolpoltih Zu Schiff quer durch Deutschlance Mit der Eröffnung des Mitte landkanais ist einer der bedeutendsten Kanalpläne Deutschlands verwirkllcht Ost-See —— 7 — 3 n — —— 375 4 WN Greslau Gründe bereiten größeren Abmeſſungen des Ka⸗ nals beſondere Schwierigkeiten. Nimmt man nun an, daß der geſamte Verkehr nur mit voll ausgelaſteten Schiffen dieſer nicht etwa mit kleineren, durchgeführt wird, ſo könnten die Doppelſchleuſen und Doppelhebewerke des Ka⸗ nals bei 16ſtündiger Arbeitszeit jährlich etwa 20 Mill. Tonnen in beiden Richtungen durch⸗ laſſen, insgeſamt alſo einen Verkehr von 40 Mil⸗ lionen Tonnen bewältigen. Praktiſch iſt aber der Verkehr nicht an allen Tagen und zu allen Jahreszeiten gleich groß, ſo daß dieſe Kapazität nie voll ausgenutzt werden kann. Dazu kommt, daß das 1000⸗Tonnen⸗Schiff bisher keineswegs die Regel iſt, ſondern daß, den bisherigen Ab⸗ meſſungen des Dortmund⸗Ems⸗Kanals entſpre⸗ chend, das 700⸗Tonnen⸗Schiff vorherrſcht. Ber Kanal dürfte alſo ſchon bei einem Verkehr von 30 Mill. Tonnen voll ausgenützt ſein. Es erhebt ſich deshalb die Frage nach ſeiner Entlaſtung. Hier kann der Bau des Hanſakanals, der den Mittel⸗ landkanal mit Bremen und Hamburg verbindet, wirkſame Dienſte leiſten. Wie Staatsſekretär Königs auf ſeiner kürzlich in Leipzig gehaltenen Rede mitteilte, iſt deshalb ſchon jetzt bei den verfügt worden, daß der anal Abmeſſungen erhalten ſoll, die einen Ver⸗ kehr von 1500⸗Tonnen⸗Schiffen zulaſſen. Rheinſchiffe auf der Elbe Die Wirtſchaft hat ſich inzwiſchen auf die be⸗ Zeichnung: Zimmermann vorſtehende Eröffnung des Kanals vorbexeitet, vor allem die Schiffahrtsgeſellſchaften. Bisher waren die Rhein⸗ und Weſergeſellſchaften be⸗ vorzugt, da der Kanal nur von Weſten nach Oſten nicht auch umgekehrt gebaut und dem Verkehr übergeben würde. Sie konnten entſpre⸗ chend dem Baufortſchritt des Kanals bereits Transporte in die neu eröffneten Häfen durch⸗ führen und wertvolle Beziehungen anknüpfen, während die Elbe⸗ und Odergeſellſchaften bis⸗ her keine Schiffe dorthin ſchicken konnten. Zwei Elbegeſellſchaften und ein Rheinſchiffahrtskon⸗ ern haben ſich, wie bereits berichtet, in dieſen Tagen über einen gemeinſamen Dienſt von Oſten nach Weſten und umgekehrt durch den Mittellandkanal verſtändigt. Das erſte Schiff hat bereits den Duisburger Hafen mit dem Be⸗ ſtimmungsort Berlin verlaſſen, das nicht mehr den langen bisher üblichen Umweg über die Nordſee nehmen, ſondern den Mittellandkanal benutzen wird. Die Vollendung des Mittellandkanals fällt in eine Zeit, die durch eine außerordentliche An⸗ ſpannung aller Verkehrsmittel, insbeſondere der Eiſenbahn, gekennzeichnet iſt. Zeitweiſe kann die Reichsbahn ſchon jetzt nicht genügend Güter⸗ wagen ſtellen. Hier wird jetzt das Netz der deut⸗ ſchen Waſſerſtraßen, das durch den Mittelland⸗ kanal geſchaffen wird, im richtigen Zeitpunkt eine wirkſame Entlaſtung bringen. Sie Können es nicht lassen! Abwehr auslündischer Störungsvorsuche duren Relchswir schafism- nister fun WpPb In einem Interview in der Eſſener National⸗Zeitung mußte Reichswirtſchaftsmini⸗ ſter Funk eine Antwort auf ausländiſche Stö⸗ rungsverſuche der deutſchen Handelspolitik im Südoſtraum geben. Er betont darin, daß Deutſchland ſelbſtverſtändlich keineswegs beab⸗ ſichtige, andere Mächte aus dem europäiſchen Südoſtraum vollſtändig auszuſchließen, daß es aber andererſeits angeſichts der vor einiger Zeit begonnenen Verſuche zur Zurückdrängung des deutſchen Einfluſſes auf dem Balkan nicht un⸗ tätig bleiben konnte. Die Ergebniſſe der Süd⸗ oſtreiſe des Reichswirtſchaftsminiſters ſind die Antwort auf dieſe Verſuche, und Miniſter Funk ließ keinen Zweifel, daß die deutſche Füh⸗ rung jederzeit in der Lage ſein werde, beſtehende Schwierigkeiten mit Warenkrediten mühelos zu überbrücken. Wenn alſo verſucht wird, un⸗ ter Außerachtlaſſung jeder Wirtſchaftlichkeit eine „,weſteuropäiſche Wirtſchaftshilfe für den Süd⸗ oſten“ durchzuführen, wobei man aus politiſchen Gründen bereit iſt, die Aufwendungen als„Ver⸗ teidigungskoſten“ abzuſchreiben, ſo möge man ſich geſagt ſein laſſen, daß auch hier Deutſch⸗ land auf die Dauer ſtärker ſein wird. Den Schaden würden letzten Endes nur diejenigen haben, die ſich zu ſolchen Plänen her⸗ geben. Die naturgegebenen wirtſchaftlichen Zu⸗ ſammenhänge Deutſchlands und der Südoſt⸗ ſtaaten werden durch Barkredite nie erſetzt wer⸗ den können. Es iſt bezeichnend, daß eine ſolche Abwehr von Störungsverſuchen auch heute noch not⸗ wendig iſt. Daß in der Tat bei all ſolchen Ver⸗ ſuchen immer nur politiſche Pläne im Hinter Krun de ſtehen, beweiſt am beſten die Auslandspreſſe ſelbſt. So ſchreibt beiſpielsweiſe der„Economiſt“:„Was Großbritannien be⸗ trifft, ſo verdankt Funk ſeinen Erfolg dem Ottawa⸗Abkommen. Durch unſere Bindung an die Dominions haben wir uns ſelbſt von Südoſteuropa ausgeſchloſſen!“ Deutlicher kann man in der Tat wohl kaum die Eigenverantwortlichkeit Großbritanniens für ſeinen geringen Handelsverkehr mit den Süd⸗ oſtſtaaten charakteriſieren. Nicht Deutſchland hat Großbritannien verdrängt, ſondern Groß⸗ britannien hat ſich ſelbſt ausge⸗ ſchaltet. Bei der Wahl zwiſchen den Do⸗ minions und Europa hat es ſich für die Do⸗ minions entſchieden. Das iſt von ſeinem Stand⸗ punkt aus zweifellos richtig. Nun ſoll man aber auch bei der Stange bleiben und nicht Deutſch⸗ land ungerechtfertigte Vorwürfe machen. Aehnlich ſchreibt„Sunday Graphic and Sunday News“:„Man ſagt, Hitler wolle England ſeinen Balkan⸗ und Donauhan⸗ del rauben. Wie groß wäre denn dieſer Verluſt? Einfuhr Englands Einfuhr Englands 18 1937 aus nach Millionen Pfund Millionen Pfund 0,58 Tſchecho⸗Slowakei.)3 3,1 Jugoſlawien. 275 1,0 Rumänien. 4,5 18 insgeſamt: 16,8 6,58 Das Blatt fährt fort:„Dieſe Zahlen ſprechen eine deutliche Sprache. Mit Ausnahme von Polen haben wir überhaupt keinen normalen Handel mit dieſen Staaten.“ Und abſchließend wird geſagt:„Warum ſollten wir nicht Deutſch⸗ land den Handel in Europa laſſen? Wahrſchein⸗ lich würde dies unſerem unglücklichen Kontinent den wirklichen Frieden bringen Unſer Schickſal liegt jenſeits des Ozeans, in dem unentwickelten Erbe unſeres Empire.“ Dem braucht man nichts mehr hinzuzufügen. Die richtige Er⸗ kenntnis iſt alſo durchaus vorhan⸗ den. Wo man ihr entgegenhandelt, hat man es daher nicht mit vernünftigen wirtſchaftlichen Er⸗ wägungen zu tun, ſondern mit politiſcher Hetze. Wir nehmen zur Kenntnis: Wpb Auf einer Tagung, zu der das Fachamt „Chemie“ in der DAß die Mitglieder des Reichsaus⸗ ſchuſſes der Wettkampfgruppe„Chemie“ zur Ausar⸗ beitung der Aufgaben für den lommenden Reichsbe⸗ rufswettkampf nach Berlin berufen hatte, betont Pg. Freudenberger, daß es notwendig iſt, denen, die Jahr für Jahr ohne Sieges ausſichten an dieſem Berufs⸗ wettkampf teilnehmen, den Antrieb zur regelmäßigen Teilnahme dadurch zu geben, daß ihnen nach jedem Reichsberufswettkampf Einblick gegeben wird in die Bewertungsliſte, und daß jeder einzelne von ihnen be⸗ raten wird, wie er die Lücken in ſeiner Ausbildung ausfüllen kann. Durch den Reichsberufswettkampf wird ſo nicht allein die Berufsbegabtenförderung erreicht, ſondern jeder Wettlämpfer erhält alljährlich eine gründ⸗ liche und gewiſſenhafte Berufsberatung. 2,23 Milliarden R Steuergutschein getilgt— NWo In der Entwicklung der Geſamtver⸗ ſchuldung des Reiches kam in den letzten Jahren ein wichtiger Vorgang nicht zum Ausdruck: die raſch fortſchreitende Abtragung der Steuergut⸗ ſcheine von 1932, die aus juriſtiſchen Gründen ieweils außerhalb der Geſamtſumme der Reichs⸗ ſchulden, alſo nur nachrichtlich, ausgewieſen wurden. Wie das Statiſtiſche Reichsamt in „Wirtſchaft und Statiſtik“ berichtet, waren vom 1. April 1934 bis Ende Juli 1938 über 99 Pro⸗ zent dieſer Steuergutſcheine im Werte von zu⸗ ſammen 2,23 Milliarden Reichsmark abgewickelt worden, und zwar 1,63 Milliarden Reichsmark durch Anrechnung von Gutſcheinen bei der Zah⸗ lung von Steuern und Zöllen und 0,60 Milliar⸗ den Reichsmark ſogenannter„Deckungsgut⸗ ſcheine“, die vom Reich als Deckung für Ar⸗ beitsbeſchaffungswechſel bei der Reichsbank hin⸗ terlegt worden waren, durch die Einlöſung der entſprechenden Wechſelbeträge. Die Abwicklung der Steuergutſcheine für Steuerzahlungen be⸗ deutete für das Reich von 1934 bis 1938 jährlich einen Ausfall von Bareinnahmen für Steuern und Zölle von rund 300 bis 360 Millionen Reichsmark, die Auslöſung der Deckungsgut⸗ ſcheine machte Haushaltsaufwendungen für Wechſeleinlöſungen im Betrage von jeweils 53 bis 138 Millionen Reichsmark notwendig. Die⸗ ſer„Tilgungsaufwand“ von jährlich 352 bis 495 Millionen Reichsmark, der zu den Tilgungs⸗ leiſtungen auf die Reichsſchulden im engeren Sinne hinzugerechnet werden muß, läßt die Fä⸗ higkeit des Reiches zur planmäßigen Abtragung von Schuldverbindlichkeiten erkennen. kingnederung der sudetendeuischen Sparkassen Wöpb Unmittelbar nach dem Anſchluß der ſudeten⸗ deutſchen Gebiete an das Reich iſt auch die Eingliede⸗ rung der ſudetendeutſchen Sparkaſſen in die deutſche Sparkaſſen⸗ und Giroorganiſation in Angriff genom⸗ men worden. Die ſudetendeutſchen Sparkaſſen dürften — vielleicht mit Ausnahme der Sparkaſſen in den ſüd⸗ mähriſchen und ſüdböhmiſchen Gebieten, deren Anglie⸗ derung an die Sparkaſſen⸗ und Giroverbände der be⸗ nachbarten Länder Oeſterreich und Bayern in Frage kommt— im Verband der deutſchen Spar⸗ kaſſen in der Tſchecho⸗Slowakei zu⸗ ſammengeſchloſſen bleiben, der als⸗ bald zu einem Sudetendeutſchen Spar⸗ kaſſen⸗ und Giroverband mit dem Sitz in Reichenberg umgeſtaltet werden ſoll. Der Deutſche Sparkaſſen⸗ und Giroverband hat den zuſtändigen Reichsſtellen bereits Vorſchläge für die im Zuge des Anſchluſſes zu treffenden Maßnahmen zugeleitet. Um den ſudetendeutſchen Sparkaſſen bis zur Errichtung einer eigenen Zenträlbank die notwendige Vetreuung zukommen zu laſſen, hat ſich die Deutſche Girozentrale zur Verfügung geſtellt, die Funktionen einer Girozentrale in den ſudetendeutſchen Gebieten einſtweilen ſelbſt zu übernehmen und eine Geſchäfts⸗ ſtelle in Reichenberg zu errichten. Die Verhandlungen mit den beteiligten Stellen ſind bereits weit fortge⸗ ſchritten. Baden u. Saarpfalz im ũuterfernverkehr mit Kraftfahrzeugen SwW Im Güterfernverkehr mit Kraftfahrzeugen wur⸗ den nach Mitteilung des Statiſtiſchen Reichsamts in „Wirtſchaft und Statiſtik“ im Jahr 1937 rd. 15,2 Mill. Tonnen Güter befördert. Mehr als die Hälfte der Gütermenge wurde von den dem Reichskraftwagen⸗ Betriebsverband angeſchloſſenen Unternehmern beför⸗ dert(8,9 Mill. To.); auf den Werkfernverkehr— den eigenen Verkehr der Induſtrie⸗, Handelsfirmen uſw.— entfielen 5,3 Mill. Tonnen beförderte Gütermengen, der Reſt von rd. 1,0 Mill. Tonnen auf den Reichs⸗ bahn⸗Kraftwagenverkehr, den Möbelfernverkehr und den Verlehr ausländiſcher Unternehmer. Die Unterteilung des Güterfernverkehrs nach Ver⸗ kehrsbeziehungen zeigt für Baden und Saarpfalz fol⸗ gendes Zahlenbild, wobei zu beachten iſt, daß Mann⸗ heim⸗Ludwigshafen einen eigenen Verkehrsbezirk bil⸗ den; Saar⸗Pfalz: Geſamtempfang 310 968 Tonnen, da⸗ von 310721 Tonnen Inlandempfang, Geſamtverſand 298 839 Tonnen, davon 293 620 Tonnen Inlandver⸗ ſand; Mannheim-Ludwigshafen: Geſamtempfang 179 781 Tonnen, davon 179 710 Tonnen FInlandemp⸗ fang, Geſamtverſand 373 680 Tonnen, davon 372 715 Tonnen Inlandverſand; Baden: Geſamtempfang 411 358 Tonnen, davon 411 129 Tonnen Inlandemp⸗ fang, Geſamtperſand 465 855 Tonnen, davon 465 669 Tonnen Inlandverſand. fhein-Mainische Abendbörse Still Die Abendbörſe war bei ſtillem Geſchäft gut behaup⸗ tet. Infolge des kleinen Auftragseinganges und mit Rückſicht auf den Wochenſchluß beſtand kaum Unter⸗ nehmungsluſt. Nur in wenigen Werten fanden kleine Umſätze ſtatt, während im übrigen die Feſtſtellungen nominell erfolgten. Die Kurſe wieſen im allgemeinen nur kleinſte Veränderungen auf. 2 v. H. höher geſucht wurden Akkumulatoren mit 215, IG Farben bröckel⸗ ten um/ v. H. auf 153½ ab. Von Montanwerten wurden Verein. Stahl mit unv. 111½¼ und Mannes⸗ mann voll behauptet mit 1145/ umgeſetzt. Sonſt no⸗ tierten u. a. Eßlinger Maſchinen 112½, Schuckert 177½, Mansfelder 144, Nordd. Lloyd 73½. Auch am Rentenmarkt war das Geſchäft äußerſt ſtil. Reichsanleihe Altbeſitz wurden mit 131 gehandelt. Ferner waren verſchiedene Stadtanleihen zu Mittags⸗ kurſen gefragt. BGetreide Getreidenotierungen in Rotterdam vom 21. Okt. Weizen(in Hfl. per 100 Kilo): Per Nov..40, Jan..52½, März.67½, Mai.75.— Mais(in Hfl. p. Laſt von 2000 Kilo): Per Nov. 89½, Jan. 84/, März 85¼, Mai 85¼½. „hakenkreuzbanner“ sport und Spiel Samstag, 22. Oktober über 5060 lam Grundlegende gReformen im deutschen Siraßenrennsport Das Geſicht des deutſchen Straßenrennſports wird im kommenden Jahr ein völlig anderes im Lager unſerer Berufs⸗ -ſtraßenfahrer ſollen Reformen vorgenommen werden, die geradezu eine Umwälzung der bisher herrſchenden Verhält⸗ Man will die internatio⸗ nale Kampfkraft unſerer Fahrer ſtärken; denn darüber, daß unſere Vertreter in dieſem Jahre bei den Rundfahrten durch Frankreich, Italien und der Schweiz, bei den Weltmeiſterſchaften in Holland und bei verſchiedenen anderen Ge⸗ legenheiten nicht die erwarteten Erfolge ernte⸗ Dies war auch in erſter Linie Veranlaſſung, ſich mit Re⸗ ſein. Beſonders niſſe bedeuten. ten, darf kein Zweifel herrſchen. formen grundlegender Art zu beſchäftigen. Startmöglichkeiten für alle teilnehmceci. gen Rundfahrt verlaufen. Dreißig deutſche und ebenſoviele ausländiſche Straßenfabrer werden In 22 bzw. 23 Etappen, durch⸗ ſetzt mit etwa vier bis fünf Ruhetagen, wird ſie einen ganzen Monat in Anſpruch nehmen. Einige Tage nach Pfingſten, alſo Anfang Juni, wirſ der Stcart erteilt. noch nicht feſt. Schulung der Amateure für hHelſinki Der genaue Tag liegt Im Lager der Amateure werden wie bisher Auswahlrennen zur Ermittlung einer Natio⸗ nalmannſchaft dienen. Länderkämpfe und einige intermationale Etappenfahrten dürften der Schulueig unſerer Beſten dienen. Im Hin⸗ blick auf das Olympiſche Straßenrennen in Hel⸗ ſinki werden die Vorbereitungen natürlich ſchon 1939 beginnen. Aus der großen Maſſe der deut⸗ ſchen Amateurſtraßenfahrer ſollen geeignete Vertreter herausgefunden und unter Anleitung von erfahrenen Lehrern für die Olympiichen Spiele 1940 herangebildet werden. Einen Maß⸗ ſtab der olympiſchen Schulungsarbeit will man bei den Straßenweltmeiſterſchaften des nächſten Jahres anlegen. Ein vollkommen verändertes Ausſehen erhält alſo das Geſicht des deutſchen Straßenrenn⸗ ſports. Hoffentlich zeitigen die Refſormen die Auswirkungen, die dieſe Umwälzungen erwar⸗ ten laſſen. UMnsere Sportgſosse: om nachmuchs verlaſen. Wien, 21. Oktober. Die Wiener„Auſtria“ war einmal ein B griff im Reiche des Fußballs. Der Name beſaß überall guten Klang, auf dem Kontinent und auch auf dem engliſchen Inſelreich. Zehn⸗ tauſende kamen ſonntags zu den Spielen Auſtria in Wien, ohne ſie war kaum ein Meiſter⸗ ſchaftskampf in den vergangenen Jahren im alten Oeſterreich denkbar. 9 Und heute...?! Die„Auſtria“ hat einen Mock, Stroh, Neumer, Adamek und Sindelar in ihren Reihen. Gegen Mock kann niemand etwas ſagen, Sindelar tut für ſein Alter mehr als ſeine Schuldigkeit und doch iſt die„Auſtri im Augenblick kein Gegner für ſtarke Mann⸗ ſchaften. Sie iſt von der Zeit entthront worden. Schwere Niederlagen brachten die letzten Wo⸗ chen, Niederlagen, die im Fußball wie ein.o⸗ Schlag wirken können. Die beiden letzten Spiele verloren die„Violetten“ mit:0 gegen den Sportklub und mit:1 gegen Rapid. Sie kom⸗ 1 den aufſtellung. Größle; Leichtgewicht Erſatzmann: Reiſer. in der Weſtfalenhall⸗ den/ Heſſen/ Weſtfal verein für Raſenſn zogenriedpark, Se 30 Uhr Berlingh .Ver rnverein Mannl fremdem Platz: 2. Mannſchaft: hr 1. Mannſchaf Uhr Trainingsſp udballabteilung. 2 1. Frauen— Vf: 2. Mannſchaft— 3.— Hockeyabtei : Sonntag,.3 Mannſchaft; 11 Uh Sonntag in Kölr ichenſchild zwiſe ttelrhein⸗» In München, örtmannſchaft(Det che Mannſchaft, Schwerg gend— FC P. men nicht in Schwung. Ihr Fußballkönig Sin⸗ Kurpfalz.— 3 delar hat ſeinen Platz als Mittelſtürmer a R Geppert— Phö gegeben und ſpielt als Rechtsaußen. Er iſt im⸗ T 1846.— Spiele mer noch ein großer. Meiſter, aber ſeine Ka⸗ In Kreiſen der Verantwortlichen wurde im⸗ mer wieder der Wunſch laut, daß die deutſchen Straßenrennen nicht nur einer beſtimmten Gruppe, ſondern allen deutſchen Straßenfah⸗ Dukch die Londoner Auroichau. Intereſſante Kleinigkeiten aus den Lagern der Uationen rern, die auf deutſchem Material fahren, offen ſein müſſen. 1939 ſoll das nun Tatſache wer⸗ den. Alle deutſchen Berufsſtraßenfahrer, die keinen Fabrikvertrag von irgendeiner deutſchen Markenfahrradfabrik beſitzen, aber auf einem deutſchen Markenfahrrad ſtarten, wird die Teilnahme an den Wettbewerben geſtattet. Da⸗ mit wird jungen, aufſtrebenden Talenten die Möglichkeit gegeben, ſich zu entwickeln, und talentierte Fahrer aus dem Lager der Ama⸗ teure werden wieder Mut bekommen, den Schritt ins Lager der Berufsfahrer zu wagen. Zahl der Rennen wird erhöht Auch daran, daß die Verdienſtmöglichkeiten der Berufsſtraßenfahrer beſſere werden müſſen, wurde gedacht. Statt des bisher obligatori⸗ ſchen Pflichttrainings vor jedem Rennen, ſollen jetzt am jeweiligen Austragungsort der In⸗ duſtrierennen einige Tage vorher Rundſtrecken⸗ rennen zwiſchen 75 und 100 Kilometer durch⸗ geführt werden. Rennen waren von jeher das beſte Training. Beſteht dazu noch Ausſicht, einen Geldpreis zu gewinnen, müßten ſchon dieſe Umſtände genügen, Auftrieb zu ſchaffen. Das ſtarre Syſtem hatte keine Vorteile. Großdeutſchlandfahrt über 5000 Klm. Die Anzahl der zur Durchführung kommen⸗ den Straßenrennen ſteht zurzeit noch nicht feſt, doch daß es mindeſtens acht und ebenſoviele Rundſtreckenwettbewerbe geben wird, iſt ſicher. Hauptereignis iſt und bleibt die Deutſch⸗ landfahrt. der man diesmal die Bezeich⸗ nung Großdeutſchlandfahrt geben wird. Ueber 5000 Kilometer lang wird der Weg ſein. Vom Start in Berlin durch Pommern nach Schle⸗ ſien ins befreite Sudetenland, dann durch Sachſen wieder ins Sudetengebiet, durch Bayern über Nürnberg und die Oſt⸗ mark nach Wien. Ueber die Alpen und die Höhen des Schwarzwaldes zum Saarge⸗ biet, weiter durch Weſtdeutſchland, den Küſtengebieten der Nordſee über Mittel⸗ deutſchland mit Ueberquerung des Harzes zur Meſſeſtadt Leipziig und im Triumphzug zu⸗ rück zum Ziel in der Reichshauptſtadt. So wird die Streckenführung dieſer gewalti⸗ Paris war die Schau der Erkenntnis, daß moderne Wege notwendig ſind, um das Ziel der Motoriſierung zu erreichen, das ſich die Staatsführung geſetzt hat. London iſt der Be⸗ weis, daß die konſervative Einſtellueig noch ſtär⸗ ker iſt, dh. in England will man das gleiche Ziel mit anderen Mitteln erreichen. Man bleibt bei der ſeit Jahren bewährten Standardbau⸗ art und verbeſſert nur die Kleiniateiten. Mitbeſtimmende Dorausſetzungen Die engliſchen Straßen ſind in der Ober⸗ fläche gut, ohne viel Löcher, aber auch ohne lange Geraden, kurvenreich und ena. Das be⸗ ſtimmt die Konſtruktion. Der Engländer ſpart an Raum, und daher ſieid die preiswerten ena⸗ liſchen Wagen furchtbar eng und kurz. Die Hin⸗ terſitze liegen über der ſtarren Hinterachſe, un⸗ abhängig gefederte Vorderräder findet man nur vereinzelt und nur bei Fahrzeugen, die einen ſtarken Export aufweiſen oder erreichen wollen. Doch in anderen Sachen ſind die Eaigländer ſehr fortſchrittlich. Die Verbindung zwiſchen Fahrgeſtell und Karoſſerie erfolgt viel öfter durch Schweißung, ſo daß ſtarre Brücken ent⸗ brauch herabzuſetzen. ſtehen, die zu einer beſſeren Siraßenlage bei⸗ tragen. Wirtſchaftlichkeit Die Hauptarbeit der engliſchen Fabriken galt der Erhöhung der Wirtſchaftlichkeit und Sicher⸗ heit. Es gibt kaum eine Firma, die nicht die Bremſec verbeſſert hat, und wenn es geringfü⸗ gige Kleinigkeiten ſinſd. Alle rühmen ſich, daß es ihnen gelungen iſt, den Betriebsſtoffver⸗ Sechs bis ſieben Liter auf hundert Kilometer für einen vollbeſetzten Wagen werden als nörmal in der kleinen Klaſſe angeſehen Dieſe Betriebsſtofferſparnis iſt durch Sparvergaſer erreicht, ähnlich unſerer Solex. Auch findet man ſehr oft eine automa⸗ tiſche Beheizung des Anſaugrohres und damit des Gemiſches durch die Auspuffgaſe. Doch Kühlwaſſerthermometer unſd Thermoſtaten ſieht man nur ſelten. Der Engländer iſt ſchaltfreudig, daher haben faſt alle Wagen Vierganggetriebe, doch oft noch ohne Synchroniſierung. Das Vor⸗ Dell Loannieie der exken Hocevkiane Eichenſchildſpiel in Köln: mittelrhein— Baden Bereits am kommenden.— beginnt die Zwiſchenrunde um den Eichenſchild der Frau⸗ en. Unſere Frauenelf, die letzten Sonntag durch einen überraſchend hohen:-Sieg den Gau Südweſt aus dem Rennen warf, muß die Reiſe nach Köln antreten, wo diesmal Gau Mittel⸗ rhein der Gegner iſt. Die badiſche Vertretung, zu der neun Spielerinnen allein aus Mann⸗ heim(VfR, TV 46, Germania) und zwei aus Salem zählen, begibt ſich mit den günſtigeren Ausſichten in den Kampf als die vom Mittel⸗ rhein, die in der Vorrunde über das nicht ſehr ſpielſtarke Nordheſſen in Hanau nur zu einem knappen:1⸗Sieg kamen. Verteilung des Basketballsportes auf die DRI-Gaue Wenn man bedenkt, daß in Deutschland vor verhältnismähig kurzer Zeit nicht mehr als vier Vereine Basketball spielten und bei einer Bestandserhebung aus jünsster Vergangenheit im Bei den badiſchen Pflichtſpielen haben wir wieder einmal ein volles Programm. Zwei Spiele in Mannheim und eins in Heidelberg tragen lokalen Charakter. In unſeren Mauern intereſſiert beſonders die Behegnung am Flug⸗ hafen, wo die Raſenſpieler Über die 1846er zu einem weiteren Sieg gelangen ſollten, da die Turner bis jetzt noch nicht ihre letztjährige Form erreicht haben. Das zweite Lokaltreffen zwiſchen MTG und Germania wurde auf den Germaniaplatz verlegt. Der Ausgang dieſes Kampfes iſt vollkomen offen. Hier geht es um den vorläufigen Verbleib in der Spitzengruppe der Tabelle. In Heidelberg hat das früher mit größtem Intereſſe verfolgte Lokalderby HCch— T 78 augenblicklich an Bedeutung eingebüßt, da die Turngemeinde nicht mehr die ehemalige Spiel⸗ ſtärke beſitzt. Der HCh wird mit einem ſicheren Sieg ſeine Favoritenſtellung weiterhin feſtigen. Der HTV46 beſpielt zum erſten Male ſeinen neuen Raſenplatz und ſollte gegen MTV Karlsruhe ebenfalls zu beiden Punkten kom⸗ men. Die Spiele des Sonntags: VfR Mannheim— TW 46 Mannheim Germania Mannheim— MTG Zadelberzer HC— TG78 Heidelberg eidelberger TVe46— MTV Karlsruhe. Hockebkämp'e der 53 beginnen Es geht zunächſt um die Meiſterſchaft im Bann Im Mittelpunkt des Spielgeſchehens unſerer Hockeyjugend ſtehen in dieſer Spielzeit die Kämpfe der Hitlerjugend um die Hockeymeiſter⸗ ſchaft. Die gemeinſam der HZ und dem DRe obliegende Organiſation iſt dieſelbe geblieben, wie im Vorjahre. Zunächſt finden alſo Punkte⸗ kämpfe um die Meiſterſchaft des Bannes bzw. Kreiſes ſtatt; der Sieger tritt dann mit den übrigen Bannmeiſtern in Wettbewerb um die meraden ſcheinen ihn für zu alt zu halten, ſie bedienen ihn nicht ſo eifrig, wie er einmal als Regiſſeur die Seiten bedient hat. Iſt Sindelars Platzwechſel ſchuld an dieſen Niederlagen?— Sindelar iſt immer noch d geiſtige Führer von Auſtria, das zeigt auch ſein Wahl in den Aelteſtenrat des Fußballklubs ſchenkt. Dieſe Sünde des früheren Berufsfuß⸗ ballklubs, der ſich mehr leiſten konnte, als die Amateure, rächt ſich heute, denn heute hat der Nachwuchs den alten Meiſter verlaſſen. Sinde⸗ lar muß jetzt dieſe Lücke zuſtopfen. Er hat eine chwuchs ſchwere Aufgabe. Er muß den Na ſuchen gehen, der ihn und faſt die Hälfte der Auſtria, erſetzen kann. Und er muß dabei ſehen wie andere Vereine, die früher keine„Gegner“ waren, mit der Jugend im Bunde von Sieg zu Sieg eilen wie einſt— Auſtria. Sindelar weiß das alles. Alle Welt gibt der Jugend den Vorzug. England übertrug ſogar die Führung des Sturms ſeiner Nationalelf gegen die Auswahlelf des Kontinents einem— Jugendlichen. Aber Sindelar weiß auch, daß ſein Verein vor acht Tagen eine neue Führung erhalten hat. Männer einer neuen Zeit, die das Berufsſpielertum entthront hat. Das iſt ſeine Hoffnung, darum darf er wieder glauben an die Auſtria, an ihre Umkehr zum Siegen. K. Be. Iammimmmmmiaammimmaatmmmmiatttis handenſein dieſer Schalterleichterung wird groß Nur bei wenigen Firmen finden wir die halbautomatiſchen Getriebe: Daimler allein baut⸗die Flüſſioleitskupplung nach Vul⸗ can⸗Föttinger. Das Uebel der Raumknappheit, beſonders am kleinen Wagen, iſt erkannt. Man angekündigt. begegnet ihm, indem man die Steuerräder bei faſt allen Modellen über 1,2 Liter verſtellhar an⸗ ſtammen zum großen Teil aus USA. Wir können aber er⸗ freut feſtſtellen, daß ſich darin die Boſch⸗Lizenz⸗ anlage befindet, die von Clayton⸗Dewandre gebaut wird. Die Stromlinie wird nicht weiter bringt. Die Wagenheizungen verfolgt. nette Kleinigkeiten aus USg Die Amerikaner ſind faſt vollzählig erſchienen. Sie ähneln ſich ſtark. Die Getriebeſchaltung ha⸗ ben ſie meiſtens an die Lenkſäule verlegt, um den Platz neben dem Fahrer frei zu halten. Froſtſchutzſcheiben ſind kaum notwendig, da als ob ſie breiter werden, doch meiſtens iſt es nur ein Gitter, das ſich rechts und links aus⸗ Die Erkenntnis hat ſich aber durchge⸗ breitet. ſetzt, daß man windſchlüpfig bauen muß, man vermeidet unnötigen Luftwiderſtand. Die ita⸗ lieniſchen und franzöſiſchen Ausſteller zeigen nichts Neues. Die deutſche Gruppe beſteht aus Auto⸗Union, Mercedes⸗Benz, Opel und Frazer Naſh/BMW. Bei Mercedes Benz fällt der Geländewagen mit Vierradantrieb neid ⸗lenkung auf, der als Kolonialwagen mit funkentelegrafiſcher Einrichtung und reichli⸗ chen Koffern gezeigt wird. Auch das Fahrgeſtell des 7,7 Liter„Großen Mercedes“ wird als et⸗ was Beſonderes angeſtaunt und von der Preſſe r. r 9 der heim, dort, 10.15 Uhr heim, hier, 9 Uhr; k hof; 11.15 Uhr 1 B2⸗Jugend— S Spng. Sandhofen; 1 — Handball(Braue Uebungsſpiel der., VfR 3. Frauen⸗ piele auf fremd Poſtſportverein n; 11 Uhr 2. Fi portverein Mann ſag: Liga gegeir nd gegen SpVe nd gegen SpVe Handball⸗Liga); Trud fultgart-V elnsburgstroß Hochzelt Als Vermöhlt rrnet muneran hre Vermöhl Einladung zur Winterhalbjal Mannheime 1. Fachſch des G inentechniſch ndunterricht. hſchule für El endunterricht. 2. Erweiterte 7 Abendunte Gebiets(Gau⸗)meiſterſchaft; die auf dieſe Weiſe bezeichnet. Die BMW⸗Freunde— alle Fahr⸗ der ermittelten Gebietsmeiſter kämpfen dann um zeuge waren in blau ausgeſtellt— erfreuen ſich ale Berufs die Reichsmeiſterſchaft. an den Limouſinen⸗ und Kabriolett⸗Modellen e über Am Sonntag beginnen in Mannheim die mit dem 80 PS⸗Sportmotor ſowie am neuen Lehrgebiete abgebalt Treffen innerhalb des Bannes. Wie im Vor⸗ 3,5 Liter, der das erſtaunlich geringe Gewicht„ Vorbereitungsku jahre werden vier HI⸗Mannſchaften in Vor⸗ von nur 1090 Kilo beſitzt. prüfu und Rückſpielen, welche nach Punkten gewertet werden, im Kampfe ſtehen, und zwar hat jeder der Mannheimer Hockeyvereine eine HI-Mann⸗ ſchaft gemeldet. Die Aufſtellung der Mann⸗ ſchaften hat ſich gegenüber dem Vorjahre etwas geändert, da für die Teilnahme genaue Alters⸗ grenzen vorgeſchrieben ſind. Der Sieger und Bannmeiſter der letzten Spielzeit, H-Mann⸗ ſchaft M TG, wird auf eigenem Platze der Hi⸗Mannſchaft TB Germania gegenüberſtehen während auf dem VfR-Platz die HI⸗Mannſchaſt Vf R die Mannſchaft des T V 46 empfängt. Konnten ſchon die Wettkämpfe des Vorjahres Wokalkompi der Ringer⸗Sones VfK 86 empfängt SpVg. 1884 Ein intereſſantes und hartes Treffen werden ſich die beiden traditionsreichen Mannheimer Schwerathletik-Vereine am Samstag, 22. Okto⸗ ber, im„Zähringer Löwen“, Schwetzinger Straße 103, liefern. Da die Vfͤler und Zler noch ohne Punkte ſind, werden beide Mann⸗ ſchaften alles daranſetzen, um den Sieg an 4 r Meiſterprüfun den der C reher, Mechan hießer, Modellſchre Oy Fei elert otechniſcheit— iker iker, Elektro „ vern chule, Weſpi 1. Fachſc iſterſchule für anztagsu Erweiterte 7 i 4 ist an dies ispi— 1 15 17„1 i Fa eften zu können. Beide Mann⸗ Fachamt Handball—Basketball 200 Vereine zezählt wurden, so ist an diesem Beispiel der ge in bezug auf ſportliche Leiſtung und Diſziplin ihre Fahne hef Abendunt sunde Aufschwung des Baskettballs in Deutschiand zu wenn in befriedigen, f0 iſt zu erwarten, daß die infolge ederſeh mwihaggen i i i ähig örderung einsetzte. eſa Balich 3„ Kämpfermate hlt Rechn nung gestellt wird, daß erst mit dem lahre 1937 eine planmätßise Fe 75 5 der geſammelten Erfahrungen ermöglichte Aus eine Vorausſage zu machen. Wir 7 mit. Die 200 Vereine verteilen sich auf die 17 Gaue wie folgt: Gau J mit Danzis: merzung einiger Unebenheiten die diesjährigen einem knappen Ausgang der glücklicher käm ungsku 12 Mannschaften; Gau II: 15 Vereine mit 20 Mannschaften; Gau II: 15 Vereine mit 20 Mann- Kämpfe vervollkommen werden. g der zer schaften; Gau IV: 22 Vereine mit 28 Mannschaften; Gau V: 14 Vereine mit 18 Mannschaften; Die Erfolge, welche die Mannheimer Hockeynn enden Bei S d. Gau VI: 15 Vereine mit 10 Mannschaften; Gau VII: 22 Vereine mit 40 37 VIII: in den letzten Jahren im pchtihe Zampfe die Anziehungskraft 11 1———— 1: erei it 7 zchaften;: 6 Vereine ö rtgeſetzt und verſtärkt werden, dr 1 W, zu öfläfterer, S 25 Vereine mit 32 Mannschatten, Gau IX. 7 Vereine mit J Mannschatto.03 1 zur Verfügung Liebhaber des älteſten Kampfſportes nicht ve Gloſer mit 9 Mannschaften; Gau XI: 9 Vereine mit 14 Mannschaften; Gau XII: 8 Vereine mit 14 Mannschaften; Gau XIII: 6 Vereine mit 6 Mannschaften; Gau XIV: 7 Vereine mit 7 Mannschaften; Gau XV: 6 Vereine mit 8 Mannschaften; Gau XVI: 11 Vereine mit 16 Mannschaften; Gau XVII: 11 Vereine mit 15 Mannschaften. ſteht, der die Möglichkeit einer ſtrengen Aus⸗ Aufg der Beſten bietet. Das zu erreichen, iſt Aufgabe der HF. ſehlen. Der Kampf beginnt um 20.30 Uhr u ſteht unter Leitung von Kampfrichter B zinger(Feudenh eim). erer und ———— ztober 1958 3 21. Oktober. mal ein Be⸗ Name bunh 5 ontinent un reich. Zehn⸗ Spielen der mein Meiſter⸗ Jahren im “ hat einen ind Sindelar inn niemand n Alter mehr die„Auſtria“ ſtarke Mann⸗ ront worden. letzten Wo⸗ wie ein K..⸗ letzten Spiele o gegen den id. Sie kom⸗ allkönig Sin⸗ elſtürmer ab⸗ n. Er iſt im⸗ er ſeine Ka⸗ zu halten, ſie r einmal als ld an dieſen mer noch der igt auch ſeine Fußballklubs. ria vergaß in ichwuchs, we⸗ oße Liebe ge⸗ n Berufsfuß⸗ nnte, als die heute hat der aſſen. Sinde⸗ Er hat eine Nachwuchs ie Hälfte der z dabei ſehen, ine„Gegner“ von Sieg zu Welt gibt der hertrug ſogar Nationalelf nts einem— iß auch, daß eue Führung Zeit, die das Das iſt ſeine glauben an Siegen. K. Be. I na wird groß rmen finden be; Daimler ig nach Vul⸗ umknappyeit, rlannt. Man uerräder bei erſtellhhar an⸗ ammen zum nen aber er⸗ Boſch⸗Lizenz⸗ zn⸗Dewandre nicht weiter ig erſchienen. ſchaltung ha⸗ verlegt, um i zu halten. twendig, da Windſchutz⸗ ſehen jo aus, eiſtens iſt es id links aus⸗ rber durchge⸗ 'n muß, man nid. 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Mannſchaft; 15 Uhr Jugend. — Sonntag in Köln a. Rh. Frauen⸗Hockeykampf um den cfichenſchild zwiſchen den Gauen Baden gegen Mittelrhein⸗Heſſen.— Schwerathletikabtei⸗ lung: In München, Sonntag, 14 Uhr, 1. Raſenkraft⸗ ſportmannſchaft(Deutſcher Meiſter) kämpft um die Deutſche Mannſchaftsmeiſterſchaft 1938. Mannſchafts⸗ aufſtellung. Schwergewicht: Greulich; Mittelgewicht: Größle; Leichtgewicht: Bender; Federgewicht: Maas; Erſatzmann: Reiſer.— Hauptturnabtel'ung: Sonntag in der Weſtfalenhalle in Dortmund Drei⸗Gau⸗Kampf Baden/ Heſſen/ Weſtfalen mit dem Mannheimer Anna. Verein für Raſenſpiele. Spiele auf eigenen Plätzen. Herzogenriedpark, Sonntag:.45 Uhr 3.— MFC 08; 10.30 Uhr Berlinghof— SpVg. Sandhofen; 9 Uhr A2⸗Jugend— Fé Phönix; 10.30 Uhr 44⸗Jugend— ic Kurpfalz.— Planetarium, Sonntag:.45 Uhr UfR Geppert— Phönix; 10.30 Uhr 4. Mannſchaft— TV 1846.— Spiele auf fremden Plätzen. Sonntag: Uhr VfR Hans Schmid— Vfe Neckarau, Platz am Waldweg; 9 Uhr VſR Steinlamp— MFC 08, Pfalz⸗ platz;.30 Uhr Ab— Germania Friedrichsfeld;.30 Uhr Noll— Vf Lu.⸗Frieſenheim; 10 Uhr 41⸗Jugend gegen FV Weinheim; 10.15 Uhr A3⸗Jugend— SpV Rohrhof; 11.15 Uhr B1⸗Jugend— SpV Waldhof; 11.15 Uhr B2⸗Jugend— SpVg. 07; 13.15 Uhr Erſatzliga— Spog. Sandhofen; 15 Uhr Liga— SpVg. Sandhofen. — Handball(Brauereiplatz), Sonntag:—10.30 Uhr Uebungsſpiel der., 2. u. 3. Handball⸗Männer; 10.30 hr VfR 3. Frauen— Fortuna Edingen(Pflichtſpiel). Spiele auf fremden Plätzen:.45 Uhr 1. Jugend gegen Poſtſportverein; 11 Uhr 1. Frauen— Poſtſport⸗ berein; 11 Uhr 2. Frauen— TV 1846. Sportverein Mannheim⸗Waldhof 07. Spielplan für SGonntag: Liga gegen FV Offenburg, 14.30 Uhr; 41⸗ Zugend gegen SpVg. Sandhofen, dort, 9 Uhr; 42⸗ zZJugend gegen SpVg. Sandhofen, hier, 13 Uhr(vor der Handbau⸗Liga); 43⸗Jugend gegen Jahn Wein⸗ beim, dort, 10.15 Uhr; 44⸗Jugend gegen FC08 Mann⸗ heim, hier, 9 Uhr; B1⸗Jugend gegen VfR Mannheim, 1 — 7 »Uhr Knaben. hier, 11.15 Uhr; Alb.⸗Brückl⸗ꝶMannſchaft gegen Alem. Ilvesheim, dort, 10.15 Uhr; Handball⸗Liga gegen Turnerſchaft Durlach, hier, 14.30 Uhr; Handballjugend gegen TV 1846, dort,.45 Uhr; Frauen gegen Vfe Neckarau, dort(Waldweg),.30 Uhr. Verein für Leibesübungen. Spielplan für Sonntag: Liga gegen Sportfreunde Stuttgart, 14.30 Uhr, Wald⸗ weg: Bi⸗Jugend gegen Phönix Mannheim, 13.15 Uhr, Waldweg; Bertſch-Privatmannſchaft gegen VfR,.15 Uhr, Waldweg: 3. Mannſchaft gegen BSG Gebr. Braun⸗Mannheim, 9 Uhr, Stadion: 42⸗Jugend gegen FwW Hockenheim, 10.15 Uhr in Hockenheim: Vögele⸗BSG gegen Schwarz Grün Phönix, 10.30 Uhr, dort.— Handball: Frauen gegen Sportverein Waldhof,.30 Uhr, Waldweg. Mannheimer TV Germania. Hockey: Klubkampf gegen MToG auf dem Germaniaplatz. Samstag: 16.30 Sonntag: 8 Uhr Jugend:.15 Uhr 2. Mannſchaften: 10•30 Uhr 1. Mannſchaften(Ver⸗ bandsſpiel); 11.45 Uhr 1. Frauen(dieſes Spiel fällt aus). Spielvereinigung 07. Samstag: DNB gegen BSG Lonz, 16 Uhr, Pfalzp'atz.— Sonntag: 41⸗Jugend gegen Mannheim 08, 9 Uhr, dort; B1⸗Jugend gegen VfR, 11.15 Uhr, 07⸗Platz; Ab gegen Ladenburg, 9 Uhr, 07⸗Platz; Rheingold gegen Reichsbahnmannſchaft,.30 Uhr, dort;: 1. Mannſchaft gegen Neufußheim, 15 Uhr, 883 2. Mannſchaft gegen Neulußheim, 13.15 Uhr, ⸗Platz. Mannheimer Fußball⸗Club 1908. Spiele auf der Schäferwieſe: 1. Mannſchaft gegen Poſtſporwerein, 15 Uhr; 2. Mannſchaft gegen Poſtſportverein, 15.15 Uhr: Al⸗Jugend gegen 1907, 9 Uhr; Bindewald⸗Mann⸗ ſchaft gegen Phönix, 10.30 Uhr.— Spiele auf anderen Wlätzen; Goerig⸗Mannſchaft gegen VfR, Herzogenried, .45 Uhr; Rotblau⸗Mannſchaft gegen VfR. Pfalzplatz, 9 Uhr; Friſeur⸗Mannſchaft gegen BSG Lanz, Pfalz⸗ platz, 10.30 Uhr; Müller⸗Mannſchaft gegen 08, 1848⸗ Platz Almenhof,.30 Uhr; 42⸗Jugend gegen Wald⸗ hof, dort, 13 Uhr. MF4 Phönix 02. Samstag auf unſerem Platz: 16.30 Uhr Alte Herren— Turnverein 1846.— Sonntag auf unſerem Platz: 9 Uhr Al⸗Jugend— Amic. Viernheim; 10.30 Uhr Schwarz⸗Grün— Vfs Mannheim⸗Neckarau; 9 Uhr BSG Groß Eink.⸗Genoſſenſchaft— BSG Rhein. Gummiſfabrik; 10.30 Uhr Schwarz⸗Weiß Privatmann⸗ ſchaft— VfB Kurpfalz.— Auswärts:.45 Uhr Grün⸗ Weiß— VfR Geppert; 9 Uhr 42⸗Jugend— VfR Mannheim; 10.30 Uhr Schwarz⸗Weiß⸗Grün— Sportll. Käfertal; 10.30 Uhr Kohlen⸗Privat— MFC 08; 13.15 Uhr B⸗Jugend— Vfe Mannheim⸗Neckarau.— 1. und 2. Mannſchaft ſind ſpielfrei.— Die Pflichtſpiele der freiwilligen Sportdienſtgruppen des Jungvolk nehmen am Samstag 29. Oktober, ihren Anfang. Die Spiele beginnen jeden Samstag um 15.15 Uhr. Wir ſpielen mit zwei Mannſchaften. Poſt⸗Sportverein Mannheim.(Spiele am Sonntag, 23. Oktober.) Handball(Männer): Poſt 1. Mann⸗ ſchaft gegen Jahn Weinheim 1. Mannſchaft 14.30 Uhr. Jugend: 1. Igd.— VfR 1. Igd..45 Uhr; 2. Igd.— TV Brühl 1 Igd. 15.45 Uhr.— Frauen: 1. Mann⸗ ſchaft— VfR 1. Mannſchaft 11 Uhr. VfB Kurpfalz. Sonntag Fußball: 1. und 2. Mannſchaft Verbandsſpiele in Reilingen. Beginn: 1. Mannſchaft 15 Uhr, 2. Mannſchaft 13.15 Uhr. Ab⸗ ſahrt der 1. Mannſchaft Bahnhof Neckarau 12.16 Uhr, 2. Mannſchaft 10.13 Uhr. Woll— Phönix Mannheim Schwarzweiß, dort, Beginn 10.30 Uhr. Jugend gegen VfR., dort,(Herzogenried, Feld), Beginn 10.30 Uhr. Handball: 1. Mannſchaft Verbandsſpiel gegen SA⸗Standarte 171. Platz: Sellweide. Beginn 15 Uhr. 1. Jugend— Schwetzingen, dort, Beginn 10 Uhr.— Frauenelf— TV Brühl, dort, Beginn 11 Uhr. Stadt⸗Sportverein. Fußball: Sonntag, 23. Oktober, Stadion, gegen BSG Zellſtoff, 10 Uhr.— Hallen⸗ training: Dienstag von 20— 22 Uhr für Männer K⸗6⸗ Turnhalle; Mittwoch von 20—22 Uhr für Frauen, Turnhalle Wohlgelegenſchule.— Schwimmen. Don⸗ nerstag von 21.30—23 Uhr Städt. Hallenbad. Reichsbahn⸗Turn⸗ und Sportverein Mannheim. Handball(Sonntag, 23. 10.): 1. Jugend— Käfer⸗ tal, 10 Uhr, dort. 2. Jugend— Viernheim, 10 Uhr, dort. Paddler— MKG I, 11 Uhr, auf unſerem Platz. 1. Senioren— Luftwaffen, 15 Uhr, dort. 2. Senioren gegen Luſtwaffen, 13.45 Uhr, dort. Treffpunkt beider Mannſchaften 12.15 Uhr Viehhofſtraße mit Sonder⸗ wagen.— Fußball(Sonntag, 23. 10.): RTSV— Rheingold Privat,.30 Uhr, auf unſerem Platz.— Samstagabend ſämtliche Handballmannſchaften 21 Uhr in der Turnhalle. Schi⸗Zunft Mannheim. Mittwoch, 26. Okt., Turnen in der Mädchenturnhalle der Schillerſchule um 20 Uhr. Freitag, 28. Okt., Schwimmen im Städt. Hallenbad, Halle I, 20 Uhr.— Am Sonntag, 23. Okt., Herbſt⸗ wanderung in den Odenwald. Treffpunkt:.20 Uhr am Hauptbahnhof. Fahrpreis RM..50. Germania Friedrichsfeld. Pflichtſpiele auf unſerem Platz: B⸗Jugend gegen SV Seckenheim, 9 Uhr; 4⸗ Jugend gegen Plankſtadt, 10.15 Uhr.— Auswärts: 1. Mannſchaft in VfTR Feudenheim, 15 Uhr; 2. Mann⸗ ſchaft in VfTR Feudenheim, 13.15 Uhr.— Privat⸗ ſpiele: Ab hier gegen VfR, Platz am Vereinshaus, .15 Uhr. Das Spiel der 3. Mannſchaft fällt aus. F 1903 Ladenburg. Sonntag: 1. und 2. Mannſchaft Pflichtſpiel gegen Fortuna Edingen. 1. Mannſchaft 15 Uhr, dort; 2. Mannſchaft 13.15 Uhr, dort. 9 Uhr Ab gegen 07 Mannheim, dort. B⸗Jugend.15 Uhr gegen Edingen in Ladenburg. 10.15 Uhr A⸗Jugend gegen Wallſtadt in Ladenburg. Schwimmerinnenbund„Rheintöchter“. Mittwoch, 20 Uhr, augemeiner Uebungsabend.— Samstag ab 18 Uhr Training(Frauenhalle). BSo Lanz. Samstag: Privatmannſchaft gegen 07 Privat, 16 Uhr, Pfalzplatz.— Sonntag: 1. Mannſchaft gegen Aſchbach, Pfalzplatz, 15 Uhr; B1⸗Jugend gegen Viernheim Jugend, Pfalzplatz, 13.15 Uhr; 3. Mann⸗ ſchaft gegen Rot/ Blau 08 Mannheim, Pfalszplatz, 10.30 Uhr; A1⸗Jugend gegen Rheinau, dort, 9 Uhr. Ebort in Kürze Das Fußball⸗Punkteſpiel 1. FC 05 Schwein⸗ furt— WaG Neumeyer Nürnberg, das am Sonntag in Schweinfurt ausgetragen werden ſollte, wurde abgeſagt, da Schweinfurt ſeine Nationalſpieler Kupfer und Kitzinger in die Kontinent⸗Mannſchaft abſtellt. Das Spiel Bé⸗ Augsburg— Bayern München fällt ebenfalls aus. Die deutſchen Geher, die vergangenen Sonn⸗ tag neue Rekorde aufſtellten, treffen am Sonn⸗ tag in Leipzig, wo Wettbewerbe über fünf Kilo⸗ meter und zwei Stunden ausgeſchrieben ſind, nochmals aufeinander. U. a. werden am Start ſein: Schmidt, Prehn, Schnitt und Schwab jr. * Toni Merkens' Verſuche bei den Dauerfah⸗ rern hatten nicht den gewünſchten Erfolg. Aus dieſem Grunde will er wieder in das Lager der Flieger zurückkehren. Bereits am 29. Okto⸗ ber ſtartet er wieder auf einer Fliegermaſchine in einem Omnium in der Deutſchlandhalle. ** Erich Hoffmann, der junge Berliner Stra⸗ ßenfahrer, ſiedelt in das Lager der Dauerfahrer über. Am 29. Oktober wird er in der Deutſch⸗ landhalle im„Kleinen Preis“ debütieren und trifft u. a. hinter ſeinem Schrittmacher Car⸗ man auf den Leipziger Hille. 1 6 Walter Behringer 4 22. Oktober 1938 Stultgar!-. Relnsburgslroße 83 4 Trudel Behringer oeb. 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Einlavung zur Anmeldung. 4 Winterhalbiahr 1938/39 finden . Mannheimer Gewerbeſchulen der betr. Gewerbeſchulen zu erfolgen, woſelbſt' auch alle weiteren Auskünfte Die Teilnehmerge⸗ aaabeimer Gewerbeſchulen.zichen 51 Sramm der A7130 Mannheim, 2. September 1938 Die Direltoren. Stock, Zimmer 34, gebührenfrei geſtattet. Mannheim, den 17. Oktober 1938. Der Polizeiprüſident— Abt. B/53. Viernheim folgende Fachkurſe ſtatt: A. Carl⸗Benz⸗Gewerbeſchule, C6: 1. Fachſchulen: Schriesheim bekanntmachung Betr.: Invalidenverſicherung. 1. Meiſterſchule des Kraftfahrzeug⸗ —.—5 mit Ganztagsunterricht. 2.“ Fachſchule mit . dunterricht. 3. ſchul für Elektrotechniker mit Aöübendunterricht. 2, Erweiterte Fachkurſe mit Abendunterricht: 4 Gebäude zur Bei füxr alle Berufsgruppen des Ma⸗ 4 nderkurfe über die verſchiedenſtenſ nicht ſchon Lehrgebiete abgehalten. .Vorbereitungskurſe zur Meiſter⸗ prüfung: verſichert ſind: Hiur Meiſterprüfungskandidaten aus achgruppen der Maſchinenbauer, „ Modellſchreiner, Uhrmacher, elektrotechniſchen e 75 niker, Elektroinſtallateure und Wickker) u. a, verwandten Berufen. B. Werner⸗Siemens⸗Gewerbe⸗ ſchule, Weſpinſtraße 21. 1. Fachſchulen: Meiſterſchule für das Malerhand⸗ werk mit Ganztagsunterricht. 2. Erweiterte Fachkurſe mit Abnützung). in Wirkſamkeit. Kurſe im Rechnen und Zeichnen für unter III genannten Berufe. Vorbereitungskurſe zur Meiſter⸗ 5 prüfung: x Meiſterprüfungskandidaten aus Abeen der Maurer, Zim⸗ ret, Pfläſterer, Steinhauer, ßfer, einer, Glaſer, Wagner, Küfer Kupferſchmfede, Bleilöter, Inftallateure, Gärtner. Tape zie⸗ i Polſterer und verwandte Bexufe. Die Anmeldungen zu obigen Kur⸗ am Montag, den 24. Ok⸗ „18 Uhr, auf den Kanzleien Regelmüßige Einſchätzung derſ woch, den 26. ds. Mt Gebäudeverſicherung. Zur regelmäßigen Einſchätzung der 3 euerverſicherung ſind Quittu ſpäteſtens 30. Oktober 1938 bei demdenverſſcherten Perſonen Grundbuchamt durch die Gebäude⸗ordnungsmäßige Beitragsentrichtung. genügender Beteiligung wer⸗ eigentümer anzumelden: „ 1. Alle im laufenden Jahre unterfdert, die, Quittungskarten, der von chinenbaues und der Elektrotechnik Dach gebrachten Neubauten, ſofern ſie Gata beſchäftigten Arbeiter, Geſellen, mit ſoforriger Wirtung Gehi e einge⸗zur Vornahme e tretenen und m ehens. Markenverwenduna perſönlich vorzu⸗ uſt 1914(legen oder dur 1 den nach Wanpreiſn dam z Auauſt, der über die Höhe des Lohnes uſw. Mechaniter. Former undſhetragenden Woxtserhöhnngen(durchſ Auslunft—— kann, vorlegen zu Gie ng: bäuden im lau Sn a ſowie alleſbau) und Wertsverminderungen(durchſhen auch (Elektro⸗ Abbruch. Einſturz, Baufälligkeit und(Haus chneſder uſw.) ſowie unſtän⸗ Erſt nach Ablauf der Anmeldefriſt.löhner, Putzfrauen, Wäf 2 aber noch vor dem 31. Dezemher 1938f und die freiwillig Verſicherten ihre unter Dach gebrachte Neubauten und Quittungskarten vorzulegen. Die Ar⸗ fertig werdende Umänderungen ſindf beitgeber ſowie die vorgenannten Ver⸗ alsbald nachträglich, ſpäteſtens bisfſicherten zum 31. Dezember 1938 anzumelden. Ueberwachungsvorſchriften der Lan⸗ Die Einſchätzungen ſind koſtenſrei desverſicherungsanſtalt und treten mit dem 1. Januar 1939f1. November 1929 bei 4 Abendunterricht: 3 Arben . ldut ſe für Maler und 1 die Rentenvetſicherung der Arbeiter nnmr* Wir erinnern nochmals an die Zah.(Invaliden⸗ und Hinierbliebenenver⸗ lung nachſtehender Gemeindeabgaben:ſſcherung) betreffenden Fragen. Die Grundſteuer 1938: Gewerbeſteuer 1938: 3/4tel Gebäudeſonderſteuer 1938: 6/12tel Bürgerſteuer 1938: 3/4tel Holzgelder 1938. Handwerkskammerbeiträge 1938. 54•J4 Alle W1— 1* t- u. loſſer, Keſſelſchmiede,lungen in Verzug bleiben. haben die 5 Spenglerſ Verzhaszuſchläge und die gerichtlichen Eintreibungskoſten zu tragen. Schriesheim, den 18. Oktober 1938 Der Bürgermeiſter: Urban. Am Dienstag, den W. und Mitt⸗ ., von—12 und 14—18 Uhr, ſowie am Donners⸗ iht den 27. Ottober 1938, von—12 Uhr erfolgt die Nachprüfung der gskarten der 33 invali⸗ n bezug auf Die Arbeitgeber werden aufgefor⸗ fen, I und Dienſtboten uſw. zur angege ner Kontrolle der einen Beauftragten, laſſen. Zu der angegebenen Zeit ha⸗ Hausgewerbetreibende dige Arbeiter(Hausſchlächter. Tag⸗ rinnen etec.) nd nach 88 2 und 7 der Heſſen vom Meidung von Beſtrafung(bis zu 1000.— RM) hier⸗ zu verpflichtet. Während der Kontrolle wird auch Auskunft erteilt üher alle 7/%12tel Markenverwendung muß bis. Kontrolltermin reſtſos in richtiger Höhe getätigt und jede Beitragsmarke mil dem Datum des die Woche ab⸗ ichließenden Sonntags entwertet ſein Viernheim, den 18. Oktober 1938. Der Bürgermeiſter. Brieimarkens'ube 0 4. 15 Harl Mayer en und Bublos- 20 265“) Leabardssdägang er Leutschen Lau- und Kledlungs-U. m. h.., Damstad Fonnkag, 23. Olbr. 3 9. findet die Beſichtigung der beid. neuerb. Eigenh. unſ. Mitglieder Bender und Baudrexel ſtatt.— Mitglieder und Intereſſenten ſ. herzl. eingeladen.— Treffpunkt: Wupperſtr. 22—24, Langerötter⸗ gebiet. Führung durch Herrn Architekt Baudrexel, G 3, 8 Iu Aller- Hoiligen Lrablaternen in jeder Preislage kaufen Sie in der Lüfis l. Hunst 0 7, 2 Nähe Universum 440 922 V) Nähmaschinen hührende deutsche Fabrikate in allen Preislagen. 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Hageneier.— Che Wüſt.— Verantwortlich für Helmuth Helmuth Wüſt; für Außenpolitik: Dr. r Wirtſchaftspolitit und Handel: Wilhelm Ratzel; für Friedrich Karl Haas; euilleton un8 Unterhaltung: Helmut Schulz; für den ewegung: eimatteil: Fritz as; für Sport:—— 8 Geſtaltung B⸗Aus⸗ Wilhelm Ratzel: noll und Carl Lauer; für die Bilder die Reſſort⸗ ſchriftleiter, ſämtliche in Mannheim.— Ständiger Ber⸗ Uner Mitarbeiter: Prof. Dr. Johann von Leers, Ber⸗ — Berliner Schriftleitung: Reiſchach, Berlin Sw 68, Charlottenſtr. 82. ſtunden der Schriftleitung: (außer Mittwoch, Samstaa und Sonntag).— Nach⸗ druck ſämtlicher Originalberichte verboten. Druck und Hakenkreuzbanner⸗Verlaa und Druckeren Gmbo Sprechſtunden der (außer Samstaa und Sonntaa für Verlaa und Schriftleituna: Für den Anzetgenteil verantw: Wilh. M. Schatz. Mhym Zur Zeit agelten folagende Preisliſten: Nr. 3 Ausgabe Mannheim Nr 11 Schwetzingen Nr 9. der Ausgaben 4 Moraen und Abend erſcheinen aleich⸗ abe: lin⸗Dahlem. Nr. 9, Ausgabe Haas: für Lokales: für Verlaa: Verlaasdirektton: zeitta in der Ansaabe B Frühausgabe A Mhm. Abendausgabe 4 Mhm. Ausgabe B Mannheim „ Über Hüber über 2 Ausgabe A und B Mannheim ——— A Schwetz. bendausgabe 4 Schwetz. Ausgabe B Schwetzina. „über „ über über Ausgabe A und B Schwetzingen A Weinheim bendausgabe 4 Weinheim Ausgabe B Weinheim. Ausgabe à und B Weinheim Geſamt⸗DA. Monat Septbr. 1938 über 52 5o⁰ für Kulturpolitik, Beilagen: täglich von 16—17 Uhr — Fernſprech⸗Nr. Sammel⸗Nr Ausaabe Weinheim — Die Anzeigen 6400 über 500 über 500 über 3 200 über 3 700 el vom Dienſt: . Wilh. Kicherer; Friedrich Karl Hermann Hans Graf — Sprech⸗ 10.30—12 Uhr 354 21. Geſamtausgabe über 41 850 550 550 über 6 950 zu verkaufen. Shöne— mit Bad, Speiſe⸗ und Beſenkammer ſonſtigem Zubehör auf 1. Nov. zu vermieten. 32900 holunderſtraße 18, 2. Hlock. (40 917 V) Groger Laden Cll. 50 Um, m. Kl. Nebenraum und 2 Schaufenſtern, in verkehrs⸗ reicher Geſchäftslage ſofort zu ver⸗ mieten. 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Okt.: Nachmittagsvorſtellung für — die RSc Kraft durch Freude: Kulturgem. Mannheim Abtlg. 361—366, Jugendgruppe Nr.—750, Gruppe D Nr.—400, Gruppe E Nr. 601—900:„Thomas Paine“, Schau⸗ ſpiel v. Hanns Johſt. Anfang 14 Uhr, Ende nach 16 Uhr.— Abends: Miete B6,.Son⸗ dermiete B 3:„Tiefland“, Oper von Eugen'Albert. Anfang 19.30 Uhr, Ende gegen 22 Uhr. Montag, 24. Okt.: Für die NSG Kraft durch Freude: Kulturgemeinde Mannheim Abtlg. 139—141, 160, 219, 242—247, 260, 281—284, 291, 381—386, 391—393, 519—520, 554—560, 564—567, 589—590, 616, 644—646, Gruppe RNr.—400, Gruppe E Nr. 301—600:„Tann⸗ äuſer“, Oper von Richard Wagner. An⸗ fang 19.30 Uhr, Ende etwa 23.15 Uhr. Dienstag, 25. Okt.: Miete C 6 und 2. Sonder⸗ miete C 3:„Der Barbier von Se⸗ pilla, komiſche Oper von G. Roſſini. An⸗ —— 19.30 Uhr, Ende 21.45 Uhr. och, 26. Okt.: Miete A 6 und 2. Sonder⸗ miete A 3:„Mein Sohn, der Herr Miniſter“, Luſtſpiel von André Birabeau. Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr. Donnerstag, 27. Okt.: Miete 9 6 und 2. Son⸗ dermiete D 3:„Die Gänſemagd“, Mär⸗ chenoper von Lill Erik Hafgren. Anfang um Uhr, Ende 22.45 Uhr. Freiigg, 28. Okt.: Miete F 7 und 1. Sonder⸗ miete F 4; in neuer Inſzenierung:„König Ottokars Glück und Ende“, Trauer⸗ Aur von Franz Grillparzer. Anfang 19.30 hr, Ende etwa 22.30 Uhr. Samstag, 29. Okt.: Miete E 7 und 1. Sonder⸗ miete E 4:„Die Stiftung“, Komödie von Heinz Lorenz. Anfang 20 Uhr, Ende 22.15 Uhr. Sonntag, 30. Okt.: 2. Morgenfeier: Anton Bruckner, anläßlich des Deutſchen Bruck⸗ ner⸗Feſtes in Mannheim. Anfang 11 Uhr, Ende gegen 13 Uhr.— Nach.⸗Vorſtellung für die NSG Kraft durch Freude: Kultur⸗ gem. Mannheim Abt. 261—268, 367—369, 509 bis 510,534—540, 599, Jugendgr. Nr. 751 bis 1250, Gruppe D Nr.—400, Gruppe E Nr. 1 bis 300:„Thomas Paine“, Schauſpiel von Hanns Johſt. Anfang 14 Uhr, Ende um 16 Uhr.— Abends: Miete 6 und 2. Sondermiete H3; Feſtvorſtellung anläßlich des Deutſchen Bruckner⸗Feſtes in Mannheim „Die ſchalkhafte Witwe“, Oper von Ermanno Wolf⸗Ferrari. Anfang 19.30 Uhr, Ende 22 Uhr. Montag, 31. Okt.: Miete G 6 und 2. Sonder⸗ miete G3:„Madamesans géne“, Luſt⸗ ſpiel von V. Sardou. Anfang 20 Uhr, Ende um 22.15 Uhr. Im Uenen Theater im Koſengarten: Sonntag, 23. Okt.:„Bob macht ſich ge⸗ ſund“, Luſtſpiel von Axel Jvers. Anfang 20 Uhr, Ende 22 Uhr. Sonntag, 30. Okt.:„Bob macht ſich ge⸗ ſund“, Luſtſpiel von Axel Jvers. Anfang 20 Uhr, Ende 22 Uhr. ————— ich hoabe die Wirtschàft „eum goldenen 5 424 NECKARAU, Horchfeldstraße 1 ubernommen. Zum Ausschònłé kommt Bürgerbruu lauch Flaschen) und gepfleste Weine- le Küche Heusschlæchtung. Nikolaus Spieß und Frau 4 E Ainmmmunnmmummmmmmmmmmmmummmunmmmnammmmmmn Oirtoehaſts Erõſſnung „Zum Nach vollständiger Renovierung eröff⸗ nen wir heute Samstag die Wirtschaft goldnen Löwen“ Luzenberg, Stolberger Straße 2 Zum Ausschank kommt das allseits bekannte Durlacher Hof-Bier Für gute Küche ist ebenfalls gesorgt. 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LIIL Ein Tonfilm von ganz beson⸗ derer Augenweide mit: Lil bagover Lockender Rühm— Theater- probe mit Hindernissen, Ge- heimnisse um einen Dichter- Selbstmord- im Taumel der Johannisnacht, Stunden der Verzweiflung, die Fahrt ins Ungewisse, all dieses zeigt uns dieser Film. Mit großen Erwartungen ging man ins Kino und wurde ein- mal nicht enttãuscht schreibt„Der Eilm“ Infolge des großen Erfolges nochmals Nur heute Samstag und morgen Sonntag [11ouhr abends Zwei besondere Spät.vornenungen DScMAUSUn6 . lugendliche nicht zugelassen enutren Sie den Vorverkauf à. d. Tageskasse Sonderprogr. Friedr. Voss, Dresden LEGI4 annukin LIoHTSPIELE vecAn aU Oas moderne Theæter im Sũden deſ Stadt Heute bis einsehnl. NMontag! lutta Freybe, Hans Leibelt, Herm. Braun in dem spannenden Ufa-Film: in Awie Beginn.00,.30 Sonntag.30 Uhr Sehm.2 Di Urole Agendvorsteliung Dohin heute abend? Beöchten Sie unsefe Vergnügungsanzeigen Trenkers schönster Film! Die„neue Aflirleg“ vom Baby-Star zur kleinen Meisterin der Leinwand herangewachsen, bezaubert wieder alle Herzen! Mier iot er: Liebeobꝛiefe aus dem Engadin Luis Trenker-(arla Rutt charl. Daudert Erika.Inellmann Robert Dorsa/)- Paul Heidemann Splelleltung: Luls Trenker ESe1212. 122821 Beginn in beiden Theatern: Sa..00.10.20 Sa..15 6. 20.30 S0..00.10 8 20 So..00.00.20.30 ScAlA⸗ CApIMTOI Meerfelustr. 56 Waldhofstr. 2 Shirley aufM/EIIE 303 „(in deutscher Sprache) Vorprogramm: Zukünftige Weltmeister Fox-Wochenschau: Im befreiten Sudetenland .55,.55,.20, S0. ab.00 Uhr Jugendliche zugelassen! S10 RIA ERSTR. 13 Frel nach dem weltbekannten Roman von Agnes Günther — NAcMT.! 05 Einmölig TOM KEENE det König der Cowboy mit dem Wunderpferd„Blitz“ in Der kampf um Necht (Der Rächer) Seil Jahren der beste Kriminallilm Steinbeck, Paulsen, Larsen Wendt, Deinert, Leibelt Mordsache Holm Von der Arbeit d. Kriminalpolizei n. d. R.„Der rote Faden“ Ein Peter Ostermayr- Film der Uta mit Hanli Knoſeck, Hans Siiie Lola Chlud, Friedr. Ulmer der geltsume es elner liebe Die Dramatik dieses wirklich ein- zigartig schönen Films liegt in der Gegenüberstellung zweier Persön⸗ lichkeiten, der stolzen eifersüch- tigen Fürstin von Braun⸗- eck und ihrer Stieftochter, des zarten, aber gefühlsmäßig starken Seelchen, dessen Neigung zu dem jungen kraftvollen Grafen Thor- Stein sie mit eifersüchtigem Haß bekämpft.— Auher einer span— nenden— ja sensationellen— Handlung schenkt uns dieser Film das Erlebnis einer starken. über alle Widertände siegenden Liebe. Sonder-Spätworstellung Samstag, 22. Oktober abends 11 Uhr MaunHEIM LICHTSPpIELE vecrνμU Dos modeme Iheæter im Sũden det Stadt Erstklassige Hole- And Launen- Aeppdecen eigener Herstel- lung liefert besonders billig Oskar Stumpf Iglasterhausen Verlangen Sie Angebot Eichenes Schlaf⸗ Zimmer 1 rank 1Friſierkommode 2 Betten 2 Nachttiſche, m. klein.— Beizfehler 1 ich. 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Okt. vorm. 11. 15 Unr V — ranatfe —— Fic 1 grelle einwerter ur gucken das pun ef 5 xplobionen zorreiszen dos Alee Fiammen schreie glitzę Paie Hölle sdꝛeint ontfez;ef Fpas zind Momente auz gem Kriegs · Marine· Grosfiim —— Fodeskampf) unserer Emden —— foen gie wüpge im Fiüm“ bin Solcher- Riesenzamof Zuelt Hriegssenſtſe besdknen fnatembetlemmender Sleſherungerlehl man llese Heldenagocle. Jugendliche zugelassen Uia-palast Ermäßigte Eintrittspreise Sonderveranstaltung 8chnöd-Mainz Eheſtandsdarl. (20253“ Werbt alle fürs Olymp-Lichtspiele Käfertal Besetzung mit Käthe von Samstàag— Hontag Der Film der großen Lucie Englisch, Hans Holt, Hans Moser, Theo Lingen Samstag 11 Unhr Einmalige NMacht-Vorstellung 1. Der große Kriminalfilm Heoliana Tard groift ein Ein spannender Eilm aus dem Wilden Westen im Hinterhalt Nagy. Ein UFA-FILM mu Ingrid Bergmann/ Sabine Peters Ursula Herkinę/ Carsta Lõcł Hans Söhnker/ Leo Slezac Erich Ponto/ Heinz Welzel Drenbuch: Joe hen Huth, nach seinem gleich. namigen Ineaterstũck/ Musik: I. Milde-Meißiner Hersteller: Froelich-Studio Spielleitung: Carl Froelich „Dis à4 Geseſlon“ sind vler roigamdt Madchon von shringender Lebendigleit und iarmer Menschlichheit, Ein gldn- zender Untorhaſtungsſiim, dem aber auci qie besinnliche Treſe nicit ſæſiſt. ia. Wochens ciau, Kulturfilm:Sonne, Erde u. Moni Jugendliche über 14 Jahren haben Zutriil Wo.:.00,.45,.30- So. ab 2 Une LUFA-PALASI 2ALST Ein Nillionenfilim von Welt-Erfelg Eine Sensation jogt die àndere loel Me crea- Frances Dee von heute und gestem Bob Burns-TLloyd Molan C, Lebe,* Fule m fenen aluf den Frisco-Express Krleg zwyschen Nord- und Südstsoten Goldrauseh in Kalifornien Uberfall Ein spannunggelædener abenteurer-Greoß⸗- Eilm fesselnd wie eiln Körl-Hey-Bomon AuseTrVöhltes Vorfprfogftémml Tägl..00, 6,10,.20 Sonntag ab 2 Uhr 7 e, te pfalz Frebgass' inn. V/. B AUH froher„Neckertol“ und„Borgerkeller“ bekannt für gut bürgerlichen Klttag- unel Abendtiseh IIIAAA 0 — — f 9 2 . 22 Mu AIl I4 AJ Im Verl München, „Das gott, Das dichteri eyers, der chem Blut ſta weiſe mit eine ſchichtliche Blic wüchſig mit de Weltanſchauun Auszeichnendſt Sein geiſtig⸗m die bloße Ve der Geiſt ſich benshilfe läng ſchichte die St Geiſter, Denker finden und we cher wegweiſer Voltslebens, d als Schwellen Werdens, Zeit Ziel, das unſ. geben iſt und iſt. Zu Begi dem bisher me ſchichtsdichtun Leitwort über unſeres völkiſ iſt kein Vo Götter hat Gott zu ſch es Kolbenheye riſche Anliege richten ganz b auf das neue legt unter den Herz“ und! „Roman aus kennzeichnet. Es iſt faſt ſe von der ſchöp zudem als Gi den Lebenskar gewieſen iſt,! nicht ſchreibt 1 ſie in ihrer Gr aufleben zu la Gegenwart un Dichtung hate ſeres Volkes. neuer Roman, freilich, ſeine Weltanſchauu ſere Zeit iſt einem großen Werden, den gehenden Wel— deren Geſicht! Der neuen V eine vergange Ringen umen es iſt nicht ire in ſeinem„P die Zeit der Volk den We aus dem Gla. neben den W Natur, eben it ſo beſchwört ſ die Zeit der Menſchen ohn lichen Organi mas den Wer der eignen Bi Es iſt kein Zeit des Gär⸗ „dens darzuſte Forſchung un wir wiſſen u wiſſen vom ö M —e 4 W AN *—α M m *. — 9+ Folge — —— ——— —— 4 42 — hine Peters rsta Lõcoł % Slezałk 2 Welzel zeinem gleich⸗ lilde-Meißiner Studio Froelich er reitend' ohendigleit Ein glan- dem aber Verlag von Albert Langen⸗Georg Müller, nclt fall. 3 3 4 München, erſchien Kolbenheyers neueſter Roman „Das gottgelobte Herz“. Das dichteriſche Schaffen E. G. Kolben⸗ ne, Erde u. Moni b eyers, der aus ſudeten⸗ und karpathendeut⸗ e ſchem Blut ſtammt, beginnt 1908 bezeichnender⸗ 50. ab 2 Uu weiſe mit einem hiſtoriſchen Roman. Der ge⸗ ſchichtliche Blick, in Kolbenheyer durchaus eigen⸗ wüchſig mit dem biologiſchen Sehen einer neuen Weltanſchauung verknüpft, iſt ohne Zweifel das Auszeichnendſte ſeines dichteriſchen Werkes. Sein geiſtig⸗männliches Dichtertum, dem zwar die bloße Vernunft nichts iſt und für das der Geiſt ſich in ſeiner Rolle als dienende Le⸗ benshilfe längſt enthüllt hat, ſucht in der Ge⸗ ſchichte die Stellen auf, an denen ſchöpferiſche Geiſter, Denker, Dichter, ihrem Volke neue Wege finden und weiſen, und geſtaltet im Bilde ſol⸗ cher wegweiſender Geiſter die Zeiten unſeres Bolkslebens, die er in ſeinem denkeriſchen Werk Schwellenzeiten kennzeichnet, Zeiten neuen Werdens, Zeiten des Aufbruchs zu dem großen Ziel, das unſerem Volk von Urbeginn mitge⸗ geben iſt und zu dem es immer auf dem Wege iſt. Zu Beginn ſeiner„Parazelſus“⸗Trilogie, dem bisher mächtigſten Werk ſeiner großen Ge⸗ ſchichtsdichtung, ſteht das eine Wort, das als Leitwort über allen ſeinen Werken der Deutung unſeres völkiſchen Weges ſtehen könnte:„E s iſt kein Volk wie dieſes, das keine Götter hat und ewig verlangt, den Gott zu ſchauen“— wir ſehen daraus, daß es Kolbenheyer um das religiöſe, das gottſuche⸗ riſche Anliegen unſeres Volkes geht,— und richten ganz beſonders unſere Aufmerkſamkeit auf das neue Werk, das Kolbenheyer jetzt vor⸗ legt unter dem Titel:„Das gottgelobte 451 + I andere Herz“ und das er im Untertitel als einen „Roman aus der Zeit der deutſchen Myſtitꝰ kennzeichnet. Es iſt faſt ſelbſtwerſtändlich bei einem Manne von der ſchöpferiſchen Weite Kolbenheyers, der zudem als Grenzdeutſcher von Jugend an auf den Lebenskampf ſeines Volkes notwendig hin⸗ gewieſen iſt, daß er ſeine geſchichtlichen Werke nicht ſchreibt um der Vergangenheit willen, um ſie in ihrer Großartigkeit oder in ihrer Schwüche aufleben zu laſſen— ihm geht es natürlich um Gegenwart und Zulunft unſeres Volkes; ſeine Dichtung hat eine Aufgabe im Lebenskampf un⸗ ſeres Volles. Und darum hat gewiß auch ſein neuer Roman, ohne eine billige Parallelität freilich, ſeine ganz enge Bezogenheit auf den Weltanſchauungskampf unſerer Tage. Auch un⸗ ſere Zeit iſt eine Schwellenzeit, wir ſtehen in einem großen Umbruch, wir ſpüren das neue stern adstaeten örnien gehenden Welt und einer neuen jugendkräftigen, deren Geſicht ſich langſam abzuzeichnen beginnt. Press 3 „Fiim -Bomon eine vergangene Zeit beſchwört, in der auch ein Ringen um neues Werden ſich abſpielte. Aber es iſt nicht irgendeine vergangene Zeit. Wie es in ſeinem„Parazelſus“ die Zeit um 1500 war, die Zeit der Reformation, in der das deutſche Volk den Weg zu Gott ſuchte und fand allein aus dem Glauben, ohne die Kirche,— und da⸗ neben den Weg zu Gott durch Erkenntnis der MRatur, eben im Werk des Arztes Parazelſus,— ſo beſchwört ſein neues Werk die Zeit um 1300, die Zeit der deutſchen Myſtik, in der deutſche Menſchen ohne all die Aeußerlichkeiten der kirch⸗ lichen Organiſation, des Kultus und des Dog⸗ mas den Weg zu Gott ſuchten, unmittelbar, in der eignen Bruſt! 9 4 4 Es iſt kein geringes Unterfangen, ſolch eine Zeit des Gärens, des Ringens, des neuen Wer⸗ bürgerlichen„dens darzuſtellen. Wohl hat die geſchichtliche bendtisch!“ Forſchung uns Kenntiſſe die Fülle verſchafft, 1 wir wiſſen um die Taten der Mächtigen, wir 1„ Borerkeller wiſſen vom äußeren Leben der Menſchen jener 13 Werden, den Kampf zwiſchen einer alten ver. Der neuen Welt dient der Dichter, indem er⸗ Zeit, der Ritter, Bürger, Bauern, der Prieſter und Mönche, wir wiſſen auch dank der geiſtes⸗ geſchichtlichen Forſchung vom Seelenleben jener Zeiten, und gerade die Schriften, Aufzeichnun⸗ gen und Predigten der Myſtiker, eines Tauler und Seuſe, eines Meiſter Eckhart ſind uns wohl bekannt— aber das Entſcheidende iſt ja, daß alles dieſes, das äußere und das innere Leben, wirklich als eine Ganzheit geſehen und geſtaltet iſt. Das iſt die Gabe des großen Dichters, dieſe Ganzheit zu ſchauen und die entſcheidenden Mo⸗ mente darin durch ſeine ſchöpferiſche Kraft lebendig vor den Augen unſerer Zeit erſtehen zu laſſen— und mehr noch: durch die Geſtalten der Vergangenheit Antwort geben zu laſſen auf die ewigen Fragen unſeres Volkes, die auch uns 335 Wie* gerade jene Zeit mit den Fragen unſerer Tage aufs engſte verknüpft iſt, beweiſt allein der eine Rame: Meiſter 4. Eruin Guido Kolbenheyer —. Hage des Ja Das gofigelobfe Herz Eine Einfüghruno in E. G. Kolbenßevers neuen Zoman aus der Zeit der deuischen MSSIIK hart, deſſen Werk ja faſt im Mittelpunkt der großen weltanſchaulichen Auseinanderſetzung unſerer Tage ſteht. Wo immer man um den religiöſen Gehalt des Ringens unſerer Zeit ſich bemüht, da fällt ſein Name. Wie es nun dem Dichter, ſeiner Schau⸗Kraft und ſeiner Geſtal⸗ tungsgabe gelingt, uns die Vergangenheit zur brennenden Gegenwart werden zu laſſen, und gleichzeitig aus der Vergangenheit Antworten auf die ewigen Fragen des deutſchen Gott⸗ ſuchertums auch unſerer Zeit geben zu laſſen, das ſoll ein Blick auf ſein neues Werk zeigen. Mitten hinein in die deutſche Bürgerwelt des ausgehenden dreizehnten Jahrhundert führt uns der Dichter, in die Reichsſtadt Werde(Donau⸗ wörth), denn im ſtädtiſchen Büxgertum, nicht mehr in der Ritterſchaft, die ihre Blütezeit hin⸗ ter ſich hat, und auch nicht im damals ſchon weithin unfreien, geknechteten Bauerntum, »Aufn.: F. Parschke gehen die Umwandlungen vor ſich, in denen das eingeborene germaniſch⸗deutſche Weſen mit dem von Rom hergekommenen Chriſtentum fertig zu werden ſucht. Die Myſtik, das iſt ja der erſte Verſuch, das von außen her den Germanen übermittelte Chriſtentum aus der Tiefe des eigenen Weſens ſich anzuverwandeln. Wir er⸗ leben nun, wie in die breite und behäbige Bür⸗ gerwelt das erregte Gottſuchen der Zeit Ein⸗ gang gewinnt. Da iſt das Haus des Heinrich Ebner, ſeines Handelsherrn, der nach Italien Handel treibt und der vor der Stadt ſein Bau⸗ erngut hat,— eines reichen, im Rat der Stadt angeſehenen Mannes. Er iſt ganz der ſichere, das Diesſeits und ſeine Aufgaben bejahende germaniſche Menſch, froh des Daſeins, das ihn ganz erfüllt und erfreut, dankbar ſeinem Gott, der ihm Haus und Handel ſegnet. Ganz anders ſeine Frau, eine zarte Natur, die nach den Wei⸗ ſungen der Prieſter Gott ſucht und darum ihr Töchterchen Margarete in jungen Jahren ſchon Gott angelobt d. h. zur Nonne beſtimmt hat. Ihren Weg, den Weg des gottgelobten Herzens, ſtellt der Dichter nun als die eigentliche Hand⸗ lungsmitte dar. Wir ſehen ſie durch ihre Jugend⸗ jahre gehen,— früh ſchon vertraut dem Gedan⸗ ken, daß ſie der Welt, der ſündigen Natur ab⸗ zuſagen hat und daß ihrer im Kloſter die Braut⸗ ſchaft Chriſti warte als die eigentliche Erfüllung ihres Frauendaſeins. Die myſtiſchen Prediger gehen in der Stadt und in ihrem Vaterhauſe ein und aus, ſie nimmt an ihren Verſammlun⸗ gen teil, ſie ſpürt wohl die Abwehr dieſes Trei⸗ bens durch den kräftigen, derbfrohen Vater— aber wie ſoll ſie ſpüren, daß ihr Weg nicht der rechte iſt? So geht ſie nach dem frühen Tod des Vaters ins nahe Kloſter, trennt ſich von der Mutter und harrt, daß das göttliche Wunder an ihr geſchehe. Und nun muß ſie die große Enttäuſchung er⸗ leben: das Wunder geſchieht ihr nicht. Aber im⸗ mer tiefer gerät ſie in den myſteriſchen Drang, ganz will ſie ſich von der Welt, der ſündigen Natur abſchließen— durch Kaſteiung, Gebet, Verſenkung gelangt ſie zu dem Zuſtand der Ver⸗ zückungen, der Geſichte— nichts hält ſie mehr an der Welt, ſelbſt der Mutter, ihr einſt ſo innig nahe, hält ſie ſich fern, in der Krankheit, im Lei⸗ den ſieht ſie die höchſte Möglichkeit ihres Lebens — und in der letzten Verzückung erlebt ſie viſio⸗ när die Vereinigung mit Chriſtus, den ſie als Kindlein an ihre Bruſt legt, ihn mütterlich zu tränken. Aber gerade hierbei— das muß jeder Leſer ſpüren, und das muß auch die Abſicht des Dichters geweſen ſein, es ihn ſpüren zu laſſen — empfinden wir, daß dieſer Weg, den die Nonne Margarete geht, um ohne Kirche, ohne Kultus und Dogma zu ihrem Gott zu gelangen, ein Fehlweg iſt. Denn gerade dieſe letzte Viſion, die uns geſchichtlich ſo überliefert iſt, zeigt ja, daß ſelbſt nach ſo langem Irrweg die urſprüng⸗ liche frauliche Natur in ihr nach der natürlichen Erfüllung ihres Frauendaſeins verlangt— wie ihr Vater, der prächtige Heinrich Ebner, ja im Myſterium der Mutterſchaft ſeinen Gott er⸗ kennt, und wie die alte Trugenhovin, eine Frauengeſtalt von nonnenhaft⸗urgermaniſcher Art, immer ihr geſagt hatte, ſie ſolle ein Men⸗ ſchenkind unter Menſchen bleiben. Aber es kann ja nicht des Dichters Abſicht ſein uns nur den Fehlweg eines Menſchen zu zeigen, er trifft freilich mit der Zeichnung ihres Weges eine Entwicklung des Gefühlslebens, die wir mit dem Dichter als eine Fehlentwicklung empfinden,— aber er ſtellt dieſen Weg ja dar auf dem rieſigen Geſamthintergrund des Lebens jener Zeit. Auf wahrhaft meiſterhafte Weiſe ge⸗ lingt es ihm, um den Mittelpunkt ihres Lebens die ganze Fülle des geiſtigen und politiſchen Lebens der Wende jener fernen Jahrhunderte zu gruppieren. Wir ſahen ſchon das Bürged⸗ Eldijaqd in F— weden vVon Georg Leder Ein Jahr war nun ſeit meiner erſten ſchwe⸗ diſchen Elchjagd vergangen und nun brachte mir in dieſen Oktobertagen wieder ein Brief aus dem ſchönen Hällefors eine Einladung zur Einzeljagd mit Hund. In unſerem Logierhaus in Hällefors erwar⸗ teten uns ſchon andere Jagdgäſte und zum Lunch wurden wir von einem Vertreter des Jagdherrn in deſſen nette Villa gebeten, wo wir von der jungen Gattin mit bekannter ſchwediſcher worden ſind. 4 8 Beim Abendeſſen wurden wir über Revier und Jagd unterrichtet. In dem 150 000 Hektar umfaſſenden Waldrevier— wozu noch 38 000 Hektar Seen kommen— waren in dieſem Jahre 55 Elche zum Abſchuß innerhalb 14 Tagen frei⸗ gegeben, von denen bereits 34 Stück erlegt wor⸗ den waren. Das Erlegen von Kälbern, leicht erkennbar an ihrer braunen Färbung und ge⸗ ringeren Stärke, iſt bei hoher Strafe verboten. Von den von der Jagdzeit verbleibenden vier Tagen waren nur zwei für uns vorgeſehen. Es ſollte mit Elchhund gejagt werden. Solch ein Hund bedarf aber auch von Zeit zu Zeit der Ruhe, denn er erledigt gut 100 und mehr Kilo⸗ meter am Tage, während der Schütze nur etwa 20 bis 30 in der gleichen Zeit zu bewältigen hat. Die Anzahl älterer, ſicherer Elchhunde iſt eine beſchränkte, daher können nur wenige Her⸗ ren gleichzeitig jagen. Es war jetzt, kurz nach der Brunſt, ſchwer, ſtarke Elche zu finden. Sie ſtecken wochenlang irgendwo faul im Kiefern⸗ dickicht, äſen nur die Kiefernnadeln der aller⸗ nächſten Umgebung ab und machen daher keine Fährten. Die jungen Hirſche und Tiere da⸗ gegen ſind dauernd auf den Läufen, hinterlaſſen überall friſche Fährten und werden daher bald von den Hunden gefunden. Ein reiner Zufall, wenn ſie bei ihrem Kreiſen plötzlich einmal einen ſtarken Hirſch in die Naſe bekommen, ihn ſtellen oder hetzen. Am frühen Morgen, nach dem Frühſtück, überreichte man uns die Ruckſäcke, wohlgefüllt mit köſtlichen Dingen, und fort ging es im Auto bei 5 Grad Froſt nach verſchiedenen Rich⸗ tungen. Nach kaum zwei Minuten hatten wir den Wald erreicht. Hier lag ein 80 Meter breiter Schlag, in der Mitte ſtand, 70 Meter von uns entfernt, in feinem Nebel äſend, ein Elch, ein koloſſales Tier, den ich auch ohne Glas als Alttier erkannte. Ich ſchoß aber nicht, machte eine Aufnahme und verſuchte dann näher her⸗ anzugehen. Bei 50 Schritt Entfernung aber ſprang das Tier über den gefrorenen Sumpf⸗ boden mit viel Lärm ab. 327237 35 Kilometer Fahrt an herrlichen Landſchafts⸗ bildern vorbei. Sümpfe und Seen lagen in ſchwachem Nebel. Noch ein paar Kilometer weiter und wir waren in einem Gelände, ber⸗ gig, ſumpfig, voller großer und kleiner Fels⸗ blöcke, dazwiſchen Bäche, Seen, wundervolle Landſchaften, aber ſchlecht zu begehen. Alles war ziemlich gefroren, ſo daß wir nicht gerade leiſe vorpirſchen konnten. Außer etwa einen Tag alten Fährten, Loſung, Aeſungs⸗ und Fegeſtellen fanden wir zunächſt nichts, und dann begann es langſam zu ſchneien.„Björn“, der Hund, meldete bald zum erſten Male, ent⸗ fernte ſich aber mehr und mehr. Nach 15 Mi⸗ nuten kam er zurück; was er vor ſich hatte, konnte nicht feſtgeſtellt werden. Dann ſetzte Regen ein, der den ganzen Tag anhielt. Gaſtfreundſchaft/ aufgenommen Gegen Mittag meldete„Björn“ abermals, tief unter uns, die wir oben auf einem Berge waren. Er hatte Tier und Kalb vor ſich, die bald abzogen und von ihm 25 Minuten verfolgt wurden. Der Regen wurde immer toller, das Waſſer drang oben herum ſchon durch und die Füße waren trotz hoher Gummiſchuhe nicht mehr trocken, war ich doch ein paar mal bis zum Knie eingebrochen. Um 12 Uhr wurde bei einem Holzkohlenmeiler, von denen es in den dortigen Wäldern viele hunderte gibt, ge⸗ frühſtückt. Auch„Björn“ bekam ſeine Milch. Um 1 Uhr wurde weitermarſchiert. Das Klet⸗ tern zwiſchen den Felſen die Berge hinauf machte allmählich ſehr warm. Um 2 und 3 Uhr ſchlug der Hund wieder an, ohne das Wild ſtellen zu können, ſo daß ich, ſchon ſtark abge⸗ kämpft, die Hoffnung beinahe aufgab, zumal es bereits immer dunkler wurde. Ein Köhler unterwegs erklärte uns höchſt aufgeregt, er habe heute morgen jenſeits des im Tale unter uns liegenden Sees am Ufer vier Elche äſen ſehen, auch dabei einen ſehr ſtarken„Stier“. Mein Ober⸗ jäger wollte ſeine ganze Ehre einſetzen, mich doch noch zum Schuß zu bringen. Nun galt es, einen kilometerlangen Umweg zu machen, einen breiten Bach zu durchſchreiten, ſumpfigen Talwald, dann wieder den mit großen Blöcken und viel Fallholz beſäten Berg hinauf und hinunter zu klettern, bis der Hund plötzlich verſchwand und nach fünf Minuten unter uns ſchärfſten Standlaut gab. Eben wollten wir anſpringen, da begann„Björn“ zu hetzen. Die Jagd kam auf uns zu und mußte unterhalb auf wenige Schritte vorbei. Wir hörten deut⸗ lich das ärgerliche Gebrumme eines Elches, das Brechen von Aeſten, und im nächſten Augenblick ſchob ſich ein ſehr ſtarkes Kalb, gefolgt von einem Alttier, unter uns durch. Alſo wieder nichts! Wir warteten auf den Hund. Da hörten wir links unten das tiefe Mahnen eines weiteren Elches. Erwartungsvoll ſtand ich mit geſtoche⸗ ner Büchſe. Doch ſtatt des erwarteten Stieres ——————— (Scherl-Bilderdienst) püppchen hot nlehts einzuzleh'nł Klelnes Mödchen, lern“ dich regen, Nor die Arbeit bfingt ouch Segen. Immer emsig, Stich um Stich, Nähe Nadel, röhre dichl Klelnes Mädchen, lern“ belzelten Nähen, Stopfen, Stricken, Schneiden. Horchl hat da hicht was geschrie'n? pbppchen hot nichts onzuzleh'nl erſchien das zweite Kalb. Wir waren auf der richtigen Fährte. Der Stier mußte noch hier irgendwo ſtehen. Wir marſchierten weiter. Schon nach fünf Minuten meldete„Björn“ ganz nahe mit wü⸗ tendem Standlaut. Wir prüften den Wind mit Streichholz und ſprangen ſofort über Stock und Stein ſchnell an. Ein etwa 60 Meter breiter, mit größeren Steinen und Sumpf bedeckter, baumloſer Anhang gebot Halt. Der Hund ver⸗ bellte gegenüber in hohem, dichtem Holz und war nicht zu ſehen. Da uns der Elch nicht wahr⸗ nehmen konnte, krochen wir auf allen Vieren über die Kahlfläche. Es regnete ſtark. Eiskalt war das Waſſer, in das nun die Hände tauch⸗ ten. Zentimeterweiſe ſchoben wir uns mit größter Vorſicht vor, Hinter Steinen Deckung nehmend, das dauerte beinahe dreiviertel Stunde, und der Regen platſchte auf den Rücken. Die Sicht wurde immer ſchlechter. Endlich waren wir am anderen Waldrand an⸗ gelangt, hinter einem bemooſten Stein gedeckt — der Wind ſtand gut—, aber vom höchſtens dreißig Schritt entfernten Elch war nichts zu ſehen. Er mußte in einer mittelhohen Kiefern⸗ gruppe ſtehen, denn dort ſahen wir den ſcharf verbellenden Hund herumſpringen. Langſam krochen wir weiter vor, bis etwa 20 Schritt vom Hund entfernt ich den Elch erblickte. Er ſtand hinter ein paar hohen Kiefern, deren oberſte Aeſte er abäſte, ohne den Hund zu beachten. Schon während wir vorkrochen und auch jetzt kam der Hund alle Augenblicke zu uns zurück, gewiſſermaßen, um uns zum Schießen zu er⸗ muntern. Wohl konnte ich nun den Aeſer und das Geweih des Elches ſehen, aber der Dun⸗ kelheit wegen nicht die Stellung des Körpers, alſo war ein Schuß durch die Aeſte zu gewagt. „Björn“ ſprang zu uns, äugte mich verzweifelt an und ſauſte ſcharf bellend vor den Elch. Er mußte ihm diesmal wohl zu nahe gekommen ſein, denn plötzlich fuhr der alte Herr ob des frechen Benehmens des Hundes hoch und ſchlug mit koloſſalem Gepolter, einen kurzen Sprung nach vorn machend, mit den Vorder⸗ läufen nach dem geſchickt ausweichenden Hunde, bot mir dabei Hals und teilweiſe Blatt ſeiner ſilberhellen Decke. Im ſelben Augenblick knallte es. Der Hirſch ſtieg vorn hoch, Blattſchuß, wendete und brach nach 20 Schritt mit großem Gepolter verendet zuſammen. Mein Schuß ſaß mitten auf dem Blatt, das Herz war völlig zerriſſen. Er ſchätzte das Gewicht des Elches auf brutto 400 Kilogramm. Es war ein unge⸗ rader Sechzehnender. Nun begann in ſtrömendem Regen und bei zunehmender Finſternis die Rückkehr, zu der wir eine Stunde brauchten. Ich fror erbärm⸗ lich. Wunderbar, daß ſich keiner die Knochen brach. Denn der ſteile Berghang war über und über mit größten Steinen beſät. Im Tal überquerten wir wieder den Bach— ich rutſchte beſtändig. Endlich war in völliger Dunkelheit nichts mehr zu ſehen. Mein. Jagdbegleiter aber wußte ſich zu helfen, zerſpaltete einen Fichtenſtumpf mit einer Axt aus dem Ruckfack, ſchnitt einige dünne Späne regelrechte Fackel her. und trotz des Regens, die Fackel in Brand zu ſtecken. Bei Licht kamen wir nun— wenn auch nicht gerade ſchnell— vorwärts. Welche Freude, plötzlich das Dach einer Kate aufſchim⸗ mern zu ſehen! Die junge Köhlerfrau lieh uns eine Sturmlaterne. Noch zwei bis drei Kilo⸗ meter, und wir kamen im Förſterhaus an. Von Hällefors aus hatte man ſich ſchon telefoniſch nach uns erkundigt. Dort wartete dann noch die ganze Geſellſchaſt 1 auf die Erzählung der Jagderlebniſſe. Das Loligelobie Herz (Fortsetzung von der ersten Seite) haus und die Stadt Werde— beide ſtehen auf ihre Weiſe auch im Brennpunkt weltgeſchicht⸗ licher Vorgänge, in die ſelbſt das myſtiſche Le⸗ ben der Nonne Margarete eng verknüpft iſt. Es geht wieder um des Reiches Krone. König Lud⸗ wig der Bayer kämpft mit ſeinem Gegenkönig Friedrich dem Schönen. Aber gewaltig im Hin⸗ tergrund droht die Macht des Papſtes, droht Rom, die Weltkirche, Avignon, das zugleich eine wirtſchaftliche Macht geworden iſt. Gegen Lud⸗ wig wird der Bann geſchleudert, doch das Volk ſteht hinter ihm, und die Stimme der myſti⸗ ſchen Nonne Margarete erklärt, daß Gott für ihn ſei.— Und ſo geht es in Kolbenheyers Ro⸗ man letztlich um die große Auseinanderſetzung zwiſchen Reich und Rom, zwiſchen deutſch⸗nordi⸗ ſcher und mittelmeeriſcher Welt. Das deutſche Volk will nicht die fremde Macht über ſich, will nicht die fremden' Prieſter zwiſchen ſich und Gott, will ohne die Hierarchie des Papſtes zu ſeinem eigenen Gott finden. Aber es muß er⸗ leben, daß ſein Suchen in falſche Bahnen ge⸗ drängt wird, und daß vor allem der Kirche als der leer und machthungrig gewordenen äußeren Organiſation gar nicht das Suchen der Seelen am Herzen liegt, ſelbſt das myſtiſche Leiden der Ebnerin wird von ihr ausgenutzt zur Stärkung der Macht und des Anſehens der Kirche. Eine Geſtalt aber geht durch die Seiten des Kolbenheyerſchen Buches, klar und rein in ihrem Wollen und Denken, die Geſtalt des Meiſter Eckhart. Wenige Kapitel nur ſind es, die ihm gelten, aber deutlich ſpüren wir, daß ihm, ſeinem Weg, die Liebe des Dichters gilt. In ſeiner männlichen Myſtik, die nichts weiß von den fehlgeleiteten, krankhaften Ver⸗ zückungen der Nonne Margarete, iſt der ur⸗ jprünglich deutſche Weg zu Gott gefunden und gezeigt. Er weiß und ſagt in männlicher Gottesgewißheit— obwohl er ſelbſt der Kirche als Ordensoberer dient—: daß die Kirche nur eine ordnende Macht, eine äußerliche Inſti⸗ tution iſt, daß aber das Eigentliche, die Nach⸗ folge Chriſti, nur durch Gott ſelbſt im Men⸗ ſchen geſchehe, weil Gott ja in ſeiner Schöpfung, ſeinen Geſchöpfen ſelbſt iſt und weſt. In einer großartigen Viſion ſtellt Kolbenheyer den Meiſter Eckhart mit dieſer ſeiner umſtürzenden Lehre vor den Papſt in Avignon— zwei Welten treten einander gegenüber. Noch behält(der Geſchichte ent⸗ ſprechend) Rom die Macht, Meiſter Eckhart und ſeine Lehre werden verworfen— nach Jahr⸗ hunderten aber, das wiſſen wir, wird ſeine Gedankenwelt neu den Kampf aufnehmen. So ſteht in Kolbenheyers Werk allein die Geſtalt des Meiſters Eckhart zukunfts⸗ trächtig da— aber wir glauben zu verſtehen, warum doch nicht er, ſondern die Nonne im Mittelpunkt des Werkes ſteht. Beide ſind ja im tiefſten Sinne— bei aller geſchichtlichen Treue, Symbolgeſtalten, die Möglich⸗ keiten deutſchen Menſchentums jener Zeit und aller Zeiten verkörpern. Und es kam dem Dichter wohl darauf an, einer nach neuen We⸗ gen, nach dem ureigenen Weg deutſchen Gott⸗ ſuchens fragenden Gegenwart im Bilde der Vergangenheit die ungeheure Gefahr jedes ſolchen Fehlweges zu zeigen. Jene Zeit der Myſtik hätte in Meiſter Eckhart wohl ſchon den Deuter des neuen Weges gehabt, aber die Mächte der geiſtigen Fremdherrſchaft waren zu ſtark, die eingeborenen germaniſch deutſchen Kräfte konnten die Decke nicht durchbrechen, es ſollte noch Jahrhunderte dauern, bis das Neue ans Licht gelangte. Wir verkennen Kolbenheyer, der in ſeiner geſamten Dichtung und in ſeinem denkeriſchen Werk als das Grundelement des Le⸗ bendigen ſteis die gewachſene Ge⸗ meinſchaft, die Familie, die Sippe, das Volk preiſt, gewiß nicht, wenn wir ſeine neue Dichtung auch dahin ausdeuten, daß er das Gefährliche, für die Subſtanz des Volkes ſo überaus Gefährliche, in dem Weg der Ebnerin beſonders hat kennzeichnen wollen. Nicht zu⸗ fällig ſchildert er die vitale Kraft des alten Ebner mit ſo leuchtenden Farben, und läßt ihn ſterben, ohne daß ſeine Sippe erhalten bleibt. Wie hätte die Liebeskraft der jungen Ebnerin in dieſer Welt Erfüllung finden können, die nun durch alles Sichabſcheiden von der Welt, durch alle Askeſe, alles Leid und alle Not hindurch zu der höchſten Seligkeit ihres Lebens kommt, die doch nur in dem rein ima⸗ ginären Gefühl mütterlicher Erfüllung be⸗ ruht! Es iſt kaum möglich, auf ſo geringem Raume mehr als nur eine Ahnung von der Fülle und Mächtigkeit des Kolbenheyerſchen Werkes dem Leſer zu vermitteln Es ſind nur einige Li⸗ nien, die wir herausgehoben haben, Haupt⸗ linien, wie wir glauben. Aber es kann und ſoll keinem Leſer die Mühe und die Freude abgenommen werden, ſich nun ſelbſt in die vom Dichter ſo großartig beſchworene Welt des deutſchen Mittelalters zu vertiefen. Es iſt Kolbenheyer gelungen, dieſe Welt mit all ihrem Gären und Suchen, mit ihrer Fülle und ihrer Not, ihrer farbenreichen Buntheit und dem notvollen Weg der einſamen gottſuchenden Seele vor uns lebendig werden zu laſſen. Kolbenheyer beherrſcht die Mittel, durch die Sprache eine Zeit in ihrer ganzen Eigenart er⸗ ſtehen zu laſſen, wie kein zweiter, er hat die künſtleriſche Kraft, aus tauſend dichteriſch durchleuchteten Einzelheiten eine Welt nach⸗ zuſchaffen— neuzuſchaffen. Und er weiß um die drängenden Fragen unſerer Zeit, dar⸗ um ſollten wir ihm folgen, um uns aus der von ihm beſchworenen Vergangenheit in eine Zukunft führen zu laſſen, da endlich einmal unſer Volk aus eigenem Weſen, unverſtellt von fremden Bildern, ſeinen Gott findet. Doch glaube niemand, irgendwer— und ſei er ein Dichter vom Range Kolbenheyers— könne ihm das neue Bild, den neuen Glauben ſchenken. Nichts liegt dem Dichter ferner und nichts wäre deutſchem Weſen fremder— auch dieſe Einſicht danken wir dem Dichter und ſeinem Werk, das unter allen geſchichtlichen Romanen dieſer Zeit ſeinen einmaligen und beſonderen Rang hat. Der musizierende Drinz Prinz Ludwig Ferdinand von Bayern, der Schwager des letzten ſpaniſchen Königs, hat zwei Paſſionen: in ſeiner von ihm gegründeten Klinik, die aus ſeinen Mitteln auch noch heute erhalten wird, ſchneidet er gern an Menſchen⸗ 5 leibern herum— er iſt nämlich Arzt— und früher, als Bayern noch eine Monarchie waß, geigte er auch gern im Orcheſter des Münchener Hoftheaters. Die Münchener Aerzte ſagen, der Prinz wäre ein ganz famoſer Geiger, während die Muſiker wieder behaupten, daß er ein auz⸗ gezeichnet guter Chirurg wäre. Einmal nun, bei einer Orcheſterprobe,— det berühmte Felix Mottl leitete ſie— klappte ez nicht ſo ganz, von den Geigern her klang es m⸗ rein, immer wieder ließ der Meiſter repetiereh, bis er ſchließlich ſehr erregt zu den Primgei gern, unter denen der Prinz war, den ſtrengen Blick gerichtet, die Worte hinausdonnerte: „Das iſt ja eine Sauſpielerei!— wie in einer Muſikſchule iſt dies Spielen!— Gehen Sie nach Hauſe und üben Sie erſt, bevor Sie zur Prohe kommen!“ Da wandte ſich der am dritten Pult ſitzenbe Prinz Ferdinand zu ſeinem Nebenmann, er fli⸗ ſterte ihm leiſe ins Ohr:„Da meint er michle und ſtellte eine Das Wurzelholz war ſehr ſtark harzig und ſo gelang es auch tatſäch⸗ lich nach verſchiedenen vergeblichen Verſuchen Benno Mascher. in den 6 Im Weinland der Ahr, Nahe, es in den Tage erſt die Rebber und alt kein C bis ſpät in di Mädchen und F beladene Kiepen ab getragen un Kelter. Lachen Luft, und der G eines Jahres A wird auch der? Aber: Muß d trunken ſein?? ſonſt die dort in der Moſel oder reifen, beneiden Feuer, denn ſc Reben des Schr ger Unfriede wi gehen, wo nicht Blute tapferer Weder Mädchen den Rebbergen liche Zeit!“ Vielleicht hab Herren und tr Weinhäuſer erſt in deutſchen Lo wähnt ſein wol ſern, die ſich zi fanden bereits d Weinkell⸗ Es iſt beſond keller nicht im würden wir au ſien“ unſeres K nicht der„Rat nen köſtlichen Dichter immer Auch Johann „Auerbachs! antun, ihn dure zu machen; und „Lutter& W mehr zu Hauſe, Doch da iſt no zinger als die b r als ſeiner G wenig in alten Weit iſt der Wet kommt man aus ſem Keller zu ge einſt die alten neuen Heimat ſi len, Monate wa ſchwerbeladenen fe, die das köſtli Oſtland brachten auch in Oſt pre zu allen Zeiten Wein vom Obern ſel, der Ahr, von es, daß die D das edle Geträn Heimat brachten, turpioniere des dem Oſtland kan hier in des Reich auf das Getränk zichten wollten. allen Zeiten begr fahrenden mit noch heute klingt fahrerlied jener „Ja, willekomm Sehr willekomm Dar ſchullen wie Friſch öwer de K Noch drinken Win!“ Im„Blutger Ordensfeſte be Da iſt es denn zu verwundern, und dort wiede alte Ordensf berg, den berül das„Blutgeri Stolz und gew alte Ordensbau 1 altehrwürdige S den Feinden, ei drängten, zu al auch Pflegeſtätte ſens, deutſcher 2 Zucht. Prunkgem terne Arbeitszimt den feſten Mauer denskapelle wer' Mönche ſich zum eint haben, aber Ordensſchloß lieg richt“. Woher de dort unten in der gewölben Gericht waren auf d ißte noch hier jon nach fünf nahe mit wü⸗ den Wind mit iber Stock und Meter breiter, npf bedeckter, Der Hund ver⸗ tem Holz und lch nicht wahr⸗ allen Vieren ſtark. Eiskalt Hände tauch⸗ wir uns mit einen Deckung he dreiviertel hte auf den ner ſchlechter. Waldrand an⸗ Stein gedeckt vom höchſtens war nichts zu )hohen Kiefern⸗ wir den ſcharf en. Langſam 20 Schritt vom ckte. Er ſtand deren oberſte zu beachten. und auch jetzt zu uns zurück, chießen zu er⸗ den Aeſer und ber der Dun⸗ des Körpers, ſte zu gewagt, ich verzweifelt den Elch. Er he gekommen Herr ob des 's hoch und einen kurzen den Vorder⸗ henden Hunde, e Blatt ſeiner zenblick knallte „ Blattſchuß, tt mit großem Mein Schuß erz war völlig ht des Elches war ein unge⸗ ſegen und bel ckkehr, zu der fror erbärm⸗ die Knochen ng war über ſät. 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Vom frühen Morgen bis ſpät in die Nacht brechen frohgeſtimmte Mädchen und Frauen die ſüße Frucht. Schwer⸗ beladene Kiepen werden von den Winzern berg⸗ ab getragen und die Trauben wandern in die Kelter. Lachen und Fröhlichkeit liegt in der Luft, und der Geſang durchhallt die Täler, denn eines Jahres Arbeit hat Früchte getragen, nun wird auch der Wein köſtlich ſein. Aber: Muß der Wein, wo er wächſt, auch ge⸗ trunken ſein?? Nein, o nein! Wie würde man ſonſt die dort im Breisgau, am Rhein und an der Moſel oder wo immer dieſe Gottesbeeren reifen, beneiden und berennen mit Krieg und Feuer, denn ſchon immer war der Saft der Reben des Schweißes der Edelſten wert. Ewi⸗ ger Unfriede würde herrſchen und kein Tag ver⸗ gehen, wo nicht das Blut der Reben mit dem Blute tapferer Männer ſich miſchen würde. Weder Mädchenlachen noch Geſang würde von den Rebbergen kommen; es wäre eine„ſchreck⸗ liche Zeit!“ Vielleicht haben gerade deshalb wohlweiſe Herren und trinkfeſte Männer gut erbaute Weinhäuſer erſtehen laſſen, deren man vier in deutſchen Landen zählt, die beſonders er⸗ wähnt ſein wollen. Drei von dieſen Weinhäu⸗ ſern, die ſich zutiefſt in die Keller verſteckten, fanden bereits den Weg in die deutſche Poeſie. Weinkeller von Dichterfürſten gelobt Es iſt beſonders erfreulich, daß dieſe Wein⸗ keller nicht im Weinlande ſelbſt ſind. Vergeblich würden wir auf die wunderfeinen„Phanta⸗ ſien“ unſeres Hauff warten müſſen, hätte nicht der„RKatskeller“ zu Bremen mit ſei⸗ nen köſtlichen Gaben dazu beigetragen, den Dichter immer erneut zur Arbeit zu zwingen. Auch Johann Wolfgang von Goethe mußte „Auerbachs Keller“ zu Leipzig die Ehre antun, ihn durch ſeinen„Fauſt“ weltberühmt 1 zu machen; und E. T. A. Hoffmann war in „Lutter& Wegners Keller“ in Berlin 4 mehr zu Hauſe, wie Gaſt. Doch da iſt noch ein weiterer Keller, nicht ge⸗ 1 knger als die bereits erwähnten, nicht ſchlech⸗ ir als ſeiner Geſellen einer, obgleich man nur wenig in alten Büchern von ihm leſen kann. Weit iſt der Weg, den man zurücklegen muß— kommt man aus dem Weinland— um zu die⸗ 4 ſem Keller zu gelangen. Und Monate brauchten fahrerlied jener Tage: „Ja, willekomm möt wie weſen, rprobe,— der — klappte es r klang es un ter repetiereß den Primgei⸗ „den ſtrengen nnerte: — wie in einer ehen Sie nach die zur Probe 1 Pult ſitende mann, er flie int er micht Noch drinken den köhlen einſt die alten Oſtlandfahrer, um dort in der neuen Heimat ſich heimiſch zu füh⸗ len, Monate waren aber auch die ſchwerbeladenen Wagen oder Schif⸗ fe, die das köſtliche Naß ins hohe Oſtland brachten, unterwegs. Denn auch in Oſtpreußen trank man zu allen Zeiten gerne den guten Wein vom Oberrhein, von der Mo⸗ ſel, der Ahr, vom Mittelrhein. Sei es, daß die Deutſchordensherren das edle Getränk mit in die neue Heimat brachten, als ſie als Kul⸗ turpioniere des Deutſchtums nach dem Oſtland kamen, ſei es, daß ſie hier in des Reiches Nordoſten nicht auf das Getränk der Heimat ver⸗ zichten wollten. Immer und zu allen Zeiten begrüßten ſie die Nach⸗ fahrenden mit Rheinwein, denn noch heute klingt es aus dem Oſt⸗ Sehr willekomm möt wie ſin, Dar ſchullen wie Aben und Morgen Friſch öwer de Heiden Win!“ Im,Blutgericht“ deralten Ordensfeſte von Königs⸗ berg Da iſt es denn auch wohl nicht zu verwundern, daß Oſtpreußen, und dort wieder beſonders die alte Ordensſtadt Königs⸗ berg, den berühmten Weinkeller, das„Blutgericht“ genannt hat. Stolz und gewaltig reckt ſich der alte Ordensbau und ſchaut auf die altehrwürdige Stadt, trutzbietend den Feinden, ein Hort den Be⸗ drängten, zu allen Zeiten aber auch Pflegeſtätte deutſchen We⸗ ſens, deutſcher Art und deutſcher Zucht. Prunkgemächer und nüch⸗ terne Arbeitszimmer liegen hinter den feſten Mauern, in die ſtille Or⸗ denskapelle werden Ritter und Mönche ſich zum ſtillen Gebet ver⸗ eint haben, aber tief unter dem Ordensſchloß liegt das„Blutge⸗ richt“, Woher der Name kam? Ob dort unten in den finſteren Keller⸗ gewölben Gericht gehalten wurde, das an die„Inquiſition“ erinnert? Wer wollte das heute noch ſagen, denn Auf⸗ zeichnungen wurden bisher keine gefunden; wer wollte aber auch danach beſonders forſchen? So aber iſt es gewiß geweſen: Die Deutſch⸗ ordensritter, die ſich im Lande jenſeits der Weichſel ſeßhaft gemacht, ihre Burgen und feſten Städte erbaut hatten, waren zum größten Teil vom Rhein, vom Oberrhein, Mittelrhein und Niederrhein, und ſeinen Nebentälern gekommen. Sie ließen als Rheinländer in Zeiten der Ruhe zu gerne die Becher klingen, kamen doch beim Rheinweintrank alte Bilder der Heimat wieder, und——— ob da wohl auch„blutiges Gericht“ über die Güte des Weines gehalten wurde? So geht die Sage, daß einer der beſten Führer des Ordens, der Hochmeiſter Winrich von Kniprode(1351—1382), als er zum Hoch⸗ meiſter gewählt wurde, jeden Gaſt veranlaßte, einen Humpen Wein, der nicht weniger als acht Flaſchen enthielt, zu trinken. Die Ordensherren mögen fromme Leute ge⸗ weſen ſein, Mucker aber waren ſie beſtimmt nicht. So verſchmähten ſie auch den Wein nicht, und hielten ſich an das Wort der Bibel, das im 104. Pfſalm lautet: „Der Weinerfreuet des Menſchen Herz“. So mag's auch im alten Ordensſchloß zu Königsberg gehalten worden ſein. Steigen wir aber ſelbſt einmal in die dunkle Tiefe des„Blutgerichts“. Vom Schloßhof führt ein nicht zu ſchmaler Eingang in die Tiefen des Spielkameroden Pressefoto Goetze-Steindamm, Königsberg „Kellers“, nur wenige Schritte ſind es bis zum Hauptraum. Ein geſättigtes Halbdunkel umfängt den Eintretenden, ausgelöſcht iſt die Zeit, die Gegenwart verſchwindet, vergeſſen iſt, was von der goldenen Sonne beſtrahlt wird. Von den Mauern ſchimmert aber doch durch die Pilzſchicht der Jahrhunderte die verhaltene, grüne Fröhlichkeit alle derer, die hier im Kreis⸗ lauf von mehreren hundert Jahren— nachweis⸗ lich beſteht das Blutgericht am 1. Oktober 1938 als Weinhebeort zweihundert Jahre— im Zei⸗ chen der Rebe geſeſſen haben, den Alltag, die Sorgen und Mühen zu vergeſſen. Durch die Un⸗ geheuer der Wände dringt kein Lärm der Gaſ⸗ ſen. Von der Decke herab hängen zwei alte Hanſaſchiffe unter vollen Segeln. Kunde geben ſie von jener Zeit, da Königsbergs ſtolze Koggen in den Niederlanden, in Belgien oder an den Geſtaden der Inſel Gotland geachtet und gefürchtet waren. In dieſem„Hauptraum“ iſt geduldet der Fremdling wie der Einheimiſche, jedoch nur— wenn er trinkfeſte iſt. „In der Marterkammer“ Anders iſt es allerdings in der „Marterkammer., jener äußer⸗ ſten Trinkecke im alten viereckigen Burgturm; hier iſt der Platz der „Kenner“. Gehen hier die Geiſter um? Noch iſt's, als wiſpele es in den Ecken und ein leichtes Grauſen überzieht den Rücken. An der Wand brennen lange Kerzen, flackerndes Licht wirft unruhige Schatten hin und her, und da klingt auch ſchon ein Singſang auf: „Der Kerzen ſtiller Brand Kommt beſſer mir zu ſtatten, Da lann ich an der Wand Doch ſchauen meinen Schatten. Mein Schatten, komm, ſtoß an, Du weſenloſer Zecher! Auf, ſchwinge, mein Kumpan, Den vollen Schattenbecher!“ Wie in allen Weinhäuſern, gibt es auch hier den„Stammtiſch“. Wer kennt ihn nicht, jenen zumeiſt halbrunden Tiſch? Verwünſchungen und geballte Fäuſte der Haufrauen und Bräute umſchweben ihn! Auch im„Blutgericht“ ſind zwei Stamm⸗ tiſche, doch nur einer iſt ſtets beſetzt, von dem zweiten ſind die Gäſte längſt dahin. So ſteht dieſer Tiſch im„Remter“— einige Stufen höher gelegen— einſam, allein. Sechs Eulen, alt und verſtaubt, hocken an der Wand. Sie halten die Totenwacht. Ein weiterer, ſehr gewichtiger Platz iſt der„Glocken⸗ tiſch“, er ſteht im„Hauptraum“, und hier haben ſich die Gelehrten des Weines zuſammengefunden, kurz nach der Eröffnung vor zwei⸗ hundert Sahren, um die Güte des Weines„amtlich“ feſtzuſtellen. Im Büro des jetzigen Inhabers des „Blutgerichts“, Herrn Karl Matz⸗ 4. Tolle dorf, der am gleichen Tag ſein vier⸗ ————————————— zigjähriges Blutgerichtsjubiläum halten kann, befindet ſich ein Bild, das den dichtbevöl⸗ kerten Stammtiſch mit allerlei weinſeligen Geſtalten zeigt. Offiziere und Studenten ſitzen an den Nebentiſchen, und auch die Bürgerſchaft füllt die Kellerräume. Damals erklangen noch Geigen⸗ und Harfenſtimmen in den Tiefen des Kellers. Auf der Treppe zum„Remter“ greift eine Harfenſpielerin in die Saiten, ſie war das einzige weibliche Weſen in dieſer Stätte der Trinkfeſten. Denn zu jener Zeit— o glückliche Zeit— war das öffentliche Zechen nur eine Sache für die Männer, heute iſt das— darf man ſagen, leider— anders geworden und die Frauen ſind nun auch im„Blutgericht“ häufig zu Gaſt. Unter dem Kirchenſchiff Schon zu den Zeiten, da die Ritter des deut⸗ ſchen Ordens dieſen Landſtreifen im Oſtland be⸗ herrſchten, lagerten in den gewaltigen Gewölben mit den ſpitzen Bogen, die ſich bis weit unter der Kirche erſtrecken, große Fäſſer mit Rhein⸗ wein. Nur in Kriegszeiten, wenn die Straßen vom Kriegsgetümmel widerhallten, und die Zu⸗ fuhr vom Rhein nicht möglich war, begnügten ſie ſich mit dem einfachen Wein, der in der Ge⸗ gend von Thorn wuchs. In ruhigen Zeiten aber war der Komtur von Koblenz der Vermittler zwiſchen den rheiniſchen Weinbauern und dem Deutſchen Ritterorden. So zahlte u. a. im Januar des Jahre 1400 der Großkomtur Konrad von Sungingen an den Komtur von Koblenz 400 Lübecker Gulden für 12000 Liter Wein. Sein deutſcher Diener, der den Transport begleitete, erhielt 35 ungariſche Gulden und 2 preußiſche Mark als Vergütung. Hatte ſich auch hier im Laufe der Jahre der Hang nach dem Fremden eingeſchlichen, und war dadurch der deutſche Wein etwas verdrängt wor⸗ den, ſo iſt gerade in den letzten Jahren ein völ⸗ liger Wandel eingetreten. Deutſche Weine finden hier liebevolle Pflege, und man kann wohl ſagen, daß man im Weinland ſelbſt kaum beſſeren Wein findet, wie hier oben im oſtpreußiſchen Kern⸗ land, im„Blutgericht“ zu Königsberg. Wer aber wollte, kommt er nach Oſtpreußen, nicht auch im „Blutgericht“ geweſen ſein! Das Stiefkind Oſtpreußen, das ſo lange vergeſſen war, iſt längſt eingeholt in die liebenden Arme der Muti⸗ ter Deutſchland, nicht mehr abſeits ſtehend und vergeſſen von den deutſchen Brüdern und Schweſtern, iſt es auch heute wieder, wie vor Jahrhunderten, Bollwerk deutſchen Weſ ens! Aus allen deutſchen Gauen aber kommt man heute nach Oſtpreußen, beſucht Königsberg und kehrt dann auch ins„Blutgericht“ ein, denn hier ſind zu allen Zeiten Deutſche aus allen Teilen des Reiches anzutreffen, als gute Weinkenner ſteigen ſie oft aus den Tiefen des„Blutgerichts“ an das helle Licht, das ſich über den Schloßhof breitet. Wie wird der„eue“ werden? Bald iſt im Weinland die Zeit der Ernte vor⸗ über, dann ſind wir voller Erwartung, ob auch der Diesjährige hält, was er verſpricht, im „Blutgericht“ wird der 38er bald zu finden ſein, acht geben aber muß ein jeder, daß er nicht ſagt: O, wie ich lachte, da der Wirt Wein brachte, O, wie ich ſang, da ich Wein trank, O, wie ich fluchte, da ich das Geld ſuchte, O, wie war mir gram— da der Wirt mir den Mantel nahm! 1. Januar 1851 Sie halten Siegesfeſt, ſie ziehn die Stadt entlang; Sie meinen Schleswig⸗Holſtein zu begraben. Brich nicht, mein Herz! Noch ſollſt du Freude haben; Wir haben Kinder noch, wir haben Knaben, Und auch wir ſelber leben, Gott ſei Dankl Mit Ludivig In den viel zu wenig bekannten, tiefen und ehrlichen„Lebenserinnerungen eines deutſchen Malers“, die denen Kügelgens wohl an die Seite zu ſtellen ſind, erzählt einmal Ludwig Richter, wie er, der die italieniſche Landſchaft über alles liebte, ſeine deutſche Heimat entdeckte und damit recht eigentlich zum großen Künder deutſcher Landſchaftsmalerei geworden iſt. Er war nach Meißen übergeſiedelt(1826— 1835) und hatte in dem altertümlichen Burg⸗ lehnhaus, unmittelbar an Kaiſer Heinrich l. altem Brückenbogen, der St. Afra mit der Al⸗ brechtsburg und dem Dom verbindet, ein gefäl⸗ liges Domizil gefunden. Es war ein merkwür⸗ diges Haus, das damals noch ſeine eigene Ge⸗ richtsbarkeit beſaß. So wurde, wie Richter er⸗ zählt, ein Weib, das des Kindesmordes ange⸗ Von Heinrich Zerkaulen nicht mehr zu denken ſei. So macht ſich denn Ludwig Richter auf, um durch das Elbtal nach dem Böhmiſchen Mittelgebirge und Teplitz zu wandern. „Ich war überraſcht von der Schönheit der Gegend, und als ich an einem wunderſchönen Morgen bei Sebuſein über die Elbe fuhr und die Umgebung mich an italieniſche Gegenden erinnerte, tauchte zum erſten Male der Gedanke in mir auf: Warum willſt du denn in weiter Ferne ſuchen, was du in der Nähe haben kannſt? Lerne nur die Schönheit in ihrer Eigenart er⸗ faſſen, wie ſie dir ſelbſt gefällt.“ Nun endlich können auch wir dieſe Schönheit in den alten deutſchen Erblanden wieder nach⸗ erleben: vom Joch eines unſinnigen Diktates ſind Land und Menſchen befreit! Wieder ludwig Richter: Ueberfohrt om Schreckenstein klagt war, im Zimmer des Hauswirtes über dem Tordurchgang von den Richtern verhört und eben dort auch die ausgegrabene Kindes⸗ leiche von den Aerzten ſeziert. In Meißen verlebte Ludwig Richter die ge⸗ ruhigſte Zeit ſeines Schaffens.„Wie glücklich iſt der Künſtler“, meint er,„welcher der Seinen Exiſtenz geſichert weiß und ſeine Kunſt in voller Freiheit auszuüben vermag, unabhängig von der Geſchmacksrichtung eines vielköpfigen Pu⸗ blikums oder eines zufällig zuſammengewürfel⸗ ten Komitees.“ Hier nun erhielt er den Auftrag, eine große italieniſche Landſchaft zu malen für einen Kunſt⸗ freund in Reval. Das Honorar würde aus⸗ reichen für einen Aufenthalt in dem von ihm ſo geliebten Sabiner⸗ und Albanergebirge. Da erkrankt ſeine Frau Auguſte auf den Tod. Lange Wochen der Sorge folgen. Alles Reiſegeld wird von der Krankheit verſchlungen. Aber Frau Auguſte wird gerettet. Derweilen iſt September geworden, und Frau Auguſte redet ihrem Manne zu, die flammende Pracht des Herbſtes wenigſtens zu einer kleinen Erholungsreiſe auszunützen, da an eine große flammt ein goldener Herbſt über dieſe deutſche Landſchaft. Es iſt, als ob der Himmel ſich mit uns freue, als ob er ſelber die Fahne der Luſt wieder aufrichte über ein Meer von Tränen, über die alten Grenzen hinweg, über alle körper⸗ liche Not und die Drangſal des Herzens. Von Dresden geht es an den zerklüfteten Formationen des Elbſandſteingebirges vorbei an Bad Schandau. Hier fühlte Richter ſich einſt an die Goethe⸗Strophe erinnert: Aug, mein Aug, was ſinkſt du nieder? Gold'ne Träume, kehrt ihr wieder? Weg, du Traum, ſo hold du biſt, Hier auch Lieb und Leben iſt! Von Bad Schandau, dem lieblichen, mit ſeinen ſchönen Gärten an der Elbe, führt der Weg am Lichtenhainer Waſſerfall vorüber zum Kuhſtall, ſo benannt, weil dieſes Felſentor den Bewoh⸗ nern von Lichtenhain im Dreißigjährigen Krieg als Zufluchtsort für das Vieh diente. Das Prebiſchtor tut ſich auf mit ſeiner 17 Me⸗ ter langen und 3 Meter breiten Felſenplatte. In Herrnskretſchen haben wir ſchon die alte Grenze überſchritten und beſuchen die Wilde Klamm mit ihrem grünen Felſenwaſſer und Riditer ins Bönmerland ihren ſteilen Felsgebilden. Auf dem prächtl⸗ Bild verlaſſen. Es geht uns Menſchen von gen, 50 Meter hoch gelegenen Tetſchner Schloß wehen die Fahnen des Reiches. Hier waren bis vor wenigen Tagen deutſche Brüder aus Tet⸗ ſchen und Bodenbach eingekerkert, als Geiſeln zurückgehalten worden. Nun fließt gülden die Sonne um das graue Gemäuer, Kampf und Not⸗ zeit haben ihr beglückendes Ende im Frieden des Einen gefunden, der die Brüder heimführte ins Reich. „Ganz ſüdliche, italieniſche Landſchaft tut ſich auf. Von Sebuſein bis Kamaik iſt die Fülle der großartigſten und ſchönſten Landſchaftsbilder ausgeſchüttet“, ſchwärmt Ludwig Richter.„Bald griff ich zu Mappe und Skizzenbuch, und ein Motiv nach dem anderen ſtellte ſich mir dar und wurde zu Papier gebracht.“ Das ſchwarze Auſſig ſcheint verkleidet vom Rot der Fahnen. Jetzt biegen wir in die Straße ein, die das Auge wahrhaft entzückt, hart am Strom gelegen, ein Bild des neuen Friedens tut ſich auf: Segelboote kreuzen, ein Vierer liegt in den Riemen. Zwar haben die Tſchechen Lud⸗ wig Richters Landſchaftsbild am Schreckenſtein jeglicher Romantik zu entkleiden gewußt. Hier iſt eine Sperrmauer über die Elbe, in die von den tſchechiſchen Pionieren die Sprengkapſeln gelegt wurden. Noch hat ein gütiges Geſchick im letzten Augenblick eine grauſame Kataſtrophe verhütet. Rein bleibt die Erinnerung erhalten an Ludwig Richters wohl berühmteſtes Bild „Ueberfahrt am Schreckenſtein“. Doch laſſen wir ihn wieder ſelbſt berichten: „Als ich nach Sonnenuntergang noch am Ufer der Elbe ſtand, dem Treiben der Schiffsleute zuſehen, fiel mir beſonders der alte Fährmann auf, der die Ueberfahrt zu beſorgen hatte. das Boot, mit Menſchen und Tieren beladen, durch⸗ ſchnitt ruhig den Strom, in dem ſich der goldene Abendhimmel ſpiegelte. So kam unter anderem auch einmal ein Kahn vorüber mit Leuten bunt angefüllt, unter denen ein alter Harfner ſaß, der ſtatt des Ueberfahrkreuzers etwas auf der Harfe zum Beſten gab.“ Aus dieſen und ande⸗ ren Eindrücken wohl entſtand Richters„Ueber⸗ fahrt“ und ſpäter das andere große Gemälde „Aufſteigendes Gewitter am Schreckenſtein“). Aber all dieſes findet ſeine eigentliche Be⸗ ſtätigung erſt in dem ſo maleriſch gelegenen Elbdorf Saleſel. Das Dubitzer Kirchlein, hoch auf dem Berg, grüßt über die Häuschen hin, die verſteckt liegen im letzten Grün des ausgehen⸗ den Sommers. 1 Noch einmal trinkt man alle Wärme der Land⸗ ſchaft in ſich ein, ehe die Augen das zauberhafte —————————— heute nicht anders, als Ludwig Richter vor hundert Jahren:„Von dieſer Zeit an wandte ſich mein Streben wieder ganz der heimatlichen Natur zu. Alle die tiefgehenden Eindrücke aus der Jugendzeit lebten wieder auf und erneuer⸗ ten ſich an den nämlichen oder verwandten Gegenſtänden.“ 3 Nachempfinden können wir Ludwig Richter und nachdanken, daß er uns einſt das ſchöne Böhmerland entdeckte. Als er hier wanderte, da war dieſes Land deutſch, wie es heute wieder deutſch iſt, befreit von einer artfremden Gewalt⸗ herrſchaft, die glauben mochte, man könnte durch einen Schlagbaum den Bruder vom Bruder trennen, daß er hier tſchechiſch und dort deutſch fühle. Die Schlagbäume ſind gefallen, die Deut⸗ ſchen ſind geblieben. Es liegt aber noch der Schrei um Erde, Strom und Berge, den Einen zu grüßen, der Herzen und Land heimführte ins große Reich. 2* EV/ grohe Brand Von Karl· Heinz Holzhausen Ture Torquiſt hatte außer ſeinem ſchlechten Ruf nur den wenige Morgen breiten Streifen Hochwald mit der windſchieſen Hütte für ſeinen Sohn Alf hinterlaſſen. Der Junge wußte noch nicht, was es bedeutet, von allen Menſchen ver⸗ achtet zu werden, wie bitter es iſt, aus der Ge⸗ meinſchaft ausgeſtoßen zu ſein und wie unend⸗ lich ſchwer die Menſchen vergeſſen können. Für ſie waren die Torquiſts weniger als die Hunde in der Dorſſtraße, gleich ob Ture Torquiſt ſeine Untaten ſchon mit dem unſeligen Ende beim Holzfällen ſchwer genug gebüßt hatte. Als Alf den Haß der Menſchen zu ſpüren be⸗ gann und oft daran war, auszuwandera, merkte er, daß er nie von ſeiner Heimat laſſen könnte. Der Hochwald gehörte ihm, und er war den hohen Tannen mit Leib und Seele ver⸗ ſchrieben. Das kam daher, daß die Torquiſts ein ſehr altes und ſtarkes Geſchlecht waren und ſtets zur Heimat gehalten hatten. Mühſam verdiente ſich Alf als Holzfäller ſein Brot. Nicht die ſchwere Axt, die unzählige Male aan Tage geſchwungen werden mußte, machte ihm das Leben ſauer, ſondern ſeine Ein⸗ ſamleit. Keiner der Männer ſprach mit ihm. Sie ſchienen den Namen Torquiſt aus ihrem Gedächtnis geſtrichen zu haben. Für ſie war Alf ein wildfremder Arbeiter, der tüchtig ſchafſen kann und dafür entlohnt wird.— Der Sommer brachte unerträgliche Hitze. Nach einigen Wochen waren alle Brunnen dem Verſtegen nahe und die Quellen der Wälder tropften ſpärliches Waſſer. Selbſt nachts brachte der Weſtwind keine Erfriſchung für Menſchen und Natur. Plötzlich war Brandgeruch in der trockenen Luft. Bebend holten die Holzfäller Atem und legten ſchweigend die Aexte beiſeite. Die Nacht kam und der Himmel nach Weſten war gerötet. Keiner im Dorf ging ſchlafen. Sie ſtanden auf deen Hügel und ſahen zum Wald hinüber. Ein Reiter kam den Weg heraufgaloppiert und ließ ſich ſtöhtmend vom Pferd fallen. Keu⸗ chend berichtete er, daß zehn Meilen nach dem Gebirge zu ein rieſiger Waldbraend ausgebro⸗ chen ſei. Man koͤnnte das Feuer nicht halten. Wie eine lebende Flamme wandre es immer weiter nach Oſten. Die Männer hatten noch Hoffnung. Vielleicht hielt der Fluß das Feuer auf. Allerdings war ſein Bett nahezu ausgetrocknet. Sie wollten am Flußufer Wachen aufſtellen, die alle überſpringenden Funken mit Zweigen ausſchlagen ſollten. Eilenos ritt ein Trupp Holzfäller los. Alf Torquiſt war unter ihnen. Was ſind ein paar Menſchen gegen ein Feuer von zwei Meilen Breite? Mit un⸗ heimlicher Schnelligkeit waren die züngelnden Flammen am Fluß angelangt fraßen die Büſche am Ufer wie Zunder weg unod ſchick⸗ ten ungezählte Funken mit deen Wind zum anderen Ufer. Die Männer arbeiteten uner⸗ müdlich, ſchlugen mit ihren Zweigen die Flämmchen nieder, traten die fallenden Fun⸗ ken aus und mußten nach einigen Stunden den Widerſtand aufgeben. Die Hitze war nicht mehr auszuhalten. Wie gehetzt ritten die Männer dem Feuer aus dem Weg und in nördlicher Richtung davon. Sie fanden erſt Ruhe, als ſie beim See ſtanden. Nur einer fehlte— Alf Torquiſt. Alf ritt auf ſeinem Hengſt nach Oſten. Er kannte jeden Weg und Steg. Hinter ihm ſuchte das Feuer neue Nahrung, umging eine Lichtung und kam nicht mehr ſo ſchnell vor⸗ wärts, da der Wind etwas abgeflaut war. Wie eine unheimliche Sagengeſtalt tauchte Alf Torquiſt nach Stunden ien Dorf auf, ga⸗ loppierte zum Hügel und riß den Hengſt dort ſo jäh vor den Leuten zurück, daß das Tier ſteil auſſtieg und mit den Vorderhufen in der Luft trommelte. Alf ſchrie die Menſchen an, ſie ſollten Eimer holen und Werkzeuge. Man müſſe das Feuer aufhalten, ſonſt brenne das ganze Dorf nieder! Verſtört liefen die Männer durcheinander und taten, was Alf befohlen hatte. Es ſchien ihnen gar nicht zum Bewußtſein zu kommen, daß es ein Torquiſt war, der die Führung an ſich geriſſen hatte. Drohend ſtand die Ge⸗ fahr vor iheren und überwand in dieſer Stunde den Haß. Ihr ſeio nicht nur die Spatentrüger, ſonbern darüͤber hinaus Volksträger unſeres Reiches geworben! In euch repröſentiert ſich uns das erbabenſte Motto, das wir kennen:„Menſch, hilf dir ſelbſt, dann hilft oir auch Gott! der hührer in ſeiner Rehe an gen neichsarbeltsolenſt beim Appell am 7. 9. 38 Alf Torquiſt führte ſie hinauf zu ſeinem Streifen Wald und ließ ihn an verſchiedenen Stellen anzünden. Die agrößten Tannen wurden ia aller Eile umgeſchlagen und weg⸗ geſchafft. Das ganze Dorf legte mit Hand an, um den herrlichen Wald Alf Torquiſts zu vernichten. Stück für Stück wurde niederge⸗ brannt, um dem rieſigen Feuer eine tote Zone entgegenzuſtellenm. Die Männer wach⸗ ten ſorgſam, daß ihnen dieſes Feuer nicht zu Schaden kam. Als der Morgen auſſtieg, lag Alf Torquiſts Wald wie ein verkohltes Triünmerfeld. Hier und dort brannten noch kleinere Stämme und Zweige. Doch als der große Brand ſeine ert⸗ ſten Boten vorſchickt, treffen ſie auf den ab⸗ gebrannten Streifen und können nicht mehr tun, als das Wert der Holzfüller zu vollen⸗ den. Die Kraft des Feuers jedoch iſt end⸗ gültig gebrochen. 4 Erſchöpft taumeln die Männer zum Dorf 4 hinunter. Die jungen Burſchen werden das ſchwelende Chaos bewachen. Nur einer der Männer bleibt. Da ſteht er abſeits und ſtartt auf die troſtlos ragenden Strünke hin. Alf Torquiſt beſinnt ſich nach all' der Aufregun Er ſieht den Weg in die weite Welt frei. Nu liegt jener Teil ſeiner Heimat, der ihn i Lande gehalten hatte— trotz Haß und Ve achtung ien Schutt und Aſche. Nun iſt 9 Weg frei. Unvermittelt legt ſich eine ſchwere Hand auf Alfs Schulter. Eine ruhige Stimme ſag „Komm zu uns— Alf Torquiſt!“ Eine Ha oͤffnet ſich vor Alf. Langſam hebt er das G ſicht und ſieht einem aus dem Dorf in d Augen. Es iſt unter denn Männern in de Wäldern nicht Sitte, große Worte um ein Tat zu machen. Alf Torquiſt gehört d ſeinen Handſchlag wieder zur Genneielſc Sein Name hat wieder den alten Klang. „Prinz Kaiſer w Stadt Er ließ ſ hinüberrr Mit d In allen d und es klingt Prinzen Euge ſtalten des ba Edelman gilt beſtem Sinn. taucht vor un eine zierliche, ſpitzenbeſetzter rock; leuchtend der Schimmer höchſten Blüte Flöten und( dröhnen die tauſend rauhe des vergöttert edle Ritter. Am 21. Apr hundert Jahr Savoyen, deu licher Hofkrie für die milit Mitteleuropa⸗ wie für die eſellſchaftliche ein reiches L Faſt ſeltſan Heerführer un ſen nach ein wie je nur e erziehung eige Am 18. Ok fünfter Sohn boren. Ludwi kleinſten Einz ſtimmte den j Stand und 1 Armee hartne Jahre 1683, zi nach Wien, w freundliche A Monaten ſcho Offizier aus; unter den So grafen Ludwi⸗ kenlouis“, in Wien und hi' freien. 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Ein feines, durchgeiſtigtes Geſicht taucht vor uns auf unter wallender Perücke; eine zierliche, faſt zarte Geſtalt ſteht vor uns im ſpitzenbeſetzten, goldbetreßten ſeidenen Allonge⸗ rock; leuchtender Schimmer umſtrahlt das Bild, der Schimmer der Kaiſerſtadt Wien zu ihrer höchſten Blütezeit; jubelnde Muſik rauſcht auf, Flöten und Geigen jauchzen, dazwiſchen aber dröhnen die Pauken und die Trompeten und tauſend rauhe Soldatenkehlen ſingen den Ruhm des vergötterten Feldherrn:„Prinz Eugen, der edle Ritter...“! Am 21. April 1736, vor etwas mehr als zwei⸗ hundert Jahren, war es, daß Eugen Prinz von Savoyen, deutſcher Reichsmarſchall und kaiſer⸗ licher Hofkriegsrat, ein Mann, deſſen Wirken für die militäriſche und politiſche Geſtaltung Mitteleuropas nicht minder maßgebend war wie für die Kunſt, die Wiſſenſchaft und das geſellſchaftliche Gehaben ſeiner Epoche, 73jährig ſein reiches Leben beſchloß. Faſt ſeltſam mag erſcheinen, daß der große Heerführer und Mäzen, der ſeinem ganzen We⸗ ſen nach ein Deutſcher genannt werden darf wie je nur einer, nach Geburt und Jugend⸗ erziehung eigentlich Franzoſe geweſen iſt. Am 18. Oktober 1663 iſt er zu Paris als fünfter Sohn des Herzogs von Savoyen ge⸗ boren. Ludwig XIV., der ſich ſo gerne in die Heinſten Einzelheiten ſeines Hofes miſchte, be⸗ ſtimmte den jungen Prinzen für den geiſtlichen Stand und lehnte ſeine Einreihung in die Armee hartnäckig ab. Da verläßt Eugen im Jahre 1683, zwanzigjährig, Frankreich und geht nach Wien, wo er im kaiſerlichen Heeresdienſt freundliche Aufnahme findet. Nach wenigen Monaten ſchon zeichnet ſich der unſcheinbare Offizier aus; er kämpft mit höchſter Bravour unter den Scharen ſeines Vetters, des Mark⸗ grafen Ludwig Wilhelm von Baden, des„Tür⸗ kenlouis“, in der großen Türkenſchlacht vor Wien und hilft die hartbedrängte Stadt be⸗ freien. Und er wird von nun an einer der er⸗ folgreichſten Vorkämpfer jener erhabenen Miſ⸗ ſion, die das alte Oeſterreich als Vormacht des erſten Deutſchen Reiches während langer, bit⸗ terer Jahrhunderte unter Strömen von Blut für die abendländliche Völkergemeinſchaft ruhm⸗ voll erfüllt hat: den Sturm des Iſlam von Europa abzuhalten und zu verhindern, daß, was manchmal gar nicht ſo ferne ſchien, der Halbmond des Sultans über den Domen der Chriſtenheit leuchten würde. Als Oberſt des kaiſerlichen Dragonerregi⸗ ments Kuefſtein reitet der Prinz Eugen jetzt gegen die Türken; keine Schlacht, die ihn nicht an der Spitze ſeiner Reiter fände. 1686 führt er zum Sturm auf Ofen, 1687 ſteht er bei Mohacz in erſter Reihe. 1688, bei der Eroberung Bel⸗ grads, wird er ſchwer verwundet. Dann aber ruft ihn die Soldatenpflicht an den Rhein und gegen Frankreich, das ſeit dem nationalen Un⸗ glück Deutſchlands im Dreißigjährigen Krieg immer wieder über die weſtlichen Grenzen her⸗ eindrängt. Hier ſteht der ſavoyiſche Prinz für ſein erwähltes Deutſchtum bis zum Letzten ein. Die Jahre 1689 bis 1692 ſind erfüllt mit ſchwe⸗ ren deutſch⸗franzöſiſchen Kämpfen, und daß ſie immer wieder erfolgreich ſind für die kaiſer⸗ lichen Truppen, iſt hauptſächlich das Verdienſt Eugens, der zuletzt von Oberitalien aus tief nach Südfrankreich eindringen kann. Er iſt in⸗ zwiſchen vom Kaiſer zum Feldmarſchall er⸗ nannt worden und ſchon leuchten die Augen ** Deutſcher beim Klang ſeines Namens auf. Inzwiſchen waren die Türken wieder regſam geworden. Die deutſchen Waffen, kaum im Weſten zur Ruhe gekommen, müſſen erneut zum Schutze Europas im Oſten aufgeboten werden. Auf den Rat Rüdiger von Starhembergs beruft Kaiſer Leopold 1. den Prinzen Eugen als Oberbefehls⸗ haber nach Ungarn. Vom Heer mit unbeſchreib⸗ lichem Jubel empfangen, nimmt der zähe und unermüdliche Führer ſogleich den Kampf auf, Am 11. September 1697 erringt er den großen Sieg von Zenta, der die dräuende Macht der Türken bricht und den für den Kaiſer ſo gün⸗ ſtigen Frieden von Karlowitz herbeiführt. Eine kurze Zeit kann der gefeierte Held freilich nur —2 der Muſe und den von ihm ſo geliebten ünſten und Wiſſenſchaften leben, da ruft der Kalſer ſchon wieder ins Feld. 1701 bricht der Spaniſche Erbfolgekrieg aus. Die dynaſtiſchen Intereſſen der Höfe und die Ränke der Kabinette flürzen die Völker erneut in blutige Not. Wie⸗ der iſt der Prinz von Savoyen für den Kaiſer der Retter. Ueberall ſoll er ſein. Er kämpft ſieg⸗ reich mit ſeinen erprobten öſterreichiſchen und füddeutſchen Regimentern in Oberitalien, in den Alpen. Zwiſchendurch wirft er in Ungarn einen Aufſtand nieder. Dann geht er gegen den Kur⸗ fürſten von Bayern vor, der ſich mit den Franzoſen verbündet hat. Mit dem engliſchen Feldherrn Marlborough vereint, ſchlägt er 1704 die blutige Scklacht von Höchſtädt gegen Fran⸗ zoſen und Bayern. 1706 erkämpft er den glor⸗ prinz kugen, nach einem Gemälde von Jokob von Schoppen reichen Sieg von Turin, wo preußiſche Truppen, vom alten Deſſauer geführt, unter ſeinen Fah⸗ nen fechten. Glanz und Ehren häufen ſich um den Prinzen Eugen, der als eine der erhabenſten Perſönlich⸗ keiten der Zeit überall auch im Ausland und ſelbſt bei den Gegnern gefeiert wird, umſchwärmt und beſungen, verehrt und durch die Heiterkeit und ſtille Größe ſeines Weſens jedermann lieb und wert. Der Reichstag von Regensburg er⸗ nennt ihn zum Reichsmarſchall; Peter der Große von Rußland wünſcht ihn auf dem polniſchen Königsthron zu ſehen. Eugen lockt das nicht. 1708 und 1709 ſchlägt er mit den Engländern zuſammen in Holland die entſcheidenden Schlachten von Oudenaarde und Malplaquet Anruf in Iſabell trug das Schreibzeug fort und ſchloß ein wenig unvermittelt den Brief, entgegen ihrer Gewohnheit, den Schriftſatz noch einmal zu überleſen. Sie gehörte zu den Menſchen, die noch Briefe ſchreiben konnten, in denen Haus und Umwelt, ſogar Lebloſes, Geſtalt an⸗ nahm. Aus dieſen Briefen konnte man gleich⸗ ſam die Luft atmen, die ſie geatmet; man wähnte die Farbe des Kleides zu erkennen, das ſie getragen; man glaubte die Blumen auf dem Tiſch zu ſehen, die da geſtanden, während Iſabell geſchrieben hatte. Heute abend jedoch lag eine Unruhe über Iſabells Gelaſſenheit, die ihr wunderlich und unbegreiflich erſchien. Ihr Herz war eine weite, leere Halle, aus der alle Bilder entfernt waren. Sie zog die Vorhänge vor das offene Fenſter und legte ſich frühzeitig zu Bett. Noch im Wachſein überlegte ſie, ob die Unruhe mit dem Brief zuſammenhängen könnte, der noch auf dem Tiſch lag. Aber nein, es war der Brief an den Sohn in Ueberſee, der Bericht gab über das, was in der Heimat geſchah, der getragen war voll ſtolzer Freude und ruhiger Gewißheit. Es ſtand nichts in dem Brief, was dunklen Gedanken Einlaß in die Umfriedung des Herzens hätte geben können. Iſabell tat die Vermutung weit von ſich, als umlauerte den geliebten Sohn irgendeine Ge⸗ fahr, von der ſie nun ſelber angerlihrt wurde. Die Mutter des Schiffsingenieurs Hardenberg war nicht abergläubig. Das Schiff des Soh⸗ nes fuhr im Scheinwerfer der Mutterliebe. Iſabell ſtrich die Stirne glatt, ſchickte noch einen unhörbaren Gruß zu dem Sohn hinüber, dann ſchloß ſie die Augen. Im Dämmerlicht zwiſchen gegen die franzöſiſchen Heere. Kaum aber iſt feine Sendung hier beendet, ruft ihn wiederum die Türkennot. Von neuem organiſiert er die Abwehr an der Donau, ſorgt für die Truppen wie ein Vater, balgt ſich mit dem ſchwerfälligen Apparat der kaiſerlichen Bürokratie herum, der ihm Schwierigkeiten macht, ſobald die dringend⸗ ſten Gefahren beſeitigt ſcheinen. Am 5. Auguſt des Jahres 1716 dann heftet er vor Peterward⸗ ein den unerhörten Sieg über den Großveſir Ali an ſeine Fahnen. 150 000 Türken ſind gegen ſeine 60 000 Krieger geſtanden und dieſes ge⸗ waltige Heer ward faſt völlig vernichtet! Eine unermeßliche Beute fiel in Eugens Hände. Der Eindruck in Europa war gewaltig, der Glaube an den Stern des großen Heerführers jetzt faſt der Nadit/ Tag und Nacht fuhr Iſabell aus unruhigem Schlaf hoch. Der Vorhang vor dem offenen Fenſter bauſchte breit auseinander. Iſabell ſprang aus dem Bett und verhielt lauſchend. Aber nichts war. Draußen träufelten die Sterne ſilbernes Licht über die herabhängenden Dächer. Eine ſchräge weiße Wolkenwand hatte ſich unter die Mondſcheibe gelegt, daß es aus⸗ ſah, als glitte die Scheibe langſam vom Him⸗ mel zur Erde nieder. Ueberall Stille. Man hörte den Atem des ſchlafenden Hauſes. Hier und da wurden in der kleinen Stadt jetzt andere Fenſter hell, die mit dünnem Schein ängſtlich in die erſterbende Nacht ta⸗ ſteten. Die Wipfel der Bäume rauſchten dumpf, obgleich kein Wind ſie rührte. Lautlos und erregt zugleich ſchritt ZIſabell im Zimmer auf und ab, bereit auf jeden An⸗ ruf, und ſei es nur der Seufzer aus einem fremden Traumbild. Aber nichts geſchah. Viel⸗ leicht war es doch der Brief— die Stimme des Sohnes? Einen Herzſchlag lang flog der Puls — nein, Iſabell lächelte im Fri⸗den ihrer Ge⸗ wißheit. Der Schiffsingenieur Hardenberg würde auf eine andere Weiſe die Mutter ge⸗ rufen haben, wenn Not es ihm befahl. So tat denn Iſabell nichts, als daß ſte auf den neuen Tag wartete. Und der Tag kam. Und nichts Außergewöhn⸗ liches hatte ſich rings ereignet, obgleich es ſich herumſprach, daß dieſer und jener auf die gleiche unerklärliche Weiſe in der vergangenen Nacht geweckt worden war. Man ſuchte nach Gründen dafür, ohne einen zu finden. Einige Leute wollten am Abend verdächtige und fremde Geſtalten am Waldrand erblickt haben. nz Euqen von Savoyen myſtiſch geworden. Da Prinz Eugen kurz dar⸗ auf in einem wunderbaren Siegeslauf Belgrad erobert und ein neues großes türkiſches Heer zerſprengt, entſteht, wahrſcheinlich ſpontan aus den begeiſterten Scharen ſeiner Soldaten heraus, jenes naive, frohe und ſtolze Lied vom edlen Ritter, das ſeither immer wieder und nicht zu⸗ letzt im Weltkrieg von deutſchen Kriegern ge⸗ ſungen worden iſt. Die folgenden Jahre des Friedens zeiger Eugen von Savoyen auch als einen trefflichen Staatsmann und Politiker. Als Generalſtatt⸗ halter der Niederlande erwirbt er ſich bleibende Verdienſte um den Handel und den wirtſchaft⸗ lichen und induſtriellen Aufſchwung jener Pro⸗ vinzen, obwohl er ſelbſt meiſt in Wien lebt. Hier wird der große Kriegsheld nun zugleich der Mittelpunkt feinſten geiſtigen Lebens, einer der ſchöpferiſchſten Träger der ſprühenden hoch⸗ barocken Wiener Kultur. Weiſe und charmant hält er in dem vielbewunderten Belvedere⸗ palaſt, ſeiner ureigenſten Schöpfung, oder in ſei⸗ nem wundervollen Stadtpalais in der Himmel⸗ pfortgaſſe Hof. Er ſteht in regem Briefwechſel und Gedankenaustauſch mit Leibnitz und vielen anderen Geiſtesfürſten ſeiner Zeit, fördert mit vollen Händen die Künſte und regt die For⸗ ſchung vielfältig an. Berühmt ſind ſeine Kunſt⸗ ſammlungen, die von erleſenem Geſchmack zeu⸗ gen, berühmter noch ſeine herrliche Bibliothek, in der ſich die koſtbarſten Werke finden und die heute den wertvollſten Kern der Wiener Staats⸗ bibliothek bildet. Noch einmal, 71 Jahre alt, zieht der Prinz im Polniſchen Erbfolgekrieg zu Felde. Nicht mehr ſo erfolgreich freilich wie einſt. Die Zeit, deren glänzender und ruhmreicher Repräſentant er in allen Dingen geweſen war, als graziöſer Kavalier und als harter unüberwindlicher Kriegsmann, ging zu Ende. Ein neues Europa ſtieg herauf. Oeſterreich, minder glücklich von nun an in der militäriſchen und politiſchen Leitung der deutſchen Dinge, trat ein in das darob freilich nicht weniger liebenswürdige Zeit⸗ alter, dem die mütterliche Kaiſerin Maria The⸗ reſia ihren Stempel aufdrückte; in Preußen aber war ſchon der Tag nahe, da der große Friedrich ſeinen heroiſchen Aufſtieg begann und den Schwerpunkt des Deutſchen Reichs für lange Zeit nach dem herberen Norden zwang. Pf-G. Das große Gesdiehen Von kElisabeth Maler-Mack Welßt du, warum die Ferne widerhollt vom louten Takt maorschierender Kkolonnen, lndes deln Schritt schon bei dir selbst verweht in der Gemelnschoft stefiger Gestolt verrinnt dein leben, still wie es begonnen: denn nur dos Volk johrtousendolte Wege gehtl Aus vlelen Wassern werden Bach und Strom geboren, das weite Meer, das Wind und Wellen eint, um ewigen Gesefzen Kköniglich zu dienen. Der Sinn des lebens bleibt stets dem verloren, der nur sein lch und niemals alle meint, nle sirbt die Frucht, wenn Holm und Krone gronenl Eine Erzãhlung von Heinrich Zerkaulen Andere wollten wiſſen, in der Apotheke ſei ein⸗ gebrochen worden. Das war nicht ſo. Im Arzneikeller der Apotheke war nur ein Brett mit gefüllten Standgefäßen zuſammengefa len. Allerdings ſtellte ſich bei der Unterſuchung heraus, daß das Holz kerngeſund geweſen. Alſo ſchloß man eine Zeitlang ſorgfältiger als ge⸗ wohnt die Türen. Auch Iſabell vergaß die Nacht mit ihren geheimnisvollen Begeben⸗ heiten. Einige Monate ſpäter erſt, als der Schiffsingenieur Hardenberg auf kurze Zeit zu Beſuch in der Heimat weilte, erzählte er ſeiner Mutter von einem ſeltſamen Erlebnis. Einer, der wie er die Meere befuhr, glaubte nicht an den Zufall. So gab denn auch der Schiffs⸗ ingenieur ſeiner Mutter nur ſtockend Bericht. Ein Sturm auf See hatte die Ankunft ſeines Schiffes bis zum Einbruch der Nacht verzögert. Der Kapitän wollte nicht, daß die Boote noch an Land gingen. Zudem waren der Küſte hier zahlreiche Felsriffe vorgelagert, ſo daß man lieber weit draußen vor Anker ging. Noch ein⸗ mal mußte das Schiff die ganze Schwere des Sturmes auffangen, und manch einer der Be⸗ ſatzung fluchte, daß er nicht an Land ſein konnte. „Am anderen Morgen jedoch“— ſo erzählte der Sohn der Mutter—„am anderen Morgen fluchte keiner mehr. Die Stadt war über Nacht in ein Trümmerfeld verwandelt. Ein Erdbeben hatte ganze Häuſerreihen mit kerngeſunden Grundmauern wie ein Brett geknickt. Wir wa⸗ ren die erſien, die Glſe bracht“““ Wie ein Brett geknickt?— Hſabell brauchte nicht erſt zu fragen. Das war in jener Nacht geweſen, da ſie gerufen wurde, ohne Antwort zu wiſſen. Im Eilzugsabteil, mir ſchräg gegenüber, ſitzt ein deutſches Menſchenkind, das den Arbeits⸗ dienſt hinter ſich hat: gehärtet in Froſt, gehäm⸗ mert von Sonnen. Die Erzgießer bekommen zu tun. Und ſie bekommen wieder Modelle; nein, nicht Modelle: lebende Exempel deſſen, was ſchön iſt, weil es ſich nicht ſchont. Es wächſt ein neues Geſchlecht heran, von anderm Gepräge als dem der weiland„höheren Töchter“, mit denen wir noch Tennis geſpielt.— Sie waren nicht alle bleichſüchtig, nein. Es waren Reiterin⸗ nen darunter, Schwimmerinnen, Amazonen. Und es gab außer höheren Töchtern ja auch den Typus, den wir gewählt. Aber der wird nun Volksgepräge. Etwas vom Magdtum wird wieder wahr; freilich nicht das minnige, das verſonnene der Legenden, ſondern das der⸗ bere junger Menſchen, die ihren Mann ſtehen mit ſteiler Bruſt, harten Händen und offenen Augen. Wieder haben ſie den Mut, Mutter zu werden, dem beſten Kerl ſich anzuvertrauen, dem in ſeinem Arbeitsdienſtrock nicht anzuſehen iſt, ob er promoviert hat und penſionsberech⸗ tigt iſt. 4 Vor Baſel— in ſchon ſinkender Nacht— hält der Zug auf offener Strecke, harrt auf Einfahrt. Einſam vor himmelhohem Gewölk dämmert ein Hof, ein letztes Haus. Ein SA⸗Mann holt ſo⸗ eben abendlich die Flagge ein. Im Widerſchein der Lichter leuchtend, ſteigt das ſtolze Tuch vom Maſt. Ich grüße es, da ich Deutſchland verlaſſe. Die Waggons der Paris⸗Eſt ſind lindgrün lackiert. Ein Mann, der auch in Baſel umſteigt, will nicht glauben, daß dies mollige Coupe wirklich III. Klaſſe ſei. Es erſcheint ihm, wenn nicht zu vornehm, ſo doch zu mondän. Uebrigens entdecke ich ein durchſichtiges In⸗ ſekt, hauchzart geflügelt, von genau der gleichen Farbe, in wunderlicher Mimikry dem Lindgrün des Wagens angepaßt. Als wolle es ſagen, auch die Nuance, ſelbſt die verwöhnte, ſei am Ende noch Natur. Dies Wiſſen nehme ich denn vorweg. x Auf dem Bahnhof ſingt eine Schwyzer Trach⸗ tengruppe. Sennen. Sie kommen von Paris. Auf der Weltausſtellung hat man ihre Lieder gehört. Die wiederholen ſie nun gratis. Sie hatten„succes“; man merkt es noch. Sie wiſſen — ähnlich wie unſere Aelpler diesſeits der poli⸗ tiſchen Grenze— was„zieht“, was zündet. So ſingen ſie nicht eigentlich: ſie produzieren ihren Sang(ſie reproduzieren ihren Sang), ihr Volkstum, ihre Schweizertracht, das Wams, das Sennechappeli, ihr biederes, unverfälſchtes Woſen. Die Umgebung, gelangweilt, nimmt kaum Notiz. Nur einer lächelt überzeugt, der Mann in Zivil: der Dirigent. Dann rollt der Zug. Im Laufgang Juden, Jüdinnen. Männer mit gefärbten Brillen, grauen Geſichtern, gall⸗ gelben Augen.— Hand im Hoſenſack, tun ſie intim mit dieſen Weibern, die tuen als ſeien ſie Pariſerinnen. Parfüm und Schminke ſcheinen echt, vielleicht ſogar die Toiletten. Es fehlt nur an Charme. Und die Sprache iſt ordinär. Ein fatales Füngelchen vergnügt ſich damit, ein dut⸗ zendmal den Korridor entlang zu flegeln. Hut ſchief hinten, eine Tolle in der Stirn, als komme er eben vom Lotterbett, Mantel läſſig um die Schultern, lümmelt er an mir vorbei. Es könnte ein„deutſcher Emigrant“ ſein. Es kann genau ſo gut ein„Franzoſe“, ein„Pole“ oder „Tſcheche“ ſein. Unleſerlich ſind dieſe Wimpern. (Vielleicht die Wimpern eines„Weibes“?) Der Mund iſt ein verwöhnter Mund. Die Friſur wirkt unſolide. Alles iſt weichlich, welk und müde. Mit rückſichtsloſer Impertinenz nimmt er ſich die Fenſterbreite. Einen Augenblick macht es den Eindruck, als ſuche er Händel. Aber nein, es iſt nur„natürlicher“ Mangel an Anſtand, „normale“ Unerzogenheit. x Im halbverdunkelten Abteil rekelt ſich Ju⸗ gend, polyglott, wie wir ſie von Holland kennen. Die Nationalität iſt auch da nicht auszumachen. Platinblond, meduſenhaft in wilden Locken, mit fleiſchiger, aber witternder Nüſter lehnt ein Flapper in den Polſtern, jung noch, Nägel biber⸗ rot lackiert, blaue Schatten unterm Auge. Sie hat die Bluſe aufgeknöpft. Ein laulicher Hauch von Zigarettenrauch und Düften ſchwelt durch die Tür. Das Hablblicht erhöht die boheme Stimmung. Jugend. Man möchte nicht ſagen, verlottert, aber ſo eingeſpielt verſpielt, ſo Jeunesse dorée ohne letzte Illuſionen, ſo laulich läſſig, wie man ſie lange nicht geſehen.— Sie ſchieben die Tür zu, löſchen das Licht. E2 Im Nebenabteil hockt ein Jude, dem man ſchon begegnet iſt. Die Lippen ſcheinen Neger⸗ lippen, das Auge, ein unglückliches Auge, ver⸗ birgt ſich hinter goldner Brille. Die Stirne lügt ſich wiſſenſchaftlich; aber das tut nur die Friſur. Der Reſt iſt rohe Brutalität. Lebrig braun iſt das Geſicht. Hände, ſchrecklich rohe Hände, hal⸗ ten ein ſchreiend buntes Buch, eines der ſen⸗ ſationellen Bücher, wie ſie der Bahnhofsbuch⸗ handel liebt. * Die Staatenkarte des Waggons zeigt Frank⸗ reich, zwiſchen Glas und Rahmen. Die Nation, Von Rich urd Euringer auch die Grande Nation, hat ihren Staat als Blickfeld vor ſich. Was nicht in dieſen Rahmen paßt— der Reſt der Welt— verſteht ſich am Rande. So ſcheint das zu ſein. Es ſtimmt aber nicht. Zürich belehrt uns eines andern: Kleiner lustgorten im Kensington Pola ce London linier der Grenze Der unbewegliche Erdglobus im Landes⸗ muſeum(mit dem Wappen des St. Gallener Abtes Bernhard Müller— 1595) kehrt dem Be⸗ trachter für alle Zeit Syrien— Paläſtina zu. 2 Der Buchhandel bietet dasſelbe Bild wie vor⸗ dem in Danzig und geſtern in Holland: wahl⸗ los gehäuft die Novitäten mit Ausſchluß deſſen, Aufnahme: Dr. Kicherer was boykottiert bleibt. Dazu einheitlich ols Kamellen, die wir außer Kurs geſetzt, Unrat der Entrümpelung, den wir abgeſchoben haben. Welch ein Altkleiderhandel abgetragener„gei⸗ ſtiger“ Moden! Es iſt nicht zu glauben. Ein paar Buchhändler übrigens machen ſichtlich nicht mehr mit. Auch erklärt man mir, furchige Schweizer ſtünden dem ganzen Rummel fern. Sie kauften das Zeug von jeher nicht. Man ſpekuliert damit auf Fremde. Es handle ſich lediglich um den Rappen, den man dran zu verdienen hofft. Wer aus Deutſchland ins Aus⸗ land kommt, kaufe ſich da vielleicht die„Werke“, die dort nicht mehr zu haben ſind.— Wie in Amſterdam hält auch hier mir ein Straßen⸗ händler Vickh Baum unter die Naſe! Aus⸗ gerechnet Vickh Baum! Ausgerechnet als neue⸗ ſten Schrei den Schmus, der zu Greſzinskys und Iſidors Zeit in der Illuſtrierten geſtandenl Welch eine Frechheit! Aber die Dummen werden nicht alle. . Im Film läuft—... tatſächlich auch Vickh Baum! Als gäbe es ſonſt nichts auf der Welt. Ich ſtudiere die Proſpekte, die Anzeigen, die Theaterhefte. Lauter„gute“ alte Namen! Es hat etwas Geſpenſtiges, etwas traurig Komi⸗ ſches. Ein verſunkenes Jahrzehnt ſpukt hier nach als Totentanz. Namen zu nennen hat keinen Sinn mehr. X Auffällt mir in Zürich wie anderwärts die Schaufenſtervorliebe für das Buch eines annoch deutſchen Autors, der etwas gar zu„ſtill im Lande“ die„Ewigkeit“ gegen die„Zeit“ ver⸗ teidigt, nämlich gegen die Partei. Erſtaunlich bevorzugt figuriert ſein jüngſtes Buch unter lauter Emigranten. Nachts, im Blick auf die blinzende Stadt mit ihren wimmelnden Uferlichtchen, bin ich Gaſt bei denkenden Menſchen. Die Sterne hören das Geſpräch, ein ſpätes, ſchließlich ſchweigendes, in das nur noch der Nachtwind geiſtert. Etwas Ungeſagtes klang aus allen ihren Worten wie Ahnung eines Untergangs, Angſt vor der kom⸗ menden Kataſtrophe, nein, vor der bereits voll⸗ zogenen, vor der man nur noch die Augen ver⸗ ſchließt. „Mir geht das Geſicht nach“, ſagt die Frau, „dieſes rätſelhafte Geſicht vieler Geſichter“— im Landesmuſeum, die ſo ineinander gleiten, daß immer wieder das gleiche Geſicht ſich aus drei Augen zuſammenſetzt, deren eines dem erſten Kopf deren andres dem nächſten gehört. Sie meint die Misericordia von einem Chor⸗ geſtühl der Oſtſchweiz. Rings wie um ein Kapitell läuft es, beinah wie im Filmſtreifen. Die Mutier des Kaisers Am 2. Februar 1936 waren es hundert Jahre, daß Napoleons Mutter Letizia Bonaparte ge⸗ ſtorben iſt(die ihren Sohn um fünfzehn Jahre überlebt hat). Als Napoleon Kaiſer geworden war, tadelte er einmal„Madame Mere“— ſo lautete ihr of⸗ fizieller Titel— wegen ihres geringen Aufwan⸗ des, der ihrer Stellung als Kaiſerin⸗Mutter nicht entſpreche. Ihre Antwort, für den Sohn verletzend, aber bezeichnend für den geſunden Menſchenverſtand der alten Frau, war:„Pourvu que cela dure(wenn es nur dauert)!“ Die damals 65jährige Frau Letizia pflegte dieſem ihr offenbar öfters geſprochenen Wort hinzuzufügen: ſie ſpare Geld für die Zeit, wo ihre Söhne, die Könige, zu ihr kommen wür⸗ den, um ſie, wie in alten Tagen, um Brot zu bitten. Eine Schaſz-Sammlung Von Ludwig Fin ckh Morgen bringt jedes ein Stück aus ſeinem Ahnenſchatz mit! hatte der Lehrer geboten. Und nun rückten ſie an. Alle hatten ſie etwas beizuſteuern. Der eine ein Lichtbild, der andere ein Schattenbild, der dritte einen Scheren⸗ ſchnitt. Der Heiner Friſchwachs brachte ein rich⸗ tiges kleines Oelbild. Die Mädchen trugen Körbchen. Da war eine Lichtputzſchere vom Großvater, ſeine Kielfeder, ſein Feuerzeug, ſeine Schnupftabakdoſe,— aber auch Locken von Kin⸗ „dern, eine ſilberne Broſche, deren Deckel man öffnen konnte,— ein„Medaillon“ hatten die älteren es genannt,— um darin das farbige Bruſtbild einer jungen Frau zu erblicken: der Urahne. Der Rainer brachte Urkunden. Mit eigener Handſchrift hatte der Urgroßvater da ſeinen letzten Willen und Segen aufgeſchrieben, und man ſah, daß die Menſchen damals ſauber, klar, einfach und deutlich ſchrieben. „Auch die Handſchriften gehören geſammelt in der Familie,“ ſagte der Lehrer,„und es gibt dann eine Handſchrift⸗Ahnentafel,.“— daraus ſieht man die vererbte Aehnlichkeit der Hand⸗ ſchriften. Der Richard trug ein Buch,— Stammbuch hieß er es,— darin hatten eine große Anzahl Freunde und Freundinnen ſeines Großvaters als junge Menſchen ſich eingeſchrieben, meiſt mit liebevollen Verſen. Manche hatten Bilder dazu gemalt oder eingeklebt, aus einer ganz an⸗ deren Zeit, dem„Biedermaier“, ſagte der Lehrer. Damals muß es noch gemütlich hergegangen ſein auf der Welt; und die Menſchen hatten noch Zeit. Poſtkutſchenzeit,— nicht Luftſchiff⸗ zeit! Es waren Poſtkutſchenmenſchen, unſere Großeltern; ſie hatten noch nicht mit Kraft⸗ wagen, Funkwellen und mit einer ſo feindſeli⸗ gen Welt zu ringen wie wir.— Aber wir lie⸗ ben ſie und ehren ſie. Die Sofie brachte ein Buch mit lauter Licht⸗ bildern,„ein Album“ nannte man es,— da waren alle ihre Verwandten eingeſteckt. „Seht“, ſagte der Lehrer,„ſo machte man es früher. Wahllos, regellos, planlos ſammelte man alles durcheinander. Es ſteht nicht einmal darauf, wer es iſt.— Heute bringen wir Ord⸗ nung herein! Ich will euch zeigen, wie man heute ſammelt.— Ich habe da meine Familie aufgenommen in ein Bildbuch. Da ſind meine Großeltern, und ich habe auf ein beſonderes Blatt geſchrieben, wer ſie ſind. Das nächſte Blat bringt die Brüder meines Großvaters— er hatte drei Brüder,— das dritte die Geſchwi⸗ ſter meiner Großmutter. Ihr ſeht da ſchon einige Aehnlichkeiten. Blatt 4: die Kinder der Großeltern, darunter mein Vater als Knabe. Blatt 5: meine Eltern, in allen Altern. Ich will gleich ſagen: das iſt das Heft der Vater⸗ ſeite. Ein 2. Heft enthält die Bilder meiner mütterlichen Seite.— Wir können ſo auch eine einzige Tafel zuſammenſtellen, eine Bildahnen⸗ tafel, auf der man alle Verwandtſchaftszüge feſtſtellen kann.— Blatt 6: Die Kinder meiner Eltern, darunter ich. Blatt 7: meine eigenſte Familie, mein Zweiglein, meine Frau und meine Kinder.— Auch von meiner Frau Seite habe ich ſo ein Buch angelegt. Da ſeht her.“— „Und da könnt ihr auch Bilder von meinem Bruder ſehen, dem Erwin.— Wer iſt das?“ „Das ſind Sie, Herr Lehrer!“ „O nein,— das iſt mein Bruder!— Wir ſind Zwillinge. Er iſt aber auch Lehrer, weit weg, in Oldenburg,— und wir ſehen uns ſo gleich, daß wir mit einander ausgetauſcht wer⸗ den können. Wir ſind wie aus einem Ei ge⸗ ſchlupft, ſagt man.— Und wir ſind auch gleich. Wir tun oft dasſelbe zur gleichen Zeit, auch wenn wir fern von einander ſind. Und wenn einer krank wird, ſo wirds der andere auch. Wir haben dasſelbe Schickſal, wir ſind eigent⸗ lich zuſammen nur ein Menſch. „Je!“, ſagten die Kinder und ſahen ihren Lehrer von unten bis oben an. „Ganz bin ich ſchon!“ lachte der Lehrer hell⸗ auf,„ich bin nirgends verriſſen!— Und ich ſtell meinen Mann. Aber mit dem Erwin zu⸗ ſammen bin ich noch mehr.— Nicht alle Zwil⸗ linge ſind ſo. Andere, namentlich die Zwil⸗ lingspärchen, ſind ſo verſchieden wie Bruder und Schweſter. Aber bei uns iſt es ſo. Und ich glaube, daß jetzt in dieſer Stunde mein Bru⸗ der in Oldenburg ſeinen Kindern in der Schule genau dasſelbe vorträgt wie ich euch. Das ſind merkwürdige Sachen.“ „Herr Lehrer!“, rief die Margarete Vogel⸗ weyd,„wir wollen Ihrem Bruder einen Brief ſchreiben und ihn fragen!“ „Ja“, ſagte der Lehrer,„an den Erwin Hel⸗ auf in Oldenburg.— Wir treiben heute Fami⸗ lienkunde; wir leben im Ahnenhaus. Was tuß Du? Dein Bruder Otto.“ „Ich werde euch die Antwort vorleſen.“ Wenn ein Mondſt 4 Fechtmei Zeie Eelbſtgeſpräch Gibt es aber merk Zeich Das ſud Mit der Heimk Reich ſind auch bisher im„2 .C..“ organiſi⸗ Schachbund gekon Gilg, der vor kur Elſter Dritter u meiſterſchaft von Die„Deutſchen organ, bemerken „Ihr ſeid jetzt; u den Sudeten ort gilt auch fü Ze enich em hiſtoriſcher ihre ſudetendeutſe erzlich im nunn Schachbund es Führers hat mer die Sehnſuc Alle Deutſchen u Gemeinſchaft, ein ſtrebend. Dafür und ſeinen treuen Raſche 1860 Sud eutſchen Scha wird zu einer Le größere Wettbew werden die Kam eler fördern im chen Länderman Unſere heuti Weißer, Außt bekannten Probl In der ſiürze liegt die Würze/ nan einheitli ſetzt, Unrat ben haben. 0 Aben 10 Man weiß ja, was ſo ſeltſame Wörter wie Wie wenig Raum doch eine„Küme“(Kürzel⸗ und als„Küme“ leſen wir an Stelle dieſer 7 DiN oder AOK oder BGB bedeuten. Die Ab. Meldung) einnimmt, die beſagt: Meldung knapp und ſachlich: a— 0 3 9 1„Jeruſalem 2 PA in Oel“ 4 unſerer Zeit, in vielen Lebensjahren gewöhnten ievi ievi 1 r* wir uns an dies begueme, leichte Gewürz der Und der geſchulte Leſer würde doch ſofort Welcher Raum, wieviel Zeit, wieviel Papier Schnelligkeit, und es gefällt uns entziffern:„Jeruſalem. Die Spannung zwi⸗ und Druckerſchwärze könnten alſo geſpart wer⸗ de. Es handle ſchen den Arabern und den jüdiſchen Einwoh⸗ den! Dort und hier: Gewiß, es gibt Einwände! Und der Sprach⸗ nern hat ſich trotz all igli Befriedungs⸗ dran tz aller engliſchen Befriedung land ins 4 verlotterung wird niemand das lauch noch ſo verſuche weſentlich verſchärft. Die vergangene Amier o00 Spur o ht die„Werle“ gekürzte) Worte reden wollen. Von mw(machen Nacht hat wiederum zu politiſchen Attentaten Denn dieſe Tatſache würde ſonſt ſo zu leſen nd. Wie in wir) und jwd(janz weit draußen) und knif auf die berühmte Oelleitung geführt, wobei auf ſein:„Neuyork. Eine eigene Kabelnachricht mel⸗ ein Straßen⸗(kommt nicht in Frage) und ähnlichen Ver⸗ ſeiten der Araber ſowohl als auch der jüdiſchen det, daß eine Bande von Kidnappern in der ver⸗ Naſe! Aus⸗ ſchrobenheiten wollen wir alſo abſehen. Sie Terroriſten zwei Todesopfer zu verzeichnen gangenen Nacht die Tochter des reichſten Man⸗ chnet als neue⸗ gehörten einer Zeit an, die den Begriff Schnel⸗ waren. Die zuſtändige britiſche Militärbehörde nes der Stadt entführte. Als Löſegeld verlangte u Greſzinstys ligkeit mit Tempo verwechſelte, und die mit hat radiotelegrafiſch Truppenverſtärkungen an⸗ die Verbrecherbande in einem durch Boten rten geſtandenl dem Wort um ſo eiliger war, je weniger ſie gefordert“!!! brachten Schreiben den Betrag von 20 000 Do — durch Taten handeln durfte. Aber verlaſſen wir das Gefilde der Außen⸗ lars. Die Polizei hat fieberhaft die Nachfor⸗ wg, wie geſagt, von ſolchen Kürzeln wollen politik. Sehen wir lieber nach, wie die Wetter⸗ ſchungen begonnen, die allerdings bisher noch ht alle. 4 4 wir gerne abſehen. Knif, ſie kommen nicht in ausſichten für unſer nächſtes Wochenende ſind? zu keinerlei Ergebnis geführt haben“.. Frage. 8 Triumph der„Küme“, der„Kürzel⸗Meldung“, Aber wir fahren natürlich im b⸗Zug, wir Adofu die wir ſchleunigſt zum Pkb anmelden wollen. ö v Seeſchi„ Wir§ 2 1 Schlafwandlers Pech über den Kanal, wo es ſich mit dem wieder über Wenn ſie die geneigte Zuſtimmung des Leſers wbenm ein Mondſuchiger zu ſpnt nach Hauſe rcommt.. Nachrichten aus USA, und(falls wir krant oder Island entſtehenden Tief vereinigen wird. Da findet. Zählen Sie zuſammen, überzeugen Sie Anzeigen, die Zeichnung von Wil-⸗dane(Scherl⸗M.) fonſt mediziniſch irgendwie belaſtet ſind) die gleichzeitig eine nordſüdlich verlaufende Tief⸗ ſich. Mehr als vierzig Zeilen ließen ſich in kaum e Namen! Es Sätze der AdGs oder PREu6d. druckrinne uns zur Zeit von der aus Oſt⸗ drei hier wiedergeben. traurig Komi · und wer von uns ſpräche in ſeiner alltäglich⸗ europa hereinſtrömenden kontinentalen Warm⸗ Wie geſagt, prüfen Sie ſelber, mit all der nt ſpukt hier tägliche* 9 Nen 1 in Schnel n luft abriegelt, iſt für die nächſten Tage bei kaum Zeit, die meine„Küme“ Ihnen geſpart haben. —350 h 7 05* 0 em iſich die anſteigenden Temperaturen mit unverminderter Noch iſt mein Vorſchlag nicht vollkommen, noch erila⸗Paketf chiff⸗ Kügle zu rechnen, falls ein neues, über Finn⸗ mangelt er der Syſtematik. Verbeſſerungen ſind fahrts⸗Geſellf chafl?“(Wer weiß überhaupt, land bemerkbares Hoch bis dahin nicht die Oſt⸗ möglich. Vorſchläge werden geprüft. Zuſchriften lich auch viay! E er Welt. zinn mehr. nderwärts die 1 was Palete da zu ſchiffen haben?) Sagt viel⸗ ſee überſchreitet.. empfängt die Redaktion.. heeines annoch leicht jemand ſchön ausführlich„Allgemeine r zu„ſtill im Ortskrankenkaſſe“,„Deutſche Gebühren⸗Ord⸗ „ 4 35 35 L ie„Zeit“ ver⸗ 9 nung“,„Preußiſche Gebühren⸗Ordnung“,„Bür⸗ 9 0 L 2 ei. Erſtaunlich gerliches Geſetzbuch“? Reden wir von den 11 II 1 ge 1S8 E 11“ ei s Buch unter„United States of America“? Pferdekräfte? Deut⸗ ſches Reichspatent? Deutſches Reichs⸗Gebrauchs⸗ 0 Magiſches Gitter Die Buchſtaben: nde Stadt mit 8 Muſter? 4 4 Die Buchſtaben aaaaacccceeffh a a A bedd d ffg 2 2 bin ich Gaſt 3 de, erne hören das wir familiär für unſeren Chef, die Firma, die + 2 hweigendes, in Abteilungen und die diverſen Reichsverbände J ſind ſo in die einzelnen Felder einzuſetzen, daß eiſtert. Etwas anwenden... 4182 3 10 die waagerechte Reihe den höchſten Berg von n Worten wie Nein, nein! Wir ſparen Zungenkräfte und Großdeutſchland und die ſenkrechten Reihen fol⸗ t vor der kom⸗ Schreibmaterialien! gendes ergeben: 1. Polniſcher Hafen an der Dan⸗ er bereits voll⸗ Aber wir ſparen vielleicht noch nicht genug. Jziger Bucht, 2. belgiſches Seebad, 3. en ie Angen Sparen noch nicht ſo viel wir könnten? zwiſchen Schleſien und Böhmen, 4. Rheinfel en, Ich weiß, wenn ich nun von meiner Zeitung 5) Stadt in der Mandſchurei, 6, Fluß in Jugo⸗ ſagt die Frau, 823———— rede, dann rede ich als ihr emſiger Mitarbeiter flawien, 7. Berg in den Turer-Alben.—* Geſichter“— Zechtmeiſters Nebenbeſchäftigung gewiſſermaßen in eigener Sache. Und ich täte Eigenartig iander gleiten„- aber ſchön ſpitz, Vati!“ das nicht, wenn es nicht eben nötig wäre. Dem Gerät zum Feuerlöſchen zeſicht ſich aus Zeichnung von B. Danere(Scherl⸗ M) Selbſtverſtändlich befleißigt ſich mein Blatt e n eine wie du und ich ebenfalls einer abgekürzten 115 chſten gehört. Da gibt es kleine Buchſtaben für die ängſten der mächtigſten Nachrichtendienſte. Da 3 ir lürzen ſich die Mitarbeiter in Unter⸗ oder Löſungen 1 Filmſtreifen Ueberſchriften zu beſtenfalls ein oder zwei Laut⸗ 3 Auflöſung des Pyramiden⸗Rätſels zeichen zuſammen, falls ſie nicht gar überhaupt 1. E, 2. Ei, 3. Lei, 4. Elli, 5. Iller, 6. Brille, 9 4 bis auf einen kümmerlichen Gedankenſtrich in 7. Braille. Laisers der Mitte ihres Namens verſchwunden ſind.. Auflöſung der„Rätſelhaften Erdkunde“ zohre,„ eei GSmburg, e e zundert Fahre, leßfnhgh kichtig in die Feldet verteilt, von oben und von desloe, Vetſchau, Erlangen, Remſcheid, Karls⸗ Bonaparte ge⸗ Und nur eins hat die Schriftleitung vergeſſen: links bei den gleichen Ziffern gleiche Worte.— ruhe, Allenſtein, Schandau, Schweinfurt, Eiſe⸗ ünfzehn Jahre Die einzelne Meldung ſelbſt zu kürzen! Bedentung der Worte: 1. Götterſiz, 2. Bühnen⸗ nach, Lauenburg.— Hannover, Kaſſel. Dabei gäbe es da ſo viele Möglichkeiten.. mitglied, 3. Flüſſigkeitsbehälter. e ar, tadelte Sehen Sie, wenn Sie mir wirklich noch bis uſtofung ber Srumuſgabe kuf 1 3 zu dieſem entſcheidenden Punkt meiner wich⸗ Geobzafiſches Zammrütfel fcht fe V ngen Aufwan⸗ 1 5 90• Fufe, jagen, 5 San e pat nun aiſerin⸗Mutter„Moskau 10 28 sib 490.. ittelhand ſieben Herz von unten und Pik 7, für den Sohn„So ſage ich. Was ſagt die Preſſe in bisher 8, 9, ſo ſticht er die Kreuzkarte mit dem Herz den geſunden üblicher Weiſe?—„Wie uns gemeldet wird, Buben— Hinterhand muß die Zehn bedienen, war:„Pourvu hat das Moskauer Sondergericht in ſeiner letz⸗— mindeſtens 12 Augen, Mittelhand ſpielt nun iert)!“ ten Sitzung ſämtliche 518 Angeklagte des Hoch⸗ die Herz 10, und Vorhand ſticht mit dem Karo 171 verrates und der Konſpiration mit der Trotzki⸗ Buben das Herz As ab⸗23 Augen; wenn er Letizia pflegte. 3 11 d 7 jetzt den Spieler mit Kreuz wieder ins Spiel rochenen Wort in Mexiko für ſchuldig gefun 3n. 43 bringt, muß dieſer felbſt Karo anziehen, und die Zeit, wo Rerſonen warden zur Berbannung nach Sibi⸗ die Karo 10 wird ihm herausgeſchnitten, das kommen wür⸗ ibt es aber merkwürdige Geſchöͤpfe auf dieſer Welt! rien verurteilt, gegen 28 Angeklagte wurde das + ibt mit dem Herz König 25 Augen, zu⸗ „um Brot ju Zeichnung von W. Schröder(Scherl⸗M.) Todesurteil ausgeſprochen“.—— 60¹ ie Lö Ihr Schöpſe ſeid doch gar zu dumm, Die Löſer Was murkſt denn ihr da lange rum? 17] 4 T e(Aus dem„Lachſchach“ von Paul Schellenberg) 5 hat 100 15 Leeſung ſh 49 s wer' ich mich da groß erſcht blagen: EFin ckh Erfreuen tut es jedermann,— 70 i 1* ottizielie Mittellungen des Sadischen Sohu die Sue ſhenenz nn Schachverbandes im GS8. Bezirk Mannheim Als man's gedacht und man's zehofft. Löſungen Der eine ſpricht gar forſch und ſtramm: Ein beliebtes Thema: K. Urſprung. uder!— Wir Sonntag, 23. Oktober. 0„Ich löfe Raich——— Weiß: Kg2, Da6, Toi, 25, 525 Siz, is,— 5— ) Lehrer, weit— Doch denkt ihr wohl, er kann's? Ja, Kuchen! Schwarz: kaeb, De?, Te7, h7, Los, d5, Sdö, Ba7, 1 uns Das ſudelendeulſche Schach Wertſchätzung. Reben erſtklaſſigen Komponiſten Die Löſung tut er heut noch ſuchen. ba, b4, c7, h5. 46 in 2 Zügen. wie Dr. Michalitſchke, Chmellarz, Thierfelder Ein andrer nimmt das Brett zur Hand getauſcht wer⸗ Mit der Heimkehr der Sudetendeutſchen zum und Dr. Schindl tand in d 1. b7—5881 einem Ei ge. Reich ſind auch recht lüchtige Schachſpieler, die ei eration der Modernenn Lelen Juhren. und ordnet der Figuren Sand, nd auch aleuiſchen Schoch bend der(modernen, Selbſt in den Dann fängt er auch zu denken an, Die vielſach zum Vorwurf dienende Umwand⸗ Zei, au 1 einſten Orten findet man hervorragende Pro. Wiewohl ihm das nichts helfen kann; lung des Bauern in einen Springer geſchieht Sorganiſiert waren, zum Großdeutſchen blemkenner oder ſchöpferiſch tätige Freunde des id. Und we Fſhachtund gekommen. Wir erinnern nur an Kunſtſchachs! Dann ſchiebt er klüglich Stein für Stein in einer konſtruktiv recht glücklich behandelten 3 f Und meint:„So findet man's allein, Stellung. Eine Feſſelung ſowie zwei Halb⸗ Nandere auch. ienr—— 5 B So kommt män nur ins Reine und ins Klare“; feſſelungen zeigen dem routinierten Löſer, daß ir ſind eigem⸗ ſterſchaft von— Prag gewann 5 Doch denkt ihr wohl, er fänd' es— i bewahre. hier nur noch eine letzte Kraft auszulöſen iſt. 4 echachbnter⸗ 3— 1 5*— 5 in—5 erwähnten 48• „, F,, Iſt einer, der den Rummel kennt; erfreuen die Varianten 1...., Les(verhinder dſahen ihren gan, bemerken dazu folgendes:,,, ◻ Er ſetzt ſich nicht, er löſt im Steh'n, die Drohung Des matt) 2. d4 matt,.., Tes „Fon ſeid jetzt zu Hauſe, hat Hermann Göring,,, Da kann er's beſſer überſeh'n. 2. Db5 matt, 1...., Df5s 2. d4 matt. u den Sudeiendeufſchen geſagt. Dies ſchöne,, Bei ihm geht alles in der Haſt er Lehrer hell ⸗ ,,, T, 1— Urb gilt 20 für den lleinen des Schach⸗ 4 2. 3. 25 Schnel hat er die Idee erfaßt. 4 3—50 a 3 i Zwei⸗ i n ü 73• Pnen; F. 3,, i e icht alle Zwil. ihre fudetendeutſchen Kameraden und heißen ſie,(5 Da iſt der Vierte doch ein andrer Mann Weiß„enn pas, rat, he hel, àe, Sds, is, Bbs, lich die Zwil⸗ rzlich im nunmehr gemeinſamen Großdeut⸗,,„, Bedächtig faßt er alle Dinge an. e5, 25; Schwarz: Kas, La2, ba, Sg4, Bas, es, eö, 1 wie Bruder ſchen Schachbund willkommen. Die große Tat,,, Er kombinieret hin und her, e7, 15, ha. 4ß in 2 Zügen. es ſo. Und ich s Führers hat das vollendet, was ſchon im⸗,—,, Probieret alles kreuz und quer Direi Fluchtfelder für den ſchwarzen König, de mein Bru⸗ die Sehnſucht des deutſchen Volkes war: 4 ⸗ Und find't er's dann noch immer nicht, viel für einen Zweizüger! Aber drei Batterien in der Sch—— Zaennſamen 88 einer, 4 S 4—1——— e mein zeinem gemeinſamen Ziele zu⸗ 2 Mit einer Miene klug und wichtig: und auch Tdi. Sdz. Die Löſung bereitet bedeu⸗ euch. Das ſin ebend. Dafür danken wir e dem Führer,—, 4, zHier ſteht etwas nicht richtig!“ tende Schwierigkeiten, weil man ſich nicht gerne . And ſeinen treuen Mitarbeitern!. Altreich, 2. nn, ee w Der ffünfte aber wirft ſch in die Bruſt entſchließt, gerade die ausſichtsreichſte Batterie garete Vogel⸗ Sluſche und T,, A, 477 Und ſpricht:„Das Opfern iſt des Schächers umzuorgein. Zudem noch die Verführungen! r einen Brief n Scha E. Hand.* A4 rd zu einer 5 4 Luſt, 1. Da8—24! eiſtungsſteigerung führen. Der Das müßt' ein ſchlechter Schächer ſein, 4 ößere Wettbewerb und die ſchärfere Ausleſe Dem niemals fiel das Opfern ein.“ Gegen die Drohung Des matt gibt es nur n Erwin Hell⸗ en die Kampfkraft der deutſchen Spitzen⸗ Matti 1 Züe Und ſtaunend ſieht's der ganze Troß: ſcheinbar gute Paraden. 1...., Kd5—c4 2. St3— heute Fami⸗ eler und insbeſondere auch der deut⸗ att in zwei Zügen Er opfer! Dame erſt, dann Turm und Roß, es matt; 1...., Kd5—e4 2. Sds—c5 matt! Die ndermannſchaft zugute kommen.“ Bald iſt kein Stein faſt noch zu ſeh'n— Mattbilder ſind ziemlich undurchſichtig und es aus. Was tuß L . nſere heutige Aufgabe wurde von B. Kontrollſtellung: Den Stein vom Anſtoß aber läßt er ſteh'n. wird mehr als ein Problemfreund im letzten ißer, Außig, verfaßt und iſt 1935 in der Weiß: Ka2. Ddz, Tus, Les. Sgi. Bes(6 Steine Der Sechſte endlich pfiſſig lacht Augenblick einer Täuſchung zum Opfer gefallen unten Problemzeitſchrift„Die Schwalbe“ Schwarz: Kas, Ta3s, Lhö, Bis, 32, s0(6 Steinez. Und ſpricht:„Ich habe mirſch ja gleich gedacht, ſein. Andere Varianten leicht. vorleſen.“ in der AneHdO¹ Von Wilhelm von Scholz Die echteſten Muſiker⸗Anekdoten ſind natür⸗ lich die, welche ſich mit einem der Muſik zu⸗ gehörigen Thema befaſſen. Alſo Hans von Bü⸗ low, der einem Poſauniſten zuruft:„Forte!“ und, nachdem der den Ton verſtärkt hat, wie⸗ der mahnend:„Forte! Forte!“ und mit„Forte!“ ſo fort, bis der Poſauniſt, deſſen geblähte Backen faſt geplatzt ſind, erſchöpft ſagt: Lauter könne er nicht blaſen, worauf Bülow freundlich den Kopf ſchüttelt:„Das ſollen Sie ja auch gar nicht! Sie waren von Anfang an auf Fortiſ⸗ ſimo, Sie ſollen Forte blaſen!“ Oder der liebe Kollege, der bei ſeinem Freund Philipp Scharwenka Partituren auf dem Flügel liegen ſieht, ſie anblättert und, als er Wagner findet, mit enttäuſchter Stimme ſagt:„Ach, ich habe immer gedacht, du komponierſt auswen⸗ dig!“ Oder der Dirigent von böhmiſchen Straßen⸗ muſikanten, die in London ſpielen, zu dem eine Engländerin ſpottet:„Sie wollen ſein deutſche Muſikanten und ſpielen ſo falſch?“ Er erwidert: „Und Sie wollen eine Engländerin ſein und hören es?“ Oder ſchließlich dieſe: Die Spieler eines Quartetts waren im Zuſammenſpiel ziemlich beträchtlich auseinander geraten. Einer der Konzertzuhörer fragt freundlich lächelnd ſeinen Nachbarn:„Auf wen ſetzen Sie?“(In welchem Falle der muſikaliſche Kaiſer Franz zu ſeinen Mitſpielern zu ſagen pflegte:„Unter dem Schwippbogen treffen wir uns wieder!“) Die Muſiker ſind aber auch ſonſt wie die Leute vom Theater allgemein witzig. Ihr Witz iſt zwar ſcharf und ſatiriſch, doch ſpürt man faſt immer, daß er aus Köpfen voller Muſik kommt, daß er gemildert und nicht ohne Har⸗ monie iſt. Auch der einfache Wortwitz wird nicht ver⸗ ſchmäht, aber ſo überraſchend angewendet, daß ſelbſt bei Leuten mit kurzer Leitung, bei denen der Groſchen gleich fällt, manchmal eine Tau⸗ ſendſtelſekunde zwiſchen Hören und Lachen ver⸗ geht. Den Kollegen Scharwenkas mit dem bos⸗ haften„Apropos“ fragt jemand mit Verwun⸗ derung: Wie es komme, daß ſich Scharwenka ein Reitpferd gekauft habe, das ſei doch ſeltſam! „Ja, wiſſen Sie“, antwortet der Gefragte, „Komponieren wirft nicht genug ab!“ Ein Klaviermeiſter aus dieſem Kreiſe gab wihrend eines Pariſer Aufenthaltes einzelnen fortgeſchrittenen Schülern und Schülerinnen Klavierunterricht; ſo auch einer Dame, der Be⸗ ſitzerin eines entzückenden bräunlichen Schoß⸗ hündchens, das„Chocolat“ hieß und von dem Meiſter, vielleicht als Huldigung für die Herrin, ſehr verwöhnt wurde, Eines ſchönen Tages ſandte die dankbare Schülerin ihrem verehrten Lehrer den kleinen„Chocolat“ als Geſchenk.— Es waren noch nicht vierzehn Tage vergangen, da wurde„Chocolat“ in einem Körbchen wie⸗ der bei der Spenderin abgegeben. Er trug einen Brief am Halsband, wie man Briefe an Blu⸗ mengaben zu befeſtigen pflegt. Der Brief lautete:„Meine verehrte Gönnerin! Sie haben ſicher noch den Ton meiner überſchwenglichen Freude im Ohr, mit der ich Ihnen für das großmütige Geſchenk des kleinen„Chocolat“, meines Lieblings, dankte. Sie wiſſen, was mir das Hündchen war und iſt— nicht zuletzt etwas, das Ihre gütige Hand geſtreichelt, ge⸗ liebkoſt hat, und das in jedem Augenblick mich an Sie, Gnädigſte, erinnert. Wenn ich trotzdem das Hündchen heute in die Obhut ſeiner ein⸗ MUsiKEn ſtigen, von ihm zärtlich geliebten Herrin zurück⸗ ſende, ſo iſt es nicht nur die Sehnſucht, die ich in ſeinen großen, ſchönen Augen zu ſehen glaube, die mich beſtimmt. Es iſt auch das Be⸗ wußtſein, daß er in Ihrer weiblichen, mütter⸗ lichen Pflege beſſer gedeihen kann als in mei⸗ ner, der ich Junggeſelle bin. Nicht allein Jung⸗ geſelle bin, ſondern, gnädige Frau, auch im vierten Stock wohne!„Chocolat' iſt völlig ſtra⸗ ßenrein und ſchweigt über ſeine Bedürfniſſe ſtets beſcheiden, bis ganz zuletzt. Aber ſelbſt wenn er nicht ſchwiege und ſich einmal meldete — es wäre bei meinen vier Treppen doch zu ſpät, ihn noch rechtzeitig zur Straße zu führen, die geduldig und ohne Störung aufnimmt, was man ihr gibt. So begreifen Sie— doch laſſen Sie mich in meinem Trennungsſchmerz, den ich trotz oder gerade wegen der bitteren Notwendig⸗ keit dieſer Trennung empfinde, ſchweigen. Nur eins noch, meine Verehrte: Taufen Sie ihn um! Nennen Sie ihn ſtatt Chocolat lieber„Cacao'!“ Eins unſerer bekannteſten Quartette gaſtierte einmal in einer kleineren Stadt. Da erhielt es eine außerordentlich lobende Kritik, die von dem Schlußſatz gekrönt wurde:„Möge es der kleinen tapferen Künſtlerſchar durch ihren Fleiß und ihr Talent bald gelingen, ſich zu vergrößern!“ Einem Muſiker zeigt ein Bekannter ein neu⸗ gekauftes Bild, das in koſtbarem Rahmen das Muſikzimmer ziert, und bittet:„Raten Sie mal, was ich für das Bild bezahlt habe!“—„Un⸗ möglich, unmöglich!“ erwidert der Befragte, deſſen ruhige forſchende Blicke nicht von dem Trunk dus der Oellempe— René Deligen indem Ufo-film„Nordlicht“ Gegenſtande der begehrten Schätzung weichen. „Raten Sie!“„Nein, nein! Ich kann es nicht.“ —„Dann will ich es Ihnen ſagen: fünfzig Mark! Nur fünfzig Mark!“ Der Beſitzer er⸗ wartet ſtrahlend eine erſtaunte Aeußerung des Prüfenden. Deſſen Augen hängen noch immer gebannt, wie ungläubig, mitten im Viereck des ſchönen Rahmen, und er ſagt im Tone aufrich⸗ tigſter Bewunderung:„Ja, aber— ſoviel iſt ja das Bild wert!“ Ein großer Hofmann und Theaterintendant, der auch gelegentlich komponierte, hatte ein Streichquartett geſchrieben, das vier ausgezeich⸗ nete Muſiker anläßlich einer Soiree bei Hofe ſpielen ſollten. Bei der Uebernahme der Auf⸗ gabe hatten ſich die Herren ausbedungen, daß der Schöpfer des Quartetts nicht vor der Haupt⸗ probe ihrer Einſtudierung beiwohnen dürfe. Als der witzige ältere Celliſt des Quartetts ein⸗ mal während einer Probe hinausgeht, ſtößt er an der Tür mit dem dahinter lauſchenden Generalintendanten zuſammen und ſagt raſch gefaßt:„Exzellenz, der Lauſcher an der Wand, der hört ſein eigenes Streichquartett!“ „Wann arbeiteſt du eigentlich?“ fragte ein Muſiker einen Kollegen, der als ſehr faul galt. „Wenn ich dich vormittags treffe, lieſt du die Zeitung, wenn ich dich nach dem Mittageſſen treffe, liegſt du auf dem Diwan— ich glaube, du tuſt gar nichts!“—„Ja, weißt du,“ erwidert der andere,„zwiſchen zwei Mahlzeiten arbeite ich nicht gern!“ Der öſterreichiſche Kaiſer Franzl tritt nach Ai. Beendigung des Konzerts zu dem Klavier⸗ virtuoſen, reicht ihm huldvoll die Hand, klopſt ihm auf die Schulter und ſagt:„Liszt hat hier geſpielt, Rubinſtein und viele andere Virtuo⸗ ſen,“— ſchon leuchtet helles Glück auf dem Ge⸗ ſicht des Angeredeten—„aber ſo wie Sie, Herr Bachmaier, hat noch gar keiner beim Spielen geſchwitzt!ꝰ Zu einem ſehr eigenwilligen Muſiker, mit dem nicht gut Kirſchen eſſen war, ſagt ein reicher Mann, nachdem er in irgendeiner Angelegen⸗ heit auf der ganzen hat DD „Mein Lieber, Sie ſind ein Deſpot!“ Bei dem; 3 WortDeſ—pot' paſſiert es dem erregt Sprechen 750 Pinlen 35 den, baß ihm ſein Gebiß herausfliegt.„Daz fürte 11 in Tä nächſte Mal“, meint nun der Muſiker mit mil⸗ Erfolge. dem, ſanftem Ton,„ſagen Sie ſtatt Deſpot lieber Tyrann! Da kann nichts paſſierenl Es überraſchte (Hierzu gibt es eine nicht an die Muſik geknüpft Krzlich das am Variante:„Wo wollen wir unſer Glas Bier ſchiff vor der Ell trinken? Bei Porrſch—?“—„Es heißt doch und ſeinen Sta Pſchorr!“—„Ja, aber mein Gebiß ſitzt ein um einem ſchwe bißchen locker. Wenn ich nicht Porrſch ſagen war durch den würde, flöge es heraus.“! und blieb ſo vor Wenn man die hier wiedererzählten kleinen manches Schiff Geſchichten, die zum Teil 55 zum 4 mußte. laufenden Anekdotengut gehören, ſich in Wirkung der Zuſammenſtellung und in ihret Beobachtungen Gemeinſamkeit betrachtet, ſo wird man den ſie Daß kein deut verbindenden liebenswürdigen muſikaliſch⸗har' fende Funkverbi tung der Seewar lich jeder. Aber nehmungen bedi minonen (Eigene Die Deutſche S neuen umfaſſend tet, der den Schi ſich bei ſchwerem moniſchen Charakter nicht verkennen können, der ſie von den Anekdoten mancher anderen Berufßzs⸗ gruppe deutlich abhebt. hHheinrichs Meiſterleiſtung Aus den deutſchen Vereinskämpfen zu Frankfurt Weiß: Schwarz: Prof. Becker, Wien Heinrich, Mannheim 1. d2—d4, Sg8—f16 2. c2—c4, d7—d6 3. Sg1—13, 27—g6 4. g2—g3, Lis—g7 5. LfI—g2,—0 6.—0, Sbs—cö. Bei der von Schwarz gewählten Zugfolge kann Weiß den in unſerer letztgebrachten Partie Huſſong— Dr. Dyckmans erfolgten Aufbau nicht wählen. Damals ergaben die Züge 1. d4. 86 2. eg, 86 3. Scz3, Lg7 4. el, d6 5. 13 ein ganz anderes Bild in einer im Grunde genom⸗ men gleichen Eröffnung, der Königsindiſchen Verteidigung. Heinrich hat beſonders in Fern⸗ partien darin erhebliche Erfahrungen geſam⸗ melt. So bevorzugt er in unſerem Falle Scö, was dasſelbe droht wie Sd7, aber mit bedeutend eierem Aufbau. Die Möglichkeit ds wird gerne n Kauf genommen und iſt— wie wir ſehen werden— nicht zu überſchätzen. 7. d4—d5, Scö—e5 8. Si3 Ke5, d6 C e5. — t 2 h 1 7 ,, *, 2 8 2278 h b* — e WG—2 Beide Parteien haben acht Züge gemacht. In der ſchwarzen Stellung ſteckt eine große Ver⸗ teidigungskraft. Weiß, unterſtützt durch den vor⸗ teilhaft poſtierten Diagonalläufer, verlegt bald den Schwerpunkt des Kampfes auf die Damen⸗ ſeite, ſtößt aber auf geſchickten Widerſtand. 9. Sb1—c3, LeS—d7 10. Dbi—bs. Es liegt auf der Hand, daß Schwarz aus ſei⸗ nem augenblicklich verbauten Königsläufer et⸗ was machen will. Der Damenzug richtet ſich u. a. gegen Ses nebſt f5, was z. B. bei—14 außerordentlich wirkſam geworden wäre. 10...., Tas—bs 11. Dbs—as, a7—a6 12. b2—bã. Tis—es!(um mit es nebſt Lis auf einmal aktives Gegenſpiel zu beſitzen) 13. Tf1—41, Dds—es. Beginn eines ſehr feinen Gegenſpiels. 14.—c5, Ld7—ha(auf e6 käme jetzt einfach d6) 15. Lg2—hI, h7—5 16. Lel—b2, h5—4. Lediglich ein Ablenkungsmanöver, das weiter keine andere Bedeutung hat, als die Wirkung der weißen Figuren auf den Damenflügel ein⸗ zuſchränken. 17. Sc3— e4, Sföxe4 18. LhiXxe4, DcS—g4 19. Da3—f3. Weiß konnte dem Endſpiel, wenn er wollte, ausweichen durch Lis Ds5, Lel, hat aber offen⸗ bar von ſeiner Damenexpedition genug. 19...., Dg4 cf3 20. e2 K i3(ungünſtig, wie die Fortſetzung zeigt, beſſer Lis und auf e4 La7: ei3:, Le5 fe2:, Tel) b7—b6! Ebenſo kühn wie richtig! 83—24 braucht er natürlich wegen is nie zu fürchten. Gelingt die Linienöffnung, wie es hier den Anſchein hat, ſo iſt Weiß im Nachteil, weil ein weißer Turm infolge der Läuferſtellung auf der erſten Reihe gebunden bleibt. 21. eõ K bö, TbS Kh6 22. a2—3, Tes—ds. „Heinrich war auf der Höhe! Er fürchtet ſich nicht vor der Schwäche o7, weil ihm auf as ein guter Erſatz winkt. 23. Tal—cI, Tds—d7 24. Tol—c5, Tb6—d6 25. Tdi—cl, e7—e6 26. Teö&c7, eõ“d5 27. Te7 Nd7, Lha d7. —+ c d e a h 3. e g,, 1 4 7 . ih, 5 E 4 ,. ,. 2 n Nun hat ſich Heinrich auf as einen ſtarken Freibauern geſichert. Weiß hätte im 25. Zuge das verhüten können, indem er den Läufer— dazu wax gerade noch Zeit— über»eꝛ nach bs ſpielte. Der folgende Zug beweiſt uns, daß der bekannte Wiener Meiſter die ſich jetzt ergebende Stellung überſchätzte: 28. Le4—d3ꝰ 3* Wenn das ginge, war ja alles gut, as an⸗ gegriffen, die offene o⸗Linie vom Türm beſetzt. Heinrich aber kommt durch ein hübſches Ma⸗ növer in entſcheidenden Vorteil. 28...., eßs—e4!(man mißtraue immer ſolchen „Hängeſtellungen“!) 29. Lb2“ g7, e4 K ds 30. L27— h6(oder Les, d5—d4, Ld2 Tes, Tei Tei: und Schwarz wird ohne Widerſtand ſeinen König über c4 eingreifen laſſen!), Td6—e6! 31. g3& h4. Die„Deutſchen Schachblätter“ geben auf die andere Möglichkeit 31. Tat—— exakten Ge⸗ winnweg an, den wir unſeren Schachfreunden nicht vorenthalten wollen: 31...., La4l 32. Td1& d3, Teö—el. 33. Kg1—22, La4—b5 34. Tes, LfI- 35. Kgl, Le2(nicht ſofort Tal wegen ha—ns) 36. Kgz, dd! 37. Te4(am beſten) Lfi— 38. Kai, Td1 39. Tdd:, Lds-E1 40. Kzz, hs-E nebſt III und Td:. 31..., Teö—e2 32. Kg1—g2, Ld7—a4 33. Kg2- f1,—16 34. Lh6—f4, Kz8—f7 35. h2—h3(Weiß kann ſich nicht rühren), Te2—22 36. Kfi—el, Taz- e2-- 37. Kei—fi, Te2—a2(offenbar um Bedenl⸗ eit kurz vor der Kontrolle am 40. Zuge zu 35 38. Kfi—el, K7—e6 39. LI4—d2, TazxA 40. To1—c03, Ta3—a1r 41. Ld2—cI1(auch Tel 143 Tos hätte keine Rettung geboten, weil Schwanz mit La4.-b5—c4 abſchließen kann und ſeinen K⸗ a4 führt), La4—b5 42. KeI—dꝰ27 3 in Fehler, der nichts mehr verdirbt, ſondenn nur den Kampf abkürzt. 5 42.., Tal—a2-— 43. Kd2—dl, chen Lunf merkt man etwas von den ungleichen Läuferß aber im gewinnfördernden Sinne, ehei weil Weiß auf den weißen Feldern wehrlos iſh 44. Kdl—el, Taz—e2-— 45. Kel—fl, Laâ4—b5 4 Kfi—32, ds—d2 47. Lol d2, Teꝛ d2 48. Tcs-ei Ke6—is und Weiß gab auf. Eine Partie, die zu dem Mannheimer Erfolg in den Vereinsmeiſterſchaften weſen lich beitrug! Lileratur —— Hans Hedewigs Nachf., Leipzig Perthesſtraße 10: Eröffnungen in dei modernen Schachpartie von J. Kott und A. Gerſchenkron..20 RM.— Die Vey tiefung und Erweiterung moderner ief erkenntniſſe konnte in dieſem 120 Seiten ſtarlen Büchlein nicht vollſtändig berückſichtigt werden Es fehlt aber nicht eine Ueberſicht in jeder E öffnung und ihrer Hauptabſpiele und Hinw von den Meinungen und Beurteilungen der he kannteſten Meiſter. Die Lehre von den Eriſf nungen iſt in lieyn ſich Revolutionierung he⸗ riffen. Es empfiehlt ſich daher für den Schach reund, vor allem für den Turnierſpieler, die in klarer und überſichtlicher Weiſe erfolgenden Angaben durchzuſehen, mindeſtens das Büchleig als Nachſchlagewerk zu benutzen. Glücklicher weiſe ſind die meiſten Abſpiele bis zum Ueben Ge ins Mittelſpiel fortgeſetzt und eire kun ewertung der Ausſichten angefügt.— Mbeinder Em Von Linz aus Auf dem Marl der große Eri 4 1 Houpischritileltot: Dr, Wllhelm KattstmSnn veront/ orieh ior-Sestaltung und SSsmnholt-cer Bellage„Deutsches Ihen: Helmut Schulz: helde in Mapnheim, schen Reich