5 November 10 derrenner nektrische zukästen ——————— 1 echan IEHAAs 0 1L 90 438—— I Auszugtl 1 3455 1 unem 11— Fernruf Nn Früh⸗Ausgabe A gerlohn; durch die Poſt 2,20 RM.(einſchl. 66,4 115 Ausgabe B erſch. wöchtl. 7mal. N665h 0 durch die Poſt 1,70 RM.(einſchl. 48 r die Zeitung am Erſcheinen Lauch d. b555 Geiwalt)b ve rei Haus monatl eiiungsgebührz zuzugl. 42 Pf. Beſtellgeld. ind., beſteht kein Anſpr. auf Entſchädigung. 5 ag 1. Scnifieitung: Mannheim, B3, 14/15. 32478 35421. Das e, Ausgabe z erſcheint wöchtl. 12mal. W4 Frei Haus monatl. 220 RM. u. 50 W. V* 1 f Poſtzeitungs 10 4 23 Pf. Beſtell⸗ 705 Pf. Träger⸗ 8. Jahrgong MANNHEIM glenkregzbonner o NATGNAIZGILIAITTTCRE im Lextteit 60 Pf.—————— Au Millimeterzeile im meterzeile 4 Pf. füllungsort Mannheim. Nummer 548 Anzeigen: Geſamtauflage: Die 1 e 15 Pf. Die 4geſ abe: 5 Pf. S———— und Die Ageſpaltene M————— im Textteil Usſchließlicher Gerichtsſtand: bhafen a. Rh. 4960. Verlagsort Mannheim.— Einzelverkaufspreis 10 Pfennig. 12geſpalt. Millimeterzeile 1 Die 10% alt. 8. 3 Bie 1595 illi⸗ Zahlun und Er⸗ ———* Woftſcheckonto: 1 Samskag, 26. November 1938 An Milimoch Generalireik in örankreich Sreik auch in kngland und zwar in der Rüſtungsinduſtrie DNB London, 25. Nov. 200 Betriebsangehörige der Rüſtungswerke LEngriſh Steel Corporation“ ſind in Sheffield in den Ausſtand getreten. Der Streik wird von den Gewerkſchaften nicht an⸗ erkannt. Die meiſten Streikenden arbeiteten in den Artilleriewerken des Stahlverbandes. flüllewelle in flmerika 20 Grad unter Null— Bereits 25 Tote Im — Battere- Dynan Spexlal- u. Mares. inbrihte tigſin großer Auswih Honnex l. 1 1. 7 Brelte mn 5 4. 10 Iſchen Dankſagungsfeiertag raftwagen wurden eingeſchneit. Siadt Neuyork wurden allein am Donnerstag⸗ obend 25 2 mäte auf den vereiſten Straßen getötet. heom fliegt mit dem„Storch“ DNB Neuyork, 25. Nov. Schwere Schneeſtürme, aus Kanada kom⸗ end, fegten am Donnerstag über alle Atlan⸗ taaten Amerikas. In den Staaten Neuyork und Reuengland wurde der geſamte Schiffs⸗ und Autoverkehr ſtillgelegt. Die Temperaturen eichten Rekordtiefen von ſechs bis zwanzig ad unter Null. Zahlreiche vom amerikani⸗ zurückkehrenden In der erſonen durch Erfrieren oder Ein Beſuch bei der Luftkriegsſchule DNB Berlin, 25. Nov. Der ſüdafrikaniſche Verteidigungs⸗ und Han⸗ belsminiſter Pirow ſtattete am Freitag der Huftkriegsſchule und der Luftkriegsakademie in N3 hmeberechiigt Is Preisgeficht gerichtes sind eit vom 1. bis von oben Buchstabe) en- genmz · ep- nich · -Ze · zeſ. rdl. geföhres 5. Jahreszeft, Kt, 22. Gomin, 27. Insel im utobahnbau weſen, Gatow einen Beſuch ab. Er wurde von General er Flieger von Stülpnagel, dem Kom⸗ mandeur bberſt Schul z. dem Kommandeur-der Luft⸗ der Luftkriegsakademie, und von Riegsſchule, begrüßt und beſichtigte danach mehrere Unterkünfte der Luftkriegsſchule. Auf em Flugplatz der Luftkriegsſchule fand Mini⸗ er Pirow Gelegenheit, das Fieſeler⸗„Storch“⸗ Flugzeug Fi 156 kennenzulernen Es wurde ihm icht nur mit ſeinen charakteriſtiſchen Eigen⸗ ſchaften: kürzeſter Start, langſamſter Flug, kür⸗ eſte Landung, vorgeführt, ſondern Miniſter Pirow ließ es ſich nicht nehmen, ſelbſt mit dem „Storch“ einen Flug zu machen. Und wieder erſier 5patenſtich Die Reichsautobahn im Sudetenland DNB Berlin, 25. November. Am 1. Dezember 1938 wird der Reichs⸗ im Sudetenland in eierlicher Form begonnen. Der Stellvertreter des Führers, Reichsminiſter Rudolf Heß, wird um 15 Uhr in der nächſten Nähe von Eger den 3 mſen Spatenſtich vollziehen. Der Gauleiter des udetengaues, Konrad Henlein, und der Generalinſpektor für das deutſche Straßen⸗ Dr. Todt, werden anweſend ſein. Vor dem Spatenſtich findet um 12.30 Uhr auf dem Marktplatz in Eger die feierliche Ausgabe der Spaten und Werkzeuge an die Arbeiter der Reichsantobahn durch Generalinſpektor Dr. nfat. firaſtprobe der bewerkſchaſtsbonzen Die Verkehrsmiſtel hilden die Haupisorge der Regierung Ep Paris, 25. Nov.(Drahtmeldg.) Der franzöſiſche allgemeine Gewerkſchaftsbund hat in ſeiner Vorſtandsſitzung vom Freitag den Generalſtreik für ſämtliche Indu⸗ ſtriezweige in ganz Frankreich für den nächſten Mittwoch, den 30. November, be⸗ ſchloſſen. Er will damit gegen die Notverord⸗ nungen proteſtieren. Die Regierung ihrerſeits ſoll die Abſicht haben, daß ſie dieſen Generalſtreik durch Ver⸗ hängung des Belagerungszuſtan⸗ des in ganz Frankreich im Keime erſticken werde. Der Regierung komme es vor allem dar⸗ auf an, daß die öffentlichen Verkehrsmittel, ins⸗ beſondere die Eiſenbahnen und die Verkehrs⸗ einrichtungen in den Grenzſtädten normal wei⸗ ter arbeiten. Daher dürfte die Regierung, wie umlaufende Gerüchte wiſſen wollen, alle Staatsangeſtellten unter Militär⸗ rechtſtellen. Die Angeſtellten würden damit den Militärgeſetzen unterſtehen, und eine Ar⸗ beitsverweigerung werde ein Verfahren auf Grund des Militärſtrafrechtes zur Folge haben. In der Umgebung des Miniſterpräſidenten verlautet jedenfalls, die Regierung werde die energiſchſten Maßnahmen ergreifen. In politiſchen Kreiſen wird die Frage aufge⸗ worfen, ob Miniſterpräſident Daladier die von Daladfek Pant Verhängung des Velagerungszuftaades Eondon ſorgt ſich um Paris/ Ein Hungerdelret Regrins ihm geplante Abſicht der Auflöſung der Kom⸗ muniſtiſchen Partei nunmehr verwirklichen werde. Jedenfalls droht ſich die innere Lage Frankreichs durch die Androhung des Streikbe⸗ ſchluſſes der C. G.., des Franzöſiſchen Allge⸗ meinen Gewerkſchaftsbundes weiter zu verſchär⸗ fen. Der Nationalrat der Giſenbahner hatte bereits am Freitagvormittag den Beſchluß ge⸗ faßt, dem um dieſe Zeit noch nicht bekannten Generalſtreikbeſchluß des allgemeinen Gewerk⸗ ſchaftsbundes Folge zu leiſten. Außerdem hat die ſozialiſtiſche Kammergruppe am Freitag eine Entſchließung angenommen, in der der ſofortige Rücktritt des Mini⸗ ſterpräſidenten gefordert wird. Léon Blum iſt beim Kammerpräſidenten vorſtellig geworden, um ihn zu bitten, Daladier dieſen Antrag der Sozialiſten zu überbringen. In paralenmariſchen Kreiſen verlautet jedoch, daß Herriot es abgelehnt habe, dieſen Schritt zu tun. Ichwerer polniſch⸗ſlowakiſcher Jwiſchenfall Eine Warschauer Delegation verprũgelt/ Bereiis Truppengeplänkel an der Grenze DNB Warſchau, 25. Nov. Am Freitagahend wurde folgendes amtliches Kommuniqué des Warſchauer Außenamtes ver⸗ öffentlicht: „Am 24. November wurde auf die pol⸗ niſche Delegation für den Gemiſchten pol⸗ niſch⸗ſlowakiſchen Grenzberichtigungsausſchuß, die ſich im Kraftwagen zur Begegnung mit der ſlowakiſchen Delegation durch tſchecho⸗ſlowaki⸗ ſches Gebiet begab, ein Ueberfall durch eine Bande unter Mitwirkung von tſchecho⸗ſlowaki⸗ ſchen Behörden und aktivem Militär verübt. Das schaffende Volk treibt Leibesübungen Wäeltbild(M) Ein Ausschnitt aus der festlichen Großzveranstaltung in der Deutschlandhalle, die unter dem Mitto„Schaffendes Volk treibt Leibesübungen“ Bestehen der NSG„Kraft durch Freude“ durchgeführt wurde: Gruppenübungen für Frauen. als Auftakt zu den Feiern zum fünfjährigen Dieſer Ueberfall trug das Merkmal eines wiſ⸗ ſentlich organiſierten Aktes. Zwei Mitglieder der polniſchen Delegation wurden verwundet und die Kraftwagen beſchüdigt. Der Ueberfall fand bei der Ortſchaft Zamki Orarav⸗ kie ſtatt, weit im ſlowakiſchen Gebiet, das nichts mit der durchgeführten Grenzberichtigung Ge⸗ meinſames hat. Da ein ähnlicher Zwiſchenfall ſich bereits am vergangenen Freitag in der Ge⸗ gend von Zcaza ereignet hat, war die polniſche Abordnung gezwungen, nach Feſtſtellung des wiſſentlich ſchlechten Willens der flowakiſchen Behörden die Arbeit abzubrechen. Die polniſche Regierung hat Schritte unternommen, um ſich Genugtuung zu verſchaffen und die Po⸗ len bei der Grenzberichtigung zugeteilten Ge⸗ biete ſicherzuſtellen.“ Im Zuſammenhang mit dieſer amtlichen Mit⸗ teilung des Außenminiſteriums über die Sabo⸗ tage der Arbeiten der Grenzberichtigungskom⸗ miſſion verlautet, daß„zwecks Sicherſtellung der Territorien, die Polen zugeteilt wurden, die polniſche Armee bereits am Freitag mit der Beſetzung dieſer Gebiete begonnen hat. Dieſe Gebiete ſollten am 1. Dezember be⸗ ſetzt werden. „Kurjer Warszawski“ ſchreibt zu den gemeldeten Zwiſchenfällen an der polniſch⸗flo⸗ wakiſchen Grenze, das jetzige Entgegenkomenen gegenüber den Slowaken, das ſeinen Grund in dem Wunſche Polens nach einer möglichſt freundſchaftlichen Geſtaltung des Zuſammen⸗ lebens zwiſchen dem polniſchen und dem ſlowa⸗ kiſchen Volk hat, habe ſich als falſche Maßnahme erwieſen. Der gute Wille und die aufrichtige freundſchaftliche Haltung Polens ſei von den Slowaken nicht verſtanden und abge⸗ wieſen worden. Was geſtern in Zamki Orawskie geſchah, beleidige die geſamte pol⸗ ——— „Zabenkreuzbanner“ Samstag, 26. Hovember niſche Nation. Die polniſche Republik könne nicht geſtatten, daß ihre Beamten, die eine offi⸗ zielle Miſſion verſehen, überfallen, geſchlagen und beleidigt werden. Die Slowalen müßten Polen Genugtuung geben und ver⸗ ſtehen, daß Polen trotz ſeiner Freundſchaft für die flowakiſche Nation ſich eine ſolche Behand⸗ lung nicht gefallen laſſen könne. Die flowakiſche Darſtellung DNB Prag, 25. Nov. Das Propagandaamt der flowakiſchen Regie⸗ rung teilt mit:„Aus Cadca wird uns gemel⸗ det, daß polniſche Truppen in Cierne den Cier⸗ nanka⸗Bach überſchritten und die ganze Ge⸗ meinde beſetzten, obwohl nach dem Abkommen der Grenzfeſtſetzungskommiſſion die Grenze die Streikgoſchichte mißfällt condon Ein Dämpfer auf die Freude üũber die Chamberlain-Reise (Vonunsefem londoner Verffefen f. b. London, 25. November. Die Ankündigung einer deutſch⸗franzöſiſchen Friedenserklärung, zu der ſich der britiſche Pre⸗ mierminiſter ſehr zuſtimmend im Rundfunk äußerte, hat in London großes Aufſehen erregt. Die Regierungspreſſe erklärt, daß dieſes Abkommen zweifellos dazu beitragen würde, die Friedenspolitik Chamberlains im Geiſt von München zu verſtärken. Berichterſtattung über die Unruhen ſehr aus⸗ führlich. In den Ueberſchriften jedoch kommt eindeutig zum Ausdruck, daß die energiſchen Maßnahmen Daladiers gegen die Streikenden in London volle Zuſtimmung finden. Was das Kommuniqus angeht, das nach den Pariſer Beſprechungen herausgegeben wurde, ſo lieſt man hier alles das heraus, was man gerne wahrhaben möchte. Beſonders ſtark ſtellt die Preſſe die Einigung über die Verteidi⸗ gungsfragen heraus und kündigt einen baldigen Der halitioclre Wie ſehr die Verſtändigungspoli Deutſchland dem Willen des franzöſiſe Volles entſpricht, geht aus einer Erkli rung der elfaß⸗lothringiſche Generalräte hervor, die in den do Zeitungen an hervorragender Stelle und entſprechenden Kommentaren veröffentlich niſterpräſidenten der Dank für ſeine Frie densbemühungen in München ausgeſproche und die Hoffnung ausgedrückt, daß ſich zwi ſchen Frankreich und Deutſchland ein freund ſchaftliches und herzliches Verhältnis wickeln möge, das ein für alle mal ein Konflikt unmöglich macht. In einer Sißun wurde. In dieſer Erklärung wird dem Mi— hildkröten in e Erfindun durch den Ciernanka⸗B t word„Beſuch des britiſchen Luftfahrtminiſters in Pa⸗ 4 ihe zte ſpt n Si, vieihen i e, wener Sl wiſprhnme, der hiingen oo ſrer, nis iur in nies Rianzenzefen de. ge, 3 Fenerhl⸗ orhgevvemeseihn e ſiſchen Staatsmänner in Paris haben angeſichts neralſtabschefs der beiden Länder an. Die Be⸗ die Notwendig'eit 3 endgültigen Ven rz oder bun nach Sprcinovec. In der Nacht auf den 25. und am Morgen des 25. November kam es zu einem Geplänkel zwiſchen polniſchen und tſchecho⸗flowakiſchen Truppen. Das Geplüänkel der immer größer werdenden Streikbewegung in Frankreich die Skepſis in der briti⸗ ſchen Oeffentlichkeit nicht zerſtreut. richterſtatter der engliſchen Zeitungen in Paris gehen ſogar ſo weit, wieder von Abmachun⸗ gen über eine große engliſche Expe⸗ nigung der deutſch⸗franzöſiſchen Bezi gen, die nur im Geiſte der Münchener einbarungen verwirklicht werden kö kriechen in Licht der B nen hier am! mehr ein. erůᷣ olen. A—05 i Das Pariſer Treffen wurde durch die Begleit⸗ ditionsarmee auf dem Kontinent zu ſpre⸗ erſcheinungen in der franzöſiſchen Politit und chen und von einem Austauſch der beider⸗ Den Unterzeſchnern des 1 izei ma Handlungsweiſe der polniſchen Truppen wurde Wirtſchaft nach, engliſcher Meinung ſtart ent⸗ ſeitigen Rüſtungspläne. An ſich iſt das alles chen“, ſo erklärte der General,„v. jerigkeiten. der Vorſitende der Regierung, Dr. Tiſo, der wertet. Man hält hier allerdings mit kritiſchen nichts Neues, denn dieſe Auslegungen wurden wir die Erhaltung unſerer Heimat Wit ſtein, Thon Kommentaren über die Zuſtände in dem be⸗ ſchon bei früheren engliſch⸗franzöſiſchen Zuſam⸗ danken ihnen das Leben und die Geſ ufammenge ſoeben in Prag weilt, ſofort informiert. Weiter erfährt das Propagandaamt der flo⸗ watiſchen Regierung, daß über Orava geſtern freundeten Frankreich ſtark zurück. Dafür iſt die menkünften immer wieder vorgebracht. unſerer Kinder, die in den vorderſten Li eingeklemmt zwiſchen Feſtungsgürtel allererſter Linie die Kriegsfurie hätten ſich ergehen laſſen müſſen. Durch de menſchheit endlic en. Ein„Neuigk mit einem Auto die polniſche Grenzfeſtſetzungs⸗ 77 2 kommiſſion eingetroffen iſt. Die Bevölkerung löfenden Akt von München, der nur dun fommen Zweck errichtete auf dem Wege Barikaden und 77 f0 an eine Politik der Verſtändigung möglich war iriegshetze von wollte die Polen nicht einlaſſen. iſt erwieſen worden, daß die Verſtändi liſiert. JFetzt f Im weiteren zeigte ſich die antipolniſche Stim⸗ mung ſo ſtark, daß die Bewohner ſämtliche Fenſter der Autobuſſe zertrümmerten und zwei Rũsiungs · Ausschuß erseizt das Niunitionsministerĩium EP London, 25. November. neuen Gremium bearbeitet werden. Chamber⸗ in allen ihren Teilen die Zukunft b ſchen muß.“ Der General kam dann auch auf die S15 Ehina uſw.,„nu ——— Je vierzig, fi zolen ſogar leicht verletzten. Der polniſchen* 4 WSn 3 5 blieb Mitteilungen über die Zuſammenſetzung des lain erklärte ſich zu dieſer neuen Einrichtung rungsverſuche der Kriegstreiber zu ſprechen, lehen in den 7 als über Cadca gegen Sillein⸗Kralovany und von Miniſterpräſident Chamberlain angekündig⸗ bereit, nachdem die Forderung auf Einrichtung die ihren Anhang ſowohl bei den Komm im Gedudel der Rocomberoe in die Tatra zurückzutehren ten beratenden Ausſchuſſes für die Verteiln eines Munitionsminiſteriums wiederholt im niſten als aber auch auf der äußerſten Rah⸗ it den Tickets. 4 für die ng Unterhaus vorgebracht worden war. Der neue ten hätten. In ſcharfen Worten brandmartt und das Mädch kanz. Fünf Do ertmal tanzen. hſende dritte M ihne Tanz zu X ſen nächſten Tag ichminkt und wiß Jazz, daß ihre l Aber dort,—— Licht dieſer Tan; er— offenſichtlich auf den Straßbut ger Sender anſpielend— die hen brecheriſche Tätigkeit der Emigranten, die vor keinem Mittel zurückſchrecken, um d politiſche Atmoſphäre zu vergiften. Der Widerhall, den dieſe Rede in der zöſiſchen Oeffentlichkeit gefunden hat, he weiſt, ſehr der General mit dieſen Wi ten der Bevölkerung aus dem Herze 3 ſprochen hat. Der Verſtändigungsgeda* un aus einleuchtenden Gründen in Elſaß⸗Le Mit dem Geſicht ringen, deſſen Erde mit dem Blut der lommen ſoller Söhne Deutſchlands und Frankreichs ere gelangwer tränkt iſt, am ſtärkſten. Ihm ſteht auch zm einen leblo fellos der überwiegende Teil der üh nzenden Seid franzöſiſchen Bevölkerung poſitiv gegen mand mit ihr Wenn dies auch bedanerlicherweiſe ni en Sandwich dieſer Form in den Blättern, die das für eine Nac ditionelle Mißtrauen gegenüber Deutſ nd plötzlich n noch nicht fallen zu laſſen vermögen, adt, die bitt Ausdruck kommt, ſo weiß man doch, da„der fure „Mann der Straße“ mit der Verſtän Brot zwiſchen gungspolitik, die auf der Reſpektierun Hochhäuſer von beiderſeitigen Intereſſen aufgebaut iſt, Bettbewerb ſelb verſtanden iſt. Der Führer der franzöſiſchen nen, müde lächel Frontkämpfer, Henry Pichot, ſchrieb ei lauert die mal vor zwei Jahren, daß die„Brücke über die Grenze“ trotz aller Schwierigkeiten un von Rüſtungsaufträgen an die Privatinduſtrie und genauere Angaben über die Anlegung eines „geheimen nationalen Regiſters“ werden nach einer Mitteilung des Verteidi⸗ gungsminiſters Inſkip in den nächſten Tagen. gemacht werden. Inſkip machte dieſe Mitteilung in einer Rede vor dem Verfaſſungsklub in Mancheſter. Der beratende Ausſchuß wird aus Geſchäfts⸗ und Induſtriefachleuten zuſammengeſetzt ſein und die Aufgabe haben, die Aufträge der Re⸗ gierung zweckmäßig zu verteilen. Beſchwerden und Wünſche der Induſtrie werden von dieſem negrin verbietet den peivamandel Alle Erzeugnisse hescilagnahmt/ Hungerwinter droht (ODrohtberlchtonsefes Vertreters in Spanlen) die Verbraucher zu verteilen. Selbſtverſtänd⸗ lich werden hierbei die bei den Kommuniſten und Anarchiſten eingeſchriebenen Arbeiter und Milizen zuerſt berückſichtigt. Was dann noch übrig bleibt, erhält der Reſt der Bevölkerung. Ausſchuß iſt ein Erſatz für dieſes Miniſte⸗ rium. Ueber die Einrichtung der geheimen Stamm⸗ rolle wird der Lordſiegelbewahrer und Miniſter für die zivile Verteidigung, Anderſon, An⸗ fang der nächſten Woche im Unterhaus ſpre⸗ chen. Inſkip ließ ſchon am Freitag erkennen, die Bekanntmachung würde die Nation„an ge⸗ nehm überraſchen“. Es ſeien genügende Informationsquellen über die zur Verfügung ſtehenden Menſchenkräfte vorhanden. Der Grundſatz der Freiwilligkeit ſoll je⸗ doch offenſichtlich bei der„geheimen Stamm⸗ rolle“ gewahrt bleiben. Auch in der Zips liefen die Leute, als ſie von der Haltung der polniſchen Kommiſſion erfuhren, in großen Gruppen zuſammen und wollten die in ſo unbrüderlicher Weiſe gegrci⸗ über der Slowakei vorgehenden Polen inſul⸗ tieren. Nur mit Mühe gelang es den örtlichen Sicherheitsorganen und den Hlinka⸗Garden, die Leute diſzipliniert zu halten und weitere Zwi⸗ ſchenfälle zu verhindern.“ In dieſer von offizieller flowakiſcher Seite ausgegebenen Erklärung wird dana weiter be⸗ hauptet, daß aus dieſen Vorfällen am beſten zu erſehen ſei, was an der Schreibweiſe der polniſchen Preſſe Wahres ſei, wenn ſie in die Welt hinauspoſaune, daß die Vewohner der Zips ueind von Orava den An⸗ ſchluß an Polen herbeiſehnten. Das gerade Gegenteil ſei wahr. Die ſlowakiſche Oravaer und Zipſer Bevöllerung verfolge mit Erbit⸗ terung die Handlungsweiſe der Polen und wolle von einem Anſchluß an Polen über⸗ haupt nichts hören. prag ſche'nt einzulenken Ein ſcharfer polniſcher Proteſt j. b. Prag, 26. Nov.(Eig. Drahtmeldung.) h. d. Salamanka, 26. November. Durch ein neues Dekret der Barcelona⸗Macht⸗ haber wurde mit ſofortiger Wirkung der ge⸗ famte Privathandel unterſagt. Der Wie verlautet hat die polniſche Regierung 3 4 Natürlich wegen des ſlowakiſch⸗polniſchen Grenzzwiſchen⸗„Staat“ iſt alleiniger Käufer. atürlich Die Privatwirtſchaft verſchwindet vollkommen, Mißverſtändniſſe und trotz der verſchiedene von Ma falls bei der Prager Regierung Proteſt erho⸗ ohne Geld. Angebot und Nachfrage fallen die Induſtrien befinden ſich in den Händen Weltanſchauungen geſchlagen werden mülſe keine Ritte ben. Daraufhin hat die Prager Regierung ihre deh. Ausſchliefflich Negrin beſtimmt, wer zu der kommunmiſtiſchen Gangſter⸗ und Fabrikaus⸗ das deutſch⸗franzöſiſche Uebereinkommen ff hart an w Zuſtimmung gegeben, daß die noch von Polen eſſen bekommt und wer hungern muß. ſchüſſe. Millionen von Menſchen, die noch unter zweifellos der erſte Pfeiler dieſer Verſtin iefe ertrink Ein neues Kommiſſariat hat alle Waren, die dem ſowjetſpaniſchen Terror ſtehen, gehen durch digungsbrücke, die beide Völker verbinden mpo davon.— zu beſetzenden Gebiete ſämtliche ſchon am 2. November ſtatt wie vorgeſehen erſt am 1. De⸗ zember beſetzt werden. ——— Irren ist menschlich! Von Wilhelm von Scholz „Nur zwei unter dieſen älteren Gliedern der —— Schule ragen... merklich hervor: Karl Lappe und Joſeph v. Eichendorff.“ Der nicht ganz unbedeutende und um die Mitte des 19. Jahrhunderts viel geleſene Lite⸗ muß, wenn ſich nicht beide Völker wie dieſe brutale Maßnahmen einem furchtba⸗ tragiſche Irrtümer verlieren wollen. im Lande produziert werden, zu beſchlagnah⸗ ren Hungerwinter entgegen. men und nach Gutdünken an den Handel oder IIIiememmeemeeemeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeemeneeeemimmnemamumnumm.. manchmal ſeines ganzen Lebens brauchte, nicht gleich, wenn es vor den Blick tritt, zu erfaſſen vermag. In Harlem, i: lachtleben apok⸗ fller⸗Diller“, de kriller“, das ſind luchtklub„Savoy der Welt“, gſte Straße. n, heißt es i ott, jeder t anze Land den jungen Schiller anläßlich von„Kabale und Liebe“ für nicht viel mehr als einen Literatur⸗ fudler erklärte(mit dem er übrigens ſpäter be⸗ freundet war); daß Opern, die heute in dem Weltſpielplan obenan ſtehen— wie Beethovens „Fidelio', Wagners„Tannhäuſer“, Bizets „Carmen“: eine Reihe, die ſich lange fortſetzen ließe— bei ihrer Feuertaufe durchgefallen ſind; ebenſo wie Glucks„Alceſte“(wobei ein verſtän⸗ diger Zuhörer dem Dummkopf, der mit Spie⸗ Kunſtvereins Hannover hat der Oberbürge ſter für die Stadt wieder umfangreiche Kumſt ankäufe getätigt. Insgeſamt ſind 34 Werke nis Abſchließend kann man ſagen: den Irrtum derſächſiſcher Maler in den Beſitz der begeht der einzelne Urteilende; die nachträgliche Hannover gekommen. die e Geſchſcht eine annes oder Werkes in die Geſchichte 1570 führt, wird von den im Zeitenablauf einander f Eud folgenden verſtehenden Betrachtern geſchaffen, as Karlsbader Kurorcheſter unter Leitung 1 bie ſchließlich in Ueberſicht gebendem Zeitab⸗ Oeneragnuſirdirefieeß Nobert Manzer ngg große Philharmoniſche Konzerte die Höhe rarhiſtoriker A. F. C. Vilmar ſchrieb dieſen ßerbehagen feſtſtellte:„Aleeſte iſt gefallen!, die ſtand ſo etwas wie ein endgültiges Urteil über die Höl Satz ſeiner„Nationalliteratur“ zu einer Zeit, ntwort 55 4. vom Him⸗ ein Werk ſprechen— wie zum Beiſpiel wir jetzt punkte des Kunſtlebens im Egerland wäßren n im Saa 5 men und i. 5 mit mel!“) Daß Heinrich von Kleiſt niemals ein— 71 Wagner. u gan in Pilnle des Wl ſehen cht. Eine don em nantik enſelben Rang⸗ ü i f ühn⸗ h. i chrä i er häufige Unver⸗ gan' wW hen großen Romantiker auf g Stück von ſich auf der Bühne geſehen hat, daß ebrigens beſchränkt ſich der häufige Beim erſten Konzert am 27. November n Nerven. Eit ſtand der Zeitgenoſſen nicht auf die Künſte. Bis⸗ marck erzählte gelegentlich, um ſein eigenes mangelhaftes techniſches Verſtändnis zu erklä⸗ ren, eine Geſchichte über Napoleon, die ihm wieder Metternich erzählt hatte. Metternich hatte ſie ſelbſt in Schönbrunn erlebt, als er im Vorzimmer auf eine Audienz bei dem franzö⸗ ſiſchen Kaiſer wartete. Nachdem man aus dem Gemach Napoleons ſchon einige Zeit laute Stimmen im Disput vernommen hatte, öffnete ſich plötzlich und ruckartig die Tür ins Vorzim⸗ Hebbels ſchönſtes, reinſtes Werk,„Gyges und ſein Ring“, erſt lange, lange nach einem Tode Stimme. einer Berliner Bühne wert ſchien, es zu geben, iſt bekannt und wird gewiß immer wieder ähn⸗ lich vorkommen, ohne daß man es im Augen⸗ blick des Geſchehens gewahr zu werden braucht. Was aber das Beiſpiel Karl Lappe und Jo⸗ ſeph von Eichendorff ſo ſchlagend macht, iſt, daß hier der Zeitgenoſſe auf der einen Seite den großen Dichter Eichendorff ganz richtig erkennt, ſich dagegen über den kleinen täuſcht, der eigent⸗ Karlsbader„Schützenhaus“ ſpielt der Violi virtuoſe Profeſſor Guſtav Havemann als Solt Sinfonien von Haydn, Mozart und Beethopen Bei den folgenden Konzerten am 15. Janug und am 12. Februar werden die Klavierviri ſin Magda Ruſy und Generalmuſildireke Franz Konwitſchny, Operndirektor in Fran furt a.., mitwirken. platz gewieſene Karl Lappe noch lebten. Es gibt wohl kein zweites ſo ſchlagendes Bei⸗ ſpiel für die ungeheuerlichen Irrtumsmöglich⸗ keiten im zeitgenöſſiſchen Kunſturteil. Der wun⸗ dervollſte Dichter der Romantik, der den„Tauge⸗ nichts“ ſchrieb, das Lied„Es ſchienen ſo golden die Sterne“— die Perle der deutſchen Roman⸗ tik!— ſchuf, der ſich ins Herz ſeines Volkes fang und in allen Büchereien des Vaterlandes auf einem Ehrenplatz ſteht, wird von einem an⸗ erkannten Literarhiſtoriker als gleichbedeutend mit einem Manne geſetzt, über den ſich heute lich gar nicht vorhanden iſt und den er für eben. mer und, von Napoleon mit Schimpſworten überhaupt kaum mehr etwas feſtſtellen läßt, deſf⸗ fo'groß hält. Die Verkennung des Genies iſt traktiert, flüchtet ein Mann heraus. Napoleon fen Gebürts⸗ und Todesdatum man gerade noch alſo keineswegs allein die Regel, Das Nichtige, g10 auf Metternich zu, entſchuldigt liebenswür⸗ in ein paar alten Literaturbüchern ſindet; der feinen Modetag nicht überlebende wird unbe⸗ dig die Verzögerung und ſagt:„Dieſer Idiot, ſo völlig vergeſſen iſt, als ob er nie gelebt hätte. denklich neben das in ſeiner Bedeutung richtig den ich da eber, hinausgeworſen habe, ſtahl mir Zeitgenöſſiſche Fehlurteile über Dichter, Phi⸗ erkannte Große geſtellt. Es gibt keine Regel für meine Zeit mit einem ſo blödſinnigen Vor⸗ lofophen, Maler, Muſiker, die ſpäter in der Mei⸗ den Irxtum. Er iſt ſouverän. ſchlage, daß man ihn kaum wiedererzählen kann, nung der Menſchheit auf die erſten Plätze rück⸗ Es iſt nicht unwichtig, ſich einmal darüber ohne ſich lächerlich zu machen. Er behauptet, ten, hat man meiß unter dem Geſichtspunkt zu⸗ klar zu werden, warum ſo oft ſolche Fehlurteile eine Flotte mit meiner Armee auf ſchnellſte ammengeſtellt: wie hat man den großen Mann einzelner kluger Männer wie der das Theater Weiſe nach England überſetzen zu können, wenn in feinen Anfängen oder gar Zeit ſeines Lebens füllenden Menſchenſcharen zuſtande kommen. ich ſeine Erfindung einführte. Raten Sie, wo⸗ verkannt! Wie haben ſich ſelbſt ſehr kluge Leute Sicherlich rührt es daher, daß wir Menſchen zu mit. der ſchnelle Transport der Armee bewerk⸗ über die Genies, die neben ihnen in der Zeit allererſt auf das Zeitnahe(wenn ſie ſo wollen: ſtelligt werden ſollte!“— Und nun überſchrie er ſtanden, getäuſcht! die Mode!) eingeſtellt ſind, dies vor allem ſehen ſich faſt, indem er an ſeine Stirn tippte:„Mit Da ließe ſich daran erinnern, daß ſich der 50 und von ihm angeſprochen werden. Die wahre Hilfe von kochendem Waſſer!! loſoph Lichtenber über den jungen Goethe, bleibende Bedeutung der Werke liegt aber in Wie befangen iſt der Zeitgenoſſe allem Neuen ver ſchon den„Werther⸗ und den 35 ge⸗ dem die Mode überdauernden efent⸗ gegenüber, auch in Wiſſenſchaft und Technik! ſchrieben hatte, f0 grundlegend täuſchte, ihn für lichen, nicht in dem der Mode unterworfenen Der Mann, den Napoleon hinauswarf, war einen mittelmäßigen Stürmer und Dränger zu Kleide, ſondern in dem Menſchen, der es trägt. Robert Fulton, der Erfinder des Dampfſchiffs! halten; daß Philipp Karl Mor i tz, der den be⸗ Auch darf man den Umſtand nicht überſehen, deutenden, noch heute leſenswerten Entwick⸗ daß das Publikum das,—— der Künſtler oft die Entwicklung eines Lebensabſchnittes, ja lurkett in raſen och in die Luft Surtwängler dirigier: burg. Generalmuſildirektor Profeſſor 8. elt Wilhelm Furtwängler wird am 16. Deze ber mit den Wiener Philharmonikern ein Konzei auf Erden 10 Städtiſchen Theater in Preßburg verü alten. London beſuchte den Weihnachtz⸗ mann. Außergewöhnlichen Rundfunkbeſug hatte dieſer Tage das Deutſche Spielzeug⸗ muſeum in Sonneberg in Thüringen: eine Ah⸗ ordnung der Londoner Regional Corporatioh London ſendet am erſten Weihnachtstage große Weihnachtsveranſtaltung mit Weihn muſik, in deren Verlauf auch auf eine Reihe europäiſcher Hauptſtädte umgeſc wird. Aus Berlin wird das Glockengeläu Domes gefunkt. Aus Sonneberg aber ſoll vo Schr den Werkſtätten des Weihnachtsmannes erzähl* werden. Die Aufnahmen dafür wurden je gemacht und in Wachsplatten geſchnitten. zwei wie und ſtehen and könnte Große Kunſtankäufe der Stadt Hannover. Auf der Herbſtausſtellung des lungsroman„Anton Meiſer“ geſchrieben hat, akenkreuzbanner“ eee Samstag, 26. Uovember 1958 Hovember 198 le La gungspolitik mit des franzöſiſchen s einer Erkluͤ⸗ thringif ie in den dortig von Ivar Lissner Copyright Hanseatische Verlagsanstalt AG Hamburg mif msfverzerrfem Gesickil 3. Fortſetzung um Madison Square Garden Schildkröten in allen Farben! Lebendig. Das i die Erfindung eines anderen. Das Schild⸗ Patt iſt lackiert, blau, grün, rot, gold, ſilber und ſchwarz oder bunt wie der Regenbogen. Und die Feere kriechen im Schaufenſter herum, im grel⸗ en Licht der Broadwayſchmiere. Schildkröten⸗ ennen hier am Broadway brachten vor kurzem noch mehr ein. Aber die Tierſchutzvereine und die Polizei machten dieſem Betrieb zu viel Schwierigkeiten. Verhältnis In einer Si eneralräte ſprt r ebenfalls über ndgültigen Berei⸗ ſiſchen Beziehun/ Münchener Ver⸗ werden könnte, Paktes von Mün⸗ neral,„verdanken 4 5 b 6% Einſtein, Thomas Mann und Genoſſen haben 93 e ich zuſammengefunden, um der Broadway⸗ vor 5 i Menſchheit endlich den wahren Frieden zu ſchen⸗ ſtungsginte iber len Ein„Reuigkeitenfilm“ mit den allernieder⸗ furie hätten i lächtigſten Hetzbildern fordert zum„Kampf ge⸗ Durch den er zem'die Diktaturen“ auf. Man hat für dieſen n, der nur durch ung möglich wan die Verſtändigung Zukunft behen ommen Zweck ſogar die Fotos der tollſten riegshetze von 1916/17 ausgegraben und um⸗ fiſtert. Jetzt ſind es Bilder aus Spanien, Ehina uſw.,„nur für ſtarke Nerven“, draußen ——— 1 Ze vierzig, fünfzig oder hundert Mädchen ehen in den Taxidancings, warten todmüde im Gedudel der Saxophone auf die Männer mit den Tickets. Ein Ticket koſtet 10 Cents. Und das Mädchen erhält je 5 Cents für den Tonz. Fünf Dollar verdienen heißt alſo hun⸗ bertmal tanzen. Tanzen, tanzen, bis die er⸗ fende dritte Morgenſtunde ſchlägt, oder—— lühne Tanz zu Bett gehen und ohne Brot für en nächſten Tag. Die Mädchen ſind ſtark ge⸗ ſchminkt und wippen im Takte des donnernden Sazz, daß ihre langen Abendkleider ſchwingen. Aber dort,——— in einer Ecke, wo das rote Aicht dieſer Tanzhalle nur noch matten Schein Wirft, dort ſchlägt etwas dumpf auf. Und ich gehe hin. Und 5 Mädchen liegt dort. Rit dem Geſicht auf den Boden.„Hätte nicht m Blut der heſten erkommen ſollen, wenn ſie umfällt“, ſagt eine Frankreichs gen andere gelangweilt. Und man trägt ſie hinaus n ſteht auch zwele ie einen lebloſen Körper im langen blau⸗ Teil der übrigen glänzenden Seidenkleid.„Seit vorgeſtern hat poſitiv gegenüber. J memand mit ihr getanzt“, höre ich dann,„muß cherweiſe nicht in Jemnen Sandwich bekommen, dann ſteht ſie wie⸗ ern, die das tu⸗ der für eine Nacht.“ rüber Deutſchland und plötzlich wird mir die Brutalität dieſer ivermögen, zum Stadt, die bitterharte Wirklichkeit Neuyorks, nan doch, daß dek lar, der furchtbare Kampf um das t der Verſtändie Brot zwiſchen den gigantiſchen Faſſaden der Reſpektierung der bochhäuſer von Manhattan, der rückſichtsloſe ufgebaut iſt, eiwe Wettbewerb ſelbſt unter dieſen ſchöngewachſe⸗ der franzöſiſchen nen, müde lächelnden Mädchen. Wo du hin⸗ chot, ſchrieb eiw ſeht lauert die Not, der Hunger, die Ver⸗ die„Brücke ül weiflung. Und der Teufel ſitzt jedem im Ge⸗ hwierigkeiten un ick. Es heißt ſchwimmen oder wegſacken im der verſchiedeney Strom von Manhattan. Und dieſer Strom en werden müſſe kent keine Ritterlichkeit, packt ein Mädchen ſo bereinkommen ſern hart an wie einen Mann, läßt es in ſei⸗ ir dieſer Verſtih her Tiefe ertrinken, oder trägt es in raſendem Völker verbinde Tempo davon.——— Völker wieder n wollen. ————— r Oberbürgerme Aangreiche Kunſt bei den Komn er äußerſten örten brandm en Straßb end— die 1 Emigranten, d ſchrecken, um die ergiften. Rede in der fr efunden hat, be⸗ mit dieſen Wor⸗ dem Herzen ge⸗ igungsgedanke iſt en in Elſaß⸗Loth“ her„Massen-Triller“ in Harlem n Harlem, im Negerviertel, nimmt das lachtleben apokalyptiſche Formen an.„Der Ailler⸗Diller“, der„Spiller“ oder der„Maſſen⸗ Kiiller“, das ſind die neuen Tänze, die Neger⸗ achtklub„Savoy“ bietet, der„fünfgrößte Ball⸗ ſaal der Welt“, Lenox Avenue und einhundert⸗ Herzigſte Straße. Jeder kann den„Big Apple“ kanzen, heißt es in großen Lettern. Und——— ei Gott, jeder tanzt ihn hier, den Tanz,„der ganze Land in Rhythmus verſetzt“. hen im Saal wieder Halbdunkel, rötliches unter Leitung dez Manzer bereitet rte vor, die Höl Fgerland währ miswer ſeh ht. Eine donnernde Negerband mit eiſer⸗ 7. Novemb gen Rerven. Ein Negermädchen ſingt mit hei⸗ ker Stimme. Und dazu das wildeſte Durch⸗ kander von Schwarz und Weiß, das ich bisher lebt. Weder Hong Kong, noch Manila kön⸗ pielt der Violi hemann als Sol rt und Beethove am 15. Janu en Aehnliches bieten. Und auch der Hafen die Klaviervir Marſeille iſt dagegen lahm. neralmuſildire Sie ſpringen und hüpfen und ſtampfen das rektor in Franh garkett in raſenden Sätzen, werfen die Knie loch in die Luft und den Kopf tief in den acken. Und immer hält ſo ein grinſender Echwarzer ein weißes Mädchen im Arm, wir⸗ elt es durch den Donner der Muſik und reißt an ſich heran, als gelte es die letzte Stunde hier auf Erden im alles verſöhnenden Farben⸗ emiſch zu feiern. Hier ſind zwei Mädchen in Rallroten Röcken in Ekſtaſe geraten. Dort bobt ein Mann mit ſchon weißem Haar ſprin⸗ hend über das Parkett. Und dort wieder trip⸗ An zwei wie tollwütig, rennen durch den lund ſtehen plötzlich in Kniebeuge. Und niemand könnte ſagen, ob die beiden noch Reger oder ſchon Weiße ſind, denn ihre Eltern haben ſicher an ähnlichen Tanzekſtaſen teilge— ommen. Und das Parkett ſchwingt, daß du glaubſt, der hanze kochende Miſchtopf breche in ber nächſten Sekunde über dir zuſammen.— Mit ſpitzen Schritten ſtolzt eine ſchwarze Sech⸗ „ durch das rote Licht, bei jedem ert in Pre Profeſſor 9 am 16. Dezember ikern ein Konzert Preßburg veran⸗ Weihnacht Rundfunkbeſuch utſche Spielzeug⸗ üringen: eine A in den Knien knickend, Niemand könnte AenrrausENVo MEILENDURCHALLEZLONEN DERVEREINIGTEN STAATEN ſie zählen, die Hunderte, die hier Weltunter⸗ gang ſpielen, niemand ihre Farben nennen, niemand die tauſend Figuren ihrer ſchütteln⸗ den Beine beſchreiben. Die Muſiker werfen bei jedem Takt den Kopf in den Nacken, als komme ihre Ekſtaſe von der Decke. Das iſt wirklich der tollſte Rummel Neuyorks. Das iſt der Urtopf der Raſſenverwiſchung. Hier tan⸗ zen Baſtarde oder Menſchen, deren Brut es werden ſoll. Hier fließt Blut in Blut zum frenetiſchen Donner ekſtatiſcher Neger. „Danke, Father Divine“ Calvin, mein Freund vom Brooklyn Dealy Eagle berichtet mir, daß Father Divine, der „Chriſtus in Negergeſtalt“, ſtark an Anhänger⸗ ſchaft verloren habe. Der geſchäftstüchtige Father Divine hat Nachahener gefunden. An⸗ dere Negergötter haben ihren Himmel aufge⸗ tan. Und die Neger Harlems dürfen nun von einem Paradies in das andere wandern. Ich will doch ſehen, ob Father Divines from⸗ mer Zauber wirklich nicht mehr zieht. Kenne den Weg. Calvin kennt ihn auch. Aus der Lenox Avenue biegen wir in eine ſchmale, dunkle Gaſſe. Nr. 103. Ein unſcheinbares altes Haus, Zweigſtelle von Father Divines Himmelreich, ein Nebenhimmel. Uns öffnet eine ſchwarze Seele, grinſend, kauend. „Iſt heute Peace Meeting?“, frage ich. „Kommen Sie nur herein, aber nehmen Sie den Hut ab.“ Und dann erlebe ich wieder dieſes wunder⸗ lichſte Schauſpiel Harlems. Etwa 30 Neger ſitzen da, alte und junge, ſteinalte und Kinder, Männer und Weiber. Ein hell erleuchteter Verſammlungsraum. Und der Lärm iſt einfach bodenlos. Sie trommeln mit den Schuhen einen Jazztakt, monoton, unermüdlich, ſtunden⸗ lang. Und ſie ſingen dazu, bis ſie heiſer ſind, daß nur noch ein einziges Kreiſchen in rhyth⸗ miſchen Wellen zu hören iſt. „Father Divine iſt Gott!“ „Er iſt wundervoll!“ „Er iſt ſüß!“ Das iſt Afrika in Neuyork, das Afrika der Trommeln und Tabus bis zum Umfallen in den erſten Morgenſtunden. Immer toller wird der Rhythmus. Ein Negerweib gerät in Ek⸗ ſtaſe. Sie predigt. Redet wirres Zeug von Frieden, Gott und ihrer reinen Seele, die nach keinem Mann mehr verlange, ſeit ſie Father Divine geſehen. Und dann rufen ſie alle im Chor: „Er iſt wundervoll!“ Ein Strumpfhändler im Neuyorker Ghetto. Ein echt judischer„Pronkloden“ „Danke Father Divine!“ Und dieſes Tohu⸗Wabohu iſt nur ein Neben⸗ himmel, wie ihn Father Divine überall in den Staaten beſitzt. lm Himmel se'bst Den Himmel ſelbſt findeſt du zwiſchen der fünften und der Lexington Avenue in der 115. Straße, Nr. 20. Im erſten Stockwerk ein Ein 115jähriger Neger in Pinehurst (Nord-Carolino)(Scherl) Verſammlungsraum. Etwa 300 Menſchen hier. Und ein frommer Jazzgeſang, daß die Balken ſich biegen, wirklich biegen, denn das Getram⸗ pel der 300 ſchüttelt den ganzen Saal. Im zweiten Stockwerk eine lange Tafel. Ueber hundert Menſchen werden hier allabendlich koſtenlos bewirtet, auch Weiße darunter, mit frommem Geſang zu Pauke, Raſſel unnd Kla⸗ viergehämmer. „Father Divine, Gott der Allmächtige“, in großen Lettern über der Tafel. Ein anderer Spruch:„Father Divine iſt der Meſſias“. Die Saxophone heulen. Die Knochen der Hähnchen⸗ braten knacken. Eine bucklige Weiße hüpft hin⸗ kend durch den Saal. Father Divines Geiſt iſt über ſie gekommen. Schwarze Kellnerinnen in ſchneeweißen Seidenkleidern mit grohen Schleifen kommen und gehen. Die Neger ſchmatzen. Man trinkt hier Milch. ——— Ich ſitze auf einem verſchliſſenen Sofa. Mich juckt es am ganzen Körper. Wir fliehen. Draußen noch hören wir die dumpfen Pauken des Jazz:——— Ja, Father Divine iſt wirklich wundervoll!——— In den Straßen Harlems überäll Läden, die Father Divine kontrolliert. Wo ſollten auch ſonſt die Hähnchenbraten herkommen und die Autos des frommen Vaters und ſeine Mil⸗ lionen?„Father Divines Delikateſſen, Grocerie and Vegetable Store“, der Gemüſeladen Got⸗ tes in Negergeſtalt. Oder:„Divines ſpecial Nut Sundae“, das fromme Nußgetränk für einen Dime, 10 Cents. Und weiter:„Divines Frie⸗ dens⸗Friſeur“,„Friedenswäſcherei,„Frie⸗ densbäckerei“,„Friedens⸗Seifenladen“,„Frie⸗ dens⸗Schuhputzanſtalt“. Und in den Fenſtern hängen allerorten in Harlem Schilder:„Danke Father Divine“. Ja, ich weiß jetzt, Calvin hat Unrecht. Father Divine iſt noch nicht übertroffen. Harlem je⸗ denfalls glaubt noch in dieſen ſchwarzen Zau⸗ berer mit dem immer grinſenden Geſicht. 15 Dollar Standard am Mississippi In St. Louis am Miſſiſſippi wird mir die Gefahr dieſer amerikaniſchen Zehn-Millionen⸗ Negerwelt ganz deutlich. Ich ſtehe auf der Eads⸗Brücke, tief unter mir die braunen Waſſer des ewigen Miſſiſſippi, dieſes Königs unter den Flüſſen der Erde. Ueber dieſe Brücke hier ſollen mehr Frachten rollen als über irgend eine Brücke der Welt ſonſt. Unten auf dem Waſſer Schleppkähne, Dampfer, Flöße. Ein verirrt⸗treibender Holzbalken knallt gegen den Brückenpfeiler. Die Brücke zittert. Die Strömung muß gewaltig ſein. „Werden nie arbeiten, die Neger“, ſagt ein Brückenarbeiter zu mir,„nie arbeiten, ſolange es Relief, Arbeitsloſenunterſtützung gibt. 15 Dollar monatlich, damit kommt der Neger durch, ſteht herum, verdirbt unſer Stadtbild, gibt dieſem ganzen St. Louis den Anhauch der Faulheit. Das alles wäre noch nicht ſo ſchlimm. Aber der Neger hat Brüder, Schweſtern, Eltern und ſicher Kinder. Arbeiten dort unten am Miſſiſſippt, auf den Baumwollfeldern von Louiſiana oder in Texas. Onkel Sam weiß, wie das iſt, kennt das Schuften in der Sonne auf dem Acker. Und da holt er ſeine Brüder, ſeine Schweſtern, Onkel und Tante, die ganze ſchwarze Sippſchaft in unſere Stadt, macht ihnen klar, daß Arbeit ſich nicht lohnt, ſingt einen Song und lobt den Präſidenten. Und ſie kommen, ſtromauf, ziehen in die Slums von St. Louis, liegen in den Fenſtern der Holzbaracken, preiſen die Demokratie, ſtehlen Tag um Tag und machen unſer ſchönes St. Louis zum verlumpteſten Neſt der USA. Und jeder alte Siedler hier bekommt das Grauen und möchte fliehen, lieber heute als morgen. Denn morgen wird der Neger ſchon ſein Nach⸗ bar ſein.“——— (Fortſetzung folgt) n „hakenkreuzbanner“ Samstag, 26. November 103 Das war Admiral Scheer Don Koͤmiral a. D. Drentzel Berlin, 25. November. Mitten aus raſtloſem Wirken für Deutſch⸗ lands Seegeltung und Deutſchlands Jugend wurde am 26. November 1928 Admiral Scheer aus dieſem Leben abberufen. Viel zu früh ſchien es uns, glaubten wir doch, von unſerem großen Flottenführer des Weltkrieges noch wertvolle Mitarbeit an dem Wiederaufbau des Vater⸗ landes erhofſen zu dürfen. Mit ihm ging eine Führerperſönlichkeit beſonderer Prägung da⸗ hin, die berufen ſein ſollte, im großen Kriege die deutſche Flotte zum Siege zu führen und ſeinen Namen für alle Zeiten mit ehernem Griffel in das Buch der Geſchichte zu ſchreiben. Der Name des Tatmenſchen Scheer iſt unlös⸗ bar mit dem Geſchehen am 31. Mai 1916 in der Nordſee verbunden. Wie die Schlacht vor dem Admiĩral Scheer zum Gedenken Skagerrak der Höhepunkt des ſeekriegsge⸗ ſchichtlichen Geſchehens im Weltkrieg war, ſo war ſie für Scheer die Krönung ſeines Berufs⸗ lebens, ſeines Dienſtes an Volk und Reich, die nicht nur ihm ſelbſt und der Marine unver⸗ gänglichen Ruhm einbrachte, ſondern auch den Nimbus der Unbeſiegbarkeit der engliſchen Flotte zerſtörte, der über hundert Jahre lang in der Welt als unerſchütterlich galt. Einem deutſchen Pfarrhaus entſproſſen, trat Scheer im Jahre 1879, noch nicht 16 Jahre alt, in die Kriegsmarine ein, wo er nach harten Schulungsjahren ſchon als junger Offizier bei den erſten Kämpfen in den neu erworbenen Kolonien Beweiſe von Tapferkeit und Angriffs⸗ freudigkeit ablegen konnte. Bevor er im Kriege an die Spitze der Flotte berufen wurde, hatte er in faſt vierzigjähriger Dienſtzeit im In⸗ und Auslande, in der Front als Kommandant von Torpedobooten und eines Linienſchiffes, als werſter Berater des Flottenchefs und Führer eines Geſchwaders ſowie als einer der nächſten Mitarbeiter des Großadmirals v. Tirpitz um⸗ faſſende Berufs⸗ und Lebenserfahrungen ge⸗ ſammelt. Geſtützt hierauf und ausgeſtattet mit dem Genius eines Führers, gab er der deut⸗ ſchen Flotte im Frühjahr 1916 nach den Jahren des Wartens und der Entſagung den beleben⸗ den Impuls zu großen Taten. Die Beſatzungen ſpürten den Angriffswillen des neuen Flotten⸗ chefs, es kam Bewegung in die Schiffe. Das Ziel war, durch lebhafte offenſive Tätigkeit der deutſchen Seeſtreitkräfte aller Art, Küſten⸗ beſchießungen, Luftangriffe uſw. die engliſche Flotte zu Abwehrmaßnahmen zu veranlaſſen und den Gegner dabei zur Schlacht zu ſtellen. Wir wiſſen, daß dieſe Maßnahmen zu dem ruhmreichen Waffengange vor dem Skagerrak führten. Hier bewährte ſich Scheer als der große Flottenführer, der ſich auch durch die Ueber⸗ macht des Gegners, die erſt während der Schlacht erkannt wurde, nicht ſchrecken und das Geſetz des Handelns ſich vom Feinde nicht aus der Hand nehmen ließ. Seinem unbändigen An⸗ griffswillen und ſeiner mutigen Führung ver⸗ danken wir den Erfolg des Tages. Daß der Sieg nicht ausgenutzt wurde, und daß es ſpäter nicht mehr zu einem Kampf der beiden Flotten kam, hat nicht an ihm gelegen. Schon ſechs Wochen nach Skagerrak bot er den Engländern unfern der engliſchen Küſte eine neue Schlacht an, die indeſſen infolge Zurückhaltung des eng⸗ liſchen Flottenführers nicht zuſtande kam. Lei⸗ denſchaftlich forderte er immer wieder energi⸗ ſchen Kampf gegen die engliſchen Seezufuhren durch Einſatz der U⸗Boote, da die Flotten⸗ ſtreitkräfte dazu nicht ausreichten, konnte ſich aber gegen die politiſchen Bedenken der Reichs⸗ führung lange Zeit nicht durchſetzen. Die U⸗ Boote brachten dann 1917 England zwar in die größte Gefahr, vermochten aber nicht die im⸗ mer ſchwieriger werdende Ernährungslage in Deutſchland zu beſſern. So erfüllte ſich unſer Schickſal, auch ein Scheer hatte es nicht mehr wenden können. Niemals aber hat ihn der feſte Glanube an das oeutſche Volk und die Notwen⸗ digkeit des Wiederaufbaues einer deutſchen Seemacht verlaſſen. lernen wir mehe und mehr Japan verſtehen Der Worilaut des deuisch- japanischen Kulturahkommens, das gestern unterzeichnet wurde Berlin, 25. November. Wie wir bereits in einem Teil unſerer Aus⸗ gabe berichteten, wurde am Freitag in Tokio durch den deutſchen Botſchafter Ott und den japaniſchen Außenminiſter Arita anläßlich des zweiten Jahrestages des deutſch⸗japani⸗ ſchen Antikomintern⸗Abkommens ein deutſch⸗ja⸗ paniſches Kultur⸗Abkommen unterzeichnet. Die⸗ ſes Dokument legt folgendes feſt: Die Deutſche Regierung und die Kaiſerlich Japaniſche Regierung, durchdrungen von der Erkenntnis, daß die deutſche und japaniſche Kultur in dem deutſchen völkiſchen und nationalen Leben einerſeits und in dem ureigenen japaniſchen Geiſt andererſeits ihre wahren Grundlagen habe und daß die Kultur und Beziehungen beider Länder hierauf aufbauen, ſind in dem Wunſche, die Bande der Freundſchaft und des gegenſeitigen Vertrauens, die beide Länder bereits in glücklicher Weiſe verbinden, durch Vertiefungihrer vielfältigen kulturellen Beziehungen und durch die Förderung der gegenſeitigen Kenntnis bei⸗ der Völker und ihres Verſtändniſſes für einan⸗ der immer mehr zu befeſtigen, in folgendem übereingekommen: Artikel 1. Die Hohen Vertragſchließenden Staaten wer⸗ den danach ſtreben, ihre Kulturbeziehungen auf eine feſte Grundlage zu ſtellen und werden hierbei miteinander aufs engſte zuſam⸗ menarbeiten. Artikel2. Um das in dem vorſtehenden Artikel geſteckte Ziel zu erreichen, werden die Hohen Vertrag⸗ ſchließenden Staaten ihre Kulturbeziehungen auf den Gebieten der Wiſſenſchaft und Kunſt, der Muſik und Literatur, des Films und des Funks, der Jugendbewegung und des Sports uſw. planmäßig fördern. Artikel3. Die Durchführung des vorſtehenden Artikels wird im einzelnen durch die zuſtändigen Behör⸗ den der Hohen Vertragſchließenden Staaten im beiderſeitigen Einvernehmen geregelt. Artikel4. Dieſes Abkommen tritt am Tage der Unter⸗ zeichnung in Kraft. Jeder der Hohen Vertrag⸗ ſchließenden Staaten kann das Abkommen durch Kündigung unter Einhaltung einer Friſt von zwölf Monaten beendigen. Zu Urkund deſſen haben die Unterzeichneten, von ihren betreffenden Regierungen gut und richtig bevollmächtigt, dieſes Abkommen unter⸗ zeichnet und mit ihren Siegeln verſehen. So geſchehen in zweifacher Ausfertigung, in deutſcher und japaniſcher Urſchrift. Zu Tokio, den B. November 1938, das heißt, feimwehr ſpielte mit der Todesſtraſe Erschũtternde Aussagen im Innshrucker Geiselmordprozeß (Eigener Drohtberichtf des„Hakenkreuzbonnet“) k. a Innsbruck, 25. November. Immer neue und grauſamere Heimwehr⸗ methoden zur Ausrottung der Nationalſozia⸗ liſten in der Oſtmark kommen im Verlauf des Innsbrucker Geiſelmordprozeſſes zur Sprache. Die Vernehmung der damals verhafteten Gei⸗ ſeln bringt erſchütternde Ausſagen über das geradezu unvorſtellbare ſa diſt iſche Treiben der Heimwehrmänner. Der Rechtsanwalt Tapper ſchilderte unter höchſter Erregung der Prozeßzuhörer jene furcht⸗ baren Stunden, die die Geiſeln damals in der Heimwehrhölle erlebten. Er ſelbſt wurde in der Nacht in ſeiner Wohnung feſtgenommen, die Treppe hinuntergeworfen und auf der Straße min einen Kraftwagen geſchleppt. In der Heim⸗ wehrkaſerne empfang man ihn mit Gewehr⸗ kolbenſchlägen. Man ſchlug ihn nieder und trat ihn mit genagelten Bergſchuhen ſo lange, bis er das Bewußtſein verlor. Das Fleiſch hing ihm in Fetzen vom Körper. Mehrere Monate mußte er ſpäter zur Ausheilung der ſchweren Wunden im Krankenhaus verbringen. Der Zeuge Budſchedl erzählt, daß er nach ſeiner Einlieferung in die Heimwehrkaſerne un⸗ ter wüſten und unausſprechlichen Beſchimpfun⸗ gen mißhandelt worden ſei. Ein Bruder des An⸗ geklagten Penz, der zur Zeit in Dachau ſitzt, trat in das Geiſelzimmer und erklärte, daß Budſchedl um ſieben Uhr früh ſterben müſſe. Mit den Worten:„Budſchedl, eben iſt einer von euch— gemeint iſt Honomichl— tapfer ge⸗ ſtorben, hoffentlich biſt auch du nicht feige und wagſt es, Heil Hitler zu ſchreien“. In ſeiner höchſten Not bat Budſchedl darauf um eine ehr⸗ liche Kugel. Man gab ihm Papier und Bleiſtift und ſagte ihm, er ſolle ſein Teſtament ſchreiben. In tiefſter Niedergeſchlagenheit ſchrieb er dann einen letzten Gruß an ſeine Familie. Darauf wurde er in den Hof geführt und glaubte, ſeine letzte Stunde ſei gekommen. Unter Kolben⸗ ſchlägen trieb man ihn dann auf die Straße, wo man ihn bewußtlos liegen ließ. Die Heim⸗ wehr hatte alſo mit dem Todesurteil nur ein grauſames Spiel getrieben. Auch andere Geiſeln verſetzte man durch derartige„Todes⸗ urteile“ in Angſt und Schrecken, um ſich daran zu beluſtigen. die 5onder⸗ er'chte funktion'eren DNB Berlin, 25. Nov. Das Berliner Sondergericht verurteilte am Freitagabend den 53 Jahre alten Peter Zunker wegen Mordes in Tateinheit mit verſuchter Notzucht mit Todesfolge zum Tode und zum Verluſt der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit. Zunker hatte am 3. November dieſes Jahres die 28jährige Ehefrau Johanna Meyer in ihrer Wohnung in Glienicke an der Nord⸗ bahn in beſtialiſcher Weiſe mit einem Hammer erſchlagen, als die Frau ſich gegen ſeine Zu⸗ dringlichkeiten mit allen Kräften zur Wehr ſetzte. Nach der Mordtat ergriff er die Flucht und fuhr nach Trier, wo er am 7. dieſes Mo⸗ nats feſtgenommen werden konnte. Jüdische Spekulation auf die niederen Triebe Auf einer Ausstellung von Filmplakaten anläßlich der Reichsfimtage der H] in Wien wurden den Teilnehmern Plakate gezeigt, die ein anschauliches Bild davon geben, was in der System- Zzeit unter jüdischer Führung als„Deutsche Produktion“ hergestellt werden durite. Weltbild 7 1 den 25. Tag des elften Monats des 13. Jahre der Syowa⸗Periode. gez. Ott, Außerordentlicher und Bevollmächtig⸗ ter Botſchafter des Deutſchen Reichez gez. Arita, Kaiſerlich Japaniſcher Miniſter der Auswärtigen Angelegenheiten Die einzelnen punkte 4 Von amtlicher Seite wird hierzu erklärt: Seit jeher haben zwiſchen Deutſchland und Japan enge geiſtige Beziehungen vor allem guf den Gebieten der Medizin, der Literatur, der Muſik, des Rechts uſw. beſtanden. In den ley⸗ ten Jahren ſind die Beziehungen beider Lünder ganz allgemein, insbeſondere ſeit dem Abſchluß des Antikomintern⸗Abkommens, immer enger geworden. Als im September d. J. die Deu ſchen Regierung der Japaniſchen Regierung den Vorſchlag machte, für die weitere Feſtigung und Ausgeſtaltung auch der kulturellen Beziehungen eine vertragliche Grundlage zu ſchaffen ſtimmte die Japaniſche Regierunß freudig zu. So konnte nach kurzen Verhandlun⸗ gen das heute unterzeichnete und in Kraſft g ſetzte Ablommen über die kulturelle Zuſammen arbeit abgeſchloſſen werden. Dieſe Tatſache als ein erneutes Zeichen der deutſch⸗japaniſchen Freundſchaftsbeziehungen aufrichtig zu hegr ßen. Das Abkommen iſt das erſte ſeiner Art ſ Japan. Es bringt in ſeiner Präambel klar zun Ausdruck, daß die Zuſammenarbeit beider R gierungen bei der Förderung der geiſtigen Bu ziehungen beider Länder auf den wahren Grundlagen der Kultur beider Völker beruhen ſoll. Das Abkommen gibt die allgemeine Grundſätze, nach denen vorzugehen iſt, a Im Rahmen des Abkommens werden die ſ ſtändigen Behörden beider Staaten zunächt folgende Punkte im beiderſetigen Einpen nehmen regeln: 1. Die Einrichtung von kulturellen Arbeitz ausſchüſſen, 2. die Erhaltung und Eupeie terung der Kultureinrichtungen, z die Empfehlung von Lehrkräften, 4. Erleichte⸗ rungen für amtliche Studienreiſen h Austauſch von Studenten und Profeſe ſoren, 6. die Förderung des freundſchaftlichen Verkehrs zwiſchen den Jugendorganiſg⸗ tionen beider Länder, 7. wohlwollende Be⸗ handlung der Schulen, 8. Austauſch von Bi. chern und Zeitſchriften, 9. Austauſch auf den Gebieten der Kunſt, 10. Austauſch auf dem Gebiet des Films, 11. Austauſch auf dem Gebiet des Funks, 12. Austauſch auf den he⸗ bieten des Sports und der Volksgeſun heit. Ribbentrop, Ciano und Grita Zum Gedächtnis der Unterzeichnung dez deutſch⸗italieniſch⸗japaniſchen Antikominternpal, tes ſprachen am Freitag der deutſche Außen miniſter von Ribbentrop, der italieniſche Außenminiſter Ciano und der japaniſche Außenminiſter Arita in einer Gemeinſchaſftz⸗ ſendung der drei Nationen. Alle drei Staatz⸗ männer konnten mit Befriedigung feſtſtellen daß das Verhältnis der drei Staaten unterein ander nichts an Schlagkraft eingebüßt hat, ſon⸗ dern daß es ſich noch mehr gefeſtigt und vein tieft hat. In fiürze Zur Feier des Jahrestages des Antikomin ternpaktes veranſtaltete die deutſch⸗italieniſch“ japaniſche Antikomintern⸗Vereinigung in Lüe kio ein Feſtbankett, in deſſen Verlauf der deu ſche Botſchafter Ott die weltpolitiſche Beben tung des Antikominternpaktes würdigte. — 3 Miniſterpräſident Gemeratieiben Gö, ring hat den Generalbevollmächtigten für daz Kraftfahrweſen, Oberſt von Schell,. ſein Amt eingeführt. An der Veranſtaltung nahmen Vertreter der am Kraftfahrweſen teiligten Dienſtſtellen von Staat und Partei, der Organiſationen, ferner der Kraftfahrzeng⸗ induſtrie ſowie der Zubehörteile⸗ und Reifen fabrikation teil. 3 4 4 ——— —* Miniſterpräſident Chamberlain und übrigen Mitglieder der engliſchen Abordnun Letæte Heuleiten in Hemden, Krawatten, Hüten usu del 53 p 1. aben Hlittmann.u für Frankreich ſind am Freitagnachmittag w der in London eingetroffen. 1* Die Pariſer Flugzeugausſtellun „Flugzeugſalon“ wurde am Freitagyo mittag in Anweſenheit des Präſidenten der Re⸗ publik, Lebrun, eröffnet. Die Ausſtellung ſ von zahlreichen ausländiſchen Staaten beſchickht ſo von Deutſchland, Großbritannien, der Tſche cho⸗Slowakei, Belgien, Holland und den Ven⸗ einigten Staaten. — heim⸗Ludt am Freitagn Mannhein yr ahbenh MAurz Es iſt kurz melt gemächl Nachmittag locken die Ar als daß ſie Lange verwei ihr ein, daß chen zu ihren Sie ſchaut ar Uhr. Fein, de hereinlaſſen! die letzten K Kaſſe in Emj vor ſich hin v und räumen bie Berge vor dern, die ſie Schränke und Eine der V beit, geht auf mit liebensw. ſchen. Dann( dem Schrank Langſam rück die Verkäufer dern das Ge ulen rau K fall en. Entwe 15 hoch oder eiſe mahnen bricht die jun ich muß ja na das Abeidore Paſſendes. E⸗ mein Komple— dann kann ich urteilen.“ Au⸗ die Verkäufen Theke. Den und Launen f ſelbſt darüber Es ſchlägt läßt. Eine 1 Schatten der heute“, ſagt er LA Arm in ihren „Verzeih, daß mußte, aber e kundin“. Es i ſchon wieder daß es nich Abendkundinn Verei am Son Wie ſchon( lagvormittag Schloſſes die der Rekrut mit militäriſe daß die Bevöl üg einfinden; die von Gener genommen wi truten unſerer Ausſchmückun Kampfwagen Da die Vere gehörigen der legt wurde, de 1 die Mannhein Bünne, auf d Hovember ehenf net wurde s des 13. Juhteh nd Bevollmächtig/ Deutſchen Reichek, mniſcher Miniſter Angelegenheiten. ierzu erklärt: Deutſchland und gen vor allem auf er Literatur, der den. In den let⸗ zen beider Länder ſeit dem Abſchluß is, immer enget d. J. die Deut en Regierung den ere Feſtigung und llen Beziehungen ze zu ſchaffen, ſe Regierung rzen Verhandlun⸗ und in Kraft ge urelle Zuſammen⸗ Dieſe Tatſache i eutſch⸗Japaniſhen richtig zu begri⸗ rſte ſeiner Art ſi räambel klar zum arbeit beider N der geiſtigen B ruf den wahten r Völker beruhen allgemeinenß orzugehen iſt, s werden die zu⸗ Staaten zunächt derſetigen Einder rellen Arbeitz tung und Erwei⸗ )tungen, 3 die ten, 4. Erleichte ⸗ ienreiſen, r und Profef⸗ freundſchaftlichen ndorganifz⸗ vohlwollende Be⸗ ustauſch von Bü⸗ 9. Austauſch auf 0. Austauſch auf lustauſch auf dem auſch auf den Ge⸗ Bolksgeſund⸗ ita terzeichnung dezz Antikominternpal⸗ deutſche Außen⸗ „ der italieniſche der japaniſche er Gemeinſchaftz⸗ Alle drei Staatz⸗ digung feſtſtellen, Staaten unterein⸗ ingebüßt hat, ſon⸗ gefeſtigt und ver 4 des Antikomin⸗ deutſch⸗italieniſch⸗ einigung in o⸗ Verlauf der dem⸗ politiſche Beden⸗ würdigte. eldenarſchalt Gö. ächtigten für daß on Schell, er Veranſtaltung raftfahrweſen hen taat und Partei, er Kraftfahrzeug⸗ Langſam rückt der läßt. „HBahenkreuzbanner“ Groß-Mannheim Samstag, 26. Uovember 1958 Nurg vor Lacdlenocſiluſs Es iſt kurz vor 19 Uhr. Die junge Frau bum⸗ melt gemächlich durch die Straßen. Sie war am Rachmittag auf einer Kaffeegeſellſchaft. Jetzt locken die Auslagen der Schaufenſter zu ſehr, als daß ſie gleteh nach Hauſe finden könnte. Lange verweilt ſie vor dem Hutgeſchäft. Da fällt ihr ein, daß ſie ſich ſchon lange nach einem Hüt⸗ chen zu ihrem neuen Komplet umſehen wollte. Sie ſchaut auf die Uhr. Zwei Minuten vor 19 Uhr. Fein, denkt ſie, da muß man mich ja noch hereinlaſſen! In dem Hutgeſchäft nehmen eben die letzten Kundinnen ihre Paketchen an der Kaſſe in Empfang. Die Verkäuferinnen lächeln vor ſich hin voll Vorfreude auf den Feierabend und räumen mit neuer geſchäftig die Berge von Hüten, Kappen, Schleiern, Bän⸗ dern, die ſich auf der Theke türmen, in die Schränke und Schubladen. Eine der Verkäuferinnen unterbricht ihre Ar⸗ beit, geht auf die junge— zu und fragt ſie mit liebenswürdigem Lächeln nach ihren Wün⸗ ſchen. Dann holt ſie erneut Hüte um Hüte aus dem Schrank und legt ſie der jungen Frau vor. eiger der Uhr weiter und die Verkäuferinnen verlaſſen eine nach der an⸗ dern das Geſchäft. Immer noch probiert die ſulen rau Hüte auf. Doch keiner will ihr ge⸗ fallen. Entweder ſind ſie zu groß oder zu klein, 15 hoch oder zu flach, zu blau oder zu grün. eiſe mahnend ſchlägt die Uhr 19.30. Da unter⸗ bricht die junge Frau das Aufprobieren:„Oh, ich 1— ja nach Hauſe. Mein Mann wartet auf das Abendbrot. Und ich finde doch heute nichts Paſſendes. Es iſt wohl beſſer, ich ziehe erſt mal mein Komplet an und komme am Tage wieder, dann kann ich auch beſſer die richtige Farbe be⸗ urteilen.“ Aus! Fort iſt ſie. Erſchöpft lehnt ſich die Verkäuferin einen Augenblick gegen die Theke. Den ganzen Tag hat ſie die Wünſche und Launen fremder Frauen befriedigt und ſich ſelbſt darüber ganz vergeſſen. Es ſchlägt 20 Uhr, als ſie das Geſchäft ver⸗ Eine dunkle Geſtalt löſt ſich aus dem Schatten der Hauswand.„So ſpät biſt du heute“, ſagt er zärtlich zu ihr und ſchiebt ſeinen Ein Gaat dær ztet⸗ u/illlommen iat 5öhnlein Rheingolcd ADENPREIS R&.50 Arm in ihren.„Und wie müde du ausſiehſt!“ „Verzeih, daß ich dich ſo lange warten laſſen mußte, aber es war mal wieder eine„Abend⸗ kundin“. Es iſt nur gut“— und da lächelt ſie ſchon wieder die kleine, tapfere Verkäuferin, daß es nicht mehr viele ſolch monhitzſer Abendkundinnen gibt.“ Vereidigung der Rekrulen am Sonntag 11 Uhr im Schloßhof Wie ſchon bekanntgegeben, erfolgt am Sonn⸗ lagvormittag im Ehrenhof des Mannheimer Schloſſes die feierliche Vereidigung der Rekruten des Standorts Mann⸗ 1 heim⸗Ludwigshafen. Die Feier beginnt mit militäriſcher Pünktlichkeit um 11 Uhr, ſo daß die Bevölkerung erſucht wird, ſich rechtzei⸗ tig einfinden zu wollen. An dieſer Vereidigung, die von Generalmajor Ritter von Speck vor⸗ henommen wird, nehmen auch erſtmals die Re⸗ tmten unſerer neuen Panzer⸗Waffe teil, die zur Ausſchmückung des Vereidigungsplatzes einige Kampfwagen auffahren läßt. Da die Vereidigung mit Rückſicht auf die An⸗ gehörigen der Rekruten auf einen Sonntag ge⸗ gt wurde, darf angenommen werden, daß ſich die Mannheimer in großer Zahl einfinden und auf den Oberſten Befehlshaber der Wehr⸗ * werden, wie unſere jungen Rekruten den macht leiſten. Der Rundfunk kann ſich auch ſehen laſſen! Erſter Rundgang durch die Ausſtellung„Rundfunk iſt Freude“/ Ein Beſuch in der„Fernſehſtraße“ **. „R u n d funkist Freude“. Diese Worte liest man auf dem Giebel der Ehrenhalle zur gro- hen Südwestdeutschen Rundfunkausstellung, die am heutigen Vormittag um 11 Uhr eröffnet wird. Obgleich noch überall die Hammerſchläge der Handwerker dröhnten und die Maler eifrig pin⸗ ſelten, gab man dennoch bereits am Freitag⸗ nachmittag der Preſſe Gelegenheit zu einer Worbeſichtigung der großen Süwdweſt⸗ deutſchen Rundfunkausſtellung„Rundfunk iſt Freude“, die heute vormittag 11 Uhr feierlich eröffnet und in den nächſten Tagen zweifellos tauſende Volksgenoſſen in die Rhein⸗Neckar⸗Hallen locken wird. Klare Aufteilung Da es nicht möglich war, die geſamte Aus⸗ ſtellung in den beiden feſten Hallen unterzu⸗ bringen, hat man— wie ſeinerzeit bei der Oberrheiniſchen Induſtrie⸗Ausſtellung— einen Vorbau geſchaffen, der die Ehrenhalle, ſowie die politiſche und die kulturelle Schau enthält. Auf Einzelheiten dieſer Son⸗ derſchauen werden wir noch beſonders zurück⸗ kommen. Schon jetzt kann geſagt werden, daß die Lehrſchau in der Ehrenhalle ſehr viel Wiſ⸗ Aufnahme: Jütte(2) ſenswertes zeigt, das jeden Volksgenoſ⸗ ſenintereſſieren wird. Verläßt man die eigentliche Ehrenhalle, dann gelangt man vor dem Uebergang zur eigent⸗ lichen Ausſtellungshalle in eine Zwiſchenabtei⸗ lung, die die Deutſche Reichspoſt einge⸗ richtet hat. Die Deutſche Reichspoſt iſt eng verwachſen mit dem Rundfunk. Viel wertvolle Forſchungsar⸗ beit wurde von ihr geleiſtet. Sie zeigt uns auf der Südweſtdeutſchen Rundfunkausſtellung eine hiſtoriſche Schau der Entwicklung, ferner den Entſtörungsdienſt neben an⸗ derem wertvollen Material. Und nun kommen wir zur Schau der deut⸗ ſchen Rundfunkwirtſchaft! Weit erſtreckt ſich vor uns die große Rhein⸗Neckar⸗Halle. Wir gehen die Freitreppe hinunter und gelangen zuerſt zu dem Ausſtellungspoſtamt, das rechter Hand und linker Hand ſeine Schalterräume und Fern⸗ ſprechzellen aufgeſchlagen hat. Poſtſendungen, die innerhalb der Ausſtellung aufgegeben wer⸗ den, tragen den für die Ausſtellung ausgege⸗ benen Sonderpoſtſtempel der Südweſtdeutſchen Rundfunkausſtellung„Rundfunk iſt Freude“. fluch Mannheims Induſtrie iſt verireten Den Reigen der beteiligten Induſtrie eröffnet ein Mannheimer Werk mit Gleich⸗ richteranlagen für Sender. In archi⸗ tektoniſch ſchönen Sonderaufbauten ſchließen ſich die bedeutenden und bekannten Werke un⸗ ſerer Rundfunkinduſtrie an, die hier einen Ueberblick gibt, der von deutſchem Forſchergeiſt und deutſchem Schaffen ein beredtes Zeugnis ablegt. Auch die Zubehör⸗Induſtrie fehlt nicht. Sie iſt erſchöpfend vertreten. Ebenſo finden wir auf der Ausſtellung die Fachliteratur ſowie Rundfunkzeitſchriften. Zu beiſpielgebenden Gemeinſchaftsſchauen haben ſich jeweils der Rundfunkeinzelhandel, der Rundfunkgroßhandel und die Vertreteror⸗ ganiſation ſowie das Elektrohandwerk zuſam⸗ mengeſchloſſen. Die Südweſtdeutſche Rundfunk⸗ ausſtellung erhält hierdurch ihre Vollkommen⸗ heit, denn es fehlt kein Glied der Rundfunkſchaffenden. eile⸗ und Reifen⸗ erlain und die ſchen Abordnung — 4 en, Huten usw, p 1, H ved·Feche ignachmittag wie⸗ gausſtellung am Freitagvor⸗ äſidenten der Re⸗ e Ausſtellung iſt Staaten beſchickt, inien, der Tſche id und den Ver⸗ Am Freitagnachmittäg Mannheim des Fern Bünne, auf der gerade df in der Fernsehstraß e die Hauptprobe der Fernsehl-Bühne ei Henders Berlin statt. Unser Bild zeigt einen Blick auf die Fernseh- heiden„Sing⸗Sangs“ mit ihrem Kabarett der Landstraße auitreten. Wir gedenken aber nicht nur des Rundfunks bezüglich der Sendungen großer Stunden und kultureller Uebertragungen, wir denken auch an die Stunden der Entſpannung im Wochenende und im Urlaub, wo er uns außer den erwähn⸗ ten Sendungen noch Unterhaltung und Er⸗ holung gibt. Dieſe Aufgabe des Rundfunks ge⸗ langt ebenfalls zur Darſtellung. Im Zeitalter des Rundfunks darf kein Feind des Rundfunks geduldet werden! Deshalb iſt es wichtig, daß alle Haushaltsgeräte entſtört ſind. Wenn auch die Fülle der Apparate, die hierfür in Frage kommen, im Rahmen einer Rundfunkausſtellung nicht gezeigt werden kana, ſo werden doch einige Beiſpiele dargetan. Das Fernſehen Alsdangn gehen wir durch die große Rhein⸗ Neckar⸗Halle zurück und halten uns nach Be⸗ ſchreiten der Freitreppe linker Hand, wo wir durch einen Gang, der mit humoriſtiſchen Bil⸗ dern aus dem Rundfunkleben geſchmückt iſt, in die Fernſeh⸗Halle gelangen. Das Fern⸗ ſehen, gezeigt von der Reichsrundfunkgeſellſchaft m. b.., Fernſehſender Berlin, und der Deut⸗ ſchen Reichspoſt, bietet uns einen Einblick in das Werden der Uebertragung. Wir ſehen zu⸗ nächſt einen Großbildempfänger und zwei Kleinbildempfänger, die ſämtlich im verdunkel⸗ ten Raume arbeiten. Der Großbildempfänger iſt für Gemeinſchaftseanpfang beſtimmt, der Kleinbildempfänger für das Heim. Sowohl für dieſen Empfangsraum ſowie auch für die in einiger Entfernung davon aufgebaute Bühne ſimnd in wochenlanger Vorarbeit umfangreiche Einbauten gemacht worden. Von dem Emp⸗ fangsraum kommen wir alsdann zu der eigent⸗ lichen Bühne, auf der bis ſechzig Mitwirkende ſchaffen. Die Bühne iſt in ein Meer von Licht getaucht, auf ihrem vorderen Teil befindet ſich der Kamerawagen. Während aan alſo verher das empfangene Bild ſah, kann man hier der bei eicier Lichtflut von 80 Kilowattſtunden er⸗ folgenden Aufnahme beiwohnen. Die Vorfüh⸗ rungen und Uebertragungen erfolgen ſtündlich. Jei der Zwiſchenzeit werden Filme ferngeſen⸗ det. Auf einem beſonderen Wege gelangt man dann wieder in die Ausſtellung zurück. Für den Beſucher unſichtbar ſind noch zahlreiche tech⸗ niſche Räume ſowie Garderoben⸗ und Um⸗ kleideräume eingebaut worden. 7* Vor der Preſſe dankte Dr. Kikiſch vom In⸗ ſtitut für Kultur und Wirtſchaftspropaganda ganz beſonders der Stadtverwaltung Mann⸗ heim für die Unterſtützung, die ſie bei der Vor⸗ bereitung zur Ausſtellung gewährt hat. Der Weg zum Dolksrundfunk Gauhauptſtellenleiter Dipl.⸗Ing. Karl Adel⸗ mann umriß in großen Zügen die Wichtigkeit des Rundfunks, der ja ſeit dem Jahre 1933 in den Mittelpunkt des nationalen Geſchehens ge⸗ ſtellt wurde. Allein deswegen ſei es notwendig, daß der deutſche Rundfunk zu einem Volks⸗ rundfunk wird und jeder Deutſche einen Rundfunkempfänger beſitzt. Für den Deutſchen ſei es Pflicht, die Preſſe zu leſen und Rund⸗ funkhörer zu ſein. Dr. Schäffer vom Inſtitut für Kultur und Wirtſchaftspropaganda beſchäftigte ſich in ſeinen Ausführungen mit dem deutſchen Ausſtellungs⸗ weſen, das früher rein wirtſchaftlich orientiert war, ſeit dem Jahre 1933 aber in die politiſchen Propagandamittel eingereiht wurde. Grundſatz im deutſchen Ausſtellungsweſen nach dem Jahre 1933 war die Abſtimmung der Ausſtellungen auf die Beſucher. Die Ausſtellungen wenden ſich jetzt an alle Volksgenoſſen und ſind ſo geſtal⸗ tet, daß jeder Beſucher verſteht, was ſie wollen. Wie ſehr man hierbei auf dem richtigen Wege iſt, beweiſt die Erhöhung der Beſucher⸗ ziffer. Während im Jahre 1933 noch 25 000 Be⸗ ſucher im Durchſchnitt auf jede im Reich durch⸗ geführte Ausſtellung kamen, erhöhte ſich dieſe durchſchnittliche Beſucherzahl bis zum Jahre 1937 auf 65000. Im Jahre 1938 kam man— ohne Berückſichtigung der den Abſchluß bilden⸗ den Südweſtdeutſchen Rundfunkausſtellung in Mannheim— bereits auf 135 000 Ausſtel⸗ lungsbeſucher je Ausſtellung im Durchſchnitt. Planetarium. Am Montag, 28. November, ſpricht Prof. Dr. K. Feurſtein im zweiten Vortrag der Reihe„Strahlung und Le⸗ ben“ über Teilchenſtrahlung(Atomſtrahlen— Strahlung aus Bauſteinen der Materie— Das Atommodell). Den Vortrag erläutern Experi⸗ mente uno Lichtbilder. Heute kommt der Weihnachtsmann Feierlicher Einzug um 17 Uhr/ Begrüßung am Waſſerturm Es iſt ja kein Geheimnis mehr, daß am heu⸗ tigen Samstag der Weihnachtsmann ſei⸗ nen Einzug in Mannheim halten wird und daß während des Einzugs überall die feſt⸗ lichen Lichter der eigens für die Weihnachtszeit geſchaffenen Straßenausſchmückung aufleuchten. Daß es ſich wirklich lohnt, dieſem Einzug des Weihnachtsmannes beizuwohnen, wollen wir ſchon im voraus mit der genauen Zugsfolge be⸗ weiſen: Ein Anführer im. Prunkkoſtüm.— Sechs Sternenträger.— Bläſerkorps(Kapelle Schö⸗ nig).— Der vierſpännige Schlitten des Weih⸗ nachtsmannes. Vier Knecht Rupprechte als Pferdeführer mit Schellengeläute.— Weih⸗ nachtsengel.— Acht Schneemänner mit Tan⸗ nenbäumen.— Der Hampelmann.— Tanzende Rieſenäpfel.— Die großen Lebkuchen.— Eine ſchöne Puppenſchachtel.— Rieſentrommel.— Die großen Kindertrompeten.— Wunſchzettel der Kinder zum Weihnachtsfeſt.— Lebendige Bleiſoldaten.— Schaukelpferdwagen.—„Die ſieben Zwerge“ mit Laternchen.— Pagen.— Der ſchöne Prinz aus dem Märchenland.— Pagen.— Sechs Prunkreiter. Im Anſchluß an dieſe Gruppen kommen dann die Zuckerbäcker, die allerlei Süßigkeiten unter die Menge verteilen und die ſo⸗ mit den„Einzug des Weihnachtsmanns ver⸗ ſüßen werden. Der Zug ſtellt ſich an der Luiſenſchule auf, zieht um den Friedrichs⸗ platz herum und trifft Punkt 17 Uhr am Waſſerturm ein. Hier verkünden Raketen die Ankunft des Weihnachtsmanns, der höchſt perſönlich eine Anſprache halten wird und der ſich dann auch den Tanz der Spielſachen an⸗ ſchaut, die ſich im Gefolge des Weihnachts⸗ manns befinden. Vom Waſſerturm aus nimmt der Zug fol⸗ genden Weg: Durch die Heidelberger Straße — Planken— Paradeplatz bis D2/D3 zur Kunſtſtraße— in der Kunſtſtraße bis O5— Bei Sehlaf'osiekeit das wirkjame, pielbewährte Spe zialmittel Solarum. Schlechter Schlaf zermürbt. Quälen Sie ſich nicht länger! Keine Nachwirkungen. Packg. 18 Tabl. M.26 i..Apoth. dann wieder durch die Planken zum Parade⸗ platz und in der Breiten Straße bis zum Markt⸗ platz— links ab zwiſchen F1 und G1 bis G5/ Gö6 zurück zur Jungbuſchſtraße— Marktplatz— Breite Straße— Friedrichsbrücke— Fried⸗ richsring— Kaiſerring. In den der Mannhei⸗ mer Werbegemeinſchaft angeſchloſſenen Geſchäf⸗ ten wird, wenn der Weihnachtsmann eintrifft, die feſtliche Beleuchtung aufflammen. „Dakenkreuzbanner“ Samstag, 26. Uovember flus dem mHalionaltheoter Heute, Samstag, 20 Uhr, im National⸗ theater„Der Wildſchütz“, komiſche Oper von Albert Lortzing. Muſikaliſche Leitung: Ernſt Cremer.— Morgen, Sonntag, wird in neuer Einſtudierung Richard Wagners„Göt⸗ terdämmerung“ unter der muſikaliſchen Leitung von Karl Elmendorff gegeben. Die Spielleitung hat Intendant Friedrich Branden⸗ burg. Es ſingen: Die Damen Hußka(Brünn⸗ hilde), Müller⸗Hampe(Gutrune), Ziegler Wal⸗ traute), Heiken, Landerich, Rößler und Schmidt und die Herren Hallſtroem(Siegfried), Hein⸗ rich Hölzlin(Hagen), Schweska(Gunther) und Trieloff(Alberich). Beginn der Vorſtel⸗ lung: 17 Uhr. Curt Goetz hat mit eigenem Enſemble vor einer Reihe von Jahren mit der Komödie„In⸗ . im Nationaltheater mit ſehr großem rfolg gaſtiert. Nun erſcheint das Stück zum erſten Male mit eigenen Kräften am 2. De⸗ ember im Spielplan des Nationaltheaters. Es . Ria Roſe die Titelrolle, Lola Mebius (Tante Ottilie), Hans Becker(Ottokar), Erwin Linder(Peter Peter) und Joſeph Offenbach (Diener). Das Bühnenbild entwirft Friedrich Kalbfuß. * Wie wir erfahren, wurde Erich Hall⸗ ſtroem eingeladen, bei den Wagner⸗Feſtſpie⸗ len am Grand Theatre in Bordeaux im Fe⸗ bruar 1939 mehrere Male als Siegmund in „Walküre“ und als Triſtan zu gaſtieren. Die Theaterleitung hat es dem Künſtler ermöglicht, die ehrenvolle Einladung anzunehmen. Komiſche Oper„Doktor und Apotheker“ Die Opernſchule der Hochſchule für Muſik und Theater in Mannheim führt am Donnerstag, 1. Dezember, im Neuen Theater die komiſche Oper„Doktor und Apotheker“ von Carl Ditters von Dittersdorf auf. Die muſikdiſche Leitung liegt in Händen von Direktor Chlodwig Ras⸗ berger; die Spielleitung hat Kammerſänger Richard Schubert. Für die Bühnenbilder zeichnet Ernſt Bekker vom Nationaltheater ver⸗ antwortlich. Ausführende ſind die Opernſchule und das kleine Hochſchulorcheſter. Der Karten⸗ vorverkauf hat begonnen. Kampf um die Freiheit Eine neue Arbeitsgemeinſchaft beginnt Die im Arbeitsplan der Volksbildungsſtätte angekündigte Arbeitsgemeinſchaft„Der Kampf um die deutſche Freiheit geſtern und heute“ (Leiter Dr. Hugo Zeller) wird ihre Arbeit vorausſichtlich Dienstag, 29. November, 20.30 Uhr, aufnehmen. Den Teilnehmern an der Ar⸗ beitsgemeinſchaft wird Gelegenheit geboten, entſcheidende Abſchnitte und Tatſachen der deut⸗ ſchen Geſchichte näher zu betrachten und ihr Wiſfen in eigener Mitarbeit und ſtändigen Ausſprachen zu klären und zu vertiefen. Die ge⸗ ſamte Stoffbehandlung wird von den Fragen und Notwendigkeiten unſeres gegenwärtigen völkiſchen Lebens ausgehen. Anmeldungen zu dieſer Arbeitsgemeinſchaft nimmt die Kreis⸗ dienſtſtelle, Rheinſtraße 3, entgegen. Werkkunſt aus der Oſtmark Eine Ausſtellung in der Kunſthalle Am kommenden Sonntag, 27. November, um 12 ühr eröffnet die Kunſthalle eine umfang⸗ reiche Schau von ausgewählten Arbeiten des Kunſthandwerks und der Kunſtinduſtrie unſe⸗ rer neuen Oſtmark. Zur Einführuna in die wird der Direktor der Kunſtgewerbe⸗ ſchule Wien, Prof. R. Obſieger, ſprechen. Anſchließend Führung durch die Ausſtellung durch Prof. Niedermoſer, ebenfalls von der Kunſtgewerbeſchule Wien. Morgenfeier der hJ verſchoben Die für den morgigen Sonntag, 27. Novem⸗ ber, 10 Uhr, beabſichtigte Morgenfeier der Hitler⸗Jugend im Nibelungenſaal findet nicht ſtatt. Ihre Durchführung wird an einem ſpäteren Zeitpunkt erfolgen. Der neue Termin wird rechtzeitig veröffentlicht werden. Totografieren bei Tuftſchutzübungen Nach einem Erlaß des Reichsluftfahrtmini⸗ ſteriums iſt bei Luftſchutzübungen das Foto⸗ . ausſchließlich der Aufnahmen aus er Luft, grundſätzlich geſtattet. Die Veröffentlichuna der Lichtbilder oder Filme unterliegt jedoch der Genehmigungspflicht. Wenn aus beſonderen Gründen ein Geheim— haltungsbedürfnis für beſtimmte Vorgänge be⸗ ſteht, ſo wird ein Sicherungsbereich bekannt ge⸗ macht, innerhalb deſſen das Fotografieren nur mit Genehmiguna des Luftgaukommandos oder ſeines Beauftragten zuläſſig iſt. Schulkinder ſollen Buchechern ſammeln Im Hinblick auf die Bedeutung der Buch⸗ eckernſammlung für die Rohſtoffwirtſchaft hat der Reichserziehungsminiſter die Länderverwal⸗ tungen erſucht, die Lehrer aller Schulgattungen Zuſmeenen. die Kinder auf dieſe Sammlung aufmerkſam zu machen. Das Sammeln von Bucheckern muß in der ſchulfreien Zeit erfolgen. Eine Beurlaubung von einzelnen Kindern oder Klaſſen iſt mit Rückſicht auf die Erfor⸗ erniſſe der Schularbeit nicht angängig. Auszeichnung von Angehörigen der Luftwaffe. Generalfeld marſchall Göring hat beſtimmt, daß Wehrmachtbeamte und Angehörige des In⸗ genieurkorps der Luftwaffe bei der Vollendung von 40 Dienſtjahren durch Ueberreichung ſeines Bildes ausgezeichnet werden. Es kommen für die Ueberreichung des Bildes nur ſolche Wehr⸗ machtbeamte und Angehörigen des Ingenieur⸗ korps in Frage, die nach dem 30 Januar 1938 in der Luftwaffe die 40jährige Dienſtzeit voll⸗ endet haben oder in Zukunft noch vollenden zab ſich der Auszeichnung würdig erwieſen aben. Sängerhalle Germania Neckarau. Eine ſtolze Tradition unſerer Stadt Erſte preſſebeſichtigung der Städt. hochſchule für Muſik und Theater Die Anweſenheit zahlreicher Preſſevertreter aus dem Gau Baden, aus der Saarpfalz und aus dem Gau Heſſen⸗Naſſau in Mannheim gab Oberbürgermeiſter Renninger Veran⸗ laſſung, zu einer Beſichtigung der neuen Hoch⸗ ſchule für Muſik und Theater einzuladen. Im Kammermuſikſaal der Hochſchule hieß Direktor Chlodewig Rasberger im Namen des Oberbürgermeiſters die Vertreter der Par⸗ tei— mit Kreisleiter Schneider an der Spitze— des Staates und der Preſſe willkom⸗ men, um dann darzulegen, wie ſehr Mannheim eine Stadt mit traditioneller Kunſtpflege iſt und auf eine große muſikaliſche Vergangenheit zurückblicken kann. Dieſe Dafie für das Muſikleben ſei auch für die weitere Entwicklung maßgebend geweſen, zumal gerade der Pfälzer ſeine Liebe zu Muſik und zum Theater allezeit bewahrt habe. In großen Zügen umriß Direktor Rasberger die Entwicklung der für Muſik und Theater ſeit dem Jahre 1933. In vier Jahren ſtieg die Schülerzahl von 126 auf 760. Als beſondere Vorausſetzun⸗ gen für die Steigerung und die Entwicklung wurden herausgeſtellt: Die allgemeine Förde⸗ rung des muſikaliſchen und künſtleriſchen Le ⸗ bens, die Weckung künſtleriſcher Inſtinkte und die der Kunſt zuteil gewordene Förderung durch den Staat. Daß gerade die Hochſchule für Muſik und Theater in Mannheim dieſen Aufſchwung zu verzeichnen habe, ſei ein Beweis für die anerkannten Leiſtungen dieſes Inſti⸗ tuts. Weiteſte Volkskreiſe könnten ihren Kin⸗ dern wieder eine Muſikerziehung zukommen laſſen und es ſei eine erfreuliche Tatſache, daß zum Schülerkreis der Hochſchule Kinder 15 hören, deren Väter in allen möglichen Be⸗ rufen tätig ſind. Ein hochwertiger, eſchloſſener und einheitlich ausgerichteter ehrkörper biete die Gewähr für eine ordentliche Ausbildung. Eine Beſichtigung aller Räume der Hochſchule ſchloß ſich an dieſen Begrüßungsakt an. Bei einem ſpäteren Beiſammenſein konnte noch Stadtrat Hofmann die Grüße des Oberbürgermeiſters überbringen. In der An⸗ ſprache wurde erneut die Tatſache unterſtrichen, daß Mannheim nicht die Fabrikſtadt iſt, für die man es im allgemeinen hält. Die Neueinrich⸗ tung der Hochſchule für Muſik und Theater ſei ein weiterer Beweis dafür, daß Mannheim auch gewillt iſt, ſeine Tradition als Stadt der Kunſt zu wahren. —— Bekennſt du dich zu Adolf Hitler? Die Durchführung der Ergänzungswahlen zum Großdeutſchen Reichstag Das Reichsgeſetzblatt Nr. 196 vom 22. No⸗ vember bringt eine Durchführungsver ⸗ ordnung des Reichsminiſters zum Geſetz über die Ergänzungswahlen zum Großdeutſchen Reichstag, in der auch der amtliche Wahlzettel bekanntgegeben wird. Der Wahlzettel hat folgenden Wortlaut: Sudetendeutſche Ergänzungswahl zum Großdeutſchen Reichstag Wahlzettel Bekennſt Du Dich zu unſerem Führer Adolf Hitler dem Befreier des Sudetenlandes, und gibſt du Deine Stimme dem Wahlvorſchlag der Nationalſozialiſtiſchen Deutſchen Arbeiterpartei? dieſer führt an ſeiner Spitze folgende Namen auf: 1. Adolf Hitler 2. Konrad Henlein 3. Karl Hermann Frank Za — Weiter enthält dieſe Verordnung Beſtimmun⸗ gen über die Teilnahme der im Ausland lebenden Sudetendeutſchen, denen— wie auch bei den früheren Reichstagswahlen üblich— die Teilnahme an der Wahl ermöglicht wird. Zu dieſem Zweck werden auf folgenden Ueber⸗ gangsbahnhöfen des Altreiches, der 4 und der ſudetendeutſchen Gebiete Wah lokale eingerichtet(Stimmabgabe im Reiſeverkehr): Aachen(Hbf.), Crannenburg, Deutſch⸗Eylau, Emmerich, ydtiuhnen. 3470*8(Breis⸗ gau), Friedrichshafen(Hafenbf.), Groß⸗Boſch⸗ pol(Pommern), Kehl, Konſtanz, Lindau, Das Neubentſchen, Tilſit, Trier, Lun⸗ denburg, Engerau, Bruck a. d. Leitha, Bruck⸗ Neudorf, Radkersburg, Spielfeld, Villach, Blei⸗ burg, Feldkirch, Luſtenau, Jennersdorf, Sillian, Steinach a. Br., Wien(Süd⸗, Oſt⸗, Nord⸗, Franz⸗Joſef⸗Bahnhof). Die wahlberechtigten, im Ausland lebenden Sudetendeutſchen können auf Grund von Stimmſcheinen wählen, die entweder von den diplomatiſchen oder konſulariſchen Vertretungen des Reiches im Ausland oder auch bis zum letzten Tag vor der Wahl von den größeren Gemeinden im Inland aus⸗ geſtellt werden. * Der Städtiſche Informationsdienſt gibt hier⸗ zu ergänzend bekannt: Es wird nochmals darauf hingewieſen, daß die Wählerliſte heute Samstag und morgen Sonntag jeweils durchgehend von 8 bis 18 Uhr auf dem Städtiſchen Wahlamt in N 2, 4, zuröffentlichen Einſicht auf⸗ liegt. Anträge auf Ergänzung oder Berichti⸗ gung der Liſte werden während dieſer Zeit vom Städtiſchen Wahlamt entgegengenommen. Insbeſondere werden Wahlberechtigte, die noch keine ſchriftliche Nachricht über ihren Eintrag in die Wählerliſte(Stimmliſte) erhalten haben, aufgefordert, ſich dort zu melden. Ausweispa⸗ piere ſind mitzubringen. Stimmſcheine für die im Geſetz vorgeſehenen Fälle werden vom Wahl⸗ amt bis zum 3. Dezember 1938 ausgeſtellt. Erweckt es zu klingendem Leben.. ... das ſchöne deutſche Dolkslied/ Offenes Liederſingen zur Gaukulturwoche Mit einem Volksliedſingen ſollte innerhalb der Gaukulturwoche die notwendige Breitenarbeit, die zur Volkskultur geleiſtet wer⸗ den muß, dokumentiert werden. Muſikdirektox Max Adam erinnerte daran, wie tief einſt Leben und Lied eine Einheit bildeten. Bei unſeren Vorfahren war das Lied ein Stück —5 Lebens ſelbſt und vom erſten morgenlichen laſen des Turmwächters bis zum Liede des Nachtwächters begleitete Geſang und Muſik die Arbeit und die Freizeit. Unſere Zeit aber hat keine lebendige Beziehung zum Volkslied mehr: wohl birgt das Freiburger Volksliedarchiv über 200 000 Lieder, aber ſie leben nicht mehr im Volke. Die Männergeſangvereine haben manche übernommen, und ſie als wirkſames Konzert⸗ ſtück im mehrſtimmigen Satz vorgeſungen. Aber das ſteht eigentlich dem Weſen des Volksliedes entgegen und macht es nicht wieder lebendig. In unſeren Tagen, in der Zeit des großen Geſchehens aber klingen„auf den Märkten und Gaſſen“ neue Lieder auf. Im Kampflied der Bewegung und im neuen Gemeinſchaftslied bildet ſich ein neues, aus dem Erleben des Volkes kommendes Volkslied, und plötzlich ſtehen wir auch dem Volksliede der Vergangen⸗ heit mit tieferem und größerem Verſtändnis gegenüber. Im deutſchen Liede die Seele un⸗ ſeres Volkes zu finden, dieſen koſtbaren Schatz wieder zu klingendem Leben zu bringen, iſt eine ſchöne und große Aufgabe. Ein Mannheimer Geſangverein hat ſich ſchon ſeit Jahren tatkräftig für die Pflege und Ver⸗ breitung des Volksliedes als wahren Gemein⸗ ſchaftsliedes eingeſetzt. Es iſt Max Adams Ihre offene Sinaſtunden haben dem Volkslied ſchon zahl⸗ reiche Freunde zugeführt, und wer einmal Ge⸗ legenheit hatte, die friſche Begeiſterung, die bei jedem Liederſingen herrſcht, kennen zu lernen, wird ſicher davon„angeſteckt“ heimkehren. Auch dieſes Mal hatte ſich die Sängerhalle Germania in vorbildlicher Treue für die Sache in ſtatt⸗ licher Zahl zum offenen Liederſingen eingefun⸗ den, und ſie war eifrig und zuverläſſig im Vor⸗ ſingen. Ihre Singfreude wirkte ſo mitreißend, daß ſich keiner ihr entziehen konnte. Mit einigem Erſtaunen ſah man, daß auch drei weitere Geſangvereine als Ausführende ge⸗ nannt waren, von denen es ſämtliche Sänger vorgezogen hatten, ſich die Beteiligung an der Kulturarbeit zu ſchenken. Man wird dar⸗ aus lernen müſſen. Das Kulturprogramm des Deutſchen Sängerbundes hat den Geſangver⸗ einen ausdrücklich die Pflege und Verbreitung des Volksliedes vorgeſchrieben. Grundſätzlich ſei dazu bemerkt, daß das mehrſtimmige Kon⸗ zertſingen eines Volksliedes nur Mittel zum Zweck ſein kann. Das Volkslied hat nur Sinn, wenn es in der Gemeinſchaft lebt. Wenn die Geſangvereine nicht in der Lage ſind, dazu beizutragen, daß es wirklich wieder das Lied der Gemeinſchaft wird, daß man es nicht ver⸗ künſtelt und mit Pathos vom Podium herunter ſingt, ſondern in froher Runde, bei der Arbeit, im Tanze uſw., verſagen ſie auf einem Gebiete, das ihnen in allererſter Linie überhaupt erſt Berechtigung gab. Aber es gab die Sängerhalle Germania Nek⸗ karau, und mit ihr konnte ſich Muſikdirektor Mar Adam ſchon daran wagen. mit den ſangesfreu⸗ digen Beſuchern der Singſtunde das Volkslied⸗ ſingen aufzunehmen. Zuerſt ſang man eine Reihe ſchöner Ständelieder, nachdem man ſelbſt⸗ verſtändlich vorher„Zum Lobe der Muſik“(von Rudolf Ahle) geſungen hatte. Vom Bauern, Bergmann, Fuhrmann, Soldaten wurden ſchöne Lieder raſch eingeübt. Mit Laune und Humor beſorgt das Max Adam, und er macht aus den Unmuſikaliſchſten noch einen brauchbaren Chor. Man ſang ſo ſchön, daß man bald ſelbſt Freude daran hatte. Auch ein Kanon, E. Lothax von Knorrs„Wir Werkleute all“ machte nicht die geringſten Schwierigkeiten. Nach den Ständeliedern gab es einen ſ 5 Kranz' von Geſelligkeits⸗,, Liebes⸗ und Tan liedern, wie man ſie zum Feierabend gern ſin Damit die vielen Sänger auch einmal ver ſchnaufen konnten, gab der Chor der Wu halle Germania das eine oder andere Volkslie im guten Männerchorſatz zum beſten. Mit de „Jungbrünnlein“ und dem markigen un ward das Los W klang die frohe Sing⸗ ſtunde aus. War der Kreis auch nur klein, man hatte doch ſeine herzliche Freude dabei. B. Gaſthörer an Hochſchulen Nach den Richtlinien für die ſchuln Gaſthörer an den deutſchen Hochſchulen iſt ne⸗ ben dem Nachweis über die Vorbildung der die Abſtammung zu führen. Bei Bewerber die der Partei und ihrer Gliederungen angehö⸗ ren, gilt nach einem Erlaß des Reichserzie⸗ hungsminiſters der Abſtammungsnachwei durch Vorlegung des endgültigen Mitglieds⸗ ausweiſes und eine ſchriftliche Verſicherung al erbracht. Das gleiche gilt für Wehrmachtsan⸗ gehörige, die befördert worden ſind. In dieſen Fällen genügt die Vorlage des Wehrpaſſes. 70. Geburtstag. Am heutigen Samstag 1 Richard Graf, Betriebsführer und Inhaber der ſeit 65 Jahren beſtehenden Eiſengießere Richard Graf, im Kreiſe ſeiner acht Kinde noch jugendfriſcher Geiſt und eine körperlich außergewöhnliche Rüſtigkeit zeichnen den Jubſ lar aus, der bei den Gefolgſchaftsmitglieder ſeines Betriebe, wie auch als Privatmann, feinem Wohnort Friedrichsfeld in gutem Anſehen ſteht. Wir gratulieren. 70 Jahre alt. Bei guter Rüſtigkeit kann Frau Kunigunde Lift, geb. Kolb, Riedfeldſtraße 3 heute, Samstag, 26. November, ihren 70. G burtstag feiern. Wir gratulieren. 76. Geburtstag. Frau Barbara Höfler Luiſenring 53, feiert am Samstag, 26. Novem ber, ihren 76. Geburtstag. Wir gratulieren. Goldene Hochzeit. Das Feſt der goldenen Hochzeit feiert heute Daniel Klag, Meerfeld⸗ ſtraße 40, mit ſeiner Ehefrau Magdalene, geh. Harth. Unſere herzlichen Glückwünſche. Ku Fwigsha Vorſicht, Fahrzeugführer! Vor einigen Wochen wurde beſtimmt, daß an ganz beſonders gefährlichen Kreuzungen, wo ſich wiederholt ſchwere Unfälle ereignet haben, juk beſſeren Regelung der Vorfahrt in der Reben⸗ ſtraße das Zeichen„Halt, Vorfahrt auf de Sen achten!“ aufzuſtellen iſt. Dieſes Zei⸗ chen verpflichtet alle die Fahrbahn benützend Verkehrsteilnehmer der Nebenſtraße, vor Ueberkreuzung der Hauptſtraße und zwar mit der vorderen Begrenzungslinie des Fahrzeugs an der roten Haltelinie auf der Fahrbahn(in Höhe der Häuſerflucht) anzuhalten. Die Weiterfahrt darf erſt erfolgen, wenn der ſich durch einen Blick in die auptſtraße überzeugt hat, daß dieſe frei m. Die Polizeidirektion hat zunächſt nur die Rohr⸗ lachſtraße an der Kreuzung mit der Franken Was iſt beſſer, öfter Schuhe kaufen oder öft Erdal? Kein Zweifel, öfter Erdal, zumal jeiz bei dem billigeren Preis! Die Schuhe halte länger und bleiben länger ſchön, denn Erda pflegt das Leder, es erhält länger ſeine 6 jchmeidigkeit und ſeine Waſſerdichtigkeit un hilft damit ſparen. Jetzt koſtet die Normaldof ſchwarz 20 Pfg., farbig 25 Pfg. thaler Straße als Stopſtraße kennzeichnen laſſen. Die Nichtbeachtung des Haltezeichens g dieſer Kreuzung hat nicht nur erhebliche B ſtrafung, ſondern auch das Ablaſſen der Luf aus den Fahrzeugreifen, in ſchweren Fällen di Entziehung des Führerſcheins zur Folge. Darum! Fahrzeugführer! Beachtet das Halte⸗ eichen an der Kreuzung der Rohrlach⸗ und Frankenthaler Straße! Gewährt den Verkehrz„ der Frankenthaler Straße die Vonn ahrt! 4 Hubert Giese ler und internatio Festkonzert des R Samstag, im Nihe) den tonmalerisch Feinheit seines g5 Freunde erwerbeit der Ausſtellun, ſchüftswelt der Vielfach iſt e bende in der K keit hat, alles d anfertigen und Verhältniſſe ſin jeder Geſchäfts. Schaufenſter. wenn ſich Hant tmun, um in eine kaufs⸗Ausſtellu reich und reg Recht; denn ge⸗ nachten regt ſich das Intereſſe 4 VWaren erreicht aus aber iſt ei treiben, weil ſie und der Vielfäl im Gedäc wird vielleicht e Handwerker ode eines Gegenſtan Weihnachtsmeſſe ſich immer einſt Die Ladenbur tiger Rundgang EIEK T SGeräfe nosELH Fritz Adolf-H. Georg guchhandlu MARKTF 1Jos. Neugesse 3 Hoff „haßenkreuzbanner“ Samstag, 26. Uovember 1058 d ſelbſt Freude E. Lothax von achte nicht die s einen ſchönen es⸗ und Tanz⸗ hend gern ſingt, ) einmal ver⸗ or der W ndere Volkslied eſten. Mit dem narkigen„Uns die frohe Sing⸗ nur klein, man dabei. B. jchulen Zulaſſung als chſchulen iſt ne⸗ bildung der für Bei Bewerbern, rungen angehh⸗ es Reichserzie⸗ mungsnachweiß gen Mitglieds⸗ Berſicherung als gadenburg, 26. Nov. Nach wochenlan⸗ gen Vorbereitungen öffnen ſich heute die Tore der Ausſtellung, mit der die einheimiſche Ge⸗ ſchuftswelt der Bevölkerung Ladenburgs und der Umgebung zeigen will, was Handwerk und Gewerbe leiſten. Vielfach iſt es doch ſo, daß der Gewerbetrei⸗ bende in der Kleinſtadt gar nicht die Möglich⸗ keit hat, alles das zur Schau zu ſtellen, was er anfertigen und liefern kann. Die räumlichen Verhältniſſe ſind nun einmal kleiner, und nicht jeder Geſchäftsmann verfügt über ausreichende Schaufenſter. Deshalb iſt es gut und richtig, wenn ſich Handwerk und Gewerbe zuſammen⸗ tun, um in einer einheitlich ausgerichteten Ver⸗ Wehrmachtsan⸗ laufs⸗Ausſtellung den Beweis für Güte und ſind, In dieſen Preiswürdigkeit ihrer Waren zu er⸗ Wehrpaſſes. bringen. Samstag Die in den letzten Jahren durchgeführten und Inhaber Weihnachts⸗Ausſtellungen waren erfolg⸗ n Eiſengießerel reich und regten zur Wiederholung an. Mit er acht Kinder Recht; denn gerade in den Wochen vor Weih⸗ Zeburtstag. Ein nachten regt ſich die Kaufluſt am ſtärkſten, und eine körperlih das' Intereſſe der Käufer für ganz beſtimmte afiamiet Baren erreicht ſeinen Höhepunkt. Darüber hin⸗ fet dn Gelegenheit, Werbung auf lange Sicht zu be⸗ neiben, weil ſie mit ihrer ganzen Aufmachung greit lann Frun und der Vielfältigkeit deſſen, was ſie zeigt, noch iedfeldſtraße lange im Gedächtnis haftet. Mancher Beſucher „ſihren 70. Ge⸗ wird vielleicht erſt nach Monaten den Weg zum n. Handwerker oder Kaufmann finden, weil er ſich bara Höfler eines Gegenſtandes erinnert, den er in der tag, 26. Novem⸗ Veihnachtsmeſſe ſah. Aber ein Erfolg wird Hratulieren. ſich immer einſtellen. 41 Meerſeſ Die Ladenburger Geſchäfte ſind, wie ein flüch⸗ Magbalene, gel, niger Rundgang zeigt, faſt vollzählig ver⸗ vünſche. 4 aus aber iſt eine folche Ausſtellung die beſte treten. Ein großer Weihnachtsbaum gibt dem Saal den feſtlichen Mittelpunkt; er iſt auch das Wahrzeichen für das Angebot an vielerlei Wa⸗ ren, die ja doch zum größten Teil als Ge⸗ ſchenke erworben werden ſollen. In der Kon⸗ ditorei bietet ſich ein Ueberblick und zugleich Gelegenheit zum Ausruhen, obwohl die Aus⸗ ſtellung nicht beſonders umfangreich iſt. Darin liegt aber ihr unbeſtreitbarer Vorteil, denn niemand wird ſich den Eindrücken entziehen kadenburgs bewerbe zeigt ſeine Teiſtungen Die Weihnachks⸗Verkaufsmeſſe in der Städtiſchen Turnhalle wird heute eröffnel können, die eine räumlich begrenzte Schau macht. Einzelheiten bleiben beſſer haften. Wenn wir nach der Eröffnung genauer über die Ausſtellung berichten, hoffen wir ſchon von einem zahlreichen Beſuch ſprechen zu können. Die Erfahrungen der früheren Jahre brechtigen dazu. Geöffnet iſt die Ausſtellung heute ab 16 Uhr und am morgigen Sonntag, ferner am nächſten und übernächſten Wochenende. Den unternehmungsluſtigen Ausſtellern iſt ein ſchö⸗ ner Erfolg zu wünſchen. Der beſcheidene Bruder der Kunſt Deutſche Werkkunſt der Gegenwart/ Dr. paſſarge ſprach in der Kunſthalle Erſt dann iſt die kulturelle Erneuerung, um die ſich unſere Zeit ſo heiß bemüht, vollkom⸗ men, wenn auch der beſcheidenere Bruder der Kunſt, das Kunſthandwerk, dieſe neue innere Haltung zum Ausdruck bringt. Ja, vom künſtleriſch geſtaltenden Handwerk aus vermögen wir erſt dieſe große Linie zur Kultur der Zeit zu ziehen und, indem wir uns bewußt mit werkkünſtleriſch zeitgemäßen Dingen umgeben, uns reſtlos in ſie einzufügen. Es iſt daher ſinngemäß, daß gerade im Rah⸗ men der Gaukulturwoche über das Thema der deutſchen Werkkunſt der Gegen⸗ wart geſprochen wurde. Dr. Paſſarge, der am Donnerstag in der Kunſthalle ſprach, gab einen Ueberblick über das kunſthandwerkliche und werkkünſtleriſche Schaffen der Gegenwart und wies zugleich an einer en f Bildern nach, daß auf allen dieſen Gebieten ſowohl von einzelnen hervorragenden Künſtlern als auch von einzelnen Werkſtätten und Induſtrien eine vollendete Formgebung und eine die innere Haltung unſerer Zeit— Schlichtheit und Lau⸗ terkeit— zum Ausdruck bringende Geſtaltung gefunden iſt. Bewußt, ſo führte Dr. Paſſarge aus, knüpft unſere Zeit an die Werkkunſt der Vergangen⸗ heit an, nicht im Sinne jedoch irgendeiner Stilnachahmung, wie ſie ſo charakteriſtiſch ge⸗ weſen iſt für den inneren Zerfall der Zeit um die ſondern ſie befolgt das Geſetz der ewiggültigen Form, wie ſie ſich zu allen Zeiten aus dem Zweck und aus dem Werkſtoff ſelbſt ergeben hat. Zu der Geſchloſ⸗ ſenheit und Einfachheit, dabei aber ſchönſter Lebendigkeit bäuerlicher Kultur führt heute wie⸗ derum eine Brücke. So haben junge aus dem modernen Alltag hervorgegangene Kunſthand⸗ werker, z. B. die jungen Töpfer, die abgebro⸗ chene Linie zur guten Volkskunſt wieder her⸗ geſtellt, ſo ſind aber auch von altersher geübte Künſte wie die Glasbläſerei im Oſten, die Sil⸗ ber⸗ und Goldſchmiedekunſt im Süden Deutſch⸗ lands, die Handwebekunſt(beſonders im Nor⸗ den) zu neuer Bedeutung erwacht. Deutſchland geht auf dieſem Wege mit voran. Gerade, daß die Herſtellung guter Maſſen⸗ ware in vorbildlich geleiteten und beratenen induſtriellen Betrieben geſichert iſt, erſcheint beſonders begrüßenswert. Auch der minderbe⸗ mittelte Volksgenoſſe hat auf dieſe Weiſe Ge⸗ legenheit, ſeinen Alltag zu kultivieren, ſchön zu geſtalten. Die Staatliche Porzellanmanufak⸗ lur z. B. und die Lauſitzer Glaswerke haben ſich hier einen nicht nur in Deutſchland geachteten Namen geſchaffen: Die Bilder, die die Werke bekannter und be⸗ rühmter deutſcher Künſtler und Künſtlerinnen — zum Teil auch aus dem Beſitz der Kunſt⸗ halle ſelbſt— darſtellten, machten die Worte Dr. Paſſarges anſchaulich. Der Vortrag war geeignet, einen umfaſſenden Ueberblick zu geben über die deutſche Werkkunſt in ihren beſten Vertretern und Vertreterinnen. Nicht nur Por⸗ zellanmanufaktur, Keramik und Glasmacher⸗ kunſt kamen zu Wort, ſondern auch die Bild⸗ weberei, die Schmiedekunſt, die Schriftkunſt und die Buchbinderei, die Fotografie und ſelbſt die Spielzeugherſtellung. St. „Juden ohne Maske“ Heute abend Filmvorführung Das Kreispropagandaamt der NSDApP zeigt heute abend in einer Spätvorſtellung um 23 Uhr in der„Alhambra“ den Film„Juden ohne Maske“. Es handelt ſich um eine Zu⸗ ſammenſtellung von Ausſchnitten aus Filmen, die von Juden erdacht und von Juden darge⸗ ſtellt wurden. Daß ſie gegen die Juden ſprechen, dafür haben die Juden ſelbſt geſorgt. Sie ha⸗ ben damit ſelbſt das Material geliefert, um den Juden ohne Maske zu zeigen. Im Beipro⸗ gramm läuft der Film„Mannesmann“ ſowie der deutſche Großfilm„Adolf Hitler in Italien“. Der Eintrittspreis beträgt auf allen Plätzen 40 70 Karten ſind nur noch in beſchränkter Anzahl erhältlich im Vorverkauf im Fotohaus Schimot, N 2, 2, ſowie an der Abendkaſſe des „Alhambra. e . Adelmann eſtimmt, daß an izungen, wo ſich EIEKTRO— RA010 gnet haben, zui in der Neben⸗ örfahrt auf der iſt. Dieſes Zei⸗ ihn benützenden ſtraße vor, der und zwar mit Geröte in großer Auswahl —III — des Fabrhelg p1GBELHAlUS r Fahrbahn lin —. wenn der Fritz Bãuerle en Blick in die ß dieſe frei iſt. t nur die Rohr⸗ it der Franken⸗ 1 r Adolf-Hitlerstroße 23 zufen oder öfter dal, zumal jetzt Schuhe halten ön, denn Erdal inger ſeine Ge⸗ rdichtigkeit und Georg Guckenmus Buchhandlung · Bürobe derf die Normaldoſe MARKTPLATZ ze kennzeichnen L Darh 4 3 4—— erhebliche Ben laſſen der Luſt 3 f heren Fällen die Römer 2 rog erie zur Folge. ichtet das Halte⸗ Rohrlach⸗ und t den Verkehrs⸗ Straße die Vor⸗ 105S. HIEBER Neugosse 3 74 ————— N. Hoffmeister nandgemoltes Horzellan Welnheimer We g34 5551 3* 4 . 110 I — ,, e, i, 2 W4 n, 7+4 4 L — — * * 105. THONIE Kirchenstraße 23 WVilly NMüller Haupf⸗ Lieferanf für Krankenkasse Hermann Scherer Orthopãdiĩe Schuhmachermeisfer ... am Martfinsfor dolf Vorgeiiz Polster- u. Tapeziermeister Josef Würzburger Preissingstraße 13 —— 4 B au- u. Möbelschreinerei Manufakfurwaren straße Uhrmacher und Optiker 4 X + IX u,, Verkehrsverein e. V. ladenburg städt. Turnhälle in Ladenburg croße Weimnachtsvemaufsmesse in Tssenure GEBn. NILSON Schuhfabrik Ladenburg i. B. Eligene Hersfellung von lerschsfliefeln, Arbeilfsschunen in Kräffiger Ausführung Adda- Alleinverkauſ I Salamander- Alleinverkauf ragende Künst- „ wird bei dem Stuttgart heute, Hannheim durenh — die melodische dpiels sich neue Privataufnahme „hakenkreuzbanner“ 5 Samstag, 26. Nover 0 Cas ist Heute(os? Samstag, 26. November: Nationaltheater:„Der Wildſchütz“, Oper von Albert Lortzing: Anfang 20 Uhr, Ende 22.45 Uhr. Tag des Rundfunks(Rhein⸗Neckar⸗Hallen): Eröffnung der Südweſtdeutſchen Rundfunk⸗Ausſtellung durch den Präſidenten der Reichsrundfunfkammer; 11 Uhr. Kunſthalle; Vortrag Univerſitätsprofeſſor Dr. Hamann⸗ Marburg über:„Rembrandt“; 20.15 Uhr. Roſengarten:„Parade der Virtuoſen“, veranſtaltet vom Reichsſender Stuttgart in Verbindung mit Kdoß. Kleinkunſtbühne Libelle: Varieté. Konzert: Plankenkaffee Koſſenhaſchen; Palaſtkaffee „Rheingold“; Kaffee Wien; Mannheimer Hof; Park⸗ hotel; Weinhaus„Hütte“; Grinzingſtube. Tanz:'s Holzkiſtl⸗Bar im Mannheimer Hof, Eremi⸗ tage⸗Bar in der Libelle; Wintergarten; Kaffee Carl Theodor; Parkhotel: Flughafengaſtſtätte; Reichsauto⸗ bahngaſtſtätte, Rennwieſengaſtſtätte. Rundfunk-Proaramm für Samstag, den 26. November Reichsſender Stuttgart:.00 Morgenlied..15 Gym⸗ naſtit..30 Frühtonzert..00 Frühnachrichten..00 Wetter, Marktbericht,.10 Gymnaſtik..30 Morgen⸗ muſik..20 Für dich daheim. 10.00 Der Glöckner⸗ junge von Bartenſtein. 11.00 Feierliche Eröffnung der Südweſtdeutſchen Rundfunk⸗Ausſtellung(aus Mannheim). 12.00 aus Mannheim: Militärkonzert. 13.00 Zeitangabe, Nachrichten, Wetter. 13.15 Mittags⸗ konzert. 14.00 Bunte Volksmuſik. 15.00„Im Gänſe⸗ marſch“. 16.00 Der frohe Samstagnachmittag. 18.00 Tonbericht der Woche. 19.00„Alles dreht ſich um Schani“. 20.00 Nachrichten. 20.10 Feſtkonzert. 22.00 Zeitangabe, Nachrichten. 22.30 Operette, Film, Kaba⸗ rett und Tanz. 24.00—.00 Nachtkonzert. Deutſchlandſender:.00 Glockenſpiel, Morgenruf, Wet⸗ ter..10 Eine kleine Melodie..30 Frühkonzert..00 Nachrichten. 10.00 Hörfolge: Die Tat des Oberſten von Treskow. 10.30 Fröhlicher Kindergarten. 11.30 Dreißig bunte Minuten. 12.00 Muſik zum Mittag, dazw. Zeitzeichen, Glückwünſche und Neueſte Nach⸗ richten. 14.00 Allerlei von zwei bis drei. 15.00 Wet⸗ ter⸗, Markt⸗ und Börſenbericht. 15.15 Barnabas von Geczy ſpielt, anſchl. Programmhinweiſe. 16.00 Muſik am Nachmittag. 17.00 Die eiſerne Orgel. 18.00 Sport der Woche. 18.15 Kammerkonzert. 19.00 Deutſchland⸗ echo. 19.15 Bunte Ausleſe. 20.00 Kernſpruch, Wetter. Kurznachrichten. 20.10 Bunte Abendmuſik. 22.00 Tages⸗, Wetter⸗ und Sportnachrichten, anſchließend Deutſchlandecho. 22.30 Eine kleine Nachtmuſik. 23.00 bis.45 Auftakt zum Rhein⸗Mainiſchen Karneval. Dalen für den 26. November 1938 1857 Der Dichter Joſef Frhr. v. Eichendorff. — in Neiße geſtorben. 1928 Der Admiral Reinhold Scheer, der Sieger in der Skagerrak⸗Schlacht, in Marktredwitz geſtorben. 1937 Funk wird Reichswirtſchaftsminiſter. Kleine Wirtschaftsecke Rhein-Mainische Abendbörse Knapp behauptet An der Abendbörſe beſtand weiterhin etwas Abgabe⸗ neigung, ſo daß ſich die Mehrzahl der Kurſe, obwohl nominell, nur knapp behauptet lagen. Im allgemeinen ergaben ſich Rückgänge von etwa ½ bis ½ Prozent, jedoch auch teilweiſe ſolche bis zu 1 Prozent. Gebrüder Junghans ließen gegenüber dem Frankfurter Kurs um 2 Prozent auf 98 nach. Im übrigen notierten unter anderem IJG Farben 146¼, Vereinigte Stahl 104¼, Hoeſch 114/, Buderus 108, Mannesmann 106, Deutſche Erdöl 124, Geſfürel 130 und Adlerwerke Kleyer 106½. Von Großbankaktien gingen Deutſche Bank um/ Prozent zurück auf 116·¼. Der Rentenmarkt lag bei behaupteten Kurſen ruhig. Reichsanleihe Altbeſitz 130,40, Farbenbonds/ Pro ent niedriger mit 119½. Im Freiverkehr Kommunal⸗Um⸗ ſchuldung unverändert 92,85. Rotterdamer Getreide Rotterdam, 25. November. Weizen(in Hfl. per 100 Kilo): November 3,25, Januar 3,35, März 3,50, Mai 3,55.— Mais(in Hfl. per Laſt 2000 Kilo): November 95, Januar 86/½, März 86, Mai 82½. Gollesdienf-ndelger Evangeliſche Kirche Sonntag, den 27. November(1. Advent) (In allen Gottesdienſten Kollekte für das theologiſche Studienhaus in Heidelberg) Trinitatiskirche:.30 Vik. Schmitt, 10.00 Pfr. Grimm. Neckarſpitze: 10.00 Vikar Schmitt. Konkordienkirche: 10.00 Pfr. Dr. Schütz, 18.00 Poſau⸗ nen⸗Adventsfeier. Chriſtuskirche: 10.00 Pfr. Dr. Weber, 18.00 Vik. Hilmer Neuoſtheim: 10.00 Pfarrvikar Betzel. Friedenskirche: 10.00 Pfr. Bach, 18.00 Vikar Preuß. Johanniskirche: 10.00 Dekan Zoeſt, 20.00 muſikaliſche Abendfeier. Markuskirche: 10.00 Pfr. Speck, 18.00 Adventsfeier. Neckarau:.45 Pfr. Gänger. Lutherkirche: 10.00 Pfr. Jundt. Eggenſtraße:.00 Pfr. Walter. Melanchthonkirche: 10.00 Pfr. Hahn. Zellerſtraße:.30 Vikar Adelmann. Auferſtehungskirche: 10.00 Pfarrer Bodemer, Adventsfeier. Stüdt. Krankenhaus: 10.30 Gottesdienſt. Diakoniſſenhaus: 10.30 Pfr. Scheel. Lanz⸗Krankenhaus: 10.30 Pfr. Kiefer. Feudenheim: 10.00 Pfr. Kammerer. Friedrichsfeld:.30 Vikar Kauſmann. Köfertal: 10.00 Vikar Betz. Käfertal⸗Süd: 10.00 Vikar Metzger, 20.00 Vortrag Pfr. D. Ziegler. Rheinau: 10.00 Vikar Werner. Pfingſtberg:.30 Vikar Werner. Sandhofen:.30 Pfr. Bartholomä. Schönau⸗Siedlung:.30 Vikar Ludwig. Seckenheim:.30 Vik. Walter, 19.30 Abendgottesdienſt. Waldhof:.30 Pfr. Kühn, 18.00 Adventsfeier. Wallſtadt:.30 Pfr. Münzel. Die Kindergottesdienſte finden im Anſchluß an die Hauptgottesdienſte ſtatt. Alt⸗Katholiſche Gemeinde Schloßkirche: 10 Uhr. Erlöſerkirche(Gartenſtadt): 10 Uhr. 20.00 Einem Teil unſerer heutigen Ausgabe liegt ein Proſpekt der Firma Roland GmbhH, Mann⸗ heim, O 4, 7, bei. Wir bitten unſere Leſer um Beachtung. „Der will nit⸗ der Kloowe“ menſch und Tier im Klltag/ Vortrag des Tierſchutzvereins über das pferd Nach den Vorträgen über die Katze und den Hund war diesmal das Pferd an der Reihe. So hatte der Tierſchutzverein für Mannheim und Umgebung für den Donnerstagabend zu einem ſeiner beliebten Vortrags⸗ und Film⸗ Abende in den Saal des„Friedrichspark“ ein⸗ geladen. Was an dieſem Abend über die Ein⸗ ſtellung des Menſchen zum Pferd berichtet wurde, war mitunter erſchütternd. Gute und ſchlechte Beiſpſele aus dem Alltag und aus dem Kriege wieſen in lebhafter Anſchaulich⸗ keit auf die hohe erzieheriſche Aufgabe des Tierſchutzgedankens und ſeiner Organe hin. Mögen die Beiſpiele zur Beſinnlichkeit angeregt haben und auf fruchtbaren Boden gefallen ſein! Einleitend gedachte der Vereinsleiter, Zei⸗ chenlehrer Kunze, der ſich an dieſem Tage zum fünften Male jährenden Unterzeichnung des nationalſozialiſtiſchen Reichstierſchutzgeſet⸗ zes durch den Führer und Reichskanzler. Die⸗ ſes Geſetz, das eine Handhabe zur Verwirk⸗ lichung des Tierſchutzgedankens bedeutet, müßte aber ein toter Buchſtabe bleiben, wenn dem deutſchen Menſchen nicht die dem deutſchen Volke und ſeinem Kulturſtande würdige Ach⸗ tung vor dem Leben und der Unverſehrtheit des Tieres innewohnte. Es muß alſo im Herzen verankert ſein, und die Organiſation des Tier⸗ ſchutzgedankens iſt der Tierſchutzverein, deſſen vornehmſte Aufgabe es darſtellt, dieſen Ge⸗ daheg in unſerem Herzen lebendig zu er⸗ alten. Im Laufe ſeines aus dem Leben ſchöpfenden Vortrages zeichnete der Redner eine Reihe charakteriſtiſcher Typen aus dem Verhältnis des Menſchen zum Pferd. In erſter Linie wid⸗ mete er ſich dem Fuhrmann, von dem er drei Urtypen herausſtellte. Der eine zeichnet ſich da⸗ durch aus, daß er— wie man es vom Men⸗ ſchen als dem höchſten Lebeweſen unbedingt verlangen muß— für die ihm anvertrauten Tiere liebevolles Verſtändnis aufbringt. Das iſt jener Typ, der ſeine Gäule mit dem warm⸗ beinten Anruf„Alla Buwe!“ in Bewegung ringt, der für ihre täglichen Leiſtungen auch einmal entſprechende Anerkennung in irgend einer paſſenden Form bereit hat. Es iſt jener Typ, der auch Verſtändnis dafür aufbringt, daß es einem Gaul auch einmal an einem Tage nicht ſo iſt wie an anderen. Das iſt der Typ von Tierſchützern, die ſich im Leben ſtets auch als Menſchenſchützer erweiſen. Sie brauchen die Peitſche höchſtens einmal zum leichten Antreiben und benützen ſie ſo, wie es den Menſchen in uns nicht beleidigen kann. Sie behandeln ihre Pferde gut und erziehen Art jener, mit ihrem Tier ſie dadurch auch gut. Denn das Pferd iſt von Natur aus edel, willig, geduldig und treu. Ein anderer Typ des Fuhrmanns iſt der, der ſeine Gäule oft ſtundenlang vor dem Wirtshaus in Kälte oder bete ſtehen läßt, um ſich ſelbſt zu erwärmen oder abzukühlen und ſeinen Durſt zu löſchen. Bei Kontrollen durch die Tierſchutzorgane aber werden die„Kloowe“ mit einemmal zu„Buwe“ und jährlich wird derſelbe Stumpen Hafer im Stall vorgezeigt, von dem man nachher behauptet, ein anderes Futter würde man nie verfüttern. Der leider ebenfalls noch immer zu beobachtende letzte Typ iſt jener, der nicht nur mit der Peitſche emp⸗ findlich auf ſie einſchlägt, ſondern gar mit dem Peitſchenſtiel, wenn nicht noch ſchlimmer.„Hü— du Kloowe!“ das iſt 3 on ihnen zeigte der Redner einige erſchütternde Beiſpiele der Mißhandlung von Pferden auf, ſo dieſes Vorkommnis: Ein Pferd konnte in einer Sackgaſſe nicht links und nicht rechts ausweichen. Der Fuhrmann zündete darauf⸗ hin unter dem Leib des Pferdes ein Feuer an— machte ihm alſo buchſtäblich Feuer unter die Beine—, ſo daß das Tier ſchwerſte Verbrennungen erlitt und nach einigen Tagen elendiglich zu Grunde ging. Ein anderes grauenvolles Beiſpiel menſchen⸗ unwürdiger Roheit iſt erſt am Mittwoch in unſerer Stadt ſelbſt aufgedeckt worden. Im Schlachthof kam ein Waggon Schlachtpferde aus Heilbronn an. Der Abſender hatte 13 alte Pferde in dem Waggon ohne jegliche Beglei⸗ tung zuſammengepfercht und den Waggon ver⸗ ſiegelt. Als man ihn in Mannheim öffnete, hielten ſich zwei von den Pferden noch auf ihren Beinen; die anderen lagen teils ſchwer verletzt, teils tot am Boden. Einige mußten ſofort an der Verladerampe geſchlachtet werden und ſieben führte man in einen Stall, wo die Tiere einſtweilen gepflegt werden, damit ſie durchgebracht werden können. Hoffentlich wird ſich die Polizei dieſen Schweinehund kaufen. Der weitere Verlauf des Vortragsabends brachte auch eine Anzahl ſchöner Beiſpiele des Verhältniſſes zwiſchen Menſch und Pferd und wies an Hand einiger erſchütternden Begeben⸗ heiten aus dem Weltkrieg die hohe Treue des Pferdes nach. Nach einigen intereſſanten tier⸗ pſpchologiſchen Betrachtungen und Erkennt⸗ niſſen, am Pferde gewonnen, trug Mitglied Spohn in wirkſamer Weiſe ein packendes Erlebnis in Gedichtform vor, betitelt:„Die zwei Veteranen von Mars⸗la⸗Tour“. Der an⸗ ſprechende Abend wurde mit der Vorführung des vieraktigen Schmalfilmes„Arabella, das U. Leben eines Pferdes“ beſchloſſen. Schachturnier der beſten Könner 5 KHeres hat die größten Kusſichten/ Derltampf in holland Die letzten Runden des großen Kampfes in Holland waren von größter Spannung erfüllt, Wird der jüngſte Teilnehmer Keres an die Spitze gelangen, der einzige, der noch keine Niederlage einzuſtecken hatte? Kann der Weltmeiſter Aljechin ſich nach zwei unglücklichen Niederlagen wieder erholen oder erleidet er das Schickſal ſeines Wettkampfgeg⸗ ners Euwe ‚der mit dem Tſchechen Flohr das Tabellenende einnimmt? Das waren die Haupt⸗ fragen, welche den Schachfreund bewegten. Was den Weltmeiſter Aljechin anlangt, ſo kann man mit Bewunderung feſtſtellen, daß er in volle Form gelangt! Die Rettung des bei⸗ nahe ſchon perlorengegebenen Turmendſpiels, auf ſtudienhafte Weiſe bewirkt, ſein Sieg über Capablanca und der Stil, in dem er ſich aus ſchwieriger Lage gegen Euwe rettete, das ſind Anzeichen dafür, daß er noch um die Entſchei⸗ dung eingreifen wird. Freilich iſt der Vorſprung der Führenden Fine und Keres immerhin auf 1½ Punkte angewachſen. Keres iſt immer noch ohne Niederlage. Die letzten Einzelergebniſſe: 8. bis 10. Runde: Keres remiſierte mit Euwe, Botwinnik, Flohr (alles„Kampfremiſen“), Fine entſchlüpfte der drohenden Niederlage gegen Capablanca durch ein hübſches Figurenopfer, remiſierte mit Bot⸗ winnik, verlor aber gegen den Amerikaner Re⸗ ſhevsky, der eine prachtvolle Leiſtung(nach dem ſchlechten Beginn) bot. Capablanca gewann ge⸗ 925 Flohr. Das ſind die wichtigſten Begeben⸗ eiten. Der Stand vor der 11. Runde: Fine und Keres je 6½, Botwinnik 5 und eine wahr⸗ ſcheinlich verlorene Hängepartie gegen Re⸗ ſhevsky, Aljechin und Capablanca je 5, Re⸗ ſhevsky 4½(und eine ſehr günſtige Hänge⸗ partie gegen Botwinnik), Euwe 3½, Flohr 3. Es ſind noch vier Runden zu ſpielen, die Ent⸗ ſcheidung naht und bis dahin ſind, wie der Punkteſtand lehrt, noch ungewöhnlich ſpannende Kämpfe zu erwarten. Jagdhunde als Prüfungskandidaten Sie beſtanden erfolgreich die pflicht⸗ und Brauchbarkeitsprüfung Die von Kreisjügermeiſter Hofmann ver⸗ langte Pflichtprüfung für Jagd⸗ hunde wurde dieſer Tage durch den Prü⸗ fungsbevollmüchtigten Hch. Kraft für den Kreis Mannheim durchgeführt. Angetreten wa⸗ ren ſieben Hunde— und zwar drei Deutſch⸗ Kurzhaar, drei Dackel und ein Jagdterrier. Der Prüfungsleiter konnte mit großer Ge⸗ üugtuung feſtſtellen, daß ſich die Leiſtungen der Hunde wiederum erheblich gebeſſert haben. Er betonte aber dabei, daß es unter den Beſitzern immer noch Drückeberger genug gäbe, die hin⸗ term Biertiſch die beſten Leiſtungsreſultate zu melden wüßten, die es jedoch bis heute unter⸗ laſſen haben, mit dem von ihnen ſo ſehr ge⸗ rühmten Hund„an die Front“, d. h. zur fach⸗ lichen Leiſtungsprüfung zu gehen. Der Kreisjägermeiſter habe jetzt lange genug ein Auge zugedrückt, aber das nächſte Jahr werden auch dieſe Säuenigen mit ihren Hunden wohl oder übel zur Pflichtprüfung antreten müſſen, denn viele Hunde, die zwar„Meiſter im Salon“ ſind, verſagen in der Praxis. Dem einen iſt der Haſe zu ſchwer, dem aaide⸗ ren das Feldhuhn oder der Faſan zu federig, der eine läßt das Wild liegen, der„Schlauere“ vergräbt es gar, die„Oberſchlauen“ machen ſich über die Beute her und füllen damit ihren eigenen Magen. Freudig kommen dieſe Sün⸗ der dann zu ihrem Herrn zurück, und dieſer glaubt ſchließlich noch ganz ſtill:„Ich bin doch bei meinem Schuß gut abgekommen!“ Dem an⸗ ſtändigen und ehrlichen Jäger freilich nimmt ein ſolches Erlebnis die Nachtruhe. Bei der Prüfung muß der Hund ſeine Arbeit nach demn Schuß zeigen. Der Schütze muß ſich 100prozentig auf den Hund verlaſſen köanen,— daß er z. B. angeſchoſſenes Wild ſicher brieigt oder verweiſt. Es iſt doch erbärmlich, wenn man bedenkt, daß auf Grund der Unverläßlichkeit des Hundes das edle Wild nicht zur Strecke kommt und verludert. Wer ſeinen Jagdhund nicht in Dreſſur hat oder es verſäumt, ihn auf Gebrauchs⸗ oder Pflichtſuche vorzuführen, iſt in Zukunft aus dem Verſicherungsſchutz der deut⸗ ſchen Fäger ausgeſchloſſen. Es iſt alſo auch an dieſer Stelle notwendig, ein aufrütteln⸗ des„Hallo“ an die Langſamen weiterzugeben. Wird einer nicht fertig mit den Vorbereitungen, ſo wende er ſich an Hch. Kraft. Dieſer alte Fachmann wird ihm gern beratend zur Seite ſtehen. Bei Neukauf iſt im übrigen ein Reinfall nicht mehr möglich, denn der Kreisjägermeiſter wird in entgegenkommender Weiſe ſeinen Re⸗ vierjäger für die Beurteilung des Hundes zur Verfügung ſtellen. Somit dürfte allen Aus⸗ reden, die noch vorgebracht werden könnten, der Boden entzogen ſein. Die bei der letzten Prüfung vorgeführten Hunde haben alle mit Erfolg beſtanden. Anordnungen der NS anordnungen der Ureisleitung An alle Rundfunkhauptſtellenleiter der Stadtortsgruppen! Alle Funkſtenenleiter haben heute vormittag 10 Uhr, vor den Rhein⸗Neckar⸗Hallen anzutreten! An die Preſſeamtsleiter aller Ortsgrupp Allen Beziehern des NS⸗Preſſebrief zur Ke daß die Folge 10 des NS⸗Preſſebrief heute m Ortsgruppenpoſt verausgabt bzw. verſandt w Kreispreſſean Ortsgruppen der NSDAꝰ Neueichwald. 26. 11., 20.15 Uhr, Zellenaben Zellen 11 bis 15 im Frauenſchaftsheim. Teilzun haben Zellenleiter, Blockleiter, Blockhelfer ſowie ter und Warte der Daß und NSp, einſchließ Frauenſchaftswalterinnen. Parteigenoſſen ſind geladen. NS⸗Frauenſchaft Ortsfrauenſchaftsleiterinnen. 29. 11., 15 uh ſprechung in L 9, 7. Die Meldung der Kuchen i zubringen. Wohlgelegen. 28. 11., 20 Uhr, Stab⸗ und Zellew frauenſchaftsleiterinnen⸗Beſprechung im„Durlache Hof“, Nebenzimmer. Sämtliche Lehrerinnen, Handarbeitslehrerinnen, haben zu erſcheinen. Friedrichsfeld. 28. 11., 20 Uhr, Heimabend im „Adler“. Die Frauen, die am 3. 12. am Winterfeſt Roſengarten teilnehmen, wollen ſich im Heimabend Entgegennahme der Eintrittskarte melden. Ein .10 RM. Neckarau⸗Nord. 28. 11., 14 Uhr, Nähnachmittag Frau Mayfarth.— 20 Uhr Heimabend im„L Achtung, Jugendgruppe: Sämtliche Führerinnen liefern am 28. 11., zw 16 und 19 Uhr, in L 9, 7 die Gemeinſchaftsarb die ſudetendeutſchen Kinder ab. Letzter Termin natsberichte mitbringen. Lindenhof. 28. 11., 20.30 Uhr, liefern die Mübel ihre WHWM⸗Arbeiten in der Rennershofſtraße 8 ab. Bismarckplatz. 28. 11., 20 Uhr, Heimabend in Thoräckerſtraße 10. 9 Motorſtamm Mannheim. Der Dienſt 27. 11.,.50 Uhr, fällt aus. Motorgefolgſchaft 1. Die für Sonntag, 27. 11. geſetzte Morgenfeier der HJ fällt aus. Motorgefolgſchaft 1. 29. 11., 19.45 Uhr, tritt Gefolgſchaft in tadelloſer Uniform auf dem Goch markt zur Beſichtigung durch den Bannführer an.— Der für Mittwoch angeſetzte Dienſt fällt aus. Motorgefolgſchaft 2/171 Oſtſtadt. 27. 11.,.1 tritt die Gefolgſchaft am Karl⸗Reiß⸗Platz an. liche Beurlaubungen ſind aufgehoben. Abituri haben ebenfalls zu erſcheinen. Entſchuldigungen h den nicht entgegengenommen. Marineſtamm 171. 27. 11..45 Uhr, ſtehen folgſchaften 1, 2, 3 und 7 auf dem Marktplatz heim. 10 Pf. mitbringen. Techniſche Bereitſchaft 171. 28. 11., 18.30—2 Schwimmen für HJIsL. Unkoſten 25 Pf. Techniſche Bereitſchaft 171. 29. 11., 19.55 Uhr, treten an der Hauptpoſt, techniſcher Dienſt. Papier und Bleiſtift ſowie 35 Pf. und Paßbild fi Leiſtungsbuch mitbringen. 5 BDM untergau 171. Die Morgenfeier am 7. fällt aus. Dichterabend Agnes Miegel am 30. 11. Die für 30 Rpf. ſind ſofort auf dem Untergau, N abzuholen. Teilnahmepflichtig für die Mädel der Ar beitsgemeinſchaften Volkstumskunde, Geſundheitsdien und Fragen des völkiſchen Lebens. 3 Abſchlußfeier der kaufm. Gehilfen am 29. 11. 4 den Gruppen 1 bis 25 treten am 29. 11., 19.15 1 pro Gruppe je 25 Mädel vor dem Roſengarten Sport Mädelführerinnenanwärterinnen. 28. 11. Sport der Friedrichſchule(U⸗Schule, Knabenturnhalle). BDM⸗Leiſtungsabzeichen. 27. 11.,—.30 Ueben im Stadion für Leiſtungsabzeichen. Auße werden einige Bedingungen fürs Abzeichen genommen. Wir merken uns: Jedes Mädel, das ſein Leiſtu buch beginnt, läßt ſich im Leiſtungsbuch das ärztliche Unterſuchungsblatt von unſeren BDM⸗Aerztinnen ausfüllen, eher wird keine Uebung ins Buch einge gen. Sprechſtunden unſerer Aerztinnen: Dr. E mann, dienstags von 17—18 Uhr, Geſundheitz (Allgem. Ortskrankenkaſſe); Dr. Klor, donnerstags 18—19 Uhr, Städt. Krankenhaus. Die Deutsch S Arbeitsiron Ortswaltungen Feudenheim⸗Weſt und ⸗Oſt. Ab 1. 12. finden Kreiswaltung Mannhelm, Rheinstt Sprechſtunden nicht mehr dienstags und freitags ſt ſondern donnerstags und montags von 20—21 Uh Abteilung Jugend Ortsjugendwalter. Wir bitten um umgehende ſendung der mit Rundſchreiben Nr. 8 verlangten dungen über die Werbeaktion Jugendlicher im H werk und Handel. An alle Teilnehmer der Schulungslager vom 1. 10. November. Die Bilder des Schulungslagers 1 gen bei der Kreisjugendwaltung vor. Beſtellun können bereits aufgegeben werden. Die Kamergden und Kameradinnen, welche bei den Schulungsle Aufnahmen gemacht haben, wollen umgehend die der bei der Kreisjugendleitung vorlegen, damit Be lungen getätigt werden können. . Kraft. okreu Volksbildungswerk Betr. Arbeitskreis Zeichnen und Malen. Der beitskreis Zeichnen und Malen beginnt am Mi 30. November. Italieniſcher Sprachkurs für Anfäünger. Beginn; Donnerstag, 1. 12., 20 Uhr, Caſa d⸗Italia, 4 2, 9, Der italieniſche Sprachkurs für Anfänger findet je⸗ weils donnerstags ſtatt.* Anmeldungen zu dieſen Kurſen nimmt die Kr dienſtſtelle, Mannheim, Rheinſtraße 3, noch entgegen. Die Teilnehmer, die ſich bereits gemeldet haben, wer⸗ den von uns noch ſchriftlich benachrichtigt. Der Kurs, der im Sinne des deutſch⸗italieniſchen Kulturabkom⸗ mens in Verbindung mit dem italieniſchen Konſil durchgeführt wird, koſtet nicht, wie im Arbeitsplan an⸗ gegeben iſt,.— RM., ſondern 10.— RM. Das Un⸗ terrichtsmaterial iſt am Abend des Kurſes zum Pr von 10 Pf. vom Kursleiter zu beziehen. Betr. Schulungskurs„Grundlehren des Natio ſozialismus“. Der zweite Schulungsabend find Dienstag, 29. 11., 20 Uhr, im Saal der Indu und Handelskammer, 4 1, ſtatt. 5 ml. Karl? Gaukultu: 4 dem Gebiet de Mittler und dem Volke zu eine der wick eweſen. Dad äger deutſc euen Reiches heater werd on etwa 100 n den Gem von den Länt getragen. Im Mittel t das The üt der große er Kulturger aft durch eſe Aufgabe Wanderbühne Gemeinden ge nenarbeit wir tungsſtück im: pflegen, Höhe 105 iſt das die ürſorge d ändigen Kul ie Gaſtſpiele durch Kor Dr. Bene er Laienkape auf die Eiger —.— zierte die Auf ten, die einen zweckm Die Schriften bögen der Ge ines entſchie ührer wird i enleiter beſti rbee gelegenheit, 6 en,.30 e tskommuni ttesdienſt, 1 Adventsandae ——115 rhauſen ae Lokalſchau, i! erk ausgeſte Wieder lovember 19 r NSDACPI isleitung ſtellenleiter pen! te vormittag 10.45 anzutreten! »Ortsgruppenl rief zur Kennmiz, hrief heute mit ber verfandt wurde. ispreſſeamt, SDAP ir, Zellenabend der heim. Teilzunehmen ckhelfer ſowie Wal⸗ Nes, einſchließlh zenoſſen ſind ein⸗ ft Stab⸗ und Zellen⸗ ig im„Durlacher Lehrerinnen, auch erſcheinen. hr, Heimabend im 2. am Winterfeſt im him Heimabend zur e melden. Eintritt Nähnachmittag bel abend im„Lamm“, m 28. 11., zwiſchen ieinſchaftsarbeit für etzter Termin. Mo. liefern die Müdel rshofſtraße 8 ab. Heimabend in der n. Der Dienſt am nntag, 27. 11., aus. .45 Uhr, tritt u tauf dem Gockelz⸗ Bannführer an.— t fällt aus. 27. 11.,.15 Ur, iß⸗Platz an. Eün oben. Abiturienten tſchuldigungen wer⸗ Uhr, ſtehen die Ge⸗ 4 Marktplatz Mann⸗ 15 18.30—20 Uh, 11., 19.55 Uhr, An“ er Dienſt. Schar 3 f. und Paßbild füt 4 enfeier am 27. 11. 30. 11. Die Karten Untergau, N 2, 4, die Mädel der Ar⸗ ſe, Geſundheitsdienſt n am 29. 11. Von 29. 11., 19.10 Roſengarten an. .28. 11. Sport in ibenturnhalle). 11.,—.30 Uhr, bzeichen. Außerdem irs Abzeichen ab⸗ das ſein Leiſtungs⸗ gsbuch das ärztliche BDM⸗Aerztinnen ins Buch eingetra⸗ ztinnen: Dr. Edel⸗ hr, Geſundheitsamt or, donnerstags von Utsche siront nheim, Rheinstr. f — n 1. 12. finden die s und freitags ſtatt, s von 20—21 Uhr. nd igslager vom 1. big zulungslagers 1 lle⸗ vor. Beſtellungen en. Die Kameraden en Schulungslaßer umgehend die Bil⸗ egen, damit Beſtel⸗ reude ſerk d Malen. Der Ar⸗ ginnt am Mittwoch, Anfünger. Beginn: 4 a d⸗Italia, A 2, 5. Anfänger findet je⸗ nimmt die Kreis⸗ ſe 3, noch entgegen. emeldet haben, wer⸗ hrichtigt. Der Kurs, iſchen Kulturabkom⸗ italieniſchen Konſul im Arbeitsplan an⸗ .— RM. Das Un⸗ Kurſes zum Preiſe ziehen. zren des National⸗ iasabend findet am Saal der Induſtrie⸗ 11., 15 Uhr, Be der Kuchen iſt mii/ im umgehende Ein⸗ „ 8 verlangten Mel⸗ zendlicher im Hand · Blick übers Land fiunſtpflege in Badens bemeinden Gemeindekulturtagung im Kahmen der Gaukulturwoche (Eigener ZBerichf des„Hakenkfeuzbonner“) ml. Karlsruhe, 25. Nov. Im Rahmen der Gaukulturwoche gab auf einer Gemeinde⸗ Kulturtagung, die aus dem ganzen Gau zahl⸗ keich beſucht war, der Beigeordnete des Deut⸗ ſchen Gemeindetages Dr. Otto Benecke einen umfaſſenden und anſchaulichen Bericht über die gewaltigen Aufgaben, die den Gemeinden auf dem Gebiet der Kulturpflege zufallen. Mittler und Brücke zwiſchen der Kunſt und dem Volke zu ſein, das iſt ſeit dem Umbruch eine der wichtigen Aufgaben der Gemeinden Dadurch ſind die Gemeinden wichtige küger deutſcher Kunſtpflege und Mäzene des feuen Reiches geworden. Etwa 80 Prozent der Thegter werden von den Gemeinden getragen. Fon etwa 100 Kulturorcheſtern werden etwa 70 bon den Gemeinden unmittelbar und etwa 15 don den Ländern und Gemeinden gemeinſam getragen. Im Mittelpunkt gemeindlicher Kunſtpflege ſieht das Theater. In enger Zuſammenarbeit mit der großen Kulturorganiſation der Partei, der Kulturgemeinde in der NS⸗Gemeinſchaft aft durch Freude“, erfüllen die Gemeinden jeſe Aufgabe. Das Theater iſt heute durch die Wanderbühnen eine Angelegenheit faſt aller Gemeinden geworden. Hauptaufgabe aller Büh⸗ nenarbeit wird es ſein, neben dem Unterhal⸗ fungsſtück immer auch die erhabene Kunſt zu pflegen, Höhepunkt und Prüfſtein der Muſik⸗ 43 iſt das Konzertweſen. Ihm gehört daher die Fürforge der Kulturſtädte. Die Konzerte der fländigen Kulturorcheſter werden ergänzt durch die Gaſtſpiele der großen deutſchen Orcheſter und durch Konzerte beimiſcher Chöre. Dr. Benecke kam auch auf die Bedeutung der Laienkapellen und Chöre zu ſprechen, auch guf die Eigenart der Volksmuſikkapellen, ſtiz⸗ DAEMTRACGHEIIT? 1055 „ .tüchtehůche -25% Kι ι V zierte die Aufgaben der ſtädtiſchen Muſikbeauf⸗ kragten, die in mehr als 1400 Städten für einen zweckmäßigen Aufbau des ſtädtiſchen Konzertweſens verantwortlich ſind und wies auf die Begabtenförderung auf dem Gebiete der Muſir hin. Auf Empfehlung des Deutſchen Ge⸗ meindetages haben 24 Städte beſchloſſen, für —* Bezirk Konzerte junger Künſtler einzu⸗ richten, um begabte zu fördern. Die beſten unter ihnen werden in„Stunden der Muſik“ in vier Städien vorgeſtellt. S Die Muſeen ſind in erſter Linie dazu be⸗ flümmt, die Bildende Kunſt auszuſtellen und dem Volke nahezubringen. Die zeitgenöſſiſche Kunſt findet ihre Pflege durch Ausſtellungen, Aufträge und Käufe. Die beſten Maler, Zeich⸗ ner und Bildhauer unſerer Zeit ſollten die Amtsräume der Städte ſchmücken, in denen täg⸗ lich ungezählte Tauſende ein⸗ und ausgehen. Die Schriften, Bauten, Straßenbilder, Brief⸗ bögen der Gemeinden ſollten lebendige Zeugen eines entſchiedenen Kulturwillens ſein. Der Pflege des Schrifttums dienen die 16 000 gemeindlichen Volksbüchereien, die Käufer und Verbreiter guten Schrifttums ſind. Der Redner ging dann auf die Kulturauf⸗ gaben ein, die ſich auf die ganze Landſchaft be⸗ ziehen und daher über Bereich und Kraft einer einzelnen Stadt⸗ oder Landgemeinde hinaus⸗ gehen. Sie obliegen den Trägern der landſchaft⸗ lichen Kulturpflege. In ſeinen Dankesworten für die wertvollen Anregungen des Redners betonte der Geſchäfts⸗ führer des Badiſchen Gemeindetages, Direktor Jäkle, daß im vergangenen Jahre auf kul⸗ turellem Gebiet auch in Baden wieder weſent⸗ liche Fortſchritte erzielt wurden. Die badiſche Wanderbühne wurde ausgebaut und gerade jetzt wurden 168 Volksbüchereien in den badi⸗ ſchen Gemeinden neu eingerichtet. cetzie badiſche Meldungen Das zweite Meteor Oberkirch, 25. Nov. Am Mittwoch um 18.20 Uhr wurde im Renchtal wiederum ein Meteor beobachtet, der ſich von Nord⸗Oſt nach Süd⸗wWeſt bewegte und fünf bis zehn Sekunden ſichtbar war. Das Meteor wurde in Oberkirch, Oppenau und anderen Orten des Renchtals von vielen Volksgenoſſen geſichtet. Ein Augenzeuge ſchildert, daß er durch ein kurzes Ziſchen, dem ein Knall gefolgt ſei, aufmerkſam wurde. Es hatte den Anſchein, als ob ein ovaler Körper von bläulicher Farbe zu einer Staubwolke zer⸗ berſte, dann waren die umliegenden Höhenzüge taghell erleuchtet, worauf der Himmelskörper einen rötlichen Schimmer annahm und raſch am ſüdlichen Himmel verſchwand. Das Meteor war nicht ſo groß, wie das am Sonntag beob⸗ achtete und war infolge des teilweiſe bedeckten Himmels nur etwa zehn Sekunden ſichtbar. Intereſſantes Rheinbett bei Rheinfelden Rheinfelden, 25. Nov. Durch die Trocken⸗ heit und den niederen Waſſerſtand des Rheins hat ſich auch bei Rheinfelden das Rheinbett ſehr verengt. Oberhalb Rheinfelden liegt nun die gefürchtete ſchnellen⸗ und ſtrudelreiche Strecke, das ſogenannte Gwild, frei. Auf den Muſchel⸗ kalkplatten kann man beinahe bis zur Strom⸗ mitte vordringen und die tiefen Auswaſchungen und Aushöhlungen bewundern, die hier das Waſſer im Laufe der Jahrhunderte vorgenom⸗ men hat. Die zahlreichen Strudellöcher haben einen Durchmeſſer von einigen Zentimetern bis zu einem Meter. Seit 1921 war das Rhein⸗ bett bei Rheinfelden nicht mehr lgweit ſichtbar. Sich ſelbſt in die hand geſchoſſen Neudenau(Bd.), 25. Nov. Immer wieder iſt von Schußverletzungen zu berichten, die durch unvorſichtiges Hantieren mit Waffen entſtehen, So ſchoß ſich hier der Fortbildungsſchüler Joſef Geißler eine 6⸗Millimeter⸗Kugel durch die linke Hand. Der Schüler Gangolf Brechter verletzte ſich, als er ein in einer Gerümpelecke gefunde⸗ nes Terzerol mit Schrot geladen hatte, bei vor⸗ zeitigem Losgehen eines Schuſſes erheblich an der rechten Hand. Die Lehre daraus: Schuß⸗ waffen gehören nicht in unbefugte Hände! Zwischen Neckar und Bergstràſe Ladenburger Uachrichten Zuſammenſchluß der Kameradſchaften. Im Saale des Bahnhofhotels fand am Donnerstag⸗ ud eine Verſammlung der Mitglieder ſtatt, bisher den verſchiedenen Soldatenkamerad⸗ ſchaften in Ladenburg angehörten. Der Kreis⸗ iriegerführer Oberleutnant d. L. Dr. Hieke begrüßte den Ortsgruppenleiter, Bürgermeiſter Pohly, und ſchilderte die Verhältniſſe in La⸗ denburg, wo ſechs Kameradſchaften beſtehen, die durch Zuſammenſchluß eine viel größere Stoß⸗ kaft haben werden. Da die Zuſammenarbeit unerläßlich iſt, wurde mit dieſem Tage die Sol⸗ datenkameradſchaft im NS⸗Reichskriegerbund ins Leben gerufen, in der alle bisherigen Ka⸗ meradſchaften aufgehen. Der Kameradſchafts⸗ führer wird im Benehmen mit dem Ortsgrup⸗ penleiter beſtimmt Durch Kamerad Voigt wurde der Film Vom Kyffhäuſerbund zum NS.⸗Reichskrieger⸗ bund“ vorgeführt, womit ein Einblick in die Organiſation des NS⸗Reichskriegerbundes und 102 vielen ſozialen Einrichtungen gegeben Urde. Zuchttierhaltung. Das Bürgermeiſteramt Eſm Einvernehmen mit dem Ortsbauernfüh⸗ ker die Sprungzeiten für den hieſigen Zucht⸗ fierſtall für die Wintermonate feſtgeſetzt. Auf die Bekanntmachung wird verwieſen. Kath. Gottesdienſt. Samstag, 16.30 bis 1830 und 20.00 bis 21.00 Uhr: Beichtgelegen⸗ heit.— Sonntag(1. Advent).15 Uhr; Beicht⸗ —.45 Uhr: Austeilung der hl. Kom⸗ mun on,.30 Uhr: Frühgottesdienſt mit Mo⸗ natskommunion der Frauen,.30 Uhr: Haupt⸗ gottesdienſt, 13.00 Uhr: Jugendlehre, 13.30 Uhr: Mventsandacht. aus Ueckarhauſen Kleintierſchau. Der Kleintierzuchtverein Reckarhauſen veranſtaltet morgen, Sonntag, N. Robember, im Gaſthaus„Zum Anker“ eine Fokalſchau, in der auch ſelbſtgefertigtes Pelz⸗ werk ausgeſtellt wird. Edingen berichtet Wieder Maul⸗ und Klauenſeuche. In dem Anweſen Rathausſtraße 37 iſt die Maul⸗ und Klauenſeuche ausgebrochen. Seit dem vorigen Jahr war Edingen von der Seuche verſchont geblieben; der neue Fall iſt auf die Einfuhr von Klauenvieh zurückzuführen. * Theaterabend. Der Geſangverein„Sänger⸗ einheit“ veranſtaltet am Sonntag im Saale der Schloßwirtſchaft einen Theaterabend mit zwei Luſtſpielen. * Evang. Gottesdienſt. Sonntag(1. Ad⸗ vent).15 Uhr: Hauptgottesdienſt, 10.30 Uhr: Kindergottesdienſt, 13.00 Uhr: Chriſtenlehre, 20.00 Uhr: Mütterabend im Nähſaal(Advents⸗ feier).— Donnerstag, 1. Dezember, 20 Uhr: Wochengottesdienſt im Nähſaal. Ueẽnes aus Schriesheim * Sanitätsübung, Die Sanitätsbereitſchaft 5 M Schriesheim hält morgen, Sonntag, im Gewann Galgen auf Markung Schriesheim (ein Kilometer ſüdlich von Leutershauſen) un⸗ terhalb der Landſtraße eine große Felddienſt⸗ übung ab. Die Uebung beginnt vormittags .30 Uhr und iſt teilweiſe als Nachtübung an⸗ zuſehen. Die anſchließende Beſprechung findet um.00 Uhr im„Deutſchen Hof“ ſtatt. * Waldlaubverkauf. Aus dem Verkauf von Laubftreu wurden etwa 260 RM erlöſt. Einen kleinen Vorrat— zehn Loſe— hat die Ge⸗ meinde noch abzugeben. * Filmvorführung. Am Mittwoch wird hier der Film der NSP,„Kameraden— Soldaten“, vorgeführt. * Evang. Gottesdienſt..45 Uhr: Chriſten⸗ lehre für Knaben,.30 Uhr: Gottesdienſt(Pfr. Kaufmann), 10.45 Uhr: Chriſtenlehre für Mäd⸗ chen, 11.00 Uhr: Kindergottesdienſt, 11.00 Uhr: Gottesdienſt im Altersheim. Ilvesheimer Notizen * Das Gaſthaus„Zum Schiff“ wird heute abend nach vollſtändiger Renovierung wieder⸗ eröffnet. Die Gaſtſtätte iſt nach altdeutſcher Art eingerichtet und darf jetzt als ſchönſte in Ilves⸗ heim gelten. Im übrigen wurde das Haus neuzeitlich eingerichtet; auch der Saal, der ge⸗ genwärtig umg ebaut wird, iſt nach ſeiner Fer⸗ tigſtellung geräumiger und höher. 10. 10. 1930 50 wohl- schmecłkend und 32 leicht! lst es do ein Won⸗ der, doſi auch ich als frou die, Astro- vorziehe? Mir geht's gufl Dĩe,Astro“schmeckt mir nach wie vor— 10. 11. 1939 und sie bekommt ist cdie Houptscche. mir! Das Auch lhnen konn geholfen werdenl leichtigkeit und Wohlgeschmock — notörlich gewochsen, nicht chemisch erzielt— dos ist dos Geheim- nis der„Astra“. Hier kommt es nicht nur oof die Feinheit der Tobok- blötter on, sondern ebenso cof die Meisterschoft der Tobokouswahl und Mischung. Abuf der gonzen Welt lebt diese Kunst nur noch im House Kyriozi in der dritten Generotion ols Fomilienöberlieferung. Sie sorgt daför, doß die„Astra“, unobhöngig von Ernten und Johrgängen, immer die gleiche bleibt. Reiis — MITUNO OHNE MUNOSTOCI immer die glelche: Relch an Aromo- hesonders lelchiſl „Bakenkreuzbanner“ Samstag, 26. Uovember 19 Zopp à Neutner welkt ue Honnslube des Beinehs Vorbildlicher Gefolgschafts-Neubau/ Besichtigung in Anwesenheit zahlreicher Khrengäste Wie Betriebsführer Dr. Reuther am Frei⸗ tagnachmittag im Rahmen ſeiner Begrüßungs⸗ anſprache darlegte, war vor Jahresfriſt die Aufgabe an das Unternehmen herangetragen worden, das Werk zu vergrößern und auszu⸗ bauen. Bei den Neubauarbeiten zur Gewinnung neuen Werkraumes hatte ſich ergeben, daß im Zuge damit auch der alte Gefolgſchaftsraum, der bisher zu Gefolgſchaftsappellen und ſonſti⸗ en Gemeinſchaftsveranſtaltungen benutzt wurde, ür Werkszwecke gebraucht wurde. So leitete ſich hieraus eine weitere große Aufgabe ab: die Erſtellung eines Neubaus für die Werksgemein⸗ ſchaft. Dieſer Bau iſt nun erſtellt. Die neuen Gemeinſchaftsräume Inmitten der ausgedehnten Werkanlagen iſt in den letzten Monaten ein ſtattlicher Neubau entſtanden, der in erſter Linie dazu beſtimmt iſt, der Betriebsgemeinſchaft zu dienen. Dieſes Gebäude umfaßt in zwei Stockwerken zum einen eine in jeder Hinſicht vorbildliche Ge⸗ meinſchafts⸗Lehrwerkſtätte. Hell und durch eine ſelbſttätige Be⸗ und Entlüftungsan⸗ lage ausgeſtattet, macht der Raum einen freund⸗ lichen Eindruck. Entlang der Fenſter ziehen ſich acht Drehbänke, eine Bohr⸗, eine Gravier⸗ maſchine und eine ſtattliche Reihe von Werk⸗ bänken für insgeſamt 34 Lehrlinge mit Werk⸗ zeugſchränken an jedem Arbeitsplatz hin. Im Zuge der übrigen Werksneubauten und Umbau⸗ arbeiten wurde das Prinzip des geſunden, luf⸗ tigen und hellen Arbeitsraumes verwirklicht. Im Erdgeſchoß befinden ſich des weiteren umfangreiche Umkleideräume mit einem in jeder Hinſicht hygieniſchen, freundlichen Waſchraum,, der in eine Anlage von Einzel⸗ waſchbecken wie auch eine Reihe von Duſchvor⸗ richtungen untergeteilt iſt. Die Durchgeſtaltung dieſer Lehrwerkſtätte und ihre techniſche Pla⸗ nung lag in den Händen des Ingenieurs Rapp. In dieſem geräumigen Saal werden vom 1. Januar 1939 an etwa 60 bis 70 Lehr⸗ linge in anderthalbjähriger Lehrzeit eine gründ⸗ liche fachliche Ausbildung erfahren. Der„Dr.⸗Robert⸗Len⸗Saal“ Ueber den in roten Klinker-Platten ausge⸗ führten Treppenhausaufgang gelangt man zu⸗ nächſt an einem Garderobe- und Toilettenraum vorbei ins Obergeſchoß. Das ganze Obergeſchoß wird von einem großen Saal ausgefüllt, der mit Genehmigung des Gauobmannes der DAß den Namen„Dr.⸗nobert⸗Ley⸗Saal“ erhalten hat. In dieſem Saal werden ſich in Zukunft die Betriebsappelle und ſonſtigen Ge⸗ meinſchaftsveranſtaltungen kultureller Art ab⸗ wickeln. Der Saal hat eine Länge von 80 Meter und eine Breite von 16 Meter. Er bietet der ganzen Gefolgſchaft mit 2000 Perſonen Platz. Durch eine in der Mitte des Saales ange⸗ brachte Schiebetüre kann der Saal für kleinere Anläſſe als Lehr⸗ und Vortragsraum unterteilt werden. Der—— Saal wirkt auf den Beſchauer ein⸗ fach, aber geſchmackvoll und gediegen. Bei der Ausſtattung herrſcht der Werkſtoff Holz vor, der bei der Wandverkleidung in den Unterzügen, in ſelbſt entworfenen Beleuchtungskörpern und Wandleuchtern, zuſammen mit der Beſtuhlung und Betiſchung in harmoniſchem Einklang mit den Glasmalereifenſtern ſteht. „Die innenarchitektoniſche Ausgeſtaltung iſt in einer ſchlicht⸗ſchönen Form deutſchen Stils ge⸗ halten, der in allen Einzelheiten der Einrich⸗ tung gewahrt bleibt. Glasmaler Walther hat nebenan befindet ſich der Muſikſchrank, von dem aus die Lautſprecheranlage in Betrieb geſetzt wird. An der Stirnwand flankieren zwei Fen⸗ ſter mit dem DAF⸗Zeichen und dem Firmen⸗ zeichen ein großes Führerbild. Eine aufs modernſte ausgeſtattete Groß⸗ küchenanlage ſetzt die Firma in die Lage, ihren Gefolgſchaftsangehörigen ein warmes Eſſen zu verabreichen. Drei Keſſel mit je 400 Liter Inhalt, ein Keſſel mit 300 Liter Inhalt, Dr.-Robert-Ley-Saal im neuen Gefolgschaltshaus von Bopp& Reuther. insgeſamt 23 künſtleriſche Fenſter eingefügt. Un⸗ ter dieſen Buntglasfenſtern befindet ſich auch ein von der Stadt Eberbach geſtiftetes Stadt⸗ wappen. An den Eingangsbalken leuchten dem Ein⸗ tretenden eine Reihe von Runen entgegen, un⸗ ter der ſich auch die Blut⸗und⸗Boden⸗Rune mit der eingeſchnittenen Jahreszahl 1872, dem Jahr der Gründung des Werkes, befindet. Jede Ein⸗ zelheit der Einrichtung iſt nach Originalent⸗ würfen gefertigt. So durchzieht den Saal eine künſtleriſch geſchmackvolle Beleuchtung durch Lampen, die auf Lampenkörpern in Form von Hanſeatenſchiffen montiert ſind. An den ſeit⸗ lichen Fronten hängen in ſtilgerechter Auf⸗ machung eine Reihe von Flaggen des Dritten Reichs. In die Decke ſind einige unſichtbare Lautſprecher eingebaut. Auch die Uhr iſt eine ſtilvolle Meiſterleiſtung des ſchmiedeeiſernen Kunſthandwerks. In dem Beſuchsraum Aufn.: Bechtel(2) Kocher, Kippbratpfanne, ein großer Gasherd und Wärmeſchränke, dazu die Spülküche mit maſchineller Einrichtung, großem, neuzeitlichem Kühlraum zur Friſchhaltung der Lebensmittel, alle techniſchen Vorausſetzungen ſind gegeben, um ein ſchmackhaftes Eſſen zuzubereiten. Eine Umfrage bei der Gefolgſchaft hat eine Beteili⸗ gung von 1100 Gefolgſchaftsangehörigen an dem Eſſen ergeben. Für ſie alle wurden Ge⸗ ſchirr und Beſtecke nach den Muſtern des Amtes „Schönheit der Arbeit“ angeſchafft. Mit der Eſſenabgabe— bei einem Eſſenpreis von .35 RM für ein Eſſen, beſtehend aus Fleiſch, Gemüſe, Kartoffeln und Eintopfgerichten— wird am kommenden Montag begonnen. Die Geſamtplanung und die außen⸗ wie auch innenarchitektoniſche Geſtaltung lag in den Hän⸗ den des Architekten SA-Sturmführer Haſ⸗ ſert. Ihm zur Seite ſtanden Ing. Rapp (techniſche Durchbildung), Dr. Dürr und Prok. Oſtertag. Sie haben es mit außerordem lichem Geſchick verſtanden, der Werksgemein⸗ ſchaft mit dieſem Neubau ein durchaus vor⸗ bildliches Kameradſchaftsheim hin⸗ zuſtellen. Einweihung und Beſichtigung V Zur internen Einweihung und Beſichtigung war am eine Einladung er⸗ gangen, der zahlreiche Vertreter der Partei und deren Gliederungen, der Deutſchen Arbeitsfront, wie auch der Behörden und ſelbſtverſtändlich auch Familie Reuther und der Vertrauensra des Betriebes Folge geleiſtet hatten. So waren unter den Gäſten Kreisleiter Schneider mit ſeinem Stab, Kreispropagandaleiter Fiſchen Gauabteilungsleiter Hellwig in Vertretung des Gauobmannes der DAß, Kreisobmann Schnerr mit den Leitern der Kreisberufs⸗ waltung und des Kreisamtes„Schönheit der Arbeit“, außerdem SA⸗Oberführer Fritſch von der Gruppe Kurpfalz, außerdem Bürger⸗ meiſter Dr. Schmeißer von Eberbach, Dr. Himmel von Mosbach und Ortsgruppen⸗ leiter Graßmann(einer der älteſten Kämp⸗ fer der Bewegung in Baden), ſowie eine ſtatl⸗ liche Anzahl von Vertretern verſchiedener Be⸗ hördenſtellen anweſend. In ſeinen Begrüßungsworten ſagte Dr. Reuther allen an der Neugeſtaltung Betel⸗ ligten ſeinen herzlichen Dank und gab der 93 ſ von Ihnen genan rie⸗ nung Ausdruck, daß der Raum der als wirklicher Wohnraum des Be bes, eine Stätte der Entſpannung und Beſinn⸗ lichkeit werden möge. berufsfragen Förſter. Sie rich Badiſche Miniſteri Horſtabteilung, Ka D. H. L. Nach d des Mädchen bis z wo tätig war, alſo hatte, das Pflichtje bei dem verhältnis tuellen Notlage ei! können wir ohne gen, Das muß vo prüft werden. Wir der zuſtändigen Al b. Sch. Wenn muß es ſich bereit, den, um entwede⸗ wenn triftige Grü freiung nachzuſuch beim hieſigen Arbe .. Daß willige Landhilfe iſt uns nicht belar leit, ſoweit uns Dienſtzeit durch ei Betrag weiſt aller niger auf. 9. H. M. K. Weg lehrer und der we ————————— aen beſten an die 2 Steuerfragen „Drei Erben“.? wbomplizierten Fal entſcheiden. Wir r Dezernenten beim .S. W. Die v 3—.32 Verw Land Baden. And andere ſteuerliche Forderung zu Rec die pfändung Au. Se. Vom Reichsmark iſt ei pfändbar. Von d 1 Vetrage kann we werden, Hat der z CEbhegatten, geſchien ehelichen Kindes) forgen, ſo erhöht jeden Unterhaltene Geſamthöhe von zi Feigenden Einkom Drittel des 150 Re “der Pfändung unt Teilansicht der Gefolgschaitsküche Gesamt Ausführung der Steinholz- Fußböden Dammstraße 20 Caœr, Oeι½ιIεμο⏑r̃ fteillꝛonn Z2 WEIGBGUSONMANNHEIII OOiee, Boyy · Mannſieim Fernruf 617 93 Stelnholzböden für jede Art lndustrie- und Wohngeböude Feorg Licli/ Blechbesrbeitung und instsllätion NHannheĩm-Waldho᷑ Ausführungs derinstsllätionsöfbeiten Fernruf 594 28 HAugust Renschler Schimperstrae 30-42/ Ruf 31987 88 Ausführunę von Wand- u. Bodenplattenbelägen Sow-/ie bhaukeramische Arbeiten 4 in den Treppennäusern Mannheim-Gartenstäadt Hooeſ Oictseſie bou- u. Nobeſschreinete Fernruf 594 17 Ausführung der Schreinerarbeiten Sindele Mannheim. Krappmünlstr. 15- Ruf 41425 Marco Nosa v1 lafübrung dervemutz- A. Aioseraweiten Käfertaler Str.79 Gegr. 1884 Ruf 52872 Ausführung der Terrazzo-Atbelten Gustav Walter Kleinfeldstrafe 22- Fernfuf 45405 ausföhrung der Warmluft-Zentralheizung Käuffer à Co. U 4. 25 fernrut᷑ 28580 Entwässerung OOien. Leh, TIEFBAUGESCHAFT Munldorferstraße 5 Ruf 437 97 Nar ſterold Spenglermeister Bauspenęlerei, Inst., Gàs- Waissef- u. Sönit. Anlögen Alphornstr. 43- Ruf 536 01 Slie-Kühlung 60jöhrige Frfährungen im Bau von Kühl- aͤnlaͤgen · kigene Nonteuie àſm Pldtze General-Vertr. Karl Müller. Ingenieurblro für Kàltetechnik, im Lohr 37, Ruf 430 07 gustar Rot hiermel Sch osserme ster NHonnheim-Weldhof, Altrheinstr. 27 Ruf: 591 65 Ausführung der Schlosser- und Anschlagerbeiten X. Feller 115,5. Nuf 24475 Anzeigen sind wertvoll zusfünrung der Dachdeckerarbeiten Eugen Meaꝛĩer Diese Tiemen beteiligten oicl. am limbau der ricma Zonn& Neutliet G Nar( atutz Schosserei Anschlagòrbeiten/ Kompl. 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Ob in Ihrem Falle ba dem verhältnismäßig hohen Alter und einer even⸗ elen Notlage eine Ausnahme gemacht werden kann, können wir ohne genaue Kenntnis der Lage nicht ſa⸗ gen, Das muß von Fall zu Fall vom Arbeitsamt ge⸗ eift werden. Wir empfehlen Ihnen, dort einmal bei der zuſtändigen Abteilung vorzuſprechen. i Sch. Wenn ein Mädchen die Lehre beendet, ſo mß es ſich bereits kurz vorher beim Arbeitsamt mel⸗ den, um entweder das Pflichtſahr abzuleiſten oder, ſpenn triftige Gründe vorgebracht werden können, Be⸗ üt außerordent⸗ r Werksgemein⸗ durchaus vor⸗ ftsheim hin⸗ 9 3 nd Beſichtigun Einladung er⸗ der Partei und en e ing nachzuſuchen. Wir raten Ihnen, unverzüglich heim hieſigen Arbeitsamt, Zimmer 133, anzufragen. D. P. Daß einem Mädchen für fünfjährige frei⸗ wilige Landhilſe ein ſo hoher Betrag geſchenkt würde, uns nicht bekannt. Wohl aber beſteht die Möglich⸗ elt, ſoweit uns bekannt iſt, für längere freiwillige Dienſtzeit durch eine Prämie belohnt zu werden. Der Hetrag weiſt allerdings zum mindeſten eine Null we⸗ nicer auf. .0. M. K. Wegen der Berufsausbildung als Fahr⸗ lehrer und der weiteren Bedingungen wenden Sie ſich om beſten an die Berufsberatung beim Arbeitsamt. Steuerfragen „drei Erben“. Wir können Ihren offenſichtlich recht koiwltzierten Fall aus den vorliegenden Angaben nicht eniſcheiden. Wir raten Ihnen, ſich an den zuſtändigen Dezernenten beim Finanzamt zu wenden. K. L. W. Die von Ihnen angezogenen Urteile eines ſelbſtverſtändlich Vertrauensrat itten. So waren chneider mit leiter Fiſchen in Vertretun „ Kreisobmann er Kreisberufs ⸗ ihrer Fri 4 zerdem Bürger⸗ Eberbach, Dr. Ortsgruppen⸗ älteſten Kämp⸗ ſowie eine ſtatl⸗ erſchiedener Be⸗ ten ſagte Dr. paußiichen Verwaltungsgerichtes gelten nicht für das eſtaltung Betel⸗ ben. Andere——— Meiches— noch d gab der Hoff? andere ſteuerliche Beſtimmungen. Für Baden iſt der der nonen genannte Artitel noch gültig, ſo daß die des Beirie⸗ Barderung zu Recht beſteht. ng und Beſinn⸗ die pfändungsgrenze Au. Se. Vom Arbeits⸗ und Dienſtlohn unter 500 Reichsmark iſt ein Betrag von 150 Reichsmark un⸗ Pfändbar. Von dem 150 Reichsmart überſchießenden Betrage kann weiterhin ein Drittel nicht gepfändet berden, Hat der zu Pfändende für den Unterhalt eines Ehegatten, geſchiedenen Chegatten, Verwandten Lauch helichen Kindes) oder eines unehelichen Kindes zu forgen, ſo erhöht ſich der nicht pfändbare Betrag für eden Unterhaltenen um ein weiteres Sechſtel, bis zur Gefamthöhe von zwei Drittel des 150 Reichsmark über⸗ eigenden Einkommens. In ihrem Falle iſt alſo ein Prittel des 150 Reichsmark überſteigenden Einkommens Pfändung unterworfen. „ U. 4 llauolreer und ſnietec fragen an A. B. 30. Sie brauchen natürlich nicht dulden, daß man Ihnen einen Juden ins Haus und hinter Ihren Abſchluß ſetzt. Vor allem nicht, wenn Sie in der Be⸗ wegung ſtehen. Sie müſſen die Vermieterin darauf aufmerkſam machen, daß Sie gegen den neuen„Haus⸗ genoſſen“ Einſpruch erheben und gegebenenfalls ſofort ausziehen und Schadenserſatz von ihr verlangen wer⸗ den. Wenn Sie bisher zu dem einen fjüdiſchen Be⸗ wohner des Hauſes geſchwiegen haben, ſo iſt das noch keine Veranlaſſung anzunehmen, daß Sie auch einen zweiten dulden werden. „H..“ Es ann Sie kein Hausherr zwingen, einen neuen Mietvertrag ein:ugehen. Der neue Hausherr iſt durch Kauf des Hauſes verpflichtet, in den Mistver⸗ trag, den Sie mit dem früheren Hausherrn abgeſchloſ⸗ ſen, einzutreten, Falls Ihnen der neue Hausherr an Stelle des Einheitsmietvertrages den alten Mannhei⸗ mer Mietvertrag anbietet, können Sie erſt recht ab⸗ lehnen, weil dieſer Vertrag Beſtimmungen enthält, die als unſozial bezeichnet werden können.— Die Ge⸗ bühren kann der Hausherr erſt dann fordern, wenn er die Genehmigung der Preisbildungsſtelle hat. B. E. M. 1. Wieviel Prozent ein Immobilienbüro bei Vermittlung eines Hauskaufes fordern kann, iſt durch Beſtimmungen geregelt. Sie können die Höhe des Prozentſatzes, die tabellariſch beſtimmt ſind, beim Be⸗ zirksamt einſehen.— 2. Beim Hauskauf müſſen 5 Mannleimer R. K. 76. Es iſt nicht anzunehmen, daß Sie jemand hindern kann, dieſes Schild an Ihrer Haustüre anzu⸗ bringen, da ja dadurch das Haus in keiner Weiſe ent⸗ ſtellt und entwertet wird, ſondern nur einigen ſchwer⸗ fälligen Volksgenoſſen eine freundliche Mahnuna unter⸗ breiten. Jedenfalls können Sie es getroſt darauf an⸗ kommen laſſen. E. W. M. Zu Ihren Fragen 1 und 2 möchten wir bemerken, daß es ſich dabei um letzten Endes we tan⸗ ſchauliche Dinge handelt, die auf dieſem knappen Raum nicht behandelt werden können. Dieſe Unterſchiede laſ⸗ ſen ſich auch nicht juriſtiſch formulieren, ſie müſſen er⸗ fühlt werden. Entſcheidend iſt immer das Verhältnis des Glaubens und Vertrauens, das der eine zum an⸗ deren hat. Von Untertanen ſpricht man übrigens nur in den Monarchien. Sie ſcheinen den Begriff„Unter⸗ gebener“ gemeint zu haben. Wir möchten Sie im übri⸗ gen auf die Vorträge der Volksbildungsſtätte verweiſen. E. M. W. 1. Eine ſolche Behörde gibt es unſeres Wiſſens nicht. Zuſtändig dürfte in der Regel das Reichsminiſterium des Innern ſein, welche Abteilung aber können wir ohne genaue Kenntnis des Falles nicht ſagen. 2. Die Anſchrift iſt: Reichsverſcherungs⸗ amt, Behörde im Reichsarbeitsminiſterium, Abteilung Unfall, Berlin W53, Tirpitz⸗Ufer 52. W. Schn. M. Auch uns iſt wohl bekannt, daß in anderen Städten andere Bedingungen auf der Straßen⸗ bahn für Raucher gelten. Für Mannheim erſchiene uns wünſchenswert, daß man wenigſtens bei Zügen mit Raucher⸗Anhänger den vorderen Wagen für Raucher ſperrt. Vielleicht können Sie Ihre Anregung der zu⸗ ſtändigen Dienſtſtelle weiterleiten. Wir haben im „Hakenkreuzbanner“ ſchon mehrfach zu dieſen Fragen Stellung genommen, ohne daß ein Ergebnis gezeitigt worden wäre. Ergebniſſe. Für die Beantwortung Ihrer zweiten Frage iſt die Kreisleitung der NSDAp Mannheim, Rheinſtraße 1, zuſtändig. „Ragna“. Der Name iſt altnordiſch, eigentlich aber bereits eine Abkürzung. Wir weiſen auf das alt⸗ nordiſche„Ragnarökkr“, die Bezeichnung für das Göt⸗ terſchickſfal, die„Götterdämmerung“(eigentlich„Göt⸗ terfinſternis“). Auch in Zuſammenſetzungen wie Ragn⸗ hild uſw. iſt der Name geläufig. „An“. Der Name Ute(äſtere Form: Uote) iſt in der mittelalterlichen Dichtung und Sage geläufig. Be⸗ kannt iſt er als der Name der Mutter der Burgunden⸗ könige im Nibelungenliede. Taſſilo iſt ein ebenfalls in althochdeutſcher Zeit geläufiger Name. Bodo(auch Boto) bedeutet urſprünglich„Herr, Gebieter“. F. Sp.—N. Wegen Ihrer Anfrage betreffs der Reichsminiſterien verweiſen wir auf die im Brieflaſten unſerer Ausgabe vom 20. November 1938 unter H. K. gegebene Antwort. Das Reichskriegsminiſterium unter⸗ ſteht, wie wir ſeinerzeit ausführlich im„Halkenkreuz⸗ banner“ berichteten, dem Führer perſönlich. G. K. M. Zu 1. und 2. Wir können ohne genauere Kenntnis der Sachlage keine bindende Stellung zu Ihren Fragen nehmen. Wenden Sie ſich an das Prozent Grunderwerbsſteuer an das zuſtändige Fi⸗ nanzamt abgeführt werden. Weiter ſind die Grund⸗ buchkoſten, die nach einer Gebührentafel feſtgeſetzt wer⸗ den und nicht in Proꝛenten auszudrücken ſind, zu ent⸗ richten. Bei einem Kauf von 10 000 Reichsmark, der ohne Hypotheken uſw. abgeſchloſſen wird, machen dieſe⸗ Koſten etwa 100 Reichsmark aus. Fr. G. M. Es kommt darauf an, ob im Mietvertrag vorgeſehen iſt, daß Sie alle zwei Wochen die Reini⸗ gung des Hausganges zu beſorgen haben oder ob es in Ihrem Hauſe üblich iſt. Dann müſſen Sie die Ver⸗ pflichtung auch einha'ten, ſelbſt-wenn Sie ſelbſt ſelten Ihre Wohnung verlaſſen uſw. G. R. Es beſtehen keine geſetzlichen Beſtimmungen darüber, daß die erwähnten 5 Prorent Zinſen für die zweite Hypothek nicht verlangt werden können. Die Forderung geht alſo in Ordnung. J. M. Wenn für die Wohnung am 16. Oktober 1936, dem Stichtag für die Preisſtoppverordnung, kein Ueberwaſſer gefordert worden iſt, kann es auch jetzt nicht gefordert werden, wenn nicht die ausdrückliche Genehmigung der Preisbildungsſtelle vorliegt. C. V. Eine Wohnung, deren Friedensmiete über 1800 Reichsmark beträgt, untertiegt nicht dem Mieter⸗ ſchutz und kann jederzeit zum vertraglich vereinbarten Termin gekündigt werden. Lunterbunt Stadtſugendamt wegen näherer Auskunft.— 3. Mit einer Warnung iſt es ja nicht getan. Die Verpflichtung beſteht für Sie in jedem Fall.— 4. Auch da müſſen Sie ſich an die zuſtändige Stelle wenden. Welche in Frage kommt, können wir Ihnen nicht ſagen, da Sie keine entſprechenden Angaben gemacht haben. K. F. M. Der 1740 von Friedrich dem Großen ge⸗ ſtiftete preußiſche Orden pour le mérite wurde nur an Offiziere im Dienſt verliehen. J. 500. Der Führer hat bei dem erwähnten Anlaß nicht geſprochen. Geflügelzucht. Es gibt in den Niederlanden eine ſehr ausgedehnte Geflügelzucht. Wegen der Einzelheiten, die wir auf dieſem knappen Raum nicht erörtern kön⸗ nen, empfehlen wir Ihnen, ſich mit dem Konſulat des Königreichs der Niederlande in Mannheim, Auguſta⸗ Anlage 5, in Verbindung zu ſetzen. R. B. L. 1. Wiegenfeſt iſt ein altertümlicher, heute gern poetiſcher Ausdruck für Geburtstag. 2. Wenn le⸗ mand das 16. Lebensjahr vollendet hat, feiert er natür⸗ lich ſeinen 16. Geburtstag. „A..“ Es wird Ihnen vernünftigerweiſe kaum jemand verwehren wollen, Ihr Haus mit einem Dru⸗ denfuß zu zieren. Der Kundige iſt auch in der Lage, ihn vom Judenſtern zu unterſcheiden, wahrſcheinlich aber iſt, daß er von weniger Kundigen ſehr häufig verwechſelt wird und daß er Ihnen noch manchen unliebſamen Zuſammenſtoß mit Ihren Nachbarn ein⸗ trägt. Es kann Sie kein Menſch zwingen, ihn zu ent⸗ fernen. Ob er Ihnen aber nicht ſo viel Unannehmlich⸗ keiten durch die Verwechſlung einbringt, daß Sie ohne ihn ruhiger leben würden, können wir von hier aus nicht beurteilen. Hz. R. L. In Mannheim gab es um 1800 drei evan⸗ geliſche Gemeinden: die lutheriſche bei der Trinitatis⸗ kirche und die deutſch-reformierte ſowie die franzöſche reformierte bei der Konkordienkirche. Die Konkordien⸗ kirche war bekanntlich urſprünglich eine Doppelkirche, iſt allerdings nach einem Brande nur als einfache Kirche wieder aufgebaut worden. Bei den einzelnen Gemeinden beſtanden mehrere Pfarrſtellen, aber die Verwaltung der Gemeinde war einheitlich. W. G. M. Betreffs Ihrer Anfrage wegen Bezahlung der Feiertage können wir Sie nur auf unſere Antwort vom 20. 11. verweiſen, Wir ſind überzeugt, daß auch eine Vergütung für die von Ihnen genannten Feier⸗ tage noch durchgeführt wird, wenn ſie tragbar iſt. Das müſſen wir aber den verantwortlichen Dienſtſtellen überlaſſen. Ob Ihr Vorſchlag auf Gegenliebe bei den angezogenen Stellen ſtoßen wird, erſcheint uns aller⸗ dings ſehr zweifelhaſt, wenn auch ſicher viele Volts⸗ genoſſen wie Sie denken mögen. F. B. L. 1. Ein Heimatverein der Oberländer iſt uns in Mannheim nicht betannt.— 2. Wenden Sie ſich an das Sportamt der NSG„Kraft durch Freude“.— 3. Unſeres Wiſſens beſteht dieſe Möglichteit visher nicht. Wenden Sie ſich doch einmal an die Fachſchaft Volks⸗ muſik bei der Kreismuſtkerſchaft in 0 7, 1. 1 RWöHHEC 1 n Noꝛar b. H. Ai N Der Zerfall der deutschen Währung im Spiegel der Inflationsbriefmarken Die Inflationszeit, eine unſelige Zeitſpanne terol d deutſcher Geſchichte, iſt in politiſcher, wirtſchaft⸗ lerm eister lerel, inst., Gas- . Sonit. Anlegen - Ruf 536 01 nd wWertvoll Maier DMNaier -WILoHor 24/ Ruf 59500 ung ler Dekorsfionen licher und 5 änt, foweit es für uns als Sammler di 3 7 Aunten die 0 billig zu erwerben 1 find, in Betracht kommt. . fortſchreitende Zerfall der deutſchen Wäh⸗ Beiten tung im Laufe des Jahres 1923 hat natürlich auch ſeine Rückwirkung auf die Poſttarife mi! gebracht, Dadurch wurde dem Sammler der — arken jener Zeitperiode ein Gebiet eröffnet, das an Eigenart und Vielſeitigkeit von keinem anderen Sammelgebiet erreicht wird. Das Sammeln dieſer Marken kann nach verſchiede⸗ nen Geſichtspunkten erfolgen, je nachdem man die Verausgabungs⸗ und Druckarten in den Vordergrund des Sammelns ſtellen will oder ob man den höheren Zweck einer Ueberſicht über die Gebührenentwicklung der einzelnen Zeitſpannen dieſes geſchichtlichen Abſchnittes berückſichtigen will. Im erſteren Fall iſt es am beſten, die Samm⸗ lung in ungebrauchten Einzelſtücken oder in Originalbogen anzulegen, während im anderen Falle die Marken zweckmäßig auf Briefen oder Briefſtücken geſammelt werden müſſen. Nur ſo gelingt es, ein Bild der praktiſchen——— der ſtändig zunehmenden Portoerhöhungen au die einzelnen Werte zu ſchaffen und zugleich die Frankaturen der verſchiedenen Tariſperioden feſtzuhalten. Es gibt allerdings auch noch an⸗ dere Anlagemöglichkeiten für eine Inflations⸗ ſammlung. Die Zeit von Ende Auguſt bis Ende Novem⸗ ber 1923 bildete den Höhepunkt der deutſchen Inflation. Sie wird— poſtaliſch geſehen— durch eine elfmalige Portoerhöhung gekenn⸗ zeichnet. Während dieſen drei Monaten haben 64 neue Marken, die Abarten und Dienſtmarken nicht eingerechnet, dagegen unter en der durchſtochenen Marken nicht weniger als?7 neue Wertzeichen das Licht der Welt erblickt. Dabei entſprach die Ausgabe aller dieſer Marken einem tatſächlichen Bedürfnis, was wir von den Ausgaben mancher Länder nicht immer behaupten dürfen. Der vollkommene Verfall der Papierwährung zwang die Poſtverwaltung, erſtmalig mit Tarifänderung vom 24. Auguft 1923, die bisherigen Gebühren um das zwan⸗ zigfache zu erhöhen, am 1. September wieder um das vierfache. Weitere Gebührenerhöhun⸗ en, jedesmal um das vielfache der bisherigen ätze, folgten einander, zuerſt im Abſtand von 20, dann von etwa 10, und zuletzt von 6 bis 7 Tagen. Dieſem gewaltigen Tarifaufſtieg ſuchte ſich die Poſtverwaltung zunächſt durch Verausgabung immer neuer und höherer Aufdruckprovi⸗ ſforien anzupaſſen, für die ſie als Urmarken teils früherer Marken benutzte, teils neue Drucke der bereits benutzten oder vorbereiteten Platten herſtellte. Als eine Zwiſchenausgabe erſchien zwiſchen beiden erſten Ausgaben der Aufdrucksproviſo⸗ rien eine aus drei Werten(offenbar ſchon frü⸗ her vorbereitete Ausgabe) beſtehende Serie— die türkisblaue 5000⸗RM⸗, die gelbbraune 50 000⸗RM⸗ und die lila 75 000⸗RM⸗Marke im kleinen Format und im großen Format die 100 000⸗RM⸗Marke in roter Farbe. Die Platte von der 5000⸗RM⸗Marke wurde deeee vin Lr Lm eeeeee meee Ahnenforſchung G. G. Wo liegt Roth am See? Iſt es Roth am Sand?— Antwort: Roth am See liegt im Ober⸗ amt Gerabronn(württembergiſcher Jagſtkreis). Seit 1923 heißt Roth am Sand nur noch Roth bei Nürn⸗ berg. Letzteres iſt ſeit 1392 Stadt. Erbfragen A. B. 100. Mein Vater hat für meinen Bruder bei einer Bank eine Bürgſchaft für ein Darlehen über⸗ nommen. Der Vater iſt inzwiſchen geſtorben, ohne daß das Darlehen zurückgezahlt iſt. Iſt nun beim To⸗ desfall des Vaters die Bürgſchaft erloſchen oder kann man mich als Miterben für die Bürgſchaft bzw. zur Rückzahlung des Darlehens heranziehen? Wird die Bürgſchaft des Vaters als Schuld den Erben über⸗ tragen?— Der Erbe haftet für Nachlaßverbindlich⸗ keiten(5 1967 Abſatz 1 BGB). Zu den Nachlaßver⸗ bindlichkeiten gehöͤren auch die vom Erblaſſer her⸗ rührenden Schulden(§ 1967 Abſatz 2 BGB) und zu dieſen die Verpflichtung des Erblaſſers aus einer Bürgſchaft. Rechtsfragen F. R. M. Wer ſtellt die Paragraphen feſt und wie iſt die Adreſſe und der Name des Herrn, der das feſt⸗ ſetzt? Sie werden mich verſtehen.— Daß Geſetze von der Regierung erlaſſen werden, dürfte Ihnen doch wohl bekannt ſein. Im übrigen iſt Ihre Anfrage der⸗ art lückenhaft, daß ſie ohne nähere Unterlagen und Rückfragen nicht von hier aus ohne weiteres beant⸗ wortet werden kann. Sie wenden ſich daher am beſten an die NS⸗Rechtsberatungsſtelle im Schloß(Sprech⸗ dienstags und donnerstags jeweils von 3 bis Uhr). G. R. 7. Wenn alle Verhältniſſe einwandfrei ſo nach⸗ weisbar ſind, wie Sie ſie in Ihrem Schreiben ſchil⸗ dern, ſo iſt Ihre Forderung ſelbſtverſtändlich berech⸗ tigt. Es ſteht Ihnen dann die Möglichkeit offen, auf Rückgabe des geliehenen Gegenſtandes zu klagen. Doch raten wir Ihnen zu einer gütlichen Einigung mit Ihrer Kameradin. E. M. Es iſt uns nicht möalich, nach Ihrem Schrei⸗ ben ein Bild von Ihrer Angelegenheit zu gewinnen. Wenn Sie die neue Verſicherung abgeſchloſſen haben, müſſen Sie natürlich auch bezahlen. Das aber geht aus Ihrem Schreiben nicht hervor. Vielleicht ſprechen Sie einmal bei der NS⸗Rechtsberatungsſtelle im Schloß, Zimmer 246, Sprechſtunde dienstags und donnerstags von 15—17 Uhr, vor. A. M. M. S. Verjähren Kautionen, die einige Jahre zurückliegen? Was kann ich heute für eine Kartion in Höhe von 500 Reichsmark fordern, die im Jahre 1921/½2 gegeben wurde? Ich habe als ſelbſtändige Wirtin einer Pfalzbrauerei im JFahre 1921/22 500 Reichsmark Kaution geſtellt, zwecks Uebernahme einer Wirtſchaft in Mannheim, Alphornſtraße. Im Jahre 1923 habe ich die Wirtſchaft aufgegeben und eine andere übernommen, die jedoch mit der Brauerei nichts zu tun hatte. Erſt einige Jahre ſpäter fiel mir ein, daß ich die ſeinerzeit geſtellte Kaution nicht zurück⸗ bekommen hatte. Ich habe dann ſofort an die Pfalz⸗ brauerei geſchrieben, worauf ſie mir antwortete, daß die Scheine„heute noch“ genau am ſelben Fleck im Treſor liegen und mir zur Verfügung ſtünden. Auf dem Wege der Auſwertungsverrechnung könnte ich 4 Reichsmark und etliche Pfennige erhalten. Ich war da⸗ mals von dieſer Mitteilung ſo niedergedrückt, daß ich es aufgab, mich nochmals an die Brauerei zu wenden. Vor etwa drei bis vier Jahren nun— als ich durch die langjährige Arbeitsloſigkeit meines Mannes keine Exiſtenzmöglichkeit mehr hatte, wandte ich mich noch einmal hilfeſuchend an die Brauerei, mit der Bitte, mir wieder ein Lokal und ſomit eine Exiſtenz zu geben. Ich glaube, daß ich das verdient hätte, nach⸗ dem ich ſeinerzeit das Lokal ſchuldenfrei abgegeben habe und die Brauerei mit meinem Geld all die Fahre hat wirtſchaften können. Ich warte bis heute noch auf eine Rückantwort.— Ohne nähere Unterlagen kann die Frage mit dem beſten Willen nicht beantwortet werden. Sie wenden ſich daher am beſten an die NS⸗ Rechtsberatungsſtelle im Schloß(Sprechſtunden: Dienstag und Donnerstag von 3 bis 5 Uhr). Im übrigen möchten wir Ihnen aber doch bemerken, daß Sie nach Sachlage wenig Ausſicht auf Erfolg haben. Radiogebühren A. B. Anträge auf Befreiung von Rundfunkgebühren müſſen beim Fürſorgeamt geſtellt werden. jber Oenle ſehr bald in anderen Farben als Grundmarke von Aufdruckproviſorien verwendet. Dieſe Gruppe von Marken: 5000 RM auf 40 Rpf. orange, 8000 RM auf 30 Rpf. grün uſw. bis zu 2000 000— ohne den 1⸗Mill.⸗Wert— fand da⸗ durch ihr Ende, weil der Weltpoſtverein in Bern Einſpruch dagegen erhob, daß dieſe Auf⸗ druckmarke den Wert nicht vollſtändig in Zahlen, ſondern teilweiſe in Worten ausdrückte. Die Poſtverwaltung ſchritt deshalb im Oktober 1923 zur Ausgabe von Marken im ſogenannten Ein⸗ heitsmuſter. Es iſt das Muſter, dem wir bei den erſten Rentenmark⸗Marken—4 wieder begeg⸗ nen, das Japan⸗ oder Korbdeckelmuſter. Dieſes Verfahren ſah eine Herſtellung der Marken in zwei Druckgängen und von zwei Platten vor. Die eine, als Hauptplatte, zeigte das ganze Muſter der Marke bis auf die Wertangabe, die andere„Wertplatte“ verſah dieſes Muſter mit dem jeweilig benötigten Werteindruck in„Zah⸗ 1 „Hhakenbreuzbanner“ Samskag, 26. Hovember Für den Landivirt, Geot- und Hilfe für die Seidenraupenzucht? F. N. in W. Erhält jemand, der Hecken aus Maul⸗ beerpflanzen anlegt, von der Landesbauernſchaft be⸗ ziehungsweiſe vom Reich irgendwelche Zuſchüſſe? Wo erſahre ich darüber genaues?— Antwort: Wenn man Seidenraupen züchten will, ſo muß man für die Tiere auch das nötige Futter haben. Die Seidenraupe ernährt ſich von den Blättern des Maulbeerbaumes. Es iſt deshalb notwendig, daß mehr Maufbeerbäume in Deutſchland zum Anbau gelangen. Nicht nur die öfſentliche Hand und die grundbeſitzenden Induſtrie⸗ unternehmungen werden deshalb zur Beteiligung an bieſer Aufgabe herangerufen, ſondern auch die übrige Bevölkerung ſoll an ihr mitwirken. Die Maulbeer⸗ pflanzen eignen ſich beſonders zur Anlage von le⸗ benden Hecken, die man als dauernde Einfriedi⸗ gung um Obſt⸗, Garten⸗ und Hausgrundſtücke anlegen kann. Dabei ſind die Anſchaffungskoſten erträglich, denn die Preiſe liegen unter den für andere Hecken⸗ arten anzulegenden Betrigen. Man bekommt 1000 Maulbeerpflanzen, je nach Größe, in zweijährigem Alter für 25 bis 40 Reichsmark. Private Anpflanzer, die mehr als 500 Pflanzen beſchaffen, erhalten hierzu eine Beihilfe aus Reichsmitteln. Wer eine derartige Anlage mit Zuſchüſſen erſtellen will, wendet ſich am beſten an die Landesbauern⸗ ſchaft Baden in Karlsruhe, Beiertheimer Allee 16. Dort iſt ein Fachberater, der jeden Intereſſenten zweck⸗ mäßig unterrichtet. Es ſollten ſich übrigens auch ſolche »Volksgenoſſen mit der Pflanzung von Maulbeerſträu⸗ chern befaſſen, die an ſich nicht die Abſicht haben, Sei⸗ denbau zu betreiben. Sie könnten aber ſpäter das Laub Seidenbauern zu Fütterungszwecken zur Verfü⸗ gung ſtellen. Maſchinenlehrgänge für Bauernſöhne? O. M. in A. Trifft es zu, daß die Landesbauern⸗ ſchaft Baden für Bauernſöhne Maſchinenlehrgänge ver⸗ anſtaltet? Zu welchem Zweck geſchieht dies? Wo finden dieſe Kurſe ſtatt?— Antwort: Gemeinſam mit dem Reichskuratorium für Technik in der Landwirt⸗ ſchaft hat die Landesbauernſchaft Baden an den Land⸗ wirtſchaftsſchulen in Buchen, Laden burg und Ep⸗ pingen Maſchinenlehrgänge organiſiert, die unſere Bauernſöhne mit der richtigen Bedienung und der Pflege vertraut machen ſollen. Der Reichsnährſtand will damit einen Mißſtand beſeitigen, weil die Maſchi⸗ nenanwendung in der Landwirtſchaft oft durch den Mangel an genügenden techniſchen Kenntniſſen notlei⸗ det. Ein Ingenieur und zwei Werkmeiſter führen die iungen Leute in 14tägigen Kurſen in den Um⸗ gang mit Werkzeugen, in die Zuſammenſetzung, lau⸗ fende Pflege der Maſchinen und die Reparatur kleine⸗ rer Schäden ein. Hierzu bringen die Teilnehmer ſogar Maſchinen aus ihrem eigenen Hof mit. Auch mit dem Umgang mit dem Zuggerät der Zukunft, dem Motorſchlepper, werden die jungen Leute vertraut gemacht. In den Monaten Januar bis März 1939 werden derartige Lehrgänge auch in Mittel⸗ und Süd⸗ baden veranſtaltet werden. Die Termine ſind aller⸗ dings noch nicht bekannt. Wir werden jedoch rechtzeitig darauf hinweiſen. Grubenholz aus dem Eichenſchälwaldꝰ P. R. in H. Iſt es zuläſſig, daß Eichenſtangen als Grubenholz Verwendung finden? Wenn ja, unter wel⸗ er Vorausſetzung?— Antwort: Der Bedarf an Grubenhölzern wird immer größer. Deshalb ſollte der Eichenſchälwaldbeſitzer darauf achten, daß alle über ſieben Zentimeter ſtarken Eichenſtangen der Verwen⸗ dung als Grubenholz zugeführt werden, ſofern dieſe Stangen nicht allzu krumm gewachſen ſind. Für die Aufarbeitung von Schälſtangen zu Brennholz ſollte nur das unter ſieben Zentimeter ſtarke Holz und krumme, ſtark aſtige Stücke verwendet werden. Durch eine ſolche Maßnahme ließe ſich der Ertrag aus dem Schälwald weſentlich ſteigern, zumal doch immer wie⸗ der geklagt wird, daß die Erlöſe aus dem Schälwald⸗ betrieb recht beſcheiden ſeien. Bei dieſer Gelegenheit ſei auch darauf hingewieſen, daß der Ertrag aus dem Schälwald durch das altbekannte Reutebrennen ge⸗ ſchmälert wird. Durch dieſe uralte Betriebsform wird die Lebenskraft der Eichenſtöcke ſtark geſchädigt und die im Verlauf von etwa zwanzig Jahren aufgeſpeicherten Humus⸗ und Nährſtoffe im Verlauf von zwei⸗ bis dreijähriger landwirtſchaftlicher Nutzung verſchwendet. Was hat jetzt in den Ställen zu geſchehenꝰ G. T. in B. Auf was iſt im Winterhalbjahr in den Ställen zu achten? Wie iſt zu füttern?— Antwort: Hetzt, im Winterhalbjahr, müſſen wir vor allem un⸗ 2e2————————— ſeren trächtigen Stuten gutes Futter geben. Man kann ſelbſtverſtändlich die trächtigen Stuten einſpannen, jedoch müſſen ſie vor Deichſelſchlägen und anderen Stößen geſchützt werden, die beſonders beim Holz⸗ fahren oft vorkommen.— Im Kuhſtall ſollte ge⸗ rade im Winterhalbjahr der Bauer durch gute Pflege und richtige Fütterung auf das Wohlbefinden ſeiner Tiere Wert legen. Dabei darf aber das Bewegen der heranwachſenden Jungtiere nicht vergeſſen werden. Je⸗ den Tag ſollte ihnen genügend Auslauf gewährt wer⸗ den, am beſten mehrere Stunden je Tag. Denn die natürliche Haltung beſonders im Auslauf iſt das Beſte, was einem Jungtier während ſeiner Wachstumszeit geboten werden kann. Die heranwachſende Kuh wird durch ihre Fruchtbarkeit und langes Leben bei guter Leiſtung eine derartige geſunde Aufzucht ſtets lohnen. — Im Schweineſtall müſſen wir jetzt beſonders darauf achten, daß wir eine größere Anzahl von Fer⸗ keln ſelbſt behalten und ſie nicht alle auf den Markt bringen. Es ſind nämlich jetzt mehr tragende Sauen vorhanden. Es werden deshalb in nächſter Zeit mehr Ferkel auf den Markt kommen. Wir müſſen deshalb mehr Schweine mäſten. Durch die Erhöhung der Fett⸗ ſchweinepreiſe iſt auch dafür geſorgt worden, daß ſich die Schweinemaſt beſſer lohnt. Schauen wir einmal hinaus auf die Schafweiden, dann ſehen wir, daß bereits auf die Winterweide aufgetrieben wird. Dabei mögen die Schafhalter und Schäfer die veterinärpoli⸗ zeilichen Vorſchriften im Hinblick auf die wieder fort⸗ ſchreitende Maul⸗ und Klauenſeuche ja ſtreng beachten! Solange aber die Witterung es einigermaßen zuläßt, ſollten die Herbſtſchafweiden dort nicht verlaſſen wer⸗ den, wo noch genügend Futter zur Verfügung ſteht. Und dies dürfte faſt überall in dieſem Herbſt der Fall ſein. Jetzt im November müſſen auch noch die Klauen ſämtlicher Schafe geſchnitten werden. Warum getrocknete Hhackfrüchte verfütternꝰ J. Q. in P. Worin liegt der Vorteil der Verfütte⸗ rung getrockneter Hackfrüchte? Können Sie an Pferde. Rindvieh und Schweine gegeben werden?— Ant⸗ wort: Aus der deutſchen Futtermittelwirtſchaft ſind die getrockneten Hackfrüchte nicht mehr fortzudenken. Sie haben ſich ſeit vielen Jahrzehnten in der Vieh⸗ fütterung beſtens bewährt. Die getrockneten Hackfrüchte ermöglichen eine beſonders rationelle Futterverwer⸗ tung, wie ſie heute auch in dem kleinſten landwirt⸗ ſchaftlichen Betrieb eine Selbſtverſtändlichkeit ſein ſollte. Es handelt ſich um Kartoffelflocken und um Zucker⸗ rübenſchnitzel ſowie um getrocknete Rübenblätter und Rübenköpfe. Bei den Zuckerrübenſchnitzeln unterſcheiden wir mehrere Arten. Es gibt einmal vollwertige Schnitzel(getrocknete Zuckerrüben). Dieſe werden durch Trocknung der zerkleinerten, nicht ausgelaugten Rüben gewonnen und beſitzen einen Zuckergehalt von etwa 60 Prozent. Sie heißen im Handel Zuckerſchnitzel. Fer⸗ ner werden Steffen⸗ oder Brühſchnitzel mit einem Zuckergehalt von 28 bis 30 Prozent hergeſtellt. Schließ⸗ lich ſind noch die Trockenſchnitzel mit einem Zucker⸗ gehalt von etwa 4 Prozent zu erwähnen, die den Zuckerfabrikationsgang durchgemacht haben. Auch dieſe getrockneten Zuckerſchnitzel haben infolge ihres hohen Stärkewertes und infolge ihres verhältnismäßig gro⸗ ßen Eiweißgehaltes einen guten Futterwert. Die Preiſe ſämtlicher Schnitzelarten werden bewußt niedrig gehal⸗ ten. Bei der Verfütterung an Schweine läßt ſich er⸗ fahrungsgemäß bis zu 25 Prozent des bisher be⸗ nötigten Futtergetreides erſetzen, was eine Futter⸗ koſtenerſparnis bis zu 12 Reichsmark je Schwein gibt. Beim Erſatz von Hafer durch zuckerhaltige Futtermittel kann auch die Verfütterung beim Pferd um 50 bis 70 Reichsmark im Jahre verbilligt werden. Auch das Ge⸗ flügel aller Art verwendet mit Vorteil jede Art von Schnitzel. Die Eier bekommen auf dieſe Weiſe eine intenſive Farbe und einen guten Geſchmack. Kartoffel⸗ flocken werden von faſt allen Tieren gut aufgenommen, und zwar nicht nur von Schweinen und Rindvieh,“ ſondern auch von Pferden. Sie haben ſich auch als Hühnerſutter bewährt. Die Kartoffelflocken ſind zer⸗ kleinerte und vermittels der Anwendung von Hitze ge⸗ trocknete Kartoffeln. Die Kartoffelflocken ſind ein außer⸗ ordentlich haltbares Erzeugnis, deſſen Lagerfähigkeit faſt unbegrenzt iſt. Das Kartoffeltrocknungsgewerbe und die deutſche Zuckerwirtſchaft haben alles daran ge⸗ ſetzt, um die Anſprüche der Verbraucher auf Verſor⸗ gung mit getrockneten Hackfrüchten möglichſt reſtlos zu erfüllen. Der Verbraucher muß ſeinerſeits bei ſeinem Verteiler auch die getrockneten Hackfrüchte in der Form anfordern, wie er ſie am zweckmäßigſten in ſeiner Wirtſchaft verwenden kann. Wer Zuckerſchnitzelſchrot wünſcht, tut gut daran, ſeinem Verteiler hiervon Kenntnis zu geben, damit dieſer von der Zuckerfabrit geſchrotene Zuckerſchnitzel anfordern kann. bhie wird lalił eingewintert? G. K. in Sch. Kann naſſer Kohl eingewintert wer⸗ den? Wie wintere ich den Kohl zweckmäßig ein? Wann muß dieſe Arbeit ſpäteſtens geleiſtet ſein?— Ant⸗ wort: Einerlei, ob Kohl für den Eigenbedarf oder zum Verkauf angebaut wird, der Erfolg hängt von der guten Einwinterung ab. Vorbedingung für dieſe ſind gute Ausreife, zweckmäßige Einrichtungen und ſorg⸗ fältige Pflege des eingewinterten Kohles. Die Ernte des Kohles ſollte Ende November bis Anfang De⸗ zember nur bei trockenem, möglichſt windigem Wetter erfolgen, da Kohl, der bei Regenwetter geerntet wird, ſehr viel Waſſer in ſein Kopfinneres aufgeſaugt hat und ſchnell zu faulen beginnt. Je trockener der Kohl in den Ueberwinterungsraum kommt, um ſo haltbarer iſt er. Es gibt nun verſchiedene Möglichkeiten der Kohl⸗ überwinterung. Der Kohl wird mit dem Strunk her⸗ ausgeriſſen, die lockeren Blätter werden abgebrochen und alles Unbrauchbare am Kopf wird abgeſchnitten. Dann hebt man eine etwa einen Meter tiefe Grube aus und dämmt an ihren Rändern den Aushub in breitem Wall etwa 30 Zentimeter hoch an. Die Gru⸗ benſohle wird mit einer Laubſchicht von 20 Zentimeter bedeckt. Die Köpfe werden ſchräg eingelegt, die Strünke mit Sand verſchüttet und nur eine zweite Schicht Köpfe auf die Strünke der erſten gelegt uſf. Die Grube wird mit Brettern überdacht, die bei ſtarkem Froſt fußhoch mit Laub oder Strohmatten bedeckt werden. Ebenſo kann man Kohl in leere Miſtbeetkäſten bringen, die dann mit Dünger oder Laub geſchützt werden. Bei Froſt werden die Fenſter aufgelegt und mit Laub und mit Matten bedeckt. Bei trockener, warmer Witterung wird durch Aufdecken gelüftet. Kleinere Kohlmengen werden zweckmäßig mit Strunk und Wurzeln einge⸗ graben, und zwar diesmal mit dem Kopf in die Erde, ſo daß der Strunk herausragt. Das Umblatt bleibt zum Schutz des Kopfes erhalten. Zuerſt werden die Köpfe nur mit wenig Erde bedeckt. Wenn es kälter wird, wird die Erdſchicht verſtärkt oder eine Laub⸗ ſchicht aufgebracht. So eingeſchlagener Kohl hält ſich gewöhnlich bis in das ſpäte Frühjahr hinein. Für größere Kohlmengen eignen ſich auch Mieten. Dieſe lenwerten“ und in dem unteren Teil der Marke vorgeſehenen Raum in vollen Zahlen. Damit waren alſo die Hauptplatten für jeden beliebi⸗ gen Wert vorhanden und für jede kommende Tarifänderung verwendbar. Durch weitere, raſch folgende Tariferhöhun⸗ en wurden aber auch die erſten Tauſend⸗ und illionenwerte in dieſem Einheitsmuſter wie⸗ der ſo raſch überholt, daß man ſich Anfang No⸗ vember— anläßlich eines Streikes in der Reichsdruckerei— noch einmal entſchloß, die noch vorhandenen erſten Beſtände der Tauſend⸗ und Millionen⸗Werte durch Aufdruck auf Nenn⸗ werte in Milliarden⸗Papiermark aufzuwerten. Wir haben alſo zwei große Gruppen von Auf⸗ druckmarken(Proviſorien) zu unterſcheiden: 1. Aufdruckproviſorien auf Urmarken aus Reſt⸗ beſtänden oder von Platten früherer Reſtbe⸗ ſtände und 2. Aufdruckproviſorien auf Marken im Einheits⸗, ſprich Korbdeckelmuſter. Ander⸗ ſeits fallen auch die Marken im Einheitsmuſter wieder in zwei Gruppen: Marken in Papier⸗ mark⸗ und in die nicht mehr in den Kreis unſe⸗ rer Betrachtung gezogenen Marken in Renten⸗ mark⸗Währung. Die Marken im Einheitsmuſter der Papiermarkwährung gehören zeitlich zwi⸗ ſchen die erſte und zweite Gruppe der Aufdruck⸗ proviſorien. Spezial⸗Sammler unterſcheiden noch bei dieſen Marken nach Platten⸗ oder Wal⸗ zendruck oder in zwei Druckgängen in Platten⸗ oder Platten⸗ auf Walzen⸗ druck. Zu erwähnen iſt noch die ſich auf Bayern be⸗ —* Ausgabe, die ſogenannte lokale ushilfsausgabe der 1 Milliarde auf 100 M. mattlila und purpur, die in den Katalogen als die ſogenannte„Hitlermarte“ angegeben iſt. Gustavy Kabelitz2. Deutsche Schifispoststempel I. Hamburg Ein lehrreiches Sammelgebiet ſind die noch wenig beachteten heutigen Schiffspoſtſtempel, und zwar nicht nur geographiſch, ſondern⸗auch wirtſchaftspolitiſch geſehen. Die Deutſche Reichs⸗ poſt hat in Zäſen un und Bremen, unſere be⸗ deutendſten Häfen und Sitz großer Reedereien, die Schiffe mit Schiffspoſt ausgerüſtet. Zu die⸗ ſer Ausrüſtung gehören auch die Briefaufgaben⸗ ſtempel(Tagesſtempel). Jede Schiffspoſt hat daher einen Tagesſtempel. Bei den größeren Dampfern iſt der Name des Schiffes im Stempelbild angegeben, während die kleineren nur Unterſcheidungsbuchſtaben führen. Dieſe Schiffspoſtſtempel ſind keine Sonderſtempel im eigentlichen Sinne(beſchränkte Verwendungs⸗ zeit aus einem beſonderen Anlaß), ſondern die planmäßigen Aufgabenſtempel der Schiffspoſten. Die Stempel der fünf Walfangmutterſchiffe: Südmeer, Wikinger, Jan Wellem, Walter Ran und Unitas, können ſchließlich als Sonderſtem⸗ pel gelten, weil dieſe Schiffspoſten nur für die beſchränkte Zeit des Walfanges in Betrieb ſind. Nun iſt unſere Walfangflotte, die einen ſehr wichtigen Wirtſchaftsfaktor darſtellt— ſichert ſie doch die Ernährungsbaſis des deutſchen Volkes in Bezug auf Fett(Magarine)— vor einiger Zeit zum Fang nach dem Südlichen Eis⸗ meer ausgelaufen und kehrt erſt im Mai nächſten Jahres nach Hamburg, ihrem Beſtim⸗ mungshafen zurück. Anfragen und Einſen⸗ dungen wegen der beliebten Gefälligkeitsab⸗ ſtempelung ſind während dieſer Zeit gegen⸗ legt man auf ebener Erde an; ſie können 1,50 bis 2 Meter breit gemacht werden und ſind in der Oſt⸗Weſt⸗ richtung anzulegen, um kalten Oſtwinden eine möglichſt kleine Angriffsfläche zu bieten. Für dieſes Verfahren werden die Kohlköpfe ohne Strunk verwendet. Zum Abdecken der dachförmigen Mieten nimmt man Stroh, das nur leicht mit Erde bedeckt wird. Erſt wenn ſtär⸗ kere Kälte einſetzt, darf die Erdſchicht verſtärkt werden. Auf die Mietenſohle kann man zur Mäuſebekämpfung beim Einlagern einige Tonröhren mit Giftweizen legen. Um die Haltbarkeit des Kohles zu verbeſſern, wird unter der Sohlenmitte gern ein Graben ausge⸗ hoben und mit einem Lattenreſt abgedeckt. Dadurch entſteht ein Luftkanal, deſſen äu ere Oeffnungen beim Einſetzen ſtärkerer Kälte mit Laub zu verſchließen ſind. Bei warmem Wetter werden ſie zur befferen Durch⸗ lüftung wieder geöffnet. Bei größerem Kohlanbau kann man den Kohl auch auf dem Felde einpflügen. Man zieht zu dieſem Zweck eine Furche, in die die Köpfe mit Umblatt, den Strunk nach oben, geſtellt werden. Darauf wird die Furche zugepflügt und beim Einſetzen ſtärkerer Kälte mit Miſt zugedeckt. Als Kohlſcheunen werden einfache Bauten verwendet. Für dieſen Zweck haben ſich alte Ställe bewährt. Dieſe können leicht um⸗ gebaut werden, wenn man an die Innenwand ſolcher Gebäude eine 2 Meter hohe Bretterwand mit einer 8 bis 10 Zentimeter ⸗ſtarken, trockenen Torfmullfüllung einbaut. Um in den Kohlſcheunen, während der Kohl lagert, die notwendige Lüftung durchführen zu können, ſind in den Kohlſcheunen unmittelbar über der Erde in gleichmäßigem Abſtand von etwa 2 Meter einander gegenüberliegende Klappfenſter(50*& 50 Zentimeter) einzubauen. Das Lüften der Scheune aber gehört in den Wintermonaten neben dem Sortieren zu den wich⸗ tigſten Arbeiten. Kampf den Schnecken ſehr wichtig? W. E. in P. Iſt der Schaden, den die Schnecken ver⸗ urſachen, ein ſo großer, wie immer behauptet wird? Kampfmarken der Oſtmark Drei der heute kaum mehr zu erhaltenden Kampfmarken der NS⸗ DAP aus der Kampf⸗ zeit der Oſtmark. Sie wurden gezeichnet von Schriftleiter Toni Kazda in Linz, über den wir in unſerer letzten Briefmarkenecke berichteten. ſtandslos geworden. Das Poſtamt 11 Hamburg, Zweigpoſtamt 14(Freihafen) iſt deshalb nicht in der Lage, Stempelabdrucke von den Schiffs⸗ poſtſtempeln dieſer Dampfer zu beſchaffen. Sammler wenden ſich zur Erlangung von Schiffspoſt⸗Stempelabdrucken am beſten unmit⸗ telbar an die Schiffspoſt des in Frage kom⸗ menden Dampfers. Sie können aber die Ein⸗ ſendungen auch an das genannte Hamburger Poſtamt richten, das dieſe dann der Schiffspoſt des betreffenden Dampfers zuführt, ſobald ſie im Hamburger Hafen liegen oder jeweils nach ihrer Reiſe wieder eintreffen. Das bezieht ſich auf alle Schiffe, die in Hamburg beheimatet ſind. Für jedes Schiff muß wegen der Weiter⸗ gabe ein beſonderer Antrag vorgelegt werden. Durch Anfragen bei den Reedereien iſt zu er⸗ mitteln, wann die Schiffe den Hafen wieder an⸗ laufen. Für Hamburg kommen folgende Reede⸗ reien in Frage: Hapag, Hamburg, Alſterdamm 25. Die Schiffe dieſer Linie ſind die Caribia, Cordillera, Iberia, Milwaukee, Orinoco, Reliance und St. Louis. Hamburg⸗Südamerikaniſche Dampf⸗ ſchiffahrtsgeſellſchaft Hamburg 8, Holzbrücke 8. Dieſe Reederei verfügt über 44 mit Schiffspoſt ausgerüſtete Dampfer. Einige der bedeutendſten ſeien hier genannt: La Coruna, Monte Olivia, Monte Sarmiento, die Weſterwald uſw. ver des intereſſierenden Sammlers gerückt.(Ein Wenn ja, wie kann man dieſe erfolgreich bekämpſe — Antwort: Wer Gelegenheit hatte, ein h Schnecken heimgeſuchtes Saatfeld zu beſichtigen konnte feſtſtellen, welch gründliche Arbeit die Schnecen zu ſchaffen vermögen. Die Schnecke geht nur nachts ihrem Nahrungstrieb nach, tagsüber verbirgt ſie ſich unter Blättern, Erdklumpen, hohlen Steinen uſw. Schleimige Streifen und kleine Erdkrümelchen zeigen an, wenn die Ackerſchnecke ihre vernichtende Tütigleſt in einem Saatfeld begonnen hat. Sobald dies feſtge⸗ ſtellt iſt, darf keine Zeit mehr verloren werden, Kampf gegen dieſen Schädling aufzunehmen. Mecha⸗ niſche Bekämpfungsarten, wie das Legen von hohl Brettern, Auslegen von Ködern u. dgl., führen ſtarkem Auftreten nicht zum Erfolg. Dieſe Arten dek Bekämpfung mögen im Garten nützlich ſein, bei felh⸗ mäßiger Bekämpfung führen ſie nicht zum Ziel. Et⸗ folgreicher iſt hier die Bekämpfung mit chemiſchen Mit⸗ teln. Altbekannt iſt das Beſtreuen der Schnecken mit Aetzkalk. Der Erfolg dieſer Bekämpfungsart liegt in der zu vermehrter Schleimabſonderung zwingende ätzenden Wirkung des gebrannten Kalkes. Wird das Tier richtig getroffen, dann iſt die Abſonderung de ſtark, daß es ſchon in kürzeſter Zeit verendet. Junge Tiere gehen ſchon bei geringem Schleimverluſt zu⸗ grunde. Aeltere und kräftigere Schnecken ſind wider, 11 7 Der kommende Höhepunkt im Ko bringen. Das Au un allen Handballin 5 tet, Da jedoch dem Platzverein bekannt wurde, ol lampfes im Sta H e beſtimmt in blaſen wurde ode e un Das 4 Seckenheim antre zur Zeit ſtattfin' fetzt. So bleiben ei Spiele übri DV Ofters ſtandsfähiger. Aus dieſem Grunde muß das Beſtreuen Tw Leutersh nach ganz kurzer Zeit nochmals gemacht werden, um Die Raſenſpiel. den ganzen Befall zu vernichten. Auch Hederich⸗Kal gegen den V ungeölter Kallſtickſtoff, Thomasmehl, Aſche uſw. w ken für die Schnecken tödlich, wenn ſie damit in ge⸗ nügender Menge beſtreut werden. Vorausſetzung dabel iſt immer, daß das Salz mit den Schnecken in direkte Berührung kommt. Denn die Schnecken gehen zur Nachtzeit auf Nahrungsſuche. Dieſem Umſtand m beim Ausſtreuen Rechnung getragen werden. 24 Ausſtreuen erfolgt deshalb in den ſpäten Abendſtun⸗ den oder recht zeitig in der Frühe, ganz beſonderz, wenn trockenes Wetter zu erwarten iſt. Wichtig iſt bei ein gleichmäßiges Verſtreuen mit der Hand. Nur ſo kann eine reſtloſe Vertilgung der Schnecken erreicht werden. Je größer die ausgeſtreute Menge des betreſ⸗ fenden Mittels je Flächeneinheit iſt, deſto ſicherer kann mit einer vollkommenen Wirkung gerechnet werden, Das Ausſtreuen erfolgt am beſten kreuzweiſe, alſo zwei Arbeitsgängen von je 5 bis 10 Minuten Abſtan Dadurch erhält man die Gewähr, daß alle Schnecke auch die älteren und widerſtandsfähigeren, vernicht ſind. Der Erfolg einer Schneckenbekämpfung iſt aber nur dann wirkſam, wenn nicht die Gefahr beſteht, daß vom Nachbarfelde wieder neuer Befall zu befürchten iſt. Iſt dies der Fall, dann iſt es beſſer, einige Meter breite Streifen mit zu beſtreuen. Dasſelbe gilt auh von Feldrainen, Kleeſchlägen und Wieſen; denn von hier droht ganz beſonders die Gefahr der Zuwande⸗ Erfolge— allerd der Oftersheimer ten den Raſenſpi ſter Einſatz und dem Gewinn bei kersheim wird all Punkten fer komn 1 ereſſanter Kam lameradſchaftliche⸗ Zum zweiten hauſener eine Fr. iſt es der FC, de neſſen an der en Leutershau mächtig anſtre ſehen zu geben, 2 üm was es geht. Die 6ri⸗ um Punkteka: rung. Um einen vollen Erfolg zu erzielen, iſt es noi⸗ 46 Mannhe wendig, je nach Stärke des Befaulss,—8 Kilogramm Tſchft. Käfertal Aetzkalk oder Hederich⸗Kainit pro Ar zu ſtreuen, heh MrG— SA1 zweimaligem Arbeitsgang jeweils—4 Kilogramm. Für die jungen Saaten iſt das Beſtreuen mit Aetzkall oder Hederich⸗Kainit ohne nachteilige Folgen. 4 Poſt Mannhein Ein ſ die Ta ſen findet auf de um das leidige Geld 770 zatt, G e L. Wn oepauemm, Jrre Prage nnct banmong 1 Fen den e zu können, da Sie gnonym geſtellt iſt. Soltten Sie n 4 ler w eine Antwort erwarten, ſo müßten wir Sie bitten, Rei bahner 1 Ihren Fall genauer zu ſchildern. Die gemachten A ihre bis jetzt günſ gaben reichen nicht aus. I derlage zu verſch „Weinberg“. Sie haben weiterhin Anſpruch auf de! Offen iſt die? vereinbarten Zinſen. Erſcheint dem Käufer der Zins“ Turnerſchaft ſowi fuß zu hoch, ſo muß er eine gerichtliche Entſcheidung, bisherigen Spiele die von Fall zu Fall getroffen wird, anrufen. Eine daß man eine Vo Beſtimmung, wie die angeführte, beſteht nicht. die MTG em K. M. M. Soweit uns bekannt iſt, unterliegen Weih⸗ dürfte zwei weite nachtsgratifitationen uſw. nicht der Pfändung. Sie chen. Vielleicht brauchen alſo nichts einbehalten. I Ueberraſchung in Am Reckarplatt ner zum Punkteke von Bedeutung. ſen eine Niederla berloren. Gewinn dieſe einen groß getan. Für den Skatfreund 212. Ein Spieler ſpielte Revolution. Er behauptet, der Skat gehöre dem Spieler. Die Gegenpartei da⸗ gegen behauptet das Gegenteil. Wer hat in dieſem Falle recht?— Antwort: Spielt jemand eine Re⸗ volution, dann gehört der Blinden jeweils der Gegen⸗ partei, die zudem regelmäßig zwei Karten aus⸗ tauſchen darf. Inich dieſe Sta tag voll beſetzt. E 8⁰ 98 Schwetzi Rot— TG S86 Doſſenhein T Friedrichsf Wie wird Han beſtehen? Die bi gen alle verlo. twäre, ans J Schwetzinger liege har und dürften Der TVRot w gegen die TG au lönnen. hockenheim w Punkte mit nach nur, wenn manen Die letzte Paar Leon iſt das Hau Gewinner aus di fler, Aus dieſem guf Biegen und 4 Auskünfte nach bestem Wissen, jedoch onne Cewahr Briefmarken-Alben 3 arnn Kaub · N3,17 Schiffahrtsweg und das Anlaufen in den Hü⸗ fen der verſchiedenen ſüdamerikaniſchen Staaten iſt äußerſt intereſſant und aufſchlußreich für eine Sammlung. Genau ſo intereſſant iſt d Deutſche Afrika⸗Linie, Hamburg 8, Afrikahaus, die etwa 30 Dampfer laufen läßt. Hier wird nun zugleich ein gutes Stück deutſcher Ko⸗ lonialgeſchichte lebendig, die Erxinnerung an unſere geraubten Kolonien wach Einige Na⸗ men dieſer Schiffe, die jahraus, jahrein ihren gleichen Kurs nehmen, ſoll uns das beweiſen Adolf Woermann, Kamerun, Nyaſſa, Tangan⸗ jika, Uſambara, Watuſſi und Windhuk, en haben da⸗ Neben einigen kleineren Reedereien, die I Rlieger zu werd Flensburger Dampfer Comp., Reederei. Vorteil des eigen Schuldt, Hamburg 1, Alſterdamm 8, die Reede⸗ rei H. C. Horn, Hamburg 11, Baumwall 3 möchten wir noch auf die Reederei der Koß⸗ Schiffe: Oceana und Wilhelm Guſtloff hinwei⸗ ſen, deren Schiffspoſtſtempel gleichfalls von Be⸗ deutung für den Sammler ſind. Im ganzen hat die Hamburger Poſt über 100 Schiffe mit Schiffspoſt ausgerüſtet. Es iſt nicht ſchwer, und man braucht durchaus kein„Philateliſt“ zu ſein, um eine Sammlung deutſcher Schiffspoſt⸗ ſtempel lehrreich und vielſeitig zu geſtalten Man berückſichtige nur den Schif ahrtsweg den unſere deutſchen niauff nehmen, an Hand der verſchiedenen Anlaufhäfen. Anſichten dieſer Städte, Briefmarken der betreffenden Lände in Verbinduna mit den 9. Wan Ei und Ausfuhrartikel uſw. können ſehr inten eſſante Aufſchlüſſe vermitteln. Auch einig Außen⸗ und Innenaufnahmen unſerer bedel⸗ tendſten Schiffe, techniſche Angaben, Schnitte und Zeichnungen(aus Proſpekten) oder Zufam menſtellungen in der Art der„Fotomontage“ können eine ſolche Sammlung äußerſt lebendig geſtalten. Die große Aufgabe der deutſchen Schiffahrt und ihre Bedeutung für die deuſhe Nation wird auf dieſe Weiſe in das Blickſe Jahn Secke olizei Ma V Brühl Jahn Seckenhe effen gegen Vf. en müſſen.? n Neckarau i Poliziſten tre n den Schwet ühl ausgehen! en, Doch nehme guch auf fremder ſicht auf den Siec 2 Oberflock TV Hohenſac TV Edingen An der Bergſtr ſochfen ſeine Vor en Begegnung audenbach wird 0 3 et roßſachſen hera Aliacſen weiterer Artikel über die Bremer Reedereſe und Schiffspoſten folgt demnächſt). Eustex Katellis — euzbo nner- 5 port u nd Spiel Samstag, 26. Hovember 1958 lareich bekän 4 3 t II— VfR III; FV Brühl— Kurpfalz 2 m Am Wurikreis der badijchen Handballer Jahn n W* Brihl HBVereinskalender rbeit die 4 Turnverein Mannheim von 1846. Fußballabteirung. e geht nur Auf fremden Plätzen. Samstag. 15 Uhr: Sportdienſt⸗ Nur zwei Treffen in der Gauklaſſe/ ofn Mannheim ſpielt in nahen Oftersheim Otio Vo'k 0 40% in Aesden Vfn Sportdienftgruppe 1.(Brauerei⸗ er verbirgt gruppe bei der Reichsprüfung der Springer⸗Klaſſe platz): 15 uhr: Sportdienſtgruppe 2.— JB„Ale, len Steinen dkrümelchen mannia“ Rheinau 2.(1846er⸗Platz); 15 Uhr: Fritz Hack e Tätig kommende Sonntag ſollte ein weiterer vorausgeſetzt, daß Hohenſachſen vol auf dem— 0 töerein 1.(Reichsbahnplat Fabrit⸗ obeld die ff ntt im Kampf um die Gaumeiſterſchaft Damm iſt. Loingen erwartet den Tu Hemsbach. 1 Smh ent, Melich 75 Reichsſamm fane ubr: vor dem Spiel Wien oren werden de de von Mannſchaft, iſt von ſeiner Erkrantung ſoweit„rndeidboßeer F. Handpahobteilung Muf eigenem zunehmen. Waldhof und der Té Ketſch wurde von Franen⸗Hardbanl hergeſtellt, daß er am 26. und 27. November an V uͤhr: 2. Mannſchaſt— Meichs⸗ Lecen dan Hendbonintereſſenten git Spannang ner, der erſten Reichsprüfung in Dresden bahnruen.: 11 Uhr: 1. Mannſchaft— Reichsbabn⸗ „ dgl., führ et, Da jedoch bis zur Stunde— In der Bezirksklaſſe der Frauen findet nur teilnehmen kann. Zu dieſen Großdeutſchen Tues.;.45 Uhr: 1. Frauen— Poſtſportverein .Dieſe Art n noch von der Behörde etwa ein Spiel ſtatt und zwar Prüfungskämpfen hat die geſamte deutſche 1. Frauen(Poſtplatz Feudenheim).— Samstag. Auf lich ſein, her 0¹ ob das Spiel wegen des Groß⸗ Poſt 1— TV 46 Mannheim. Schwimm⸗ und Springer⸗Spitzenklaſſe gemel⸗ eigenem Platz. Ab 15 uhr Pflichttraining für alle cht zum Ziel. Ampfes im Stadion— das Handballtreffen Die Poſtlerinnen werden unter allen Uum⸗ det, Die Wettkämpfe geben Gelegenheit zunr Mannſchaften(Reinhard), . ilte beſtimmt in den Rahmen gepaßt— 1 0 ſünden verſuchen, die Mädel vom To 46 zu Ueberprüͤfung der augenblicklichen Form der gigenin Wab, Sonſtag m20 2 Mannſchafl; 1i hlafen wurde oder nicht, nehmen wir an,— ſchlagen, die bis jetzt als zweitbeſter Verein um Reichsbeſten. Nach den Trainingsleiſtungen iſt 0 5 chaft— Mero 1 Mamsſchaft J30 Bore ällt. Das Spiel in wo der 5 die Gaumeiſterfchaft mitſpielen dürfen. Doch iſt anzunehmen, daß Volk einen der erſten Plätze z Mannſchaft— Mo 3. Mannſchaft(MG.⸗Plat Kalkes. Wird 0 eim antreten ſollte, wurde wegen der man bei den Mädeln vom TV 46 nie ganz vor im Kunſtſpringen belegen wird und damit den Selweide),— Schwimmabteilung. Otto⸗Volk⸗Mann⸗ derun ur Zeit ſtattfindenden Gaukulturwoche abge⸗ Ueberraſchungen ſicher. uten Ruf der Mannheimer Springerſchule des ſchaft, Reichsprüfungskämpfe der Deutſchen Schwimm⸗ bſonderung de G 9 E 5 t verendet. Junge etzt, So bleiben denn in der Gauklaſſe nur Die Kreisklaſſe ſieht drei Paarungen vor: urnvereins 1846 aufs neue beſtätigt. Kernmannſchaft in Dresden.— Schi⸗Abteilung. In Schleimveriuff wei Spiele übrig und zwar: der, ropen- Murs Wein beSaninnnd 15 — hei Uhr:• üger).— Hau btei⸗ unh pan 1 5 1335 Iu der Turnbale Turnſaal). Samstag, macht werden, Leu hauſen Fe i i 20 Uhr, Kreis⸗Vorturner⸗ und Turnwarte⸗Lehrſtunde 0 Hederich Käl e Raſenpieler taten ſich bei, ben(Kreisſportwart Müller).— Wanderriege. In der „ Aſche uſw. gegen ven TSV Oftersheim immer ſchwer. Die Turnhalle(Kegelbahn). Samstag. Verſammlung der ſie damit in ſe— allerdings keine Punktgewinne. Männer.— Hauptturnabteilung. In der Turnhalle orausſetzung da ersheimer 5 den(Grober runſen Sennas, 160 9 nos f durde och ſpielern zeigen, daß nur äußer⸗ 4 ning der Kreisriege. Der nchener Kampf wur —— Sfegeswile zu 5. Cſchammer⸗pokal⸗Schlußrunde/ Erſte ſudetendeutſche Jußball⸗Auswahl im Keich/ vorerſt verlegt.— Sportabteilung. Auf Aand mer n we a⸗⸗————. Deutſche Hocken⸗-Uationalelf in paris/ Badiſche Waſſerball⸗Meiſterſchaft. — 7 ſersheim wird alles aufbieten, um zu den erſten 70 kten zu kommen. In Oftersheim wird ein Ein überaus reichhaltiges Programm brinagt ja der MS Darmſtadt noch immer geſperrt Verein für Raſenſpiele Mannheim. Fußball. Spiele it. Wichig i r Kampf erwartet, dem ein durchaus uns der Sport am kommenden Wochenende, und iſt. Der Spielplan lautet hier: Polizei⸗S auf eigenen Glätzen. Samstag. Brauereſplatz: 15.15 iu der Band. krlöſchaftlicher Verlauf beſchieden ſein mag. trotzdem konzentriert ſich nahezu das ganze In⸗ Frankfurt— TSo Herrnsheim, SV 95 Darm. nhr: Gſn Sportdienſeaumer Iem 1846 Mann⸗ Schnecken erreich m zweiten Male empfangen die Leuters: tereſſe auf den Fußballſport. Alle die anderen ſtadt— TSc6 61 Ludwigshafen, Germania*—— 4 1 Menge ves be ker eine Freiburger Mannſchaft. Diesmal Veranſtallungen, wie der Hockey⸗Länderkampf pfungſiadt— Vfe Haßloch. Gſs Darmſtadt— fulte derlen— Iße Köln Alte deiren; Maneta⸗ deſto ſicherer Nes der FC, dem ein guter Ruf vorausgeht. Frankreich— Deutſchland in Paris, die Badi⸗ Gfs Griesheim und Tura Ludwigshafen— rium:.45 Ubr: UfR Hans Schmiv— Mß 08 gerechnet werd ſemeſfen an der Leiſtung aus dem Spiel VfR e Waſferball⸗Meiſterſchaft in Freiburg und MSv Darmſtadt. In Baden fällt die Entſchei⸗ Friſeur Privat; 10.30 Ubr: vIfn Wim Schmid— Mimten b. ſegen Leutershauſen, müſſen ſich die Platzher⸗ 4— Viclor-Eude⸗Gepächmarſch in Dortmund, dung über die Herbſtmeiſterſchaft in dem Spiel B26 bch. Lanz 1. Privat; Herzogenriedpark(Feld): e Schnen ken mächtig anſtrengen, um 310—0 E 855 können auch nicht dieſe Spannung hervorrufen, der beiden ungeſchlagenen Spitzenreiter, S V.45 uhr: VfR—5—5 bigeren, ve Mzu Heben. Doch die Freiburger„wie dies die vier Spiele der 5. Tſchammer⸗ Waldhof und TGKetſch. Man darf hier N Aſte n 8 Gaten— Gemania 12 es geht. Pokal⸗Schlußrunde allein durch die beiden Paa⸗ dem Meiſter die größeren Ausſichten einräumen; Sriedrichsſeid 4 1. Jugend(Wilichtſpiel),— Spiele ämpfung iſt a— rungen Altreich⸗Oſtmark fertigbringen.— So die anderen Begegnungen ſind hier: TSV Of⸗ auf fremden Plätzen. Samstag. 15.15 Uhr: vfn zefahr beſteht, daß 3 fall zu befürchten Die Gblele der Vedirksklafe ſteht alſo auch diesmal wieder der tersheim— VfR Mannheim und TVLeuters⸗ Sporidienſtgruppe 2— Sé Käfertal 2.— Sonntag. ſſer, einige Met hauſen— Freiburger FcC. In Württemberg 10.30 Uhr: VfR 4 4. Jugend— So Waldhof A 4. dasſelbe gilt auch Staffel 1 Fußball ſteht ſowohl der Tabellenführer und Meiſter SV Jugend(Pflichtſpiel): 10.30 Uhr: VſR Geppert Privat Wieſen; denn von 3 ach in S ei in— Vfs Neckara.11.:Vſc h 1. Jugend hr der Zuwande⸗ Zum al treten an im Mittelpunkt des ſportlichen Geſchehens. Be⸗ Urach in Stuttgart bei der Taſ., als auch ſein——¹0. 5 zielen, iſt es n 3˙46 Mannheim—Reichsbahn Mannheim ſonders für Süddeutſchland iſt die„Schluß⸗ ſchärfſter Rivale, TV Altenſtadt zu Hauſe gegen —8 Kliogrann chft. Afernn— Luftwaffe runde meiden 2fe cham 3 er⸗Po 24 15 75 0 Süſſen vor einer ſchweren Aufgabe. Der in fienen. 26— Sa 171 größte Ereignis, denn in dieſem Jahr ſtehen Tabellenletzte KSV Zuffenhauſen muß zum Eß. Feid): 10.15 Uhr: vſn 1. Jugend— So Waldhof Mannheim— TV Viernheim. neben den vier Vereinen der Oſtmark noch vier linger TSV und der TVKornweſtheim zur 1. Jugend(Pflichtſpiel: Spiele auf fremden Plätzen: 5 1 i n gibt es ein 10 Uhr: 3.— tſportverein Mannheim 2. in die Tabellenſpitze bedeutendes Tref⸗ Vertreter aus Süddeutſchland im Wettbewerb. Tade. Schwenningen. In Bayern gi(n Gin— 2803 Ofters „ Ein ſüdd Verein bleibt beſtimmt weiter volles Programm mit folgenden Paarungen: en 45 ficlt Velng es—— dos im Wetizewerd. da in München— TSu 186) Bamberger Reiter—RSw München, 1860 Mün⸗ Del 533 Pfuchzpick Munſhen Epfel für ſich zu entſcheiden, ſo haben ſie noch München und FSd Frankfurt zuſammentreffen. chen— 1. Fe⸗ Bamberg, TV Milbertshofen 5 Aihſichten, den erſten Platz zu erringen. Die Schwer dürften es dagegen der S u Waldhof Zpszg, Fürth, 1860 Fürth— Poſt München un Sportverein Mannheim⸗Waldhof 07. Samstag. 1. reuen mit Aetzkall Folgen. 3 nicht beantwort Sonten Sie nah d icht gewillt ſein, in Mannhei en Rapid Wien und der Poſt Nürnberg— Polizei Nürnberg.— Im Jungvork— Phönir Mannbeim., 15,15, Uhr(dort) ner werden jedoch nicht gewi in, nn m gegen Rap 5 1 ierz: 4e gen is jetzt günſtigſte 4* urch eine Nie⸗ 1. Fé Nürnberg in Rürnberg gegen Vienna Hocken 3 7 an 1 age zu verſcherzen. Wien haben. Die vierte Begegnung führt in erfahren die Meiſterſchaftsſpiele in den ſüd⸗ Sonntag. Fußbau-Ligg— Se Rabid Wien, 5. Vor⸗ Anſpruch auf dle fien iſt die Begegnung in Käfertal. Die Wien zwei Vereine der Oſtmark, und zwar— deutſchen Gauen eine Unterbrechung, dafür ſteigt ſchlußrunde um den Tichammer⸗pokal, 14.,ibr(Sta⸗ 1 ereh ſe feen fnter zig noz pr Alzziſerern fieede neh iche Entſcheidung, rigen S. ielen mit dem Länderkam rankreich— M. i r(dort);— BVfR d, anruſen. Eine aß man eine Vorausſage nicht wagen darf. 5 Chemnitz Beachtung, wo ſich die e S in Paris ein a ignis, deſſen—„N teht nicht. Die MTG empfängt die SA⸗Männer un deutſche Auswahlmannſchaft anläß ich es Ausgang man mit großer Spannung erwarten 3ſ8 Meagiau, 9 Ubr(oier); 4 3. Jugend— Viern⸗ unterliegen Weih⸗.———— ie wird.— Im ban 18, Wr Je 5 J. n— ändung. Sie ſen. Vielle ringt die i igni 15 W4 heim, 10,30 Uhr(hier):.1. Jugend— Viernheim, Pfändung. Sie V 9 Durch dieſe großen Ereigniſſe werden abe Turnen—. eberraſchung in dieſer Staffel. 571 111 in d uen nicht An Rekarßlalt——•— 58 121 weſemlich reinfluzte In Südweſ gibt es mit——+ 5 0 55 beim, 10.15 Uhr(Herzogenried, Feld). rzum Punktekampf an. Auch dieſe iel iſt dem Spiel Kickers Offenbach— Eintracht Frank⸗ eiſter an den Geräten, in Villingen findet ein Myc„Phönir“ 02. Samstag. Au latz. Bedeutung. Bringen die Meffer den Heſ, furt ſcher einen Gloßlampf und auch in dem Städtekampf Villingen— Bern ſtatt, wobei man 15.15 Uhr: 1 Sportblenftgrnppe mhönig— E88 Wald⸗ on, Er behauptet, eine Riederlage bei, ſo iſt noch nicht alles— Wormatia in der Schweizer Mannſchaft den mehrfachen bof: auswärts: 15 Uhr: Alte Herren— Alte Herren r da oren. Gewinnen geön die Gã kabeten piße dritte Weltmeiſter Michel Reuſch ſehen wird.— Im engut 04 ui3 5 W5155 uhr: 5 pont 1 1 S 2 2 2 1 ie P.— Aldhof.— ag. jemand eine Re⸗ e einen großen Schritt zur 2 Begegnung iſt Reichsbahn Frankfurt— FV Schwimmen Auf 5 9 Uhr: A 1.— weils der Gegen ⸗ n. Saarbrücken. Allein in Baden hat man ſich mit gend Sandhofen; 10.40 Uhr: B Jugend— B Jugend bdei Karten aus⸗ Staffel II Rückſicht auf das Mannheimer Pokalſpiel zu trifft ſich die deutſche Extraklaſſe in Dresden bei Is Brühl: Feld 2: 9 Uhr: Schwarz⸗Weiß⸗Grün Pri⸗ uch dieſe Staffel iſt am kommenden Sonn⸗ einer Einſchränkung der Meiſterſchaftsſpiele ent⸗ den Reichsprüfungskämpſen und der Gau Baden vat— Vfe Mannheim⸗Neckarau; 10.30 Uhr: Schwarz⸗ — g voll beſetzt. Es ſpielen: ſchloſſen, ſo daß hier allein der intereſſante führt in Freiburg i. Br. ſeine Waſſerballmeiſter⸗ Srün Privat„ S8 Waldhof; auswärts: 9 Uhr: A 2. beh oune 8³ 5 310 Auf an VfB——— 5——— Fn ſchaft durch.— Im TV Rot— ieg auf dem Programm ſteht. Vier Begegnunge Tas Spi 86 Doſſenheim— TV Hockenheim 3— in Wilrtlemberg⸗ Sportfreunde Stutt⸗ 33 n A T Friedrichsfeld— T St. Leon. gart— Vf Stuttgart, SpVg. Cannſtatt— intereſſiert vor allem der Auswahlkampf der un d alle Bie wiwd Handſchuhsheim in Schwetzingen Stuttgarter Kickers FV'Zuffenhauſen— SSo Amateurboxer der Oſtmark und Bayerns in Poſt⸗Sportverein Mannheim. Sonntag. Spiele auf Bedatſuhgg 7 Die bis jetzt ausgetragenen Spiele Muf 5 In Paffau, ſowie der Start der deutſchen Auswahl⸗ eigenem Plas, Handogn, 1. Männer Biorag ſeſtehen 1 f dli 5 Ulm, Union Böckingen SV Feuerbach. In taffel in Oſtend D heim, 10.45 Uhr; 2. Männer— TVViernheim, 9 30 o daß es endlich, an der Bayern empfangen die Augsburger Schwaben ſtaffel in Oſtende.— Der nöor: 1. Frauen— Tu 1846,.45 Uhr; 2. Frauen— 7 E gingen alle verloren, 4 Zeit wäre, ans an zu denken. Die Neumeyer Rürnberg, Schweinfurt hat den(— Turf VſR 3. Frauen, 12 Uhr: Kurpfalz Neckarau 2. Jugend vetzinger liegen noch einigermaßen annehm⸗ Augsburg zu Gaſt und Jahn Regensburg emp⸗— Poſt 2. Jugend,.45 Uhr(dort); Turnerſchaft Kä⸗ ——.——— und dürften wohl im Vorteil bleiben. 5—00 bringt zwei Rennen und zwar zu Berlin⸗ fertal 1. Jugend— Poſt 1. Jugend, 12 30 Uhr(dort). fen in den r 85 5 wird zuch auf eigenem Gelände n 503 Strausberg und zu Krefeld, und im— Fußball. Altlußheim 1. Mannſchaft— Poſt 1. niſchen Staaten ndie TG aus Ziegelhauſen kaum beſtehen Handball Winterſport——— We 10 Mannſchaft— fſchlußreich für ien. werden die Meiſterſchaftsſpiele mit einem nahee Vooeft 2. Mannſchaſt, 13 15 ör(dort tereſſant iſt die hckenheim wird aus Doſſenheim beide zu vollen Programm fortgeſetzt, obwohl man wird die diesjährige Schilaufzeit mit dem tradi⸗ Mac os. 1. Mannſchaft— Rheinau, 14.30 Uhr 8, Afrikahaus, nite mit nach Hauſe nehmen können, aber hier ſchon in die Rückrunde eingetreten iſt Im tionellen Eröffnungs⸗Schiſpringen auf dem Zug⸗ Eai: 4 2 1 n51 ißt. Hier wird wenn man mik vollem Eifer bei der Sache Gau Südweſt ſtehen fünf Spiele auf dem Plan, ſpitzplatt geſtartet, Eislaufveranſtaltungen gibt(Schäſerwieſe): S Mannſchaft, 9 Uhr eutſcher Ko⸗ vier werden aber wieder nur durchgeführt, da es diesmal in Berlin und in Dortmund.(istser⸗Platz im Almenboß); Friſeur— Ufn 55, die Erinneru ini e letzte Paarung Friedrichsfeld gegen St..45 Uhr(Planetarium); Alte Herren— o7, 10.15 ach Einige Ra⸗ geon iſt vas Hauptſpiel in diefer Staffel. Der Uyr(dorth. , bn ihren ewinner aus dieſem Treffen wird Herbſtmei⸗ lenführer werden die Schriesheimer beſonders Reichsbahn⸗Turn⸗ und Sportverein Mannheim. as beweiſen ſer, Aus dieſem Grunde wird es einen Kampf Die fik klafe ehrenvoll abſchneiden wollen. Beim Vorſpiel Hadballabteilung. Sonntag. 1. Mannſchaft— 1846, 11 vaſſa,, Tango kuf Biegen und Brechen geben. Beide Mann⸗ konnte Ediergen mit:3 nur knapp Sieger blei⸗ Uhr(dort); 2. Mannſchaft.— 18ʃ6,.45 ubr„dort); indhiß ſnften haben das Zeug in ſich, mit Recht Staf⸗ Der kommende Soußtag bringt in dieſer hen, ſo daß auch hier die Spannung für den Jugend„ Jabn Weinhein ul uhr(Reichsbahn⸗ erhe flſieger zu werden. Vielleicht entſcheidet der Klaſſe nur ein kleines Programm. Es finden Kampf gegeben iſt. platz): 2. Jugend— 23 ma* n eil des eigenen Platzes. nur drei Spiele ſtatt. Dafür ſind dieſe aber von(Reichsbahnplatz).— Fußball. Sonntag. Reichsbahn „ Reederei großer Bedeutung. Da iſt zunächſt das Wie⸗— XV 1846,.30 Uhr(Reichsbahnplatz). n S, die Ree derholungsſpiel von 08 gegen Rhei⸗ Die Krelsklaffe I Sportverein Mannheim⸗Stadt. Samstag, 25. 11., Baumwall Krelsklafe nau, da das erſte Spiel von der Behörde als 15.30 Ubr(Planetariumsplatz) Städt. Krankenhaus⸗ derei der Kd Zuſtloff hinwe ichfalls von Be⸗ ungültig erklärt wurde. Man darf auf den Der kommende Sonntag ſieht ebenfalls vier Mannſchaft— BSch Hofſtädter.— Sonntag, 27. 11., ie ffen i ptf 10.30 Uhr(Stadion, Feld 1) Stadt Becker⸗Mannſchaft— Staffel A Ausgang gerade dieſes Spieles ſehr geſyannt Spiele vor. Es trefſen in der Hauptſache die.Mell⸗Mannſchaft 56 Germania Friedrichsſeld.— 14 bri d 7 J im— Vfs Neckarau ſein. Jedenfalls ſtebt feſt, daß 08 das Spiel Odenwaldvereine aufeinander. Im übrioen ſin Männertraining: Dienstag, 20 Uhr, Turnhalle K.— 100 Schi e onndein— Juhn Neckarau ernft nebmen muß, denn Rheinau wird alles die getroſſenen Paarungen recht intereſſant. Es Frauengymnaſtif: Turnbaile, Mittivoch, Wohlgelegen. icht V Brühl— TV Schwetzingen verſuchen, um zum Erfolg zu kommen. Gerade ſpielen: ſchule(Knabenabteilung) 20 Uhr.— Schwimmen für 75 ſchwer, u gegen gute Mannſchaften ſtellt Rheinau immer Laudenbach— Gartenſtadt Männer und Frauen: Donnerstag, 21.30 Uhr, Städt. 4 A Jahn Seckenheim wird in dem kommenden ſeinen Mann. Im anderen Spiel treffen eben⸗ Altenbach— Unterflockenbach Hallenbad(Frauenhalle). 9 10 Affen gegen Vie Rechafau wohl beide Runkte falls zwei Spitzenreiter aufeinander, und zwar Lützelſachſen— Aſchbach Sportvereinigung Mannheim 1884. Samstag, 25. f* geſtalten. ügeben müſſen. Das aleiche Schickſal wird auch muß Poft nach Altlußheim. Poſt bat am Sonn⸗ Zellſtoff— Weinheim November, 20 Uhr, in der Sporthalle: Mannſchaſts⸗ ffahrtsweg, d zahn Reckarau im Spiel gegen die Mannhei⸗ tag von Reilingen eine vernichtende Niederlage 1 kampf im Ringen(Gauliga) SpVa. Mannheim 1884 „an Hand d mer P ffen. Wie die Begegnung zwi⸗ hezogen und wird deshalb beſonders auf der Obtwohl die Laudenbacher eine Formverbeſſe⸗ gegen Vſg 1886 Mannheim. nſichten die ffenden Länd An Ei en lhen den Schwetzinger Turnern und dem TV. Hut ſein müſſen, um den ſchlechten Eindruck zu rung aufzuweiſen baben, dürfte ein Sieg, wenn VſB„Kurpfalz“ Neckarau. Sonntag. Fußball. Hrühl ausgehen wird, kann ſchwer geſagt wer⸗ verwiſchen. Für Altlußheim ſteht viel auf dem auch auf eigenem Platze, gegen Gartenſtadt Jugend— Edingen in Edingen, Spielbeginn 9 Uhr.— en, Doch nehmen wir an, daß Schwetzingen Spiel, ſo daß die Garantien für einen großen ausgeſchloſſen ſein, zumal dann, wenn Garten⸗ Handball Damen— F Brühl in Brühl, Spiel⸗ ſuch auf fremdem Gelände die größere Aus⸗ Kampf gegeben ſind. Wer aus dem Treffen ſtadt das Spiel ernſt nimmt. Jedenfalls dür⸗ beginn 11 Uhr, Abfahrt.30 Uhr. Auch eini i 4—* auf den Sieg hat. als Sieger hervorgeht, bleibt abzuwarten. Es fen ſich die Gartenſtädter keinen Seitenſprung Schi⸗Zunft Mannheim. Mittwoch, 20 Uhr: Gymnaſtik abin, 2 Staffel B ſpielen alſo in der Gruppe Weſt: mehr erlauben, wenn der Vorſprung des Ta⸗ in der Schillerſchule.— Freitag, 20 Uhr: Schwimmen ode huin 8— Rheinau bellenführers nicht zu groß werden ſoll. Alten⸗ im Städtiſchen Hallenbad(Halle).— Werbeabend „Fotome Oberflockenbach——— Altlußheim— Poſt bach konnte bis jetzt noch nicht zu Punktgewinm am 3— 4 7 75*— hau ind⸗ wi— Fahrt nach Ba rkheim am Sonntag, 4. De⸗ ußerſt lebend T————1 uſen ZIn der Gruppe Oſt mußte das Spiel Hems⸗ e zemberz Trefſpunkt.15 Ubr Lubwigsbafen, udivigs- der deutſ 5 ˖ behauptet der T Groß bach gegen Leutershauſen wegen Platzſchwierig. in Aſchbach von Lützelſachſen. Lützelſachfen hat biaß. für die deutſche der Bergſtraße teiten von Hemsbach abgeſetzt werden, ſo daß ine Ricdertage erki 0 Betriebsſportgemeinſchaft Heinrich Lanz, Mannheim. d feine Vormachtſtellung. In der kommen⸗ neben Lanz noch reine Niederlage erlitten und Spiele am Sonntag. 2, Mannſchaft— Uſk Schmilt n das Blickſeld achſen T nur das Spiel wird daber nur auf Sieg ſpielen. Die Wein⸗ 10 30 uhr(Planetarimisplat); 4 Fugend in-char⸗ 2. Schriesheim— Edingen beimer müſſen zu Zellſtoff und werden dort hauſen, Pflichtſpiel, 13 Uhr; B Jugend in Feudenbeim, 0. eede TV auf der Tagesordnung ſteht. Der Gang der keine aroße Siegesausſichten haben, wenn auch 11.15 ubhr. Heute, Samstag, Trefipunkt ſämtlicher Edinger iſt kein allzu leichter, obwohl Schries⸗ Zellſtoff am letzten Sonntag die erſte Nieder⸗ aktiven und paſſiven Mitglieder im Friedrichspark zum 2 Kabellits 6 heim nicht mehr ſo ſtark iſt. Gegen den Tabel⸗ lage hinnehmen mußte. Stiftungsfeſt. „hakenkreuzbanner“ Unterhaltung Samstag, 26. November ſ05 Nön/ 56. Fortſetzung Während ſie von Halbjahr zu Halbjahr einen dieſer Bände nach dem anderen durchſtudiert, tummelt ſich in den Nebenzimmern der Groß⸗ fürſt. Ununterbrochen tönt Lärm aller Art an Katharinas Ohr. Tag für Tag und Jahr für Jahr exerziert Peter mit ſeinen Lakaien⸗Sol⸗ daten, oder er dreſſiert Hunde. Ununterbrochen bröhnt die Luft von Koenmandoworten, Trom⸗ melhwirbel und dem Gebell der Rüden. An den Abenden ſpielt der Großfürſt Geige oder er trinkt mit ſeinen Freunden und Soldaten. Längſt hat die Zarin ihrem Neffen den Platz in der Armee angewieſen, der ihm gebührt; ſie hat ihn zum Kommaadeur der Kadettenan⸗ ſtalt und zum Oberſten eines Küraſſierregi⸗ ments gemacht. Aber Peter nimmt den Dienſt in der ruſſiſchen Armee nur zeitweilig und ohne rechte Anteilnahme wahr. Seine Liebe gehört dem Infanterieregiment, das er ſich aus der Heimat hat kommen laſſen. Freilich, in Petersburg darf Peter ſeine holſteiniſchen In⸗ fanteriſten nicht zeigen, ſie müſſen in Oranien⸗ burg bleiben, wo er ihnen Kaſernen errichtet hat. Ab und zu knüpft der Großfürſt Beziehungen zu der einen oder andern jungen Dame des Hofes an, ohne indeſſen zu einer feſten Bindung zu gelangen. Im Grunde ſeines Weſens fühlt er ſich von dem Tun und Treiben der unzäh⸗ ligen Weiber, die dieſen Hof bevölkern, ange⸗ widert und zurückgeſtoßen. Dennoch läßt er ſich die Geſellſchaft junger Mädchen gefallen, ſofern ſie nur bereit ſind, ſeine Ueberlegenheit anzu⸗ erkennen und ihn ernſt zu nehmen. Es tut ihm wohl, ſich durch dieſe einfacher gearteten Geſchöpfte als Menſch und Mann beſtätigt, ſein von Katharina ſo arg mitgenommenes Selbſt⸗ bewußtſein wieder aufgerichtet zu ſehen. Während der Sommermonate geſtaltet ſich das Leben des großfürſtlichen Paares erträglicher. Alljährlich mit dem Frühling ſiedelt der Kleine Hof nach Schloß Oranienbaum über, das, id ylliſch an der Kronſtädter Bucht gelegen, eieien Aufenthalt voller Abwechſlungen gewährt. In aller Herrgottsfrühe erhebt ſich Katharina. Sie zieht Männerkleider an, niment ein Gewehr zur Hand und geht, von einem alten Jäger be⸗ gleitet, hinunter zum Kanal, im Schilf Enten zu ſchießen. Oft rudert ſie mit den Fiſchern hinaus aufs Meer. Manchmal ſchließt ſich der Großfürſt ſeiner Gattin an, ſie ein Stück Weges zu begleiten; aber regelmäßig trenait er ſich bald wieder von ihr und entzieht ſich ihrer bedrücken⸗ den Gegenwart. Nach Tiſch reitet Katharina. Ihre geſunde Natur verlangt nach körperlicher Bewegung. Der Drang, ſich auszutoben, von dem ſie ſchon als kleines Mädchen erfüllt war, fordert ſein Recht. Wie oft iſt Fieken, wenn Fräulein Car⸗ del für einen Augenblick aus dem Zimmer ging, ein Buch oder eine Handarbeit zu holen, die zwei Stock hohe Treppe herauf⸗ und herunter⸗ gerannt und an ihren Platz zurückgekehrt, ehe die rundliche Mademoiſelle den Gang von einem Zimmer zum andern bewältigte. Jetzt ſtreift die Großfürſtin viele Stunden lang durch Feld und Flur und freut ſich ihrer Kraft und Ge⸗ wandtheit. Selbſtverſtändlich reitet ſie im Her⸗ renſattel. Der Kaiſerin wird über dieſe„Verfeh⸗ lung“ Bericht erſtattet; man ſieht hierin den Grund, warum Katharina noch immer keine Kinder hat. So wird ihr denn aufs ſtrengſte verboten, nach Männerart zu reiten. Sofort läßt ſich Katharina eimen Sattel kon⸗ ſtruieren, den man mit ein paar Handgriffen aus einem Herren⸗ in einen Damenſattel um⸗ ändern kann. Es iſt ein kleiner Triumph, die Kaiſerin an der Naſe herumzuführen. Einmal verlangt Eliſabeth, als Katharina daher⸗ geſpreng kommt, den Sattel zu ſehen. Verdutzt ſtellt die Kaiſerin feſt:„Ich hätte geſchworen, daß Sie im Herrenſattel ſitzen.“ Aber die kurzen Sommermonate gehen ſchnell vorüber, und mit dem Winter kehrt das ge⸗ wohnte Leben mit ſeinem grellbunten und miß⸗ töneniden Getriebe, mit ſeinen Feſtesfreuden, Theatervorſtellungen, Bällen, mit ſeinen Zänke⸗ reien, Exerziergeräuſchen, Trommelwirbeln und ſeinem Hundegeheul zurück. Seit Andreij Tſchernitſchew eingekerkert, dann, Jahre ſpäter, nach Orenburg zur Infanterie verſetzt worden iſt, ſeit Timofeij nur noch ie heimlichen Briefen orakelt,'Eſtocg nach Sibi⸗ rier verbannt iſt, ſeit überhaupt jeder, der ſich in Katharinas Nähe wagt, alsbald verſchwiei⸗ det, traut ſich niemand mehr, der jungen Frau eine Freundlichkeit zu ſagen. Man bemitleidet ueid bewundert ſie, ſchaut zu, wie ſie Blümchen ſtickt, beobachtet, wie ſie abwechſelnd ihre Trä⸗ nen und ihr Lächeln zeigt, man ſchenkt ihr Sympathien und gute Worte— aber hält ſich von ihr fern. Da geſchieht es— inzwiſchen iſt das Jahr 1752 angebrochen—, daß Sergeij Saltikow, einer der Adjutanten des Großfürſten, regel⸗ mäßig dort erſcheint, wo er erwarten kann, die CSpyriqmi bei Orei- fragte ſie. Gattin ſeines Herrn zu treffen. Es iſt nicht zu überſehen, daß ſich der junge Hofkavalier auf alle mögliche Weiſe bei den Tſchoglokows ein⸗ zuſchmeicheln ſucht. — Dieſe Tſchoglokows ſind weder liebens⸗ würdig noch geiſtreich oder unterhaltend— ſtellt Katharina feſt; daraus folgt, daß die häufigen Beſuche Saltikows einen verborgenen Zweck halben müſſen. In der Tat, ſie haben einen Zweck. Sergeij Saltikow wagt es, ſeine Augen auf Katharina zu richten. Er iſt ein eleganter, luſtiger, in Liebesſachen erfahrener Lebemann, vom Kopf bis zum Fuß Typ des Abenteurers, der vor keimem Hindernis zurückſchreckt, wenn es ſich darum handelt, eine Frau zu verführen. Bei Gelegenheit erkundigt ſich Katharina bei Frau Wladislaw nach den Saltikows, von denen außer dem ſo unerwartet aufgetauchten Sergeij mehrere Exemplare männlichen wie weiblichen Geſchlechts den Hof bevölkern, und ſie erfährt, daß die Familie ihres Anbeters zu den älteſten und vornehmſten moskowitiſchen Sippen gehört und der kaiſerlichen Familie nahe verwandt iſt. Der Großvater Sergeijs war der Bruder der Zarin Prascovia, der Ge⸗ mahlim des Zaren Iwan Alexejewitſch, demnach ein Onkel der verſtorbenen Kaiſerin Anna Iwanowna. Bald weiß es Sergeij einzurichten, daß er mit Katharina allein iſt. Als ſich die beiden jiungen Menſchen gegenüberſtehen, fühlen ſie, daß ſich ihr Schickſal entſchieden hat. Sergeij beteuert der Großfürſtin ſeine heiße Liebe, und er verlangt von ihr die Zuſicherung, daß er auf eine Erwiderung ſeiner Liebe hoffen dürfe. „Sie und ich, wir werden ein Stück des We⸗ ges zuſammen gehen, Sie werden mich zum glücklichſten aller Sterblichen machen“, ruft er aus. Dann„malt er ihr Bilder, wie ſie im tiefſten Geheimnis ihr Glück finden und genie⸗ ßen“ werden. Katharina weicht ihm aus.„Und. Ihre Frau?“ „Vor zwei Jahren haben Sie gehei⸗ ratet... der Hof ſprach über nichts aaideres als die Liebesheirat des ſchönen Sergeij mit der ſchönen Matriona Pawlowna von Balk. Wie alſo ſteht es mit Ihrer Frau?“ „Wiſſen Sie, daß Ihre Frage eine Zuſage beideutet?“ entgegnet Sergeij.„Aber natürlich! Sie berufen ſich auf meine Frau. Wenn Sie mich abweiſen wollten, würden Sie ſich auf Ihren Mann berufen.“ „Alſo, wie ſteht es mit Ihrer Frau?“ be⸗ harrte Katharina. Sergeij antwortet, was die Routiniers in ſolchen Fällen zu erzählen pflegen: er ſei ver⸗ blendet geweſen, als er ſeine Frau geheiratet habe, er habe dieſen Irrtum teuer bezahlen müſſen... er ſei überhaupt der unglücklichſte MWcsken- vericc Serlin W. nottmoon. ner oisch Menſch der Welt. Und er beginnt ſeine Ehe als ein Martyrium zu ſchildern. Katharina hört ihen zu und denkt an ihre eigetite Ehe. Es iſt ſo ſchön, Mitleid mit einem anderen Menſchen zu haben, ihn zu tröſten, ihm zu beweiſen, daß das Leben nicht grau und hoffnungslos bleiben muß. Plötzlich werden Stimmen laut. Katharina und Sergeij müſſen ſich trennen. „Wir treffen uns heute abend auf dem Kon⸗ zert bei Tſchoglokows“, flüſtert Sergeij. „Man wird uns nicht einen Augenblick allein laſſen“, wendet Katharina ein. „Das laſſen Sie meine Sorge ſein. Ich mache die Wächter unſchädlich, Sie werden ſehen...“ Damit ſtürzt er davon. Katharina ſieht ihm nach.„Er iſt ſchön wie der Tag“, ſtellt ſie feſt,„und ſicher kann ſich Jugend Aufn.: Tobis niemand mit ihm vergleichen, nicht am Großen Hof und noch weniger am Kleinen.“ Es dauert nicht lange, ſo iſt Sergeij der Mit⸗ telpunkt des Großfürſtlichen Hofes. Er arran⸗ giert Feſte, Jagden und Vergnügungen aller Art zu dein einzigen Zweck, Katharina zu ſehen. Frau Tſchoglokows Argwohn beſchwichtigt er durch Beſuche und Geſchenke. Täglich bringt er der Dame, die infolge ihres Zuſtandes ſehr viel zu Bett liegt, Blumen und Konfekt, verweilt ganze Stunden bei ihr und überzeugt ſie all⸗ mählich von ſeiner Zuverläſſigkeit und Ver⸗ trauenswürdigkeit. (Foriſetzung folgt.) Jwischen ͤchlangen und Krokodilen Ein Beruf, an dem man sonst vorübergeht „Augenblick mal, bitte, ich will nur eben mal die Giftſchlange in ihre neue Behauſung brin⸗ gen“, ſagt der Wärter Nehls, der uns mit einem eimerähnlichen Gefäß in der Hand ge⸗ rade über den Weg läuft. Wir ſind in einem jener Dunkelgänge für die Beſucher, die die Stockwerke des großen Aquariumbaues in Berlin durchziehen und die in der Wechſelwir⸗ kung zwiſchen dem hellen Licht der Schaukäſten und dem Dunkel des Ganges eine ſeltſame Stimmung ſchaffen. Der Wärter verſchwindet hinter einer Glaswand, iſt aber bald wieder da und weiſt auf einen der Schaukäſten hin, wo man nun hinter„dem Schaufenſter“ die ſoeben aus dem„Tier⸗Reſervoir“ eingeſetzte Gift⸗ ſchlange ſieht, die augenſcheinlich ſehr inter⸗ eſſiert ihre neue Umgebung abtaſtet und befühlt. Der Lehrer und der Zoowärter Als wir nun nach Freuden und Leiden des Berufes, nach Beſonderheiten und gefährlichen Augenblicken bei der„Beautterung“ der gifti⸗ gen Reptilien fragen, erzählt der Mann eine kleine Geſchichte, die jeder Leſer ſicher mit Be⸗ hagen entgegennehmen und die„Betroffenen“ nicht verübeln werdeei. Man hörte da folgen⸗ des:„In der Schule hatten wir einen Lehrer, der pflegte zu Jungen, die das Lernen ver⸗ geſſen hatten, zu ſagen:„Ihr könnt einmal Straßenfeger oder Zoowärter werden, dazu wird es wohl reichen.' Der gleiche Lehrer hat mich hier kürzlich im Aquarium einanal beſucht, und wir haben auch über die Schulzeit fröhlich geplaudert. Zum Schluß konnte ich es mir aber doch nicht verſagen, dem gemütlichen alten Herrn zu ſagen:„Wiſſen Sie, wenn ich vorher gewußt hätte, was alles dazu gehört, um ein verſierter Wärter zu ſein, dann wäre ich lieber Lehrer geworden.“„Na', meint nun der Wärter Nehls zu uns gewandt,„wir hatten beide Hu⸗ mor und haben beide gelacht und werden wei⸗ ter Freunde bleiben.“ Schon beien erſten Beſuch des Aquariums hatte der verantwortliche Oberinſpektor Seitz, der vom erſten Tage an hier ſeinen verantwor⸗ tungsvollen Dienſt verjeht, darauf aufmerkſam gemacht, daß man h Dienſt nur Men⸗ ſchen gebrauchenönne, die ein tie⸗ fes Verſtändnis für die Lebens⸗ weiſe der Tiere mitbringen. So ſagt denn auch der Wärter Nehls:„Man muß ſich ganz auf die Tiere einſtellen, dann bekommt man eine, dem Uneingeweihten kaum erklärliche Beziehung zu jedem einzelnen Geſchöpf. Das ſpüren auch wir hier ſehr genau, obwohl wir es doch bei den Wechſelblütern mit äußerſt dumenen Ge⸗ ſchöpfen zu tun haben. Im Gegenſatz zu den Wärtern im Zoologiſchen Garten, die bald merken, daß das einzelne Tier„ſeinen“ Wärter genau kennt und ihn von anderen Menſchen unterſcheidet, wiſſen wir, daß es natürlich den Schlangen und Krokodilen furchtbar gleichgültig iſt, wer ihnen das friſche Waſſer bringt oder das Futter reicht. Deshalb müſſen wir auch bei dem Umgang mit den Giftſchlangen oder den großen Alligatoren ſehr vorſichtig ſein. Dabei iſt es allerdings vollkommen falſch, wenn man die Haltung dieſer Tiere gegenüber den Men⸗ ſcheir als Hinterliſt, Tücke oder Falſchheit aus⸗ legt. Die Tiere tun nichts anderes, als ihrem Inſtinkt zu folgen, und aus der Notwehr her⸗ aus beißen oder ſchlagen ſie.“ Ruhe iſt die erſte— Wärterpflicht Natürlich wollen wir nun wiſſen, ob der Wär⸗ ter ſchon öfter in„gefährliche Situatio⸗ — nen“ getkommen iſt. Man denkt doch bei ſe Unterhaltung unwillkürlich an den hungrig geſperrten Rachen des Krotodils, an das R gen der Rieſenſchlange oder den Biß der tigen Brillenſchlange. Was wir hörten, vielleicht nicht ſo ſenſatiogell, wie wir es wartet hatten, aber doch ſehr auſſchlu „Unſer aller Stolz hier im Aquarium daß in den 25 Jahren ſeines Beſtehens ein einziger Fall einer tödlichen Verh oder Vergiftung vorgekommen iſt. Das h ſchon allerlei, wenn man bedenkt, daß wir f lich mit den giftigſten Reptilien zuſam nen tkommen. Unſer ſicherſter Schut Ruhe. Ruhig muß man den Tieren entgegen treten. Haſtige oder aufgeregte, unbedachte Be⸗ wegungen können das Tier ſofort in den ſtand der Notwehr verſetzenn. Mir hat mal dreieinhalb Meter langes Krokodil ein a diges Ding verſetzt. Ich bekam einen 6 mit dem Schwanzende, daß ich glaubte, 80 Sachen“ auf den Kies geſchleudert zu den. Es hat eine ganze Weile gedauert, wieder ohne Schenerzen herumlaufen ko die Haut war von den Schienbeinen wie ledert. Aber wenn ich es mir recht uüberlege, hatte ich ſelbſt ſchuld. — Das„liebe“ Publikum In der weiteren Unterhaltung mit he Wärter bekommen wir allmählich Hochat nicht nur von ſeiner zoologiſchen, ſondern botaniſchen Kenntniſſen. Der Beſucher ei Aquariums betrachtet natürlich in erſter N nur das ausgeſtellte Tier. Er will es ſehr deutlich ſehen und nach Möglichkeit ſoll es ſh auch dauernd bewegen. Der Wärter aber auch dafür ſorgen, daß das Tier f wirtlichin ſeiner Umgebung wohh fühlt. Das Tier hat von ſich aus natülich gar kein Intereſſe, dauernd beſtaunt zu ſher⸗ den, es verbirgt ſich vielmehr viel lieber in Dickicht vor den neugierigen Augen der Men⸗ ſchen. So muß der Wärter, der in den meie ſten Fällen in eigenſchöpferiſcher Arbeit „Landſchaft“ des Käfigs baut, ein Kompr herſtellen zwiſchen denn„Sehbedürfnlz der Beſucher und dem„Wohnbedürfnis des Tieres. Er muß auch darauf achten, die Pflanzenumwelt dem natürlichen Milſen des Tieres nach Möglichkeit entſpricht. Be Publixum iſt nicht immer ſofort das richtige Verſtändnis für dieſe Dinge vorauszuſfehen Zu ſehr iſt man dort oft geneigt, die ſtäbe anzulegen, wo man vorurteilsfrei Betrachtung herangehen ſollte. 32 2 Der„Seitenſprung“ des eungen. 4 fiſches Zum Schluß baben wir auch einmg einen Blick hinter die Kuliſſen des Aquariums ge⸗ tan. Das war mindeſtens ebenſo m wie ein Blick hinter die Theaterkuliſſen. Herr⸗ ſcher über die hier anzutreffenden„Tiere in Reſerve“, die Kranken und die zum Auffreſſen für ihre größeren Artgenoſſen Beſtimmten ſſt der Wärter Rehacek. Seit 24 Jahren waltet er hier ſeines Amtes. Von ſeinen„Patienten“ weiß er in jedem Fall drollige Geſchichten zu erzählen. So von dem Beſuch des afrikaniſchen Lungenfiſches beim amerikaniſchen Lungenſiſch durch einen Sprung über die Seitenwand, Beiden iſt dieſer„Seitenſprung“ nicht gut he⸗ kommen. Nun ſind ſie hübſch getrennt und bald wieder ſo weit hergeſtellt, daß ſie ſich hen Augen des Publikums zeigen können. Die Freunde des Wärters ſind die Laubfröſche, von denen mehrere hier frei leben können, En beſonderer Schützling iſt gerade ein friſch in⸗ portierter Froſch aus Auſtralien, dem die lange Reiſe zuſetzte und der nun mitf Mühe und Sorgfalt aufgepäppelt wird. „Jens Mertens“ Ein Künſtlerroman als Erſtlingswerk, do. voll bejaht werden darf. Mit friſcher und klar Sprache ſchildert Angela von Britzen ungewöhnlichen Lebenslauf des Bauernſohnez Jens Mertens. Kaum der Schule entwachſen, nimmt er weg von Hof und Feld den Weg weit entfernten Stadt und zur Muſik. Das Spiel mit der Geige hat es dem jungen Blonden an⸗ getan. Trotz der erſten Erfolge läuft er in der Bewegtheit ſeines Herzens der Muſik und ihrer harten Uebung davon. Nach abwechfſlungsreichem Erleben findet er zur Dichtkunſt. Und ſchon daß erſte Buch bringt Ruhm, der ihm zum Wer⸗ hängnis wird. Berauſcht von den Erfolgen, den Feſten und dem Beſitz des Geldes verliert immer mehr den feſten Boden unter den Füßen, bis ihn zuletzt die Landſtraße als den ih ſieht. Von dort holt ihn eine Jugendgeſpielin und führt ihn zurück zur Muſik. Nach mühſamem Kampf wird er ſeiner muſikaliſchen Sendung wieder. Die Verfaſſerin hat ihr Thema mutig und ausgezeichnet angepackt und es ebenſo ausge⸗ deutet. Im Rauſch der Erfolge und der Be⸗ gnadung des Schaffens Maß und Selbſtdifhi⸗ plin zu bewahren, das iſt das Problem des ſchöpferiſch tätigen Menſchen. Mit ſauberer Sprache und zielklaren Linien wurde aufge⸗ baut. Das Erſtlingsbuch— herausgegeben vom Zeitgeſchichte⸗Verlag, Berlin, h Seiten, gebunden 4,80 Reichsmark— iſt friſch und ſpannend geſchrieben. Es zeugt von einer beachtlichen dichteriſchen Begabung. CarlE Hovember 19 kt doch bei ſolcher den hungrig auf⸗ ils, an das Wür⸗ den Biß der gif⸗ wir hörten, war „ wie wir es er⸗ hr aufſchlußxeich, Aquariuen iſt es Beſtehens nich ichen Verletzung iſt. Das bedeutel enkt, daß wir tüg⸗ tilien zuſammen⸗ er Schutz if Tieren entgegen⸗ e, unbedachte Be⸗ ofort in den Zu⸗ Mir hat mal ein okodil ein anſtän⸗ am einen Schlg ich glaubte,„mit chleudert zu wer⸗ gedauert, bis ich mlaufen konnteß beinen wie abge⸗ recht überlege, da blikum Atung mit den hlich Hochachtung hen, ſondern auth Beſucher eineß ch in erſter Ane er will es ſehr ichkeit ſoll es ſih Wärter aber muß as Tier ſig hebung wohl ich aus natürlich beſtaunt zu wer⸗ r viel lieber im ugen der Men⸗ der in den mei⸗ ſcher Arbeit die ein Kompromiß hbedürfniz“ nbedürfnis“ zrauf achten, daß türlichen Milien entſpricht. Vein ort das richtige vorauszuſetzen. neigt, die Maß⸗ rteilsfrei an die es Lungen⸗ ch einmal einen Aquariums ge⸗ bdenſo intereſſant erkuliſſen. Herr⸗ nden„Tiere in zum Auffreſſen Beſtimmten iſt ahren waltet er en„Patienten“ je Geſchichten zu des afrikaniſchen chen Lungenſiſch hie Seitenwand. 9“ nicht gut he⸗ h getrennt und „daß ſie ſich den n können. Die Laubfröſche, von können, Ein de ein friſch im⸗ alien, dem die nun mit viel ſelt wird. ns“ ſtlingswerk, das iſcher und klarer n Britzen den 3 Bauernſohnes hule entwachſen, ld den Weg zur Muſik. Das Spiel zen Blonden an⸗ läuft er in der Muſik und ihrer ſechflungsreichem t. Und ſchon das ihm zum Ver⸗ en Erfolgen, den ldes verliert er nter den Füßen, als den ihren Jugendgeſpielin Nach mühſamem liſchen Sendung ema mutig und ebenſo ausge⸗ ze und der Be⸗ und Selbſtdifzi⸗ 3 Problem des Mit ſauberer wurde aufge⸗ ausgegeben vom Berlin, 26 ark— iſt friſch zeugt von einer ng. Carl Lauer. * Boferkreuzfhanner“ Samskag, 26. Hovember 1938 — ———— —————— ————— „BHahenbreuzbanner“ Samstag, 26. Hove Wir Männer vom Rundfunk, die wir täglich d rüber wachen, daß der Rundfunk als das er ſt e Propagandainſtrument unſe⸗ rer nationalſozialiſtiſchen Welt⸗ anſchauung und damit als entſcheidende Propagandawaffe dem Führer jederzeit zur Verfügung ſteht, ſind ſtolz darauf, daß alles das, was der deutſche Rundfunk an Sendun⸗ gen über das Reich und die Grenzen des Rei⸗ ches hinaus ausſtrahlt, Deutſchland iſt, die deutſcher Art und deutſchen Han⸗ elns. Wir haben daher im Rundfunk eine klare Ausrichtung dadurch, daß die politiſche Ver⸗ pflichtung zum oberſten Geſetz für unſere Ge⸗ ſamtarbeit erhoben wird. Wir ſind bemüht, das Rundfunkprogramm ſo lebendig und volksnah, ſo kulturell verantwortlich und unterhaltend als möglich zu geſtal⸗ ten— immer nur unter dem Blickpunkt der po⸗ litiſchen Funktionen, in deren Dienſten der Rundfunk ſteht. Wenn wir heute dieſen leben⸗ digen, in ſeinen Wirkungen vielleicht umfaſſend⸗ ſten und von dem eigenen Volk am meiſten ge⸗ hörten Rundfunk beſitzen, dann haben wir die Gewähr, daß der Rundfunk einen ſo unent⸗ behrlichen und unverrückbaren Platz im volks⸗ gemeinſchaftlichen Leben einnimmt, daß er nicht nur der ideale Freizeitgeſtalter, ſondern auch der ideale Geſtalter des politiſchen Lebens und Schickſals unſeres Vol⸗ kes iſt. Das deutſche Volk hört ſeinen Rund⸗ funk. Das iſt der entſcheidende Erfolg unſerer Programmarbeit, das iſt aber auch gleichzeitig die Meiſterleiſtung der Rundfunkpropagandiſten der Bewegung, die in den erſten Jahren nach der Machtübernahme durch die Organiſation des Gemeinſchaftsempfangs und die heute noch durch die ununterbrochene Mobiliſierung des Volkswillens zum Rundfunk hin die Einſatz⸗ fähigkeit des Rundfunks in jeder Lage gewähr⸗ leiſten. Auf dieſer Vertrauensbaſis, die heute das Volk mit dem Rundfunk verbindet, hat die Rundfunkführung alle ihre Maßnahmen aufzu⸗ banen, um die Plattform des Vertrauens, wenn irgend möglich, noch zu erweitern und eine Hörergemeinſchaft von höchſter Beſtändigkeit und Zuverläſſigkeit zu errichten. Die Maßnahmen, die hlerzu erforderlich ſind, ſind hauptſächlich propagandiſtiſcher Natur. D h. geſteuert von den Erforderniſſen der Pro⸗ paganda werden auf dem Gebiete des Rund⸗ funks, ſowohl nach der Sender⸗ wie nach der Hörerſeite hin, Planungen vorgenommen und durchgeführt, die ausſchließlich einer volkstüm⸗ lichen Geſtaltung des Rundfunks und ſeiner Erſcheinungsformen dienen. Maßnahmen die⸗ ſer Art ſind für die Programmſeite des Rund⸗ funks die kulturellen repräſentativen Darbie⸗ tungen der Reichsſender, die unterhaltenden Freizeitſendungen, die aktuellen ſportlichen Uebertragungen ufw., alſo alle jene Sendungen, die den verſchiedenen Geſchmacksbedürfniſſen des Volkes in einer geſunden Miſchung von anſpruchsvoller und leichter Koſt gerecht werden. Maßnahmen, die das Hören derartiger Sendungen erleichtern, liegen vornehmlich auf rundfunkwirtſchaftlichem Ge⸗ biet, d. h. in der Verſorgung der Bevölkerung mit preiswerten und billigen Empfangsgeräten. So wurden der Volksempfänger und der„Deut⸗ ſche Kleinempfänger 1938“ geſchaffen, zwei Ge⸗ räte, die von der Empfangsſeite her genau den gleichen hervorragenden Anteil an dem Auf⸗ ſchwung der Rundfunkteilnehmer haben und weiterhin haben werden wie das volksnahe Rundfunkprogramm ſelber. Um das Intereſſe des Volkes am Rundfunk wachzuhalten und politisches lnsfrument zukommt, Volksrundfunk geschoffen. selne probleme Belehroung und gleichzeitig auch den propagandiſtiſchen Maß⸗ nahmen laufend einen guten Start zu geben, wird der Gedanke des Rundfunks nicht nur durch die Programmdarbietungen ſelber geför⸗ dert, ſondern auch noch durch Ausſtellungen, Kundgebungen und ſonſtige Veranſtaltungen dem Volk nahegebracht, Bekanntlich hat Reichsminiſter Dr. Goebbels bei der Eröffnung der diesjährigen Rundfunk⸗ ausſtellung die Parole ausgegeben: Deutſch⸗ land, das heute das erſte Rundfunkland Euro⸗ pas iſt, müſſe das ſtärkſte Rundfunkland der Welt werden. Zur Befolgung dieſer Parole ha⸗ ben nicht nur die Männer des Rundfunks durch den Einſatz ihrer Mittel und Möglichkeiten bei⸗ zutragen, ſondern alle Volksgenoſſen, die der Verpflichtung zum Rundfunkhören ſich aus der Kenntnis von den politiſchen Auf⸗ gaben der Rundfunkgeſtaltung auf die Dauer Zum Geleif! Welche Bedeufoung dem zlelbewoßten Einsctz des Rundfunks als Stoof mit eindrucksvolle Bebilichłelt aofgezeigt. Seit 1953 wor- den im Bewoßtsein dieser Abufgobe die Vofcussetzungen för den Es ist zu begrüßen, daß wir jetzt in Monnheim die Sudwestdevut- sche Rundfunkcousstellung beherbergen, die uns Uber die um- fassenden Gebiefe der Volksführung durch den Rundfunk und dlente Erfolg wird ihr nichf versagt blelbenl Die Grundiaeen der deutschen Rundfunhpropmenn von Hans kriegler, Amtsleiter Rundfunk der Reichspropagandaleitung der NSDApb, präsident der Reichsrundfunkkammer hat der nationolsoziclistische Ueberblick vermitfelt. Der ver- Heil Hitfler! 222 Kreisleiter. —— W nicht werden verſchließen können und dürfen. Um Deutſchland zum ſtärkſten Rundfunkland der Welt zu machen, iſt eine Hörergemeinſchaft aller Deutſchen die organiſatoriſche Vorausſetzung. Die Erfaſſung der noch immer abſeits vom Rundfunkempfang ſtehenden Volksgenoſſen wird bei zunehmender Annäherung an die Sättigungsgrenze nicht ſo ſehr ein Problem des guten Willens als ein finanzielles Problem ſein. Dieſe Erkenntnis war in erſter Linie beſtimmend für die Schaf⸗ fung des„Deutſchen Kleinempfängers 1938“, der nun auch von der finanziellen Seite her allen Volksgenoſſen die Beteiligung am Rund⸗ funk ermöglicht. Die politiſche Rundfunkfüh⸗ rung will mit dem„Deutſchen Kleinempfänger 1938“ zeigen, daß es ihr auch bei ſteigenden Teilnehmerzugängen und auch bei einer immer weiteren Annäherung an die Sättigungsgrenze —— —— ——— Lautsprecherwagen mit Anhänger(Gesamtsprechleistung 200 Watt) nicht an Phantaſie und Entſchlußkraft fehlt, um auch jene ſchaffenden Menſchen an den Rund funk heranzuführen, die ihn beſonders als Freudeſpen'der und Lebenzkan⸗ raden nach Stunden ſchwerer und ſchwerſler Arbeit an ihrem Feierabend Die politiſche Rundfunkführun gleich ſtetig bemüht, ihre Popogan Maßnah men in Einklang mit den Wünſchen der on ſchaft zu bringen. Es genügt ihr nicht, d Volksgenoſſen als vegelmäßige Teilnehmer fü für den Rundfunk zu gewinnen und ſich dann ihrer Betreuung nicht weiter anzunehmen. Im Ge⸗ genteil: die einmal gewonnenen Rund. nehmer ſelbſt ſollen auf jede nur erdenkliche Art Freude am Rundfunkempfang haben, folz dauernde Teilnehmer des Rundfunks 10 und damit in ihrem Freundes⸗ und kreis Propagandiſten des Rundfunks werd Dazu iſt vor allem erforderlich, daß ſie ein gu tes Rundfunkprogramm mit ihrem Kan auch techniſch völlig einwandfrei hören fmmn Dieſer einwandfreie Empfang ſchon bei der richtigen und zweckmäßi ſtallation des Rundfunkgerätes. Er wird nut dann, ſelbſt bei den teuerſten Geräten, ſelne letzte Höchſtform erreichen, wenn der Rundfun apparat mit einer Hochantenne verbunden iſt Um die Inſtallation der Empfangsapparate mit Hochantennen zu fördern, und eine gewiſfe Rechtsunſicherheit zu beſeitigen, die früher z ſchen Mietern und Vermietern hinſichtlich der Errichtung einer Hochantenne beſtand, hat die Reichsrundfunkkammer Richtlinien ſiht Gemeinſchaftsantennen herausge⸗ geben. In dieſen Richtlinien wird empfohlen, bei jedem Neubau eines Mehrfamilienhauſeß oder einer Siedlung Gemeinſchaftsantennen der Bauplanung zu berückſichtigen und ſie dann auch tatſächlich einzubauen. Die nſth Anlage von Einzelantennen ſoll künftig mieden werden. Wenn die Gemeinſchaftsantenne den 0 verfolgt, den höchſtmöglichen Effekt des funkempfanges zu erreichen, ſo verdient in d ſem Zuſammenhang auch noch das ſtörungsproblem größte Beachtung, Hörer hat für ſeine Rundfunkgebühr nicht das Recht auf ein anſtändiges Rundfun gramm, ſondern ebenſo auch das Recht, d Rundfunkprogramm einwandfrei zu fangen. Es werden daher neben den laufen Mnaßnahmen der Entſtörung, die die Deutf Reichspoſt mit ihrem Entſtörungsdienſt in bindung mit den Leitern der Haupiſt Rundfunk der Partei durchführt, in naht kunft von den zuſtändigen Stellen Ano gen erlaſſen werden, die das Inverkehrbri ſtörender Geräte verbieten. Unſere Propaganda, die dank der he ragenden Rundfunkorganiſation der Parte über alle Gaue erſtreckt und über die Kreiſe hin zu den Ortsgruppen wirkſam iſt und all den Gedanken des Rundfunks im wachhält und aktiviert, hat dieſe technif Fragen auch in ihr Aufgabenbereich mit bezogen. Die Entwicklung des Rundfunks nationalſozialiſtiſcher Führung iſt mit dem den nächſten Jahren durchzuführenden Gr angriff auf die letzten Hörerref ven in ihr entſcheidendes Stadium getreten. Wir werden unſer Ziel erreichen, das ganze Das deutſche 2 nationalſozialiſtiſe ganda und Wirt' men aus dem Ki wägungen, wurde der Hand unſer Rropaganda. Die ungsveranſtaltun nach bezüglich der geitpunktes ſichert den Werbemittels ten Ort. Wir könnn frei kenntniſſen heraus Ausſtellung beſtim ſpiel eine Rundfut ausſtellung, in eir zebiet ſich in kurz⸗ muß derinhalt lung genau ſo int wertung der A her erſt nach fünf pieder einmal die heimatgebiet ſehen Zweck und Ziel ſunkausſtellung„R berſchiedenen Sei Rundfunk im Dri will volksnahe bl. zuch den letzten gen, daß ihm d pelcher Weiſe er leten Mittel unſer let ſind und wie d uuch ſeinetwegen Eine Brücke will! So sieht ein deutſche Volk zu Rundfunkteilnehmern zu ma⸗ en chen. Der Propagandaapparat des nationalſo⸗ zialiſtiſchen Rundfunks iſt am Werk, dafür u forgen, daß über den Rundfunk unfer Volk m rer und dem R lher geſagt, die Fi einigen Jahren Die Vorausſetzu ſchehen, an der Ku der politiſchen Führung und vor allem mit dem K ſelbſt jederzeit und unlöslich verbunden e t Feeude, die der rmittelt, teiln ——————————————————————————————————————————————————————— Südweſtdeutſche Rundfunk-flusſtellung RUDNDEUNKISTFREUDE vom 26. Wöoen bis 4. Dezember 1938- Geölnet von 9 Ukr bis 21 Unr Fernsehen zum ersten Male im Gau Baden Mannheim 9 fhein · neckar⸗ fallen kauchbares Rundft iht die Beratu fellung ein. Es b man ein Rund eine Frage der 5 ſerät man am; e deutſche Rur lunſch erfüllen un ſe der Elektrome e den. * 2 ankallen Institut für Deutsche Kultur- und Wirtschaftspropaganda 1 . 1 — ——2 Besuche november fan akenkreuzbanner“ Samstag, 26. November 1958 3 3 4 4 nmer lußkraft fehlt, um en an den Rund⸗ beſonders nöͤng n Das deutſche Ausſtellungsweſen, gemäß der penötigen. onalſozialiſtiſchen Auffaſſung von Propa⸗ ada und Wirtſchaftswerbung herausgenom⸗ Aen hen aus dem Kreis privatwirtſchaftlicher Er⸗ ägungen, wurde eine der ſtärkſten Waffen in bder Hand unſerer weltanſchaulich geleiteten Propaganda. Die Durchführung von Ausſtel⸗ lungsveranſtaltungen gemäß dem Bedarf dar⸗ nſchen der Hörel, gt ihr nicht, die e Teilnehmer für neynen Ahach bezüglich der Materie, des Ortes und des ien Rundfunkteil, Zeitpunktes ſichert den Einſatz dieſes bedeuten⸗ e nur erdenkliche den Werbemittels zur rechten Zeit und am rech⸗ fang haben, ſolen J ien Or. undfunks bleibhen 3⸗ und Familien⸗ indfunks werden. h, daß ſie ein gu hrem Empfünger rei hören können. upfang beginnt weckmäßigen Zu⸗ Wir könnn freilich aus den erwähnten Er⸗ enntniſſen heraus nicht damit rechnen, daß eine Ausſtellung beſtimmten Inhalts, wie zum Bei⸗ fpiel eine Rundfunkausſtellung oder eine Preſſe⸗ gusſtellung, in ein⸗ und demſelben Erfaſſungs⸗ hebiet ſich in kurzer Folge wiederholt. Deshalb Ruß derinhaltliche Ausbau der Ausſtel⸗ ung genau ſo intenſiv erfolgen, wie die Aus⸗ 8. ur n Gerten wertung der Ausſtellung durch den Beſucher, in der Rundfunt J ber erſt nach fünf oder ſechs Jahren vielleicht ie verbunden i Vieder einmal die gleiche Ausſtellung in ſeinem beimatgebiet ſehen wird. Zweck und Ziel der Südweſtdeutſchen Rund⸗ unkausſtellung„Rundfunk iſt Freude“ ſind nach berſchiedenen Seiten hin zu beleuchten. Der Rundfunk im Dritten Reich iſt volksnahe und will volksnahe bleiben. Die Ausſtellung will guch den letzten Volksgenoſſen davon überzeu⸗ en, daß ihm der Rundfunk dient, in pelcher Weiſe er ihm dient, welche ausgezeich⸗ geten Mittel unſerer Technik dafür eingeſchal⸗ eſind und wie das kulturelle Schaffen guch ſeinetwegen im Dienſte der Sender ſteht. Eine Brücke will die Ausſtellung zwiſchen dem enne den Zweck effekt des Rund⸗. verdient in die och das Ent⸗ Beachtung, Der gebühr nicht nu s Rundfun angsapparate mit nd eine gewiſſe n, die früher zwi⸗ n hinſichtlich der beſtand, hat die tlinien fi n herau wird empfohle hrfamilienhauſeh haftsantennen in gen und ſie dann Die ungeordnete ſoll künftig ver⸗ ink der herpor 1der Partef fie er die Kreiſe m iſt und über unks im Vol dieſe techniſe bereich mit ein tundfunks unte iſt mit dem in renden Groß⸗ Hörerref adium getreten. hen, das ganze ehmern zu ma⸗ des nationalſo⸗ Werk, dafür ſu ee nundfune ſchlagen, oder, rich⸗ a egeſagt, die Fundamente der nunmehr ſchon slich verbunden keinigen Jahren vorhandenen Brücke ſtärken. Die Vorausſetzung iſt, daß der am Zeitge⸗ öchen, an der Kultur und nicht zuletzt an der eude, die der Rundfunk wirklichkeitsnahe ermittelt, teilnehmende Volksgenoſſe ein achbares Rundfunkgerät beſitzt. Hierfür aber die Beratung der Rundfunkaus⸗ fellung ein. Es iſt keine Frage des Geldes, ih man ein Rundfunkgerät beſitzt, ſondern es eine Frage der Höhe der Ausgabe, welches herät man am zweckdienlichſten kaufen kann. iie deutſche Rundfunkinduſtrie kann jeden Vunſch erfüllen und der Rundfunkeinzelhandel, lie der Elektromeiſter können den derzeitigen, hie den künftigen Rundfunkhörer dabei gut be⸗ 3 So sieht ein Fernseh-Rundfunk-Heim- empfänger aus. as Will die Südchestdeutsche fundfunkausstellung? Von Dr. Karl-Heinz Kikisch raten. Zu ihnen die Verbindung zu ſchaffen, iſt eine der Aufgaben der Ausſtellung. Großer Erfindungen ſind für jeden Angehöri⸗ gen der Generation, zu deren Zeit die Erfindung gemacht wird, ein erhebendes Erlebnis, vor allem aber ein erhebendes Erlebnis für die An⸗ gehörigen des Volkes, dem der Erfinder ent⸗ ſtammt. Der Name Nipkow iſt dem deutſchen Volke ein Begriff geworden! Die Wiſſenſchaft baut auf der geſchaffenen Grundlage weiter und es iſt ein berechtigter nationaler Stolz, der un⸗ ſer Volk erfüllt, wenn es eine Fernſehhalle, wenn es„Das deutſche Fernſehen“ be⸗ ſichtigt. Und ſo iſt es auch vollkommen berech⸗ tigt, daß wir unſere Volksgenoſſen mit einer der größten Erfindungen aller Zeiten, mit dem Fernſehen, vertraut machen. Wir ſind dem deutſchen Rundfunk auch Dank ſchuldig. Es muß und ſoll jeder wiſſen, daß der deutſche Rundfunk dem Führer eine Propa⸗ gandawaffe in die Hand gab, wie ſie einer poli⸗ tiſchen Führung in der Weltgeſchichte noch nie⸗ mals zu Gebote ſtand.„Ohne Kraftwagen, ohne Flugzeug und ohne Lautſprecher hätten wir Deutſchland nie erobert!“ Dieſes Führerwort ſagt alles. Und ſo iſt es auch eine Aufgabe der Südweſtdeutſchen Rund⸗ funkausſtellung, zu zeigen, wie ſich der Rund⸗ funk in das große Werk des Führers auf allen Gebieten einſchaltete, wie der Rundfunk unſe⸗ rem Volke die enge, lebensnahe Verbindung zu den großen Stunden der Nation gab und gibt, wie er uns Stunden des kulturellen Genuſſes und der Beſinnung vermittelt, und wie er die breiteſten Kreiſe unſeres Volkes in die Welt⸗ anſchauung, die uns Großdeutſchland gab, mit⸗ hineinführte. Das Ziel der Südweſtdeutſchen Rundfunkausſtellung iſt erreicht, wenn der Aus⸗ ſtellungsbeſucher die Beſichtigung der Ausſtel⸗ lung nicht lediglich als Unterhaltung empfun⸗ den hat, ſondern wenn er erkannt hat, daß der Rundfunk im Dritten Reich Mittler des Großen und Erhabenen iſt, wenn er die Ausſtellung ſtolz auf deutſchen Erfindergeiſt und deutſche Technik verläßt, und wenn er ſich von der Aus⸗ ſtellung perſönlich hat beraten laſſen. Neben dieſem Ziel gegenüber dem Beſucher ſtehen die Aufgaben der Ausſtellung, die ſie in den Bin⸗ dungen zwiſchen Induſtrie, Rundfunkgroßhan⸗ del, Rundfunkeinzelhandel und Elektrohandel hat Das Ziel der Veranſtaltung iſt vor allem dann erreicht, wenn der Gedanke der behandel⸗ ten Ausſtellungsmaterie bei dem Beſucher im Vordergrunde ſteht, und wenn das auf der Aus⸗ ſtellung Gezeigte und die dort gegebenen Dedan⸗ ken in ihm ſtärker nachhallen, als überhaupt die Tatſache an ſich, daß eine Ausſtellung in Mann⸗ heim ſtattgefunden hat! Ungezählte Freuden bereitet der Rundfunk zu jeder Stunde. Hus den Rindertasen des Rundkunks Ein-Stunden-Sendung eröffnete den Programmbetrieb Man ſchrieb den 29. Oktober 1923. Da er⸗ hielten am Vormittag die Techniker des Ber⸗ liner Funkhauſes, das ſich damals ſehr beſchei⸗ den in der Gegend des Potsdamer Platzes befand, den Auftrag, am gleichen Abend mit dem programmäßigen Betrieb zu beginnen. Man mußte auf alle Fälle endlich den Vor⸗ ſprung aufholen, den das Ausland hatte— — —— — vollen Erfolge führt. Der deutsche Rundfunłk hat seit der Mochtübernahme einen unge- ahnten Aufschwung genommen. Er erfährt als wichtiges Propagondo- mittel die besondere Förderung des nationolsoziclistischen Stoqtes. Dem deutschen Volksgenossen gibt er nicht nur die Möglichkeit, am politischen Geschehen, sowie on den könstlerischen, wissenschaft- ſichen und sportlichen Veronstaltungen unmittelbaren Anteil zu neh-⸗ men, sondern er erföllt qauch gof dem Gebiete der feierobendgestol- tung eine große Abfgobe. Diesem Gedonken will die Söüödwestdevt- sche Rkundfunkausstellung„Rondfunk ist Freude“ Ausdruck verleihen. lch freue mich. doß diese große leistungsschao des deutschen Rundfunks in Mannheim durchgefbhrt wird und hoffe, daß sie zu einemn Heil Hitlerl . Oberbörgermeister. ſchon 1921 hatte in Pittsburgh in Amerika der erſte Radioſender zu arbeiten begonnen, und auch in England war der Rundfunk ſchon zur Selbſtverſtändlichkeit geworden. Immerhin hatte auch die offizielle Programmeröffnung des Rundfunks, damals allgemein noch Radio genannt, ſchon ein Vorſpiel gehabt. Denn ſeit dem Frühjahr 1921 gingen auch die Verſuche der Hauptfunkſtelle Königswuſterhauſen, des Vorläufers des Deutſchlandſenders, mit draht⸗ loſer Telefonie. Amtliche Stellen in Deutſch⸗ land und die erſten Rundfunkteilnehmer des Auslands beobachteten dieſe Verſuchsſendun⸗ gen, die meiſt am Sonntagmittag ſtattfanden. Am 15. Oktober 1923 erfolgte theoretiſch die Eröffnung des deutſchen Rundfunks, aber der eigentliche Beginn eines regelmäßigen Sende⸗ betriebs liegt doch erſt einige Wochen ſpäter. Die„Radio⸗Stunde“ ſendet „Achtung, Achtung, hier iſt Berlin auf Welle 400 Meter!“ ſo lautete die Anſage an dieſem Abend, an dem von 20—21 Uhr geſendet wurde. Außer der Anſage wurden muſikaliſche Darbie⸗ tungen von der„Radio⸗Stunde“, wie ſich die veranſtaltende Geſellſchaft nannte, in dieſer erſten Sendung verbreitet. Es waren neben Schallplatten ausſchließlich Einzeldarbietungen, weil für mehrere Künſtler kein Raum vorhan⸗ den war und weil auch das Mikrofon bei der Uebertragung eines größeren Orcheſters ge⸗ hätte. Dafür war es noch nicht einge⸗ richtet. Kreppapier als Schalldämpfer Den Sendeſaal, ein größeres Zimmer, war denkbar primitiv— der Raum war mit Decken ausgehängt, und die Wände waren mit Krepp⸗ 1 21 Uhr len In d a 22 -Hanis ——— 1 — —.— II ————— Lesuchen Sie den SaBA-Stand auf der Südwestdeutschen R undfunłk-Ausstellung Mannheim S454A 45 2 MWI Al 23.75 ——— — 809 „Hhakenkreuzbanner“ Samstag, 26. November fch Ein moderner Rundfunk-Geräte-Vorführungsraum bebeckt, um den Schall abzudämpfen. as Mikrofon ſtand auf ſeinem durch zwei Adreßbücher erhöhten Stuhl. Die Zahl der Hörer betrug am 1. Dezember 1923, als der Sender einen Monat gearbeitet hatte, 467, Das war nicht verwunderlich, denn die Gebühren waren damals auf 60 RM im Jahr, die auf einmal gezahlt werden mußten, feſtgeſetzt. Und die Empfänger waren, wenn man ſie nicht ſelbſt zuſammenbaſtelte, teuer genug. Die Baſtlerbewegung marſchiert Das Jahr 1924 brachte dann verhältnis⸗ mäßig ſchnell die erſte Ausbreitung des Rund⸗ funks. Schon im November 1923 hatte man mit dem Rundfunknachrichtendienſt begonnen. Jetzt kamen die erſten Uebertragungen aus Theatern, die erſte Jugendſendung, das erſte Hörſpiel, die erſte Sendung für die Bauern. Und neue Sender wurden errichtet. Nach Ber⸗ lin waren Leipzig, Frankfurt, München, Ham⸗ burg, Stuttgart, Breslau, Königsberg und Münſter die nächſten Städte, die einen Haupt⸗ ſender erhielten, und Nebenſender entſtanden in Nürnberg, Bremen und Hannover. Dieſe Entwicklung auf der Senderſeite fand darin ihren Widerhall, daß nach einem Jahr, am 31. Dezember 1924, die Hörerzahl auf 584749 geſtiegen war. Die Sebaret ſich aus, jeder baute ſich ſelbſt einen Apparat, die Rundfunkzeitſchriften entſtanden, die Rund⸗ funkinduſtrie wurde aufgebaut— in dieſem Jahr 1924 und in den folgenden wuchs das ganze Gebäude Rundfunk aus dem Nichts in die Höhe. Juden eroberten den Rundfunk Es iſt ſchwer, heute eine Beziehung zu dem Programm zu gewinnen, das in jenen Jahren geſendet wurde. So viel iſt ſicher: die Hörer kamen, weil ſie Freude an dem techni⸗ ſchen Wunder hatten, nicht, weil das Pro⸗ gramm gelockt hätte. Man war ſich nicht ſicher, wo die Wirkungsmöglichkeiten des Rundfunks lagen. Lange Abendſtunden wurden mit Vor⸗ trägen über die entlegenſten Themen ausge⸗ füllt. Man wollte unpolitiſch und unparteilich ſein, und lieh doch gerade den zerſetzenden Kräften ſeine Mittel. Die Juden, die ſich da⸗ mals im deutſchen Kulturleben breit machten, ergriffen auch vom Rundfunk Beſitz, denn ſie erkannten ſchnell, daß hier etwas zu verdienen und Einfluß zu ge⸗ winnen war. Die„entartete Kunſt“ jener Zeit fand ihren Ausdruck im Rundfunk und wurde durch ihn gefördert. Das Hörſpiel hat aus dieſer Zeit ſeiner zerſetzenden Tendenzen noch heute Gegner. Der Jazz, als Tanz und als Spielform, wurde gepflegt— die Ver⸗ treter der atonalen Muſik fanden im Rundfunk eine Heimſtätte, man erfand ſogar den Begriff einer eigenen„Rundfunkmuſik“. Ein Blick in die Programme jener Tage mutet uns heute fremd an. Heute: das Sprachrohr des Führers Daß der Rundfunk trotz allem deutſch wurde, daß es heute kaum eine Wohnung gibt, in der er fehlt, iſt das Ergebnis der national⸗ ſozialiſtiſchen miblanan n Drei entſcheidende Wandlungen nahm ſie vor: die, Rundfunkſender wurden von privaten Ge⸗ ſchäftsunternehmern zu Reichsſendern, das heißt— der Rundfunk wurde zum Sprachrohr des Führers. Die Technik galt nicht mehr als Selbſtzweck, ſondern ſie wurde in den Dienſt des Kunſtwerkes eſtellt und hatte ſich ihm unterzuordnen. Das brachte eine Zunahme der unter⸗ haltenden Muſikſendungen, einen Abbau der Vorträge, und der Rundfunk ging in ſeinen Hörberichten und Zeitfunkſendungen mit dem Mikrofon ins Volk. Das Ergebnis dieſer neuen Geſtaltung des Rundfunks war eine noch nicht erlebte Zunahme der Hörerzahlen. So kann der Rundfunk heute noch 15 Jahren mit Zuverſicht in die Zukunft ſehen. Wenn auch vom Fernſehen öfter die Rede iſt, ſo wird es doch noch geraume Zeit dauern, bis es den Rundfunk ergänzen kann— erſetzen oder verdrängen wird es ihn überhaupt nicht. Die fünfzehnjährige Geſchichte des Rundfunks hat ihm in immer ſtärkerem Maße politiſche und kulturelle Bedeutung gegeben er iſt heute im wahrſten Sinne„Stimme der Nation“. Gerd Eckert. Rundstrahler, kombiniert mit Beleuchtungskör- per für indirekte Beleuchtung. Jer Runtkunkstelenlette von Gauhauptstellenleiter Dipl.-ing. Karl Adelmann Ich ſchreibe dieſe Zeilen, um dem Volksgenoſ⸗ ſen den Hauptſtellenleiter Rundfunk der natio⸗ nalſozialiſtiſchen Deutſchen Arbeiterpartei vor⸗ zuſtellen, den Mann, deſſen Freizeit immer der Arbeit am Aufbau des deutſchen Rundfunks ge⸗ widmet iſt. Vielſeitig ſind ſeine Aufgaben und viele Volksgenoſſen kennen ihn bereits perſönlich, wenn er helfend bei Rundfunkfragen zur Seite ſteht; viele aber wiſſen noch nicht, daß er für alle Gemeinſchaftsempfänge, wenn der Führer ſpricht, oder das deutſche Volk ſeine großen Tage begeht, verantwortlich zeichnet. Daß er mit da⸗ zu beiträgt, wenn der Sender ein Bild von ſei⸗ ner Heimat zu Gehör bringt, oder daß es ſeiner Initiative zu danken iſt, wenn armen Volksge⸗ noſſen durch Schenkung eines Rundfunkappara⸗ tes die Möglichkeit gegeben wird, ebenfalls Teil⸗ nehmer an dieſem Rundfunk zu werden, der uns in guten und böſen Tagen ein treuer Be⸗ gleiter geworden iſt. Der Führer ſpricht Es iſt dem techniſchen Rundfunk vorbehalten geweſen, alle Volksgenoſſen im ganzen Reich und den Deutſchen in aller Welt die Worte ſei⸗ nes Führers zu übermitteln und wenn heute ein ganzes Volk in Gemeinſchaftsempfang, ſei es auf dem Dorfplatz der Gemeinde oder auf den großen Kundgebungsplätzen der Städte, ſei es in Sälen oder Fabrikräumen gleichſam un⸗ mittelbar die großen Stunden der Nation mit⸗ erleben kann, ſo iſt dies wohl der ſichtbarſte und größte Erfolg des Rundfunkſtellenleiters der Partei. Man iſt, wie bei allen Errungenſchaften der heutigen Technik, gerne geneigt, auch dieſes tech⸗ niſche Wunder Rundfunk als etwas Selbſtver⸗ ſtändliches hinzunehmen. Wir Rundfunkſtellen⸗ leiter der Partei wiſſen aber, welche ungeheure Arbeit die politiſche Rundfunkführung und die Rundfunkinduſtrie leiſten mußten und immerzu leiſten müſſen, um die techniſchen Vorausſetzun⸗ gen eines Volksgemeinſchaftsempfangs zu ſchaf⸗ fen. Wir wiſſen, welche Sorgen oft das Gelin⸗ gen einer Uebertragung bereiten kann, beſon⸗ ders dann, wenn der Rundfunkſtellenleiter noch mit primitiven Mitteln zu arbeiten gezwungen iſt.— Aber er hat ſich durchgeſetzt! Unermüdlich ging ſein ganzes Sinnen und Trachten dahin, den Bürgermeiſter und Betriebsführer vom ide⸗ ellen Wert des gemeinſamen Hörens zu üher⸗ zeugen und zum Kauf ausreichender und hoch⸗ wertiger Uebertragungsanlagen zu bewegen. Mit der propagandiſtiſchen Leiſtung hat er für die Fa⸗ brikation die Bahn frei gemacht und die deutſche Rundfunkinduſtrie war in den vergangenen Jahren nicht müßig, ſondern hat ihr Fabrika⸗ tionsprogramm vollkommen auf die Forderun⸗ gen des Volksrundfunks und auf die ſpeziellen Belange des Gemeinde- und Betriebsrundfunks abgeſtimmt. In verhältnismäßig kurzer Zeit konnten dem Rundfunkſtellenleiter ſolche Appa⸗ rate in die Hand gegeben werden, die auch bis zur größten Hörerzahl einwandfreie Wiedergabe von Muſik und des geſprochenen Wortes ge⸗ währleiſten und damit einen einwandfreien Ge⸗ meinſchaftsempfang ſicherſtellen. Die wenigſten der Rundfunkſtellenleiter haben zu Beginn ihrer Arbeit die zur Bedienung der Uebertragungsanlage notwendigen Vorausſet⸗ zungen beſeſſen. Die Mehrzahl üben Berufe aus, die in gar keinem Zuſammenhang mit der Rundfunktechnik ſtehen und trotzdem haben ſie ſich in unermüdlicher Arbeit durch die Rund⸗ funkſchule der NSDaAp die notwendigen Kennt⸗ niſſe erworben. Es iſt der Wille der Rundfunkführung, da der deutſche Rundfunk neben ſeiner hohen*. tiſchen Miſſion, neben dem vielſeitigen kultureh len Schaffen auch bisweilen Heimatſendungen überträgt, die dem Hörer von der Vielgeſtaltih keit der deutſchen Landſchaft, vom Leben un Treiben der dort wohnenden Menſchen berich tet. Will der Rundfunkſtellenleiter ſeinen Seh der in dieſer ſchönen und dankbaren Aufgah unterſtützen, ſo mußte er ſeine Heimat erſt ſell einmal gründlich kennenlernen. Sein Weg führ ihn zu Volksgenoſſen, die aus vergangener gelſ erzählen können, die über die oder jene nur von Mund zu Mund überlieferte Sage oder Hiſtorit berichten und ihm vielleicht das oder ſeneß ſchon halbvergeſſene Volkslied als köſtlichen Schatz der Heimat anvertrauen können. Aber nicht allein vom Volks⸗ und Brauchtum erzählt der Rundfunk, auch aktuelle Begeben heiten landauf, landab gehören zu ſeinem Pih gramm. Auch da ſteht wieder der Rundfunkſteh lenleiter helfend zur Seite und verſorgt die Sendeleitung mit Anregungen und entſprechen den Mitteilungen. Der hHörer wünſcht So vielſeitig wie das Rundfunkprogramm ſind auch die Wünſche der Hörer. Und viele A regungen, wenn ſie wirklich brauchbar ſind, Küw nen über den Rundfunkſtellenleiter an den Sen der weitergeleitet werden, denn für ihn iſt h eine ſolche Fühlungnahme mit der Hörerſchaft beſonders wichtig, hat er doch damit ſtets eim Kontrolle, wie ſeine Sendungen aufgenommen und beurteilt werden.„ Jeder Deutſche— Rundfunkhörer Daß ein ſolcher Rundfunk allen deutſchey Volksgenoſſen gehören muß, iſt eine Selbſtver/ ſtändlichkeit geworden und der politiſchen Rund⸗ funkführung iſt es zu danken, daß die deutſche Rundfunkinduſtrie Empfängsgeräte auf den Markt gebracht hat, die ſo billig ſind, daß ſie ſich jeder Volksgenoſſe leiſten kann. Ganz beſon ders das Rundfunkjahr 1938 hat uns mit dem Deutſchen Kleinempfänger ein Gerät geſchenkt, das in millionenfacher Auflage fabriziert wird und Einzug hält bei allen deutſchen Familien, die bisher noch nicht die Möglichkeit Rundfunk zu hören hatten. Auch hier ſteht der Rundfum ſtellenleiter wieder auf dem Plan und ſchafft Hand in Hand mit Induſtrie und Rundfunkhan⸗ del die notwendigen techniſchen und finanziellen Vorausſetzungen zur Verwirklichung des Volls⸗ rundfunks. Er iſt der Organiſator der vielen Rundfunt werbeabende, die mittels guter Filme über den Rundfunk und durch Darbietungen von Rundfunkkünſtlern auch in die kleinſte Gemeinde die Parole tragen:„Werde auch du Rundfunk⸗ hörer!“ So iſt der Rundfunkſtellenleiter der Partes ein zuverläſſiger und uneigennütziger Helfer für den deutſchen Rundfunkhörer geworden. Ver⸗ trauensvoll kann ihm der Hörer ſeine Wünſche vortragen. Er wird alle Schwierigkeiten in Zu⸗ ſammenarbeit mit den übrigen Funkſchaffenden beſeitigen, ſei es hinſichtlich vorhandener Sih rungen oder ſei es bei Antennenfragen. Alle Programmwünſche und Anregungen des Hörerz werden von ihm gerne aufgenommen und an den Sender weitergeleitet. 3 Das iſt die Arbeit dieſes Mannes, dem ſtetz das große Ziel am Herzen liegt, mitzuhelfen, daß der deutſche Rundfunk dem ſchaffenden deut ſchen Volk ein Freudeſpender und allen Volks“ genoſſen recht bald gemeinſam werde. 3 3 BALI 539 21 149.40 AfH WOHIKTANG KENNT HAN ScHAUB BADEN 59 221 171.40 KONGEFESS-SUPEE ENI 196.40 SEHAUB G. ScHAUEB APpPARATEEAUGES. N. B. H. PfORZHEIIHI KW.) 59 22N1 244.25 ——5v5ðvðv——§v5ð———§5ð——§§—§—§—— II das Pau Es gibt in funkhörer, d 180 Senderr Programm tionen kann guten Gerät) etwa 50 eu Sendeſtärke hinausgehen. der vor, daß bedingungen ſchmuggelt, d dann ſo gern zu bezeichnen ſage nicht ver auf Grund d tionen feſtzuf eine Möglich ermitteln: da der. Nur ein haben kein Haupt⸗ und letzten Jahrer Einrichtung e Wir ſagter eender. Tatſ zeichen dem a teriſtiſchef ſchaft des Rundfunkhöre Pauſenzeichen und ihre Lag ſenzeichen der bunten Melod einandergerei! eſſanteſten Se bieten könnte. „Steuerman Für die mei ſelbſtverſtändl des ihrer engſ die Lage ihres zeichnet, zu il verkündet der Pauſe mit de mann, laß di Holländer“. Ki burg ein ſchör Kiel, der Ha Einfa⸗ Durch Konto — november ſ0h funkführung, daß ſeiner hohen polß lſeitigen kultmel⸗ Heimatſendungen der Vielgeſtaltig vom Leben und Menſchen berich⸗ eiter ſeinen Se nkbaren Aufgabe Heimat erſt ſelbſt Sein Weg führt vergangener gelt der jene nur von zage oder Hiſtorie das oder jenez d als köſtlichen ikönnen. ⸗ und Brauchtum aktuelle Begeben izu ſeinem Pro⸗ der Rundfunkſtel ind verſorgt die und entſprechen⸗ ndfunkprogramm r. Und viele A zuchbar ſind, lön⸗ iter an den Sen in für ihn iſt ju t der Hörerſchaſt damit ſtets einn en aufgenommen khörer allen deutſchen t eine Selbſtber politiſchen Rund⸗ daß die deutſche geräte auf den ſind, daß ſie ſich n. Ganz beſon⸗ ſat uns mit dem Gerät geſchenkt, fabriziert wird itſchen Familien, ichkeit Rundfunk t der Rundfunk⸗ zlan und ſchafft id Rundfunkhan⸗ und finanziellen chung des Vollz⸗ ielen Rundfunk⸗ ter Filme über irbietungen von leinſte Gemeinde hͤdu Rundfun⸗ iter der Partet itziger Helfer für geworden. Ver⸗ r ſeine Wünſche erigkeiten in Zu⸗ Funkſchaffenden 'rhandener Sti⸗ nenfragen. Alle ngen des Hörerß ommen und an ines, dem ſtetz gt, mitzuhelfen, ſchaffenden dent nd allen Volls⸗ verde. „hakenkreuzbanner⸗“ Samstag, 26. November 1938 gef Llebesmolie eel Es gibt in Europa etwa 30 Millionen Rund⸗ funkhörer, denen allabendlich von mehr als 180 Sendern ein mehr oder weniger buntes Programm geboten wird. Von dieſen 180 Sta⸗ tonen kann man natürlich(auch mit einem guten Gerät) nur einen Teil hören, zumal nur etwa 50 europäiſche Stationen eine größere Sendeſtärke beſitzen und über lokale Bedeutung hinausgehen. Aber es kommt doch immer wie⸗ der vor, daß ſich bei guten atmoſphäriſchen Vor⸗ bedingungen ein Sender in unſeren Lautſprecher ſchmuggelt, den wir nicht kennen und den wir dann ſo gern mit der„geheimnisvollen Station“ zu bezeichnen pflegen, zumal wir meiſt die An⸗ ſage nicht verſtehen. Wenn es uns nicht gelingt, auf Grund der Wellenlänge die Lage der Sta⸗ tionen feſtzuſtellen, ſo gibt es doch immer noch eine Möglichkeit, den Namen des Senders zu ermitteln: das Pauſenzeichen verrät den Sen⸗ der. Nur einige wenige Stationen in Europa haben kein Pauſenzeichen. Bei den übrigen. Haupt⸗ und Nebenſendern haben ſich in den letzten Jahren die Pauſenzeichen zu einer feſten Einrichtung entwickelt. Wir ſagten: das Pauſenzeichen verrät den Sender. Tatſächlich gleicht kaum ein Pauſen⸗ zeichen dem anderen, die meiſten ſind charak⸗ teriſtiſch für die Heimat und Land⸗ ſchaft des Senders, ſo daß der erfahrene Rundfunkhörer meiſt ſchon beim Ertönen des Pauſenzeichens die Station, ihre Bedeutung und ihre Lage erkennen kann. Sämtliche Pau⸗ ſenzeichen der europäiſchen Sender, die vielen bunten Melodien, Glockentöne und Akkorde an⸗ einandergereiht, ergäben ſicherlich eine der inter⸗ eſſanteſten Sendungen, die uns der Rundfunk bieten könnte. „Steuermann, laß die Wacht!“ Für die meiſten deutſchen Reichsſender war es ſelbſtverſtändlich, daß ſie den Anfang eines Lie⸗ des ihrer engſten Heimat oder eine Melodie, die die Lage ihres Senders beſonders treffend kenn⸗ zeichnet, zu ihrem Pauſenzeichen wählten. So verkündet der Reichsſender Hamburg ſeine Pauſe mit der klangvollen Melodie„Steuer⸗ mann, laß die Wacht“ aus dem„Fliegenden Holländer“. Könnte es für den Welthafen Ham⸗ burg ein ſchöneres Pauſenzeichen geben? Auch Kiel, der Hafen der Reichskriegsmarine, wur⸗ 105 70 * zelt in der Heimat mit der Melodie„Schles⸗ wig⸗Holſtein, ſtammverwandt“, während Bre⸗ men, der Schlüſſel zur Welt, ſeine Hörer drinnen und draußen mahnt:„Wer die Heimat nicht liebt und die Heimat nicht ehrt...“— Eine recht ſinnige Pauſenzeichen-Melodie verwendet der Nebenſender Stettin mit dem nieder⸗ deutſchen Volksli-„Lüd, nu geit et an!“ Wer möchte bei ſolchen Klängen nicht zuverſichtlich hoffen, daß die vom Hörer meiſt nicht ſehr ge⸗ ſchätzte längere Pauſe nun tatſächlich bald be⸗ endet ſei? Zwei geographiſche Schnitzer Zwei deutſchen Sendern, nämlich Hanno⸗ ver und Frankfurt, iſt ein bemerkenswer⸗ ter geographiſcher Schnitzer unterlaufen. Han⸗ osthorn und Kuckucksruf das hausenzeiĩchen verrãt den Sender/ Wenn die Mainstadt Franlfurt„Zum Nhein, zum Nhein“ ruft nover liegt zwar an der Leine, dennoch ſingt das Pauſenzeichen des hannoverſchen Senders: „Wo die Weſer rauſcht...“ Auch die alte Kai⸗ ſerſtadt Frankfurt liegt am Main; das Pauſen⸗ zeichen Frankfurts ruft jedoch nach einer bekann⸗ ten Volksmelodie:„Zum Rhein, zum Rhein..“. Tatſächlich reicht das Sendegebiet Frankfurts vom Bodenſee bis zum Deutſchen Eck, aber nur die Sendetürme zweier Frankfurter Nebenſen⸗ der, nämlich von Freiburg und Koblenz, ſpiegeln ſich ſozuſagen im Rhein. Eines der ſchönſten deutſchen Pauſenzeichen verwendet der Reichsſender Saarbrücken. Das Kampf⸗ und Trutzlied unſerer Brüder an der Saar, das Saarlied„Deutſch iſt die Saar“, nach einer al⸗ ten Bergmannsweiſe, iſt das Pauſenzeichen des Saarrundfunks geworden. Wer kann die ſchwe⸗ Batterle-Zwelkrels-Empfänger mit der„Netz“-Leistung. ren Jahre der Not und des Kampfes unſerer Brüder an der Saar vergeſſen, wenn die ge⸗ tragene Melodie des Saarliedes durch den Aether klingt? Eine weitere Bergmannsmelodie verwendet übrigens der ſchleſiſche Sender Glei⸗ witz mit ſeinem„Schleſiſchen Bergmannslied“. Der Reichsſender Breslau hat ſich den Hohen⸗ friedberger Marſch zum Pauſenzeichen erkoren und erinnert ſo ſtündlich an die Bedeutung des ſchleſiſchen Hohenfriedeberg für die preußiſche Geſchichte. Aber nicht alle Sender haben zum Pauſen⸗ zeichen eine Melodie. Stuttgart und Ber⸗ lin beiſpielsweiſe ſenden drei Glockentöne, Köln läßt dis—fis—h erklingen, und bei Leip⸗ zig und Dresden hören wir drei wohl⸗ abgeſtimmte Akkorde. Daß das Nürnberger Pauſenzeichen aus den„Meiſterſingern“ ſtam⸗ men mußte, war wohl ſelbſtverſtändlich. Wäh⸗ rend des Reichsparteitages haben wir öfters Gelegenheit, von Nürnberg aus das„Liebes⸗ motiv“ zu hören. Auch München bekennt ſich zu Wagner und verkürzt die Wartezeit zwiſchen zwei Sendungen mit den klangvollen Parſifal⸗ glocken. Berühmt war das vielſtimmige Fan⸗ farenſignal, mit dem der Rundfunk die Ueber⸗ tragungen von den Olympiſchen Spielen im Jahre 1936 einleitete. Bei Sportſendungen haben wir heute noch manchmal Gelegenheit, dieſe unvergeßliche Melodie zu hören. „Ueb' immer Treu und Redlichkeit..“ Allgemein bekannt iſt das Pauſenzeichen des Deutſchlandſenders:„Ueb' immer Treu und Redlichkeit...“. Es ſtammt aus dem Glok⸗ kenſpiel der Garniſonkirche zu Potsdam und er⸗ innert an den hiſtoriſchen Tag, da Deutſchland ſeine innere Einheit und äußere Freiheit wie⸗ derfand. Auch das Pauſenzeichen des Reichs⸗ ſenders Wien kündet von denkwürdigen Tagen und von der Größe des deutſchen Vaterlandes. „Ueber alles in der Welt..“— in einer Melodie von beſonders innigem Wohlklang ſingt es der Reichsſender Wien in den Aether, eine Huldi⸗ gung für das Großdeutſche Reich, in das die Heimat dieſes Senders endlich heimgekehrt iſt. pauſenlos Im Gegenſatz zu Europa iſt das Pauſen⸗ zeichen beim amerikaniſchen Rundfunk faſt un⸗ bekäͤnnt. Pauſenlos jagt dort eine Sendung die andere; wenn tatſächlich einmal für Sekunden ein Pauſenzeichen notwendig wird, dann iſt es meiſt ein ſchnelltickender Wecker, deſſen nervöſe Schläge verraten, daß im ewig haſtenden Amerika ſelbſt der Rundfunk keine Zeit zu ver⸗ lieren hat. K. v. Sie ſind ſto zur poſt ⁊0 Nehmen 3 und erle Geldverke 4 4. lebeſchõfnot. 4 pen keine Sie hœ gehen· ie ein ſſeheckk o po digen sie ihren gelomiten hr vom schreibiiſch dusl uberv/ eiſunge gebührenfreil Einfachheit, Sicherheit und Billigleit ſind die Vorzüge des Poſtſcheckdienſtes. Durch das geringe Mindeſtgnthaben von5/ kann auch der Minderbemittelte Kontoinhaber werden und die Vorteile des eigenen Poſtſcheckkontos genießen. Zeit, nrio bei n n *⏑nn e, —1 Mühelos ist der Aufstieg zu den paßhöhen der Gebirge und den hochgelegenen Wintersportplätzen, wenn man sich der Kraftpost bedient. Auch dem Nichtsportler erschließt die Kraftpost die Schönheit der Winterlandschaft. Geheizte Wagen sorgen für angenehme Fahrt. Unbedingte Betriebs- sloherheit. Sportgeräte werden von allen Kraft⸗ posten befördert. Fahrpreisermäßigungen fur Monats-, Wochen-, Zehnfahrten- und Rückfahrkarten, für Schilerkarten, für Gesellschaftsfahrten usw. AusKkünfte durch die Postämter, durch die Vertretungen des Mitteleuropäischen Reisebũros, an vielen Orten auch durch die Verkehrsvereine und Kurverwaltungen. ———— „Hakenkreuzbanner“ —— Samstag. 26. november ie Die auf der Rundfunkausſtellung gezeigten Geräte waren im Durchſchnitt nach einer Unter⸗ ſuchung von„Wirtſchaft und Statiſtik“ etwa um 8 v. H. billiger als die Geräte auf der vorjähri⸗ gen Ausſtellung, bei der die Durchſchnittspreiſe bereits um 9 v. H. gegenüber dem Vorjahre ge⸗ ſenkt worden waren. Der Durchſchnittspreis der Markenempfänger, der 1932/3 noch 251.— RM. betrug, iſt jetzt auf 195.—RM. gefallen. Dieſer fünfjährige Preisabbau um 25 v. H. iſt vor allem durch eine noch viel ſtärkere Preisſenkung der Röhren(um mehr als 33˙/ v..) bedingt. Aber die niedrigen Preiſe der Geräte bedeuten eine Gen ins Rundfunk-Fachgeschäft! Miltze den Rat des Rundfunk-Fachgeschäftes! Seit 15 9shren- SOlönge es ꝑundfunkeinzehandel in Deutschland gibt- 5 lahre Dreissenkune im Rundkunk beſondere Leiſtung der Apparatebau⸗Firmen, weil der Preisabbau diesmal ohne vorher⸗ gehende Senkung der Röhrenpreiſe erreicht wurde und gleichzeitig die Geräte weſentlich ver⸗ beſſert worden ſind. Jedoch ſcheint der Preis⸗ abbau bei dem Einkreis⸗Geradeausempfänger an der Grenze angelangt zu ſein, weitere Ver⸗ beſſerungen müſſen mit einem Aufgeld bezahlt werden. Während der Superhet vor fünf Jah⸗ ren im Durchſchnitt noch 397.— RM., auf der vorjährigen Ausſtellung noch 322.— RM. koſtete, iſt er jetzt auf 291.— RM. gefallen, aber es gibt auch Superhets zu 190.— RM., ja 178.— RM. ergeht dieser Nuf dſ Nundtunkinteresseſten! mit seiner soręfòöſtigen GerätesuSwohl, seinem ſeistunssbere seine technischen leistungen umfassen vor allem die pflege und instẽndhẽſtuns von EFmpfangsgeròten, ihie Einrichtuns im Helm und den v/icntigen Antennenbaul ſten Kkundendienst! Auf der umgekehrten Leiter iſt neben dieſem ſtändigen Abſtieg der Gerätepreiſe der vom Käu⸗ fer ausgegebene Betrag beinahe von Jahr zu Jahr geſtiegen, weil ſich eine immer ſtärkere Umſchichtung zu beſſeren und wert⸗ volleren Apparaten vollzogen hat. Die Apparate ſind billiger geworden, aber der Käufer hat teuere Apparate gekauft. gundkunk erobert Aus Vol In Großdeutſchland gibt es heute ſchon, wie das Inſtitut für Konjunkturforſchung feſtſtellt, rund 10,2 Millionen Rundfunkteilnehmer. Da⸗ von entfallen 9,5 Mill. auf das Altreich. Die meiſten Rundfunkteilnehmer, auf 100 Haushal⸗ Verschließe Dich seiner Werbuns nicht, und vergib duch nicht, daß des gegenseitige Vertreuen die Voraussetzung für jegliche Leistung lst, Ja, Sie erst erImòglicht u. fordert. tungen berechnet, hat Deſſau, nämlich rund 86, Es folgen Stuttgart mit 80, Leipzig und Kiel mit je 75 Teilnehmern. Die Rundfunkdichte h ſich im letzten Jahr, insbeſondere in den län lichen Bezirken, ſo vor allem um Regensburg, Landshut, Gumbinnen, Würzburg uſw. erhöht. In der Oſtmark ging die Zunahme der Rund⸗ funkteilnehmer aus den bekannten Gründen nur langſam vor ſich, im Altreich entfielen im Durch ⸗ 4 ſchnitt auf 100 Haushaltungen 65,5 Teilnehmer, in der Oſtmark nur 34,7. Das Inſtitut für Kon⸗ 4 junkturforſchung rechnet damit, daß wir uns im Laufe des Jahres 1939 der elften Million ſtark 4 nähern werden. Wir haben ja ohnehin noch nicht die Rundfunkdichte anderer Länder, wie 4 England, Schweden, Dänemark und USa, er⸗ 4 reicht. 5 0.3 77 77 77⁰ HEH. BAUHFISTEE ETFKTN.-1NG. Hennheim-Feudenheim, feuptstr. 118 Fernrut: 529 91 1. Fachgeschäft am Platze fernsprecher 210 55 2ädlogetöte 2Sädiomöbel Antennenbsu Finbeu von Autors dio gepafetuf und Kundendienst UNDFUNK-FACHGESCHAFT Honnneim-Küfertal- Obere Rledstrahe 27 lleferung u. Reporeturen aller NHorłen- Appꝭrate Neuzeitl. eingerichtete Akku-ladestation Radio- BERGBOLD mit dergroben Auswonl 4, 7(Frelgesse)- fernsprecher 218 75 Vas Ste auf dec lusstellung oelten RADI0 Holtzmann Dos Föchgeschöft N 7, 27 fernsprechet 21797 Aeltestes Fachgeschäft Eigene Reparatutwerkstätte ful 9 Groß Lautsprecher- Anlagen Die Prei ſ hat mit chen Klei kaufspreis v Anlängun mit iſt dem ein Rundfu worden, die von nennens türlich wird neuerſchloſſen Kleinempfän, gung dieſes ten Geräts in So wird es Fjunkjahrs a geben. Aber her abgeſetzte porerſt noch Das änder IPyramid. pireiſe. Mi Pyramide zu LTeil der bere fers befindlie auch Leidwer daſein hinüb⸗ einem Erſatzl Die Pyran giroße Sti formen wird durch die W Geneinſch nmen, die heu Bauarten um net den Kle jetzt durch bhöner gewo wellenempfan wellenempfän empfänger f ſchließlich— wickelt— die und die Geme beweglichen Städte und vier für Hau wickelt, dieſe weitaus größ ſich angeſichts größern. Deie nächſte leinem ander und eingefü ger. Man h ausländiſcher rung des Ve borhergeſagt wmünſcht“), al Beliebtheit d ieder neuen g overbeſſerten waren allein und acht Bat ſtellt, unter il empfänger, d. ſützlichen Aufl enwicklung ä bar in ihrem W Racdlie-Fass Zadio-Vertrlieb/ Bepötétutreſ Kofftergeföte/ Sömtliche Typen Mannheim, F1, 10 Fn freude durch Madlio Kronenberger dos Runcifunltechgeschôft Neckarstadt, Schimperstr. 19 mit der groben Ausweohl! rernsprecher 50688 Mannheim/ Mittelstr. 59 kigene Repsfstuf-Werkstätte söͤämtlicher Herkenföbrikate Fernsprecheer 5 106%% Preisklaſſe de Dieſe Einkreif eeiner Preisab gqgm bei den Rm bei den GOSSES LAGEE EPAEATUREN ANT ENNENEAA 4283 31.3 RapIO-TACKMS Schwetzinger Straße 1435 rernru Mr. 443 88 Das Fachgeschäſt für Rundiunkgeräte Große autwahl-Reperaturen- Antennenben Einbau von auto-Radio sowie Vorführung Speziol- Abteilung für Nundfunł p 7, 25, Heidelbergef Strobe Rundfunk-Geräte bewöhrter fabrkete in gonstigen prelslegen Rundfunk-Röhren Grobe Ausw/eh 3 3 3 3 +4 3 4 4 9 5 3 3 —5 Fernsprecher 28087%½8 4 fochm. becienins ausfun ung von Reparaturen an sümtlichen Runcunk-Apparaten 4 Carl Friedr. 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Da⸗ mit iſt dem Markt eine Schicht von Käufern für ein Rundfunk⸗Empfangsgerät neu zugeführt worden, die nach Lage der Dinge bisher kaum von nennenswerter Bedeutung ſein konnte. Na⸗ türlich wird es geraume Zeit dauern, bis die neuerſchloſſene Käuferſchicht auch wirklich einen Kleinempfänger beſitzt, ſchon weil die Erzeu⸗ gung dieſes mit neuem Röhrenſatz ausgeſtatte⸗ ten Geräts in beſtimmten Grenzen bleiben muß. So wird es am Ende des eben beginnenden Funkjahrs aber immerhin ſchon 700 000 Stück geben. Aber auch dieſe Ziffer kann an die bis⸗ her abgeſetzten drei Millionen Volksempfänger vorerſt noch nicht heran. Das ändert aber nichts an dem grundſätzlichen Pyramidenaufbau der Empfänger⸗ preiſe. Müſſen wir doch— um im Bild der Pyramide zu bleiben— auch bedenken, daß ein Teil der bereits in der letzten Hand des Käu⸗ fers befindlichen Geräte durch Abnutzung oder auch Leidwerden allmählich in ein Schatten⸗ daſein hinüberwechſelt und damit den Weg zu einem Erſatzkauf freigibt. Die Pyramide hat heute grundſätzlich vier große Stufen. Die unterſte dieſer Platt⸗ formen wird preis⸗ und mengenmäßig von dem durch die WDR entwickelten Geräte der Gemeinſchaftsentwicklung eingenom⸗ men, die heute bereits eine ganze Anzahl von Bauarten umfaßt. Von unten nach oben gerech⸗ net den Kleinempfänger zu 35 RM, den jetzt durch dynamiſchen Lautſprecher klang⸗ ſchöner gewordenen Volksempfänger zu 66 RM, den Olympiakoffer, den nur für Kurz⸗ wellenempfang in Ueberſee beſtimmten Kurz⸗ wellenempfänger„Stuttgart“, den Arbeitsfront⸗ empfänger für Gemeinſchaftsempfänge und ſchließlich— gerade in dieſem Jahr neu ent⸗ wickelt— die Lautſprecherſäulen der Großſtädte und die Gemeindeempfänger mit angeſchloſſenen beweglichen Lautſprechern für die kleineren Städte und Gemeinden. Von ihnen ſind nur vier für Haus und Familie gedacht und ent⸗ wickelt, dieſe vier ſtellen aber auch wirklich die weitaus größte Zahl von Rundfunkhörern, die ſich angeſichts des DKE ſicherlich nochmals ver⸗ größern. Die nächſte Pyramidenſtufe, das ſind die in keinem andern Land ſo gründlich gepflegten und eingeführten Geradeausempfän⸗ ger. Man hat ihnen zwar bereits in Kreiſen ausländiſcher Kritiker angeſichts der Einfüh⸗⸗ rung des VE 301 längſt einen ſchnellen Tod vorhergeſagt(oder beſſer:„an den Hals ge⸗ wünſcht“), aber ſie leben unverändert in der Beliebtheit der Hörer weiter und wenden auf jeder neuen Rundfunkausſtellung in immer neu verbeſſerten Bauarten gezeigt. In dieſem Jahr waren allein 30 Wechſelſtrom⸗, 18 Allſtrom⸗ und acht Batterie⸗Geradeausempfänger ausge⸗ ſtellt, unter ihnen 12 Zwei⸗ und ſechs Einkreis⸗ empfänger, d. h. Geräte, die in ihrem grund⸗ ſätzlichen Aufbau den Geräten der Gemeinſchafts⸗ entwicklung ähneln. Trotzdem werden ſie offen⸗ bar in ihrem Abſatz durch die tieferliegende Preisklaſſe der VI 301 in keiner Weiſe berührt. Dieſe Einkreiſer bewegen ſich in dieſem Jahr in einer Preisabſtufung von 126 RM bis rund 150 Ralt bei den Wechſelſtrom⸗, von 149 bis 167 Rim bei den Allſtrom⸗, von 122—128 RM bei den Batteriegräten(wohei allerdings zu be⸗ merken iſt, daß es ſich bei den Batteriegeräten durchweg um recht einfache Geräte handelt). Die mächſte Stufe, den Zweikreiſer(meiſt mit vier Röhren) finden wir in dieſem Jahr in 16 Wechſelſtrom, zehn Allſtrom⸗ und zwei Batte⸗ rieausführungen, ihre Preiſe ſtaffeln ſich von 147—203 RM(dieſes Gerät allerdings mit fünf Röhren und beachtlichen Schaltverbeſſerungen), von 158—234 RM und 162—178 RM. Bei die⸗ ſen Preiſen muß man als Vergleich in Betracht ziehen, daß noch vor zwei Jahren ein ſehr be⸗ kanntes, damals als Zwei⸗Drittel⸗Gerät bezeich⸗ mιr aaα Bisher wurde die Kondensatorwanne durch Drücken und Stanzen hergestellt, heute stellt sle einen festen Block(unten) aus Leicht- metall-Spritzguß dar, in deren Stirnflächen gleich kleine Eisenplatten als Lager mit ein⸗ gegossen sind. Dadurch erhält die Rotorachse eine feste und genaue Lagerung. neter Zweikreiſer mit drei geſteuerten Röhren einen„Rekordpreis“ d. h. einen als unerhört niedrig bezeichneten Preis von 235 RM hatte und dafür einen ſehr guten Abſatz fand. Zu erwähnen ſind dann bei den Geradeausempfän⸗ gern zwei Einzelgänger mit drei Kreiſen, der Das ist kein Demonstrationsgerät mit hochgeklapptem Chassis, sondern ein neuer Super, bei dem das Chassis senkrecht gebaut ist, so daß nach Abnehmen des Vorderrahmens die Ver- frahtung für Prüfungen und Kontrollen unmittelbar frei zusänslich Ist. Ein Siebenkreis-Groß-Super mit 5 Röhren und Kurzwelle. eine koſtet rund 200 RM, der andere— 1600 RM, er iſt allerdings zugleich, was Tonſchön⸗ heit, Ausſtattung mit Plattenſpieler und meh⸗ reren Lautſprechern anlangt, vielleicht über⸗ haupt das großartigſte Spitzengerät, das in Deutſchland auf dem Markt iſt. Die dritte Plattform, das ſind die kleine⸗ ren Ueberlagerungsgeräte. Sie ha⸗ ben in dieſem Jahr erſtmals die 200-RM⸗Grenze deutlich unterſchritten, drei Geräte koſten we⸗ niger als 200 RM, einige andere nur um rund 5 RM mehr. Die Geräte des Altreiches beſitzen, von wenigen Ausnahmen abgeſehen, in dieſer Röhrenbeſtückung mit vier bis fünf Röhren noch kein Kurzwellenteil; die Geräte der Oſt⸗ mark liefern für weniger als 220 RM durch⸗ weg auch ſchon ſehr guten Kurzwellenempfang, kein Wunder, daß ſie bisher einen ſo großen und erfreulichen Ausfuhrmarkt beſaßen. Die Preiſe bewegen ſich für dieſe Sportſuper zwiſchen 195 RM(das Gerät zu 178 RM bildet eine Ausnahme) und 246 RM, liegen alſo bei der Wechſelſtromausführung ausnahmslos unter der 250⸗RM⸗Grenze, die nur bei Allſtrom⸗ geräten infolge der hier erforderlichen koſtſpie⸗ ligeren Anordnung in einigen Fällen über⸗ ſchritten wird. Auch alle Batterieempfänger liegen unter 250 RM. Die Spitze der Preispyramide halten, wie nicht anders zu erwarten, die Spitzen⸗ und Großſuper, deren äußere und innere Aus⸗ ſtattung erneut weſentlich verſchönt und ver⸗ beſſert wurde. Aber auch hier, wo es ſicher manchem Käufer nicht allzuſehr auf den Preis ankommen wird, zeigt ſich teilweiſe eine deut⸗ liche Hinneigung zu weſentlicher Verbilligung, wobei die Firmen darauf hinweiſen, daß ſie nicht ſo ſehr für die Bequemlichkeit der Bedie⸗ nung, alſo etwa Druckknopf⸗ oder gar Fern⸗ ſchaltung, auch nicht ſo ſehr fürs Auge und den änßeren Eindruck, ſondern fürs Ohr ge⸗ baut haben, das in Wirklichkeit allein den Hörgenuß zu verſchaffen vermag. Bei vielen Firmen liegt bereits das Spitzengerät unter 350 RM und beſitzt dann ſchon alle die großen Klangvorteile, die man gerade der deutſchen Ge⸗ räteentwicklung nachrühmt. Da gibt es Ge⸗ genkopplung, gibt es Baßanhebung, gibt es Oktapſchaltung(dieſe beiden Vor⸗ züge zur klangrichtigen Verſtärkung auch bei leiſe geſtelltem Lautſprecher), gibt es Band⸗ breitenregelung, zwei⸗ und dreifachen Schwundausgleich und oft ſchon Dop⸗ pel⸗ oder wenigſtens Großlautſprecher Reich gleichmäßigen Ausſteuerung aller Hörbe⸗ reiche. Die höchſten Spitzen liegen auch in dieſem Jahr wieder bei rund 800 RM(ſoweit nicht für Muſikſchränke mit Plattenſpieler und Raumton⸗ lautſprecher noch höhere Preiſe verlangt wer⸗ den), dann ſind aber auch wirklich alle Ton⸗ und Schaltfineſſen geboten, die man nur irgend verlangen kann. Daß die Großgeräte jetzt durchweg auch ſehr guten, oft in mehrere Bereiche aufgeteilten Kurzwellenempfang er⸗ lauben, iſt bereits zur Selbſtverſtändlichkeit ge⸗ worden. Man ſieht, noch iſt die vom Ausland uns nachgeſagte„Gleichmacherei“ im deut⸗ ſchen Rundfunknirgendseingetre⸗ ten! Für jeden Geldbeutel gibt es ein ſeinen Ausmaßen und ſeinem Inhalt entſprechendes Gerät. Eines Tages wird das auch für den am Horizont auftauchenden Fernſeh⸗Emp⸗ fang der Fall ſein, deſſen preiswerteſte Serien⸗ geräte heute gerade ſo viel koſten, wie die erſten Funkempfänger vor 15 Jahren. Bald wird es auch hier eine Preispyramide geben, die— vielleicht zuerſt in einer etwas höher liegenden Größenordnung— die raſche Ausbreitung die⸗ ſes jüngſten Kindes unſeres heute ſchon tief im Volk wurzelnden Rundfunks verbürgt. *0 0 fiſe . 7% */ . — 04 le*.& 1555 13—— 22 * M 104 f „„„n- „ ——1 Der wundervolle Kklang ist es, der diesen„Markstein“- Super von Telefunken zu einem vielbegehrten Fernempfänger meicht. Für RM 214,25 bedevutet dieses mit gerudezu vortreff- lichen Empfongseigenschoften ausgestattete Gerät wirklich einen Markstein in der Ge-⸗ schichte der Rundfunktechnił. Uübrigens können Sie an jedes Telefunken-Rundfunkgerät auch einen elektr. Telefunken- Plattenspieler anschließen. TELEFUNKEN b o Us che Verrtner Telefunken-Geräte gibt es in über 70 lLändern der 5Erdteile— sicher ein ůberzeugenceler Beweis dafür, welch ein Vertrauen die Welt den Telefun- leen Erzeugnissen entgegenbringt. „Bakenkreuzbanner“ Samstag, 26. Hovember 1958 4 Seit der Machtübernahme im Jahre 1933 durch die nationalſozialiſtiſche Bewegung hat ſich die Zahl der Rundfunkteilnehmer von 4,3 Millionen auf über 10,2 Millionen erhöht. Sie allein zeigt, daß der Rundfunk von heute auf dem Wege zum Volksfunk iſt und damit zu einem Kulturfaktor von breiteſter Bedeutung geworden iſt. Die erſte muſikaliſche Rundfunkübertragung erfolgte 1921 in Pitteburgh und vor 25 Jahren in Gayville(USA) mit einer Hochfrequenzma⸗ ſchine deutſcher Konſtruktion. Das drahtloſe Fernſprechen begann in Deutſchland im Jahre 1906, wo auch die Erfindung des 1915 in Deutſchland eingeführten Röhrenſenders paten⸗ tiert wurde. Im Oktober 1923 wurde der all⸗ gemeine Unterhaltungsrundfunk in Deutſchland mit dem Sender Berlin eröffnet. Damit waren die Vorausſetzungen für die Entwicklung eines deutſchen Rundfunkmarktes gegeben. Die Jah⸗ resgebühr für Private wurde am 1. 4. 1924 von 60.— auf 24.— RM herabgeſetzt, dafür mußte noch jeder Teilnehmer eine Prüfung ablegen, die ſogenannte Audionprüfung. Dieſes Hemmnis wurde gegen Ende des Jahres 1925 aufgehoben und von dieſem Zeitpunkt ab be⸗ gann die Entwicklung des deutſchen Rundfunks. 1. Januar 1924. 1 500 Rundfunkhörer 1. Januar 1925. 549 000 Rundfunkhörer 1. Januar 1926.„ 1022 000 Rundfunkhörer „1 376 564 Rundfunkhörer „ 2009 842 Rundfunkhörer „Januar 1929.„ 2635 567 Rundfunkhörer „Januar 1930... 3066 682 Rundfunkhörer 1. Januar 1931... 3 509 509 Rundfunkhörer 1. Januar 1932... 3836 379 Rundfunkhörer 1. Januar 1933. 4304 722 Rundfunkhörer 1. Januar 1934.. 5052 607 Rundfunkhörer 1. Januar 1935.. 6142 921 Rundfunkhörer 1. Januar 1936.. 7192952 Rundfunkhörer 1. Januar 1937.. 8167957 Rundfunkhörer 1. Januar 1938. 9 090 000 Rundfunkhörer 1933 wurde das Reichsminiſterium für Volks⸗ aufklärung und Propaganda und die Reichs⸗ rundfunkkammer geſchaffen. Der Leiter der Ab⸗ teilung Rundfunk des Propagandaminiſteriums iſt gleichzeitig Amtsleiter Rundfunk der Reichs⸗ propagandaleitung der NSDaAp und Präſident der Reichsrundfunkkammer. Die Aufgaben der Kammer beſtehen in der Verwirklichung der von der politiſchen Rundfunkführung geſtellten wirtſchaftlichen und techniſchen Aufgaben ſowie die Ausfuhrförderung und Beſchaffung von Rundfunkgeräten für Auslandsdeutſche(Ueber⸗ ſee⸗Empfänger„Stuttg art“). Gleichzeitig obliegt der Kammer die Werbung weiterer Hö⸗ rer und die damit verbundene Belebung des Rundfunkmarktes. Wenn auch Deutſchland im europäiſchen Rundfunk mit ſeinen Rundfunk⸗ teilnehmern an erſter Stelle ſteht, ſo iſt damit uns nicht gedient, denn die Hörerdichte beträgt „Januar 1927. „Januar 1928. ———— 136 Empfänger auf 1000 Einwohner. Rechnet man mit einer Reichsdurchſchnittszahl von 3,6 Perſonen pro Familie, ſo ergibt ſich eine Emp⸗ fängerzahl von 49 Prozent. Damit verfügt heute praktiſch erſt jede zweite Haushal⸗ tung über einen Empfänger, und wer Rundfunk hört, wer am Rundfunk die gewal⸗ tigen Willenskundgebungen für unſeren Führer erlebt, reiht ſich ein in die große Schickſalsge⸗ meinſchaft des nationalſozialiſtiſchen Staates. Wenn man die Hörerdichte in Deutſchland mit 49 v. H. im Verhältnis zu England(68 v. .) und in den Vereinigten Staaten von Ame⸗ rika(84 v..) ſieht, dann erkennt man erſt richtig, welche große Arbeit noch geleiſtet wer⸗ den muß. Wenn man die Hörerzahl in Deutſch⸗ land etwa den britiſchen Verhältniſſen annähern wollte, ſo würde das einen weiteren Zuwachs von rund drei Millionen Empfängern bedeuten. Die wirtſchaftliche Vorausſetzung für den Werbungserfolg hat das Reichspropaganda⸗ miniſterium und die Reichsrundfunkkammer zu⸗ ſammen mit der Radioinduſtrie 1933 mit dem Volksempfänger geſchaffen. Unterſtützt wurde der Erfolg durch die Einrichtung eines gün⸗ ſtigen Ratenzahlungsabkommens der Elektrizi⸗ tätswirtſchaft, das den Erwerb eines Volks⸗ empfängers für jeden Volksgenoſſen mit dem magerſten Geldbeutel ermöglicht. Von den im Rundfunkjahr 1936/7 insgeſamt Beuchienscherte Uaten der Eniticklune abgeſetzten Empfängern waren 75,6 Prozent Markenempfänger, 24,3 Prozent Volksempfän⸗ ger und 0,1 Prozent Arbeitsfront⸗Empfänger. Die Markenempfänger verteilen ſich auf 57 Proz. Geradeausempfänger, 40 Proz. auf Super und 3 Prozent auf Spezialempfänger. Nach einer Unterſuchung begnügten ſich ſchon im Winter 1934/½35 nur noch 7,4 Prozent der erfaßten Hörer mit Ortsempfang. 33,1 Prozent verlangten be⸗ reits mehrere deutſche Sender und 59,5 Prozent ausgeſprochenen Fernempfang. Das Erneu⸗ erungsbedürfnis wird heute ſtark durch den Uebergang vom einfacheren zum ſtärkeren Emp⸗ fangsgerät beeinflußt. Der-Kilowatt-Rundfunksender für sich gesehen DolKstunk zient in die Betriebe ein Die praktiſche Betriebsrundfunkarbeit der DAß iſt ſoweit fortgeſchritten, daß heute ſchon in faſt 10 000 Betrieben der für den Betriebsrundfunk beſonders konſtruierte Ar⸗ beitsfrontempfänger„DAß 1011“ Aufſtellung gefunden hat. Jene Betriebsführer, die als erſte die Bedeutung des Betriebsrundfunks erkann⸗ ten und eine eigene Empfangsanlage für ihr Werk ſchufen, erklären heute, daß alle Erwar⸗ tungen über die Auswirkung des Rundfunks im Arbeitsleben bei weitem übertroffen worden ſind. Hier im Betrieb erweiſt ſich am ſtärkſten, daß Rundfunk heute Volksfunk iſt. Die Abteilung Rundfunk im Propagandaamt der Deutſchen Arbeitsfront hat die modernſten techniſchen Errungenſchaften der Rundfunk⸗ induſtrie ſtets ſofort in den Dienſt des Be⸗ triebsrundfunks geſtellt. Eine Fülle von Zuſatz⸗ geräten, Großverſtärker, Mikrofone, Platten⸗ ſpieler und Betriebsgemeinſchafts⸗Empfangs⸗ anlagen ſtehen bereit, um die Arbeitsſtätten zu verſorgen. muſik verſchönt die Werkpauſe Wer einmal eine Mittagspauſe in dem ge⸗ meinſchaftlichen Eßraum eines großen Be⸗ triebes erlebt hat, wenn der Lautſprecher fröh⸗ liche Muſik ertönen läßt, wird dieſes Bild nicht mehr vergeſſen. An den Geſichtern der Men⸗ ſchen kann man die Wirkung einer muſikaliſchen Unterbrechung der Arbeit im wahrſten Sinne des Wortes ableſen. Die Rundfunkan⸗ lage im Betriebverſchönt die Werk⸗ pauſe. Die Auflockerung, der Einzug der Le⸗ bensfreude für eine halbe Stunde iſt hier ebenſo bedeutſam wie die Einſchaltung des Rundfunks bei der Feierabendgeſtaltung. Das Mikrofon im Betrieb Vergeſſen darf auch nicht werden, daß Werk⸗ pauſenkonzerte den Menſchen nicht nur eine anregende Unterhaltung, ſondern vielfach auch Anregungen zu eigener Betätigung in Betriebs⸗ orcheſtern und ⸗chören bringen. Der Rundfunk im Betrieb hat eine hohe kulturelle Bedeutung entwickelt. Er ſtellt einen wichtigen Weg dar, um die Menſchen der Kunſt zuzuführen. Die enge Zuſammenarbeit, die zwiſchen der Deut⸗ ſchen Arbeitsfront und ihrer NSG„Kraft durch Freude“ und der Reichsrundfunkgeſell⸗ ſchaft im Rahmen der Reichsarbeitsgemein⸗ ſchaft Rundfunk der NSDAP beſteht, wirkt ſich außerordentlich ſegensreich im Sinne einez wirklichen Volksrundfunks aus. Bald wird man ſich keinen Betrieb mehr vor⸗ ſtellen können, der nicht die Lautſprecheranlage zur unentbehrlichen Betriebseinrichtung rechnet. Der Rundfunk trägt das Erleben der Gemein⸗ ſchaft aber nicht nur an die Stätten der Arbeit heran, ſondern aus den Betrieben heraus ver⸗ mittelt er der Gemeinſchaft das Erlebnis harter, aufbauender Arbeit. Tag für Tag ſtehen Mikro⸗ fone des deutſchen Rundfunks an den Arbeits⸗ ſtätten der ſchaffenden deutſchen Menſchen. Die Allgemeinheit des Volles wird dadurch nicht nur mit den einzelnen Arbeitsvorgängen ver⸗ traut gemacht, ſondern durch jede Darbietung entwickeln ſich neue Anregungen für die ſoziale Geſtaltung und für Verbeſſerungen unſeres Arbeitslebens. Gemeinschaftsantennen für Mehrfamilienhäuser Von der Reichsrundfunkkammer wurden kürzlich die in Zuſammenarbeit mit den zu⸗ ſtändigen Miniſterien und den Hausbeſitzerver⸗ bänden ausgearbeiteten Richtlinien für Errich⸗ tung von Gemeinſchaftsantennen für Mehr⸗ familienhäuſer herausgegeben(„Rundfunk⸗Ar⸗ chiv“ Heft 8/1938). Um gegenſeitige Empfangs⸗ ſtörungen auszuſchließen, Rohſtoffe zu erſp⸗ ren und die Anlage⸗ und Unterhaltskoſten zu verringern, ſoll wenigſtens bei jedem Neubau eines Mehrfamilienhauſes oder einer Sied⸗ lung eine Gemeinſchaftsantenne eingebaut werden, die vom Vermieter anzulegen und ordnungsgemäß zu unterhalten iſt; die Koſten der Anlage und der laufenden Unterhaltung können auf die Mieter durch Berechnung von angemeſſenem Zins und Tilgung umgelegt werden. Ein Preis von 0,50 RM im Monat je Anſchluß dürfte als angemeſſen gelten, worin Anſchaffung und Wartung der Anlage eingeſchloſſen ſind. Der Anſchluß an die Ge⸗ meinſchaftsantenne iſt genau ſo ein Beſtand⸗ teil der Wohnung wie die Warmwaſſerverſor⸗ gung und die Zentralheizung. Man war daher beſtrebt, eine Gemeinſchafts⸗ antennen⸗Anlage zu ſchaffen, die jedem Teil⸗ nehmer eine genügend hohe Antennenenergie zum Betriebe ſeines Gerätes ſicherſtellt. Die Antenne beſteht aus der Antennenrute(auf⸗ nehmender Teil) und dem Standror. Sie wird auf dem Hausdach errichtet, ſieht wie ein Fah⸗ nenmaſt aus und ſtört das architektoniſche Ge⸗ ſamtbild des Hauſes in keiner Weiſe. Von der Antennenrute geht ein abgeſchirmtes Kabel über ein Blitzſchutzgerät in die einzelnen Woh⸗ nungen der Teilnehmer und endigt hier an den Teilnehmerſteckdoſen, Sind an eine ſolche An⸗ tennen⸗Anlage bis zu fünf Teilnehmer ange⸗ ſchloſſen, ſo iſt ein beſonderer Verſtärker nicht notwendig. Da auf langen abgeſchirmten Lei⸗ tungen Verluſte auftreten würden, ſind Ueber⸗ trager vorgeſehen, die die einfallende Anten⸗ nen⸗Energie faſt ungeſchwächt an den Empfän⸗ ger gelangen laſſen. Bei mehr als fünf ange⸗ ſchloſſenen Teilnehmern wird vor das abge⸗ ſchirmte Kabelnetz ein Hochfrequenzverſtärker geſchaltet, der die auf die Antenne auftreffende Senderenergie des normalen Rundfunkwellen⸗ bereiches verſtärkt. Der Verſtärker ſoll zweck⸗ mäßig auf dem Hausboden in einem feuer⸗ feſten Schrank untergebracht werden. Da der Stromverbrauch ſehr niedrig iſt(ca. 20 Watt), kann der Verſtärker immer eingeſchaltet blei⸗ ben. Man kann bis zu 100 Anſchlüſſe an eine Rohrantenne mit Verſtärkern zulaſſen. Es hat alſo jedermann die Möglichkeit, auch im Mehr⸗ guten Rundfunkempfang zu er⸗ alten. S ESCHLQ53 E N 2 4 8˙-8. Radio Flektro-Groß- lautsprecher-— Elektrotechn. Instell. Geschõft Radiovertrieb Hannheim, Hsèrdtstr. 21 fernsprecher 222 58 —— IE Nennheim-Sondhofen, iſneſm fheune ins. Merkhensppefete òllef systeme Reparatur-Werkstätte Kriegerstrabe 10, Elektro- install. Fernsprecher 504 96 llerm. Zenæing RADlO KUnT õbkxER — merntusg Anlägen Keimp kernsprecher 31281 Willi Klumb& Co. Ra eli somti. Fobrilete Elektrotechn. Unternehmungen zeckenhelm. Houptstr. 110, Ruf 472 10 Elektro- ꝑadio-Speziolgeschõft Mannheim- Neckarau Schulstraße 52/ Fernruf 482 97 Lam Anter —=— Krait ꝑheinvillenstr. 4, Fernruf 287 92 Almenhof Emil Strunk ſſõnchörthetf. 55 Fernruf 499 98 Licht-Kraft- Racdio SANDHOFEN, Domstiftstr. 4 feimnsptecher 500 68 Karl Schertel Elelctro. Nadio MHannheim-Feudenheim Ecke Haupt- u. Wilhelmstr.- Ruĩ 52⁴471 „ alle Fabrikate, bei Nadio unverbindl. Vorfünrung Wiln. Raufelder zeckenheim, öchingerstr. 1- Ruf 47280 —ranz Ballweber M ANMn EIin Augortenstrebe 17, Fetnruf 446 51 Jeder Deutsche August Wieland Mannheim-Käfertal Obere Riedstrohe 558 Fernsprecher 51475 — Radioss Systeme Elektro-Inställstionen geg. d. polost-Thester Femtruf 470 18 Frie drichsfeld- Vogesenstr. 9 ein Rund⸗- funkhörer Es liegt ir duſtrie, um z beginnen, eir Herſtellung 1 ſich ſteigernd tionsmethode Elektroinduſt Durchſchnitt port. Dies b kalkuliert wen zu bleiben; möglichſt wand ein zu erziel ſtändig erreic Die politiſ Schaffung d einen in der maligen und der eine vi fachung d dem Gebi apparate wäre die St erfreuliche S letzten Jahre Tatſache, daf VE 301 zu Zahre 1933 l Kleinempfäng hierfür ein ei Aber denn Markenen tung viel zu auf die Vie Das diesjähr umfaßt etwa im Altreich 10 v. H. höher Hand, daß ei wohl preislic bewirken wü Ein Be reits vor, firmen ſich Zweikreis⸗Ge bau herauszr pHfLlp. edel im der Kor zeichne oEUTSC Auf dé Runce Allel ananananmamnnmnnnunanananananananasaaaananaaam— mber! 938 inne einen h mehr vor⸗ recheranlage ung rechnet. ſer Gemein⸗ der Arbeit heraus ver⸗ bnis harter, ehen Mikro⸗ ſen Arbeit⸗ enſchen. 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NUovember 1958 —— fönmuszerunesmöehicnkelken in der Mundfunkindustrie Es liegt im Weſen der elektrotechniſchen In⸗ duſtrie, um zunächſt mit der Produktion zu beginnen, eine immer größere Präziſion in der Herſtellung und damit verbunden, eine ſtändig ſich ſteigernde Nationaliſierung in den Produk⸗ tionsmethoden herbeizuführen. Die deutſche Elektroinduſtrie arbeitet zu einem weit über den Durchſchnitt ſtehenden Prozentſatz für den Ex⸗ port. Dies bedeutet, daß die Preiſe ſorgfältigſt kalkuliert werden müſſen, um wettbewerbsfähig zu bleiben; aber das Beſtreben, mit einem möglichſt geringen Arbeitsauf⸗ wand ein Maximum an Leiſtungen zu erzielen, iſt noch keineswegs als voll⸗ ſtändig erreicht zu betrachten. Die politiſche Rundfunkführung hat mit der Schaffung des Volksempfängers 1933 einen in der Geſchichte der Elektroinduſtrie ein⸗ maligen und einzigartigen Impuls gegeben, der eine vorher kaum geahnte Verein⸗ fachung des Typenprogramms auf dem Gebiet der billigen Empfangs⸗ Apparate bewirkt. Ohne den Volksempfänger wäre die Steigerung der Hörerzahl und die erfreuliche Senkung des Preisniveaus in den letzten Jahren unmöglich geweſen. Allein die Tatſache, daß der Weg vom Volksempfänger VE 301 zu einem Preis von 76,.— RM im Zahre 1933 bis zur Schaffung des Deutſchen Kleinempfängers für 35,.— RM geführt hat, iſt hierfür ein eindeutiger Beweis. Aber dennoch bleibt auf dem Gebiet der MRarkenempfänger nach mancherlei Rich⸗ tung viel zu tun übrig. Es ſei hierbei zunächſt auf die Vielzahl der Typen verwieſen. Das diesjährige Markenempfänger⸗-Programm umfaßt etwa 220 Typen. Allein die Typenzahl im Altreich liegt im Produktionsjahr 1938/39 10 v. H. höher als im Vorjahr! Es liegt auf der Hand, daß eine Reduzierung der Typenzahl ſo⸗ wohl preisliche als auch techniſche Fortſchritte bewirken würde. Ein Beiſpiel hierfür liegt be⸗ reits vor, indem zwei kleinere Herſteller⸗ firmen ſich entſchloſſen haben, ein 4⸗Röhren⸗ Zweikreis⸗Gerät mit gleichem elektriſchen Auf⸗ bau herauszubringen, das bei einem günſtigen Preis, der unter 150,.— RM liegt, gleichzeitig hervorragende techniſche Eigenſchaften aufweiſt und demzufolge günſtige Abſatzerfolge erzielt. Es iſt durchaus vorſtellbar, daß ſich auf dieſem Wege weitere Herſtellerfirmen zuſammenfinden, um im Intereſſe der Konſumenten preisliche und techniſche Fortſchritte herbeizuführen. Wenn ſich aber die Herſteller zunächſt aus begreiflichen Gründen nicht dazu bereitfinden wollen, ge⸗ meinſame Typen in allen Preisklaſſen heraus⸗ zubringen, ſo ſollte doch mindeſtens eine noch weitergehende Normung und Verwendung von Einzelheiten ſtattfinden. Welchen Fortſchritt bedeutet es z. B. für den lagerhaltenden Groß⸗ handel und Einzelhandel, wenn Erſatzteile, wie Widerſtände, Sicherungen, Kondenſatoren, Be⸗ leuchtungslämpchen uſw., in möglichſt vielen Typen gleich ſind. Die Lagerhaltung wird da⸗ durch nicht nur vereinfacht, ſondern gleichzeitig auch verbeſſert und verbilligt. Es unterliegt keinem Zweifel, daß auch im Gehäuſebau und bei der Röhrenherſtellung noch weitere Rationaliſierungsmaßnahmen möglich ſind. Durch geeignete Propagandamaßnahmen kann z. B. die völlig unbegründete Vorein⸗ genommenheit weiter Käuferkreiſe gegen Preß⸗ ſtoffgehäuſe bekämpft werden. Es iſt nicht ein⸗ zuſehen, warum Preßſtoffgehäuſe, die aus Roh⸗ ſtoffen hergeſtellt werden, die wir in Deutſch⸗ land in genügendem Umfang haben, mit der Zeit nicht an Stelle der Edelholzgehäuſe treten ſollen, die größtenteils aus importierten Höl⸗ zern hergeſtellt werden. Bei einer ſorgfältigen Ueberprüfung der auf der diesjährigen Großen Deutſchen Rundfunk⸗ ausſtellung gezeigten Typen konnte man bei manchen Herſtellerfirmen feſtſtellen, daß noch lange nicht der Grundſatz der größtmöglichſten Erſparnis von Eiſenblech für das Chaſſis aus⸗ reichend beachtet wurde. Einige Herſtellerfirmen haben jedoch z. B. in vorbildlicher Weiſe Aus⸗ ſparungen im Chaſſis ſo ausgeſtanzt, daß die ſo gewonnenen„Abfälle“ gleichzeitig als Bei⸗ lageſcheiben uſw. an anderen Stellen verwen⸗ det werden können. Dieſer Weg erſcheint vor⸗ bildlich und verdient, mehr und mehr befolgt zu werden. Nach dieſer Richtung ließe ſich noch manches Beiſpiel anführen, aber es genügt, wenn an dieſer Stelle erneut die notwendige Entwick⸗ lungsrichtung aufgezeigt wird. Es darf jedoch der Hinweis nicht fehlen, daß die möglichen Materialerſparniſſe keineswegs zu einer Ver⸗ ſchlechterung des Innenbaues führen dürfen, vielmehr ſoll ſich die deutſche„Feinbauarbeit“ immer mehr durchſetzen. Das, was hier über die Produktion geſagt wurde, gilt ebenſo für den Großhandel wie für den Einzelhandel; Rationaliſierung und Lei⸗ ſtungsſteigerung iſt das Gebot der günſtigen Entwicklung. Die Lagerhaltung des Handels wird leider immer noch zu ſehr verteuert durch die Vielzahl der Typen und durch das alljähc⸗ liche Wechſeln der Modelle. Es iſt nicht ein⸗ zuſehen, warum nicht allgemein ſolche Typen, die ſich beſonders bewährt haben, möglichſt un⸗ verändert in das neue Produktionsjahr über⸗ nommen werden, wie dies eine bedeutende Her⸗ ſtellerfirma in dieſem Jahr erſtmalig durchführt. Die politiſchen Einheitsgeräte haben ein gutes Beiſpiel dafür gezeben, daß dies geſchehen kann, ohne die Abſatzerfolge zu verringern. Die Bereinigung des Rundfunkgroßhandels und des Einzelhandels iſt gleichfalls ein be⸗ ſonders notwendiger Schritt zur Erhöhung der Wirtſchaftlichkeit. Die Leiſtungskapazität der geſunden Betriebe kann viel beſſer ausgenutzt werden, wenn die„Auch⸗Groſſiſten“ und„Ruck⸗ ſack⸗Einzelhändler“ ausgeſchaltet werden. Es iſt keine unbillige Härte, die Bereinigung mit aller Entſchiedenheit durchzuführen, weil die zu Entfernenden an anderen Plätzen in der Regel günſtiger im Produktionsprozeß eingegliedert werden können. Das Ziel iſt eine Verringerung der zugelaſſenen Rundfunkhändler unter gleich⸗ zeitiger Leiſtungsſteigerung. Der Kontenrahmen im Großhandel und die Buchführungspflicht im Einzelhandel geben die Möglichkeiten an die Hand, um Betriebsver⸗ gleiche durchzuführen, die erkennen laſſen, an welchen Stellen Verbeſſerungen möglich und notwendig ſind. Die Berufserziehungsarbeit der DAß und die Förderungslehrgänge der Wirtſchaftsgruppe Einzelhandel werden den Rundfunksender mit Bedienungspult und Ueberwachungs-Lautsprecher Rundfunkeinzelhandel immer mehr in die Lage verſetzen, allen Anforderungen gerecht zu wer⸗ den. Dieſes gilt auch hinſichtlich der Beſeitigung von Störungen; wieviel Leerlaufarbeit und un⸗ nötige Koſten können beſeitigt werden, wenn immer mehr Rundfunkeinzelhändler wenigſtens einfache Reparaturen ſelbſt durchführen können. Der Rundfunkgroßhandel kann gar kein In⸗ tereſſe daran haben, eigene Reparaturwerkſtät⸗ ten zu unterhalten. Er muß dies aber zu ſeinem Bedauern immer noch, ſolange ſeine Kunden noch nicht überall ſo weit ſind, um dieſe Auf⸗ gaben ſelbſt zu erledigen. Die Rationaliſierung der Rundfunkwirtſchaft erfordert aber auch eine Löſung des Problems der Vertriebsſtellen und des Werks⸗ vertretergroſſiſten. Es wird eine Auf⸗ gabe der kommenden Monate ſein, zu unter⸗ ſuchen, inwieweit dieſe Erſcheinungsformen in 50 Rundfunkwirtſchaft notwendig und nützlich ind. Der Leiter des Reichskuratoriums für Wirt⸗ ſchaftlichkeit, Dipl.⸗Ing. Seebauer, führte vor einiger Zeit aus, daß Rationaliſierung, heute noch weniger als früher, lediglich die Aufgabe einiger weniger Spezialiſten ſein kann.„Nein, jetzt endlich muß das wahr werden, wofür ſich weitblickende Männer aus Technik und Wirt⸗ ſchaft ſchon ſeit dem Weltkrieg eingeſetzt haben. Rationaliſierung und Streben nach Wirtſchaft⸗ lichkeit müſſen Tag für Tag in jedem Betrieb betätigt werden. Rationaliſierung und wirtſchaftliche Pflicht müſſen ein und dieſelbe Sache werden!“ Das läßt sĩch nicht hestreĩten pfiflüps Aochen-Soper sind edel im Klong, vollendet in „Weltempfänger“ beEUrscn fhlttf5s--g · N Auf der Sùudwestdeutschen der Konstroknon vnd öbſzerst einfoch in der Bedienung. Ihre ousge zeichneto leisſung ouf kurzen Wellen rechtferligt die hezeichnung WIITxpFAMpEE der Tomwundep-Neine— Rundfunk-Ausstellung Stand S88 Allmöhlich sieht es jeder ein der RA0D10 sollwon n Tröndle seln eeee dos fochseschöft selt 1926 RN 4, 24 Elgene Werkstötte- Antennenbau Fernruf NMr. 22909 jetzt in gröberen BZöäumen G 2, 7/ Marktplatz Fernsorecher 2 0 641 Sitte, besichtigen Sile meine Ausstellung ADETMANN Ladenburg liefert Redio-Geröte sömtlicher Fäbrfiköte süch in Teilzehlung für Hennheim-lend Qu 2, 48 BA2¹2 in bekönnt großer Auswähl IAEZSKL Besuchen Sie bitte unsere neuen Ausstellungsräume! 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Kann man das Ergebnis dieſer von einer Unzahl von Unberechenbarkeiten abhängigen Entwicklung in wenige Worte zuſammenfaſſen? ſFaft erſcheint es als unziemliches Unterfangen, hier mit nüchternem Urteil und von außen kommenden Geſichtspunkten gewiſſermaßen ein allzu großes Maß an dieſe geiſtige Entwick⸗ lungsarbeit anzulegen, deren gedankliche und erfinderiſche Veiſtung eigentlich nicht gemeſſen, kaum— im Sinne eines Wettbewerbs— be⸗ wertet werden kann. Und doch iſt es notwen⸗ dig, dem Laien und dem ſpäteren Käufer einen gemeinſamen Nenner zu zeigen, unter dem er die Entwicklung und Geſtaltung der zu wich⸗ tigſten Kulturträgern gewordenen Geräte be⸗ trachten und für ſeinen eigenen Gebrauch aus⸗ werten kann. Wir haben im vergangenen Jahr eine deut⸗ lich ſichtbare Wendung zur allgemei⸗ nen Verbilligung der Geräte feſtſtellen können, ohne daß dabei die Empfangsgüte im allgemeinen, die Trennſchärfe und muſikaliſche Klangſchönheit, beeinträchtigt worden wären. Eine tabellenmäßige Ueberſicht ergab Preis⸗ herabſetzungen von etwa—15 v.., die oft gleichzeitig mit deutlicher Verbeſſerung des etwa vergleichbaren Vorjahrsgerätes verbunden waren. Betrachtet man im Vergleich hierzu die nunmehr abgeſchloſſene Entwicklung des eben zu Ende gehenden Funkjahrs, ſo kann man mit Genugtuung feſtſtellen, daß die damals feſtſtell⸗ bare Neigung zu gleichzeitiger Preisherabſet⸗ zung und Verbeſſerung auch jetzt angehalten und zu neuen Erfolgen geführt hat. Sie ſind in gleichem Maß feſtzuſtellen bei den einfacheren Geradeausempfängern, wie auch bei den an⸗ ſpruchsvolleren Ueberlagerungsempfängern, bei denen im Vorjahr erſtmals mit Erfolg ver⸗ ſucht worden iſt, durch Bandbreitenregelung und Hlanoschönere- einkachere-billigere deräte auf andere Weiſe den durch die Ueberlagerung gegebenen Nachteil einer gewiſſen Klangbe⸗ engung ſo weit als nur möglich auszugleichen oder gar aufzuheben. Am augenfälligſten iſt die gleichzeitige Preis⸗ herabſetzung für den Laien beim kleineren Super, dem ehemaligen Dreiröhrengerät oder Sportſuper, der jetzt dank der Aenderung in der Zählunasweiſe allgemein als Vierröhren⸗ gerät benannt iſt, weil auch die nicht geſteuerten Röhren wieder mitgezählt werden. Entſprechend dieſer Preisentwicklung iſt die Gruppe der nächſt größeren Ueberlagerungs⸗ empfänger, die im vergangenen Jahr erſt dicht unter der 300⸗RM⸗Grenze anfingen, jetzt auf die Stufe von 250 RM heruntergerückt; ſie umfäßt mit fünf Röhren heute bereits in dieſer als Mittelklaſſe zu bezeichnenden Gruppe eine ganze Reihe zuſätzlicher Regelmöglichkeiten, die nur für den verwöhnteſten Hörer noch Wünſche übrialaſſen. Bezeichnend für die Entwicklung der Bedienung iſt es dabei, daß der noch vor wenigen Jahren immer wieder gehörte Schlacht⸗ ruf der„Einknopfbedienung“ in der Werbung faſt vollkommen verſchwunden iſt, weil das, was man damit bezeichnete— nämlich, daß man jeden gewünſchten Sender durch Drehen eines Knopfes einſtellen kann— heute über⸗ all— einſchließlich der Geradeausempfänger— erreicht iſt, während auf der anderen Seite zur Verſchönerung des Klanges durchweg neue Be⸗ dienungsbehelfe, Knöpfe, Schalter uſw. ange⸗ bracht worden ſind, die dann den bereits ge⸗ fundenen Sender erſt zu voller Klangſchönheit zu bringen erlauben. Hier iſt vor allem beim Geradeausennpfänger eine weitgehennde Verbeſſerung der Rückkoppelung feſtzuſtellen, die die Ge⸗ fahr des Pfeifens ſtark vermindert: daneben ſiand die verſchiedenſten Arten der Gegenkopp⸗ lung, bei den Großgeräten außerdem die End⸗ röhren im Gegentakt, zu erwähnen die zuſam⸗ men mit den in allen Schwingungsſtufen, alſo in der Hochfrequenz, in der Zwiſchenfrequenz und in der Niederfrequenz eingeſchalteten Bandfiltern eine Feinregelung der Trennſchärfe und der Bandbreite dank des weitgehenden Schwundausgieichs einen ſtets gleichlauten und reinen Empfang erlauben, die noch vor wenigen Jahren ein un⸗ erfüllter Wunſchtraum waren. Bei den Geradeausgeräten iſt ebenfalls eine deutliche Neigung zur Preisſenkung, wenn auch nicht iei den Bereich der Volksempfänger, feſt⸗ zuſtellen, wobei eine Firma an die Stelle der Preisſenkung eine zuſätzliche Röhre und einen zuſätzlichen Kreis eingeſchaltet hat, d. h. aus einem Zweidrittelgerät ein Dreiviertelgerät ge⸗ macht hat, und damit für Orts⸗ und Fern⸗ empfang mit mittlerer Trennſchärfe die volle Klangſchönheit des Geradeausennpfängers er⸗ halten hat. Auch bei der dritten Hauptgruppe, den aus⸗ geſprochenen Großempfängern, ſind teil⸗ weiſe deutliche Preisſenkungen zu beobachten, wena ihnen hier— angeſichts der großen Ver⸗ beſſerungen namentlich in den hier allgemein üblichen Kurzwellenteilen— und im Hinblick auf die Verbeſſerungen durch Eiaführung der Stahlröhren auch Preiserhöhungen gegen⸗ überſtehen, die aber durchweg mit deutlicher Hebung der Geräte in eine höhere Stufe ver⸗ buiden ſind. Hier feiert die Erfüllung höchſter Hörerwünſche an Klang⸗ ſchönheit und Bedienungsverein⸗ fachung wahre Triumphe. Zu der im ver⸗ gangenen Jahr am deutſchen Markt nur einmal zu findenden Drucktnopfſchaltung ſind jetzt noch weitere hinzugekommen, wobei die Möglichkeit, daß der Hörer ſelbſt die durch Druckknopf zu wählenden Sender beſtimmt und ſchaltungs⸗ mäßig auf die Druckknöpfe legt, beſonders her⸗ vorgehoben ſei: außerdem werden wir unter den aus Oeſterreich hierher gebrachten Empfän⸗ gern ebenfalls drucktnopfgeſteuerte finden. Mit ſolcher ſelbſttätiger Steuerung notwendig ver⸗ bunden muß die ſelbſttätige Feinein⸗ ſtelhung ſein. Für Deutſchland neu iſt die Fernſteuerung eines Großeanpfängers, wobei ſich die Drucktaſten, der Einſchalter und der Klangſtärkenregler auf einem Schaltkaſten wiederholen, der— durch ein langes Schalt⸗ band mit dem Empfänger verbunden,— mit oder ohne zweiten Lautſprecher in einem aaide⸗ ren Zimmer ſtehen kann. Eine andere Bedie⸗ nungsvereinfachung beſteht in einer Verlegung des Empfängers in einen auf dem Boden ſtehenden Schemel, der neben dem Klubſeſſel ſtehen kann. Hier wird aber noch mit einer Veränderung der Lautſprecher zur beſſeren Klangverteilung vom Boden aus im Raum ge⸗ ſorgt werden müſſen. Erfreulicherweiſe ſind in dieſein Jahr auch wieder ſchöne Muſikt hen zu finden, d. h. Empfänger mit eingebau⸗ tem Plattenteller. Hier iſt es zweifellos als Fortſchritt zu bezeichnen, daß auch hervor⸗ ragende Spitzengeräte(Ueberlagerungsempfän⸗ ger) mit Plattenſpieler zuſammengebaut wer⸗ den, während im vergangenen Jahr faſt nur Geradeausempfänger mit Schallplatte zu fin⸗ den waren. In allen Induſtriegeräten überwiegt heute der dynamiſche Lautſprecher, bald wiw er ſei⸗ nen Siegeszug auch zu den volkstümlichſten Ge⸗ räten ausgedehnt haben. Der Wettſtreit zwi⸗ ſchen permanent⸗dynamiſchen und ſtromerregt⸗ dynamiſchem Lautſprecher iſt noch unentſchie⸗ den, beide haben Vorteile. Wo es den Ge⸗ rätebauern darauf ankommt, dem Käufer dar⸗ 3 zulegen, mit wie wenig Strom ſein neuer Empfänger auskommt— eine erfreuliche Be⸗ reicherung der Werbung, die man gern auch auf den Kraftwagen ausgedehnt wüßte—, wid von dem Hinweis auf Sparſchaltung, auf ge⸗ ringen Stromverbauch der eingebauten Spar⸗ röhren uſw. viel Gebrauch gemacht. Beſon⸗ ders wichtig iſt es hierbei, daß heute ganz all⸗ die gemein von der ſogenannten Baßanhebu 19 1 lich Gebrauch gemacht wird, eine klang naturgetreue Wiedergabe der Muſik auch dann 4 geſtattet— unter Hervorhebung der Bäſſe— wenn der Empfänger auf leiſe Wieder⸗ gabe eingeſtellt wird, bei der in früheren Geräten dann zuerſt die Bäſſe„verſchwanden“ Der Start der neuen Stahlröhren er⸗ folgt verabredungsgemäß nur in den Spitzen⸗ geräten, die damit namentlich im Kurzwellen⸗ teil erhebliche Verbeſſerungen der Empfindlich⸗ keit und der Trennſchärfe gewonnen haben. Auf wie feine Kleinigkeiten hier vor allem bei der Klangſchönheit geachtet wird, mag daraus her⸗ vorgehen, daß man den Wegfall der Gitter⸗ ſpannungszuführung durch das obere Röhren⸗ ende allgemein zu einer weſentlichen Verkür⸗ zung der Schaltwege benutzt, und z. B. teilweiſe die Röhren ſchräg oder waagrecht geſtellt hat, um die in der längeren Drahtverbindung lie⸗ gende Feldbeeinfluſſung ſo weit als möglich herabzuſetzen. Im Gehäuſebau iſt man erfreu⸗ licherweiſe zu ruhigen und edlen Formen ohne geſpreizte Ausſtattung zurückgekehrt, bei den lleineren Geräten ſieht man auch form⸗ ſchöne Kunſtſtoffge häuſe. Für den Text dieser Beilage verantwortlich: Dr. Hermann Knoll Bildursprung: Die Titelseite zeichnete Edgar John.— Aufnahmen: Scherl(), Siemens(), Kör⸗ ting(), Saba(), Lorenz(). —— Schwetzinger Straße 88 Lleletro 5 Nadio Feinsprecher 40800 Soͤmtliche zuf der Rundfunłkaustellunę eriichtlichen Geröte erhelten Sie unverbindlich vorgeführt! Nadio-Kinzler Besteingetr. 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RADIO LAcKC Lhwetzinger trabe 145 in. 41588 Nadio Gordt R 3, 2 nRobert Bollet 5 4, 5 Ucht · Kroft · Rodlo- Schy/achstfom NHennheim- fernsprecher 25024 Otto Kehrberger l. 12, 12 Fefrhsprechhenrngg Höppel-Sohn RADIO-ETEKTRO „Llchtmenn““ KüBTIER Seckenheimer Sträße 23 U 5, 16 ⸗Fernruf 28419 undfunkgeròte- Antennendau- Entstörungen — Fernspfecher 26210 —— adio Pilz Jr Fünlcherater NHannheim, HeinrichLanz- Sträße-11 Fernruf 44701- Elektro, BRédio gadio- Elelctto epataturen · Ersetzteile · Tellaahſ. 4 Hug. Schnez R 6. 10%½2 fernruf 25058 4 Auf Wunsch Zohlunęserleichteruns 1 lakob Theuerkorn Elektromeister 4 lenaustraße 18 fernruf 52870 Raodio 1 Karl Witziemaems U 1, 7 Duf 21645 aaagaasaawanausaam aaaagaaa ——— Talalnanaanaanaamameaenaaa 2 64⁰˙⁰ STAATI. MA1OTIKA-MANUEAKTUR KARISRUHNE KüNdsTlenisenz sau- Und silrokEaANIK FUn IMXNENM- UND AussENAREHITEKTUR K 1 EIMSDILASTIK UuNoe NaussERAXAT 1 his Frau 3 * 1 2 9 — —=. De „Hakenk kann an werden. anzeige ihre Eltern welse nich die Anzeig dinnen wo Was ihr Z1 dem Herz eisen hat s nen. Ob! Wird Ursac ist ja aucł beglaubigt. ——— —.— Oftene Chrliches, fleiſtig Möde 4 15 3 ſ I un 1. Janua von Fabr. kosm welche in Droge Kolonialwareng geführt ſind ur nachweiſer ſich unter Beiga Referenzen, Wer ſprüchen melden im Verlag die 99 fotte inu geſucht. Gaſtſtätte Poſthorn, Saubere frau mal wöchentl. reinige Stunden geſucht. dcenfuf, apper—— 2⁰ 2 Kbeiterin fil* 40 2 3 3395 22, lt mber 10358 tuſiktru⸗ tit eingebau⸗ veifellos als iuch hervor⸗ ungsempfän⸗ gebaut wer⸗ ahr faſt nur atte zu fin⸗ rwiegt heute wird er ſei⸗ mlichſten Ge⸗ ettſtreit zwi⸗ ſtromerregt⸗ ) unentſchie⸗ es den Ge⸗ Käufer dar⸗ ſein neuer freuliche Be⸗ n gern auch üßte—, wird ung, auf ge⸗ auten Spar⸗ icht. Beſon⸗ ute ganz all⸗ anhebun ine klangli ik auch dann der Bäſſe— Wieder⸗ in früheren rſchwanden“, röhren er⸗ den Spitzen⸗ Kurzwellen⸗ Empfindlich⸗ n haben. 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Was ihre Freun- dinnen wohl sagen werden?- Plötzlich merkt sie, was ihr Zustand- beschleunigter Puls bei stillstehen- dem Herzen- bewirkt hat. Das elektrische Bügel- eisen hat soviel holdes Vergessen nicht ertragen kön- nen. Ob Mutter böse sein wird?- Ach was! Die wWird Ursache und Wirkung schon verstehen, denn sie ist ja auch einmal eine durch die Zeitung öffentlich beglaubigte Braut gewesen! * Mimmiiimmiiiinnunnininiinnieil umnnumnnunnnnnmmmnmmmanmmnimnnummnnnummaumaunnumm Famil. Bekanntmachungen handelsregiſler Amtsgericht Mannheim Fo 3b. Für die Angaben in() keine Gewähr Mannheim, den 23. Novbr. 1938. Neueintragungen: A 2138 M. Stromeyer Lagerhaus⸗ geſellſchaft, Mannheim(Karl⸗Ludwig⸗ Straße 28/30). Die offene Handels⸗ geſellſchaft hat am 1. Oktober 1931 begonnen. Der Sitz der Geſellſchaft iſt von Konſtanz nach Mannheim ver⸗ legt. Perſönlich haftende Geſellſchaf⸗ ter ſind: M. StromeyerKohlenhandels⸗ geſellſchaft mit beſchränkterHaftung in Mannheim und Bergwerksgeſellſchaft Hibernig Aktiengeſellſchaft in Herne. Zu Geſamtprokuriſten ſind beſtellt: Friedrich Höring, Mannheim und Richard— Mannheim. Jeder von ihnen iſt zuſammen mit einem anderen Proturiſten zur Vertretung und Zeichnung der Firma berechtigt. Die Prokuren ſind auf den Geſchäfts⸗ betrieb der Hauptniederlaſſung Mann⸗ heim und die ZweigniederlaſſungLud⸗ wigshafen a. Rh. beſchränkt. Zu Ge⸗ ſamtprokuriſten für die Hauptnieder⸗ laſſung und ſämtliche Zweignieder⸗ laffungen ſind beſtellt: Hermann Schlang, Konſtanz und Rudolf Stö⸗ ter⸗Tillmann in Müllheim⸗Ruhr. Je⸗ der von ihnen iſt zuſammen mit einem anderen Prokuriſten zur Ver⸗ tretung und Zeichnung der Firma berechtigt. Zu Geſamtprokuriſten un⸗ ter Beſchränkung auf den Geſchäfts⸗ betrieb der Zweigniederlaſſung Kon⸗ ſtanz ſind beſtellt: Ernſt Pfabe, Alfred Auberle, Wilhelm Mannebach und Max Leucht, ſämtliche wohnhaft in Konſtanz. Jeder von ihnen iſt in Ge⸗ meinſchaft mit einem anderen Pro⸗ kuriſten zeichnungsberechtigt. Dem Karl Bütefür in Duisburg iſt Ge⸗ famtprokura unter Beſchränkung auf den Geſchäftsbetrieb der Zweignieder⸗ laffung Duisburg derart erteilt, daß er nur Aen eh mit einem anderen rokuriſten vertretungsberechtigt iſt. em Kaufmann Alfred Eichler in Karlsruhe iſt für den Geſchäftsbetrieb der Zmalnedenlahergg Karlsruhe Geſamtprokura in der eiſe erteilt, daß er in Gemeinſchaft mit einem an⸗ deren Prokuriſten vertretungsberech⸗ ſchr iſt. Geſamtprokura unter Be⸗ ſchränkung auf den Geſchäftsbetrieb der Zweigniederlaſſung Stuttgart iſt erteilt: Otto Beck und Mathias Mo⸗ fer, beide in Stuttgart. Jeder iſt ge⸗ meinſam mit einem anderen Proku⸗ riſten vertretungsberechtigt. Den Kaufleuten Wilhelm Hauſam und Ri⸗ chard Dorn, beide in Ludwigshafen a. Rh. iſt für den Geſchäftsbetrieb der weigniederlaſſung Ludwigshafen a. h. Geſamtprokura derart erteilt, daß jeder gemeinſam mit einem an⸗ deren Prokuriſten vertretungsberech⸗ tigt iſt. Geſamtprokura unter Be⸗ ſchränkung auf den Geſchäftsbetrieb der Zweigniederlaſſung Frankfurt g. M. ift erleilt dem Kaufmann Wil⸗ helm Schiller, Kaufmann 88 Schaaf und dem Kaufmann Rudol Hoffarth, alle in Frankfurt a. M. Je⸗ der iſt gemeinſam mit einem anderen Prokuriſten vertretungsberechtigt. Dem Wilhelm Ashauer in Köln iſt für den Geſchäftsbetrieb der Zweig⸗ niederlaſſung Köln Prokura erteilt. Stto Beck und Mathias Moſer, beide in Stuttgart, ſind für die Zweig⸗ n Heilbronn zu Geſamt⸗ prokuriſten derart beſtellt, daß jeder von ihnen in Gemeinſchaft mit einem anderen Prokuriſten zur Zeichnung der Firmä befugt iſt. Hans Otto⸗ meyer, Hanſeſtadt Hamburg iſt unter Beſchränkung auf den Geſchäftsbetrieb der Zweigniederlaſſung Hamburg der⸗ art zum Geſamtprokuriſten beſtellt, daß er gemeinſamt mit einem ande⸗ ren Prokuriſten zeichnungsberechtigt iſt. Die dem Kreisdirektor a. D. Dr. Emil Petri, Hermann Schwarz und dem Willy Voſſen erteilte, auf den Betrieb der Hauptniederlafſung und auf die Betriebe der einzelnen Zweig⸗ niederlkaffungen ſich erſtreckenden Ge⸗ famtprokuren ſind erloſchen. Ferner find die dem Ernſt Pfabe, Alfred Auberle, Wilhelm Mannebach und Max Leucht, alle in Konſtanz, und dem Sberingenieur Rudolf Reiſchle zu München für die bisherige Haupt⸗ erteilten Geſamtproku⸗ ren erloſchen. Dem Hermann Schwarz und dem Willy Voſſen, beide in Müllheim⸗Ruhr, iſt für die Zweig⸗ niederlaſſung in Duisburg Geſamt⸗ in der Weiſe erteilt, daß je⸗ er in Gemeinſchaft mit einem ande⸗ ren Prokuriſten vertretungsberechtigt ift. Die für die Zweigniederlaſſung Müllheim⸗Ruhr beſtehenden Prokuren des Hermann Schlang und des Ru⸗ dolf Stöter⸗Tillmann ſind erloſchen. A 2139 Wilhelm Hermann, Mann⸗ heim(Großhandel mit Kaffee, Kal⸗ mitftraße 51). Inhaber iſt Wilhelm Diplom⸗Kaufmann, Mann⸗ eim. 4 2140 Medizinal⸗Drogerie Albert Raſt, Mannheim(D 1, 13), Inhaber hei Albert Raſt, Fachdrogiſt, Mann⸗ eim. B 182 Papier⸗Export Aktiengeſell⸗ ſchaft in Mannheim(Ou 7, 23). Die Hauptverſammlung vom 25. Oktober 1938 hat beſchloſſen: a) die Herabſet⸗ RM um 400 000 RM auf 80 000 RM, b) die Umwandlung der Aktiengeſell⸗ ſchrh in eine auſ 311 mit be⸗ ränkter Haftung auf Grund der 885 263 ff. des Aktiengeſetzes; c) den neuen Geſellſchaftsvertrag, für dieſe Gefellſchaft. Die Firma iſt geändert in: Geſellſchaft mit beſchränkter Haftung. Gegenſtand des Unternehmens iſt: Großhandelsweiſer Export von Papierfabrikation aller Art und verwandten Gegenſtänden. Die Geſellſchaft kann ſich an anderen Geſchäften ähnlicher Art beteiligen, oder ſolche erwerben, ſowie Vertre⸗ tungen und Zweigniederlaſſungen un⸗ ter der gleichen oder anderen Firmen im In⸗ und Ausland errichten und Intereſſengemeinſchaften eingehen. Das Stammkapital beträgt 80 000.— RM. Max Kahn und Alfred Kahn, beide Kaufleute in Mannheim, ſind Geſchäftsführer. Jeder Geſchäftsfüh⸗ rer iſt ſelbſtändig vertretungsberech⸗ tigt, auch wenn mehrere Geſchäfts⸗ führer beſtellt ſind. Als nicht einge⸗ tragen wird veröffentlicht: Den Gläu⸗ bigern der Aktiengeſellſchaft, deren Forderungen vor dieſer Bekanntma⸗ chung begründet ſind, ſteht es frei, ſo⸗ weit ſie nicht Befriedigung verlan⸗ gen können, binnen ſechs Monaten ſeit dieſer Bekanntmachung Sicher⸗ heitsleiſtung zu verlangen. Oeffent⸗ liche Bekanntmachungen der Geſell⸗ ſchaft m. b. H. erfolgen im Deutſchen Reichsanzeiger. 5 175 Deutſche Bergin⸗Aktiengeſell⸗ ſchaft für Holzhydrolyſe in Mann⸗ heim⸗Rheinau, Zweigniederlaſſung, Sitz: Heidelberg. Die Hauptverſamm⸗ lung vom 6. September 1938 hat be⸗ ſchloſſen, a) das Grundkapital um 1267˙000 RM herabzuſetzen, b) das herabgeſetzte Grundkapital um 617 009 RM zu erhöhen. Die Erhöhung iſt durchgeführt, das Grundkapital be⸗ trägt jetzt 1 250 000 RM. Als nicht eingetragen wird veröffentlicht: Die neuen 617 Inhaberaktien über je 1000 RM werden zum Nennbetrag ausgegeben. Die gleiche beim Amts⸗ gericht Heidelberg erfolgte Eintragung wurde im Reichsanzeiger Nr. 251 be⸗ kanntgemacht. 4 745 Goerig& Co., Mannheim (Härtemittel, Hafenſtraße 25). 1 Kom⸗ manditiſt iſt ausgeſchieden, 1 Kom⸗ manditiſt iſt eingetreten. A 908 Berthold Bock Nachf. Inh. Wilhelm Nibler, Mannheim(Groß⸗ handel in Eiſen, Eiſenwaren und Metalle, G 7, 16/17). Die Firma iſt geändert in: Wilhelm Nibler. Erloſchen: 4 1780 Horſch& Schmich, Mann⸗ Ernaltlich: in Mannheim: Storchen-Drog. Alb. Goß⸗ mann, Marktplatz; Universal-Droger. Gg. Schmidt, Seckenheimer Str. 8; Merkur- Drogerie Hch. Merckle, Gontardplatz 2; in Mhm.-Waldhof: Waldhof-Drogerie J. Schmidt; Mhm.-Wallstadt: Bahnhofs- Drogerie Fr. Körning, Kreuzstraße 6; in Mhm.-Feudenheim: Löwen-Drog. L. Hein, Hauptstr. 63; in Mhm.-Käfertal: Drogerie L. Heitzmann, Kurze MannheimerStr. 48a. 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Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme so- wie für die vielen Kranz- und Blumenspenden sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. Winne Veihnaclszescenki Daunen-Steppdecken V. Verar- beitung, Füllung — 1000 gr Einige Paare das Stück zu 42.- RM. *•· Nurater, P 4, 8. l. Stock./ LE Genußrechte zu den aufgewerteten Schuldverſchreibungen v. Jahre 1911 der früheren Oberrheiniſchen Eiſen⸗ bahngeſellſchaft A.., Mannheim. Die im Jahre 1938 zu tilgenden Genuß⸗ rechte aus der aufgewerteten Obliga⸗ tionsanleihe vom Jahre 1911 der frü⸗ heren Oberrheiniſchen Eiſenbahn⸗Ge⸗ ſellſchaft A. G. ſind freihändig erwor⸗ ben worden. Eine Ausloſung findet daher nicht ſtatt. Mannheim, den 21. Novbr. 1938. Der Oberbürgermeiſter. Winterbekümpfung der Schnaken Auf Grund des 5 3 der bezirkspoli⸗ zeilichen Vorſchrift vom 14. Januar 1911 werden hiermit die Hauseigen⸗ tümer und deren Stellvertreter auf⸗ gefordert, mit der Vernichtung der in Kellern, Schuppen und Ställen über⸗ winternden Schnaken ſofort zu begin⸗ nen. zur Bekämpfung ſtehen unentgeltlich zur Verfügung beim Tiefbauamt, Rathaus, N 1, Zimmer Nr. 138— und in den Vor⸗ orten bei den Gemeindeſekretariaten. Am Montag, den 12.Dezember 1938, beginnt die vorgeſchriebene amtliche Nachſchau. Zu dieſem Zweck ſind die in Frage kommenden Räume dem mit Ausweiſen des Tiefbauamts verſehe⸗ nen Perſonal zu öffnen, das noch vor⸗ handene Schnaken ſofort auf Koſten der Verpflichteten zu vernichten hat. Die Gebühren hierfür dürfen nicht durch die Bekämpfungstrupps, ſon⸗ dern nur durch die Städt. Waſſer⸗, Gas⸗ und Elektrizitätswerke eingezo⸗ gen werden. Mannheim, den 28. November 1938 Der Oberbürgermeiſter. vViernheim Statt Karten! Allen lieben Menschen, die bei dem Heimgange meines unersetzlichen Mannes und Vaters ihre Teil- nahme durch Kranzspenden usw. bewiesen haben, sagen wir unseren herzlichen Dank. Besonderer Dank gebührt dem Kulturstellenleiter Pg. Pumks für seine zu Herzen gehenden Worte, ferner der Orts- gruppe der NSDAP Käfertal-Süd für die Kranznieder- legung, sowie der Roten-Kreuz-Schwester Luise in Käfertal für ihre überaus aufopfernde Pflege und allen unseren lieben Hausbewohnern. Mhum.-Käfertal, 25. November 1938. Frau Helene FTomme und Minder. u J3. Entwarnung, Langanhaltender Danksasguns Für die überaus herzliche Teilnahme anläßlich des Hinscheidens meines lieben Mannes, unseres guten Vaters, Schwiegervaters und Großvaters, Herrn Altbürgermeister Terdinand Sicphan sagen wir allen innigsten Dank. Altlußheim, Kusel, Düsseldorf, 26. Nov. 1938. Frau Agnes Stephan. Familie Albert Stephan. Familie Alois Göbel. Daàs Schild, wie es bei jeder luftschutzubung gebraucht wird. von der Ortsstuppe des Reichsluftschutzbundes befütwoftet. Beim gelegentlichen Gong in die Stâdt be- Sorgen Sie sich dãs Schild für 10 Pfennię beim ffakenkreuzbanner R 3, 14-15 Lufkſchutübung mit Fliegeralarm. In den nächſten Tagen findet in Viernheim eine Luftſchutzübung mit Fliegeralarm ſtatt. Uebungsplan: 1. Probeweiſer Aufruf des Luftſchutzes Der Aufruf erfolgt an dem betr. Tag durch dieſe Zeitung. 2. e gieen An⸗ und abſchwel⸗ endes Sirenengeheul. Straßen ſind ſofort von Paſſanten räumen. Schutzräume aufſuchen. r: der Sirene und Böller⸗ uß: Die Schutzräume verlaſſen. Stra⸗ ßenverkehr geht weiter. 4. Aufhebung des Aufrufes. Die Aufhebung des Aufrufes wird wieder durch dieſe Zeitung bekannt gegeben. Feuerpolizei⸗ und Sanitätswachen: Rathaus, Schillerſchule— Erdge⸗ ſchoß links; Saarſtr.— Kriminal⸗ büro. Oertliche Luftſchutzleitung: im Erdgeſchoß des Rathauſes. Luftſchutzreviere: 1 Schillerſchule Erdgeſchoß Uks. II Saarſtraße 15, Kriminalbüro. Ich erwarte von der Einwohner⸗ ſchaft genaue Befolgung der gegebe⸗ nen Anordnungen und Unterſtützungſ der mit der Durchführung der Uebung betrauten Amtsträger des Reichsluft⸗ ſchutzbundes und der Polizei. Der Bürgermeiſter als Ortspolizeibehörde und örtlicher Luftſchutzleiter. „, mitglied der Deutſchen Samstag, 26. November E Siiigz nennzeichnet deutſche beſchüſte ieſes Schil 3 Schreibmaschinen Friedrich Dörrmann B 2, 13⸗Fernrui 255 10 Urania-Werksvertretung Reparaturen all. Systeme Schuhwaren Schuhmarkt Arnold Bernauer H 1, 14, Marktplatz W. Lampert, L 6, 12 Fernsprecher 212 22/½23 Ideal- u. Erika-Schreibmasch · Max Frank Selbst angei. Skistiefel 30.- RM Käiert.-Süd, Rüdesheimerst. 12 Fernruf 509 08 C. Wilhelm Walter G 5, 13, ⸗Fernrui 2240 achn. lummi- unä Asvest-Fabikat Dichtungsringstanzerel. Heinz NMeyne D 2, 8- Fernruf 272 46 Generalvertreter der Adler-Schreibmaschinen Fritæ-Sclꝛuli ttragen · celrafft lholalbellagen H.& H. 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Von der Milchablieferung iſt aus⸗ genommen diejenige Milchmenge, die zur Verſorgung des eigenen Haushal⸗ tes und landwirtſchaftlichen Betriebes im Rahmen einer ordnungsgemäßen Wirtſchaft benötigt wird. 3. Der Direktverkauf und die Ab⸗ gabe von Milch ab Stall oder Haus iſt unterſagt; ebenſo die Herſtellung von Butter und Milcherzeugniſſen über den eigenen Bedarf hinaus, ſo⸗ wie die Abgabe derſelben, 4. Die Verſorgung der Verbraucher der Gemeinde Ilvesheim mit Milch erfolgt ausſchließlich über die Milch⸗ ſammelſtelle durch den ortsanſäſſigen Handel. Die Rücklieferung von Milch⸗ iſt nur an Milcherzeuger ge⸗ attet. 8 2. Die Milchſammelſtelle iſt verpflich⸗ tet, die auf Grund dieſer Anordnung angelieferte Milch anzunehmen, ſoweit ſie den Gütebeſtimmungen entſpricht. Der Ueberſchuß iſt an die Mannhei⸗ mer Milchzentrale 113 zu liefern. 1. Zuwiderhandlungen gegen dieſe Anordnung werden mit Ordnungs⸗ ſtrafen im Einzelfalle geahndet. 2. Verſtöße gegen die Milchablieſe⸗ rungspflicht können außerdem gemäß der Verordnung über den Zuſammen⸗ ſchluß der deutſchen Milch⸗ und Fett⸗ wirtſchaft vom 29. Juli 1938 von den ordentlichen Gerichten mit Gefängnis⸗ oder Geldſtrafen beſtraft werden. Dieſe Anordnung tritt mit dem 1. Dezember 1938 in Kraft. Sämtliche bisher ergangenen An⸗ ordnungen treten mit Erlaſſung diefer Aanhrng außer Kraft. Karlsruhe, den 17. November 1938. Der Vorſitzende des Milch⸗ und Fett⸗ wirtſchaftspverbandes Baden: gez.: Mayer. Vorſtehendes wird hiermit zur öf⸗ fentlichen Kenntnis gebracht. Ilvesheim, den 24. November 1938. Der Bürgermeiſter: Ludwig Erti Waldhoistraße Nr. 6 Steppuhn Seilwerke GmbHl- Fernsprecher 277 07 Großhandel m. Hanferzeugniss. K. Heck, T 2, 12 Orth. Schuhmachermstr. Fernsprecher Nr. 226 62 Einlagen. orthopädische u. Reitstiefel Spengler u. installateure dean Dürr, R 1, 25 Inh.: Phil. 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D Nr.—400, Gruppe E Nr.—300:„Car⸗ men“, Oper von Georges Bizet. Anfang 19.30 Uhr, Ende gegen W Uhr. Mittwoch, 30. Nov.: Miete M9 und 1. Sonder⸗ miete M 5 und für die NSG Kraft 1 Freude: Kulturgem. Mannheim Abt. 509 bi 510, 539—540, 549—550: Der Wildſchütz, Oper von Albert Lortzing. Anfang 20 Uhr, Ende 22.45 Uhr. Donnerstag, 1. Dez.: Miete D 9 und 1. Son⸗ dermiete D 5:„Tiefland“, Oper v. Eug. 'Albert. Anfang 20 Uhr, Ende gegen 22.30. Freitag, 2. Dez.: Nachm.⸗Vorſt.; Schülermiete B: „Di'e Zauberflöte“, Oper von Mozart. Anfang um 15 Uhr, Ende 17.45 Uhr.— Abends: Miete G9 und 1. Sondermiete G 5 und für die NSG Kraft durch Freude: Kulturgem. Ludwigshafen Abt. 43—45; zum erſten Male:„Ingeborg“, Komödie von ———8 Anfang 20 Uhr, Ende etwa um 22 Uhr. Samstag, 3. Dez.: Miete B 10 und 2. Sonder⸗ miete B 5 und für die NSG Kraft dur Freude: Kulturgem. Ludwigshafen! t. 1 die Loche vom 27. Aov. bis 6. Den. bis 102;„König Ottokars Glückund Ende“, Trauerſpiel von Franz Grillparzer. Anfang 19.30 Uhr, Ende 22.45 Uhr. Sonntag, 4.—1155 Nachm.⸗Vorſtell, für Theater⸗ ring der Hitler⸗Jugend Bann 317, Ludwigs⸗ hafen— ohne Kartenverkauf:„Me in So 5 n der Herr Miniſter“, Luſtſpiel von André Birabeau. Anfang 15 Uhr, Ende 17.30 Uhr.— Abends: Miete C10 und 2. Sondermiete C5 und für die NSG Kraft durch Freude: Kulturgem. Ludwigshafen Abt.420—423:„Der Prinz von Thule“ Operette von Rudolf Kattnigg. Anfang um 20 Uhr, Ende gegen 22.30 Uhr. 5. Dez.: Nachmittags, Schülermiete A: „Die Zauberflöte“, Oper von Mozart. Anf. 15 Uhr, Ende 17.45 Uhr.— Abends: Miete E 11 und 1. Sondermiete E 6:„In⸗ geborg“, Komödie von Curt Götz. Anfang 20 Uhr, Ende etwa 22 Uhr. Dienstag, 6. Dez.: Für die NSG Kraft durch Freude: Kulturgem. Mannheim Abt. 139 bis 141, 245—247, 264—270, 281—286, 361—370, 508—510, 528—530, 538—540, 548—550, 598 bis 600, Gruppe D) Nr.—400, Gruppe E freiwillig Nr.—900:„König Ottokars Glückund Ende“, Trauerſpiel von Franz Grillparzer. Anfang 19.30 Uhr, Ende um 22.45 Uhr. Im Ueunen Theater im KRoſengarten: Mittwoch, 30. Nov.: Für die NSG Kraft durch Freude: Kulturgemeinde Mannh. Abt. 120, 130—132, 301—312, 320—335, 342—347, 621 bis 623, Gruppe D Nr.—400, Gruppe E freiwillig Nr.—900:„Die Stiftung“, Komödie von Heinz Lorenz. Anfang 20 Uhr, Ende 22.15 Uhr. Caststütte Ite Pfalz p 2, 6— frebsesse Gute preiswerte Küche Ausschank von Bürgerbriu Ludwigshafen- Weizenbier Rheingönheim Inh. Wiliy Baum Hauptſchriftleiter: Dr. Wilh. Kattermann Stellvertreter: Karl M. Hageneier.— Chef vom Dienſt t..: Wilh. Ratzel.— Verantwortl. für Ate 2 Karl M. Hageneier; für Außenpolitik: Dr. W. Kicherer; Ke Wirtſchaftspolitik und Handel: Wihelm Ratel; für ewegung: Friedrich Karl Haas; für Kulturpolitik, euilleton und Unterhaltung: Helmut Schulz; für den eimatteil: Fritz Haas: für Lokales: Friedrich Karl aas: für Sport; Julius Etz; Geſtaltung der B⸗Aus⸗ abe; Wilhelm Ratzel: für Beilagen: Dr. Hermann noll und Carl Lauer; für die Bildex die Reſſort⸗ ſchriftleiter, ſämtliche in Mannheim.— Ständiger Ber⸗ liner Mitarbeiter: Prof. Dr. Johann von Leers, Ber⸗ lin⸗Dahlem— Berliner Schriftleitung: Hans Graf Reiſchach, Berlin SW 68, Charlottenſtr. 82.— Sprech⸗ ſtunden der Schriftleitung: täalich von 16—17 Uhr laußer Mittwoch, Samstaa und Sonntag).— Nach⸗ druck fämtlicher Originalberichte verboten. Für den Anzeigenteil verantw.: Wilh. M. Schatz, Mhm Druck und Verlag: Hakenkreuzbanner⸗Verlag und Druckeret Gmbc. Zur Zeit gelten folgende Preisliſten: Geſamtausgabe Rr. 3 Ausgabe Mannheim Nr. 11, Ausgabe Weinheim Nr. 9, Ausgabe Schwetzingen Nr. Die Anzeigen der Ausgaben 4 Morgen und Abend erſcheinen gleich⸗ zeitia in der Ausgabe B. A Mhm.„ ſber 16 450 (bendausgabe A Mhm... über 14100 Ausgabe ß Mannheim.. über 26 800 Ausgabe A und B Mannheim über 43 250 — Frühausgabe A Schw.„ Über 50 Abendausgabe 4 Schw... über 550 Ausgabe 5 Schwetzing... über 6450. Ausgabe A und B Schwetzingen über 7 000 rühausgabe 4 Weinheim, über 500 bendausgabe à Weinheim, Über 500 Ausgabe B6 Weinheim.. über 3250. Ausgabe A und B Weinheim über 3 750 Geſamt⸗DA. Monat Oktober 1938 über 54 Jo⁰ * Für buoniag lals-er dasi Radio- keMa ScK ein neues Meisterwerk der Ufa besiizer! JoH.HEEsTERS in Film aus cem Leoben, so Hie echt und so stark, daß es uns in jeder Szene packt und zum Miterleben zwingt! almatte vermittelt duron den Plartenspietel eiie wertvolle Ergänz ung der ſt a d iosendungen. Vorrätig bei Heckel Kunststr.& 3, 10 Abtlg. 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Das Olymp-Lichtspiele lündete. Am 2 und S F—.——.—.— UFI- PHIHIITCO 0 Heute Samstag unwiderruflich samstag bis Montag TWei Spät⸗ Vorstellungen e0 Sonntag nachm..50 Uhr unsere bellebte Jugendvorstellung. Jugendliche zugelassen letzter Ta 3 i ei un Wen n Win) Birgel 3. und 4. Wie derholung tember bei ei bigs Tschechowa- Albrecht man nen Uf lin 53 Struenſee mit erstäcker u. Karl May schoenhels-Camllls Horn in dem mstag 23.00 Uhr lündigung nick Oer ubertall im hisslssippitahj spannenden Großflim 9 E R* ALI Sonntag Lolk im Hinbl 1 zunz R t hid Eine einmalige Frau und Künstlerin den ein Kom niiararmlamt an Aansmmri ote Orchideen OoERUGAIUH T bez aubernde Eigenatf Stelle, ſonſt.. ca. 1000 Sioux-Indi— ux-Indianer)* n rnrs ihres berühmten Liedvortrags, S Da leuchten die Augen der Iugend! Sonntag Meute samstag 4 unr—— Am 24. Deze Da werden die Ulten wieder jung! große Märchen-Vorstellung einzige noch üb 55 Hilde Krüger Leibgarde zu§ —+ . preise: Kinder:.30.50.70 4 9 Qeinecke Fuchs ſees aufgelöſt. eL LIm. Erwachsene:.50.70.— Hilde Körber J unel vlales mahr die Revolte, di wurde zum grůᷣſſien den Sie nie vergessen werden! Vorvetkauf an der Kasse Jotto Wwernicke 5 dergeſchlagen lilmischen Ereignis pPaula Wessely PA LA 5 aem 2 neate 11vunr: Maentvorstellung hatte der Hof rera-— 1 3 ien Struenſe ale Füer een adoit wonlbrũcł orosn F oeitgeärdieli fiver ben zeii, und es důùrlie be- 11 3 Oiga Ischechowa · Hilde v. Stolz 155 dem Volke, ſo ra e peter petersen · Hans hioser—————— vin e Keem un nungen ſeiner; ihn æau überireflen. · 4 n nd blind zu ſe llicht· dla· donne) e F. 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Zulia Serda ſtellung der u Die Namen der volkommenden PRARIEREIHTER oder: Die Stimme der Natur 3 Personen durften nicht genannt 15 Paul Bileit u. a. Rantzau und werden. 44 Komiſche Oper in drei Akten nach bhebung der Uichtspiel-—— einem Luſtſpiel von Kotzebue frei be⸗ Ein schwärmerisches, begeisterteß 33 Wegen des großen Erfolges nochma- arbeitet.— Muſik von A. Lortzing. Frauenherz glaubt ein Paradies ent- 4 für die Adliger Lindenhof- Heerfeldztrohe 50 lige Wiederholung der Sonder- I naus I Er Anfang 20 Uhr Ende 22.45 Uhrll. e haben u erlebt die Hle ſee enttäuſcht. Spät-Vorstellungen am Samstag, den 26. und Sonntag, den 27. NMovember, abends 11 Unr Wopin hente abend?LSCHAUSBUNC hbeoc n ten Sie unsere Sonderver. Gustav Türck-Düsseldorf Vergnügungsanzeigenl 35 n immer näher Unter den St der T- 3ʒ ———— eine junge Frau. Gespannt er- 3— 22 13 leben wir die Enischeid Beach 5 h dĩe v nse eben 0 ung eat ten le dll le ergnugungs⸗ 5 er 3 wüſten Menſe zugendl. ab 14 lahren zugel. 15 anzeigen aluf der Vorletzien Seitel während ſeine⸗ iüchen in Zäarska in der geheimnisvollen Atmo-⸗ sp' äre Schanghais spielt dieser spannende Grobfilm mit LORETTAVOGOUNG burg kennen wegen Milder teren Handluns und luas der Aelnie Im: Großstadtiypen Sen 4 Ihr— So. ab.00 bn Aane Mwelanstatam .11.15 u95 editionsfilm artiger Wunder den geheimnisvollen Südsee-Insel Borneo. ltenster Tiere in den anufahrten und Feste en- Aufregende jag- der Tier- und Pflan- ſer Höhepunkt: Der wohners der Insel: -Eine Entdeckungs- nung und Sensation. he zugelassen zigen. Selbſt die Königin hatte ihrem Geliebten von dieſem tollkühnen Schritt deingend abgeraten. Umſonſt. Er baute ſein Glück öffentlich auf die Schande 23.00 Uhr Frau und Künstlerin groben Ufaflm den rsönlichkeit und die de Eigeni mt e n Liedvortrass, Aane Vorstellungen ſiedernolung Leibgarde zu Fuß, auf Befehl Struen⸗ ſees aufgelöſt. Mit knapper Not konnte mit Martell Serca Bileit u. a. risches, begeisterteß ubt ein Paradies ent- u. erlebt die Hölle, — die Revolte, die hieraus entſtand, nie⸗ bergeſchlagen werden. Schon öfters hatte der Hof fliehen wollen, aber es 3 nicht nur den drohenden Zeichen aus IEANDEAHI inand Marien * — — 3 Verſchwörung zum Sturz der Regie⸗ nügungs en Seitel Am 14. Juli 1771 ließ ſich Struenſee zum Ge⸗ heimen Kabinettsminiſter ernennen und ſchon eine Woche darauf mit Brandt in den Grafen⸗ fland erheben. Alle von nun an ausgeſtellten Kabinettsbefehle trugen die ſtereotype Unter⸗ ſchrift:„Auf Befehl des Königs— Struenſee“. Er war jetzt auf dem Gipfel ſeiner Macht. Die Nation, empört über den raſenden Auf⸗ ſlieg eines fremden Emporkömmlings, hielt es für ein Verbrechen, dieſe Macht, ſelbſt wenn ſie vom König kam, anzunehmen. Sie ſtützte ſich auf Artikel 26 des einzigen unverrückbaren Ge⸗ ſethes, des Königsgeſetzes von 1665. Durch den Befehl, der ſeinerzeit die Aufhebung des Konſeils diktierte, hatte der König vor Europa erklärt, er wolle jetzt allein regieren. Einige Monate ſpäter über⸗ trug er die ganze Gewalt einem ein⸗ des königlichen Hauſes; am Geburts⸗ tage der Königin, wenige Tage nach⸗ dem ſie die Mutter— ſeines Kindes, eines Mädchens, geworden war, ließ er ſich zum Grafen ernennen. Seine Liebſchaft wurde europäiſches Ge⸗ ſpräch. Im Herbſt 1771 zeigten ſich die erſten Sturmzeichen in der vom Adel auf⸗ gewühlten Menge. Am 10. September 1771 zogen dreihundert Matroſen nach Hirſchholm, um mit dem König zu ſprechen und ihren Sold, der ihnen wegen des raſchen Beamtenabbaues nicht ausgezahlt werden konnte, zu fordern. Das Beiſpiel der Matroſen zündete. Am 24. September zogen ein⸗ undzwanzig Seidenwebergeſellen, die durch Stillegung der königlichen Fa⸗ briken erwerbslos geworden waren, denſelben Weg. Und als am 28. Sep⸗ tember bei einem großen Volksfeſt Struenſee mit dem Hofe trotz An⸗ kündigung nicht erſchien, ſpottete das Volk im Hinblick auf Struenſee, gegen den ein Komplott vorbereitet war, leider ſei der„fette Ochſe“ nicht zur Stelle, ſonſt.. Am 24. Dezember 1771 wurde das einzige noch übrige Gardebataillon, die ſchien Struenſees Verhängnis zu ſein, dem Volke, ſondern auch den War⸗ nungen ſeiner Freunde gegenüber taub und blind zu ſein. Der tödliche Schlag gegen ihn kam allerdings von einer Seite, von der er es am wenigſten vermutet hätte. Sein Freund, der Graf Rantzau, konnte es nicht verwin⸗ den, daß ſeine Kreatur, der Arzt, erſter Miniſter war und er ſelbſt nur den dritten Platz im Generalitätsrat ein⸗ nahm. Seine Wünſche auf Wiederher⸗ ſtellung der unmittelbaren Grafſchaft Rantzau und die noch vagere Auf⸗ hebung der Schuldenzahlungspflicht für die Adligen wurden durch Struen⸗ ſee enttäuſcht. Als der Schuldturm immer näher rückte, fädelte er, wie piele andere politiſche Abenteurer, eine kung ein. Schon im September 1771 hatte er ſeine Bekanntſchaft mit einem wüſten Menſchen erneuert, den er während ſeines Gaſtſpiels in Peters⸗ burg kennen gelernt hatte und der wegen Milderung des Frondienſtes — mit Struenſee perſönlich verfeindet war: Mag⸗ nus Behring, ein Nachkomme des berühmten Weltumſeglers, von dem die Behringſtraße ihren Namen hat. Vom Augenblick der Verbindung dieſer beiden Männer an tauchten zum erſten Male Gerüchte von Anſchlägen Struenſees gegen den König auf. Schmähſchriften wurden an den Mauern des Schloſſes angeklebt, Handzettel und Flugſchriften flatterten auf den Promenaden bis in den Wagen des Königs. Man tuſchelte, der arme Chriſtian werde gefangen gehalten, man ſprach von ſeiner Beſeitigung und einem Bund des ehebrecheriſchen Paares. Es erſchien Kleiner Monn im herbsilichen Wald- — N 3 ſogar ein Plakat, das einen Preis auf den Kopf des Kabinettsminiſters ſetzte. Es gelang den beiden Verſchwörern, ſich an die verwitwete Königin Juliane heranzupirſchen, eine bigotte Dame, die mit Recht auf Struenſee erbittert war. Man gewann noch die nötigen Militärs, den Oberſten Köller, einen gebürtigen Pommer, Befehlshaber des Holſterſchen Infanterie⸗Regi⸗ ments, und Generalmajor Eichſtädt, Chef des ſeeländiſchen Dragoner⸗Regiments, deſſen Ge⸗ ſchlecht ebenfalls aus Pommern ſtammte. Am 15. Januar kamen die Verſchwörer bei Juliane zuſammen, der Plan wurde feſtgelegt, die Rol⸗ Auin. Willi Engel — Launer Von Josef RI. Wehner len verteilt. Die Verhaftung der Königin re⸗ ſervierte ſich Rantzau. Die vom König noch zu unterſchreibenden Haftbefehle wurden von Guld⸗ berg in doppelter Ausfertigung hergeſtellt. Zum Aetzten Male wurde Struenſee gewarnt: er hörte nicht. Am Abend des 16. Januar kurz vor 8 Uhr ſchritten der König und die Königin, Struenſee, Brandt und das übrige Gefolge vom Teezimmer des Schloſſes in den Ballſaal. Alle waren mas⸗ kiert. Draußen funkelte eine kalte Winternacht, das Thermometer zeigte ſechs Grad unter Null. Um 9 Uhr verließ Eichſtädt den Saal und in⸗ ſpizierte ſeine Dragoner im Gardeſtall. Um 1 Uhr tanzte Mathilde den letzten Tanz mit Prinz Friedrich. Sie verabſchiedete ſich wie gewöhnlich von ihrem Gelieb⸗ ten, und bald lag das ganze Schloß in tiefſtem Schlaf. Gegen 4 Uhr mor⸗ gens eilten die Verſchworenen zur Kö⸗ nigin Juliane. Rantzau, der ſich plötz⸗ lich wegen Podagras entſchuldigen ließ, „mußte erſt in einer Sänfte geholt wer⸗ den. Es gelang, den ahnungsloſen König im Schlaf zu überrumpeln und ihn zur Unterſchrift der Haftbefehle zu zwingen. Darauf ritt Köller an der Spitze eines Detachements Grenadiere zu Struenſees Wohnung. Die Türen wurden mit Dietrichen geöffnet.— Struenſee widerſetzte ſich anfangs, und es kam zum Handgemenge, bis ihm Köller die Degenſpitze auf die Bruſt ſetzte. Dann ergab er ſich. Während Brandt ſich leichter verhaf⸗ ten ließ, kämpfte die unglückliche Kö⸗ nigin wie ein Tier um ihre Freiheit. Sie wollte ſich aus dem Fenſter ſtür⸗ zen, warf einen Offizier, der ſie halten wollte, zu Boden und rang mit ihm. Rantzau rückte ſpöttiſch ſeinen Hut in die Augen und bat die leichtbekleidete Königin, ihn mit ihren Reizen zu ver⸗ ſchonen. Im Morgengrauen fuhr die heimat⸗ loſe Königin in der drei Stunden ent⸗ fernten ſagenberühmten Feſtung Kron⸗ borg, dem alten Kaſtell Hamlets, ein. Rantzauſche Agenten führten die be⸗ trunkene Menge, die frühzeitig von der Verhaftung erfahren hatte, durch die Gaſſen und Straßen der Stadt. Man plünderte die Freudenhäuſer und be⸗ ſonders die Häuſer der Deutſchen. Schießgewehre wurden losgebrannt und Raketen geſchleudert. Zwei Prie⸗ ſter wurden zu Mathilde nach Kron⸗ borg hinausgeſchickt, um ſie zu be⸗ kehren. Um dem ſchon längſt geplanten To⸗ desurteil gegen die beiden Grafen Struenſee und Brandt eine juriſtiſche Form zu geben, wurde eine Inquiſi⸗ tionskommiſſion gegründet, die Anklage formuliert und nach fünf Wochen das Verhör der Gefangenen aufgenommen. Anfänglich leugnete Struenſee jede Verſchwörung gegen den König; auch über ſein Verhältnis zur Königin legte er kein Geſtändnis ab. Als ihm aber das Gericht blitzähnlich eröffnete, Ma⸗ thilde ſitze im Kerker von Kronborg, da brach er, da er bis jetzt an ihre Unverletzlichkeit geglaubt hatte, zuſam⸗ men und geſtand, daß er mit der Kö⸗ nigin ſtxäfliche Beziehungen unterhal⸗ ten habe. Auf Grund ſeiner unter⸗ ſchriebenen Ausſage wurde die Ehe⸗ ſcheidung gegen Mathilde eingeleitet. In ſämtlichen übrigen Punkten der Anklage aber: Mittäterſchaft bei den Mißhandlungen des Königs durch Brandt, harte Erziehung des Kron⸗ prinzen, uneingeſchränkte Herrſchaft, Auflöſung der Carden, Unterſchlagung und Fälſchung ſowie Verkauf eines Brilanten⸗ ba.ells der Königin verteidigte er ſich bis zum äußerſten. Es half ihm nichts. Am 25. April heiten großvater. Nach ſeiner Darſtellung waren Lei⸗ chenzüge im Vorgeſicht keineswegs ſchrecklich, eher ergreifend und von ernſter Feierlichkeit. Anders dagegen Hochzeiten, wo ihm die weißen fleues vom a Als ganz beſondere Eigentümlichkeit des weſt⸗ fäliſchen Menſchenſchlages gilt die Veranla⸗ gung zum„Zweiten Geſicht“. Schon Otto Beck⸗ mann, ein Gelehrter des 16. Jahrhunderts, hat wurde das Urteil geſprochen. Unter voller Auf⸗ rechterhaltung der einzelnen Klagepunkte wurde gemäß Artikel 26 des Königsgeſetzes erkannt: „daß Graf J. F. Struenſee, ſich ſelbſt zur wohl⸗ verdienten Strafe und anderen Gleichgeſinnten zum Beiſpiele und Abſcheu, Ehre, Leib und Gut verbrochen haben, ſeiner gräflichen und aller anderen ihm verliehenen Würden entſetzt ſein 24 Hauſe W. ein Kranker, der jüngſte S mann, der bald darauf ſtarb und an deſſe erdigung die Poſaunenbläſer geſchloſſen nahmen. Merkwürdigerweiſe hatte der! 99275 5 e Eiſenbahr werfallenen und ſein gräfliches Wappen vom Scharfrichter Weſtfalen„Die Heimat der Seher“ genannt. Zähne lachender Menſchen Entſetzen einflößten. ſie auch„vorgehört“. zerbrochen, ſodann J. F. Struenſees rechte Hand Nicht zu Unrecht, denn außer den Schottländern Dieſe Behauptung verſetzt wohl jeden Außen⸗ arbid 5 un und darauf ſein Kopf ihm lebendig abgehauen, kann ſich kein Volksteil der Erde einer ſolchen ſtehenden in Erſtaunen, denn eigentlich müßte voraus. Einmal bei einem Bauer aus natürlich. an ſein Körper gevierteilt und aufs Rad geleget, Fülle von Eingetroffenem der Vorgeſichte rüh⸗ es umgekehrt ſein. Merkwürdigerweiſe ſtellte hauſen, das andere Mal beim Nachbar. fons wie ei der Schnell ner rannten die Guita jedoch der Schichter R. aus Petershagen, der warnte er. men. Zweifler ſeien auf die ausgezeichneten unter anderem auch den Brand der Taub⸗ Veröffentlichungen von zur Bonſen und Wil⸗ helm Ludwig verwieſen, in denen eine Fülle ſtummenſchule vorausſah, dieſelbe Behauptung von Beweiſen zuſammengetragen iſt. auf. Vom Eingetroffenen der Vorgeſichte mei⸗ Selbſtverſtändlich hat nicht jeder Weſtfale nes Urgroßvaters wiſſen außer alten Familien⸗ dieſe Gabe. Immer ſind es nur einige We⸗ mitgliedern auch zahlreiche andere alte Leute nige, die ungewöhnliche Ereigniſſe vorausſehen. meiner Heimat. Das Volk nennt ſie„Schichter“. Man kann ſie Allgemein iſt die Anſicht verbreitet, daß es nicht einer beſtimmten Art von Menſchen zu⸗ jetzt keine Schichter mehr gäbe. teilen, obwohl es ſich in den meiſten Fällen Ich kenne aber eine junge Frau aus Todten⸗ um beſinnliche handelt. Die Veranlagung tritt hauſen, in deren Sippe die Gabe des Zweiten Beide Male traten die G auf. Er erzählte:„Als ich noch auf dem W Gute in Nordholz beſchäftigt war, kam ich Abends gegen elf Uhr mit dem Kutſch von Minden. Ich ſaß vorn auf dem Bock ter mir der Gutsherr. Während wir Kutenhauſen fuhren, ſah ich plötzlich im f Hauſe ein Fenſter hell werden. Nicht f wenn heute das Licht angedreht wird, ſond einen flackernden Schein wie von einer der Kopf mit der Hand aber auf einen Pfahl geſteckt werden ſolle.“ Dasſelbe Urteil wurde über Brandt verhängt. Am 27. April unter⸗ ſchrieb der König die Todesurteile und begab ſich in die italieniſche Oper. Am Morgen des nächſten Tages, dem Tage ſeiner Hinrichtung, verteilte Struenſee ſeine letzte Habe an das Gefängnisperſonal und empfing das Abend⸗ mahl. Der Prediger d. Münter hatte ihn in den letzten Wochen auf den Tod vorbereitet, und wenn er auch bis zu ſeiner letzten Stunde brigens kar Alte hielt ju pries ſie de ſtumpfſinni telalterliche er Kanne kal⸗ e an den Wagg gund ſchrie, völlig ein Sohn des achtzehnten Fahrhunderts blieb und ſich gern mit der Hoffnung auf ein angenehmes und von Luſt begleitetes Leben im Jenſeits tröſtete, ſtarb er doch in ſolcher Faſ⸗ ſung, daß ſein Tod den größten Eindruck auf die um das Schafott verſammelte Menge machte. Von Joſef Magnus Wehner erſchien ſoeben in der Hanſeatiſchen Verlagsanſtalt AG, Ham⸗ burg, eine Biographie Struenſees. „lch haue ab“ Einmal erhielt der berühmte Bildhauer Ro⸗ din den Beſuch einer jungen Engländerin. Ge⸗ duldig beantwortete er ihre Fragen, bis es ihm doch zu arg wurde. Auf ihre Frage, wie er es zuſtande brächte, ſolche wundervollen Kunſtwerke zu ſchaffen, antwortete er ziemlich ungalant:„Ganz einfach, meine Gnädigſte, ich nehme ein Stück Marmor und haue mit dem Meißel das ab, was überflüſſig iſt!“ Die Stimme von oben Zwei Grenadiere des großen Königs, auf Schloßwache ſtehend, unterhalten ſich, während 355 König vom Fenſter aus unbeabſichtigt zu⸗ ört. 1. Grenadier:„Ja, ſo'n König hat doch zu gut, den ganzen Tag Flöte ſpielen.. 2. Grenadier:„Und Rebhühner kann er auch eſſen, ſo viel er will!“ 1. Grenadier:„Und wenn er in die Taſche — hat er gleich die Hände voller Taler⸗ tücke. Ruft der König, dem die Sache doch zu bunt wird, erboſt von oben:„Und die Gicht hat er auch, die ich euch beiden Hundsfotts und Neid⸗ hammels beſtimmt nicht an den Hals wünſche!“ Beihemt ſalutierten die beiden Grenadiere. was der Bauer nicht will. Der Gemeinderat eines Dorfes hatte den König um einen Zuſchuß für die Dorflehrer⸗ ſtelle gebeten. Als der König erfuhr, daß ge⸗ nau 365 Familien im Dorfe beheimatet waren, entſchied er kurz und bündig, daß der Schul⸗ meiſter ſeines Leibes Nahrung täglich ab⸗ wechſelnd, bis das Jahr herum ſei, jeweils bei einem anderen Bauern einnehmen ſollte. Nach einiger Zeit teilte der Schulmeiſter alleruntertänigſt mit, daß er todſterbenskrank liege, weil er ſieben Wochen hintereinander mittags Erbſen mit Speck und abends Pell⸗ kartoffeln mit Hering zu eſſen erhalten hätte. Da erſt, die dickſchädligen Bauern in Grund und Boden verwünſchend, bewilligte der Kö⸗ nig huldvoll den gewünſchten Zuſchuß. Herbert Böhme: Eherner Gesang Der Arbeit weite Hallen laßt uns füllen, gebrochenes Brot qus fisch gemöähtem loand gebt in des Kindes hingestreckte Hond und loßt die hellsten Segel uns enthöllen. Die Schovfeln blinken von dem Glonz der Erde, vnd von der Sonne sind die Augen blonæ, und der befiehlt, daß wieder Fröhling werde, schritt selbst des Llebens longen Opfergaong. Was gilt die Nacht, und ob die Sterne kreisen, was ist der Tod, Wenn unser Fever glüht för eines neuen pfluges kantig Eisen, damit den Enkeln reich der Sommer blöht. Der Arbeit Platz ist unsres Daseins Ehre, do zwingen wir den Geist und dos Metoll. Am Mast des Tags die Fahne steigt ins All, die Wache steht, hell leuchten die Gewehre. bei Menſchen aller Berufsſchichten auf und iſt durchaus nicht an beſondere geiſtige Fähigkei⸗ ten geknüpft. Trunkenbolde, rohe oder herzloſe Menſchen beſitzen ſie nie. Es gibt jedoch eine Abſtufung bei den Fähig⸗ keiten zum Zweiten Geſicht, die nicht überſehen werden darf. Einige haben nur ſehr ſelten, vielleicht zwei⸗ oder dreimal in ihrem Leben, „Geſichte“, andere nur ein„Vorgehör“. Sie hören das Lied, das bei der Beerdigung eines 4 Angehörigen geſpielt werden wird, den dump⸗ fen Hammerſchlag beim Zunageln des Sarg⸗ deckels oder das Praſſeln der Flammen bei ſich ankündigenden Bränden. Allen weniger Be⸗ gabten iſt gemeinſam, daß die Geſichte ſelten ſind und ohne Ankündigung kommen. Der„Schichter“ dagegen ſieht alles voraus, was irgendwie wichtig iſt im Ablauf des Le⸗ bens. Nicht nur Todesfälle und Brände, ſon⸗ dern auch Hochzeiten, Kriege und anderes. Der Kreis ſeiner Geſichte greift weit über den Rah⸗ men der eigenen Sippe hinaus, die ganze Volksgemeinſchaft iſt darin eingeſchloſſen. Solche Schichter ſpüren vorher, wann ſie zum Schauen kommen. Sie müſſen dann ins Freie. Ein unwiderſtehlicher Drang treibt ſie ſogar mitten in der Nacht aus dem Schlafe. Einer dieſer beſonderen Art war mein Ur⸗ Geſichtes erblich iſt. Ihr Vater ſah viele Er⸗ eigniſſe voraus, beſonders Todesfälle, bei denen er den Sarg liefern mußte. Sie ebenfalls. Von einem erzählt ſie: Mein Mann und ich hatten vor einigen Jahren Bekannte beſucht und fuh⸗ ren beim Anbruch der Dunkelheit mit den Rä⸗ dern wieder heim. Kurz vor dem Hofe W. in Todtenhauſen wurde es mir plötzlich ganz ſon⸗ derbar vor den Augen. Ich ſah einen Leichen⸗ zug auf uns zukommen und rief meinem Mann zu, er möge zur Seite fahren, Ich ſelbſt ſprang ab. Während die letzten Teilnehmer des Trauerzuges noch vom Hofe herunterkamen, gingen die erſten, die Poſaunenbläſer, ſchon an mir vorbei. Erkennen konnte ich keinen, obwohl alles ganz deutlich war. Ich ſpürte nicht die lei⸗ ſeſte Angſt. Alles eigene Denken ſchien ausge⸗ löſcht. Ich fühlte jedoch den feierlichen Ernſt der Vorübergehenden. Allmählich verflüchtigte ſich das Bild, ſo daß ich plötzlich wie zurückver⸗ wandelt mit hellwachen Sinnen wieder in der Dämmerung ſtand. Da erſt verſpürte ich Grauen und flüchtete in meiner Aufregung in das unmittelbar dem Hofe W. gegenüberlie⸗ gende Haus meiner Schwägerin. Erſt als ich mich eine Weile erholt hatte, konnten wir unſern Weg fortſetzen.“ Tatſächlich lag zur Zeit des Geſichts im Ich ſchaute aber völlig gedankenlos hin. lich leckte eine feurige Lohe am Hauſe und wenige Minuten ſpäter ſtand der Giebel in Flammen.„Drüben brennt's ſagte ich, indem ich mich nach dem Gut umdrehte.„Wo?“, fragte der aufgeſtör ſehe ja nichts!“—„Drüben beim Bauer rief ich ungeduldig, aber wie ich mich jetz der dorthin zurückwandte, war alles verſ den. Dunkel und ſtill lag das ganze An vor uns.„Ich möchte nur wiſſen, was ſehen haſt“, ſagte der Gutsherr kopfſchü „Du warſt wohl eingenickt?“ Als wir drei Wochen ſpäter um die Zeit wieder durch Kutenhauſen kamen, brann das Haus wirklich. Genau ſo, wie ich es v ausgeſehen hatte, ſchlugen die Flamme den Giebel.— Den Brand beim Nachb ich ähnlich voraus. Als ich ihn jedoch des warnte, erklärte er lachend, darauf wür wohl noch lange warten können. Wenige Wo chen ſpäter ſpielte ſein Junge mit Streichhöl⸗ zern, und das Haus ging in Flammen au Auch der Bau der Kleinbahnſtrecke Min Uchte wurde mehrfach vorausgeſehen. Erſtmalig ſogar zehn Jahre vor dem Baubeginn. Heu noch lebende Zeugen erinnern ſich deſſen genau⸗ Als der Bau beſchloſſen und die Strecke bereitz in groben Zügen vermeſſen war, ſah der 6 wirt R. aus Wietersheim eines Nacht hellerleuchteten Zug von Grashoff komm vor dem Walde herfahren. Er wurde deswe nicht wenig verſpottet, denn die Linie war viel weiter weſtlich vermeſſen. Der Gaſt behielt trotzdem recht, denn im letzten Aug blick wurde ſie von Todtenhauſen bis Pe hagen in der Weiſe verändert, daß ſie Heiſterholz berührte. Es würde zu weit führen, wenn ich alle mi bekannten Fälle des Zweiten Geſichts hie führen wollte. Wer ſich eingehend mit. Erſcheinung befaßt und Gelegenheit hat, mit Schichtern zu verkehren, der wird immer aufs neue über das genaue Eintref des Vorhergeſagten wundern. Sgop ſagt:„Am auffallendſten iſt der Erfahrun ſatz der ſtrengen Notwendigkeit alles Geſcheh beim Zweiten Geſicht. Denn das oft lange V herverkündete ſehen wir nachmals genau 1 mit allen Nebenumſtänden, wie ſie angegeben waren, eintreten, ſogar dann, wenn man abſichtlich bemüht hatte, es zu hintertreiben oder die eintreffende Begebenheit wenigſt in irgendeinem Nebenumſtand von der geteilten Erſcheinung abweichen zu laſſen: a ſtets vergeblich, indem gerade das, was Verkündete vereiteln ſollte, allemal es her zuführen gedient hat.“ Der Wolf, der mich erwartet Von Otto Rlſcher Dieſen Winter narrte mich ein Wolf. Wie jedes Jahr, hatte ich den Luderplatz hergerichtet, um die Füchſe, die der Winter aus den weiten Urwäldern in die Vorberge treibt, kurz zu hal⸗ ten. Schon im November nahmen ſie den Köder an, der am Gartenende, jenſeits eines Bachgra⸗ bens, von der Arbeitsſtube gut überſehbar, aus⸗ gelegt war. Doch es lag kein Schnee, die Nächte waren mondlos, alſo war ein Anſitz nutzlos. Die Köderſtücke, abgeſchoſſene wildernde Hunde und Katzen waren feſtgebunden, damit ſie die Füchſe nicht verſchleppten. Dennoch wurde eines Nachts eine angepflockte Katze, trotz der ſtarken Rebſchnur, abgeriſſen und fort⸗ getragen. Sollte das ein Fuchs zuſtande ge⸗ bracht haben? Eher war auf einen ſtreunenden Hund zu ſchließen. Da trockener Froſt herrſchte, waren keine Fährten zurückgeblieben. Endlich, Mitte Dezember kam Schnee. Eines Abends, da ich ſpät von der Teibjagd kommend, den Anſitz verſäumte, wurde ein ſchwerer, nur wenig angeriſſener Hundekadaver abgeriſſen und fortgetragen. Nachdem der Schnee gefroren und auf dem Luderplatze ganz zertreten war, ließ ſich der Täter wieder nicht feſtſtellen. Nur, daß ein Hund nicht in Frage kam, war ſicher. Drei Tage darauf aber hatte ſich im Rauhreif die Fährte eines Wolfes, der den Weg talab⸗ wärts kommend, dem Vudernhatz zugewechſelt war, abgedrückt. Abend für Abend ſetzte ich mich nun an. Doch kein Wolf zeigte ſich. Füchſe, ja, immer wieder einer. Bis zehn, bis elf Uhr nachts ſaß ich beim Schußfenſter, dann ging ich zu dem, hun⸗ dertfünfzig Schritte entfernten Wohnhauſe zu⸗ rück, um zu ſchlafen. Und doch hätte ich gerne wieder einen Wolf erlegt, ſie ſind ſpärlich geworden, die großen Räuber, in den letzten Jahren. In den rauhen Nächten kam hoher Neuſchnee. Mond ſtand keiner mehr am Himmel, aber der weiße Untergrund hob jeden Schatten deutlich ab. Trotzdem nahm mir der Wolf wieder einige Köderſtücke weg, obwohl ich jetzt ſie mit Draht befeſtigt hatte. Dabei kam er ſtets erſt dann, wenn ich müde geworden, zum Wohnhauſe zu⸗ rückgegangen war. Es blieb alſo nichts anderes übrig, als einige Nächte am Schußfenſter zu durchwachen. Der Beſuch der Füchſe hatte nachgelaſſen. Nur noch ſelten erſchien einer auf dem Luderplatze. Vielleicht war ihnen auch der Schnee zu hoch, um von weiter herzufinden. Es war alſo nicht leicht, in dieſem tiefen, eiſigen Schweigen wach zu bleiben. Im Lehnſtuhl ſitzend, gut ver⸗ mummt, denn im Zimmer durfte nicht geheizt werden, ſtarre ich durch das große Fenſter gegen Oſten, oder ſuche links durch das Schußfenſter den Köderplatz ab und werfe zeitweilig einen Blick rechts durch das Schmalfenſter, das den Ausblick in den Garten und das von Bäumen verdeckte, ferne Wohnhaus frei gibt. Stumme, fahl verhängte Nacht draußen. Es iſt ſchon nahe an Mitternacht und außer einem Haſen, der nahe beim Hauſe eine Zeitlang an Ginſterſträuchern knabberte und einer Eule, die mißtrauiſch den Luderplatz überſchattete, hat ſich nichts geregt. Etwas veranlaßt mich, durch das ſchmale Fenſter rechts zu blicken. Eine Spannung iſt in mir, eine beſtimmte Erwartung, jenes ſichere Gefühl des Jägers, nicht mehr allein zu ſein, auch wenn unſere Sinne noch gar nichts wahr⸗ genommen haben. Nur die fahle Schneenacht iſt draußen zu ſehen. Da ſchiebt ſich plötzlich von rückwärts her ein großer, dunkler Schatten über das ſtumpfe Weiß. So nahe iſt das Tier, daß ich gleich den Wolf erkenne, bevor er noch völlig ſichtbar geworden. Drei Schritte vor dem Weg macht er halt, Fang und Naſe weit vorgeſtreckt, wie um ſich zu über⸗ zeugen, ob meine Spur hin und auch ſchon zu⸗ rück im Wege ſteht. Wohl habe ich die Flinte aufgenommen, aber der Schuß durch die Doppelſcheiben iſt viel zu unſicher, um ihn zu wagen. Da hat ſich auch ſchon der Wolf die Gewißheit verſchafft, raſch wirft er den Kopf auf, ein Blick zu mir her⸗ über, er wendet zurück und iſt auch ſchon wieder verſchwunden. Ich bin betroffen. Der Wolf weiß, daß es ge⸗ fährlich iſt, dem Köderplatz zu nahen, ſolange ich im Hauſe bin. Darum kommt er immer nur dann, wenn ich ſchon ſchlafen gegangen oder den Anſitz unterlaſſen habe. Vielleicht hat er beobachten können, wie ich vom Hauſe aus einen Fuchs ſchoß, dieſen aufnahm und wieder in dem Hauſe verſchwand. Da hat es freilich keinen Sinn, länger auf ihn zu lauern, er kommt ja doch nicht, ſeine feine Naſe ſagt ihm, daß ich das Haus wieder verlaſſen haben muß, damit er ſicher den Luderplatz betreten kann. Schon Mitte Januar war die Schneezeit zu Ende und auch, als im Februar für kurze Zeit Neuſchnee lag, bekam ich den Wolf nicht zum Schuß. Dennoch hate ich noch ein Zuſammen⸗ treffen mit ihm. Mit den erſten Märztagen war der Winter endgültig vorüber. Die Wieſen waren ſatt und ſaftig, da und dort im Walde zeigte ſich ein grüner Schimmer, die Kornelkir⸗ ſchen blühten und der laue Wind trieb gelbe Wolken von den Haſelſträuchern weg. Eines Abends, gegen zehn Uhr, gehe ich heimwärts. Das Tal iſt tief ſtill, der eben aufgegangene Mond wirft lange Schatten vor mir her, gelb ſchimmern die Wieſen. Da, um eine Biegung kommend, bleibe ich überraſcht ſtehen. Dort, auf dem erhöhten Wegrande, wartet ein g dunkles Tier. Erſt kann ich es nicht glaub nun macht es eine Bewegung, der Mond tri ſeine Augen, mit grünem, ſtarken Leuch blitzen ſie auf. So ſchimmern nur die Au eines Wolfes. Ich habe die Piſtole gezogen, mit der lin Hand ziehe ich den Verſchluß zurück, um e Patrone in den Lauf zu bringen. Dabei bli ich unverwandt auf den Wolf, der nun z Schritte auf mich zu macht und dann verh Die Patrone hat ſich geſpießt— zu la ſchon trage ich die Piſtole in der Taſche, ohne ſie zu reinigen. Wieder wirft der Wolf den Schädel auf, geduldig fordernd, nun gleitet er zum Bachg ben hinab, nochmals ein Blitzen ſeiner Seher nun taucht er zwiſchen den Erlen und Haſel⸗ ſträuchern ein und ſchon iſt er verſchwu Nachdenklich gehe ich dann weiter. Der Wolf hat mich erwartet. Er muß m kommen gehört haben, auch trug ihm der t auf gehende Wind meine Witterung zu dieſe Witterung muß er kennen. Zu oft hat er m nen Fährten nachgeſpürt, er kennt mich gewiß, denn ſehr genau unterſcheiden die Wölſe ein Jäger von einem Hirten. Und doch hat er o Furcht meiner geharrt. Hat den Wolf zu dieſem Warten die Erf rung veranlaßt, daß ich es war, der für 1 immer den Köderplatz beſtellte und ihm mühelos über den Winter hinweghalf? V bindet ſich für ihn mit meiner Perſon die V ſtellung von Futter, wie ja auch jedes Ti bald ſeinen Wärter kennt? Auch Rehe, Haf und Faſanen, die auch in der Freiheit auf wachſen ſind, ja ſelbſt Sauen, lernen bald d kennen, der ihnen den Futterplatz beſchickt verlieren die Scheu vor ihm. Aber ein Wolf, dieſer ſtets Gehetzte, Wilde und doch finde ich keine andere Löſung. affee gut ſei Preis von tavos eine S nd die Junge ihren nackte unen Beinen md lachte, wäl Körbchen ſch Goldbanat tige Feigen, und Orangen bu einander leuchte ie Reiſende ige rüde Sch ften zuweil eine Apepu. D einige Kupf bchen, das e ſo friſch m die rüden de ſich in bendheißen Wa 5 ückzogen. Da der Zug wiedei fe winkte, ——55 Tini dem jung, ein bronzefarbener deſſen bre t mit einem n Schnurrbä ſchattete, und nenverkäufer n gerne an,! ißes Gebiß ldbraunen G blinkte. Sie t e offene J er 935 Wele lüſſe, ſonſt ki tung verſtehen Da errötete auf il nn er es fi immen, u ingſte Sohn 4 ind an deſſen Be geſchloſſen teil⸗ hatte der Kranle zweimal Brünbe zauer aus Kuten⸗ m Nachbar. Ihn iten die Geſicht ede Ankündi auf dem W' ht wird, ſondem von einer Kerze. enlos hin. Rlö im Hauſe empor ſtand der ganze n brennt's jalh dem Gutsherm r aufgeſtört,„ich beim Bauer T ich mich jetzt wie⸗ alles verſchwun⸗ ganze Anweſe ſſen, was du rr kopfſchüttelſd, r um die gleiche n kamen, brannte wie ich es vor⸗ e Flammen um eim Nachbar ſah jedoch deswegen arauf würde ich en. Wenige Wo⸗ mit Streichhül⸗ ſtrecke Minden eſehen. Erſtmalig aubeginn. Heute ſich deſſen genau. ie Strecke bereitz ar, ſah der Gaf⸗ ines Nachts den wurde deswegen zie Linie war zn . Der Gaſtwirt n letzten Augen⸗ uſen bis Peterz⸗ rt, daß ſie auch benn ich alle mr ſn var, kam ich eines dem Kutſchwagen if dem Bock, hin⸗ hrend wir durth plötzlich im Ti n. Nicht ſo, alg 3 3 4 der Preis von zwanzig Centavos eine Sünde ſei, und die Junge ſtand da mit ihren nackten, gold⸗ braunen Beinen im Gras und lachte, während ſie ein Körbchen ſchwang, in dem Goldbananen, ſaf⸗ tige Feigen, Melonen und Orangen bunt durch⸗ einander leuchteten. Die Reiſenden ſchrien einige rüde Scherze und lauften zuweilen auch eine Apepu. Dann flo⸗ rbchen, das Mädchen daß die rüden Scherz⸗ bolde ſich in den glü⸗ hendheißen Waggon zu⸗ rückzogen. Dann fuhr der Zug wieder an, der Zefe winkte, und die bdrei Frauen winkten auch. Und wenige Mi⸗ ocbgefahren war, lag die ashoff kommend * Die Eiſenbahnſtation Tipui beſtand aus einer halbverfallenen Holzhütte, einem Telefon, einer Karbidlampe und drei Hühnern. Und dem Jefe natürlich. Manchmal krächzte die Glocke des Telefons wie ein überfahrener Gänſerich, dann lam der Schnellzug. Die Schienen zitterten, die Hühner rannten kriechend beiſeite, und der Jefe — Guitarre weg und ſtand ſalutierend vor er Hütte. uebrigens kamen drei Weiber zu jedem Zug, die Alte hielt junge Hühner an den Leinen hoch und pries ſie den Reiſenden an, die ſchwitzend und ſtumpfſinnig aus den Fenſtern glotzten, die Mittelalterliche lief mit einer Kanne kaltem Kaf⸗ ſee an den Waggons ent⸗ lang und ſchrie, daß der Kaffee gut ſei und daß gen einige Kupfer in das lachte ſo friſch und warm, nuten, nachdem der Zug Station Tipui verlaſſen und totenſtill in der un⸗ endlichen Pampa. Der Jefe ging natür⸗ lich auf dem Heimweg neben der Jungen her, das iſt bei allen Män⸗ nern ſo, auch wenn ſie anders natürlich als ſie, denn er war ein Mann, und die Träume der Männer ſind ſo kühn wie ihre Taten, das iſt bekannt. Als einige Wochen in das Land gegangen waren, ſtand ein ſonderbares Gerät, ein Wagen, hinter dem Stationsſchuppen. Ramirez winkte einigen Peonen, die ihm mit einem Hebebaum halfen, dieſes ſonderbare Gefährt auf die Schie⸗ nen zu ſetzen. Es war eine Dräſine. Und als die Peone davongeritten waren, ſetzte ſich der Jefe ſtolz auf die Dräſine und begann die Antriebshebel an ſich zu ziehen, ſo daß das Gefährt ſich in Bewegung ſetzte, Er rollte ſtolz Hätte er gefragt, warum, ſo hätte er die Ant⸗ wort bekommen, daß der Gouverneur in einem Sonderzug durchkommen werde. Hätte er voller Ehrfurcht vor dem Gouverneur ſalutiert, ſo wäre der Apparat drüben längſt eingehängt worden. Aber die Strecke wäre frei geweſen! Dies alles war aber nicht geſchehen. Das Tele⸗ fon klingelte auf der Station Tipui vergebens, und nur die drei Hühner dort ärgerten ſich dar⸗ über. Denn der Jefe machte eine Luſtfahrt auf der Dräſine mit dem Mädchen Elena. Es iſt klar, daß es ſchlecht für eine Dräſine ſteht, die von einem Expreßzug gerammt wird. aͤclelien cus cler Pœmya Abenteuer von Christian Munk Der Expreßzug fegte funkenſprühend heran. Der Jefe hielt mitten auf der Steppe an. Er drehte ſich zu ſeiner Liebſten um. Sie lachte ihm entgegen. Als der Lärm der vier Räder verſtummte, war es plötzlich totenſtill um die beiden jungen Menſchen. Ramirez ſtand auf und flüſterte liebeglühend: „Liebſte Elena!...“ Er ſah ihr Geſicht dicht vor ſich ſchimmern. Ihr Atem ging ſchwer. Matt blinkte der Schie⸗ nenſtrang unter ihnen. Elena erbebte, als Ra⸗ mirez ſeinen Arm um ihre Schultern legte. Sie flüſterte:„O Ramirez...“ Plötzlich hörten beide ein unterirdiſches Rol⸗ len herannahen. Sie blickten ſich um. Sie ſahen zwei glü⸗ hende Lichter über den aufblitzenden Schienen herangleiten. Gleichzei⸗ tig begannen die Schie⸗ nen zu zittern, und ein rollender Donner fuhr ihnen entgegen. „Cara Madonna, ein Zug!“ ſchrie Ramirez. „Wir ſind verloren!“ Es war der Expreß⸗ zug, in dem der Gou⸗ verneur ſich gerade mit ſeinem Tropenhelm Küh⸗ lung zufächelte. Er ſtieß gelangweilt das Glas Whisky von ſich und rief ſeinen Sekretär. Auf der Lokomotive ſpähte der Ingenieuro in die Nacht hinein. Und der Heizer ſchaufelte rot be⸗ leuchtete Kohlen in den Bauch der rieſigen Loko⸗ motive. Der Zug don⸗ nerte durch die Nacht. „Ramirez, wirf den Wagen von den Schie⸗ nen!“ ſchrie die kleine tapfere Elena, die haſtig einen Grasbuſch ange⸗ zündet hatte, wie es Ramirez befohlen hatte. „Im Kreis ſchwen⸗ ken!“ ſchrie Ramirez —————————————— Beſichts hi niemals Stationsvor⸗ und arbeitete wie ein 144 D feber bei der dés Wilder an der Dräſine. enheit ar 4 waren. Elena rannte mit dem glühenden Grasbuſch der wird ſich enaue Eintreffen .Schopenhauer Der Jefe war außer⸗ dem jung, ein ſchlanker bronzefarbener Cabal⸗ lero, deſſen breiter Som⸗ dem heranbrauſenden Expreßzug entgegen und ſchwenkte das Feuer im der Erfahrungs⸗ alles Geſchehen s oft lange Vor⸗ nals genau und ie ſie angegeben Kreis. Aber der Lokomotiv⸗ brero ein hübſches Ge⸗ führer ſteckte ſich gerade ſicht mit einem verwege⸗ nen Schnurrbärtchen be⸗ ſchattete, und die Ba⸗ eine ſchwere Zigarre an wenn man ſich zu hintertreiben iheit wenigſtens d von der mit⸗ n zu laſſen: aber das, was das lemal es herbe⸗ 0 tet ein großez s nicht glauben der Mond trifft ſtarken Leuchten nur die Augen „ mit der linken zurück, um eine zen. Dabei blicke der nun zwei d dann verhofſt. eßt— zu lange der Taſche, ohne Schädel auf, un er zum Bachgra⸗ en ſeiner Seher, rlen und Haſel⸗ r verſchwunden ter „ Er muß mich ug ihm der tal⸗ tterung zu und Zu oft hat er mei⸗ nnt mich gewiß, 1 5 14 4 3 3 3 3 5 die Wölfe einen doch hat er ohne irten die Erfah⸗ ar, der für ihn e und ihm ſo nweghalf? Ver⸗ Perſon die Vor⸗ auch jedes Tier ich Rehe, Haſen Freiheit aufge⸗ lernen bald den ab beſchickt und hette, Wirde., Löſung. weißes Gebiß in ihrem goldbraunen Geſicht auf⸗ Er würde ihr die Eiſen⸗ lofo, unſere Eiſenbahn, Madonna negra!“ Das Mädchen Elena erſchrak. Welch ein küh⸗ ner Gedanke! Sie war nanenverkäuferin lachte ihn gerne an, wobei ihr blinkte. Sie trug eine rote offene Jacke und einen dunklen, weiten Rock, und ihr ſchwarzes Haar glänzte. Da kam dem jungen Ramirez ein Gedanke. bahn zeigen. „Iſt ſie nicht miracu Elena?“ „Doch, Ramirez, ſie iſt gewaltig.“ „Willſt du nicht ein⸗ mal mit ihr fahren, kleine Elena?“ „Aber Ramirez! O noch nie in ihrem Leben mit der Eiſenbahn ge⸗ ſohren, und ſie würde es auch nie tun, nie. Sie blieb am Rand des Schienenſtranges ſtehen und blickte angſtvoll ihren Ramirez an. Aber er umarmte ſie und fagte, daß ſie natürlich einmal Eiſenbahn fahren müſſe, ſonſt könne ſie ja nicht ſeine Verantwor⸗ tung verſtehen, nicht wahr? Da errötete ſie und blickte mit wildem Herz⸗ Hopfen auf ihre nackten, beſtaubten Füße, die im grauen Kampgras ſtanden. Ihnen gegenüber ſah ſie die nackten Füße des Jefe. Sie blickte 4 auf und ſagte, daß ſie nicht widerſprechen wolle, wenn er es für gut halte. Elena ſchlief in der Nacht nicht auf ihrem Catre. Sie lauſchte den Millionen Grillen, die unter dem ſüdlichen Kreuz die Muſik der Pampa anſtimmen, und ſie träumte mit offenen Augen von dem luſtigen, hübſchen Jefe und von der großen, donnernden Eiſenbahn, die am Hori⸗ zont entlangtoſte. Aber auch der Jefe träumte, er träumt⸗ natürlich von der Liebe, aber ganz Blick in die Freiheit über die Schienen, bis zu den Eukalyptusbäu⸗ men, am Horizont, die man von der Station aus gerade noch ſehen kann. Hier hielt er. Das Mädchen Elena, das dort mit Herzklopfen im Gras gelegen hatte, ſprang auf. Er zog ſie herauf, und ſie ſetzte ſich auf den zweiten Platz. Dann begann die Fahrt. Die beiden jungen Menſchen rollten fröhlich durch das Land. Elena jauchzte vor Begeiſte⸗ rung, und Ramirez arbeitete mächtig, um im⸗ mer raſcher zu fahren. Es war eine wundervolle Fahrt, die Sonne ging unter, und die beiden jungen Menſchen lachten und ſangen. Wäre der Jefe auf ſeiner Station geblieben, dann hätte er das heiſere Gekrächze des Tele⸗ fons hören müſſen. Hätte er den Hörer abge⸗ nommen, dann hätte er vernommen, daß die Strecke frei zu machen ſei, und zwar ſofort. Und es iſt auch klar, daß eine Liebe nicht lange dauern wird, deren Träger unter den knirſchen⸗ den Rädern eines Sonderzuges verenden, ganz zu ſchweigen von der Gefahr für die Reiſenden und für den Gouverneur. Kurz und gut, der große Zug raſte donnernd und funkenſprühend durch die Station Tipui, der Gouverneur gähnte dort gerade, der Zug⸗ führer ſchaute nach dem Jefe vergebens aus, und der Zug begann jetzt mit unheimlicher Ge⸗ ſchwindigkeit das junge Liebespaar auf der un⸗ beholfenen Dräſine einzuholen. Es war allmählich dunkel geworden. Die kleine Elena ſang auf der Dräſine ein ſüßes, kreoliſches Cancion von den drei Blutstropfen des verliebten Gaucho. Sie blickte weit über die dämmernde Pampa, matt leuchtete im Weſten noch der Horizont, dann wurde es ganz dunkel. und achtete nicht auf die Strecke. Ramirez kroch unter die Dräſine und hob ſie mit dem Rücken. Er hatte nie in ſeinem Le⸗ ben ſo gearbeitet, der Schweiß rann in Strö⸗ men von ſeinem Geſicht. Elena ſchrie und faßte ihre Hand. Sie ließ es geſchehen und ſchwang den Grasbuſch. Kreiſchend und fun⸗ kenſprühend hielt der Zug dicht vor ihr. Der Ingeniero ſchrie mit vorgehaltenem Revol⸗ ver:„Was iſt los hier?“ Er ſah ein hübſches Mädchen, das ſchwieg. Er brüllte ſie an, was ihr einfiele, den Zug anzuhalten, was hier los ſei, carajo? Da begann Elena zum erſtenmal in ihrem Le⸗ ben zu lügen. Sie rief hinauf:„Bitte, nehmen Sie mich mit, ich muß nach San Joſe!“ Da fluchte der Ingeniero ſo gräßlich, wie er nie in ſeinem Leben geflucht hat und gab wie⸗ der Dampf, der Zug begann anzurollen. Und im Lärm des Anfahrens bemerkte niemand den kleinen Plumps, den es gab, als die Dräſine vom Fahrdamm herunterfiel. Gewaltig und hochmütig rollte der Zug davon, ſein Donnern verebbte. In der dunklen Prärienacht lief ein eiliger Schatten zu dem Mädchen und umarmte es vol⸗ ler Leidenſchaft:„Ich danke dir, ich danke dir!“ Das war das einzige, was Ramirez, der Jefe, ſagen konnte. Aber es genügte für die beiden. Leiſe und heimlich fuhren ſie wieder nach Tipui zurück. Und das große Licht des ſüdlichen Kreuzes leuchtete über ihnen, denn ſie liebten ſich. Aufn.: Elisabeth Hase winkte, das Feuer er⸗ Kurz bevor die Heerſtraße ſich über den ſtei⸗ nigen Kiesbuckel wölbt, zweigt links ein dorn⸗ verwachſener Feldweg ab, der ſich am Fuß eines langgeſtreckten, mit lichten Forlen beſtan⸗ denen Hügels hinzieht. Auf der rechten Seite begleitet ihn ein tiefer, vom Wildwaſſer geriſ⸗ ſener Graben, eine Klinge, wie die Bauern dort ſagen. Drüben ſteigt ein ſanfter Hang an, der ſich aber bald ſteil zum Graben auf⸗ bäumt und das Weglein zwingt, ſich um ihn zu krümmen. So ſchwindet es aus der Sicht der Straße und ſtrebt dem waldumſäumten Eggengrund zu, wo es ſich verliert. Hier geſchah während des Dreißigjährigen Krieges an einem Frühjahrstag eine Untat, die wegen ihres merkwürdigen Nachſpiels im Fol⸗ genden berichtet ſei. Der Bauer Haun ſtürzte mit ſeinem Buben einen Brachacker, um ihn ſpäter mit Rüben zu bepflanzen. Der Tag war mild. Weißblau ſtand der Himmel über der Talmulde. Süß duftete es von den blühenden Sallenbüſchen am nahen Waldrand. In der Luft ſchwirrte ſchon allerhand geflügeltes Inſekt. Und an einer naſſen Stelle des Ackers ſtreckten ſchup⸗ pige Huflattichſtiele ihre goldenen Sonnenblü⸗ ten zur Bläue des Himmels empor. Der Bub führte den Gaul, während der Bauer ſchwer⸗ fällig hinter den Holmen ſchritt. Fein ſtäubte die Erde vor der Pflugſchar. Das Eiſen knirſchte im ſteinigen Erdreich, und ſchnittig und braun legte ſich Furche an Furche. Der Bub pfeifelte durch die Zähne. Der Gaul ſtampfte die Ackerlängen auf und ab, warf vor Wohlbehagen den Kopf und blies ſchallend durch die Nüſtern. Als die Sonne ſchon hoch über den Forlen ſtand, ſchickte der Bauer ſeinen Buben mit einer Stütze zum Saubrunnen, einer kleinen Quelle, die über einer Tonſchicht am Hang der Heerſtraße austrat. Er ſelber wickelte mit knotigen Händen einen Ranken Brot aus einem Tüchlein, brachte dem Gaul einen Brocken da⸗ von vor, fuhr ihm über den weißen Stirnfleck, ſetzte ſich dann auf das hölzerne Pfluggeſtell und ſtrich aus einem irdenen Häfelein Käſe auf die Schnitte. Er merkte ſo nicht, was hinter ihm vorging. Plötzlich zerriß das Krachen einer Muskete die Stille. Der Bauer ſchrie und fiel rücklings über den Pflug. Der Gaul zuckte zuſammen und wendete erſchrocken den Kopf. Und als er einen wildfremden Kerl aus dem Wäldchen auf ſich zulaufen ſah, ſcheute er und raſte mit dem Pfluggeſtell davon. Der Bauer wurde ge⸗ ſchleift, geriet unter die Pflugſpitze und blieb mit zerriſſenen Kleidern blutend und ſtöhnend auf der friſchgepflügten Evde liegen. Ein Rei⸗ ter aber, der Spießgeſelle des Mordſchützen, ſetzte aus dem Waldſchatten dem Gaul nach und erwiſchte ihn, als der Pflugwagen ſich in einem Geſtrüpp verfangen hatte. Er riß das Tier am Zaum, daß es wiehernd ſtieg, dann band er es ſeinem eigenen Roß an die Zügel, ſprang ab, ſchnitt die Stränge vom Pflug und führte beide Pferde zum Acker zurück. Derweil lag der Bub hinter einer Hecke in die dürren Schmellen geduckt und ſah dem allem zu. Angſt und Todesſchrecken würgten ihm die Stimme ab. Doch als er ſah, wie der mit der Muskete dem Vater in die Seite trat und der nur noch zuckte, lief er laut heulend über die Felder dem fernen Dorfe zu. Er ahnte nicht, daß er ſelbſt das Raubgeſindel beigezogen hatte. Sie hatten den Buben mit ſeiner Stütze Ber Gauf Bla vom Feldweg in die Heerſtraße einbiegen ſe⸗ hen und waren, während er zum Brunnen lief, Beute witternd in den Grund gedrungen. Und weil dem einen am Tage vorher der Gaul an Kolik gefallen war, ſo mußte der Bauer ſter⸗ ben, um dem Marodebruder wieder zu einem Roß zu verhelfen. Ueber dieſe Tat gingen viele Tage und Jahre hin. Sie war nicht das erſte und letzte Verbre⸗ chen in dieſem Kriege. Hunderte und Tauſende folgten, und es war kein Ende abzuſehen. Die Dörfer zerfielen unter Krieg und Brand. Das Volk verkam. Die Felder verwahrloſten. Seu⸗ fenfaren schmeftern in den hellen Morgen Skizze aus dem 30jährigen Krieg von Wilhelm Kraft Herbstliche Stunde/ W Der Abend splelt die blaue Scorobonde. Das Glöck, es währte einen Sommer lang. Doch jetat ist Herbst. lch bin schon bis zum Ronde Erinnerung und Traum und Uebergang. Das Licht verhuscht, und alle Uhren schlagen Wie Herzen einer lang verfollnen Zeit Und heben Stunden qus vergongnen Togen in deine und in melne Einsamkeit. lns Dunkel sqag ich lelse deinen Nomen. Er klingt schon fern wie oͤber weites Meer Und ist das letzte und das milde Amen. Dein Lächeln nur noch ztittert zu mir her. chen zogen ins Land. Der Hunger fraß, was Krieg und Seuchen verſchonten. Es kam eine Zeit, in der das Tier im Menſchen die Geißel über Deutſchland ſchwang. Eine Zeit, in der Gerechtigkeit und Liebe Spottwörter waren. Das dauerte bis dieſer Krieg an ſich ſelbſt zer⸗ faulte, bis das beſchworene Böſe die Böſen fraß, bis die beleidigte Natur an ihren Belei⸗ digern grauſame Rache nahm. Es ging ſchon gegen das Ende dieſer Schrek⸗ kenszeit, und aus dem Buben war längſt ein Mann geworden. Der verborgene Acker im Erdengrund hatte ſchon manches Jahr wieder (Scherl-Bilderdlens-Autoflex) — — 700 von Rolf weweſoy Gott— Wenn dou uns elnmol ous den Bergen mff ln deine letzte unbegriffne Welte, Für die du uns von Anbeginn erschöfef, Doß jeder sie für sich bereite: Loß uns nicht in die Stille nlederstelgeh, Loß uns vom Rauschen deines Rufes heben Hincgof in dein erfölltes Schweigen, Loß uns im Schloge deines Herzens beben, lm Brausen deiner Stimme untergehn Und daonn in deinen Avgen brennend gufersfehn. Frucht getragen und in Notzeit dem jungen Mann das Brot beſchert. Als er an einem kühlen Herbſttag mit dem Karſt am Acer werkte, hörte er vom Heerweg herüber dump⸗ fen Trommelllang. Ueber eine aufſteigende Furcht hinweg trieb es ihn vor zur Straße. Er rannte gebückt den Waldhang entlang von vuch zu Buſch. Sein Herz fieberte, die Adern an Schläfen und Hals ſchwollen ihm zu Stricen. Es wurde ihm gewiß, daß dort drüben etwa geſchehen mußte, was ihn anging. Er lag dann über der Straße hinter einen Buchengeſtrüpp und ſah unten in endloſem Zug Soldaten über den Kiesbuckel ziehen. Rei⸗ ter und Fußtruppen, Geſchütz und Wagen, ein bunter lärmender Wuſt, Aufgeputzte und Zer“ um Chriſti Geb Landbaus, lockte den die Bienen, lumpte, unſchuldige Milchgeſichter und zer⸗ hauene, ſtruppige Schelme. Zuletzt kamen wie⸗ der Reiter. Da hörte er nah unter ſich lautes Fluchen. Brüllen und höhniſches Gelächter wälzten 3 im Knäuel, das plötzlich auseinanderſtob. Der Zug ſtockte. Ein einzelnes Pferd raſte aus dun Reihe in den Feldweg. Der Reiter fluchte und zerrte es am Zügel, um es zurückzuzwingen. 3 Haun ſah, wie er dem Roß die Sporen in die Weichen ſchlug und das Gebiß in das Maul riß. Das Pferd bäumte ſich vor Schmerz auf den Hinterbeinen faſt ſenkrecht in die Höhe, verlor das Gleichgewicht und ſtürzte, ſich über ſchlagend, mit dem Reiter in die Klinge. Ein vielſtimmiger Schrei drang herauf. Eine kune Stimme folgte. Dumpf klangen Trommel⸗ ſchläge von fern. Dann ſprangen Reiter von den Pferden und ließen ſich in den tiefen Gr. ben gleiten. Nach geraumer Zeit kamen ſie mit Sattel und Lederzeug herauf. Ein Offizier ſchalt und trieb zur Eile. Der Zug ſetzte ſich wieder in Bewegung. Und Zuruf und Gelüch ter drang wieder wie vorher zur Anhöhe her⸗ auf. Nach und nach löſte ſich das Heer in Grup⸗ pen und Einzelgänger auf. Kranke und Krüp⸗ ſpricht der Poet poetiſche und lei' dieſes unruhige r den und ſich durc pel, Geſindel und Weiber zogen hinterher wie die Krähen zum Aas. Gegen Abend erſt, als die Letzten fern über dem Kiesbuckel verſchwunden waren, kletterte der Bauer aus ſeinem Verſteck den Abhang hinunter und ließ ſich vorſichtig zu dem Gen ſtürzten in den Graben gleiten. Das Pferd lag auf dem Rücken. Es hatte das Genick ge⸗ brochen. Der Reiter lag mit zerquetſchtem Bruſtkorb unter ihm. Sein Galgengeſicht hing grauſig verzerrt in der niederen Gabel eines Schwarzdorns. Haun beſah ſich den Kopf des Tieres und fand auf ſeiner Stirne einen wei⸗ ßen dreieckigen Fleck. Ein Erinnern ſtieg ihm auf: Das mußte der Bläß ſein! Und dann war der Tote der Mörder des Vaters! Der Gaul hatte den Weg erkannt, auf dem er jung ſo oft zur Arbeit getrabt war. Der Bauer ſtreichelte ihm den alten klugen Kopf und dachte: Treuer Bläß! Wie viele Wege mußteſt du gehen, fremdem Willen unter⸗ tan, um dieſen deinen Heimweg zu finden. Und halblaut ſagte er vor ſich hin: Der Frie⸗ den iſt nicht mehr weit; denn Gott ſpricht ſelbſ Gericht! 7 Die Meliſ alter Zeit hochg mens iſt in de⸗ wird weniger g bhre Heilfamkeit farmeliter, des Morgenland. E durch Deſtillatio und Meliſſe gem gen Kopf⸗ und anregendes Ton Urheimat der Me der Lippenblume meergebiet. Dur ling alter Kloſt Weſten und Nord füddeutſchen Gär wärmeren Geger nicht einmal mei gleich vielen mitt ſeit vielen Jahrh Aber die alte Ackerbau⸗Schriftſt der chriſtlichen Z umfangreichen W nahm, die Biene ſeine Hand mit d einrieb. Die Hon! ſpendende Pflanz und daher kommt Die kräuterkundie gen ſchreibt, mar Meliſſe äße; ſie heiße deshalb au⸗ haben auch ande müt wirkt die Glowenen iſt ſie müt macht, und d meldete ſeinen 2 Rervenkrankheit Rmungen, oder wi⸗ ferie und Hypoch „Legt mir Meine Trä liſſe gefüllten Ki liſſentrank Erleich ſchafft haben. Wie ſchon erw⸗ Familie der Lippe heilkräftige Arten uns gezogen ſind. Staude treibt aus geln, die aufrecht eiſörmigen, gezähn er erinnern entfe ſind ſtark gerippt, Die Blätter ſtehe den Blattwinkeln ppigen Blüten. ommt auf jedem en fettigen Sand ſchieht durch Teil. bon vier Jahren! ahr oder Späthe beil⸗ und Gewü Die Kastanie Von Hilde Heisinger Der Herbſt war damals ſo golden und blau, daß man die Hochzeitstafel draußen unter den weitausladenden Obſtbäumen vor dem Hauſe gedeckt hatte. Ja, es war ſo warm, daß Mientje in ihrem ſchönen, ſchwarzen Kaſchmir⸗Kleid, die ungewohnte hohe Brauthaube auf den Flechten, ganz benommen davon wurde. Dabei hatte ſie kaum etwas gegeſſen. Die reichbela⸗ denen Platten mit dem fetten Schweinefleiſch — man mußte dazu trinken, damit es bekömm⸗ lich wurde— hatte ſie vorübergehen laſſen. Ebenſo den Butterreis, dick mit Zucker und Zimt beſtreut, und erſt recht das ſchöne Kom⸗ pott aus den erſten, friſchen Reinecclauden. Sie ſaß neben Berend, blaß und ſchmal, und immer ängſtlicher, je weiter der Nachmittag vorſchritt. Drüben, auf der linken Seite des Bauern⸗ hauſes, beluden die Knechte das große Laſtauto von Schlächtermeiſter Polle mit dem Heirats⸗ gut von Mientje: das Eichenbett mit den pral⸗ len Federkiſſen darin, die ſchwere Truhe, in der ſie alle gehäkelten Kanten aufbewahrte, noch von der Zeit her, als ſie bei den Nonnen das gute Benehmen und Handarbeiten gelernt hatte. Mientje ſeufzte zart. Aber Berend hatte es doch gehört. Er legte ſeine breite Fauſt auf ihre kleinen Hände. „Bauge?“ fragte er gutmütig. Sie nickte.„Es wird dir, drüben auch gefallen, Mien, ſollſt mal ſehen—“ Aber Mientje hatte Angſt. Angſt vor all dem Neuen, drüben auf der anderen Seite. Sie war nicht zu bewegen geweſen, vor der Hochzeit mit nach Middenmeer zu kommen, um ſich das kleine Haus und die Siedlerſtelle anzuſehen, die Berend dort erworben hatte. Um voran⸗ zukommen mit der Heiraterei, wie er ſagte. Und Mientje? Was ſollte ſie darauf antwor⸗ ten? Ihr ſelbſt gefiel es gut ſo, wie es bisher geweſen. Sie hatte ihre Arbeit auf dem Hof bei den Brüdern getan. Hatte das Federvieh verſorgt und den Gemüſegarten ſo muſterhaft gepflegt, daß manche Nachbarin gekommen war, um ſich Salbei und Thymian von Mientje zu erbitten. Nachmittags hatte ſie unter den alten Kaſtanien hinter dem Haus geſeſſen, den Stuhl nach rückwärts gegen den Stamm gekippt, ſo daß ihre Füße in den hellen Holzſchuhen faul hin und her baumeln konnten. Dann hatte ſie gehäkelt. Verſchlungene und kunſtvolle Muſter, die Berend beſtaunen mußte, wenn er feier⸗ abends herübergeſchlendert kam. Sie war ſtolz auf die volle Truhe. Berend wäre eine einzige Spitze, um ein gemeinſames Kopfkiſſen, tau⸗ ſendmal lieber geweſen... In dieſem Sommer hatte es ſich zufällig gefügt, daß man Berend eine gute Siedlerſtelle auf dem neugewonnenen Land in der Zuiderſee anbot. Er war ein tüch⸗ tiger Kerl mit ſtarken Armen, der was von der Landwirtſchaft verſtand und für drei arbeiten konnte, wenn es ſich um ſein Eigenes handelte. Er war heimlich nach Middenmeer gefahren, hatte ſich alles angeſehen, den Boden befühlt und den Kontrakt durchgeleſen. Woher er plötz⸗ lich den Mut kriegte, zu unterſchreiben und gleich das Aufgebot zu beſtellen, wußte er ſelber nicht. Nun ſaßen ſie hier unter den Obſtbäumen an ihrer eigenen Hochzeitstafel. Manchmal ſprang ein reifer Apfel vom Baum und plumpſte zwi⸗ ſchen Taſſen und Teller, ſo daß die Kaffeelöffel klirrend zitterten. Dann ſchrak Mientje verſtört aus ihrem Grübeln hoch. Sie hatte ſo viel zu bevenken. Als die Schatten ſchräg auf den Hof fielen und der Hochzeitsbitter nur noch mit lallender Stimme ſein Hoch auf die Brautleute ausbringen konnte, hob Berend Mientje auf das vollgeladene Laſtauto. Als ſie unter den alten Bäumen durchs Hoftor fuhren, fiel eine runde, goldbraune Kaſtanie reif und glänzend in Mientjes Schoß. Sie ſchluchzte auf:„Die alten Bäume!“ Da ſtand noch ihr umgekippter Stuhl wie alle Tage.— Zärtlich legte Berend den Arm um ſie. Sie fuhren durch Friesland, bis zur Küſte. Dann über den großen, neuen Deich. Mientje ſah die unendliche See, goldrot von der ver⸗ gehenden Sonne. Dann kamen backſteingepfla⸗ ſterte Wege, kamen ſaubere Häuſer mit hübſchen Vorgärten, ſchmale Kanäle zwiſchen den Pol⸗ derwieſen, und in der unendlichen Gleichför⸗ migkeit des neugewonnenen Landes das eigene, kleine Haus. Blank und hell ſtand es da, mit blaugelben Fenſterläden und einem Spruch über der Haustür: Hoffnung auf Segen. Ein Buchsbaum hing über dem Eingang, mit Flit⸗ tergold darin. Die Steintreppe war mit weißem Sand beſtreut und bunten Papierſchnitzeln. Drinnen tickte die alte Uhr von Zuhauſe, ſtan⸗ den die Möbel, die Berend ſchon vorige Woche geholt hatte. Ja, auf dem Fenſterbrett blühten ihre Balſaminen und Geranien— die dunkel⸗ rote hatte eine Dolde geöffnet während der Zeit. Das Haus war hübſch und Berend ſo gut. Er hatte ihr eine getigerte Katze geſchenkt und auch einen Zeiſig, weil es in dem baumleeren Land außer den Möwen und Sturmſchwalben keine Vögel gab. Der Zeiſig ſang von morgens bis abends. Nur Mientje ſang nicht. Sie tat ihre Arbeit, ſchrubbte und putzte. Arbeit iſt gut gegen dumme Gedanken. Iſt beſſer, als den Kopf gegen die Scheiben zu preſſen und zu lauſchen, ob nicht ein einziger Baum draußen aufrauſchen will, wenn der Wind von der See herüberbläſt. Mientje hatte Heimweh. Aber nur nach den alten Bäumen. Einmal, als ſie kramend vor ihren Schub⸗ laden kniete, fand ſie die Kaſtanie. Rund und glänzend lag ſie in ihrer Hand. Reife Frucht und künftiger Same. Sie holte einen Blumen⸗ topf herein. Ob ſie es einmal verſuchte— mit dieſer ſeltſamen neuen Erde, die von Muſcheln durchſetzt und ſo ganz anders als der fein Heimatboden war—? Als es Frühling wurde, ſproßten drauß vor dem Haus blaue Kroluſſe aus der Erde. Mager und fremd ſtand der Farbenfleck in dem nackten Boden. Vor den Fenſtern ſteckten die Geranien weißlichgrüne Triebe auf, und die Katze machte einen meilenweiten Weg bis zum Nachbargehöft. Und in dem Blumentopf, den Mientje einen bangen Winter lang gehütet hatte, brach eines Morgens die kleine Erdkruſte auf. Ein helles Spitzchen reckte ſich zur Sonne. Mientje war rein außer ſich vor Glück. „Guck mal“, ſagte ſie zu Berend,„da wächſt unſer Kaſtanienbaum—“ Und obwohl er nichts ſah, nickte er. Ahnend, daß irgend etwas ſeif heute Wurzel geſchlagen. Seine größte Sorge Ein junger Fähnrich, der in der Schlacht bei Collin, obwohl er tapfer kämpfte, die ihm an⸗ vertraute Fahne den Oeſterreichern überlaſſen mußte, ſaß am Wegrand und ſchluchzte herz⸗ zerbrechend, nochzumal ſich der König mit ſei⸗ nem Gefolge näherte. Der König, der auf den Mann aufmerkſam geworden, ließ ſich den Tatbeſtand erzählen, äußerte fodann aber unwillig:„Hör' Er auf zu flennen, Fähnrich! Wenn der Oeſterreicher 4 davon erfährt, kriegt er es fertig und ſchickk mir aus lauter Mitleid die Fahne wieder zu⸗ rück... Ich denke, Männer wieder!“ wir holen ſie uns alz ſolte die kniehoch icht fehlen, ſie h. ches Weſen. In ſie zudecken. Meliſſenblätter Fund dergl. wohlſck miur der ganzen uim Mai Kräuter⸗ mts als wür Vorfahren ſchluge ſfenblätter ein, d wurden, gebraucht kübe Weine zu kl Die Pflanze ha. een Juli bis S die Hauptzeit der honig eintragen. Hlüte werden die e leineren und amit ſie die Kra Möglichſt raſch an ben. Ihr feinſter Zareibt man ein uis der friſche Z Iiges iſt ein en uc, der einem angen und Zit— matet iſt, in de 4 Dieſes ſtarken u die Meliſſe, au onella genannt, ſehr geeignet, wie Koſer Flüſſigkeite ne, mit Wohlgeru ſen und Nieliſſen 4 hat die Mel mag ſie auch aus der Neuzeit verſchi warm und ein w— — krampfſti er Vohn empfiehl ichwache Kinder f werdeloy n Bergen wisf Weite, n erschofst, te: lederstelgen, es Rofes heben weigen, Herzens beben, 1 ntergehn brennend duferstehn. ſeit dem jungen ls er an einem marſt am Acker herüber dump⸗ ine aufſteigende zur Straße. Er ntlang von Buſch „ die Adern an hm zu Stricken. rt drüben etwaß ing. ße hinter einem en in endloſem ickel ziehen. Rei⸗ und Wagen, ein putzte und Zer⸗ ichter und zer⸗ letzt kamen wie⸗ lautes Fluchen. hter wälzten ſjch nanderſtob. Der rd raſte aus der eiter fluchte und zurückzuzwingen. e Sporen in die ß in das Maul or Schmerz auf t in die Höhe türzte, ſich übe die Klinge. Ein auf. Eine kurze ngen Trommel⸗ igen Reiter von den tiefen Gra⸗ it kamen ſie mit Ein Oſffizier r Zug ſetzte ſich ruf und Gelüch⸗ zur Anhöhe her⸗ 3 Heer in Grup⸗ anke und Krüp⸗ n hinterher wie etzten fern über waren, kletterte ck den Abhang ig zu dem Ge⸗ en. Das Pferd das Genick ge⸗ it zerquetſchtem lgengeſicht hing en Gabel eines h den Kopf des irne einen wei⸗ nnern ſtieg ihm Und dann war ers! Der Gaul )em er jung ſo en alten klugen iß! m Willen unter⸗ weg zu finden. hin: Der Frie⸗ ott ſpricht ſelbſt nie. Rund und . Reife Frucht einen Blumen⸗ berſuchte— mit e von Muſcheln als der fette roßten draußen aus der Erde. benfleck in dem ern ſteckten die auf, und die Weg bis zum Mientje einen tte, brach eines iuf. Ein helles or Glück. end,„da wächſt bwohl er nichtz end etwas ſeit rge ſer Schlacht bei te, die ihm an⸗ hern überlaſſen ſchluchzte herz⸗ König mit ſei⸗ in aufmerkſam tand erzählen, „Hör' Er auf er Oeſterreicher tig und ſchickt zne wieder zu⸗ ſie uns als Wie viele Die Meliſſe, Milssa officinalis, war in alter Zeit hochgerühmt. Der Glanz ihres Na⸗ mens iſt in der Neuzeit etwas verblaßt, ſie wird weniger gebraucht, am bekannteſten iſt ihre Heilſamkeit durch den Meliſſengeiſt der farmeliter, des Ordens am Berge Karmel im ergenland. Es iſt dies ein Spiritus, der aacch Deſtillation aus Nelken, Zimt, Muskat o Meliſſe gewonnen wird und äußerlich ge⸗ gen Kopf⸗ und Zahnſchmerzen, innerlich als anregendes Tonikum dient. To iſtmalſo die Urheimat der Meliſſe aus dem Pflanzengeſchlecht der Lippenblumen Kleinaſiens und das Mittel⸗ eergebiet. Durch die Mönche iſt ſie, ein Lieb⸗ ng alter Kloſter und Würzgärten, in den Heſten und Norden verpflanzt worden. In den ſideutſchen Gärten iſt ſie häufig, und in den ürmeren Gegenden braucht ſie im Winter ucht einmal mehr abgedeckt werden— ſie iſt, gleich vielen mittelmeeriſchen Kräutern, bei uns fſeivielen Jahrhunderten heimiſch. Aber die alte Welt kannte ſie ſchon zur Zeit un Chriſti Geburt. Virgil, der Dichter des Landbaus, lockte mit ihren weißen Blütenſtau⸗ ben die Bienen, und Columella, der römiſche Acerbau⸗Schriftſteller aus dem 1. Jahrhundert ber chriſtlichen Zeitrechnung, erzählt in ſeinem Aumfangreichen Werk, wie er den Verſuch unter⸗ hahm, die Bienenkönigin zu locken, indem er eine Hand mit duftenden Blättern der Meliſſe Anrieb, Die Honigbiene Meliſſa ſoll die nektar⸗ ſpendende Pflanze beſonders gern aufſuchen— lünd daher kommt auch der Name des Krautes. Die kräuterkundige heilige Hildegard von Bin⸗ hen ſchreibt, man lache gerne, wenn man die Meliſfe äße; ſie errege freudig das Herz und eiße deshalb auch Herztroſt. Dieſe Erſahrung haben auch andere gemacht. Auf Geblüt und müt wirkt die heilſame Pflanze Bei den Hlowenen iſt ſie beliebt, weil ſie ein frohes Ge⸗ müt macht, und der alte Naturforſcher Plinius heldete feinen Zeitgenoſſen ihre Kraft gegen Rervenkrankheit und grämliche Gemütsſtim⸗ Rungen, oder wie man heute ſagt, gegen: Hy⸗ ferie und Hypochondrie. „Legt mir unters Haupt Meliſſen: Meine Träume ſind ſo wild!“ Pucht der Poet Martin Greif, und mancher ſetiſche und leidenſchaftliche Geiſt mag ihm ieſes unruhige nächtliche Fühlen nachempfun⸗ den und ſich durch Anwendung eines mit Me⸗ fe gefüllten Kiſſens oder durch einen Me⸗ lfentrank Erleichterung und Beruhigung ver⸗ ſchafft haben. Wie ſchon erwähnt, gehört die Meliſſe zur Familie der Lippenblütler, von denen ſehr viele heilkräftige Arten aus dem heißen Süden zu s gezogen ſind. Die ſehr krautige, laubreiche Saude treibt aus einer Wurzel mehrere Sien⸗ geln, die aufrecht wachſen und ſich veräſteln. Die örmigen, gezähnten und feinbehaarten Blät⸗ erinnern entfernt an die der Taubneſſel. Sie ſind ſtark gerippt, beinahe rauh und gewölbt. Die Blätter ſtehen einander gegenüber. Aus den Blattwinkeln brechen die weißen, doppel⸗ ppigen Blüten. Die ausdauernde Pflanze ommt auf jedem Boden fort und liebt am mei⸗ fen fettigen Sandboden. Ihre Vermehrung ge⸗ ſcieht durch Teilung der Stöcke in Abſtänden lon vier Jahren oder durch Ausſaat im Früh⸗ khr oder Spätherbſt. In Gärten, in denen Pei und Gewürzkräuter angebaut werden, ſolte die kniehoch und höher wachſende Pflanze Aicht fehlen, ſie hat ein angenehmes und nütz⸗ iches Weſen. In froſtigen Wintern ſoll man ſie zudecken. Meliſſenblätter machen die Speiſen, Suppen, Aind dergl. wohlſchmeckend und erfriſchend. Die atur der ganzen Pflanze iſt erquickend. Wer In Mai Kräuter⸗ oder Maienwein zubereitet, Aiamts als würzende Zutat Meliſſe. Unſere Porfahren ſchlugen das friſche Fleiſch in Me⸗ fendlätter ein, damit die Fliegen abgeſchreckt hürden, gebrauchten auch Meliſſengeift dazu, übe Weine zu klären. Die Pflanze hat ihre Blütezeit in den Mo⸗ Aiten Juli bis September, und dies iſt auch Aie Hauptzeit der Bienen, die ihren Sommer⸗ Aonig eintragen. Kurz vor und während der Aie werden die Blätter geſammelt, wobei ſie leineren und jüngeren zu bevorzugen ſind. Famit ſie die Kraft nicht verlieren, müſſen ſie Möglichſt raſch an der Sonne getrocknet wer⸗ Fen. Ihr feinſter Stoff iſt der ätheriſche Geiſt. Zareibt man ein Blatt zwiſchen den Fingern, hind der friſche Zitronenduft der Meliſſe flüch⸗ Ag es iſt ein etwas ſcharfer, doch edler Ge⸗ der einem die ſüdliche Landſchaft der rangen und Zitronen, wo die Meliſſe urbe⸗ natet iſt, in der Vorſtellung erwecken mag. Deſes ſtarken und ſtärkenden Duftes wegen die Meliſſe, auch Zitronenmeliſſe oder Ce⸗ ala genannt, zu Bädern und Waſchungen rgeeignet, wie auch zur Bereicherung ſpiri⸗ Aoſer Flüſſigkeiten, die zum Einreiben die⸗ mit Wohlgeruch. Auch iſt es beliebt, Riech⸗ en und Tieliſſenblätter zu füllen. Als Haus⸗ el hat die Meliſſe noch immer ihren Rang, Ahog ſie auch aus dem mediziniſchen Heilſchatz hr Neuzeit verſchwunden ſein. Ihre Natur iſt am und ein wenig bitter. Sie iſt ſchweiß⸗ abend, krampfſtillend und nervenbernhigend. hr Vohn empfiehlt ſie als ein gutes Mittel für 5 4 4 95 4 74 4 1 3 1 3 * . 3 3 3 4 4 +3 4 4 4 4 4 Pische Kinder und zarte Frauen bei ner⸗ Von Friechich Scondacc vöſen Störungen(Kopf⸗ ſchmerzen. ſchlechte Laune und dergl.) und Krampfzuſtänden im Unterleib. Die al⸗ ten Kräuterbücher he⸗ ben immer wieder ihre Hilfe bei Frauenkrank⸗ heiten hervor, wes⸗ halb ſie auch den Na⸗ men Mutterkraut er⸗ hielt. Ihre herzſtär⸗ kende Kraft iſt oft er⸗ probt worden, zudem iſt ihr Tee, wenn er noch mit Zitronenſaft vermiſcht wird, ange⸗ nehm zu trinken, und wer nervöſe Herzbe⸗ ſchwerden hat und abends ſchlecht ein⸗ ſchläft, ſollte ſich dieſes gute Heilmittel nicht verſagen. So mancher Melancholikus würde ſeine Schwarzſeherei und trübſelige Stim⸗ mung durch Meliſſentee hinweggeſchwemmt fühlen. Wer noch Meliſſentee mit Pfefferminz und Kalmus vermengt, gewinnt einen vorzüglichen Trank für das zerrüttete Nervenſyſtem. Nicht leicht wird er etwas Beſ⸗ ſeres finden. Erwähnt ſei, daß er das nervöſe Erbrechen und Würgen der jungen Mütter lin⸗ dert oder ſogar beſeitigt. Die Wirkung der Blätter wird durch Aufkochen in Weißwein ver⸗ ſtärkt, Dauer fünf Minuten. Solchem Wein wird großes Lob geſpendet: er ſei geradezu ein „Allheilmittel“. In den alten Kräuterſchriften iſt häufig von Kräuterweinen die Rede: die Alten verbanden das Angenehme mit dem Nützlichen. Setzten ſie den Maiwein an, den ſie aus friſchen Mai⸗ glöckchenblüten bereiteten, nahmen ſie als wür⸗ zende Hauptzutat zu dieſem Heilwein friſche Meliſſenblätter. So tranken ſie auch den Me⸗ liſſenwein, über den in einem früheren Heil⸗ pflanzenwerk geſchrieben ſteht:„In der Haus⸗ mittelpraxis wendet man gegen Melancholie und Gedächtnisſchwäche den Meliſſenwein an, welchen man bereitet, indem man eine Hand voll friſche oder getrocknete Meliſſenblätter mit deinem Maß Wein übergießt und über Nacht ſtehen läßt. Hiervon trinke man täglich ein hal⸗ bes Weinglas voll. Die friſchen Blätter zerquetſcht auf Wunden Dos Vogelneſi Der Matthias Baumruck war ein Holzhacker. Grobtatzig und ungeſchlacht, mit Gliedern, wie aus rohem Holz geſchnitten. Schwer und un⸗ gefüge in ſeinen Bewegungen, gradſo wie in ſeinen Worten. Er hatte daheim ſeine alte Mut⸗ ter, und das Weiblein hatte jedesmal ein Wun⸗ derleuchten in den Augen, wenn der Bub hunds⸗ müde und abgerackert, aber mit einem Lachen im Geſicht, heimkam. Dabei hatte er ſeinen Sinn für den Wald und das Getier darin ſo aufgeſchloſſen, daß ihm ſein Tagwerk niemals eintönig und öde wurde. Wo die andern mißmutig nur die harte Arbeit ſahen, horchte er in den Baum hinein und ſah tauſend Dinge, an denen die anderen achtlos das Geräuſch vor dem Eingang ihres Neſtleins vernahmen. Wie verzaubert ſtand der junge Holjzhacker. Er achtete der Kameraden nicht, die längſt ihres Weges gegangen waren, und fuhr erſt aus ſei⸗ nem andächtigen Schauen, als ihn das ſchimp⸗ fende Gezeter der beſorgten Meiſenmutter auf⸗ ſcheuchte. Mit eingezogenem Nacken ſchlich er davon und ſah ſich ein paarmal nach dem Vogel⸗ neſt um. Anderntags war er eine halbe Stunde vor den andern im Wald; er mußte das Vogelneſt beſuchen. Das waren heitere und frohe Augen⸗ blicke. Er ſtand davor. Er dachte nicht nach und verglich nicht. Er war gar nicht angekränkelt Dieſes Deutſchland ſteht nun vor uns und wir haben bas Glück, in ihm zu leben. Anöeren Deutſchen iſt bieſes Glück zur eit noch verwehrt. Unſere Herzen aber fliegen zu ihnen hin- ſo wie wir wiſſen, daß ihre Herzen in bieſer Stunde mitten unter uns ſinol der hührer an oie Kampforganlſatlonen beim Appell im Lultoolohaln am M. 9. 38 vorübergingen. Nur konnte er nicht darüber reden. Die anderen wollten ihn wohl anfangs verſpotten, aber da hatte er ihnen bewieſen, daß ſeine Fäuſte nicht nur arbeiten konnten. Seither ließen ſie ihn in Ruhe. Nun, der Holzhacker Matthias Baumruck hatte keine Freunde. Er hatte auch kein Mädchen. War aber dabei kein Duckmäuſer und am Sonn⸗ tag getraute er ſich gleich den andern zur Kegel⸗ bahn und auf den Tanzboden. Aber am lieb⸗ ſten war es ihm, wenn er draußen im Wald irgendwo ein Stück heimliches Leben belauſchen konnte, davon die andern nichts wußten. Da wurden ſeine braunen Augen voller Leben, ſein Geſicht war dann immer ſo froh und licht, und das war nun ganz gleich, ob er ein Käferlein aufmerkſam verfolgte, einer Hummel bei ihrem Beuteflug zuſah oder der Ameiſen gewaltiges Werk bewundernd und ſelbſtvergeſſen anſtarrte. Aber am ſchönſten war es, als er das Meiſen⸗ neſt in dem Baumſpalt fand. Die dumme Meiſenmutter hatte es ihm ſelbſt verraten. Als er achtlos beim Feierabend an dem dicken Föhrenſtamm vorbeiging, ſchimpfte der Vogel vor ihm im Gezweig und er wurde mählich aufmerkſam. Drückte ſich an einen Stamm und wachte auf das Getue des kleinen Tierleins. Da brauchte er nicht lange zu warten und die Meiſenmutter flog nach einer Weile Harrens mißtrauiſch in den ſchrägen Rindenſpalt. Reg⸗ los wartete der Matthias, und als dann die Meiſin wieder aufflog, ließ er ſacht Axt und Säge ins Moos gleiten und trat vorſichtig näher; lugte dann ſcheu in den Spalt und ge⸗ wahrte die ewig hungrigen Schnäbel der Brut, die ſich gelb und gähnend auftaten, ſowie ſie von allerlei Geſcheitheiten, die doch nur Blößen decken ſollen, wo das Verſtehen der wunder⸗ atmenden Natur verlorengegangen iſt. Er freute ſich ganz einfach an dem winzigen, atmenden Leben in dem Neſt, und weil er ein ſo arg⸗ loſes Herz beſaß und allweil ſo freundlich vor dem verſteckten Neſt verweilte, gewöhnte ſich wohl auch die Meiſenmutter an dieſen Gaſt und vergaß mählich ihr Schimpfen. Die junge Brut aber war des Matthias Baumruck heimliche Freude. Niemanden erzählte er davon. Nur ſeiner Mutter ſagte er es eines Abends und de ließ ſich des langen und breiten ſchildern, wie das Neſtlein gebaut war, wieviele Gelbſchnäbel es beherberge und was die ängſtliche Meiſenmutter anfangs zu ſchimpfen hatte. Aber eines Nachmittags zog ein wildes Un⸗ wetter über den Berg. Die Holzhacker warfen fluchend ihr Arbeitsgerät hin und ſtapften gen Tal. Denn für heute war die Arbeit vertan. Wenn eine Wolkenwand ſo finſter und dräuend anſchnob, war Feierabend. Das wußten ſie alle. Zudem lag ein bleierner Hauch über dem Land, daß man beſtimmt ein arges Wetter erwarten mußte. Nur der Matthias trödelte noch allweil, und ſo kam es, daß er noch immer bei den ent⸗ rindeten, bleichen Baumleichen lag, als ein Sturm fauchend angeritten kam. Der fuhr in die Kronen, und weil er in dem Schlag eine Blöße und Angriffsfläche fand, wußte er den Fleck geſchickt zu nützen und warf ſich mit einer grauſamen Gewalt wider den Berg. Eh' der Matthias noch begriff, was geſchah, Schiffe vor Helgoland Aufnahme: August Herbeck gelegt, wirken kühlend, reinigend und ſchmerz⸗ ſtillend. Sie bewähren ſich auch bei Weſpen⸗ und Bienenſtichen... Es mag einem Nachdenk⸗ lichen verwunderlich erſcheinen, daß die Natur mit ihren Pflanzen dem Menſchen ſo viele gute Kräfte und Heilmittel für ſeinen geplagten Leib ſchenkt, da doch der Menſch in ſeinen Städten und künſtlichen Geſchäften der Pflanzenwelt fern iſt. Er ſollte ſich erinnern, daß die Natur ſeine große Mutter iſt, die ihn in die Welt ent⸗ laſſen hat— und daß dieſe Mutter ihre beſten Mittel und Werte für ihr entlaufenes Kind beſitzt. Ohne ſie und ihre Hilfe könnte er nicht beſtehen. vDon Eudolf Ditæaanỹ flogen ſchon krachend Aeſte durch die Luft, neig⸗ ten ſich die Stämme demütig ächzend unter der ungeheuerlichen Kraft der raſend gewordenen Luft. Heulend warf ſich der Sturm an, rüttelte mit Gewaltfäuſten höhnend an den Kronen, daß die Bäume angſtgeſchüttelt hin⸗ und wieder⸗ flogen. Das war grauſig. Ein Splittern und Berſten hub an, zuerſt nur unten am Hang, dann lief es knatternd wie Gewehrſchüſſe den Berg empor. Und da ſtürzten die Stämme wie Halme, von einer Rieſenhand hingemäht. Atemlos ſtand der Matthias Baumruck im wilden Aufruhr. Ein winziges Menſchlein im Hohngelächter der Rieſen. Und er lief nicht, er betete nicht, er fiel nicht in die Knie. Suchte nicht Schutz. Nein, er ſchaute mit aufgeriſſenen Augen hinüber zu dem Stamm, wo er das Vogelneſt wußte. Und dann lief er hin. Ganz unbewußt, er hatte überhaupt keinen klaren Gedanken. Aeſte krachten zu Boden, Wipfel rauſchten geſpenſtiſch und heulend durch die Luft. Schlugen praſſelnd zu Boden. Grauſiges, überſteigertes Leben blies die Backen auf und zerbrach den Wald. Und da klammerte ſich das winzige Menſchlein, ſchutz⸗ ſuchend und ſelber ſchützend, an den ſplittrigen Föhrenſtamm, dahinter die junge Brut angſtvoll hockte, und achtete nicht des fliegenden und ſtürzenden Geäſts, das alle Augenblicke rund⸗ um niederbrach. Dann ließ der Sturm ab. Heulte noch ein paarmal tief wie aus wunder Bruſt auf und ließ den zerbrochnen Wald. Wurzelſtöcke ſtarr⸗ ten gen Himmel, umgelegte Bäume gaben dem Wald ein uriges Geſicht. Zerdroſchene Aeſte lagen mit bleichen Bruchſtellen allenthalben. Der Holzhacker ſtarrte in den dunklen, gehöhlten Spalt der alten Föhre. Und auf einmal lachte er befreit und wundergläubig auf. Da piepſten dünn und zaghaft die feinen Stimmlein der verängſtigten Brut aus dem Spalt. Und erſt als er ſich wandte, packte ihn das Grauen über den gnädigen Tod und er er⸗ ſchauerte. Als er heimkam, bekreuzigte ſich die Mutter und flüſterte:„Gelobt ſei Jeſus Chriſtus, daß du nur wieder da biſt, mein Bub!“ „Ja, heut war es ganz arg“, nickte er ſinnend und warf den Rock über den Stuhl.„Heut hab ich zum erſtenmal Angſt gehabt, Mutter“, ſagte er nachdenklich. „Glaub's wohl, Bub“, nickte die Mutter mit verſorgten Augen.„Die Angſt ums Leben iſt wohl allweil die ärgſte.“ Er ſchaute verwundert auf und ſchüttelte dann heftig den Kopf. „Nein, Mutter“, ſagte er raunend, als gelte es ein Geheimnis.„Siehſt, jetzt komm“ ich ja aus dem Wundern nit heraus. An mich ſelber hab ich erſt denken können, wie der Sturm ſchon wieder hinter dem Berg war. Aber um die junge Brut hab ich Angſt gehab!.“ inas Zanfapfel Von Edmund Pesch Ungenießbare Aepfel ſind der Menſchheit ein Aergernis. Das müſſen nicht gleich Aepfel von der ver⸗ heerenden Wirkung des Eva⸗Apfels oder des goldenen Zankapfels der Eris ſein, auch un⸗ ſcheinbare Früchte können zum Aergernis wer⸗ den, wenn ſie ungenießbar ſind. Wie gut mag es ſein, daß ſich die Geſchichte von jenem Apfel erſt heute rumzuſprechen be⸗ ginnt, der einſt in Tinas Stube auf dem Wand⸗ brett gelegen hat. Tinas Apfel war nicht aus Gold, er war auch nicht am Baume der Er⸗ kenntnis gewachſen, ſondern beſcheiden genug, ſeine Herkunft auf einem mageren Land mit ſandigen Böden keineswegs zu verleugnen. Gemeinſam mit einem guten Dutzend ſeiner Artgenoſſen lag Tinas Apfel auf dem Wand⸗ brett in einer ſchlichten, aber ſauberen Stube, deren ſandbeſtreute Die⸗ len derbe Eichenmöbel trugen. Vor dem Fen⸗ NMusik am Abend Von Herbert Böhme Reiſetages auf die Verſchönerung ſeines Aeuße⸗ ren zu verwenden und dieſerhalb in das Haus des Stadtbarbiers zu gehen. So geſchah es, daß Gebhard Lebrecht Blücher in Tinas blanke Stube trat; denn man muß wiſſen, daß Tinas Ehemann nicht nur der Schlächter aller grun⸗ zenden Borſtentiere in den Ställen der Acker⸗ bürger war, ſondern daß es auch zu ſeinen ge⸗ hobenen Pflichten zählte, die Borſten der männ⸗ lichen Ortsbewohner einzuſeifen und abzu⸗ ſchaben, ſo oft der Schönheitsſinn der Mitwelt dies gebot. Aber Natz, der Stadtbarbier, war am Tag jenes preußiſchen Staatsbeſuches mit Schlacht⸗ beil und Meſſer in die nahe Bauernſchaft ge⸗ gangen, ſtatt mit dem Bart des Gouverneurs von Münſter zu rechnen, den Gott auch auf der Reiſe wachſen ließ. Tina war allein in der Stube, als Blücher mit klirrenden Sporen durch ihre Tür geſchritien aum einen Sekun ſchlimm Kann nun ſein, Euſt mit anderen zeſchloſſen, daf ere Aufgaben tend der ganz toder Pillen Wirtich nicht. e Uhren für aus nicht ſe über zum Be ſter nickten rote Gera⸗ nien den Vorübergehen⸗ den zu, und wenn man durch die Scheiben ins Freie ſah, dann fiel der Blick auf einen ſchmuk⸗ ken, kleinſtädtiſchen Marktplatz mit buntem Kieſelpflaſter, backſtein⸗ roten Bürgerhäuſern, einem behäbigen Rat⸗ haus und den aufwärts ſtrebenden Linien eines barocken Glockenturms. Die alte Stadt im weſt⸗ fäliſchen Münſterland war ſtolz auf dieſen Marktplatz, denn er war einer der ſchönſten im kleinen Ländchen. Dieſer Meinung hatte auch Gebhard Lebrecht von Blücher beigepflich⸗ tet, der nach dem Lune⸗ viller Frieden preußi⸗ ſcher Gouverneur von Münſter geworden war Wenn der ſog sich möde breitet in die Wölder, in die Aven ond der Abend ihn geleitet, lang noch in das Licht zu schoven, sfeigen die Sterne mit flüöchtigen Schritten, fliehn aus der ferne, die sie umsfritten, schmöcken die Erde, selig und trunken, bis sje der Nocht in die Arme gesunken. Kehr auch do qus dem Gefilde, eh“ die Nebelffoven spinnen, undꝭ ergib dich sonft dem Bilde, trink es aof mit letztem Sinnen. Steigen die Sterne mit flöchtigen Schritten, heben die ferne, darum du gelitten, lösen die Wolken, indessen wir worten, möhlos wie Tore zum ewigen Gorten. Loaß uns waondeln, eh' sie gehen, all die Ruhe macht benommen, doß der Schlaf, in den wir sehen, also uns moß öberkommen. Steigen die Sterne mit flüchtigen Schritten, schwindet die Ferne qus unserer Miften, trägt aus den Trävumen uns all das Wohre heimwörts, zuröck in das Unwandelbore. kam. Wer aber glaubt, das Weib des Stadt⸗ barbiers hätte beim An⸗ blick des hohen Gaſtes die Faſſung verloren, der kennt die Unerſchrok⸗ kenheit Tinas nicht, die noch vor keinem Stop⸗ pelbart davongelaufen war, wenn es galt, mit Schaum und Schaber, des Mannes Stelle zu vertreten. Nach einem Blick auf das mit Stop⸗ peln und Narben rauh bedeckte Soldatenange⸗ ſicht wußte Tina, was hier zu geſchehen hatte. Schnell war Seiner Ex⸗ zellenz, dem Gouverneur, ein alter Seſſel zuge⸗ ſchoben worden, dann ſchlug Tina den Seifen⸗ ſchaum. Sie ſchlug ihn mit einem Ingrimm, als wäre ſie ein preußi⸗ ſcher Tambour, der ſeine und nun zu einem Gaſt⸗ beſuch im alten Nachbarſtädtchen weilte. Die Begrüßung durch den Rat der Bürger war nach gutem Brauch geſchehen. Blücher hatte für die geziemende Aufmerkſamkeit derb und herzlich, aber mit einer Forſchheit gedankt, wie ſie im alten Krummſtabländchen nicht eben bräuchlich war. Die Kleinſtädter, die den„Preußen“ ohnehin mit einigem Argwohn bei ſich ſahen, hatten vor ſolchem Draufgängertum ganz heimlich die Naſe gerümpft. Nur Tina hatte von ihrem Stu⸗ benfenſter aus der Sache zugeſehen, ohne eine Miene ihres Geſichtes zu verziehen, von dem niemand wußte, ob es vom Wind oder von der heimlichen Vorliebe für ſtarken holländiſchen Schmuggelkaffee ſo ſehr gerötet war. Weil er am Nachmittag auf dem nahen Her⸗ renſchloß des ſäkulariſierten Landes Beſuch zu machen wünſchte, mußte Blücher ſich bequemen, das einzige Ruheſtündlein dieſes angeſtrengten Trommel rührt. Mar⸗ ſchall Vorwärts hatte anfangs unzufrieden ge⸗ murrt. Es wird das erſtemal geweſen ſein, daß Frauenhände ſich unterſtanden, einen preußi⸗ ſchen Feldherrn einzuſeifen. Aber des Alten Unmut legte ſich. Er mochte an eine verwandte Seele glauben, als er die liebende Gewalt ver⸗ ſpürte, mit der Tina ſeinem Bart zu Leibe rückte. Vielleicht ſpürte er auch, daß hier jemand entſchloſſen war, die Forſchheit heimzuzahlen, mit der er vor einer Stunde auf dem Markt⸗ platz hatte imponieren wollen. Daß die furchenreichen Backen eines Huſaren⸗ generals, der ſchon beim Alten Fritz im Dienſt geſtanden hat, nicht zart und roſig ſind, wie jugendliche Mädchenwangen, kann für den Gaſt in Tinas Stube keine Kränkung ſein. Für Tina aber war es eine Plage, ihr Meſſer glatt um dieſes narbenreiche Kinn zu ziehen und in den Falten des Geſichts, das ſehr geduldig auf der Seſſellehne lag, nicht einen Stoppel ungeſchabt Die Sense wird geschärft zu laſſen. Und weil die Borſten ſich beharrlich ſträubten, wagte Tina eine kühne Tat. Mit entſchloſſener Bewegung ſchritt ſie zum Wand⸗ brett an der anderen Stubenſeite und ſuchte aus den Früchten, die dort lagen, einen kleinen, glattpolierten Apfel aus. Ohne ein Wort zu ſa⸗ gen, ſteckte ſie des Marſchalls Kiefer auseinan⸗ der und ſchob die blanke Frucht hinter ſeine linke Backe, ſo daß die ſtoppelrauhe Haut ſich faltenlos über die runde Wölbung ſpannte. Dem alten Blücher war in des Wortes klarem Sinn der Mund verſtopft. Er mußte ſchweigend dieſe Kriegsliſt über ſich ergehen laſſen. Auch als der Apfel ſchon hinter ſeiner rechten Backe ſaß, war noch kein Wort gewech⸗ ſelt worden. Das Meſſer fuhr mit unverbrauch⸗ ter Energie durch ſein Geſicht und Blücher ſpürte, wie das Fell ihm brannte.— Jetzt war die Prozedur beendet. Doch als dann Tina eine angeſchnittene Zwiebel nahm und mit dem ſaftigen Ballen die wundgeſchabte Haut des Ge⸗ nerals beſtrich, auf ſolche Art das Blut zu ſtil⸗ len, da ſchlug der hohe Gouverneur ſo jäh und grimmig ſeine Zähne aufeinander, daß im glei⸗ chen Augenblick der Apfel zermalmt in ſeinem Munde lag. Der angenehme, herbe Fruchtge⸗ ſchmack wirkte beſänftigend auf ſeine Sinne ein, und vielleicht wäre alles gut geweſen— der General ſtrich prüfend über ſeine glatten Wan⸗ gen, dieweil er den Apfel aß—, wenn jetzt nicht Tina mit ſchreckverzerrter. Miene den Apfel zurückgefordert hätte. Sie wechſelte die Farbe und wurde bleich wie der Seifenſchaum an ihren dicht vor Blüchers Mund geſpreizten Händen, als jener den letzten Biſſen hinunter⸗ Nadi gelaner Arbeit ist gut— vespern! Aufn.: Stamn-Deike Aufnahme: A. Tölle, ſchluckte.„Mein Apfel! Schulze Wamellnge Apfel!“ rief Tina mit bebender Stimme, alg nichts mehr am Geſchehenen zu ändern wot Blücher wollte ſich erkundigen, was denn En ſetzliches zu beklagen ſei, er werde der armeh Frau den Apfel gern bezahlen. Aber die Giht war leer. Jammernd hatte ſich Tina zurückg zogen. Von dem ſtarken Weib, das eben noh mit Kriegsliſt gegen den Bart eines Marſchallß zu Felde gezogen war, blieb keine Spur. Blücher ſchätzte flennende Weiber nicht. E legte ein gutes Geldſtück auf den Tiſch und ging. Während er aber zur Viſite auf dem nahen Schloß weilte, wo ſein glattes Ausſehen nicht ohne Eindruck blieb, da raunte im Stüdt⸗ chen die Fama, der„Preuße“ habe eigenmächtig jenen Apfel verſpeiſt, von dem man wiſſe, wie lange ihn Tina vergeblich geſucht habe, weil ez ſchwer geweſen ſei, für die hohlen Backen des Schulzen Wameling einen Apfel in paſſender Größe zu finden. Seit einigen Wochen habe man Schulze Wameling ſtets blank wie einen Jüngling aus Tinas Stube kommen ſehen, und nun werde wieder die Zeit beginnen, wo ez gegen Wamelinger Stoppeln kein Mittel gab. Mavpſchall Blücher hatte erſt am Abend, kur vor ſeiner Abreiſe erfahren, daß er einen unge⸗ nießbaren Apfel genoſſen habe. Die Bürger, die zu ſeinem Abſchied verſammelt waren, leg⸗ ten es ihm als ein ſympathiſches Zeichen ge⸗ fühlvoller Menſchlichkeit aus, daß er dreimal ſehr vernehmlich ſpuckte, bevor er in ſeinen Wagen ſtieg. Jedoch ſie wunderten ſich nicht wenig, als am andern Tag zwölf preußiſche Huſaren aus Münſter, alleſamt mit mächtigen Stoppelbärten und ungewöhnlich faltenreichen Geſichtern, auf dem Marktplatz des Städichenz vom Pferde ſtiegen, um ſich in Tinas Stube barbieren zu laſſen. Marſchall Blücher hatte ihnen Befelnl gegeben. Aber wir wiſſen nicht, oh ihm gemeldet worden iſt, daß Tina auf ihrem Wandbrett ein blankes Häuflein kleiner, weißer Rüben liegen hatte, die wahrſcheinlich ausge⸗ reicht haben würden, die Bärte eine ganzen Huſarenregiments umzulegen. Sechs Bahnhöfe zu verkd In Barnſtaple in der engliſchen Grafſchaft Devonſhire fand dieſer Tage eine öffentliche Verſteigerung von ſechs— Bahnhöfen ſtatt, die mitſamt den Bahnſteigen, Kaſſenſchal⸗ tern, Warteſälen und Gepäckräumen unter den Hammer kamen. Dieſe ſechs Stationen lagen auf der Strecke einer bereits im Jahre 1935 ſftill⸗ gelegten Eiſenbahnlinie der„Southern Rail⸗ way“, die eine Verbindung zwiſchen Barnſtaple und Lynton herſtellte, inzwiſchen jedoch aus Gründen der Rentabilität durch Autobuſſe er⸗ ſetzt wurde. So hat man ſich entſchloſſen, die ſechs vereinſamten Bahnhöfe mit allem Zubehör meiſtbietend zu verſteigern. Und ſiehe da, es fanden ſich Intereſſenten in großen Mengen ein; nur zwei Bahnhöfe, nämlich der von Lynton und der von Chelfham, blieben unverkauft, die anderen vier fanden zu allerdings ſehr niedri⸗ gen Preiſen einen Beſitzer. Die Station Bratton Fleming wurde im Auftrage eines anonym bleibenden Käufers für 100 Pfund(etwa 1250 Mark) erworben, ein Preis, der für einen „kompletten“ Bahnhof nicht eben hoch iſt, Da⸗ gegen erzielte die Station Blackmore Gate 700 Pfund. Sie wurde von einem Unternehmer namens Broom eingeſteigert, der hier ein klei⸗ nes Wochenendhotel einrichten wird. Den Bahn⸗ hof Woody Bay kaufte ein Rentner, der er⸗ klärte, er wiſſe noch nicht, was er damit an⸗ fangen werde; die Station Barnſtaple ſelbſt kam in den Beſitz eines Klubs, der ſie in ein Heim für ſeine techniſchen Baſteleien huldigen⸗ den Mitglieder verwandeln wird. überflüſſig. N einem nur un theit aufſtehen er! e Uhr. Nur 3 Ratürlich— ma fragen oder mal ſen und nachſchau⸗ it nicht ganz ſo Akunn es ja geſche leine Uhr beſitzt. Mein Nachbar ſehen, wenn ich⸗ fehe auf, wenn penn meine Zin kiecht. Bloß, daß mer pünktlich iſt. iz bei uns mit d ter ſehr zu har gute Frau an Gel benn ganze fünf 2 Keufel wiſſen, wie gurz und gut— und auch nicht ane Am ſchlimmſten ſer ewigen Konju— ur Arbeit komme „Seien Sie bit hoſſe,“ hieß es ſ einen Rüffel!“ „Matürlich gab i⸗ mit den Hübnern lichtete ich mich ei Nämlich— in iſt neben dem Ofe ein Spalt unbek Und wenn die So ereicht hat, dann Minuten vor ſiebe ſtehen iſt. Uebrigens hater bie doch im allge licher Himmelskör trogen. Kürzlich, eines ſam aus den wa meiner Sonnenuh⸗ Ein lehrrei Aus dem Ar Schwar C —————— 45 . 8 ————— * . 4 2 3 4 ee Weiß: Di Damenendſpiele ihm langweiliges, lichen Remisausſt Nachteil befindlic vpon vorne anfang FIn unſerer Stel war, finden wir k leicht auch den„G gewöhnl f opa, heißt es, wären Uhren äußerſt Man könnte ſie dort beinahe umſonſt unſere Geldwährung umgerechnet, würde e Uhr zum Beiſpiel genau 48 Kopeken koſten. is iſt fein! uns dagegen dürfte man für 48 Kopeken im einen Sekundenzeiger erhalten. Das iſt limm! Kann nun ſein, daß unſer feinmechaniſcher üſt mit anderen Dingen beſchäftigt iſt. Nicht chloſſen, daß er ganz andere, viel gran⸗ Aufgaben zu löſen hat. Möglich, daß er d der ganzen Zeit Waſſerwaagen fabri⸗ Pillen gegen Kopfweh. Ich weiß es cht. 4 ur Uhren, ſcheintss— Uhren fabriziert er ſ. Dazu iſt keine Zeit vorhanden, muß man Feierabend iſt, merkt man auch ſo. hafengehen kann man ſchließlich ebenfalls ie Uhr. Nur frühmorgens rechtzeitig zur aufſtehen— das, liebe Brüder, iſt rlich— man kann zur Not den Nachbar oder mal raſch zum Nordbahnhof lau⸗ Wund nachſchauen, wie ſpät es iſt. Doch das nicht ganz ſo einfach.. Und ſchließlich unn es ja geſchehen, daß auch der Nachbar Aufnahme: A. hulze Wamelingl i eine Uhr beſitzt. der Stimme, a mein Nachbar zum Beiſpiel pflegt aufzu⸗ zu ändern mi ſehen, wenn ich aufſtehe. Und ich wiederum „ was denn Eut ſehe auf, wenn mein Nachbar auſſteht oder werde der aumin enn meine Zimmerwirtin aus dem Beit . Aber die Siuht ftiecht. Bloß, daß die Wirtin darin nicht im⸗ ch Tina zurüche ff mer pünktlich iſt. In dieſer Beziehung pflegt b, das eben v ibei uns mit der genauen Zeitmeſſung miꝛ⸗ eines Marſchalß imer ſehr zu hapern. Denn häufig leidet die eine Spur. Weiber nicht. Er f den Tiſch un Viſite auf glattes Ausſeh raunte im Stübl⸗ habe eigenmächtig n man wiſſe, wie icht habe, weil gute Frau an Gelenkrheumatismus und bleibt unn ganze fünf Tage im Bett. Dann mag der kufel wiſſen, wie ſpät es gerade iſt! Kurz und gut— es iſt wahrhaftig nicht leicht nd auch nicht angenehm! m ſchlimmſten aber iſt, daß ich infolge die⸗ kewigen Konjunkturpolitik recht oft zu ſpät ur Arbeit komme. Seien Sie bitte gefälligſt pünktlicher, Ge⸗ ohlen Backen 55 hieß es—7 mehrfach,„ſonſt gibt's pfel 3 M Rüffel 8 46 mürlich gab ich⸗mir alle Mühe und ſtand, mmen ſehen, den Hübnern auf. Na, und im Sommer beginnen, wo es lele ich mich einfach nach der Sonne. kein Mittel gab. ämlich— in meinem Zimmer, wiſſen Sie, neben dem Ofen ſo ein Loch in der Diele— 95* Abenge in Spalt unbelannter Herkunft ſozuſagen. iß er einen unge⸗ naß mnn die S 1 S 0f 1% K lnd wenn die Sonne frühmorgens dieſes Loch e. Die A keicht hat, dann weiß ich genau, daß es fünf melt waren, leg⸗ nuten vor ſieben und damit Zeit zum Auf⸗ ſches Zeichen ge⸗ ehen iſt. ein mebrigens hat mich kürzlich auch die Sonne, iderten ſich nicht Jdie doch im allgemeinen als ein recht pünkt⸗ 5 iih ier Himmelskörper gilt, getäuſcht und be⸗ ogen.. Kürzlich, eines Morgens, heb ich mich müh⸗ am aus den warmen Kiſſen und blicke nach geiner Sonnenuhr. Und ſehe— bis zum Loch 6 Von Nicsel Sostschenko iſr's noch ziemlich weit.„Alſo erſt halb ſieben,“ denke ich mir,„ich kann folglich noch ein hal⸗ bes Stündchen ſchlummern.“ Schön und gut— ich ſchlummere noch ein halbes Stündchen. Stehe dann gemütlich und ohne Haſt auf und gehe zur Arbeit. Bums! Wieder zu ſpät, wird mir geſagt! Na— ich wollte es einfach nicht glauben. „Unmöglich!“ ſage ich. „Doch!“ gibt man mir zurück:„Und ſtellen Sie ſich vor— ganze zwanzig Minuten.“ „Brüder,“ rufe ich außer mir,„da ſoll ſich der Teufel auskennen! Ich begreife überhaupt nichts mehr!“ „Vielleicht geht deine Uhr nach?“ fragt der Abteilungsleiter. „Ach was— Uhr!“ erwidere ich:„Nicht die Uhr— das Loch geht nach!“ Und erkläre genau, wie die Sache liegt. „Tja“... macht der Abteilungsleiter mit überlegener Miene,„.. eine alte Sache! Ich ſelber bin ziemlich lange nach einem Nagel in der Stubendecke aufgeſtanden— bis die Decke in unſerem Hauſe ſich dann zu ſenken begann. Na, und bei dir hat ſich anſcheinend eben das ganze Haus geſenkt.“ Nun, ſpäter ſtellte es ſich heraus, daß nicht das Haus ſich geſenkt, ſondern daß es dafür der Fußboden war, der ſich leicht verzogen hatte. Nämlich die Wegen der Holzwürmer. Holzwürmer hatten einen Hausbalken ange⸗ freſſen. Daran lag's! Aus dem Ruſſiſchen überſetzt von Herbert F. Schidlowsky. Hornstöße und Kuhfüße Anekdoten vom„alten Horn“ Im Februar 1814 wurde Horn arg von feind⸗ licher Kavallerie bedrängt. In höchſter Not er⸗ ſchienen die brandenburgiſchen Huſaren. Ihr Oberſt, der rauhe Sohr, begehrte Durchlaß durch die Hornſche Kolbenträger:„Platz da, grobe Horngeſellſchaft mit den Kuhfüßen, ſonſt reiten euch die Huſaren in den Dreck!“ Der alte Horn nahm die kräftigen Worte nicht krumm.„Das iſt doch noch ein umgänglicher Kerl!“ rief er.„Wir müſſen Freunde werden, alter Fohlenwürger!“ 1* Bei Laon entwickelte ſich während der Schlacht ein merkwürdiges Zwiegeſpräch zwiſchen den großen Schweigern Horn und Vork. „Wo iſt die Infanterie?“ fragte Nork.„Hier iſt Horn!“ meldete der alte General.„Bereit?“ —„Wie immer!“„Warten!“—„Drüben die Kanonen warten nicht mehr lange!“—„Ich ſehe ſie wohl!“—„Darf ich ſie nehmen?“ „Wenn die Kavallerie vorbricht.“—„Meine Fiir lüclilige Nüssehnucker Doppelpyramide ——— — Durch Hinzufügen bzw. Fortlaſſen je eines Buchſtabens, ſonſt aber unter Verwendung der Buchſtaben des vorangegangenen Wortes, erhält man Wörter folgender Bedeutung: Vokal, ruſ⸗ ſiſcher Fluß, chemiſches Element, Spielkarte, Verzierung, Teil des Beſens, Bäckereierzeug⸗ niſſe, ſpaniſcher Fluß, Münze, Fürwort, Vokal. Skataufgabe Mittelhand reizt bis 24 und paßt dann, Hin⸗ terhand bietet 44 und dann 46 und paßt auch. Vorhand ſpielt nun Grand aus der Hand mit Pik und Karo Buben, Kreuz As, 10, 8; Herz 10, 7; Karo As, 10, 8. Er zieht den Pik Buben, Mittelhand nimmt den Kreuz Buben und zieht den Karz Buben nach, dann bringt er Vorhand mit Karo Dame ins Spiel, da er in Kreuz den König zweimal beſetzt hat und in Herz das As mit König und Dame. Nun gewinnt Vorhand, da Mittelhand in Kreuz einen Fehler macht. Welcher Fehler wurde gemacht? Auflöſungen Auflöſung des geographiſchen Füllrätſels 1. Japan, 2. Matai, 3. Kalau, 4. Natal, 5. Sa⸗ gan, 6. Dakar, 7. Hanau, 8. Panay, 9. Rabat, 10. Ragaz, 11. Laval, 12. Kaſan. Auflöſung des Rätſels„Grand mit Vieren“ Rum— geriſſen— rumgeriſſen. Auflöſung des Kreuzworträtſels Waagerecht: 3. Olm, 5. Toul, 10. Goch, 11. Rain, 12. Jena, 13. Tuch, 14. Rad, 17. Sage, 19. Tauern, 21. Trillion, 23. Arad, 24. Chrom, 26. Don, 29. Ate, 30. Goar.— Senkrecht: 1. Horthy, 2. Klaus, 4. mich, 6. Ob, 7. Ur, 8. Do⸗ nau, 9. Schadow, 10. Ger, 15. Paul, 16. Igel, 17. Said, 18. Erich, 19. Tran, 20. Nora, 21. Trog, 22. Note, 23. Ade, 25. Met, 27. Go, 28. La. — 7 Heirichs trampeln ſchon vor Ungeduld.“— „Feſthalten!“— Endlich griff die Reiterei an. —„Na nu?“ frögie Horn.—„In Gottes Na⸗ men!“—„Da ſoll ſe gleich der Teufel holen!“ „Nur einen kräftigen Stoß!“—„Exzellenz ken⸗ nen Ihren Horn. Heirich drauf! Stoßt zu!“ Eine halbe Stunde hatten die Hornſchen den Brummern das Maul geſtopft. Goeß ist nervös Kurt Goetz führte einmal an einem Berliner Theater Regie. Immer wieder wurde er jedoch von drei jungen Schauſpielerinnen geſtört, die hinter ihm ſaßen und ſich ziemlich laut über die Vorgänge auf der Bühne unterhielten. Schließlich wurde es Goetz aber doch zu dumm: „Sie drei da hinten“, rief er und wandte ſch um,„ſtellen Sie gefälligſt Ihr Zmiehe ein.“ 3 Steinerne Viſion: „ Unverſchämte Rückſichtsloſigkeit— fürchter⸗ liches Kraut!“ Zeichnuns von G. Holler(Scherl-V „Rahmen“⸗Antenne— falſch verſtanden! Zeichnung von A. Sahr(Scherl-M) 2 Tina auf ihrem n kleiner, weiße 4 334 5 47 N G889: eeeee 2777 Ein lehrreiches Damenendſpiel Aus dem Avro⸗Turnier in Holland Schwarz: Reſhevsky(USA) b f EZZis. ,, 2 Weiß: Dr. Aljechin(Frankreich Damenend iele ſind temperamentvollen Schach⸗ geböhnlich ein Greuel. Sie bedeuten An langweiliges, endloſes Schieben mit erheb⸗ hen Remisausſichten für die im materiellen Fachteil befindliche Pattei. Alſo lieber gleich bon vorne anfangen?. Imunferer Stellung, in der Schwarz am Zuge t, ſinden wir klare Drohnngen vor, die viel⸗ feicht auch den„Gegner“ der Endſpiele bewegen, gen, Kaſſenſchal ⸗ umen unter den Stationen lagen Jahre 1935 ſtil⸗ Southern Rail⸗ ſchen Barnſtaple chen jedoch aus ch Autobuſſe er⸗ entſchloſſen, die t allem Zubehör nd ſiehe da, es zen Mengen ein; der von Lynton unverkauft, die ngs ſehr niedri⸗ Station Bratton eines anonym Pfund(etwa 3, der für einen in hoch iſt. Da⸗ kmore Gate 700 n Unternehmer er hier ein klei⸗ ird. Den Bahn ⸗ 4 3 S — I — — n AIm Schachbreſi offizlelle Mitteilungen des Badischen V Schachverbandes im GSB. Bezirle Mannheim ſich der Sache anzunehmen. Schwarz rettet ſich vor dem drohenden Des mit 1...., 03—021 Wenn nämlich Weiß mit 2. Des, c2—elD 3. Dœs vds auf Gewinn ſpielt, dann gibt Schwarz mit der neuen Dame ewiges Schach Deꝛn Kha Di5- uſw.). Wenn Weiß gewinn will, muß er den vor dem Ziele befindlichen-Bauern aufgeben. So folgte: 2. Dcõ—c3 + Kg7-h7 3. Des X?, Dds& d7 4. Do2—42. Hinter den Freibauern, dieſe Loſung der Turmendſpiele gilt auch hier. Dennoch iſt die Partie nicht mehr zu gewinnen! Die gelockerte weiße Königsſtellung erlaubt dem Schwarzen gelegentliche Schachgebote, welche den mit dem Freibauern beſchäftigten Weißen nicht mehr vor⸗ wärts kommen laſſen. Alſo eine klare Linie für die letzten Züge dieſer Partie. 4...., Kh7—38(deckt f7, um die Dame frei⸗ zumachen) 5. a3—a4, Dd7—06 6. a4—a5, Dc6—ab 7. z33—34, 26—25 8. Kg2—12(er kann nicht mit Da4 nebſt DPb4 auf Vorrücken des Bauern ſpielen, weil Schw. ewiges Schach, beginnend mit De?, zur Verfügung hat) Da6—döl(aktive Verteidi⸗ gung) 9. Kt2—fi, Ddö—a6— 10. Kfi—22, Kg8—27 (der einzige Zug für Schwarz, der Weiß nur zu einem Tempo, nicht aber zum Siege verhilft) 11. Da2—b2 Kg7—38 12. Db2—b8S— Kg8—27 13. Dbs—e5-— KS7—38 14. Ka2—f2(der geplante Königsmarſch wird nun angetreten, erfährt aber bald ein unüberſteigbares Hindernis) Da6—a7- 15. Kf2—e2, Da7—a6-- 16. Ke2—d2. Da6—04(der weiße König hat kein ruhiges Feld auf dem ganzen Brett) 17. De5—15 lergibt ſich ins Un⸗ abänderliche) De4—44-1 18. Kdz—e2, Dd4—b2. 19. Ke2—d3. Db2—b3-- 20. Kda—e2(der König kommt nicht durch, wenn Kd4, ſo Dba-- Kds? Da5-- remis. Ein Meiſterproblem W. May, Mannheim⸗Waldhof Szachiſty 1937(1. Lob) b gn Ei E. 5 SEA A 4. 41. Sen ,, ze, 2 0 0 e 2 n à C S — 8 — Matt in zwei Zügen Weiß: Kaß, Dhö, Tb5, b4, Ldl, f4, Sbö, ol, Bds, 15, 27(11 Steine). Schwarz: Kos, Dht, Ta2, c6, LS2, Sel, Baâ, d7, 12, g4, h2(11 Steine) 24*. Löſung A. Heiſter, Porta: W. Ka2, T34. Lo7, fi, Sc?, 16, Baâ, ba, b5, 35; Schw. Kcö, Ths, Ld2, hi, Sbs, Bdâ. 3 45f. 1. Td4:7 ſcheitert an dem Opfer 1...„ Thal Den weißen Turm möchte man aber gerne zur Vollendung des Mattnetzes einſetzen. 1. T84—141(Ldâ:7 ſo b4 matt) Ihns—es!(denn T15- findet nun in zwei Zwiſchenſetzungen eine Widerlegung) 2. Tf4 cdã! Die Pointe, denn nun iſt der ſchwarze Turm auf die e⸗Linie gelenkt worden und kann nur mit Te4 parieren, wonach 3. Se4 matt geſchehen kann. Andere Variante: 1...., TIi3 2. Se4- Kdõ 3. Lo4 matt, 1...., Scõ 2. Sd7 Kd5 3. Lc4 matt. Vom gKampf der Aſſe Die Aufmerkſamkeit der Schachwelt konzentriert ſich auf Holland. Die acht ſtärkſten Meiſter der Gegenwart im Kampfe, das kommt ſo ſelten in der Schach⸗ eſchichte vor, daß dieſes Turnier der holländi⸗ chen Rundfunkgeſellſchaft AVKO. zu den bedeu⸗ tendſten der ſemals ſtattgefundenen gehört. Ueberraſchungen fehlten auch nicht, doch wollen wir uns an dieſer Stelle nicht darüber aus⸗ laſſen, weil der zweite Turnus(der um die Zeit, als dieſe Zeilen geſchrieben werden, gerade be⸗ ginnt) manches wieder zurechtrücken kann. Wäh⸗ rend allerdings jfeſtſteht, jetzt ſchon, daß Fine (USA) und Keres(Eſtland) ſich hervorragend ſchlagen. Aus den Kämpfen bringen wir eine Partie, die ſich nicht allein durch ihre Qualität aus⸗ zeichnet, ſie übte vielmehr auf Turnierſtand und Dispoſition der beteiligten Meiſter einen großen Einfluß aus. Der Weltmeiſter wollte den Gewinn erzwingen Weiß: Aljechin Schwarz: Fine 1. e2—e4, e7—e5 2. S31—f3, Sbs—c6 3. LfI—b5 (Spaniſch gehört immer noch zu den Eröffnun⸗ gen, die in entſcheidungsvollen Partien gerne angewandt werden)...., a7—a6 4. Lb5—a4, S888 —16 5.—0, Sfö)Ce4. Nur wenige Meiſter bevorzugen dieſe offene Behandlung. Es iſt bezeichnend für das ewig junge Schach, daß ihr Wert noch keineswegs feſtſteht, vielmehr der Geſchmack des einzelnen ausſchlaggebend bleibt. 6, d2—dd, b7—b5 7. La4—b3, d7—d5 8. dâ eb; Los—e6 9. c2—03, Lis—e7 10. Sf3.—d4(der Welt⸗ meiſter wählt dieſe ſcharfe Spielweiſe, denn er wollte den führenden Fine unter allen Um⸗ Ich bin heute wieder an den Rhein hinaus, den Aalfiſchern gegangen. Mit ſinkendem icht ſind wir mit dem Aälfängerſchiff, dem Schokker, in den Strom hinausgefahren und liegen nun mitten im rauſchenden Waſſer vor Anker. Das ſchwere Schokkernetz, an zwei Bal⸗ ken befeſtigt, die quer zur Schiffswand ſtehen, iſt getaucht, die Flut ſtreicht ſchäumend darüber hinweg, wir ſchaukeln und pendeln im wan⸗ dernden Rhein, die letzten Schleppzüge ſchau⸗ feln vorüber, es wird ſtill und dämmrig über der inbrünſtig geöffneten Stromlandſchaft. Ra⸗ benſchwärme ziehen heimwärts, ſie wollen ſchlafen auf den uralten Geſpenſterbäumen, den —9 deren Wipfel hoch im Winde ſchau⸗ n. S Welch ein Zauber liegt jetzt über dem Strom und ſeinen Ufern, über den Altwäſſern und dem Dickicht der Auwälder! Voll farbiger Ver⸗ klärung ſtirbt der Tag im Weſten, es iſt die rechte Zeit, um ſich auf die alte Schiffswinde zu ſetzen und der Nacht entgegenzüſtaunen. Die beiden Aalfiſcher kommen aus der Ka⸗ füte, es ſind ſehnige und gebräunte, ſchweig⸗ ſame und unſentimentale Menſchen, ihr Beruf iſt, den Treibaal oder Zugaal zu fangen, ſie haben wenig Luſt, ſich um meine romantiſche Stunde zu kümmern, ihnen ſind die hellen oder dunklen Nächte von Bedeutung, das wachſende oder fallende Waſſer. „Denn“, ſo ſagt der Fiſcher Wilhelm Kuhn zu mir,„nimmt der Mond zu, dann nimmt der Aal ab und umgekehrt, daher wird in mond⸗ hellen Nächten überhaupt nicht gefiſcht. Nur bei ausgeſprochenem Hochwaſſer ſpielt der Mond nicht dieſe bedeutungsvölle Rolle.“ „Was iſt Ihnen denn nun lieber“, frage ich ſofort, da ich merke, daß der Mann ein wenig mitteilſam wird,„das wachſende oder das fal⸗ lende Waſſer?“ „Eigentlich keins von beiden“, ſagt er,„ſon⸗ dern beides zuſammen, alſo das pendelnde Waſſer, einmal ſteigend, dann fallend; nur nicht das fortgeſetzt tiefe oder arme Waſſer.“ Er hat die Aermel geſchürzt und qualmt aus ber Pfeife, ein Menſch, am Waſſer zu Hauſe, ein Menſch, der in den Sommer⸗ und Herbſt⸗ nächten auf Fang ausgeht, der den Aal kennt mit ſeinen eigentümlichen Leidenſchaften und rätſelhaften Trieben. Wie ſteht es denn um den Aal, in welchen Schattenbezirken ſpielt ſich das Leben dieſes geheimnisvollen Tieres ab? Lange Jahre waren ſich die Forſcher darüber im unklaren, bis endlich Licht in dieſes My⸗ ſterium gekommen iſt. Seht nur, wie die Nacht ſich über den Him⸗ mel ſpannt, wie die Bäume ſich ſanfter wiegen, wie der Strom ſchwermütiger dahinſtrömt, ein Schickſalgewäſſer Deutſchlands, eine Lebensader unſeres Volkes, die ſchon halb zur Legende ge⸗ worden iſt. In der Tiefe ſpielt ſich ein Leben ab, das uns unendlich ferne ſteht; Kampf und Luſt, Licht und Schatten, Tod und Auferſtehung gleiten nach unſichtbarem Geſetz durch die glaſig ſchimmernde Welt, dumpf geähnt nur in der einſamen Menſchenbruſt. Und der Aal wan⸗ dert mit dem Strom, jemand ruft ihn und er muß wandern, ruhelos getrieben und innerlich vielleicht beglückt und voll hoher Erwartungen. Die Flüſſe zieht der Aal hinab bis ins freie Weltmeer, dort ſammelt er ſich mit Millionen ſeiner Art und ſtrebt nun, ein phantaſtiſcher Von Roland Beiscbi Hochzeitszug, weſtwärts bis in die krautbewach⸗ ſene Sargaſſoſee mitten im Atlantiſchen Ozean. Acht Jahre lang lebte der Aal ſein verborgenes Einſiedlerleben, nun aber ruft es ihn, ſechs⸗ tauſend Kilometer weit wandert er durch den unermeßlichen Ozean, um zuletzt in den mär⸗ chenhaften Tiefen von über tauſend Metern das Hochzeitsfeſt zu feiern und dann zu ſterben. Ein erſchütterndes Tierſchickſal, eine Daſeins⸗ Idyll im Hafen kurve von bewegender Größe und Einmaligkeit. Die Nachkommen aber, jene ſchimmernden Glasaale, treten in unſchätzbaren Mengen die verwegene Fahrt durch das Weltmeer nach Europa an. Drei Jahre währt die traumhafte Reiſe, dann findet dieſe Maſſenwanderung ihr Ende bei den europäiſchen Flußmündungen, die Glasaale dringen die Ströme aufwärts, Milliarden erreichen das glückliche Ziel und Privatauinahme Bismurck erieili Lehren Fürſt Bismarck war in zenden Jahren häufig mit einigen Freunden bei einem Geſandten eingeladen. Es waren Hausbälle, die der Ge⸗ ſandte veranſtaltete, und Bismarck empfand ebenſo wie ſeine Freunde nach der eifrigen Tanzerei ſtets einen beträchtlichen Hunger. Aber es gab in dem merkwürdigen Haus nie etwas zu eſſen. Schließlich verabredete ſich Bismarck mit ſei⸗ nen Freunden, dem Hausherrn eine kleine aber heilſame Lehre zu geben. Als ſie wieder zu einem Hausball eingeladen waren, zogen die jungen Leute plötzlich zu vorgerückter Stunde auf ein gegebenes Zeichen große Butterbrote 5 den Taſchen und fingen an, ihr Veſper zu alten. „Das nächſte Mal“, ſo erzählte Bismarck ſpä⸗ ter lachend,„waren wir zwar nicht mehr ein⸗ geladen, aber es gab zu eſſen.“ R. H. Vorsichꝛi Friedrich der Große ſpielte einmal ein Stück ſeiner eigenen Kompoſition. Sein Lehrer Quantz begleitete ihn auf dem Klavier. Außerdem wirk⸗ ten noch einige Muſiker mit. „An einer Stelle, die nicht ſo ganz ſtimmte, räuſperte ſich Quantz ziemlich auffallend, ſo daß der König ſofort wußte, daß etwas falſch war. Aber er ſpielte ruhig weiter und ließ ſich nichts anmerken. Am anderen Tag zog er einen der Muſiker, die mitgewirkt hatten, zu Rate, und ließ ſich den Fehler erklären. lächelnd verbeſſerte er ihn ſofort und meinte ächelnd: „Damit unſer Quantz keinen Katarrh be⸗ kommt.“„ B. H. Heilsume Lehre Zu Friedrich dem Großen kam einmal ein Hofſchneider, der ſich ſtets prächtig herausge⸗ putzt und ausſah wie ein Stutzer. Friedrich, der ſich ſchon lange vorgenommen 0 ihm ſeine Eleganz auszutreiben, meinte zu ihm: „Leſe Er doch einmal Vers 8, Kapitel 8 des Propheten Daniel nach, wenn Er nach Hauſe kommt.“ „Der Schneider, der keine Ahnung hatte, was dieſe Bibelſtelle beſagte, öffnete voll froher Hoff⸗ nungen die Heilige Schrift und las: „Und der Ziegenbock war ſehr groß. Da er aber aufs ſtärkſte geworden, zerbrach das große Horn.“ 72 RH.⸗ führen im Schlamm von Flußwink Binnenſeen ihr feuchtes und lichtloſes leben. Wir reden nicht, die Stimme des Waf um uns, wir ſind eingefangen von der Sche der Nacht. Ich höre irgendwo einen Vogel fen, Treibholz ſtößt polternd gegen den eiſen Leib des Schokkers, die Ankerkette ſtöhnt, weiße Licht am Maſt iſt wie ein Auge, daß Hoffnung blickt.„Wie lange wandert eige lich der Aal?“ frage ich den Fiſcher, der an der Reeling ſteht und nach dem Retz ſchat „Der Aal wandert von Mitte Mai bisz Blätter fallen. Vor dem 15. Mai dürfen y auch in der Regel nicht fiſchen, weil vorher! Lachsbrut talwärts zieht und uns inz käme. In jedem Jahr findet im Beiſein o Regierungsvertretern das Probefiſchen fia erſt wenn das Netz keine Lachſe mehr enthů wird die Aalfiſcherei freigegeben. Die Wandel aale, oder Zugaale oder Treibaale ſind 1 weitaus begehrteſten, weil ſie nichts mehr f urch i ſen und nur Fett haben; der Altwaſſeraal Ansgube B erſe viel geringwertiger, weil er zu viel fü eezuns ame Uebrigens iſt es jetzt Zeit, nach dem Reß f* ſchauen.“ 4 uniag⸗Aus LA. 1 Berlag u. Schriftleit Mitten in dieſer verhängten Nacht begſ nun eine abenteuerliche Sache. Wir ſteigen das kleine Beiboot und laſſen uns an eineh Tau den Strom abwärts bis zum Ende de Netzes treiben. Der Querbalken wird von Borh aus mit einer Winde hochgehoben und nun kann das Schlußnetz herausgezogen, die Nah ſchnürung gelöſt und das Netz geleert werden Da klatſcht es in das Boot, ſchwarz wih melnd bewegt, ſchleimig und ſchlüpfrig m vom Entſetzen gepackt. Die Beute iſt gut, neht den begehrten Aalen ſind auch einige Varbe und Breſen ins Netz gegangen. Ein toller Spuk im Lichtloſen, umſchüum und umgurgelt vom talwärts dringenden Wüß ſer, Menſchen auf einer ſeltſamen Jagd, trieben von der Luſt und vom Eifer n Beute, ein ſchattenhafter Kampf des Starle mit dem Schwachen, ein Kapitel aus der N gödie Daſein. Vier⸗ bis fünfmal wird das Netz geleert einer Nacht, bei gutem Fang betrug die Beu ſchon 300 Aale, oft aber ſind es ſaure Wocheh in denen der Aalfiſcher nur ſeine Koſt verdient Ein harter, ein ſchwerer, ein einſamer Be 1 bei dem keine Reichtümer geſammelt werdeſ eine Jagd, die zähe und furchtloſe Nerven ſoy dert und ein unerſchütterlich Maß an Geduld Die Stunden eilen vorüber, wir liegen vr Anker und treiben dennoch dahin mit der Zeit eine große Feierlichkeit liegt über der Land ſchaft, vielleicht, daß ſchon das erſte Licht deh neuen Tages auf leichten Flügeln naht. Wir ſitzen in der Kabine, eine gelbe Pelrh⸗ Am„Tag des wurde in den Rl ſellung„Rundf leumlampe geht wie ein Pendel auf und nieder ſer Robert? wir trinken Schnaps und rauchen Pfeifen. Wit im ſudetenden ſind müde, Gedanken ſchweifen ins Uferloſen. Ar welch ein buntes Abenteuer iſt das Leben. 390 5 Ich höre jemand rufen, ganz deutlich hön Fartei, Staat n ich eine menſchliche Stimme. Aus meinen Trüue Gaupropagandalei men ſchrecke ich hoch, meine Sinne werden wach und geſchärft. 4 „Jemand hat gerufen durch die Nacht“ ſage ich. Der Aalfiſcher Wilhelm Kuhn lacht lautloß, „Es ruft oft hier, aber es iſt nichts.“. „Deutlich habe ich———“ ittelbar an der Ich klettere die enge Stiege empor auf Deth eichsautobahn in O Wunder, das Licht des Morgens kommt, koße und bedeute ſilbern glänzt der Strom, auf den nahen Ufen chaffen iſt, im Mitt wieſen und durch die Melancholie der Altwäff licher Volksgenoſſe ziehen Frühnebel. Ich friere und fröſtle, ih eutſchland zur Erö bin ſeltſam erſchüttert und bewegt. urofunkausſtellun, Horch, eine Heidelerche ſingt. chienen waren. Di fellung, deren Ver eutſche Kultur un Die repräſentativ hein⸗Neckarſtadt en im leuchtenden ozialiſtiſchen G lunge vor Beginn Rhein⸗Neckar⸗ 4 — ſtänden ſchlagen) Scöes 11.—13, Se4—16 12. Ddi—e2, Se5—c4 13. Lbs—c2(er konnte den Bauern wieder zurückgewinnen, hätte aber nach Ses: teb:, Des: Dd7 nichts erreicht) Dd8s—d7 14. b2—b3, Sc4—b6 15. TfI—el,—0 16. Le1—85. Angriff iſt ihm wertvoller als der mit Tau⸗ ſchen verbundene Bauerngewinn. 16...., Tis—es 17. Sb1—d2, Sfö.—h5 18. Læ5 ce7, Tes xe7 19. De2—e5, g7—36 20. 32—g4, Sh5—g7 21. bs—b4. Rih Um os zu verhindern. Die ſchwarzen Springer 12 nicht gut, aber Schwarz wird nun auf er e⸗Linie ſtark. 21...„ Tas—es 22. Des—f4, Sbö—a4!(der Schwäche es gewidmet!) 23. Tei—es, Dd7—d6 24. Df4*& dõ. Aljechin iſt gezwungen, nun doch ins Endſpiel einzulenken, denn mit Dns droht er nichts und c7—e5 würde dem Gegner die Initiative geben. 24..., c7 Xd6õ 25. Tal—ef, Te7-7 26. Sd2—bl, Leõ—d7 27. Tes xeS- LAd7 xes 28. Lc2.—-b3³(er holt ſich bald den Bauern zurück, aber Schwarz erlangt klaren Ausgleich) Sa4—b6 29. Ka1—12, Kgs—i8 30. TeI—di, Sg7—e6 31. Sd4—e2, Les—c6 32. Sb1—a3, Kfi8—e7 33. Sa3—c2, Sb6—0c4 34. Sc2— es, h7—h6 35. h2—h4, Sc4—b6 30, Lba d5õ, Lcõ dõ 37. Sca cd5- Sböd5õ 38. Tdi d5, To7—04 39. Kiz—es, ke7—d7 40. 13—i4. Kd—C6. (Siehe Bild). In dieſer Stellung wurde die Partie abge⸗ brochen. Ein Gewinn iſt weder für den einen noch den anderen erſichtlich. Aljechins Tragik beſteht nun darin, daß ſein Turnierſtand nicht ſo günſtig wie der ſeines Gegners war. Fine atie—5 fünf Runden 4½ Pünkte erzielt. Der achſpielende erlebt nun Augenblicke höchſter Spannung. Der Weltmeiſter läßt alle Künſte pielen und ſcheitert an dem vernunftgemäßen Eiverſtand. 41. Tds—d1, Kc6ö—d7 42. Tdi—f1, Kd7—e7 43. Ke3—dz(um den Springer ziehen zu können, jetzt aber folgt das Gegenſpiel!) 43...., 26—251 44. ha&g5, h6 55 45. f4—f15, Seö—i8 46. f5—16-—. Dieſer Bauer kann ſtark und ſchwach werden. c d n b „i EI a n EA-AIn 3. H 15 3 8 5 Es fehlt ſpäter dem Weltmeiſter ein wichtiges Tempo und die Schlacht geht verloren. 46..., Ke7—d7 47. a2—a4, Sf8—g6! 48. a4& b5, Sg6—e5--(da iſt es und es wird bald offenbar, daß der freiwerdende-Bauer das Rennen macht). 49. Kds—d2, a6&b5 50. Se2—d4, Se5 g4 51. Sd4 b5(TgI folgt Sea mit Turmverluſt) S24—es 52. Sb5— dd, 35—34 53. Kdz2—c2(Weiß hat die Brücken hinter ſich abgebrochen und muß nun verſuchen, den b⸗Bauern vorzubringen) Te4—e8s 54. Sd4—f5 (Ser s⸗Bauer drohte, unterſtützt vom Turm, zu marſchieren) Tcs—28 55. 8Sf5—23, TgS—hS 56. TII —12, Se5—13 57. Ti2—e2(es dreht ſich jetzt um eht nicht, denn nach Stö: Tg5:7 den t⸗Bauern, deſſen Verluſt Weiß nur aufhalten kann) Tus—h3 58. Sg3—15(mehr im Sinne des weißen„Va-banque-Spiels“ war Te7, der letzte Hauch von Mann und Roß) Sfs—e5 59.“ b4—bö, Tn3—f3 60. Sf5—d4, Tis K 16 61. b5—b6, Kd7—cs! (Vorſicht kann nie ſchaden, wenn es um die letzte Chance des Gegners geht) 62. Sd4—b5, 34—23 63. Kc2—b3(oder Sdö— Tadõ:, Te5: TZg6! Tei f5 uſw.) T16—36 64. Te2—g2,—f5 65. Tg2—a2. Kcs —b7 66. Ta2—d2, f5—f4 67. Siõ dõ- TA56& döõ! (dieſes naheliegende Qualitätsopfer gewinnt nun raſch) 68. Td2 dö. 23—22 und Aljechin gab auf. Falls nämlich Tat, ſo 13, Ta1 f2, f10. mannheim— Pforzheim Der Mannheimer Schachklub hat die beſten Ausſichten, zum dritten Male die Vereinsmei⸗ ſterſchaft des Badiſchen Schachbundes zu errin⸗ gen, denn er holte ſich aus der Goldſtadt einen :4⸗Sieg, damit aber auch den„Erſten“ in der ſtärkeren nordbadiſchen Gruppe. Heinrichs famoſe Leiſtung Weiß: Schwarz: Heinrich, Mannheim Bader, Pforzheim 1. d2—d4, d7—d5 2. c2—c4, c7—c6 3. Sg1—z3, Sg8—f6 4. c4 d5, cöd5 5. Sbi—c3, Sbs—c6 6. Le1—f4. Genau ſo eröffnete Aljechin in Holland gegen Euwe(Avro⸗Turnier), Euwe ſpielte aber nun beſſer Li5. Auch es hat Freunde. 6...., Dds—b6 7. e2—es ider Bauer braucht nicht geſchützt zu werden, wie gezeigt wird) Dbõ b2(richtig war Lg4 nebſt es, aber Schwarz hätte auch dann Schwierigkeiten. Dbö war nicht in Ordnung). 8. Tai—el, Siö—e4 9. Scs ed, dõ c e4 10. Sft3—d2, e7—e5(ſehr gewagt) 11. Ta1—b11 Dbꝛ az 12. LfI—c4, Da2—a5(beſſer Das) 13. Tbi —b5, Da5—cag. id deren ideelle lundfunk der NSD kandesleitung Bade ſer ſind, das Run heſrdeutſchen Gaue Heſſen⸗Na un vornherein jen. ihe für einen durch Afiſch wertvollen E ber Ehrenhalle Die Ehrenhal lusſtellung, die im ergebracht iſt, we llich ausgeſtattet. n Wände war id fübergrauer Be is feſtlich war die le hergerichtet wor und eine große Bü ſeiten von zwei ſil In wenigen kräftigen Streichen erlegt det Meiſter von Baden das unvorſichtige Wild. 4 14. Ddi-—ns1 27—26 15. Tbs ve5- Les-eh,. Nicht ratſam wäre Ses: wegen beb⸗ Ki De7- Kes, Lf7 matt! Aber mit Ler konnte Bader ein Problem ſtellen. Drei weiße Steint ſind angegriffen(auch Tn11). Schwer überſchau ineann LI Ul i i 2 25 4 2 9 7 7 „ ionalſozialiſtiſchen , 2 4 leuchteten in ri , , gührers: , , E. 8 . ——— ——— 0 o⁰ — — 4 S W 3 2. hhne Flugzeug 1, il 14 her hätten wir de bert!“ Gleich ein ſeſe Worte zugleich — 8 aszellung, deren h den Rundfur bar ſind die Wendungen nach 16. Dho, Seb: ientfame Pro Dz7, Iis 18. Des:, welche vielleicht doch dartun daß Weiß vorher des Guten zu5 getan halle Jetzt aber geht's mit„Donner und Blitz“! lationalſozia etile war in den ihten Raum eingez ult wurden nur ne kitungen für die Uel ler auf den Reich t0 en. Die Mikro an betrat pünktli 16. Tesce6-I f7xes 17. Dh5—4, Soeb-4 (nicht Dbei, Kke2 Dhi: wegen beö- Kds, Di- 18. Lf4—e5, LfS—b4 19. Le4—b5. Kes—f7 20 De —14 Kf7—28 21.—0, Descd2 22. D14—10, LI04 ts 28 Lbö—es! aufgegeben. noopischritilelr: Dr, Wliheim æ A 1 1 ι οm verontwortllch ſor Sesello vnd Sesaminhelt det Belloge„Deglsches lebeg-f Helmet öSUIzi belde in onnneim. 3 4 etende Gauleiter§