muar 1959 nachmittags 2. C0 Uhr nfilm nach im gramm: 0 Rüuber sJagel ndi! koemmt) tonfilm isere Freunde 90 Pfennig 110 Pfennig nzu beglelten iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiͤiihiiii11437127171117147177771717471771777471774751'42177742771727712014]7 mittogs: gLramm r: tellung g.11 Uhr: Vorstellunę gromml emlere ling konferlert hlager hr: kenball uf 22000 immmmmmm ülle schungen ., Diens- veils.11 der LE Jecł inlel. — Tisch- uf 22000 ummmmnmmm⸗ Iiii1167711ũ117——1177717777773777777717177777177171777777777771257717751711²114 ffee 57390V e Aufenthalt Donnerstag rung Verlag u. M banner“ Ausgabe A erſchein eld. Ausgabe ß erſch wöchtl. 7mal. Bezugspreiſe: F Abend⸗Ausgabe A annheim, R 3, 14/15. Fernſpr.⸗Sammel⸗Nr. 354 21. Das t wöchtl. 12mal. Bezugspreiſe; Frei Haus monatl. 2,20 Trägeriohn; durch die Poſt 2,20 RM.(einſchl. 69,36 Pf. Poſtzeitungsgebühr) A. 72 5. Beſtell⸗ rei Haus monatl. 1,70 RM. u ohn; durch die Poſt 1,70 RM. leinſchl. 54,74 Pf. Poſtzeitungsgebühr) zuzügl. 42 Pf. Beſtellgeld. Iſt die Zeitung am Erfcheinen(auch d. höh. Gewalt) verhind., beſteht kein Anſpr. auf Entſchädigung. „Hakenkreuz⸗ RM. u. 50 Pf. „30 Pf. Träger⸗ 9. Jahrgang MANNHFTN im Textteil 60 Pf meterzeile 4 Pf Nummer 52 wneeenenenenne Anzergen: Geſamtauflage: Die 12geſpalt Milimeterzeile 19 Pi Mannheimer Ausgabe: Die l2geſpalt Millimeterzeile 10 Pf. Millimeterzeile im Textteil 45 Pf Schwetzinger und Weinheimer Die Ageſpaltene Millimeterzeile im Textteil 18 Pf.— Zahlung füllungsort Mannheim Ausſchließlicher Gerichtsſtand: bafen a Rh. 4960. Verlagsort Mannheim.— Einzelverkaufsprei Die Ageſpalt. Millimeterzeile Die 4geſpalt. Ausgabe: Die naen Milli⸗ „und Er⸗ ckkontö: Ludwigs⸗ i oft —— 10 Pfennia. Dienskag, 31. Jannar 1939 duu Welt unter dem elndruc der Sührerrede Elarker Opümsmus in vaus/ Syndons Klieasochrie fberwunden An der Pyrenüen⸗Front geht es unaufhaltſam vorwärts Begeiſterte Juſtimmung in Rom Ueberall Erõrterungen ũber die Kolonĩalfrage (brahtberlehft unsefer Berliner Schriffleitoung) rd. Berlin, 31. Januar. Die Rede des Führers auf dem erſten Großz⸗ deutſchen Reichstag, die ſchon ſeit Tagen von der Weltpreſſe mit einer Unzahl von Gerüchten und Erwurrungen angekündigt und mit fieber⸗ hafter Spannung am Rundfünk mitgehört werde. Dieſer niederträchtige Kriegs⸗ und Kriſenpropaganda iſt in den letzten Tagen ſchon die Regierung in einigenentſchiedenen Miniſterreden Die Rede des Führers wirp alſo aus dieſem geſchilderten Geiſteszuſtand heraus als eine willtommene Friedensverſiche⸗ wurde, hat nach den bis jetzt vorliegenden Be. richten aus dem Auslande den ſtärkſten Ein⸗ druck hervorgerufen. Das Echo aus London und Paris zeigt nunmehr auch, daß in Eng⸗ land und Frankreich keine Zweifel mehr über die deutſchen Kolonialforderungen und über die Feſtigkeit der Achſe Berlin— Rom beſteht. Extrablätter teilten in Paris und London den Inhalt der Rede noch am Montagabend mit. In Italien wurde die Rede, die bei dem geſamten Volke begeiſterte Zuſtimmung fand, durch Rundfunk und Sonderausgaben der Zei⸗ tungen verbreitet. In den übrigen mit Deutſch⸗ land befreundeten Ländern haben die Worte des Führers ebenfalls ein zuſtimmendes Echo hervorgerufen. Aber auch die Staaten, die dem nationalſozialiſtiſchen Regime ablehnend gegenüberſtehen konnten ſich der Worte Adolf Hitlers, der ſich nach dem Urteil eines Pariſer Blattes bei dieſer Rede ſelbſt übertroffen hat, nicht entziehen. Unſere Auslandsver⸗ treter berichten über den Eindruck im einzelnen folgendes: Tondon:„Die fiolonialfrage muß gelöſt werden Die Rede des Führers und die Auslegungs⸗ bemühungen der verſchiedenen Leitartikler und Kommentatoren ſtehen am Dienstag völlig im Zeichen des engliſchen Intereſſes. Die Führer⸗ rede erſcheint in den Morgenzeitungen teilweiſe im Wortlaut oder zum mindeſten in außer⸗ ordentlich langen Auszügen. Das allgemeine Urteil geht dahin, daß die wichtigſte Stelle der Rede diejenige ſei, mit der der Füh⸗ rer eine lange Friedensperiode vor⸗ ausgeſagt habe. Hier in England hat man ein großes Gefühl der Erleichterung, das nur zu verſtehen iſt, wenn man die unge⸗ heuere o paganda berüchſich⸗ tigt, die hiel in den letzten Wochen von verant⸗ wortungsloſen Elementen inſzeniert wurde. Die engliſche Oeffentlichkeit war in einen Zuſtand verſetzt worden, den mam nur noch als hyſte⸗ riſch bezeichnen kann. Die tollſten Ab⸗ ſichten wurden Deutſchland unterſchoben, und ſofort überal geglaubt. Zuletzt hatte die ge⸗ ſchäftige Hetzhreſſe von der Führerrede prophe⸗ zeit, daß er vorausſichtlich unerfüllbare Forderungen an die Welt ſtellen und damit den Krieg einleiten Die erste Sitzung des Großdeutschen Reichs tages unvergleichliche Krönung mit der ersten Sitzung des in diesem Jahre gewählten Grohdeutschen ach. Unser Bild zeigt Adolf Hitler während seiner Rede.— In der Goebbels, v. Neurath, Graf Schwerin v. Krosigk, zweite In der dritten Reihe sitzend Generaladmiral Der 6. Jahrestag des 30. Januar fand eine Reichstages, vor dem Adolf Hitler über das historische Jahr 1938 spr ersten Reihe(von rechts) die Reichsminister Heß, von Ribbentrop, Dr. Frick, Dr. entgegengetreten. rung ausgelegt. Nur die Linkspreſſe hetzt im alten Ton gegen Deutſchland weiter. Jeſtigkeit der Achſe Die Erklärung, daß Deutſchland bei Italien ſtehen werde, findet ebenfalls das beſondere Intereſſe in Englacnd. Man ſtreitet ſich dabei noch über die genaue Auslegung dieſes Satzes, neigt aber, wie z. B. die„Times“, der Anſicht zu, daß Deutſchland nur im Falle eines Angrif⸗ ſes auf Italien dieſem zu Hilfe kommen werde, unnd da niemand Italien angreifen wolle, ſcheine auch im Mittelmeer der fried⸗ liche Verhandlungsweg geſichert zu ſein. Reihe(von rechts) die Reichsminister Funk, Schacht, Gürtner, Darré, Rust, Kerrl und Seldte. Raeder, Generaloberst v. Brauchitsch, Generaloberst Keitel. Uotwendigkeit einer Cöſung der Kolonialfrage Im„Daily Expreß“ kann man das offene Wort leſen, daß die Erklärung des Führers, wegen der Kolonien nicht einen Krieg anzu⸗ fangen, England moraliſch ver⸗ pflichte, ſofort die Kolonialfrage einer ernſten Prüfung zu unter⸗ ziehen, und nach dem Ergebnis dieſer Prü⸗ fung die Kolonien ſchnellſtens herauszugeben oder ſie endgültig zu behalten. Die hinhaltende Taktik ſei jedoch nicht mehr zu rechtfertigen, vor allem nicht angeſichts der Verſicherung, die in den 14 Punkten Wilſons niedergelegt wurde: Presse-Bild-Zentrale Auf dem Präsidentenstuhl des Reichstages Generalfeldmarschall Göring. — — — ——————————————————————————————— 2 5— 5 5—— 5 14 3 — — —— —— — — Faſt übereinſtimmend ſtellt die Hakenürenzbanner⸗ Dienstag, 31. Januar 1059 Auch„Daily Mail“ findet, daß die Kolo⸗ nialfrage zum Nutzen aller Betei⸗ ligten in friedlichen Verhandlun⸗ gen gelöſt werden ſollte. Im übrigen betont das Blatt, daß, wenn ein Mann wie Adolf Hitler eine lange Friedensperiode vor⸗ ausſage, das beſonders ſchwer wiege, denn der Führer halte heute die Entſchei⸗ dung zwiſchen Krieg und Frieden in d en Händen. Die Kriegshetzer ſeien ent⸗ täuſcht worden. Deutſchland habe keine neuen unerfüllbaren Forderungen ge⸗ ſtellt, es ſei die Hauptſache, daß der friedliche Verhandlungsweg offen bleibe.„Times“ ver⸗ ſucht, alle ihr unbequemen Stellen mit Jronie abzutun und empfiehlt in der Kolonialfrage den alten Plan einer gemeinſamen Verteilung der Rohmaterialien. Das hHetzblatt„News Chronicle“ lehnt natürlich, wie nicht anders zu erwaxten war, die Rede ab. Die Zeitung muß jedoch bezeich⸗ nenderweiſe zugeben, daß die Spannung in den demokratiſchen Ländern nachgelaſſen habe. Offizielle Zurückhaltuna In politiſchen Kreiſen Londons hält man ſich noch zurück. Eine offizielle oder offiziöſe Stel⸗ lungnahme liegt noch nicht vor. Es wird be⸗ tont, die Rede ſei ſo umfangreich geweſen, daß ſie erſt in Ruhe ſorgfältig geprüft werden muß, ehe Stellung dazu genommen werden könne. Zu dem Hinweis des Führers über die Rund⸗ funkpolitik wird in London mit frechem Augen⸗ aufſchlag die Behauptung aufgeſtellt, daß Eng⸗ land nicht gemeint ſein könne, denn es würden angeblich nur objektive Nachrich⸗ ten veröffentlicht. Der unvoreingenommene Beobachter muß jedoch feſtſtellen, daß die fremd⸗ ſprachige engliſche Rundfunkpropaganda in letz⸗ ter Zeit Ausmaße angenommen hat, die un⸗ weigerlich Gegenmaßnahmen zur Folge haben müßten. Daris:„die folonialfrage iſt aufoeworfen“ Ein Querſchnitt durch die Pariſer Preſſe, zwölf Stunden nach der Reichstagsrede des Führers, zeigt eine erfreuliche Entſpannung der politiſchen Atmoſphäre, nachdem dieſe in den letzten Tagen durch die verſchiedenſten Manöver wieder ſehr getrübt war. Mehrheit der Blätter mit unverhohlener Befriedigung feſt, daß der Führer an eine lange Periode des Friedens glaube und auf die Notwendig⸗ keit einer Zuſammenarbeit mit England und Frankreich hingewieſen hat. Das gleiche gilt von den zuſtändigen politiſchen Stellen; der Quai'Orſay hat noch in der Nacht zum Dienstag das Stichwort herausgegeben, daß die Rede keine Erſchwerung der politi⸗ ſchen Situation bedeute. Deutſch-italieniſche Solidarität Reben der Hervorhebung der Friedensliebe des Führers ſind es vor allem zwei Punkte, auf die ſich naturgemäß das Intereſſe konzen⸗ triert: erſtens, daß Deutſchland im Falle eines Angriffs gegen das faſchiſtiſche Italien dieſem zur Seite treten werde und zweitens die Auf⸗ werfung des Kolonialproblems. Obwohl es nicht an neuen Verſuchen fehlt, an den Worten des Führers herumzudeuteln, ver⸗ treten die meiſten Blätter jedoch die Anſicht, fom: Die fichſe ein Die Redede Jü 3 lichen Eindkück auf das italieniſche Volk ge⸗ macht. Sie wird als die große für die Geſchichte und Entwicklung richtungweiſende Linie beur⸗ teilt, die die Zukunft Europas beein⸗ fluſſen wird. Noch nie hat die Rede eines ausländiſchen Staatsmannes einen derart tie⸗ fen Widerhall gehabt wie die Rede des Füh⸗ rers bei der erſten großdeutſchen Reichstags⸗ ſitzung, von der heute in Italien jeder ſpricht. Die Preſſe, die mit rieſigen Schlagzeilen und großen Bildern des Führers die Rede vollſtän⸗ dig auf den beiden erſten Seiten der Blätter wiedergibt, iſt nur ein ſchwacher Spiegel des ungeheuren Intereſſes und der Befriedigung aller Volksſchichten in Italien. Vor allem ſteht der Satz des Führers im Mittelpunkt:„In einem Kriege, der gegen Italien unternommen wird, gleichgültig aus welchen Gründen, ſteht Deutſchland an der Seite Italiens.“ Dieſe klare Feſtſtellung, an der nichts zu deuteln oder zu rütteln iſt, wird in Italien als eine große, die Entwicklung der Politik in den nächſten Jahren beherrſchende Richtlinie beurteilt.„Es gibt nichts, weder Drohungen, Einſchüchterungen noch Hetzkampagnen, die das Dritte Reich von dieſer Haltung abbringen können“, ſchreibt der „Meſſagero“.„In dieſer feierlichen Erklärung hat der Führer die deutſche Ehre verpflichtet, und wir Italiener wiſſen ſeit den Zeiten Taci⸗ tus, was deutſche Ehre bedeutet. In ſeiner Trieſter Rede vom Dezember hat der Duce aufgezeigt, wo Italien im Falle eines Krieges ſtehen wird. Vier Monate ſpäter zeigt der Führer dieſelbe Poſition auf.“ „Was wird hitler tun, wenn 3 „Die Franzoſen erwarteten“, ſo äußerte ſich der„Popolo di Roma“,„eine Antwort auf die ängſtliche Frage:„Was wird Hitler tun, wenn...?“ Die Antwort des Führers ko⸗nte nicht eindeutiger, klarer und unmißverſtänd⸗ licher ſein. Hitler und Muſſolini, National⸗ ſozialismus und Faſchismus, deutſches Voll und italieniſches Volk ſind eine einzige Einheit und ein einziger Block. Das nationalſozialiſtiſche Deutſchland und das fa⸗ ſchiſtiſche Italien ſind an ein Schickſal gebun⸗ den, beide Völker verlangen von Europa, daß die Frage der Kolonien auf der Grundlage der Gerechtigkeit gelöſt wird. Deshalb ſind Italien wie Deutſchland in beſonderem Maße daran intereſſiert, den Frieden aufrechtzuerhalten.„Meſſagero“ ſchließt ſeine erſten Betrachtungen über die Rede des Führers mit den Worten:„Die Solidarität der Achſe Rom— Berlin iſt, wenn das überhaupt noch möglich war, verſtärkt worden, ſie offen⸗ bart ſich eden Tag mehr als e in Werkzeug daß man nicht um ſie herumkomme. Die Ko⸗ lonialfrage ſei diesmal mit einem ſtärke⸗ ren Nachdruckals ſe zuvor aufgeworfen worden, ſchreibt beiſpielsweiſe die„Liberté“, während der rechtsſtehende„Figaro“ von einer gebieteriſchen Forderung des Füh⸗ rers auf Rückgabe der Kolonien ſpricht. Der dem Quai'Orſay naheſtehende„Pe tit Pariſien“ erklärt ebenfalls:„Die Kolonial⸗ frage iſt klargeſtellt worden“, ebenſo„Kepu⸗ blique“, die als das Organ des Außenmini⸗ ſters frägt, ob es ſich um eine Rückgabe der unter franzöſiſchem oder engliſchem Mandat ſtehenden Kolonien oder um die Möglich⸗ keit einer Neuverteilung handle. Leon Bailby im„Jour“ iſt ebenfalls der Anſicht, daß jetzt die Kolonialdebatte im Vordergrund ſtehe, die um ſo gefährlicher ſei, als der Füh⸗ rer mit einer überlegenen Ruhe geſprochen habe. Einige Blätter glauben ihrem Bedauern darüber Ausdruck geben zu müſſen, daß der Führer nicht auf das Thema der franzö⸗ ſiſch⸗italieniſchen Beziehungen eingegangen ſei. Die„Epoque“, deren Kom⸗ mentar ſonſt völlig negativ ausfällt, ſtellt jedoch in dieſer Hinſicht feſt, daß der Führer die totalitäre Solidarität zwiſchen Deutſchland und Italien prokla⸗ miert habe. Weenzeug des Friedens 3 3 3——— hrers hat einen unauslöſch⸗ fürben Frieden und die inter natio⸗ nale Gerechtigkeit.“ ſiopenhagen: Cölung der folo⸗ nial'rage ohne fries Das Führerwort„Ich glaube an einen lan⸗ gen Frieden“, bildet die Schlagzeilen zahlreicher däniſcher Zeitungen. Beſonders hervorgehoben wird noch die neuer⸗ liche Feſtſtellung Adolf Hitlers, daß der Platz des nationalſozialiſtiſchen Deutſchland ſtets an der Seite des befreundeten faſchiſtiſchen Ita⸗ liens ſei und ſein werde. In den Stimmungs⸗ bildern wird der glänzende Eindruck des erſten Großdeutſchen Reichs⸗ tages geſchildert. Der Korreſpondent des„Politiken“ glaubt zu wiſſen, daß in die⸗ ſem Jahr die Kolonialfrage auf irgendeine Weiſe gelöſt werde.„Berlingske Tidende“ faßt, wie die meiſten Blätter, ſchon in einer Ueber⸗ ſicht auf der erſten Seite die Hauptpunkte der Rede zuſammen. An die Spitze wird folgen⸗ der Satz in Fettdruck geſtellt:„Es iſt eine Idee, und nicht das Schwertdie le tz⸗ ten Endes das deutſche Volk ge⸗ einigt hat.“ Die Zeitungen betonen, daß der Führer keine territorialen For⸗ derungenerhoben habe. Es ſei lediglich die Kolonialfrage aufgerollt worden, ohne daß ihre Löſung mit kriegeriſchen Mitteln durch⸗ geführt werden ſoll. der hiſtoriſche Fackelzug Am Brandenburger Tor und an der Reichskanzlei DNB Berlin, 31. Januar. Während noch die Männer des erſten Groß⸗ deutſchen Reichstages in der Kroll⸗Oper ver⸗ ſammelt waren, ſetzte aus allen Stadtteilen Berlins eine wahre Völkerwanderung all derer ein, die Zeugen des Fackelzuges ſein wollen. Von allen Seiten rücken die Kolonnen heran, die ſich zu ihren Stellplätzen begeben. Tief ge⸗ ſtaffelt erwarten die Formationen in den Stra⸗ ßen am Brandenburger Tor den Befehl zum Abmarſch. Der ſonſt um dieſe Zeit ſo ſtille Tiergarten iſt nicht wiederzuerkennen. Ein wogendes Meer dichtgeballter Maſſen hält das in prächtigem Fahnenſchmuck prangende, von Scheinwerfern hell angeſtrahlte Brandenburger Tor umlagert, und tief gegliedert ſind die Men⸗ ſchenmaſſen, die den Marſchweg des Fackel⸗ zuges ſchon Stunden vor Beginn umſäumen. Am dichteſten hält ſich die Menge in der Wil⸗ helmſtraße zuſammen. Der Wilhelmsplatz gleicht bald einem einzigen wogenden Meer. In fieberhafter Erregung harren Tau⸗ ſende und aber Tauſende der Stunde des Vor⸗ beimarſches entgegen. Hell von dem gleißenden Licht der Schein⸗ werfer angeſtrahlt liegt die Reichskanzlei. Die Abſperrmannſchaften der haben alle Hände voll zu tun, um die Wilhelmſtraße frei⸗ zuhalten. Es iſt ſchon lange nach 23 Uhr. Der Führer tritt heraus Da, ein Raunen geht durch die Menſchen⸗ menge, ein ungeheurer Jubelſturm brauſt auf. Die Türen des Balkons der Reichskanzlei wer⸗ den geöffnet. Der Führer tritt an die Brü⸗ ſtung, rechts neben ihm Hermann Göring und zur Linken Rudolf Heß. Wie ein Fels im Meere erhebt ſich das Gebäude der Reichs⸗ kanzlei aus den brandenden Wogen der Begei⸗ ſterung. Immer wieder hallen die Sprechchöre über den weiten Platz. Immer wieder brandet der Jubel empor. Faſt ſcheint es, als würden die Abſperrmannſchaften der iz von den Maſ⸗ ſen erdrückt. Mit aller Kraft müſſen ſie ſich dem Anſturm der Menge entgegenſtemmen, um die Straßen für die Kolonnen des AMelzuges freizuhalten. Und nun dröhnt der Marſchtritt auf. Ein Spielmannszug ſchwenkt ein. Der Vorbei⸗ marſch beginnt. Die SA als die älteſte Formation, die im Kampf um Deutſchlands Freiheit die meiſten Opfer brachte, macht den Anfang. Dann folgen zum erſten Male am 30. Januar mit geſchultertem Gewehr die Män⸗ ner der Standarte„Feldherrnhalle“, die im Paradeſchritt unter brauſendem Jubel an der Reichskanzlei vorüberziehen. Dann kommen das NScr, die Politiſchen Leiter, die Hitler⸗Jugend, der Arbeitsdienſt, das NSF, der NS⸗Reichskriegerbund, der Luftſchutzbund, die ih und zum Schluß ein Bataillon der Leibſtandarte. Kolonne an Ko⸗ lonne zieht vorüber. Von einem einzigen Wil⸗ len ſind alle beſeelt, eine einzige Freude hat alle durchpulſt. Der Dank des Dolkes Und was die Sprechchöre„Führer, wir dan⸗ ken dir!“ immer wieder zum Ausdruck bringen, das iſt in den leuchtenden Augen all derer zu leſen, die hier ſtumm mit den lodernden Fackeln in den Fäuſten vorbeimarſchieren. Kaum iſt der letzte Zug vorüber, als die Menge die Ab⸗ ſperrketten durchbricht und ſich in jubelnder Be⸗ geiſterung um den Balkon der Reichskanzlei drängt, von dem der Führer immer wieder die Hand zum Gruß erhebt. Trotz Surm geht es vorwärt Die Riesenbeute der Nationalen in Barcelona EP. Salamanca, 31. Januar. Das nationale Hauptquartier erklärt in dem am Montagabend herausgegebenen Heeresbe⸗ richt: nalen Truppen an der Front von Kütnte weiter vorgerückt. Sie haben San Vicente de Llevanera in der Nähe der Küſte und weiter im Innern das Dorf Caſtellterſol beſetzt. Der Vor ⸗ marſch betrug durchſchnittlich acht Kilometer. Die in Barcelona von den nationalen Trup⸗ pen erbeuteten Kriegsmaterialvorräte haben ſich als außerordentlich wertvoll und umfang⸗ reich erwieſen. U. a. wurden hundert ge⸗ brauchsfähige Flugzeugmotoren nordamerikaniſcher Herkunft, zahl⸗ reiche ſowjetruſſiſche Flugzeuge der Marke „Delfi“, über 38 000 Fäſſer Benzin, ſowie große Vorräte an Oel und Schmieröl, die den Bedarf von zwei Jahren decken werden, in Beſitz ge⸗ nommen. Ferner wurden tauſend noch verpackte Maſchinengewehre und viele Tonnen ſonſtigen Kriegsmaterials aufge⸗ funden. Der Wert dieſes Kriegsmaterials, das nur einen Teil der Geſamtbeute darſtellt, be⸗ trägt hundert Millionen Goldpeſe⸗ ten. Da der Feind öfters erklärt hat, er ſei gerade durch die Maſſe des nationalen Kriegs⸗ materials geſchlagen worden, wird dieſe Tat⸗ ſache der ganzen Welt zur Kenntnis gebracht. In dem am Dienstagmorgen veröffentlichten zweiten Heeresbericht des nationalen Haupt⸗ quartiers heißt es: Der herrſchende Sturm und der Regenan der Front von Ka⸗ talonien haben die Bewegungen der natio⸗ nalen Truppen am Montag ſchwierig gemacht. Dos kcho in den Vereiniglen Saaten „Deuischland darf Handel ireibhen, wo es will“ Di Waſhington, 31. Januar. Die Rede des Führers, die mit fieberhafter Spannung erwartet worden war, rief in Wa⸗ ſhington eine augemeine Erleichterung hervor, Man klammert ſich förmlich an Adolf Hitlers Ertlärung, er wolle keinen Krieg und nahm ſich des Führers offenſichtlich an Ameritas Adreſſe gerichtete Argumente durchaus zu Herzen. Ueberwiegeend zeigte man ſich befriedigt über die klare Feſtſtellung, daß zwiſchen dem ameri⸗ kaniſchen und dem deutſchen Volt Frieden und Freundſchaft herrſchen könnten, wenn nicht die Juden und die egoiſtiſchen amerikaniſchen Par⸗ laanentarier dies hintertrieben. Im Staatsdepartement lehnte man eine Stel⸗ lueignahme ab, da der„engliſche Wort⸗ kaut noch nicht vorliegt“. Aber auch hier ſcheint man außerordentlich beruhigt zu jein, wenngleich gewiſſe an Südamerika inter⸗ eſſierte Kreiſe mit der Erklärung, daß die deutſch⸗ibero⸗amerikaniſchen Wirtſchaftsbezie⸗ hungen die UsA nichts anagingen, nicht ganz einverſtanden ſein wollen. Die Morgenblätter, die von der Rede des Führers völlig beherrſcht werdeel, ſtellen vor allem die Kolonialforderung heraus und die Unterſtützung Italiens im Falle eines Krieges. Wörtlich werden die Stellen über die deutſch⸗amerikaniſchen Beziehungen wiedergegeben. Der Bericht der„Intergational News“ hebt dabei die kraftvolle Ausdrucksweiſe und die aus jeder Silbe ſprechende Entſchloſſen⸗ heit der Führerrede hervor, die eine emeute Be⸗ tundung des unerſchütterlichen Friedenswillen⸗ darſtelle. Die jüdiſche Preſſe fährt natürlich in ihrem alten Fahrwaſſer fort und hetzt mit aller ihr zur Verfügung ſtehenden Rabuliſtik. Trotzdem haben ſie außer den bereits im erſten Heeresbericht eroberten Ortſchaften noch Grau⸗ ges, Eſpunyola, San Tirſo de Sojano u. a. be⸗ ſetzt. 1500 Gefangene wurden am Montag ge⸗ ——. Trotz des ſchlechten Wetters ſind die natio⸗ An der Eſtremadurg⸗Front hat der Feind eine Kataronten Tote wurden feſtgeſtellt. Der Feind verlor viele Maſchinengewehre und Gewehre. ſeuer fluftrag für Büeckel Eine Anordnung des Führers NsSkK Berlin, 31. Januar. Der Führer hat die folgende Verfügung er⸗ laſſen: „Ich habe der Bitte des Pg. Odilo Globoc⸗ nik, ihn von ſeinem Amt als Gauleiter des Gaues Wien zu entheben, entſprochen. Zum Gauleiter des Gaues Wien der NSDA ernenne ich unter Beibehaltung ſeiner ſonſtigen Aemter den Pg. Joſef Bürckel. Berlin, 30. Januar 1939 gez.: Adolf Hitler. bau mark Brandenburg der ſlödflü Verfügung des Führers NSkK Berlin, 31. Januar. Der Führer hat die folgende Verfügung er⸗ laſſen: Ich verfüge, daß der Gau Kurmark der NS⸗ DaAc mit Wirkung vom heutigen Tage die Be⸗ zeichnung:„Gau Mark Brandenburg der NS D A N“ führt. Berlin, 30. Januar 1939 gez.: Adolf Hitler. In Chitogo 12 men' chen erfroren Schwere Schneeſtürme in Nordamerika DNB Neuyork, 31. Januar. In Nordamerika wurden große Teile des mittleren Weſtens und der Oſtſtaaten von ſo ſchweren Schneeſtürmen heimgeſucht, wie ſie ſich 4 ſeit vielen Jahren nicht ereignet haben. Es er⸗ folgten ſehr viele Verkehrsunfülle, von denen zahlreiche tödlich waren. In Chikago, wo ein Schneefall von ungewöhnlichem Ausmaß jeden Fahrzeugverkehr lahmlegte, ſtar ben 12 Men ⸗ ſchen infolge der grimmigen Kälte. Auf der Chikagoer Hochbahn kam es zu drei Zuſammenſtößen, wobei es insgeſamt mehr als 50 Verletzte gab. Die Schulen in Chikago ſind geſchloſſen. Aus Perpignan wird gemeldet, daß die fran⸗ zöſiſche Bevölkerung dieſer Stadt ſtarke Befürch⸗ tungen wegen der feindlichen Haltung eines Teiles der dort eingetroffenen ſo wjetſpani⸗ ſchen Flüchtlinge hege. Zahlreiche Flücht⸗ linge hätten gegenüber den franzöſiſchen Gen⸗ darmen eine feindliche Haltung eingenommen. neu⸗ und⸗ſchwere Niederlage erlitten. Die natio⸗ nalen Truppen haben mehrere Stellungen er⸗ obert und Gefangene gemacht. Mehrere hundert In seiner Ei Kameradsch innenministe kämpfer-Eh. Re Die Anspracl Auftakt zur 1 stunde anläß Schuliugend vor der Volk Unter den bezogen, ur ein Tru muar 1059 — Zlei n der Begei. Sprechchöre eder brandet als würden on den Maſ⸗ üſſen ſie ſich ſtemmen, um Sigelzuges tt auf. Ein r Vorbei⸗ 8 die älteſte Deutſchlands e, macht den n Male am hr die Män⸗ rnhalle“, endem Jubel n. e Politiſchen Arbeitsdienſt, zerbund, der Schluß ein onne an Ko⸗ inzigen Wil⸗ Freude hat der, wir dan⸗ ruck bringen, all derer zu rnden Fackeln 1. 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Auf dem Bild rechts(von rechts): Reichsleiter Buch, Reichsleiter Rosenberg, Reichs- innenminister Dr. Frick und Reichsleiter Fiehler. Links: Dr. Frick überreicht Konrad Henlein als erstem Sudetendeutschen das Front- (Scherl-Bilderdienst-M) kämpfer-Ehrenkreuz. Reichsminister Dr. Goebbels sprach zur Schuliugend Grohßdeutschlands Die Ansprache des Reichsministers Dr. Goebbels an Großdeutschlands Schuljugend bildete den Auftakt zur Feier des 30. Januar. In der 299. Volksschule im Norden Berlins iand die Feier- stunde anläßlich der Gründung des Dritten Reiches statt, an der durch den Rundfunk die Schuljugend Großdeutschlands teilnahm. Reichsminister Dr. Goebbels wird bei seiner Ankunft vor der Volksschule stürmisch begrüßt. Weltbild(M) Auslandsdeutsche Jugend in Erwartung des Führers Unter den irsten, die schon in den frühen Morgenstunden auf dem Wilhelmsplatz ihre Plätze bezogen, un am Tag der Gründung des Dritten Reiches den Führer zu begrüßen, befand sich ein Tripp auslandsdeutscher Jugend, der dicht vor der Reichskanzlei aufmarschierte. der 30. Januar im vild Dem Gedenken Maikowskis Standartenführer Bültmann, der Führer der Standarte„Hans Eberhard Maikowski“, und Generalmaior von Schulz als Vertreter der Luftwaffe legen am Grab des SA-Sturmführers, der in der Siegesnacht des 30. Januar 1933 von Kommunisten ermordet wurde, Kränze nieder. der Leibstandarte ab. Der Fünrer schreitet bei seinem Eintreiien vor der Krolloper die Front der Ehrenkompanie Weltbild(M) „zeſies Bond der Freundſchaft⸗ Telegrammw/echsel zwischen Nussolini und dem fũhrer DNB Berlin, 31. Januar. Der Führer erhielt vom Duce zum Jahrestag der nationalen Erhebung folgendes Telegramm: „Während das deutſche Volk ſich einmütig in ſeinen großen politiſchen, militäriſchen und ſozialen Organiſationen um Sie ſchart, begeht es feierlich den 6. Jahrestag Ihrer Machtergreifung. Es iſt mir ein Be⸗ dürfnis, die Gefühle zum Ausdruck zu bringen, die aus der aufrichtigen und tiefen Freund⸗ ſchaft herrühren, die unſere beiden Völker durch die Achſein einem feſten Band für Ge · genwart und Zukunft vereint. Muſſolini.“ Dieſe Kundgebung des Duce hat der Führer wie folgt telegrafiſch beantwortet: „Für die kameradſchaftlichen Glückwünſche, die Sie mir zum heutigen 6. Jahrestag der Machtergreifung ausſprachen, ſage ich Ihnen meinen herzlichſten Dank. Ich nehme ſie als ein neues Zeichen der unſere Völker durchdringenden Gefühle der Verbundenheit und der Freundſchaft mit beſonderer Freude und Befriedigung entgegen. Mit meinen beſten Grüßen verbleibe ich Ihr Adolf Hitler.“ Ftürkſter kindruck in Belgead Belgrad, 31. Jan.(HB⸗Funk.) Die jugoſlawiſche Preſſe veröffentlicht die Führerrede an erſter Stelle über mehrere Sei⸗ ten hinweg und hebt die Jugoſlawien betreſ⸗ fenden Stellen beſonders hervor. Daneben ſind die Blätter am ſtärkſten beeindruckt von der deutſch⸗italieniſchen Kampfgemeinſchaft, wie dies Schlagzeilen und Seitenüberſchriften der einzelnen Blätter zeigen. So verkündet die halbamtliche„Vreme“ in rieſigen Buchſtaben über alle Spalten hinweg „Hitler fordert für Deutſchland und Italien Kolonien. Mit Muſſolini zuſammen von dem Bolſchewismus gerettet. Im Falle eines Krie⸗ ges wird Deutſchland an der Seite Italiens ſtehen.“ „Pravda“ bringt als Schlagzeile die Sätze: „Hitler zog die Bilanz ſeiner ſechs⸗ jährigen Regierung und verkündet die neuen Aufgaben des deutſchen Volkes. Hitler hob die gegenſeitige Wertſchätzung des deutſchen und jugoſlawiſchen Volkes hervor.“ Weiter geben die Blätter eine kurze Zuſam⸗ menfaſſung des Inhalts der Führerrede unter wörtlicher Anführung wichtiger Stellen wieder. Franzöſiſche ſMiniſter on der ſpaniſch en brenze DNB Paris, 31. Januar. Innenminiſter Sarraut und Geſundheits⸗ miniſter Rucart begaben ſich am Montag⸗ abend perſönlich auf den Weg nach Perpignan, um ſich von den Maßnahmen zu überzeugen, die ſowohl hinſichtlich der franzöſiſchen Sicher⸗ heit als auch für die Unterſtützung der aus Spanien flüchtenden Sowjets ergriffen wor⸗ den ſind. ———— —————— „hakenkreuzbanner“ Blick übers Cand Dienstag, 31. Januar 1939 mit der Strohpuppe ſtirbt der winterliche Unhold Der Bãr iſt der Frühlingsbringer/ Auch das Schneckenhaus Sinnbild des Frühlings Karlsruhe, 31. Jan. Vor zwei Jahren fuhr Profeſſor Eugen Fehrle, der Leiter der Lehrſtätte für deutſche Volkskunde an der Uni⸗ verſität Heidelberg, mit 45 Studenten, darunter elf Schleswig⸗Holſteinern, während der Fas⸗ nachtstage in den Schwarzwald nach Elzach, Bräunlingen, Villingen, Donau⸗ eſchingen und Furtwangen. Mancher von ihnen mochte von früheren Wanderungen her die Schwarzwäldler als auffallend ein⸗ ſilbige Menſchen in Erinnerung haben. Wie ſah er ſie jetzt verwandelt! Faſt befremdend wirkte im erſten Augenblick auf die reſervier⸗ ten Niederſachſen dieſe Ausgelaſſenheit! Es dauerte indes nicht lang, da waren auch ſie in den tollen Wirbel mit hineingezogen. Am zweiten Abend ſah man keinen mehr ohne Maskierung. Und mit der Maske waren auch ſie innerlich verwandelt. Grauenerregende Teufelsfratzen In den letzten Jahren ſah man in illuſtrier⸗ ten Zeitungen häufig Bilder von Fasnachts⸗ umz 25 in denen es von grauenerregenden Teufelsfratzen nur ſo wimmelte. Aus den Schilderungen konnte man glauben, das wilde Weſen ſei um ſo echter, je„dämoniſcher“ es dabei zugehe. Offen geſtanden 4 Vorſtel⸗ lungen ſpielten eine gewiſſe Rolle, als wir uns an den beſten Sachkenner, den wir im Gau haben, an Profeſſor Fehrle in Heidelberg, mit der Bitte um Auskunft wandten. Bei der Führung durch die für eine Univer⸗ ſität einzigartige Sammlung von Fasnachts⸗ masken in der Lehrſtätte für deutſche Volks⸗ kunde mit Menſchen⸗ und Tiergeſichtern, bunt⸗ farbigen, zottigen Trachten, Fuchsſchwänzen und all dem anderen Zubehör der Narrozünfte, mit Bildern und Zis u Gez Darſtellungen von der Steinzeit bis zur Gegenwart, deutete er auf einige Masken, die gar nicht„dämo⸗ niſch“ ausſchauen, viel eher den Ausdruck einer zurückhaltenden Beſinnlichkeit tra⸗ gen. „Dieſe Masken gehören zu den älteſten der Sammlung“, bemerkte Profeſſor Fehrle.„Sie ſind vielleicht etwas enttäuſcht über das harm⸗ loſe Ausſehen, aber die meiſten grotesk an⸗ mutenden Masken ſind erſt in neuerer Zeit, teilweiſe ſogar in den letzten Jahren in der Werkſtatt eines phantaſiebegabten Schnitzers entſtanden. Wobei nicht zu beſtreiten iſt, daß ſich darunter künſtleriſch hervorragende Leiſtun⸗ gen befinden. Wenn hier viele Geſichter kaum verzerrt erſcheinen, ſo darf man annehmen, daß es den Schöpfern nicht auf Dämonie ankam, ſondern eher darauf, das Perſönliche in den Hintergrund treten zu laſſen und damit zu be⸗ zeugen, daß der Einzelne nur ein-Glied der Gemeinſchaft iſt.“ Uralter Jasnachtsbrauch „Was bedeuten die Tiermasken, beſonders die Bärengeſichter?“ 3 „Man wollte ſich wahrſcheinlich ſo verkleiden, um einem wilden Tier ähnlich zu ſehen, ſeine Kraft und Wildheit darzuſtellen, vor allem die des Bären, Bir ifl Königs des deutſchen Waldes. Der Bär iſt als der Frühlingsbringer aufzufaſſen. Nachdem er ſich den Winter über verkrochen hat, wird er durch die warmen Strahlen der Frühjahrsſonne hervorgelockt. Sinnbilder des Frühlings ſind auch die Schneckenhäuſer, die z. B. die Kopfbe⸗ deckung des Elzacher Schuddig krönen. Man⸗ cherorts, ſo in Zell a.., iſt das ganze Narren⸗ gewand mit Schneckenhäuſern beſetzt. Ein Sinnbild des Winters iſt dagegen der Fuchs⸗ ſchwanz, der auf der Baar, im Hegau und am Bodenſee viel getragen wird. „Der Grundgedanke der Fasnacht war,— und dies bezeugen gerade die älteſten Darſtellungen, die in Skandinavien in Felſen eingeritzt ge⸗ funden wurden— daß das Leben ſich im Früh⸗ ling immer wieder erneuere. Darauf deutet auch der Name: Fasnacht; er kommt wahr⸗ ſcheinlich von faſeln, faſeln gleich blühen, ge⸗ deihen. Das Chriſtentum, das den uralten Volksbrauch nicht radikal ausrotten konnte, hat mit der Schreibweiſe„Faſtnacht“ eine chriſtliche Deutung verſucht: die Zeit vor dem Faſten. (Aehnlich wie Samstag der Tag vor dem Sonntag iſt.) Durch das Chriſtentum iſt auch der dämoniſch⸗teufliſche Zug, das Hexenmäßige, — das Fasnachtstreiben hineingetragen wor⸗ en. Fasnacht iſt, wie geſagt, in der germaniſchen Vorſtellung die Zeit, in der man für den Se⸗ gen des Sommers beſorgt ſein ſoll. Soll aber heit entſpricht einem Grundzug germaniſchen Weſens. Fasnacht wurde und wird überall gefeiert, wo Menſchen germaniſchen Blutes lebten und leben— in Königsberg um das Jahr 1200 ebenſo wie von der älteſten Zeit her in Skan⸗ dinavien oder im Schwarzwald und am Bo⸗ denſee. In den großen Städten am Rhein hauptſächlich tritt ſie in dem buntſchillernden Gewand des Karnevals auf. Es liegt wohl auch in dem Volkscharakter begründet, wenn im leichtlebigen Rheinland Prinz Karneval in überſchäumender Ausgelaſſenheit das närriſche Zepter ſchwingt, während die urtümlichere, äuerliche Kultur am Oberrhein die alten Fas⸗ nachtsgebräuche bewahrt hat. Der ſchwer⸗ blütigere Alemanne nimmt auch das Tollen der Fasnachtstage— faſt möchte man ſagen— ernſter und tiefer.“ Prof. Fehrle bemerkte hierzu:„Man hat verſucht, es von carrus navalis, das iſt Schiffs⸗ Trachten aus allen deutschen Gauen in Berlin Der historische Münchener Schäfflertanz, ein Ausschnitt aus dem Trachtenfest, das die Lands mannschaft der Bayern in Berlin e. V. in der Philharmonie veranstaltete und an dem die deutschen Gaue Tänze ihrer Heimat zeigten. der Segen kommen, muß erſt der Unſegen aus⸗ getrieben werden. Alles Unvollkommene, Un⸗ reine muß gerichtet werden. Mit der Stroh⸗ puppe wird das Winterlich⸗Unholde verbrannt. Mit Ungeſtüm bricht das Neue herein, ihm kann nichts widerſtehen! Die Anfänge der Fasnacht weiſen auf die⸗ ſelben Anſchauungen hin, die dem Urbild des Hakenkreuzes, dem Sonnenrad, das man in raſender Eile den Bera hinabſauſen läßt oder auch andernorts langſam hinabrollt, zu Grunde liegen. Im Scheibenſchla⸗ gen, das ſich 4000 JFahre zurück nachweiſen läßt, berühren ſich alemanniſches und fränki⸗ ſches Volkstum. Die feurige Scheibe bedeutet: So wie dieſes Abbild der Sonne über der Ge⸗ markung leuchtet, ſo ſoll die Sonne wieder⸗ kehren und neues Leben bringen. Das hierin ausgeſprochene Vertrauensverhältnis zur Gott⸗ Wieltbild(M) wagen, abzuleiten. Abgeſehen von großen ſprachlichen Bedenken, hat es dieſe Wortbil⸗ dung im lateiniſchen Wortſchatz bis zum 6. Jahrhundert unſerer Zeitrechnung nicht ge⸗ geben. Dagegen läßt ſich die Bezeichnung Car⸗ neval ſchon früh an den italieniſchen Kloſterſchulen nachweiſen. Sie iſt wohl aus der Zuſammenziehung von carne vale, zu Deutſch: Fleiſch leb wohl! entſtanden. Es iſt die Parole für den morgigen Tag, an dem die Faſtenzeit beginnt, gemeint:„Heut' aber wollen wir noch einmal luſtig ſein!“ Immerhin kann ſich auch der fröhliche Kar⸗ neval auf eine ehrwürdige Tradition berufen. In Köln wird er ſeit gut 140 Jahren ſchon in ähnlicher Weiſe gefeiert wie heute. Und es laſſen ſich ſehr wohl Anklänge an altrömiſche Feierlichkeiten, wie Kaiſergeburtstagsfeiern, feſtſtellen.“ E. Dietmeier. Dies und das s Sechs Kinder ums Leben gebracht. Die Haupwerhandlung gegen das Ehepaar Roſa und Lorenz Fiſcher aus Weiſchau bei Ko⸗ burg wird am 24. Januar vor dem Koburger Schwurgericht beginnen. Das Ehepaar iſt an⸗ geklagt, vier ihrer unehelichen Kinder vorſätz⸗ lich getötet und in zwei Fällen den Tötungsver⸗ ſuch vorgenommen zu haben. Der mehrmals vorbeſtrafte Lorenz Fiſcher, der als roher, bru⸗ taler Menſch gilt, beſaß in der kleinen Ge⸗ meinde Weiſchau ein größeres Anweſen, auf dem er aber eine ſolche Mißwirtſchaft betrieb, daß ihm 1936 die Bauernfähigkeit abgeſprochen wurde und er ins Konzentrationslager kam. Im Jahr 1915 trat die damals 24jährige Roſa Böhm bei Fiſcher in Stellung ein. Das Mäd⸗ chen war damals ſchon Mutter von zwei un⸗ ehelichen Kindern und knüpfte bald auch mit Fiſcher ein enges Verhältnis an. Ein Jahr ſpä⸗ ter gebar die Angeklagte ein drittes Kind, deſ⸗ ſen Vater Fiſcher war. Dieſes Kind erſtickte der Angeklagte in beſtialiſcher Weiſe und be⸗ drohte die Mutter mit dem Tode, wenn ſie etwas ausplaudern ſollte. In den 21 Jahren ihrer Gemeinſchaft gebar die Angeklagte noch elf Kinder. Heute leben nur noch vier und nur zwei Kinder ſind eines natürlichen Todes ge⸗ ſtorben. Die anderen wurden ſämtlich auf ver⸗ brecheriſche Weiſe ums Leben gebracht. In den meiſten Fällen ließen die„Eltern“ die Kleinen einfach verhungern. In einem Fall ſchüttete Fiſcher dem Kinde eine ätzende Flüſſigkeit in den Mund, ſo daß es keine Nahrung mehr zu ſich nehmen konnte. In einem weiteren Fall er⸗ ſtickte die Mutter ihr Kind gleich nach der Ge⸗ burt. In zwei Fällen blieb es bei einem Tö⸗ tungsverſuch. Die Anklage ſtützt ſich im weſent⸗ lichen auf das Geſtändnis der Rofa Fiſcher, während ihr mitangeklagter Ehegatte alle ihm zur Laſt gelegten Verbrechen hartnäckig leug⸗ nete. Säckingen ſorgk für die Jugend * Säckingen, 31. Jan. Ueberall in Deutſch⸗ land und gerade in den ſchönſten Gegenden ent⸗ ſtehen die hervorragendſten Jugendherbergen. Ihre Zahl ſoll nach den Plänen des Deutſchen Jugendherbergswerkes etwa viertauſend errei⸗ chen. Auch der Landesverbannd Baden im Reichsverband für Deutſche Jugendherbergen hat für das Jahr 1939 ein umfangreiches Bau⸗ programm vorgeſehen. Im Rahmen dieſes Programms fällt der Bau der neuen Ju⸗ gendherberge in Säckingen, wofür die Stadt 50 000 Quadratmeter zur Verfügung geſtellt hat. Der Großbau umfaßt einen Tagesraum für 50 Perſonen und einen kleineren für 25 Perſonen. In den vor⸗ geſehenen Schlafräumen können insgeſamt 124 Perſonen untergebracht werden. Im Zuge dieſes Neubaues wird gleichzeitig das geplante Hitler⸗Jugendheim ent⸗ ſtehen, das im Projekt vorſieht 8 Scharräume, 1 Kameradſchaftsraum, 1 Mädelſchaftsraum, 4 Führerzimmer, 2 beheizbare Kleiderablagen, 2 Werksräume. 1 Eingangs⸗ und Ehrenhalle. Hinzu kommt noch, daß der auf Anregung des Städt. Verkehrsamtes Säckingen vor einem Jahr eingerichtete Autozeltplatz(DDAcC⸗ Camping) nach neuzeitlichen Geſichtspunkten eingerichtet und vergrößert wird, ſo daß die vielbeſuchte Stadt Säckingen mit der fortſchrei⸗ tenden Entwicklung des Autonobilſports auch auf dieſem Gebiete Schritt hält. Wagner-Régeny:„Die Bürger von Calais“ Opernuraufführung in Berlin/ Neue Wege des Mus ka ischen Theaters In der Berliner Staatsoper erlebte das neue Werk von Wagner⸗Régeny„Die Bür⸗ ger von Calais“ ſeine Uraufführung. Der von Caſpar Neher geſtaltete Text bezieht ſich au; hiſtoriſche Vorgänge, um den Sinn des heroiſchen Opfers zu beweiſen. Halb in der Art lehrhafter Betrachtungen und Verkündi⸗ gungen, halb im Stil der bekenntnisſtarken Paſſion, verlegt er die eigentliche Handlung in das ſeeliſche Entwicklungsfeld der beteiligten Perſonen. Die Muſik Wagner⸗Ré⸗ genys wendet ſich von jeder äußerlichen Wir⸗ kungsebene ab und ſteigert ihr ethiſches Kraft⸗ gefühl in großen geſchloſſenen ſinfoniſchen Bo⸗ gen, bei denen die leuchtende Schönheit der Stimmen das Orcheſtrale überſtrahlt. Wagner⸗Régeny hat den Mut, das Muſik⸗ drama bei ſeinen Bemühungen um eine neue Form des muſikaliſchen Theaters zu ühergehen. Er ringt um die Erfüllung ſeiner perſönlichen Ideale und befindet ſich bei den„Bürgern von Calais“ noch in unmittelbarer Auseinander⸗ ſetzung mit den Opernproblemen der letzten 50 Jahre. Darüber hinaus hat ſein Ohr viele Einzelheiten des myikaliſchen Studiums nicht vergeſſen können, Reminiscenzen aus allen Epochen und Gattungen klingen auf. Thema⸗ fiſche Geſten der Händelſchen Oratoriumswelt, klaſſiſches Werkgut, altitalieniſcher Kirchenſtil, Profaſchnitzel des Lehrſtücks ünd moderne Polyphonie der Tanzrhythmen ſind einge⸗ ſchmolzen in eine muſikaliſche Sprache, bei der die Individualität des Schöpfers noch keine endgültigen Ausſagen zu machen vermag. In den Höhevyunkten der Oyer jedoch ſpürt man Wagner⸗Régenys geſtaltende Kraft, die mit gei⸗ ſtiger Sauberkeit und gläubigem Fanatismus des künſtleriſchen Gewiſſens in die Zukunft weiſt. Herhert von Karajan am VPult ſetzte ſich mit alühender Anteilnahme für das Werk ein. Der Königsberger Intendant Klitſch ver⸗ ſtand es als Regiſſeur, die Bilder des„ſtati⸗ ſchen Theaters“ aus einer geſchickten Bewegung der Maſſen heraus zu gruppieren. Martha Fuchs und Marcel Wittriſch waren Träger der Hauptrollen für die innerliche Spannung der geſanglichen Vorgänge. Am Schluß konnte ſich der Komponiſt dem Publi⸗ kum zeigen, das einen Achtungserfolg beſtätigte, Dr. Julius Frie drieh. „Die Herrin von La Paz“ Uraunfführung im Schauſpielhaus zu Köln. Drei Frauen hat die Komödie„Die Her⸗ rin von La Paz;“ ihr Daſein zu danken. Ihre Heldin Donna Viktoria— ſchon der Name weiſt auf den ſieghaften Charakter der Dame hin— erlebte ihre literariſche Geburt in einem angelſächſiſchen Roman von Elinor Mordaunt, der dann von Edith Ellis zu einem Theaterſtück verwandelt wurde, das ſchließlich von Vera Prill für den deutſchen Bühnengebrauch die entſprechende Zurichtung erfuhr. Wenn ein Stück durch ſechs weibliche Hände gegangen iſt, die ihre geſellſchafts⸗ kritiſche Feder geſpitzt haben, hat ein Mann in ihm kaum noch etwas zu melden. Hier iſt das ſtärkere Geſchlecht durch einen Machtſpruch des genannten Trifoliums zum Statiſtendaſein verurteilt. Zu ſagen hat nur eine Frau etwas, eben ene Viktoria, die ſich ſelbſt einmal als „winterhartes Immergrün“ charakteriſiert. Sie, die viermal verheiratet war und aus jeder Ehe ihre pädagogiſchen Nutzanwendungen zog, herrſcht mit überlegener Herzensgüte über ihre große Familie. Mit Jronie fertigt ſie ihren geiſtig„minderjährigen“ Schwiegerſohn ab, aber mit ſorgender Liebe bereitet ſie ihren Enkelkindern den Weg zum Glück. Nebenbeſ führt ſie noch ihre umfangreiche Wirtſchaft und mit ihrem Henri(Mann Nr. 4) eine harmo⸗ niſche Ehe. Leben und leben laſſen und ein geſunder Widerſtand gegen jede geſellſchaftliche Heuchelei ſind ihre Richtſchnur, die an der eigenen, in Leid'und Luſt erlebten Erfahrung ausgerichtet iſt. Da ſie außerdem mit einer reichen Portion Humor geſegnet iſt, ſtiftet ſie auf der ganzen Linie Segen und Frieden. In der Kölner Uraufführung war Luiſe Franke⸗ Booch eine Viktoria von gewinnendſten Rei⸗ zen. In der rauhen Schale glänzte ein menſch⸗ lich ergreifender und unmittelbar anſprechender Kern, ein wirklich„goldenes Herz“. Die unge⸗ mein ſauber und elegant im Milien und ſprit⸗ zig in der Dialogführung ausgefallene Inſze⸗ nierung von Alfons Godard ſicherte dem trotz mancher Geiſtreichelei nie platten Werk eine Aufnahme mit allen Zeichen eines großen Publikumserfolgs. Friedrich W. Herz os „Spiesel. cherben und Spiegel“ Uraẽnfführung in Darmſtadt Im„Kleinen Haus“ des Heſſiſchen Landes⸗ theaters ſtellte ſich Erich v. Hartz mit ſeinem jüngſten Werk, dem Schauſpiel„Spiegel, Scher⸗ ben und Spiegel“ vor. Schon früher iſt der Autor, der in den Jahren 1933 bis 1934 als Chefdramaturg in Darmſtadt wirkte, an dieſer Bühne mit einigen Stücken hervorgetreten, ſo wurden bereits dort der„Sigrun“(1933) und ſpäter die Komödie„Der ungeglaubte Gott“ (1936) aus der Taufe gehoben. Wenn das Landestheater ſich nun erneut für das Schaffen Erich von Hartz' einſetzte und ſein Schauſpiel in der einfallsreichen und feſt zu⸗ packenden Regie des Generalintendanten Franz Everth herausſtellte, ſo war dieſer Entſchluß wohl in erſter Linie auf die rein dichteriſchen Vorzüge des Stückes zurückzuführen: Erich von Hartz verfügt über eine gepflegte, wortreiche, wenn auch teilweiſe etwas ſchwer fließende Sprache und verſteht es, fein abgeſtimmte Dia⸗ loge zu ſchreiben. Man hätte ſich jedoch die an ſich ſehr ſinnige im 16. Jahrhundert in Wien Handlung, die von der wahren und er falſchen Schönheit gleichnishaft berichtet, bühnenwirkſamer, blutvoller und damit um vieles lebendiger vorſtellen können. So war manches leer und wenig befriedigend, will man von einigen Szenen abſehen, die eindrucksſtark haften blieben. Dem Werk war ein Achtungserfolg beſchie⸗ den, an dem die muſtergültige Aufführung mit Urſula von Reibnitz(Leone), Lilo Diet⸗ rich(Liane), Walter Segler(Stephan), Wolfgang Engels(Rinaldo) und vielen anderen entſcheidenden Anteil hatte. Hans Pott Graener-Uraufführung in Dresden Beim ſiebten Kammerabend des Drezdener Tonkünſtlervereins wurde Paul Graeners Kla⸗ viertrio, Werk 61, uraufgeführt. Es iſt trotz hei⸗ teren Epiſoden, die neben dem kurzen Inter⸗ mezzo ſchon im zweiten Satz auftauchen, ein herbes, auch formell ſchon zugängliches Werk, das nur im Schlußſatz eine leichte Auflickerung bekommt. Emil Klinger, Artur Tröber und Fritz Sommer, die das Werk aufführten, wur⸗ den durch achtungsvollen Beifall belohnt. Walter Ptzet Karl Pſchigode an das Malnhei⸗ mer Nationaltheater verpflichtet. Der Danziger Schauſpieler Karl Pſckigode iſt zum Beginn der nächſten Spielzeit els erſter Bonvivant an das Mannbeimer Natioealtheater verpflichtet worden. Pſchigode gehört ſeit etwa fünf Jahren als einer der befähigſtei, vielſei⸗ tigſten und darum ſehr beliebten Darfeller dem des Danziger Saatsthea⸗ ers an. Eine Händel⸗Erſtaufführung in Budape ſt. Der Budgpeſter Chor⸗ und Or⸗ cheſterverein wird am 20. Februar dus bisher in Ungarn unbekannt gebliebene Dratorium „Debor)“ von Händel zur Auffühung brin⸗ gen. Das Werk iſt vornehmlich berihmt durch ſeine ſechs⸗ und achtſtimmigen Chör. * —.—— „Bhaken! Der erſte iher geſehen der, Straße Beſcheiden. nennen? Se nicht gefalle chen anfang. bewundern? ſpinnen? De ſchönen Hol pracht ihrer herum liege Mützen mit der Seite. C gelt, und— von ſich rede doieſer winte zu ſchauen 1 ja ſchon eir nun hat er beſieht ſich d er gar nicht ſanften Schr da ſo ein Ti wird, dann Sache. 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Der erſte Strohhut nämlich. Heute habe ich iher geſehen. Er ging natürlich noch nicht auf der, Straße ſpazieren. Das wäre ja auch wirk⸗ lich... Aber er lag in einem Schaufenſter. Beſcheiden. Oder naſeweis? Wie ſoll man es nennen? Sein Stichwort iſt ja wahrhaftig noch nicht gefallen. Was ſoll macr alſo mit dem Kerl⸗ chen anfangen? Ihn durch die Scheiben hindurch bewundern? Frühlingsträume um ihn herum⸗ jpinnen? Da liegt er jedenfalls zwiſchen all den ſchönen Holzdamen, die noch die ganze Winter⸗ pracht ihrer Pelze und Mäntel tragen. Um ihn herum liegen buntſeidene Halstücher und kleine Mützen mit einem entzückend frechen Kniff an der Seite. Er aber hat ſich dazwiſchen geſchmug⸗ gelt, und— wie man ſieht— er macht bereits von ſich reden. Man kann nicht an dem Fenſter dieſer winterlichen Pracht ſtehen, ohare auf ihn zu ſchauen und zu rufen:„Ach, ſieh mal, da iſt ja ſchon ein Strobooh—hut!“ Und ſehen Sie, nun hat er ſchon erreicht, was er will. Man beſieht ſich den Kleinen. Das heißt, ſo llein iſt er gar nicht einmal, und er hat einen ungeheuer ſanften Schwung. Wenn man ſich ausmalt, daß da ſo ein Tuff roſtbrauner Locken herausquellen wird, dann gibt das eine ganz verwirrende Sache. Im übrigen bläſt er ſich hier nicht weiter auf mit einer dicken Farbe, er liegt ganz ſchlicht da: dunkel, ſchwarz. Daß er ſich eine ſattblaue Samt⸗ ſchleife umgebunden hat, das wird ihm kei⸗ ner verdenken. Er ſoll ja auch einmal zwiſchen blühenden Feldern dahingehen und unter einem glühendgelben Sonnendach ſitzen. Aber das liegt natürlich noch in weiter Ferne, und deshalb kann man dieſen kleinen Strohhut, der ſich da⸗ hineingeſchmuggelt hat, auch noch gar nicht ſo ernſt nehmen. Aber warte, das ſtimmt, glaube ich, doch nicht! Ich glaube, man nimmt ihn ſo⸗ gar ganz ernſthaft vor, gerade weil er ſo allein zwiſchen der Winterpracht liegt. Er, der ſo ganz anders ausſieht als ſeine winterlichen Brüder. Er, der ſo ſtolz ſeinen neuen Schwung zeigt und ſeine ſommerblaue Samtſchleife. Nein, nein. man muß es ihm ſchon laſſen, naſeweis oder beſcheiden, jedenfalls iſt er ein reizendes Kerl⸗ chen, das ſchon ſeine bewundernden Blicke ein⸗ heimſen wird! Ich denke ja nun auch ſchon ſeit Stunden an ihn, wie er da ſo liegt: mattglän⸗ tzend— weich in ſeiner Linie wie der Flügel einer Taube— um den feinen Kopf das ſom⸗ merlich leuchtende blaue Band.. P.—Kr. Dieder ein feiger fluolenker Die Verkehrsunfälle eines Tages Geſtern vormittag erlitt ein 34 Jahre alter Hilfsarbeiter auf der Neckarauer Straße dadurch einen Verkehrsunfall, daß er beim Schieben eines Handwagens von einem ihn überholenden Perſonenkraftwagen angefahren und zur Seite geſchleudert wurde. Der Mann erlitt mehrere Verletzungen, die ſeine Auf⸗ nahme in das Städtiſche Krankenhaus not⸗ wendig machten. Der Führer des Perſonen⸗ kraftwagens hat ſi der Feſtſtellung ſeiner Perſönlichkeit durch die Flucht entzogen. Bei einem weiteren Verkehrsunfall, der ſich geſtern früh auf der Tatterſallſtraße er⸗ eignete, wurde ein 27 Jahre alter Radfahrer von einem Perſonenkraftwagen angefahren. Der Radfahrer, der einen Knöchelbruch davon⸗ trug, mußte ärztliche Hilfe in Anſpruch nehmen. Bei ſechs weiteren Verkehrsunfällen wurden noch drei Perſonen verletzt und acht Kraftfahr⸗ Berke zum Teil erheblich beſchädigt. Sämtliche erkehrsunfälle ſind auf Nichtbeach⸗ tung der beſtehenden Vorſchriften zurückzuführen. Wegen groben Unfugs gelangten geſtern— wie uns die Polizei mitteilt— in Mannheim vier Perſonen zur Anzeige. Wir hören vier Mannheimer Komponiſten Peterſen, Landmann, Schulze und Franz werden bei der Jeſtwoche der Hochſchule für Muſik herausgeſtellt Die morgen begin⸗ nende Feſtwoche der Hochſchule für Muſik und Theater der Stadt Mannheim rückt vor allem das zeitgenöſſiſche Muſikſchaffen in den Vordergrund. Es feh⸗ len ſelbſtverſtändlich auch die klaſſiſchen und romantiſchen Meiſter nicht. Beethovens 4. Sin⸗ fonie-dur, Schuberts Klaviertrio Es-dur Nr. 100, Franz Liszts Kla⸗ vierkonzert Es-dur Nr., Webers virtuoſes Kon⸗ zertſtück-moll op. 79 für Klavier und Orche⸗ ſter und ſchließlich auch Johannes Brahms mit dem Streichquartett -moll und den vier ernſten Geſängen op. 121 fanden Aufnahme in das Programm der Feſtwoche. Bei der Vor⸗ führung der neuen Or⸗ gel durfte natürlich auch ein Werk J. S. Bachs nicht fehlen. Ein Kammermuſikabend von Richard Laugs, Carl von Baltz und Max Spitzenberger iſt ganz Werken Beethovens vor⸗ behalten. Das Ueber⸗ gewicht aber haben den⸗ noch die lebenden Komponiſten. Unter den Lebenden ſtehen die beiden Alt⸗ meiſter Hans Pfitzner und Rich. Strauß wie⸗ der obenan. Nicht mehr zu den Lebenden, aber doch zu den Neueren ge⸗ hört der 1921 verſtor⸗ bene Schweizer Meiſter Hans Huber, der orga⸗ niſch an die Romantiker an Schumann und Brahms anknüpfte und deſſen Werke in ſeiner Heimat ſehr volkstümlich ſind. Ferner ſind der franzöſiſche Impreſſioniſt Claude Debuſſy und der ſudetendeutſche Muſiker Felix Pe⸗ tyrek in die Vortragsfolge aufgenommen. Beſonders herausgeſtellt aber werden Werke von Komponiſten, die an der Hoch⸗ ſchule ſelbſtals Lehrer wirken. Zwei unter ihnen haben einen Ruf weit über die Mauern Mannheims hinaus: Wilhelm Peter⸗ ſeen und Arno Landmann. Peterſen hat eine Feſtmuſik eigens für die Feſtwoche kompo⸗ niert; ſie kommt im Orcheſterkonzert am Mitt⸗ woch zur Aufführung. Weiter wird von ihm eine alte Volkslieder und alte Weiſen vereinende Kantate„Von edler Art“ für gemiſchten Chor und Orcheſter zur Aufführung kommen. Das Werk hat bereits weite Verbreiterung ge⸗ funden und große Erfolge erlebt. Schließlich wird man von Peterſen noch ein Klavierwerk hören: Thema und 18 Veränderungen. Artmio Landmann wird ſeine Variationen über ein Thema von Händel, Opus 29, für Or⸗ gel ſelbſt ſpielen. Martin Schulze, der ſeit Ein riesiqes Horchqeròt unserer Flak Diese ineressante Aufnahme von einem neuartigen deutschen Horchgerät machte einer un⸗ serer Bildberichterstatter kürzlich beim 1. Fla-Regiment in Frankfurt a..-Hausen. Wilhelm Petersen(Archivbild) einiger Zeit Lehrer der Hochſchule iſt und auch als Pianiſt hervortritt, bringt ein umfangrei⸗ ches Werk„Variationen“, Fantaſie und Paſ⸗ ſakaglia über das Volkslied„Es iſt ein Schnit⸗ ter“, das er 1928 geſchrieben hat, das aber bis⸗ her in Mannheim noch nicht erklungen iſt. Im Vortragsavend der Studierenden hört man von ihm die reizvolle Trio⸗Suite für Flöte, Violine und Bratſche. Der jüngſte unter den komponierenden Leh⸗ rern der Hochſchule, die im Rahenen der Feſt⸗ woche zu Wort kommen, iſt Sigfrid Franz, der an der Anſtalt ſelbſt ausgebildet worden iſt und ſich bei früheren Aufführungen als begab⸗ ter Kogitrapunktiker erwies. Von ihm kommt im Vortragsabend der Studierenden die Suite -moll für Klavier zur Wiedergabe. Als Urauf⸗ führung hört man von ihm im 4. Kammermuſik⸗ abend„Neue Muſit“ die Sonate-moll für Klavier..— fechnen, Sch ach und Ipaniſch neue Kurſe beim Dolksbildungswerk Das Volksbildungswerk Mannheim beabſich⸗ tigt folgende Kurſe durchzuführen: Für Kauf⸗ leute und Liebhaber der Mathematik beginnt am Montag, 6. Febr., 20 Uhr, ein Rechenkurs, der über Kniffe und Rechenvorteile bei ſämt⸗ lichen Rechenarten unterrichtet. Unter anderem werden behandelt„Zinsrechnen nach der Zins⸗ formel“,„Die moderne Zinsſtaffel“,„Das Schaubild zur Darſtellung von Zahlenwerten“ und auch intereſſante Probleme aus der Unter⸗ haltungsmathematik. Der Leiter des Kurſes, der Kreisreferent des Volksbildungswerkes, Pg. Keitel, iſt der Verfaſſer des kürzlich erſchie⸗ nenen Mathematiklehrbuches, das nunmehr bei allen Volksbildungsſtätten des Reiches einge⸗ führt wird. Der Rechenkurs des Volksbildungs⸗ werkes dauert zehn Abende. Wer das Schachſpiel erlernen will, dem iſt durch einen Schachkurs für Anfänger hierzu Gelegenheit geboten. An acht Abenden werden die Grundregeln des Schachſpiels erläutert wer⸗ den, ſo daß jeder nach Beſuch dieſes Kurſes in der Lage ſein wird, Partien zu ſpielen. Der Kurs beginnt am Freitag, den 10. Februar, 20 Uhr, in der Allgemeinen Berufsſchule(beim Städtiſchen Hallenbad) 20 Uhr. Einen kleinen Beitrag zu dem deutſch⸗ſpani⸗ ſchen Kulturabkommen bringt das Volksbil⸗ dungswerk durch ſeinen Sprachkurs„Spaniſch für Anfänger“, der ab Montag, 13. Februar, an zwei Abenden der Woche durchgeführt wird. Intereſſenten und ſolche Volksgenoſſen, die ſich bereits für dieſen Kurs gemeldet hatten, wer⸗ den gebeten, ſich neu anzumelden. Auch für den am Dienstag, den 14. Februar, beginnenden Sprachkurs„Engliſch für Anfänger“ iſt es un⸗ bedingt nötig, daß ſich die Teilnehmer vorher auf der Kreisdienſtſtelle des Volksbildungs⸗ werkes, Rheinſtraße 3, anmelden und die Hö⸗ rerkarte erwerben. „Achtung! Stopſtraße!“ Möchten Sie gern 20 Mark blechen?/ Der rote Guerſtrich iſt beſonders wichtig Undiſziplinierte Auto⸗ und Radfahrer haben in den letzten Wochen böſe Erfahrungen mit den Stopſtraßen gemacht. Durch die Verord⸗ nung vom 13. Oktober 1938 wurde ein neues Verkehrszeichen geſchaffen, das das Gebot ent⸗ hält„Halt! auf der Hauptſtraße achten!“ Dieſes Zeichen verpflichtet den Ver⸗ kehrsteilnehmer zum Halten vor einer Haupt⸗ ſtraße. Es muß alſo der Kraftfahrer, der Rad⸗ fahrer der Fuhrwerkslenker an ſolchen Stellen unbedingt anhalten, muß ſich dann überzeugen, ob die Hauptſtraße frei iſt und darf erſt dann über oder in die Hauptſtraße weiterfahren. Das Verkehrszeichen iſt ein auf der Spitze ſtehendes, aleichſeitiges Dreieck mit rotem Rand, das in blauem Mittelfeld die weiße Aufſchrift „Halt!“ trägt. Das Gebot des Haltens vor einer Haupt⸗ ſtraße wird zuſätzlich durch zwei rote unter⸗ brochene Linien in der Längsrichtung und durch einen roten Querſtrich auf der Fahrbahn angezeigt. Der rote Querſtrich in Verbindung mit dem Dreieckszeichen zeigt die Linie an, vor der unmittelbar gehalten werden muß. Das Verkehrszeichen wird nun an beſonders gefähr⸗ lichen Siellen aufgeſtellt. Es hat ſich im all⸗ gemeinen aut bewährt. Da ſein Hauptzweck die Vermeidung von Verkehrsunfällen iſt, iſt ſeine Beachtung unbedingt ſicherzuſtellen. Es iſt da⸗ her angeordnet, daß gegen Uebertretungen die⸗ ſes Gebotes Geldſtrafen nicht unter 20 RM feſtzuſetzen ſind. Für Kraftfahrer kommt noch hinzu, daß die Strafe in den Füh⸗ rerſchein eingetragen wird. Wie wir beobachten konnten, iſt die Kennt⸗ nis des neuen Verkehrszeichens auch in Mannheim noch nicht bei allen Verkehrs⸗ teilnehmern vorhanden. Viele Kraftfahrer, Radfahrer und Fuhrwerkslenker ſetzen ſich noch leichtfertig über die Einhaltung des Verkehrs⸗ 37 275 hinweg. Darum unſer Appell: Kraft⸗ ahrer, Radfahrer, Fuhrwerkslenker: Augen auf! Achtet auf die Stopſtraßen! Neuer„Preiszeitraum“ für Eier Die Verbraucherhöchſtpreiſe für Hühner⸗ und Enteneier im Altreich waren durch Verordnung des Preisbildungskommiſſars dahin neuge⸗ regelt worden, daß innerhalb des Jahres vier verſchiedene Preiszeiträume unterſchieden wer⸗ den. Die„Dekofei“ weiſt nun darauf hin, daß am 1. Februar ein neuer Preiszeitraum ein⸗ tritt, der bis zum 31. März 1939 dauert. Die Preiſe für deutſche Handelsklaſſeneier bewegen ſich in dieſem Preiszeitraum zwiſchen 10 und dreizehn Pfennigen je Stück, die für ausſor⸗ tierte Eier(abfallende Ware) zwiſchen 9½ und 10½ Rpf. Ungezeichnete Eier koſten in dem genannten Zeitraum 10 Rpf. Ein paar Ankũndiqungen Wer iſt der 25 000ſte Beſucher in Neckarau? Die Gaſtſpielreiſe der Deutſchen Varietebühne neigt ſich dem Ende zu. Bei 29 Veranſtaltungen konnten über 24000 Beſucher gezählt werden. Wahrlich, ein ſchöner Nun erhält zum Abſchluß die Ortsgruppe Neckarau nochmals die Deutſche Varietebühne. Wird dort die Beſu⸗ cherzahl von 25 000 erreicht? Wir können allen Volksgenoſſen mitteilen, daß dieſer Rekorbeſu⸗ cher einen Preis bekommt und zwar eine Wo⸗ chenendfahrt mit Kd. Alſo, wer wird jetzt der Beſucher ſein? Zweimal wird dieſer eſchenkt werden. Denn nicht nur der Preis wird ihn erfreuen, das Programm ſelbſt iſt ja nur dafür geſchaffen worden, um allen Volks⸗ genoſſen drei Stunden der Freude zu ſchenken. Alſo: Auf zu Koß am heutigen Dienstag im Neckarauer Gemeindehaus! Vortrag über Deutſchoſt⸗Afrika. Am 13. Fe⸗ bruar wird Oberſtleutnant a. D. Kraut Im Vortragsſaal der Kunſthalle einen Lichtbilder⸗ vortrag halten über„Deutſchoſt⸗Afrika im Krieg und im Frieden“. Oberſtleut⸗ nant Kraut, einer der bekannteſten Mitkämp⸗ fer des Generals v. Lettow⸗Vorbeck, zeigt bei dieſem⸗ Vortrage Lichtbilder, die ſowohl aus der Nachkriegszeit ſtammen. Die neueſten die⸗ ſer Bilder hat er vor drei Jahren bei einer Reiſe durch die Kolonie aufgenommen. Der Eintritt zu dem Vortrag iſt frei. Da werden Weiber.... In der Heinigſtraße zu Ludwiashafen gerieten zwei Fraugn in Streit. Nachdem die Schimpfkanonade den Sturmangriff ausreichend vorbereitet hatte, ge⸗ Frifu 5 die Haare, ſo daß' die Friſur daran glauben mußte. Vie und— einige Wolle. Aut. Ab AAl? nue. Geschäftsbücher.ιμς e enebe „akenkreuzbanner“ Die deutſche Frau Dienstag, 31. Januar 1939 Wie stehnt's mit der Hausapotfiekeꝰ Zweimal im Jahr Inventur im„Gesundheitswinkel!“ Lieschen hat ſich mit einer ſchmutzigen Glas⸗ nt in den Finger geſchnitten. Heulend ommt ſie zur Mutti.— Nun mal raſch Jod darauf, zum Desinfizieren! Jod muß doch noch in der Hausapotheke ſtehen. Da ſteht es auch, nämlich ein kleines Fläſchchen mit den Reſten einer zwei Jahre alten Jodtinktur. Am Boden der Flaſche hat ſich ſchon ein Satz gebildet, und der Tropfen, der herausrinnt, 1 dick und trübe.„Nein, das können wir wohl nicht mehr nehmen!“ Aber da iſt doch die Heilſalbe, die der Arzt damals gegen Onkel Guſtavs Schup⸗ penflechte verordnet hat. Von der blieb ja eine ganze Menge übrig!—— probieren iſt nicht immer gut Daß man Huſten nicht mit Tropfen heilen kann, welche ehedem eine Gallenblaſenentzün⸗ dung lindern ſollten, müßte eigentlich ſonnen⸗ klar ſein. Eines ſchickt ſich nicht für alle. Wenn der Arzt für irgendein beſtimmtes äußeres Leiden eine Salbe verſchrieben hat, dann hat er unter den Hunderten von Salben, die es ibt, nur eine ganz beſtimmte für dieſe be⸗ fiſe Krankheit ausgewählt. Genau ſo han⸗ elt er bei den Rezepten. Wenn aber in der „Familienpraxis“ der Grundſatz gilt: Hat es dem Vater geholfen, wird es der Tochter auch helfen,— ſo wird die gute Abſicht und die ſorg⸗ fältige Ueberlegung des Arztes zunichte ge⸗ macht. Man ſollte da wirklich nicht herum⸗ probieren!— Wenn es ſich nicht gerade um alte abgeſtandene Medizin handelt, können 3 meiſt die einmal eingenommenen paar ropfen, auch wenn ſie im Augenblick wirklich nicht am Platze waren, nicht allzu viel ſchaden. Aber ſicher darf man deſſen nicht ſein! Die guten alten Tees Doch, fragen Sie ſich einmal ſelbſt: Wiſſen Sie überhaupt, was Sie in und an ihrer Hausapotheke haben? In vielen Familien, be⸗ ſonders in den kinderreichen und auf dem Lande, wo nicht an jeder Straßenecke ein Arzt wohnt oder eine Apotheke jede notwendige Arznei liefern kann, gab und gibt es auch Kaſte meiſt im elterlichen Schlafzimmer ein äſtchen, das an der Wand hängt und in viele kleine Fächer eingeteilt iſt. Beim Oeffnen ſtrömt einem faſt immer ein eigentümlicher würzig⸗herber Duft entgegen. Das kommt da⸗ her, daß in einer guten Hausapotheke,— die nicht nur auf einem kleinen Porzellanſchild die⸗ ſen Namen trägt,— vor allen anderen Heil⸗ mitteln eine Reihe von Tees aufbewahrt wird: Da iſt Kamillente für äußerliche und innerliche Anwendung; er wirkt gut als Umſchlag und er wirkt oft Wunder, wenn man ihn trinkt. Unentbehrlich iſt ferner der gute alte Linden⸗ blütentee und der Fliedertee, der bei Erkäl⸗ tungen hilft. Pfefferkminze und Sennesblätter räumen in dem verdorbenen Magen auf und der Fencheltee iſt gerade bei kleinen Kindern immer wieder beliebt und bewährt. Dann ge⸗ hört aber auch Baldrian in eine rechte Haus⸗ apotheke, weil er— innerlich genommen— alks Tee oder als Baldriantropfen ſo ausge⸗ zeichnet beruhigt. Hat das Kind Fieber? Wunden gibt es nun mal in jedem Haushalt gelegentlich und die Kinder kommen auch öf⸗ ters mit einem Kratzer oder einer tüchtigen Beule heim. Da muß man kühlen, reinigen, desinfizieren. Eſſigſaure Tonerde, Borſäure und Alkohol ſollten für dieſe Zwecke immer vorrätig ſein. Die gute Arnika brennt zwar ſehr, wenn ſie auf eine offene Wunde kommt,— aber ſie ſorgt für raſche Heilung. Endlich ſollte in einem beſonderen Fach ſauberer Verband⸗ mull und das Päckchen mit der Verbandwatte verwahrt werden.— Ebenfalls in die Haus⸗ apotheke und nicht in den Nachttiſchſchub zu Kragenknöpfen, Taſchentüchern und dem Buch für die letzte halbe Stunde vor dem Einſchlafen gehört das Fieberthermometer. Wenn ſich Fie⸗ ber einſtellt, iſt eine an ſich vielleicht harmlos erſcheinende Störung immer etwas ernſter zu betrachten, und es iſt gut, wenn man dem Arzt bei ſeinem Beſuch ſchon ſagen kann: „Nein, Fieber hat der Hans nicht.“ Aber das Thermometer muß in Ordnung ſein, und das iſt es meiſt nur dann, wenn es ſorgſam eben in der Hausapotheke aufbewahrt wird. Schließ⸗ lich mag auch ein kleiner Inhalierapparat, aus dem man Eukalyptusöl oder irgendein anderes ätheriſches Oel verſprühen kann, hier ſeinen Platz finden; oft wird es einer ernſten chro⸗ niſch verlaufenden Erkältung erfolgreich vor⸗ beugen können. Wer hebt Butter oder ſelbſt eine gut geräu⸗ Schaut's euch an, Kinder, s o fädelt die Mutti den Faden ein! cherte Dauerwurſt ein Jahr lang auf? Wenn ſolche Lebensmittel ſchlecht werden, wie kann man dann verlangen, daß Arzneien, die aus Fenandnte nicht andrs gebauten organiſchen eſtandteilen zuſammengeſetzt ſind, noch nach vier oder fünf Jahren ihre alte Wirkungskraft beſitzen? Hitze und Kälte verändern ſo viele Nit oder ohne Fedet, flach oder hoch- so ist der neue Ffühldhrshut Kleiner, brauner Strohhut mit langer schattierter Feder jiür das Kostüm Groher, alpenveilchenfarbiger Stroh- hut mit interessantem Kopf, den zwei lila schattlerte Ripsbänder betonen Kleiner, sportlicher Hut aus hellem Exotenstroh mit gewulstetem Rand. Der Schleier hat rote Ripsbandtupien Senkgelber Strohhut mit spitzem, geschnürtem Kopf, sehr elegant durch seine einfache, ruhige Linie Aufn.: Hell Chemikalien, alſo auch unſere Tropfen in der Hausapotheke. Jedes Fett wird ranzig, und es hat gar keine Veranlaſſung, nur deshalb nicht ranzig zu werden, weil ein Apotheker es zu einer Salbe verarbeitet hat. Eine Salbe mit ranzigem Fett aber ſchadet nur, weil ſie die Haut reizt, ſtatt ſie zu glätten und Schmerzen zu lindern. Auch die feſten Tabletten, denen man ſo gern unbegrenzte Haltbarkeit zutrauen möchte, verändern ſich mit der Zeit. Dergreifen kann recht ſchädlich ſein Nach ſpäteſtens einem halben Jahr aber heißt es: Raus mit den für längſt geheilte Lei⸗ den verordneten Mitteln! Das auch ſchon des⸗ halb, weil die Hausapotheke nicht der Aufbe⸗ wahrungsort für ein Durcheinander von ver⸗ ſtaubten Flaſchen und Schachteln werden darf. Was wirklich ſozuſagen täglich verrätig ſein muß, das muß auch griffbereit und wohl ge⸗ ordnet drin ſtehen, damit man ſich nicht ver⸗ greift und in manchmal eiligen Fällen nicht erſt lange ſuchen muß. Nur dann kann dieſe ſo gute Einrichtung der Hausapotheke den Zweck erfüllen, bis zum Erſcheinen des Arztes die erſte und in dringenden Fällen oft ſo wichtige vorläufige Hilfe zu bringen. Die Koſten für ihre Inſtandhaltung ſind ſehr gering im Ver⸗ gleich zu dem, was an Arzt und Apotheke durch richtiges Eingreifen geſpart werden ann. eeeea Feh men ehganeazu eremeen—* Hausfrau aus der Bledibücise (Von unſerer ſtändigen Londoner Mitarbeiterin) Wie leicht hat es die engliſche Hausfrau! Dieſer Gedanke drängt ſich jedem auf, der einen verſtohlenen Blick in ihr Reich tut. Gas und Elektrizität ſind in eifrigem Wettſtreit be⸗ müht, alles Handwerkliche des Hausweſens durch' modernſte Apparate und Geräte zu ver⸗ einfachen und auf ein Mindeſtmaß von Zeit zu beſchränken. Ein großzügiges Leihſyſtem und verbilligte Sondertarife ermöglichen dieſe Errungenſchaften der Technik auch den minder⸗ bemittelten Haushalten. Von der Waſchmaſchine bis zum Bügeleiſen, vom Herd bis zum Toaſt⸗ röſter, von der Wärmeplatte bis zum Eis⸗ ſchrank gibt es nichts, was man nicht e eringe Gebühr mieten könnte. Zu dieſen Hilfstnitteln der Technik geſellt ſich ein reiches Angebot von Nahrungsmitteln, das den pri⸗ vaten Bedarf des täglichen Lebens mit der ganzen Fülle und Vielgeſtaltigkeit befriedigt, die die vielen, ſich ablöſenden Ernten der Em⸗ pireländer zu vergeben haben. Erſtaunlich iſt nur, daß es angeſichts dieſer großen Hilfsmit⸗ tel nicht beſſer um die Tugenden der engliſchen Hausfrau beſtellt iſt. „Idealhaushalt“— engliſch geſehen Die moderne Engländerin iſt ſtolz darauf, daß ſie nicht mehr Hausfrau im alten Sinn, d. h. ausſchließlich Hausfrau iſt, daß ſie es fertig brachte, der„Sklaverei der Küche“ zu entrinnen. So, wie die Architekten zur„Oeko⸗ nomie des Raumes“ übergingen und in allen Reubauten die früher ſo zahl⸗ und umfang⸗ reichen Wirtſchaftsräume in einem winzig klei⸗ nen, allerdings mit allen Schikanen eingerich⸗ teten Küchenwinkel, der„Kitchenette“ zuſam⸗ menlegten, ſo ſieht die engliſche Hausfrau ihren Stolz darin, ihrerſeits nun mit der Zeit ſo ökonomiſch wie nur irgend möglich zu walten. Das Ideal einer Tageseinteilung iſt, das Früh⸗ ſtück im Bett zu nehmen, anſchließend Einkaufs⸗ bummel zu machen oder Golf zu ſpielen, F05 mittags einer Bridge⸗ oder Coctailparty bei⸗ zuwohnen und am Abend ſich für Kino 785 ter, eine der vielen kleinen Abendgeſellſcha ten oder Klubveranſtaltungen in full dreß zu wer⸗ fen. Wie ſie es ermöglicht, gleichzeitig das Hausweſen zu verſehen, iſt meiſt Sache ihres perfekten Perſonals, wobei ſie eben um der Perfektheit und Zuverläſſigkeit willen deutſche Kräfte vor allen anderen bevorzugt, 30 000 deutſche Hausgehilfinnen arbeiten allein in England. vorratswirtſchaft iſt unbekannt Aber auch, wenn ſie ſelbſt, ohne 3 ſich um Küche und Herd, Haus und Garten zu kümmern hat, geſchieht dies alles in großzügi⸗ ger und mit der Zeit recht haushälteriſcher Weiſe. Das Putzen wird ſparſam hetrieben. Da das Badezimmer der alleinige Ankleide⸗ raum für die ganze Familie und die Bade⸗ wanne und Duſche der gemeinſame Waſchtiſ iſt, das— unter der Aſſiſtenz aller au die Minute ferviert wird und ob ſeiner Reich⸗ haltigkeit ſo lange vorhält, daß der Lunch, das Mittageſſen, nur kalt und meiſt ſpärlich be⸗ meſſen zu ſein braucht, alle berufstätigen Mit⸗ glieder der Familie dieſe Mahlzeit überdies im Reſtaurant nahe ihrer Arbeitsſtätte ein⸗ nehmen, vereinfacht ſich das Arbeitsprogramm weſentlich. Geht man nicht ſelbſt mit dem Körbchen am Arm oder im Auto einkaufen, ſo fragen die Lieferanten bereitwillig jeden Mor⸗ en an und ſenden alles Beſtellte ins Haus. Vorratswirtſchaft gibt es in England nicht, da eins der vielen Empireländer das Benötigte jeweils friſch liefern kann und es im übrigen auch keine Keller gibt, um Vorräte aufzube⸗ wahren. Ganz abgeſehen davon, daß eine hoch⸗ gezüchtete Konſerveninduſtrie der Hausfrau die Beſchaffung der Materialien und die Arbeit der Konſervierung abnimmt. Freiheit in der Konſervenbüchſe „Früher“, ſo heiß es in einem gern akzep⸗ tierten Aufruf an die engliſchen Frauen,„war die Küche der Hauptraum des Hauſes, heute iſt ſie ein beſcheidenes Kämmerchen. An Stelle der Vorratsräume haben wir Frigidaires. Unſere Schränke und Tiſche, unſere Töpfe und Schüſſeln ſind kleiner geworden, wie unſere Familien(). Drei Dinge machen die Küchen⸗ arbeit unangenehm: Das Einkaufen, das Vor⸗ bereiten und das Spülen. Reduziert man dieſe drei auf ein Mindeſtmaß, ſo hat man... die gunf des Kochens!“ Was aber iſt mit dieſer Kunſt des Kochens gemeint? Die... Konſer⸗ venbüchſe! Gewiß, der Einkauf iſt damit er⸗ leichtert, der Vorgang des Kochens beſchleunigt, und die Zahl der zu ſpülenden Gerätſchaften erheblich verringert.„Freiheit in der Konſer⸗ venbüchfe“— heißt es dann weiter.„Wozu koſtbare Zeit mit Gemüſeputzen, waſchen und ſonſtigen Vorbereitungen vergeuden, wenn man alles gebrauchsfertig haben kann? Wozu viele Stunden opfern, wenn man in ein paar Minu⸗ ten ein Feſtmahl anrichten und über ein Kü⸗ chenrepertoire verfügen kann, auf das jeder Chef eines großen Hotels ſtolz wäre“. „Kochen“ nach der Uhr Das klingt verlockend, weil es den Wünſchen der engliſchen Frau entgegenkommt. Wie groß aber die Gefährdung einer geſunden, vitamin⸗ reichen Ernährung durch dieſen Kult mit der Konſervenbüchſe iſt, wird in dem propagandi⸗ ſtiſchen Aufruf nicht verkündet. Da das eng⸗ liſche Inſelreich landwirtſchaftlich und gärtne⸗ riſch ſehr wenig produziert und wenn, dann nur unter ſehr hohen Preiſen, haben die Rie⸗ ſenvorräte aus Kanada, Auſtralien und Neu⸗ ſeeland, die vorwiegend in Konſervenform her⸗ einkommen, für den Maſſenverbrauch den Vor⸗ zug. Denn ſie ſind ſo billig, wie die einheimi⸗ ſchen Lebensmittel niemals ſein könnten. Von der Suppe bis zu den Sandwichpaſten aus Fleiſch, Geflügel und Fiſch, vom Gemüſe bis zum Fruchtſalat, von dem gebrauchsfertigen Kaffee⸗, Schokolade⸗ und Saucenextrakt bis zu den nur aufzuwärmenden Nudel-⸗, Fleiſch⸗ und Fiſchgerichten iſt alles in Büchſen und neuer⸗ dings in gefrorenen Packungen zu haben. Die Puddings ſind in Gläſern fertig vorgerichtet und brauchen nur im Waſſerbad erhitzt zu wer⸗ den, das Vaft für die in England ſo viel ge⸗ geſſenen Paſteten enthält gleich die nötige Menge Backpulver, die Metzger, Fiſch⸗ und Ge⸗ flügelhändler liefern alles brat⸗ und kochfertig präpariert und der Grill iſt der letzte große Helfer bei dieſer Schnellküche. Er iſt das und O der engliſchen Hausfrau. Er ſunktio⸗ niert, nachdem er eingeſchaltet iſt, ſoſuſagen ſelbſttätig und zuverläſſig und bedarf während der wenigen Minuten ſeiner Tätigkei kaum 5 W Kontrolle als eines Bliks auf ie Uhr. Ferien in den Teeſtube Eine Engländerin verriet kürzlichen einer Frauenzeitung das Geheimnis, wie ſie, auch ohne wegzureiſen, ſich in ihrem Hauſt Ferien arrangiert. Sie beginnt damit, alle Teppiche aufzurollen und alles Silber und ſontige Me⸗ tallgeräte in Schränke zu verpacken. Iſre Göſte empfängt ſie während dieſer Zeit in einer der vielen Teeſtuben, die es allerwärts in England gibt. Und im übrigen läßt ſie ſich yn ihrem Kolonialwarenhändler einen Korb wll Kon⸗ ſerven zuſchicken. Erholung, was win Deutſche eben als Erholung betrachten, kann man das wohl kaum nennen und ob dieſe Haufrau mit der Patentlöſung aus der Konſevenbüchſe wirklich eine Hausfrau darſtellt, dirfte eine andere Frage ſein. „Hhaken ———.————— „M. In mein diches alte⸗ noch darin dieſem Bil Königstöch Schuhe du Dda der m Brot in de das Reich weit und ſelbſt leſen chenbuch it Oder ſie ſe erzählen: den ſtillen Nacht wirt an die Fe den ſchütte tiefſten ihr⸗ Ach, ihr erzählen!( ſo einfach! die guten tapferen P ſich tragen. ſchwer, da einmal da bDazu erzäh 7 Kinder hal das Kind, ſeliger ein böſen Zau iſt der Jun der kleine aus ſieht,! a— ——————— —— ———..——...ů— WII SCr VEx Hiln Aufn.: Heil pfen in der ranzig, und ur deshalb lpotheker es e Salbe mit veil ſie die Schmerzen tten, denen 1 zutrauen ſein Jahr aber zeheilte Lei⸗ h ſchon des⸗ der Aufbe⸗ er von ver⸗ verden darf. errätig ſein d wohl ge⸗ h nicht ver⸗ Fällen nicht ann dieſe ſo den Zweck Arztes die ſo wichtige Koſten für ng im Ver⸗ otheke durch art werden n und Neu⸗ 'enform her⸗ ich den Vor⸗ ie einheimi⸗ nnten. Von hpaſten aus Gemüſe bis zuchsfertigen trakt bis zu Fleiſch⸗ und und neuer⸗ haben. Die vorgerichtet hitzt zu wer⸗ ſo viel ge⸗ die nötige ſch⸗ und Ge⸗ nd kochfertig letzte große iſt das Er ſunktio⸗ „hakenkreuzbanner“ Oienskag, 31. Januar 1939 „Mutti, erzähl' uns doch ein Märchen“ In meinem Bücherſchrank ſteht heute noch ein diches altes Märchenbuch. Und heute leſe ich noch darin und weiß, was wir als Kinder bei dieſem Bild empfunden haben, da die ſchönen Königstöchter in zwölf Nächten zwölf Paar Schuhe durchtanzt haben, und bei jeneen Bild, da der mutige Königsſohn dem Löwen das Brot in den Rachen wirft. Märchen gehören im das Reich des Kindes, ſie machen es ſilbern und weit und reich. Und ſolange das Kind nicht ſelbſt leſen kann, ſolange ſoll Mutter das Mär⸗ chenbuch in die Hand nehmen uaid vorleſen. Oder ſie ſoll das Buch beiſeite legen und ſoll erzählen: Es war eiannal—— Gerade jetzt in den ſtillen Wintertagen, wenns draußen früh Nacht wird, wenn abends der Regen ſo gerne an die Fenſter klatſcht und der Wind die Lä⸗ den ſchüttelt, dann ſchlagen die Märchen am tiefſten ihre Augen auf.„Es war einmal“—— Ach, ihr denkt vielleicht, es ließe ſich ſchwer erzählen! Es wäre nicht jedermanns Sache, da ſo einfach wiederzuerzählen! Nun, dann ſind ja die guten dickeer Märchenbücher da, die alle tapferen Prinzen und ſchönen Prinzeſſinnen in ſich tragen. Aber vielleicht iſt es doch nicht ſo ſchwer, daß die Mutter wenigſtens ab und zu einmal das Buch ſinten läßt und ein bißchen dazu erzählt, ſo, jedenfalls, wie ſie es für ihre SONNENHINDO= D gott Ung potfsWEEl M. WaſAbsSatlss enbeen Gyclenb Ae0..20 Föß däs⸗KEIEITI Kinder haben möchte, Denn da iſt zum Beiſpiel das Kind, das ſich fürchtet und das tauſendmal ſeliger einſchlafen wird, wenn man ihm den böſen Zauberer ein bißchen fernhält. Und da iſt der Funge, der ſo gerne fortläuft, gerade wie der kleine Bub hier im Märchen, und der dar⸗ aus ſieht, wie es einem ergehen kann. Die Mut⸗ ter, die ihre Kinder kennt, wird auch hier wiſ⸗ ſen, wie ſie erzählen muß. Aber ſie ſoll erzäh⸗ len. Auch ſich ſelbſt zur Freude, denn dieſe Stunden, in ihrer Freude und ihrer Erziehung binden Mutter und Kinder nur noch enger zu⸗ ſammen. Mutter ſoll erzählen, und wenn es nicht im⸗ mer Märchen ſind, ſo können es auch kleine Ge⸗ ſchichten ſein aus ihrem eigenen Erleben, Ge⸗ ſchichten aus ihrer eigenen Kindheit. Wenn es Geſchichten um die eigene Mutter ſind, werden die Kinder ſie dopvelt gerne hören, und dieſes Eindringen in Mutters früheres Leben wird ſie ihnen nur noch vertrauter machen. In die⸗ ſen Märchenſtunden, da die Augen der Kiaſder ſo groß aufgeſchlagen zur Mutter aufſehen, ſind ihre kleinen Herzen auch ganz weit dieſem aol⸗ denen Land der Wunder geöffnet, und wenn die Mutter in dieſen Augen und dieſen kleinen Herzen lieſt, dann wird ſie ſo viel herausholen und ſo viel hineimlegen können, daß ſie nur dankbar dieſe gemeinſamen Stunden feſthalten kann: Alſo, da war einmal ein kleiner ungezo⸗ zener Prinz und ein kleines wunderhar gutes Prinzeßchen———.—Kr. Jubiläums · Ausgabe des, Kielinle- Kocibuches Welche Hausfrau kennt nicht die Kiehnle⸗ Kochhücher und hat ihre Vorzüge kennen untz ſchätzen gelernt?— Der Vetlag Hädecke, Stuttgart, Birkenwaldſtraße 44, brachte eine Jubiläumsausgabe heraus, in der wir neben verſchledenen Speiſezetteln, Feſteſſen, Frühſtück⸗ und Abendeſſen, zahlreichen Rezep⸗ ten für vegetariſche Speiſen, Rohkoſt, Kranken⸗ und Diätküche, ſowie Speiſezetteln für leichte Koſt, nicht weniger als 2405 Original⸗Rezepte, die alle erdenklichen Speiſen von der einfachen bürgerlichen Küche bis zur feſtlichen Tafel bringen, finden. Aber auch die verſchiedenſten —————————— Nationalgerichte fanden in dem großen Werk ihre Aufnahme. Ein ſehr Teil des Buches erläutert das Kleinbackwerk, Kaffee⸗ und Teegebäck, das Einmachen von Obſt, Ge⸗ müſe, Fleiſch uſw. Auf 688 Seiten, mit 343 Bildern und 48 Kunſtdrucktafeln, ſind gute An⸗ leitungen zum feſtlich gedeckten Tiſch, Ser⸗ viettenfalten und praktiſche Ratſchläge über Führung des Haushaltes enthalten. Und das alles in einem ſchflich Ganzleinenband für 9 RM. Der Ueberſichtlichkeit des Buches wurde beſonderes Augenmerk geſchenkt. Die Jubi⸗ läums⸗Ausgabe des„Kiehnle⸗Kochbuches“ iſt ſo recht ein Buch nach dem Herzen der Haus⸗ frau. L. Engelhardt. Warum ist Mutti deine Frauꝰ Ueber dieſe und andere kimdliche Fragen plaudert G.— ch im ſoeben erſchienenen Januarheft der illuſtrierten Monatsſchrift „Kleine Kinder“(jetzt Verlag Quelle& Meher in Leipzig, Bezugspreis für das Jahr 6 RM). Er erklärt die Zeit des kindlichen Warum⸗Fra⸗ Gea und gibt den Eltern Fingerzeige, mit der eantwortung der vielen„Warum“ zugleich auch erzieheriſch zu wirken. Weiter behandelt das Heft in anſchaulichen Aufſätzen folgende Probleme:„Die Mutter des Rachkömmlings —„Vom eigenen Reich des Kindes“—„Die Märchenſtunde der Kleinen“—„Erſte Hilfe in der Kinderſtube“—„Babyſchlüpfer aus alten Strumpflängen“ u. a.— Koſtenloſes Probeheft iſt vom Verlag erhältlich. Luft und Licht braucht das Kind Der allzu komfortable Kinderwagen Es iſt ein Unſug, wenn Mütter ihre Säug⸗ linge in den modernen Wagen mit Windſchutz⸗ ſcheibe ſpazieren ſahren, ſo daß das Kind faſt keine Luft bekommt und die wenigen Sonnen⸗ ſtrahlen, die durch die Windſchutzſcheihe drin⸗ Hen, auch noch der ultravioletten Strahlen be⸗ faubt werden. Kein Wunder, daß ſolche Kin⸗ der, trotzdem ſie immer ausgefahren werden, eichen einer beginnenden Rachitis haben. Es iſt Sache der deutſchen Hebammen, aufzupaſſen, die Mütter aufzuklären und auf die Gefahren W die aus dieſer ſcheinbar ſo harm⸗ oſen Verſchönerung der Kinderwagen ent⸗ ſteht. Benn man das Kind noch ſo ſorgfältig er⸗ nährt, aber von Licht und Luft abſperrt, wiw man kein geſundes Kind haben können. Was essen iir diese Woche Mittwoch: Lauchſuppe, Leberreis, Salat — abends: Vücklingsfalat, Kartoffein. Donnerstag: Braunmehlſuppe, Küſe⸗ klöfe mit Tomatenſoße begoſſen und überbacken, Salat— abends: Kratzete, Salat. ſgplun Freitag: Braune Kohlſuppe, Fiſchpikaſſee im Kartoffelrand, Salat— abends: Schwarz⸗ wurzelſalat, gebratene Kartoffeln. Samstag: Nudelſuppe, Meerrettichauf⸗ lauf, Salat— abends: Zwiebelfleiſch. Salz⸗ kartoffeln, Salat. Sonntag: Einlaufſuppe, Rotkraut, Kar⸗ toffelbrei, Fleiſchrollen— abends: Aufgeſchnit⸗ tene Fleiſchrollen, Kartoffelſalat. Mo'ntag: Hafermehlſuppe, Weißkohlſalat mit Quark, Kümmelkartoffeln— abends: Arme 18 blaß und aufgedunſen ſind und alle ELBEO- Stfumpfe ge Weltrut A 5 7 74 r 7 2 b0 232 Tec 2014. JbrA n n NMANMNe Ritter mit Fruchtſoße aus verbilligter Mar⸗ melade. Dienstag: Erbſenſuppe, Sauerkraut⸗ paſtete, Kartoffelbrei, gebratene Blutwurſt— abends: Braunes Kartoffelgemüſe mit Gurken⸗ ſcheibchen. Hubsche Zusammenstellungen 23 4¹0 .505 Für die bergangsmode ist es besonders wlohtig, duteh I T 27 praktische Kombination einzelnet Kleidungsstucke elne *0 3 moglichst vielseitige Garderobe zu erzielen.— kine Jacke oder ein Cape sehen gleich gut zu einem Rock 3— oder einem Kleid aus, wenn man den Stoff passend F oewählt hat und dann noch die Farben frühlinosbaft 40 4335 d ond doch dezent aufeinander abgestimmt sind. 2 1 5957 5 53 N * +5 54 Le 5 47 *+„.7 241 7 7 4 335 5 77 4723 7 —4—— ⁊a 4** 2 8* 7* A 3 17 2 *22 v. 1 8⁷⁰298 n EA.-K Ln 3 förf die voftschfanke fau eine vortellhafte lose dacke aus beigefarhigem 44 Wollstoff, zum rostfarbigen Kleld und btaunem Woll⸗ fock passend. Erf. fürf Gt̃.V. Stwa 2,35 m Stoff 180 em breit. Vobach-Schnitt 3596 7 für Gröge il und iV erhãlſtlich. Z2u den modernen losen Jacken muß der Rock gahz eng sein! Hler ist 2. B. ein typisches Modell, dessen Saum seitlieh geschlitzt und abgerundet ist, Eff, für Gtöge W: etwa 0,85 m Stoff 140 em broit. obach- Sehnitt 85958 für Gr. Il u. V. Das höbsche dumper- oid aus Wolſle odet Leinen fällt durch dis reiche Bis- Senafbeit auf. Her Rock an auch zu helſen Blüs- cHeh getragen werdent E für Gf. H etwa 2,.65 mn Sto 130 em breſt. Vobach- Schnitt 85754 für Gr. Il u. V. Zum Faãſtenrock sleht e kürzere taillierte dacke an besten aus. Wir zeigen sle hier aus marlnebladem Wollstoft mit doppelfeihi- 8702 Khopfschluß. Erf, für röge O etwa 1,60 m Stoff 130 om breit, Vobach- Sohnltt 85962 füt Gr. O u. li. Neu fur diese Salson ist e Faltenrock, der oft aus leb haftem Kafo· odet Schot- tenstoff geꝛzeigt wird. Oie Faſten gehen hach einer „ und sind abge- Steppt. Erf. für Gr. O; 3,40 m Stoff 100 om breit. Vobach- Schnitt 85964 für Gf. Ou. ll. EkKieid aus blaugrauem Noppenstoff auf neue Art, mit gestärktem weigen Pikee garniert. Votn Tellnãhts und eStwas Kfäuselei, hinten glatt und schlank. Erforderſich fur Gtöge li: 2 m Stoff 130 om hreit. Vobach-Schnitt 85963 für Grõöse O und il erhãltlich. Ein sehf schickes Cape ffüt verbreiterter Schuſtér- linie, das man— mit Reiß · verschluß gearbeitet— offen und geschlossen tra- gen kann. Erf, füf Gtöse lIl: Stwa 1,75 m Stoff 130 om hreit. Vobach-Schnitt 85965 fur Gröseè lunc ii SrHI tlioh. EEine breit abgesteppte Und abgerundete Hüftpasse ist def modische Witz an diesem sonst ganz glatten und engen Rock aàus hell- rauem Wollstoff, Erf, füt töde ll: etwe 0, 90 m Stoff 140 om brelt. Vobach-⸗ Schnitt 85967 für Gr. lu. Il. NEintach, aber effekolI ſst dieses jugendliche Kleid auis einem der modischen Streifenstoffe. Voff bflden Lederstteifen, durehSchnal- lon geꝛogen die Gafnierund. Erfofd. für Gröbe l; 1,65 ſn Stoft 30 em breſt. Vobach⸗ Schnitt 85966 für Gr. 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Etwa hun⸗ dert Leute warteten mit mir. Es war die 25⸗ Kilometer⸗ Kontrollſtation des 50⸗Kilometer⸗ Laufs der Weltmeiſterſchaften im Skilauf. Der Bauer drüben aus dem burgähnlichen Hof hatte ſeine deutſchſprechende Tochter mit⸗ gebracht. So konnten wir uns verſtändigen. „Wer wird denn ſiegen?“ fragte ich. Ein Lächeln huſchte über ſein hageres Geſicht. „Kalle Jalkanen“, murmelte er. Und dann ſahen wir, wie ſchon ſo oft, die Läufer auf der Strecke. „Den Kampf durch Finnlands Schneefelder“ hatten wir es genannt. Vor Meſſilä war ein Aufſtieg. Dann kam eine gefährliche Abfahrt, eine Art Slalom zwiſchen den Fichtenſtämmen hindurch. Eine Meldung kommt und wird vom Sol⸗ daten, der das Telefon bedient, weitergeſagt. Die Geſichter werden ernſt. In der klang⸗ und vokalreichen finniſchen Sprache wird etwas laut bekanntgegeben. Die blonde———— neben mir ſagt, während der Alte ein düſteres Geſicht macht:„Wenn Lars n der Norweger, eingeholt werden ſoll, muß Kalle Jalkanen in zwei Mi⸗ nuten hier ſein. Noch niemand vom finniſchen Streckendienſt hat ihn geſehen.“ Sie weiſt in die Richtung, aus der heraus Jalkanen kommen muß. Hier zu Lande iſt es o, daß wie das geheimnisvolle Trommeln der egervölker Nachrichten ſich blitzartig verbrei⸗ ten, und man weiß nicht recht wie. Die Kämp⸗ fer ziehen vorbei. Finnen in blauen Bluſen, Norweger in Grau, hin und wieder ein Schwede wie ein Geſpenſt in dem leicht huſchenden Stil und dem vollſtändig weißen Dreß. Aber dieſe Leute zählen im Augenblick nicht. Ein Blick auf die Startnummer genügt. Die mögen alle nach⸗ er eine gute Placierung haben, aber für den Sieg kommen ſie nicht mehr in Frage. Wir warten hier auf die Startnummer 111, warten auf einen Mann, den wir auf 50 Schritt ſchon zwiſchen den Fichten ausmachen, an ſeiner Bewegung, an ſeinem Geſicht. An ſeinem Geſicht? Ja. Den kennen wir von manchem großen Kampf, den kennen wir von den Weltſpielen in Garmiſch her, als er in einem furchtbaren An⸗ ſturm als Schlußmann der finniſchen Staffel 1 dem jungen Norweger Jverſen herhetzte. inen großen Vorſprung hatte der Norweger. Niemand konnte den aufholen. Stark war der Norweger. Einer war ſtärker. Noch weiß ich, wie ich hinausſchaute dem an⸗ kommenden Spitzenmann der Staffel entgegen am Ziel. Ich ſprach ins Mikrofon. Jverſen war gemeldet. Da tauchte hinter dem grauen Punkt ein blauer auf. Da ertönt ein ſchallender Aufſchrei, denn ein Finne iſt am Norweger vorbei. Der finniſche Schlußmann Jalkanen. Er ſchießt heran. Das Geſicht iſt wie aus wei⸗ ßem Holz geſchnitzt mit brennend ſchwarzen Augen. 5 Und Rufen d ich noch ſinne, ertönt ein gel⸗ lendes Rufen durch den Wald. Wiederum ein blauer Punkt, alle rufen und winken. Der Mann iſt heran, arbeitet ſich wie ein Maſchine die Anhöhe hinauf. Es iſt wie wenn ein Mo⸗ tor in genau abgeſtimmtem Rhythmus Beine und Arme bewegt. Jalkanen hat die Höhe von Meſſilä erklom⸗ men. Keine Bewegung zeigt er. Die lange flache Naſe ſchießt weit aus dem hageren Ge⸗ icht. Er blickt nicht auf die angebotenen Er⸗ riſchungen, er nimmt keine Notiz von dem ru⸗ en und winken. Im nächſten Augenblick iſt er in der Abfahrt verſchwunden. Noch 25 Kilo⸗ meter zu laufen. Großer norwegiſcher Kämpfer Lars Bergen⸗ dahl: Zehn Kilometer vor dem Ziel treffe ich —— Du gibſt alles her, biſt durchnäßt vom Schweiß der Anſtrengung. Wirr hängt dir das blonde Haar in der Stirne. Du weißt ſchon, wie die Motoren ſind die Finnen unter Füh⸗ rung des Asketen Jalkanen hinter dir her. Du weißt ſchon, ſiegen kannſt du kaum mehr. Abher den Platz willf du halten, unter den erſten mußt du ſein. Wer einmal am Start der großen Läufer am Holmenkollen geſtanden hat, wenn Hunderte auf die Strecke gehen und Dutzende die Kraft haben, zu ſiegen, der wird dieſen Eindruck nie vergeſſen. Aus allen Teilen des Landes kom⸗ men die Bauernburſchen, wärmen ſich noch ein⸗ mal die Hände am Kamin des Skimuſeums, ſchauen auf die große Uhr. Sie wiſſen genau, wann es notwendig iſt, ſich am Start einzu⸗ finden, wo zwei rieſige Männer in Wolfspel⸗ en an der Kontrolluhr ſitzen und den einzelnen äufern das Zeichen zum Aufbruch geben. Es iſt die alljährliche Auseinanderſetzung der nordiſchen, der ſkandinaviſchen Nationen. Und Norwegen' hat noch nie den Sieg in der Kom⸗ bination, im Mehrkampf des Skiſports abge⸗ geben. Im 18⸗Kilometerr⸗Lauf haben ſchon Ausländer geſiegt. Im Sprunglauf der Kom⸗ bination könnte auch leicht einmal ein Schwede eiwa der Beſſere ſein. Aber in beiden zuſam⸗ men? Das iſt die Domäne der großen eiſen⸗ Sage Normänner, der Sieger im Fis, der ieger bei den Olympiſchen Spielen. Wie aber, wenn einmal die Elite krank iſt oder verſagt? 1 Der große Odbjörn Hagen iſt verletzt und kann nicht ſtarten. Aber andere ſind da. Genug und übergenug. Wie zufällig ſehe ich am Start einen beſon⸗ ders kleinen Mann ſtehen. Er lehnt ſich auf ſeine Stöcke. Beſonders läſſio und nachdenk⸗ lich. Er ſpricht mit einem alten Mann neben ſich. Sie ſind fehr ernſt und unbeteiligt. Mich intereſſiert das Paar. Irgendeiner der Norweger iſt es. Emil Kvanli heißt es im Program:nheft, Hpanli aus Drammen. Als Von Dr. Paul Laven wir ſpäter die Nummerntafeln mit den Ein⸗ laufzeiten der Kämpfer verfolgen, hat dieſer Kvanli lange, lange die beſte Zeit. Man hat mir erzählt, er ſei aus Finnmarken und habe jetzt ſeinen Wohnſitz in Drammen. Ein norwegiſcher Lappe alſo ſeinem Aus⸗ ſehen nach. Längſt iſt er fortgegangen, hat ſei⸗ nen Ruckſack umgenommen. Sucht der nor⸗ wegiſche Funkſprecher noch nach Kvanli? vanli iſt fort. Niemand weiß, wo er iſt. Aber dann kommt noch einmal größere Be⸗ wegung in die Menge. Der Beifall raſt die Rennſtrecke entlang, pflanzt ſich fort bis zum ſieh von Frokner⸗Setteren, in dem wir am Ziel ehen. Ah, da jagt ſchon eine Geſtalt im weißen Dreß den Berg herunter, ein blonder, großer, junger Mann mit ſchimmernden blauen Augen. Der Schwede John Weſtberg iſt es, ſeine Zeit iſt wohl die beſte. Er hat Emil Kvanli um ein gutes Stück unterboten. Auch niemand der nach ihm Einlaufenden kann den jungen Schweden mehr ſchlagen. Im 18⸗Kilometer⸗Lauf am Holmenkollen iſt ein Schwede Sieger geworden. Norwegen bangt um den Sieg in der Kom⸗ bination, bangt um den Königspokal am näch⸗ ſten Tag, als es zum Sprunglauf geht. Der Schwede John Weſtberg ſteht ſeine 40½ Meter glatt. Er geht ganz auf ſicher. Nun iſt Kvanli dran. Der Wind pleift durch den Wald, bildet Wirbel unter dem Schanzentiſch. Die fflasgen der Nationen ſchlagen im Sturm um ihre Maſten. Dieſer Sprung— ich ſehe ihn genau vor mir, ſo pfeilgeſchwind er auch vorüberglitt—, dieſer Sprung löſte eine tiefe Stille aus. Kvanli war in unheimlicher Fahrt den Ablauf herunterge⸗ ſauſt und hatte dennoch durchgeſtanden. Seine — war gut, nicht die ſchwebende eines prungmatadors, aber doch mit weiter Vor⸗ lage und gut gehaltenen Brettern und mit ſtei⸗ fen Armen war er durch den Sturm geſchoſſen und war nicht geſtürzt. Es war der erſte 50⸗ Meter⸗Sprung an dieſem Tage und ſicherte Norwegen den Sieg in der Kombination, einem Norweger aber wieder den Königspokal. Alles hatte der kleine Mann in dieſer Se⸗ kunde gewagt, Und er hatte gewonnen. Sein —* Kämpferherz hatte ſich durchgeſetzt. Denn den zweiten Sprung brauchte er nur auf ſicher zu gehen mit 40 Metern. Auch der Schwede kam das zweitemal nicht weiter, ſo ſehr er ſich das auch vorgenommen hatte. „Emil Kvanli, Drammen“ ertönte es abends 23 dem Lautſprecher bei der Siegerverkün⸗ ung. Ein Freund und ich waren mit dem Wagen unterwegs oberhalb Oslos, um die Abendſtim⸗ mung über dem Fjord zu ſehen und den Schim⸗ mer des Nordlichts über den Bergen. Er hatte ſeinen Empfangsapparat angeſtellt im Wagen. Lange hörte der Beifall nicht auf, als wir fuhren. So ſehr dankten die Norweger ihrem bisher unbekannten Kämpfer für dieſen Sieg. Gut Mannhem ais Epeinlter⸗Bochburgs Staffelmannſchaften machen von ſich reden Kaum ſind die erſten Wochen des neuen Jah⸗ res ins Land gegangen, da vernimmt man ſchon aus allen Teilen des Reiches die erſten Mittei⸗ lungen über Vorbereitungen zur neuen Leicht⸗ athletikę⸗Wettkampfzeit 1939. Termine werden genannt, amtliche als auch inoffizielle Veran⸗ ſtaltungen bereits propagiert und daneben hört man die Kunde vom Vereinswechſel bekannter Athleten: neue Formationen und Mannſchaften werden über„Nacht“ geſchaffen und vermitteln ein intereſſantes und oftmals bemerkenswertes, weil das Kräfteverhältnis in ſtarkem Maße be⸗ fluſſendes, Bild. St. Georg Ham burg pocht mit ſeinen neuen, vielen Kräften gleich auf eine Teilnahme in der Meiſterklaſſe der DVM, Bönicke verſtärkt den Deutſchen Staf⸗ felmeiſter DS C Berlin und einem Magne⸗ ten gleich finden wir bei E intracht Frank⸗ furt zwei neue und doch bekannte Geſichter: Altmeiſter Borchmeyer und den Junioren⸗ meiſter Huth. Daß der Poſtſportverein Mann⸗ heim im vergangenen Jahr in der kurzen Staffel Jahresbeſtzeit erreichte, war nicht nur für den Mannheimer Sport oder den Gau Ba⸗ den, ſondern darüber hinaus für ganz Deutſch⸗ land ein Ereignis, das in der jüngſten Num⸗ mer des„Leichtathlet“, dem amtlichen Organ des Fachamtes Leichtathletik im NSRe, ver⸗ diente Würdigung findet. In der Tat haben die während der letzten Saiſon von deutſchen Mannſchaften über 4* 100 Meter gebotenen Leiſtungen zweifachen Wert: einmal iſt man allenthalben auf dem beſten Wege, dem Staffel⸗ rekord des SC Charlottenburg von 40,8 Sek.—— dabei ſei erwähnt, daß dieſe Zeit von Eintracht Frankfurt eingeſtellt wurde— das Lebenslicht auszublaſen und zum andern wird und muß aus ſolchen Staffelgemeinſchaften jener(oder gar mehrere) Einzelkönner erwachſen, der im Kampf gegen die Weltbeſten ein entſcheiden⸗ des Wort mitzureden verſteht. Oder ſpricht die von der Nationalmannſchaft anläßlich des Län⸗ derkampfes gegen USA gelaufene Zeit von 40,3 Sekunden nicht eine beredte Sprache? Zeigt ſie nicht, daß in unſeren Sprintern ein unerhörtes Können ſteckt, das nur in Einzelrennen noch ſeiner Offenbarung bedarf? Ohne Zweifel läuft z. B. gerade Neckermann ſeine beſten Rennen in der Staffel und wenn heute von ihm als einem der„beſten Staffelläufer der Welt“ ge⸗ ſprochen wird, dann wandern unſere Gedanken um etwas mehr als zwei Jahre zurück ins Olympiaſtadion zu Berlin, wo der Mannhei⸗ mer wahrſcheinlich ſein bislang größtes Ren⸗ nen in offenem Kampfe lief(200 Meter Vorent⸗ ſcheidung) und trotz der damals ausgezeichne⸗ ten Form keinen Platz in der deutſchen Staffel fand. Wir erinnern an dieſe Tatſache deshalb, um Neckermanns beſondere Verdienſte gerade in Staffelkämpfen herauszuſtellen, die ihn zum Schluß der letztjährigen Saiſon mit ſeinen Ka⸗ meraden Schmitt, Herrwerth und Kö⸗ ſter zuſammen eine faſt unerwartete Hochlei⸗ ſtung vollbringen ließen und damit Mannheim Die Eriolgreichsten in Garmisch Die Internationale Wintersportwoche in Gar⸗ misch-Partenkirchen wurde mit dem großen Sprunglauf abgeschlossen. Zwei stahlharte Männer, der Norweger Hilmar Myrha(links) und der Salzburger SA-Truppführer Josef Bradl (rechts) flogen bis zur 84-Meter-Marke und er- reichten damit den Rekord des Norwegers Sörensen. Beim zweiten Anlauf übertraf der Norweger den Salzburger mit 80 Meter um einen Meter und blieb damit Sieger.(Scherl-.) ſchlagartig als„Sprinter⸗Hochburg“ in Vordergrund der deutſchen Leichtathletik rückte. In dieſem Zuſammenhang darf die auffal⸗ lende Tatſache nicht unerwähnt bleiben, daß die Leiſtungen der Poſtſprinter in Mannheim nicht allein ſtehen, ſondern bei der jüngeren Generation bereits ihre Parallele finden. Bei der MTG wuchs innerhalb kurzer Friſt eine HI⸗Mannſchaft heran(ebenfalls über 4100 Meter), die im vergangenen Jahr ſchon unter 45 Sekunden lief. Buhmann, Tüchert, Wacker und Oberle ſind auch in dieſem Sommer wieder beiſammen und dazu kommt als Neuerwerbung der Waldhöfer Helbig, ſo daß zweifelsohne die neu zu bildende Mann⸗ ſchaft über Bann und Gebiet hinaus von ſich reden machen wird. S. Olumpiafeger haben's inmer ſchwerer Leichtathletiſche Mindeſtleiſtungen für Helſinki wurden erhöht Der ſchwediſche Ehrenſekretär des Inter⸗ nationalen Leichtathletik⸗Verbandes(JAAß), Bo Ekelund, hat die vor einiger Zeit ange⸗ kündigten Mindeſtleiſtungen für die Olympi⸗ ſchen Leichtathletikkämpfe 1940 in Helſinki be⸗ kanntgegeben. Die Qualifikationsmarken für die techniſchen Wettbewerbe Werfen und Sprin⸗ gen ſind gegenüber den Berliner Spielen 1936 beträchtlich erhöht worden. Nachſtehend die neuen und alten Ausſcheidungsgrenzen: Helſinki 1940 Berlin 1936 Hochſprung: 1,87 Meter 1,85 Meter Weitſprung: 7,20 Meter 7,15 Meter Stabhochſprung: 3,90 Meter 3,80 Meter Dreiſprung: 14,50 Meter 14,00 Meter Diskuswerfen: 45,00 Meter 44,00 Meter Speerwerfen: 65,00 Meter 60,00 Meter Hammerwerfen: 49,00 Meter 46,00 Meter Eine Ausnahme macht das Kugelſtoßen, das in drei Ringen begonnen und ſolange fortge⸗ ſetzt wird, bis die zwölf Endkampfteilnehmer feſtſtehen. Bei den hochgeſchraubten Marken kann leicht der Fall eintreten, daß z. B. im Die Ehrung der Sieser im Grohen Preis der nationalsozialistischen Erhebung ber erste Höhepunkt beim Internationalen Reit- und Fahrturnier in der Berliner Deutschland- nalle war das jasdspringen um den Großen Preis der nationalsozialistischen Erhebung, den Kittmeister Brinckmann auf„Baron“ gewann. mann auf„Baron“ und die drei nächstplacierten Kurt Hasse auf„Tora“ und Major Momm auf „Alchimist“. Unser Bild zeigt von links: Rittmeister Brinck- Capt. Komorowski auf„Z ieg II“, Kittmeister (Scherl-Bilderdienst-.) Speerwerfen weniger als zwölf Teilnehmer die 65 Meter⸗Grenze übertreffen. Es werden dann die nächſtbeſten Werfer zum Vorkampf zugelaſ⸗ ſen. Der Hochſprung wird bei einer Höhe von 1,70 Meter begonnen, die Latte wird dann auf 1,80 Meter, ſpäter auf 1,90, 1,95 und von da ab jeweils drei Zentimeter höher gelegt. Die niedrigſte Höhe der Stabhochſpringer iſt 3,60 Meter, die bis 3,80, 3,95, 4,10, 4,20, 4,30 Meter uſw. geſteigert wird. Diefer Vorſchlag von Bo Eklund bedarf noch der Zuſtimmung des IJAAß⸗Kongreſſes, der im Laufe des Monats Juni in London ſtattfindet und auf dem alle die Olympiſchen Spiele be⸗ treffenden Fragen, u. a. auch der Plan des Finniſchen Leichtathletikverbandes, den Mara⸗ thonlauf einer einer Acht⸗Kilometer⸗Rundſtrecke auszutragen, behandelt werden. Diererbob⸗Weltmeiſterfchait Auf der in beſtem Zuſtand befindlichen Bob⸗ bahn in Cortina'Ampezzo wurde am Mon⸗ tag der dritte Lauf der Viererbob⸗Weltmeiter⸗ ſchaft gefahren. Abermals wurde der Bahn⸗ rekord gebrochen, diesmal vom Titelverteidiger Me Evoy mit:21,67 Min. Die Schweizer wa⸗ ren aber faſt ebenſo ſchnell und behaupteeten im Geſamten den erſten Platz. Die bäden deutſchen Bobs von Kilian und Fiſcher komen nicht ganz heran und haben bei nur geringen Zeitunterſchieden die Plätze getauſcht. Belgien hatte durch einen Sturz nach dem zneiten Lauf auf ſeinen Bremſer verzichten müſſer und ſtellte daher den Erſatzmann Raes ein. Erſt der vierte Lauf am Dienstag bringt die Ent⸗ ſcheidung. Die Ergebniſſe: Stand nach dem dritten Lauf; 1. Shweiz (Feierabend):22,27, Geſamt:09,60; 2 Eng⸗ land(MeEvoy):21,67, Geſamt:1036; 4 Deutſchland(Kilian⸗Krempel):23,59, Geſamt :14,17; 4. Deutſchland(Fiſcher⸗Thelecke) 12397, Geſamt:14,20; 5. USA(Katon) :22,90,:15,63; 6. Belgien(Baron Linden) :25,48,:17,88; 7. Italien II(de Innaz) 125,28,:18,19; 8. Frankreich 1(Balzan):2405, :20,58; 9. Italien 1(Chilarduzzi):24,92, :20,67; 10. Frankreich II(Charlet).:25,78, :21,47; 11. Rumänien(Oberſt Michail):27,14, :28,92 Min. ein Bochineung ver 1,94 meer Beim erſten Merſeburger Hallenſporfeſt ſtar⸗ teten auch die zu einem Lehrgang in Klle ver⸗ ſammelten beſten deutſchen Hochſpriner. Der Kieler Martens überſprang eine Hhe von 1,94 Meter. Langhoff(Roſtock) bewältgte noch 1,92 Meter. Dagegen kamen Meiſter Weinkötz ———— und Gehmert(Berlin) nur zuf 1,85 eter. 81 3 1 akenkr. d05 Turnen: Deutſe ſcher Zehnkampf f Leichtathletik: Schwimmen: Y Schwerathletik: Ringen in 2 Alte Tennis: Badiſch für Männer, in 1 Rudern: Das? Kanu: Einer⸗, Einer⸗, Zweier⸗K Kanadier für Mä Rollſchuh: Sch Paarlauf; Kunſtl Radſport: Stre meter, 100 Kilom 3 Wir ſuchen ehrliche, für Halbtags Verkauf zum Einarbeitung mit Lebenslar bild unt. Nr. Fun. A für Bäcker Fahrer) geſu Frant, G Zuverläſſiger, Kelff für Lieterwe Zuſchr. u. 154 uar 1959 sch e in Gar- m grohßen stahlharte ha(links) osef Bradl ce und er- Norwegers ertraf der Meter um Scherl-.) burg“ in ichtathletik die auffal⸗ iben, daß Mannheim jüngeren nden. Bei Friſt eine her 44100 chon unter Lüchert, in dieſem izu kommt Helbig, ide Mann⸗ s von ſich 8. A iehmer die rden dann pf zugelaſ⸗ Höhe von dann auf id von da elegt. Die er iſt 3,60 4,30 Meter ſedarf noch ſes, der im ſtattfindet Spiele be⸗ Plan des den Mara⸗ Rundſtrecke II ichen Bob⸗ am Mon⸗ zeltmeiter⸗ der Bahn⸗ verteidiger weizer wa⸗ ehaupfeten die bäden cher kemen r geringen t. Belgien m zneiten nüſſer und ein. Erſt t die Ent⸗ I. Shweiz 0; 2 Eng⸗ :1036; 3. 9, Geſamt Thelecke) (Katon) Andenj) eInnaz) an):24.09, i):24,92, ):26,78, il):27,14, leer orfeſt ſtar⸗ Klle ver⸗ iner. Der Hhe von iltgte noch r Weinkötz r zuf 1,85 ſcher Zehnkampf für Frauen. 7 1 Watenkreuzbanner⸗ — Plenskag, 51. Januar 1050 Das Welikampiprogramm beim Hamiportfeit l. Ganjeſſieger aus Mehrkamwen und Rundenfpielen Turnen: a) Männer: Gemiſchter Kampf, reiner Ge⸗ l. Meiſterſchaten Turnen: Deutſcher Zwölfkampf für Männer; Deut⸗ Leichtathletik: Sämtliche Meiſterſchaftsdiſziplinen. Kanu: Einer⸗, Zweier⸗, Vierer⸗Kajak für Männer; Einer⸗, Zweier⸗Kajak für Frauen; Zweier⸗, Zehner⸗ Kanadier für Männer. Rollſchuhß: Schnellauf für Männer und Frauen; Paarlauf; Kunſtlauf für Männer und Frauen. Radſport: Streckenfahren über 1 Kilometer, 10 Kilo⸗ meter, 100 Kilometer. Kreisklaſſe. Altersklaſſen. ſten Vereinsmannſchaften der Gau⸗ und Bezirks⸗ bzw. Schwerathletik: Raſenkraftſport; Mehrkampf in zwei Boxen: Turnierkämpfe. Fechten: Gemiſchter Fünfkampf(Frieſenkampf) in 2 Männer⸗ und 1 Frauenklaſſe. Kegeln: Dreierklubkämpfe für Männer und Frauenz Dreier⸗Vereinsriegen für Frauen; Sechſer⸗ ⸗Vereins⸗ mannſchaften für auf Aſphalt und internatio⸗ naler Bahn. Hockey: Städteſpiel. Rollſchuhyß: Neulings⸗, Junioren⸗ und Gruppen⸗ laufen; Tanzwettbewerb und Rollhockey. Radſport: Vierer⸗, Mannſchafts⸗ und Tandemfahren über 4 Kilometer; Mannſchafts fahren über 200 Runden. Schießen: Einzel⸗ und Mannſchaftskampf im Wehr⸗ mannsgewehr, Kleinkaliberbüchſe, Wehrmannszimmer⸗ ſtutzen in 3 Wettkampfklaſſen. Kegeln: Einzelkämpfe in 3 Altersklaſſen für Män⸗ IV. Allgemeine Uebungen bei der Großkundgebung Turnen: Allgemeine Uebungen der Männer; Allge⸗ rätkampf in 4 Altersklaſſen mit je 2 Leiſtungsſtufen; tional Schwimmen: Meiſterſchaftsprogramm. 2 mnantn elnle Kampf, reiner Gerät⸗ und——50 Frauen auf Aſphalt und internationaler meine Uebungen der Frauen; Chorfeſttanz der Frauen. ymnaſtikkampf in 2 Altersklaſſen mit je 2 Leiſtungs⸗ ußball: Allgemeine Uebungen. 1 gnßh l: Vorſchlußkampf kl Siehe unter III. Mannſchaftstämpfe. ußball: Vorſchlußkampf und Schlußkampf der vier aſſe.: meenangnorchalten in 2 Klaſſen beſten Kreisauswahlmannſchaften um den Gaufeſtſieg. Handball: Angemeine Uebungen. r Männer, in 1 Klaſſe für Frauen. Leichtathletit: Mehrkämpfe in 4 Alterstlaſſen für un'matar Schwerathletit: Rundgewichtsriegen. Rudern: Das Regattaprogramm. Männer; Mehrkämpfe in 2 Altersklaſſen für Frauen. li. Mann Gaftsxämpje Handball: Vorſchluß⸗ und Schlußkampf der vier be⸗ Turnen: Vereinsmannſchaftskämpfe in 4 Stärke⸗ Der techniſch hervorragende Leichtsgewichts⸗ ringer der„Siegfried“⸗Staffel aus Ludwigs⸗ hafen, Karl Freund, wird wahrſcheinlich beim Länderkampf Deutſchland— Schweden mit Doppelſtaffeln am 4. und 5. Februar in Stockholm eingeſetzt, da die Mitwirkung des Kölners Nettesheim fraglich— iſt. klaſſen der Männer und 3 Stärkeklaſſen der Frauen. Leichtathletik: 20& 100⸗Meter⸗Staffeln der Kreiſe (2 Abteilungen). Schwerathletit: a) Rundgewichtsriegenkämpfe in 4 Stufen; pb) Tauziehenkämpfe in 3 Klaſſen. Schießen: Siehe unter II., jedoch als Mannſchafts⸗ kampf. Reiehs-Konderwerbung V. 2. Januar bis 11. ebr. einschl. Herren- Mantel domen. Mani m. 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Besonderen Dank, den SS-Kameraden und allen denen, die uns bei diesem herben Verluste tröstend zur zentraler Lage, mit groß. Part.⸗ Räumen, auch für Läden geei n. 2 ſaalart. Räumen mit 3 5 Zubehör ſofort zu verkaufen.— Die Liegenſchaft eignet ſich für Die Feuerbestaflung findet in Nannheim, am 2 Februor, um 12 Uhr stoft. Von Beileidsbesuchen billet man Abstond zu nehmen. ein Engros⸗Geſchäft, auch für Seite gestanden haben. Bürozwecke.— Anfragen an: Mannheim(L. 12,), den 31. Januar 1939. In tie fem Schmerz2: J. Zilles, L 4. 1. Immobilien⸗ und Geſchäft— gegrü Fernruf 208 76 Fritz Drescher und Frau nebst Anverwandten. „hakenkreuzbanner“ Die bunte sSeite Inspeklor John Fyme- will sein Rechil Seit 28 johren geforderl/ Der lärmende Ehemann an der Hansiür/ john Syme verieidiqt seine Leule In der Neujahrsnacht 1911 kamen zu recht ſpäter Stunde ſtark unter Alkohol zwei Män⸗ ner nach Hauſe— irgendwo in einem Londo⸗ mer Vorort. Der eine hatte die Lampe gehörig voll. Als die Frau aus dem Fenſter ſchaute und beobachtete, daß er ſogar noch einen Zech⸗ bruder mitgebracht hatte, weigerte ſie ſich, die Tür zu öffnen. Der Mann begann nun Lärm zu ſchlagen, tobte und hämmerte gegen die Tür. Darauf er⸗ ſchienen zwei Polizeibeamte und forderten den Mann auf, ſich ruhig zu verhalten. Dieſer aber wurde beim Anblick der Uniformen in juriſti⸗ ſcher Beziehung vollkommen nüchtern:„Meine Herren— ich ſchlage hier ſolange Krach, wie es mix gefällt. Ich ſtehe hier nicht einmal auf dem Straßenpflaſter, ſondenn auf den Trep⸗ penſteinen meines Hauſes. Und da mache ich nach engliſchem Geſetz was ich will!“ Eine verhängnisvolle Verteidigung Und dann ging der Lärm weiter. Die Schutz⸗ leute kehrten nach einer halben Stunde zurück. In den Fenſtern hingen die Nachbarn und forderten die Beamten auf, mit dieſen Lärm⸗ bolden endlich Schluß zu machen. Alſo nahmen die Polizeibeamten die Krachſchläger beim Kragen und brachten ſie zur Polizeiwache Hier hatte Inſpektor John Syme in dieſer Nacht Dienſt. Er ſagte zu den Beamten:„Ich ver⸗ tehe die Situation, aber die Leute haben nach em formalen Recht nichts Ungeſetzliches be⸗ gangen. Ich muß die beiden Leute freilaſſen. „Am nächſten Tag kam ein Polizeioffizier zu bieſer Polizeiſtation und donnerte die Polizei⸗ beamten an, weil ſie, ohne ein Recht zu haben, zwei Engländer verhaftet und zur Polizeiwache gebracht hätten. Das war nun Inſpektor Syme doch zu ſtark. Die Beamten hatten es gut gemeint. Er vextei⸗ digte ſeine Leute. Einen Tag ſpäter wurde ihm mitgeteilt, man habe mit Erſtaunen davon Kenntnis genommen, daß er mit ſeinen Unter⸗ auf einem ſehr familiären Fuß ſtehe. r werde in eine andere Polizeiſtation verſetzt — und zwar als Sergeant. Eimige Wochen ſpäter wurde Inſpektor Syme die Entlaſſung aus dem Polizeidienſt zugeſtellt. Der Proteſtler am Home⸗Office In dieſem Augenblick begann die große Tra⸗ gödie des John Syme, aber gleichzeitig auch eine gatz von Unannehmlichkeiten für das engliſche Home⸗Office, denn Syme wußte, daß man ihm Unrecht getan hatte. Er ſchrieb dem⸗ entſprechend Briefe an den König, an den Pre⸗ mierminiſter und an das Home⸗Office und ſprach die Drohung aus, er werde am Home⸗ Office alle Fenſter einwerfen. In den nächſten Tagen ſah man ihn zum erſtenmal vor dem engliſchen Parlament um⸗ hermarſchieren, mit einem großen Plakat vorn und hinten. Und darauf ſtand zu leſen, daß John Syme die engliſche Regierung anklage, wider beſſeres Wiſſen einen Beamten aus dem Dienſt geſchickt zu haben. Auf Grund ſeiner Drohbriefe und wegen einer eingeworfenen Scheibe am Home⸗Office bekam er ſechs Mo⸗ nate Gefängnis. Aber man war inzwiſchen auf den Fall Syme aufmerkſam geworden. Da außerdem Syme im Gefängnis in den Hun⸗ gerſtreik trat, wurde er aus dem Gefängnis vorzeitig entlaſſen. Vermittlungsvorſchlag abgelehnt Seit 28 Jahren geht es nun immer ſo wei⸗ ter? John Syme ſchreibt böſe Briefe und wirft ab und zu einmal ein Fenſter ein. Die Polizei ſperrt ihn ein, die Richter verurteilen ihn— aber auf Veranlaſſung des Home⸗Office wird er dann gleich wieder entlaſſen. Denn Syme hat eine ganze Anzahl Freunde, die gleichzeitig mit ihm das Home⸗Office mit Briefen bear⸗ beiten. Schon im Jahre 1924 machte man ihm den Vorſchlag, ihm eine Penſion von acht Seit 30 Jahren zum erstenmal ein Eisbär-Baby in dem Zoologischen Freilicht-Museum Skansen im Stockholm brachte seit 30 Jahren zum erstenmal eine Eisbärin ein lebendiges Junges zur Welt. Die Stockholmer, die das freudige Ereignis herzlich begrüßten, gaben dem kleinen -hen den Namen„Schneewittchen“. vollige Tier hat bereits gelernt, seine g aus der Milchflasche zu nehmen. (Scherl-Bilderdienst-.) Pfund Sterling pro Woche zu bezahlen oder eine Abfindung von 20000 Pfund Sterling auf einmal. Aber er ſollte dafür eine Erklärung unterſchreiben, wonach das Home⸗Office ihn aus rechtlichen Gründen entlaſſen habe. John Syme lehnte ab. Erſt im Jahre 1931 nahm er eine kleine Penſion— aber ohne Er⸗ klärung— an, leitete dann aber ſofort An⸗ ſprüche auf eine große Entſchädigung ein, ein Prozeßverfahren, das noch immer läuft. Und ſolange dieſer Prozeß nicht zu Ende iſt(man fagt, er werde den alten Syme überleben) wird John bei jeder Parlamentstagung mit ſeinen Schildern vorn und hinten herumlaufen und aller Welt verkünden, daß das Home⸗Office ihm Unrecht tat. Der Löwe im. Iodesa⅜.§“. Unter einem großen Aufwand von Sachver⸗ ſtändigen bemühte ſich dieſer Tage das Lon⸗ doner Polizeigericht, eine ungewöhnliche Frage, den Tierſchutz betreffend, zu entſcheiden. Die engliſche Tierſchutzliga beſchuldigte den Artiſten Tom Hawek der fortgeſetzten Tierquälerei gegen⸗ über einem Löwen. Tom Hawů iſt der Schöp⸗ fer einer Senſationsnummer am Varieté, die darin beſteht, daß er in einem Rennauto über ——3ð—ðę1ÄͥA..(2⁊1[—Ä23 +—ü——————————————— eine ſogenannte„Todesmauer“ fährt; das heißt, er brauſt mit rieſiger GZeſchwindigkeit, das Ge⸗ ſetz der Anziehungskraft der Erde überwindend, in einem Rundbau über ſenkrecht ſtehende Holz⸗ wände hinweg— eine Darbietung die in jüng⸗ ſter Zeit häufig gezeigt wird. Aber Hawk hat noch einen Paſſagier bei ſich, der ſeiner Num⸗ mer eine beſondere Note gibt: einen Löwen na⸗ mens„Jimmy“, der ihn allabendlich auf der Höllenfahrt begleitet. Die engliſche Tierſchutzliga behauptet nun, daß es eine Quälerei(ei, den Wüſtenkönig zu dieſer ſchwindelerregenden Tätigkeit zu zwingen. Es müſſe, ſo lautet die Anklage, einem Löwen großes körperliches Miß⸗ behann bereiten, dieſe Fahrt mitzumachen. Demgegenüber wendet der Beklagte Tom Howk ein, daß„JFimmy“ ſeine Nummex nun ſchon ſieben Fahre lana ausführe und ſich durchaus wohl dabei befinde. Das Tier ſei im Gegenteil ſo an die Vorführung gewöhnt, daß es ſie gar nicht mehr miſſen wolle. Da die Gutachten der Sachverſtändigen ſtark von einander abwichen — man gab zwar zu, daß die Autofahrt für einen Löwen keine Annehmlichkeit ſei, zweifelte aber daran, ob man ſie als Quälerei bezeichnen könne— kam es zu einem Freiſpruch, zumal man ja den mähnenbewehrten„Jimmy“ nicht nach ſeiner Meinung befragen konnte. Keine religlöse Ekstase junger Amerikaner und Amerikanerinnen. sondern der neueste Tanz, Koky-Koky, der dem vor einiger Zeit„erfundenen“, aber schon wieder überlebten„Dicken-Apfel-⸗Tanz“ an Körper. verrenkungen nicht nachsteht. (Scherl-Bilderdienst-M) Der, Gwissensvyurm“ von Tirol Der Nann, der nicht schmuggeln wolſte Irgendwo in einem engen Tiroler Tal, nicht weit von der ehemaligen Reichsgrenze, liegt der ſtattliche Bauernhof, in dem es dieſer Tage ver⸗ wunderte Augen gab. Da war ſoeben der Be⸗ ſitzer drüben im Bayeriſchen geweſen— zum erſtenmal, ſeit die Grenzpfähle gefallen ſind—, und mit einem Paket unter dem Arm zurück⸗ gekommen. Bedächtig ſchnürte er es auf, faſt an⸗ dächtig entnahm er der Umhüllung einen ſchwar⸗ zen Kaſten und reichte ihn ſeiner treuen Ehe⸗ gefährtin mit den Worten:„Da bringe ich dir das Namentagsgeſchenk, das ich dir ſchon vor 15 Jahren geben wollte. Inzwiſchen ſind wir beide ein gutes Stück älter geworden, aber ich denke, Freude macht dir das kleine Angebinde auch heute noch!“ Der Bauer ſagte das natürlich im Tiroler Dialekt und die Bäuerin nahm den Kaſten, der einen Satz koſtbaren Silberbeſtecks enthielt, gerührt vor Freude, in die Hand. Aber dann ſtrich ſie ſich das graue Haar zurück und meinte:„Es wird dir nichts ausmachen, Alter, wenn ich damit unſerer jüngſten Tochter eine Freude mache, die jetzt auch ſchon heiratsfähig geworden iſt und dieſes Prunkſtück zu ihrer Ausſteuer gut gebrauchen kann!“ Wertvolle Beſteckkäſten ſchenkt man ſich öfters, aber mit dieſem Kaſten hat es doch eine be⸗ ſondere Bewandtnis. Er iſt ſchuld daran, daß der Bauer im ganzen Dorf nurmehr nach An⸗ zengrubers Volksſtück„'wiſſenswurm“ ge⸗ nannt wird, was aber beileibe nicht bös ge⸗ meint iſt, ſondern eher als eine Anſpielung auf ſeine Ehrlichkeit zu gelten hat. Man könnte ihn auch den Mann nennen, der nicht ſchmuggeln wollte. Es war im Winter 1924, da mußte un⸗ ſer guter Tiroler geſchäftlich nach Füſſen. Lange Zeit war er nicht mehr drüben im deut⸗ ſchen Bruderland geweſen, und eine Stadt mit ſchönen Läden und verlockenden Schaufenſtern war ihm ſchon ganz fremd geworden. Wie er ſo durch die Straßen ſchlendert, fällt ihm in einer Auslage ein wunderhübſcher Beſteckkaſten auf. „Das wäre was für meine Frau“, denkt er,„die morgen ihren Namenstag feier:“, überlegt nicht lange und gibt viel Geld dafür aus. Wie er nun auf dem Nachhauſeweg mit dem Paket im Ruckſack dem Zollhaus zuwandert, kommen ihm plötzlich Bedenken, wie er die koſt⸗ bare Ware über die Grenze bringen ſoll. Be⸗ zahlen will er nichts dafür, denn dann wäre ihm die Sache doch zu teuer geworden, und Neinſagen auf die übliche Frage des Zollbeam⸗ ten, ob er etwas zu verzollen habe, getraut er ſich auch nicht recht. Denn man könnte doch eine Stichprobe machen, und dann wäre er nicht nur die Ware los, ſondern das dicke Ende käme erſt noch nach. Mit ſolchen peinlichen Ueberlegungen verlangſamen ſich immer mehr ſeine Schritte, und wie er des erſten„Grünen“ anſichtig wird, „Die kupierne Hand“ nennt sich diese groteske Maske, entworfen zu dem Faschingsball„Farbige Nacht“ im Ber- liner Z00. Auf der Suche nach einer neuarti- gen Kopfbedeckung wurde eine kunstvoll ver- schlungene Zimmerantenne gewählt. Weltbild(M) klopft ihm das Herz ſo ſtark, daß er flugs wie⸗ der kehrtmacht und Rettung von ſeinen Gewiſ⸗ ſensbiſſen in einem Gaſthaus ſucht. Die Wirts⸗ leute kennt er, und die verſprechen ihm, das Paket ſo lange in Verwahrung zu halten, bis ſich eine günſtige Gelegenheit finde, es zollfrei über die Grenze zu bringen. Aber der Bauer hatte nicht das Zeug zu einem Schmuggler, dazu war er viel zu ehrlich, und in Füſſen hatte er auch nichts mehr zu tun. 15 Jahre lang nicht mehr. Aber vergeſſen hat er den ſchönen Beſteckkaſten nicht. Als er dieſer Tage endlich wieder die Stadt der bayeriſchen Königsſchlöſſer betrat, war ſein erſter Gang in die Gaſtſtätte. Dort lag das Paket unberührt noch im gleichen Verſteck, wo es 1924 verwahrt wurde, denn die Wirtsleute waren überzeugt davon, daß der Bauer ſein koſtbares Geſchenk doch noch holen werde. Kam es auch zum Na⸗ menstag zu ſpät, für die Hochzeit der jüngſten Tochter war es wie geſchaffen. Aufrechten Haup⸗ tes überſchritt der„'wiſſenswurm von Tirol“ die ehemalige Reichsgrenze, die jetzt keine Bal⸗ ken mehr hat. NMerkwũür diqer Morgenspazierging In einem großen Londoner Hotel erſchien morgens ein Gaſt in der Halle, trat in die Drehtür und begann immer rund im Kreis herumzulaufen. Der Hotelportier war reichlich erſtaunt, ſah dieſem Spiel zwei Minuten zu, ſchaltete ſich dann in die gleiche Abteilung der Drehtür ein und meinte:„Haben der Herr viel⸗ leicht ſchon bemerkt, daß die Tür ſich dauernd im Kreiſe dreht? Iſt mit dieſem Rundlauf irgendein tieferer Sinn verbunden?“ „Jawohl, Portier, ich habe die Vorſchrift, vor dem Frühſtück einen n von zehn Minuten zu machen.“—„Aber weshalb gehen Sie dann nicht lieber die Straße hinunter und kehren dann— Hotel zurück?“ verſuchte der Portier den Gaſt zu beeinfluſſen. Dieſer ſchüttelte den Kopf:„Ganz ausgeſchloſſen. 55 erwarte jeden Augenblick einen Telefonanru, und kann nicht ſo weit gehen.“ Er madite die Nadit zum Tag Achfziq Jahre lang hat NVr. Smart die Sonne nicht gesehen In dem engliſchen Städtchen Combe Hay in der Grafſchaft Somerſetſhire iſt dieſer Tage Mr. George Edward Smart im Alter von 89 Jah⸗ ren geſtorben. 80 Jahre lang hat Mr. Smart niemals das Tageslicht geſehen; denn ein Au⸗ ——— zwang ihn, die Nacht zum Tag und en Tag zur Nacht zu machen. Und ſo führte er ein Leben, in dem ſozuſagen alles„kopfſtand“ und durch das der wohlhabende Großgrundbe⸗ ſitzer in ganz England bekannt wurde. Neun Jahre war George Smärt alt, als er ſich beim Spiel mit Schulkameraden eine Augen⸗ verletzung zuzog. Von dieſer Stunde an ertrug er das Tageslicht nicht mehr. Jede helle Farbe. beſonders Weiß, verurſachte ihm heftige Schmerzen, und trotz aller Bemühungen der Aerzte beſſerte ſich dieſer Zuſtand nicht. Um die Gefahr einer gänzlichen Erblindung zu bannen, entſchloß ſich Smart, den Tag in die Nacht, und die Nacht in den Taa zu verwandeln. Er drehte ſeinen Lebensrhythmus um 180. Grad und ge⸗ wöhnte ſich bald an dieſe Veränderung, die es mit ſich brachte, daß er in 80 Jahren nicht ein einziges Mal das Tageslicht und die Sonne ſah. Mr. Smarts Reichtum erlaubte es ihm, auch dieſem nicht eben beneidenswerten Leben ſchöne Seiten abzugewinnen. Wenn die erſten Sonnenſtrahlen am Horizont erſchienen, war für Mr. Smart die Schla⸗ fenszeit gekommen. Man ſchloß ſein Schlaf⸗ zimmer hermetiſch gegen jegliches von außen kommende Licht ab, und während ringsum das Leben erwachte, ging man in Schloß Combe Hay zu Bett; denn natürlich mußten ſich auch die übrigen Hausbewohner einſchlidßlich der Die⸗ nerſchaft nach Mr. Smarts. Lebensgewohnheiten richten. Brach dann die Dämmerung herein, er⸗ ſchien der Diener im Schlafzimmer, weckte ſenen Herrn, zog vorſichtig die Vorhänge zurück und brachte das Frühſtück. Mr. Smart kleidete ſich an und unternahm ſeinen„Morgenritt“, von einem fackeltragenden Diener begleite, zu einer Zeit, da man ſich in anderen Häuſern zum Schlafengehen rüſtete. Nach dem Mittageſſin— alſo mitten in der Nacht— pflegte Mr. Snart in ſeinem Wagen eine Spazierfahrt zu mier⸗ nehmen, wobei er, ſtets mit Spezialfackeln aus⸗ gerüſtet, ſeine Felder beſichtigte. Mit Voliebe ging er des Nachts auch auf die Jagd und wenn er ſich in ſportlichem Eifer einma ver⸗ ſpätete und der Morgen bereits hereinzulechen drohte, dann begann ein Ritt auf Tod uid Le⸗ ben, mit der fliehenden Finſternis un die Wette, damit er noch rechtzeitig den retenden he ſein ſtets verdunkeltes Schlafzimner, er⸗ reichte. Da ſich Mr. Smart ganz beſonders ür die Landwirtſchaft intereſſierte, erhielt er häfig die Erlaubnis, landwirtſchaftliche Ausſtellun⸗ gen bei Nacht im Licht der Fackeln zu deſichti⸗ gen— zu einer Zeit, da der letzte Beſuher das Gelände ſchon längſt verlaſſen hatte. in mei⸗ ſten aber liebte Mr. Smart die Vollmownächte, die er ſtets in ſeinem herrlichen Gaten zu⸗ brachte. Dieſe Nächte erlaubten es zͥm, die ſchönen Blumen und Pflanzen, die den Garten ſchmückten, zu ſehen. Er hatte ſich eineitalieni⸗ ſche Grotte, die mit matten, bunten aternen beleuchtet war, anlegen laſſen, in derer viele Stunden zubrachte. Berühmt waren de Emp⸗ fänge, die Mr. Smart in ſeinem Haſe gab. „Anfang bei Beginn der Dunkelheit—-Ende bei Sonnenaufgang“, ſtand auf ſen Ein⸗ ladunaskarten. Und ſo dauerten dieſe ßfeſte, je nach Jahreszeit fünf bis zwölf Stundn. „Hakenk Industrie SW Mannl haff AG. In der Mannheir AG wurde de gelegt, der na ſtellungen eine Bilanzergebni ſtellungs⸗ und weiſen die Pie und der halb aus. Die Sa ſchriften des 1 migt. Die b wurden wiede wahl von H Weiterentwickl daß infolge k teilungen— baus— im 9 gerung des U Beſſerung de⸗ Verhältniſſe wickelt. Die 6 hinaus mit A SW AéEG- tigen Aufſich täts⸗Geſellſcha das Geſchäfts nehmigt.— (i. V. 397) N Mill. RM. 9 2,33) Mill. 9 erhielt) ſchlie einem Reinge wurden an denen jedoch dotierung nu— zogen werden von Genußree aktien eine D teilen. Die H ruſen.— Di⸗ Jahres iſt m Generalbevoll vertretenden SW Hypoth kannte Genfe ſchäftsiahr 1“ Mill. ſfr. auf die Genfer Amortiſation: und 15 000 f AK und Reſe Darlehen 210 Spareinlagen ſcheine 154.61 SW Leu s Großbank er 1,335(im Vo geſtiegenen R aktienkapital wie im Vor 7 Millionen SW Baſfler am Donnerst resabſchluß v miſſionen ſo Liegenſchafter Schweizer F hängt mit 2 des Ertrags ſammen. Nac Dirrfenzzder,) berichtet, ein Schweizer F Dividende ve der Bilanz Kaſſa und Gi auf Sicht ur Wechſel 15,4 Vorſchüſſe 5 teiligungen 1 andererſeits Bankenkredit Kaſſaobligati 16.56(57.71) drei Obligat Schweizer Fi jahr 1938 ge ändert 5,0, 2 SW Auswe weis der ſchy nuarwoche 3. Schweizer 7 gut wie keir viſen wohl i ländiſchen A (280,647) Mi Wechſelportef Bundes an Schatzwechſel Frat Effek Festverzlusl. 5% t. Reichsa Int. Dt. Reichs Baden Freist. Bayern Staat Anl.-Abl. d. D Dt. Schutzgel Augsburg Stac Heidelbg. Gol Ludwigsh. v. Mannhm. Gold Mannheim von PirmasenssSta Mum. Ablös. Hess. Ld. Liqu. B. Kom. Gold do. Goldanl. do. Goldanl. Bav. Hyp. Wec Erkf. Hyp. Ge Frankf. Liou. Frkf. Goldofd Frkf. Goldpft Mein. Hypoth. Mein. Hyp. LI Pfälz. Hyp. G Pfälz. Lidu. Pfalz. Hyp. Go Rhein. Hyp. G. do.-9 do. Gdke Südd. Boder.- Grohkraftwer Lind. Akt.-Ob Rhein- Main · U 10-Farbenind Industrie-A Accumuatorer Adt Gebr. Aschaffhg. Ze Fayr. Motor.- Berl. Licht u Brauerei Klei Brown Bov. 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Januar 1959 — lnoustne- und Metschaftsmeſdungen Sé Mannheimer Maſchinenfabrit Mohr& Feder⸗ haff Ach. In der am 14. 1. 1939 ſtattgefundenen HB der Mannheimer Maſchinenfabrik Mohr& Federhaff Ac wurde der Geſchäftsabſchluß des Jahres 1937 vor⸗ gelegt, der nach den üblichen Abſchreibungen und Rück⸗ ſtellungen einen Gewinn von 5103 RM. ausweiſt. Das Bilanzergebnis wurde beeinträchtigt durch arößere Um⸗ ſtellungs⸗ und Erweiterungsmaßnahmen. Im übrigen weiſen die Poſten der Roh⸗, Hiffs⸗ und Betriebẽſtoffe und der halbfertigen Erzeugniſſe erhebliche Zunahmen aus. Die Satzung der Geſellſchaft wurde den Vor⸗ ſchriften des neuen Aktienrechtes angepaßt und geneh⸗ migt. Die bisherigen Mitglieder des Aufſichtsrates wurden wiedergewählt und der Aufſichtsrat durch Zu⸗ wahl von Herrn Hermann Mohr ergänzt. Zu der Weiterentwicklung der Firma teilte der Vorſtand mit, daß inſolge konſtruktiver Neuſchöpfungen in allen Ab⸗ teilungen— insbeſondere auf dem Gebiete des Kran⸗ baus— im Fahre 1938 eine weitere bedeutende Stei⸗ gerung des Umſatzes und damit auch eine weſentliche Veſſerung des Geſchäftsergebniſſes erzielt wurde. Die Verhältniſſe haben ſich auch weiterhin günſtig ent⸗ wickelt. Die Geſellſchaft iſt bereits über das Zahr 1939 hinaus mit Arbeit verſehen. SwW Aéc— 6(J Prozent Dividende. In der heu⸗ tigen Aufſichtsratsſitzung der Allgemeinen Elektrizi⸗ täts⸗Geſellſchaft(Aé) Berlin wurde die Bilanz für das Geſchäftsjahr 1937/8(30..) vorgelegt und ge. nehmigt.— Der Umſatz im Geſchäftsjahr betrug 487 (i. V. 397) Mill. RM.— Nach Zuweiſung von 3,5 Mill. RM. an die geſetzliche Rücklage(die i. V. rd. 2,.33) Mill. RM. erſt nach Feſtſtellung des Gewinns erhielt) ſchließt die Gewinn⸗ und Verluſtrechnung mit einem Reingewinn von rund.6 Mill. RM. ab(i. V. wurden an ſich 7,51 Mill. RM. ausgewteſen, von denen jedoch in Anbetracht der veränderten Riſcklagen⸗ dotierung nur 5,17 Mill. RM. als Vergleich herange⸗ zogen werden können). Nach Verzinſung und Tilgung von Genußrechten wird vorgeſchlagen, auf die Stamm⸗ aktien eine Dividende von 6(i. V. 4) Prozent zu ver⸗ teilen. Die HV wird auf den 24. Februar 1939 einbe⸗ ruſen.— Die geſchäftliche Entwicktung des laufenden Jahres iſt weiter zufriedenſtellend.— Der bisherige Generalbevollmüchtigte Hans Klemm wurde zum ſtell⸗ vertretenden Vorſtandsmitglied beſtellt. Sw Hypothekarkaſſe des Kantons Genf. Dieſes be⸗ kannte Genfer Hypothelkarinſtitut weiſt für das Ge⸗ ſchäftsjahr 1938 einen Reingewinn von.844(.852) Mill, ffr. auf Davon werden wie i. V..360 Mill. an die Genfer Gemeinden,.300(.250) Mill. an den Amortiſationsfonds, 100 000 ſfr. an die Spezialreſerve und 15 000 ffr. für gemeinnützige Zwecke überwieſen. Agn und Reſerven 16.85(16.75), hypothekariſch geſicherte Darlehen 216.07(219.63), Wertpapiere 24.06(23.500, Spareinlagen 23.87(20.12), Obligationen und Kaſſa⸗ ſcheine 154.61(164.29) Mill. ſfr. sw Leu c& Co. Ach, Zürich. Dieſe ſchweizeriſche Großbank erzielte im Geſchäftsjahr 1938 einen auf 1,335(im Vorjahr.206) Millionen Schweizer Franken geſtiegenen Reingewinn und verteilt auf das Vorzugs⸗ aktienkapital von 18,8 Millionen Schweizer Franken wie im Vorfahr eine Dividende von 6 Prozent. Die 7 Millionen Stammaktien gehen leer aus. Sw Bafler Handelsbank. Der, wie ſchon gemeldet, am Donnerstag vom Verwaltungsrat feſtgeſtellte Jah⸗ resabſchluß verzeichnet einen Ertrag an Zinſen, Kom⸗ miſſionen ſowie aus dauernden Beteiligungen und Liegenſchaften von insgeſamt 9,729(11,2) Millionen Schweizer Franken. Der Rückgang gegenüber 1937 hängt mit Zinsherabſetzungen und einer Minderung des Ertrags aus Wertpopieren und Beteiligungen zu⸗ ſammen. Nach Abzug der Paſſiven W der, Weie d Steuern verbleibt— Perichteiz mn e Keror ir I monen Schweizer Franken, aus dem wie im Vorjahr eine Tividende von 4½ Prozent ausgeſchüttet wird. Aus der Bilanz(alles in Millionen Schweizer Franken): Kaſſa und Giroguthaben 34,60(52,96), Bankendebitoren auf Sicht und andere Bankendebitoren 24,53(33,80), Wechſel 15,47(13,03), Konto⸗Korrent⸗Debitoren und Vorſchüſſe 50,09(54,33), Wertpapiere, dauernde Be⸗ teiligungen und Syndikatsbeteiligungen 27,062(29.17), andererſeits Bankenkreditoren auf Sicht und andere Bankenkreditoren 7,60(7,45), Kreditoren 71,14(66,35), Kaſſaobligationen 36,65(31,80), Obligationenanleihen 16.56(57,7). Die Bant hat im abgelaufenen Jahr drei Obligationenanleihen im Betrage von 40,65 Mall. Schweizer Franken vorzeitig zur Rückzahlung im Früh⸗ jahr 1938 gekündigt. Aktienkapital 20, Reſerve unver⸗ ändert 5,0, Bilanzſumme 162,38(194,41). sw Ausweis der Schweizer Nationalbank. Der Aus⸗ weis der ſchweizeriſchen Nationalbank für die dritte Ja⸗ nuarwoche zeigt beim Goldbeſtand von 2889,611 Mill. Schweizer Franken, veralichen mit der Vorwoche, ſo gut wie keine Veränderung. Dagegen haben die De⸗ viſen wohl im Zuſammenhang mit den jüngſten aus⸗ ländiſchen Anleihetransaktionen um 25,394 auf 255,253 (280,647) Mill. Schweizer Franken abgenommen. Beim Wechſelportefeuille ergibt ſich durch Beanſpruchung des Bundes an das Noteninſtitut eine Erhöhung der Schatzwechſel um 15 Millionen auf 95,5 Mill. Schweizer Prozent höher auf der Taſel. gefestigungen am Altien- und flentenmarkt Hypothekenbanken traten keine größeren Ver⸗ änderungen ein. Am Markt der Kolonialwerte lagen Schantung, Doag 2½¼ und Kamerun 3¼&% feſter. Bei den Induſtriepapieren gewannen, ſämtlich nach Pauſe, Sachſenwerk 7, Natron Zellſtoff 4 und Berliner Kindl 2½ Prozent. Deutſche Ton⸗ und Steinzeug kamen 3¼ Prozent höher an. Rück⸗ gängig waren Sinner AG, gleichfalls nach Unter⸗ brechung, um 2¼, Phönix Braunkohle und Neckar⸗ werke je um 2½ Prozent ſowie chemiſche Gelſen⸗ kirchen um 2 Prozent. Steuergutſcheine erfuhren keine Verände⸗ Berliner Börse Die Beſucher der Wertpapiermär'te ſtanden heute noch völlig unter dem Eindruck der großen Reichstags⸗ rede des Führers. Es iſt verſtändlich, daß dabei in den Geſprächen in erſter Linie die wit unübertreff⸗ licher Klarheit dargeſtellten wirtſchaftlichen Notwendig⸗ keiten und die ſich daraus ergebenden Maßnahmen auch auf kapitalmarktpolitiſchem Gebiete berührt wur⸗ den. Ueber allem aber ſteht der vom Führer zum Aus⸗ druck gebrachte Glauben an einen langen Frieden. Das Vertrauen in die Politik des Friedens führte heute zu rungen. weiteren Anlagekäufen breiterer Puslikumskreiſe. die auf allen Marktgebieten zur Kursſteigerungen führten, zumal Angebot ſo gut wie gar nicht vorlag. fheln-Malnlsche Mittagbörse Am Montanmarkt wurden Buderus um 1½, Stol⸗ berger Zink um 1 und Mannesmann um/ Proꝛent, von Braunkohlenwerten Ilſe Genußſcheine um 1¼ und Deutſche Erdöl um 56 Prozent heraufgeſetzt. Auf Zu⸗ fallsangebot ſchwächer lagen am gleichen Marktgebiet Rheinbraun um 2½ und Eintracht um 1 Prozent. Kräftigere Beſeſtigungen hatte die chemiſche Gruppe ſtimmen wurden ſtark beachtet, zumal ſie durchaus aufzuweiſen, von denen v. Heyden und Goldſchmidt je nicht unfreundlich lauten. Es lagen kleine Kunden⸗ 2½ Prozent höher ankamen. aufträge vor. Die Tendenz war daher freundlich und Farben ſtiegen um 23 9 Prozent auf 150%/. Von Elektro⸗ und Verſorgungs⸗ es ergaben ſich am Aktienmarkt größtenteils noch wei⸗ werten ſind insbeſondere AEc zu erwähnen, die unter tere Kursverbeſſerungen, bei Elektrowerten regte die dem Eindruck der Dividendenerhühung von 4 auf 6 2proz. Dividendenerhöhung der AEcG an, AEG nannte Prozent 1½ Prozent gewannen. Akkumulatoren ſtiegen man. mit 120¼½(119¼) weiter geſteigert, auch Licht u. bei kleinſtem Bedarf um 3, EW Schleſſen um 1¼ und Kraft wurden mit 132 um ½ Prozent, RWeé mit Lahmeyer um 1½ Prozent. Sehr ſeſt lagen Autoaktien, 118½ um ½ Prozent höher gehandelt. Geſfürel ſo Daimler⸗Benz(plus 3) und BMW(plus 2/% Pro⸗ 138½(138¼). Am Montanmarkt waren die Umſätze zent). Ueberdurchſchnittliche Steigerungen hatten ferner ziemlich klein, die Kurſe ſtiegen um etwa/ Prozent, Papier⸗ und Zellſtoffwerte ſowie Textilpapiere aufzu⸗ ſo Verein. Stahl 110(109½), Mannesmann 112½ weiſen. Von erſteren erſchienen Feldmühle 2½, Aſchafſ-(111/). Stärker erholt waren AG für Verkehr mkt fenburger 2½ und von letzteren Dierig ebenfalls 2/½ 123 nach 121½. Eine Sonderbewegung machten wei⸗ Mehr zufallsbedingt terhin Conti Gummi, die ernent um 2 Prozent auf war dagegen eine Steigerung bei den Brauereia tien 219 anziehen konnten. Von Auto⸗ und Maſchinen⸗ (Engelhardt plus 4½, Dortmunder Union pus 2½ werten konnten Daimler nach der vorangegangenen Prozent). Im übrigen ſind noch AG für Verkehr mit leichten Abſchwächung um 2¼ Prozent auf 1385/ plus 2½, Hapag mit plus 1¼ und Nordd. Lloyd mit(136). Von ſonſtigen Papieren nannte man IG Far⸗ plus 136 Prozent zu erwähnen. ben leicht aboeſchwächt 150/ nach 150¼), während Von variablen Renten ſtieg die Reichsaltbeſitzanleige Deutſche Erdöl auf 128½(128) anzogen. Am Ban⸗ um 5 Pfennig auf 128·¼. Auch die Gemeindeumſchu, kenmarkt waren Reichsbank 181½(182½. dungsanleibe wurde um 5 Pfennia auf 93.20 beranf. Der Rentenmarkt laa ſtin und kaum verändert. Dt. W waren dagen um/ Pro⸗ Reichsbahn⸗Vorzüge wurden mit unv. 123 notiert. zen er. ihe 4 28² Am Geldmarkt 1 5 27 50 am des Reiches faſt unverändert 128/ heutigen Ultimo auf 276.—3½ Prozen an Di. Kommunalſammel knapyp gehalften. Im Freiver⸗ Von Va uten errachneten ſich das Pfund mit 17 reor nannte man ſpüte Schuldhuchforderungen 99½ der Dollar mit 2,192 und der— Kommunaglumſchulbung 93 20(93.15), etwas Am Börfenſahnz mam Aropere Relgung döber. Von ſonſtigen ſenver inzzichen Freiverlehrswer⸗ änderungen nur gering. Größere Reigung ten waren 7proz. Kalipfunde 74 Br. Im Freiverkehr zu Glattſtellungen beſtand nicht. Charlottenburger Waſſer ſtiegen um ½, Engelhardt um /% und Conti Gummi um ½ Prozent. Farben ſchloſſen zu 150/. Andererſeits verloren Reichsbank, Lahmever und Hoeſch je ½ Prozent. Reichsbahnvorzüge gaben wei⸗ ter auf 122½¼ nach, auch die Reichsaltbeſitzanleihe wurde mit 128⅛ niedriger bewertet. Nachbörslich blieb es ruhig. Bei der amtlichen Berliner Deviſen⸗ notierung fiel der holländiſche Gulden durch eine Steigerung auf 134.80 gegen 133.50 auf. Der fran⸗ zöſiſche Franken kam mit.595 gegen 6,585, das Pfund mit 11,67 gegen 11.66 und der Schweizer Franken mit 56,32 gegen 56.25 gleichfalls höher zur Notiz. Der Dollar blieb mit 2,493 unverändert. Von den zu Einheitskurſen gehandelten Freundlich Die Börſe ſtand noch unter dem Eindruck der großen Führerrede, die vertrauensvolle Ausblicke in die Zu⸗ kunft eröffnete. Die bis jetzt vorliegenden Auslands⸗ tungen, nur Dingler eine Kleinigkeit höher. Von In⸗ duſtrieobligationen konnten bei öproz. Gelſenberg und 5proz. Gelſen⸗Bezin leicht anziehen, bei Stadtanleihen ergaben ſich keine Veränderungen. Auch Pfandbriefe ſtill und wenig verändert. Rhein. Liquid. zu letztem Kurs bezahlt. Pfälz. Liqu. um ½ Projzent niedriger geſucht. Im Verfaufe erhielt ſich die freundliche Grund⸗ ſtimmung, nach Erledigung der kleinen Kundenaufträge blieb aber das Geſchäft mehr ſtill. Von den ſpäter ge⸗ bandelten Pavieren waren noch Bemberg 1 Proient, Hoeſch ¼ Prozent, Metallgeſellſchaft mit 12130(120½¼) rationiert. Ich Farben mußten im Verlaufe noch wei⸗ tere Bruchteile eines Prozentes nachgeben. Von Montanwerten Rheinſtahl etwas niedriger 138/ Bankaktien ſtiegen Dresdner Bank um ½ Proz.(138¼½). und Deutſch⸗Aſiatiſche um 2 Mk. Niedriger lagen Ver⸗ Tagesgeld 2/ Prozent gegen 2½ Prozent am Vor⸗ einsbank Hamburg mit minus ½ Prozent. Bei den tag. Frdükeft. während Wehſek mit 53 517 Mil. Schſerſer gund dei deutſchen Gartenbamwvirtſchaſt hat⸗ faut elmer Franken gegenüber der Vorwoche nur um eine Kleinig⸗ Bekanntmächung(im RRVoBl. Nr. 6 v. 26. 1. 39) mit keit zurückgegangen ſind. Wechſel der Darlehenskaffe Wirkung vom 255. Januar 1939 mit Zuſtimmung des perminderten ſich von 3,850 auf 3,600 Millionen Reichsminiſters für Ernährung und Landwirtſchaft und Schweizer Franken. Die Lombardvorſchüſſe erſuhren des Reichskommiſſars für die Preisbildung einen wei⸗ eine ebenfalls nur geringfügige Veränderung von teren Lagerkoſtenzuſchlag für die gewöhnliche Scheu⸗ 19,071 auf 18,926 Millionen Schweizer Franken. Der nen⸗, Zillen⸗, Kellerlagerung bei Aepfeln von 10 Pro⸗ Notenumlauf erfuhr eine weitere Entlaſtung um 20,309 zent auf den Einſtandspreis genehmigt, ſo daß a) für Rillionen auf 1612,995(1633,304) Millionen Schweizer Aepſel, die vor dem 12. November 1938 eingelagert Franken. Gleicheitig nahmen die Giroguthaben um wurden, ein Lagerkoſtenzuſchlag von insgeſamt 30 Pro⸗ 7,365 auf 1762,314(1754,949) Millionen Schweizer zent, b) für Aepfel, die in der Zeit vom 12. November Franten zu. Notenumlauf und Giroguthaben waren 1938 bis 12. Dezember 1938 eingelagert wurden, ein am 23. Januar 1939 zu 85,61(85,28) Prozent durch Lagerkoſtenzuſchlag von insgeſamt 20 Prozent, e) für Gold gedeckt. Aepfel, die nach dem 12. Dezember 1938 eingelagert wurden, ein Lagerkoſtenz a 8 Sw Höhere Kohlenförderung Frankreichs in 1938.— rden, ein Lagerkoſtenzuſchlag von insgeſamt 10 Pro⸗ Geſtiegene Halden. Nach Vorliegen der vorläufigen Dezemberergebniſſe kann die franzöſiſche Kohlenförde⸗ rung im ganzen Jahr 1938 auf 47,54 Mill. To. ge⸗ — Sie liegt 2,21 Mill. To. dem Ergebnis des Vorjahres. llerdings konnte die Die bei der Ein⸗ und Auslagerung entſtehenden Un⸗ höhere Förderung nicht vol abgeſett werden. Die koſten dürſen bis zur Höhe von.30 RM. ie 5% Kilo Haldenbeſtände, die in 1937 um 995 000 To. geſunken dem Einſtandspreis hinzugerechnet werden.— Die Be⸗ waren, ſtiegen nämlich im Laufe des Jahres 1938 um ſtimmungen dieſer Belanntmachung gelten ſür das ge⸗ 5 870 100 To.—— +*— 33 To. ſamte Reichsgebiet einſchl. Oſtmart und Sudetengan. m Vergleich zu 1937 um sw' Roggen⸗ und Weizenvermahlungsquoten für sw Lagerkoſtenzuſchläge für die gewöhnliche Lage⸗ Februar 1939. Die Hauptvereinigung der deutſchen Ge⸗ rung bei Aepfeln. Der Vorſitzende der Hauptvereini⸗ treide⸗ und Futtermittelwirtſchaft hat die Verarbei⸗ Erzeuger(bzw. die ſie vertretenden Bezirksabgabeſtel⸗ len), Importeure, Verſand⸗ und Empfangsgroßvertei⸗ ler ſind verpflichtet, den in Anſpruch genommenen Lagertoſtenzuſchlag auf der Rechnung zu vermerken. herrſchte Geſchäftsſtile bei faſt durchweg unv. Bewer⸗ um gute 1 Prozent geſteigert. Mainkraft bei 90(89½) zent auf den Einſtandspreis berechnet werden darf. Wie wird das Wetter? Bericht der Reichswetterdienſtſtelle Frankfurt/ M Unter überwiegendem Hochdruckeinfluß hat ſich über Weſtdeutſchland allgemein Aufheite⸗ rung t, wobei in der Nacht zum Diens⸗ tag die Temperaturen teilweiſe unter minus 5 Grad zurückgingen. Von Oſten auf Nord drehende Winde werden vorausſichtlich unter Bewölkungszunahme wieder leichte Unbe⸗ ſtändigkeit bringen, die Temperaturen lie⸗ gen zeitweiſe weiter um Null. Die Ausſichten für Mittwoch: Wechſelnd be⸗ wölkt, im allgemeinen trocken, leichter Froſt, Winde aus Nord bis Oſt. ..„ und für Donnerstag: Leichte Unbeſtän⸗ digkeit mit Temperaturen um Null Grad. mngsquote ſür den Monat Februar 1939 für die Müh⸗ len, die ein Grundkoningent von mehr als insgeſamt 500 Tonnen Roggen und Weizen haben, auf 6 Pro⸗ent des Roagenarundkontingentes und 7 Prozent des Wei⸗ zengrundkontingentes ſeſtgeſetzt.— Den Mühlen, die ein Grundkontingent bis einſchließlich insgeſamt 500 Tonnen Roggen und Weizen haben, wurden für die drei Monate Januar, Februar und März 1939 30 Pro⸗ zent des Roggengrundkontingentes und 25 Prozent des Weizenarundkontingentes zur Vermahlung freigegeben. Die Aufteilung dieſer Vermahlungsquoten auf die ein⸗ zelnen Monate bleibt den Mühlen überlaſſen.— Für Mühlen, die ein Grundkontingent von mehr als 500 Tonnen Roggen und Weiren insgeſamt haben und denen auf Antrag Viertelfahresquoten bewilligt wor⸗ den ſind, wurden für die drei Monate Januar, Februar und März 1939 17 Prozent des Roggengrundkontin⸗ gentes und 20 Prozent des Weizengrundkontingentes zur Vermahlung freigegeben, die Aufteilung dieſer Vermahlungsquoten auf die einzelnen Monate bleibt den Mühlen überlaſſen. Der Verkauf der gewonnenen Erzeugniſſe darf jedoch nur im Rahmen der jeweils geltenden Monatsouoten erfolgen.— Lohn⸗ und Um⸗ tauſchmüllerei für Selbſtverbraucher, Deputatempfänger und Empfänger eines Leibgedinges ſowie Vermahlun⸗ gen für Heeresverpflegungsämter und Marine⸗Inten⸗ danturen werden auf die Verarbeitungsquoten ange⸗ rechnet. Lohnvermahlungen einer Mühle für eine an⸗ dere Mühle werden auf die Verarbeitungsquoten der Mühle angerechnet, die den Mahlauftrag erteilt hat. sw Der Basler Arbeitsrappen. Der Fonds des Basler Arbeitsrappens zur Beſchaffung zuſätzlicher Arbeit verzeichnet für das Jahr 1938 an Einnahmen einen Betrag von 3,.1 Mill. ſfr., davon ſtammen 2,5 Millionen von den Arbeitgebern. Die Abgabe von (Rappen je verdienten Franken dient zur Amortiſation und Verzinſung der auf dem Arbeitsrappenkonto auf⸗ genommenen Anleihen. Bis jetzt iſt eine Anleiheſumme von 22 Mill. für dieſen Fonds beſtimmt, von der un⸗ gefähr 10½ Mill. in Anſpruch genommen wurden Dieſe Summe wurde verwendet für Bauzuſchüſſe an verſchiedene Krankenanſtalten, für Aushebung des zweiten Rheinhafenbeckens, für den Bau eines neuen Radioſtudios, des neuen Stadtkoſinos, den Ausbau der Muſtermeſſehallen, den Bau eines neuen Schlachthofes uſw. Die Beanſpruchung der Kriſen⸗ und Arbeitsloſen⸗ fürſorge bei der Stadtverwaltung hat ſich dadurch um rund 1½ Mill. ſfr. vermindert. Trotz der durch den Arbeitsrappen bewirkten erhöhten Beſchäftigung hat ſich aber die Arbeitslage des Kantons weiter ver⸗ ſchlechtert. Metalle Metallnotierungen in Berlin Bertin, 31. Jan.(RM. per 100 Kilo.) Elektro⸗ lntkupfer(wirebars) prompt, eif Hamburg, Bremen oder Rotterdam 58: Standardkupfer, Ifd. Monat 52.25 nom.; Originalhüttenweichblei 17.75 nom.; Standard⸗ blei lfd. Monat 17.75 nom.; Originalhüttenrohzink ab nordd. Stationen 17 nom.: Standardzink lfd. Monat 17 nom.; Originalhüttenaluminium, 98—99 Prozent, in Blöcken 133; desgl. in Walz⸗ oder Drahtbarren, 99 Prozent 137. Feinſilber 36.90—39.90 RM. per Kilo. Baumwolle Notierungen der Bremer Baumwollterminbörſe Bremen, 31. Jan. Februar 913 Abr.; März 914 Brief, 912 Geld, 912/13 bez., 913 Abr.; Mai 911 Brief. 907 Geld, 909 bez., 909 Abr.; Juli 910 Brief, 908 Geld. 909 bez., 909 Abr.; Oktober 910 Brief, 906 Geld, 908 Abr.; Dezember 911 Brief, 910 Geld, 913 bez., 910 Abr.; Januar 40: 914 Brief, 910 Geld, 912 Abr.— Tendenz: leicht gefeſtigt. Kautschule Mannheim, 31. Jan. Marktlage: ſeſt. Sheets loro 81/½16; per Febr.⸗März 8½¼2; per März⸗April 8½. Preiſe in Penee für ein lb. ——————————————————————————————————————————————————————————————— 90..) 31.1. 30. 1. 31. 1. 80.., 31 1. 50. 1. 31. 1. 11 30. 1. 31, 1. Fronkfurter Deutsche Erdöl.. 127.—. Bank-Ak tien Verkehrs-Aktlen Guano-Werke— 102,25 ver. DOt.Nickelwerko— 172,.— J versicher.-Aktlen Eflektenbõrse Deutschel-inolenmw, 158,— 175,/ Hodstehe Bagz:. 115, 138.5 46, Vertehfeneser 133,50 138.7 llacketnefprant:. 123 6 144.— Veri Siagest Fibert. 330 165˙75 Anehen- Maneb—— Dt. Steinzeuge Ffeid 11%½5 99.75 59,75] Aff 137,50 138.75 Hamburg Elektro•.87 144,— Jver. Stah 109.50 109.75 Achen-Mpnenen Pestverzinsl. Werte 30. 1. 31. 1 105·50 107,50 Bayer. Hyp. Wechsel 29,„75 f Allg Lok. u. Kraftw. er. Stahlwerke Afnanz All 250, 50 250,50 estverzinsl. Werte.. Purlacher Hot.. 50 Commerz. Privatbk. 113.— 113.12 füpz-Kmer.-Paketfn. 63.15.88.2 Harbarser Gummi„„ VLer Ultramarinfabr. 125,— 155,— Allianz Leben..—.— 5% Dt. Reichsanl..27 101,40 101,40 Eichb.-Werger-Br. 14— 10 Deutsche Bank.. 117.75 118,— Hbs.-Südam. Dpfsch 140,37 118.37 larpener Betebau 146.75 148,0 Vosel Teiegr.-Dr. Int. Dt. Reichsan 20—— El. Licht& Kraft. 113.— 173,.—] Dresdnet Bank.. 111.75 112.12 NorddentscherilIova 67.— 66, 70 131 100775 15•75] Wanderer-Werke 160,50— Baden Freist..1927 95˙25 95.25 Enzinger Union 155¼50 17.50 Frankit. Hvp.-Bank 109.75..75 Südd Eisenbahn—— oesch. Eis u. Stahf 109.7 150 Westd. Kaufhof 46. 105,12 106,.—] Kolonlal-Pavlere Bayern Staat v. 1927 128·80 128•60 Gebr Fahr AG. 1803) 15.— biälz. vpoth.-Bant 100. 12 100.1⸗ Holzmann Philipp 149.2 70·50] WIbrahtind amm 47 30 g7 ot.-Ostafrika.. 103,75 108.— Anl.-Abl. d. Dt. Rch. 126, 16 Farbenindustrie 19·50 123.— Beichshank. 181.62 181.37 8 15— 69.56 Wisner Metah. 92,50 92,50 Nen⸗Eulnen.%½ 3 99·50 9550 Sen 62 136,70 Khein Hvpoth.-Bant 18.50 137.50 Efflektenkurse 5 97.— Zeilston Waſchoj 126.50 127•20 Otavf Min. u. Eisenb. 25,50.75 „ 4 7 5 33²* 1 4 —** 755„ 163,5. 39. verkehrs-Aktlen Accumulatoren- Fhr 181— 0 K„ 143.— 33 udwigsh. v.„——Gritzner-Kavser. 53 05— Allgem Bau Lens— Kali chemie 5 135 Mannhm. Gold v. 26.87 355 Großkraft Müm. Va.—. 145.— 132.5 AC(nene) 5 119•62 20˙75 Klöcknerwerke. 116 50 Berllner Devlsenkurse Mannheim von 27. J9.,87•75 Grün& Bilfinger Aschaffbg Zefistoff 0 2 110,29 K H Knorr. 5 PirmasenssStadt.26 5. 87 9 Hanfwerke Füssen 143.50 145˙75 Verslcher.-Ak tlen Augsburz- Nurnberg 141.82 144˙59 Kokswen Chem. Fb— 99.75 Geld Briel Geld Brief ilhm. Ablös. Altbes. 181,— 13i— Harpener Berspau% 44.— Alhanz Leben.—— IMotoren(BMWI 147.25 149,75f Kollmar& ſourdan 170.—— Hess. Ld. Liqu. R-24 101,— 101,— Hochtief AG., Essen 149.25 149,.5 Bad. Assecufanzres.— 30,— Bayer Syſegelslas 188˙55 Kötiz Led u Wacßs 124.— 55 30. 31. B. Kom. Goldhvp. 20 39,50 39,59 kioi⸗mann Phi... 143,25 159•50 MannheimerVersſen.—— IIßhembers 156 50 138,50 Kronorin: Metall S 1172⁵ ·Januar ¶Januar 70. Joſcanf.v. 30.0 375 i Fegban, 13028—J Würit Fransporiver—— feergkn driken:— 124,30 Kzhrever.c, fuz 80 148.25] Keryot.(Jlen.-Kalte).ag Pig. 13,978] 1277J 13358J 155932 do. Goldani. v. 25. 99,25 95, do, Genußscheine 194 12 97.— Braunk. u brikette—— ieh Kanz annheim 152.59 114·25] Irgentin,(Buenos. Alr) Mhabfkf. 49.570 49˙94 0,570 0,574 Bay. Hyp. Wechs. Gpf 100,— 100,— J junghans Gebr. 94.12 97. Braunschweis.-G 126.—— Laurahütte 14,70 14,25 f geig.(Brüss u Antw) 100Belsa 42,1 42,200 42,130 210 Frki. Hyp. Goldhyp. 89,— 99,— Kali Chemie 158.— 138, Berline Börs Bremer Vuſkan 165.—— Leopold-Grube. 123,75„ Bravinen(Rio de lan) 1 Mitreis**•1481 0,146 05148 Frankf. Liau.... 101.— 101,05 Kleinschanzlin Beck•3,— 3 nor 1s& Wollkamm 169.— 170,50] Lindes-Eismasch 17 50 170,80 Bulgarlen(S0f35„ 100 Lewa.047 3,055 047.055 Frki. Goldpfabr.VIII 99,——1 Klöcknerwerke—55—5—355 Kassakurse Brown Boverl.. 17175 121, 0 Manneswannzöhren 114,50 155—Hänemark(Kopenn j 100 Kronen J 52,000 52,100 52,550 59,1 —33——+1 Liau.—2* Knorr-kielihronn: 280.— 93.— 5e% pt Beiehsani 27 lol, 40 101.50 Buderus Eisenwerke 109, 438.— Mansleider Rergban 189..7— J Danzis(hanzig). 100 Cnldeg f 44,00 7,100 47.900% 47,1 ein. Hypoth... 9, Konservenfbr. Braun 11•87 4% 99.50 99,50 Copti Gummi. 217˙25 218,— Markt- Kunthalle 146 22 Engiand(London).. I Piund J 11,645 11.675] 11,655] 11½85 Mein. Hyp. Lian.. 101,— 101,20 Kahmever... 118,— 14%7 f fe do, go. Ites“ 128,62 186/62 Haimier-Benz.. 123.25 4 62J Masch.-Buckau Wolf 126,75 125.75 Eskiand(Rev., Tall.) 100 esin Kr. ö66.130 66,277] 68,150 68,275 Pfalz. Myb. Goldpid. 99,75 95,75 Heinrich.2ne 48. fös,— 48.—] Bt. Thvtzgeitere os 12,5— Heman„ e, 109.50 143 25] Kariminanshütte 1d,—— Fianisad Keisingf.) 100 Angl KMü. 5,139].145%0 3488 Piälz. Lion.... 104, 12 10,, Ludwigsh. Aktienbr. 110,— 110,— Ut. Schutzsebiete os 1 Ibt. Atant, Telezr. 109.50 Mülneimer Berzw. 05— JFrankreieh Paris). 100 Franes] 9,578.55] 3,588] 3,02 Pfalz. Hyvp. Goldkom. 36,25 99,25 do. Walzmünle 111.— 11762 piandhrieie beutsche Conti Gas 113,25 114 25 Nordd Eiswerke 5s 11I1o Sriecheniand(AthenziboDraehm. 43,355.35).3538].357 Rhein. Hyp. Gdpt.-4—55— Mannesmannröhren 120•25 121.— 6e pr Ld. Pflabriete Heutsche Erdöl.. 12/.25 12/.70 Orenstein& Kopvel 110,25 111,9 Holland(Amsterd.u. Rott) 100 G. 133,370 f183.630 J 124,690 134,939 n jod.— i09,— Denitehe febeien. 13338 157.— Paenasher,Wsfpr 93.25 020[ iren(Feheran). 100 Rieis f 13,70 137 13“730 1330 — E 147 101.10 ee 0 5% do do. R 21. 100,.— 100,— bevtsche lInolenm. 15. 50 173•. Kheinfeſden Kraft 150,50 413˙28] leland Revkjavfi) ioo Lsl. Kr I 52,190 32.29 52.230 52,50 2*—„iin 99— 39.— Hark- u. Bülabr.Pirm. 134.— 134,.— 5% do do. Komm. Deutsche Steinzene 7„Khein Braunkohlen 213,% 112T0 ttahen(Rom u Malland) 100 Kre 13,090 13,110 13.090 13,119 do. dkom.„ Pfälz. Mühlenverke 163• 164.— K. 20 100,— 100.— heutsche Waffen 143,25 143,50 Rhein Elektr 112,50 453.—] Iapan(Tohlo u Kobe).. I Ven.6/9 6811 0,680 0,682 Sudd. Boder.-Liau. 101,— Pfäſz. Preßhefe Syrit 214.— 213.—%½% pr, Ctrba. Dürener Metall 37 Khein Stahiwerke 138,— 0, jugoslaw.(Beig u. Zagr.) 100 Din.694 5, 703] 5,694] 5,706 Hrohhraftwerkkhm, 100.— 19,— Shein brauniple 113.— 113.— Ggot 10%. 299, 92. bynamit Nobei. 31,12.n Khein. Westf, Kaltw.— 1047.25] Kanads(älontreah) 1 han, Dollar f 43.26.476].475] 2479 v. 3 1 095 K0 n— Pseh do Kom. 1 90,50 96.50 4 Hin 2 AG. uT— 119, Fettlang(Riga). 100 l. ats J 48,750 46,854 3 6,850 ein· Main· Donau— 1009, o, Vorzussaktien 47 78 1 Schlesien 12 18,— Sdeh B5.„— 143⸗ 0 iC-Farbenind. v. 28 119.— 115,8/ Pneinstahl.... 137·75 Nrve Bank-Aktien El Elcht 250 Kran 131,0 130 50 kntgerswerke 141˙70 43.2——— 267050 3˙870 327570 9200 Kütgerswerke 13——* 96,50 96,75 Enzingeri)nlonwerke 113,—— Sachsenwerk 7 polen Warschan /pos.) 100 Zioty J 47.006 13, 100 47,000] 43.100 industrle-Aktlen Salzwerk klelſbrono 1505 177.30 Fank inr Brauind. 120.— 33 Farbenindustrie 16—**. 111.2 Sachtſeben A6 458. 40— J Portuss(IIssabon) 100 Escudo 10,570 10,580 10,58. 10,600 Accumuatoren 85•— 70•— Sehnekert el.. 112•75 112,0 Baver Hvp, Wechsel 115 25 Feſamühle.Fapier 133.— 1323 Selsgerfvgb. Kan.39.— 139'90 Rumänjen(Bukaxest)„ 100 Fel**—— Adt Gebt. 110˙50 110.12 SrMrts Storchen 157.50 1/.50 Commerz, Prlvatbl 113 5. 113.12 kelten& Cullleaume 135.— 13 ,25 Schuhert& Salze. 71% 17714 zchweden(Stockh n G) 100 E. 60,010 60,13. f 60,060 f 64,180 Aschalibs. Zellstoff 11 0 Seilind Wofß Mim 17.50 195,50 Heutsche Bank. 117.75 118.% Cebhard&.. in 107 Schuckert& Co 177,12 Mo.25 Schwelz(Zuür. Bas. Bern). 100% Er 56,190 b6,310 56,260 56,80 Bayr. Motor.-Werke 148.— 157˙55 Siemens Halske. g93 94.— Dt Solddiskonthanh 103˙25 103,25] Germ. Portii Cement— 107.75 Schuftn Patzenhote, 137) 195,45] zbanlen(Madr o. Bafe.) lbhnbes. 4— Berl Licht u. Kraft 1*5 0 Sinner Grünwinkel 123.— 143. ht Uebersee Bank 1.— 100.— Gerresheim Glas 114.— 7— Siemens& Halske 95 50 126•˙25 Fschecho-Slowakei(Prag) 100Kr. 8,591 8,609 9,591 6,609 Brauefel Kleinlein 113, W3 Gebr Stollwerek„7 215.— Hresdner Benk. 111.75 112.12 Gesfürel-Loewe 187.— 37.50 Stoeht Kammsarn 50 ö4,—] Türnel(Istandul) 1 türk pfund.970] 1,962! 1,978] 1,962 Brown Bov. Mm 122.— 0 Südd 7ucket 136 130. Neininger Hvp.-Bu 112.75 119.—J Coldschmidt Th 158,37 134,75 Stolherser Iinkhütie 82.9 246.— Ungarn(Budapesy. I pengõ———— Cement Heidelbers 136˙75 137•15 ver Dt, Oele. 125.— 127,7%0 eiehsbank. 102 25 182.— Jaritzner Kavser 3 70 Shad Zucker.. 245 25 135,75 Uruguay(Montevid) 180ld-Peso 9,919 0,921] 0,919f.% 136,75 187,12 1 Zellst. Walca. Stamm 1255„„o] Kbein.kivpoth.Bauk 137,50 157,50 Gruschwitz Tentn 114,50 116,50 J Thür. Gasges. 136 57 185,75 J Ver. St.v. Amerihs(Neuy.) 1 boll. 1 2,491 2,4951 2,4911 7 Daimlet Benz: ——— „Samstag, den 4. 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Februef, 20.50 Un Anmeldungen erbeten Einzelunterficht jedeizeit * otokopien von Dokumenten, Zeichnungen usw/. Hefert sofort CARTHARIUS„5 Hauptſchriftleiter: Dr. Wilh. Kattermann Stellvertreter: Karl M. Hageneier.— Chef vom Dienſt: Helmuth Wüſt.— Verantwortlich für Innen⸗ politik: Karl M. Hageneier; für Außenpolitik: Dr. Wilhelm Kicherer; für Wirtſchaftspolitik und Handel: Wilhelm Ratzel; für Bewegung: Friedrich Karl Haas; für Kulturpolitik, Feuilleton und Unterhaltung: Helm. Schulz; für den Heimatteil: Fritz Haas; für Lokales: Friedrich Karl Haas; für Sport: Julius E5 Geſtal⸗ tung der B⸗Ausgabe: Wilhelm Ratzel; für Beilagen: Dr. Hermann Knoll und Carl Lauer; für die Bilder die Reſſortſchriftleiter, ſämtl. in Mannheim.— Stän⸗ diger Berliner Mitarbeiter: Prof. Dr. Johann von Leers, Berlin⸗Dahlem.— Berliner Schriftleitung: Hans Graf Reiſchach, Berlin Sv/ 68, Charlottenſtr. 82. Sprechſtunden der Schriftleitung: täglich von 16—17 Uhr(außer Mittwoch. Samstag und Sonntag).— Nachdruck ſämtlicher Originalberichte verboten. Für den Anzeigenteil verantw. Wilh. M. Schatz, Mhm. Druck und Verlag: Hakenkreuzbanner⸗Verlag und Druckerei.m..H. Zur Zeit gelten folgende Preisliſten: Geſamtausgabe Rr. 3 Ausgabe Mannheim Nr 11. Ausgabe Weinheim Nr. 9, Ausgabe Schwetzingen Nr. 9.— Die Anzeigen per Ausgaben& Morgen und Abend erſcheinen aleich ⸗ Ritia in der Ausgabe ß. photo: u. Kinoheus usgabe Mannheim. üüber 16 700 Ausgabe 5 Mannbeim. über 28 800 Ausgabe A und B inzer 5 45 500 lusgabe& Schwetzingen Hüber 5¹ Ausgabe B Schwetzingen über 650 Ausgabe A und B Schwetzingen über 7500 Ausgabe à Weinheim über 450 Ausgabe ß Weinheim über 3 550 Beinheim über 4 000 alule Hiatum Hiloleum für jeden Naum billig und gut duch Lulufer und Teppiche n dllen Grõößen und Preiten H.& H. ◻ F 2. 9 am MHarkt In er Hetkartal kauit man Roeder-, Kohlen- u. Casherde bei It. 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