n I. Großen tschland npft am Sonn⸗- enstein-Ernst- deutschen und rts. Dem Ge⸗ die von dem affene Ehren- fel in Marmor ite). Schirner(.) jchieden rt gab es auf nach Lugano Umwälzungen verzettelt traf kilometer ein. iers vor den er Luxembur⸗ t an Zimmer⸗ g fiel Luxem⸗ Flemens durch t einem Auto en. Die drei treffen. lm.: 1. Somers weiz):16:42; veiz), gl. Zeit; 2; 6. Benente 3):21:06; 8. nt: 1. Zimmer⸗ 05;: 3. Didier derwertung: 1. 41; 3. Belgien loch nicht ſen National⸗ derkampf ge⸗ in Stockholm jzoben worden. dieſem Tage ſeidung unter ei den letzten 1. Die Beſet⸗ ls ganz offen ſchwediſchen daß die Mit⸗ e„Wahl und R6ns hme des Ne⸗ bundvereinen faßt. 3 142 122 he Mitglieder Adesnéns verſicherungs⸗ ſem Inhaber icht, während vollem Um⸗ ſenießen. Die t freiwillig. — auguſt 1939 er in einem an alle Turn⸗ er, daß jedes der Verſiche⸗ tzung für die es verſicherte zent Verſiche⸗ e Beteiligung eichsſportfüh⸗ ſeſonders ans Verſicherung in der Lage, ngen, ſo wird 'rtführers im öglichkeit fin⸗ r ihn aufzu⸗ :Stellvertreter: hienſt: Helmuth ermann Knoll). Dr. Jürgen Kicherer; Wirt⸗ tzel(in Urlaub: rpolitik und Un⸗ Fritz Haas(in twig); Lokales: Dr. Hermann Dr. Hermann helm Ratzel(in er); Bilder: die t.— Ständiger zhann v. Leers, ing: Hans Graf über h0 J00 4 Verlag und Schriftleitung: Mannheim, R 3 monatlich 2,20 RM. und 50 Pfg. Trägerloh 70,08 Pfg. Poſtzeitungsgebühr) zuzüglich 72˙ Pfg. wöchentlich 7mal. eiſe: Früh⸗Ausgabe A „ 14/15. Fernſprech⸗Sammel⸗Rr. 354 21. Das „Hakenkreuzbanner“ Ausgabe 4 erſcheint wöchentlich 12mal. 3 935 5 e: Frei Haus n; Poſt 2,20 RM. e Spreiſe: Frei Haus monatlich 1,70 RM. und 30 r die Poſt 1,.70 RM.(einſchließlich 53,06 Pfa. Voltgenungdacbnörz Zuzlalich42 P (einſchließlich lgeld. Die Ausgabe B erſcheint 3— durch g. Beſtellgeld. 9. Johrgeng MANNHEIM 755 55 Einzelverkaufspreis 10 Pfg.— Iſt die din meterzeile im Textteil 18 Pfg. Mummer 219 7) 4 LLLILLLLILLLLLL 0 Zeitung am Erſcheinen(auch durch höhere Gewalt) ver⸗ ndert, ſo beſteht kein Anſpruch auf Entſchädigun geſpaltene Millimeterzeile 15 Pfg Die 4geſpaltene Millimeterzeile im Textteil 1,00 RM. Schwet⸗ zinger und Weinheimer Ausgabe: Die 12geſpaltene Millimeterzeile 4 ſg. Die 4geſpaltene Milli⸗ — Zahlungs⸗ und Erfüllungsort: Gerichtsſtand: Mannheim. Poſtſcheckkonto: g.— Anzeigen: Geſamtauflage: Die 12⸗ annheim. Ausſchließlicher Ludwigsbafen a. Rh. Nr. 4960. Verlagsort: Mannheim. Samsfag, 12. Auguſt 1939 polnĩsche Polizei holt deutsche Neisende aus dem O- Zug Verkehr durch den Koxridor gefäyrdet Mithilje der Wehrmacht bei der Wehrerziehung der 55 Volen bricht fkommen über Durchgangsverkehe Deuische Reisende im Korridor vogelfrei Berlin, 11. Aug.(HB⸗Funh) Heute vormittag wurden auf dem Bahnhof Dirſchau aus dem Breslau⸗Kurswagen des D 14, der um 10.02 Uhr Marienburg in Rich⸗ tung Berlin verlüßt, acht deutſche Reiſende von polniſcher Polizei verhaftet. Unter den Verhaf⸗ teten befinden ſich vier Unteroffiziere der Luft⸗ waffe und vier Ziviliſten, darunter eine Frau. Der Grnud für die Verhaftung iſt nicht be⸗ kannt geworden. Die Verhaftung ſoll ſich fol · gendermaßen zugetragen haben: Nach Einfahrt des Zuges umſtellten etwa 30 Militärperſonen den genannten Wagen, und acht bis zehn Poli⸗ ziſten drangen in ihn ein. Nach inzwiſchen eingetroffener Meldung ſind die vier Luftwaffenangehörigen ſowie die Frau wieder entlaſſen worden. Das Schickſal der übrigen verhafteten Ziviliſten iſt noch ungewiß. — Eine neue polniſche Unverſchämtheit! Eine neue Herausforderung des ganzen deutſchen Volkes! Der Zugverkehr zwiſchen dem Reich und der durch die widerſinnige Grenzziehung von Verſailles von ihrem Mutterlande ab⸗ getrennten Provinz Oſtpreußen durch den Kor⸗ ridor iſt vertraglich garantiert. Polen verdient an dieſem Durchgangsverkehr viel Geld, ohne eine andere Gegenleiſtung als eine Behinde⸗ rung des Verkehrs durch eine zeitraubende, völlig überflüſſige Einſchaltung polniſchen Per⸗ ſonals. Das Mindeſte, das man verlangen kann, iſt, daß man im Korridor nicht behelligt wird. Nicht einmal dieſe Mindeſtforderung können die für den Korridorverkehr verant⸗ wortlichen polniſchen Stellen erfüllen. Damit erbringen ſie ſelbſt den Beweis dafür, daß die jetzigen Verhältniſſe völlig unhaltbar ſind. Welchem Volk in der Welt kann zugemu⸗ tet werden, wildgewordene Horden— ganz gleich mit oder ohne Uniform— einer anderen Nation willkürlich darüber entſcheiden zu laſ⸗ ſen, ob der Zugverkehr mit ſeiner Grenzpro⸗ vinz aufrechterhalten werden kann oder ob nicht ganze Gruppen von Reiſenden aus dem Zuge heraus verhaftet werden? Dolens Machtanſpruch hat ſeine brenzen Unter den Ueberſchriften:„Polens Machtanſpruch hat ſeine Grenzen!“,„Das Reich wird die Volksdeutſchen ſchützen“ ſchreibt die Eſſener„Nationalzeitung“ u..: Die Geduld, mit der das Reich der planmäßi⸗ gen Hetze und den unverſchämten größenwahn⸗ ſinnigen Drohungen und Machtanſprüchen Po⸗ lens zugeſehen hat, hat ihre Grenzen. Bis jetzt hat Deutſchland den polniſchen Terror gegen die deutſchen Volksgenoſſen noch nicht in ſei⸗ ner ganzen Brutalität und in ſeiner ſehr nahe⸗ liegenden Wirkung der Weltöffentlichkeit zur Kenntnis gegeben, weil es immer noch mit der Möglichkeit rechnete, die Welle chauviniſti⸗ ſchen Amokläufertums in Polen würde wieder abebben. In dieſer Hoffnung hat ſich Dentſch— land getäuſcht. Die Rückenſtärkung durch Eng⸗ land und Frankreich hat den Polen allein den Kopf verdreht. Ausrottung des Deutſchtums Anſcheinend hat man in den polenfreund⸗ lichen Staaten noch immer nicht erkannt, daß der polniſche Größenwahn den Krieg, vor dem die Demokratien zittern, bereits angefangen hat durch die Entfeſſelung der Deutſchen⸗Ver⸗ folgung in Polen. Es handelt ſich nicht mehr um einzelne viehiſche Ausſchreitungen, ſondern die im folgenden wiedergegebenen Ziffernauf⸗ ſtellungen zeigen, daß es ſich um einen ziel⸗ bewußten Feldzug zur Ausrottung des Deutſchtums in Polen handelt. Deutſcherſeits ſind die Meldungen über die polniſchen Greuel⸗ taten ſorgfältig regiſtriert worden. 204 Ueberfälle Allein in den letzten fünf Wochen wurden in Polen 204 Ueberfälle auf Volksdeutſche verübt. Sechs Volksdeutſche wurden in dieſer Zeit von den Polen ermordet, und 21 Schwerverletzte, die ihr Leben lang Krüppel bleiben werden, ſind die Opfer polniſcher Inſurgenten ge · worden. Die polniſchen Staatsbehörden unterſtützen dieſe blutige Hetze gegen die Volksdeutſchen ganz offen. Bei den Ueberfällen werden ſtatt der angreifenden Polen die Deutſchen verhaf⸗ tet. Hunderte Deutſche ſitzen in den polniſchen Gefängniſſen, die wegen ihres unhygieniſchen Zuſtandes, ihres Schmutzes und ihrer ſchlech⸗ ten Verpflegung in der ganzen ziviliſierten Welt berüchtigt ſind. Dieſe Volksdeutſchen wur⸗ den von polniſchen Gerichten zu höchſten Freiheitsſtrafen verurteilt, obwohl ſie ſich keiner anderen Straftat ſchuldig gemacht haben als der Liebe zu ihrem deutſchen Volke. Derbotsmaßnahmen Syſtematiſch verſuchen die polniſchen Ver ⸗ waltungsorgune den Zuſammenhalt des Deutſchtums in Polen zu unterbinden. Es liegen unzählige Meldungen politiſcher Ver⸗ Fortsetzung siehe Seite 2 Diebeſprechungen.Ribbentrop-raf Ciano Forisezung der Aussprache am Sonnabend Salzburg, 11. Aug.(HB⸗Funk) Nach den längeren Beſprechungen am Frei⸗ tagnachmittag endete der erſte Tag der Zuſam⸗ menkunft zwiſchen Reichsminiſter des Aeuße ⸗ ren von Ribbentrop und dem italieniſchen Außenminiſtſter Graf Ciano mit einem kleinen Ausflug vom Schloß Fuſchel nach St. Wolfgang. Im„Weißen Rößl“ aßen Reichs⸗ außenminiſter von Ribbentrop und Graf Ciano mit ihren Mitarbeitern zu Abend und erleb⸗ ten ein paar frohe Stunden inmitten eines Volksfeſtes, das in St. Wolfgang ſtattfand. Reichsaußenminiſter von Ribbentrop geleitete Graf Ciano nach Salzburg in den„Oeſterrei⸗ chiſchen Hof“. Die Beſprechungen der beiden Außenminiſter werden am Samstag fortge⸗ ſetzt. Generaloberst von Brauchitsch vor den Arbeitern der Rüstungsbetriebe Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch, spricht vom Turm eines Panzerkampfwagens in der Haupthalle des Rheinmetall-Borsigwerkes in Düsseldorf vor der Gefolgschaft des Werkes. Seine Rede wurde, wie berichtet, von den Arbeitern aller groß- deutschen Heeresrüstungsbetriebe im Gemeinschaftsempfang mitgehört. Weltbild(M) Die preſſe der Achſe Don Reichshauptamtsleiter Dr. G. Dresler Die Beſprechungen und Vereinbarungen des Reichsminiſters Dr. Goebbels und des Reichspreſſechefs Dr. Dietrich mit dem Mi⸗ niſter für Volkskultur Dino Alfieri über den weiteren Ausbau der deutſch⸗italieniſchen Zu⸗ ſammenarbeit auf den verſchiedenen Gebieten der Kultur, beſonders auf dem der Preſſe, ſtellen die Tatſache in den Vordergrund, daß es die Preſſe unſerer beiden Länder geweſen iſt, die ſowohl bei der Vorbereitung der politi⸗ ſchen Achſe Berlin—Rom wertvolle Vorarbeit geleiſtet hat, wie ſie auch ſeit der Bildung der Achſe dieſe in beſonders wirkungsvoller Weiſe unterſtrichen und vertieft hat. Wenn wir in die erſten Anfänge der Füh⸗ lungnahme des Journalismus der beiden Län⸗ der zurückgehen, ſo dürfen wir mit Genugtuung darauf hinweiſen, daß es Journaliſten des Fa⸗ ſchismus waren, die ſich für den Nationalſozia⸗ lismus bereits vor der Machtergreifung leb⸗ haft intereſſierten. So war es der Bruder des Duce, Arnaldo Muſſolini, der als Direktor des Hauptorgans der faſchiſtiſchen Preſſe, des Mailänder„Popolo'Italia“, be⸗ reits im Frühjahr 1931 ſeinen Sonderbericht⸗ erſtatter Gino Cucchetti nach München ent⸗ ſandte, um in einem Interview mit dem Füh⸗ rer und einer Aufſatzreihe über den National⸗ ſozialismus zu berichten. Im Kampfjahre 1932 war es der jetzige Kulturbeirat der Italieni⸗ ſchen Botſchaft in Berlin, Dr. Criſtano Ridomi, der als einer der erſten Auslandsjournaliſten den Führer auf ſeinen Wahlreiſen durch Deutſchland begleitete. Im gleichen Jahre veröffentlichte der Jour⸗ naliſt Pietro Solari eines der erſten italieni⸗ ſchen Bücher über den Nationalſozialismus unter dem Titel„Hitler e il Terzo Reich“, in dem er ſeine Eindrücke aus ſeinem Aufenthalt in Deutſchland zuſammenfaßte. Bei der Machter⸗ greifung ließ der Berliner Vertreter des„Po⸗ polo'Italia“ Muſſolinis, Filippo Bojano, der heute den Verband der ausländiſchen Jour⸗ naliſten in Berlin als Vorſitzender leitet, ein Werk über den Zuſammenbruch der Syſtem⸗ regierung unter dem Titel„Sulle Kovine di Wei⸗ mar“ folgen. Bojano hat den Machtantritt des Nationalſozialismus in ſehr anſchaulicher Weiſe geſchildert. Nach der Machtergreifung durch den Natio⸗ nalſozialismus haben ſich die Verbindungen zwiſchen der deutſchen und italieniſchen Preſſe immer mehr vertieft. Bereits im Mai 1933, kurz nach der Gründung des Reichsminiſte⸗ riums für Volksaufklärung und Propaganda, unternahm deſſen Leiter, Reichsminiſter Dr. Goebbels, mit einer Anzahl deutſcher Jour⸗ naliſten eine Studienreiſe nach Rom, um hier die durch den Faſchismus vorgenom⸗ mene Neuordnung des italieniſchen Preſſe⸗ weſens kennenzulernen. Ein Ergebnis dieſes Befuches war es, daß nach dem Vorbild der vom Faſchismus ſchon im Jahre 1928 einge⸗ führten journaliſtiſchen Berufsliſte im deut⸗ ſchen Preſſegeſetz von 1934 ebenfalls eine ähn⸗ liche Berufsliſte eingeführt wurde, durch welche der Begriff des Journaliſten eindeutig feſtgelegt und ſeine Rechte und Pflichten im „HDakenkreuzbanner“ Samstag, 12. Auguſt 1959 nationalſozialiſtiſchen wurden. Im November 1936, kurz nach den Vorbe⸗ ſprechungen für die Achſe Berlin—Rom, un⸗ ternahm ſodann der Reichspreſſechef der NSDaApP, Dr. Dietrich, mit dem Verfaſſer und 1⁵ Hauptſchriftleitern der NS-Preſſe eine mehrtägige Reiſe durch das faſchiſtiſche Ita⸗ lien, bei der die Vertreter der deutſchen Preſſe von den italieniſchen Berufskameraden über⸗ aus herzlich aufghenommen wurden. Im Mai 1937 ſtatteten dann 20 italieniſche Hauptſchrift⸗ leiter der deutſchen Preſſe einen Gegenbe⸗ ſuch ab, der ſie in die wichtigſten Städte Deutſchlands führte und ihnen ein Bild des nationalſozialiſtiſchen Deutſchlands vermit⸗ telte. Seither haben zahlreiche weitere Be⸗ ſuche und Gegenbeſuche ſtattgefunden, ſo iſt beſonders die Teilnahme einer großen Zahl italieniſcher Journaliſten am Reichsparteitag der NSDaAp in Nürnberg alljährlich zu ver⸗ zeichnen. Auch beim Einmarſch der deutſchen Truppen ins Sudetenland waren italieniſche Sonderberichterſtatter zugegen. Nicht zuletzt ſei die außerordentliche Mitwir⸗ kung erwähnt, welche die deutſche und die ita⸗ lieniſche Preſſe bei dem Beſuch des Duee in Deutſchland und dem des Führers in Italien in den hiſtoriſchen Stunden dieſer weltgeſchicht⸗ lichen Begegnungen geleiſtet haben. Vor allem aber hat die Preſſe unſerer beiden Länder in ihrer Geſamtheit das politiſche Wollen ihrer beiden großen Führer durch die tägliche Aufklärung in allen blicken der letzten Jahre unterſtützt. Die deut⸗ ſche Preſſe hat dem berechtigten Kampf Ita⸗ liens um ſein koloniales Imperium in Oſtafrika, den der Völkerbund durch den Boykott von 52 Nationen glaubte hindern zu können, vollſtes Verſtändnis entgegengebracht, ſie hat die Durchſetzung der aus dem Welt⸗ kriege ſtammenden Rechte Italiens auf Alba⸗ nien unterſtrichen und die Anſprüche auf die beherrſchende Stellung im Mittelmeer den weſt⸗ lichen Demokratien gegenüber vertreten. Ande⸗ rerſeits hat die italieniſche Preſſe die Befrei⸗ ung des Rheinlandes, die Rückkehr des Saar⸗ gebietes, den Anſchluß Oeſterreichs und des Sudetenlandes, die Rückkehr des Memelgebie⸗ tes und die Errichtung des Protektorates Böh⸗ men und Mähren mit kameradſchaftlichſter An⸗ teilnahme und nationalem Verſtändnis ver⸗ folgt und begleitet. Staat klar umriſſen Nicht zuletzt ſei auch erwähnt, daß Anfang Februar dieſes Jahres zwiſchen der Reichs⸗ ſtudentenführung der NSDaAP und der Reichs⸗ leitung der faſchiſtiſchen Studentenorganiſation eine Vereinbarung über einen regelmäßigen Nachrichtenaustauſch und eine kameradſchaft⸗ liche Zuſammenarbeit in allen Preſſefragen ge⸗ troffen worden iſt. So ſetzt nun das Venedi⸗ ger Treffen zwiſchen dem Miniſter für Volks⸗ kultur, Alfieri, Reichsminiſter Dr. Goebbels und dem Reichspreſſechef Dr. Dietrich die frucht⸗ bare und bewährte Zuſammenarbeit der Preſſe des Großdeutſchen Reiches mit der des faſchi⸗ ſtiſchen Italiens in einer für unſere beiden Länder nutzbringenden und ihre politiſche Freundſchaft ſtärkenden Weiſe fort. England liefert die vier Terroriſten aus. Die britiſche Botſchaft in Tokio teilte mit, daß die Tientſiner Konzeſſionsbehörden die vier Chi⸗ neſen, die unter Mordverdacht ſtehen, dem ordentlichen chineſiſchen Gericht in Tientſin übergeben haben, nachdem die durch die japani⸗ ſchen Behörden angeſtellte Unterſuchung hin⸗ reichende Schuldbeweiſe erbracht hätten. entſcheidenden Augen⸗ fühler kmpfang der weſllichen Militärs in Moskau Unbehagen in London/ Erste Unterredung mit Noloiov- oOrohtberfilchftonsetes londonet Verffttefters hw. London, 11. Aug. „Ein kurzer und unfeſtlicher Empfang“. So kennzeichnen die engliſchen Berichte aus Mos⸗ kau den Sowjet⸗Empfang für die weſteuro⸗ päiſchen Militär⸗Miſſionen. Es wird beſonders auf das Fehlen von Fahnen oder von einer Militär⸗Ehrenwache hingewieſen. Auch verzeichnen die Berichte mit bekümmertem Unterton, daß die Moslauer Preſſe die Ankunft der Miſſionen in Lenin⸗ grad nur ſehr kurz erwähnte, während die Oeffentlichkeit noch vollkommen im unklaren ſei, daß die Miſſionen bereits in der Haupt⸗ ſtadt weilen. militäriſche Spekulationen Um ſo größeres Gewicht wird in diploma⸗ tiſchen Kreiſen auf den Umſtand gelegt, daß die Miſſionen bereits am erſten Tag kurz von Woroſchilow und Molotow empfangen wurden. Auch wird zum Troſt für den ſehr nüchternen Empfang in Moskau auf gewiſie repräſentative Umſtände der Bewillkommnung in Leningrad hingewieſen. Die offiziöſen Blätter ſchwelgen in der Schilderung des Son⸗ nenſcheins, der auf den goldenen Turmſpitzen der ehemaligen Zarenſtadt gelegen habe. Sie bringen ferner, wenigſtens zum Teil, ſehr be⸗ geiſterte Schilderungen über die Kampf⸗ kraft der Sowjet⸗Armee, wobei die „Times“ die Möglichkeit eines„Angriffs auf Oſtpreußen“ in Zuſammenarbeit mit Polen und Litauen enthüllt. Das engliſch⸗franzöſiſche Zuſammenwirken mit ruſſiſchen Aktionen in Europa könnte entweder durch den Boſporus oder über Murmanſk oder auf dem Luftweg erfolgen. Carols Flittelmeer-Reiſe Gerade deshalb wird auch auf die jetzige Beitiſcher Olftzier in Wazieiſtan ermordet Kãmpfe mit Eingeborenen in Osiafrika (orohtbefichfonsefes londoner Verfftrefers) hw. London, 11. Auguſt Am Freitag trafen in London außerordent⸗ lich ernſte Nachrichten über Unruhen an der indiſchen Nordweſtgrenze ein. Der Generalquartiermeiſter im Waziriſtan⸗Diſtrikt, Oberſtleutnant May, ſoll bei einer Fahrt in der Nähe der Grenze von Eingeborenen über⸗ fallen und erſchoſſen worden ſein. Zwei Begleiter des Oberſtleutnants wurden eben⸗ falls getötet. Aus der engliſchen Provinz Kenja wird gemeldet, daß es bei Kämpfen zwiſchen briti⸗ ſchen Truppen und dem aufſtändiſchen Mer⸗ rilla-Stamm zu ſchweren Verluſten auf beiden Seiten gekommen ſei. Die Truppen hätten jedoch viele Dörfer beſetzt und geſtoh⸗ lene Viehherden ſicherſtellen können. Zu einem weiteren Unruheherd hat ſich ſchließlich die Oſtküſte von Tanganjika entwickelt, das bekanntlich unter britiſcher Mandatsverwal⸗ tung ſteht. Truppenverſtärkungen ſind in Tanga und Daresſalam eingetroffen, um ein Weitergreifen des Dockarbeiterſtreiks mit Ge⸗ walt zu verhindern. Zu der gewünſchten Eini⸗ gung iſt es allerdings zwiſchen den Streiken⸗ den und den Behörden noch nicht gekommen. Derkehr durch den forridor gefähedet iimeeeeeeerrrzzkztIIIzizzzzIIzziIIzZiIzIIiItLzttzzzizzzizitizzztiziit Tortsetzung von Seite 1 botsmaßnahmen gegen volksdeutſche Organi⸗ ſationen in Polen vor. In erſter Linie aber zeigt ſich bei den viehi⸗ ſchen Ueberfällen auf Deutſche das wahre Weſen der Polen. In Zaborow wurde bei einem polniſchen Ueberfall der Volksdeutſche Günther am 15. Mai ſo viehiſch mißhandelt, daß er ſtarb. Unter den Schwerverletzten bei dieſem Ueberfall befindet ſich eine 9ojährige Frau Ikertz und das ſieben Monate alte Kind des Ermordeten. Es iſt für den polniſche Cha⸗ rakter kennzeichnend, daß die Polen bei ihren Mißhandlungen auch nicht vor den Kindern zurückſchrecken. Ein beſonders kraſſes Beiſpiei polniſchen Terrors, welches keinerlei Zweifel über den Charakter der Täter offenläßt, wird aus dem Ort Krzywka bei Graudenz belannt, wo der Volksdeutſche Krenz, als er Vieh auf die Weide trieb, von einer entmenſchten Horde überfallen, zu Boden geworfen, geknebelt und —————— entmannt wurde. Der Verwundete konnte ſich, als er nach einigen Stunden zur Beſinnung kam, nach Hauſe ſchleppen und wurde ſpäter von ſeinen Angehörigen ins Krankenhaus ge⸗ bracht. Die hier angeführten Beiſpiele ſind wahllos aus der Rieſenzahl der Ueberfälle und den Maßnahmen der polniſchen Gerichtsbehörden herausgegriffen. Es iſt ganz offenkundig, daß die Polen in ihrem Staat den Krieg gegen das Deutſchtum entfeſſelt haben. Es iſt un⸗ denkbar, daß Polen in dieſen terroriſtiſchen Drangſalierungen die Unterſtützung der huma⸗ nitären Demokratien des Weſtens genießt. Dieſe ſollten ihren entſcheidenden Einfluß in Polen ſchnellſtens geltend machen. Denn das Reich, welches die Verpflichtung übernommen hat, bedrängte deutſche Volksangehörige im Ausland zu ſchützen, vermag eine ſolche Unter⸗ drückung deutſcher Volksangehörigen in ſeinem Nachbarſtaat nicht ruhig mit anzuſehen. nm————————————————— Kulturfilmerfolge auf der Biennale bN Venedig, 11. Aug. Auf der Inter⸗ nationalen Filmkunſtſchau in Venedig kamen an den auf die Eröffnung folgenden beiden Spieltagen Frankreich, die Schweiz und die tſchechiſche Produktion des Protektoratgebiets mit Spielfilmen zum Wort. Der franzöſiſche Film„Hinter der Faſſade“ (Derriere la Facade) unter der Spielleitung von Mirande und Lacombe behandelt mit typiſch franzöſiſchem GeſchickVorgänge aus dem Leben des Alltags. Er fand eine recht gute Auf⸗ nahme. Mit dem Film„Das Gold in den Ber⸗ gen“('Or dans la montagne)— die Leitung hat Haufler— gab die Schweiz zu erkennen, daß auch die Filmkunſt dieſes kleinen Landes be⸗ reits eine beachtilcheHöhe erreicht hat. Hervor⸗ zuheben ſind die herrlichen Bilder von der Hoch⸗ gebirgswelt. Eine ſtarke unmittelbare Wirkung ging von dem unter der Spielleitung von La⸗ dislav Brom hergeſtellten tſchechiſchen Film „Der Vagabund Macoum“ aus. Auch ohne Ueberſetzung des tſchechiſchen Textes konnte man dem Geſehenen mit der größten Selbſtverſtänd⸗ lichkeit folgen. Sehr erfreuliche Leiſtungen zeigte der Kul⸗ turfilm bereits an den erſten Tagen der Filmſchau. Hier ſind es wie in den vergan⸗ genen Jahren die deutſchen Dokumen⸗ tarfilme, die einen beſonderen Platz ein⸗ nehmen. Mit ſtarkem Beifall wurde der herrliche Ufa⸗ Film„Flieger zur See“ aufgenommen, der in unübertrefflicher Photographie ein feſ⸗ ſelndes Bild von der Tätigkeit der deutſchen Marineflieger entwirft. In dem vom Pro⸗ pagandaamt der DAß hergeſtellten Film „Schiff 754“ wird das Entſtehen des Ur⸗ lauberſchiffes„Wilhelm Guſtloff“ ge⸗ zeigt. Hier ſpricht der Geiſt der Arbeit, der deutſchen Technik ſeine gewaltige, machtvolle Sprache, die großen Beifall auslöſte. Die herr⸗ lichen Kunſtſchätze Deutſchlands allen zugäng⸗ lich zu machen und dabei gleichzeitig zu wer⸗ ben, liegt in der Abſicht des guten Films der Reichsbahnzentrale„Schatzkammer Deutſchlands“. Hervorragender Photo⸗ kunſt gelang es, deutſchen Kunſtwerken eine lebendige Plaſtik zu verleihen, die immer wie⸗ der überraſchte. Stadt und Landſchaft Griechenlands hat ſich der ſchweizereiſche Regiſſeur Fred Surville zum Gegenſtand mehrerer Kulturfilme ge⸗ wählt, von denen am eindruckvollſten der Film über die Stadt Athen wirkt. Die Presse über„Robert Koch“ (Von unſerem Sonderberichterſtatter) C. B. Vene dig, 10. Aug. Gerade für die deut⸗ ſchen Teilnehmer war es eine beſondere Freude, daß die große Filmſchau in Venedig -mit einem ſo großen Werk, wie„Robert Koch“ ihren Anfang nehmen durfte. Trotz der Schwere des Stoffes gingen die Zuſchauer vom erſten bis letzten Bild mit und aus den Geſprächen ringsum konnte man unſchwer er⸗ kennen, welchen Eindruck das deutſche Film⸗ werk hinterlaſſen konnte. Prägte ſich die Aner⸗ kennung dieſes Meiſterwerkes und ſeiner Schöpfer und Mitgeſtalter Hans Steinhoff, Emil Jannings und Werner Krauß ſchon in dem überaus ſtarken und langanhaltenden Beifall des Publikums aus, ſo trat ſie heute erneut in der Preſſe hervor. Man findet nur Worte des Lobes für jeden einzelnen, der ihn geſtalten half und die in der Feſtſtellung wurzelten, der deutſche Film habe mit dieſer abgegebenen Viſitenkarte bereits wieder bewie⸗ ſen, welch hohen ethiſchen und künſtleriſchen Stand er verkörpere. Der„Robert⸗Koch“⸗Film zeige überdies die Bewunderung der Filmge⸗ ſtalter für die ernſte Wiſſenſchaft und wer ge⸗ fürchtet hatte, daß das Leben eines großen Geiſteshelden oder Wiſſenſchaftlers ſich nur trocken verfilmen ließe, der wäre nun eines beſ⸗ ſeren belehrt. Deutſchlands Filmkunſt hat gleich mit ſeiner erſten Darbietung einen ſtarken Ein⸗ druck hinterlaſſen können und es nimmt nicht Wunder, daß die kommenden Filme aus dem Reich mit Spannung erwartet werden.„Pour le mérite“ iſt der nächſte, zur Aufführung gelan⸗ gende deutſche Film, dann folgen die anderen, wie„Es war eine rauſchende Ballnacht“, „Mann für Mann“,„Bel ami“, und„Der Gou⸗ verneur“. Schon am zweiten Tage tritt der deutſche Kulturfilm mit zwei Werken auf den Plan und nach den Erfolgen der letzten Jahre iſt man hier mit Recht auf die Güte der kommenden weiteren Kulturfilme geſpannt. Geheimrat Bosch erhielt Goethe-Preis Der Frankfurter Goethe⸗Preis für das Jahr 1939 wurde Geheimrat Karl Boſch zuerkannt. Damit fällt der Preis einem Manne zu, der durch ſein Wirken und ſeine ſchöpferiſche Tat⸗ kraft ſeinem Vaterlande unſchätzbare Dienſte erwieſen hat. Geheimrat Boſch errichtete zuſammen mit Geheim⸗ rat Duisberg die erſte große ſynthetiſche Treibſtoff⸗ fabrik, die bereits im Jahre 1927 in Betrieb genom⸗ men wurde. Geheimrat Boſch iſt heute Vorſitzender des Aufſichtsrates der Ié Farben, Präſident der Kai⸗ fer⸗Wilhelm⸗Geſellſchaft zur Förderung der Wiſſen⸗ ſchaften, Wehrwirtſchaftsführer und Mitglied des Generakrats der deutſchen Wirtſchaft. Der Preis wird am 28. Auguſt, dem 190. Geburtstag Goethes, in den des Frankfurter Goethehauſes über⸗ reicht. Jakob Schafiner sprach in Weimar Vor einem zahlreichen Auditorium von amerika⸗ niſchen Studenten ſprach im Rahmen des diesjährigen Weimar⸗Jenger Summer⸗College der aus dem ſchwei⸗ zeriſchen Stammesraum hervorgegangene Schriftſteller Schaffnee über das Thema„Geiſt und Ju⸗ gend“. Der Vortragende vermittelte ſeinen jugendlichen Hörern ein ſtiliſtiſch gut gezeichnetes Bild von welt⸗ anſchaulicher Tiefe über die drei Faktoren Geiſt, Per⸗ ſönlichkeit und Jugend im Sinne unſerer deutſchen Auffaſſung und machte dabei ſehr intereſſante und eingehende Ausführungen über die Gegenſätzlichkeit zwiſchen europäiſchem und amerikaniſchem Denken, be⸗ dingt durch die Geſchichtsloſigkeit ſowie die raſche Reiſe des Königs Carol durch das Oſt⸗ Mittelmeer und ſeinen Beſuch in der Türkei von engliſcher Seite großes Gewicht gelegt. Es hat Aufſehen erregt, daß der britiſche Ge⸗ ſandte am Freitag um eine Unterredung bei dem griechiſchen Miniſterpräſidenten Meta⸗ xas nachſuchte. Dieſe Demarche wird in Ver⸗ bindung gebracht mit den Verſuchen, aus An⸗ laß der Carol-Reiſe ein noch engeres Zuſam⸗ menwirken der franzöſiſch⸗engliſchen Satelliten⸗ Staaten zuſtande zu bringen. Das Scheitern der Pläne eines Beſuchs des Königs Carol bei König Boris von Bulgarien hat in dieſem Zuſammenhang enttäuſcht. Im Foreign Offiee herrſchte am Frei⸗ tag trotz Abweſenheit des Außenminiſters Lord Halifax lebhafte Tätigkeit. Unter an⸗ derem fand ſich erneut der polniſche Botſchaf⸗ ter zu einer längeren Vorſprache dort ein. fiein Beobachter für Moskau Warſchauer Dementis (Drahtbericht unseres Vertreters) rd. Warſchau, 11. Auguſt. Die Beſprechungen über den engliſch-polni⸗ ſchen Militärvertrag ſind noch nicht abgeſchloſ⸗ ſen. Die Meldungen aus engliſcher Quelle, daß der Militärvertrag ein Bündnis auf fünf Jahre vorſieht, werden an Warſchauer zuſtändiger Stelle als verfrüht bezeichnet. Ebenſo wird in Abrede geſtellt, daß der pol⸗ niſche Militär⸗Attache in Moskau beauftragt worden ſei, an den Verhandlungen der britiſch⸗ franzöſiſchen Militärmiſſion über einen Mili⸗ tärpakt mit Sowjetrußland als Beobachter teil⸗ zunehmen. Daladier wieder in Daris (Von unserer Pariser Schriftleitung) jb. Paris, 11. Auguſt. Miniſterpräſident Daladier hat ſeinen Urlaub, den er an der Reviera an Bord einer Privatjacht verbrachte, beendet. Er wird am Samstag wieder die Regierungsgeſchäfte in Paris übernehmen. Seit Donnerstagabend macht ſich in wachſen⸗ dem Maße in Pariſer politiſchen Kreiſen Un⸗ ruhe bemerkbar Das charakteriſtiſchſte An⸗ zeichen dafür iſt die plötzliche Rückkehr Dala⸗ diers nach Paris. Das Büro des Miniſterprä⸗ ſidenten hatte erſt vor zwei Tagen bekanntge⸗ geben, Daladier werde ſeinen Urlaub noch um einige Zeit verlängern. Seine unvermutete Wiederaufnahme der Regierungsgeſchäfte, aus⸗ gerechnet über das Wochenende, hat daher in der franzöſiſchen Hauptſtadt erhebliches Aufſehen hervorgerufen. Schüſſe auf franzöſiſchen fonſul jb. Paris, 11. Auguſt. Wie aus Jeruſalem gemeldet wird, iſt der franzöſiſche Konſul in Haifa Ziel eines Attentas geworden. Der Konſul befand ſich mit ſeiner Frau auf dem Wege von Jaffa nach Jeruſalem, als ſein Wagen plötzlich beſchoſſen wurde. Es ſollen angeblich ſechs Schüſſe ab⸗ gegeben worden ſein, jedoch wurde keiner der Inſaſſen des Kraftwagens verletzt. Aufwärtsentwicklung von Technik und Ziviliſation im amerikaniſchen Erdteil. Im Anſchluß an ſeinen Vor⸗ trag las Schaffner Kapitel aus ſeinem neueſten Werk „Johannes Schaffenholt“. Festliche Uraufführung von Zerkaulens, Grommy“ in Bremen Heinrich Zerkaulens neues Schauſpiel„Brommy“ wird in der kommenden Spielzeit gleichzeitig an einer Reihe von deutſchen Bühnen(auch in Mannheim) zur Uraufführung gelangen. Eine beſondere feſtliche Ur⸗ aufführung wird das Werk im Bremer Schauſpielhaus erfahren. Neben dem Dichter werden auch die wich⸗ tigſten Perſönlichteiten der neuen deutſchen Seemacht an der Bremer Uraufführung teilnehmen. In dieſer Dichtung Zerkaulens ſteht neben dem erſten groß⸗ deutſchen Admiral Brommy, dem nunmehr in Leipzig ein Denkmal errichtet wird, als martanteſte Figur der bremiſche Senator Arnold Duckwitz. Die Großen Staatspreiſe der Aka⸗ demie der Künſte. Die Akademie der Künſte ſchreibt die Großen Staatspreiſe aus, um die ſich in dieſem Jahre Maler und Bild⸗ hauer bewerben können. Vorbedingung iſt, daß die Bewerber ariſcher Abſtammung ſind, die deutſche Reichsangehörigkeit beſitzen und ihren Wohnſitz in Preußen haben oder, falls ſie nicht innerhalb Preußens wohnen, vor dem 30. Ja⸗ nuar 1934(Geſetz über den Neuaufbau des Reiches) die preußiſche Staatsangehörigkeit be⸗ ſeſſen haben. Die Bewerber dürfen am 28. De⸗ zember 1939, dem erſten Einlieferungstermin, das 32. Lebensjahr nicht überſchritten haben. Neue QOper von Wagner⸗Regeny. Der aus Siebenbürgen ſtammende bekannte Komponiſt Rudolf Wagner⸗Regeny hat eine neue Oper fertiggeſtellt, die in dem von Gene⸗ ralintendant Wilhelm Rode geleiteten Deut⸗ chen Opernhaus zur Uraufführung ge⸗ langen wird. Das Werk, das im Auftrage von Generalintendant Rode ge⸗ ſchaffen hat, trägt den Titel„Johanna Balk“ und hat die Geſchichte des ſiebenbürgiſch⸗ſäch⸗ ſiſchen Heldenmädchens zum Gegenſtand. Wie ſchon zu anderen Wagner⸗Regeny⸗Opern hat auch diesmal der Dichter und Bühnenbildner Caſpar Neher das Textbuch geſchrieben. Wagner⸗Regeny Die R zig hat keit natu ſes Echo die Mad vor aller Wochen politiſche ſie nun, putſcht k Deutſchla friedlich löſen. 2 polniſchet ſchäftigt kratien ir liſchen od länder u Danzig h Täglich Pariſer dungen; dieſer Se dernden) Führers, ſendunger ſentlich di Polen un der polni eine poln Ausweitu Oder zun Im 3Zi Preſſe ha Gauleiter⸗ hatte ſein daß ſie mi Wendung ten. Nun lingen in den. Was liſchen Ze Danziger bagatelliſie nnicht umh züge aus aber im C durch, daß neues Ang täuſcht kli kurz vern Kriſe“ ode ſchreibt, di Da ſind jektiver der und Paris bemüht ha klaren und ziger Gaul ten ausfüh nicht gerin däniſcher u bei dieſer Löſung de— ſchen Forde Aeußerung Schiffahrts hebt, Verſc urſachen ge der Korrid Meer ſei ſo Küche der trenne. Do Danzig glei dieſe polni Rede habe Ein andere⸗ die Fehler daß z. B. d Preſſe aus nichts geler den Machta ten und den Machtanſpri man ſich de Europa ohr Plan befole einen gerech tümern der Rückhaltlo rede auch Während me macher der zurückweiſt, ligung der Preſſe eben, Frankreichs. naten Polen gegen Deutf ſchoben. In Stadt Danz der beſeitigt Dieſes Eck in der Tat 1 riſchen Verſ Danzigprobl bald zu verl der Themſe gerade paßt. Junger D ſtürzt. Bei Davos ſtürz Brauns a konnte gebor guſt 1959 ————— au das Oſt⸗ der Türkei icht gelegt. itiſche Ge⸗ redung bei n Meta⸗ rd in Ver⸗ „ aus An⸗ es Zuſam⸗ Satelliten⸗ Scheitern igs Carol in dieſem am Frei⸗ nminiſters Unter an⸗ Botſchaf⸗ rt ein. Kau 50 Auguſt. liſch⸗polni⸗ abgeſchloſ⸗ er Quelle, nis auf Warſchauer bezeichnet. ß der pol⸗ beauftragt ſer britiſch⸗ inen Mili⸗ achter teil⸗ eis ng Auguſt. jzat ſeinen Bord einer wird am eſchäfte in n wachſen⸗ reiſen Un⸗ ſchſte An⸗ kehr Dala⸗ iniſterprä⸗ bekanntge⸗ b noch um nvermutete häfte, aus⸗ t daher in ebliches onſul Auguſt. wird, iſt Ziel eines nd ſich mit Jaffa nach beſchoſſen Schüſſe ab⸗ keiner der iliſation im ſeinen Vor⸗ Ueſten Wert 9 Bremen „Brommy“ tig an einer unheim) zur feſtliche Ur⸗ ſauſpielhaus h die wich⸗ in Seemacht „In dieſer rſten groß⸗ r in Leipzig e Figur der der Aka⸗ demie der ſreiſe aus, und Bild⸗ ng iſt, daß ſind, die und ihren ls ſie nicht m 30. Ja⸗ ifbau des rigkeit be⸗ m 28. De⸗ igstermin, t haben. Regeny. bekannte hat eine von Gene⸗ en Deut⸗ hrung ge⸗ er⸗Regeny Rode ge⸗ ina Balk“ rgiſch⸗ſäch⸗ and. Wie pern hat ienbildner eben. ——————————— rede auch Davos ſtürzte der 16 Jahre alte Lui Brauns aus Solingen tödlich ab. Di konnte geborgen werden. hakenkreuzbanner“ Samstag, 12. Guguſt 1059 Mannheim, 11. Auguſt. Die Rede des Gauleiters Forſter in Dan⸗ zig hat in der geſamten politiſchen Oeffentlich⸗ keit naturgemäß ein ſtarkes Echo ausgelöſt. Die⸗ ſes Echo iſt um ſo begreiflicher, als ja durch die Machenſchaften der weſtlichen Demokratien, vor allem Englands, die Danziger Frage ſeit Wochen künſtlich zu einem Scheitelpunkt der politiſchen Entwicklung gemacht wurde, der ſie nun, nachdem man Polen künſtlich aufge⸗ putſcht hat, in der Tat auch geworden iſt. Deutſchland hatte bekanntlich verſucht, die Frage friedlich auf dem Wege der Verhandlungen zu löſen. Da ſchaltete ſich England mit ſeinem polniſchen Garantieplan ein, und ſeitdein be⸗ kratien in einer Form, als ob es ſich um eng⸗ liſchen oder franzöſiſchen Boden und um Eusz⸗ länder und Franzoſen in der deutſchen Stadt Danzig handle. Täglich verzeichnen die Londoner und die Pariſer Preſſe irgendwelche Senſationsmel⸗ dungen; ſie weiß um die(ſich nach Meinung dieſer Schreiberlinge täglich, ja ſtündlich än⸗ dernden) Auffaſſungen und Direktiven des Führers, über angebliche deutſche Truppenent⸗ ſendungen uſw. uſw., verſchweigt aber gefliſ⸗ ſentlich die brutalen Deutſchen⸗Verfolgungen in Ausweitung des polniſchen Staates bis Oder zum Ziele haben. Im Zuge ſolcher Haltung der weſtlichen Preſſe hatte man auch die Rede des Danziger Gauleiters vorher groß angekündigt. Man hatte ſeine Leſer vorher derart aufgeßſhſcht, daß ſie nun von dieſer Rede eine ſenfatißnelle Wendung in der Danzig⸗Frage erwarten muß⸗ ten. Nun, dieſer Gefallen iſt den Schreiber⸗ lingen in Paris und London nicht getan wor⸗ den. Was bleibt den franzöſiſchen und eng⸗ liſchen Zeitungen nun anderes übrig, als; die Danziger Kundgebung mit allen Mitteln zu bagatelliſieren? Zwar können ſie natürlich nicht umhin, mehr oder weniger lange Aus⸗ züge aus der Rede Forſters zu veröffentlichen; aber im Grunde klingt doch die Enttäuſchung durch, daß Deutſchland mit dieſer Rede kein neues Angriffsziel geboten habe. Faſt wie ent⸗ täuſcht klingt es, wenn ein engliſches Blatt kurz vermerkt:„Kein neues Stadium der Kriſe“ oder wenn der„Evening Standard“ ſchreibt, die Forſter⸗Rede bedeute ſehr wenig.. Da ſind allerdings andere Staaten, die ob⸗ jektiver denken und um die man ſich in London und Paris unlängſt wieder einmal vergeblich bemüht hat, anderer Anſicht. Sie meſſen den klaren und eindeutigen Erklärungen des Dan⸗ ziger Gauleiters ſtärkſte Bedeutung bei, berich⸗ ten ausführlich über die Kundgebung, und ein nicht geringer Teil norwegiſcher, ſchwediſcher, däniſcher und ungariſcher Blätter unterſtreicht bei dieſer Gelegenheit die Notwendigkeit einer Löſung der Danzigfrage im Sinne der deut⸗ ſchen Forderungen. Bemerkenswert iſt z. B. die Aeußerung eines führenden norwegiſchen Schiffahrts⸗ und Handelsblattes, das hervor⸗ hebt, Verſailles habe hundert neue Kriegs⸗ urſachen geſchaffen, von denen eine Danzig und der Korridor ſei. Der polniſche Zugang zum Meer ſei ſo ſchlau angelegt worden, daß er die Küche der Deutſchen von ihrer Speiſekammer trenne. Dabei habe man die deutſche Stadt Danzig gleich einem Butterklumpen mitten in dieſe polniſche Grütze hineingelegt. Forſters! Rede habe die Sachlage blitzartig beleuchtet. Ein anderes norwegiſches Blatt rügt gleichfalls die Fehler von Verſailles und die Tatſache, daß z. B. die Artikelſchreiber der franzöſiſchen Preſſe aus der Entwicklung der letzten Jahre nichts gelernt hätten. Es ſei keine Löſung, an, den Machtanſprüchen von Verſailles feſtzuhal⸗ ten und den Krieg zu entfeſſeln, wenn an dieſen Machtanſprüche gerührt werden ſolle, Wolle man ſich der Hoffnung hingeben, ein wahres Europa ohne Krieg aufzubauen, ſo müſſe ein Plan befolgt werden, der auch Deutſchland— einen gerechten Platz und Anteil an den Reich⸗ tümern der Welt einräume. Rückhaltloſe Zuſtimmung findet die Forſter⸗ in Italien und Spanien. Während man in Spanien vor allem die Panik⸗ macher der Zeitungen der Weſtmächte ſcharf zurückweiſt, betont man unter rückhaltloſer Bil⸗ ligung der Rede Forſters in der italieniſchen Preſſe ebenfalls die Schuld Englands und Frankreichs. Beide hätten in den letzten Mo⸗ naten Polen aufgehetzt, bezahlt, bewaffnet und gegen Deutſchland in den Vordergrund ge⸗ ſchoben. In ihrer jetzigen Form ſei die Freie— Stadt Danzig ein Dorn im Herzen Europas,, der beſeitigt werden müſſe. Dieſes Echo trägt der tatſächlichen Situation in der Tat weit mehr Rechnung als alle hetze⸗ riſchen Verſuche in London und Paris, das Danzigproblem bald gewaltſam aufzuputſchen, bald zu verkleinern, je wie es den Leuten an 75 der Themſe und an der Seine im Augenblick gerade paßt. br. J. K 5 15 Junger Deutſcher bei Davos tödlich 6. ſtürzt. Bei einer Kletterei im Sertügtäl hei 4 7 Das Echo ſchäftigt dieſes Problem die weſtlichen Pemo⸗ Polen und ebenſo die aggreſſiven Aeußerungen der polniſchen Preſſe, die nichts anderes als 1 eine polniſche Eroberung Danzigs und eine DNB Berlin, 11. Auguſt. zur, 5 . 1 Zwiſchen dem Oberkommando der Wehr⸗ macht und der Reichsjugendführung iſt eine weittragende Vereinbarung getroffen worden, die das Ergebnis einer engen Zuſammen⸗ arbeit des Chefs des Oberkommandos der Wehrmacht, Generaloberſt Keitel, und des Jugendführers des Deutſchen Reiches, Baldur v. Schirach, darſtellt und die Mithilfe der Wehrmacht bei der Wehrerziehung der 93 ſichert. Nachdem die Ausbildung der HJ⸗Schieß⸗ warte nahezu vollendet iſt, iſt es möglich, die Ausbildung der HJ⸗Führer im Geländedienſt vorwärtszutreiben. Der Erlaß ſtellt zur Wehrerziehung der H§ feſt:„Während es ausſchließlich Aufgabe der HJI iſt, die Durchbildung ihrer Einheiten in dieſer Richtung auszuführen, iſt es im Sinne einer einheitlichen und einer den Erforderniſ⸗ ſen der Wehrmacht entſprechenden Ausbil⸗ dungsform zweckmäßig, die Führerſchaft der HI durch beſondere Lehrgänge für ihre ver⸗ antwortliche Tätigkeit als Ausbilder und Er⸗ zieher auf allen Gebieten der Wehrertüchtigung zu unterſtützen.“ militäriſche Kusbilder Auf den Führerſchulen der H8, beſonders in den beiden Reichs⸗Schieß⸗ und Geländeſport⸗ Schulen und in den Gebietsführerſchulen, wer⸗ den jährlich bereits 30 000 HJ⸗Führer im Ge⸗ ländedienſt ausgebildet. Die Vereinbarung mit der Wehrmacht gibt die Möglichkeit, dieſe Zahl zu verdoppeln. Die Unterbringung und Ver⸗ pflegung der HJ-Führer geſchieht nach den be⸗ reits vorliegenden Ausführungsbeſtimungen in den Kaſernen, Uebungsplätzen uſw. der Wehr⸗ macht zu einem Tagesſatz von 25 Pf. Die Ge⸗ ländedienſt⸗Ausbildung erfolgt nach dem 14⸗ tägigen Dienſtplan der Reichsgeländeſport⸗ knge zuſammenacbeit Wehrmacht⸗ fjiller⸗ Jugend Uniersiũtzung bei der vormiliiärischen Erziehung/ Sonderkurse fũr Hj-Führer Schulen der§, um eine allgemeine gleich⸗ mäßige Ausrichtung zu erreichen. Die Leitung der Lehrgänge liegt in der Hand eines HJ⸗ Führers. Während des Dienſtes ſtehen die Teil— nehmer unter dem Befehl der militäriſchen Aus⸗ bilder. Neben militäriſchen Ausbildern werden auch HJ⸗Ausbilder eingeſetzt. Als militäriſche Ausbilder werden in erſter Linie Offiziere und Unteroffiziere eingeſetzt, die früher HI⸗Führer waren. Analog dem Schießdienſt Mit dieſer Unterſtützung wird im Laufe der Jahre erreicht, daß der Geländedienſt ebenſo⸗ ſehr zu einem allgemeinen HZ⸗Dienſt wird wie der Schießdienſt der HJ, der ein ſolches Ausmaß erreicht hat, daß im letzten Jahr be⸗ reits 60 Millionen Schuß abgege⸗ ben werden konnten, und von Jahr zu Jahr eine beachtliche Leiſtungsſteigerung verzeichnet wird. Zum Zwecke einer möglichſt engen Ver⸗ bindung zwiſchen HJ und Wehrmacht werden die einzelnen Banne auf die in ihrem Be⸗ reich liegenden Truppenteile(Bataillone, Ab⸗ teilungen uſw.) hingewieſen. teile ſorgen im Rahmen des Möglichen für die materielle und perſonelle Betreuung nicht nur bei den Lehrgängen, ſondern für alle den ge⸗ meinſamen Zielen dienenden Angelegenheiten (beſonders auch bezüglich der Schwimmaus⸗ bildung). Derſelbe Truppenteil ſtellt auch für den jeweiligen Bann den Verbindungsoffizier und deſſen Stellvertreter. Als Verbindungs⸗ offiziere bzw. Stellvertreter ſind, ſoweit mög⸗ lich, frühere HJ⸗Führer, die ihrer Perſönlich⸗ keit nach beſonders für dieſe bedeutungsvolle Aufgabe ausgeſucht ſind und ſich hierzu frei⸗ willig gemeldet haben, zu befehlen. Die Vereinbarung mit allen ihren Ausfüh⸗ rungsbeſtimmungen iſt bereits in Kraft ge⸗ Maliens Weſibeſeſtigungen unüberwindlich Marschall de Bono herichtete dem Duce (Drohtbefichfonsefes Veftfefefs ip Rom)à) rd. Rom, 11. Auguſt. Der Duce empfing Donnerstag den Luft⸗ marſchall Italiens, Balbo, zur Berichterſtat⸗ tung über die wirtſchaftliche und militäriſche Lage Libvens, und Freitag den General Pa—⸗ riani, der über den Abſchluß der italieniſchen Heeresmanöver Bericht erſtattete. Weiter be⸗ richtete Marſchall de Bono dem Duee über ſeine Inſpektionsreiſe in das Alpengebiet. In dem Bericht des Marſchalls heißt es: „Es iſt mir eine beſondere Ehre, Dir verſichern zu können, daß überall, wo gearbeitet wird, die Arbeit mit großem Eifer und beachtlicher Gründlichkeit durchgeführt wird, um durch die Vollendung auch kleinſter Einzelheiten die volle Leiſtungsfähigkeit der Werke zu garantieren. Jeder Einbruch wird durch eine zweite und dritte Linie geſtoppt, die imſtande iſt, wirk⸗ ſamen Widerſtand zu leiſten. Es iſt mir eine Freude, Dir ſagen zu können, daß Offiziere und Soldaten der Grenzwaffe ſich ihrer Auf⸗ gabe voll bewußt ſind, wie auch der Opfer, die dieſe Aufgabe in ſich ſchließt. „Deshalb“, ſo betont Marſchall de Bono ab⸗ ſchließend,„kann ich verſichern, daß das italie⸗ niſche Verteidigungsſyſtem zuſammen mit der Hilfe, die die Vorſehung Italien mit dem Boll⸗ werk der Alpen gegeben hat, keinem feindlichen Fuß geſtatten wird, den heiligen Boden un⸗ ſeres Vaterlandes zu betreten.“ In römiſchen Kreiſen erklärt man im übri⸗ gen, daß die militäriſchen Maßnahmen, die die italieniſche Regierung ergriffen habe, keinen Grund zur Beunruhigung darſtellten. Sie ſeien ein Beweis dafür, daß das italieniſche Volk ſeſtbleibe, um ſeine Lebensrechte durchzuſetzen und einen gerechten Frieden zu er⸗ reichen. In einem Moment, da die Demokra⸗ tien ofſfenſichtlich die Kriegshetze auf die Spitze treiben, müßten ihnen die Maßnahmen eine ernſte Mahnung ſein.„Tribuna“ er⸗ innert darau, daß die Beweggründe zu den Einberufungen mehrerer Jahrgänge im ver⸗ gangenen Frühjahr die gleichen waren wie heute, und fügt hinzu, daß die gegenwärtige internationale Lage mindeſtens ebenſo kompliziert ſei. beneral famder dankt Muſſolini Rom, 11. Aug.(HB⸗Funk) Der Chef des Generalſtabes des deutſchen Heeres, General Halder, hat an Muſſo⸗ lini folgendes Telegramm gerichtet:„Beim Verlaſſen Italiens bitte ich Ew. Exzellenz, mei⸗ nen aufrichtigen Dank für die liebenswürdige Einladung und die herzliche Gaſtfreundſchaft des italieniſchen Heeres genehmigen zu wollen. Der Aufenthalt in Italien und die Teilnahme an den Manövern der Po⸗Armee werden mir eine unvergeßliche Erinnerung ſein. Es war mir eine große Ehre und Genugtuung, den Uebungen des italieniſchen Heeres beizuwoh⸗ nen, das von einem ſo hohen Geiſt beſeelt iſt, und perſönlich den kraftvollen Rhythmus des faſchiſtiſchen Italiens mitzuerleben. General der Artillerie Halder.“ Japan rechnet mit verſtärktem Widerſtand in der Außenmongolei. Der japaniſche Kriegs⸗ miniſter gab am Freitag in einer Kabinetts⸗ ſitzung bekannt, die Gegner hätten große Ver⸗ ſtärkungen an die außenmongoliſche Grenze bei Nomonhan herangeführt, um die in den letz⸗ ten Gefechten entſtandenen Verluſte auszuglei⸗ chen. Dieſe Truppen⸗ iubelnd begrüßte. Danzigs Antwort auf die polnische Gewaltandrohung Blick auf den über- füllten Langen Markt' in Danzig während der machtvollen Pro- test-Kundgebung. Links: Gauleiter For- ster gibt in seiner im- mer wieder von Bei- fall umbrausten Rede den polnischen Kriegs- hetzern eine ebenso deutliche wie energi⸗- sche Antwort und weist die ungeheuer- lichen Drohungen schärfstens zurück. Weltbild(M) treten. Eine iſt im Gange. Bereits 48 o00 Schießauszeichnungen Vor Vertretern der Preſſe machte am Frei⸗ tag Obergebietsführer Stellrecht Ausfüh⸗ rungen über die vormilitäriſche Erziehung der Hitler⸗Jugend. Die Arbeit auf dieſem Gebiet ſei in vollem Gange und habe ſogar auf man⸗ chen Fachgebieten bereits einen Abſchluß ge⸗ funden. 5 große Anzahl von Lehrgängen Zum Schießdienſt betonte Stellrecht u.., rund eine Million von den 1,5 Millionen der älteren Jahrgänge ſeien im Schießdienſt er⸗ faßt. Jeder Junge gibt im Monat ſieben Schuß ab, erreicht ſollen werden zehn Schuß. Im nachſten Frühjahr ſoll mit der Ausbildung eines ganzen Jahrganges(550 000 Jungen) begonnen werden. Bis jetzt ſind 48 000 Schieß⸗ auszeichnungen verliehen worden. Mo⸗ natlich werden etwa 4000 ſolcher Auszeichnun⸗ gen verliehen; die Zahl wird in nicht allzu langer Zeit im Monat 10 000 erreichen. 191 Ueber die Sondereinheiten teilte Stellrecht mit: In der Motor⸗HJ iſt am 1. April Jungen überſchritten worden. Die Ausbildung in der Flieger⸗HJ iſt zur Zeit in den Lanern noch im Gange. Im Jahre 1938 ſind 125 000 Starts mit Gleit⸗ und Segelflugzeugen vorgenommen worden; laufenden Jahr weit übertroffen werden. In der Mari ne⸗HI ſind 60 000 Jungen erfaßt, von denen zur Zeit 1600 Jungen auf den Reichs⸗See⸗Sportſchulen ihre Führerausbil⸗ dung durchmachen. Im Herbſt d. J. entſteht die dritte Reichs⸗Seeſportſchule als ſchwimmende Schule, und zwar auf einem Schoner bei Rü⸗ gen. Dort beſteht dann endlich die Möglichkeit, eine hochſeemäßige Schulung vorzunehmen. Ausſtellung„Frau und Mutter— Lebens⸗ quell des Volkes“. Wie alljährlich auf dem Reichsparteitag wird auch in dieſem Jahr eine Großausſtellung durchgeführt, die ein bedeutſames Thema unſerer Tage nach den verſchiedenſten Richtungen hin darſtellt;„Frau und Mutter— Lebensquell des Volkes“. In 17 ſorgfältig ausgeſtatteten Räumen wird do⸗ kumentariſch belegt, von welch großer Wichtig⸗ keit Art und Weſen der deutſchen Frau und Mutter in der Entwicklungsgeſchichte des deut⸗ ſchen Volkes geweſen iſt und auch heute noch iſt. imeeeeeeeeeeeeenni umm. delAuntenden Schmerzen nun innen GErmosan, ein Seit lanren erprohtes, rasch wirkendes Mittel gegen Kopi- weh und Neuralgien aller Art. Die einzelnen Bestandteile von Getmosan ergänzen und steig ern sich gegenseitig. Germosan ermüdet nicht und nat keine Nebenwirkung aul Herz und Magen Begeisterte Dankschreiben. in allen Apotheken zum breise von KM—.41 und 1. 14. immnnnum lnminnnunmnmmmmmm lmmmmmmmmmnnmmmmmmnm immmnnunmnnunmmmmmmmuumimmmmmmmmuuininmunuu Jennu ichwamm erneut übee die oſnee In 34 Stunden von Darſſer Ort nach Gedſer Nhh Kopenhagen, 11. Aug. Die däniſche Schwimmerin Jenny Kam⸗ mersgaard, die am Mittwochabend um 20 Uhr von der deutſchen Oſtſeelüſte am Darſſer Ort nach Dänemark ſtartete, iſt am Freitagfrüh.15 Uhr an der Oſtküſte der Inſel Falſter, ein paar Kilometer nördlich von Gedſer⸗Odde, an Land gegangen. Sie war müde, aber im übrigen in guter geſundheit⸗ licher Verfaſſung. Jenny bewies damit erneut ihre große Leiſtungsfähigkeit. Am Strande bei Gedſer hatte ſich eine große Menſchenmenge angeſammelt, die die tüchtige Schwimmerin dieſes Jahres bereits die Zahl von 100 00%0 dieſe Zahl wird im „Bakenkreuzbanner“ Blick übers Cand Samstag, 12. Guguſt 1959 Eine Greiſin überfallen Pforzheim, 11. Aug. Die 79 Fahre alte Witwe Juliane Hage wurde in ihrer Woh⸗ nung in der Siedlung Krebspfad von einem Unbekannten überfallen und gewürgt, ſo daß ſie bewußtlos zu Boden fiel. Der Täter riß der Frau den Schlüſſelbund aus der Hand und entwendete 160 Mark, die in einem Zi⸗ garettenetui in einem Schrank aufbewahrt wa⸗ ren. Der Täter iſt noch nicht ermittelt. Ladenburg im Bild * Heidelberg, 11. Aug. Das neueſte Heft des„Heidelberger Fremdenblatt“(Nr. 8) nimmt zunächſt berichtend und mit ſchönen Lichtbildern zu den gegenwärtigen Feſtauffüh⸗ rungen im Schloßhof Stellung, wendet ſich dann aber der Vergangenheit zu, wobei die alte Römerſtraße nach Ladenburg, die nahe der Stadt ſtehenden Sühnekreuze, das Martinstor, das Rote Haus, das Heimatmuſeum, der Schwanenheimer Hof, das alte Römerkaſtell in Wort und Bild geſchildert werden. denwälder Schäfertag * Beerfelden i.., 11. Aug. In der Zeit vom 9. bis 11. September 1939 wird wie der der Odenwälder Schäfertag abgehalten werden. Dabei wird der beſte Schäfer er⸗ mittelt werden. bom Güterzug überfahren Ettlingen, 11. Auguſt. Als das 5jäy⸗ rige Söhnchen des Kraftfahrers Munz die Albtalbahn in der Schleinkoferſtraße mit einem Handleiterwägelchen überqueren wollte, kam im leichen Augenblick ein Güterzug entgegen. Her das Kind begleitende Verwandte Hermann Staehle wollte das Kind zurückziehen, wurde aber ſelbſt mit dem Jungen zur Seite geſchleudert. Der Lokomotivführer, der das Kind bemerkte, konnte jedoch nicht mehr anhal⸗ ten. Das Kind wurde nur leicht verletzt, wäh⸗ rend Staehle ſehr ſchwere Verletzungen erlitt, die ſeine Verbringung ins Karlsruher Krankenhaus nowendig machten. Uebungslager der badiſchen hitler⸗-Jugend Karlsruhe, 11. Auguſt.(Eig. Bericht.) Vom 12. bis 16. Auguſt wird in Karlsruhe ein Uebungslager für die aus den Reichs⸗ athletikwettkämpfen des Gebiets⸗ und Obergau⸗ ſportfeſtes der bad. HJ als Sieger hervorgegan⸗ rn 2523753873717717775777777787777772227•777757⁰%%X++οφ⏑⏑f⏑⏑———3Äà Mirſchquelle rein natörliches Minerolwosser, ——3771272221212222222222722777717772227117322277 ——————— FHrospofcto Kostenios von der Mineralbrunnon a or genen Jungen zur Durchführung kommen. Un⸗ ter der Leitung des NSRe⸗Gaufachlehrers für Baden, Rüßmann, werden die Jungen für die Teilnahme an den vom 22. bis 2. Auguſt in Chemnitz ſtattfindenden Deutſchen Jugend⸗ meiſterſchaften vorbereitet. Gleichzeitig beteili⸗ gen ſich die Jungen an den Jugendwettkämp⸗ fen, die anläßlich des Sportfeſtes des MT Karlsruhe am kommenden Sonntag ſtattfinden. marhtplatz wird„Robert⸗Wagner⸗platz“ Lörrach, 11. Auguſt.(Eig. Bericht.) Der Bürgermeiſter der Stadt Lörrach, Pg. Rein⸗ hard Boos, hat zuſammen mit den Rats⸗ herren den Beſchluß gefaßt, daß der neu ge⸗ ſchaffene Marktplatz in Lörrach zu Ehren des Reichsſtatthalters und Gauleiters„Robert⸗ Wagner⸗Platz“ genannt wird. Waldgemeinden Badens, flllerlei aus kberbach Don der Stadt der Urlauber und der Betriebsausflüge/ Abenteuer in Südindien Eberbach, 11. Aug. Unſere Stadt iſt durch das Fehlen größerer ge⸗ zwungen, ſich zuſätzlichen Verdienſt zu ſchaffen. Wohl iſt Eberbach eine der größten 5 und man könnte annehmen, daß die Waldwirtſchaft eine Einnahmequelle für die Stadt darſtellt. as wäre auch beſtimmt der Fall, wenn zur Zeit nicht die Ausgaben für die Waldwirtſchaft die Einnahmen nahezu decken würden. Die Stadt Eberbach nützt ihre günſtige Lage aus, und es fehlt nicht an der nötigen Frem⸗ denwerbung. Daß ſie erfolgreich iſt, das zeigt das Leben und Treiben in der Stadt ſelbſt Das Straßenbild beherrſchten, wenn man ſo ſagen ſoll, die Kd F⸗Urlauber. Sie ka⸗ men meiſt aus dem Norden unſeres Vaterlan⸗ des, aus dem Gau Berlin und Weſer⸗Ems. Daß es ihnen hier gefallen hat und die meiſten von ihnen ſchweren Herzens das gaſtliche Eberbach und das romantiſche Neckartal ver⸗ ließen, bewieſen die vielen herzlichen Ab⸗ ſchiedsworte. Dankbar begrüßten die Frem⸗ den ſtets das ſchön gelegene Strandbad, wo an warmen Tagen Hochbetrieb herrſchte. Auch ein Strandfeſt fand wieder ſtatt mit all ſeinen Ueberraſchungen, die ſo ſehr gefielen. Ebenſo trugen Strandkonzerte der Riaſigen Feuerwehr⸗ kapelle zur Unterbaltun bei. Groß war auch die Zahl der Betriebe, die ihre Gefolgſchaftsmitglieder in unſere alte und intereſſante Stadt ſandten, um ſie hier einen frohen Tag verleben zu laſſen. Im Laufe des Monats legten größere Perſonendampf⸗ ſchiffe—— an, um Gäſte an Bord zu neh⸗ men, die die Schönheiten des Neckartales vom Schiff aus bewundern wollten. Ein anderes Bild belebte ebenfalls das Neckarvorland: Laſt⸗ wagen und Pferdefuhrwerke brachten immer wieder Mengen von langem Stammholz aus den Wäldern des benachbarten Odenwalds. So iſt der„auer“ das Vorland des Fluſſes zur Zeit mit dieſen Stämmen bedeckt, die auf ihren Abtransport mit dem Schiff warten. Innerhalb der Stadtmauern machte manche Veranſtaltung von ſich reden. So ließ ein Jungen vom Landdienst der H] auf dem Marsch Weltbild(M) bäriner als Candſchaftsanwälte In Stuttgart beginnt die erſte Reichsgartenbautagung deutſchlands Stuttgart, 11. Auguſt. In den Tagen vom 11. bis 16. Auguſt treffen ſich in Stutt⸗ gart Gärtner und verwandte Be⸗ rufe aus ganz Deutſchland zu Verſammlun⸗ gen, Beſprechungen, geſelligen Veranſtaltungen, vor allem aber auch zu Lehrgängen, denn der deutſche Gärtner hat in den letzten Jahren be⸗ ſonders auch durch ſeine züchteriſchen Erfolge die Blicke der Welt wieder auf ſich gezogen. Selten aber noch hat ein Reichsgartenbautag (und dieſer iſt der dritte) eine ſo wundervolle Anſchauungsfülle erhalten wie dieſer, und zwar in der gegenwärtig das Intereſſe aller Beſucher Stuttgarts beherrſchenden Reichs⸗ gartenſchau. Einen Auftakt zu der Tagung vot homane, die das bericht nicht glaubte „meine Cante— deine Tante“ mit dem großen Unbekannten fm. Karlsruhe 11. Aug. Zum zweiten Male ſtand vor der 1. Großen Strafkammer des Landgerichts Karlsruhe unter der Anklage wegen Rückfalldiebſtahls der 26jährige vorbe⸗ ſtrafte Karl Urbiks aus Mannheim. Dem Angeklagten wird zur Laſt gelegt, am 9. September 1938 im Gemeinſchaftslager einer Wirtſchaft in Neureut einem Arbeits⸗ kameraden mittels ſeines eigenen Spindſchlüſ⸗ ſels, der zufällig paßte, aus deſſen verſchloſſe⸗ nen Spind 30 Mark entwendet zu haben. Durch das Karlsruher Schöffengericht war gegen den Angeklagten wegen Rückfalldiebſtahls auf eine Gefängnisſtrafe von zwei Jahren erkannt worden. Der Angeklagte leugnete mit der größten Hartnäckigkeit die Täterſchaft. Mit den ver⸗ ſchiedenſten Märchen ſuchte er den Zuwachs in ſeinem Geldbeutel glaubhaft zu machen. So behauptete er zunächſt, er habe die 30 Marlk als Schweigegeld von einem Homoſexuellen erhalten, um ſpäter zu behaupten, er habe mit einem Unbekannten das Glücksſpiel„Meine Tante— Deine Tante“ geſpielt und dabei das Geld gewonnen. Bei der Ueberreichung des Spielgewinns ſei ein eigenartigerweiſe nicht auffindbarer Kraftdroſchkenlenker Zeuge gewe⸗ ſen. Den Pechvogel, der an ihn das Geld ver⸗ lor, wußte er nicht anzugeben, ebenſowenig die Gaſtſtätte, in welchem ihm Fortuna lächelte.. Auch ein Entlaſtungszeuge, auf den ſich der Angeklagte berief, dem er vor dem Diebſtahl ſchon jene 30 Mark gezeigt haben wollte, konnte dieſe Behauptung nicht beſtätigen. Das Gericht hatte eigens, um dieſen Zeugen in Hamburg vernehmen laſſen, die Verhandlung vertagt. Die Tatſache jedoch konnte der Ange⸗ klagte nicht aus der Welt ſchaffen, daß er, nachdem der Diebſtahl begangen war, mehr Geld hatte als vorher. Das Berufungsgericht hatte keinen Zweifel, daß es der Angeklagte war, der ſeinen Arbeits⸗ kameraden beſtohlen hatte. Die von dem An⸗ geklagten gegen das Urteil des Schöffengerichts eingelegte Berufung wurde verwor⸗ ſen. Seine mehrfachen einſchlägigen Vorſtrafen kennzeichnen den 31jährigen Fritz Z. aus Lei⸗ men als einen Raufbold, der namentlich in Alkoholſtimmung zu Tätlichkeiten neigt. In der Nacht vom 2. auf 3. Dezember gegen Mitter⸗ nacht geriet er im Anſchluß an eine Abſchieds⸗ feier in einer Wirtſchaft in Durmersheim ohne jede Veranlaſſung in eine Auseinanderſetzung mit Arbeitskameraden und warf dabei dem Maurer Sch. aus Worms ein Bierglas an den Kopf, wodurch dieſer nicht nur er⸗ heblich verletzt, ſondern auch entſtellt wurde. Wegen dieſer Roheitstat hatte ſich Z. am 11. Mai vor dem Schöffengericht zu verant⸗ worten, das gegen ihn wegen gefährlicher Körperverletzung eine Gefängnisſtrafe von fünf Monaten ausſprach. Das Berufungsgericht wies die Berufung des Angeklagten zurück. Mit Rückſicht auf die Vorſtrafen des Angeklagten hielt die Straf⸗ kammer die Strafe, die die Vorinſtanz ausge⸗ ſprochen hat, für durchaus angemeſſen, da der Angeklagte, der als Rohling bekannt iſt, die Schlägerei mit Biergläſern und Aſchenbechern begonnen hat, obwohl er nicht angegriffen war. Unter Arbeitskameraden braucht man ſich nicht mit Aſchenbechern und Biergläſern auf den Kopf zu ſchlagen. Der Angeklagte verdiente einen fühlbaren Denkzettel, um ſeine Raufluſt zu dämpfen, wobei auch berückſichtigt wurde, daß ſeine letzte Beſtrafung mit drei Monaten Gefängnis keine Wirkung zeigte. Die Straf⸗ kammer war nahe daran, die Strafe zu er⸗ höhen. der am Donnerstag durch die Stadt Stutt⸗ — und den Reichsnährſtand gegebene Emp⸗ ang. Der Vertreter der Stadtverwaltung konnte, nachdem er die Grüße des Oberbürgermeiſters ausgerichtet, mitteilen, daß der Beſuch der Reichsgartenſchau auch die kühnſten Erwar⸗ tungen übertroffen habe. Tatſächlich zählte man bisher ſchon dreieinhalb Millionen Be⸗ ſucher, ſo daß man mit vollen vier Millionen wird rechnen können.— Diplomgartenbauin⸗ ſpektor Rühle unterrichtete die Gäſte über die rein gärtneriſchen Vorgänge der Tagung. Ueber den deutſchen Gärtner und ſeine Leiſtung für Volk und Wirtſchaft ſprach danach der Reichs⸗ abteilungsleiter im Reichsnährſtand Profeſſor Dr. Ebert. Das Volk zeige für die Entwicke⸗ lung des Gartenbaues wachſende Teilnahme. Es weiß, daß von der Leiſtungsfähigkeit und Entwicklkung unſeres Erwerbsgartenbaues in ſtärkerem Maße nicht nur die ernährungspoli⸗ tiſche Lage unſeres Volkes, ſondern auch die bevölkerungspolitiſche und kulturpolitiſche Ent⸗ wicklung unſeres Gemeinſchaftslebens beein⸗ flußt wird. Die Auflockerung der Städte und ihre Durchſetzung mit Grünanlagen, in die Dauer⸗Kleingartenkolonien einzubetten ſind, um ausreichend Pachtgärten für die Bewohner von Mietskaſernen zur Verfügung zu haben, bedarf ebenſo der Pflanzenbelieferung aus Gärtnereien und Baumſchulen, wie an der Schaffung der Grünflächen und Gärten der Gärtner als Geſtalter oder Ausführender be⸗ teiligt iſt. Gartenkultur, das heißt auch Blu⸗ menſträuße und Blumen am Fenſter und auf Arbeitsplätzen, nicht nur Ausgeſtaltung der Vorgärten und planmäßige Förderung des Balkonſchmuckes, ſondern auch ein Hineingrei⸗ fen der gärtneriſchen Bemühung in die Land⸗ ſchaft. Erſtmalig in Deutſchland ſind Gärtner als Landſchaftsanwälte angeſetzt, um die Straßen des Führers ſinnvoll in die Land⸗ ſchaft einzubetten und damit Fehler zu ver⸗ meiden, wie ſie einſt bei Schaffung des Eiſen⸗ bahnnetzes geſchahen. Durch geeignete Anpflan⸗ zungen wird man vor allem die Obſtlandſchaf⸗ ten vor dem Einbrüch von Kaltluftſtrömen ſchützen und ſo der Frühjahrsfroſtgefahr vor⸗ beugen. Der Reichsgartenbautag 1939 wird in eingehender Behandlung aller Fachgebiete des Gartenbaues auch eingehend die Frage prü⸗ fen, wie durch zweckmäßigere Geſtaltung der Arbeitsvorgänge und durch verſtärkten Einſatz geeigneter Maſchinen und Geräte Arbeitsein⸗ und Arbeitserleichterungen möglich ind. Dr. Hausmann(Berlin) übermittelte die Grüße des Reichshauptabteilungsleiters und des Landesbauernführers und wies auf die Bedeutung des demnächſt in Bad Kreuznach ſtattfindenden internationalen Weinbaukon⸗ greſſes und der anſchließenden Reichstagung des deutſchen Weinbaues hin. Volksdeutſcher Abend, in deſſen Rahmen eine Auslandsdeutſche von ihrem Volkstumskampf in Polen erzählte, einen Blick tun in das ſchwere Daſein unſerer Brüder und Schwe⸗ ſtern im Oſten. Auch die Eberbacher Jugend hatte gführ großen Tag. Das war, als Ober⸗ gebietsführer Kemper die HJI Eberbachs be⸗ uchte und zu ihnen ſprach. Was Einheimiſchen und Fremden beachtens⸗ wert iſt, iſt die Erweiterung des ſtäd⸗ tiſchen Muſeums, das ſeinen Umzug in das alte und würdige Kellereigebäude Hieit und in den Juliwochen ſoweit neu eingerichtet wurde, daß nun 5 offizielle Wiedereröff⸗ nung bevorſteht. Es iſt dem bekannten Eber⸗ bacher Hiſtoriker und ehemaligen Bürger⸗ meiſter Dr. Weiß zu verdanken, daß das Mu⸗ ſeum eine beachtliche Erweiterung erfahren konnte. Dr. Weiß, der geiſtige Betreuer des Muſeums, hat trotz ſeines hoh Mühe geſcheut, alle die ſehenswerte Dinge an ihren neuen und richtigen Platz zu ſtellen oder zu legen, die ſicherlich das Intereſſe vieler wecken werden. Dafür gebührt ihm aller Dank. Was die Eberbacher in den vergangenen Ta⸗ gen noch intereſſierte, war zu hören, daß ein Eberbacher, Ingenieur Scharpf, in den Dſchungeln Südindiens unter oft recht ſchwie⸗ rigen und gefährlichen Umſtänden ein Kabel für Telefon und Telegraphie nach einigen Hä⸗ jen zu legen hatte. Unſer Landsmann ſeine hierbei allerhand erlebt. Nun hat er ſeine Arbeit im fernen Indien er⸗ edigt. Die Sanitäter und Samariterinnen Eber⸗ bachs trafen ſich mit denen von Hirſchhorn, um eine größere Uebung durchzuführen. An der Einmündung des Gammelsbachtales in das Neckartal, kurz vor Eberbach war ein Zuſam⸗ menſtoß zwiſchen einem großen Reiſeomnibus und einem Luſtzug angenommen worden, was die Mitglieder des Roten Kreuzes beider Ge⸗ meinden raſcheſtens auf den Plan brachte. Die Kritik der anweſenden Aerzte fiel gut aus, was unſere braven Helfer vom Roten Kreuz nicht wenig freute. „Durch Rückgang der Schülerzahl verminderte ſich die Zahl der Lehrkräfte der hieſigen Volks⸗ ſchule. Lehrerin Frl. Honikel, die drei Jahre an der hieſigen Schule wirkte, wurde nach Edingen bei Heidelberg verſetzt. Ein paar hundert Bauern aus dem Neckar⸗ tal, Odenwald und Bauland, die auf einer Lehrfahrt Bohnt waren, beendeten hier ihre intereſſante Fahrt und trafen ſich in der ſtädtiſchen Turnhalle, wo die lehrreichen Wor⸗ ten von der Bedeutung des Bauernſtandes in unſerer Zeit geſprochen wurde. Die Reihe der alten Eberbacher iſt wieder vermindert worden. Es war einer der alten Eberbacher Schiffer, Wilhelm Raab, der über 80 Jahre alt, das Zeitliche geſegnet hat. Andererſeits konnten verſchiedene Volksge⸗ noſſen ein hohes Altersjubiläum feiern, wie⸗ der andere, noch im Beruf Stehende auf eine 25jährige Dienſtzeit zurückblicken und das Treudienſtehrenzeichen im Empfang nehmen. kraftwagen gegen Laſtzug Ein Toter, drei Schwerverletzte Stuttgart, 11. Aug. Der 38 Jahre alte Leiter der Bildſtelle der Daimler⸗Benz⸗Werke in Untertürkheim, Chriſtoph Korzendorfer fuhr mit ſeinem Wagen auf der Reichsauto⸗ bahn bei Augsburg gegeneinen Laſtzug. Korzendorfer war durch den Scheinwerfer eines entgegenkommenden Wagens geblendet worden. Aus dEn RoreeSSEN dosk Verfeinert den Geſchmack aller Gerichte und erhöhl ihren Naͤhrwert. Der Anprall war ſo heftig, daß alle vier In⸗ ſaſſen des Perſonenwagens ſchwer verletzt wur⸗ den. Korzendorfer ſelbſt, iſt im Krankenhaus ſeinen Verletzungen erlegen. Tödliche Brandwunden „Hainſtadt bei Buchen, 11. Aug. Die 80⸗ jährige Witwe Thereſe Geier kam während der Nacht einer brennenden Wachskerze zu nahe, wodurch ihre Kleider Feuer fingen. Die bedauernswerte Frau erlitt ſo ſchwere Brand⸗ wunden, daſt ſie tags darauf ſtarb. Märkte Weinheimer Obſtgroßmarkt vom 11. Auguſt. Zwetſchgen 22—36, Pfirſiche 30—44, Aepfel 12—28, Birnen 14—48, Stangenbohnen 24—25, Buſchbohnen 14—16 per Kilo. * Großmarkthalle Handſchuhsheim. Johan⸗ nisbeeren 12—14, Birnen 16—24,—14, Aepfel 14—20,—12, Pflaumen—10, Reineclauden 12—14, Mirabellen 20—24, 10—18, Bühler Frühzwetſchgen 16—18, Zimmer Frühzwetſch⸗ gen 18—22, Zwetſchgen diverſe Sorten 10—16, Pfirſiche 20—26, 14—18, Buſchbohnen 9, Stan⸗ genbohnen 11—13, Stangenbohnen gelb 13, Tomaten 16—18, 10—12, Wirſing 4, Weißkraut 3, Rotkraut 6, Schlangengurken 10—23, Kaſten⸗ gurken 10—20. Anfuhr und Nachfrage gut. en Alters keine „Sie mü etwas nerv abſolut une 5 denken.“ prach, moch chuldigen, die tagtägli⸗ ten Betrieb: es nicht.„V Urlaub gehe wieder hein ſagen hören Ja, dieſe heute Tauſe eifer in alle derherſtellun aber auch zi Arbeitsmenf die Unentbe lich, wo ihr läßt, wo ſie werden, da auf. Dann und wenn e⸗ Sie ſollen ſ ein Geſchäft wird, daß r ſchäftlichen mit klarem beſtimmt au Betrieb. Und was Gefolgſchaft es Unentbel Wenn einer ſeinen Urlau beitsunluſtig trieb mehr e ſind, wie gef Leiſtungskraf Nicht j „Wild. Die ſchlim ſind die will Gewerbe jetz 3 hat. So win meldet, daß Gebirgsdörfe gefangen w weiſt deshall verordnung Leimruten, E dere Vogelfa verſehrt fang anzubieten, f zu überlaſſer Handlungen Stubenvogell einer beſchrä. tember bis 1 bis Januar doch nur Per höheren Nat Einen Ausw ſonen, die de und auf Ver ſonen, die di bei der näch verein oder ſichtslos zur Uebertr Liebe Haus In dieſen den Haustafe Aushang, da, Arbeitsfront erſter Linie a ſagt, daß der nicht dazu fü Arbeitszeit v nen durch Bo ſollen in ihre tigung wertve ihres Berufs behindert, we din jede Stre ſollen, womö Dienſtboten 1 den gewaltig unſeres Volk kräften erford ſtändnis allen Möglichkeit n ſtunden und Hauſe! Zigaretten 22 Lenze z Zuber aus iiſt ſein Blick. Hauptverhand ſih vorüberge Diebſtahls gef wöchentlich. 1 In der Na dem Verkaufs in Sandhofen ſeiner Erſahr Arbeit“ bald in einem Ga— Zuber durch 2 Eiſengitter vi Durch einen— durch. Er hief und eine gr. mitgehen. Geſ 49 Mark. An ſtohlene 16 M ut konnte ein den. 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Johan⸗ —14, Aepfel ineclauden 8, Bühler rühzwetſch⸗ ten 10—16, n 9, Stan⸗ n gelb 13, Weißkraut 23, Kaſten⸗ age gut. ——— —— ſchuldigen, die Gefolgſchaft des Betriebes aber, nicht dazu führen—15 gs⸗ u Arbeitszeit von Lehrlingen und Verkäuferin⸗ nhronzbannor“ vroß-mannheim Samstag, 12. Guguſt 1939 Mie UMnentlolulielien „Sie müſſen ſchon entſchuldigen, ich bin etwas nervös. Bei dem Betrieb jetzt bin ich u denken.“ Der Mann, zu dem der Chef ſo f mochte deſſen nervöſes Verhalten ent⸗ die tagtäglich mit dem nervöſen und überreiz⸗ ten Betriebsführer zu tun hatte, entſchuldigte es nicht.„Wenn der Alte bloß mal endlich in Urlaub gehen wollte“, das konnte man immer wieder heimlich in ſeiner näheren Umgebung ſagen hören. Ja, dieſe Unentbehrlichen! Es gibt deren heute Tauſende. Pflichtbewußtſein und Dienſt⸗ eifer in allen Ehren. Die Erhaltung und Wie⸗ derherſtellung der vollen Arbeitsleiſtung gehört aber auch zu den Pflichten eines deutſchen Arbeitsmenſchen. Und dann vergeſſen ſie eins, die Unentbehrlichen. In dem Augenblick näm⸗ lich, wo ihre Arbeits⸗ und Spannkraft nach⸗ läßt, wo ſie anfangen, nervös und gereizt zu werden, da hört nämlich ihre Unentbehrlichkeit auf. Dann ſollen ſie ruhig in Urlaub gehen, und wenn es nur acht oder vierzehn Tage ſind. Sie ſollen ſich verbitten, daß ihnen auch nur ein Geſchäftsbrief in dieſer Zeit nachgeſchickt wird, daß man ſie auch nur einmal aus ge⸗ ſchäftlichen Gründen anruft. Wenn ſie dann beſtimmt auch wieder unenbehrlich für ihren Betrieb. Und was für den Chef gilt, das gilt für die Gefolgſchaft in gleichem Maße. Auch hier gibt es Unentbehrliche, ind Wenn einer urlaubsreif iſt, dann ſoll er ſeinen Urlaub haben. Die Abgearbeiteten, Ar⸗ beitsunluſtigen und Nervöſen' ſtören den Be⸗ trieb mehr als ſie ihm nützen, Unentbehrlich ſind, wie geſagt, immer nur die, die mit ihrer Leiſtungskraft auf der Höhe ſind. Nicht jeder darf Vögel fangen „Wilde“ Vogelſteller werden beſtraft Die ſchlimmſten Feinde unſerer Vogelwelt ſind die wilden Vogelſteller, deren lichtſcheues Gewerbe jetzt wieder neuen Auftrieb erfahren hat. So wird beſonders aus dem Harz ge⸗ meldet, daß in zahlreichen Gärten einſamer Gebirgsdörfer Vögel ſogar noch mit Leimruten gefangen werden. Der Reichstierſchutzbund weiſt deshalb darauf hin, daß die Naturſchutz⸗ verordnung ausdrücklich verbietet, Vogelleim, Leimruten, Schlingen zum Vogelfang oder an⸗ dere Vogelfanggeräte, die den Vogel nicht un⸗ verſehrt fangen, herzuſtellen, aufzubewahren, . anzubieten, feilzuhalten, zu befördern, anderen zu überlaſſen, zu erwerben oder bei ſolchen 0 mitzuwirken. Zum Zweck der tübenvogelhaltung wird alljährlich der Fang einer beſchränkten Anzahl Vögel vom 15. Sep⸗ iember bis 15. November bzw. 15. Dezember bis Januar zugelaſſen. Fangberechtigt ſind je⸗ doch nur Perſonen, die eine Erlaubnis von der höheren Naturſchutzbehörde nachgeſucht haben. Einen Ausweis erhalten nur ſachkundige Per⸗ ſonen, die den Ausweis ſtets bei ſich führen und auf Verlangen vorzuzeigen haben. Per⸗ ſonen, die dieſe Vorſchrift nicht beachten, ſind bei der nächſten Polizeiſtelle, beim Tierſchutz⸗ verein oder bei der Naturſchutzbehörde rück⸗ ſichtslos zur Anzeige zu bringen. Ueberkriebener„Kundendienſt“ Liebe Hausfrau, trag auch mal ein Palet! In dieſen Tagen kommt in Mannheim an den Haustafeln der NSDAp ein Plakat zum Aushang, das vom Jugendamt der Deutſchen Arbeitsfront herausgegeben wurde und ſich in erſter Linie an die Hausfrauen wendet. Es be⸗ ſagt, daß der ſogenannte„Dienſt am Kunden“ die Ausbildungs⸗ und nen durch Botendienſte zu vergeuden. Lehrlinge . ſollen in ihrer Lehrzeit durch Leiſtungsextüch⸗ tigung wertvolle Glieder der Gemeinſchaft und ihres Berufsſtandes werden; darin werden ſie behindert, wenn ſie der allzu bequemen Kun⸗ din jede Streichholzſchachtel ins Haus bringen ſollen, womöglich durch den„Eingang für Dienſtboten und Lieferanten“... Der durch den gewaltigen wirtſchaftlichen Wiederaufſtieg unſeres Volkes bedingte Mangel an Arbeits⸗ kräften erfordert den Einſatz und das Ver⸗ ſtändnis aller! Erledige die Einkäufe nach Möglichkeit nicht ausſchließlich in den Abend⸗ Fetel und trage das Päckchen ſelbſt nach auſe! abſolut unentbehrlich. An Urlaub iſt gar nicht mit klarem Kopf wiederkommen, dann ſind ſie mit und wider Willen. Nun wird's ernſt mit der Volkskartei heule nachmiftag beginnt die Austeilung der Karteivordrucke an die haushaltungen Rückgabe bis 18. Auguſt Bekanntlich iſt die Volkskartei eine Ergän⸗ zung der polizeilichen Melderegiſter. Während dieſe nach dem ABC geordnet ſind, wird die Volkskartei nach Geburtsjahrgängen aufgeſtellt. Damit ſoll einmal erreicht werden, daß eine Menge ſonſt notwendiger Einzelregiſtrierungen, die bei den verſchiedenen Anläſſen immer wie⸗ der notwendig geworden ſind, wegfallen, ſo daß eine Vereinfachung erzielt wird. Andererſeits dient dieſe Kartei aber auch der Landesvertei⸗ digung, da aus ihr erſichtlich iſt, auf welchen Platz der einzelne— Mann oder Frau— im Ernſtfall geſtellt werden kann. Im Stadtbezirk Mannheim werden die Erfaſſungsarbeiten im Einvernehmen mit dem Polizeipräſidenten durch die Amtsträ⸗ ger des Reichsluftſchutzbundes, Ortsgruppe Mannheim, durchgeführt. Die Aus⸗ gabe der Karteikarten beginnt am heuigen Samstag im Laufe des Nachmittags. Die Amtsträger bringen die Karten in die Haus⸗ haltungen und zwar je nach Anzahl der zum Haushalt zählenden Perſonen. Die Karten für die männlichen Volksgenoſſen ſind orange⸗ gelb, die für weiblichen grün. Noch ein Blic auf den An die Inſaſſen von Heimen und ſonſtige Anſtalten können die Karten durch die An⸗ ſtaltsleiter ausgegeben und eingeſammelt wer— den. In Krankenhäuſern werden nur diejenigen Perſonen erfaßt, die dort ſtänd/g wohnen und polizeilich gemeldet ſind(Aerzte, Krankenpflegeperſonen und Dienſtperſonal uſw.). Wer wird erfaßtꝰ Erfaßt werden nur hier wohnhafte deutſche Reichsangehörige im Alter vom vollendeten 14. bis zum vollendeten 70. Lebensjahr(die Schul⸗ kinder bis 14 Jahren ſind bereits durch die Schulen erfaßt). Ausländer und Staatenloſe kommen dabei nicht in Betracht. Ebenſo ſchei⸗ den aktive Offiziere und Soldaten der Wehr⸗ macht, ſowie die Angehörigen des Reichs⸗ oheitsdienſtes aus, die von ihren Dienſtſtellen erfaßt werden; deren Familienmitglieder aber ſind in die Kartei aufzunehmen. Von der Wehr⸗ macht nicht erfaßt werden dagegen alle die⸗ jenigen Männer, die zur Zeit der Ausfüllung kurzfriſtig dienen; alſo ſind auch für ſie Karteikarten auszufüllen. Iſt ein Familienmit⸗ alied vorübergehend abweſend und ein anderes Familienmitglied kann deſſen Karte nicht aus⸗ füllen, ſo muß ſich der Abweſende ſofort nach ſeiner Rückkehr perſönlich bei ſeinem zuſtän⸗ Mannheimer Fluqhofen Unter den Maschinen, die beim Sternflug des NSFK in Mannheim ihre Zwischenlandung vornah— men, sah man auch dieses neue zweimotorige Go-150-Sportflugzeug. Aufn.: Karrer Kein Nagel darf mehr verderben! Eine neue Schrottſammelaktion beginnt jetzt in Baden/ Wo liegt noch Glteiſen herum? Nachdem die Entrümpelung von Landſchaft und Dorf im Jahr 1937 ein Sammelergebnis von 2500 Tonnen Schrott in Baden gehabt hat und die Betriebsſchrottaktion in dieſem Früh⸗ jahr ſogar 13 000 Tonnen erbrachte, hat jetzt der Reichskommiſſar eine weitere Aktion zur Erfaſ⸗ ſung des in den Haushaltungen und im freien Gelände noch vorhandenen Alteiſens angeord⸗ net. Sie wird ſofort in Angriff genommen und dauert bis Ende September. Die früheren Aktionen haben ſchon erwie⸗ ſen, wieviel Alteiſen in den Häuſern und im Freien lagert, das damals gar nicht alles er⸗ faßt werden konnte. Faſt auf Schritt und Tritt wird man abſeits noch zerbrochene Pflugſcha⸗ ren und Eggen, roſtige Harken, Schaufeln, Wa⸗ genbeſchläge und Ketten, wertloſe Werkzeuge und Maſchinenteile, ausrangierte Herde, Oefen, Türbeſchläge, alte Nägel, Schrauben, guß⸗ eiſerne Bratpfannen und verbrauchtes Kochge⸗ ſchirr, Haushaltsgegenſtände aus Eiſen der ver⸗ ſchiedenſten Art, geſprungene Ausgußbecken, Gaskocher, Herdringe und dergleichen Zeug irgendwo im Weg herumliegen ſehen. Jetzt kommen wieder die Sammeltrupps, um Lohnen ſich da anderthalb dahre Kittchen? Zigaretten und Schokolade kann man ſich doch auch durch ehrliche Grbeit verdienen 22 Lenze zählt der gerichtsbekannte Guſtav Zuber aus Mannheim⸗Sandhofen. Finſter iſt ſein Blick. Wortkarg läßt er den Ablauf der Hauptverhandlung vor dem Schöffengericht an ſich vorübergehen. Zweimal iſt er ſchon wegen Diebſtahls geſeſſen. Zuletzt verdiente er 30 Mark wöchentlich. In der Nacht zum 3. Juni ſtattete Guſtav dem Verkaufshäuschen am Viernheimer Weg in Sandhofen einen nächtlichen Beſuch ab. Bei ſeiner Erfahrung in dieſen Dingen war die „Arbeit“ bald geſchafft. Das Häuschen ſtand in einem Garten; den Zugang verſchaffte ſich Zuber durch Aufzwicken des Gartenzauns. Das Eiſengitter vor der Tür wurde aufgeriſſen. Durch einen Schlupfwinkel zwängte ſich Guſtav durch. Er hieß dann etliche Tafeln Schokolade und eine große Menge Zigarettenpackungen mitgehen. Geſamtwert der entwendeten Sachen 49 Mark. An Reparaturkoſten mußte der Be⸗ ſtohlene 16 Mark aufbringen. Von dem Diebs⸗ ut konnte ein Teil wieder zurückerſtattet wer⸗ hen Bald nach der Anzeige kam die Kriminal⸗ polizei auf den Angeklagten, der in Sandhofen nicht unbekannt iſt. In ſeiner Abweſenheit wurde eine Durchſuchung ſeines Zimmers vor⸗ genommen; Reſte von Schokoladepapier und leere Zigarettenſchachteln waren Beweisſtücke für den Einbruchsdiebſtahl. Guſtav machte auch weiter keine Schwierigkeiten. Nach der Feſt⸗ nahme bekannte er ſich zu den Straftaten. Er hatte auch das Verſteck in der Scheune angege⸗ ben. Dort fand die Polizei in einer Kiſte ver⸗ packt einige hundert Zigarettenſchachteln. Der Vertreter der Staatsanwaltſchaft meinte, daß es ſchwer falle, nochmals mildernde Um⸗ ſtände zuzubilligen. Weil aber Zuber noch ein junger Kerl iſt, ſolle die letzte Möglichkeit ge⸗ geben werden, den Beſſerungswillen in die Tat umzuſetzen. Die Strafe müſſe aber Verwah⸗ rungscharakter haben. Der Antrag lautete auf 2½ Jahre Gefängnis. Das Gericht folgte den Ausführungen des Staatsanwalts, verhängte aber eine geringere Strafe, nämlich 1/% Jahre Gefängnis. Zwei Monate Unterſuchungshaft wurden angerech⸗ net. Als ob dies alles ihn nichts anginge, ver⸗ ließ Guſtav ruhig den Gerichtsſaal. Wir fürch⸗ ten, daß er nicht zum letzten Male vor dem Richter ſtand und daß ihm dann Zuchthaus droht. gu—. in Haushaltungen und auf dem geſamten Ge⸗ lände eines Ortsgruppenbereichs den Blech⸗ und Miſchſchrott wegzuſchaffen. Sie werden alle Haushaltungen, Lagerſtätten der Land- und Forſtwirtſchaft, des Handels, der Gaſthäuſer und Kantinen gewiſſenhaft abſuchen. Nicht er⸗ faßt wenden dieſes Mal größere Handwerks⸗ betriebe und die Induſtrie, die in einer ſpäte⸗ ren beſonderen Betriebsaktion abermals durch⸗ gekämmt werden ſollen. Im Freien werden Felder. Wälder, Wieſen und Fluren, Straßen und Wege, Stein⸗-, Kies⸗ und Sandgruben, Bauſtellen, Schutt⸗ und Müllplätze außer den bereits an einen Schrott⸗ oder Rohprodukten⸗ händler verpachteten Plätzen abgeſucht. Gründliche Entrümpelung Sage keiner, daß eine ſolche Sammlung doch keinen großen Wert habe! Wie erwähnt, ſind in Baden bei den früheren Aktionen über 15 000 Tonnen, das ſind 300 000 Zentner Eiſen zu⸗ ſammengekommen. Wahrhaftig keine Kleinig⸗ keit! Jeder einzelne muß daher mittun und den ſelbſtloſen Sammlern an die Hand gehen. Es gilt zu überlegen, wo in Haus und Hof oder im Freien noch Alteiſen liegt; man ſtellt dann das Material bereit zum Abholen. Eine gründ⸗ liche Entrümpelung von den alten Brocken kann nur zum Vorteil eines Hausweſens oder der freien Natur ſein. Eine Bezahlung kommt nur in Betracht, wo es ſich um außergewöhnlich große und ſchwere Stücke handelt, die noch einen gewiſſen Wert darſtellen. Die Sammel⸗ trupps ſetzen ſich aus Angehörigen der Partei⸗ gliederungen und anderen Organiſationen zu⸗ ſammen. Die Geſamtleitung liegt in Händen des Gaubeauftragten für Altmaterial⸗Erfaſ⸗ ſung, Gaupropagandaleiter Schmid. Daten für den 12. Auguſt 1687 Sieg des Herzogs Karl von Lothringen und des Markgrafen Ludwig von Baden über die Türken bei Villany(Mohaes). Niederlage Friedrichs des Großen durch die Ruſſen bei Kunersdorf. Der Generalfeldmarſchall Frhr. Colmar v. d. Goltz in Bielkenfeld geboren. Der Begründer des Eiſenbahnweſens George Stephenſon in Taptonhouſe ge⸗ ſtorben. Der Sprachforſcher Georg Curtius Hermsdorf bei Warmbrunn geſtorben. Der deutſche Freiheitskämpfer Albert Leo Schlageter in Schönau im Wieſental, Ba⸗ den, geboren(1923 nach franzöſiſchem in Düſſeldorf erſchoſ⸗ ſen). 1759 1843 18⁴48 188⁵ 1894 in digen Polizeirevier melden, um dort ſeine Kar⸗ teikarte nachträglich ſelbſt auszufüllen. Es wird ihm während ſeiner Abweſenheit eine amtliche Benachrichtigung zugeſtellt, daß während ſeiner Abweſenheit die Karteikarten ausgegeben bzw. wieder eingeſammelt worden ſind. Es iſt alſo ſeine Pflicht, gleich nach ſeiner Rückkehr um die Ausfüllung ſeiner Karteikarte beſorgt zu ſein. Wie iſt die Karteikarte auszufüllen? Vor allem müſſen die Karten peinlich ge⸗ nau ausgefüllt werden und zwar mit Tinte. In den Karteikarten für Jugendliche ſind die Frageſpalten, die für ſie noch nicht in Betracht kommen, offen zu laſſen eder nur mit einem (nicht kopierfähigen!) Bleiſtiftſtrich zu durch⸗ ſtreichen, damit die Karten ſpäter weiterver⸗ wendet werden können. Der Familien⸗ name ſoll in lateiniſchen Buchſtaben oder Blockſchrift geſchrieben werden und zwar groß und deutlich, ebenſo auch das Geburtsjahr. Für die Berufsangabe iſt keine Sammel⸗ bezeichnung, ſondern eine Angabe, welche die Arbeitstätigkeit erkennen läßt, ein⸗ zuſetzen. Auf der grünen Karte für weibliche Volksgenoſſen wird nach den in der häuslichen Gemeinſchaft lebenden Kindern unter 15 Jah⸗ ren gefragt. Dieſe Frage iſt deshalb ge⸗ naueſtens zu beantworten, weil Frauen, die für ſolche Kinder zu ſorgen haben, vorausſichtlich nicht oder nur mit ihrem Einverſtändnis zum Einſatz für die Landesverteidigung herangezo⸗ gen werden. Die Frageſpalte 6 bezweckt eine laufende Fachſchman der Perſonen mit Hochſchul⸗ oder achſchulausbildung, und zwar auch außerhalb derjenigen Berufe, in denen der Berufstitel die Ausbildung erkennen läßt. Um den für eine pianvolle Berufsregelung des akademiſchen Nachwuchſes erforderlichen Ueberblick über den Zuſammenhang zwiſchen Berufsausbildung bzw. Vorbildung und dem ausgeübten Beru gewinnen zu können, iſt es notwendig, jede Schulbildung— außer der Volksſchule— an⸗ zugeben. In Spalte 7 ſoll eine über die Schul⸗ kenntniſſe hinausgehende Kenntnis fremder Sprachen erfragt werden, ſo daß darunter jene Perſonen ermittelt werden können, die als Ueberſetzer oder Dolmetſcher dienen können und ſich in der fremden Sprache fließend zu verſtändigen wiſſen. In anderen Spalten ſollen außerdem auch Spezialkenntniſſe außerhalb des Be⸗ rufs, wie ſie oft aus Liebhaberei zuſtande kom⸗ men, ermittelt werden. Bei Inhabern von Kraftfahrzeug⸗Führerſcheinen iſt beſonders die Klaſſe des Führerſcheins anzugeben und o der Inhaber Uebung im Fahren beſitzt; alſo iſt auch die Angabe der Jahre erforderlich, in denen er ein der Klaſſe des Führerſcheines ent⸗ ſprechendes Fahrzeug gefahren hat. „Als Wohnort iſt ſtets der Ort anzugeben, in dem der Betreffende wohnt oder— wenn eingezogen oder beim Arbeitsdienſt— wo er vorher gewohnt hat, d. h. wo er zuletzt polizei⸗ lich gemeldet war. Kehrt er jedoch nach der Entlaſſung aus Wehr⸗ oder Arbeitsdienſt vor⸗ ausſichtlich nicht mehr dorthin zurück und kann ex den Ort, in dem er nach ſeiner Entlaſſung Wohnung nehmen wird, bereits angeben, ſo iſt dieſer Ort einzutragen. Letzte Abgabefriſt kommenden Freitag Wer für die Ausfüllung ſeiner Karteikarte irgendeine Auskunft benötigt und ſich über die eine oder andere Frage nicht ganz klar iſt, wird erſucht, ſich an den mit der Austeilung und Einſammlung beauftragten Luftſchutzamts⸗ träger zu wenden, der ihm Auskunft erteilt oder ſie beſorgt. In jedem Falle müſſen die Karten bis allerſpäteſtens kommenden Freitag, 18. Auguſt, nicht nur ausgefüllt, ſondern auch zur Abholung bereitgelegt ſein. Die Bevölkerung wird gebeten, ſich dieſer Angelegenheit mit der größten Sorgfalt an⸗ zunehmen. Sie möge ſich eingedenk ſein, daß die Amtsträger für dieſe Aufgabe auch ihre Freizeit opfern und ihre Bereitſchaft beweiſen, für die Volksgemeinſchaft allzeit da zu ſein. So dürfte alſo dieſe kleine Mühe— die der Ge⸗ meinſchaft unſeres Volkes ja wieder zugute kommt— niemand verdrießen. Und weshald ſollte man ſich ſchließlich noch der Gefahr der Beſtrafung ausſetzen!? 3 Trägt der Blockhelfer Uniform? Bei der ört⸗ lichen Neuorganiſation der Partei iſt auch ein ſtärkerer Einſatz von Blockhelfern erforderlich geworden. Dabei wurde die Frage aktuell, ob der Blockhelfer Politiſcher Leiter ſei und Uni⸗ form tragen könne. Im Schulungsbrief der NSDaAp, Folge 8, wird dazu erklärt, daß ein Parteigenoſſe, der Blockhelfer iſt, vom Kreis⸗ leiter zum Politiſchen Leiter ernannt werden kann. Mit der Ernennung iſt auch das Recht zum Tragen der Uniform verbunden. Er kann den Dienſtrang eines Mitarbeiters der Orts⸗ gruppe erhalten. „hakenkreuzbanner“ Samstag, 12. Guguſt 1930 Handwerker!⸗gemeinſam geht's leichter Man ſollle das überlegen und danach handeln/ Kommi die Handwerkergenoſſenſchaft des Sozialgewerkes? In manchen Dingen iſt der Handwerker dem Großbetrieb gegenüber im Nachteil. Das wirkt ſich nicht nur in Fragen der Leiſtung aus, ſon⸗ dern nicht minder auch in der Durchführung ſozialer Maßnahmen. Deshalb iſt das deutſche Handwerk in der Deutſchen Arbeitsfront augen⸗ blicklich dabei, das Soziale Gemein⸗ ſchaftswerk des deutſchen Hand⸗ werks aufzubauen. Es handelt ſich um den Weg, die Handwerksbetriebe, die einzeln für ſich nicht in der Lage ſind, die dem Geiſt unſe⸗ rer Zeit entſprechenden ſozialen Einrichtungen zu ſchaffen, hierzu durch genoſſenſchaftlichen Zuſammenſchluß in die Lage zu verſetzen. Die⸗ ſes ſoziale Gemeinſchaftswerk will die ſo⸗ zialle Selbſtverantwortung des Handwerkers ſchaffen, Mittelpunkt der ſo⸗ zialen Maßnahmen werden und ſo dazu dienen, die Ausrichtung des Handwerksbetriebs der des Großbetriebes ebenbürtig zu geſtalten. Zu dieſem Zweck hatte die Kreiswaltung des Deutſchen Handwerks in der DAß am Don⸗ nerstagabend zu einer Zuſammenkunft in das Lokal„Zum Kranz“ aufgerufen, der eine ſtatt⸗ liche Anzahl Handwerksmeiſter beiwohnte. Es war eine Verſammlung, die zunächſt einmal dazu diente, Fühlung zu nehmen und Gedan⸗ ken über die Gründung einer ſolchen Genoſ⸗ ſenſchaft auszutauſchen. Kreisamtsleiter Kreishandwerkswalter Stark, der die Beſprechung leitete und ſeine Gäſte eingangs kameradſchaftlich begrüßte, hatte zu dieſer Ausſprache auch die Gauamtsleitung Handwerk und Handel hinzugezogen, die durch Gauamtsleiter Frank, den Stellvertreter des Gauamtsleiters, Ibler, und den Gaureferen⸗ ten für das Soziale Gemeinſchaftswerk des deutſchen Handwerks, Mann, vertreten wa⸗ ren. In einer Reihe von Anſprachen und Re⸗ feraten oder Erwiderungen auf Anfragen aus des Kreiſe der Handwerker wurden die Grund⸗ züge dieſes Gemeinſchaftswerkes von der ideel⸗ len wie auch von der verwaltungstechniſchen Seite her aufgerollt. Schon auf der.Großdeutſchen Gauhandwerks⸗ walter⸗Tagung wurde die Rahmenkonſtruktion für dieſes Soziale Gemeinſchaftswerk feſtge⸗ legt. Nach ihr ſind zwei Teile zu unterſcheiden: Zum einen die Leiſtungsförderung, alſo die Förderung derjenigen Handwerker, die ſich im Reichs⸗Handwerker⸗Wettkampf als Sie⸗ ger durchſetzten, und die Förderung derjenigen Betriebe, die im Leiſtungskampf der deutſchen Betriebe ein Leiſtungsabzeichen(„Vorbild⸗ licher Kleinbetrieb“,„Gaudiplom“,„NS⸗Mu⸗ ſterbetrieb“ oder ein Spezial⸗Leiſtungsabzei⸗ chen) erworben haben. Zum zweiten: Die Gemeinſchaftsförderung durch den Zuſammenſchluß von Betrieben eines Bezirks in Genoſſenſchaften. Dieſe Genoſſenſchaften ſol⸗ len zum Sammelpunkt aller ſozialen Beſtrebun⸗ gen und Einrichtungen der in ihnen zuſam⸗ mengeſchloſſenen Handwerksbetriebe werden. Urlaub für den Handwerher! Im weſentlichen erläuterten Gauamtsleiter⸗ ſtellvertreter Ibler und auch Kreisamtsleiter Stark die Einzelheiten des Problems, indem ſie darauf hinwieſen, wie ſich für den Betriebs⸗ führer eines Handwerksunternehmens im Rah⸗ men des Sozialen Gemeinſchaftswerks die Möglichkeit ungleich erweitert, ſich der Gefolg⸗ Laft anzunehmen. Allerdings dürfe dabei nicht ohne weiteres und von vornherein nur der Gedanke ins Ange gefaßt werden, ſeinen Betrieb über das Maß deſſen, was dieſer Be⸗ trieb verträat, auszubauen. Denn die Beur⸗ teilung eines Betriebes nach den Geſichtspunk⸗ ten des Leiſtungskampfes gehen ja ſtets nur von der Bewertung der Leiſtungen im Rah⸗ men des einzelnen Betriebes aus. So iſt es „Kostbarkeiten aus Heidelberger lpstituten“ Das Kurpfälziſche Muſeum in Hei⸗ delberg hat ſeit einigen Jahren einen ſchönen Brauchy: Zur Zeit der Reichsfeſtſpiele in den hohen Sommermonaten tritt es mit einer be⸗ ſonderen Schau hervor und tut dadurch das Seine, um den Mitbürgern und den vielen Gäſten der Stadt das Gefüge einer alten Kul⸗ turtradition zu deuten. Mit„Heidelberg, Ver⸗ mächtnis und Aufgabe“ hatte dieſe Ausſtel⸗ lungsreihe ihren großen richtunggebenden Be⸗ ginn, im vergangenen Jahr zeigte man die kla⸗ ren Entwicklungslinien der Heidelberger ro⸗ mantiſchen Maler in dieſem Sommer nun auf Anregung von Oberbürgermeiſter„Dr. Nein⸗ haus eine Schau von Koſtbarkeiten aus dem Beſſitz Heidelberger Univerſi⸗ tätsinſtitute. Mit dieſer Ausſtellung will man einem wei⸗ ten Betrachterkreis Gegenſtände zeigen, die für die Allgemeinheit verſteckt in Ueberfülle bis⸗ her allein der Wiſſenſchaft zugänglich waren. Man zeigt, wieviel Wertvolles Heidelberg doch beſitzt, ohne daß viele davon wußten. Für die Darbietung dieſer Schätze wurde die gemäße Form gefunden: ſchöne Dinge ſind hier ſchön ausgeſtellt. Dabei iſt man nicht willkürlich ver⸗ fahren, jeweils ſind Kulturkreiſe zuſammenge⸗ faßt, der des Mittelmeeres, der oſtaſiatiſche und' derjenige deutſcher Buchkunſt des Mittel⸗ alters. Bei jedem dieſer Bezirke hat man die einzelnen Gegenſtände in Bezug zueinander geſtellt. So fühlt ſich der Betrachter ausgezeich⸗ net geführt,. 2 75 über Zuſam⸗ enhänge unterrichtet. mafz Beiſpiel: unter den Dokumenten ägypti⸗ ſcher Kultur ſind Gegenſtände vorherrſchend, die auf den Totenkult bezogen ſind, dann greift die Darſtellung aus dem unerſchöpflichen Be⸗ ſtand der griechiſchen Kulturgüter den Teilbe⸗ reich der Vaſe und des Trinkgeſäßes heraus und zeigt die fortſchreitende Verfeinerung pom altgriechiſchen Schöpfgefäß bis zur reichen attiſchen Trinkſchale mit ihrem großen Szenen⸗ alſo nicht das Aeußerliche, was entſcheidet, ſon⸗ dern das, was der Betriebsführer innerhalb der Grenzen ſeiner Kräfte tut. Viele Hand⸗ werks⸗Betriebsführer aber haben den guten Willen dazu, ihrer kleinen Gefolgſchaft bei⸗ ſpielsweiſe eine Eßecke, eine ſaubere Waſch⸗ vorrichtung, einen Gemeinſchaftsraum uſw. einzurichten, doch können ſie es nicht, weil ſie — ſagen wir einmal— in einem Mietshaus wohnen, wo einfach die Räumlichkeiten dazu nicht zu erhalten ſind. Mit Hilfe der Genoſſen⸗ ſchaft aber laſſen ſich für eine Anzahl nahe beieinander gelegener Handwerksbetriebe ge⸗ meinſame Gefolgſchaftsräume einrichten. Ebenſo läßt ſich die Frage des Urlaubs der Handwerksmeiſter und der Handwerkerfrauen, die Frage der Vertretungen und andere auf dieſem Wege viel leichter regeln. Nicht weniger wichtig iſt die endliche Hinführung der Hand⸗ werksbetriebe zu den ſozialen Errungenſchaften, die„Kraft durch Freude“ bietet; auch ſie laſſen Kleine Mannheimer Stadtchronik Halteſtelle Rhein⸗Neckar⸗Halle. Die Städtiſche Straßenbahn nimmt die Halteſtelle Rhein⸗ Neckar⸗Halle, die ſich zwiſchen den Halteſtellen Rennplatz und Stadion befindet, am Samstag, 12. Auguſt, in Betrieb. Nachdem die Verbin⸗ dungsſtraße zwiſchen dieſer Halteſtelle und der Rhein⸗Reckar⸗Halle fertiggeſtellt iſt, bietet ſich den Beſuchern der Ausſtellungshalle die gün⸗ ſtigſte Anſchlußmöglichkeit an die Straßenbahn. Silberne Hochzeit. Das Feſt der ſilbernen Hochzeit feierten dieſer Tage die Eheleute Guſtav Rehn und Frau Frieda geb. Schupp, Waldhofſtraße 120. Nachträglich unſeren herz⸗ lichen Glückwunſch. 60. Geburtstag. Am heutigen Samstag be⸗ geht Frau Eliſabeth Schwab, Witwe, Jung⸗ buſchſtraße 5, ihren 60. Geburtstag. Auch Zoh. Biedermann, Mannheim ⸗ Feudenheim, Hauptſtraße 22, kann heute ſeinen 60. Geburts⸗ tag feiern. Wir gratulieren. Ehejubilüum. Georg Schmitt, Mannheim⸗ Waldhof, Tannenſtraße 13, und Frau Marga⸗ reihe geb. Helbig feiern heute Samstag ihr vierzigjähriges Ehejubiläum. Wir gratulieren. Sternfahrt nach Bad Kreuznach. Der Bio⸗ chemiſche Verein Mannheim⸗Ludwigshafen be⸗ teiligte ſich am letzten Sonntag an einer Stern⸗ fahrt nach dem ſchönen Badeort Kreuznach. Im Kurſaal hatten die Teilnehmer Gelegen⸗ heit, aus berufenem Munde die Entwicklung des Ortes zur Kur⸗ und Badeſtadt und ſeine heutige Bedeutung im Kampf gegen die Leiden der Menſchheit zu hören. Dann führte ein ſchöner Spaziergang die große Zahl der Er⸗ ſchienenen nach dem benachbarten Kurort Bad Münſter am Stein. Ohne Krach gings nicht. Wegen groben Un⸗ fugs und Ruheſtörug wurden acht Perſonen zur Anzeige gebracht. Wegen Erregung öffentlichen Aergerniſſes wurde ein hier wohnhafter Mann feſtgenom⸗ men und in das Gefängnis eingeliefert. Gebührenpflichtige Verwarnungen. Wegen verſchiedener Uebertretungen der Straßenver⸗ kehrsordnung wurden 34 Perſonen gebühren⸗ pflichtig verwarnt und an 16 Kraftfahrzeug⸗ halter wurden rote Vorfahrtsſcheine ausgehän⸗ ſich durch die Genoſſenſchaft der Handwerker weſentlich leichter ausnützen als bisher. So iſt die Genoſſenſchaft der Handwerker nie⸗ mals nur Form oder Selbſtzweck, ſondern ſtets nur Mittel zum Zweck. Wie der Referent für das Soziale Gemeinſchaftswerk des deutſchen Handels, Mann, in ſeinen Darlegungen be⸗ kanntgab, ſoll dieſe Genoſſenſchaft— ähnlich den Vorbildern in anderen Gauen des Reiches — ſo aufgezogen werden, daß jedes Mitglied einen Genoſſenſchaftsanteil in Höhe von 25 RM (auch in 4 Teilen zu 6,25 RM einzahlbar) über⸗ nimmt und eine genoſſenſchaftliche Haftung(die in dieſem Fall mehr oder weniger eine Form⸗ ſache darſtellt)h in Höhe bis zu 50 Reichsmark. Nach mitreißenden Schlußworten des Kreis⸗ handwerkswalters ſoll man ſich die Sache einſt⸗ weilen einmal gründlich überlegen, um Ende September oder anfangs Oktober nochmals zu⸗ ſammenzukommen. hgn. digt, weil ihre Fahrzeuge techniſche Mängel aufwieſen. Zur Anzeige gelangten 13 Fahr⸗ zeugführer, weil ſie das Vorfahrtsrecht nicht beachteten bzw. rückſichtslos fuhren. Außer⸗ dem wurde ein Laſtzug aus dem Verkehr ge⸗ zogen, weil am Anhänger die Bremſe fehlte Finden Sie, daß diese Herren sich richtig verhaltenꝰ Die Reichsautobahn ist jedenfalls kein Fußweg — das mas sich jeder gesagt sein lassen, denn wer als Fußgänger oder Radfahrer auf der Keichsautobahn angetroffen wird, der kommt nicht billig davon. Aufn.: Hans Jütte und der Führer verſchiedene polizeiliche Kenn⸗ zeichen angebracht hatte. Ferner wurden 14 jngendlichen Radfahrern, deren Fahrräder nicht in Ordnung waren, die Ventile entfernt und vier Perſonen, die ſich verkehrswidrig verhiel⸗ ten, zum Verkehrsunterricht einbeſtellt. Wer nicht an sich selbst orfbeitef, ortbeitef nicht on dem Werke oder on der Abfgobe, die er übernommen hat. Heuschele. „Es leuchten die Sterne“ Heiterer Abend im Ludwigshafener Hinden ⸗ burgpark Guſtl Stark⸗Gſtettenbauer, der in zahlreichen Filmen bekannt gewordene Film⸗ ſchauſpieler, hat auch auf der Variete⸗Bühne ä Er hat aber ſeine vom längſt Heimatrechte. at. Film ſtammende Popularität niemals als Zweck ſeines Auftretens gelten laſſen, er be⸗ ftreitet für ſich allein ein kleines Kabarettpro⸗ gramm. Als Kunſtpfeifer betätigt er ſich erfolg⸗ 4 reich, als Tierſtimmen⸗ und Geräuſchimitator bringt er alle Lacher auf ſeine Seite, und als gelenkiger Akrobat erregt er Bewunderung. Da wunderte ſich der ſtille Beſchauer nicht mehr, daß das Weinhaus im Hindenburgpark, in das er ſich zu den Autogrammen zurückzog, faſt ge⸗ ſtürmt wurde. Er war der Mittelpunkt eines von wenigen, aber ausgezeichneten Künſtlern beſtrittenen Abends der Kleinkunſt, der etwas anſpruchs⸗ voll den Titel„Es leuchten die Sterne“ führte. Pacifico Brunelli, der bekannte italieniſche Tenor war der erſte Stern; ſeine Arien, italie⸗ niſchen Lieder und Schlager fanden begeiſterten Beifall, und erſt nach mehreren Zugaben ent⸗ ließ man den Sänger. Haſſo Herbert Uhlen⸗ brook war der gewandte Anſager, der mit „gewagten“ Reimereien und Geſchichten die Lacher auf ſeine Seite brachte. Trockener Hu⸗ mor und Plaudertalent laſſen ihn als Anſager beſonders erfreulich erſcheinen. Eine Glanz⸗ nummer, ein wirklich leuchtender Stern wur⸗ den die 2 Rolliwers, die als Iren und Harriet einen Marſch auf Spitze tanzten und dazu Fanfaren blieſen, dann aber im akroba⸗ tiſchen Tanz, der ebenſo Kraft wie Anmut und gründlichſtes Training verriet, und ſchließlich im mit akrobatiſchem Einſchlag wirk⸗ lich Spitzenleiſtungen der Kleinkunſt vollbrach⸗ ten. Daß man mit„Blödſinn“ in Ehren„ſein Geld verdienen kann“, bewies Smott, der Muſikal⸗Parodiſt, der nicht nur zahlreiche In⸗ ftrumente meiſterlich ganz ohne Hilfsmittel nachahmte, ſondern dazu auch eine gehörige Ladung vergnüglicher, äußerlich geſehen faſt blöder, genauer beachtet aber recht geſcheiter Witze mitbrachte. Rolf Schickle, bekannt von ſeiner Tätigkeit am Nationaltheater, war dem knappen, aber aus ausgezeichneten Einzelnum⸗ mern zuſammengeſetzten Programm ein ſorg⸗ famer und gewandter Begleiter am Flügel. Dr. Car1J. Brinkmann OOas ist hente(os? 4 Samstag, 12. Auguſt Kleinkunſtbühne Libelle: Kabgrett und Vaxiete. Plankenkaffee Koſſenhaſchen, Palaſtkaffee Rheingold, Cafe Wien, Weinhaus Hütte, Grinzing⸗ Stube, Kaffee Zeughaus, Kaffee Wellenreuther, Rennwieſen⸗Gaſtſtätte. Tanz:'s Holzkiſtl im Mannheimer Hof, Parkhotel, Eremitage⸗Bar in der Libelle, Waldparkreſtaurant am Stern, Rennwieſen⸗Gaſtſtätte, Flughafen⸗Gaſt⸗ ſtätte. Rundfunk⸗Proaramm Samstag, 12. Auguſt Reichsſender Stuttgart:.45 Morgenlied, Zeit, Wet⸗ ter;.00 Gymnaſtik;.30 Frühkonzert;.00 Nach⸗ richten;.00 Waſſerſtandsmeldungen;.10 Gym⸗ naftit;.30 Morgenmuſit;.20 Für dich daheim: 11.30 Volksmuſik und Bauernkalender; 12.00 Mit⸗ tagskonzert; 13.00 Nachrichten, Wetter: 13.15 Mit⸗ tagskonzert; 14.00 Nachrichten; 14.10 Bunte Volks⸗ mufik; 15.00 Gute Laune; 16.00 Frohſinn und Rhythmus; 18.00 Tonbericht der Woche; 19.00 Deutſche Ernte im Oſten; 19.45 Virtuoſe Kleinig⸗ keiten; 20.00 Nachrichten; 20.15 Bunter Tanz⸗ abend; 22.00 Nachrichten, Wetter, Sportbericht; 22.20 Internationgle Bodenſee⸗Woche; 22.30 Un⸗ terhaltungsmuſit; 24.00 Nachtmuſit. Deutſchlandſender:.10 Eine kleine Melodie:.30) Frühkonzert;.00 Nachrichten; 10.00 Schwert im Oſten. Hörſzenen; 10.30 Fröhlicher Kindergarten: 11.30 Dreißig bunte Minuten; 12.00 Mittagskon⸗ zert; 13.45 Neueſte Nachrichten; 14.00 Allerlei von zwei bis drei; 15.15 Induſtrie⸗Schallplatten: 16.00 Frohſinn und Rhythmus; 18.00 Buntes muſikali⸗ ſches Farbenſpiel; 19.00 Sport der Woche; 19.15 Buntes Wochenende; 20.00 Nachrichten; 20.15 „Waldmeiſter“, Operette von Strauß: 22·00 Nach⸗ richten, Wetter, Sportbericht: 22.20 Eine kleine Nachtmuſik: 23.00 Nachtmuſik und Tanz. fries, der in beſonderer Harmonie ſein Thema zeigt, ſei es nun die Wiedergabe eines Wagen⸗ rennens oder einer harfeſpielenden Dienerin. In ferne Welten führen die Räume, die Ge⸗ genſtände aus den Sammlungen der Portheim⸗ Stiftung enthalten. Aus dem künſtleriſchen Le⸗ ben der Malaien: holzgeſchnitzte Schauſpie⸗ lermasken von unbekümmerter urſprünglicher Ausdruckskraft, feingeſchnittene Figuren aus Leder für Schattenſpiele, Puppen, die reizend koſtümiert ſind für ihr Spiel und ein Game⸗ lang⸗Orcheſter, auch aus Puppen, mit ſorgfältig nachgebildeten kleinen Inſtrumenten. Unter ſchönen japaniſchen Holzſchnitten findet man Originale des berühmten Hokuſai: der heilige Berg Fuji ſteht erhellt über einer dunklen Welt. Viele dramatiſche Szenen japa⸗ niſcher Maler des achtzehnten Jahrhunderts ſind vorhanden. Das Frauenideal der chine⸗ ſiſchen Kunſt lebt auf zahlreichen Rollbil⸗ dern, auf anderen ſind Landſchaften und Göt⸗ ter zu ſehen, blühende Zweige von herrlicher Zartheit. Einen beſonderen Gegenſatz ſtellen keramiſche Werke der Tangzeit dar: ein mächti⸗ ges, wild ſtampfendes Roß, daneben aber Men⸗ ſchengeſtalten voller Ruhe und edler Haltung. Auch die Lehrſtätte für deutſche Volkskunde hat beigeſteuert, vor allem mit geſchnitzten Masken und ſchöngeſtickten ledernen Trach⸗ tengürteln. Und dann kommen die Schätze der Univerſitätsbibliothek, in ihrer Mitte die be⸗ rühmte Maneſſiſche Handſchrift, dies Wunderwerk deutſcher Kunſt des 14. Jahr⸗ hunderts. Dr. H. A. Hartwie Deutsche Arbeiter erleben Wagper Zum dritten Male wird Tauſenden deutſcher Ar⸗ beiter das große Erlebnis von Bayreutb zu⸗ teil. Wieder werden Schaffende aller Berufe Zeugen der glanzvollſten Wagner⸗Aufführungen und wieder erleben Männer und Frauen aus allen Gauen Groß⸗ deutſchlands die unvergänglichen Meiſterwerke unſeres größten Tonſchöpfers. Das Entgegenkommen von Frau Winiſred Wagner ermöglichte es der NS⸗Gemeinſchaſt „Kraft durch Freude“, den Feſtſpielhügel für 7000 KdfF⸗Gäſte aus dem ganzen Reich zur Verfügung zu ſtellen. Die Zahl der Aufführungen iſt in dieſem Jahr verdoppelt worden. Während es früher zwei waren, ſind es jetzt vier, und zwar„Der Holländer“ am 8. Auguſt,„Triſtan“ am 10. und 14. Auguſt und „Parſifal“ am 12. Auguſt. Dadurch, daß viele Betriebsführer zu⸗ ſammen mit einem Teil ihrer Gefolaſchaft nach Bay⸗ reuth kommen, findet der Gedanke des deutſchen So⸗ zialismus erneut einen ſchönen Ausdruck. Vorträge werden die Arbeitergäſte einführen in die Ideenwelt und das Verſtändnis der Wagner⸗Opern. Würzburg erhätt ein neues Theater Auf Anordnung des Führers wird der Bau eines neuen Theaters in Würzburg vorbereitet. Das bis⸗ herige Stadttheater, in dem Richard Wagners Büh⸗ nenlaufbahn begann, bleibt aber erhalten. Seit 1803 wurde an ſeiner Form nichts geändert, jetzt wird es nach dem Vorgang anderer Städte den Bedürfniſſen der Gegenwart angepaßt. Von den deutschen Bühnen Das Nürnberger Stadttheater, deſſen Bau über hundert Jahre alt, wurde nach einer umfaſſen⸗ den Neugeſtaltung mit der Aufführung des Luſt⸗ ſpiels von Paul Ernſt„Der Hulla“ oder„Der Kalif und ſein Dichter“ wieder eröffnet. Das Werk hatte der neue Intendant der Bühne, Willi Hanke, in Szene geſetzt. Der Aufführung wohnte auch die Witwe des Dichters, Frau Elſe Ernſt, bei. Der Vorſtellung voraus ging die Darbietung eines Satzes aus dem Streichauartett Opus 18 von Beethoven. Anſchließend hielt der Präſident der Reichstheaterkammer, Lud⸗ wig Körner, eine Anſprache. Das Werk wurde vom Publitum mit ſtarkem Beifall aufgenommen, Das Grenzlandtheater am Bodenſee in Konſtanz wird am 30. September die Komödie„suum cuique“ von Emil Auguſt Glogau zur Uraufführung bringen. Im Mittelpunkt des Stückes ſtehen Friedrich der Große und Voltaire. Leitung von Staatsſchauſpieldirektor Falckenberg ſtehenden Münchner Kammerſpiele wer⸗ den die neue Spielzeit am 1. September im Mün⸗ chener Koloſſeum eröffnen, in dem eigens aus dieſem Anlaß beträchtliche Veränderungen vorgenommen wer⸗ den. Die Kammerſpiele„gaſtieren“ ſolange im Ko⸗ loſſeum, bis der gründliche Umbau des Schauſpiel⸗ hauſes beendet iſt. Spielleiter Georg Reinhardt vom Opernhaus der Städtiſchen Bühnen Frankfurt a. M. wurde einge⸗ laden, im Rahmen der Mozart⸗Feſtſpiele der Stadt Ansbach am 5. und 6. Auguſt die„Zauberflöte“ zu inſzenieren. Die unter Eine Erinnerungsſtätte für Mar⸗ coni. Die Stiftung„Guglielmo Marconi“, ————— die Muſſolini begründet hat, erwarb ſoeben das Haus in Bologna, in dem Marconi die erſten drahtloſen Uebertragungen ausgeführt hat. Das Haus wird bis zum kommenden Jahr zu einer Gedächtnisſtätte für Marconi Der Duce hat der Mar⸗ coni⸗Stiftung 200 000 Lire überwieſen. ausgeſtaltet werden. Detmolder Grabbe⸗Tage im Oktoher. Die Grabbe⸗Tage in Detmold finden in dieſem Jahr in der Zeit vom 26. bis 29. Oktober ſtatt. Staats⸗ ſchauſpieler Heinrich George wird zur Eröffnung im Lippiſchen Landestheater Worte von Grabbe und Frei⸗ ligrath leſen. Vorgeführt wird u. a. auch„Die Her⸗ mannsſchlacht“. mü. Beſte Kunſt für die Jugend. allen Städten des Reiches, ſo hat die Hitler⸗Jugend jetzt auch in der Reichshauptſtadt einen kulturellen Veranſtaltungsring ins Leben gerufen, der für die geſamte Berliner Jugend den verbilligten Beſuch von Opern, Schauſpielen, Operetten, Konzerten, Tanz⸗ abenden, Dichterleſungen, Vorträgen und anderen künſtleriſchen Veranſtaltungen vorſieht. Die Preisträger im Wettbewerb von Bad Orb. In dem unter der Schirmherrſchaft des Vizepräſidenten der Reichsmuſikkammer, des Kompo⸗ niſten Paul Graener, ſtehenden Muſikwettbewerb von Bad Orb, der der Neuſchaffung guter Unterhaltungs⸗ muſik dienen will, iſt jetzt die Entſcheidung getroffen worden, die bekanntlich in die Hände des Publikums gelegt war. Der Wettbewerb umfaßte in dieſem Jahr Suvertüren, Suiten und Walzer. Die Preisträger ſind: Friedrich Siebert(Stuttgart). Heinz Lindemgnn (Berlin), Ludwig Siede(Berlin). Willi Krull(Gos⸗ lar), Ilſe Teuber(Hanau), Bruno Kerber(Koburg), Karl Banl(Hamburg), Hans Löhr(Braunſchweig) und Willi Czernik(Dresden). Goethes„Fauſt“ im Eifeldorf. Das vor zwei Jahren gegründete wird auch in der kommenden Spielzeit ſeiner bedeu⸗ tenden kulturellen Sendung im Gau Koblenz⸗Trier vollauf gerecht werden. Mit mehr als 300. Vorſtel⸗ lungen, in denen Goethes„Fauſt“ ebenſo wie Shake⸗ ſpeares„Was ihr wollt“ und moderne Dramen und Luſtſpfele vertreten ſind kommt die ausgezeichnete bis ins fernſtliegende kleinſte Hunsrück⸗ orf. „Wir bauen am Weſtwall.“ Das gewal⸗ tige Erlebnis der Hunderttauſende deutſcher Arbeiter beim Bau des Weſtwalls iſt von einem jungen Ar⸗ beitsmann, Werner Flack, dichteriſch geſtaltet worden. Dieſer Erlebnisbericht erſcheint unter dem Titel„Wir bauen am Weſtwall“— Ein Fronterlebnis deutſcher Jugend im Frieden— Ende Ananſt im Verlag Ger⸗ hard Stalling, Oldenburg i. O./ Berlin. Wie in faſt Weſtſtmark⸗Landesthegter aken! ———————— 23. Fortſetzi Georgia der Reling. weiche Haa— geſchlagenen Stellung ar und ſich ſch beugte. „Sagen“ langſam, oh Sie nicht ki ſes Fräulei gehört, Gel denn nicht a Sollte man nem Vater Rainer, d teten Begeg plötzlich wi⸗ flockigen W brauchte na raume Zeit Aber dann ſanften Auf Fenſſen mit Hatte er! wirklich geſ. leiſe gurgeln hin; über d ſtieg die Na Jahrmarkt, toſen hörte, Himmel. „Das wei lich, da er immer wart „Ich bleil ſelte Georgi ſich auf den Welle ihres beachtete es romantiſch Tempo berr nicht?“ Ja, ſehr“ zu rühren. Schritte k. gen wieder. wegte ſich f Bullauge he beobachtete mehr in ihn Georgiant den Geſellſch man noch le Frachtdampf Gute Nacht! Es war e terdam, daß abendlich er folgte. 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Das gewal⸗ tſcher Arbeiter m jungen Ar⸗ taltet worden. m Titel„Wir bnis deutſcher n Verlag Ger⸗ folgte. „Hakenkreuzbanner“ Unterhaltung Samstag, 12. Auguſt 1959 23. Fortſetzung Georgia lehnte, beide Arme aufgeſtützt, über der Reling. Ihre helle Stirn und das ſeiden⸗ weiche Haar ſchimmerten weich aus dem auf⸗ geſchlagenen Mantelkragen. Sie veränderte ihre Stellung auch nicht, als Gött auf ſie zutrat und ſich ſchweigend neben ihr übers Geländer beugte. „Sagen Sie mal“, begann ſie nachdenklich langſam, ohne den Kopf zu wenden,„ſprachen Sie nicht kürzlich davon, daß das Mädchen, die⸗ ſes Fräulein Jenſſen, dem die Anna⸗Marie' gehört, Geldſchwierigkeiten habe? Wäre das denn nicht aus der Welt zu ſchaffen? Ich meine: Sollte man da vielleicht nicht einmal mit mei⸗ nem Vater ſprechen?“ Rainer, der ſich ſeit Beginn dieſer unerwar⸗ teten Begegnung hier auf dem nächtlichen Deck plötzlich wieder wie auf Karuſſelldächern und flockigen Wölkchen ſegelnd vorgekommen war, brauchte nach dieſer kühlen Erkundigung ge⸗ raume Zeit, um zur Erde zurückzugelangen. Aber dann geſchah es mit einem ziemlich un⸗ ſanften Aufprall: Sie meinen, ob die Marta Fenſſen mit Geld abzufinden wäre? Hatte er das Ungeheuerliche nur gedacht oder wirklich geſagt? Nichts geſchah. Unten glitt leiſe gurgelnd das Waſſer an der Schiffswand hin; über den Lichtern von Emmerich drüben ſtieg die Nacht wie ein dunkler Berg auf. Der Jahrmarkt, den man bisher fern klingeln und toſen hörte, warf eine helle Röte gegen den Himmel. „Das weiß ich nicht“, ſagte der Student end⸗ lich, da er erſt jetzt ſpürte, daß die Frage noch immer wartend in der Stille ſtand. „Ich bleibe übrigens bis Mannheim“, wech⸗ ſelte Georgia das Thema leichthin und ſtützte ſich auf den Händen hoch. Der Wind hatte eine Welle ihres Haares in die Stirn gewehf; ſie beachtete es nicht.„Es iſt nicht gerade ſehr romantiſch auf ſo einem Schlepper, aber das Tempo beruhigt außerordentlich. Finden Sie nicht?“ „Ja, ſehr“, beſtätigte der Student, ohne ſich zu rühren. Schritte kamen vom Vorderdeck und verklan⸗ gen wieder. Auf der„Anna⸗Marie“ hinten be⸗ wegte ſich fern ein Licht; dann ſah man ein Bullauge hell werden und dann noch eins. Gött beobachtete es mechaniſch, aber es ging nicht mehr in ihn ein. Georgia trat noch einmal an ihren ſchweigen⸗ den Geſellſchafter heran:„Und wiſſen Sie, was man noch lernen kann auf ſolch einem kleinen Frachtdampfer? Sich miteinander vertragen... Gute Nacht!“ Es war ein ungeſchriebenes Geſetz ſeit Rot⸗ terdam, daß Gött ſeiner Reiſegefährtin all⸗ abendlich erſt im ſchicklichen Abſtand nach unten Heute hörte die Kapitänin den Stu⸗ denten erſt ſehr viel ſpäter herunterkommen. Erſt da legte ſie ſich befriedigt auf die Seite und ſchlief in eine neue Fahrwoche hinüber. Sie konnte nicht ahnen, daß es die denkwürdigſte ihres Lebens werden ſollte... 50˙ Rotterdam, der Mund im Weſten, atmet. Auf zwei Meeren ſchwimmt es heran, unabläſſig, Tag und Nacht: Weizen aus Pernambuco, Mais aus Bahia, Oel aus Varna, Holz von den Catskill Mountains, Rohſtahl aus Bir⸗ mingham. Und im Gegenſtrom tragen Rhein und Maas es aus halb Europa hier zuſammen, geht es in vier Erdteile hinaus: Farben aus Ein Verschwörer und sein ilgendliches Werkzeug! Roger Carl in der Rolle des Fürsten Radzi- Will, der Katharina II. von Rußland erbittert bekämpit, und Annie Vernavy als Elisabeth Tarakanova, die Gegenkaiserin, in einer Szene des Films„Rivalin der Zarin“. Foto: Difu E. 0. S N G L E 1 Copyright by carl Duncker Verlag, Derlin W 35 Höchſt, Motoren aus Arbon, Hopfen vom frän⸗ kiſchen Wald, Lederwaren aus Offenbach, Koh⸗ len von der Ruhr. Was alles aber die Krane und Elevatoren an den Kaien der Siebenhafen⸗ ſtadt umſchlagen— in den Kontoren der Spedi⸗ teure iſt jede Tonne berechnet, ſinnvoll jede Route geplant. Immer liegt prüfend, wägend die Hand am Pulsſchlag des Handels der Welt. An der Weſterkade, in den Büros der „De'Wendel-Transport⸗Maatſchappij“, verfloß die Woche im Gleichtakt der Arbeit. Der Sams⸗ tag begann mit einer Beſprechung der Abtei⸗ lungsleiter. Gött berichtete kurz und knapp über die neuen Kontingentierungsmaßnahmen der engliſchen Regierung. Er ſprach holländiſch. Dazwiſchen gab er auf deutſch ins Diktaphon Stichworte für die Meldung an das Mannheimer Stamm⸗ haus. Die vier Herren ſtanden um den Schreibtiſch herum, rauchend und wartend. Es war neun Uhr. Man würde wieder einmal zu ſpät zur Börſe kommen! Raubtiere unserer Heimat/ zus dem ſchönen Buche„Erlebte Natur“. Unſere deutſche Tierwelt in Bildreihen, Safari⸗Verlag, Berlin. Raubtiere ſind, wie ihr Name beſagt, Fleiſch⸗ freſſer. Es iſt beluſtigend, zu beobachten, wie der heuchleriſche Menſch ſeine Namen verteilt: Was ſo große Beute frißt, daß es ihm ins Varie o Jähidœmm Gött ſichtete die Poſt, wobei er keinen Augen⸗ blick den Faden verlor, in ſeinem Bericht genau immer da wiederanknüpfte, wo ihn gerade eben das Telefon unterbrochen hatte.„.. Soweit die Einfuhrbeſchränkung ſich auf bereits ver⸗ frachtete Güter erſtreckt, ſollen, um Härten zu vermeiden——“ Er ſtockte und legte lang⸗ ſam ein Telegrammformular aus der Hand, das er im Sprechen erſt gleichgültig über⸗ flogen, dann aber mit zuſammengezogenen Brauen haſtig ein zweites Mal geleſen hatte. Es war einen Augenblick völlig ſtill im Zim⸗ mer; nur der Fernſchreiber in der Ecke tickte und ſpulte weißes Band zur Erde. „—— ſollen, um Härten zu vermeiden——“. Die Stimme des Prokuriſten kam nicht mehr; ſie war heiſer und ohne Anſatz.„Danke!“ winkte er ab.„Ich ſehe Sie ſpäter noch.“.“ Er ſetzte ſich. Die Herren gingen hinaus und ließen nur den Geruch ihrer guten Zigarren zurück. Vor dem hohen Fenſter ſtand ein holländiſcher Re⸗ gentag, fahl und dieſig. (Fortſetzung folgt) Beute von den Backenzähnen beſorgt. Sie wir⸗ ken als„Brechſcheren“, d. h. ſie brechen Knochen und ſchneiden wie Scheren Fleiſch und Haut durch. Wer einer Katze zuſieht, die Fleiſch in Stücke beißt, wird erkennen, wie weit hinten im Kieferwinkel das geſchieht. Genau das 20 Nationen tanzten in Stockholm Trachtengruppen aus 20 Nationen kamen in Stockholm zu einem großen internationalen Volks- tanztreften zusammen. Unser Bild zeigt„Soldaten Karls XII.“ bei einem lustigen Tanz wäh⸗ ren der Freiluftveranstaltung, die unter dem Motto:„Tanz der Jahrhunderte“ im Haga-⸗ Schlobpark stattfand. Gehege kommt, iſt ein Raubvogel oder Raub⸗ tier, das meiſt auch noch mit der Bezeichnung blutdürſtig verſehen wird, als ob ein Raubtier leben könnte, ſpürte es nicht den Drang in ſich, Beute zu machen! Der Menſch ſelbſt aber, aus⸗ geſprochener Allesfreſſer, ißt zwar, von Aus⸗ nahmen abgeſehen, ſein Stück Fleiſch gern, überläßt aber das Töten dem Schlächter oder Jäger, der auch nicht blutdürſtiger zu ſein pflegt als ein Raubtier, trotzdem er etwas tut, was man dem Edelmarder furchtbar übel⸗ nimmt: er tötet mehr, als er ſelbſt verſpeiſen kann! Es ſei zugegeben, daß dem Marder das Töten Freude bereitet, aber Jäger pflegen auch nicht zu weinen, wenn ihre ſauberen Schüſſe auf großen Keſſeltreiben Haſen um Haſen um⸗ legen. Man ſoll mit der Verdammung von Weſen— und das iſt der Zweck dieſer Aus⸗ führungen— vorſichtig ſein, die nichts anderes tun, als das, was ſie tun müſſen. Unſere Raubtiere bilden mehrere große Grup⸗ pen, die der katzenartigen Raubtiere, die der Marder, Bären und hundeartigen Raubtiere. Die Baupläne dieſer vier Raubtiertypen ſind recht mannigfaltig. Demgemäß iſt auch die Art, wie ſie Beute machen, ſehr verſchieden. Raub⸗ tiere können entweder nur mit dem Gebiß oder aber mit dem Gebiß und den Pranken zupacken. Die hundeartigen Raubtiere, man denke an Wolf und Fuchs, gehören in die erſtere Ab⸗ teilung, die Marder bilden den Uebergang, während bei Katzen und Bären faſt immer erſt die Pranke zupackt, das Gebiß aber tötet. Nicht umſonſt heißen die ſtark verlängerten Eckzähne der Raubtiere Reißzähne: Mit ihrer Hilfe wird die Beute zerriſſen, wie der Jäger ſagt, d. h. getötet und dabei natürlich zu Boden geriſſen. Dagegen wird die Arbeit des Zerkleinerns der (Scherl-Bilderdienst-.) gleiche iſt der Fall, wenn ein Hund einen Knochen knackt. Geradezu gewaltig iſt die Kraft, die ein Bär mit ſeinem Brechſcherenapparat aufbringt: Er kann Schrotflintenläufe glatt durchbeißen oder zuſammenquetſchen, ja, ſeine Muskeln ſind ſo gewaltig, daß er ein erwachſe⸗ nes Rind im Maul wegtragen kann. Vor ſei⸗ nem Biß ſplittert auch der dickſte Schenkel⸗ knochen eines Pferdes. Die Pranke, die die Beute packen und feſt⸗ halten ſoll, muß zunächſt einmal vorgeſtreckt werden können. So ſind Katzenläufe und Bä⸗ renläufe überaus gelenkig am Körper befeſtigt. Dann fallen ſie entweder wie Schmiedehäm⸗ mer nieder, wie es beim Bären gelegentlich geſchieht, oder aber ſie krallen ſich mit den Klauen in Haut und Fleiſch des Opfers feſt. Sollen die Klauen, die Nägel der Zehen, wirk⸗ lich ſcharf bleiben, ſo müſſen ſie ſorgfältig vor Abnützung bewahrt bleiben. Das haben die Katzen zuwege gebracht, die ja bekanntlich auf Samtpfoten dahinſchleichen, um manchmal zur unliebſamen Ueberraſchung eines Tierfreundes ihre Krallen vorzuſtrecken und mit dieſen na⸗ delſpitzen Organen gehörig zu kratzen. Katzen⸗ krallen wirken genau wie Falkenkrallen, ſie er⸗ dolchen das Opfer, das oft geradezu durchknetet und dabei natürlich an zahlreichen Stellen durchbohrt wird. Neben dieſen Fangorganen ſpielen für die Raubtiere beſonders ihre Sinnesorgane eine große Rolle. Seltſam und für uns fremdartig iſt die Tatſache, daß wohl die Raubtiere un⸗ ſerer Heimat Bewegungsſeher ſind. Ein Fuchs, eine Wildkatze, ein Marder erkennen Umriſſe nur ſchwer. Jäger wiſſen, daß man Marder da⸗ durch verhindern kann, ſich aus einer Baum⸗ krone, in der ſie ſich verſteckten, zu entfernen, Else Elster spielt den launenhaften Revuestar Vyette in dem neuen Revuefilm der Ufa mit Marika Rökk „Hallo Janine!“. Regie Carl Boese. Musik Peter Kreuder. Phot. Ufa-Baumann(10) Scherl-Ma Vön Franz Graf Zedtwitz daß man Kleidungsſtücke zu einer Art Vogel⸗ ſcheuche zuſammenfügt. Während der Marder dieſen„Lauernden Menſchen“ unverwandt an⸗ ſtarrt, kann der Jäger nach Hauſe gehen und ſein Gewehr holen. Das iſt ſo typiſch für die Art des Sehens der Raubtiere, daß dieſe Be⸗ obachtung nur durch eine zweite, ebenfalls in Jägerkreiſen weitbekannte, ergänzt zu werden braucht. Der Fuchs kommt im Treiben auf einen Anfänger zugeſchnürt, der den Rotrock mit klopfendem Herzen erwartet. Reinele bleibt in der halben Deckung ſtehen und ſieht nichts, denn der Jäger rührt ſich nicht. Da geht dem Jungjäger das Temperament durch, er vey⸗ ſchiebt nur zwei Finger am Flintenhals, Und ſchon iſt der Fuchs, ſeine Standarte ſchwen⸗ kend, verſchwunden. Dieſe winzige Bewegung hat ihm ſofort den Jäger verraten. Raubtiere greifen alſo Wild entweder dann an, wenn ihre Augen ihnen ſeine Bewegung verraten, oder wenn ſie es wittern oder höten. Die marderartigen Raubtiere ſind auf das mannigfaltigſte geſtaltet. Da ſind ſie zunächſt einmal kleine Formen, das Mauswieſel und das Hermelin, die typiſche Mausjäger ſind, aber auch größeres Wild angreifen. Sie ver⸗ laſſen den Boden kaum jemals. Was Edelmarder im Gezweig ſind, ſind Fiſchotter im Waſſer. Dieſe Fiſchjäger ſind des⸗ halb intereſſant, weil man ſie als Beginn einer Entwicklung werten kann, die möglicherweiſe auch einmal bei Formen enden wird, die wie Wale und Robben ausſehen. Endlich der Dachs, der ein plumpes Grabtier iſt und ſich infolge ſeiner geringen Behendigkeit auch von hilfloſen Jungtieren, Inſekten u. dgl. ernähren muß. Unter den hundeartigen Raubtieren iſt es ja eigentlich nur der Fuchs, der wirklich noch in Deutſchland frei lebt. Er iſt einmal ein rüſtiger Wanderer, der eigentlich während der ganzen Nacht unterwegs iſt, er iſt aber auch ein ge⸗ ſchickter Lauerer und Schleicher. Wie ein Wolf ſeine Beute zuſchande hetzen, kann der Fuchs nicht. Seltſamerweiſe iſt ein Hochgebirgsfuchs, der ſelten mit Menſchen in Berührung kommt, unendlich viel ſcharfſinniger, ſchlauer und ſcheuer als ein Fuchs, der, wie etwa die Füchſe des Berliner Grunewalds, täglich Hunderte von Menſchen hört und ſieht. Der Hochgebirgs⸗ ſuchs entſpricht einigermaßen dem liſtigen Reineke der Sage, während der„Menſchen⸗ fuchs“ ein ziemlich einfältiges Tier iſt, das man leicht übertölpeln kann, kennt man ſeine Sinnes⸗ organe und ihre Fähigkeiten. Wer dazu neigt, tieriſchen Verſtand zu überſchätzen, bedenke, daß Hunderte von Jahren Erfahrung nicht genügt haben, um Füchſen beizubringen, was ein Köderbrocken und was eine Falle iſt. So, wie ſie ſich früher im Tellereiſen fingen, ſo fangen ſie ſich jetzt im Schwanenhals, trotzdem ihre Naſe in der Lage ſein müßte, die menſchliche Hantierung feſtzuſtellen. Endlich bleibt nachzutragen, daß viele Raub⸗ tiere, Fuchs, Katzen und wohl auch Marder, ihrer Brut beſchädigtes oder ganz geſundes Wild mitzubringen pflegen, an dem ſie ihre kindlichen Fangkünſte üben können, ein grau⸗ ſames, aber notwendiges Verfahren. Raub⸗ tiere ſind gewißt nicht dumm und um ſo klü⸗ ger je größer die Gemeinſchaft iſt, in der ſie zu leben pflegen. Deshalb iſt ja auch mit dem Ein⸗ zelgänger Bär wenig anzufangen, und auch un⸗ ter den Hauskatzen gibt es genug, die eigent⸗ lich in Haus und Hof ein wildes Leben führen. Dagegen iſt der Hund, Nachkomme des Rudel⸗ tieres Wolf, der treueſte Gefährte des Men⸗ ſchen geworden, da er von Natur aus dazu neigt, ſich anzuſchließen und ſich unter ein Füh⸗ rertier, das durch den Herrn erſetzt wird, un⸗ terzuordnen. „hakenkreuzbanner' Spoet und Spiel Samstag, 12. Auguſt 1939 deutfchlands Antwork an Major Heſtgaaed „Die deutſchen Skiſportler“ haben den feſten Wunſch nach einem Friedensſchluß Im Anſchluß an die Beſprechungen zwiſchen dem Präſidenten des Internationalen Ski⸗Ver⸗ bandes(FIS), Major Oeſtgaard, und eini⸗ gen Vorſtandsmitgliedern der 738S ſowie dem Präſidenten des Organiſationskomitees der V. Olympiſchen Winterſpiele, Dr. Ritter von Halt, ließ Major Oeſtgaard an die wei⸗ teren Vorſtandsmitglieder der 7IS und an die der 75S angeſchloſſenen Landesverbände ein Rundſchreiben ergehen, aus dem zu entnehmen iſt, daß der internationale Ski⸗Verband in kei⸗ ner Form internationale Vorführungen aner⸗ kenne und bezüglich der Einberufung eines internationalen Ski⸗Kongreſſes ſagte Major Oeſtgaard, daß er ſich nicht an der Einberufung eines ſolchen Kongreſſes zu beteiligen wünſche. Außerdem erwähnt Major Oeſtgaard in ſei⸗ nem Rundſchreiben, daß die Einberufung eines Ski⸗Kongreſſes die Gefahr einer Zerſplitterung in ſich berge, vor allem aber würde die Durch⸗ führung von Ski⸗Wettbewerben bei den V. Olympiſchen Winterſpielen in Garmiſch⸗ Partenkirchen ſchädigend auf die von Norwegen auszurichtenden Ski⸗Weltmeiſterſchaften wirken und zugleich eine Uneinigkeit innerhalb des internationalen Ski⸗Verbandes ſchaffen. Darauf antwortete das Reichsfachamt Ski⸗ lauf dem internationalen Ski⸗Verband fol⸗ gendes: Der„Tag des Skilaufs“ in Garmiſch⸗Par⸗ tenkirchen enthält keine Vorführungsrennen und iſt daher auch keine Ski⸗Demonſtration, wie ſie mit Slalom⸗ und Sprunglauf beabſich⸗ tigt iſt. Die internationale Wettlaufordnung wird von dieſem„Tag des Skilaufs“ über⸗ haupt nicht berührt. Das Fachamt Skilauf hat gemeinſchaftlich mit dem Organiſationskomitee für die V. Olympiſchen Winterſpiele alles ge⸗ tan, um eine Benachteiligung der Ski⸗Weltmei⸗ ſterſchaften durch die olympiſchen Sli⸗Wett⸗ bewerbe zu verhindern, indem es ſämtliche Teilnehmer auf ſeine Koſten zum Beſuch der Olympiſchen Winterſpiele einläd, und ſomit eine weitere finanzielle Belaſtung ausſchaltet. Auch die überſeeiſchen Nationen werden von Deutſchland eingeladen, wodurch ſich die Koſten dieſer Ski⸗KLäufer für die Weltmeiſterſchaften gleichfalls verringern. Die Teilnahme an dieſen Weltmeiſterſchaften dürfte dadurch doch nur we⸗ fentlich gefördert werden. Außerdem wird feſt⸗ geſtellt, daß eine Zerſplitterung in der FJS ſchon längſt beſteht. Der Zweck des deutſchen Antrages auf Einberufung eines Ski⸗Kongreſ⸗ ſes, iſt gerade, dieſe vorhandene Zerſplitterung zu beſeitigen. Die deutſchen Skiſportler haben den feſten Wunſch nach einem Frie⸗ denſchluß vor den Olympiſchen Win⸗ terſpielen. Wenn dieſe Gelegenheit ver⸗ ſäumt wird, ſoll die deutſchen Skiläufer nicht die Verantwortung für das dem Skiſport ab⸗ trügliche Verhalten einiger§-Mitglieder treffen. Der deutſche Skilauf hat jedenfalls ſei⸗ nen guten Willen gezeigt! Der deutſche Antrag Zur Beſeitigung der Schwierigkeiten, die der Teilnahme der Skiläufer aller Welt an den V. Olympiſchen Winterſpiele Garmiſch-Parten⸗ kirchen im Wege ſtehen, wird dem Außeror⸗ dentlichen FöS⸗Kongreß, der wie nordiſche Blätter zu melden wiſſen, in Kopenhagen ſtatt⸗ finden ſoll, folgender deutſcher Antrag zur Be⸗ ſchlußfaſſung vorgelegt werden: „Die 738 beteiligt ſich an den Winterſpielen 1940 in Garmiſch⸗Partenkirchen nach den Wettkampfregeln der FJS. In Uebereinſtim ⸗ mung mit den olympiſchen Vorſchriften geben die Mitglieder der 738 ihre Meldungen über die Nationalen Olympiſchen Komitees an das Organiſationskomitee für die Olympiſchen Winterſpiele in Garmiſch⸗Partenkirchen. Die Nationalen Olympiſchen Komitees entſcheiden, wer nach den Amateurregeln des IOn in Gar⸗ miſch⸗Partenkirchen ſtartberechtigt iſt.“ Auftrauen führt:0 In Seabright(USA) wurde der Davispokal⸗ Endrundenkampf der Amerikazone zwiſchen Kuba und Auſtralien begonnen. Erwartungs⸗ gemäß brachten ſich die Auſtralier gleich am erſten Tage eindeutig:0 in Front. Zunächſt ſchlug Bromwich den Kubaner Aguero:6,:0, :2 und anſchließend war Quiſt über Morabes leicht:0,:2,:2 erfolgreich. Damit können die Auſtralier eigentlich ſchon als Zonenſieger und Gegner Jugoſlawiens in der Interzonen⸗ runde angeſehen werden. Stkaßeniahrer ſtarten in öriefenheim Die Frieſenheimer lieben die Abwechſlung. Während bei ihrem letzten Rennen die Elite der deutſchen Bahnamateure im Fliegerfahren an den Start ging, hat man für die am 13. Auguſt in Frieſenheim ſtattfin⸗ denden Bahnrennen als beſondere Zug⸗ nummer eine Reihe der beſten deutſchen Stra⸗ ßenfahrer verpflichtet. Unter dieſen befinden ſich ſelbſt ſolche, die der deutſchen National⸗ mannſchaft der Straße angehören, ſo Meurer (Tilſit) und die Chemnitzer Gänsler, Preiskeit und Bolte, zu denen ſich noch die Bielefelder Oberquelle und Venedey geſellen. An bekannten Bahnfahrern haben Kneller(Bonn) und Klein (Dülgen), Poſtler und Viehmeyer aus Pader⸗ born, Alberty⸗Pöpping(Münſter), Greiner (Mülheim) und Dykſtra(Krefeld) ihre Mel⸗ dung bereits abgegeben. Hinzu kommen noch die bekannten Bahnfahrer aus Mannheim, Lud⸗ wigshafen und der näheren Umgebung, die ia ſtets mit von der Partie ſind. Da Straßenfahrer die Hauptwettbewerbe be⸗ ſtreiten, hat man natürlich dieſem Umſtand Rechnung getragen und ſich auf„lange Strek⸗ ken“ verlegt. Denn in einem 100⸗Runden⸗ Punktefahren als Einleitung des Renn⸗ tages und in dem den Abſchluß bildenden 3⸗Stunden Mannſchaftsfahren wird man die, geſamte Fahrerelite am Ablauf ver⸗ ſammelt ſehen. Auf den Zweikampf zwiſchen den Spitzenfahrern der Straße und denjenigen der Bahn darf man bei der nun einmal herr⸗ ſchenden Rivalität beſonders geſpannt ſein. Na⸗ mentlich das Mannſchaftsfahren, das zugleich als Fubiläumsrennen des Ver⸗ anſtalters geſtartet wird— der Radfahrer⸗ Club 1899 Frieſenheim begeht die⸗ ſes Jahr bekanntlich ſein 40ſäh⸗ riges Vereinsjubiläum— dürfte es „in ſich haben“. Sind doch hier nicht weniger als zwölf Wertungen vorgeſehen und zahlreiche Ueberrundungs⸗ und Spurtprämien ſtehen ſchon jetzt zur Verfügung. Daß dieſe dem Rennen mächtigen Auftrieb verleihen, verſteht ſich am Rande. Da wird es alſo nicht allein auf der Bahn ſelbſt, ſondern auch auf den Rängen wie⸗ der hoch hergehen! Reichswerbetag für dos Kindermmenen Zum erſtenmal führt der NSRe einen Reichswerbetag für das Kinderturnen vor den Glumpiſchen Winterſpielen durch. Als Termin iſt für alle Orte des Rei⸗ ches der 23. September d. J. gewählt worden. An dieſem Tag ſollen alle Vereine des NSRO mit ihren Kindergruppen an die Oeffentlichkeit treten und durch vorbildliche Arbeit und Wer⸗ bung durch Wort und Bild den Weg für die Erfaſſung der vor⸗ und grundſchulpflichtigen Jugend, alſo der drei⸗ bis neunjährigen Kin⸗ der beiderlei Geſchlechts, freimachen. Das Reichsfachamt Turnen, dem die Betreuung des Kinderturnens obliegt, erwartet von jedem Ver⸗ ein, daß er die Wichtigkeit und die Bedeutung des Kinderturnens für die Vereine erkenntund ſich mit allen Kräften für das Gelingen unſ den Erfolg des Werbetages einſetzt. Für die einheitliche Durchführung ſind Richtlinien feſt⸗ gelegt worden, in denen u. a. darauf hingewie⸗ ſen wird, daß alle von den Kindern gezeigten Uebungen ſo einfach ſein ſollen, daß fremde Kinder ſie ohne weiteres mit Freude und Be⸗ friedigung mitmachen können. Tänze und Sing⸗ ſpiele ſollen ebenſo wenig fehlen wie Geſang. Das Werbeplakat und Werbeblatt des NSR iſt rechtzeitig anzufordern. Imw hat Deit telegraphiich kommen lapen maſſenſturz beim zweiten Trainingstag auf dem Sachſenring in Hohenſtein⸗Ernſtthal Der zweite Trainingstag beſcherte den Teil⸗ nehmern am Erſten Großen Motorradpreis von Großdeutſchland auf dem Sachſenring in Hohenſtein-Ernſtthal herrliches, nur für die Motoren zu heißes Wetter. Die Folge davon war, daß mit Ausnahme der 250⸗cem⸗Klaſſe keine kürzeren Rundenzeiten als am Vortag er⸗ zielt wurden. An die Spitze ſetzte ſich der Ita⸗ liener Sandri auf Guzzi mit 133,9 Stdkm. Auch Winkler auf Auto⸗Union/ DaW verſuchte zu trainieren, mußte aber ſchon bald einſehen, daß ſeine im Trainina zum Großalocknerrennen er⸗ littenen Verletzungen es ihm unmöalich machen, ein derart ſchweres Rennen durchzuſtehen. Winkler wird alſo am Sonntag nicht ſtaxten. In der 350⸗cem⸗Klaſſe hat NSu ſeine Mel⸗ dungen zurückziehen müſſen, ſo daß alſo die drei DaW⸗Fahrer Fleiſchmann, Hammelehle und Wünſche allein den Kampf gegen die eng⸗ liſche Velocette auszufechten haben, Eine Ueberraſchung iſt die Teilnahme des Enalän⸗ ders J. Weſt in Hohenſtein⸗Ernſtthal. BMW hat, den tüchtigen Briten, der bereits bei der Touriſt⸗Trophy hinter Europameiſter Meier auf einer BMW den zweiten Platz belegte telegraphiſch von London kommen laſſen. Auf einer alten Traininasmaſchine fuhr er ſich auf dem Sachenxring ein, wobei er auf:03,4 Min. oder 128,9 Stdkm. für ſeine ſchnelle Runde kam. Heufer im Bech: Crot (Eigenbericht des„HB') rd. Berlin, 12. Auguſt. Mit einem Programm, wie es intereſſanter nicht ſein konnte, eröffnete der Berliner Sport⸗ palaſt am Freitagabend die neue Boxſaiſon. Zwei Kämpfe ſtanden im Mittelpunkt des In⸗ tereſſes: Heuſer gegen Merlo Preeiſo und Weiß gegen Aurel Toma. Adolf Heuſer, unſer Europameiſter im Halb⸗ ſchwergewicht, konnte das Gewicht nicht brin⸗ gen und verlor daher ſeinen Titel bereits auf der Waage. Daß er dann den Kampf ſelber in der 2. Runde bereits entſcheidend gewann, be⸗ wies am beſten, daß er die ſchwere Nieder⸗ lage, die ihm Schmelings Rechte beibrachte, reſtlos verdaut hat. Im Anſchluß daran boxten Ernſt Wei gegen Aurel Toma um die Europameiſterſchaft Die beſte Zeit erreichte auch am Freitag in die⸗ ſer Klaſſe der tüchtige Italiener Serafini auf Gilera mit 144 Stdkm. Es folaten Kurt Mans⸗ feld auf BMW mit 142.5 Stdkm., Karl Rühr⸗ ſchneck auf BMW und Lodermeier auf BMW. In den Straßen von Hohenſtein⸗Ernſtthal ereignete ſich am Freitag ein zunächſtſt ſchwie⸗ rig ausſehender, dann aber glücklicherweiſe harmlos verlaufener Maſſenſturz. Durch Blockierung ſeines Motors geriet der Saar⸗ brückener Privatfahrer Loßmann ins Schleu⸗ dern. Hinter ihm folgten in hohem Tempo der Italiener Vailati auf Gilera und Kurt Mansfeld. Beide verſuchten auszuweichen, ſtürzten aber ebenſo wie der Eiſenacher BMW⸗ Fahrer Kellner. Als Einziger trug Vailati einige nen Bi en davon, doch werden ihn die leichten Prellungen am. Becken und an der Schulter nicht daran hindern, am Sonntag zu ſtarten. Schlimm ſah es um die Maſchinen aus, die man aber bis Sonntag wieder hinbe⸗ kommen wird, ebenſo wie die BMW von Lo⸗ dermeier, die bei einem Sturz Schaden ge⸗ nommen hatte. Aehnlich wie auf dem Nür⸗ burgring, wird auch am Sonntag unſer ſtol⸗ zes Luftſchiff„Graf Zeppelin“ dem Renntag „beiwohnen“ und über dem Sachſenring einige Schleifen ziehen. ..⸗Gleg Titel vexloxen im Bantam⸗Gewicht. Runde auf. Das Meueste in Kürze Ernſt Lehner wird nach wie vor ſeinem alten Verein SSV Schwaben Augsburg zur Ver⸗ fügung ſtehen. Nach einem nur wenige Tage dauernden Aufenthalt in München iſt Lehner wieder an ſeinen alten beruflichen und ſport⸗ — in Augsburg zurück⸗ gekehrt. * Die Fußball⸗Gaufachwarte wurden von Reichsfachamtsleiter Linnemann für den 26. und 27. Auguſt zu einer Tagung nach Bremen eingeladen. Hierbei ſollen alle ſchwebenden Fragen, die ſich im Hinblick auf Helſinki und zu Beginn der neuen Spielzeit ergaben, erör⸗ tert werden. Toma gab in der 12. * Die Sommerſpiel⸗Meiſterſchaften der ſüd⸗ deutſchen Gaue ſind zum 27. Auguſt nach Stutt⸗ gart⸗Cannſtatt angeſetzt. An dieſer Ausſchei⸗ dung zu den Deutſchen Meiſterſchaften nehmen die Gaumeiſter und Gauſieger von Württem⸗ berg, Baden, Bayern und Südweſt teil. Mannheims Fünibeſten⸗Lſie der Lechla hieten Ueckermanns 10,5 und die 4,4 der poſtſtaffel deutſche Jahresbeſtleiſtung Mit dem Monat Auguſt tritt die Leichtathle⸗ tik ſchon wieder in den Hintergrund. Wären nicht noch die beiden Länderkämpfe gegen Eng⸗ land und Schweden in Köln bzw. Berlin, ſo würde wohl König Fußball wieder eindeutig das Feld beherrſchen. Aber ſo iſt es doch noch nicht ganz ſo weit. Neben den beiden Länderkämpfen ſtehen auch noch eine Reihe bedeutender Kämpfe aus. Da ſind einmal die Kampſſpielmeiſterſchaften in Nürnberg, dann die Endkämpfe um die Deut⸗ ſchen Vereinsmeiſterſchaft, die auch in den Gauen nochmals einen Entſcheidungskampf bringen ſollten und daneben noch einige grö⸗ ßere Sportfeſte, die gleichfalls geeignet ſind, dem olympiſchen Sport noch in den Vorder⸗ grund treten zu laſſen. Bevor Mannheims Leichtathleten in das letzte Drittel der nicht gerade langen Wettkampf⸗ ſ00 treten, wollen wir nochmals eine Leiſtungs⸗ ſchau unſerer Aktiven bringen, die am beſten den Fortſchritt beleuchtet, den dieſe in den we⸗ nigen Sommermonaten gemacht haben. In vorderſter Front marſchieren unſere Sprinter mit Karl Neckermann und der Poſt⸗ ſtaffel an der Spitze, bedeuten doch die 10,3 und 41,4 für die 100 und 4 mal 100 Meter nicht nur Mannheimer, ſondern deutſche Beſtzeit Daneben haben ſich auch unſere anderen Sprin⸗ ter gut enwickelt, wie der 46er Rüger, der Po⸗ liziſt Schultis und natürlich auch die Kamera⸗ den Neckermanns wie Köſter, Schmidt, Herr⸗ werth und Feuerſtein. Die Mittelſtrecken laſſen noch zu wünſchen übrig. Wir waren da zu Nehbs Zeiten doch etwas ſtärker. So konnten wir damals z. B. alle fünf erſten Mannheimer mit Zeiten unter 2 Minuten melden. Willi Abel iſt noch immer dominierend, wenn auch der Nachwuchs mit Piſter(Necharau), Hockenberger(46) und Seitz (MTG), ſowie dem Poſtler Neunfinger mäch⸗ tig nachdrängt. Langſtreckler hat Mannheim einmal gehabt Wir denken dabei an Haas, und ſpäter die Brauch und Engner uſw. Heute iſt es aber ruhig geworden. Für die 10 000 Meter beſteht faſt überhaupt keine Neigung, dafür ſſnd allerdings unſere 5000⸗Meter⸗Männer etwas ſchneller und auch zuverläſſiger geworden. Ueber die Hürden gehen faſt nur die Athle⸗ ten von den Vereinen, die dieſe Uebung wegen der DVM ablegen müſſen; aber Poſt und T 46, Marquet und Hexrwerth beherrſchen hier klar die Lage. Als Nachwuchskämpfer könnte der Weinheimer Müller angeſehen werden, doch fehlt dieſem die Wettkampfmöglichkeit und auch die Trainingspartner. Der Vfe Neckarau führt in den Staffeln über 4 mal 400 und 3 mal 1000 Meter und bleibt damit der Tradition im Verein treuz ſeit Jahren dominieren die Neckarauer in den Mittelſtrecken. In den Sprüngen hapert es noch. Hier liegt die Urſache wohl in erſter Linie darin, daß ein Teil der begabteſten Springer ſich auf den Lauf ſpezialiſiert haben und den Sprung faſt ganz vernachläſſigen. Kahrmann liegt im Drei⸗ und Hochſprung an der Spitze, im Weitſprung wurde er von dem Seckenheimer Herre abgelöſt, der auf der gewiß nicht überragenden Brühler Bahn 6,63 Meter geſprungen iſt. Waibel iſt im Stabhochſprung mit 3,61 Meter ſeinen Kon⸗ kurrenten weit voraus. In den techniſchen Uebungen liegt Greulich im Diskus und Hammerwerfen in Führung. Die Front der Diskuswerfer iſt etwas dichter geworden, aber die Hammerwerfer ſind ſchwä⸗ cher geworden, mit Ausnahme Greulichs, der in dieſem Jahr regelmäßig im Wettkampf über 50 Meter geworfen hat. Büttner hat im Speer⸗ werfen noch keinen Nachfolger gefunden und ſteht mit ſeinen faſt 60 Meter einſam an der Spitze. Durchweg ſchwach ſind unſere Kugel⸗ ſtoßer. Mannheims Frauenleichtathletik ſta⸗ gniert. Zu dieſer Feſtſtellung kommt man, wenn man ſich die Beſtenliſte betrachtet und auch, wenn man die Kämpfe verfolgt hat. Vielleicht würde Mannheim beſſer daſtehen und hätte auch in der Fünfkampfmeiſterſchaft einen ſchönen Erfolg feiern dürfen, wenn nicht Frl. Hübner von der Poſt gerade in ihrer beſten Form ſich verletzte und ausſetzen mußte. Frl. Wendel(Poſt) führt gleich dreimal die Liſte an, wie überhaupt Poſt bei den Frauen tonangebend iſt und lediglich im Speerwerſen Hoffen wir, eine Wendung nicht den erſten Platz einnimmt. daß die letzten Wochen noch zum Beſſern bringen und auch Mannheims Frauenleichtathletik wieder vorwärts geht. Männer 5 100 Meter: Neckermann(Poſt) 10,3; Köſter(Poſt) 10,7; Herrwerth(Poſt) 10,9; Schultis(Polizei) 10,9; Rüger(46) 10, 9. 200 Meter: Neckermann(Poſt) 21,2; Köſter(Poſt) 21,6; Schmitt(Poſt) 21,7; Rüger(46) 21,9; Schultis (Polizei) 22,3. 400 Meter: Köſter(Poſt) 50,8; Ludwig(Vfe) 51,6; Aechtner(46) 51,9; Bünte(46) 52,0; (MTG) 52,2. 15 ging 800 Meter: Piſter(VfL):58,0; Hockenberger(46) :59,3; Lang(VfLs):00,0; Nies oſt):00,5: 4819:010.(Poſt):00,5: Abel 1500 Meter: Abel(Vfe):04,0; Hockenberger(46) :05,4; Lipuſchek(Poſt):13,0; Neunfi 9 :16,6; Brieden(ME0):17,0. n in 5000 Meter: Brieden(MTG) 15:56,4; Weidmann (Poſt) 16:06,6; Daurer(Poſt) 16.20,0; Hotter(Poſt) 16:41,8; Fiſcher und Lipuſchek(Poſt) 16:50,9. 110 Meter Hürven Matquet(Poſt) 15,47 Hern werth(Poſt) 15,5; Schmidt(Poſt) 15,7; Müll 52 Weinheim) 18,2; Bibulſki und Keller(46) 19,4 400 Meter Hürden: Marquet(Poſt) 56,6; Schmidt (Poſt) 59,1; Iſele(46) 59,2; w P.; Weiler(Poft) 92,4. 4100 Meter: 1. Poſtſportverein 41,4; Mannhei⸗ mer Turngeſellſchaft 43,7; TV 46 43,7; Woftſport⸗ verein II 43,7; Sp 98 Schwetzingen 45,4. 4 400 Meter: Vfe Neckarau:26,6; TV 46 Mann⸗ heim:30,4; MTG:32,0; Poſtſportverein:45,3. &41000 Meter: VfL Neckarau:59,4; Poſt ⸗ verein 3213,6 Mrch 328,0; 2 46%0ꝓ. Hochſprung: Kahrmann(Polizei) 1,75: Dr. Jun (MeG) 1,70; Fetzer(Ladenburg).70; Bögle Gien⸗ lußheim) 1,70; Marquet(Poſt) 1,68. Weitſprung: Herre(Fahn Seckenheim) 6,63; Büthe (Käfertal) 6,59: Kahrmann(Polizei).03 Recher⸗ mann(Poſft) 6,52; Fetzer(Ladenburg) 6,51. Stabhochſprung: Waibel(Poſt) 3,61; Follmann (46) 3,30; Buß(Waldhofz 3,10; öhl(46) 3,10; Schepp und Dohm(Poft) 2,91. Dreiſprung: Kahrmann(Polizei) 14,17; Herrwert (Poſt) 13,89: Fetzer(Ladenburg) 13,59; Kuhsmann (Schwetzingen) 13,40: Neckermann(Poſt) 13,09. Kugelſtoßen: Lautenbach(98 Schwetzingen) 13,18; Schebler(46)˙ 12,52; Hotz(Polizei) 12,46: Abei (Vfe) 12,22; Sutter(Poſt) 12˙22. Diskuswerfen: Greulich(46) 40,56; Schmidt(Poſt) 40,14; Abel(Vfe) 39,62; Dr. Jung(MT„40: e Hammerwerfen: Greulich(46) 53,38; Hotz(Polizei) 43,75; Schölch(Poſt) 41,70; Hermann oſt) 40,14; Maas'(46) 38,95. 005 Sofß— 3 e rg) 51,00; Hoffmann(4 0,83; Abel 5 50,22; Kiefer(46) 49,09. Frauen 100 Meter: Wendel(Poſt) 12,4; Demand(Poſt) Ga) 1308.(MTGy) 13,3; Scheerle(Poſt) 13,6; Sanz 200 Meter: Wendel(Poſt) 25,8; Haas(Poſt) 30,9. 0 Meter Hürden: Scheerle(Poſt) 12,7; Wendel 8 (Poſt) 13,4; 14,5; Kohler(Poſt) 15,43 Schwind(MTG) 16,4 &100 Meter: Poſtſportverein 1 51,2; Poſtſport⸗ verein II 53,6 MTG 56,3; VfR 59,0; S Edin⸗ gen 59,7. 15, A Kerie 1,35; Strei 35; Sta Edingen) 1,35; Eich⸗ ner(MTG).,35. 0 Weitſprung: Wendel(Poſt) 5,27: Ranfft(Germa⸗ nig) 5,06; Braun(MTo) 5,00; Schleckmann(Neu⸗ lußheim) 4,81; Scholl(Poſt) 4,80. Kugelſtoßen: Hübner(MTG) 11,65, 10,83; Fuchs(VfR) 10,58; Krank Kropp(Poſt) 9,19. Diskuswerfen: Ott(Poſt) 36,30; 33,25; Hübner(Poſt) 29,86; Kehl(VfR) 24,72. Speerwerfen: Meyer(MTG) 34,68; Leichert(Poſt) 32,53; Fuchs(VfR) 29,65; Kohler oſt„98: Braun(MTG) 26,09. Was Wird im Gudeten⸗Iußballgau: „Noch nicht geklärt iſt im Gau XVIII Sudeten die Frage der Gauliga⸗Zuſammenſtelluna im Ott(Poſt) (Poſt) 9,68; Fuchs(VfR) Fußbal. Es beſteht die Abſicht, zwei Grupven zu ſechs Vereinen zu ſchaffen, dexen Sieger dann den Gaumeiſter ermitteln ſollen. Wahr⸗ ſcheinlich werden auch die„Deutſchen Sport⸗ brüder Prag“, die der Traditionsverein des deutſchen Fußballſports in der Protektorats⸗ 4 Hauptſtadt ſind, und der SV Jägerndorf, der bereits der ſchleſiſchen Gauliga zugeteilt wer⸗ den ſollte, in den beiden Gruppen der Sudeten⸗ Gauliga zu finden ſein. Rufer Bäurle(46) 29,300 4 DiD Dem bericht des J lehrsminiſters gegeben, in de lurforſchung n toriſierungspo einanderſetzt. 3 das Ver es in der mit ſeine entwickeln Das Beiſpie dere auf die 7 lende Maßnal tigſten Voraus fahrzeugverwe und das Ve tandsentwickli in Polen wei europäiſchen e nen größere L terhaltung vor werden. Dem hie während die Eiſenbahn Quadratkilome 4 15 46 Kilon Fläche betrug. zum mindeſten trifft— für 2 denn von 590 die in dieſen ſollen ſich n einem kraf ſtand befinde Die polniſe entſcheider und wehrw punkten bef Entwicklung b llich darauf ge Heeres⸗ aber ſchaffen bzw. eeiner raſcheren beſtände trat einen Seite v fahrzeuginduſt anderen das wickeln. Unter falls der Kraf— 10936 ſank die * un rittel, die Ze Dirittel— entf 1935 zu einer poolitik. Im zeſtreben, der auszubauen. Der wichtig rungspolitik n Gebiet der E brachte der vom März 193 die Staatliche inne hatten, u diſchen Produ Markt wieder geben. Vor all gen für die E Montagew zeſſion wurde wichtigſten C für den Opel, es zu einem Automobilindi eſſengemeinſche zem auch fran nault der W eine im zenti tende Montag⸗ Seit Ende Regierung vie um auch die K Im Mai 1936 nach deut —erleichteru preis der Kraf pflichtigen E Mitte 1936 ſe Klraftſtoffſteuer 35 S preiſe. Im wagen, Autobr ——— ———— —————————— —— n Miſter Eden ent eſſſelteg das„. das Orakel dieſe lige Selbſtertenn eindeuti⸗ Anlaß, die D40 des kapitali ſcharf zu beleucht länder in die W tal, der ein Rau ſoll. Der Kapitalis ler ſagte, er ſei eiſchaft dem letzten Loe Ausbeutung und ebenſo wenig ei hal den Tagen alb geht es heu nur noch um de ben Jahrhunder wieder von Zeit derer Völker au iſt zum„ gläubigkeit Dies zu verſch Lügen, helfen k. guſt 1959 deutſche Volkswirtſchaft Samstag, 12. Guguſt 1959 ſt und TV rſchen hier pfer könnte ſerden, doch it und auch n Staffeln. Meter und„Dtiib Dem ſoeben erſchienen neuen Wochen⸗ erein treuyn bericht des Inſtituts für Konjunkturforſchung uer in den nh Verlagsanſtalt AG., Hamburg⸗ nosbek) iſt eine im Auftrag des Reichsver⸗ lehrsminiſters bearbeitete Sonderbeilage bei⸗ gegeben, in der ſich das Inſtitut für Konjunk⸗ lurforſchung mit der Frage der polniſchen Mo⸗ toriſierungspolitik und ihrer Ergebniſſe aus⸗ einanderſetzt. Darin wird eingangs betont, daß Hier liegt in, daß ein uf den Lauf g faſt ganz Drei⸗ und F 5 ſich das Verkehrsweſen eines Lan⸗ re ugeln det Regel nur im Gleichtakt en Bii mit ſeinen produktiven Kräften Waibel ift entwickeln läßt; auch der Motoriſierungs⸗ ſeinen K grad wird letztlich durch den Stand der land⸗ mening wirtſchaftlichen und gewerblichen Gütererzen⸗ gung und die Intenſität des Güteraustauſchs bFuh beſtimmt. „ühng Das Beiſpiel Polen zeigt, wie weni g beſon⸗ ſind ſahwi dere auf die Förderung der Motoriſierung zie⸗ lende Maßnahmen vermögen, wenn die wich⸗ ne Vorausſetzungen für eine breitere Kraſt⸗ fahrzeugverwendung, nämlich die Kaufkraft und' das Verkehrsbedürfnis, fehlen. Wohi⸗ tandsentwicklung und Volkseinkommen liegen in Polen weit unter dem weſt⸗ und mittel⸗ europäiſchen Standard. Der Bevölkerung kön⸗ en größere Laſten für den Bau und die Un⸗ eulichs, der tkampf über t im Speer⸗ unden und am an der ſere Kugel⸗ athletik ſta⸗ ommt man, terhaltung von Verkehrswegen kaum auferlegt rachtet und werden.——35— iſt das Eiſenbahn⸗ gt hat. und Straßennetz für europäiſche Vorſtellungen er daſtehen nur ſchlache entwickelt. Auf 100 Quadratkilo⸗ meiſterſchaft meter Fläche kamen Ende 1936 5,2 Kilometer wenn nicht Eiſenbahn und 15,3 Kilometer chauſſierte Stra⸗ e in ihrer hie während in Deutſchland zur gleichen Zeit ie Eiſenbahndichte 14,6 Kilometer je 100 tzen mußte. dreimal die Quadratkilometer Fläche und die Straßendichte den Frauen 15 46 Kilometer je 100 Quadratkilometer Speerwerfen Fläche betrug. Dieſer Vergleich fällt aber— Hoffen wir, zum mindeſten ſoweit er das Straßenweſen be⸗ »Wendung irifft— für Polen noch viel zu günſtig aus, Mannhei denn von 59 000 Kilometer polniſcher Straßen, 3 5 die in dieſen Vergleich einbezogen wurden, geht. ſollen ſich nur 190000 Kilometer in einem kraftverkehrstauglichen Zu⸗ ſtand befinden. Die polniſche Motoriſierungspolitik wird entſcheidend von wehrpolitiſchen und wehrwirtſchaftlichen Geſichts⸗ punkten beſtimmt. Im erſten Abſchnitt ihrer Köſter(Poſt) Bolizei) 10,9; Köſter(Poſt) 1,9; Schultis udwig(Vfe) Entwicklung bis etwa 1935 war ſie ausſchließ⸗ 52,0; Ruegg lich darauf gerichtet, die Grundlagen für die Heeres⸗ aber auch Wirtſchaftsmotoriſierung zu ſchaffen bzw. zu verbeſſern. Das Intereſſe an einer raſcheren Vermehrung der Kraftfahrzeug⸗ beſtände trat demgegenüber zurück. Auf der einen Seite verſuchte man, eine eigene Kraft⸗ fahrzeuginduſtrie ins Leben zu rufen, auf der anderen das Straßenweſen ſchneller zu ent⸗ wickeln. Unter dem Eindruck des ſchnellen Ver⸗ falls der Kraftfahrzeugbeſtände— von 1931 bis 1036 ſank die Zahl der im Verkehr befindlichen * und Laſtkraftwagen um etwa ein Dirittel, die Zahl der Omnibuſſe ſogar um zwei Drittel— entſchloß ſich die polniſche Regierung 13935 zu einer neuen aktiven Motoriſierungs⸗ politik. Im Vordergrund ſtand 6 das Beſtreben, den Kraftfahrzeugpark beſchleunigt auszubauen. Der wichtigſte Schritt der neuen Motoriſie⸗ rungspolitit war die Umorientierung auf dem enberger(46) :00,5; Abel enberger(46) finger(Poſt), ; Weidmann Hotter(Poſt) :50, 9. 15,4; Herr⸗ : Müller(62 19 6,6; Schmidt (Poſt) 59,6; 4; Mannhei⸗ 1 Poſtſport⸗ TV 46 Mann⸗ erein:45,3. — 4; Poftſport- 10,0. Gebiet der———„Den Wendepunkt %½ Dr. Jung briti chpolniſche Handelsvertrag berachte der vom März 1935. Das Monopol, das bis dahin 6,63; Büthe die Staatlichen Ingenieurwerke in Warſchau 6,56: Recker. inne hatten, wurde gelockert und den auslän⸗ 3 diſchen Produzenten der Weg zum polniſchen ; Folmann Markt wieder in erheblichem Umfang (46) 3,10) geben. Vor allem ſchuf man die Vorausſetzun⸗ gen für die Errichtung ausländiſcher RMontagewerke in Polen Die erſte Kon⸗ zeſſion wurde Mitte 1936 für die Montage der wichtigſten General⸗Motors⸗Erzeugniſſe und für den Opel„Olympia“ erteilt. Ende 1938 kam es zu einem Vertrag zwiſchen der deutſchen Automobilinduſtrie und der Kattowitzer Inter⸗ eſſengemeinſchaft. S wurde vor kur⸗ zem auch franzöſiſchen Wagen der Firma Re⸗ nault der Weg zum polniſchen Markt über eine im zentralen Induſtriegebiet zu errich⸗ tende Montagefabrik freigegeben. Seit Ende 1935 werden von der polniſchen Regierung vielfältige Anſtrengungen gemacht, um auch die Kraftfahrzeugnachfrage anzuregen. Im Mai 1936 wurden allen utomobilkäufern nach deutſchem Vorbild Steuer⸗ erleichterungen eingeräumt. Der Kauf⸗ (pPoſt) 30,9. preis der Kraftwagen kann ſeitdem vom ſteuer⸗ 2 öſh n Ffücheigen Einkommen, gogezogen werdrie Mitte 1936 ſetzte die polniſche Regierung die 2; Poſtſport. Kraftſtoffſteuer erheblich herab und ermöglichte ; TV Edin⸗ damit eine Senkung der Kraftſtoff⸗ preiſe. Im Juli 1937 wurden für Laſtkraft⸗ wagen, Autobuſſe, Sanitätsfahrzeuge, aber auch 4 „Die entfesselten 1 Miſter Eden meinte kürzlich:„Die Tage der 3 e Banditen Europas ſind 4 ezäh'lt“.„Die wirtſchaftspolitiſche Parole“ faßt bas Orarel dieſes„Super⸗Einkreiſers“ als unfreiwil⸗ lige Selbſterkenntnis Auf und nimmt ſie in einem er⸗ 4 eindeutigen Aufſatz von Carl Fluhme zum nlaß, die gegenwärtige Situation Sr. Heiliakeit des kapitaliſtiſchen Banditentums ganz ſcharf zu beleuchten, jenes vom Juden und vom Eng⸗ allgau? länder in die Welt' geſetzten Glaubens an das Kapi⸗ tal, der ein Rauſchgift iſt, an dem ſie zugrunde gehen S oll. Ir Se Der Kapitalismus, von dem Bernhard Köh⸗ iſtellung im lerſagte, er ſei kein Wirtſchaftsſyſtem, ſondert die ſei Gruppen Herrſchaft der unſittlüchkeit, pfeift auf ren Sieger dem letzten Loch. Denn hinter der kapitaliſtiſchen llen. Wahr⸗ Ausbeukung und Verſklavung ſteht kein Ideal und n. f ebenſo wenig eine Idee. Die Idee des Empire iſt hen Sport⸗ ſeit den Tagen der Bueen im Hinſterben und des⸗ sverein des halb geht es heute nicht einmal miehr darum, ſondern zrotektorats⸗ nur noch um den Geldbeutel. Seit über einem hal⸗ d ben Jahrhundert bemüht ſich England, ihn immer erndorf, der wieder von Zeit zu Zeit durch Blut und Elend an⸗ geteilt wer⸗ er Sudeten⸗ Bögle(Neu⸗ 7; Herrwerth Kuhsmann ) 13,09 ngen) 13,183 12,46; Abel chmidt(Poſt) NTG) 38,40; Hotz(Polizei) (Poſt) 40,14; 59,08; Rufer ; Abel(Vfs) »mand(Poſt) )13,6; Haas enkebach(46) ) 1,35; Eich⸗ nfft(Germa⸗ kmann(Neu⸗ „ Ott(Poſt) (Poſt) 9,68; Fuchs(Vfn) (460) 29,300 eichert(Poſt) Poſt) 26,98; 82 derer Völker aufzufüllen: Die Manig ulation iſt zum„Vaterunſer“ der Buſineß⸗ gläubigkeit geworden. Dies zu verſchleiern, helfen keine noch ſo fauſtdicken Lügen, helfen keine Ablenkungsmanöver mit Begrif⸗ Perſonenkraftwagen, die beſtimmten Mindeſt⸗ bedingungen des Kriegsminiſteriums genüg⸗ ten, Prämien ausgeworfen. Im September des gleichen Jahres befreite man die Beſitzer von Tankſtellen und Garagen von der Ge⸗ werbeſteuer. Ferner wurden die Abgaben, die bis dahin Laſtkraftwagen, Traktoren, Anhän⸗ ger und an den Wegefonds zu zahlen hatten, aufgehoben. Zur Förderung der Kreditkäufe führte die Regierung ein Regiſter⸗ pfandrecht für auf Abzahlung gekaufte Fahr⸗ zeuge ein. Wehrpolitiſch aber auch wirtſchaft⸗ lich von Bedeutung waren die Maßnahmen, die zur Typenverringerung ergriffen wurden. Im ganzen ergibt ſich das Bild einer ſyſtematiſchen, dem deutſchen Vorbild ſtark angenäherten Kraft⸗ verkehrsförderung. Die aktive Motoriſierungspolitik der polni⸗ ſchen Regierung führte zu einem Anſtieg der Neueinſtellungen, der im Verhältnis zu dem Tiefſtand des Jahres 1935 erheblich. abſolut aber immer noch beſcheiden war. 1935 waren nur noch etwa 2500 Perſonenkraftwagen und 1000 Laftkraftwagen zugelaſſen worden. 1938 wurden ſchon über 9000 Perſonen⸗ und über 4000 Laſtkraftwagen neu in den Verkehr ge⸗ ftellt. Neraleichsweiſe wurden aber in Deutſch⸗ land 1938 rund 223 000 Merſonenkraftwagen zugelaſſen, in der Reichshauptſtadt Berlin krgebnisse der polnisohen Motorisierungs-Politik Weit unter dem west- und mitte europkischen Standard/ Nur ganz bescheidene Fortschritte allein faſt 18 000. Es iſt zuzugeben, daß es der polniſchen Regierung in den letzten Jahren ge⸗ lang, den Verfall des Kraftverkehrsapparates aufzuhalten; abſolut aber waren die Fort⸗ ſchritte ſehr gering. Polen blieb nach wie vor eines der wenigſt motoriſierten Län⸗ der Europas. Anfang 1939 kamen dort auf 10000 Einwohner erſt 12 Kraftwagen, in Deutſchland 244. In ganz Polen laufen etwa 32 000 Perſonenkraftwagen; in Deutſchland ver⸗ fügt beiſpielsweiſe die Stadt Hamburg allein über 39 000 bis 40 000, die Stadt Berlin über faſt 120 000. Nutzfahrzeuge gab es Anfang 1939 in' Polen erſt rund 10 000 Stück, davon 8600 Laſtkraftwagen. Deutſchland hat etwa ebenſo⸗ viel Feuerwehr⸗ und Straßenreinigungsfahr⸗ zeuge wie Polen Laſtkraftwagen. fteht hier ſchon faſt eine halbe Million Nutz⸗ ahrzeuge(Laſtkraftwagen, Schlepper und Son⸗ erfahrzeuge) im Verkehr. Die Ausſichten, daß in Polen in abſehbarer Zeit ein Motoriſierungsſtand erreicht wird, der dem der mittel- und weſteuropäiſchen Län⸗ der einigermaßen entſpricht, ſind verſchwin⸗ dend gering. Die Fortſchritte, die in den letzten Jahren durch eine aktive Motoriſierungspolitik erzielt werden konnten, ſind um ſo vorſichtiger zu beurteilen, als im laufenden Jahr die urve der Abſatzentwicklung ſchon wieder nach unten zeigt. Leistungssteigerung in der Bauwirtschaĩt Blick in die Lehrschau„Leistungssteigerung in der Bauwirtschaft“, die am Pariser Platz 5 in Berlin von der Arbeitsgemeinschafit der Deutschen Bauwirtschaft und dem Amt für tech- nische Wissenschaften in der DAF eröfinet wurde Weltbild(M) Werden wir Teetrinker? Die deutſche Teeinfuhr iſt innerhalb dreier Jahre von 1936 bis 1938 trotz der angeſpannten Deviſen⸗ lage um faſt ein Viertel mengenmäßig Da gleichzeitig die Kaffee⸗ und Kakgoeinfuhr auf, einen einmal erreichten Höchſtſtand ſtabiliſiert wurde, könnte die Frage auftauchen, wieweit hier eine Abwanderung zum Tee vorliegt, eine Frage, die um ſo berechtigter iſt, als der Tee auch in anderen ausgeſprochenen „Kaffeeländern“, wie z. B. Holland, in der Nachkriegs⸗ zeit an Freunden gewonnen hat. Aber noch iſt der deutſche Teekonſum trotz Steigerung dex Einfuhr von 44 750 Dz. im Jahre 1936 auf 54 280 Dz. im ver⸗ gangenen Jahre außerordentlich beſcheiden gegenüber dem Verbrauch ausgeſprochener Teevölter wie die Engländer. Auf den Kopf kommen im Jahre immer erſt 70 Gramm gegenüber mehr als 4000 Gramm bei den Engländern. Auch auf der deutſchen Geträntekgrie ſpielt, der Tee eine höchſt beſcheidene Rolle. Auf 70 Gramm laſſen ſich nach ſachverſtändigen Berech⸗ nungen etwan 7 Liter aufbrühen, dagegen trinkt der Durchſchnitsdeutſche jährlich über 70 Liter Kaffee. Vor allem aber halten ſich die Ausgaben für den Tee in 535 viel kleinerem Rahmen. Die ſtarke Steigerung der ee⸗Einfuhr in den letzten Jahren hat zu keiner ent⸗ ſprechenden Deviſenbelaſtung geführt. Denn der Ein⸗ juhrwert iſt nur von 9,1 auf 9,9 Mill. RM. Dieſer Unterſchied hängt mit einer völligen Umſchich⸗ iung des Imports zuſammen: Die geſamte Mehrein⸗ fuhr ſtammt aus Britiſch⸗Indien, die ſich, während alle anderen Importe rückgängig ſind, mehr als ver⸗ dreifacht hat. Nus China, Ceylon, Niederl.⸗Indien wird zuſammen noch nicht ſoviel Tee beiogen wie von Britiſch⸗Indien. Die beherrſchende Stellung, die vor dem Kriege einmal der Ching⸗Tee in der deutſchen Einfuhr beſaß. iſt längſt ausgeſpielt. Nach dem Kriege Banditen Europas“ fen wie Humanität, Ziviliſation, Menſchenrechte, Chriſtentum,— hilft auch kein Geſchrei: das„euro⸗ päiſche Gleichge wicht iſt geſtört: Denn das von England konſtruierte„eĩropäiſche Gleichge⸗ wicht“ iſt nicht nur labil, ſondern kippt bedenklich zu — des Empires um, ſtellt Lutz Matthäi im gleichen Heft der„Wirtſchaftspolitiſchen Parole“ un⸗ fer obiger Ueberſchrift feſt. Ein ſtabiles Gleichgewicht kann nämlich nur hergeſtellt werden, wenn die Lebensintereſſen nicht nur eines, ſondern aller Staaten berückſichtigt werden. Daher erſcheint es nützlicher, die für alle Beteiligten durchſichtigen Einkreiſungsmanöver abzu⸗ brechen, um alle Konſequenzen aus einer Herbeifüh⸗ rung eines ſtabilen Gleichgewichts zu ziehen. Im Heft 15 der„Wirtſchaftspolitiſchen Parole“ ſchreibt außerdem Axel Hamann über„Das Begabten⸗ E des deutſchen Volkes“, Kurt Fiedler über„20 Jahre Arbeitsloſigkeit und ihre Bekämp⸗ fung“, Dazu die anſchaulichen Bildparolen und viele aktuelle Gloſſen zur wirtſchaftspolitiſchen 7305„Die wirtſchaftspolitiſche Parole“ erſcheint im Umfang von 32 Seiten monatlich zweimal im Zentralverlag der NSDAP, Ragei Eher Nachf., München 22, und kann nur von 123 genoſſen und Angehörigen der Glie⸗ derungen der NSDac zum halbjährlichen Bezu⸗s⸗ preis von nur.80 RM. bezogen werden. Beſtel⸗ iungen über die Gauwirtſchaftsberater der NSDAp. wurde Ching durch Niederländiſch⸗Indien als Tee⸗ lieferant nach Deutſchland abgelöſt, heute iſt Britiſch⸗ Indien an ſeine Stelle getreten. 20-Minlionen-Anleihe der Ruhrgas Ad. Die Ruhrgas⸗Ac. kann auch im laufenden Jahre über eine weitere Zunahme des Gasabſatzes berichten, Im erſten Halbjahr ſtellte ſich der Gasabſatz dieſes Gemeinſchaftsunternehmens des Ruhrbergbaus auf rund 1,5 Milliarden Kubikmeter. Dies bedeutete gegenüber dem erſten Halbjahr 1938 eine weitere Steigerung um 17 v. H. Entſprechend dem geſtiege⸗ nen Abfatz liegt auch das finanzielle Ergebnis über dem Vorjahre. weiſe in der letzten Zeit allen an ſie geſtellten höhe⸗ ren Anſprüchen nachkommen. Um alle vorhandenen Gasmengen für die Ferngasverſorgung nutzbar zu machen, ſind in den vergangenen Jahren erhebliche Mittel inveſtiert worden. Nun ſoll auch der An⸗ leihemarkt herangezogen werden, und zwar wird— nach unſeren Informationen— die ſchon mehrfach hinausgeſchobene Anleihe in den nächſten Tagen be⸗ geben werden. Es handelt ſich um einen Betrag in Höhe von 20 Millionen RM., der zu pari begeben und mit 5 v. H. verzinſt werden ſoll. Neben dem ſtarken Ausbauprogramm iſt für die Anleihe beſtim⸗ mend, daß auch die amerikaniſche Dollaranleihe in. verſtärktem Maße zurückgezahlt worden iſt. Geſichert wird die Anleihe durch Aktionärsgarantie, d. h. es haften hierfür die ſchwerinduſtriellen Werte des rhei⸗ niſch⸗weſtfäliſchen Induſtriereviers. Leich'metall ſiür Lagerzwecke Die fortſchreitende Verbeſſerung des Werkſtofſcharak⸗ ters hat dem Leichtmetall auch breitere Möalichkecten für Lagerzwecke eröffnet. Ein durch anodiſche Oxoda⸗ non aus dem Aluminium erzeugter, feſthaftender Orvdfilm ermöglicht den Einbau einer geringen Oel⸗ menge in die Oberfläche, wobei die Haftmöalichteit des Oeles an der Oberfläche verbeſſert wird. Weſentiich günſtiger ift das neuerdings angewandte Aufbringen ſehr dünner Weichmetallſchichten, die eine ähnliche Funktion wie die Weißmetalle in Lagern zu erfüllen haben. Dieſes Verfahren ermöglicht ſchnelle Motoren⸗ belaſtung und kurze Einlaufzeit Das aufgetragene Weichmetall gibt der neuen Aluminium⸗Gleitfläche die Eigenſchaft, ſich ſelbſt in kurzer Zeit auf hohe Ober⸗ flächengüte zu bringen. Roggenpreisrückvergütung 1939 40 Die Höhe der Roggenpreisrückvergütung im Wirt⸗ ſchaftsjahr 1939/40 wird ſoehen durch eine Anordnuna der HV der deutſchen Getreide⸗ und Futtermittelwirt⸗ ſchaft im neuen Verkündungsblatt des Reichsnährſtan⸗ des geregelt. Die Rückvergütung beträgt hiernach für die im Juli bis September dieſes Jahres verarbeite⸗ ten Roggenmengen 2 Reichsmark je Doppelzentner und ſteigt für die Monate Otktober bis Dezember 1939 auf 2,50 Reichsmark, Jannar bis März 1940 auf 3 Reichsmark und für April bis Juni nächſten Jahres auf 3,30 Reichsmark je Doppelzentner. Zuſammen Die Geſellſchaft konnte erfreulicher⸗ Kurz berichtet Im Juli kamen im Deutſchen Reich(ohne das Prötektorat Böhmen und Mähren) 66 163 Kraft⸗ fahrzeuge und 2180 Kraftfahrzeuganhänger neu in denn Verkehr. Die Zahl der neuzugelaſſenen Perſonenkraftwagen nahm um 4 Prozent, die der Laſtkraftwagen um 3 Prozent und die der Zugmaſchi⸗ nen um 25 Prozent zu, während die Zulaſſungsziffer bei den Krafträdern ſaiſongemäß um 7 Prozent zu⸗ rückging. X* Mit dem Sitz in Berlin iſt die Wolle und Tierhaare AG Wotirag gegründet wor⸗ den. Zweck der Geſellſchaft, deren Kapital 10 Millionen Reichsmark beträgt, iſt, zur Förderung und zur Ver⸗ beſſerung der Schaf⸗ und Ziegenzucht in hierfür ge⸗ eigneten Ländern beizutragen. E3 An der Berliner Börſe ſind die reſtlichen 6 Millio⸗ nen Reichsmark Attien der Buderusſchen Ei⸗ ſenwerkte, Wetzlar, zum Handel und zur Notiz zugelaſſen worden, ſo daß nunmehr ſämtl iche 26 Millionen Reichsmark Attien des Unter⸗ nehmens in Berlin börſenfähig ſind. 2 beſchloß, die Produk⸗ mi tionsqu Wirkung vom 16. Auguſt von 955 auf 105 Prozent der Baſistonnage zu er⸗ höhen. X. In Zürich begann der Vierte Interng tidnale Tierzucht⸗Kongreß mit 520 Teit. nehmern aus 34 europäiſchen und überſeeiſchen Staaten. — Im Juni 1939 hat der Fremdenverkehr wiederum einen größeren Umfang als im gleichen Monat des Vorſahres erreicht. In 1610 wich⸗ tigen Fremdenverkehrsorten Großdeutſchlands wurd/n in Juni 3,81 Millionen Fremdenmeldungen und 17,40 Millionen Fremdenübernachtungen gezählt, das 283. beziehungsweiſe 8 Prozent mehr als im Juni 938. * Mit Wirkung vom 7. Auguſt darf der Verkauf oder die Vermittlung von Pflanzkar⸗ toffeln durch Verteiler oder Züchter an Anbauer nur auf Grund eines Berechtigungsauswei⸗ ſes zuſammen mit einem Sichtvermerk⸗Sammelbuch ausgeübt werden. e Der Vorſitzende der Hauptvereinigung der deutſchen Viehwirtſchaft hat eine Bekanntmachung über die Re⸗ gelung des Verkehrs mit Nutzvieh er⸗ laſſen. In Berlin wurde eine Lehrſchau zur, Lei⸗ ſtungsſteigerung in der Bauwirtſchaft eröffnet, die im Auftrag des Generalbevollmächtigten für die Regelung der Bauwirtſchaft von der Fach⸗ gruppe Bauweſen im NSBꝰ gemeinſam mit der Arbeitsgemeinſchaft der deutſchen Bauwirtſchaft und dem Amt für techniſche Wiſſenſchaften der DAß zu⸗ ſammengeſtellt worden iſt. X. Das Internationale Landwirtſchafts⸗Inſtitut be⸗ rechnet, daß die Weizenernte 1939 in der nörd⸗ lichen Erdhälfte zwar um etwa 9 Prozent hinter der reichen Ernte des vergangenen Jahres zurückbleiben wird, daß ſie aber nichtsdeſtoweniger als ſehr zu⸗ friedenſtellend bezeichnet werden müß, weil ſie den Durchſchnitt der letzten fünf Jahre um 13 Prozent überſchreiten wird. Meldungen aus der Wirischaft Welterfolge des Kpeſpnfer Strumpfes. Die deutſthe“ Strumpfausfuhr, die ſich ſeit vier Jahren wieder in aufſteigender 1939 ihre Stellung auf dem Weltmarkt weiter erheb⸗ lich verbeſſern können. Dieſer Erfolg iſt in erſter Linie der Leiſtung des Chemnitzer Seidenſtrumpfes zu dan⸗ ken. Während die Ausfuhr von baumwollenen Strümp⸗ fen ſeit einem Jahre zurückgeht, gewinnt der Seiden⸗ ſtrumpf— von der Mode begünſtigt, in der Technit verfeinert— ſtändig an Boden. Die Ausfuhr von ſel. denen und teilweiſe ſeidenen Strümpfen iſt bereits von 1934 bis 1938 von 23 auf 31 Mill. RM. und im erſten Halbjahr 1939 auf 18,3 gegenüber 14,1 Mill. RM. im Vorjahre geſtiegen. Nach wie vor iſt Großbritannien der weitaus wichtigſte Abnehmer, in größerem Abſtande folgen Niederlande, Belgien, Dänemark. Auch Attrappen müſſen Preisſchilder hahen. Der Reichskommiſſar für die Preisbildung hat in einem Erlaß vom 31. Juli 1939 die Entſcheidung getrofſen, daß auch—*— leere Umhüllungen mit Preis⸗ ſchildern verſehen werden müſſen. Es war bemn worden, daß in einigen Fällen die Preisſchilder mit dem Hinweis fortgelaſſen wurden, daß die Pflicht zur Preisauszeichnung nur für die Waxe. nicht aber auch für die leere Umhüllung gelte. Es iſt auch gleichqültig, ob darauf hingewieſen wird, daß die Um⸗ hüllung leer ſei, der Preis muß angegeben werden. Die Entſcheidung des Preiskommiſſars betrifft alle dieſenigen Waren, die nach der Verordnung vom 20. Juli 1936 über Preisſchilder und Preisverzeichniſſe auszeichnungspflichtig ſind vornehmlich alſo Lebens⸗ mittel, wie Makkaroni, Kakao, Speiſefett. Zucker uſw., * in beſtimmten Umhüllungen verkauft erden. F. Maas& Sohn Ach, Saarbrücken. Firmen⸗ änderung. Die H dieſer mit 200 000 Reichs⸗ mark Aktienkapital arbeitenden Kunſtdruckerei, Papier⸗ waren⸗ und Kartonnagenfabrik beſchloß, die Firma in Graphiſche Werke Saarbrücken Ach zu ändern. Der Betrieb wird unverändert fortgeführt. Der Ab⸗ ſchluß für 1938 weiſt nach unverändert 42 000 Reichs⸗ mark Abſchreibungen und nach Zuweiſung von 10 0ʃ00 (0) Reichsmark zu den Rücklagen einſchließlich des vorgetragenen Gewinns aus 1937 von 10 722 Reichs⸗ mark einen Reingewinn von 15 300 Reichsmark aus. woraus die Dividendenzahlung mit 5 Prozent aufge⸗ nommen wurde. Brenner Hotel AG., Baden⸗Baden. Verluſtabſchluß. Dieſes Unternehmen, deſſen AK. von.8 Mill. RM. ſich in feſten Händen befindet, verzeichnet für 1938 erſtmalig nach drei Jahren wieder einen Verluſt, und zwar in Höhe von 46 803 RM. Die Erträge aus Leiſtungen gingen auf 0,87(.23) Mill. RM. zurück, wozu noch 24 461(10 504), RM. ao. Erträge treten. Nach Verrechnung ſämtlicher Unkoſten ſowie nach 117921(168 204) RM. Abſchreibungen auf Anlagen errechnet ſich der genannte Verluſt, der ſich um den Gewinnvortrag aus dem Vorjahr von 16 784 RM. auf 30018 RM. ermäßigt. Dieſer Verluſtreſt wird durch eine Entnahme aus der freien Rücklage gedeckt (i. V. ergab ſich einſchl, 16490 RM. Vortraa ein Reingewinn von 70785 RM.).— In der Bilanz werden Verbindlichkeiten mit insgeſamt.01(.05) Mill. RM. ausgewieſen, darunter 0,96(unv.) Mill. RM. Hppothekenſchulden, Rücklagen ermäßigten ſich auf 0,50(0,353) und Rückſtellungen auf 0,94(005) Mill. RM. Das Anlagevermögen wird andererſeits mit.17(.22) Mill. RM. zu Buch. Im Umlaufs⸗ vermögen erſcheinen u. a. Vorräte unverändert mit .07 und Bankauthaben ſtark verringert mit.09 (0,19) Mill. RM. Getreide Getreidenotierungen in Rotterdam v. 11. Aug. Weizen(in Hfl. p. 100 Kilo): Per Sepf. 322½, per Nov..37½ per Jan. 3,52½, per März 3,79. Mais(in Hfl. p. Laſt von 2000 Kilo): Per Sept. 803½¼ Br.; per Nov. 81/; per Jan. 82; p. März 82½. Kautschule Marktlage: ſtetig. Sheets loko 81½18: per tember⸗Oktober 85½/2; per Oktober⸗November Preiſe in Pencee für ein lb. Sep⸗ 85¼%. ———— einie bewegt, hat im erſten Halbjayrr! „HBakenkreugsbanner“ Samstag, 12. Guguſt Geborene Juli/ Auguſt 1939: Zahnarzt Dr. med. dent. Ernſt Metzler und Dr. med. dent. Roſe⸗Rita Lo Schloffer g—.— und 3 Wächtler Maſchiniſt 150 Dreſſer und 5 eſt iesba 708 7 1 1 5 Elt Brautkränze, Schleler, uketh irchen- und Tnteldekormion — kenk 5 2 Faitt Korten Arbeiter Johannes Eickhoff e. Irmgard Anna Kraftwagenführer Otto Di und Marie Hering Kraftf. Karl Friedrich Kraft e. 2 Urſel Luiſe Margret Seinet rich Bernion und Schäfer eiter Jofef Wran Weſtermann Oberleutnant Hans⸗Hch. Krüger und Sigrid Vierling descho. He 4 K 1,[hre Veri Dipl. Bi Salfeld e Irmgard Lotte Drogiſt 1k. Pei 143 und Zn fgei meipig J ausmſtr. Peter Krämer un arie Kraft ge ei Areſedagenldohr Jaiob Frledrich Steln.S. Man⸗ Blio Steinwerth und Lulſe Gleich fernruf 235 67un mn demiiii Kürſchner Jakob Kreczmer e. T. Doris Eleltro weißer Joſef Killes und Maria Lan Inſiut, oß eailont ler: a Sieine Ran 34 Leith und Gertrud Renner, geb. —5 rau re r wenn Metzger Karl Foſef e. T. Jrene Antonie e Schüßler u. Suſanna Amend Malermeifter Foſef 10 enmann e. T. Urſulg Berta Schum Bett-(oueh — i Hch ch T. Karlhelnz wafg 3 Wlatter Siegfried Wyhnalek u. Johanna ugzeugführer Ludwig Dallmeier e Karlhei einhar 1 1 5 eim, Kfm. Angeſt. Theodor Feil e. 55 E 3 Kraftfabzer z Herbert Bruns und Erna Kritter—4 Morhaargu 3 Kämdthingenn⸗ Ernſt Gg. Kickle. 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(152 362 1909——— ,„ Ehefrau des 6. 19060 Mein lieber, treubesorgter Mann. Schwiegersohn und Onkel entschlafen. aus Statt. Unser lieber In tie fem Leid: Degina LUebelhör Bruder, Schwa Emm Lebelhör Dechnungsraf ist gestern nach schwerem, mit größter Geduld ertragenem Leiden sanft Die Beerdigung findet heute um 13.30 Uhr von der Städt. Leichenhalle (164 377 V) Die Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß unser Friedrich Exnst Hokmann Bierverleger- 5 6, 33 von uns gegangen ist. Dem Wunsche des lieben Verstorbenen kol⸗ gend, haben wir ihn heute im Familiengrab auf dem Bergfriedhof in Heidelberg, in der Umgebung des Waldes, den er so sehr geliebt Mannkheim, den 10. August 1939. Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu nehmen. nach kurzem, schwerem Leiden (152365 Angehörigen Zer, Statt Karten! und Tante, Frau im Alter von 83 Jahren zu abzurufen. Die Beerdigung findet Freunden und Bekannten die Nachricht, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter Frlederike Hoos geh. Oech Heddesheim, den 11. August 1939. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Gusfav M00s vom Trauerhause aus statt. sich in die ewige Heimat am Sonntag um 15 Uhr (56932) vom Urlsub zurück keuꝛst ron Blaedaũ stäatl. gepr. Dentist MirrEelsrRasskE 32 1 237⁰v Dille beachten! Wenn der Schluß einer HB-Anzeige lautet: zuſchriften unker Ur... oder Angebole nater Ur.. dann dürfen wir die Adreſſe des In⸗ ſerenten nicht bekanntgeben Alle auf ſolche Anzeigen eingelaufenen Zu⸗ ſchriften aeben wir ungeöffnet an den Auftraggeber wetter.— Bei An⸗ zeigen, deren Schlußſatz heißt: Adreſſe zu erfrag. unt. Ur.. ſind in der Anzetgenabteilung die Adreſſen niederageleat und werden auf Anfrage bekanntgegeben. 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Die Haushaltungsvorſtände werden erſucht, für gewiſſenhafte Beantwor⸗ tung der Fragebogen innerhalb ihrer Familien beſorgt zu ſein und den ehrenamtlichen Helfern ihre Arbeit zu erleichtern. Wer eine Frage wiſſentlich wahr⸗ heitswidrig beantwortet oder ſich wei⸗ gert, eine ſolche Frage zu beantwor⸗ ten oder den Fragebogen auszufüllen, wird mit Geld bis zu 150 Reichsmark oder mit Haft bis zu ſechs Wochen beſtraft. Ladenburg, den 11. Auguſt 1939 Der Bürgermeiſter Billigkeitsmaßnahmen auf dem Gebiet der Grundſteuer für den ſteuerbegünſtigten Neuhausbeſitz Auf Grund der vom Reich erlaſſe⸗ nen Richtlinien für Billigteitsmaß⸗ nahmen auf dem Gebiet der Grund⸗ ſteuer hat der Herr Badiſche Miniſter des Innern mit Runderlaß vom 15. Juli 1939 die für Baden geltenden e riften für den ſteuerbegünſtigten euhausbeſitz be⸗ kanntgegeben. Anträge auf dieſe nahmen, die in Zinsnachläſſen auf öffentlichen Baudarlehen bzw. Grund⸗ ſteuernachläſſen beſtehen können, ſind unter Verwendung des vorgeſchriebe⸗ nen Vordrucks für das Rechnungsjahr 1939 bis ſun ſtelhles 10. September 1939 dahier zu ſtellen. Die Vordrucke ſind dahier erhältlich. Ladenburg, den 8. Auguſt 1939 Der Bürgermeiſter Oeräumige, moöblierte Zimmer sind immer be- gehrt. Durch eine kleine Anzeige werden auch Ihre Wünsche erfüllt. Kauigesuche Modern., guterh. Rb.Kuſtenwag. zu kaufen geſucht. Angebote unt. Nr. 152 023 VS an d. Verlag dieſ: Blatt. 30 gebrauchte Stühle zu kaufen geſucht. Fernſprecher 23031 (6039B)———————— Abgabe der verbindlichen Er⸗ lichen Ertrag Ich nehme Bezug— Bekannt⸗ machung vom 28. Juli 1939, ver⸗ öffentlicht im„Hakenkreuzbanner“ und an den Anſchlagtafeln der Ge⸗ meinde Heddesheim, und erſuche nochmals, ſämtliche Tabakfluranmel⸗ dungen bis ſpäteſtens Samstag, den 12. Auguſt 1939 13 Uhr, auf dem Rathaus, Zimmer! daß ſämtliche X merke nochma aß ſämtliche Tabak⸗ pflanzer, die bis zu dieſem Termin haben, dieſelben an das amt Mannheim bringen müſſen und rechnen haben. Heddesheim, den 11. Auguſt 1939. Der Bürgermeiſter: gez. Matt. ſtellung Stützmauern für den neuen Perſonenbahnhof öffentlich zu vergeben. Etwa 22 000 Kubikmeter gen, 180 Meter Entwäſſerungsleitun⸗ gen, 2200 Kubikmeter Baugrübengus⸗ hub, 3500 Kubikmeter Beton für Stütz⸗ mauern uſw. Verdingungsunterlagen und Pläne liegen beim Reichsbahn⸗ Neubauamt Heidelberg, Baubüro im Bahnhof Heidelberg⸗Wieblingen, mon⸗ tags bis freitags von.00 bis 12.00 Uhr und 14.00 bis 16.00. Uhr, ſams⸗ tags von.00 bis 12.00 Uhr zur Ein⸗ ſicht und Abgabe auf. Angebote poſt⸗ frei und verſchloſſen und mit Auf⸗ ſchrift„Erdarbeiten und Bahnkörper⸗ herſtellung ſowie Herſtellun Umfaſſungsſtützmauer im Bahnhof Wieblingen“ bis Donnerstag, den Z1. Auguſt d.., 9 Uhr, an Reichsbahn⸗ Neubauamt Heidelberg, Rohrbacher Straße 8a, einſenden. Zuſchlagsfriſt 4 Wochen. Die Vergebung ſteht unter dem Schutze der Preisbindungen und gegen Bedarfs⸗ Heidelberg, den 12. Auguſt 1939 Reichsbahn»Neubauamt lund Sanuntago faliren wir auo Ja, der eigene Wagen macht uns viel Freude, e- lävft fast wie ein never und keiner sĩeht ihm on, doß wꝛit ihn gebroucht kouften. Die kleine Anzeige im„Haken lreuzbonner“- Mannheims größter Tageszeitung · hot sich tousendfach gelohnt. Schokatee H 1, 2» K.9 Gebr., gut erhalt. aenras zu kaufen geſucht. Rehmann, Bürger⸗ meiſter Fuchs⸗Str.8 (152 396 VH) ———————————— a — Einschlägige Broschilre auf Verlangen— Afllaaasananaaaaaagam Auffllfanunmanmmnnmnnmnmmnnmnmnmnannnmnamannnnnmmnmmamnnnnnmunmumre B BENSEL. Co. BANK Mannheim, O 7. 17- Ruf 23051/ 52 und 230 56 Steuergutoclieine Ankauf- Verkauf- Aufbewv/ahrung — Heddesheim 4 5 F Tbabfluranmeidungen klärung über den vorausſicht/ abzugeben. Ich be⸗ 4 die Fiuranmerungen nicht abgegeben Hauptzoll⸗ noch mit einer Ordnungsſtrafe zu Heidelberg Erdarbeiten, Bahnkörperher⸗ Erdbewegung, 2000 Mtr. Sickerleitun⸗ einer Verordnung über deckung vom 29. März 1935(RGBl. S. 488). 4(Hichael ſtaltun Ddie Reſſortſchriftle fe 7 0 Rut 8 Tage Stet b at vom 20. Anmeldu Heidelberge Auskunft u. Anm — dur W STI Sonntag, morgen GESELLS Oppauer Straße — 45 1914 Zweibri unmnmnummmm Täglich Ermäßigung 3 Rechnungsrat Lee Haltb LllAfAA durc Spe Krã s r. Jürgen Bachn (in Urläub; Vert wortlich für In Außenpolitik: Dr. und Handel: Wi Dr. Hermann haltung: Helmut Urlaub; Vertreter Helmuth Wüſt(in Sport: Julius Et der B⸗Ai fämtlich in Man arbeiter: Profeſſe Dahlem.— Be Reiſchach, Berlin druck ſämtlicher S Anzeigenteil veran heim.— Druck 1 un 3 Ausgabe à Mann Seerege Ausgabe B Mann Ausgabe à und Ausgabe à Schwe Ausgabe B Schwe Ausgabe à und Ausgabe à Weinh Ausgabe B Weinh Ausgabe àA und Geſamt⸗D. A. M au Es laden e! Auguſt 1939 alime 7 e für die , hierduf werden koönnen llung nelöungen bindlichen Er⸗ en vorausſicht⸗ örtrag —1 die Bekannt⸗ 4 Juli 1939, zakenkreuzbanner“ der Ge⸗ und erſuche „Tobaifhnraüß . Au uſt 1939 athaug, ſämtliche ver⸗ Zimmer 1 ugeben. Ich be⸗ abak⸗ 5 dieſem Termin n nicht abgegeben das Hauptzoll⸗ ngen müſſen und roͤnungsſtrafe zu 11. Auguſt 1939, r: gez. Matt. n für den neuen 83500 6 öffentlich berg „Bahnkörperher⸗ ubikmeter Mtr. Sickerleitun⸗ wäſſerungsleitun⸗ 'r Baugrubenaus⸗ r Beton für Stütz⸗ ngungsunterlagen beim Reichsbahn⸗ erg, Baubüro im mon⸗ on.00 bis 12.00 16.00 Uhr, ſams⸗ 4 .00 Uhr zur Ein⸗ if. Angebote oſt⸗ n und mit Auf⸗ und Bahnkörper⸗ 47 ahn ie deh 1 r, an Reichsbahn⸗ berg, Rohrbacher ſen. Zuſchlagsfriſt 4 zebung ſteht unter Verordnung über gegen Bedarfs⸗ d irz 21335(RGBl.1 2. Auguſt 1939 Neubauamt — 5535 /ic aus ene Wagen Freude, et ain neuer und n an, doß wit kovuften. Die im„Haken Mannheims zeitung · hot ch gelohnt. atee K.9 I 1230 56 hrung 5 — ——* 5 5 4 „Hakenkreuzbanner“ Samstag, 12. Guguſt 1959 Grobes Vorieté-PfogrGmm e pfelskegeln u. Pfeisschieben kigenes Käffee und Weinstube e Eeichhöltige Tombols Taus uud geoſes Feueeweel kenheimer Scmlöß'! großen Volksfest am 12., 13. und 14. Augutt 1939 152⁴495 V Hutobus⸗ Gesellschaftsxeisen 8 Tage Salzkammergut- Steiermark- Wien Tirol vom 20. bis 27. August 1939.. RM 133.50 age Groſglockner- Venesig vom 20. bis 27. August 19539... RM 124.— Anmeldung sofort— Fernruf Mr. 56 41 Heidelberger Stranen- u. Bergbahn Nö. Auskunft u. Anmeldung auch bei Hapag-Reisebilro, 0 6, 4 2 1e— Sonntag— Mani dur Waldhöfer gerwe STIMMUNGO TANZ Sonntag, morgens 11 Uhr Aufhängung des Kerwekranzes GESELLSCHATTSHAUS BRöckL Oppauer Straße 9- Inhaber: Hermann *+⏑◻ 1914 25 lahre 1939 Zweibrücker Rosengarten ſlimmimmunmmmnnmmmmmmmmmummnumaunmmimmmummmn Täglich geöfnet, bis Ende Oktober. Ermäßigung für Vereine und Gesellschaften! 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Leers, Berlin⸗ Dahlem.— Berliner Schriftleitung: Hans Grafz Reiſchach, Berlin sw 68, Charlottenſtraße 82.— Nach⸗ druck fämtlicher Originalberichte verboten.— Für den Anzeigenteil verantwortlich: Wilhelm M. Schatz, Mann⸗ heim.— Druck und Verlag: Hakentreuzbanner⸗Verlag und Druckerei G. m. b. H. Ausgabe Mannheim.„über 16 259 be B Mannheim... über 31 600 Ausgabe A und B Mannheim über 47 850 Ausgabe à Schwetzingen.. über 550 Ausgabe 3 Schwetzingen über 7150 Ausgabe à und B Schwetzingen über 7700 Ausgabe à Weinheim.„über 450 Ausgabe B Weinheim.„ über 4 000 Ausgabe A und B Weinheim über 4 450 nber lob Geſamt⸗D. A. Monat Juli 1939 I Seran, nah 3 die deel llauen GOO ler declhiedechiolang des. großen ⸗Volksfestes im Hindenburgpark. Iudwigshafen/ Rh. am Samstag. 12. u. Sonntag. 1 3. August Solualsgnlaiνtr aus dem felnen Osten von Jsves und Boöll, 50 Fitu/itkende des Boli- und JaVe-Thesters mit Devy Djs, die Paw/lo/na des fernen Ostens Eigenes Orchester lleemaun ſullee Zues vom deutschlendsendet, Herlih „Kasi 22 ſlauiętun 33 In den Festhallen: Janz Stimmung- Humor Eintritt 50 Pfg.— Dauerkefteninheberf 20 pfę.— Kinder 10 pfs. 15279¹1 .00 Uhr. Fohrpreis: „Köln-Dösseldotfet“. rong sfatt. NMNUSlK e TANZ an sord und in worms Restoaurotionsbetriebh. Abfahrt Einstetgesieſſe korz unterhab der Rheinbröcke bei der xegensſchere Sitzgelegenheit. Kerten nur am Schiff Für Selbstfahrer in weinheim a. d. B. besueht man das Garten⸗ und rTerrassen- Restaurant (Stoll) gegenũber Gasthof zum Bahnhof„asszwws Ein elnzigartiger leistungsbev/eis sind SrOllS Kũche.Kellerl —4 Catẽ-Restaurant Zeugnh aus 9 4 15 Gemiltliches Familien-Caté Samstag u. 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Johann Dat modeme fheater im Sũden der Stodt Nur noch bis einschließllch Montag! es Heesters und Marls v. Tasnady in der lustigen Filmnovelle: Heute Samstag ab 18 Uhr wiederum palmbräu-Bierstube Kaiserring 32 am Tattersall Als Spezielitöt des Hæuses meine bekoannten Rehragoeut mit Kartoffelænöõdel- bůllchen und preißelbeeren Rehkeute in ahmtunke mit Hous- a doꝛu die bestgepflesten holmbròu-Spezialbiere, sowie meine naturreinen Weine Josef Särie Rehrũeken mit Kartoffel- machet-Spötzle- Rehsehnitzel semiert groben Bratwürste Morgen s0nntag 2 Umnibus-Fahrten ab Paradeplatz Mannheim vormittags 7 Uhr nachmittags 2 Uhr zchloß Lichtenstein RM..20 Sofort. Armeldung erbeien. MHannheimer omnibus-Gesellschaft 0 6, 3, Fernsprecher 21420 152398V pfälzer Felsenland RM..- Zlus fleueigen bei froher laune ins Weinhaus NUTTE (4157485 VEELANGEEUNG GO ONMEERAZ — JilImIe Friedrichspark-Restaurant Salon- Schiff „Stella-Haris Ruf 52449, Einst. Adolt-Hitler-Brücke Necka Sonntag, 13. 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Auguſt 10³0 IAHRGA Seit dem der am M entdeckt hat Ruhe geſche „Du haft unausſtehli⸗ mit Geknur: ein gedulde meine Freut Ziege kennt fromm iſt ſi zu, um dar phierend ein ſchaftlicher au Milch mehr Ich ſchaul den ſtrengen diplomatiſch Einwände ki glücklich voll chens Wider gen ſteigern. „Schön, 2 Stimme ein gehen wir k Ziege zu kar Das Dorf eigentümer Ufer des Se gute Wegſtu wies ſofort bitten wir d gibt!“ Der 7 liche Hoffnu ten Kähne he ſelbſt zu rud chen vernarr Tag in ihr ausſah. Drüben ſt bald heraus, hieß und de Mariechen w zwitſcherte ſi⸗ lich wie das Herr Söth chentür, eine anderen die ꝛ ſah uns wer zärtlich entge Vorſtellung: Ziege kaufen, Der Bauer erſt mich von für welche A Frage komm an die Reihe braungebrann ſtand. Der B länger und ihre Sandale Mariechen wi nach mir um. „Können S der Bauer e beendet war, kaufen wollen ken, das wiſſ⸗ Verlegenheit, ihrer Wirtſch nicht jemand kleinlaut, halb wie ein Findl ſich am Hinte die Augen fiel einen liſtigen „dann kann i 2. Auguſt 139 IE Macly Rahl n dem so gelacht, Freude daran hat ht zugelassen .00.30 Unr 4 vormittags 7 Uhr: ſiesbaben-B. 12 Jahr. 90 Pig. chtigung: Kktkellerei r, nach tennig. Worms und Einstieg 3 leren“S a Rut 24655 8/ geleeht em Film: ein e.· à· wiederum 225 in der Tattersall en mit Kartoffel- mtunle mit Heus- orniert ürste Josef Bärie ns Weinheus Qu.4 o Cοεε̃/ mmmmmmm taurant hr abends: ierte 30 Pfg. 7 r Witterung! ind gut 4 ——— immmfffhs te Mannemer und Sport. das Karton à M..— aben in besseren likateßgeschäften Le Steu nihn im Vien 1 332 1550 moriechen Anf ſ eine—— MaNMFAEx, 15. auousr 1959 ein den Zuge, b Mariehen in Schyimeb. Eine heitere Eezählung von Jochen Schmidt der am Mühlenberg die ſchöne braune Ziege entdeckt hatte, war es um meine ſommerliche Ruhe geſchehen. „Du haſt deinen Hund,“ ſchmollte ſie,„dieſes unausſtehliche Vieh von Ajax, der mich nur mit Geknurr in dein Zimmer läßt, als wäre ich ein geduldetes Anhängſel! Ich will jetzt auch meine Freude am Landleben haben! Die braune Ziege kennt mich ſchon von weitem.. lamm⸗ fromm iſt ſie!“ ſetzte ſie zärtlich⸗verſonnen hin⸗ zu, um dann nach kurzem Nachdenken trium⸗ phierend ein weiteres Argument ernſthaft wirt⸗ ſchaftlicher Natur in die Waagſchale zu wer⸗ ſen:... außerdem brauchen wir dann keine Milch mehr zu kaufen!“ Ich ſchauderte bei dem bloßen Gedanken an den ſtrengen Geruch von Ziegenmilch, hielt aber diplomatiſch meine Beſorgniſſe zurück, denn Einwände konnten nach den Erfahrungen einer glücklich vollbrachten, zweijährigen Ehe Marie⸗ chens Widerſtandskraft zu ungeahnten Leiſtun⸗ gen ſteigern. „Schön, Mariechen,“ ſagte ich alſo mit der Stimme eines Leidgewohnten,„morgen abend gehen wir hin und erkundigen uns, ob deine Ziege zu kaufen iſt!“ X Das Dorf, in dem vermutlich der Ziegen⸗ eigentümer wohnen mußte, lag am anderen Ufer des Sees und immerhin eine oder zwei gute Wegſtunden entfernt. Aber Mariechen er⸗ wies ſofort ihre praktiſche Begabung.„Dann bitten wir den Fiſcher, daß er uns ein Boot gibt!“ Der Fiſcher zeigte ſich wider alle heim⸗ liche Hoffnung bereit, einen ſeiner friſchgeteer⸗ ten Kähne herzugeben und erbot ſich ſogar, uns ſelbſt zu rudern. Ich glaube, er war in Marie⸗ chen vernarrt, die an dieſem ereignisreichen Kag in ihrem roten Dirndlkleid entzückend ausſah. Drüben ſtellte ſich nach einigem Umfragen bald heraus, daß die braune Ziege Lieſelotte hieß und dem Bauern Asmus Söth gehörte. Mariechen war ganz begeiſtert.„Sööt, ſööt!“ zwitſcherte ſie ausgelaſſen,„das klingt ſo zärt⸗ lich wie das Meckern meiner braunen Ziege!“ Herr Söth ſtand im Dunſt der offenen Kü⸗ chentür, eine Hand in der Hoſentaſche, mit der anderen die rötlichen Kinnſtoppeln reibend, und ſah uns wenigſtens vorderhand nicht gerade zärtlich entgegen. Der Fiſcher übernahm die Vorſtellung:„Die Herrſchaften wollen deine Ziege kaufen, Asmus!“ Der Bauer ſagte gar nichts, ſondern blickte erſt mich von oben bis unten an, als ſchätzte er, für welche Arbeit ich wohl auf ſeinem Hof in Frage kommen könnte, dann kam Mariechen an die Reihe, die fröhlich und mit blanken, braungebrannten Armen und Beinen vor ihm ſtand. Der Bauer verweilte bei ihr ein wenig länger und betrachtete beſonders eingehend ihre Sandalen mit den blauen Rollſöckchen. Mariechen wurde rot und ſah ſich hilfeſuchend nach mir um. „Können Sie melken, junge Frau?“ fragte der Bauer endlich, nachdem die Beſichtigung beendet war,„wenn Sie nämlich eine Ziege kaufen wollen, müſſen Sie auch jeden Tag mel⸗ ken, das wiſſen Sie doch?“ Mariechen kam in Verlegenheit, ſie hatte nur an die Bereicherung ihrer Wirtſchaftskaſſe gedacht..„Kann das nicht jemand anders übernehmen?“ fragte ſie kleinlaut, halb zu mir gewandt. Ich blieb ſtumm wie ein Findlingsblock. „Jää...!“ machte der Bauer gedehnt, kratzte ſich am Hinterkopf, wobei die Mütze ihm über die Augen fiel, und wechſelte unter dem Schirm einen liſtigen Seitenblich mit dem Fiſcher. „dann kann ich Ihnen die Ziege nicht geben. Ich habe aber noch einen jungen Bock im Stall, von derſelben Abſtammung wie Lieſelotte, viel⸗ leicht können Sie den gebrauchen?“ Ich ſagte haſtig ja, denn hier winkte Erlöſung von der Ziegenmilch. Herr Söth kam mir plötzlich ſehr ſympathiſch und vernünftig vor.. In der letzten Bucht, hinter den Ferkeln, ſtand der Ziegenbock: Braunes, ſeidenglattes Fell, ſchwarzer Kopf, ſchön geſchwungene, wahre Teufelshörner, und große bernſteingelbe Augen. Mariechen ſchien er im erſten Augen⸗ blick zu rieſig... Da er ſich aber gern von ihr kraulen ließ und genau wie ſeine ſanfte Schwe⸗ ſter den Kopf zärtlich auf die Seite legte, war ſie mit dem Tauſch zufrieden. Der Preis war auffallend niedrig und wir verabſchiedeten uns mit ſchönen Dankesworten von dem Bauern, der Mariechen mit einem langen Händeſchüt⸗ teln viel Glück wünſchte und mir derb und wohlwollend auf die Schulter hieb. EdgarJohn: Odenwölder Bauer nabenlied vVon Withelm Trunk kine Weide klopfe ich, Eine Pfeife gibts för mich. Weide, Weide gehel O die Welt ist wonderweit, louter Licht und Seligkeit Leuchtet von der Höhe. Spielmonn, Spielmonn will ich sein, So ein junges Pfeiferlein, Lieder kann ich viele! pfiff uvnd pfoff, jetat geht es losl pfift und pfoff, das klingt fomos! pfeife, Pfeife spielel Heute spiel ich frisch und frohl Morgen singt die Lerche s0 Ueber allen Scatenl Morgen zieht der Frühling mit, Und wir gehn im gleichen Schritt So wie die Soldatenl Weide, Weide klipp und łklopp, Eine pfeĩte schneid ich ab, Spielmonn will ich werdenl Und dann pfeif ich hell und łklor, Und dann wird es jedes Johr Schöner sein gof Erden! rolok 55 Der Fiſcher brachte den Bock ohne Schwie⸗ rigkeiten in den Kahn und über den See. Es war ſchon dunkel, als wir am heimatlichen Steg feſtmachten. Der Bock ſprang willig auf die Planken und folgte dem Fiſcher. Leider ge⸗ ſchah dabei ein kleines Unglück, denn der Bock, den nach der ungewohnten Seefahrt das feſte Land lockte, trieb den Fiſcher mit einem durch⸗ aus freundlichen Puff zur Eile an. Auf das laute Platſchen und Pruſten, dem unterdrückte, unſagbare Flüche folgten, eilte ich dem Fiſcher zur Hilfe. Dabei bekam ich aus dem Dunkel einen ſpitzen ſchmerzhaften Stoß gegen den Magen, der mich gleichfalls in die Binſen be⸗ förderte. Der Fiſcher redete uns aber gut zu und ſchob alles auf ein Mißverſtändnis, dem das gute Tier zum Opfer gefallen ſei. Mir ſchien aber, daß die gelben Augen gefährlich und tückiſch leuchteten, ja, das Meckern hörte ſich verteufelt wie ein ſchadenfrohes Geläch⸗ ter an. Durchnäßt und triefend ſperrten wir den Bock in ein altes Backhaus hinter unſerem Hauſe. Mariechen bedauerte den Fiſcher, über meinen Zuſtand glitt ſie ohne Mitleid hin⸗ weg. Am nächſten Morgen zeigte ſich, wes Geiſtes Kind Mariechens Böcklein war. Die Dorfſtraße entlang kam ſingend Kiepenkerl mit einer Tracht Töpferware auf dem Buckel. Kiepenkerl iſt zwar nicht ganz richtig, wie man ſo ſagt, aber harmlos und einfältig. So trat er guter Abſicht voll zu uns in den Garten, wo der Bock ihn erwartungsvoll an der Pforte empfing. Kiepenkerl ſang weiter und gab ſich offenbar der gefährlichen Täuſchung hin, daß fromme Lieder die Böſen verſcheuchen. Der Bock fand unterdeſſen Vergnügen an ſeltſam zierlichen Sprüngen. Plötzlich aber warf er den Kopf zwiſchen die Beine, ſtellte den mächtigen Leib kerzengerade und ſprang Kiepenkerl von hin⸗ ten an, daß dieſer längelang auf die Naſe fiel und die Töpfe mit lautem Getöſe aus dem Tragkorb ſauſten. Mariechen blieb der Atem ſtehen. Kiepenkerls Geſang ging jäh in mörde⸗ riſches Gebrüll über, das die Schuljugend und viele neugierige Weiber aus den Katen an⸗ lockte. Auch ich ſchrie und ſprang von einem Bein auf das andere, ohne helfen zu können, denn jedesmal, wenn Kiepenkerl ſich erheben wollte, zwang ihn der Bock mit elegantem Fechterſtoß in die Knie. Das Getümmel war groß, Leitern und Eimer voll Waſſer wurden herbeigeſchleppt, um das raſende Tier in Schach zu halten. Mittlerweile war es Kiepen⸗ kerl gelungen, in das Backhaus zu flüchten, der Bock jagte mit geſenkten Hörnern hinterdrein und gabelte den armen Sänger nach kurzer Ge⸗ genwehr in das dunkle Loch des Ofens. Die Lage ſchien gerettet, als Kiepenkerl unter dem toſenden Gebrüll der Dorfjugend angeſchwärzt und um Erbarmen flehend dem Schornſtein entſtieg. Beherzte Männer fingen nun den Bock mit Stricken. Es gab Stiche und Wunden, den Bock ſchien der Satan zu reiten, ſeine gelben Augen glühten fürchterlich. Mariechen war geheilt und ſehr ſanft ge⸗ ſtimmt. Im Dorfkrug mußte ich abends einige Lagen für die Retter ſtiften. Auch der Fiſcher fand ſich dazu ein und tröſtete mich:„Ich wollte Ihrer Frau ja nicht den Spaß verderben. Das Tier iſt wohl zwanzigmal verkauft und kommt immer zu ſeinem Herrn zurück.“ Seine rauhe Stimme ſenkte ſich zu geheimnisvollem Flü⸗ ſtern:„Das iſt nämlich der Düwelsbock!“ Er trank mir bedeutungsvoll und teilnehmend zu. Kiepenkerl bekam reichliches Schmerzensgeld. Er iſt hinfort nicht wieder ſingend auf der Dorfſtraße getroffen worden. Mit dem nächſten Wagen ging der Bock an Asmus Söth zurück. In der großen Kunſtausſtellung ſtehen die Menſchen in der Bildergalerie. Prüfend geht der Blick über die von Meiſterhand geſchaffenen Werke, um immer wieder zurückzukehren zu jenem einfach erhabenen Bild, das der Maler „Schwere Laſt“ bezeichnet hatte und das den Vermerk„Unverkäuflich“ trägt. Mit den höchſten Auszeichnungen wurde die⸗ ſes wie von überirdiſchen Kräften fertiggeſtellte Bild bedacht und der Name des Künſtlers iſt in aller Kunſtfreunde Mund. Wer hatte bisher etwas von dem eben achtundzwanzig Jahre alten Maler gehört. Selbſt die Jurie ſtand hier vor einem Rätſel, denn dieſes Bild war ein vollendetes Meiſterwerk, und nie hatte man auch nur eine kleine Skizze oder eine Zeichnung von Siegfried Jungmann, dem wahrhaft gott⸗ begnadeten Maler gehört. Den Kunſtbetrachtern gab dieſer Fall genügend Gelegenheit, ſich über den Künſtler und ſein Werk auszuſprechen. Wenn aber Siegfried Jungmann gefragt wurde, dann wich er jeder Antwort aus. Man über⸗ trug ihm größere Aufgaben, er lehnte mit freundlichen Worten ab. Damen der Geſell⸗ ſchaft wollten ſich von ihm porträtieren laſſen, er wußte die Ehre zu ſchätzen, ſchrieb einige innig gehaltene Zeilen, daß ſelbſt die verwöhn⸗ teſte Dame ihm nicht gram wurde. Auch die Aufträge der führenden Staatsmänner lehnte er mit zuvorkomemnder Höflichkeit ab. „Schwere Laſt“ war das Rätſel, um das ſich ein kunſtbegeiſtertes Publikum mühte, es zu ergründen. Heiß waren die Julitage des Jahres 1914, ſo unerträglich heiß, daß der Maler es in ſeinem kleinen Atelier, welches er ſich in den beiden nebeneinanderliegenden Manſardenzimmerchen recht freundlich zurechtgemacht hatte, nicht mehr auszuhalten glaubte. Mit den Augen eines, der mit dem bereits Geſchaffenen noch nicht zufrie⸗ den iſt, beſah er jetzt ſein Werk, griff wieder zu Pinſel und Palette, legte neue Farben auf, verſuchte einen leichtdunkleren Ton in das ſatte Grün des Rieſenhanges zu bekommen, um ſo den durch die vier ſchweren niederrheiniſchen Kaltblutpferden hervorgerufenen Schatten au⸗ genſcheinlicher werden zu laſſen, und war wie⸗ der ſo ganz in ſeinem Werk vertieft, daß er ſelhſt der Sonnenglut nicht achtete. Nun trat er von der Staffelei zurück. Prüfend ging ſein Blick über das Gefährt auf dem Bilde. Mit tiefem Aufatmen legte er die Palette aus der Hand, verhängte das noch unvollſtändige Bild und ging in die Nebenmanſarde, um dort die Arbeitskleider abzuwerfen. Während der junge Maler ſich nun umkleidete, hörte er auf dem weiten Gang, der zu ſeiner Manſarde führte, das muntere Kauderwelſch ſeines kleinen Büb⸗ chens, das an der Hand der Mutter mühſam Stufe um Stufe geklettert war, bis es vor des Vaters Atelier in luftiger Höhe ſtand und bet⸗ telnd Einlaß begehrte. Mit einem Freuden⸗ ſchrei lief es dem Vater entgegene, der fing es jubelnd auf, ſchwang es über ſeinen Kopf, daß der kleine Kerl faſt die Decke berührte und fing ihn lachend wieder auf. Dem kleinen Wildfang machte dieſe Luftreiſe auf des Vaters Arm un⸗ beſchreibliche Freude, und ſein frohes Kinder⸗ lachen hallte von den Wänden der Manſarde wieder, verfing ſich in dem Treppenhaus, ſprang von Etape zu Etape bis es wie ein jauchzendes Echo aus dem Flur wieder zur Manſarde dieſes hohen Mietshauſes drang. Unterdeß war die junge Frau ſtill beiſeite getreten, über ihre braungoldenen Haare ſpiel⸗ ten die Sonnenſtrahlen. Wie von der jubeln⸗ den Luſt ihres Wildfangs angeſteckt bat ſie in kindhaft⸗glücklicher Freude ihren Mann, die Abendſtunden zu einem Spaziergang durch die wogenden fruchtſchweren Felder, die vor der Induſtrieſtadt lagen, frei zu machen. Dann trat ſie vor die Staffelei, wollte den Vorhang zu⸗ rückziehen, aber der junge Maler hielt den ſchon ausgeſtreckten Arm an und bot, doch auch heute das Unvollendete noch nicht anzuſchauen. Ob⸗ zwar die junge Frau ihren Mann nicht verſte⸗ hen konnte, wollte ſie ihm doch keineswegs widerſprechen und ſo legte ſie den noch ausge⸗ ſtreckten Arm um ſeinen Nacken, blickte ihm ſtill in die graublauen Augen und verſpürte eine ſo tiefe Danfbarkeit, daß ſie leicht den Kopf gegen ſeine Schulter legte, ſich ſo gebor⸗ gen wiſſend. In ſich ſelbſt verſunken ſtanden der ſchöpferiſche Künſtler und das ewig ſchen⸗ lende Weib, bis ſie von ihrem kleinen Wildfang zurückgerufen wurden in die Wirklichkeit und ſich darauf beſannen, ihrer Wohnung zuzuge⸗ hen, um ſo den Abend noch bis vor die Stadt zu kommen und hier den Atem der Heimaterde zu verſpüren. Von den nahen Hochöfen ſtieg ein dunkler Rauch auf. Es mußte ein Ofen durchgegangen ſein, ſo daß nun der Rauch den ganzen Stadt⸗ teil wie mit einem tiefen Dunkel zu bedecken drohte. Selbſt die Sonne war durch dieſen Rauch und Ruß nicht mehr zu ſehen, die hohen Schornſteine verblaßten, auch der Blick wurde gehemmt, und als das Büblein den Vater bat, es an das Fenſter zu heben, damit es über die Dächer hinweg in das Feuer des großen Hüt⸗ tenwerkes ſchauen konnte, drängte es bald wie⸗ der vom Fenſter fort; in ſeinen Augen ſpie⸗ gelte ſich die Enttäuſchung, die es gerade er⸗ lebte, wider. Da ſetzte der Maler das Bübchen wieder auf den Boden, zog ſeinen Rock über, ſtrich ein paar vorwitzige Locken aus der Stirn, nahm ſeine junge Frau, die den kleinen Buben bereits an der Hand hatte, unter den Arm und ſo gingen ſie aus dieſen Räumen voll Künſtler⸗ traum und Schaffensfreude. „Schwere Laſt“/ Draußen empfing ſie das laute Lärmen einer aufgeregten Menſchenmenge. Einzelne Laute drangen an ihr Ohr. Man ſprach vom Krieg und dachte daran, daß Deutſchland doch keinen Krieg wollte. Der Kaiſer war auf einer Nord⸗ landreiſe, führende Staatsmänner und hohe Militärs zur Erholung in Urlaub. Aber die Luft war wie geſchwängert von Gerüchten und überall ſtanden Menſchen in Gruppen beiſam⸗ men. Die alten Soldaten ſprachen von ihren Taten Anno 70 und den jungen Männern leuch⸗ tete der Tatendrang aus den Augen. Das wußte Gott, gewiß, ſie wollten den Krieg nicht, aber ſie fürchteten ihn auch nicht. Die Mütter aber ſtreichelten ihren Söhnen ſtill über das Haar, wie es Mütter tun, die Schweres vor⸗ ausahnen, und es lag darin ſoviel an mütter⸗ licher Liebe und Güte und großem Verzicht, daß ihre Lippen wie im kommenden Schmerz ſtille wurden. Dem glühendheißen Tag war ein ebenſo hei⸗ ßer Juliabend gefolat. Die Kühle der Nacht wollte nicht kommen, ſchon ſchienen tauſend und abertauſend Sterne am Firmament, und die Frau, die am Arm des jungen Malers zwiſchen den leiſe rauſchenden Kornfeldern ſchritt, ſchaute zu den Sternen auf, ſuchte die Milchſtraße ab und deutete auf das Sternbild des Großen Hund, deſſen helleuchtender Stern Sirius flim⸗ merte.„Sie ziehen ſo friedlich ihre Bahn“, ſprach in dieſe feierliche Stille hinein der junge Maler,„und wir wiſſen nicht, ob ſie bald ſchon über ein weites Schlachtfeld ihre milden Strah⸗ len ſenden müſſen.“ Ein Zittern durchlief den Leib des jungen Weibes, ſie antwortete nicht. Nach einiger Zeit nahm der Maler erneut das Wort, aber die Stimme klang verändert, mil⸗ der und als müßte ſie durch ihre Weichheit alle Härte des Wortes verſcheuchen.„Sollte das Schickſal unſerem Volk dieſen Kampf auferle⸗ gen, ſo hüte mir das Bild gut, lebe unſerm Buben und ſeit ihm auch Kameradin.“ Auch jetzt kamen keine Worte über die Lippen des jungen Weibes, ſie ſchmiegte ſich an ihren Mann und drückte ſtill ſeine Hände. Aus der Ferne drang das Dröhnen der Hämmer und der Himmel wurde plötzlich rot von der auf die gekippten glühenden Schlackenlava. Dem jungen Maler wollte der Schlaf nicht kommen. Vorſichtig ſtand er von ſeinem Lager auf, kleidete ſich im dunklen Raum an, damit die junge Frau nicht aufgeweckt werde und ging in ſein Maleratelier. Vor der Staffelei ſtand er lange ſinnend, nahm dann Pinſel und Pa⸗ lette und begann die Farben aufzutragen. Bald aber ſah er, daß dieſe Beleuchtung ſeinem Werk nicht günſtig war. Da legte er das Arbeitsge⸗ rät wieder beiſeite, aing zum Fenſter und blickte über das ſchaffende Induſtriewerk, als ſuchte er in der Ruhe des dahinterliegenden weiten Landes die eigene Ruhe wieder. Besser'5 älles öndere! Erzählung von Richard W. Tries⸗Styrum Nun war der Feuerbrand über Deutſchland geſchleudert worden. Krieg war das Wort, das die Herzen gebannt hielt, die Frauen ſtille machte und die Männer zur Tat aufrief. Sieg⸗ fried Jungmann, der Maler, hatte in jener Nacht zum letzten Male Palette und Pinſel in die Hand genommen. Am erſten Mobilma⸗ chungstag hatte er ſich freiwillig gemeldet; er wollte nicht warten und abſeits ſtehen, wenn ſeiner Väter Land in Not war, wenn die Hei⸗ mat bedrängt wurde. Im feldgrauen Kleid trat er noch einmal vor ſein Werk. Wieder hatte die junge Frau den Arm um ſeinen Hals ge⸗ legt, den Kopf hinüber und ehe er ein Wort ſagen konnte, ſprach die junge Frau:„Ich bleibe unſerm Buben ein guter Kamerad und hüte dir dein Bild“, Briefe kamen in das ſtille Haus. Die trugen den Stempel der Feldpoſt, aus den Zeilen klang der ſiegesfrohe Zukunftsglaube eines Menſchen, der freiwillig ſelbſt das größte Opfer zu geben bereit iſt. Dann blieben die Briefe aus und ein Tag kam, da erhielt die junge Frau die Nachricht, daß der, den ſie liebte, nie mehr zurück kam. Am Rande der Vogeſen, un⸗ terhalb von Sennheim und Heiligkreuz war die Batterie auf den Feind geſtoßen, hatte in har⸗ tem Abwehrgefecht die Stellung behauptet, und wo der Feind in verbiſſener Wut ſich einſetzte, da war der junge kriegsfreiwillige Maler ſein erbittertſter Gegner geworden, als hinge von ſeinem Einſatz allein das Geſchick der ganzen Batterie ab, ſo hatte in verhaltenem Stolz der Hauptmann und Batterieführer der jungen Frau die herbe Nachricht und ſeinen Troſt aus⸗ zuſprechen verſucht. Jahre kamen und Jahr gingen. Dem Welt⸗ krieg waren die Jahre des Niedergangs ge⸗ folgt, nun begann es auch in Deutſchland wie⸗ der zu tagen. Aufn.: L. Heiß Aus dem kleinen wilden Buhen, der vor des Vaters Staffelei in der niedrigen Dachkammer geſtanden, war ein tüchtiger Aſſiſtenzarzt ge⸗ worden, der in ſeinem Blut eine Leidenſchaft zur Kunſt hatte, und in den Mußeſtunden ſchlich er wohl zu der Dachkammer, zeichnete und ver⸗ ſuchte ſich auch in den Farben. So hatte er, durchdrungen von der Gewißheit, einmal das Werk des Vaters vollenden zu müſſen, ſich an die Fertigſtellung des immer noch hinter dem Vorhang auf der Staffelei ſtehenden Bildes ge⸗ wagt, hatte es vollendet im heiligen Glauben an den ihm gewordenen Auftrag. Sollte das Werk gelingen, dann wollte er nie wieder zum Pinſel greifen, damit der Name des Vaters eingehen konnte in das Reich der göttlichen Kunſt. So war das Bild„Schwere Laſt“ in die Ausſtellung gekommen, hatte die höchſte Aus⸗ zeichnung erhalten und erregte immer erneut Die Vereinsernte Von Ellscbheh Maler-Maek Wie ihre Zoge qus dem Freudenlosen in ein verträumtes Löcheln sich verlleren, wenn lhrer Stobe schmale fenster zleren die faubeperlten Kkelche wilder Rosen Dann geht sie durch dile gelbe Sommerrelfe, bedrängt von Unbekonntem immerzu; und ochtef sorglich, daß ihr leichter Schun nicht eines Käfers sfarren Manfel strelfe. An hoher Pforte hält mit banger Frage die kinsqome, und nimmt dos Ußgewisse wie eines fremden Glöckes bittersüße gehelme Gabe aus des Schlickscls Hand;— sie frägt das Mötferliche ungeqohnt durch fausend Dinge ihrer stfillen Tage. thntitimitrmgtbintettrüttmnätenärimsütätztnkttnaegttimkrsttttatgt die Aufmerkſamkeit der Beſucher. Aber nie⸗ mand achtete jener ſtillen Frau im grauen Haar, die oft ſtundenlang abſeits des Bildes auf einer kleinen Polſterbank ſaß und deren Lippen ſprachen:„Vollenden ſollen die Söhne, was die Väter mit gläubigem Herzen einſt be⸗ gonnen“. Der Gaseogner Von Waldemar Thorſteg Frankreichs Provinz Gascogne iſt bekannt wegen ihrer Bewohner, die als Prahlhänſe verſchrien ſind. Daher wird auch ein Prahl⸗ hans und Aufſchneider in Frankreich kurz „Gascogner“ genannt. Ein Offizier aus der Gascogne, welcher von Ludwig XIV. ein Geſchenk von 1500 Livres er⸗ halten hatte, begab ſich zum Miniſter von Col⸗ bert, um dieſe Summe abzuholen. Der Mini⸗ ſter ſaß eben mit einigen Herren, die er zum Mittageſſen eingeladen hatte, an der Tafel. Der Gascogner trat, ohne ſich überhaupt an⸗ melden zu laſſen, in das Zimmer— mit der Dreiſtigkeit, die den Söhnen dieſer heiteren Provinz eben eigen iſt. Er ging zum Tiſch und fragte, da er den Miniſter nicht kannte, ganz laut:„Mit Ihrer Erlaubnis, meine Herren, welcher von Ihnen iſt Colbert?“ „Ich, mein Herr!“ antwortete der Miniſter. „Was iſt zu Ihren Dienſten? „Eine Kleinigkeit!“ erwiderte der andere. „Ein kleiner Befehl von Seiner Majeſtät, mir 1500 Lipres auszuzahlen!“ Herr von Colbert, der ſich einen Spaß ma⸗ chen wollte, bat den Offizier, ſich an ſeine Ta⸗ fel zu ſetzen, ließ ihm ein Gedeck geben und verſprach ihm, ihn nach Tiſch abfertigen zu „laffenechesar 3 „Der. Gaseogner⸗ nahm das Anerbieten„ohne weitere Umſtände an und aß für vier Per⸗ ſonen. Nach dem Eſſen ließ Herr von Colbert einen ſeiner Schreiber kommen, der den Offi⸗ zier in die Finanzkanzlei führte und ihm da 1000 Livres auszahlte. Der Gascogner machte Vorſtellungen, daß er 1500 Livres zu erhalten habe. „Es iſt wahr,“ antwortete der Schreiber, „aber man zieht 500 Livres für Ihr Mittag⸗ eſſen ab!“ Der Offizier ſchaute ihn erſtaunt an.„Was zum Henker!“ rief er aus.„Fünfhundert Livres für ein Mittageſſen? In meinem Gaſthaus zahle ich nicht mehr als 20 Sous!“ „Das glaub ich wohl!“ verſetzte der Schrei⸗ ber.„Dort ſpeiſen Sie aber nicht in Geſellſchaft vom Miniſter Colbert. Dieſe Ehre will aber bezahlt ſein!“ „Gut!“ erwiderte der Gascogner.„Wenn es nun ſchon ſo iſt, dann behalten Sie alles. Es iſt nicht der Mühe wert, daß ich die tauſend Livres nehme! Ich werde morgen und über⸗ morgen wieder hierher zum Eſſen kommen— und dann iſt die Sache in Ordnung!“ Ludwig XIV., dem von Herrn von Colbert dieſe Unterhaltung hinterbracht wurde, bewun⸗ derte die„Gascognade“ des Offiziers, ließ ihm, der ein armer Schlucker war, die doppelte Summe auszahlen und wurde in Zukunft ſein geneigteſter Gönner. Allerlei Anekdoten Der ſeinerzeit ſehr berühmte Rechtsgelehrte Curran ritt einſt mit dem Richter Norbery an einem Galgen vorüber. Norbery zeigte auf den Galgen anzüglich:„Wenn dort hinge, wer da⸗ hin„ehüört, wo würden Sie dann ſein, Cur⸗ ran?“ Ohne eine Miene zu verziehen, erwiderte Curran:„Ich würde dann allein weiterreiten.“ 5* Frank Wedekind nahm eines Tages eine Mün⸗ chener Droſchke. Kaum hatte er darin Platz ge⸗ nommen, ſo bäumte ſich das Pferd, ſchlug aus und vollführte komiſche Bockſprünge, ſchließlich warf er ſich auf die Erde und ſtreckte alle viere von ſich. Der Dichter ſtieg gelaſſen aus dem Wagen und fragte den Kutſcher im intereſſier⸗ ten Tonfall eines gewohnheitsmäßigen Zirkus⸗ beſuchers:„Iſt das alles, was das Tier kann!“ * Eine Sängerin ſang beharrlich falſch, ſo daß Richard Strauß's Geduld endlich erſchöpft war, Er wandte ſich an die Künſtlerin:„Madame“, ſagte er höflich,„wollen Sie die Güte haben, dem Orcheſter Ihr„a“ anzugeben.“ * Shaw befand ſich in einer Geſellſchaft, in der man ſich über die heutigen Frauen unter⸗ hielt.„Es gibt noch beſcheidene Frauen in Lon⸗ don“, ſaate jemand zu Shaw,„meine Frau Zum Beiſpiel, iſt die Beſcheidenheit ſelber“. „Gewiß, Ihre Frau iſt beſcheiden“, gab Shaw zurück,“ ſonſt hätte ſie einen anderen geheiratet.“ 3 DO 4 * ie Kunf Gefäͤße wohl haben zu mi möglich, da natürlichem ja auch die! kleine Gefäß trocknen laſſ. zur hochentr ramik. Die Kunſt und wird z ſtimmt. Die Wert darau ſchmackvolle ſtehen zu la gebunden ſei her eine bäu ter zur heuti dukte fander Anwendung, daher auch k bäuerlichen am meiſten So iſt das der keramiſch ſich eine kera ſtrebt iſt, ſtä genſtände he. biet wurde d Der Name( losen verlleren, r zleren osenl ommerrelfe, rzu; strelfe. Frage zewisse rSsUBE ls Hand,— int Tage. ummmnmimnmi Aber nie⸗ im grauen des Bildes und deren die Söhne, zen einſt be⸗ ner ſt e g iſt bekannt Prahlhänſe ein Prahl⸗ ikreich kurz welcher von 0 Livres er⸗ er von Col⸗ Der Mini⸗ die er zum r Tafel. ſerhaupt an⸗ — mit der ſer heiteren m Tiſch und annte, ganz ine Herren, 4 er Miniſter. — der andere.. tajeſtät, mir Spaß ma⸗ in ſeine Ta⸗ geben und bfertigen zu bieten ohne vier Per⸗ von Colbert r den Offi⸗ ind ihm da gner machte zu erhalten Schreiber, Fhr Mittag⸗ t an.„Was ndert Livres n Gaſthaus 4 der Schrei⸗ Geſellſchaft e will aber „Wenn es ie alles. 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Wie ſchnell unter ihren Händen aus einem Tonſtück ein Tel⸗ ler, ein Krug oder eine Vaſe enſteht! Typiſch für Schweden ſind die großen Wandteller mit Reliefs in der Vertiefung, grün und ſchwarz gebrannt. Dickbäuchige Krüge mit ſchön geſchwungenen Griffen ſte⸗ hen da zur Schau. Es gibt wunderſchöne Vaſen, kleine rote mit braunen Sprenkeln ie Kunſt, aus beſonderer Erde, dem Ton, Gefühe herzuſtellen, iſt ſehr alt. Sie dürfte wohl durch die Notwendigkeit, Gefüße haben zu müſſen, entſtanden ſein. Doch iſt auch möglich, daß die erſten Tongeſüße aus ganz natürlichem Hang zur Spielerei erſtanden, wie ja auch die Kinder beim Spiel aus naſſer Erde kleine Gefäße herſtellen, und ſie in der Sonne trocknen laſſen. Es iſt dies das erſte Stabium zur hochentwickelten Kultur der heutigen Ke⸗ ramik. Die Kunſt der Töpfer iſt ſehr unterſchiedlich und wird zum Teil durch die Lanbſchaft be⸗ ſtimmt. Die„Tonkünſtler“ legen ſogar großen Wert darauf, möglichſt eigenartige und ge⸗ ſchmackvolle Gefäße unter ihren Händen ent⸗ ſtehen zu laſſen: ſie wollen auch landſchaftlich gebunden ſein. Das Töpferhandwerk war frü⸗ her eine bäuerliche Kunſt und hat ſich erſt ſpä⸗ ter zur heutigen Kultur entwickelt. Seine Pro⸗ dukte fanden hauptſächlich in Bauernhäuſern Anwendung, weil ſie praktiſch waren. Es iſt daher auch kein Wunder, daß in den faſt rein bäuerlichen Ländern die Kunſt der Keramik ſich am meiſten entwickelt hat. So iſt das Land Schweden mit führend in der keramiſchen Kunſt. In dieſem Lande hat ſich eine keramiſche Induſtrie entwickelt, die be⸗ ſtrebt iſt, ſtändig neue und geſchmackvolle Ge⸗ genſtände herzuſtellen. Bekannt auf dieſem Ge⸗ biet wurde die alte Univerſität Uppſala⸗Ekeby. Der Name Ekeby iſt ein Begriff in der Welt und große, mit ſchönen Blatt⸗ oder Blumen⸗ muſtern, oder Fruchtteller, grün gebrannt, mit braunem Griff. Es iſt der Stolz der Schweden, echte Ekeby⸗ keramik in ihrer Wohnung zu haben. Sie wird auch jedem Beſucher gern gezeigt: weil es etwas Beſonderes iſt. So iſt Schweden ein Land, das auf dieſem Gebiet mit allen wett⸗ eifern kann. Nordiſche Keramik und der Name „Ekeby“ haben einen guten Klang. Alvin Tölle Narguerite Do bist ein kleines Sternenlicht in der Schor der Sterne. Das weht und es verw/eht dich nicht in deinem reinen Kkere. Das Leuchten schließf dich leuchtend ein Mit einem Strohlenringe. Und du bist Schein und Widerschein fFür alle schönen Dinge. Und ob die Sonne größer ist, Du hast die gleiche Fölle. So blöhe weil do Blume bist Und blöhe in der Stille. Auch deine Zeit ist vorgesehn, Und da ist nichts vergebens. Einst wird dein leuchten öbergehn lns eine Licht des lebens. Wilhelm Tronk Links oben: Die kleinen Zlerhenkel werden ongesetzt.— Rechts oben: An der Drehschelbe— Mitfe: Schwedischer Wondfeller.— Links unfen: kigenqrfige schwe⸗ dische Vasen.— Rechfs unften: Bovernkröge, oltes schwedisches Modell Avfn.: A. Tölle(5) Am Webstuhl Zum Reiter geboren „Zum Reiter,“ ſagt ein altes Wort,„zum Reiter muß man geboren ſein. Wer es nicht iſt, der kann vielleicht lernen, auf einem Pferde richtig zu ſitzen, aber niemals das Reiten.“ Mit dem Gottesgeſchenk des Reiter⸗Seins war wie wenige vor ihm und noch wenigere nach ihm der General Seydlitz an dem Tage ſeiner Geburt begnadet worden. Hatte er den atmenden Leib eines Pferdes zwiſchen ſeinen Knien, dann verwuchs er mit dieſem im Nu ſo ſehr, daß es war, als kreiſte ein Blutſtrom durch beide hin. Jeder Wunſch, jede Regung ſeines Herzens fanden unmittelbar ihren Weg zu dem Herzen des Tieres. Selten nur bedurfte der Reiter zur Uebertragung ſeines Willens der Worte, kaum je des Zügels oder gar der Sporen, in keinem Fall der Peitſche. Jedes Wittern und Warnen, jedes Schrecken und Scheuen, jedes Janken und Jauchzen der Tiere hinwiederum empfand des ſelben Augenblicks der Reiter in ſolcher Stärke, daß er oftmals mit guten Gründen glauben konnte, ſie wären aus ihm aufgeſtiegen. Von nichts ſprach daher General Seydlitz lieber als von Pferden. Was dieſen Geſprä⸗ chen jeweils vorausging, es waren nur Prälu⸗ dien zu dem eigentlichen Wortwerk, um deſſen willen allein es ſich lohnte, daß Männer— zu⸗ weilen halbe Nächte lang— redend beiſam⸗ menſaßen. War das allgemeine Geſpräch zu dem zweiten großen Soldatenthema— Frauen — endgültig abgebogen, ſo verließ der Reiter⸗ general unweigerlich wenige Minuten ſpäter das Zimmer und legte ſich, nachdem er ſeinen vierbeinigen Lebensgefährten„Gute Nacht!“ geſagt hatte, zu Bett. Liebe? Gewiß, es gab nach dem Reiten und dem Schlachtenſchlagen nichts Schöneres auf Erden. Aber von Frauen konnte und durfte man, ſeiner Meinung ge⸗ mäß, nicht reden. Von Pferden dagegen— un⸗ erſchöpflich, was über ſie ſich nicht nur ſagen ließ, ſondern immerfort geſagt werden mußte. Eines Abends, als in Gegenwart des Kö⸗ nigs das Geſpräch wieder einmal auf Pferde gekommen war— was bei ihm ſchneller als unter Kameraden zu geſchehen pflegte, da Ge⸗ ſpräche über Frauen in deſſen Gegenwart ſehr bald verſickerten— eines Abends vermaß Ge⸗ neral Seydlitz ſich vor dem König zu der Be⸗ hauptung:„Solange ein Soldat noch ein leben⸗ diges Pferd zwiſchen den Knien hat, braucht er ſich unter keinen Umſtänden gefangenneh⸗ men zu laſſen. Tut er es doch, dann iſt er ent⸗ weder ein erbärmlicher Feigling oder ein ſchlechter Reiter!“ Alles blickte voller Erwartung auf die Maje⸗ ſtät, um jede Silbe der Zurechtweiſung aufzu⸗ fangen, welche dieſer Ueberheblichkeit folgen mußte. Denn der König hatte in ſeinen Krie⸗ gen viele Soldaten ſamt ihren Pferden als Ge⸗ fangene verloren und es waren manche ſeiner Beſten darunter, denen dieſes bittere Geſchick widerfuhr. Es ſtand demzufolge auch unmiß⸗ kennbar eine Unmutwolke auf der Stirn des Großen Friedrich, als die herausfordernden Worte des Generals Seydlitz gefallen waren. Aber entgegen allem Erwarten blieben ſowohl die Spottesblitze ſeiner Augen wie der Zorn⸗ donner ſeines Mundes aus. Da der König ſchwieg, ſo ſchwiegen auch ſeine Untergebenen zu der frevelhaften Behauptung des Pferde⸗ narren in ihrer Mitte; und das Geſpräch wandte ſich, nach der Weiſung des höchſten Herrn, von den Pferden fort, wieder anderen Dingen zu. Eine Woche darauf ſetzte Friedrich, der auf Behauptungen vermeſſener Art lieber mit Ta⸗ (Scherl) ten als mit Worten ſeine Meinung kundgab, ein Reitergefecht in Havelnähe an. Das eine der beiden miteinander ringenden Regimenter befehligte der König, das andere Seydlitz. Als gegen Mittag das wechſelreiche Gefecht abge; brochen wurde, ſtanden immer noch die Trup⸗ pen Friedrichs diesſeits, die Truppen des Ge⸗ nerals Seydlitz jenſeits der Havel. Denn es war keinem von beiden gelungen, die Brücke, welche ihre Ufer verband— ſo oft auch Reiter⸗ maſſen über ſie hin⸗ und herwogten— endgül⸗ tig für ſich in ihren Beſitz zu nehmen. Alſo ſprengte nach Abbruch des Gefechtes Friedrich, nur von ſeinem allernächſten Gefolge begleitet, zu der Havelbrücke und hielt, ſobald er ihre Mitte erreicht hatte, plötzlich an. Seydlitz, der Meinung, daß die abſchließende Kritik auf der Brücke gehalten werden ſoll, ſprengt mit ſeinem Pferde, einem feurigen Fuchs, dem König entgegen; ſo ſchnell, daß er nicht gewahrt: Ihm folgt, im Gegenſatz zu ſei⸗ nem Herrn, keiner auf die Brücke. Als der General vor ſeinem königlichen Ge⸗ bieter zwiſchen den beiden Havelufern ober⸗ halb des ſtrömenden Waſſers hält, reißt dieſer Arm und Degen ſenkrecht gen Himmel. Das iſt den jetzigen Führern der Reiterſcharen hüben und drüben das vereinbarte Zeichen. Ehe noch der überrumpelte General ganz begreift, was geſchieht, haben auf beiden Seiten ihre Trup⸗ pen die Brücke abgeriegelt, ſo daß es für den in die Falle Gepreſchten ein Entweichen nicht mehr gibt. „Er iſt mein Gefangener!“ donnert denn auch der König.„Obwohl Er noch ein leben⸗ diges Pferd zwiſchen den Knien hat.“ Seydlitz beruft ſich nicht darauf, daß es wi⸗ der alle ſoldatiſchen Regeln iſt, nach Abbruch des Gefechtes noch eine Kriegshandlung vorzu⸗ nehmen. Seydlitz weiß, daß es jetzt— will er nicht vor dem König als Prahlhans, als Hundsfott, als Lügner daſtehen— daß es gilt: ſein Reiterwort wahrzumachen. Denn er hat vor acht Tagen die Unmutwolke auf Friedrichs Stirn ſehr wohl geſehen und ihm wiegt ſeit langem deſſen verweiſendes Schweigen ſchwe⸗ rer als ein Wortausbruch, mit dem der Zorn verraucht. Indeſſen, wie ſoll Seydlitz, auf der abgerie⸗ gelten Havelbrücke gefängnishaft eingeſchloſſen, die Berechtigung ſeiner kühnen Behauptung erweiſen? Es gibt für ihn kein Nachvor— es gibt ebenſo wenig ein Zurück. Aber— ſchießt die Feuerflamme eines Gedankens in dem Ueberrumpelten lodernd hoch— aber hat es auf Erden nicht überall vier Himmelsrichtun⸗ gen? Vier, keine zwei! Iſt voraus und zurück der Weg zur Freiheit infolge der Liſt des Kö⸗ nigs auch verrammelt, es bleibt immer noch der Weg zur Rechten und zur Linken. Gefun⸗ den! Gereitet! Nur zu tun— weitaus leichter als es zu erdenken!— nur zu tun iſt, was Ret⸗ tung bringen kann, was Rettung bringen wird. „Gefangen?“ ſchreit Seydlitz, als der König ſeinen himmelangereckten Degen zu ſenken be⸗ ginnt, um mit deſſen Spitze zum Erweis ſei⸗ ner Worte die Schulter des von ihm der Ruhm⸗ redigkeit überführten Generals zu berühren. „Gefangen? Noch nicht, Majeſtät!“ Mit der letzten Silbe hat der Reiter auf der Havelbrücke ſein Pferd zur Seite geriſſen und plötzlich— nun will er die Sporen, will er die Peitſche gehrauchen; aber es bedarf beider nicht, bedarf nicht einmal des aufmunternden „Hopp!“, zu dem er ſich hinxeißen läßt; denn der Fuchs zwiſchen ſeinen Anien iſt ja eines Motive der 3 Verborgenheit Wir ſtanden im Garten; die Sonne flim⸗ merte noch gerade. Wunderbarer Vogelſang klang über die Baumſpitzen hinweg. Ich möchte jetzt zur Moſel, in all die kleinen entzückenden Ortſchaften mit ihrem Wein, ihren Menſchen, ihren kleinen Häuſern, ihren Stimmungen, ihren Freuden und Leiden, ihren Wünſchen und Hoffnungen, ihren Ent⸗ behrungen. Ich möchte der fließenden, ſanften Melodie der Moſel nachgehen und die Schön⸗ heit dieſes Fluſſes mit ſeiner romantiſchen Grundtönung ſo ganz in mich aufnehmen. Das waren Erikas Worte, die ſie zu mir ſprach. Ich wußte nicht, ob es der goldgetönte Wein oder der leichte Gang des Fluſſes, die Farben⸗ pracht der blumenreichen Gärten oder die Be⸗ ſchaulichkeit des Moſeltales ſchlechthin waren, die Erika ſo beinah unbarmherzig dorthin zo⸗ gen. Ich mußte ihrem glückhaften Lächeln ent⸗ nehmen, daß ſie Sehnſucht nach dieſem unver⸗ gleichlichen Waſſer und dem würzigen Wein hatte, der ſie in ihrer früheſten Jugendzeit mit ſeinen geheimen Kräften betört, ſie wärmen⸗ der, leichtfüßigenr und innerlich geſchmeidig gemacht hatte. Oder wollte ſie die Flaſche am Halſe packen und erwürgen, den edlen Reben⸗ ſaft ſo ohne Geſchmack und innere Bereitſchaft hinabſtürzen? Sie mochte ſich noch ſo drehen und wenden, mochte mit ihren ſchmalen Hän⸗ den die duftenden Blumen ſtreicheln— ich lehnte ihren Wunſch ab, da unſer Peter ſeit Tagen unruhige Träume hatte. Ihr Herz be⸗ gann zu ſchwingen, als ich Erika verſprach, Von Hans Franck Leibes mit ihm!— urxplötzlich ſetzt Seydlitz mit ſeinem Pferd über das Geländer der Brücke hinweg in den Fluß. Als Roß und Reiter das Ufer der Havel er⸗ ſtiegen und wieder die Feſte der Erde unter ſich haben, iſt als einziger der König zur Stelle. „Ich bin Sein Gefangener!“ ſagt Friedrich. Seydlitz begreift nicht. „Der Gefangene Seines Willens,“ bedeutet Friedrich ihm. „Majeſtät—?“ forſcht Seydlitz. „Wünſch Er ſich, was Er will!“ fährt Fried⸗ rich fort.„Außer der Krone Preußens iſt nichts in meinem Lande Seinem Wunſch verwehrt.“ Seydlitz ſchweigt. „Wird es bald, daß ich Seinen Wunſch er⸗ fahre?“ begehrt Friedrich auf.„Oder will Er mich in die Verlegenheit ſetzen, daß ich Ihm nach eigener Wahl etwas ſchicken muß, das Ihm hinterher womöglich nicht gefällt? Alſo was wünſcht Er ſich als Anerkennung dafür, daß er Sein verwegenes Reiterwort wahrge⸗ macht hat? Was wünſcht ſein Herz ſich am ſehnlichſten?“ „Ein Pferd,“ gibt Seydlitz zur Antwort. Am ſelben Tage noch ließ König Friedrich dem General Seydlitz den beſten aller Trakeh⸗ ner aus ſeinen Ställen überbringen. „Zum Reiter,“ ſagt das alte Wort,„zum Reiter muß man geboren ſein. Wer es nicht iſt, der kann vielleicht lernen, auf einem Pferde richtig zu ſitzen, aber niemals das Reiten—“ Die Der preußiſche Oberſtleutnant Auguſt Kühne, der vor rund 75 Jahren unter dem Pſeudonym Johannes von Dewall eine rege Tätigkeit als Romanſchriftſteller entfaltete, erzählt in ſeinen militäriſchen Erinnerungen eine lehrreiche Ge⸗ ſchichte aus dem Offiziersleben der fünfziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Bei einem öſterreichiſchen Regiment war ein Hauptmann, der, ſehr ſtill und zurückhaltend, bei ſeinen Kameraden in dem Rufe der Schüch⸗ ternheit ſtand, ja dem viele ſogar den perſön⸗ lichen Mut abſprachen. Der Kommandeur des Regiments, ein Oberſt Graf Leiningen, in der ganzen Armee be⸗ kannt wegen ſeiner tollen Streiche, beſchloß, ihn aufs Korn zu nehmen. Beim gemeinſchaftlichen Mittageſſen der Of⸗ fiziere brachte der Oberſt das Geſpräch auf das Piſtolenſchießen, in dem er anerkannter Mei⸗ ſter war, und ließ ſich ſeine Piſtole holen, um nach dem Deſſert einige Proben ſeiner Geſchick⸗ lichkeit abzulegen. Dem ſchüchternen Haupt⸗ mann auf die Schulter klopfend, ſagte er dann: „Wie wäre es, alter Freund, wenn Sie mir einmal dieſe Kreuzerſemmel hielten. Ich will Sie Ihnen aus der Hand ſchießen.“ Alle Offiziere beobachteten geſpannt und nicht ohne Schadenfreude den, Hauptmann, der ſich nicht lange ſträubte, ſondern ruhig die Semmel zwiſchen Daumen und Zeigefinger nahm und ſie ohne Zittern hielt. Der Schuß krachte Die Semmel war mitten durchgeſchoſſen und die Offiziere waren etwas beſchämt, weil ſie einkohen, den Kameraden zu gering beurteilt zu haben. Von Kurt Varges daß wir Peter auf unſerer Wanderung mit⸗ nehmen und ſo ganz unauffällig beobachten wollten. Ihre ſchillernden Augen bekamen einen ſeltenen Glanz. Sie ſprach kein Wort. Wir gingen ins Kinderzimmer. eine kleine Kinderuhyr an der Wand ticken. Peter, ſonſt einer wilden Pflanze gleich, mal hier, mal dort, ſaß teilnahmslos auf ſeinem Bänkchen und fing im Tintenfaß wahrſchein⸗ lich Tintenfiſche. Die Mutter ſchaute auf ihren Sohn. Dicke Tränen kullerten über ihre mat⸗ ten Augen. Peter hatte ſie aus ihrer Ruhe geriſſen. Die ſchwüle Luft drückte auf ſie, ſie hatte keine Stimmung mehr. Da ſprang der Junge auf und ſah auf feine traurige Mutter. Zwei Kinderarme umfaßten ihren Hals, ihr Antlitz war in ein milderes Licht gerückt. Ein breites Silberband der Freude ſchien ſich um ihren Kopf zu ſpannen. Peter murrte vor ſich hin. Seine Blicke ſpiel⸗ ten mit ihrem Herzen. Peter war nicht krank. Die Schule alſo, die Rechenaufgaben und das Leſepenſum machten ihn krank... Er wollte mit geſenktem Haupte und müdem Blick die böſen Geiſter hinaustreiben und ſich vor dieſer Arbeit drücken. Wir hatten Wind bekommen und verſprachen Peter die Moſelwanderung, wenn er in ſeinem Schulherzen wieder Ord⸗ nung ſchaffen würde. Erika war glücklich und beſter Dinge. Peter hat ihr den Stein vom Herzen genommen. Ohne zu denken und ohne zu grübeln, wollte ſie Herz und Sehnen der unbehauchten Moſel⸗ landſchaft ſchenken. Dieſes wunderſchöne Land muß man wie ein Kind behüten, ſagte ſie. Wir ſtanden am Eingang eines kleinen Moſeldorfes. Der würzige Geruch des Wei⸗ nes, der im Garten ausgeſchenkt wurde, ſtieg in Mund und Naſe. Wir ſetzten uns in die Nähe des Ufers und ſchauten auf die hübſch geordneten Häuſer des gegenüberliegenden Fleckens. Die angefüllte Schüſſel barg den be⸗ rühmten Moſelhecht. Fein im Geſchmack und paſſend zum Weine. Mit Sorgfalt war dieſer Fiſch bereitet worden. Erika aß mit kindlicher Unachtſamkeit die Schüſſel leer, während Pe⸗ ter dem ſanften Fließen des Fluſſes nachſah und ſich mit ganzer Seele dieſer Landſchaft ergeben zeigte. Inzwiſchen hielt Erika mit Man hörte 4 dem Wein Zwiegeſpräche, der nicht etwa(wie der Rheinwein) Akkorde anſtimmt, ſondern wie Tſchaikowſky⸗Muſik den Menſchen leicht und von allen Laſten unbehelligt ſtimmt! Zwiſchen Kehle und Herz macht der Moſel⸗ wein halt, um weder Geiſt noch Gemüt zu belaſten. Erikas Knie wollten verſagen, als ſie zum Ufer ſchritt, um ihren Peter und das Waſſer zu ſtreicheln. Sie ſpürte die Schwingungen des Weines und ſagte in aufgeräumter Stim⸗ mung: Mir iſt, als ſehe ich eine Perlenſtickerei zu meinen Füßen liegen, wenn meine Blicke über dieſe Moſellandſchaft hinweggleiten, mir iſt, als ſtünde ich am Strande einer einſamen Inſel und ſähe im Geiſte jene großen Geiſter, die Fluß, Landſchaft und Wein beſingen.. Sie kehrte an ihren Platz zurück und ſaß, wie in ein ſtilles Gebet verſunken, vor dem Wein, der ihre Stimmung nachfärbte. Sie flüſterte, wie es die Stimme des Fluſſes be⸗ fiehlt, vor ſich hin: Man muß dieſe Moſel⸗ landſchaft hüten! Ich drängte mich in ihre Spuren und ſchrieb ein Blättchen: Motive der Verborgenheit... Nutprobe/ w v Ruhig, als ob nichts vorgefallen, trat der Hauptmann wieder an den Tiſch, ergriff die andere Piſtole und ſagte mit dem treuherzig⸗ ſten Geſicht der Welt: „Schaun', Herr Graf, das muß i halt ſagen, das haben S' ſehr ſchön'macht— das möcht i halt auch amal probier'n. Jetzt wenn S' wollen die Gnade haben, halten S' mir mal die Semmel, vielleicht treff i aa.“ Verlegenheit und Angſt ſpiegelten ſich in aller Blicke, am meiſten beſtürzt war der Oberſt ſelbſt. „Aber Menſchenskind, haben Sie denn ſchon jemals in Ihrem Leben Piſtole geſchoſſen?“ „Nein, Herr Oberſt, i hab' halt mein Lebtag noch kein Piſtol' in der Hand gehabt, um ſo mehr würd's mich freuen, wenn i halt richtig treffen tät.“ Da half nun kein Reden, der Graf war ge⸗ zwungen, wollte er ſich von ſeinem Offiziers⸗ korps keine Blöße geben, dem Anſuchen des Hauptmanns nachzukommen. Langſam nahm der Hauptmann die Piſtole in die Höhe, langſam zielte er— allen ſtockte der Atem, es war mäuschenſtill geworden— da... ſetzte der Hauptmann ab. „Nein,“ ſagte er harmlos lächelnd,„das wird doch halt nit'ſchehn— i hab' nit dran 'dacht, i könnt ja möglicherweiſ' daneben ſchieß'n, da könnt ja ein Malheur draus 'ſchehn. J dank' Ihnen halt vielmals, Herr Oberſt, aber i will's lieber laſſ'.“ Und ruhig legte er das Schießwerkzeug auf den Tiſch und ſetzte ſich ſtill an ſeinen alten Platz. Di Hollywo urſprüngli kitſches, ſo in Hollym ſtand ich! die Frücht, gibt ſechs und jeder Frauenken welche Ka gehört. Un herangeroll tigen Kiſtet bis man k. die Dinger würde. Das Eir Einförmigl iſt Plauder Rücken dre Mädchen i fahre nach nen ſein, ſ tiert habe“ Reiſebüro darunter zi Sie. In der lende kugel Bogen in ſpitzzulaufe und mich der Vorarb und am A ich ſolle n⸗ langte nur überliegend pflückte ich „Das iſt Luzie“, ſag wuſchelköpf an meinen deutſcher Mexiko zufſe Ich hätte, ter“ einen Geknipſe ii und Oran⸗ Aber es wo ewigen Beu und der Or gefüllt an fiel ich wie men Baum ab, drehte und aing Sackes ein Ein paar werung mit⸗ 4 g beobachten ſen bekamen ) kein Wort. Man hörte Wand ticken. e gleich, mal auf ſeinem wahrſchein⸗ ute auf ihren her ihre mat⸗ ihrer Ruhe e auf ſie, ſie ſah auf feine me umfaßten ein milderes berband der zu ſpannen. Blicke ſpiel⸗ r nicht krank. ben und das Er wollte em Blick die ich vor dieſer id bekommen elwanderung, wieder Ord⸗ Dinge. Peter genommen. übeln, wollte uchten Moſel⸗ rrſchöne Land ſagte ſie. ines kleinen ich des Wei⸗ wurde, ſtieg uns in die uf die hübſch überliegenden barg den be⸗ zeſchmack und lt war dieſer mit kindlicher während Pe⸗ uſſes nachſah er Landſchaft lt Erika mit ht etwa(wie mt, ſondern enſchen leicht ligt ſtimmt! t der Moſel⸗ h Gemüt zu als ſie zum d das Waſſer Ichwingungen iumter Stim⸗ Perlenſtickerei meine Blicke ggleiten, mir ner einſamen roßen Geiſter, beſingen... rück und ſaß, ken, vor dem hfärbte. Sie s Fluſſes be⸗ dieſe Moſel⸗ mich in ihre : Motive der er Prufz len, trat der h, ergriff die m treuherzig⸗ muß i halt macht— das . Jetzt wenn n S' mir mal lten ſich in ar der Oberſt ie denn ſchon geſchoſſen?“ mein Lebtag ehabt, um ſo i halt richtig Graf war ge⸗ em Offiziers⸗ Anſuchen des n die Piſtole —allen ſtockte geworden— chelnd,„das hab' nit dran ſeiſ' daneben lheur draus elmals, Herr werkzeug auf ſeinen alten * 8³ 4 Arbeit dm Turm Aufn.: Carl Näher-Bavaria DOrangen und Citronen Von H. Neidenfels Hollywood— Sie werden lachen— war urſprünglich nicht das Land des ſüßen Film⸗ kitſches, ſondern der ſauren Zitronen. Ehe es in Hollywood Diwen gab und Regiſſeure, ſtand ich dort an Zitronenkiſten und ſortierte die Früchte nach Größe, Form und Farbe. Es gibt ſechs verſchiedene Sorten von Zitronen, und jeder echte Zitronenkenner weiß— wie der Frauenkenner— auf den erſten Blick, in welche Kathegorie das betreffende Früchtchen gehört. Und ebenſo ſchnell wie die Zitronen herangerollt kommen, muß man ſie in die rich⸗ tigen Kiſten werfen— zehn Stunden den Tag, bis man keine Zitronen mehr ſehen kann und die Dinger am liebſten an die Wand ſchleudern würde. Das Einzige, was man tun kann, um die Einförmigkeit der Beſchäftigung zu beheben, iſt Plaudern. So oft uns der Vorarbeiter den Rücken drehte, ſchnatterten wir los wie die Mädchen in einer Schneiderwerkſtatt.„Ich fahre nach Mexiko“, ſagte ich,„und laſſe Zitro⸗ nen ſein, ſowie ich genug Geld zuſammenſor⸗ tiert habe“. Und ich dachte an das Plakat im Reiſebüro mit dem lächelnden Mexikomädchen, darunter zu leſen ſtand: Die wartet ſchon auf Sie. In der Vorfreude nahm ich eine heranrol⸗ lende kugelrunde Zitrone und warf ſie hoch im Bogen in die Kiſte von den langgezogenen, ſpitzzulaufenden Zitronen, wo ſie liegenblieb und mich vorwurfsvoll anſah. Dasſelbe tat der Vorarbeiter, der von hinten gekommen war, und am Abend zahlte er mich aus und ſagte, ich ſolle nach Mexiko fahren. Das Geld aber langte nur bis nach Glendora an der gegen⸗ überliegenden Seite von Los Angeles. Dort pflückte ich Orangen. „Das iſt kein gewöhnlicher Orangenpflücker, Luzie“, ſagte der Orangenfarmer, mit einer wuſchelköpfigen Tochter eines Tages, gnädigſt an meinen Baum herantretend,„ſondern ein deutſcher Dichter, der ſich eine Reiſe nach Mexiko zuſammenpflückt.“ Ich hätte, wenn auch Zeit Geld iſt, als„Dich⸗ ter“ einen Augenblick mit dem wahnſinnigen Geknipſe innehalten, mich höflich verneigen und Orangen Orangen ſein laſſen müſſen. Aber es war ſchon ſpät am Nachmittag. Vom ewigen Beugen und Strecken zitterten die Knie, und der Orangenſack hing wie mit Bleikugeln gefüllt an meiner ſchmerzenden Schulter. So fiel ich wie ein Galeerenſträfling über den ar⸗ men Baum her, ſchor ihm die reſtlichen Früchte ab, drehte der Millionen⸗Erbin den Rücken und aing zum Depot, um beim Leeren des Sackes ein wenig zu verſchnaufen. Ein paar Wochen darauf, als es noch früh am Morgen war und ich mich wirklich wie ein Dichter fühlte, kam der Orangenkönig wieder mit ſeiner Tochter. Da blickte ich von den Orangen, die wie gol⸗ dene Lampions im dunkeln Laube hängen, zu den fernen Schneebergen hinüber, verneigte mich vor dem Millionengirl und lächelte ſüß. Aber diesmal hatte mich der Orangenkönig nicht als Exemplar eines deutſchen Dichters zeigen, ſondern meine Leiſtungsfähigkeit als Arbeiter prüfen wollen. Als Arbeiter hatte ich zwei Minuten Zeit, das heißt Geld, geſtohlen. Der Orangenkönig nahm mich mit nach dem Büro, ließ mich entlohnen, und— meine Reiſe nach Mexiko fiel wieder ins Waſſer.—— Aber warum ſoll man ſich entmutigen laſſen. Ich arbeite noch heute für meine Reiſe nach Mexiko... Das freie Kriegerleben der Bewohner der albaniſchen Berge, der ritterlichen Seipetaren, hat noch bis vor wenigen Jahrzehnten manch dankbaren Vorwurf geliefert für Abenteurer⸗ und Räubergeſchichten aller Art. Einer von Karl Mays mit Recht ſo geliebten Reiſeromane erzählt voll atemberaubender Spannung den wilden Ritt Kara Ben Nemſis durch das von Blutrachekämpfen erfüllte Albanien und etwas von ſolcher romantiſchen Urwüchſigkeit hat ſich tatſächlich in dem kleinen Balkanſtaat bis in unſere Zeit herein erhalten. Das Königreich Albanien, das zwiſchen Grie⸗ chenland und den einſtigen ſerbiſchen und mon⸗ tenegriniſchen Gebietsteilen Südſlawiens an der adriatiſchen Küſte etwa 300 Kilometer lang ſich erſtreckt, hat mit 27 500 Quadratkilometer Fläche etwa die Größe von Württemberg und Heſſen zuſammen. Das wirtſchaftlich noch ſehr unentwickelte, landſchaftlich überaus reizvolle und vielgeſtaltige Land iſt noch heute im In⸗ nern weithin recht unbekannt. Ausgedehnte Wälder voller Fichten, Kiefern und Buchen, Steineichen, Platanen und wilden Birnen, Buſchwälder von Kaſtanienhainen und Oelbäu⸗ men durchſetzt, viel Oedland und an der Küſte unzugängliche Sumpfzonen ſubtropiſchen Cha⸗ rakters geben ein Bild wie es zu Zeiten Homers, zu Zeiten der griechiſchen Koloniſation oder der Bildung des altrömiſchen Imperiums in vielen Küſtengebieten des Mittelmeeres nicht anders geweſen ſein mag. Die bis zu 2500 Meter Höhe aufragenden Kalkgebirge ſind viel⸗ fach ſtark verkarſtet und erhöhen damit⸗ die Wildheit der Landſchaft beträchtlich. Einem hei⸗ ßen, trockenen Sommer folgt die ungewöhnlich niederſchlagreiche Regenzeit und dieſe wieder läßt die verſumpften Ebenen völlig unwegſam werden. Seit dem Weltkrieg, wo die deutſchen und öſterreichiſchen Heeresverwaltungen viel für Wegebau und für Anlage von Brücken ge⸗ tan haben, war es mit den Verkehrsmöglichkei⸗ ten in Albanien, das bis bahin nur Saumpfade kannte, etwas beſſer geworden. Die ſpätere al⸗ baniſche Regierung ſelbſt hat freilich ſolchen Anfängen nicht viel hinzuzufügen gewußt. Da⸗ bei harren allenthalben reiche Bodenſchatze, Kohlen⸗ und Aſphaltlager, Kupfer-Erzvorlom⸗ men und Erdölquellen der Erſchließung. Der Volksheld Skanderbeg Die Bewohner Albaniens ſind zum größten Teil illyriſchen Urſprungs mit ſtarken gotiſchen und vor allem romaniſchen Einſchlägen. Von den rund 1 Million betragenden Angehörigen des bisherigen albaniſchen Staates waren über 900 000 Albaner, oder wie ſie ſich ſelbſt nennen, Scipetaren. Zwei Drittel hiervon ſind Mohame⸗ daner, ein Drittel bekennt ſich zur griechiſch⸗ orthodoxen oder römiſch⸗katholiſchen Kirche. Faſt ebenſo viele Albaner wohnen übrigens außer⸗ halb des albaniſchen Staatsgebietes auf griechi⸗ ſchem oder ſüdſlawiſchem Boden. Auch in Süd⸗ italien finden ſich ſeit alter Zeit albaniſche Volksſplitter, wie denn die Albaner überhaupt von jeher ſehr enge Beziehungen zu Italien »gehabt haben. Schon im Altertum waren ſie ſtets feſt mit dem römiſchen Imperium ver⸗ knüpft und ſtellten den Legionen viele treffliche Soldaten und Offiziere. Später waren die Sci⸗ petaren lange ein feſtes Bollwerk der abendlän⸗ diſchen Kultur und des römiſchen Chriſtentums gegen die ringsum der byzantiniſchen Welt hörig werdenden Völker des Balkans. Unter dem großen Volkshelden Skanderbeg(1422 bis 1468) waren die Albaner die Vorhut Europas gegen den Anſturm des Iſlam. Sie wurden ſchließlich von den Türken unterworfen und ihr Das Schneeballwerfen Eine alte Anekdote, neu erzählt von Paul Alverdes Der Landgraf Wilhelm von Heſſen hatte einen bildſchönen Jungen von Kammerdiener, gerade und hoch gewachſen, noch unbärtig, mit feurig⸗edlen Zügen und von ſolcher Leiden⸗ ſchaft gepaarten Anmut des Weſens, daß er alle Herzen am Hofe im Sturm gewann. Er hieß Hans Moß und hatte urſprünglich das Schneiderhandwerk erlernt. Wie aber kein Menſch ohne Gebrechen und Mängel zu finden iſt, ſo ging es auch mit dieſem. Er begann zu trinken und den Wein immer gefährlicher zu lieben, bis es mit ihm dahin gekommen war, daß er nur ſelten noch nüchtern geſehen wuede. Er habe ſich nun einmal daran gewöhnt, pflegte er auf die inſtändigen Bitten und Vorſtellungen ſeiner Freunde zu antworten, und wolle und könne es nimmer laſſen, er müſſe voll ſein. Auch ließ er zuweilen vor allen Leuten hören, daß er des Teufels ſein wolle mit Leib und Seele, wenn er nicht bald einen erſteche, oder es müſſe ihn ſelber einer mit dem Meſſer kalt machen. Dergleichen Drohungen, die niemand für ernſt hätte nehmen mögen, wurden raſch die traurigſte Wahrheit. Er vergnügte ſich näm⸗ lich eines Januar⸗Tages mit einigen anderen Kammerjungen des Fürſten in deſſen Luſtgar⸗ ten in der An mit Schneehallen, und warf dabei einem iungen Herrn von Steinberg, einem hra⸗— ven und gutmütigem Jüngling, die Mütze vom Kopf. Dieſer machte einen friſchen Ball, um fröhliche Rache zu nehmen, holte kräftig aus und traf ihn, der ſich unglückſeligerweiſe eben umwandte, mitten ins Geſicht. Hierauf riß, ohne ein Wort zu ſagen, der Schöne ſeinen Dolch aus der Scheide und warf ihn dem an⸗ dern, der ſich zur Flucht wandte, zwiſchen die Schulterblätter in den Rücken, wo er ſtecken blieb. Er trat dann neben dem Zuſammen'⸗ geſtürzten hin, zog ihm das Eiſen aus der Wunde, wiſchte es ab, ſteckte es ein und lief danach durch das Schloß zu einem Bader, der in der Nähe wohnte, und bedeutete ihn, den von Steinberg ſchleunigſt zu verbinden, denn er ſei ſchwer getroffen. Er floh dann aus der Stadt, wurde aber bei Sondershauſen von ſeinen Verfolgern geſtellt, denen er ſich auch gefangen gab, nachdem er zuvor verſucht hatte, ſich durch einen Stich in die Bruſt mit eben jenem Dolch zu töten. Man brachte ihn verbun⸗ den in die Reſidenz, wo er auf Befehl des Fürſten, der ihn ſehr geliebt hatte, pfleglich gehalten wurde; er ſollte aber doch, da der junge Steinberg nach einigen Tagen ſeinen Verletzungen erlag, in einem OCeſſel ſitzend ent⸗ hauptet werden. Wider alles Vermuten ſtarb er ſedoch wenige Stunden vorher ganz plötzlich an der geringfügigen Wunde, die er ſich ſelber beigebracht hatte. Von Dr. Robert Pfaff⸗Giesberg Land dem türbiſchen Reich einverleibt. Wäh⸗ rend Teile der Albaner als„Arnauten“ die beſten Krieger des Sultans wurden, führten andere Jahrhunderte hindurch in unbezwing⸗ barem Freiheitsdrang blutige Kleinkriege gegen die fremde Herrſchaft, obwohl auch ſie vielfach die praktiſche und einfache Lehre Mohameds ſich zu eigen machten. Während der langen türkiſchen Herrſchaft ging die alte kulturelle Blüte des Albaniſchen Volkes immer mehr zu⸗ rück. Die Mehrzahl der Albaner lebten nur mehr als arme Kleinbauern und Hirten. Vie Sitte der Blutrache, der ewige Kampf gegen die Türken, gegen die eigenen ſtets verfeindeien Sippen, Stämme und Gauſchaften zehrte an der Kraft des Volkes und die einſt üppig blühenden Kunſtfertigkeiten und Induſtrien der Albaner, die Teppichknüpferei, die Waffen⸗ ſchmiedekunſt uff. gingen beſ. im 19. Jahr⸗ hundert ſtark zurück oder kamen ganz zum Er⸗ liegen. Einzelne Grundbeſitzer wußten ſich faſt das ganze Land anzueignen und preßten die einſt freien Bauern in Leibeigenſchaft und Ab⸗ hängigkeit. Von den ſo bedrängten Bauern zogen ſich wieder viele in die Wälder und Sümpfe zurück und wurden Räuber und Wege⸗ lagerer mit mancherlei ritterlich-romantiſchen Sitten und Gepflogenheiten. Königreich Albanien Während des Balkankrieges von 1912 gelang es auch den Albanern ihre Unabhängigkeit her⸗ zuſtellen und wenigſtens einen Teil des Volkes in einem eigenen Staat zuſammenzufaſſen. In Durazzo errichtete der 1920 zu Paris von einem Landsmann ermordete Großgrund⸗ beſitzer Eſſad Paſcha die erſte ſelbſtändige Re⸗ gierung. Im März 1914 erfolgte auf Veranlaſ⸗ ſung der damaligen europäiſchen Großmächte die Beſtallung des deutſchen Prinzen Wilhelm zu Wied als Fürſt von Albanien oder„Mbret der Seipetaren“. Der Traum dauerte nur we⸗ nige Monate. Schon im September 1914 ver⸗ ließ dieſer wieder das Land. Im Weltkrieg wurde heftig um Albanien gekämpft. 1918 be⸗ ſetzte Italien das Land, ſtellte aber im Jahre 1919 deſſen Unabhängigkeit wieder her. Nach ſtändigen Unruhen und Parteikämpfen bemäch⸗ tigte ſich 1922 Achmed Zogu der Regierung und formte Albanien zu einem Königreich um. Auch jetzt ließen indes die vielen gegenſätzlichen Kräfte im Lande, die alten Stammesfeindſchaf⸗ ten, die Parteien, die Großgrundbeſitzer, die religiöſen Intereſſen und dergleichen das Voll nicht zur Ruhe kommen. Seine Zukunft ſchien nach wie vor ſehr im Dunkel, bis nun endlich das Imperium Muſſolinis mit feſter Hand zu⸗ griff, um das wertvolle Land mit ſeinem kraft⸗ vollen und geſunden Volk, das ihm ja ſeit alter Zeit eng verbunden war, einer wirtſchaftlichen ſicheren und politiſch befriedigenden Epoche ent⸗ gegen zu führen. Wie ſtark der kulturelle Zu⸗ ſammenhang Albaniens mit Italien wirklich iſt, zeigt allein ſchon die Tatſache, daß ein ſtar⸗ kes Viertel des heutigen albaniſchen Sprach⸗ ſchatzes lateiniſch-italieniſche Worte ſind. Das Bauerntum Völkerkundlich betrachtet ſehr feſſelnd und vielgeſtaltig iſt das bäuerlich⸗urwüchſige Kul⸗ turgut der Albaner. Weidewirtſchaft und ſehr primitiv betriebener Ackerbau, der vor allem Mais und Weigen erzeugt, ſind die Grundlagen des albaniſchen Bauerntums. Viele Mühe wird beim Feldbau auf die Anlage von Bewäſſe⸗ rungsgräben verwandt. Die Wohnverhältniſſe ſind überaus einfach und dürftig. Primitive Stein⸗ und Lehmhäuſer, mancherorts auch Holzhäuſer dienen als Wohnung. Im Flachland finden ſich meiſt dörfliche Siedlungen. Im Hochland überwiegen Weiler und Einzelhöfe. Ueberall ſind die Höfe zur Verteidigung ein⸗ gerichtet, denn die Blutrache läßt bis in die jüngſte Gegenwart immer wieder erbitterte Ge⸗ fechte unter den Männern aufflammen. Gewehr und Piſtole trug noch vor kurzem der freie Bauer ſogar beim Pflügen und in Nordalba⸗ nien mußten 40 Prozent aller männlichen Todesfälle noch vor wenigen Jahren auf die Blutrache zurückgeführt werden. Die Frau geht auch bei den mohamedaniſchen Albanern unver⸗ ſchleiert, iſt aber wie im Orient die eigentliche Arbeiterin. Eine ſeltſame Erſcheinung des al⸗ baniſchen Frauenlebens iſt die ſog.„Virgin“. Das ſind Mädchen, die ſich für Eheloſigkeit ent⸗ ſchieden haben und nun Männertracht anlegen und wie Männer auftreten, Waffen tragen und der Blutrache unterſtehen. Es ſcheint ſich hier eine uralte illyriſche Sitte bis jetzt bewahrt zu haben. Im Volk haben ſich die alten Trachten noch aut erhalten. Ebenſo leben auf dem Lande viele Sagen, Märchen und Volkslieder der Seipeta⸗ ren fort. In den Städten ſchwindet das alte Volkstum freilich mehr und mehr hier wird ſich natürlich nach dem Anſchluß Albaniens an Ita⸗ lien und der Erſchließung ſeiner Wirtſchaft bald neues aufſtrebendes Leben entwickeln und eine neue Form albaniſcher Kultur erſtehen. ist im frelen Menschen zum Wir wollenl Das Sollen Wollen verwandelt. ist tausendmol mehr wert als do mousstl ihr Stephan l. Roth. Ich will! mösstl Geiſter im S iff Von Hans Otto Henel Geiſterſchiffe gibt es, ſo wahr ich Käppn Hein bin. Ich habe ja ſelbſt mal eins geführt. Mit meinem Kutter ſegelte ich Botenpoſt längs der Inſeln, damals, als in den See⸗ bädern noch Leute ſich bereit machten, von denen man heute nur noch Fingerabdrücke bei der Polizei findet. Kommt da eines Abends, als wir im kleinen Hafen von— halt, ich will keinen Namen nennen—, alſo wir waren froh, noch vor einem drohenden Wetter anzulegen, da klommt einer angeſtelzt und verlangt, wir ſollen ihn ſofort nach Dingsda ſegeln. Der fahrplanmäßige Dampfer iſt ihm vor der Naſe weggefahren, und im Kurſaal von Dingsda warten tauſend Menſchen auf ihn, die ſchwe⸗ res Eintrittsgeld bezahlt haben. Unter der Bootslaterne ſah der Kerl aus wie ein Hai, der als treuherziger Seehund angeſprochen werden will. Wir hatten die Naſe voll und ſagten nein. Aber er winſelt, wir ſollten ihm nicht das Ge⸗ ſchäft verderben, und zahlen will er, was wir verlangen. Na, aus dieſer Luke war mit uns zu reden, denn Geld hatten wir nötig. Schnell war der Preis ausgemacht, und dann: los, Jungens! Schon nahmen wir Kurs auf die Heultonne, da kitzelt mich doch der Klabautermann, den Kerl zu fragen, wer er eigentlich iſt. Andro⸗ guma ſagt er, ſo harmlos, als wenn ich nen Köhm verlange. Herr, ſag ich, es kümmert mich nicht, ob Ihr Vater auch ſo hieß, aber wiſſen möcht ich, ob Sie der ſind, von dem in allen Seebädern die Plakate hängen: Androguma führt Geiſter leibhaftig vor! Bin ich, antwortet er. Und Sie finden viel Dumme? frag ich. Das wollte er mir nicht übelnehmen, denn ein Schiffer verſtünde ja nichts von den höheren Dingen. Aber daß Geiſter ein Schwindel ſind, das wiſſen wir Sommerabend am See Von Eliscbheth Maſler-Maock Dunkel träumt das Wasser in den Grònden und des Röhrichts blosse Blötensferne leuchten sconff erschlossen blover Ferne, eh lm Sforz die Tage sich entzünden. an den schwonken Gräsern wie Geschmeide flögeln schön und gläsern dle Ulbellen, eines bunten Sommers Töne schwellen gaos dem hellen Laub der alten Weide. ꝑuderschlog und welches Mödchenlochen.— Wellenkreis verebbt am Uferscum. Stille fällt in einen Weidenboum. Auf der schmalen Bucht im jungen Schoße schläft in köhlem Glonz die weiße Rose. Lelse plätschernd fährt vorbei der Nochen. Schiffer, knurrte Hanſen, mein Steuermann. Da fährt doch praſſelnd ein Blitz herunter, daß wir meinen, er haut uns das Steuer weg. Se⸗ hen Sie, ſagt Herr Androguma, die Geiſter ſind beleidigt. Und meine vier Jungens ha⸗ ben mir nachher geſtanden, daß ihnen in der Minute doch ein bißchen ſchummrig geworden iſt. Der Kerl aber, als ob er darauf gewartet hat, fängt an, mein Boot zu bevölkern. Dort ſitzt Napolium, düſtert er und zeigt auf Heck. Friedrich der Große ſteht am Maſt, ſchreit er dann. Klaus Störtebecker entert Steuerbord! Der alte Blücher reitet auf dem Bugl! Verrückt war das! Achtern blitzte grollend das abziehende Gewitter, vor uns blinkte das Leuchtfeuer— und um uns ſollten Geiſter huſchen? Richtig klöhnt unſer döskoppiger Schiffsjunge Klas: ich hab ihn geſehn, den Blücher! Na, fragt Androguma, als wir in den Hafen einlaufen und drüben ſchon die Lichter im Kurſaal blinzeln, wo tauſend Perſonen auf ihn warten— na, fragt er, glauben Sie nun an die Leibhaftigkeit meiner Geiſter? Gott, ſag ich, wir ſind ja bloß dumme Schiffer, aber wenn Sie ſelbſt bezeugen, daß Sie den alten Fritzen und Napolium und Klaus Störtebecker und den Vater Blücher leibhaftig aufs Schiff gebracht haben, dann iſt es natürlich wahr. Und darum müſſen Sie den Fahrpreis für die vier Perſonen nachzahlen. Wie er da Segel ſetzte! Ich aber blieb ruhig. Mann, hab ich geſagt, wenn Sie erklären, daß Sie geſchwindelt haben, iſt es gut. Dann geh ich an Land in den Kurſaal und muß den Leu⸗ ten berichten, daß Sie nur Mumpitz machen. Wenn aber Ihr Wille die vier leibhaftig an Bord gezwungen hat, dann kommen Sie nicht eher von der Planke, bis die akkordierte Per⸗ ſonentaxe für Ihre blinden Paſſagiere nach⸗ gezahlt iſt. Ich kann euch ſagen, er hat gezahlt. Und weil ich darüber guter Laune wurde, hab ich ihm für Napolium nur den Kinderfahrpreis abgenommen. Nun frage ich euch, ob es einen beſſeren Beweis für Geiſter gibt, als wenn man den Fahrpreis für ſie in die Hand ge⸗ zählt kriegt? 3 Am Woͤrzburger Schloß Aufn.: Erika Schmauß-Bavaria Friedrich der Große in Tangermünde/ von 3ſef Sanr Die Bürger von Tangermünde erlebten eines Tages eine große Freude. König Friedrich Wil⸗ helm ſtieg in ihren Mauern ab. Er befand ſich auf der Reiſe nach Hannover, um dort den Schwiegervater zu beſuchen. In ſeiner Begleitung wußte man neben der Königin den Kronprinzen Friedrich. Er war ein ſimpler Bube noch von etwa ſechs oder ſie⸗ ben Jahren. Doch alle Liebe des Volkes hing ihm ſchon an, und das mit gutem Grund, denn zwei ältere Brüder von ihm waren ſchon früh geſtorben, und auf Friedrich ruhten nun alle Hoffnungen. Und nun weilte der Kronprinz im Beiſein der Eltern für einige Stunden hier in Tanger⸗ münde. Die Einwohner fanden das Ereignis wichtig genug, um es mit gebührendem Reſpekt zu be⸗ achten. Sie liefen bewegt auf dem Marktplatz zuſammen, und hielten dort geduldig aus, in der Hoffnung, den Kronprinz zu Geſicht zu be⸗ kommen. Ihr untertanentreues Beiſpiel blieb denn auch nicht lange unbeachtet. Die Königin er⸗ laubte gern, nachdem ſie ihre Wünſche erfahren hatte, daß Friedrich ſich bei ihnen melde. Der Bube zierte ſich nicht lange, er trat vor die Tür und ſah ſich bald von einer großen Menge umringt. Männer und Frauen, Greiſe und Kinder, Arme und Reiche drängten ſich frohbewegt heran. Jeder ſuchte ſeine Hand zu erhaſchen, ſuchte ihm durch ein ſichtbares Zei⸗ chen ſeine Liebe und Anhänglichkeit zu über⸗ mitteln. Einen Augenblick war der Bube verwirrt von ſoviel Zuneigung und ehrlichem Vertrauen. Dann dachte er über eine Möglichkeit nach, um ſich bei den Leuten erkenntlich zu zeigen. Es fiel ihm ein ſchöner Gedanke ein. Er erkundigte ſich nach einem Bäckerladen, und als man ihn einem ſolchen dann zuführte, kehrte er dort ſeine Börſe um und ſchüttete ſeine Barſchaft auf den Tiſch, um Wecken und Semmeln und Brot zu er⸗ halten. Er lud einem Jungen die Backwaren auf und wandte ſich wieder dem Marktplatz zu. Und nun begann ein frohes Verteilen. Jubelnde Kinder ſtürmten ihm zu, aus blanken Eltern⸗ augen leuchtete Dank, und Greiſe und Mütter⸗ chen weinten vor Freude. Seine Eltern aber, der König und die Köni⸗ gin, hatten vom Fenſter des Amtshauſes aus Gelegenheit, dem Vorgang zu folgen. Und ſie fanden ein ſolches Gefallen daran, daß ſie be⸗ wegten Herzens hinzutraten, um nach dem Bei⸗ ſpiel des Sohnes zu handeln und den Einwoh⸗ nern in gleicher Weiſe zu ſpenden. 3 Von nun an wiederholte das Schauſpiel ſich jährlich, ſo oft die königliche Familie das Städtchen paſſierte. Friedrich der Große aber behielt bis ins dieſe ſchöne Begebenheit in lebhaftem An⸗ enken. 140 — 33 10 Auch im Sommer dem Spiel huldigen! Der Jahreszeit anpaſſen Wir ſtehen kurz vor dem Beginn der badi⸗ ſchen Schachtagung, die in dieſem Jahre beſon⸗ ders zum Beſuch einlädt. Das liebliche Wald⸗ kirch wurde zum Kampfplatz beſtimmt. Das Meiſterturnier findet vom 20.—27., das Mei⸗ ſterſchaftsturnier vom 23.(nachmittags!) bis 27., das Haupt⸗ und Nebenturnier vom 24. bis 27. Auguſt ſtatt. Trotz des ſcharfen Wettbewerbs der aus allen badiſchen Gauen ſtammenden Spieler werden alſo die Mußeſtunden der Er⸗ holung und Erfriſchung gewidmet werden können. Der Schachbetrieb in den Mannheimer Ver⸗ einen iſt zur Zeit abgeflaut. Freilich wird dem Schach im Freien große Aufmerkſamkeit ge⸗ ſchenkt. Und dennoch wäre auch das gewohnte Spiellokal zu Veranſtaltungen ſchachlicher Art ſelbſt in großer Hitze nicht ungeeignet. Kämpfe, die im Winter einfach aus Zeitmangel nicht erledigt werden wie Wettſpiele einzelner, Platz⸗ kämpfe, Blitzturniere, Beratungspartien, Thema⸗ turniere uſw., das iſt ein Aufgabengebiet, das mehr oder weniger der heißen Jahreszeit an⸗ gepaßt iſt. Es gilt den ſpielfreudigen Schach⸗ ſpielern Gelegenheit zu verſchaffen. Freund⸗ ſchaftstreffen zwiſchen Schachvereinen werden mit Vorliebe ebenfalls auf den So nmer ver⸗ legt. Wenn es nicht unbedingt„um etwas geht“, da gewinnt die einzelne Partie an Leben, da feiern Unternehmungsluſt und Wagnis ein Stelldichein, Madame Sicherheit zieht ſeufzend Am Schachbreii Offizielle Mitteilungen des Badischen Schachverbandes im GSB. Bezirk Mannheim ab. Wie genußreich eine ſolche Partie nachzu⸗ los ift eine Partie, in der beſonders viel os iſt! Aus dem Freundſchaftstreffen Pfingſtberg— Oftersheim Weiß: V. Schmitt, Pfingſtberg Schwarz: Fritz, Oftersheim 1. e2—e4, c7—c5 2. Sg1—f3, e7—e6 3. d2—d4, c5 d4 4. Sf3 d4, Lfi8—c5. Ungünſtig, der Läufer gerät in Gefahr ab⸗ getauſcht zu werden, hier werden die Felder dö und c5, deren Deckung ihm vornehmlich über⸗ tragen iſt, ſchwach. 5. Lol—es, Sg8—f6 6. Sb1—03, Dds—b6(es drohte S eo) 7. Sc3—a4. Es zeigt ſich jetzt, daß der Damenzug nicht das beſte Auskunftsmittel war. 7...., Db6—a5- 8.—c3, Lcõ cdâ(am beſten war Le7, wenn auch Zeitverluſt) 9. Les da, eõ —e5(beſſer Scö, der Doppelbauer wäre nicht ſchlimm geweſen) 10. Ld4—e5! b7—b5 11. Dd1— dö! SbSs—c6 12.——0. Ein gerechtfertigtes Opfer, geplant iſt ein weiteres Opferangebot. 12.„ böal, (Siehe Diagramm J) 13. Td1—d5!! Bietet in einem Zuge Qualität oder Bauer an und droht empfindlich TXes— Se5? De e5— Kds, Le7-! nebſt Matt in zwei Zügen. Dieſes Drohſpiel verbietet*e4 ohne weiteres Schwieriger wird es nach Stözd5. Weiß ſtellt n ee LA4e. O0 2 9 5 z, ,, ,, 4 I an R — — — den Vorteil klar durch eine intereſſante Zug⸗ folge:ed5: Dds(deckt das Mattfeld) doö: Dfö, Lb5! Ddo:, Ldö: f6, f41! und der Turm greift ent⸗ ſcheidend ein. 13..., Kes—dSs7 14. Ddõ xc, Sfö cd5 15. Dcõ Xdõ. Die Partie fand nun ein ſchnelles Ende, weil der durch ſein Verſehen offenbar deprimierte Schwarze den Abzug Le7 mit Damengewinn zuließ. 2 Glänzende Entſcheidung Geſpieltals freie Partie im Mann⸗ heimer Schachklub Schwarz: Holl (Siehe Diagramm II) Weiß: Burger Mit dem Zuge 1. h2—h4 erzwang Weiß ſchnel⸗ à be d e 8 n ,, e, .. 7 ,. 8 e, — n n d — len Sieg. Der Drohung hes- nebſt Dnꝛ+ uſw. begegnete Schwarz mit...., De7—dõ, wonach in hübſcher Weiſe 2. TfI K6- Teõct6 3. Ddꝛ g5-1 S35 4. hg5 mattſetzte. Auch 1...., LfI6—27 hätte nichts geholfen, weil dem Weißen 1t71 zur Verfügung ſteht. Das Schachgebot 2... wäre einfach mit Kks2 beantwortet wor⸗ 4— Welche Eröffnung? Zur Taktik im Turnierſpiel Wir befinden uns als Schachſpieler in der beneidenswerten Lage des reichen Mannes, der in ſeinen Reiſegelüſten nicht räumlich und höch⸗ ſtens zeitlich behindert wird. Wenigſtens in den erſten Zügen liegt es buchſtäblich in der Hand des Spielers, wohin er ſeine Schachreiſe antreten möchte!„Sizilien“ mag ihm heute zu temperamentvoll ſein und auf„nordiſch“ er⸗ laubt's ihm leider nicht immer ſein Rheuma: „Zum letzt anziehſt und Looping.“ „Wollen wir ſtellen? des dann eben„ Auswahl reie Begrenzt logiſche Tatſe „Spaniſch“ f— belehrte, daß Weshalb aus „Holländiſche daß ſchon der ihm Magenſch Herz: die W Punktekampf wenn auchen alles von Anf übertönt von Wichtigkeit ſe Bauern“ gün und vielleicht Bauer mehr Denn die G ſie ſoll uns ab Spiel der Kri Ein Das F. Köhnl⸗ Weiß: Kbi, I (11 Steine Schwarz: Kes, Das Thema raten. Die vi Stein in einer da verbleibt i wandlung! 2 blüffenden W Weltkrieg gef Maße zeigen. e, 18-Bavaria amp ot zu er⸗ en auf und zu. Und Jubelnde en Eltern⸗ d Mütter⸗ die Köni⸗ auſes aus l. Und ſie gaß ſie be⸗ dem Bei⸗ i Einwoh⸗ iuſpiel ſich milie das bis ins aftem An⸗ Dh2+ uſw. d6, wonach 6 3. Ddꝰ& „ E ißen Ti7:1 hot 2. ortet wor⸗ ler in der annes, der und höch⸗ igſtens in ich in der Schachreiſe iheute zu diſch“ er⸗ Rheuma: Höhenſonne „Zum letztenmal, Karl: wenn du dich letzt nicht flieg' ich'nen Zeichnung von R. A. Knuth(sScherl-M) anziehſt und mir Platz machſt, Looping.“ Auch ein Naturfreund ** wir die ſchönen Blumen nicht in die Vaſe ellen?“ ü f Zeichnung von J. K. Martin(Scherl-M) Die böſe Sieben Mulj Tſchoko, ein Türke aus Plap, ritt ins Gebirge nach Bugitſchevitza, vier Stunden von Vißoki Detſchani. Er hatte zwei Frauen, eine zu Hauſe, die zweite auf der Alm. Er wandte ſich alſo von Plav ins Gebirge. Als er nach Sſavino Kamenje kam, zwei Stunden von Detſchani, ſaß er ab, um auszuruhen. Eine arnautiſche Bande, die auf ihn wartete, um ihn zu töten, wagte nicht, ihn anzugreifen, denn ſie wußten, daß er ein Held war; darum ließen ſie ihn ungeſchoren durch, und er ritt weiter und blieb einige Tage auf der Alm. Die albaniſchen Hajduken machten ſich Vor⸗ würfe, daß ſie, obwohl ſo viele Mann ſtark, nicht gewagt hatten, einen einzelnen anzugrei⸗ fen. Sie faßten darum den Plan, ihn zu er⸗ warten und den Angriff zu wagen, wenn er zurückkäme. Nachdem er einige Tage geblieben, kehrte er auf demſelben Wege, auf dem er ge⸗ kommen, zurück. Die Arnauten erblickten ihn. Sie erkannten in ihm aber nicht, jenen türkiſchen Helden wie⸗ der, den ſie vorher geſehen, ſondern jetzt hiel⸗ ten Roß und Held das Haupt geſenkt, und die Waffen hingen an ihm herunter, als wären ſie an einem toten Baume aufgehängt, das Roß trottete Schritt für Schritt, langſam, als wäre es auch in trübe Gedanken verſunken. Die Bande fing ihn ohne Anſtrengung leben⸗ digen Leibes, ſie zogen ihm die Waffen ab. um ihn zu töten. Er ſtand ruhig da, als wenn ihn das nichts anginge. Als die arnautiſchen Räu⸗ ber ſahen, wie er ruhig ſterben wollte, ohne ſich zu wehren, ohne ſich zu fürchten, da ge⸗ fror ihnen bei dieſem Anblick das Eiſen in der Hand: die Flinten geſpannt, die Meſſer ge⸗ zogen, aber keiner zückte das Meſſer auf ihn, keiner ſchoß die Flinte auf ihn ab, unbeweglich ſahen ſie ſich eine Zeitlang an, ſie ihn, er ſie. Dann fragten ſie ihn:„Willſt du uns ſagen, was mit dir los iſt, daß wir dir das Leben ſchenken?“ Er ſagte:„Ich habe zwei Frauen, eine im Gebirge, die iſt gut, eine in Plavp, die iſt böſe. Und als ich zu jener guten ritt, war ich fröh⸗ lich. Hättet ihr mich angegriffen, ich hätte euch alle auf meinem Schimmel auseinandergejagt. Jetzt aber reite ich nach Hauſe, wo ich die böſe Frau finden werde, durch die ich Verſtand und Kraft verloren habe, wie ihr ſeht, ſo daß ich Dialog vor dem Spiegel ins Verderben geriet, ohne einen einzigen von euch umzubringen.“ Die Arnauten ſagten:„Das iſt eine größere Schande als der Tod. Wir ſchenken dir das Leben, weil du uns die Wahrheit geſagt haſt. Aber Roß und Waffen ſchenken wir dir nicht, doch wenn du uns das Ehrenwort gibſt, die böſe Frau zu entlaſſen, wenn du heimkommſt, ſchenken wir dir Roß und Waffen.“ Darauf ging Tſchoko freudig ein und ſprang auf ſei⸗ nen Schimmel, von deſſen Hufen das Tal er⸗ klang. Wie anfangs, ritt er fröhlich dahin, voll Dank für die Hajduken, die ihm zwei Le⸗ ben ſchenkten. Die Frau jagte er fort, als er heimkam. Fremdwörter unerwünſcht Geheimrat Duden, der berühmte Germaniſt, unterhielt ſich einmal während einer Seminar⸗ feier mit einem ſeiner Schüler, der allerlei Klagen über einen jungen Privatdozenten vor⸗ brachte. 5 „Sein Vortrag iſt kaum zu verſtehen“, ſagte der Student. „Und warum nicht?“ „Er gebraucht ſo ſchrecklich viele Fremd⸗ wörter.“ Fir ſüchiĩge NMüsseknu. Geographiſches Füllrätſel Die Buchſtaben: a— a— b— b—— 0— 4d — d—e—e— e— e— f— 32— g2— 2— 2— ——11Si — 0— r— rt— rt— t— s— 5s— s— s— u1— u— u— u— x ſind ſo in die leeren Felder ein⸗ zuſetzen, daß die waagerechten Reihen folgende —— A * — — à fuU — p⁰ — „„„. das nennſt du„Hut“ auf deinem Kopf?“. * .„— und du nennſt das Kopf“ unter deinem Hut!?“ Zeichnung von Fäcke(Scherl-M) Eine Volksgeſchichte aus Momtenegro Nacherzählt und überſetzt von Gerh. Geſemann „Gut“, meinte da Duden,„dann werde ich demnächſt einmal deutſch mit ihm Allerlei Anekdolen Eine Schülerin von James Whiſtler begann eine Landſchaft im ſchreiendſten Purpurrot und Grün zu malen. Whiſtler ſah ihr über die Schulter und fragte, was ſie da eigentlich mache? „Ich male die Natur, wie ich ſie ſehe; ſou man das nicht, Miſter Whiſtler?“ ſagte die Schülerin mit träumeriſchem Augenaufſchlag zu Whiſtler. „Doch, doch“, ſtimmte Whiſtler ſarkaſtiſch bei, „vorausgeſetzt, daß man die Natur nicht ſo ſieht, wie Sie ſie malen.“ * Schopenhauer pflegte ſein Mittageſſen in einem Gaſthaus einzunehmen, in dem auch der Buchhalter des Bethmannſchen Bankgeſchäftes verkehrte. Eines Tages fand der Buchhalter in einem illuſtrierten Hefte Abbildungen der neu⸗ eingeführten Krinoline. Er war darüber auf das höchſte entrüſtet und fing, zu Schopen⸗ hauer gewendet, an:„Ich weiß nicht, was das für eine Zeit iſt..“ Da fiel ihm Schopenhauer ins Wort:„Dar⸗ — ich ſchon ein halbes Jahrhundert nach. er Wörter ergeben: 1. Stadt in Bayern, 2. Alpen⸗ gebirge, 3. Stadt in Sachſen, 4. Stadt in Litauen, 5. Stadt in Oſtpreußen, 6. Stadt in Frankreich, 7. Gipfel der Berner Alpen. E. H. Rütſeltreppe. In jedes Feld kommt ein Buchſtabe, bei rich⸗ tigem Einſatz bedeuten: 1. Konſonant, 2. Be⸗ grenzung; 1 7 2: Unglück. 3. Fluß in Rußland, 4. Zahl; 3 4: Aufmerkſamkeit. 5. Tierwoh⸗ nung, 6. Fürwort; 5 7 6: Schachfigur. 7. Altes Maß, 8. Konſonant;-8: Baum. 9. Teil des Schiffes. Bei richtiger Löſung ergibt die erſte Senkrechte einen Fluß in Schleſien. 17 J2 — Auflöſungen Auflöſung des Geographiſchen Kammrätſels Jugoſlawien, Jalapa, Ganges, Soltau, Al⸗ gier, Indien, Neiße. Auflöſung des Silbenrätſels 1. Sortiment, 2. Tochter, 3. Arbeitsbuch, 4. Uruguay, 5. Barren, 6. Detektor, 7. Agave, 8. Umſtandskrämer, 9. Euripides, 10. Rienzi, 11. Theater, 12. Walroß, 13. Eilgut, 14. Norne.— Staub dauert, wenn Granit vergeht. dann eben„Franzöſiſch“ oder„Ruſſiſch“. Die Auswahl reicht noch erheblich weiter. Begrenzt wird ſie lediglich durch pſycho⸗ logiſche Tatſachen. Warum einer Vorliebe für „Spaniſch“ frönen, wenn die Erfahrung mich belehrte, daß ich„Italieniſch“ beſſer verſtehe? Weshalb ausgerechnet gegen einen Kenner der „Holländiſchen“ 1. d2—d4 ziehen, wenn ich weiß, daß ſchon der bloße Anblick des Königsbauers ihm Magenſchmerzen bereitet. Doch Hand aufs Herz: die Wahl der Eröffnung bedeutet im Punktekampf des Schachturniers recht viel, wenn auch nicht alles. Das Empfinden, daß alles von Anfang an ſo ſchön klappt, wird noch übertönt von dem Bewußtſein, wie ſehr es von Wichtigkeit ſein kann, um den„Schatten eines Bauern“ günſtiger ins Mittelſpiel zu gelangen und vielleicht wird es ſogar ein„richtiger“ Bauer mehr ſein! Denn die Eröffnung kann nicht alles leiſten, ſie ſoll uns aber in die Lage verſetzen, im freien Spiel der Kräfte die erſte Geige zu zupfen. Ein ſchwieriges Stück Das iſt eigentlich Akrobatik! F. Köhnlein, Nürnberg(gefallen 1914) (Diehe Diagramm III Weiß: Kbi, Le4, h2, Bb7, da, es, e7, eö, g3, h7 (11 Steine) Schwarz: Kes, Lal, Bb2, cö(vier Steine). 4 4ß. Das Thema iſt eigentlich nicht ſchwer zu er⸗ raten. Die vier Bauern müſſen, wie jeder Stein in einem Problem, einen Zweck erfüllen da verbleibt in unſerer Stellung nur die Um⸗ wandlung! Dieſe vollzieht ſich in einer ver⸗ blüffenden Weiſe, die die Fähigkeiten des im Weltkrieg gefallenen Verfaſſers in höchſtem Maße zeigen. feh hez pi. ,,,, 2 h Matt in vier Zügen. Am beſten, denn auf kaꝛ würde 2. Di2 ziem⸗ lich einfach entſcheiden. Falls dann kal, ſo IL.h3 4ß und Kkes, ſo De1- Kda, LzI 4k. Auch...., Kdâ ſcheitert an 2. Di2 uſw. Daher Umwand⸗ lung in eine Dame! Verharren wir aber nun beim Hauptſpiel. 2. h7—hSL! Kb4 xc5(falls Ka4, ſo 3. Les!— wenn 2. hob erfolgt wäre, würde dieſer Zug pattmachen!— nebſt Das 3ß) 3. b7—b8T! Es kann nur ein Turm ſein, der den König nach do zwingt. 3...., Kc5—d6 4. e7—ess matt! Die nacheinander erfolgende Umwandlung in Dame, Läufer, Turm und Springer führte ein reizendes Matt herbei. Wunderbar, daß es dem Verfaſſer glückte, das Umwandlungsthema er⸗ ſchöyfend in löſen! Eltwas zum Löſen! F. Köhnlein (Siehe Diagramm IV) Weiß: Kb2, La2, h2, Sc3, Bas, b4, e2 f5(8 Steine) Schwarz: Kkda, Ba, bö, es, es, 16(6 Steine). Eine Leiſtung, nicht minder bewundernswert wie die oben beſprochene Aufgabe. Wir ver⸗ raten von der verzwickten Löſung nur ſoviel, daß es ſich um die doppelte Darſtellung einer bekannten Problemidee handelt. * Die Aufgaben„Der Gegenangriff im Pro⸗ blem“ und W. Ferreau löſte richtig Ludwig Kraus, Schwetzingen.(Löſungen wurden in der letzten Folge veröffentlicht.) a gg, 7, 4 5⸗ 4 . 3 5 4 m, 2 7,, 2 8,, 3.. 4 4 44 7 1 à4— d 2 2 11 Matt in fünf Zügen. Aus der Schachwell In dieſem Jahre werden im deutſchen Schach noch mehrere größere Ereigniſſe ſtatt⸗ finden. In Frankfurt a. M. zieht am Jahres⸗ ende ein ſtark beſetztes internationales Meiſter⸗ turnier die Aufmerkſamkeit an ſich. Bereits Ende Oktober wird in München erſtmalig in der Schachgeſchichte ein Turnier von 100 Mei⸗ ſtern aus aller Welt vor ſich gehen. Es han⸗ delt ſich nicht etwa um Mannſchaftskämpfe, ſondern um ein Einzelturnier, das ungefähr nach dem Schweizer Syſtem gehandhabt wer⸗ den wird. Dagegen werden die deutſchen Ver⸗ einskämpfe wahrſcheinlich in nicht mehr ſtattfinden können. Ein dem deutſchen Schachnachwuchs gewid⸗ metes Jugendturnier wird in Berlin(13. bis 20. Auguſt) ſein. dieſem Jahre Internationales Fernturnier des Groß⸗ deutſchen Schachbundes Der Großdeutſche Schachbund lädt die inter⸗ nationalen Fernſchachgrößen zu einem auf 16 Teilnehmern begrenztes Fernturnier ein. Meldeſchluß iſt der 10. Oktober, Beginn des nach den Regeln des Großdeutſchen Schachbun⸗ des ſtattfindenden Turniers am 15. Oktober. Turnierleiter iſt wiederum Bernards⸗Langen⸗ feld(Rheinlande), Poſtfach 29. Die Geſchäftsführung des Großdeutſchen Schachbundes verweiſt die Organiſationen anf das Verbot von Bezeichnungen, wie Bezirks⸗ leiter, Propagandaleiter uſw., hin. Zu beachten ſind die Weiſungen im Organ des GSB„Deut⸗ ſche Schachblätter“ S. 173. Ein ſtark beſetztes Turnier der Koß⸗Schach⸗ ſemeinſchaft fand in Elbing, Danzig und Zop⸗ pot ſtatt. Sieger wurde der bekannte weſtfäliſche Meiſter Rogmann⸗Bochum, 5½ Punkte, Zweiter Elſtner-Berlin, Dritter Zollner-München. Die Reichsmeiſterſchaften der Kd⸗Schachge⸗ meinſchaft werden wiederum in Bad Aachen ſtattfinden. ——————— — Neue Gesſcfter ne 4 Das tüe 1939/l0 Emil Jonnings Ellen Bang — poul fobschmid f Charlont Thlele Von dannings zu Albers und Lingen— 46 Ffilme, 46 Themen Das Programm der Tobis enthält nicht we⸗ niger als 46 Filme und weiſt damit einen Um⸗ fang auf wie nie zuvor. Daß es ſich auch künſt⸗ leriſch behaupten und darüber hinaus jedem Geſchmack Rechnung tragen wird, ſcheint ſchon nach einer flüchtigen Ueberſicht über die ge⸗ planten, zum Teil ſchon fertiggeſtellten, Filme ſicher. Jannings wieder als alter König Allein dreimal enthält es den Namen Emil Jannings' als Hauptdarſteller. Wenn man den Robert⸗Koch⸗Film, der als Ueberläufer gilt, hinzuzählt, ſogar viermal.„Der letzte Appell“ heißt der erſte dieſer Filme, die von der Geſtalt und Kunſt des größten deutſchen Filmdarſtellers Leben empfangen— und wie⸗ der, wie im„Robert Koch“, iſt Werner Krauß ſein Gegenſpieler. Die Heldenfahrt des Bäder⸗ dampfers„Königin Luiſe“, der im Auguſt 1914 in der Themſemündung verſenkt wurde, bildet den thematiſchen Hintergrund dieſes Werkes, das unter Mitwirkung der neuen deutſchen Kriegsmarine gedreht wird. Ein zweitesmal wird man Jannings dann als„Vater“ zu ſehen bekommen, als Vater des jungen, alten Königs, in derſelben Geſtalt, die im„alten und jungen König“ durch ihn bereits dem deutſchen Film⸗ publikum nahegebracht wurde. Als„Flachs⸗ mann als Erzieher“ wird er uns dann von der leichten, witzigen Seite erfreuen— zugleich zum erſten Male als Regiſſeur, ein Grund mehr, auf dieſen Film geſpannt zu ſein. Griff in die Gegenwart Auch Hans Steinhoff, der mit Jannings zuſammen den„Koch⸗Film“ ſchuf, wurde für drei Filme verpflichtet. In„Die ſiebente Groß⸗ macht“ geſtaltete er das Schickſal eines Schrift⸗ ſetzers, in deſſen privatem Leben ſich all das widerſpiegelt, was auch das Schickſal des deut⸗ ſchen Volkes in den letzten Jahrzehnten war. Krieg, Niedergang, Erlöſung und neuer Auf⸗ ſtieg. Ein zweites Mal greift er in das Leben der Gegenwart hinein, wenn er in„Kopf hoch, Johannes!“ zeigt, wie aus einem 14jährigen Jungen in einer nationalpolitiſchen Erzie⸗ hungsanſtalt ein ganzer Kerl wird. Ein ganz Hlldegord Greme Hans H. Zerleft anderes Thema ſeiner Arbeit:„Nefland“, ein Film nach Eugen'Alberts Oper, die er aber nicht ſo ſehr muſikaliſch, als ſtofflich verarbei⸗ ten wird. Forſt, Harlan und Hilpert In Forſt, Harlan und Hilpert hat ſich die Tobis weitere Regiſſeure von Rang geſichert. Willi Forſt zeichnet für zwei Filme verant⸗ wortlich: für den„Radetzky⸗Marſch“ mit Paula Weſſely(die er einmal für den Film entdeckte) und einen zweiten, der den Titel„Revue“ trägt und ein luſtiges Kompotpourri aus Liebe, Singſang, Muſik und großer Aufmachung werden ſoll. Auch Veit Harlan verſucht ſich an einer luſtigen Sache—„Pedro ſoll hängen“ heißt der Film, den er mit Heinrich George und Guſtav Knuth in„Der argentiniſchen Pam⸗ pas“ drehen wird. Heinz Hilpert hat ſich einen packenden Bal⸗ zac⸗Stoff ausgeſucht— der Film hat mit Olga Tſchechowa, Käthe Gold und Ewald Balſer eine hervorragende Beſetzung erfahren und wird in Kürze unter dem Titel„Die unheim⸗ lichen Wünſche“ anlaufen. Ewoald v. DemondowSsK)) Hoppla, jett kommt. Albers⸗ Hans „Perey auf Abwegen“ und„Trenck, der Pan⸗ dur“, zweimal Hans Albers, zweimal Herbert Selpin— auch dieſe beiden Filme werden ihre Abnehmer finden, um ſo mehr als ſie für den blonden Hans wirkliche Bombenrollen enthal⸗ ten. Ueberhaupt iſt auch zur Genüge an leichte Koſt gedacht: in dem immer wieder beliebten Milien des Varietés und Kabaretts leuchtet „Der Stern von Rio“, leuchtet La Jana, läuft eine tolle Geſchichte ab, mit Irrtümern, Aben⸗ teuern und ſehr viel Leidenſchaft. Auch die „Drei Codonas“ müſſen in dieſem Zuſammen⸗ hang genannt werden, in ihnen wird zum erſten Male der Verſuch gemacht, ein wirkliches Artiſtenſchickſal unſerer Tage zu geſtalten. Was wäre ein Programm ohne Harry Piel?! Auch er iſt wieder dabei— und daß auf der„Inſel der verlorenen Schiffe“ allerhand geſchehen wird, dafür bürgt ſein Name uns, als Dreh⸗ Kthe Gold Heidemorie Hatheyer buchverfaſſer, Regiſſeur und Hauptdarſteller. Abenteuerlich— wenn auch auf andere Weiſe — kommt uns auch Hans H. Zerlett mit dem Karl⸗Ludwig⸗Diehl⸗Film„Lord Burnleys Af⸗ färe“(Thema: Spionagel). „Was wird denn hier geſpielt?“ Dann die Reihe der muſikaliſchen Filme Angefangen beim Mozart⸗Film„Eine kleine Nachtmuſik“(nach Mörikes wundervoller No⸗ velle„Mozart auf der Reiſe nach Prag“) bis zu dem Revuefilm„Wir tanzen um die Welt“, den Karl Anton inſzeniert. Dazu zwei Gigli⸗ Filme und Paul Linckes unſterbliche„Frau Lunga“ und eine ganze Hand voll von Luſt⸗ ſpielfilmen:„Caſanova heiratet!“(Von Viktor de Kowa mit Liſſy Waldmüller, Fita Benk⸗ hoff und Karl Schönbeck),„Das Ekel“(kurz⸗ geſagt: Hans Moſer),„Wenn Männer ver⸗ reiſen...“(Georg Alexander, der verreiſi), „In letzter Minute“,„Das Glück wohnt neben⸗ an“,„Berwandte ſind auch Menſchen“,„Eifer⸗ ſucht“(unmißverſtändliche Titel) und einige andere mehr. Hervorzuheben Theo Lingens zweiter Regieverſuch mit einem Stück, das er felbſt ſchrieb:„Was wird denn hier geſpielt?“ Und Alois Lippls„In Rebeloch rumorts“, eine rheinweinſelige Geſchichte vom Schorſch, der heiraten ſoll aber nicht will, jedenfalls nicht die, die er ſoll, uſw. Und ſchließlich auch Paul Heidemanns„Flitterwochen“(allzu traurig iſt die Geſchichte auch nichtl) An Reichhaltigkeit nicht zuübertreffen Dazu noch einige ſpannende Filme mit realem Hintergrund:„Das Seeamt entſcheidet“, „Donauſchiffer“(ein Film von R. A. Stemmle!), „Leinen aus Irland“(aus dem Wien der Vor⸗ kriegszeit),„Die Geier⸗Wally“ leine Geſchichte aus den Bergen),„... aus erſter Ehe(von Guſtav Ucicky mit Franziska Kinz in Szene geſetzt);— damit wäre das Tobisprogramm des kommenden Winters kurz gekennzeichnet, ein Programm, das an Reichhaltigkeit und Vielfalt der Themen kaum zu überbieten iſt und ſicher zu ſeinem Teil dazu beitragen wird, den deutſchen Film in alle Welt zu tragen. Ev/ old Bolser Houptschrifiloltor: Ot. Wilhelm k 01ν⏑ ν ο οοο, verantwortlich fü Gestoltong ond Gesomtinholt. de. Beiloge„ deutsches leben“: Helmof Scholz, beide in Monnheim Verlag und „Hakenkreuzb. monatlich 2, 70,08 Pfg. w tlich 71 die oſt 1,70 Sonnkag Die Salzb ſter Deutſchl. Samstag da Die Blätter, ſterte Aufnal völkerung he ſchiedenſte di ſchen Preſſe erhöhte Alar Trabanten zi ihrer feindſel „Popolo ſammenhang Feindſeligkeit genüber, die Deutſchlands Begegnung m gebung der f. kennzeichnend den, die dara der Gerechtig erwarte. „Die Welt land den Kri ausbrechen ſo entſchloſſenen Diſziplin, mit derartigen Se waltigen Mit der Sieg nich Die Salzb. „Meſſager druck der voll! miüächte, die ge ter internatio erhält. Das daß Danzig intereſſiere, u und Berlin ei nahmen zulaſſ Saat des Un Die„Stan den Miniſtern würden, die geſtalten, und Einkreiſungsb⸗ Beſonnenheit mächte werde üblichen Hetz⸗ antwortet, in ſtacheln. Man weiſen, um di kratien zu erke Die große Wi Lebens Der„Cor: die Entwicklur ſei von den liens eingehen und der Soli' Beziehungen z und verbündet ſei noch nicht Gerechtigkeit, Egoismus ur Europa beunri