J. Auguſt 1959 is J 100⸗Meter⸗Rül⸗ ſich das Turm⸗ zährend im glei⸗ r der Dresdener gewann Deutſch⸗ n Staffeln, die idtentinnen und 1. Grof:03,6; 2. Sambetta(Italien) :22,8.— Turm⸗ 15,32; 2. Hidveghi Ftalien) 9221; 4. 100 Meter Lagen: hröder):25,7; 2. 4. Deutſchland II : 1, Pollack:22.4 27,0; 3. Aes(Un⸗ chiand):31,4.— 7; 2. Heinze(beide Deutſchland) 31,33 n: 1. Deutſchland Ungarn:19,4½ das Tennis⸗ ie erſte Entſchei⸗ kam das Ren enger im En mit:0,:1 über Zankowa. Den lſicherte ſich die gegen die Deut⸗ rſchlußrunde zum e(Italien) 6·4, zen Pietzner. Der iel auf Egerth Kampf den Un⸗ :0,:3 ausſchal⸗ ingungen für die rlangten 60⸗Kilo⸗ ſchwer Anſchluß finden. Wie am Deutſchen ihre tt weiter mit 200 ide Deutſchland) Hoffmann(81½ Der Ungar Boll⸗ ſein Landsmann iel. Kinnmann ter vor dem Ziel Olof bewältigte in eine Entſchei⸗ wicht ſchlug im artella ſeinen h Punkten. In gab es erbitterte ndem Ausgang. er Abke brachte in r Coco mit einem it zu Boden und Adam ſchaltete min der erſten e: d) beſiegt Mainette jewicht: Titti(Ita⸗ d) in der dritten : Chieva(Italien) er zweiten Runde k⸗Rekorde zhletik im NSRe en beſtätigt. An⸗ nden, aufgeſtellt den) am 12. Aul⸗ m Leichtathletil⸗ als Weltrekord r, aufgeſtellt von m 16. Auguſt in 7 Meter, aufge⸗ dresden) am 13, 5,106 Gikm. John Cobb hat den Automobil⸗ Beſitz gebracht, on nach 24 Stun⸗ zyſton enthront yrier⸗Railton⸗Wa⸗ e über Kilometer 575,3 Std.⸗Klm, Ueberrennwagen ir Hin⸗ und Rüll⸗ n fliegenden Ki⸗ für die fliegende igkeit wurde bei nördlicher Rich⸗ td.⸗Klm. geſtoppt dieſe großartige wei Zwölfzylin ⸗ ren ausgeſtattet, n Zylinderinhalt ann; Stellvertreter: n Dienſt: Helmuth „ Hermann Knoll). litik: Dr. Jürgen elm Kicherer; Wirt⸗ Ratzel(in Urlaub: ulturpolitik und Un ⸗ teil: Fritz Haas lin Hartwig); Lokales: ꝛter: Dr. Hermann gen: Dr. Hermann Wilhelm Ratzel(in ein Bilder: die „ Johann v. Leers, leitung: Hans Graf 68. 0 nber g lll Verlag und Schriftleitung: Mannheim, R 3, monatlich.20 RM. und 50 Pig. Trägerlohn: 70,08 Pfg. Poſtzeitungsgebühr) zuzüglich 72 Pfg. Früh-Ausgabe A 14/15. Fernſprech⸗Sammel⸗Nr. 354 21. Das „Hakenkreuzbanner“ Ausgabe A erſcheint—2. B* Frei Haus ur e Beſtellgeld. Die Ausgabe B wöchentlich 7mal, Bezugsppeiſe: Frei Haus monatlich.70 RM. und 30 Pfa. die Poſt.70 RM. leinſchlietzlich 53,06 Pfa. Poſtzeitungsgebühr) zuzüglich 42 20 RM. leinſchließlich nd 30 Pfa. Tr Wfa⸗ Beſtelgeld. 9. Johrgeang MANNHEIM — N — bindert, ſo geſpaltene Millimeterzeile 15 Nummer 389 5—— AMSFEIATT NORDWISTSADENIZ Ginzetperraufspreis 10 Pig.— Iſt die Zeitung am Erſcheinen(auch durch döhere Gewalt) ver⸗ teht kein Auſpruch auf Entſchädigung. Pfg Die Ageſpaltene Milliimeterzeile im Textteil 1,00 RM. Schwet⸗ zinger und Weinheimer Ausgabe: Die 12geſpaltene Millimeterzeile 4 Pfg. Die 4geſpaltene Mirli⸗ meterzeile im Textteil 18 Pfg.— Zahlungs⸗ und Erfüllungsort: Mannheim. Ausſchließlicher Gerichtsſtand: Mannbeim. Poitſcheckkonto: Ludwigshafen a. Rh. Nr. 4960. Verlagsort: Mannheim. — Anzeigen: Geſamtauflage: Die 12⸗ Freikag, 25. Auguſt 1939 polnische Generalmobilmachung befohlen Ruorins⸗Sianal durchlanft gans Poten Die polnische Armee entgleitet der Warschauer Regierung Kriegsſtarke Rviſion plant Handſtreich auf das deutſche danzig Dolens Preſſe trommelt zur Offenſive gegen deutſchland Standortłkommandos wollen auf eigene Faust marschieren Warſchau, 24. Aug.(HB⸗Junk) Die militäriſchen Dorbereitungen der polen haben jetzt of enſiven Cha⸗ rakter angenommen. Die Kriegspſychoſe innerhalb der polniſchen Armee iſt auf dem Höhepunkt angelangt. Die polniſche preſſe trommelt zum Angriffskrieg. flle Anzeichen ſprechen dafür, daß polen ſchon in den nächſten Stunden einen Hand⸗ unternimmt und gegen Danzig vor⸗ geht. Die Saat der weſtlichen Kriegshetze iſt auf ⸗ gegangen, und während die Warſchauer Re⸗ gierungsſtellen noch unter dem lühmenden Ein ⸗ druck der Unterzeichnung des deutſch⸗ruſſiſchen Nichtangriffs⸗ und Konſultationspaktes ſtehen, wartet Militär ſtündlich auf den Befehl zum Losſchlagen. Unter dieſen Umſtänden iſt es durchaus. wahrſcheinlich, daß die Truppen im blinden Vertrauen auf die Kriegshilfe der weſt⸗ lichen Demokratien die Nerven verlieren. Die Warſchauer Regierung, die mit dem Abſchluß des engliſch⸗polniſchen Paktes die Voraus⸗ ſetzung für die von Tag zu Tag geſteigerte Kriegspſychoſe ſchuf, iſt zur Stunde nicht mehr Herr über die Entſchlüſſe der Armee. Aus ganz Polen laufen un⸗ abläſſig Alarmnachrichten ein, die zuverläſſig darauf ſchließen laſſen, daß in vielen Teilen Polens die Standortkommandos ſich nicht mehr den Warſchauer Anordnungen fügen, ſondern entſchloſſen ſind, auf eigene Fauſt zu mar⸗ ſchieren. In überſtürzter Eile werden Truppenkonzen⸗ trationen, insbeſondere im nördlichen Pomme⸗ rellen, vorgenommen und Befeſtigungswerke errichtet. In Kattowitz gehen unabläſſig die Reſerviſteneinberufungen weiter. Durch die Stadt gehen den ganzen Tag über motoriſierte Abteilungen polniſchen Militärs in Richtung auf die deutſche Grenze. In der Stadt ſelbſt ſind jetzt ſümtliche Perſonen⸗ und Kraftwagen ſowie ſämtliche Taxen requiriert. Alle Loko · motiven, ſoweit ſie nicht ſchon für Truppen ⸗ transporte eingeſetzt worden ſind, ſtehen vor den Remiſen unter Dampf. Im Grenzabſchnitt Konitz(Poſen), insbeſon⸗ dere auf der Linie Nakel—Tuchel, arbeitet pol⸗ niſches Militär fieberhaft an Befeſtigungsbau⸗ ten. Innerhalb der polniſchen Seenkette wer⸗ den alle offenen Stellen aufs ſchwerſte ver⸗ barrikadiert. Die galiziſch⸗ukrainiſchen Bau⸗ truppen ſind zugunſten regulärer polniſcher Truppen zurückgezogen.— Im Gebiet von Schrimm(füdliches Poſen) müſſen alle Guts⸗ beſitzer und Bauern Tag und Nacht Beton fahren. Das Wongrowitzer Dreieck wird in aller Eile befeſtigt. Die Wälder im Gebiet Sandrowitz und Rogäſen ſind voll von pol⸗ niſchem Militär. Vor allem werden aus allen Städten Polens große Truppenverbünde an die Danziger Grenze transportiert. Der ganze übrige Ver ⸗ kehr ſtockt. In dem Gebiet zwiſchen Bentſchen und Birn⸗ baum ſind weitere Tankfallen und MG⸗Neſter eingebaut und Brücken und Wegkreuzungen zur Sprengung vorbereitet worden. In Oſtrowo ſind Abteilungen konzentriert und alle verfügbaren Arbeitskräfte, Pferde und Fuhrwerke zur Verſtärkung der örtlichen Be⸗ feſtigungen eingeſetzt. Das Betreten verſchie⸗ dener Geländeabſchnitte iſt für die Privat⸗ bevölkerung verboten. Zwiſchen Neutomiſchl und der Reichsgrenze Tirſchtiegel wurden Stra⸗ ßenſperren errichtet, die einen Meter über den Erdboden ragen, und Panzerkanonen einge⸗ baut. 3* OCondon, 24. Auguſt.(BB-Junk) Reuter berichtet aus Warſchau, daß weitere drei Klaſſen polniſcher Reſerviſten einberufen worden ſeien. flufmarſch von düd und Weſt gegen Danzig Die deuische Stadt fühlt sich unmitielbar hedrohf Danzig, 24. Auguſt.(5B-⸗Junl) Wie gemeldet wird, iſt die Stadt von einer gemiſchten polniſchen Diviſion im Süden und Weſten umſchloſſen worden. Zu dieſer Diviſion gehören das Infanterie⸗ regiment 52 aus Zlotow, Infanterie⸗ regiment 55 aus Liſſa, Infanterieregiment 65 und Grtillerieregiment 16 aus Grau⸗ denz. Durch dieſe Zuſammenziehung einer kriegsſtarken polniſchen Diviſion unmittel⸗ bar an der Grenze des Danziger Gebietes iſt die Gefahr eines unmittelbar bevor⸗ ſtehenden Handſtreiches auf die Freie Stadt in größte UHähe gerückt. Dlant Worſchau fiandſtreich? (Eigener Bericht) e. Z2. Danzig, 24. Aug. Polens militäriſche Maßnahmen haben im Laufe des Donnerstag von Stunde zu Stunde den Charakter unverhüllter Drohungen ange⸗ nommen. Der überſtürzten Mobiliſierung ſolgte ſchon in den Vormittagsſtunden die Sper⸗ rung der Grenzen nach der freien Stadt. Nach den letzten zuverläſſigen Meldungen umſchloß dann in den Nachmittagsſtunden eine gemiſchte polniſche Diviſion den Weſten und Süden. Durch dieſe Konzentration einer kriegsſtarken polniſchen Diviſion unmittelbar an der Grenze Danzigs iſt die Gefahr eines unmittelbar bevorſtehen⸗ den Handſtreichs auf die freie Stadt in nächſte Nähe gerückt. Auch in Oſtoberſchleſien haben die Truppenkonzentrationen offenſiven Charakter erhalten. Starke militäriſche Zuſammenziehun⸗ nen dicht an der Grenze bedrohen das ober⸗ ſchleſiſche Induſtriegebiet. 1* Warſchau, 24. Auguſt.(HB⸗Funk.) Der polniſche Miniſterpräſident hat die Rück · kehr aller Staatsbeamten aus dem Urlaub an⸗ geordnet. Der Anfang des neuen Schuljahres, der auf den 4. September feſtgeſetzt war, iſt auf unbeſtimmte Zeit verſchoben worden. Ribbentrop berichtet dem Führer Adolſ Hitler aus Berchiesgaden in Berlin eingetrofſen Berlin, 24. Aug.(HB⸗Funk.) Der Reichsminiſter des Auswärtigen von Ribbentrop traf am Donnerstag um 18.45 Uhr mit den Herren ſeiner Begleitung mit dem Condor⸗Flugzeug„Grenzmark“ von Moskan kommend auf dem Flughafen Tempelhof ein. Zu ſeiner Begrüßung hatten ſich Mitglieder des Auswärtigen Amtes. des perſönlichen Sta⸗ bes und der Dienſtſtelle Ribbentrop eingefun⸗ den. Ferner war der Kgl. Italieniſche Bot⸗ ſchafter in Berlin. Attolico, mit Botſchaftsrat Magiſtrati erſchienen. Am Mittag war der Reichsaußenminiſter in Königsberg zwiſchengelandet und hatte den Flug gegen 16.30 Uhr fortgeſetzt. Der Reichs. außenminiſter begab ſich vom Flughafen Tem⸗ pelhof zum Führer, der inzwiſchen von Berchtesgaden kommend in Berlin eingetroffen war, zur Berichterſtattung. Der Pakt der Wende Mannheim, 24. Auguſt. Die Welt hat den Inhalt des Nichtangriffs⸗ paktes zwiſchen Deutſchland und Rußland zur Kenntnis genommen. War ſie noch Stunden vor ſeiner Veröffentlichung überraſcht über die Tatſache des Abſchluſſes, ſo iſt ſie nunmehr auf das tiefſte beeindruckt von ſeinem Inhalt. Wie durch einen Erdrutſch ſind die alten diplomati⸗ ſchen Methoden zuſammengewalzt worden, und neben dem Kehrichthaufen verlogenen politi⸗ ſchen Zweckſtrebens, neben der Politik des dop⸗ pelten Bodens und der ſinnloſen Oppoſition gegen die legitimen Forderungen der jungen Völker ſteht ſiegreich die Kraft des weltgeſchicht⸗ lichen Prozeſſes, die in dieſem Pakt ihren ſinn⸗ vollen Niederſchlag gefunden hat. Die europäi⸗ ſchen Haſardeure ſind erſchrocken über den tief⸗ greifenden Inhalt dieſes Vertrages, der weit über das gewöhnliche Maß eines Nichtangriffs⸗ paktes hinausgeht und der die aufgenötigten Garantieverſprechen Englands, die ohne reale Vorausſetzungen ſind, in den Schatten geſtellt hat. Der Vertrag iſt ſchlechthin die große Wende im Verhältnis zweier Völker, die die Waage der europäiſchen Politik in ihren Hän⸗ den zu halten berufen ſind. Er ſtellt aber nicht minder auch eine Wende in der großen Welt⸗ politik dar. Was im Wandel der europäi⸗ ſchen Geſchichte nach einer organiſchen Erfül⸗ lung ſuchte, hat hier ſein Fundament gefunden, auf dem eine verheißungsvolle Zukunft gebaut werden kann. * Der Führer hat mit dieſem ſtaatsmänni⸗ ſchen Schachzug dem oberſten Geſetz unſeres Volkes gedient. Er hat die Feſſeln geſprengt, die ein Volk von Neidern und Krämern um uns zu ſchmieden gedachte, einen Eckpfeiler aus der gegneriſchen Front herausgeriſſen und eine Baſis geſchaffen, auf der zwei Völker im Geiſte des Friedens und der Freundſchaft einander begegnen. Alle hetzeriſchen Argumente unſerer Gegner, die dieſe Entwicklung ſchlotternden Gebeins verhöhnen, ſind klägliche Angſtprodukte, geſpeiſt von dem Reid und geboren aus der Ohnmacht der großen politiſchen Niederlage. Der Führer hat in„Mein Kampf“ über die Solidarität und den Sinn einer außenpoliti⸗ ſchen Zuſammenarbeit Wahrheiten ausgeſpro⸗ chen, die im Hinblick auf den Abſchluß des deutſch⸗ruſſiſchen Nichtangriffspaktes erhöhte Bedeutung gewinnen und für das Verſtändnis dieſes Vorganges von ungeheurer Aktualität ſind. Er ſpricht davon, daß die Kunſt der Außenpolitik darin beſteht, Ländern die gemeinſamen Intereſſen heraus⸗ zufinden, die es geſtatten, daß dieſe zwei Län⸗ der ein Stück Wegs zuſammengehen, und daß es ſehr wohl möglich iſt, daß da und dort ein⸗ mal die Wege auseinanderführen“. Einmal ſchon ſchoben die gleichen zerſtöreriſchen Kräfte des Weſtens Rußland gegen die Reichsgrenzen. Der zweite Verſuch, der mit Mitteln, wie ſie nur gehäſſiger Vernichtungswille diktieren kann, angebahnt wurde, ſchlug aus der Erkennt⸗ nis der komplimentären Kräfte dieſer beiden „zwiſchen zwei Freitag, 25. Auguſt 1035 „Hokenzieuzbonner- Völker und ihrer Miſſion ins Gegenteil um. Dieſe geſchichtliche Wende wurde nicht geboren aus der Notwendigkeit der Stunde, wie ſie auch nicht für den Tag beſtimmt iſt. Sie reifte auf dem Feld hiſtoriſcher Grundgeſetze, die Ribben⸗ trop bei ſeinem Abflug aus Moskau kennzeich⸗ nete, als er ſpan„Deutſchland und Rußland iſt es früher immer ſchlecht gegangen, wenn ſie Feinde waren, aber gut, wenn ſie Freunde waren.“ Darum haben ſich die beiden Völker für die Freundſchaft entſchieden. 3 In der Präambel des Paktes, die auf den Neutralitätsvertrag zwiſchen den beiden Län⸗ dern vom Jahre 1926 verweiſt, heißt es, daß der Pakt der Sache des Friedens dienen ſolle. Um dieſe grundſätzliche Feſtſtellung gruppie⸗ ren ſich die einzelnen Artikel, die in ihrer kla⸗ ren Formulierung keinerlei zweideutigen Aus⸗ legungen unterworfen ſind. Angriff und Ge⸗ walt ſind gebannt, nicht nur unter den Ver⸗ tragsſchließenden, ſondern auch in der Hilfe⸗ leiſtung für Dritte. Damit fällt jeder Beiſtand Rußlands für irgendein Land, das gegen Deutſchland Krieg führt, weg, ebenſo wie ſich das Reich der gleichen Bedingung unterwirft. Noch weitergehend iſt die Feſtſtellung im Artikel 4, der beſtimmt, daß keines der beiden Länder ſich an irgendeiner Mächtegruppierung betei⸗ ligt, die ſich mittelbar oder unmittelbar gegen den anderen Teil richtet. Hier liegt die abſolute Sicherung und die Vorausſetzung zu einer Ver⸗ tiefung der gemeinſamen friedlichen Inter⸗ eſſen der beiden Rationen, die nebenher in der Abmachung gegenſeitiger Konſultationen und der dauernden Fühlungnahme einen menſch⸗ lich⸗freundſchaftlichen Unterbau erhalten hat, der weit über die rein juriſtiſche und ſtaats⸗ rechtliche Form hinaus Brücken zu ſchlagen geeignet iſt. Die zehnjährige Dauer des Ver⸗ trages drückt den Willen einer langen freund⸗ ſchaftlichen und friedlichen Entwicklung aus. Dieſer Zeitraum ſchafft die Vorausſetzungen zu dem notwendigen Wachstum einer ſolchen An⸗ näherung, die nicht von der Stunde regiert, die nicht aus dem Zwang geboren iſt, ſondern die brenze nach Danzig geſchloſſen Verkehr seit Donnersiog unierbrochen (Elgenef brohtbeflichf des„Hokenkreurbornvetr“) Alle Einberufenen aus der Gegend von Pel⸗ plin und dem Kreis Dirſchau wurden ſchon am Mittwochabend in Pelplin zuſammengezo⸗ gen und am Donnerstagfrüh in Sammeltrans · porten in Pulmanwagen nach Gdingen trans⸗ portiert. Kurz hinter Zoppot ſprang ein Volksbdeut⸗ ſcher, Georg Walter Wutkowſki aus Pelplin, aus dem fahrenden Zug, um ſich nicht zum Heeresdienſt in der polniſchen Ar⸗ mee preſſen zu laſſen. Er erlitt zwar einen Nervenſchock und trug ſchwere Schnitt⸗ und Rißwunden davon, befindet ſich aber ſonſt den Umſtänden entſprechend wohlauf. Aehnliche Maßnahmen ſind in den Kreiſen Graudenz und Konitz mit Einzelheiten bezeugt worden, ſo daß kein Zweifel mehr an der polniſchen Generalmobilmachung beſtehen kann. polen hat tag durch Kraftfahrer zur ſofortigen Rückkehr nach Gdingen veranlaßt worden. Sammeltransporte nach Gdingen Nach Mitteilung der letzten volksdeutſchen Flüchtlinge, die vor der Sperre der Grenze noch nach Danzig gelangen konnten, ſteht feſt, daß Polen am Donnerstag um 11 Uhr vormittags die Generalmobil⸗ machung angeordnet hat. Die entſprechenden Vorbereitungen waren ſeit Mittwochnachmit⸗ tag in vollem Gange. Es wurden alle waffen⸗ fähigen Männer im Alter bis zu 42 Jahren mit ſofortiger Wirkung, d. h. von ihren Ar⸗ beitsſtellen fort, eingezogen und in Sammel ⸗ transporten zu den nüchſten für die Aufſtellung neuer Formationen beſtimmten Armeedienſt⸗ ſtellen befördert. Teuppenkonzentrationen an der brenze Oberschlesisches lndus irĩie gebiet hedrohi (Elgener brohfbeflehfdes„Hakenkfeuzbonnet) Gleiwitz, 24. Auguſt. iſt zu Zahn n Seit Donnerstagfrüh iſt der Flüchtlingsſtrom Folge zu leiſten. Zahlreiche junge Volksdeut. aus Oberſchleſten gewailig——. Den ſche, die am Donnerstag um 9 Uhr Vormittags Grund hierfür bilven die in verſchärftem die Order zugeſtellt erhielten, haben ſich auch Tempo durchgeführten Mobiliſierungsmaßnah⸗ zum Teil ſoſort in Marſch geſetzt, ſind aber men des polniſchen Militärs. In vielen Orten dann in der Nähe der Grenze aus dem Zug iſt die geſamte männliche Bevölkerung, gleich geſprungen und haben ſich, oftmals unter größ⸗ welcher Volkszugehörigkeit, zu den verſchieden- ter Gefahr, über die rettende Grenze geflüchtet. ſten Truppenteilen einberufen worden. Die Grenzſperren ſind auf polniſcher Seite In einer Reihe von Grubenanlagen hat faſt in der letzten Nacht überall noch weiter aus⸗ die geſamte Belegſchaft, darunter auch die nur gebaut worden. Aus zahlreichen Ortſchaften 2a. Danzig, 24. Aug. Aus dem Korridor⸗Gebiet verlautet zuver⸗ läſſig, daß Polen am Donnerstag die Mobil⸗ machung beſchloſſen hat. Schon in der Nacht wurde von Haus zu Haus durch Poliziſten und Gendarmerie allen Männern, ſogar den wehr⸗ unfähig geſchriebenen, die Geſtellungsbefehle zugeſtellt. Gleichzeitig hat Polen den Verkehr mit Danzig abgebrochen und die Grenze nach der Freien Stadt geſchloſſen. Lebensmittelzüge angehalten In den frühen Morgenſtunden des Don⸗ nerstag wurden ſechs für Danzig beſtimmte Waggons mit Waren in Dirſchau angehalten. Weichſelkähne ſind ebenfalls in Dirſchau feſt⸗ gehalten worden. Die fernmündliche Verbin⸗ dung mit Gdingen, wie ſie ſich in dem üblichen Geſchäftsverkehr ergibt, war am Donnerstag nicht mehr herzuſtellen, da man ſich auf pol⸗ niſcher Seite weigerte, die Geſpräche abzuneh⸗ men. Daraufhin hat auch Danzig den Poſt⸗ und Fernſprechverkehr mit Gdingen eingeſtellt. Auch aus vielen anderen Orten Polens konnte keine fernmündliche Verbindung erreicht werden. Um 11 Uhr vormittags hat Polen dann auch die Grenze nach Danzig geſchloſſen. Vor Neu⸗ fahrwaſſer iſt von Danziger Seite auf der Reede eine Vorkontrolle der Schiffe eingerich⸗ tet worden. Der polniſche Dampfer„Okſybie“ hat ſich geweigert, dieſe Kontrolle durchführen zu laſſen, und iſt in Richtung Gdingen zurück⸗ gedampft. Polen requiriert Kraftfahrzeuge In Gdingen ſind am Donnerstagfrüh alle FE liege vorha Von unsse 2. Fortſet Wir ſte dem nicht ſehen iſt. — in die Befeſtigur mannſchaf fer, der a kelt. Man ———.— „Bunkern⸗ der Erde aglarm!“ 5 nicht ondern ſi betonierten nungsman Sprüngen Strohgefle Sträucherr ren Ge den Hin Grasbüſch. nichts and nen Feldſt Ganz in hörbar. S⸗ in großer Bedienung rätes de ſich einer europäiſchen Zeitenwende verſchrie⸗ wehrfähigen Männer eingezogen worden. Auch bedingt Tauglichen und die als untauglich Ge⸗ werden umfangreiche Truppenzuſammenziehun⸗ F ben hat, die glücklichere und geordnetere Ver⸗ die in Danzig tätigen Polen, die in Gdingen bniſtrten, Eeßelanosdeichle Die gen gemeldet. In allen Teilen werden die Be⸗ iw Aperf hältniſſe für die Völter des europäiſchen Kon. ihren Wohnſitz haben, mußten nach Gdingen Einberufenen müſſen ſich innerhalb ſpäteſtens feſtigungsanlagen verſtärtt, ſo daß allgemein der Vierm tinents verheißt als ſie die abſterbenden Demo: zurückkehren, um ſich zu ſtellen. Ferner ſind alle zwei Stunden nach Erhalt der Order in Marſch die Auffaſſung herrſcht, daß eine Ausgangs⸗ des Flugz kratien je zu ſchaffen vermocht hätten. Kraftfahrzeuge von der Militärbehörde requie⸗ ſetzen, um, verſehen mit den nötigen Papieren ſtellung für einen Angriff der Polen auf das durch Lam Or. W. Kkaftefmonn riert worden. Auch die in Danzig verkehren⸗ und Lebensmitteln, ſofort zu dem angegebe⸗ deutſche oberſchleſiſche Induſtriegebiet geſchaf⸗ 3 de den polniſchen Kraftwagen ſind am Vormit⸗ nen Truppenteil zu gelangen. Dem Einberu⸗ fen werden ſoll. e Strikte meulralitüt Rumüniens Frgs, nich ern etwas von dem ausricht ja das Flir ſes bis zur nicht ſtehen Stück weite London, 24. Aug.(HB⸗Funk.) Wie die Abendblätter berichten, hat Rumä⸗ nien Polen mitgeteilt, daß im Falle eines Krie⸗ ges zwiſchen Deutſchland und Polen, Rumänien die ſtrikteſte Neutralität bewahren werde. nun auch noch benf! DNB London, 24. Auguſt. In den ſpäteren Abendblättern wird die Er⸗ nennung Forſters zum Staatsoberhaupt von Danzig zum Teil noch meldungsmäßig kom⸗ mentiert. Der Berliner Reuterkorreſpondent ſagt, die neue Lage eröffne die Möglichkeit zu den verſchiedenſten Entwicklungen in der Frage der Rückkehr Danzigs zum Reich. Britiſch Uni⸗ ted Preß bringt einen Bericht aus Warſchau, in dem es im Zeichen der völligen Ratloſigkeit heißt, daß nunmehr— die Genfer Liga ein⸗ greifen müſſe. Unglaubliche Roheitsakte gegen Dolksdeutſche holnische ordwelle immer wüsier/ Wieder zwei Deuische geiöief Ruda⸗Pabianicka bei Lodz, Hugo Hausmann, deſſen Entfernung aufgehetzte polniſche Arbei⸗ ter verlangten, hat ſich in der Verzweiflung er⸗ ſchoſſen. So wie in Lodz wird in den Bezirken Bie⸗ litz und Teſchen von der polniſchen Behörde dafür Sorge getragen, daß alle Deutſchen mög⸗ lichſt ſofort auf die Straße geſetzt und brotlos gemacht werden. Der Bezirkshauptmann von Bielitz und Teſchen hat ſämtliche Betriebs⸗ inhaber angewieſen, allen Reichsdeutſchen und Volksdeutſchen zu kündigen. Geſpannt dem Züni drehende u flugzeit ei und in det blitzen am im nu von mit roten Durch dieſe nur die auf tet auch da Höhe nach übertrac Mitteilung rechneten S Aber nich ſtehende Ko und nimmt Dh Kattowitz, 24. Auguſt, auf dem Wege in ſeine die Mordwelle, vie gegenwärtig als Folze mabnang, ate emne Honde nen, mit giritpoh tollen polniſchen Haſſes 5— inntüſer Deich, Und Seiiengewehren bewaffneten Aufſtändi⸗ tungswut durch Polen raſt und ſich immer nene ſchen. die durch die Straße dagen, plötzlich mit Blutopfer unter dem ſchwergeprüften Deutſch⸗ lautem Gebrüll hinter ihm herjagten. Mielce, tum ſucht, fand ihre Fortſetzung in der un⸗ der erſt vor 14 Tagen bei einem Ueberfall eine menſchlichen Niedermetzelung von zwei jungen Schulterverkebung erlitten hatte, ver⸗ Volksdeutſchen in Kattowitz.*ſuchte ſofort zu flüchten und in der Wohnung In der Hochburg des berüchtigten Woiwoden des Paul Wabroda Zuflucht Grazynfki, auf deſſen Schuldkonto ſchon du 50 3 während der Aufſtändiſchenkämpfe zahlloſe Er erreichte auch das wenige Straßen ent · Bluttaten an Volksdeutſchen kamen, iſt das fernte Haus Wabrodas, wurde jedoch ſchon im Deutſchtum ſeit langem vogelfrei. Erſt vor we⸗ Hausſlur von den Auſſtündiſchen eingeholt nigen Tagen verurfachten die beſtialiſche Miß⸗ und durch einen Schlag mit einem Knüppel zu handlung des Deutſchen Alfred Prachedg Boden geworſen. Einer der Aufſtändiſchen ſiach Unerhörie beemwerietzung 135 cht eut⸗ dem am Boden Liegenden das Seitengewehr in Feuergefecht mit deutſchen Beamten Der Duce empfing den Reichsfinanzminiſter. und das furchtbare Verbrechen an dem Deut vor. In d Reichsfinanzminiſter Graf Schw 14 von ſchen Guſtav Szipka in Kattowitz Entſetzen den Hals. Die Waffe traf die Halsſchlagader, bNß Hindenburg, 24. Auguſt. mandohi Kroſigk iſt am Donnerstag vom Duce im in der geſamten Kulturwelt. Und wieder muß⸗ und Minuten darauf war Mielce tot. Im deutſch⸗polniſchen Grenzabſchnitt bei Sollte näm! Palazzo Venezia empfangen worden. Er hatte ten nun zwei deutſchbewußte Männer ihr Le⸗ Der Deutſche Wabroda, der aus dem Wohn⸗ Makoſchau hat ſich in der Nacht 113 Donners⸗ in dem Bru mit ihm eine 20 Minuten lange ſehr herzlich ben unter den Mordwaſſen polniſcher Aufſtün⸗ zimmer in den Flur geſtürzt war, wurde eben, fag ein ſchwerer Grenzzwiſchenfall ereignet. anh. gehaltene Ausſprache. Vorher hatte der Reichs⸗ diſcher laſſen. falls ſofort von den Unmenſchen angefallen und n Polniſche Grenzſoldaten betraten bei ihrem— allerding durch zahlreiche Stiche tödlich verletzt. Die Frau Wabrodas, die aus dem Hof in das Haus eilte, ſah nur noch, wie die polniſchen Mörder eiligſt flüchteten. Die über dieſe beſtia · liſche Bluttat faſſungsloſe Frau erlitt einen Nervenzuſammenbruch. Daß das mörderiſche Wüten der Aufſtän⸗ Der arbeitsloſe Schloſſer Emil Mielce, den die Polen bereits vor ſechs Monaten brotlos machten, befand ſich in den Abend⸗ B ILerrechn auch noch b dann gibt des einzelne ter Werte n Die Jeuerg finanzminiſter Parteiſekretär Miniſter Starace aufgeſucht, mit dem er ebenfalls in längerer Unterredung verweilte. zum Staatsakt in Tannenberg gerüſtet Streifengang in provozierender Weiſe deut⸗ ſchen Boden. Als ſie ſich trotz Aufforde⸗ rung nicht dazu bequemten, auf polniſches Ge⸗ biet zurückzukehren, machten die deutſchen Be⸗ amten von ihrer Waffe Gebrauch. Das Feuer wurde von den Polen erwidert, ſo daß es zu diſchen die fiillſchweigende Biligu Schießerei kam. Bei Gleichzeiti i 1 1 iſche ie ſti eigende Billigung, wenn dem Kugelwechſel wurde ein polniſcher Soldat, Die ersten Sonderzũge bereits eingeiroffen nicht ſogar Ermunterung der Polizei findet, der ſich auf ei ane ſchwe i (Von unserem noch Hohensfein entsondten Sondefbefichtersſofef) j. u. Königsberg, 24. Auguſt. Die Vorbereitungen für den Staatsakt in Tannenberg ſind faſt abgeſchloſſen. Gewaltiges wurde in wenigen Wochen geleiſtet. Eine rie⸗ ſige Zeltſtadt erwartet nun die Zehntauſende aus allen Gauen des Reiches. Schon prangt die Stadt Hohenſtein im Flaggenſchmuck. Am Reichsehrenmal ſelbſt entſtand ein Fliegerdenk⸗ mal und ein Eiſenbahnerdenkmal; zuſammen mit dem neuen Bahnhof Hohenſtein konnten ſie bereits geweiht werden. Die erſten Gäſte kamen Von Stunde zu Stunde wird das Getriebe in der Stadt Hohenſtein lebhafter. Aufmarſch⸗ „ſtäbe, Empfangsbüros, Arbeitsſtäbe haben alle Hände voll zu tun. Schon ſind die erſten Gäſte eingetroffen. Kameraden des NS⸗Reichskrieger⸗ bundes reiten in Gruppen durch die Straßen. Ein wunderſchönes Bild bietet der Marktplatz. Rotgoldene Teppiche ſchmücken Häuſer und Fenſter. Mit den vielen goldenen Franſen ſpielt der Wind. Inzwiſchen laufen immer neue Sonderzüge ein. Feſtſpiel„Tannenberg“ Auf dem Paradeplatz wurde die Tribüne mit 30 000 Plätzen fertiggeſtellt. Auch die Erſtauf⸗ führung des Feſtſpiels„Tannenberg“ fand be⸗ reits im Schloßhof ſtatt. Sogar im Reichs⸗ ehrenmal wurden verſchiedene Erweiterungs⸗ bauten vollendet. Im Soldatenturm wurde der erſte Teil des Moſaikfresken, im Hindenburg⸗ turm die Plaſtik„Frigenau“ fertiggeſtellt, det ſpäter auf der anderen Seite die Plaſtik„Pots⸗ dam“ folgen ſoll. Auch ein Eiſenbahnerdenkmal wurde zuſammen mit dem Bahnhof Hohenſtein eingeweiht. Der einzige Schmuck, den das Reichsehrenmal beim Staatsakt trägt, werden zwei 15 Meter lange Fahnen zu beiden Seiten des Eingangs ſein. Sieben Sonderzüge bringen Frontkämpfer. Fahnen werden auch über der Zeltſtadt vor dem Reichsehrenmal wehen. 80 Zelte konnten bei einem Lichtfeſt dem Lagerkommandanten übergeben werden. Es iſt eine großartige Stadt geworden, dieſes Zeltlager. In dem größten Teil der Zelte liegen ſchon die feſtgeſchütteten Strohſäcke und Strohkiſſen. Am Donnerstag um.47 Uhr brachte aus Berlin ein erſter Sonderzug Kameraden des NS.Reichskrieger⸗ bundes. Sie ſind die erſten Gäſte, die dieſe große Zeltſtadt vor dem Reichsehrenmal auf⸗ nimmt. Sechs weitere Sonderzüge werden noch im Laufe des Freitags auf dem Hohenſteiner Bahnhof erwartet. beweiſt die Gleichgültigkeit zweier Poliziſten, die lediglich den Tatbeſtand aufnahmen, wo⸗ bei der eine dieſer„Geſetzhüter“ ſogar anzu⸗ deuten wagte, die beiden Ermordeten hätten ſich vermutlich im Streit gegenſeitig erſchla · gen(). brutalſter Terror in Todz DNB Lodz, 24. Auguſt. In Lodz werden die Entlaſſungen von Volks⸗ deutſchen aus den dortigen Betrieben mit bru⸗ talſter Rückſichtsloſigkeit fortgeſetzt. Bei der Baumwollmanufaktur Eitinger& Co. ſind ſämtliche 150 volksdeutſche Meiſter und Arbei⸗ ter friſtlos entlaſſen und rückſichtslos aus der Fabrik entfernt worden. Aus der Firma Lud⸗ wig Geyer ſind ſämtliche Volksdeutſchen ent⸗ laſſen worden. Die Firma John, eine Lodzer Maſchinen⸗ fabrik, hat ihre ſämtlichen zehn deutſchen In⸗ genieure ohne Rückſicht auf die beſtehenden Verträge ſofort an die Luft geſetzt. Die Lodzer Städtiſche Straßenbahn hat 95 volksdeutſche Angeſtellte brotlos gemacht. Auch bei der Firma Richter wurde von den Behörden die Entlaſſung des Betriebsleiters, eines Reichs⸗ deutſchen, erzwungen. Der Mitbeſitzer und Mitarbeiter der Firma Lebrecht Müller in verletzt und mußte ins Krankenhaus eingelie⸗ fert werden. Auf deutſcher Seite gab es eben⸗ falls einen Schwerverletzten. Die unerhörte polniſche Grenzverletzung hat in der Bevölkerung größte Erregung hervorgerufen. firoaliſche Frage gelöſt Bled, 24. Aug.(HB⸗Funk.) Am Donnerstag wurde folgende amtliche Mitteilung herausgegeben: Se. Kgl. Hoheit der Prinzregent empfing heute, den 24. Auguſt, in gemeinſamer Audienz den Miniſterpräſiden⸗ ten Dragiſcha Zwetkowitſch und Dr. Vladka Matſchek, den Präſidenten der Kroa⸗ tiſchen Bauernpartei und der Bäuerlich⸗Demo⸗ kratiſchen Koalition, bei welcher Gelegenheit ihm die Vorſchläge zur Löſung der kroatiſchen Frage erklärt wurden. Se. Königliche Hoheit, der Prinzregent, nahm im Einverſtändnis mit den königlichen Reſidenten die vorgelegten Vor⸗ ſchläge zur Löſung dieſer Frage an. General Gambara bei Muſfolini. Muſſolini hat den neuen italieniſchen Botſchafter für Spanien, General Gambara, empfangen. ßende Offiz kannt, daß Blic iguſt 1939 id von Pel⸗ irden ſchon immengezo⸗ mmeltrans⸗ igen trans⸗ Volksdeut⸗ wſki aus „ um ſich niſchen Ar⸗ zwar einen chnitt⸗ und r ſonſt den Aehnliche Graudenz igt worden, polniſchen n. nze id Nachtzeit Volksdeut⸗ Vormittags en ſich auch „ ſind aber s dem Zug unter größ⸗ ſe geflüchtet. iſcher Seite weiter aus⸗ Ortſchaften imenziehun⸗ den die Be⸗ ß allgemein Ausgangs⸗ len auf das ziet geſchaf⸗ Hausmann, iſche Arbei⸗ veiflung er⸗ ezirken Bie⸗ en Behörde itſchen mög⸗ und brotlos ztmann von je Betriebs⸗ utſchen und ung eamten 4. Auguſt. öſchnitt bei m Donners. ereignet. t bei ihrem eiſe deut⸗ 6 Aufforde ⸗ lniſches Ge⸗ utſchen Be⸗ Das Feuer daß es zu e i kam. Bei cher Soldat, and, ſchwer us eingelie⸗ ab es eben⸗ rletzung hat rregung Aöſt B⸗Funk.) de amtliche Hoheit der 24. Auguſt, ſterpräſiden⸗ und Dr. n der Kroa⸗ rrlich⸗Demo⸗ Gelegenheit kroatiſchen iche Hoheit, kändnis mit elegten Vor⸗ Muſſolini ſchafter für ngen. 3————— Höhe nach auf das Ziel. Freitag, 25. Auguſt 1059 Auch inderluff KKommfkeiner durdi! waeee Fliegeraulurm in der LVZ. West Flak schießt einen Sperr- vorhang Abgewehrie Tieiangriffe/ Was geleisiei wurde von unssrem zur loftverteidigungszone enisondten Schiiffleiter und Bildberichtefsfoner H. Jüfte 2. Fortſetzung Wir ſtehen nun mitten in einem Gelände. in dem nicht viel von einer Befeſtigungsanlage zu ſehen iſt. Ueber einer Steilwand aus Beton — in dieſer Wand iſt der Eingang zu einem Befeſtigungswerk, das der Flakbedienungs⸗ mannſchaft als Unterkunft dient— wächſt Ha⸗ ſer, der auf dem Halm leiſe im Winde ſchau⸗ kelt. Man muß ſchon vorſichtig gehen, um nicht in einen der Zugänge zu den „Bunkern“ zu ſtürzen, die ſich hier überall in der Erde befinden. Plötzlich ertönen Signale:„Flieger⸗ alarm!“ In den nächſten Sekunden belebt 85 nicht nur die bis jetzt einſame Gegend, ondern ſie verwandelt ſich auch. Aus den betonierten Unterſtänden ſpritzen die Bedie⸗ nungsmannſchaften heraus— nach wenigen Sprüngen bleiben ſie ſtehen— zerren an einem Strohgeflecht, an einigen Grasbüſcheln oder Sträuchern und nach Sekunden ſtar⸗ ren Geſchützrohre drohend gegen den Himmel. Dieſes Strohgeflecht und die Grasbüſchel oder das Strauchwerk, das war nichts anderes als die Tarnung der in offe⸗ nen Feldſtellungen ſtehenden Geſchütze! Ganz in der Ferne wird Motorengebrumm hörbar. 1 350 längſt hat der Flugmeldepoſten in großer Höhe den Angreifer erkannt und die Bedienungsmannſchaft des Kommandoge⸗ rätes den Flieger aufgefaßt und angemeſſen. Ruhig arbeitet jeder Mann auf ſeinem Platz, kein überflüſſiges Wort wird geſprochen. An der Viermeter⸗Baſis verfolgt man den Weg des Flugzeuges, die Werte gehen automatiſch durch Lampenübertragungen an die vier Ge⸗ ſchütz e der Batterie, deren Rohre ſtändig auf das Flugzeug gerichtet ſind. Beim genauen Hinſehen erkennt man, daß das Rohr aller⸗ dings nicht direkt auf das Flugzeug zeigt, ſon⸗ dern etwas voraus gerichtet iſt: dieſes genan von dem Kommandogerät errechnete Vor⸗ ausrichten des Rohres iſt notwendig, da ja das Flugzeug vom Augenblick des Abſchuſ⸗ ſes bis zum Eintreffen des Geſchoſſes am Ziel nicht ſtehengeblieben, ſondern ein beträchtliches Stück weitergeflogen iſt. Geſpannt ſteht der Ladekanonier neben dem Zünderſtelltopf, bereit die ſich dort drehende und auf die ſich verändernde Geſchoß⸗ flugzeit einſtellende Granate herauszureißen und in den Verſchluß einzuführen. Ständig blitzen am Geſchütz kleine Lämpchen auf, die im nu von den Kanonieren durch Drehungen mit roten Scheiben abgedeckt werden, Durch dieſe Drehungen deckt man aber nicht nur die aufblitzenden Lampen ab, ſondern rich⸗ tet auch das Geſchützrohr der Seite und der Dieſe Lampen⸗ übertragung iſt nichts anderes als die Mitteilung der vom Kommandogerät fertig er⸗ rechneten Schußwerte an die Geſchütze. Aber nicht nur das abſeits von der Batterie ſtehende Kommandogerät verfolgt den Flieger und nimmt die Errechnung der Schußwerte vor. In der Batteriemitte ſteht das Kom⸗ mandohilfsgerät, die„Befehlsſtelle II“. Sollte nämlich die„B 1“ ausfallen, dann wird in dem Bruchteil einer Sekunde auf B IIum⸗ geſtellt und ohne Unterbrechung be⸗ kommen die Geſchütze von dieſer Stelle aus, die — allerdings auf anderer Grundlage als von B JLerrechneten— Schußwerte. Wenn dann auch noch bei B II eine Pauſe paſſieren ſollte, dann gibt es ſo vielerlei Hilfsmittel, daß je⸗ des einzelne Geſchütz auf Grund grob ermittel⸗ ter Werte weiterſchießen kann. Die Jeuerglocke ſchlägt an Gleichzeitig ſind die Rohre immer weiter in der Zielrichtung geſchwenkt. Plötzlich raſſelt an allen vier Geſchützen eine Glocke: der ſchie⸗ ßende Offizier am Kommandogerät hat er⸗ kannt, daß alle Werte haarſcharf ermittelt ſind Blick aus einem Panzerwerk und nun der Schuß„ſitzen“ muß. Ein Druck auf einen Knopf, ſchon ſchrillt bei den vier Ge⸗ ſchützen die Feuerglocke, im gleichen Augen⸗ blick reißen die Ladekanoniere an den Geſchüt⸗ zen die Granaten aus dem Zünderſtelltopf und nach knapp 2½ Sekunden dröhnen zur gleichen Zeit vier Schüſſe: vier Granaten ſauſen mit einer Anfangsgeſchwindigkeit von 840 Meter in der Sekunde durch den Luftraum dem Ziel zu. In dieſem Falle waren es aber nur die Schüſſe von vier Manöverkartuſchen, denn es iſt ja kein Feind, ſondern eine kle 111, die oben den Angreifer mimt! Kaum haben die erſten Schüſſe die Rohre verlaſſen, da ſchlägt von neuem wieder die Feuerglocke an. Aber diesmal reißt der Glok⸗ kenton nicht ab: Dauerfeuer iſt befohlen. Nun wird eine Granate nach der anderen ins Rohr geſchoben, Schuß auf Schuß dröhnt, aus den Rohren muß hinaus, was nur hinauszu⸗ bringen iſt: das gibt im Ernſtfall den eiſernen Sperrvorhang im Luftraum, der nicht durchſtoßen werden kann, ohne daß die Angreifer ihre Treffer bekommen. Im Tiefangriff Wachſam ſind unterdeſſen die Mannſchaften der leichten Flakgeſchütze auf ihrem Poſten ge⸗ weſen. Sie erwarten einen Tiefangriff. Da iſt auch ſchon ein„Heckenreiter“, diesmal ein Fieſeler Storch, der nicht gemütlich durch die Luft„krebſt“, ſondern ſein ſchnellſtes Tempo fliegt und im Tiefangriff ſich auf einige der aufgeſtellten leichten Flakgeſchütze ſtürzt. An allen Ecken und Enden bellen die Ein getarntes schweres Hakgeschütz unheimlichen Schnelligkeit een die Kano⸗ niere an den leichten Flakgeſchützen herum, ſchwenken die Rohre in Sekundenſchnelle in eine andere Richtung und jagen nacheinander die Feuerſtöße hinaus. Inzwiſchen iſt auch die He III vom Feuer der ſchweren Flakgeſchütze vertrieben. Da kommt ſchon wieder aus einer anderen Rich⸗ tung ein Tiefangriff. Nun greifen auch die Ka⸗ noniere von der 8,8 zu den Karabinern und ſchießen auf den Angreifer, denn die ſchweren Geſchütze haben bei einem Tiefangriff zu ſchweigen. Noch mehrmals wiederholt ſich der Angriff, aber ſtets wird der Flieger rechtzeitig entdeckt und ſtets empfängt man ihn mit einem Ge⸗ ſchoßhagel, der im Ernſtfall ſeinem Be⸗ mühen ein raſches Ende ſetzen wird. Die Angriffe ſind vorbei. In wenigen Augenblicken verſchwinden Ge⸗ ſchützze und Geräte unter der Tar⸗ nung, die Mannſchaft flitzt wieder in ihre Leichte Flak in offener Feldstellung Maſchinenkanonen auf und jagen die Sprenggranaten mit Aufſchlagzünder in die Höhe. 900 Meter in der Sekunde beträgt die Anfangsgeſchwindigkeit dieſer Granaten, deren Sprengwirkung die Roten in:Spanien zur Genüge kennenlernen durften. Mit einer Zahlen, die zu Weiter geht die Fahrt durch die Luftvertei⸗ digungszone Weſt. Wieder ſtehen wir an hoch⸗ gelegener Stelle und weit ſchweift der Blick über fruchtbares Land. Wohin auch das Auge reicht: überall Getreidefelder, Wieſen, Bäume und in die Täler eingebettet ſchmucke Dörf⸗ chen. Nirgends aber iſt etwas von Befeſti⸗ gungswerken zu ſehen. Und dennoch„ſtrotzt“ auch dieſe Gegend von Panzerwerlen, ausgebauten Beobachtungsſtellen, Unterſtän⸗ den, Kommandoſtänden. An Dutzende ſolcher Bauwerke ſind wir in nächſter Nähe vorbeigefahren und nun ſtehen wir zwiſchen zwei ſolchen, ohne es zu merken. Erſt als wir darauf aufmerkſam gemacht wer⸗ den, ſehen wir dicht neben der Straße eine Vertiefung, die durch dicht darüber hinwuchern⸗ des Strauchwerk gar nicht auffällt. Dieſe Ver⸗ tiefung aber iſt der Zugang zu einem ſchwer ausgebauten Befeſtigungswerk, das innerhalb der zuſammenhängenden Vertei⸗ digungslinie ein wichtiges Boll⸗ werk bildet. Tief in der Erde An anderer Stelle wieder wölbt ſich nur wenige Zentimeter über dem Boden— kaum wahrnehmbar— eine Kuppel. Wenn die Wölbung nicht wäre, könnte man dieſes eiſerne Etwas für einen beſonders geformten Kanal⸗ deckel halten. Niemand vermutet unter dieſer Wölbung ein Befeſtigungswerk von beſonderen Ausmaßen. Es handelt ſich hier um einen Beobachtungs⸗ und Befehlsſtand, der auch dem allerſchwerſten Beſchuß ausgeſetzt werden kann, ohne daß irgendwie die Arbeit Aufnahmen: Hans Jütte(3) Scherl(I) Unterſtände und friedlich liegt die Gegend: nichts verrät, daß hier in der Erde eine Ab⸗ wehrkraft verborgen liegt, die nicht unterſchätzt werden darf. Zwiſchen den Befeſtigungswerken und den Feldſtellen aber rollen jetzt die Ernte⸗ wagen und der Bauer holt die Ernte heim denken geben der dort eingeſetzten Führungstruppe beein⸗ trächtigt wird. Mehr als zehn Zentimeter ſtark iſt die Wan⸗ dung dieſer Panzerkuppel, vor der aus ein freier Blick über weites Gelände möglich iſt. Von innen zu betätigende Riegelblöcke ge⸗ ben die ſchmalen Sehſchlitz e frei, die nur ſo groß ſind, daß ein Fernglas in dieſe einge⸗ ſetzt werden kann. Aber ſelbſt wenn ſchwerſtes Feuer auf der Kuppel liegt, iſt noch durch kleinſte Schlitz e, jeglicher Splitterwirkung entzogen, eine Beobachtung möglich. Wenn man verſucht, zum Zugang dieſer Panzerkuppel zu kommen, dann muß man erſt lange ſuchen, bis man weit rückwärts einen ſteil abwärts führenden Weg findet, der zu den gepanzerten Eingängen führt. Hat man dieſe Eingänge hinter ſich, ſtößt man plötzlich wie⸗ der auf Schießſcharten und erneute Ein⸗ gänge. Dann erſt kommt man in das eigent⸗ liche Innere des Befeſtigungswerkes, in die Mannſchaftsräume und ſchließlich findet man weit im Innern der Erde den ſchwer umban⸗ ten Befehlsſtand, von dem aus in einem Schacht eine Leiter zu Höhe führt, deren Ende ſich in dem Beobachtungsſtand befin⸗ det, deſſen Kuppel nur wenige Zentimeter über die Erde ragt. So geſichert können hier die Beobachtungen gemacht werden und wenn wirklich einmal— was ganz ausgeſchloſſen iſt — der Feind bis zu einer ſolchen Stelle vor⸗ ſtößt, dann kann das Werk auch dann noch von innen heraus verteidigt werden. wenn die Eingänge erſtürmt ſind. Die Be⸗ ſtückung der Schießſcharten mit Pakgeſchüt⸗ zen ermöglicht die umfaſſende Abwehr. Andere wichtige Bauwerke ſind wieder mit Periſkopen ausgerüſtet, die ausgefahren werden können, ohne daß der Beobachter beim Beſchuß gefährdet iſt. Sollte das Periskop zerſchoſſen werden, dann iſt Erſatz vorhanden, denn man hat an alles gedacht, um auch die Luftverteidigungszone unbezwingbar zu ma⸗ chen und ihre Kampfkraft auch bei ſtärkſter Ge⸗ genwirkung in vollſtem Umfang zu erhalten. So wurde gearbeitet Wenn wir hier ein paar Zahlen nennen, dann ſollen dieſe nur ein kleines Beiſpiel dafür ſein, was geleiſtet wurde. Zugleich aber ſind dieſe Zahlen eine überzeugende Beſtäti⸗ gung dafür, daß auch das Unmöglichſte geſchaffen werden kann, wenn nur der Wille da iſt und das Werk vom Geiſt der Zu⸗ ſammenarbeit getragen wird. 5 Ausdrücklich wollen wir voranſchicken, daß es ſich bei den Zahlen nur um einen kleinen Aus⸗ ſchnitt aus dem rieſigen Befeſtigungswerk han⸗ delt. Dieſe für einen beſtimmten Abſchnitt ge⸗ nannten Zahlen treffen auch für andere Ab⸗ ſchnitte zu und müſſen um ein mehrfaches ver⸗ vielfacht werden, wenn man das geſamte Be⸗ feſtigungswerk erkennen will. Als der Auftrag gegeben wurde, die LVz⸗ Weſt zu erſtellen, da mußten erſt die notwen⸗ digen Erkundungen vorgenommen wer⸗ den. Die Flakofſiziere hatten die günſtigſten Stellungen zu ermitteln und dann erſt konnte man mit der Durchführung des eigentlichen Bauvorhabens beginnen. Auf einem Gelände⸗ abſchnitt mit einer Tiefe von 40 Kilometer und einer Breite von 60 Kilometer beſtimmte man 400 Bauwerke, die in der Zeit vom Früh⸗ ſommer bis zum Herbſt gebaut ſein mußten. Das bedeutete alſo, daß jeden Tag über zwanzig ſolcher Bauwerke fertigzuſtellen waren— wohlgemerkt in dieſem einzigen Ab⸗ ſchnitt. Ein einziges Bauwerk benötigte durchſchnittlich einen vollſtändigen Güterzug Material, ſo daß auf den Eiſenbahngleiſen dieſer Strecken täglich über zwanzig; Güterzüge anrollten und entladen. werden mußten. Da ſoviele Entladeſtellen nicht zur Verfügung ſtanden, entleerte man die Eiſenbahnwagen irgendwo an der Strecke und von hier aus fuhren die 1200 Laſt⸗ kraftwagen die Bauſtoffe an die verſchie⸗ denen Bauſtellen. Zu den 12000 Arbeitern aus der Organiſation Todt kamen 2000 Ar⸗ beitsmänner und die vielen Helfer von der Truppe. So wuchs das Werk und am Stichtag konnte die Fertigſtellung der 400 Bauwerke gemeldet werden. Im Laufe die⸗ ſes Jahres hat man in dem gleichen Abſchnitt noch weitere 240 Bauwerke errichtet, ſo daß man jetzt wirklich ſagen kann: Hier kommt keiner durch. Ergänzt werden die eigentlichen Kampſwerke für die Luftabwehr durch Kommandoſtände, Befehlsſtände, Stollen, Straßenſperren und was ſonſt dazu gehört, dem Gegner einen Spaziergang zur Erde und in der Luft zu ver⸗ eiteln. (Die Artikelreihe wird fortgeſetzt.) Stromerzeugung für Funkstelle ———— man Deutſchland feſſelte, „Hakenkreuzbanner'“ Freitag, 25. Huguſt 1050 Dieſe Heuchler! wkr Mannheim, 25. Aug. Der engliſche Miniſterpräſident Chamberlain ſowie ſein Außenminiſter Lord Halifax ſpra⸗ chen geſtern beide, der eine vor dem Parla⸗ ment, der andere vor dem Mikrophon der britiſchen Sender, über die ſchwere Schuld, die England auf ſich laden würde, wenn es einer weiteren Regelung der Verhältniſſe Europas durch Gewalt zuſehen würde. Das Stichwort„Schuld“ hat es uns angetan. Das engliſche Gewiſſen, das ſich jetzt ſo plötzlich regt, iſt uns neu. Es hat nicht geſchlagen, da in der Oſtmark, im Sudetenland und jetzt in der freien Stadt Danzig deutſche Menſchen zum Reich zurück wollen, es hat auch nicht ge⸗ ſchlagen, da man die Schreie dieſer Menſchen nach Erlöſung von einem ihnen verhaßten Joch mit brutalſter Knüppelgewalt unterdrückte, aber es ſchlägt jetzt, wo ein in Verſailles geſchmie⸗ detes Glied der langen Unrechtskette, mit der zerbrochen wird. Das engliſche Gewiſſen iſt alſo vollkommen alif die Zurückſetzung Deutſchlands abgeſtimmt. Gerechtigkeit iſt dieſem ſeltſamen Gewiſſen offenſichtlich ein fremder Begriff. Menſchen mit einem ſo abſonderlichen Ge⸗ wiſſen wagen es nun, dem Deutſchen Reiche, dem es bei Gott nicht auf eine gewaltſame Lö⸗ ſung, ſondern nur auf eine endliche Erlöſung unſerer Volksgenoſſen aus fremder Gewalt uünd um Sicherung unſeres Lebensraumes ankommt, mit biederem Augenaufſchlag nochmals den Vorſchlag zu machen, uns auf einem gütlichen Wege mit unſeren Gegnern auseinanderzu⸗ ſetzen. Sie ſtellen ſich alſo wiederum ſo eine Art Konferenz vor, die auf demütiges Bitten Deutſchlands zuſammentritt, um dann äußer⸗ lich mit wohlwollendem Antlitz, innerlich aber mit zyniſcher Gewißheit, das Urteil doch ſchon bereits in der Taſche zu haben, unſere Forde⸗ rungen anhört. Den Zauber kennen wir. Da würde die alte Kompromißfreudigkeit dieſer demokratiſchen Winkeladvokaten wieder wahre Orgien feiern. Da würde verklauſuliert und Unterausſchüſſe und Hauptausſchüſſe eingeſetzt werden, daß es gerade ſo eine Art hat und Leee b ah-enkzbes,,.Lssl,iiaMas Sus. Kamzaeaadhshsas-Muhin Die führende Qualitäãts-Cigarette: Arican z, zum Schluß wären wir genau ſo bemogelt wie wir immer an Konferenztiſchen bemogelt wor⸗ den ſind. Eine Konferenz, deren Mehrheit auf Verſailles ſchwört, wird ſich ihre durch Ver⸗ ſailles erhaltenen Vorrechte zu erhalten ſuchen und dem läſtigen Bittſteller, damit er nur wie⸗ der für eine Weile ruhig iſt, irgendeinen un⸗ bedeutenden Brocken hinwerfen. England mag es zur Kenntnis nehmen: Davon haben wir endgültig genug! Wenn es tatſächliche, poſitive Vorſchläge zu machen hat, dann ſoll es doch an uns herantreten und ſie uns vorzeigen. Aber das wollten ſie nicht. Mit dem ganzen Kon⸗ ferenzgeflüſter ſuchen ſie nur ein Hintertürchen, durch das ſie als die Hauptſchuldigen einer eventuellen kommenden ſchweren Auseinander⸗ ſetzung entweichen können mit der frommen Beſchwörung:„Die Welt ſei unſer Zeuge, das haben wir nicht gewollt.“— 3 Dazu noch ein Zweites. Lord Halifax fühlte ſich bemüßigt, England als Garanten der Si⸗ cherheit der kleinen Staaten groß herauszu⸗ ſtellen. Als ob Deutſchland nach nichts ande⸗ rem trachte, als dieſe kleinen Staaten Europas in raſcher Folge nach einander zu verſchlingen. Die Herren ſollen ſich doch nicht lächerlich ma⸗ Sie müſſen doch wiſſen, daß wir im. chen! Falle Sudetenland und Danzig nur die Ge⸗ biete haben wollten und wollen, die ein von der ganzen Welt anerkanntes Unrecht uns ab⸗ genommen und durch die verſchiedene Staaten ſich überhaupt erſt den Lebensraum verſchafft haben, den ſie brauchen, damit man ſie als einen Staat anſprechen kann. Und im Falle Tſchecho⸗ Slowakei? Gewiß— hier hatten wir kein deutſches Volkstum von fremden Ketten zu be⸗ freien, dafür aber unſer geſamtes deutſches Volk vor einer ſtändigen Bedrohung der Mächte zu retten, die die alte Tſchecho⸗Slowakei ſich zur Angriffsbaſis gegen Deutſchland ge⸗ ſchaffen haben. Iſt das aber eine Bedrohung der kleinen Staaten Europas überhaupt? Nein, dieſe Behauptung iſt eine der berühmten heuch⸗ leriſchen Unterſtellungen, zu denen engliſche Politiker beſonders fähig ſind. Lord Halifax ſchloß ſeine Rundfunkrede mit der rührſeligen Feſtſtellung, daß er zu Gott inbrünſtig bete, daß eine ſchwere Auseinanderſetzung in Europa vermieden werden könne. Daß er in dieſes in⸗ brünſtige Gebet jedoch alle möglichen falſchen DNB London, 24. Auguſt. Zur Unterzeichnung des deutſch⸗ſowjetruſſi · ſchen Paktes ſchreibt der Londoner„Evening Standard“, vieſe Tatſache ſei„eine nicht gerade angenehme Senſation“. Aus dem Wortlaut gehe hervor, daß der Pakt tatſächlich einen engliſch⸗ſowjetruſſiſchen Pakt praktiſch unmög⸗ lich mache. „Star“ erklärt, was für Fehler in der bri⸗ tiſchen Außenpolitik bisher auch gemacht wor ⸗ den ſeien, Englands kommender Weg ſei klar, es müſſe ſeine Verpflichtungen gegenüber Po⸗ len einhalten, falls Polen zu den Waffen greife. England könne es„nicht geſtatten“, Polen zu — Kkngliſche fingſt vor einer zweiten Tſchechei Trolz Nidiangrifispakt ist unser Weg klor— sagt Londoner Regierung und Hresse einer„„weiten Tſchechoſlowakei“ wer⸗ den zu laſſen. Die Londoner Kabinettsſitzung, an der ſämt⸗ liche Miniſter mit Ausnahme des in Kanada weilenden Lords Maugham teilnahmen, dauerte eine halbe Stunde. Außenminiſter Lord Ha⸗ lifax begab ſich anſchließend in den Bucking⸗ ham⸗Palaſt, wo er den König über die Lage unterrichtete. bile engliche famellen! hw. London, 24. Aug.(Eig. Drahtber.) Das Unterhaus verſammelte ſich am Don⸗ nerstagnachmittag zur Beratung des von der Sarraut tut ſehr geheimnisvoll Forsters Ernennung wor schon ein„Siaaissir eich in Danzig“ (brohtbefichfounseres porflsef Vertrefters) hw. Paris, 25. Auguſt. Die Beratungen des franzöſiſchen Miniſter ⸗ rates am Donnerstagvormittag unter Vorſitz des Staatspräſidenten Lebrun, der dazu eigens ſeinen lothringiſchen Ferienaufenthalt unterbrochen hat, brachten für die franzöſiſche Oeffentlichkeit eine Enttäuſchung. Nach den offiziellen Ankündigungen hatte man eine amt⸗ liche Stellungnahme zu der durch den deutſch⸗ ruſſiſchen Nichts dergleichen iſt erfolgt. 5 Nach zweieinhalbſtündiger Beratung, die faſt ausſchließlich der internationalen Lage gewid⸗ met war, gab Innenminiſter Sarxaut der Preſſe ein kurzes, äußerſt zurückhaltendes Kom⸗ muniqué bekannt, in dem nur feſtgeſtellt wird, daß der Miniſterrat die von Daladier ange⸗ ordneten Maßnahmen einſtimmig gebilligt habe. Sarraut weigerte ſich hartnäckig, weitere Aus⸗ künfte zu geben. Erſt auf langes Drängen gab er ſchließlich noch zu, daß auch über die Rück⸗ berufung der Militärmiſſion aus Moskau ge⸗ ſprochen worden ſei, verſchwieg jedoch, ob eine ————., hlalsyyuen Anů 55 Anulerv lũrob- 0 Pakt geſchaffenen Lage erwartet. »Entſcheidung gefallen ſei. Kurz darnach wurde indeſſen bekanntgegeben, daß die engliſche Mi⸗ litärmiſſion Moskau bereits verlaſſen habe und daß die franzöſiſche Miſſion dem engliſchen Bei⸗ ſpiel folgen werde. Es läßt ſich daraus ermeſ⸗ ſen, wie ſtark die Pariſer Regierung in dieſen kritiſchen Stunden von der engliſchen Initiative abhängig iſt. Bemerkenswert iſt auch die Aufnahme der Nachricht von der Ernennung des Gauleiters Forſter zum Danziger Staatschef. Der offi⸗ ziöſe„Intranſigeant“ gab dieſe Meldung unter der achtſpaltigen Schlagzeile„Staatsſtreich in Danzig“. Kurz darnach wiederholten aber ſämtliche amtlichen Sprachrohre unabläſ⸗ ſig, es ſei„keine weſentliche Aenderung“ er⸗ folgt und dieſe Neuordnung würde durchaus nicht ſchon als„Anſchluß“ kommentiert werden. Der Quai'Orſay verſtändigte anſchließend überdies noch die ausländiſche Preſſe dahin, daß Frankreich keine Veranlaſſung habe, zur Ernennung Forſters Stellung zu nehmen. Dieſe Frage berühre nur Polen, dem von den Weſtmächten freie Hand gelaſſen worden ſei. ZFTAUEN ſenν-o .Imirimntr — +8 5 5 . G A F olos] Zur politischen Lage Karte von Daneig, Korridor und Polen Welthild-Gliese(M) Unterſtellungen, lügneriſche Verdächtigungen gegen Deutſchland und eine echt unchriſtliche Mitleidloſigkeit gegenüber den gequälten Deut⸗ ſchen im polniſchen Raum gezeigt hat, das be⸗ rührt dieſe Heuchlerſeele ja nicht, die ja von Kindheit auf die ſeltſame Religion in ſich auf⸗ nahm, daß Gott und Kattun ein und das⸗ ſelbe iſt Wir haben unſeren Maßſtab von Gerechtig⸗ keit. Und auf dieſes unſer gutes Recht pochend, verlangen wir in dieſer Stunde, daß unſere Forderungen erfüllt werden und ſind bereit, weil wir eben von der Gerechtigkeit unſerer Sache überzeugt ſind, auch dieſe Forderungen durchzuſetzen, und ſei es auch in der letzten Möglichkeit, dem Waffengang. ein neuer Schlag in das Kontor des Einkrei⸗ 4 Regierung eingebrachten Notſtandsermüchti⸗ gungsgeſetzes. Es ſieht aufferordentlich weit · gehende Vollmachten für die Regierung vor. Der König kann mit Hilfe des Kabinetts alle notwendigen Anordnungen im Intereſſe der öffentlichen Sicherheit, der Landesverteidigung, der Aufrechterhaltung der Ordnung, der Siche⸗ rung aller wichtigen Verſorgungszweige und der Verwaltung treffen. Jegliches Eigentum mit Ausnahme von Landbeſitz kann beſchlag ⸗ nahmt oder kontrolliert werden. Auch in die perſönliche Freiheit ſind weitgehende Eingriffe erfolgt. Strafandrohungen wenden ſich gegen jegliche Zuwiderhandlung. — Höchft verwirrt über Moskan 1 Premierminiſter Chamberlain begründete das Geſetz, das noch über Nacht die königliche Zu⸗ ſtimmung erhalten ſoll, mit der Notwendigkeit, Reben m in Anbetracht der Lage neue und raſche Schritte Kilometeran zu ergreifen. Bei einer recht oberflächlichen Stettin gleit Unterfuchung der Danziger Frage, bei der er in der Prach den erwieſenen und eingeſtandenen Waffen⸗ Wälder weg Aehrenfelder ſchmuggel der polniſchen Zöllner wohlweislich verſchwieg, äußerte Chamberlain ſeltſamerweiſe verſteckte Zweifel an den deutſchen Darſtellun⸗ gen von Deutſchenverfolgungen in Polen.— SEees zwiſche über, und de vorne am K Zu dem deutſch⸗ruſſiſchen Nichtangriffspakt er⸗ Der Engle klärte der Premierminiſter, dieſes Ereignis gemeint. E ſei der Regierung, wie er zugeben wollte, als Wunſchtraun eine Ueberraſchung von ſehr unliebſamem Wagen vern aus London. Charakter gekommen. Er beſchwerte ſich dann darüber, daß weder die engliſche noch die fran⸗ zöſiſche Regierung von der Schwenkung der ſpukt auch de greſſion, von Sowjets irgendeine Ahnung gehabt hätten. ſchem Leben: England habe ein großes Zutrauen gezeigt, der neben m indem es Verhandlungen mit der Sowjet⸗ vom Durchſe raliſch gefeſt nen Vorſtellu Daß er unſer kehr bewund Angeſichts de wir eine ſol würdigen wi Union aufnahm, ſogar Generale, Admirale und Fliegeroffiziere nach Moskau ſandte, ehe eine Sicherheit für ein politiſches Abkommen gegeben war. F Chamberlain fuhr fort: Um ſich milde aus⸗ zudrücken, müſſe er ſagen, daß es höchſt ver⸗ wirrend geweſen ſei, zu erfahren, daß die Sowjetregierung während dieſer Unterhand⸗ Von Stett lungen heimlich mit Deutſchland zu Zwecken runzelt er d Abreden getroffen hätte, die mit den Zielen geſchwungene der engliſchen Außenpolitik unvereinbar wä⸗ Oder überqu ren.(Beifall!) 4 im Mittags meint er al gazetten, daß hätten, wenn her ausdehn⸗ hier von St Die Derpflichtung Englands Zum polniſchen Thema übergehend, betonte der Premier die verſtockte Haltung ſeiner Re⸗ gierung und erklärte, England habe Polen das Garantieverſprechen gegeben, ehe ein Abkom⸗ men mit Rußland in Angriff genommen wor⸗ 4 311 17400 den ſei. Wie ſollte England mit Ehren von bed ohe? einer ſolchen Verpflichtung abgehen, die es ſo 348 oft und feierlich wiederholt habe. Die in Aus⸗ Ein ſehr lan arbeitung begriffenen Verträge würden die Man lächel 9 äche Verpflichtungen neu formulieren, aber nichts hinzufügen und nichts abziehen.(Beifall.) Die heute von England getroffenen Maßnahmen gen Anſchaut länder vor u ſeien vorbengenden Charakters und ſchlöſſen borgreifen. keine Drohung ein. Nichts, ſo wiederholte nach Oſtpreu Chamberlain die alten ſcheinheiligen Argu⸗ daß der gio Reichsgebiet mente, was England getan habe oder zu tun beabſichtige, bedrohe die legitimen Intereſſen wollte mich i Deutſchlands. Er ſuchte die Einkreiſungs⸗ Auto auf eir politik nach bekanntem Muſter als„reine Ver⸗ nach Königst teidigung“ hinzuſtellen. Auch hierbei fand er ihn micht. wieder den Beifall der Abgeordneten. daß dieſe Rei allem zeitrau! Botſchaft an den Führer Sein Geſicht Zur Außenpolitik zurückkehrend, betonte der zum polni Redner, England habe es als ſeine Pflicht an⸗ Er wurde zu— geſehen, keine Mißverſtändniſſe offen zu laſſen. dort zwiſchen Es habe deshalb eine Botſchaft an den den pPolen ſtu deutſchen Reichskanzler geſandt, die bogen ausfül um ſo notwendiger erſchienen ſei wegen des in⸗ Durchreiſeviſr zwiſchen geplanten deutſch⸗ruſſiſchen Abkom: einem deutſche mens. Die Antwort des Führers bedeute die reiſe zu mach Beſtätigung der deutſchen Theſe, daß Deutſch⸗ Vielleicht gi land in Sſteuropa freie Hand haben müſſe. auf von der Wenn England oder ein anderes Land mit ge:⸗ der durch ein ringeren Intereſſen eine Einmiſchung verſuche, gebot des F ſo werde die Schuld für einen eiwaigen Kon⸗ werden ſollte. flikt auf deren Seite fallen. Chamberlain er⸗ widerte, dieſe Theſe verkenne die britiſche Po⸗ ſition. England, ſo verſicherte er, ſuche keine beſondere Poſition in Europa für ſich in An⸗ ſpruch zu nehmen(). In einem Verteidi⸗ aungsverſuch gegenüber der Antwort des Führers bezog ſich Chamberlain darauf, daß Polen die deutſchen Vorſchläge ſchon vor Er⸗ greifung der engliſchen Garantie abgelehnt habe. Es beſtehe immer noch Hoffnung darauf, daß Vernunft und Einſicht ſich durchſetzen möch⸗ jiogen ſein ſoll ten.(Bei wem?) eer die erſten pommerſchen Maifki war nicht im Unterhaus n, hw. London, 25. Aug. winkend, die a Die Erklärungen des Reichsaußenminiſters 4 n 270 von Ribbentrop über die Bedeutung des„e deutſch⸗ruſſiſchen Vertrages ſind in London als bder Grenze Nun, auf de ßen Oſtpomme dem Ende der er es wohl f aufmerkſam 3 deutſchen Tri wir der Grenz gewiſſer Lond * zubringen, laff was wäre in “bdenn dort hät ſungstruſts verzeichnet worden uce Freiheit, In Londoner Parlamentskreiſen erregte es großes Aufſehen, daß der Sowjetbotſchafter 4 3 Maiſki, der ſonſt regelmäßig Gaſt aller Un⸗ nicht mit unſe terhausſitzungen war, am Donnerstag der So kommen Chamberlain⸗Erklärung fernblieb. Es wird nunmehr beſtätigt, daß die engliſchen Moskaudelegierten genau wie die fran⸗ zöſiſchen beim Kofferpacken ſind und beſchleu⸗ nigt nach Hauſe reiſen, * resse mdsermüchti⸗ entlich weit · gierung vor. abinetts alle Intereſſe der werteidigung, ig, der Siche⸗ Szweige und s Eigentum mim beſchlag, Auch in die weitgehende igen wenden ig. gründete das önigliche Zu⸗ kotwendigkeit, raſche Schritte berflächlichen e, bei der er nen Waffen⸗ wohlweislich eltſamerweiſe n Darſtellun⸗ in Polen.— griffspakt er · ſes Ereignis n wollte, als unliebſamem rte ſich dann noch die fran⸗ wenkung der habt hätten. auen gezeigt, der Sowjet⸗ ſe, Admirale u ſandte, ehe s Abkommen h milde aus⸗ 's höchſt ver⸗ en, daß die Unterhand⸗ zu Zwecken t den Zielen 1 ereinbar wä⸗ 5 hend, betonte ig ſeiner Re⸗ be Polen das ein Abkom⸗ iommen wor⸗ t Ehren von en, die es ſo Die in Aus⸗ würden die „aber nichts (Beifall.) Die Maßnahmen und ſchlöſſen wiederholte eiligen Argu⸗ oder zu tun en Intereſſen Einkreiſungs⸗ „reine Ver⸗ erbei fand er eten. „betonte der ie Pflicht an⸗ fen zu laſſen. ift an den geſandt, die vegen des in⸗ chen Abkom⸗ s bedeute die daß Deutſch⸗ haben müſſe. Land mit ge⸗ 4 ung verſuche, waigen Kon⸗ mberlain er⸗ britiſche Po⸗ r, ſuche keine r ſich in An⸗ em Verteidi⸗ Intwort des darauf, daß chon vor Er⸗ ie abgelehnt nung darauf, chſetzen möch⸗ erhaus u, 25. Aug. ißenminiſters deutung des London als des Einkrei⸗ n erregte es jetbotſchafter aſt aller Un⸗ nerstag der „ Es wird ngliſchen wie die fran⸗ und beſchleu · 4 gemeint. porgreifen. pommerſchen Bauern. braungebrannt und fröhlich zu uns herüber⸗ winkend, die auf den Feldern arbeiten, um dem deutſchen Bauern und damit dem deutſchen Volk zu helfen, die Ernte ſchnell und ſicher ein⸗ jzubringen, laſſen ihn mitleidig lächeln. So et⸗ was wäre in Enoland kaum möglich, ſagt er, denn dort hätten ſie Gott ſei Dank die perſön⸗ liche Freiheit, und die Studenten von Oxford Freitag, 25. Auguſt 1939 Mi dem Auto im den Nordęstæen Curgꝑas fusfahet zu einer geoßen Reiſe/ kin geheimnisvoller kEngländer und ich fahren duech den forridor Von unserem Sonderberichterstatter Kurt Ziese!l Wir beginnen heute mit der zwangloſen veröffentlichung im Geiſte durch Gebiete führen wird, die gerade heute im Unſer Sonderberichterſtatter Kurt Zieſel befindet ſich g zunächſt von Wien durch das Protektorat nach Berlin führte. Danzig. Die weitere Fahrt geht über Oſtpreußen und durch Auf der Rückreiſe plant Zieſel ſeinen Weg von Litauen aus über polen, die Ukraine und die Slowakei nach Wien zu nehmen. Wir hoffen, mit dieſer neuen Aufſatzfolge des Intereſſe bei unſeren Leſern zu finden, einer größeren Ürtikelfolge, die unſere Leſer Brennpunkt des politiſchen Intereſſes ſtehen. egenwärtig auf einer Kutofahrt, die ihn bon dort fuhr er durch den HKorridor nach die baltiſchen Staaten nach Finnland. „Hakenkreuzbanner“ das gleiche das wir bei unſeren früheren Reiſe⸗Reportagen erfahren durften. Danzig, im Auguſt 1939. Reben mir ſitzt ein Engländer. Die Kilometeranzeiger der Reichsautobahn Berlin⸗ Stettin gleiten vorbei. Das Land um uns ſteht in ber Pracht ſeiner ſommerlichen Reife. Dunkle Wälder wechſeln mit den Rieſenflächen gelber Aehrenfelder. Manchmal blickt das Auge eines Deees zwiſchen Föhren und Eichen zu uns her⸗ über, und der dreizackige Mercedesſtern funkelt vorne am Kühler in der Mittagsſonne. Der Engländer neben mir iſt nicht körperlich Er iſt gewiſſermaßen ein kleiner Wunſchtraum von mir. Der Radioapparat im Wagen vermittelt mir die Mittagsnachrichten aus London. Der Geiſt von Herrn King Hall ſpukt auch darin. Von Friedensfront und Ag⸗ greſſion, von polniſcher Mäßigung und polni⸗ ſchem Lebensraum iſt die Rede. Der Englän⸗ der neben mir— es iſt einer, wie man ihn ſo vom Durchſchnitt her kennt— macht eine mo⸗ raliſch gefeſtigte Miene und kommt mit huma⸗ nen Vorſtellungen über europäiſche Ziviliſation. 3 Daß er unſere Organiſationsgabe für den Ver⸗ kehr bewundert, iſt ein Zugeſtändnis, das er Angeſichts der Reichsautobahn wiederholt. Daß wir eine ſolche Anerkennung nicht richtig zu würdigen wiſſen, ſchmerzt ihn. Von Stettin, das wir links liegen laſſen, 3 runzelt er die Stirn. Als wir auf prächtig geſchwungener Brücke in kühnem Bogen die Oder überqueren und die Silhouette Stettins im Mittagsdunſt zu uns herüberſchimmert, meint er als eifriger Leſer engliſcher Hetz⸗ gazetten, daß die Polen wohl nicht ſo unrecht hätten, wenn ſie ihren Lebensraum bis hier⸗ her ausdehnen wollten. Man wiſſe doch, daß hier von Stettin aus deutſche Soldaten und friegsmaterial nach Danzig verſchifft würden. Ob das etwa nicht die Unabhängigkeit Polens bedrohe? Ein ſehr langes engliſches Geſicht Man lächelt als Gaſtgeber. Wir haben eini⸗ gen Anſchauungsunterricht mit unſerem Eng⸗ länder vor und wollen dem nicht durch Worte Wir haben ihn eingeladen, mit nach Oſtpreußen zu fahren. Als ihm einſiel, daß der Korridor Oſtpreußen vom übrigen Reichsgebiet trennt, wurde er mißtrauiſch und wollte mich überreden, lieber in Stettin mein Auto auf einem Schiff zu laſſen und damit nach Königsberg überzuſetzen. Aber ich ließ ihn nicht ſo billig wegkommen. Als er einſah, daß dieſe Reiſeroute umſtändlich, teuer und vor allem zeitraubend iſt, willigte er ſchließlich ein. Sein Geſicht wurde ſchon länger, als ich ihn zum polniſchen Konſukat mitſchleppte. Er wurde zum erſtenmal nachdenklich, als wir dort zwiſchen vielen Fuden und geſtikulieren⸗ den Polen ſtundenlang warten mußten, Frage⸗ hogen ausfüllten, bis wir in Geſtalt eines Durchreiſeviſums die Möglichkeit erhielten, von einem deutſchen Gau in den anderen eine Auto⸗ reiſe zu machen. Vielleicht ging ihm ſchon dort ein Lichtlein 4 auf von der Unwürdigkeit eines Zuſtandes, der durch ein ſo einfaches und mäßiges An⸗ gebot des Führers unter anderem beſeitigt werden ſollte. der Grenze entgegen Nun, auf der Fahrt quer über die Landſtra⸗ gen Oſtpommerns, die uns öſtlich Stettins nach dem Ende der Reichsautobahn aufnehmen, hat er es wohl ſchon wieder vergeſſen. Er hält aufmerkſam Ausſchau nach den ungeheuren deutſchen Truppenmaſſen, die hier, je näher wit der Grenze kommen, gemäß der Entdeckung gewiſſer Londoner Redaktionen, zuſammenge⸗ zogen ſein ſollen. Sichtlich enttäuſcht betrachtet er die erſten ſchwankenden Erntewagen der Mädel und Jungen, und Cambridge hätten wichtigere Aufgaben, als Garben zu binden. Wir ſtreiten darüber nicht mit unſerem Freund von der Themſe. So kommen wir bis Scglochau, dem letzten deutſchen Städichen vor der polniſchen Grenze. Bei Kaffee und Butterbrot(über deren Vor⸗ handenſein ſich mein Begleiter wiederum kopf⸗ ſchüttelnd ſeine Gedanken macht) fülle ich ſeuf⸗ zend die umfangreichen Rubriken meines Car⸗ nets aus. Im Stillen rechne ich nach, was ſo eine Autoreiſe nach Oſtpreußen alles an ſinn⸗ loſen Koſten verürſacht: Viſum, Carnetgebüh⸗ ren für das Auto. Vorſorglich habe ich mir auf guten Rat hin in Berlin polniſches Geld beſorgt. Viele Deutſche mußten ohne den Betrag von 2 Zloty wieder an der Grenze umkehren. Der deutſche Zollbeamte gibt uns noch gute Ratſchläge. Er hat ſo ſeine Erfah⸗ rungen geſammelt, was deutſchen Autofahrern im Korridor alles begegnen kann. Mein Eng⸗ länder hört ſich das an und ſieht den Beamten ſtrafend an. ſagt er böſe, das wäre ein Vorrecht der Nazi⸗ propaganda. Konflikt mit dem polniſchen Zollbeamten Dann geht es ein Stück durch Riemandsland, und dann legt ſich die polniſche Zollſchranke das erſtemal über die Straße. Die erſte Frage des polniſchen Zollbeamten gilt den 2 Zloty. Es iſt die Autoſteuer für einen Tag. Wir be⸗ zahlen ſie. Einer der ſchwer bewaffneten Grenz⸗ ſoldaten, die ſich unſer Auto von allen Seiten betrachtet haben, kommt in das Zollhaus. Er redet aufgeregt mit dem Zollbeamten und Er liebt Uebertreibungen nicht, zeigt durch das Fenſter. Sie müſſen die Fahne abnehmen, ſagt der Beamte nach einer Weile finſter zu uns. Wir ſehen den Engländer an. Aber der zuckt nur die Acheſn. Es iſt ja nicht die engliſche Nationalflagge, die wir nun von unſerer Fahnenſtange abmontieren. Umſtändlich und langſam werden unſere Pa⸗ piere geprüft. Dann geht es hinaus zum Auto. Obwohl wir nur durchreiſen, müſſen wir alle Koffer aus dem Wagen heben und ſie auf der Straße vor dem Beamten öffnen. Er bringt ſie ſyſtematiſch in Unordnung. Dann dürfen wir wieder einpacken und weiterfahren. Bei den erſten tiefen Schlaglöchern, die ſelbſt die guten Federn unſeres Mercedes nicht alle reſt⸗ los auffangen, zuckt der Engländer zuſammen. Er hat ſich ſo an die guten deutſchen Aſphalt⸗ ſtraßen gewöhnt, daß er bald über dieſe pol⸗ niſche Tranſitſtraße zu fluchen beginnt. Die Straße geht in Kurven und unüberſichtlich durch eine Reihe von Ortſchaften. Das ver⸗ ſteckte„1“ zeigt uns den Weg der Tranſit⸗ ſtraße. Wir müſſen mehrmals anhalten und das Zeichen ſuchen. Eine Abweichung von der Tranſitſtraße, wie ſie eigentlich ſehr zu Unrecht heißt, könnte peinliche Folgen haben. Dolniſche Kavallerie trabt vorbei Allmählich kommt die Dämmerung. Wir ſchalten die Scheinwerfer ein. Landſchaft und Menſchen unterſcheiden ſich wenig von den Ausblicken, die Pommern bot. In einem Dorf heben verſtohlen ein paar blonde Jungens die Hand, als ſie die deutſche Nummer an unſerem Wagen erkennen. Die Gefahr ſolchen Bekennt⸗ niſſes deutſcher Zuſammengehörigkeit machen wir vergeblich unſerem Engländer begreifbar. Und daß hier Deutſche wohnen, Zehntauſende von Deutſchen auch im Korridor, das will er nicht hören. Seine hiſtoriſchen und geogra⸗ phiſchen Kenntniſſe erweiſen ſich immer wieder als höchſt mangelhaft. In die Lichtkegel der Scheinwerfer taucht plötzlich eine lange Abtei⸗ lung polniſcher Kavallerie. Wir blenden ab. Eine Staubwolke hinter ſich herziehend, traben die Ulanen gegen Weſten. Kurz hinter ihnen rumpeln in langer Kolonne vorſintflutliche Bauernwagen, an die Hundert habe ich ge⸗ zählt. Mit Birken⸗ und Buchenlaub geſchmückt. als ginge es zum Dorftanz oder zur Sieges⸗ feier, glänzten in den Scheinwerfern die Ge⸗ Ier im Hasſaus sitat ſichter polniſcher Soldaten. Zum Beſchluß ka⸗ men einige Wagen mit Artillerie recht alten Kalibers. Das ganze machte den Eindruck, der mit unſerer Vorſtellung von moderner Kriegs⸗ ausrüſtung ein wenig disharmonierte. Auch mein Engländer ſchwieg. Es ſchien mir, als überſchlug er die Ausſichten der Eity für eine Anleihe. Seinem Geſicht nach ſchien er entſchloſſen zu ſein, eigenes Kapital lieber ſicherer anzulegen. Aber er ſprach ſich nicht darüber ſo offen aus. Kleiner Zwiſchenfall in Dirſchau Nach einer Fahrt von faſt 100 Kilometer über eine ſtaubige Straße, mit Steinen und Schotter überſät, die ſichtbar ſeit Jahren kei⸗ nerlei Pflege mehr erfahren hatte und eine eindrucksvolle Demonſtration des polniſchen Arbeitswillens in einem ſeiner vielen„Le⸗ bensräume“ darſtellte, kamen wir mit dem über der Weichſel aufgehenden Mond in Dir⸗ ſchau, der Grenzſtadt gegen Danzig und Oſt⸗ preußen, an. Zuerſt verirrten wir unz in der Richtung nach Marienburg. Unſer Weg ſollte direkt nach Norden, nach Danzig führen, und ſo mußte ich mich an einen der bromenierenden Einwohner Dirſchaus wenden, um über die Straßenrichtung Auskunft zu erhalten. Meine deutſchen Worte ſchienen einen ausgeſprochen ſtimulierenden Eindruck bei dem biederen Po⸗ len zu hinterlaſſen. Er rief ſchreiend einige ſeiner Landsleute herbei, die ihrer Geſinnung zuſammen mit ihm durch geballte Fäuſte und einem großen Stimmaufwand Ausdruck ver⸗ liehen. Ich fuhr alſo wieder weiter, und mein Engländer war verſtummt. Ehe ich aber auf die Suche in den ſchlecht beleuchteten Straßen ging, beſchloß ich, mich mit einem Imbiß zu ſtärken. Auf dem Haupt⸗ platz Dirſchaus hielt ich vor einem Kaffee an und betrat das Lokal. Mein imaginärer Eng⸗ länder ſetzte ſich neben mich, und wir riefen den Kellner. Er kam, uns mißtrauiſch beobach⸗ tend, näher. Als er meinen Wunſch in deut⸗ ſcher Sprache nach einem Wurſtbrot und einem Glas Bier vernahm, verſchwand er, ohne eine Antwort zu geben. Nach einer Weile erſchien er wieder, ihm zur Seite ein Gendarm. Sie pflanzten ſich vor mich auf, und der Gendarm forderte meinen Paß. Seine Deutſchkenntniſſe langten notdürftig zur Verſtändigung. Er er⸗ klärte mir, daß ich mit auf die Wache kommen ſolle. Als ich den Grund wiſſen wollte, ſagte er, ich hätte ein Durchreiſeviſum, ich hätte die Vorſchriften verletzt. Ich dürfe in Polen nicht ausſteigen. Wir ſtritten eine Weile. Als er ernſt zu machen ſchien und ich mich ſchon auf eine Nacht im Gemeindearreſt Dirſchaus vor⸗ bereitete, beſchloß ich einen letzten Trumpf aus⸗ zuſpielen und machte dem wütenden Polen klar, daß ich Journaliſt ſei, und ob er einen internationalen Skandal heraufbeſchwören wolle. Meine Worte bewirkten immerhin, daß er auf eine Amtshandlung verzichtete und mich nur zwang, ohne Imbiß ſofort wieder das Auto zu beſteigen. Vergeblich harrte ich eines Wortes von meinem Engländer. Schikanen bis zuletzt An der Grenze zwiſchen Polen und Danzig gab es neue Schwierigkeiten. Was ich in Dan⸗ zig wolle und ähnliche Fragen mehr, wurden von einem Zollbeamten geſtellt. fragte, ob ich Waffen mitführe, und dabei das Auto gründlich viſitierte, zog ich unter den Sitzen meines Wagens die Anlaßkurbel hervor und erklärte ihm, daß gegebenenfalls 5 auch dies als Waffe zu deklarieren ſei. Schwan⸗ kend zwiſchen Verblüffung und Zorn entſchloß er ſich darauf, die Zollſchranke hochzuziehen und ich durfte, von einem polniſchen Schimpf⸗ wort begleitet, den Boden der Freien Stadt Danzig betreten. Ueber das„Heil Hitler“, mit dem uns die Danziger Zollbeamten begrüßen, iſt mein Eng⸗ länder arg chokiert. Als er ſich im Laufe der zwei Tage, die wir im Gebiet Danzigs zu⸗ bringen, an den deutſchen Gruß, an die Haken⸗ kreuzfahnen und an vieles andere gewöhnt hat, das vor aller Welt ſichtbar den deutſchen Cha⸗ rakter und nationalſozialiſtiſchen Willen Dan⸗ zigs dokumentiert, beginnt er daraus die Mei⸗ nung abzuleiten, daß Danzig dann ja ſowieſo alle Rechte und Freiheiten als deutſche Stadt genieße. Widerſpeüche der demokratien in der polen-Politi jb. Mannheim, 24. Auguſt. Die weſtlichen Demokratien haben in den letzten Jahren, vor allem aber ſeit Godesberg und München, Deutſchland den Vorwurf der politiſchen Inkonſequenz, ja des Wortbruchs machen zu können geglaubt. Daß dieſer Vor⸗ wurf völlig unberechtigt iſt, wiſſen wir. Hätte man ſich auf der Gegenſeite auch nur ein ein⸗ ziges Mal die Mühe gemacht, ſich in die deutſche Lage nach Verſailles hineinzudenken, und ſich auch nur ein einziges Mal der weiteren Mühe unterzogen, den deutſchen Nationalſozialismus wirklich zu begreifen, dann würde man auch in den Hauptſtädten der weſtlichen Demokratien erkennen können, daß eine derart gerade Linie, wie ſie vom nationalſozialiſtiſchen Deutſchland verfolgt wird, in ſolcher Prägnanz nirgendwo anders gefunden wird. Volkstum, Raſſe und Lebensraum— dieſe Grundelemente unſeres Denkens, ſtehen ja nicht nur auf dem Papier, ſondern verlangen immer von neuem, realiſiert zu werden. Da iſt für Widerſprüche wirklich kein Platz. Solche Vorwürfe auf der Gegenſeite ſollten aber um ſo eher vermieden werden, als man ſowohl in London wie in Paris im Glashaus ſitzt. Da iſt das Mitſteinenwerfen ſchon gar nicht am Platze. Wir wollen nur mit einem Seitenblick an die britiſche Paläſtina⸗Politik mit ihren Verſprechungen an die Araber wäh⸗ rend des Weltkrieges und den entgegengeſetzten Verſprechungen um die gleiche Zeit an die Ju⸗ den(Balfour⸗Deklaration) erinnern; auch nur kurz erwähnen, daß London und Paris Fran⸗ cos ſchärfſte Gegner waren, ſolange ſein Sieg noch nicht feſtſtand, daß ſie ſich aber in dem Augenblick, in dem er die Feinde eines natio⸗ nalen Spanien niedergerungen hatte, anzu⸗ biedern verſuchten. Man könnte die Reihe ſol⸗ cher Widerſprüche ohne Ende verlängern, deren Zahl noch gewachſen iſt, ſeitdem der Genfer Kulminationspunkt ausgefallen iſt, auf dem noch gelegentlich allzu ſtarke Widerſprüche aus⸗ zugleichen verſucht wurde. Ein Beiſpiel der jüngſten europäiſchen Ge⸗ ſchichte aber mag doch ein wenig näher unter die Lupe genommen werden: Das Verhältnis der weſtlichen Demokratien zu Polen. Wir er⸗ innern uns, daß Polen gleichſam unter deut⸗ ſcher Protektion in das Olſagebiet ein⸗ rückte und ſich Teſchen aneignete, als Deutſch⸗ land die ſudetendeutſche Frage löſte. In Lon⸗ don und Paris nun ſcheint man ganz ver⸗ geſſen zu haben, daß man Polen ob dieſer „Aggreſſion“ noch vor einem Fahr ſpinnefeind war. Wie klang es doch damals aus dem ver⸗ einigten Blätterwald der Demokratien? „Preß Aſſociation“ ſchrieb am 22. Sep⸗ tember 1938, der Standpunkt der engliſchen Regierung ſei, daß erſt die wichtigſte Frage, nämlich die der Sudetendeutſchen, geregelt wer⸗ den müſſe, ehe man die polniſche Frage prüfen könne. Dieſe Tatſache habe man auch dem pol⸗ niſchen Botſchafter gegenüber vertreten.. Das war noch verhältnismäßig zaghaft, wenn man auch ſchon keineswegs 100prozentig mit Polens Vorgehen übereinſtimmen wollte. Am gleichen Tage aber wurde z. B. der Lon⸗ doner„Star“ ſchon deutlicher. Am 22. Sep⸗ tember hieß es darin: Wenn England als Na⸗ tion Rückgrat beweiſen wolle, ſo ſei das Min⸗ deſte, was Chamberlain zu tun habe, von An⸗ fang an der Anregung zu widerſtehen, daß auch die polniſchen Teile von der Tſchecho⸗Slo⸗ wakei losgeriſſen würden. Schon einen Tag vorher, am 21. September, hatte der Außen⸗ politiker des immerhin hochoffiziöſen„Petit Pariſien“ geſchrieben: Die polniſche For⸗ derung auf das Olſagebiet wird als bedauer⸗ liche Tatſache bezeichnet. Das Mindeſte, was man von dieſer Intervention ſagen könnte, ſei, daß ſie im Augenblick, wo die großen Mächte ſich um die Rettung des Friedens bemühen, höchſt inopportun ſei. Und einen Tag ſpäter(22..) meinte das gleiche Blatt: Die Godesberger Ausſprache dürfte ſich in günſti⸗ gem Sinne entwickeln... Polen hätte ſich mit einem Zynismus auf die Beute geſtürzt, der ſich nür ſchlecht mit ſeinem Ruf der Ritterlich⸗ keit vertrage. Es habe ſich mit einer Ver⸗ achtung der Friekensintereſſen (1 Die Red.) in die offene Breſche geſtürzt, die Frankreich an der Nützlichkeit zweifeln ließe, noch einen Bündnisvertrag mit dieſem Land aufrechtzuerhalten( Die Red.)... Polens Geſte könne ſich eines Tages gegen ſich ſelbſt richten. Die„Epyque“ aber meinte am 21.., man müſſe ſich über die Handlung Polens wun⸗ dern, da es nur eine ſchwache Minderheit in der Tſchechei habe. Als dann der Einmarſch der Polen Anfang Oktober vor ſich geht, bringt„Mancheſter Guardian“ einen langen weinerlichen Be⸗ richt über die„Austreibung der tſchechiſchen Bewohner“, während Winſton Churchill, der alte Deutſchenfreſſer, Hauptbetreiber der Einkreiſung und auch Befürworter der polni⸗ ſchen Garantien im Sommer 1939 im heute ſo polenfreundlichen„Daily Telegraph“ von der Treuloſigkeit Polens. ſpricht. Die Zeiten haben ſich ſeither weſentlich ge⸗ ändert. England ſteht heute vor der Entſchei⸗ dung, ob Polen: ihm den Vorwurf der Treu⸗ loſigkeit eines Tages wird zurückgeben müſſen. Als er mich⸗ „fjakenkreuzbanner“ Blick übers cand Freitag, 25. Auguſt 1939 Letzte badiſche meldungen Siebzigjährige von einem Auto überfahre * Heinsheim, 24. Auguſt.(Ei Bericht) Die auf K Ehrenberg wohnende Frei⸗ frau von Rackwitz, die im Alter von 70 Jahren ſtand, wurde von einem Auto tödlich en Frau von Rackwitz wollte bei dem Dorf Heinsheim die Landſtraße überſchreiten, als gerade ein Perſonenwagen kam und die Bedauernswerte erfaßte. Glück im Unglück „ Bühl, 24. Auguſt.(Eig. Bericht.) Am Mittwochvormittag fiel das zweijährige Söhn⸗ chen eines Anwohners des Mühlbachkanals ins Waſſer. Das Kind hatte ſich an einer Tür des Geländers zu ſchaffen gemacht, das ſich da⸗ bei öffnete. Das Kind wurde abgetrieben und ſchrie laut um Hilfe. Der Knabe verſchwand in dem unter dem Johannesplatz durchführenden Kanalſchacht, der nach etwa 200 Meter in die Büllot einmündet. Die zu Hilfe Eilenden mußten tatenlos warten, bis das Kind dort wieder zum Vorſchein kam. Auf dem Rücken ſchwimmend erreichte der Junge dann tatſäch⸗ lich das Ende des Kanalſchachtes und konnte wenige Minuten ſpäter geborgen werden. Aerztliche—5 war ſofort zur Stelle. Es iſt direkt ein Wunder, daß der Junge. über die weite Strecke von annähernd 400 Metern im Waſſer trieb, ohne zu ertrinken. Warnung vor einem Schwindler! der letzten Zeit haben Perſonen, deren verſtorbene Angehörige bei der Braunſchwei⸗ giſch⸗Rürnberger Lebensverſicherungsgeſ ellſchaft in Leipzig verſichert geweſen ſind, durch die Poſt ein Echreiben erhalten, worin den Hinter⸗ bliebenen eine größere Nachzahlung verſprochen wurde.— Dieſes Schreiben trägt oben links und unten am Schluß einen roten Stempel„Braunſchwei⸗ giſch⸗Nürnberger Lebensverſicherungsgeſell⸗ ſchaft“. Das Schreiben iſt aber nicht von der betreffenden Geſellſchaft abgeſchickt, ſondern von einem Schwindler, dem zufällig eine Liſte mit den Namen ſolcher Perſonen, die eine Verſicherungsſumme ausbezahlt erhielten, in die Hände gefallen. Auf Grund dieſer Liſte verfertigte der Betrüger Briefe, worin der Be⸗ ſuch eines Vertreters der Verſicherungsgeſell⸗ ſchaft angekündigt wird. In dem Schwindel⸗ brief iſt vermerkt, daß der Vertreter der Firma einen beſtimmten Betrag für Steuern und Spe⸗ ſen einkaſſieren wird und erſt dann die Nach⸗ zahlung überwieſen wird. Der Betrüger iſt in den letzten Wochen in verſchiedenen Orten der ganzen Pfalz, zuletzt auch in Ludwigsha⸗ fen, aufgetreten und hat ſchon viele Leute um erhebliche Summen geſchädigt. Beſchreibung des Schwindlers: 45 bis 48 Jahre alt, kräftige Geſtalt, etwa 1,75 Meter groß, rundes, volles Geſicht, ſpricht hochdeutſch, trägt hellbraune Aktentaſche bei ſich. Jede Per⸗ ſon, die geſchädigt wurde oder einen Schwin⸗ delbrief erhielt, wird erſucht, ſich bei der näch⸗ ſten Polizeidienſtſtelle zu melden. LL———— ———— * 5 fe,: — 3* I M D. * A 0 vol 0 EG R. ⁰ 5.—7. ** L. —— u5 Telllen von 5 900 nuen dedeutel in •5 Jahlen einen Cieburtenausfall von 1 Mill Die Breisgauſtadt Freiburg erwartet Badens Fänger Der Mannheimer Sängerkreis am ſtärkſten vertreten/ Vorſchau auf die reichhaltige Jeſtfolge (Eigener Bericht des„Hakenkreuzbanner“) * Freiburg i. Br., 25. Aug. Freiburg, die Perle des Breisgaues, rüſtet zum feſtlichen Empfang der Sängerdelegierten, die ſich vom 26. bis 28. Auguſt anläßlich der Sängergautage zu ernſter Arbeit zuſammenfinden werden. Auf Einladung des Oberbürgermeiſters der Stadt Freiburg, Dr. Kerber, hat Sängergauführer Schmitt als Tagungsort Freiburg beſtimmt. Die Mannheimer Sängerſchaft wird, wie jedes Jahr, wieder am ſtärkſten vertreten ſein. Die Vereine— 125 an der Zahl— entſenden je nach ihrer Mitgliedsſtärke— ihre Delegierten. Die Sängerkreisführung wird mit Sänger⸗ kreisführer Karl Hügel an der Spitze, an den feſtlichen Tagen teilnehmen. Eine reichhaltige Deranſtaltungsfolge Wie aus dem geſchmackvoll zuſammengeſtell⸗ ten Feſtbuch erſichtlich iſt, warten die Frei⸗ burger Sängervereine mit einer großen Ver⸗ Bodenseefischer bei der Arbeit anſtaltungsfolge auf. Das Chorkonzert am kommenden Samstagabend in der Kunſt⸗ und Feſthalle ſieht Werke lebender Komponiſten vor. Heinrich Zöllners Werk„Deutſchland in Ewigkeit“ wird uraufgeführt. Von dem 85jährigen, der in Leipzig geboren iſt und in Freiburg ſeinen Lebensabend verbringt, wer⸗ den weitere Chorkompoſitionen zu Gehör kom⸗ men. Von Julius Weismann, in Freiburg geboren und in Karlsruhe wohnend, kommen ausſchließlich Wanderlieder mit Klavierzwi⸗ ſchenſpiel zum Vortrag. Einen Schwarzwald⸗ komponiſt lernen wir in Albin Neininger aus Tannheim kennen; er lebt in Karlsruhe. Aus ſeinem Liederſchatz werden einige Schöpfungen die Feſtfolge bereichern. Franz Philipp, ein Freiburger, jetzt in Karlsruhe an der Muſik⸗ hochſchule tätig, iſt auch würdig vertreten. Es folgen noch zwei Uraufführungen: „Volk“ von Eberhard Ludwig Wittner aus Ais 5 — Zeichn.: Hajek-Halke Ciebespärchen im Wald belauſcht. Der falſche polizeibeamte wollte Mädchen feſtnehmen und erpreßte ſie (Eigenet Beflchfedes„Hokenkreozbonnetr“) tm. Karlsruhe, 24. Aug. Am 21. Juli unternahm die 25jährige Helene mit einem jungen Mann einen Spaziergang im Hardt) wald. Dabei kam es im Verlaufe einer harm⸗ loſen Tändelei zwiſchen den beiden jungen Leuten zu einem ſcherzhaften Ringkampf. Der Vorgang wurde von dem Zzjährigen verheira; teten Werner Morlock aus Karlsruhe⸗Dax · landen beobachtet, der mit dem Fahrrad, einer Decke und einem Feldſtecher durch den Hardt⸗ wald ſtrich und es darauf angelegt hatte, Lie⸗ bespärchen zu belauſchen. Dieſer Burſche verfolgte das Mädchen bis vor ihre Wohnung, wo er ſie anhielt nud ſich als„Beamter des Streifendienſtes des Amts⸗ gerichts im Hardtwald“ ausgab. Er behauptete, ſie habe ſich im Hardtwald in Aergernis er⸗ regender Weiſe benommen, woran eine Frau mit zwei Kindern Anſtoß genommen habe. Er ſei damit befaßt, Anzeige gegen ſie zu erſtat⸗ ten. Dann forderte der„Streifenbeamte“ 20 Deuiſchlands Schweinezüchter in Baden Cagung des RKeichsverbandes in Freiburg vom 11. bis 15. September Freiburg Brg., 25. Auguſt. Zum erſten Male ſeit dem Beſtehen des Reichsverbandes Deutſcher Schweinezüchter EV., Berlin, findet eine Reichstagung des Verbandes aufßerhalb der Reichshauptſtadt oder der Reichsbauernſtadt ist ein Delikatefkorb„e STE E 24 hinter der HMauptpest in geschmackvoller Ausführung von RM 10.- an 5 Bitte, verlangen Sie Speꝛz iallis ie/ Zuverlässiger Versand nach auswäris Goslar ſtatt und zwar in Baden, das ſich in den letzten Jahren durch ſeine hervorragenden Lei⸗ ſtungen und ſeine vorbildliche Arbeit an die Spitze deutſcher Leiſtungs⸗Schweinezucht ge⸗ ſtellt hat. Die Reichstagung des Reichsverbandes Deut⸗ ſcher Schweinezüchter findet in den Tagen vom 11. bis 13. September in Freiburg ſtatt unter dem Vorſitz des Reichsfachwarts für die deutſche Schweinezucht, Mahlkuch, Ber⸗ lin. Erwartet werden zu der Freiburger Ta⸗ gung, bei welcher der Reichsverband Badiſcher Schweinezüchter gaſigebender Verband iſt, Ver⸗ treter des Reichsernährungsminiſteriums, der Miniſterien des Reichsnährſtandes Berlin und der Landesbauernſchaft Baden, ferner die Lei⸗ ter der Deutſchen Tierzuchtinſtitute, ſowie die Vertreter ſämtlicher Deutſcher Schweinezucht⸗ verbände. Das Tagungsprogramm umfaßt ne⸗ ben internen Sitzungen und Fachvorträ⸗ en die Keih öffentliche Mitgliederverſamm⸗ ung des Reichsverbandes Deutſcher Schweine⸗ züchter, ſowie hochintereſſanten Beſichtigungs⸗ fahrten durch die verſchiedenen badiſchen Schweinezuchtgebiete. Als Abſchluß wird die Verfuchsanſtalt für Schweinemaſt in Forchheim bei Karlsruhe beſichtigt. Dertreter der Muſikhochſchule tagten * Titiſee, 24. Auguſt.(Eigener Bericht) Im NSD⸗Studentenbund zuſammengeſchloſ⸗ ſene Vertreter und Vertreterinnen der Muſik⸗ hochſchulen Großdeutſchlands und des Protek⸗ torats ſind in der Franz⸗Kaver⸗Schwarz⸗Ju⸗ gendherberge zu Gaſt. Die etwa 60 Teilnehmer umfaſſende Gruppe befaßt ſich in ihrer Ta⸗ gungsarbeit mit den Richtlinien für das neue Semeſter. Unter den Gäſten befindet ſich auch der Reichsmuſikreferent Rolf Schroth. Die Arbeitstagung hat u. a. auch die Aufgabe, die kulturpolitiſche Kundgebung des NSD⸗Studen⸗ tenbundes auf dem Reichsparteitag in Nürn⸗ berg vorzubereiten. verdächtige Kriminalbeamte Mark, die er angeblich der Frau geben wollte, um dieſe zu beſchwichtigen und zu veranlaſſen, von einer Anzeige abzuſehen. Das Mädchen gab ihm, verwirrt wie ſie war, die 20 Mark. Drei Tage ſpäter erſchien der „Streifenbeamte“ wieder bei dem Mädchen mit der Erklärung, ſie gebe ſich nicht zufrieden. Er habe ihr daher noch 30 Mark gegeben. Dabei zeigte er eine Quittung über 50 Mark vor, die angeblich von der Frau, die Aergernis genom⸗ men hatte, ausgeſtellt war. Das Mädchen, das ihm nicht traute, verſprach ihm, um ihn hin⸗ zuhalten, das Geld in Raten zu bezahlen. Der verſuchte dann noch, ihre Uhr als Pfand zu erhalten. Inzwiſchen erkundigte ſich Helene beim Amts⸗ gericht und zog einen richtigen Kriminalbeam⸗ ten zu Rate. Auf deſſen Vorſchlag beſtellte ſie den falſchen Beamten nach Dienſtſchluß aufs Arbeitsamt, um, wie ſie ihm ſagte, das Geld zu übergeben. Der falſche Beamte kam zu dem Treffpunkt, der richtige ebenfalls, und der falſche würde geſchnappt. In der vorhergehenden Nacht hatte er ein anderes Mädchen, die 21jährige Wilhelmine, beim Austauſch von Zärtlichkeiten mit einem jungen Manne auf dem Ludwigsplatz' beob⸗ achtet. Auch in dieſem Falle verfolgte er das Mädchen bis zur Baumeiſterſtraße, wo er ſie anhielt, und ihr erklärte, er müſſe ſie feſtneh⸗ men wegen unſittlichen Lebenswandels. Er gab ſich als Beamter der Sittenpolizei aus, fragte ſie aus über Beziehungen zu jungen Männern und ihre Arbeitsverhältniſſe. Als das Mädchen, dem der Beamte verdächtig vor⸗ kam, die Aüsſage verweigerte, forderte er ſie auf, zur Wache zu kommen. Als das Mädchen ſeinen Ausweis ſehen wollte, meinte er, den könne ſie auf dem Bezirksamt einſehen. Dann verſuchte er zärtlich zu werden und verſprach. ſie laufen zu laſſen, wenn ſie ihm einen Kuß gäbe. Das über dieſen merkwürdigen Polizei⸗ beamten erſtaunte Mädchen ſah einen gerade vorübergehenden Wachmann und wandte ſich an dieſen— da aber zog es der Pſeudobeamte vor, ſich ſchleunigſt aufs Rad zu ſchwingen und zu türmen Wegen Amtsanmaßung, Urkundenfälſchung und Erpreſſung ſtand nun der angebliche Streifenbeamte des Amtsgerichts vor dem Karlsruher Schöffengericht. Er iſt insgeſamt 15mal zumeiſt wegen Diebſtahls, aber auch einſchlägig, vorbeſtraft. Mit ſchwachem Erfolg verſucht er ſich dümmer hinzuſtellen als er iſt. Das Schöffengericht verurteilte den Angeklag⸗ ten, der im weſentlichen geſtändig war, wegen erſchwerter Urkundenfälſchung in Tateinheit mit Erpreſſung und Amtsanmaßung zu einer Gefängnisſtrafe von einem Jahre und ſechs Monaten. Auf dieſe Strafe wurden drei Wochen Unterſuchungshaft angerechnet. Freiburg, im Oberried tätig, und„Erntedank⸗ lied der Deutſchen“ von dem Freiburger Kom⸗ poniſt Fritz Kölble, jetzt in Karlsruhe tätig. Die Chorleitung wird abwechſelnd von Kreis⸗ chormeiſter Ernſt Ketterer, Rich. Kniehl und Joſef Meybrunn übernommen. Gedenken— Behkenntnis Am Sonntagvormittag findet in der Kunſt⸗ und Feſthalle eine Feierſtunde ſtatt. Sie wird eingeleitet mit dem Gedenken an die Toten und hat Chorwerke von Wittner, Silcher, Burte und Spitta zur Folge. Die Ueberleitung zu der Bekenntnisfeier wird mit der Anſprache des ſtellv. Gauführers Prof. Dr. Münch(Bruch⸗ ſal) mit dem Thema„Die nationale Idee in den deutſchen Männerchören“ erfolgen. Es kom⸗ men dann weitere Chöre von Lißmann, Burte, Trunk und Knab zu Gehör. Leitung: Kreis⸗ chormeiſter Ernſt Ketterer. Daran anſchließend findet die geſchäftliche Tagung ſtatt, in der auch Bundesführer, Ober⸗ bürgermeiſter Meiſter(Herne) und der Kul⸗ turamtsgauleiter ſprechen wird. Höhepunkt der Cagung Den Höhepunkt des Sängergautages bildet die große öffentliche Liedkundgebung auf dem Münſterplatz. Es werden dort Sängerbundes⸗ führer, Oberbürgermeiſter Albert Meiſter ——— HENEERN·KMABEN BEE EIDUNO S. 1. 1. Mcirktecke und Sängergauführer Karl Schmitt das Wort zu richtungweiſenden Ausführungen er⸗ greifen. Ein Vertreter der Partei wird über die Bedeutung des Liedes im Dritten Reich ſpre⸗ chen. Ein Maſſenchor wird dieſe Liedbekenntnis⸗ ſtunde mit feſtlichen, vaterländiſchen Chören von Silcher und von Baußnern umrahmen. Ein Sommernachtsfeſt wird dieſen Tag feſt⸗ lich beſchließen. Kusklang bilden Rundfahrten Es werden Fahrten ins Schauinslan, (Feldbergfahrt) und an den Bodenſee Gelegen⸗ heit bieten, die Schönheiten unſerer engexen Heimat nicht nur im Volkslied, auch im land⸗ ſchaftlichen Blick aufzufangen. gu—. flus den nachborgebieten Jamilientragödie in Bad Homburg 1 Der Ehemann tot, die Frau ſchwer verletzt Bad Homburg v. d.., 25. Auguſt. In dem Hauſe Haingaſſe 27 ſpielte ſich in der Nacht zum Donnerstag eine furchtbare Tat ab, die in ihren Einzelheiten noch nicht geklärt iſt. In den frühen Morgenſtunden fand die Polizei die Eheleute Merkel in ihrer Wohnung blut⸗ überſtrömt auf. Der Mann, der ſchwere Ver⸗ letzungen aufwies, lag, nur mit dem Hemd be⸗ kleidet, in der Küche, mit dem Geſicht zum Bo. den; er war bereits tot. Die Frau fand man im Bette liegend vor. Auch ſie wies ſchwere Verletzungen auf. Nach ihren Angaben ſoll es ſich um ein Eiferſuchtsdrama handeln, bei dem der Mann die Frau zu erwürgen verſuchte. In ihrer Abwehr hat dann die Frau offenbar ihren Mann getötet und einen Selbſtmordverſuch be⸗ gangen. Zur Zeit iſt die Mordkommiſſion des Frankfurter Polizeipräſidiums noch mit der Vernehmung der Frau beſchäftigt. pferd vom Blitz erſchlagen Erbach(Odenwald), 25. Aug. Bei einem ſchweren Gewitter, das über den hinteren Odenwald niederging, traf ein Blitz im be⸗ nachbarten Dorf Erbach das heimkehrende Ge⸗ ſpann des Bauern Wilhelm Walter. Ein Pferd, ein junges, werwolles Tier, wurde auf R n 0 84e d 7„Hanika 23— nikotinarmen„Nanikata“ erhältliceh in Facuhgeschäftey der Stelle getötet, das andere erholte ſich nach kurzer Zeit wieder. Der Landarbeiter, der das Geſpann lenkte, wurde betäubt. Märkte Großmarktbericht Weinheim vom 24. Auguſt. Zwetſchgen 16—20, Pfirſiche 24—50, Aepfel 12 bis 32, Bohnen 12—44, Tomaten 20—30, Stan⸗ genbohnen 24—26, Buſchbohnen 16. Anfuhr 1200 Doppelzentner. Viele flüſſig, Thermo llettere, am eige nach, ar Qualen ten, daß * . 4 . 3 Sadism in einen der au wie alle lein auc leid, tei ich über Es iſt ſich das die Zeitu feindet, jemand mel, iſt 1 noch ehe druckt iſt. —— regen, ſtr. Zeitung L hält. Nun Exempel Erfahrung beſte Wet noch Waſſ nerlich un oder heiß greifen. 7 gegen die hat eben ſache merk. ausgepreßt Wen, d Aber das man muß lich an die der Artikel Noch ehe d bekom tungserfah werden ſch laden habe nein, das nahmen be Der Forellen 3 4 eeee ————— WIAAAAAAA 2m 3 e — mmunnnmn duguſt 1939 inger d„Erntedanb⸗ iburger Kom⸗ irlsruhe tätig. id von Kreis⸗ ich. Kniehl mmen. in der Kunſt⸗ att. Sie wird m die Toten Silcher, Burte leitung zu der Anſprache des ünch(Bruch⸗ male Idee in lgen. Es kom⸗ mann, Burte, itung: Kreis⸗ e geſchäftliche führer, Ober⸗ und der Kul⸗ mtages bildet ung auf dem zängerbundes⸗ ert Meiſter chmitt das führungen er⸗ wird über die n Reich ſpre⸗ iedbekenntnis⸗ ſchen Chören n umrahmen. ſen Tag feſt⸗ ſt Schauinslan ꝛnſee Gelegen⸗ ſerer engeren auch im land⸗ gu—. bieten Homburg wer verletzt „ Auguſt. In hin der Nacht e Tat ab, die geklärt iſt. In 5 die Polizei zohnung blut⸗ ſchwere Ver⸗ dem Hemd be⸗ ſicht zum Bo⸗ au fand man wies ſchwere igaben ſoll es ideln, bei dem verſuchte. In offenbar ihren ordverſuch be⸗ ömmiſſion des noch mit der agen J. Bei einem den hinteren Blitz im be⸗ nkehrende Ge⸗ Walter, Ein er, wurde auf lane näften holte ſich nach ſeiter, der das m 24. Auguſt. 50, Aepfel 12 20—30, Stan⸗ 16. Anfuhr wume, „Bakenßreuzbanner“ Groß-Mannheim Freitag, 25. Auguſt 1939 On, dieoe ſtitʒol Viele werden meinen, es ſei doch völlig über⸗ flüſſig, über Hitze zu ſchreiben. Wenn das Thermometer erſt auf dreißig und mehr Grad klettere, dann ſpüre man das deutlich genug am eigenen Leibe und habe kein Verlangen da⸗ nach, auch noch in der Zeitung von ſeinen Qualen zu leſen. Dem möchte ich entgegenhal⸗ ten, daß dieſe Zeilen über die Hitze nicht aus Sadismus geſchrieben werden. Ich ſitze nicht in einem Eisſchrank, ſondern bin ganz und gar der augenblicklichen Tropenluft ausgeliefert wie alle die anderen ſchweißtriefenden Menſch⸗ lein auch. Und gerade deshalb, teils aus Mit⸗ leid, teils aus Selbſterhaltungstrieb, ſchreibe ich über die Hitze. Es iſt nämlich eine uralte Erfahrung, daß ſich das Wetter im Augenblick ändert, wenn die Zeitung ſeine Beſtändigkeit preiſt oder an⸗ feindet, wie wir es hiermit tun. Schreibt da jemand über Sonnenſchein und blauen Him⸗ mel, iſt beſtimmt alles grau in grau verzogen, noch ehe das letzte Exemplar der Ausgabe ge⸗ druckt iſt. Aeußert ſich da jemand über Land⸗ dofſig frisch. — regen, ſtraft ein lachender Himmel gewiß die Zeitung Lügen, wenn ſie der Leſer in der Hand hält. Nun wollen wir doch mal die Probe aufs Exempel machen. Bewahrheitet ſich die alte Erfahrung nicht, daß Druckerſchwärze der beſte Wetterableiter iſt, ja, dann bleibt nur noch Waſſer, Flüſſigkeit in jeglicher Form, in⸗ nerlich und äußerlich. Sogar die Frage kalt oder heiß vermag in die Entſcheidung einzu⸗ greifen. Der Japaner ſchützt ſich bekanntlich gegen die Hitze durch— heiße Getränke. Es hat eben jeder ſein Rezept. In der Haupt⸗ ſache merken die Hausfrauen bei uns wohl an ausgepreßten Zitronen und leeren Himbeerſaft⸗ chen, daß es wieder einmal heiß herging. Aber das alles wird diesmal nicht nötig ſein, man muß dem Hitze⸗ und Durſtübel nur gründ⸗ lich an die Wurzel gehen. Das will beſagen, der Artikel wird Wirkung nicht verfehlen. Noch ehe du, lieber Leſer, dieſe Zeilen zu Ge⸗ bekommſt, wird nach hundertjähriger Zei⸗ tungserfahrung ein kühles Lüfichen wehen, werden ſchwarze Wolken ſich wohltuend ent⸗ laden haben. Ganz beſtimmt! Aber wetten— nein, das möchten wir doch nicht! Denn Aus⸗ nahmen beſtätigen bekanntlich die Regel. Der Forellenangler sucht sich gern stille Plätze in Wiesen und Wäldern. Sportfischer sind keine Eigenbrödler! Eine notwendice Aufklãrung, die nichts mit schuppigem, aalglatten Anglerlatein ꝛu tun hat Auf das große Mannheimer Sommerfeſt folgte Sarraſani. Aber auch dieſes Zirkus⸗ unternehmen hat kürzlich ſeine Zelte am Adolf⸗ Hitler⸗Ufer wieder abgebrochen. Und jent iſt man dort erneut mit dem Aufbau von Zelten und Ständen beſchäftigt: das große Mann ⸗ „heimer Fiſcherfeſt, das von der Inter ⸗ eſſengemeinſchaft Mannheimer Sportfiſcher aufgezogen und vom 26. bis 28. Auguſt dauern wird, ſoll alt und jung erfreuen. Bei dieſem Feſt werden wir— wie ſchon kurz berichtet— auch die Mannheimer Sport⸗ fiſcher beim Preisangeln beobachten können, wobei alle gefangenen Fiſche der Fiſchbraterei auf dem Feſtplatz zur Berfügung eſtellt wer⸗ den. Fünf Vereine werden das Preisfiſchen unter gleichlautenden Bedingungen im Neckar von der Feudenheimer Fähre bis zur Neckar⸗ ſpitze, im Rhein von der Silberpappel bis zur Rheinbrücke und im Floßhafen von der Floßſchleuſe bis zum Sandhofener Bad vornehmen. Wir ſind davon überzeugt, daß die Gefolgſchaft des Merkur alles daran fetzen wird, um ein anſehnliches Quantum auf den Feſtplatz zu bringen, damit auch der größte nach gebackenen Fiſchen geſtillt werden ann. Forellen- und Flußangler ſcher erſten Male wird das Mannheimer Fiſcherfeſt gemeinſchaftlich durchgeführt. iſt ſchon ein Beweis dafür, daß die Sport⸗ ſiſcher keine eigenbrödleriſchen Einzelgänger ſind, die nur ſtundenlang am Waſſer hocken können, das Korkhütchen auf den Wellen tan⸗ zen laſſen und keinen Menſchen um ſich haben wollen. So hat man ſie einſt in Witzblättern gezeigt, aber damit an ihrem eigenen Leben weit vorbeigegriffen. Die Angler ſind recht geſellige Leute,— das werden wir am Wochen⸗ ende auf dem Feſtplatz wieder feſtſtellen können. Das Fiſcherfeſt am Adolf⸗Hitler⸗Uufer uns heute Anlaß, einiges aus der Sportfiſche⸗ rei zu berichten. Wir haben mit dem be⸗ kannten Angler Franz Scheurer, der von Kindsbeinen an die Rute in den Händen hat und ſeinem„Sport“ mit Haut und Haaren ergeben iſt,— denn ſein Vater war ſchon ein roßer Angler vor dem Herrn— ein ſchönes Miauderſtindchen gehabt, wobei uns ſelbſt ein Licht über die Sportfiſcherei, ihren Zweck und ihre Schönheit aufging. Die Sportfiſcherei teilt ſich in zwei Gruppen: in. Forellenangler und in Flußangler. Die erſteren ſind hier ſeltener vertreten und betrei⸗ ben das Angeln aus reiner Liebhaberei. Trotz⸗ dem aber haben ſie dieſelbe wirtſchaftliche Be⸗ deutung wie die Flußangler, die wir jeden Tag Privataufnahmen(2) Das gibt Ein alter Sportangler am Rnein. am, Ahein⸗ und Neckarufer antreffen können. Mit ihnen wollen wir uns ein bißchen beſchäf⸗ tigen und gewiſſe Dinge, die jeden intereſſieren werden,„aus der Schüle plaudern“, Mannheim als Fiſchermetropole Zedem Mannheimer iſt bekannt, daß ſeine Vaterſtadt aus einem kleinen Fiſcherdorf ent⸗ tanden iſt. Berufsfiſcher haben in unſerem Aaume geſiedelt und die Fiſcherei mit primitiven Kaencene und im Rhein und Neckar betrieben, Im Notfalle werden ſie auch miteinfachen Hafelnußgerten in den Gewäſſern au Fiſchfang gezogen ſein. on den alten Huenfzſiſcherceſchnechtem Hm heute nur noch wenige— ungefähr ein utzend— in Mannheim anſäſſig. Wenn nicht der holländiſche Schokker— das iſt ein bemaſteter unförmiger iſcherkahn, mit dem heute unſere Fiſcher noch den Rhein befahren Zeingeführt worden wäre, wäre wahrſchein⸗ lich das Fiſchereigewerbe in' Mannheim reſtlos ausgeſtorben. Einſt haben die Mannheimer Fiſcher im unkorxigierten Rhein reiche Beute ——— ganze Fiſchſchwärme ſind damals tromaufwärts gewandert, beſonders Maifiſche hat es in Fülle gegeben. Auch der Lachs war hier kein ſeltener Burſche und wurde zur Wan⸗ derszeit in Maſſen gefangen. Die Sportfiſcher am Werk Die Entwicklung der Stadt, die Korrektur und Induſtrialiſierung unſerer beiden Flüſſe haben einen umwälzenden Wandel mitgebracht. Langſam iſt das Berufsfiſchergewerbe bei uns eingegangen. Aber die Mannheimer haben doch das Blut ihrer Vorväter; ſie lieben das Waſſer und alles, was ſich in ihm tummelt. Nicht weniger als tauſend Sportfiſcher ſind in Mannheim organiſatoriſch zuſammengeſchloſſen; im unterbadi⸗ ſchen Bezirk ſind es über zweitauſend! Gemein⸗ ſam mit den wenigen Berufsfiſchern bewirt⸗ ſchaften ſie die Gewäſſer. Welche Arten von Fiſchen gibt es nun in unſerer Gegend? Im Weichbild der Stadt wer⸗ den am meiſten Backfiſche aller Art, dann Aufn.: Erſch Retzlaff Hechte, Karpfen, Schleie und Aale gefangen. Das geht aber nicht ſo im Ang umdrehen, und es gehören alle fünf Sinne dazu. Das Angeln* vom Laienſtandpunkt ganz einfach aus, und mancher glaubt vielleicht, daß nichts anderes dazu gehöre als Ausdauer und ein ſtarker Arm, um die Rute ſtunden⸗ lang ins Waſſer halten zu können. Dieſe Mei⸗ nung iſt weit verbreitet, hat aber in keiner Weiſe feſten Boden unter den Füßen. Die Tä⸗ tigkeit der Angler ſieht ſich leichter an, als Fle in Wirklichkeit iſt. 0 Man darf das Angeln ruhig eine kleine Wif⸗ ſenſchaft nennen. Der Angler muß ſich richten nach den Wetter⸗ und Waſſerverhältniſſen, er muß die Fiſche kennen und ihre Lebensweiſe. Viele kleine Dinge müſſen berückſichtigt wer⸗ Ob wohl einer anbeißen wirdꝰ den, die von außen her gar nicht beobachtet und einbezogen werden können. Im Gegenſatz zum Jäger, der auf Kontrollgängen und auf dem Anſtand ſein Wild beobachten kann, iſt der Angler ganz auf ſein Gefühl geſtellt? denn er kann ja nicht ins Waſſer ſchauen Eine lang⸗ lährige Praxis iſt nötig, um„Petri Heill“ rufen zu können. Ein erfahrener Angler wird z. B. nie bei Oſtwind ans Waſſer gehen, weil ſich dies lalts/ Mannheĩmer fischerfest- 00 25.22. 28. August 1939 auf dem Platze am Adolf-Hitier-Ufer Bierzeli · Buchſische · Feuerwerłk · Vergnügungspark- Lampion- korso auf dem Vechur · Preisfischen · Angel- MWurtturnier ʒm Feotꝛelt —— des jnannlieimer Ficclerſeotes Auscschanle des otets heliebte. nnnnnmminummmmmmmnmuneeeeiee Pfiſterer-Bier! eeeeeeeeeeeeemnummumnmumummmmmmmmmmnmnnmmnmmmmmmmmmmmmmmmmnmnnmmnmmmmmmmmummmmmmmmummmummummmmmumnmmewmmummume ieiee „hakenkreuzbanner“ Freitag, 25. Auguſt 1959 eigentümlicher Weiſe ungünſtig auf das Beißen der Fiſche auswirkt. 3 4 Auch das Auskundſchaften des Standörtes der Fiſche iſt ein wichtiges Kapitel; denn der Fiſch hält ſich einmal im ſeichten und ein anderes Mal im tiefen Waſſer auf. Auch die Strömungsverhältniſſe und der Waſſercharak⸗ ter muß der Angler in Rechnung ſtellen. Schon aus dieſen Andeutungen kann man erſehen, daß zum Angeln nicht nur ein Ruck⸗ ſack gehört und eine Gerte, ſondern auch ein heller Kopf. Der Naturfreund unter der Gefolgſchaft des„Merkur“ begibt ſich gern ab⸗ ſeits der großen Waſſerſtraße, um die Fiſche in Bächen mit künſtlichem Köder zu erbeuten. Einem Raubfiſch werden blinkende Löffel, mit Die künstliche Fliege muß ran Angelhaken beſpickt, zum Zufaſſen angeboten, er ſchießt darauf zu und verfängt ſich in den Angeln. Auch mit künſtlichen Fliegen, die den lebendigen täuſchend nachgeahmt ſind, wird zum Fiſchfang ausgezogen. Vor allem die Fo⸗ rellenfiſcher angeln gern auf dieſe Weiſe. Seitdem die Sportfiſcher organiſatoriſch zu⸗ ſammengefaßt ſind, hat ihre Tätigkeit, die durch ſportliche und fiſchereirechtliche Geſetze über⸗ wacht wird, eine wirtſchaftliche Bedeutung. Wohl iſt es ihnen unterſagt, ihre Beute in den Handel zu bringen; da ſie aber ihre eigene Familie und die nähere Verwandtſchaft be⸗ liefern können, greifen ſie ſchon in die Ernäh⸗ rungsfrage ein. Das Reich fördert ihre Tätig⸗ keit; die badiſche Regierung— um im engen Rahmen zu bleiben— ließ und läßt an Weh⸗ ren ſogenannte Fiſchtreppen erſtellen mit einem Koſtenaufwand von 60 000 bis 100 000 Mark. Dieſe Treppen werden von den in der Laichzeit wandernden Fiſchen(hauptſächlich Lachſe und Aale) benutzt. Wenn wir nun am Fiſcherfeſt zwiſchen den Mannheimer Sportfiſchern ſitzen werden und uns in beſtem Anglerlatein ganz ſchuppige und nalglatte Dinge erzählen laſſen, ſo wiſſen wir, daß dieſe Männer nicht aus ſüßem Richtstun ſo gerne im und am Waſſer ſtehen„„„„—ff Mannheimer Zahlen ſprechen oo⁰ Bei der großen Dolkszählung hatten wir 285 801 Einwohner Die Statiſtiſchen Monatsberichte der Stadt Mannheim liegen jetzt für den Zeitraum April⸗Juni 1939 vor. Wir entnehmen daraus: In das Berichtsvierteljahr fällt die Durch⸗ führung der durch die Reichsgeſetze vom 4. Okt. 1937 und vom 6. Juli 1938 angeordneten allge⸗ meinen Volks⸗, Berufs⸗ und Be⸗ triebszählung. Dieſe ergab für Mann⸗ heim nach den vorläufigen Auszählungen eine ortsanweſende Bevölkerung von 283 801 Einwohnern. Bei der Zählung im Jahre 1933 ſind 273 609 ortsanweſende Perſonen ermittelt worden. Die Zunahme beträgt ſomit 10 192 Perſonen, das ſind 3,7 v. H. Rechtlich maß⸗ gebend, z. B. für das Problem des Finanzaus⸗ gleichs und andere wichtige Fragen der Wirt⸗ ſchafts⸗ und Sozialpolitik, iſt jedoch die Wohn⸗ bevölkerung. Die Zahl der Perſonen, welche am Ort ihren feſten Wohnſitz haben, er⸗ hält man, wenn man von der ortsanweſenden Bevölkerung die nur vorübergehend anweſen⸗ den Perſonen abzieht und die nur vorüber⸗ gehend abweſenden Perſonen dazuzählt. Im Jahre 1933 belief ſich die Wohnbevölkerung in Mannheim auf 275 162; die Wohnbevölkerung von 1939 kann erſt ſpäter feſtgeſtellt werden. Die mittlere Tagestemperatur lag im April mit 11,7 Grad weit über der vorjäh⸗ rigen, im Mai dagegen blieb ſie mit 12,6 Grad und ebenſo im Juni mit 18,8 Grad hinter jener zurück; der April war relativ warm, der Mai verhältnismäßig kalt. Die abſolut höchſte Tem⸗ peratur des Vierteljahres iſt am 7. Juni mit 32,0 Grad verzeichnet worden. Die Nieder⸗ ſchlagshöhe belief ſich im April auf 57,9 Millimeter, im Mai auf 44,5 Millimeter und im Juni auf 66,3 Millimeter, insgeſamt auf 168,7 Millimeter. Die Zahl der Eheſchließungen ſtellte ſich im April auf 319, im Mai auf 307 und im Juni auf 34; im Berichtsvierteljahr ſind 880 Ehen geſchloſſen worden, d. h. 55 oder 6,7 v. H. mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Lebend⸗ geborenen betrug im April 449, im Mai 480 und im Juni 471. Die Geſamtzahl bezif⸗ fert ſich auf 1400, das ſind 49 oder 3,6 v. H. mehr als im Vorjahr und 505 oder 56,1 v. H. mehr als im zweiten Vierteljahr 1933. Auch die Zahl der Sterb efälle iſt etwas geſtiegen; im April wurden 293, im Mai 252 und im Juni 255, alſo im Berichtsvierteljahr 800 Ster⸗ befälle gezählt. Die Auszählung nach dem Alter ergab, daß im Alter von unter 1 Jahr 91, von 1 bis 5 Jahren 24, von 6 bis 10 Jahren 4, von 11 bis 15 Fahren 8, von 16 bis 20 Jahren 13, von 21 bis 30 Jahren 28, von 31 bis 40 Jahren 42, von 41 bis 50 Jahren 65, von 51 bis 60 Jahren 129, von 61 bis 70 Jahren 191, von 71 und mehr Jahren 205 Perſonen geſtorben ſind. Nach den Todesurſachen entfielen von den 800 Sterbefällen 162 auf die Erkrankungen der Kreislauforgane, 112 auf Krebs, 76 auf Lungenentzündung und Grippe, 46 auf Tuber⸗ kuloſe, 34 auf angeborene Lebensſchwäche, 29 auf Verunglückung, 28 auf Gehirnſchlag, 25 auf Magen⸗ und Darmkatarrh, 24 auf Selbſtmord uſw. Auffallend iſt die erhebliche Zunahme der an Magen⸗ und Darmkatarrh geſtorbenen Säuglinge. Da die Zahl der Lebendgeborenen 1400(i. Vorj. 1351). die der Geſtorbenen 800 be⸗ trug, ergibt ſich eine natürliche Bevöl⸗ kerungszunahme im Berichtsvierteljahr um 600(576) gegenüber 319 im zweiten Vier⸗ telſahr 1933, das iſt eine Steigerung um 28¹ oder 88,1 v. H. Die Wirtſchaftszahlen zeigen, daß die Auf⸗ wärtsentwicklung weitere Fortſchritte gemacht hat. Der Mitgliederſtand der Kran- kenkaſſen hat abermals beträchtlich zuge⸗ nommen; er erhöhte ſich im April auf 116 150, im Mai auf 115 887 und im Juni auf 116 565. Gegenüber dem Januar 1933 iſt der Mitglieder⸗ ſtand um 38 158, d. h. um 48,7 vh. geſtiegen. Bei der Reichsbank bezifferte ſich der Ge⸗ ſchäftsumſatz im April auf 471 Mill. RM, im Mai auf 538 Mill. RM, im Juni auf 614 Mill. RM, insgeſamt auf 1623 Mill. RM, das ſind 233 Mill. RM oder 16,8 vH. mehr als im Vor⸗ jahr. Beim Leihamt hat ſich die Zahl der Pfänder erheblich verringert; ſie betrug im April 38 407, im Mai 39 580 und im Juni 42 961. Die Bautätigkeit war etwas lebhafter als im Vorjahr; insgeſamt ſind 304 Wohnun⸗ gen fertiggeſtellt worden, darunter 245 Klein⸗ wohnungen mit 1 bis 3 Zimmern. Der Wert der verkauften, vertauſchten und verſteigerten Grundſtücke hat ſich im Berichtsjahr auf 6,7 Millionen Mark gehoben. Die Waſſer⸗ förderung belief ſich auf 4,.87 Millionen Kubikmeter, die Gaserzeugung auf 12,54 Millionen Kubikmeter und der Strombezug auf 29,65 Millionen KWh. iot heute(oo? Freitag, 25. Auguſt Kleinkunſtbühne Libelle: Kabarett und Variete. Konzert: Plankenkaffee Koſſenhaſchen. Palaſtkaffee — Cafe Wien, Weinhaus Hütte, Grinzing⸗ ube. Tanz: 3 Holzkiſtl im Mannheimer Hof, Parkhotel, Eremitagebar in der Libelle, Waldparkreſtaurant am Stern, Palaſtkaffee Rheingold. Rundfunk⸗Programm Freitag, 25. Auguſt Reichsſender Stuttgart:.45 Morgenlied, Zeit, Wet⸗ ter;.00 Gymnaſtik;.30 Frühkonzert;.00, Nach⸗ richten;.00 Waſſerſtandsmeldungen, Wetterbericht: .10 Gymnaſtik;.30 Muſik am Morgen;.20 Für dich daheim; 11.30 Volksmuſik und Bauern⸗ kalender; 12.00 Mittagskonzert; 13.00 Nachrichten, Wetter; 13.15 Konzert; 14.00 Nachrichten; 14.10 Schallplatten; 16.00 Konzert; 17.00 Schallplatten; 18.00„Die Dorfmuſikanten ziehen auf“: 18.45 Aus Zeit und Leben; 19.00 Nach Feierabend; 19.45 Kurzberichte; 20.90 Nachrichten; 20.15 Fran⸗ zöfiſche Nachrichten; 20.30„Wenn einer keine Reiſe tut“; 21.15 Feſtkonzert; 22.00 Nachrichten, Wetter, Sport; 22.15 Franzöſiſche RNachrichten; 22.30 Muſik zur Nacht; 24.00—.00 Nachtmuſik. Deutſchlanpſender:.10 Kleine Melodie;.30 Früh⸗ konzert;.00 Nachrichten;.40 Kleine Turnſtunde: 10.00 Silberſegen des Meeres; 11.30 Dreißig bunte Minuten; 12.00 Mittagskonzert; 13.45 Nach⸗ richten; 14.00 Allerlei von zwei bis drei; 15.15 Schallplatten; 16.00 Konzert, dazwiſchen: Große Woche in Baden⸗Baden; 18.00 Klaſſiſche Meiſter; 18.30 Sonne, See und Erholung; 19.00 Deutſch⸗ landecho; 19.15 Auf gehts: 20.00 Nachrichten, Wet⸗ ter; 20.15 Helfende Hände— heilende Herzen; 20.45 Zauber der Stimme; 22.00 Nachrichten, Wet⸗ 22.20 Konzert; 23.00—24.00 Nacht⸗ muſik. Hilfsdienſtmädel ſtark gefragt Bei der Heirat gibt es 1o00 Mark nicht rückzahlbare Eheſtandsbeihilfe Wie bekannt, ſind in Baden in der Kranken⸗ und Wohlfahrtspflege rund 300 Mädel einge⸗ ſetzt. Das will nach dem erſt einjährigen Be⸗ ftehen des Frauenhilfsdienſtes ſchon etwas heißen. Dennoch werden ſtändig neue Kräfte benötigt. Wer will Hilfsdienſtmädel werden? Im folgenden die Bedingungen: Die Mädel verpflichten ſich für eine zwei⸗ jährige Dienſtzeit, während der ihnen natürlich auch Urlaub gewährt wird. Sie erhalten freie Koſt und Unterkunft. Die Arbeitskleidung wird ihnen geſtellt, ſowie Taſchengeld und Krankenverſicherung bezahlt. Jedem Frauen⸗ hilfsdienſtmädel, das ſich bewährt hat, wird der Weg zu weiterer Berufsausbildung durch Beratung, Empfehlung und Ausbildungsbei⸗ hilfen geebnet. Nach einer halbjährigen Dienſt⸗ zeit kann es in die ordentliche Ausbildung für den Beruf der Krankenſchweſter, Volkspflegerin oder Kindergärtnerin übernommen werden. Heiratet das Mädel nach Ableiſtung der vol⸗ len Dienſtzeit, ſo ſteht ihr eine nicht rückzahl⸗ bare Eheſtandsbeihilfe von 1000 Mark zu. Zieht man in Betracht, daß ein Mädel alles, was es im Hilfsdienſt lernt, für ſeine eigene Zu⸗ kunft als Frau und Mutter brauchen kann, ſo kann man nur ſagen: Es gibt kaum ein ebenſo dankbares Aufgabengebiet. Freiſtellen als Belohnung für ſtudentiſche Erntehelfer Unter den 46 000 ſtudentiſchen Erntehelfern, die ſich in dieſem Jahr freiwillig für die Ernte⸗ arbeiten zur Verfügung geſtellt hatten, waren auch zahlreiche Studenten, die ſich ſonſt in den Ferien ihren Unterhalt für das Semeſter durch Werkſtudium verdienen mußten. Auch die wirt⸗ ſchaftliche Notlage und die Gefahr, im Winter⸗ ſemeſter nicht weiterſtudieren zu können, konnte dieſe Männer nicht davon abhalten, unentgelt⸗ lich in der Erntehilfe mitzuarbeiten. Nunmehr haben ſich die Landkreiſe von Büt ow, Lauen⸗ burg, Rummelsburg und Stolpbereit⸗ erklärt, für die Studenten, die in ihrem Kreis in der Erntehilfe eingeſetzt waren, als Aner⸗ kennung für ihre Arbeit die Kolleggelder für ein Semeſter zu bezahlen. Dieſes Beiſpiel des Gaues Pommern wird auch von den Landkreiſen der übrigen Oſtgaue in ähnlicher Form übernommen werden. Das nächſte Standkonzert iſt am Sonntagvormittag am Waſſerturm Am nächſten Sonntag gibt das Muſiklorps II/IR 110 unter Leitung des Muſikkorpsführers Oberfeldwebel Kirchner in der Zeit von 11.30 1 Mann, der! akenk * 86 fortſe hu In dieſen Störung, al paziiät“ au⸗ ſchürze dbie Herzſtärkung führte eine Dame auf mit dem gl. „Immer 1 bie Kapazitä Weitergehen Türe angelar ſchweſter ein. Es ging d Ein Schiff komplizierte geweſen, de Maſchinenſch Aktenſeiten zwiſchen dieſ lichen Gang. Sogar mi bauer ſchien war der näch Plädoyers n ſogar noch de tagspauſe Landgericht von der Wa zeigte, flüch gleiten. Als tere Anweſer hier, der vor laſſen worde haupt nichts Zwiſchen 3 ſaß der Schi dieſer Zeuge unbeliebt ger er damals Waalhafen ii bis 12.30 Uhr am Waſſerturm ein Standkon⸗ zert. Dazu wurde folgende Spielfolge ſeſtgelegt:„Die Freundſchaftsflagge“(Marſch von Blon), Ouvertüre zur Oper„Der Barbier von Sevilla“(Roſſini), Fantaſie aus der Oper „Cavalleria Ruſticana(Mascagni), Potpourri aus der Operette„Die Fledermaus“(Strauß), „Tee bei Maikäfers“(Charakterſtück von Noach 1„Die Welt iſt ſo ſchön“(Marſch von Jün⸗ ger). Erſcheinungsweiſe: zweimal wöchentlich: Dienstag und Freitag in der Morgenausgabe Derſuchsfahrten auf der Rennſtrecke Hockenheim Die Rennſtrecke iſt ab 28. Auguſt 1939 bis 11. September 1939 für den geſamten Verkehr geſperrt. Außerdem ſind der Zufahrtsweg von der Stadt Hockenheim bis zur Rennſtrecke(Hei⸗ delberger Weg) vor ſeiner Einmün⸗ dung in die Alte Speyerer Straße und in den Oftersheimer Weg(Fuhr⸗ mannsweg), der Oftersheimer Weg (Fuhrmannsweg) an ſeiner Abzwei⸗ gung von der Reichsſtraße Nr. 291, die Alte Speyerer Straße an ihrer Abzweigung von der Reichsſtraße Nr. 291 ſowie ſämtliche von außen in die Rennbahn einmündenden Waldwege vor ihrer Einmündung in die Rennbahn geſperrt. Mannheim, den 22. Auguſt 1939. Der Landrat Abt. /½46. Mannheim Konkursverfahren über das Vermögen der Firma Hen⸗ ninger Co., Geſellſchaft für Wärme⸗, Kälte⸗ und Schalliſolierung mit beſchränkter Haftung in Mann⸗ heim, M 2, 17— Geſchäftsführer Kaufmann Karl Evelt, Mannheim, M 2, 17, iſt Termin zur Prüfung der nachträglich angemeldeten Forderun⸗ gen auf Donnerstag, den 7 Sep⸗ iember 1959, vormittags 10 Uhr, In dem Saal in, Raum 213, im 2. Stock be⸗ ſtimmt. Männheim, den 19. Auguſt 1939. Amtsgericht BG. 5. Neulußheim Heinhaltung der Straßenrinnen und Gehwege In letzter Zeit wurde die Wahr⸗ nehmung gemacht, daß die Reinhal⸗ tung der Straßenrinnen und Geh⸗ wege nicht mit der notwendigen Sorgfalt bedacht wird, ſo daß es auch von der Einwohnerſchaft und Nach⸗ barn zu Beſchwerden Anlaß gab. Ich bringe deshalb die Beſtimmun⸗ gen der Landesbauordnung und die bezirkspolizeiliche Vorſchrift„Die Sicherung der öffentlichen Geſundheit und Reinlichkeit“ in Erinnerung: 1. Das häusliche und gewerbliche Abwaffer aus den Gebäuden, und Baugrundſtücken iſt, falls zur Abfüh⸗ rung des Abwaſſers unterirdiſche Kanäle vorhanden ſind, in dieſe ein⸗ zuleiten. In die Straßenrinne darf diefes Abwaſſer nur eingeleitet wer⸗ den, wenn keine unterirdiſchen Ka⸗ näle vorhanden und die Rinnen zur unſchädlichen Abführung des Ab⸗ waſſers geeignet ſind. 2. Abwaſſer, das geſundheitsſchäd⸗ liche oder ſonſt gefahrbringende Stoffe mit ſich führt, durch ſeine Aus⸗ dünſtung beläſtigt, oder die Geſund⸗ heit ſchädigt, oder durch ſein Aus⸗ ſehen Ekel erregt, darf nicht in die Straßenrinne, ſondern muß unter⸗ ſrdiſch in gut eingerichteten Kanälen abgeleitet oder auf andere angemeſ⸗ ſene Weiſe ohne Beläſtigung oder Be⸗ nachteiligung der Nachbarn oder der Einwohnerſchaft beſeitigt werden. 3. Die Straßenrinnen nebſt den Abkaufrinnen der Häuſer ſind durch reichliches Abgießen von Waſſer ab⸗ zuſpülen. Das Hineinkehren von Schlamm, Kehricht und dergleichen in die Straße oder in die Straßenſenk⸗ käſten iſt verboten. 1. Die Reinigung der Straßen, Rinnen und Gehwege hat jeweils mittwochs und ſamstags zu erfolgen. Fällt der Kehrtag auf einen Feiertag, ſo iſt die Reinigung am vorhergehen⸗ den Werktag vorzunehmen. Neulußheim, den 22. Auguſt 1939. Der Bürgermeiſter. Grogsachsen Kilkloffelkäfer⸗Zuchdienſt Heute(Freitag) abend, Punkt 18.30 Uhr, haben die zur 2. Abteilung ein⸗ geteilten Einwohner zwecks Durch⸗ führung einer Suchaktion am Rat⸗ haus anzutreten. Derſicherungsyflicht der Tabakarbeiter Die Tabakpflanzer werden darauf aufmerkſam gemacht, daß die bei der Tabakernte beſchäftigten männlichen und weiblichen Arbeitsträfte(Ein⸗ näherinnen uſw. krankenverſicherungs⸗ pflichtig ſind. Die Anmeldung zur Krankenkaſſe hat rechtzeitig zu er⸗ folgen. Großſachſen, 24. Auguſt 1939. Der Bürgermeiſter: (gez.) Blasauf. Gefunden! Am J. April: 1 Ehering Geichen: H. K. 1920); am 12. April: 1 Taſchen⸗ meſſer; am 12. April: 1 Damenpelz: am 14. April:.— RM.; am 2. Mai: 1 Geldbeutel mit Inhalt; am 7. Juni: 1 Herrenweſte mit Taſchenuhr; am 14. Juni:.— RM.; am Auauſt: 1 Taſchenuhr Abzuholen im Rathlus. Großſachſen, 23. Auguſt 1939. Der Bürgermeiſter: Blasauf. Heddesheim Hemsbach Darmstadt 14 Käloffelüfer⸗suchdienſt in der Gemeinde Heddesheim Der nächſte Suchdienſt findet am Samstag, den 26. Auguſt, um 18 Uhr 4—5 Es' hat die Kolonne B zu ſu⸗ en. toffelkäfer in Deutſchland ſich weiter verbreiten darf, muß die Suchaktion auf das genaueſten, durchgeführt werden. Den Kolonnen⸗ und Gruppenfüh⸗ zern iſt unbedingt Folge zu leiſten. Des weiteren wird darauf hingewie⸗ ſſen, daß in letzter Zeit an den Such⸗ teilen die Obſtbäume ſchwer digt wurden. Des weiteren iſt das Fuütterholen auf fremden Grund⸗ ſtücken grundſätzlich verboten. Neben den Feldhütern ſind die Gruppen⸗ und Kolonnenführer angewieſen, die betreffenden Perſonen zur Anzeige zu bringen. Heddesheim, den 24. Auguſt 1939. Der Bürgermeiſter: gez. Matt. Derſteigerung des Obſterträgniſſes der Gemeindebäume Am Samstag, 26. Auguſt d.., nachmittags 4 Uhr, verſteigert die Gemeinde das Obſterträgnis der Ge⸗ meindebäume. Es kommen nur 19.J Zwetſchgen zur Verſteigerung. Treff⸗ſſch punkt an der Fohlenweide um 4 Uhr. Heddesheim, den 24. Auguſt 1939. Der Bürgermeiſter: gez. Matt. Da auf keinen Fall der Kar⸗ tagen in verſchiedenen n beſchä⸗ mülterberalungsſunde Am Dienstag, den 29. d.., nach⸗ mittags von 4 bis 5 Uhr, findet bei Herrn Dr. Langenbach, hier, die Mütterberatungsſtunde ſtatt. Hemsbach, den 23. Auguſt 1939. Der Bürgermeiſter: Ehret. Viernheim Ehtenkreuz der deulſchen müller Sämtliche kinderreichen Mütter, die es ſeither unterlaſſen haben, meinen Aufforderungen zur Antragſtellung eines Ehrenkreuzes nachzukommen, erſuche ich letztmals und dringend, am Montag, den 28. Auguſt 1939 auf dem Rathaus(Zimmer 7, 13, 14. 16, 17 und 18) einen Antrag auf Ver⸗ leihung eines Ehrenkreuzes zu ſtellen. Die zu Beleihenden ſollen nach Möglichkeit ſel bſt erſcheinen. Es find folgende Angaben erforderlich: Mutter und des Ehemannes und evtl. Todestag des letzteren, Name, Geburtstag und ⸗ort, Wohnung und Beruf ſämtlicher Kinder. Dieſe Angaben werden am heſten on zu Hauſe auf einem Zettel notiert, der vorgelegt wird. Viernheim, den 22. Auguſt 1939. Name, Geburtstag, Geburtsort derf Leilſeibbeminguna ziernhein hier: Wahl des Vorſtandes der Teilnehmergemeinſchaft Auf Grund des s 27 der Reichs, umlegungsordnung gebe ich bekannt, . daß die Wahl von zwei Mitgliedern des Vorſtandes der Teilnehmer⸗ gemeinſchaft nebſt zwei Stell⸗ vertretern am Donnerstag, 31. Auguſt 1939 vormittags von.30 bis 9 Uhr lim Rathaus zu Viernheim ſtattfindet. Die Wahl erfolgt auf Vorſchlag des Kreisbauernführers. Jeder beteiligte Grundeigentümer hat eine Stimme, auch wenn er mehrfach bevollmäch⸗ tigt iſt. Kommt eine gültige Wahl nicht zu⸗ ſtande, ſo werden die Mitglieder des Vorſtands von Amts wegen beſtellt, noch kaum ein Darmſtadt, den 16. Auguſt 1939. Feldbereinigungsamt Darmſtadt 4 3 2 ten, äußerſt ſe i..:(gez.) Planz, Vermeſſungsrat, herlangen Sie in allen Goꝛtꝛtdtten do: ſlalcenlereiæbannet Der Bürgermeiſter. 4 ſich. lonnte er nie angeben. De längere Brar halten und d benden Fiake aber war es Umſtänden a ſuchte: Erört eſſenfragen de dieſem Betru er vorhin e bänken zufäll ſellſchaftlich fl ter entdeckt ha Vorſatz zu b Der Vorſit lungspauſe, d über den ſchn Vernehmung gönnt hatte, 1 lehnigen Seſſ mit alſo ſage in jener Nac und kopflos meinten, weg in Rotterdam wortlich gem⸗ aber Sie doch rich, daß die laden war. mann damals haben Sie da⸗ „Rein!“ ſag „Ich be Emmerich ja Raum 9 hatt Räume ganz noch lange ni⸗ eben, es ging ab.“ Der Matrof ſeiner Maxe ſeinem ſchnit dünnen, golde Er hatte dan einiges auszu nun auich äuß „Der ganze Anna⸗Marie' glückt“, belehr gen.„Die An wartet, daß d erreichen wür wie wir von gut unter Zoll gemacht werde nahmefall an: leere Raum vi den, dann n ſchon da, in Allerdings hät zu befürchten war die Ann⸗ Ganze konnte lüſſigteit hinge muguft 1959 (%e Varieté. „ Palaſtkafſee ütte, Grinzing⸗ hof, Parkhotel, dparkreſtaurant im ied, Zeit, Wet⸗ ert;.00. Nach⸗ „Wetterbericht; Morgen;.20 und Bauern⸗ 00 Nachrichten, hrichten; 14.10 Schallplatten; auf“; 18.45 ch Feierabend: 1; 20.15 Fran⸗ ner keine Reiſe richten, Wetter, richten; 22.30 tmuſik. ie;.30 Früh⸗ ne Turnſtunde: 11.30 Dreißig rt; 13.45 Nach⸗ is drei; 15.15 wiſchen: Große iſſiſche Meiſter; 19.00 Deutſch⸗ achrichten, Wet⸗ ilende Herzen; achrichten, Wet⸗ —24.00 Nacht⸗ es aing dem Onde zu. agt jilfe hatten, waren ſonſt in den zemeſter durch Auch die wirt⸗ r, im Winter⸗ önnen, konnte benkreuzbanner“ Freitag, 25. Auguſt 1939 3 36 Fortſetzung In dieſem Augenblick gab es erneut eine Störung, aber eine heftigere diesmal. Ein Mann, der deutlich nach Arzt, ſogar nach„Ka⸗ paziiät“ ausſah, riß mit wehender Aermel⸗ ſchürze vie Tür auf.„Beſuch—? Alſo kein Herzſtärkungsmittel heute!“ ſchnappte er, voll⸗ führte eine ironiſche Kopſperbeugung vor der Dame auf der Seſſellehne und zog die Tür mit dem gleichen Schwung wieder zu. „Immer dieſe Privawatienten!“ ſchmettert⸗ bdie Kapazität braußen auf dem Säulengang im Weitergehen und nahm, bereits an der nächſten Türe angelangt, der ihn begleitenden Stations⸗ ſchweſter eine Serüle aus der Hand Ein Schiff war falſch bekaden worden. Eine komplizierte amtliche Prozedur war notwendig geweſen, den Tatbeſtand in wohlgelüfteter Maſchinenſchrift auf einige hundert paginierte Aktenſeiten zu bannen. Aber nun lief alles pwiſchen dieſen glatten Zeilen ſeinen ordent⸗ lichen Gang. Sogar mit der vorgeſehenen Verhandungs⸗ bauer ſchien man auszukommen. Für 4 Uhr Plädoyers nicht ins Uferloſe gerieten, vielleicht fogar noch dazwiſchen eine knappe Stunde Mit⸗ tagspauſe. Landgerichtsdirektor Freimarck ließ den Blick ron der Wanduhr, vie ein Viertel nach eins jeigte, flüchtig über die Zeugenbank hin ⸗ gleiten. Als Beamter mißbilligte er die wei⸗ ſere Anweſenheit des Zollſekretärs Quinck en, unentgel- bier, der vor dreiviertel Stunden bereits ent⸗ ſen. Nunmehr o w, Lauen⸗ 5 tolp bereit⸗ ihrem Kreis en, als Aner⸗ lleggelder für ömmern wird rigen Oſtgaue werden. nzert Waſſerturm 38 Muſikkorps kkorpsführers Zeit von 11.30 in Standkon⸗ zpielfolge gge“(Marſch „Der Barbier aus der Oper ), Potpourri us“(Strauß), ück von Noackh) rſch von Jün⸗ ing viemhein Vorſtandes der emeinſchaft s 27 der Reichs⸗ gebe ich bekannt, zwei Mitgliedern der Teilnehmer⸗ Stell⸗ t zwei 31. Auguft 1939 .30 bis 9 Uhr rnheim ſtattfindet. auf Vorſchlag des Jeder beteiligte hat eine Stimme, hrfach bevollmäch⸗ ige Wahl nicht zu⸗ 1 zie Mitglieder des its wegen beſtellt. 6. Auguſt 1939. zamt Darmſtadt „Vermeſſungsrat, laſſen worden war und dienſtlich nun über⸗ haupt nichts mehr im Saal zu ſuchen hatte. Zwiſchen Kapitän Scholl und ſeiner Fran ſaß der Schiffer Kamp aus Neuwied. Auch dieſer Zeuge hatte ſich vorhin beim Gericht unbeliebt gemacht. Außer der Tatſache, daß er damals unweit der„Anna⸗Marie“ im Vaalhafen in Rotterdam gerade Kali löͤſchte, lonnte er nicht das geringſte zur Sache ſelbſt angeben. Dafür jedoch hatte er eine um ſo längere Brandrede gegen die Reedereien ge⸗ halten und die Partikuliere als„die ausſter⸗ benden Fiaker auf den Rhein“ bezeichnet. Das aber war es gerade, was Freimarck unter allen Umſtänden aus dieſem Prozeß fernzuhalten ſuchte: Erörterungen über allgemeine Inter⸗ Reſſenfragen der Binnenſchiffahrt, die nichts mit dieſem Betrugsfall, zu tun hatten. Auch, daß er vorhin etwas abſeits in den Zuſchauer⸗ bänken zufällig Herrn DeWendel, den er ge⸗ fellſchaftlich flüchtig kannte, als ſtillen Beobach⸗ ter entdeckt hatte, vermochte ihn nicht in dieſem Vorſatz zu beirren. Der Vorſitzende beendet die kleine Erho⸗ lungspauſe, die er ſich mit dieſem Rundblick über den ſchweigenden Saal— mitten in der Vernehmung des Matroſen Gutekunſt— ge⸗ gönnt hatte, und kam wieder aus ſeinem hoch⸗ lehnigen Seſſel nach vorne:„Sie wollen da⸗ mit alſo ſagen, Zeuge, daß Sie nur deshalb in jener Nacht am Fährdamm ſo panikartig und kopflos davongelaufen ſind, meinten, wegen Ihrer Trinkerei beim Laden in Rotterdam für das Unglück allein verant⸗ wortlich gemacht zu werden. Nun wußten aber Sie doch als einziger bereits ſeit Emme⸗ rich, daß die„Anna⸗Marie' nicht richtig be⸗ laden war. Warum haben Sie den Steuer⸗ mann damals nicht ſofort unterrichtet? Oder haben Sie das vielleicht getan?“ „Rein!“ ſagte Gutekunſt heiſer und räuſperte ſich.„Ich bemerkte bei der Zollöffnung in⸗ Emmerich ja nur, daß wir zuviel Säcke im RKaum 9 hatten. Daß die zwei mittleren RKäume ganz leer waren, konnte man deshalb nroch lange nicht wiſſen. Und dann dachte ich eben, es ginge bis Straßburg noch mal gut .“ Dier Matroſe Gutekunſt war unſtreitig ein feiner Maxe geweſen, als er hierherkam mit ſeinem ſchnittigen Schneideranzug und dem dbünnen, goldenen Armkettchen am Handgelenk. Er hatie dann aber während dieſes Verhörs einiges auszuſtehen gehabt und erſchien davon nun auch äußerlich ein bißchen mitgenommen. „Der ganze erklügelte Anſchlag auf, die Anna⸗Marie' wäre nämlich beinahe miß⸗ glückt“, belehrte Freimarck ſeine Richterkolle⸗ gen.„Die Angeklagte hatte natürlich nicht er⸗ wartet, daß das Schiff überhaupt die Grenze erreichen würde. Aber ſelbſt dann beſtand noch kaum eine Gefahr der Entdeckung, da es, wie wir von dem Zeugen Quinck vorhin hör⸗ ien, äußerſt ſelten vorkommt, daß bei Tranſit⸗ ut unter Zollverſchluß überhaupt Stichproben gemacht werden. Wäre aber in dieſem Aus⸗ nahmefall an der Grenze, ſtatt Raum neun, der 5 eere Raum vier entplombt und abgedeckt wor⸗ e den, dann wäre der heimtückiſche Anſchlag en don chon da, in Emmerich, herausgekommen. Allerdings hätte ſie dann ja auch wieder nichts u befürchten gehabt, denn zu dieſem Zeitpunkt war die„Anna⸗Marie' ja noch flott, und das Ganze konnte ohne weiteres als eine Fahr⸗ üſſigkeit hingeſtellt werden.“ war der nächſte Fall angeſetzt. Blieb, wenn die unterhaltung f E. O. SINGLE/ eonmedt öy catt puncher veriag beflia w 35 Rechtsanwalt Snickenſchmidt notierte ſich das Wort„Fahrläſſigkeit“ und unterſtrich es viermal. Darauf formte er in Gedanken fol⸗ genden Eckſatz für ſein Plädoyer: „Wenn Sie zu einer Verneinung des Vor⸗ ſatzes kommen, meine Herren, dann darf die Angeklagte auch niemals wegen Fahrläſſigkeit verurteilt werden, denn ſie iſt lediglich Schiffs⸗ eignerin, und nicht ihr, ſondern allein dem Steuermann oblag mithin die Sorgfaltspflicht für Schiff und Ladung. Etwas anderes iſt es natürlich bei der zivilrechtlichen Haftung, aber um dieſe geht es hier nicht...“ So klar alſo vermochte der alte, erfahrene Juriſt ſchon jetzt den Lauf der Dinge vorauszuſehen: Vor⸗ Der Heberstein mit Aussichtsturm(Riesenzebirre) Verie an Jaͤndomm ſatz oder Freiſpruch— darum würde es ſich in einer Stunde handeln! „Vielleicht ſagen Sie uns jetzt einmal, warum Sie gerade von Emmerich aus mit der Bahn nach Hauſe gefahren ſind, Angeklagte!“ Freimarck ſah zuerſt die Maria Jenſſen und dann den Staatsanwalt drüben beim Fenſter an. Es war jetzt nämlich ſo, daß auch er, der Vorſitzende, eine Beantwortung ſeiner Fragen nicht mehr erwartete. Der Blickwechſel mit dem Vertreter der Anklage war alſo nur ein kleines Ausrufezeichen hinter jeder aus⸗ bleibenden Erklärung. Ueberraſchenderweiſe aber gab ſie diesmal wieder Dr. Stuckenſchmidt ſtatt ihrer. Jedes⸗ 3 Foto: W. M. Schatz ſchierten? mal, wenn der Verteidiger auſſchoß, erwartett man einen neuen Zuſammenſtoß mit Frei⸗ marck, aber der erſte heftige von vorhin hatte ſich bis jetzt nicht wiederholt.„Der Steuer⸗ mann Maaß wird uns nachher bezeugen“, ſagte der Anwalt,„daß er es geweſen iſt, der die Angeklagte an jenem Abend auf einer Bank der Uferſtraße in Emmerich, und zwar in ſehr bedenklicher Gemütsverfaſſung und ganz energiſch aufforderte, nun endlich eine Zeitlang in Obewwpeſel auszuſpannen. Er war es alſo, der noch am gleichen Abend auf Abreiſe drang. Fräulein Jenſſen, früher ein friſcher, tatenfroher Menſch, hatte gerade in jenen Tagen einige ſchwere Schickſalsſchläge zu überſtehen. Ich erinnere nur an die Pfändung ihres Schiffes, obgleich das natürlich nicht die einzige Urſache ihrer Bedrücktheit geweſen war. Auf alle Fälle iſt es mehr als glaubhaft, daß die Angeklagte den Wunſch nach völliger Ruhe und Zurückgezogenheit hatte und deshalb dem guten Rat ihres väterlichen Freundes Maaß auch gefolgt iſt.“ Die Atmoſphäre im Saal hatte ſich verdickt, gleichſam vollgeſogen mit den Geſchehniſſen der verfloſſenen Stunden. Welcher Unterſchied gegen die kühle, unverbrauchte Leere zu Be⸗ ginn der Verhandlung! Was aber nur hielt die Zuſchauer dort hinten auf ihren harten, kahlen Holzbänken? Was verſtanden ſie von Tranſitgut, das plombiert ein fremdes Zoll⸗ hoheitsgebiet durchreiſte, von Stauplänen, die nicht ſtimmen, von Girokonnoſſementen, auf die jemand irgendwo auf einer Bank eine halbe Million ausbezahlt bekam, ohne daß der Empfänger ſeine Ware auch nur mit einem Auge geſehen hatte! Hier war kein Blut gefloſſen, nichts geſtohlen, nichts in Brand geſteckt wor⸗ den; trotzdem wurde dauernd von Zuchthaus geredet. Wie kam dieſe Flämin— niemand hielt ſonderbarerweiſe das junge, ſchöne Schif⸗ ferfräulein da vorn auf der Anklafſebank für, eine Deutſche— wie kam dieſes fremdartige Geſchöpf, für die weder das Gericht noch ſonſt wer im Saal anweſend zu ſein ſchien, auf das Armeſünderſtühlchen? Was waren das alles für Leute, die da als Zeugen anmar⸗ Wohnten die wirklich das ganze Jahr mit Kind und Kegel mit Klavieren und Kommoden auf dem offenen Rhein? (Fortſetzung ſolgt) Bowile in Nikolassee, Von Peter Marius Zell Das Haus ſteht in Nikolaſſee und die Tatſache feſt, daß ſich Peter ſchlecht benommen hatte. Lori ſchluchzte, weil der Glanz, der ihren Peter bis⸗ lang umſtrahlt hatte, verblichen war. Die Da⸗ emen ſchlugen nämlich ihre Hände über dem dauergewellten Kopf zuſaenmen und erhoben einſtimmig Proteſt untereinander. Man ſprach nur noch von dem unmöoͤglichen Peter. Die Herren hatten aber endlich die berüchtigte Kerbe gefunden, von der es heißt, daß alle gern mit hineinhauen, wenn ſie einmal da iſt. Da hieß es nun ſchon wochen⸗ ach was, monatelaaig, ſeitdem Peter neben Lori aufgetaucht war:„Das iſt der Mann, für den man ſich begeiſtern könnte!“, und was ſtellte ſich heraus, als man ihn auf den Präſentierteller zur Bowle mitſer⸗ vierte?! Er war ein ganz unmoraliſcher Menſch. Die Geſchichte war ſo gekommen. Frau Lena hatte ihren Maan gebeten, einen netten Abend mit aparten Gäſten zu veranſtalten. Wozu hat anan ein Kleio mit roten Tupfen, eine gläſerne Bowle mit roten Tupſen, Gläſer mit roten Tup⸗ ſen und eine Stehlampe mit rotgetupftem Schirm! Frau Lena bereitete alles herrlich vor. Es gab ſogar Butterbrote mit roten Tupfen; das waren die Tomaten. Es paßte alles herr⸗ lich, und man erwartete mit Recht einen ent⸗ zückeaiden Abend. Uebrigens, Peter war ja gar nicht eingeladen. Es ging nicht, weil Lori ihren Vater mitbringen wollte, mußte, durfte. Denn Peter war ja noch ein unbeſchriebenes Blatt Papier, der gewiſſermaßen erſt mit Bewährungs⸗ friſt für ſpätere Bindungen vorgeſehen war. Und Loris Vater duldete Peter nur mit einem feuchten und einem trockenen Auge; denn es ſieht dunkel um junge Leute aus, die nicht nur aus gegenwärtiger Verlegenheit, ſondern auch für alle Zukunft ſich den Beruf der freien Künſtler auserſehen haben. Und Peter war frei, erſtens als Künſtler, ſo daß es ihm und Lori lieber geweſen wäre, wenn er weniger frei geweſen wäre, und dann außerdem im Benehmen. Franu Lena hatte durch einige fröhlich in den Fernſprecher geſäuſelte Einladungen raſch ihre Gäſte zuſammenbekommen. Und dann war das Unglück geſchehen. Lori hatte plötzlich am glei⸗ chen Abend kurz vor Erſcheinen angefragt, ob ſie nicht den Peter mitbringen dürfſe. Der Vater hatte nämlich plitzplotz aus der Provinz Beſuch von einem Kollegen bekommen, der als Dozent an einer Univerſität hervorragende botaniſche Ealtdeckungen gezeitigt hatte. Mithin zog der alte Herr dieſe botaniſche Unterhaltung auf theoretiſchem Gebiet den praktiſchen Studien mit der Bowle vor, und Lori rief den Peter an: „Was machſt du denn heute abend?“ Peter, der ſich gewohnterweiſe auf ſeinem Eckſtammplatz einer weſtlichen Hauptſtraße befand, ſtammelte: „Ich anache bereits eine Flaſche leer, well ich ſoo traurig bin. Wieder ein Sonnabend oheie dich.“ —„Wenn du dich nett benimmſt, dann kommſt du heute abend mit. Du weißt, daß ich zur Bowle eingeladen bin, und Vater kann Kicht mitkommen. Was ſagſt du nun?“—„Noch eine Flaſche!“ ſagte Peter zum Ober und ſtrahlte durch das Telefon:„Holſt du mich hier ab?“— „Ich bin gleich da!“ Peter hatte noch gerade Zeit, die Enweckung zu machen, daß man eine Flaſche Wein ſowohl aus Kummer wie aus Freude trinken kann. Dann kam ſie. Süß ſah ſie aus. Peter zahlte, danei ging es nach bem kleinen, aber anſebn⸗ lichen Haus, das über dem Steingarten ichwebt und in deſſen einladender Halle ſich bereits die erſteir Gäſte um die Bowle konzentriert hatten. „Endlich bringen Sie den Peter mit!“ hieß es. Man wußte es ja, daß er derſenige war, der Lori mit unvergleichlicher Ausdauer den Hof machte, uend das haben Frauen immer gern. Männer ſollen ſich opfern. Peter war die vor⸗ nehme Zurückhaltung ſelbſt. Lori hatte ihm ge⸗ nau eingeimpft, daß er ſie weder durch Worte, Blicke oder Geſten kompromittieren dürfe Denn noch waren ſie ja wie zwei einander fremde Menſchen. Peter ſchwor ſich auch bei dem erſten Glas Bowle, die überaus herb und bekoöͤmmlich ſchmeckte, daß er ſich in keiner Weiſe allzuſehr an die Lori heranmachen würde. Beim dritten Glas der Bowle, die bereits unter dem nicht unbekannten Volkslied„Der Mai iſt gekommen!“ eingeläutet wurde, ergab es ſich ſo, daß Peters Hand auf der Rückwaed eines Sofſas ſich um Lori legte, und da er dies mit tödlichem Schrecken beenerkte,— alle Augen wanderten zu ſeinen herumlungernden Fingern —, ſuchte er den nächſten beſten Halt und fand ihn in der Geſtalt der hausfraulichen Bluſe. Peter ſeufzte erleichtert auf, daß er um die ge⸗ fährliche Klippe herumgeſchifft war. Immer⸗ hin ſchien der Hausherr nicht allzu begeiſtert von Peters Geiſtesgegenwart zu ſein. Nach ber fünften Leerung des rotbetupften Glaſes voll goldſchimmernden Inhalts ergab es ſich, daß die anderen Männer in ergebener Verzweiflung verſtummten, denn gegen Peters plötzlich er⸗ wachten Bierbaß, der ſämtliche Strophen des Mailiedes beherrſchte, war kein Waldmeiſter gewachſen. Die Unterhaltung war ſchier unmög⸗ lich geworden. Das war zu Anfang des Abends. Gegen Mitternacht ſchien es Peter, daß alle Hinderniſſe, die ſich zwiſchen ihn und Lori geſtellt hatten, be⸗ ſeitigt ſeien, und er umſchlang ſie beim Tanzen ſo feſt, daß ihn die junge Dame fragte„Tan⸗ zen Sie eigentlich mit jeder Dame, die Sie ken⸗ nealernen, gleich ſo intim?“ Peter entdeckte, daß es gar nicht Lori war und ſagte nur:„Gott ſei Dank! Faſt wäre es ſchief gegangen“, was die junge, ſchlanke Tänzerin ſich nicht ganz klar auszulegen vermochte. Dann aber ſetzte ſich Pe⸗ ter in eine Sofgecke ueid dachte nach, wie er Lori endgültig heimführen könne. Er war ge⸗⸗ rade dabei, Loris Vater eine energiſche Bewer⸗ bung zu dieſem Zwecke zu unterbreiten, da wurde er unſanft an der Schulter gerüttelt: „Aber Peter! Maa ſchläft doch nicht ein, wenn man irgendwo zum erſten Male eingeladen iſt.“ „Das ſtimmt!“ ſagte Peter, ſetzte ſich aufrecht und murmelte, er habe nur über etwas ſehr Dringliches nachdenken müſſen und eilte hinaus. Als man ihn länger als gebührlich vermitzte, kam die Dame, die ihn holen wollte, mit aufge⸗ löͤſten Haaren und gefaßter Miene zurück. Peter wollte im Garten bleiben. Des Reſtes der Bowle, den er ſich nahm, erinnerte er nicht mehr. — Als er dann am nächſten Morgen, wie ini⸗ mer, vergnügt, trotz leichter bowliſcher Benom⸗ menheit, bei Lori anrief, mußte er den Hörer einen Meter vom Kopf entfernt halten, um ſich nicht zu verletzen. Unter den zarteſten Beleumdungen fanden ſich: Don Juan, Caſanova, Boccaccio, Auguſt (nicht der Starke, was auch gepaßt hätte, ſon⸗ dern mehr im Sinne von Hanswurſt). Peter hatte ein reines Gewiſſen:„Ich habe mir die größte Mühe gegeben, daß kein Menſch merken ſollte, wie gern ich bich eigentlich habe. Hat man es nun doch gemerkt?“—„Nein!“ ſchrie Lori wütend in den Apparat,„und es wird auch in Zukunft niemals jemand merken!“ Dann wollte ſie ein⸗ und Peter ſich aufhängen. Aber Loris Vater verhinderte es. Er nahm den Hörer:„Junger Mann! Meine Tochter hat mir denſelben Krach gemacht, als ich von der Sitzung mit meinem Kollegen etwas angebläut nach Hauſe kam. Es würde mich freuen, wenn Sie mich recht bald von aneiner Tochter befreien würden. Sie ſind mir ganz bedeutend ſympa⸗ thiſcher geworden.“ Und ſo geſchah es. Ketzerische Gedanken über die Kriegsgeschichtsschreibung Manche Leute, die es gewohnt ſind, Kriege nach ihrem Abſchluß nur nach ſeinen tatſächli⸗ chen Geſchehniſſen und Ergebniſſen zu beurtei⸗ len, verfallen leicht in den Fehler einer Ur⸗ teilsfällung am grünen Tiſch. Dieſe Urteile müſſen natürlich vor allem die Menſchen er⸗ bittern, die in entſcheidender Stunde auf dem Schlachtfeld durch eine urplötzlich und unvor⸗ hergeſehene Bewegung des Gegners gezwun⸗ gen waren, ihre augenblickliche Taktik zu än⸗ dern, wenn ſie nicht vom Feind überrumpelt werden wollten. In dieſen wenigen Minuten entſcheidet ſich oft das Schickſal einer Schlacht und der Feldherr, der das Kommando zur Tak⸗ tikänderung—— muß in dieſen knappen Mi⸗ nuten eine Verantwortung auf ſich laden, die ihm ſchwer auf den Schultern drückt. Es iſt be⸗ greiflich, daß ein ſolcher Offizier den Urteilen nicht ſeine Zuſtimmung geben kann, die nach gründlicher Ueberlegung im ruhigen Studier⸗ zimmer über ſeine Tat gefällt werden. Dieſe Ungerechtigkeit— wenn man dieſes Urteil überhaupt ſo empfinden ſoll— hat General⸗ leutnant Marx bewogen, ein kleines Büchlein über dieſes Syſtem zu ſchreiben, das er„Wert⸗ leiſtung und Werturteil“ nennt. Das Buch iſt erſchienen im Ludwig⸗Voggenreither⸗Verlag, Potsdam, in Ganzleinen 2,40 RM und enthäͤlt wirklich das, was auch der Verfaſſer in ſeinem Untertitel behauptet, nämlich recht ketzeriſche Gedanken über die Weltkriegsgeſchichtsſchrei⸗ bung, die ihrer reichlich angezogenen Beiſ wegen recht intereſſant zu leſen ſind. Dr. W. Kicherer. fand —————————————————————————————— —»»———————— —— Die glückliche Gebuft eines gesunden Töchterchens seben in dankberer Freude belkonnt val ANNELIESF SCHWEIGHAED seb nen- F N2Z SCHV/FGHAQD eickbehibsüssbes Oldenburg i.., den 22. August 1959 Gotenstroße 15 6058B* 4 IHRE VERAHAHLUNG GEBENBEEKANNI WILHELNI BRECHI GlSELA BRECHI geb. Loeven-Geisel Mannheim, den 25. August 1939 Haul-Merfin-Ufer 22 2. Zt. Bad Gaslein benke, glůnzendi immer, wenn idi mũde u. abgespanſi bin, nehmo ich KOBONA. Das schmeckt gui und wirkt fabelhaft. Ein Versuch wirc auch Sie überzeugen. Keobons. in Apotheken und Dtogerien 90 Pfennis 1511 Nach langem, schwerem Leiden ist unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante, Frau Treda Hochenburger geh. Beckert im 57. Lebensiahr sanft entschlafen. Mannheim(Schanzenstr.), den 24. Aug. 1939. 0 Die trauernden Geschwister Die Feuerbestattung findet am 26. Augus t. 1030 um 12 Uhr statt.(69918) Heute früh um 49 Uhr starb unerwartet rasch nach kurzem, schwerem Leiden mein lieber Mann, unser guter Grogvater. Herr phinpp Haußb Mannheim, den 24. August 1939. Intiefer Trauerz Frau Mina Haufß Faminle Ladner und Enkel Die Feuerbestattung findet am Samstag, 26, Aug. um 12 Uhr statt.(70165) Iodesanzeige Heute früh um 8 Uhr entschlief nach langem Lei- den unsere Mutter, Schwiegermutter, Grohmutter, VUr- großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante, Frau ina Lipp wue. zeb. Beckert im Alter von 78 Jahren. Mannheim, den 24. August 1939. Die trauernden Hinterbliebenen: Peter Weiß und Frau Anna, gzeb. Lipp und Angehörige Die Beerdigung fündet am Samstag, den 26. August 1939, nachmittags.30 Uhr, von der Leichenhalle aus statt.(163246V) 9 33. Zu hab. in all. Zu hab. in all. Sommersprossen Leberilecke, Mitesser u. Hauturteinig- ke ten. Besondeis verstärkt RM.— Bahnhol-Apotheke, L I2, 6 Engel-Apotheke, Am Meßplatz Löwen-Apotheke, E 2, 16 D 33 ⸗ Aalönheitswasser das ideale Mittel zur Erhaltung und Wiederherstellung der natürlichen Frische u. Zartheit der Haut RM.30 Bahnhof-Apotheke, L 12, 6 Engel-Apotheke, Am Meßplatz — löwen-Apotlieke, E 2, 16 5 bheseitigt mit ver⸗ blüftender Sicherheit Apothek., bestimmt in. Apothek., bestimmt in: Büro · und Klein- Schreibmaschinen Zu besichtigen im OLVMPIA-LAVDUEN NMannhelim P 4, 13— Anruf 287 23 — Sowie Schlaf- und Herren- auch vViele IEinzel- möbel immer preiswert bei F 1, 9 khestandsdarl. zimmer Zimmer Küchen Friedrich Efbeemfianzen verſchied. bewährt. 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Das Oberkommando der Wehrmacht hat im Einvernehmen mit dem Reichsminiſter des Innern beſtimmt, daß zur Aushebung 1939 folgende Dienſtpflichtigen herangezogen werden: 1. Die Erſatzreſerviſten 1 der Geburtsjahr⸗ gänge 1914 bis 1916(tauglich), des Geburts⸗ jahrgangs 1917(tauglich und bedingt taug⸗ lich), über die bei oder nach der Aushebung 1938 der Entſcheid:„Geſtellung zur Aus⸗ hebung 1939“ getroffen worden iſt. „Die Erſatzreſerviſten der Geburtsjahrgänge 1918 und 1919(tauglich und bedingt taug⸗ lich), letztere, die vom 1. 1. 1919 bis ein⸗ ſchließlich 31. 8. 1919 geboren ſind, ſoweit ſie ihre Arbeitsdienſtpflicht bis 1. 10. 1939 er⸗ füllt haben. 3. Dienſtpflichtige, die ehemalige öſterreichiſche Bundesbürger ſind, ſowie Sudetendeutſche (ehemalige tſchecho-ſlowakiſche Staatsange⸗ hörige), welche vom Wehrbezirkskommando noch eine beſondere Benachrichtigung er⸗ halten. Vom Erſcheinen zur Aushebung befreit ſind diejenigen Dienſtpflichtigen der genannten Jahrgänge, welche als Freiwillige der Wehr⸗ macht(des Heeres, der Kriegsmarine oder der Luftwaffe) oder der ⸗Verfügungstruppe an⸗ genommen ſind. Zur Aushebung hat ſich zu ſtellen, wer im Bereich des Polizeipräſidiums Mannheim ſei⸗ nen Wohnſitz oder dauernden Aufenthalt hat. Ein ſeit der Muſterung etwa vorgenommener Aufenthaltswechſel, welcher bei der polizeilichen Meldebehörde oder beim Wehrmeldeamt nicht gemeldet wurde, iſt umgehend nachzumelden. 19 An die Stelle des Wehrmeldeamts tritt jedoch das Wehrbezirkskommando! Mannheim, I. 15, 1. Die Dienſtpflichtigen haben mitzubringen: a) den Wehrpaß; b) beim Verluſt des Wehrpaſſes eine Beſchei⸗ nigung der Wehrerſatzdienſtſtelle, daß dieſer Verluſt zwecks Ausſtellung eines neuen Wehrpaſſes gemeldet iſt. Ferner ſind bei der Aushebung vorzulegen, ſoweit nach der Muſterung 1937 und 1938 er · worben: a) das Arbeitsbuch(dieſes hat der Unternehmer dem Dienſtpflichtigen zu dieſem Zweck aus⸗ zuhändigen); b) Ausweiſe über Zugehörigkeit zur HJ(Ma⸗ rine⸗HF), Fliegereinheiten der HJ, zur SA (Marine⸗SA), zur, zum NSa, zum NS⸗ Reiterkorps, zum Deutſchen Seglerverband, zum NSfi(Rationalſozialiſtiſches Flieger⸗ korps) und über die Ausbildung in dieſem, zur FWGM(Freiwillige Wehrfunk⸗Gruppe Marine), zum DAcSd(Deutſcher Amateur⸗ ſende- und Empfangsdienſt), zur TN(Tech⸗ niſche Nothilfe), zur Freiw. Sanitätskolonne Rotes Kreuz), zur Feuerwehr; e) den Nachweis über den Beſitz des Reichs⸗ ſportabzeichens oder SA⸗Sportabzeichens; Freiſchwimmerzeugnis, Rettungsſchwimmer⸗ zeugnis, Grundſchein, Leiſtungsſchein, Lehr⸗ ſchein der Deutſchen Lebensrettungsgeſell⸗ ſchaft(DLRG); 3— e) den Nachweis über fliegeriſche Betätigung; Angehörige des fliegeriſchen Zivilperſonals der Luftwaffe, der Luftverkehrsgeſellſchaften und der Reichsluftverwaltung eine Beſchei⸗ nigung des Dienſtſtellenleiters über fliege⸗ riſch⸗fachliche Verwendung und Art der Tätigkeit; f) den Führerſchein(für Kraftfahrzeuge, Mo⸗ torboote); g) die Beſcheinigung über die Kraftfahrzeug⸗ ausbildung beim NSäͤc— Amt für Schu⸗ len—, den Reiterſchein des Reichsinſpek⸗ teurs für Reit⸗ und Fahrausbildung; h) den Nachweis über die Ausbildung beim Roten Kreuz; i) den Nachweis über Seefahrtzeiten— See⸗ fahrtbuch—, über den Beſuch von Seefahrt⸗ ſchulen, Schiffsingenieurſchulen der Debeg — Funkſchule—, Befähigungszeugniſſe; ) das Sportſeeſchifferzeugnis, das Sporthoch⸗ ſeeſchiffahrtszeugnis, den Führerſchein des Deutſchen Seglerverbandes für Seefahrt oder für ortsnahe Küſtenfahrt, den Führer⸗ ſchein des Hochfeeſportverbandes„Hanſa“ und das Zeugnis zum„“⸗Führer für See⸗ ſport der Marine⸗HI; y den Nachweis über geleiſteten Arbeitsdienſ (Wehrpaß, Arbeitspaß oder Arbeitsdienſt⸗ paß, Dienſtzeitausweiſe, Pflichtenheft der Studentenſchaft); mà den Nachweis über geleiſteten aktiven Dienſt in der Wehrmacht, Landespolizei oder i⸗ Verfügungstruppe; 3 Brillen und Brillenrezepte, ſowie ärztliche Zeugniſſe uſw. über frühere oder noch be⸗ ſtehende Leiden ſind, ſoweit vorhanden, mit⸗ zubringen. Die Dienſtpflichtigen haben gewaſchen, mit geſchnittenem Haar und mit ſauberer Wäſche zu erſcheinen. Das Anlegen von Bade⸗ oder Sporthoſen iſt geſtattet. Vor der ärztlichen Unterſuchung beſteht Rauch⸗ und Alkoholverbot. Ein Dienſtpflichtiger, der durch Krankheit an der Geſtellung zur Aushebun hat hierüber ein Zeugnis des Amtsarztes oder eines anderen beamteten Arztes oder ein mit dem Sichtvermerk des Amtsarztes verſehenes Zeugnis des behandelnden Arztes einzureichen. Kann im letzteren Falle der Sichtvermerk des Amtsarztes nicht beſchafft werden, genügt die Auskunft der Polizeibehörde. Entſtehende Ge⸗ bühren müſſen vom Dienſtpflichtigen ſelbſt ge⸗. tragen werden. 7 Ein Dienſtpflichtiger, der aus häuslichen, wirtſchaftlichen oder beruflichen Gründen zu⸗ rückgeſtellt zu werden wünſcht, hat einen ſchrift, lichen Antrag möglichſt 14 Tage vor der Aus⸗ hebung an den Unterzeichneten zu ſtellen und die erforderlichen Beweismittel beizubringen. Solchem Geſuch kann jedoch nur in den drin⸗ gendſten Fällen ſtattgegében werden. Bei der Aushebung können nur Zurückſtellungsanträge Berückſichtigung finden, deren Gründe erſt nach der Muſterung eingetreten ſind. Zu dieſen An⸗ trägen ſind der Dienſtpflichtige und ſeine Ver⸗ wandten 1. Grades ſowie rechtigt. See⸗ oder binnenſchiffahrttreibende Dienſl⸗ pflichtige können auf Antrag durch den Unter ⸗ zeichneten von der Geſtellung der Aushebung befreit werden. Die Dienſtpflichtigen ſind verpflichtet, ſich an den im nachſtehenden Aushebungsplan an“⸗ gegebenen Tagen pünktlich um 7 Uhr in D 4,) (frühere Süddeutſche Bank) zu ſtellen. Anſpruch auf Reiſekoſten und Entſchädigung für Lohnausfall für Dienſtpflichtige beſtehl nicht. Aushebungsplan: Jahrg.: Anſfangsbuchſtaben d. Familiennamen: 4. September 1939 1914, 1915, 1916 5. September 1939 1917 Tag: 6. September 1939 1918 7. September 1939 1918 L2—3 8. September 1939 1919—2 6 9. September 1939 1919—36 Aushebungsort: Mannheim, D 4, 9(frühen Süddeutſche Bank). 4 Aushebungsbeginn: 7 Uhr vormittags. Zuſtändiges Wehrbezirkskommando iſt das Wehrbezirkskommando Mannheim 1 in Mann⸗ heim, L 15, 1. Verſtöße gegen die militäriſche Zucht und Ordnung und Zuwiderhandlungen gegen die Anordnungen des Wehrbezirkskommandeurs, die Dienſtpflichtige während der Aushebung be⸗ gehen, werden vom Wehrbezirkskommandent diſziplinariſch beſtraft. Wer ſeiner Geſtelungspflicht nicht oder nicht pünktlich nachkommt, wird, wenn keine höhere Strafe verwirkt iſt, mit Geldſtrafe bis zu RM. 150.— oder mit Haft beſtraft. Außerdem hat er mit polizeilichen Zwangsmaßnahmen zu rechnen. Mannheim, den 24. Auguſt 1939. „Der Polizeipräſident. Slalt Karien Gatten und Vaters, des Herrn Freunden vom Stammtisch. Es sind uns anlählich des Hinscheidens meines lieben, unvergehlichen Anion Oesferle Metzgermeister z0 viele Beweise der Liebe und Anteilnahme zugegangen, daß es uns nicht möglich ist, jedem einzeln so zu danken, wie wir es gern möchten. Wir bitten deshalb, auf diesem Wege für die Karten-, Blumen- und Kranzspenden sowie für die persönliche Teilnahme am Begräbnis unseren tiefgefühlten Dank aus- sprechen zu dürfen. Besonderen Dank Herrn Vikar Bühler von der Johannis- kirche für seine trostreichen Worte, Herrn Dr. Albert Beck und den Diakonissen- schwestern für die aufopfernde Behandlung und Pflege, ferner dem Sänger- chor der Fleischer-Innung Mannheim für den erhebenden Grabgesang und Herrn Horn für seinen Violinvortrag. Herzlichen Dank auch fir die ehrenden Nachrufe und Kranzniederlegungen der Fleischer-Innung, der Südd. Eett- schmelze Mannheim, des Vereins der Mannheimer Kesler, der Keglerabteilung des R....., der NS-Kriegsopfer-Versorgung, den Hausbewohnern und seinen Mannheim(Cindenhofstraße 102), den 25. August 1939. Im Namen aller Angehörigen: Frau HKaroline Oeslerle und Sohn Helmui (67998) ———— verhindert iſt, eine Ehefrau be⸗ -. Wem es hier verrat freuden Enden ſin! den und 2 der Wirtſe die Ernte weiberſom: Fäden an Winde auf Städter di ern und F Auch an nicht in de in unſerer Freude als laſſen. An dieſ Worms Backfiſch, d Mannheim althergebra guſt bis zu kehrsverein auf ſeine hat noch in fehlt, auch Mannheim erſcheinen 1 Leben in d Welcher und alte 4 lichen Berg Schönheiter Auch hier Wer ihn m dem tradit das in den 2. bis 4. Se Die ſchön Heſſen nicht kannte We Ruppert hei m. Jed len Reize fi ſam: den g gufgelockert ſüffige Re Platze Eing Nicht zu Bergſtraße ſtehen, nach Dach und Schriesh ſtätten zur aus der ga Schrieshein haben wied der Kerwek Tropfen üb nicht ausge dieſen Tage auch die ſchi wenn ſie zi Umgegend, nommen ha Fest orten. D. für Seeſahrt hrt, den Führer⸗ bandes„Hanſa“ Führer für See⸗ ten Arbeitsdienſt r Arbeitsdienſt⸗ Pflichtenheft der en aktiven Dienſt polizei oder j⸗ „ſowie ärztliche re oder noch be⸗ vorhanden, mit⸗ gewaſchen, mit ſauberer Wäſche von Bade⸗ oder r der ärztlichen id Alkoholverbot. rch Krankheit an 90 verhindert iſt, mtsarztes oder ſes oder ein mit irztes verſehenes ztes einzureichen. Sichtvermerk des rden, genügt die Entſtehende Ge⸗ ichtigen ſelbſt ge · aus häuslichen, en Gründen hat einen ſchrift/ ge vor der Aus⸗ n zu ſtellen und tel beizubringen. tur in den drin⸗ werden. Bei der ckſtellungsanträge Gründe erſt nach d. Zu dieſen An⸗ e und ſeine Ver⸗ ine Ehefrau be⸗ reibende Dienſl/ durch den Unter⸗ der Aushebung rpflichtet, ſich an ſebungsplan an⸗ 7 Uhr in D 4,0 ſtellen. 1 id Entſchädigung pflichtige beſtehl n: Anfangsbuchſtaben d. Familiennamen: 5, 1916 A- 2 24 2* A— „D 4, 9(frühen hormittags. mmando iſt das jeim 1 in Mann⸗ iſche Zucht und ingen gegen die rkskommandeurs, er Aushebung be⸗ zirkskommandeur t nicht oder nicht enn keine höhere eldſtrafe bis zu ſtraft. Außerdem gsmaßnahmen zu 1939. dent. —— Blchen s nicht bitten Sowie ik aus- hannis- nissen- sänger- 1g8 und renden „Fett- teilung seinen (67995) erle ——— 4 3 hHakenkreuzbanner“ Freitag, 25. Auguſt 1939 5 0 e — Feſtfeeuden überall Wem es noch nicht aufgefallen iſt, dem ſei es hier verraten: die Zeit der Feſte und Kerwe⸗ freuden iſt angebrochen! In allen Ecken und Enden ſind fleißige Hände am Werk, um Bu⸗ den und Zelte zu errichten und die Gaſträume der Wirtſchaften auszuſchmücken. Denn wenn die Ernte unter Dach und Fach iſt, der„Alt⸗ weiberſommer“ ſich mit einzelnen fliegenden Fäden ankündigt und zur Nachtzeit kühle Winde aufkommen, dann hat der Dörfler und Städter die beſte innere Bereitſchaft zum Fei⸗ ern und Fröhlichſein. Auch an dieſem Wochenende brauchen wir nicht in den vier Wänden zu verſauern, ganz in unſerer nächſten Umgebung hat ſich die Rfen. als Platzmeiſter auf den Schild heben aſſen. An dieſem Wochenende riecht es auch, in Worms wieder nach nichts anderem als nach Backfiſch, denn die Nibelungenſtadt, die von den Mannheimern ſo gern beſucht wird, feiert ihr althergebrachtes Backfiſchfeſt vom 26. Au⸗ guſt bis zum 3. September. Der Wormſer Ver⸗ kehrsverein hat für alles vorgeſorgt, damit jeder auf ſeine Rechnung kommt. Das Backfiſchfeſt hat noch in keinem Jahre ſeine Wirkung ver⸗ fehlt, auch in dieſem Jahre werden es ſich viele Mannheimer nicht nehmen laſſen,„drüben“ zu erſcheinen und mit„bloomäuliger“ Fröhlichkeit Leben in die Bude bringen. Welcher Mannheimer kennt nicht das ſchöne und alte Städtchen Wiesloch an der ſüd⸗ lichen Bergſtraße, die ebenſo viele Reize und Schönheiten aufzuweiſen hat, wie die nördliche. Auch hier wird ein guter Wein ausgeſchenkt. Wer ihn noch nicht kennt, der verſuche ihn auf dem traditionellen Kurpfälziſchen Winzerfeſt, das in den Tagen vom 27. bis 29. Auguſt und 2. bis 4. September hier„ſteigen“ wird. Die ſchöne Pfalz aber ſteht hinter Baden und Heſſen nicht zurück. Nicht weniger als drei be⸗ kannte Weinorte laden zur Kirchweih ein: Ruppertsberg, Leiſtadt und Freins⸗ hei m. Jedes dieſer drei Orte haben ihre loka⸗ len Reize für ſich. Aber eins haben ſie gemein⸗ ſam: den guten Wein! Wir raten jedem, eine aufgelockerte Laune mitzubringen, damit der ſüſſige Rebenſaft auch wirklich am rechten Platze Eingang findet. Nicht zu vergeſſen, daß auch drüben an der Borgſtraße die Menſchen fröhlich zu feiern ver⸗ ſtehen, nachdem nun glücklich die Ernte unter Dach und Fach iſt. Schon immer war es Schriesheim, das mit ſeinen ſchönen Gaſt⸗ ſtätten zur Zeit der Kirchweih die Menſchen aus der ganzen Umgebung anzog, zumal die Schriesheimer Feſte zu feiern verſtehen. Sie haben wieder geſorgt, daß der Kerwebraten, der Kerwekuchen und der gute Schriesheimer Tropfen über die beiden Tage am Wochenende nicht ausgehen und die Mannheimer, die an dieſen Tagen beſonders gern kommen, wirklich auch die ſchönen Seiten Schriesheims genießen, wenn ſie zuvor eine kleine Wanderung in die Umgegend, auch auf die Strahlenburg, unter⸗ nommen haben.— „—*— Duret ———+— „ —— 2— — 9 60 Bgeutſche + 1 *— S* 2 . Land in Korn und Reben Eine fröhliche Kerweausfahrt an die Haardter Rebenhänge Wieder einmal iſt der Auguſt ins Land ge⸗ zogen, der Monat der dörflichen Hochfeſte. So kann man die Kirchweihen, die„Kerwe“, wohl bezeichnen, von der der Pfälzer ſagt, ſie ſei im Jahr das höchſte Feſt. Die Pfälzer haben alle Urſache, die Kirchweihen in dieſem Jahr beſon⸗ ders feſtlich zu begehen. Denn erſtens iſt noch rechtzeitig und kurz vor Toresſchluß mit einem noch nie erlebten Einſatz aller Kräfte von Stadt und Land die Getreideernte unter Dach gekom⸗ men, bevor ſie durch das Regenwetter Schaden litt. Und zweitens iſt ſie ſo aut ausgefallen, daß ſie nur unweſentlich hinter der Rekordernte des Vorjahres zurückbleibt. So iſt es wohl berech⸗ tigt und in Ordnung, in dieſem Jahr ein frohes Feſt zu feiern, bei dem die Städter hochwill⸗ kommene Gäſte des Landvolkes ſind, mit dem ſie ja- auch Stunden harter Erntearbeit teilten. Schön iſt ſie jetzt, die Pfalz, das Land in Korn und Reben, das Land der alten Buraen und der jugendfrohen Menſchen. Am ſchönſten aber iſt ſie doch, wo am heißbeſonnten Beraes⸗ hang viel Hunderttauſend Reben wachſen und wo die ſommerlichen Blumengärten in dieſem Jahre in nie geſehenem Prunk und in phan⸗ taſtiſchen Farben wie ein Märchen aus dem Süden wirken. Unvorſtellbar prächtig iſt die Buntheit dieſes farbenſatten Bildes, das der beginnende Herbſt mit ſeiner unerſchöpflichen Palette malte. Rings in den weiten Reben⸗ hängen um die Dörfer reift der Wein, er ſollte wohl in dieſem Jahre aut geraten. Frau Sonne hat es in den letzten Tagen gut gemeint und tüchtig eingeheizt, um die Trauben erſt zu bra⸗ ten und darauf zu kochen, damit ſie uns im funkelnden Kriſtall in frohen Stunden köſtlich unterhalten. Jedoch von all der Hitze und der Schwüle, die uns verſpätet nun die Hundstage beſcheren, merkſt du nichts, wenn du im Weindorf Haardt, das hoch am Berahang unter kühlen Wäldern liegt, an dieſem Wochenende zur althergebrach⸗ ten„Wein⸗ und Quetſchekuchekerwe“ feſtlich Ein⸗ kehr hältſt. Kühl und Erfriſchung bringend ſtreicht ein ſanfter Wind vom Bergesrücken durch die Gaſſen und trägt in ſie den friſchen Atem aus den weiten Wäldern. Kommft du als Gaſt, ſo halte Einkehr in den ſchattigen Gärten und Terraſſen, durch die die Geigen ſingen und zum Tanze laden. Weit geht dein Blick von hier und ungehemmt über das Rebenmeer, hinunter an den Rhein mit ſeinem Kaiſerdom und weiter, wo von fern die Berge deiner Heimat⸗, Oden⸗ und Schwarzwald grüßen. Laß dir den edlen Tropfen Wein, den die Sonne hoch am Bera⸗ hang heißgekocht, von einem Pfälzer Winzer⸗ mädel gaſtlich reichen und feiere mit den Fröh⸗ lichen ein frohes Wochenende. Blick vom Haardter Schloß auf das Dorf Haardt Aufn.: Gerspach Freinsheim erwartet seine„Kerwegäscht“ Auin.: Schatz(2) Sommeeliches Meersburg Von der weithin ſchimmernden Fläche des Bodenſees jäh aufſtrebend ragt der Felſen em⸗ por, der die alte Meersburg trägt. Schon um 628 ſoll, der Sage nach, der Merowinger König Dagobert II. dieſes Fels wegen ſei⸗ ner beherrſchenden Lage befeſtigt haben, wo⸗ von noch heute der mächtige, viereckige Turm und die anſchließende Langmauer aus Find⸗ lingsſteinen zeugen. Der Frankenkönig Karl Martell erweiterte um 720 dieſe Befeſti⸗ gung zur Königspfalz. Später beſaßen die Welfen und nach ihnen die Staufen(bis 1268) Burg und Ort. Konradin, der Letzte der Staufer, weilte von 1262 bis 1267 bis zum Antritt ſeines tragiſchen Zuges nach Italien auf der Meersburg. Nach ſeinem Tode fiel die Burg an ſeinen Oheim, Truchſeß Eberhard von Waldburg, den damaligen Fürſtbiſchof von Konſtanz. Die Konſtanzer geiſtlichen Her⸗ ren hegten und pflegten dieſes ſchöne Erbe. Ja, ſie kämpften um die Burg und ſchoſſen 1334 zur Abwehr einer Belagerung durch Lud⸗ wig den Bayer ſogar mit einem der af ſchütze, das ſo gewaltig donnerte, daß„bille von den Belagerern vor Schrecken halbtot und ohnmächtig auf das Erdreich fielen“. Auch die Felſenkluft vor der Burg, in deren Tiefe heute noch eine alte Waſſermühle rauſcht, wurde da⸗ mals geſprengt. 1509 ließ Biſchof Hugo von Langenberg die Burg vergrößern und die vier runden Ecktürme errichten. Die ſchweren Zei⸗ ten des 30jährigen Krieges wurden abgelöſt von Jahrzehnten bedeutender Bautätigkeit durch die Konſtanzer Fürſtbiſchöfe, deren Wir⸗ ken noch viele Schönheiten im heutigen Stadt⸗ bild beweiſen. In dieſe Zeit fällt u. a. der Bau des ſehenswerten, neuen Schloſſes, das 1743 begonnen und nach Plänen des berühm⸗ ten Barockmeiſters Balthaſar Neumann am 26., 27. U. 28. August 1939 Rupperttberger Kerwe das Volksfest der Mittelhaardt bei Wein Musik letzter Omnibus: Sonntag und Nontòꝭg nach Neustꝭdt 23 40, nach Bad Dürlcheim 2255, nach Lludw/igshòfen 3. Rh. 2255 Uhr und fanz Gute Küche Konzert Tanz Eintritt freil RUuP Trinlet Nufhertoberger Cdelweine im WINZERVEREIN PERISBERG Winzergenossenschaft HorlEE)NR¼. GAualitätsweine Konzert⸗ Gute Küche n n 26 Tn W aet Freintheimer Winzerverein bekannt durch seine rassigen, Süffigen Qualitätsweine Tanzmusik im grofleu Saal Küche ist gerüstet! Original-Ausschank der Winzergenossen. schaft- Klingenmünstern „Dakenkreuzbanner“ vollendet wurde. Dieſes Schloß war nun die Reſidenz der Konſtanzer Fürſtbiſchöfe bis 1803, in welchem Jahre Bürg, Stadt und Landſchaft an Baden fiel. „Zugleich mit Burg und Schloß wuchs auch die Stadt durch ihre günſtige Handelslage, ihre Zeſgefe und ihren damals wie heute hoch⸗ ge chätzten Wein. 1509 wird am Hafen das Grethaus, ein ſtattliches Lagerhaus mit Staf⸗ felgiebeln, und 1551 das Rathaus am Markt⸗ platz errichtet. „Schöne Bürgerhäuſer aus dem 16. und 17. Fahrhundert mit ihren Fachwerken, Erkern, Lauben und Aufzugsgauben bilden roman⸗ tiſche Gaſſen und Winkel, ja, Stadtbilder von beſonderer und einmaliger Prägung, ſo z. B. die Steigſtraße und die Unterſtadtſtraße, die das ſchöne Raumbild einer alten Marktſtraße zeigt. Alte Türme und Tore, Kirchen und Ka⸗ pellen ergänzen das Bild der Stadt. Nach 1803 ſtiller um Meersburg geworden zu ſein, bis 1836 der durch die Auf⸗ bei Gold-Pfeil,..2 Hegenübher plankenmon findung einer Handſchrift des Nibelungenlie⸗ des bekannte Germaniſt 545 eiherr von Laßberg die t. Er war es, der Deutſchlands große Dichterin Annette von Droſte⸗Hülshoff für die letzten acht Jahre ihres Lebens nach Meersburg zog. Mit ihr kamen als Gäſte Laßbergs von nun an viele Dichter und Denker*— Uhland, die beiden Grimm, Schwab, Kerner, Schücking u. .). Heute gehört die Burg der Familie von Miller, aus der Oskar von Miller, der große Ingenieur und Begründer des Deut⸗ ſchen Muſeums in München, hervorging. So wurde Meersburg von den Künſtlern gleich⸗ ſam neu entdeckt, und ſie ſind es, die bis zum heutigen Tag in Worten und Farben die Schönheiten von Burg und Stadt, von Land⸗ ſchaft und See und nicht zuletzt die Sonne und den vollmundigen Meersburger Wein beſingen. Fahrt mit der Albtalbahn kleine Reiſen im nördlichen Bochſchwarzw ald/ Herrenalb im„Cal der Frauen In Karlsruhe ſteigen wir in die Albtalbahn um. Dieſe, die als eine der ſchönſten Schwarz⸗ waldbahnen gilt, iſt eine Kleinbähn mit groß⸗ zügigem Verkehr. Sogleich nach der Unterfüh⸗ rung unter den Anlagen der Reichsbahn ſieht man lockend die dunklen Wogen des nördlichen Hochſchwarzwaldes. Fruchtbares, reiches, ge⸗ ſegnetes Land durchführt der Zug vor den Ber⸗ gen; und unverſehens geht es dann ins Ge⸗ birge hinein und hinauf, entlang der Alb, un⸗ mittelbar hinter dem reſidenzſtädtiſchen Eß⸗ lingen, das den lebensfreudigen Schwung der Gauhauptſtelle bis hier hinaus verſpürt. „DEBG“ ſteht an den großen roten Trieb⸗ wagen und an den übrigen üblichen Eiſenbahn⸗ wagen; es kennzeichnet die Geſellſchaft, die Deutſche Ae e die eine ganze Reihe Bahnen dieſer und ähnlicher Art betreibt. Vorbildlich ruhig laufende Vier⸗ achſerwagen fahren in unſerem Zug, gezogen von der rotgelben elektriſchen Lokomotive. Breite Ausſichtsfenſter geben die Ausſicht auf Strecke und Gebirgsbilder frei. Breit öffnet ſich das Albtal zur Oberrhein⸗ ebene; es iſt bis faſt zum Talgrund waldbe⸗ ſtanden. In Buſen bach, dem Ort mit dem zärtlichen Namen, gabeln ſich die Strecken ins Gebirge; die eine ſchwenkt links ab und hinauf, die Albtalbahn bleibt unten im Tal, das hier breit und wieſengrün uns entgegenkommt. Allein bald ſpürt man die gebirgige Mächtig⸗ keit des nördlichen Hochſchwarzwaldes; ganz hinten im Tal ſchieben ſich Bergketten neben⸗ und hintereinander, beim Rückblick finden wir auch bereits dieſes Ineinanderſtreben der Berg⸗ wellen. Wir ſind mitten im ſchönſten Waldge⸗ birge Deutſchlands. Eile mit Weile iſt Grundſatz der Bahn, und das wirkt durchaus wohltuend, weil uns erſt dadurch ſo recht Muße zum Betrachten der Landſchaft bleibt, wir raſen nicht ſeelenlos in ſie hinein, wir erleben ſie Schritt für Schritt. Dabei bummelt der Zug nicht etwa, es geht ſo⸗ gar äußerſt flott, ohne Gekeuch und Gejammer eines ehedem wohl hier tätig geweſenen Loko⸗ motivchens, das„ich ſchaff es doch, ich ſchaff es doch“, den Zugreiſenden pauſenlos zuzurufen ſich verpflichtet gefühlt haben mag. Bei Marrzell wird das Tal enger, das Gehügel wird zum Gebirge. Die Strecke ſteigt ſpürbar; eine Nachſchubhilfe iſt nötig und wird durch einen großen Triebwagen beſorgt. Viel Tannen miſchen ſich jetzt zwiſchen die Birken und Buchen an den der Berge; bei Station Frauenalb⸗Schielberg haben wir einen Prachtanblick des hohen Gebirges, das ſich dunkel und gewaltig über dem trutzi⸗ gen Kloſter⸗ und Kirchenbau zu Frauenalb, deſſen Doppeltürme erhalten blieben, erhebt. In erhabener Gebirgslandſchaft empfängt uns dann Herrenalb, die Endſtation, die bei der Einfahrt in den Bahnhof die ſchroffen Felsbildungen des Falkenſtein nahe ans Gleis rückt. Herrenalb erhielt ſeinen Namen von jenem im 12. Jahrhundert entſtandenen Ziſter⸗ zienſerkloſter, deſſen baulich feſſelnde Reſte je⸗ den Kurgaſt erfreuen. Der Name Herrenalb ſcheint eine gewiſſe Anziehungskraft auf viele Frauen auszuüben, eine Aufforderung: kommt! Schöne Frauen überwiegen ier durchaus bei der Kur, und ſo iſt Herrenalb, deſſen Endſilbe dem Schwarzwaldflüßchen Alb entlehnt iſt, im Gegenſatz zu ſeinem Namen, ſo recht ein Tal der Frauen, bietet im Kurtreiben ge⸗ pflegte Eigenart und einen ausgedehnten Aus⸗ flugsbereich. Calw im nördlichen Schwarzwald Am Schwarzwald⸗Oſtrand, wo die Gäubahn von Weilderſtadt in die Nagoldtalbahn einmündet, liegt behäbig und einladend⸗freundlich eingebettet zwiſchen miſchwaldreiche Höhenzüge die maleriſche alte Han⸗ delsſtadt Calw. Ausgeſtattet mit den klimatiſchen Vor⸗ zügen der benachbarten Kurorte: Hirſau, Bad Liebenzell, Bad Teinach, bietet ſie dem ar⸗ beitsmüden Stadtmenſchen willkommene Erholung und Ausſpannung in waldgewürzter, reiner Luft, Ge⸗ legenheit zu Sport und Spiel, Erfriſchung und Stär⸗ kung im Licht⸗, Luft⸗ und Höhenfreiſchwimmbad, gute Einkehr für alle Anſprüche und unerſchöpfliche Wan⸗ dermöglichkeiten. Schier endlos dehnen ſich die präch⸗ Das freundliche Ruppertsberg tigen Wälder aus mit ihrem Wildreichtum, mit ihrer intereſſanten Vogelwelt und ihrer vielſeitigen Flora, mit guten Wegen, lauſchigen Ruheplätzen und ſchönen Ausſichtspunkten, ein ideales Gebiet für wanderfrohe Naturfreunde. Im Herzen der Calwer Altſtadt aber grüßen den Beſucher auf Schritt und Tritt altehrwürdige Zeugen einer neunhundertjährigen, ereignisreichen Geſchichte. Sie gemahnen an die grauſamen Zerſtörungen und Brände des 17. Jahrhunderts, die dem goldenen Wohlſtand des bedeutendſten Handelsplatzes Württem⸗ bergs ein jähes Ende ſetzten, zeigen aber auch die zähe Widerſtandskraft der Bewohner an, die das heutige Calw aus ſeiner Aſche ſchlicht, aber gediegen neu erſtehen ließen. So verbinden ſich in Calw Geſchichte und Land⸗ ſchaft zu einzigartiger Harmonie, wie ſich an den Tal⸗ hängen der dunkle Tann mit dem lichten Laubwald miſcht in wundervollem Farbenſpiel, zumal im Herbſt. —————.—————— ————— am 26., 27., 28. und 29. August 1939 Eröffnung der Kerwe: Samstag, den 26. August, abends 8 Uhr, im Ssale Flehtinger Liachiteutãuse- uudactvcettdge- Veeteikuug vois luetsel. elucl.e Winorgenossenscheft Heicrct Sonntog und Montog Tonz Dürgergarten, Acd. Mattern Sonntag und Montog Tanz SGosthous zum grünen Baum, Franz Fichtinget Sonmiag und Monfog Tanz Gosthaus Möller-preßler Sonmog und Montog Süimmungskonmert Diensſag humoristischer Abend Gosthaus zur Eiche, kugen Deidesbheimer Gasthaus zum Pfälzer Wald, Withelm Beyer Stroußwirtschoft Helnrlich Schwenk Stroußwirtschatt Frledrieh Müller, Witwe Strauſfwirtschet Lludwig Klohr Woldschenke ludwigsbrunnen, Korl Bentz Bei lhrem Ausflug in die pfelz hesuchen Sie den Forsſer Minzer Verein Ausschonł neturreiner kdelweine, offen und in floschen, sowie bekonnt gute kKüche Weisenheim z Gastnaus zum Löwen hekannt gute Küche Saal Gröbt. Lokal am Platze. Für Betriebs- ausflüge u. Vereine bes⸗ geeign Urlaubet u Erholunasuchende fnd. gute Erholung Zesuclit die sonnige Nfalæ Besuent den Freinsheimer Jahrmarłt Wein-Ausschonk 1957 Heusmarhe Oicheli- kopt, eipenes Gewöchs. gamstag 27. u. 28. Vorfeier, Wid, Geflogel, lebefenodel fAugust und Sauerlrout. Hekonnt gute Koche Es loden ein: Jean Oßwald u. 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August auc Leistadter Kirchwein und Erõöffnung det neu umgebauten Lokale: den cüche und Keller bleten das Heste! 0 fernfuf Dütcheim 90 Mit b elektriſch burg⸗ durch da wald hi —5 r a r ss freie, fro birgsluft waldes. ſichert Freunde und die hoch. ienß Höllental ſee ein reich, das zum Fell Da iſt gu. ſtämmiger Baumrieſ zur Para Wandern waldhäuſe In Titi kurort häl — — 2 —3 — — —— Besuche Konditor und u Lünbaus u Verofleg. Pe autoverbindu ———— LI Haus Son Herrl. Aussicl Rocderwee kareeen piuns-hritoutherfu fun be He Relzend gel An der Bahn neuzeitliches wasser/ Her Schöne Aussie Betrſehsausff privatp. 5 Min. yv. B stauhfreie La, l. Hause. Be vom Hause * „Hakenkreuzbanner⸗ 5. Guguſt 193 —————— 4 Freitag, 25. Auguſt 1939 Mit behaglichem Geſurr klimmt der Zug der elektriſch betriebenen Reichsbahnſtrecke Frei⸗ burg Titiſee— Donaueſchingen durch das Höllental zum ſüdlichen innn wald hinauf. Nach der regen Verkehrsflut in der altersſtolzen und gaſtfrohen Breisgauhaupt⸗ ſtadt Freiburg umfängt den Reiſenden bei Hinterzarten, in 885 Meter Höhe, die freie, frohſtimmende, mit ihrer herbſüßen Ge⸗ birgsluft heilſamen Weite des Hochſchwarz⸗ waldes. Die Verbindung mit dem Ländlichen ſichert dem Heilklimakurort Hinterzarten Freunde in allen Ländern und allen Gauen, 5 die Kurgaſtziffern ſind daher erſtaunlich och. Wie ſo hat auch der an der Höllentalbahn dann folgende Kurort Titi⸗ ſee ein ausgedehntes Wald⸗ und Wieſenbe⸗ reich, das bis weit über die Tauſendmetergrenze zum Feldberg und ſeinen Trabanten anſteigt. 4 deni/ald- Euelle f Da iſt gut Raſten und tsberg Wandern zwiſchen hoch⸗ ſtämmigem Wald, der einige ſeiner ſchönſten 4 Baumrieſen an die weite Flut des Titiſee wie zur Parade aufgeſtellt hat, und Weilen und Wandern zwiſchen ehrwürdigen alten Schwarz⸗ waldhäuſern, Felsſchroffen und Bachgerieſel. In Titiſee kreuzen viele Pfade. Dieſer Welt⸗ chtum, mit ihrer elſeitigen Flora, itzen und ſchönen für wanderfrohe lurort nt wie die der ber arußen den Fernkraftlinie Schwarzwald— S weiz zur mie„Nachtraſt feſt, ſchickt einige weitere Auwolinien. ins hohe Gebirge nach Saig. Lenzkirch uſw, und läßt außer der nach Neuſtadt un⸗ term Hochfirſt weiterſtrebenden Höllentalbahn die Dreiſeenbahn ins höchſte ebirgsbereich vordringen. Um ins„Dorf am Himmel“ zu gelangen, den höchſten Ort im Schwarzwäld und einen der höchſten im großen Reich, vertrauen wir uns der Dreiſeenbahn an, die über der weiten Flut des blaugrünſilbern ſchimmernden Titiſees an⸗ ſteigt und uns von der mächtigen Berglehne eichen Geſchichte. erſtörungen und e dem goldenen hlatzes Württem⸗ aber auch die 'r an, die das t, aber gediegen 1— ichte und Land⸗ ſich an den Tal⸗ ichten Laubwald umal im Herbſt. den Blick über weite Teile des Schwarzwaldes, bis in die Gegend von St. Märgen und St. zum Thurner und weiterhin, richten äßt Von fünfzig Kurorten und Sommerfriſchen im ſüdlichen Hochſchwarzwald liegen elf über der Tauſendmetergrenze, und die übrigen zum größten Teil über 800 Meter hoch; das iſt auf ſo kleinen Raum nirgendswo, nicht einmal in den Alpen, zu finden. Dabei hat der ſüdliche Hochſchwarzwald den ſchätzenswerten Vorteil, daß er in ſeiner Manſardenlage Ausblicke bis zur geſamten Alpenfront, zu den Vogeſen und der Schwäbiſchen Alb geſtattet, ſohin über weite Teile des deutſchen Vaterlandes und dazu ſehr unterſchiedliche! In Bärental, der höchſten Reichsbahn⸗ ſtation im Altreichsgebiet(908 Meter), ſteigen wir von der Reichsbahn in die Reichspoſt um. Die großen„Roten“ bringen uns in hurtigem Lauf in kurzer Friſt, durch Hochwald und vor⸗ über an Ausſichtspunkten bei Kehren und Schleifen, geradeswegs zum Feldberg, dem „König der Schwarzwaldberge“, auf deſſen Gipfelgebiet ſeit 1. April 1939 eine ſelbſtändige Gemeinde entſtanden iſt, während vordem die Höhenhotels, Gaſt⸗ und Raſtſtätten der ver⸗ ſchiedenen Art, F und Häuſer zu nicht we⸗ niger denn ſieben verſchiedenen Gemeinden zählten. Hier ſind wir im Dorf am Himmel. Es liegt frei und hoch, zum Teil von Wald zärtlich behütet, der hier bis in 1300 Meter em⸗ porklimmt, durchgehend im Windſchutz der ver⸗ ſchiedenen Bergrücken, die noch höher, bis zum 1495 Meter hohen Gipfel, Hier ſind wir hoch über allen und jedem Ding. Zwar endet die laute Welt nicht, großes Geſtröm hierherauf zum Anblick der' weiten Horizonte geht und da die„Roten“ Bewe ung bringen. Doch iſt es anders als im Tal. erge bringen Befreiung. Die kleine Welt——. tief unten. Die Luft iſt rein, dünn und herbfriſch. Der Blick geht ungehindert weithin. Uns ge⸗ hört ein großer Teil des Gebirges, da wir ihn mit den Augen faſſen können. Keimzelle des Dorfes am Himmel iſt der alte Feldbergerhof, der ſich unlängſt neuzeitlich Keieine Reiſe ins Dorf am Himmel/ vn, aeneun wandelte und vom älteſten Berggaſthaus Deutſchlands zum modernſten Großhotel deut⸗ ſcher Gebirge anwuchs; dabei iſt erfreulich, feſt⸗ zuſtellen, daß der ſchlichte Wanderer wie der anſpruchvollſte Autler hier— wie in den übri⸗ gen Raſtſtätten dieſes Dorfes am Himmel— ihre behagliche Bleibe finden und daß ſie glei⸗ cherweiſe an der Strahlung der raſchbräunen⸗ den, lebenerhaltenden Sonne Teil haben. Son⸗ nenbräunen, faulenzen, gelegentliche Wande⸗ rungen zum Gipfel oder in die Umgebuna fül⸗ len das Tagesprogramm hier oben am Saum der Wolken aus, ſoweit der Tag ſein Licht über den Berg ergießt, während bei Abendſtunden frohe Geſelligkeit ein Band um alle die hier raſtend Weilenden ſchlingt. Der Alltag iſt ſo oder ſo gebannt, und es wirkt beglückend, daß er ſehr, ſehr tief unten verläuft.. ſo tief unten, daß man ihm hier oben entkommen zu ſein, wohl wähnen darf. Bad Dürrheim geht in den Hochſommer Die Sommerſaiſon Bad Dürr heims hat aut eingeſetzt. Das gepflegte Aeußere des neuen Kurparks wird noch mehr durch zahlreiche ver⸗ ſchönende Arbeiten verbeſſert. Unter den Aus⸗ bauarbeiten der Kureinrichtungen iſt vor allem die Fertigſtellung des großen Waſſerbeckens im nenen Gartenteil des Kurparks zu erwähnen. Eine Leuchtfontäne mit einer Strahlenhöhe von 18 Metern iſt eine der neuen großen Sehens⸗ würdigkeiten Bad Dürrheims. Im neuen Kurhaus gehen die Arbeiten an der neuen Kegelbahn rüſtig voran. Beſonders konſtruierte Leuchtkörper bilden eine ganz neu⸗ zeitliche Lichtanlage. Die Kegelſtube iſt mit ge⸗ ſchältem Kiefernholz verſchalt, Tiſche und werden nach beſonderen Entwürfen her⸗ geſtellt. Odenwälder Winzerfeſt Das alte Städtchen Groß⸗Umſtadt rüſtet zu ſeinem 3. Winzerfeſt, das am 16., 17. und 18. Sep⸗ tember gefeiert werden ſoll. Groß⸗Umſtadt iſt die „Weininſel“ des Odenwaldes und wird in dieſem Der Aussichtsturm auf dem Hochkopf bei Todtmoos im Schwarzwald Jahr die Eroberung durch Götz von Berlichingen dar⸗ ſtellen, wie ſte ſich 1518 ereignet haben mag. Im neu⸗ errichteten Weindorf wird der kriegeriſche Zwiſchenfall fröhlich abgeſchloſſen.— Eine Ngtürweinprobe, die in der Säulenhalle des ehrwürdigen Rathauſes ſtattfin⸗ det, dürfte wie in den Vorjahren wieder großen Zu⸗ ſpruch finden. 4 Senwals ffechartal „ ZSGergferaße ——* 4 39 * 1 , fluf zur kirchweih nac 5 am 27. und 28. fluguſt 1939 Verkehrsverein chriesheim Die Schriesheimer dastwirte Fchtinger ladenburgaie igskonzert l 7 Awoftet suf oshelmet. Schyy immbad 4 desuch W 4——— Tc ouen 08 . Konditorei-Haffee S 9 Iund wieinstube C Or 51 Bentz 1 n —— lilals und penszon Schriesheimer Hof lnmitten herrlicher Wälder u. Wiesen. Gute 439 m üb. M. 4 Verpfles. Pens. ab.80 RM. Tel. Schönau 35. 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Auguſt 1939 Im Schriesheimer Tal wirds am Samstag und Sonntag wieder besonders fröhlich zugehen, denn die„Schriesheimer Kerwe“ hat viele Freunde, zanz besonders aber unter den Mannheimern, die sich diese hohen Festtage bei Schriesheimer Wein nicht entgehen lassen wollen. Trierer„Steipe“ wieder in Betrieb Nach umfaſſender Neugeſtaltung und Erweiterung iſt die alte„Ratsherrenſchenke zur Steige, am Trierer Hauptmarkt wiedereröffnet worden. Der turmähnlich bohe, gotiſche Bau wurde bereits vor 500 Jahren als Trink⸗ und Feſtyaus der vornehmen Bür, derſchaft errichtet und erhielt ſeinen Namen nach den Stützen oder Steipen, die die ehemalige Gerichtslaub des Erdgeſchoſſes tragen. Doppelfubiläum in Nordrach im Schwartzwald Das unweit Offenburg vom unteren Kinzigtal bei Biberach über Zell am Harmersbach abzwei⸗ gende 15 Kilometer lange Schwarzwaldtal von Nord⸗ rach ſteht einem Doppelſubiläum gegenüber. Als Ort iſt Nordrach 800 Jahre alt, als Luftkurort feiert es das fünfzigjährige Beſtehen. Das Tal, deſſen gl.ich · namiger Ort üher eine Länge von faſt 12 Kilometer verſtreut iſt, gehörte im oberen wirtſchaftsarmen und waldreichen Teil zum Reichsſtift Gengenbach, das aber mit den großen Wäldern des das Tal gegen Norden und Oſten ſchützenden faſt 900 Meter hohen Gebirgsmaſſives des Mooskopfes nichts anzufangen wußte und lediglich Weidebetrieb, Glashütten, Fär⸗ berei⸗ und Bürſtenbetrieb verſuchte, aber ohne dauern⸗ den Erfolg. Später verſuchte man ſich auch noch im Bergbau, mit dem gleichen negativen Erfolg. Der untere Talteil, landwirtſchaftlich ſehr fruchtbar, ge⸗ hörte zur Freien Reichsſtadt Zell. Erſt 1803 hörten dieſe getrennten Zuſtände auf. 1929 wurden die beiden Talleile eine einheitliche Gemeinde. Dieſes ungemein milde und geſchützte Tal zwiſchen 300 und 500 Meter fand 1889 der Frankfuxter Arzt Dr. Wal⸗ ther auf der Suche nach Plätzen für die Bekünpfung der Lungentuberkuloſe. Aus den Gebäuden der Glas⸗ hütte entſtand die Heilſtätte, der Name Nordrach⸗ Fabrik der Nordrach⸗Kolonie hat ſich daher erhalten. Raſtylätze an rheiniſchen Landſtraßen Nach dem Vorbild der Reichsautobahnen ſind auch an den Landſtraßen von der Rheiniſchen Provyinzigl⸗ verwaltung in der letzten Zeit Anlagen geſchaffen worden, die dem Rad⸗, Kraftrad⸗ und Autofahrer Erholung bieten ſollen. An den Straßen beiderſeits des Rheins, im Ahrtreis, im Umkreis des Nürburg, ringes, im Gebiet der hohen Eifel und im Moſeltal wurden derartige Raſtplätze eingerichtet, die durch zweckmäßige Anlage die beſonderen Schönheiten der jeweils umgebenden Landſchaft zur Geltung bringen. Im Gegenſaätz zur Autobahn beſitzen die Raſtplätze an den Landſtraßen eine geringere räumliche Ausdeh⸗ nung. Sie bhieten gewöhnlich drei bis fünf Kraft⸗ wagen und ihren Inſaſſen Raſtgelegenheit. das Weltbad im Schwarzweald Strandbad an der Oos und Lichtentaler Allee Wasserheizanlage für Schwimmbeeken u. Brausen. 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Ferien- ..- his.— „„hakenkreuzhanner⸗“ Warum nicht im Herbſt reiſen? Freitag, 25. Auguſt 1939 auch die Zeit ſymphonie in der Landſchaft, die ten Ernte und der Weinleſe. Ruhe beſchert ſie uns an der und Tälern, in Doch dieſe weile aus. Zeit der le ſtaunen, freundliche Aufnahme. Nirgends herrſch' „Das iſt das Glück der deutſchen Gaue, daß Ueberfüllung, aber ebenſowenig bedrüt⸗ ſie zu jeder Zeit mit einer Ueberfülle an kende Einſamkeit. Ueberall erhält man erma⸗ Naturſchönheiten auſwarten und voller ßigte Preiſe für Unterkunft und Verpflegung Sehenswürdigkeiten ſtecken, die immerfort wech⸗ Sind es nicht mehr Schneeglöckchen und Krokus, die auf den Alpenwieſen uns ent⸗ zücken, ſo erfreuen wir uns am Herbſtenzian, an den großen Sternen der Silberdiſteln am Sonnenhang, wenn wir zu den Berggipfeln hinaufſteigen. Es gibt kein deutſches Reiſe⸗ gebiet, das nicht auch im Herbſt ſeinen Segen über uns ausſchüttet; Seebäder der Rord⸗ und Oſtſee, die Heilbäder, in denen jetzt die Mittel⸗ ſeln. Traubenkuren beginnt, Luftkurorte, Wie jede Jahreszeit ihre Vorzüge hat, ſo 7 des Spätſommers und Frühherbſtes. Sie iſt die Zeit der Farben⸗ tz⸗ liches deutſches Tage köſtlicher See, in Bergen Luftkurorten und Bädern. Ruhe artet keineswegs in Lange⸗ Man braucht nicht eiwa zu fürch⸗ ten, mutterſeelenallein in der deutſchen Land⸗ ſchaft umherwandern zu müſſen, ſondern wird wie viele Feriengäſte unterwegs ſind. ten mit ihren Freuden auf. Im deutſchen tesgadener Land, Klarheit der Sicht, beſonders lohnend machen. Ueberall aber und auf der Hin⸗ ten Abteile. Ruf:„Hinaus in die Ferne!“ zu wahrer Erholung geſtalten. 4 gebirge und Alpentäler, ſie alle locken und war⸗ Weinland ſindet man fröh⸗ Volkstum bei Wein⸗ und Win⸗ zerfeſten. Wie hier die Reifezeit des Weines die Landſchaft beſtimmt, ſo ſind es in den Mittel⸗ gebirgen die farbenbunten Wälder in den deut⸗ ſchen Alpengauen, vom Allgäu bis zum Berch⸗ die Wetterbeſtändigkeit und die Gipfelwanderungen ſo findet man auch im Herbſt und Rückfahrt keine überfüll⸗ Ab Darum gilt auch für die herbſtliche Zeit für jeden, der es ermöglchien kann, der alte Suchen Sie noch heute Ihr Reiſebüro auf; es iſt immer für Sie da und ſtets bereit, Ihnen in Ihren Reiſeplänen zu helfen. Denken Sie alſo daran, wen Sie Ihre Herbſtreiſe antreten wol⸗ len. Erſt mit Hilfe des Reiſebüros können Sie völlig unbeſchwert und ſorgenlos Ihre Freizeit Aus dem am 26. und 27. Auguſt und vom 2 ſtatt. Seinen Höhepunkt bildet wied hrobe, in der die„R Rheinheſſens und des Rheingaues * Kärnten iſt das Land der Extreme. Großglockner⸗Autorennen bei aufwies. * In den Alpenſeen Kärntens Oktober baden, ohne ſich eine zu Der Herbſt iſt hier ebenſo kürz wie der Frühlina und ſeine klaren Sonnentage ſind warm 3 aber glasklarer u Badeſee, in dem man noch getroſt lann, iſt der Klopeiner See der Vorberge, die aus dem Jgunta und Hochobir hinüberleiten. liegt. X Halle feiert ſein herkömmliches Ein kleiner, 25. bis 28. Auguſt. Den Höhepunkt bildet auch in die⸗ ſem Jahre ein Bogtskorſo mit anſchließendem Groß⸗ über dem Kurpark. Ein feuerwerk auf der Saale. Der Mainzer Weinmarkt findet in dieſem Jahre angordnung“ der 24 beſten Weine Schneegeſtöber ausge⸗ tragen wurde, hadeten die Sommergäſte im Wörther⸗ See, der eine Waſſertemperatur von 24 Grap Celſius kleinen Reiſemerkbuch dies von Kärnten“ beißt, gehört zu den weniger be⸗ kannten Gebieten Kärntens. Hier haben ſich mancher⸗ lei Sütten und Gebräuche aus vergangenen Jahrhun⸗ derten erhalten. Im oberen Teil des Tales liegt Prebla u, bekannt durch ſeinen vorzüglichen, alka⸗ liſchen Säuerlina. „bis 4. September er die Spitzenwein⸗ beſtimmt wird. * Uralte deutſche Bauernſiedlungen ſindet man im Kärmer Nockgebirge, das als Wandergebiet bereits Berühmtheit erlangt hat,“ Eine Unzahl ſanfter Berg⸗ luypen, die nicht über 2500 Meier gehen, laufen in lieblichen Almen aus. Während das * Wußten Sie, daß der Wörther⸗See bereits 450 Meter hoch liegt und daß er ſeinen Namen nach dem idylliſchen, am Südufer gelegenen uralten Maria⸗Wörth trägt? kann man noch im holen. und angenehm. * Die älteſte Quelle des Bades Homburg, der Lubwiabrunnen hat eine neue Faſſung erhalten. Tas ſtart kohlenſäuxehaltige Waffer tritt ſetzt in einem Schauglaſe zu Tage, an dem mehrere Zapfſtellen vor⸗ geſehen ſind. nd ſehr warmer im Oktober baden „ der am Beginn lzum Seebergpaß X* Bad Hersfeld erhält zwei neue Fremden⸗ heime. Das eine dieſer Häuſer hat 35 Betten und ſchließt die letzte Baulücke am Hindenburgplatz gegen⸗ zweites Heim ſoll zum Herbſt in Angriff genommen werden. Tgternenfeſt vom * Bad Hersfeld hat neue Parkplätze in vorbildlicher Das Lavanttal, das im Volksmund„Para⸗ Anördnung für mehrere hündert Wagen geſchaffen. Jiengen 350— 650 Heter ober dem Heer Alteftümifcherf Ort Hochrhe in südl. Schuarzu/ al Obermusbac Zimm. m. u. ohne fl. Wass, Warmwasserheiz., ruh., staubfr. Lage, walgreiche Ges. Liegew., eigen, Schwimmbad, Auto⸗ zaragen. Butterküche. Pens, ab 3,.50 RM. Bes.? Gs. Frey. Hökenlultkurort bel Freudenstadt(700 m) Station n. Tel, 280 Dornstetten. Neu eingericht. Gasthaus. Kur- m Allerkseilseenm 620.—b00 m U. 4. M. Bannstat. Ottennöfen, Oppenau, Kraft- postverkehr, Sehenswoerte Klosterruine aus em Jahr 1153. Wilaromontische Wasserfölie i0 Minuien vom flause.— pensſon ab.—, Prospekte. 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Mannkeimer Hol „Bestilseher M“ Fernruf 374. i eeeeee eeee: „hakenkreuzbanner“ deutſche Volkswirtſchaſt Freitag, 25. auguſt 1939 Die Sowiei-Union als Lieferant und Kunde 2051 NWo Mit dem jetzt abgeſchloſſenen Handels⸗ und Kreditabkommen mit der Sowjetunion iſt der erſte Schritt getan, den deutſch⸗ruſſiſchen Handel wieder zu neuer Blüte zu führen. Zwi⸗ ſchen der deutſchen und der ruſſiſchen Wirt⸗ ſchaft beſtehen ſehr weitgehende Handels⸗ und große natürliche Ergänzungsmöglichkeiten. Die 170 Mill. Einwohner der Sowjetunion, davon 133 Mill. in Europa, und die 89 Mill. des Großdentſchen Reiches ſtellen rieſige noch ſehr misbaufähige Märkte dar. Die Sowjetunion hat großen Bedarf an Produktionsmitteln, vor allem an Maſchinen. Deutſchland hat großen Bedarf an mineraliſchen und landwirtſchaftli⸗ chen Rohſtoffen, an denen die Sowjetunion wiederum ungeheuer reich iſt und mit denen ſie die Maſchinen bezahlen kann. In beſchränktem Rahmen hat ſich der Handelsverkehr ſchon bis⸗ her auf dieſer Grundlage entwickelt. 1926 räumte das Reich der Sowjetunion einen Kre⸗ dit von 300 Mill. RM. ein, dem bis 1935 wei⸗ tere Kredite von insgeſamt über 2,3 Mrd. folg⸗ ten. Wie ſchon dieſe früheren, wied jetzt auch der neue Kredit das deutſch⸗ruſſiſche Grſchäft weſentlich erleichtern. Welchen Anteil das Reich an der Induſtraliſierung Rußlands genommen hat, geht daraus hervor, daß die ruſſiſchen Auf⸗ träge an die deutſche Induſtrie ſeit 1926 die Summe von über 4 Mrd. RM. erreicht haben. Nicht zuletzt den deutſchen Lieferungen, deren hohe Qualität von den Ruſſen immer amerkannt worden iſt, iſt es zu danken, daß ſich Rußland in ſo verhältnismäßig kurzer Zeit eine große Induſtrie aufbauen konnte. Die ruſſiſche Induſtrialiſierung Die ruſſiſche Induſtrialiſierung ſteht einſtwei⸗ len ziemlich einſeitig im Zeichen einer Aus⸗ weitung der Schwer⸗ und Rüſtungs⸗ induſtrie, in dieſen Zweigen hat ſie aller⸗ dings bedeutende Erfolge aufzuweiſen. So ſtieg die Kohleförderung von 29,1 Mill. Tonnen im Jahre 1913 auf 131,5 Mill. Tonnen im ver⸗ gangenen Jahre. Während Rußland 1913 noch Kohle einführen mußte, iſt es heute, trotz des geſtiegenen Inlandsbedarfs, ſchon Ausfuhr⸗ land. Bei Erdöl ſtieg die ruſſiſche Produktion von 9,2 Mill. Tonnen im letzten Jahre vor dem Weltkriege auf 32 Mill. Tonnen 1938. Sie ſoll bis zum Jahre 1942 auf 54 Mill. Tonnen ge⸗ ſteigert werdem wobei man vor allem daran denkt, im Mittel⸗Wolga⸗Gebiet ein zweites Baku zu ſchaffen. Bis heute wird allerdings noch der überwiegende Teil des ruſſiſchen Erd⸗ öls im Kaukaſus gefördert. Die Gewinnung von elektriſchem Strom betrug 1913 erſt 2 Mrd. KWy, ſie erreichte 1936 über 36 Mrd. KWh. Be⸗ ſonderen Wert hat die ſowjetruſſiſche Regierung auf den Ausbau der Eiſen⸗ und Stahlinduſtrie elegt. Im Verlaufe des erſten und zweiten Fünfiahresplanes hat ſie in dieſen Induſtrie⸗ zweigen große Inveſtierungen vorgenommen; ein ſichtbarer Erfolg ſtellte ſich beſonders im zweiten Fünfjahresplan ein, ohne daß aller⸗ dings die geſteckten Planziele erreicht wurden. Im Schlußjahre des erſten Fünfjahresplanes — 1932— wurden erzeugt: 6,2 Mill. Tonnen Roheiſen, 5,9 Mill. Tonnen Stahl und 4,3 Mill. Tonnen Walzerzeugniſſe. Bis zum Schlußjahr des zweiten Fünfjahresplans ſtieg die Erzeu⸗ gung auf 14,5 Mill. Tonnen Roheiſen, 17,7 Mitl. Tonnen Stahl und 13 Mill. Tonnen Walzerzeugniſſe an. Im vergangenen Jahre, dem erſten Jahre des dritten Fünfjahresplans, wurden 15, 18 bzw. 13,5 Mill. Tonnen, wobei die geſteckten Produktionsziele allerdings auch noch nicht erreicht wurden, erzeugt. Immerhin ſtellen dieſe Ziffern faſt zwei Drittel derjeni⸗ gen Großdeutſchlands dar, und die Stahlver⸗ ſorgung je Kopf beträgt etwa 105 Kilo gegen⸗ über 291 Kilo im Reich. Auch im Erzbergbau und der Fahrzeuginduſtrie ſind Fortſchritte feſt⸗ zuſtellen. So ſtieg die Erzeugung von Trak⸗ toren von 1300 im Jahre 1928 auf 115 000 im Jahre 1936. Im gleichen Zeitraum ſtieg die Automobilerzeugung von 700 auf 200 000. Da⸗ bei iſt allerdings zu berückſichtigen, daß die Lebensdauer eines ruſſiſchen Autos nicht die der weſteuropäiſchen Autos erreicht. Die neuen Induſtriepläne Im dritten Frühjahrsplan, der ſich von 1938 bis 1942 erſtreckt, iſt eine weitere Steigerung der Erzeugung, vor allem der Produktionsmit⸗ telinduſtrien, beabſichtigt. So ſoll die Kohle⸗ förderung bis zum Jahre 1942 auf 230 Mill. Tonnen jährlich, die Gewinnung von Erdöl auf 51 Mill. Tonnen, von Gußeiſen auf 22 Mill. Tonnen, von Stahlplatten auf 21 Mill. Tonnen, 95˙ ,. eUSSISCHE MID oſ. oEUTd0 SRAUCAT g — 4 vou 2„. 2— 4 755 70 ,,, 4 %0 AusUsT 1939 m, . 5 ,. Te, ſh, H. von elektriſchem Strom auf 75 Mrd. KkWn uſw. erhöht werden. Vorausſetzung, daß dieſes Pro⸗ duktionsprogramm etwa annähern erfüllt wird, iſt die Bereitſtellung von Maſchinen und Fach⸗ arbeitern. Schon die ungenügende Planerfül⸗ lung im zweiten Fünfjahresplan iſt vielfach auf unzureichende Maſchinenausrüſtung der ſh, Betriebe und auf Facharbeitermangel zurück⸗ zuführen geweſen. So fehlt es der Erdölindu⸗ ſtrie an Bohrmaſchinen und Bohrgeräten, die Oelraffinerien arbeiten mit teilweiſe ſtark ver⸗ alteten Anlagen. Beſonders ungünſtig hat ſich die mangelhafte Ausrüſtung des Erzbergbaus mit mechaniſchen Vorrichtungen und Geräten in der Produktion ausgewirkt. Weil es an Ab⸗ bauhämmern und Bohrwerkzeugen fehlte, blieb z. B. die Eiſenerzjördernng in dem wichtigſten ruſſiſchen Revier, dem von Kriwoj Rog, in den erſten neun Monaten 1938 um mehrere Prozent hinter dem Vorjahrsergebnis zurück. Auch in der chemiſchen Induſtrie fehlt es an Maſchinen, beſonders an Spezialmaſchinen für die Her⸗ ſtellung von Soda, Schwefelſäure und ſyntheti⸗ ſchem Kautſchuk. Obwohl Rußland in den letz⸗ ten Jahren ſehr beſtrebt war, die Maſchinen⸗ induſtrie auszubauen, konnte die Produktion den Anforderungen nicht genügen. Zum Teil benötigte die Induſtrie hochwertige Spezial⸗ maſchinen, die ein junges Induſtrieland natur⸗ gemäß noch nicht in der Lage iſt, herzuſtellen. Dann aber auch iſt ein großer Teil der in frü⸗ heren Jahren eingeführten Maſchinen ſtark ab⸗ genutzt und muß erneuert werden. So hat ſich ein recht erheblicher Einfuhrbedarf an Maſchi⸗ 4 9 ES/ 0 4, 4 05FUHE„ 405%% W0 2%s fyssſan ife, e + 4 1927— 353,9 f 1929 425,7 1033— 282.2 f 1933 ⸗ 1094,1 5 rEIue 1938— 23,6 19398-» 37,8 2 2 5 25 kde/s/eine 6*1 6 Felſe 4 E 3 Nsgnitoõors-%½ 4. Gs 37, i 8 Ar 2 23½ , ,. 7 E e- kisen Mlonoon e- Koſle- Hefroeum 0 6- 60/% B- Soumiolſe W0 nen aufgeſtaut, der jetzt durch ſtärkere Bezüge aus Deutſchland gemildert werden ſoll. Die deutſchen Maſchinen in Rußland Deutſchland war ſeit jeher der hervorragendſte Maſchinenlieferant der Sowjetunion, und un⸗ ſere Maſchinen erfreuen ſich auch bei den Ruſ⸗ ſen eines ausgezeichneten Rufes. Nicht zuletzt bevorzugte man unſere Maſchinen auch des⸗ halb, weil mit den Maſchinen Facharbeiter und Werimeiſter kamen, die die Ruſſen anlernten und ſo dazu beitrugen, die Fachärbeiterknapp⸗ heit der Sowjetunion zu mildern. Hauptſäch⸗ lich ſind von den Ruſſen deutſche Werkzeug⸗ maſchinen bevorzugt worden. So ſind im Rah⸗ men des letzten 200⸗Mill.⸗Kredits nach dem Stande vom September 1938 allein für 87 Mill. Reichsmark Werkzeugmaſchinen gekauft worden. Der Reſt verteilte ſich auf Maſchinen für che⸗ miſche Werke, für die Berg⸗ und Hüttenindu⸗ ſtrie, auf elektriſche Kraftmaſchinen uſw. Es iſt anzunehmen, daß gerade dieſe Maſchinen künf⸗ tig wieder ſtärker für die Ausfuhr nach Ruß⸗ land in Frage kommen. Im Austauſch dafür vermag Rußland im weſentlichen Rohſtoffe zu geben, vor allem Holz, Felle, Häute, Flachs, Erze, Gold, Phosphate und Erdöl. Bei einigen Produkten haben ſich allerdings in den letzten Fahren die Ausfuhrmöglichkeiten verringert. So ging die Erdölausfuhr von 6 Mill. Tonnen im Jahre 1932 auf 2 Mill. Tonnen 1937 zurück. In den erſten neun Monaten 1938(neuere Zah⸗ len ſind noch nicht veröffentlicht) erreichte ſie Besondere Treuepflicht des Aktionärs Leipzig, 24. Aug, Erfahrumgsgemäß trifft der dem Vorſtande einer Aktiengeſellſchaft gemachte Vorwurf⸗ der Üntreue in der Regel auch die Geſellſchaft. Die Aktiengeſellſchaft kann zwar als ſolche nicht beleidigt werden. Aber der gegen ihren Vorſtand erhobene ebrenrührige Vorwurf kann ihre Stellung im Wirt⸗ ſchaftsleben erſchüttern, auch wenn er aus einem Verbalten hergeleitet wird. das nicht, unmittelbar die Geſchäftsführung der Aktiengeſellſchaft berührt. Denn das wirtſchaftliche Gedeihen einer Aktiengeſellſchaft wird weithin durch den Grad des Vertrauens be⸗ ſtimmt, das ihrer Führung im Verkehr entgegen⸗ gebracht wird. Zwar hat das Reichsgericht wiederholt eniſchieden. daß Unſtimmiakeiten perſönlicher Art den Beſtand von Verträgen nicht berühren, die nicht von längerer Dauer ſind, kein perſönliches Zuſammenwirken erfor. dern und daher auch' nicht durch die Fortdauer eines guten Einvernebmens und eines gegenſeitigen Ver⸗ trauens bedingt ſind. Das iſt namentlich für einmalige Güterumſatzgeſchäfte ausgeſprochen worden. Damit iſt aber nicht entſchieden, daß nicht eine andere Be⸗ urteilung Platz zu greiſen hätte, wenn jenes Güter⸗ umfatzgeſchäft ſich im Rahmen eines Vertrauensver⸗ hältniſſes abzuwickeln hat, das in beſonderem Maße von den Grundfätzen von Treu und Glauben be⸗ herrſcht wird, d. h. wenn die Erſüllung der aus dem einmaligen Güterumfatzgeſchäft fließenden Pflichten eine innere Verbundenheit mit der Erfüllung der Ob⸗ liegenheiten aus einem beſonderen Treueverhältnis derſelben Parteien auſweiſt. Liegt ein derartiger Sonderfall vor,.h. iſt die Treupflicht des Aktionärs durch ein Vorgehen gegen den Vorſtand der Ac ſchuldhaft verletzt wor⸗ den, dann hat allerdings eine andere Platz zu greifen. Denn die Vorſchrift des 82 BGB(Grundfatz von Treu und Glauben im Ver⸗ kehr) gilt— wie das Reichsgericht in ſeiner Ent⸗ ſcheidung V/zo vom 4. Mai 1939— in beſonderem Maße für das Geſehſchaftsrecht. alſo auch, für das Aktienrecht. Jedem Aktionär liegt der Aktiengeſell. ſchaft gegenüber eine beſondere Treuepflicht ob. Er hat ſich bei allen ſeinen Maßnahmen als Glied der Gemeinſchaft zu fühlen, der ex angehört, und iſt ge⸗ halten, die Treuebflicht gegenüber dieſer Gemeinſchaft zur oberſten Richtſchnur feines Handelns zu machen. Ein ſchwerer— unberechtigt gegen den Vorſtand einer Aktiengeſellſchaft erhobener.— ehrenkräntender Vorwurf kann alſo dazu fübhren, daß der Aktiengeſell⸗ ſchaft ein Rücktrittsrecht auch bei einem Güterumſatz⸗ geſchäft mit dem Verleumdex zuſteht wenn dieſes, im Rahmen eines befonderen Treueverhältniſſes(Aktio⸗ när zur Aktiengeſellſchaft) vorgenommen werden ſollte. Empfang für die Delegatlouen des Weinbaukongresses Bad Kreuznach, 24. Aug. Der Internationale Weinbaufongreß in Bad Kreuznach fand ſeinen eſt⸗ lichenHöhepunkt in einem Empfang der ausländiſchen Delenationen durch die Reichsregierung. Der Reichs⸗ miniſter ſfür Ernährung und Landwiriſchaft. R. Walther Darré“ begrüßte die zahlreichen Gäſte aus dem Ausland und die Vertreter aus Partei und Staat. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Ar⸗ beit des Kongreſſes reichen Erſolg bringen möge und daß ſich die Delegationen aus den fremden Stagten in Deuiſchland, das ſich glückſich ſchätzt, ſie als Gäſte hier zu ſehen, wohlfühlen mögen. Der Präſident des Internationalen Weinbauamtes Paris. Edonard Barthe, dankte Reichsminiſter Darrs für die Auf⸗ nahme“ die den ausländiſchen Delegationen in Bad Kreuznach zuteil geworden iſt. Dabei ſtellte Präſi⸗ dent Barthe den Aufſchwung feſt. der ſich in Deutſch⸗ land in den letzten Jahren auch auf dem Gebiet des Weinbaues bemerbbar gemacht hat.„Ich ſelbſt“, ſo führte er aus,„habe geſehen, wie es noch vor woni⸗ gen Jahren hier⸗ſtand, ſo daß ich aus eigener An⸗ ſchauung beurteilen kann, welchen Wandel Sie ge⸗ ſchaffen haben, Herr Reichsminiſter Darrs.“ Rach dem Leiter der franzöſiſchen Delegation eraniſf der Führer der italieniſchen Delegation, Lai, das Wort zu einer kurzen Dankanſpräche, die mit eimem och auf Großdeutſchland ſchloß. Auch die Vertreter Fugoſlawiens und Rumäniens gab ihrem Dank und ihrer Bewunderung für das in Deutſchland Geſehene üsdruc 5 Achema IX— Frankfurt a. M. 1940 Die Achema IX, Ausſtellung für chemiſche s3 Apparateweſen, die anläßlich des Reichstref⸗ fens der Deutſchen Chemiker und des II. Interngtio⸗ nalen Chemie⸗Ingenieur⸗Kongreſſes vom 28. n bis 7. Juli 1940 in Frantfurt a. M. von der De⸗ chema, Deutſche Geſellſchaft für chemiſches Apparate⸗ weſen e. V. im NS⸗Bund Deutſcher Technik, durch⸗ geführt wird, wird— das ſteht ſeſt— noch bedeu⸗ tungsvoller und größer werden, als die Achema VIII es war. Die erſten 300 Ausſteller haben bereits über 15 000 Ouadratmeter Nettoausſtellungsfläche belegt (bei der Achema VIII belegten die erſten 300, Aus⸗ ſteller rund. 10 000 Quadratmeter Ausſteſnungsftüche). Der letzte Anmeldungstermin iſt der 1. Dezember 1939, doch ſind ſchon jetzt— trotz umfangreicher Hal⸗ lenneubauten— nahezu alle Plätze belegt. kommenden Wirtſchaftsgruppen und ſogar nur 0. Mill. Tonnen. Der Rückgang iſt die Folge davon, daß der Inlandsverbrauch infolge der zunehmenden Motoriſierung ſtärker ſtieg als die Produktion. Wenn mehr Bohr⸗ material zur Verfügung ſtände, würde ſich bei den rieſigen Erdölreſerven der Sowjetunion mit der Produktion zweifellos auch die Aus⸗ fuhr heben laſſen. Ausbaufähiger Handel Da es Rußland an Maſchinen fehlt, die aber Deutſchland liefern kann, und es Deutſch⸗ land umgekehrt an Rohſtoffen fehlt, die Ruß⸗ land in Ueberfluß hat, ſo ſind die Voraus⸗ ſetzungen für eine gute Enwicklung des deutſch⸗ ruſſiſchen Warenverkehrs natürlich und günſtig. In den letzten Jahren iſt als Folge der politi⸗ ſchen Spannungen der Handelsverkehr zwiſchen dieſen beiden von Natur zu einem lebhaften Warenaustauſch vorbeſtimmten Staaten ſiark 1933 führte Deutſchland noch für aus, 1938 nur mehr für 33, Mill. Im gleichen Zeitraum ging die Einfuhr aus Rußland von 194,1 auf 52,8 Mill. RM. zurück. Schon 1940 wird durch das neue Abkommen der deuiſch⸗ ruſſiſche Warenverkehr wieder auf den norma⸗ len Stand von 1933 gebracht werden. Damit wird Deutſchland wieder den erſten Platz im Ruſſenhandel einnehmen, den es vorübergehend an England und USA verloren hat. Beſonders die Amerikaner haben ſich in den letzten Jah⸗ ren ſtark in das ruſſiſche Geſchäft eingeſchaltet. Allerdings haben ſie, wie auf allen andern Märkten auch, weit mehr verlauft als gekauft. In den erſten zehn Monaten 1938 führten ſie für 353 Mill. Goldrubel Waren nach der Sow⸗ jetunion aus, ſie kauften aber nur für 75 Mill. Dagegen iſt der deutſch⸗ruſſiſche Handel von vornherein auf den Grundſatz der Gegenſeitig⸗ keit abgeſtellt. Deutſchland wird ſoviel von Rußland kaufen, wie es umgekehrt nach der Sowjetunion abſetzt. 7 2 Mill. RM. Waren nach der Sowfetunion ſthein-Mainische Abendbörse Knapp behauptet An der Abendbörſe machte ſich zunehmende Zu⸗ rückhaltung und ein weiteres Nachlaſſen der e- ſchäftstätigkeit bemerkbar. Der geringe Auftragsein⸗ gang betraf zwar beide Seiten, überwiegend erfolgten aber weitere Realiſationen, ſo daß ſich am Aktien⸗ markt eine weitere leichte Rückbildung der Kurſe ergab. IG Farben fanden mit /½ Prozent auf er⸗ mäßigter Baſis Aufnahme mit 152/, Bemberg ver⸗ loren 1 Prozent auf 131 und von anderen führenden Werten ſtellten ſich Verein. Stahl auf 99(99/½), Mannesmann auf 104¼(104¾½), AEc auf 115/½ (116) und Hoeſch auf 105¼(105½). Laurahütte lagen mit 18·¼ knapp behauptet. Leicht gebeſſert waren u..: Gesfürel um ½ Prozent auf 128½. Am Rentenmarkt war das Geſchäft im allgemeinen gering, 4½ Proz. Bayer. Goldpfandbriefe Reihe VII unverändert 100, 5 Proz. Mühlheimer Berg nach Pauſe. 98(98), 6 Proz. JG Farben 119½ und Reichsbahn⸗VA. 122/; Steuergutſcheine Serie 1 wurden mit 98,85 gehandelt. Getreide Getreidenotierungen in Rotterdam Rotterdam, 24. Aug. Weizen(in Hfl. v. 100 Kilo): Per Sept. 3,40, per Nov., 3,55, per Jan, 3,75, per März 3,87½.— Mais(ein Hfl. p. Laſt vön 2000 Kilo): Per Sept. 87½, per Nov. 88½, per Jan. 89½, per März 91. Mannheimer Produkten Alles unverändert. Lieferantenablöſungskredite der Sparlaſſen Berlin, 24. Aug. Seit längerer Zeit hat man ſich im Sparkaſſenfeitor mit beſonderer Aufmerkſamkert dem roblem der Ablöſung bzw. der von Lieſerantenkreviten zugewendet. Nachdem kürzlich bekanntlich die Höchſtarenze für Blankokredite der preußiſchen Sparkaſſen, insbeſondere auch zur Finan⸗ zierung volkswirtſchaftlich wichtiger Aufgaben. zu denen auch die Geiwährung von Krediten an den Nachwuchs in Handel, Handwerk, Landwirtſchaſt uſſw. ſowie die Kredite zwecks Vermeidung oder? b⸗ löſung eines Lieſerantenkredits gehören, erhöht wor⸗ den iſt, hat nunmehr der Reichswirtſchaftsmimiſter die vom Deutſchen Sparkaſſen⸗ und Giroverband ent⸗ worfenen Richtlinien für Lieſerantenablöſungskredite der Spartaſfen genehmigt. Danach kann auf beſondere Sicherftellung des Kredits verzichtet werden, ſofern der Kreditnehmer zur Stellung, ſatzungsmäßiger Sicherheiten nicht in der Lage iſt. Folglich wird bei der Gewährung von Lieſerantenablöſungskrediten nach Maßgabe der Richtlinien insbeſondere der Blanrokredite in Betracht kommen. Die Richtlinien, Einvernehmen mit den in Betracht Gliederungen verſchiedene wichtige eine verſtärkte Ge⸗ blöſung bzw. Ver⸗ Spar⸗ die im engen entſtanden ſind, enthalten ſerner krediolitiſche Grundſätze, ſo da währung von Krediten zwecks meidung von Lieſerantentrediten ſeitens der kaffen in nächſter Zeit zu erwarten iſt. Aus der deutschen Ostmark Holzstapelplätze zu beiden Seiten der Straße bei Wörgl in Tirol zeugen von dem Holzreich- tum unserer deutschen Ostmark. Aktuelle Bildzentrale(M) Bedeute „Bitte 9 Minute f Amtes O daß Oris den. Hier Friedens, den er ſt. Kaum ko abläſſig en der den A Verpflegu und nicht leitung de bearbeitet 10 monat. Das gan; ſationsleitu berg am N Parteitages dann ſchon an denke tag vorzul Schon im ben an die nehmern Bis Mitte merziffern bhar anſchlie dung die „an die zuſt⸗ herausgeher und Planun zwiſchen iſt erſten Auft. bergs, Pri menden Rei heraus. Ne wichtige Pl quartiere, d. ausgeſtaltet rungen wer Amtes Orge terial muß Jür mehre Gerade hi lager und wiederei + worde at auf Gel natürlichen Jahren als nicht geeign Gelände wi Wahl von legung Reihe vo die Gaue B dorf, Kurme ſem Jahre ſein. Auch d terkunft des legt worden. In dem Ausbauten ſtraßen wur gänge zu de aber ergab Lager zu ve der SA⸗Gru landes und SA-⸗Einheite SA teilnehr vergröße Zeltlager de dieſem Jahr beim Rei ein. Ebenſe as Zeltlage 4 Wiener Arb mit Blumen uguſt 1939 Rückgang iſt dsverbrauch rung ſtärker mehr Bohr⸗ irde ſich bei Zowjetunion ch die Aus⸗ fahlt, die es Deutſch⸗ lt, die Ruß⸗ die Voraus⸗ des deutſch⸗ und günſtig. e der politi⸗ ehr zwiſchen m lebhaften taaten ſtark no noch für Sowfetunion Im gleichen tußland von Schon 1940 der deutſch⸗ den norma⸗ den. Damit en Platz im rübergehend Beſonders letzten Jah⸗ eingeſchaltet. llen andern als gekauft. 8 ſie ch der für 75 Mill. Handel von Gegenſeitig⸗ ſoviel von rt nach der idbörse ſehmende Zu⸗ ſſen der e⸗ Auftragsein⸗ end erfolgten am Aktien⸗ ig der Kurſe ozent auf er⸗ Bemberg ver⸗ ren führenden uf 99(99/), G auf 115¼½ Laurahütte icht gebeſſert t auf 128½. n allgemeinen efe Reihe VII er Berg nach n 119½ und ine Serie 1 erdam n(in Hfl. p. „55, per Jan. Hfl. p. Laſt r Nov. 881½, Sparlaſſen at man ſich im rkſamkert dem i von jdem ürzlich kokredite der ich zur Finan⸗ Aufgaben, zu diten an den Landwirtſchaſt zung oder Ab⸗ „ erhöht wor⸗ tſchaftsminiſter roverband ent⸗ blöſungskredite auf beſondere verden, ſofern itzungsmäßiger Folglich wird löſungskrediten beſondere der ie Richtlinien, n in Betre Gliederungen iedene wichtige verſtärkte Ge⸗ ma bzw. Ver⸗ ns der Spar⸗ Holzreich- entrale(I) — „hakenkreuzbanner“ fus der Bewegung Freitag, 25. Auguſt 1959 le Haupiguarlier des Reichsparteilags: Bedeutende Verbesserung der Zeltlager in Nürnberg/ An jede Kleiniskeit ist diesmal gedacht worden „Bitte dringend Berlin!“„Ach, Fräulein, verbinden Sie mich mit München 83 24!“ Minute für Minute werden Ferngeſprüche angefordert, blinken in der Telephonzentrale des Amties Organiſationsleitung des Reichsparteitages die kleinen Lämpchen auf, die anzeigen, daß Ortsgeſprüche mit den verſchiedenen Dienſtſtellen der Behörden Nürnbergs geführt wer⸗ den. Hier erhült der Beſucher, der jetzt, wenige Wochen vor Beginn des Reichsparteitages des Friedens, durch das Haus der Organiſationsleitung der Reichsparteitage in Nürnberg geht, den erſten Eindruchvon der emſigen, raſtloſen Arbeit, die hier geleiſtet wird. Kaum kommen die Telephoniſtinnen in der Zentrale einmal dazu, aufzuſchauen, denn un⸗ abläſſig werden Auskünfte verlangt:„Fräulein, ich möchte einmal den Parteigenoſſen ſprechen, der den Aufbau der Zeltlager bearbeitet!“ Der Nüchſte will mit der Stelle verhandeln, die das Verpflegungsweſen unter ſich hat. Anfragen an den Aufmarſchſtab der SA, der i kommen, und nicht weniger begehrt iſt das NSͤ und nor allem die Dienſtſtelle in der Organiſations⸗ leitung der Reichsparteitage, die die Wagengeſtellung vor und wührend des Parteitages bearbeitet. 10 monate vorher füngt es an Das ganze Jahr über iſt das Amt Organi⸗ ſationsleitung der Reichsparteitage in Nürn⸗ berg am Werk, erledigt nach dem Ablauf des Parteitages die Abwicklungsarbeiten und muß dann ſchon Mitte Januar wieder dar⸗ an denken, den kommenden Partei⸗ tag vorzubereiten. Schon im Januar geht das erſte Rundſchrei⸗ hen an die Gaue heraus, durch das die Teil⸗ nehmermeldungen angefordert werden. Bis Mitte März müſſen dann dieſe Teilneh⸗ merziffern in Nürnberg ſein, damit unmittel⸗ bar anſchließend an das Einlaufen der Mel⸗ dung die Transportrundſchreiben an die zuſtändigen Dienſtſtellen in den Gauen herausgehen können. Hier wird die Verteilung und Planung der Sonderzüge vorbereitet. In⸗ zwiſchen iſt der Mai herangekommen, und die erſten Aufrufe an die Einwohnerſchaft Nürn⸗ bergs, Privatquartiere für den kom⸗ menden Reichsparteitag bereitzuſtellen, gehen heraus. Nebenher aber läuft die beſonders wichtige Planung der Zeltlager und Maſſen⸗ quartiere, die von Jahr zu Jahr verbeſſert und ausgeſtaltet worden ſind. Vielfältige Anforde⸗ rungen werden hier an die Dienſtſtellen des Amtes Organiſationsleitung geſtellt, denn Ma⸗ terial muß beſchafft werden. Jür mehrere Gaue neue Zeltlager Gerade hinſichtlich der Ausrüſtung der Zelt⸗ lager und Zelte iſt in dieſem Jahre wiedereingroßer Schritt vorwärts worden. Das Amt Organiſationsleitung hat auf Gelände verzichtet, das infolge ſeiner natürlichen Feuchtigkeit ſich in den vergangenen Zahren als für die Aufſtellung der Zeltlager nicht geeignet erwieſen hat. Neues, trockneres Gelände wurde ausgeſucht, und mit dieſer Wahl von anderem Gelände war die Ver⸗ legung der Zeltlager für eine Reihe von Gauen verbunden. So werden die Gaue Baden, Pommern, Kurheſſen, Düſſel⸗ dorf, Kurmark und Magdeburg⸗Anhalt in die⸗ ſem Jahre an anderen Stellen untergebracht ſein. Auch das Lager des RSͤc und die Un⸗ terkunft des weiblichen Arbeitsdienſtes iſt ver⸗ legt worden. In dem Zeltlager der S A ſind erhebliche Ausbauten durchgeführt worden. Die Zelt⸗ ſtraßen wurden feſt ausgebaut und die Zu ⸗ gänge zu den Zelten befeſtigt. Darüber hinaus äber ergab ſich die Notwendigkeit, das SäA⸗ Lager zu vergrößern, da durch die Teilnahme der SA⸗Gruppe Sudeten, der SA des Memel⸗ landes und der im Protektorat a SA⸗Einheiten die Zahl der am Aufmarſch der Su teilnehmenden Männer ſich erheblich vergrößert hat. Auch das NSͤ, das im Zeltlager der SA untergebracht iſt, wird in dieſem Jahr faſt vierfach ſo ſtark wie beim Reichsparteitag 1938 vertreten —3 Ebenſo wie das SA⸗Lager wurde auch as Zeltlager der vervollſtändigt und eine Reihe von Neubauten durchgeführt. Beſonders ——— iſt die Errichtung von feſten Verpfle⸗ gungsbaracken und einer Stabsbaracke für die Reichsführung. Die Straßen im F⸗Lager wurden gleichfalls befeſtigt. Uervenzentrum der Dorbereitungen War dies ein kleiner Blick in die Arbeit, die von den verſchiedenen Stellen des Amtes Organiſationsleitung der Reichsparteitage zu leiſten iſt, ſo überzeugt ein Rundgang durch das Haus Guntherſtraße 45, in dem dieſe—— untergebracht iſt, von der Fülle der Arbeit und der Probleme, die hier zu bewältigen ſind. Wer denkt daran, daß die Einlaßkon⸗ trolle zu den verſchiedenen Veranſtaltungen des Reichsparteitages ſoviel Sorge macht, daß hierfür ein beſonderes Referat not⸗ wendig iſt? Wer hat ſich ſchon einmal überlegt, daß die Aufmärſche von Veranſtaltungen wäh⸗ rend der großen Tage in Nürnberg ein 7 reiches Netz von Fernſprechſtellen notwendig machen, die durch das Referat Fern⸗ ſprechweſen vorbereitet werden? nehmer am Reichsparteitag aber hat ſchon die Tätigkeit jener Männer miterlebt, die für das Geſundheitsweſen verantwortlich ſind, „die ſich in den Lagern der Formationen um die Krankmeldungen kümmern und bei den großen Aufmärſchen ſtets zur Hilfeleiſtung be · reit ſind. Ein Referat für das KdßF⸗Dorf plant die Darbietungen, die dieſes Jahr im Koß⸗Dorf wieder viele Hunderttauſende er⸗ freuen ſollen, und bereitet gleichzeitig alles fur die Aufnahme der 16 000 Koß⸗Urlauber, unter denen ſich Arbeiter vom Weſtwall und von der Reichsautobahn befinden, vor. Das NS⸗Flie⸗ gerkorps hat in dieſem Jahre beſondere Arbeit zu leiſten, und zwar, weil es bedeutend ſtärker als bisher vertreten ſein wird. Neben der der Maſſenquar⸗ tiere, der Zeltlager, des Verpflegungs⸗ und Wirtſchaftsweſens und der bedeutſamen NS⸗ Kampfſpiele, die auch in dieſem Jahre wieder einen der Höhepunkte des Parteitages dar⸗ flellen, iſt eine beſondere Dienſtſtelle damit be⸗ ſchäftigt, den Parteikongreß und die Wetagune vorzubereiten und für die würdige Ausgeſtaltung zu ſorgen. Nicht zuletzt ſei ſchließlich das Referat, das die Unter⸗ bringung der vielen hundert Preſſever⸗ treker vorbereitet, erwähnt, das ebenſo wie Jeder Teil⸗ Das neue Achselstück der SA Das neue Achselstück der SA, das jetzt bel allen SA-Stürmen Grohdeutschlands eingeführt wird. Weltbild(M) das Referat Propaganda bedeutſame Ar⸗ beit zu leiſten hat, die aber der Oeffentlichkeit kaum ſichtbar wird. Blickt man in die Zimmer hinein, dann ſieht man Männer, die den ganzen Tag kaum vom Telephon lostommen, elſrig Steno⸗ typiſtinnen und nicht zuletzt Beſucher und im⸗ mer wieder Beſucher, die geſchäftliche Dinge beſprechen wollen und einen erheblichen Teil der geſamten in Anſpruch neh⸗ men. Seit Anfang Juli iſt die Organiſations⸗ leitung zuſammengetreten und haben die ein⸗ zelnen Referate in verſtärktem Maße ihre Tätigkeit aufgenommen. Herbert Staake 0 11 Ein prächtiges Buch der Reichsſusend fün rung über die Gestaltung des lnnenraums Baldur von Schirach hat die Aufgabe der Hitler⸗Jugend einmal mit ven Worten um⸗ riſſen:„Die Hitler⸗ZJugend iſt eine weltanſchau⸗ liche Erziehungsgemeinſchaft“. „und der beſte Hitlerjunge iſt derjenige, der ganz in der nationalſozialiſtiſchen Weltan⸗ ſchauung aufgeht.“ Mit dem Geſetz über die HF vom 1. Dezem⸗ ber 1936 iſt dieſer Erziehungsauftrag dann auch vom Führer beſtätigt worden, und der itler⸗Jugend wurde neben der körperlichen Ertüchtigung auch die geiſtige und ſitt⸗ liche Erziehung der geſamten deutſchen Ju⸗ gend zum Dienſt am Volk und an ſeiner Zu⸗ kunft übertragen. Die Stätte, an der dieſer Auftrag erfüllt wird iſt das Heim der Hö mit ſeinen Außenanlagen. Während Sportplatz und Turnhalle der Uebung und Stählung des Körpers dienen, ſollen Scharraum, Werkſtatt, Bücherei, Muſikzimmer und Feierraum die Stätten der geiſtig⸗ſittlichen Erziehung ſein. Und dabei wird vor allem an regelmäßige Heimabende in den Scharräumen gedacht, über deren beſondere Aufgaben im Rahmen der ganzen Erziehungsarbeit der Reichsjugend⸗ führer einmal figten Heimabend— kein Maſſenabend! „Dieſe Heimabende der ö ſollen allwöchent⸗ lich die kleineren Einheiten zuſammenführen. ier wird die Bindung des Kameraden zum ameraden hergeſtellt, und deshalb darf es auch kein Maſſenabend ſein. Er ſoll ſtets unter einem Gedanken ſtehen und wird davon ganz beherrſcht, Es wird geſungen, geleſen und geſprochen, und dann ſchließt ſich eine Aus⸗ ſprache an, an der jeder beteiligt werden ſoll. Der Heimabend iſtein Teil des Dienſtes der Hitler⸗Jugend, darum darf ſeine Form nie Auf dem Relchsparteitaggelünde in Nürnberg herrscht bereits Hochbetrieb Wiener Arbeitsmänner schmücken die Eingünge zu den Zelten im Lager Nürnberg-Langwasser mit Blumen. (Presse-Bild-Zentrale-.) ſo gelockert werden, daß der Gedanke des Dien⸗ ſtes dabei verloren geht. Es kommt auch nicht darauf an, wieviel an einem Heimabend ge⸗ redet wird, ſondern was. Mehr und mehr müſſfen unſere Heimabende zu Abenden der Schulung werden, und zwar einer von der ganzen Jugend getragenen Schulung. Der Zu⸗ fammenhalt der Jugend untereinander, ihre Kameradſchaft, ihre Freude an der Arbeit der HI hängt nicht zuletzt vom Heimabend ab.“ Hatürlich, echt und Klar! Von dieſem Wort her kommen wir am ſchnellſten zur poſitiven Beantwortung der Frage, ob die Hitler⸗Jugend außer den Ju⸗ gendherpergen und Zeltlagern, die ihr die Durchführung ihres Fahrtenprogramms er⸗ möglichen, außer Sportplätzen, Turnhallen und Schwimmbädern für die körperliche Ertüch⸗ tigung auch eigene Heime braucht. Als dieſe Forderung nach 1933 in ſteigendem Maße er⸗ hoben wurde, iſt ſie durchaus nicht überall rich⸗ tig verſtanden worden. Es gab Stadt⸗ und Ge⸗ meindeverwaltungen, die ſolche Wünſche der HI für überſpannt hielten. Es gab Architekten, die im Herzen nicht jung genug waren, um die Heime der Hzg ſo geſtalten zu können, wie es ihrer beſonderen Zweckbeſtimmung und dem Geiſt unſerer Zeit entſpricht. Es gab überdies auch— wir können das heute getroſt zugeben — HI⸗Führer, die aus ihrer Arbeit heraus wohl wußten, was an Räumen für die Pimpfe und für die andern jungen Marſchierer im Braunhemd benötigt wurde, die aber die Form noch nicht beherrſchten, noch nicht beherrſchen f nten, wie ſolche Baufragen, zu löſen ind. Aber dieſe Dinge beſſerten ſich bald. Die große Heimbauaktion des Reichsjugendführers lockerte überall den Boden, Siſfuh, ſtädtiſchen Baudezernenten die Augen, entfachte das In⸗ tereſſe der jungen Architekten und ſchaffte Muſterhäuſer, die eine ſichtbare Verwirk⸗ —— des weltanſchaulichen Strebens unſerer Jugend waren. Wir denken da vor allem an das Muſterheim der He auf der Berliner Ausſtellung„Gebt uns vier Jahre Zeit!“ im Jahre 1937. Seitdem iſt das eigene 5 der Hi zu einem feſtumriſſenen Begriff und zu einem Ehrennamen für beſte bauliche Leiſtung und zweckmäßige ien lung geworden. Hunderte von Heimen wuchſen inzwiſchen in den großen deutſchen Städten, ſtehen heute auf unſern Bergen und in der Weite der Ebenen. Natürlich in der Schön⸗ heit des verwandten Materials, echt in der Durchbildung tlar in ihren Grundriſſen und lauter in ihren Formen, ſo zeichnen ſie ſich vor vielen anderen Bauten aus. Wenn auch Wind, Wetter und Erde von den Bergen der Oſtmark bis zur Rord⸗ und Oſtſee den Heimbauten der H§ überall ver⸗ ſchiedene Züge einfügen, ſo iſt es doch ein deutſches Geſicht und die Haltung einer jun⸗ gen Gemeinſchaft, die ſie alle gemeinſam tra⸗ gen. Als Bauten dieſer Gemeinſchaft über⸗ ragen ihre Feierräume die Häuſer des Alltags, ſind ihre Plätze bedeutungsvoll eingeordnet in das Gefüge der Städte und auf die überragen⸗ den Bauten bezogen, die aus der Größe ver⸗ gangener Jahrhunderte entſtanden. So ſolgt der Heimbau der H§ der geſchichtlichen Tat⸗ 3 daß ſichalle großen Erziehungs⸗ yſtleme auch ihre typiſchen Räume ſchaffen, um ihr Geſetz und ihr Programm in ſteinernen Anlagen unwandelbar niederzu⸗ ſchreiben. Dieſen Eindruck gewinnt man ſehr ſtark, wenn man durch die Werkhefte für den Heimbau der Hzg blättert, die von der Reichsjugendführung der NRSDAp herausge⸗ eben worden ſind. Soeben iſt der Band II er⸗ Pienen(Vexlag Erwin Stacel, 40 8). Er befaßt ſich vor allem mit der Geſtaltung des Innenraums in den neuen Heimen für die Ju⸗ end des Führers. Bannführer K. W. Heinkich 5 artmann zeichnet für die Zuſammenſtel⸗ lung des außerordentlich umfangreichen Teki⸗, Bild⸗ und Zeichenmaterials 15 geröf Ftlich. Und er hat ſeine Aufgabe glänzend gelöſt. Ein Wort des Führers wurde dabei dem Band II vorangeſtellt:„Die Heime der Hitler⸗ Jugend ſind Erziehungsſtätten einer Genera⸗ tion, die dazu auserſehen iſt, die Zukunft des Reiches zu ſichern. Staat und Partei ſind dar⸗ um verpflichtet, unſere Jugend beim Bau ihrer Heime tatkräftig zu unterſtützen.“ Daß insbeſondere die Geſtaltung der Heimräume eine große Aufgabe vor der Zukunft unſerer Nation iſt, das erkennt man beim Leſen im Band II dieſer„Werkhefte“ recht deutlich. Fein, wie da herausgeſtellt wird, daß unſere Jungen und Mädel in den Heimen der HI ihre erſte richtige Vorſtellung erhalten vom nationalſozialiſtiſchen Raum ſchlechthin. Nach dieſem Eindruck werden ſie ſich— ſagt das Buch mit Recht— ſpäter einmal auch ihre Wohnungen ſchaffen. Dies aber iſt entſcheidend für die Einheit unſerer Erziehung im neuen Reich und damit für die Einheit un⸗ ſeres ganzen inneren Lebens, daß alle Räume, von der Wohnſtube des Volkes bis hin zu den großen Weihebauten, zwar in lebendiger Viel⸗ falt der Zwecke und Beſtimmungen, aber aus einer Haltung gefügt ſind und zu einer Haltung führen. Bis in alle Kleinigkeiten So darf man alſo den Wunſch hegen, daß ſer alle verantwortlichen Männer der Partei, ſer ſtaatlichen Behörden und der Stadt⸗ und Gemeindeverwaltungen recht tief in dieſes ſo beſcheiden nur„Werkhefte“ genannte Buch ver⸗ enken. Da a der Raum mit all ſeinen Slementen(Wand, Decke, Fußboden, Türen, Fenſter, Farbe) in ganz neuer Form. Man er⸗ kennt, daß Größe und Weiträumigkeit durch⸗ aus nicht von der vorgeſchriebenen Quadrat⸗ meterzahl abhängen, ſondern immer bedingt ſind durch eine richtige räumliche iörißihfung Natürlich dürfen weder die Grundrißlöſung des ganzen Baues noch die Form und die Aus⸗ ſtattung des einzelnen Raumes kleinlich oder ängſtlich ſein. Es kommt auch nicht darauf an, ſie möglichſt intereſſant und abwechflungsreich zu machen. So wie der Grundriß klar und überſichtlich ſein ſoll, wie die Ordnung des ganzen HJ⸗Heimes ſchon beim Betreten der Eingangshalle eindeutig zu erkennen ſein muß, ſo ſollen die weſentlichen Räume jedes Heimes, alſo die Scharräume, auch in der grundrißlichen Anordnung zwingend und über⸗ zeugend in Erſcheinung treten. Aus dieſen Hinweiſen ergibt ſich ſchon, daß der neue Band der„Wexkhefte“ das Problem ſo weit wie irgend möglich angefaßt hat und aufrollt. Da werden zum Schluß ſelbſt ſolche ſcheinbaren Kleinigkeiten wie die zweckmäßig⸗ ſten Lichtträger vorgeſchlagen, werden ferner alle ſchmückenden Elemente für die Innenraum⸗ geſtaltung berückſichtigt, praktiſche Fragen wie die Schaffung des Luftſchutzraumes und einer BDM⸗Lehrküche behandelt und ſogar genau angegeben, wie der Hausrat der H§ ausſehen ſoll und welche Bücher in die Heimbibliothek gehören. Wirklich, ein lehrreiches, vorbildliches Buch! hwi. „HBakenkreuzbanner“ Friladrieh Denfer, EVa § was flomisches wie die Geschichte von dem àngeblich toten und dabel Springlebendisen 4 „SCHNEIDER WISBEI“T“ laaben Sie lauge nicht eelekt Was dieser umwotsichtige Patriot, in der Nopoleon-Zeit ver- meintlich Verstorbener, olles euszustehen hot, und vie er schlieblich dis fremder Nonn seine eigene Frou heitotet, die mit inm in ein drollig verenotetes lugenlnòuel verstricłkt ist · dos schildert in lustigster Weise diesef nach dem vielge- Spielten Vollsstũck von Rüller- Schlösser gestoſtete Fiſm- — 2S — — — — — — — — — — — 1 — — — — — — — — — — — Un den Neuptrollen: E. Ponto, Fita Benkhoff, lrene. Meyendorff Tinschmann, Ludwig Schmitz, Günther Lüders Mubert v. Meyerlnek, M. A. v. Schlettow)- Spielleitung: Viktor de Kko-˙ jm Vorprogromm: Neueste Deulig Wochenscheu und Kulturfiim:, sonne ũber dem Spessdft“ A1 heute Freitag! Anfengszeiten:.00.25.25.50 Unr IIMI SCHAUEBUnG lifminmim K 1. 3. Breitestr. Fernruf 24088 —S tamttag, 26. August wieder die immer 20 lustige Mondschein- Dampfertaun lach Worms mit Besuch des Backfisch-Eestes 2 Stel. Aufanthalt in Worms Musik ⸗ Tanz Sord u. inworms Abfahrt 20.20 Uhr. Rückkunft 60 Unr- Fahrpreis: Hin und zurück RM..40. 3 kurz unterhalb der Rheinbrũcke bei der„Köln-Düsseldorfer“. Die Fahrt findet bei ie- der Witterung statt. Regensichere Sitzgelegenheit. Karten beim Mannheimer Reise⸗ büro Plankenhof.-Restl. Karten am Schiff. Zum DBackfisehfest nach Worms (großer Festzus 14 Uhr) mit dem grosen Rheindampfer, Stadt Düsseldorf“ Sonntag.00.45 12.43.43 Unr Abendfahrt 19.45 mit u. ohne Aufenthalt Fahrpreis f Rhi.10 177 KrA- 60 „Köln-Düsseldorfe Abfahrt an der Rheinbrücke 151124 Anzeigen im 55 machen ſich immer veöahn Aountag. 27. Al. a bends 20 Uhr Erie drichsꝑgark Ein einmaliges festliches Ereignis! Gastspiel Ozita derrano lie berähmie dlenzche ied-.cramzonsängerin Kurt Engel der beliebte Solo-Kylophonist von der Staatsoper Berlin mit seinem eigenen Orehester E intrittspreise RM.20 einschl. Tonz und Steuer Annmunmunmnnnunmnumunnnmununmmnnnnmnmmmnnummumur. Sie sclion dos erste programm der Winterspielzelt in der Lihelle gesehen Es ist sehr gut! entklaszige artisusche Abendvorstellung tägl. 20.50 Uhr Samstag 16 Uhr: lanztee mit Kabarett EINTRITTFREII Sonntog 16 Unr: Familien Vorstellung Tischbestellungen: LEGII Ab heute: tsch. Unterhaltungsf. Gisels Uhlen, Viktorls v. Ballaaske, Gustav Knuth ummern vom Varieté Carl Kuhlmann, Hermann Speelmans, Jos. Zlober und Haharett stellen Beg.:.00 u..20- Jugend ab 14 J. zugelassen sich vor! Femruf 22000 ——————— — Heute Freitag nöchmittsgęs undobends TANZ auf 4 Tenzflächen-· Eintritt frei! 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Kattermann; iann; Stellverneg den Partner Anmeldungen umgehend- Fernsprecher 5641 Dr. Fürgen Bachmann; Epef vom Dienſt? Heimuch Wi einkommens e nnenpolitik: F1 Deutſ 8 — Uelbelbenckn Smastkn- u. WSSAII Ae. nzenpont5. A. Wiheini Kigrer, näge eiwoner Berca- nerbe Jan 4 Auskunft und Anmeldung auch 05 mn 0 6, 4—* ĩ— Anolh; ein Urlaub; Vertreter. 5 1 3216 10— iunia: Helmul Schulz; Heimatte ihFrig Dags; * chuls; eil: Fritz Haas; Lokales Zanktionskrie ognm: meugæhastar Helmuth Wüſt(in lürlaub; Vertreter: Dr. Herin. Knol in Manch kchibutihuf: T A N„Schule Pfirrmannffaihna ber b. Anögobe? Wimeim Rahet in mif d wer ⸗Ausgabe: elm Ratzel(i 7 it dieſ 5 L 4, 4(Heethovensodl) die Reſſortſchriftleiter): Bilder: die Reftoriichrifeh Mit —.— 4—— Ständiger Berliner ih verk wurde ff 27* 2 1 2 2 Antangerhurte beginnen: Montag. 28. Aug., Freitag. 1. Sept. Dahlem.— Berliner Shrlftleitung: Haus re Anmeldungen erbeten. Sprechzeit von 12-14 und ob 20 Unr] RMeiſchach, Berlin Sw. 68, Charxlottenſträße 82.—. 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