verzichtes h fiedler — ———————— g! ert arttellungkunſt! das elnzig · artige Alllinun bE schon dos lied: elt versinken, er gerchehn.“ ely ommenpiel mit programm: e Fox · Wochemcheu ꝛend nicht zugelesen Seckenheimer Straße 13 40 Ffamilien- C rlängerung lmen, denn zu Kinofachmann an den Planken 3 Dienſt: Helmut ann Knoll); Veran r Bachmann er; Wirtſchaftspo „Urlaub; Vertreter litik und Unterhal⸗ Fritz Haas; Lokales: r: Dr. Hermi. Knoll Hermann Knoll; G% Matzel(in Uriaubz ie Reſſortſchriftleiten diger Berliner Miß v. Leers, Berlit itung: Hans Graf nſtraße 82.— Nacht erboten.— Für deſ im M. Schatz, Manm 3 16250 r 31 600 Uüber 47 851½ r 550 1 7150 n lber 3 mann; 1 7 70ʃ% 450 4000 über 4 f über b0 b0t 14 3 13 R 3, 14/15. Verlag und wöchentlich Schriftleitung: Mannheim, Hakenkreuzbanner“ Ausgabe A erſcheint monatlich 2,20 RM. und 50 Pfg. ilich 72 f 70,08 Pfg., Poſtzeitungsgebühr) zuzüglich 72 Pfg. wöchentlich 7mal. B „Bezugspreiſe: Frei Haus monatlich 1,70 RM, und. Tr. die Poſt 1,70 RM.(einſchlietzlich 53,06 Pfa. Voſtzenmasoebliör) Zuälauch 42 Pf6„Beſtellgeld. Abend⸗Ausgabe A Fernſpr 12mal. Bezu durch die Beſtellgeld.—55 Ausgabe B ech⸗Sammel⸗Rr. 354 21. Das 3preiſe: Frei Haus „20 RM. leinſchließlich erſcheint erlohn: durch Voſt Einzelverkou 9. Jahrgeng MANNHEIM hindert, ſo beſteht kein Anſpruch auf meterzeile im Textteil 18 Pfg.— Nummer 370 Einzelverraufspreis 10 Pig.— Iſt die Zeitung am Erſcheinen(auch durch höhere Gewalt) ver⸗ Entſchädigung eie amtauflage: Die 12⸗ geſpaltene Millimeterzeile 15 Pfg Die Ageſpaltene Millimeterzeile im Textteil 1,00 RM. Schwer⸗ zinger und Weinheimer Ausgabe: Die Miar Die 4geſpaltene Milli⸗ Zahl⸗ m ungsort: M. Gerichtsſtand: Mannheim. Poſtſcheckonto: Zudwigshafen a. Rb. Nr. 4960. Verlagsort: Mannbheim. „— Anzeigen: Geſam annheim. Ausſchließlicher Freikag, 25. Auguſt 1939 Poꝛen richten jurchtbares Vintbad an Aufständische schieſen auf Gefangene/ Acht Tote, viele Verletzte 3* Mannheim, 25. Auguſt. von Rapallo zum 25. Auguſt 1939 In der Präambel des deutſch⸗ruſſichen Nicht⸗ angriffs⸗ und Konſulationspaktes, der die Grundlage für Vertiefung und Ausbau der Freundſchaft zwiſchen den beteiligten Völkern bildet, iſt auf den deutſch⸗ruſſiſchen Vertrag vom April 1926 Bezug genommen. Dieſer vor 13 Jahren geſchloſſene Vertrag iſt in ſeinen grundlegenden Beſtimmungen der Ausgangs⸗ punkt der neuen Vereinbarungen. Das hier be⸗ zeichnete Abkommen, das, wie es in dem ein⸗ leitenden Text heißt, in der Ueberzeugung ab⸗ geſchloſſen wurde,„daß das Intereſſe des deut⸗ ſchen Volkes und der Völker der UdSSR eine ſtetige vertrauensvolle Zuſammenarbeit erfor⸗ dert“, ſollte„die beſtehenden freundſchaftlichen Beziehungen bekräftigen“. Als Grundlage nennt der Vertragstext die in Rapallo vereinbarten Abmachungen, die während der Konferenz von Genua im April 1922 zwiſchen den deutſchen und ruſſiſchen Ver⸗ tretern getroffen wurden und einen gegenſeiti⸗ gen Verzicht auf alle aus den Friedensverträ⸗ gen entſtandenen Anſprüche und Forderungen enthielten. Ueber dieſe Funktion hinaus leitete der Rapallo⸗Vertrag wieder diplomatiſche Beziehungen zwiſchen Berlin und Mos⸗ kau ein und ſchuf für den wirtſchaftlichen Aus⸗ tauſch den Grundſatz der Meiſtbegünſtigung. So konnte dann dieſe Vereinbarung in dem 1. Artikel des Vertrages vom 24. April 1926 als Grundlage der Beziehungen beſtätigt wer⸗ den. Darauf aufbauend entſtand die Verein⸗ barung,„in freundſchaftlicher Fühlung mit⸗ einander zu bleiben und über alle ihre beiden Länder gemeinſam berührenden Fragen politi⸗ ſcher und wirtſchaftlicher Art eine Verſtändi⸗ gung herbeizuführen.“ Für den Fall eines unprovozierten Angriffs durch dritte Mächte ſicherten ſich die Partner Reutralität zu und verpflichteten ſich darüber hinaus, an keiner Koalition teilzunehmen, die einen Finanz⸗ oder Wirtſchaftsboykott gegen den Partner bezweckt. Dem Text dieſes Ueber⸗ einkommens iſt ein Notenwechſel beigefügt, der Deutſchlands Neutralität praktiſch auch für den Fall vorſieht, daß das Reich durch die Artikel und 17 der Völkerbundsſatzung zu einem Zanktionskrieg gegen die Sowjetunion ge⸗ zwungen werden ſollte. Mit 180 in Berlin geſchloſſenen Vertrags⸗ nerk wurde die in Rapallo begonnene, haupt⸗ ächlich wirtſchaftliche Fühlungnahme auf das politiſche Gebiet ausgedehnt. Seitdem iſt das Abkommen,— meiſt als„Berliner Ver⸗ trag“ bezeichnet— in Gültigkeit geblieben, nachdem ſein Inhalt im Mai 1933 durch ein beſonderes Protokoll beſtätigt worden iſt. Auf⸗ bauend auf dieſe vorliegenden völkerrechtlichen Grundlagen entſtand dann jenes neue Werk des deutſch⸗ruſſiſchen Nichtangriffs⸗ und Kon⸗ ſulationspaktes, das in weltgeſchichtlich ent⸗ ſcheidender Stunde die Völker wieder in das Fahrwaſſer ihrer hiſtoriſchen Freundſchaft leitet. bewehrſalven in den Rücken Gefangen, verschleppi, gelöſei Berlin, 25. Auguſt.(HB⸗Funk.) Die„Berliner Illuſtrierte Nachtausgabe“ meldet aus Mähriſch⸗Oſtrau: Bei Bielitz rich⸗ tete eine militäriſch bewaffnete Bande polni⸗ ſcher Aufſtündiſcher ein entſetzliches Blutbad an, das acht Tote und zahlreiche Verletzte for⸗ derte. Seit den Aufſtändiſchenkümpfen des Jah⸗ res 1921 iſt dies der größte Maſſen⸗ mord, den die Polen an unſchuldigen Men⸗ ſchen verübten. Die Aufſtändiſchen, die unter Führung eines Polizeileutnants ſtanden, hatten in den frühen Morgenſtunden des Donnerstag in Bielitz etwa 25 Volksdeutſche und mehrere Tſchechen aus den Wohnungen heraus verhaftet, und zwar unter der fadenſcheinigen Behauptung, ſtaats⸗ feindlicher Umtriebe“ ſchuldig zu ſein. Bei den Verhaftungen war es ſchon zu rohen Mißhand⸗ lungen und Quälereien gekommen. Die Gefan⸗ genen, unter denen ſich auch zwei Deutſche im Alter von nahezu 70 JFahren und ein 68jähri⸗ ger Tſcheche befanden, wurden wie eine Herde auf zwei offenen Laſtwagen zuſammengepfercht und aus der Stadt herausgefahren. Auf je einem Wagen vor und hinter dem Gefangenen⸗ transport hockten die Aufſtändiſchen mit ſchuß⸗ bereiten Gewehren und Piſtolen. Etwa fünf Kilometer hinter Bielitz mußte die Wagenkolonne halten, da der vorderſte Wagen auf der verſchlammten Straße ins Schleudern und auf den Ackerrand geraten war. Mehrere der Gefangenen, die anſcheinend befürchteten, das Los der meiſten Verſchleppten teilen zu müſſen, benutzten dieſe Situation, um vom Wagen zu ſpringen und in Richtung auf ein nahes Wäldchen zu entfliehen, eine Verzweif⸗ lungstat, die ſich blutig rächte. Die Polen gaben auf die Fliehenden und auf die noch auf dem Wagen befindlichen Gefangenen meh⸗ rere Gewehrſalven ab, und im gleichen Augen⸗ blick wälzten ſich etwa 15 der Unglücklichen in ihrem Blute. Acht Gefangene, darunter ein Tſcheche, waren ſofort tot, ſieben andere Männer wurden ſchwer verletzt, davon zwei Volksdeutſche lebensgeführlich. Bei Wadowiee, ſüdweſtlich von Krakau, ſoll Vertragsabſchluß in der Cowjetunion weiter ſtark beachtet nach einer noch nicht beſtätigten Meldung ebenfalls auf einen Gefangenentransport ge⸗ ſchoſſen worden ſein. Es hat den Anſchein, daß die Polen durch die auf dem Höhepunkt befind · liche Kriegspſychoſe jetzt völlig die Ver⸗ nunft verloren haben und ein wahrer Mordwahn die Banden der Aufſtändiſchen er⸗ griffen hat. fiopfprümien für Deutſche! Kattowitz, 25, Aug.(HB⸗Funk.) Auf einer Tagung des berüchtigten Weſt ⸗ markenverbandes in Bielitz wurde be⸗ ſchloſſen, auf die Angehörigen der deutſchen Voltsgruppe in Polen Kopfprämien zu ſetzen. Die Prämien bewegen ſich in einer Höhe bis zu 500 Zloty. Die auf der Bielitzer Tagung vertretene Leitung des Weſtmarkenverbandes, der für die gemeine Hetze gegen Volksdeutſche verantwortlich zeichnet und dem auch die Unter⸗ drückung der volksdeutſchen Gruppe und dei Kampf der Aufſtändiſchenverbände zuzuſchrei⸗ ben iſt, wurde unter Eid verpflichtet, über die Beſchlüſſe der Bielitzer Beſprechungen Still⸗ ſchweigen zu bewahren. Es iſt damit zu rech⸗ nen, daß die Zahl der Blutopfer auf Grund Beſchluſſes um ein vielfaches anwachſen wird. polen wieſt immer neue Truppen an ſeine Ueſigrenze Mobhilmachung geht unenlwegi weiler Danzig, 25. Aug.(HB⸗Funk) Auffallende Truppenzuſammenziehungen ſind vom Danziger Gebiet aus, insbeſondere in den Grenzſtationen Cartſchemken und Goldkrig, zu bemerken. Ein Vertreter des„Danziger Vor⸗ poſten“ berichtet, daß er mit Hilfe eines Sche⸗ renfernrohres habe feſtſtellen können, daß auf polniſchem Gebiet bei Kokoſchlken und Matern im ehemaligen Weſtpreußen ſtarke Truppenverſchie⸗ bungen ſtattfinden. Auf dem Bahnhof Kokoſchken, der etwa zwei Kilometer von der Danziger Grenze entfernt liegt, trafen den ganzen Donnerstag über Gü⸗ ter⸗ und Perſonenzüge ein, auf denen insbe⸗ ſondere Infanterie, daneben aber auch ſtarke Kavallerieabteilungen ausgeladen wurden. Die Truppen wurden, ſoweit ſie nicht in Kokoſchken oder in Matern(etwa 1“ Kilometer von der Danziger Grenze entfernt!) untergebracht wer⸗ den konnten, in die Dörfer Ramkau und Pem⸗ pau gelegt. Die Beobachtungen wurden von einer Höhe auf Danziger Gebiet vorgenommen und durch die klare Sicht ſehr erleichtert. Nach hier vor⸗ Köpie des Tages: Links: Gauleiter Forster, Staatsoberhaupt von Danzis. Mitte: Reichsaußenminister von Ribbentrop. Kechts: Der sow. jetrussische Außenkommissar Molotow. Scherl-Bilderdienst-M(2) Weltbild-M(1) —— 5———————————————————————————— ——— „Hakenkreuzbanner⸗ Freitaa, 25. auauſt liegenden Informationen werden in kurzem umfangreiche weitere Transporte erwartet. Schon jetzt ſind alle Geſchäfte und — nur denkbare Unterkunft in Kokoſchken ur⸗ mgegend von Truppen belegt. Dofen ein großes 50 daten quarner Kopfloſe Mobilmachung— Alle Hotels geräumt b Poſen, 25. Auguſt. Poſen ſelbſt ſtand geſtern im Zeichen einer fieberhaften Mobilmachung. In fieberhafter Haſt wurden die Reſerviſten der verſchiedenen Fahrgänge aus den Wohnungen und aus den Werkſtätten durch Poliziſten, Radfahrer und Meldegänger geholt. Ueberall ſah man einzelne Leute und kleinere Trupps mit kleinen Lebens⸗ mittelpaketen, die zu den Sammelplätzen mar⸗ ſchllich Die Stimmung der Bevölkerung war ichtlich gedrückt. In der Stadt Poſen wurden alle Hotels für Einquartierung beſchlagnahmt, was bei den zahlreichen jüdiſchen Geſchäftsrei⸗ ſenden eine Panik hervorrief. Auf dem Bahn⸗ hof drängte man ſich an den Schaltern, und ein wirres Durcheinander herrſchte in der Bahn⸗ hofsvorhalle, wo ganze Familien mit Kiſten, Säcken und Betten auf Abfertigung warteten. In der Stadt ſelbſt waren die Lebensmittel⸗ geſchäfte überfüllt, und es wurde wahllos ge⸗ kauft, um ſich für alle Fälle zu ſichern. Nur mit Mühe konnten die Vanlen die in Maſſen anſtehenden Sparer auszahlen. Der Höhepunkt der Verwirrung wurde erreicht, als die Mili⸗ tärbehörden die Taxen und Privatwagen be⸗ ſchlagnahmten, um ihre Truppentransporte durchzuführen. Der Stimmungsumſchwung bei der Bevölkerung ſelbſt iſt charakteriſtiſch. Wäh⸗ rend man noch vor einigen Tagen, rechnen mußte, wenn man deutſch ſprach, keine Antwort zu bekommen oder womöglich angepöbelt zu werden, wurde einem heute in den Reſtaurants, in den Hotels und auf dem Flughafen zuvor⸗ kommen auf deutſch geantwortet. Man ſaat zwar immer, man ſei bereit, aber jedes Ge⸗ ſpräch endete doch mit der merkbaren Hoffnung, daß vielleicht auf irgendeine Weiſe der Krieg noch vermieden werden könnte. Das verſöhn⸗ liche Verhalten der polniſchen Bevölkerung bil⸗ det einen merkwürdigen Gegenſatz zu den wil⸗ den Kriegstiraden der polniſchen Preſſe. Dieres Durcheinander DNB Breslau, 25. Auguſt. Seit dem Donnerstagmorgen iſt der Flücht⸗ lingsſtrom nach Beuthen und Hindenburg, wie die„Schleſiſche Zeitung“ meldet, auch an der Grünen Grenze Oberſchleſiens vollſtändig ab⸗ geſchnitten. Die wenigen Flüchtlinge, die es uünter Lebensgefahr wagten, über die Grüne Grenze bei Beuthen noch herüber zu kommen, berichten durchweg von übereilten Kriegsvor⸗ bereitungen und einer Häufung polniſcher Truppen unmittelbar im Schutz der Wälder. po'niſche Juden als Soldaten London klatſcht Beifall hw. London, 25. Auguſt. Die engliſche Preſſe bemüht ſich, ihren Leſern von Polen ein Bild kalter Entſchloſſenheit zu vermitteln. Es wird behauptet, Polen 1470 zwar noch keine Vollmobiliſierung ergriffen, aber durch die neuen Maßnahmen vom Don⸗ nerstag ſeien 500000 Mann unter die Fahnen gerufen worden, Als beſonders eindrucksvollen Tatbeſtand für die polniſche Entſchloſſenheit wird hervorgehoben, daß Hun⸗ derte von fungen polniſchen Juden ſich mit beſonderer Erlaubnis ihrer Rabbiner hätten raſieren laſſen,„um dem polniſchen Va⸗ terlande zu dienen“. Ueber die Tragweite der Ernennung des Gauleiters Forſter zum Danzige haupt tappen die Londoner Kreiſe noch reichlich im Dunkeln. Manche Darſtellungen heben je⸗ denfalls zutreffend hervor, daß ein Staatsober⸗ haupt mit anderen Staatsoberhäuptern direlt verhandeln kann, und daß neue wichtige Ent⸗ wicklungsmöglichkeiten gegeben ſeien. Danziger Staatsober⸗ polenterror macht auch vor findeen nicht halt „Holizeiverhõr“ mit Stockschlägen/ Ausschrenungen immer maßloser auch noch mit einer„Verweiſungsſtrafe“ von je Bromberg, 25. Aug.(HB⸗Funk) Die—— Verfolgungen und Bedro⸗ hungen des Deutſchtums in allen Teilen Polens und die Bluttaten, die in den letzten Tagen das Leben aufrechter deutſcher Menſchen grauſam vernichteten, haben die Erregung der deutſch⸗ keigen Bevölkerung ins—— e⸗ teigert. Nirgends bietet ſich den hriofen Schutz oder Hilfe gegen den unabläſſigen Ter⸗ ror und die täglichen rohen Ueberfälle, zumal felbſt die Polizei ſich an den Menſchenjagden und ungen beteiligt oder die Hor⸗ den der Aufſtändiſchen anführt. Daß die Wut des Pöbels und der polniſchen Staatsorgane nichteinmalvor Kindern Halt macht, beweiſt ein unerhörter Vorfall in Bromberg. Fünf Kinder von Volksdeutſchen, drei Knaben und zwei Mädchen im Alter zwi⸗ ſchen 8 und 13 Jahren, wurden auf der Straße von einer Rotte halbwüchſiger Polen 2 7775 len, geſchlagen und angeſpien, wobei ſie die ge⸗ meinſten Schimpfworte zu hören bekamen. zwei Poliziſten ſchritten ſchließlich ein und zerrten die deutſchen Kinder(), gegen die auch die Vorübergehenden mit lauten Drohungen Stellung genommen hatten, zur nächſten Poli⸗ zeiwache. Die Kinder wurden dort einem„Verhör“ un⸗ terzogen und mit rohen Stockſchlügen mißhan⸗ delt, als ſie wahrheitsnemäß behaupteten, ange⸗ griffen worden zu ſein. Ein 13jähriger Knabe wurde dabei ſo ſchwer am Kopf und an der Schulter verleizt, daß er in bedenklichem Zu. fiande darniederliegt. Einem Mädchen wurde von einem Poliziſten vas nanze Kleid herunter · eriſfen. Außer dieſer ungeheuerlichen Miß⸗ andlung der unſchuldigen Kinder wurden ſie 5 Zlotr, bedacht. Ein ebenſo unerhörter trug ſich in den Vormittagsſtunden des 7 Bromberg zu. Mehrere Aufſtändiſche, die mit Gummiknüppeln und Piſtolen bewaffnet wa⸗ ren, brachen in die Wohnung einer 82jäh⸗ rigen Greiſin ein, deren Sohn ſich vor fünf Tagen durch die Flucht dem Zugriff der polniſchen Banden Aftter hatte. Die Polen verlangten von der hilfloſen Frau den Ort zu wiſſen, wo ihr Sohn„ſeine Waffen verſteckt ge⸗ halten habe“. Als die Frau Durze keine Auskunft geben konnte, wurde die 82ſä rige von den Banditen geſ chla gen und be⸗ ſpien und ſchließlich im Keller eingeriegelt. Vor ihrem Abzug zerſtörten die Polen in ſinn⸗ loſer Vernichtungswut die Wohnungseinrich⸗ tung. Fieberhaſtes beiriebe in Londons flmisſtuben im Außenamt/ Harloment his 31. August vertagt Zohlreiche Besucher London, 25. Aug.(HB⸗Funk.) In der Downing Street, in der ſich am Frei⸗ tag wieder eine groſſe Menſchenmenge einge · funden hatte, begann bereits frühzeitig ein auf · geregtes Kommen und Gehen. Lord Halifaz und Unterſtaatsſekretär Cadogan———— aufs neue Chamberlain in ſeiner Wohnung. Eden ſprach als erſter im Foreign Office vor und blieb dort eine 34 Stunde. Miniſter Hoare war der erſte Beſucher im Buckingham⸗Palaſt, wo er vom König empfangen wurde. Nach einſtündiger Unterredung zwiſchen Lord Halifax und Miniſterpräſident Chamberlain iſt der Auswärtige Ausſchuß des Kabinetts in der Wohnung des Miniſterpräſidenten zu einer Sitzung zuſammengetreten. Der Zweck iſt, wie verlautet, die letzten Berichte der diplomatiſchen Vertreter Englands in den verſchiedenen euro⸗ auptſtädten, ſowie allgemein die Ent⸗ er internationalen Lage in den letz⸗ ten 12 Stunden zu„wiſſen“. Das Geſetz über die der Voll ⸗ machten der Regzerung für den Ernſtfall wurde im Unterhaus und im Oberhaus ohne Abände⸗ rungsantrag in ſeiner Faſſung in zweiter und dritter Leſung verabſchiedet, worauf das Ober · haus und das Unterhaus ihre Zuſtimmung er⸗ teilten, womit das Geſetz in Kraft getreten iſt. Nach der Verabſchiedung des Geſetzes über die Notſtandsvollmachten der Regierung brachte Chamberlain den Antrag auf m Hauſes auf Donnerstag, 31. Auguſt, ein. ham⸗ pätſchen wicklun Slowakei fordert Polens Raub zurüch Der Ruf nach der Volksiumsgrenze (orohtbefichmonsetes fofise Vefftefers.) rd. Paris, 25. Auguſt. Wie Havas aus Preßburg meldet, hat der flowakiſche Innenminiſter Dr. Tuka erklärt, daß die flowakiſche Regierung in den nüchſten Tagen wahrſcheinlich die Rückgabe der geraub⸗ ten ſlowakiſchen Gebiete fordern wird. Die flowakiſch⸗polniſche Grenze ſtimme heute mit der Volkstumsgrenze in keiner Weiſe überein. Wie dazu verlautet, handelt es ſich bei der flowakiſchen Forderung vor allem um die 52 Gemeinden, die früher zu den Bezirken Zips und Orava gehörten, alſo flowakiſches Sied⸗ lungsgebiet, in dem kaum Polen wohnen, das aber von den Polen bei der Herſtellung der gemeinſamen Grenze mit Ungarn widerrecht⸗ lich beſetzt wurde. Kknglilches Plund ſtürzt ins Bodenloſe Loslõsung vom OVr eier abkommen/ Wann Sistand? Berlin, 25. Aug.(HB⸗Funk.) An den internationalen Deviſenmärkten kam es am Freitagmittag zu einer ungeheneren Verwirrung, da das engliſche Pfund trot Ein · ſatz ſtärkſter Mittel des engliſchen Währungs⸗ ausgleichsfonds von London nicht mehr gehal · ten werden konnte und einen Sturz antrat, deſ⸗ ſen Ende vorläufig noch nicht abzuſehen iſt. Wie es heißt, zog ſich der Währungsaus⸗ aleichsfond völlig aus dem Markt zurück und ſieß den Dollarkurs von 4,68½½ los. Die Pfund⸗ Kabelnotiz ging inzwiſchen bereits auf 4,50 zu⸗ rück. Praktiſch bedeutet dies eine Loslö⸗ fung von dem bekannten Dreierab⸗ tommen. Bisher iſt noch nicht abzuſehen, auf welchem Kurs das Pfund von den eng⸗ liſchen Stellen wieder feſtgelegt werden ſoll. In London ergab ſich ſtürmiſche Nachfrage nach Dollardeviſen, die alsbald auch auf allen übrigen Märkten in Erſcheinung trat. So wurde der Dollar in Amſterdam mit 18794 ge⸗ fragt, während alle anderen Valuten an⸗ geboten wurden. Das Pfund ſtellte ſich hier auf 840 bis 850, doch kamen keinerlei Umſätze zuſtande. In Zürich und Paris war die Ent⸗ wicklung ähnlich. Die augenblicklich vorliegen⸗ den Nolierungen, nach denen ſich der Dollar in Zürich auf 4,46 ſtellt, dürften inzwiſchen be⸗ reits überholt ſein. moskau berichlet weiter ausführlich über den Pant lronische Abluhr für ſronzõsische Blãler DB Moskau, 25. Auguſt. In der Sowjetpreſſe, von der am heutigen Freitag— dem Tage nach dem ſowjetiſchen Ruhetag— nur die„Prawda“ erſcheint, nimmt der Beſuch des Reichsaußenminiſters von Ribbentrop und die Auswirkung des deutſch⸗ruſſiſchen Konſultativ⸗ und Nichtan⸗ griffspaktes auf die internationale Lage weiter einen breiten Raum ein. Auf der erſten Seite der„Prawda“ findet ſich ein genauer Bericht über den Abflug des Reichsaußenminiſters und ſeiner Begleitung aus Moskau. Des weiteren gibt das Blatt eine lieberſicht über die wichtigſten ausländiſchen Blätterſtimmen zu dem großen Ereignis, wobei die Meldungen der amtlichen Agentur TASs zugrunde gelegt wurden. Vorangeſtellt iſt dabei das Echo, das der Abſchluß des deutſch⸗ruſſi⸗ ſchen Vertrages in der Berliner Preſſe gefunden hat, wobei im einzelnen die Kom⸗ mentare der„Deutſchen Diplomatiſch⸗Politi⸗ ſchen Korreſpondenz“, des„Völkiſchen Beobach⸗ ters“, und der Deutſchen Allgemeinen Zeitung“ ausführlich angeführt werden. In der Meldung über den Eindruck, den die deutſch⸗ruſſiſche Annäherung in Italien hervorgerufen hat, wird ausdrücklich betont, daß nach dem Urteil der italieniſchen Blätter der Entſchluß zu dem Vertragswerk unter Mitwirkung und in vollem Ein⸗ verſtändnis mit Italien herange reift ſei. Des weiteren werden amerikani⸗ ſche, finniſche, eſtniſche, türkiſche, japaniſche, engliſche und franzöſiſche Preſſeſtimmen mehr oder weniger ausführlich wiedergegeben. Dabei führt die„Prawda“ insbeſondere das Urteil einiger engliſcher Blätter an, die eine ſcharſe Verurteilung der Chamberlainiſchen Politik ausſprechen, ſo z. B. ein Satz aus dem Lon⸗ doner„Star“, in dem es heißt: „Moskau iſt der Anſicht, daß Chamberlain niemals daran gedacht hat, einen Pakt mit Sowjetrußland abzuſchließen, und daß er ſich mit vem Gedanken über die Einberufung einer Fünfer⸗Konferenz getröſtet hat, von der die Sowjetunion ausgeſchloſſen bleiben ſollte.“ Die Meldung über den Eindruck, den der Vertrag in Frankreich gemacht hat, enthält eine bezeichnende ironiſche Abfuhr für gewiſſe franzöſiſche Zeitungen, die nunmehr die Sow⸗ jetunion für das Fiasko der Einkreiſungsver⸗ handlungen verantwortlich machen wollen. Eine Reihe franzöſiſcher Blätter, ſo heißt es in der TASs⸗Meldung, verſuchten die öffent⸗ liche Meinung Frankreichs hinſichtlich der wah⸗ ren Bedeutung des mit Deutſchland abgeſchloſ⸗ fenen Vertrages hinters Licht zu führen. So mühten ſich gerade Zeitungen, wie„Journal des Debats“,„Temps“ und andere, die bisher mit allen Kräften Deutſchland und die Sowjet⸗ union gegeneinander aufhetzen wollten, jetzt um den Nachweis, daß der Vextrag für beiden Seiten angeblich unvorteilhaft ſei! Der Oberſte 5owiet einberufen — b Moskau, 25. Auguſt Durch Dekret des Präſidiums des Oberſten Sowjets der ÜUdSSR. wurde der Oberſte Sow⸗ jet für den 28. Auguſt zur 4. außerordentlichen Tagung nach Moskau einberufen. Empfang⸗deutſcher Abordnung in Moslkau. Die Geſellſchaft für kulturelle Beziehungen der Sowfetruſſen mit dem Ausland gab zu Ehren der zur Moskauer landwirtſchaftlichen Aus⸗ flellung in Moskau eingetroffenen deutſchen Abordnung einen Empfang. Ihm wohnten bei: Miniſterialdirektor Moritz, Profeſſor Maier, Graf Grothe, Mitalied des Rates des Volks⸗ kommiſſariats für Ackerbau Moiſchieiew, der Atademiker Miskun, der verantwortliche Se⸗ kretär der landwirtſchaftlichen„Lenin“⸗Akade⸗ mie Tſchmora, ſowie hohe Vertreter des Volks⸗ kommiſſariats des Aeußeren und der„Voks“. Abreiſe der franzöſiſchen Abordnung aus Moskau. Wie Havas meldet, hat der franzöſi⸗ ſche Botſchafter in Moskau am Donnerstag⸗ nachmittag eine Unterredung mit Molotow ge⸗ habt. Sobald ſein Bericht vorliegen werde, werde die Regierung eine Entſcheidung wegen der franzöſiſchen Abordnung in Moskau tref⸗ fen. Man könne ſchon jetzt als ſehr wahrſchein⸗ lich annehmen, daß die franzöſiſche Abordnung 5 Befehl erhalten wird, Moskau zu ver⸗ aſſen. Der Reichsfinanzminiſter auf dem Rückweg nach Berlin. eichs inanzminiſter Graf Schwe⸗ rin von Kroſigt hat am Freitagvormittag die italieniſche Hauptſtadt verlaſſen. Der Reichs⸗ finanzminiſter wird entgegen dem urſprüngli⸗ chen n nicht in Florenz Station ma⸗ chen, ſondern ſofort nach Berlin zurückkehren. berlain erklärte, das Haus werde aber wahr⸗ ſcheinlich noch vor dem 31. Auguſt ein⸗ berufen werden. Das Haus ſtimmte dem Ver⸗ tagungsantrag Chamberlains zu. Im fax eine Erklärung die ſich in den Grund⸗ zügen mit der Rede Chamberlains deckte und von noch brutalerem Unverſtändnis für die herzzerreißenden Leiden deutſcher Männer, Frauen, Kinder unter dem polniſchen Blutter⸗. Der Außenminiſter der ror getragen wurde. imperialiſtiſchſten Macht der Welt ſagte, daß Deutſchland viele Länder Europas zu beherr⸗ abe ſich immer für die ſchen verſuche. England Unabhängigkeit dieſer Staaten eingeſetzt und aleichzeitig den Grundſatz aufrechterhalten, daß unvermeidliche Aenderungen in den Beziehun⸗ gen der Völker durch friedliches, freies Aus⸗ handeln erfolgen ſollten. Jedez Land, ſagie dez Miniſter u.., muſſe beſtrebt ſein, eine gerechte Behandlung ſeiner Minderheiten zu erhalten. Wenn es aber Grund zur Klage gebe, ſo ſollte dieſe nicht zur Grund⸗ lage einer ſolchen Verbitterung der Atmoſphäre gemacht werden, da ſonſt eine Regelung hun⸗ dertmal ſchwieriger werde.(Augenſcheinlich follte dieſe klare Wendung der Rede beſagen, daß nicht die ſeit 1919 trotz deutſcher Engels⸗ geduld und diplomatiſchen Entgegenkommens furchtbare Terroriſierung der Minderheiten in Polen, fondern das Reißen des deutſchen Ge⸗ vuldfadens verbittern müſſe. Die Schriftleitg.) kin wahres Wort Vard Peites (Drahtbericht unseres Vertreters) hw. London, 25. Aug. Der bekannte engliſche Journaliſt Ward Price äußert ſich in der„Daily Mail“ zu der heutigen Lage. onnerstags in 2 3 Oberhaus 00 Leih Lord Hali⸗ ab, Dieſer in vielen Din⸗ gen gut unterrichtete Beobachter beſitzt übri⸗. gens den Mut, auch heuten noch öffentlich feſt⸗ Das neuhe Neckarſpitze, aben— aus Kraft der Pe wurde, wurd in einzelnen Gl. nioch der v uges Porſe Hiumef rüh einem Führe⸗ Müller ii Stirnſeite da⸗ auf rotem G. nenen. Pg. A die Entwicklu 4 neuen baf 5 wurde das penleitung we llaren, daß h den mußte. ans Werk; e⸗ in den Dienſt nicht unmitt Handwerksme Nur durch die Volksgenoſſen Haus von Gr daß es jetzt a Dann nal Beile das aus, daß über ſetze Glauben und d Volk erzogen ben für einen Tag in den 2 zelne mit gro Der Ortsgr ienen, die mi neues Geſicht n n 2 eren Einſatz 3 zuſtellen, daß Adolf Hitler nie einen Krieg gegen England und Frank⸗ reich gewollt habe, was er eindeutig ver⸗ ſprochen habe, noch durch die Benennung des Parteitages. Zum Schluß betont Price, daß das deutſche Volk in jedem Falle mit uner⸗ ſchütterlichem Vertrauen hinter dem Führer ſtehen werde. 5chulſchiff„Schteswig-Holſiein“ in Danzig Danzig, 25. Auguſt.(HB⸗Funk.) Freitagmorgen lief unter dem Jubel der den Hafen ſäumenden glücklichen Beyölkerung Dan⸗ zigs das Schulſchiff der deutſchen Kriegsma⸗ rine,„Schleswig⸗Holſtein“, in den Danziger 2 Hafen ein. Schon früh hatten ſich die Danziger aufge⸗ macht, um den Boten des wehrhaften Groß⸗ Bis an den. deutſchen Reiches zu begrüßen. Hafenausgang waren Tauſende und aber Tau⸗ ſende Danziger dem ſtolzen Schiff entgegenge⸗ gangen und begrüßten es mit immer wieder anſchwellenden begeiſterten Heilrufen. Die Be⸗ ſatzung des Schiffes ſtand an Deck und winkte der jubelnden Menge mit ihren Mützen zu. Die Bordkapelle ſchmetterte dazu ihre Märſche. 4 Das Schiff wurde von den beiden Hochſee⸗ ſchleppern„Albert Forſter“ und„Danzig“ in den Danziger Hafen eingebracht, die beide über di gat h Auf der ganzen Strecke, die das Schiff zurücklegte, wehten an Flaggenmaſten die Hakenkreuzflaggen. Nur an. der von Polen beſetzten Weſterplatte fehlte der die Toppen geflaggt hatten. Flaggenſchmuck. Stolz glitt das graue Schiff an dem polniſchen Hafenkai vorbei, auf dem ſich kein Menſch blicken ließ. Die begeiſterte Danziger Bevölkerung aber jubelte dem Schiff um ſo glücklicher zu und begleitete es bis zu ſeinem Anlegeplatz, wo es um 10 Uhr unter erneuten ſtürmiſchen Jubelrufen feſtmachte. Morgen flnlprache Brauchit ch' Am Vorabend der Tannenbergfeier am Sams⸗ tag, 26. Auguſt, wird der Oberbeſehlshaber des „Heeres, Generaloberſt von Brauchitſch, von 19.30 bis 20 Uhr über den deutſchen Rund⸗ funk eine Anſprache an die Soldaten des deut⸗ ſchen Heeres richten. Dieſe Anſprache wird übertragen vom Deutſchlandſender und von den Reichsſendern Königsberg, Breslau, Böhmen, Wien, Graz,“ München, Stuttgart, Frankfurt/ Main u Köln. Für alle Truppen des Heeres iſt Ge⸗ meinſchaftsempfang befohlen. Während des Staatsaktes am Sonntag wird Luftſ iff„Graf Zeppelin“ über dem Schlachtfeld von Tannenberg kreuzen. And Kusrei „Konnten( nnicht vermeide Plat zum Au ja auch auswe Augenblick ve konnten Sie a die größte Mi zu machen, die Der Mann, die Schuld an ſich, eine ſo b glaubhafte Au Steuer verſag Menſch machtl rial, die Tücke 1 Vielleicht glau es ſich kräftig des Wagens e deres: Nicht d die Bremſe, v beide bedienen herſchaute und ſich das gehört Höswillige b Dieſer Fall ein Menſch, ur teln, anderen das vielleicht Steuer und B nicht das tote an der Konſtr beteiligt warer der Pfuſcharbe fälle, deren U Konſtruktionsf ſchwindend ge— immer wieder Verſagen der Das Materia ommt, ſoll ve t zſtrafe“ von je trug ſich in nnerstags in ziſche, die mit ewaffnet wa⸗ 0 r Sohn ſich vor n Zugriff der e. Die Polen iu den Ort zu en dage ge⸗ tändlicherweiſe irde die ah⸗ gen und be⸗ k eingeriegelt. Polen in ſinn⸗ hnungseinrich⸗ I Auguſt ein⸗ imte dem Ver⸗ Lord Hali⸗ in den Grund⸗ ins deckte und ändnis für de aber wahr⸗ iſcher Männer, iſchen Blutter⸗ enminiſter der elt ſagte, daß as zu beherr⸗ immer für die eingeſetzt und terhalten, daß den Beziehun⸗ „ freies Aus⸗ r u.., müſſe indlung ſeiner es aber Grund ht zur Grund⸗ er Atmoſphäre Regelung hun⸗ nn Rede beſagen, tſcher Engels⸗ gegenkommens inderheiten in deutſchen Ge⸗ Schriftleitg.) dDeites reters) ön, W. Aug. naliſt Ward nily Mail“ n vielen Din⸗ r beſitzt übri⸗ öffentlich feſt⸗ nie einen nid Frank⸗ ſuges vorgetragenen berühmten „hakenkreuzbanner“ vroß-Mannheim Freitag, 25. Auguſt 1959 Das neuhergerichtete Heim der Ortsgruppe Reckarſpitze, das— wie wir bereits berichtet aben— aus eigenen Mitteln und aus eigener raft der Partei⸗ und Volksgenoſſen geſtaltet wurde, wurde in einer ſchlichten Feierſtunde in Anweſenheit des Kreisleiters Schneider den einzelnen Gliederungen übergeben. Nach der vom Hornquartett des Kreismuſik⸗ Weiſe„Die rühmen“ von Beethoven und nach einem Führerwort begrüßte Ortsgruppenleiter Müller im ſtilvollen Feierraum, deſſen Stirnſeite das goldene Ehrenzeichen der Partei auf rotem Grunde 8538 die zahlreich Erſchie⸗ nenen. Pg. Müller ſchilderte in kurzen Worten die Entwicklung des Heimes vom alten zum neuen Geſicht. In einem troſtloſen Zuſtande wurde das Haus übernommen. Die Ortsgrup⸗ penleitung war ſich von vornherein darüber im laren, daß hier ſofort Abhilfe geſchaffen wer⸗ den mußte. Mit eiſerner Energie ging man ans Werk; es war niemand da, der ſich nicht eindeutig vern⸗ ſenennung des nt Price, daß 4 ille mit, uner⸗ dem Führer jolſtein“ (HB⸗Funk.) Jubel der den ölkerung Dan⸗ en Kriegsma ⸗ den Danziger inziger aufge⸗ rhaften Groß⸗ Bis an den ind aber Tau⸗ ff entgegenge⸗ immer wieder ufen. Die Be⸗ eck und winkte n Mützen zu. ihre Märſche. eiden Hochſee⸗ „Danzig“ in die beide über if der ganzen te, wehten an ggen. Nur an atte fehlte der graue Schiff rbei, auf dem die begeiſterte lte dem Schiff ete es bis zu 10 Uhr unter feſtmachte. uchit ch-s ier am Sams⸗ ſehlshaber des rauchitſch, utſchen Rund⸗ iten des deut⸗ rtragen vom Reichsſendern Wien, Graz, irt/ Main und ſeeres iſt Ge⸗ — Sonntag wird „über zen. Auto hinter ſich bringt, Da haben die monatelang über den Plänen geſeſſen, haben 1 4 ein Menſch, um ſeine eigene Schuld zu in den Dienſt der guten Sache ſtellte. Wer ſelbſt nicht unmittelbar mitanpacken konnte, wie 8 der ſchickte ſeine Arbeiter. Kux durch die Opferbereitſchaft der Partei⸗ und Volksgenoſſen, betonte Pg. Müller, konnte das Haus von Grund auf neu geſtallet werden, fo daß es jetzt allen Anforderungen genügt. Dann nahm Kreispropagandaleiter Pg. Beile das Wort. Er führte unter anderem aus, daß über der Gemeinſchaft die ewigen Ge⸗ ſetze Glauben, Kämpfen und Gehorchen ſtehen müſſen und daß aus dem Kleinen heraus das Volk erzogen werden ſoll. Was hätte unſer Le⸗ ben für einen Sinn, wenn wir uns nicht jeden Tag in den Dienſt ſten könnten, den der ein⸗ zelne mit großer Hingabe zu erfüllen hat. Der Ortsgruppenleiter dankte noch einmal oll jenen, die mitgeholfen haben, dem Haus ein neues Geſicht zu geben. Siebenundzwanzig ge⸗ n n Dankurkunden wurden für beſon⸗ eren Einſatz überreicht. Die Urkunde trägt neben dem Dank des S er enleiters das Keian Führerwort:„Die harte Wirklich⸗ keit allein muß den Weg zum Ziel beſtimmen; Wege nicht gehen wollen, heißt 5 fler Welt nur zu oft auf das Ziel ver⸗ zichten! Einige Stunden kameradſchaftlichen Beiſam⸗ menſeins beſchloſſen den Abend.—ff Bauſtoffzuteilung durch Dienſtſtellen der Wehrmacht. Das Oberkommando der Wehr⸗ macht weiſt erneut darauf hin, daß die ihm Aebergabe des neuen Ortsgruppenheimes der Ortsgruppe Neckarſpitze in Anweſenheit des Kreisleiters/ Dankurkunden für die Helfer Aufn.: Ehret(2) als Kontingentträger zugewieſenen Bauſtoffe (Stahl, Holz und Zement) im einzelnen nicht von ihm ſelbſt zugeteilt werden, ſondern vom Oberkommando des Heeres, Oberkommando der Kriegsmarine, vom Reichsminiſter der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe und vom Reichsarbeitsdienſt. Die einzelnen Bedarfsträger haben demnach ihre Anträge nicht an das Oberkommando der Wehrmacht, ſondern an die auftraggebende Dienſtſtelle der Wehrmachtteile(Heeresbauämter uſw.) bzw. des Reichsarbeitsdienſtes zu richten. Kaſſenbeitragsruhe für Einberufene Beſtimmungen, die zu beachten ſind/ Kuch bei Lehrgängen zur Leibeserzlehung Es herrſcht in den Kreiſen der Betriebsfüh⸗ rer und der Verſicherten noch allgemein Un⸗ klarheit darüber, welche Vorausſetzungen für die Befreiung von der Beitragspflicht zur Kranken⸗ und Arbeitsloſenverſicherung bei kurz⸗ riſtigen militäriſchen Uebungen zu erfüllen ind. Wir faſſen deshalb nachſtehend die ein⸗ chlägigen Beſtimmungen nochmals zuſammen: Auf Grund der Beſtimmung des Reichs⸗ arbeitsminiſters vom 13. Juni 1938 ruhen die Beiträge zur Kranken⸗ und Arbeits⸗ loſenverſicherung für die zu einer Uebung der Wehrmacht einberufenen Kaſſenmitglieder. Der Verſicherte, der an einer kurzfriſtigen Ausbildung oder einer längeren Uebung teil⸗ nimmt, hat den Beginn unter Vorlegung des Einberufungsbefehls und die Beendi⸗ gung unter Vorlage des Wehrpaſſes ſeinem Saigteszſdret jeweils ſofort zu melden. Ter Betriebsführer hat innerhalb der Meldefriſt (3 Tage) den Beginn und die Beendigung der Uebung der Krankenkaſſe ſchriftlich zu melden. Wird die Uebung und ihre Dauer innerhalb der Melbdefriſt nicht gemeldet, ſo ſind die Bei⸗ träge bis zur vorſchriftsmäßigen Meldung wei⸗ And dann verſagte das Steuer. Kusreden werden zu borwürfen/ der Menſch verſagt, nicht das Material „Konnten Sie den Zuſammenſtoß wirklich nicht vermeiden? Sie hatten doch genügend Platz zum Ausweichen!“„Das ſchon, ich wollte ja auch ausweichen, aber gerade in dieſem Augenblick verſagte das Steuer.“„Bremſen konnten Sie auch nicht mehr?“„Ich habe mir die größte Mühe gegeben, aber es war nichts zu machen, die Bremſen verſagten ebenfalls.“ Der Mann, der nach allen die Schuld an dem Verkehrsunfall trägt, freut ſich, eine ſo billige und, wie er ſich einbildet, glaubhafte Ausrede gefunden zu haben. Das Steuer verſagt, die Bremſe verſagt, da iſt der Menſch machtlos! Da ſpielt ihm das Mate⸗ rial, die Tücke des Objekts einen böſen Streich. 3 Vielleicht glaubt er das ſogar ſelber, wenn er es ſich kräftig genug einredet. Die Unterſuchung des Wagens ergibt dann aber etwas ganz an⸗ deres: Nicht das Steuer hat verſagt, auch nicht die Bremſe, verſagt hat nur der Mann, der beide bedienen ſollte, aber in der Gegend um⸗ herſchaute und nicht auf die Fahrbahn ſah, wie ſich das gehört hätte! Böswillige berleumdung! Dieſer Fall iſt ein gutes Beiſpiel dafür, wie bemän⸗ teln, anderen ſchwere Vorwürfe macht. Ihm iſt das vielleicht nicht klar, aber ſeine Anklage, Steuer und Bremſe lätten verſagt, trifft ja nicht das tote Material, ſie trifft alle jene, die an der Konſtruktion und dem Bau des Autos beteiligt waren. Gegen ſie wird der Vorwurf der Pfuſcharbeit erhoben. Die Mabe der Un⸗ fälle, deren Urſache wirklich in Material⸗ oder Konſtruktionsfehlern begründet liegt, iſt ver⸗ ſchwindend gering. Um ſo ſchäbiger wird die immer wieder auftauchende Ausrede von dem Verſagen der mechaniſchen Vorrichtungen. das material iſt taufendfach geprüft— Es iſt ein weiter Weg, den das werdende ehe es ſpiegelblank und nagelneu zur erſten Ausfahrt bereitſteht. Konſtrukteure wochen⸗, ja alles doppelt und dreifach berechnet, da iſt in den Werkſtätten das beſte Material verarbeitet worden und genalt, peinlich genau iſt das ge⸗ 4 ſchehen, denn jeder Wagen, der auf die Straße dem lommt, ſoll verkehrsſicher ſein und iſt auch ver⸗ „ kehrsſicher! Nach beſtem Wiſſen und Gewiſſen wird alles getan, Fehlerquellen auszuſchalten. Und dann kommt plötzlich einer daher und be⸗ hauptet, trotzbem habe im entſcheidenden Augenblick alles verſagt. Frech und mit er⸗ hobener Stimme behauptet er das, was ſollen die da noch ſagen, die den Wagen bauten?! Nun, Gott ſei Dank! gibt es Mittel und Wege, dieſe Art Ausreden gründlich nachzuprüfen und zu widerlegen, trotzdem ſei ein weiteres Wort zu dem Thema geſagt. Wo liegen die Jehlerquellenꝰ Alles kann beim Bau des Wagens berück⸗ ſichtigt werden, die mutmaßliche Beanſpru⸗ chung, das und einwandfreie Ineinandergreifen aller Einzelteile, die Beſon⸗ derheiten des verwendeten Materials, alles läßt ſich ſorgſam in Rechnung ſtellen, nur eines nicht: die Eigenſchaften desjenigen, der den Wagen einmal fahren wird! Läßt er ſich leicht ablenken? Glaubt er ein verhinderter Renn⸗ fahrer zu ſein! Iſt er unverantwortlich genug, ſich angetrunken ans Steuer zu ſetzen? Rea⸗ giert er ſchnell oder hat er eine lange Leitung? Wer ſoll das alles wiſſen und— darauf käme es an— wie ſoll das alles berückſichtigt wer⸗ den? Kein noch ſo intelligenter Konſtrukteur, kein noch ſo tüchtiger Meiſter wird es jemals dahin bringen, dem einzelnen Menſchen ein Auto zu bauen, das alle ſeine Fehler auto⸗ matiſch ausgleicht. Es iſt ſchon etwas ande⸗ res, ob man ein Auto baut oder ob der Schnei⸗ der jemandem einen Anzug auf den Leib ſchneidert, fluf die Selbſterziehung kommt es an Es bleibt der notwendige Schluß zu ziehen: Nur in den allerſeltenſten Fällen liegt die Schuld an einem Unfall im Verſagen des Materials. Faſt immer wird es ſo ſein, daß der Menſch ver⸗ ſagt. Sorge jeder dafür, daß durch ſein Ver⸗ halten keine Fehler ausgelöſt werden! Und wenn er weiß, daß er in dieſem oder jenem Punkte Schwächen aufweiſt, gehe er daran, bieſe Fehlerquellen auszumerzen. Der Menſch ſoll das Material beherrſchen und ſich nicht feige auf die Tücke dieſes Materials berufen, wenn er es ſelber in der Hand hat, zur Ver⸗ minderung der Unfälle beizutragen. fg. terzuzahlen. Freiwillige Mitglieder haben die Meldungen ſelbſt zu tätigen. Vorſtehende Beſtimmungen gelten ſinngemäß für die Teilnahme an einem anerkannten Lehr⸗ gang für Zwecke der Leibeserziehung. Die erforderlichen Meldeformulare über den Beginn und über die Beendigung einer Uebung ſind bei der Allgemeinen Orts⸗ krankenkaſſe, Renzſtraße 11—13, Schalter 31, erhältlich 5 Die Familienkrankenpflege wird ohne Beitragspflicht während der Uehung— wie bisher— weitergewährt. Die Behand⸗ lungsſcheine ſind gebührenfrei. Die Polizei meldet Wieder drei Verkehrsunfülle. Im Laufe des Donnerstag ereigneten ſich hier drei Verkehrs⸗ unfälle. Hierbei wurden vier Perſonen verletzt. Beſchädigt wurden vier Kraftfahrzeuge. Sämt⸗ liche Verkehrsunfälle ſind auf Richtbeachtung der Verkehrsvorſchriften zurückzuführen. Verkehrsüberwachung. Wegen verſchiedener Uebertretungen der Straßenverkehrsordnung wurden 20 Perſonen gebührenpflichtig ver⸗ warnt und an 5 Kraftfahizenghalfer wur⸗ den rote Vorfahrtsſcheine ausgehändigt, weil ihre Fahrzeuge techniſche Mängel aufwieſen. Wegen Aner Unfugs mußten zwei Per⸗ ſonen zur Anzeige gebracht werden. Aushebung 1939 in Mannheim. Der Polizei⸗ räſident hät eine Bekanntmachung über die Aushebung 1939 für das Stadtgebiet Mann⸗ heim mit Vororten erlaſſen. Sachverſtündigenweſen. Aus der Sachver⸗ verſtändigenliſte der Induſtrie⸗ und Handels⸗ kammer Mannheim wurde Albert Kaiſer, Mannheim, der Sachverſtändiger und Proben⸗ nehmer für Mehl, Mühlenfabrikate und Fut⸗ ri war, infolge Geſchäftsaufgabe ge⸗ richen. Wehrverſammlungen und Arbeitszeitverluſt. Die bevorſtehenden Herbſtwehrverſammlungen können nicht alle vor oder nach der Arbeitszeit ſtattfinden, wenn auch die Wehrkreiskomman⸗ dos angewieſen ſind, in Verbindung mit den Reichstreuhändern der Arbeit durch entſpre⸗ chende Anberaumung der Wehrverſammlungen den Belangen der Wirtſchaft Rechnung zu tra⸗ gen, wenn es die Umſtände dringend erfor⸗ dern. Zum Ausgleich der die Gefolgſchaften treffenden ſozialen Härten haben bereits eine Reihe von Reichstreuhändern der Arbeit auf Grund des s 1 der Verordnung des Beauf⸗ tragten für den Vierjahresplan über die Lohn⸗ geſtaltung vom 2. Juni 1938 angeordnet, daß die infolge der Teilnahme an den Wehrver⸗ ſammlungen notwendig ausfallende Arbeits⸗ zeit zu vergüten iſt. Im Intereſſe einer ein⸗ heitlichen Rechtslage hat nunmehr der Reichs⸗ arbeitsminiſter den Reichstreuhändern der Ar⸗ beit durch Runderlaß zur Kenntnis gegeben, daß er auch in, den Treuhänderbezirken, in denen bisher eine entſprechende Regelung fehlt, vie dahingehende Ergänzung der Lohngeſtal⸗ tungsverordnung über die Bezahlung des Muſterungstages für angebracht hält. Schwierigkeiten öberwinden ist gut, ober uns den klndtuck bberwundenef Schwierigkeifen erspafen, istf noch besser. Das höchsfe Meß von Kkonst wird dies gelegemlich errelchen, eine gule Natur jedoch hat es aus sich selbst. Beinahe hätte es Heinrich erwiſcht! vom Meiſterſchaftsturnier der Badiſchen Schachtagung in Waldhirch (Eigener Bericht) Glück gehört zum Spiel! Darf es aber noch als Glück bezeichnet werden, wenn ein gegen einen großen Gegner kämpfender Spieler, be⸗ eindruckt von einer zähen Gegenwehr, ſeine Gewinnchance nicht ſieht und Remis anbietet? So erging es dem Villinger Popp, einem Neuling in der Badiſchen Meiſterklaſſe gegen den Titelverteidiger Heinrich(Mmann⸗ heim). Popp hielt den einmal exlangten Stel⸗ lungsvorteil feſt und ſollte ſchließlich trotz Hein⸗ richs kaltblütiger Verteidigung auf die Dauer von deſſen demolierter Königsſtellung Rutzen ziehen, als der vorerwähnte Umſtand eintrat, der zu dem für Heinrich glimpflichen Ende führte. Eiſinger ließ Schuppler nicht zu„Worte“ kommen und ebnete ſeinem Frei⸗ bauern den Weg zur Dame. Auch Diemer zählte in dieſer vierten Runde zu den Siegern. Er gewann gegen den Karlsruher Barn⸗ ſted t. Die größte Ueberraſchung er⸗ gab ſich aber in dex Partie Dr. Linder— Profeſſor Naegeli. Der Schweizer Gaſt konnte eigentlich durch ſeine beſſere Eröff⸗ nungstechnik bereits in ziemlich frühem Sta⸗ dium gewinnen, wie er wollte, doch ließ er den Gegner herauskommen, Als er am Schluſſe mit Liſt das geſtalten wollte, was ihm das—5 der Stellung nicht mehr geſtatten wollte, verlor er noch durch Turmeinbuße die Schlacht! Stand des Meiſterturmiers nach der 4. Runde: Heinrich(Mann⸗ heim) 310, Eiſinger(Karlsruhe) und Popp (Villingen) je 3, Prof. Naegeli(Bern) 2½, Diemer(Baden⸗Baden) 2, Barnſtedt(Karls⸗ ruhe) und Dr. Linder Aage ie 1. Heinrich wird nun mit Eiſinger zuſammen⸗ kommen,— die Entſcheidung? Meiſterſchaftsturnier: Die Führung hat augenblicklich Bender(Freiburg) inne, der noch ungeſchlagen iſt(2 und eine Hängepartie), von den Mannheimern hat ſich bisher Platte (Reckarau) am beſten gehalten, der bei zwei Siegen eine Niederlage aufzuweiſen hat. Schnepf hat zwei günſtige Hängepartien bei einer Niederlage. Im Hauptturnier führen Hildenbrand 2, Eberle(Durlach) und Hardt(Pforz⸗ eim) je 1½, Göbel(Seckenheim), Liebich (Mannheim) und W. Eber(Karlsruhe) je 1 und eine Hängepartie. Nebenturnier: Mit an der Spitze befin⸗ det ſich P. Müller(Feudenheim). Pfalzwanderung des Schwarzwaldvereins. Daß der Wald ein Abkühlungsquell und Zu⸗ fluchtsort vor der Großſtadthitze iſt, konnten die Wanderer des Schwarzwaldvereins bei der jüngſten Fahrt in die Südpfalz erfahren. Den lockenden Rheinbadfreuden zum Trotz verſam⸗ melte ſich eine ſtattliche Zahl Kameraden, um von Ludwigshafen aus mit der Reichsbahn nach Klingenmünſter zu fahren. Man beſuchte die Ruine Landeck und den Roten Berg, auf deſſen Gipfel ſich die weithin ragenden Ruinen der Madenburg Ueber die Ruinen Scharfenberg und Anebos gelangte man hinab u den Schloßäckern, dem Sattel zwiſchen Ane⸗ os und Trifels. Gerne hätte jeder noch den Aufſtieg zum Trifels unternommen, wenn nicht dieſe einzigartige Burg zur Zeit wegen gründlicher Inſtandſetzungsarbeiten geſperrt wäre. So war man zum Ziel des Tages ge⸗ kommen, dem lieblich im Queichtal gelegenen Annweiler. Wie wird das Wetter? Bericht der Reichswetterdienſtſtelle Frankfurt Im weſentlichen meiſt heiter. Das kräftige nordoſt⸗europäiſche Hochdruckgebiet wird auch weiterhin das Wetter in Deutſchland beſtim⸗ men; vorübergehende Störungen meiſt gewitt⸗ riger Natur ſind jedoch, vor allem im Weſten und Süden des Reiches, nicht ausgeſchloſſen. „ 0⁵⁰ O Vorherſage für Samstag: Morgens vielfach dunſtig oder neblig, ſonſt heiter bis wollig und vor allem nach Süden und Weſten hin ver⸗ einzelte Gewitterſtörungen möglich. Tagsübez warm und ſchwül, Winde vorwiegend aus Nord und Oſt. „ und für Sonntag: Abgeſehen von Dunſt⸗ oder Nebelbildung im weſentlichen freund⸗ liches Wetter. 1 ———————————————————————————— 5——————————————— „hakenkreuzbanner“ 45 ———————— ——————————— n Ein deutſcher General Freiherrn von Watter zum Gedächtnis Mannheim, 25. Auguſt. Generalleutnant Freiherr v. Watter iſt nicht mehr. Er iſt eingetreten in den großen Kreis all der vielen Getreuen ſeiner 54. Infanterie⸗ diviſion, die bereits vor ihm in Walhall einzo⸗ gen, ruhmbedeckt und ſieggekrönt wie er ſelbſt, der croſz General, der ſie faſt vier Jahre durch das große Ringen des Weltkrieges von Kampf zu Kampf, von Sieg zu Sieg geführt hatte. Und wir meinen, daß dieſer greiſe General von den General von Watter (Scherl-Archiv-.) alten Kameraden in Walhall mit jener unend⸗ lichen Liebe empfangen worden iſt, deren er ſich, als er noch mitten unter ihnen im Granathagel der Materialſchlachten der Weſtfront ſtand, im⸗ mer in vorderſter Linie, immer mit perſönlichem Mut vorangehend, erfreuen durfte. Nun iſt er wieder mitten unter ihnen, hockt vielleicht wie ehedem auf einem Feldſtuhl, et⸗ was zuſammengeſunken, die Pfeife in der Mundecke, die Augen ein wenig geſchloſſen, und dann erzählen ſie alle miteinander von den durch⸗die ſie gemeinſam gegangen ſind. — Er war keiner der großen Heerführer des Weltkrieges, deren Name ſchon während des langen, blutigen Ringens in aller Munde war. Und doch 118 er zu den beſten und tap⸗ ferſten Offizieren, die der große Krieg gebar. Er war nur ein Diviſionskommandeur. Aber ein Diviſionskommandeur, wie es wohl wenige gegeben hat. Das Eichenlaub zum Vour le mérite zeugt davon. Seine 54. Infante⸗ riediviſion— Mecklenburger, Holſteiner, Han⸗ featen und aus der Provinz Sachſen— war immer an den Brennpunkten des Kampfes. Die Regimenter hatten ſchon manchen Lor⸗ beer erworben, als ſie im Frühjahr 1915 unter ihm zuſamengefaßt wurden, Ihre erſte gemein⸗ ſame Feuertaufe erhielten ſie dann in der Win⸗ terſchlacht in der Champagne 1915. Wenige Mo⸗ nate ſpäter leſch wir die 54. ID. beim ſtürmi⸗ ſchen Vormarſch nach Polen hinein. Oſtrolenka im Auguſt 1915 iſt eine der ſtolzen Stationen dieſer ſieghaften Offenſive am Narew und Njemen. Bald aber iſt General Watter wieder im We⸗ ſten. Für dieſe Diviſion gibt es keine Ruhe. Als' die Offenſive bei Verdun auf dem Höhe⸗ punkt ſteht, kämpft Watter auf Höhe 304. Und als ſich dieſer furchtbarſte Kampf des großen Krieges dem Ende zuneigt, ſind ſeine Regimen⸗ ter die letzten, die den Douaumont noch halten. Regimenter? Es ſind keine Regimenter mehr. Es ſind nur noch ausgebrannte Schlacken, die vom Bahndamm von Fleury in das Fort zurückfluten. Aber Watter iſt mitten unter ihnen. Noch wenige Stunden, bevor dieſes Fort am 23. Oktober 1916, nachdem es neun Monate lang im Brennpunkt der Verdun⸗Offenſive ge⸗ legen hatte, aufgegeben werden mußte, iſt Wat⸗ ter im Douaumont, regelt die Artilleriebeobach⸗ tung, ſpricht mit den Verwundeten, den Tod⸗ kranken, die aus dem Schlamm von Fleury zurückwankten, verteilt Zigaretten an die letzten Reſte ſeiner Regimenter. Es iſt ein ſchwerer, ſchwerer Weg zurück. Aber der Kampf geht weiter. Die Diviſion wird wieder aufgefüllt, und bald ſteht ſie wieder kampfbereit in vorderſter Front. Blutigſte Opfer bringt ſie in der Aisne⸗Champagne⸗ Schlacht, noch blutigere in Flandern. Dieſes Fahr 1917 zehrt wieder an den Reihen der Wat⸗ terſchen Regimenter. Nach Flandern ſoll ſich die Diviſion erholen. Sie kommt in eine ruhigere Stellung. Und da⸗ iſt Cambrai. Das Schickſal will es, daß wenige Tage ſpäter ſchon dieſe ruhige Stellung zum Mit⸗ telpunkt der erſten großen Tank⸗ ſchlacht der Kriegsg eſchichte wird. Die Watterſche Diviſion iſt es, gegen die ſich der furchtbare Tankangriff richtet. Aber ſie iſt es auch geweſen, die, wenn auch Teile von ihr im Nebel dieſes Morgens überrannt wurden, den Angriff auffing und endlich zum Stehen brachte. Mit geballten Handgranatenladungen gingen die Füſiliere und Musketiere den Unge⸗ heuern zu Leibe, und was weiter nach hinten durchbrach, kämpfte die Artillerie in direktem Beſchuß nieder. Stolz leuchtet aus dieſer Schlacht ein Rame hervor. Er iſt eingegangen in das Buch nicht nur der deutſchen Feldattillerie, ſondern deut⸗ ſchen Heldentums ſchlechthin. Es iſt der Name des Unteroffiziers Krüger von der Watterſchen 54. Diviſion. Mayvſchall Haig Die jüngsten Friegs freiwilligen 191 lijührige ſchmuggelten ſich in den Weltkrieg roldaten aus dem Landsknechisländel/ Von Jakob Korl Ruster Gachdruek verboten) Reif wogte das Korn auf den Feldern, als vor 25 Jahren der Weltkrieg ausbrach, der die wehrfähigen deutſchen Männer aus Fabrik und Lehrſaal, von Pflug und Schraubſtock hinweg zu den Waffen rief, um Heimat und Vaterland gegen feigen Ueberfall zu ſchützen. Auch die deutſche Jugend wollte dabei ſein, wenn es galt, der Welt zu beweiſen, daß ſelbſt die Jüng⸗ ſten des Volkes bereit waren, Gut und Blut einzuſetzen für die Ehre und Freiheit des Va⸗ terlandes. Schon in den erſten Kriegswochen ftellten ſich über eine Million Kriegsfreiwillige jeden Alters aus allen Gauen zur Verfügung. Es gab Jungens, die ſchon mit 14 Jahren den feldgrauen Rock trugen, und es gab reife, er⸗ fahrene Männer, die bereits ein arbeitsreiches Leben hinter ſich hatten, die Kriegsauszeich⸗ nungen von 1866 oder von 1870/71 trugen und auch diesmal wieder dabei ſein wollten, als der Kriegsruf durch deutſches Land ging. Freiwillige aus dem Candsknechtsländel Die jüngſten Kriegsfreiwilligen des Welt⸗ krieges ſtammten aus dem Lande am Ober⸗ rhein, wenngleich Vierzehn⸗ bis Sechzehnjäh⸗ rige in großer Zahl im ganzen Reiche zu den Fahnen ſtrebten. Schon zu Zeiten Maximili⸗ ans I. hatte man dieſes oberrheiniſches Land bis nach Bregenz hinein das„Lands⸗ knechtsländel“ genannt, weil es für die Werber der Fürſten und Regimentsinhaber ein beſonders ergiebiger Landſtrich war, denn jeder zweite und dritte Bauern⸗ oder Handwerker⸗ ſohn ging dort gerne zum Waffendienſt. Es mag deshalb auch kein Zufall ſein, daß gerade die jüngſten Soldaten und Freiwilligen des Heeres aus dieſer Gegend kamen: Emil Huber, geboren am 7. Oktober 1900 als Klempnersſohn zu Offenburg und Paul Mauck, geboren am 19. 7. 1900 zu Waldkirch in Baden. Emil Huber war mit einem um drei Jahre vordatierten Geburtsſchein gleichzeitig mit ſei⸗ nem um ein Jahr älteren Bruder Ludwig beim Inf. Rgt. 172 eingetreten und kam am 18. No⸗ vember 1914 nach planmäßiger Ausbildung ins Feld, wurde am 7. Januar 1915 durch Kopf⸗ ſchuß verwundet und kam im Frühjahr zum Erſatz⸗Bataillon nach Offenburg, Er war nicht wenig ſtolz, als er dort in Uniform den Reli⸗ gionsunterricht beſuchen und ſchließlich auch inmitten einer großen Schar von„Ziviliſten“ ſeine Konfirmation erleben mußte. 1916 wurde der Junge in den ſchweren Kämpfen vor Ver⸗ dun nervenkrank und ſein Vater zog nunmehr ſeine früher erteilte Einwilligung zum Kriegs⸗ dienſte zurück, ſo daß Huber in die Heimat ent⸗ laſſen werden mußte, wo er ſich nun, als alter Soldat und mit dem E. K. II ausgezeichnet, in die kaufmänniſche Lehre begab. Huber ſtarb im Frühjahr 1939, noch kurz vor ſeinem Tode hatte er ſeinen Kameraden vom Inf. Rgt. 172 geſagt: „Ich war mit Leib und Seele Soldat und das Der 14jährige Karl Grösch Erlebnis der Kameradſchaft war mir das ſtärkſte und nachhaltigſte.“ als Fünfzehnjähriger gefallen Paul Mauck hatte man zuerſt in den Erntehelferdienſt geſteckt, aber ſchließlich gab man ſeinem Drängen nach und nahm ihn beim Rekrutendepot des badiſchen Inf. Rgts. 113 an, deſſen 4. Kompanie ſowohl er, als auch drei andere Brüder angehörten. In den ſchweren Kämpfen um die Lorettohöhe war auch das Inf. Rgt. 113 dauernd eingeſetzt, damals ſchrieb der 14½ jährige Junge ſeiner Mutter über die wunderbaren Eindrücke an der Front, wie ſchön die Nachtmärſche ſeien und wie gerne er die ſtrahlenden Leuchtkugeln über den langezoge⸗ nen Linien betrachte. Auch ſei der„Franz⸗ mann“ ſo nahe, daß man ihm bequem ein Stück ſchlecht gewordenen Käſe an den Kopf inüber⸗ werfen könne. Nie vergaß er, ſeine Freunde und alle Menſchen daheim, die er kannte, zu grüßen,— auch nicht ſeinen Pudel„Muß“, der in der frühen Gymnaſiaſtenzeit eine große Rolle geſpielt hatte. Am 6. Juni 1915 wird Paul Mauck vom Poſten abgelöſt, er begibt ſich in ſeinen Unterſtand und wenige Minuten ſpäter wird er durch eine ſchwere Granate tödlich ver⸗ wundet. Der Mann, der den im Todeskampf ſtöhnenden Kriegsfreiwilligen findet, iſt ſein älterer Bruder, der ihm ſtill und mit zitternden Händen die erlöſchenden Augen zudrückt. Ein ſchlichtes Soldatengrab auf dem Fried⸗ hof von Lens hat ihn längſt aufgenommen, ſein Name aber ſteht ſtolz und mahnend über dem Portal der Volksſchule zu Waldkirch in Baden. Er iſt der jüngſte Gefallene des Weltkrieges. Viele der anderen jungen Kriegsfreiwilligen, — man könnte faſt ſagen: alle,— haben es durch einen kleinen„Betrug“ erreicht, in das Heer aufgenommen zu werden. Da lieh ſich einer die langen Hoſen des bereits eingerückten Bruders, dort legt einer die Geburtsurkunde ſeines ſchon angenommenen Vetters vor, ein anderer fälſcht die Unterſchrift des Vaters un⸗ ter einem Schreiben, das die Einwilligung zum freiwilligen Heeresdienſt des Sohnes be⸗ ſtätigt und,— wenn auch der Kompaniechef und der unterſuchende Stabsarzt nicht alles August Schmitz, der 151iährig ins Feld rückte und bereits 1914 verwundet wurde, als Unteroffizier mit EK I im Jahre 1918. Aufn.: durch Ruster(3) glaubten,— ſchließlich half das ungeſtüme Drängen und Betteln doch. Viele fanden eine Möglichkeit, direkt ins Feld zu fahren, die Pfadfinder⸗Uniform oder irgendeine Wanderausrüſtung erſetzten ihnen zunächſt das feldgraue Ehrenkleid. Don der Feldpolizei heimbefördert Zu dieſen gehört auch der am 10. Auguſt 1900 in Kaiſerslautern geborene Karl Gröſch, der ſich, ohne ſeine Eltern zu verſtändigen, von einem Transportführer an die Front mitneh⸗ men läßt und dort zunächſt beim Fuhrpark 3 E 14 landet, bald aber von der Feldpolizei heimbefördert wird, um einige Tage ſpäter mit drei anderen Pennälern,— und mit einem ge⸗ fälſchten Ausweis, den man allerdings nur bei Nacht anſehen durfte,— wieder frontwärts zu fahren. Er bleibt einige Monate beim LJR. 71 und kommt ſpäter zur Fliegerei, der die ganze Zuneigung des techniſch intereſſierten Jungen gehörte. Zu ihnen gehört Auguſt Schmitz, der als „Helfer an der Feldküche“ beim Infanterie⸗ Regiment 173 angenommen war, jedoch gegen ausdrücklichen Befehl des Kompanieführers ſeinen Druckpoſten verließ, um in der Nacht vom 21./22. September 1914 den Sturmangriff bei Cheppy⸗Varennes mitzumachen und dabei verwundet wurde. Stolz trug er den verwundeten Arm in der Schlinge durch ſeine Heimatſtadt Kaiſerslau⸗ tern. Schon im Auguſt 1914 hatte er aus dem Felde an ſeine Eltern geſchrieben: Wir haben einen großen Leiterwagen und zwei Pferde er⸗ obert, damit wollen wir bis Paris fahren. Bei uns iſt es ſehr ſchön. Alle ſind gut zu uns, nur wollen ſie uns nicht nach vorn gehen laſ⸗ ſen. Ich bleibe für immer bei den Soldaten.⸗ Er blieb es auch bis 1918, holte ſich das EK 1 und II und das Goldene Militärverdienſtkreuz, das er als Unteroffizier und Stoßtruppführer im Juni 1918 bei der Einnahme des Bahnhofs Reiſſons ſur Matz erhielt. Schmitz, der heute Bibliotheksverwalter bei den Staatlichen Mu⸗ ſeen in Berlin iſt, hat ſeine intereſſant und un⸗ terhaltend geſchriebenen Kriegserinnerungen in dem Buche„Als Pfadfinder an die Weſt⸗ front“ feſtgehalten. Zu Verteidigungsarbeiten an der Südtiroler Front meldete ſich die in Salzburg lebende, am 27. Juni 1899 geborene Viktoria Savs, wohl die einzige Frau, die während des Welt⸗ krieges wirklichen Frontdienſt leiſtete. Sie ſpricht von ſeinem Heldentum ebenſo, wie es ſchon unmittelbar nach der Tankſchlacht die engliſchen Kriegsberichte taten. Und das Ehrenmal der deutſchen Feldartillerie in Köln verzeichnet es für alle Zeiten, wie Unteroffizier Krüger, als letzter an feinem Geſchütz aushar⸗ rend, nachdem er acht, zehn, zwölf oder noch mehr Tanks in direktem Beſchuß erledigt hat, ſich mit Handgranaten und Piſtolen gegen die Gefangenſchaft wehrt und dann blutüberſtrömt zuſammenbricht. Das war Watterſcher Geiſt. 5 Der Krieg iſt vorbei. Aber Watter kämpft weiter. Er iſt es geweſen, der den Oberbefehl über die Truppen führte, die im Frühjahr 1920 den Spartakismus an der Ruhr niederkämpf⸗ ten. Severing hat ihn dann in der bekannten Bielefelder Konferenz geſtürzt. Aber auch dann legte Watter die Hände nicht in den Schoß. Ueberall waPer zu finden, wo 4 ſich nationaler Geiſt, der Geiſt deutſcher Er⸗ neuerung rührte. Am liebſten aber weilte er unter den alten Kameraden der 54. Diviſion, wenn ſie ſich alljährlich in Mecklenburg, Lübeck oder Hamburg trafen. Dann ſtiegen die Zei⸗ ten wieder aus der Erinnerung empor— von Oſtrolenka, von Verdun und von Cambrai, und der Geiſt deutſchen Soldatentums und vorbildlicher Kameradſchaft zwiſchen General, Offizier und Mann wurde wieder lebendig. „Ich werde dem in Krieg und Frieden um das deutſche Volk hochverdienten Mann ein ehrendes Gedenken bewahren“, hat der Füh⸗ rer zum Tode des Generals an Freifrau v. Watter telegrafiert. Und die Beiſetzung des Generals erfolgt auf Anordnung des Führers als Staatsbegräbnis. Das iſt die ſchönſte Ehrung für den General Freiherrn v. Watter. Jörgen Bzochmann. kam zuerſt zum Train, richtete jedoch bald ein dringendes Geſuch an den Erzherzog Eugen um Verwendung an der Front. Sie legte eine Schießprobe ab, die ſie glänzend beſtand und kam dann, als Soldat eingekleidet, zum Inns⸗ brucker Landſturm⸗Bataillon II, bei dem auch ihr Vater eingezogen war; auf der Dreizinnen⸗ Platte meldet ſie ſich in ſtrammer Haltung bei ihm. Viktoria Savs bewährte ſich, trotz aller Widerſtände, ganz hervorragend, machte mut⸗ terſeelenallein 20 Gefangene und wurde am Pfingſtſonntag 1917, kurz bevor ſie mit ihrem Vater zuſammen in Urlaub fahren ſollte, ſchwer verwundet. Neben anderen Kriegsaus⸗ zeichnungen trägt ſie mit beſonderem Stolze als einzige Frau die große ſilberne Tapfer⸗ keitsmedaille der alten öſterreichiſchen Armee. Viktoria Savs iſt eine Frau von ſeltener Ener⸗ Die 15jährige Viktoria Savs gie und Tatkraft. An Krücken gehend legte ſie in der Wiener Invalidenſchule die Mei⸗ ſterprüfung im Schuhmacherhand⸗ werk, ſowie Prüfungen in Stenografie und Maſchinenſchreiben ab. Als ihr der Führer und Reichskanzler 1936 das Geld für eine an⸗ ſtändige Protheſe überwies, ſperrte man ihr in dem Lande des Herrn Schuſchnigg die wohl⸗ verdiente Militärrente. Heute aber iſt Vik⸗ toria Savs ſtolz darauf, in der Zahlmeiſterei eines Truppenteils in der Oſtmark wieder „aktiv“,— ſo ſchreibt ſie wörtlich,— Dienſt machen zu dürfen. 0 Freitag, 25. Ruguſt 1959 Schlag f. deutſch⸗ſow abkommens Entſchluß? einen Nich en. Die B Einkreiſung 58 Ar Verlogenhe müchte, der ter dem Bi geſteckt hat. Dauer. Di Wahrheit, England F die Hoffnu chesrand“ n eine Hoffn konzedieren eigenen„la kau mit gel — ging ebe griffspakt licht, und iſt bereits Führer„ve Abſchluß mi die engliſch eigenen Oe müſſe mit i 7 handeln“ r mehr Erſtat Statt zu nach den würde man liche Verha ſchlages der das Mißtr⸗ engliſchen mit Recht immer und Nicht nur i chungen na⸗ gegenüber 1 eigenen Bu Syrien) pr davon verſ engliſchen trauens ge⸗ Zuſammenlt zug auf M hervor, daß mehr Vertr trauen kanr nicht künſtli der Taten kann daher gen der deu ſem Zuſam füllig, daß Beginn de ſchungen“ deutſche K Grundſätzer ſches als de Handelsbez Sowjetruſſe dem kapita nichts wiſſe kannt hatter heit des He Verſuch ei ſich die Win der dienſtbe ſich in dieſe der Sowje nicht unſer⸗ des rieſige ſeinſt für d man in alle am beſten, Schlüſſe zie Auch das regen, zum Rhein-R Börse Festverzinsl. 51t. Reichsanl Int. Dt. Reichsa Baden Freist. v. Bayern Staat v. Anl.-Abl. d. Dt Ludwigsh. v. 2 Mannhm. Gold Mannheim von pirmasensstadt Mhm. Ablös. A 4½ Hess. Volk Kess. Ld..lqu. R. 4½4 Bd. Kom. 1 B. Kom. Goldh; do. Goldanl. v do SGoldanl. v Bay. Hyp. Wechs Ptkt. Hyp. 60 Frankf. Liqu. Erkf. Goldpfdbr Frkt Goldpfr. Meininger Hype Mein. Hyp. Liau Pfälz. Hyp. 60 ptälz. Liqu. pfälz. Hyp. Gold Rhein. Hyp. Gdp do. 5⸗9. do Gdkom. Südd. Bodcr.-L Großkraftwerk Rhein-Main-Dor 16-Farbenind. ingustrle-Artie Accumulatoren Adlerwerke Adt. Gebt. Aschaffbrg. Zel Bayr. Motor.⸗W. Berl. Licht u. Brauetei Klein Brown, Boveri. Cement Heidel baimler-Benz deutsche Erdöl verboten) reits 1914 mit EK I Ruster(3) ungeſtüme direkt ins form oder ten ihnen bald ein og Eugen legte eine ſtand und um Inns⸗ dem auch ſreizinnen⸗ altung bei trotz aller achte mut⸗ wurde am mit ihrem ten ſollte, triegsaus⸗ m Stolze e Tapfer⸗ en Armee. ener Ener⸗ 5 d legte ſie ie Mei⸗ erhand⸗ rafie und r Führer r eine an⸗ ian ihr in die wohl⸗ iſt Vik⸗ hlmeiſterei rk wieder — Dienſt —elar boßtemranß— Freitag, 25. Auguſt 1050 Schlag folgt auf Schlag. Dem Abſchluß des deutſch⸗ſowjetruſſiſchen Kredit⸗ und Handels⸗ abkommens folgte die Ankündigung von dem Entſchluß Deutſchlands und der Sowjet⸗Union, einen Nichtangriffspakt miteinander zu ſchlie ßen. Die Wirkung war derart, daß man in der Einkreiſungsfront zuerſt an eine„Ente“ glaubte. Auch das iſt recht bezeichnend fär die Gerlogenheit der Diplomatie der Einkreiſungs⸗ mächte, denn man ſucht bekanntlich nicht hin⸗ ter dem Buſch, wenn man ſelbft nicht dahinter geſteckt hat. Der Troſt war aber nur von kurzer Dauer. Die„Ente“ war keine Ente, ſondern Wahrheit, allerdings ſehr bittere Wahrheit für England Frankreich und ſeine Trabanten. Auch die Hoffnung, daß„zwiſchen Lipp' und Kel⸗ chesrand“ noch mancherlei ſich ereignen kann— eine Hoffnung, bei der wir den Engländern lonzedieren wollen, daß ſie auf Grund ihrer eigenen„langfriſtigen“ Erfahrungen in Mos⸗ lau mit gewiſſer Berechtigung entſtehen konnte — ging ebenfo ſchnell zu Bruch. Der Nichtan⸗ 1 mriffspart iſt bereits unterzeichnet, veröffent⸗ licht, und Reichsaußenminiſter v. Ribbentrop iſt bereits wieder zur Berichterſtattung beim Führer„von Moskau zurück“. Dieſer ſchnelte Abſchluß mit Verhandlungspartnern, von denen die engliſche Preſſe eben noch zum Troſt der eigenen Oeffentlichkeit geſchrieben hatte, man müſſe mit ihrer„öſtlichen Luſt am bloßen Ver⸗ handeln“ rechnen, ruft in England faſt noch mehr Erſtaunen hervor, als das Faktum ſelbſt. Statt zu ſtaunen, täte man freilich beſſer, nach den Gründen dafür zu fragen, dann würde man nämlich erkennen, daß nicht„die öſt⸗ liche Verhandlungsluſt“ die Urſache des Fehl⸗ ſchlages der eigenen Hoffnungen war, ſondern das Mißtrauen, das man heute überall der engliſchen Politik gegenüber hegt, und zwar mit Recht hegt, weil dieſe engliſche Politit immer und überall ein doppeltes Spiel ſpielt. Richt nur in Paläſtina gab England Verſpre⸗ chungen nach zwei Seiten ab. Dasſelbe tat es gegenüber den baltiſchen Staaten, ja ſelhſt den eigenen Bundesgenoſſen war man bereit,(in Syrien) preiszugeben, wenn man ſich Vorteile pavon verſprach. Dieſe Doppelzüngigkeit der engliſchen Politik iſt die Urſache des Miß · trauens gegen England und damit auch des Zuſammenbruchs der engliſchen Träume in be⸗ zug auf Moskau. Umgekehrt geht daraus aber hervor, daß Moskau zu der deutſchen Politik mehr Vertrauen gehabt hat. Ein ſolches Ver⸗ trauen kann man aber durch„Verhandlungen“ nicht künſtlich ſchaffen, wenn die Vorausſetzung der Taten fehlt. Das Vertrauen Moskaus kann daher auch nur auf langen Beobachtun⸗ gen der deutſchen Politik beruhen. Und in die⸗ ſem Zuſammenhang iſt es vielleicht nicht zu⸗ fällig, daß ein wirtſchaftliches Abkommen am Beginn der Kette„unangenehmer Ueberxra⸗ ſchungen“ für London und Paris ſteht. Die deutſche Handelspolitik mit ihren klaren Grundſätzen des gegenſeitigen Güteraustau⸗ ſches als der Grundlage der zwiſchenſtaatlichen Handelsbeziehungen mußte das Intereſſe der Sowjetruſſen erwecken, die ja ebenfalls von dem kapitaliſtiſchen Welthandel alten Stils nichts wiſſen wollten, weil ſie ſehr richtig er; kannt hatten, daß hinter der ſogenannten Frei⸗ heit des Handels nichts anderes ſteht, als der Verſuch eines internationalen Weltkapitals, ſich die Wirtſchaftskräfte aller Völker und Län⸗ der dienſtbar zu machen. Die Perſpektiven, die ſich in dieſer Hinſicht aus dem Abkommen mit der Sowjetunion eröffnen, darzuſtellen, iſt nicht unſere Aufgabe. Was aber der Ausfall des rieſigen ſowjetruſſiſchen Ländergebietes einſt für den Welthandel bedeutet hat, weiß man in allen Handelszentralen der Welt ſelbſt am beſten, kann alſo auch jetzt entſprechende Schlüſſe ziehen. Auch das ſollte England zum Nachdenken an⸗ regen, zumal ſich doch ſeine wirtſchaftliche Rhein-Mainlsche Börse Frankturt Festverzinsl. Worte 24. 3. 25. g. Sabt. Beichsanl..27 191.75 101.75 Int. Dt. 3 99.62 102.25 Baden Freist. v.—— hFayern Staat v. 1927 99.62 99.62 AakAbi. d. 4 132.——702 Augsburg Stadt v.—— 5 3 95.25 96.12 Heidelbg. Gold v.—— Ludwigsh. v. 26 8. 1 99.25 98.25 Mannhm. Goid v. 26 37.75 27.75 ————— 4 3 97.75 pPitmasensstadt v. Mhm. Ablös. Altbes. 134.75 134.75 A4½hess. Volksst.29 98. 50 J Hofzmann Püll. liess. Lä. Liau.K..24 199.75 199.75. lise Persbau 4½7 Bd. Kom. Lasbk. 99.— 39.— 3 Kom. Goidhyp. 25 29. 99.75 do. Goldanl. v. 36 98.75 98.75 do Goldanl. v. 26 98.75 96.75 Pay. Hyp. Wechs.Opt. 199.— 109.25 Dt. Steinzeug'feld Eichb.⸗Werger · Br. Enzinger Unioen 16 Farbenindustrie. Feldmühle Ppapier Geskürel-Loewe Th. Goldschmidt Gritzner-Kaysert Großkraft Mhm. Vz2.— Grün& Bilfinger 98.37 J Harpener Bergvau. junghans Gebr. Kali chemiie Klöcknerwerke Konservenfabr. Braun Frankt. Liau...... 109.65 100.75 Lahmeyer rkt Goldpfäbr. Vini 99.3 99.— Goldptr. 4 e 100.75 Meininger Hypothek. 23•5 83˙35 Aein. Hyp. Ligu.... 199.62 100.62 Pfälz. 135. Goldpfd. 1 99.75 Piäiz. Liau.... 199. 45⁵ Pfälz. Hyp. Goidzom. 29.50 36. Rhein. Hyp. Gdpt.•4—5—— do.•9„„„— 99.— ihn d0 Gdkom. 1⸗1i1.. 98.50 18. Sudd. Boder.-Liqui.. 100.75 100. — Rhein-Main-Donau 3 iä-Farbenind. v. 28. 119.50 119.87 ineusirle-Antlen zecumulatoten.. 225.—— Adlerwerke.. 39.25 97.25 Adt. Gebr.„„„ 63.— Aschaffbrg. Zellstott 91.50 90.75 Bayt. Motör.-Werke 134.25 134.— berl, Licht u. Kraft—— Btauerei Kleinlein— Fromn, Boveri, Mn. 107.— 4 1100 Heidelbetg. 147. 4 aimler-Benz„- deutsche Erdöl. 122.25 121.12 Ludwigshf. Aktienbt. Mannesmannrönten. 1 Mez parku. Bürgbr. Pirm. Rnheinstahl Schwartz-Storchen Siemens-Halske Sinner-Grünwinkel Südd. Zucker ο— bank · Artlen Badische Bankk Bay. Hyp. Wechsel. commerz-Privatbk. E älz. Preßhefe Sprit 193⸗ Rhein. Braunkonle. 228.— 225.75 Rheinelektra Stamm 127 25 124.50 24. 8. 25. 9. beutsche Linoleumw. 154.50 154.50 Durlacher Hof.—. 108.50 El. Llent& Krakt... 152.— 131.— 52.50 1 62.— 1 127.50— 135.— 135.50 90.— 90.25 Gebr. Fant A0 1575 verkehri-Artlen 12·50— Hanfwerke Füssen 135— 130.50 Hochtief A6., Essen 15/.50 156.50 „133.—— do. Genußscheine 93.50 93.12 Kleinschanzlin-Beck. 11.— 11. Frkj. Ayp. Goiahyp. 99. 98 Knort-Heilbronn... 253.— 252.— Heinrien Lanz AG. W3 100 do. Walzůmühle... 130.— 130.— Metallgesellschatt— 110.37 — Rütgerswerke. 144.— 143.50 Salzwerk Hellbronn. 254.— 251.— Schuckert ei... 175.50 174.50 Seilind. Wollt, Mum. 98.— 96.50 84.— Gebr. Stollwerckh 13².75 132.50 Ver. Dt. Oele 130.50 130.50 Zelist. Waldh. Stamm 110.50 108.50 vertrauen 20 England? Situation, abgeſehen von den politiſchen Schwierigkeiten, außerordentlich ungünſtig ent⸗ wickelt hat. Das Pfund iſt ſchwoach. Wieder einmal 5,5 Millionen Pfund Gold wanderten vom 18. bis 21. Auguſt ernent nach USA ab. Schon mußte England eine Teildeviſenbewirt⸗ ſchaftung einführen, indem es praktiſch den An⸗ kauf von Termindollars unmöglich machte, nachdem es bereits vorher die Goldzuteilung an Private auf etwa 30 vH. des Bedarfs be⸗ ſchränkt hatte. Die Aufhebung der Ausfuhrli⸗ zenzen für gewiſſe Güter, wie Metalle, Faſer⸗ ſtoffe, Oel, Gummiprodukte uſw., die offenbar darauf berechnet iſt, Eindruck auf uns zu machen und Englands„Feſtigkeit“ zu beweiſen, verfehlt daher ihre Wirkung. Wir wiſſen ſehr genau, daß wir durch die letzten Ereigniſſe auch wirtſchaftlich ſtärker geworden ſind, wäh⸗ rend England ſchwächer geworden iſt. England täte gut daran, alle Hoffnungen auf einen „wirtſchaftlichen“ Sieg aufzugeben und ſtatt deſſen den Rat zu befolgen, den ihm das „Journal American“ erteilt, nämlich zu dem Friedensprogramm von München zurückzukeh⸗ ren.„Nur ſo“, ſchreibt das Hearſt⸗Organ, nach⸗ dem es die enaliſchen Bemühungen um ein amerikaniſches Bündnis entlarvt und als er⸗ gebnislos gekenzeichnet hat,„kann Charmber⸗ lain die Achtung und das Vertrauen der zivili⸗ ſierten Welt wiedergewinnen.“ Was dieſes Vertrauen bedeutet, hat England ja in Moskau erfahren. Mormale Entwick'ung der feichsbank in der diitten Augustwoche Berlin, 25. Auguſt.(HB⸗Funk.) Nachdem in der vorigen Woche in Anbetracht des Mediobedarfes und des Steuertermins eine Reubeanſpruchung bei der Reichsbank eingetreten war, die zu einem Rückgang der Ultimoentlaſtung auf 8,4 Prozent geführt hatte, läßt der Ausweis der Reichshank vom 23. Auguſt mit einer Verminderung der Kapitalanlage um 223 Millionen 9493 Mill. RM. eine normale Entwichlung in der dritten Auguſtwoche erkennen. Mit einer Neu⸗ abdeckung von 38,1 Prozent beträgt die Entlaſtung 46,5 Prozent der Ultimoſpitze. Im einzelnen haben die Beſtände an Wechſeln und Schecks ſowie Reichs⸗ ſchatzwechſeln um 244.9 auf 8140 Mill. RM. und die an Lombardforderungen um 9,3 auf 22,2 Mill. RM. abgenommen, während aleichzeitig der Beſtand an deckungsfähigen Wertpapieren um 29.4 auf 982.5 Mill. RM. und der an ſonſtigen Wertpapieren um .9 auf 294,.4 Mill. RM. zugenommen hat. Die Be⸗ ſtände der Reichsbank an Rentenbankſcheinen haben um 1,8 auf 27,2 Mill. RM. und dieſenigen an Scheidemünzen um 12,.9 auf 168.2 Mill. RM. zuge⸗ nommen. Die ſonſtigen Aktiva ſind um 318.1 auf 1380,5, Mill. RM. geſtiegen: hier iſt der Betriebs⸗ kredit in der Berichtswoche wieder in Anſyruch ge⸗ nommen worden, vor allem haben ſich die Poſtſcheck⸗ authaben ſehr ſtark erhöht. Auf der anderen Saite haben die Girogelder um 90 auf 1195.4 Mill. NM. zugenommen; die Entwicklung entſpricht dem Ver⸗ lauf im gleichen Vorjahrstermin. Zugenommen haben in erſter Linie die privaten Konten, aber auch die öffentlichen ſind etwas angeſtiegen. Der Umlauf an Reichsbanknoten hat ſich in der verfloſſenen Bankwoche um rund 5 auf 8710 Mill. Reichsmark erhöht, während derienige an Renten⸗ bankſcheinen um 2 Millionen auf 371 Mill. RM. und an Scheidemünzen um 9 Millionen auf 1808 Milt. Reichsmark zurückgegangen iſt. Mithin ſtellte ſich der geſamte Zahlnnasmittelnumlauf am Stichtog auf 1889 Mill. RM. agegenſper 10˙895 Miſfl. RM. in der Vorwoche, 10 370 Mifl. Rm. am Stichtaa des Vormonats und 8117 Mill. RM. zum gleichen Vor⸗ jahrszeitvunkt. Der Deckunasbeſtand an Gold und Deviſen hat um 0,2 auf 77 Mill. RM. zugenommen. Verordnuno bber Erzeugerpreise fllr Kartoffe'n SwW Der Reichskommiſſar für die Preisbildung hat eine Verordnung über Erzeugerpreiſe für Speiſe⸗ kartoffeln, Futterkartoffeln und Fa⸗ brikkartoffeln im Kartoffelwirtſchaftsiahr 1939/%40 erlaſſen. Die Verordnuna, die im Reichs⸗ geſetzblatt vom 21. Auguſt 1939 Nr. 144 veröffent⸗ licht iſt, lehnt ſich ena an die Preisregelung des ver⸗ gangenen Kartoffelwirtſchaftslahres an und brinat im weſentlichen keine Veränderungen, die ſich auf den Verbraucher auswirken. An dem bewährfen Grund⸗ Erzeugerfeſtpreiſe wurde auch diesmal feſtge⸗ n. 24. 3. 25. 8. deutsche Bank.. 111.50 111.50 bresdnet Bank... 106.— 106.— Frankf. Hyp.-Bank. 105.75 105.75 pfälz. Hyp.-Bank.. 97.75 97.15 Beichsbänk.... 179.37 179.37 Rhein. Hyp.-Bank. 130.— 130.— ynnabrlefe Bad, A0 f. Rheinsch. 110.50 110.50 122.52 122.37 f 5½ do. L bt. Reichsb. va. Versleher.⸗Aktlen Allianz Leben 23* Bad. Assecuranzges.— Mannn. Versicherg.— Württ. Transportver. 34.— Berliner Effektenbõrse Anleihen von Releh, Länd. u. Relchepost steuergutsch. u 6. 42 31.7 24.2 do. I(juſi 1542) 24.7 94.37 do. II(Aug. 1942) 94. do. i1(Sept. 42)...—.— 4½% TWiesbaden.28 4½ Bln. Hyp.B. Gpt. 29.— 99.— 5½0 Beti. Liqu. 8. 101.10 101.19 4½ do. Komm. Obi. 298.50 98.50 41½f Dt. centr. B. Krd. 99.— 99.— 4½ do. Ri-Pt. R5-»9 99.— 99.— 4% do. RM-Pf. R 4. 31.62 91.50 n 99.— 99.— Goldpł. 99.— 99.— 4½71 do. Komm. Odl. 100.75 109.80 4½ Kb. Hyp. Ek. FP. 99.— 99.— 4½ KLeipz. Hyp.Bx. 99.— 99.— 4½ TMein. Hyp.6öpf. 99.— 29.— 5½ d0. Liqu. Goldpt. 100.30 99.— 4½ do. Komm. Obi. 96.50 96.50 4½ xRhein, Hyp.B K. 99,— 99.— 4½ do. Kom..-5 38.50 28.50 estd. Bod. Em. 99.— 6% 10 Fafben.... 119.75— lndustrleaktlen Akkumulatoren... 224.25 225.— Allg. Bau Lenn Neu iſt die Eingliederung der Regierungsbezirke des Sudetenlandes in die benachbarten Preisgebiete des Altreiches. Neu iſt ferner im Abſchnitt Futter⸗ kartoffeln, daß beim Kaufabſchluß ein Abſchlag ver, einbart werden kann, wenn die gelieferte Ware nicht mindeſtens 16 Prozent Stärtegehalt aufweiſt. Dieſe BVeſtimmung bedeutet eine erſte Maßnahme, den Qua⸗ litätsgedanken auch bei den Preiſen für Futterkar⸗ toffeln zur Geltung zu bringen. Mannheimer Geireidegroßmarkt sw Die Mühlen kauſen in der Hauptſache Wol⸗ zen aus der näheren Umgebung, doch ſind die Au⸗ lieferungen geringer geworden, da die Bauern bei der warmen Witterung mit Erntearbeiten vollauf be⸗ ſchäftigt ſind. Die Vorräte der Mühlen ſind jedoch noch reichlich. Aus Mittel⸗ und Norddeutſchland wer⸗ den nur kleinere Partien gekauft, und auch nur, um einen Einblick in den dortigen Ernteausfall zu ge⸗ währen. Auch bei Roggen wird für die nächſte Zeit nord⸗ und oſtdeutſche Herkunft hier nicht benötigt, da die badiſche, pfälziſche und heſſiſche Ernte mengenmäüßig aut ausgefallen ift und auch hinſichtlich der Qualität allen Anforderungen entſpricht. Braugerſte iſt bis jetzt noch nicht ſehr reichlich angeboten, da die Ernte gegenüber früheren Jahren diesmal außergewöhnlich ſpät liegt. Soweit man es beurteilen kann, ſind die heſſiſchen, badiſchen und nordpfälziſchen Gerften recht aut ausgefallen, ausge⸗ nommen natürlich die Partien, die auf dem Felde noch Regen abbekommen hahen. Im großen ganzen iſt die Rachfrage ſtärter als das Angebot. Winter⸗ gerſte iſt nicht mehr vorhanden. In füddeutſchem Hafer lagen noch keine Ange⸗ bote vor; auch in norddeutſcher Ware iſt das Geſchäft noch nicht ſehr umfangreich. Das Mehlgeſchüft iſt rutiger geworden, wie dies ja immer im Laufe des Mongts der Fall iſt; im ganzen genommen hat aber der Auguſt weſentlich höhere Umſätze gebracht als die Vormonate. Lon Fultermitteln ſind Kleie, Oelkuchen und Zuckerſchnitzel geſucht. Auch das Angebot von Körnerfutter iſt kleiner geworden. Heu war ausreichend zu haben. Die Preiſe für Wieſenben wurden um 8 bis 30 Pfennig heraufgeſetzt und notieren nunmehr 4,50 bis 5 Reichsmark und für gute Ware 5,50 bis 6 Reichsmark. Die deutschen Zuckerfabriken im Juli Nach den Zuſammenſtellungen des Statiſtiſchen Reichsamts ſind im Juli 1939 in den deutſchen Zuckerfabriten 333 561 Doppelzentner und ſeit Beginn der Kampagne am 1. Okt. 1938 insgeſamt 12 527 853 Doppelzeniner Rohzucker 56 550 bziv. 328 411 Dop⸗ pelzeniner Verbrauchszucker und 64534 bozw. 689 259 Doppelzentner Rübenzuckerobläufe zur Verarbeitung gekommen. Gewonnen wurden in den gleichen Zeit⸗ räumen an Rohzucker 5 990 bzw. 12 138 671, an Ver⸗ brauchszucker 418 206 bzw. 19 665 908, an Rüben⸗ zuckerabläufen mit einem Reinheitsgrad von mehr als 95 vc.“ 11 286 bzw. 82 084 und von wenaier als 70 vo. 43˙069 bzw. 3 643 052 Doppelzentner. Die geſamte Herſtellung in Rohzuckerwert berechnet betrug im Juli 9 Doppelzentner und in der Kam⸗ pagne bisher 21 096 926 Doppelzenmer, Verſteuert würden in den beiden genannten Zeitſpannen an Rohzucker 2809 bzw. 23 962, an Verbrauchszucker 2701 311 bzw. 17 358 802˙ Doppelzentner Auf dieſe Erzeugniſſe einſchließlich aller anderen Zuckererzeug⸗ niſſe wie Rübenſäfte, Rübenzuckerabläufe uſw. ent⸗ fielen 58 Mill. RM bzw. 376,97 Mill. RM Zucker⸗ ſtener. Steuerfrei ausgeführt wurden u. c 306 321 bw. 197 930 Doppelzentner Verbrauchszucker. Die Verſteuerungszahlen ſtimmen mit dem tatſächlichen Verbrauch nicht überein, weil die Fabriken Ver⸗ brauchszucker in großem Umfana verſteuert auf aus⸗ wärtige Lager abfertigen, der in den meiſten Fällen noch nicht verkauft iſt. Die Wechſelproteſte im erſten Halbjahr 1939 Im Monat Juni 1939 gingen im Wirtſchaſtsgebiet Heſſen und Rheinpfalz 1689(Vormonat 1697) Pro⸗ teftwechſel verzeichnet mit einem Betrag von 236 000 (281 000) RM. das ſind 140(136) RM je Fall. Im, erſten Halbjahr 1939 aingen im gleichen Gebiet 9883 Wechſel über 1404 Mill. AM zu Proteſt gegenüber 15 497 über 1,928 Mill. RM im gleichen Vorfahres⸗ zeitraum. Der Durchſchnittsbetrag je Proteſtwechſel hat ſich dabei auf 142(124) RM erhöht. Das ent⸗ ſpricht in etwa auch der Entwicklung im geſamten Reichsgebiet(ohne Oſtmark und Sudetengau), wo die Zahl der Proteſnwechſel von 241651 auf 167 052, der Betrag aber nur von 32,65 auf 24 73 Mill. RM zurückging, der Durchſchnittsbetrag ſich jedoch auf 148 (135) RM erhöhte. Berliner Börse Widerſtandsfähige Aktienmärkte, Renten ruhig Zu Beginn der heutigen Börſe vermochte ſich an den Aktienmärkten noch keine einheit⸗ liche Tendenz herauszubilden. Auf Grund der letzthin erzielten kräftigen Kursſteigerungen wurden vereinzelt noch Gewinnſicherungen vorgenommen., während es andererſeits zu neuen Anſchaffungen, die ſich als echte Anlagekäufe darſtellen, kam. Der Ge⸗ ſchäftsumfang hat eine gewiſſe nn erfah⸗ ren, ſo daß bei einzelnen Papieren nur indeſt⸗ umſätze zuſtandekamen und die Kurſe daher Schwan⸗ kungen ſtärker ausgeſetzt waren. Montanwerte lagen feſter, doch gingen die Steige⸗ rungen über kleine Prozentbruchteile nicht hinaus. Nur Laurahütte, in denen etwa 100 000 Reichsmark zum erſten Kurz den Beſitzer wechſelten, ſtiegen um 2 Prozent. Vereinigte Stahlwerke konnten einen An. fangsverluſt von/ Prozent ſogleich auf ½ Prozent ermäßigen. Von Braunkohlenwerten beſe⸗ ſtigten ſich Ilſe Genußſcheine um 1/ Prozent und Rheinbraun um 1 Prozent, während Niederlauſitzer 2 Prozent und Eintracht 1 Prozent hergaben. In der chemiſchen Gruppe eröffneten Farben zunäcn niedriger mit 152½, ſtiegen aber ſogleich wieder um ½ Prozent an. Die in den letzten Tagen beſonders ſtark geſtiegenen Elektro⸗ und Verſorgungs⸗ werte erlitten überwiegend Einbußen, ſo nament⸗ lich Deutſche Atlanten mit minus 2⅛ Prozent, Schuckert mit minus 1½ Prozent und Lahmever mit minus 1 Prozent. Ausnähmen bildeten Akkumula⸗ toren mit plus 1¼ Prozent und RWe mit plus 1¾¼ Prozent. Im übrigen ſind mit auffälligeren Ab⸗ weichungen' gegen den Vortagsſchluß noch zu er⸗ wähnen! Orenſtein mit plus 1½ Prozent, Engelhard mit plus 1½ Prozent, Schlutheiß mit plus 1 Prozent und Holzmann mit plus 1¼ Prozent, dagegen Bem⸗ berg mit minus 1¾ Prozent, Aſchaffenburger mit minus 1½ Prozent, Rheinmetall Borſig mit minus 1½ Prozent ſowie Schubert& Salzer mit minus 2 Prozent. Der Rentenmarkt lag ruhig. Reichsaltbeſitz eröffneten unverändert mit 132, die Gemeindeum. ſchuldungsanleihe ermäßigte ſich um 10 Pfennig auf 33,05. Steuergutſcheine Inotierten 98,60 nach 98,70. Am Geldmarktt zogen die Blankotagesgeldſüätze um ½ Prozent auf 2½ bis 2/ Prozent an. Im internationalen Deviſenverkehr herrſcht große Unſicherheit. Das engliſche Pfund gab gegen Kabel bis auf 4,40 nach. ſihein- Mainische Mittagbörse Kleine Schwankungen Bei weiter Men Umſätzen war die Börſe an den Aktienmärkten nicht ganz einheitlich: weiter mäßigen Anſchaffungen der Kundſchaft ſtanden eben⸗ ſolche Verkäufe gegenüber, während der Berufsyandel laum Tätigkeit entfaltete. Im allgemeinen hatten die Abweichungen nur kleinen Umfang, größere Verände⸗ rungen als ½ bis 1½ Prozent beruhten 5 wieder auf Zufall. Im ganzen geſehen erhielt ſich eine zu⸗ verſichtliche Tendenz. Von den führenden Papieren ſtellten ſich Oé Farben auf 152½(152¼), Ver⸗ einigte Stahl auf 98¼ bis 99½(99), Mannesmann auf 104 bis 104½(104¼), Elektroaktien neigten meiſt ½ bis 1 Prozent zur Schwäche, feſt aber RWe' mit 113½(112¼), von Maſchinenwerten ſtiegen MAN auf 149(147½), während Daimler 1 Prozent verloren, Feſt waren erneut Laurahütte mit 207%/ (1876), ferner lagen Ilſe Genuß 1½ Prozent höher mit 134½. Sonſt kamen Weſtdeutſche Kaufhof mit und Conti Gummi mit 221(222½) zur MNotiz. Am Rentenmarkt war die Haltung eher etwas ſchwächer, da den kleinen Verkäufen haum Abſchaf⸗ ſungen gegenüberſtanden. Reichsaltbeſitz gaben auf 131,70(132) nach, ferner im Telefonverkehr Steuer⸗ gutſcheine 1 auf 98,75 bis 98,50 bis 98,60(98,85). Kommunalumſchuldung gaben auf 93(53,10) nach. Induſtrieobligationen ſchwankten durchſchnittlich bis ½ Prozent, 4½prozentige——* e Häffner/ Pro⸗ zent auf 93½¼, 5prozentige Gelſenkirchen Berg ½ Prozent auf 98. Stadtanleihen lagen meiſt unver⸗ ändert, kräftig heraufgeſetzt wurden Darmſtädter von 26 nach Pauſe auf 96⅛8(95¼½), do. von 28 auf 96¼½ (95). In Pfandbrieſen wurde das vorliegende An⸗ gebot aufgenommen, ebenſo in Staatspapieren. Auch im Verlaufe blieb die Entwicklung bei ſehr kleinem Geſchäft uneinheitlich und mehr zufällig. Nur vereinzelt ergaben ſich kleine Veränderungen. IG Farben 152¼½ nach 152½, AéEc 115¼% nach 116, Laurahütte 20¼ nach 20¼. Bei den ſpäter notierten Werten überwogen ½⸗ bis 1½prozentige Rückgänge, darüber hinaus verloren Scheideanſtalt und Berger Tiefbau je 2½ Prozent auf 205, beziehungsweiſe 247. Der Freiverkehr lag ſtill und behauptet. Tagesgeld unverändert 1½¼ Prozent. Metalle Metallnotierungen in Berlin Berlin, 25. Auguſt. RM für 100 Kilo. Elektrolyt⸗ kupfer(wirebars) prompt eif Hamburg, Bremen oder Rotterdam 61; Standardkupfer lfd. Monat 55.25 nom.; Originalhüttenweichblei 20 nom.: Standardblei lfd. Monat 20 nom.; Originalhüttenrohzink ab nord⸗ deutſchen Stationen 18,25 nom.: Standardzink lifd. Monat 18,25 nom.; Originalhüttengluminium 98 bis Ren 11 137 Sehen in Walz⸗ oder D 9¹ rozent 137; Feinſilber 35, bis 39,30(RM für ein Kilo). 1 Baumwiolle Notierungen der Bremer Baumwollterminbörſe Bremen, 25. Auguſt. Oktober 854 Brief, 849 Geld, 852 Abrechnung; Dezember 854 Brief, 845 Geld, 849 Abrechnung; Januar 857 Brief, 853 Geld, 855 Abrechnung; März 867 Brief, 860 Geld, 863 Abrechnung: Mai 863 Brief, 858 Geld. 861 Ab⸗ zechnung: Juli 860 Brief, 858 Geld, 859 bezahlt, 859 Abrechnung, Auguſt 852 Abrechnung.— Ten⸗ denz: ſtetig. 560 24. C. 25. 8. 24. 8. 25. 6. 24. 6. 25 5. 24. 8. 25. 5 feldmünle papler.. 103.25 102.—[Slemens& Halske. 191.50 191.75 wi. prantind. N—— 5 Stoehr Kammgarn.— 113.8 Visner Metan., 97.— 34.— Felten& Guilleaume. 142.50 141.50 Gebhard& co.— 149.50 Germ. portl. cement— 97.— Gerresheim Glas.— Geskürel-Loewe... 123.25 128.— Goldschmidt Th.... 135.50 136.— Eritzner-Kayser.. 90.50 89.50 Gruschwitz Textil.—— Guano-Werke— Hackethal braht„. 150.50 150.50 Hamburg Elektro„ 144.50 144.50 Hardurger Oummt 178.— 172.50 Harpener zergbau....75 150.— Hedwigshütte. Stofberger Zinknütie—.50Zel fie zete 15 155 105 Zellstoff Waldhof.. 110.— 109. 23 r. Gasges.. 132.—— ver. ot. liebelverbe— 169.—Aachen-Münenen....— 359.75 Verl. Glanzst. Elbert.—— 2 ver. Stahlwerke... 99.50 99.37 Alltanz Leben Ver. Ulttamarinkabt. 121.25 121.251 Kolonlal-Paplere Vogel Telegr.-DTr.— W Wanderer-Werke Westd. Kaufhot A40 Verslcher.-Aktlen Allianz Allgem... 233.— 1 U. 38.50 88.50 21.25 20.50 160———◻◻n— —— Neu-Guinean 97.75 vs.37/ Totavf Min. u. Elsenb. Berliner Devisenkurse loesch Eis. u. Stahi, 105.50 106.— Holzmann philipp..* Oeid I Briel Geid Brief Hotelbetrier..... 13.50 73.— immobſi.-Ges... 67.50 66.50 junghans Gebr..... 93.— 93.62 Kahia Porzellan.. 140.75 139.25 Kali cnemie.. 126.— 126.75 Klöcknerwerke.. 117.— 117.— Renr— Kollmar& jourdan 24. August 25. august Aegypt.(Alexz.-Kalro) 1 Ag. Pfd. 11.950 f 11.980 11,800 11.630 Argentin.(Buenos-Ait.) 1 Pap.P..577.574.578 .581 Australlen(Sidney) 1 austr. Pfd..331].349f.2ʃ1.229 Belg.(Brüss. u. Antw.) 100Belga Brasllien(Rio de Janu.) 1 Milreis.1301.132.180f 0,132 .— Anl. Ausl. Sch, d. Rch 132.— 131.87 109.75 13 1475 3 191.75 101.75 86. 118.5116.73] Fötiz. Led. u. Wachs 145.75 144.30 Srir. insien(hom.-Cal,) 100 Ry. 5f.010 ef.489.859 et 40 162.— 4½.-Schatz 33, 39.0 39.75[ Aschand. Zellston. 9112 91.12 f Kronprinz. Metall. 5 Sulgarien(Sofla)... 100 Lewa.047.053].047.053 4½ do. 1936 H.., 59.12 99.12] Augsburg Mürnberg 148.— 145.30[Lahmeyer& Co... 112.— 110.75 f bänemark(Kopenn.) 100 Kronen J 52.050 52.159 51.)/0 51.4½0 4½ Wiesdad. v. 26 38.— 88.—] B. Motoren(BW). 133.33 133.2 heh kane Mannnelm 162.50 162.50 banzis(banzig).. 100 Gulden J 47.000 47.100 47.000 47.100 104.37 do. 1937 1.... 56.97 58.87 J Bager. Spiegeislas. 80,.— Taurahüttte. 20.50 21.— J England(London)... 1 Pfund J 11.655 11.585 11,598] 11.285 do. 1. F.. 96.87 87 P. bemberg... 131.50 130.75 f Teopold-Grube.—— Esüand(Rev., Tali.) 100 estn. Kr. 66.130] 68.270] 65.130 68.270 1II... 38.5/ 57 ergmann Eléktr. 129.— 13).—[Lindes-Eismascn.— 174.— Einniand 100 finn. Mk..140.150.070.080 — do. 1938.... 38.75.75 Seaünk. u. Hriketts. 196.—— ſMannesmannröhfen.— 104.37[ krankreich(Parfs), 100 Francs.599.12.513].527 — 190—J0 M... 88.75 58.75[ Draunschweig K. 0.—— IMansfelder Bergbaun.— 140.50 f Srlechenland(Atnen) 100brachm..357.353].357 — 163.— J 47 Reichsanl. v. 34 59.62 55.62[Bremer Vuikan.— IMarkt- u. Künlhalle.— Holland(Amsterd. u. Rott.) 100 C. J133.670 J 134.130 J 132.%0 f 132.730 5½ Voung-An.... 103.— 103.50 J Stemer Wollkämm. 178.— 178. Masch.-BuckauwWol..— 115.50 f lran(reneran)... 100 Rials 14.510 14.490 14.510 4½ pr. Stsatsanl. 26 108.25 105.25] Drovn. Borert. 09.25 107.50 Maximilianshütte 180.— 179.— Island(Reykjavik). 100 isl. Kr. 3.260 42.630 42.710 4½ do. V. 37. 58.— 35.— zuderuskisenwerke. 58.— 37.50 Mülheimer BergwXð.—— ltalien(Rom.Mailand) 100 Lire 13.0 13.110 13.090 13.110 4½ do. schätze v. 36 100.37 160,37 Conti Cummi..... 131.— 123.—] Nordd. Eiswerke..—„ Zapan(Tokio u. Kobe).. 1 Ven.600.582.680%.662 4½ Baden v. 1927. 56.5% 58.50 J Daimner-Benn 20.— 120.—[orensteln& Koppel. 98.— 99.50 f Ingoslaw.(Belg. U. Zagt.) 100hin..694.706.694.706 4½ Bayern 7. 1927 99.62 99.62 emg 142.87 141,50 f Rathgeber-Waggon 77.50 76.50 J Kanada(Montreal) 1 kan. Hollar.491.495.491 495 118.— 118.— 4½ d0,.-Anl. 33, 39.70-.70 J Dt. Allant, Telegrr. 97.50 95.—[ Rheinfeiden Kfaft. 13..50 131.50[ rettiand(Riga)..... 100 Lats J 48.759 48.359 48.750 45.850 4½ bt. Rb. Schw. 35 100.37 100.37 deutsche Conti Gas 109.— 109,75 Rhein. Braunkohlen 227.— 226.50 f Litauen(Kowno-Kannas) 100 Lit. 41.940 42.020 41,940 42.020 14 4½ d0. von 1936 99.50—& beutsche Eraöl 122.25 123.— JRnein. Elektr. 116.50 115.50 kuxemburg(Luxb.) 100 luxb. Er. 19.535 19.555 19.535 10.525 .— 4½ Reichsb. v. 35 100.57 100.37 heutsche KabelwWXx.— 1534.50[ Rhein. Stahiwerke. 124.75 125.— J Meuseeland(wellingt.) 1 ns. Pt..376.394.261.279 beutsche Linoleum—— IRhein. Westf. Kaw.— 120.— J Korwegen(oslo). 100 Kronen J 59.570.690 57.820] 57.940 Stadtanlelhen beutsche Steinzeug 170.— 179.— JRiedeck Montan A6.— polen(Warschau-Pos.) 100 Zloty 47.000 f 47.100 47.000 47.100 4½ Brl..8. v. 24 102.50 J Heuische Vaffen.— 146.25 Riedei J. b.... 106.50 108.75 f Portugat(Lissabon) 100 Escudo.565 10.565 10.430 10.450 4½ do. V. 26... 98.62 96.62 bätener Metall... 166.—— Rütgerswerne.... 143.— 144.— Schwetgen(Stockh. u..) 100 Kt. 60.110 60.230 59.340] 55.460 4½% Frankf. v. 26.—— bynamit Nobe... 62.87 83.— Sachsenwerk— 355.—[Schwelz(Züt., Bas., Bern) 100 Fr..190 56.310 55.590.960 4½ Mhm. v. 26.—— Fl. Tieierungen... 133.— 132.50 J Sachtleben 0.— 1386.50 f Stowatel.. 100 Kronen.521].5391.521.559 4½ f0.„ 27„„—— El. Semestlen.. 105.75 105.— J Safzdetfurin Kali. 149.50 149.73 f Südatr. Unlon(pret.) 1 sdalr. Pt. 11.543 11.567 11.394 11.416 110.— 119.— 4½7 Pforzheim v. 26 98.)5— El. Licht u. Krati.. 131.50 130.50 Scnubert 6 Salrer. 121.25 124.50 f Turkel(istanbul) 1 türk. Pfund.976].9621.978].552 57.12 5/.25 4½% do. v. 27.——[Rieiag. Unlonwerne. 104.50 104.50 J Schuckert& co... 174.75 174.50 f brugusy(Montevid.) 16o0id-Peso].399.901.899.901 — 936.— l Farbenindustrie 16. 153,12 152.50 1 Schultk.Patzenhofer 107.50 108.— 1 Ver.St.V. Ameriks(Neuys) 1 boll. 1.4911.435.491.495 „———— ———— ———— „hakenkreuzbanner“ Bvoet und Spiel Freitag, 25. Auguſt 105 —— Feih Müler ſhaßt im Fünxamof eine neue Welrbeilenmung Bei den Studenten⸗Weltſpielen greifen erſtmals die Leichtathleten ein/ Deutſcher Doppelerfolg im Segelfliegen Der Donnerstag war bei den Studentenwelt⸗ ſpielen in Wien ein Großkampftag, denn nun griffen auch die Leichtathleten in die Er⸗ eigniſſe ein. Eine weitere Entſcheidung fiel im Fechten. Im Degen⸗Einzelkampf ſetzten ſich endlich die Ungarn durch, die bisher in den Mannſchaftswettbewerben wenig zeigten. Sie⸗ ger wurde Hennyehy, der ſieben von neun Gefechten gewann. Er wurde nur von dem Schweden Forſell geſchlagen und hatte gegen Picchi(Italien) ein Double erzielt. Erſt mit großem Abſtand folgten Cantone(Italien), Forſell(Schweden) und Rerrich(Ungarn) mit je fünf Siegen. Der auf Grund ſeiner hervor⸗ ragenden Leiſtungen im Degen-Mannſchafts⸗ kampf ſehr hoch eingeſchätzte Italiener Picchi belegte nur den fünften Platz. Unerwartet kam das ſchlechte Abſchneiden des Deutſchen Dop⸗ fer, der ſich in den Vorkämpfen glänzend ge⸗ halten hatte, Er mußte ſieben Niederlagen hin⸗ nehmen, die ihn an das Ende der Tabelle ver⸗ wieſen. Degen⸗Einzellampf: 1. Hennvey(Ungarn) 7 Siege, 12 erh. Tr.: 2. Cantone(Italien) 5/17/2 gegebene Tr.; 3. Forſell(Schweden) 5/17/20; 4. Rerrich Un⸗ arn) 5/20; 5. Picchi(IFtalien) 4/19/23; 6. Raito (Finnland) 4/19/16; 7. Bondeſſon(Schweden) 4½1; 10. Dopfer(Deutſchland) 2725. Am Vormittag wurde auch der Kampf um den dritten Platz im Tennis⸗Einzel der Stu⸗ denten ausgetragen. Ferenazy(Ungarn) ſiegte ſicher•4,:6,:1,:6 über den Deutſchen Pietzner. Der Ungar betrieb das variantenrei⸗ chere Spiel und war beſonders in Vorhand⸗ ſchlägen und Stoppbällen ſehr ſicher. Vor einer anſehnlichen Zuſchauermenge wur⸗ den im Praterſtadion bereits am Vormittag die leichtathletiſchen Wettbewerbe mit den Vor⸗ entſcheidungen im 100⸗Meter⸗ und 110⸗Meter⸗ Hürdenlauf ſowie mit den erſten drei Uebun⸗ gen des ſtudentiſchen Fünfkampfes in Angriff genommen. In den Laufwettbewerben waren die Teilnehmer einander ziemlich ebenbürtig. Im erſten Vorlauf über 100 Meter blieb der Deutſche Mellerowicz leicht in 10.8 vor Taniguchi(Japan) ſiegreich, den zweiten ge⸗ wann' der Italiener Monacci in 10.8 vor Dr. Sir(Ungarn) und Schnitt(Deutſchland). Im dritten Lauf ſetzte ſich der Japaner Jazawa in 10.9 durch und ſchließlich war noch der Deut⸗ ſche Boenecke überlegen in 11.2 Sekunden erſolgreich. Beim darauffolgenden 110⸗Meter⸗ Hürdenlauf ſchied der Ungar Szabo vorzeitig aus. Er riß eine Hürde und kam aus dem Tritt. Sieger des erſten Vorlaufes wurde Ober⸗ weger(Italien) in 15.3 vor Kawamura(Ja⸗ pan) 15.4 und Weder(Deutſchland) 15.5. Ver⸗ halten gewann der Schwede Lundbera ſein Rennen in 15.1 vor Ahrens(Deutſchland) mit 15.7.— Im Zwiſchenlauf über 100 Meter ver⸗ wies Dr. Si'r den anfangs führenden Melle⸗ rowicz in 10.8 auf den zweiten Platz. Einen harten Zweikampf lieferten ſich im anderen Zwiſchenlauf Tanaguchi und Monacci, den ſchließlich der Japaner in 10.8 mit einer zehn⸗ tel Sekunde Vorſprung gewann. Boenecke wuürde Dritter.— Die erſten Uebungen des Fünfkampfes ſtanden ganz im Zeichen des Deutſchen Mehrkampfmeiſters Fritz M üller (Hamburg). Er erwies ſich im Weitſprung. mit 6,87 Meter als Beſter vor Högberg(Schweden) mit 6,.75 Meter und Lüttke(Deutſchland) mit 6,71 Meter. Im Speerwerfen erzielte der Deut⸗ ſche Heintze mit 61,23 Meter die größte Weite vor Müller mit 58,17. Der 200⸗Meter⸗Lauf brachte ſchließlich im zweiten Rennen eine ganz überragende Leiſtung Müllers, der auf der Außenbahn die glänzende Zeit von 21.7 her⸗ ausholte. Lüttke hatte vorher ſeinen Lauf mit 22.6 gewonnen. Müller lag ſomit nach drei Uebungen überlegen in Front. Im Studenten⸗Einzel kam am Donnerstag der italieniſche Davispokalſpieler Canepele Ju dem erwarteten Siege über den Deutſchen Dr. Egert, der eigentlich nur im erſten Satz ernſt⸗ haften Widerſtand leiſten konnte. Canepele gewann glatt.4,•1,:1. Dr. Egert ſtand von vornherein auf verlorenem Poſten und be⸗ mühte ſich verbiſſen darum, möglichſt ehrenvoll zu unterliegen. Im Gemiſchten Doppel lam das hervorragend eingeſpielte ungariſche Paar SzilvaſſyſFerenczy durch einen 5 •3⸗Erfolg über die Deutſchen von Sprenger/ Denker zum Turnierſieg. Denker gelangen wohl einige ſchöne Schmetterbälle, aber im allgemei⸗ nen war ſein Spiel doch zu leichtfertig und un⸗ ſicher.— Den Kämpfen wohnte auch der italie⸗ niſche Kultusminiſter Bottai bei. Der dritte und letzte Wettbewerbstag der ſiudentiſchen Segelflugwettbewerbe erhielt durch den Beſuch von Reichsminiſter Ruſt und Italiens Kultusminiſter Bottai eine beſondere Note. Der letzte Zielflug zum Hohen Kölbling wurde wieder von den beiden Deutſchen Flinſch in der Beſtzeit von 40 Minuten und Meyer zu Bentrup in 60 Minuten ſowie dem Ungarn Bollmann bewältigt. Flinſch errang damit ſchon ſeinen dritten Tageserfolg und wurde Geſamtſieger mit 300 Punkten vor Meyer zu Bentrup mit 256 und dem Ungarn Boll⸗ mann mit 82 Punkten. Beſonderen Beifall fan⸗ den Kunſtflugvorführungen mit dem„Bücker⸗ Jungmeiſter“. Das überragende Ereignis des erſten Tages der Leichtathletikkämpfe war die Leiſtung des Deutſchen Mehrkampfmeiſters Fritz Müller im Fünfkampf. Der Hamburger erzielte mit 3868 Punkten in fünf Uebungen eine bisher noch von keinem Mehrkämpfer der Welt er⸗ reichte Punktzahl. Er gewann am Nachmittag vor 2000 Zuſchauern auch die beiden letzten Wettbewerbe. Im Diskuswerſen ſiegte Müller mit 40,32 Meter vor Vukaſina(Italien) mit 39,56 Meter. Den 1500⸗Meter⸗Lauf brachte Müller in der für einen Mehrkämpfer ſehr gu⸗ ten Zeit von:20.9 an ſich. In der Geſamtwer⸗ tung kamen mit Lüttge(3273) und Heintze (3225) zwei weitere Deutſche auf die Ehren⸗ lätze. Iu Anweſenheit von Reichsminiſter Ruſt und Italiens Kultusminiſter Bottgi wurde die Mannſchaftsmeiſterſchaft im Säbelfechten ent⸗ ſchieden. Ungarn holte ſich den Endſieg mit wei Erfolgen vor Italien mit einem und Veutſchland mit 0 Siegen. Im erſten Kampf unterlagen die deutſchen Fechtern den Ungarn .12, anſchließend mußten ſie ſich den Italie⸗ nern nach harter Gegenwehr:9 àbeugen. Im Schlußkampf, behielten dann die ſicheren Un⸗ garn über Italien mit•6 die Oberhand. Im Handball mußte die italieniſche Mannſchaft ſich nach der Niederlage durch Deutſchland nun auch von Ungarn klar geſchla⸗ gen geben. Die Ungarn, die ſchon bei der Pauſe :1 in Führung lagen, ſiegten— ohne ſich voll auszugeben— mit 13:1. Mit fünf Treffern war Eskeſſy Ungarns erfolgreichſter Stürmer. Im Basketballturnier ſteht Italien vor dem Endſieg, nachdem auch Ungarn von den Italienern 36:21(:9) geſchlagen werden konnte. Deutſchland ſchlug Bulgarien 27:21 (11:9) und trifft nunmehr im Endkampf auf das gleichfalls ungeſchlagene Italien. Spannende Kämpfe gab es in den übrigen leichtathletiſchen Wettbewerben. Im Dreiſprung ſiegte der JFapaner Kinn überlegen mit 15,37 Meter vor Vakkuri(Finnland) mit 14,73 und Turco(Italien) mit 14,72. Den erwarteten deutſchen Sieg gab es im Hammerwerfen durch den deutſchen Juniorenmeiſter Beyer mit 53,64 Meter vor Jahnke(49,21) und Venan⸗ zetti(IStalien) mit 48,85 Meter. Bei den Stu⸗ dentinnen gab es im 80⸗Meter⸗Hürdenlauf einen dreifachen deutſchen Triumph. Die deut⸗ ſche Rekordläuferin Dempe gewann in 11,7 vor Weſtphal in 120 und Bies in 12,1. Kahl gewann das Speerwerfen mit 41,15 Meter vor Klotz und Dr. Goldmann. In den Schwimmwettbewerben gab es aus⸗ ſchließlich deutſche und ungariſche Erfolge. Un⸗ ſerem Meiſter Joachim Balke waren die 200 Meter Bruſt nicht zu nehmen. Ebenſo ſicher ſiegte der Ungar Grof über 1500 Meter Kraul. Bei den Frauen brachte die Spandauerin Pol⸗ lack die 100 Meter Kraul in:09,2 Minuten an ſich. Im Waſſerball gaben die Ungarn den Ita⸗ lienern klar mit:2 das Nachſehen. 1500⸗Meter⸗Kraul: 1. Grof(Ungarn) 20:25,1; 2. Seefranz(Deutſchland) 22:03,1. 100⸗Meter⸗Rücken 1. Schröder(Deutſch'and):10,7; 2. Nowak(Deutſchl.) •13.3. 200⸗Meter⸗Bruſt: 1. Balte(Deutſchl.):43,5; 2. Schultze(Deutſchl.):51,7: 3. Fabyan(Ungarn) .53, 4 mal 200⸗Mieter⸗Kraul: 1. Ungarn 93413: 2. Italien:43,5; 3. Deutſch,and 10:03. 100⸗Meter⸗ Kraul: Studentinnen: 1. Pollack(Deutſchland):09,2; 2. Groth(Deutſchland):10,6. Waſſerball: Ungarn— Italien:2(:). Im Boxen fielen die letzten Entſcheidungen. Dreimal gab es deutſche Erfolge. Im Leichtge⸗ wicht kam Weiß, im Mittelgewicht Stankowſti und im Halbſchwergewicht Abko zum Siege. Feder: Kiraſto(Italien) ſchlug Seguri(Italien) n. P. Leicht: Weiß(Deutſchl. ſchl. Krüger(Deutſchl.) n. P. Welter: Koranvi(Ungarn) ſchl. Knies(Deutſch⸗ land) in der 3. Rd..o. Mittel: Stankowski(Deutſch⸗ land) ſchl. Totti(Italien) n. P. Halbſchwer: Abko (Deutſchl.) ſchl. Ambrus(Ungarn) n. P. Schwerge⸗ 3(Italien) ſchl. Adam(Deutſchland) in r.“ R..o. Gkoparnger Teiumph unſerer Reiter in Aachen Ganz überlegener Sieg im„Preis der Uationen“ um den Wanderpreis des Führers Mit dem Preis der Nationen, dem traditio⸗ nellen Mannſchaftskampf um den wertvollen Wanderpreis des Führers, erreichte das In⸗ ternationale Reitturnier in Aachen ſeinen ſport⸗ lichen Höhepunkt.„Ausverkauft“ ſtand an den Kaſſenhäuschen und 20000 Zuſchauer erlebten einen großartigen deutſchen Erfolg, wie er mit ſolcher Ueberlegenheit bei noch keinem inter⸗ nationalen Turnier zu verzeichnen war. Mit nur 9 Fehlern ſiegten Major Momm auf Alchimiſt(), Rittm. Brinckmann auf Oberſt(4) und Oblt. Weidemann, der auf Aland in beiden Umgängen fehlerlos blieb und zugleich der beſte Einzelreiter war. Rumänien folgte in klarem Abſtand mit 87 Fehlern vor der Schweiz mit 96½ und den mit nur drei Reitern geſtarteten Ungarn mit 122/ ſowie Belgien mit 140 Fehlern. Lettland als ſechſter Teilnehmer ſchied nach zwei Stürzen vorzei⸗ tig aus. Deutſchlands Sieg gewinnt noch an Bedeu⸗ tung, wenn man berückſichtigt, daß der Kurs noch nie ſo ſchwer war und ſo hohe Anforde⸗ rungen ſtellte wie in dieſem Jahr. Die erſten Hinderniſſe waren in 180 Sekunden zu neh⸗ Fauſt vor Cpt. men, eine Zeit, die beiſpielsweiſe von Artur und Alchimiſt beidemale nicht geſchafft wurde. Als größte Fehlerquelle erwieſen ſich zwei 1,40 Meter hohe Koppelricks, die in dem verhältnis⸗ mäßig kurzen Abſtand von nur ſieben Meter ein Doppelhindernis bildeten. Die Rumänen als Verteidiger des Wanderpreiſes begannen ſchon ſehr unglücklich. Zwei Pferde hatten hier 12 und drei 16 Fehler, noch weiter zurück folg⸗ ten Ungarn mit 48 und die Schweiz mit 54/½, während Deutſchlands Fehler nach dem erſten Durchgang 8/½ betrugen. Aland und Oberſt gingen im zweiten Durchgang dann fehlerfrei, und Alchimiſt holte ſich nur Zeitfehler. Da⸗ mit hatte Deutſchland den Wanderpreis des Führers von Rumänien zurückerobert. Die zweite Hauptprüfung, eine ſchwere Dreſ— ſur um den Preis von St. Georg, gewann der ſchwediſche Rittm. Byſtröm auf dem Vollblüter Fau Sant Cyr(Schweden) auf LAiglon und Cpt. Jandl(Protektorat) auf Swit. Erſt an vierter Stelle endete Nonne unter Rittm. Sachenbacher, jedoch war der Punktunterſchied zwiſchen dieſen Pferden nur ſehr gering. De eeflen Entcheidungen in Ehemwt Inge Schmitz und Köninger kommen im Schwimmen zu Meiſterehren Bei prachtvollem Sommerwetter konnten die Deutſchen Jugendmeiſterſchaften in Chemnitz am Donnerstag im Hockey und Waſſerball bis zu den Entſcheidungen gefördert werden. Im Waſſerball trennten ſich in Gruppe 1 Düſ⸗ ſeldorf und Weſtfalen:1(:), aber Düſſeldorf wurde mit dem beſſeren Torverhältnis Grup⸗ penſieger, Das Gebiet Württemberg kam hier durch einen 10:0(:0⸗Sieg) über Wien auf den dritten Platz. In der zweiten Gruppe ſiegte Berlin überlegen mit:1 über Ruhr⸗Nieder⸗ rhein und kam dadurch ungeſchlagen zum Grup⸗ penſieg.— Im Hockey gewann Berlin das Wiederholungsſpiel gegen Sachſen mit:1 und muß nun mit Nordſee um den Eintritt in die ⸗ Schlußrunde kämpfen. Düſſeldorf erreichte das Endſpiel durch einen:1⸗Sieg über das Gebiet Hochland, das am Vortag den Vorſahresſieger Niederſachſen ausſchaltete.— Im Tennis wurden in den Einzelwettbewerben jeweils die letzten 16“ ermittelt, gleichzeitig wurden die Doppelſpiele in Angriff genommen. Hockey(SF): Vorrunde(Wiederholungsſpiel): Ber⸗ lin— Sachſen.1(:): Zwiſchenrunde: Düſſeldorf⸗ Hochland.1(:): Waſſerball(Hir; Gruppe 1: Württemberg— Wien 10:0(:); Weſtſa en— Düſſeldorf 11(:): Gruppe 2: Mittelelbe— Schleſien:3(:); Berlin— Ruhr⸗ Niederrhein:1(:). Am Donnerstagmittag brachten die Deut⸗ ſchen Jugendmeiſterſchaften in Chemnitz bei Nul Auf der Tiroler Schleife hatten die Teilneh⸗ mer an der 21. Internationalen Motorrad⸗ Sechstagefahrt die bisher größten Schwierig⸗ keiten zu bewältigen. Die Fahrt führte über 460 Kilometer auf ſchmalen Gebirgsſtraßen durch reizvolle Schluchten des Tiroler Landes und über vier Alpenpäſſe. Die Zeiten waren ſehr knapp bemeſſen, und mancher Fahrer mußte ſich gehörig anſtrengen, um die Kontrolle noch rechtzeitig zu erreichen. Es gab viele Strafpunkte und auf der Jagd nach verlorener Zeit auch Maſchinenſchäden und Ausfälle durch Stürze. Im Kampf um die Internationale Trophäe iſt nur noch die deutſche Mannſchaft ohne Strafpunkt, ob⸗ gleich Seltſam beim Ausweichen vor einer Kuhherde ſtürzte und dabei den Bremshebel bis zur Unbrauchbarkeit beſchädigte. Englands Seitenwagenfahrer Flock hatte nach einem Sturz einen Maſchinenſchaden zu beheben, ſo daß er die Zeit nicht mehr und vier Strafpunkte erhielt. Italien holte ſich durch Grieco 19 und durch den Seitenwagenfahrer ſchwülem Wetter lebhaften Kampfbetrieb auf allen Sportplätzen. Im Schwimmbad fie⸗ len bereits die erſten Entſcheidungen. Ueber 400⸗Meter⸗Kraul ſiegte bei der Hi der Mag⸗ deburger Köninger in 503.6 vor Laskowsty (Stettin) in:15.5 und Leiſt Berlin) in 518. Bei den Mädel war die Deutſche Meiſterin Inge Schmitz(Spandau) in:57.6 nicht zu ſchlagen. Die Hamburgerin Rannow(:09.2) und Bachmeyer(Nürnberg) in.17.1 belegten die nächſten Plätze. Im Fußball turnier er⸗ reichte Ruhr⸗Niederrhein bereits das Endſpiel durch einen:0(:)⸗Sieg über Heſſen⸗Raſſau. Weſtfalen gewann mit:1(:0) das Wieder⸗ holungsſpiel gegen Wien. Der zweite Endſpiel⸗ teilnehmer wird nun im Kampf Weſtfalen— Sachſen ermittelt. Im erſten Troſtrundenſpiel ſiegte Berlin mit 20(:0) über das Gebiet Nordſee. Im Handball⸗Troſtturnier ſiegte Düſſeldorf überlegen mit 17:4(:2) über Wien, Württemberg kam erſt in der Verlängerung zu einem 12:11(:)⸗Erfolge über Berlin. Bei den Hockey kämpfen ſetzten ſich in den Troſtrun⸗ denſpielen der H§ Niederſachſen:1(0·1) ge⸗ gen Wien und beim BDM der Obergau Baden mit 61(:0) gegen Mecklenburg durch. Das Deutſche Jungvolk ermittelte im Kunſtſpringen in Richter(Berlin) mit 22.40 Punkten ſeinen erſten Reichsſieger. deunchnand noch vhne Efravunkle vierte Tag der internationalen Motorrad⸗Sechstagefahrt Gilera ſechs weitere Strafpunkte, ſo daß die Mannſchaft mit insgeſamt 27 Punkten be⸗ laſtet iſt. Im Kampf um die Silbervaſe ſind nur noch Deutſchland A, Italien A und England B unbelaſtet. Geſprengt wurde die deutſche B⸗ Mannſchaft durch Aufgabe von Renoog. Die geſamten Ausfälle laſſen ſich noch nicht überſehen, und es dürften wiederum 15 bis 20 auf der Strecke geblieben ſein. Weber gab nach einem Sturz auf, und damit iſt die B⸗Mann⸗ ſchaft von NSl nicht mehr vollzählig. Auch ſeinem Markengefährten Walter wurde übel mitgeſpielt, doch ſetzte er mit einem notdürftig zuſammengeflickten Seitenwagengeſtänge die Fahrt fort und konnte ſo das weitere Verblei⸗ ben der NSlü⸗A⸗Mannſchaft ſichern. Nach der vierten Etappe ergab ſich für beide Haupt⸗ wettbewerbe folgendes Bild: Internationale Trophäe: Deutſchland 0, England 4. Italien 27 Straſpunkte.— Internationale Silber⸗ vaſe: W A, Italien A, England B je 0 Plte., Holland 4 14, Holland B 100, Deutſchland B 102, Ita⸗ —— 215, England. 4 300. Schweden 400 Straf⸗ Kall neternann Kapitän der deutſchen Mannichaft Neckermann nachträglich noch zum Leicht⸗ athletik⸗Lünderkampf Deutſchland—Belgien in Krefeld aufgeboten. Neckermann wird im Rah⸗ men des Länderkampfes nicht nur in der 4100. Meter⸗Staffel ſtarten(die mit Neckermann nun übrigens in der Beſetzung Kerſch, Hornberger, Neckermann und Scheuring laufen wird), ſon ⸗ dern unſer Mannheimer wird auch gleichzeitig Kapitän der deutſchen Leichtathletik⸗Länder ⸗ mannſchaft ſein. fluftralien-Fugoflawien ſteht 11 Wie ſtark Jugoſlawiens Tennisſpieler wirk⸗ lich ſind, das bekommen jetzt die Auſtralier in Foreſt⸗Hills beim Davispokal⸗Interzonenfinale in Foreſt⸗Hills zu ſpüren. Am erſten Tage glückte den europäiſchen Gäſten nämlich ein durchaus beachtliches 111, ſo daß der Kampf noch längſt nicht entſchieden iſt. Der jugofla⸗ wiſche Spitzenſpieler Puncec beſiegte den 4 Auſtralier Bromwich noch ſicherer, als es das Ergebnis von:2,:6,:6,•2 beſagt. Vorher hatte Quiſt durch einen leichten 60⸗, :4⸗,:3⸗Sieg über Mitic den erſten Punkt für Auſtralien erobert. Vorerſt nur Erörterungen Uber die dußbal⸗Reichsliga Die Preſſeſtelle des Reichsſportführers gibt dekannt, daß am kommenden Wochenende auf der Tagung des Reichsfachamets in Bremen über die Fußball⸗Reichsliga noch keine Ent⸗ ſcheidung fällt. Der amtliche Text lautet. „Die Tagung des Reichsfachamtes Fußball mit den Fachwarten der 18 Gaue des NSRe,. die am Samstag und Sonntag in Bremen ſtattfindet, hat die Aufgabe, alle anſtehenden fußballſportlichen Fragen zu beraten. Unter dieſen wird auch der Vorſchlag der Schaffung zur Beſprechung— aber keinesfalls zur Entſcheidung— kommen. Die einer Reichsliga Tagung hat vielmehr die Aufgabe, das Für und' Wider dieſes Vorſchlages durch die ver⸗ ſammelten Sachverſtändigen zu klären. Die Entſcheidung hat ſich der Reichsſportführer vor⸗ behalten.“ Vorjchluprunde beim VIn⸗Turnier Nun treten die Spiele um den Wanderpreis des„Hakenkreuzbanner“ in das entſcheidende Stadium und damit geht es langſam dem Höhepunkt des dritten VfR⸗Turniers für Pri⸗ —— vatmannſchaften entgegen. Die Ausloſung zur Vorſchlußrunde hat folgende Paarung ergeben: TSG Ludwigshafen— MFC Phönix (Grünſchwarz), Vfn Mannheim(Steinkamp) — Vfe Neckarau(Bertſch), Alemannia Ilves⸗ heim— VfR Mannheim(Willi Schmid) und Sieger aus Vfnk Mannheim(Noll) und TB 1846 Mannheim— Sieger aus SC Käfertal und MFC Phönix(Schwarzweiß). Die Spiele werden ſämtliche am Sonntag⸗ morgen ausgetragen und zwar ſteigt das erſte Spiel bereits um.30 Uhr. Phönt-Un ais Kleinau lage Am Sonntagnachmittag treffen ſich Phöniz 4 Mannheim und der VfRin einem Freund⸗ ſchaftsſpiel, das der Badiſche Fußballmeiſter mit ſeiner durch Neuzugänge verſtärkten Erſatzligamannſchaft beſtreiten wird. Zuvor ſpielen Phönix II— VfR Berlinghof⸗ 1 4 mannſchaft. Beide Begegnungen finden auf dem Phö⸗ nixplatze hinter der Uhlandſchule ſtatt. Sie dienen vor allem der Vorbereitung für die nun und der Sichtung beginnenden, Punkteſpiele der neu in Zugang gekommenen Spieler. Generalprobe der 60wakel Die ſlowakiſche Fußballmannſchaft, die am kommenden Sonntag in Preßburg den erſten Länderkampf gegen Deutſchland beſtreiten wird,. trug als letzte Vorbereitung ein Uebungsſpiel gegen eine Mannſchaft des ungariſchen Unter⸗ Die Magyaren gaben einen verbandes aus. zyare recht ſchwachen Gegner ab und wurden glatt mit:0(:0) Toren geſchlagen. Die Tore ſchoſ⸗ ſen Luknar(), Ferenyi(), Bolcek(2) und Vyſocky. Es iſt durchaus möglich, daß es in der ſlowakiſchen Mannſchaft noch die eine oder an⸗ dere Veränderung gibt. Die endgültige Mann⸗ ſchaft ſoll am Freitagabend bekanntgegeben werden. * Sachſens Fußballelf zum Opfertagsſpiel ge⸗ gen die Nationalmannſchaft am 3. September in Chemnitz ſteht wie folgt: Kreß(Dresden); 4 Richter(Chemnitz), Hempel(Dresden); Selt⸗ mann, Schubert(beide Planitz), Drechſel (Härtha); Mende(Chemnitz), Schön(Dresden), Hänel(Hartha), Weigel(Planitz), Arlt(Rieſa). R Dr. Wilh., Kattermann; Stellvertreter: dr. Jürgen Wüſt;(in Urlaub; Vertreter: Dr. — Veranwwortlich für Dr. Bachmann; Außenpolitit; Dr. Withelm Kicherer Wirt⸗ ſchaftspolitit und Handel: Wilhelm Ratzel(in Urlaub: ————+ anteil Un⸗ erhaltung: Helmu ulz; Heimatteil: Fritz Haas(in Urlaub: Vertieler: Dr. Hermann A. Hartwig): Lokales: Helmuth Wüſt(in Urlaub: Vertreter: Dr. Hermann Knoll); Sport: Julius Etz; Beilagen: Dr. Hermann Knoll; Geſtaltung der B⸗Ausgabe; Wilhelm Ratzel(in Urlaub; Vertreter: die Reſſortſchriftleiter): Bilder: die Reſſortſchriftleiter ſämtl. in Mannheim— Ständiger Berliner Mitarbelter: Proſeſſor Dr. Johann v. Leers Berlin⸗Dahlem.— Bexrliner Schriftleitung: Hans Graf Reiſchach, Berlin Sw 68. Hermann Knoll). Jürgen Geſamt⸗DA. Monat Juli 1939 über b0 U00 Bachmann; Chef vom Dienſt: Helmuih * ———— wöchentlich die Poſt.7 Früh I Tann Mit Rü B Amtlich auf die ge tag, 27. feier aus. fionfe hv Am Frei Premiermin tiſchen Kabi Lord Halifa feriert. wäl Hoare dem ſogenannten requiriert u Sicherheit g Che Miniſterp Freitag vom fangen. Wi Premiermin Zweck, den ten. ſmole Zu Wie von ſi der bevorſte des Oberſten ſichtlich Auß klärung zu angriffs. ur Das ſowjet dieſe Entſchl ſidium des O des Vertrage Darnun. Nachdem d lichkeit gegen Reihe von 2 Maßnahmen hat und in liſchen Schif auch die Rei. findlichen Ho omweizer osch. Der Schwe in Anweſenh Sitzung ab, beſprochen w