Breĩte Sti. JI England verſucht der engliſche der wirklichen Lage methoden dürfte aber auch noch ein anderes ſter noch auf dem Rollfeld der 5AS ATIONAIZLIAITZCNE Mittwoch⸗-Ausgabe 8 N Nummer 238 — — banner Mannheim, 28. Auguſt 1940 Tägliche Verſchärzung der Lufthchlache London bereitet die Bevõlkerung allmãhlich schonend vor Das ist der Unterschied! „rd. Berlin, 27. Aug.(Rig. Ber.) Angeſichts der neuen gewaltigen Erfolge der deutſchen Luftwaffe bei ihren Angriffen. gegen Informations⸗ miniſter, der britiſchen Oeffentlichkeit erneut Troſt zu ſpenden, indem er phantaſtiſche Ab⸗ ſchußzahlen, die angeblich von engliſchen Jä⸗ ern erzielt wurden, veröffentlicht. Es kann feltgeſteilt werden, daß man einfach das Ver⸗ hältnis der Erfolgs⸗ und Verluſtzahlen, die im deutſchen Wehrmachtsbericht angegeben ſind, umdreht. Abgeſehen von der planmäßigen Verneblung durch derartige Lügen⸗ Moment zu der„Differenz“ zwiſchen den deutſchen und engliſchen Angaben beitragen. Bei der Royal Air Force iſt, wie aus verſchie⸗ denen engliſchen Veröffentlichungen hervor⸗ eht, das Verfahren der Feſtſtellung der Ab⸗ chüſſe ein höchſt einfaches und merkwürdiges. Kommt der engliſche Flieger vom Feindflug zurück, ſo eilt ihm, wie aus den Berichten der engliſchen Zeitungen zu entnehmen iſt, als er⸗ Nachrichten⸗ offizier ſeines Verbandes entgegen, um ihn nach der Zahl ſeiner Abſchüſſe zu fragen. In der Regel begnügt er ſich mit dem einfachen Ehrenwort des Flugzeugführers. Bezeichnend für die Auffaſſung, die man eng⸗ liſcherſeits von dem Wert eines ſolchen Ehren⸗ wortes hat, iſt eine andere Mitteilung, nach der neuerdings ein Rechtsanwalt hinzugezogen wird, der die Flieger einem genauen Verhör unterzieht, um die Angaben nachzuprüfen. Wes⸗ halb das geſchehen muß, erklärt ſich aus dem merkwürdigen Brauch der Royal Air Force, die jedem Flieger für einen erfolgreichen Abſchuß eine Geldprämie gewährt— eine Gepflogen⸗ heit, die bei der deutſchen Luftwaffe vollkom⸗ men unmöalich wäre. Daher hat aber der eng⸗ liſche Flieger ein materielles Intereſſe daran, daß ſeine Meldungen über Abſchüſſe angenom⸗ men werden. Vor allem gilt das für die ange⸗ worbenen amerikaniſchen Flieger, die ſich nicht für eine nationale Sache anwerben ließen, ſon⸗ dern um des guten Verdienſtes willen kämpfen. Für ſie iſt der Abſchuß eines Gegners alſo in erſter Linie ein Geſchäft. Im Gegenſatz dazu hat die deutſche Luft⸗ waffe eine peinlich genaue Zählmethode. Für jeden Abſchuß verlangt ſie Angaben des Flug⸗ zeugführers, einen Zeugen am Boden oder zwei Zeugen in der Luft, damit der Abſchuß geprüft werden kann. Der Flugzeugführer muß ganz genau angeben können, wie der Abſchuß erfolgte. Er muß den Aufſchlag der abſtürzen⸗ den Maſchine auf den Boden geſehen haben oder die Stichflamme der abſtürzenden Ma⸗ ſchine oder den abgebrochenen Flügel. Ohne den Zeugen und ohne die Einzelheiten des Ab⸗ ſchuſſes wird ſeine Meldung gar nicht gewertet. fiaufluſtige lesen tiglieh riB-Kleinanxelges Dqs Auge Sieht neue J. peten gem und der Wohnroum wird doppeſt behaglich, Topeten genügende vechenheimer Strahe 4 uf 45990 Ausw/ahl bei Die!“ Flal⸗Artillerie der Marine muß Bruch⸗ ſtücke eines abgeſchoſſenen Flugzeuges vorwei⸗ W— damit ihre Meldungen in den amtlichen erichten ſtehen. Bei dieſer exakten, jeden, Fehler mit Sicher⸗ bent ausſchließenden Zählniekhode wird es ver⸗ ſtändlich, daß die deutſchen Erfolgmeldungen häufig genug hinter dem Erreichten zurückblei⸗ 1 . ben, denn mitunter fehlen die Zeugen, vor allem bei Abſtürzen über feindlichem Gebiet, und manchmal gehen Flugzeuge erſt bei der Landung zu Bruch, wovon der Flugzeugführer nie etwas erfährt. Die Glaubwürdigkeit der engliſchen Angaben iſt im Laufe dieſes Krieges ohnehin recht gering geworden, weil ſchon ſo oft die tatſächlichen Ereigniſſe ihre Berichte Lü⸗ en geſtraft haben, wie in Namſos und in Dün⸗ . Außerdem aber zeigt ſchon der Ver⸗ gleich in den Zählmethoden der beiden Luft⸗ waffen, bei welcher Seite im Zweifel die grö⸗ ßere Wahrſcheinlichkeit für die Wahrheit liegt. r. d. Athen, 27. Aug.(Eig. Ber.) Wie aus Kairo gemeldet wird, liegen im Ha⸗ fen von Alexandrien zwei griechiſche und argentiniſche Schiffe mit Getreide für Mar⸗ ſeille. Die engliſche Hafenbehörde hat der fran⸗ öſiſchen Regierung erklärt, daß ſie die Abfahrt 53 Schiffe erſt dann erlauben werde, wenn die bei Aleppo eingeſchloſſenen Teile der britiſchen Nahoſt⸗Armee zur Abreiſe nach Paläſtina frei⸗ gelaſſen würden. Eine neue Erpreſſung am khemaligen Bundesgenoſſen! dieben Fliegeralaeme in 60 Stunden London auch die letzte Uacht wieder ſechs Stunden im Keller rd. Berlin, 27. Aug.(Eig. Ber.) Die Engländer werden auffallenderweiſe, wenigſtens an ihrem eigenen Betrieb und ihren Methoden gemeſſen, auf einmal geradezu klein⸗ laut in ihren Berichten. Sie ſcheinen auf fatale Erlebniſſe im weiteren Verlauf dieſer geführ⸗ lich eröffneten Woche gefaßt zu ſein und ſich um die pſychologiſche Vorbereitung der Oeffent⸗ lichkeit auf neue peinliche Ueberraſchungen zu bemühen. Dem gleichen Zweck dienen zweifel⸗ los Erklärungen, die ein Beauftragter der eng⸗ liſchen Luftwaffe dem Reuterbüro zur Ver⸗ breitung übergab. Sie bereiten die engliſche Oeffentlichkeit auf eine täglich wachſende Ver⸗ ſchärfung der Luftſchlacht um London vor. Die deutſchen Flugſtützpunkte ſeien immer weiter an England herangerückt worden, auch mit einer Zunahme von Zahl und Stärke der Aktionen müſſe gerechnet werden. Deutſchlands erſtes Ziel ſei zweifellos, die Widerſtandskraft der engliſchen Luftwaffe zu brechen. Entgegen dem Bemühen der Londoner Pro⸗ paganda, eine Greuelhetze wegen der angeblich vorwiegenden Bombardierung nichtmilitäriſcher Ziele zu eröffnen, meldete der Luftwaffen⸗ beauftragte,„die deutſchen Bomben werden in erſter Linie gegen Flughäfen, Flugzeugfabriken und Induſtrieanlagen gerichtet“. Er gab zu, daß Schäden an engliſchen Flughäfen und An⸗ lagen entſtanden ſeien. Aber die Wickung der letzten Luftkämpfe ſei weniger umfäſſend ge⸗ weſen, als die Deutſchen gehofft hätten. Nach dieſem mageren Ton erhebt die engliſche Re⸗ gierung für die engliſche Luftwaffe den An⸗ ſpruch, die deutſchen Kriegsanſtrengungen durch ihre nächtlichen Einflüge nach Deutſchland ſtär⸗ ker geſtört zu haben als umgekehrt. Auch kommen in der Preſſe wieder die Rufe nach Repreſſalien auf, wenn auch in ſcheinheiliger Form. Zu den mißglückten An⸗ griffsverſuchen gegen Berlin in der Nacht zum Montag erklärt das engliſche Luftfahrtmini⸗ ſterium, die Operationen im Berliner Bezirk ſeien durch Wetterverhältniſſe gehemmt wor⸗ den. Der Verluſt von fünf Flugzeugen bei den Angriffsverſuchen gegen Deutſchland aus der Nacht zum Montag wird zugegeben. Cängſter Alarm ſeit Kriegsbeginn London hat auch in der Nacht zum Diens⸗ tag wenig oder gar nicht geſchlafen. Die eng⸗ liſche Hauptſtadt erlebte den längſten Luft⸗ alarm ſeit Beginn des Krieges. Er begann um 23 Uhr und dauerte nicht weniger als 6 Stun⸗ den. Die engliſchen Berichte, auf Stimmungs⸗ mache abgeſtellt, halten es für nötig, wieder einmal auf die guten Nerven der Londoner hinzuweiſen, und berichten deshalb, ſchon kurz nach Mitternacht hätten viele Leute ohne Rück⸗ ſicht auf den Alarm die Schutzräume verlaſſen und ihre Betten aufgeſucht.(So kommen dann die vielen Opfer der Nazibomben zuſtande!) fortsetzung siehe Seite 2 Jahlreiche Brände und kxploſionen Bomben auf britiſche Flugplätze, Kriegshäfen und Flugzeugrüſtungswerke DNB Berlin, 27. Auguſt. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Deutſche Fliegerverbände griffen erneut in Südengland Flugplätze, Truppenlager ſowie den Kriegshafen Portsmouth an. Eine Funk⸗ ſtation auf den Seilly⸗Inſeln wurde zerſtört. Drei im Geleitzug fahrende Handelsſchiffe er⸗ hielten nördlich Fraſerburgh ſchwere Bomben ⸗ treffer, im Verlauf der Kampfhandlungen kam es zu mehreren für uns erfolgreichen Luft⸗ kämpfen. In der Nacht zum 27. Auguſt unter ⸗ nahmen ſtärkere Kampffliegerverbände Angriffe auf den Kriegshafen Plymouth, auf einen Flugplatz in Cornwall, auf Flugzeug⸗ rüſtungswerke in Coventry und bei Bir⸗ mingham, ſowie auf die Hafenanlagen von Hull und Neweaſtle. Nach dem Abwurf zahlreicher Bomben entſtanden an vielen Stel⸗ len Brände und Exploſionen, insbeſondere in Plymouth und Hull. Das Verminen britiſcher Seehäfen aus der Luft nahm ſeinen Fortgang. In der Nacht zum 27. Auguſt warfen briti⸗ ſche Flugzeuge im Reichsgebiet an mehreren Stellen Bomben. Der angerichtete Sachſchaden iſt unweſentlich. Es wurden zwei Zivilper⸗ ſonen getötet, acht verletzt. Die Geſamtverluſte des Feindes betrugen geſtern 70 Flugzeuge, davon wurden 61 im Luftkampf abgeſchoſſen und neun am Boden zerſtört. 21 eigene Flugzeuge werden vermißt. Nachschub für den Norden Pk-Zinnecker-Presse- Hoffmann Mannsehaften, schwere und leichte Waffen aller Art sowie Fahrzeuge und Materlal warten auf die Einsehiffung. Jjt im Kriege alles erlaubt? Von Dr. Heinrich G. Mertens(Eſſen) Wenn man ſich die Kampfesweiſe unſerer niedergeworfenen und unſere noch kämpfenden Gegner betrachtet, könnte man faſt glauben, daß im Kriege alles erlaubt ſei. Und doch: Es iſt nicht alles erlaubt! Denn wenn von deutſcher Seite vor dieſem„Krieg mit allen Mitteln“ immer wieder gewarnt und gegen eine ver⸗ tierte Kampfesweiſe immer wieder proteſtiert wird, ſo ſteht hinter dieſen Warnungen und Proteſten als ſtärkendes Recht nicht nur die allgemeine Humanität(obwohl das ja an ſich ſchon genügte), ſondern außerdem auch noch formulierte, unterſchriebene und ratifizierte Abkommen, die für alle Mächte, die ſie unter⸗ zeichnet haben, bindend ſind. Die hauptſächlichſten Abkommen dieſer Art wurden im Jahre 1899 und 1907 auf den Haager Friedenskonferenzen abge⸗ ſchloſſen. Auf der Konferenz von 1899 waren 24 Staaten am Zuſtandekommen dieſes Abkom⸗ mens beteiligt, draunter auch alle europäiſchen Großmächte. Das Abkommen bezieht ſich auf die„Beſtimmungen, betreffend die Geſetze und Gebräuche des Landkrieges“. Im erſten Abſchnitt dieſer Beſtimmungen wird der Begriff„Kriegspartei“ erklärt. Es heißt darin(Artikel), daß Kämpfer als Kriegspartei nur gewertet werden können „unter den Bedingungen, 1. daß jemand an ihrer Spitze ſteht, der für das Verhalten ſeiner Untergebenen verantwortlich iſt, 2. daß ſie ein beſtimmtes, aus der Ferne erkennbares Ab⸗ zeichen tragen, 3. daß ſie die Waffen offen führen und 4. bei ihrer Kriegführung die Kriegsgeſetze und ⸗gebräuche beobachten.“ Punkt 2 dieſes Artikels läßt vor allem den Sinn der Uniform erkennen; bewaffnete Ziviliſten können alſo nicht als Kriegspartei angeſehen werden, es ſei denn, ſie wären durch ein anderes gut ſichtbares Zeichen kenntlich gemacht. Betrachtet man den zweiten und drit⸗ ten Punkt zuſammen mit Punkt b) des weiter unten angeführten Artikels 23, ſo erkennt man darin die Rechtsgrundlage für das Vorgehen gegen Hecken⸗ und Dachſtuhlſchützen. Im zweiten Kapitel ſind die Beſtimmungen über die Kriegsgefangenen niederge⸗ legt. Der wichtigſte Artikel darin lautet:„Die Kriegsgefangenen ſtehen unter der Gewalt der feindlichen Regierung, nicht in der Gewalt der Perſonen oder Abteilungen, die ſie gefan⸗ gen genommen haben.“(Art..) Damit ſollte aller willkürlichen Behandlung der Gefangenen die Spitze abgebrochen werden. Wie ſehr ge⸗ rade gegen dieſen Punkt von feindlicher Seite her verſtoßen wurde, braucht nicht beſonders in Erinnerung gebracht zu werden. Die anderen Artikel regeln vor allem die menſchliche Be⸗ handlung der Gefangenen und rufen in jeder Zeile in die Erinnerung, daß es um Soldaten geht und nicht um Sträflinge. Darum ſind die Gefangenen in⸗mancher Hinſicht ſo zu behan⸗ deln wie die eigenen Soldaten, vor allem was Koſt, Offiziersſold, Regilionsausübung, Teſta⸗ mentserrichtung und ähnliches angeht. Der zweite große Abſchnitt beſpricht die „Mittel zur Schädigung de's Fein⸗ des“. Darin ſind unter Art. 23 ausdrücklich unterſagt:„a) die Verwendung von Gift oder vergifteten Waffen, b) die meuchleriſche Tö⸗ tung oder Verwundung von Angehörigen des feindlichen Staates oder des feindlichen Hee⸗ res, c) die Tötung oder Verwundung eines die Waffen ſtreckenden oder wehrloſen Feindes, der ſich auf Gnade oder Ungnade ergibt, dh) die Erklärung, daß kein Pardon gegeben wird, e) der Gebrauch von Waffen, Geſchoſſen oder Stoffen, die geeignet ſind, unnötigerweiſe Lei⸗ den zu verurſachen, f) der Mißbrauch der Par⸗ lamentärflagge, der Nationalflagge oder der militäriſchen Abzeichen und der Uniform des Feindes, ſowie der beſonderen Abzeichen der Genfer Konvention, g) die Zerſtörung oder Wegnahme feindlichen Eigentüms, es ſei denn, daß die Gebote des Krieges dies dringend er⸗ heiſchen.“ Ein großer Teil dieſer Verbote ſpricht für ſich und bedarf keines Kommentars. Bei Punkt b) erinnern wir nochmal an die oben „Hakenkreuzbanner“ mittwoch, 28. Kuguſt 100 ſchon erwähnten Heckenſchützen. Bei Punkt c) denken wir mit Abſcheu an die beſtialiſche Er⸗ mordung in Luftnot abgeſprungener Flieger, an die Mißhandlung gefangener deutſcher Pan⸗ 14450 en, an die grauenhafte Tötung deut⸗ cher Gefangener durch Polen und Franzoſen. Punkt t) erklärt— 38 Far für geheiligt: Wer unter dem utz der Parlamentärflagge Spionage treibt, übt Verrat an allen Parla⸗ mentären nach ſich. Wer unter fremder Flagge fährt, verdient nicht mehr den Namen eines offenen und ehrlichen Gegners. Wer das Ab⸗ zeichen der Genfer Konvention, das Rote Kreuz, zum Schutze militäriſcher Einrichtungen miß⸗ braucht, übt Verrat an allen Kranken und Ver⸗ wundeten. Wer 1832 weniger einen ſolchen Verrat als dieſe! Im Mittelpunkt des Intereſſes ſteht aber in dem noch an⸗ dauernden Krieg die Beſtimmung des Art. 25: „Es iſt verboten, unverteidigte Städte, Dörfer, Wohnun en oder Gebäude anzugreifen oder zu bombardieren“. So wurde es geſchrieben im Jahre 18991 Ob das kurze britiſche Gedächtnis auch dies vergeſſen hat wie ſo manches andere, was ihm unangenehm iſt? hre 1907 tagte dann im Haag eine Im Ja zweite Frievenstonferenz, die im großen und ganzen die gleichen Beſtimmungen für den Landkrieg beſtätigte, im einzelnen jedoch eine Vervollſtändigung und in gewiſſen Punkten eine beſtimmtere Faſſung des Werkes der erſten Fusean vorlegte. Wichtig iſt jedoch, daß auf dieſer Konferenz 42 Staaten in der Erwägung ſich einig waren,„daß bei allem Bemühen, Mittel zu ſuchen, um den Frieden — ſichern..., es doch von Wichtigkeit iſt, auch en Fall ins Auge zu faſſen, wo ein Ruf zu den Wafſen durch die Ereigniſſe herbeigeführt wird“ und„ſelbſt in dieſem äußerſten Falle“ ſollte den Intereſſen der Menſchlichkeit gedient werden. Dies Bemühen,„der Kriegführung gewiſſe Grenzen zu ziehen“ und ihr„ſoviel wie möglich von ihrer Schärfe“ zu nehmen, brachte das eigenartige Ergebnis, daß die Friedens konferenzen von 1899 und 1907 ein„Abkommen, betreffend Geſetze und Ge⸗ bräuche des Landkriegs“ zeitigten. 90 hült eondon die fjaager lbRommen Abſpringende Flieger erſchoſſen DiNB Genf, 27. Auguſt. „Star“ und„Evening Standard“ be⸗ richteten am 23. Auguſt, Major Lucas werde im Unterhaus den Antrag ſtellen, das Luft⸗ fahrtminiſterium möge 5 Pfund Belohnung ausſetzen für das Einbringen jedes lebenden feindlichen Fallſchirmabſpringers. Dadurch würde das Riſiko verringert, daß jetzt deut⸗ che wie engliſche Flieger, die ſich aus abgeſchoſſenen Maſchinen retteten, Gefahr lie⸗ fen, nämlich von„übereifrigen Leuten ſchon in der Luft erſchoſſen“ zu werden. „In dieſer Meldung liegt ein doppeltes Einge⸗ tändnis. Zunächſt geht klar daraus hervor, daß die wüſte Hetze zum Heckenſchützenkrieg bereits mißliche 05 gen hatte. Churchill und Ge⸗ noſſen haben die Mordinſtinkte wachgerufen. fit eger in Seenot wurden entgegen den Ge⸗ etzen des Völkerrechtes, der Moral und der Hu⸗ manität feige ermordet, ein Verbrechen, das nach Sühne ſchreit. Weiter zeigt der ſcheinbar ſo menſchenfreund⸗ liche Antrag, daß die aufgepeitſchten Mord⸗ banditen in ihrem Blutrauſch gar nicht mehr erkennen, ob der notgelandete Flieger ein deut⸗ cher oder ein engliſcher iſt, und daß ſchon aller⸗ and britiſche Flieger, deren Hönsſzrge über ngland abgeſchoſſen wurden, von ihren eige⸗ nen Landsleuten getötet worden ſein müſſen. Das allein iſt auch der Grund dieſes angekün⸗ digten Antrages. Nebenbei bemerkt die Nachricht auch die ſchweren Verluſte der RAß. bangſterwaffen für heckenſchüten DiB San Sebaſtian, 27. Aug. Wie die„Daily Mai!“ ankündigt, ſoll die ſogenannte britiſche Heimwehr mit ame⸗ rikaniſchen Maſchinenpiſtolen und Bomben— alſo typiſchen Gangſterwaffen— werden. In dieſem Sinne habe ſich General Guy Williams, der Oberkommandeur des öſtlichen Militärbezirkes, in einer Anſprache an die Heimwehren von Bedfordſhire geäußert. Sieben Fliegeralaeme in 60 munden flitunmnaniruniinunvvirizasmneraiiiizvunzzälikrrzkiIizzzirzzirimiizikrzsrrrzzrrrksszxkieszzriviziizzzriizrztzzvziiiiziäx Der größte Teil der Bevölkerung habe Ma⸗ tratzen in die Schutzräume geſchleppt, um dort etwas Ruhe zu finden. ie Verkehrsmittel ſeien jedoch in Funktion geblieben. Der Alarm habe insgeſamt überraſchend wenig Unzuträg⸗ lichkeiten nach ſich gezogen. Anweiſüngen an die Londoner Polizei, ſchärfer gegen Schau⸗ luſtige und Unvorſichtige vorzugehen, werfen ein Licht auf die letzten nächtlichen Alarme. Es wird ſogar behauptet, daß zahlreiche ſchwere Verſtöße gegen die Verdunkelungsvorſchriften vorgekommen ſeien. Die Polizei ſoll insbeſon⸗ dere gegen Leute vorgehen, die ſich Zigaretten anzünden, worauf ſchwere Geldbußen ſtehen. „Die engliſche Hauptſtadt lebt, wie alle Be⸗ richte erkennen laſſen, in dauernder Unruhe vor neuen deutſchen Einflügen, ganz gleich, ob es ſich um Tag oder Nacht handelt. Der ſiebente Alarm binnen zweieinhalb Tagen wurde be⸗ reits am Montagnachmittag gegeben, als ſich zen Flugzeuge der Themſemündung nä⸗ erten. Drei Wogen von Angriffen „Ueber die letzten Kämpfe beſagen die eng⸗ liſchen Darſtellungen, es hätten ſich drei Wogen von deutſchen Luftangriffen gegen Süd⸗ und Südoſtengland gerichtet. Der erſte gegen die Flughäfen von Kent, der zweite gegen Eſſex und Suſſex, der dritte gegen Portsmouth. Ueber einzelne Kampfhandlungen des bewegten Tages berichten engliſchen und amerikaniſche Quellen, eines der heftigſten Treffen ſei das Rom ſehr ungehalten über die Schweiz Wie lange noch papierene proteſte wegen der fortgeſetzten Ueutralitätsverletzungen durch Englandꝰ Dr. v. L. Rom, 27. Auguſt.(Eig. Ber.) Die britiſchen Modeflieger, die ſich hochtra⸗ bend„Induſtrieſtaffeln“ nennen, haben an ihren feigen Methoden, durch den Luftraum der neutralen Schweiz geſchützt, nach Oberitalien einzufliegen, Geſchmack gefunden. Infolge des kurzen Anflugweges von der Schweizer Grenze nach Mailand(40 Kilometer), hat die italieni⸗ ſche Abwehr eine ſehr ſchwere Aufgabe. In ſechs Angriffen vom 15. Auguſt bis heute ſind durch dieſe Luftangriffe in Ober⸗Italien 27 Zi⸗ vilperſonen, Frauen und Kinder, getötet wor⸗ den, ohne daß es den Engländern möglich war, militäriſchen Anlagen nahezukommen. Auf Schweizer Seite begnügt man ſich bei dieſen fortgeſetzten Neutralitätsverletzungen, „energiſche“, aber gänzlich nutzloſe Proteſte in London zu erheben, worauf unter Bruch der Zuſicherungen am nächſten Tage erneut britiſche Flieger über die Schweiz nach Oberitalien einfliegen. In der italieniſchen Bevölkerung hat dieſe Haltung der Schweiz im Verein mit der gewiſſer Schweizer Blätter, die eng⸗ liſcher lügen als ſelbſt Churchill, ſcharfe Kritik ausgelöſt. Selbſt in italieniſchen Heeresberich⸗ ten wird die Tatſache unterſtrichen, daß die über Dover geweſen. Granatſplitter und MG⸗ ——+— regneten förmlich auf die Stadt her⸗ nieder. Uächtliche Brände Ueber die Brände, die in London während der Nacht tobten, bringen neutrale Berichte, die immerhin, beſſer als die engliſchen Darſtellun⸗ gen die wahren Wirkungen der deutſchen Luft⸗ aktionen erkennen laſſen, jetzt einige Einzelhei⸗ ten. So ſchreibt der Londoner Vertreter der „Stockholms Tidningen“ u. a. folgen⸗ des:„Die Montagnacht über London war phan⸗ taſtiſch. Der Himmel war flammendrot vom Feuer. Das Schauſpiel begann um Mitter⸗ nacht. Schwer und drohend näherten ſich die deutſchen Bomber im Oſten, im Norden und im Weſten, und viele Hunderte von Schein⸗ werfern ſpielten über den Himmel. Die Ge⸗ ſchütze donnerten mit wenigen Minuten Zwi⸗ ſchenraum. Das dauerte übor Stunden. Hef⸗ tige rote Blitze zuckten quer durch das öſtliche Himmelsgewölbe mit lodernden Feuerzungen, und Exploſionen folgten. In einem Augenblick ſchlugen Flammen turmhoch über die Stadt. Wir, die mit anſahen, wie ſich die Röte über den Nachthimmel legte, befürchteten die katg⸗ ſtrophalſten Ereigniſſe.“ Der größte Brand, ſo meint der neutrale Beobachter, habe nicht weit von der Bank von England vier große Gebäude vollſtändig zerſtört. Nur die verbogenen Stahl⸗ ſkelette ſeien noch übrig, zwiſchen den einge⸗ ſtürzten Faſſademauern. Eine Straße weiter engliſchen Flieger„wieder einmal von der Schweiz kommend“ nach Oberitalien ein⸗ flogen. Es iſt kein Wunder, wenn ſich die italieni⸗ ſche Bevölkerung die Frage vorlegt, wie lange eigentlich noch die Schweiz ihre Neutralität mit papierenen Proteſten„ſchützen“ will. Man erin⸗ nert ſich daran, daß während der deutſchen Luftoffenſive gegen Frankreich die Schweizer Dafdergt“ und Flakbatterien mehr als ein⸗ mal bereit waren, deutſche Flugzeuge, die von Aufklärungsflügen über Südfrankreich irrtüm⸗ lich der Schweizer Grenze zu nahe gekommen waren, unter Feuer zu nehmen. Ueber die Schweiz eingeflogen Die Feſtſtellungen des italieniſchen Wehr⸗ machtsberichts DNB Rom, 27. Auguſt. Der italieniſche Wehrmachtsbericht vom Dienstag hat folgenden Wortlaut: „Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt be⸗ annt: In Nordafrika ſind von unſerer Luftwaffe Kraftwagen bei Bir Seeferzen und Baracken ⸗ lager bei Sidi Barani bombardiert worden. „ſtzoren und fanoeiſche Inſein beſetzen!“ Toller Dorſchlag im Oberhaus Schwierige Lage im Mittelmeer rd. Rom, 27. Aug.(Eig. Meld.) Italieniſche Zeitungen beſchäftigen ſich mit einer Anfrage im engliſchen berhaus, in der angeregt wurde, die engliſche Flotte ſolle ſich der portugieſiſchen Azoren und der ſpaniſchen Kanariſchen Inſeln bemächtigen. Dieſer Vorſchlag einiger britiſcher Lords paßt zu den gewiſſenloſen Kriegsausweitungsplä⸗ nen, mit denen ſich das engliſche Kabinett ſtets beſchäftigt hat, wenn es aus einer militäriſch oder politiſch unerfreulichen Lage einen Aus⸗ weg ſuchte. Begründet wird die„Anregung“ der Lords mit der ſchwierigen Lage im Mit⸗ telmeer. Bei dieſer Gelegenheit gibt man in London praktiſch zu, daß die Verhältniſſe im Mittelmeer für die Engländer immer ungün⸗ ſtiger werden. Gemeint wird im übrigen Gibraltar ſein, deſſen Lage nach den jüngſten Schilderungen ziemlich hoffnungslos iſt. An⸗ geblich ſoll ſogar ein Teil der in Gibraltar ſta⸗ tionierten Flotte den Hafen mit unbekanntem 810 verlaſſen haben. Fürchten die Engländer, ibraltar nicht mehr halten zu können? Und ſuchen ſie ſich als Stützpunkt. Anſcheinend Zeit verſchlafen und no ſolche Raubzüge keine einen atlantiſchen aben die Lords die nicht erkannt, daß für hancen mehr beſtehen. knglandſlieger erhielen das Ritterkreuz zum Eß helden unſerer Luftwaffe/ Auch in polen und Frankreich bereits ausgezeichnet Berlin, 27. Auguſt.(HB⸗Funk.) Der Führer und Oberſte Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorſchlag des Oberbe⸗ fehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarſchall Gö⸗ ring, das Ritterkreuz zum Eiſernen Kreuz: Hauptmann Rubensdörffer, Kommandeur einer Fliegergruppe; Hauptmann Keil, Kom; Gute cigaretten auch gut behandeln* ArKan z, nnnn ) das Wichtigſte für Aroma und Bekömmlichkeit iſt die Friſchhaltung. Lagern Sie alſo Ihre Ciga · retten in ſchattiger Kühle und ſetzen Sie ſie nicht den Sonnenſtrahlen aus, die dem verarbeiteten Tabak unzuträglich ſind, ſo ſehr ſie vorher zum Ausreifen des Aromas notwendig waren. mandeur einer Sturzkampfgruppe; Siefſet: Oeſau, Staffelkapitän einer goſtaffel; Hauptmann Tietzen, Staffelkapitän einer Jagdſtaffel. Hauptmann Rubensdörffer, der im pol⸗ niſchen Feldzug Staffelkapitän war, hat mit — Gruppe auf vielfachen Angriffsflügen be⸗ onders große Erfolge gegen Schiffe,„An⸗ lagen und Flugplätze erzielt. So verſenkte ſeine Gruppe an Handelsſchiffsraum 110 000 Tonnen, ferner drei Zerſtörer und fünf Vorpoſtenboote und vernichtete im Luftkampf eine größere An⸗ zahl engliſcher Flugzeuge. Sein hervorragendes techniſches Können befähigte ihn, neue Möglich⸗ keiten in dem Einſatz der Luftwaffe zu ſchaffen. Mit perſönlichem Schneid flog er faſt jeden Tagflug an der Spitze ſeiner Gruppe und gab ſo durch ſein Verhalten den Beſatzungen ein beiſpielhaftes Vorbild. Hauptmann Keil nahm gleichfalls am Po⸗ lenfeldzug teil. Im Weſten zeichnete er ſich mit ſeiner Stukagruppe bei der Durchbruchsſchlacht in Flandern und an der Somme ſowie bei der Vernichtung von Panzerwerken bei Saarge⸗ münd, Weißenburg und Kolmar aus. Dieſe An⸗ griffe trugen weſentlich zum ſchnellen Durch⸗ bruch der Maginot⸗Linie bei. Ueber der Nordſee gelang es ihm, mehrere Zerſtörer und Kreuzer ſowie größeren Handelsſchiffsraum zu verſen⸗ ken. Beſondere Verdienſte erwarb er ſich an der Spitze ſeines Verbandes durch navigatoriſch und wirkungsmäßig hervorragende Angriffe gegen engliſche Flugplätze. Hauptmann Oeſau und Hauptmann Tiet⸗ zen haben ſich als Jagdflieger beſonders aus⸗ ezeichnet. Jedem von ihnen gelang es, in Luft⸗ ämpfen zwanzig feindliche Flugzeuge abzu⸗ ſchießen. Ihre ſtete Einſatzbereitſchaft und ihr tapferes Verhalten wurden nun durch die Ver⸗ leihung des Ritterkreuzes zum Eiſernen Kreuz anerkannt. eandunostruppen für Jtaliens flotte Beſondere Einheiten aufgeſtellt Dr. v. L. Rom, 27. Auguſt.(Eig. Ber.) In Italien werden, laut Mitteilung des römiſchen„Meſſaggero“, jetzt Landungs⸗ truppen für die Kriegsmarine aufgeſtellt. Da⸗ bei ſoll jedes größere Kriegsſchiff über eine Kompanie dieſer Spezialtruppen verfügen. Die dadurch aufgeſtellten Kräfte reichen aus, um ein überraſchendes Landungsmanöver durch⸗ fialteniſc das dann ſpäter durch Einheiten des talieniſchen Heeres erweitert werden müßte. Die Landungstruppen ſind mit modernſten Waffen verſehen und verfügen über Pionier⸗ Abteilungen. Die Zeitung bemerkt dazu, daß auch das ita⸗ lieniſche Heer ſeit langer Zeit in der Technik von Landungsmanövern erfahren zſt, und in der italieniſchen Geſchichte dieſe Landungs⸗ truppen mit ihren immer erzwungenen Lan⸗ dungen in Eritrea, Libyen und Albanien bis⸗ her überaus erfolgreich waren. „hakenkr forisetzung von Selte 1 nördlich ſei, ſo heißt es, eine andere Fabrin! die wehrt „raſiert“. Kuch Flugzeugfabrihen brennen 1 Eine Stadt in Mittelengland— nach den Die aus Ai engliſchen Andeutungen Birmingham— at, nach neuen Londoner Berichten, in der ine acht zum Dienstag ſchwere Brände in ihrem zahlreicher Ger Induſtriegürtel erlebt. Die deutſchen Bomben macht ſowie v haben offenbar in den hier befindlichen Flug. Staat im Auf zeugwerken große Verheerungen angerichtet.] Wehrmacht di Um das Ausmaß der Brände zu erklären, wird Wöllwa rth von engliſcher Seite behauptet, es habe ſich um darauf hin, da eine große Textilfabrik gehandelt. Reuter nennt ſiger wirtſchaft die vorher als ſo ſporadiſch geſchilderten dent⸗ Leipzigere Mef ſchen Einflüge der letzten Nacht den„bis⸗ ſnur möglich if her größten deutſchen Luftangriff Soldat die He auf England“. Neben Birmingham muß ſſchen Ueberlege Portsmouth erneut ſehr ſchwer gelitten haben; legenheit der de denn auch von einer Stadt in Südweſtengland, Arbeiter als W die ihren bisher heftigſten Luftangriff erlebt ließ, ſoll die A habe, wird in. Berichten geſprochen.! Die drei Sie ſei während der ganzen Nacht von deut⸗ abwechſelnd die ſchen Bombern überflogen worden. ordnungen von ien entſandt, di Der 100. Hlarm in süd-⸗Wales födeneirbahe Bern, 27. Aug.(HB⸗Funt) Wie„Daily Mail“ vom 253. Auguft be⸗ 4 richtet, hatte eine Stadt in Südwales am Teppi Sonntag ſeit Juni den hundertſten Luftalarm. N Stunden im Keller.— Die Leute verbrachten am Sonntag 8 bis 10 4 ſ Anzahl auf ſchwere deutſch leichte Hurricai Mörſer und da IPanzerwagen v leichten und ſck 4* 45—— Ein feindlicher, von Kriegsſchiffen geſicherter J lung, alles wir Geleitzug wurde yon unferen Formationen im J beſonders ſtarke öſtlichen Mittelmeer bombardiert. Ritterkreuzträge In Oſtafrika ſcheiterte ein feindlicher Ein⸗ der Praxis erzä Im Innern d flugsverſuch über Asmara an der prompten 1 Reaktion unſerer Luftwaffe. Die feindlichen chen vom früh Flugzeuge haben ihre Bomben auf freiem Feide Abend beſucht n abgeworfen, ohne Schaden anzurichten. Unſere igie haben ein Flugzeug abgeſchoſſen. 4 iederum über die Schweiz hinweg iſt der Gegner erneut in verſchiedene Provinzen Nord⸗ italiens eingeflogen. Durch das ſtarke Eingrei⸗ — unſerer Lufmbwehr und unſerer Luftwaffe hat der Gegner nur einige Bomben bei Turin abwerfen können, wobei ein Pavillon von Fiat und das Sanatorium von St. Luigi getroffen wurden. In der Provinz von Pavia wurden auf freiem Felde zwei Sennhütten getroffen, wobei ein Bauer getötet, ein anderer ſchwer verletzt wurde. 3 Ein feindliches Flugzeug, das vom Feuer der 27. Batterie der Luftabwehr getroffen wurde iſt in der Gegend von Valera, einer Gemein des Kreiſes Areſe, brennend abgeſtürzt. aus fünf Mann beſtehende Beſatzung iſt tot.“ benf dreimal überflogen o. sch. Bern, 27. Auguſt.(Eig. Ber.) Die engliſchen Flieger flogen wieder üher den Jura in die Schweiz ein und bewegten ſich in Richtung Norditalien. Von dem Ueberflug von dort kamen ſie in längeren Abſtänden ver⸗ einzelt zurück. ie Berner Flak trat dabei in Aktion. Wie der ſchweizeriſche lrmeeſtab mitteilt, ließen Flugrichtung und Art der Ueberfliegung in der abſichtlichen Grenzverletzung keinen Zweifel.—— In Genf wurde insgeſamt dreimal Alarm ge⸗ eben. In Thun erlitt der durch plitter der Flakgeſchoſſe leichte eſchädi⸗ gungen. Erbeutete englische Die Schweiz ſcheint empöet Augustusplatz. ——..—————————— o. sch. Bern, 27. Auguſt.(Eig. Meld.) Der Empörung in der ſchweizeriſchen Bevöl⸗ kerung über die erneute Verletzung der ſchwei⸗ zeriſchen Neutralität durch britiſche Flieger muß jetzt auch die Preſſe in verſtärktem Um⸗ fange Rechnung tragen. Die„National⸗ zeitung“ in Baſel, die ſich bisher wie zahl⸗ reiche andere Blätter mehr oder weniger aus⸗ geſchwiegen hat, ſchreibt jetzt:„Die Schweizer können dieſe Beleidigung nicht hinnehmen. Weder im Weltkrieg noch im gegenwärtigen Krieg ſei die Unverſehrtheit der Schweiz der⸗ art bewußt und wiederholt mißachtet worden, wie jetzt durch die britiſchen Flieger. Der Bundesrat, der erſt am vergangenen Sonntag wieder bei der engliſchen Regierung in London einen energiſchen bisher ignorierten Proteſt erhob, hat den Bundespräſident Pilet⸗ Golaz, der das ſchweizeriſche Außenminiſterium leitet, beauftragt, ernſtens die Aufmerkſamkeit des Geſandten von Großbritannien in Bern auf die Notwendigkeit zu lenken, daß von den britiſchen Luftſtreitkräften unverzüglich die ge⸗ naueſte Innehaltung ihres von der britiſchen Regierung erhaltenden Befehls, die Neutralität der Schweiz zu achten, verlangt werde. Dem britiſchen Geſandten in Bern ins Gewiſſen zu reden, dürfte wohl unter dieſen Umſtänden ebenſo wirkungslos ſein, wie alle bisherigen Proteſte. 4 „Au-mich hak was geſtochen?“ Dann betupfen Sie den Stich mit Sepſo⸗Tinktur! Sie beſitzt eine beſonders große Tiefenwirkung und beſeitigt daher raſch die durch den Inſektenſtich ver⸗ urſachte Geſchwulſt und den läſtigen Juckreiz. Nehmen Sie deshalb immer das handliche und bruch⸗ iichere Sepſo⸗Tupfröhrchen mit! 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Ber.) d— nach den ham— richten, in der S rände in ihrem tſchen Bomben Wöllwarth darauf hin, daß die Durchführung ſolcher rie⸗ „hakenkreuzbanner“ mittwoch, 28. Auguſt 1940 vi. Leipzig,“. Aug. Die aus Anlaß der Leipziger Herbſtmeſſe ausgebaute große Wehrmachtsausſtellung„Der ieg im Weſten“ wurde in Anweſenheit zahlreicher Generale und Offiziere der Wehr⸗ macht ſowie von Vertretern von Partei und Staat im Auftrag des Oberkommandos der Wehrmacht durch General der Infanterie eröffnet. Der General wies ſiger wirtſchaftlicher Veranſtaltungen, wie die Leipzigere Meſſe eine darſtellt, jetzt im Krieg nur möglich iſt, weil der kämpfende deutſche Soldat die Heimat ſchützt., Von der morali⸗ ſchen Ueberlegenheit, aber auch von der Ueber⸗ legenheit der deutſchen Waffen, die der deutſche Arbeiter als Waffenſchmied der Nation erſtehen ließ, ſoll die Ausſtellung künden. Die drei Wehrmachtsteile, die auch abwechſelnd die Ehrenwache ſtellen, haben Ab⸗ ordnungen von Unteroffizieren und Mannſchaf⸗ ten entſandt, die ſich im Kampf beſonders aus⸗ gezeichnet haben und in Leipzig Erklärungen zu den einzelnen Waffen abgeben, die in gro⸗ 1 N ſ Anzahl auf dem Auguſtusplatz ſtehen. Die Teppiche repariert, reinigt, eulanlstert F. Bausback. B 1. 2 guf 26467 chwere deutſche Bombenmaſchine und die leichte Hurrican, der belgiſche 22⸗Zentimeter⸗ Mörſer und das engliſche U⸗Bootgeſchütz, die Panzerwagen verſchiedener Herkunft mit ihren leichten und ſchweren Wunden, die Pontons und die Sendeſtation einer Nachrichtenabtei⸗ lung, alles wird beſtaunt und bewundert. Ganz beſonders ſtarker Andrang herrſcht, wenn der Ritterkreuzträger, Feldwebel Huber, aus der Praxis erzählt. Im Innern des Pavillons, der ununterbro⸗ chen vom frühen Morgen bis zum ſpäten Abend beſucht wird, werden die Kampflei⸗ richten. Unſere 1 „Der dieg im Weſien“ die Wehrmachtsausſtellung auf der Leipziger Meſſe/ Beuteſtüche werden gezeigt (Elgener Draohtberichft des„Hakenkreuzbonner“) ſtungen der verſchiedenen Wehrmachtsteile in Großfotos gezeigt. Hier kann ſich der Beſchauer von dem Unterſchied zwiſchen den kampfkräftigen deutſchen Wafſen und denen der unterlegenen Feinde überzeugen. Alle Waffengattungen ſind vertreten und es iſt zu wünſchen, daß dieſe Ausſtellung, die in Leip⸗ zig auf ſo ſtarkes Intereſſe ſtößt, ſpäter auch in anderen deutſchen Großſtädten gezeigt ird. ſlapoleons ſjut- im Straßengraben Von deutſchen Soldaten gefunden o. sch. Bern, 27. Auguſt.(Eig. Ber.) Das in Clermont⸗Ferrant erſcheinende„Pe⸗ tit Journal“ berichtet, wie ein deutſcher Offizier den berühmten kleinen Hut Napo⸗ leons und den wertvollen Schmuck der Kai⸗ ſerin Joſephine in einem Straßengraben fand, ſicherſtellte und den franzöſiſchen Behör⸗ den ſofort zuleitete. Wie aus der Schilderung des Blattes hervorgeht, ſuchten die franzöſi⸗ ſchen Behörden bei ihrer Flucht dieſe Gegen⸗ ſtände auf Laſtwagen mitzuſchleppen. Wäh⸗ rend der Flucht blieb ein Laſtwagen, auf dem ſich die hiſtoriſchen Gegenſtände befanden, in einem Straßengraben liegen. Die Kiſten wur⸗ den dort zum Teil zertrümmert, und aus ihnen fielen u. a. der Hut Napoleons ſowie die Schmuckſtücke der Kaiſerin Joſephine heraus. Aus den Aufſchriften der Kiſten hatte der deutſche Offizier ſofort entnommen, worum es ſich handelte und hatte den Fund bei den näch⸗ ſten franzöſiſchen Behörden abgegeben. Ortiz führt ſein Amt weiter. Staatspräſident Ortiz teilte in einem Schreiben an die argen⸗ tiniſche Nationalverſammlung mit, daß er ſich auf Grund des Beſchluſſes des Kongreſſes und in Anbetracht der ſpontanen Sympathiekund⸗ gebungen des Volkes in dieſen Tagen zur Wei⸗ terführung ſeines Amtes entſchloſſen habe. wieder üher d bewegten ſich dem Ueberflag Abſtänden ver⸗ ik trat zrichtung und r abſichtlichen dabei ſchweizeriſche laufkommen. mal Alarm ge⸗ zahnhof durch chte empöet (Eig. Meld.) eriſchen Bevöl⸗ ing der ſchwei⸗ ritiſche Flieger erſtärktem Um⸗ „Nationcl⸗ sher wie zahl⸗ weniger aus⸗ „Die Schweizer cht hinnehmen. gegenwärtigen r Schweiz der⸗ zachtet worden, Flieger. vergangenen Beſchädi⸗ Erbeutete englische und französische Waffen vor dem Aus stellungsgebãude der Augustusplataz.* hen Regierung her ignorierten hräſident Pilet⸗ ßenminiſterium Aufmerkſamkeit imnien in Bern „ daß von den züglich die ge⸗ der britiſchen die Neutralität Dem t werde. 2 7557 is Gewiſſen zu en eflochen!“ Sepſo⸗Tinktur! fenwirkung und Umſtänden alle bisherigen inſektenſtich ver⸗ ſtigen Juckreiz. Die Wehrmacht auf der Leipziger Herbstmesse icn BIN RIcHTIE Wehrmacht auf dem Leipziger Weltbild(MI) +48 f 0 7 auci Offiziere besichtigen die kommandos der Wehrmacht durch General der Infanterie Wöllwarth eröffnet wurde. Auf der Wehrmacht-Ausstellung„Der Sieg im Westen“ Wehrmacht-Ausstellung„Der Sieg im Westen“, die in Leipzig im Auftrage des ober- Weltbild(M) fücktritt des ügyptiſchenminiſterpräſidenten .w. Stockholm, 27. Auguſt.(Eig. Ber.) Hinter dem Luftkrieg um England ſelbſt tre⸗ ten für die engliſche Oeffentlichkeit alle ande⸗ ren Ereigniſſe in der Welt zurück. Trotzdem haben die Vorgänge in Aegypten in engliſchen offiziellen Kreiſen plötzlich Beſorgnis ausgelöſt. Der ägyptiſche Miniſterpräſident Hafſſan Sabri Paſcha iſt in⸗der Nacht zum Diens⸗ tag zurückgetreten. Er wurde vom König Faruk zur Bildung eines neuen Kabinetts auf⸗ gefordert. Gerüchteweiſe verlautet in London, daß Streitigkeiten um den von England geforder⸗ ten Kriegseintritt die Regierungskriſe in Kairo ausgelöſt haben. Eine Rundfunkrede auf ara⸗ biſch, die der frühere ägyptiſche Geſandte in London von Kairo aus am Montagabend hielt, ſollte offenbar zur Stützung der Kriegswirt⸗ ſchaft dienen. Auch der engliſche Geſandte in Kairo, Sir Miles Lampſon, trat in der glei⸗ chen Abſicht mit einer öffentlichen Rede auf den Plan. hritiſche nekrutierungsmethoden Auf Zypern: Polizei ſchoß auf Demonſtranten r. d. Athen, 27. Auguſt.(Eig. Ber.) Die Zuſammenſtellung des Freiwilligenkorps auf Zypern wird von den engliſchen Werbern in der Weiſe vorgenommen, daß nach vorheri⸗ ger Mitteilung jeweils die zweiten Söhne aus en Bauernhäuſern geholt und im Dorfwirts⸗ haus zur Unterzeichnung„Freiwilliger“⸗Mel⸗ dungen genötigt werden. Dabei iſt es wieder⸗ holt zu ernſten Zwiſchenfällen gekommen. So zagen z. B. die Bauern zu der Militärkomman⸗ antur, um gegen die Einziehung ihrer Söhne zu proteſtieren, als die Polizei plötzlich auf die Menge das Feuer eröffnete. Zwei Frauen blieben ſchwerverwundet auf dem Platze. brenznehung in fernoſt b. 6. Kopenhagen, 27. Aug.(Eig. Ber.) Nach einer offiziellen Mitteilung des Mos⸗ kauer Senders ſind die Grenzprobleme zwiſchen rUR dliche und bruch⸗ Es iſt in allen ndvierzig Pfen⸗ desinfektion von — Verhütung Holl- esinfiziert wie gewandt. 22 KO Japan und der Sowjet⸗Union jetzt endgültig geregelt worden. Nach ausgedehnten Ver⸗ handlungen, die ſich über mehrere Monate er⸗ ſtreckten, iſt jetzt eine Kommiſſion, beſtehend aus den Vertretern Rußlands, Japans, Mand⸗ ſchukuos und der äußeren Mongolei abgereiſt, um in den umſtrittenen Gebieten die Grenz⸗ ziehung vorzunehmen. In diplomatiſchen Krei⸗ ſen Moskaus erklärt man, daß das Ueberein⸗ kommen ein Beweis für die bedeutend ver⸗ beſſerten Beziehungen zwiſchen Japan und Rußland iſt. Wirtſchaftspverhandlungen Japans mit Nie⸗ derländiſch⸗Indien. Der japaniſche Miniſter für Handel und Induſtrie, Kobayaſhi, wird ſich in Kürze nach Batavia zur Aufnahme von Wirtſchaftsverhandlungen mit Niederländiſch⸗ Indien begeben. Die bekannte japaniſche Zei⸗ tung„Kokumin“ weiſt dabei auf den Wunſch Japans hin, eine Sphäre gegenſeitigen Wohl⸗ ſtandes in Oſtaſien zu ſichern. Flotte Mützen faf finden Sie wie immer- bei 1165 Hut- Zeumer in der reiten Straße M 1,.7 Rooſevelt-Beobachter in england h. w. Stockholm, 27. Aug.(Eig. Ber.) Die kürzlich als Spezialbeobachter für Rooſe⸗ velt nach London geſchickten amerikaniſchen Ge⸗ neräle haben auf Veranlaſſung des engliſchen Kriegsminiſteriums unter Begleitung höherer engliſcher Militärs eine Reiſe an die Südoſt⸗ küſte unternommen. Vielleicht ſoll eine„deut⸗ ſche Fliegerbombe“ das nachholen, was bei der „Athenig“ mißglückt iſt?! Trotzdem ſoll hier vorſichtshalber feſtgeſtellt werden, daß ſich die Amerikaner ſelbſtverſtändlich auf eigenes Riſiko in das Gefahrengebiet begeben. Oonpeer. æluIν⏑, —33—3323—22(eae Tor des Roten Meeres, „hakenkreuzbanner“ mittwoch, 28. Kuguſt 1940 das„Tor der Leänen“ für kngland „Die Straße von Bab el Mandeb der Schlüſſelpunkt zum Schiffahrtsweg mittelmeer—Indiſcher Ozean Schon bevor die Italiener Zeila und dann Berbera eroberten und ſo Herren von Bri⸗ tiſch⸗Somaliland wurden, waren ſie„Teil⸗ haber“ der Straße von Bab el Mandeb. Mit Aſſab, der einen fenſtadt Erythreas, ſtie⸗ ßen ſie ſchon 1882 an die Meerenge im Südoſten des Roten Meeres. Aden— uneinnehmbare Feſtung? Die handels⸗ und weltpolitiſche Bedeutung dieſer ſſerſtraße als eines Teils des Schiff⸗ fahrtsweges Mittelmeer— Indiſcher Ozean iſt allgemein bekannt. Weit über 25 Millionen Netto⸗Regiſter⸗ꝶTonnen Schiffsraum leglich⸗ ren ſie jährlich. Sie iſt nicht der ausſchließliche aber doch der kürzere, ſchnellere und darum trotz der hohen Kanalgebühren von Suez der billigere und wichtigere Verbindungsweg Eu⸗ ropas nach Indien, damit nach Oſtaſien und daneben auch nach Oſtafrika. Eine„Sper⸗ rung“ der ſo wichtigen Straße wäre den Ita⸗ lienern von Erythrea aus ſchon immer möglich geweſen. Es fragt ſich nur, wie ſtark dieſe perrung hätte ſein können und wie lange ſie aufrecht erhalten werden konnte. Die beherr⸗ ſchende Stellung an dieſem Tor des Roten Meeres hat England inne. Nicht nur daß die Sibe Aden in ihrer ganzen Struktur einem Bibraltar des Oſtens gleicht, alſo als„unein⸗ nehmbar“ gilt(was zwar noch des Beweiſes fehr aber trotzdem den Faktor Aden als ein ehr läßt), die ebenfalls im britiſchen Beſitz befind⸗ liche Inſel Perim zwängt ſich wie ein Kork in den ſchon an und für ſich engen Flaſchen⸗ hals von Bab el Mandeb. Und Aden gegen⸗ über breitete ſich Britiſc⸗Somali aus und rundete das ganze Beherrſchungs⸗ und Vertei⸗ digungsſyſtem in hervorragender Weiſe ab. Ganz abgeſehen davon, daß auch das andere der Suezkanal, von England beherrſcht wird(und hier abſolut und eindeutig), Italieniſch⸗Erythrea war alſo wohl Anrainer aber ein eingeſchloſſener und gefangener Teilhaber. Wie ja auch ganz Abeſſinien vom Mutterland Italien aus ge⸗ ſehen, ſozuſagen in der Luft hängt. Die Wei⸗ ten des engliſchen Sudans und der britiſchen Kolonien Uganda und Kenia zwängen in den reſtlichen Himmelsrichtungen die oſtafrikani⸗ ſchen Beſitzungen Italiens ein. Der Wüſten⸗ ſtrich Italieniſch⸗Somaliland iſt nur als„blin⸗ 158 des Fenſter“ zu werten, da es ſich„nirgens⸗ wohin“ hfinet 5 Als 1807 in Tilſit Zar Alexander von Rußland mit Napoleon um die Aufteilung Europas feilſchte, begehrte er vor allen Dingen Konſtantinopel— alſo die Dardanellen. Da ſoll Napoleon ausgerufen haben:„Auf kei⸗ znen Fall, denn das bedeutet die Weltherr⸗ ſchaft!“ Nun haben ſich in den 150 Jahren ſeit dieſer Zeit die weltpolitiſchen Gegebenheiten doch ſtark verſchoben. Die Entwicklung der Tech⸗ nik mit faſt völliger Ausſchaltung des Trans⸗ portes und des Verkehrs durch Segelſchiffe einerſeits, durch Kamel⸗ und Maultierkarawa⸗ nen und Pferdefuhrwerke anderſeits— ſowie die Durchſtoßung der Ismailia⸗Senke zum Suezkanal verſtellten die Achſe der Welt von dem bloßen Uebergang von Europa nach Aſien über den Bosporus mehr nach Südoſten zu auf die Linie Port Said—Aden, alſo auf die Verbindungsſtraße des Roten Meeres zwiſchen Europa—Aſien—Afrika. Beide Tore zu dieſer Achſe(den Suezkanal und die Straße von Bab el Mandeb) beherrſcht Großbritannien. Aber auch die weitere Flankendeckung beider Tore hat ſich England geſichert.(Aegypten und Palä⸗ 4 ſtina zu beiden Seiten der nördlichen Pforte, wozu als Schlußſtein noch die Inſel Zypern kommt— Britiſch⸗Somali und Hadramaut nebſt Oman(alſo das ganze ſüdliche Viertel der arabiſchen Halbinſel) zu beiden Seiten von Aden, der ſüdlichen Pforte(wobei ſich auch hier wieder eine Inſel, und zwar Sokrota als Abſchluß vorlagert). Das Dorfeld Indiens Englands Macht, Reichtum und Bedeutung liegt nun einmal im Beſitz von Indien. Die 350 Millionen unterjochter und ausgebeuteter Inder ſind der unerſchöpfliche Born, der Eng⸗ lands Plutokratie bis heute erhielt. Das Gla⸗ cis zu Indien, alſo zur Herzkammer Groß⸗ Britanniens wurde deshalb—— a befeſtigt. Zwei ſolcher Vorfelder ſind au der Karte zu erkennen. Das eine, das zugleich die Straße nach Europa bedeutet, haben wir im Vorſtehenden bereits beſprochen. Das andere, nach Oſtaſien zu gerichtete Vorfeld, das Ben⸗ galiſche Meer, wurde gleichfalls durch An⸗ gliederung der umrandenden Länder, alſo Birmas, der Andamanen⸗ und Nikrobaren⸗ 7 hohes Pluskonto für England beſtehen Inſelgruppen, ſowie der Malakahalbinſel mit Singapur als Hauptſtützpunkt(ſiehe Aden als im weſtlichen Vorfeld) reſtlos erfaßt. Indien erſcheint ſo gegen jeden Zugriff, gegen jede Mitbeteiligung an dem lukrativen„Ge⸗ ſchäft“ durch Fremde geſichert und im umge⸗ kehrten Falle nie in der Lage, ſelbſt die —— Kette des engliſchen Joches zu zer⸗ rechen. 3 Darüber hinaus war die Sorge En lands, auch die Zugangswege nach Indien un ſeine Vorfelder in die Hand zu bekommen, um ſie jederzeit kontrollieren zu können. Gibraltar, Malta, ort Said, Aden ſind die Ergebniſſe dieſes Willens auf dem einen Weg, der durch das Mittel⸗ und Rote Meer führt. Aber es beſtand kein Zweifel, daß im Kriegs⸗ fall dieſe Durchgangsſtraße dennoch nicht ür England offenzuhalten ſei. Dazu grenzt ſie zu oft und zu dicht an fremde große Staaten. Und heutige Waffen wie Flugzeuge und Klein⸗ marinefahrzeuge laſſen für jeden Transport in Bannweite feindlicher Küſten das Schlimmſte befürchten. Schon im Weltkrieg verödete der Mittelmeerweg infolge der Tätigkeit deutſcher U⸗Boote und der in türkiſche Dienſte getretenen Kreuzer„Göben“ und„Breslau“ faſt ganz. Heute hat England ſchon ſeit geraumer Zeit für den Kriegsfall die andexe, wohl weitere, aber leichter zu ſichernde Strecke um ganz Afrika herum vorbereitet. Tankſtellen, Verpfle⸗ gungsſtationen, Flottenſtützpunkte ſind 5 uff. überall angelegt. Aber das heißt nun nicht, daß damit die ganze Poſition Britanniens im Mittelmeer nutzlos fei. Es kommt den Engländern ja gar nicht darauf an, dieſen Weg auch noch zu dem anderen, den um das Kap⸗der Guten Loffnung, offenzuhalten. Der ganzen Mentalität engliſcher Pirateneinſtellung nach liegt es vielmehr, den Weg jederzeit ſperren zu können. Dazu eignen ſich die engliſchen Feſtungen an den drei Meeresengen vorzüglich. Alle An⸗ rainer des Mittel⸗ und Roten Meeres ſollen ſich ſtändig als Gefangene des guten oder ſchlechten Willens Englands fühlen. Damit iſt immer am beſten im trüben zu fiſchen. Was England dann noch will, iſt, jederzeit 55 ungehindert in das Mittelmeer ein⸗ und aus WRige zu können. Beſonders der ſüdöſt⸗ liche Zugang, alſo der durch Bab el Mandeb, Rotes Meer, Suezkanal, ſchien England für eine Einfahrt nach dem öſtlichen Mittelmeer⸗ becken in jedem Fall geſichert. Außer Saudi⸗ Arabien, das ſelbſt Gefangener der beherr⸗ ſchenden britiſchen Stellung war, und Italie⸗ niſch Oſtafrika, das losgelöſt vom Mutterland verloren ſchien, beſaß ja England die geſamte Küſte dieſer Zugangsſtraße. Unter dem Schutz engliſcher Strandbatterien ſtanden auf dem kauchen Weg alle Transporte. Die reichen Oel⸗ ager von Haifa erſchienen jederzeit frei ver⸗ dung nicht transportfähigen letzten deutſchen fügbar. Jederzeit konnten Verſtärkungen ins öſtliche Mittelmeerbecken geſandt werden uſff. Aber nun, was kein engliſcher Militär er/ wartete, ſtieß Italien ein Tor nach dem Indi⸗ ſchen Ozean auf, verjagte das engliſche Expedi⸗ 1 tionsheer in Somaliland, ſteht in Berbera, 6 rade gegenüber der Feſtung Aden. Plötzlich ſtimmt die ganze engliſche Rechnung nicht mehr. Mitten im Glacis von Indien ſteht der 171 Bab el Mandeb— iſt ein„Tor der ränen“ für England geworden. Walther Blachetta. fllle befangenen aus frankreich zurück Berlin, 27. Aug.(OB⸗Funk) Die bisher wegen ihrer ſchweren Verwun⸗ Kriegsgefangenen im unbeſetzten Gebiet Frantl⸗ reich ſind in dieſen nach Deutſchland An en worden. Es befinden ſich jetzt eine deutſchen Soldaten mehr in franzöſiſcher Gefangenſchaft. Blasenleiĩden Des Wésser hobe ich als Arznei be-. trachtet, und ↄuf diese Weise bin ich die Entzundung der Blase losgewor- den. Mein Leiden habe ich jetat 17]. u. mich zo durchgeschl. lhr Wesser heih. M. A. Fecter, Kfm., Iõhlingen/B., Bohnhofsfr.28...36. 20 grohe floschen hiskirchene Heilquelſe RKartssprude RM.6% 25 grohe flaschen KM 14. Niederloge: Wiin. bauler jr., Hatenstragße 11, Fernsprecher 216 36. 4 peter Rixius, Verbindungskanal lks. Ufer, Ruf 267 96%½7. Tot iſt das Cand an der Mmaginot⸗Cinie Oreißig Kilometer breite Steppe bildet Frankreichs Oſtgrenze/ Unkraut, wo Getreidefelder wogten Von unserem in die Westgebiete entsandten pPö-Sonderberichterstatter. Crotz Kali, Kohle und Eiſen beſtimmt die Landwirtſchaft auch heute noch das Geſicht der alten deutſchen Reichslande Elſaß und Lothringen. Agrarprobleme werden bedürfen am dringlichſten einer Cöſung. Jahre in Anſpruch nehmen wird. Denn allzuſehr hat die Ausſ künſtliche Grenzziehung von Verſailles das Bauerntum dieſer Lande getroffen, Folge von Saat und Ernte eingegriffen. Eine Fahrt durch von Eindrücken, die überzeugend beweiſen, welches Kusmaß a Zuſtand zu verſetzen, der ſeinen natürlichen Möglichkeiten und unſeren rd. Im Weſten, 27. Auguſt Der Zollbeamte am Schlagbaum der alten Reichsgrenze von 1914 hob den Arm und ließ uns paſſieren. Die Straße, die wir jetzt fuh⸗ ren, führte durch Dörfer, die unverkennbar deutſchen Urſprungs waren,— ein Eindruck, der uns um ſo bewußter wurde, als wir aus Frankreich kamen. Aus eben dieſem Grunde hatten wir aber auch einen ſcharfen Blick für alles„Franzöſiſche“, das dieſe Ortſchaften im Laufe der beiden letzten Jahrzehnte angenom⸗ men hatten. Es war überall dasſelbe: die Fel⸗ der befanden ſich in einem elenden Zuſtand, die Häuſer waren ſchmutzig und baufällig, das Vieh, ſoweit überhaupt vorhanden, verkommen. Im Uuhſtall das Bett für den Knecht Einen augenfälligen Beweis für die Ent⸗ wicklung, die mit der Abtretung an Frankreich hier eingeſetzt hatte, lieferte uns ein ehemals deutſcher Bauernhof, der in franzöſiſche Hände übergegangen war. Die Gebäude trugen noch den Charakter einer bewußt großzügigen Anlage. Aber in welchem Zuſtande befanden ſie ſich! Das Dach der Scheune war zur Hälfte abgedeckt. Man hatte die Dachpfannen augen⸗ ſcheinlich gebraucht, um damit das Wohnhaus zu flicken. Wind und Regen trieben jetzt un⸗ gehindert durch die großen, gähnenden Löcher in die Scheune hinein. Maſchinen waren ver⸗ roſtet. Ein Wagen war umgeſtürzt, man hatte ihn liegen laſſen. Kein Gerät, das nicht repa⸗ raturbedürftig war. Wir glaubten den Hof zu⸗ nächſt verlaſſen und im Zuge der Evakuierung außer Betrieb geſetzt. Aber er lag weit außer⸗ halb der militäriſchen Zone. Er war auf eine ſehr gewöhnliche Weiſe verkommen. Im Kuh⸗ ſtall trafen wir einen alten Arbeiter. Er kannte das Elſaß noch aus der Zeit der deutſchen Ver⸗ waltung. Damals habe er ein Zimmer gehabt, erklärte er uns. Jetzt ſchlafe er bei den Kü⸗ hen. Und er zeigte uns einen ſchmalen Bretter⸗ verſchlag, der in die Ecke des Stalles gezimmert war. Darin. wohnte er. Ein ſchmales Bett ſtand darin und ein Stuhl. Sonſt nichts. Kein Schrank, keine Waſchgelegenheit. Dabei gehörte der Hof, dem er diente, zu den größten weit und breit. Er zählte 80 Hektar, wirtſchaftete mit mehreren Pferden, beackerte einen guten Boden und hatte an die dreißig Kühe im Stall. 4 mal ſind·s die Armel, mal die ſnie, mal der fiolenboden: ſe nach den verſchiedenen rbeiten, die man verrichtet, werden Arbeitskittel,⸗ſacken und ⸗holen an ver⸗ ſchiedenen Stellen ſtůrker beanlprucht und gehen da naturgemat auch am ſchnellſten entzwei.- Jede frau, die die Arbeitslachen ihres Mannes ſorgfaltig pſlegt, wird deshalb gerade diele„Gekahrenpunkte · belonders aufmerklam prüken und ſchwachen Stellen durch rechtzeitiges Nusbeſlern oder Unter⸗ Mißwirtſchaft bei der Wiedereinordnung in das Reichsgebiet zunächſt im Vordergrund ſtehen. Sie Sie diktieren die aktuellen Kufgaben des Tages, deren Töſung allerdings einige Kataſtrophale Lage der Landwirtſchaft Dieſer Betrieb war typiſch für viele, denen man im Elſaß und in Lothringen begegnete, für alle, die in franzöſiſche Hände übergegan⸗ gen waren. Nichts von einer modernen, inten⸗ ſiven Wirtſchaft! Geräte und Gebäude in ſchlechtem 1 Der Maſchinenbeſatz äußerſt ach noch Dreifelderwirt⸗ gering. Viel . 35 hier und da ſogar Zweifelderwirtſchaft. Dabei eine Aufſplitterung des Bodens, wie ſie ſtärker nicht gedacht werden konnte. Ueberall Kleinbetrieb, verarmtes Landproletariat. Von über 91 000 Betrieben Lothringens 45 000 un⸗ ter einem Hektar. Aehnlich im Elſaß: 63 Pro⸗ zent aller Beſitzungen Kleinbetriebe. Die Ernte⸗ erträge entſprechend dem Geſamtniveau der Landwirtſchaft trotz beſſerer Böden bedeutend niedriger als etwa in der benachbarten Saar⸗ pfalz— bei Weizen ein Verhältnis 13,5 zu 22,5 Doppelzentner pro Hektar. Dazu eine Kata Marktlage. Preisſtürze von 100 bis 15 Prozent an einem Tage keine Seltenheit. Eierpreis bei 3 Pfennig, der Milch⸗ preis zwiſchen 3 und 8 Pfennig! Kein geord⸗ netes Betriebsſyſtem, keine Marktregelung, keine Verteilungsorganiſation— die Landwirt⸗ ſchaft mußte zuſammenbrechen, trotz der Gunſt der natürlichen Grundlage. Aber bewußt gab man in Frankreich der innerfranzöſiſchen Land⸗ wirtſchaft den Vorrang. So wurde auch der elfäſſiſche Weinbau ſchwer geſchä⸗ digt. Er verfügte 1914 über eine Anbaufläche von 32000 Hektar, heute nur noch über 23 000 Hektar, von denen nur 18 000 Hektar unter die edlen Weine zu rechnen ſind. Furchtbares Bild der Zerſtörung Der Krieg vollendete, was zwei Jahrzehnte eingeleitet hatten. Erſchüttert das Bild einer völlig aufgegebe⸗ erlebten wir enen Land⸗ nen und zuſammengebroch wirtſchaft. Ein breiter, ſtellenweiſe 30 Kilo⸗ meter tiefer Streiſen der deutſchen Grenze ent⸗ lang war reſtlos evakuiert. Die Häuſer und Höfe ſtanden leer. Türen und Fenſter waren eingeſchlagen. Auf dem Acker Wagen und Trecker, wie ſie vor Jahresfriſt verlaſſen wa⸗ ren, verroſtet, unbrauchbar natürlich, ſoweit hatte. 15 den Häuſern kein Stuhl, kein Bett, Steppe, nichts als Steppe chälung aus ſeinem natürlichen Grenzſchaftsbereich, hat die allzuſehr hat auch der Krieg in die natürliche das Gebiet in und an der maginotlinie vermittelte uns eine Fülle n Grbeit es dort zu leiſten gilt, um das Land wieder in jenen Anſprüchen gerecht wird. man ſie nicht in Barrikaden hineingearbeitet 4 oder aus purer Zerſtörungswut zerſchlagen kein Schrank mehr heil. Alles zerſchlagen von, einer wütenden Armee. Ein furcht⸗ bares Bild menſchlicher Verkommenheit! die Spur einer ordnenden Hand. Nichts als ſinnlofe Vernichtung. Unkraut, wo Blume blühten, welkes, abgeſtorbenes Gras, wo fri ſches Gemüſe wuchs; Diſteln, wo Weide wa Minenfelder, wo einſt der Acker ſeine Früchte trug. Die meiſten Dörfer noch leer. Unheim⸗ tot, und verlaſſen lagen ſie gleichgültig am ege. 4 Wir durchfuhren die„rote Zone“ Franl⸗ reichs. Wir wußten, wie es auf deutſcher Seite ausſah; wir hatten von der Arbeit der ront⸗ bauern Fide von der freiwilligen Unter⸗ ſtützung, die der deutſche Landſer dem evakuier⸗ ten Lande und ſeinen Bauern zuteil werden ließ. Nichts davon im Bereiche der Maginot⸗ linie. Wir ſahen halbfertige Bunker. Rieſen⸗ hafte Stukatrichter. Roſtige Drahtgeſpinſte durch Wieſen und Wälder gezogen. Tafeln, die auf Minengefahr hinwieſen. Wir ſahen Tankſperren, die von der Kraft der deutſchen Waffen wie Kinderſpielzeug beiſeitegeräumt waren. Wir ſahen zerſchoſſene Dörfer, zerbor⸗ ſtene Betonbunker. Waſſerſperren und künſt⸗⸗ liche Sümpfe. Aber niegendwo einen Getreide: halm, ein Gemüſebeet. Nur Gras und endlos weite, in ein müdes, mattes Braun gefärbte Steppe. Land, das ſeit Jahren nicht umgebro⸗ chen war, das dumpf dahin vegetierte, von Un⸗ kraut überwuchert. Totes Land, wo ein⸗ mal geſät, geerntet war. Wo der Frühling über blanken, fetten Erdſchollen anbrach, der Som⸗ merwind über wogende Getreidefelder hin⸗ ſtrich. Durch ödes Niemandsland fuhren wir in das Weſtwallgebiet ein. Es brauchte uns niemand zu ſagen, wo die Grenze verlief. Ne⸗ ben dem erſten deutſchen Bunker, den wir an der Straße antrafen, wellte ſich ein gelbes,, ſchwerreifes Getreidefeld. Da wußten wir:: hier beginnt Deutſchland. Wir wußten aber auch, warum Deutſchland dieſen Krieg gewin⸗ nen, warum Frankreich in wenigen Wochen zu⸗ ſammenbrechen mußte. , 4 + 2(Rotschlog 9 zur pflege der gerufs sche) legen eine grobere fialtbarkeit geben.· wenn ſie darüber hin⸗ aus beim Reinigen der Sachen das ſchonende, aber dennoch wirklame hu nimmt, dann kann ſie ſicher lein, die Gerukskleidung des Mannes pfleglam be⸗ handelt zu haben. Zuerſt immer gründlich ein⸗ weichen, dann kurze zeit kochen. Gei hu genügt wenig, um viel zu leiſten, i haket auks Eimer Waſler ſchon ergibt eine lölung von ſtark reinigender Wir⸗ kung. wer hu nimmt, ſpart Seife und Waſchpulver. iMi for Serufswsche Hergesfellfeiln den Hersil-Werken —— in * „hakenk „ piötzl PK. Ei n z ter iſt nicht Die Wolken gezogen, abe der Kampfn einige Bombe ſtoß aus der Nun wird i Waſchküche ei Sind Jäger Die Beſatz nicht loswerd der Nähe Grau glaubt huſchenden& es ein engli Einbildung, ſpannten Ne verſtärkt ſich Tragflächen daß es den mit Flügelſt: Plötzlich w Kampfflugzer g as Leitwerk Bordfunker: Leitwerk? weil die Sic Ende iſt und Inzwiſchen h rung ergeben iſt und auf Erwacher Schwede Krieg tobt un e den für d e n. Wie in jetzt, unbeſcha Parlament er Parlamentari Wahlkampf i finden ſoll, nungsverſchie Umfang gelt zum Beiſpiel, Fortſetzung de dem Bild d ungsminiſten tſächlich ha ſolchen indire verteidigungs ſie früher ein tung eingenor gelnde Rüſtun Auf die gr politik u: gung— nat und der Gre nungsſtreitigk ſollen die Mi: geſetzten milit allem aus de Goethe lie Wer erf Frage iſt mir der Erfindun Kriegen ſpielt ung eine ge auf der Käm weſen iſt. M heere hat vor küche eine gi ihre Entſtehu berichtet Ober resverwaltune Napoleon be Als erſte? gilt eine auf none“, die b trieb genomn während des Eſſenkoch 1806, ließ N Münchener At ärtner aus e vor önig von B Truppen verr war bei dieſ ausreichend. Goethe inter 1813 konſtr von Kurow dierte mit G. Neuerung int erſten ſogena traute. 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Unheim⸗ gleichgültig am — Zone“ Frank⸗ f deutſcher Seite rbeit der Front⸗ willigen Unter⸗ er dem evakuier⸗ n zuteil werden )e der Maginot⸗ Bunker. Rieſen⸗⸗ Drahtgeſpinſte ezogen. Tafeln, ſen. Wir ſahen ft der deutſchen beiſeitegeräumt Dörfer, zerbor⸗ rren und künſt⸗ einen Getreide⸗ zras und endlos Braun gefärbte t nicht umgebro⸗ getierte, von Un⸗ Zand, wo ein⸗ er Frühling über brach, der Som⸗ reidefelder hin⸗ and fuhren wir „s brauchte uns enze verlief. Ne⸗ ker, den wir an ſich ein gelbes,, a wußten wir: ir wußten aber en Krieg gewin⸗ igen Wochen zu⸗ politik und der Truppen verwendet wurde. war bei dieſer Feldküche für 1000 Soldaten ausreichend. Goethe intereſſiert ſich brennend „hakenkreuzbanner“ mittwoch, 28. Kuguſt „fjaben wir noch unſer Leitwerk?“) plötzlich wird die Maſchine nach unten gezogen/ Einzelflug über England Don Kriegsberichter Jütte „ 27. Auguſt.(PK) Pk. Einzelflug über England. Das Wet⸗ ter iſt nicht gerade günſtig für den Angriff: Die Wolken haben ſich gar zu dicht zuſammen⸗ gezogen, aber dennoch wird der Auftrag von der Kampfmaſchine durchgeführt, die ſchon einige Bomben bei einem überraſchenden Durch⸗ ſtoß aus den Wolken gut los geworden iſt. Nun wird in der immer dichter werdenden Waſchküche ein weiteres Ziel angeflogen. Sind Jäger in der Uähe? Die Beſatzung kann das beſtimmte Gefühl nicht loswerden, daß engliſche Jäger in der Nähe ſind. In dem verſchwommenen Grau glaubt der Beobachter einen raſch vorbei⸗ huſchenden Schatten geſehen zu haben. War es ein engliſcher Jäger? War es nur eine Einbildung, hervorgerufen durch die ange⸗ ſpannten Nerven? Der„Dreck“ rund herum verſtärkt ſich mehr und mehr. Die Enden der Tragflächen ſind nicht mehr zu erkennen, ſo daß es den Anſchein hat, die Maſchine würde mit Flügelſtummeln fliegen. Plötzlich wird durch unbekannte Kräfte das Kampfflugzeug nach unten gezogen. Der Flug⸗ glaubt im erſten Augenblick, daß as Leitwerk abgeriſſen iſt. Die Frage an den Bordfunker: „Haben wir noch unſer Leitwerk?“ kann nicht beantwortet werden, weil die Sicht in der Mitte des Rumpfes zu Ende iſt und nicht bis zu dem Leitwerk reicht. Inzwiſchen hat aber das Anziehen der Steue⸗ rung ergeben, daß die Maſchine doch noch heil iſt und auf jeden Steuerdruck gehorcht. Allerdings iſt man bei dieſer Gelegenheit buchſtäblich aus den, Wolken gefallen. Als die Kampfmaſchine wieder ihre normale Fluglage erhalten hat, befindet ſie ſich außerhalb der Wolkenſchicht. Eine halbe Minute ſpäter ſind auch ſchon drei engliſche Jäger zur Stelle, die raſch in günſtige Schußpoſition kommen und aus ihren Rohren die Maſchine beharken. Ob⸗ gleich es dem Flugzeugführer gelingt, raſch in die Wolke hineinzuziehen, hat es doch einige Treffer gegeben. Auch der Oelſumpf des rech⸗ ten Motors iſt angeſchoſſen, ſo daß Oelverluſt eintritt. Alſo: direkter Kurs zum Heimathafen. Unter uns ein dicher pott „Durch ein Wolkenloch über dem Kanal, noch in Küſtennähe Englands, entdeckt der Beobach⸗ ter einen dichen Pott, der ſoll den Reſt der Bomben erhalten. Angriff! Bombenwurf! Da ſind auch ſchon wieder die engliſchen Jäger heran. Die Wirkung der gut gezielten Bomben⸗ reihe zu beobachten, hat man daher keine Zeit mehr. Raſch in die Wolken hinein. Das iſt jetzt dringende Notwendigkeit. Höher und höher fliegt der Flugzeugführer die Maſchine. Er durchſtößt eine zweite Wolkenſchicht. Schon ſcheint die Sonne durch, da ſind erneut die Jäger da. Alſo wieder hinab in die Waſch⸗ küche. Zu allem Ueberfluß beginnt auch noch die Maſchine zu vereiſen, und ſchließlich qnalmt der linke Motor. Aber alles das behindert in keiner Weiſe den Rückflug. Deutſches Material bewährt ſich erneut! Sicher kann eine Stunde ſpäter das Flugzeug auf ſeinem Flughafen gelandet werden. Schweden rüſtet zur Wahl Erwachen für alle englandfreundlichen Kreiſe/ Moderniſterung der Wehrmacht hw. Stockholm, 27. Auguſt. Schweden rüſtet ſich— während anderswo Krieg tobt und Reiche auf dem Spiele ſtehen— e den für den September angeſetzten Wah⸗ en. Wie in dem Weltkriegsjahr 1917 ſoll auch jetzt, unbeſchadet der Spannungen ringsum, das Parlament erneuert und hiermit dem Geſetz des Parlamentarismus genügt werden. Obwohl ein Wahlkampf im herkömmlichen Sinn nicht ſtatt⸗ finden ſoll, machen ſich die politiſchen Mei⸗ nungsverſchiedenheiten dennoch in gewiſſem Umfang geltend. Die Oppoſition beanſtandet zum Beiſpiel, daß Werbeanzeigen für die Fortſetzung der Landesverteidigungsanleihe mit dem Bild des ſozialdemokratiſchen Verteidi⸗ ———.— Sköld geſchmückt erſchienen. atſächlich haben die Sozialdemokraten zu einer ſolchen indirekten Propaganda mit dem Landes⸗ verteidigungsgedanken am wenigſten Anlaß, da ſie früher eine alles andere als freundliche Hal⸗ tung eingenommen und ſomit Schwedens man⸗ gelnde Rüſtung weitgehend verſchuldet haben. Auf die großen Grundlinien der Außen⸗ Landesverteidi⸗ gung— nationaler Schutz der Selbſtändigkeit und der Grenzen— erſtrecken ſich die Mei⸗ nungsſtreitigkeiten im weſentlichen nicht. Auch ſollen die Mittel für die Finanzierung der fort⸗ geſetzten militäriſchen Anſtrengungen weiter vor allem aus der Verteidigungsanleihe Wer erfand die Goethe ließ bereits Jeldfuhrküchen bauen rd. Berlin, 27. Auguſt. Wer erfand die Feldküche? Dieſe Frage iſt mindeſtens ſo wichtig, wie die nach der Erfindung des Schießpulvers. Kriegen ſpielt das Problem der Heeresverpfle⸗ In allen ung eine gewaltige Rolle, die auf den Ver⸗ auf der Kämpfe oft von groͤßem Einfluß ge⸗ weſen iſt. Mit der Entwicklung der Maſſen⸗ heere hat vor allem die bewegliche Feld⸗ küche eine große Aufgabe übernommen. Ueber ihre Entſtehung in eineinhalb Jahrhunderten berichtet Oberzahlmeiſter Zaſtrow in der„Hee⸗ resverwaltung“. Uapoleon beſichtigt die erſte Feldküche Als erſte Feldküche in der Heeresgeſchichte gilt eine auf Rädern laufende„Gulaſchka⸗ none“, die bereits 1798 konſtruiert und in Be⸗ trieb genommen wurde; man konnte in ihr während des Marſches für 1200 Soldaten Eſſenkochen. Wenig ſpäter, am 16. Januar 1806, ließ Napoleon Münchener Aufenthaltes die von Anton Baum⸗ f aus München I. ſich während ſeines erfundene fahrbare Feldküche vorführen, welche ſpäter durch den önig von Bayern angekauft und von deſſen Die Kochleiſtung 1813 konſtruierte der Oſtpreuße Friedrich von Kurowiſki eine Feldküche. Er korreſpon⸗ dierte mit Goethe, der ſich brennend für die Neuerung intereſſierte und den Kupferſchmied 0 in Weimar mit der Aufſtellung der erſten ——— Sechs Feldküchen dieſer Art wurden tatſächlich aufgeſtellt und im Freiheitskrieg ſei⸗ tens der thüringiſchen Truppen verwendet. Das Bild einer um 1850 konſtruierten fahrbaren Feldküche, em tet zum nächſten Stadium in der Entwicklungs⸗ delen g der Feldküche über. Dieſe Feldküche, ogenannten„Feldfuhrküche“ be⸗ erbaut von einer Kieler Firma, lei⸗ eren Keſſel nach Art der Lokomotiven auf einem vierrädrigen Wagen ruhte, kochte bereits mit Dampf. Der Speiſenkeſſel iſt in eigen⸗ artiger Weiſe mit dem Dampfkeſſel verbunden und ſchließt vollkommen dicht ab. Im Deckel können noch kleinere Kochgefäße untergebracht ſchöner deren erſte 500 Millionen ſicher ein chöner Erfolg waren, aber den großen Bedarf keineswegs decken konnten. Schweden bemüht ſich in erſter Linie um eine Modernſierung ſeines Wehrappa⸗ rates. Kürzlich fanden Manöver einer motori⸗ ſierten Diviſion in Mittelſchweden ſtatt, an der Oſtſeeküſte üben Flugzeuge des Mutterſchiffes „Gotland“ im Verein mit Schnellbooten, denn auch Schweden hat die Bedeutung dieſer mo⸗ dernen Waffe erkannt, die ſoeben im Kampf gegen England ihre größte Bewährungsprobe erlebte. Die aus Italien bezogenen Zerſtörer beſſern zunächſt die Schäden aus, die ſie während der vorübergehenden Beſchlagnahme 175 Verſchleppung durch die Engländer erlitten a en. „Dieſer Vorfall hat, nachdem die kriegsgericht⸗ liche Verhandlung neue Einzelheiten brachte— ſie gipfelte ja in der Billigung des Verhaltens des Flottillenchefs— zweifellos auch in ſehr englandfreundlichen Kreiſen Nachdenken über Englands Freundſchaft zur Folge gehabt. Es finden ſich noch immer in der Stockholmer Preſſe verwunderte Proteſte gegen dieſes„un⸗ begreifliche und brutale Vorgehen“. Andere Er⸗ fahrungen mit der engliſchen Politik während dieſes Krieges kommen hinzu, um eine Neu⸗ orientierung trotz aller Widerſtände möglich, ja erſtrebenswert erſcheinen zu laſſen. bulaſchkanone? Das jetzige Modell ſeit 19os bewährt werden, ſo daß man mehrere Speiſen zu glei⸗ cher Zeit kochen kann. Im ruſſiſch⸗japaniſchen Krieg bewährt Im Ruſſiſch⸗Japaniſchen Krieg 190 4/ 5 wurden erſtmalig Feldküchen in gro⸗ ßen Mengen verwendet; ſie bewährten ſich ſo gut, daß viele Staaten, darunter Deutſchland, zur Einführung von Feldküchen ſchritten. Im Oktober 1905 ſchrieb das Preußiſche Kriegs⸗ miniſterium einen öffentlichen Wettbewerb aus, um zu einer Feldküche mit 150 Liter Faſſungs⸗ vermögen und Kochmöglichkeiten während des Marſches zu gelangen. Von den 40 Feldküchen, welche die deutſche Induſtrie daraufhin kon⸗ ſtruierte, entſprachen nur drei annähernd den geſtellten Anforderungen, ſo daß im Auguſt 1906 ſeitens der Heeresverwaltung ein zweites Ausſchreiben erfolgte. Die guten Modelle der Firmen Senking und Magirus ergaben ſpäter⸗ hin in ihrer Verſchmelzung die neue deut⸗ ſche Feldküche, welche bereits im Septem⸗ ber 1908 bei den Kaiſermanövern im Elſaß und in Lothringen in großer Zahl und mit noch größerem Erfolg eingeſetzt wurde. Der Weltkrieg war die große praktiſche Bewäh⸗ rungsprobe der Feldküchen. Während jener ſchweren vier Jahre erwarben ſie ſich die un⸗ ausrottbare Bezeichnung„Gulaſchkanone“. Der„Küchenbulle“ wurde von der neuen Wehrmacht mit der„Gulaſchkanone“ nicht über⸗ nommen, er ſtarb auch infolge abſoluter Exi⸗ ſtenzmöglichkeit im neuen Heer! Der„Feld⸗ koch“ trat an ſeine Stelle. Nicht nur mit hin⸗ gebendem Eifer, ſondern auch mit einer kaum zu überbietenden Sach⸗ und Fachkenntnis(in den Lehrgängen der Wehrkreislehrküchen er⸗ worben!) waltet der Feldkoch als ſelbſtbewuß⸗ ter Vertreter eines der wichtigſten ſoldatiſchen Aufgabengebiete ſeines Amtes. Seine Feldküche iſt techniſch kaum noch verbeſſerungsfähig, noch weniger ſeine begehrten, immer wieder indivi⸗ duell abgewandelten Eintopfgerichte! Der Platz an der Feldküche von heute wird nicht mehr vom Zufall beſetzt(noch im Welt⸗ krieg waren Pfarrer und Schornſteinfeger, Handlungsreiſende und Schneidergeſellen un⸗ endlich beliebte„Feldköche“), auch nicht von Druckpoſtenanwärtern, ſondern lediglich von perfekt ausgebildeten Feldköchen, pk-Goricke-Presse-Hofimann 7 4 7 Es geht zum Feindflug 10 Für den bevorstehenden Flug über den„Bach“— wie unsere Flieger die Nordsee nennen— werden die Schwimm— westen und Kombinationen angelegt. Pk-Ketelhohn-Presse-Hoffmann) Der Befehl des Führers ausgeführt Unmittelbar nach dem Abschluß des deutsch-französischen Waffenstillstandsabkommens verfügte bekanntlich der Füh- rer, daß alle Steine und Stätten im Walde von Compiègne, die an den schmachvollen Waffenstillstand von 1918 er- innerten, zu vernichten und dem Erdboden gleichzumachen sind mit Ausnahme des Denkmals Marschall Fochs.— So sieht es nun heute, zwei Monate nach den denkwürdigen Waffenstillstandsverhandlungen 1940, im Wald von Compieègne aus. Im Hintergrund das Denkmal Marschall Fochs. Scherl-Bilderdienst(M) Ubysche Kavallerie im Angriff Weltdilc a0 „hHakenkreuzbanner“ zlick übers cand Mittwoch, 28. Guguſt 1940 borſelddörſer im Wiederaufbou Im Grenzſtreifen vor dem Weſtwall/ Schnellſte Beſeitigung aller Schüden „Von unſerem Dorf wird nichts mehr übrig bleiben, das wiſſen wir, vielleicht ſteht es ſchon nicht mehr“, ſagte mir in den Stunden des großen Auszuges des 3. September 1939 ein Bauer aus dem Bliestal, der mit ſchwe⸗ rem Schritt neben ſeinem über und über be⸗ packten Fuhrwerk durch den dichten Regen des Sonntagabends ſtapfte. Eng aneinander⸗ geſchmiegt ſaßen auf dem Wagen Frau, Toch⸗ ter und Enkelkinder mit troſtloſen Augen, in denen das Leid um die verlaſſene Heimat ſtand. „Wir werden kein zweites Mal von den Franzoſen vertrieben werden. Diesmal geht die Rechnung nicht auf!“ ſagte der Bauer damals, ſo 1b und beſtimmt im Gefühl eines unbhän⸗ digen Vertrauens, daß ſolcher Glaube viele auf⸗ richten konnte, die weniger ſtarken Herzens wa⸗ 15 Während dieſe letzten Bewohner die Dör⸗ er hart an der Grenze verließen, übernahmen die Grenztruppen, Söhne dieſer Gegend, den Grenzſchutz gegen Frankreich, das ſich wieder einmal zum Einbruch durch die tezieg, Ein⸗ 43. anſchickte. Das Bliestal, die Heimat es Bauern, war ſolch ein Tor. Der Poilu hatte es in den erſten Stunden einzudrücken verſucht. An jene Stunde und jene Worte muß ich heute denken, da wir durch die Dörfer des faar⸗ pfätziſchen Grenzkreifes St. Ingbert fah⸗ ren, durch das Barockidyll Blieskaſtel und glück⸗ liche Menſchen heimkehren ſehen. Ihr Vertrauen hat ſie nicht enttäuſcht. In Blieskaſtel, in Haſſel, in Niederwürzbach, in Oberwürzbach, in Lautzkirchen und in Bier⸗ bach ſpielen die Kinder wieder auf der Straße; die Bauern gehen ihrem de nach; die Orte ſind faſt reſtlos wieder beſiedelt. Ein Teil des Gebietes aber kann noch nicht wiederbeſiedelt werden: Ein Dorf hat der Franzoſe, getreu der Aarbunverſengag geübten Methode, an vier Ecken angezündet und in Schutt und Aſche gelegt. Fünf Dörfer weiſen G W50 Schäden auf. In anderen Dörſern wie⸗ ex hat eine Granate hie und da ein Dach zer⸗ fenehe eine Scheune oder ein Haus eingeriſ⸗ en, hat der Feind bei ſeinem vorübergehenden Aufenthalt in dieſem weit vorſpringenden Ge⸗ biet, der nur ſo lange währte, als es die deut⸗ 523 Waffen duldeten, in Häuſern ſyſtematiſch ie Möbel und Geſchirre zertrümmert und zer⸗ ſchlagen. Dieſe Ortſchaften vor der Haupt⸗ kampflinie und ihre Ortsbanne ſind teilweiſe noch mit Minen verſeucht, Die Militärbehörde kann ſie zur Wiederbeſiedlung, allen Wünſchen und allen Briefen, wie ſie bei den Kreisleitun⸗ gen einlaufen zum Trotz, noch nicht frei⸗ geben. Die Wartezeit iſt hart, aber ſie muß getragen werden. Was vom Kreis St. Ingbext gilt, das trifft im gleichen Maße für die Vorfelddörfer der anderen Kreiſe am Weſtwall zu. Es gilt für alle die Dörfer, die unmittelbar im Kampfgebiet lagen. Aber ſchon ſind die Männer der Organi⸗ — Todt, iſt eine Reihe von Architekten mit en Vorbereitungen des Wiederaufbaues und der Beſeitigung der Schäden beauftragt. Hinter der Hauptkampflinie wurden zunächſt die ortsanſäſſigen Handwerker aus dem Bergungsgebiet zurückgerufen, um die Schäden zu beheben. Vor der Hͤs. iſt vor über drei Wochen die Organiſation Todt eingerückt, den Schutt wegzuräumen, die Dächer meganeſſn und die Architekten arbeiten daran, dem neu⸗ erſtehenden Dorfbild ſeine Geſtalt zu geben und durch Dorfauflockerung einer geſunden Entwicklung vorzuarbeiten. Wir wollen ja nicht nur Schäden ausbeſſern, die im letzten Winter entſtanden oder die auf den Beſchuß Das na n Wee iſt dem Band„Drahtverhau und hlaue J09(Han⸗ ſeatiſche Verlagsanſtalt) von Theodor ZJag⸗ kob's entnommen, dem auf der diesjährigen Doberaner Sf Schrifttumspreis verliehen wurde. In der Champagne war der Frühling ganz plötzlich gekommen. Viele Regentage hatten wie ein grauer Dunſt über dem Lande gelegen. Doch eines Nachts hatte ſich die alte, unverfſehrte Wetterfahne auf dem zerſchoſſenen Kirchturm von St. Gobain gedreht. Der Wind hatte die Wetterfahne und die niedrig hängenden Wol⸗ ken aus Roſt und Angeln gehoben und der Sonne ihr großes Leuchten gegeben. Bald blühten im Drahtverhau die Butterblumen, graue Diſteln ſproſſen breitſpurig aus der Erde, und in den Wipfeln des großen Waldes von Septvaux hing ein knoſpenbrauner und lichtgrüner Schleier. Die Soldaten auf beiden Seiten flickten ihre Uniformen, und ihre Gemüter flickte die Stille der Front, denn ſie waren aus den Abſchnitten herausgezogen worden, wo die große Senſe rauſchte und keine Träne mehr fiel, es ſei denn. daß ſie blutrot geweſen wäre. An dieſem ruhigen Frühlingstage der Front traf Erſatz in der erſten Linie ein. In den Un⸗ terſtand der fünften Gruppe trat auch ein Neuer. Mit ungelenken, doch ſchnellen Bewe⸗ gungen, entledigte er ſich ſeines Torniſters, ſchnallte das Koppel ab, nahm den Stahlhelm vom Kopf und warf alles übereinander, nur für ſein Gewehr ſuchte er einen beſonderen Platz und ſtellte es vorſichtig und umſtändlich in eine freie Ecke. Der Unteroffizier fragte ihn nach dem Woher, und als er geantwortet hatte, /wußte trotzdem niemand, was er geſagt hatte, denn keiner von den Männern des niederſächſi⸗ ſchen Regiments hatte ihn verſtanden. Erſt die hochdeutſche Sprache machte die Feſtſtellung möglich, daß der Mann vom Hunsrück ſei und Schmitt mit tt hieß. Der Wildschutz, von ITheodor Jakobs ung der mecklenburgiſche mehr, wohl aber, durch feindliche Artillexie zurückzuführen ſind: wir wollen in dieſem Streifen an der Grenze eine neue Rgumordnung ſehen, die nationalſozialiſtiſch iſt, die endlich mit den letz⸗ ten Reſten der ſogenannten„Segnungen“ der franzöſiſchen Revolution Schluß macht, die bis heute noch nicht überwunden werden konnten: mit der Code Napoleon, der ungehemmten Erbteilung und einer Parzellenwirtſchaft, die wirtſchaftlicher Wahnſinn iſt. „Wenn wir jetzt an die Wiederbeſiedlung der Dörfer herangehen“, ſagte uns Landesbauern⸗ führer Bonnet zu all dieſen Problemen, dann haben wir auf landwirtſchaftlichem Gebiet wieder erhebliche und ſchwierige Aufgaben durchzuführen. Die Ernte in den freigegebenen Bereichen wird und muß noch im Gemein⸗ ſchaftseinſatz eingehracht werden. Da⸗ gr kann die Herbſtbeſtellung ſchon wieder etriebsweiſe erfolgen. Die Ställe in dieſen Dörſern ſind natürlich leer, Unſere Bguern, die zurückkommen, ſind zunächſt nicht Selbſtverſorger, ſondern müſſen ebenſo Lebensmittelkarten erhalten, wie der Normalverbraucher. Bei der Wiederbeſetzung der Ställe if vor allen Dingen die Futtergrundlage entſcheidend. Es iſt ſelbſtverſtändlich, daß auf keinen Fall mehr Vieh aufgeſtellt wird als Futter vor⸗ handen iſt. Wichtig iſt vor allen Dingen, daß Pferde und Spannvieh möglichſt hun⸗ dertprozentig baldigſt eingeſetzt werden können, um auf alle Fälle die Herbſtbeſtellung zu ſichern. krzeugerhöchſtpreiſe Für das Gebiet der Landesbauernſchaft Ba⸗ den ſind mit e 21, Auguſt folgende Erzeugerhöchſtpreiſe für Gemüſe und Obſt in Kraft getreten: A. Gemüſepreiſe (Je 500): Spinat 12 Rpf., Kopfſalat Güte⸗ klaſfe 4A über 300 g 5 je Stück, Güteklaſſe B über 200 bis 300 f 3 Rpf. je Stück unter 200 5 2 Rpf. je Stück, Endivienſalgt a05 e Stück, Endivienſalat beſonders Fieh Köpfe(über 400 Gramm) 7 Rpf., Kohlrabi über 8 em Durch⸗ meſſer 5 Rpf. Stück, über 5 bis 8 em Durch⸗ meſſer 3 Rpf. je Stück, unter 5 em Durchmeſſer 3 Rpf. je Stück, Kaſtengurken über 500 f 13 Rpf. je Stück, über 750 g 16 Rpf. je Stück, über 1000 2 20 Mpf. je Stück.(Die Gewichtsangaben gelten als ungefähre Begkenzung. Für Größen über 1250 darf der Höchſtpreis entſprechend überſchritten werden.) Einlegekurken(Eſſig⸗ urken) 3 bis 6 em lang 18 Rpf., 6 bis 9 em ang 8 Rpf., Rettiche gebunden Güteklaſſe 4 —5 Stück Größe 1 2,.5 bis 5 em Durchmeſſer 8 Rpf. je Bund. Rettiche gebunden Güteklaſſe B 4 Rpf. je Bund, Rettiche große 7 Rpf. je Stück, Karotten mit Laub, gebündelt, 15 Stück, Pariſer große, nicht unter 20 mm Durchmeſſer 10 Stück 7 Rpf. je Bund. Karotten ohne Laub 6 Rpf., Blumenkohl Größe ll(Durchmeſſer über 180 mm) 23 Rpf., Blumenkohl Größe III(Durchmeſſer von 100 bis 180 mm) 18 Rpf., Blumenkohl beim Verkauf nach Gewicht 15 Rpf., Frühwirſing 4 Rpf., Frühweißkohl 3 Rpf., Rotkohl 6 Rpf., Tomaten(inländ.) 12 Rpf., Buſchbohnen ohne Faden 12 Rpf., Buſchbohnen 9 Rpf., Stangen⸗ bohnen 12 Rpf., Stangenbohnen(Wachsbohnen) 15 Rpf., Zwiebel 8 Rpf., Pfifferlinge 30 Rpf. B. Obſtpreiſe Himbeeren 30 Rpf., Waldhimbeeren, Samm⸗ lerpreis 30. Brombeeren 30 Rpf., Edel⸗ pfirſiche Güteklaſſe 14 einſchichtig in Steigen verpackt über 7 em Durchmeſſer 35 Rpf., desgl. Die Musketiere Karl Reinfeld und Schmitt zogen am Abend als + Sappenpoſten auf. Die linde Luft machte ſorglos. Nirgends fiel ein Schuß, und die ſchmale 0 ſaß wie in einem alten Kindermärchen auf einer flocki⸗ gen Wolke. Aber im Niemandsland mußte irgend etwas los ſein. Schmitts Gewehr krachte. Am Morgen lag im Vorfeld ein blaugrauer Körper, ein toter Gegner der nächtlichen Pa⸗ trouille. Die Männer der erſten Gruppe ſpra⸗ chen im Unterſtand von Fleckſchuß und dem neuen Kameraden, der draußen im Graben ſeine zwei Stunden Tageswache erledigte. Plötzlich fiel ein Schuß, noch einer, und ein dritter fiel. Der Unteroffizier lief in den Gra⸗ ben. Dort ſtand der Schütze ohne Helm, frei⸗ händig im Anſchlag. Eine dunkle Haarſträne lag ihm auf der Stirn und die braunen Augen waren faſt zugekniffen, als wieder ein Schuß aus dem Lauf peitſchte.„Das Schießen ohne Grund iſt verboten!“ befahl ihm der Gruppen⸗ führer. Doch lachend meinte Schmitt, daß nur noch drei Stück dran ſäßen, und er zeigte mit ausgeſtreckter Hand auf— Ziel, Es war ein alter Telefonmaſt, der ohne Drähte ſich ſchräg zur franzöſiſchen Stellung neigte, und noch von drei Iſolatoren gekrönt wurde. Die übrigen waren ſchon als ſpritzende Porzellanſplitter dem Franzmann um die Ohren geſchwirrt „Du ſchießt ja wie ein Wildſchütz.“ „Das bin ich auch“, erwiderte lachend Schmitt, „bei uns im Dorf ſchießen ſie alle ſo.“ Das Wort lerweſe s Aung wie ein Parole⸗ ruf von Schulterwehr zu Schulterwehr, und als die Kompanie abgelöſt nach hinten marſchierte, und neben Reinfeld einer von den Neuen ſchritt, wußten ſie ſeinen Vaternamen nicht daß er„Wildſchütz“ hieß. Reinfeld wurde ſein Freund, und je mehr die Röcke von Sonne und Regen verblichen, deſto feſter wurde das Band zwiſchen beiden. Im abendlichen Dämmern, das der Menſch⸗ Bildnis“ finde Der Einſatz von Schleppern wird 35 dings größtenteils durch Schleppergemeinſchaf⸗ ten erfolgen müſſen. Anzahl anderer landwirtſchaftlicher Maſchi⸗ nen und Geräte wieder uWaflt werden. Außerdem gilt es, Saatgut und Han⸗ delsdünger ſowie Hausrat uſw. wieder zu erſetzen. Ferner werden unſere Betriebe, die ja zunächſt noch kein eigenes Einkommen haben, Betrfiebskapital erhalten müſſen.“ An der Löſung aller dieſer Aufgaben iſt die Partei und vorab ihr bäuerlicher Sektor, die Landes⸗ bauernſchaft, beteiligt, „Wenn Sie heute die von den Frontbauern beſtellten Felder beſichtigen“, ſagte uns der Landesbauernführer weiter,„dann ſehen Sie roße, zuſammenhängende Flächen. So ſol päter einmal nach der erfolgten Flurberei⸗ nigung unſere Heimat ausſehen. Die Dörfer müffen aufgelockert werden, und leiſtungsfähige Bauernhöfe müſſen entſtehen. Nur durch Um⸗ legung, alſo durch Raumordnung, werden wir in der Lage ſein, hier auf die Dauer ein gefünderes, ſchollengebundenes Bauerntum zu ſchaffen. In Großdeutſchland ſind bei einer landwirtſchaftlichen Nutzfläche von 31 Millionen ektar 7 Millionen Hektar umlegungsbedürf⸗ tig, alſo rund 25 v. H. In der Saarpfalz aber bedürfen rund 30 000 Hektar der Nutzfläche, alſo 75 v.., der Umlegung.“ Aufgabe der Umlegung iſt es, geſunde Hof⸗ ſtellen zu ſchaffen. Die einzige Möglichkeit hierzu bringt die Ortslage. Beim Reuagufhau zerſchoſſener Dörfer jenſeits der Hauptkampflinie wird nur von dieſem Geſichtspunkt ausgegangen. So greifen die Hände zuſammen. Noch aher heißt die oberſte Forderung: Geduld! für bemüſe und Obſt über 6 em Durchmeſſer 32 Rpf., Pfirſiche Güte⸗ klaſſe 4 Größe lüber 6 em Durchmeſſer 28 Rpf., Pfixſiche Größe U über 4,5 em Durchmeſſer 22 Rpf., Pfirſiche Größe Ull unter 4,5 om Durch⸗ Welz und Güteklaſſe B 15 Ryf., Frühäpfel (weißer Klarapfel und ähnliche Sorten) Güte⸗ klaſſe 14 23 Rpf., Frühäpfel Güteklaſſe 4 20 Rpf. Ran el Güteklaſſe 6 12 Rpf., Frühbirnen unte 25 Rpf., Frühbirnen Güteklaſſe 4 20 Rpf., Früh⸗ birnen Güteklaſſe B 12 Rpf., ſonſtige Aepfel Ferner muß eine große Auflockerung der ulibirnen und ähnliche) Güteklaſſe IA und Frühbirnen nach den Kernobſtpreiſen vom Jahr 1939. Fallobſt 4 Rpf., Edelpflaumen(und echte Reineclauden) 15 Rpf., Erntepflaumen, Wagenſtädter und Moebche Soxten 10 Rpf., Mi⸗ rabellen(Nancy, Metz) 23 Rpf., Edel⸗Früh⸗ zwetſchgen(Bühler) 14 Rpf., Frühzwetſchgen für Brennzwecke 10 Rpf., Aprikoſen 30 Rpf. Die Erzeugerhöchſtpreiſe gelten, ſoweit nichts anderes angeordnet iſt, für Waren der Güte⸗ klaſſe A. Für Waren geringerer Güteklaſſen er⸗ mäßigen ſich die Höchſtpreiſe entſprechend der Wertminderung. In den geſchloſſenen Anbaugebieten dürfen Kie nur nach Gewicht und über die Bezirksabgabeſtelle oder deren Sam⸗ melſtelle verkauft werden. Die Erzeuger in die⸗ ſen Gebieten müſſen die Brennzwetſchgen der Bezirksabgabeſtelle oder deren Sammelſtelle ver⸗ kaufen. Die Erzeuger in dieſen Gebieten müſ⸗ ſen die Brennzwetſchgen der Bezirksabgabeſtelle oder deren Sammelſtellen abliefern. Der Han⸗ del und die Brennereien haben ihren Bedarf bei der Bezirksabgabeſtelle und deren Sammel⸗ ſtellen zu decken. Es iſt den Brennereien und dem Handel verboten, in dieſen Gebieten un⸗ mittelbar vom Erzeuger zu kaufen. Verſtöße gegen die vorſtehend gufgeführten Beſtimmungen und Erzeugerhöchſtpreiſe wer⸗ den nach den bekannten Strafbeſtimmungen geahndet. Im 99. Lebensjahr geſtorben Baden⸗Baden. Unſere älteſte Einwoh⸗ nerin, die Verlegers⸗Witwe Frau Frieda Hoh⸗ mann, geb. Freiin du Farrys von La Roche, die am W. Oktober ihr 99. Lebensjahr voll⸗ endet hätte, iſt geſtorben, bſtgroßmärkte Weinheim, 27. Auguſt. Pfirſiche A 18 bis 32, B 15; Aepfel A 11 bis 27, Be7 bis 12; Birnen A 11 bis 27, B7 bis 12; Mirabellen 22 bis 23; Zwetſchgen 12 bis 14; Buſchbohnen 8 bis 12; Stangenbohnen 12; Tomaten A 10 bis 12, B 8 Pf. Handſchuhsheim. Birnen 11 bis 23, Aepfel 8 bis 20, Mirabellen 20 bis 23, Bühler Früh⸗ zwetſchgen 14, Zwetſchgen 14 bis 15, Kop—— 3 bis 5, Buſchbohnen 9 bis 12, Stangenbohnen 12, gelb 15, Tomaten 12, gelbe Rüben 6, Wir⸗ ſing 4, Weißkraut 3, Rotkraut 6, Schlangen⸗ gurken 13 bis 20, Kaſtengurken 16 bis 20, Spi⸗ nat 12 Rpf. ſieeidelberger Dochenbrief Ehrung von profeſſor poſſelt/ Bom⸗werk„Glaube und Schönheit“ Mehr und mehr erfrxeuen ſich die Pilz⸗ wanderungen im Heidelberger Stadtwald mit ſeinem reichen Segen ſteigender Teilnehme der Bevölkerung. Dieſe allwöchentlich ſtattfin⸗ denden ilmesdzen unter Aufſicht und Anleitung eines Pilzkontrolleurs dienen der Allgemeinheit und der reſtloſen Nutzbar⸗ machung aller Werte unſeres reichen Bodens und verdienen daher beſondere Beachtung. — X Aus Anlaß des 60. Todestages des ehemali⸗ 475 Sröfenor Lar Stadtrates oſſelt, der a lehzte, ließ der Oberbürgermeiſter der Stadt Heidelberg an feinem Grab einen Kranz nie⸗ derlegen. Prof. Poſfelt hat ſich um das Kur⸗ pfälziſche Muſeum ſehr verdient gemacht, denn die wertvolle Galerie niederländiſcher Meiſter iſt ſeine Stiftung. * Infolge des außerordentlichen Zuſpruches, den die derzeitige Ausſtellung des Heidelberger Kunſtvereins„Das t, bleibt dieſe beachtenswerte Schau deutſchen Kunſtſchaffens weiterhin ge⸗ öffnet. heit Feierabendlied ſein ſollte, Regiment vorwärts und hinein in die Unraſt der Front, Der Wildſchütz ſah am Wege einen ſtummen zerriſſenen Kaniergden liegen Einen folchen Tod wünſchte er ſich nicht; wenn es ſein müßte, im freien Feld, wenn die Nebel fie⸗ len, und dann Blattſchuß. Seine Gedanken wurden durch die ſpritzenden Granateinſchläge unterbrochen, doch ſein Schritt ſtockte nicht, Er hlieb wie alle nach dem Geſetz des Wucſht Trommelſchlages im Marſchieren und kam nicht früher zum Stillſtand, bis der preußiſche Kommißſtieſel die Straße erreicht hatte, die Ludwig XV. einſt für die Stöckelſchuhe ſeiner Töchter hatte bauen laſſen, den chemin des dames. Der Wildſchütz ſah mit lachenden Augen vom Höhenrücken über das Aisnetal bis zu der fer⸗ nen Kathedrale nach Laon und ſah vorwärts auf das zerklüftete Land des Gegners, und er ſah noch mehr. Im faſt vom Laub entblößten Aſtgewirr eines Baumes entdeckten ſeine Augen jenen Alpenjäger, deſſen geheimnisvolle Schüſſe alle Kameraden trafen, die vermeint⸗ lich ungeſehen zum Kanal gingen, um nichts weiter zu holen als Waſſer. Der Wildſchütz ſchlich ſich in einen Flankierungsgraben und ſchoß den Gegner mit einem Schuß wie einen dürren Aſt aus dem Baume. Der Leutnant gab ihm einige Tage ſpäter das Eiſerne Kreuz. Da jedoch die durch den Kaltboden ſpröde gewor⸗ denen Finger das Band nicht im zweiten Knopfloch des Rockes befeſtigen konnten, ſteckte er alles in die Hoſentaſche. Die Tage gingen dahin, bis eines Abends von der Feldküche ein großes Wort mitgebracht wurde, das ſoviel Freude auslöſte, daß kein Kantinenwirt mehr Branntwein hatte. Zur Tag⸗ und Nachtgleiche wurde das mat Zeſadi. es hieß„Vormarſch“, und die große Schlacht in Frankreich begann. Der Wildſchütz wurde wegen eingetretener Verluſte Gruppenführer, desgleichen Reinfeld. Am Mittag ſtürmten ſie die letzten Batterien hinter den franzöſiſchen Stellungen, und dann ſchien der Weg frei zu ſein. Lachend ſprachen die Stürmenden von Paris. Sie durchquerten rofeſſor an der Univerſität Heidelberg Im Schloßgärtchen unter dem Heidelberger Schloßaltan hielt das BDM⸗Werk„Glaube und Schönheit“ einen Gemeinſchaftsabend ab. der ſich zu einem frohen Bericht über den Ernteeinſatz in Walldürn vollzog. Gerda Bootz wurde dabei der 1. Preis des Ober gaues im Federwettſtreit verliehen. —— ———— un Hodeme Vorxratswirkscheft 7 Wiezem Fmaün durch Wörme- Käſte- Säure- Salz Anmelduns zu den hostenlosen praktischen Vofuhrungen, die täglich 15 Unr mit Ausnahme der Samstage stottfinden. Siadtwecle Illaanliein Aht, Wesser, Gos- und leliriæitotsbetriebe K 7 oder Rathaus bogen 37 —35631•4 ——— Dörfer mit ſaubexen Häuſern und Blumen⸗ beeten davor, ſie ſchritten auf Landſtraßen da⸗ hin, an denen grüne Kornfelder und blühen⸗ der Weißdorn ſtanden. Doch dann war wieder vor ihnen der Gegner. An einem Waldrand ſtellte er ſich und ſchüttete ihnen die Geſchoß⸗ garben wie Hagelſchlag entgegen. Maſchinen⸗ gewehr neben Maſchinengewehr mußte dort feuern. Der Befehl zum gruppenweiſe Vorarbei⸗ ten wurde gegeben, doch niemand ſprang in den Tod hinein. Der Angriff erlahmte. Zuln —————— zweiten Male ſchrie der Kompanjeführer den Befehl in die Linie. Da ſpannte der Wildſchütz einen Helmriemen ſo eng, daß ihm das Kinn lSmerais gab ſeiner Gruppe das Zeichen zum Fertigmachen, fuchte mit dem angezogenen rechten Bein einen Widerſtand, ſchnellte als erſter in den Hagel hinein und hatte kaum hin⸗ ter einem Hügel Deckung, als er auch ſchon mit keuchender Bruſt den erſten Treffer nach drü⸗ ben ſchoß. Jetzt, da der Anfang gemacht war, brach die ganze Linie vor. Der Waldrand wurde genommen. Doch als der Leutnant dem Wild⸗ ſchützen die Hand drücken wollte, konnte er ihn nicht finden. Ueber das Feld ging aber ſchon einer ſuchend mit großen Augen und müden Knien zurück. Im grünen Weizen, das Gewehr unter dem Leibe, den Kopf eiwas ſchief wie zum Schlaf auf die Erde geneigt, lag der Wild⸗ ſchütz da, Blattſchuß. Eine Königskerze, die eben im Blühen war, lag geknickt unter dem ſchlaffen Arm. So fand ihn der Freund. dunklen Tanne die letzte Lagerſtatt. In den Gründen brauten die Nebel und wohl auch in den fernen Tälern des Hunsrück, dort wo⸗Her Rehbock ſein Gehörn wie eine Krone über die Wieſen trug. „Das, deutſche Buch im deutſchen Thorn. n Rahmen einer Feierſtunde eröffnete Oberbürgermeiſter Jakob im Thorner Rathaus die Ausſtellung„Das deutſche Buch im deutſchen Thorn“, Mit der umfaſſenden au vom deutſchen Schrifttum der Gegenwart iſt eine einzigartige Sammlung hand⸗ ſchriftlicher orh en von 84 lehenden deutſchen Dichtern und iftſtellern an die Stadt Thorn und ihre deutſche Bevölkerung verbunden. X 3 traf „Bakenk Oie 0 mi ch in d Freund Emi uünterwegs?“ man ſah, daß Morgen ein edern, gedu rühſport au gehts dann i oeiner Nacht n im Keller, u Ich kann ja c Uhr in die 5 beim Flieger ich. Siehſt di „„Ach ja, die dings mit de ind ſchon gar enzen, halten Früher hatte ch zum Früh und ich konnt tun. Aber her zu ſehen!“ „Aber, liebe hältnismäßi wirklich, da weniger ihre nend haſt du on abends ſpenn du in d Aber du muß haupt erſt das anfängt. Du neueſten Nach jnbpen, und 1 n den Nachtf lich Fliegeralg rechtzeitigen K Arbeitsgang Du kannſt ve alarm das m die Zeitung DS BIIL EINDENMIT SOSSER AVs ſtellen. Aber nicht. Sieh', nun gerade di ſie zufällig de nämlich die 2 trägt.“ Emil macht und ſperrte, u einanderſetzte, ihm denn doch aber meinte e die verd— Run, denen Und dann we bnes mein ch ihm gern⸗ Das n Wieder Opf Die Mittel f. ſchen Volkes, 2 beginnt, alſo: läuft, werden in den Vorjahr Der freiwilli wie/ bisher na Kriegszuſchläge das Abzugsve 3 Ruhegeld⸗ und Monatstürplak VBinterhilfswer Opferſonntage Sonntag im Opferſonntag i der Terminpla Reichsſtraßenſa der die Gauſtr den Tag der W ſchen Polizei. Um große Erfo wagt werden. Alte Der Aufford unſeren jungen 3 meraden in R Beſuch abzuſta zu erfreuen, fa meradſchaften Am Abend erhielt der Wildſchütz unter einer packt mit allen kriegerzeitung, Traubenſaft, B vor allen Dinge auf die verſchi übergab den ju ten Liebesgabe Kyffhäuſer⸗Kan chen her. In ſprachen gehalt ertlärten. Der Adjutant tad Voigt, Stabsmitglied Kamerad Bar iuguſt 1940 ſtpreiſen vom 4 flaumen(und rntepflaumen, 10 Rpf., Mi⸗ „ Edel⸗Früh⸗ rühzwetſchgen en 30 Rpf. ſoweit nichts en der Güte⸗ güteklaſſen er⸗ 4 iſprechend der bieten dürfen Gewicht und deren Sam⸗ zeuger in die⸗ wetſchgen der nmelſtelle ver⸗ gebieten müſ⸗ ksabgabeſtelle en. Der Han⸗ ihren Bedarf dren Sammel⸗ nnereien und Gebieten un⸗ n. aufgeführten ſtpreiſe wer⸗ beſtimmungen orben eſte Einwoh⸗ Frieda Hoh⸗ von La Roche, ensjahr voll⸗ ſiche A 18 bis B 7 bis 12; 2; Mirabellen Buſchbohnen omaten A 10 is 23, Aepfel Bühler Früh⸗ 15, Kop—— tangenbohnen üben 6, Wir⸗ „ Schlangen⸗ bis 20, Spi⸗ it“ Heidelberger⸗ „Glaube nſchaftsabend icht über den lzog. Gerda en. scheft mMa ſe- Salx n prałktischen nit Ausnohme vlaliu tsbetriehe zen 37 7 32 4 ind Blumen⸗ idſtraßen da⸗ und blühen⸗ war wieder m Waldrand die Geſchoß⸗ „Maſchinen⸗ mußte dort iſe Borarbei⸗ d ſprang in ahmte. Zum ieführer den er Wildſchütz hm das Kinn Zeichen zum angezogenen ſchnellte als tte kaum hin⸗ uch ſchon mit er nach drü⸗ zemacht war, drand wurde t dem Wild⸗ onnte er ihn g aber ſchon und müden das Gewehr s ſchief wie ag der Wild⸗ igskerze, die t unter dem Freund. unter einer tt. In den Traubenſaft, gen Döſte Mar Zigaretten und vohl auch in dort woszer one über die deutſchen unde eröffnete Rathaus die tſchen Thorn“. ſen Schrifttum Wen. Deufſche den deu en dt Thorn und traf Imismädi wWirtlich, da n haſt du s des Ober⸗ Aun, denen werden wir's aber heimzahlen. n meine Zeitung „Bakenkreuzbanner“ sroß-Mannheim Mittwoch, 28. Auguſt 1940 Ois vercl.. Engeanclex! morgen, ſo etwa kurz nach 6 Uhr, ch in der Nähe vom Luiſenpark meinen Freund Emil.„Nanu, Emil, ſchon ſo früh uünterwegs?“—„Natürlich“, lachte er, aber man ſah, daß er ſehr ſtolz darauf war,„jeden Morgen ein halb ſechs Uhr heraus aus den edern, geduſcht, friſch gemacht und dann zum rühſport auf die Wieſe, und um ſieben Uhr gehts dann ins Büro.“„Und das ſelbſt nach einer Nacht mit Fliegeralarm? Zwei Stunden im Keller, und ſo?“—„Aber natürlich doch! Ich kann ja abends um acht oder einhalb neun Uhr in die Klappe gehen, und dann habe ich beim Fliegeralarm ſchon halb ausgeſchlafen.“ —„Da biſt du allerdings glücklicher daran als ich. Siehſt du, wir von der Zeitung..“ „Ach ja, die Zeitung! Dieſe Bummelei neuer⸗ dings mit deiner Zeitung! Eure Trägerinnen ind ſchon gar nicht mehr auf dem Poſten, fau⸗ Fuhet halten ſich irgendwo viel zu lange auf. r her hatte ich ſtets Punkt ſechs Uhr, bevor ch zum Frühſport ging, die Zeitung im Kaſten, und ich konnte ſchnell noch einen Blick hinein⸗ tun. Aber heute? Denkſte! Nichts von Zeitung zu ſehen!“ „Aber, lieber Emil, du biſt doch ſonſt ein ver⸗ geſcheiter Mann! Glaubſt du die Zeitungsträgerinnen heute flicht tun als früher? Anſchei⸗ ie Vorſtellung, daß die Zeitung on abends um acht oder ein hälb neun Uhr, weniger ihre ſwenn du in die Federn kriechſt, fertiggeſtellt iſt. Aber du mußt wiſſen, daß um dieſe Zeit über⸗ haupt erſt das eigentliche Leben in der Zeitung anfängt. Du willſt doch immer gern die aller⸗ neueſten Nachrichten am nächſten Morgen er⸗ labpan, und die laufen nun eben einmal erſt n den Nachtſtunden ein. Kommt dann plötz⸗ lich Fliegeralgrm, iſt es natürlich Eſſig mit der rechtzeitigen Herſtellung unſeres Blattes. Zeder Arbeitsgang muß ſich automatiſch verzögern. Du kannſt verſichert ſein, daß trotz Flieger⸗ glarm das menſchenmöglichſte getan wird, um die Zeitung ſo ſchnell wie möglich fertigzu⸗ 22IEESE SINbEN S1E IN SeOSSER AUSVVMIEI SEI CaocSTare NMANMNAH ſtellen. Aber was nicht geht, dan fist eben nicht. Sieh', und es wäre alſo völlig falſch, nun gerade die ene anzuklagen, weil ſie zufällig den letzten Arbeitsgang verrichtet, die Zeitung in die Häuſer der Leſer rägt.“ Emil machte ſeine berühmten Kulleraugen und ſperrte, während ich ihm dies alles aus⸗ einanderſetzte, den Mund weit auf. Das war ihm denn doch wohl ganz neu geweſen. Dann aber meinte er:„Dann alſo im Grunde die verd——— Engländer daran ſchuld! Und dann werd' ich morgens ja auch wieder aben?“ Das konnte ch ihm gern verſichern. lb. das neue Winterhilfswerk Wieder Opferſonntage und Reichsſtraßen⸗ ſammlungen Die Mittel für das Winterhilfswerk des deut⸗ ſchen Volkes, das diesmal einen Monat früher beginnt, alſo vom 1. September bis 31. März läuft, werden in gleicher Weiſe aufgebracht wie in den Vorjahren. Der freiwillige Lohn⸗ und Gehaltsabzug wird wie/ bisher nach der Lohnſteuer berechnet, die Kriegszuſchläge bleiben alſo außer Anſatz. An das Abzugsverfahren werden jetzt auch die Ruhegeld⸗ und Rentenempfänger angeſchloſſen⸗ Monatstürplaketten werden im kommenden Winterhilfswerk nicht ausgegeben. Auch die Opferſonntage werden wieder an jedem zweiten Sonntag im Monat durchgeführt, der erſte Opferſonntag iſt der 8. September. Weiter ſieht der Terminplan des Winterhilfswerkes ſieben Reichsſtraßenſammlungen und im Januar wie⸗ der die Gauſtraßenſammlungen vor, außerdem den Tag der Wehrmacht und den Tag der Deut⸗ ſchen Polizei. Um große Erfolge zu erreichen, muß etwas ge⸗ wagt werden. Helmuth von Moltlke. gel einer guten Erziehung. Zur Warnung jür leichigläubige Fruuen So arbeiten erfolgreiche Heiratsſchwindler Ein beſonders geriſſener Kavalier wandert auf 6 Jahre ins Zuchthaus/ wenn viebe zur Dummheit wird. „Trotz vielfacher Warnungen durch die Ge⸗ richtsberichte in den Zeitungen begegnet man immer noch Andienz die aus einer ikregeleite⸗ ten Liebe blindlings einem Mann verfallen ſind, ihm nag wigſcher hohe Summen zahlen und dafür als„Sicherheit“ leere Heiratsver⸗ ſprechungen hinnehmen. Der geſtrige Betrugs⸗ prozeß vor der Erſten Strafkammer ließ Tra⸗ gödien des n abrollen, enthüllte ein er⸗ ſchütterndes Bild, wie der 47 Jahre alte Alfred Buchberger aus Ober⸗Hohenelbe(Sudeten⸗ au) zahlleſe ſich nach Eheglück ſehnende Frauen auf die gemeinſte Weife e ruinierte, auf großem Fuß lebte, ſpielte, wet⸗ tete und geradezu Spitzenleiſtungen als rück⸗ fälliger Heiratsbetrüger aufwies, Landgerichts⸗ direktor Dr. Schmoll amtierte als Vorſitzender. Eine verkrachte Exiſtenz Das Vorleben des Angeklagten zeigte Män⸗ ge g. Er ſtudierte ſechs Semeſter guf dem Technikum und kam dann als Maſchinentechniker in verſchiedenen Fabri⸗ ken unter, doch ſeine Arbeitsſfrende ließ viel zu wünſchen übrig. Sehr bald verlegte er ſich auf Betrügereien und ſuchte ſich Jrgwen als geeig⸗ nete Opfer. Um beſſeren Eindruck zu erwecken, half er mit Titeln nach; ſo nannte er ſich Flie⸗ gerkapitän im Luftfahrtminiſterium. Die letzte Strafe von vier Jahren Gefängnis hatte kei⸗ nen erzieheriſchen Erfolg. Außer den in der Anklage aufgezählten ſechs Betrugsfällen wur⸗ den vom Vorſitzenden noch über 24 Einſtel⸗ lungsperfügungen von Verfahren wegen Hei⸗ ratsſchwindel durchgeſprochen. Es handelte ſich vornehmlich um Frauen aus dem Protektorat Böhmen und Mähren. In 3 Jahren 30 o00 mark verjubelt Schon in dem letzten Strafverfahren leiſtete ſich Buchberger tolle Schwindeleien. Nicht allein, daß er Frauen verführte, unbekümmert um die Folgen und ſeine Unterhaltungspflicht, hatte ex eine ſeiner vielen Anbahnungen auf Groß⸗Glück geſetzt. In großſprecheriſchen An⸗ deutungen einer in Ausſicht ſtehenden Erb⸗ ſchaft brachte er es zuwege, für Fliegerkurſe und andere Berufsausbildungsſtufen nach und nach 32000 RM herauszulocken. Was er an Sicherheit zu bieten hatte, war lediglich ſein Richtige Vorratswirtſchaft fürden Winter Die Derfahren der haltbarmachung werden in Mannheim praktiſch gezeigt Jede Haushaltung muß ſich den Ueberfluß des Sommers in dieſem Jahre in noch weit größerem Maße als in früheren Zeiten für den Winter nutzbar machen. Außer unſeren Küchen⸗ kräutern, deren Würze in Suppen und Soßen die ausländiſchen Gewürze vielſach nicht nur erſetzt, ſondern zum Teil ſogar übertrifft, ſind es unſere Gemüſe, Pilze uſw., deren Einlage⸗ rung und Haltbarmachung ſich auf verſchiedene Weiſen ermöglichen läßt. Hinzu kommt, daß viele Gemüſe, wie Bohnen, Kraut, Gurken und Rüben, durch die hohe Bodenfeuchtigkeit in die⸗ Lann Jahre in einer Menge auf den Markt ommt, die es allen Haushaltungen ermöglicht, Einlagerungen für den Winter vorzunehmen. Während ſich bei Obſt für die Haltbarmachung das Steriliſieren beſonders eignet, ſpielt für die Haltbarmachung der Gemüſe uſw. das Verfah⸗ Bombenabwurf verurſachte geringen Sachſchaden In der Nacht zum Dienstag wurden von Hrannidr Flugzeugen mehrere Wilgnz und Zrandbomben auf Mannheim und Ludwigs⸗ hafen abgeworfen. Perſonen kamen nicht zu Schaden; der Sachſchaden iſt gering. Das National⸗Theater eröffnet die Spiel⸗ zeit 1940/1 am Sonntag, 1. September. Der Vorverkauf für die Vorſtellungen vom 1. bis zum 10. September beginnt am Donnerstag, 29. Auguft. Schulbeginn am Montag. Wie aus der heu⸗ tigen ahnngemgcung, des Stadtſchulamtes er herporgeht, beginnt Unterricht an den Volks⸗, Mittel⸗ und Berufsſchulen am Montag, 2. September. Rentenzahlung bhei der Poſt, Ueber die Auszahlung der Militär⸗, Invaliden⸗ und Un⸗ fallrenten hat heute die Poſt eine Bekannt⸗ machung erlaſſen, auf die hingewieſen wird. Erſt die Lehrabſchlußvrüfung! Von der Induſtrie⸗ und Handelskammer Mannheim wird uns folgendes mitgeteilt: Gegenwärtig werden die Lehrabſchluß⸗ b rf1 ngen vorbereitet füt diejenigen Kauf⸗ mannsgehilfen und Facharbeiter, deren Lehre am 31, Oktober 1940 zu Ende geht, Unter den zur Prüfung angemeldeten Lehrlingen befin⸗ det ſich auch eine erhebliche Anzahl, die ihre Lehrzeit zwar noch nicht beendigt hat, die Zu⸗ laſſung zur Prüſung aber mit der Begrün⸗ dung beantragt, daß ſie ſich freiwillig zum Dienſt beim Heer, hei der Maxine oder bei der Luftwaffe gemeldet hat. Diefen Anträ⸗ gen kann leider nicht ſtattgegeben wer⸗ Alte Soldaten bei jungen Kameraden Ein Beſuch des Us-Reichskriegerbundes in den Reſervelazaretten Der Aufforderung der Kreiskriegerführung, unſeren jungen verwundeten und kranken Ka⸗ meraden in Reſerve⸗Lazaretten wieder einen Beſuch abzuſtatten und dieſe mit Liebesgaben zu erfreuen, fand freudige Aufnahme. Die Ka⸗ meradſchaften waren zahlreich erſchienen, be⸗ 4 packt mit allen möglichen Liebesgaben, Reichs⸗ kriegerzeitung, Büchern, Zeitſchriften, Wein, bſt, Man verteilte ſich dann vor allen Dingen 0 Zimmer und Säle und auf die verſchiedene übergab den jungen Kameraden die mitgebrach⸗ ten Liebesgaben. Mancher kannte noch die Kyffhäuſer⸗Kameraden von den letzten Beſu⸗ chen her. In allen Sälen wurden kurze An⸗ ſprachen gehalten, die den Zweck des Beſuches erklärten. Der Adjutant des Kreiskriegerführers, Kame⸗ id Volgt, hatte es ſich vorbehalten, das Stabsmitglied der Gaukriegerführung Südweſt, Kamerad Baumann, zu beſuchen, den er ſchon an den Sonntagen vorher, nachdem ihm bekannt war, daß Kamerad Baumann hier im Lazarett liegt, beſucht hatte. Der Beſuch in den Reſerve⸗Lazaretten wird wieder dazu beigetragen haben, die jungen Kameraden den im RS⸗Reichskriegerbund zu⸗ ſammengeſchloſſenen Weltkriegsteilnehmern nä⸗ herzubringen. Es wird auch weiterhin Aufgabe der Kameradſchaften des Aeeiee Mannheim ſein, die jungen Soldaten zu be⸗ ſuchen und ſie auf mannigfache Art zu erfreuen. Nicht unerwähnt darf gelaſſen werden, daß die Gaukriegerführung Südweſt der Kreiskrie⸗ Weiung Mannheim einen 0 anſehnlichen etrag zur Beſchaffung von Liebesgaben zur Verfügung geſtellt hatte, der entſprechende Ver⸗ wendung fand. Die Liebesgaben, die mit der 5 Summe angeſchafft wurden, ſind noch durch weitere Spenden aus dem Reichskriegerbund ergänzt worden, ſo daß die jungen Kameraden in reichem Maße beſchenkt werden konnten. ren der Trocknung und des Einſalzens ſowie Einſäuerns eine beſondere Rolle. Dieſe in den Fenſtern der⸗Ausſtellungsräume K 7 zur Schau geſtellten Verfahren werden mit Ausnahme von Samstagen jeweils um 15 Uhr den Beſuchern in Vorträgen praktiſch gezeigt. Hier empfängt jede Hausfrau koſtenlos die An⸗ leitung, wie ſie ihren Angehörigen auch in den Wintermonaten, wenn grüne Gemüfe rar ſind, ſolche in ausreichendem Maße und vor allem hillig auf den Tiſch bringt. Dabei hat ſie die Gewähr, daß in all dieſen Gemüfen fämtliche Vitamine und Aromaſtoffe durch die ſachgemäße Haltbarmachung erhalten werden. Letzteres iſt ja gerade in den Wintermonaten von großer Wichtigkeit, da eine genügende Zufuhr von Vi⸗ taminen den Körper vor Schäden bewahrt. Kleine Mannheimer Stadtchronile den. So ſehr der Wunſch der Jugend, dem Vaterland als Soldat Zicae zu begreifen iſt und ihrem guten Willen Ehre macht, ſo ollten doch andererſeits im jugendlichen ebereifer nicht Schritte unternommen wer⸗ den, die die praktiſche Ausbildung und den beruflichen Werdegang der Jugendlichen ſtö⸗ ren. Das Oberkommando der Wehrmacht und der Reichsgrbeitsdienſt haben deshalb die Haupt⸗ meldeämter und Meldeämter darauf hinge⸗ wieſen, daß die Aindprüung von Lehrlingen, die ihre Lehrabſchlußprüfung noch nicht abge⸗ legt haben, zu vermeiden iſt, und daß in ällen, in denen der Abſchluß der Lehrzeit nahe beporſteht, die Einberufung erſt für einen entſprechend ſpäteren Termin erfolgen ſoll. Bei denjenigen Lehrlingen, die ihre Einbe⸗ zufung vor Abſchluß der beruflichen Ausbil⸗ dung betreiben, muß alſo angenommen wer⸗ den, daß ſie auf eine Lehrabſchlußprüfung und guf ein Zeugnis hierüber(Kaufmannsgehil⸗ en⸗bzw. Facharbeiterbrief) keinen Wert legen. rüfungszeugniſſe und Urkunden können nur noch in ſolchen Fällen ausgeſtellt werden, in denen die Prüfung mit Erfolg abgelegt wird. Eiegerehrung im„Aheinpark Der Ausklang des 1. Kriegs⸗Sommerſporttags Im Anſchluß an den wohlgeratenen Kriegs⸗ Sommerſporttag des erſten Betriebs im Kreiſe Mannheim überreichte Betriebsführer Dr. Eh⸗ lers im Saale des„Rheinparks“ den Siegern im Dreikampf die Ehrenurkunden; gleichzeitig beglückwünſchte er ſie zu dem ſchönen Erfolg. Dann wickelte ſich zur beſonderen Freude aller„Lanzer“ auf der kleinen Bühne ein heite⸗ res buntes Programm ab. Die belannte heimi⸗ ſche Konzertſängerin Cläre Frank⸗Deuſter tat ſich mit Opernſänger Wingerts zuſammen und entfaltete bisher ungeghnte Talente als Ope⸗ rettenſängerin; der Beifall war geradezu ſtür⸗ miſch und verlangte gebieteriſch nach einer Duett⸗Zugabe. Die junge Balletteuſe Trudel Albert tanzte wienerwaljzeriſch und akrobatiſch. Heitere Lieder zur Laute legte Stauf ein, Zum Schluß ſagte Franz Lorch eine„ausgeiochte“ Zierde ihres Geſchlechts an, Minchen Knorze⸗ bach. Als lebende Litfaßſäule war ſie natürlich genau auch darüber im Bilde, daß der Be⸗ triebsführer der Lanzer im Fauſthall genau ſo groß anzugeben verſteht wie im Chefkabinett. Allen muſikgliſchen Kräften des frohen Abends aſſiſtierte Margarete Keilbach gewiſſenhaft, zu⸗ verläſſigsund geſchmackvoll wie ſtets. dr. f. h. Wir oratulieren! Auszeichnung. Hauptmann-Anton Maier⸗ Wieſe, Fahrlachſtraße 115, erhielt die Spange zum EK. II. Das Schutzwallehrenzeichen erhielt Gefreiter ans Kimmelmann, L 5, 9. Silberne Hochzeit. Ludwig Metz ger, Inſtal⸗ lateur, und Frau Auauſta geborene Schäfer, Mittelſtraße 56. len“ und tere Beträge ſollte er bekommen. Rot, Kandel, iratsverſprechen. B. beteiligte ſich an einem liegerkurs, aber alles andere Geld, über 30000 Emm, vergeudete er in ſinn⸗ und nutz⸗ loſer Weiſe, ſpielte den Lerbn Mann und knüpfte unter der Hand andere Bekanntſchaften an, um auch dort nach den Vermögensverhält⸗ niſſen zu forſchen. Ein gewiegter Sparkaſſenbuchjäger Ein Sonderfall war die Liebesgffäre mit der nun 40jährigen Emma. Sie konnte ihrem Trä⸗ nenſtrom kaum Einhalt gebieten, ſo ging ihr dieſe Liebesgeſchichte mit Fredi nach, dem ſie hlindlings 12 Jahre vertraute und ihm— man höre und ſtaune— auch nach der ae 5 wieder mit Geldheträgen aushalf, nur um ſeine„Liebe“ zu erhalten. Dabei dachte dieſer Erzgauner ſchon beim erſten Kegt Zuſchuß nicht an eine eheliche Verbindung mit ihr. 2000 RM 0 ſie nun los, ohne gn all die Liebesgaben zu denken, die einen hohen Wert ausmachen. Bis zu ſeiner Verhaftung im No⸗ nember 1939 dauerte das Liebesverhältnis. Sie reichte ſogar ein Gnadengeſuch für ihn ein. Und als dann der„Geliebte“ wieder frei war, hielt er ſich wieder an dieſe gute Geldquelle. In drei Fällen erreichte er die Geldhergabe. Schon beim zweiten Brief, der auf Gelstorst Ton abgeſtimmt war, kamen die Geldforde⸗ rungen. die ſich zwiſchen 1800 und 4500 R be⸗ A Die Frauen ſtammten aus Darm⸗ tadt, Ludwigshafen, nabeltherz, Alzey. Steinbach im Taunus und Reichenberg(Su⸗ detengau). Mimme ſah, rechtzeitig ein, daß etwas nicht ſtimme. Sie ließ den Verſtand ſprechen und löſte das Verhältnis vorzeitig. Marie dagegen brachte ihm nach Mannheim 1000 RM, weitere 1400 RM ſollten folgen. 1 Haszer, füfer mafenstrane iu1. nuf 216 26 u. 2¹16 72 Altestes Sperialgeschaſft am 5Ia117 Aber inzwiſchen wurde ſie mißtrauiſch und ret⸗ tete wenigſtens den Betrag. Wilma war über⸗ raſcht, ſchon bald die Vermögensfrage erörtert zu ſehen; auch die ſpäteren ch deeungen ſtimm⸗ 14 ſie mißtrauiſch. Aehn verhielt es ſich ei ihr das Forſchen nach Geldbeſitz zu ſchnell lam. Die Ae ſah den Heiratsſchwindler überhaupt nicht, ſie glaubte ſeinen„lieben Zei⸗ ſandte ihm auf ſeine in Ausſicht' ge⸗ ſtellten Erbſchaften gewünſchte 1000 Potd A4 doch das ean er„Einſchreiben“ juſt an dem Tag in Mannheim an, als ſchon die Kripo Hals⸗ durchfuchung machte und den ſauberen Kabalier mitnahm. Die Zeuginnen waren ſichtlich erſtaunt, zu hören, 540 Fredi e uneheliche Kinder hat, einmal geſchieden iſt, über 4000 Mark Schul⸗ den allein für Unterhaltspflichtzahlungen hat und zweimal wegen Heiratsbetrugs vorbeſtraft iſt. Die in ſeiner Wohnung vorgefundene Kor⸗ reſpondenz war umfangreich— alles Anbah⸗ ſciegen auf Grund von Heiratsanzeigen in ver⸗ ſchiedenen Zeitſchriften und Tageszeitungen. In ſeinem Plädoyer ſtreifte der Anklagever⸗ treter alle Geſchehniſſe und brandmarkte die Gewiſſenloſigkeit dieſes Schwindlers, der nur auf Koſten leichtgläubiger Frauen iebte und ein Vermögen vergeudete. Die Sicherungsver⸗ wurde ihm angedroht als letzte War⸗ Hartes, aber gerechtes Urteil Die Strafkammer verkündete nach ausführ⸗ licher Beweisführung folgendes Urteil: Der 47jährige Alfred Buchberger wird wegen voll⸗ endeter und verſuchter Betrügereien, begangen in ſechs Fällen zu ſechs Jahren Zuchthaus und ſpn Jahren Ehrverluſt verurteilt. Die ausge⸗ prochene Geldſtrafe in Höhe von 1800 Mark wurde als verbüßt durch die erlittene Unter⸗ ſuchungshaft erklärt. In der Begründung wurde das Vorleben des Angeklagten in der Strafzumeſſung entſprechend verwertet; ſeine Vorſtrafen waren der Grund, die Milderungs⸗ umſtände zu verneinen und die Begehungsart der Heiratsſchwindeleien führten zu der hohen, aber notwendigen Zuchthausſtrafe. Die Pea haben es ihm aber auch vielfach fehr leicht gemacht; für ſie und alle leichtgläubigen Heiratsluſtigen wird es eine deutliche Mah⸗ nung ſein, Heirgtsverſprechen, die auf Geldzu⸗ Hlſin ihre Grundlage finden, genau zu n. Aus dem Kræiogebiet Weinheim. Der Odenwaldklub Weinhoim ruft zu ſeiner letzten Tageswanderung im Reefaezz 1940 auf. Die Wanderung führt die Teilnehmex von Wghlen über Graſellen⸗ bach, Hiltersklingen, Lärmfeuer, Ihrigturm, Alm, Weſchnitz, Altlechtern, Kröckelbach nach Fürth. Schwetzingen. Vor einigen Tagen beſuchten erneut 40 Verwundete aus dem Reſervelazarett Heidelbereg den Schwetzinger Schloßgarten, wobei ſie auch das Rokokotheater beſichtigten. — EUR QIE VERDVUNKELUNGII 28. Auguſt Sonnenaufgang.29 Uhr Sonnenuntergang 20.58 Uhr Monduntergang 16.48 Uhr Mondaufgang—.— Uhr Mond in Nordwende 8 i Zbei ſie brach die Fetsimen weil — Fyyiger „hakenkreuzbanner“ mittwoch, 28. uguft 1040 Runſt und Unterhaltung Goeihe und die Frauen Zoum Geburtstog om 28. August Jedesmal, wenn wir Goethe leſen oder über ihn ſchreiben, tun wir es mit anderem Maß. Ein univerſaler Geiſt, der alle Tugenden und Fehler mit ſeinem Geſamtwerk zu überſchatten weiß, der in allen Dingen den Erlebniswert betonte, das iſt und bleibt Goethe. Da ſtieg er zu Pferde, um bei großen Feuers⸗ brünſten lenkend einzugreifen. Da kümmerte er ſich um die Finanzen und um die kulturellen Dinge. Er ſchrieb umfangreiche, kaum bekannte naturwiſſenſchaftliche Arbeiten, war in der Bo⸗ tanik wie in der Phyſik zu Hauſe. Und trotz⸗ alledem war er nicht von jener internationalen Geiſtigkeit, wie andere Geſchöpfe ſeiner Zeit. Er hatte die Kraft geſpürt, aus deutſchem Grundgefühl zu ſchöpfen und ſeine größte und darum geheimſte Liebe an die Dichtung zu ver⸗ ſchwenden. So geſetzlos er in der irdiſchen Liebe geweſen ſein mag, ſo ſtark und gefeſtigt war die eſtaltende Macht ſeines umfaſſenden Geiſtes. Sft genug wird die Frage geſtellt, wie Goethe über Frauen dachte. Wir leben ja zuweilen zwiſchen den echten und unechten, den ausge⸗ ſprochenen und nicht geſprochenen Geſtändni“⸗ ſen der Frauen, zwiſchen leidenſchaftliche m Taſten und kühlem Abwägen. Echte Hingabe oder ſchroffe Ablehnung: das ſind Geſtändniſſe. Schweigend ſinnen wir über dieſen Traum nach. Auch Goethe hatte ſich mit dieſen Ge⸗ ſtändniſſen zu plagen. Denn er wär mit inner⸗ ſter Herzensneigung den Frauen zugetan. Und jedesmal nach einer wirklich ſtarken Liebe oder einer ſeeliſchen Erſchöpfung wurden die Stim⸗ mungen im Gedicht vergegenſtändlicht. Die Götter führten ihm die Feder, wenn er an Charlotte von Stein die denkwürdigen Verſe ſchrieb:„Ach, du warſt in abgelebten Zeiten meine Schweſter oder meine Frau.“ Von Liebe bedrängt, hin und her getrieben und dann auch wieder verſöhnt, ſteht Goethe vor unſerem geiſtigen Auge. Der Dichter, der die Frauen in ſeine Märchen⸗ und Fabelwelt zog, der immer und immer wieder ihre Größe und Erhabenheit anſprach, ſtrömte mit der Zeit oder pochte an die hölzernen Geſetztafeln einer belangloſen Geſellſchaft! Er ſieht wohl jede Frau, ſchaut nur ſelten in ihre Seele und ihr wirkliches Handeln. Nicht immer konnte er die unendliche Melodie der Liebe erfaſſen. Vielleicht war Charlotte von Lilli Schönemaonn ꝑomon von paul Bruse amerẽc Nachdruck verboten 29. Fortſetzung Von dem Vater des jetzigen Grafen Pahlen wußte Herr von Harries wenig zu ſagen. Der hatte die Bewirtſchaftung des Hofes tüchtigen Inſpektoren überlaſſen und ſich ſeiner Wiſſen⸗ ſchaft, der Geſchichtsforſchung, hingegeben. Sei⸗ nem einzigen Sohn hatte er ein ſtattliches Ver⸗ mögen und einen ordentlichen Hof hinterlaſſen. „Und nun iſt die Geſchichte aus. Der letzte Graf Pahlen kann zu Fuß ſeinen Hof verlaſſen. — Eine Schande iſt das.“ „Er hat es nicht beſſer verdient!“ ſagte Tim. „Hoffentlich hält Ottheinrich den Schlag aus“, fügte er hinzu. „Der verdient auch ſolchen Lohn“, brummte der Alte und legte ſeine ſchwieligen Hände auf den Tiſch. „Nein, Herr von Harries!— Ottheinrich iſt von dem Grafen auf die falſche Bahn gelockt worden.“ „Natürlich, der ewige Kamerad!— Und die Geſchichte mit der Gräfin?“— „Leider!“ 0 „Und Maria?— Ne, ne, Herr Broderſen!— Hier wird nicht um die Ecke geguckt.— Ich kenn dieſen Herrn von Herrenſee auch.“ „Die Gräfin iſt fort. Sie wird ſich nicht wieder ſehen laſſen. Das Kapitel iſt aus⸗ gelöſcht. „So? Und ein anderes beginnt!— Und die Lotte Wenderoth?“ Tim lachte leicht auf. „Vorbeigeſchoſſen, Herr von Harries. Das iſt nie ein Kapitel geweſen und wird auch keines. Für die Lotte Wenderoth hafte ich.“ Sperbundert in Stein wirklich jene Frau, die ein Idealbild ab⸗ gab und dem Wirrwarr ſeiner Gefühle mit in⸗ nerer Züchtigung begegnete? Eine wirklich große Frau von ſeeliſcher Keuſchheit, die nach langen Kämpfen den Spiegel zerbrach und die Scherben in die Winde warf, der im kriſtalle⸗ nen Glaſe die Traumpracht der irdiſchen und doch oft ſo unendlichen Liebe einfing.. Goethe war eine männlich⸗intereſſante Er⸗ ſcheinung. Ein Künſtler zugleich, der mit ſchön geformten Verſen die Frauenſeele aufzurütteln wußte und im zaubervoll beſeſſenen Worte die Frauen beſang. Das irdiſche Auge Johann Wolfgangs ſchaute den Frauen nach! Seine Seele jedoch iſt dem unendlichen Schönheits⸗ ideal reſtlos verſchrieben. Was der Knabe im Vaterhauſe in Frankfurt an geiſtiger Luft ein⸗ atmete, das war auf jeden Fall der Grundton für ſeine Geſtaltungskraft, für ſein Lebenswerk. Frühzeitig flüchtet er vor der Welt der Frauen ins Gedicht und ſchreibt da, der Volkspoeſie innerlich verknüpft, Verſe von Klarheit und Einfachheit, aber doch ſchon von ſtarker Emp⸗ findung. Was wäre die deutſche Sprache ohne Goethe! Dieſe zuchtvolle Wortprägung, die logiſche Vers⸗ gliederung! Den Frauen gibt er in ſeinen Jugendgedichten Ruhe, Friede, Güte. Der Mann hat ſich mit dem Leben herumzuſchlagen. Die Frauen werden taſtend und zärtlich zugleich angedichtet. Er ſchlich ſich da in ein Paradies der Ungezwungenheit und Ungebundenheit! Was er im Leben vermißte, mag er oft in die Verſe gezwängt haben! Nicht jede Frau hielt er in ſeinen Netzen, und ſeine Annäherungsart mag auch nicht immer von letzter Freiheit ge⸗ weſen ſein. Charlotte von Stein ſpricht da die Worte: „Seine Art mit unſerem Geſchlecht umzugehen gefällt mir nicht. Er iſt eigentlich, was man kokett nennt; er iſt nicht Achtung genug in ſei⸗ nem Umgang.“ Man leſe ſeine Jugendgedichte: Hat er ſich nicht oft gegen eigenen, vielleicht unausſprechlichen Schmerz gewandt und ſein Haupt in die Hände des Weibes gelegt! Fride⸗ rike, Lili, Auguſte Stolberg, Charlotte von Stein ſind im gewiſſen Maße natürlich an der Dich⸗ tung beteiligt. Man wird nie ganz hinter Goethes echte, weitſchwingende Liebe kommen. Humboldt ſchreibt am 16. Auguſt 1819 an ſeine Christiqne Volpius mit Augost von Goethe Frau über Goethe:„Liebe hat ihm immer ge⸗ fehlt, und die rechte iſt ihm nicht geworden. Allein der wahre Grund dazu iſt wohl das früh in ihm waltende ſchaffende Genie und die Phan⸗ taſie geweſen.... und ich glaube nicht, daß außer den Stunden und Zeiten des glücklichen Hervorbringens Goethe eigentlich glücklich oder reich in ſich beſchäftigt iſt.9. Wir wiſſen aus vielfachen Aeußerungen, wie der Dichter über Ehe und eheliche Treue dachte. Mit Karoline Herder hat er darüber einmal offen geſprochen. Und er ſelbſt hat ſchließlich die Begriffe Liebe und Ehe in„Dichtung und Wahrheit“ abgegrenzt. Viel iſt über Charlotte von Stein und Goethe berichtet worden. Ueber jene eigenartige Frau, die fünf Jahre vor Goethe die Augen ſchloß. In des Dichters Brie⸗ fen, ſeinen Tagebüchern und ſeinem dichteri⸗ ſchen Werke hat man die Wahrheit zu ſuchen! Goethe hat dieſer Frau mit innerer Sicherheit gegenübergeſtanden. Seine Worte:„Ich wollte, daß es ein Gelübde oder Sakrament gäbe, das mich Dir auch ſichtlich und geſetzlich zu eigen ten neehbimitikgahfsttuormgerehitrturt Kunstnoliꝛenn Fronkforter Thecter 1940%%4 Der Frankfurter Opernſpielplan ſteht im Zeichen eines Jubiläums. Wohl wurde ſchon im 17. rankfurt Oper Getgiio ein eigenes pernhaus aber konnte erſt am 20. Httober 1880 mit Mozarts„Don Giovanni“ feierlich eröffnet werden. Das 60iährige Jubiläum wird daher auch im Zeichen Mozarts ſtehen. Als letzte Mozartoper wird„Ti⸗ tus“ in der Bearbeitung von Willy Meckbach erſtaufge⸗ führt und dann werden im Mai 1941 in einer Mozart⸗ Feſtwoche alle aroßen Meiſterwerke Mozarts zuſam⸗ mengefaßt. Zum dritten Male wird ſeit ſeinem 70. Ge⸗ burtstag Hans Pfitzner vom 3. bis 7. Mai mit einer Pfitzner⸗Woche geehrt. in der alle Opern Pfitz⸗ ners zur Aufführung gelangen. Das zeitgenöſſiſche Opernſchaffen iſt mit Werner Eats„Peer Gynt“ und Heinrich Sutermeifters,Romeo und Julig vertreten. Außerdem werden in Frankfurt uraufgeführt Carl Orffs Neufaſſung„Der Mond“. Hermann Reutters neue Oper Agnes Bernauer“ Carl⸗ Orff⸗aRonteverdi„Orfeo“ und ſchließlich die neue Oper von Carl Orff„Die Kluge“. Die Oper öffnet am 28. September mit Beethovens„Fidelio“ ihre Pforten. Im Laufe der Spielzeit werden außer⸗ dem in der Oper mehrere Gäſte aus Belgrad., Sofia und Bukareſt aaſtieren. War im veraan⸗ aenen Jahr die„Woche der Lebenden“ den Dichtern gewidmet, ſo wird ſich in dieſem Jahr eine„Woche zeitgenöſſiſcher Komponiſten“ anſchlieen. die Werle von Richard Strauß. Hans Pfitzner, Carl Orff, Wer⸗ ner Egk, Heinrich Sutermeiſter und Wolf⸗Ferrari bringen wird. Das Schauſpiel, das am 7. September mit Goethes„Egmont“ eröffnet wird, ſieht als Urauf, führungen Friedrich Bethges„Anke von Skpepen“ ie kluge Bauerntochter“ von. Martin Raſch⸗ ke und Karl rmlers Jugendſtück„Indigner“. Zum erſten Male begegnet man im Spielplan Aeſchy⸗ „Nanu!— Haben Sie die Aktien?“ „Nein!“ Tim erzählte von der Abfertigung, die Lotte Wenderoth Ottheinrich erteilt hatte und von dem geſtörten Stelldichein auf Neumolt. „Großartig!— Alſo das Mädel iſt in Ord⸗ nung, dem küß ich die Hand.— So eine iſt das?— Gleicht der Mutter!“ Die Uhr im Gehäuſe hob den Hammer und zählte knarrend ihre neuen Schläge aus. „Der Tag iſt aus“, ſagte Herr von Harries, —— ſich und hängte ſeine Pfeife an ihren atz. Mit Tim machte er wie immer ſeinen abend⸗ lichen Rundgang durch Ställe und Scheunen, ſah überall nach dem Rechten, ſprach ein freund⸗ liches Wort mit dem Nachtwächter, der mit ſeinem Hund die erſte Runde machte, und ver⸗ abſchiedete ſich von Tim. „Gute Nacht, Herr Broderſen!— Morgen iſt auch ein Tag. Es iſt genug, daß ein jeglicher Tag ſeine eigene Plage habe!“ Tim drückte feſt die dargebotene Rechte und ging auf ſein Zimmer. Noch lange wachte er und ſann über die Wirren des ſcheidenden Ta⸗ ges. „Ich muß helfen!“ ſagte er ſich immer wie⸗ er. i Und er fühlte es tief im Herzen, was ihn trieb und zwang: die große reine Liebe zu Maria— und zu ſeinem Kameraden. Das Schickſal ging ſeinen Weg. Zwei Tage verreiſte Graf Pahlen nach Ham⸗ burg. Zweimal ſuchte Ottheinrich ihn auf Neu⸗ molt vergebens. Am dritten aber traf er mit ihm auf dem Gericht zuſammen. Er wollte auf ihn losgehen, aber ein Beamter ſtellte ſich ihm in den Weg und wies ihm ſeinen Platz an. Er mußte ſeine Bürgſchaft anerkennen und weiter Auskünfte erteilen. Läſſig ſaß der Graf ihm gegenüber und drehte ſeine Uhrkette um den Daumen. Ottheinrich packte die Wut. Er ſprang auf und ſchrie dem Grafen ſeinen Zorn ins Geſicht. los„Die Oreſtie“, 157 Grabbe„Scherz, Satire, JFronie und tiefere Bef Thilo von Trotha „Prinzeffin Plumpudding“, Irma Stein und H. Krauſpe„Artiſten“, Richard Billinger„Der Gigant und Giovacchino Forzano„Der Wind totz“. Außerdem wird der Direktor des ungariſchen Nationaltheaters Dr. Anthal Nemeth das Hauptwert des in Ungarn vergötterten Imre Madach„Die Tragödie des Men⸗ ſchen“ als Gaſt inſzenieren. Später wird dann auch noch das ungariſche Nationaltheater mit dem gleichen Stück in Frankfurt gaſtieren. Das Kleine Haus wird den bewährten Se⸗ rienſpielplan beibehalten, wird die Serie aber wö⸗ entlich einmal mit einem ernſteren Stück unterbre⸗ n. Es wird am 1. September mit Goethes„Stella“ eröffnet. Als Uraufführung wird man im Enaa⸗ Haus Ceſare Meanos neues Stück„Die Enttäu⸗ ſchung der Meliſſinde“ ſehen. An ernſteren Stücken bringt das Programm Shakeſpeaxe„Wintermärchen“, Schilers„Kabale und Liebe“, Hauptmanns„Elga und Shaws„Kaiſer von Amerika“. Die Römerberg⸗ Feſtſpiele ſind vom 1. Juli bis 31. Auguſt vorgeſehen. 5 Das Stadttheater Gießen in der Spielzeit 1940/41. Das Stadttheater Gießen be⸗ innt die neue Spielzeit unter Leitung ſeines neuen Saiate Hans Walter Klein mit der dramatiſchen allade„Sieger“ von Chriſtian Siemens, und zwar am 17. September Als Uraufführungen ſind die Ko⸗ mödie„Maskerade“ von Holberg, die Operetten„Syl⸗ via“ vön Meifel und„Goldregen“ von Rößner vor⸗ geſehen. Erſte Theaterausſtellung im Protek⸗ torat. Der Dramaturg des Deutſchen Theaters in Mähriſch⸗Sſtrau, Widdl, hat eine Ausſtellung zuſam. mengeſtellt, die eine Ueberſicht über die Entwicklung des Deutſchen Theaters ſowie des Oſtrauer Theaters geben foll. Es iſt die erſte Theaterausſtellung im Protettorat. Sie wird am 2. September im Deutſchen Haus in Mähriſch⸗Oſtrau eröffnet. „Tuſt mir leid, mein Junge!— Ich kann dir nicht helfen“,— näſelte dieſer lächelnd. „Elender Schuft!“ „Ruhe!“ verlangte energiſch der Amtsge⸗ richtsrat und wies die Gegner in ihre Gren⸗ zen. er ſprach mit dem Bankvorſteher über Kredit, mußte aber ein verlegenes Achſelzucken hinneh⸗ men, denn die Bank konnte die Summe nicht hergeben. Mit dumpfer Wut fuhr Ottheinrich heim. Er wußte es jetzt beſtimmt. Es gab keinen Aus⸗ weg. Nur die kniefällige Bitte auf Niederzeh⸗ ren vor Onkel Fritz blieb noch nach. Und auch dieſe Hoffnung war ſo ſchwach, denn der alte Herr von Harries ließ nicht mit ſich ſpaßen. Er mußte die Augen ſchließen. Alle Bilder kreiſten im Wirbel um ihm herum. Der Schie⸗ nenſtoß des Zuges höhnte taktmäßig dazu und zermürbte die letzte Widerſtandskraft, die ſich noch in ihm auflehnte. „Verloren— verloren!“— rief das Geräuſch der Räder. „Hin— hin— hin—!“ riefen ihm die vor⸗ überhuſchenden Telegrafenpfähle zu. Vom Bahnhof ritt er ſtracks zurück nach Her⸗ renſee, er ſchämte ſich vor den Leuten und ging ihnen aus dem Wege. Nur einem wünſchte er zu dem wollte er noch ein bitteres Wörtchen reden, der ſollte noch ſeine Wut ſpüren, ſollte ſeine Fauſt fühlen: Graf Pahlen. Was hatte er geſagt?— „Tuſt mir leid, mein Junge.— Ich kann dir nicht helfen!“ Hilfe?— Nein, Genugtuung wollte er von Graf Pahlen fordern, Vergeltung für ein ge⸗ brochenes Ehrenwort, Rache— Und dann biß er die Zähne aufeinander. Es war auch eine Laſt der Schuld auf ſeinen Rücken gelegt. In ſtummem Schmerz verfluchte er die falſche Gräfin, die ihn in ihre Arme ge⸗ lockt hate und nun mit ſeinem Geld in Ham⸗ burg ſicher über ihn lachte. 4 Sttheinrich wurde entlaſſen, beſuchte ſeinen Rechtsanwalt, der ihm keine Ausſichten machte, begegnen, mit machte; wie wert ſollte es mir ſein! Und mein Noviziat war doch lange genug, um ſich zu be⸗ 4 denken!“ Oder der bekannte Briefſchluß:„Dein auf ewig!“ und die Zeilen an Charlotte:„Wir haben noch keinen ſo ſchönen Frühling erlebt. Möchte er keinen Herbſt haben!“ ſind mehr als 1 einsmeiſterſcha Und als Charlotte ſchließlich die unglückliche zinise wmeräne ein Bekenntnis! Entdeckung machen mußte, daß der Dichter über alle irdiſche Liebe hinweg wieder zur platoni⸗ ſchen Gemeinſchaft zurückkehren möchte, da reißt ihr Innerſtes auseinander! Hellglühende Eifer⸗ ſucht war es, die aus ihrer Bruſt ausſtrömt. Goethe ging nach Italien, um die bisherigen Schranken zu durchbrechen, um ein neues Lebens⸗Ja zu finden. Als der größte Dichter nach Weimar zurückkehrte, fühlt er ſich einſam. Chriſtiane Vulpius hielt ſich als die Glücklichſte Goethe reſtlos zugetan. Frau von Stein jedoch wußte nun um ihren Lebensinhalt. Goethe war ein Menſch, der die bürgerliche „hHakenkr Jmmer Der Stand! findet man zw liner So bei d lottenburg bei 4 5 hat es Ve. en Männern( den zweiten J wie Poſt Mür mens Berlin mehr in den V gegenwärtige e unter der Sonne und den Sternen und war „ Stickluft zu zerſprengen verſuchte und ſich nie⸗ mals einem mathematiſch abgegrenzten Form⸗ ſyſtem verſchrieben hatte. Wie er freilich in ſei⸗ nem tiefſten Innern über die Reihe der großen Frauenerſcheinungen, denen er, der Unſterbliche, im ſterblichen Leben begegnet war, dachte— wird uns verborgen bleiben. Dr. Kurt Varges Deutſches Theater Krakau vor der Eröffnung. Im Deutſchen Theater in Krakau. ſind die Vorbereitungen für die Amizine. 3 lung, die am 1. September eine Fannd Spie einleitet, in vollem Gange. Zur Aufführung gelangt 4 das Drama von Friedrich Hebbel„Agnes Bernauer“. Jer ſ, Fl, zun Dein SSolrrri „„ an, , „Soltit- gibt den Sohlen 3 fache Haltbarkeit und macht sie wasserdicht! Zu haben in den einschlägigen Geschäften Hans Schwarzkopf, Chemische Fabrik, Berlin-Tempelhof Das Orcheſter des Thealers albt vorgusſichtlich jeden namhafte So⸗ Monat einmal ein Konzert, für das liſten aller Art als Gäſte gewonnen werden ſollen Schauſpielgaſtſpiele auswärtiger Künſtler von Ruf und Tanzgaſtſpiele ſind vorgeſehen Charlotte von Stein aameraeemermpammeun ria ſtand vor ihm. Mit wirren Sinnen trat er in die Halle. Ma⸗ — Tag mik de des NSRe a „Berliner S ASV Köln „DSC Berl Luftw. SV „SC Charlo oſt SG „Stuttgarter TSV 1867 TSV 1860 „Hamburger ————————— „Deut. OSe .St. Georg Badiſche 1 Die leichtathl ten des Bereie tember in Ka den werden Fi der Männer ſo rauen. Im 3 arl Hübſch( Kriegsausbruc Titel kaum ve badiſche Nachn lauf der Meiſt⸗ Bezirkofü Am lin im Haus Bezirksführer beitstagung in Bezirken ware Tagung wohr Reichsſportfüh ———————— — das Wort ergr Am erſten T weitreichende? ten Tag in vie „Ottheinrich!“ ſagte ſie fragend und ängſtlich zugleich, denn ſie las das drohende Unheil auf ſeiner Stirn. „Aus!“ Dumpf wie ein Stein, der in einen Moraſt fällt, ſo klang das Wort. Maria drängte ſich an ſeine Bruſt und legte ihre Hände auf ſeine Schulter. „Keine Hilfe? „Nein!“ Herz pochte Sturm. „Doch! Ich bitte Onkel auf Niederzehren!“ „Nein! Du ſollſt nicht betteln!“ „Ich tue alles für dich!“ Sie barg ihren Kopf an ſeine Bruſt. Ihr Er wollte ſie zur Seite drängen und auf ſeine Zimmer gehen, aber ſie blieb bei ihm und ließ ihn nicht allein. Langſam ebbte die wühlende Wut ab. Ott⸗ heinrich ſaß in ſeinem Seſſel und erzählte alles, was er auf dem Gericht ſah und hörte, ſagte Maria alles, auch daß die Bank ihm keinen Kredit mehr geben wollte und daß— eben— Herrenſee——— Er brachte nicht den Ge⸗ danken über die Zunge.—4 „Auch Herrenſee geht verloren!“ das ſagte Maria, als wenn ſie einen Punkt hinter den Bericht ihres Mannes ſetzte. „Und das ſagſt du ſo?“ fuhr er auf. „Rein Ottheinrich— Roch iſt es nicht ſo⸗ weit! Noch bleibt mein Onkel!— Ottheinrich, bitte ihn, daß er den Reſt meines Erbes her⸗ ausgibt. Er muß es tun!“ Ottheinrich ſchwieg⸗ Erſt als Maria ihn auf 3 „ den Knien bat, entſchloß er ſich, am andern Morgen den Gang zu wagen, den bitteren Weg nach Niederzehren. Herr von Harries empfing ihn kühl und 3 wortkarg, hörte Ottheinrich in aller Ruhe an und ſchüttelte den breiten Kopf. Er ſtand hoch aufgerichtet in dem Zimmer, die Hände auf dem Rücken. (Fortſetzung folgt.) 4 Gebiete der F ſchaft, der Ve ſtatt. zirksführer un Reichsführung Ein Ke Rürnberos Die Nürnber die kürzlich m ſpielt hat, wiri Hamburger S —1 den 7. Sef en der Alten berg⸗Fürther( Spiel findet zi —————— Wenn Reich Tagen die letz Fußball⸗Lände 1. September i dann werden jener Begegnu Jahre 1921. d Ländern eröffi in dieſem Tr. Mannſchaft. 7 hende Spiel m wählt mit M lern als Stan telſtürmers wi treut, obwoh war. Die Hoff gingen nicht ir ab es ein Un nttäuſchung inze, der 9 itzung ſogar ieſes Länder ein Konto bre ie von ihner einer Niederla Eine noch brachte das zu des Jahres 1“ wurde. Mann bewährter Nü und ging mit 2 5 Tore erz Auguſt 1940 ſein! Und mein um ſich zu be⸗ efſchluß:„Dein harlotte:„Wir frühling erlebt. 5 ſind mehr als die unglückliche ſer Dichter über er zur platoni⸗ „hakenkreuzbanner“ Fport und Ipiel Mittwoch, 28. Auguſt 1940 Jumer noch Bés und 6éé Berlin, 27. Auguſt. Der Stand der Deutſchen Leichtathletik⸗Ver⸗ einsmeiſterſchaft hat in den letzten Wochen möchte, da reißt glühende Eifer⸗ ruſt ausſtrömt. — die bisherigen im er ſich einſam. die Glücklichſte rnen und war alt on Stein jedoch die bürgerliche te und ſich nie⸗ zrenzten Form⸗ freilich in ſei⸗ eihe der großen der Unſterbliche, war, dachte— Kurt Var ges T kau vor der ter in Krakau imigige Spiei lmäßige Spie fführung gelangt lgnes Bernauer“. +nt., 2 lichtl gen Geschäften e, Berlin-Tempelhof rausſichtlich jeden is namhafte So⸗ n werden ſollen ünſtler von Ruf in ——————— die Halle. Ma. d und ängſtlich nde Unheil auf einen Moraſt ia drängte ſich zände auf ſeine ne Bruſt. Ior Niederzehren!“ 55 ngen und auf eb bei ihm und TITI he Haltbarkeit Titigkeit des Rens in Kriege Wut ab. 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Der gegenwärtige Stand der Rangliſte lautet: Männer: 1. Berliner SC 19 148,12 Punkte 2. ASV Köln 18 986,62„ 3. DSC Berlin 18 931,44„ 4. Luftw. SV Berlin 1879000„ 5. SC Charlottenburg 18 514,42„ 6. Poſt SG München n 7. Stuttgarter Kickers 17 660,72„ 8. TSV 1867 Leipzig KT 9. TSV 1860 München a„ 10. Hamburger SV 17 103,00„ Frauen: 1. SC Charlottenburg 503,75„ 2. Jahn München 490,00„ 3. TSV Neuhauſen München 482,50„ 4.. Tſchft. 1816 476,50„ 5. TäK Hannover 465,00„ 6. MTV 79 München 464,00„ 7. Heſſen/ Pr. Kaſſel 421,00„ 8. Berliner Tſchft. 418,00„ 9. Deut. OSC Berlin 415,00„ 10. St. Georg Hamburg 409,00„ Badiſche mehrkampf⸗Meiſterſchaften Die leichtathletiſchen Mehrkampf⸗Meiſterſchaf⸗ ten des Bereichs Baden werden am 15. Sep⸗ tember in Karlsruhe 1 Entſchie⸗ den werden Fünf⸗ und Zehnkampf⸗Meiſterſchaft der Männer ſowie Fünfkampf⸗Meiſterſchaft der rauen. Im Zehnkampf wird der Heidelberger arl Hübſch(TV 86 Handſchuhsheim), der ſeit unter den Waffen ſteht, ſeinen Titel kaum verteidigen, umſo mehr wird der badiſche Nachwuchs für einen ſpannenden Ver⸗ lauf der Meiſterſchaften ſorgen. Bezirksführer⸗Zaguno in Berlin Am vergangenen Wochenende waren in Ber⸗ lin im Haus des Deutſchen Sports die Sport⸗ Bezirksführer des NSRe zu ihrer erſten Ar⸗ beitstagung im Kriege eri Von 209 Bezirken waren 208 vertreten. Der zweitägigen Reſcsf wohnte trotz Erkrankung auch der Reichsſportführer bei, der an beiden Tagen das Wort ergriff. Am erſten Tag machte der Reichsſportführer weitreichende Ausführungen über die. tigleit de in Kriege und über die Planungen für die Zukunft. Während der erſte Tag mit der Behandlung aller großen Fragen des NSRe ausgefüllt war, fanden am zwei⸗ ruppen Ausſprachen über die Ein Kameradſchaftsabend vereinte Be⸗ Rürnbergs Altmeiſterelf in Hamburg Die Nürnberg⸗Fürther Altmeiſter⸗Mannſchaft, die kürzlich mit großem Erfolg in Berlin ge⸗ ſpielt hat, wird jetzt auch die Beziehungen zum Hamburger Sportverein wieder aufnehmen. ür den 7. September iſt in Hamburg ein Tref⸗ en der Alten Garde des HSo gegen die Nürn⸗ berg⸗Fürther Elf in Ausſicht genommen. Das Spiel findet zugunſten des Roten Kreuzes ſtatt. ———————————— wird ein gut ausge ein 300⸗Meter⸗Lauf Iin muß zu„doriuna“ Dufeldorf Die 16 paarungen der 2. Schlußrunde im CTſchammerpokal Berlin, 27. Auguſt. Die Reichsſportführung hat jetzt die 16 Paa⸗ rungen für die zweite Schlußrunde des Tſcham⸗ merpokal⸗Wettbewerbs feſtgelegt. Der Kampf⸗ plan für den 8. September lautet wie folgt: 1. FC Nürnberg— Kickers Offenbach Stuttgarter Kickers— Gelſenguß Gelſenkirchen Rrotweiß Frankfurt— 0 f Karlsruhe Rapid Wien oder Neumeyer Nürnberg— VfR Schweinfurt Rotweiß Eſſen— Eintracht Frankfurt Fortuna Düſſeldorf— Vfn Mannheim(in Wuppertal) Tura 99 Leipzig— SpVgg. Fürth Wacker Wien— SC Plani Wiener SC— NSTG Wittkowitz Dresdner SC— ASo Blumenthal VfL Stettin— BSoV Danzig Schalke 04— Werder Bremen SG Eſchweiler— Duisburg 48/99 Barmbecker SG— Schwarzweiß Eſſen Union Oberſchöneweide— SV Steinach 08 Spandauer SV— VfB Königsberg Auffallend iſt, daß einige Mannſchaften, die ſchon in der erſten Schlußrunde aufwärts 15235 ten, wiederum reiſen müſſen, andererſeits haben verſchiedene Mannſchaften das Glück, erneut zu Hauſe ſpielen zu können. Der Vf R Mannheim und der Südweſt⸗ meiſter Kickers Offenbach haben beiſpielsweiſe das Pech, wieder reiſen zu müſſen, aber die Mannheimer treffen die Düſſeldorfer Fortuna im neutralen Wuppertal. Die Offenbacher meſſen ſich erneut mit dem„Club“, den ſie im Verlauf der letzten Endrundenſpiele um die deutſche Meiſterſchaft in Frankfurt:0 ſchlugen, dem ſie aber dann beim Rückſpiel:8 unter⸗ lagen. Die Stadt Wien hat unter Umſtänden gleich drei Spiele, denn Wacker und Sportelub ſind als bauende Vereine angeſetzt und, wenn Rapid das rückſtändige Spiel gegen Neumeyer in Nürnberg gewinnt, ſpielt es ebenfalls zu Hauſe, und zwar gegen den VfR Schweinfurt. Phönix Karlsruhe iſt bei Rotweiß Frankfurt, dem Waldhofbeſieger, zu Gaſt und Eintracht Frankfurt muß nach Eſſen zu Rotweiß. Würt⸗ tembergs Meiſter Stuttgarter Kickers hat mit Gelſenguß Gelſenkirchen einen ſehr intereſſan⸗ ten Gegner erhalten. Erwähnt ſei ſchließlich noch das Gaſtſpiel von Werder Bremen in Gelſenkirchen beim Großdeutſchen Meiſter Schalke 04. Eſne Millon beim Sommerivoentag Leiſtungen der Betriebsgemeinſchaft entſcheiden/ Auch„Kanonen“ kommen zu Wort Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung) Berlin, 27. Auguſt. Der Aufruf zum n der Be⸗ triebe 1940 hat in allen Werken Widerhall ge⸗ funden. Selbſt bis in die kleinſten Betriebe hinein iſt, wie aus den Meldungen hervor⸗ ht, der Gedanke des Sports eingedrungen. as Sportamt der SG„Kraft durch Freude“ gibt über die Durchführung des hente begonnenen Sporttages Auskunft. Mit Rekordbeteiligung zu rechnen Nach dem Aufruf des Reichsorganiſations⸗ leiters gingen täglich die Meldungen der Gaue im Reichsamt ein. Schon jetzt iſt feſtzuſtellen, daß rund 10 000 Betriebe ſich beteiligen wer⸗ den, und daß die Teilnehmerzahl über eine Million iſt. Viele Sportkameradſchaften haben von dem Recht, den Sommerſporttag bis zum 30. 9. 1940 abzuwickeln, gern Gebrauch gemacht, ſo daß mit endgültigen Ergebniſfen erſt nach dieſem Zeitpunkt zu rechnen iſt. Nur Gemeinſchaftsleiſtung wird bewertet Die Ausſchreibung für die Betriebsgemein⸗ ſchaften lautet über füh Uebungen. Verlangt ührter Aufmarſch, dann für Männer und 400⸗ Meterlauf für Frauen. Die dritte Uebung ſieht allgemeine Spielvorführungen der Betriebs⸗ gemeinſchaften vor, und zwar z. B. Medizin⸗ ballſpiel über Leine und Raſenſpiele, die des guten Bildes wegen gleichzeitig von allen Gruppen ausgeführt werden. In der vierten Uebung werden Stoß⸗ und Wurfvorführungen nach Wahl verlangt, in der fünften Uebung ſind Partner⸗Uebungen für Männer und Vor⸗ führungen der Allgemeinen Körperſchule für Frauen vorgeſehen. Wie erfolgt die Bewertung? Grundſätzlich erfolgen die Bewertungen nach der Beteiligung der Betriebsgemeinſchaft. Haben ſich am Lauf z. B. 80 Prozent aller ge⸗ meldeten Arbeitskameraden beteiligt, ſo hat die Betriebsgemeinſchaft 80 Punkte errungen. Das gleiche gilt von allen anderen in der Ausſchrei⸗ im Tor, Janes(Düſſeldorf) und Münzen⸗ Rückblick auf die ſieben Lünderſpiele gegen Finnland Mannheim, 27. m19 Wenn Reichstrainer Herberger in dieſen Tagen die letzten Vorbereitungen für das erſte Fußball⸗Länderſpiel der neuen Spielzeit am I. September in Leipzig gegen Finnland trifft, dann werden ſeine Gedanken ſicherlich auch zu jener Begegnung urückſchweifen, mit der im Jahre 1921 der Spielverkehr zwiſchen beiden Ländern eröffnet wurde, ſtand Herberger doch in dieſem Treffen im Angriff der deutſchen Mannſchaft. Für das in Helſinki vor ſich ge⸗ hende Spiel war ein ſtarkes Aufgebot ausge⸗ wählt mit Mannheimer und Berliner Spie⸗ lern als Stamm. Mit dem Poſten des Mit⸗ telſtürmers wurde der Nürnberger Kalb be⸗ treut, obwohl dieſer eigentlich Mittelläufer war. Die Hoffnungen auf einen deutſchen Sieg gingen nicht in Erfüllung, denn mit einem:3 ab es ein Unentſchieden, das damals mit viel Enttäuſchung aufgenommen wurde. Gottfried auf einer Bundes⸗ tzung ſogar 3 beruhigende Worte über ieſes Länderſpiel ſprechen. Herberger, der 8 Tore erzielte, und Kalb, der ein Tor auf ußball⸗Bundes, mußte ein Konto brachte, waren die Retter, die durch die von ihnen erreichten Treffer die Gefahr einer Niederlage verhinderten. Eine noch unangenehmere Ueberraſchung brachte das zweite Länderſpiel, das im Auguſt des Jahres 1923 in Dresden mit:2 verloren wurde. Man nahm damals von der Aufſtellung bewährter Nürnberg⸗Fürther Spieler Abſtand und ging mit einer Verſuchsmannſchaft in das war hier Richard Spiel. Nach zwei Länderſpielen ſah es um die Bilanz in den Kümpfen gegen Finnland alſo nicht gerade zum beſten aus. 0 Mit dem dritten Länderkampf, der im Juni 1925 in Helſinki mit:3 gewonnen wurde, ſetzte dann der Umſchwung ein. In dieſem Spiel war der Leipziger Paulſen als Mit⸗ telſtürmer der erfolgreichſte Stürmer, wurden doch von ihn drei Tore erzielt. Erſt nach vier Jahren, im Oktober 1929, gab es in Altona ein weiteres Länderſpiel gegen Finnland. Die deutſche Mannſchaft, mit Fritz Szepan und Richard Hofmann im Innenſturm, blied mit:0 ſiegreich. Im Juli 1932 hat es dann in Helſinki im fünften Länderſpiel einen deut⸗ ſchen:1⸗Sieg gegeben. Der Mann des Tages ofmann(Dresden) mit drei Torerfolgen. 1935 gab es am 18. Auguſt ur Eröffnung der Spielzeit in München das ſechſte Treffen. innland wurde vollkommen überſpielt und mit:0 ſc2857 Im deut⸗ ſchen Sturm zeichneten ſich Lehner(Augs⸗ burg) und Conen(Saarbrücken) mit je drei Torerfolgen noch beſonders aus. Das ſiebente und letzte Länderſpiel gegen Finnland wurde am 29. Juni 1937 in Helſinki ausgetragen. Die berühmte„Breslauer Mann⸗ ſchaft“ gewann dieſe Begegnung mit:0. Der Angriff ſpielte mit Lehner(Augsburg), Gelleſch(Schalke), Siffling(Mann⸗ heim), Szepan und Urban(Schalke). Die Tore wurden von den beiden Außenſtürmern Lehner und Urban erzielt. Gegen die deutſche Hintermannſchaft mit Sakob(Regensburg) unter der Leitung 1 1 5 Sport, aber keine neuen Fingerzeige für bung vorgeſehenen Uebungen, ſo daß tatſächlich die Gemeinſchaftsleiſtung aller entſcheidend für den Erfolg der Sportgruppe im Betrieb iſt. Aus dieſem Grunde iſt ſelbſtverſtändlich die Teilnahme aller derjenigen Arbeitskameraden notwendig, die körperlich dazu in der Lage ſind, um bei dieſem Wettbewerb gut abzuſchneiden. Sondervorführungen der Sport⸗Kanonen In faſt allen Betrieben gibt es eine beſon⸗ ders ſportlich intereſſierte Gruppe. Ihre Lei⸗ tungen kommen zunächſt im Rahmen der Aus⸗ chreibung für die Betriebe zur Geltung. Neben⸗ er iſt für ſie aber die Durchführung von Son⸗ derwettbewerben und Sondervorführungen vorgeſehen, die am gleichen Tage abgewickelt werden können. Es werden alſo gleichzeitig Dreikampfübungen durchgeführt, ebenſo wer⸗ den an verſchiedenen Stellen Entſcheidungs⸗ ſpiele, zu denen die Ausſcheidung bereits vor⸗ er erfolgt, ſtattfinden. Die Sieger aus dieſen onderwettbewerben werden mit Preiſen des Betriebsführers bedacht werden. Schmeling hat keine gampfplüne In Verbindung mit dem Titelkampf um die Deutſche Meiſterſchaft im Schwergewicht, in dem Walter Neuſel auf den Herausforderer Heinz Lazek treffen wird, ſind verſchiedene Kombinationen über ein Eingreifen von Max E die weiteren Entſcheidungen in Erſcheinung getreten. Der deutſche Exweltmei⸗ ſter, der bekanntlich ſeit einiger Zeit Soldat iſt, hat nun letzthin eine Erklärung abgegeben, daß er mit ſeiner Ken auchalle Kampf⸗ pläne zurückgeſtellt hat. Max Schme⸗ ling hat bei dieſer Gelegenheit ausdrücklich be⸗ tont, daß er jetzt nichts anderes als Soldat ſein will und daß daher zur Zeit auch keine Rück⸗ kehr in den Boxring in Betracht kommt. Hackebeil in der Gpitzengruppe Beginn der nordſpaniſchen Rad⸗Rundfahrt Mit der 111 Kilometer langen Teilſtrecke von Bilbao nach Santander wurde die Radrund⸗ fahrt durch Nordſpanien in Angriff genommen. 77 Fahrer waren am Start, darunter auch die drei Deutſchen Hackebeil(Chemnitz), Wek⸗ kerling(Magdeburg) und Kijewſki Dortmund). Die Strecke wies einige ſchwere teigungen auf, u. a. war der ſteile Pontar⸗ ron⸗Paß zu bewältigen. Das Feld wurde nicht nur ganz zerriſſen, ſondern ſieben Fahrer ſchie⸗ den auch bereits aus. In der kleinen Spitzen⸗ ruppe, die mit 25 Minuten Vorſprung das iel erreichte, befand ſich auch Hacke beil, der aber ſchließlich doch nur Elfter werden konnte. Spurtſieger nach einer Fahrzeit von:17:38 Stunden wurde der Spanier Rodriguez. Kijewſki und Weckerling kamen auf den 36. und 37. Rang. Die deutſchen Straßenfahrer Kittſteiner, Preiskeit und Saager, die am Sonntag mit Erfolg in Helſinki ſtarteten, ſollen am 1. Sep⸗ tember noch an einem Rundſtreckenrennen in der finniſchen Stadt Tammersfors teilnehmen. Handbal⸗Bereichself hlaot mannheimer Auswaht poſtſportverein und So waldhof ſtellen das Gerippe der Mannſchaft W. K. Mannheim, 27. April. Auf dem Vfe⸗Platz am Waldweg probte die vorausſichtliche Berei huf gegen eine Mann⸗ heimer Auswahlmannſchaft. Das Spiel brachte von Bertram(MTG) ie Vertretung, die am kommenden Sonntag in Landau den Sportbereich Baden vertreten fol. Keck im Tor konnte in der Bodenarbeit reſt⸗ los überzeugen, zeigte aber bei hohen Bällen Eeh Schwächen. Die Hintermannſchaft mit chmidt und Krug in der Verteidigung, ſowie Braunwell, Specht und Lam⸗ precht in der Läuferreihe bewährten ſich. Im Angriff, der zunächſt mit Zimmermann, Rudolph. Sutter, Hilpert und Boh⸗ ner ſtürmte, gab es auf der rechten Flanke zunächſt viele Nieten, aber auch die linke Seite nicht. Man wechſelte ſpäter Ru⸗ dolph mit Brock und hatte damit auch Erfolg. Rudolph bewährte ſich aber bei der Stadtaus⸗ wahl auf ſeinem Poſten ſo, daß er doch wohl mit nach Landau fahren wird. Mannheims Auswahlelf mit dem Senior Morgen zeigte ſich von ihrer beſten Seite. berg Eüuferreihe der Vexteidigung, und der frte Läuferreihe mit Kupfer(Schwein⸗ urt, Goldbrunner(München) und Kit⸗ zinger(Schweinfurt) vermochte Finnland nichts zu erreichen. Der Schiedsrichter in dieſem Treffen war Remke(Dänemarh), der jetzt auch am kom⸗ menden Sonntag in Leipzig das achte Länder⸗ ſpiel leiten wird. Die„Drotesi-Bierirau“ Das gab es wirklich. Vor etwa 17 Jahren war das noch der Fall. Ich weiß es noch genau. Da ging einmal bei einem Punkteſpiel eine ſtattliche Hebe mit ihren gefüllten Biergläſern etwa zwei Meter durch das Spielfeld. Das Treffen ſtand:0 für die -Partei. Die Bierfrau wollte lediglich die eine Eckfahne„ſchneiden“ und ließ die Eckfahne einfach links liegen. Wörtlich gemeint. 24 Stunden ſpäter lag bereits ein Proteſt der B⸗Partei vor, weil die Bierfrau während⸗ des Spiels das Spielfeld durchſchritten und —— den Gang des Punkteſpiels beeinflußt⸗ e abe. Der Proteſt wurde abgewieſen, aber man mußte ſich wochenlang mit ihm beſchäftigen, denn es gab ja auch Berufungsinſtanzen, und Proteſte waren damals eben dazu da, um ein⸗ gelegt zu werden. Einmal lief der Hund des Hausbeſitzers Meierhuber quer durch das Spielfeld. Der Hund wollte lediglich einen Platzwechſel vor⸗ nehmen und den Weg abſchneiden. Als der Hund das Spielfeld überquerte, wurde gerade auf dieſer Abteilung nicht geſpielt, denn die -Partei belagerte ſeit Spielbeginn das Tor Die Elf gab gerade den Gegner ab, der not⸗ wendig war, um die generiſche Mannſchaft um Kampf zu zwingen. Sie zeigte aber auch, daß in den Bezirksmannſchaften gute Kräfte ſtehen, wie der ſchon genannte Keck vom Bfp, ß S und auch der Kurpfälzer Gokt⸗ all. Die Bereichsmannſchaft gewann nach gutem Spiel mit 13:7 Toren. ür Landau wurde zum Spiel gegen Süd⸗ weſt nachſtehende Mannſchaft nominiert: Trippmacher (SV Waldhof) Schmidt Krug (So Waldhof)(Poſt Sch) Braunwell Specht Lampert „(Sᷣ Waldhof)(VfR Mhm.)(Poſt 03 Zimmermann Brock Sutter Rudolph Bohner (SVWaldhof)(beide Poſt)(98'heim)(Tſch.Beierth.) Poſt und SpV Waldhof ſtellen das Gerippe der Lüufelreihe der VfRler Specht wird ſich in der Läuferreihe gut zurechtfinden; der neuge⸗ bildete rechte Flügel ſollte gleichfalls in der Lage ſein, das Gebilde Poſt⸗Waldhof nach zu verſtärken. und den Strafraum der-Partei. Das Spiel ſtand bereits 91. i Ein Vorſtandsmitglied der-Partei ſah den Hund des Hausbeſitzers Meierhuber, und ſchon war der Proteſt gegeben. Er wurde verworfen, aber er entwickelte einen adretten Papierkrieg und der Hund 5u noch mehrere Wochen durch die ſämtlichen Inſtanzen, denn man wollte die 12:1⸗Niederlage mit Hilfe eines ahnungsloſen Hündchens ungeſchehen machen. So war das damals. Im Oktober 1939 trat ein jungex Spieler bei einem Verein ein und ſpielte Sonntag für Sonntag mit. Man wußte allenthalben, woher der Mann kam und man wußte auch, daß er Sonntag für Sonntag agierte. Der Verein des fraglichen Spielers machte die Unterabteilungs⸗ meiſterſchaft. Dann erfocht er durch zwei ein⸗ deutige Siege die Abteilungsmeiſterſchaft. Dann machte er noch einige Ausſcheidungs⸗ ſpiele und trat dann in die Aufſtiegsſpiele ein. Im Monat Auguſt 1940 hatte ſich der Ver⸗ ein in den Aufſtiegsſpielen ſo gehalten, daß er nur noch zwei Punkte brauchte, um in die Bereichsliga aufſteigen zu dürfen. Da ertönte ein dumpfer Schlag: ein Konkur⸗ rent hatte entdeckt, daß der obenzitierte Spieler auf Grund eines Formfehlers ſeit Oktober 1939 ohne richtige Spielerlaubnis mitwirkte. Das wurde im Auguſt 1940 entdeckt. Der Verein wurde auf zehn Tage von den Aufſtiegsſpielen ausgeſchloſſen, aber dann wie⸗ der in ſeine vollen Rechte eingeſetzt und jetzt braucht er für den Aufſtieg nur noch einen Punkt. Was ſoll man da noch ſagen?... Man denkt 8 Proteſt⸗Bierfrau von Anna 1923. Sonſt ni el. DER STAATLICHEN BADVERWALIUNG Wildpad das bekömmliche, wohlschmeckende Hausgeiränk gesonders geeignet zur Mischung mit Ffruchtsöften Wein und Most. Gewonnen aus den Wildbacder Thermal-Quellen. Mit Kohlensäure versefzt Telelwwaffe- IMSCHWARZWATLD ALHAMBEA 725 Nur noch heute Mitwoch ond morgen Donnerstag nachm..50, Einias 12.30 unr das große Jungens-Programm Anordnungen der nöndy NS⸗Frauenſchaft. Friedrichspark: Die Sprechſtunden des Ortshand⸗ werksmeiſters ſind auf Donnerstag, von 20—21 Uhr, feſtgeſetzt. NS⸗Frauuenſchaft. Friedrichspark: 29.., 20 Uhr, Chorprobe für alle Mitglieder ſowie Jugendgruppe. DAß⸗Berufserziehungswerk. Lehr⸗ gemeinſchaft„Schwierige Buchungs⸗ fälle und Bilanztechnik“. Dieſe Be⸗ rufserziehungsmaßnahme beginnt am Montag, 2. September. Anmeldun⸗ gen werden noch entgegengenommen. Stoffplan: Kommiſſionsgeſchäft, Me⸗ Die 3 Codonas Der große Varieté-Film der Tobis Renò Deltgen, lene Norman A. Reinholcd, E. v. Klipstein 2. Wocnel.45.00.40 3 44. Tlar Schiff Sonntag vormittag 11.00 Unr: tagegeſchäft, Geheimbuchführung, Fi⸗ albuchführung, Gründungen uſw. 3. Berufserziehungswoche für Buch⸗ halterinnen. Vom 8. bis 18. Sep⸗ tember 1940 wird im Schloß Schei⸗ benhardt bei Karlsruhe obige Be⸗ meldungen können noch bis zum 31. Auguſt 1940 entgegengenommen werden. Auskunft erteilt die Dienſt⸗ zumLefecht 4. Miederholung Michelongelo ScHALBULRE Seilenspriinge mit Gerald. Katt- Hans Brausewetter 1S. Breifestr. „Mucki“, ein Lustspiel, und dief neueste Wochenschauß Preise: 30, 40, 50, 70 Pf.g Erwachs. 20 Pf. Aufschl. ſtelle, Rheinſtraße 3/5, Zimmer 33. Tcoid und Siider Hrauft und verrechnet Rich. Romanowsky- A. Treff- Ernst Waldow- H. Zesch-Ballot · Ch. 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Dr. Helmut Heil⸗ mann, Heidelberg.— Zur Zeit Preisliſte Nr. 12 qültig. n Heckel Abt. Schallplatten Kunststraße- 0 3, 10 der instandsetzen. Auch Nachsendungen ins Feld gewissen⸗ haft und sorgtältig ausgeführt durch im Rathaus. Herr.- Uamen- Hinder- Sowie Harken- Umzüse Hrbeitskleidg. Wäſche aller Art, 1 und Tronsporteſgetten, Matratzen pianos W. Nennstflel Gartenfeldſtraße 6. 1 in———8— Fernſprech. 500 76. Etage AuSwan Har-· may:-& cO. Arnold Bände Kauft 8 Müner,(1946860)Os. Schauburgrinofl geschöſt d. Pietze Mittelſtraße 53. Teilzahlung.———— ten Gegenſtände werden am 1 5 Rii. in elnem selner besten Filmel Heueste Wochenschau: Bombenangriff aut England -Schule Knapp. Kursbeginn 9. september kinzelstunden jedetzeit— Step⸗ Qu.2 Nuf 2840 in unteficht— Anmeldun: en etbeten Tanz-Kurs Anfönger sonder-Programm: Lloyd-Flim J. Eberhardt, Hamburg 56 MEl beninn: 20. Aug. 2, 1s b/ Ruf 26617 Beginn: 2. Sept. Anfänger Melanntmachung Der Unterricht der Volks⸗, Mittel⸗, Hauswirtſchaftlichen und Ländlichen Berufsſchule beginnt wieder am Montag, den 2. September 1940 zur ſtundenplanmäßigen Zeit. Wir weiſen gleichzeitig darauf hin, daß die Berufsſchulpflicht für Knaben und Mädchen nach der Entlaſſung aus der Volksſchule drei Jahre und für landwirtſchaftliche Berufe zwei Jahre dauert. Eltern oder deren Stellvertreter, —+◻⏑ oder Lehrherren ſind ver⸗ flichtet, die in ihrer Obhut ſtehen⸗ en, zum Beſuch der hauswirtſchaft⸗ lichen und ländlichen Berufsſchule verpflichteten Schüler(innen) bei der ſofort anzumelden und ihnen die zum Schulbeſuch erforder⸗ liche Zeit zu gewähren. Zuwider⸗ handelnde machen ſich ſtrafbar. erufsſchulpftichtige Dienſtmädchen ufg 11 von auswärts hierher kom⸗ ind ſofort anzumelden, ohne Rüͤckſicht darauf, ob dieſelben ſchon in ein feſtes Dienſt⸗ oder Arbeits⸗ verhältnis getreten oder nur probe⸗ weiſe aufgenommen ſind. Stadtſchulamt. Das Fundbüro der Reichsbahn⸗ direktion Karlsruhe verſteigert am 29. und 30. Auguſt 1940, jeweils 8 und 13.30 Uhr beginnend, in der Kraftwagenhalle des Bahnbetriebs⸗ werks Mannheim⸗Hbf., Eingang Lin⸗ denhofſtraße 15, bei der Reichsbahn⸗ kantine, öffentlich gegen Barzahlung die Fundſachen, Anfall März—April 1940, nicht abgeholtes Hand⸗ und Reifſegepäck ſowie unanbringliche darunter: 1 goldene Rernlas errentaſchenuhr, 16 Armbanduhren, 1 Fernglas, 6 Photoapparate, 1 Zieh⸗ harmonika, 2 Reiſeſchreibmaſchinen, 14 Herrenfahrräder, Damenfahr⸗ räder, verſchiedene Schmuckſachen und Damenpelze. Die ann⸗ . Aug., von 10 Uhr an, ausgeboten. handelsregiſter Amtsgericht Mannheim c Zvy (Für die Angaben in 0 keine Gewähr) Mannheim, den 24. Auguſt 1940 Veränderungen: ſchaft, Mannheim. Durch der Hauptverſammlung vom 16. Juli 1940 wurde die Satzung in 5 14 Abſ. 1(Anteil des Aufſichtsrates am Jahresgewinn) geändert. Die gleiche Eintragung wird auch bei den Gerichten der weiagrhn laſſungen in Köln, Breslau, Berlin, —43 berg i. Pr. und Wien, die alle en keirefſenden Ortes B 293 Aktiengeſellſchaft für Tabal⸗ andel in Mannheim⸗Seckenheim. Die Juni Hauptverſammlung vom 27. J 1940 aufgelöſt. Zu Abwicklern wur⸗ der Albert Treiber, Bauer, und Erich Schwedt, Kaufmann, beide in Mann⸗ heim⸗Seckenheim, beſtellt. B 323 Modehaus Neugebauer Ge⸗ Ar iſt nicht mehr Geſchäfts⸗ ührer. B 251„Rheſpag“ Rheiniſche Spedi⸗ tions⸗Agentur Geſellſchaft mit be⸗ ſchrünkter aftung in Mannheim (L 5,), Rechtsanwalt Vogt in Duis⸗ burg iſt zum Verwalter beſtimmt ehandlung feindlichen rmögens vom 15. 1. 1940). Erloſchen: X. 1330 Franz Carl, Mannheim (6,7, 28). Die.— von Auguſte Gebele und die Firma ſind erloſchen. A 132 Joſeph Mayer, Mannheim. Die Firma iſt erloſchen. lvesheim Müflerberakung indet am 29. Auguſt, ab 13.30 r, Im 38,eim ſtatl. 5 5 377 Heinrich Lanz Aktiengeſell⸗ Beß uß uſatz„Zweigniederlaſſung des führen, erfolgen. ahphverſe wurde durch Beſchluß der den die——— Vorſtandsmitglie⸗F ſellſchaft mit beſchränkter Haftung in Mannheim(an den Planken). Antonß Ka 12 ff. der über diez e Die Mütterberatung in Ilvesheim] sorgt für geregelte Verdauung, bew/ ahrt vor Verstopfung Blãhungen usw., fördert Musłkel- und Knochenbildung. erleichtert die Zahnung, erhöht die PViderstandsłraft. die Fadtochänle „Duͤrlacller lloß für je dermann HANNHEINH, p 6 on den plonłken Qestòurant, Bierłkeller unꝛzstube. Automàt sehenswerte Gaststätte auch 22 Knackfeste Gurken such im Wiater)'— Dsan nur mif einmachenl Neue Kans för Tomstenmork bel lhrem Höndler Ladenburg Bekanntmachung uber die Deſe von Luftſchutz⸗ handſpritzen Bei der Bekämpfung von Brandbom⸗ ben und Entſtehungsbränden leiſten Handfeuerſpritzen wertvolle Dienſte. Bekanntlich ſind die Hauseigentümer der unter die Vorſchriften der Sieben⸗ ten. Durchführungsverordnun zum Luftſchutzgeſetz fallenden Luftſchutzge⸗ meinſchaften verpflichtet, je eine Hand⸗ euerſpritze zu beſchaffen. Die Spritzen ind nunmehr bei den einſchlägigen Firmen in ſolcher Zahl vorhanden, daß jeder Luftſchutzgemeinſchaft die Beſchäffung einer Spritze möglich iſt. Es wird nochmals aufgefordert, von dieler Möglichkeit Gebrauch zu machen. Die angewieſen, vom 15. Auguſt d. J. gegen Säumige zu erſtatten. Es werden alsdann die in 55 der Siebenten vorgeſehenen Zwangsmittel angewen⸗ det werden. Ladenburg, den 21. Auguſt 1940 Der Bürgermeiſter durch gühnerhalter ihrer Pflicht zur Abliefer geſetzt für die Gartenſtadt eichwald und den Rand Stadtteil Waldhof. Wir dieſer Stadtteile auf, Gartenſtadt, wie weit ſie ihrer Pflicht nachgekommen ſind. gen des Eierſammlers: und Waldhof oder von Bezugſcheinen ü abſchnitten Nr.—6 der werden. „Die Hühnerhalter, die i Eierablieferung nicht nach W blerung 8 Kuen in der Gartenſtadt und Waldhof Die Kontrolle der Hühnerhalter über die Erfüllung ung von Eiern wird fort⸗ Waldhof einſchließlich Neu⸗ ſiedlungen ſowie für den fordern alle Hühnerhalter am Donnerstag, dem 29. Auguſt 1940, für die am Freitag, dem 30. Auguſt 1940, für Waldhof in unſeren in dieſen Stadtteilen befindlichen Zweig⸗ ſtellen von—12 und 14.30—17 Uhr nachzuweiſen, zur Ablieferung von Eiern Dieſer Nachweis kann erbracht werden durch Vorlage von Ablieferungsbeſcheinigun⸗ Georg Krämer, Freyaſtraße 40, für Gartenſtadt ber Eier oder von Beſtell⸗ Eierkarten, wobei der Ab⸗ ſchnitt 1 für 6, die Abſchnitte 2 und 3 für je 11 Eier, der Abſchnitt 4 für 14 Eier, der Abſchnitt 5 für 10 Eier und der Abſchnitt 6 für 7 Eier gutgebracht hrer geſetzlichen Pflicht zur gekommen ſind, haben ſtra⸗ fendes Einſchreiten zu gewärtigen. Gkädt. Ernührungsamt Tanz-Kurs Polizei und Gendarmerie iſt Durchführungsverordnung, 4 — 22³ D onners Stuankeennssmane, Lone fixa hw. London ei wiederum z erſte 25 Stt er als eine rach, genau der Theater; Beſucher de —— Verblei heater bis ten die Fl Aktion. M flutet von Bomben. Die Einſt riums gegen ſchon wieder die Bevölker Tendenz, die ſtellen, iſt je chen, daß m reden ſollte. begnügen ſie „einige Bon abgeworfen zurichten“. merhin, daß Zwiſchenräu ren in einen Neutrale Art, wie di⸗ ſraf S Der Reich Ribbentr Außenminiſt lich Ungariſ und den Kör Manoles eladen, um fuern zu( ußenminiſt Der König eren, Graf einer Begle lugzeug in ung hatte wärtigen vo platz eingefu in Berlin, D ſönlichkeiten waren gleich Die beiden der angetret gaben ſich Ciano vom empfangen n Am Nachn Miniſter des außenminiſte italieniſchen fieri, und de von Macke gen mit den mäniens. liar Der Königl Ciano tra zeug in Wie platz vom Re Ribbentr italieniſchen treter von“ der Spitze R von Schir den. Nach d eleitete Rei en italieni ins Hotel„ Flugplatz in⸗ miniſter von begrüßt.