— iglleidung liebt lich hedient sein ucht Meister n Fachgeschãft Junmn 90 5—7 1684 ——— ien 22 Planken zuten Kapellen ei der Dame nnerstag zs 15.30 Uhr Konzeri 2 Usfrau. 19.45 Uhr Parade in Loren: Künstlerschar Sängerin Brink ILuftwafte * iie NER lten Straße 4 Fernruf 203 03ff ung zur moderner kigenheĩime iden mit 95-Vortrag uen nach d. Krlege“ 12. Juni, abends thaus„Zur Lieder⸗ hein, K2, hält kostenl. Fotos zusagenden Häuser.“ Beratg. Eintr. frei. parkasse 6 m b H. arlstraße Nr. 67 erkfaur 1 laitpillcht-, —-„Lebens- 4 En Earlsruhe i. B. straße 17. überall gesachl pflege hnpaste eider bei der zeit · appung aller Quali- wie Chlorodont. neiden lassen. lan lchen Fällen darauf. 1 ißige Zahnreinigung 5 zens., zondern vor orgenommen wird. müssen von den den Zahnzwischen- ründliches Bürsten len antfernt werden. füulniserreger bil⸗ Fernr.-Sammel-Nr. 354 21 Erscheinungsweise: wöchentl. Zur Zeit ist gültig. Zahlungs- und Verlag u. Schriftleitung Mannheim, R 3, 14—13. 7* Anzeigenpreisliste Nr. 13 5 Erfüllungsort Mannheim. Ms-TASESZLZEITUNG FUR freltag · Ausgebe Wbr 12. Jahrgong 255 4 banner MANNHEIM U. NoOoRDBADEN Bezugspreis frei Haus .— RM. einschl. Trä- gerlohn, durch die Post .70 RM.(einschließlich 22,4 Rpfg. Postzeitungs- gebühren) zuzüglich 42 Rpfg. Bestellgeld.- Ein- zelverkaufspreis 10 Rpfs. Nummer 160 Mannheim, 12. juni 194² ie London:„Lage im Paziiik hödisl disler Minister warnen vor Roosevelis Der Süilag gegen Bir Hacheim Die„kritische Periode“ (Von unserer Berliner Schriftleitung) G. S. Berlin, 11. Juni. Die den Engländern sehr überraschend ge- kommene Eroberung von Bir Hacheim, dazu der pessimistische Unterton, in den aus Moskau über die Kämpfe bei S ewas t o- pol eintreffenden Meldungen der britischen Agenturen und schließlich die Warnungen, die zwei australische Minister an die Bevöl- kerung Australiens gerichtet haben, sich nicht einzubilden, daß man nicht mehr mit japanischen Angriffen zu rechnen brauche, all das zusammengenommen hat am Don- nerstag in London zu einer Stimmung des Katzenjammers geführt, der auf den Rausch folgt, den Roosevelts erfundene Siegesmel- dung über die Schlacht bei den Midway-In- seln vor einigen Tagen hervorrief. „Die kritischste Periode des Krieges liegt jetzt vor uns“, er- Kklärte der australische Kriegsminister Fran- cis Forde am Donnerstag im Anschluß an die Besprechung, die er mit General Sir Thomas Blamey hatte. Zwar seilen die australischen Stellungen ausgebaut worden, aber man dürfe sich nicht dem Gedanken hingeben, der Feind sei besiegt, sondern man müsse weitere japanische Angriffe erwarten. Auch der australische Außenminister Her- bert Evatt warnt in einer Radioanspracne vor übertriebenem Optimismus hinsichtlich der Schlacht bei den Midways.„Japan zieht noch immer vollen Nutzen aus seinem Welt- reich und dem Wachsen seiner Macht konn— ten bisher keine wirksamen Grenzen gesetzt werden“, erklärte dieser Minister. Man sieht daraus, daß Roosevelts Behar- ren bei seinem Papiersieg, er vor 8¹ itzung des Pazifischen Rates in Wash des langen und breiten Füinnts, ebenso G15 das völlige Schweigen Washingtons über die japanische Landung bei den Aleuten in Australien und England mit erheblichen vor- behalten aufgenommen werden. Kennzeich- nend dafür ist ein Leitartikel der Londoner „Daily Mail“, worin der Midway-Schlacht jede Bedeutung abgestritten und festgestellt wird, daß der in Nordamerika und in Eng- land vorherrschende Optimismus jeder Grundlage entbehre.„Die Lage im Stillen Ozean ist im höchsten Grade düser und trübe, und es besteht auch keinerlei Anlaß. die Entwicklung in Europa in rosarotem Lichte zu sehen. Wir haben bis zu dem Wendepunkt noch einen langen Weg vor uns. Wir dürfen nicht vergessen, daß Luftmar- schall Harris selbst betont hat, daſ es Jahre dauern könne, ehe man mit der Luftwaffe Deutschland zu Boden schlagen könne.“ Bis zum Donnerstagabend hatte man sich in London noch nicht dazu durchringen können, den Verlust von Bir Hacheim einzugestehen, wenn auch Reuter vorberei- tend schon eine Meldung am Abend verbrei- tet, wonach man in London den von Berhn gemeldeten Verlust als gut möglich be⸗ zeichne. Nur eine Stunde, ehe das Ober- kommando der Wehrmacht diesen neuen Er- folg des Generals Erwin Rommel uns mit- teilte, hatte das in Kairo ausgegebene — lerie des Kommuniqué berichtet, daß am 10. Juni neue feindliche Angriffe im Abschnitt Bir Hacheims zurückgeschlagen worden seien. Und fast gleichzeitig mit der Meldung von der Erstürmung Bir Hacheims kam eine Lon- doner amtliche Agitationsmeldung, wonach der Emigrantengeneral de Gaulle von Chur- chill wegen der„blendenden Haltung“ der französischen Emigrantensoldaten in Bir Hacheim beglückwünscht worden sei. Nun ist man in London mit der Frage beschäftigt, wieviel Uberlebende dieses Emigrantenkorps in deutsche Gefangenschaft geraten sind. Noch am Donnerstagmorgen hatte der Lon- doner„Daily Expreß“ eine Niederkämpfung von Bir Hacheim als unwahrscheinlich be⸗ zeichnet, weil die Stärke der britischen Pan- zerwaffe der deutschen mindestens ebenbür- tig sei. Das nun in die Hand der Achsen- mächte gefallene Fort wurde von diesem Blatt als ein wesentlicher Außenposten ge— kennzeichnet, von dem aus nicht nur der Nachschub Rommels gestört werden könne, sondern auch ein Stützpunkt für Gegenan- griffe darstelle. Auf dem 10 Kilometer brei- ten Plateau von Bir Hacheim stünde hinter Minenfeldern und Tanksperren eine starke Artillerie aufgebaut. Die Bedeutung des Ortes für die weiteren Operationen wurde stark herausgestellt, weil man in London es für unmöglich hielt, daß er gestürmt werden könne. Aber General Rommel hat auch hier wie der einmal das Unmög-— liche möglich gemacht. Das„Verdun der Wüste“ erslürmi Aus dem Führerhauptquartier, 11. Juni Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Faeelinde von Sewastopol wurde der Angriff in harten Kämpfen weiter vorgetragen. Verzweifelte Gegenangriffe des Feindes blieben erfolglos. Im Verlauf heftiger Luftangriffe auf das Gebiet von Sewastopol wurde im Hafen der Festung ein Handels- schiff von 3 000 BRT durch Bombentreffer versenkt. Im Nordabschnitt der Ostfront gab der Feind unter dem Druck unserer vor- gehenden Truppen zahlreiche Ortschaften auf. An der Wolchow-Front wurden starke feindliche Angriffe unter—4 Verlusten für den Gegner abgeschlagen, Kü- inees. Bucht. Ein aus Leamrref aus- laufendes Unterseeboot und ein Begleitboot Wwurden in Brand geschossen. In Nordafrika wurde das Fort Bir Hacheim, der südlichste Pfeiler des britischen Verteidigungssystems, in den heutigen Vor- mittagsstunden nach tagelangem erbittertem Widerstand der dort eingeschlossenen starken feindlichen Kräfte erstürmt. Luftstreitkräfte griffen in die Erdkämpfe ein und bombar- dierten britische Truppenansammlungen und Kolonnen. In Luftkämpfen verloren die Bri- ten 21 Flugzenge. Im östlichen Mittelmeer riffen deutsche Unterseeboote einen stark gesicher- ten, nach Tobruk bestimmten Geleitzug an. Sie versenkten in zühem Angriff zwei schwer beladene Tanker mit zusammen 12 000 BRT. Außerdem wurden vier Transporter durch Torpedotreffer beschädigt. Auf der Insel Malta wurden britische Flugplätze bei Tag und Nacht mit Bomben belegt. Deutsche und italienische Jäger ver- nichteten hierbei acht britische Flugzeuge. Vor der englischen Südküste er- zielten Kampfflugzeuge in der letzten Nacht Bombenvolltreffer schweren Kalibers auf drei Handelsschiffen mittlerer Größe. Oberleutnant Gnaedig, Kompaniechef e. in einem Infanterieregiment, hat siel bei den Kämpfen vor Sewastopol durch besondere Tapferkeit ausgezeichnet. 21 britische Flugzeuge in der Marmarica abgeschossen Rom, 11. Juni. Der italienische Wehrmachtsbericht vom Donnerstag hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: Lebhafte Zusammenstöße von Panzerein- heiten verliefen in der Mar marica zu un- seren Gunsten. Es wurden 20 Panzerwagen vernichtet und etwa 100 Gefangene gemacht. HDie Luftwaffe griff mit Erfolg feind- hehe, auf dem Marsch oder in Ruhestellung befindliche Truppen und Materialkolonnen an, wobei 17 Kampfwagen und mehrere Dutzend Kraftwagen jeder Art getroffen und in Brand geschossen wurden. Der„Eisschrank im Norden“ Berlin, 11. Juni. Der japanische Angriff auf die Aleuten, wo sich soeben die Japaner auf einigen Inseln festgesetzt haben, zieht auch Alaska in das Blickfeld der Welt. Die Aleuten, 150 größere und eine Unzahl kleinere Inseln, bilden eine Art Brücke zwischen dem amerikanischen und dem asiatischen Kontinent, die von Alaska, das Bering-Meer begrenzend, bis zur sibirischen Halbinsel Kamtschatka heran- reicht und sich damit zugleich den nordwest- lichsten Zonen des japanischen Inselreiches, den Kurilen, nähert. Es ginge zu weit, mit der Festsetzung der Japaner auf einigen Aleuteninseln schon einen Angriff der Ja- paner auf Alaska zu vermuten. Wesentlich ist, daß Japan vor dem Ausfalltor eines ame- rikanischen Angriffs aus nordwestlicher Rich- tung vorsorglich Posten bezieht und vor allem für kommende Aktionen seiner Luftwaffe Stütz punkte gewinnt, die den Wert eines Dutzend von Flugzeugträ- gern fraglos übersteigt. Damit ist „das Hawai des Nordens“, die amerikanische Luft- und-Bootbasis Dutch Harbour, auf der Aleuteninsel Unalaska gelegen und seit 1933, erst recht seit 1939, fleberhaft aus- gebaut, in eine bequemere Reichweite der japanischen Aktion gerückt. Was aber ist nun Alaska? Lange hatte es den Ruf, ein unwirtlicher Eisschrank zu sein. Berühmt war sein Gold, von dem das Innere Alaskas auch heute noch mittelbar oder un- mittelbar lebt, aber in den letzten Jahren, da Die britische Luftwaffe verlor im Kampf 21 Flugzeuge, von denen 12 durch deutsche Jagdflugzeuge und neun durch unsere Jagd- flugzeuge abgeschossen wurden, die über El Adem ohne eigene Verluste einen siegreichen Kampf gegen einen zahlenmäßig überlegenen feindlichen Verband bestanden. Eine von deutschen Flugzeugen getroffene Bristol-Blenheim stürzte bei der Insel Li- nesa ab. Weitere acht Flugzeuge wurden von italienischen und deutschen Jagdflugzeu- gen im Verlauf von Angriffen auf Malta ab- geschossen. Die Ziele der Stützpunkte von Miccaba und Ta Venezia wurden wie- derholt bombardiert, zwei unserer Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt. Aus Tarent, das in der vergangenen Nacht erneut von englischen Flugzeugen an- gegriffen wurde, werden geringe Schäden und fünf Leichtverletzte unter der Zivilbevölke- rung gemeldet. Im östlichen Mittelmeer griffen deutsche-Boote einen stark gesicherten in Richtung Tobruk fahrenden Geleitzug an. Zwei Dampfer mit insgesamt 12 000 BRT wur- den versenkt, weitere vier erhielten Torpedo- treffer. Hriegsmalerial werllos, wenn es nidil heiörderi werien hann Versenkungserfolge im Mittelmeer wiegen dreifach Die Schwäche der britischen Atlantikfront (Von unserer Berliner Schriftleitung) Bs. Berlin, 11. Juni. Der Erfolg der deutschen-Boote im öst- lichen Mittelmeer gegen einen stark gesicher- ten, nach Tobruk bestimmten Geleitzug, von dem der heutige OKW-Bericht spricht, wiegt aus mehrfachen Gründen besonders schwer. Die aktuelle Bedeutung der Versenkung von zwei schwer beladenen Tankern mit zusam- men 12 000 BRT und die Beschädigung von vier Transportern durch Torpedotreffer liegt in Anbetracht der Zweckbestimmung dieses feindlichen Geleitzuges, der Nachschub küi die Marmarica-Schlacht bringen sollte, 2“ der Hand. Die Angriffsziele für die im—5 telmeer operierenden-Boote der Achsen- mächte sind weit geringer an Zahl, als das auf anderen Meeren der Fall ist, wo sich etwa vor der nordamerikanischen Küste die Schiff- fahrt verdichtet. Das Mittelmeer wird von den Engländern bekanntlich nicht mehr als normale Transportroute benutzt, sondern nur in durch Kriegsschiffe und Flugzeuge stark gesicherten Geleitzügen befahren. Die Durch- sichtigkeit des klaren und allgemeinen nicht tieken Mittelmeerwassers erschwert die Ope- ration der Achsen--Boote und die Nähe der englischen Abwehrstützpunkte setzt sie gro- gen Gefahren aus. Bei dieser Gelegenheit ein Wort über die Versenkungserfolge der deutschen-Boote im Atlantik. Wir haben in den letzten Mo-— 3 naten über 369 feindliche Handelsschiffe al- lein in den nordamerikanischen Küstengewäs⸗ sern versenkt. Der Mai brachte ein Rekord- ergebnis, nachdem seit Januar des Jahres von Monat zu Monat ansteigende Versenkungszif- fern gemeldet werden konnten. Es wäre nun falsch anzunehmen, daß weiterhin jeder Mo- nat einen neuen Tonnagerekord bringen könnte. Denn man muß sich vergegenwärti- gen, daß die Zahl der feindlichen Handels- schiffe im ganzen abnimmt und der Gegner natürlich aus den erlittenen Schäden nach Möglichkeit Lehren zieht, entweder durch Ge- leitzugsicherung oder durch stärkere Streuung. der Schiffahrt, vor allem aber durch ver- stärkten Einsatz seiner Abwehr durch Luft- waffe wie Kriegsschiffe. In die Augen springend sind die starken feindlichen Bemühungen im Nordatlan- t i k. Im allierten Lager erhofft man eine Er- leichterung des Kriegsmaterialnachschubs für die Sowiets darauf, daß Archangelsk jetzt eis- frei ist und damit das Angewiesensein auf di durch deutsche-Boote und die deutsche Luftwaffe überwachte Murmanskroute aufhört. Oliver Lyttleton erklärte in Washington unter Hinweis auf die Notwendigkeit einer möglichst gesteigerten Sowiethilfe: jeder nach Murmansk entsandte Geleitzug stelle eine Seeoperation von erster Größenordnung dar. Sowohl aus dieser Auslassung Lyttletons wie aus der neuen Hoffnung auf den Hafen Ar- ehangelsk ergibt sich im übrigen ein mit- telbares Eingeständnis der Gegenseite über die vernichtende Geleitzugstörung durch die Zu diesem Zweck am Nordkap eingesetzten deutschen See- und Luftstreitkräfte, die be- kanntlich vor einiger Zeit ein USA-Kriegs- schiff-Geschwader am Nordkap zerschlugen. Um die Tätigkeit des amerikanischen Konter- admirals A. Stark, des neuen Chefs der USA-Flottenstreitkräfte in europäischen Ge- wässern, und neuerdings die Ankunft des Sohnes des Präsidenten Roosevelt, Leut- nant Franklin D. Roosevelt, wird in Lon- don viel Geschrei gemacht. Der englische K ö- nig, so wird in einem Londoner Hofbericht erklärt, hat auf einem USA-Schlachtschiff Besuch gemacht. Das Frühstück, das Georg VI. auf den Planken eines USA-Schiffes in einem englischen Hafen einnahm, stellt eine Verbeu- gung eines Monarehen, der ehedem die mäch- tigste Flotte der Welt besaß, vor einem Part- ner dar, der sich anschickt, einmal der Erbe zu sein. Wie düster die Tonnagefrage für die Gegen- seite geworden ist, das spricht soeben die Londoner„Daily Mail“ deutlich aus. Es be- stehe kein Grund zum Opitmismus. Das ganze Kriegsmaterial sei wertlos, wenn es nicht zu den Schlachtfeldern gebracht werden könne. Das aber sei unmöglich, solange weiter so viele Schiffe von den Achsenmächten versenkt würden. Dies sei die wirkliche Schwäche an der Front. Es habe keinen Zweck, den Ernst der Lage verschleiern zu wollen. der Wert des Goldes problematisch wurde und die Kriegsläufte Rüstungsmetalle wich- tiger machten, sprach man mehr von der zu- künftigen Bedeutung Alaskas als Metall- lieferant. Silber, Blei, Zinn, Kupfer, Anti- mon, Platin und viele andere Metalle kom- men reichlich vor. Große Hoffnungen setzt man über die mineralischen Vorkommen Alaskas hinaus auf die Ergiebigkeit der alas- kischen Glvorkommen von Port Barrow, nahe am nördlichsten Punkt Alaskas. Aber der wahre Wert Alaskas für die USA, die im Jahre 1867 für einen Kaufpreis von 7 200 000 Dollar von Rußland Alaska erwarben, liegt nicht in seinen Rohstoffen, so reich sie auch sein mögen, sondern in seiner strategischen Lage. Es gilt als Startplatz gegen Japan und als Brücke nach Rußland. Dieser Wert der strategischen Lage Alaskas überschattet den wirtschaftlichen. Erst recht in einer Kriegslage wie der heutigen! Als vor 75 Jah- ren der Staatssekretär Seward den Eis- schrank im Norden für die USA erwarb, sprach man lange von Sewards Dummheit. Später haben sich die USA sicher noch mehr ähnliche Dummheiten gewünscht. Roosevelts Stützpunktkäufe der letzten Jahre haben ge⸗ zeigt, daß sie heute gerne noch mehr solcher Geschäfte machen. Seit 1867 sind in Alaska für 2100 Millionen Dollar wirtschaftliche Werte, also etwa das Dreihundertfache des Kaufpreises, gewonnen worden. Neben den Mineralien sind es Fische und Pelze und ist es das Holz der reichen Wälder Südalaskas, die Alaska rentabel machen. Seit 1938 hat man auch begonnen, Alaska als Farmland zu erproben. Im südöstlichen Alaska, nahe von Anchorage im Matanuska-Tal, haben ange- siedelte Farmerfamilien aus USA seit einigen Jahren mit Ackerbau begonnen, den man für noch sehr ausbaufähig hält. John Dimond, Abgeordneter von Alaska, meinte vor einiger Zeit im amerikanischen Kongreß:„Nahezu jede Gemüseart, die in den nördlichen Teilen Amerikas gedeiht, kann auch in Alaska ge- pflanzt werden. Wir können Hafer, Gerste, Roggen und Weizen anbauen. Mais reift völ- lig in größeren Teilen Alaskas. Gemüse er- reichen eine größere Fülle und einen besse- ren Geschmack als das durchschnittliche Ge- müse in den Vereinigten Staaten. Mit dem Eisschrank im Norden ist es also gar nicht so schlimm. 30 Grad Wärme sind Fairbanks während der Sommermonate keine Seltenheit. Fachleute haben berechnet, daß sich in Alaska 148 000 qkm Ackerland be- finden und überdies 90 000 qkm, die sich als Weideland verwenden lassen. Man schätzt, daßß Alaska 10 bis 18 Millionen Menschen ernähren kann, während seine Bevölkerung heute nicht mehr als 73 000 Menschen beträgt, nur 0,05 auf einen Quadratkilometer. Die Hälfte dieser Bevölkerung besteht aus Wei- Ben, ein Drittel aus Eskimos und der Rest aus Indianern. Alaska hat eine Größe von 1 518 000 qkm und ist damit größer als Finn- land, Schweden und Norwegen zusammen. Diese drei skandinavischen Länder umfassen nämlich ein Gebiet von 1 160 000 qkm und beherbergen rund 13 Millionen Einwohner, Während auf Alaska im ganzen, wie gesagt, nicht mehr Menschen wohnen, als in einer deutschen Mittelstadt. Der Hauptort Alaskas ist Juneau mit einer Einwohnerzahl von knapp 6000. Ein ausgebildetes Verkehrsnetz gibt es na- türlich nicht. Immerhin durchziehen 2050 km Eisenbahnstrecke das Land. In der letzten Zeit hat der Plan, eine Straße nach Alaska Zzu bauen, so daß vom Kreuz des Südens bis zum Polarlicht, vom tropischen Urwald bis in die kahle Tundra eine panamerika- nische Autostraße führen sollte, von sich reden gemacht. Aber bis heute ist man über das Projekt noch nicht hinausgekom- 4 7 men, das ũbrigens schon um die Mitte des vorigen Jahrhunderts in der Zeit des Gold- flebers geboren wurde. Bis heute ist Alaska von seinem amerikanischen Mutterland aus nur zu Wasser oder durch die Luft zu er- reichen, und die Landverbindung steht noch nicht zur Verfügung. Um so mehr Aufmerk- „samkeit hat man dem Flugwesen geschenkt. Die Flieger von heute, die mit Entfernungen von Tausenden von Kilometern zu rechnen gewohnt sind, kennen den Verkehrswert Alas- kas. Unter dem Gesichstpunkt des weltum- spannenden Luftverkehrs ist Alaska nicht das Ende der Welt, sondern, wenn man sich einmal von der traditionellen Betrachtung des Globus freimacht und den Globus von oben sieht, statt von der Seite, beinahe der Mittelpunkt der Welt, da es ungefähr in der Mitte zwischen den bevölkerten Ge⸗— bieten Europas, Asiens und Amerikas liegt. In dem Augenblick, da die einst phantastische Idee der Menschheit, der Flugverkehr über den Pol, Wirklichkeit wird, kann Alaska durchaus eine Art Zentrum des überkonti- nentalen Flugverkehrs darstellen. Die Ent- fernungen von Fairbanks in Alaska betragen Z. B. nach Neuyork 5216 km, näch Los Ange- les 3936 km, nach Tokio 5610 Kkm, nach Ma- nila 8560 Kkm, nach London 6752 km, nach Honolulu 4864 km, nach Leningrad 6112 km. Alaska ist also nicht so isoliert, wie man meint. Keineswegs verwunderlieh, daß in einem wirklichen Weltkrieg, wie es der ge⸗- genwärtige erstmalig ist, Alaska zur Sensa- tion wird. Daß es in einem Kampf zwischen Japan und den UsA, um das sowjetische Problem einmal ganz beiseite zu lassen, von hoher Aktualität ist, ergibt sich schon daraus, daß Alaska der amerikanische Boden ist, der Japaän am nächsten kommt und die Aleuten von Alaska aus wie ein Keil gegen Japan vorstoßen. Nachdem qapans raumweite Ak- tion den Kreis seiner Abwehr bis an die Küsten Südafrikas, Australiens und bis tief in den östlichen Paziflk vorgeschoben hat, bezieht es nun seinem Wesen und seiner bis- berigen Strategie getreu, offensive Verteidi- gungsstellungen im nördlichsten Paziflk, wo an der Beringsee drei der mäüchtigsten Staa- ten der Welt, USA, Rußland und Japan an-— einanderstoßen und sich eine Dreiländerecke ergibt, die im weiteren Verlauf des Krieges gewiſß noch von sich reden machen wird. Dr. Heinz Berns. „Räder müssen rollen, müssen rollen jür den Sieg“ Staatssekretür Ganzenmüller zum Thema der Verkehrsaktivierung/ Wagen für das doppelte Gleisnetzi (Eigene Meldung des„HMB“) pl. Berlin, 11. Junl. Das Thema von heute und das Thema von morgen ist der Verkehr. Ihn flüssiger zu hal- ten, seine Leistungsreserven zu mobilisieren, ist das Ziel, das in den nächsten Wochen und Monaten erreicht werden muß. Diesem Ziel dient die Anordnung des Reichsmarschalis vom 31, Mai, die Anordnung des Reichsver- kehrsministers zur Beschleunigung des Trans- portmittelumlaufs vom 3. Juni, die Anord- nung des Reichsinnenministers über die Be- reitstellung von Ladekolonnen und die An- ordnung des Reichswirtschaftsministers zur Rationalisierung des Verkehrs. Alle diese Anordnungen, zu denen auch das Trans-— portverbot für bestimmte, weniger kriegs- wichtige Erzeugnisse gehört, schaſften aber die Voraussetzungen dafür, daß nach eini- gen Monaten wieder eine gewisse Lockerung auf verkehrswirtschaftlichem Gebiet Platz greifen Kann. Staatssekretär Ganzen müller, der erst vor ganz kurzer Zeit sein wichtiges Amt übernommen hat, konnte sich bereits in den wWenigen Tagen seit Ende Mal das Rüstzeug schaffen, um den Engpäßverkehr zu über- Winden. Drastische Mittel hat er dafür ein- gesetzt. Wie er vor der Pressekonferenz am Donnerstag mitteilte, steht seine Arbeit im Zeichen des Mottos:„Käder müssen rollen, müssen rollen für den Sieg“. Der Staatssekretär wies auf die Tat- säche hin, daß in fast allen Ländern— und das gilt aueh für Deutschland— die Trans- portlage nicht gerade einfach ist. Wie aber konnte es kommen, daß Reiehsbahn, Bin- nenschiffahft, Seeschiffahrt usw. nicht überall in der Lage waren, die ihnen gesetzten Aufgaben zu erfüllen? Ganzenmül- lers Erklärung dafür ist einfach: Wir haben eine Erweiterung des Strecken-— netzes seit 1937 um das Doppelte erlebt. Nicht nur das. Die Erweiterung des Fahrzeugparkes konnte, das ist verständlich, nicht damit Schritt halten. Eine ungeheure Vergrößerung der Umlaufszeit Mit Sperrmixern aui Poslen Minensuchflottillen räumen Schiffahrtswege im verseuchten Finnenbusen PK., 11. Juni Die durch Stukaangriffe und Fernkampf- artillerie dezimierte Sowjetflotte liegt in ihren letzten Zufluchthäfen Kronstadt und Leningrad. Sie hat vor allem durch unseren erfolgreichen Minenkrieg zu Anfang des Ost- feldzuges trotz ihrer beachtlichen Stärke nie- mals entscheidend in die Ereignisse eingreifen können. Der Finnenbusen aber ist nun ver— seucht durch Minen aller Art, deutschen, fin- nischen und sowjetischen. Jede Meile Fahrt in diesem Seegebiet ist ein Wagnis. Dennoch ist es für uns wichtig, Nachschub für die Kampffront über See heranzuschaffen. Des- halb sind die Minensuchflottillen in dauern- dem Einsatz, um die gefährlichen Teufelseier unschädlich zu machen und sichere Schiff- fahrtswege zu schaffen. Eine Minensuchflottille in einem baltischen Hafen. In frühester Morgenstunde ist seeklar. Voran das Führerboot, verläſt die Flottille das Hafenbecken und formiert sich auf der Reede in Kiellinie. Die Boje wird ange- steuert, die das Ende des bisher geräumten Streifens andeutet. Dann wird das Suchgerät ausgebracht und versenkt. Die Boote der Flottille fahren nach rüekwüärts gestaffelt, je- des Boot im Schutz des Geräts des Vorder- manns, um nicht selbst plötzlich auf eine Mine zu brummen. Immerhin, hundertpro- zentig ist diese Sicherheit nicht; es muß mit allen Möglichkeiten gerechnet werden. Das Vorschiff als der gefährdetste Teil wird des- halb geräumt; die Besatzung muß sich, soweit irgend möglich, an Oberdeck aufhalten. Wir stehen achtern auf dem Führerboot. Endlich ist es auch hier, im Norden der Ostfront, Frühling geworden, sehr spät in diesem Jahr. Gestern war es noch ungemütlich; aber heute brennt die Sonne mit aller Kraft auf uns herab und flimmert auf der spiegelblanken sSee, so daß die Augen schmerzen. Die Schwimmkörper, die das Suchgerät tragen, reißen weiſſe Schaumstreifen auf. So legen die Boote Meile um Meile zurüek, fahren einen Anlauf nach dem andern, und die ge- räumte Gasse wird immer breiter. Zwei Obergefreite, erfahrene Sperrmixer, stehen am Heck und beobachten das Gerät. Sie stehen dort Stunde um Stunde, vierzehn oder sechzehn Stunden hintereinander, bis das Boot wieder an der Pier festgemacht hat. Essen können sie nur so zwischendurch, ste- hend, den Teller in der Hand. Ab und zu, wenn etwas nicht ganz klar zu sein scheint, nimmt einer ein Glas zur Hand und beob- achtet lange, schweigend. Die beiden haben scharfe, geübte Augen; besonders Paul, der Walfangmann, entdeckt schon mit blohem Auge nur so in einfachem Einsehen jedes Flugzeug, das andere nicht einmal mit dem Glas finden können. Die beiden Sperrmecha- niker sind stets guter Laune und zufrieden; niemals wird es ihnen zuviel. Willi, der quecksilbrige Berliner, führt ohne Pause schnoddrige Sprüche im Munde. Paul da- gegen sagt nicht viel. Wenn er einmal spricht, dann nur vom Walfang. Er träumt davon, sofort nach dem Kriege wieder in die Aut- arktis hinauszufahren, und sieht sich schon als Harpunierer auf einem Fangboot. Paul und Willi sind ein Herz und eine Seele, ein unzertrennliches Zweigespann, so verschieden sie auch äußerlich scheinen. Keiner versteht es wie Paul, beim Ausbringen und Einholen des Geräts die Winsch zentimetergenau z⁊zu dirigieren, und Willi sieht seinen Ehrgeiz, das Gerät seines Bootes àls Erster Kklar zu haben, stets von Erfolg belohnt.„Von denen kann mancher noch etwas lernen“, sagte der Kommandant. Plötzlich ein scharfer Ruck in der Leine. Eine Mine hat sich gefangen und ist durch die scharfen Messer des Greifers von ihrer Verankerung losgeschnitten worden. Sie springt aus dem Wasser und torkelt hin und her. Blitzschnell hat Willi im gleichen Augen- blick die Minengefahrboje geschnappt und mit mächtigem Schwung über Bord sewor- fen. Das folgende Boot ändert sofort seinen Kurs, um nicht auf die Mine zu rennen, und knallt einige Salven mit der Zwozentimeter auf das Ungetüm. Die Mine säuft still- schweigend ab und wird wohl für alle Ewig- keit auf dem Grunde des Meeres liegen. Manchmal aber, wenn die Bleikappen getrof- ken werden und zünden, geht die zentner- schwere, sprengstoffgefüllte Kugel mit müch- tiger Detonation hoch, so daß es sich emp- flehlt, schleunigst Deckung zu suchen. Die Flottille nimmt immer wieder einen neuen Anlauf. Einmal haben wir Pech. Eine Sprengboje fängt sich s0 unglücklich im Suchgerät, daß sie detoniert und Schwimm- körper und Scherdrachen verloren gehen. Das Boot schert für kurze Zeit aus dem Verband; aber der Schaden ist bald von den fixen Sperrmixern behoben, die Suchfahrt kann Weltergehen. Am Abend, als die Dämmerung hereinbricht und wir ein für die Fischerei freigemachtes Gebiet durch Bojen bezeichnet haben, läuft die Flottille geschlossen wieder in den Hafen ein. Und morgen geht es in aller Frühe wieder hinaus. Kriegsberichter Dr. Hanns H. Schultze. der Wagen und Lokomotiven ist eingetreten. Die relative Ausweitung des Fahrzeugparkes ist wesentlich geringer als die Vergrößerung der Transportweite. Man darf auch nicht vergessen, daß Tausende von Lokomotiven und zigtausend von Güter- wagen heute im Osten laufen. Das bringt, wie Dr. Ganzenmüller betonte, zwangsläufig eine gewisse Transportraumleere in der Hei- mat mit sieh. Der Staatssekretär des Reichsverkehrs- ministeriums konnte andereèrseits auf die er- freuliche Tatsache hinweisen, daß ein um- fangreiehes Fahrzeugprogramm in der Auslieferung befindlich ist. Die Ent- lastung, die sich daraus ergeben wird, wird aber erst in einigen Monaten eintreten. Da- her gilt es, in den nächsten Wochen den vorhändenen Engpaß mit anderen Mitteln zu überwinden. Das aber bedarf der Mit- hilfe aller Volksgenossen. Schon in Kürze kommen die Transportverbote für bestimmte Güter heraus. Einige Einschränkungen im Personenverkehr werden vorgenommen, s0 2. B. Beschränkung bei den Schlafwagen- plätzen, der Wegfall der Speisewagen, die ja ohnehin in der letzten Zeit fast nur noen als-Zugwagen benutzt wurden. Das sind die Sofortmaßnahmen. Auch sonst werden noch andere Maßnanmen zur Entspannung der Wagengestellung durchge- führt. Es wird dafür gesorgt, dahß Güter nicht von einem Gebiet ins andere spazleren- gefahren werden. Die Binnenschiffahrt hat frotz der eingetretenen großen Verkehrsver- lagerungen und trotz der Minderbemannung der Schiffe, der Minderbelieferung mit Treſb⸗-⸗ stofken usw. allein im Jahre 1941 die Um- schlagsleistungen der Häfen um 25 Millionen Tonnen steigern können. Das ist nicht zu- letzt der zeͤntralen Steuerung des Verkehrs- mitteleinsatzes, der Eingliederung der Schif- fahrtsorganisationen in die Verkehrsleitun- gen der Reichsbahn zu danken. In Berlin ist in diesem Sinne jetzt die Zemralverkehrs- leitstelle errichtet worden, die sich auf drei Gebietsverkehrsleitstellen und auf Bezirks- leitstellen bei den Reichsbahndirektionen stützt. Staatssekretär Ganzenmüller betonte dabei nochmals, wie wichtig die Mithilfe des schaf- fenden Volkes ist. Man ist im Begriffe, eine Propagsndaaktion starten zu lassen, um die 4 Eisenbahner auf die Wichtigkeit all dieser Erfordernisse hinzuweisen. Auch im Eisen- bahnpersonal stecken trotz seiner außer- ordentlichen Leistungen noch Reserven. So sehen wir denn, daß auf der ganzen Linie die Kräfte aktiviert werden, um den Engpahßverkehr zu überwinden. In Eng- land haben wir heute noch viel größere Schwierigkeiten, weil Schiffstransporte auf unzulängliche Bahnstrecken umgelenkt wer⸗ den müssen. Die Japaner haben in die- sem Augenblick eine zentrale Verkehrs- lenkung eingeführt. Es ist im Kriege eben so, daß ein flüssiges Transportwesen ebenso wichtig wie gute Waffen ist. Auf Grund der neuen Malßnahmen aber werden wir senon in den nächsten Monaten eine erfreuliche Entlastung im Vverkehr spüren. ——— 3 4 10* 3 4 e Laazarettbesuch des Duce Rom, 11. quni.(HB-Funk) Am Mittwochnachmittag nahm der Duce unerwartet an einer vom Marineministerium in Gemeinschaft mit dem Volksbildungsmini- sterium veranstalteten Aufführung für italie- nische und deutsche Verwundete und Solda- ten in der römischen Oper teil. Der Duce, der von Parteisekretär Minister Vidussoni beglei- tet war, wurde bei seinem Erscheinen begei- stert gefeiert. Anschliefend besichtigte der Duce ebenfalls in Begleitung von Parteisekre- tär Vidussoni die Ausstellung im Felde ste- hender italienischer Künstler. Malta macht Bilanz Stockholm, 11. Juni.(HB-Funk) Zum zweiten Jahrestag des ersten Angriffes auf Malta gibt das englische Reuterbüro eine Zusammenstellung der Luftangriffe auf Malta, in den zwei Jahren habe die Insel Malta 2537 Alarme, 492 Tagesangrifle und 574 Nachtangriffe gehabt. vom 4. Dezember 1941 ab gab es nur einmal einen Tag ohne An- an dem es auch in der Nacht ruhig blieb. Am 7. Februar 1942 hatte Malta 17 Alarme innerhalb von 24 Stunden. Seitdem sich in Nordafrika ein Kriegsschau- latz von steigender Bedeutung entwickelt hat und die Sicherung des Nachschubes für die Achsenmächte an Dringlichkeit gewann, ist die Insel Malta nicht zur Ruhe gekommen. Auch der heutige OKW-Bericht stellt fest, daß britische Flugplätze auf Malta bei Tag und Nacht mit Bomben belegt wurden und deutsche und italienische Jäger acht britische Flugzeuge vernichteten. „Wohl möglichl“ Berlin, 11. Juni.(HB-Funk) In Washington wurde offlziell verlautbart, daſz die japanische Behauptung, japanische Streitkräfte seien auf den Aleuten gelandet, eine Re Erfindung“ darstelle. Einen mehr als aufschlußreichen Kommentar zu dieser of- fiziellen Verlautbarung gibt der Neuyorker Neues in wenigen Teilen bie Goethe-Medaille für Professor Dr. Heffter. Der Führer hat dem ordentlichen Professor Ge- heimen Höfrat Dr. Lothar Heffter in Frei- burg im Breisgau aus Anlaß der Vollendung seines achtzigsten Lebensjahres in Würditzung seiner grundlegenden wissenschaftlichen Arbei- ten auf dem Gebiete der Geometrie und der Topologie die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Carl Anders f. Der Geschäftsführer des Reichs- verbandes der deutschen Zeitungsverleger, Rechtsanwalt Carl Anders, ist plötzlich an einem Herzschlag im zweiunddreißigsten Lebensjahr verschieden. Ungarische Arbeitspflicht für Juden. Der un- arische Kriegsminister General Bartha kün- diste den Entwurf eines Zusatzes zum Wehr- gesetz an, der die Ausschaltung der Juden aus dem Wehrdienst und die Regelung der Arbeits- pflicht für Juden vorsieht. Die ungarische Re- gierung erließ gleichzeitig eine Verordnuns, der- zufolge Juden vom 1. August dieses Jahres an nicht mehr Hausmeister oder Hausbesorger sein dürten. 50 Nachträglieh die goldene Tapferkeitsmedaille verliehen. Dem im Dezember 1941 an der Ost- front als Infanteriekommandeur der Division Torino gefallenen Generalmajor de Carolis wurde nachträglich die goldene Tapferkeitsme- daille verliehen. Am letzten Tag eines sieben Tage währenden Kampfes wurde Generalmajor de Carolis, der sich— wie immer— in der ersten Linie befand, von einer MG-Salve tödlich getroffen. Serrano sSuner besucht Graf Ciano. Auf pri- * vate Einladung des italienischen Außenministers, Graf Ciano hat der spanische Aufßenminister Serrano Suner in der Nacht zum Donnerstag zhu- sammen mit seiner Gattin eine Reise nach Italien angetreten. Berlitz-Schulen in Italien geschlossen. Alle in ltallen bestehenden Berlitz-Schulen sind vom italienischen Unterrichtsministerium im Einver- nehmen mit dem Außenministerium geschlossen worden. Drei schwedische Handelsmarine-Offlziere in Hongkong ermordet. Die schwedische Presse be- richtet von der Ermordung von drei Offlzieren der schwedischen Handelsmarine in Hongkons. Die Ermordeten gehörten der Besatzung des schwedischen Dampfers„Ningpo“ an, der aus Hongkong die Heimreise antreten sollte. Die Mörder seien chinesische Räuber. Die japapi- schen Besatzungsbehörden hätten sotort eine Untersuchung eingeleitet, melden die Blätter. Finnland schoß neunhundert Sowietflugzeutze ab. Finnischen Pressemeldungen zufolge sind in die- sem Kriege von der finnischen Luftwaffe und Flak bisher neunhundert Flugzeuge abgeschossen worden. Die meisten anerkannten Abschüsse hat Fähnrich Nissinen zu verzeichnen, der dreiund- zwanzig Sowietmaschinen zum Absturz brachte. Britische Offisiere verkaufen sich an Jüdinnen. In der letzten Zeit wurden auffallend viel Hoch- zeiten zwischen britischen Offlzieren und reichen Jüdinnen in Kairo und Alexandrien ausgeführt. Wie man in Sofla erfährt, bezeichnete auf einer jüdischen Versammlung der Oberrabbiner von Alexkandrien diese Tatsäche als ein gutes Zeichen für das Verhältnis zwischen den Juden und den Engländern. Die Bräute bringen meist 20 000 bis 25 000 Pfund in die Ehe mit. Mexikanische Flotte unter USA-Befehl. Der nordamerikanische Nachrichtendienst meldet, daß zum ersten Male Einheiten der mexikani- schen Kriegsflotte zusammen mit der USA- Marine in den Gewässern von Vacatan operier- ten. Dies bedeutet die Eingliederung der aus einem Kanonenboot und dreizehn Küstenwach- booten bestehenden, also nicht gerade impo-— santen mexikanischen Flotte in die nordameri- kanische Kriegsmarine. Drei australische Bundesstaaten gegen Steuer- 83 Die Regierung der drei australischen Bundesstaater Victoria, Queensland und South Australia haben nach Rundfunkmeldungen beim obersten australischen Staatsgerichtshof in Mel- bourne beantragt, die kürzlich zur Finanzierung der Kriegführung von der Bundesregierung ver- fügten Steuererhöhungen als verfassungswidrig zu erklären. „Tag der Zeit“ in Japan. In Japan wird am 10. Juni wie alljährlich der sogenannte„Tag der Zeit“ begangen. An diesem Tage, vor 1272 Jah- ren, wurde unter der Regierung des Kaisers Tenji die erste durch Wasser angetriebene Uhr in Japan in Betrieb genommen. Der Tag wird seit dreiundzwanzig Jahren gefeiert. Japans Unterseetunnel. Die erste Versuchsfahrt durch den Unterseetunnel, der Moji mit Schi- monoseki verbindet, wurde heute um 13.38 Uhr erfolgreich durchgeführt. Dwer Warenverkehr wird am 1. Juli eröffnet und der Personenver- kehr im Oktober. Nachrichtendienst, der folgende geradezu klas- sische Formulierung findet.„Die Aleuten sind zum Teil unbewohnt und die amerikanische Marine kann es sich nicht zur Aufgabe ma- chen, tagtäglich alle diese Wüsteninseln ab- zusuchen. Es ist also wohl möglich, daß sich einige Japaner auf diesen unbewohnten In- seln herumtreiben.“ Eine offizielle Bestätigung für die Landung der Japaner wäre wirklich zu viel verlangt: dieses Geständnis des Neuyorker Nachrichten- dienstes ist deutlich genug. Düstere Tage Lissabon, 11. Juni.(Big. Meldung) Der Nachfolger Caseys, Sir Owen Dick- s on, der neue australische Gesandte für die USa, überreichte am Mittwoch dem Präsi- denten Roosevelt sein Beglaubigungsschrei- ben. Roosevelt sagte bei der Entgegennahme, Australien und die USA hätten gemein- sam düstere Tage durchgemacht, aber sie würden nicht verzagen. Anschliegend nahm Diekson an der Tagung des Pazifischen Kriegsrates teil. Spartätigkeit in England sinkt K Stockholm, 11. Juni. HB-Funk) Während sich in Deutschland die Spartätig- keit ständig erhöht, wie unlängst auf der Ta- gung des deutschen Sparkassen- und Girover- bandes für das Geschäftsjahr 1941 festgestellt wurde, ist die Spartätigkeit in England im Sinken. Die Londoner„Financial News“ ver- öfkentlicht Zahlen über die Entwicklung des britischen Sparens, die diese Tatsache ein- deutig belegen. Während in der letzten März- Woche noch 26,1 Millionen Pfund gespart wurden, sanken die Zahlen über 12,0 im April auf 10,1 in der letzten Mai-Woche. Unter die- sen Umständen wird die Wirkung des Spa- rens als Mittel zur Abschöpfung der auf der Wirtschaft Englands lastenden freien Kauf- kraft immer fragwüdiger. Das geht zu weit Vichy, 11. Juni.(Eig. Dienst) Guy de la Chambre, der ehemalige fran- zösische Luftfahrtminister und einer der Hauptangeklagten im Prozeß von Riom, hat die Dreistigkeit besessen, um seine Freilas- sung nachzusuchen. Das Gesuch wurde je- doch vom Obersten Gerichsthof abgelehnt. Das Verhalten Guy de la Chambres er- scheint jedoch bezeichnend für die Geistes- verfassung der französischen Kriegsschuldi- gen. In der französischen Presse wird daher immer wieder kritisiert, daß Leon Blum, Da- ladier und Genossen eine so nachsichtige Be- handlung erfahren und ihnen in ihrer Haft nichts fehlt. Holländischer Besuch im Ostland Riga, 11. Juni.(Eig. Dienst) Der niederländische Wirtschaftsminister und Präsident der Holländischen Bank, Rost van Tonningen, ist mit einer Wirtschaftsdele- gation in Riga eingetroffen und wird auf Ein- ladung des Reichsministers für die besetzten Ostgebiete eine Studienfahrt durch das ge- samte Ostland antreten. Schneidiger Jagdflieger Berlin, 11. Juni HB-Funk) Der Führer verlieh auf Vorschlag des Ober- befehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Hauptmann Seifert, Gruppenkomman- deur in einem Jagdgeschwader. Ritterkreuzträger gefallen Berlin, 11. Juni HB-Funk) Bei den im OGKW-Bericht genannten schwe⸗ ren Angriffskämpfen in Afrika ist Ritter- kreuzträger Oberst Hans-Lewin von Barby am 27. Mai seinen im heldenhaften Einsatz erlittenen Verwundungen erlegen. Die Sol- daten seines Regiments verlieren in ihm einen vorbildlichen, tapferen Kommandeur und sor- genden Vorgesetzten. Itallenisches Kriegsbeschädigten-Abzeichen ein- geführt. Auf Anordnung des Duce wird, wie am Mittwoch bekanntgegeben wird, von diesem Jahr ab ein besonderes Kriegsbeschädigten-Abzeichen eingeführt. Es soll jedes Jahr am 10. Juni, dem Jahrestag des Eintritts Italiens in den Krieg, in teierlicher Form verliehen werden. Nach 1 der einm Mächtig die Aug. über„Ii Zzupft sie chen Wi Aeuherer Freude sie aber sein. We unpassen „Warum“ Schtern? Von d keiner. S Fragerei. Verlegen Antwort Wissensd stillen ve zum Ein Fragen b gens die und frise lippen sp Babbe Er kann kein Bere noch Mu richsbrũüc dem Bem ginge? U Knien de nicht zu! aus. Nur „Mannem Mahnen unbesorgt pariert d sicher de sin doch Schmunze sichter de StolzZ. Hs Sage nocł Nur n Abschl stoffsa entspr. E Der im Fahrplan bezeichnet Mai und C in diesen einen sole merzeit bh Reisezugv. eingeschrö gebend bil. laubsverke Güterzuęgf. den, daß Schwanku Schaffung ter dadu die europ: schliehlich richten. Auel Neben Frauen, vc Volksgeno- getragene an, ob auc zugeführt sehr willk stungs- u Wege wie den. Es is Arbeitskräà schleiß an ren Arbeit im Freien angezogen tragene W diese auf d quittiert. wird sie al solcher der Bes Sie habe Sennheim. stolzen G. Räume des einem sche vor der F reich gefũ berühmt v haben die nach der Familie d: für den v nahmt wut ger“ viel haben eine der hellen Schränke, verschwene einrichtune als Musikz Ben sich d schönen V. Raum geze tadellos ge Maiden sin zelnen Bäv ganz erheb Sie haben. elsässischer müssen. A „ihre“ Hel Neben d- schon die gebaut, die 21 ig mit Treſb- 41 die Um- 25 Millionen st nicht z⁊u- es Verkehrs- g der Schif- rkehrsleitun- In Berlin ist ralverkehrs- zich auf drei auf Bezirks- indirektionen etonte dabei fe des schaf- Zegriffe, eine sen, um die it all dieser h im Eisen- iner außer- aserven. der ganzen len, um den In Eng- viel größere insporte auf gelenkt wer⸗- aben in die- 2 Verkehrs- Kriege eben vesen ebenso if Grund der n wir schon erfreuliche eradezu klas- Aleuten sind merikanische Aufgabe ma- eninseln ab- ich, daß sich wohnten In- die Landung riel verlangt: Nachrichten- zig. Meldung) wen Dick- mate für die dem Präsi- igungsschrei- gegennahme, gemein- amacht, aber Anschließend S Pazifischen id sinkt i.(HB-Funk) ie Spartätig- auf der Ta- und Girover- 1 festgestellt England im Neuvws“ ver- vicklung des atsache ein- etzten März- und gespart 12,0 im April e. Unter die- ng des Spa- der auf der freien Kauf- (Eig. Dienst) malige fran- einer der n Riom, hat ine Freilas- wurde je- abgelehnt. ambres er- die Geistes- riegsschuldi- wird daher Blum, Da- isichtige Be- ihrer Haft Ostland (Eig. Dienst) minister und k, Rost van tschaftsdele- ird auf Ein- lie besetzten reh das ge- ger 1(HB-Funk) àag des Ober- hsmarschall nen Kreuzes denkomman- allen 1(HB-Funk) nten schwe⸗ ist Ritter- on Barby kten Einsatz n. Die Sol- in ihm einen sur und sor- bzeichen ein- wird, wie am diesem Jahr -Abzeichen 0. Juni, dem len Krieg, in Groſß-Mcannheim ———————— Freitag, den 12. Juni 1942 Kolclatolꝶ Nach langer Pause sitzt der Urlauber wie- der einmal mit seinem Jüngsten in der OEG. Mächtig stolz gebärdet sich der Kleine. Auen die Augen der Mutter strahlen vor Glücn über„ihren, Soldaten“. Alle Augenblicke zupft sie an dem Blüschen oder dem Hös- chen Willis herum, damit Vater auch am Aeußeren seines Nachwuchses Freude habe. So uneingeschräankt scheint sie aber ihrer Empfindung nach nicht zu sein. Weil das Plappermündchen bei jeder unpassenden Gelegenheit dazwischenfährt. „Warum-hot denn der Soldat do driwwe kee Schtern?“ Von den gedrängt Stehenden döst heute keiner. So viel Spaß macht ihnen. die wilde Fragerei. Der Vater indes gerät nicht in Verlegenheit. Er hat stets eine erklärende Antwort bereit, die zwar den unbändigen Wissensdurst des Kleinen nicht restlos zu stillen vermag, ihn aber doch vorübergehend zum Einschwenken seiner weitausholenden Fragen bringt. Bis das„Hoppeln“ des Wa- gens die kindliche Phantasie neu beflügelt und frische Einfälle aus den roten Knaben- lippen sprudeln läßt. „Babbe! Kummt jetzt bald de Heidelberg?“ Er kann nicht verstehen, daß Heidelberg kein Berg, sondern eine Stadt ist. Hatte nicht noch Mutter vor der Abfahrt an der Fried- richsbrücke nach den Bergen gewiesen mit dem Bemerken, daß es jetzt nach Heidelberg ginge? Unruhig rutscht der Knirps auf den Knien des Urlaubers herum. Er weiß sich nicht zu helfen, so festtäglich sieht es in ihm aus. Nur der Mutter will das waschechte „Mannemer Göschel“ nicht gefallen. Alles Mahnen gleitet an dem strahlenden Panzer unbesorgten Knabenherzens ab. Lächelnd pariert der kleine Mann dennoch, sieges- sicher den Vater anblickend:„Awwer mir sin doch aus Mannem? Odder nit?“ Ein Schmunzeln schleicht sich in die müden Ge- sichter der Mitfahrenden über so viel Lokal- stolz. Hat er nicht recht, der kleine Willi? Sage noch einer hk. Nur noch wenige Tage trennen vom Abschluß der Altkleider- und Spinn- stoffsammlung. Hast auch du deinen entsprechenden Beitrag zum Erfolg geleistetꝰ Erstmalig Jahresfahrplan der Reichsbahn Der im Mai 1942 in Kraft getretene neue Fahrplan wird erstmalig als Jahresfahrplan bezeichnet, während bisher der Fahrplan im Mai und Oktober wechselte. Erstmalig wurden in diesem Jahr die Vorbedingungen für einen solchen Fahrplan geschaffen. Die Som- merzeit bleibt ganzjährig wie bisher. Der Reisezugverkehr ist auf ein bestimmtes Maß eingeschränkt, das für das ganze Jahr, maß- gebend bleibt. Zusätzlicehe Züge für den Ur- laubsverkehr sind nicht vorgesehen. Der Güterzugfahrplan kann also so gestaltet wer- den, daß er die Fahrmöglichkeiten für alle Schwankungen des Jahres bereitstellt. Die Schaffung des Jahresfahrplanes wurde wei— ter dadurch ermöglicht, daß sich jetzt die europäischen Nachbarverwaltungen aus- schließlich nach dem deutschen Fahrplan richten. Auch Wäsche wird gebraucht Neben Oberkleidung für Männer und Frauen, vor allem auch Mäntel, bringen viele Volksgenossen zu den Sammelstellen auch ab- getragene Wäsche und fragen immer wieder an, ob auch diese einer weiteren Verwendung zugeführt wird. Noch tragbare Wäsche ist sehr willkommen und wird den Front-, Rü- stungs- und Landarbeitern auf demselben Wege wie die Oberkleidung zugeführt wer- den. Es ist verständlich, daß neu eingesetzte Arbeitskräfte auch einen viel größeren Ver- schleiß an Wäsche haben als an ihren frühe- ren Arbeitsplätzen, wenn sie nun zu Arbeiten im Freien oder in den Industriebetrieben her- angezogen werden. Die Hausfrauen, die ge- tragene Wäsche entbehren können, erhalten diese auf der Bescheinigung unter„sonstiges“ quittiert. Soweit die Wäsche zerrissen ist, wird sie als Altspinnstoff mitgewogen und als solcher der Verwertung zugeführt. Sie haben es gut, die Arbeitsmaiden in Sennheim. Und sie führen auch mit einer stolzen Genugtuung uns durch sämtliche Räume des kleinen Schlosses, das mitten in einem schönen Park liegt und schon lange vor der Rückkehr des Elsasses durch den reich gefüllten Weinkeller seines Besitzers berühmt war. Diesen Weinkeller allerdings haben die Maiden nicht mit übernommen, als nach der Flucht der französisch gesinnten Familie das schön eingerichtete Landhaus kür den weiblichen Arbeitsdienst beschlag- nahmt wurde. Aber sonst bietet dies„La— ger“ viel Annehmlichkeiten. Alle Zimmer haben eine Aussicht auf den Park hinaus, in der hellen Wandtäfelung viele eingebaute Schränke, und besonders auffallend ist die verschwenderische Einstreuung von Bade- einrichtungen im Hause. Die Diele unten ist als Musikzimmer ausgestattet, daran schlie- hzen sich die Aufenthaltsräume an mit einer schönen Veranda. Im Keller wird uns ein Raum gezeigt, in dem für jedes Mädel ein tadellos geputztes Fahrrad steht. Von den 35 Maiden sind jeden Tag 28 zur Hilfe bei ein- zelnen Bäuerinnen unterwegs, und da sind ganz erhebliche Entfernungen zurückzulegen. Sie haben sich gegen das Migtrauen des elsässischen Landvolks erst durchsetzen müssen. Aber heute möchte keine Bäuerin „ihre“ Helferin mehr missen. Neben der blitzsauberen Küche sehen wir schon die vielen Schüsseln mit Kuchen auf— gebaut, die man für den zahlreicnen Besuch selne reine menschneiders Drei Juhilaen der verhundenheit mit der Schwesterstadt Stählernes Doppelband zwischen Mannheim und Ludwigshafen * Die Zeit vergeht und rasch wird das Ver- gangene vergessen. Es war auch Vieles und Uberwältigendes, was in den letzten Jahren über uns dahingebraust ist, daß man schon vergessen konnte, wie es beispielsweise vor zehn Jahren an unserer Rheinbrücke ausge- sehen hat. Wer weiß denn noch, wie er mit seinem Auto, Motor- oder Fahrrad damals oft auf der Brücke von einer langen Kette von Fahrzeugen, die sich im Schnecken-— tempo fortbewegten, eingekesselt war; wer weiß noch, daß ein Pferdefuhrwerk, ja ein Handkarren den Verkehr zwischen Ludwigs- hafen und Mannbheim ins Stocken bringen konnte? Es waren wahrhaftig kleinstädtische Zu—- stände, die an dieser Brücke herrschten. Trotzdem dauerte der Kampf um eine neue Brücke jahrzehntelang und scheiterte immer wieder an Unstimmigkeiten zwischen den Ländern Bayern und Baden, an Kompetenz- schwierigkeiten zwischen Reich, Staat und Gemeinden und nicht zuletzt am Widersfand der französischen Besatzungsbehörden, die dem Plan dreier neuer Rheinbrücken be⸗— gegneten. Vor zehn Jahren Endlich waren diese Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt. Am 25. September 1930 erfolgte der erste Spatenstich zum Bau der neuen Brücke. Am 20. Juni 1932 war die Brücke soweit fertiggestellt, daß sie der erste Zug passieren konnte. Fieberhaft wurde in der letzten Nacht noch gearbeitet. Beim Schein elektrischer Lampen erstellten hun- dert Mann die neuen Sperranlagen. Um.20 Uhr ging der Eilgüterzug 5393 im Haupt- Hleine Mannneimer Stadtchronik Aus dem Mannheimer Kunstverein Der Vereinsvorsitzende Dr. W. Bergdolt konnte im Geschäftsbericht erfreulich fest- stellen, daß auch im Kriegsjahr 1941/2 alle vorgesehenen Ausstellungen durchgeführt werden konnten. Einen weiteren Schritt zur Erfüllung einer zeitgemäßen Kunstpflege be- deutet die Ehrengabe an Mitglieder, die an den jährlich stattfindenden Verlosungen nichts gewinnen. In Form eines Geschenk- bandes aus dem Bereich der bildenden Kunst konnte sie erstmals verteilt werden. Mit einem Lichtbildervortrag eigener Note wartete dann Heinrich Hölzlin, unser bekannter heimi— scher Künstler auf. Abseits der Heerstrahe gelangen ihm mit einer, immer treffend charakterisierenden Kamera Ausschnitte aus deutschem Land, die vom reichbewegten Auf und Ab geschichtlichen Schicksals nicht weniger kündeten, als vom Reichtum schöp-— ferischer kulturgestaltender Kräfte in die- sem Raum. Was er hier mit unbestechlichem Blick für das Schöne und Echte, einfing, im- mer unterstützt von einem reichen geschicht- lichen und kulturhistorischen Wissen run— dete sich zum erhebenden Bild deutschen Lebens und Kulturwillens schlechthin: ob es eine der vielen Plastiken Tilmann Rie- im Frankenland zeigte, ob eine der unsterblichen Bauschöpfungen Diet- zenhofers, obh Bauten der Baumeister der Grafen Schönborn, der Balthasar Neumann, Maxim. Welsch oder der Parlerfamſlie, ov er dort einen die Zeit verachtenden Berch— krit, die trutzige Wehrhaftigkeit Möckmühls oder des Twiels vor den Beschauer stellte, oder hier schlicht einfach ein Fachwerkhaus, oder das Bekenntnis zum Bürgersinn im Kostbar gezimmerten Rathaus. Offene Ausbildungsstellen nur noch bis zum 1. Oktober melden Die zunehmende Verknappung an Jugend- lichen hat die Betriebe veranlaßt, Anfrage auf Zustimmung zur Einstellung von Lehr- lingen und Anlernlingen zum nächsten Ein- stellungstermin zu wiederholen, wenn vom Arbeitsamt die Besetzung der Lehrstellen nicht möglich war. Da dies eine erhebliche Belastung für die Organisation der gewerb- lichen Wirtschaft und für die Arbeitsämter bedeutet, hat der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz angeordnet, daß die An- träge für die Oster- und Herbsteinstellung künftig nur einmal im Jahr, und zwar bis zum vorhergehenden 1. Oktober, einzureichen sind. Diese Regelung gilt nur für das Alt- reich. Zurückstellung vom Pflichtjahr Gegenüber der Notwendigkeit, den Betrie- ben der Rüstungswirtschaft die vorhandenen weiblichen Arbeitskräfte zu erhalten, müssen andere Belange gegenwärtig zurücktreten. Der Generalbevollmächtigte für den Arbeits- einsatz hat daher die Arbeitsämter gebeten, bis auf weiteres davon abzusehen, weibliche Jugendliche, die unter Zurückstellung vom Pflichtjahr in Betrieben der Rüstungswirt- schaft einschließlich der kriegswichtigen che- mischen Industrie eingesetzt sind, nach Ab- lauf der Zurückstellungszeit heranzuziehen. Das gleiche gilt für weibliche Jugendliche, die ihre Lehre in solchen Betrieben beendet haben. In beiden Fällen sind die Jugend- lichen vom Pflichtjahr weiter zurückzustellen. Zesuch bei den Irheitsmaiden in Sennheim aus der badischen und elsässischen Presse als Probe hausfraulichen Könnens gebacken hatte. Von einer künstlerisch begabten Hand waren kleine neètt bemalte Tischkärtchen neben die Gedecke gestellt und von den üppigen Blumenrabatten des Parks war viel zum Empfang der Gäste in das Haus ge— bracht worden. Es herrschte eine frische, fröhliche Stim- mung unter den jungen Schwäbinnen, Elsäs- serinnen und Badnerinnen und man merxkte, dahß ihnen dieses Halbjahr der kamerad- schaftlichen Gemeinschaft und des selbst- josen Einsatzes eine aufgelockerte, erlebnis- reiche Zeit ist, ohne Zwang und Enge, die sie nur ungern zu Ende gehen sehen werden. Auch die Schönheiten und Bequemuichkeiten dieses Landsitzes verdrängen nicht die schlichte Lebenshaltung, die in Unterricht, Sport und Kunst neben dem fünftägigen Einsatz in der Woche die echte Fraulichker dieser jungen Menschen formt, Man schieq nur ungern aus dem lustigen Kreis, dessen Gastlichkeit gegenüber den im Hause sonst nur seltenen Männern eine dankbare Erinne- rung hinterläht. Wir konnten hier erfahren: Auch in dem wiedergewonnenen Reichsland links des Rheines, um das gerade hier am Fuß des Hartmannsweilerkopfes im ersten Weltkrieg einst so erbittert gekämpft wurde, Wwahrt deutsche Jugend ihren starken Glau- ben und zeigt sich frohgemut den schweren Anforderungen dieser Kriegszeit gewachsen. —— * Ehrenurkunden für Hinterbliebene der Kriegsmarine Im Marineverordnungsblatt ist eine Ver-— fügung erschienen, wonach ab sofort für die Dauer des Krieges den nächsten Angehörigen der Gefallenen und Verstorbenen der Kriegs- marine eine Ehrenurkunde über den ehren- vollen Tod ihres Angehörigen auszustellen ist. Diese Ehrenurkunde wird durch den zu-— ständigen Vorgesetzten ausgefertigt und möglichst zugleich mit der Benachrichtigung über den Todesfall den Angehörigen über- sandt. Solche Ehrenurkunden sind bestimmt in je einer besonderen Ausfertigung für An- gehörige von Gefallenen oder infolge Ver- wundung verstorbener und für Angehörige aus sonstigen Gründen Verstorbener. Für die rückliegende Zeit kann auf Antrag der An— gehörigen die Ausstellung einer Ehren— urkunde nachgeholt werden. Der Reichsbund für Vogelschutz führt am kom- menden Sonntag seine 6. vogelkundliche Wan— derung durch. Treffpunkt 9 Uhr an der Halte- stelle Waldpark. Die Leitung hat F. Sachs inne. Der Pfülzerwaldverein tritt am Sonntag mit seiner 6. Wanderung auf den Plan. Ziel ist die Haardt. Achtung, Geldbeuteldiebstähle. In den letzten Tagen wurden von der Kriminalpolizei Ludwigs- hafen eine gröhßere Anzahl Geldbeutel sicherge- stellt, die aus Handtaschen von Frauen in Kauf-— häusern, Eisdielen und Wochenmarkt gestohlen wurden. Die Eigentümer werden ersucht, sich umgehend bei der Kriminalpolizei einzufinden. Gleichzeitig werden zwei Frauen, die am Sams- tag, 6. Juni, in einem Hause in der Jahnstraße ihre gestohlenen Geldbeutel abgeholt haben, er- sucht, zwecks Rücksprache bei der Polizei zu erscheinen. Opfer der Sommerfreuden. Am Strandbad Ludwigshafen wurde die Leiche eines achtjähri- gen Schülers geländet, der in der vergangenen »Woche sich zu weit ins Wasser hinausgewagt hatte und unterging. Soldatengrüße von der Front erreichten das HB von Fritz Altenbrand und jij-Standarten-Oberjunker Helmut Münch, Wir gratulieren. Seinen 35. Geburtstag feierte Heinrich Doll, Mannheim-Rheinau, Wachenburg- straße 20.- Heute begeht seinen 70, Geburtstag Ja- koh Haßlinger, Orchesterdiener i.., Mannheim, bahnhof Ludwigshafen ab und passierte als erster Zug die Brücke. Mit Tannengrün und Blumen war er geschmückt und trotz der frühen Stunde hatten sich zahlreiche Zu-— schauer eingefunden, die Zeugen dieses Er- eignisses sein wollten. Von einer Feier hatte man Abstand genommen. Die Einweihung fand erst im November nach der Umgestal- tung der alten Brücke zur Straßenbrücke statt. Acht Tage nach der Eröffnung des ein- gleisigen Zugverkehrs wurde auch das zweite Gleis in Betrieb genommen. Fünfundsiebzig Jahre Rheinbrücke Ubrigens feiert auch die alte Brücke, die seit dem 25. Mai 1936 den Namen Schlageter- brücke trägt, in diesem Jahr ein Jubiläum. Sie wurde im Jahre 1867, also vor fünfund- siebzig Jahren, fertiggestellt, nachdem sich Bismarck nachdrücklich für ihre Erbauung eingesetzt hatte. Am 25. Februar 1867 pas- sierte der erste Eisenbhahnzug die Brücke. Das zweite Bahngleis wurde am 10. August in Betrieb genommen. Von der geplanten Ein- Weihungsfeier nahm man wegen der damals herrschenden Cholera Abstand. Die Brücke war vorerst nur von der Rhein- lust her zu erreichen. Die Auffahrt vom Schloſßß her wurde erst zehn Jahre später fertiggestellt. Im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Bau der Rheinbrücke stand die Verlegung des Mannheimer Hauptbahnhofs von der„Hasen- hütte“ an seine jetzige Stelle. Wir feiern also in diesem Jahr drei Jubi- läen der Verkehrsverbindung mit unserer Nachbarstadt: Die Eröffnung des Eisenbahn- verkehrs auf der Schlageterbrücke vor fünf- undsiebzig Jahren, die vor kurzem erwähnte Aufnahme des Straßenbahnverkehrs mit Lud- Wigshafen vor vierzig Jahren und den Bau der neuen Eisenbahnbrücke vor zehn Jahren. Nun spannen sich die Brücken wie ein stählernes Doppelband von Ufer zu Ufer und ungehemmt pulst auf, ihnen der Blutstrom des Verkehrs des gewaltigen Wirtschaftsge- bietes Mannheim-Ludwigshafen. Vs. Hornx- 5T70=+F SANMNTNUNe — — Die kleine Spinnstoßf-Faser spricht: „Gib doch die alten Dinger her, Du trägst sie alle doch nicht mehr!“ Zeichnung: Franke-Scherl Sronr UVD SpIEI) Finnlands Marschall an von Tschammer und Osten Reichssportführer Hans von Tschammer und Osten hatte Marschall Mannerheim zu seinem fünfundsiebzigsten Geburtstag ein herzliches Glückwunschschreiben gesandt, in dem ihm der Gruß des Reichssportführers und des gesamten deutschen Sports überbracht wurde- In seinem Antwortschreiben sagt Marschall Mannerheim unter anderem: „— lIch bitte, meinen aufrichtigen warmen Dank für die äußerst freundlichen Glückwünsche zu meinem fünfundsiebzigsten Geburtstag ent- gegenzunehmen. Gleichzeitig spreche ich die Hoffnung aus, daß die Zeit bald kommen möchte, wo sich deutsche und finnische Sports-— leute wieder in friedlichem, edlem Wettkämpf begegnen können.“ Ringer im Meisterschaftskampf Um die noch zu vergebenden vier deutschen Meistertitel im Freistilringen bewerben sich am kommenden Sonntag in Fellbach bei Stutt- gart dreißig bekannte Ringer. Im Bantam-, Leicht-, Mittel- und Schwergewicht sind mit den Vorjahresmeistern Pulheim, Nettesheim(beide Köln) und Hornfischer(Nürnberg) drei haushohe Favoriten gegeben. Pulheim hat von den vier Mitbewerbern eigentlich nur seinen Vorgänger Bischoff Dortmuncd) zu fürchten. Nettesheim hat es schon etwas schwerer, denn unter seinen acht Gegnern befinden sich unter anderem Freund (Ludwigshafen), Heßberger(Frankfurt) und Weidner(Stuttgart). Im Mittelgewicht können beim Fehlen des Titelverteidigers Schweickert (Berlin) die Matrosen Laudin und Krauskopf so- wie Hering(München) eine erste Anwartschaft geltend machen. Im Schwergewicht hat Horn- fischer vor allem die Meisterringer Liebern (Berlin) und Peter Neuaubing) zu beachten. Deutsche Keglermeisterschaften Nachdem die Vorrundenkämpfe auf Asphalt- und Bohlenbahnen an den letzten Sonntagen in Eisenach, Halle, Frankfurt am Main und Zwickau auf Asphalt, in Harburg-Wilhelmsburg, Halber- stadt, Hannover und Berlin auf Bohle stattge- funden haben, steigen die Endkämpfe wie folgt: -Bahn: 27. und 28. Juni in Halle an der Saale; Asphalt: 28. Juni in Halle an der Saale; Bohle: 11. und 12. Juli in Wernigerode; Schere: 25. und 26. Juli in Kassel. Auf Scherenbahn wie auf-Bahn fallen die Vorschlußrundenkämpfe weg, dafür treten alle Gruppensieger direkt zu den vorgenannten End- kämpfen an. * Der verdienstvolle Verbandsführer des Deut- schen Keglerbundes, Paul Schluck(Wernige⸗- rode), der seit zwanzig Jahren die Geschicke des Keglerbundes gelenkt hat und zugleich auch Vorsitzender des Internationalen Keglerbundes gewesen ist, wurde am Montag im Alter von achtundsechzig Jahren von einem schweren Lei- den erlöst. Spanischer Segelflugrekord Nachdem erst in der vergangenen Woche ein neuer spanischer Segelflugrekord im Strecken- fliegen aufgestellt wurde, wird heute von einer neuen Bestleistung aus Huesca berichtet. Dort stellte der spanische Fluglehrer Julian Sevillao Pere: von der Segelflugschule in Huesca mit einer Maschine vom Typ Kranich einen neuen spanischen Rekord im Höhen- flug auf. Perez, der sich in 230 m Höhe vom Schlepptau eines Motorflugzeuges löste, erreichte eine Gesamthöhe von 2523 m. Lehrgänge für Männerturnen Um die turnerische Arbeit auf breitere Grund- lage zu stellen, wurde der Bezirk in drei Stütz- punkte— Mannheim, Schwetzingen, Weinheim— geteilt. Am kommenden Sonntag führt jeder die- ser Stützpunkte einen Lehrgang für Män- nerturnen durch, und zwar der Stützpunkt Mannheim in der Volksschulturnhalle in Secken- heim, Stützpunkt Weinheim in der Halle des TV Weinheim, Stützpunkt Schwetzingen in der Halle des TV Schwetzingen. Vfk— Viernheim an den Der VtR tritt Samstag, 19 Uhr, an den Braue- reien zu einem Freundschaftsspiel gegen die in der Bezirksklasse führende Amicitia Viernheim an. Die Begegnungen der beiden Vereine, die auf lange Jahre zurückgehen, boten immer in- teressanten Sport. So wird es auch dieses Mal sein, um so mehr als die Amicitia auf ein gutes Abschneiden hin arbeiten wird und der VfR sich augenblicklich in bester Form befindet. Sport in Kürze Ein Teil der besten niederländischen Straßen- fahrer gab sich beim Rundstreckenrennen über 125 km in Made ein Stelldichein. Nur sechzehn von den einundvierzig gestarteten Fahrern er- reichte das Ziel. Obwohl Pellenaers nicht we⸗ niger als fünfmal das Rad wechselte, behielt er immer Anschluß und siegte schließlich in:20 vor Schulte, Steenbakkers und Schellingerhout. Hessen-Nasszu und Baden haben einen Schwimmvergleichskampf vereinbart, der im Rahmen des Ländertreffens Deutschland— Un- garn am 18. und 19. Juli in Darmstadt vor sich gehen wird. Dem Hockey-Endspiel in Frankfurt am Main zwischen Berliner HC und TV 57 Sachsenhausen stehen Meister(Hamburg und Kux(Köln) als Schiedsrichter vor. Bannfachwart Handball. Das für den 14. Juni in Plankstadt zum Austrag gelangende Jugend- handballturnier schließt mit einem vorzüglichen Meldeergebnis ab. Nach Rücksprache mit Be- reichsfachwart Neuberth findet das Turnier un- ter allen Umständen statt. Karl Bauer, Bann- fachwart 171 Handball. Das rollende Geschũtz Oberst a. D. Wentzell-Vockrodt schildert in „Wissen und Fortschritt“ die Ent- wicklung der Rohrrücklauf-Geschütze. Bei einem feuernden neuzeitlichen Geschütz läuft das Rohr mit jedem Schuß zurück, um dann sofort wieder seine ursprüngliche Lage ein- zunehmen, während die Lafette stehen bleibt. Man nennt diese wichtige Konstruktion„Rohr- rücklaufgeschütze. Ohne sie wäre die heu- tige Feuergeschwindigkeit trotz bester Bedie- nungsmannschaft, Metallkartusche, Rund- blickfernrohr und rasch arbeitendem Ver- schluß nicht möglich. Die ersten Geschützrohre zu Anfang des 14. Jahrhunderts lagen noch in einem einfachen Balkengerüst auf der Erde. Die gewünschte Seitenrichtung erreichte man durch sein Ver- schieben, die Höhenrichtung gewann man durch Untertreiben von Keilen und dem un- vermeidlichen Rückstoß suchte man durch Verrammelungen das Eintreiben von Pfäh- jen in die Erde, oder durch Verspreizen zu begegnen. Als man nunmehr dann nach 1500 die ehernen Feuerschlünde auf Räder gesetzt hatte, ließ man die schweren Festungs- geschütze, die von einer Bettung aus schossen, auf schiefen Ebenen nach rückwärts hinauf- laufen. Die eigene Schwere ließ diese Vertei- digungswaffen nach Beendigung des Rück- laufs wieder in die Feuerstellung vorrollen. Ein derartiger Ausweg war bei den im Felde verwendeten Geschützen nicht angängig, wes- halb diese Feldgeschütze nach dem Schuß je nach dem Gelände mehrere Schritte zurück- rollten, um dann von der Bedienungsmann- schaft wieder vorgebracht und erneut ge- richtet zu werden. Kleiner Kulturspiegel Das„Mannheimer Kammertrio“ kon- zertierte in Leipzig im„Hause der Kultur“ und in den Leuna-Werken. Die Presse schreibt u..:„Die drei Künstler sind Meister ihrer Instrumente. Re. nate Noll, eine glänzende Cembalospielerin. Ernst Hoenisch und Dr. Herbert Schäfer zwei Streicher, die ihre ungewöhnlich klangschönen Instrumente mit makellos sauberem, edlem und beseeltem Tone, untrüglich sicherm Stilgefünhl und geschärftem Kunstverstand einzusetzen wissen.“ Außerdem bespielte das Trio Schallplatten für den Deutsch- landsender. Am sonntag fanden sich in Pforzheim zur all- jährlichen Gedenkstunde die Freunde des Schwarz- Walddichters Ludwig Auerbach am Gedenkstein des Dichters ein, der dem deutschen Volke die von Fr. Abt vertonte Dichtung„O Schwarzwald, o Heimat“ geschenkt hat. Die Hochdramatische des Badis e hen Staats- theaters, Opernsängerin Paula Baumann, ist für die diesjährigen Bayreuther Festspiele ver- pflichtet worden. Sie singt abwechselnd mit Maria Müller die Senta im„Fliegenden Holländer.““ Im Jahre 1941 kamen in Deutschland insgesamt 16 Schrifttumspreise zur Verteilung, wie aus dem Börsenblatt des deutschen Buchhandels hervorgeht. Die verteilten Preise trugen zum Teil landschaft- lichen Charakter— wie der Rheinische Literatur- preis, der Mecklenburgische Schrifttumspreis, der Kulturpreis des Reichsprotektors für Böhmen und Mähren u. a.—, zum Teil haben sie Reichs- bedeutung. Professor Josua Leander Gampp von der Staatlichen Kunstschule Karlsruͤhe hat zurzeit in der im Rahmen der Salzburger Kulturtage der HI veranstalteten Ausstellung„Der deutsche Holz- schnitt““ 30 Arbeiten ausgestellt. Ebenso finden wir in der„Großen Berliner Ausstellung'“, die erst vor kurzem' eröffnet wurde, Holzschnitte des Künstlers und in der in Brüssel gezeigten Schau„Deutsche Zelchenkunst des 19. und 20. Jahrhunderts“ sind Holzschnitte Prof. Gampps zu sehen. G. R. DHer Schweizer Dichter Jak. Schaff- ner las in Straßburg aus seinem mehrbändigen Romanwerk„Jobhann Schattenhold“, von dem man nicht fehlgeht zinzunehmen, daß der Dichter ei- gene wesenstarke Lebenszüge in den Roman auf- genommen hit. 2. Die oberrheinische Kunstausstel- lung, die in Straßburg einen so großen Erfolg, auch hinsichtlich der Ankäufe erzielte, ist jetzt im Kunstausstellungsgebäude in der Lichtentaler- Allee in Baden-Baden eröffnet worden. 2. Kunstmaler Albert Haueisen, lange Jahre an der Landeskunstschule zu Karlsruhe tä- tig, konnte seinen 70. Geburtstag begehen. Er ist als Maler wie Graphiker bekannt und hat seinen Wobnsitz in dem pfälzischen örtchen Jockgrim. Die Sächsischen Staatstheater haben die Neubearbeitung des altindischen Schauspiels„„ Va- säntasena“ von Kurt Martens zur Urauffüh- rung angenommen. Deutschlands letzte Wildpferde sind jetzt in einem Kulturfiim zu sehen. In der Wildbahn des Mer:elder Bruchs bei Dülmen, wo die dem Herzog von Croy gehörigen Tiere leben, wurde jetzt auch der alljährlich stattfindende Wildpferdefang gefilmt. Der Film enthält auch herrliche Aufnahmen von der urwildartigen Landschaft, von den Kämpfen der Hengste und der Paarung. Olener Hochzeitsmarsch oPERETTENROMAN voN BERT BERTEI 23. Fortsetzung Anny sah ihn schräg von unten herauf an. Was war denn das für eine Geschichte. Sie atmete hörbar:„Alsdann wären Sie wobhl ein Abenteurer. Und den mag ich erst recht nit!“ Mit einer schwingenden Pirouette auf dem rechten Fuß wollte sie von ihm fort. Da nahm er ihren Arm und sah sie hilflos an. Nein, sie wuſßßfte wirklich nicht, woran sie war. Sah so ein Abenteurer aus, der noch zudem ein kecker sein mußte, wenn er der Gräfin Adjutant war? Der„Adjutant“ seufzte tief und schmerz- lich:„Also jetzt, Anny, will ich dir was er- zählen.. Es ist eine ganz verzwickte Ge⸗ schichte. Und guck ein bissel was weg, sonst kann ich sie nicht herauskriegen.“ Eine Mahnung, die sie nicht hinderte, ihm erst recht aufmerksam ins Gesicht zu sehen. denn nun wollte sie wissen, was an ihm echt war. Langsam.. etwas umständlich, immer wie- der unterbrochen von verwunderten Gegen- fragen, berichtete Karl von seinem wunder- lichen, wenn nicht gar verhängnisvollen pausch mit dem Graf Lieben, der jetzt Zzu Wien ein Küfergeselle sei und unter dem Meister Loidl die Arbeit verrichte, die eigent- lich der Karl, der falsche Adjutant. der falsche Graf usw. usw. zu tun habe. Als er geendet hatte und erwartungsvoll auf Anny sah, stand sie wortlos am Fenster und sah auf die dunkelnde Straße hinunter. „Anny?!“ rief er. Sie rühre sich nicht. Wagen rollten unten vorüber. Die Stille stand unverrückbar im Zimmer. „Was soll denn jetzt aus Ihnen werden?“ fragte sie auf einmal leise. „Ich werd ihr alles sagen!“— Sie kam auf ihn zu.„Aber dann wär doch — alles hin und aus, Sie toller Wagehals! Was Der Hund Taifun Von Uerbert vörr Eigentlich hieß er Hektor, doch die jungen Flieger nannten ihn Taifun, und er hörte auf diesen Namen wie auf seinen wirklichen. Nicht von einem Staffelhund soll hier erzählt werden, sondern von dem treuen Gehilfen des alten Rollfeldschäfers, der mit seiner großen Herde dafür zu sorgen hatte, daß die weite Rasenfläche des Flugplatzes nicht allzu üppig wucherte. Taifun verdankte den Spitznamen seiner leidenschaftlich betriebenen Freizeitgestal- tung, die darin bestand, wie der Sturmwind hinter den auslaufenden Maschinen einherzu- jagen und in jugendlichem Ungestüm seine Kräfte mit den Riesenvögeln zu messen. Uber dieser rein privaten Liebhaberei vergaß er je- doch keineswegs seine ihm angestammten Pflichten. Schafe sind bekanntlich nicht son- derlich intelligent und leicht geneigt, beim Einfliegen einer Staffel in heilloser Flucht durcheinanderzujagen, sich selbst und die an- rollenden Maschinen dadurch gefährdend. An Taifun lag es nun, soweit die altersschwachen Beine des Schäfers nicht reichten, helfend ein- zugreifen. Kaum vernahm er das vertraute Brummen in den Lüften, verfolgte er mit ge- spannter Aufmerksamkeit, auf welcher Seite des Rollfeldes die Maschinen zur Landung ansetzten, um dann mit aufmunterndem Ge- kläffe die friedlich grasende Herde schleunigst in die entgegengesetzte Richtung zu treiben. Dabei verstand Taifun keinen Spaß, und wehe dem Schaf, das da meinte, es mit der Ruhe halten zu können. Mit Vorsicht, aber ein- dringlich wurde es in den Hinterteil ge- schnappt, bis es mit kühnen Sprüngen den anderen nachjagte. Solange die Flugzeuge auf dem Feld rollten, hielt Talfun seine Herde mit eiserner Disziplin in Schach, und es schien fast, als hätte er sich am nahen Truppenübungsplatz s0 manches abgeschaut. Allerdings arbeitete der Feldwe- bel dort nicht mit solch drakonischen Mitteln wie unser Taifun und biß seine Leute einfach irgendwo hinein, wenn sie nicht schön aus- gerichtet standen. Eine Schwäche hatte Taifun auch, und das waren die ganz jungen weißen Lämmlein, die selbst im schwärzesten Ungehorsamsfalle nicht seine Zähne zu spüren bekamen, sondern die mit seiner riesigen Schnauze kurzerhand dort- hin geschoben wurden, wo er sie haben wollte. Dafür aber hegte er eine tiefgründige Abnei- gung gegen alles, was nicht in Uniform steckte. Was hast du, schäbiger Zivilist, bei uns zu suchen? schien er jeden zu verbellen, der seiner Meinung nach unrechtmäßig in den Horst eingedrungen war, und mit mißtrauischen Blicken verfolgte er den ungebetenen Gast. Doch als der wackere Taifun eines Tages eines seiner weißen Lämmchen bergen wollte, kam er unglücklicherweise der Schraube einer auslaufenden Maschine zu nahe und machte so gründlich„Bruch“, daß er fortab wohl nur mehr die Schäflein auf der Himmelsweide hü- ten kann. Sdwiieriqes Gespräch/ von hennsan hiamer Der ganze Straßenbahnwagen war in hel- lem Aufruhr. Begreiflich, denn es ist schließ- lich nicht alltäglich, daß der Träger einer deutschen Uniform nicht deutsch kann. „Das muß ein Freiwilliger sein“, erklärte ein beleibter Herr und nickte dazu tiefsinnig. Eine grauhaarige Frau mit scharfgeschnit- tenem Vogelgesicht zischte spöttisch zurück: „Wie Sie das gleich erfaßt haben! Was er will, wär' viel interessanter.“ Und er wollte zweifellos etwas. Mit fle⸗ hender Miene und einem unverständlichen Kauderwelsch wandte er sich an seine Nach- barn. Bei einigem guten Willen konnte man dem Gestammel das Wort„Bahnhof“ ent- nehmen. „Zum Bahnhof will er.“ Feierlich verkün- dete der Philosoph seine geistvolle Hypothese. „Zum Bahnhof!“ Die Hagere kreischte empört auf.„Als ob's nur einen Bahnhof gäb'.“ Und zum Soldaten gewandt:„Wollen Sie zum Süd- oder zum Nordbahnhof? Oder vielelicht gar zum Westbahnhof?“ Hilflos blickte sie der Soldat an. „Das werden wir gleich haben“, sagte der Dicke und versuchte es mit einer Mischung primitiver Zeichen und Laute:„Bolschewiki bum-bum?“ Das verstand der Fremde und bestätigtf freundlich lächelnd:„Bolschewiki bum-bum. Der Erfinder dieses Ersatzsprachensatzes sah sich triumphierend um:„Also, jetzt ha- ben wir'.“ „Gar nichts haben wir!“ Das Vogelgesicht lief rot an. Der Dicke ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen:„Zum Nordbahnhof möcht' er.“ „Wer sagt Ihnen das?“ „Er selber. Haben Sie nicht gehört, daſ er an die Front muß?“— „Oder von dort kommt. Das kann Ihr blöd- sinniges Bum-bum auch heißen.“ Allerdings. Gegen diese Logik war nicht anzukämpfen. Die Gesprächspause benutzte eine Oberschülerin mit Hängezöpfen, um ihre Kenntnisse leuchten zu lassen:„Parlez vous français?“ Die Antwort: ein Kopfschütteln. „Oder: speek you english?“ Höhnisch fuhr die widerspruchslustige Alte auf das Mädchen los:„Sind Sie bei Trost? Ein Engländer als deutscher Soldat? Viel- leicht der Churchill persönlich?“ denken's denn, wenn die Gräfin.“ Karl stand jetzt nahe vor ihr:„Mir ist schon alles eins. Wenn ich nur wüßt, ob die Anny.“ Sie lächelte leicht:„Ob die Anny was?“ Er zögerte, aber dann sprang ein mann- hafter Blitz aus seinen Augen:„Ob die Jung- fer Anny sich vielleicht was aus dem Küfer- gesellen Karl macht?“ „Unter einem Grafen tun neckte sie. Es ist ja die alte Geschichte, daß Liebende in solchen Augenblicken immer etwas sagen, was gar nicht zu ihrem Tun paßt. Denn was geschah? Karl fuhr die Freude brennend ins Gesicht. Verwirrte Worte durcheinanderwerfend nahm er sie jählings in den Arm und sein Mund traf auf ihren sanft bereitgehaltenen Mund. „Anny!“ sagte, lachte trinkjauchzte er. Plötzlich sah er, wie Annys Augen sich weit öfkneten, erschrocken aussahen. Sie löste sich aus seinen Armen. Sah zur Tür. Die Gräfin Schlettow stand stumm an der Schwelle.— Scheinbar gelassen trat die Gräfin ins Zimmer. Anny nützte den Augenblick, um da- vonzuhuschen. Karl blieb mit unsicherem Trotz stehen und nagte die Lippen. Was sollte jetzt werden? „Der Herr Graf ziehen es vor, Soammerfeste nach eigenem Gusto abzuhalten, wie?!“ kam es langsam von den Lippen seines Gegen- übers. Nie war ihm die Gräfin so verschlossen, undeutbar, schier gefährlich erschienen wie nun. Die Gedanken, Möglichkeiten, Aus- flüchte stürzten ihm durch den Kopf. Was sagen? Womit hinhalten? Wie die Kata- strophe vermeiden, die ja auch für den rech- ten Graf Lieben ein Verhängnis werden konnte? 5 Das im Grunde nur mühsam gebogene, un- ter Druck gehaltene Aufrechte seines Wesens ichs nit“ Beschämt und verlegen senkte die eifrige Operschülerin den Blick. Den Dicken aber hatte sie auf eine neue Idee gebracht.„Ro- zemi ceski?“, fragte er. „Nix ceski. Kroate!“ „Also, da haben wir's ja! Auf den Süd- pbahnhof will er, weil er nach Kroatien kährt.“ „Oder von dort kommt!“ Zum zweiten Mal konnte die Dürre ihre Geistesschärfe durch die Aufdeckung einer Doppeldeutigkeit er- weisen. „Vorgehen, bitte!“ Die Schaffnerin kam und verlieh ihrer amtlichen Aufforderung Nachdruck, indem sie vernehmlich mit der Zwickzange klapperte. Der Beleibte begründete und entschuldigte das verkehrstörende Verhalten:„Da ist ein Soldat, der nicht deutsch kann. Und kein Mensch weiß, wo er hin will.“ „Zum Bahnhof natürlich.“ „Aber zu welchem? Wenn man wenigstens herausbringen könnt', ob er an die Front soll oder heim möcht'.“ Die Schaffnerin dachte einen Augenblick nach, dann sagte sie zu dem Soldaten nichts als:„Mutti? Urlaub?“ Das Gesicht des Kroaten strahlte wie ein Scheinwerfer auf und er wiederholte glück- selig:„Mutti! Urlaub!“ Der Soldat schien zur Schaffnerin grohes Vertrauen gefaßt zu haben, denn er sprach des Langen und Breiten auf sie ein. Sie hörte ihm geduldig zu und machte dann die Gebärde des Essens:„Ham-ham?“ Er grinste bis zu den Ohren und bejahte: „Ham-ham!“ „Ich werd' Ihnen die Verpflegestation auf dem Bahnhof zeigen.“ Er verstand zwar die Worte nicht, baute aber offensichtlich auf die Fürsorge der Schaffnerin, die ihn nicht hungern lassen werde. Jedenfalls gab er sich zufrieden. Bis auf eine Kleinigkeit. Auch da- für fand er bei der Schaffnerin mitfühlende Vermittlung. Sie wandte sich an die Fahr- gäste:„Hat vielleicht einer der Herren eine Zigarette für ihn übrig?“ Der Dicke fuhr bereitwillig in die Tasche, während er der Schaffnerin die gebührende Anerkennung zollte:„Wie Sie mit ihm kroa- tisch reden— das ist einfach großartig.“ Sie lächelte bloß:„Ich hab' selber den Mann draußen— da werd' ich doch einen Soldaten versteh'n und wissen was er will.“ drängte danach, jetzt alles zu sagen, auch die Liebe zu Anny einzugestehen, um Verzeihung zu bitten für die sicherlich unschöne Komö- die der ganzen Rußlandfahrt. Gleich darauf kamen ihm wieder die tausend Bedenken. Würde sie ihn mitsamt der Zofe nicht ein- fach auf die Straße schicken, auf das fremde Pflaster Petersburgs, ihn vielleicht kurzer- hand ins Gefängnis liefern? Möglich, möglich, möglich So kam es denn, daß er mühsam ein Za- lantes Lächeln annahm.„Sehens, Gräfin, ich bin ein Tolpatsch, mit mir geht der rheinische Unverstand, das tolle Traubenblut durch. Wie mir so die Anny auf ihre nette liebe Art von Wien erzählt, da hab ich auf einmal einen stürmischen Sehnsuchtskoller gehabt und hab der Anny eins auf das Plaudermündlein ge- geben. Sie hat sich erschrocken und tapfer gewehrt, weil sie's nicht gemerkt hat, daß ich nur ihren Mund küß und das liebe schöne Wien damit gemeint hab. Und dadrüber, Grä- fin, sind Sie eben gekommen. Das macht die 'schicht dumm. Nur die Anny, die kann nit dafür.“ Die Gräfin schlug einen Fächer hastig auf und zu.„Daß Ihr, Herr Graf, der Galan seid und nicht die Zofe Anny, das glaube ich un- besehen. Aber Ihr solltet einer Diplomatin, Herr Graf, nicht eine so kühne Ausrede vor- setzen wollen. Ich kenne die Art der rheini- schen Grafen nicht. Es scheint mir, daß sie die Neigung haben, das Herz im Volke zu suchen, bei den Zofen und sonstwo. Bitte, Herr Graf, ich bin großzügig.. heiraten Sie die Zofe Anny, wenn am Rhein Burg und Bürger unter das gleiche Dach gehen.—“ Sie wandte sich zum Gehen. Jäh fuhr sie zurück.„Am Walde von Podjor— Sie er- innern sich, Graf,— haben Sie mich geküßt. Eine Schlettow rangiert ihre Gunst nicht neben einen Zofenkuß. Sie werden an mich denken, Herr Adjutant!“ Karl sah sie davonschreiten, den Fächer erregt zur Seite schlagend. Was konnte man bloß sagen? Was hätte ein richtiger Graf an marie Neuer Film: Ufa:„Die Nacht in Venedig“ Dieser launig operettierende Film vor deni Silhouetten Venedigs hat natürlich nicht aus- schließlich die Abbicht, die reuige Heimkehr des geschiedenen Kammersängers Peter Laurentz zu seiner vormaligen Gattin, der gefeierten Sän- gerin Vilma, darzustellen. Vielmehr gibt das Gastspiel, das die beiden Ehegatten sangeskon- traktlich wieder zusammenführt, dekorative Ge- legenheit, das Mussierende der Operette und die Romantik venetianischer Dogenpaläste auf einen fröhlich unterhaltsamen Nenner zu bringen. Lie- ber Filmbetrachter, besteige die Gondel, von allen Seiten summt Musik, aus allen Winkeln trubeln beredsame Menschen, die Seufzerbrücke gleitet vorüber, breite Kuppeln schimmern im Abendlicht und am Lido strahlt die Sonne über Verliebte und solche, die es noch werden wol- len. Zu diesen gehört inmitten der buntge- schürzten Filmgeschichte auch das so sympa- thisch lächelnde Fräulein Annemarie, das seine herrlichen Ferientage einem Preisausschreiben verdankt, aber doch auch ein paar kleine pein- liche Verwirrungen überstehen muß, bis sie restlos glücklich im Schatten einer Gondel die Nacht Venedigs an sich vorüberträumen lassen kann. Heidemarie Hatheyer leiht der Anne- ihre natürliche Herzlichkeit, während Lizzi Waldmüller mit rassiger Stimme die kokette Sängerin brillieren läßt und Harald Paulsen als ihr ehemaliger Gatte behutsam die drolligen Akzente seiner„Heimkehr“ be- treut. Hans Nielsen als Partner von Heide- marie Hatheyer hat einen köstlichen Auftritt, wenn er einmal aus Langeweile nach Kinderart das Hüpfen übt. Kurt Vespermann als schrullig gelassener Direktor Schmitz ist eine der vergnüglichen Randfiguren des von Paul Verhoeven kurzweilig gemischten, mitunter aber auch etwas allzu gesprächigen Filmspiels, aus dem man insbesondere ein paar schöne Schattenrisse der Lagunenstadt im Gedächtnis behält, Silhouetten, die leise schwingen zu wal- zernder Musik von Johann Strauß. Dr. Oskar Wessel Deutsche Kulturfilme aus Rumänien Im Einvernebmen mit der rumänischen Regie- rung werden derzeit in Rumänien von der Wien- Film zwei Kulturfllme gedreht. Der erste Film „Der Strom als Herrscher und Gestalter im D o- naudelta“ zeigt das Leben und den eigenarti- gen Reiz der Landschaft um die Donaumündunsg. Der zweite Film„Fischerparadies Balt a“ gibt einen interessanten Einblick in das rumänische Volksleben. „Rumänische Reise“ Wo in den Karpatenbergen um Bistritz die Heimat des Luchses ist, der einsame Hirt noch Schafopfer an den Bären abgeben muß, das weiße Leinen rumänischer Bauern ins Trachten- bild schimmert, das fruchtbare Hügelland des Nösnergaues sich ausbreitet, der Kontrast zwi- schen großstädtischen Hochbauten und der ur- wäldlichen Wildnis des Donaudeltas ckarakte- ristisch in die Erscheinung tritt, hier deutsche Kolonisten siedeln, dort die Kriegserinnerungen der viel durchkämpften, heißen Dobrudscha mit vogelreichen Weidenauen und Schilfdickichten wechseln, hat Heinz Scheibenpflug erleb- nisreiche Reiseeindrücke gewonnen, die das ru- mänische Land in der Zeit kurz vor der Ent- scheidung und Neuordnung des Südostens spie- geln.„Ein Volk zwischen gestern und morgen“ ist der bezeichnende Titel eines Zwischenkapi- tels, das auf die politischen Zusammenhänge eingeht, während im übrigen die landschaftliche Darstellung den aus persönlicher Anschauung vermittelten Blickpunkt des anschaulich ge- schriebenen Buches beherrscht.(Hugo Bermun- ler, Verlag, Berlin. 156., 65 Abb.). Dr. Oskar Wessel Bulgarische Woche in Frankfurt Komödie von A. Straschimirov Im Rahmen der Veranstaltungen der„Bulga- rischen Woche“ in Frankfurt am Main stellte das Schauspielhaus als deutsche Uraufführung die Komödie„Die Schwiegermutter“ des in seinem Vaterlande ungemein verehrten Dichters Anton Straschimirov heraus. Heinrich Stammler hatte das heitere Werkchen, das eine prachtvolle Mi- lieuschilderung eines, von der in diesem Falle galligen Launenhaftigkeit einer Frau Schwieger- mutter beschatteten jungen Eheglücks vermit- telt, für unsere Bühne übertragen. Frisch, leben- dig und temperamentgeladen sind die Dialoge, und die Handlung, in der ein zünftiger„Krach im Hinterhaus“(oder auch Vorderhaus) vor- exerziert wird, ist einfallsreich gestaltet. Robert Michal gab dem Werke viel Schwung mit und führte seine Darsteller, die durchweg mit fun- dierten Leistungen erfreuten, sicher zu einer beifallsumrauschten Darstellung. Hans Pott seiner Stelle gesagt? Aber eben ein richtiger Graf Lieben hätte doch gar nicht die Anny Nein nein, es war zum Verzweifeln. Und was sollte die Drohung?! Vorläufig hielt sie ihn doch noch für den Grafen. Und was konnte sie denn in dem fremden Petersburg wollen?! Auf der Treppe traf er Anny. Sie flüsterte. „Es wird böse Tage geben, Du!“ sagte er und 20g sie an sich.„Wir müssen jetzt zusammen- halten!“ Da wußte sie, daß er sie mit seiner Er- zählung nicht getäuscht hatte und fand sich als glücklich Liebende in die ungemütliche Fortsetzung der Komödie. Die Gräfin aber zerbiß in ihrem Schlaf- zimmer ein zartes weißes Tüchlein. 1* Die Prinzeß Maria ging nachdenklich zwi- schen den Amoretten ihres Rokokozimmers auf und ab. Trommelnd zog draußen die Wachablösung. Erschrocken stand sie auf einmal vor dem Spiegel still. Ihr weißes Morgenkleid bauschte sich festlich fast wie ein hochzeit- liches Kleid. Im Fenster scholl noch der Marsch der Wache. Der Hochzeitsmarsch. Nein, noch nicht Hochzeitsmarsch. Aber bald. Unausweichlich bald. Dann würden festliche Säle sich öffnen. Lichter über dem glänzenden Parkett. Menschen. Glückwünsche. Hände. Der knirschende Federkiel auf dem Vertrags- papier. Axte im großen Küstenwald von Mo- nario. Ein Hafen. Schiffe. Monarios Zukunft. Und ein langes, langes endloses Leben an der Seite des Gmundeners. Während immer leiser die schöne Begegnung aus dem Prater ver- glomm, die Stunden im Grinzingg.. Walter ... Nie mehr! Nie!— Aber es gab Gespenster um sie her. Als vor einigen Tagen der Herzog sie in seinem Wagen vor einem Gewitter nach Hause brachte, rief jemand sie an, während der Wagen in Fahrt ging. 4 „Maria!“ * (Roman-Fortsetzung folgt.) Die europ Im Inst ehaft an pvon dem ges Thoms ein Fakultät an Bobtsche kreis über di und Bulgarie Die Wünse schaft entgeg gchev aus, ri. auus einer Ab hen können, sich aus eine 2u mildern. 1 bieten einer einer Stabilis hältnisse und Rahmen. Bulgarien f Gebiet um 48 wohnerschaft eine wirtsch. giesen Zuwiac tst ein typisch dus ergibt, da. ten in der La die von keine wird, Die Bes reichend: wäh schaft auf ein. landwirtschaft spielsweise im 98; auch darin Rekord. Die 11 die Kaufkraft satzmarkt nur gröherung hat tert, und es ie einer Großrau schen Industri. Uchkeit verscl Industrien im bilisierung wir wirtschaft err. lungssystem ui denzersplitteru die Agrarpreis eine Rationalis lohnend gewes Deutschland al 3 nabe sich eine rung angebahn raumwirtschaft Sichtlich der A len, daß Bulgar schaftlichen Na durch die Grol tensivierung dé noch wesentlicl nen Bedürfniss Länder an indt Die europäisc Bulgarien erwya höherem Maße und von Halbf. ein Land eine a so mehr wird so mehr wird Industriewaren sten Weltkrieg nꝛzꝗu 65 Prozent a Anteil nur noch Frmiſfe Unser zweltes“! feue Wen run. Frau hans, geb. Gu hans. Karlsru 9, Juni 1942, 2 3 Krankenhaus bDie Geburt ihr Helmut Peter freut an: Dr. Frau Kätcher cher. Schriesl 9. quni 1942,? 4 enklinik Heid Prof. Dr. Run Wir haben uns Vogt, Klara heimer. Stuttz straße 74, Ma set-Straße 37, Für die, uns s Vermählung ü wünsche und merksamkeiter mit herzliche Volkswirt Frit Auguste, geb. Beethovenstral straße 35, 11. Tar die uns a Vermählung merksamkeiter herzlich. Uffz. und Frau Gre LNußloch, den Statt Karten! Ft lch unserer H cbem Maße zu wünsché, Blun danken wir a allen herzlichs und Frau He Mannheim, Q: eeeeeh Untaßbat sc 4 hielten wir richt, dasß IMann, guter Vater, 1 gersohn, Bruder, 5 oberschütze Iim Alter von nah⸗ Laen schweren Käm rinrer, voln und dentod fand. uaann.-Käfertal. w n tiefem Schmer Frau Annl Senlei Vonn Kurt(.Z. wanuten Mit den Angenört wvit den verlust Larbeiters. Betrlebstührung Elchbaum-Brauere Tosser einziges Brig Ivurde uns nach. rankneit im Alte. ahren wieder geno IMannheim, den 11. sehanzensit. 21, 1 4 in tiefer Trauet: IWaidemar Hecht Frau Elsà Hecht, ꝛean Ratn und Margarethe Hech vette Flick Wwòe Meſer Leerdigung fndet 3 Laai 1942, um 13 ig“ vor den nicht aus- mkehr des azurentz zu rten Sän- gibt das angeskon- rative Ge- te und die auf einen ngen. Lie- ndel, von Winkeln fzerbrücke nmern im onne über rden wol- r buntge- so sympa- das seine sschreiben eine pein- B, bis sie Jondel die nen lassen der Anne- während timme die 1d Harald behutsam lkehr“ be-— on Heide- n Auftritt, Kinderart rann als 2 ist eine von Paul „ mitunter Filmspiels, lar schöne Gedächtnis en zu wal- Wessel mänien hen Regie- der Wien- erste Film ter im D o- eigenarti- umündung. a lta“ gibt rumänische Zistritz die Hirt noch muß, das Trachten- gelland des ntrast zwi- nd der ur- ckarakte- r deutsche innerungen udscha mit fdickichten lug erleb- die das ru- r der Ent- 'stens spie- id morgen“ ischenkapi- mmenhänge dschaftliche Anschauung aulich ge-— 30 Bermuün- ir Wessel nkfurt ro der„Bulga- n stellte das ührung die s in seinem ters Anton nmler hatte htvolle Mi- iesern Falle Schwieger- cks vermit- risch, leben- die Dialoge, iger„Krach rhaus) vor- altet. Robert ing mit und eg mit fun- ar zu einer Hans Pott ——— in richtiger lie Anny n. Und was ielt sie ihn was konnte irg wollen?! ie flüsterte. agte er und zusammen- seiner Er- d fand sich ngemütliche em Schlaf- n. nklich zwi- okozimmers lraußen die lal vor dem Morgenkleid in hochzeit- noch der zeitsmarsch. „Aber bald. en festliche glänzenden he. Hände. m Vertrags- ud von Mo- s Zukunft.. eben an der mmer leiser Prater ver- .. Walter ie her. Als e in seinem zach Hause ährend der V tzung folgt.) — Dle europlische Großraumwirtschaft und Bulgarien im Inetitut kfar Grobraumwvirt⸗ behaft an der Unſversität Heidelberg sprach, von dem geschäftstührenden Direktor Prof. Dr. Thoms éi gekührt, der Dekan der juristischen Fakultät an der Universität Sofla, Professor Dr. Bobtschev, vor einem zahlreichen Hörer- kreis über die„europäische Großraumwirtschaft und Bulgarien“.. Die Wünsche, die man einer Großraumwirt⸗ schaft entgegenbringt, so führte Professor Bobt- zehev aus, riechten sich dahin, die Gefahren, die aus einer Abhängigkeit vom Weltmarkt entste⸗ hen können, zu vermeiden, und die Lasten, die ——— sich aus einer Autarkisflerung ergeben würden, zu mildern. Iim einzelnen liegen sie auf den Ge- bieten einer vernünftigen Industrialisierung, einer Stabilisierung der Wrtschaftlichen Ver- hältnisse und einer Autarkisierung in weiterem Rahmen. Bulgarien hat im verlauf dieses Krieges sein Gebiet um 48 v. H. vergrößern und seine Ein- wohnerschaft um etwa 32 v. H. steigern können; seine wirtschaftliche Struktur hat sich durch diesen Zuwachs bisher aber kaum verändert. Es ist ein typisches Agrarland, was sich schon, dar- däus ergibt, daß etwa 30 Prozent aller Beschäftig- ten in der Landwirtschaft tätig sind, eine Zahl, die von keinem anderen Land Europas erreicht wird. Die Beschäftigung ist aber durchaus unzu- reichend: während in der deutschen Landwirt- schaft auf einem Quadratkilometer 46 Menschen landwirtschaftlich tätig sind, in Ungarn bei⸗ spielsweise immer noch 62, sind es in Bulgarien 95; auch darin hält Bulgarien den europäischen Rekord. Die Industrie ist durchàus extensiv, da die Kaufkraft gering und der inländische Ab- satzmärkt nur klein ist. Durch die Gebietsver- gröherung hat sich dieser Absatzmarkt erwei⸗ tert, und es ist anzunehmen, daß im Rahmen einer Großraumwirtschaft die typisch buigari- schen Industrien sich eine bessere Existenzmog- Uchkeit verschaffen, während man auf andere Industrien im Inland verzichten kann. Eine Sta- bilisierung wird sich für die bulgarische Land- wirtschaft erreichen lassen, wenn das Realtei- lungssystem und die aus ihm resultierende Bo- denzersplitterung beseitigt werden. Bis 1933 sind die Agräarpreise ständig zurückgegangen, so daß eine Hationalisierung der Landwirtschaft nicht lohnend gewesen wäre. Seit 1934, d. h. seitdem als sicherer Kunde aufgetreten sei, abe sich eine langsam fortschreitende Besse- rung angebahnt, die in einer europäischen Groß- raumwirtschaft sich noch steigern werde. Hin- slchtlich der Autarkisterung kann man feststel- len, daſ) Bulgarien auf dem Gebiet der landwirt- schaftlichen Nahrungsmittel autark ist. Bei einer durch die Grohraumwirtschaft ermöglichten In- tensivierung der Landwirtschaft ließe sich aber noch wesentlich mehr zur Befriedigung der eige- nen Bedürfnisse und derjenigen der anderen Länder an industriellen Rohstoffen schaffen. Die europäische Großraumwirtschaft wird von Bulgarien erwarten können, daß es in wesentlieh höherem Maße Abnehmer industrieller Waren und von Halbfabrikaten werden kann. Je mehr ein Land eine arteigene Industrie entwickelt, um o mehr wird seine Kaufkraft steigen, und um so mehr wird es auch als Käufer eingeführter Industriewaren auftreten können. Vor dem er- sten Weltkrieg bestand die Ausfuhr Bulgariens zu 65 Prozent aus Getreide, heute beträgt dieser Wir haben uns vermählt: Walter Kußioch, den 10. Juni 1942. Statt Karten! Für die uns anläß- 3 Lerdeiters. 1 Anteil nur noch 15 Prozent. Dafür haben die so- Vertrsterprovislon und Steuer Wie haben Bilanzrückstellungen zu erfolgen? Die Tätigkeit des Provisionsvertreters ist regel- mäßig mit dem Geschäftsabschluß und der An- zeige des Geschäfts an seine Firma abgeschlos- sen. Die Auszahlung der Provision erfolgt je- doch im allgemeinen erst nach Erfüllung 4. Geschäfts und Bezahlung der vermittelten Auf- träge. Es kann deshalb zweifelhaft erscheinen, wann die Firma, für die der Vertreter arbeitet, in ihrer Bilanz Rückstellungen für die Provi- sionsforderungen vornehmen kann. Diese Frage hat unlängst ein Urteil des Reichsfinanzhofs vom 18. März dieses Jahres entschieden. Eine Firma, die ihren Handelsvertretern die Provisionen erst auszahlte, wenn die vermittel- ten Aufträge ausgeführt und bezahlt wurden, hätte in ihren Bilanzen Rückstellungen für Provislonsforderung vorgenom- men, die von dem Finanzamt nur insoweit an- erkannt wurden, als die Waren in betreffenden Jahren bereits geliefert waren. Die Entscheidung des Reichsflnanzhofs stellt fest, daß die Rechts- lage bei Handelsvertretern einerseits und Ge-— schäftsherren andererseits selbständig zu beur- teilen ist. Die Handelsvertreter haben nach den Regeln ordnungsmäßiger Buchführung die ihnen aus einem Geschäft anfallenden Provisionen un- ter den Forderungen ihrer Bilanz auszuweisen, sobald sie das Geschäft vermittelt und dem Ge-— genannten Kolonialwaren, vor allem Tabak, eine Steigerung von 1 auf 30—40 Prozent zu ver- zeiehnen. Auch bei Obst und Gemüse sowie bei tierischen Erzeugnissen wie Eiern, Schweinen usw. sind wesentliche Erhöhungen eingetreten. Einer Großraumwirtschaft könnte ein landwirt- schaftlich intensiviertes Bulgarien auch Baum- wolle, Leinen, Wolle— Bulgariens Schafzucht steht zahlenmähig an erster Stelle, nur müßten die Rassen veredelt werden— sowie aus seinem mazedonischen Bergbau auch Erzée zur Verfü- gung stellen. Bulgariens Wirtschaft hat den Anschluß an die deutsche gefunden; eine Angleichung seines Verbrauchsstandards an den der west- und mit- teleuropäischen Völker wird ihm und dem kon- tinental-europäischen Großraum von Nutzen sein. P. A. Zellstofffabrik Waldhof Einer Berliner Korrespondenz entnehmen wir — uns selbst liegt noch kein Bericht vor—, daß Lenkung und Ablauf der Erzeugung und des Ab- satzes im Kriegsjahr 1941 stärker als bisher von den Gesehehnissen und Notwendigkeiten des Kampfes um die Zukunft Deutschlands beein- flußt gewesen seéien. Dabei seien am Gesamtum- satz einzelne hochwertige Zellstoff- und Papier- sorten sowie das Ausland stärker als im Vorjahr beteiligt. Die Erzeugung hochveredelter Zell- stoffe werde weiter gefördert und die laufende Herstellung von Nähr- und Futterhéefe sei im großtechnischen Maßstab auf eine beachtliche Höhe gebracht worden. Aus einem Reingewinn von 2 394 390(2 390 300) RM wird eine Dividende von 3 ¼ auf 1 522 000 RM Vorzugsaktien und 3½ ½% auf 64 978 000 RM Stammaktien verteilt. In der Bilanz steht das Anlagevermögen mit 62,47 und das Umlaufver- mögen mit 31,34 Mill. RM zu Buch; das Grund- kapital ist mit 66,50 Mill. RM ausgewiesen. schäftsherrn angezeigt haben, da insoweit fhre Tätigkeit abgewickelt ist. Anders liegt jedoch die Sache bei dem Ge⸗ schäftsherrn. Das Lieferungsgeschäft und der mit ihm in Beziehung stehende Agenturvertrag muß vom Standpunkt des Geschäftsherrn aus gesehen äals ein einheitlicher wirt⸗ schaftlicher Vorgang betrachtet wer- den. Die vom Geschäftsherrn geschuldeten Pro- visionen fallen infolgedessen dem wWirtschafts- jahr zur Last, in dem sich das Lieferungsge- schäft, von dessen Erfüllung die Provisionsfor- derung abhängt, vollendet. Da sich aber die Rüekstellung auf einen Betriebsvorgang des Wirtschaftsjahres beziehen muß, in dessen Schlußbilanz sie erstmalig aufgenommen wird, ist es ausgeschlossen, Rückstellungen für Pro— visionsverpflichtungen vorzunehmen, solange das Lieferungsgeschäft noch in der Schwebe ist. Wird trotzdem eine Rückstellung für Provisions- verpflichtungen vorgenommen, so darf sich diese nach den für die bilanzmäßige Behandlung von schwebenden Geschäften geltenden Grundsätzen nicht auswirken. Ihre Zugehörigkeit zu einem der folgenden Wirtschaftsjahre muß deshalb dureh Einsetzung eines transitorischen Besitz- postens Rechnung getragen werden. aaeaeneh Kachrpnkon gean, remtesun. Um 36 Prozent vermehrt Der Gemüseanbau in Bäden In Baden wurde im Jahre 1940 eine Fläche von 4087 Hektar mit Gemüse bestellt. Sie wurde im Zzweiten Kriegsjahr zunächst um 17 Prozent auf 4770 Hektar vergrößert und erreichte im Herbst 1941 insgesamt 4806 Hektar. Nach der im März dieses Jahres durchgeführten Erhebung über die Anbauflächenplanung für 1942 ist eine Erweite- rung auf 6514 Hektar vorgesehen. Das bedeutet eine Zunahme um 1703 36 Prozent. Zu be⸗ merken ist dabei, daß in diesen Zahlen der Ge- müseanbau der Unterglasflächen sowie die An- bauflächen für den Selbstverbrauch nicht einbe- griflen sind. Süddeutsche Fettschmelze, Mannheim. Die Ab- teilung Fleischereibedarf war im Rahmen der durch die Kontingentierung gezogenen Grenzen guüt beschäftigt, jedoch konnten die Vorjahres- umsätze nicht erreieht werden. Das Darmge- schäft war auf der Basis der eingeführten Kon- tingentierung der Naturdärme von 70 Prozent des Vergleichsjahres beschränkt. Die Schweine⸗ enthäutung konnte sowohl mengenmäßig als auch in der Qualität vorangebracht werden. Die restlose Erfassung und Verwertung der sonsti- gen Schlachtnebenprodukte stehe näach wie vor mit an erster Stelle. Aus einem Reingewinn von 31 384 RM. werden 5 Prozent Dividende ausge- schüttet. Derop AG, Bochum. Die im Besitz der AG der Kohlenwertstoff-Verbände beflindliche Gesell- schaft weist einen Rohüberschuß von 1,44(1,91) Mill. RM aus, denen Aufwendungen in gleicher Höhe gegenüberstehen. Das Umlaufsvermögen beträgt 4,82(4,94) Mill. RM, darunter Konzern- forderungen 1,49(1,25). Bei 4 Mill. RM Aktien- kapital sind die Verbindlichkeiten auf 0,60(0,23) Mill. RM gestiegen. Meldungen aus der Heimal Die ersten Ferienkinder in Baden. Im Zeſchen der nationalsozialistischen vVolksgemeinscha treflen Badener und Elsässer soeben alle Maß- nahmen, um 2500 Jungen und Mädel bis zu vier- zehn Jahren aus Köln in Familienpflegestellen im Rahmen der erweiterten Kinderlandver- schickung der NSV aufzunehmen. Der erste Son- derzug mit 750 Kindern trifft bereits heute in Baden ein. Am 17. Juni tréffen weitere 750 Kin- der ein, die vor allem in elsässischen Kreisen untergebracht werden. Die Unterbringung der Kinder erfolgt für längere Zeit vorzugsweise in Landgemeinden. se. Lützelsachsen. Der vor einigen Tagen durch das Scheuen zweier Pferde verunglückte Land- wirt Wilhelm Glock ist in einer Heidelberger Klinik gestorben. 1. Pforzheim. Auf tragische Weise erlitt der Gemüsegroßverteiler Walter sSchumann den Flammentod. Auf der Rückfahrt vom Gemüse- einkauf in der Pfalz schlug in der Nähe von Karlsruͤhe-Hagsfeld eine Stichflamme von unten herauf in das Fahrerhaus. Neben Schumann saß seine Frau, die rechtzeitig abspringen konnte, als der Wagen zum Stehen kam. Schumann hin- gegen war bereits vor den Flammen erfaßt und lebensgefährlich verletzt worden. Das FEhepaar würde in das Karlsruͤher Krankenhaus eingelie- fert, wo Schumann seinen schweren Brand- wunden erlegen ist. Seine Frau konnte inzwi— schen nach Hause zurückkehren. Ein zweites Pforzheimer Ehepaar, das im hinteren Teil des Lastkraftwagens mitfuhr, kam ohne Schaden da- von. 24 Hakenkreuzpanner Verlag und Druckerer.m b. H. Verlagsdirektor DT Walter Mehls(zur Zeit im Feide). stellvertretender Hauptschriftleiter Ur Kurt Demmoenn — 1I fo AlrKlEIDER-Uυο SMDφ NιiST§Qi0O- SAMMI UN& 1942 .— 15. J0KN• inschranken, Trun'n, Kommodén, Kisten llogt viel, worin die Motten nisten. Den fohstoff spencdet massenhäft! lnr neift der deutschen KrlegswIrtschaftl Aus Altem feues wird gewonnen, nur tür die Front wird es gesponnen! Es solf dies Wirken allgemein tür Väter, Sönne, Gatten seln! + bet tricusbEAειφφφςrε o. Hοπ.fbE AνεινEEÄSMμφ̃ G6 Die Geburt ihres ersten Kindes Besthovenstraſße 22, Meerfeld- und Frau Henny, Mannheim, G.4 . schwer und hart er⸗ Iim Alter von nahezu 40 Jahren bei aeen schweten Kämpten im osten füt Fünrer, volk und vaterland den Hel- dentod fand. IMannh.-Käfertal. Wasserwerkstr. 28 Unser zweltes Kriegskind ist an- ———„ Wir nennen es Gu⸗ run. Frau Marianne hans, geb. Gutjahr, Karl Grofi- 9, Juni 1942, 2. Zt. Heinr.-Lanz- Krankenhaus Mannheim. Helmut Peter zeigen hocher- freut an; Dr. Philipp Haas und FErau Kätchen, geb. Trippma⸗ cher. Schriesheim, Talstr. 111, 9. Juni 1942, 2. Zt. Univ.-Frau- enklinik Heidelberg, Priv.-Abt. Prof. Dr. Runge. Vogt, Klara Vogt, geb. Assen- heimer. Stuttgart⸗W, Zeppelin- straße 74, Mannheim, Max-Jo- sef-Straße 37, 11. Juni 1942. Für die, uns anläßlich unserer Vermählung übermittelt. Glück- wünsche und erwiesenen Auf- merksamkeiten sagen wir hier- mit herzlichen Dank. Dipl.- Volkswirt Fritz Lutz und Frau Auguste, geb. Haaf. Mannheim, straße 35, 11. Juni 1942. r die, uns anläßlich unserer ermählung erwiesenen Auf⸗ merksamkeiten danken wir herzlich. Uffz. Hans Eichhorn und Frau Greta, geb. Rensch. lich unserer Hochzeit in so rei- chem Maße zugegangen. Glück- wünsche, Blumen u. Geschenke danken wir auf diesem Wege allen herzlichst. Gustav Pfister geb. Benz. hielten wir die traurige Nach⸗ rieht, daß mein lieber, gutet Mann, guter vater, lieb. sohn, öchwie⸗ gersohn, Bruder, Schwager und onkel Oberschütze Willi Schiek in tiefem Schmerz: Frau Annl Sehlek, geb. Frank, und Sohn Kurt(.Z. Afrika), nebst Ver- wandten Mit den Angenötigen bettauern auch wit den verlust eines treuen Mit⸗ Betrlebsführung u. Bofolgschaft der rofl- hans. Karlsruhe, Wutachstr. ga, lch erhielt die unfaßbare Nach⸗ ticht, datz mein ganzes Glück, mein über alles gellebter, un“ vergeßlicher Mann u. kreuer Kamerad, der- liebevolle, tteusorgende vatet sei- ner Kinder, Bruder, Schwager u. Onkel Korl Sdchsenweger Senlltze ln elnem int.-kegt. im schönsten Mannesaltet von 40½ —+* bei den schweten Abwehrkämp⸗ en im Osten füt Führet, Volk und Va- tetland gefallen ist. Mannneim⸗Rheinau, 16-Stedlung In unsagbatem Schmerz: Frau Kütne Sachsenweger geb. Weld⸗ ner, Mannnheim-Neckarau, nebst KIn- dern Eitrlede, Lotte und Kürt und Verwanuten 1 eeee Unfaßbar närt und schwer trat Hart und schwer traf mich die Nachricht, daß mein lieber, gu- ter Sohn, unser lieber Neffe und Vetter Ernst Frin Obergefrelter, Funker und Beobachter in elnem Art.-Rogt., inn. des EIK 11 und des Aft.-Sturmäbzelchens in treuer pflichterfüllung im Alter von 27 jahren in den schweren Kämpten im Osten sein junges Leben hingab. brtingen. Mannheim(K4, 15), den 11. Juni 1942 Marls Frin Wwe, und Angehörlge In treuem Gedenken: Helene Rüt u. Mutter Wir betrauern mit den Angenötigen einen langjährigen treuen Mitarbeiter. Elrmen Rhelnlsche china-Einfuhr br. pon 4 Röbel, Ernst Cramer& co. uns die schmerzliche Nachticht, daß unser lieber, hoffnungsvol- ler Sohn und Bruder, mein lieber, un- vergeblicher Herbert, unser Enkel und Neffe Herbert Kupferschmitt Bordfunker- Obergefreiter b. d. Luftw. in treuer soldatischer Pflichterfüllung kür Großdeutschlands Zukunft im blü⸗ henden Alter von 23 jahfen den Flie- 1— fand. Er war unser aller ganzes lück u. dleibt uns ewig unvergeßlich. seine und unsere Hoffnung auf ein Wiedersehen blieb versagt. Mannnheim, Obermoschel u. den 12. Juni 1942. In unsagbarem Schmerz: Seorg Kupferschmitz und Frau Kütne geb. Eid, Kronprinzenstr. 15; Heim. Kupterschmitt(.Z2. Kriegsmarine); Margot Sommer und Eitern Friedr. Sommer, Wäldhofstr. 130; Familie baniel Eid, Obermoschel, und Fam. br. Diel, Würzburg Würzburg, Möge sein opfer uns ällen Segen Betriebsfünrung u. Sefolgschaft der Todesanzelge Allen Verwandten, Freunden u, Be⸗ kannten die traurige meine liebe, seit meinet frühesten tivmutter. Fräu Burbard Nonnenmdcher Wwòw. geb. Welaner am 8. Juni 1942 nach längerem Leiden im Alter von 75 jahten sanft ent⸗ schlafen ist. Mannneim, den 12. Juni 1942. Augärtenstt. 79 In tiefer Trauer: Helnr. Weluner(trün. Nonnenmacher) ble Beerdigung tand am 11. juni in aller Stille auf dem Friedhof in Nek- karau statt. Todesamelge Gott der Allmächtige hat unseten lleben vätet, Hertn rhnomeis Winler Zollsekretär à. 0. am Montag, dem 8. juni 1942, zu sich in die Ewigkeit abberufen. Mannheim, den 9. juni 1942. Luisenfing 41-42. bie Kinder: Rosalle schütz, geb. Wittler; Herxmann Wittier, Hauptm. Emiiſe WiIttier. Unser ganzes Glück, unsere kleine Christa hat uns im Alter von 11 wockhen ver⸗ lassen. Mannneim-Neckaräu, den 11. Juni 1942 Angelstr. 124 in tietet Trauet: Ludwig Kolbenschlag und Frau Erne, Schwester Heiga und verwandten Beerdigung: Samstag, 14 Uhr. Haupt- ftiedhot Mannheim. Mikteilung; daß Kinaneit- für- mich tteusorgende-Adop · gehörigen eeeeeeeree nee ne meeeee ae bmramemn mer hanksagung- Statt Karten Für die überaus zählreichen Beweise hefzlicher Anteilnahme an dem schwe⸗ ren Verlust unseter lieben verstotbe⸗ nen, Frau Elisabetn Stefanowiez Wwòe., sagen wir aut diesem Wege aällen, auch für die vielen Kranz- u. Blumen- spenden unseren innigsten Dank. Mannheim(K 4, 22), 10. Juni 1942. Im Namen aller Hinterbliebenen: Famille Kaver 30% banksagung Für die vielen Beweise aufrichtiger Anteilnahme, die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden, die Ehrenbezei- gungen durch die Wehrmacht, der orts- gruppe Lindenhof der NSDAP sowie für die Grüße seiner Kameraden vom Laszarett und aus Rußland und die trostreichen Worte des Herrn Dekan jöst bei dem schweten vetlust unseres danksagung Für 415 liebevolle Anteilnahme s0⸗ wie für die Ktanz- und Blumenspenden beim Heimgänge unseres lieben Söh⸗ nes, Brudets und' Schwagers, Onkels und Neſten, Herrn David Schenkel, sa- gen wir allen auf diesem Wege un⸗ seten herzlichen Dank. Ganz beson⸗ deten Dank det bitektion und Gefolg- schaft der Zellstofffabtik Mannheim- Waldhof, Hauptverwaltung Berlin, für das große Entgegenkommen, Nachruf und Kranzniederlegung am Grabe. Auch herzlichen Dank det Spielveteinigung Mannheim-Sändhofen für die Kranz- niederlegung und nicht zuletzt herzi. Dank Herrn Stadtpfarrer Bartholomae für seine trostreichen Worte am Grabe. Mannheim-Sandhofen, 8. Juni 1942. Luftschifferstr. 30 Die trauernden Hinterbliebenen: Seorg Schenkel und Frau mit An⸗ schaft vormals Schuckert& zdiesen“ durch„dieser“ ersetzt. Hürch Beschluß der Hauptver- B 247 Schenker& Co. Gesellschaft Allen denen, die unserer lieben ent⸗ schlafenen Mutter, Grotzmutter. Ur⸗ großmutter, Schwester Maria Kempt gedachten, sei auf diesem Wege herz⸗ lich gedänkt. Besondeten Dank Herrn Pfarfer Hörner für seine tröstenden Wofte und für die vielen Kranz. und Blumenspenden. Mannnheim, den 12. juni 1942. Hinteter Riedweg 111 bie trauernden Angehörigen banksagung Für die uns beim Heimgang unsetres lieben Vaters etwiesene Anteilnahme danken wir hiermit herzlichst. Meckarhausen, den 11. Juni 1942. In tiefer Trauer: Famille Tlener und angenörige B 170 H. F. Müller& Rode, Ge- Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme, die wir bei dem Helden- tode unserer lieben. unvergehlichen Söhne Hans Katzenmaler, Soldat bei der Waffen-Iy, und Werner Katzen- maler, Schütze bei einer Vorausabtei⸗- lung, erkahren durfften, sagen wir auf diesem wege allen unseten tietemp- fundenen Dank. Mannneim, den 12. juni 1942. Karl-Benz⸗Str. 14 Famille Hanus Katienmaler; wini Katzenmäaler(.Z. in einer Genes.- Komp.) und Verwandte B 372 Rhein-Chemie Gesellschaft Amtl. Bskanntmachungen Hendelsregister. Amtsgericht FG 3b. Mannheim.(Für die An- gaben in 0 keine Gewähr!) saler Farbenfabrik, Zweignie⸗ mens sind die Worte„sowie der Elektrizitäts-Aktiengesell- Co.“ gestrichen und das Wort sammlung vom 23. April 1942 ist die Satzung geündert in 68 2(Gegenstand des Unterneh- mens), 12(Befugnisse des Auf- sichtsrats), 154(Vergütung des Aufsichtsrats).§ 15a ist in 16, dié 98 16 bis 23 sind in 17 bis 24 umbenannt. Die beim Amts- Zericht in Berlin erfolgte Ein- tragung wurde im Reichsan- zeiger Nr. 113 vom 16. 5. 1942 veröffentlicht. mit besehr. Haftung, niederlassung Zweig⸗ Mannheim in Mannheim(Friedrichsring 4) als Zweigniederlassung der Firma Schenker& Co. Gesell- schaft mit beschränkter Haf- tung in Berlin. Die auf die Zweigniederlassung Mannheim beschränkte Proküra für Karl Adams ist erloschen. Dièe beim Amtsgericht Berlin erfolgte Eintragung wurde im Reichsan- zeiger Nr. 106 vom 8. Mai 1942 vVeröffentlicht. sellschaft mit beschränkter Haf- 2 tung in Mannheim.(Weinein⸗ tuhr- Zollkellereien, Luisen- ring). Die Prokura des Arthur Hülsberg ist erloschen. Einzelprokura ist erteilt an Hugo K. Haber Ehefrau Mar- garete, geb. Hammer, in Mann⸗ heim. Gesamtprokura teilt an Werner Elschner in Mannheim. Er und der bishe- rige Prokurist Frieèdrich Otto sind je mit einem zweiten — vertretungsberech- igt. mit beschränkter Haftung in Mannheim(Rheinau, Mülheimer Straße). Durch Gesellschafter- beschluß vom 1. April 1942 wurde der Gesellschaftsvertrag geändert in§ 3(Geschäftsan⸗ A 1663 Hans Dingeldein sind erloschen. Vereinigte Mannheimer Spiegelfabriken Peter& Co und Friedrien Lenmann Komman⸗ „ditgesellschaft in Mannheim (M 7, 9a-10). Der Prokurist Franz Stump wohnt jetzt in Guttenbach bei Mosbach. leclenburg. Aufnahme von Schü- lern in die Franz-.-Sickingen- Schule. Die Anmeldungen für die Schüler und Schülerinnen, die auf Beginn d. neuen Schul- jahres 1942/43 in die 1. Klasse eintreten wollen, finden am Montag, dem 15. Juni 1942, von .15 bis 13 Uhr bei der hiesigen Direktion statt. Die Aufnahme- prüfungen für diese Klasse wer- den am Mittwoch, dem 1. Juli, ab 9 Uhr, durchgeführt, nach Fliegeralarm ab 10 Uhr. Die Eltern haben bei der Anmel- dung ihre Kinder persönlich vorzustellen u. das letzte Volks- schulzeugnis u. den Impfschein vorzulegen sowie den Nach- weis der deutschblütigen Ab- stämmung bis zu den Groß- eltern zu erbringen. Die An- meldungen für die Klassen-5 finden am Dienstag, dem 25. August, statt, die erforderlichen Aufnahmeprüfungen beginnen am Mittwoch, dem 26. August. Zeugnisse und Nachweis der deutschblütigen Abstammung sind auch hier vorzulegen. Der Direktor. I..: Sättele. ist er- Seschätte Gutgeh, Meffgerel in Ia Kauflg. zu vm. Zuschr. u. 184 477V8 erb. Bäckerel, Konditorei-Kaffee m. Weinaussch., Nähe Mhm., günst. zu verm. R. Loose, Immobilien, Mhm., Seckenheimer Straße 120 Hotel bei größ. Anzahl. zu kauf. ges. Ang. u. 161 636vSs an HB. Wir suchen mitrlere lLckfebrik bis RM 200 000.- bei sof. Barz. zu erwerb. Angeb. u. L. G. 673 an Ala, Leipzig C1. teile) und ihm ein neuer 5 6a (Stimmrecht) eingefügt. Die Immobilien gleiche Eintragung wird auch bei den Gerichten der Zweig⸗ niederlassungen in Bruchsal u. Berlin, von denen die erstere Kl. Einf.-Ville, mögl. in Mhm., ges. größ. Anzahl. zu kauf. ges. Ang. unt. Nr. 7307B an HB Mannhm. die Firmenbezeichnung„Bruch- Hermark derlassung der Rhein-Chemie Gesellschaft mit beschränkter Schöne Milehkühe, frisch. Trans- Haftung“ die letztere den Zu- satz„Zweigniederlassung Ber- port, eingetf. Karl Nilson, La- Elchhaum-Brauerel Mannheim. vunser einziges Kind, unsere liebe von Beileidsbesuchen bitten wir abzu- sehen. lieben, unvergehlicenen oskar Heim, obergekreiter in einem Elak-Regt., sa- gen wit auf dilesem Wege herzl. Dank. Mannheim, den 6. Juni 1942. Neueintragungen: A 2399 Hans Held, Betonfabrik Mannhm.-Ludwigshafen, Mann- heim(Schwindstraße). Inha⸗ lin“ führt, erfolgen. A 835 Bürgerliches Brauhaus zum denburg, Bfauergasse 10. chö. Id. Woltshund, halbwüchs., zu verkauf. Spreng, Wallstadt, pette Flick Wwe; Famllie Frledrien Brigitie wurde uns nach kurzer, schwerer krankneit im Alter von nahezu künt Jahren wieder genommen. Mannnheim, den 11. Jünt 1942. Schanzensit. 21, Landwentstt. 26 In tiefer Trauet: Waldemar Hecht(Z2.Z. im Felde) und Frau Eiss Hecht, 138 Ram; Famlilie jean Rath und Angenörige; Frau Margarethe Hecht Wwe.; Frau Ba- eſer Aeſe geerdigung ündet am Freitag, dem 12. r 1942 um 13 Uhr gielf Todesanzelge Am 5. Juni 1942 statb mein liebet Mann, unser guter Vater, Schwieger- vätet und Großvater, Hert Fronz Kaver Schütn Rektor à. D. Wir haben ihn seinem wWunsche gemüß in aller Stille beigesetzt. Mannheim-Neckarau, 9. Juni 1942. Die trauernden Hinterbliebenen: Rosalle Schlltz, geb. Wittler; Franz Schültz u. Frau Lotte, geb. Bernauer; Auqist Baro u. Frau litabetn, geb. Senüti Mannheim, den 8. Juni 1942. Lindenhofstraße 24. Frau Maria Heim, geb. Schuster, mit Söhnchen oskar; Frau Eise Heim, geh, Eberle, und söhne. banksagung Für die aufrichtige Anteilnahme beim Heimgang unserer lieben Entschlafe⸗ nen, Margaretne Klump, geb. Lutz, sa- gen wir hietmit unseren netzl. Dank. Mäannneim⸗Seckenheim, 11. juni 1942. ber ist Hans Held, Oberinge- nieur, Mannheim. A 2400 Friedrich Merdes, Edingen (Klein- und Großhandel mit Obst u. Gemüse, Adolf-Hitler- Straße). Inhaber ist Fried- rich Merdes, Kaufm., Edingen. Veründerungen: B 19 Siemens-Schuckertwerke Ak- tiengesellschaft Zweigniederlas- sung Mannheim in Mannheim als Zweigniederlassung der Fir- ma Siemens- Schiuckertwerke Aktiengesellschaft in Berlin. Famille Karl Volz 1 Fam. Heinrlen flilbrunn Im Gegenstand des Unterneh- heim weiterführen. kuren von Fritz Dingeldein und Habereckl! Adolph HDingeldein in Mannůheim(& 4,). Das Geschäft samt Firma ging durch Erbfolge über von der am 2. Juli 1941 veérstorbenen Adolf Dingeldein Witwe Sofie, Taubergrund 7. 200.500 Kocken 2. K. ges. Angeb. Ab 16.00 Uhr. an Landgut Peterhof in Han- hofen bei Speyer. Fernsprecher Nr. 652 Schwegenheim. geb. Kreh, auf Fritz Dingeldein und Hans Dingeldein, beide Kraftfahrzeuge Brauereibesitzer in Mannheim, die es in offener Handelsgesell- schaft, welche am 2. Juli 1941 begonnen hat, unter der bishe-⸗ rigen Firma mit Sitz in Mann- Die Pro- Mocl, Personenwagen, in- und ausländ. Fabrikate, bis 5 Liter, kauft geg. Kasse ab Standort. Gebrauchtwagen, Kurfürsten⸗ damm Nr. 156, Berlin-Halensee, Fernsprecher Nr. 97 54 12. Offlene Stellen Stenotyplstin von Chem. Fabrik in Mam.-Rheinau zum baldig. Eintr. ges. Bewerbungen m. Le- benslauf, Zeugnisabschr., sowie Ang. der Gehaltsanspr. erb. u. Nr. 185 721Vs an das HB Mhm. Stenotypistinnen. Groß., i. Auf- bau begriffenes Industriewerk Mitteldeutschl. sucht zum bald. Dienstantritt für versch. techn. u. kaufm. Abteilungen mehrere perfekte Stenotypistinnen für interessante u. selbständ. Ar- beitsgebiete. Bedingungen sind gute Allgemeinbildung, Beherr- schung d. Stenogrammaufnah- me und der Schreibmaschine. Aufstiegsmöglichkeiten sind je nach Leistungen u. Berufser- fahrungen gegeben. Wir legen Wert darauf, Mitarbeiterinnen zu bekommen, welche Eignung u. Umsicht besitzen, um in un ser. Abteilungen voll eingesetzt zu werd. Bewerbungen m. Le- benslauf, Zeugnisabschr., Licht- bild, jetzig. Gehalt, Gehaltsan- sprüch. u. frühest. Dienstantr. sind zu richt. u. Nr. 161 623VS an das HB Mannheim. jung. Kontoristin m. Kenntn. in Buchhalt. u. Kontoristin f. halb- tagsw. 2. baldig. Eintr. gesucht. Schriftl. Angeb. m. Zeugnisab- schrift. an Hamburg- Bremer Feuer-Versicherungs-Gesellsch. Verw. Mhm., Friedrichsring 28 Kontoristin für leichte Büroarb., wenn mögl. mit Kenntn. in Ste- nografie u. Schreibmasch., per sof. gesucht. Angeb. u. 184 273vS an das HB Mannheim. Sprechstundenhilfe, nur fleißig., gewissenh. Frl. z. Anlern., 3 T. pro Woche ges. Zuschrift. unt. Nr. 185 731Vs an das HB Mhm. Kinderschwester od. Kindergärt- nerin zu 2 Kindern von 1 u. 5 Jahr. v. berufstät. Mutter, Lei- terin einer Großhandelsfirma, 2. bald. Eintr. ges. Selbständ. Wir- kungskreis i, gepfl. Villenhaush. in d. Oststadt. Bildzuschrift. m. Ansprüch. erb. u. Nr. 184 258VS an das HB Mannheim. Für die Wartung u. Pflege ein. 8 Mon. alt. Kind. w. ab 1. 7. f. d. Zeit v. etwa 4 Woch. Säuglings- schwester o. sonst. geeign. Hilfe ges. Auskunft: Fernspr. 511 41. Kinderpflegerin od. Haustocht. in die Oststadt ges. Fernspr. 437 38 Gefolgschaftsküche einer Auf- zuchtfarm, in schönst. Lage des Odenwaldes, in der Nähe von Heidelberg, sucht Köchin für 8 bis 10 Personen, die auch mit Gartenarbeit vertraut ist, bei freier Verpflegung u. Wohnung. Angeb. u. Nr. 184 271Vs an HB Frdu ges. f. leichte Arb.(Gewürz- päckch. füll.) wöch. 15-20 Std. Fritz Klinger, Uhlandstraße 48. Fernsprecher Nr. 528 94. Hllfscrbeiter(innen) stellt ab sof. ein: Gartenbaubetrieb Gg. Kar- cher, Am Friedhof 3, Ruf 519 38 Hlltscrbeerinnen f. leichte Pack- arbeiten gesucht. Chr. Hermann Schmidt, Chem. Prod., Mann-— heim, Egellstraße 9. Jg. Dbame zur Beaufs. eines 4jhr. Jung. f.-4 Nachm. wöchtl. ges. Angebote u. Nr. 7029 B an HB. Wer betreut 4jährigen Jungen v. 17 bis 19 Uhr gegen Entgelt. Angeb. unt. Nr. 7095B an HB. Fräuleln od. junge Frau z. Be- aufsicht. eines 3jähr. Mädch. nachm. ges. Fernsprech. 212 22. Zuverl. Frau f. vormittags ges. Wagner, Max-Josef-Straße 28. frauen uncd Mädchen, die halb- tagsweise oder an einzeln. Ta- gen leichte u. saubere Arbeiten verrichten möchten, wollen sich bitte melden bei der Pers.-Abt. d. Fa. C. F. Boehringer& Soehne GmbH., Mannheim, Waldhof. Mäclchen für Haushalt p. sofort ges. M. Freudig, Friseurgesch., Waldshut, Bismarckstraße 2. Hausgehllfin f. gut gepfl. Haush. bald. ges. Fernsprecher 254 31. Jung. Mäcdchen z. Mith. i. Haush., auch tagsüb. gs. Bäckerei Doll- mann, Mhm., Dürerstraße Nr. 20 Orclentl. Mädchen f. Haushalt u. Geschäft, mögl. n. u. 16., 2. sof. od. spät. ges. Gast- u. Kaf- feehaus Kassel, Langelsheim bei Goslar a. Harz Fernsprech. 242. putzfrau f. wöchtl. einige Tage gesucht. Union-Hotel, L 15, 16. putfrau in Dauerstellung für die Diensträume der Vereinigt. In- nungskrankenkasse Mannheim, Friedrich-Karl-Straße Nr. 1. putzfrau tägl. einige Stund. ges. Rettig, Mannheim, S 1, 7 Tüchf. Putzfrau 2. sof. Eintr. ges. Goerig& Co., KG., Hafenstr. 25 putzfravu für 2mal wöch. per sof. gs. Vorzust. nur vorm.-12 Uhr. Heinrich-Lanz-Straße 22, part. Ord. Putzfrau-2mal wöch. ges. Fernsprecher Nr. 444 39. pflichtichr- od. Tagesmädchen in Gesch.-Haushalt sof ges. Angeb. u. Nr. 7321B an das HB Mhm. Stellengesuche Verkävferin sucht p. 15. 6. o. 1. 7. in Metzgerei Stellg., evtl. als Aush. f. freit. u. samst. Angeb. an Fernsprecher Nr. 218 64. kcihrerin sucht Stelle. Besitze Führerschein IV. Zuschr. unt. Nr. 7285B an das HB Mannhm. Junge Frau sucht tagsüb. leichte Arbeit. Ang. u. Nr. 7313B an HB Zu verkaufen -5000 Kraut- u. Blumenkohlsetz- linge. Neckarau, Rheingoldstr.74 Gehrock, Gr. 54, neuwiert., 50.—, zu verkaufen. Kalmitstraße 5. 2 Anzüge f. 16-17jähr. Jung., 65. 35.—,.-Gummimantel, neu, 55.—, 2 Räder m. Achse u. Fed., 25.— 10-13 Uhr. Fernsprecher 213 85. Schw. Gehrock-Anzug, f. mittl. Figur, m. ein. Kl. Stopf., 65.—, Cutaway, gut erh., 35.—, Zylin- derhut,.-, bl. Arbeitsfr.-Tuch- mütze, neu,.— Zzu verkaufen. Karl Stanek, Mannhm., P 1, 7a. Ccutaway m. Weste u. Hose, Gr. 48, 80.-, Walter, Uhlandstr. 9. .-Ssportmantel, fast neu, m. echt. Pelzkrag., nur f. schlanke Fig., 60.-, zu verk. Fernspr. 272 75. Eleg. Brautkleld, Gr. 42/44, 60.— Almenhof, Niederfeldweg 4/13. Schworz. Hercd, gut erh., 15.—, Zzu Vk. Mittelstr. 123, 1 Tr., nach ½6. 21l. Gashercl 20.—, Matr. Ztl. 30.—, neuer Keil 10.- zu verkauf. Zu- schriften u. Nr. 7050 B an HB. Wirtscheftsherc, Gr. 135/%78 m, 200.— Anzus. i. Neckarau; Schulstr. 40 Geshercd, 2fl., 20.—, Tisch, nußb. pol., 110%½o0, 38.-, Tisch, oval, 85/120, 32.—, Fliegenfstr., 120/120, 12.-, div. Rolläden versch. Größ. zu verk. S 3, 7, 1 Treppe. WS. Gastisch, 2fl.,.-, Schränkch. (Hausapotheke),.—, Spiegel,.—, el. Wandlampe.—, versch. Bü- cher.-, Amerikan. Str. 13a, III. WS. em. Herd, gut erh., 30/60, r. m. 3 Brennstellen, 30.-, Kopp, Rheindammstr. 30, 3. Stock. .-Beftst., wß., 12.-, Polsterrost 13.— „R 4, 2 Hhs., 1 Tr., 10-—.00 u.-7. 00 Finanzanzeigen Daimler-Benz Aktiengesellschaft Stufigart Die Aktionäre unserer Gesellschaft werden hierdurch zu der am Dienstag, dem 30. Juni 1942, mittags 12 Uhr, im Verwaltungsgebäude der Gesellschaft in Stuttgart-Untertürkheim, Mercedesstraße, statt- findenden eingeladen. 1. Vorlegung des Beschlusses des 65. lordeniilchon). Houpters ommlung Tagesordnuns: Aufsichtsrates über die Berichti- gung des Grundkapitals von RM 75 216 o000.— auf RM 90 259 200.— auf Grund der Dividendenabgabeverordnung vom 12. Juni 1941, Vorlegung des berichtigten Jahresabschlusses und des Geschäfts- perichtes für das Geschäftsjahr sichtsrates. Beschlußfassung über Entlastung des Vorstandes und Aufsichtsratswahlen. Wahl des Abschlußprüfers. 9899 1941 mit dem Bericht des Auf- die Gewinnverteilung. des Aufsichtsrates. Ermächtigung des Vorstandes, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft von nom. RM 90 259 200.— um bis zu nom. RM 30 000 000.— durch Ausgabe neuer Stammaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen Bezugsrech Ergänzung des§ 3 der Satzuns Satzung vorzunehmen. Uper die Beschlüsse zu 6, 7 und 8 unter Ausschluß des gesetzlichen tes der Aktionäre zu erhöhen.(Genehmigtes Kapital.) gemäß dem Beschluß zu 6. Ermächtigung des Aufsichtsrates, die nach erfolgter Durchfüh- rung der Kapitalerhöhung notwendig werdende Anderung der der Tagesordnung hat außer der gemeinsamen Abstimmung sämtlicher Aktionäre je eine Sonderab- stimmung der Stamm- und Vorzugsaktionäre stattzufinden. Zur Ausübung des Stimmrechtes in der Hauptversammlung sind die Stammaktionäre berechtigt, die ihre Aktien bei unserer Gesell- schaft oder bei einer der nachstehenden Banken: Deutsche Bank in Berlin Hamburg, Mannheim, und deren Filialen in Frankfurt a.., München und Stuttgart, Commerzbank, Aktiengesellschaft in Berlin und Hamburg, sowie deren Filialen in Frankfurt a.., gart und Wien, Dresdner Bank in Berlin Hamburg, Mannheim, Mannheim, München, Stutt- und deren Filialen in Frankfurt a.., München und Stuttgart, Creditanstalt-Bankverein in Wien, Länderbank Wien Aktiengesellschaft in Wien, oder bei einem deutschen Notar, oder bei einer zur Entgegennahme der Aktien befugten Wertpapier-Sammelbank spätestens am Donnerstag, dem 25. Juni 1942, Hauptversammlung hinterlegen. Die Hinterlegung ist auch tien mit Zustimmung einer bis zur Beendigung der dann ordnungsgemäß erfolgt, wenn Ak- von der Gesellschaft bestellten Hinter- legungsstelle für sie bei anderen Banken bis zur Beendigung der Hauptversammlung Im Falle der Hinterlegung einer Wertpapier-Sammelbank folgte Hinterlegung spätestens am Freitag, Gesellschaft einzureichen. im Sperrdepot gehalten werden. der Aktien bei einem Notar oder bei ist die Bescheinigung über die er- dem 26. Juni 1942, bei der Zur Vertretung in der Hauptversammlung ist- schriftliche Voll- macht erforderlich und Stuttgart-Unter genügend. türkheim, den 4. Juni 1942. Daimler-Benz Aktiengesellschaft Kaufgesuche Filmtheater Klenterweste f. 11j. Mädel z. k. g. Zuschr. u. Nr. 184 456V H an HB. Anzug, neuw., Gr. 52(1,72), Bund 105/110, zu kaufen gesucht. An- gebote u. Nr. 183 735 VH an HB. ledermantel f. 1,85 m. zu k. g. Ang. u. Nr. 21547vS8 an d. HB. Neuw. Staubmantel, Gr. 42, bl. Sportrock, Gr. 42 zu kauf. ges. Angeb. unt. Nr. 7061B an HB. sommer-Damenklelder(Gr.40/42) Angeb. u. Nr. 6999B an HB. Mod. Trauerkleider von kinderr. Mutter ges. Gr. 44-46. Zuschr. unt. Nr. 7051B an das HB Mhm. .-Reitsflefel, Gr. 44, zu kauf. gs. Herbel, Sandhofen, Garnstr. 12 WS. Leder- o. lein.-Schuh, Gr.40. Ang. u. Nr. 186 147Vs an HB. Geisbadeofen(Automat), Wasch- masch. m. Wasserantr., Wasch- kessel. Maurer, Mhm.-Waldhof, Spiegelfabrik 162. El. Herd od. Heizplatte zu kKf. gs. Angeb. unt. Nr. 7158B an HB. Kinder-Wegen, evtl. Korb, z. K. g. Angeb. unt. Nr. 7260B an HB. Schön..-Kastenwag. m. g. Be- reif. Ang. u. Nr. 7320B an HB. Kinder-Kastenwagen zu Kf. Ss. Angeb. u. Nr. 188 819Vs an HB Sportwagen. Ang. u. 7180B a. HB Kind.-Sportweagen zu kauf. ges. Zuschr. u. Nr. 188 812vH an HB Sportw/ag., Kinderbadewaonne u. Kloppstüöhlchen. Zuschr. unt. Nr. 69868 an HB. .⸗Korbwac. Ang. u. 7062B a. HB Korb-Kinderwacgen zu kauf. ges. Zuschr. unt. NFr. 7073B an HB. Gut erh. Motor-Fahrrud zu Kkauf. ges. Ang. u. Nr. 6757B an HB. Got erh. Herrenfohrrad zu Kauf. gesucht. Fernsprecher Nr. 267 78 .⸗Fehrracl, gut erh., zu kauf. gs. Angeb. u. Nr. 6858B an das HB Gebr. Anhänger f. Fahrrad zu kauf. ges. Fernsprech. 204 22. .-Fhrrad, Mädchenrad, Liege- stuhl Eberle, Mainstr. 29 part. bamenfahrrad. Zuschr. unt. Nr. 101 263 VH an HB. .-Fahrrad mögl. neuwertig, so- wie Korbsitz für Kind. Zuschr. unt. Nr. 7010B an HB. Kind.-Drelrucd, Auto o. Holländer Kämmer, P 7, 7a, Ruf 282 95. .-Fehrruc, evtl. m. Dreiganggetr. Angeb. unt. Nr. 7193B an HB. bem.-⸗ od. Mädch.-Fehrracd, gut erh. Ang. u. 188 816v8s an HB. Gut erh..-Fahrrad m. Ber. u. Licht von berufstät. Frau ges. Angeb. u. Nr. 21 548VvS an HB. oO.-Fahrr. Häußler, Waldhofstr. 37 .-Fehrracd. Ang. u. 7270B an HB. .-Fahrrad m. Bereif. zu kauf. gs. Angeb. unt. Nr. 73358 an HB. Jagdwaecen, 4sitz., m. Verdeck, gut erh., zu kauf. ges. Angeb. unt. Nr. 140 386 an HB Whm. Vermietungen leeres Zim. m. Kochg. u. Keller- abt. per 1. 7. Huber, Kleiststr. 7 Sonn.-Zimmerw., in-Famil.— haus mit Warmwasserheiz. per sof. 2. vm. Seckenheimer Land- straße 157. an Fabrikant Jos. Schwend, Baden-Bad., Fürstenbergallee 8. Miete 115.- RM, incl. Heizung. Lagerhalle u. Keller, üb. 1500 qm Lagerfläche, ab sof. währ. der Dauer d. Krieges z. vm. Gleis- anschluß vorh. Fr. Kathreiners Nachf. A.., Mannheim, Rhein- kaistraße 8b. Werksfaft od. Lagerräume f. ruh. Betrieb p. 1. 7. 2. vm. M6, 17 p. r. Schloafstellen Wir suchen für sof. für 10 ausld. Arbeiter Schlafstellen Nähe Ha- fenstr. Goerig&x Co. KG., Mhm. für eln Gefolgscheftsmitalled suchen wir p. sof. 1 gute Schlaf- stelle. Angeb. an Fa. Richard Ganske, Mh., B 1, 6. Ruf 242 80. Möbl. Zimmer zu vermiet. Gut möbl. Zimmer zu vermieten. Neckarau, Holunderstr. Nr. 11. Möbl. Zimmer gesuch! Cur möbl. Wohn- v. Schlofzim., evtl. nur Schlafz. v. Geschäfts- mann ges. Ang. u. 7267B an HB Möbl. Zimmer v. berufst. Frl. ges. Zuschr. u. 7496 B an den Verlag. Möbl. Zimmer mit-2 Bett. sowie auch leere u. ev. frei werdende Zimmer laufend zu mieten ges. Angeb. an das Lohnbüro der Daimler-Benz Aktiengesellschaft Mannheim. Möbl. Zimmer von berufst. Fräul. Nähe Wasserturm ges., a. Man- sarde. Angebote u. Nr. 184 282 V an den Verlag dies. Blattes erb. Verschiedenes Welcher Schnelder macht Man- tel u. Anzug f. 8jähr. Jungen? Zuschr. u. Nr. 185 730vs an HB Näncrbelt wird angenommen. Angeb. u. Nr. 7263B8 an HB. Wer nimmt eine Beiladung mit nach Köln?(Best. aus: 2 Glas- theken, 3 Regalen. 1 Schreib- tisch und Stuhl.)- Zuschriften unter Nr. 7512 B an HB Mannh. Markenklavier, so gut wie un- benutzt, für monatl. 20.— RM zu vermieten.- Fernruf 43 000. Unfall am 12.., 17 Uhr, Schwet- zinger Str. Frau durch Tempo- wagen angefahren. Der Herr. der die Auto-Nr. aufschriek, wird um Adressenangabe ge- beten an Kriminalpolizei Mhm. Wer nimmt Möbel als Beil. von Mum. nach Annabach? Ruf 53241 Juni, abends um 18.50 Uhr, im Zug zwisch. Bahnhof Neckarau u. Hauptbahnh. Mannheim den Knirps an sich genommen hat, wird aufgefordert, denselben im Bahnhofsfundbüro geg. Bel. Schriftliche Angeb. Derlenige, der am Mittwoch, 10. Alhambra.- Der große Erfolg! Täglich.20.45.30 Uhr. Hilde Krahl in„Anuschka“. Ein Mäd- chenschicksal von Opfer, Leid und Liebe. Ein Film der Ba- varia-Filmkunst mit Siegfried Breuer, Friedl Czepa, Rolf Wanka, Ellen Hille, Anton Pointner, Elise Aulinger, Fritz Odemar.-Regie: Helmut Käut- ner. Die neueste Wochenschau. Für Jugendl. nicht zugelassen! Uta-palcst. 2. Woche! Tägl..15 .00.45 Uhr. Ein entzückendes, musikerfülltes Lustspiel mit den berauschenden Johann- Strauß-Melodien.„Die Nacht in Venedig“. Ein Paul-Verhoe- ven-Film der Tobis mit Heide- marie Hatheyer, Lizzi Wald- müller, Hans Nielsen, Harald Paulsen u. a. Spielleitung: Paul Verhoeven. Mus.: Franz Doelle. Im Vorspiel: Neueste deutsche Wochenschau und Kulturfilm.- Für Jgdl. ab 14 Jahren erlaubt! Schauburg. 2. Wochel In Wieder- aufführung!.45.00.30. Der große Lustspielschlag.„7 Jahre Pech“ mit Hans Moser, Theo Lingen, Ida Wüst, Wolf Albach- Retty, Olly Holzmann, Clara Tabody, Oscar Sima.- Die Wo- chenschau.- Jgdl. zugelassen! Copitol, Waldhofstr. 2, Ruf 52772. Heute bis einschl. Donnerstag: Marika Rökk, Willy Fritsch in dem groß. Farbenfilm der Ufa: „Frauen sind doch bessere Di- plomaten“. Ein bezaubernder Großfilm, einzig in seiner Farb- wirkung, spannende Konflikte, witzige Dialoge, schwungvolle Musik und großartige Tänze.- Neueste Deutsche Wochenschau Jugendliche nicht zugelassen! Täglich.35.40 und.45 Uhr! Sonntag.30.35.40,.45 Uhr! Glorie- Pulast, Seckenheimerstr. 13 Ab heute:„Frauen sind doch bessere Diplomaten“. Der große Farbenflim mit Marika Rökk, Willy Fritsch, Erika v. Thell- mann, Aribert Wäscher, Hans Leibelt, Karl Kuhlmann, Georg Alexander überrascht durch seine originelle Handlung, ent- zückt mit seiner Musik u. groß- artigen Tanzeinlagen.- Neueste Wochenschau. Anfang.45.00 .30 Uhr. Jgdl. nicht zugelassen. Sonntag ab.00 Uhr. palest-Tagesklno, IJ 1, 6(Breite Straße). Ruf 268 85. Von vorm. 11 Uhr bis abends 10 Uhr durch- gehend geöffnet. Ab heute: Der erste Farbengroßfilm:„Frauen sind doch bessere Diplomaten“ m. Marika Rökk, Willy Fritsch, Erika von Thellmann, Aribert Wäscher, Hans Leibelt, Karl Kuhlmann, Georg Alexander, Herbert Hübner, Rudolf Carl, Ursula Herking, Edith Oss. Spielleitg.: Georg Jacoby. Ma- rika Rökk spielt in diesem er- sten deutschen Farben-Großfilm eine kapriziöse Tänzerin, der es gelingt, eine ganze„feindliche Armee“ in Schach zu halten, ihrem Landesfürsten einen un— schätzbaren Dienst zu erweisen und sich den Mann ihres Her- zens trotz größter Widerstände zu erobern! Wie sie das macht? Nun—„Frauen sind doch bes-— sere Diplomaten“! Neueste Wochenschau.- Jugend nicht zugelass.] Abendvorst. Beg..30 Lichtsplelhdus Möller, Ruf 52772. Heute bis einschließl. Montag: Laura Solari, Fosco Giachetti in „Vorbestraft“. Eine stark krimi- nalistisch gefärbte Handlung aus der Welt der Artisten, reich an Abwechsl. u. Spannungsmoment.! Neueste Deutsche Wochenschau Jugendliche nicht zugelassen! Täglich.40.00 und.30 Uhr! Sonntag.40.40.00.30 Uhr! Film-polest, Neckorou, Friedrich- straße 77. Ab heute:„Zwei in einer großen Stadt“. Die Ge⸗ schichte einer jungen Liebe.- .15 u..30 Beg. m. d. Hptfilm. Olymp-Lichtsplele Mh.-Käfertal. Heute Freitag letzter Tag!.00 und.45 Uhr. Albrecht Schön- hals u. Heinrich George:„Stüt- zen der Gesellschaft“.- Jgdl. ab 14 Jahren zugelassen! Sams- tag bis Montag das gewaltige Filmwerk„Dorf im roten Sturm“; außerdem die aller- neueste Wochenschau. Jugend- liche ab 14 Jahren zugelassen! Beginn Samstag.30 und.45 Uhr- Sonntag.45.45.45 Uhr Sonntagvorm. 10 Uhr: Sonder- vorstellung d. NSKOV:„Fried- rich Schiller“.- Sonntag,.30 Jugendvorstellung:„Des jun- gen Dessauers große Liebe“. Zentral, Waldhof.- Freitag bis Montag. Wo..30.30, So. ab.15 Einer von den ganz großen Treffern, ein Terra-Film:„Pa- radies der Junggesellen“. Zwei Stunden Lachen u. wieder zün— det der Schlager:„Das kann doch einen Seemann nicht er- schüttern“ mit Heinz Rühmann, Trude Marlen, Hans Brause- wetter, Maly Delschaft.- Ju- gendverbot. Neueste Wochen- schau.- Sonntag,.30: Jugend- vorstellung:„Die Sporckschen Jäger“. Scalbau- Thecfer, Waldhof.— Heute bis Montag:„Der Weg zu Isabel“.- Ein dramatischer Tobisfilm, der durch seinen Stoff zu einem großen Erlebnis wird. Mit Hilde Krahl, Ewald Balser, Rolf Weih, Maria Koppenhöfer u. a.- Für Jugendl. verboten! Beg..30 u..30, So. 4 Uhr usw. freyei · und Scalbau- Thecter, Walcdhof. Sonntag, 14. Juni, Ju- gendvorstellg. Der große Lach- schlager:„Die Finanzen des Großherzogs“ mit Heinz Rüh- mann und Theo Lingen.- Saal- kreye- Thecter, Woldhet. Heute bis Montag: Heinz Rühmann u. Theo Lingen entfesseln Lach- salven in„Die Finanzen des Großherzogs“. Weiter wirken mit: Viktor de Kowa, Hilde Weissner und Paul Henckels.- Für Jgdl. zugelassen! Beg..30, Hauptf..15, So..30 Uhr usw. Filmtecter der Vororte Neues Thecter,.-Ffeudenheim, Hauptstr. 2. Freitag bis einschl. Montag:„Das große Abenteuer“ mit Maria Andergast, Albrecht Schönhals.- Jugend hat keinen Zutritt.- Spielz.: Wochentags .30- Sonntags.00 u..30 Uhr. Roxy Rheincu. Von Freitag bis Montag:„Dorf im roten Sturm“ Dienstag bis Donnerstag:„Uwe Kasten“.- Sonntag 2 Uhr: Ju- gendvorstellung. Anfangszei- ten: Werkt..30. So..30 u..00 Thecter Natlonelthecter Mannhelm. Am Freitag, 12. Juni 1942, Vorstel- lung Nr. 270, Miete F Nr. 24, II. Sondermiete F Nr. 12:„Ent- scheidung“, Schauspiel in fünf Akten(7 Bildern) von Gerhard Schumann. Spielleitung: Fried- rich Brandenburg. Bühnenbil- der: Helmut Nötzold.- Anfang 19 Uhr, Ende 21.30 Uhr. Konzert-Kaffees palestkaffee Rheingold, Monn- heim, 0 7, 7. Während des Mo- nats Juni mit behördlicher Ge- nehmigung geschlossen. Wieder- eröffnung 1. Juli mit besonderen Uberraschungen. palmgarten, zwlschen F 5 u. f 4. Tägl. Beginn 19.45 Uhr, Ende 22.00 Uhr, außerdem mittwochs und sonntags ab 16 Uhr: Das große Kabarett- Varieté- Pro- gramm mit: Original 3 Geschwi- ster Nock, die kleinsten u. jüng- sten Drahtseilkünstlerinnen der Gegenwart; Schamil u. Tamara, Musik- Gesang und akrobati- sche Wirbeltanzschau und an— dere Attraktionen. Konzerte Keammermuslkabend. Am Frei- tag, dem 12. Juni 1942, findet um 19.30 Uhr im Harmoniesaal, D 2, 6, durch das Deutsche Rote Kreuz ein Kammermusikabend zugun- sten des Kriegshilfswerkes des Deutschen Roten Kreuzes statt. Karten zu RM.—,.- und.— sind erhältlich bei Musikhaus Heckel, Kunststraße, u..R.., Kreisstelle L 2, 12. Veronstaltungen boampferfahrt nach Rüdesheim jeden Sonntag.00, Rüekkunft 22.00. Fahrpreis hin und zurück .30 RM. Vorverkauf. Abfahrt Köln-Düsseldorfer, Mannheim an der Rheinbrücke rechts. Stäckt. Planetarium. Sonntag, 14. Juni, 11.30 Uhr: Lichtbilder- Schau mit Erläuterungen: Erd- beben— wie sie entstehen und verlaufen. Kart. zu 50 u. 25 Pfg. Vereine, Gesellschaften Ppfälzerwald-Verein E.., Zweig- verein Ludwigshafen-Mannhm. E. V. Einladung zur 6. Planwan- derung am Sonntag, dem 14. Juni 1942. Ziel: die Haardt. Hin- fahrt Mannheim Friedrichsbr. ab.05 Uhr mit Rhein-Haardt- bahn, Ludwigshafen Ludwigs- platz ab.21 Uhr. Wanderfolge: Dürkheim- Hardenburg(Früh- stücksrast)- Forsthaus Kehr- dichannichts(Mittagsrast) Murrmirnichtviel- 3 Eichen- Dürkheim. Rückfahrt nach Be⸗ lieben. Führung: R. Braun, K. Lind, E. Schneider. Eingeführte Gäste stets willkommen. Verloren Unterhaltung 4 Ein paul-verhoeven- Film der TobIs mit den Melodien von Johann Straul Heidemarie Hatheyer, LizziWald- müller, Hans Nielsen, Har. Paul- sen, Erich Ponto, Paul Henckels spielleitung: Paul Verhoeven. Täglich.15.00 und.45 Uhr LLI Wäscher, Hans Leibelt, Karl Kuhlmann, Georg Alexander, Herb. Hübner vorprogramm: Meueste Wochenschau Ab heute! Jugend nicht zugel. S18 BIA SkCEENHEIIMERSTR. 13 Harika Rökk in der großen singt, tanzt u. bezaubert W. Fritsch. G. v. Thellmann. G. Alexander, R. Carl u. a. m. Ein romantisches Spiel von Liebe, List u. Leidenschaft mit Willy Fritsch Witzig, spritzig und melodiös. Nicht f. Jugdl. Meueste Wochenschau 24 1 A§.orste der Abend- bis einschl. Donnerstag! in d. groß. Farbenfilm d. Ufa: Frauen sind aoecn Sonntag.30.35.40.451 Neueste Deutsche Wochenschau! Jugendliche nicht zugel. Gold. Dameneirmbanduhr Wald- weg Rheinau-Schwetz. Sonntag Zw. 13.30-14.00 verl. Da Andenk. geg. hohe Bel. abzugb. Vor An- kauf wird gewarnt. Anruf 24340 Schwerz. Kinderlackschuh vom Bahnhof bis Tattersall verlor. Abzugeb. geg. Belohn. Schäfer, Seckenheim. Str. 58, Ruf 422 14. Stadnasche mit den ganzen Le- bensmittelmarken, Geldbeutel, Kindermäntelchen u. 2 Kleider- karten am Mittwoch, 3. 6. 42, abends zw. /½-¼18 Uhr, Linie 16, verloren. Abzug. geg. Bel. bei Frau Held, Schwetzing. Str. 73. Lebensmittelkarten lauten auf Daniel Fenrich. Schelbenrad mit Dunlopdecke (neu), Gr. 32 6½, verloren am 10. 6. 42 von Hemsbach, Bir- kenau, Amorbach, Seckach. Zu- schr. u. Nr. 196 317Vs an HB. Gefunden Baegg VolKsSANK MANNHEINA E. G. m. B.. (froher NHonnheimer Gev/erbebeni) C 4, 95 Fernruf- Sa.- Mr.: 244 31 ——————————————— Führung von Scheck-Konien Fachmännische Beratung in allen 1 Geldangelegenheiten 1 Da.-⸗Schirm gefunden. Abzugeb.: Herzogenriedstraße 19, 2 Tr. r. Eniflogen Wellensitich, hellbl., mit Ring entfl. Geg. Belohn. abzug. bei Kerber, Käfertal, Bahnhofstr. 8. Zugelcufen Schworzbr. Rehpinscher zugelf. Abzug. Meerwiesenstr. 36, 1 Tr. Unterrichi Grüncdl. Machhllfe in Englisch, Französisch und Latein erteilt: ——— a οοο ν amn, éKn a π= K Hornhaut, Warzen beseitigt unfehlber Sichefweg. Nur echt in det ſube u. mit Garentleschein. Tube 60 pig. Sicherwel Zu haben in den Fachgeschäft bestimmt bei Drogerie Ludwig& Schütthelm 0 4. 3 und Friedrich platz 19, Drog Schmitt, Secken Der Vorstand. abzug., andernf. erfolgt Anzeige bau:.30 Uhr- Freya.00 Uhr. Fernsprecher 245 29. Str. 8; Drog. Körner, Mittelstr. 20 Für jugendliche ab 14 Jahren erlaubt! 3 4 .45.50.25, So..00 vorstellg..30 Unr TMarie Rskk, Willyfritsen 0 0 0 5 0 5 4 15 4 9 7 7 0 ühneruugen Verlag u. Mannheim, Fernr.-Samn Erscheinung wöchentl. 2 Anzeigenpre gültig. Za. Erfüllungsor 4 Somsteg· A neeeen V Wochensechau u. Kulturf11g „ der erste deutsche Farpflim der Uis In einem a italienischen gestellt, daß marica, die Eroberung dende Er Dies beziehe tigen engliscl gene, etwa 60 beinahe 300 vor allem aut sche stra umgestoß. Gegners best⸗ italienische K nàu einem grol licher Richtun Armee hatte Verstärkungen Erscheinen e neuen großen Man erinnert daran, daß d Jahr— am Sommeroffens Rommel gewo lum— Halfay⸗ mal die fein durchschaut vor. Die bei de- sich ein Adm räien befinde stücke und il lich bestätigt, ihren Vorstoß 7 7 05 — — nn „ Nach d. (Kabel uns Tagelang he angebliche Se Pazifik. Jaſ Genaueres da Die Pressemä. behörden, abe. Endlich gab a panische Ober Meldung über ten und den!1 nüchsten Tage Zeitungen fül bringen außer. gen mit ihren aus denen her' von den USA auf den Tokio stellen zu kön schen Nachric durch frühere USA-Propagan wiesen hatte, jetzigen amer eine angeblich Die Tatsache gestellt, daß um ein äußer ternehmen bie Initiat japanische fen an, und 2ův noch eine einz apan gefährli ie USA-Mari egen Japan Hawaii, Wake