ise wernen ärenhof t v. Kllpstein ).30, 80. 35 gdl. n. zugel. Planken Kapellen r Dame 942 hören d abends sche E C ter apellmei- Voorden 81 iSter nann ichneten ar. e m Ein- 330 Uhr Ihr. bsruhe). 5 IStahl Arhein 1. RM. 6,50 numt ent- hnh., Mann- Planken) istr. 47 a 2 im Monat heim von r mt lmmor * doher àus— Koulgeld. + günstigt! K 21 an lasse 16 tigart illionen Rll. Verlag u. Schriftleitunz Mannheim, R 3, 14—15 Fernr.-Sammel-Nr. 354 21 Erscheinungsweise: 7 wöchentl. Zur Zeit ist Anzeigenpreisliste Nr. 13 gültig. Zahlungs- und Erfüllungsort Mannheim. faken NS-TAGESZEITUNGFUR A WW0 Sonntag-Ausgeibe 12. Jahrgong — S◻ 0 zbanner MANMNHEIM u. MoRDBADEN Bezugspreis frei Haus .— RM. einschl. Trä- gerlohn, durch die Post .70 RM.(einschließlich 21 Rpfg. Postzeitungs- gebühren) zuzüglich 42 Rpfg. Bestellgeld.- Ein- zelverkaufspreis 10 Rpfs. Nummer 211 Auf dem Wege nach Krasnodar Durch die Sonnenblumenielder des Kubangebieis/ Der Feind verschiedenilich eingeholt (Von unserer Berliner Schriftleitung) G. S. Berlin, 1. August. Unsere Truppen, mit ihnen Rumänen und Slowaken, stürmen weiter durch die Weizen- ebenen des Kuban-Gebietes auf Kras- nodar, die Hauptstadt dieser Provinz, 2 u. Die vom Manytsch kommende Kolonne hat nunmehr Salsk erobert, von wo die Eisen- bahnlinie nach Rostow abzweigt. Die Eisen- bahn Stalingrad—Krasnodar, die zum ersten- mal bei Proletarskaja erreicht und über- schritten worden war, ist, wie der OKW- Bericht nunmehr mitteilt, in breiter Front an verschiedenen Stellen überkreuzt worden. Die Stadt Pestschanokoposkaia ist von schnel- len Truppen bereits genommen worden. Sie liegt südlich der genannten Eisenbahnlinie etwa auf halbem Wege zwischen Proletarskaia und Tichor jezk. Der letztgenannte Ort ist besonders bedeutungsvoll als Kreuzunss- punkt der beiden Haupteisenbahnlinien des Kaukasus-Vorlandes, der Strecke von Rostowo nach Baku und jener von Stalingrad nach Krasnodar. Beiden Eisenbahnlinien folgen unsere Truppen auf ihrem Vormarsch. Pest- schanokoposkaja ist nur noch 200 Kilometer von Krasnodar entfernt und weniger als 100 Kilometer vom Kubanfluß, der dieser weiten Ebene den Namen gegeben hat. Die deutschen Verbände haben in Verfol- gung der geschlagenen Sowiets vielfach ein weit schnelleres Tempo angeschlagen, als der sich fluchtartig zurückziehende Gegner. Da- durch ist es wiederholt zur Abschnei- dung und Einschließung sowjetischer Kräftegruppen gekommen, die nun ihrer Ver- nichtung entgegengehen. Diese Kämpfe spie- len sich ausnahmslos schon in der Provinz Krasnodar, die dem Kuban-Gebiet ent- spricht, ab. Diese Provinz ist gröhßer als Bayern, sie zählt 3 Millionen Einwohner. Es ist die Heimat der Kuban-Kosaken, die wir nach der bolschewistischen Revolution in Deutschand häufig in den Konzertsälen hörten. Aus der Ukraine sind im Laufe der letzten Jahrzehnte viele tausend Bauern ein- gewandert, sie haben die Steppe in Weizen- land verwandelt. Die fruchtbare Schwarz- erde und die reichlichen Niederschläge des sehr warmen Gebietes gaben dazu die besten Voraussetzungen. Außer Weizen werden hier feldweise Sonnenblumen als Olquelle für die menschliche Ernährung, außerdem Baum- wolle und neuerdings Tabak angebaut. Es ist ein Uberschußgebiet, das seinen Reichtum an die Industriegebiete Zentralrußlands ab- gegeben hat. Nun gehen diese Lieferungen den Sowjets verloren und man hat allen Grund zu der Annahme, daß im nächsten Jahr aus diesem Gebiet ebenso wie aus der Ukraine gewisse, natürlich zunächst begrenzte Getreideũberschũüsse der Ernährung Deutsch- lands zugute kommen werden. Das Erdölgebiet von Maikop be⸗ findet sich südlich des 900 Kilometer langen Laufes des Kubans. Von Maikop gehen Ol- leitungen nach dem Schwarzmeehafen Tuapse und zu der großen Olleitung, die von dem zweiten Olgebiet nördlich des Kaukasus, jenem von Großny, nach Rostow führt. Um alle diese wirtschaftlichen Werte kämp- fen die Truppen Timoschenkos heute vergeb- lich. Hier hat man die Erklärung dafür, warum die„Prawda“ am Samstag in ihrem Leitartikel größte Energie in der Einbringung der Ernte verlangt. Es dürfe nicht zugelas- sen werden, daß sich die Fehler des ver- gangenen Jahres wiederholten, wo in den Kolchos- und Wolchosbetrieben bei der Ein- bringung des Getreides Verluste von je 1½ Zentner pro Hektar entstanden. Man ersieht aus dem„Prawda“-Artikel, daß Maschinen 90 km vor Port Moresby Tokio, 1. August.(HB-Funk) Die japanischen Truppen machen auf Neu- Giunea erhebliche Fortschritte. So gelang es ihnen, bis auf 90 Kmauf Port Moresby vorzustoßen und den Widerstand der austra- lischen Truppen an den meisten Stellen zu brechen, an einzelnen Stellen sind noch schwere Kämpfe im Gange. Der Luftangriff, den starke japanische Fliegerverbände gegen die nordaustralische Hafenstadt Townsville am 29. Juli durchführten, war der schwerste, der jemals auf eine australische Stadt unter- nommen wurde. Die Stadt steht an mehreren Stellen in Brand. Das Hafenviertel, wo sich die Lagerhäuser der Obst- und Holzindustrie befinden, wurde s0 schwer getroffen, daß ein großer Teil der er- heblichen Lagervorräte vernichtet wurde. Auch der Flugplatz sowie die Bahn- anlagen von Towasville wurden erneut schwer getroffen. fehlen, weil die Traktoren dem Heer zur Ver- fügung gestellt werden. Deshalb sollen Mil- lionen von Stadtbewohnern bei der Einbringung der Ernte eingesetzt werden. Das kann die Ausfälle nicht ersetzen, son- dern höchstens abmildern. Jedenfalls spre- chen das englische Zeitungen am Samstag unumwunden aus. Dort in England ist man über die weitere Entwicklung im Süden der Sowietunion äußerst pessimistisch. Der eng- lische Kommentator Montague schreibt im Nachrichtendienst den Schwarzmeerhafen Noworossijsk bereits mit der Bemer- kung a b, es würde nicht weiter überraschen, wenn in nächster Zeit eine Enttäuschung käme, die Deutschen ständen vor Noworos- sijsk. Man solle sich, so meinte er, beim weiteren deutschen Vordringen nicht der Täuschung hingeben, als ob dadurch die Nachschub-Schwierigkeiten für die Deutschen zunähmen. Der Nachschub sei von der Krim her kein Problem. Ein Reuterkorrespondent aus Moskau kabelt: „Man muß berücksichtigen, daß in diesem flachen Land motorisierte Streitkräfte weit vor dem Hauptteil der Truppen ope- rieren können. Jedenfalls ist die allgemeine Lage im höchsten Grade ernsthaft. Der Feind wirft immer mehr Reserven in die Schlacht und seine frischen Panzertruppen scheinen unerschöpflich zu sein.“ Die Vernichlung serbhischer Banden 2000 Tote und 9000 Gefangene in 14 Tagen/ Deutsche Truppen schaffen Ordnung Berlin, 1. Aug. HB-Funk) Auf dem Schauplatz der Kämpfe mit ser- bischen Banden und Straßenräubern verlie- fen die Säuberungsaktionen auch in der ver- gangenen Woche planmäßig und erfolgreich. Einzelne örtliche Uberfälle in entlegenen Ge⸗ birgsgegenden führten zur Vernichtung von Banden, die Erntevorhaben zu stören und Erntemaschinen zu beschädigen versuch- ten. Mit dem Auftreten deutscher Truppen ist Ruhe eingetreten und die Erntearbeiten gehen ungestört weiter. Eine größere Bande, die bei Nisch einen Uberfall auf einen wichtigen Verkehrskno- tenpunkt plante, wurde vernichtet. Im Raume südlich und westlich von Sar a j ewo wurde nunmehr ebenfalls eine Säuberungs- aktion eingeleitet, um die aus Bosnien abge- drängten Banden in ihren entlegenen Schlupf- winkeln und Felsenhöhlen in den Gebirgen zu fassen. Versuche britischer Unterseeboote, an der adriatischen Küste mit Banden die Verbindung aufzunehmen, wurden rechtzeitig erkannt und vereitelt. Auch im Donau-Save- Bogen und im Raum der Fruska-Gora schrei- ten die Säuberungsaktionen weiterhin er- folgreich fort. In der Zeit vom 9. bis 23. Juli verloren die Banden 2000 Tote und 9000 Gefangene. Die deutschen und kroatischen Verbände wurden bei ihren Unternehmungen wiederum von Einheiten der ungarischen Donauflottille un- terstützt. Frankroicdis Marine wehrt sich gegen England Auszeichnung von Blockadebrechern/ Frachtdampfer im Mittelmeer befreit Vichy. 1. Aug.(Eig. Meldung) Eine Anzahl französischer Marineofflziere, die sich während der vergangenen Monate durch die Durchbrechung der englischen Blockade ausgezeichnet haben, sind, wie im französischen Staatsanzeiger amtlich be⸗ kanntgegeben wird, zu Offizieren der Ehrenlegion ernannt worden. Ein Teil der ausgezeichneten Offlziere gehörte zur Be- satzung des-Bootes„Vengeur“, das die französische Kolonie in Dschibuti trotz strengster englischer Bewachung mit Lebens- mitteln versorgte. Ferner wurde ausgezeich- net der Kommandant des „ESpoir“, der trotz englischer Verfolgung das Boot sicher von Madagaskar nach Tou- lon brachte. Ein französisches Torpedoboot und eine Gruppe Marineflugzeuge konnten im Mittel- meer die Aufbringung eines französischen Dampfers durch ein britisches-Boot ver-— hindern. In dem vom französischen Staats- sekretariat für Marine am Freitagabend aus- gegebenen Kommuniqué heißt es, daß der französische Dampfer„Mitidja“, der von Oran nach Marseille mit einer Ladung Ge- treide, Wein und Erzen unterwegs war und keinerlei Kriegskonterbande an Bord hatte, am Abend des 26. Juli von einem britischen -Bootes -Boot angehalten und beschlagnahmt wurde. Ein französisches Torpedo-— boot, das sich auf einer Patrouillenfahrt befand, hat nach Herbeirufen einer Gruppe Marineflugzeuge sofort eingegriffen und konnte das beschlagnahmte Schiff be- freien. Der europäische Küstenwall Berlin, 1. August(HB-Funk) An der norwegischen Küste, dem nördlichen Abschnitt des europäischen Küstenwalls, der von Biarritz bis Kirkenes errichtet wurde, ist jetzt im Rahmen der gewaltigen Befesti-— gungswerke der millionste Kubikme-— ter umbauter Raumfertiggestellt Wworden. Neben den starken Verteidigungsan- lagen des Heeres handelt es sich ebenso wie an der Atlantik- und Kanalküste um die technisch auf das vollkommendste ausgestat- teten Stütz punkte der Kriegsma- rine. Gesichert von weitreichenden Geschüt- zen hat die deutsche Kriegsmarine auch dort eine Basis für die Schläge, die von den deut- schen Unterseebooten der britischen und amerikanischen Schiffahrt auf allen Meeren, im Atlantik wie am deutschen Bombentor im Eismeer täglich zugefügt werden. Neue Bilder von der Einnahme von Woronesch Stukabomben naben diesen sowjetischen Panzer im Stadtinnern von Woronesch vernichtet (PK-Aufn.: Kriegsberichter Niermann-HH) Mannheim, 2. August 1942 Wee Britische Köpie Mannheim, 1. August. Wenn der Chronist einmal den Abstand von den Ereignissen des Tages gewonnen hat, der es ihm möglich macht, den Niedergang des Britischen Reichs im größeren Zusam- menhang darzustellen, wird er Winston Churchill, dem Haupt der in ihrer Zu- sammensetzung beständig wechselnden briti- schen Regierung, eine tragende Rolle zuer- kennen müssen. Es wäre dem Mann mit der beinahe klassischen John-Bull-Physiognomie zuviel Ehre getan, wollte man ihn den„bösen Geist“ seiner Epoche nennen. Wohl verdich- tet er in sich die Wesenszüge der plutokra- tischen Herrenschicht des Inselreichs und charakteristische Merkmale des gesellschaft- lich und völkisch wurzellosen amerikanischen Menschentypus der Ostküste; aber zur ge- schichtsbildenden Kraft reicht weder das eine noch das andere, weder das väterliche noch das mütterliche Erbe hin. Das aus bri- tischen und amerikanischen Traditionen, Ge- dankengängen, Wünschen, Hoffnungen, Illu- sionen und Zielsetzungen gebildete Amalgam dieser Persönlichkeit mag von einer zähen Widerstandsfähigkeit ohnegleichen sein; ihm fehlt die stählerne Härte, die Funken aus dem Gestein schlägt; die quellende Fülle des Reichtums, die in der Meisterung der Gegen- Wart schon die Konturen der Zukunft erken- nen läßt. Der Geist— ob gut oder böse— weist immer über sich hinaus; Churchill ist bestenfalls der Mann, der es stets noch ver- stand„to make the best of it“, das beste aus einer Situation zu machen, die er entweder vorfand, oder in die er sich gedanken- und bedenkenlos hineinmanövrierte. Die vielen Stationen seiner Kriegsauswei- tungspolitik, an denen alsdahn die Generale ihre spezifische Begabung für die strate- gischen Probleme des Rückzugs zu bewähren hatten, kennzeichnen den Mann, der seit fast Zzweieinhalb Jahren die Geschicke des Ver- einigten Königreichs lenkt, als einen Op- portunisten von echtem Schrot und Korn. Die Politik des Irgendwie-Fortwurstelns hat ihn die atlantischen Stützpunkte und die ost- asiatische Machtstellung Englands, die Rechte des britischen Hausherrn in Afrika, den Ruf und viele Schiffe der englischen Flotte ge- kostet— nicht aber seine Stellung als Pre- mierminister, noch seinen Kopf als verant- wortlicher Staatsmann. Einen anderen hätte die Empörung der öffentlichen Meinung, der Zorn eines betrogenen Volks längst aus Amt und Würden getrieben. Churchill blieb. Das ist sein größter, nein, sein einziger Er- folg. Und auch den verdankt er nicht nur der parlamentarischen Gewandtheit und der brutalen Bedenkenlosigkeit, mit der er sich vor den gewählten„Volksvertretern“ vertei- digt, sondern einer heillosen Situation, aus der er das beste zu machen versteht. Für sich selbst das beste, natürlich! Denn, wenn es ihm auch versagt blieb, irgendeinen Gedanken zur Kriegführung bei- zusteuern, der der Ausführung wert oder den bis zur letzten Konsequenz auszuführen über- haupt nur möglich gewesen wäre, so muß- ten doch selbst seine Gegner zugeben, daß- das früher einmal an Persönlichkeiten nicht eben arme England heute keinen Mann mehr besitzt, der über die gleiche Routine verfügt und der den gleichen persönlichen Machtwil- len in den Dienst der politischen Tagesge- schäfte zu stellen vermag wie der gegenwär- tig amtierende Premier. Aus der Schar sei- ner Paladine ragt Winston Churchill immer noch wie der Einäugige aus der Menge der Blinden hervor. Da ist freilich Sir Stafford Cripps, den die aufgeregte Berichterstattung der in- und ausländischen Londoner Reporter schon einmal als den kommenden Mann designieren wollte. Sir Stafford hatte die Bundesgenos- senschaft der Sowiets heimgebracht. Monate-, jahrelang hatte er sich um den Triumph ge⸗ müht, die beiden ungleichen Pferde des Lon- doner und des Moskauer Imperialismus vor den antifaschistischen Kriegswagen zu span- nen. Er hatte keinen Dank, aber viel un- sanfte Tritte und schmerzhafte Bisse geern- tet. Mindestens das eine Pferd ging nicht im ideologischen Geschirr des Londoner Gentle- man-Advokaten. Und dann war es schließ- lich doch fromm geworden und hatte sich aufzäumen und anspannen lassen. Das Var ein beachtlicher Erfolg, sicherlich. Doch wenn man es aus der Nähe beszh, war er der rechte Mann? Es gab Leute, die konnten ihm einfach den Papierkragen und den rutschenden Schlips nicht vergessen, die er trug, wenn er die Arbeiter seines Wahlbe⸗ zirks zum bewaffneten Aufstand aufrief. An- dere, ästhetisch weniger heikle Naturen, überlief es immer noch kalt, wenn sie daran dachten, daß er zur Zeit des spanischen Hel- denkampfes gegen den Bolschewismus gar nicht ungern den britisch-deutschen Krieg hätte ausbrechen sehen, der den Kapitalisten Englands zur Katastrophe geworden wäre, oder daß er im Jahr darauf die Munitions- arbeiter zum Streik hetzte, damit die„besit- zende Klasse“ keine Waffen in die Hand be- käme. Gewiß, er war einer der Hhren, Sir Stafford, der schwerreiche Londoner Anwalt, Sohn eines adligen Vaters, Zögling des feuda- len Winchester-College, Squire of Filkins und Freund der Machthaber im Kreml. Indessen er schien doch ein etwas schwankender Cha- rakter— und sein Sohn war unter die Kriegs- dienstverweigerer gegangen. Konnte man Sir Stafford die Mobilisierung des britischen Vol- kes zum totalen Krieg überantworten? Und schließlich, er hatte kein Glück— man denke an Indien! Wie wäre es also mit Ernest Bevin? Auch Bevin ist ein starker Mann. Er begann seine Laufbahn als Landarbeiter und ist heute Arbeitsminister. Zwischendurch diente er sich vom Posten des Sekretärs der west- englischen Arbeitslosenbewegung, Stufe für Stufe der Gewerkschaftshierarchie nehmend, bis zur illustren Position des Vorsitzenden im Generalrat des Gewerkschaftskongresses hin- auf. Er war es, der die Parole für den Gene- ralstreik des Jahres 1926 ausgegeben hatte— ein Stratege des Klassenkampfes und ein vielseitiger Taktiker am runden Tisch zigar- renrauchumwölkter Konferenzen. Doch auch er, bei allen antiautoritären Meriten, von einer gewissen Einseitigkeit, die, so fürchte- ten die Geldgeber der Regierungspartei, den vielgestaltigen Aufgaben des Ministerpräsi- denten nicht immer gerecht werden könnte. Die heimliche Kandidatur Bevin verschwand schnell wieder hinter der Kulisse. Ein anderer konnte Churchill kaum jemals gefährlich werden. Anthony Eden, der Elegant des Foreign Office und Spezialist in Zukunftsfragen, die die Gestaltung eines anglo-bolschewistischen Europa betreffen, schied schon von vornherein aus. Außenmini- ster— ja,—; Premier— dafür sprachen selbst Wohlwollende ihm die Substanz ab. Blieben und bleiben die Kabinettsminister. Von ihnen weiß jedes politische Kind, daß sie Churchills Kreaturen sind. Oliver Lyttleton ist, wenn auch nicht eben der Bedeutendste unter ihnen— denn es ist schwer, angesichts der in His Majestys Kabinett versammelten Nullen von Bedeu- tung zu reden— doch einer der Bekannte- sten: Ein fünfzigjähriger Etonboy und, als Leiter der britischen Metal Corporation, ein erfolgreicher Geschäftsmann, schien er bestens qualiflziert, den Nachschub für Nordafrika zu organisieren. Der Studienratssohn aus Schwä⸗ bisch Hall überrundete den Organisator des internationalen Zinnkartells. Rommels Nach- schub klappte besser. Jetzt beaufsichtigt Oli- ver die britische Kriegsproduktion, wofür die Soldaten ihm oft nur geringen Dank wissen. Sir James Grigg, der ebenso fachmän-— nisch vorgebildete, wie ideenarme und bock- beinige Kriegsminister; der Australier und Wahlengländer Richard Cas ey, nächst An- thony Eden der schönste Mann im Empire, den Churchill Halg über Kopf nach Kairo schickte; der von der Legende seiner Her- kunft verklärte Informationsminister Bren- dan Bracken; das paziflstische Mitglied des Kriegskabinetts Clement Richard Att- lee, Major d.., Labourprominenter und— kür 2000 Pfund Gehalt— Führer seiner Maje- stät devotest ergebener Opposition: wer zählt die Häupter, nennt die Namen— derer näm- lich, die sich noch niemals als fähig erwiesen, zu begreifen, um was es in diesem Völker- ringen für die Welt, für Europa und, nicht zuletzt, für sie selbst geht:„ — Doch freilich, wie gering die großen Draht- zieher in Washington und Kuibyschew, Chur- chill, und das britische Volk auch von ihnen und die Einsichtigen unter diesen„Köpfen“ von sich selbst denken mögen, in der Hand des vielseitig begabten Empirezerstörers und Kriegsverlierers, der dem schwächsten und charakterlosesten aller bisherigen Londoner Kabinette vorsteht, stellen sie das geschmei- dige Werkzeug dar, mit dem er glaubt, jede innerpolitische Situation meistern zu können. Diese Köpfe, die keine sind, repräsentieren churchills Rückversicherung gegen das Schicksal. Aber das Schicksal war immer noch klüger und mächtiger als Menschenwitz. Kurt Pritzkoleit Drei neue Ritterkreuzträger. Der Führer ver- lieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst Helmut Fürguth, Kommandeur eines Ar- tillerieregiments; Hauptmann Werner Reißmann, Bataillonsführer in einem Panzer-Grenadier- Regiment; Leutnant Hans Loth, Zugführer in einem Infanterieregiment. 43 mehrfach wiederholte Unter den Slaubiahnen des Vormarsches 50 km im Tagesdurchschnitt/ Durch die Eintönigkeit der Steppe PK An der Südfront, im August. Der deutsche Vormarsch war eine militäri- sche Leistung ersten Ranges. Fünfzig Kilo- meter im Tagesdurchschnitt! Und war auch die Verbindung zu den nachfolgenden Trup- pen manchmal unterbrochen, so war doch der gesamte Nachschub an Sprit, Munition und Verpflegung stets pünktlich zur Stelle. Was die guten, alten Ju's, die LKkw der Lüfte, in diesen Wochen im ständigen Einsatz„nach vorne“ schafften, kann kaum ermessen wer- den. Wie sie mit breiten Fittichen niedrig über das Land zogen, so gehörten sie ebenso zum Bilde des Vormarsches wie die endlosen Lastwagenreihen oder die Kolonnen vor-— rückender Infanterie, wie auch der dichte, gelbe oder schwärzlichgraue Staub dazu gehörte, der ständig über der Rollbahn hing wie Gualm über schwelendem Feuer oder heiße, glutheiße Sonne, deren Strahlen glühenden Nadeln gleich vom Himmel stachen. Ungeheuer waren die Anstrengungen, die von der Truppe gefordert wurden. Schweiß- triefend und schmutzig, Gesicht und Hände mit einer wahren Dreckkruste überzogen und vor lauter Staub kaum noch zu erkennen, so trafen sie abends in ihren Quartieren ein, gleichgültig, ob sie nun in Knobelbechern marschiert waren oder sich eines motorisier- ten Untersatzes erfreut hatten. Die Abende allerdings— waren sie auch nur kurz— entschädigten für viele der ausgestandenen Strapazen. Denn es war ein recht menschliches Land, durch das der Vormarsch führte,— vielleicht zum ersten- mal während des Ostfeldzuges fühlte der Landser sich innerlich angesprochen. An blühenden Sonnenblumenfeldern marschierte er vorbei, an Gärten, in denen Kürbis und Zwiebeln gediehen,— ja, er fand sogar Obstgärten vor, zwar kümmerliche nur, mit mageren Sauerkirschen und verkrüppel- ten Apfelbäumen, aber sie waren ihm doch wie ein Gruß von den Sonnenseiten des Lebens. Und dann gab es Brunnen mit eis- kaltem, klarem Wasser, das sich nach zwölf- bis fünfzehnstündigem Marsch reinigend und herrlich erfrischend über die gebräunten und ausgedörrten Körper ergoß, und es gab Milch und frische Kartoffeln und unter freiem Him- mel im grünen Grase kühle Nächte, nach denen man wie neugeboren erwachte. Allerdings: je weiter man nach Süden kam, desto öder wurde wieder das Land, immer eintöniger, von einer unübersehbaren Weit- räumigkeit. Quer durch Sand und Steppe schlängelten sich trocknen Bach- betten gleich die ausgefahrenen Wege, die jetzt als„Rollbahn“ dienten, willkürlich und ohne seitliche Begrenzung daherziehend wie Karawanenstraßen durch die Wüste. Ja, manchmal rollten die Fahrzeuge quer durchs Land, einfach den Spuren niedergefahrenen Grases nach. Ein Eindruck, der geradezu phantastisch war: wie eine ganze motorisierte Armee über diese Steppe hinwegbrauste, wie die Ketten der Panzer den Boden zerwühl- ten, der jahrhundertelang nur den Fußtritt der kleinen, schnellen Kosakenpferdchen ver- spürt hatte, oder wie die großen Transport- wagen— mit Grün gegen Fliegersicht ge- tarnt, daß sie aussehen wie Kremser zu Him- melfahrt— durch den Sand mahlten, gelbe, dicke Staubwolken aufwirbelnd, wie Tau- sende von Fahrzeugen hügelauf, hügelab über kahle Kuppen brausten, der fahlgrünen, un- berührten Steppe ein ehernes Lied singend, das sie in Jahrhunderten nicht vergessen wird. Kriegsberichter Rudolf Pörtner. 315900 BRT im Monal Juli versenkl 26 Britenbomber über Düsseldorf abgeschossen/ Hull bombardiert Aus dem Führerhauptduartier, 1. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Osten ist in der Verfolgung des ge- schlagenen Feindes die Eisenbahnlinie Kras- nodar-Stalingrad nunmehr in breiter Front überschritten. Sowietische Kräfte wurden ein- geschlossen und gehen ihrer Vernichtung ent- gegen. Der Eisenbahnknotenpunkt Salz k wurde genommen. Die Luftwaffe bekümpfte mit starken Kräften die feindlichen Rück- zugsbewegungen. Bei anhaltenden schweren Kämpfen imgroßen Donbogen wurden gestern wieder zum Teil unter Mitwirkung von Flakbatterien 48 feindliche Panzer ver- nichtet. Fliegerverbände griffen bei Tag und Nacht Truppenausladungen und Transporte auf Bahnen, Straßen und Wasserwegen an. Auf der Wolg a wurde ein Tanker und sieben Frachter versenkt, 16 weitere Frachter beschädigt. 1801 Nördlich von Rsche 4448,⏑◻ε◻⏑ι scheiterten erneute, in harten Kämmfen. Infanterie brachte hier- bei vier feindliche Flugzeuge zum Absturz. An der Wolchow-Front wies die spa- nische blaue Division einen feindlichen An- griff blutig ab, Angriffe des Feindes gegen einen Brückenkopf brachen zum Teil im Nah- kampf zusammen. In Seegebiet nordwestlich Tripolis ver- senkten deutsche Kampfflugzeuge am 30. Juli ein feindliches Unterseeboot. Nach einigen Störflügen am 31. Juli flog der Feind in der vergangenen Nacht in das rheinisch-westfälische Industriegebiet ein. Er griff mit Schwerpunkt Düsseldorf an, wo in Wohnvierteln, unter anderem in zwei Krankenhäusern, Brände und Sachschäden entstanden. Die Zivilbevölkerung hatte Ver- luste. Durch Nachtjäger und Flakartillerie wurden 26 der angreifenden Flugzeuge ab- geschossen. Bei Angriffsversuchen eines gemischten Bomber- und Jagdverbandes auf das Gebiet Danate ůnd die Nilae RoMaNM vo AkNMA EIIsABET WEIRAUCH Nachdruck verboten. 32. Fortsetzung Ich bin nie glücklich gewesen! verteidigt sie sich. Nie ganz glücklich.. ich hab' über- haupt erst eine Sekunde gelebt.. die eine Sekunde, da dieser Mann mich geküſßt hat! Und warum küßt er mich, wenn er mich nicht liebt? Aus Mitleid? Hab' ich mein Ge⸗ sicht so wenig beherrscht, hat es so deutlich in meinen Augen gestanden, wie es in mir aussieht? Schäm' dich, Donate! Du hast dich noch nie einem Mann an den Hals geworfen! Sie tut viel in diesen beiden Tagen— aber sie denkt doch immer nur das eine. Sie grü- pelt die halben Nächte darüber, Über jedes Wort von ihm, jeden Blick, jedes Zucken sei- ner Mienen... und sie sucht eine Deutung dafür, was hat er nur gemeint mit dem sym- bolischen Ziel, das sie erreichen wollte.? Erreichen in der dunklen Höhle.. Und plötzlich schießt ihr das Blut bren- nend ins Gesicht.. sie hat den Verdacht, daß sie geheiratet sein will! Jäh taucht dieser Ge- danke in ihr auf und läßt sich nicht wieder abschütteln. Sein ganzes Benehmen... die- ser Wechsel von Annäherung und Miß- trauen.. es ist kaum anders möglich. Er glaubt, daß sie all ihre Theaterkünste spie- len läßt, um einen reichen Mann einzufan- gen, versorgt zu sein, müheloses Wohlleben zu führen. Was weiß er denn von ihr? Nicht genug. Ein paar Außerlichkeiten. Nichts von ihrem Stolz. Nichts von ihrem Unabhängigkeits- gefühl. Nichts volf ihrer Sorglosigkeit, die keine Berechnung kennt. Nichts von ihrer Aufrichtigkeit. Wenn der Mann sie in einem solchen Ver- dacht hat— oh, das ist so entsetzlich be- schämend und erniedrigend! Das ist ein Ge- tühl, als ob klebriger Schmutz die ganze Haut . überzieht. man muß ihn abwaschen, um atmen zu können. Sich von einem Verdacht reinigen! denkt sie, wahrhaftig, es heißt nicht umsonst so! Aber es ist nicht ganz leicht, sich von diesem Verdacht zu reinigen wenn sie der ersten Eingebung folgte, sie würde diesem Herrn Heysingk einen Brief schreiben .., bilden Sie sich etwa ein, daß ich es dar- auf anlege, von Ihnen geheiratet zu werden? Ich habe es nicht nötig, auf eine gute Par- tie zu spekulieren, und Reichtum ist das letzte, was mich reizt. Ich habe genug an meiner ersten Ehe mit einem reichen Mann! Vielleicht denken Sie, daß auch das eine Spe- kulation war— eine mißglückte allerdings. Ach, Mann! Sie haben keine Ahnung von mir! Vielleicht würde ich Sie heiraten, wenn Sie nichts besäßen und ich für Sie sorgen müßte.. weil ich mich blödsinnigerweise in Sie verliebt habe. Warum, weiß ich selber nicht... verdient haben Sie es nicht! Sie sind weder so schön noch so liebenswürdig und weil Sie das ganz genau wissen, darum haben Sie Angst, daß man es auf Ihr Geld absieht Ja, so gehen ihre Gedanken, zornig, heftig, leidenschaftlich.. aber man kann so etwas kaum zu Papier bringen und noch viel weni- ger abschicken. K Der Franzl holt den Wagen aus der Garage. Donate hat Lust einzusteigen. über die Landstraße sausen, irgendwohin.. recht weit von hier. „Wo fährst du hin?“ fragt sie, und da sie nicht in derselben Sekunde Antwort erhält, fügt sie hastig hinzu:„Verzein... ich will nicht indiskret sein.“ 5 „Aber geh, Donerl!“ Der Franzl lacht, aber es sieht aus, als ob eine ganz leichte Ver- legenheit über sein offenes Gesicht huscht. „Nur nach Sankt Agid hinüber. daß ich das alte Schlachtroß anspanne, ist bloß, weil ich Pflanzen für die Bine holen soll. Die Inneke hat eine Menge ausrangiert, und die d——Mn335 igriffe der Sowiets der Sommemündung schossen deutsche Jäger am gestrigen Tage im verlauf einer halben Stunde 16 feindliche Flugzeuge bei einem eigenen Verlust ab. Ein weiteres britisches Flugzeug wurde bei Cherbourg zum Absturz gebracht. Im Kampfgegen Großbritannien belegten deutsche Kampffliegerverbände in der Nacht zum 1. August kriegswichtige Ha- fen- und Industrieanlagen von Hull mit Sprengbomben schweren und schwersten Ka- libers. Alle eingesetzten Flugzeuge kehrten zu ihren Einsatzhäfen zurück. Im Kampf gegen die amerikanische und britische Schiffahrt wurden durch die Kriegsmarine im Monat Juli 68 feindliche Handelsschiffe mit 632 400 BRT versenkt, davon 92 Handelsschiffe mit 613 400 BRT durch Unterseeboote, 6 mit 19 000 BRT durch Schnellboote. Sechs weitere wurden durch Torpedotreffer schwer beschädigt. Fer- ner versenkten Einheiten der deutschen Kriegsmarine vier Unterseeboote, sieben Schnellboote und drei Bewacher und beschä- digten zwei Zerstörer und mehrere Schnell- boote. Durch die Luftwaffe wurden im gleichen Zeitabschnitt 30 Handelsschiffe mit 183 500 BRT versenkt und weitere 17 Handels- schiffe beschädigt. Damit verlor Großbritannien und die USA insgesamt 815 900 BRT des für ihre Kriegs- führung lebenswichtigen Schiffsraumes. Britische Bomben auf Lazarettschiff Rom, 1. August.(Eig. Dienst) Einen weiteren Beweis für ihre völker- rechtswidrigen Kampfmethoden lieferte die britische Luftwaffe in der Nacht zum 29. Juli, in der sie wenige Seemeilen nordöstlich von Derna das italienische Lazarettschiff „Citta do trapani“, dessen Rote-Kreuz- Zeichen weithin sichtbar waren, mit Bom- Bine will's gern haben. Aber ich mag's nicht schleppen. Magst du mitfahren?“ „Ja.. eigentlich wohl..“ Es ist nur zwar das Gegenteil von dem, was sie sich vorge- stellt hat.. er fährt geradewegs nach dem Ort, vor dem sie fliehen wollte. aber sie kann der vVersuchung nicht widerstehen. „Sag mal.. warum heißt es eigentlich Sankt Agid..2“ „Ja, wie meinst du das? Nach dem Heiligen ah „Aber wer war das? Ich weiß nichts von W „Ich auch nicht viel. Da müßtest du die Annie fragen! Ich weiß nur einen alten Ka- lendervers:, Sankt Agid hilft dem Einsamen.““ „Danke!“ Donate steigt ein und schließt einen Herzschlag lang die Augen.. hilft dem Einsamen...„Weiter wollte ich gar nichts wissen.“ * Die Inneke ist eifrig bei der Arbeit im Gar- ten. Sie will einen Fleck frei haben, um im Herbst Blumenzwiebeln zu setzen.. allerlei Strauchwerk und Nadelgehölz ist ihr im Wege; schonungslos wird es mit der letzten Wurzel ausgegraben und türmt sich zu Haufen. „Das muß alles weg!“ Sie reibt die Hand an ihrer weiten braunen Hose, ehe sie sie den Besuchern hinstreckt.„Suchen Sie aus, was Sie haben wollen! Es ist jetzt eigentlich nicht die Zeit zum Umsetzen, aber die Bine hat so eine glückliche Hand— vielleicht gelingt's ihr.“ Der Franzl bietet eifrig seine Hilfe an; er holt sich einen Spaten, aber Donates Ange⸗ bot wird abgelehnt. Sie kann unmöglich mit den dünnen Sohlen den Spaten in die Erde treten! Also kommt sich Donate ziemlich über- flüssig vor, nachdem sie eine Weile tatenlos zugesehen hat, und sie schlendert ein wenig durch den Park.. erst nur ein paar Schritte weit... nach den Lilien, die sich silberweiß abheben von einer blauen Klematiswand. pen belegte. Man hat hier die Bombar- dierung des italienischen Lazarettschiffes „Po“ im Hafen von Valona noch sehr gut in Erinnerung. DHaß auf dem jetzt bombardierten Lazarettschiff keine Opfer zu beklagen sind, kann, so bemerkt„Giornale'Italia“, die ver- brecherische Schuld der Engländer in keiner Weise mindern. Rasierklingenkönig in Konkurs Stockholm, 1. Aug.(Eig. Dienst) Der bekannte amerikanische Rasierklingen- fabrikant Gillette hat einer„United- Preß“-Meldung zufolge in Los Angeles sei- nen Konkurs angemeldet. Seine Schulden belaufen sich auf 49 000 Dollar. Er verweigert jede Auskunft darüber, wo die Millionen geblieben sind, die er von seinem Vater, dem Erfinder des ersten Rasierappa- rates, geerbt hat. Gesundheit— Schlüssel zum Glück Würzburg, 1. August.(HB-Funk) In einer überfüllten Kundgebung in der Stadthalle zu Würzburg sprach Reichsgesund- heitsführer Dr. Conti. Jeder einzelne, so erklärte er, habe die Verpflichtung und die Möglichkeit, aeine Art des„Persönlich-Un- sterblichen“ zu schaffen und durch seine Lei- stung für das Volksganze und durch die Kin- der den ewigen Strom des Lebens weiterzu- tragen. Die Gesundheitsfrage bleibe bei der biologischen Situation des deutschen Volkes im erbbiologischen Raum und in der Welt weiter dringlich, denn im Leben der Völker gäbe es keinen Stillstand, sondern nur Auf- stieg oder Niedergang.“ Wir können aber nicht genug Kinder haben!“, rief Dr. Conti aus, um dann die Bedeutung zu zeigen, die einer aufbauenden Bevölkerungspolitik ge- rade im Kriege zukommt. Die Gesundheit sei ein Schlüssel zum Glück, den jeder selbst in sich trage. Das ganze deutsche Volk, das seine biologische Kraft auf jenen fünf Millionen Uberlebenden nach dem Dreißigjährigen Kriege aufgebaut habe, sei nichts anderes als eine große Familie, eine erweiterte große Sip- pengemeinschaft, die rund 360 000 deutsche Familien umfasse. In Kürze Ritterkreuzträgers Leutnant Fliegertod des Schmalz. An der Donez-Front starb am 21. Juli 1942 der Ritterkreuzträger Leutnant Alfons Schmalz, Flugzeugführer in einem Sturzkampf- geschwader, den Fliegertod, als er in Not be- findliche Kameraden retten wollte. Neue Nachtjagderfolge des Hauptmanns Streib. Bei dem Angriff britischer Bomber auf das rheinisch-westfälische Industriegebiet in der Nacht zum 1. August errang Ritterkreuzträger Hauptmann Streib in einem Nachtgeschwader seinen 29., 30. und 31. Nachtjagdsieg. Abschied von-Obergruppenführer Paul Scharfe. Auf dem Hindenburgplatz in München- Starnberg, vor dem Kriegerdenkmal der Ge- fallenen des ersten Weltkrieges, fand die Trauerfeier für den an einem Herzleiden ge- storbenen Chefs des Hauptamtes fi-Gericht, -Obergruppenführer und General der Waffen- auli Scharfe statt. Gauleiter Gieſler legte eder. Bas den Kranz des Führers am Sarg nieder. Das höchste Führerkorp der, an seiner Spitze -Oberst-Gruppenführer und Generaloberst der Polizei Daluege, war fast vollzählig erschienen. -Obergruppenführer Heiſmeyer würdigte in 22 Gedenkrede die Verdienste des Verstor- enen.— Rede Dr. Leys vor den Gauschulungswaltern der DAF. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley sprach auf einer von dem Geschäftsführer der Deutschen Arbeitsfront, Oberbefehlsleiter Mar- renbach, geleiteten Arbeitsbesprechung in Ber- lin vor den Gauschulungswaltern der Deutschen Arbeitsfront, den Kommandanten und Leitern der Reichsschulen, den Gaubeauftragten für Werkscharen und den Schulunsswaltern der Amter und Fachämter der Deutschen Arbeits- front über die weiteren Kriegsaufgaben der Schulung in den Betrieben. Ernennungen in der japanischen Wehrmacht. Das japanische Kriegsministerium gibt die Er- nung des Generalleutnants Klichiro Higuchi zum Oberbefehlshaber der japanischen Nordarmee und des Generalleutnants LVukio Kasahara zum Stabschef der Kwantungarmee im Rahmen der regulären Personalveränderungen bekannt. —— »nach der Pergola, die von Kletterrosen über- rankt ist, so dicht, daß die Sonne nur in spie- lenden Flecken auf die unregelmäßigen Steinplatten fällt, zwischen denen kleine Fellpflanzen, winzigblühende Moose wuchern — scheinbar willkürlich, und doch mit größ- ter Sorgfalt gegeneinander abgestimmt. Do- nate geht nicht weiter, als daß sie noch zu- rückrufen kann.„Wunderbar haben Sie das gemacht, Inneke! Die blühende Mauer haben Sie doch auch erst angelegt..? Ach, und der Lavendel duftet.“ Dabei gehen ihre Blicke von Zeit zu Zeit über die blühende Pracht nach dem Haus hinüber.. nach den Fenstern und noch mehr nach den breiten flachen Stufen vor der Ein- gangstür. Und plötzlich fährt sie zusammen, als sie eine Stimme hört.„Na, soll ich helfen, In- neke? Mir ist grade zumute nach Bäumeaus- reißen!“ „Sind Sie so guter Laune?“ fragte Inneke Z2uUrück, hell und fröhlich. „Im Gegenteil. Ich hab' eine Mordswut in mir, die ich irgendwo auslassen möchte! Gu- ten Tag, Herr von Rainer, lassen Sie sich hier von meiner Inneke als Gärtnergehilfe anstel- len? Sehen Sie sich vor, daß Sie nicht aus- genutzt werden. Ich kenne das! Wenn man dem Deibel und einer Frau den kleinen Fin- ger gibt, wollen sie die ganze Hand haben! Inneke hat Arbeit für jeden Menschen, der sich im weiten Umkreis blicken läßt!“ Donate kommt langsam näher, sehr lang- sam, weil niemand sehen soll, wie es sie vor- Wärtsdrängt. Groß und breitbeinig steht Heysingk neben der zerwühlten Erde, in sei- nem abgetragenen grünen Jagdanzug, das Ge- Wehr über der Schulter, den Hund an der Seite, und steckt sich eine kurze Pfeife an. Er beendet dieses Werk auch mit voller Auf- merksamkeit, ehe er sich entschließt, den ver- beulten Filz abzunehmen:„Ah, sieh da, die gnädigste Fraul Und Sie hat man noch nicht zur Arbeit gepreßt? Sie dürfen so ungestraft lustwandeln? Goman-Fortsetzung folgt.) * Die ültest. „Darf ic blicken ve die Frager petrowsk vom Vaten durchaus sen singer schen Dis Wwir, schne suchen die „Das we Dorfmaid karte den überlegt K. die genau. legen ist. Herz; nah Wohlvertra das bisher schen gege und sicher Unser Fahr len wir di Lippen bre gezeichnete und Mutte habens wi'e sich von G Hier, spricl alles“, wie lacht sie macht ein. des Weges heran und duꝰ?“ Anna Braun, kon „Na, was sich uns v nicht die e meinde ins mige. Ch und größte Angeregt tion, haben fahrt geme Privatbesit- tagebuchar gende, höc Entwicklun schen Kolo Im Herbs Bürger Jak über Riga Expeditions unternomm genüber de ernfamilien stellt word. dens, die v- völlige Fre. und in der zehnjährige schaftliche liche Erricl schem Vorl verfügungs (rund 70 Kundschaft starke Kol treten. Diese W. kannten v Chronist v wanderr Danzig, El 12. August landreise a. und von de teils auf F Düna hina! tausendkõp terte. Im I sten ihre fort, wo Konskayag. unbesiedelt wertiges 8 Gebiet a Unentwe weiter süc wseseummagacnn „Unter den Moab/ In der re es zur Zeit die Lind jetzt gerad holsteiniscb kurz vor d piade an und Kastar den, Sorger lin-Mitte. Eindruck, 1 ten durch Ganze sah und versch den Festge Straße zu strömenden hierorts ir prägte den den Latern Doch na ihre Kind gesagt, sie aus, und 2 dem Branc Auf den J pensioniert Fremde da man sich verhältnisn Der bronz. Gaul heral scharf. Ihr tärisch ein stramm. IIr von„Unte. Lage sein, Moabi nenstadt, Geburtstag Bombar- ettschiffes hr gut in bardierten agen sind, „ die ver- in keiner nkurs ig. Dienst) erklingen- „United- eles sei- t. Seine ollar. Er r, wo die in seinem asierappa- n Glück HB-Funk) ig in der hsgesund- nzelne, so g und die nlich-Un- seine Lei- 1 die Kin- Weiterzu- e bei der en Volkes der Welt er Völker nur Auf- men aber Dr. Conti eigen, die olitik ge- ndheit sei selbst in „das seine Millionen igjährigen nderes als große Sip- deutsche Leutnant im 21. Juli nt Alfons urzkampf- n Not be⸗ nns Streib. auf das t in der reuzträger eschwader rer Paul München- der Ge- fand die leiden ge- -Gericht, erschienen. ärdigte in s Verstor- ngswaltern HDr. führer der eiter Mar- ig in Ber- Deutschen id Leitern agten für Utern der n Arbeits- zaben der Vehrmacht. bt die Er- guchi zum Fordarmee ahara zum mmen der annt. —.—— sen über- ir in spie- elmäßigen n kleine wuchern mit größ- mmt. Do- noch zu- n Sie das uer haben , und der it zu Zeit lem Haus loch mehr der Ein- n, als sie elfen, In- äumeaus- te Inneke rdswut in chte! Gu- sich hier fe anstel- licht aus- ſenn man inen Fin- id haben! chen, der 1˙0 ehr lang- s sie vor- nig steht le, in sei- „ das Ge- d an der pfeife an. Her Auf- den ver- h da, die och nicht ingestraft ng folgt.) 4 3 . Chortiiza Die ülteste deutsche Kolonie in der Ukraine „Darf ich Ihnen behilflich sein..2“ Wir blicken verdutzt aus unserem Fahrzeug auf die Fragende, die uns hier zwischen Dnjepr- petrowsk und Saporoshje, 2500 Kilometer vom Vaterlande entfernt, so unvermittelt in durchaus korrektem Deutsch anspricht, des- sen singender Tonfall stark dem schwäbi- schen Dialekt ähnelt.„Gerne“, entgegnen wir, schnell gefaßt, der Dorfschönen,„wir suchen die Baustelle X. im Ort Einlage.“ „Das werden wir gleich haben“, meint die Dorfmaid keck, läßt sich auf der Strecken- Karte den gegenwärtigen Standort zeigen, überlegt kurz und zeigt dann mit dem Finger die genaue Fahrtroute, die noch zurückzu- legen ist. Uns ist ganz merkwürdig ums Herz; nahezu andächtig lauschen wir den Wwohlvertrauten Heimatklängen und kosten das bisher seltene Glücksgefühl, einem Men- schen gegenüberzustehen, der deutsch spricht und sicherlich auch deutsch fühlt. Jetzt, wo unser Fahrtziel haargenau erläutert ist, stel- len wir die private Frage, die uns auf den Lippen brennt:„Wo haben Sie denn das aus- gezeichnete Deutsch gelernt?“„Von Vatern und Muttern“ komnits stolz zurück.„Und die habens wieder von ihren Urahnen. Das hat sich von Generation auf Generation vererbt. Hier spricht ja fast alles deutsch!“—„Fast alles“, wiederholen wir ungläubig.„Ja, ja“, lacht sie verschmitzt,„schaun's her.“ Sie macht eine kurze Kehrtwendung, ruft drei des Weges kommende, schulaltrige Kinder heran und fragt auf deutsch:„Wie heißt du?“ Anna Stephan, Josef Weber und Walter Braun, kommt es von den Gefragten zurück. „Na, was sagen Sie jetzt“, triumphiert sie, sich uns wieder zuwendend.„Und das sind nicht die einzigen. Sie finden hier in der Ge- meinde insgesamt 12000 Deutschstäm- mige. Chortitz a ist nämlich die älteste und größte deutsche Kolonie der Ukraine.“ Angeregt durch diese zufällige Informa- tion, haben wir uns später auf Erkundungs- kahrt gemacht und an Hand vergilbter, in Privatbesitz befindlicher Unterlagen und tagebuchartiger Aufzeichnungen die nachfol- gende, höchst interessante Gründungs- und Entwicklungsgeschichte der ältesten deut- schen Kolonie aufgespürt: Im Herbst 1786 haben die beiden Danziger Bürger Jakob Höppner und Johann Bartsch über Riga und Dubrowna eine abenteuerliche Expeditionsfahrt z um Konskayaf luß unternommen, an dessen Lauf, vor allem ge- genüber der Stadt Berislawl, deutschen Bau- ernfamilien Siedlungsland zur Verfügung ge- stellt worden war. Die Fruchtharkeit des Bo- dens, die von Kaiserin Katharina zugesicherte völlige Freiheit über die Fischerei im Dnjepr und in den konskayaischen Gewässern, ein zehnjähriger Steuererlaß, ungehemmte wirt- schaftliche Entfaltungsmöglichkeit, die staat- liche Errichtung von Bauernhöfen nach deut- schem Vorbild mit allem Gerät und die Zur- verfügungstellung von 65 Dessätinen Land (rund 70 Hektar) veranlaßten die beiden Kundschafter nach ihrer Rückkehr für eine starke Kolonisierung dieses Gebietes einzu- treten. Diese Werbung unter Freunden und Be-— kannten war recht erfolgreich, denn der Chronist weiß zu berichten, daß 228 aus- wanderungslustige Familien aus Danzig, Elbing, Marienburg und Tilsit am 12. August 1788 von Danzig aus die Südruß- landreise antraten. Bis Riga gings per Schiff und von dort aus teils auf Pferdegespannen, teils auf Flößen und Barken den Lauf der Düna hinab bis Dubrowna, wo die nahezu tausendköpfige Auswandererschar überwin- terte. Im Frühjahr 1789 setzten die Koloni- sten ihre Weiterfahrt nach Krementschug fort, wo ihnen eröffnet wurde, daß das Konskayagebiet infolge kriegerischer Einfälle unbesiedelbar sei, daß ihnen aber ein gleich- wertiges Siedlungsland im Chortitzer Gebiet abgetreten werde. Unentwegt zogen die deutschen Kolonisten weiter südwärts, erreicht Anfang August —* Eine Sirene gellt durch die Nacht Nächtlicher Handstreich einer Aufklärungsabteilung der Waffen- j) -PK. Juli, 1942. Diese Sommernacht, in der wir unter dem weiten Himmel der Sowjetunion mit dem Tod um die Wette gefahren sind und uns, als im Osten der Morgen graute, genau wie Fallschirmjäger auf einmal mitten in Fein- desland befanden, diese Nacht, glaube ich, werden wir alle nie vergessen. Der Tag ist wieder sehr heiß, als die Infan- terie unserer zj-Division die Bunker und Be- festigungsanlagen angreift. Wir Männer der Aufklärungsabteilung liegen wenige Kilo- meter hinter der kämpfenden Truppe im Straßengraben. Dicht zusammengedrängt hok- ken wir unter den kümmerlichen Haub- dächern weniger Bäume, Schatten zu suchen vor der heißen, stechenden Sonne, die un- barmherzig vom wolkenlosen Himmel auf die Weite Landschaft prallt. Als die Sonne dann im Westen steht, ist für die Männer der Aufklärungsabteilung der neue Einsatzbefehl gekommen.„Also hört mal zu Jungs!“ sagt der Obersturmführer: „Wir haben heute eine wichtige Aufgabe, wir müssen durch die Lücke stoßen, die unsere Infanterie in der Bunkerlinie erzwungen hat, und fünfzig Kilometer weit in Feindesland einen wichtigen, strategischen Punkt neh— men. Wir sind die äußerste Spitze der Abtei- lung, der wiederum die Division nachfolgt. Auf uns kommt es an. Vor uns und zu bei- den Seiten sitzt der Feind. Trotzdem darf unsere Losung nur heißen:„Vorwärts! Mit achtzig Sachen!“ Um ihren Zugführer scharen sich die Jun- gen, jene 17-, 18jährigen Freiwilligen, die im Laufe des Krieges das Soldatenalter erreich- ten mit der lachenden, fröhlichen Unbeküm- mertheit ihrer Jugend, und die alten Rotten- führer, jene in allen Feldzügen dieses Krie- ges bewährten-Reservisten, mit der ern- sten Bereitschaft und Entschlossenheit. Eingehüllt in eine dichte, weiße Staubwolke brausen wir in der Abenddämmerung durch ein Land, das vom Feinde noch besetzt ist. Längst haben wir unsere Infanteriespitze überholt. Wir müssen durch starkes Artil- leriefeuer der Sowjets, nehmen in überschla- gendem Einsatz ein vom Feinde besetztes Dorf, jagen die Bolschewisten in die Wälder, und rattern immer weiter vorwärts. Alles klappt planmäßig wie bei einer Ubung. Eben begegnet uns ein feindlicher Lastwagen. Die Pak protzt sofort ab, läßt den Wagen herankommen, zielt— und schon liegt er im Straßengraben. Langsam bereitet die Nacht ihr dunkles Tuch über die weite Ebene. In üppiger Fülle ist der Mond aufgegangen und wirft einen silbernen Schimmer auf die zahlreichen Seen. Schwarz und schweigend stehen die Kiefern- wälder, die noch voll von Bolschewisten sitzen. Noch einmal versuchte der Feind in dieser Nacht mit aller Gewalt und Zühigkeit unse- 4*——————— ren Vormarsch aufzuhalten. Ein riesiges Ungetüm, einer von den 52-Tonnen-Rie- senpanzern, will uns den Weg versperren. Er feuert mit seiner 7,5--Kanone über einen kleinen Panzerspähwagen hinweg, fährt mit unheimlichem Rattern und Lärm an, drückt den Panzerspähwagen in den Gra- ben und will unsere Kolonne mit seinen alles zermalmenden Raupen überfahren. Dicht über unsere Köpfe zischen die Panzer- granaten. Ein Sturmmann schleicht sich an den Rie- sen heran und wirft in zwei offene Luken am Motorensatz seine Handgranaten. Der Panzer ächzt und stöhnt, heult auf, der Mo- tor ist beschädigt, er Kkann nicht mehr vor- wärts. Jetzt steht er großspurig auf der Straße. Immer noch speit er sein Feuer über unsere Köpfe. Zwei-Führer, schleichen sich durch das Dickicht zur Seite der Straße, an den Panzer heran. Doch da! Strahlende Helle auf der Straßel Wie in einer Arena liegen die beiden Männer plötzlich im Scheinwerferlicht des Panzers. Ein Geräusch, wie das Drehen eines Kranes im Hafen, der Panzer dreht seinen Turm und wieder zischen die Panzergrana- ten über uns hinweg. Die Ladung wird fertig gemacht. Dann eine mächtige Deto- nation, daß man glaubt, der Panzer müsse in hunderttausend Stücke zerspringen; eine laute, unheimliche, summende Sirene gellt durch die Nacht. Der Panzer steht noch auf der Straße, sein Turm aber ist so be— schädigt, daß er ihn nicht mehr drehen kann. Die Sirene ist ein Notruf der Besatzung um schnelle Hilfe; sie bleibt aber aus. Als die Sonne ihre ersten Fühler über die weite Ebene streckt, rattern schwere Zug— maschinen an: Die Pak ist bei uns und hin- ter uns steht schon die Infanterie. Nach schweren, erbitterten Kämpfen wird tags dar- auf der Feind geworfen. -Kriegsberichter Willi Biß mann. in der Oelstadt Maracaibo Angeregt durch unseren in der Sonntagsaus- gabe vom 19. Juli veröffentlichten Artikel„Run um das Karibische Meer“ hat uns eine Leserin einige Erinnerungen an ihren eigenen Aufent- halt in Westindien aufgezeichnet, wo sie auf außergewöhnliche Art imre Ehe einging. Zwei junge deutsche Menschen standen 1930 vor dem venezolanischen Standesamt und wurden getraut. Gar komisch kam dies mir vor, wie uns der schwarze Standes- beamte seine Rede hielt. Kein Wort habe ich verstanden. Mit meinen 23 Jahren machte ich damals meine erste große Weltreise. Eine neue Welt tat sich mir auf. Maracaibo— die Olstadt, der stille Konkurrenzkampf zwi- schen Shell und Standard. Unter tropischem Himmel ragen Tausende von Bohrtürmen gegen den Himmel. Immer mehr Europäer kommen, um in diesem großangelegten Un- ternehmen eine gut bezahlte Stelle zu be- mre Wahlheimat und erlebten hier eine Kette grenzenloser Enttäuschungen: Statt blühen- der Gärten und Weiden, statt gepflegten Ackerlandes fanden sie Grauen und Zer- störung, Ruinen und Schutthaufen, einge- äscherte Lehmhäuser und ausgebrannte Scheunen. Kein Baum, kein Strauch, kein Lebewesen. Der Verzweiflung nahe aber brachte die Erkenntnis, daß der Boden von meterhohem Unkraut überwuchert und völ- lig ungepflegt war. Um die Katastrophe zu vollenden, setzten in den folgenden August- tagen wolkenbruchartige Regenschauern ein. Die Auswanderer retteten sich unter Zelte, biwakierten auf verdeckten Wagen, warfen an Berghängen Erdhöhlen aus, was indes kei- nen Schutz gegen Ungeziefer und Krankhei- ten bot. Ruhr, Fieber und Erkältungskrank- heiten hielten grausame Ernte. In dieser bittersten Not, die durch Banden- einfälle und Plünderungen ins Unerträgliche gesteigert wurde, bewährte sich der deutsche Selbsterhaltungstrieb, —— 8.——— der nicht auf fremde Hilfe wartet, sondern, getragen von einem starken Gemeinschafts- gefühl, sein Schicksal selbst gestaltet. In un- ermüdlicher, jahrelanger Gemeinschaftsarbeit entstanden Bauernhöfe, Schmieden für Acker- Serät, Handwerksbetriebe für Windmühlen, für den Hausbedarf und ähnliche, nachdem so die Existenzgrundlage für die deutschen Kolonisten und die Gründung zahlreicher deutscher Dörfer, die bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges den vollsten territorialen Schutz des Zarenreiches genossen. Erst der jüdische Enteignungsgrundsatz des bolschewistischen Regimes brach mit die- sem altverbrieften Recht der deutschen Kolo- nisten, vertrieb auch sie von der Scholle und versuchte mit allen Mitteln eine rassemäßige Vermischung des volksdeutschen Elements mit Angehörigen des sowietischen Vielvöl- kerstaates. Diese Entdeutschungsabsicht ist fehlgeschlagen, wie wir heute mit Stolz und Genugtuung feststellen dürfen. OT-Kriegsberichter A. Reinhardt. * An Trümmern vorbei marschieren bolsckewisti- sche Gefungene in langer Kolonne zum Sammel- platz(-PK-Aufn.: Kriegsber. Nußbuumer-Atl.) kommen. Tag für Tag gingen die Tankschiffe von Maracaibo nach Curacao, von wo das kostbare Ol in alle Welt verschickt wurde, Der Tag hat nur sieben Arbeitsstunden, und so bleibt noch viel Zeit, bis der Tag zur Neige geht. Autos rollen die Straßen hinunter — der Wagenkorso, der sonntagnachmittags durch die Stadt nach Bella-Vista führt, nimmt kein Ende. An die tropische Hitze hat man sich bald gewöhnt. Es ist wirklich alles zu haben, man bekommt jeden Tag Eis ins Haus ge-— bracht, in den Wirtschaften gibt es gutes Bier zur Erfrischung und natürlich viel Whisky. Bei Tag geht man sehr selten vor die Türe— erst abends, wenn die Sonne hinter dem See von Maracaibo versinkt, beginnt das Leben. Erst dann kommen die Senoritas mit ihren Schaukelstühlen vor das Haus, und das bunte südamerikanische Treiben beginnt. In fast jedem Haus spielt ein Grammophon. Kaum ist man jedoch einige Minuten vor den Toren der Stadt angelangt, so hört man von der Ferne die Trommeln der Indianer. unheim- lich klingt es durch die Nacht, unheimlich für jeden, der weiß, was das Wort Indianer und Urwald bedeutet. Dieses große weite Land ist ja nur an klei- nen Fleckchen der Welt zugängig, alles an- dere ist tiefer jungfräulicher Urwald. Hat wirklich einmal ein Geologe aus Wissensdurst seine Nase zu weit in den Urwald gesteckt, so ist er nie wiedergekehrt. Irgendwo hat ihn aus dem Hinterhalt ein Motilones-Pfeil ge- troffen, der todsicher sitzt. Sobald die Re- genzeit vorbei ist, sobald die Flüsse aus- trocknen, schleichen sich diese Indianer so- gar bis nahe an die Olfelder heran, um den Weißen den tödlichen Pfeil in die Rippen zu jagen. Immer mehr dringt der weiße Mann in den Urwald ein, um immer mehr Olquel- len zu finden und Türme zu erstellen und immer größer wird der Haß der Indianer. Er fürchtet um seine Freiheit, um seinen Wald. Giftige Schlangen und wilde Indianer, Pu- mas und fliegende Spinnen sind die schlimm- sten Gefahren des venezolanischen Urwaldes. Wie oft war man der Versuchung nahe, sich einmal in das wunderbare Gras des Urwal- des zu legen, das so harmlos scheint, aber dort lauert der Tod. Kaum hat man einen Schritt in dieses undurchdringliche Dickicht getan, so kommen schon von allen Bäumen die Affen herbe' und bewerfen einem mit großen Kokosnüssen, daß man schnell das Weite sucht. Als damals die Olleitung bis ans Meer gelegt wurde, haben auf diese Art viele schwarze Arbeiter ihr Leben lassen müssen. Es gab auch Engländer, die die schwarzen Arbeiter schlecht behandelt hat- ten und im Urwald mit durchschnittener Kehle gefunden wurden. Irmgard Scherer, Neckarau. ——————————————————————————————————————————————————————————— Zeeliuee Zildee „Unter den Linden“ blüht's/ La terre de Moabh/ Roses Punsch und Pfannkuchen In der repräsentativsten Straße Berlins gibt es zur Zeit eine kleine Sensation zu schauen: die Linden blühen. Diese vierhundert jetzt gerade sechs Jahre alten Bäumchen, holsteinische Silberlinden, waren, seitdem sie kurz vor der Eröffnung der Berliner Olym- piade an Stelle absterbender alter Linden und Kastanien in den Asphalt gesenkt wur- den, Sorgenkinder der Gartenverwaltung Ber- ln-Mitte. Viele machten einen kränklichen Eindruck, manche gingen auch ein und muß- ten durch neue Stämme ersetzt werden. Das Ganze sah damals leider recht trübselig aus und verschwand beinahe unter dem glänzen- den Festgewand, das Berlins berühmtester Straße zu Ehren der aus aller Welt herbei- strömenden Sportjugend angelegt wurde. Der hierorts immer etwas stachlige Volkswitz prägte denn auch promt den Namen„Unter den Laternen“. Doch nachgerade haben unsere Lindchen ire Kinderkrankheiten überwunden; wie gesagt, sie steckten neulich ihre Blüten her- aus, und zwischen der Staatsbibliothek und dem Brandenburger Tor duftet es süßherb. Auf den Bänken der Mittelpromenade, wo pensionierte Geheimräte, Kinderfräuleins und Fremde das holde Naturereignis genießen, ist man sich darüber einig, daß die Bäumchen verhältnismäßig schon recht stattlich wirken. Der bronzene Alte Fritz mustert hoch vom Gaul herab seine grünen Schutzbefohlenen scharf. Ihre Ausrichtung ist zweifellos mili- tärisch einwandfrei, die Haltung preuſisch stramm. In zehn Jahren werden die Linden von„Unter den Linden“ gewiß auch in der Lage sein, Schatten zu spenden. Moabit, der nordwestilche Teil der In- nenstadt, konnte soeben seinen 225jährigen Geburtstag begehen. Wer Moabit kennt, er- * wartet von ihm nicht, daß es dies sein im- merhin stattliches Existenzjubiläum feiert. Dazu ist der Charakter des nördlich der Charlottenburger Chausse gelegenen düsteren, architektonisch durch und durch unschönen Quartiers viel zu nüchtern. Und gar jetzt im Kriege. Aber die eingesessenen Altmoabiter sind in ihrer Art doch etwas stolz auf ihre räumliche Vergangenheit. der Bürgerschaft noch viele französische Na- men. Sie stammen von jenen durch das Edikt von Nantes vertriebenen glaubenseifrigen Hugenotten, die im Jahre 1717 Friedrich Wilhelm I. um ein Asyl baten. Der Soldaten- Kkönig, praktisch wie er war, wies den fran- zösischen Einwanderen ein weites Stück Land jenseits des Tiergartens, der damals noch ein von Wild strotzender Wald war, zur Anlage von Maulbeerplantagen für die Sei- denraupenzucht an. Die bibelstarken Siedler nannten ihre Kolonie„Terre de Moab“. Die Maulbeerzucht von Moabit gedieh nicht, ebensowenig wie jene vom südöstlichen Fried- richshagen. Die Mark ist denn doch zu san- dig. Aber Moabit entwickelte sich als bebau- tes Stadtviertel mit entsprechend zahlreicher Bevölkerung kräftig. Mehrere Kasernen gab es da, in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts auch viele Industrien. Das eigentliche bauliche Wahrzeichen Moabits ist jenes einen ganzen Straßenblock ausfüllende Kriminalgericht, in dem durch zwei Menschenalter die großen Sensationsstraf- prozesse sich abgespielt haben. In Zukunft dürfte das Gesicht Moabits sich wesentlich verschönern, wenn in der kommenden Frie- denszeit die bereits in Angriff genommenen großen Straßendurchbrüche des Führers, be- gleitet von monumentalen Neubauten, Grün- flächen und weiten Wasserbecken auch Moa- bit in ihren architektonischen Rhythmus ein- beziehen werden. Es ist dieser Tage eine Berlin-Film- Gesellschaft gegründet worden, deren Programm, wie der Produktionschef der Es gibt da unter Veranstaltung mit neuen Firma, Dr. Heinrich Jonen, dieser Tage vor geladenen Gästen der Abteilung Kultur-⸗ presse im Reichspropagandaministerium er- klärte,„mannigfaltig, weit und bunt sein wird, wie die Stadt, deren Namen die Pro- duktion trägt“. Es gilt demnach, die viel ver- schriene Reichshauptstadt und ihre Bewohner einem wohllöblichen Kinopublikum im wei- ten Reich menschlich näherzubringen. Vielleicht haben die Gründer der neuen Filmgesellschaft, die gewiß tüchtige Ge⸗ schäftspsychologen sind, nicht daneben ge- schossen, wenn sie hoffen, bei der breiten Masse, aus der sich die Kinobesucher aller- orten zusammensetzen, ein Interesse für ihre Berlinfllme zu finden. Möglicherweise wollen sie auch versuchen, gewisse Vorurteile, die im Reich gegen die Eigenart der Berliner offenbar bestehen, auf ihre Weise auszuräu- men. Worum es dabei geht, hat der bekannte Schauspieler und Regisseur Wolfgang Lie- benein er, der den Film„Großstadtmelodie“ inszenieren wird, gelegentlich jener geselligen sympathischem Freimut ausgesprochen. Liebeneiner nannte Berlin eine faszinierende, geliebte und gehaßte Stadt, und er will in seinem Film zeigen, daß die Berliner, denen man so manches wenig Lie- benswürdige nachsagt, im Grunde ihres Her- zens ganz anders sind, als man„draußen“ glaubt. Da Liebeneiner geborener Schlesier ist(wie, nach einem ortsüblichen Scherz, die meisten Berliner), hat man in ihm auch einen bekehrten Paulus zu en im Osten Berlins blüht eine Theaterdirek- toren-Dynastie, jetzt schon in der dritten Ge- neration, und sie hat alle Krisen, denen die anderen allerdings durchweg jüdischen Thepsiskarrenleiter an der Spree während mehrerer Jahrzehnte vor der Machtüber- nahme früher oder später zum Opfer flelen, noch stets siegreich überwunden. Das sind die Roses, die in der Großen Frankfurter Straße ihr gleichnamiges Bühnenunterneh- men leiten. Das Geheimnis der Rosepolari- tät in der übrigen Direktorenflucht erscheint simpel; niedrige Kassenpreise und ein treues Stammpublikum. Heute sind diese soliden Geschäftsgrundsätze in der Theaterbranche längst Gemeingut geworden, und die für die Kassen der Berliner Bühnen wohltätigen Zu- stände haben sogar die Folge gezeitigt, daß man wegen Theaterkarten ansteht wie für Zwiebel, und die meisten Häuser sind für die ganze Woche ausverkauft. Aber dem Direktor Rose und seinem En- semble bedeutet dieser Umschwung im Ber- liner Theaterleben, wie bemerkt, keine Neuigkeit. Vater und Großvater haben schon gewußt, daß überhitzte Kassenpreise, Phanta- siegagen und sensationell-luxuriöse Ausstat- tungen Schrauben ohne Ende darstellen, oder, um im Fachjargon zu bleiben, mangelhaft funktionierende Bühnenversenkungen, durch die das leichtsinnige Völkchen vor der Rampe, allen voran der Herr Direktor, eines Tages abstürzt und sich dabei die Beine bricht. Die Roses verfügen über zwei Bühnen. Die eine ist eine Art Naturtheater, aufgebaut in einem baumdurchrauschten Garten, in dem rohgehobelte Tische stehen. An diesen sitzen die Familien des Ostens, trinken die geliebte Weiße mit oder ohne Schuß, rauchen(soweit die Karte es gestattet) und lauschen andäch- tig den Vorgängen auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Wenn es sehr tüchtig regnet, wird die Vorstellung eben zeitweilig unter- brochen. Die andere Vorstellung findet gleich- zeitig im Saale statt, der selbstverständlich im Winter ein Monopolrecht hat. Die Roses bringen durchweg volkstümliche Stücke mit Gesang und Tanz. Bevorzugt sind die Berli- ner Lokalpossen, doch spielt man auch hoch- dramatische Sachen. Seit einigen Tagen läuft im Rose-Garten ein Liebesdrama über die Bretter, das, wie an dieser Stelle selbstver- ständlich, einen durchaus glücklichen Aus- gang hat: Verlobung am Silvesterabend bei Punsch und Berliner Pfannkuchen. Das gibt es nämlich selbst heute noch bei Roses. Es ist ein kulinarisches Wunder. Dr. NMannheim und- Niehnnam Vom jungen Ubermut eines Genies In diesen Tagen gelangt Ernst Leopold Stahls neues Buch„Mozart am Oberrhein“ (Schicksalswende in Mannheim) durch den Hü- nenburg-Verlag Straßburg zur Ausgabe. In einem Kapitel dieses Buches, auf dessen Darstellung und Inhalt wir noch zurückkommen werden, ist besonders der Aufenthalt des fast zweiund- Z2wanzigjährigen Mozart in Mannheim geschil- dert. Manche charakteristischen Züge des Uber- mutes offenbaren sich gerade in dieser Episode des jungen Genies. Nicht jeder tapfere Soldat hat das von markanten Willensfalten umkantete Gesicht, das ihm idealisierende Darstellungen so gerne zuzuschreiben pflegen. Nicht jedes Genie der deutschen Geistesgeschichte war auf den ersten Blick als„Genie“ zu erkennen. Wie bezeichnend ist es, daß Mozart, als er ein Jahr vor seinem Tode die Mannheimer Erst- aufführung der„Hochzeit des Figaro“ be- suchen wollte, beinahe nicht ins Theater hin- eingelassen wurde. Stahl zitiert in seinem neuen Mozartbuch jene freimütige Außerung des Schauspielers Backhaus, der den Komponisten verhindern wollte, der Probe beizuwohnen.„Ich kam in große Verlegen- heit mit Mozart. Ich sah ihn für einen kleinen Schneidergesellen an.“ Und dies war doch der reife Mozart, über dessen vom Genie umwehter Stirn schon die Todesschatten dunkelten. Dies war doch schon der Meister des„Don Juan“, der Komponist, dem wenig später„Die Zauberflöte“ aus der Partitur wuchs. Freilich, als er in jener Mannheimer Probe, wie Stahl berichtet, dem Operndirigenten Fränzl die zu langsamen Zeitmaße aus der Hand nahm und sein eige- nes Temperament in die Figaro-Noten drüngte, tauchte wohl vor allen Anwesenden der Zug des Genialen ins Sichtbare, war mit einem Male die äußere Schmächtigkeit vergessen, schienen die kleinen Hände plötzlich von etwas Unaussprechbarem beseelt. Nicht anders ergeht es uns, wenn man liest, welche geradezu kindhaften, von törichten Scherzen durchmunterten Briefe jener junge, Zzweiundzwanzigjährige Mozart schrieb, der im Oktober 1777 Mannheim aufsuchte. Welch ein seltsamer Ubermut, wenn er den Namen „Mannheim“ umdreht in„Miehnnam“ O, er schien damals durchaus in der Laune, alle Dinge auf den Kopf zu stellen, nicht nur den Namen jener Stadt, von der einst sein Vater schrieb„Von manchem Orte bist du abgereist, wo sie nicht die Hälfte deines Talentes eingesehen.“ Als Wunderkind war Mozart früh ein Er- Wwachsener gewesen, herumgezogen, herum- gereicht, von höfischen, nicht immer sach-— kundigen Schmeicheleien bedankt, nun aber, in Mannheim, auf sich selbst gestellt, wenn auch stets von dem aus der Ferne sorgenvoll schreibenden Vater betreut, holt sein im Grunde heiteres und argloses Wesen etwas von der versäumten Kindheit nach. Eine burschikose Entbundenheit eröffnet sich in seinen Briefen, die lächeln macht. Worte des kräftigsten Mannheimer Wortschatzes geraten ihm in die Feder, ja werden sogar mit einer unverkennbaren Freude am grob Sinnfälligen in übermütige Verse geschickt, die dem er- schrockenen und so ganz anders gearteten Vater mehr als ein Kopfschütteln abnötigten. Dem ewig monierenden, ewig auf die Zukunft weisenden Vater freilich mußte es wohl so scheinen, daß dies Mannheim für seinen Sohn in der Tat ein„Miehnnam“ wurde, ein Er- lebnis, das ihn zu verdrehen drohte, wiewohl diese Stadt, die nach des Vaters anderem Wort„so berühmte und für Talente so vor— teilhafte Stadt“ vielleicht gerade durch diese von der Lebenslust her weckende Kraft Mo- Zzarts Genius in einen fruchtbaren Strom ge⸗ rissen hat. Vergessen wir nicht, daß Mannheim wohl seine glücklichste Zeit war, mochte er auch den Vater für seine Schnurren und Dumm-— heiten gelegentlich um Entschuldigung an- gehen:„Darum bitte ich um die heilige Dis- pensation,“ schrieb er an den frommen Va- ter,„wenn es leicht sein kann; wo nicht, so gilt es mir gleich, denn das Spiel hat doch seinen Fortgang“. Schmeckt man nicht hier auch schon den zungen Querkopf heraus, der keineswegs so leicht paktierte, weder mit dem Mannheimer Hofintendanten Graf Savioli und seiner langweiligen Schranzenmanier, weder mit dem in aller Höflichkeit wohl undurchsichtigen Konkurrenten Vogler, noch später mit dem gegen sein Genie so rücksichtslosen Salz- burger Brotherrn. Viel Unbändigkeit wech- selt in dem Komponisten der Mannheimer Zeit und es klingt wie ein mitgenommenes Motiv dieser Monate, wenn er später aus Paris an seine Mutter die kecken Verse schreibt:„Madame Mutter! Ich esse gerne Butter. Wir sind Gottlob und Dank/ Gesund und garnicht krank./ Wir fahren durch die Welt,/ Haben aber nit viel Geld..“ Ist das die Sprache eines Genies“? Doch es ist auch die Sprache eines Genies, jener fast kindhaften, mussierenden Lebenszugewandt- heit, die einmal im„Don Juan“ triumphie- ren wird. Man muß es richtig sehen: jetzt erst fühlte er einmal dem frohen Leben den Puls, liebte stürmisch und töricht die junge Aloysia, regte sich und ließ sich anregen, nahm Eindrücke und spürte sie in sich gären. Ja, das Gärende ist wohl das Ausschlag- gebende dieser Zeitspanne. Nie war er dem Schaffenszentrum seiner Reife näher, als er Mannheim verließ, nie war er dem Tod fer- ner in den Erlebnissen der pfälzischen Stadt. Genau zehn Jahre später schon faßt er die Jahre späterer Enttäuschungen in die Worte: „Da der Tod der wahre Endzweck des Le- bens ist, so habe ich mich seit ein paar Jahren mit diesem wahren besten Freunde des Menschen so bekannt gemacht, daß sein Bild nicht allein nichts Schreckliches mehr für mich hat, sondern recht viel Beruhigendes und Tröstendes!“ Dies hätte er in Mannheim nicht geschrie- ben. Hier ließ er noch jung und übermütig die Worte und Buchstaben tanzen in jener kindhaft heiteren Weise, die alsbald zur ver- klärten, ewigen Heiterkeit seiner größten Werke reifen sollte. Dr. Oskar Wessel. Nadi dir nĩdits draus, Sfanzerll Winnie Markus spielt Mozarts Frau in dem Wien-Film um Mozart In den Ateliers der Wien-Film am Rosen- hügel entsteht ein neues Filmwerk, es gilt Wolfgang Amadeus Mozart, dem Schöpfer der deutschen Oper und Meister in der heiteren Welt der Melodien. Früh hat sich sein Leben vollendet und voller Tragik ist sein Alltag gewesen, dem er nicht gewachsen war. Und dieses Menschliche in seiner ganzen schlich- ten Einfalt, das einen so starken Kontrast bildet zum künstlerischen Höhenflug Mo- zarts, wird Karl Hartl, der diesen Film in Szene setzt, besonders herausarbeiten. Es liegt ihm keineswegs, den Stoff, wie man füglich erwarten könnte, etwa schon von vorneherein mit dem Stempel des Heroischen zu versehen. Im Gegenteil. Einfach und menschlich, wie Mozarts Lebensbild auf uns überkomen ist, geht auch der Mozart des Films. Zwei Frauen haben Mozarts Weg begleitet — Aloisia Weber, mit der ihn eine Liebes- episode verband und die dann doch einen an- deren heiratete UCrene von Meyendorff hat die Rolle der Aloysia übernommen). Und ihre Schwester Konstanze, die Mozart zu sei- ner Frau machte,-als er in Wien die Mann- heimer Familie Weber wieder traf. Das Ver- hältnis Mozarts zu Konstanze bringt zahlrei- che Höhepunkte in das Geschehen. Winnie Markus, im Kostüm jener Zeit von ju- gendlichem Liebreiz und der großen Aufgabe mit Herz und ernstem Streben hingegeben, begegnet uns im Atelier in einer der vielen kleinen Szenen, die schlaglichtartig die Le- bensumstände der jungen Familie Mozart be- Wolfgang Amadeus und Konstanze im Gange. Wolfganz Amadeus und Konstanze im Gange. Es geht ums tägliche Brot im wahren Sinne des Wortes— der Bäcker will nicht mehr anschreiben und der Greisler verwei⸗- gert das Nötigste. Mozart nimmts nicht tra- gisch, aber Konstanze ist ein wenig verzwei- felt. Und ratlos schaut sie ihm nach, wie er mit einem lachenden„Mach dir nichts draus, Stanzerl, das wer'n wir gleich hab'!“.. davonrennt. Günther Anders, der Kamera-Meister, stellt den nächsten„Schuß“ ein. Karl Hartl probt mit Hans Holt als Mozart das Kommende. Weitgespannt ist die Skala der Gefühle, die hier zum Ausdruck kommen müssen, Glück und Leid stehen dicht nebeneinander. Alois Melichar hat die Auswahl der Pro- ben aus Mozarts Opern, Sinfonien und Kam- mermusik getroffen. Bei dem reichen Werk Mozarts ist es freilich nur möglich gewesen, das Wichtigste andeutungsweise zu bringen. So streift der Film die Opern„Entführung aus dem Serail“,„Figaros Hochzeit“,„Don Giovanni“ und„Die Zauberflöte“, während das„Requiem“ die letzten Szenen des Films begleitet. Die Wiedergabe der Musik ist den Wiener Philharmonikern und dem Berliner Staatsopernorchester, den besten Mozartsän- gern und alle im Film vorkommenden Kla- vierwerke von Mozart, Haydn und Beethoven den Meisterhänden Professor Friedr. Wüh- rers anvertraut. Hermann Hacker. Die Webkoroline/ von rm speer Die Kinder möchten den ganzen Tag bei ihr sitzen und zuschauen, wie das kleine Webeschiffchen von ihren flinken Händen durch die straffen Fäden saust. Lärmen und poltern dürfen sie dabei auch, denn Karoline ist taub. Nun geht sie reihum in den Häusern und webht. Seht, da ist der schwere, unförmliche Web- stuhl. Die Urgroßmutter hat ihn mit in die Ehe gebracht. Oben an dem Querbalken steht ihr Name:„Katharina Ilsabein Watermans“ eingeschnitzt. Ja, so hieß die Urgroßmutter. Und geheiratet hat sie im Jahre 1818. Die Jahreszahl steht auch da. Und daneben sind lauter Herzen und Blumen und Sterne ge— schnitzt. Es ist alles etwas ungelenk; aber das sieht gerade so echt und ungekünstelt aus und darum so schön.— Die Urgroßmutter hat noch selbst gewebt und die Großmutter auch noch. Aber die Mutter hat dazu schon keine Zeit mehr, wie sie sagt. Und darum muß nun Karoline ins Haus kommen und weben. Karoline ist eine geschickte Weberin und sehr fleißig. 11115 Karoline kennt auch noch alle die alten Muster zu Schürzen und Handtüchern und Bettzeug. Sie weißß sie alle auswendig. Und die Bäuerin braucht nur zu sagen, sie möchte gern das„Steyerberger“-Muster, dann wird es von Karoline gewebt. Wie viele Frauen können schon gar nicht mehr weben, oder es ist ihnen zu lästig. Manchmal nimmt sich die Bäuerin wohl vor, wieder selbst Leinsaat zu säen und zu spin- nen. Aber es bleibt meistens nur bei dem Vorsatze. Karoline ist ein kleines, verhutzeltes Müt- terchen mit gebeugtem Rücken von dem ewi- gen Sitzen hinter dem Wörkestuhl. Ihr klei- nes Gesicht ist voll tiefer Falten und Run- zeln. Aber es ist noch immer schön, und ihre Hände sind fein und schmal. Früher,— ja, da war sie mal ein hübsches, schlankes Mädchen, eine glatte Deern, wie die Leute sagen. Ihr Vater war auf See geblieben, als sie noch ganz klein war. Da stand nun die Mut- ter ganz allein mit ihr. Und sie hat sich red- lich durchgeschlagen mit allerlei Arbeit in den Häusern. Sie hat gesponnen und gewebt. Sie hat ge- näht und gestopft. Sie ging überall den Bauersfrauen zur Hand, wo eine Hilfe nötig war. Und man sah sie überall gern, weil sie so geschickt und fleißig war. Dabei nahm sie ihr Kind überall mit, denn sie konnte es doch nicht zu Hause allein lassen. Und so ist Karoline schon von frühester Jugend an in den Häusern umhergekommen und hat Mieses Los ihr ganzes Leben lang tragen müssen. Hernach, als sie achtzehn Jahre alt war, fuhr sie nach dem damaligen Brauche der jungen Mädchen während der Sommermonate nach den friesischen Inseln, um in den großen Gasthöfen und Fremdenheimen zu arbeiten. Dort lernte sie einen jungen, hübschen Kerl kennen mit schwarzen Haaren und dunklen, blitzenden Augen. Er erzählte viel aus seinem bewegten Leben. Als sie wieder einmal in einer Kaffeestube saßzen und er bezahlen wollte, sagte er, daß er sein Geld vergessen hätte— ob sie ihm wohl etwas leihen könne. Natürlich konnte sie das. Ja, sie freute sich sogar, daß sie ihm einen Gefallen tun konnte. Am folgenden Abend brachte er einen neuen Hundertmarkschein mit. Und da sie kein Geld herausgeben konnte, sagte er, sie möge den Schein nur mitnehmen und ihn in ihrem Gasthofe wechseln lassen. Der Geschäftsführer nahm den Schein, be- sah ihn genau und sagte, daß er ihr nachher das Wechselgeld geben wolle. Wie erschrak das Mädchen aber, als es bald darauf zum Geschäftsführer gerufen wurde und neben ihm ein fremder Mann den Geld- schein mit einer Lupe betrachtete. Der sagte, er müsse wissen, woher das Geld sei. In ihrer Verwirrung konnte sie zuerst nicht sprechen. Dann aber offenbarte sie ihm alles, und der Beamte schrieb es auf und sagte, daß der Schein falsch sei. Noch an demselben Tage wurde der Schwarze verhaftet und abgeführt. Das war für Karoline eine furchtbare Nach- richt.— Ja, wenn es nur das Geld gewesen wäre! Ach, es war ja alles viel schlimmer! Dieser Mann, den sie so liebte, hatte ihr die Ehe versprochen, und nun spürte sie schon ihr Kindlein unter dem Herzen. Karoline kehrte im Herbst nicht wieder in ihr Dorf zurück, sondern sie nahm eine Stelle in Bremen an und kam lange Jahr nicht wie⸗- der nach Hause. Nun geht sie aber wieder in der Heimat tapfer von Haus zu Haus und arbeitet für die Bäuerinnen. Und die Kinder freuen sich, Wwenn sie kommt. Als ich den Kormoraͤn II/ Aus einem Skizzenbuch Leise trug der Rhein mein Boot in den Untersee. Der Hauch zartflimmernder Pastelle wehte am Himmel hin; und in gleichem Maße wie diese Farbentrunkenheit über Wasser und Berge bis hinauf in das flaumigweiche Ge⸗ wölk stieg, drang sie, nur dunkler untertönt, bis zum Grunde des Sees. Die Berge des Hegaus, der Stoffeln und der hohe Twiel, standen wie Schemen über den Dünsten, die allabendlich über den Rieden brauen.— Alles in diesem Spütsommerabend war seltsam entwirklicht und fremd wie die Scheinbilder einer Vision. Nur wenn ich— über den Rand des Bootes gelehnt— un— mittelbar in die Tiefe schaute, war nichts von der Schwüle dieser zu satten, fast tro- pisch überhitzten Farben zu sehen. Unter dem Gletschergrün der oberen Wasser zogen erdbraune Grundströme hin. So müssen einst die Seedämonen aufgestiegen sein. Da und dort schnellte eine Forelle aus dem Wasser, um für eine kurze Sekunde die zier- lichen Silberspiegel ihres Schuppenkleides in das Licht der abendlichen Sonne zu drehen. Möven kreischten, stießen ins Wasser und zuckten jäh in die Höhe. Nahe am Ufer 20g eine lange Reihe wilder Schwäne. Auf den Pfühlen, die weit in den See hinein die seich- ten Stellen zeigen, standen Reiher, schlank und unbeweglich. Ich ließ mein Boot treiben, denn ich wollte die Tiere nicht schrecken. Noch war genügend Licht über dem Wasser, daß ich manch schöne Gruppe mit der Ka- mera erhaschen konnte. Viel massiger als all die andern, gedrun- gener und in seltsam schwerer Haltung hockte ein Vogel auf einem der letzten Pfähle. Ich hatte noch nie ein solches Tier gesehen. Sachte tauchte ich die Paddel ins Wasser, versuchte, jedes Geräusch zu vermei- den, um dem unbekannten Vogel ja recht nahezukommen. Als ich glaubte, daß es ge- nügen könne, hob ich langsam die Kamera. Da schreckte der Vogel doch auf, streckte mit knackendem Ruck seinen gewaltigen Körper, breitete die Schwingen und eilte mit hartem Flügelschlag über den See, um auf einer kleinen Schilfinsel des nördlichen Ufers Schutz zu suchen. Das alles war unfaßbar schnell gegangen. Und doch blieh mir dieser eine Augenblick des plötzlichen Aufschießens des Tieres lange und eindringlich lebendig. Wie durch ein Zauberwort war der Vogel über sich hinaus gewachsen, war erhaben, stolz, ja fast des- potisch geworden. Das Gefleder, das mir zu- erst nur unbestimmt dunkel erschienen war, leuchtete nun in einem matten, sehr edlen Grün. Und der Kopf, der sich vorher in der Massigkeit des plump modellierten Leibes irgendwie verborgen hatte, stand jetzt mar- kant, scharfäugig und wild über dem willens- gespannten Rumpfe. Dieses seltsame Zusam- mentreffen von herrisch-gewalttätiger Hal- tung und demonstrativem Prunk mußte not- wendigerweise das Bild mittelalterlicher Konquistadoren wachrufen. Später erfuhr ich, daß ich einen Kormoran, einen jener Vögel, die mit fast unfaßbarer Raubgier am Wasser herrschen, gesehen hatte. Sie sind am Bodensee recht selten geworden; vielleicht war es gar der letzte seiner Art, der mir an jenem märchenhaft schönen Abend begegnet war. Alfred Dies b a ch, Mannheim Abends im Hindenburgpark Serenade von Rich. Trunk neben Michael Haydn und Mozart „Eine kleine Serenade für Streichquintett op. 55“ von Richard Trunk ist ein fünfsätzi- ges, sanglich klingendes Werk, das aus einem spielerisch tänzerischen Andante con moto als der eigentlichen Serenade, einem Allegro gra- closo und Allegro risoluto mit capriziösem Wal- zer, Bolerothema und einer Habanera gegen den Takt in geschickter Uberleitung zu einem in- brünstigen Adagio in den Schlußsatz hinein⸗ spielt. Das um den mit Kunstgeschmack ein- gesetzten Kontrabaß M. Flechsigs vom Mannheimer Nationaltheater verstärkte Sta- mitz-Quartett brachte, sorgfältig den Schön- heiten des Werkes nachgehend, eine in sich ge- schlossene Wiedergabe Haydns Bruder Michael wurde das Diverti- mento-dur frisch und musikantisch herunter- gespielt. Es ist ein gefällig einhersprudelndes, mit knappen Mitteln seiner Wirkung im Freien sicheres, heiteres Werkchen. Schön beschlossen wurde der Abend mit Moz arts„Kleiner Nachtmusik“ für Streichquartett mit Kontrabaß, dem die Künstler in uneigennützigem Gemein— schaftsspiel den verschwiegenen Duft dieses „mozartisch hingehauchten göttlichen Gedankens der Leichtigkeit und schweren Sühe verliehen. Für Günther Weigmann, der zu einem künst- lerischen Lehrgang beim Reichspropaganda- ministerium in Berlin berufen wurde, sprang am ersten Geigenpult Konzertmeister Adolf Berg vom Stadttheater Heidelberg ein, der sich und seinem Spiel— solider Grifftechnik und einen satten Geigenstrich voll Schmelz und Wärme— um die wohlgelungene Aufführung des Konzerts verdient machte. Otto Schlick Abschiedsbeifall im Nationaltheater Mit Dvoraks Oper„Der Jakobiner“ verab- schiedeten sich am Freitagabend im National- theater vor ausverkauftem Haus Theo Lien- hardt, Hans Tolksdorf und Hans Pawe- let z.— Abschiede haben meist etwas Wehn- mütiges. Wenn sich jedoch ein Künstler von seinem Publikum verabschiedet, dann ist es, als ob noch einmal in verstärktem Maße eine ge⸗ heime Strömung zwischen Bühne und Zuschauer- raum hin und her ginge. Die oft verträumte, empfindsame Musik des Slawen Dvorak unter- strich diese Stimmung noch. So kam es, daß von Anfang an der Zuschauerraum mit noch mehr Aufgeschlossenheit als sonst dem Ge- schehen auf der Bühne folgte. Das Schicksal Gottfrieds, des heimkehrenden, fälschlich für einen Jakobiner gehaltenen Sohnes, gesungen mit dem weichen Bariton eines Lienhardt, die Erlebnisse des Burschen Georg, dem Tolks- dorfs strahlender Tenor noch einmal Leben und Frische verlieh und Hans Paweletz als Burgvogt Philipp fesselten noch einmal das Haus. der Beifall wollte kein Ende nehmen. Als bei Schluß des dritten Aktes der Beifall die Darsteller wieder und wieder vor den Vor- hang rief, war im Hintergrund der Bühne ein weibgedeckter Tisch, geschmückt mit drei Sträu- gen herrlicher Gladiolen und vielen Geschenken, aufgebaut, ein sinnfälliges Zeichen für die Be- liebtheit der scheidenden Künstler. Es gab im- mer wieder Hervorrufe und die holde Weiblich- keit zeigte dabei, daß die Schwärmerei für den Sänger nicht das Vorrecht unserer Großmütter zu ihrer Jungmädchenzeit war, sondern W delbar ist. Die gescheiteste Frau Her berühmte Berliner Arzt Hufelan d (1762—1836) liebte die Schwätzer nicht, weil sie ihm die Zeit stahlen. Um so mehr schätzte er die Wortkargen. Eines Tages kam eine Frau mit einer verbundenen Hand zu ihm, nahm selbst den Verband ab und sagte: „Brandwunde!“— Hufeland untersuchte die Wunde, wusch sie aus und sagte:„Um- schläge!“— Drei Tage später erschien die Patientin wieder, zeigte die Hand und sagte:„Besser!“— „Fortfahren!“ antwortete Hufeland. Nach einer Woche kam die Patientin zum dritten Male, zcigte die geheilte Hand und fragte: „Ich schulde?“—„Nichts“, erwiderte Hufe- land,„denn Sie sind die gescheiteste Frau, die ich je gesehen habe“. Kleiner Kulturspiegel Von der Mannheimer Künstlerin Helene Röh- rig wurden zu der im Dezember 1942 im Haus der Deütschen Kunst in München stattfindenden Aus- wechslung drei Plastiken angenommen. Bei der jetzt gezeigten Ausstellung des HBK im Völker- museum in Berlin anläßlich des zehnjährigen Be- stehens der Ns-Volkswohlfahrt ist Helene Röhrig mit zwei Ausstellungsstücken„Der Brunnen“ und „Mutter und Kind“ vertreten. Heute, Sonntag, beschließt die Oper des National- theaters die Spielzeit 1941½2 mit einer Aufführung der Oper„Der Rosenkavalier“ von Richard Strauß.— Im Schauspiel findet am Montag, dem 3. August, die Erstaufführung des Scherzspiels „Schluck und Jau“ von Gerhart Hauptmann statt. Die Spielleitung hat Intendant Friedrich Brandenburg, die Bühnenbilder entwarf Helmut Nötzoldt. Den„Schluck“ spielt Friedrich Hölzlin, den„Jau“ Robert Kleinert. Es wirken weiter mit: Viktor Stefan Görtz, der neu an das National- theater verpflichtet wurde, Lene Blankenfeld, Ai- mée Stadler, Kaju Golembiewski, Egbert von Klit- zing, Klaus W. Krause, Josef Renkert, Richard Schulz und Georg Zimmermann. Eine Sinfonie von Heinz: Röttger wurde von Karl Elmendorff für Mannheim zur Urauf- führung angenommen. Wänhrend der Sommermonate finden in Baden- Baden Operngastspiele statt. Sie bringen Werke von Beethoven, Wagner, Rossini,'Albert und Puc- eini. Das Opernensemble ist gebildet aus Mitglie- dern der Frankfurter Oper, des Wiesbadener Staatstheaters und des Wiener Burgtheaters. Die ——◻ hat Generalmusikdirektor Lessing, Baden- aden. Zum erstenmal wird in diesem Jahr der Förde- rungspreis des Deutschen Scheffelbundes für die Dichtung am Oberrhein ausgegeben. Der Bundesleiter nat von Unruh zum Träger die- ses Preises im Jahre 1942 bestimmt. von Unruh lebt in Merzhausen bei Freiburg i. Br. und hat sich bisher durch erzählende und novellistische Werke einen Namen gemacht, von denen wir erwähnen „Verlorener Posten“,„Erika Ziska“,„Der Ver- räter“ und„Bruderdorf“. In drei Berliner Theatern lief der Film„Vom Schicksal verweht“ an, ein nach Franks Schauspiel„Dschungel“ inszenierter, dramatisch geballter Filmstreifen mit starken abenteuer- lichen Akzenten. Im Grunewald beginnen die Aufnahmen zu dem Musik-Film„Lache Bajazz0“%. Benjamino G1g11i1 hat eine bedeutende Gesangsrolle darin übernommen. Das Museum der Preußischen Staats⸗ theater(Leiter Dr. Rolf Badenhausen) hat eine größere Anzahl heute nicht mehr im Han- del befindlicher seltener Grammophon-Aufnah- men erworben, darunter solche von Caruso, Ho- S— E. Kraus, E. Destinn, Melba, Ancona Zum fünften Todestag Guglielmo Marconis, am 30. Juli, gibt die italienische Akademie eine Volks- ausgabe der gesamten wissenschaftlichen Berichte, Abhendlungen und Reden des großen italienischen Physikers und Erfinders Marconi heraus. heraus. Von Josef 4 4 * 3 . 4 Wirtsck Die stas tätige Mit! mer nicht sie sich av soll. Die U einmal in in das G sSchalte: die völlige lage der rung alles lassen. Der schen Volk sus den: Notwendigl Fülle von Wirtschaft wirtschaftli weiterhin fkrieden geb Krieg selb gung in se sich heute Dienststelle weisungen schlechthin mal des Ei schaftliche Weit gewer Potenzen s tung des U tisch erstr Ernst gewe als freie M nischer, vo Sei. Diese füig und aller Kräft ist, nicht Grundsätzer nen. Der mehr zu u stellten Auf Wagemut n beschränker in dem We und umgek die Risiken weiterung lichen Mitt schaftlichen Es ist vel lich, daß si- chen Kaufl tend macht wir betoner den gegenv gemüß ist, sollte. 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Die Umstellung seit 1933 hat freilich erst einmal in ganz besonderem Maße den Staat in das Getriebe der Wirtschaft ein- schalten müssen, weil sich auf andere Weise die völlige Neuordnung des Denkens als Grund- lage der nationalsozialistischen Revolutionie- rung alles Seins gar nicht hätte durchführen lassen. Der Zwang, die Wehrfähigkeit des deut- schen Volkes aufs höchste zu steigern, der sich gus den außenpolitischen Gegebenheiten mit Notwendigkeit ergab, brachte weiter eine solche Fülle von staatswichtigen Aufgaben an die Wirtschaft heran, daß auf einem großen Gebiet wirtschaftlicher Betätigung der Staat sich auch Wweiterhin nicht mit der bloßen Lenkung zu-⸗ frieden geben konnte. Und schließlich hat der Krieg selbst die privatwirtschaftliche Betäti- gung in so feste Bahnen lenken müssen, daß sich heute der Wirtschafter in die Rolle einer Dienststelle versetzt sieht, die von den An— weisungen einer vorgeordneten Dienststelle schlechthin abhängig ist. Man kann sich manch-— mal des Eindruckes kaum erwehren, daß wirt- schaftliche Unternehmen überhaupt nur noch s0 waltung auch wirklich spüren, weit gewertet werden, als sie Träger technischer Potenzen sind, und daß die Selbstverantwor- tung des Unternehmers, die ja nicht nur theore- tisch erstrebt, sondern tatsächlich mit allem Ernst gewollt wird, von manchen Stellen nur als freie Mittelwahl zur Erreichung rein tech- nischer, vom Staat bestimmter Ziele anzusehen Sei. Diese Entwicklungist zwangsläu⸗ fig und wird, solange die Zusammenfassung aller Kräfte für die Kriegführung erforderlich ist, nicht ohne Schaden für diese in ihren Grundsätzen rückgängig gemacht werden kön- nen. Der Unternehmer hat tatsächlich nichts mehr zu unternehmen, als gerade der ihm ge- stellten Aufgabe gerecht zu werden; betrieblicher Wagemut muß sich für die Kriegsdauer darauf beschränken, die technischen Fähigkeiten, die in dem Werke liegen, aufs höchste zu steigern; und umgekehrt wird die Notwendigkeit erkannt, die Risiken, die sich aus solcher Kapazitätser- weiterung ergeben, gegebenenfalls aus öffent- lichen Mittin auch über die Grenzen des Wirt- schaftlichen hinaus zu decken. Es ist verständlich, wenn auch nicht verzeih- lich, daß sich unter diesen Umständen bei man- chen Kaufleuten eine gewisse Resignation gel- tend macht, als ob dieser Zustand, der heute— wir betonen es nochmals— Notwendigkeit und den gegenwärtig dringenden Aufgaben durchaus gemüß ist, nur für alle Ewigkeit andauern sollte. Es wird auch wieder eine Zeit kommen, in der unsere Wirtschaft nicht mehr so völlig auf ein einziges Ziel ausgerichtet ist, in der wieder eine Fülle von Aufgaben der Befriedi- gung harrt und in der die Wirtschaft ihre ganze Elastizität aufbringen muß, um der Dynamik des Bedarfs gerecht zu werden. Dann hat der Wirt- schafter auf seinem Gebiet wieder das Wort, ge- hnemmt lediglich im Negativen durch das Gebot des Staates und die Grundsätze nationalsozia- listischer Wirtschaftsführung. Daß auch heute schon auf diese Ziele Bedacht genommen wird, dafür ist der beste Beweis die Tatsache, daß eine große Anzahl von Aufgaben bereits jetzt dem Sektor, der unmittelbaren Staatseinwirkung entzogen und der wirt- schaftlichen Selbstverwaltung zu- gewiesen ist. Freilich darf dieser Begriff nicht dahin mißverstanden werden, daß nun wieder, wie ehedem in liberalistischen Zeiten, die wirt- schaftlichen verbände und ihre Geschäftsführer reine Interessenwahrer geworden seien. Sie blei- ben gewiß Objekt der staatlichen Führung, aber doch getragen von der Verantwortung ihres ehrenamtlichen, in der praktischen Wirtschafts- ausübung stehenden Leiters, einer Verantwor- tung, die auch 2 um Einspruch und besserem Vorschlag berechtigt und verpflichtet. Man sollte es in den Bezirken wirtschaftlicher Selbstver- daß hier die Führung einer Betreuung durch Männer der selben Wirtschaftsgesinnung gleichkommt, man sollte es am Geiste merken, daß hier keine Be- fehlsstelle übergeordneter Instanz Anordnungen erläßt, sondern ein Treuhänder des Berufes den Notwendigkeiten des Staates gerade auf seinem Sektor sachverständig Rechnung trägt. Kein Mensch wird von diesen Leitern verlangen, daß sie die Interessen ihrer Gruppe verleugnen oder daß sie vielleicht ihren eigenen Betrieb vernach- lässigen. Sie werden im Gegenteil ihrer ver- antwortungsvollen Aufgabe am besten gerecht, wenn sie bei entschiedener Voranstellung des Gemeinnutzes auch zu guter Befriedigung ihres Eigennutzes kommen. Freilich wird gerade da- pei von ihnen besonderer Takt verlangt werden müssen. Ein Fachschaftsleiter, der ein freiwer- dendes Kontingent seinem eigenen Betrieb zu- schlägt, sollte selbstverständlich die Entschei- dung darüber der übergeordneten Stelle über- lassen, und auch diese müßte dabei mit der größten Vorsicht zu Werke gehen und die Prü- fung eher strenger vornehmen als bei anderen. Wir können in unserer Selbstverwaltung auch nicht den leisesten Verdacht einer Vetterles- Wirtschaft aufkommen lassen. Es ist nur natürlich, daß bei der großen Zahl von Anordnungen, durch die heute die Wirt- schaft gelenkt werden muß, der haup tberuf- liche Geschäftsführer einer Wirt- schaftsorganisation eine besonders starke Stel- lung hat. Ein in seinem Beruf stehender Unter- nehmer kann ja ohne seine Hilfe gar nicht die verwaltungsmäßige Beherrschung dieses ganzen Komplexes meistern. Der Geschäftsführer wird pbei allen Verwaltungsanordnungen auf diese Weise der entscheidende Mann sein. Aber er darf nicht zum Träger der Selbstverwaltung werden; das würde bedeuten, daß der Staats- beamte lediglich durch den Privatbeamten er- setzt wird. Auch die Tatsache, daß der Ge-— schäftsführer in manchen Fällen vom Staat oder von der Partei zusätzlich mit Hoheits- Aufgaben betraut wird, entbindet den ehren- amtlichen Leiter nicht von der persönlichen Verantwortung, die ihm mit der Schaffung der Selbstverwaltung zwingend übertragen ist. Paul Rie del — dere Die ersten Kaufmannsfachschulen Bremen macht den Anfang im Reich Am 12. Oktober beginnt die vom Amt für Be— rufserziehung und Betriebsführung der DAF ge- tragene Fachschule für den Außen- handels- und Kolonialkauf mann und die Fachschule für den Betriebs- kaufmann in Bremen als erste ministeriell genehmigte Kaufmannsfachschule Deutschlands ihren Unterricht. Während das kaufmännische Ausbildungswesen bisher, wenn man von den Handelshochschulen, die andere Zwecke verfol- gen, absieht, sich auf berufsvorbereitende Han- delsschulen und praxisbegleitende Berufsschulen beschränkt, wird nunmehr auch für den Prak- tiker eine besondere Fachschule geschaffen, wie sie die technischen Berufe seit langem haben. Der Vergleich mit der technischen Fachschule umreißt schon die Aufgabe der Kaufmannsfach- schule, Ausbildung der überdurchschnittlichen Praktiker zu Vertretern Deutschlands in Aus- land und Kolonie und zu Betriebsunterführern und späteren Betriebsführern im Großdeutschen Reich. Für beides ist Bremen als älteste See- stadt Deutschlands und wichtiges Industrie- zentrum ein idealer Platz. Voraussetzung für den Schulbesuch ist eine allgemeine abgeschlossene kaufmännische Lehre (Gehilfenprüfung) mit guten Leistungen in Pra- xis und Berufsschule und darüber hinaus wei⸗ tere Praxis. Für verwundete und erkrankte oder beurlaubte Soldaten, die ihre Berufausbil- dung fördern oder abschließen wollen und deren Betreuung die Schule zu ihren Ehrenpfliichten zählt, gelten Sonderbestimmungen. Der Unter- richtsstoff, der, um den Studierenden nicht län- ger als unbedingt erforderlich der Praxis zu entziehen, in konzentriertester Form in drei Se- mestern geboten wird, zerfällt in drei Gruppen: Persönlichkeitsausbildung, Fachbildung und zu- sätzliche Fächer(Sprachen, technische Fächer, Fotografleren, erste Hilfe usw.). Die seit langem als notwendig erkannte Per- sönlichkeitsausbildung, die in den beiden Fach- schulen als den ersten in die Praxis umgesetzt wird, zerfällt in deutsche Geschichte Deutsch- lands Werden, Weg zum Nationalsozialismus, deutsche Leistung), deutsche Sprache und Kul- tur, Rekurs, gesellschaftliche Schule, Völker- psychologie und Körperschule. Die fachliche Ausbildung des Außenhandels- und Kolonial- kaufmanns hat ihr Zentralfach in der Außen- handelslehre(Technik des Außenhandels, Spe-— dition, Seefrachtgeschäft, Seeversicherung, Zoll- recht usw.) und wird ergänzt durch ausgewählte Kapitel aus der allgemeinen Betriebswirtschafts- lehre, dem Rechnungswesen(Abschlußtechnik, Bilanzanalyse, Rechts-, Steuer- und Devisen- fragen für den Außenhandelskaufmann usw.). Für den Betriebskaufmann steht im Mittel- punkt des Unterrichts das Rechnungswesen(Bi- lanzlehre, Analyse, Planung, Budgetrechnung, Betriebsvergleich, Statistik, Grundzüge des Re— visions- und Treuhandwesens usw.). Hinzu kom- men Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Wirt- schafts- und Steuerrecht, Devisenbewirtschaf- tung usw. Weitere Fächer sind Wirtschaftsgeo- graphie, Geopolitik, Marktforschung, Waren— kunde, Volkswirtschaftslehre und Fremdspra-— chen. Die Ausbildung wird ergänzt durch wirt-— schaftliche Studienreisen in den Semesterferien. Am Ende des 2. Semesters kann der Betriebs- kaufmann bei Erfüllung der sonstigen Bedingun- gen(Praxis, Alter) sich der Bilanzbuchhalter- prüfung unterziehen. Am Schluß der drei- semestrigen Ausbildung steht die Abschlußprü- kung, an der ebenso wie am Unterricht Fach- lehrer und Praktiker der bremischen Wirtschaft beteiligt sind. Was will das deutsch-slowakische lolzabkommen? Zwei holzwirtschaftliche Großbetriebe modernster Art vorgesehen Interessante Ergänzungen zu den bisherigen Berichten über das deutsch-slowakische forst- und holzwirtschaftliche Abkommen machte jüngst der Forstattaché der Deutschen Gesandt- schaft in Preßburg, Oberforstmeister Dr. Wech- selberger. Aus dem Gedanken der Marktord- nung heraus, so sagt er, ist Anfang 1942 zwi- schen Deutschland und der Slowakei ein forst- und holzwirtschaftliches Ubereinkommen ge— trofken worden, das zwei Leitgedanken hat: 1. Förderung und Sicherung des Holzverkehrs zwi- schen den beiden Ländern, 2. Ausbau der slo- wakischen Forst- und Holzwirtschaft, insbeson- Förderung des Industrialisierungspro- gramms. Diese zwei Leitgedanken beherrschen den im einzelnen ausgearbeiteten Plan. Nach Finnland ist die Slowakei das bewaldeste Land Europas. Die Produktionskraft ist aber eine wesentlich höhere. In Finnland hat das Holz ein langsame- res Wachstum. Die Holzvorräte auf der Flächen- einheit sind geringer und brauchen wesentlich länger bis sie zu schlagbarem Holz herange- wachsen sind. Außerdem verfügt die Slowakei über eine große Mannigfaltigkeit an Holzarten, insbesondere über wertvollstes Laubholz. Ge— rade das Laubholz hat in der jüngsten Zeit be⸗ deutende Verwertungsmöglichkeiten erlangt und ist zu einem hochwertigen Erzeugnis geworden. Der Export der Slowakei richtet sich in er- ster Linie nach den nordwestlichen Ländern, in das Reich, Böhmen und Mähren, Belgien, Hol- land, Frankreich und die Schweiz, aber auch näch Italien und infolge der gegraphischen Ver- hältnisse in gewissem Umfang auch nach Un— garn. Mehr als zwei Drittel des gesamten Ex- portes gehen nach dem Reich und dem Protek- torat Böhmen und Mähren. Das Reich erkennt grundsätzlich den Wunsch der Holzerzeugungsländer an, daß die Bearbei- tung und Veredelung des Holzes weitgehend im Lande selbst vorgenommen wird. Es ist aber notwendig, daß der Industrieaufbau auf dem Gebiet der Holzwirtschaft planmäßig durchge- führt wird. Er muß darauf eingerichtet werden, daß den Bedarfsverhältnissen des eigenen Lan- des und darüber hinaus den konkreten Bedürf- nissen der Hauptabnehmer, im Falle der Slowa- kei also in erster Linie des Reiches, Rechnung getragen wird. Dureh Umwandlung von Waldungen, die mit wirtschaftlich weniger wertvollem Holz bestockt sind, in ertragreiche, wird die Produktionskraft des Landes an Holz auf lange Sicht erheblich steigen können. Ebenso zeigt der Industrieauf- pbau auf holzwirtschaftlichem Gebiet in der frü- heren Tschecho-Slowakei naturgemäß ein anor- males Gesicht. Infolge des geringen Volksver- mögens lag, abgesehen von wenigen Ausnahmen, die Entwicklung der Holzindustrie auf der slo- wakischen Seite fast ausschließlich in staatlicher Hand. Die Staatsforste verfügen über eine An- zahl hervorragender Sägewerke, die sich mit den besten Anlagen dieser Art im Reich messen können. Die staatliche Wirtschaft war vor allem in der tschechischen Zeit auch als Abwehr ge— gen die starke jüdische Verseuchung von be— sonderer Bedeutung. Heute im jungen Staatswe— sen der Slowakei, wird aber vor allem die Pri- vatinitiative des Unternehmers entfaltet werden. Die holzindustrielle Entwicklung wird in erster Linie im Wege des privaten Unternehmertums zu fördern sein. Neben den vorhandenen vor- pildlichen Staatsbetrieben sieht der deutsch- slowakische Industrialisierungsplan die Errich- tung von zwei holzwirtschaftlichen Großbetrie- ben modernster Art vor. Das eine dieser Werke ist Turany, das zweite wird ebenfalls von der Vereinigten Holz- und Industrie AG in Preß- burg im Osten des Landes auf der Laubholz- grundlage errichtet werden. Neben diesen Be- trieben wird eine Reihe mittlerer und kleine- rer holzwirtschaftlicher Unternehmen das Netz der holzwirtschaftlichen Unternehmen vervoll- ständigen. Das deutsch-slowakische holz- und forstwirt- schaftliche Ubereinkommen ist eine Ergän- z ung der slowakischen Eigenpla-— nung auf dem Gebiet der holzwirtschaftlichen Industrialisierung. Es stellt darüber hinaus der Slowakei durch Errichtung slowakisch-deutscher Musterbetriebe seine Erfahrungen und die mo— derne rationelle technische Holzerzeugung voll zur Verfügung. Es sichert die Erzeugung auf dem Gebiet der Forst- und Holzwirtschaft und leistet damit einen starken Beitrag zur Förde-— rung und Konsolidierung dieser Wirtschafts- zweige. Amiuciiiu dreimal im Endlaui Vorläufe zu den dritten Kriegsmeisterschaften-Rudern in Grünau (Eigener Bericht) Unter günstigen äußeren Bedingungen wurden heute nachmittag auf der klassischen Grünauer Strecke die dritten Deutschen Kriegsmeister- schaften im Rudern eröffnet. Durch kriegsbe- dingte Abmeldungen fielen zwei Vorrennen aus und zwar der Zweier o. St. und der Leichege- wichtseiner. Im Vierer m. St. lagen im ersten Vorlauf am Start RC Germania Königsberg, der Meister des Vorjahres, Ordnungspolizei Hamburg, MRV Amicitia und i Straßburg. Nach hartem Kampf auf der ersten Hälfte der Strecke geht Straß- burg leicht in Führung, hart bedrängt von Ami- citia. Königsberg war bald entscheidend abge- schlagen. Da die drei Ersten in den Endlauf kommen, verlor das Rennen deshalb bald an Bedeutung. Zeiten: 1. ½ Straßburg:57,8; 2. Mannheimer RV Amicitia:02,8; 3. Ordn.-Polizei Hamburg:12,2; 4. Germania Königsberg:17,4. Im zweiten Lauf starteten: Berliner Rc, RG Königsberg und Wiener Rg. Das Rennen war äußerst hart, so daß von Anfang an nie Licht zwischen die Boote kam. So blieb das Rennen auch auf der zweiten Streckenhälfte. Im Spurt konnte sich Wien knapp vor den Berliner RC schieben. Zeiten: 1. Wiener Rg.:04,8; 2. Ber- liner RC:06,2; 3. Rg. Königsberg:09. In den Endlauf kommen Ordnungspolizei Ham- burg, Amicitia, Straßburg, Berliner RC, Rg. Königsberg und Wiener Rg. Der Vierer o. St. verlief in beiden Abtei- lungen mit unerwarteten Ergebnissen. Der erste Vorlauf mit Hellas-Friesen, Berlin, Berliner RC, Rg. Königsberg und Mannheimer Amicitia mußte Zzweimal abgebrochen werden, weil das Feld zu sehr nach dem Außenstart drängte. Beim zwei- ten Male wurde am Ende der ersten Strecken- hälfte die Rg. Königsberg ausgeschlossen. Der zweite Vorlauf verlief unter ähnlichen Bedin- gungen, wobei der Bremer RV sich selbst den Ausschluß verschuldete. In den Endlauf kom- men demnach: Rg. Hellas-Friesen, Berliner RC, Mannheimer Amicitia, Rg. Allianz Berlin, RC Germania Königsberg. Zum ersten Male siegie Gebiei Baden im Reichsseesportwettkampf der Marine-HJ vor Gebiet Wüttemberg In Anwesenheit des Reichsjugendführers Artur Axmann und Vertretern der Kriegsmarine wurde in Zempelburg der 5. Reichssportwett- kampf der Marine-H durchgeführt, der einen Einblick in den hohen Stand der Ausbildung und der Wehrertüchtigung der Marine-H gab. Zum ersten Male ging das Gebiet Baden mit 10 315 Punkten als Sieger und Gewinner des Wander- preises des Reichsjugendführers vor dem bisher viermal hintereinander erfolgreich gewesenen Gebiet Württemberg mit 10 087 Punkten und dem Gebiet Düsseldorf mit 9363 Punkten her- vor. Mit Erich Kehrer(987 Punkte), Georg Boden(981.) und Manfred Fuchs(980.), stellte das siegreiche Gebiet Baden auch die drei besten Einzelkämpfer. Obergebietsführer Dr. Schlünder richtete bei der Siegerehrung an die jungen Mannschaften den Appell, den deutschen Seehelden im Geiste eines Günther Prien nachzueifern. Als Vertreter des Oberkommandos der Kriegsmarine dankte zum Schluß Kapitän zur See Narath den jungen Wettkämpfern für ihren vorbildlichen Einsatz Das Gesamtergebnis des Reichssportwettkampfes: 1. Gebiet Baden 10 315., 2. Württemberg 10 087 Punkte, 3. Düsseldorf 9383., 4. Köln-Aachen 8812., 5. Niederschlesien 8738., 6. Hessen- Nassau 8498., 7. Berlin 8497, 8. Nordsee 8426., 9. Pommern 3021., 10. Niedersachsen 7998., 11. Mainfranken 7830., 12. Reichsbahn Seefahrt 7664., 13. Oberdonau 7543., 14. Thüringen 7462., 15. Westfalen 7438 Pkt. Um die HI-Meisterschaft im Fußball P. Heute nehmen die Kämpfe um die Deut- sche HI-Meisterschaft im Fußball ihren Fort- gang. Es befinden sich noch zwölf Gebiets- meister im Wettbewerb. Eines der interessan- testen Treffen findet in Augsburg statt, wo der Gebietsmeister Schwaben auf den Gebiets- meister von Baden, Bann 171 Mannheim, trifft. Die Mannheimer Elf wird in folgender Auf- stellung spielen: Brümmer; Klein, Zimmermann; Hornung, Maier, Hofmann; Günther, Weber, Haas„Greulich, Walther. Nicht immer gleich nach Berlin reisen Es ist in letzter Zeit Mode geworden, daß Bauherren oder ihre Vertreter nach Berlin fah- ren, um bei dem Generalbevollmächtigten für die Bauwirtschaft persönlich vorstellig zu wer- den. Durch die allzu häufigen Besuche wird die schnelle und ordnungsmäßige Erledigung aller laufenden Bauaufträge stark gefährdet, zumal es sich oft um verhältnismähßig kleine Bauvor- haben handelt, von denen die Bauherren an- nehmen, daß durch eine persönliche Nachfrage das Genehmigungsverfahren beschleunigt wird. Gerade in solchen Füllen muß dann festgestellt werden, daß wichtige Voraussetzungen, wie die Bereitstellung der Baustoffe und Arbeitskräfte, die von den Arbeitsämtern, Gebietsbeauftragten und Kontingentsträgern erledigt werden müssen, fehlen. Der GB-Bau weist darauf hin, daß Bau- herren künftig solche unnötigen Reisen und Be- suche im Interesse eines glatten Arbeitsverlau- fes vermeiden. Nur ganz besonders wichtige und dringende Angelegenheiten rechtfertigen eine persönliche Behandlung durch die zentrale Dienststelle. In Kürze Vereinigung der Reichsstelle für Metall und für Eisen und Stahl. Die Gründung der Reichs- vereinigung Eisen hat es ermöglicht, einen er- heblichen Teil der Aufgaben, die bisher von der Reichsstelle für Eisen und Stahl wahrgenommen wurden, auf die Reichsvereinigung und damit auf die Selbstverwaltung zu übertragen. Mit Wirkung vom 15. 8. ds. Js. werden die beiden bisher selbständigen Reichsstellen für Metalle und Eisen und Stahl zu einer einheitlichen Reichsstelle Eisen und Metalle vereinigt werden. Mit der kommissarischen Leitung der neuen Reichsstelle hat der Reichswirtschaftsminister Direktor Dr. Müller-Zimmermann beauftragt. Eine Bezirksstelle Ost der Reichsvereinigung Textilveredelung. Als regionale Untergliederung der wirtschaftlichen Selbstverwaltung ist die Bezirksstelle Ost der Reichsvereinigung Textil- veredelung gebildet worden. Sie hat ihren Sitz in Litzmannstadt und umfaßt Oberschlesien, Ostpreußen sowie die Reichsgaue Danzig-West- preußen und Wartheland. Später soll ihrer Zu- ständigkeit auch das Gebiet des Generalgou- vernements unterstellt werden. Neben der wartheländischen Veredelungsindustrie gehört zu dem Bezirk Ost das durch seine qualitativ hochstehende Veredelung bekannte Rielitz. Neue RKB-Leitung. Der Reichsverkehrsmini- ster hat den-Sturmbannführer und Ehren- zeichenträger der NSDAP Werner Körper mit der Führung der Geschäfte des Leiters des Reichs-Kraftwagen-Betriebsverbandes beauf- tragt. Erste Durchführungsverordnung zur Anord- nung zur Mobilisierung von Eisenreserven. Der Chef des Rüstungslieferungsamtes erläßt im RA Nr. 175 vom 29. Juli 1942 unter dem 27. Juli 1942 die erste Durchführungsverordnung zur An- ordnung zur Mobilisierung von Eisenreserven vom 11. Juli 1942. Sie bestimmt, daß die in 5 2 der Anordnung vorgesehenen Anträge auf Zu- satzentschädigung bei den Industrieabteilungen der örtlich zuständigen Wirtschaftskammern einzureichen sind. NSU-Werke AG, Neckarsulm. Der ordent- lichen Hauptversammlung wurde Mitteilung ge- macht von der bekannten Kapitalberichtigung um 2 auf 8 Mill. RM. Die Versammlung be— schloß ferner, aus 680 000 RM. Reingewinn 6 Prozent Dividende auf das berichtigte Aktien- kapital zu verteilen. Erbacher Tuchfabrik, Erbach i. O. Die mit 200 000 RM Aktienkapital ausgestattete Gesell- schaft weist für 1941 einen Rohüberschuß von 0,72 Mill. RM aus. Der Reingewinn stellt sich auf 20 561 RM, aus dem eine Bividende von 9% ausgeschüttet wird. Kapitalberichtigung der sudetendeutschen Kienzle AG. Die J. Kienzle, Uhrenfabrik AG, Komotau, die zur Kienzle Uhrenfabriken AG, Schwenningen a.., gehört, hat ihr Aktienkapi- tal auf 1,0(0,6) Mill. RM. berichtigt. Kapitalerhöhung der Deutschen Schiff- und Maschinenbau AG Bremen Oeschimag). In der Aufsichtsratssitzung wurde beschlossen, der zum 2. September einzuberufenden Hauptversamm- lung die Verteilung von unverändert 5% Divi- dende vorzuschlagen. Die Hauptversammlung soll weiter Beschluß fassen über die Erhöhung des Grundkapitals von 12,2 auf 20 Mill. RM. Standard Elektrizitäts-Gesellschaft AG Berlin. Durch Beschluß des Vorstandes und Aufsichts- rats ist das Grundkapital des Unternehmens auf 9,0(6,0) Mill. RM berichtigt worden. Die Vermahlungsquoten für August 1942. Die Verarbeitungsquoten für die Mühlen mit einem Grundkontingent von mehr als insgesamt 500 Tonnen sind für August wieder auf 5 Prozent des Roggengrundkontingents und 6 Prozent des Weizengrundkontingents festgesetzt worden. Die Vierteljahresquoten für die Monate Juli-Sep- tember bleiben unverändert. Hakenkreuzpanner veriag und Druckerel.m b. H. Verlagsdirektor Ur. Walter Mehls(zur Zeit im Felde), stellvertretender Hauptschriftleiter Dr. Kurt Dammann. —+„ ) leder Wagen mehr · VEIIE AAIL GEGEN DEN FEINU — Großß-Mannneim Sonntag, den 2. August 1942 Nłeiner Glydrueſ „Aha, Sie haben Weiſßkohl gekauft?“ mur- mele ich mit höflichem Interesse, über den Einkaufskorb der mir bæagegnenden Hausfrau gebeugt.„Nein, ich habe Tomaten geholt, aber den Weißkohl mußte ich dazu nehmen“, War die lächelnde Antwort. Am anderen Tage hatte ich schicksalhaft die gleiche Begegnung. Diesmal war ich sicher:„Hm, hm, ich sehe, heute mittag gibt es Knoblauch bei Inen!“ Und wieder kam ein huldvolles Lächeln: „Nein, ich habe Zwiebeln eingekauft und er- 82 den Knoblauch eigentlich nur als Bei- gabe.“ Hand auf's Herz, ich werde also in Zukunft nicht mehr solche ahnungslosen Mannesfra- gen stellen, dafür erfüllt mich heute eine tiefe Ehrfurcht vor den komplizierten Begleit- erscheinungen des hausfraulichen Einkaufs. Ich habe sogar in der Nacht davon geträumt. Ein Alpdruck war es, ein schwerer Traum. Ich weiß, Sie halten nichts von Traum— büchern, lieber Peser, aber diese Traum- erscheinungen waren wirklich aufregend. Ich träumte, daß ich in ein Geschäft ging, um einen Büchsenöffner zu kaufen. Haha, sagte der Verkäufer, und da soll ich wohl auf mei- nen Konservenbüchsen mit Spargel sitzen- bleiben? Die müssen Sie dazunehmen. Dann führte mich mein Traum visionär in eine Metzgerei.„Bitte, für 100 Gramm Fleisch- Wurst!“ sagte ich. Haha, dröhnte lachend der Metzger, und da soll ich wohl auf meinem schwer verdaulichen Fettspeck sitzenbleiben? Eine Speckseite müssen Sie schon zu Ihrer Fleischwurst dazunehmen.— Noch ganz er- schöpft von diesem Einkauf beschloß ich in- mitten der Traumwogen mich der Magie der Musik zu ergeben und suchte die Konzert- kasse auf.„Eine Karte zum Konzert können Sie haben“, lächelte das Fräulein,„aber Sie müssen dann auch meine hübsche, unbe- mannte Nichte mitnehmen!“ Ehrlich gestan- den, ich habe Angst vor kommenden Träu- men. Die Phantasie des Schlafes spielt uns ja solche Streiche. Es ist nun einmal so, man hat nicht nur die kleine Mühsal des Tages, sondern man muß auch noch solche verwir- renden Spässe der Nacht dazunehmen.. Alles in dieser Welt scheint doch seit Adam und Eva paarweise zu sein. Tomaten und Wir— sing, Zwiebeln und Knoblauch, Konzert und Nichte, Arger und Heiterkeit W. Vor dem Sondergericht: Betrügerische Fliegergeschädigte Die Wohnung der Eheleute Richard Kur— tius in Mannheim wurde in der Nacht zum 17. Dezember 1940 bei einem Fliegerangriff teilweise beschädigt. Die Eheleute Kurtius gaben sich jedoch nicht damit zufrieden, daß ihnen für den entstandenen Schaden voller Ersatz geleistet wurde, sie waren vielmehr gewissenlos genug, auch für die Gegenstände Ersatz zu fordern, die sich teils überhaupt nie in ihrem Besitz befunden hatten, teils anderen Fliegergeschädigten gehörten. Auf diese Weise wurde die Feststellungsbehörde in Mannheim getäuscht und zur Auszahlung einer unge- rechtfertigt hohen Entschädigungssumme ver- anlaßt. Die Angeklagten konnten sich jedoch der durch Betrug erlangten Entschädigung nicht lange erfreuen, da ihr gemeinschafts- widriges Verhalten alsbald bekannt wurde. Nunmehr hatten sich die Eheleute Kurtius, die den Sachverhalt einräumten, vor dem Sondergericht in Mannheim zu verantworten. Als Volksschädlinge wurden verurteilt Ri- chard Kurtius zu einer Zuchthausstrafe von 1 Jahr 6 Monaten und 2 Jahre Ehrverlust, Elisabeth Kurtius geb. Hoyer zu einer Zucht- hausstrafe von 1 Jahr 2 Monaten und 2 Jah- ren Ehrverlust. Der Reichskolonialbund tagt. Am Wochenende kührt die Bundesführung des Reichskolonial- bundes mit den Gauverbänden Baden, Hessen- Nassau, Moselland und Westmark im Feier- abendhaus der 1G-Farbenindustrie eine Vor- tragsreihe und Arbeitsbesprechung durch. Für Sonntag sind folgende Themen vorgesehen: „Ausrichtung der kolonialen Schulung“(Ober-— studiendirektor Th. Hartleb), Leiter der Abtei- lung Schulung der Bundesführung des RKB; „Europa und Afrika als großräumliche Wirt-— schaftseinheit“ von Dr. Matth. Schmitt, Reichs- kolonialinspektor;„Die kolonialpolitische Lage“ von Dr. Wirth, Zentralabteilungsleiter bei der Bundesführung des RKB. Den verschiedenen Vorträgen schließt sich eine Aussvrache an. Unternaltsamer Spaziergang über uie Mannheimer Sprachwiese Bunte Ansteckblumen, wie sie nur auf unserem quadratischen Pflaster gedeihen Aus Afrika erreicht uns ein Schreiben: Wir wühlten uns durch den Sand. Weitab blieb eine Kiste stehen. Der Fahrer tobte eine Schimpfkanonade herunter, die als Vorrat zur beliebigen Verwendung einer ganzen Kompanie nach heißem, schattenlosen Kampf- tag zur Ehre gereicht hätte. Beim Näherkom- men ließen sich die bilderreichen Worte deut- lich verstehen.„Das kann nur ein Mannhei- mer sein!“ rief einer hinter mir. Anerken- nung und leise Bewunderung sprach aus den Worten des Norddeutschen, der bei uns den Ruf eines Riesenlautsprechers genießt. Hier in der endlosen Wüste anerkannte er wider- spruchslos die Uberlegenheit der„Mannemer Gosch“, aus der für mich die langentwöhnten heimatlichen Laute sprudelten. Zahllos sind die Schreiben unserer braven Landser, die aus allen Himmelsgegenden ein- Mitten zwischen den Kiefern des Käfertaler Waldes flattert die Wäschke im Wind. Vorn sitzt das łKleine Mädel auf dem warmenwald- boden, spielt vergnügt in der Sonne, während die Mutter vom Kü- chenfenster aus hin- ubersehen kann ꝛu dem Waldstückchen, das dicht an das kleine Siedlerhaus neran- reicht. Praktisch, wie unsere Mannheimer Hausfrauen nun ein- mal sind, kat sie es zau ihrem Wäschetrocken- platz ernannt. Aujn. Lotte Bunzhaf(?) trudeln, und in denen gleichsam als Bekräf- tigung ihrer Mannheimer Art ein mehr oder weniger zünftiger Spezialausdruck Verwen- dung fand. Grund genug, einmal an dieser Stelle als„Brief an alle“ eine bescheidene Auslese zu einem munteren Strauß zu fügen. So, daß das gesunde und so gern gebrauchte Werturteil angebracht erscheint:„Des war mol- widder kloor am Knippel!“ Da braucht niemand hierzulande„uffge- bloose“ zu sein, wenn er bei der Tischrunde beginnt, die zwar einen Großteil ihres alko- holischen Glanzes einbüßte, aber immer noch das Feld ist, auf dem die herrlichsten Sprach- blüten gedeihen. Hier wird noch fleißig„äner hinner die Bind gegosse“. Und wenn auch das Dünnbier zu einiger Zurückhaltung zwingt, weil mitunter das„'süff uffs Knerzel geht“, so bleibt der Wuppdisch jetzt doch mehr„in Hleine Mannheimer Stadtchronik Kurtaxbefreiung für Verschickte Der Reichsinnenminister hat die Kurtaxbe- freiung solcher Personen, die sich wegen der in ihrem Heimatort bestehenden Luftgefahr in Fremdenverkehrsgemeinden begeben ha-— ben, neu geregelt und gleichzeitig eine Ent- schädigung dieser Gemeinden vorgesehen. Ab 1. August sind von der Zahlung der Kur- taxe befreit: Kinder aus luftgefährdeten Ge- bieten, die im Rahmen der erweiterten Kin⸗ derlandverschickung untergebracht werden, und Begleitpersonen, ferner Mütter mit Kin- dern bis zu drei Jahren aus luftgefährdeten Gebieten, die von der NSV untergebracht werden, außerdem Mütter aus solchen luft- gefährdeten Gebieten, auf die sich die erwei- terte Kinderlandverschickung erstreckt, wenn sie sich mit ihren Kindern im Alter bis zu drei Jahren auf eigene Kosten in Fremden- verkehrsgemeinden aufhalten und während dieses Aufenthaltes laufend Zuscnũsse von der NSV erhalten. Alle übrigen Personen aus luftgefährdeten Gebieten, die sich auf eigene Kosten in Fremdenverkehrsgemeinden aufhalten, sind nicht befreit. Für die Ausfälle an Kurtaxe erhalten die Fremdenverkehrs- gemeinden mit Wirkung vom 1. August 1942 eine Entschädigung. Eine Entschädigung wixd nicht gewährt, wenn die Normalkurtaxe nicht melir als 20 Pfennig beträgt. Der„Arion“ auf Reisen. Immer wieder zieht es die Sänger des„Arion“ Mannheim, Isenmann— scher Männerchor, nach dem Schwarzwaldstädt- chen Gengenbach, der Geburtsstätte ihres Mit- begründers Carl Isenmann, des Schöpfers und Tondichters einer Fülle der schönsten Männer- chöre. Wie stark andererseits die Resonnanz in der Gengenbacher Sänger- und Bürgerschaft ist, davon zeugte der herzliche Empfang und die gastliche Aufnahme, die dem„Arion“ bei sei-— nem Besuche zuteil wurde. Und die Sänger zeigten sich hierfür erkenntlich. Wo sich Ge— legenheit dazu bot, spendeten sie Perlen aus ihrem reichen Liederschatz und Chormeister Dinand wurde mit seiner wohldisziplinierten Sängerschaft überall begeistert gefeiert, so in dem festlichen Abendkonzert, bei dem stim- mungsvollen Morgenständchen auf dem Markt- platz und bei der Betreuung der Verwundeten durch eine vormittägliche Liederstunde im Re— servelazarett. Einige Originaladuarelle vom Kriegsschauplatz in Nordafrika von dem Mannheimer Graphiker Fritz Faulhaber sind in einem der Schaufenster der Völkischen Buchhandlung zur Zeit ausge- stellt. 8 Standkonzert auf dem Marktplatz. Am Sonn— tag, 2. August, spielt von 11 bis 12 Uhr auf dem Marktplatz G1 der Kreismusikzug der NSDAP unter Leitung von Chorführer Brecht. 1. Marsch „In Treue fest“(Theike); 2. Ouvertüre„Martha“ (Flotow); 3. Walzer„Wiener Bürger“(Ziehrer); 4. Lied„Schenkt man sich Rosen in Tirol“ (Zeller); 5. Potpourri„Laß den Kopf nicht hän- gen“(Lincke); 6. Marsch„Zum Städtele hinaus“ (Meißner). Kennzeichen B und P im Straßenverkehr. Auch für Dienstkraftwagen der Behörden und der Parteiorganisationen gilt die Bestimmung, daſß Kraftfahrzeuge nur für Kriegs- oder lebens- wichtige Aufgaben in Anspruch genommen wer- den dürfen. Zur Kenntlichmachung der Perso— nenkraftwagen der Behörden und der NSDA, die keine besonderen amtlichen Kennzeichen wie die Wagen der Wehrmacht, der Polizei, der , der Reichsbahn, Reichspost usw. führen, wird jetzt durch einen Erlaß des Reichsver- kehrsministers und des Reichsinnenministers eine Sonderregelung getroffen. Personenkraft- wagen der Behörden werden durch ein„“, der Partei durch ein„P“ gekennzeichnet, das an der Windschutzscheibe angebracht wird. Bei polizei- lichen Kontrollen werden diese Dienstkraftwa- gen wie die mit besonderen amtlichen Kenn- zeichen ausgerüsteten amtlichen Fahrzeuge be- handelt. Betrüger am Werk. Die Kriminalpolizei Lud- wigshafen macht auf einen Betrüger aufmerk- sam, der sich seit 15. Mai arbeits- und mittellos in der Pfalz umhertreibt und bereits in Lud- wigshafen, Oggersheim, Dirmstein, Alberweiler, Burrweiler, Geinsheim und Dudenhofen erfolg- reich aufgetreten ist. Es handelt sich um den am 7. August 1881 in Bindersbach geborenen Mathäus Cuntz, zuletzt in Ludwigshafen wohn- haft. Der Betrüger sucht hauptsächlich Ange- hörige von Insassen der Kreis-, Kranken- und Pflegeanstalt Frankenthal und ehemalige Kriegs- kameraden auf, denen er Beschaffung von Haus- haltungsgegenständen, Eisenwaren usw. ver- spricht, sich Beträge bis zu 50 Reichsmark als Anzahlung geben läßt und verschwindet. Er nennt sich auch Bettinger. Die Polizei bittet um Meldung, falls der Schwindler irgendwo auf- taucht. „Heize richtig!“ Deutsche Arbeitsfront und Landeswirtschaftsamt fordern zu sparsamstem Kohlenverbrauch auf. In den Lehrgemeinschaf- ten„Heize richtig“ wurden unter Führung der DAF durch fachkundige Kräfte bereits Tausende von Heizern und Heizanlagebesitzern einer gründlichen Schulung im sachgemäßen und kohlensparenden Heizen unterzogen. Mit Beginn des Herbstes sollen nun alle erfaßt werden, die noch nicht diese Schulung durchlaufen haben. Nicht nur der Heizer, der eine Großanlage be- dient, sondern auch die Besitzer mittlerer und kleiner Heizanlagen in Eigenheimen, Siedlungen sowie von Etagenheizungen werden aufgefor- dert, sich jetzt schon zu den im September be- ginnenden Lehrgängen„Heize richtig“ zu mel- den. Diese Lehrgänge umfassen zwei, vier be⸗ ziehungsweise sechs Lehrstunden. Anmeldungen an die örtlichen DAF-Dienststellen, Abteilung für Berufserziehung und Betriebsführung. Soldatengrüße von der Front erreichten das HB von Oberleutnant Werner Altfelix und Obergefreiten Fritz Hackl. Wir gratulieren. mren 86. Geburtstag kann heute Frau Sofle Kramer, geb. Rub, Trägerin des golde- nen Mutterehrenkreuzes, Waldhof, Weizenstraße z3, feiern. Den 31. Geburtstag begeht heute Frau Ka- roline Kunz, geb. Angstmann, Kleine Wallstattstr. 2. Das Fest der silbernen Hochzeit feiern die Eheleute Johann Grohmüller und Frau Elise, geb. Grimm, Ilvesheim, Uferstraße 7. de Hosse“, Die Umstände brachten es mit sich, daß kaum„uff de Hewwel'soffe“ wird. „Schbrisch werre nach wie vor gekloppt“, daß den Zuhörern oft„brezelmerb“ wird und es manchem durch den„Schwelles“ geht, dem Sprecher„de Krumbler neizumache“. Der Kluge duldet und schweigt. Er weiß, daß es zu einer„Mordswäscherei“ führen könnte, wenn er sich zu dem Einwand verstiege: „Isch glaab, du hoscht was an de Erbs!“ In solchem Falle tauchte vielleicht der Leib- und Magenspruch der Mannheimer aus der Versenkung auf:„Du hoscht noch kee'n Man- nemer Kandelwasser'soffe!“ E. Messel ver- danken wir darüber folgende anschauliche Schilderung: Es ghert viel Kraft dezu un'schick, Die Hand drickt fescht uff Hals und'nick, De Kopp muß bei dem Ehrehandel Tief nunner vor de Schtroßekandel, Do, wo des Regewasser läuft, Bis äner Kandelwasser säuft. Das ist alles halb so wild. Im Grunde klingt aus alledem so viel urwüchsiger Humor auf, daß eés nicht wunder nimmt, wenn in der Quadratstadt„der Laden schtimmt“.„Sei schtill, sunscht bumb ich'r eeni uff de Grie- wehals, daß'r dei Knallblättl runnerfällt“, braucht noch lange keine Aufforderung zu sein, den Rock auszuziehen und kunstgerecht den nächsten Stuhl zu zerlegen. Es genügt vollauf, die Achsel zu zucken und sachlich zurückzugeben:„Du kannscht mer jo de How- wel ausbloose!“, oder„Du kannscht mer in die Tasch schteige, du alter Simpel!“ Im Nu ist die Gleichwertigkeit offenbar und der Burgfrieden gesichert. Viele der Kernstücke mundartlicher Uber- lieferungen reichen Jahrhunderte zurück. So die Aufforderung, die vorzugsweise an die Urlauber gerichtet wird:„Kumm, mer gondle emol e bissel durch die Stadt!“ Sie mag aus den Dezembertagen des Jahres 1740 stammen, als das Hochwasser meterhoch in den Stra- gBen stand und der Verkehr mit den Nach- barn nur mittels Nachen aufrechterhalten werden konnte. Wer hörte noch nichts von der„Käfferfall“? So nannten die Alt-Mann- heimer die Baracke am Bahnhof, der Vor- läuferin unserer Bahnhofswirtschaft. Zur Gaststube— auch eine kleine Ubertreibung — führte ein schmaler Steg hinab.„Zwar brauchte sich der Besucher nicht gerade„sein Messer uff de Hut zu schtecke“, aber es soll doch ein kleines„Schinnerhannes-Abenteuer“ gewesen sein, hier vor Anker zu gehen. Not- falls konnte sich ein Hinausgeworfener gegen zwei Stammtische stundenlang auf der schma- len Stiege behaupten. Bliebe noch an Namen zu erinnern, die sich bis zur Stunde in altem Glanze erhalten haben. So die Freßgaß, Gok- kelsmarkt und Gockelsberg, Schnockebuckel, Musebrotviertel und Filsbach. Der Neckar- städter ist der„Neckarschleimer“ geblieben. Auch die Uznamen für unsere fleißigen Vor- örtler„Zappe“(Seckenheimer),„Pülwe“ Neckarauer),„Lallehägler“(Feudenheimer) und„Schote“(Friedrichsfelder) klingen noch vertraut. Spaß muß sein, und die gemüt- liche lebenslustige Art des Mannheimer Menschenschlages wird durch seine Sprache charakteristisch unterstrichen. Wie treffend zeichnet uns dies unser Bokaldichter Glück- stein: Guckscht so'me Mannemer in die Aache, Die due'r so manches sage: Gutmütigkeit, Humor und Schlauheit, Vun Uz unn aach e bissel Rauheit, Vun Lieb zur Heimat unn zum Rhein, Zu Mädel, Wald unn Wies' unn Wein. Unn hott'r irgend was im Kopp, Dann muß's raus, sunscht kriegt'n Kroppl Hurze Meldungen aus der Heimat Fünfzig Jahre Erbacher Elfenbein- schnitzerei-Fachschule Die im Jahre 1892 gegründete Staatliche Fach- schule für Elfenbeinschnitzerei in Erbach kann in diesem Jahre auf ein fünfzigjähriges Be⸗— stehen zurückblicken. Diese Schule, in der die Elfenbeinschnitzer in ihrer Kunst ausgebildet werden, ist im Jahre 1940 an die Meisterschule des Deutschen Handwerkes in Offenbach an-— gegliedert worden. Sie unterhält Werkstätten nicht nur zur Ausbildung von Elfenbeinschnit- zern, sondern auch von Drehern, Holzbild- hauern und Feinschreinern, sowie Klassen für Zeichnen, Modellieren und Gipsgießen. Das Jubiläum dieser Schule erinnert uns an ein blühendes Kunstgewerbe im Odenwald, das Graf Franz von Erbach im achtzehnten Jahr- hundert begründet hat. Dieser Graf hat sehr viel für die Hebung von Wirtschaft und Kultur seiner Heimat getan, in der er und seine Vor- fahren bis zum Jahre 1815 als selbständige Dy- nasten herrschten. Er war nach der Sitte des Geschlechtes selbst in einem Handwerk ausge- bildet und hatte sich für die Kunst des Elfen- beinschnitzens entschieden. Er brachte es zum Obermeister der Drechslerzunft. Er baute neue Straßen, hob die Lage der Landwirtschaft, be- gründete die weltbekannten Erbacher Samm- lungen und war auch der Vater der Elfenbein- industrie. Heute grüßt von vielen Häusern nicht nur von Erbach, sondern auch der Odenwald- städtchen Michelstadt, Höchst und K ö- nig der kunstvoll geschnitzte Elefant als Zei- chen dafür, daß an dieser Stelle ein Elfenbein- schnitzer sein Handwerk betreibt. Auch in Lin- denfels ist die Kunst des Elfenbeinschnitzens in den letzten Jahren heimisch geworden. Oden- wälder Elfenbeinschnitzarbeiten sind derart ver- breitet, daß mancher Reisende aus Italien, ja selbst aus Afrika und Indien Reiseandenken aus Elfenbein mitbrachte, die aus einer Er- bacher Schnitzerei stammten. Heute hat man für das natürliche Elfenbein vielfachen Ersatz gefunden. Nicht nur Horn lägt sich wunderbar veraybeiten, sondern auch die von der deutschen Industrie hergestellten Edelkunstharze— Leukorit, Dekorit, Vigorit usw.— eignen sich vorzüglich zur Herstellung von Broschen, Ketten, Armbändern und anderer schöner Schmuckstücke. Wiederholt hat ganz Deutschland Kunstharz- abzeichen getragen, die in Erbach hergestellt waren. Das kleine Edelweiß als Winterhilfsab- zeichen und die Narzissen, von denen fünf Mil- llonen in Erbach und Umgebung hergestellt wurden, haben so guten Anklang gefunden, daß sie zum Teil heute noch getragen werden..S. Uper 1100 NSV-Kindergürten in Baden und Elsaß Die Sorge um Mutter und Kind erfolgt jetzt im Kriege tatkräftiger wie je zuvor; alles ge- schieht, um die erwerbstätigen Mütter noch mehr zu entlasten. Baden vermehrte daher die Zahl seiner NSV-Kindergärten auf 725, das El- saßß die seinige auf nahezu 400. Heute erfolgt nun auf der Insel Reichenau die feierliche Ubergabe eines im Frieden geplanten, aber im Kriege neu erbauten Beispielkinder- gartens der NSV. Für die Frauen der Gemüse- bauern und Gärtner vor allem gibt es Arbeit von früh bis spät, namentlich wenn der Mann an der Front steht und trotzdem Ertragssteige- rungen erreicht werden sollen. Die Neuschöp- fung des Inselkindergartens wird daher von der Bevölkerung dankbar begrüßt und anerkannt. Friedrichshafen. Im Zuge der Durchführung der Richtlinien des Reichserziehungsministe- riums über die Heimschulen geht das Königin- Paulinen-Stift in das Eigentum der Stadt Fried- richshafen über. Der Internatsbetrieb wird wie bisher als„Städtisches Schülerinnenheim der Oberschule für Mädchen“ weitergeführt. Das Stift, das 1856 gegründet wurde, genoß im gan- zen Reich ausgezeichneten Ruf. Der Rechtsüber- gang ist auf den 1. August vorgesehen. Speyer. Hier hat sich die Technische Nothilfe wieder einmal als Retter in der Not erwiesen, wenn auch für einen gewiß selten vorkommen— den Fall. Auf einer großen Hühnerfarm drohten 8500 Bruteier zu verderben, weil der Starkstrom zur Beheizung der Brutkästen aussetzte. Die TN baute in aller Eile in der Stadt zwei Strom- erzeuger auf, durch die die Hühnerfarm mit Strom versorgt wurde und das Brutgeschäft störungslos weitergehen konnte. Saarbrücken. Eine Schwarzenholz wurde an ihrer Arbeitsstelle in Buß von einer Drehbank erfaßt und so schwer verletzt, daß sie kurz darauf starb. Der Unfall ist um so unerklärlicher, als der Arbeitsplatz den Vorschriften entsprechend abgesichert war. Es besteht die Möglichkeit, daß die Verun— glückte einen Schwindelanfall erlitten hat und so der Maschine zu nahe gekommen war. Fabrikarbeiterin aus ——.— Unsere Rena tes Schwe Wir nenne Marta. In Kunz und Flamm. Winzerplat nik Altend Rolf. Unser angekomm Freude die Hans Siege Ottinger. den 31. Ju Meine Verl. Lina Lind hierd. anz rich Littig Wir haben v Kretzschm: kow, Feldv ein. Kamp Cannabich. Wir haben Bordne- in ein. Jäg Schulstraß. Straße 2, Ihre Verlob Hanna Hec ler, Uffz., 2 heim-Rheir Hallenweg mre Kriegs kannt: Phi ster, Obgef Bub, geb. tenstr. 81, Ostmark, d Ihre Vermäh Kurt Ring ein. Krads. Felde, Frar Sailer, Mh str. 21, Aus mre Vermäh Werner Kr zeugführer, Zonker. M Straße 26, Ire Vermäh Kurt Euger Luftwafke, Schmitt, 2. bei Koch. Trauung ar kirche, 13.0 Statt Karten geben beke 2. Hölttig, ge burg/Elbe strahe 38, Ihre am 9. Kriegstraui zuzeigen: R Osten, Ern mold. Mant denheim/ Br Für die un: silbernen! Aufmerksai herzlich. K. Schwetzing Ratschlu Heldente treuester. sold unser lieber, Sohn, mein gu Gerh. Funker in eine im Alter von Mhm.-Waldhof In tiefem Sc Bernward Al geb. Frank; der; Josep' (Hannover); Familie(Har u. Frau, ge Adam Frank Schwarz u. gärt). 1. Seelenamt 3. August, in statt. Mit der Fan krünen Tod iht schaftsmitglied kameraden Betriebsführ. Draiswerke eeeeee Unerwar uns die nach ku —— gehlicher Mann voller Sohn, E und Neffe 10 Hauptfeldwebe nhaber ein 125 den schwe sein Lehen pflichterfüllung geben hat. Mu.-Käfertal( Worms(Fischn In tiefer Tr. Maria christ Josef Kohlbe 33 Angehörigen Das erste Seel der Laurentius ————————— Statt K Nach k Ostfront faßbare Nacht braver Sohn,. der, Neffe und C Gefreiter kurz nach vo bensjahres det sein junges, f. nem Fahnenei Vaterland. Mannheim, de Brentanostraße In tiefer Tr. Otto Frey. abgeordn. i Geler; Arne Verwandten. Wir betraue nen ein streb. Gekolgschaftsn Betriehstüm Fs. Josef H. Friedrichstr ——————— en es mit offe“ wird. gekloppt“, wird und les“ geht, izumache“. weiß, daß en könnte, verstiege: Erbs!“ In der Leib- r aus der xee'n Man- Lessel ver- ischauliche chick, ind'nick, el el, inde klingt Iumor auf, un in der nt ff de Grie- mnerfällt“, derung zu instgerecht Es genügt 1 sachlich jo de How- ht mer in 21!“ Im Nu und der her Uber- Zzurück. So ise an die mer gondle e mag aus stammen, den Stra- den Nach- ahterhalten nichts von Alt-Mann— der Vor- haft. Zur ertreibung b.„Zwar rade„sein her es soll Abenteuer“ ehen. Not- ener gegen der schma- an Namen e in altem zgaß, Gok- ekebuckel, r Neckar- geblieben. zigen Vor- Pülwe“ denheimer) ngen noch ie gemüt- annheimer ie Sprache e treffend ter Glück- Aache, eit, 134 thein, Wein. 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Hein- rich Littig. Mhm., Grabenstr. 5 Wir haben uns verlobt: Ingeborg Kretzschmar- Siegfried Siggel- kow, Feldw. u. Flugzeugführ. in ein. Kampfgruppe. Mannheim, Cannabichstr. 22, 1. Aug. 1942. Wir haben uns verlobt: Maria Bordne- Walter Fath, Oberjäg. in ein. Jäger-Regt. Heddesheim, Schulstraße 23, Horst-Wessel- Straße 2, den 2. August 1942. mre Verlobung geben bekannt: Hanna Heck- Heinrich Grund- ler, Uffz., 2z. Z. im Felde. Mann- heim-Rheinau, Relaisstr. 173, Hallenweg 3. mre Kriegstrauung geben be⸗ kannt: Philipp Bub, Malermei- ster, Obgefr., z. Z. Wehrm., Resi Bub, geb. Heibl. Mhm., Augar- tenstr. 81, Weiherhammer, bayr. Ostmark, den 1. August 1942. mre Vermählung geben bekannt: Kurt Ringwald, Hauptfeldw. in ein. Kradschütz.-Batl., z. Z. im Felde, Franziska Ringwald, geb. Sailer, Mhm.-Neckarau, Schul- str. 21, Augsburg, den 1. 8. 1942. mre Vermählung geben bekannt: Werner Kraft, Feldw. u. Flug- zeugführer, Maria Kraft, geb. Zonker. Mannhm., Neckarauer Straße 26, den 2. August 1942. mre Vermählung geben bekannt: Kurt Eugen Eilles, Reg.-Ass. d. Luftwafke, Lieselotte Eilles, geb. Schmitt, 2. Z. Mannheim, P 7, 21 bei Koch. Parkhotel. Kirchl. Trauung am 4. 3. 1942 Christus- kirche, 13.00 Uhr. Statt Karten! Ihre Vermählung geben bekannt: Hermann Hölt- tig, 2. Z. im Felde, Marianne Hölttig, geb. Seefried. Lauen- burgElbe- Mannheim, Lang- strahe 38, den 30. Juli 1942. mre am 9. Juli 1942 vollzogene Kriegstrauung beehren sich an- zuzeigen: Rudi Treiber, 2. Z. im Osten, Erne Treiber, geb. Ru- mold. Mannheim, Q 1, 9- Hei- denheim/ Brenz, Schlageterstr. 37 Für die uns anläßlich unserer silbernen Hochzeit erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir herzlich. Karl Schley, Mannhm., Schwetzinger Str. 76, 31. Juli 42. eeeeeee een eeeeee e Ratschluß starb im Osten den Heldentod für sein Vaterland in treuester, soldatischer„Pflichterfüllung unser lieber, braver, hoffnungsvoller Sohn, mein gut. Bruder, Enkel u. Nefle Gerhorcd Albrecht Funker in elnem intanterle · Regiment im Alter von 21 Jahren. Mhm.-Waldhof(Speckweg 66a). in tiefem Schmerz: Bernward Albrecht u. Frau Barbara, geh. Frank; Hellmut Alwrecht, Bru- der; Joseph Albrecht, Grohvater (Hannover); Stephan Alhrecht und Familie(Hannover); Serhard Bönme u. Frau, geb. Albrecht(Hannover); Adam Frank u. Fam.“(USA); Georg Schwarz u. Frau, geb. Frank(Stutt- gärt). 1. Seelenamt findet am Montag, dem 3. August, in der St.-Franziskuskirche statt. ** Nach Oottes unerkorschlichem Mit der Familie betrauert den allzu krünen Tod ihres langjährigen Gefolg- schaftsmitgliedes und lieben Arbeits- kameraden Betriebsführung u. Gefolgschaft der braiswerke 6. m. b.., Mhm.-Waldhof uns die traurige Nachricht, daß ——————— * Unerwartet und schmerzlich trat eglück mein in- nach kurzem ———— herzensguter, unver⸗ gehlicher Mann, unser lieb., hoflnungs. voller Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Josef Christ Hauptfeldwebel in eln. panzer-Dlvision nhaber einiger Auszelchnungen bei den schweten Kämpten in Atrika sein Lehen in treuer, soldatischer Pflichterfüllung für sein Vaterland ge · geben hat. Mn.⸗Käfertal(Mannheimer Straße 30), Worms(Fischmarkt 12). In tiefer Trauer: Maria christ, geb. Bollmann; Famille josef Kohlbeck, Eltern; Frin christ (2. Z. i..) und Famiile, nebst allen Angehörigen. bas erste Seelenamt ist am Montag in der Laurentiuskirche in Käfertal. amne Statt Karten! Nach kurzem Einsatz an der Ostfront erhielten wir die un⸗ faßbare Nachricht, daß unser lieber, braver Sonn, mein lieber, groher Bru⸗ der, Neffe und Vetter Orto Frey Sefreiter bei der Luftwafte kurz nach vollendung seines 20. Le- bensjahres den Heldentod fand. Er gab sein junges, frohes Leben, getreu sei- nem Fanneneid, für Führer. Volk und Vaterland. Mannheim, den 2. August 1942. Brentanostraße 48. In tiefer Trauer: otto Frey, Lokomotivführer(2. Z. abgeordn. im osten); Frieda, geb. Geler; Arno Frey, Bruder, nehst Verwandten. Wir betrauern in dem Heimgegange- nen ein strebsames u. gewissenhaftes Gefolgschaitsmitglied. Betrlebstünrung u. Gefolgschaft der Es. Josef Holl, Modellhau, Meckarau, Friedrichstraße 102. uns die Nachricht, daß unser einziger, lieber Sonn. unserx un⸗ vergeßlicher Bruder, Schwager, Onkel und Neffe * Furchtbar hart und schwer traf Hans Scherer Uftz. in einem mot. int.-Regt., ausgez.“ mit dem EK I u. int.-Sturmahzelchen bei den schweren Kämpfen in Afrika im Alter von 30 Jahren in treuer bflichterfüllung den Heldentod fand. Wiedersenen war seine und unsere Hoffnung. Mhm.-Neckarau, den 1. August 1942. Morchfeldstraße 7. In stiller Trauer: Familie Karl Scherer; Familie Adam Rehberger; Familie Otto Striehl; Fa- mille Wini Heckmann. ee Todesanzeige Nach kurzer, schwerer Krankheit verschied am 30. juli mein lieb. Mann und guter Vater, Sohn, Schwiegersohn, Bruder und Schwager Martin Kinkel im Alter von 47 Jahren. Mannheim, den 2. August 1942. Erlenstraße 52. In tiefer Trauer: Frau A. Kinkel, geb. Haas, nehst Tochter Eleonore. Beerdigung: Montag.00 Uhr. Mit der schwergeprükten Familie trauern auch wir um den verlust die- ses geschätzten Mitarbeiters. Kohlenkontor Weyhenmeyer& co. Betriebsführung und Sefolgschaft. Todesanzelge Nach langer Krankheit wurde mein lieber Mann, unser herzensguter, treu- sorgender Vater, Schwiegervater, Opa, Schwager und onkel Georg Schmitt prokurist der portand- cement-Werke Heldelberg im Alter von nahezu 71 Jahren durch einen sanften Tod erlöst. Mannheim, den 1. August 1942. Schwarzwaldstraße 24. In tiefer Trauer: Frau Lonchen Schmitt, geb, Binder, und Angenhörige. Beerdigung: Dienstag, 4. Aug., 15 Unr, Hauptfriedhof. Wir verlieren in dem verstorbenen einen aufrichtigen Arbeitskameraden, dessen Treue sich in über 50jähr. Mit⸗ arbeit bewährt hat. Betrlebsführung u. Gefolgschaft der portland-Cement-Werke Heldelberg .-6G. bDanksagung Eür die überaus zahlreichen Be⸗ weise mündlicher u. schriftlicher Art, durch Kranz- und Blumenspenden so- wie für das letzte Geleit beim Heim- gang unserer über alles geliebten Mutter, Schwester, Schwiegermutter u. Grohmutter, Frau Maria Kont, geb. Fischer, sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank, besonders danken wir für die trostreichen Worte von Herrn Pfarter Lutz. Mannheim(8 6.), den 1. Aug. 1942. In tiefem Schmerz: Faminie otto Konhl; Ostar Kohl(z. —— Kurt Koht(2. Z2. i..); Fam. Lulse Schäter, geh. Kohl; Famille Elsa Burckhardi, geb. Kohl; Emille Konl;“ Famille Fischer; Familie Mitschke. e — Statt Karten! Für die zahlreichen Beweise aufrich- tiger Anteilnahme beim Hinscheiden unseres lieben Verstorbenen, Karl Biln · rer, sagen wir allen Freunden und Be- kannten unseren herzlichen Dank. Ganz besonders danken wir für die trost- teichen Worte von Herrn Ptr. Chlor- mann und der Betriebsführung und Ge- folgschaft der Firma Draiswerke Mn.⸗ Waldhof. Mannheim-Waldhof, den 1. Aug. 1942. Fichtenweg 8. im Namen der Trauernden: Frau Ellsabeth Bührer. Für die überaus zanlreichen Beweise schriftlicher und mündlicher Anteil. nahme und das tiefe Mitempfnden bei dem schweren verluste durch den Hel- dentod unseres unvergehlichen, lieben Sohnes, Bruders, Neffen, vetters und zukünftigen Schwagers, Walter Keber, obergefr. in einer Flak-Abt., möchten wir auf diesem Wege unseren herzl. Dank aussprechen. Möge uns die Ge- wißheit, daß er im osten auf einem Heldenfriedhof tuht, ein Trost sein. Mannheim, den 1. August 1942. Collinistraße 20. In tiefem Leid: Famille Emil Keber. nurfMe Wnreentenerprbini Statt Karten! Für die vielen herzlichen Beweise aufrichtiger Antellnahme beim Heim⸗ gange unserer lieben Erau u. Tochter Frleda Miid, geb. Martin, sagen wir allen auf diesem Wege unseren besten Dank. Besonderen Dank Herrn Stadt- pfarrer Lutz und der Hausgemeinschaft U 4, 11a. Mannneim(U 4, 11a), 1. August 1942. Max Miid; Ludwig Martin(2z. Z. i..) mit Frau und Kind; Altred Martin (2. Z. i..) mit Frau und kKkind und alle Angehörigen. / Statt Karten!- DHanksagung Für die herzliche Anteilnahme beim Hinscheiden meines geliebten Mannes, Sohnes. Bruders, Schwagers, Onkels und Neffen, Fritz Heberer, sagen wir allen auf diesem Wege unseren auf⸗ richtig. Dank. Besonderen Dank Herrn Stadtpfarrer Kiefer für seine wohl⸗ tuenden und trostreichen Worte. Mannheim(B 1,), den 2. Aug. 1942. Die trauernden Hinterbliebenen: Friedel Heberer, Friedrich, Heberer und Frau; Rlichard Heberer(Uffz., 2. Z. im Felde). Danksagung Für die überaus zahlreichen Beweise mündlicher und schriftlicher Anteil- nahme an dem uns so schwer betroffe- nen verluste durch den Heldentod un- seres lieben, einzigen, hoflnungsvollen Sonnes, Hans Frieurlch Fischer, Gefr. und Melder in einem Inf.-Regt., sagen wir allen, die uns in unserem grohen Schmerz zu trösten versuchten. unse- ren allerherzlichsten Dank. Unser Hans ruht in fremder Erde, aber in unseren Herzen wird er weiterleben. Mannneim-Neckarau, 1. Aug. 1942. Schulstraße 94. Johann Fischer und Frau Ross, geb. Edenhofner, nebst allen Verwanüten. iieeee Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme an dem schweren ver⸗ lust meines unvergeßlichen Gatten, unseres lieben vVaters, Schwiegersoh- nes, Schwagers und Onkels sprechen wir allen auf diesem Wege unseren tiefgefünlten Dank aus. Besonderen Dank allen denjenigen, die unserem lieben vVerstorbenen das letzte Geleit gegeben haben. Herrn Pfarrer jund, der örtl. Luftschutzleitung sowie der Kameradschaft SHD. Mannheim(Langstr. 30, Lortzingstraße Nr. 22), Karlsruhe, Neuwied, Ham-⸗ burg, den 2. August 1942. In tiefem Leid: Frau Marla oOstertag Wwe., geb. Blum; Tochter Liselotte; Famllien pfelter/ Blum/ Klefenz. Danksagung Für die herzliche Anteilnahme beim Heimgang unserer lieben, kleinen Hannelore sagen wir allen auf diesem Wege unsetren innigsten Dank. Neckarhausen, den 30. Juli 1942. In tiefer Trauer: Artur Betzold(2. Z. im Osten) und Frau Hlide, geh. Mohr, u. Angehör. Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme u. das tiefe Mitempfinden an dem uns so schwer betroffenen Ver- luste meines lieben Mannes. unseres guten vaters, Großvaters, Schwieger⸗ vaters, Schwagers und Onkels. Jonann Schwitzgebel, sagen wir allen denen, die dem verstorbenen durch Kranz- u. Blumenspenden gedachten und das letzte Geleit gaben, unseren tiefge- fünlten Dank. Besonderen Dank der Rh. Gummi- u. Cell.-Fabrik Neckarau für den ehrenden Nachruf sowie den evgl. Krankenschwest. für ihre Pflege, auch Herrn Dr. Sauer für seine Münhe, nicht zuletzt dem Herrn Vikar Bünhler für seine trostreichen Worte am Grabe. Mannheim-Neckarau, 30. Juli 1942. Katharinenstraße 27. In stiller Trauer: Frau Barb. Schwitzgebel Wwe., geb. Hornig; Otto Schwitzgebel u. Fam. (Singen/ Hohentwiel), Eugen Schwitz- ————— Für die zahlreichen Beweise herz- licher Anteilnahme, wie für die vielen Kranz- und Blumenspenden. bei dem uns so schwer betroffenen Verlust mei. ner lieben Frau, unserer unvergeßlich. Mutter, anna Langmanti, geb. Eften- sauser, und allen, die der lieben Ver⸗ storbenen das letzte Geleit gaben, sagen wir allen unseren herzl. Dank. Besonderen Dank den beiden Nieder- bronner Schwestern Theresina und Justilta*. St.-Hedwig-Klinik für ihre liebevolle Pflege. Mannheim, den 1. August 1942. Holzbauerstraße 9. joset Langmanti und Angenhörige. eeeeeee Amti. Bekanntmachungen 2. i..) U. Familie; Wiiheim Konf: Obstwertellung. Am 1. 8. 1942 er- folgte Zuweisung an die Klein- verteiler mit den Nummern 195-205 und an folgende Filial- betriebe des Gemeinschafts- werks 192, 211, 233, 241, 253, 258-259, 261 und 269. Die noch nicht belieferten Kleinverteiler der Schwetzingerstadt, Oststadt Und Neuostheim wollen am Montag, den 3. 8. 1942, zwischen 9 und 10 Uhr fernmündlich un- ter 427 49 anfragen, ob Zuwei- sung erfolgen kann.- Trotz Wiederholt. Hinweise auf spar- samsten Treibstoffverbrauch er- scheinen immer wieder Klein- verteiler auch dann mit Kraft- fahrzeugen am Schlachthof, wenn keine bestimmte Aus- sicht auf Obstzuweisung be⸗ steht. Bei solcher Vergeudung v. Treibstoff müssen wir künf- tighin solche Kraftwagen- oder Kraftradbesitzer in der Zutei- lung mit Treibstoff kürzen. Städt. Ernährungsamt Mannhm. Zuteilung von fuffermitteln för nichflendwrtsch. Tlerhahter. Auf den Abschnitt 2 der Fut- termittelscheine für nichtland- wirtschaftl. Pferdehalter kom- men für die Monate September und Oktober folgende Mengen zur Verteilung: 1. für ein leicht- arbeitendes Pferd 180 Kg. 2. für ein normalarbeitendes Pferd 200 kg. 3. für ein schwerarbei- tendes Pferd 300 kg Pferde- mischfutter. Der Abschnitt 2 der Futtermittelscheine wird hiermit zum 1. 38. 1942 aufge- rufen. Die Futtermittelscheine sind zwecks Abtrennung der Abschnitte 2 umgehend einem badischen Futtermittelverteiler zu übergeben.— Der Landrat des Kreises Mannheim- Ernäh- rungsamt Abt B- Städt. Ernäh- rungsamt Mannheim. Dle Zweigsfelle Ffeudenheim des städt. Ernährungs- und Wirt- schaftsamts ist am Montag, den 3. August 1942, wegen Instand- setzungsarbeiten geschlossen. Städt. Ernährungs- und Wirt- schaftsamt. Heranzlehung der Bevölkerung zum Selbstschulz. I. 1. Zur Er- höhung der Schlagkraft des Selbstschutzes gelten alle in den Luftschutzorten des Landkrei- ses Mannheim ansässigen o. sich aufhaltenden Deutschen hiermit für den Selbstschutz im Be-— reich dieser Luftschutzorte als herangezogen. 2. Die Einteilung und den Einsatz der Kräfte im Selbstschutz bestimmen die von die Ortspolizeibehörden(ört- liche Luftschutzleiter) ernann- ten Luftschutzwarte nach den Weisungen der örtlichen Luft- schutzleiter.- II. Von der Her- anziehung sind ausgznommen' a) Personen, die infolge ihres Alters oder ihres Gesund- heitszustandes ungeeignet er- scheinen, und zwar: 1. Per- sonen unter 15 Jahren und über 70 Jahre, 2. Kranke, Ge- brechliche, Schwangere; b) Personen, die infolge ihres Dienstverhältnisses und ihrer Berufspflicht anderweitig ein- gesetzt sind, u. zwar: 1. Wehr- durch machtsangehörige, die ihr Wehrmachtverhältnis an der Ausübung des Selbstschut- zes im Einzelfall tatsächlich verhindert sind; 2. Angehörige des öfkentlichen Dienstes, so- weit sie im Einzelfall durch die Ausübung ihrer Berufs- pflichten an der Ausübung des Selbstschutzes tatsächlich ver- hindert sind; 3. Angehörige der NSDAP, ihrer Gliederun- gen und angeschlossenen Ver- bände, soweit sie durch die Ho- heitsträger im Einvernehmen mit dem örtlichen Luftschutz- leiter schon bisher zum Luft- schutzdienst herangezogen sind; 4. Pfleger und Pflegerinnen hilfsbedürftiger Personen, dar- unter auch Mütter aufsichtsbe- dürftiger Kleinkinder, soweit sie durch die ihnen obliegende Pflege u. Aufsicht an der Aus- übung des Selbstschutzes tat- sächlich verhindert sind. Die Ortspolizeiverwalter sind ver- anlaßt worden, diese Anord- nung ortsüblich bekanntzuma- chen. Mannheim, 29. Juli 1942. Der Landrat- Abt. II/32. Offene Stellen Einstellung von Rechtspfleger- anwrtern und Justizschülern. Zur Zeit können aufgenommen werden a) als Rechtspflegeran- wäürter männl. Bewerber im Mindestalt. v. 17 u. Höchstalter v. 30 Jahr.; b) als Justizschüler männl. Bewerber unter 17 Jah- ren, die folgende Voraussetzun- gen erfüllen: 1. Besitz des Ab- schlußzeugnisses einer aner- kannten vollausgestalteten Mit- telschule oder des Zeugnisses über den erfolgreichen Besuch v. 6 Klassen einer öffentlichen oder staatlich anerkannten hö- heren Lehranstalt oder des er- folgreichen Besuches einer öf- fentlichen oder staatlich aner- kannten Handelsschule mit 2- jährigem Lehrgang oder einer Höheren Handelsschule; 2. An- gehörigkeit zur Partei oder ei- ner ihrer Gliederungen; 3. deutschblütige Abstammung. Die Anwärter haben einen Vor- bereitungsdienst von 3 Jahren abzuleisten und erhalten wäh- rend dieser Zeit einen Unter- haltszuschuß von 140 RM(Le- dige) oder 200 RM(Verheira- tete). Die Justizschüler erhalten bei znufriedenstellenden Lei- stungen im ersten Dienstjahr monatlich 50 RM, im zweiten Jahr 60 RMu. werden bei Eig- nung nach Vollendung des 17. Lebensjahres als Rechtspfleger- anwärter übernommen. Nähere Auskunft erteilen die Amtsge- richte. Bewerbungsgesuche sind an den Oberlandesgerichtsprä- sidenten in Karlsruhe, Herren- straße 1, bis spätestens 1. Ok- tober 1942 einzureichen; fol- gende Unterlagen sind beizufü- gen:.“ selbstverfaßter und handschriftlich gefertigter Le- benslauf; 2. 1 Lichtbild(Paß- format); 3. die Schulzeugnisse der letzten 2 Jahre, insbeson- dere das Abschlußzeugnis, und etwaige nisse; 4. parteiamtliche Be- scheinigung über die Zugehö- rigkeit zur Partei oder ihren Gliederungen; 5. bei Minder- jährigen die Einverständniser- klärung des gesetzlichen Ver- treters. Karlsruhe, den 29. Juli 1942. Der Oberlandesgerichts- präsident. Lehrer l. R. als nebenamtliche Lehrkraft für Deutsch u. Rech- nen ges. Gewerbe- od. Handels- lehrer bevorzugt. Zuschriften unter Nr. 184 341 Vs an HB erb. B BC sucht für Gemeinschafts- lager zum mögl. bald. Eintritt russischen Dolmetscher. Brown, Boveri& Cie. A. G. Mannheim 2, Schließfach 1040, Personalbüro. Helzer 2. Bed. ein. 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