milien-Catẽ 53 ähe Waldpark e Preise ee—.25 inkl. — halenlreuubanner Anzeigen: Die Sgeſpaltone Millimeterzetlo 10 Wfemige. ageſpaltene Millimeterzeile im Textteil 25 Pfg. Jür Keie Unzeigen: die Sgeſpaltene Millimeterzeile 5 Pfg. Bei Wieder holung Rabatt nach aufliegendem Tariſ. Schluß der Angeigem Werlage Die Vollsgenreimſchaft. Heranzaeder: Otto Weßel. ZZfn Telephon 4048. Schriftlettung: P5, 198. Tel. 81 471. zen! NATIONALSOZMALIISTISCHIESs 4.5 Halenbreusbanmer erfheint Gmal wöchentlich und Lopet Annahme: 10 Uhr. Anzeigen⸗Annahme: Mannheim P ö, 185 chirmhaus monallich 2j0 RM wel Poſtbezus mmlglich 30 Wio. Weſiel. Telephon 314711 gahlungs⸗ und Erfüllungsort: Heidelberg en nehmen die Woſtämter und Brieſträger entgegen. n 5 KAMPFBLATT NOORDWESTBADENS, f. 35 64.——————— perlagsortiheidelberg L ALLMIS— naen—— 87 3 Jahrgang Mannheim,— den 18. April 1932 15 Pfo. 2¹, 3 breiteshabe 4 Berechnung! 46 leclarstadl Malchofsu.ö 50 6 Kassen 4 — Der zweite Deutſchlandflug Adolf Hitlers hat begonnen tzeugerpreiſen. i d Beſichtigun 35 —*. 2D Am erſten Tage ſeiner neuen Reiſe Stadt im Baperiſchen Land. Lange duldete Schon in den frühen Abendſtunden ſeßt 55 07+ 4 mnmu t V, durch Deutſchland kraf der Führer in ſie rote Herrſchaft, lange nach der Beſeiti⸗ ein wilder Strom ein, ohne Anfang, ohne IuUn* Bayern und Schwaben ein. Schon in den gung der Räterepublik wurde in Augsburg Ende, hin zur großen Sängerhalle, dem Deine Unr ist᷑ abgelaufen frühen Abendſtunden zogen die Maſſen der Jnoch erbittert gekämpft, in den Straßen, den größten Raum im ganzen Land, der bald annneim. Von B. Seeger⸗Kelbe. alten ſchwäbiſchen Haupkſtadt zu Hunderten, Vierteln, die vor wenigen Tagen noch un- überfüllt iſt. ternausen— IJTauſenden, ſäumten, warteten ohne Unge⸗ ſerer verbotenen SA und Ss gehörten. Von den Decken wehen die alten Fah⸗ ——„Ueberparteilichkeit und Freiheit“, dies duld ſtundenlang im feuchten Wetter des Und ſchwer wurde es unſerer Bewegung im ſnen. Die ſtrahlenden Geſichter der alten ————— der——— trüben naßkalten Tages, warten, weil ſie[Kampf um den deutſchen Menſchen. Getreuen, das alles zeugt von einer Glut einer hohen Reichsre—*— alle wiſſen, daß ſie heute noch den Führer und Wärme, die aus dem Herzen kommt * Mhe fi—————* zum ſſehen werden, der hier vorbeikommen muß. We a und glüht über die 15 000 Menſchen. —————— ſoll ge⸗ Augsburg, die alte deutſche Reichsſtadt, gedauert, aber der bayeriſche Schwab iſt Wieder ſteht Adolf Hitler vor den Tau. ſenden, noch einmal umjubelt, dann iſt es weſen ſein. Wir ſind überzeugt, daß ſie nun Sitz früherer deutſcher Reichstage, mit einer endlich wachgerlttelt und weiß ſeinen Weg,*. wiederhergeſtellk iſt, nachdem Mationalſozia- ſtolzen Tradition, iſt beute die zweitgrößte den er ſich erkämpfen will und auch erobern fuſti er Führer ſpricht. S0 /ang/ liſten braune Hoſen, Schnürſtiefel und Ga⸗ Induſtrieſtadt und gleichzeitig die ärmſte Jwird.„Man ſagt mir nach, ich ſei der Füh⸗ — maſchen nicht mehr anziehen dürfen. Wir zinheim ſind aber auch der Anſicht, daß es ſonder⸗ freiheiklichen Verfaſſung“, ſo ſteht in jenem„Geben Sie Gedankenfreiheit, Herr„Sicherlich bedeutet die Auflöſung der bar um eine„Staatsautorität“ beſtellt ſein] wunderbaren Begleitbrief der Reichsregie- Brüning!“ militäriſchen Organiſationen der NSc⸗ —————— muß, deren Verteidiger zu ihrem Schutze rung zur SA-Notverordnung zu leſen. Brüni 0 ird di ApP ein weikgehendes Enkgegenkommen, ber eine friſch-fröhliche Jagd auf Hoſen, Stiefel Freiheit und„Freiheit“(wie ſie von—————————— um den Weg einer Verſtändigung in und Gamaſchen brauner Farbe veranſtalten Herrn Brüning verſtanden wird), ſind zweier⸗ Deutſch— nicht—— 0 Lauſanne zu ebnen. »Tuchtigkeit zu müſſen glauben.— Unſere Auffaſſung lei Dinge. Wir nehmen an, daß dies Herr hin 0 0 5— ch das R 1 0 Mit der Drohung eines Staatsſtreiches Vertriebsab- von Siaalsaukorität iſt etwas anderer Art.] Or. Brüning als beleſener Mann in Schil⸗ Iim mee—* aß er— 5 2 30 über ihrem Haupte würde die Brüning⸗ p5, 13a erd. 1 lers Dramen gelernt hat. Don Karlos und er noch im— er Mach Regierung es nicht wagen, gewiſſen Zah⸗ WMιφ Die vor aller Welt offenliegende Ein⸗ Wilhelm Tell ſind ſchöne Schulbeiſpiele für iſt. Ein r t, der ſich lungen zuzuſtimmen.“— —— ſeitigkeit des von den ſchwarzen und roten die Art, wie„Freiheit“ verſtanden werden ſchon oft in der Geſchichte gerächt hat. So ſagen die„Financial News“, und Marxiſten erzwungenen SA- und SS-Ver- muß. unſere Meinung dazu feſtzuſtellen, überlaſ⸗ bots iſt inzwiſchen ſcheinbar auch dem Herrn Was heute dem deutſchen Volke an Die Herren Brüning und Groener haben ſſen wir dem notverordnungsgeſchulken Leſer. me Neben- von Hindenburg aufgefallen. Er hat in„Freiheit“ geboten wird, das hat eine be⸗ mit Entrüſtung jene Mutmaßung zurückge⸗* einem Brief an den linksgerichleten Innen⸗ denkliche Aehnlichkeit mit jener„Freiheit“ wieſen, ſie hätten mit dem SA- und SS⸗ Wir werden inzwiſchen bei den Länder⸗ und Reichswehrminiſter das Erſuchen gerich- die ſich im Geßlerhut zu Zeiten Wilhelm Verbot einem franzöſiſchen Wunſche nach- wahlen alles einſetzen, um vor allem Preu⸗ In tet, auch die der SA vähnlich gearkelen Tell's zeigte.— gegeben, oder ſonſt aus außenpolitiſchen[ßen in die Hand zu bekommen. Gleich Organiſakionen“ darauf hin zu prüfen, ob Und was die geiſtige Freiheit anlangt, Motiven gehandelt. Wir werden uns hü⸗aber, wann unſer Kampf durch den endgül⸗ ſie Privatarmeen ſeien und ſie bejaenden⸗ ſo ſcheink uns, nachdem die Preſſefreiheit, ten, eine gegentellige Meinung zu äußern.]tigen Sieg belohnt ſein wird, einmal muß trane falls aufzulöſen.— Mit dieſem Brief ſoll ein weſentliches Merkmal der Geiſtesfreiu:-] Wozu auch, wo wir in der Lage ſind, die der Tag kommen, an dem das deutſche Voll t 78 pig ſcheinbar nach außen hin die„Ueberparkei⸗ heit beſeitigt iſt, der Zeitpunkt nicht mehr Meinung einer führenden Wirtſchaftszei⸗]vor Herrn Brüning hintritt und Rechen⸗ lichkeit“ des Herrn von Hindenburg bewie- fern, an dem man in zeitgemäßer Abwand⸗tung, der„Financial News“ über das SA- ſchaft fordert. Dann wird es heißen: ——— ſen werden. lung jenes Wort wiederholen wird, das zu zitieren. Das Blatt ſchreibt„Fork mußt Du, Deine Uhr iſt abgelau⸗ Angen. Tatſächlich wird die parteipolitiſche Ein. Schiller den Don Karlos ſagen ließ: fen!“ ſeitigkeit des SA- und SS-Verbots beſte⸗ hen bleiben. Herr Groener hat indeſſen ——— reckenstage in Breslau während der Oſterferien in einem idylliſchen —. Erholungsort durchgerungen haben will, ———— durch das WiB bekannt gegeben. Was NSæ Breslau, 14. April. der Gaugeſchäfksſtelle, Biſchofſtraße 13, ein Jknüppelaktacken der Polizei zuſah, riefen bekreffenden da bekannt wird, iſt nicht neu und was neu(Orahtbericht unſeres Breslauer Vertreters) profiſoriſches Lazaretk eingerichket wer. Polizeibeamte zu ihm hinauf:„Genſter Geſellſchafts⸗ iſt, iſt nicht gerade originell! 4 Die Vorfälle, die ſich in der Nacht zum den, in das nach und nach über 20 ſchließen, ſonſt wird geſchoſſen.“ eſellſchaft it Front*—— Donnerskag und am Donnersktag in Breslau—* 83 ke 2 333 3 55——.— ma iſt auf den ſind natürlich nach Anſicht des links einge- abſpiellen, ſtelllen alles bisher Dageweſene——1— 5 9 1 3 e—— 10 agsabgeordneter ſei und ein ath geborene ſtellten Herrn Groener heine Partelheere. weil in den Schalken. In den Straßen defan ſich darunter. Mationalſozialiſtiſche] Necht habe, zuzuſehen, was ſich auf der Rax Makh in— Scheinbar weiß Herr Groener noch im— hörte man nur noch das dauernde Klingeln Aerzle walleken ihres nichk leichken Amkes. Stkraße ereigne, rief der Beamke zurück, daß icht, ill ni iſſen, Auf Matkraßen und ſchnell zuſammengeſtell⸗ er dieſen Einwand nichk gelken laſſen könne, mer nicht, oder will nicht wiſſen, daß von lder Polizeiüberfalllkommandos und der mit Inhaber iſt dieſen marxiſtiſchen Mordbanden ungezählte„ten Sofas lagen die Verlehlen. Mehrere und forderle nochmals zur Schließung des nnhe m. Ge · Tifile ſchwerbewaffneken Mannſchaf — nakionalſozialiſtiſche deutſche Staatsbürger ſen beſeßten Laſtkraftwagen. Gummi⸗ von ihnen haben infolge der Gummiknüp⸗ Fenſters auf. Gleichzeilig enkſicherke ber iſt Kart viehiſch abgeſchlachtet worden ſind, ſo vie⸗ Knüppelakkace folgl auf Gummiknüppel⸗ pelhiebe Gehirnerſchükterungen ein Beamker ſeine Piſtole und ꝛſchäfts zweig: hiſch, daß das jüdiſche Schächten dagegen alktacke. davongekragen. Donnerskag vormikkag wur⸗[richteke ſie gegen den Reichs⸗ als eine humane Todesart erſcheink.— den, ebenſo wie in der Nachk zum Donners⸗[kagsabgeordneken Schönwälder. — Trotz allem ſind dieſe marxiſtiſchen Organi⸗ In der Bevölkerung herrſcht eine Erre.] tag auch Frauen mit dem Gummi- Nun erſt ſchloß dieſer das Fenſter. Dieſer we des Kauf · ſationen keine Parkeiheere, ſondern nach gung, die ſich mik Worken gar nicht be- hnäppel geſchlagen. unglaubliche Vorfall rief unker der viel ⸗ annbeim. Anſicht des Herrn Groener offenbar fried⸗ ſchreiben läßt. Die Einzelfälle alle aufzu⸗ Eine unglaubliche Szene ſpielke ſich am hunderkköpfigen Menge, die immer mehr zert, Mann⸗ fertige Bibelleſekränzchen oder Tierſchuh⸗ zeichnen, iſt nicht mehr möglich, da es ſich] Donnerslag miklag ab. Als Unkergauleiker anwuchs, ungeheure Empörung hervor. Auch —— vereine. um eine ununkerbrochene Kekle ſchwerſter Reichslagsabgeordneler pg. Schönwäl⸗ am Donnerskag wurde eine Reihe von Ra⸗ ereift.* Zuſammenſtöße handelt. der vom erſten Stochwerk der Gauge⸗ kionalſozialiſten mit Gummiknüppeln ſchwer „Das deulſche Volk lebk unker einer Zn der Nachk zum Donnerskag mußle in l ſchäftsſtelle aus einem Fenſter den Gummi- läverleht. muheim. Zeite 2 Monkag, den 18. April 1932. 2. Jahrg. J Rr. 87 5 rer aller derer, die die Nol zu mir ge⸗ trieben habe. Dann wurden alſo in Deulſchland 13 Millionen zur Nok ge⸗ krieben. Wer krieb dieſe Millionen? Richt ich habe regierk, regierk haben doch wohl jene heuligen Parkeien, die in den 14 Jahren ihres Regimenks Gelegen⸗ heil zu einer unumſtößlichen Propaganda hallen, zu einer Propaganda der Lei⸗ ſtung, der Tak. Skakt deſſen aber haben ſie in den Jahren unzählige Menſchen vernichkek, das Volk ruinierk und dem Unkergang nahegebrachk. Kein einziger ſtünde auf, für ſie zu ſprechen, darum greifen ſie zu jener Propaganda der Lü⸗ gen, der gefälſchlen Aufrufe und Briefe, weil ihre Lügenleiſtung ſie dazu zwingk. Aber das Schlimmſte iſt, daß ſie dem Vollk den Glauben raubken, daß ſie Millionen in Verzweiflung ſtürzlen. Wer hak ſie gerufen? Niemand! 1918 ſehlen ſie ſich an die Spiße. Darum kragen ſie ſelbſt auch die Verankworkung für ihre Mißwirkſchaft. Was ſie eben konnken, haben ſie reſtlos vernichkel. Sie ſagen, wir könnken nur krikiſieren, ſie mögen uns doch endlich einmal die Möglichkeil zur Verankworkung geben, wir würden ſchon beweiſen, daß wir die Stimme des Volkes nicht zu fürchken haben. Braun⸗ ſchweig, Thüringen und Coburg beweiſen das. In der gleichen Zeit, in der die an⸗ deren vernichkelen, ihre eigenen Par⸗ keien verfielen, bauke ich mit 7 Mann eine Bewegung, die nichk nur Tagesfra⸗ gen umfaßt, die nicht nur die Skädke er⸗ oberk, ſondern auch heuke die größle deulſche Bauernbewegung aller Zeiken darſtellt. Sie mögen kun, was ſie wol⸗ len, wir gehen unſeren Weg, glauben an den Sieg, an den Sieg unſerer Bewe⸗ gung, an den Sieg Deukſchlands. Was wir Nakionalſozialiſten erdulden, aushal⸗ ten mußken an Qualen und Niederkräch⸗ tigem, das mußke Deulſchland in der Welk aushalken. In wenigen Tagen ſind Wahlen. Nicht Preußens, nicht Bayerns Schickſal wird hier enkſchieden, es muß um einen Teil des deukſchen Volkes ge⸗ rungen werden. Wir appellieren an das Volk, daß es ſeinen Dienſt erfüllt. Mir haben ſich unzählige Deulſche mik Herz und Sinn verſchrieben, ſie ſollen wiſſen, daß auch ich mich ihnen verſchrieben habe mit Herz und Sinn und ſollte es nökig ſein, auch mit dem Leben. Am 25. April kämpfen wir weiker, bis endlich Deukſch⸗ lands Feinde am Boden liegen und Deutſchland frei iſt.“ Zuerſt iſt es ſtill in dem weiten Raum, ergriffen ſchauen die Maſſen zum Führer und dann bricht es los, ſtürmt immer wie⸗ der eine einzige Symphonie des Jubels und der Zuverſicht.— Unker den Klängen des Deutſchlandliedes geht der Führer durch die Mauern deutſcher Männer, beſteigt ſei⸗ nen Wagen und fährt nach Donauwörth. Der Beginn ſeiner zweiten großen Reiſe, die wieder eine Million neuer Kämpfer für unſer Deukſchland mb wird. Donauwörth grüßt Adolf Hitler Die ehemalige freie Reichsſtadk Donau⸗ wörth hat in ihrer tauſendjährigen Geſchichte manch große Stunde erlebt, hat Kaiſer und Könige in ihren Mauern begrüßt. Doch wohl ſelten war ſie Zeuge von ſolch ſtürmi⸗ ſcher Begeiſterung, wie heuke Abend, als Adolf Hitler ſprach. Schon wenige Minuken nach 5 Uhr mußten die Donauhallen, in der—5000 Menſchen Platz gefunden haben, geſperrk werden. Man hatte zwei große Scheunen in der Nähe ausgeräumkt und Lautſprecher eingebaut. Geſpannt lauſcht die Menge den Wor⸗ ten des Führers. Hart und wuchtig hallen die Sätze. „In 14 Jahren kann ſich in der Welt unendlich viel ereignen, wir wollen als Beiſpiel 14 Jahre der Regierung Bis⸗ marcks herausgreifen. Auf Ollmüßz folgk das Jahr 1866, ein einiges großes Reich wurde gegründek. 14 Jahre haben die heuligen Machthaber und Parkeien re⸗ giert. Sie können nicht hinausgehen zum deukſchen Bauern und ſagen:„Wir haben Dir geholfen“, ſie können nicht hinkreken vor den deulſchen Arbeiker und ſagen:„Wir haben Dir Arbeit ver⸗ ſchafft“, ſie können nichk hinkrelen vor den deukſchen Mikkelſtand, ſie können nichk einmal hinkrelen vor die eigenen Beamken und ſagen:„Wir haben elwas für Euch geleiſtek.“ Sie können nichk ein einziges poſilives Werk aufweiſen, Lüge und Verleumdung ſind die Waffen mei⸗ ner heukigen Gegner. Dabei hak ihnen das Schickſal 14 Jahre Jeit gegeben, um zu zeigen, was ſie zu leiſten vermögen. Wir haben uns nicht vor der Verank⸗ workung gedrüchk. Ich bilte meine Geg⸗ ner, mir Zeit zu geben, um zu zeigen, was wir leiſten. Sie ſagen:„Ja, ihr würdel Deukſch⸗ land zerſtören.“ Wenn wir es je woll⸗ ten, wir könnten es ja gar nichk, denn was iſt eigenklich noch zu vernichken da?“ Wenn ſie aber ſagen:„Ihr habt dar⸗ über hinaus noch nichls geleiſtel, ſo hal⸗ ten wir ihnen enlgegen: In derſelben Zeik, in der die anderen das ganze Deulſchland zerſplitterlen, in derſelben Zeik haben wir mik 7 Mann begonnen, das deukſche Leben wieder aufzubauen. Und heuke ſtehen 13 Millionen hinker mir. Wir ſind eine Organiſakion gewor⸗ den von Menſchen, die niemals ihren Glauben und ihre Enkſchloſſenheit ver⸗ lieren werden. Wenn ganz Deulſchland den Geiſt beſäße, den unſere Bewegung beſitt, ſo ſtünde Deukſchland anders da⸗ Meine Gegner ſagen:„Ihr werdel Euer Ziel nicht erreichen.“ Das liegt nichk bei uns, ſondern das liegt beim All⸗ mächligen. Skehl er mir bei und ſegnel er mich, ſo gelingk es, und alle Schikanen werden uns nichts nehmen können.“ Unker ungeheurem Beifall legk der Führer zum Schluß ein Bekennknis zur verbokenen SA und SS ab.„Einmal wird die SA und SS wieder auferſtehen, wie ebenſo auch Deulſchland wieder auferfſte⸗ hen wird.“ Jubelnder Empfang des Führers im Chiemgau Der ganze Chiemgau und die öſter⸗ reichiſche Grenze bis hinein nach Cell am See ſtehen ſeit Tagen in gewalkiger Erre⸗ gung. Hitler kommt. Dieſes Wort drang hinein in die Gebirgstäler, hinauf auf die Almen und Hütten und hinüber über Grenzen und Bäche. Zu Fuß, mit Fahr⸗ rädern, mit Autos und Mokorrädern ſind ſie dem Wort gefolgt, das auch hier wie ein Magnek alle die anzieht, die es mit Heimat und Reich in ernſter Stunde wirklich ernſt nehmen. Schon um 9 Uhr am Morgen füll⸗ ten ſich Turnhalle, Sailerkeller und das Hofbräuhaus. Bauern und Adelige, Arbei⸗ ter und Akademiker, eine rieſige Menge durch Trupps von blauer und grüner Poli⸗ zei bewacht und behütet. Hier iſt bayeri⸗ ſches Volk verſammelt, das in gutem bay⸗ riſchem Glauben bisher den Führern ſeine Stimme gegeben hat, die es verführken und Schuld daran tragen, daß Land und Volk vor dem Ruin ſtehen. Doch dieſes Voln iſt erwacht und wird ſeinen Willen und ſeine Wünſche am 24. April deutlich ausdrücken. Die Säle ſind inzwiſchen bis zum Bre⸗ chen gefüllt— und der eintrekende Führer wird mit nicht endenwollendem Jubel be— grüßt. Blumenſträuße wurden ihm über⸗ reicht und aller Augen hingen an den Lip⸗ pen des Führers, der mit dem herrſchenden Brüning pricht in einer nationalſozialiſt. Maſſenverſammlung Berlin, 16. April. Die Nationalſozia⸗- liſten veranſtalteten am Freikag abend in dem wegen Ueberfüllung polizeilich geſperr⸗ ten Berliner Sportpalaſt eine Wahlver⸗ ſammlung. Es ſprach zunächſt der Reichs⸗ tagsabgeordnete Wagner⸗Bochum, der ſich eingehend mit dem Begriff des Preußen⸗ tums auseinanderſetzte und dieſen dem Mar⸗ xismus entgegenſtellte. Dann ſprach der Berliner Gauleiter Reichskagsabgeordneker Dr. Goebbels. Er bedauerke zunächſt, daß der Kanzler ſeinerzeit den Vorſchlag, mit ihm eine öffenkliche Ausſprache zu veran⸗ ſtalten, abgelehnt habe. Er ſei deshalb auf folgenden Gedanken gekommen:„Wir ha— ben die Rede des Herrn Reichskanzlers am vorigen Samstag in Königsberg auf Schall— platten aufgenommen(Stürmiſcher Beifall) und legal und objektiv, wie wir ſind, wer⸗ den wir dieſe Rede jeßt zum Vorkrag ge⸗ langen laſſen(Erneuter Beifall). Ich hoffe, daß die Polizei das nicht verbieket. Zuerſt alſo wird Herr Reichskanzler Dr. Brüning das Wort haben und dann werde ich mir geſtaktten, unſere Antwort darauf zu geben.“ Es trat dann zur Vorbereikung der Schallplattenüberkragung eine kurze Pauſe ein. Goebbels antwortet Nach einer Pauſe von etwa zehn Mi⸗ muten wies Dr. Goebbels die Verſammlung eindringlich darauf hin, daß es ausdrücklich verboten ſei, Zurufe zu machen, zu lachen oder zu johlen, da ſonſt die Gefahr beſtehe, daß die Verſammlung vorzeitig aufgelöſt werde. Er bat, die Schallplaktenüberkragung der Königsberger Kanzlerrede in Ruhe an⸗ zuhören. Die Verſammlung nahm dann auch die einhalbſtündige Rede des Kanzlers mit voller Ruhe entgegen. Darauf nahm Dr. Goebbels das Wort und widerlegte Punkt für Punkt die Rede Brünings unter dem frenekiſchen Beifall der Maſſen. Syſtem abrechnete und überzeugende Bei⸗ ſpiele aus den Landen anführte, in denen die Nationalſozialiſten bisher an der Regie⸗ rung keilnehmen konnken. Sein Ziel ſei, den Arbeiter der Fauſt, den Bauern und den Arbeiter der Skirn zu⸗ ſammenzuſchmieden für die Erhaltung und Stärkung der heiligſten Güter der Nakion. „Ich glaube an die Zukunft Deulſch⸗ lands und kämpfe um den deulſchen Menſchen und um eine neue Vollsge⸗ meinſchaft. Und wenn Sie mich fragen, was machen Sie, wenn Sie am 24. April ſiegreich ſind, ſo werde ich Ihnen ſagen: ich fange übermorgen wieder an zu ar⸗ beiten.“ Unendlicher Beifall dankte dem Führer. Durch überfüllte Straßen und Plätze bahnt er ſich den Weg, überall ſtürmiſch umjubelt und dann eilt ſein Wagen im 140⸗Kilometer- Tempo nach Roſenheim, wo Tauſende be⸗ reits auf ihren Führer warten. * (Fortſetzung des Berichts über Adolfs Hitlers zweite Deutſchlandreiſe auf Seike). Preſſeſtimmen zum SA⸗Verbot „Der Tag“. Unter der Ueberſchrift: Suum cuique meint „Der Tag“: Es muß feſtgeſtellt werden, daß die Zahl der ermordeken SA.⸗ und SS.⸗Männer in die Hunderke gehl und daß bisher die Staals⸗ aukorikäk nicht in der Lage war insbeſondere die Unkaken aus der Eiſernen Fronk und aus dem Reichsbanner zu verhindern. Viele Sätze der Verbolsbegründung gegen die SA.- und SS.⸗Ab⸗ teilungen würden haarſcharf auf ein Verbok des Reichsbanners paſſen. Das Reichsbanner hal man nicht verboken. Der Generalfeldmarſchall von Hindenburg krägt heule noch bei feſtlichen Anläſſen den Skern des ſchwarzen Adlerordens, der mit ſeinen Worken„Suum euique“ den preu⸗ ßiſchen Skaalsgeiſt, den wahren aukorikären ſon⸗ verän über allen Parkeien ſtehenden Slaalsgeiſt ſchlechkhin verkörperk. „Kölniſche Zeitung“. Köln, 14. April. Zu dem Verbot der SA. und SS. ſchreibk die„Kölniſche Zeitung“ u..: „Die Begründung der Nolverordnung kann uns nicht überzeugen. Doch die Auflöſung iſt jeht ausgeſprochen und es bleibk nur übrig, das Feh⸗ lerhafte des Vorgehens zu bekonen und beſon⸗ ders unſer Bedauern auszuſprechen, daß man den Reichspräſidenken vor die Nolwendigkeit geſtellt hak als erſte Handlung in ſeiner neuen Amkszeit ein Verbol zu verhängen. Das Arteil des Auslandes Die franzöſiſche Preſſe verzeichnek das Ver⸗ bot der SA. mit derſelben Genugknung wie die deulſch geſchriebene Syſtempreſſe! Die engliſche Preſſe iſt in ihrer Kommenkierung zurückhallen⸗ der.„Daily Expreß“ ſchreibt:„Das iſt Hillers Stunde. Mit erbarmungsloſer Feder warkek die Geſchichte.“ „Daily Mail“ ſagt, es ſei eine wundervolle Leiſtung geweſen, eine ſolche Machk wie die na⸗ kionalſozialiſtiſche Armee, die nunmehr ausgelöſchi worden ſei, auf die Beine zu ſtellen. Die liberale„News Chronicle“ wunderk ſich vor allem über die Ruhe, mit der die Nalional⸗ ſozialiſten die Auflöſung ihrer Organiſakionen aufgenommen haben. Ein noch nie dageweſenes Jubiläum Das A00. Zeitungsverbot Der„Nationalſozialiſt“ vom 13. April ſchreibt unter dieſer Ueberſchrift: Die NSSAp, die in den letzten Wahl⸗ kämpfen ſo außerordenklich unker behörd⸗ lichen„Maßnahmen“ zu leiden hakte, kann in dieſen Tagen ein wirklich ſeltenes Jubi⸗ läum feiern, ein Jubiläum, das in der Well⸗ geſchichte noch nicht da war und das ſelbſt ein Mekkernich nicht zu leiſten vermochke. Geſtern iſt die 200. nakionalſozialiſtiſche Tageszeikung verboken worden. Es würde dieſes ſeltene Jubiläum be⸗ einkrächligt haben, wenn das 200. Zeitungs⸗ verbot nicht in Preußen ausgeſprochen wor⸗ den wäre. Hat doch Preußen den Haupl⸗ ankeil an der langen Reihe der Zeikungs⸗ verbole. Talſächlich iſt Nr. 200 in Preußen erreicht worden und das Land der ſchwarz⸗ roken Herrſchaft kann für ſich dieſen beſon⸗ deren Ruhm in Anſpruch nehmen! Mit unſerer bisherigen Zählung waren wir in der vorigen Woche bei Nr. 197 an⸗ gelangt. Heuke wird uns gemeldet, daß die na⸗ kionalſozialiſtiſche Wochenſchrift„Weſt⸗ falen⸗Wacht“ in Bochum, für 4 Wochen und der„NS-⸗Beobachker“ in Breslau ſogar auf 6 Wochen verboken wurden. Nr. 200 iſt die„Rote Erde“ in Bo⸗ chum, die für 8 Tage mikken im Wahl⸗ kampf ausgeſchalkek iſt! Rot-Preußen hak neuen Ruhm errun⸗ gen. Dieſen Verboten möchten wir beſchei⸗ den einen Auszug aus dem Prokokoll des ſozialdemokraliſchen Parkeilages burg vom Jahre 1897 gegenüberſtellen. Dork findet ſich folgender Sinnſpruch: zu Ham⸗ „Wir ſind die Letzten, die jemandem die Freiheil, ſeine Meinung zu äußern, ſei ſie uns noch ſo unangenehm und unbe⸗ quem, wehren wollen.“ Und heute? Das 200. Verbot einer na⸗ tionalſozialiſtiſchen Zeitung! Die Ankwork gibk das Preußenvolk am 24. April. Wir rufen das Recht an Berlin, 15. April. Die Preſſeſtelle der Reichsleiltung der NSDaAp keilt mit: Adolf Hitler hat Rechlsanwalk Dr. Lülgebrune, Hannover beauftragk, mit allen Mikleln den Rechtskampf gegen die Nokverordnung über die Auflöſung der SA und SS aufzuneh⸗ men. Rechlsanwalk Dr. Lülgebrune hal be⸗ reils alle erforderlichen Schritte zur recht⸗ lichen Feſtſtellung der Rechksungülkigkeit der Auflöſungsverordnung unkernommen. Da die Verordnung in weſenklichen Punk⸗ ten Grundrechke der Reichsverfaſſung ver⸗ lehl, wird es Sache des Staalsgerichkshofes für das Deulſche Reich ſein, über die Gül⸗ ügkeit der Verordnung zu befinden. Da⸗ neben werden wegen der vielfach erfolgken Eingriffe in Privakrechte durch Beſchlag⸗ nahme von Waffen, Schließung von Ge⸗ bäulichkeiten und dergl. Zivilanſprüche gel ⸗ tend gemacht werden, ſo daß die Zivi'ge⸗ richte zu der Frage der Ungülligkeit der Verordnung ebenfalls Stellung nehmen müſſen. Kauft nicht beĩm judenl Berlin. koalition be ſchäftsordnur „German Vornahme d wärtigen Ar ãußerk und Es ſcheint u übelſten Mi pſychologiſche nützlich eine derer Zeit wäre. Was ſo kann es in Frage ko rum handeln lilion oder di zu hallen. geſprochene dazu von re gelangen und Volks⸗ und machen zu lo ftarken Zwa im neuen Le unker allen Wenn alſo rung mitgew lion“ für de Braun in d den Miniſten Wir habe Erklärung de növer ſei. um die Wur Kragen geht, unbedingt an roken Brude gar ſchon ein oder ſind es Der„Badiſch ler wegen de vo Kanzler!“ hiſchen Geſch dem Proteſt Papen, der lege Wert a der Abſtimm A Anſchlag Ziegelhau früh der Sol Bollſchwe verließ, fand rohrähnliche unvorſichterw ſondern ange Die weitere iſt dadurch f Schopfhei problem. N badiſchen St. für Schopfhe keſtverſammlu abgehalten. diktat bleibt, Das Publik daß zunächſt Kraft bleibt ſenkung ande der Gaſtwirt Verbreiterun Karlsruhe dungen werd. von Staatsſt Karlsruhe u den, um zun Jahren vore verwirklichen beſchränkte 3 Durch dieſe Aufwand vo dern, werder Frühſommer wendung fin man mitten talſtraße, die badiſch⸗württ⸗ Verbreiterun fährt. . 6 an zu ar⸗ em Führer. hlätze bahnt ſch umjubelt )-Kilometer- auſende be⸗ iber Adolfs idreiſe auf n hot uique meint rden, daß die .Männer in die Staals- beſondere die ind aus dem le Säße der und SS.⸗Ab- Verbot des sbanner hat lfeldmarſchall bei feſtlichen Adlerordens, le“ den pren⸗ orikären ſon⸗ n Slaalsgeiſt bol der SA. itung“ u..: ng kann uns ſung iſt jeht ig, das Feh⸗ mund beſon⸗ n, daß man dolwendigkeit ſeiner neuen andes iek das Ver⸗ mng wie die Die engliſche zurückhallen- is iſt Hillers er warkel die wundervolle wie die na⸗ yr ausgelõſchi n wundert ſich die Nalional- rganiſakionen ll jemandem zu äußern, nund unbe⸗ ot einer na- envolk am hht an ſſeſtelle der mit: Adolf Lülgebrune, Mitteln den rdnung über 5 aufzuneh⸗ une hak be⸗ zur rechl⸗ zungülkigkeit iternommen. chen Punk⸗ faffung ver⸗ gerichtshofes er die Gül⸗ inden. Da⸗ h erfolglen h Beſchlag · von Ge⸗ ſprüche gel⸗ die Zivilge⸗ kigkeit der ig nehmen ſuden 3 3 2. Zahrg./ Nr. 87 Monkag, den 18. April 1932. Seite 3 Krach beim Zentrum Ein ſcheinheiliges Manöver der„Germania“ Berlin. Zu der von der Preußen⸗ -koalition beſchloſſenen Aenderung der Ge⸗ —ſchäftsordnung des Landtages erklärt die „Germania“: Wir haben gegen die Vornahme dieſer Aenderung für den gegen⸗ wärtigen Augenblick lebhafte Bedenken ge⸗ äußerk und dieſe Bedenken beſtehen fork. Es ſcheint uns mitken in einem mit den übelſten Mitkeln geführken Wahlkampf aus pſychologiſchen und kaktiſchen Gründen nicht nützlich eine Tatſache zu ſchaffen, die zu an⸗ derer Zeit ohne weiteres zu rechkferkigen wäre. Was die politiſche Seite berrifft, ſo kann es ſich, ſoweik die Zenkrumsparkei in Frage kommk, ſelbſtverſtändlich nicht da⸗ rum handeln ekwa die ganze bisherige Koa⸗ likion oder die Zenkrumsparkei an der Machl zu hallen. Das Zentrum lehnt es ab aus⸗ geſprochene Minderheitsregierungen, noch dazu von radikaler Prägung, zur Macht gelangen und von dieſer Macht entgegen der Volks⸗ und Parlamenksmehrheit Gebrauch machen zu laſſen. Sie will ftarken Zwang dahin ausüben, daß auch im neuen Landtag eine Mehrheitsregierung unter allen Umſtänden zuſtande kommt. Wenn alſo das Zenkrum an der Aende⸗ rung mitgewirkt hat, ſo iſt das keine„Op⸗ lion“ für das Fortbeſtehen des Kabinells Braun in der Form eines geſchäfktsführen⸗ den Miniſteriums. * Wir haben ſchon einmal erklärt, daß die Erklärung der„Germania“ ein faules Ma⸗ növer ſei. Jetzt nach dem es in Preußen um die Wurſt und der Koalition an den Kragen geht, will das Zenkrum nicht mehr unbedingt an der Macht bleiben und ſeinen roken Bruder darin unkerſtützen. Soll das gar ſchon eine Schwenkung nach rechts ſein, oder ſind es Angſtprodukke vor der Wahl⸗ Der„Badiſche Beobachter“ ruft dem Kanz⸗ ler wegen des Verbotes der SA. ein:„Bra⸗ vo Kanzler!“ zu, die Umänderung der preu⸗ ßiſchen Geſchäftsordnung vollzieht ſich unker dem Proteſt des zenkrümlichen Abg. von Papen, der der Oeffentlichkeit ſchrieb:„Ich lege Wert auf die Feſtſtellung, daß ich an der Abſtimmung nicht tkeilgenommen habe, Aus Nah Anſchlag auf den Bürgermeiſter? Ziegelhauſen, 15. April. Als geſtern früh der Sohn des hieſigen Bürgermeiſters Bollſchweiler die elterliche Wohnung verließ, fand er in der Toreinfahrt eine rohrähnliche Sprengkapſel liegen, die er unvorſichterweiſe nichk der Polizei übergab, ſondern angeblich in den Nechkar warf. Die weitere Verfolgung der Angelegenheit iſt dadurch ſehr erſchwert. Schopfheim, 15. April. Zum Bierpreis⸗ problem. Nach dem Beiſpiel der anderen badiſchen Stkädte hat auch der Wirkeverein für Schopfheim und Umgebung eine Pro⸗ keſtverſammlung gegen die Bierpreisſenkung abgehalken. Für den Fall, daß das Preis- diktat bleibt, wird mit dem Streik gedroht. Das Publikum wurde dahin verſtändigt, daß zunächſt der bisherige Bierpreis in Kraft bleibt und daß eine neue Preisherab⸗ ſenkung anders ausſehen müſſe, wenn nicht der Gaſtwirteſtand zugrunde gehen ſoll. Verbreikerung der badiſchen Skaalsſtraßen. Karlsruhe, 15. April. Nach Blättermel⸗ dungen werden in dieſen Wochen eine Reihe von Staatsſtraßen im Bereiche zwiſchen Karlsruhe und Pforzheim verbreitert wer⸗ den, um zunächſt einen Teil des ſchon ſeit Jahren vorgeſehenen Bauprogramms zu verwirklichen. Das Finanzminiſterium hat beſchränkte Kredite zur Verfügung geſtellt. Durch dieſe Straßenbauarbeiten, die einen Aufwand von über 100 000 Mark erfor⸗ dern, werden vorausſichklich bis in den Frühſommer zahlreiche Arbeitskräfte Ver⸗ wendung finden können. Gegenwärtig iſt man mitten im Ausbau der hinteren Alb⸗ talſtraße, die zwiſchen Frauenalb und der badiſch⸗württembergiſchen Landesgrenze eine Verbreiterung von 3,50 auf 5,50 Meker er⸗ fährt. gerade einen da mir das Vorgehen der Weimarer Koa— lition als ein unmögliches Manöver er⸗ ſchien. Voll Freude erkennt man die innere Zeriſſenheit dieſer ſchwarzen Keuchlerparkei, die allmählich die Nerven zu verlieren ſcheint. Grote Deviſenſchiebung aufgedeckt Düſſeldorf, 15. April. Der Stelle der Deviſenbewirkſchaftung Düſſeldorf iſt es ge⸗ lungen, erhebliche Effektenſchiebungen auf⸗ zudecken. Es beſteht der dringende Ver⸗ dacht, daß hochwertige deutſche Wertpapiere (S. G. Farben-Aktien, Reichsbankankeile und Reichsbankbonds) im Betkrage von mehreren Millionen Reichsmark im Laufe der letzten Zeit aus dem Auslande nach Deutſchland hereingebracht und an verſchie⸗ dene kleinere Banken im Rheinland untker Verwendung von Strohmännern veräußerk worden ſind. Der Erlös dafür iſt unberech⸗ tigterweiſe ins Ausland gefloſſen. Die An⸗ gelegenheit iſt bereits der Stkaaksanwalt⸗ ſchaft übergeben worden. Der frühere Pro— kuriſt eines hieſigen Bankhauſes, der nach zeitweiligem Aufenthalt in Holland ſich wieder in Düſſeldorf niedergelaſſen hakte, ſowie einer ſeiner Strohmänner, konnken bereits verhaftet werden. Vermögenswerke der Beſchuldigten ſind beſchlagnahmt wor⸗ den, Die Ermiktlungen, die ſich bis nach Berlin erſtrecken, werden eifrig forkgeſetzt. Thälmann nach Moskau berufen Er holt ſich ſeinen Anpfiff Bei den deukſchen Kommuniſten herrſcht gegenwärtig Heulen und Zähneklappern. Das kann man durchaus verſtehen. In Moskau ſoll man über den neuen kommuniſtiſchen Mißerfolg beim zweiten Wahlgang der Prä⸗ ſidentenwahl ſehr empört ſein. Man er⸗ innert ſich, daß ſchon das ſchlechte Ergeb⸗ nis für die Kommuniſten beim erſten Wahl⸗ gang lebhafte Unzufriedenheit in Moskau hervorgerufen hatte, und daß die Führer der KPo. zur Verantworkung nach Moskau be⸗ rufen wurden. Sie erhielten dork eine ſcharfe Verwarnung und konnten ſich vor weiteren Maßnahmen nur dadurch rekken, daß ſie hoch und heilig bekeuerken, beim zweiten Wahlgang würde ein beſſeres Er⸗ gebnis erzielt werden. Die hataſtrophale Niederlage am letzten Sonntag hat in Ruß⸗ land wie eine Bombe eingeſchlagen. Bei der deutſchen kommuniſtiſchen Zenkrale ver⸗ ſucht man nun einen Sündenbochk zu finden, um dem drohenden Skrafgericht zu enkgehen. Man ſcheinkt ihn in dem kom⸗ muniſtiſchen Präſidentſchaftskandidaten Thäl⸗ mann gefunden zu haben, dem man jetzt und Fern. Unkerbringung von Prakkikanken. Kaiſerslaukern, 15. April. Bei der Kreisbauernkammer Pfalz haben ſich eine Reihe junger Laute gemeldet, die als Prak⸗ tikanten in der Landwirkſchaft unkerkom⸗ men und die ſpäter meiſt das landwirtſchaft⸗ liche Studium ergreifen wollen. Landwirke, die gewillt ſind, ſolche junge Leute als Praktikanten aufzunehmen, wollen ſich bei der Kreisbauernkammer Pfalz melden. Die Betriebe müſſen als landwirtſchaftliche Be⸗ triebe anerkannk werden. Zwiſchen Fuhrwerk und Baum zu Tod gedrückk. Annweiler, 15. April. Am Freitag mittag⸗ kurz vor 12 Uhr ereignete ſich hier ein ködlicher Unglücksfall. Der Landwirtk Fritz Kirſch aus Waldrohrbach wollte einem Kohlenfuhrwerk behilflich ſein, wobei er ſo unglücklich zwiſchen den Wagen und einen Baum kam, daß er auf der SGktelle totgedrückt wurde. Lebensmittel ſtakk Geld für Ausgeſteuerke. Niedermieſau, 15. April. Infolge der ſchlechten Finanzverhältniſſe der Gemeinde iſt es ihr nicht mehr möglich, die bisher an die Ausgeſteuerten gewährten wöchenklichen Unterſtützungen bar auszuzahlen; ſie erhal⸗ ten daher wöchentlich Lebensmittel im Werte von 6 Mark. Vom Gerüſt geſtürzt. Mieſau, 15. April. penſ. Bergmanns Karl Buhles brach geſtern mittag plötzlich ein Gerüſt zuſammen, auf dem der Maurermeiſter Karl Mayer von hier mit dem Ausbeſſern einer Mauer beſchäftigt war. Er ſtürzte aus etwa ſechs Meter Höhe ab in eine Wörtelpfanne, wo— bei er neben Haukabſchürfungen innere Verletzungen davonkrug. Im Neubau des⸗ vorwirft, daß er nicht zugkräftig genug ge⸗ weſen ſei, die Maſſen zu begeiſtern. Thäl⸗ mann, dem jeßt die ganze Schuld in die Schuhe geſchoben wird, iſt für Ende dieſer Woche nach Moskau zur Vernehmung be— rufen. Aus aller Welt 2 Millionen Mark Schulden Amerikaniſche Elekkrizitätsdachgeſellſchaft beankragk Konkurs. Chigago, 16. April. Der Vorſtand der „Inſull Utility Inveſtmenks Ino“, einer Dach— geſellſchaft für eine Reihe amerikaniſcher Elektrizitätskonzerne hat beſchloſſen über das Vermögen der vor kurzem in Schwierigkei⸗ ten gerakenen Geſellſchaft die Eröffnung des Konkursverfahrens zu beankragen. Der Konzern verfügt über Buchwerte in Höhe von drei Milliarden Dollar, gegenüber 650 Millionen nichtfundierter Schuldverpflich- tungen. Dieſe Inſolvens iſt die größte in der Geſchichte der amerikaniſchen Volks⸗ wirkſchaft. Schweres Unglück in Columbus (Ohio). Rew Vork, 16. April. In Columbus (Ohio) wurde das Innere des neuen ſtaat⸗ lichen Bürogebäudes, deſſen Bau fünf Mil⸗ lionen Dollar gekoſtet hat, durch eine Ex⸗ ploſion völlig zerſtört. Drei Arbeiker wur⸗ den gekötet und 32 verleßt. Wahrſcheinlich iſt das Unglück durch ausſtrömendes Gas herbeigeführk worden. * Neun Tolke und 50 Verleßte in Columbus (Ohio). New Vork, 16. April. Bei dem ſchweren Exploſtons⸗ und Einſturzunglück in Colum⸗ bus(Ohio) wurden bisher neun Tote und 50 Verleßte feſtgeſtellt. Zur Zeit der Ex⸗ ploſion waren 126 Arbeiter im Erdgeſchoß des Bürogebäudes beſchäftigt. Alle wur⸗ den unker den Trümmern begraben. Die Bergungsarbeiten geſtalten ſich ſehr ſchwie⸗ rig. Exwploſion in einer italien. Kolonie Baſel, 15. April. In dem neu erbauken Gebäude der italieniſchen Kolonie in Zürich explodierte in einer Ecke des Treppenhaus⸗ fenſters eine Sprengſtoffladung, wodurch die Hauswand teilweiſe eingeriſſen und ein Teil des um den Neubau ſich hinziehenden Gerüſtes zertrümmert wurde. In dem an⸗ grenzenden Neubau wurden zahlreiche Fen⸗ ſterſcheiben und Fenſterrahmen zerſtört. Man nimmt an, daß es ſich um einen An⸗ ſchlag von ankifaſchiſtiſcher Seite handelt. Es beſteht aber auch der Verdacht, daß ein Racheakt eines auf dem Bau beſchäftigt ge⸗ weſenen Arbeiters vorliegt. Verhaftungen im Kreuger⸗Skandal Skockholm, 16. April. Auf Anzeige der A. G. Kreuger u. Toll, ſowie der ſchwedi⸗ ſchen Kriminalpolizei ſind am Freitag die erſten Verhaftungen vorgenommen worden. Es wurden verhaftet Direktkor Karl Lange (ljetzt Direktkor des Stockholmer Hotels Gil⸗ leh), Bankdirektor Spen Huldt und Direk⸗ kor Viktor Holm. Dieſe drei Perſonen werden beſchuldigt Jvar Kreuger behilflich geweſen zu ſein vorgetäuſchte Einkünfte und Aktiva zu ſchaffen. Frankreich und der Kreuger ⸗Skandal. Skockholm, 16. April. Unter den vielen Gerüchten, die in Verbindung mit der Kreuger⸗-Kakaſtrophe zirkulieren, verlautet, daß die Bank von Frankreich große Ver⸗ luſte infolge der Kreuger-Kataſtrophe erlitten habe. Kreuger gab 1928 der franzöſiſchen Regierung ein fünfprozenkiges Darlehen in Höhe von 75 Millionen Dollar, das bereits jedoch ein Jahr vor Verfall zurückgezahlt wurde. Mit dieſen kleinen Darlehen wurde bekanntlich die franzöſiſche Währung ſtabi⸗ liſtert. Es iſt bekannt, daß die Verluſte der franzöſiſchen Börſe durch die Entwer⸗ tung der Kreugerpapiere außerordenklich groß und beſonders fühlbar ſind, weil auch viele kleine Sparer Kreugerpapiere beſaßen. Das Intereſſe Frankreichs für die Abwick⸗ lung im Kreugerkonzern iſt ſehr groß. Mehrere leitende Finanz- und Induſtrie⸗ führer befinden ſich in Stockholm, darunker, wie bereits gemeldek, der Generaldirektor der größten franzöſiſchen Bank Credit Lyon⸗ nais. Ueber 100 Verletzte in Auckland Wellingkon(Neuſeeland), 16. April. Bei den Unruhen in Auckland wurden mehrere hundert Ziviliſten und 23 Schutzleute zum Teil ſchwer verletzt. Der Schaden beträgt etwa eine halbe Million Mark. Weitere Anden⸗Vulkane in Täligkeit Buenos Aires, 16. April. Der neue Ausbruch des Vulkan Quizapo beunruhigk die Bevölkerung der umliegenden Gebiete ſehr ſtark. Breite Lavaſtröme fließen zu Tal. Auch andere Vulkane ſind erneut in Tätigkeit getreken. Die Skadt Cordoba in Argenkinien iſt durch ein ſtarkes Erdbeben erſchüttert worden. * ——-—————————————————— Eigenarkiger Selbſtmordverſuch. Weißenheim a.., 15. April. Seit eini⸗ gen Tagen vermißten Nachbarleute die 60 Jahre alte Witwe Seidenſpinner. Geſtern verſtändigte man die Polizei, die die Woh⸗ nung aufbrach und die Frau in ihrem Zim⸗ mer vorfand. Nach ihren eigenen Angaben hakte ſie die Abſicht, Selbſtmord durch Ver⸗ hungern zu begehen, was durch das Eingrei⸗ fen der Polizei verhindert werden konnke. Zum 100. Todeskag Wilhelm Buſchs. Am Grabe Wilhelm Buſchs in Mecht⸗ hauſen fand eine Erinnerungsfeier ſtatt. Wohl kauſend ſeiner Freunde hatken ſich eingefunden, um den großen und beliebten Humoriſten zu ehren. Staat und Provinz entſandten Vertreter und auch Wilhelm II ließ einen Kranz niederlegen. Die Gedenk⸗ rede hielt Paſtor Nöldecke- Lüthorſt, die ausklang in Buſchs eigenen Worten, die er am Ende ſeines Lebens geſchrieben hat: „Nun kommt die Raſt. Ich bin bereits am Ziele. Ganz nahe hör ich ſchon die Lethe fließen und ſieh'“ Am Ufer ſtehen ihrer Viele, mich, der ich ſcheide, freundlich zu begrüßen.“ Biſchof Groeber Erzbiſchof von Freiburg. Berlin, 16. April. Nach einer Meldung der„Germania“ aus Rom verlaukek von gutunkerrichteker Seite, daß der Heilige Stuhl den Biſchof Groeber von Meißen zum Erzbiſchof von Freiburg zu ernennen beabſichkige. eeeeeneeeehbensralter rhrer-asdrE, Daasdun Die Wettervorherſage Monkag: Immer noch Anhalten der reg⸗ neriſchen Witkterung. Dienskag: Strichweiſe leichter Regen, doch weikere Wärmezunahme. Seite 4 Monlag, den 18. April 1932. 2. Jahrg./ Nr. 87 Alle Jahre wieder. Holzdebatte im Vadiſchen Landtag 14. Sitzung, Freitag, 15 April, ½10 Uhr. Die Tagesordnung wurde wieder einmal ab⸗ geänderk. Es war vorgeſehen, eine Anzahl po⸗ litiſcher Anträge zu behandeln, darunker einen der Kommuniſten auf Aufhebung des Verbots des Roten Frontkämpferbundes. Es iſt klar, daß davon keine Rede ſein kann. Die NSDDAP. hatte aber dazu folgenden Zuſatz⸗ antrag eingebrachk: Ankrag Nr. 31. Der Landtag wolle als Zuſatz zu dem Antrag Nr. 55a beſchließen: Wo bleibl das Verbotk der ſchwarzen und roken Bürgerkriegsorganiſalionen? Die Regierung wird erſuchk, bei der Reichs⸗ regierung dahin zu wirken, daß für die Dauer des Verbols der SA. und SS. auch die anderen parkeipoliliſchen Selbſtſchußformakionen, wie Reichsbanner, Eiſerne Fronk, Ankifa, Baden⸗ wachk, verboken werden. Nakionalſozialiſtiſche Landktagsfraklion Baden. Karlsruhe, den 14. April 1932. Köhler und Frakkion. Hier lag der Hund begraben! Dieſer Antrag warf die ganze Tagesordnung um. Sollte das Zenkrum ſeinem roken Teilhaber auf die Hüh⸗ neraugen treten und unſerem Antrag zuſtimmen? Oder ſollte es dagegen ſtimmen und ſo die For⸗ derungen des Bebe, ſeines bad'ſchen Hauptor⸗ gans, Lügen ſtrafen? Nun half man ſich alſo aus der Klemme durch eine Verſchiebung der Berakung dieſes heiklen Problems. So ſchafft man in einem Parlament bekanntlich alle ſchwie⸗ rigen Fragen aus der Welt! Das Haus beſchäftigte ſich dann mit der wich⸗ tigen Frage der Not der Waldwirtſchaft. Es lagen dazu ein Ankrag unſeres Pg. Merk, M. H.., ſowie ſolche des Zentrums vor. Als erſter begründete Abg. Duffner die Zen⸗ trumsanträge. Dann ſprach Pg. Merk, M. d..: Vor ungefähr einem Jahr haben wir dieſelbe Angelegenheit hier behandelk. Damals wurde unſer Klarer Ankrag auch wie heute dadurch „weredelt“, alſo abgebogen, daß man ihn durch die Regierungsmaßnahmen für erledigt erklärte. Was hat man durch dieſe Maßnahmen errercht? Null. Die Holzpreiſe ſind auf 30—40 Prozent gefunden. Wie blieb die Reichsregierung? In Preußen mag es Gebiete geben, in denen lokale Verhältn'ſſe eine Senkung der Preiſe ermög⸗ lichen. In Baden haben wir immer den Schutz des Waldes verlangt. Wenn behauptet wird, wir würden das agitakoriſch ausnützen, ſo nützen wir damit nur die heutige Unfähigkeit des Sy⸗ ſtems mit vollem Recht aus. Wir hatten verlangt, daß gegen die franzö⸗ ſiſche Einfuhrſperre Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Dieſer Antrag iſt überhaupt nie zur Behandlung gekommen. Unſere Sägewerke ge⸗ hen dabei bankerokt. Intereſſank wäre es, einmal zu erfahren, ob die Trickzellſtoff Kehl, deren Hauptaktionär Prakliſches Ergebnis: 000000.. Reichsmin'ſter Dr. Dietrich iſt, tatſächlich hun⸗ dertbauſende Ster Ruſſenholz einführte. Während 1927/%8 die Holzwirkſchaft noch einigermaßen renkabel war und 1929/30 der Slaaksvoranſchlag aus der Forſtwirkſchaft noch 76 Millionen Reichsmark Reingewinn auswies, führk er heule für 1931/32 nur mehr 2,3 Millio- nen auf. Die Gemeinden gar wirlſchaften über ⸗ haupk nichts mehr heraus, ja ſie müſſen ſogar noch Geld zulegen. Das iſt gar kein Wunder, wenn heute dãs Ster ruſſiſches Papierholz ab deukſchem Lager zu 3,50 RM. verkauft wird. Jetzt hat man Zölle eingeführt, die aber nur 2 Prozent der Einfuhr erfaſſen, alſo nur einen Bluff darſtel⸗ len. Auch bei den Verhandlungen mit der Schweiz haben unſere Vertreker völlig verſagt. Es iſt ein Skandal, daß man dem Waldbe⸗ ſitzer zumulek, mit 40 Prozenk der Vorkriegs ⸗ preiſe auszukommen. Mit den halben Maßnahmen, die heuke wie⸗ der vorgeſchlagen werden, wird nichts gebeſſerk. Ich bin überzeugt, daß wir in einem Jahr genau ſo weit wie heule, ja noch ſchlechlter daran find, dank der Unfähigkeit der heule Regierenden. Menth(DV.) begründete eine Förmliche Anfrage ſeiner Fraktion zur Holzfrage. Als Berichterſtatter teilt Abg. Kühn(.) einen Ausſchußankrag mit, die Verwendung von Harkholz beim Treppenbau überall da zu geſtalken, wo nach Lage des Falles eine Feuersgefahr als ausgeſchloſſen gelken könne. Zu einer nationalſozialiſtiſchen Anfrage we⸗ gen der Senkung der Beförſterungsſteuer teilt Finanzminiſter Dr. Mattes mit, daß eine Aenderung bereits vorgeſchlagen ſei. Die Holzeinfuhr ſei bedeutend zurückgegan⸗ gen und betrage nur noch ein Drittel der Vor⸗ kriegseinfuhr. Aus unſerem Kampfgebiet Severingaklionen in Schriesheim. „Die gefährliche Bultermaſchine“. Nachdem die Severingaktion in Preußen ohne Erfolg verlaufen iſt, verſucht die hieſige Gendar⸗ merie unter der bewährken Führung des Herrn Oberwachtmeiſter Landwehr ihr Glück. So er⸗ ſchienen dieſer Tage die Herren der hohen Po⸗ lizei, um bei einzelnen Pg. nach Waffen zu ſu⸗ chen. Aber auch dieſe Aktion verlief ergebnis⸗ los. Allerdings erregke eine alte Bukkermaſch'ne bei Herrn Oberwachkmeiſter Landwehr ein ge⸗ wiſſes Mißfallen. Es bedurfte der Aufklärung und ſo konnte feſtgeſtellt werden, daß es ſich nicht um ein ſtaatsgefährliches Inſtrument han⸗ delk. Wir hoffen und wünſchen, daß dieſe wenn auch unfruchkbare Aktion dem Syſtem Ehrer⸗ biekung und Achtung verſchaffk. OG. Oberflockenbach im zweiken Wahlkampf. Gleich nach dem Oſterfrieden ſetzle eine rege Tätigkeit ein. Am Montag, den 4. ds. Mts., hielt Pg. Ortsgruppenführer Müller einen Sprechabend in Steinklingen, am'ttwoch, den 6. April, veranſtalteten wir eine Wahlkundge⸗ bung in Rittenweier und am Freilag, den 8. April eine in Urſenbach, beide't Pg. Schmitt, Leutershauſen. Den Beſchluß machte eine Kund⸗ gebung in Steinklingen mit Pg. Friedrich. Wein⸗ heim. Alle Veranſtaltungen waren gut beſucht und brachten uns Neuaufnahmen. Erfolg der der Wahlarbei! Oberflockenbach: Zunahme der 'tlerwähler 10 Prozent; Urſenbach: 26 Prozenk und Rippenweier: 36½ Prozenk. Auch bei uns geht der Kampf weiter. Das ſlaalsgefährliche Waldwimmersbach. Auch das ſtaatsgefährliche Waldw'mmersbach (ſiehe Wahlergebnis) blieb von der neueſten Staatsmaßnahme nicht perſchonk. Am Mittwoch Nachmikbag erſchien unker Führung des ſattſam bekannten Herrn Weihrauch das Ueberfallkom⸗ mando, ſperrke die Straße vor dem Pfarrhaus ab und nahm eine gründliche, allerdings gänz⸗ lich ergebnisloſe Hausſuchung bei Pfarrer Streng und dem Ortsgruppenführer Keller wvor. Um we⸗ nigſtens einen Erfolg von Waldhitlersbach mel⸗ den zu können, wurde das Landheim polizeilich geſchloſſen. Auch die erholungsbedürftigen Sladt⸗ kinder ſcheinen demnach ſtaaksgefährlich zu ſe'n. Die Empörung und Wut der Waldwimmers⸗ bacher konnke kaum gedämpft werden, und nur dem Eintreten des Geiſtlichen war es zu dan⸗ ken, daß nicht der Gummiknüppel geſchwungen wurde. Das vielhunderkſtimmige„Deulſchland erwache“ mag den derzeit'gen Schützern der „freien Republik“ recht angenehm in den Ohren geklungen haben!— Die Waldwimmersbacher Verräter aber ſind notierk. Sie mögen ſich in Acht nehmen. Bald kommt der Tag der Ver⸗ geltung.„Die Knechtſchaft dauert nur noch kurze Zeit!“ Brombach bei Hirſchhorn, 6. April 1932. Am 3. April produzierke ſich Dr. Nies aus Heidelberg in einer ſozialdemokratiſchen Wahlverſammlung. Sodann las der neu⸗ gebackene Gemeinderat Weber ſeine eigene Weisheit vor, bei deren Auswendiglernen ihn tags zuvor ſeine Kühe(muß man ſich denn immer von Rindviechern leiten laſſen?) in den Straßengraben geführt hatten. Alles in allem war die Verſammlung ein ſehr guter Erfolg— für uns! 92 Prozenk Stimmen für Hitler. Am leßken Donnerskag ſprach Pg. Sand, Grötzingen, in einer gut beſuchten Verſammlung im Gaſthaus zum„Adler“, Gberſtadt. Reicher Belfall dankte dem Redner für ſeine workreff⸗ lichen Ausführungen. Eberſtadt iſt national⸗ ſoz'aliſtiſch und hat es auch bewieſen, indem es mit 92 Prozent aller abgegebenen Stimmen für unſern Führer Adolf Hitler ſtimmte. Rückevt(Spoh.) klingelte in bekannter Weiſe mit dem roten Phraſenbeutel. Bockh(KPeb.) tat desgleichen. Fiſcher(Sip.) ſchilderte in ſehr draſtiſcher Weiſe die irrſinnige Flachbauweiſe, wie das „Marokko“ bei Karlsruhe, die Dammerſtockſied⸗ lung. In der Schweiz habe man keine ſtarren Bau geſetze, aber dafür vernünftige Menſchen. Im Schlußwort erklärte Pg. Merk: Eine Herabſetzung der Beförſterungsſteuer könne er nicht darin erblicken, wenn im Voranſchlag zwar die Steuerwerke anders feſtgeſetzt worden ſeien, aber der Beförſterungsſteuerſatz von 28 auf 35 Pfennig erhöht wurde. Es handele ſich bei den Einfuhrzahlen nicht um die Menge überhaupt, ſondern darum, ob dieſe Einfuhr einen Preisdruck ausübt oder nicht. Vor dem Kriege habe die Holzeinfuhr einen Preisdruck nicht bewirkt, aber heute bewirke ſie einen ſolchen. Deshalb müſſen ſcharfe Maßnah⸗ men dagegen getroffen werden. Wir haben ſchon Wege zu einer Beſſerung genügend gezeigt. So ſachverſtändig wie Herr Abg. Rückert, unter deſſen Tätigkeit als Mini⸗ ſter ganze Wälder verſchwunden ſein ſollen, ſind wir allerdings nicht. Duffner(.) verſuchte einen Antrag un⸗ ſerer Frakt'on im Preußiſchen Landtag in haar⸗ ſträubender, beim Zenkrum gewohnter Weiſe auszuſchlachten. Miniſter Dr. Mabtes erklärke, die Beför⸗ ſterungsſteuer ſei im Voranſchlag mit 20 Pro⸗ zenk geringerem Erkrag eingeſetzt worden. So⸗ mit ſe'en die Gemeinden entlaſtet worden, wenn ſich dies auch verſchieden auswirke. In der Abſtimung wird ein zweckloſer An⸗ trag angenommen, der ſchön ausſieht, aber nichts ändern wird. Ein Klarer nationalſozialiſtiſcher Ankrag wurde abgelehnt. Ein Geſetzentwurf wegen Uebernahme einer Ausfallbürgſchaft des Landes Baden für Liefe⸗ rungsgeſchäfte nach Rußland verlangt eine Aen⸗ derung des beſtehenden Geſetzes in der Art, daß auch für Zuchtfarren uſw. dieſe Bürgſchaft über⸗ nommen werden kann. Dies wird einſtimmig angenommen. Als Abſchluß werden noch einige Punkte erledigt. Schluß ½3 Uhr. für Dienskag, den 19. April. Heilsberg: 16 Seefahrt. 16.30 Konzert. 17.30 Leben im Waſſer. 18 Bücher 18.25 Arbeits⸗ loſigkeit. 18.50 Franchk lieſt. 19.20 Zur Unker⸗ 20.25 Prinz Friedrich v. Homburg. 21.45 Wolf⸗Stunde. Königswuſterhauſen: 16.30 Leipzig: 17.30 Bücher der Zeit. 18 Melodien. 18.30 Religionen. 19 Engliſch. 19.20 Ende des Ka⸗ pitalismus? 20 Militärkonzerk. 21 Hamburg: Im Namen des Schickſals. 22.15 Polil ſche — 22.30 Hamburg: Die Roman⸗ kiker. Mühlacker: 16 Blumen. 16.30 Für Frauen. 17 Konzerk. 18.25 R. Darwin. 18.50 Spork⸗ arzt. 19.30 Frankfurt: Der Mann ohne Aus⸗ weis. 20 Frankfurt: Alt⸗GFrankfurt. 21 Frank⸗ furt: Konzert. 22.45 Nachtmuſik. München: 16.05 C. W. Jeruſalem. 16.25 Kinder⸗ baſteln. 16.45 Konzert. 17.50 Volkskunſt. 18.25 Oſtmarkenveſte. 18.45 Zwiefaches Bayern. 19.05 Rheinland geſtern und morgen. 19.25 Kongerk. 21 Literariſches. 21.40 Kammer⸗ Konzert. Wien: 16.20 Baſtelſtunde 17 Orcheſter⸗Konzerk. 18.15 Rindermaſt. 18.40 Haydn und Mozart. 19.05 Turnen. 19.35 Deulſche Volksweiſen. 20.30 Balladenabend. 21.30 Tanz. ———————————————————————————————————— Nerven Skizze von Friedrich Hedler. Mit jenen kurz aufeinanderfolgenden, halb klirrenden, halb klopfenden zwei Stö⸗ ßen, die im Reiſenden das befreiende Ge⸗ fühl, endlich wieder Herr ſeines Willens zu ſein, auslöſen, rollte der-Zug langſam aus der Halle. Der Ingenieur winkte mit einer läſſigen Bewegung der halb geſchloſſenen Hand noch einmal kurz zurück, dann ſchob er das Fenſter in dreivierkel Höhe hinauf, warf einen Fahrplan und eine Zigaretten ⸗ ſchachtel auf den Klapptiſch und lehnte ſich aufakmend in die Polſterung zurück. Eiſenſchwellen, dachte er und verſuchte aus dem zunehmend mekalliſcher klingenden Schienenſtoß die Art des Unkerbaues zu kaxieren. Gleichzeitig aber klang das Ab⸗ ſchiedswort des Arztes und Freundes in ſeinem Ohr auf:„Alſo werde nun Deine Nervoſität los!“— Er wollte und ſollte nicht denken in dieſen kommenden Wochen der Ausſpannung, vor allem nicht an kechniſche Dinge. Und doch hakte er ſich ſchon wieder mit der Technik befaßt. Mit einer unwilligen Bewegung, als wolle er eine zudringliche Fliege verſcheu⸗ chen, ſchloß er die Augen und verſuchte an nichts zu denken.— Eine unvollkommene Apparakur, körperlich und geiſtig— dieſes Phänomen, Menſch geheißen! Daß es nicht möglich war, das grelle Licht des Be⸗ wußtkſeins nach Bedarf aus- und einzuſchal⸗ ten wie eine Glühbirne! Nur einen Atem⸗ zug lang ward es dunkel vor ſeinen Augen. Dann ſtieg plötzlich die Erkennknis in ihm auf, daß er ſchon wieder einer mechaniſchen Vorſtellung verfallen war. Vergebliches Be⸗ mühen, mit bewußtem Willen das bewußte Denken zu unterbinden. Einen Augenblick verirrken ſich ſeine Gedanken zu einem flimmernden Dunkel, das ihm Schwindel er⸗ regke, dann aber riß ihn ein ſcharfes Klirren der Schienen— wahrſcheinlich war es eine Weiche, über die der Zug dahinflog— in die Welt der Greifbarkeit zurück. Es dämmerte bereits langſam. Vom Horizont ſchob ſich auf weitgeſpreizten Trä⸗ gern eine elektriſche Ueberlandleitung heran. Nur wenige Sekunden dauerte das feſſelnde Schauſpiel der ſich drehenden und verſchie⸗ benden Perſpektive, dann hatke der Zug ſie gekreuzt. Gleichſam als ſei er mit dem Starkſtrom in Berührung gekommen, war der Ingenieur zuſammengezuckht. War es denn überhaupk möglich, das Vergangene einfach zu ver⸗ geſſen? Die Ueberlandzentrale ſtand hell vor ſeinen Augen. Es war nach 3 Uhr nachmittags, als der Arbeiter, der die Iſolakoren der Hochſpan⸗ nungsleitung zu prüfen hakte, am ganzen Leibe zitternd und mit hervorgekretenen Augen in den Schaltraum der Zenkrale ge⸗ treten war und erklärt hakte, nicht mehr auf der Strecke arbeiten zu wollen. Ab⸗ geriſſen und ſtockend hatte er erzählt, daß ihm bei ſeiner einſamen Arbeit, die er meiſt angeſeilt ausführen müſſe, das Gefühl für die Zeit verlaſſen habe und er zu ſeinem Entſetzen habe feſtſtellen müſſen, daß ſeine Uhr ſeit wenigſtens einer halben Stunde ſtehen geblieben war. Im nächſten Augen⸗ blick konnte der Strom eingeſchaltet werden, dann brannte er als lebende Fackel lichter⸗ loh, und Frau und Kind ſahen aus der Ferne vielleicht den fürchterlichen Rauch hoch zum Himmel empor ſteigen. Da der Mann beharrlich bei ſeiner Weigerung blieb, hatte der Ingenieur einen anderen Arbeiker für die Streckenprüfung anſtellen müſſen. Aber kurz darauf wieder⸗ holte ſich das Ereignis, und wie ein unaus⸗ roktbarer Aberglaube ſetzte ſich in den Ar⸗ beitern die Meinung feſt, die Uhren, meiſt armſelige und billige Maſſenerzeugniſſe, wür⸗ den unker der Einwirkung remanenker In⸗ duktionsſtröme in den Leitungsdrähten mag⸗ nekiſch und dadurch unzuverläſſig. Nun hatte ſich alſo bemerkbar gemacht, was es nach Anſicht des Ingenieurs über⸗ haupt nicht gab: Nerven. Der Schalkmeiſter der Zentrale erblaßte, wenn er nach Ablauf der Arbeitszeit die Ueberlandleitung wieder unter Strom ſetzte, nachdem er ungezählte Male die Taſchen⸗ uhr ans Ohr gehalten und mit der Werk⸗ uhr verglichen hatte. Als der Ingenieur eines Tages erfuhr, daß dem Schaltmeiſter der Spitzname„Meiſter vom elektriſchen Stuhl“ angehängt worden ſei, glaubte er, dem Unfug endlich ein Ziel ſetzen zu müſ⸗ ſen.— Es war 29 Minuten über 3 Uhr, als er den Schaltraum betrat.„.20 Uhr und noch nicht eingeſchaltet? Was iſt denn das? Sofork ſchalten!“ „Wenn er aber noch in der Leitung hängt!“ „Unſinn! Bis.10 Uhr hat er Zeit ge⸗ nug herunkerzukommen!“— Mit beiden Händen hatte er den Hebel ergriffen, ein Ruck, drei Zeiger flogen nach rechts, zitter⸗ ten einige Sekunden, dann ſtanden ſie ſtill und zeigken die Spannung. Das Telephon ſchrillte.„Hören Sie, was iſt!— zum Teufel, gehen Sie und hören was los iſt!“ „Hallo— Ueberlandzentrale 1— So⸗ fort ausſchalten?? Was iſt geſchehen?— Ein Kabelbrand im Transformator!“ Der Ingenieur hörke noch wie aus weiter Ferne das klatſchende Geräuſch des Aus⸗ ſchaltens. Vor ſeinen Augen flammke ein Gewirr von glühenden Drähten, in denen ein ſchwarzer Leib zuckke. Dann ſank rau⸗ ſchendes Dunkel um ſeine Sinne In den Raum krat der Arbeiter und mel⸗ dete ſich von der Strecke zurück. Konzerk. ——.— i *——— In einem iſt der Begrif ein Kklar umgt die junge Ge bewegen darf. dung, Wande Wehrſport u. ſelbſtverſtändli Jugend. Mit fleht und fäll wiß erkennt r die Weitſicht! Duldung und der wichtigſte! Wie iſt es heutigen Stac dieſem ſo m. Vorausſetzung haupt fehlen, ſehr, ſehr eng iſt die Gewinn les Ziel, doch den politiſchen gend wendet f gung zu, die heulige Gebild Dieſe Tatſach⸗ türlichen Dran Volk neue Le die Möglichke gaben gerecht fagt:„Wer d „Ihrem ſtel kunft,“ dieſes beſſer müßte kämpft, dem g ſchen laſſen ſi— Karren ſpanne folgreicher vert pell, und mag ſolange negativ ſetzungen zu ei ſatz aller Kräf gegeben iſt. E man glaubt, da Sbaat keine G durch Parkeien genkeil, dieſe 7 hetzen“ laſſen, funden Voraus es auch heule Wie glaubt Aenderung zu es wohl, wenn wie er dieſem gend, durch ſei Aber weit gefe in dieſen Zuſtat gegen ihre„ſta ſprechende Me nun aber dara kion auch einma ./ Ur. 87 bekannter r oraſtiſcher „q„ wie das merſtockſied· eine ſbarren e Menſchen. erk: Eine r Könne er nſchlag zwar horden ſeien, 28 auf 35 zahlen nicht darum, ob t oder nicht. nfuhr einen bewirke ſie fe Maßnah⸗ r Beſſerung g wie Herr t als Mini⸗ ſollen, ſind Antrag un⸗ tag in haar⸗ ynter Weiſe „die Beför⸗ nit 20 Pro⸗ horden. So⸗ orden, wenn eckloſer An⸗ „aber nichts ſozialiſtiſcher nahme einer n für Liefe · zt eine Aen⸗ der Art, daß gſchaft über· „einſtimmig noch einige Aemem ril. onzert. 17.30 .W Arbeits⸗ )Zur Unter⸗ v. Homburg. : Konzerk. lodien. 18.30 r—— 21 Hamburg: 15 Polil ſche Die Roman⸗ Für Frauen. 18.50 Sport⸗- n ohne Aus⸗ rt. A1 Frank⸗ 16.25 Künder⸗ skunſt. 18.25 hes Bayern. iorgen. 19.25 40 Kammer⸗ eſter⸗Konzerk. und Mozart. Volksweiſen. —— der Werk⸗ Ingenieur öᷣchaltmeiſter elekkriſchen glaubte er, en zu müſ⸗ Uhr, als er hr und noch denn das? er Leitung er Zeit ge⸗ Nit beiden griffen, ein echts, zitter⸗ den ſie ſtill Hören Sie, Sie und I— So⸗ ſchehen?— kor!“ aus weiter des Aus⸗ flammte ein „ in denen n ſank rau⸗ er und mel⸗ K. 2. Jahrg. Ur. 87 Monlag, den 18. April 1932. In einem geſunden nationalen Staatsweſen iſt der Begriff„Das Recht der Jugend“ immer ein klar umgrenztes Aufgabengebiet, in dem ſich die junge Generation im Inkereſſe des Slaales bewegen darf. He'matkunde, ſtaatspolitiſche Bil⸗ dung, Wanderungen, Erküchtigung des Körpers, Wehrſport u. a. gehören in einem ſolchen Staat ſelbſtverſtändlich zu dem Betätigungsfeld der Jugend. Mit der Erfüllung dieſer Aufgaben fteht und fällt die Zukunft eines Volkes! Ge⸗ wiß erkennt dies nicht jeder Staatsbürger, aber die Weitſicht der pol'tiſchen Führung ſieht in der Duldung und Förderung dieſer Jugendarbeit eine der wichtigſten Aufgaben. Wie iſt es nun mit dieſem Recht in unſerem heutigen Staate? Ganz abgeſehen davon, daß dieſem ſo mancherlei juriſtiſche und politiſche Vorausſetzungen zu einem wahren Staate über⸗ haupt fehlen, ſieht er auch auf dieſem Gebiele ſehr, ſehr eng begrenzt. Auch für dieſen„Sbaat“ iſt die Gewinnung der Jugend ein erſtrebenswer⸗ tes Ziel, doch will dies aus Gründen, mangeln⸗ den politiſchen Erfolgs, nicht glücken. Die Ju⸗ gend wendet ſich in ihrer Mehrheit einer Bewe⸗ gung zu, die mit aller Entſchiedenheit gegen das heukige Gebilde, für einen wahren Staal kämpft. Dieſe Tatſache iſt hervorgerufen durch den na⸗ türlichen Drang dieſer neuen Generation, dieſem Volk neue Lebenskräfte zu vermitkeln, die ihm die Möglichkeit geben, der großen Lebensauf⸗ gaben gerecht zu werden. Ein altes Sprichwort fagt:„Wer die Jugend hat, der hat die Zu⸗ „Ihrem Eintritt in unſere S..J. ſteht nichts im Wege“ kunft,“ dieſes iſt aber nur bedingt richtig, denn beſſer müßte es heißen:„Wer für die Jugend kämpft, dem gehörk die Jugend!“ Junge Men⸗ ſchen laſſen ſich nicht wor einen feſtgefahrenen Karren ſpannen, weil ihre Kräfte beſſer und er⸗ folgreicher werwendet werden können.'n Ap⸗ pell, und mag er noch ſo nachdrücklich ſein, wird ſolange negativen Erfolg haben, bis die Voraus- ſetzungen zu einer Befolgung, nämlich der Ein⸗ ſatz aller Kräfte für die Zukunft des Volnkes, gegeben iſt. Es iſt ein gewalt'ger Irrtum, wenn man glaubt, daß die Jugend nur deshalb dieſem Sbaat keine Gegenliebe entgegenbringe, weil ſie durch Parkeien verhetzt ſei, nein ganz im Ge⸗ genteil,'eſe Zugend würde ſich niemals„ver⸗ hehen“ laſſen, wenn dieſem Staat nicht die ge⸗ funden Vovausſetzungen fehlen würden! So geht es auch heute allen abſterbenden Parleigebliden. Wie glaubt nun dieſer Staal hierin eine Aenderung zu ſchaffen? Das Natürlichſte wäre es wohl, wenn er ſich einmal überlegen würde, wie er dieſem Zukunftsſtreben der deutſchen Ju⸗ gend, durch ſeine Politik gerecht werden kann. Aber weit gefehlt, die Jugend muß ſich einfach in dieſen Zuſtand hinein finden, andernfalls man gegen ihre„ſtaatsfeindl'chen“ Beſtrebungen enk⸗ ſprechende Maßnahmen ergreift. Wenn man nun aber daran denkt, daß dieſe junge Genera⸗ lion auch einmal die Träger des Staates werden, Das Recht der Jugend Von Carl Cerff, Gaujugendleiter der HJ Badens ſo kann man ſich vorſtellen, wie unklug es iſt, wenn man ſich heute dem nakürlichen und geſun⸗ den Drange dieſer Jungen entgegenſtellt. Dies können aber nur Männer kun, die feſtgefahren ſind auf einer alten und für'e Lebensintereſſen eines Volkes, unbrauchbaren Parteidokkrin. Die jungen Menſchen werden nun überwachk, ob ſie nicht dann und wann ſich in ablehnender Weiſe äußern oder gar einer Organiſation angehören, die ihrem Beſtreben nach, den Meinungen der heut'gen Machthaber zuwiderläuft. Wird einer gefaßt, ſo ſieht er einer ſtrengen Sbrafe enk⸗ gegen, die in den Mittel⸗ und höheren Schulen ſehr oft mit„Hinauswurf“ endigt. Nun frage ſich jeder vernünftige Menſch, was ändert dies an den gegebenen Tatſachen? Der Eingeweihte weiß, was ſich ändert, die Jugend der erwachen⸗ den deulſchen Jugend wächſt von⸗Tag zu Tagl! Das iſt der Erfolg derllnterdrückung! O,'e müſſen dieſe Leute die Jugend ſo ſchlecht kennen, wenn ſie annehmen durch ſolche Maßnahmen etwas erreichen zu können. Die Jugend hal kein Intereſſe an der Stabiliſierung des heuligen Sy⸗ ſtems, aber dafür umſo mehr an der Schaffung einer deulſchen Zukunft! Das ſind zwei Be⸗ griffe, wo der eine den anderen ausſchließt. Das weinß die Jugend, deswegen ſteht ſie im Lager des Nationalſozialismus, im Lager der deukſchen Zukunft. In dieſer Bewegung kann die Jugend angehen und ſich auf allen ihr zuſtehenden Ge⸗ bieten ertüchtigen. Im nakionalſozialiſt' ſchen Staat werden die Rechte der Zugend, ſoweit ſie heute ſchon an die ihr geſtellten Aufgaben her⸗ ſich auf die eingangs erwähnten Gebiele beſchrän⸗ Das deutſche Jungvolk -Vor einem Jahr wurde das Deulſche Jung⸗ volk, eine Organiſation der—14jährigen Jun⸗ gen unter der Fahne Adolf Hitlers, gegründet. In dieſer verhälknismäßig kurzen Zeit iſt es ge⸗ lungen große Scharen ſolcher Jungens, dieſer, ihrem Weſen entſprechenden, Gemeinſchaft zuzu⸗ führen. Trotzdem im Lager der Linken ſchon lange ſolche Gruppen beſtanden, ja man ſogar ſchon die Kinder im Wagen organiſierte, ging nakürlich ein fürchterliches Geſchrei los:„Die Nazis verführen ſchon die Jüngſten.“ Wir wiſ⸗ ſen aber ſehr wohl, daß es ein Frevel wäre, würden wir dieſe Kleinen mit parleipolitiſchen Problemen beſchäftigen, ganz abgeſehen davon, daß ich das in dieſem Alter überhaupk für un⸗ mögl'ch halte. O nein, eine Bewegung, die ihre Weltanſchauung dem Leben dieſes Volkes ab⸗ gelauſcht hat, hat es nicht nötig dieſe Zungen mit ſolchen Fragen zu beläſtigen, wir wiſſen, daß die Erz'ehung in gut deutſchem Sinne, dieſe WMenſchen ſpäter einmal ganz natürlicherweiſe in den Nationalſozialismus hineinführen muß. Das Kennenlernen der deukſchen Heimat, deut⸗ ſcher Volkslieder, hervorragender deutſcher Män⸗ ner, der deulſchen Geſchichte u. a. iſt'in aus⸗ reichendes Beſchäftigungsgebiet für dieſe Jun⸗ gen. Mit heller Freude und ſtrahlenden Augen vernehmen ſie die Taten ihrer Väler. Welcher geſunde Junge wird da nicht mitmachen? In dieſe jungen Herzen legen wir den Samen zu einem beſſeren Deutſchland, das einmal frei ſein wird nach Innen und nach Außen. Dieſe Auf⸗ gabe zu erfüllen iſt für den Nakionalſozialiſten eine ſelbſtverſtändliche Pflicht, an der er ſich durch das Geſchrei der Anderen nicht hindern läßt. Wir ſind keine Gegenwarksmenſchen, ſondern haben eine Verantworkung der deutſchen Jugend, d. h. der deutſchen Zukunft gegenüber. Das Deutſche Jungvolk iſt der Aufbruch einer neuen Generakion! K. C. Auf gellt ein Schrei: Jungvolk herbei! Großdeulſchland ſoll leben, ſtolz, ſtark und frei; Und den Schrei, den ſollk ihr hören Rings im ganzen deukſchen Land: Und aufs neue ſollt ihr ſchwören Ewige Treu dem Vatkerland. Wild auf gellt der Schrei: Jungvolk herbei! Militãäriſche Schulung der Jugend im Ausland Sieht man ſich die Jugend unſerer Gegner im Ausland, ſo kann man durchweg feſtſtellen, daß ſie im Wehrſport, im Wehrgedanken und in der Vaterlandsliebe erzogen wird. Nehmen wir zu⸗ erſt die Staaten, die am meiſten von Abrüſtung reden, wie z. B. der amerikaniſche und der eng⸗ liſche. Die Bewegung der mil'täriſchen Jugendaus⸗ bildung in England verbreitet und vertieft ſich in gewalktigem Maße. In England allein lohne die Kronländer Kanada, Auſtralien, Neuſeeland und Südafrika) genaßen eine'litäriſche Zu⸗ gendausbildung im Jahre 1926 650 000—700 000 Knaben. Die ſogenannten Jugendkorps bildelen ihre Einheiten aus Knaben der mittleren und werden. ,? Heil dem Volke! niederen Schulen im Alter von 12—18 Jahren. Unterrichtet werden die Knaben jede Woche in Wehrfähigkeit. Die Ausbildung erfolgt durch Offiziere des ſtehenden oder des freiwilligen Heeres. Die Ausbildung erſtreckt ſich auf Waf⸗ fengebrauch, Karken⸗, Kompaßleſen, Gefechts⸗ haktik und Le'besübungen. Beſonders begable Jungmannen werden in Fliegerformationen, in Pionier- und Scheinwerferſchulen gehan. Außer dieſen Jugendkorps, die von Staatsſeiten unker⸗ ſtützt werden, gibt es noch'e Pfadfinder⸗For⸗ mationen, wie die Kundſchafter(Boys⸗Scouts). Das Ziel dieſes Bundes erſtreckk ſich wieder auf die Heranbildung wehrtüchtiger Männer für die Landesverkeidigung. Nun einen Blick nach Amerika. Hier nicht anders. Der Weltkrieg hat dem Amerikaenr vor Augen geführt, daß ein neuzeitlicher Krieg die Einziehung wehrhafter Männer erforderk. Bei den Gymnaſien und Univerſitäten wird die Ausb'ldung als Pflichtfach zenſierk. Auf allen Schulen kann der junge Menſch zum Reſerve⸗ offizier bez. zum Reſerveunkeroffizier gemacht Die Jugenddiviſtonen werden wie in England im rein Infankeriſtiſchen ausgeb'ldet. Das wichtigſte für die jungen Soldaken iſt die Verantwortlichkeit gegenüber Gott und Valter⸗ land. Bekrachtet man ſich Frankreich, den geiſt'gen Urheber des Schandvertrages von Verſailles: Bei der betriebenen Vorbereitung eines Rache⸗ feldguges für 1871 gegen Deutſchland heßte die franzöſiſche Regierung, die Zugend zum Haß ge⸗ gen Deulſchland auf. Am 1. 4. 1923 kam ein Rekrut'erungsgeſetz heraus, nachdem die Jugend zum Waffendienſt vorgebildet wird. Die Vor⸗ bereilung beſteht aus Erlernung des Gewehres, der Handgranate, des Maſchinengewehres, des Geſchützes, der Kampfwagen. Die den Schulen und Vereinen für die Ausbildung entſtehenden Koſten kträgt der franzöſiſche Staat. Wie in England beſtehen außerdem noch die nat'onalen Pfadfinder.(Eclaireurs.) Sieht man Italien mit ſeiner Balilla, die Tſchecho-Slowakei mit den 3 ken, nicht angetaſtet, ganz im Gegenteil, die Ju⸗ gend wird in dieſer Arbeit weitgehendſte Unter⸗ ſtützung finden. Was ſind nun aber die nachteiligen Auswir⸗ kungen der Unkerdrückung der deulſchen Jugend? Wer etwas Einblick in die Schulen hat und elwas von Pädagogik verſteht, der ſtellt mit Grauen feſt, daß durch die Erlaſſe der Miniſte⸗ 'en ein Zuſtand unker den Schülern geſchaffen wurde, den jeder Freund und Förderer der Ju⸗ gend ſehr bedenklich machen muß. Dem Denun⸗ ziantentum und der Heimtückerei ſind nunmehr Tür und Tor geöffnet. Schüler, die irgendwelche Meinungsverſchiedenheiten miteinander haben verkaufen ſich gegenſeitig beim Klaſſenlehrer oder beim Direktor. Dann kommt es wieder auf die parteipolitiſche Einſtellung dieſer an und ſchon iſt eine einſeitige Stellungnahme nicht zu ver⸗ hindern. Um ſich vor ſolchen Folgen zu ſchützen wird nun alles im Geheimen gemacht, und wer will nun behaupten, daß dies für die Enkwich⸗ lung der Schule und der Jugend erſprießlich ſeis Solange es nicht möglich iſt auch den Ellern die polit'ſche Bekätigung zu verbieken(was ein Unſinn wäre) ſolange kann man von einem ſun⸗ gen Menſchen nicht verlangen, daß er ſich voll⸗ kommen immun gegen das Gehörte verhält. Die Jugend iſt nun einmal ſo, daß ſie Meinungen, die ſie gehört und aufgreift, und die ſie für rich⸗ tig erkennt, ſich zu'igen macht und mitk der ganzen Kraft ihres ſugendlichen Idealismus per⸗ ſönlich vertritt. An dieſer natürlichen und ge⸗ ſunden Veranlagung können keine miniſteriellen Erlaſſe etwas ändern, das wird in alle Zukunft ſo bleiben! WMan möge doch endlich einmal erkennen, daß die Erziehungsaufgabe, die wir uns in der Hit⸗ lerjugend geſtellt haben, einer geſunden deutſchen Schule, einem geſunden deulſchen Staak und einer geſunden deulſchen Zukunft nur förderlich ſein können. Die Erz'ehung in Zucht und Ord⸗ nung, die Ertüchtigung von Geiſt und Körper und die Heranbildung zu politiſch reifen Men⸗ ſchen iſt für den Nakionalſozialiſten eine ſtaats⸗ politiſche Pflicht, der wir uns heute mehr denn je bewußt ſind. Der Erfüllung dieſer Pflicht kann und will ſich der heukige Sbaat nicht unkerziehen und er braucht ſich auch daher nicht zu wundern, wenn Deutſchlands Jugend bei Hitler ſteht, denn er kennk und wahrt das Recht der Jugend! e Sokols(Falken, Helden) und Polen mit den Harcerze(Bogenſchütze) und erſt recht die Sow⸗ jet⸗Un'on, ſo mag allmählich jeder deutſche Knabe bedenken, was er in Zukunft zu erwarken hat, wo doch rings um Deulſchland die Jugend für ihr Vaterland wehrtüchkig gemacht wird. Wenn ein Verſailler Verkrag oder was noch wiel ſchlimmer iſt, eine eigene Regerung die wehrſportlich nationale Zugenderziehung, wo im⸗ mer ſie nur kann verbietet, ſo können hier keine mehr oder minder verſpl'kkerte„bündiſche“ Ju⸗ gendgruppen und auch keine Konfeſſionell be⸗ ſtimmten Jugendorganiſationen, die von vorne herein das Volk geiſtig in unvereinbare Teile ſpalten,'lfe bringen. Hier findet nur die Volks⸗ bewegung Adolf Hitlers, die heute ſchon gewal⸗ ktige Teile der deutſchen Jugend in ihren Reihen mitführt, den Weg zur Freiheit. Wi.Wo. Der Freiheit entgegen! (Warſchlied.) Dichtung und Melodie von Otto Leber. Mit mächtigen Schritten erhebt ſich das Böſ, Die Knechlſchaft gilt's jetzt zu zerbrechen, Kein Zögern, kein Halten hinein in die Front, Wir wollen, wir müſſen es rächen, Was feindliche Willkür uns angetan; Aus unſeren Re'hen klingks wie ein Mann: Heil der Freiheitl Heil unſerem Führer aus Knechtſchaft zum Lichb:: Schon ſehe ich leuchten ein herrliches Rot am Himmel, das Zeichen der Freiheit, nicht kann uns mehr halten ein kleinlich Verbot, wir kennen nicht Lauheit noch Fe'gheit; gerüſtet ſind wir zu der letzten Schlacht, Der Sieg iſt uns ſicher, dann ſchallt's mit Macht: ,: Heil dem Volke! Heil der Freiheit! Heil unſerem Führer aus Knechtſchaft zum Lichtl:: Wenn frei dann das Volk, wenn die Retten geſprengt, wird Wohlſtand im Lande erblühen und einig und treu wird, was'sher getrennt, am Aufbau des Vaterland's dienen. Für Deutſchland bricht an eine neue Zeit; in mächtigen Chören klingks weit und breit: ,ꝗ Heil dem Volke! Heil der Freiheit! Heil unſerem Führer aus Knechtſchaft zum Licht!:ꝰ: (Die Notenblätter zu'eſem Lied ſind bereits an die Gruppen abgegangen. Nachbeſtellungen bei der Hauptorg. Leitung der HZ. Preis 10 Pfg) Her zurlliſler-Jugendl 2. Jahrg./ Ur. 87 Zeite b dnt mannheim. Mannheim, den 18. April 1932. Der geſtrige Sonnkag hat ſe'ne Rechte, die ihm als Apriltag zuſtehen, küchtig ausgenutzt. Ein dͤunſtiger Nebel lagerte bis in die ſpäten Morgenſtunden über den Straßen. Natürlich wurde durch dieſe Witkerung am nachhaltigſten der Verkehr beeinträchk'gt. Viele, die aus den Großſtadtmauern in die erſten Blüten an der Bergſtraße flüchten wollten, ſahen ihren Traum zerſtört. Auch der Betrieb auf den Sporbpläten litt unker dem unfreundlichen Wetter. Ein ech⸗ ter Aprilbag! RNoch acht Tage, dann wird wiederum das Künftige Schickſal Deutſchlands in'e Hände der Volksgenoſſen gelegt. In den größten deut⸗ ſchen Ländern und Gauen ſollen am kommen⸗ den Sonnbag die neuen Führer und Geſtalter gewählt werden. Man verſucht auch diesmal in bekannt„rit⸗ terlicher“ Weiſe das Glück zu korrigeren, indem man Preſſe-, Rede⸗, Verſammlungs- und Rund⸗ funkverbote verhängt. Wir ſind das gewohnk. Wir ſind gewohnt, gegen Terror anzuſtürmen. Wir haben kämpfen gelernt. Wöi'eder wird Adolf Hitler durch Deutſchland fliegen und die Schläfer aufrütteln. Wieder wird eine Ver⸗ ſammlungslawine über Deulſchland dahinfegen und aufräumen mit Lüge und Verleumdung. Sie haben uns SA und SS verboten. Laß fahren dDahin, ſie haben kein' Gewinn. Die Mihglieder⸗ liſten können ſie zwar ausradieren und ver⸗ brennen, 400 000 Kämpfer kann man aber nichk einfach weglöſchen. Mit dem vergangenen Samstag hat eine Woche ihren Abſchluß gefunden, die mit unaus⸗ löſchlichen Lettern in das Sch'ckſalsbuch des deubſchen Volkes eingegraben ſein wird. Eine Woche, deren Inhalt von enkſcheidender Bedeu⸗ kung iſt: JZum erſten Male in der Geſchichte unſeres Volkes haben ſich 13½ Millionen Deulſche, wahrhaft Deulſche hinter einen Führer ge⸗ ſtellt, nicht aus Eigennutz, nicht aus Angſt, ſon⸗ dern lediglich von dem heißen Glauben an eine Auferſtehung unſeres Volkes beſeelk. 13½ Mil⸗ lionen Volksgenoſſen nicht hinter dem Rücken eines Großen, nein, 13½ Millionen eins im Denken und Wollen't dem Herold eines neuen Deukſchland, eins im Fühlen und Han⸗ deln mit dem Führer des kommenden Dritten Reiches: Adolf Hitler. Hm. Polizei⸗Bericht vom 16. April 1932. Unfall. Um die geſtrige Mittagszeit glitt ein Hilfsarbeiter aus den-Quadraten auf der Jungbuſchſtraße in der Trunkenhe't aus und er⸗ litt durch den Sturz gegen eine Hausfaſſade eine ſtark blutende Kopfverletzung. Der Sanitäts- kraftlwagen der Berufsfeuerwehnr brachte den „Wann ins allgemeine Krankenhaus, wo ihm ein Nolverband angelegt wurde. Selbſtlölungsverſuch. Eine Frau aus Käfer⸗ bal verſuchte geſtern Abend durch Einnehmen einer'ftigen Flüſſigkeit ihrem Leben in ihrer Wohnung ein Ende zu machen. Sie wurde ins ſtädtiſche Krankenhaus gebracht. eder Leser wirbt einen neuen Abonnenten Monlag, den 18. April 1932. Aucg' um Aug. Zann um Zann! Das Preſſegletto in R 3, die„Volksſtimme“, auch das Blatt mit der neutralen Anzeigen⸗ ſeite genannt, bekannt durch ſeine Lügenhafkig⸗ keit, wenn es gilt, uns Nationalſoz'aliſten eins auszuwiſchen, hat wieder'nmal eine„politiſche Großtat“ vollbracht. In den letzten Tagen vor der Wahl erſchienen in dieſem koſcheren Blält⸗ chen verſchiedene Artikel, in denen Mannheimer Geſchäftsleute als Parkeimitglieder unſerer Be⸗ wegung aufgezeichnet waren, und'e am Schluß eine Aufforderung an die„Hindenburger“ ent⸗ hielten, bei dieſen Geſchäftsleuken nichts mehr zu kaufen. Inkereſſant und bezeichnend für dieſe Schmierer in R 3, die jeden Miſt von einem Lakrinenputzer veröffenklichen, iſt die Talſache, daß ſie einige Geſchäftsleute dabei erwiſchten, die mit unſerer Bewegung nicht nur nichtes zu kun haben, ſondern ſogar Hinden⸗ burg gewählt haben. Daß die„Volksſtimme“ mit dieſer Aktion genau das erreichte, was ſie beſt'mmt nicht wollte, nämlich eine koſtenloſe Reklame, mag wohl für die davon Bekroffenen angenehm ſein. Ja, es kamen ſogar verſchie- dene Geſchäftsleute zu uns und teilken mit, daß ſie durch dieſe„Reklame“ neue Kunden gewon⸗ nen haben. Es kamen aber auch andere, die dadurch Kunden verloren haben und mit Recht eine enkſprechende Gegenakklion erwarken. Von allem abgeſehen, wollte die„Volks⸗ ſtimme“ ihren polit'ſchen Anhängern zeigen, wo Geſchäftsleute mit deukſchem Herzen ſitzen, die nach Nationalſozialismus„riechen“ und die bei Einkäufen ſeitens der Marz'ſten nichk berück⸗ ſichkigt werden ſollen. Und das iſt beſtimmend für uns! Nehmen wir den Kampf auf! Aug' um Aug' Zahn um Zahn! Wir werden dieſen Burſchen mit gleicher Münze heimzahlen und wollen ſehen, wer dabei den Kürzeren zieht! Nachſtehend beginnen wir mit einer Veröffent⸗ lichung der edelſten der Juden, die ſich im ko⸗ ſcheren jüdiſchen Geme'ndeblatt als„ſelbſtändige jüdiſche Handwerksmeiſter“ empfehlen. Deutſche Volksgenoſſen, es heißt nunmehr nicht nur: Kaufkt nicht bei Juden! ſondern es heißt jetzt auch: Böſe Beiſpiele verderben gute Sitten! In Manheim exiſtiert ein„Jugendbund für enkſchiedenes Chriſtenkum“, deſſen Heim ſich in der Lindenhofſtraße 34 befindet. Wir waren immer der Meinung, daß dieſer Bund einſchließ⸗ lich der Le'kung nur für entſchiedenes Chriſten⸗ kum kämpft, ſich demnach jeder politiſchen Feſt⸗ legung enkhält. Wir haben uns gründlich getäuſcht. Sbadtverordneke Steger als Leiter dieſes Ju⸗ gendbundes, ſeines Zeichens Volksdunſtmitglied, iſt aber plötzlich von'nem kleinen Cäſaren⸗ wahnſinn befallen worden. Er verbot nämlich ſeiner ihm anverkrauten Jugend den Beſuch po⸗ litiſcher Verſammlungen, das Tragen von Ab⸗ zeichen verdechk oder öffenklich und bemerkle hierzu, daß Verſtöße gegen ſeine Anordnung mit dem Ausſchluß geahndet werden würden. Das Verhalken des Herrn Stadlve rordneken Steger reiht ſich würd'g dem Verhalten des geſamken Volksdunſtes an. Parole: Rechts-links, links⸗ rechks. Nur nicht konſequent ſein. Dagegen recht oreiſt die Nazis mit Stumpf und Stiel ausrotten. Sie haben ſich ein böſes Beiſp'el genommen, Herr Steger! Schnapp. Der Kauft nicht bei Marxiſten! Zeigt ihnen, daß wir uns nicht mehr län⸗ ger anpöbeln laſſen, zeigt Euer Zuſammengehö⸗ rigkeitsgefühl, kauft bei unſeren Inſerenken! Wir werden unſere Veröffenklichung in den nächſten Tagen't Marxiſten und ſolchen Leuken forkſetzen, die ſich in ihren Aeuße rungen gegen unſeren Führer und unſere Bewegung beſonders unflätig benommen haben. Rein jüdiſche Geſchäftsleute in Mannheim: Meßger:. Frank 2, Q 1, 19;, R. Hirſch, S 2, 13; Friedr. Schott, Q 7, 14b. Möbel: G. Grünfeld, Q 4, 7. Schneider: S. Strauß, K 3, 26. Schreiner: S. Kohl,§ 5, 25. Spengler und Inſtallatkeure: M. Gumberich, Rupprechlſtr. 65 S. Roſenzweig, K 2, 25. Tapezierer: e, e 2, 8. Kahn, D 2, 11. n. Uhrmacher und elekhr. Signak⸗ anlagen: K. Fiſchel, L 8, 5. Bächer: E. Kaufmann, Schwetzinger⸗ ſtraße 3; J. Reinhold, S 6, 11 N. Seeliger, F 3, 14; H. Weſtheimer, G 2, 11. Buchdrucker: A. Baruch, G7, 5; M. Ta⸗ ger, Rheinhäuſerſtr. 16; F. Steinhardt, Q7, 24. Elekthriker: W. Eltis, R 7, 10; M. Gumberich, Rupprechtſtr. 6. Gärtner: A. Heilbrunn, Jrael. Friedhof. Malermeiſter: N. Cohen, E 4, 9; M. Strauß, S 6, 16; J. Sonnenſchein, S 3, 9. Nationalſozialiſten und Anhänger unſerer Bewegung, falls Euch Geſchäftsleute bekannt ſind, die das rote oder ſchwarze Parteibuch in der Taſche haben, oder die ſich im Wahlkampf gegen unſeren Führer und unſere Bewegung wegwerfend äußerken, gebt uns dieſe Adreſſen in der Schr'ftleitung P 5, 13a bekannk, verkvau⸗ liche Behandlung iſt ſelbſtverſtändlich jedermann in jeder Hinſicht zugeſichert! Aku. Oaso Mõrehen von einem Sehreilerlein Es war einmal ein kleines und beſcheidenes Schre'berlein, das kärglich ſein Leben friſtele und die wundervollſten Zukunftskräume nur im ſtillen Kämmerlein kräumen konnte. Er war ſo arm, daß ſein kärglicher Verdienſt gerade dazu reichke, ſich einer Jungmädchen- und Jungmän⸗ nerſchar anzuſchließen, die am Sonntag die Stille und Erhabenhe't der Natur im freigeiſtigen Sinne ſtörke. Es war ferner einmal ein Stadtrat(Rote Farbe) der beſaß zwei Töchter, die ſich im Wald und auf der Heide einen Mann ſuchen wollten. Der Haken der ausgeworfenen Lie⸗ besangel der einen ſaß auch bald im liebeswun⸗ den Herz unſeres armen Schre berleins. Das Schreiberlein entdechke ſofork ſeine ſchlum⸗ mernde roke Seele und erkannte mit Feldher⸗ renblick die ſich bielende Gelegenheit als zukünf⸗ tiger Sladtratsſchwiegerſohn die Bonzen an der Futterkrippe um ein weiteres würdiges Mit⸗ glied zu vermehren. Mit einem Schlage war alle Not vorüber und mit Hilfe des roten Schwie⸗ gerpapas wurde aus dem einfachen und armen Schreiberlein ein ge'ſtiger Mitarbeiter bei der roten„Volkes⸗Stimme“. Nun reichten ſich Sladtratstochter und geiſtige Größe die Hand zum ewigen Bunde und es geht die Mär, daß dies nicht ſo freiw'llig geſchah, vielmehr der Storch dazu beikrug. Die Heldenbruſt des nun⸗ mehr geiſt'g Erhöhten ſchwoll mächtig an und niemand mehr erkannke in dem großmäuligen Genoſſen und Blechfront⸗Kommandanten das einſt ſo beſcheidene Schreiberlein, das würdig als gelehriger Schüler in die Fußlkapfen ſeines Schwiegerpapas getrelen war. Ehrgeiz und Charakter ließen den geiſtig Ge⸗ adelten nicht ruhen und raſten, er wurde Reichs⸗ bananen⸗General und't känzelnden Schritten hüpfte er vor den pazifiſtiſchen Genoſſen einher. Im Nebenberuf betätigte er ſich als Schnüffler und Fahrkarkenkontrolleur, wofür er mit einem Bonzenorden und der Ehre, 50 Mark an die Staatskaſſe zahlen zu dürfen, ausgezeichnet wurde. Auch wurde er an ausſichtsreicher Skelle als Kandidat für die Verkretung des Volkes nomin'erk. Selbſtverſtändlich mußte die hierzu notwendige Poſe einſtudiert ſein und ſo ſtand unſer Held mit ſeiner hohen Gemahlin jeden Morgen vor dem Spiegel und übte Miene, Hal⸗ tung und Bewegung als künftiger Oberbonze. Doch„mit des Geſchiches Mächten iſt kein ewiger Bund zu flechten“ und es ſoll Leute ge⸗ ben, denen die Augen aufgegangen waren und dieſe Leuke machten ihr Kreuzchen in das Feld der verhaßten Nazi⸗Partei. So fiel unſer Schrei⸗ berlein bei der Wahl durch und zum Zeichen der Trauer wurde der verräter'ſche Spiegel mit rotem Tuch verhängt. Für die mühſam eingeübten Volksvertrele“ manieren wurde ein neues Betätigungsfeld ge⸗ ſucht und gefunden, als die Pappdeckelfront der Heimkrieger gegründet wurde. Dieſen Helden⸗ geſtalten ſtellte ſich unſer Schreiberlein als Maul⸗ Akrobat vor und fand begeiſterken Beifall bei den Genoſſen, die noch an dieſen Zauber glaub⸗ ten. Mit neuer Hoffnung im Herzen, ſtolz ge⸗ ſchwellt die Bruſt zog unſer Schreiberlein wieder heim zur ſorgenden Gaktin, die allerd'ngs Sor⸗ gen und Schaffen dem im Bonzenhaushalt üb⸗ lichen Dienſtmädchen überließ, während die „gnädige“ Frau im teuren Sporbgewand den beſten Tennisſchläger ausländiſcher Marke ſpa⸗ zie ren führte. Auf'eſe Art kam unſer Schreiberlein zu einem Leben von Freiheit, Schönheit und Würde und wenn es nicht geſtorben iſt, dann lebt'eſes Schreiberlein heute noch. Hi⸗Hi. parole-Ausgabe. -Lehrerbund. Die auf Montag, den 18. April angeſetzte Sitzung fällt aus. ————— Die deutsche Fruu łaufit keine ausländiſchen Waren und nicht beim Juden, Ronſumverein oder im Warenbaus, ſondern nur in deutschen Geschdften KINO. Capikol: Im Capitol ſtellt ſich„Peter Voß, der Millionendieb“ nun auch den Kinofreunden der Neckarſtadt vor, nachdem wir ſein Tre'ben kürzlich an anderer Stelle geſehen und ein⸗ gehend beſprochen haben. Dieſen Streifen kann man ſich getroſt ein zweites Mal anſehen, ob⸗ wohl es beim erſten Eindruck bleibt, daß er in ſeiner Miſchung aus Luſtſp'el-, Kriminal⸗ und Landſchaftsfilm lediglich auf Unkerhaltung zu⸗ geſchnitten iſt. Die Handlung weiſt einige guke Ideen auf, bringt aber im Weſenklichen'chts Neues. Aber gelken laſſen muß man den Bild⸗ ſtreifen, denn er hat Tempo, Abwechflung, zeigt zum Teil gute Alelier:⸗ und Nakuraufnahmen, und eine Anzahl guter Darſteller bemüht ſich um den Erfolg.— Aus dem Nebenprogramm gefallen ſehr die hübſchen Aufnahmen aus unſe⸗ reim lippiſchen Landestkeil.— Schade, daß der famoſe Eindruck dieſes Stückchens Heimalkunde durch den anſchließenden WMicky-⸗Maus-⸗Kitſch zerſtört wird. Hm. * Gloria.„Der verjüngle Adolar“. Ein wirk⸗ licher Aufmarſch der Kanonen, allen voran die unverwüſtliche, vielgewandte Ida Wüſt, dann Fritz Schulz, Adele Sandrock und Kurt Veſper⸗ mann. Und alle müſſen ihr Beſtes geben, der griesgrämige Adolar, der mit Ida Wüſt„ſchwer“ wverheiraket und auf ſeine allen Tage noch ein⸗ mal„verjüngk“ wird, ein'ge Töchter und dazu⸗ gehörig die erforderlichen Schwiege rſöhne, die alle zuſammen eine nette und gut unkerhaltende Komödie fabrizieren. Nakürlich kommt jeder auf ſe'ne Koſten, ſowohl im Film beim happy end, als auch der Zuſchauer, der ſeine Lach— muskeln enkſprechend in Tätigkeit ſetzen kann. — Im Beiprogramm ein ſehr nekter Geſangs⸗ konfilm„Mein Traum wär ein Mädel“, in dem man wieder'nmal die anſprechende Anita Doris ſehen und hören kann. Und dazu noch ein hochwerkiger Tierfilm mit der aktuellen Wochen⸗ ſſchau. Alles in allem ein ſehr gutes Pro— gramm, faſt zu viel des Guten. Ku. * Ufa Univerſum:„Für den größten Ktſch die größte Reklame“, das wird wohl der Grundſatz geweſen ſein, der für das neue Programm im Univenſum ausſchlaggebend war. Ueber die Tonfilmoperekte„Mamſell Nitouche“ etwas von „hohem Niveau“ zu ſchreiben iſt eine Unmög⸗ lichkeit. Der Macher der Reklame für'eſes Machwerk kann in ſeinem Gehirn die Reaktion eines„hohen Niveaus“ als Reaktion für die Empfindung„Kitſch“ verſpürt haben. ausgieb'g langweilen will, beſuche dieſen Film. Wir lehnen es ab, den geiſtloſen Inhalt hier wiederzugeben. Das Beiprogramm ſteht über dem Haupkprogramm. Der Film„Wie Ali und Wolfi Freunde wurden“, iſt eine inkereſſante Tierf'lmſtudie, dagegen ſcheint die Leitung des Unternehmens Wert darauf zu legen, den an⸗ geſagken Farbentonfilm„Rhykhmus und Tanz“, ſowie die Tonfilmſtudie 9 nicht jedermann zu⸗ gänglich zu machen, denn wir haben vergeblich Wer ſich darauf gewarlet.— Die„Evolutionen auf dem Drahtſeil“ der Truppe„Die Braſellos“ ſtehen über dem Durchſchn'tt und verdienen den ge⸗ ſpendeten Beifall. Schauburg:„Madame Blaubart“. Man hat dieſem Roman-Film einen zugkräftigen Haupt⸗ titel gegeben und nannte ihn„Das Schickſal einer ſchönen Frau“. Eine ganz myſteriöſe An⸗ gelegenheit, in der eine ſchöne und raffinierte Frau eine große Rolle ſpielt. Sie hakte ſchon verſchiedene Männer,'e regelmäßig auf ganz geheimnisvolle Weiſe verſchwanden. Die regie⸗ techniſche Seite des Films iſt ganz mäßig. Man ließ ſämtliche Perſonen in'nem myſteriöſen Dunkel und vermied ſehr zum Nachkeil jeden Uebergang beim Szenenwechſel, ſodaß ſich der Beſchauer ſelbſt einen Zuſammenhang kon⸗ ſtruieren muß, eine Zumutung, die durch die außerordentlich ſchlechte Tonwiedergabe unmög⸗ lich gemacht wird. Kaum, daß man auch nur einen einzigen Satz im Zuſammenhang verſtehen kann. An dieſem Film iſt die moderne Tech⸗ nik des Tonfilms ſcheinbar ſpurlos vorüberge⸗ gangen.— Lil Dagover iſt gegenüber ihrer „Eliſabelh von Oeſterreich“ nicht wieder zu er⸗ kennen. Ihre Leiſtung iſt keineswegs überzeu⸗ gend, für derarkige Rollen iſt ſie jedenfalls nicht geeignet. Das wäre eine Sache für'e Suſa oder die Maurus geweſen! Das Beiprogramm enkſchädigt dafür in reichlichem Maße.„Der Weiberkrieg“ iſt eine ganz ausgezeichneke Ver⸗ fümung der Anzengruberſchen Komödie„Die Kreuzelſchreiber“. Liane Haid und Fritz Kam⸗ pers geben in dieſer Parodie auf die Pantoffel- helden eine ſehr gute Leiſtung ab. Ku. * Scala: Im Scala läuft der won uns ſchon beſprochene Louis⸗Trenker⸗Film„Berge in Flam⸗ men“, deſſen Beſuch wir jedem Freund wirklich guter Tonfilmkunſt wärmſtens empfehlen können. Veranſtaltungen im Planetarium in der Zeit vom 17. bis 24. April 1932. Sonnkag, 17. April: 15 und 16 Uhr Beſichkigun⸗ en. 17 Uhr Vorführung mit Vortrag:„Ein ng durch die Sternenwelt“. Montag, 18. April: 17 Uhr Planetariumsabend für Erwerbsloſe(4. Wiederholung). 20 Uhr Planelar'umsabend für Erwerbsloſe(5. Wie⸗ derholung). Dienskag, 19. April: 15 Uhr Beſichtigung. 17 Uhr Planetariumsabend für Erwerbsloſe(6. ene 20 Uhr Planetariumsabend für Erwerbsloſe(7. Wiederholung). Mittwoch, 20. April: 15 und 16 Ube Beſichli⸗ gungen. 20 Uhr Planekariumsabend für Er⸗ werbsloſe(8. Wiederholung). Donnerskag, 21. April: 16 Uhr Beſichtigung. 20 Uhr Planetariumsabend für Erwerbsloſe (9. Wiederholung). Freitag, 22. April: 15 u. 16 Uhr Beſichtigungen. Samslag, 23. April: 15 und 16 Uhr Beſichti⸗ gungen. Sonnkag, 24. April: 15 und 16 Uhr Beſichtigun⸗ —2 17 Uhr Vorführung mit Vortrag:„Der bernhimmel im April.“ ——— Ruoby Vor nur ſche Rugby⸗ Frankfurter kampf gegen 20.4(14:4)„ nis ozw. die ſchaft gemeſ ſpielen gegen und 34:0⸗Si⸗ mal etwas n daraus nicht deubſchen Na Frankreich b zoſen kraten ren Mannſch gen Deutſchle lich geſchloſſe Mannſchaft legenhe't des perlich, ſonde durch beſſere⸗ Druck, den d ausübten und zes überlegen ausgenützt, Engebniſſes n zeitig die ger termannſchaft Leiſtungen de mehr ausgegli Deutſchlan⸗ ————— Ado Schon dr. Maſſen in de Kaiſers“ und berg, währen den, denen d Lautſprecher Bis zu B die Chiemſeen länder⸗Trach, darkenkapelle Ankunft des erſter Redner Reichsleitung, unterbrochen, von Tiefe un nungen und partei und d notverordnung Ein ferne⸗ nen des Führ die Heilrufe, Klängen der das Podium der Kinder reichken. Au Blumen auf die Wangen f loſer Stille an Rede begann. „Im Ja Stkadt ziua chens eine dieſen 12. Männer v gung aller 12 Jahren Reich ein begann di Hiklers mit unumſchrän ſich ſofort z in allen Din die Zerſtöru Ergebnis heuke am daß ſie nich über ihre e über ihre Jahren gezi zu reden üb rg./ Ur. 87 Signa— Schwetzinger- V. Seeliger, 7, 5; M. Ta- ardt, Q7, 24. 7, 10 m. rael. Friedhof. ., 9. ein, S 3, 9. nger unſerer zute bekannt Parteibuch in Wahlkampf de Bewegung ieſe Adreſſen mnt, verkrau⸗ ich jedermann Aku. und ſo ſtand mahlin jeden Miene, Hal⸗ r Oberbonze. en iſt kein ſoll Leute ge⸗ waren und in das Feld unſer Schrei⸗ zum Zeichen Spiegel mit Zolksvertrete- gungsfeld ge⸗ echelfront der eſen Helden⸗ in als Maul⸗ Beifall bei zauber glaub⸗ zen, ſtolz ge⸗ erlein wieder erd'ngs Sor⸗ haushalt üb⸗ vährend die bgewand den Marke ſpa⸗ reiberlein zu it und Würbde in lebt'eſes Hi⸗Hi. abe. itag, den 18. — rauft beim Juden, ondern nur ndften ee Fritz Kam⸗ ie Pantoffel- Ku. 'n uns ſchon irge in Flam- ꝛund wirkllch empfehlen netarium hril 1932. Beſichligun⸗ zortrag:„Ein bariumsabend ng). 20 Uhr loſe(6. Wie⸗ ſichtigung. 17 werbsloſe(6. tariumsabend lhr Beſichli⸗ dend für Gr⸗ Beſichtigung. Erwerbsloſe eſichtigungen. ihr Deſichei Beſichtigun⸗ ortrag:„Der 2. Jahrg./ Nr. 87 Monkag, den 18. April 1932. Seite 7 Vor nur 2000 Zuſchauern wurde die deut⸗ ſche Rugby-Ländermannſchaft am Sonntag im Frankfurter Stadion beim ſiebenlen Länder⸗ kampf gegen Frankreich von den Franzoſen mit 20:9(14:4) geſchlagen. Wenn auch das Ergeb⸗ nis ozw. die Riederlage der deulſchen Mann⸗ ſchaft gemeſſen an den beiden letzken Länder⸗ ſpielen gegen Frankreich, die mit hohen 31:0⸗ und 34:0⸗Siegen der Franzoſen endeken, dies⸗ mal etwas niedriger ausgefallen iſt, ſo iſt doch daraus nicht zu folgern, daß die Stkärke der deubſchen Nationalfünfzehn ſich im Vergleich zu Frankreich bedeutend gehoben hat. Die Fran⸗ zoſen kraten diesmal't einer elwas ſchwäche⸗ ren Mannſchaft als bei den letzten Spielen ge⸗ gen Deutſchland an. Erfreulich iſt die weſenk⸗ lich geſchloſſenere Leiſtung, die Deutſchlands Mannſchaft zeigte und die zeitweilige Ueber⸗ legenheit des deutſchen Skurmes, nicht nur Kör⸗ perlich, ſondern auch durch Schnelligkeit und durch beſſeres Dribbling. Gerade der ſtarke Druck, den die acht deutſchen Stürmer vereink ausübten und hierin den Franzoſen als Gan⸗ zes überlegen waren, wurde nicht genügend ausgenützt, ſonſt hätte eine Verbeſſerung des Ergebniſſes möglich ſein können, wobei gleich⸗ zeitig die gewiſſe Schwäche der deulſchen Hin⸗ termannſchaft gegenüber den ausgezeichneten Leiſtungen der auf franzöſiſcher Seite etwas mehr ausgeglichen werden Können. Das Spiel. Deutſchland beginnt das Treffen mit großem Schon drängten ſich die anſtürmenden Maſſen in den größten Saal des„Deukſchen Kaiſers“ und eine Stunde ſpäter im Schloß⸗ berg, während ebenſoviele im Freien ſtan⸗ den, denen die Rede des Führers durch Lautſprecher vermittelk wurde. Bis zu Beginn der Verſammlung ſpielte die Chiemſeer Kapelle, heute in ihrer Ober⸗ länder⸗Trach,t vor kurzem noch die Stan⸗ dartenkapelle der Ortsgruppe. Da ſich die Ankunft des Führers verzögerte, ſprach als erſter Redner Dr. Frank II, Mitglied der Reichsleitung, oft von ſtürmiſchem Beifall unterbrochen, in glänzenden Ausführungen von Tiefe und Sarkasmus über die Mei⸗ nungen und Taken der Bayeriſchen Volks⸗ partei und die Hintergründe der Verboks⸗ notverordnung über die SA und Se. Ein fernes Brauſen kündet das Erſchei⸗ nen des Führers an. Immer näher rollen die Heilrufe, als Adolf Hitler unter den Klängen der Kapelle und endloſem Jubel das Podium betritt, wo ihm drei Oberlän⸗ der Kinder Blumen der Voralpen über⸗ reichten. Auch vom Balkon regnete es Blumen auf den Führer, der den Kindern die Wangen ſtreichelt und dann unker akem⸗ loſer Stille am Mikrophon ſeine einſtündige Rede begann. „Im Zahre 1921 wurde hier in dieſer Stadk zma erſten Male außerhalb Mün⸗ chens eine Orksgruppe gegründel. In dieſen 12 Jahren iſt aus der Handvoll Männer von damals die größte Bewe⸗ gung aller Zeiten geworden. In dieſen 12 Jahren wurde aus dem deulſchen Reich ein Trümmerhaufen.“ Und nun begann die große Abrechnung Adolf Hiklers mit den verſchiedenen, ſeildem unumſchränkk herrſchenden Parteien, die ſich ſofort zuſammenfanden und ſehr eilig in allen Dingen waren, in denen es ſich um die Zerſtörung Deukſchlands handelk. Das Ergebnis dieſes Regierens ſehen Sie heuke am ſchärfſten dadurch umriſſen, daß ſie nichk in der Lage ſind, in elwas über ihre eigene Regierung zu ſprechen, über ihre Ergebniſſe, ſondern nach 14 Jahren gezwungen ſind, im Wahlkampf zu reden über das, was ihre Gegner kun. o on 4„ 22. UN d 23. 4741 1922 Meuesfe Sportnachriohten -Augby Länderlumyf Deulſchlond-Frankreich.20(414) Eifer und iſt zunächſt überraſchenderweiſe über⸗ legen. Hinzu kommt eine ſtarke Aufmunterung durch einen ausgezeichnet gelandeten Sprung⸗ treffer des Hannoveraner Schlußmannes Heine! der Deulſchland dam't in:0⸗Führung bringt. Auch ſpäter wird das Spiel zumindeſt gleich⸗ wertig geſtaltet, da die Croß⸗ und Seitenkicks der deutſchen Hintermannſchaft und Angriffs⸗ reihe ſehr gut gelingen. Bald macht ſich aber die größere Schnelligkeit der franzöſiſchen Drei⸗ viertelreihe bemerkbar, ſodaß Erfolge der Gäſte nicht verhindert werden können. In der elften Minute kommen die Gäſte durch Coderen zum erſten Verſuch, der ebenſo wie zwei weilere, nicht erhöht wird. Deuſſchland verſucht immer wieder mit ſeinem Sturm und ſeiner Hinter⸗ mannſchaft zu Erfolgen zu kommen, doch ver⸗ teidigt die franzöſiſche Dreiviertelreihe und der ausgezeichnete Schlußmann Guiral ſehr ſicher. Kurz vor Schluß der Halbzeit zeigt dann Bail⸗ lette einen wunderſchönen Lauf. Der Verſuch wird von Chaud erhöht, ſodaß die Franzoſen mit 14:4 in Vorteil liegen. Der kurz vor dem Wechſel verletzte Heine erſcheint nach der Pauſe wieder und Deutſch⸗ land kann durch großen Eifer eine halbe Stunde ſehr gut ſpielen, ſodaß man an eine Verbeſſe⸗ rung des Ergebniſſes glaubte. Leider vergeblich! Die Franzoſen ſtoppten aber immer wieder im lehten Augenblick'e deulſchen Angriffe ab, ſo⸗ daß der Ball kurz vorher getötet wurde, ehe er deutſcherſeits gelegt werden konnte. Kurz vor Sie können ihre Wahlpropaganda nicht dadurch führen, daß ſie ihre Leiſtungen für ſich ſprechen laſſen, ſondern daß ſie den Gegner angreifen und mik Lügen und Verleumdungen überſchüklen.“ Adolf Hitler verweiſt auf Coburg, Thü⸗ ringen und Braunſchweig, wo die Partei der NSDaAp bei jeder Wahl eine hundert⸗ prozentige Verſtärkung erfuhr. „Ich weiß nichk, ob die Bayriſche Volks⸗ parkei dieſes Mal auch eine hunderlpro⸗ zenkige Verſtärkung erreichen wird, (große Heiterkeil) oder die Sozialdemo⸗ krakie, oder die Slaatsparkei. Wenn überhaupk die jehige Enkwicklung ein Ende nehmen ſoll, kann es nur geſchehen in einer Bewegung, die nichk(wie die Bayriſche Volksparkei) mit 19 Manda⸗ ken im Reichslag ſißt, ſondern mik—300 Mandaken. Wenn heuke Reichslags⸗ wahl ſtalkfindet, marſchieren wir mit wenigſtens 200 Abgeordneken in den Reichlsag.“ Hierauf rechnet Adolf Hitler mit den Lügen der Bayriſchen Volkspartei und des Zentrums ab, die ſich mit dem Mankel der Religioſität umgeben und auf der anderen Seite mit Atheiſten, Gottesleugnern und Freidenkern die politiſchen Geſchehniſſe machen. „Es würde in Deulſchland weſenklich beſſer ſtehen, wenn nichk gewiſſe Par⸗ keien verſtanden hätten, ſich mil dem Mankel derReligioſikäk zu umhüllen, den ſie nichk verdienen, weil ſie dieſes Man⸗ kels nicht würdig ſind. Wenn die Prie⸗ ſter, ſtalk den Gegner herunkerzuſehen undlunwahrheiken auszuſtreuen, ſich auf das Gebiek einer wirklichen Seelſorge beſchränken würden, dann würden die Millionen Menſchen, die jeßt durch das Verhalken der Prieſter in einen Konflikk hineingekrieben werden, abſoluk lautere, gläubige und kreue Diener ihrer Kirche ſein.“ Um was ich kämpfe— ſo ſpricht der Führer— ſind nicht Miniſterſeſſel, oder Abgeordnekenmandake, ſondern deukſche Menſchen, um die Millionen deulſcher Menſchen aus ihrer Parkeiverirrung zu Spielende erziellen dann die Franzoſen noch ſechs weitere Punkte. Die Krilik der deutſchen Mannſchaftk. Bei der deulſchen Mannſchaft war Heine als Schlußmann ſehr gut in der Abwehr und im Kicken. In der Dre'pierkelreihe war der Hannoveraner Jſenberg der beſte Mann. Die ganze Reihe ſpielte aber reichlich unſicher, fing ſchlecht und war beſonders in der zweiten Halb⸗ zeit ſchlecht geſtaffelt. Von den beiden Halbs lieferte der Heidelberger Los ein ſehr gutes Spiel. Im deutſchen Skurm ſind Pfiſterer und Grotehenne als ſehr gut zu erwähnen. Die Beinarbeit der Achkerreihe ließ im Gedränge zu wünſchen übrig und die Durchſchlagskraft beim Dribbling wurde nicht genügend ausgenützt.— Schiedsrichter Stein⸗Heidelbeng leitele ſehr aufmerkſam und einwandfrei. * Werbeſpiele in Frankfurk a. M. BScé 99 Offenbach— Heidelberger R.21 Einkr. Frankfurk— TW 46 Heidelberg 16:8 TV 60 Frankfurt 2.— Alemannia Worms 16:6 TV 60 Frankfurt— Ræ Pforzheim 14:3 TG9 78— T* 57 Frankfurk⸗Sachſenhauſen:1 Berückſichligt man, daß in der TG.Elf bei dem in Frankfurt ausgetragenen Spiel drei Er⸗ ſatzleute eingeſtellt werden mußken ſo befriedigt Mdolf Hiller bei der älteſten Ortsgruppe Auberhalb Münchens löſen und in eine neue Volksgemeinſchaft einzufügen. Deukſchland wird dann wie⸗ der frei werden und Lebensmöglichkeilen bekommen, wenn dieſes große Ziel er⸗ reicht iſt. Die Blüte des Reiches iſt die Vorausſehung der Blüte der deulſchen Skädte und Bauern.“ Und während in Roſenheim noch die Beifallsſtürme koben, iſt der Führer bereits. wieder auf der Fahrt nach Miesbach, wo Tauſende ihn fiebernd erwarken. eee Zeitungsverbot Nr.201/203 Die neue Verbolswelle gegen die NSDAꝰ ſcheink ſich nicht allein gegen die SA und SS, ſondern neuerdings auch wieder mit beſonderer Hefkigkeit gegen die nakionalſozialiſtiſche Preſſe zu wenden. An einem Tage wurden in Baden verbolen: 1. Auf 5 Tage„Der Führer“. 2. Auf 5 Tage„Der Alemanne“. 3. Auf 10 Tage„Schwarzwälder Ta⸗ geblakk.“ Von fünf nakionalſozialiſtiſchen kungen in Baden ſind alſo nun glücklich drei verboken.„Geiſtesfreiheit im Zahre des Heils 1932. eeen Vollsentſcheid in Oldenburg ſiegreich Am geſtrigen Sonntag wurde im Frei⸗ ſtaat Oldenburg der von den in der Natio⸗ nalen Oppoſition zuſammengeſchloſſenen Parteien in Gang geſeßte Volksentſcheid auf Auflöſung des Oldenburger Landkages durchgeführt. Gleichzeitig brachten die Kommuniſten den roten Volksentſcheid mit dem gleichen Ziele zur Abſtimmung. Nach dem Abſtim⸗ mungsergebnis iſt der Volksenkſcheid mit großer Mehrheit durchgekommen, ſo daß der Landtag aufgelöſt wird. Ergebnis des Volksenkſcheides vom 17. April 1932. Jaſtim. Neinſtim. Unglig. Landeskeil Oldenbg. 99 440 4 126 811 Landeskeil Lübeckh 12 643 872 190 Birkenfeld 13282 798 78 Geſamlergebnis im Frei⸗ ſtaak Oldenburg 125 365 5 796 1 079 Für das Volksbegehren ſind eingetreten Nationalſozialiſten, Deukſchnationale Volls⸗ partei und Kommuniſten. Die Neuwahl des Landtags wird vermutlich am 29. Mai ſtatt⸗ finden. Tageszei⸗ das Ergebnis wollkommen. Die erſte Spielhälfte zeigle eine leichte Ueberlegenheit der Frankfur⸗ ber, da die Heidelberger Fünferreihe wenig Kampfgeiſt in dieſem Zeitabſchnitt aufbrachte. Nach der Pauſe jedoch wurde mit größerer An⸗ griffsluſt gekämpft, ſodaß die letzten 35 Minu⸗ ten im Zeichen der Ueberlegenheit der 78er ſtan⸗ den. Außer dem durch den Halblinken erzielben Ausgleichstreffer reichte es aber nicht zum ſieg- bringenden Tor, da der Frankfurker Torhüter durch prächtige Paraden glänzte und mehrere Schüſſe knapp ihr Ziel wverfehlten. Bei den 78ern erwies ſich beſonders in der zweiken Halbzeit Verte digung und Läuferreihe als zu⸗ verläſſig, während bei den Stürmern Schreiber auf Rechtsaußen ein hervorragendes Können bewies. TGh 78 2.— Spfr Landau 1. 265 78 Jugend— 5Ch Zugend TGH 78 Damen— HTV 46 Damen Weilere Ergebniſſe: TV 46 Mannheim— Kichers Stuttgart 22¹ Blau-Weiß Speyer— VfnR Mannheim ausgef. Münchener SC— Jahn München•6 60 München— Wacker München 3˙2 SfUSSBAlI Um die ſüddeutſche Meiſterſchaft Ableilung Südoſt: 38 — FV Raſtatt— Karlsruher F.4 Bayern München— Spogg Fürth:0 1. FC Nürnberg— 1860 München 3¹1 1. FC Pforzheim— Vf Stutigart:3 Abkeilung Nordweſt: Vfè Neckarau— FSV Ma'nz 1 Wormatia Worms— Eintr. Frankfurt 5˙3 5S*V Frankfurt— S Waldhof:1 Fn Pirmaſens— Saarbrücken:0 Stuttgarter Kickers ſũddeutſcher Pokalmeiſter Skukkgarker Kichers— Amicilia Viernheim:0 Im Enoſpiel um den ſüddeutſchen Pokal ge⸗ lang es den Stuttgarter Kichers am Sonnkag auf dem VfB-Platz in Stuttgark vor 10 000 Zu⸗ ſchauern, einen eindeutigen Sieg zu erringen.— Mit:4 mußten ſich die Gäſte, nachdem ſie bis zur Pauſe mit:0 im Hintertreffen lagen, ge⸗ ſchlagen bekennen. Die Kickers zeigken das weit beſſere Spiel und waren ihrem Gegner in jeder Phaſe des Fußballs haushoch überlegen. Die Mannſchaft, die in gewohnter Aufſtellung antrat, hatte keinen einzigen Verſager. Das Spiel begann mit dem Anſtoß Viern⸗ heims zunächſt ausgeglichen. Die erſte Chane der Gäſte hatke Vallendor, der aus kürzeſter Enkfernung einen Flachſpaß des Rechtsaußen hoch über die Lakten knallte. Auf der Gegen⸗ ſeite hielt Krug verſchiedene Male ſicher. In der 15. Minute aber kamen die Kickers durch Merz, der an dem herauslaufenden Krug vor⸗ bei einſchoß, zum erſten Treffer. Kaum war der Beifall verhallt, als Merz eine Flanke des Linksaußen zum zweiten Tor verwandelte. Bis zum Wechſel machke ſich eine leichte Ueberlegen⸗ heit der Kickers-Elf immer deutlicher bemerk⸗ bar. Nach der Pauſe kamen die Stuttgarker in der 30. und 31. Minute durch Merz und Meß⸗ mer zu zwei überraſchenden Toren, die den End⸗ ſreg ſicherſtellten. Die Gegenangriffe der Viern⸗ heimer konnken alle gewehrt werden. Kiß II. leiſtete ſich durch Nachſchlagen eine Tätlichkeit, die vom Schiedsrichter mit Plaßverweis geahn⸗ det wurde. Um den Verbandspokal. Würzburger Kichers— OS München 23 FC Mühlburg— FC Freiburg verlegt VfR Mannheim— 05 Saarbrücken(Sa) 7: SpVgg Mundenheit— 05 Saarbr.(So) 2: Kickers Offenbach— Vinktorig Urberach 9: Privakſpiel: Vfè Neu⸗-Jſenburg— SpVgg Sandhofen:3 Aufſtiegſpiele der Gruppe Rhein: Vfe Neuſtadt— FG Rohrbach 2 VfR Kaiſerslautern— 03 Ludwigshafen:0 2 —— Hauptſchriftleiter Dr. W. Kattermann. Derantwortlich für Innenpolitil und Badiſche Politi: Dr. W. Katzar⸗ maun; ſür Außenpolitik, Feuilleton und Noman: B. Seeger⸗Kolz lar Gemeindepolitit, Lolales und Bewegungzteil der S Masa zeim unbd Weinheim: ch. Ratzel⸗Mannheim; für Gemeindepolknz, Vokales und Dewegungzteil der üörigen Gebiete: neberle; für Raß unb Fern und Sport: neberle; für—.——————— berg, Ott⸗Mannheim. Sämtliche 11 3 berg.(W. Natßel, d, On nnheim in Ma 5 Sprechſtunden der Redaktion: täglich 17—18 unn Druckerei whinter, Heidelbers ober MaMienen uM 39. pakussiscu-Ssübokurscut KLAssENIOTTERIE RADIlO belegenheitskäule ſtadio-Zentrale am Kaiserring, M7, I neben Cafe Hartmann. Seite 8 Monkag, den 18. April 1932. 2 Zs. Ble Die Zentrumspartei erinnert ſich der chriſtlich⸗ſozialen Volksgüter Wahlen ſind auch zu etwas gut. Das beweiſt uns der Wahlaufruf der preußiſchen Zenkrumspartei, in welchem es an einer Stelle heißt:„wir haben jede Möglichkeit wahrgenommen, wirkſchaftliche und ſoziale Kultur zu pflegen und die chriſtlich⸗ſittlichen Volksgüter ſicher zu ſtellen.“ So was muß nalürlich das Zenkrum vor einer Wahl je⸗ weils ſchreiben, wenn es auch die allergrößte Lüge und frechſte Behaupkung iſt. Hand in Hand mit der gotkloſen SpD hat dieſe Partei die chriſtlich-ſittlichen Volksgüter nicht nur nicht geſchützt, ſondern geradezu verraten. Unter dem Schlagwort:„Sozia⸗ lſt ſein heißt Freidenker ſein!“ idenkifizie · ren ſich die Sozialdemokraten mit der Gokt⸗ loſenbewegung. Mit dieſem Gelichter zuſammen hat das Zenkrum angeblich die„chriſtlich⸗ ſittlichen Volksgüter“ geſchützt. So heißt es im Wahlaufruf! Wir ſind in der Lage, ein Bild zu geben von der Art und Weiſe, mit welcher Kumpanei die Schützer der„chriſtlich⸗ſittlichen Volksgüter“ imtüche Bekauntmachungen. Güterrechtsregiſter Band 1 S. 183a; Zeller Karl, Bicker in Mauer und Elſa geb. Röſcher: vom 6. Apr'l 1932 Gütertrennung. S. 184a: Wolf Michael, Landwirt in Heidel⸗ berg-Wieblingen und Magdalena geb Bender: Werkrag vom 7. April 1932 Verwaltung und Nutznießung des Ehemannes ausgeſchloſſen. . 185a: Leiperk Hans, Kaufmann und Ho⸗ telier in Heidelberg, und Augufla Wilhelmine b. Sajons: Verkrag vom 30. März 1932 Gü⸗ rtrennung. S. 186a: Re'ſer Heinrich Hermann, Schuh⸗ macher in Doſſenheim, und Eliſabelh Magdalena geb. Kling: Vertrag vom 5. April 1932 Errun⸗ Kenſchaftsgemeinſchafr mit Vorbehaltsgut. S. 187a: Windiſch Johann, Gelderheber in idelberg⸗Kirchheim, und Veronika geb. Vogel: rtrag vom 7. Apr'l 1932 Güterkrennung. S. 188a: Schmidt Oskar, Schreiner in Nuß⸗ loch, und Suſanna geb. Schnepf: Verkrag vom 9. März 1932 Heidelberg, den 14. April 1932. Amksgerichl. Habe meine Sprechstunden wieder aufgenommen. Dr. med. Kasbaum Bergstraße 36 Seidene Lampenschirme zu noch nie gesehenen Preisen von.40 an nur bei Drestinari. Kleinschmiätstrabe! Aumnusnnuntnsannmiunnntnnannnanknrnnanraamnanznniminsnsinunnmsatäünkanärünsamnüntitündattänümtiaünnnamrinüünnüüt Der Schlechteste Herä wird wieder wie neu repariert. Garantie für Bren- nen und Backen. Alle Reparaturen an Herden und Oefen, sowie Setzen, Putzen u. Ausmauern. Gtenselzerei Herdschilesserei Telefon 28219 F. Krebs, J. 7, 11 8* in Preußen und Baden zuſammenarbeiten. Am 22. März 32 veranſtalteten in Deſſau (Anhalt) die„Roten Fanfaren“, das ſind jugendliche Laienſpieler, die ſich größtenteils aus der Sozialiſtiſchen Arbeiterjugend(SAs) rekrutieren, eine freigeiſtige Revue,„Pfaf⸗ fenſpiegel“ bekitelt. Die mit dem ſozialdemo⸗ krakiſchen Parteiabzeichen geſchmückten Beſucher der Veranſtaltung beſtanden zur guten Hälfte aus Erwachſenen, zu etwa 30 I1 Prozent aus Halbwüchſigen von 14—18 Jahren, der Reſt waren Kinder im Aller von—12 Jahren. Die hohe Anzahl Ju⸗ gendlicher und Kinder in dieſer Vorſtellung, die bis abends 11.30 Uhr dauerte, beweiſt, daß die ſozialdemokratiſche Organiſation der Kinderfreunde Anweiſung zum Beſuch gegeben hatte. Was hier alſo von Jugendlichen für Zugendliche und Kinder an Verhöhnung der Religion, des Goltesbegriffes, der Geiſtlich⸗ keil und des Sikllichen an ſich gebolen wurde, überſteigt jede Vorſtellung. Dem 20 jährigen Konferencier(Angehöriger der Stadttheater Heidelberg. 19.45.V. B. Abt. S 1 u. IV. Hontag 18. April 22•.15 Der Biberpels Abonn. A 30 Dienst 19.8 19. Apri 23.30 Die Dubarry .V. B. Abt. II Metwoech—— 20. April 2² 30⁰ Die Dubarry Abonn. B 30 Dennerstag 10.55 21. April 22.30 Die Dubarry Abonn. C 30 rrei 1095 22. April 22.30 Die Dubarry Halbe Preise. Wor, 19.45 8 23. Apri 22⁰³3⁰ Der Vogelhündler Wir empfehlen in bester Qualität: emüse-u Mamemamen in den besten Hochzuchten. Fämll. andwirtschafll. Saaten wie Rot- und Blauklee, Saatwicken, Saaterbsen, Esparsette, Grassamen f. Wiesen sowie Zierrasen. Saatka⸗ toffeln(Böhm's allerfrüheste). Lllius Wagner, E Samenhandang Heidelberg, Plöck 11 Fahrräder werden zu Spottpreiſen dir. an Priv. abgegeben. Doppler, K 3, 2, hths. Sahrradgroßhandlung. EMnDA Schlafzimmer. Einer niesigen Lehrerin haben wir ein neues schweres Eichen- schlafzimmer verkauft. Sie hat uns bei dieser Gelegen- heit ein Schlafzimmer lhrer Eltern zur Verfügung ge⸗ stellt. Das Zimmer wird von uns nochmals gründl. nach- gesehen, sodaß Sie also ein Schlafzimmer erwerben, das Anamnanmminsannmnmaniamnnmnmnrinlmmanntamnnninmnnanimanzmnnznantnsminmnnininürünirinnsznussinmsaninäsnnagsntititünnitign Innen bestimmt gefallen wird Es hat vor allem 1 großen Ztür. Spiegelschrank 180 brt. 22 SoOoO0OOOOOOQOQQQDOQe/ für Wäsche ½ für Kleider, Fa F raã c4 e F 4——+5 — 4 2 ische, grobe àasc omm. erſtll. Markenräder kaufen Sie ſtaunend billig bei 0 tiker-S0 E7 mit Spiegelauts. u. 2 Stünle. fahrrai-brobvertrieb P 5, 4 feben Dunacher Hof ze Mrz, 185. zezen o. — ür—— gegen sof. Aura—————enbie 5f Wi berl. Hypotheken Baukapital, auf nur reeller Basis durch Scubvkni, Mannpein Güärtnerstraße 85. daß morgen sicherlich alle Brautleute von Mannheim und der ganzen Pfalz gelau- fen kommen, um ds. Schlaf- zimmer zu erwischen. Individ. Augengläser- anfertigung nach Mal Lleferant aller Kran- kenkassen. Bellenstr. 2(alte Oelfabrik) flà 1, Mitteistr. 26, 0 4. 13 direkt hint. Hauptbahnhof, 7655665666666060 durcngen. geöftn. v.—7 Unr Landes Mannheim-Lindenhof, SAs) floſſen Worke wie 5175, Abtreibung, widernakürliche Unzucht, Geilheit der Pfaf⸗ fen ekc. nur ſo von den Lippen. Gott war als nackter chineſiſcher Kuli dargeſtellt, „welchem Popanz der Sprechchor die Mas⸗ ke vom Geſicht riß“. Im Anſchluß ſangen zwei katholiſche Prieſter ein Couplet, das auch in einer Matroſenkneipe ſeine Wir⸗ kung gekan hätte und deſſen Refrain, von entſprechendenden Geſten begleitet, lautete: Wir beten wie es uns frommt, bis nachher das„andere“ kommk. Juppheidi und Juppheida Wozu iſt denn die Liebe da! Worauf ſich auf offener Bühne ein evangeliſcher und ein katholiſcher Pfarrer an einem Schulkind zu vergreifen ſuchten, bei welchem Vorhaben der Katholik die Feſtſtellung kraf, daß die Kleine ſchon ganz hübſch ſtraffe Haut und fekte Schenkel hätte. Das Kind deklamierke:„Nanu, meine Her⸗ ren, nanu, ich glaube, Sie greifen zu!“ Das alte Thema vom Pfarrer und ſeiner Köchin war, damit es in den Rahmen paßte, ins Kaſchemmen-Format gebrachk worden. Der katholiſche Geiſtliche, hier wie in allen Stücken als Trokkel und ekelhafker Bock dargeſtellt, gröhlte: HSeicelberg ——————————— Das Weib, bei dem ein Pfaff gelegen Zol. ATimmewonng jeweils mit Wohn⸗ und Spülküche, Speiſekammer, ——— eingericht. Bad, Balton u. ſämtl. Zuhehör, Nãhe der Straßenbahn und O. E..⸗Halteſtelle, auf 1. Juni je vermieten. 32 edrich Schumacher eidelberg⸗Wieblingen Grenzhöferweg 14. bilanzſ., erf. Buchh. ber⸗ nimmt An⸗ legen und Führen Ihrer Bücher, ſowie Erl. ſämtl. kaufm. Arbeiten ſtunden⸗ und tageweiſe bei billigſter Berechnung. Angebote unter Ur. 295 an den Verlag d. Itg. Preis der Lose 3. TROTTER Staatliche Lotterie-Einnahme Bismarckplatz(Arkadenbau) erhält dafür des Himmels Segen, und Die Kirche braucht ſtets neue Kälber die macht der Pfaffe alle ſelber! SLIIITH bt AMANnOμðODL,oes TMC½Iφ SFTVEHeBSZHTUUN ERASGSS εςS: SEVHolb hucnon. Dreub.-Jü⏑, Hlasscnlotteric mammnnnsnnännnrnnunrnninmunünintnninunrnnürigrnnänünknninnmtunäninsnnaatärinüntuninüntunisnaümsg Ziehungsbeginn diese Woche. 2—44—4—+¹ 10.- 20.— 40.— pro Klasse Telefon 58 ———— Sic ernalien 9 Iruinennen von ſelbſt ebender, unter lð Dedilngenien—— ufſicht ſtehender ſchwerer Schlag Darlehens⸗Raſſe hat abzugeben Böõhlerſche Geflügelfarm Sandhauſen. T Bergheimer für jeglichen Zweck bei ge⸗ b I 8 E ringem Zins auf 6 Jahre ——6 kurzer Wartezeit. Mk..80 Anfragen unter Nr. 509 an wohlschmeckend, wirkszam, den Derlag dieſer Zeitung. radicef 1 salla. Lehrstelle Asthmater Nerventes] als Roch oder Konditor Entkalkungstee geſucht. Bergheimer Apotheke Angebote unter Nr. 298 an Heidelberg. den Derlag d. Itg. Handels⸗Hochſchule Mannheim. Hochſchule für Wirlſchaftswiſſenſchaflen. Die Vorleſungen und Uebungen des Som⸗ —— beginnen Monkag, den 2. Mai Der Vorleſungsplan enthält wiederum zahl⸗ reiche Vorleſungen und Uebungen, die weiteren Kreiſen Gelegenheit zur Forkbildung und Ver⸗ kiefung ihre Allgemeinbildung bieten. Dieſe Vorleſungen liegen vornehmlich in den Stunden nach 17 Uhr und kommen deshalb für den Be⸗ ſſuch durch die in der Praxis ſtehenden Damen und Herren beſonders in Frage. Im Sommer⸗ Semeſter iſt wieder der Beſuch folgender All⸗ gemeiner Vorleſungen und Vorkräge ohne Lö⸗ ſung einer Hörerkarke vollkommen gebührenfrei geſtattet: Ludewig, Grundzüge der deutſchen Rechts⸗ geſchichte(Mi. 10—11); Glauſer, La phyſionomie de la France, Ré⸗ ionalisme, types ſociaux(Vorkragsſprache Franzsſiſch)(Fr. 20—21); Gutkind, Erklärung der Göttlichen Komö⸗ die II(Segefeuer) von Danke Alighieri(Mo. 20—21); Springer, Engliſche Geſchichte mit beſon⸗ oͤerer Berückſichtigung der neueren und neu⸗ eſten Zeit(Mi. 20—21]); Muckle, Goethe als Kulturmacht des neun⸗ zehnten Jahrhunderts(Mo. 20—22); Sprater, Burgen und Schlöſſer des ſüd⸗ 39ο οοο ο ο ο ο ο ο οο ο ο οο ο ο οοο Elsa Grüdelbach staatlich anerkannte Lehrerin des Klavierspiels Diplom des Deutschen Musikpädagogischen Verbandes Zähringerstraße 1“ 5000000O0O0O0O0OOOOOOOOO0OOOO0O0O000 lummenkasten geſtrichen, in jeder Groͤße per Mtr..20 Rm. frei haus math. müller Heidelberg⸗Rirchheim. OO0000000000000 Personen-Auto 4/20 PS Chevriolet in tadelloſem Zuſtand billig zu verkaufen. Lulodienst Slephan Hdlho.-Plaflengrund lel. 1251 AmtulumLiztiummimiaKikkkrtttimustaszzte weſtlichen Deubſchlands(mit Lichtbldern und Lehrwanderungen)(Do. 20—21); Mann, Ueber pfſychopatiſche Perſönlichkeiten (Do. 20—21); Harms, Aufgaben und Probleme der medi⸗ ziniſchen Wiſſenſchaft(Di. 20—21). Außerdem iſt die Vorleſung Selz: Pſychologie ('t gelegentlichen Demonſtrationen(Mo. 17 bis 19, Mi. 17—15), die Vorleſung Moſes: Grund⸗ lagen der Heilpädagogik(Do. 19—20) und der praktiſche Einführungskurs in die experimenkelle Pſychologie und pädagogik(Fr. 18—20) allen pſychologiſch und pädagogiſch intereſſierben Krei⸗ ſen zugänglich. Reben den Vorleſungen iſt eine Reihe von Sprachkurſen für Franzöſiſch, Engliſch, Italie· niſch, Spniſch und Ruſſiſch vorgeſehen; ferner Kurſe zur Pflege der deuiſchen Sprache. Das Vorleſungs⸗Verzeichnis, das alle wiſſens⸗ werbten näheren Angaben enthält, iſt in den Buchhandlungen, im Verkehrsverein, ferner bei den Pedellen der Hochſchule in A 1. 2/3, A 4. 1 und C 2. 1 zu 50 Pfg. erhältlich. Die Anmeldungen von Studierenden und Hö⸗ rern werden von Freilag, den 15. April d. J3. an während vier Wochen im Sekrebariat der Handels-Hochſchule, C 2. 1, werktäglich von 10 bis 12 Uhr und 15 bis 18 Uhr(ausgenommen Samstags) entgegengenommen. Mannhe im, den 13. April 1932. Der Reklor. — Verlag: Die Schriſftl Mannuhair Das Hakenkre monatlich 2,4 kungen nehme die Zentung bindert, beſteh eingefandte M Nr. 88 10 Adolf wenige hund Grenze enkfe gen wimmelt Bienenſchwa Wir ſtehe der Stadt. Grenze durch kierk. „Schauen Polen. Dor Vater unden ger gearbeite Es ſchimn Beuthener „Man dar packt einem hier zuſehen, rem eigenen teln. Wir k Nur zu ganz ges dürfen u iſt es unſer kürliche Gre ſer eigenes Wir gehe beiderſeits d men. Erwerbslo nach ein paa Der 2 Weſtſchutzes, Wieder Lüt Stlockholm Zeitung„So man in den ſenſationelle Unker andere Höhe von 5 Alfons und e von Hitler g iſt jedoch in und wird hie Berlin, 1“ der NSDA georneten Hi fend Hitler u der Reichslei wir, daß die frei erfunden ſönlich, noch tragter derſel ger oder eine königs irgeni Alle diesbezü erſtunken uni Als ebenf bezeichnen wi tionen“, die druck aufkom Oelkönig De Ap“.