Paradeplatz Nr. 229 33 achschule der Bad Kissingen chts len jederzeit. bis 20½ Uhr. meld. erbeten. 3 erblinei! hergestellt 1 Tagespreis. e modernste lantum Bedienung. erel „ lelelon 534 69 laria“ Abfahrt 2 Uhnr. den 11. Septbr. in und zurück, nder die Hälfte. elefon 514 48. aaaaa. 1 memmunnnunnnimnun zamenhandlung neimer Straße 20 prechanschluß 466 ende-Vermittlung unmmnnnnmmnummnmmmmm 5Kecht-nofluk ermittelt Folhekengelder Wartezeiten u. Rückzahlungen. loſe Huskunft. rekt. Nordbaden „ Leopoldstr. 10 orto erbeten. 60οοσοοοο —————— ſun ement 2 bis Hpril 55) ſei 3 gleich⸗ ) Vorſtellun⸗- rehte und dale wird in ins Abonne⸗ umnements billigung ge⸗ ſenklen Ta⸗ ig der Oper, der Karten, nis, Usraten, eine andere ung, ze bei Gaſt⸗ er und eine ozent. lnehmer ein derben. Die te kann auf det werden. ſen ihre bis⸗ hember reſer⸗ anmeldungen Uhr an der und Muſik⸗ ent: (30 Vorſt.) — 75.— .60 64.50 — 75.— .20 54.— .— 75.— michsüorł ——— Verlag: Die Volksgemeinſchaft Heidelberg, Leopoldſtr.3(Anlage) Herausgeber: Otto Wetzel, Moͤgt. Schriftleitung: Lutherſtr. ö5, Tel. 4048. Mannheimer Schriftleitung: P 5, 13a. Tel. 31 471. Das Hakenkreuzbanner erſcheint 6mal wöchentlich und koſtet monatlich 2,10 RM. zuzüglich 30 Pfg. Trägergebühr. Bei Beſtellungen nehmen die Poſtämter und Briefträger entgegen. Iſt die Zeitung am Erſcheinen(auch durch höhere Gewalt) verhindert, beſteht Für unverlangt einge · zandte Manuſtripte übernehmen wir keine Verantwortung. Poſtbezug zuzüglich 36 Pfg. tein Anſpruch auf Entſchädigung. Nr. 200/ 2. Jahrgang NATIONALSOZIALISTISCHES KAMFFBLATT NOORDVVESTBADENS Anzeigen: Die 8Sgeſpaltene Millimeterzeile 10 Pfennige. Die 4geſpaltene Millimeterzeile im Textteil 40 Pfg. Für kleine Anzeigen: die 8geſpaltene Millimeterzeile 5 Pfg. Bei Wieder⸗ holung Rabatt nach aufliegendem Tarif. Schluß der Anzeigen⸗ Annahme: 16 Uhr. Anzeigen⸗Annahme: Mannheim P5, 133 Telephon 31471; Zahlungs⸗ und Erfüllungsort: Heidelherg. Ausſchließlicher Gerichtsſtand: Heidelberg. Poſtſcheckkonto: Die Volksgemeinſchaft. Karlsruhe 21834. Herlaasortßheidelberg Mannheim, Donnerstag, den 8. September 1932 Freiverkauf 15 Pfg. Die Hintermänner der„Konſervativen“ Der jüdiſche Weltfeind verrät ſeine Ziele.— Wie der jüdiſche Todfeind arbeitet, um den National⸗ ſozialismus nicht zur Regierung kommen zu laſſen Am 1. Sepkember 1932 erſchien in der belgiſchen Zeitung„Le ſoir“, Brüſſel, ein In⸗ terview mit dem Vorſitzenden der jüdiſchen Organiſationen in Deutſchland, dem Juden „Georg“ Kareſky. Die Ausführungen Kareſkys ſtehen im Zuſammenhang mit dem kürzlich in Genf ſtattgefundenen inkernatio⸗ nalen jüdiſchen Kongreß, der ſich bekannt⸗ lich zur Aufgabe geſtellt hat, die Juden der ganzen Welt— und nicht nur die Juden!— gegen den Nationalſozialismus in Deutſch⸗ land mobil zu machen. Daß der Plan von den Bekeiligten ſelbſt im weſenklichen als gelungen betrachtet wird, geht aus den recht intereſſanten Darlegungen Kareſkys hervor. Kareſky— der gleiche übrigens, der 1930 auf der Zentrumsliſte zum Deutſchen Reichs⸗ tag kandidierke— ſagte u..: „Als deukſcher Jude bedroht durch die Hitlergefahr, kann ich ganz offen erklären, daß ich unſer augenblickliches Schickſal als ſehr ernſt und unſere Zukunft als wirklich beunruhigend bekrachte. Es wäre die größte Unbeſonnenheit, die Lage verſchönern zu wollen, in einem Augenblick, wo es dem Welkkongreß der Juden in Genf endlich gelang, eine Ein⸗ heilsfronk zu bilden gegen die Hiltler⸗ gefahr, die auf(unſerer) der Raſſe laſtel. Wir haben beſchloſſen, zu handeln, bevor es zu ſpät iſt und uns mik allen möglichen Kräfken dieſem Schrecken enkgegenzuſtel⸗ len. Wir haben ſoeben, um konkreker zu ſprechen, einen gemeinſamen Plan aus⸗ gearbeikel, dank deſſen wir in Zuſammen⸗ arbeik mit den Chriſten, ohne voreinge⸗ nommene Feindſeligkeiten gegen uns, kal⸗ kräflig an dem großen Werk des gei⸗ ſtigen und wirkſchaftlichen Wiederaufbaus der Welk keilnehmen können. Der größte Erfolg der inkernationalen jüdiſchen Konferenz, deren überhißle Al⸗ moſphäre die Lage offenbarke, die augen⸗ blicklich die Zuden Deukſchlands und an⸗ derer Skaalken Mikteleuropas kennen, war der, die Juden der ganzen Well alarmierk, ſie der gemeinſamen Gefahr gegenüber geſtellt und es verſtanden zu haben, ihnen einzuhämmern, daß die Nachkömmlinge des Moſes ebenſo lebensberechligt ſind wie jede andere Raſſe. Es wäre äußerſt naiv, verſuchen zu wollen, alle Anklagen, mit denen man uns überhäuft, gegen unſere Gegner wenden zu wollen. Es möge mir dennoch erlaubt ſein, eine von dieſen zu erwähnen, nach der wir Juden ſtark angeſteckt ſeien von einem nach Umſturz drängenden Radikalismus. Nichts iſt falſcher, denn wenn ein gewiſſer Teil der deutſchen Bevölkerung es verſtanden hat, ſich vor den Ereigniſſen reſerviert zu zeigen und zu leben nach den edlen Traditionen von Goethe und Schiller, dann ſind wir es. Im Verlauf des lehten Jahrhunderks ha⸗ ben die Juden in Deulſchland großarkige Stkellungen erobern können, die ſie— ſagen wir es offen— haben behaupken können im — 15 aller Umwälzungen der Nachkriegs⸗ zeit. Welches wären die Folgen des wirtſchaft⸗ lichen Zuſammenbruchs der deukſchen Juden? Die jüdiſche Induſtrie und der jüdiſche Han⸗ del werden wahrſcheinlich niemals mehr ge— nügend Kraft gewinnen können, um der im⸗ mer mehr zunehmenden Anzahl unſerer ar⸗ beitsloſen Glaubensbrüder Brot zu geben. Dieſe werden alſo die inkellektuellen Lauf⸗ bahnen aufgeben und Handwerker und Hand⸗ arbeiter werden müſſen. In unſerem Inkereſſe wie auch im Inker⸗ eſſe des deulſchen Volkes verſuchen wir, ge⸗ gen die Skrömung zu reagieren. In der Tat, die Hitlerbewegung iſt heute nicht mehr eine reine deutſche Angelegenheit, ihre Strahlungen erſtrecken ſich auf 50 Län⸗ der bis nach Japan und China, durch Af— rika und die beiden Amerika ziehend.“ * Die Juden in Deukſchland als Träger der „edlen Traditionen von Goethe und Schil— ler“! Offenbar hak Kareſky bei dem ſchlech⸗ ten Witz an ſeine„Glaubensbrüder“ Alfred Kerr, Sternheim, Bruno Frank, Ernſt Tol⸗ ler, Siegfried Jakobſohn, Arno Schirokauer, Emil Ludwig Cohn, uſw. uſw. gedacht. Nicht auszudenken, wenn dieſe neudeutſchen Schil⸗ lers und Goethes die„intellektuellen Lauf⸗ bahnen aufgeben und Handwerker und Handarbeiter werden“ müßten! Die Ge— fahr lohnt allein ſchon eine„Einheitsfront gegen Hitler“. Für uns aufſchlußreicher iſt allerdings das bemerkenswerte Bekenntnis, daß diefe Einheitsfront„in Zuſammenarbeit mik den Chriſten“ zuſtandegekommen iſt. Der Zude Kareſky redet hier ekwas umſtändlich von der Teilnahme am„geiſtigen und wirkſchaft⸗ lichen Wiederaufbau der Welt“. Wir nen— nen es deutlicher: Querkreibereien des Welt⸗ judenkums und aller von ihm abhängigen politiſchen und wirlſchafllichen Mächle zur Verhinderung der legalen Machtergreifung Adolf Hitlers um jeden Preis. Inwieweitk ſich ſolche Einflüſſe auf die innerpolitiſche Entwicklung Deutſchlands in der allerfüng⸗ ſten Zeitmit Erfolg geltend gemacht ha— ben, wäre einer näheren Unterſuchung werk. Die hankrotte 5P ⸗Preſſe mit Staatsgeldern finanziert! Berlin, 6. Sepk. Die„Berliner Börſenzeikung“ bringk in ihrer heutigen Ausgabe nähere Angaben über die, gelinde geſagt, Amksüberſchreikun⸗ gen der früheren preußiſchen Miniſter. So wies am 18. März 1923 die preußiſche Staaksregierung einen Betrag von 250 000 Mark„für national⸗politiſche Zweche im weſtlichen Grenzgebiek“ an. Die Zahlung ging über die Bank der Arbeiter-, Angeſtell⸗ ken⸗ und Beamten⸗Aktien⸗Geſellſchaft in Berlin auf das Konto der„Konzentrations- .-.“, alſo die zenkrale Zeikungsunkerneh⸗ mung der ſozialdemokraliſchen Parkei. Die Nachprüfung der Angelegenheit ergab, daß auf dieſem Wege die„Ahei⸗ niſche Zeitung“ in Köln einen Zuſchuß von 250 000 Mark erhalken hak. Das kölniſche ſozialdemokraliſche Parlei- organ, das von dem früheren Miniſter Sollmann herausgegeben wird, befand ſich ſeit längerer Zeit in Finanzſchwierig⸗ keilen. Wiederholt war ſeine Lage von Verkrauensleuken der Regierung Braun⸗ Hirkſiefer geprüft worden. Immer halle ſich ergeben, daß mit einigen 100 000 Mark dem überſchuldeken Unkernehmen nichk zu helfen war, ſondern daß weit über eine halbe Million erforderlich ſein würde, um das ſozialdemokrakiſche Zei⸗ tungsunkernehmen zu ſanieren. Infolge⸗ deſſen hakke der Finanzminiſter Höpker⸗ Aſchoff alle Subvenkionsankräge abge⸗ lehnk. Jedoch ſein Nachfolger, der mar⸗ xiſtiſche preußiſche Finanzminiſter Klep⸗ per verfuhr anders. In Gemeinſchaft mikt dem Innenmini⸗ ſter Severing ordneke Klepper gegen den Widerſpruch der bekeiligten Beamken an, daß eine Vierkelmillion Mark dem Fonds, der zur Behebung der Nok in den Grenzprovinzen beſtimmk iſt, enknom⸗ men und an das bankrokke ſozialdemo⸗ kraliſche Parkeiunkernehmen gezahlt wur⸗ de. Die Summe wurde nicht als verzins⸗ licher Kredit vorgeſchoſſen, ſondern als einmalige Beihilfe gezahlt und als ver⸗ lorener Zuſchuß abgeſchrieben. Ein Beiſpiel, wie marxiſtiſche Regie⸗ rungsbonzen mit den Steuergroſchen des deutſchen Volkes verfuhren! Die Judenpreſſe der Reichshauptſtadt konnte ſich gar nicht genug kun, ihre plötz⸗ lich erwachten Sympathien für den„Stahl⸗ helm“ zu zeigen. Der jüdiſche„Monkag Morgen“, der jeden Stahlhelmer in ſeiner Freude über die Hilfstruppen Papens dop⸗ pelt geſehen hat, ſchreibt u..,„daß der Stahlhelmaufmarſch den Rekord für alle derartigen Veranſtalkungen gebrochen habe.“ Das ebenfalls jüdiſche„12-Uhr⸗Mittag⸗ blatt“ widmete dem Stahlhelmtag ſechs große Phokos mik Unkerſchriften, die die bisher in dieſer Zeitung ſo beliebte Gehäſſigkeit gegen die nationalen Organiſakionen voll und ganz vermiſſen laſſen. Auch in der übrigen jüdi⸗ f Preſſe, insbeſondere der des Hauſes Ullſtein, kommk der Skahlhelm ſehr guk weg. Die Ullſteinjuden ſchreiben wörklich fol⸗ gendes: „In einer Anſprache bekonke der erfte BVundesführer Franz Seldte, daß es ganz Deulſchland ſein ſoll, dem der Skahlhelm weiter diene und für das er weiker kämp⸗ fen und opfern wolle.“ Das ganze Deutſchland alſo! Man muß ſich klar machen, was die Ullſtein⸗ und Moſſejuden daruntker verſtehen, wenn ſie von „ganz Deutſchland“ reden. Selbſt die„Welt am Monkag“, jetzt ein Blakt der Spob., ent⸗ hält ſich vollkommen ihrer ſonſt üblichen Hetze gegen den Stahlhelm und berichket nüchtern, d. h. anerkennend. Mehr kann man von dieſer Seile kalſächlich nicht ver⸗ langen. Rotmord auch in Heſteneith Graz, 7. Sepkember. Bei einem Ueberfall roker Mordbandilen auf Nationalſozialiſten erhielt der nalional⸗ ſozialiſtiſche Sludenk Auguſt Amann einen Skich ins Herz. Er war ſofork kol. Ein an⸗ derer Nationalſozialiſt wurde durch Sliche ——3— Kopf und in den Rücken ſchwer ver⸗ ehl. Gegen durchſichtige Lügen Was Göring wirklich geſagt hat. Berlin, 7. Sept. Die Meldung, Reichs⸗ tagspräſident Göring habe am— abend in den Brauereien erklärt, mit dem Zentrum zu unterhandeln wäre eine Sünde wider den heiligen Geiſt, entſpricht, wie der Reichstagspräſident mitteilt, nicht den Tat⸗ ſachen. Er habe tatſächlich folgendes geſagt: „Die Deutſchnationalen behaupten, unſere Verhandlungen mit dem Zentrum ſeien Sün⸗ de wider den heiligen Geiſt. Das ſind die⸗ ſelben Deutſchnationalen, die mik dem Zen⸗ trum bereits in einer Koalition geſeſſen ha⸗ ben, während wir uns zunächſt mit dem Zen⸗ krum über eine Regierungsmöglichkeit un⸗ terhalten.“ Ausſprache zwiſchen Kerrl u. Göring Berlin, 7. Sept. Die Verhandlunge zwiſchen Nationalſozialiſten—— 3e ſollen, wie wir hören, am Donnerskag fort⸗ geſetzt werden. Die Koalitionsbeſprechungen in Preußen werden in engem Zuſammen⸗ hang mit den Verhandlungen im Reich ge- führt werden. Aus dieſem Grunde hak am Wittwoch eine Ausſprache zwiſchen dem Landtagspräſidenten Kerrl und dem Reichs⸗ kagspräſidenten Göring ſtattgefunden. Für den Fall, daß die Verhandlungen zu einem Erfolge führen, iſt, wie bereits früher angekündigt, mit einer früheren Ein⸗ berufung des Landtages zu rechnen, der nach den bisherigen Dispoſitionen erſt am 21. Sep- tember wieder zuſammenkommen ſoll. Auf der Tagesordnung der nächſten Landtags⸗- ſitung würde dann die Wahl des Miniſter- präſidenten ſtehen. Krach in der Friedensgeſellſchalt Maſſenauskrikte und Vorwürfe wegen eigenarliger ⸗ Geſchäftsführung. Freiburg, 6. Sepk. Wie der Badiſche Landespreſſedienſt zu melden weiß, ſind außer Prof. Keller auch Profeſſor Dr. Hau- ſer und—— Freiburger Orks⸗ gruppe, Luft, aus der Deukſchen Friedens⸗ gel gchaßt— „Ein in der Deutſchen Friedensgeſellſchaft führendes Mitglied, der Profeſſor*2— liſchen Moraltheologie an der hieſigen Uni⸗ verſität, Dr. Franz Keller, iſt aus der Deuk⸗ ſchen Friedensgeſellſchaft ausgekreten und hat in einem Brief an den Präſidenken der Friedensgeſellſchaft, Freiherrn von Schoe⸗ naich, erklärk, mit ſeinem Gewiſſen nichk ver⸗ einbaren zu können, weilerhin irgendwie, ſelbſt als einfaches Mikglied der Friedens⸗ geſellſchaft, geſchweige denn in irgend einer verankworklichen Stelle(Dr. Keller war auch Mitglied des Bundesvorſtandes und des Vorſtandes des Badiſchen Landesverbandes) die eigenarligen Methoden geſchäfts· führenden Vorſtandes zu dulden. ————————————————————————————————————— — —— ———————— teuizbannet —— ————————— ——————— — —— — ————— Seite 2 Donnerskag, den 8. Seplember 1932. 2. Jahrg./ Nr. 200 Programmatiſche Wirtſchaftstagung der N50A4 Dem Arbeiter muß von Staats wegen ſein täglich Brot geſichert werden NsK Am 5. Sepkember begann im Brau⸗ nen Haus in München eine von der Haupk. abkeilung III(Ingenieurkechniſche Abteilung) der Reichsleitung der NSDAP. im Beneh⸗ men mil der Reichsorganiſationsleitung ein⸗ berufene Konferenz, deren Beratungsgegen⸗ ſtand ausſchließlich das Jentralproblem der Arbeilsbeſchaffung ſein ſoll. In einer Eröffnungsrede entwarf Gregor Straßer zunächſt die Grund⸗ linien der Tagesordnung und brachte ſie in Beziehung zum nalionalſozialiſtiſchen Staats⸗ und Wirtſchafts⸗ Programm Als eines der Hauptziele der Tagung be⸗ zeichnet der Reoͤner, die in den verſchiede⸗ nen Abteilungen und Organiſationen bisher geleiſtete umfaſſende Vorarbeit zuſammen und ſyſtemaliſch in das Gefüge der tragenden nakionalſozialiſtiſchen Grundidee einzuord⸗ nen und polikiſch auszuwerten. Aus den einzelnen Entwürfen müſſe ein zielbezogenes Ganzes aufgebaut, eine Reihe von prägnan⸗ ken Leitſätzen klar und überſichtlich heraus⸗ gearbeitet werden. Jede Teillöſung müſſe auf das zu erreichende Endziel abgeſtellt werden und ſich in das organiſche Ganze fügen. Dabei müſſe die jehl gegebene Ge⸗ fahr erkannk und bekämpft werden, daß un⸗ ſere Grundgedanken von anderen übernom⸗- men und mit unzureichenden Mitleln durch⸗ geführt, ja ſogar gefälſcht, abgebogen und auf einen Seikenweg geſchoben werden; daß die vom Volk hoffnungsfroh aufgenommenen Grundgedanken des Nakionalſozialismus durch ſcheinbare Milarbeik ſog.„bewährker Kräf⸗ te“ des allen Syſtems um ihre unmillelbare und leßhle Wirkung gebrachk werden. Es gelte, dieſe Gefahr zu bannen und die große Sehnſucht zu verwirklichen, die die breite Maſſe des Volkes dem Nationalſozialismus heuke enkgegenbringt, die Sehnſuchk nach Arbeit. Ueber die Grundlinien eines umfaſſenden Arbeitsprogramms führte Gottfried Feder aus: Der Nakionalſozialismus ſtehe ſchon an der Schwelle der politiſchen Macht, er müſſe hineinkommen, um das Zenkralproblem un⸗ ſerer Zeit zu löſen, die Arbeiksbeſchaffung. Der dafür einheiklich eingeſette Wille müſſe zum Ziel führen, beſonders auf der einheit- lichen vorgezeichneten Grundlinie, die im Programm des Führer, in den 25 Theſen und in der nakionalſozialiſtiſchen Likeratur ſchon ſeit Jahren herausgearbeitet worden fei. Der Reichswirtſchaftsrat der Reichs⸗ ieitung, die Wirtſchaftspolitiſche und In⸗ genieurtechniſche Abkeilung haben im Zu⸗ ſammenhange damit ſchon umfaſſende Vor⸗ arbeiten geleiſtet. Der Vortragende zeigt in der Folge die falſche Geiſteseinſtellung in der Wirkſchaftspolitik auf, die aus dem Make⸗ rialismus und dem auf ihm fußenden egoiſti⸗ ſchen Individualismus, aus den falſchen Fi⸗ nanzierungsmethoden und den falſchen poli- kiſchen Arbeiksmethoden entſtanden ſei. Dar⸗ aus reſultierte der Skeuerbolſchewismus mit ſeinen verheerenden Auswirkungen, die Ver⸗ ſchuldung und Zinsverknechlung unſerer Wirkſchaft, die falſche Handelspolikik! Der Nakionalſozialismus ſtellt gegen den Liberalismus die Idee von der oberſten gei⸗ ſtigen Aufſicht des Skaakes über die Wirlk⸗ ſchaft als Leitgedanken auf, den Gedanken der kreuhänderiſchen Leitung der Wirtſchaft ſeitens des Staates zugunſten der Allgemein⸗ heit. Er bekont beſonders auch die bewährle individuelle ſchöpferiſche Leiſtung. Wo die ſchöpferiſche Perſönlichkeit den Ausſchlag gibt, wo das perſönliche Riſiko maßgebend iſt, ſoll der Staat zurückſtehen. Die Staats⸗ aufgaben erwachſen vor allem in der ſoge⸗ nannken Zirkulalionsſphäre der Wirlſchaft, wo die ſchöpferiſche Leiſtung ſchon mehr be⸗ endet iſt; in der Produklionsſphäre ſollte ſich der Staak von allen Eingriffen möglichſt zurückhalten. Seine Aufgaben liegen mehr auf dem Gebiet des Verkehrs, der Elektro⸗- und Wärmeverſorgung, der Oberaufſicht über Kraftſtoffverſorgung und ⸗lieferung, weniger im Bereiche des Handels. Aus der Nah⸗ rungsverſorgung müſſe allerdings der Wu⸗ cher ausgeſchaltet werden. Bei der Gekreide⸗- verſorgung ſei als Grundgedanke maßgebend, dem Arbeiter von Skaals wegen ſein käg⸗ liches Brot zu garankieren. Soferne im Han⸗ del ſchöpferiſche Leiſtungen nicht mehr zu verzeichnen ſeien, gewinnkt ein Gedanke der früheren deukſchen Volkswirkſchaft, die Dienſtleiſtungsidee des deulſchen Kaufmannes wieder an Bedeukung. Im Außenhandel ſei die Frage eines Außenhandelsamtes oder einer ſtaatlichen Deviſenzentrale ſpruchreif. Hier gelte der Grundſatz, daß Produnke, die in Deulſchland wachſen oder erzeugk werden können, nicht aus dem Ausland eingeführt werden ſollten. Das Geld als erſtes Verkehrsmittel, als eminent ſoziale Angelegenheit, gehöre un⸗ mittelbar zum Aufgabenbereich des Staakes, ebenſo das Kreditweſen. Einer beſonderen ſtaatlichen Hilfe wird auch die Landwirkſchaft und die Nahrungsmittelinduſtrie(Gärtnerei, Fiſcherei), ebenſo das Siedlungsweſen und die Bauwirkſchaft bedürfen. Feder lehnt eine unechte Siedelungsromantik ab und ſetzt ſich für die Siedelung auf Meliorakionen und eine folgerichlige Oſtraumpolilik ein, ferner die Wichtigkeit des Straßenbaues, der Waſ⸗ ſerkraftnuhung, der Waſſerſtoffwirkſchaft, Hausreparaluren uſw. In einem Nachwort ergänzte Gregor Straßer den Vorkrag Feders noch durch Ausführungen über das Handelsverkrags⸗ weſen und das von ihm befürworkete Kon. lingenlierungsſyſtem, über Skadtrand⸗ und Heimſtättenſiedelung, betonte noch die Not⸗ wendigkeit der Flußregulierungen und Hoch⸗ waſſerſchuhbauken. Dann zergliederke Pg. Daitz, Lübeck, die Mittel zur Bekämpfung der Arbeits⸗ loſigkeit: Laſtenſenkung, Herabſetzung des überhohen Zinsfußes und Abſchnürung des Valukadumpings als Vorausſetzungen einer zuſätzlichen Arbeitsbeſchaffung. Bei den aufgeblähten Verwaltungsekats könnten gro⸗ ße Einſparungen vorgenommen werden, dann müßten wir zu einem Laſtenſenkungs⸗ und Zinsſenkungsgeſez kommen, und erſt dann hätte es Zweck, ein zuſätzliches Kreditvolu⸗ men zu ſchaffen. Dieſe geſehgeberiſchen Maßnahmen müßten der zuſäßlichen Arbeits⸗ beſchaffung vorausgehen. Es folgkten Vorträge des Pg. Dr. Wage⸗ ner über Preispolikik und des Präſidenten der würktembergiſchen Notenbank, Pg. Ro⸗ ſer, über die Auswüchſe der Rationaliſie⸗ rung. Die nationalen Aufgaben der Technik behandelte ein Vorkrag des Pg. Dr. Ing. Lawaczek von der ingenieurkechniſchen Abteilung der Reichsleitung über„Mißbrauch der Technik und ihr richtiger Einſah im Dienſte der Nakion“. Die kapikaliſtiſche Wirkſchafk ſei aus einer Geiſtesrichtung enkſtanden, die Kapikal und Arbeit lediglich aus geldpolikiſchen Grün⸗ den einſeßl, Volkswirkſchaft aber aus einer Geiſtesrichtung, welche Kapikal und Arbeik um des Volkes Wille einſeht. Der Kapi⸗ kalismus iſt fortſchrittshindernd. Er miß⸗ braucht beſonders auch die Technik im In⸗ tereſſe des Geldverdienens. Anhand von ausgezeichneten Beiſpielen zeigte der Vor⸗ tragende, daß zwiſchen Erzeugung und Ver⸗ brauch, Boden und Arbeik immer der Wu⸗ cher, die Geldleihe, dazwiſchengeſchaltet ſei. Her Bodenerkrag muß geſteigert und unter Ausſchalkung des Warenwuchers an den Verbraucher, den Arbeiter, herangebracht werden. Die Technik ihrerſeits hat die Aufgabe, den Bodenerkrag zu ſteigern, an den Verbraucher heranzubringen(Verkehr, und aufzuſpeichern(Konſervie⸗ rung). Lawaczeck greift auf einen Bismarckſchen Grundgedanken zurück, der letzterdings auch mit dem Grundſatz der gerechten Enklohnung und dem gerechten Preis und Verdienſt zu⸗ ſammenhängt und der Alker⸗ und Hinker⸗ bliebenenverſorgung die Wege ebnek. Schon Bismarck wollke dieſelbe auf produktive Un⸗ ternehmungen des Staates(Eiſenbahn, Poſt) Die Severing⸗Polizei unter Anklage Der auf nationalſozia⸗ liſtiſchen Antrag hin eingeſetzte Unker⸗ ſuchungsausſchuß des Preußiſchen Landtages zur Nachprüfung von Vorwürfen gegen die preußiſche Polizei hielt am Witt⸗ woch ſeine erſte öffentliche Sitzung ab. Den Vorſitz führk Abgeordneter Schwenk(Komm.). Der Berichkerſtalker Abg. Daluege(NSo⸗ AP.) teilte zunächſt mit, daß er aus den ver⸗ ſchiedenſten Gegenden Preußens bisher über 300 Schreiben erhalten habe, in denen über das Verhalten der Polizei Beſchwerde ge⸗ führt werde. 200 dieſer Beſchwerden ſeien zur Einleitung eines Unkerſuchungsverfah⸗ rens geeignek. Die Beſchwerden ließen ſich in drei große Gruppen einkeilen. Die erſte Berlin, 7. Sepk. Nationaliozialismus und Eiubeitspreisgeſchäte Miniſter Klogges für den gewerblichen Mittelftand Wie in anderen Skädten wird auch in Braunſchweig die Errichtung eines Ehapegeſchäftes beabſichligt. Um den kaufmänniſchen Mittelſtand vor der zu be⸗ fürchtenden Schädigung zu bewahren und um den wirtſchaftspolitiſch ſinnloſen Aufwand einer ſolchen Neueinrichtung zu verhindern, hat der braunſchweigiſche Innenminiſter das folgende Schreiben an den Reichswirtſchafts⸗ miniſter gerichtket: „Mir iſt bekannk geworden, daß die Er⸗ richkung eines neuen Einheitspreisgeſchäftes in der Stadt Braunſchweig beabſichtigt iſt, für das ein Bedürfnis nicht anerkannk wer⸗ den kann. Viele kleine und mitklere Ge⸗ ſchäftsleute fürchten, durch dieſe Neugrün⸗ dung ſchwere wirtſchaftliche Schädigungen zu erleiden und haben gebeken, ſie zu verhin⸗ dern. Es iſt auch zu erwarken, daß die Steuerkraft der beſtehenden Geſchäfte durch die beabſichtigte Neugründung ſchwer geſchädigt und die Haushaltsfüh⸗ rung in Skadt und Staat dadurch beein⸗ trächkigt wird. Schließlich iſt auch der beabſichkigte Kapitalaufwand, da Geſchäfte mehr als ausreichend vorhanden ſind, wirt⸗ ſchaftspolitiſch an dieſer Stelle nicht zu ver⸗ antwortken. Dieſer Sachlage iſt durch die Verordnung des Herrn Reichspräſidenten zum Schutze der Wirkſchaft vom 9. März 1932(RGBl. 1 S. 121) auch Rechnung getragen, indem die Errichtung von Einheilspreisgeſchäften in Slädien mit weniger als 100 000 Einwohnern verbolen iſt. Die Volksmeinung geht jedoch mit Recht dahin, daß die Zahl der beſtehen⸗ den Warenhäuſer und Einheilspreisgeſchäfke auch in den Sktädlen mit mehr als 100 000 Einwohnern keinesfalls eine Vergrößerung erfahren darf. Ich bitte daher dringend, umgehend veranlaſſen zu wollen, daß 8 1 des Dritten Teiles der Verordnung des Reichspräſidenken vom 9. März 1932 auf Skädte mit mehr als 100 000 Einwohnern ausgedehnt wird. gez. Klagges.“ Gruppe umfaſſe Vorfälle allgemeiner Natur, wie z. B. Zuſammenſtöße mit der Polizei bei größeren Kundgebungen, wozu vor allem die Vorfälle anläßlich der Skagerrak-Feier in Berlin und anläßlich der Luſtgarkenkund⸗ gebung gehörken. Die zweite Gruppe um⸗ faſſe Uebergriffe von einzelnen Polizeioffi⸗ zieren und Beamken, ſoweit ſie nicht durch die Unkerſuchung in den erſten Fällen der erſten Gruppe erledigt würden. In der drit⸗ ken Gruppe ſeien die Erlaſſe und Verfügun⸗ gen des preußiſchen Innenminiſteriums und der Kommandos der Schußpolizei zuſammen⸗ zufaſſen, die den Begriff der Uniformierung der Auslegung der Beſtimmungen über die Zugehörigkeit zu politiſchen Verbänden uſw. bekreffen. Bei der Unterſuchung von Be⸗ ſchwerden gegen einzelne Perſönlichkeiten handle es ſich u. a. um die Vorwürfe gegen den ehemaligen Polizeipräſidenken Grzeſins⸗ ki, den ehemaligen Polizeikommandeur Hei⸗ mansberg, ſowie gegen eine ganze Reihe von Polizeipräſidenten, Polizeioffizieren und Be⸗ amten in verſchiedenen Skädken Preußens. Insgeſamk ſeien ekwa 100 Fälle zu unter⸗ ſuchen, von denen 40 bereiks zur Unker⸗ ſuchung reif wären. Der Berichkerſtakter ſchlug dann vor, für jede Gruppe einen Son⸗ derberichkerſtakker zu ernennen. Zu Sonderberichterſtattern wurden be⸗ ſtimmt die nationalſozialiſtiſchen Abgeordne⸗ ten Engel, Zech und Dr. Nicolai. Da die Regierung keinen Vertreter enkſandk hakte, wurde die Frage aufgeworfen, ob die Regie⸗ rung überhaupt bereit ſei, ſich an den Arbei⸗ ken des Ausſchuſſes zu beteiligen, und ob die vorgeſetzte Behörde den als Zeugen zu vernehmenden Beamten die Ausſagegeneh⸗ migung erteilen würde. Zur Klärung dieſer Frage wurde beſchloſſen, dem Berliner Poli⸗ zeipräſidenten mitzuteilen, daß der Ausſchuß feine Arbeiten mit der Unkerſuchung eines Vorfalles beginnen wolle, an dem Beamte des Berliner Polizeireviers in der Lynar⸗ ſtraße beteiligt waren. Der Ausſchuß ver⸗ kagte ſich hierauf um zwei Stunden, um die Antwork des Polizeipräſidenken abzuwarken. fundieren und dieſe für die Sozial⸗ und In⸗ validenverſicherung zur Verfügung ſtellen. Grundlinien einer Getreidepolitik war das Vorkragsthema des Pg. Dr. Reiſchle von der landwirkſchafklichen Abkeilung. Der Redner hielt die Frage der Sicherung der Brolgekreideverſorgung durch die deulſche Landwirkſchafk gelöſt und die Erzielung eines einigermaßen ſtabilen Preiſes vor allem auch durch die Eingliederung der Gelreidewirlk⸗ ſchaft in den Ständeorganismus und die ſtändiſche Selbſtverwalkung der Landwirk⸗ ſchaft gewährleiſtek. Allerdings ſeien ſtaat⸗ liche Uebergangs-Inkervenkionen im Termin⸗ und Prompegeſchäft nicht zu enkbehren. Die landwirtſchaftlichen Genoſſen⸗ ſchafken beſonders könnken an der Er⸗ reichung dieſer Ziele mikwirken. Die wei⸗ teren Darlegungen Dr. Reiſchles über die Mobiliſierung der Gekreideerntke, die Tech⸗ nik der Finanzierung, die ſtändiſche Gliede⸗ rung der Anſchlußwege bis zum Verbraucher, die Ausſchaltung der Spekulakion boken ei⸗ nen überaus lehrreichen Abſchluß der Be⸗ ratungen des erſten Tages. München, 7. Seplember. Die Wirt⸗ ſchaftslagung im Braunen Hauſe in München über die Frage der Arbeiksbeſchaffung wurde am Dienskag forkgeſeßt. Die Stkellungnahme des Nalionalſozialismus zur Aukarkiefrage ſetzle Reichslagsabgeordneker Dr. Albrechk dahin aus⸗ einander, daß Deulſchland nichts einführen ſollle, was im Lande ſelbſt erzeugk und hergeſtellt wer⸗ den könne. Abg. Feder forderke, daß die Außen⸗ handelspolilik im Sinne der Skärkung des Bin⸗ nenmarkles geſlallek werden müſſe. Diplominge⸗ nieur Wirlh ſprach über die Bedeulung der Erd⸗ ölgewinnung und krak den Nachweis an, daß Deulſchland vorausſichklich weilgehend in der Lage ſein werde, Oel für ſeinen Bedarf ſelbſt zu erzeugen. Oberingenieur Schmidekampf for⸗ derle eine das Inkereſſe der Volkswirkſchaft wahrende Geſehtgebung, den AUrſchätzen gegen⸗ über. In einem Vorkrag über Waſſerſtoff⸗ nutzung und Waſſerſtoffwirkſchaft bekonte Dr. Lawaczek die Nolwendigkeit, die Grundſtoffbe · wirkſchaflung vom Slaake erfaſſen zu laſſen. Wei⸗ kere Vorlräge bezogen ſich auf Melioralionen und Siedlung, auf das Kapikal, Slaalsaufkräge und Privalwirkſchaft. Am Miltwoch wird die Tagung geſchloſſen. Empiang des Reichstagspräſidiums hei Hindenburg Berlin, 7. Sepk. Der Empfang des Reichskagspräſidiums beim Reichspräſidenten von Hindenburg iſt jetzt endgültig auf Frei⸗ kag vormitkag 11.30 Uhr anberaumt worden. „Reichswari“ bis 1. 10. verboten Berlin, 6. Sepkember. Der Berliner Polizeipräſidenk Dr. Mel⸗ cher hal die nalionalſozialiſtiſche Wochenzei⸗ tung„Der Reichswark“ auf Grund des Pa⸗ ragraphen 6, Abſaß 1 der Verordnung des Reichspräſidenlen gegen politiſche Ausſchrei⸗ kungen vom 14. Juni 1932, ab 3. Sepkember 05 zum 1. Okkober 1932 einſchließlich ver· olen. 1* Engliſcher Gewerkſchaftskongreß beſchließt Unterſtüßung der ſtreikenden Weber. London. Auf dem engliſchen Gewerk— ſchaftskongreß in Neweaſtle wurde am Dienslag die Gründung einer Unterſtützungs⸗ kaſſe von 300 000 Pfund zu Gunſten der ſtreikenden Weber in Lancaſhire beſchloſſen. Kommuniſtiſcher Anſchlag in Valparaiſo. Buenos Aires. In Valparaiſo iſt ein kommuniſtiſcher Anſchlag gegen die Staats⸗ gewalt aufgedeckt worden, der angeblich von der uruguayaniſchen Hauptſtadt Montevideo aus angeſtiftet ſein ſoll. Die Rädelsführer ſind verhaftet worden. Neudeutsche Füſirerauslese— 3 . „Haben Sie Zeugnisse?“—„ Hjer, diesen Wagen habe eh gefahren l—„Sie ojnd engagiert. 12 Verkleinerte Abbildund aus der„Brennessel“, Folte 35 2. Jahrg. „C In der finanzmini am 5. ds. Nolverord laſtungen, ſtungen bri Ich mußte Höhe von für meine für das g kommt der rechnet mit vor, wievie ſteuer 1932 Okkober bi Das macht 1. Der Fr weg. C 2. Die Ste halber 3. Um 25 Kürzt. G Wer al braucht nur RM. werd Wenn r iſt das alle⸗ für das ga 27.— bezah jahr 1932 27.—:.• den der H funden hat. eine weiter⸗ Un Von der Die Ern ter Woche! wie die Fr Preiſe für Rekordernke RM. je Ze Lützelſachſen Zwetſchgen kägliche Zuf bekrägt elw ging auch e Sehr beträck Aepfeln, die Birnen 1.( auf—12 2 falls wiede koſtete 18— Weinhei Pg. Michae ter der W geſtern in a jubiläum. An L Schweßin eine Frau, geküßt hakte Friedhofarbe chengift infi vergiftung i aufgenomme Wiesloch. fenpreiſe). Hopfenorken verkauf ruht der Preislag ſowohl Händ letzten Jahre den letzten 2 geſtiegen ſein ſchaftskamme gemacht, kei gen. Wie 1 fahren, ſoll doppelte Höh Hopfenbauer kommen dür Zenkner Hop ur. 200 ü- und In⸗ g ſtellen. epolitik dr. Reiſchle eilung. Der herung der e deulſche— elung eines allem auch elreidewirk⸗ und die Landwirk⸗- ſeien ſtaat- im Termin⸗- hehren. Die enoſſen⸗ m der Er⸗ Die wei⸗ über die die Tech⸗ ſche Gliede⸗ zerbraucher, n boken ei⸗- ß der Be⸗ Die Wirk⸗ in München ig wurde am gnahme des frage ſehle dahin aus⸗ führen ſollle, rgeſkellt wer· die Außen⸗ ng des Bin⸗ Diplominge⸗ ung der Erd⸗ eis an, daß end in der Bedarf ſelbſt dekampf for⸗ Akswirtſchaft itzen gegen⸗ Waſſerſtoff⸗ bekonke Dr. Grundſtoffbe⸗ laſſen. Wei⸗ Nelioralionen laalsaufkräge ch wird die rüſidiums ipfang des Spräſidenten g auf Frei⸗ imt worden. erboten eplember. t Dr. Mel⸗ Wochenzei⸗ nd des Pa- ordnung des Ausſchrei⸗ Seplember ließlich ver⸗ z beſchließt Weber. 1 Gewerk⸗ wurde am kerſtützungs- unſten der beſchloſſen. zalparaiſo. üſo iſt ein die Staats- igeblich von Monkevideo Rädelsführer ese r 1 1 Wagen habs * 351 , Folte 35 1 34 3 Notverordnung die erſte ſei, die keine Be⸗ 2. ZJahrg./ Nr. 200 Donnerslag, den 8. Seplember 1932. Seite 3 „Exſparungen“ bei der Bürgerſteuer 1932 In der Rundfunkrede des Herrn Reichs— finanzminiſters Graf von Schwerin⸗Kroſigk am 5. ds. Mis. hieß es u.., daß dieſe neue laſtungen, ſondern durchgreifende Entla⸗ ſtungen bringe. Es fragt ſich nur, für wen? Ich mußte dieſes Jahr Bürgerſteuer 1931 in Höhe von RWM. 18.- für mich und RM..- für meine Frau, zuſammen alſo 27.— RM. für das ganze Jahr 1931 zahlen. Jeßzt kommt der Herr Reichsfinanzminiſter und rechnet mit affenartiger Geſchwindigkeit mir vor, wieviel ich jetzt„ſpare“ an der Bürger⸗ ſteuer 1932, die nur für ein Vierkeljahr, Okktober bis Dezember 1932 erhoben wird. Das macht der Herr Graf folgendermaßen: 1. Der Frauenanteil bei Verheirakeken fällt weg. Erſparnis RWM..— 2. Die Steuer ſelbſt wird nur in halber Höhe erhoben. Erſps. RM..— 3. Um 25„% wird die Steuer ge⸗ kürzt. Erſparnis 70 Geſamkerſparnis RM. 20.25 Wer alſo früher 27.— RWM. bezahlte, braucht nur noch.75 RW. zu zahlen, 20.25 RM. werden„geſpart“!! Wenn man aber genauer nachſieht, dann iſt das alles ein ganz großer Bluff. Denn für das ganze Jahr 1931 habe ich RM. 27.— bezahlt, für das letzte Viertel⸗ jahr 1932 wären demnach zu zahlen RWM 27.—: 4 6,75 RM.— genau der Bekrag, den der Herr Graf ſo umftändlich herausge⸗ funden hat. Für die Ledigen ergibt ſich ſogar eine weitere Belaſtung, denn dieſe hät⸗ ken zu zahlen RM. 18.—: 4 4,50 RM. In Wirklichkeit werden ſie ebenfalls mit RW. 6,75 belaſtek. Wo hier die„durchgreifenden Enklaſtungen“ bleiben, iſt das Geheimnis dieſes Herrn Miniſters, deſſen Rechenkunſt⸗ ſtücke ſehr ſtark an die Anpreiſungen orien⸗ taliſcher„Kaufleute“ erinnern. F. D. Jihweres Einfturzunglück Paſſau. Auf dem landwirkſchafklichen Anweſen der Frau Meinl in Gründobl, Ge— Nalionalſozialiftiſcher Flugtag in Neuftadt(ödt.) Neuſtadt a. d. Hdt. Der 1. Großflug⸗ tag des Nakionalſozialiſtiſchen Flugſport⸗ vereins Südweſtdeutſchland auf dem Flug⸗ platz Lilienthal Lachen⸗Speyersdorf war ein voller Erfolg für die Flugſache. Das Wek⸗ ter war wider alles Erwarten gut, ſo daß dann auch der Beſuch ſehr ſtark ausfiel und zum Schluß über 30 000 Menſchen auf dem Platz geſchäzt wurden. Das Programm enkſprach allen kechniſchen und künſtleriſchen Anforderungen. Beſonders der Begrüßungs⸗ flug der ſieben Maſchinen zeigte ein Ge⸗ ſchwader von glänzender Zuſammenarbeit. Die Parkeigenoſſen Herzog, Kopp, Brand, Obermeyer, Rüdiger, Augſt verſtanden es, die Maſchinen ſo vorzuführen, daß ſchon allein daraus auf das Kunſtvolle des übrigen Programmes geſchloſſen werden konnte. Unpolitische Heimatwarte Von der Obſternke an der Bergſtraße. Die Ernte in Spätzwetſchgen hat in letz⸗ ter Woche in gleichem Maße zugenommen, wie die Frühzwetſchgenernke nachließ. Die Preiſe für Spätzwetſchgen, die heuer eine Rekordernte verzeichnen, bekragen—10 RM. je Zenkner. Die Preiſe für Bühler, Lützelſachſener, Auerbacher und Efßlinger Zwelkſchgen ſtellten ſich auf—15 RM. Sie kägliche Zufuhr zum Weinheimer Obſtmarkk beträgt elwa 10—15 Wagen. Am Freitag ging auch ein großer Poſten nach London. Sehr beträchklich ſind auch die Anfuhren von Aepfeln, die mit—9 RM. bezahlt werden. Birnen 1. Sorte ſtellen ſich auf 13—20, 2. auf—12 RM. Pfirſiche werden jetzt eben⸗ falls wieder ſtärker angefahren, 1. Sorte koſtete 18—26, 2.—17 RM. Weinheim(ſilberne Hochzeihh. Unſer Pg. Michael Gölz, ein rühriger Mitarbei⸗ ter der Weinheimer Ortsgruppe, feierke geſtern in aller Stille ſein 25 jähriges Ehe⸗ jubiläum. An Leichenvergiftung geſtorben. Schweßzingen. Dieſer Tage ſtarb hier eine Frau, die die Leiche ihres Enkelkindes geküßt hakte, an Leichenvergiftung. Ein Friedhofarbeiter, der ſich ebenfalls mit Lei⸗ chengift infiziert hatte, mußte wegen Blut⸗ vergiftung in das ſtädtiſche Krankenhaus aufgenommen werden. Wiesloch.(Plötzliches Steigen der Hop⸗ fenpreiſe). Nachdem bis jetzt in ſämtlichen Hopfenorten des Angelbachtales der Hopfen⸗ verkauf ruhte, wohl infolge der Unſicherheit der Preislage und der großen Verluſte, die ſowohl Händler als auch Verkäufer in den letzten Jahren hatten, ſollen die Preiſe in den letzten Tagen auf eine anſehnliche Höhe geſtiegen ſein. Von Seiten der Landwirk⸗ ſchaftskammer wurde darauf aufmerkſam gemacht, keine voreiligen Verkäufe zu käti⸗ gen. Wie wir von zuverläſſiger Seite er⸗ fahren, ſoll pro Zenkner Hopfen nahezu die doppelte Höhe in Ausſicht ſtehen, ſo daß der Hopfenbauer dieſes Jahr auf ſeine Rechnung kommen dürfte. Bisher wurden für den Zenkner Hopfen ekwa 70 RM. bezahlt. Meckesheim.(Diamankene Hochzeith. In verhältnismäßig guker geiſtiger und kör⸗ perlicher Rüſtigkeit feierte Straßenwark a. D. Georg Fabian mit ſeiner Gaktin Katha— rina, geb. Schifferdecker das Feſt der di a⸗ mankenen Hochzeik. Fabian, geboren am 2. Sepkember 1846, iſt Veteran von 1870⸗71. Aus Meckesheim. Dieſer Tage wurde in unſerem Ort das älteſte Haus durch ein Dachwerk erneuert. Das Haus wurde um das Jahr 1501 erbaut und war ein katho⸗ liſches Pfarrhaus, das einſt zu der Wall⸗ fahrtskirche St. Markin gehörtke. Der Dachſtuhl war mit Hohlziegel gedeckt, was man in der Meckesheimer Gegend ſel— ten finden wird. Von der Kirche ſind heute nur noch die Umfaſſungsmauern zu ſehen, im Volksmund „der alte Kirchhof“ genannk. Sie war eine fränkiſche Gründung aus dem 7. Jahrhun⸗ derk und war erbaut an der Stelle eines rö⸗ miſchen Wachkturmes, wie Skeinreſte und Tonſcherben bei der Erſtellung der Waſſer— leitung im Jahre 1911 mit ziemlicher Sicher⸗ heit erwieſen haben. Die Kirche war ein einfacher Kaſtenbau(Baſilika) und war dem Nationalheiligen der Franken, dem heiligen Martin von Tour geweiht. Sie war Pfarr⸗ kirche für Meckesheim, Mauer, Wönchzell und Zuzenhauſen. Sie war weit und breit bekannt, denn das an ihrem Fuß enkſprin⸗ gende Waſſer galt als heilkräftig. Wann die Kirche außer Gebrauch geſetzt wurde oder zerfallen iſt, iſt nicht feſtzuſtellen; man ver⸗ mutet im 30 jährigen Kriege 1618—48. Links am Eingang der Kirche ſteht heute noch ein Grabdenkmal, das einem Wundarzt gewidmet war mit folgender Inſchrift: „Die glückliche Ewigkeit lohne die Treue und den Fleiß des entſeelten Kaſpar Kölle, der als Wundarzt mit Rat und Tak ſeinen Nebenmenſchen ohne Eigennutz dienke. Er ſtarb am 8. Junius 1796 zu Mek⸗ kesheimis.“ Das alte Pfarrhaus befindet ſich jeßt in den Händen der vierken Generakion der Fa⸗ milie K. Fabian. Die Eltern des jehigen Beſitzers, die es noch mikbewohnen, erfreuen ſich eines hohen Alters, und konnten Ende Auguſt das ſeltene Feſt der Diamankenen Hochzeit feiern. meinde Bad Höhenſtadt, brach aus bisher unbekannter Urſache Feuer aus, dem die großen Erntevorräte, ſowie die landwirt⸗ ſchafklichen Geräte in kürzeſter Zeit zum Opfer fielen. Bei den Aufräumungsarbei⸗ ten am Dienstag, ſtürzte plötzlich eine Mauer der ausgebrannten Scheune ein und durch— brach das Gebälke. Mehrere der Helfer wurden unter den Trümmern begraben. Zwei 17 Jahre Burſchen und ein 48 Jahre alter Mann, die freiwillig mitgeholfen hal⸗ ken, konnten nur als Leichen geborgen wer⸗ den. Ein Mann wurde ſchwerverletzt ins Krankenhaus gebracht. Auch bei ihm be— ſteht Lebensgefahr. Mehrere andere Leute erlitten leichtere Verletzungen. Kunſtflieger Reuker zeigte Loopings, Tru⸗ deln; beſonderen Beifall fand auch der Fallſchirmabſprung des Pg. Duß, der mit einer Hakenkreuzfahne auf dem Platze lan⸗ dete. Höhepunkk der Veranſtaltung waren nakürlich unzweifelhaft die meiſterhafken Flugdarbiekungen des Flugmeiſters, Pg. Sköhr, der zum Schluß ſein ganzes Pro⸗ gramm nochmals mit abgeſtelltem Mokor wiederholte. Das Ballonrammen fand wie immer auch hier allgemeinen Beifall. Als weitere Nummer zeigke der Flieger Pg. Gu⸗ nermann ſeine Kunſt im Fallſchirmabſprin⸗ gen, während als Schlußdarbietung ein Luftangriff auf ein künſtlich aufgebaukes Dorf noch einmal alle Flieger vereinke. Während der ganzen Veranſtaltung kreiſten zwei Verkehrsflugzeuge der Luftfahrk⸗A.⸗G. über dem Platze, der Stadt und dem an⸗ grenzenden Haardkgebirge. Gegen 6 Uhr war die Veranſtalktung zu Ende. Dieſer erſte Nationalſozialiſtiſche Flugtag Südweſt⸗ deukſchlands iſt ein bemerkenswerker Vor— ſtoß in der Flugpolitik der NSDAp. Ins- beſondere muß bemerkt werden, daß die Veranſtaltung nicht allein als ſporkliche Lei⸗ ſtung gedacht war, ſondern in erſter Linie als Beiſpiel der Wiederwehrhaftmachung des Volkes und als Ankündigung des Rechts Deutſchlands auf die Luftwaffe. Der Flug⸗ plaß Lachen-Speyersdorf, der in den zer— ſtörken Hallen die Auswirkungen des Ver⸗ ſailler Verkrages zeigte, war für dieſe De⸗ monſtration nicht zuletzt am beſten geeignet. Spritſchmuggelſchiff in däni⸗ ſchen Gewäſſern aufgebracht Kopenhagen. Einem däniſchen Zollkutter iſt es gelungen, den größten Fang in der Geſchichte des däniſchen Zollweſens zu ma⸗ chen, indem der Kukter den angeblich eſt⸗ niſchen Frachkdampfer„Pollux“ mit einer Schmuggel-Spritladung im Werke von min⸗ deſtens einer halben Million Kronen vor Koege aufbrachte. Der Kapikän des„Pol⸗ lux“ erklärte, er habe Kohlen an Bord und fahre nach Malmö. Zunächſt erregte das Schiff bei den Dänen keinen Verdacht. Als man jedoch ſah, daß an Bord der„Pollux“ eine große Deckladung unter Säcken hielt der Zollkutter den Dampfer an. Drei Mann gingen an Bord. Die Mannſchaft der„Pollux“ verſuchke, Spritkannen über Bord zu werfen, was aber verhinderk wurde. Nach kurzem Kampf wurde die 14köpfige Mannſchaft des Schmuggelſchiffes überwäl⸗ tigt. Das Schiff wurde nach Kopenhagen gebracht, wo Unkerſuchungen darüber ange⸗ ſtellt werden, woher der Sprit kommt und an wen er gerichket war. Es handelt ſich um über 30 000 Liter Sprit. Polniſche Bauern ſtellen die Lebensmittelzufuhr ein Warſchau. Die bäuerlichen Vereinigun⸗ gen Polens haben beſchloſſen, die Zufuhr von Lebensmikteln nach den Städten zunächſt für die Dauer einer Woche einzuſtellen. Der Zweck dieſes eigenartigen Streiks liegt in der Abſicht, durch ein vermindertes Ange⸗ bot eine Preisſteigerung für landwirkſchaft⸗ liche Erzeugniſſe hervorzurufen. Der Streik hat am Montag begonnen. Sechs Kinder verletzt Hagen. Wie erſt jet bekannk wird, er⸗ eignete ſich am Montag abend im Skadt⸗ teil Haſpe ein Exploſionsunglück. Spielende Kinder fanden ein 10 Zentimetker langes zwei Zoll dickes Rohr, das auf beiden Seiten ver⸗ ſchloſſen war. Die Kinder machten ein Feuer und warfen das Rohr hinein. Plötz⸗ lich explodierke dieſes, wodurch ſechs Kinder zum Teil ſchwer verletzt wurden. Das Rohr war anſcheinend mit einem Exploſivpſtoff angefüllt. Auko und Mokorradfahrer zuſammenge⸗ ſtoßen. Eberbach. An der Friedrichsdorfer Land⸗ ſtraße, an der Kurve bei Kellner und Koch, rannten ein Auto aus Schafheim und ein Motorradfahrer aus Mannheim ziemlich heftig aufeinander. Der Motrorradfahrer erlitt einen ſchweren Beinbruch, während die Inſaſſen des Autos, das leicht beſchädigt wurde, mit dem Schrecken davonkamen. Noklandung. Wölchingen. Auf den Wieſen unweit der Graſerſchen Mühle mußte ein Flugzeug der Fliegerſchule Schleißheim bei München wegen Benzinmangels noklanden. Die Lan⸗ dung erfolgte glatk. Nach Beendigung des Tankens ſetzte der Flieger ſeinen Flug in Richkung Würzburg wieder fort. Zuchtſchweineſchauen in Baden. Die Badiſche Landwirtſchaftskammer in Karlsruhe veranſtaltet im Herbſt dos. Is. freie Zuchtſchweineſchauen, bei denen alle Schweinezüchter ausſtellungsberechtigt ſind. Für den Neckar⸗-Elſenz-Gau findet eine ſolche Zuchtſchweineſchau am 15. Sepkember in Sinsheim, für den Pfalzgau in Mann⸗ heim-⸗Neuoſtheim am 11. Oktober, für den Taubergau am 17. Oktober in Tauberbi⸗ ſchofsheim und für den Odenwaldgau ſchließ⸗ lich am 19. Oktober in Mosbach ſtatt. Drei Zenkner Trauben geſtohlen. Edesheim. Auf Edenkobener Gemarkung wurden einem hieſigen Winzer eltwa drei Zenkner Malenga-Trauben geſtohlen. Von den Trauben wurden die ſchönſten geſchnit— ten. Von den Dieben fehlt jede Spur. Sturz aus dem Fenſter. Deidesheim. Der Kraftwagenführer Richard Schäffer verunglückte dadurch, daß er in ſeiner neubezogenen Wohnung in der Deichſelgaſſe ein Fenſter mit einer Tür verwechſelte und aus dem zweiten Skock auf die Straße ſtürzte. Mit ſchweren Knochen⸗ brüchen mußte er in das Neuſtadter Kran⸗ kenhaus verbrachk werden. Großmarkk Handſchuhsheim. Zwelſchgen—9, Birnen—14, Aepfel —12, Pfirſiſche 21—26, Tomaten 4,7—5,8, Stangenbohnen—14. Anfuhr und Nach⸗ frage gut. Täglich Verſteigerung 17 Uhr. e Die Wettervorſage Donnerslag: Wechſelnd bewölktk, zeitweilig Diederſchläge. Freikag: Leichte Beſſerung, ſteigende Tem⸗ peraturen. Waſſerſtandsnachrichten Rhein: Rheinweiler 132, Kehl 260, Maxau 413, Mannheim 286, Caub 177, Köln 158 em. Neckar: Jagſtfeld 49, Heilbronn 121, Plo⸗ chingen 8, Mannheim 276 em. gaaaaaaganamanananagaananagamaaa Deutſcher Bauer kämpfe mit uns für Deine heimat, werde Nationalſozialiſt! Mundſtück hin Mundſtück her. Der Oberſt⸗Kaucher kann nach ſeinem perſönlichen Geſchmack wãhlen, denn ſeine Zigarette gibt es mit oder ohne Mundſtück, aber immer gleich gut, gleich dick und immer auch mit Soldaten⸗Bildern. OBERSI %hOhne Mondsföcłk 35 WAIl DORf- ASTOBIA G. M. B. H. lag, 3 —weit in die Zeit der glorreichen Revolution hin⸗ werden ſollke. Seite 4 Donnerskag, den 8. Seplember 1932. 2. Jahrg./ Ur. 200 Kpd, 3pꝰ und Zentrum als„Einheitsfront“ Noch einmal die Neckargemünder Wahlnacht am 31. Juli Provokation und alles mögliche andere wurde uns ſeither vorgeworfen. Die Gemüker haben ſich wieder beruhigt und viele werden wohl an⸗ ders denken, wenn ſie ſich die anläßlich der Verhandlung gegen Pg. Feit unter Eid gemach⸗ ten Ausſagen näher anſehen. Am meiſten dürfte da eine Rede des Herrn Dr. Knorr intereſſieren, der das Gericht über die Lage vor und während der Wahlnacht aufgeklärt hat. Beſagker Herr Dr. Knorr will gehört haben, daß wir in der Wahlnacht unſere politiſchen Gegner überfallen wollten. Um nun die Nechar⸗ gemünder Bevölkerung vor den böſen Nazis zu ſchützen, hat er einen Schlachkenplan entworfen. Als früherer Offizier muß er das ja können. Es iſt auch unbedingt anzunehmen, daß er an ſeiner damaligen Stellung viel Freude gehabt hat, denn er hak die Uniform eines Reſerveleuknants bis ein gektragen. Herr Dr. Knorr bildeke zuſammen mit der Kpö. einen Selbſtſchutz, und ſpielte ſich damit als Hüter der öffenklichen Ordnung auf. (Uns hat die Polizei des öfteren bedeutet, daß das ihre Sache ſei.) Va ja, man muß alle ſich biekenden Gelegenheiten ausnützen, ſeiner vor⸗ geſetzten Behörde eine Freude zu machen! Ob es noch elwas nützen wird? Eine andere Frage iſt die, ob durch dieſe wohldurchdachte Maßnahme nicht das Gegenkeil erreichk wurde, als angeblich dadurch erreicht Herr Dr. Knorr hat, um es noch einmal zu ſagen, dieſen Selbſtſchutz gebildek, auf Grund einer halkloſen, unbegründeten Rederei. Er hat in der Wahlnacht im„Anker“ ungefähr 150 Mann zuſammengezogen und hat weiter alles ſo Bekanntmachung. Samstag, den 10. September, Uhr abends Sitzung der geſamten Gau⸗ leitung Karlsruhe im„Friedrichshof“. Anzug möglichſt Braunhemd. Quartieranmeldung wenn nötig ſofort hierher. Der Gaugeſchäftsführer. organiſiert, daß die nicht Anweſenden auf ein Trompekenſignal ſofort zur Stelle ſein ſollken. Nachdem wir noch genau unkerrichtek waren über eine ekwa 14 Tage vor der Wahl abgehal- tene Verſammlung der SpD. und Kpo. zwecks Gründung einer ankifaſchiſtiſchen Kampfgruppe, nachdem vor der Wahl in vielen linksgerichketen Zeikungen zum Kampf aufgeforderk wurde, auch dei legaler Machkübernahme Hitlers, und nach⸗ dem von Mitgliedern der gegneriſchen Parkeien Gerüchte ausgeſtreut wurden, daß Geſchäfbe ge⸗ BONMBEN Zuf HaeU Mmimmunnmmitiminmmnmnnnnmmuas—— Viſion oder Möglichkeit Von Johann von Leers Copyright 1932 by R. Voigtländers Verlag Leipzig. 15. Fortſetzung. Bichlmair ſchweigt der blonde olſteiner ſieht in die Weite. Rireſebes Sie mich nicht falſch, ſagt der General wieder, wir kragen gerade vor dieſer Jugend eine ſchwere Verantwortung. Auch Langemark war heldiſch, ein furchtbarer Verluſt für unſer Wolkß Retzow ſieht den General voll an:„Zedes Zahr und mit jedem Jahrgang wächſt in Deutſchland ein neues Geſchlecht von Lange⸗ mark heran, Herr General!“ Ueber des Generals Geſicht geht ein Leuchten, Hauptmann Hennecke nickt ernſt, Bichlmair, Retzow richten ſich auf— mit verhaltener Kraft ſtößt Hergeſell, der derbe Matroſe, heraus:„Alſo, wir greifen an! Gott ſei Dank!“ Sie geben ſich die Hände. Der General macht eine kurze Bewegung: „Wefehl Henneckel Reichswehr, Poli⸗ zei und die Freiwilligenverbände greifen unkt 2 Uhr nachts überraſchend.. Das Telephon ſchrillt. Der General nimmt den Hörer ab. „Leuknank Gärtner meldek vom Haupk⸗ bahnhof, daß die Franzoſen in Stärke von ſtürmt werden ſollten u. a.., muß jedem klar ſein, daß die Zuſammenziehung des„Selbſtſchut⸗ zes“ im„Anker“ nicht dazu angetan war, im Sinne der Ruhe und Ordnung zu wirken. Den Kakholiken Neckargemünds ſei die Ausſage des Herrn Dr. Knorr nicht vorenkhalken, daß auch die Badenwachk ſich dem„Selbſtſchuz“ angeſchloſ⸗ ſen halle, und daß die beiden Herren Gramlich und Lohrum u. a. im Anker anweſend waren. Merkt ihr jetzt, Neckargemünder Kakholiken, welchen„Geiſt“ das Zenkrum atmet? Was haben wir in und vor der Wahlnacht getanꝰ Daß wir unſere Uniformen anziehen, iſt un⸗ ſer gukes Recht und wir kragen ſie mit Stolz. Daß wir während der beiden Nächte vor der Wahl auf der Straße waren, iſt die Schuld un⸗ ſerer Gegner, die unſere Platate beſudelt und herunkergeriſſen hoben. Glauben Sie wirklich, Herr Or. Knorr, daß das nach Provokation aus⸗ ſieht? Am Sonnkag abend ab 6 Uhr haben wir auf Befehl der Reichsleitung die Uniſorm aus⸗ gezogen, um alles getan zu haben, unnöbge Rei⸗- bereien zu vermeiden. Auch das ſchien Herrn Or. Knorr äußerſt verdächtig. An dem fraglichen Während die Marxiſten aller Schatlie rungen in ihrer Preſſe vom Sozialismus mauſcheln, wäh⸗ rend ſie mit Worken die betrogene und ent⸗ täuſchte Bevölkerung über die hatſächliche Lage hinwegkäuſchen wollen, hat der Nationalſozialis- mus überall dort, wo es nolwendig war, den So⸗ zialismus der Tat organiſiert. Unſere politiſchen Erfolge ſind nicht zum mindeſten auf die Tat⸗ bereikſchaft des Nalionalſozialismus zurückzufüh⸗ ren. Ja, man kann überzeugend feſtſtellen, daß überall dork, wodurch die Tal geworben wurde, der Erfolg auch ein durchſchlagender war. So iſt es auch kaum verwunderlich, daß der Berg⸗ ſtraßenork Schriesheim zu unſeren nationalſozia- liſtiſchen Hochburgen zählen kann. Die Frauen⸗ ſchaftsortsgruppe Schriesheim war es vornehm- lich, die durch ihre Arbeit politiſche Erfolge in einem Ausmaß ermöglichte, die bisher noch kei- ner Partei gelungen waren. Unter der hakkräftigen Leikung von Frau Hilde Maier war Schriesheim mit eine der er⸗ ſten Frauenſchaftsortksgruppen, die dem Aufruf unſeres Führers Adolf Hikler zur Errichtung von Winterhilfsküchen Folge leiſtete. Dieſe Küche hat auße rordentlich ſegensreich auf der einen, und werbend für den Nakionalſozialismus auf der anderen Seite gewirkt. Sie iſt in zwei von Frau Hilde Maier unenhgelllich zur Verfügung geſtell⸗ ten Räumen unkergebracht, die hell, luftig und freundlich wirken. Während der eine Raum, die eigenkliche Küche beherbergt, wurde der zweite zu einem Aufenlhaltsraum ausgeſtallet, der ſich wirklich ſehen laſſen kann. Hier hat ſich Pg. Pivar die denkbar größte Mühe gegeben, durch Bemalung der Wände mik unſeren Sym- „Geſpräche umlegen!“ Die Führer eilen nach unten. Als Hergeſell am Ratszimmer vorbei⸗ ſtürzt, reißt er die Tür auf und ſchreit in die Verſammlung hinein:„Der Franzoſe kommt! Am Hauptbahnhof iſt er ſchon!— Wir nehmen die Verteidigung aufl“ Der grauköpfige Redakteur ſpringt auf, reißt ſeinen Mantel mit der eingehängten Maſchinenpiſtole vom Haken, läuft hinter Hergeſell die Treppe herunter und ſchwingt ſich hinter ihm aufs Mokorrad. Erſt im Fahren begrüßen ſich die beiden. „Dokkor, nun hat unſere Arbeit doch einen Nutzen gehabt— Für Deutſchland!“ Während ſie die Straßen langfegen, liegt die Stadt plötzlich im Dunkel. Kurz unterrichket der General Bürger⸗ meiſter und Senat über das Seegefecht und ſeht die Widerſtandsmöglichkeiten ausein⸗ ander. „Da die franzöſiſche Flotte ſich durch Be⸗ ſetzung der Vorhäfen weit auseinanderzieht und unſere Küſtenforks ſie ſtark aufhalten werden, iſt mit den in Hamburg verfügbaren und heranziehenden Truppen und Freiwilli⸗ genverbänden der Hauptwiderſtand zu or⸗ ganiſieren. Mit ſchwerſtem Beſchuß und Bombenwürfen muß allerdings gerechnet werden. Waſſer- und Lichtverſorgung werden ſo⸗ fork unterbunden. Befehlsgewalt übernehme ich.“ Der Angriff des„Jaguar“, die von über⸗ all gemeldete Akkivität deukſcher Abteilungen beunruhigt die Franzoſen. Eines ihrer Auf⸗ klärungsflugzeuge hat kurz vor Finkenwär⸗ der auf der Straße eine marſchierende Ab- teilung geſichlet, iſt heruntergeſtoßen und hat ſie unker Feuer genommen. Der Maſchinen⸗ gewehrhagel fegt in die Freiwilligentruppe, etwa zwei Kompagnien gegen den Haupt⸗ bahnhof vorrücken.“ die ſich zu ſpät decht. Mehrere bleiben auf Die Schriesheimer N5⸗Frauenſchaft lindert Not Die Verantworkung und Abend watren im„Adler“ zwei Mann SA. und⸗ ungefähr 14 Parteigenoſſen alſo höchſtens 16 Mann, während Herr Dr. Knorr im Anker un⸗ gefähr 150 Mann zuſammengezogen hatte. Nach Ausſagen von Nachbarn des der katholiſchen Kirche gehörenden„Ankergarken“ ſollen dort allerlei Schlagwerkzeuge verkeilt worden ſein. It es da verwunderlich, wenn ſich ein Pg. auf⸗ macht, um ſich von der Stichhaltigkeit dieſer Ge · rüchte zu überzeugen? All das wäre unnötig, wenn nicht durch Gewiſſenloſigkeit einzelner Hetzer die Bewohner immer wieder aufgepubſcht würden. Die Enkwicklung geht ihren Gang und kKümmert ſich auch nicht um einen Dr. Knorr! Sie wollen doch gehörk haben, Herr Or., daß Sie einer der Erſten ſein ſolllen, bei der von Ihnen gefürchteten Prügelei. Zu Ihrer Beru⸗ higung ſei Ihnen geſagk, daß es uns nie einfal⸗ len wird, anders mit Ihnen abzurechnen, als ſtreng legal. Vielleicht werden denen, die heute noch in Ihren Reihen ſtehen, auch einmal die Augen aufgehen! Nationalſozialiſtiſche deutſche Arbeiterparkei. Orksgruppe Neckargemünd. bolen uſw. die Freundlichkeit des Raumes zu unkerſtreichen. Das Geſamb bild iſt ſo, daß man die Frauenſchaftsküche und den Aufenthaltsraum ruhig in einer größeren Sladt ſehen laſſen Könnke. Die Räume allein würden nakürlich nichts nützen, wenn in ihnen nicht beſtimmungemäß der Sozialismus der Tat geübk werden würde. So wurden bis zur Ernkezeit käglich 40—50 Eſſen gegen ein kaum nennenswerkes Enbgell verab⸗ reicht. Durch die Ernkezeit haben ſehr viele er⸗ werbsloſe Parkeigenoſſen Ernkearbeik bekommen, weshalb auch gegenwärkig die Teilnahme an der Eſſenausgabe zurückgegangen iſt. Neben Ge⸗ müſe, Karkoffeln uſw. gibt es wöchentlich—4 mal Fleiſch. Entſcheidend für die Ermöglichung dieſer ſo⸗ zialen Hilfsmaßnahme ſind die Beikräge und Stiftungen aus der geſamken Parkeigenoſſen⸗ ſchaft, und gerade hier zeigt ſich die Wucht und die Größe des vom Nationalſozialismus propa⸗ gierten Volksge meinſchaftsgedankens. Es ſchließt ſich auch der Aermſte, ſoweit er noch Arbeik hat, nicht davon aus, ſein Scherflein in Naturalien oder in Geld beizutragen, um den Aermſten der Armen ihre Lage zu erleichtern. Durch die po⸗ litiſche Neuorganiſation iſt die Sammellätigkeit einzig und allein Sache der Kreisleitkung gewor⸗ den. Trotdem dies bekannt iſt, kreffen auch heute noch käglich Stiftungen für die Hilfsküche der NS-Frauenſchaft in Schriesheim ein. Alles in allem! Schriesheim iſt nur ein Bei⸗ ſpiel, wie der Nakionalſozialismus aus dem Ge⸗ danken der Volksgemeinſchaft heraus ohne Un⸗ terſchied des Slandes und Berufes, überall dork wo es nokwendig iſt, helfend einſpringt. Wiel. ſich vor dem Feuerhagel im Straßengraben zu decken. Einige Gewehrkugeln ſchlagen in die Tragflächen mit dem blau⸗weiß⸗roten Kreis. Der Flieger wendek nochmals, fliegt in Richtung Hamburg Hafen zurück, geht auf der„Bapaume“ nieder. Der Beobachker meldet:„In Planquadrat 403 deutſche irreguläre Abkeilung von etwa 80 Mann durch Maſchinengewehrfeuer zer⸗ ſprengt, Gegner ſtarke Verluſte. Einzelne Laſtkraftwagen überall auf den Straßen ge⸗ ſichtet, ebenſo kleinere, in Richtung Ham⸗ burg marſchierende, zum Teil bewaffnete Trupps“ Admiral de Rochambean ſteht an der Reeling des„Courbet“, lieſt das Morſekele⸗ gramm, das der Läufer gebrachk hak, ſchaut ernſt über die Stadt Hamburg, folgk den Lichkkegeln der den Hafen abſuchenden Scheinwerfer. In ſeinem ſcharf geſchnitte⸗ nen, raſſigen Geſicht zuchk kein Muskel. Einen Augenblick empfindek er etwas wie Genugtuung. Der Feind wehrt ſich! Man iſt alſo nicht Gerichksvollzieher, ſondern Sol⸗ dak! Der Normanne in ihm, der Menſch alten, nordiſchen Herrenkums grüßt den ver⸗ wandten Hanſeakengeiſt. Hier ſchweigen die Politiker, er befiehlt, der Soldat Frank⸗ reichs! Er ſieht über die rieſige Stadt hin⸗ weg, denkt zurück an das kleine, weltab⸗ gelegene Schloß in der grünen Normandie. Keins der dort an der Wand hängenden Bilder, das nicht von Kampf, Soldakenehre und Sieg ſpricht. Der fiel bei St. Quenkin 1871, der blieb vor Algier— die bunken Kavalierstrachken aus der Zeit des franzö⸗ ſiſchen Königtums— dazwiſchen auf einem halbverdunkelten Bilde der Schaufelhut des Jeſuitenmiſſionars in Kanada, der an der Spitze ſeiner roten Beichtkinder, der Hu⸗ ronen und Jrokeſen, gegen die Engländer parteiamtliche Mitteilungen. Anordnung. RSc. Es wird wiederholt bekanntgegeben: Enbgegen den eindeutigen Weiſungen der Reichsleitung wird erneut mehr denn je der Verſuch gemacht, Ramen und Symbole derr ma lüo mahſſo züchlüſtiſſchen Bewe⸗ gung zu Zwecken geſchäfſhlicher Propa⸗ ganda zu verwenden. Es iſt ſogar vorgekom⸗ men, daß jüdüſche Unternehmungen mit dem Mißbrauch unſerer Symbole Geſchäfte zu machen verfucht haben. Demgegenüber erſcheint es an⸗ gezeigt, erneut mit allem Nachdruck darauf hin⸗ zuweiſen, daß allen derarkigen Aufträgen gegen⸗ über rückſichksloſe Ablehnung am Platze iſt. Insbeſondere ſind alle Amtswalter der Bewe⸗ gung angewieſen, den Verkrieb derarliger Ar⸗ tikel, die in ihrer Ausfühvung vielfach an Kit⸗ ſchigkeit kaum zu überbieten ſind, innerhalb der Organiſalion namenklich bei Veranſtalbungen der Parbei zu verhindern. Bouhler. An die Kreisleiker und Kreisreferenlen für Kommunalpolilik des Gaues Baden. Die Kommunalpolitiſche Abteilung der Gau⸗ leitung ordnet hiermit an: Veröffentlichungen in der Parteipreſſe, die ſich mit kommunalpoliliſchen Angelegenheilen befaſſen, dürfen won der Preſſe nur dann auf⸗ genommen werden, wenn der Kreisreferenkt für Kommunalpolitik des zuſtändigen Kreiſes ihre Veröffenklichung gubgeheißen hat. Bei Weitergabe von Artikeln und Material an die Preſſe hat der zuſtändige Kreisreferent ſchriftlich der Redaklion zu beſtätigen, daß gegen die Veröffenklichung oder Bearbeilung des vor⸗ gelegten Materials oder Artikels nichts einzu⸗ wenden iſt. Iſt der Kreisreferent eines Kreiſes im Zwei⸗ fel darüber, ob eine Veröffentlichung einer kom- munalpoliliſchen Angelegenheit gegeben erſcheint, ſo hat er ſich umgehend unker Einſendung des Materials an die Haupbabteilung III, Abkeilung für Kommunalpolitik zu wenden. Hier wird enk⸗ ſchieden werden, ob eine Veröffenklichung mög⸗ lich iſt. Die den Kreisreferenken für Kommunalpolitik zu übergebenden Schrifkſätze ſind, ſoweit es ir⸗ gend möglich iſt, bereits in fertiger Arkikelform unter Beifügung etwaigen Materials zu über⸗ geben. Haupfableilung IIl, Kommunalpolikik. gez.: Schündler. Bund deukſcher Mädel, Gau Baden. Auf Grund verſchiedener Anfragen geben wir nochmals bekannt, daß 1. auch Mädchen über 18 Jahre in den B. d. WM. aufgenommen werden(Höchſtgrenze 25 Jahre). Bei kleinen Gruppen iſt eine voll⸗ ſtändige Ueberſchreibung zum B. d. M. un⸗ bedingt empfehlenswert. 2. Die Mäochengruppen, die von der Frauen⸗ ſchaft für den B. d. M. überſchrieben wer⸗ den, müſſen Aufnahmeſcheine des B. d. M. ausfüllen. Aufnahmegebühr iſt keine mehr zu enkrichten. Aufnahmeſcheine und Richtlinien ſind bei der Gaugeſchäftsſtelle Karlsruhe, Kaiſerſtraße 123, anzufordern. Wappenſchild der Spruch„Mon épée au Seeleute Frankreichs, das Valkerland ſieht auf euch alle! Marquis de Rochambeau winkt. Auf dem„Courbek“ ſteigt ein Signal hoch. Es iſt 23 Uhr 10, als ſich befehlsgemäß die franzöſiſchen Skoßkompagnien fächer⸗ förmig in den Straßen vorſchieben. Grell leuchten die Scheinwerfer über die Stadt. Auf der„Bapaume“ liegen die Bomber bereit, ſechs Beobachkungsflieger ſteigen auf. Die Bedienungsmannſchaften ſtehen in den Gefechtskürmen, von Schiff zu Schiff geht das Signal„Klar zum Gefecht!“ Die ſchweren Bordmaſchinengewehre ſind drohend auf die Uferkais gerichket. Die Stoßtrupps gehen, Handgranaken um⸗ gehängt, Gasmaske griffbereit, die Geſichter vom Stahlhelm verdeckt, vor. Haus für Haus wird durchſucht und beſetzt, donnernd poltern die Kolben an die Wohnungstüren, die die aufgeſchreckken Bewohner, ſoweit die Wohnungen nicht verlaſſen ſind, öffnen. Vor⸗ ſichtig kaſten ſich die Franzoſen im Schein der rieſigen Schiffs-Scheinwerfer vorwärks. Als oͤunkle Maſſe liegt der Haupkbahn⸗ hof da. Verworrener Lärm dringk aus dem unbeſetzten Teil der Stadt. 23 Uhr 30. Aus den Fenſtern des Hauptbahnhofs brechen Feuergarben von Maſchinengewehren. Vier Hunderkſchafken Polizei ſtecken in dem rieſigen Komplex. Die Lichkkegel zweier Scheinwerfer blitzen auf — Erlöſchen. Arrr Ri ach bleck, bleck... hämmern die Maſchinen⸗ gewehre. Wie auf Kommando ſchlägt aus den Häuſern am Glockengießer-⸗Wall, am Georgsplatz, aus der Roſen⸗ und Lilien⸗ ſtraße den Franzoſen Feuer aus Gewehren, leichken Maſchinengewehren und Maſchinen⸗ f der Chauſſee liegen—, die anderen ſuchen Krieg geführt hat— Ritterbilder— auf dem piſtolen enkgegen. (Fortſetzung folgt.) 2. Jahrg. 2— 5 de Zu Ludu Prima eingetroffe ſoeben erſ qui, die C Emil Ludr dereinſt ni Fant; jeßt ganz ſo, a wachſen. Figur emp fragt, als Dabei muf vöſen Löw Auch hakte riſche Umn ich mit 150 — Nach d ter, das de mag er we gedankk ha moraliſcher nen erſten das faſziſti als unerwi ßen Männ Wieſo Muſſolinis nen, das i wie die V in Friedric in der Pſy Welche Ve dieſer Ann ſtanzierung kleidet er Muſſolinis Schmonzes Ludwig der römiſche S wahrſcheinl. da beginnk ob er ja h. wieder ein „Schien Mi ſches zu ve fragt er be „Ich löſte i gung ab“, 1 Schwierigke ihm“. Er ſchnüffelnde logiſcher ag auf dem V wie leicht e ſolini gelans wohl hier v den ſind. Er fühlt ſchleicht zun „ohne Flos mer wieder kigen Gokt, Hinauswurf auch aus, u quiſitoriſche gen, infanki fängliche F ſaikbild des Mythus de Ratio zu ze ner hereinzi für die Ver faſziſtiſche? Der indi wig, ſtellt ſi möchte, ſo di bild zeigt, u hundertmal, lismus ohne kor geliebt u auch nicht e etwas denkt leerer Thro Macht der Weltſprache Sieg nicht l Momenkte de lung empfint rung anfäng laſſen(ahah, hat(hahaha! verheimlicher (ohol); was warum eren ob er Staat⸗ ihm das Phil fehlt; ob Ch (heraus mit gefühlen gele ſitzt(na alſo! Phankaſie be matiker dem kion vorausg beim Buchſc empfindet; Ur. 200 Iugen. anntgegeben: iſungen der ſenn je der Symbole nͤn Bewe⸗ er Propa⸗ r vorgekom⸗ en mit dem e zu machen heint es an⸗ darauf hin⸗ rägen gegen⸗ m Platze iſt. der Bewe⸗ rarbiger Ar⸗ fach an Kit⸗ nnerhalb der ranſtaltungen Jouhler. renken für Zaden. 'g der Gau⸗ eipreſſe, die gelegenheiten r dann auf⸗ zreferent für Kreiſes ihre nd Makerial Kreisreferent n, daß gegen ing des vor⸗ nichts einzu⸗ es im Zwei⸗ g einer kom⸗ hen erſcheint, iſendung des UI, Abteilung er wird enk⸗ lichung mög⸗ imunalpolitik ſoweit es ir⸗ Arkikelform als zu über⸗ unalpolikik. 5 Baden. en geben wir in den B. d. chſtgrenze 25 iſt eine voll⸗ 3. d. M. un⸗ der Frauen⸗ chrieben wer⸗ es B. d. M. tkeine mehr ſind bei der erſtraße 123, ——————— on épée au Vaterland winkt. Auf lhoch. befehlsgemäß ien fächer⸗ eben. Grell die Stadt. die Bomber ſteigen auf. nſtehen in iff zu Schiff echt!“ gewehre ſind et. granaten um⸗ die Geſichter r. Haus für ht, donnernd ihnungstüren, er, ſoweil die öffnen. Vor⸗ n im Schein fer vorwärks. r Haupkbahn⸗ ingt aus dem Fenſtern des rgarben von undertkſchafken Komplex. Die blitzen auf ih e Maſchinen⸗ o ſchlägt aus er⸗Wall, am und Lilien⸗ us Gewehren, id Maſchinen⸗ ng folgt.) 2. Zahrg. r. 200 Donnerslag, den 8. Seplember 1932. Seite 5 der Tacitus von Ascona Zu Ludwigs„Geſprächen mil Muſſolini“. Prima Schmonzes aus Paläſtina friſch eingetroffen, neue biographiſche Lozelachs ſoeben erſchienen; die Geſpräche, die Collo⸗ qui, die Cohnverſakionen des Ascohnekaners Emil Ludwig Cohn ſind, leider, da. Hatte dereinſt nicht Brot auf Hoſen, der junge Fant; jetzt kut der alte Leichenſchänder ſchon ganz ſo, als wär' er bei Diktators aufge⸗ wachſen.„Ich habe Muſſolini als hiſtoriſche Figur empfunden und ihn nicht anders be⸗ fragt, als ich's mit ſolchen gewohnt bin. Dabei mußte ich dieſen mächkigen, aber ner⸗ vöſen Löwen immer bei Laune halten. Auch hatte ich vor diffizilen Fragen hiſto⸗ riſche Umwege zu machen. Zudem mußte ich mit 150 Kilometer die Stunde fahren. — Nach dieſem methodologiſchen Affenthea· ter, das der Emil Chlodwig in Rom aufführke, mag er wohl ſeinem Jehova auf den Knien gedankk haben, daß ihm nicht wieder ſo ein moraliſcher Hinauswurf blühte, wie bei ſei⸗ nen erſten Anbiederungsverſuchen, da ihn das fafziſtiſche Verordnungsblatt kurzerhand als unerwünſchten„Kammerdiener der gro— ßen Männer“ abferkigte. Wieſo es ihm überhaupt gelang, vor Muſſolinis Schreibtiſch unverſehrt zu erſchei⸗ nen, das iſt ein ebenſo großes Myſterium wie die Vorlaſſung Hardens bei Bismarck in Friedrichsruh: ein funkkionelles Rätſel in der Pſychologie großer Staatsmänner. Welche Verſion gibt aber Ludwig ſelbſt von dieſer Annäherung, d. h. nichkerfolgten Di⸗ ſtanzierung? In welchen Mummenſchanz kleidek er die Behelligung und Störung Muſſolinis ein?.. Nach verſchiedenen Schmonzes und Mäßzchen merkt plötzlich Ludwig der Pazifiſt auf Seite 14,„daß der römiſche Staaksmann krotz mancher Reden wahrſcheinlich keine Kriegspläne hege“, und da beginnt er ſich's ernſtlich zu überlegen, ob er ja heraufgehen ſoll. Faſt hält ihn wieder ein fürchterlicher Verdacht zurück: „Schien Muſſolini geneigt, die Lehren Nießz⸗ ſches zu vergeiſtigen oder zu vergaſen?“, fragkt er beſtürzt, aber er überwindet ſich: „Ich löſte ihn im Kopfe von ſeiner Bewe⸗ gung ab“, und ſiehe da, nun gibt es keine Schwierigkeit mehr“... ich näherke mich ihm“. Er nähert ſich alſo als biographie⸗ ſchnüffelnder commis voyageur, als pſycho⸗ logiſcher agenk provocakeur, und überlegk ſich auf dem Wege zur Sala del Mappamondo, wie leicht eigenklich ein Aktentäter zu Muſ⸗ ſolini gelangen kann, und wieviel Condoktieri wohl hier von ſchönen Frauen vergiftek wor⸗ den ſind. Er fühlt ſich gaunz in der Rolle, er ſchleicht zum Tyrannen, er will den Duce „ohne Floskeln raſch und ohne Pauſe im⸗ mer wieder anbohren“. Und beim wahrwaf⸗ tigen Gott, er führt zufolge des obgenannten Hinauswurf-⸗Moratoriums ſein Vorhaben auch aus, und ſtellt dem Duce Fragen, in⸗ quiſitoriſche Fragen, dämlich analytiſche Fra⸗ gen, infankil freche Fragen, präparierkt ver⸗ fängliche Fragen, um ein moſaiſches Mo⸗ ſaikbild des Diktakors zu bauen, um den WMythus der Perſönlichkeit durch jüdiſche Ratio zu zerſtören, um ſeinen hohen Partk⸗ ner hereinzulegen, um ſich Rache zu holen für die Verunglimpfung, die er durch das faſziſtiſche Verordnungsblakt erlitt. Der indiskrekeſte Menſch Europas, Lud⸗ wig, ſtellt ſich dabei ſo pfiffig, wie er ſein möchte, ſo dumm, wie Figura auf dem Titkel⸗ bild zeigt, und dummpfiffig fragt er viermal hundertmal, zehn Tage lang: ob es Imperia⸗ lismus ohne Imperium gibt; ob ein Dikta⸗ kor geliebt werden kann; ob⸗ dieſe Frage iſt auch nicht e Hund— ob Muſſolini ſich dabei etwas denkt, wenn Napoleon ſagt, daß ein leerer Thron ihn anzieht; ob er an die Macht der Namen glaubt; ob er für eine Weltſprache iſt; ob er— hört, hörk!— den Sieg nicht billiger haben konnte; ob er WMomente der Müdigkeit und der Verzweif⸗ lung empfindet; wie man eine neue Regie⸗ rung anfängt; wie ſich die Leute fangen laſſen(ahal); was er kut, wenn er ſich geirrt hat(hahahal); ob er den Menſchen mehr verheimlichen konnke oder die Menſchen ihm (ohol); was er von Coriolan hält(intereſſanth warum er nicht Europa gründet(charmanh; ob er Staatsſozialismus kreibt(pikanh; ob ihm das Philoſophieren mit Kameraden heuke fehlt; ob Chriſtus oder Cäſar größer iſt (heraus mit der Sprachel); ob er von Vor⸗ gefühlen geleitet wird; ob er Talismane be⸗ ſitzt(na alſolh); was ihn davor ſchützt, von der Phantaſie beherrſcht zu werden; ob der Dra⸗ matiker dem Skaatsmann in einer Revolu- tion vorausgeht(Sorgen was er hah; ob er beim Buchſchreiben befriedigende Gefühle empfindet, ob er ſeine Handlungen ſym⸗ Ein Beitrag zur Kurioſitäten⸗Sammlung über„Schönheit und Würde“ Ort der Handlung: Verſchiedene Gaſt⸗ wirkſchaften in Heidelberg⸗Kirchheim, Zeit: Sonntag, 21. und Monkag 22. Auguſt 1932. — Kirchweihfeſt— Es iſt Nacht, die Glocke verkündek die 11. Stunde. Fröhlich huldigt die Jugend dem Tanze; die Aelteren aber ſitzen gemütlich beiſammen. In ſchönſter Harmonie ſcheink das Feſt zu verlaufen. Zwiſchen den Ster⸗ nen zieht friedlich der Mond ſeine Bahn. Da plötzlich, zwei Männer! Man kennk ſie. Sie ſind gefürchtet: Es ſind die Amks⸗ vollzieher des Stadkrentamts Heidelberg. Man hört den Wirk:„Es iſt Kirchweih und bald Mitternacht“. Man ſieht die Amtsvollzieher mit den Schultern wackeln. Der Wirt eilt auf und ab, die Wirkin ebenfalls. Die Gäſte ſind ſprachlos. Manche be— greifen, manche nicht. 5 Die Amtsvollzieher beginnen zu vollzie⸗ en. Einige Gäſte regen ſich auf. Zahlreiche anweſende Lieferanten des Wirtes werden lebhaft. Der Wirt iſt machklos. Die Gäſte beginnen zu raunen, zu mur⸗ meln, zu murren. Die Amtsvollzieher ſprechen ekwas von der Polizei. Die Gäſte verſtummen plötzlich. Der Wirt ſchweigt zerknirſcht. Die Amksvollzieher gehen. Sie haben rückſtändige Gemeindeumlage geholt. Schwer liegt das Geld in ihrer Taſche. Energiſch klappt die Tür ins Schloß. Dumyf ſchlägt die Glocke Mitternacht. Fäuſte Jetzt ſpringen die Gäſte auf. kommen aus der Taſche. Verſackke Wut bricht ſich in lauten Worten Bahn. Die Lieferanten werfen fragende Blicke nach dem Platze, wo Wirk und Wirkin ſprachlos ſtehen. Augen blitzen, werden aber gleich darauf wieder zeitgemäß makt. Ein Lieferant(ſteht auf und macht mit Daumen und Zeigefinger eine geldzählende Bewegung):„Und ich?“ Der Wirk(zuckt mit den Schulkern): „Alleweil hewe ſie mer's leſchte'holt!“ Draußen lacht der Mond über den Dä⸗ chern und über die neudeutſche„Schönheit und Würde“. Fmmer wieder mbegreſlüches Un⸗ lageerhebungsverfahren in Kirchheim Wir berichteken oben über eine beſondere Methode bei der Erhebung von Gemeinde⸗ ſteuern am Kirchweihabend im Stkadkteil Kirchheim. Wir können gleich nachkragen, daß das Stadtrenkamt Heidelberg, nachdem BVeſchwerde erhoben worden war, ſich bei einem Wirk höflichſt entſchuldigte und Ab⸗ bitte leiſtete. Inzwiſchen hat ſich aber wieder folgen⸗ des ereignek, und zwar in der Umlagezahl⸗ ſtelle in Kirchheim am Samskag, 3. Sep⸗ tember 1932, vormittags kurz nach 10 Uhr: Der Zahler:„Guken Morgen!“ Der Einnehmer:„Guten Morgen!“ Der Zahler:„Ich möchte meine Umlage bezahlen“. Der Einnehmer:„Grad ewe hab ich de Strich drunner gemachk. Kumme Sie am Monkag!“ Alſo, kurz nach 10 Uhr vormittags hat Daricisenossen. Lescr. Ffrcunde! Troß ungeheuerlichſten Terrors und unzähliger Verbole iſt es dem Mar⸗ xismus und ſeinen reakkionären Helfershelfern nichk gelungen, uns niederzu⸗ ringen. Eurem Kampf, Glauben und Opfermuk iſt es zu danken, daß wir die feindlichen Skellungen Schritt für Schrikt erobern konnken. Der Größten aller⸗ dings, der jüdiſchen Preſſehydra iſt noch der Garaus zu machen. Ueber 90% der in Deukſchland erſcheinenden Preſſe iſt in dailſchen Händen. Dieſe Könnke⸗-wollke⸗ſollke⸗möchte⸗Blätler, die immer wieder unker ſoge⸗ nannter neukraler Flagge in polikiſcher Falſchmünzerei machen, müſſen von den Augen eines jeden anſtändigen Deukſchen verſchwinden! Gräben sind schon genommen: 1. Ab 1. Okkober erſcheinen wir käglich 12.ſeilig. 2. Der Bezugspreis für die Poſtbezieher ermäßigt ſich auf RM..46. 3. Unſere in den enkfernkeſten Gebielen wohnenden Leſer erhallen ihre Zeikung noch am ſelben Tag, da wir als Frühzeitung herauskommen. 5 000 Neubezieher ſind noch herbeizuſchaffen, um die Feſtung „Gesäami-Bezusspreis-Herabseizung“ zu nehmen. Deshalb geht es zum Sturm! Die Neinen didi gesdmossen blalt Zeder Kämpfer Adolf Hitlers wirbt einen neuen Leſer für unſer Kampf⸗ Seid Erobere r, nicht Verkeidiger! Werbeprämien und Dreise: Für jeden neugeworbenen Bezieher vergütet der Verlag eine Werbeprämie von RM.—.75. Darüber hinaus erhalten Der beſte Werber einen Preis in Höhe von der zweikbeſte Werber einen Preis in Höhe von der drillbeſte Werber einen Preis in Höhe von RM. 25.— RW. 15.— RM. 10.— Beſorgt Euch Werbemakerial und Werbeblocks durch die Verkriebs⸗ und Werbe⸗Abteilungen, und dann an die Arbeik unker der Parole: Der deuischen Bewegung die deuische Zeliung! boliſch verſteht; ob er aus der Wirklichkeit gelernt hat; ob ſeine Leiden produktiv ge⸗ worden ſind; ob die Ehre mit den Waffen verkeidigt werden muß(gut gegeben!); ob er ſich aufregt; wann er einſamer war, als Jüngling mit ſchmachkenden Augen oder heuke; warum er nicht einfach ſpazieren geht (ihm geſagt); ob er nicht das Gleichgewicht verliert; ob man ſich auch eine Raſſe wäh⸗ len kann(heißt e Frag); warum er handelt, wenn das Schickſal ihn doch eine vorgeſeßzte Skraße führt. Amen! In dieſem Dickicht aus Tratſch und Pe⸗ dankerie, mißbrauchkem Goekthe und ange⸗ wandtem Freud, Aeſthetizismus und Poſe, in dieſem Urwald des Kulturparaſitismus, der nur Schmarotzer nährt, in dieſem Reich der pſychologiſchen Zumukung und der charak⸗ terologiſchen Unkerſchiebung, in dem Ludwig, der größte lebende Experte für Schmonzes, König iſt, erſcheint das bohrende Geräuſch der Fragewürmer jeweils durch ein ſingen⸗ des und ſchwingendes Falſelt überkönk, das vom lyriſchen Vogel des Aukors ſtammt und ſolche Deklamationsproben gibt:„Daß Sie Ihre erſte Fahrt durch Sizilien am Skeuer Ihres Aukos gemacht haben, das war zugleich die Leiſtung und das Symbol. Offenbar wollten Sie den Bürgern zeigen, was es heißt: ſteuern.“ Offenbar will der Ludwig uns zeigen, was es heißt: mauſcheln. Schön iſt's aber auch, wenn der Emilludwig nach⸗ denklich wird:„Merkwürdig, ſagte ich, wie ſolche Geiſter auf- und unkergehen und dann wieder auf. Es iſt, als ob ſie Jahreszeiken hätten“. So einen primaprima Impreſſio⸗ nismus ſoll ihm einer nachmachen; oder nach⸗ zumachen verſuchen ſoll ihm einer ſone der Einnehmer ſchon den Abſchlußſtrich ge⸗ zogen. Der andere aber hak das Vergnü⸗ gen, am Sonnkag Nacht gepfändet zu wer⸗ den, wenn er nichk gezahlk hat. Wer teilt den Dienſt ſo abſonderlich ein? W Der Menſch muß ſehenswerk ein! 2 Guck, 2 Schaff, Steuer⸗ zahler, wie wird Dir? Kommen da in der Mitte vorvergangener Woche auf der Straße von Seckenheim in Richtung Friedrichsfeld 2 Kraftwagen reſp. Gerätewagen mit der Bezeichnung„Tiefbau⸗ amt Mannheim angehumpelt, um auf der Straße zu halten. Ein kritiſcher Beobachter, dem gerade etwas Zeit zur Verfügung ſtand, wollke der Neugierde halber ein bißchen fehen, was ſich hier wellbewegendes ereignet. Dieſem Wagen entſtiegen alſo 4 Männer, davon waren ganze 2 Schaff, die anderen 2 Guchk. So ekwas kann man ſich alſo heute noch lei⸗ ſten im Zeitalter der Notverordnungen und Millionendefizite. Der Beobachter, der Steuerzahler iſt, bekam es ſo langſam mit der inneren und äußeren Wut zu kun, ſo daß er es für gut hielt, ſeine Nerven mit Gewalt zu beruhigen und die friedliche Stätte dieſer Arbeik zu verlaſſen, um nicht ſeinem gerechken Zorn freien Lauf zu laſſen. So werden alſo die Steuern und Abgaben verplempert. Man kann ſich ſolchen Luxus heute noch leiſten wir haben's ja. Wäre es nicht ſchon längſt an der Zeit, dieſem Leer- laufunfug von kompetenker Skelle aus rigo- ros zu ſteuern im Inkereſſe der allzu ge⸗ quälten Steuerzahlerd? Das Publikum hat immer noch ein prüfendes Auge, das ſollen ſich die Guckherren geſagt ſein laſſen, wenn ſie es noch nicht wiſſen. Eg. Bunter Abend in Fendenheim Die Ortsgruppe Feudenheim veranſtallete am Samskag, den 3. Sepkember 1932, in den un⸗ leren Räumen des Schützenhauſes in Feuden⸗ heim einen Bunken Abend. Der Einladung wa⸗ ren 300 Pg. und Freunde der Bewegung ge⸗ folgt. Die Künſtleriſchen Darbiekungen, welche ausnahmslos von Mitgliedern der Orksgruppe beſtritken worden ſind, fanden übe vall begeiſterke Aufnahme. Beſonderen Beifall ernketen Frau Keller und Fräulein Schilling, die ſich zu einer Dreingabe verſtehen mußken. Weilerhin krugen zum Gelingen die Geſchwiſter Uhrig, Herr Hol⸗ linger, Herr Benſinger ſowie Herr Brügge mann bei. Beſonders Lob gebührt den Frauen der Ortsgruppe, welche den Saal überaus reichlich ausgeſchmückt und für die SA.⸗Leute ein gutes Eſſen zubereitet haklen. Das Zugreifen bel Tiſch und die freudigen Geſichter bewieſen den Dank der Bedachlen. Alles in Allem, eine wohlgelungene Veran⸗ ſtaltung. Nach einem Gedenken an unſere fün— ſchleſiſchen SA.-Leute und dem ſang des Horſt Weſſel⸗Liedes, ergriff zum Schluß der Ortsgruppenleiter, Herr Kaufmann, das Work und richkete an die Anweſenden die Mahnung, ebenſo zahlreich und mik gleicher Begeiſterung unſerem Rufe zu folgen, wenn es gilt die Frei⸗ heit unſeres Vakerlandes von ſeinen inneren und äußeren Feinden zu erkämpfen. Mit einem dreifachen Sieg⸗Heil auf unſerẽn Führer wurde die Veranſtalkung gegen 12 Uhr geſchloſſen. ———————————— Period mit direkter Rede:„Unſer großer Dichter Dehmel, der freiwillig in ging, ſagte mir, das Schwerſte war, man war nie allein.“ Und bitte gleich auch noch den eolen Ton, den er auf italieniſch hervor⸗ gebracht haben will, wenngleich kein Italie⸗ ner dies vermöchte:„Wie können Sie das Pathos Ibrer Anfänge über alle Kleinigkei- ten hinweg ſich erhalten, ſozuſagen aus einer Leidenſchaft eine Ehe aufbauen?“ WMuſſolini ankworkeke— wie Ludwig abnungslos zugibt— meiſtenteils ironiſch. Er mag ſeinen Spaß an der ihm vielleicht noch unbekannken Spezies Ludwig gehabt und ſich daran nicht übel delekkriert haben. Später jedoch langweilte ihn wohl die pein⸗- lich dekorierke Nullikät des Fragers und die pathetiſche Ausmiſtung der Fragen. Denn eines Tages kommt der Inkerviewer ange⸗ rückt, doch..„Bleich und mißmutig faß Muſſolini unker ſeiner Lampe, er raſchelke mit der Zeitung,“ offenbar um den Ludwig zu verkreiben.. Aus Rache dafür vergleicht ihn Emildu⸗ 5 75 mit einem Löwen, ern, pagina„ mit einem m Nokizblock. W Emil Ludwig nennt ſich ſelbſt den moder⸗ nen Tacitus. Einige ſeiner Denkwürdigkei⸗ ken haben wir hier. Denn bei dieſer Sorke Tacitus er edigk das Zitat den Text und kompenſiert dur eiterkeit d Mangel an Geiſt und Wib.5 J. E 4 Seite 6 Donnerskag, den 8. Sepkember 1932. 2. Jahrg./ Nr. 200 lnöt annheim Mannheim, den 8. September 1932 Schulbeginn. Der Unkerricht in den Volks- ſchulen beginnt am kommenden Monlag, den 12. Sepkember zu den üblichen Klaſſenſtunden. Verſeht wurden Gerichtsverwaller Karl Schmitt beim Amtsgericht Mannheim zum hieſigen Nolariakt, Juſtizinſpektor Friedrich Hahn beim Amtsgerichk Heidelberg zum Land- gericht Mannheim und Juſtizoberſekretär Ernſt Schmitt bei der Direktion der Strafanſtalten Mannheim zum hieſigen Amtsgericht. zn den Ruheſtand verſehk wurde auf An⸗ ſuchen Studienrat Adolf Steiert an der Eli⸗ ſabelhſchule in Mannheim. Sonnlagskarlen zum Dürkheimer Wurſtmarkk. Die Rhein-Hardt⸗Bahn G. m. b. H. gibt an allen Wurſtmarkklagen Sonnkagskarken aus. Die Ge⸗ mehmigung hierzu wurde der Geſellſchaft wie im Vorjahre von der Deutſchen Reichsbahngeſell⸗ ſchaft ausdrücklich erkeilt. Während den Wurſt⸗ markttagen wird ununkerbrochen bei Tag und Nacht gefahren, bei einem 15. bzw. 20-Minulen⸗ Verkehr. Reue ſlaaklich anerkannke Muſiklehranſtall in Mannheim. Das Badiſche Mimiſterium des Kulkus und Unkerrichts hat dem Muſikkonſer⸗ vatorium Bleicher in Mannheim die Berechti- gung werliehen, ſich ſtaatlich anerkannke Muſik⸗ lehranſtalt zu nennen. Das Inſtitut wurde im Jahre 1920 gegründet und hat ſchon eine ſtatt⸗ liche Anzahl von erfolgreichen jungen Muſikern und ſtaaklich geprüften Muſiklehrern herwor⸗ gebracht. Soziale Tak. Die Gutsverwaltung in Kirſch⸗ gartshauſen hat, ebenſo wie die auf dem Straßenheimer Hof, Hunderken von Aehrenleſern das Abſuchen der rieſigen Weizenfelder des Hof⸗ gutes geſtatket. Früher wurden die liegen ge⸗ bliebenen Aehren einfach vom Dampfplug unker⸗ geackerk. Jetzt bringen viele fleißige Hände er⸗ hebliche Körnermengen zuſammen. Ein Lam⸗ perkheimer Dreſchmaſchinenbeſitzer hak den Aehrenleſern eine beſondere Freude bereitek, in⸗ dem er ihnen ſeine Maſchine nachts zur Verfü⸗ gung ſtellle. Sie wollen Afrika umfahren. In der Nähe der Stephanienpromenade am Rhein liegt ſeit zwei Tagen ein Motkorboot vor Anker, mit welchem der frühere Kampfflieger Steidl in Be⸗ gleitung von zwei jungen Kaufleuben eine Um⸗ ſchiffung Afrikas vornehmen, will. Von Würz⸗ burg aus über den Main kommend, wollen ſie von hier zunächſt nach Straßburg und über den Rhein⸗Rhonekanal ins Mittelländiſche Meer fahren. Das Boot hat eine Länge von 6 Meler und eine Breike von.10 Meler. Es iſt mit einem 50-PS-Mokor ausgerüſtet und ſoll ſpäler moch eine Segelausrüſtung erhallen. Mer des Möbel⸗Juden Kupfermann Der Kaſſierer K. aus Käferkal hat in den letzten Tagen mittels Gas den Freilod geſucht. Mit dieſem Selbſtmord hat eine Tragödie ihren worläufigen Abſchluß gefunden, die von dem ſakt⸗ ſam bekannken Zuden Alexander Kupfer⸗ mann durch ſeine umfangreichen Deviſenſchie⸗ bungen ünſzenierk wurde. Wir berichtelen in Folge 53 vom 7. März ds. Js. ſehr ausführlich über die Verurkeilungen ſeitlens des hieſigen Amksgerichkes das wegen der Verſchiebung von insgeſamk 52000 RM. wohl einige Beleiligte faſſen, den wirklichen Schuldigen aber, den Ju⸗ den Kupfermann(früher Teilhaber des Möbel⸗ geſchäftes Kupfermann) der verdienken Strafe nicht zuführen konnte. Er hakte es nach echt jüdiſcher Ark vorgezogen, nach Frankreich zu verdufken und dirigierke von dork aus ſeine hie⸗ ſigen Helfershelfer, die in ſeiner Hand zu willen⸗ loſen Werkzeugen gemacht wurden. Der Be⸗ hörde war es gelungen, auf einen Teil des Ver⸗ mögens Kupfermanns lelwa 50—60 000 RM.) einſchließlich verſchiedener Außenſtände Beſchlag 2— Eine Tragödie im Waldpark⸗Zoo werurſachte Hans, der Edelhirſch. Nachdem er im letzten Jahre ſich ſchon einmal des Auf⸗ ſpießens ſchuldig machte, halle man ihm Einzel⸗ haft verordnet und dafür geſorgt, daß ihm der Zutritt zu Weib und Kindern verwehrt wird. Allerdings war durch eine enkſprechende Kon⸗ ſtruktion des Geheges möglich, daß ihn die an⸗ deren Hirſche beſuchen konnken. Von dieſer Möglichkeit hat„Lotte“, die Hirſchkuh Gebrauch gemacht und begab ſich zu„Hans“. Er hatte für ihr Liebeswerben weniger Verſtändnis und ſpießte ſie einfach ohne jede Urſache mit ſeinem Geweih auf. Um das arme Tier von ſeinen Schmerzen zu erlöſen, mußke es getötek werden. Es wird nach dieſem Attenlat nichts anderes übrig bleiben, als„Hans“ ganz beſonders ſtreng abzuſondern. Einem Tabalſchmuggel auf dem Rhein iſt die Ludwigshafener Zollfahndungsſtelle auf die Spur gekommen. Die Schmuggler, von denen bisher ſieben Perſonen verhaftek werden konn⸗ len, hakten in den letzten Tagen auf einem Voot 5 große Säcke Feinſchnitt⸗Tabal aus Holband eingeſchmuggelt und in einen Keller in Lud⸗ wigshafen kransporlierk. Die ganze Menge, es waren nahezu 1200 Pakekchen, konnle beſchlag⸗ nahmt werden. Ein weiterer Poſten Tabak, elwa 3000 Pakete, waren ſchon vor längerer Zeit geſchmuggelt worden und hatten den Weg zum Verbraucher bereits angekrelen. Polizei⸗Bericht vom 7. Seplember. Zuſammenſtoß. Auf der Fahrt durch die Oürerſtraße ſtieß Dienskag mittag ein Kraftrad⸗ fahrer mit einem in die Karl Ladenburgſtraße einbiegenden Perſonenkraftwagen zuſammen. Bei dem Zuſammenſtoß wurde der Kraftradfah⸗ zu legen. Kupfermann hakte jedoch ſeine Bücher derark raffinierk angelegt, daß nicht alle Kunden mit Außenſtänden erfaßt werden konnken. Dieſe reſtlichen Beträge wverſuchte er nunmehr von Frankreich aus einzutreiben, ging dabei ſogar ſo weit, die betreffenden Schuldner mit Droh⸗ brieſen zu überhäufen, wonach er bei Nichkzah⸗ lung die Hilfe von ordenklichen Gerichlen in An⸗ ſpruch nehmen wollke. Für dieſe Zwecke brauchke er nakürlich wieder einen Miklelsmann, den er in dem erwähnken Kaſſierer auch fand. Anſchei⸗ nend bekam es der Kaſſierer doch mit Gewiſſens⸗ biſſen zu kun und ſo entzog er ſich dem irdiſchen Richler, indem er Selbſtmord verübke. Der wahre Schuldige ſitzt aber nach wie vor in den feinſten Hokels von Paris, Marſeille, Mailand nd verpraßt dork das in Deukſchland zuſammen gegaunerke Vermögen mit anrüchigen Dämchen. Wir raten ihm, nicht nach Deukſchland zurückzu⸗ kehren, ſonſt könnte es ihm paſſieren, daß er an ſeinen jüdiſchen Fledermausohren ganz legal hochgezogen wird. rer, ein 22 Jahre alker Buchdrucker aus Doſſen⸗ heim, auf die Straße geſchleudert, wo er be⸗ wußtlos liegen blieb. Der Verunglückke erlitt eine Gehirnerſchütkerung und ſtarke Haulab⸗ ſchürfungen, doch ſoll keine Lebensgefahr be⸗ ſtehen. Vergiflel. Dienstag vormikkag wurde die 29 Jahre alte gekrennt lebende Ehefrau eines Kaufmanns in der Necharſtadt an Vergiftungs⸗ erſcheinungen in das ſtädtiſche Krankenhaus ein⸗ gelieferk, woſelbſt ſie inzwiſchen geſtorben iſt. Die Frau hat vermutlich aus Schwermut eine größere Menge gifthaltiger Tablekten einge⸗ nommen. Erhängk. Dienstag nachmitkag hat ſich in einem Bekrieb in Käferbal ein 51 Jahre aller werheiraleker Lagerverwaller erhängt. Der Mann hat ſchon wiederholt ſchwere Nervenzuſammen⸗ brüche erlitten und dürfte die Tat darauf zu⸗ rückzuführen ſein. Veranstaltungen Fritz Kreisler ſpielt in Mannheim. Zu Be⸗ ginn ſeiner neuen Konzertreiſe kommt der be⸗ rühmte Violinvirluoſe am 27. Sepkember nach Mannheim, wo er im Nibelungenſaal des Ro⸗ ſengarkens Beethovens Kreutzerſonake, Mozarts -Dur⸗Konzert, ſowie einige kleinere Kompoſi⸗ tionen wiedergeben wird. Fritz Kreisler wird am Flügel begleitet won Huberk Gieſen. Ralionallhealer. Die erſte Woche der neuen Spielzeit im Nationaltheater bringt nach den beiden Eröffnungsvorſtellungen, den Neuinſzenie⸗ rungen von Schillers„Wallenſtein“ und Webers „Freiſchü“ am Monbag die Wiederaufnahme der zu Ende der vergangenen Spielzeit mit ſo großem Beifall begrüßten Neubearbeitung von Freybags„Journaliſten“ durch Joachimſon mit ————————————————————————jç—f,ęꝑ Univerſum:„Das ſchöne Abenkeuer“. Nach einem gleichnamigen Theaterſtück vom Guden Preßburger für den Film zurechtgemacht, wom deukſchen Regiſſeur Reinhold Schünzel bekreut, von Käkhe von Wagy geſpielt. Das Milien bewegk ſich wie faſt immer in einem Rahmen, wie er im menſchlichen Leben ſellen anzutreffen iſt. Ein junges Mädchen rückt drei Minuten vor ührer Zwangshochzeit(mit einem krobdelhaften Freierh) aus und ſtürzt ſich mit ihrem wirklichen Geliebten in ein„ſchönes Abenkeuer“. Wenn man dieſem Stoff wirklich nicht zu⸗ geſtehen kann, daß er Originalikät beſitzt, ſo muß man wiederum eines anerkennen: man gibt eine vorzügliche Bildtechnik, die dort zur wirklichen Kunſt wird, wo man mit dem Objek- liv Skücke der Natur von nie geſehener Schön⸗ heit eingefangen hat. Eine beſondere ſchauſpieleriſche Leiſtung iſt nicht zu verzeichnen. Käthe won Nagy, lieb⸗ reizend, friſch wie immer; Wolf Albach⸗ Rekky, charmank, ſeine Rolle aber unbedeu⸗ lend; Jude Wallburg, ewiger Schwabbelfritze mach der Melodie:„... und es wallek und ſiedet und brauſet und ziſcht!“ Alfred Abel, ſicher, leider nur epiſodenhaft; Ida Wüſt, aufgeregt, Komiſch; Adele Sondvock, eine„Großmutter von Format“ mit ſattem Humor! Mit muſikaliſchen Einlagen ging man recht ſparſam um, was man trotz des annehmbaren Liedes als Vorkeil buchen darf. Im Vorprogramm ſah und hörte man neben einer äußerſt reichhaltigen Wochenſchau einen ausgezeichneben Kulkurſtreifen„Unter dem Kreuz des Südens“, ein reichlich jüdiſches Kurz⸗ luſtſpiel und auf der Bühne zwei Bandonion⸗ kKünſtler, die ihre Inſtrumenbe virkuos zu hand⸗ haben wverſtanden. Es iſt zu begrüßen, daß man auf dieſe Weiſe die deutſche Kleinkunſt unker⸗ ſtützt, die unter der gegenwärtigen Kriſe beſon⸗ ders zu leiden hak. Hm. Roxy:„Anna Chriſtie“, Greta Garbos erſter Tonfilm. Sie verſucht darin deutſch zu ſprechen, was ihr aber nichk reſtlos gelingk. Außerdem kann ihre männlich harte Bären⸗ ſtimme nicht gerade begeiſtern. Ihr Spiel hat gegen das früherer Filme weſentlich... ver⸗ loren. Von einem reichen Mienenſpiel haben wir leider auch nichks bemerkk, wohl ragt ſie noch über den Durchſchnitt hinaus und läßt noch Reſte verſchwundener„Göttlichkeit“ ahnen. Aber der Klang ihrer zu herben Stimme läßt ihr blaſſierkes Bleichgeſicht und ihre große Mager⸗ keit ſehr zum Nachteil noch mehr im Vorder⸗ grund erſcheinen als früher. Der Film ſelbſt führt in das Seelenleben der Dirnen. Greba iſt auch eine ſolche und lernt erſt nach wielen Jah⸗ ren ihren Vater kennen, der in ihr die keuſche und ſittſame Tochter ſieht. Sie hat keinen An⸗ laß, dieſen Schein zu zerſtören, zumal ſie eine heftige Liebe erfaßt hat zu einem ſtrammen und anſtändigen Makroſen, der ſie zu heiralen beab⸗ ſichligt. Trotdem ſich der Regiſſeur alle Mühe gab, eine lebenswahre Geſtalkung zu erreichen, müſſen wir dieſes Produkt einer hunderlprozen⸗ tig verjudeten Filmgeſellſchaft, der Metro⸗Gold⸗ wyn⸗Mayer ganz energiſch ablehnen. Nachdem wir in der letzten Zeit öfters mit derarkigen zweifelhaften Streifen des Dirnenkums beglückt wurden, kommt man faſt auf die Vermutung, daß gewiſſe Juden mit einer förmlichen Wohl⸗ luſt dieſen Abſchaum der Menſchheit aufgreifen und durch enkſprechende Aufmachung in der Oeffentlichkeit eine kitſchige Rührſeligkeit zu erreichen ſuchen. Einzig erfreulich ſind die gu⸗ ten Aufnahmen. Im Beiprogramm„Brüderliche Liebe,, ein typiſcher amerikaniſcher Senſationsſchmaren, der bezüglich Kibſchigkeit und grolesker Darſtellung wohl kaum mehr überboten werden kann. Das einzige des ganzen Programms, mit dem man wirklich einverſtanden ſein kann, iſt der Kultur⸗ film. Er führt in die Fliegerei und zeigk an Hand wirklich guter und gelungener Aufnahmen die Enbwicklung der Flugzeuge. Ku. der Muſik von Mackeben in der Infzenierung von Herberk Maiſch. Die Rollen der Adelheid und des Rittmeiſters Senden ſind von Vera Spohr und Erwin Linder neu beſetzt. Am Diensbag folgt die Wiederaufnahme der Oper „Wozzeck“ von Alban Berg, am Freibag als erſte Neuheit der Spielzeit die Komödie„Wetter für morgen: veränderlich“ von Eugen Gürſter, inſzeniert von Richard Dornſeiff. Nationaltheater Mannheim Spielplan vom 10. bis 18. Sepkember 1932. Samsbag, 10. Seplember(Miete A) in neuer Inſzenierung„Wallenſtein“; Sonnkag, 11. Sep⸗ kember(Miele B) in neuer Inſzenierung„Der Freiſchütz“; Monbag, 12. September(Miete O „Die Journaliſten“; Dienstag, 13. Sepfember (Miete E)„Wozzeck“, Mittwoch, 14. Sepkem⸗ ber(Miele M)„Wallenſtein“, Donnersbag, 15. Seplember(Miete D)„Der Roſenkavalier“, Freibag, 16. September(Mieke F) zum erſten Male„Wetter veränderlich“, Samskag, 17. Sephember(Miete O)„Der Freiſchütz“, Sonn⸗ lag, 18. September(Miete II)„Die Cſardasfür⸗ ſtin“.— Am Sonnlag, den 11. Seplember be⸗ ginnk die Spielzeit der Oper mit Webers„Frei⸗ ſchütz“ in neuer Einſtudierung und Inſzenierung unker muſikaliſcher Leitung von Joſeph Roſen⸗ ſtock und unter Regie von Dr. Richard Hein. Der neue Baſſiſt Hans Görlich, zuletzt am Stadt⸗ khealer Düſſeldof, beginnt ſeine Mannheime: Tätigkeit in der Parkie des Caſpar. Den Max ſingt Heinrich Kuppinger, die Agathe Elſe Schulz, das Aennchen Guſſa Heiken, den Kuno Karl Mang, den Otkokar Chriſtian Könker, den Eremiten Alberk Weig, den Kilian Fritz Bark⸗ ling, den Daniel ſpielt Hans Godeck. Ausſchuß für Volksmuſikpflege: 6 große Konzerke. Der Mannheimer Ausſchuß für Volksmuſikpflege hat für die kommende Kon⸗ zerkzeit ein erweikertes Generalprogramm auf⸗ geſtelll. In ihm ſind anſtelle der ſeitherigen Einkeilung in vier Sinfoniekonzerte und zwei Sonderveranſtaltungen“ nunmehr ſechs große Konzerke ſinfoniſchen Charakters vorgeſehen, in deren Durchführung ſich das Nakionaltheater-Or- cheſter und das pfälziſche Landesſinfonieorcheſter teilen. Vier Konzerkte ſpielt das Orcheſter des Nationaltheakers. Die Einzelprogramme ſind vorwiegend auf den Klaſſiſchen Meiſtern aufge⸗ baut, ſoliſtiſch werden berühmte Inſtrumental⸗ konzerbe dargebokten werden. Dem Brahms⸗ Zahr wird beſonders Rechnung getragen und als Abſchluß der Konzerkſerie iſt eine große Brahms⸗ Feier geplank. Die billigen Abonnemenkspreiſe haben eine weilere Senkung erfahren, ſie bewe⸗ gen ſich— für die 6 Konzerte— nunmehr zwi⸗ ſchen 2 RM und.20 RM. Dabei ſind ausge⸗ zeichnele Dirigenten und Soliſten vorgeſehen. So hat ſich Ellen Ney, die Meiſterpianiſtin, be⸗ reit erklärk, mit Rückſicht auf den gemeinnützi⸗ gen Charakker der Konzerke des Ausſchuſſes am Eröffnungsabend in Beethovens Es⸗-dur⸗Konzerk ſoliſtiſch mitzuwirken.— Das Generalprogramm wird noch mibgeteilt werden. Parole-Auscdabe. NSBo Mannheim ſucht—3 Büroräume in der Innenſtadt evkl. bis 1. November 1932. Preisangebote an die 2SBO Mannheim, L 15, 7/8. Rückkehr der Ferienkinder. Donnerskag, den 8. Sepkember, 19 Uhr an der Rheinluſt Rückkehr der Kinder aus: God⸗ delau, Geinsheim, Groß⸗Gerau und Crumſtadk. Freilag, den 9. Seplember, 19 Uhr an der Rheinluſt, Rückkehr der Kinder aus: Nieder⸗ flörsheim, Weſthofen, Flomborn, Lonsheim, Pfaffen⸗Schwabenheim, Badenheim, Heimers- heim, Daudenheim, Erbes⸗Büdesheim, Wendels- heim, Weinheim, Albig, Armsheim. 1* Kreis Mannheim-Land. Kommunalpoliliſche Artikel, die grundſätz- liche Fragen nationalſozialiſtiſcher Kommunal⸗ politik behandeln oder auch nur berühren, ſind künflig nicht an die Schriftleitung des„Haken⸗ kreuzbanner“ direkt, ſondern an den Kreisrefe⸗ renken für Kommunalpolitik, Pg. Hans Linſin, Ladenburg, Induſtrieweg 21, zu ſenden. Dienſtſtunden der Orksgruppe Käferkal. Geſchäftsſtelle:—12 und 15—19 Uhr. NSBo.: Monkags, Mittwochs und Freitags »von 18—20 Uhr. SA.:—12 und 15—19 Uhr. NS.-Frauenſchafk: Donnerskags von 18—19 Uhr. MNationalsozialistische Deutsche Arbeiter-Partei/ Mannheim DEUTSCHMER ABEN Veranstaltung) KONZERT (Mokliätigkeits-] Redner: Yg. Brückner I..l. Breslau bauleiler von Schlesien S0OLISTEN-PROGRAMM im Nibelungensaal des städtischen Rosengartens am Freitag, orchester: Musikzug der 10. Ss-Standarte(36 Ss.—Musiker) unter Leitung von SSMZF. L. Hauek, Ludwigshafen a. Rh. den 9. September 1932, abends.30 Uhr (mit Wirtschaftsbetrieb). Kleine Eintrittspreise: RM..—, 75 und 50 Pfg.— Programm 10 Pfg. karten-Vorverkaut: Völkische Buchhandlung, P 5, 13 a, Kreisleitung Geschäftsstelle D 5, 4(Kasse), am 9. September im Rosengarten ab 6 Unhr abends, Einlaß 7 Unr. 22DOQSQ bDro Es koſten 1500 C 75⁰ 4⁵ õ050⁰ Inhaber: H Weir Altbek⸗ aller V Burgun General Erstklassige Fachmäà Man bitt⸗ Unter Mi arn WIIIo Otto v Karl Væ rried berünmte vaieni nain. int Neuest 3. 4 Jugen Erwerbs Möbe in gediegenen billigſten Erzeu⸗ Beſichtigung mei Halserring wun. MHeriel bas gute Kri nur Bäc G 7. Versat ./ Nr. 200 Infzenierung der Adelheid id won Vera beſetzt. Am e der Oper Freitag als ödie„Wetler igen Gürſter, heim mber 1932. A) in neuer ag, 11. Sep⸗- ierung„Der r(Miete O) Seplember 14. Sepkem- nnersbag, 15. oſenkavalier“, zum erſten amsbag, 17. chütz“, Sonn⸗ e Cſardasfür⸗ eplember be⸗ zebers„Frei⸗ Inſzenierung oſeph Roſen- Richard Hein. tzt am Stadt⸗ Mannheime: r. Den Max Agathe Elſe in, den Kuno Könker, den Fritz Bark⸗ ck. ſe: 6 große lusſchuß für nmende Kon⸗ ogramm auf⸗ ir ſeitherigen ſe und zwei ſechs große orgeſehen, in raltheater-Or- ifonieorcheſter Orcheſter des gramme ſind eiſtern aufge⸗ Inſtrumental⸗ em Brahms⸗ agen und als toße Brahms⸗ nemenkspreiſe ren, ſie bewe⸗ nunmehr zwi⸗ i ſind ausge⸗ vorgeſehen. rpianiſtin, be⸗ gemeinnützi⸗ usſchuſſes am -dur⸗Konzerk eralprogramm abe. Büroräume wember 1932. Mannheim, er. 19 Uhr an r aus: God⸗ id Crumſtadt. Uhr an der us: Nieder⸗ „ Lonsheim, im, Heimers- im, Wendels- m. 3 ie grundſätz- Kommunal- berühren, ſind des„Haken⸗ ſen Kreisrefe⸗ Hans Linſin, iden. Käferkal. Ihr. und Freitags n 18—19 Uhr. RAMM ung von Donnerskag, den 8. Seplember 1932. Seite 7 e. eDDDDDDDDD ο⏑ο ο ο ο ο ο ο ο ο ᷓ ·D ⏑◻D·%nDeD Hroipreisabschlag! Es koſten ab 8. September: 1500 Gramm Schwarzbrot 52 pfennig 750„ 26 45„ Waſſerbrötchen 4 5 Bädier-Zwangs-Innung Heldelbers. 5060605505050000055058085505050505 Hauptstraße 42 Qualität bei niedrigstem Preis ab 50 Pfg. Ab heute um.00,.05,.10..20 Unr der große Triumpf der Tonfilm-Schauspielkunst! Conrad Veidt, Theodor Loos usw. in dem Tonkilm-Ereignis, das für die heutige 7 weibliche und männliche Generation zum unver- gehlichen Erlebnis wird: Richtige Hautpflege, besorders beim Sonnenbaden, mit der nichtfettenden Werners creme Sparsamer als andere Marken. Dosen zu 20, 40, 80 Pfig. Allein bei: Drogerie Wemer, Hauptstr. 75 Die andere Seite Die 5 Mann an der Front. Nach dem gleichnamigen Theaterstück und Ro- man von R. C. Cheriff.— Die Handlung beginnt am Abend des 18. März 1918, dem Tag vor Be- ginn der„Großen Schlacht im Wesken“. Auch Heidelberg wird durch diesen Film im Zeichen des Frontgeistes stehen, denn die Zuschauer bekommen einen Tonfilm großen Formats zu sehen! Voll packender menschlicher Qualitäten! Höhepunkt deut- Milhelm Ceiger- Heidelberg Bergheimerstraße 5, Telefon 17 gegründet 1874 Inhaber: Herrmann& Noé, Weinbergbesitzer Weingrothandlung Altbekannte Bezugsquelle für Weine aller Weinbaugebiete- ff. Bordeaux Burgunderweine, Südweine, Schaum- weine und Spirituosen Generalvertretung und Niederlage der Hackerbrauerei München Erstklassige Zuteilungen- Vorteilhafte Preise Fachmännische zuverlässige Beratung Man bittet Preisliste zu verlangen scher Schauspielkunst! Letzte Vorstellung mit Beiprogramm.50 Hauft hei unseren Inserenten! für Darmstörungen/ Diatetik/ Rheumatismus/ Ischias/ Gallen- leiden/ Asthma.— Darmbad/ Hochfrequen:/ Diathermie/ Höhensonne/ Lichtbäder/ Inhal. . Hed. Väth, rat. Ant Sprechzeit—12 u. ½3—7 Uhr Telefon 254 ZaloßeiduſtcleT Bilcklinge auf den Abendtisch Als Leckerbissen hinzusetzen Ist sehr beliebt, denn„Nordsee“-Fisch Weiß jedermann sehr hoch zu schätzen Frische Seefische in großer Auswahl, täglich frisch Preise in allen Abteilungen weiter herabgesetzt Hauptstraſe 40 Telefon 4037 Marktplatz 5 f .en Wir emplfehlen Zulr jelziden Aussaa Spinat, feldsalat, Winteropfsalat Mintertraut, Frünlingszwiebeln in nur zuverlässiger, bester Qualität Julius Wagner, 6. m. b. H. Samenhandlung Heidelberg, Plöck 11 „44 Unser großes Lager und Riesen-Abschlüsse schützen uns noch vorläufig vor den drohenden Preissteigerungen —— laufen Sie schon jetzt, was Sie später doch haben müssen. 2 esterhaus Ilse Klare Hauptstraße 121(im Hoß). Alles in eigener Werl- stätte gearbeitet, daher nur garantiert gute radices ét galla. Perner empfehle: Asthmatee Qualitäten. Entkalkungstes Kan Schneider zzag. jetzt Sofienstr. 7a(Haus Burger). am Kornmarkt. gegen Nachnahme mit Abzeichen auf dem Matratzen Bergholmer Rückendeckel, auf die Minute gehend. 1 -teilig mit Keil Jahr schriftl. Garantie. mit——— b 9 40 t Seegras un oll- 1 2 aufiage ik..50 Uiremeimieh Fo. Ps. Emridi Hheim ſplan — Naporfülluns——2— Mk. 1. 80 Wiederverkäufer Sonderangebote. Chaiselongues 32.———— wirhsam, Couchh 65.— Anschädlich. Bestandtelle: Divans 85.— PFuc., specles lauant epo., Nerventes IIIIInnmn —— 4 4 5/55-Taschenuhren Ia. deutsches Ankerwerk nur RM..50 Wer tauscht gute Nähmaſchine oder Möbel gegen Silber⸗ beſteck? Off. unter Nr. 469 an den Verlag d. Ztg. Mpotheken, Dauehen Beamtenkredit durch WINK, Heidelbern-'heim am Bahnhof. IIILILILLL breta barbog Erster deutscher Opern-Tonfilm! Unter Mitwirkung allerbest. Kräfte Iarmila Novotna WIilo Domgrai- Fabbaender Otto Wernicke— Max Nadler Karl Valentin— Liesl Karlstadt in in 5 Friedrih smetana's berühmte Oper mit Original-Musik Domarai-Tanbaender ein Teufelskerl von Spieler armiia Novoima „ein Stern allererster Gröge““ Valeniin u. Haristadt ... Höhepunkte der Komik Vrigin. interess. Beiprogramm Neueste Fox-Tonwoche 3..40,.40,.40 Unhr Jugendliche haben Zutritt! Erwerbslose wochentags 40 Pfg. ungemeine Stimme, die von einem spiels. „Hlüde Beginn — die Frau, die eine Welt hypnotisiert— Spridm deuiscm GTroß-Ton-Film I Greta Garbo: Man kennt sle nicht wieder— eine Zzugetraut hätte. DAZ U: Liebe und Sport, Romantik und Sensation. Kulturfilm— Tonwoche. eblabzinmer afrik. Birnbaum, hoch- glanz poliert, komplett kostet bei mir gegen Bar- zahlung nur MK. 500. Acl. Streib senreinermeister— L S, 1 Olfenbadier Lederwaren Sportgürtel u. Mappen Lorenz Schiltz R 3,12 Schlalzimmer handpoliert u. Eiche, unter Garantie erſtklaſſige Ver⸗ arbeitung, direkt ab Fabrik an Private. Muſterlager mittelſtraße 22(hof) l. Geiss, Möbelfabrik Hlavferunterricht auf theoret. Grundlage erteilt D9. Liss1 Schlatter staatl. anerk. Klavier- Pädagogin u. langjähr. Lehrerin an der Hoch- schule für Musik. L 3, I, Teleion 26519 Für Pg. bedeutende Honorar-Ermäßigung. ihrem ersten jit ausdrucksvolle, herbe man dieser Frau kaum Und das Gesicht Reichtum des Mienen- fiche Lebe“ %3,.15, 8 VUnr. brolle Celegenheit! 2 Planos Möbel in gediegenen Formen und hochwertiger Arbeit zu billigſten“ Erzeugerpreiſen. Ich bitte um klnfrage und Beſichtigung meiner Ausstellung Halserring 22 pi. Mannnheim. Win. Merltel, Möbelwemstätte, Aglasternausen Das gute Krältige Bauernbrot n ur Bäckerei Ludwig Schneider G 7, 8 Tel. 33666 Bäckerel und fabrikneu, noch nicht geſpielt, edler Ton, um Art. 4 Michsleder-Abeitsstiefei Nagelbeschlag- 40/ 46 Absatzeisen Art. 3 Frdun Rindl-Lerhy-tieka kKräftige Strapazier- 40%7 Guann Art. 6 Hert-Boxleder-tiefe Staublaschen, Ia. Böden 40/ 47 hervorragende Paßform I50 100 art. 12 ur Tamamitin, Zsohlig, Staublasch 40/%47 prachtvolle Ware. Cal Fritz æ. Co. Breite Straße H1, S A H 1, 8 Kolonialwaren Man kauft gut und billig bei HPater Keil Waeinhelm E 4d. B. Grundelbach-Straße 3 9 ENAAnE die hälfte des Wertes für Rm. 450.— mit 10 Jahre Garantie; gebr. Pianos RM. 280.—. W. Onnesorg, M 2, 1 gegenüber Kaufhaus. 1 Höbi. Zimmer ohne Srühſt. zu vermieten an berufstätige Dame oder Herrn. hHollinger, K 3, 11. Pianos Billigste Bezugsquelle, Stimmen und Reparatu- ren unt. Garantie nur bei Lug. Dengler, Hockenheim Versand nach allen Stadtteilen. GGOOOOφODDOMOOJO mnmmnmmmm⁰ᷓιι⏑,½HI3n JVat-Tanzschule J. Heinrichsdortf P 1, 3a, Paradeplatz Telefon Nr. 229 33 Von der Sommer-Saison und der Fachschule der „Akademie deutscher Tanzlehrer“ in Bad Kissingen zurück. Beginn des Unterriehts in Kursen, Zirkeln, Privatstunden jederzeit. Sprechstunden täglich von 16 bis 20½ Unhr. 13 Eröffnung der Winter-Zpielzeit mit der größten Tonfilm- Welsensatien 4 —————————— Versäumen Sie nicht diesen PFilm, der seit Honaten in allen Erdteilen Rekord-Besucher- Aiffern erreicht! Täglich 4,00, 6,10, 8,20 Uhr Vorzugskarten gelten!— Erwerbslose gegen Ausweis wochen tags 40 Pfg. Frei karten bei diesem Fiim ungültig. Scohlafzimmer nur pr. pol. werden direkt ab Möbel⸗ fabrik zum Fabrikpreis von 485 RM. und 525 Nm. un · ter Garantie abgegeben. herrenzimmer 555 NUm. Muſterlager B 4, 14, Georg Wagenblaß. EEEnenen Ulken une Hakentreimsehmuck kaufen Sie bei Heinridi Seitz Schwetzingen LILee Kleineigenhäuser in feudenheim für Ein- u. Zweifamilien werden billigst unt. günstigen Zahlungsbedingungen schlüssel- fertig erstellt.— Uberzeugen Sie sich von der soliden Ausführung, der von mir in den letzten Jahren erstellten Hauser.— Besich- tigungen und Beratungen kostenlos und un⸗ verbindlich.— Näheres Amon Suobel, Daugesch üll, Zielhenstr. 52, Lel. 40914 fimllichr ekannlmachunben. Schlachkhof conntags v. 12—13 Uhr. Baldige Anmeld. erbeten. 3 Heuke früh auf der Freibank Kuhfleiſch. Anfang Nr. 2500. Seite 8 Donnerskag, den 8. Sepkember 1932. 2. Jahrg./ Nr. 200 Nationclsoʒicl ioten Moꝛdloclens! Telefon 574 Winzergenossenschaft Gute Küche! OO0000000002 Oοοοοοοοοοοοοοοο⏑ο ꝓοο οο ο οο οο οο οο ο ο ο ο ο οοσε Kallstadt Originalausschanłk der bekannten Kallstadter Naturweine. Geräumige Lokalitäten! SoOOOOOOOOOOOOOOOOO0O0%οοOOOοOOOοοOοO Ausschank der Winzergenossenschaft Bad Dürkheim o Garantiert natur- reine Weine e Beste Küche, fertige Mittag- u. Abendessen, Speisen nach der Karte o Eigene Schlächterei mit Maschinenbetrieb e Hallen Vermietung Kapelle des ehem. 23. bayerischen Inf.-Regts. unter Leitung des Kapellmeisters Obermusikmeister Härzer Morano. en Die Rhein-Hardtbahn gibt an allen Wurstmarkttagen Sonntagskarten aus. (Samstag, den 10. und 17. September 1932 ab 12 Uhr.) ——— Original Sekt- und Weinkosthalle Besitzer Karl Walter Original-Flaschenweine erster Weingüter in den Haupt- aul zm Derkemer Worschtmarkt! Franzreb's Weinhalle Weinhalle Dürkheimer Winzerverein Leiter: Johannes Krast 3 0⁰ Ausschank: ner pürtneiner Hochbenn —+ Vorzügliche Küche Eigene Schlachtung M I„ Homburger Eisenwerks- Kapelle U51„ Kapellmeister Sehlemmer. 15 Braueret Dehr. Maver Oggersheim D48 feinschmeckers! Ununterbrochener Tag- und Nachtbetrieb. verkehrszeiten 15- bezw. 20-Minutenverkehr, sonst Halb- stundenverkehr nach besonderem Fahrplan. Fahrplanaus- hang an den Haltestellen. Gröhles deusches Meinfe St ſſſſſaipfnnmncnſgengngnnminümnmmn iammmminmnnmmnmnnmnnammmmmmnannmninnu Uber die Wurstmarkttage verkehren unsere ommbussc Tag u. Nadit Mannheim ab: Paradeplatz bürkheim ab: Schloſiplatz Fahrpreis pro Person: einkache Fahrt RM. 1,.—. Hin- und Rückfahrt RM. 1. 60. fäherrs. Mannh. Omninus Verk. Ges. m. h. H. D4. ö, lel. Z44%0 Aunmunumnummmnmnnmmnnnnmnnnnunnmnmmmnnnnmnmnmnmpmmnnimnannimnummnuunmnnmumnmnmmnmnmmmarmiuinnaasarasanaiaiazll —aAleree , ———— lllumuiatniisttE flllulszunüainüarinärtntassutttsartttiriaiktziss Alllllllllllittmäktitiizituigittutiässssuusztuu E 4 ———— Sogershneι beutsche Edelsekte im offenenAusschank Vorzügliehe Küche Spezialität gebratene Hähne Erstkl. Musik Liköre Mokka- Baarbetrieb Achtung! parteigenossen und jeder National- denkende stellt sein Fahrrad und Motorrad in der Mannheimerstr. 1 zur Aufbewahrung mit Gewähr- leistung ein. Ludwig Schuster, Bad Dürkheim, Mannheimerstralle 1. ffamenthader lauhaus Telefon 2411-13 Anerkannt feinste Biere nach Münchener u. Pilsener Brauart Spezialität: „Doppel-Export-Hell“ Ausschank auf dem Wurstmarkt: Bier halle Philipp Klingel Wwe. ——————— 65055 OοοφφEφSDDOOοο οοοο οοοο ο⏑φοοοοοοοοφο ο νφοοοφφουφ⏑φφσ SOSOOOS Aleiniger Ausschant in pad Därtheim hei Herrn fritz hinnecke Hotel Jerminus am Bahnho 811— 1 Leistadter Winzervereln Resi ˖ Weinberg“ 8 E. G. M. B. M. relrpnoh 244 arer DUD/⁰einõàd Torster Winzerverein estauran Zum ein erg 8 n. ee releton 522 wormserstr. as LNane Festplat: § stadt und Leistadt. Bekannt gute Küche. Geräu- 0 1 W fi 1t mige Lokalitäten, großer Saal. Ca. 100 ꝗm Tanz- G 4 8) boden i. d. neuerb. Halle, f. Vereine zu ee, Bekannt gute Kucne— Großer Parkplatz lblna lsõl al klngU 1 El. dooeοοοοο οοοοοοοοοοο οοο οοοοοοYοοο‚οοοοοοοοοοDD. LLLCCCCCC-CCLCLLLLLLLLLLLLLLLLLLL Wachenheilm Weinkenner besuchen die Winzergenossenschaft Wachenheim(Pfalz) u. ihre Ausschankstellen in Mannheim Weinnaus Kost, C 4, 10 und Heidelberg Weiße Rose, Fischmarkt Nr. 3. Besucht die große Bier- und Weinhalle von u/ilhelm Hausch ft. Küche, eigene Schlächterei, Weine vom Weingut Hch. Bühler STabr.SpARNKASSE SAD o a BAHNHOF iaemva URKHEIN“ V/achenheim a. Hdt. Win zervereini gung Wachenheim am Südeingang(früher Böhmsches An- wesen), herrliche Lage.— Nurreine Weine— Gute Küche— Groger Parkplatz im Hof vaheaude: i urdniebtnergursn TELEPHON 403 ————————— .Wabrg. Al Berlin, Nr. 58 w verordnun ſidenken ül Arbeitsloſe ſowie zur der Gemei Verordnun lebung der veröffentli⸗ Der erſt nung regel merzahl. In Pai Unkerſchrei trägt wäh— beiterzahl minde „ Bei dei Vermehrur der Veror und Volon Enkſpre Zahl der 2 Paragr aus. Im Zi ker mit bin Bezirkes. Paragra der von de Gebrauch Belegſchaft gegenüber Anzeige ſit oder im 2 Auguſt 193 geſtellten, ihrer Zahl Gehalksſätz Bemeſſung beiter⸗ ode Aushang uv Falle der Angeſtellter Lohn- oder Ablauf des fenden Lohr ten bei Ab keilweiſe ar über alle d kunft geget Nach J geber die v Schlichker den, ſoweil mit der Ve erreicht wi ſtellungen d reren Betr bedingt ſind beitgeber Entſcheidun Paragre eines Saiſo des Paragrt Das grof ganz Südwe rückt näher Schatken ode len Schatlen Da kommt a ſene Wurſftz 1932 nunmel lag J. Rhein ihr, was ihr wie 4 ganze fünfzit ſen vaſch hit der geiſtigen über ein gan Jahr, und w ſich die einzi durch zwölf bewahren? Eine„Pf lacht uns gle Trauben unt aus der Geg reihen. Von zirke führen, begegnen.„2 Blank— da dern der erſt zeugend die Biers gegeni mit dieſen v halk erfüllten Gäſte zum 2 berg“ beſchre der Wallfahr pelle auf dem weniger from ſen unten ar zählt drei ſe „Der ewige ert natur- eisen nach ermietung r Morano. ———— Id thalle er Weingüter en Ausschank Baarbetrieb r National- hrrad und eimerstr. 1 it Gewähr- meimerstralle 1. Ab fon 2411-13 lünchener u. ner Brauart -Hell“ 1Wwe. rg“ Festplatz El. ——— 2. Hdt. ———— ichenheim öhmsches An- Nurreine che— im Hs N 403 — -Alsführungsbeſtimmungen der Hungerverordnung Donnerslkag, den 8. Seplember 1932. Seite 9 Berlin, 6. Sept. Im Reichsgeſehblatt Nr. 58 wird nunmehr eine Durchführungs⸗ verordnung zur Verordnung des Reichsprä⸗ ſidenken über Maßnahmen zur Erhaltung der Arbeitsloſenhilfe und der Sozialverſicherung ſowie zur Erleichterung der Wohlfahrkslaſten der Gemeinden vom 14. Juni 1932 und zur Verordnung des Reichspräſidenken zur Be⸗ lebung der Wirtſchaft vom 4. September 32 veröffentlicht. Der erſte Teil der Durchführungsverord⸗ nung regelt die Vermehrung der Arbeikneh⸗ merzahl. In Paragraph 1 heißt es: Die zuläſſige Unterſchreitung der kariflichen Lohnſätze be⸗ trägt während einer Vermehrung der Ar— beiterzahl von mindeſtens 5 v. H. 10% H. 3 10 5. 5. h 15 v. H. 89 p. 20 v. H. 40 v. H. 3 25 v H. 50 W. 5 Bei der Bemeſſung des Umfanges der Vermehrung ſind die nach dem Inkrafktreten der Verordnung neu eingeſtellten Lehrlinge und Volonkäre nicht mitzuzählen. Enkſprechendes gilt bei Erhöhung der Zahl der Angeſtellten für die Gehaltſätze. Paragraph 2 nimmt die Saiſonbetriebe aus. Im Zweifelsfalle enkſcheidet der Schlich⸗ ker mit bindender Wirkung innerhalb ſeines Bezirkes. Paragraph 3 verpflichket den Arbeitgeber, der von der Berechtigung nach Paragraph 1 Gebrauch macht, zur Bekannkgabe an die Belegſchaft durch Aushang und zur Anzeige gegenüber dem Schlichker. In Aushang und Anzeige ſind die Zahl der am 15. Auguſt oder im Durchſchnitt der Monate Juli bis Auguſt 1932 beſchäftigten Arbeiter oder An⸗ geſtellten, die vorgenommene Vermehrung ihrer Zahl und die ermäßigten Lohn⸗ oder Gehaltsſätze anzugeben. Tritt eine für die Bemeſſung weſenkliche Aenderung der Ar— beiter⸗ oder Angeſtelltenzahl ein, ſo ſind Aushang und Anzeige zu berichtigen. Im Falle der Verminderung der Arbeiter- oder Angeſtelltenzahl kritt die Ermäßigung der Lohn- oder Gehaltsſätze bei Arbeitern mit Ablauf des am Tage der Verminderung lau⸗ fenden Lohnzahlungsabſchnittes bei Angeſtell⸗ ten bei Ablauf der Monakshälfte ganz oder keilweiſe außer Kraft. Der Arbeitgeber iſt über alle derarkigen Maßnahmen zur Aus⸗ kunft gegenüber dem Schlichker verpflichtet. Nach Paragraph 4 können dem Arbeit⸗ geber die vorgenannken Berechkigungen vom Schlichter ganz oder keilweiſe enkzogen wer⸗ den, ſoweit nach deſſen Ueberzeugung der mit der Verordnung beabſichtigke Zweck nicht erreicht wird, insbeſondere die Mehrein⸗ ſtellungen durch Verſchiebung zwiſchen meh⸗ reren Bekrieben oder Bekriebsabkeilungen bedingt ſind. Das gleiche gilt, wenn der Ar⸗ beitgeber die Auskunft verweigerk. Die Entſcheidung des Schlichters iſt bindend. Paragraph 5 ermächtigt den Arbeitgeber eines Saiſonbekriebes, nach den Vorſchriften des Paragraphen 1 zu verfahren, wenn er eine über die ſaiſonmäßig bedingte Vermeh⸗ rung der Belegſchaft hinausgehende Erhö⸗ hung vorgenommen hak. Paragraph 6 regelt die Verhältniſſe in landwirtſchaftlichen Betrieben. Für ſie gilt als Vergleich der entſprechende Monat des Vorjahres. Die Sachbezüge werden von der Senkung ausgenommen. Die hiernach zuläſſige Unterſchreitung der karifverkrag⸗ lichen Lohnſäße bekrägt bei einer Vermeh⸗ rung der Arbeiterzahl von: mindeſtens 5 v. H. 29 9 5 10 v. H. 4 v. H. 1 15%. H. 6 v. H. 20 v. H. 8 3 10 v. H. Bei Arbeikern, deren karifverkragliche Sachbezüge dem Werke nach die krafvertrag⸗ lichen Lohnſätze überſteigen, verdoppeln ſich die Hunderkſätze der zuläſſigen Unterſchrei⸗ tung. Bei der Bemeſſung des Umfanges der Vermehrung ſind nur Arbeiter mitzuzählen, die mehr als 12 Arbeitstage im Monat voll beſchäftigt waren. Entſprechendes gilt bei der Erhöhung der Zahl der Angeſtellten. Die Vorſchriften der Paragraphen 3 und 4 gelten entſprechend. Der zweite Teil regelt die Erhallung ge⸗ fährdeker Bekriebe. Paragraph 7: Gefährdek die Erfüllung der karifverkraglichen Verpflichtungen die Weiterführung eines Betriebes oder ſeine Wiederaufnahme infolge außerhalb ſeines Einfluſſes liegender Umſtände, ſo kann der Schlichter den Arbeitgeber zur Tarifunter— ſchreikung ermächtigen. Paragraph 8: Den Umfang der zuläſſigen Unterſchreitung ſetzt der Schlichter feſt. Er darf dabei nicht über 20 v. H. der kariflichen Lohn- und Gehaltsſätze hinausgehen. Die Feſtſehung erfolgt auf Ankrag. Ankragsbe⸗ rechtigt ſind der Arbeitgeber und jede Ver⸗ kragsparkei des Tarifverkrages. Die Ermäch⸗ tigung kann befriſtet werden. Die Beſtim⸗ mungen über den Anhang und das Inhraft⸗ kreken ſind denen unter Teil 1 enkſprechend. Dritter Teil: Gemeinſame Vorſchriflen. Paragraph 9. Die für Betriebe gelten⸗ den Vorſchriften gelten auch für Verwaltun⸗ gen. Paragraph 10. Die nach den vorſtehen— den Paragraphen ermäßigten Lohn- oder Gehalksſätze gelten als kariflicher Lohn im Sinne des Geſetzes über Arbeilsvermitklung und Arbeitsloſenverſicherung. Paragraph 11. Für die Durchführung dieſer Verordnung iſt der Schlichter zuſtän⸗ dig, in deſſen Bezirk der Betrieb ſeinen Sitz hat. Der Schlichter und ſeine Skellvertreker ſind als Beauftragte des Reichsarbeitsmini⸗ — kätig, und an ſeine Weiſungen gebun⸗ en. Paragraph 12. Die öffenklichen Behör— den und die Reichsanſtalt haben den Schlich— ker bei der Durchführung der Verordnung zu unkerſtützen. Die Reichsanſtalt hat ihm die erforderlichen Hilfskräfte koſtenlos zur Verfügung zu ſtellen, ſie krägt auch die den Schlichtungsbehörden aus der Durchführung erwachſenden Koſten. Paragraph 13. Die Verordnung kritk, ſoweit es ſich um Maßnahmen zu ihrer Durchführung handelt, am Tage ihrer BVer— kündung(5. Sepkember 1932) im übrigen am 15. Sepkember in Kraft. Die Vorſchriften der Paragraphen 1 bis 6 treten am 31. März 1933 außer Kraft. Der Reichsarbeitsminiſter iſt zu Rechtsverordnungen und allgemeinen Verwaltungsvorſchriften ermächtigk. Er kann insbeſondere vorſchreiben, unker wel— chen Vorausſetzungen die Vorſchriften des erſten und dritten Abſchnittes diefer Verord⸗ nung auch auf Betriebe und Belriebsabkei⸗ lungen Anwendung finden, die am 15. Aug. oder während des Juli und Auguſt ſtillgelegt waren, oder die nach dem 15. Auguſt 1932 gegründet worden ſind. Sport und Naſſenfrage Neger haben auf der Olympiade nichts zu ſuchen Bis in die Zeit der alken Griechen fällt der Urſprung der Olympiaden zurück. Damals waren es die angeſehenſten der aligriechiſchen Na⸗ bionalſpiele, die alle vier Jahre veran⸗ ſtaltet wurden. Im Jahre 1894 veranlaßte ein zu dieſem Zweck eigens gegründekes Olympiſches Komitee eine Auferſtehung der Olympiſchen Spiele im neuzeitlichen Gewand als inkernakio⸗ nale Wektſpiele der Leibesübungen. Scheinbar das gleiche, und doch erinnern dieſe modernen Kampfſpiele nur mehr rein äußerlich an ihre klaſſiſchen Vorbilder, ſie fin⸗ den nämlich auch alle vier Jahre ſtatt, ſo wie im alten Griechenland. Alles übrige hat ſich grund⸗ legend geänderk. War ehedem nur den freien Hellenen die Teilnahme geſtatket, ſo kann man heute leider erleben, daß der freie Mann oft ſogar von unfreien Schwarzen, mit Negern, um die Siegespalme kämpfen muß. Das iſt eine Schändung und Enlwürdigung des olympiſchen Gedankens ohnegleichen, und die alten Griechen würden ſich beſtimmt im Grabe umdrehen, wenn. ſie wüßten, was moderne Menſchen aus ihren heiligen Nationalſpielen gemachk haben. Vor kurzem ſind die 10. Olympiſchen Spiele in Los Angeles zu Ende gegangen. Und wie⸗ der hörte und las man von Regern als Teil⸗ nehmer und Sieger. Das iſt deshalb eine be⸗ ſonders bittere Pille, weil der Schauplatz der diesmaligen Sportſpiele jenes Amerika war, in dem der Neger die Skellung einnimmt, die ihm gebührt. Wer, wie die Amerikaner Gelegen⸗ heit hak, den Neger näher kennenzulernen, der muß ſich naturnotwendig zu der Anſicht beken⸗ nen, daß man die Schwarzen nie und nimmer für voll nehmen kann und darf, ja ſie eben als Menſchen zweiter Klaſſe einſchätzen muß. Wenn nun in Los Angeles krotzdem Neger ausgeſandt worden ſind, um für Amerika Goldmedaillen zu erringen, ſo änderk das nichts an der Talſache und wirft lediglich ein merkwürdiges Licht auf die Amerikaner. Der Vankee iſt eben Geſchäfts⸗ mann, dem der Zweck alle Mittel heiligt. Da⸗ rum bedienke er ſich ſchwarzer Olympier, um für ſeine Flagge Siege, Ehre und— Punkle zu ho⸗ len. Auf der anderen Seite aber weiß der Amerikaner ſehr wohl, warum er ſich mit dem Neger nicht an einen Tiſch ſetßzt oder, wie dies in gewiſſen Teilen Nordamerikas der Fall iſt, warum er den Schwarzen nur beſtimmte Abteile in der Skraßen- bzw. Eiſenbahn ooer ſonſtwo zur Verfügung ſtellt, oder warum die Neger bei Be⸗ Gregor Straßer: „Kampf um Deutſchland“ Unſere Bewegung hal mil dieſem ſoeben erſcheinenden Buch unſeres Reichs⸗ organiſationsleiters ein neues grundſäß⸗ liches Werk zum Kampf gegen ihre Fein⸗ de geſchenkk bekommen. Vorbeſtellungen nehmen enkgegen: Verlag„Die Volksgemeinſchaft“ Abkeilung Buchverkrieb Heidelberg Völkiſche Buchhandlung Manheim. gegnungen mit Weißen den Bürgerſteig verlaſſen müſſen. Neger haben dort, wo freie Män ier ſich meſſen, nichts zu lun. Deſſen ſei man ſich ſtets bewußt. Die nächſten olympiſcher Spiele finden im Jahre 1936 in Berlin ſtakt. Hoffentlich wiſſen die verantworklichen Männer, was ihre Pflicht iſt. Die Schwarzen müſſen ausgeſchloſſen werden. Wir erwarten es. Tragen wir unſer Teil da⸗ zu bei, der heiligen Geößen der alkgriechiſche. Olympiaden wenigſten in dieſem Punkt gerecht zu werden. Deshalb, laßt nur freie Männer kämpfen. ieeeeeeeeneeeemeenenehtharknhehendihni, bmlknmlarhammm Rundfunk-Procrammm für Donnerskag, den 8. Sepkember 1932. Königswuſterhauſen: 16 Pädagogik, 16.30 Kon⸗ zert. 17.30 Raſſe und Religion. 18 Enkwick⸗ lungslinien. 18.30 Spaniſch. 19 Für die Land⸗ wirkſchaft. 19.25 Für und Wider. 19.40 Zeit⸗ dienſt. 20 Bunke Skunde. 21 Schiller, Feſt⸗ programm. 22.40 Konzerk. München: 16.05 Konzerk. 16.25 Schwed. Volks⸗ lieder. 16.40 Deutſchlands Seebäder. 17 Kon⸗ zert. 18.15 Heimalbewegung der bayeriſchen —Oſtmark. 18.35 Alm⸗Betrieb. 19.05 Slaals⸗ Bibliothek. 19.30 Zeilgeſchichke. 20 Bunke Slunde. 21 Abſprung los! 24.10 Opernabend. Mühlacker: 16 Konzert. 17 Konzerk. 18.25 Kunſt am laufenden Band. 18.50 Höfe indiſcher Fürſten. 19.30 Marſch-⸗Potpourri. 20.30 Der Liebeskrank. 22.10 Chineſiſche Kriegslyrik. Denr Hauptſchriftleiter Dr. W. Kattermann. Verantwortlich für Innenpolitik: Dr. W. Kattermann; für Außen⸗ politik, Fenilleton und Roman: B. Seeger⸗Kelbe; für Badiſche Po ⸗ litik, Gemeindepolitik, Bewegungsteil und„Stadt Mannheim“: W. Ratzel; für unpolitiſche Nachrichten,„Stadt Heidelberg“ und Sport: neberle; für Anzeigen Heidelberg: Hammer; für Anzeigen Mannheim: K. Ott. Sämtliche in Heidelberg.(W. Ratzel, K. Ott in Mannheim.) Sprechſtunden der Redaktion: täglich 17—18 Uhr. Druckerei Winter, Heidelberg. Derkhemer Worschimarlt 1932 Das große Nationalfeſt der Pfälzer, der in ganz Sihwefbenlſchand bekannie Wurſtmarkt rückk näher und wirft auch in dieſem ZJahr ſeine Schatlen oder vielmehr 4 Lichler im dunk⸗ len Schatten der notvollen Gegenwark voraus. Da kommt auch die offizielle und einzig zugelaſ⸗ ſene Wurſtmarktfeſtſchrift wieder heraus, die 1932 nunmehr im 53. Jahrgang erſcheink(Ver. lag J. Rheinberger AG., Bad Dürkheim). Wißt ühr, was ihr dafür anlegen müßt? Nur ſo viel, wie ein halber Schoppen Pfälzer Edelwein koſtet, ganze fünfzig Während ihr aber die⸗ ſen vaſch hinter die Gurgel gießt, habt ihr von der geiſtigen Koſt der Feſtſchrift Wegzehrung über ein ganzes Jahr bis zum Wurſtmarkt übers Jahr, und wer wollte die nicht mitnehmen, um ich die einzigartige frohe Stimmung des Feſtes durch zwölf ſicher weiter ſchwere Monate zu bewahren? Eine„Pfälzer Ausles“ in zweifachem Sinn lacht uns gleich auf dem Titelblatt an, Pfälzer Trauben und ein dralles, friſches Winzermädel aus der Gegend, wo ſich Wingert an Wingert reihen. Von ahr laſſen wir uns gern in die Be⸗ zirke führen, in denen ſich Wein und Literakur begegnen.„Weinberg und Bierbank“ won Herb. Blank— das iſt kein doppelſinniger Reim, ſon⸗ dern der erſte Beitrag, in dem ein Kenner über⸗ zeugend die Kultur des Weins derjenigen des Biers gegenüberſtellt.„Mer worſchdeln weiter, mit Boſen von tiefſinnigem philoſophiſchen Ge⸗ halk erfüllten Verſen begrüßt Otko Kramer die Gäſte zum Wurſtmarkt. In„Feſt am Michels⸗ berg“ beſchreiht Ernſt Pfau lebendig, wie aus der Wallfahrt frommer ilger won einſt zur Ka⸗ pelle auf dem Michelsberg dͤas von Jahr zu Jahr weniger fromme Erholungsgelage auf den Wie⸗ ſen unten am Berge geworden iſt. P. R. er⸗ zählt drei ſchnurrige, echt Pfälzer Anelkdoten. „Der ewige Wurſtmarkt“ hat es E. Fr. Raſche angelan, das dionyſiſche Feſt hat in ihm einen begeiſterten, dilhyrambiſchen Verkünder gefun⸗ den. Leopold Reitz, der Generalſtabschef der Pfälzer Literakur“ nach Fritz Droop, berichkek eine keche Pudelgeſchichke. Lorenz Wingerker, der Speyerer Apokheker, hat wieder einige ge⸗ ſunde Pillen„Hausgemachtes“ georehl. nation“ heißt eine feſſelnde, ſcheinbar auf dem Schauplaße des Wurſtmarkkes beobachlele Lie⸗ „Inkar⸗ besgeſchichte von Cläre Weitzel.„Auguſtin“ Worſe Mohr) ſchildert in Pfälzer Mundart „Worſchmarkt unn Weiſtänd“, daß uns das „Waſſer“ im Wunde zuſammenläuft. Tragiko⸗ miſch⸗wehmütig vergleicht er„Einſcht unn jetz“. Dr. Fritz Droop, der bekannte Dichter, deſſen glänzende Gabe zu ſchauen und wiederzugeben ſein prachlvolles Reiſebuch„Raſt auf der Wan⸗ Herung“ offenbart, hat ſich mit gleich inniger Liebe der„Landſchaft um Dürkheim“ angenom— men. Der hervorragende Kenner der pfälziſchen Heimalgeſchichte Oberſludiendirekkor Prof. Dr. Becker(Zweibrücken) führt uns mit dem' Auf⸗ ſatz„Wurſtmarkt vor hundert Jahren“ in die Zeit nach dem Hambacher Feſt zurück, als der Allgemeine politiſche Katzenſammer während der vergellenden Reaktion ſich in dem harmloſen Wurſtmarktparadies erlöſte. Dr. Heinz Bröger, früher in Ludwigshafen, hat eine übermülige Wurſtmarkt⸗Humoresge„Albin wverrät ſich ſel⸗ ber“ beigeſtenert. Dem Gedenken der verſtor⸗ henen Pfälzer Mundartdichter Hermann Schge⸗ fer und Lina Sommer dienk ein Aufſatz von Dr. B. H. Mißbach. Ein Erinnerungsblatk an Karl Auguſt Woll enkhält das berühmte Gedicht über den Bitzler. Karl Fiſcher, der bewährte, volks⸗ kümliche Dürkheimer Mundartdichter, entbielek uns ein herzliches„Willkumme zum Worſchk⸗ markt“, auch hat er äußerſt launige Verſe zu Bildern von Wurſtmarkiſzenen geſchaffen wie, „Is Orakel“, eine uralke Wurſtmarklfügur,„Beim Kaſchber“,„MondagsWMorje am Wieſchdand“ und»De erſchde Schobbe“. Die Schrift iſt reich mit prächtigen Bildern Echten Aufnahmen vom Wurſtmarkk⸗ leben, ſtimmungsvollen Anſichken der Landſchaft und aus der Stadt Bad Dürkeim, die Ernſt Pfau Künflleriſch aufgenommen hat, und anderen, ſo⸗ wie flokten Zeichnungen von Sepp Semar und Auguſt Wilde. Sie iſt ſehr geſchmackvoll aus⸗ geſtattet und wird ſicher viele Freunde finden, mit ihr wird die Reihe der bisherigen Jahrgänge würdig forlgeſetzt. Dr. R. Die deu tꝛche Hausfrau kauft bei: Kaffee stets frisch gebrannt, das ½ 4% von Mk..15 bis Mk..75, nur beste Qualitäten. Reiner Ceylon-Tee 50 gr-. 60 Feinster Kalao das ½ Pfd.-. 60 A. Kemptner, P 6, 22 1 Treppe, neben Roxy. nlnnmanannnnmnnzmansnkmnnkmnnrngmamnmamdmsmamanntsgütütüügigigananittaat ſikükl chklcukn/ ——— bRlLARZERSTR. Georg Philipp Eckert Emil Heckelstraſle 42 Fernruf 26369 lebensmittel Alle Wasch- und Dutzartlikel —— im: pamen-strumpie 95 2 charmeuso-Nödte.50 sbemnemgen Iräger-Hemden 95 sportstrümpfe— von 85 3 an C1, 7, Paradeplat2, C1. 7 3½ 1. grün. Mark. Strümpke Wollwaren Trikotunterwäsche u. Küblerkleidung Q1, 12 Uhren tepariert gewissenhaft sohnell und billig unter Garantie. Iu herabgesetzien Preisen erhalten Sie in B 7, 4 Küchen, Ateil., echt Pitchpine v. Mk. 120 an Schlafzimmer, Eiche m. Nußb. v. MK. 380 an Speisezimmer, Eiche m. Nußb. v. Mk. 390 an Keine minderwertige Handelsw). nur solide Fabrikate Höbelnaus Schwalbac Sönne nur B 7, 4, beim Friedrichspark, kein Laden. GARDIMEN- HAUSMANN sAchs. Gardinenfabriken Tel. 31413 P3, 12 Erzeugnlisse Optik/ Photo .Sbyer ſTTes. 5. JCf baee Krankenkassen. Jedes Armbanduhrglas 50 9. K. HOLZINGER SenMunmacMEnEI LANDTEHISTR. 6 Herren-Sohlen M..—, Damen-Sohlen M. 2. 10 geklebt oder genäht 30 Pf. mehr. Verarbeitung von nur la. Qualitätsleder. Ohl. Ceib en groß und detail Mannheim Lenaustr. 19 Telefon 523 52 Verkauf im Hofl Joh. Hlein, Wrmachemmeisler, Mur Waldhotstr. ö N vom Erzeuger zum vertrieb am Platze. Branntweine und Liköre offen. Oein nur von Oein- Zinger Toe. 2807⁸ verbraucher ohne Twischenhandel. Fordern Sie Preisliste. Verkaufsstellen: Schwetzinger Straße 60. Meerfeld r Strabe 72. Neckarau: Frledrichstraße 8 a. borb vn yl ln/ Bůůn „Die Brenneſſel“, politiſch-ſatiriſche Kampfſchrift, Hauptſchriftleiter Wilhelm Weiß, Zenkral⸗ verlag der NSDA Frz. Eher Nachf. G. m. b.., München, Thierſchſtraße 11. Preis des Einzelheftes 30 Pfg. Bezugs⸗ preis monaklich 1 RM. zuzüglich 6pfg. Poſtbeſtbellgeld. Wir haben guten Grund, unſere Leſer auf die Folge 34 der„Brenneſſel“ aufmerkſam zu machen, die ſoeben erſchienen iſt und von neuem den Beweis bringt, nicht nur die größte ſondern auch bei weitem die beſte aller polikiſch ſakiriſchen Zeikſchriften in Deutſchland zu ſein. Ihr Titel⸗ bild von Albert Reich zeigt einen Pflüger, der den Boden für die der neuen Saat bereilek; er, der Bauer, weiß es, daß guke Saat zur rechken Zeik aufgeht— wenn Ls auch ein paar Berliner Politiker zu verhindern ſuchen. Schlagen wir das Heft auf, finden wir in Er⸗ zählungen, Karibaturen, Gedichten und Kurzge⸗ ſchichten ein ebenſo bunt, wie geſchicht zuſam⸗ mengeſtelltes Programm, ſelbſt für den verwöhn⸗ keſten Leſer. Zum Brachtſchen Sittenerlaß äu⸗ ßert ſich Jaromir in einem ſatiriſchen Gedicht, ſes Mal wieder bringk, nur Hannos lebendige —— der mit viel Lärm angebetelen Greba Garbo wollen wir noch erwähnen und Murrs erſchütternd komiſche Karikakur von Thälmann und der alten Klara Zetkin. Adolf Hiller—„Deutſche Lehrerſchaft und ule“. Kribe⸗Verlag, Berlin, 1932, Preis 1 Mk. Dieſes Schriftchen wendet ſich nicht nur an die Lehrer; es wendel ſich an alle Erzie⸗ her, und das ſollte doch jeder Deulſche ſein. Es iſt eine ausgezeichnele ein Wegweiſer, der die neuen Aufgaben im neuen Staak aufzeigt und Fragen klärk. Die Schrift iſt nicht parkeiamtlich, erwuchs aber aus der kiefſten völkiſchen Weltanſchauung, ſodaß ſich kaum Widerſprüche mit der Reichsleikung fin⸗ den werden. Dieſes Buch zeigt, daß Adolf Hitler als Volksführer auch ein krefflicher Pſychologe und Pädagoge iſt. Dieſes Buch würdigt unſeren Führer als Schmied Deutſchlands. An Hand ſachlicher Argumenke beweiſt der — Geschmackvolle Gardinen Stores, Spannstoffe, Landhaus etc. machen Ihr Heim freundlicher! Korh-u. Polstermöbel dienen der Gemütlichkeit! Besuchen Sie mich! Emil H. Herrmann Stamitzstraſe 15 Manufakturwaren, Konfektion, Möbel Weinheèeim- Ccr OOied am Marktplatz Weinheim Manufalætur- u. Modewaren, Aus- steuerartikel u. Wäsche, Damen., Herren- und Kinder-Bekleidung SA. Dlusen, Hosen, Mützen Zzu billigsten Preisen. Sehäh-Haus A. SATTLER MtIMHEAL- Haur fSTRASSE 142a Bekannt für gute Qualitäten ** SN SD SND ◻S Daaaaaaaa Eigene Reparaturwerkestätte! 23— Gröster u. leistungsfähigster Wein- Sümtliene Züd- und Krankenweine. H 5, 21. 0 7, 16. Mittelstraße 35, aaaaaa ScHUHHAUS SCHUT2 WEINIEIM e AM RODENSTEINER Seeeeeeeeee e Oualitäts-Schuhwaren oOrthopüdlsche Abteilung farbengeschäft Lindenhof EISINMGER Rheinaustraße 14 Telephon 33816 Farben, Lacke, Ole, pinsel,(Mal-Utensilien) Wecharad- Adoit MVader Molz- und Kkohlenhandlung Maxstrahe 5 KONDITOREI UND KAFFEE Gehring/ Adlerstraße 59 gemütlicher Aufenthalt/ Eigene Konditorei L B I1 CGC K EEEI F. SeHNHI DT sehulstraße 13 empflenit Backwaren aller Art in guter Ausfünrung Caſẽ Rolcnd Sriedrichſtraße 4, Telefon Nr. 48956 Gemütlicher Aufenthalt. Eigene Ronditorei. wein⸗Ausſchank des Winzer⸗Vereins Forſt! Schuhhaus Franz Nader Eigene Maß- u. Reparatur-Werkstätte Neckarauerstraße 67 Fernsprecher 485 90 Bekannt für gule Qualitäten Alnmummmnnmamnmmnmmnannngunmanmsnasannaunanace Feinkosthaus Wittig Schulstralle 15. Telephon 48919 Billigste Bezugsguelle für Lebensmittel imammimmumsmaammnmsaumiummsunpammnimgantanmnintzamsumssnatugznättftanzsgstue minmunmnm — 15 während Seb. Brank auf ſeinem„Narrenſchiff“ eine Kleine Suiztenz zu dieſem Thema heranfährt. Jupp Hay, der das Talent beſitzt, die Dinge in dieſem Leben mit„Rönkgen“⸗Augen zu durchblicken, zeigt in„Das achte Weltwunder“ die Nichligkeit der won ihren liberaliſtiſchen An⸗ hängern mit Unrecht ſo vergöklerken Wirtſchafts. größen. Wit ſchlichten orken, die aber ans Herz rühren, ſpricht Felmy in ſeiner„Janny“ über das Heldenkum eines Pferdes im Kriege. In drei worzüglich gereimken Sonekken, die ſich um das Auto, das Deal des heutigen Menſchen, bewegen, fung. Pidder Lüng ein Deſtillat wirt⸗ ſchafklichen iedergangs ein, während er dem enklarvten Regens rger Bauerndoktor in „„Heim“-liche Klage“ ein Liedchen im Vollston pfeift. Ganz brillank iſt Sepplas Karikakur zum eichen Vorwurf. Flechtner zeichnet zwei Illu⸗ ſtrationen ins Stammbuch verlogener Preſſebe⸗ richkerſtakter. Prühäußer liefert in acht kleinen Karikaluren einen erleſenen um Kul⸗ lurbolſchewismus an den Berliner 2—— Je- der erhält ſein verdienkes Teil. Wir können nichk alles aufzählen, was die„Brenneſſel“ die⸗ Verfaſſer die Richtigkeit und Größe der Erzie⸗ hungsgrundſätze der nakionalſozialiſtiſchen Bewe⸗ gung. Hier wird auch die Behauptung Lügen ge⸗ ſtraft, Hitlers Bewegung habe kein Erziehungs⸗ programm. Aus der nalionalſozialiſtiſchen Staclsauffaſſung wird die folge richlige Erzie⸗ — abgeleitel und der deulſche Lehrer und die Volkserziehung als wichtigſte Faktoren der Volk inſcen eingegliedert. An einigen treffenden Beiſpielen zeigt der Verfaſſer die marxiſtiſche Seuche und den bolſchewiſtiſchen Sumpf auf und führt ſo zur Erkennknis der Not⸗ wendigkeit der mat.⸗ſoz. Erziehung. Oberſtes Ziel unſerer Erziehung wird ſein: Erziehung zum völkiſchen Menſchen für den völ⸗ kiſchen Staat. Und dieſe Erziehung wird durch. drungen ſein vom wahren Gotktgedanken. Ift der Grundſatz:„Gemeinnutz Kas vor Eigennutz“ nicht höchſte Religioſttät?! Neben der geiſtigen Bildungsarbeit iſt es Aufgabe des Staates die junge Generalion zur Körperlichen Ertüchkigung heranzuziehen. Wir werden die Jugend nichtk privaten oder am nakionalen Gedankengul un⸗ intereſſierken Organiſationen überlaſſen! Bei uns gelaujt heißt gut gekauft/ WVir führen nur Qualitàtsware/ Vannheim-Mechkarau- Heinrich Kesselring, Mannheim Neckarau Möbelgeschüft, Bau- und Möbelschreinerei— Wörthstralle 13 Werkstätten für Innenausbau. Billigste Berechnung. Bodenwachs, Bodenbelze fil len, dcie. finse Bodenöle Drogerie Otlo Zahn, Mannbeim-Meckarau Friedrichstraße 11, Tel. 48476 Schuhmacherei J. Wild, Angestrage 30 Prima Arbeit, billiger Preis. Fürsorgescheine werden in Zahlung genommen. Freie Abho- lung und Zustellung. Postkarte genügt L. JOCHI Ink. HAs KELIER E IS ENHANDTUNM GO WEINTIEIM e HAUPTZSTR. 80 Eisenwaren werkzeuge Herde Haus- u. Küchengeräte Gartengerüte Das f alu 8 Ler gulen ferügnieicong, ler neuesten Aleiderstotte, ist immer nochn lier Solid. Aussteuerartizet e ———— VVEINIAMIEIN Schuh-Rhenania Inhaber E. Schlebach, Hauptstraße 114 Lederhandlung Schuh-Reparaturen Leder-Ausschnitt Schuhmach.-Bedarfsartik. Schuh-Färberei SOOOοOοοDDDοD Am besten und am billigsten kaufen Sie immer im Feinkosthaus Elsa Jllhardt, Weinheim a. d. B. Telephon 2070 Hauptstraſße 69. den guten, frisch- §lel gebrannten Haiiece von G. M. Köhler, Weinheim Nördliche Hauptstraße. Preis: ½ Pfd. 60 Pfg. bis M. 1. 10. Eigene Rösterei. HunbunskE/ HERREx-no Dalixk- Muschk/ HunoSCnonk U. SRukffk AfuwarE vno InschxvucHxn kinden Sie in großer Auswahl bei Feoil Mandel/Meinheim/ Maugtstrate ggi lmamunnniaminnmnnnimnnrinunnanunsmgnnmuntatanüntamanuaiaanänsutüastiana — — N Verlag: Herausg Tel. 404 Das Ha monatlic Poſtbezi Poſtämt Erſchein lein An andte 9 Von ſti fritt der F es iſt wie deutſchen Stille wird Augen und ſende ſeiner Zuverſicht, BVraunhemd Deukſchland ſches Volk empor zum „Es i Bewegu Kampf Menſche nung eit derbares Bewegu die ſie 3 ſchöpflick wegung iſt nur 3 dieſer 2 das We nichk be dieſe M zeugung ſondern Erfolg?“ Mit b jene Politil haben, die ten und die Führung de glauben, da boren ſeien herein zum „Gewi zum Be zum Be beſtimmt lang un lang die fehlen, 1 Arbeit 1 ſtige Sku Die S nur ſchein ben nur, da und nur die „Lieber wieder Sie mein und insbeſot ſierk und au ſen haben, d als endlich u klubs zu haben inzwi und der Zuf haftig nicht 13 Jahre liegen hinter hat man un