./ Nr. 215% ile weht der hinter uns r Zeile aber id und mah⸗ ich für unſer e lichtvolle Starken.— äter an ihre Umfang bil⸗ n Buchhand⸗ g. n. hrbuch 1939 Horoſkop für die Leſer— Sterne 19331! 2. 18. Auf⸗ eſellſchaft m. zener Str. 8. urch unſere werden. n Fachmann im Ho01 unheim F Nr. 3. r 1932. G. Roſſini. irbeitung von örnſt Cremer. Karl Klauß. er. Pauſe wird Raſſenöffnung ich 22 Uhr. rhen findel m Störun- iden, kann den Zu⸗ ung eines rden. erpartei Uhr, im staurants tung stigungen umoristen) -Musiker) und Ss. Witterung) Aus dem ijnhait: 1032/ 2. Zaheg./ Ar. 220 MdR. Schriftleitung: Heidelberg, Lutherſtraße 55, Telephon leitung: P 5, 13a, Telephon 31471. Daz Hakenkreu z bu nner erſchein 6 mal wöchentlich und koſtet 2,10 RM.; bei Trägerzuſtellung zuzüglich 30 Pfg.; bei Poſtzuſtellung zuzüglich 36 Pfg. Beſtellungen nehmen die Poſtämter und Briefträge Erſcheinen(auch durch höhere Gewalt) verhindert, beſteht k Regel müßig erſcheinende Beilagen aus allen Zie àAt Der Standal von Bveslau— viheyrüſident Gvaef veſchimpft den Reichstagsprüſidenten Sbving Breslau, 29. Sept.(Eig. Drahtbericht). Wie bereits geſtern gemeldet, kam es in einer deutſchnationalen Verſammlung in Breslau zu wüſten Flegeleien der deutſchnationalen Reoͤner gegen die Führer des Nationalſozia⸗ lismus. Die Einzelheiten ſind folgende: Die Breslauer Deutſchnationale Volkspar⸗ tei hielt am Dienstagabend im großen Kon⸗ zerthausſaal eine Verſammlung ab, in der, wie an den Anſchlagſäulen angekündigt war, die Reichstagsabgeoroͤneten Vizepräſident Graef und v. Freytagh⸗Loringho⸗ ven die„Wahrheit“ über die Reichstagsauf⸗ löſung ſagen und mit den„Lügen der braun⸗ roten Aſphaltpreſſe“ aufräumen wollte. Ueber die Hälſte der Beſucher war Nationalſoziali⸗ ſten. Als Ordner fungierte eine größere An⸗ zahl Stahlhelmer, die ſich aber in ihrer Rolle, Büttel der Reaktion zu ſein, zum Teil recht unglücklich fühlten. Als Herr Graef ſeine Ausführungen begin⸗ nen wollte, ſcholl ihm ein vielhundertſtimmiges „Dentſchland erwache“ entgegen, ſo daß es ihm völlig unmöglich war, ſich verſtänblich zu ma⸗ chen. Der Redner wandte ſich in ſchärfſter Form gegen die Nationalſpzialiſten und geriel in geradezn nngehenerliche BVerleumdungen und Beſchimpfungen der nationalſozialiſtiſchen Freiheitsbewegung und ihrer Führerſchaft Wörtlich exklärte er: „Riemals iſt eine Bewegung ſo furchthar verraten worben von ihren Führern, wie. dex Nationalſozialiſt.“ Ein ungehenerer Sturm der Entrüſtung brauſte durch den Saal. In uubeſchreibliche Empörung gerieten die Nationalſozialiſten ob dieſer unerhörten Verleumoͤung durch dieſen Vertreter der Reaktion. Der Verſammlungs⸗ leiter erklärte mit zitternder Stimme, daß er die Nationalſozialiſten aus dem Saale weiſe und der Polizei das Hausrecht übertrage. Die übrigen Ausführungen des Herrn Grae⸗ je bewegten ſich auf demſelben Niveanu. Pöbel⸗ hafte Angriffe und wüſte Verleumdungen wa⸗ ren der Juhalt ſeiner Ausführnngen. Den Reichstagspräſidenten Göring wagte dieſer Herr als„hilfloſen Greis, der nicht wußte, was Verfaſſung und Geſchäftsordnung war“, zn bezeichnen. Weiter erklärte er:„Was der Nationalſozialismus getan hat in Rerrat an der nationalen Beweaung. Ein intereßanles Eingeſtändnis, das hiet beſonoers feſtgehalten ſei, entſchlüpfte dem Redner. Er erklärte, daß Papen weiterhin mit kem Artikel 48 arbeiten werde, für den ihm Herr Brünina das⸗Rüſtzeng geliefert habe. Auf demſelben Nivean beweaten ſich die Ausführungen des HKenn Freytagh⸗Loring⸗ hoven. Wörtlich erklärte er: „Dieſe Bewegung(gemeint war der Na⸗ tionalſozialismus) wird zum Zeinde Deutſchlands.“ „Wüſte Beſchimpfungen der nationalſu ſtiſchen Preſſe ſehlten natürlich nicht. Zo brach Herr von Freytagh⸗Loringhoven Lauze für die Regierung, bei der'von außenpolitiſchen Niederlage keine Rede könne und erklärte wörtlich:„Dieſe Regie ſtützen wir, auch wenn ſie nicht aus un! Reihen hervorgegangen iſt.“ Bracht⸗Polizei beſchützt auch noch die B ſchimpfer Die Polizei wies mehrere hundert Nati⸗ ſozialiſten aus dem Sagl. Nach Schluß Berſammlung brachten zie Nationalſozial! vailrnſe auf den Führer ans und ſannen Frankreich gefährdek die Well NS-Gauparkeitag in Wien Erfolge der Reaklion DAS NATIONALSOZIALISTISCHIE Werlog: Die Volksgemeinſchaft Heidelberg, Leopoldſtraße 3(Anlage). Herausgeber: Otto Wetzel, * 4048. Mannheimer Schrift⸗ r entgegen. Iſt die Zeitung am ein Anſpruch auf Entſchädigung. Wiſſensgebiet en. Dorſt⸗Weſſel⸗Lied. Auf der Gartenuſtraße ſla: den Hunderte von Nationalſozialiſten, die ſi ſpoutan zu Demonſtrationszügen zuſamme! ſchloſſen. Gummiknüppelſchwingend gingen di⸗ Polizeibeamten gegen die Nationalſozialiſten vor. Berittene ſprengten auf den Bürgerſteig. Unerhört benahm ſich die Polizei gegenüber dem nationalſozialiſtiſchen Landtagsabg e· ordneten Koch, Führer der Untergruppe Niederſchleſien der SA. Nach Schluß der Ver⸗ ſammlung betrat Oberführer Koch den Kon⸗ zerthausſaal, um noch anweſende SA.⸗Män⸗ ner vor den Gummiknüppelhieben der Polizei zu ſchützen. Oberführer Koch gehörte dem Unterſuchungsausſchuß des Landtags an. Als er von einigen Polizeibeamten Auskünfte und Namen verlangte, wurde er barſch angefahren. Der Oberwachtmeiſter Kröhl richtete an einen anderen Beamten die Aufforderung: „Beingt den Mann heraus.“ Die Schupo vergreiſt ſich an Schwerkriegs⸗ verletztem! 4 Hierauf wurde an dem ſchwerkriegsbe⸗ ſchädigten Pg. Koch, an deſſen linken Arm, das Ellbogengelenk herausgeſchoſſen iſt, der Polizeigriff angewandt und die Hand bis in den Nacken hochgeriſſen, Pg. Koch mußte ſich ſofort in ärztliche Behandlung begeben. Beſonders beteiligt haben ſich bei dieſem un⸗ alaüblichen Vorfall der ebenfalls, wie die an⸗ deren Uebergriffe der Polizei ein Nachſpiel vor dem Unterſuchungsausſchuß des Landtags haben wird, die Wachtmeiſter Strauß, Stempel und Vieweg. Der ſozialdemoökra⸗ tiſche Kommandeur der Breslauer Schutzpoli⸗ zei, Oberſt Schulz, hatte reſtlos den Kopf verloren und erklärte oͤem Pg. Koch auf deſſen Vorhaltungen,„das geht Sie gar nichts an!“ Dechs durch Gummiknüppelhiebe der Polizei ichwerverleßte Parteigenoſſen ſind in das An⸗ zuſt⸗Hoſpital eingeliefert worden. 29 National⸗ ſozialiſten ſind von der Polizei feſtgenommen worden. 5 Unſere Zeilung krägt ein Symbol. neuerung. Waffe für die Idee Adolf Hitlers ſein, Nation einen großen Zuſammenbruch wicklung der Zeil. menſchlichen Venkens und Handelns ſind. bruch vorausgegangen. Eine 14 jährige Mißwirkſchaft des von dem liberaliſtiſchen Kapitalismus beſeſſen auch unſere Zeilung einer Idee: muß Opfer auf ſich nehmen. Tag neue Opfer um der Idee willen. Verdienſt und beziehen vorwiegend ihre Kaſſen günſtig ſein könnke. ſein. Mitkämpfer finden. And nun ſoll unſer Walt wieder Kampf 3 1 Her neue Roman Allen ſchaffenden Sländen Biſſe und nung. So will es. SilI KAMPFBLATT NORDOWESTSBADENMS igen: Die Zgeſpaltene Millimeterzeile 10 Pfg. Die 4 geſpaltene Millimeterzeile im Deriteil 30 Fin Für kleine Anzeigen: die Zgeſpaltene Millimeterzeile 6 Pfg. Bei Wieberholung Rabatt nach aufliegendem Tarif. Schluß der Anzeigen⸗Annahme: 16 Uhr. Anzeigen. Annahmet Mann. heim P5, 13a, Telephon 31471; Zahlungs⸗ und Erfüllungsort: Heidelberg 2 Ausſchließlicher Gerichtsſtand: Heidelberg. Poſtſcheckkonto' Die Volksgemeinſchaft Karl⸗ruhe 21 834 Für unverlangt eingeſandte Manuſkripte übernehmen wir keine Verantwortung. Freiverkauf 15 Pfg. Mannheim, Sam-ag, den 1. Oktober Ber aktion entlarot ſiun Wenn die nordbadiſchen Zei mit zähem Fleiß, aber auch Die Zahl der Arbeitsloſen in Preußen um 40 774 geſtſegen. Bernin, 2½0. Sept.(Eig. Bericht), Durch den' Rundͤfunk läßt min laufend Stimmung machen für Papens Wirtſchaftsprogramm zur Ankur⸗ belung der Banken. Man berichtet dort über angebliche Neueinſtellungen von Arbeitern im ganzen Reiche, verſchweigt jedoch wohlweislich, daß dieſen Neueinſtellungen ungefähr genau ſo viele Entlaſſungen gegenüberſtehen. Die Zahl der Arbeitsloſen in Preußen al⸗ lein, wo Herr Papen regiert als Reichskom⸗ miſſar iſt im letzten Berichtsabſchnitt erheblich geſtiegen. Die Zahl der Hauptunterſtützungs⸗ eeeee „Deuljchlanö, Deuhchlanö, nur Deutjchland!“ Es iſt das Hakenkreuz, das Zeichen deulſcher Er⸗ Dies bedeulet Richlung und Verpflichtung zugleich. ein Wegweiſer in die Zukunfl. Wenn eine erlebt, wie Menſchen den Grund dieſes Zuſammenbruches in der maleriellen, Sie verkennen dabei ganz, daß Wirkſchafk und Skaak das Ergebnis Dem Zerfall einer Rakion iſt immer ein geiſtiger und ſeeliſcher Zuſammen⸗ Der Tag des 9. November 1918 iſt gewiß durch Kriegsnol geförderk und begünſtligi worden, jedoch wäre er undenkbar, wenn nicht in den Jahrzehnken vor dem Kriege ein volles Verſagen der Staalsmänner vorgusgegangen wäre. ſchwarz⸗rolen Syſtems wäre undenkbar geweſen, wenn dieſe Männer nicht von der falſchen Idee der marxiſtiſchen Lehre, dem Goldwahn und geweſen wären. Ideen allein ſind in der Lage, zuſammengebrochene Welken wieder aufzubauen. So dienk dem nlionalen Sozialismus. Unſere Ze“ung iſt durch Opfer groß geworden, Zeilung, dieſes Wort hak gewichtigen Klang. fluß. Die meiſten Zeilungen ſind nicht imſtande, einer Idee zu dienen, um dem Volke Richtung zu geben in ſeinem Skreben und Handeln. Geſinnung auf dem Zeitung wird von freien, unabhängigen Männern geſchrieben und verwallel. keiner Kaſle, keinem Unternehmen, ſondern dem Volk, der Geſamlheil. ab, mit den Ausbeulern der Nalion zu gehen. weil es uns Vorleile verſchafſen könnke. Wir lehnen es ab, um die Gunſt der Obrigkeitk zu buhlen, nur weil Wir wollen dem Volk Mahnung, Erzilehung und Erbauung Wer dem Vol dienk, ſoll von uns geſchäht und geförderk werden. orbeitel, ſozial denkt, wer für ſein Voll ſchafft und ſorgk, wird in uns einen Freund und Wer dem Voln ſchadel, ſoll von uns verfolgt werden. roht und belrügt, wer ſein eigenes Voln ver engnek und ſeine Sörgen der ſoll in uns einen Feind, einen unerbillſichen Feind ſinden. hinan wandern, Tag für Tag, ſtärker und größer als bisher, ſoll eine Waſſe Hitlers und ſeiner Idee ſein. Hütken der Arbeiter und ihnen ein Berlrauker werden, es foll den Bauern ein Glaubens⸗ bekenntnis, ein Helfer im ſein Wehr, allen Feinden Deukſchlands eine War⸗ Damen wollen wir das Werk empfänger in der Arbeitsloſenverſicherung und Kriſenfürſorge iſt zwar zurückgegangen, Unſere Zeikung ſoll eine Deukſchland, dann ſuchen die wirkſchaftlichen Enk⸗ die Jahre der Ideen geſtalken die Well, Wer einer Idee dienk, bringt jeden Zeitung, das heißt Macht, heißt Ein⸗ Sie dienen dem Geſchäft, Anzeigenkeil. dem Unſere Sie dienen Wir lehnen es es vielleicht unſeren Wer ehrlich Wer ſchma⸗ nichl leilen will, Es ſoll einkehren in die dem heutigen Tage in neuer Kufmachung und größerem Umfange erſcheinen, ſo folgten ſie damit. der ſich gewaltig ausdehnenden politiſchen Organiſation der NS D A p. Es wird die Aufgabe der Parteigenoſſenſchaft ſein, nun junkturpreſſe aus den deutſchen Familinn hinauszutreiben und damit unſeren Blättern den Weg zu ebnen. „Ins beuljche Haus bie ationaljozialijtijche Zeiiung“ ſei die Parole der kommenden Wochen. heil hitler! Walter Röhler, M. d. C. die Not wächſt wird dabei mit allem lagsort heidelberg Votrwürts immr, vlückwürts nimmer: tungen unſerer Bewegung mit mit verbiſſener Wut die Ron⸗ Zagegen die Zahl der von den Gemeinden und Gemeindeverbänden betreuten Arbeitsloſen erneut geſtiegen. Wie der amtliche Preußiſche Preſſedienſt imitteilt, ſind nach der Erhebung des Preußiſchen Statiſtiſchenn Landesamtes vom 31. Auguſt in Preußen insgeſamt 1 662 575 Arbeitsloſe von den Bezirksfürſorgeverbän⸗ den allein laufend unterſtützt worden. Dies bedeutet eine Zunahme von 49774 un⸗ terſtützten Arbeitsloſen oder 3,1 v. H. Aber die Sache mit den Einſtellnngsprämien war ein gutes Geſchäft.. Seierſthiciyten bei der Reichsbahn *Berlin, 30. Sept.(Tel.) Ju den bahnergewerkſchaften, die am Donnerstag ſtattfanden, wurde nach einer Meldung Ber⸗ liner Blätter ein Feierſchichtenabkommen für die Arbeiter in der Gleisunterhaltung abge⸗ ſſchloſſen. Die wöchentliche Arbeitszeit ſoll 40 Stunden betragen. Durch, dieſe Maßnahme kann die Entlaſſung von 6000 Arbeitern ver⸗ mieden werden. Die Gleisumbauten, die im Arbeitsbeſchaffungsprogramm vorgeſehen ſind, ſollen ſofort in Angriff genommen werden und es beſteht dadurch die Möglichkeit, 24 006 Eiſenbahner für etwa zwei Monate weiter zu beſchäſtigen. Um die Entlaſſung von weiteren 22 000 Eiſenbahnern zu vermeiden, müßten Feierſchichten im Betriebsdienſt eingelegt wer⸗ den. Eine Entſcheidung über dieſe Frage konn⸗ e in den geſtrigen Verhandlungen noch nicht jerbeigeführt werden. ——— Tauſende von Klündigungenin Vreußen * Werlin, 30. Sept. Wie der amtliche Pren⸗ ßiſche Preſſedienſt mitteilt, iſt am 1. Oktober den Staatsangeſtellten in den preußiſchen Mi⸗ niſterien für Handel und Gewerbe, für Laud⸗ wirtſchaft, Domänen und Forſten und für Volkswohlſahrt zum jeweiligen nüchſten Kün⸗ digungstermin vorſorglich gekündigt morden. Dieſe Maßnahme iſt im Rahmen der Vorl ralungen für die bereits angekündig! örganiſativn und Vereinfachung chen Zentralinſtanz notwendig Rachdoͤbnek werden, daß⸗ möglichſt alle zöt norforglich ge kündigten Augeſtellten weiterhin im preußti ſchen Staatsdienſt verwendet werden. Der amtliche preußiſche Preſſedſenn u Deulich⸗ alſo, zerartige Kündigungen humoriſkiien 7 0 a 314 22 zZuigöen. 3 4 Ber⸗ bandlungen zwiſchen der Hauptverwaltung der Deutſchen Reichsbahngeſellſchaft und den Eiſen ————————————— Seite 2 Samzlag, den I. Oktober 1952 man das will, dann muß man mohl oder üh⸗“ Kündigungen in graßem Ausmaß bemerkſtel⸗ ligen. Nun teilt aber der amtliche Preußiſche Preſſedienſt mit, daß möglichſt alle, denen ge⸗ kündigt wurde, weiterhin bleiben dürfen. Wenn man aber alle, denen gekündigt wurde. weiter im Dienſte belaſſen will, daun kann mun keine Nenorganiſation und Verwaltungs⸗ nereinfachung durchführen. Frage: Was will man alſo in Preußen? Kündigung und Verwaltungsreform oder Bei⸗ behaltung und keine Verwaltungsreform? Wenn man aber allen kündigt und dann alle Staaksminiſterium verbreitek leilung: Es krifft nichk zu, daß die Anhalkiſche Staatsregierung gebäuden, feiern zum 85. Geburkskagdes Herrn Reichs⸗ präſidenken verbolen häkte. rungen mikgekeilk, daß der Herr Reichspräſi⸗ Deſſau, 30. Sepk. Das Anhalliſche folgende Mit⸗ das Beflaggen von Dienſt⸗ oder die Abhalkung von Schul⸗ Die Reichsregierung hat den Länderregie⸗ behält,— du lieber Gott— dann hätte man ja nicht kündigen brauchen. Das iſt Papen⸗Wirtſchaft. Sie will etwas machen, hat aber weder den Mut noch das Geſchick. Und ſo ſetzt ſie ſich zwiſchen zwei Stühle. ————— gertagung des Danziger Loltstages Auflöjungsantrag hinausgejchoben Danzig, 30. Sepk. Auf der Tages⸗ ordnung der heuligen Vollſihung des Danzi⸗ ger Volkskages ſtand der nalionalſozialiſtiſche Antrag auf Auflöſung des Vollkslages. Die Einberufung der Sißzung war auf nakionalſo · zialiſtiſchen Ankrag durch den nakionalſozia· üſtiſchen Volkslagspräſidenten erfolgt, obwohl nach einem Beſchluß des Volkslages der Prä⸗ ſidenk nur im Einvernehmen mik dem Aelle · ſtenausſchuß die nächſte Sihung einberufen follke. Wegen dieſer Meinungsverſchieden · heilen über die Verechligung der Einberufung wurde mit den Slimmen der Regierungspar⸗ keien und der Sozialdemokraken ein bürger · licher Ankrag auf Verkagung des Vollskages bis zum 12. Okkober angenommen. Dagegen ſtimmien die Nakionalſozialiſten, die Kommu⸗ niſten und die polen. Die Frage der Auf⸗ löſung des Danziger Volkskages iſt durch die · ſen Verkagungsbeſchluß bis Mille Okkober hinausgeſchoben worden. Der Gummihammer „kurbvelt“ Polizei gegen Erwerbsloſe in Düren — Düren, 29. Sept. Am Donnerstag morgen verſammelten ſich einige hundert Er⸗ werbsloſe vor einer Auszahlungsſtelle und demonſtrierten durch Reden und Rufe. Es kam zu einem Zuſammenſtoß mit Polizeiheamten, worauf das Ueberfallkomando eingeſetzt wurde. Drei Männer und zwei Frauen wurden ver⸗ haftet. Die Anſammlungen wiederholten ſich immer wieder, ſo daß noch bis in die Nachmit⸗ tagsſtunden hinein ſtändig das Ueberfallkom⸗ mando eingreifen und unter Anwendung des Gummiknüppels die Straßen räumen mußte. An alle Kleintentnes und Sozialvesſicherten Der Reichslagsabgeordneke Pg. Wilhelm Dreher, der Obmann der ſozialpolitiſchen Abieilung der Reichskagsfrakkion, gibk be · kannk: „Es ſind in den leßlen Monalen lauſende von Geſuchen bei der Reichskagsfrakkion ein · gegangen, meiſt Beſchwerden über Abʒüge on der Invaliden⸗, Unfallrenke uſw. Son⸗ derbehandlung jedes einzelnen Falles war nicht möglich, da die unerhörken Abzüge an den Renken auf die Nolverordnungen, na⸗ mentlich auf die des Herrn von Papen zu⸗ rückzuführen waren, demnach geſehliche Gül⸗ ligkeit halten. Die Wiedergutmachung des an den Invaliden, Kriegsbeſchädigten, Arbeils⸗ loſen, Unfallrenknern begangenen Unrechte könnie nur erfolgen durch Aufhe bung der Nokverordnung. Dazu iſt laut Verfaſſung die vom Volke gewählle Verlre · tung, der Reichskag, berechligl. Die Aus⸗ übung dieſes Rechkes der Volksverkrelung wurde aber vom Reichspräſidenten und ſei⸗ nem Kabinekk von Papen durch Auflöſung des Reichskages verhinderl. Troßdem hat der Reichslag mit einer ungeheuren Mehr⸗ heit in namenklicher Abſtimmung kundgekan, daß er für Aufhebung dieſer Hungernolver⸗ ordnung iſt, was die Reichsregierung als nicht güllig erklärke. Damik iſt es der nalionalſo⸗ zialiftiſchen Reichskagsfraklion unmöglich ge⸗ worden, den berechliglen Beſchwerden der Sozialrenkner Gellung zu verſchaffen. Die Fraklion billet daher all die Geſuchsſteller, ſich nunmehr an den Reichskan zler ſelbſt zu wenden, weiſt aber auch zu⸗ gleich darauf hin, daß das Kabinelt des Her⸗ renklubs wohl kaum ein Verſtändnis für Keino lrbeitsstelle 2 X I—+ F- 1924-4 Keues übor die Steuergutſcheine Den Durchführungsbeſtimmungen zur Steuergukſcheinverordnung enknehmen wir folgende Einzelheiten: Stkeuerſcheine erhält nur, wer in Deutſch⸗ land wohnk und Skeuern zahlt. Sie werden ausgeſtellt in Höhe von 40 Prozent für die Umſatzſteuer, Gewerbeſteuer und Grundſteuer; in Höhe von 100 Prozent für die Beförderungsſteuer. Steuergukſcheine werden nur für die Steuern ausgeſtellt, die in der Zeit vom 1. Okkober 1932 bis 30. November 1933 zu enkrichten ſind. Für Steuergutſcheinausſtellung für Mehr⸗ beſchäftigung von Arbeiknehmern gelten fol⸗ gende Beſtimmungen: Unkernehmen, die nach dem 1. Sepk. 32 neu errichtek ſind, erhalten keine Mehr⸗ beſchäftigungsprämie. Desgleichen Unkerneh⸗ mungen, die nach einer Stillegung von mehr als vier Wochen wieder eröffnet werden. Steuergutſcheine werden auch dann aus⸗ geſtellt, wenn die Mehrbeſchäftigung durch Arbeitsſtreckung erfolgt iſt. Lehrlinge und Volonkäre dürfen bei Reueinſtellungen nicht mitgezählt werden. Die Prämie pro Kopf des Mehrbeſchäftigten, die dem Unkerneh⸗ men zufällt, beträgt 100.— Mk. im Viertel⸗ jahr. Bei Mehreinſtellungen von mehr als 50. Prozent der bisherigen Belegſchaft wer⸗ den Steuergutſcheine nücht ausgeſtellt. Der Ankrag auf Gewährleiſtung der Steuerſcheine iſt beim zuſtändigen Finanz ⸗ amt einzureichen. Die Gukſcheine werden in Stücken über 20 000, 10 000, 1000, 200, 100, 50, 20 und 10 RM. ausgegeben.(Die Skücke zu 10. und 20 RM. erſt ab 1. Okt.1933.) Zedes Jahr kann ein Fünftel eines Scheines bei den oben erwähnten Skeuern in Zahlung gegeben werden. Die Steuergutſcheine ſind lombardfähig und von der Börſenumſaßſteuer befreit. dieſe Aermſten wird aufbringen können, da es zur Zeit ſich in erſter Linie mit den Sor · Anhall Jang zum Gebneislag Hiubenburgs denk von der Abhaltung beſonderer amtlicher Feiern abzuſehen bikle. Gleichwohl hal die Reichsregierung die Abhalkung von Schul⸗ feiern und die Beflaggung der Dienſtgebäude vorgeſchlagen. In Uebereinſtimmung mitk dem Wunſch des Herrn Reichspräſidenken hat der Anhal⸗ liſche Miniſterpräſidenk geglaubt, nichls ver · anlaſſen zu ſollen. Da jedoch die Möglichkeit beſlehl, daß dieſe Stellungnahme zu Weikle⸗ rungen gegenüber dem Lande Anhalk führen könnle, hak der Anhalkiſche Miniſterpräſioent ſich enkſchloſſen, um Auswirkungen zu Un⸗ gunſten des Landes zu verhülen, dem Wunſch der Reichsregierung Rechnung zu fragen. Ks⸗Gauvarteitag in wien Maſſenuberſalle der Marxiſten auf Braun⸗ hemden h Wien, 30. Sept. Der nationalſozialiſtiſche Gauparteitag in Wien begann mit einer gro⸗ ßen Kundgebung in der 15000 Menſchen um⸗ faſſenden Sportarena Engelmann, in der Abg. Straßer ſpricht. 4 Der Angriffston der Linkspreſſe hat eine ziemlich erregte Stimmung geſchaffen. Die Polizei hat deshalb die Kundgebungen unter freiem Himmel auf die Sountagskundgebung am Heldenplatz beſchränkt, in der Reichstags⸗ präſident Göring ſprechen wird. Nur für dieſe iſt auch der Anmarſch in geſchloſſenen Maſſen geſtattet worden, jedoch iſt auch für dieſen Umzug über den Ring das Tragen der bran⸗ nen Hemden ſtreng verboten. Die geſamte Polizeimannſchaft ſteht in Alarmbereitſchaft. Bereits in den frühen Mor⸗ genſtunden wurden Nationalſozialiſten in einer ganzen Reihe Wiener Bezirke von Mar⸗ xiſten überfallen. Acht Perſonen wurden ver⸗ letzt, ſechzehn verhaftet. Klebekolonnen der Sozialdemokraten haben vielfach nationalſo⸗ zialiſtiſche Plakate heruntergexiſſen. Tanſende non Kündigungen in Preußen Man will„ankurbeln“, indem man auf die Straße ſetzt Eriſtenzkamvf bes Einzeſhandels Dieſer Tage peronſtalkele der Berliner Ver ⸗ band, eine Kölonialwarxen, und Feinkoſſt⸗ freule ſich eines ſehr ſtarken Beſuches, ſo daß Gewinn wird buchen können. Gerade jetzi, wo durch den Zuſammenbruch des Berliner Beam ⸗ ten⸗Wirkſchaftsvereins vorausſichllich für jedes Mitglied eine Hafkung in Höhe von 120 Mark einkrelen wird, dürfte die Werbung des Einzel⸗ handels günſtigen Boden finden. Warenhäuſer und Konſumvereine, Hauſiererei und Wanderla⸗ ger, Einheitspreisläden und Maſſen⸗Filialbetriebe, dazu Oeffentliche Hand und Beamlen⸗Waren⸗ handel ſind die Tolengräber des orksanſäſſigen ſelbſtändigen Mikelſtandes! Der Einzelkaufmann wird in dem Kampfe um ſeine Exiſtenz den Sieg gen für Konzerne und Großbanken befaßtk.“ Achtung! Die Partei denkt ja gar nicht daran, ihren Un⸗ hängern zu verbieten, die Liſte der ANRSB. mit dem Kennwort„National und Sozial“ zu mählen. Denn ſonſt hätte nicht der Reichsorga⸗ niſationsleiter I, Straßer M. d.., in einer Rede am 8. Mai 1932 in Leiyzig die ANRB. varteiamtlich ausdrücklich als„Stan⸗ desorganiſation der Rei'chsbahn⸗ Hcamten“ ane''kannt. Nationalſozialiſtiſch Berufsgenoſſen! Laßt ench durch derartige Wahlmanöver nicht irreführen! Denkt an Abhan, Gehalis ſenden Band und an Zwangspenſinnierungen! Denkt an die Urſache dieſen Maßnahmen, hie ſeit 1918 betniebene⸗ wahnſinnige Erfül⸗ zugspolitik und an die Parteien, welche dieſe Pylitik betrieben haben. Deutt auch an die Begn tenorganiſationen, melche dieſe Volizik viſen oher herſteckt durch ihre Haltung in politiſchen Dingen begünſtigt geſinnte fadonſcheinise zungen am lau⸗ angenhlicklichen 810 Vie — kt insbeſonbere auch daran, daß zu die⸗ jen Beamtenorganiſationen auch der„poli⸗ tiſchneutrale“ Deutſche Beamten⸗Bund mnit den ihm angeſchloſſenen Verbänden gehört. Denkt ſchließlich auch daran, daß zu dieſen an⸗ geſchloſſenen Verbänden die 36DR. und der NeEs. gehört! 95 uUnd dann wählt die Liſte Aeichsbahnbeamte, „National und Sozial“ keine Ein 1 Arbeitsgemeinſchaft nationaler Reichsbahnbe⸗ 1— ten und deren Anwärter[AnRB.)] erufso r eich * enliche varieivslitiihe, Binbung., davonkragen, wenn er ihn jet mit allen zur Ver⸗ ee ee Achtung! * 5 11 ein Wahljchwinbel! rlſter Sore iſt bie Brhhünſine den ge⸗ ſchäftsführenden Vorſtandes des R. E. VB. in der Folge 18 der Zeitſchrift des Reichsbundes dentſcher Reichseiſenbahner des mittl. nicht⸗ techniſchen Dienſtes(R. E..) vom 23. Sei tember 1932 Seite 310, daß ſich aus de Rundſchreiben des Leiters der Beamtenabtei⸗ lung der NSDA., des Reichstagsabgeordne⸗ ten Jakoh Sprenger an die Gaufachberater für Beamtenfragen der Partei, wegen Beteili⸗ gung der Partei an den am./10. Okkober ds. n Beamtenratswahlen bei der zseiſenbahngefellſchaft ergebe, teianhüngern der NSAw. ze der AnR zu wählen“. iben iſt lediglich geſagt, ze nicht an dieſen zarlc:amtlichen reichen werde. mlenrüte und den „ſo betzentet das 1 dort von einzel⸗ ricnlagsliſten unter zicht werden. Die Nnfſtellnna und Einreichung von Wahl⸗ vorſchlagsliſten durch die AnRB. kann durch den Leiter der Beamtenabteilnng der NSDe gar nicht verboten werden, eine Einrichtung der Partei, ſondern ein: and, für Kologialwaren, und Jeinnoſt-Einzel., händet in der⸗„Neuen Welt“ in Berlin ⸗Neulelln Meſſe. Die guk aufgezogene Ansſtellung er⸗ der Einzelhandel daraus zweifellos für ſich einen⸗ weil die AÄnRB. fügung ſtehenden Mittein durchkämpft und vor allem bei den kommenden Wahlen ſeine Sſimme einer Partei gibt, die dieſe ſeine Inkereſſen ver⸗ kritt, wie die NSDAP! Bürgerliche Einheitslijte Slutigart, 20. Sept. In Sinitgart began⸗ nen auf Veranlaſſung der Gruppe Bauſer der Volksrechtpartei Beſprechungen zwiſchen Ver⸗ tretern der bürgerlichen Splittergruppen (Wirtſchaftspartei, Volksdienſt und Bauern⸗ bund) mit dem Ziele, für die Reichstagswahl gemeinſame Liſten aufznſtellen. Die Volks⸗ partei, die auch eingeladen war, hat die Teilz nahme abgelehnt. Man hat dort die Abſicht/ das Wahlbündnis mit der DNVp. mit klei⸗ nen Aenderungen aufrecht zu erhalten, nach⸗ dem die Abſicht, einen größeren Wahlblock zu hilden, als geſcheitert angeſehen werden muß⸗ Baron Aloiſi über Abrüung O Geunf, 29. Sept. In der Vollverſammlung des Völkerbundes hielt auch Baron Alsoiſi eine Rede. Der Völkerbund brauche heute nicht Worte, ſondern Taten. Der Exfolg der Abrü⸗ ſtungskonferenz ſei aber die unerläßliche Vor⸗ bedingung für das Vertrauen der Völker. Die bisherigen Ergebniſſe hätten das Ver⸗ trauen der italieniſchen Regierung auf eine ſofortige praktiſche Löſung weſentlich ge⸗ ſchwächt. Matie Aebe Herriots in Genj Das Echo ſeiner kürzlichen Hehrede haf Herrn Herriol offenſichllich nicht ermuligt, in Genf mit der gleichen Frechheit und Heuchelei aufzulrelen. Herriol belonke in ſeiner Rede die„unbedinglke Treue zum Völkerbund“ und bedauerte, daß ein ſo eiſiger Wind des Peſſimismus vom Genfer See her wehe. Frankreich habe den„Mut“ die„großen Schwierigkeilen“ der Abrüſtungsfrage zu löſen, denn man müſſe ſich klar ſein, daß der Völkerbund auf dem Spiel ſtehe.(Der„Mul“, dieſe Löſun) auf Koſten Deukſchlands vorzunehmen, ſcheint uns nicht ſonderlich groß.) Herriol erklärte dann mit erregter Stimme: Das Uebel des Krieges muß enkwurzelt werden. Frankreich fordere einen ſolchen Packk, es fordere „ſein Rechl“.— Mit derarkigen Reden wie die geſtrige Herriols, wird man bei der Abrüſtung nichl viel weiker kommen, zumal auch Lord Cecil als engliſcher Verkreker eine reichlich belangloſe An · ſprache hielt, die übrigens ſorgſam vermied, ir; deutſch⸗franzöſiſchen Konflikt Parkei zu nehmen. — Zvaneneim gefnhvder hie Wole GE O Genf, 29. Sept. Lord Cecil verteidigte am donnerstag als Vertreter Englandͤs in der Bollperſammlung den Völkerbund gegen alle Angriffe. 5 Die geſpannten Beziehungen zwiſchen Deutſchland und Frankreich ſeien ernſter als zle anderen Streitfälle. Er habe nicht die Abſicht an einer der beiden Mächte Kritik zu „hben. Niemand bezweifle jedoch, daß wenn nie Politik dieſer beiden Mächte in voller tehereinſtimmung mit den von ihnen ange⸗ jommenen Grundſätzen des Völkerbundes ge⸗ ührt würde, automatiſch alle Schwierigkeiten znd Gegenſätze aufhören würden. Alle Mächte müßten hente fordern, daß zieſe beiden Staaten ſich auf den Boden des Zölkerbundes ſtellen. Die Regierungen ſtänden heute vor der Intſcheidung, ob ſie Krieg oder Frieden woll⸗ en. In der ganzen Welt werde heute die Frage erwogen, ob die Regierungen tatſächlich ie Abrüſtung wollten. Wenn die Abrüſtungs⸗ onſerenz zu einem Mißerfolg führen ſollte, zann würde die Welt unweigerlich nicht nur u den Zuſtänden der Vorkriegszeit zurückkeh⸗ en, ſondern es würde eine weit ſchlimmere nd gefährlichere Lage Platz greifen. Die zegiernugen würben damit oſfen zugeben, daß den Frieden, ſonbern den Kriec, nicht Kyd in Bulgarien verbotenꝰ Sofia. Der Zuſtizminiſter hat dis Staatsanwälte in der Provinz angewieſen, Malerial zu ſammeln über die bisher ge · führken Prozeſſe gegen Abgeordneie der kommuniſtiſchen Arbeiteryarkei und über deren Teilnahme an der verbotenen kommu⸗ niſtiſchen Vewegung. In RNegierungskreiſen ſcheink die Abſicht zu beſiehen, Maßnahmen Auflöſung der Arbellerpartei zu kreffen, zur zur wozu die Weiſung des Juflizminiſlers als Einleilung dienen ſoll.— Das Clubhaus der Arbeilerparkei in Soſia wurde in der Nac durch Unbekannke überfallen, die Einr“ tung zerſtörk und das geſamle Vrehid we geführk. 1 Tofiv, h. Jeht, Wiendazzjapan kommando mitteilt, hat die japa terie am 27. und 28. September einon erioi⸗ reichen Angriff auf die chineſiſchen Nreiſhgzen bei Kirin unternommen. 6b9 Freiſchä gejangen genommen, ihr Führer, die Bert Bürgerſt wurde it 29. Sept die Steu zahlers: Kreis de So darf den, von 4 geſchloſſe empfäng⸗ muß für men. von 6 RM. wie folg RM.9 RM. 18 einem je 500 000 9 gerſteuer meindegr ſteuer g Stenern ſatz über 150—200 heben. E ren Satz ſetzt mu werden. in welche der Gem erwerbsſt Et „)⸗ Olm . Liebestra⸗ 1 nerstag i Bahnſtred fand ein Strecke in perteile u auf den( ihen des dienenden rigen Ma⸗ und 16 Y en Frau erkennen, Liniger Er Tod geſuch heiden Kin den Armenr Jat von d Baigar hat znit ihrem ſchaft mit! 1 Fluc Melb ner Hans 2 einen Star Jlügplatz Seine Jur gen einen Flugzeug kam mit ein Anter * Manil⸗ üür ſeinen 1 Zünſtiges V reitet dem einige Schw alle, anderer windet. Der deut verſuchen, vi treffen in⸗ Unterredunag traeen merd Wajf Borlin, 29. liner Blätter unkerrichteken hanodlungen 31 regierung und Sao Paulo eii den ſoi. Ilaliene *n Gibralta Ozeandamufe neuen Rekord Donnerstag zwei Stunde einer herabge Knoöten liefge behoben wird wanddis Fal Gibraltar, 30 ſind 80 ven Hu richlungen des i der ſeil Donner⸗ ſen von Gibralt. ezſtellungsar kerEile und vor Slimme ſen ver⸗ began⸗ ſer den n Ver⸗ ruppen zauern⸗ gswahl Volks⸗ e Teilz Abſicht/ it klei⸗ „ nach⸗ lock zu n muß⸗ 9 —* 10 mlung iſi eine e nicht Abrü⸗ he Vor⸗ Völker. Ver⸗ rf eine ch ge⸗ nj hal Herrn Genf mit ulrelen. inbedingle daß ein enfer Ser „großen zu löſen, ölkerbund ſe Löſun cheint uns Stimme: t werden. es fordere ſtung nicht Cecil als gloſe An⸗ rmied, ir nehmen. elt digte am in der gen alle zwiſchen nſter als icht die tritik zu aß wenn n voller en ange⸗ indes ge⸗ rigkeiten irn, daß den des vor der den woll⸗ eute die tatſächlich rüſtungs⸗ n ſollte, nicht zur zurückkeh⸗ hlimmere ſen. Die eben, daß en Krier, en? hal dis ngewieſen, hisher ge· neie der ind über n kommu⸗ ngskreiſen aßnahmen zu kreffen, iflers als ibhaus der de der Na⸗ ———— 5 ſind 80 ven Hundert der elekkriſchen Ankriebsein⸗ richlungen trſe⸗t fen von Gibraltar derhezſtellungsarbeſten werden Tag und Nacht mit Rösler Eile durchgeführt. liner Blätter aus unkerrichteken Kre''ſen, daß auf handlungen zwiſchen det braſilianiſchen Bundes⸗ regierung und den Sao Paulo ein Waffenſtillſtand abgeſchloſſen wor⸗ den ſoi. Ozeandampfer„Rex“, der den Ozean in einer neiſen Rekordzeit übergueren wollte, erlitt am Donnerstag Turbinenſchaden, ars er ſich etwo zwei 6 einer herabgeſetzten Geſchwindigkeit von zehn Knoten lief er Gibraltar en, behoben wird. Es wahnndie Naßrt ſortgaſett wird. ————— Sꝛibe:33 .220285 Ur. 220.— die neue Verorbnung über bie Bürgerſteuer Berlin, 30. Sept. Die neue Regelung der Bürgerſteuer auf Grund der Notverordnung wurde in Nr. 64 des Reichsgeſetzblattes vom 29. September veröffentlicht. Danach ſind für die Steuerpflicht die Verhältniſſe des Steuer zahlers vom 10. Oktober 1932 maßgebend. Der Kreis der Steuerpflichtigen wird eingeſchränkt. So darf Bürgerſteuer u. a. nicht erhoben wer⸗ den von Perſonen, die vom Wahlrecht aus⸗ geſchloſſen ſind, von Arbeitsloſen und Renten⸗ empfängern. Der Landesſatz der Bürgerſtener muß für Perſonen mit einem Jahreseinkom⸗ men von nicht mehr als 4500 RM. mindeſtens 6 RM. betragen. Eine weitere Staffelung iſt wie folgt vorgeſehen: Einkommen bis 6000 RM 9. RM, bis 8000 RM. 12 RM., bis 12 0⁰⁰ RM. 18s RM., bis 16000 dtM. 24 RM. Bei einem jährlichen Einkommen von mehr als 500 000 RM. muß mindeſtens 2000 RM. Bür⸗ gerſteuer nach den Einkünften aus der Ge⸗ meindegrundſteuer und der Gemeindeerwerbs⸗ ſteuer gezahlt werden. Je nachdem dieſe Stenern den für 1929 maßgebenden in ſatz überſteigen, ſind oͤie Gemeinden berechtigt, 150—200. v. H. der Landesbürgerſteuer zu er⸗ heben. Ein Gemeindebeſchluß, der einen höhe⸗ ren Satz als 200 v. H. des Landesſatzes feſt ſetzt, muß von der Landesregierung beſtätigt werden. Die Landesregierung beſtimmt auch, in welcher Weiſe in den Gemeinden die Höhe, der Gemeindegrundſteuer und der Gemeinde⸗ erwerbsſteuer zu ermitteln iſt. Entjetzliche Liebestragöbie „)⸗( Olmütz, 30. Sept.(Tel.) Eine entſetzliche Liebestragödie hat ſich in der Nacht zum Don⸗ nerstag in der Nähe von Olmütz auf der Bahnſtrecke nach Proßnitz abgeſpielt. Nachts fand ein Streckenwärter beim Begehen der Strecke in der Nähe von Neuſtift blutige Kör⸗ berteile und abgetrennte menſchliche Glieder auf den Gleiſen. Es handelt ſich um die Lei⸗ ihen des beim Olmützer Artillerieregiment dienenden Zugführers Karl Janku, der 22jäh⸗ rigen Maria Baigar und der beiden 3/ Jahre und 16 Monate alten Kinder der verheirate⸗ ſen Frau Baigar. Die Lage der Leichen läßt erkennen, daß die Frau und der Mann in niniger Entfernung voneinander freiwillig den Tod geſucht haben, wobei Frau Baigar ihre zeiden Kinder, die wahrſcheinlich ſchliefen, in den Armen hielt. Der Führer der Lokomotive zat von dem Vorgang nichts bemerkt. Frau Baigar hatte in der letzten Zeit häufig Streit znit ihrem Ehemann, woran ihre Bekannt⸗ ſchaft mit Jankn ſchulb warr. Flugzeugunfall des beutjchen Wäelljfliegers Bertram *Melbourne, 30. Sept. Der deutſche Flie⸗ ner Hans Bertram machte am Donnerstag einen Startverſuch von dem weſtauſtraliſchen Flügplatz Kalgoorlie, der jedoch mißlang. Seine Zunkers⸗Maſchine„Atlantik“ raſte ge⸗ gen einen Zaun und tötete ein Kalb. Das Flugzeng wurde ſchwer beſchädigt. Bertram kam mit einer ſchweren Erſchütternna davon. Anterredung Gronaus über bie Deutjche Welle „Manila, 30. Sept. Von Gronau erwartet ſür ſeinen am Freitag geplanten Weiterflug Zünſtiges Wetter. Die hohe Temperatur be⸗ reitet dem Dornier⸗Wal beim Start zwar einige Schwierigkeiten, die er aber auch wie alle anderen auf dieſem Weltflug gut über⸗ windet. Der deutſche Reichskurzwellenſendͤer will berſuchen, von Gronau ſofort nach ſeinem Ein⸗ treffen in⸗, Batavia zu interviewen. Dieſe Unterredunag ſoll auf die Deutſche Welle über⸗ kraen werden. Wafjenſtilliand in Brajilſen Vorlin, 29. Sept. Nach einer Meldung Ber⸗ Rio de Zaneiro verlaukek in gut Grund von er- Aufſtändiſchen des Staales Jlaliens neuer Ozeanrieje bejell *n Gibraltar, 3. Sept. Der neue italieniſch⸗ Stunden von Gibraltar befand. Mi⸗ 2di. „ wo der Schaden ſteht iedoch noch nicht feſt Gibraltar, 30. Sepk. Wie jetzt bekannk wird, des ilalien'ſchen Rieſendampfers Donnerstag wegen Dynamoſchäden im Ha⸗ nicht, daß der Dampfer vor Ablauf mehrerer Tage ſeine Fahrt nach Amerika fortſetzen kann, da das Eintreffen von Erſatzteilen aus Italien abgewarket wird. Die Enktäuſchung unter den 2000 Fahrgä⸗ ſten iſt außerordentlich groß. Für den an Bord befindlichen ehemaligen Oberbürgermeiſter von Newyork, Walker, iſt es bekannklich außerordenk⸗ lich wichlig, am 6. Oktober wieder in Newyork zu ſein, um ſich an dem Wahlkampf um den Ober⸗ bürgermeiſterpoſten beke ligen zu können. Zuchthaus jür Kdijten Hamburg, 30. Sepk. In dem Prozeß um den Tod des Polizeiwachtmeiſter Klüver fällle das Hamburger Schurgericht am Freilag nachmiklag das Urkeil. Der Haupkangeklagte Oswald Höpp⸗ —Seamslag, den 1. Oblober ner wurde wogen Tolſchlags und wegen Verſto⸗ ßes gegen die Schußwaffengeſetze zu zwölf Jahren Zuchlhaus verurleill. Die Angeklagken Johannes Höppner und Klein erhiellen wegen Vergehens. gegen die Schußwaffengeſeße je einen Monal Ge⸗ fängnis. Der Verhandlung liegk der Tod des Po- lizeiwachtmeiſters Klüver zugrunde, der am 153. Februar ds. Js. in Ausübung ſeines Dienſtes von den Hauplangeklagten erſchoſſen worden war. KpPꝰ⸗Siabträte jliegen Worms, 29. Sepk. In einem Flugblalt der Kcpo wird mitgeteilt. daß die beiden Stadkräke Heinrich Habermehrl und Wilhelm Haas, ferner Ernſt Stahl wegen„parkei⸗ und arbeiterfeindlicher Handlungen“ aus der Parlei ausgeſchloſſen wor⸗ den ſeien. Vor einem halben Jahre iſt bekannklich auch Frau Hagelauer aus der KPo ausgeſchloſſen worden. * Berlin, 30, Sept.(Tel.) Bereits ſeit län gerer Zeit ſtand es feſt, daß der durch Ver ordoͤnung des Reichspräſidenten vom 3. Mai 1932 aufgelöſte„Verband proletariſcher Frei— denker“ auf anderer Baſis und in anderer Organiſationsform u. a. durch die„Volkshilfe mit Beſtattungsfürſorge“ ſortgeführt wurde. Die am Donnerstag im Laufe des Tages von der Politiſchen Polizei unternommene Durch⸗ ſuchung der Büroräume der„Volkshilfe mit Beſtattungsfürſorge“ in der Wilhelmſtraße 113 ſowie Potsdamer Straße 134 d hat beſtätigt, daß es ſich vei der„Volkshilfe mit Beſtat tungsfürſorge“ um eine Fortſetzung des ver⸗ botenen„Verbandes proletariſcher Freidenker“ handelt. Die Büroräume wurden geſchloſſen und verſiegelt, die feſtgeſtellten Vermögens⸗ ſtücke ſichergeſtellt. Das vorgefundene Schriſft⸗ material wurde beſchlagnahmt und zum Poli⸗ zeipräſidium gebracht. Es nnterliegt zur Zeit der Sichtung. Gegen die in Frage kommenden Perſonen werden entſprechende Verfahren ein⸗ heleiie Aujjjches U⸗Vool gejunken () Stockholm, 30. Sept.„Allehanda“ zufolg⸗ iſt, wie man erſt jetzt erfährt, am Mittwoch ubend voriger Woche ein ruſſiſches Unterſee⸗ boot im Finniſchen Meerbuſen von dem dã⸗ niſchen Dampfer„Robert Maersk“ gerammt worden und mit ſeiner geſamten Beſatzung von etwa 35 Mann untergegangen. Der Dampfer erhielt bei dem Zuſammenſtoß ſelbſt ein großes Leck, ſo daß er nach Leningrad zu⸗ rückkehren mußte. Nach den Angaben, die „Allehanda“ beim däniſchen Generalkonſulat eingeholt hat, ſoll kein Zweifel darüber be⸗ ſtehen, daß das ruſſiſche U⸗Boot mit Mann und Maus untergegangen iſt. In der Nähe von Leningrad fanden in der vergangenen Woche große Flottenmanöver ſtatt. Von ruſſiſcher Seite wird die Kataſtrophe geheimgehalten, ſo wie es bereies zweimal früher · bei Unterſeebootsunglücken im Finni ſchen Meerbuſen geſchehen iſt. 400 000 Mark unterjchlagen Bremen, 30. Sepk. In der Sitzung des Ver⸗ zllegales Sortbeſtand der voten Sveidenter⸗ Ovganiſation unbrauchbar gemachk. Die wurde fortgeſchwemmt und die Strandprome⸗ nade völlig veruichtet. Der kleine Fluß conil trat aus den Ufern und überſchwemmte die Waſſer bis zu 2 Meter ſtand. Unter dem Druck des Waſſers wurden Türen und Fenſter zertrümmert. Die Be⸗ völkerung konnte ſich nur notdürftig bekleidet in Sicherheit bringen, indem ſie ihre Zuflucht auf die Dächer der Häuſer nahm. Die Wein⸗ erute iſt vollkommen vernichtet. In Juan⸗les⸗ Pin ſtand das Waſſer in verſchiedenen Stadt⸗ teilen 2 Meter hoch. Das abfließende Regen⸗ waſſer, das ſich rektion des Ueberlandwerkes Nordhannover AG., die dem Verbande angeſchloſſen iſt, einer zweifels⸗ freien rechtlichen und wirtſchafklichen Grundlage entbehrten, zu ſtürmiſchen Auseinanderſetzungen. Die Handlungen des Direkkors Düllmann haben dem Verband einen Schaden von rund 400 600 Reichsmark verurſacht. Millionenjchiebung O Beuthen, dy, Sept.(Tel.) Hu der Auf⸗ deckung eines umfangreichen Deviſenſchmug⸗ gels an der deutſch⸗ polniſchen Grenze wird noch bekannt, daß u. a. die Ehefrau und die Kontoriſtin des Beuthener Wechſelſtuben⸗ inhabers Schaper verhaftet worden ſind. Scha⸗ per ſelbſt, einer der Haupttäter, konnte im letzten Augenblick über die polniſche Grenze flüchten. Der Betrag der nach Polen verſchobe⸗ nen Deviſen ſteht noch nicht genau feſt. Man ſpricht von mehr als einer Million Reichsmark. Schweres Unweiler an der Aiviera O Paris, 30. Sept.(Funk.) Die ſchweren Unwetter, die beſonders in der Nacht zum Donnerstag an der franzöſiſchen Ritiera ge⸗ wütet haben, haben in einigen Ortſchaften unermeßlichen Schaden angerichtet. Am ſchlimmſten wurde Saint Maxime heimgeſucht, wo über 1000 Perſonen ihre Häuſer verlaſſen. mußten und obdachlos geworden ſind. Die große Lanoͤſtraße, die durch die Ortſchaft führt, wurde an mehreren Stellen von den Waſſermaſſen zerſtört und für den Verkehr Eiſenbähnbrücke Pre⸗ niedrig gelegenen Stadtviertel, wo das hoch in den Häuſern Augaben Toten auf 328 und die der Verwundeten auf zur Hilfe herbeigeeilt und haben in mit größer Gewalt: an. Die kürchtet neue Kataſtrophen. Die wohlhabenden Einwotner von Saloniki ſind bereits zum Teil nach Athen geflüchtet. Maiz zeblich toktoniſchen Urſprungs ſein und mit heim Eröbeben auf der Halbinſel Chalkidite nterbrochen Meloͤungen waltungsausſchuſſes des Elektriz' tälsverbandes Stade führten die Feſtſtellungen der deulſchen unaufhörlich ins Meer wälzte, hat ſich über einen Kilometer breit in eine Treuhand⸗ und Reviſionsgeſellſchaft, daß die Handlungen des Verbandsvorſtandes und der Di⸗ London, 30. Sept,(Funk.) Nach aus Athen borliegenden Meldungen wurde am Mittwoch abend und in den frühen Morgenſtunden des Donnerstag die Inſel Chaltidike wiedernm von Erdſtößen erſchüttert. In Saloniki wur⸗ den die Stadͤthalle und die Regierungsgebäude ſchwer beſchädigt. Die Einwohner, die von einer Panik ergriffen wurden, verbrachten in ihrer Angſt vor weiteren Hauseinſtürzen die Nacht im Freien. Größere Schäden wur⸗ den auch in Asveſtochori und anderen Dörfern in der Nähe von Saloniki angerichtet. An einer Stelle hat ſich ein Riß von 3 am. Länge und 20 Meiern Breite gebildet. Den letzten zufolge beläuft ſich die Zahl der über 1000. Engliſche Kriegsſchiſfe und Zerſtörer ſind ion dem britiſchen Flottenſtützvunkt Mudros Jeriſſes Levöllerung be— —1— In Lariſſa übernachten Zurückgebliebenen auf den ſreien Stadt⸗ en. Die Erdſtöße in Saloniki ſollen an⸗ 3 328 Tote im griemhiſchen erdbebengeviet Inſel vor der Küſte von Alaska iſt am Freilag der amerikaniſche Grund gelaufen. ken Seegang brach einander. ſidenk Madiſon“ ſtändig erſchöpftem Zuſtande auf. daß der aus 33 Perfonen beſtehende Reſt der Be⸗ ſahung erkrunken iſt. Das Schwurgericht verurteilte den d Straloni angelegt. Die Matroſen haben Wirtſchaftsgehilfen Alfred Erhard Moraner arrt die Reitnnosarke't anfgenommen. 6 der im März d. J. in Zanlsdorf ſeine Dienſt ⸗ eMpno oß 4 ochon berrſchaft, den Gutsbeſitzer Wolf und deſſen Aeue Erbd eben in Grſechenand Beſfran, mit dem Beil erſchlagen hatte, wegen graue ſchlammige Maſſe verwandelt. In ver⸗ ſchiedenen Ortſchaften iſt der Verkehr vollkom⸗ men unterbrochen. Opfern. Engliſche Marine beteiligt ſich fort⸗ geſetzt an den Aufräumungsarbeiten, in erſter Linie durch Sprengung von Mauerreſten. Amerikanijcher Dampfer geſtrandet RNewyork, 30. Sepk. In der Nähe einer Frachldampfer„Nevada“ auf Durch den außerordenklich flar · das Schiff in drei Stücke aus⸗ Der zu Hilfe eilende Dampfer„Pre- fiſchte drei Ueberlebende in voll⸗ Man befürchkek, Todesurteil in Plauen Tu. Rlauen im Vogtland, 30. Sept.(Tel.) 19jährigen elmordes zweimal zum Tote blicher Brandſtiſtung zu uchthaus. Morgner hatte nach eune des Gehöftes in Brand ——— 55 daß und wegen zwei Jahren der Tat die geſteckt in de 72 Sdara fazna*9133. die Sünren ſeiner Tat verwiſg icht zuſammenhüngen. In Athen lauſen un⸗ über liegt, außer Belrieb. Die Wie. Trozdem glaubt man Hinein in die ſtandes haben waren- und Feinkoſtgeſchäfte Eifer Selbſthilfe aufgegriffen und lichen Verwirklichung gebracht. Zuſammenfaſſfung in den nen, die ſich in den Edeka⸗Verband deukſcher kaufmänniſcher Genoſſenſchaften e.., die. Edeka⸗Zentrale e..m. b.., die Edeka-Bank e. G. m. b.., m. b. H. gliedern. Berlin, iſt ſchaffung. ſenſchaften an letzter Stelle der eigenen Importſtelle in Neun Schüler ertrunken Tlu. Moskau lüber Kowuo), 30. Seyt. Auf der Kama geriet ein Boot mit neun Schülern in einen Sturm und kenterte. Alle Inſaſſen ſind ertrunken. Rieſenbrand in einer Spandauer Kerzenſabrit * Berlin, 30. Sept. In der Kerzenfabrit Motard& Co. brach am Freitag ein Brand aus, der ſoſort großen Umfang annahm. Meh⸗ rere Löſchzüge arbeiteten ſtundenlang, um das Feuer auf ſeinen Herd zu beſchränken. Da die Flammen durch große Mengen von Paraffin, Stearin, Oel uſw. genährt wurden, brannle, der ganze Keſſelraum aus. Glücklicherweiſe Vurden keine Perſonen verletzt. Runclfun-PeS ramm für Samstag, den 1. Oklober. Königswuſterhauſen: 14 Konzerk. 15 Kinder⸗ baſtelſtunde. 15.45 Frauenſtunde. 16.30 Kon⸗ zerk. 17.30 Zwiegeſpräch. 17.50 Denkwürdige Reden. 18.05 Muſikaliſche Wochenſchan. 18.30 Deukſch für Deutſche. 19 Franzöſiſch. 19.45 Stille Stunde. 20 Operekkenkonzerk⸗ 22.50 Tanzmuſik. Mühlacker: 13.30 Schallplatten. 14.30 Verſor⸗ gung der Großſtadt. 15.30 8. Deutſches Re. ger-Feſt. 17 Konzerk. 18.25 Zagdrechkliches. 18.50 Lage in Indien. 19.30 Spul in der Dorfſchenke. 20 Kundgebung für die Erhal⸗ kung des Deutſchktums in der Südweſtecke des Reichs. 20.45 Konzerk. 22.45 Tanz. München: 13.15 Schallplatten. 14.25 Alpenluft“ und Tannenduft. 15.25 Muſikaliſche Men: ſchen, Tiere und andere Dinge. 16 Arbeits⸗ marklbericht. 16.10 Volkslieder zur Laute.. 16.35 Leſeſtunde. 17 Konzerk. 18.15 Zugend- ſtunde. 19 Orgelkonzerk. 19.25 Pampere und! Monitos. 20 Konzerk. 21.30 Konzert. 22.45. Militärkonzert. 4 für Sonnkag, den 2. Okkober 1932. Königswuſterhauſen:.15 Gymnaſtik..30 Großes Militärkonzert. 8 Landwirkſchaftliche Nachrich— len..20 Vortrag..45 Wekter. 10 Ernledank⸗ feſt. 11.30 Reichsſendung der Bachkankake. 12.05 Mittagskonzert. 12.55 Elternſtunde. 14.30 Alt⸗ italieniſche Orcheſtermuſik. 15 Vorkrag. 15.15 Zehn Minuken Lyrik. 15.35 Beſetztes Gebiel 16 Orcheſter⸗Konzert. 18 Rückblick und Aushlick zur Winterhilfe. 18.30 Wo ſteht die mode raß epiſche Dichtung? 19 Reichsſendung: Feierſtunde zum 85. Geburkstag des Reichspräſidenken von⸗ Hindenburg. 20 Orcheſtertoſtzenl. ⸗30.45 PpG Helphiat Hindensurg⸗Feſet. 24, Tanzmufz München: 10 Evang. Morgenfejer, 11 Konzen 11.30 Reichsſendung de Bachkankate. 12 Mits tagskonzert. 13.15 Für den Landwirk. 13.35 Phantaſt. Re'gen. 14.30 Schachfunk. 15.15, Oſt,, markenkundgebung im Stifkland. 16.25 Für die Kinder. 16.40 Fahrken auf dem Segelſchiff. 17 Veſperkonzert. 18.15 Vortrag. 18.40 Vorkrag. 19 Reichsſendung: Feierſtunde zum 85. Ge⸗ burkstag des Herrn Reichspräſidenken v. Hin⸗ denburg. 20.15 Konzerk. 22.45 Nachtmuſik. Mühlacker:.30 Großes Militärkonzerk. 8 Wet⸗ ker— Gymnaſtik..30 Deutſche Tanzmuſig. .30 Kammermuſik badiſcher Komponiſten. 10.40 Evang. Morgenfeier. 11.30 Reichsſendung de: Bachkankate Nr. 56 12 Ein Wandertag; im; Liede. 13 Kapitel der Zeit. 13.15 Schwäbiſche⸗ Lieder. 14 Für den Landwirk. 14.30 Erica Mo⸗ rini ſpielt. 15 Kinderſtunde. 16 Aukorenſtunde. 16.30 Konzerk des Liederkranzes Calw. 17.25 Unſere Heimak. 18.40 Lieder zur Laule. 195 Reichsſendung: Feierſtunde zum 85. Geburks⸗ 2 kag des Reichspräſidenken v. Hindenburg. 20% Zwei muſikaliſche Märchen. 20.30 Aus. Baden⸗ Baden: Reger-⸗Feſt. 22 Anekdoken. 22.20, Wel⸗ ter, Zeit und Nachrichten. 22.45 Philadelphig:⸗ Hindenburgfeier 23.15 Nachkmuſit. RADIO-SS HEIDELBERG, Besgheimemirähe 3 Telephon 880 am Bismarckplatz Edeka-Organiſalion. Unter den Berufsgruppen des Mittel⸗ in Deulſchland die Kolonial⸗ mit beſonderem genoſſenſchafklicher zu einer vorhild: den Gedanken Die örklichen Genoſſenſchaften finden ihre 3 Zentralorganiſakio⸗ die und Edeka Verlagsgeſellſchaft e..m. b. H. in für Warenbe⸗ Bedarf der Genoi— zuſammen. Außeer Hamburg unter⸗ Die Edekazenkrale die Zentralſtelle Sie faßk den n 1 1 weitere Zer⸗ hält die Zentrale Zweigſtellen: Breslau, Frungen in den mazedoniſchen Dörſern ein. Chemniß, Dorkmund, Erfurt, Frankfurt a. M. e neueſten Borichte ſprechen von über 3000 247 5 Hamburg, Köln, Königsberg i. Pr., München, Titörten Hänſern und neuen zohlreichen Stettin, Stuttgark. — 5 53 5— 2— 0 21 23—* ——1———*—— Somslag, den 2. 2L 220 Mannheim, den 1. Oktober 1932 Die alte Untugend, durch rückſichtsloſes und ſchnelles Radfahren andere Menſchen in Gefahr zu bringen, hat Donnerskag abend zu einem noch gut abgelaufenen Unfall geführt. Ein mit über⸗ mäßiger Geſchwindigkeit auf der Heydſtraße fah⸗ render und nach links, ſtalt in weitem Bogen, in kurzer Wendung auf den Freyaplatz einbiegen⸗ der Radfahrer fuhr um dieſe Ze't eine Fortbil ⸗ dungsſchülerin an. Beide kamen zu Fall. Das Mödchen erlitt eine Schwellung und Haukabſchür⸗ fungen am linken Arm, während das Fahrrad be⸗ ſchädigk wurde. Aus unbekannker Urſache kam am Mitkwoch morgen ein Krafkradfahrer mit ſeinem, Fahrzeug ins Schleudern, ſodaß er die Herrſchaft über ſein Fahrzeug verlor, Er ſtürzte und krug einen Schlüſ⸗ felbeinbruch und Verletzungen am Kopf davon. Ein Perſonenkraftwagen brachte ihn ins Allge⸗ meine Krankenhaus. Bei einer Verkehrskonkrolle geſchnappk wur⸗ den am Donnerstag abend guf dem Schloßgarken⸗ damm 27 Perſonenkraftwagen, 6 Laſtkraftwagen und 3 Krafkräder, deren Beleuchkung nicht den Vorſchriften enkſprach. Stammhaus Durlacher Hof. Wir verweiſen nochmals auf die Anzeige in unſerer geſtrigen Ausgabe und machen darauf aufmerkſam, daß dieſe Veranſtalkung heute um 5 Uhr beginnk. Das Palaſt⸗Kaffee„Rheingold“ erzielt mit ſei⸗ nen bunken Abenden tegelmäßig volle Räume. Muſikaliſche Preisfragen gaben am Miklwoch den Gäſten Gelegenheit, zu zeigen, wer im Reiche der Töne zu Hauſe iſt. Die Teilnahme war ſehr zahl⸗ reich aber die wirklich richtigen Löſungen herzlich knapp. Daß die drei erſten Preiſe an einen Tiſch fielen matete etwas ſonderbar an. Waren es Fachleule? Ein voller Lacherfolg war die origi⸗ nelle Gerichksſitzung.— Tauſendkünſtler dieſe Mu⸗ ſiker! Und alles bei niedrigen Preiſen. Das Pa⸗ laſt⸗Kaffee wird volkskümlich. Kirchliche Nachrichten. en,, Evangeliſche Gemeinde. IDen ſtagtlichen Behörden Sonntag, 2. Oktober 1932 Trinitatiskirche. ½0 Ur: Predigt, Vikär Schumacher; 10 Uhr: Tredigt, Pfarrer Speck.— Neckarſpitze. 10 Uhr: Bredigt, Vikar Schu⸗ macher.— Konkordienkirche. 10 Uhr: Predigt, Vikar Thienhaus.— Ehriſtustirche. 8 Uhr: Predigt, Vikar Jörder; 10 Uhr: Predigt, Pfarrer Dr. Hoff.— Reu⸗Oſtheim. 10 Uhr: Predigt, Vikar Fränkle.— Friedenskirche 1310 Uhr: Predigt, Landeskirchenrat Bender.— Jo⸗ hanniskirche. 19 Uhr: Predigt, Vikar Staubitz: 10 Uhr: Predigt, Wiarrer Jveſt.— Lutherkirche. 10 Uhr: Predigt, Pfarrer Frantzmann. — Gemeindehaus Eggenſtraße 6. 9 Uhr: Predigt, Pfarrer Jundt.— Melanchthonkirche. 10 Uhr: Predigt, Pfarrer Rothenhöfer.— Neues St. Krankenhaus. Abends 79 Uhr: Predigt, Vikar Schweikhart.— Diakoniſſenhaus. 11 Uhr: Predigt, Pfarrer Lemme.— Heinrich⸗ Lonz⸗Krankenhaus. 11 Uhr: Predigt, Pfarrer Emlein.— Feuden⸗ heim. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt, Pfarrer Kammerer.— Käfertal. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt, Vikar Reich.— Matthäuskirche Neckarau. ſh Uhr: Predigt, Vikar Kehr.— Gemeindehaus Speyerer Straße 28. 10 Uhr: Predigt.— Rheinau.„10 Uhr: Predigt, Pforrer Vath.— Sandhofen. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt, Vikar Roth.— Seckenheim. 110 Uhr: Hauptgottesdienſt, Pfarrer Kunz.— Pauluskirche Wald ⸗ hof. 210 Uhr: Hauptgottesdienſt, Pfarrer Clormann.— Wallſtadt. 1610 Uhr: Hauptgottesdienſt, Pfarrer Marx. Katholiſche Gemeinde. Sonntag, 2. Oktober 1932. Shere Pfarrei(Jeſuitenkirche). 10 Uhr: Feſtpredigt und feierlich leviriertes Hochamt mit Segen; 11 Ulr: hl. Meſſe mit Predigt.— Zäßrend des Monats iſt jeden Abend es Uhr Roſenkranzandacht mit Segen.— Lez⸗Zeſn⸗Kirche, Neckarſtadt⸗Weſt. 210 Uhr: Predigt und Hochamt vor ansgeſetztem Allerheiligſten.— Während des Monats Oktober iſt ſeden Abend Reſenkranandacht Werktags um ½7 Uhr und Sonitrags um 7 Uhr.— Heilig⸗Geiſt⸗Kirche.„10 Uhr: Predigt und Hochamt mit Segen; 11 Uhr: Singmeſſe mit Predigt.— St. Peter. 510 yr:„Hochamt mit Predigt, Ausſetzung und Segen; 11 Utr: Singmeſſe mit Predigt.— Liebfrauen⸗Pfarrei, 1210 Uhr: und Amt vor ausgeſetztem Allerheiligſten; 11 Uhr: Singmeſſe Predigt.— Kath. Bürgerſpital. 10 Uhr: Gymnaſinmsgettesdienſt.— St. Peter n. Paul, Feudenheim. 1010% Uhr: Feierlicher Hauptgottesdienſt vore — St. Voniſatinskirche. 10 Uhr: predigt; 11 Uhr: Singmeſſe mit Predigt. %1% Uhr: Hochamt mit Predigt; 111 St. Paul, Almenhof.„0 Uhr: ni für Schultinder); 11 Uhr: Singmeſſe mit Predigt.— St. Franziskus, Waldhof. 9 Uhr: Amt und Predigt in der Kapelle der Spiegel⸗ fabrik; 10 Uhr: Predigt und Amt.— Laurentiuskirche, Käfertal. g nhr: Predigt und Amt.— St. Bartholomäuskirche Sandhofen. 9 Uhr: Haupthottesdienſt mit Predigt und Hochamt vor ausgeſetztem Allerheiligſten.— St. Antoniuskirche, Rheinau. 410 Uhr: Hochamt mit Predigt und Segen.— St. Aegidiuskirche, Seckenheim. 210 Uhr: Feſtgottesdienſt.— Hauskapelle der Niederbronner Schweſtern b 4, 4. 13 Uhr: Gottesdienſt für kath. Taubſtumme.—, St. Thereſia vom Kinde Jeſu, Pfingſtberg. 210 Uhr: Hochamt vor ausgeſetztem Aller⸗ Feiligſten; nachher Wahl der Kirchengemeindevertretung.— Neues Thereſienkrankenhaus. 7 Uhr: hl. Meſſe; 8 Uhr: Singmeſſe mit Altkatholiſche Gemeinde. Schloßkirche. Sonntag, den 2. Oktober, vorm. 10 Uhr: Dentſches Amt mit allgemeiner Kommunion und Predigt. ſanenumznnzandnsnbntnänntmänantnkmnrinüänätinätsgmigaattasaümimttemttitt „Goldener Hirsch“ Mannnheim· Kütertal Hinterm Ratnaus s Hochamt mit Feſt t. Jakobus Neckarcu + Predigt nit/ %h0 Uhr: Singmeſſe mit Predigt; n Allerheiligſten. Großflugzeug G 38 in Mannheim. Das größle zurzeit exiſtierende Landflugzeug, quaſi ein Schwe⸗ ſterflugzeug des Do X, mit 4 Mokoren von 2400 PeS ausgerüſtek, wird am Monkag, den 3. Okkober als Verdichtungsmaſchine der Streckhe 32 von Frankfurt nach Mannheim und zurück fliegen. Es iſt alſo möglich, in Frankfurk a. M. 12.55 mit G 38 nach Mannheim zu fliegen, hier 13.25 Uhr eintreffend. G 38 verbleibt Montag nachmittag und Dienstag vormittag auf dem Flugplatz Neu⸗ oſtheim, um am Dienslag, den 4. Onktober, 11.50 Uhr wieder als Verdichtungsmaſchine der Strecke 31 nach Frankfurk zu fliegen, einkreffend dort 12.20 Uhr. G 38 befördert 30 Fluggäſte. Tank⸗ räume, Moökorenräume und ein Teil der Fluggaſt⸗ räume befinden ſich in den Tragflächen. Die Ma⸗ ſchine wird infolgedeſſen häufig als der erſte Be⸗ ginn der Junker'ſchen Einflügelmaſchine bezeichnet. Die Motore werden während des Flugs durch Monteure überwachk. Dieſem Zweck dient ein Quergang in die Flügeln. Die Flügelſpannweite bekrägt 45 Meler. Im Vergleich dazu beſitzen die auf der Schwarzwaldlinie verkehrenden Junzers⸗ 1. Oktober 1932 Es iſt alſo den Mannheimern und Ludwigshafenern Gelegenheit gegeben, mit G 38 ſowohl von Mann⸗ heim nach Frankfurk wie von Frankfurt nach, Mannheim zu fliegen. Flugſcheine ſind beim Ver⸗ kehrs-⸗Verein Mannheim N 2, 4 und auf dem Flugplatz Neuoſtheim erhälklich. Flugſcheine Frank⸗ fur—Mannheim können von beiden Skellèn be⸗ ſorgt werden. Morgen ſingt Heinrich Schlusnus in Mannheim! Der diesjährige Arien⸗ und Liederabends des deutſchen Sangesmelſters Heinxrich Schlusnus fin- det Sonkag abend, 20 Uhr, im Muſenſaal des Ro⸗- ſengartens ſtakk. Der 1. Baritoniſt der Berliner Staatsoper, deſſen Namen in ganz Europa gleich⸗ mäßige Zugkraft beſitzt, hat ein ausgewähltes Pro⸗ gramm vorgeſehen, das Lieder von Schubert, Kuha, Wetzel, Graener und Wolf ſowie Arien aus Opern von Verdi und Giordano aufweiſt. Die Beglei⸗ tung am Flügel wird durch den bekannten Pia⸗ niſten Franz Rupp(Berlin) ausgeführt. Einige Elemnele, die dem Sänger den Ruf des belieb⸗ teſten deutſchen Geſangskünſtlers zuteil werden ließen, ſind eine ungewöhnlich künſtleriſche Kultur, ein unerſchöpflich ſcheinendes Material und die me'ſterhafte Art der Beherrſchung desſelben. Vor allem aber iſt es die Perſönlichkeit des Künſtlers ſelbſt. Einlaßkarten zu dem bedeutungsvollon Kon⸗ zert ſind in verſchiedenen Preislagen heuke wäh⸗ rend des ganzen Sonnkags im Roſengarten erhält⸗ maſchinen eine Flügelſpannweite von 18 Meker. In vier Wochen ſind es zwei Jahre her, daß man beſchloſſen hak, mich als armer Leute Kind zum Leben zu erwechen. Ein Häuflein unentweg⸗ ter Parteigenoſſen, vornehmlich die alte Garde Mannheims, hak dabei aktiv mitgewirkk, eder iſt Patke geſtanden. Aus Kauſteinen ſollte ich ge⸗ mauerk werden, aus dem Opferwillen von wenigen hunderk Kämpfern der Bewegung, der ich dienen ſollke. Bauſtein auf Bauſtenn wurde in ſeloſt⸗ loſeſter Arbeit. zuſammengefügt. Meine Gründer waren nichk mit irdiſchen Glücksgükern geſegnek. Doch der Mealismus, der in ihnen lebte, war ſtär⸗ ker als alle Widerſtände. Da kam plötzlich jemand auf eine ganz große Idee. Er veranſtalkeke eine Maſſenkundgebung im Nibelungenſaal, holte ſich eine Rednerkanone, füllke den Rieſenraum bis zum letzten Plätzchen und erzielte einen Reinerkrag von— 800 Mark. Und dann wurde ich am 4. November 1930 gegründet. Bei meiner Anmeldung auf dem Standesamk, alias Polizeid'rektion, kam ich am 20. Dezember e meinen erſten Gehyerſuchen erſtmglig mit in Berührung, die ſich ſpäter leider biel zu oft meiner annahmen. Mit 570 Abonnenten und eine: mehr als beſcheidenen „Mitgift“, die mein erſter Druck ſchon verſchlang, trak ich den Weg in die Oeffentlichkeit an. Das war nichk einfach. Ich erinnere mich heute ſchmun⸗ „zelnd der ſorgenden Mühe, die man mit meiner erſten Nummer hatke, ich erinnere mich aber auch gerne der liebenden Sorgfalt, mit der man mich bekreuke. Der erſte Umbruch war den Schweiß der Edlen wert und als ich fix und fertig von allen Unberufenen und Nichlfachleuten begutach⸗ tet fein ſäuberlich auf Zeitungspapier aufgeklebk, abends in einen geräumigen Kaſſenſchrank einge⸗ ſchloſſen wurde, war ich von meinem künftigen Konkerfei befriedigt und konnte ſorglos neben den leeren Geldkaſſeten dem kommenden Morgen enk⸗ gegenträumen. Zubelnd begrüßt von meinen Freunden, deren Kreis zuſehends wuchs, begeiferk, verſpoktet und gefürchtet von meinen Gegnern, ſuchte ich und— fand meinen Weg. Zuerſt als Wochenzeitung, dann vom 1. Mai 1931 als Halbwochenzeitung. Raum für eine Redaktionsſtube hatte man in den erſten vier Wochen für mich nicht. Im Geſchäfts⸗ zimmer der Ortsgruppe Mannheim, P 5, 13a, Hin⸗ terhaus, wurde ich inmitten eines wirren Durchein⸗ anders von Sitzungen, Befehlsausgaben, eines ewi⸗ gen Kommens und Gehens geſchrieben. Redaktion bekam. zu ebener Erde. Im vorderen Teil mals'n“ ehrbarer Schloffermeiſter lagerke, die Schriftleitunz. Ein kleiner ſpi ger Raum, an deſſen Wänden durchdrang und grauen Schimmel anſetzte. Hinter Skapeln von Zeitungen, die der Beſchlagnahme ſin⸗ diger Kriminalpoliziſten entgangen waren, lagerken die Reinigungsutenſilien für die„neuen Räum⸗ lichkeiten“. Der„Skubendienſt“ fegte täglich alles blitzblanz und förderte ſo die Arbeitsfreudigkeit meiner dienſtbaren Geiſter. Das hämiſche Grinſen der Redaktions- und Verlagsſtifte werde ich nie vergeſſen, wenn der Herr Verlagsleiter oder der Herr Hauptſchriftleiker Stubendienſt hatten und mit Beſen und Schaufel in angewandkem Nat'onalſozia⸗ lismus machten. Und dennoch! Das Beiſpiel wirkke erziehe riſch. Arbeit und Opfer haben mich groß werden laſſen. Am erſten Januar 1932 konnke ich als Ta⸗ geszeikung erſcheinen. Was die Bewegung im Reich und in den heimaklichen Bezirken in dieſen zwel Jahren an Freude und Leid durchkoſtet hat, all die Verfolgungen, Unkerdrückungen und Schi⸗ kanen des herrſchenden Syſtems, ich habe aſies Ho— treulich mitgekragen. Fünfmal hat man mich. leiis Das„Halenkreuzbanner“ erzählt von jich Ich war ſtolz, als am 1. Februar 1931. die Redakkion eine u 6, 24, Hinkerhaus, frühere Schloſſerwerkſtätke die Verlags⸗ leitung, die Kaſſe, der Verſandraum und die In⸗ ſeratenabteilung, im hinteren kleinen Teil, wo ehe· ſein Alteiſen tzwinkli⸗ die Feuchtinkeit lich. Näheres in der heutigen Anzeige. * einer Zwangsauflage genotzüchtigk. Von dem glü⸗ henden Haß und Vernichtungswillen meiner Geg⸗ ner umgeifert habe ich mich unerſchrocken und rück⸗ ſichtslos gegen die Feinde des Volkes geſtellt.— Durch Verbot und Beſchlagnahme wollte man mich finanz'ell und geſchäftlich auslaugen. Man ſchleppte meine Schrifkleiter unentwegt vor die Richter, doch das Ziel meiner Feinde iſt zuſchanden geworden. Mein Lebenswille, gewachſen aus dem meiner Freunde und Anhänger, war ſtärker als der Ve:. derbungskoller meiner Gegner. Das Gegenkeil haben ſie erreicht. Je hefliger die Unkerbrückungs⸗ maſchinerie wülele, deſto ſtärker bin ich geworden. Denn mit einem haben jene Zahlabendſtrakegen nicht gerechnek: Mit der beiſpielloſen Tteue und unverbrüchlichen'ngabe meiner Leſer und An⸗ hänger. Meine Schrifkleiter kennen am beſten die großen Opfer, die von meinen Leſern während de: Verbokszeiten gebracht werden mußten. Auch viele Unzulänglichkeiten mußten überſehen und mit viel Geduld ertragen werden. Das gebe ich offen zu. Aber daß dies gekan, wurde„war meine Stärke und, mein Glück, 575 zm neuen Gewand will ich aufrichtig beſtrebt ſein, dieſe Opfer wieder wekkzumachen. In⸗nauhem, aber herzlichem Ton gab es manche Auseinander⸗ ſetzungen zwiſchen meinen Schriftleitern,'farbei⸗ tern und Leſern und manche Bemängelung hefti⸗ ger Kritik haben alle drei geduldig und ſtandhaft erkragen. Meinen Charakker als Kampfblatt habe ich nie verleugnek. Derb habe ich die Klinge geführt. Ein Heßer der Wahrheil bin ich geweſen und werde es bleiben allen Spieß⸗ bürgern zum Troß. Heute komme ich in meinem neuen Gewande zu meinen Freunden. Größer und ſtärker. Ich werde jedem ekwas bringen, auch denen, die ſich das Meckern zum Grundſaß erkoren haben. Preſſe iſt Machkl Ich bin ein Teil der Macht, die dem deutſchen Volte Freiheit und Wohlſtand erkämpfen will. Der Kampf iſt in dieſen Tagen erneut enlbrannt. Nach zwei Seiten werden wir zu ſchlagen haben, gegen die Reaktion und gegen den Marxismus. Ich brauche Helfer, will in jedes deukſche Haus, fordere, daß jeder an meiner Verbreitung und an meinem weiteren Ausbau mitarbeitet. Adolf Hitler, dem beſten Deulſchen, will ich die Macht er⸗ kämpfen, damit er die große Idee der Bewe⸗ gung zum Segen des geknechketen deutſchen Vol⸗ kes verwirklichen kann. Jawka. Kinder als Zeugen im Mordprozeß Zwei kleine Mädchen ſtehen dem Vorſitzen⸗ den des Schwurgerichts gegenüber. Sie ſollen den Mann wiedererkennen, der zur Mordſtunde aus der Villa des Rechtsanwalts van Geldern gekommen iſt. Doch während das erſte Kind einen der Zeugen mit abſoluker Sicherheit als den fraglichen Mann bezeichnek, behauptet das zweite Kind genau ſo ſicher, der Angeklagke wäroh der Mann geweſen. Kinderausſagen vor Gerichk. Haben ſie einen Wert? Eine der Fra⸗ gen, die det neue Kriminalkonfilm Hans Hyans „Strafſache ran Geldern“ behandelt, der ab Freitag im Roxy zur Aufführung gelangk. Un⸗ ter der Regie von Dr.. Willi Wolff ſind die kra⸗ genden Rollen mit Paul Richter, Ellen Richter, Luci Höflich, Elga Brink, Fritz Kampers, Lizzi Waldmüller. G. Chmara, Hilde Hildebrand, Harry Hardt, Friedrich Kayßler, Julius Falken · ſtein und Kurk Lilien beſetzi. —05.— Die letzlen Tage der Ma—Ki—Kn. Die Ma—Ki—u rollt nur noch ganz wenige Tage durch die Skraßen. Bald werden die weiß⸗ rolen Krgelmänner aus dem Mannheimer Stra⸗ 5 Bes.: Jak. Jöst. auf Wochen verboten, viermal hat man mich b⸗ Alſo pro⸗ S¹ Die Lage im Schneihergewerbe Von der Herrenſchneider⸗Innung wird uns geſchrieben: Wenig iſt das hieſige Schne iderge worbe bisher an die Oeffenklichkeit getrelen, um Stel- lung zu ſeiner Lage zu nehmen, die nicht nur keine roſige, ſondern be'nahe eind kataſtrophals zu nen; nen iſt. Das Schneidergewerbe ſteht vor einem Tief⸗ ſtand wie noch nie. In normalen Zeiten zählte man in Mannheim nicht unter 550 bis 580 Geſellen. Denen ſtehen heuke kaum 120 bis 150 gegenüber. Das ſind Zahlen, die bitter genug ſprechen müſſen! Will man ſich einen Anzug anfertigen laſſen, ſo iſt das immerhin mit einer reſpeklableren Geld · ausgabe verknüpft, als bei ſonſtigen Ausgaben der laufenden Bedürfniſſe des Alltags. Darum war und iſt das Streben der Innung, in noch weit grö⸗ ßerem Maße als bisher gerade für das Quali · kälskleidungsſtück möglichſt die Preiſe zu ſenken. Maßarbeit war ja ſchon⸗ immer Qualitäkarbeit. Wenige wiſſen vielleicht, daß für einen guten Maßanzug mindeſtens ſechzig bis ſie · benzig Arbeitsſtunden nötig ſind. Man vergeſſe nichk bei einer Preisnennung an den Werk dez Stkoffes wie der Zutaten zu denken und nicht zu · letzt an den perſönlichen Ehrgeiz des bekreffenden Meiſters, ſich bis in das Aeußerſte der Figur De5 Trägers eines Anzuges oder Mantels bei der In⸗ fertigung anzupaſſen. Das Work:„Kleider machen Leute“ gilt gerade heuke mehr denn je. Die Mannheimer Schneiderinnung macht die Bepölkerung darauf aufmerkſam, daß in dieſem Beruf, mehr wie in einem anderen, die„Pfuſcher“ am Werk ſind, indem ſie durch Schwarzar ⸗ beil ihre ſogenannken Kunden„billiger“ bedie nen. Sie bedienen die Kunden ſo guk, wie oß eben geht und dabei„um jeden Preis“. Meiſt ſind es Geſellen, die keine Arbeik bei einem Meiſter finden. Weiter hat es das Mannheimer Publitum nicht nötig, außerhalb der Stodt in unſetem Berufe arbeiten zu laſſen. Namen hieſiger Zir⸗ men bürgen für erſtklaſſige Arbeit und ſind nicht keuter und weniger reell in ihren Erzeugniſſen, wie andere Angebote irgendwo auswärts. Wer den Weg zu ſeinem Schneider nicht mehr fand, der ſuche ihn künftig wieder. Es iſt in Nol das Handwerk allgemein denke man daran! Ein Handwerk ünkerſtützen, heißt auch dem än⸗ deren helfen! parole-Auscabe. NSBo ortsgruppe Humbold. Sprechſtunde fü alle Angelegenheiten jeden Freitag nachmittag vor 17—18 Uhr im Parteiheim, Humboldſtr. 8, Sprech· ſtundenleiker: Ortsgruppenbetriesmart Schmitt ode) der Skellperkreter Eſchelsdörfer. SFrauenſchaft Ortsgruppe Schweßingen. Am Samslag, den 1. Oktober, findet anläßlich des einjährigen Beſtehens im„Faltzenſaal“ um 20 Uhr ein Deukſcher Abend als Wohl⸗ tätigkeitsveranſtaltung ſtakk. Unker anderem kommt zur Aufführung:„Das Nazimädel“, ein Spiel in drei Akten mit Geſang und Reigen. Einkritt: 20 Pfennig. Vorverkauf: Geſchäfks⸗ ſtelle Mannheimerſtraße 16 und an der Abend⸗ kaſſe. SA marſchiert! Am 1. Oktober findet im Nibelungenſaal abends eine große SA-Kundgebung ſtakt. Neben einem ausgewählten muſikaliſchen Programm mit Zapfenſtreich wird im Mitktelpunkt des Abends oͤie Fahnenweihe und Uebergabe an vier Stürme ſtehen. Es ſprechen: Gruppenführer von Zagow, Standarkenführer Ziegler, M. d.., und Kreis⸗ leiter Wetzel, M. d. R. Die Feier erhält dä⸗ durch eine beſondere prägung, daß mik dieſem Tage der bisherige Sturmbann Mannheim zur Standarte erhoben wird. Einkrittspreis 50 Pfen, nig. Vorverkauf: SA-Geſchäftsſtelle L 2, 5 und Völkiſche Buchhandlung P 5, 13a. Kreis Weinheim Am Monkag, den 3. Oktober 1932, avends 8½ Uhr, findet im„Ralskeller“ Weinheim, eine Sitzung der Kreisleitung Weinheim der NSDAP ſtatt. Vollzähliges Erſcheinen Pflicht! Der Kreisleiter. gez.: W. Köhler, M. d. L. behalken will. Der Peſſimiſt verkeilt die Riſiken, erhöht alſo die Chancen und denkt:„Lieber 1/10 Hunderter, als eine ganze Niele!“ Er nimmt darum zehn Zehnerle und geht von Kugelmann zu Kugel, mann, macht immer eine Zehnerlepartie mit, bis der erſehnke hohe Gew'nn herauskommt. Und dann gehts wieder von vorne los. Man macht ſich ſchon ſeine Zeitverkreib. Aber wenn die Kugel, männer weg ſind, wirds in Mannheim wieder langweilig werden. Wenigſtens für die penſid · nierken Zehnerleſpieler. Wäsche-SpkCK PAKRADEPLATZ& 1, 7 Beachten Sie hitte meine Schaufenster. Si rꝛeigen Ihnen viel Schönes imd Preiswertes. Wa einmal. De Aad Die zuſamnu Anno daß es lungen ſtaatlich Iu verh merken ein erf ſtinktlof ebenfall glücklich dieſen An ſi gültig nalen helm ge ia ſowi Sache 1 zu zahl kalkten für Der das ſchr aktion Auftriel Fadikali mürbtei Scharen laufen. Man Irrwah deutſchn vom„ könne! ſchen V etwas lehren deutung nen led wunden die von ſind, an nungsm jene Ge den und erſt mö⸗ Denn Klaſſen die que, ging un geſchaffe liberaliſ ſtab· des begann es⸗ bega achten 1 lichkeit Volk. Di blick⸗geſe Leiſtung Grundla das Anſ des ſteife fel und gebend Stellung „Dieſe Weltanſe menhang zunächſt berechtig rief, ans neſſe des ment zu riſchen Vorausſ. 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Neben 4 gramm mit es Abends ier Skürme von Jagow, und Kreis⸗ erhält da⸗ mit dieſem inheim zur s 50 Pfen⸗ L 2, 5 und 32, apends 4 nheim, aine r NSDAP kl eiler. M. ⸗d.. die Riſiken, „Lieber 1/10 immt darum in zu Kugel⸗ tie mit, bis it. Und dann macht ſich die Kugel- heim wieder die penſis ⸗ — EUK Z c 1, 7 tte meine i ꝛeigen önes imd ————————————— Somsfag, ken 1. Ohlober 1932 Sefte“ 2. Jahrg./ Nr. 20 Die in der Deutſchnationalen zuſammengeſchloſſenen„beſſeren Leute“ von Anno dunnemals ſind hocherfrent darüber, daß es einigen ſtandesgemäßen Herren ge⸗ lungen iſt, noch einmal die Ergreifung der ſtaatlichen Macht durch die Nationalſozialiſten u verhindern. Und der Stahlhelm, deſſen be⸗ merkenswerte Führung ſich von jeher durch ein erſchütterndes Maß von politiſcher In⸗ ſtinktloſigkeit ausgezeichnet hat, freut ſich ebenfalls und fühlt ſich hochgeehrt und über⸗ glücklich, wenn er ſeinen Parademarſch vor dieſen Herrſchaften klopfen darf. An ſich könnte uns das ja reichlich gleich⸗ gültig ſein, über was ſich die Deutſchnatio⸗ nalen freuen und durch was ſich⸗der Stahl⸗ helm geehrt fühlt: mit dem Volk haben beide⸗ ia ſowieſo nichts zu tun. Schlimm wird die Sache nur dadurch, daß das Volk die Zeche zu zahlen hat für die Experimente einer ver⸗ kalkten Reaktion! Geradezu verhängnisvoll für Deutſchland aber iſt die Tatſache, daß durch das ſchrankenloſe Wirken einer verbohrten Re⸗ aktion der Marxismus ungeahnten neuen Auftrieb erhält, daß vor allem die Maſſen Sadikaliſiert werven und die noch nicht zer⸗ mürbten Anhänger der Sozialdemokratie in Scharen dem Bolſchewismus in die Arme laufen. Man gebe ſich doch nicht dem lächerlichen Irrwahn hin, daß der Bolſchewismus von der deutſchnationalen„Weltanſchauung“ oder gar vom„Stahlhelmgeiſt“ überwunden werden könne! Nein, dazu bedͤarf es einer giganti⸗ ſchen Volksbewegung, die in jeder Hinſicht etwas Größeres und Beſſeres den roten Irr⸗ lehren entgegenzuſetzen hat,— nicht einer be⸗ deutungsloſen, blutleeren Partei, deren Sin⸗ nen lediglich darauf gerichtet iſt, längſt über⸗ wundene Zuſtände und Geſellſchaftsformen, die von der Geſchichte bereits ad aeta gelegt ſind, auf verwaltungstechniſchem und verord⸗ nungsmäßigem Wege wiederherzuſtellen,— jene Geſellſchaftsformen nämlich, die das Wer⸗ den und Wachſen des Marxismus überhaupt erſt möglich gemacht haben! (Denn nicht der Marxismus hat das Volt in Klaſſen aufgeſpalten— nein, die Klaſſenfront, „die auer durch das deutſche Volt hindurch⸗ ging und hindurchgeht, wurbde in erſter Linie geſchaffen, als in unſeliger Verbleudung das *liberaliſtiſch verſeuchte Bürgertum den Maß⸗ ſtab des Geldes und des Beſitztums anzulegen begann an den Wert des Volksgenoſſen, als es begann, die ehrliche Handarbeit zu ver⸗ achten und ſich in verbrecheriſcher Ueberheb⸗ lichkeit ängſtlich zurückzog vom arbeitenden Volk. Die Klaſſenfront wurde in dem Augen⸗ blick geſchaffen, als nicht mehr Fähigkeit und Leiſtung im Sinne des Volksganzen die Grundlagen bildeten für die Wertung und das Anſehen des Mannes, ſondern die Höhe des ſteifen Kragens, der Hochglanz der Stie⸗ fel und die Gepflegtheit der Hände maß⸗ gebend wurden für ſeine„geſellſchaftliche Stellung“. Dieſe Lebensauffaſſung— denn von einer Weltanſchauung läßt ſich in dieſem Zuſam⸗ menhang wohl kaum reden!— war es, welche zunächſt eine im völkiſchen Sinne durchaus berechtigte Arbeiterbewegung auf den Plan rief, aus der allerdings ſehr bald die Raffi⸗ neſſe des Judeniums für ſich ein Machtinſtru⸗ ment zu ſchmieden verſtand im klaſſenkämpfe⸗ riſchen Marxismus. Und nur unter dieſen Vorausſetzungen erſt waren die agitatoriſchen Erfolge der marxiſtiſchen Irrlehre denkbar! Klaſſenhaß ſtand gegen Klaſſendünkel! Der November 1918 brachte das Fazit dieſer ſinnloſen Selbſtzerfleiſchung eines Volkes. Er zeinten aber auch, wie ſchlecht ſundiert ein Staätsſyſtem ſein' muß, das ſich nicht aufbaut auf der Volksgemeinſchaft, ſondern getragen mird von der Ablehnung des einen Volksteils durch den anderen! Ueber Nacht war ihre Herrſchaft hinweggeſegt— und es iſt fürwahr kein Schade darum! Denn jedes politiſche Suftem ſindet das Schickſal, welches es vor der⸗Geſchichte verdient! Dann kam die Gegenſeite zur Macht: die roien Klaſſenkämpfer wurdoen Herren und Trägern des Staates. Ihre„Erfolge“ ſind ſvo offenkundig, daß man kein Wort dorüber zu verliexen brancht. In 14 Jahren haben ſie ab⸗ gewirtſchaftet, wie es gründlicher nicht mög⸗ lich war. Das Volk hat ihnen das Urteil ge⸗ ſprochen, eine gewaltige, niemals erlebte Maſſenbewegung trat an, um das neue Reich zu geſtalten, das Reich, das allein noch denk⸗ bhar war im Zeichen der wahren, national⸗ ſozialiſtiſchen Volksgemeinſchaft.——— And nun haben ſie's doch noch einmal fer⸗ tig gebracht, den Willen des Volkes zur öeunt⸗ ſchen Zuknuft zu verfälſchen. In geriſſener Ge⸗ jchäftiakeit ſind ſie aufgetaucht, jene blutleeren Geſtalten, die ſich vor 14 Jahren von einer Handnoll Menterern hinwegblaſen ließen uhne, Widerſtand und ſeither ein kümmerliches Daſeln gefriſtet haben— jetzt auf einmal ſind ſie wieder da und glauben, weil die anderen es ouch nicht beſſer gekonnt haben, jetzt lelbit Erfolge des Aaditaliſierung des gemüßigten masnismus Starbung der volſcherwiſtiftn behaupken können! gefühoten Ginheitsfvont einer großen Volksbewegung dieſe um die Frucht eines neuen Dentſchen Reiches be— trügen, um den Staat mit ihrem eigenen Geiſte zu erfüllen, der' kein anderer ſein wird als jener, der ſchon im 19. Jahrhundert die Vorausſetzungen ſchuf für den Klaſſenkampf des Marxismus. Sie haben nichts gelernt und nichts vergeſſen— denn zu beidem ſind ſie innerlich längſt zu alt. Nein, mit den Kräften, die ſich im Volke regen, haben die Kreiſe um die Deutſchnationale Volkspartei nichts zu tun— ſie ſind die Reaktion! Und darum werden ſie niemals das neue Reich ſchaffen, dem das Sehnen des Volkes gilt! Aber etwas anderes werden ſie erreichen: je länger ſie führend den deutſchen Weg be⸗ ſtimmen, deſty dräuender und gewaltiger wird der Bolſchewismus ſein Haupt erheben über Deutſchland! Denn ſie ſind Geiſt von jenem Geiſte, der einſt den Nährboden ſchuf für den Marxismus— und ſie werden auch heute wie⸗ der die Voransſetzungen ſchaffen für ſein Wie⸗ dererſtarken. Ob bewußt oder nubewußt das iſt vor der Geſchichte gleichgültig! Dafür ſind die Beweiſe bereits gegeben!, Waäs keine verzweifelte Anſtrengung der ro⸗ ten Bonzen fertiggebracht hätte, dem Geiſte der Reaktion iſt es gelungen: die Reaktivie- rung der Sozialdemokratie in der„Eiſernen Front“. Mehr noch: unverkennbar ſind die, Anseichen für eine fortſchreitende In der Nummer 229 vom Donnerskag der „Heidelberger Neueſten Nachrichten“ konnte man folgende fauſtdicke Lüge der„Berliner Redaktion“(ſeit wann übrigens feudal, Herr Schulze?) im„Leitartikel“ leſen: „Der umgewandelte Unterſuchungsaus⸗ ſchuß des Reichstages hat feſtſtellen müſſen, was auch vorher ſchon die Ueberzeugung Daß der Reichskänzler ſich rechtzeikig zum fel beſtand, daß die Workmeldung die Auf⸗ löſung bringen würde, nachdem auf An⸗ krag der Kommuniſten nichk nur die Miß— krauenskundgebung, ſondern auch der An— krag zur Aufhebung der Notverordnung des Reichspräſidenten vom 4. September an erſter Stelle auf die Tagesordnung ge— ſetzk worden war.“ In Wahrheit aber hat der Unterſuchungs⸗ ausſchuß als Ergebnis der Unterſuchung fol— gendes prokokolliert: „Reichskanzler von Papen hak ſich erſt zum Wort gemeldel, nachdem die Abftimmung vom Reichskagspräſiden⸗ len bereiks eröffnek war. Das Ver⸗ Was lie Wieslocher Die Wieslocher Zeikung bewegl ſich in letz— ker Zeit wie faſt alle ſogenannken bürgerlichen, von Freimaurern geleiteten Zeitungen ganz im Fahrwaſſer des Papenſchen Herrenklubs. Nakürlich nur um des„gemeinſamen Vater— landes“ willen. Troßdem hielten wir es ei⸗ genklich für angebracht, daß der Leſerſchaft, die größtenkeils Hikler wählt, nicht nur ein— ſeitig ausgewählte Koſt vorgeſeßt wird. Hat man Angſt vor der Wahrheit? In Ar. 223 der„Wieslocher Zeitung“ wird großartig eine von dem SPpD.⸗Mann Wels gelieferke„Wahlbombe“ ſerviert. Sie iſt ziemlich wirkungslos zerplatzt, man ſpricht gar nicht von ihr. Warum? Auch wenn es rich— lig ſein ſollte, Hitler habe eine Reichslags⸗ Mehrheit zur Ahſeßung Hindenburgs zuſtande bringen wollen, wäre das wirklich ſo ſchlimm? Es wäre nichks anderes, als die Ausübung eines verfaſſungsmäßigen Rechts. Gemäß 8§ 43 der RV. kann nämlich der Reichstag über die Abſetzung des Reichs⸗ präſidenten beſchließen. Vielleicht hätte⸗ ſich im Reichstag eine Mehrheit dafür gefunden, wenn Papon ihn nicht ſo auffallend eilig auf— gelöſt hätte? Aber daß der Reichspräſident wirklich noch die Mehrheit hinker ſich hat, nachdem er ſeinen Wahlmacher Brüning nach Hauſe ſchickte und inzwiſchen der reaktionäre Herrenklub ſein Vorkrauen fand, wird kei noch ein ſtaatspolitiſch klar denkender Menſch Wir empfehlen eine andere Wahlbombe, die die„Wieslocher Zeitung“ ihren Leſern wieber an der Reihe zu ſein! In ſkrupe —— verſchwiegen hat. 3. B aller Augen⸗ und Ohrenzeugen der Reichs⸗ kagsſitzung vom 12. September geweſen iſt: Wort meldete, daß auch darüber kein Zwei⸗ tion Aunäherung der SpD. an den Dolſehichmismus Von überall her kommen Meldungen über die Anbahnung ſogenannter„Einheitsfronten“ zwiſchen gemäßigtem und radikalem Marxis⸗ mus. Aus Sachſen wird bereits berichtet, daß die Sozialdemokratie für den dort bevorſtehen⸗ den Gemeindewahlkampf an die Kommuniſten das Angebot gemeinſamer Liſtenverbindung gemacht habe. So ſehen die Erfolge der Reaktion aus! Nun, das Volk iſt nicht geſonnen, dieſer Ent⸗ wicklung gelaſſen zuzuſehen und die Folgen der politiſchen Inſtinktloſigkeit des Deutſchnatio nalen Herrenklüngels auszubaden! Das Deutſchland, welches ſich das Volk vorſtellt, iſt ein anderes als das, welches ein greiſenhafter Geiſt zuſammenverordnen möchte! Wir haben genug von den politiſchen Künſten des Mar⸗ rismus; wir können uns nicht noch das Lu⸗ xusexperiment der politiſchen Reaktion lei⸗ ſten! Die Not iſt rieſengroß und unerträglich,— und jeder fühlt es: nur die aus dem Volke herausgewachſene Bewegung Adolf Hitlers vermag ſie zu wenden. Darnm: weg mit der Reaktion! Die Füh⸗ Staates gebührt dem jungen Deutſch⸗ Arbeit, dem Nationalſozialismus! Boſebulz. rung des land der So lügen hie „Heihelberger Neueſten Danachrichten“ halten des Präſidenken enkſprach ſo⸗ wohl der Reichsverfaſſung wie der Ge⸗ ſchäftsordnung des Reichskages.— Der Reichskanzler hätte die Möglichkeit gehabk, ſich rechlzeitig zum Work zu melden.— Aus den Ausführungen des Reichskanzlers als Zeuge in Verbindung mit einer im Ausſchuß abgegebenen Erklärung des Führers der deulſch⸗ nakionalen Frakkion ergibk ſich für den Reichsregierung unter allen Umſtänden enkſchloſſen war, den Reichslag noch vor der Abſtimmung über die Auf⸗ hebung von Nolverordnungen und über Mißtrauensankräge zur Auflöſung zu bringen.“ Ein Kommentar hierzu erübrigk ſich wohl; und die Folgerungen, die einem ſolchen Blakt gegenüber angebracht ſind, bedürfen auch keiner Erwähnung. Das ſind die Me— khoden, mit denen die hiſtoriſche Blamage, 512:42 verdeckt werden ſoll! Sind das nun „nakionale“ oder„konſervative“ Lügen, Herr Schulze? Zeitung ihren Lejern vorenthält ſuchungsausſchuß de? Preußiſchen Land⸗ kages in der zweiken Wahlperiode 1925 als Zeuge bekundek, daß er zuſammen mik dem jüdiſchen Barmakſyndikus Heilmann und dem Zenkruisfraktionskollegen Lange⸗He⸗ germann, der die Zenkrumsfrakkion wegen der gegen ihn laufenden Anklage ſeiner⸗ zeit verlaſſen mußle, von dem Mehrheits- beſiher der Preußiſchen Hypokhekenbank, dem Oſtjuden Barmak, in den Aufſichksrat dieſer Barmalbank enlſandt wurde und damals auch dem Anfſichtsrak eines Un⸗ kernehmens des Pariſer Juden Michael an⸗ gehört hak.(Vgl. Landtags⸗Druckſache 1481 von 1925.) Die„Wieslocher Zeikung“ hak mit ſicht⸗ barer Freude auch die„Bitke an den Rakio⸗ nalſozialismus“ des Hichters Hans Grimm und des früheren Sozialiſten A. Winnig ab⸗ gedruckkl; warum nichk die ausgezeichnole Ank⸗ wort darauf aus dem„V..“ In dieſer war betonk, daß Grimm und Winnig ſelbſt beken⸗ nen, daß Hitler Deutſchland vor dem Bolſche⸗ wismus geretkek hat und daß es unverſtändlich iſt, wie ſie ſich an den Rekter wenden mit der Bitte, beſcheiden ſich dem unbekannten Herrn von Papen unkerzuordnen. In Ar. 225 der„Wieslocher Zeikung“ or⸗ keilt man Herrn Finanzminiſter Matthes in größter Aufmachung das Wort für einen Auf⸗ ruf für die Papenregierung und gegen den „unfähigen“ Reichstag, deſſen Auflöſung„das Volk“ angeblich begrüßt habe. Warum be⸗ haupket das ausgerechnet Herr Matthes, der Mann ohne Volk? Wie kann er behaup⸗ Ausſchuß die Feſtſtellung, daß die nen Parkeien habe ein eigenes Programm ge— habt? Willser denn unbedingt überhört ha— ben, daß die NSDAP. ein bis insKleinſte ferkig ausgearbeitetes Wirkſchaftsprogramm beſiht, das allerdings nach altbackenem Re— zepk kokgeſchwiegen wird? Warum verſchweigt man dabei, daß das wenige Guke des Papen⸗ ſchen Programmes nichks anderes iſt, als her⸗ renmäßig zugeſtutzte Enklehnungen aus dem Programm der NSoAp.? Und noch etwas anderes: Der Stahlhelm⸗ lag in Berlin wurde in einer Breite geſchil⸗ derk, wie ſie ſelbſt von den jüngſten Gönnern des Skahlhelms, von Ullſtein und Moſſe, nicht überkroffen werden konnke! Man zitiert da⸗ bei engliſche Preſſeſtimmen und überſieht aber ausgerechnet den Bericht der größken eng⸗ liſchen Zeitung, die folgendermaßen ſchrieb: „Es war vielleichk typiſch für die Lage in Deulſchland, daß, während die unkeren Reihen dieſer gewalkigen Halle mit Fürſt⸗ lichkeilen und Adel dicht gefülll waren, die oberen Ränge, wo das Volk hingeht, da⸗ gegen nur ganz kümmerlich beſeht waren.“ „Einen Tag früher“—(am 1. Sepkem⸗ ber war im gleichen Sporfpalaſt jene ge⸗ wallige Hikler⸗Kundgebung, von der alle Blälker des In⸗ und Auslandes berichlel haben)—„einen Tag früher“, ſo fährk der engliſche Berichk fork,„war die gleiche Halle von unken bis unkers Dach bis auf das allerlethle Pläßchen überfüllk, als Hit⸗ ler und Goebbels mit den heukigen Macht⸗ habern Abrechnung hielken.“ 2 Das iſt die„Wieslocher Zeitung“ nackt und ihre„Objektivität“ unter der Lupe! Die Folgerungen mag jeder Nationalſozialiſt ſelbſt ziehen! Sthülerſtveit Nun ſind wir auch in Mannheim ſo weiti Am Donnerstag, den 29. September ging es ſcheinbar in der Reckarſtadt los. Augen⸗ zeugen berichten, daß an dieſem Tage ſich aller⸗ lei Leute vor der Neckerſchule herumtrieben und dort die im Hofe während der Pauſe pro⸗ menierenden Schüler durch Zurufe aufhetzten. Bald darauf konnte man nicht mehr daran zweifeln, daß man es mit einer kommuniſti⸗ ſchen Aktion zu kun hakke. Wie uns von an⸗ derer Seite mitgekeilt wird, ſollen auch'in an⸗ deren Schulen Schüler dem Unterricht fern— ee oder während der Pauſe ausgerückt ein. Das ſind wirklich roſige Zuſtände! Dus ſind die notwendigen Folgen der ſeit⸗ herigen Schulpolitik! 50 und noch mehr Schüler in einer Klaſſe. Der Lehrer kann ſich unmöglich allen in dem wünſchenswerien Maße widͤmen. Die Jugend verlotterk und wird von geſinnungsloſen Er⸗ wachſenen zu derartigen„Propaganda“-Mit⸗ teln mißbraucht. Wenn ein Lehrer zur Wah⸗ rung der Diſziplin und Ordnung zum Stock greift, muß er gewärkig ſein, vor den Kadi zitiert oder von den Eltern ſolcher Tunicht⸗ gute beläſtigt zu werden. Da die Lehrer auch in ihren vorgeſeßten Behörden kaum den nok— wendigen Rückhalt ſinden, ſtehen wir vor der kraurigen Takſache, daß ſich einer der wichkig⸗ ſten und heiligſten Berufe in einer geradezu unmöglichen Lage befindek. Es wird unſere Aufgabe ſein, dem deutſchen Volkserzieher das Verankwortungsbewußtſein und die Liebe zum Berufe durch geeigneke Maßnahmen zu- rückzugeben. Wir decken dieſen auf. Unſere ſofork angeſtellken Erkundigungen ergaben folgende Sachlage: Es ſteht feſt, daß wahrſcheinlich von kommuniſtiſcher Seite zum „Schulſtreik“ aufgefordert wurde, angeblich, um die Wiedereinführung der Quäkerſpeiſung zu erzwingen. Nun beſteht aber ſchon ſeit längerer Zeit die Tatſache, daß ab 1. Oktober die Schülerſpeiſung wieder eingeführt wird. Das Ganze iſt alſo nichks als ein plumpes Manöver. Die Kommuniſten inſcenieren fetzt einen „Schülerſtreik“, um am 1. Oktober ſagen zu können:„Seht, wir haben unſere Forderun— gen durchgeſeßk, wir haben die Wiederdin⸗ führung erreichl!“ Faules Thealer! Wir könn ja von die⸗ ſen Feinden der Jugend nichks anderes er⸗ warken. Auch wir wiſſen, wie ſchrechlich henkte auch die malerielle Nok in den Reihen der Jugendlichen Unheil anrichkek. Wie viels Schüler müſſen mit leerem Magen oder vrit einem Magen voll dännem Kaffee einen Vor⸗ mitlag lang dem Unterricht beiwohnen. der⸗ en, Wir lehnen es aber grundſätzlich ab, arkige Methoden in Anwendung zu bri da wir uns hierdurch niemals eine Veſſer verfprechen. Das deulſche Problem,; auch die Jugendfrage gehörk, iſt nicht! zelheiten und zudem noch durch derat WMätzchen zu löſen. Wir werden das Uet an der Wurzel anfaſſen, dann wird uus⸗det Erfolg ſicher ſein. (Wie wir hören, hat ſich äbrigens die Kriminalpolizei der Angelegenhelt angenen —————— Ein jchwerer Antounjall Wiesloch, 29. Sepl. Wie aus Kaiſerslau⸗ tern gemeldet wird, iſt dort der Beſitzer der „Wieslocher Zeitung“, Richard Bühler, mit ſeinem Wagen verunglückt. Ein Gemüſe⸗ krafkwagen von Weißenheim hatte in einer Straße dem Wagen Bühlers die Durchfahrk ſo beengt, daß dieſer gegen einen Baum raſte. Bühler erlitl dabei eine Kopfverletung und eine Gehirnerſchütterung und wurde in bewußkloſem Zuſtand ins Krankenhaus ge⸗ brachk. Der Führer des Lieferwagens wurde von der Polizei in Hochſpeyer geſtellt: er erklärte, von dem Unfall nichts bemerkt zu haben. Einer neuen Meldung zufolge befindet ſich Bühler außer Lebensgefahr. Waldmichelbach, 29. Sepk.(Odenwälder Kriegsbeſchädigtenkagung.) In Waldmichelbach im Hotkel„Kaiſerhof“ fand die Bezirkstagung der Kriegsbeſchädigten und Kriegshinkerbliebe · nen der Kriegerkameradſchaft Haſſia— Be⸗ zirk Waldmichelbach—Fürth ſtakt. Die ſehr gut beſuchte Verſammlung ſtand unter Leitung des Bez.⸗Vorſ. Oberamksrichters Muhl⸗Fürth. Als Gäſte waren erſchienen Regierungsaſſeſ⸗ ſor Or. Metzle, für das Kreisamt Heppenheim, ſowie Oberverwaltungsinſpekkor Eckard-Hep⸗ penheim, der geſchäftsführende Vorſitzende der Allgemeinen Ortskrankenkaſſe für den Kreis Heppenheim, Hainbüchler. Der Landesge⸗ ſchäftsführer des Verbandes der Kriegsbeſchä⸗ digten und Kriegshinkerbliebenen, Oberleut⸗ nank a. D. Krömmelbein-Darmſtadt führt in einem ſehr eingehenden Referat aus, wie in der Zeit großer wirtſchaftlicher Nöte es fork⸗ geſeht und unnachgiebig das Ziel der Haſſia ſei, die Aufhebung der Notverordnungen und die Milderung der weſenklichen Härken zu er⸗ reichen. Fürſorgeleiter Rikter⸗Darmſtadt be⸗ handelte die Invaliden⸗, Unfall⸗ und Ange⸗ ſtelltenberentung und ging im beſonderen auf die erfolgreiche Vertretung in der Arbeiks⸗ loſen⸗ ſowie Kriſenfürſorge ein. Ein Verkreker der Allianz ſprach über die Einführung der Sterbekaſſe. Der Geſchäftsführer der Allge · meinen Orkskrankenkaſſe delke die Anſprüche der Kriegsbeſchädigten und Kriegshinkerbliebenen in Bezug auf Ver⸗ Heppenheim behan⸗ Ollober 1932. Somslag, den 1. lebhafte Ausſprache ein, aus welcher hervor⸗ ging, daß der einige Wille beſteht, nichts un⸗ verſucht zu laſſen, um die wirtſchafkliche Not⸗ lage der Kriegsbeſchädigten und Kriegshinter⸗ bliebenen zu beheben. Walldorf(bei Wiesloch), 29. Sepk.(Große Gleisumbauken) werden ſeit einigen Tagen an dem Bahnkörper der Reichsbahnſtation Wies⸗ loch—Walldorf durchgeführt. Das alte Gleis wurde weggeriſſen und der Unkerbau neu auf⸗ gefüllt, ſodaß der bisherige Uebelſtand des Hocharbeitens des feuchten Untergrunds von unten her behoben iſt. Die alte Schienenan⸗ lage wurde durch den modernen Holzſchwellen⸗ bau und das dazu gehörige ſchwere Schienen⸗ profil erſetzt. Tairnbach.(Traubenleſe). Zur Zeit ſind die hieſigen Winzer mit der Traubenvorleſe beſchäftigt. Es wird allerdings in der Haupt⸗ ſache nur in ſolchen Weinbergen frühgeherb⸗ ſtet, die nahe am Wald liegen und deshalb in ſtarkem Maße dem Vogelfraß ausgeſetzt ſind. Man iſt hier durchweg geſonnen, die Trauben recht lange hängen zu laſſen, um eine gute Qualität zu erzielen. Bisher wur⸗ den Moſtgewichte von 70 bis 72 Grad ange⸗ geben. Wenn die Trauben noch einige Tage hängen bleiben, ſo kann hier mit einem wirk⸗ lich guken Tropfen gerechnek werden. Auch iſt man mit der Quantität ſo ziemlich zufrie⸗ den. Abgelehnter Voranſchlag. Werkheim. 30. Sepk. Der Bürgerausſchuß hat mit 45 gegen 7 Stimmen den Voranſchlag abgelehnk. Bürgermeiſter Bardon wies dar⸗ auf hin, allein an Steuern und Abgaben habe die Skadt einen Ausfall von rund 21 500 RM Auf der Ausgabenliſte wurde der Voranſchlag durch den neuen geſetzlichen Umſchuldungsfond und durch erhöhte Zuſchüſſe für das Gymna⸗ ſium belaſtet. Ein Jägerdenkmal. Herxheim bei Landau, 29. Sepk. In einer Verſammlung der Orksgruppen des Pfälzer Zägerverbandes wurde beſchloſſen, 1934 an einem noch zu beſtimmenden, möglichſt zentral gelegenen Ork der Pfalz ein Denkmal zu Ehren der gefallenen Jäger zu errichten. Ge⸗ legentlich der Tagung wurde dem 84 jährigen Veteranen von 1870.71, Georg Zoß, das Prinz-Alfons⸗Ehrenkreuz verliehen. Kreistongreß des Nach der Umorganiſation der Bewegung fanden ſich am Miktwoch abend nahezu ſämt⸗ liche Pgg. SA, SS-⸗Männer und die Hi des Kreiſes Weinheim im„Schwarzen Adler“ zu⸗ ſammen. Der Abend wurde zur machtvollen Kundgebung, nicht nur durch den ungeheuren ſtarken Beſuch, ſondern auch durch die Reden unſeres Weinheimer Landtagsabgeordneten Köhler und des badiſchen Gauleiters Ro⸗ bert Wagner, Karlsruhe. Nachdem Kreis⸗ propagandaleiter Müller die Verſammlung eröffnet hatte, ergriff zunächſt Pg. Walter Köhler und nach einer Pauſe, die durch Muſikvorkräge der Kapelle Brockenauer aus⸗ gefüllt war, Gauleiter Wagner das Wort. Beide Redner ſchilderken in klar verſtänd⸗ lichen Worten die heulige politiſche Lage, und zeichneten beſonders ſcharf die Politik des Kabinekts„von papen“, die keine Politik zum Wohle des deutſchen Volkes, ſondern lorgungsheülbehandlung. Es ſette eine ſehr üim Dienei Deshalb kauft die in den Großeinkauf von 30000 Geschäften 25 Jahre arbeitet der EDEHA-VEn AUVD durch die Edeka-Geschäfte durch Versorgung der Bevölkerung mit besten und preiswerten Holonlalwaren und Lcbensmittein kluge Hausfrau nur . Geschäften an M) o 1 B E — Kvriſes Weintheim nur eine Politik zum Nutzen einer einzigen Schicht im deutſchen Volke, nämlich der Schwer⸗Induſtrie, ſei. Das ſei klar erſichtlich aus den Notverordnungen dieſes Kabinekts und ſeines Umgangs, den“ es pflege(Jakob Goldſchmidth). Wenn heute dieſe Regierung der Landwirtſchaft ſcheinbar helfen wolle, ſo ſeien dieſe Maßnahmen, die nur aus dem unabwenoͤbaren Druck der NSDAP geboren wurde, von vornherein durch ihre Halbheit zur Werkloſigkeit verurteilt. Beide Redner ſchloſſen mit einem Aufruf zur Mitarbeit im kommenden Wahlkampf, einer Mitarbeit, die meniger makerieller Natur ſein ſolle, ſondern ein Einſatz der Kämpfer und Anhänger der NSoacp ſelbſt. Den Abſchluß des eindrucks⸗ vollen Abends bildete die Verpflichtung der neuen Orksgruppen: und Stütpunktleiter durch Gauleiter Wagner, der darauf hinwies, daß die neuen Führer keine Ehren und Würden, ſondern nur Arbeit über Ar⸗ beit zu erwarken und zu leiſten hätten. Mit einem dreifachen Siegheil auf unſer Va⸗ kerland und auf die nationalſozialiſtiſche deulſche Freiheitsbewegung beendete Gau⸗ feiter Wagner die Verpflichtung. Im Schlußwork verſprach Pg. Walter Köhler, ..., dem Gauleiter Wagner weiterhin treue Gefolgſchaft. Die Kundgebung, die von über 600 Mitgliedern des Kreiſes Weinheim Zwei Fahre Zuchthaus jür einen vergejenen Vater Heidelberg, 0. Sept. Vor der zweiten Strafkammer hatte ſich am Freitag der in Sandhauſen wohnhafte 40 Jahre alte Ar⸗ beiter Daniel Kaiſer wegen Blulſchande zu verankworten. Nach harktnäckigem Leug⸗ nen geſtand der Angeklagte ein, mit ſeiner 19 Jahze alten Tochker in der Zeit vom De · zember vorigen Jahres bis zum Auguſt ds. Is. in gewiſſen Abſtänden inkim geweſen zu ſein. Ebenfalls mit ſeiner kaum erſt 14 Jahre alt gewordenen zweiken Tochter. Der Skaats⸗ anwalt wies nachhaltig darauf hin, daß Kaiſer in unerhörker Weiſe gegen Geſeß, Moral, Anſtand und Sauberkeik verſtoßen habe. Sein Antrag lautet auf eine Geſamkzuchkhausſtrafe von drei Jahren und Aberkennung der hür⸗ gerlichen Ehrenrechke. Die zweite Große Strafkammer verurkeilte Kaiſer wegen fork⸗ geſetter Blutſchande zu zwei Jahren Zuchk⸗ haus und vier Jahren Ehrverluſt. Von der Unkerſuchungshaft werden ihm 26 Tage an⸗ gerechnek. Die Mitangeklagte 10»ine Tochker erhält ſechs Monake Gen Die Unker⸗ ſuchungshaft wurde bei er Weiſe angerechnek. Der verurkeili. nahm die Strafe an. Hohenſachſen, 29. Sepk. Mittwoch nach⸗ miktag ſtürzte die Radfahrerin Grelchen Latt aus Mainz von ihrem Rad und zog ſich eine ſchwere Gehirnerſchütkerung zu. Sie fand Aufnahme im Weinheimer Krankenhaus, Die Wettervorſage Samsfag: Morgens wolkig und krüb, meiſt krocken; ſpäker langſame Aufheiterung. Sonnkag: Ueberwiegen des Hochdruckein⸗ fluſſes. Waſſerſtandsnachrichten xau 387, Mannheim 252, Caub 159, Köln 140 em. 3 Reckar: Heidelberg 260, Deidesheim 6ß Jagſtfeld 56, Heilbronn 118, Plochin⸗ gen 0,12, Mannheim—. em. Hauptſchriftleiter Dr. W. Kattermann. litik, Gemeindepolitik, Bewegungsteil und„Stadt Mannheim“! W. Ratzel; für unpolitiſche Nachrichten,„Stadt Heibelberg“ und Sport: Ueberle; für Anzeigen Heidelberg: Hammer; für Anzeinen Mannheim: K. Ott. Sämtliche in Heidelberg.(W. Ratzel, K. Oti in Mannheim,) Sprechſtunden der Redaktion: täglich 17—18 uhn der NSoaAb beſucht war, fand damit ihren Abſchluß.— Man ſieht der Wiedereröffnung unſeres Theakere diesmal mit beſonderer Spannung enk- gegen. Die Frage, ob es ſeine Pforken die ſen Herbſt übe rhaupt wieder aufmachen würde, war unentſchiedener denn je geweſen. Zuletzt gaben wir Nakionalſozialiſten den. Ausſchlag und ſetz⸗ ten die Weiterführung unker dem bisherigen. In⸗ kendanten durch, allerdings unter der Bedingung, daß der Spielplan eine gründliche Umgeſtaltung zum Beſſeren erfahre, daß beſonders die mo⸗ derne Schund⸗-Operekke, die ſich in den leßlen Zahren ungebührlich breit gemacht hatle, ganz verſchwinden eder wenigſtens auf ein Minimum beſchränkt werden müſſe. Ein Blich auf den Enkwurf des Spielplanes läßt denn auch das Beſtreben, unſere Bühne wieder auf eine höhere Künſtleriſche, Stufe zu heben, nichk verkennen. Die allgemeine Sehn⸗ ſucht nach Wiederaufnahme der Oper ſoll erfüllt werden, und da deren Leitung dem Städt. Muſik⸗ direktor Overhoff anverkraut wurde, iſt uns um das Gelingen nicht bange. Merkwürdigerweiſe verſichern uns ſeit Jahren die großſtädkſiche Zu⸗ denpreſſe und ihre Nachbeter in den bürgerlichen „Generalanzeigern“ der Provinz, die Oper ſei längſt kot und begraben, ſei ein überwundener Standpunkt. Indeſſen freut ſich hier und ander⸗ wärks Zung und Alt auf die Ausſicht, ſie wieder zu neuem Leben erweckk zu ſehen. Und auch wir freuen uns herzlich, wenn wir auf unſerer Bühne Mozarks„Entführung aus dem Serail“ und„Fi⸗ garos Hochzeit“, Smekanas„Verkaufte Braut“, „Fliegenden Holländer“, Humperdincks„Hänſel und Gretel“, Bizels„Carmen“ und andere ſchöne Sachen von Lortzing, Flokow, Puccini u. a. m. zu hören bekommen ſollen. Auch das Schauſpiel verſprichk auserleſene Gaben: Hebbels„Nibelun · gen“(wohl nur die erſten Teile der Triologie?), Schiuers„Wallenſtein, und„Die Räuber, von 0 9 3 oder gar Beethovens„Fidelio“ und Wagners Druckerei Winter, Heidelberg. vum neuen Spielylan des HKeidelberger Stadttheaters von Homburg“, von Shakeſpeare„Okhello“, „Kaufmann von Venedig“,„Viel Lärm um Nichts“, den„Volksfeind“ von Ibſen, Haupk⸗ manns Spätwert:„Vor Sonnenunkergang“, Schönherrs„Erde“. Auch der alte Benedix kommt mit ſeinem„Störenfried“ zu Work(ſe⸗ denfalls eine Prachtrolle für Frl. Manhoff). Leider vermißt man Anzengruber ganz, während Ludwig Thoma wenigſtens mit zwei Einakkern vertreben iſt. ſonders„Die endloſe Straße“ von S. Graff und C. Ernſt Hinze, den„18. Okkober“ Schäfer und den„Einſamen“ von Hanns Johſt. Außerdem noch eine Reihe keils ernſter, keils heiterer Stücke. Auf dem Gebiet der Operekte herrſchen bewährte alte Werke vor: Offenbach mit ſeinem„Orpheus“ und ber„Schönen He⸗ lena“, Suppé mit den„Banditenſtreichen“, Zel⸗ ler mit dem„Oberſteiger“ uſw., während von neuen, nicht ganz unverdächtigen Namen nur E. Kalmann mik dem„Veilchen von Monl⸗ markre“ vertreken iſt. Das Perſonal iſt zum großen Teil neu enga · gierk. Doch kehren einige bekannle Namen wie⸗ der, bon welchen wir beſonders die Damen Manhoff, Ly Brühl, Krumhaar⸗Külis und die Herren Topit, Mairich, Schirlitz und Winds hervorheben. Als willkommene Gäſte werden wir Herrn Inkendant Hahn für das Schauſpiel und den Tenoriſten Ulrich Friedrich für die Operette auf⸗ treien ſehen, 3 So mag denn der Vorhang ſich heben, vor dem wir wieder einmal Dinge harren, die da kommen ſollen. Unſere Leſer ſeien auf die neugegründeke nalionale Thealergemein“: des Kampfbundes für Deulſche Kullur hingewe⸗ ſen, die es ihnen ermöglichk, Stücke des neuen Spielplanes zu ganz beſonders Röein: Schuſterinſel 154, Kehl 234, Ma- Verantwortlich für Innenpolitik: Dr. W. Kattermann; für Anßen politik, Feuilleton und Roman: B. Seeger⸗Kelbe; für Badiſche Ber Von Modernen begrüßen wir be. von W. E. erwartungsvoll dey nochmals nachdrückl h die wertyolliten ———— 1— 4 ann Wir Nur zu e am vergange 8 Beginn der beſetzt und kleine Enktä zum offizie Kämpfer in die Begeiſte SS, dann Werbekrupp⸗ ſchen Kampf Linie der A und Stüßpu Baden, Ga Pflichterfüll Nun zeig nalſozialiſtiſe le vſchied, da Bis zur Ar gegründete ſtadk⸗Oft 31 brauſende H des Fraktio Walter Köh Akemloſe nach kurzen des Abends das Work e „Wir fo Bewegung 1 ſchen Volke Zu der Zeit Menſchen kämpften, ſe ordneker de⸗ Adolf Hitler melt hakte, von Papen füllen zu mi nichts kak, Volkes an können. Es gibl i Deul Herr von gelöſt, weil enkſprach. des Volkes von papen Dieſe muß b Kampf Der Nali arbeiken, u Herrn von gehk keine ausgefahren politik Hort hat.— Das P von 5 der Z. Dabei leb Subſtanz, d Wir z dem be Diesmalr Hir den Se mann hätte kanzlerpoſte Auf die eingehend, l „Dorl regiert winner Wenn j aus ſeiner dann ſind Zenkrum u Reichstag ren.“ Ban. wurf aus unſere Grr „Die daß e ühern Wir wer ſondern mi ſolcher Ein feſtſtehen 1 Mit de „Enkr oder chloß Pa. unkerbreche Als der Kre sleiter — G. das Work. Am Herrn von ge an 1 nen on Ine ats§ Ronnte oe: inen zweiten der in alte Ar⸗ ulſchande 'm Leug ⸗ nit ſeiner vom De · iſt ds. Is. zu ſein. ahre alt Staats· aß Kaiſer „ Moral, abe. Sein hausſtrafe der bür⸗ Große zen fork⸗ n Zucht⸗ Von der Tage an⸗ Tochter ie Unter⸗ er Weiſe nahm die och nach⸗ chen Latt ſich eine Sie fand haus. 1 — rüb, meiſt iterung. hdruckein · ten aub 159, heim 6ß Plochin⸗ n. n; für Anßen r Badiſche Be⸗ Mannheim“ eidelberg! und ; für Anzeigen atzel, K. Oti n 17—18 un „Okhello“, ärm um ,„ Haupl⸗ itergang“, Benedix Wort(je⸗ Manhoff). während Einaktern n wir be⸗ Hraff und 'n W. E. ins Johſt⸗ ſter, keils Operekte Offenbach önen He⸗ ſen“, Zel- rend von zmen nur 'n Monl⸗ neu enga⸗ imen wie⸗ e Damen und die Winds vir Herrn und den rekle auf⸗ ſeben, vor zvoll dexr chdrücklich rgemein: hin beſonders ertvolljton 2. Zahrg./ Hr. 220 Wir zie 4 3 * Oklober 198² Selte MHann hieim erõſfnet 10 wahlkampf hen in biejen Wahlka Rur zu einem kleinen Teil war der Muſenſaal am vergangenen Miktwoch, den 28. Sepkember zu Beginn der angeſetzten Kreismitgliederverfammlung beſeßt und der Nichteingeweihte fühlte ſicher eine kleine Enktäuſchung in ſeinem Herzen. Als aber zum offiziellen Beginn Adolf Hitlers biaune Kämpfer in den Saal einmarſchierien, da kannke die Begeiſterung keine Grenzen. Zuerſt S2A und SS, dann die neuaufgeſtellten Formationen der Werbekrupps und zuletzk die in vielfachem politi⸗ ſchen Kampf erprobken Kämpfer, denen in erſter Linie der Abend gegolken hakte: Die Ortsgruppen⸗ und Stüßpunktleiter, die dem Führer des Gaues Baden, Gauleiter Robert Wagner, Treue und Pflichterfüllung in die Hand geloben ſollten. Nun zeigte der Saal das gewohnte Bild natio⸗ nalſozialiſtiſcher Kundgebungen, nur mik dem Un⸗ kepſchied, daß der ganze Saal braun ſchimmerke. Bis zur Ankunft des Gauleiters ſpielte die neu gegründete NS⸗Kapelle der Orksgruppe Reckar⸗ fladk⸗Oſt zündende Märſche, die abbrachen, als brauſende Heilrufe die Ankunfkt des Gauleiters und des Fraktionsführers im badiſchen Landkag, Pg. Walter Köhler, ankündigken. Akemloſe Stille herrſchte, als Pg. Dr. Reuker nach kurzen Begrüßungsworken dem erſten Redner des Abenos, Pg. Walter Köhler das Work erlkeilte. Er führte aus: „Wir formierten aus dem Nichks heraus die Bewegung des Nalionalſozialismus, die dem deut⸗ ſchen Volke wieder einen Glauben gegeben hak. Zu der Zeit, als wir um die Seele des deutſchen Menſchen und um die Befre'ung des Volkes Kämpften, ſaß im preußiſchen Landkag ein Abge⸗ ordneker des Zenkrums, der nichks kak. Und als Adolf Hitler 14 Millionen Deulſche um ſich geſam⸗ melt hakle, glaubte plötzlich dieſer Abgeordnele von Papen ein Genie zu ſein und eine Miſſion er⸗ füllen zu müſſen. Er, der während wir kämpften, nichts kat, maß ſich'e Führung des deutſchen Volkes an und glaubt, nun Deulſchland rekten zu können. Es gibt in Deulſchland nur einen Mann, der Deukſchland relten kann, und das iſt Adolf Hikler! Herr von Papen hal den alten Reichslag auf⸗ gelöſt, weil er nicht mehr dem Willen des Volkes enktſprach. Der letzke Reichskag hakte den Willen des Volkes hinker ſich, aber auch das paßte Herrn von Papen nichl.— Dieſe Handlungsweiſe einer Kamarilla muß beanktworkek werden mit Kampf, Kampf und nochmals Kampf. Der Ralionalſozialismus wird⸗noch leben und arbeilken, wenn man ſchon längſt nicht mehr an Herrn von Papen denken wird. Herr von Papen gehk keine neuen Wege, ſondern arbeilet auf den ausgefahrenen Geleiſen einer 14jährigen Elends. politik dort weiter, wo Herr Brüning aufgehört hat.— Das Programm der Regierung iſt nicht von Herrn von Papen, ſondern von der J. G. Farben. Dabei lebk das Kabinekt von Papen von der Subſtanz, die wir morgen erſt erarbeiten müſſen. Wir ziehen in dieſen Wahlkampf mit dem beflen Gewiſſen der Well. Diesmal wird es keine Nazibarone geben für die Hir den Schädel hinhalken müſſen Ein Scheide⸗ mann häkte den unſerem Führer angebokenen Vize⸗ kanzlerpoſten nicht abgeſchlagen.“ Auf die Koalitionsgeſpräche mit dem Zenkrum eingehend, bemerkte Pg. Köhler: „Dorl wo wir mik anderen zuſammen⸗ regierk haben, waren wir die Ge⸗ winner. Wenn jemand das Vordienſt hak, das Zenkrum aus ſe'ner Schlüſſelſtellung verdrängk zu haben, dann ſindnes wir Nakionalſozialiſten. Es iſt dem Zenkrum unmöglich gemachk worden, wie im alten Reichstag in Zukunft linzs oder rechks zu regie⸗ ren.“ Ganz energiſch wies Pg. Köhler den Vor⸗ wurf aus Spießerkreiſen zurück, als würden wir unſere Grundfätze pre'sgeben. „Die NSchal. wird es nie geſtallen, daß eine andere Parlei die Führung ühernimml.“ Wir werden dieſen Wahlkampf nichk mik Geld, ſondern mit lebendem Makerial führen und wo ein ſolcher Einſatz der Kräfte iſt, wird eine Bowogung feſtſtehen und nicht unkergehen.“ Mit den Worken. „Entweder mit Papen zum Unkergang oder mit Hitler zur Freiheil“ ſchloß Pa. Köhler ſeine oft von koſendem Beifall unkerbrechenen Ausſ nge dor Beifall verrauſchk war, Otto Wetzel, M. d.., erkeilke Pg. dem Kre sleiter Ganieiter Roberl Wagner das Work. „Am 13. Auguſt wurd unſerem Führer von von Hindenburg der Vizekanzlerpoſten an⸗ bole Es war dies eine Zumukung und Her⸗ lsforderung. ja eine Beleidigung der 14 Millio⸗ mlionalſozialiſtiſchen Wähler in Deutſchland. ne als Hiller für ſich die Führung deanſpruchte, Konnte dies Herr von Hindenburg mit ſeinem„Ge. izu“ licht Zarzworken. Samsfag, den 1. li fesvu-Meh Vean-. or.e. 7 Außer Herrn von Hindenbura gibkt es aber in Deulſchland noch andere Män⸗ ner, die ein Gewiſſen haben. Wir haben unſeren Kampf nicht 14 Jahre aus Gewiſſenloſigkeit geführk. Herr von Hindenburg verweigerke uns die Macht, weil er„eine einſeitige Regierung vermeiden wollke““ Wir ſtehen nicht an zu ſagen, Jawohl, mit der ganzen Gewalk die uns die Verfaſſung geſtaktel, wird ſich Hikller einmal gegen die marxiſtiſchen Volksverderber wenden. Auch hat Herr von Hindenburg geſagk, Adolf Hitler habe ſich noch nicht politiſch praktiſch be⸗ währtk. Wir fragen „Wo hatk Herr von Hindenburg ſeine politiſche Bewährung gezeigt? ——„ e imit bem benen Hewſſen der Welt Kerpflichtung der Orisgruppenleiter— Pg. Wetzel oroͤnet den Boykott der Papenpreje an Wir unkernehmen es, uns mit dem Reichspräſi⸗ denken von Hindenburg politiſch ſo auseinander⸗ zuſehen, wie es uns unſer Gewiſſen vorſchreibk. Eine Auseinanderſetzung mit der geſchichtlichen Geſtalt des Feldmarſchalls lehnen wir ab.“ 1 Auf die politiſche Handlungsweiſe des Reichs⸗ präſidenken näher eingehend, erklärke Gauleiter Wagner: ze früher von Hindenburg aus der Po⸗ litih ausſcheidek, umſo eher findel das Volk den Weg zu ſeiner Freiheit. Das Ziel der reakkionären Clique iſt das Zel der Männer von geſtern: den Nakionalſozialismus von der Macht fern zu halken. Mit einem Zipfel Macht wollte man uns die ganze Verantworkung aufladen, aber der Nachfolger Brünings, Herr von Papen, wird genau ſo hunderk Meker vor dem Ziel zuſammenbrechen, wie ſein Vorgänger. Die marht der Reattion wird am Kationalſozialis⸗ mus bwechen Koſte es, was es wolle, wir werden dieſe Reak⸗ tion ſtürzen, genau wie wir die Weimarer Koali⸗ tion geſtürzt haben; denn wir ſind ſtärker als un⸗ ſere Gegner. Es iſt eine Frage der Arbeik, des Willens, des Verkrauens, der Kraft und der Rer⸗ ven, wie lange es noch dauerk, den Wog frei zu machen, für den beſlen Deulſchen, Adolf Hikler.“ Gauleiter Roberk Wagner unkerzog'e Wirk⸗ ſchafkspolitik des Kabinetts Papen einer eingehen⸗ den Kritik und bekonke beſonders, daß Papen eine Sanierung auf Koſten der Armen verſuche, ſlalt dort zu ſparen, wo noch zu ſparen iſt, Er ſuhr dann weiker:„Der Kurs Papens iſt ein Kurs in die Irre. und führk zum Chaos. Aus ſozialen Gründen können'r dieſen Kurs nichk nikmachen, denn an dieſer Belaſtung müßken wir langſam zu⸗ grunde gehen. Die Reaklion iſt der Vorpoſten des Bolſchewismus.“ Ausführlich ſetzle ſich Gauleiker Wagner mik den Perſönlichkeiten des Kabinekks von Papen aus⸗ einander: „Wer iſt Herr von Papen?“ Der Offizier, der Milikäraktachée, der in unver⸗ antworklicher Leichlfertigtheik es den Engländern möglich machte, in den Beſitz der Anſchrifken un⸗ ſerer Verkrauensleuke im Ausland zu kommen. ꝑavens weg füyhvt ins cyaos Mit den Sleueranrechnungsſcheinen hak man das nalſozialiſtiſche Prinzip der Kreditſchöpfung über⸗ nommen, führk aber dieſe Kredilſchöpfung mit un⸗ kauglichen Mikteln durch. Die Skeuerancechnungs⸗ ſcheine ſind nichls anderes als ein Handelsobſekt an den Börſen und bedeuten neue Laſten für das Volk. Wir lehnen die Wege des Kabinekts Papen ab und wiſſen, daß wir damit dem deulſchen Volke dienen. Enkſchloſſen, den Kampf bis zum Siege durch⸗ zuführen, haben wir gewußk, warum Abdolf Hitler am 13 Auguſt„Rein“ ſagen mußle. Mit vollem Bewußlſein nehmen wir den Kampf auf. Wenn alle Glieder der Bewegung ſich am 6. November zur Verfügung ſtellen, wird dieſer Tag eine neue Ausgangsſtellung in unſerem Kampfe ſein. Wir werden dann unſere Forderungen ſo anmelden, daß das Recht der Staatsführung- uns zufällt. Verwei⸗ gert man uns dieſes Rechk, dann werden wir es uns erkämpfen— ſo cder ſo.——— Die nalionalſozialiſtiſche Bewegung kämpft nicht um die Herrſchaft, ſie kämpft um Deutſchland. Wir werden die Verſager gegen den Bolſchewis⸗ mus zum Teufel jagen. Hiller iſt es gelungen, den Wer iſt Herr von Gayl? Der ehemalige Kaiſerliche Haupkmann, der 1918 mit den roken Soldakenräken pakkierke und ſeibſt Soldatenrak wurde. Wer iſt Herr Warmbold? Er iſt der Verkreker der Truſtinduſtrie und Zudenbanken, der heute noch ein jährliches Ein⸗ kommen von über 500 000 Mark verſteuert. Das Wirlſchaftsprogramm des Herrn, von Pavpen hilft nur den Banken, der Großinduſtrie and den Groß⸗ warenhäuſern. Herr von Papen iſt der Verkreler einer längſt überwundenen liberaliſtiſchen Denkweiſe. Heute gebührk die Führung der Wirkſchaft nicht mehr der Induſtrie, ſondern der Landwirkſchaft.“— Ganz beſonders wies Gauleiker Wagner auf die in dieſen Tagen erſchienene Nokverordnung über die⸗ Hilfsmaßnahmen für die Landwirkſchaft hin. Slatt Zinsſenkung, die allein eine Wirkſchaft heben könne, gewähre man nur Zinsſtundung. Der Aufbau unſerer Wirkſchaft müſſe von unten herauf erfolgen und zuerſt müſſe Kaufkraft und Arbeit für die Maſſen geſchaffen werden. Dies ſei aber alles nur möglich über die Landwirtſchaft und die Siedlung. Wörklich fuhr dann der Gauleiter fork: 5 Marpismus zurückzudrängen, es wird ihm auch ge⸗ lingen, den Weg zu Freiheit und Brol freizu · machen.“ Begeiſterker Beifall rauſchle dem enkgegen, als er mit ſeiner zündenden Anſprache geendet hatte. Rach einer kurzen Pauſe nahm Gauleiker Wagner erneuk das Wort und unkerſtrich den Werk der genialen Reuorganiſakion der Bewegung, die von Pg. Gregor Straßer geſchaffen wurde. Sodanſt leiteke Gauleiter Wagner die Verpflichkung der Ortsgruppen- und Stützpunkkleiker mit folgenden, an'e Reuernannken gerichkeken Worken ein: „Slellen Sie Ihre Kraft in den Dienſt der Bewegung. Die Bewegung hatl keine Ehren⸗ ämker und keine Poſlen zu vergeben. Sie hal Ihnen nur Opfer und Arbeik aufzuerlegen und wenn Sie enlſchloſſen ſind, das Ihnen übertra⸗ gene Amk auf ſich zu nehmen, dann will ich Sie als kommiſſariſche Orksgruppen⸗ und Stüßz⸗ punkkleiter verpflichken.“ Anſchließend nahm Gauleiter Wagner die Verpflichkung der Orks⸗ gruppenleiler durch Handſchlag vor. Nach der Verpflichlung verlangke Gauleiker Wagner von der geſamken Verſammlung das Gelöbnis der Treue und Pflichlerfüllung von Führern und eeee Gaule ter⸗ Parkeigenoſſen, das in einem dreifachen Seeg⸗ Heil ausklang. Nachdem Organiſakionsleiter Schmidt noch das Wachſen unſerer Bewegung in Mannheim zahlen— mäßig dargelegt hakte, ſprach Pg. Wetzel das Schlußwork.„Die bevorſtehende Wahl iſt die unſinnigſte Wahl, die je ausgeſchr'eben worden iſt und wir machen Herrn von Papen und Herrn von Hindenburg für alle Vorkommniſſe während des Wahlkampfes verankworllich. Jeden Tropfen Bluk werden wir ein⸗ mal von Herrn von Papen zurück⸗ fordern. Ganz eindeutig war Pg. Kreisleiker Wetzel auch, als er auf die Preſſe zu ſprechen kam: „Zeitungen, die für Papen ſchreiben, haben in einem deutſchen nalio⸗ alſozia⸗ liſtiſchen Hauſe nichks zu ſuchen. Wenn Preſſe und Preſſeorgane die Nolver⸗ ordnungen des Herrn von Papen loben, dann gehören ſie aus dem Haus geworſen. Wer als Nationalſozialiſt im Hauſe noch eine Zeitung hält, und nichk das „Hakenkreuzbanner“ beziehl, wiro nach dem 1. Okkober vor den Uſchla zikierk werden. Die Parkeigenoſſen haben zum kommenden Wahlkampf drei Aufgaben zu erfüllen, die erſte iſt, die Zeitungen weiker zu geben, um dadurch den Außenſtehenden mit unſeren Ideen, verkraut' zu. machen. Die zweite, unſere SBo in ihrem, Kampfe um die Gewinnung der Arbeitkerſchaft zu unkerſtützen. Wir pfeifen auf die halbe Million. vielleichk verlorengehender Spießerſtimmen, weil, wir wiſſen, daß wir mindeſtens eine Million Schaffender für uns gewinnen werden. Die dritte Aufgabe iſt die, daß ein jeder Parke'genoſſe zum Funktionär der Bewegung wird, ſodaß es bei der nächſten Milgliederverſammlung keine Zuſchauer mehr geben wird. Pg., Kreisleiler Wetzel gab dann noch die in nächfter Zeit ſtalfindenden Kannk. Mit dem gemeinſam geſungenen Liede un⸗ ſeres unvergeßlichen Horſt Weſſel hebende Kundgebung ihren Abſchluß. Mit neuem Muk, neuer Krafk und neuem kampf. Wir werden die Baflionen des Gegners ſtürmen und nochmals ftlürmen. Wir werden ſie berennen, auf daß es wahr werde: nfehe ii 7 e Deuijcher, vergiß es nicht! Am 11, Zunk 1922 erßlärke dey damal lag: „Wir kennen, kein Valerland, das Deukſchland heißt!“ Und der ſozialdemokraliſche Reichskagsabge ordneke Seyde witz(heute SAp) ſchreibt in! ſeiner Broſchüre„Sozialdemokralie und Wehr⸗ problem“, Hie er Anfang 1929 im Reichskag hak erſcheinen laſſen, wörklich: „Der Vorwurf des Landesverrales iſt nichts gegenüber einer Parkei, die keine Pflichlen gegenüber Land und Ration, die Pflichten lediglich gegenüber der Klaſſe des Prolelariols hal.“ 1* ** Der ſozialdemokrakiſche Reichsarbeiksmini⸗ ſter a. D. Wiſſel erklärte am 5. Februar 1920 im Reichstag wörllich: „So ſehr wir von der Nolwendigkeit die⸗ ſer Maßnahmen überzeugt ſind, mit denen fand die er⸗ Veranſtalkungen be⸗ Glauben ziehk nun auch Mannheim in den Wahl⸗ Voibherde de Spid, Elifgien, In Aeichh die Rol der Arbeilsloſigkeit gemilderk wer⸗ den ſoll, ſo ſehr wiſſen wir, daß die Arbeits⸗ loſigkeit mit den Mitteln, der Sozialpolitin allein nichk beſeiligt werden kann.“ Hiermit hat„Genoſſe“ Wiſſel zugegeben zugeg daß die marxiſtiſche Sozialpolikik auf Sand ge⸗ baut iſt. ——— „Gauleiter Roberk Wagner kommt nach Adelsheim“ war auf den Plakaken zu leſen und dies allein genügte, um Hunderke aus der Umgebung anzulocken. Schon am frühen Morgen war die SA. auf den Wieſen gegen Sennfeld verſammelt, um ſich unker der Lei⸗ kung von Skurmbannführer Pg. Große⸗Oſter⸗ burken, für ihre Anfgabe zu erküchtigen. Auch Standarkenführer Pa. Koch-Lindach, war an⸗ weſend. Ein vorgeſehener Propagandamarſch durch Adelsheim wurde jedoch behördlicher— ſeits nicht genehmigt. Um 9 Uhr hielt Kreis⸗ leiter Pg. Fr. Senfk-⸗Oſterburken, im Gaſt⸗ haus„Zur Krone“ in Adelsheim den erſten Kreiskongreß ab. Mit klaren, ſachlichen Worten erläuterke er in längeren Ausfährun⸗ gen die Neueinkeilung innerhalb der Organi⸗ ſation und gab den Stab ſeiner Mikarbeiker bekannt. Hernach verbreiteke er ſich über die wirtſchaftlichen und politiſchen Aufgaben, die unſer für die nächſte Zeit harren. Aus ſeinen Ausführungen war zu enknehmen, daß die Richtlinien unſeres Reichsorganiſakionsleiters Pg. Gr. Straßer eine geradezu geniale Sach⸗ kennknis verraten und beweiſen, daß eine glänzende geiſtige Veranlagung nur dann voll zur Auswirkung in der Praxis kommen kann, wenn der NUin Aunnden Mann auch im, Voltze ſteht und ſee⸗ 7 11 Sroße Ks⸗Kundgevung in Danach ſprach Pg. Kaiſer von der Schrift— leitung der„Volksgemeinſchaft“ über Organi⸗ ſation des Preſſeweſens und gab ein ſcharf umriſſenes Bild über die Tätigkeit und Ver⸗ ankworkung der Orts- und des Kreispreſſe⸗ warks. In einer ſcharfen Polemik geißelke er das Verhalken vieler Mitglieder, die heule noch Bezieher bürgerlicher Zeiknngen ſind und ließ ſeine Rede mit folgenden Worlen ans⸗ klingen:„Der ſtärkſten Bewegung die ſtärkſte Preſſe“. Kopf an Kopf drängken ſich am Miltag im geräumigen und ſchöngelegenen Felſenkeller des Gaſthauſes„Zur Linde“ in Adelsheim alie die, die den Gauleiter Wagner, Karlsruhe, hö⸗ ren wollten. Am Eingang war die SA. auf⸗ geſtellt, während die SA.-Kapelle von Diedes⸗ heim ſchneidige Weiſen erkönen ließ. Alles fieberke in ungeduldiger Erwarkung— ſie woll⸗ len den Gauleiker Badens, ſie wollten Wag⸗ ner ſehen. Während das Sonnenlicht einem fadenſcheinigen Sprühregen wich, ſchritk Pg. Wagner unter den Klängen von„Preußens Gloria“ die Fronk der SA. ab. Und dann ſprach er, nachdem Kreileiker Pg. Fr. Senft die Kundgebung eröffnet hatte. Enk⸗ ſchloſſen und zielbewußt wie ſein Geſichtsaus⸗ Adelsheim ſeinen Klubfreunden ins Gericht Ofkmals wurde ſeine zündende Rede von ſftürmiſchem Applaus unterbrochen. Zum Ornan ſteigerte ſich der Beifall, als er die Worte ſprach:„Die Abrechnung mit dem Marrismus erfolgt nicht durch Umbeſetzung von Miniſterſtühlen, nein! ſie iſt eine Welkanſchauungsfrage!“ Und wie⸗ der gab die Maſſe ihrem inneren Erlehnis Alusdruck ols er die Parole unſeres großen Führers Adolf Hitlers zitierke:„Wir benen⸗ nen uns zur unbedinglen Legaliläf. doch r ſie Vanen, dann haben wir freie Hand“. Tiefer noch als ſeither überzengt, ve die Hörer und Anhänger die mit§a fahnen geſchmückle Skälto. Ein ſth mengebinde, von der RS92 Fr überreicht, ehrte unſeren belie Rach einer kurzen. Anſprache Saale des„Denlſchen Hauſes nun Gauleiter Rob. Waoner di' Orksgruppenführer“ So klany ſirgzon „„ eing gebung aus, die auch dem Außenktehenden 8 Ueberzengung briügen muſtte. daß hior 5 politiſche Inkriganken am We ſind. dern Männer, Hie in ihrer ſchüchten Gert. heik eine neue Welt in ſich kragen und dur Schaffung klarer Fronten ihre Anbänger⸗ge⸗ druck, ſo war auch ſeine Rede. Leidenſchaft. ch aing a Vais* treu unſerer Tradition zu neuen Taten ver⸗ znlihe Dekänntmachungen. Bürgerſteuer. Auf Grund der b0. des Bad. Staat⸗miniſteriums über die Bürgerſteuer im Jahre 1952 erhebt die Stadt für das letzte Viertel des Kalenderjahres 1952 die Bürgerſteuer nach Maßgabe der h0. des Reichspräſi⸗ denten zur Belebung der Wirtſchaft vom 4. Sept. 1952 4. Teil Kap. 1 Art. 2 1. Abſchnitt. Nach der zur Durch⸗ ührung der Bürgerſtener 1952 ergangenen D0. des eichsminiſters der Sinanzen vom 9. Sept. 1952 gelten folgende Beſtimmungen: I1. Steuerpflicht und ſteuerberechtigte Gemeinde. Die Bürgerſtener wird von der Stadt von allen Per⸗ ſonen erhoben, die in heidelberg ihren Wohnſitz, oder mangels eines inländiſchen Wohnſitzes in heidelberg ihren gewöhnlichen Kufenthalt hatten, 20 Jahre alt waxen und ſelbſtändig auf eigene Rechnung leben. Den auf eigene Rechnung lebenden Perſonen ſtehen die perſonen gleich, die ein ſelbſtändiges Einkommen haben und im Haushalt der Eltern oder Kenſtigen Derwandten leben. Maßgebend für die Steuerpflicht ſind die je⸗ weiligen Derhältniſſe am 10. 10. 1931. Steuerberechtigt für den vollen Steuerbetrag iſt die Stadt auch dann, wenn der Steuerpflichtige nach dem 10. 10. 51 ſeinen Wohnſitz in den Bezirk einer anderen Gemeinde verlegt hat. Ii. Steuerbefreiung. Die Bürgerſteuer wird nicht erhoben von Perſonen: a) die am 10. 10. 51 vom Wahlrecht ausgeſchloſſen oder rechtlich in der Kusübung ihres Wahlrechtes behin⸗ dert waren, oder bei denen an dieſem Tage die lus⸗ übung des Wahlrechts ruhte; b) die am Sälligkeitstage Arbeitsloſen⸗ oder Kriſen⸗ unterſtützung auf Grund des Geſeizes über Urbeits⸗ vermittlung und Arbeitsloſenverſicherung emp⸗ Kraan: c) die am Hälligkeitstage laufend öffentliche Fürſorge auf Grund der VO. über die Fürſorgepflicht genießen (insbeſondere die Rleinrentner); e) die am Hälligkeitstage Renten aus der reichsgeſetz⸗ lichen Sozialverſicherung empfangen(Sozialrentner), ſofern ſie nicht bereits unter e fallen und ihr geſamtes Jahreseinkommen 900 Rm. nicht überſteigt; e) die am Hälligkeitstage eine Zuſatzrente nach§ 88 des Reichsverſorgungsgeſetzes in der Faſſung der Bekanntmachung vom 22. Dezember 1927 emp⸗ fangen; ) von denen anzunehmen iſt, daß ihre geſamten Jahres⸗ —770 e 500 Rm. nicht überſteigen. Die Befreiung lt nicht für perſonen, deren landwirtſchaftliches, forftwiriſchaftliches und gärtneriſches Vermögen, Grundvermögen und Betriebsvermögen unter Zu⸗ grundelegung der Einheitswerte vom 1. Januar 1951 zuſammen 5000 RM. überſteigt. Das Der⸗ möõgen von—14—5 die nicht dauernd von ein⸗ ander getrennt leben, iſt zuſammenzurechnen. Liegen die Vorausſetzungen für die Befreiun b, c, d und e nur an einem Sälligkeitstage vor, f0 gilt die Befreiung nur für den an dieſem Sälligkeitstage zu entrichtenden Teilbetrag der Steuer. III. Steuerhöhe. Der Geſamtbetrag der Bürgerſteuer 1932 iſt aus dem Geſamtbetrag der Bürgerſteuer 1951 mit der Maßgabe J. erechnen: daß der Zuſchlag von 50 Prozent, der bisher bei Ver⸗ eirateten für die Ehefrau erhoben wurde, außer nſatz bleibt, 2. daß von dem Betrag der Bürgerſteuer 1951(ohne Ehefrauenzuſchlag) für die Bürgerſteuer 1952 nur die Hälfte anzuſetzen iſt, 5. daß der ſich aus Ziffer 1 und 2 ergebende Steuer⸗ betrag um 25 prozent geſenkt wird, d. h. nur in höhe von drei Diertel erhoben wird. Die Steuer beträgt daher in gleicher Weiſe für einen berheirateten wie für einen Ledigen: Bürgerſteuer 1951 1952 (ohne Frauen⸗ zuſchlag) — RM. RM. a) für einkommenſteuerfreie Perſo⸗ nen mit Einkünften von über 500 Reichsmark oder bei geringeren Einkünften mit einem Grund⸗ ſtücksvermögen von 5000 RM. bis einſchließlich 10000 RM. für einkommenſteuerfreie Perſo⸗ nen, deren Grundſtücksvermögen 10000 Rm. überſteigt oder für einkommenſteuerpflichtige Per⸗ ſonen mit einem Jahreseinfom⸗ men bis einſchl. 4500,.— Rm. für Perſonen mit Jahreseinkom⸗ men von mehr als: 4500 Rm. bis nit 6000 RM. 690⁰ 8000 12000 800⁰ 2000 16000 16000 200⁰⁰ 2⁵0⁰⁰ 500⁰00 75 0⁰⁰ „ 100000 „25000⁰ „ 500000 10,50 21,00 51,50 42,00 65,00 84,00 105,00 175,00 26²,50 525,00 1050,00 1750,00 5500,00 1512,50 5 7000,00 2625,00 Ais Einkom: silt das Einkommen im Sinne des enſtene es. Die Einkünfte von Ehegatten, zernd zoneinandet getrennt leben, ſind in edein Jall zuſammenzmrochnen. 11,81 15,75 25,62 51,50 39,37 65,62 98,45 196,87 505,75 100000 656,25 2500⁰⁰⁰ 500⁰⁰⁰ eit der steuer. wird in gleichen Teilbelrägen iv. Fälligt e Bürgerſtener 1952 oweit ſie durch Einbehalten eines Lohnteils erhoben wird, ohne Nückſicht auj ihte höhe beiklrbeilnehmern, deren Kebeitslobn gezahlt wird für zeiträume oo%n mehr als einet: in z leilbetrũgen, und Mober, Lorembet und wat ain 10. der Mannt b) von nicht mehr als einer Woche: in 6Teilbeträgen, und zwar am 10. und 24. der Monate Oftober und Ropember 1952 ſowie am 10. und 28. De⸗ zember 1952; ſoweit ſie mit ihrem Geſamtbetrage auf Grund eines beſonderen Forderungszettels erhoben wird, am 10. Oktober und 10. November 1932; „ſoweit ſie auf Grund eines zuſätzlichen Forderungs⸗ zettels erhoben wird: am 10. November 1952; in den übrigen Hällen: am 10. Oktober und 10. No⸗ vember 1952. 3 V. Erhebungsform der Steuer. Die Bürgerſteuer wird erhoben: „von Steuerpflichtigen, die Arbeitslohn erhalten und neben dem Grbeitslohn kein ſonſtiges Einkommen oder ein ſolches von nicht mehr als 500 RM. haben: Lurch Einbehalten eines Lohnteils auf Grund der Steuerkarte für 1952; . von Steuerpflichtigen, die neben dem Arbeitslohn ſonſtiges Einkommen von mehr als 500 RM. haben, ſofern infolge des ſonſtigen Einkommens eine höhere Steuer als ſich aus dem Arbeitslohn allein ergeben würde, begründet wird: durch Einbehalten einesLohn⸗ teils auf Grund der Steuerkarte 1952 ſowie auf Grund eines zuſätzlichen Steuerforderungszettels; von allen übrigen Steuerpflichtigen auf Grund eines beſonderen Steuerforderungszettels. VI. Pflichten der Arbeitgeber. Die Urbeitgeber ſind verpflichtet, die Bürgerſteuer 1952 am CLohn aller Lohnſteuerpflichtigen abzuziehen und einzubehalten. Dies gilt nur nicht für ſolche Arbeit⸗ nehmer, die dem Arbeitgeber eine Beſcheinigung ihrer Wohnſitzgemeinde vorlegen, daß ſie die Bürgerſteuer 1952 nicht erhebt. Der Urkeitgeber haftet für die ein⸗ zubehaltenden Beträge. Die den Steuerkarten bei⸗ geſetzten Vermerke über e von der Bürger⸗ ſteuer 1951 gelten nicht ohne weiteres für die Bürger⸗ ſteuer 1952. Ob ein Befreiungsgrund vorliegt, muß von dem Steueramt aufs neue nachgeprüft werden. Von dem Arbeitgeber ſind einzubehalten: wenn auf der. Steuerkarte für das Ralender⸗ jahr 1952 an Bürgerſteuer angefordert waren für ür davon werden fällig bei Arbeit⸗ nehmern, deren Urbeitslohn ge⸗ zahlt wind für Zeiträume von nicht mehr 0 als einer Woche insde einer Woche am 10. u. 24.10.32. ges am 10.,10., 10. 11. am 10, n. 24.1 verh. Ledige ſamt u. 10. 12.32 am 10. u. 24.12.32 15,75 10,50 3,05 je 0,5 Rm. 51,50 21,0,.87 je 1,51 Km. 47,25 31,50 11,81 je 1,96 Km. 65,0 42,00 15,75 je 2,52 Rm. 94,50 65,00 25,02 je 3,95 Rm. 126,00, 84,90 31,50 je 5,25 Rmt. von mehr als je je je je 5,2 je je 10,50 RM. je 15,12 Rm. Der krbeitgeber hat die einbehaltenen Bürgerſteuer⸗ beträge binnen folgender Friſten an die Stadthaupt⸗ kaſſe abzuführen: 1. ſoweit die Bürgerſteuer von der Stadt angefordert iſt, in der die den Lohn zahlende Betriebsſtätte liegt: für Lohnzahlungen in der Zeit vom 1. bis zum lö. eines Ralendermonats: bis zum 20. dieſes Kalender⸗ monats, für Lohnzahlungen in der Zeit vom 16. bis zum Schluß eines Kalendermonats: bis zum 5. des folgenden Kalendermonats. Beträgt jedoch die bis zum 20. eines Kalendermonats abuflhrande Summe weniger als 200 RM., ſo hat die Üblieferung bis zum 5. des folgenden Ralendermonats zu erfolgen; „ſoweit die Lohn zahlende Betriebsſtätte außerhalb der Gemarkung heidelberg liegt, für Lohnzahlungen innerhalb eines Ralendermonats bis zum 5. des fol⸗ genden Kalendermonats. Bei Arbeitnehmern, für die bei der nächſten auf die Sälligleit folgenden Lohnzahlung eine Lohnſteuer vom Arbeitslohn wegen Nichtüberſchreitens der Sreigrenze nicht einzubehalten iſt, ermäßigt ſich der an dieſem Tage einzubehaltende Teilbetrag der Bürgerſteuer 1952 auf die Hälfte der oben bezeichneten Raten. Dieſe Ermäßi⸗ gung tritt jedoch nicht ein, wenn bereits auf der Steuer⸗ karte der niederſte Steuerſatz angefordert iſt. Der Steuerpflichtige hat jedoch, 3. wenn ſein landwirtſchaftliches, forſtwirtſchaftliches und gärtneriſches Hermögen, Grundvermögen und Betriebspermögen im Sinne des Reichsbewertungs⸗ geſetzes zuſammen 10000 KM. überſtoigt oder „wenn nach den Verhältniſſen am Sälligkeitstage an⸗ zunehmen iſt, daß er auf Grund ſeiner geſamten Jahreseinkünfte im Jahr 1952 nicht einkommen⸗ ſteuerfrei ſein wir, den Feil der Bürgerſteuer, der an ſich vom Urbeitslohn gleichfalls hätte einbehalten werden müſſen, aber im hinblick auf die Lohnſtenerfreiheit nicht einbehalten worden iſt, ſelbſt an die Stadthauptkaſſe zu entrichten. VII. Berückſichtigung auße rordentlicher Einkommens⸗ rückgänge. In den Sällen, in denen das Einkommen des Steuer⸗ pflichtigen im Steuerabſchnitt 1931 gegenüber dem Ein⸗ kommen im Steuerabſchnitt 1950 um mehr als 50 Pro⸗ zent zurückgegangen iſt, wird die Bürgerſteuer 1952 auf Antrag entſprechend dem hundertſatz des Einkommens⸗ rückgangs ermäßigt. Ein Einkommensxrückgang bis 50 Prozent bleibt jedoch außer Betracht. VIII. gusfunft über alle mit der Bürgerſteuer zuſammenhängenden Hragen erteilt das Steueramt, Abtlg. Bürgerſteuer, Rathaus Jimmer 6. heidelberg, den 50. Feptember 1952. der Oberbürgermeiſter. An die Zahlung der nachſteheng auſgeſührken Gefälle wird hiermit bei Vermeiden der Erhebung der geſetzlichen Verzugszuſchläge und der koſten ⸗ pflichtigen Beitreibung er'nnert: 1. II. Drittel der Schulgelder für die Oberrealſchule mik Rralgymnaſium, für die Mädchenr⸗alſchule ſowie für die Handels⸗ und Gewerbeſchule, fällig am 1. Okkober 1932.— Gemeinde⸗ und Kreisſtouern, Gebäudeſonder · ſtener, Kanal⸗ und Mäll⸗ und Skraßenreinigungs⸗ gebühren: Seplemberbelrefſmis, Schonfriſt's⸗ 7. Okkober. Die in den ehemaligen Ralhäuſern der Vor⸗ orke Handſchuhsheim, Kirchheim, Rohrbach und Wieblingen eingerichketen Zahlſtellen ſind in der Zeit vom 3. bis einſchließlich 5. Otkoher ds. Js. jeweils von—12 Uhr vormitkags geöffnel. Der Oberbürgermeiſt'r. n —— —————— Ausstellu rꝛur Förderung von Handwerk u Gewerbe Labarzeien ion bemersefneikernen A Sonntag, 2. Okt. 10-12 u. 14-18 Uhr 6 im eworbeschulgebäude Berhheimerstf, 76, Erdgeschoß, Saal Vr. 10 5 EINTRITT FREII ———————— orisgruppe Schallhausen Di⸗ Ortsgruppe Schatthauſen hat ungefähr 500 Itr⸗ gelbfleiſchige Speischartoffein u verkaufen. breis pro Zentner frei Keller.50 Am. Beſtellungen nimmt der Ortsgruppenleiter entgegen. Anſchrift: M. Muner 4. Schalihausen Oberdorf 84. ———— A nach 157,50 105,00 39,27 je 6,56 RM. NWos W Lu W. WWV. W* W W 3 1— haben wir den deutſchen Nauchern zugedacht: ab 1. Okt. liegen unſeren Packungen neue Uniform⸗ bilder bei! Hie werden uns das ruhmreiche Teitalter der Deutſchen Freiheitskriege nahebringen!— Ananfechtbar bleiben ſelbſtver⸗ ſtändlich unſere vier Zigaretten⸗Marken von überlegenor Klaſſe! Sie ſind aufs ſorgſamſte aus verbürgt reinen Orient⸗Tabaken erſter Brovenienzen abgeſtimmt, um jedem Geſchmack erecht zu werden. 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Hauck Unhr: Garten-Konzert,.45 Uhr: Einmarsch der SA und 85. vorhunden mit großem 4a fenstreich(nur bei günstiger Witteruns minen Bunté Bühne,.30 Uhr: Tanz E————————————————————————— 5 in Hodemer faguntentn monatl..— R 8 mal Untertt .5 S2 — S —— — S — 2 — S F —2 — —3 —— S — —— — CE — —32 S — — — E4 2— E 2— — S — 2 S —3 — S — — 2— 2 2. — S — + S S Am 1. Oktober Leranstolit die ineibet&. eine, machivolle Kunigebung“ im Rasengarten, verbundén mit der- Fahnenübergabs an die Stürme K, 6 und 10n Es sprechen: Gruppenführer von lagev Sandartenführer Ziegler Kreisleiter Wetzel MeR. Zu dieser Veranstaltung wird die gesamte Bevölkerung Mannheims eingeladen, Ein reichhaltiges Programm wird den Abend ausfüllen. Groher Z2 apfenstreient Wwerbt unter der Harole: Manubeim in Zaihen des Halenlreuzes! bauer,'heim Sandhofen chu l z Seckenheimerſtr. 54, 2 Tr. — kumten dazu, sich bel Anscheflung von flobel nüt dos duòlitativ Gute zu er/erben. sind nicht nur seit Johrzehmen önetkonnt Süd sondem such sehf preiswveft. en N H EIEA—— —— 23—— Kunststr. —— * Weinhaus Astoria Blaus Sroltoe„ Höllo„ lügnc stiimmunsskonzeriſg * Beste oftene Naturweine Münehner Pbschorr- u. Habereekl⸗Blere fellen Simstzg verlängeruns teeeeieien Herren- feinste Maß-Qualitäten zu konkurrenzlos niederen Preisen f nach ihren Maßen Anfertigung inkl. n Zutaten 28.— Everiz& Co. D 338 NHA R MON⁰IE 0 3, 10 Tel. 28 243 1 elie 10 Kampf gegen Winoͤmühlemilügel Bürokratie und Finanzpleite Die Reichsregierung hat eine ſtaunenswerte Uebung daring, Dinge, die ihr unſympathiſckh oder nnangenehm ſind, einfach zu verſchweigen oder zu umgehen. Es ſtört die allgemeine Ge— mütlichkeit, die ganze Aufbaufrende, wenn immer wieder Störenfriede die ungedeckte Rechnung präſentieren. Dabei vergißt, man gefliſſentlich, daß zur Ordnung im allgemei⸗ nen als erſte Vorausſetzung die Oroͤnung im eigenen Haushalt notwendig iſt. Damit iſt es allerdings faul beſtellt. Hat doch Herr von Papen hier ein Erbe übernommen, das ei vielleicht nicht einmal überſieht, deſſen Ans maß jedoch geradezu chaotiſch iſt. Es gibt i ganz Deutſchland beinahe keine einzige Ge meinoͤe, Stadt, kein Land, deſſen Finanz miniſter oder Kaſſenrendant erklären könnte unſere Ausgabenwirtſchaft iſt mit den gülli gen Geſetzen von Treu und Glauben verein bar. Es ſind Wechſel auf die Zukunft, mit denen von heute auf morgen gewirtſchaftet wird, Wechſel, denen der Reichskanzler durch „Konjunkturproduktion eine Diskontfähigkeit verleihen will. Nichts anderes!—— letzt Bankkavital und Kabinett das denkbar beſte Vorläufig ſind die Finanzſchwierigkeiten noch nicht in der Oeffentlichkeit akut; nicht zu⸗ weil das Verhältnis zwiſchen Börſe, iſt und auch die internationalen Börſen ſich „abwartend“ verhalten. Das ändert alles nichts an der Tatſache des buchmäßigen und praktiſchen Finanzbankerottes. Die Steuerein⸗ gänge ſind und bleiben— trotz der Gutſchein⸗ verſprechen— weit unter den Anſätzen zurück. Kein Wunder, denn jedͤe weitere Steigerung teren Vernichtung der ſteuerzahlungsfähigen Schichten der Laſten mußte ganz zwangsläufig zur wei⸗ führen. Zu den Sorgen um die Durchführung der Notverorodͤnung, auf deren praktiſcher Anwendung der Herr Reichspräſi⸗ dent beſteht und die nunmehr— ein Treppen⸗ witz der Politik!— oͤurch das Kabinett ſeines Vertrauens genau ſo gefährdet iſt wie die Ablehnung des Reichstages, tritt nunmehr die aknute Gefahr der bevorſtehenden Kaſſenſchwie⸗ — ——— rigkeiten. Alles rechnet nämlich auf Zuſchüſſe nom Reiche her und ſieht ſich hierin ſchmählich hetrogen. Die Reichsfingnzverwaltung hat ein einnehmendes Weſen und vergißt das Zurück⸗ geben, weil inzwiſchen nichts mehr da iſt. Nun gehen die Länder— und von ihnen herunter entſprechend fortgeſetzt die übrigen Finanzver⸗ waltungen— einfach zur praktiſchen Selbſt⸗ hilfe über und behalten ihrerſeits die Ein⸗ nahmen Reichs⸗ und Länderanteile zurück. Bude einrennen. abgabepflichtigen Was ſoll ſchließlich ein Bürgermeiſter oanfangen, wenn ihm die Erwerbsloſen, denen er die kümmer⸗ liche Unterſtützung nicht zahlen kann, die Da riskiert er ſchon eher einen Rüffel pon oben. Dieſe balkaniſchen Zuſtände haben ſich ſo langſam eingebürgert. Aus der Not wird die Tugend und Gewohnheit. Schließlich findet es niemand mehr verwunderlich. Wer denkt etwa hente noch daran, daß die Beamtengehälter rechtmäßig auf einen Schlag am Ultimo ge⸗ zahlt werden müßten. Jeder freut ſich, wenn es überhaupt zu einem genehmen Termin eine Rate gibt. Irgendeine Möglichkeit zur Ab⸗ ſtellung dieſer Mißſtände beſteht-im gegenwär⸗ einſchließlich der tigen Augenblick und ſeiner geübten Praxis nicht. Höheren Ortes weiß man ſich keinen anderen Rat, als die Finanzminiſter der Län⸗ der zu verſammeln, um über Berwaltungs⸗ maßnahmen, Vereinfachungs⸗ und Erſparungs⸗ möglichkeiten zu beraten. Das Kind iſt in den „Brunnen gefallen und ertrunken, der Brun⸗ nen iſt ausgetrocknet, jetzt aber wird er zuge⸗ deckt! Gewiß mag es hier und da Möglich⸗ keiten weiterer Erſparniſſe geben. Wie dieſe bei den derzeitigen: Umſtänden ausſehen, wiſſen wir: Kürzung bei den Hungerſätzen der Maſſen, den Schul⸗ und anderen Etats. Da, mo geſpart werden könnte, beſtehen Hemmun⸗ gen, Teile jener ungeſchriebenen Geſetze, nach en wir heute mißregiert werden. Darüber —is iſt man ſich bei Leibe noch nicht einig, ſoſort Maßnahmen zu ergreifen, um aſtens etwas zu tun. O nein! Es wurde Unterausſchuß eingeſetzt, Erſparnismög⸗ kéiten ausfindig zu machen und Vorſchläge⸗ ur Durchführung zu unterbreiten. Gute Ver⸗ richtung! Vielleicht melden ſich die Herren beim allgemeinen Konkursverwalter wieder. Großmarkt Weinheim. Nüſſe 16—29, Wallnüſſe 44—67, Pfirſiche —30, Quitten—9, Zwekſchgen 9,8—11,2, Birnen—21, Aepfel 6,5—21. Anfuhr und Nachfrage guk. Sonnkag keine Verſteigerung. Vom Rohhäukemarkk. Die Umſätze am Rohhäukemarkt ſind auch in der letßken Woche klein geblieben, es wird. nur gekauft, was gekauft werden muß. Die Lederinduſtrie hält vorläufig mit weiteren Einarbeitungen zurück. Die drei Häukeauktio⸗ nen dieſer Woche zeigten aber durchweg wei⸗ ter feſte Tendenz mit immer noch leichk an⸗ ziehenden Preiſen. Die letzte Aukkion der Mitteldeutſchen Auktion des ſächſiſchen Ge— fälles in Leipzig am 22. und 23. Sepkember hatte bei gutem Beſuch ebenfalls anziehende Preiſe zu verzeichnen, die zurückgezogenen Kalbfell-Loſe ſind nach der Auktion freihän⸗ dig verkauft worden, ſodaß krotz der erhöhten Preiſe der- Markt aufnahmefähig erſcheint. In Leipzig wurden folgende Preiſe erzielt: für leichte rote Ochſenhäute 25,5, ſchwere 31,5 leichte rote Farrenhäute 31,5, ſchwere 21,5 hi⸗ 23,75, leichte rote Kuhhäute 30 bis 32, ſchwe⸗ 39 Pfg. pro Pfund. Vergleichsvorſchlag des Mannheimer Tageblalt. Zu den bürgerlichen Gazetten, die durch die mächtig emporſtrebende NS-Preſſe, ebenſo wie die roten und ſchwarzen Zeitungspapiere ſtark bedrängt werden, gehörk auch das „Mannheimer Tageblatt“. Nachdem der Ver⸗ lag eine Inkereſſengemeinſchaft mit der Buch⸗ druckerei Julius Waldkirch, Ludwigshafen, ab⸗ geſchloſſen hat, macht er jetzt ſeinen Gläubi⸗ gern einen Vergleichsvorſchlag von 40 Pro⸗ zent bei voller Auszahlung der bis zu 50 RM gehenden Forderungen. Die Unterbilanz be⸗ krägt 204000 RM. Grundſtücke, Gebäude, Maſchinen, Fuhrpark und Außenſtände ſind der Debilanz im Geſamtbekrag von 211 000 RM verpfändet. Bon den badiſchen Sehlachtviehmärklen Der Auftrieb an Großvieh auf den badiſchen tember war entſprechend der Nachfrage zu ſtark, ſo daß faſt auf ſümtlichen Märkten Ueberſtände verbliehen. Geſucht waren wie ge⸗ wöhnlich vollfleiſchig ſeite Färſen(Kalbinnen) für die Preiſe bis zu RM. 36.— je Zentner Lebendgewicht erzielt wurden. Ungejochte noch nicht abgezahnte, vollfleiſchig fette, jedoch nicht zu ſchwere Ochſen waren ebenfalls begehrt, hierfür wurden Preiſe bis zu RM. 33.— je Zentner Lebenoͤgewicht bezahlt. Die Nachfrage nach Bullen und Kühen ließ zu wünſchen ührig. Für beide Tiergattungen konnten unge⸗ fähr die Preiſe der Vorwoche erlöſt werden— Sehr unliebſam machte ſich der Auftrieb an nordoentſchem Weidevieh bemerkhar; ferner ſdie Frachtbeihilfe, welche zur Stützung des Münchner Schlachtviehmarktes gegeben wird. Faſt ſämtliche unſerer badiſchen Märkte waren „fark. heſahren. Das Angebot an Kälbern war genügend. »Preiſe hielten ſich ungefähr auf der Höhe Vorwoche. Für beſts Kälber wurden Preiſe zu RM. 45.— je Zehtfer Lebendgewicht vlöſt. Bei den Schweinen war das Angebot eben⸗ falls genügend. Die-Preiſe⸗hielten ſich auf der Höhe der Vorwoche. Für beſte Schweine im Lebendgewicht von 100 Kilogramm konnten Preiſe bis zu. RM. 49.— je Zentuer Lebendͤge⸗ micht erreicht werden. Wachſende Schwierigkeilen im Schank ⸗ gewerbe. Die Konkurſe und Vergleichsverfahren ha⸗ ben im Jahre 1932 erneut zugenommen. Bier⸗ und Spirituoſenkonſum ſind um 41 bezw. 57 Prozenk zurückgegangen. Beſonders drückend wirkt nach den letzten Berichten die Verſchul— dung an die Brauereien. Der Verband for⸗ derk eine erſtrebliche Einſchränkung der Zahl der Bekriebsſtätten.— Fußball Außer den Bezirksligaſpielen finden mor⸗ morgen im Reckarkreis und Kreis Unterba⸗ den folgende Verbandstreffen ſtatt: Rechkarkreis. Kreis-Liga: In Heidelberg: 1. FC 05— Union; in Handſchuhsheim: 1910- Fg. Kirch⸗ heim; in.⸗Rohrbach: FG— Sporkv. Sand⸗ hauſen; in Hockenheim: Fy. 08— Olympia Neulußheim; in Schweßingen: Sporkv.— Fo. Oftersheim; in Plankſtadk: Spielvg.— VfB Wiesloch. -Klaſſe: In Reilingen: Sporkkl.— Vfe Heidelberg; in Neckargemünd: Sppg.— VfB Nauenberg; in.⸗Kirchheim: Tp.— Sporffr. Doſſenheim; in Schönau: VfB— Spielvg. Neckarſteinach. -⸗Klaſſe: In Handſchuhsheim: Turnv. 86 Odin— Turnv. Schweßingen; in Heidelberg: Reichsbahn— Turnv. Walldorf(wegen der Platzſperre) und Vfeè lb— Badenia St. Il⸗ gen, in Walldorf: FC 31—.⸗Wieblingen; in Ziegelhauſen: TG— Ty. Rohrbach. Elſenz⸗Kreis. Kreis-Liga: In Heinsheim: BfB gegen Union Michelbach; in Eſchelbronn: FC— Phönix Steinsfurt; in Eberbach: Sppg.— Eppingen. Kreis Untkerbaden: Kreis⸗Liga: Weinheim.— Phönix Nek⸗ karſtadt— Altrip, Feudenheim— Wallſtadt, SPOpT-SpIEL Käferkal— Heddesheim, Reckarhauſen— Edingen, 07— Leutershauſen. Hocken Platweihe der Mannheimer Turngeſell⸗ —— ſchaft. Der eifrigen Hockey⸗-Abteilung der Mann⸗ heimer Turngeſellſchaft iſt endlich ein lang⸗ erſehnter Wunſch in Erfüllung gegangen. Nachdem der ſeitherige Spielplatz im Schloß⸗ garken dem Rheinbrückenbau zum Opfer ge⸗ fallen iſt, wurde durch eifrige Arbeit der Mit⸗ glieder draußen am Reckarplatz, Feudenhei⸗ merlandſtraße, eine neue Platzanlage geſchaf⸗ fen, von der das Hockeyfeld ſoweit ferkigge⸗ ſtellt iſt, daß es am morgigen Sonnkag erſt⸗ mals beſpielkt werden kann. Zu der neuen An⸗ lage kommen noch ein Hauptkſpielfeld mit Laufbahn, Uebungsfeld, Tennispläße, Sonnen⸗ bad und Turnplatz hinzu, deren Fertigſtellung bis auf das Handballfeld, das an einem der nächſten Sonnkage eingeweiht wird, noch einige Zeit dauern wird. Die Hockey-Abteilung des MeG, die über ein zahlreiches Spielmakerial verfügk, hat ſich zum Eröffnungsſpiel den Hockey-Club Heidel⸗ berg verpflichtet, der nicht nur in Süddeutſch⸗ land, ſondern darüber hinaus ſeit Jahren ſchon zur Spißengruppe im deutſchen Hok⸗ keyſport zählt. Beginn dieſes Spieles iſt auf 10.30 Uhr feſtgeſett und es iſt zu erwor⸗ — daß hierbei vorzüglicher Sport geboten wird. Die Spiele des HChH Außer der 1. Mannſchaft, die in Mann⸗ heim bei der Mi weilt, ſpielen noch fol⸗ gende Mannſchaften morgen: In Pforzheim kämpfl die 2. Elf gegen die 1. des dorligen Rugbyklubs, die 2. Damenvertrekung ſpielt vormiktags.30. Uhr in Heidelberg gegen da Damen von Germanig Mannheim und nachm. 3 Uhr ſtehen die Damen der 1. Mannſchaft gegen dieſenigen des T Frankenthal eben⸗ falls in Heidelberg gegenüber. Spiele der Turngemeinde Heidelberg 1878 Die Privatmannſchaft der 78 er krägt um 9 Uhr in Handſchuhsheim das Rückſpiel gelhen den Sporkperein Handſchuhsheim aus. Die TG-Damen ſpielen nachm..30 Uhr in Hel⸗ delberg gegen diee Damen von Germania Mannheim. Rudern Beginn der Jubiläumsveranſtalfungen des Heidelberger Ruderklubs Als Auftakt zu den Jubiläumsvperan⸗ ſtaltungen des Heidelberger Ruderklubs, der in dieſen Tagen ſein 60 jähriges Be⸗ ſtehen feiert, findet morgen Nachmiktag zwiſchen 2 und 5 Uhr eine Inkerne Re— gatta in Heidelberg ſtatt. Das Ziel iſt un⸗ Iſt abends der Himmel grau, ohne Sterne, dann iſt der Regen nicht mehr ferne. — 4 gemochl I. Bereite eine kalte Perſillauge. das Wäſcheſtück kurz durch. Vermeide Reiben und Wringen. 2. Spüle gut in kaltem Waſſer. Etwas Mü Farben auf. 3. Drücke das Stück vorſichtig aus— nicht wringen— und rolle es mehrmals in Tücher ein und aus. 4. Wollſachen richtig in Form ziehen, auf Niemals Wolle auf Wolle. Kunſtſeidene Sachen noch f Tuches bügeln. 1 Eßlöffel Perſil auf je 2 Liter cheneſſig im erſten Spülwaſſer friſcht die kerhalb der Friedrichsbrücke. Abends 8 Uhr findet ein Geſellſchaftstanz im Klubhaus ſtatt. ———— 4 tuchbedecktem Tiſch liegend trocknen laſſen. eucht mit mäßig warmem Eiſen unter Kuflage eine⸗ — 4 220 Schlachtviehmärkten am Montag, den 26. Sey⸗ —.—ſf— 0———— Schü Dame Teilz- GC Tel. 5 Heule un 4er KAl Tatterze Wo ka. im Se Oje p — Resuchen Sie Wein Jum aussch: Küche ist im Fritz Seerer /m. 220 ärkten n hadiſchen n 26. Sep⸗ chfrage zu t Märkten ſen wie ge⸗ kalbinnen) je Zentner jochte noch ſedoch nicht s begehrt, R. 33.— je Nachfrage wünſchen nten unge⸗ ſt werden⸗ uftrieb an ir; ferner tzung des ben wird. rkte waren genügend. der Höhe den Preiſe endgewicht ebot eben⸗ ch auf der jweine im konnten Lebendge⸗ Schank⸗ ahren ha⸗ nen. Bier⸗ bezw. 57 drückend Verſchul⸗ band for⸗ der Zahl N n Mann⸗ noch fol⸗ Pforzheim dortigen ig ſpielt jegen da nd nachm. Tannſchaft hal eben⸗ erg 1878 krägt um iel gelhen us. Die in Hei⸗ Hermamia igen des isperan⸗ erklubs, ges Be⸗ chmittag rne Re⸗ liſt un⸗ Abends anz im —— 2. Johrg./ Ur. 220 Scimidkonz 55 5 2 Dle iuhrende Tanzschule Mannnenns 2 5 2 15 9 Tel. 30411, nimmt Anmeld. entgegen für Kurse, Einzelstund. n, — 25——————————— I —— Somstag, den 1. Oklober 1932 ———————————————————„4 Seite 11 Es entspricht nicht der Berufsauffassung der im privaten wie im sozialen Gesundheitsdienste tätigen Dentisten, Reklamen, insbesondere solche mit„Preis“-Angabe,„Garantie“-Angebot usv/., zu veröffentlichen. Es ist daher den Mitgliedern des Reichs- verbandes, dem bis auf wenige, meist begründete Ausnahmen, alle staatl. anerkannten und geprüften Dentisten angehören, nicht gestattet, sich derartiger Reklame zu bedienen. Die Mitglieder des unterzeichneten Verbandes haben auch ohne„reklameartige Preisankündigung“ inre Gebührensätze den heutigen wirtschaftlichen Verhältnissen angepaßt. Die Zugehö⸗- rigkeit zum Reichsverband Deutscher Dentisten hürgt für gute Fachbehandluns und bietet dem Publikum Schutz gegen jede Uebervorteilung. Unsere Mitglieder weisen sich gerne als solche aus. Feiehsverhang beukscher Ventsten.) Kaufen 3 sämtl. Textilwaren, sowie Da⸗- Lieferung men- und Herrenkonfektion fertig und nach Maß, ganzer Wäsche-Aussteuern Strick- Schuhwaren für E f 5 waren aller Art. Damen, Herren u. Kinder beli Teilzahlungen gestattet. Bäuerlein Gcorg Bäuerleinwwe., Mannneim Tel. 533 76 Lenaustraße 10 lI Tel. 533 76 Während unseres Aufenthaltes in MANNHMEIN im Rotel„WMaribu⸗g- Hospiz““, E 4,.9 am Montag, 3. und Dienskag, 4. GOklober von 10—1 und—7 Unr ist jecermann Gelegenheit gegeben bei Haarwuchs- störungen jeder Art,(zu starker Haarausfall, Beißen u. Jucken der Kopfhaut, kahle Stellen...) sich be- raten ⁊. lassen u. d. geeign. Abhilfemittel ⁊z. bescharfen Haben Sie Vertrauen und besuchen Sie uns, wir spreehen aus 36 jähriger Tätigkeit. Gg. Scehneider ł& Lohn I. Württemberg. Haarbehandlungsinstitut Siultgart, Gymnaslumtrahe 21 a Hannneimer Hiederlage AI). 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Einige kurze Stellen daraus ollen zur Illuſtrierung der Lage der ſozial⸗ demokratiſchen und gewerkſchaftlich vrientier⸗ ten Konſumvereine dienen. Die Lage der ſo⸗ zenannten bürgerlichen und Beamtenkonſum⸗ bereine iſt ja ſchon lange bei weitem ſchlim⸗ mer. Es heißt da u..: „... Der Umſatz iſt im abgelaufenen Ge⸗ ſchäftsjahr von 24,5 Mill. Mark auf 19,7 Mill. Mark oder um 19,85 Proz. zurückge⸗ gangen... Genoſſenſchafter! Iſt in der gegenwärtigen Zeit der Umſatzrückgang un⸗ abänderlich? Wir ſagen ja und nein! Ge⸗ wiß, diejenigen Mitglieder, die in der Ge— noſſenſchaft ihren geſamten Bedarf deckten, können nicht mehr ſoviel wie früher ein⸗ kaufen, aber ein großer Teil der Mitglieder kauft nur einen geringen Teil in der Ge⸗ noſſenſchaft. Gerade in der jetzigen Zeit, in der unſere gehäſſigen Gegner mit allen erlaubten und unerlaub⸗ ten Mitteln verſuchen, die Genoſſen⸗ ſchaften zu ſchädigen, muß durch ernſte Bera⸗ tung im Familienkreis(2) dem Genoſſen⸗ ſchaftsgedanken zum Siege verholfen wer⸗ den. Die ganz rückſichtslos ge⸗ wordenen,Gegner wollen hente das Ahenoſſenſchaftliche Tatwerk zerſchlagen. Kön⸗ nen da unſere Mitglieder noch länger zu⸗ ſehen? Jetzt iſt höchſte Zeit, daß dieſe NsK Während da nicht bei⸗ ſondern daß Von jetzt ab gutgemeinten Zeilen ſeite gelegt werden, entſprechend gehandelt wird. darf kein Mitglied mehr unſere ge⸗ meinſamen Feinde mit ſeiner Kaufkraft unterſtützen!“ Nun kommt aber Herr von Papen und he⸗ ſtimmt in ſeiner Notverordnung vom 4. Sep⸗ tember 1932, um dieſen in Not geratenen Kon⸗ ſumvereinen aus der Patſche zu helfen, unter § 1 des Z. Teiles„Kreditpolitiſche Maßnah⸗ men“ folgendes; „Der Reichsminiſter der Finanzen wird ermächtigt, zur Behebung finanzieller Not⸗ ſtände für Darlehen, die an gemwerbliche Kreditgenoſſenſchaften und Konſumgenoſſen⸗ ſchaften, die das Depoſitengeſchäft betreiben, ſowie an Warenzentralen der Kon⸗ ſumgenoſſenſchaften zu Stüt⸗ zungszwecken gegeben werden, Garan⸗ tien bis zur Höhe von 45 Mill. Reichsmark zu übernehmen und ſich zur Zahlung von Zinszuſchüſſen bis zur Höhe von ins⸗ geſamt 3,1 Mill. RM. zu verpflichten.“ Nicht genug damit alſo, daß man für die Kre⸗ dite an die Totengräber des deutſchen Mittel⸗ ſtandes Garantien gibt, wirft man ſogar noch Geldmittel für Zinszahlungen an die Hoch⸗ finanz aus! Der deutſche Arbeiter wird ſo langſam auf die Lebenshaltung des chineſiſchen Kulis her⸗ abgedrückt! Nach der nächſten Notverordnung wird dieſer Zuſtand wohl ſo ziemlich erreicht ſein! Den Feinden des Mittelſtandes werden amt⸗ licherſeits Kredite gegeben und weiteſtgehende Unterſtützung gewährt! Der Not der dent⸗ ſchen Landwirtſchaft iſt in der ganzen Not⸗ verordnung mit keinem Worte, geſchweige denn mit einer Tat gedacht! Und bei dieſen Tatſachen hoffen die Herren ihre Situation bei einer eventuellen Neuwahl zu verbeſſern! Man faßt ſich an den Kopf! Der Stenerzahler wird es ihnen dann dan⸗ ken, daß ſie ihm außer ihren Notverordnun⸗ gen nun guch noch viele Koſten für eine pöllig überflüſſige Neuwahl aufbürden wollen! Die Lage der Parlikulierſchiffahrt auf dem Rhein Der größte Teil der Rheinſchiffer war bis⸗ lang der Meinung, daß der Privatſchifferſtand die ſchlechten Verhältniſſe in der Schiffahrt beſſer überwinden könne, als die Großreede⸗ reien, da der aufgeblähte Verwaltungsappa⸗ rat, insbeſondere die Generaldirektoren und Aufſichtsräte dieſer Geſellſchaften größere Summen verſchlingen. Durch die auhaltende Kriſe ſind die 5 Privatſchiffer verarmt, die Großreeder befinden ſich in einer bedeu⸗ tend günſtigeren Lage, namentlich dann, wenn ſie an Kohlenkontoren intereſſiert, oder von dieſen protegiert werden, da ſie ſich durch die Ausführung der Kohlentransporte bedeutende Reſerven ſchaffen können. Sie erhalten für jede beförderte Tonne Kohle RM..80 vergü⸗ tet, bei Uebertragung der Ausführung an die Partikularſchiffer erhalten dieſe von den Ree⸗ dereien nur 50 Pfge. für die Fracht vergütet, wovon noch 5 Proz. Maklerproviſion abgehen. Hinzu kommen noch 80 Pfge. Schlepplohn. Die Koſten betragen alſo für die Großreedereien nur RM..30, ſodaß ſie pro Tonne einen Ge⸗ winn von RM..50 erzielen. Ein Gewinn für die Partikularſchiffer iſt unter dieſen Umſtän⸗ den ausgeſchloſſen, was ſich bereits aus der Tatſache ergibt, daß die Reedereien ihren ei⸗ genen Schiffsraum ſtill legen und für Einzel⸗ reiſen Partiknlarſchiffsraum mieten. Die Lage der Partikularſchiffer würde weit günſtiger ſein, wenn die vom Kohlenkontor feſtgelegten Preiſe nicht in einem derartigen Mißverhält— nis verwendet würden. Die Kohlenreedereien haben ſich durch dieſes Vert ilungsſyſtem der Kohlenfrachten auch in den ierkehr von und zu den Seehäfen herein⸗ gedrs gt und die übrigen Reeder geſchädigt. Auf Srund der Reſerven, die durch den Ge⸗ winn aus der Uebertragung der Kohlentrans⸗ porte an die Partikularſchiffer erzielt werden ſind ſie in der Lage, die Frachtkoſten zu drük⸗ ken und ſo in die Geſchäfte der übrigen Reeder und Partikularſchiffer einzudringen. Unterdeſſen iſt ein Selbſthilfe⸗Plan. der Rheinſchiffahrt aufgetaucht, der von den Groß⸗ reedereien ausgeht. Der Plan ſcheint einen Zuſammenſchluß der Großreedereien vorzuſehen, der es dieſen er⸗ möglicht, an die Einzelſchiffer mit den Vor⸗ ſchlägen heranzutreten, ihren Schiffsraum ih⸗ nen abzuvermieten zu Tagesmieten, die die Eriſtenz der Vartikuliere völlia unteraraben müſſen, ſodaß der Ruin dieſes Standes durch derartige Maßnahmen nicht aufgehalten wer⸗ den kann. Die Schiffer ſollen verpflichtet werden, ihre Kähne voll zu beſetzen, d. h. mit einem Schiffs⸗ führer und 2 Matroſen. Dieſe Bemannung koſtet ihm bei einem Kahn von 1000 Tonnen ca. RM. 450.—, ſodaß bei der in Vorſchlag ge⸗ brachten Schiffsmiete von 1,25 Cents bei einem in Fahrt befindlichen Kahn ſich ein monatli⸗ ches Einkommen von ca. RM. 600.— ergibt, die oͤann Löhne, ſoziale Laſten und Steuern decken könnten. Es ergibt ſich dann die Frage, wovon die Kaskvverſicherung, Hypothekenzin⸗ ſen und⸗Tilgung, und eine Verzinſung und Abſchreibung auf das im Wert geringer wer⸗ dende Schiff vorgenommen werden ſoll. Der Vorſchlag muß als ſchamlos bezeichnet werden und den völligen Ruin der betroffenen Kreiſe herbeiführen. Da ein großer Teil des Schiffsraumes nicht benützt wird, iſt auch eine Entſchädigung für den unbenutzten Schiffsraum vorgeſehen und zwar im Durchſchnitt für ein ſtillgelegtes Fahrzeug/ Cent pro Tag und Tonne der Tragfähigkeit. Das entſpricht einer durch⸗ ſchnittlichen Entſchädigung für einen Kahn pon 1000 Tons von monatlich RM. 360.—. Das Schiffsperſonal kann aber während der Liege⸗ zeit nicht entlaſſen werden, da der Kahn jeden Augenblick zur Fahrt eingeteilt werden kann, während die allgemeinen Unkoſten die glei— chen bleiben. Weiterhin ſieht der Plan eine Ueberwachungskommiſſion por. Die Erfahrung lehrt, daß derartige neu⸗ trale Stellen meiſtens ins Schleppſeil des wirtſchaftlich Stärkeren geraten, der innerhalb eines derartigen Konſortinms die Führung hat. Die Partikulierſchiffer können daher nur gewarnt werden, ſich auf ein derartiges Vor⸗ gehen einzulaſſen. Der geſamte Plan liegt nur im Intereſſe der Großreedereien. Es können daher die In⸗ tereſſen der Partikularſchiffer bei Gründung einer derartigen Geſellſchaft nicht genügend wahrgenommen werdͤen, ſodaß ihr Schickſal damit endgültig beſiegelt wäre. Die Geſtaltung der Verhältniſſe der Parti⸗ kulierſchiffer möge folgender typiſche Fall zei⸗ gen: Es werden u. a. von Straßburg nach Karlsruhe Kohlen verladen und durch⸗ ſchnittlich 10 Pfge. pro Tonne Ladung von Schiff Straßburg nach Karlsruhe bezahlt. Ein Schiff von etwa 1000 Tonnen erhält z. B. eine Ladung von 400 Tonnen, der Schiffer erhält alſo für die Beförderung dieſer 400 Tonnen 400 mal 40 Pfge., alſo 160.— RM., wovon noch eine Maklerproviſion von 5 Prozent zu ver⸗ güten iſt. Für dieſe RM. 160 muß er ſein Schiff im Werte von 50060 RM. 10 Tage zur Verfügung ſtellen und zwar 8 Anmeldetag zum Laden, 4 Ladetage, Anmeldetag zum Löſchen und 4 Löſch⸗ tage, wozu weiterhin ein Reiſetag kommt, außerdem hat er mit folgenden Ausgaben zu rechnen: ca. RM. 30.— Bugſierlohn in Straßburg, ca. RM. 70.— für Schlepplohn von Straß⸗ burg bis Karlsruhe und ca. RM. 20.— für Verbringung in Karlsruher Hafen. Für ihn verbleibt alſo für geſamte Arbeits⸗ leiſtung und Einſetzung⸗ ſeines geſamten Schiffskapitals RM. 40.—, von denen er noch ſeine 2 Matroſen bezahlen muß. Die Papennotverordnung wird ihr weiteres zur Verſchlechterung der Partikulierſchiffer beitragen. Beabſichtigen doch die Großkonzer⸗ ne, die Partiknlierſchiffer noch weiter auszu⸗ ſchalten durch Inbetriehnahme des eigenen ungenützten Schiffsraumes, um durch die Beſchäftigung zuſätzlicher Arbeitskräfte die Steuerver⸗ gütung auf Grund der Papenſchen Not⸗ verordnung zu erlangen, ſo daß weitere Arbeitsloſe geſchaffen werden. Durch Anwendung dieſer Mittel wird man die Annahme des Selbſthilſe-Planes durch die Partikulierſchiffer erzwingen wollen. Die —— den Richtlini en ſür nalĩonalſozialij erſte Auswirkung der Papenſchen Notverord⸗ nung, Vernichtung des Kleinen, Vorteile für. den Großen. Die Notlage kann am erſten beholſen wer⸗ den durch Ausſchaltung verluſtbringender Frachten. Es darf nicht vorkommen, daß Großreedereien, die, Kohlentransporte für RM..80 p. Tonne ühentrogen bekommen, un⸗ ter Ausnützung der Notlage der Partikulier⸗ ſchiffer dieſen die Ausführung»der Beförde⸗ rung übertragen zu einem Frachtſatz oon RM. —.50 zuzügl. 80 Pfae. Schleyylohn, während ſie den Gewinn in Höhe von. RM..50 obne Ar⸗ beitsleiſtung erzielen. Mindeſtſätze müſſen ſeſtgelegt werden, die den Paxtikulierſchiffern ihr Auskommen ga⸗ rantieren. Zur Ueberwachung wird eine Kommiſſion vorgeſchlagen, die ſich aus allen Intereſfenten⸗ kreiſen gleichmäßig zuſammeunſetzt und unter dem Vorſitz eines Regierungsvertreters ein⸗ mal monatlich zufammentritt. Die Min⸗ deſtfrachtſätze werden von dieſer Kommiſſion feſtgelegt und täglich bekannt gemacht. Um die Unterbietung der Frachtſätze durch Auslandsſchiffer zu verhindern, darf Fracht⸗ übernahme innerhalb des deutſchen Reiche durch ausländiſche Schifſe nur erfolgen, wenn kein deutſcher Schiffsraum mehr zur Verfü⸗ gung ſteht. Bei Verſtoß gegen die Beſtimmungen ſind beſondere Straſvorſchriſten feſtzulegen. An den in Frage kommenden Verladevlätzen werden Beauftragte ernannt, die die Durch⸗ führung der Vorſchriften zu überwachen ha⸗ ben. Der Kommiſſion wird die Ueberwachung einer noch einzuführenden Reichscharter über⸗ tragen. Jede Umgehung der Vorſchriften muß un⸗ terbunden werden und eintretende Mängel ſo⸗ fort beſeitigt werden. RNur der nationalſozialiſtiſche Staat gibt die Gewähr, daß die Intereſſen der wirtſchaftlith Schwächeren genügend wahrgenommen wet⸗ den. Hehe. fiiche gewerbliche Mittelſtandspolitik Der Nativnalſozialismus hat die Wichtigkeit des gewerblichen Mittelſtandes für die Volks⸗ wirtſchaft erkannt und dementſprechend dem gewerblichen Mittelſtand gemäß ſeiner zahlen⸗ mäßigen Stärke die Möglichkeit eingeräumt, innerhalb der Ständekammern ihre Intereſſen durch eigene Vertreter wahrnehmen zu laſſen. Wir ſordern für das Handwerk als Be⸗ rufsſtand in der Organiſation der deutſchen Wirtſchaft eigene Ständekammern. Kraft des Geſetzes und auf Grund der Zu⸗ ſtändigkeit dieſer Ständekammern ſoll den Ge⸗ werbetreibenden folgendes gewährt werden: Einſchränkung der Gewerbefreiheit Zur Führung eines handwerklichen. und ge⸗ werblichen Betriebes muß der Befähigungs⸗ nachweis erbracht werden, der allein zur Aus⸗ übung dieſer Berufe berechtigt. Eine geordnete Lehrlings⸗ und Geſellenausbildung muß dem Erwerb des Meiſtertitels vorausgehen. Verbot det Schwarzarbeit: Die Schwarzarbeit wird als ſchädigend für die Volkswirtſchaft abgelehnt. Anerkennung der Innungen als Meiſter⸗ verbände: Die Innungen werden als Meiſterverbände anerkannt und in den nationalſozialiſtiſchen Ständeſtaal eingegliedert. Die Rechte und Pflichten der Innungen werden nereinheitlicht und erweitert. Die Zugehörigkeit zur Innung muß feſten Beſtimmungen erworben werden. Bei Verſtoß gegen die Satzungen kann Ausſchlußantrag geſtellt werden, der mit einem Verbot zur Führung des Gewerbes verbunden ſein kann. Die Lohntarifverträge werden von den In⸗ nungen ſeſtgelegt. Das Recht, auf politiſche nach Tätigkeit im ſtaatserhaltenden Sinne wird anerkannt. Die Innungsleiter ſind perſönlich verant⸗ wortlich für die Wahrnehmung der Innungs⸗ geſchäfte. Ausban der Altersverſicherung für den gewerblichen Mittelſtand auf breiteſter Grundlage: Dem gewerblichen Mittelſtand muß das Recht auf Altersunterſtützung eingeräumt werden. Die Doppelbeſteuerung des Arbeitsertrages wird verworfen: Eine Neubildung von Vermögen wird ge⸗ fordert im Intereſſe der Volkswirtſchaft und des einzelnen Gewerbetreibenden. Vereinfachung der öffentlichen Verwaltung und der Steuergeſetzgebung Notwendig iſt eine Senkung der öffentlichen Ausgaben und eine allgemeine Laſtenminde— rung. Schärfſter Kampf gegen Warenhänſer und Konſumvereine: Beſeitigung der Vergünſtigungen und Ein⸗ führung einer Warenhaus⸗ und Filialſtener. Schutz den deutſchen Erzengniſſen: Weiteſtgehende Ausſchaltung der ausländi⸗ ſchen Erzeugniſſe vom deutſchen Markt, geſtei⸗ gerter Abſatz für heimiſche Erzeugniſſe. Einſchränkuna des Hauſierhandels und Ueberwachung der Wanderlager. Zinsſenkung für Schuldforderungen: Der überſpannte Zins muß auf eine Höhe hexuntergeſetzt werden, die für die Volkswirt⸗ ſchaft tragbar iſt. Verbeſſerung des Verdingungsweſens: Stärkere Berückſichtigung der Wertarbeit zum Schutze und zur Förderung des gewerb⸗ lichen Erzeugniſſes. Die Vergebung muß guf Grund der Reichsverdingungsordnung erſol⸗ gen.— Weiteſtgehende Berückſichtigung des Hand⸗ werks bei Vergebung öffentlicher Arbeiten. Berückſichtigung»des Handwerks bei Auf⸗ tragserteilung, daher Vergebung über die Fachverbände(Innungen). Die Preisgeſtaltung erfolgt auf Richtpreiſe der Innungen. Loslöſung von Regiebetrieben, ſoweit ſie nicht zur Erhaltung lebenswichtiger Monopolbetriebe notwendig ſind, ſind von den öffentlichen Verbänden loszulöſen. Regiebe⸗ triebe dürfen keine Privakaufträge entgegen⸗ nehmen. Förderung der Einrichtung von Berufs⸗ und Betriebskrankenkaſſen. Schaffung von Genoſſenſchaftsbanken für den gewerblichen Mittelſtand: Die Kreditgebahrung wird von den mern kontrolliert und der Zinsſatz in erträglichen Höhe ſeſtgelegt. Umlenkung der Hauszinsſteuer(Gebände— ſonderſtener): Die Hauszinsſtener muß ihrem Sinn- enf⸗ ſprechend umgeleitet und ihrem urſprünglich vorgeſehenen Zweck zugeleitet werden. Schuldtilgungsmöglichleit: Jeder Vertrag über Gewährung langfriſti⸗ ger Darlehen muß Beſtimmungen über all⸗ mähliche Tilgung innerhalb eines beſtimmten Zeitraumes enthalten. übergangsbeſtimmungen(Vollſtreckungsſchutzſ: a) Ausſetzung von Zwangsvollſtreckungen auf befriſtete Dauer beim Vorliegen wirtſchaftlicher Rotlagen. 5 Ausſchließung der Kündigung langfriſti⸗ ger Kredite auf befriſtete Dauer beim Vorliegen wirtſchaftlicher Notlage. Die Richtlinien gelten ſinnaemäß für den Einzelhandel, Verkehrsünterndhmen ünd freie Beruſe. Grund der Kam⸗ einer — 2 5§ e E F Ein 13 igaez Beg ——————— ——————— Str S( Gr. 42 .55 Treft Gasthat Gut bürg tung, Au.: veranstal einen mo W i otverord⸗ rteile für lfen wer⸗ ringender nen, daß rte ſfür imen, un⸗ irtikulier⸗ Beförde⸗ oon RM. ährend ſie obn“ Arx⸗ den, die nmen ga⸗ ommiſſion reffenten⸗ ind unter ers ein⸗ Die Min⸗ ommiſſion ätze durch Fraocht⸗ tReichet zen, wenn ir Verfü⸗ ngen ſind adeplätzen ie Durch⸗ hachen ha⸗ erwachung rter über⸗ muß un⸗ Nängel ſo⸗ it gibt die rtſchaftlith nen wer⸗ Hehe. ſche ik tſer und und Ein⸗ alſtener. ſen: ausländi⸗ rkt, geſtei⸗ ſſe ls und ger. uugen: eine Höhe Volkswirt⸗ veſens: Wertarbeit s gewerb⸗ muß auf ung erſol⸗ des Hand⸗ rbeiten. bei Auf⸗ über die Hrund der en, 15wichtiger id von den Regiebe⸗ entgegen⸗ Berufs⸗ iken für d: den Kam⸗ in einer Hehände— Sinn⸗ enf⸗ rſprünglich en. langfriſti⸗ über all⸗ beſtimmten ingsſchutzſ: ſtreckungen Vorliegen langfriſti⸗ üer beim lage. für den münd freie Samslag, den 1. Oklober 1932 2. Jahrg./ Nr. 220 MEsspLarz MaunmEINA: „ die grohariige Ritraktion und entzückende Meuheit Schaefers Märchenst 14 1ganze Stadt im Liliput-Format! Mit Rathaus, postamt, Gasthof, Geschäfts- Aschaeters weltberühmten 40 1Tifllputanern. Ed portlaufend große Varieté⸗ und Zirkus-Vorstellungen in Europäs A4 Einmaliger Eintrittspreis für alle Sehenswürdigkeiten einschließlich der Zirkus-Vorstellung. ll ves gronen krioines wegen g gie 2. Woche verlängeri! Der neue Tonfiln: in deutscher Sprache IIRZ A ver nerr des Urwaldes kin wunderium ein Erlebnis für Jedermann Johnnu welssmüner der Schwimm-Champion als Tarzan A Lachsalven ohne Ende entfesseln Didi und D001 mit ihrer musikalischen Kiste. eeinn: wo..00..10,.20,.45 Unr 50,.00,.10,.20,.30 Treft punkt der Nationalsozialisten in Weinheim: Gasthaus Z. Eintracht, Nördl. Hauptstr.l2 Gut hürgerl. Küche, gepfl. Weine. Eig. Schlach- tung, Ausschank von Bürgerbräu Ludwigshafen. Gr. 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Okko⸗ der 1932 bei der ſtädkiſchen Verſicherungsſtelle F 1,5a, durch die Gebäudeeigenkümer anzumelden: 1. alle im laufenden Jahre unker Dach gebvach · ten Neubauken, ſofern ſie nicht ſchon mit ſoforliger Wirkung verſichert ſind, 2. alle an ſchon verſicherten Gebäuden im lau. fenden Jahre eingekretenen und mindeſtens 20⁰ Ron nach Baupreiſen vom 1. Auguſt 1914 bekra⸗ genden Werkserhöhungen(durch Verbeſſerung, An⸗ bau, Aufbatk, Umbau) und Wertsverminderungen (durch Abbruch, Einſturz, Baufälligkeit). Erſt nach Ablauf der Anmeldefriſt, aber noch vor dem 31. Dezember 1932 unker Dach gebrachte Reubauten und ferkig werdende Umänderungen ſind alsbald nachträglich, ſpäkeſtens bis zum 31 Dezember 1932 anzumelden. Die Einſchätzungen ſind koſtenfrei und kreten mit dem 1. Januar 1933 in Wirkſamkeit. Mannheim, den 24. September 1932. Der Oberbürgermeiſter. In unſerem Verſteigerungslokal— C 5, 1, Ein⸗ gang gegenüber dem Schulgebäude— findet an folgenden Tagen die öffenkliche Verſteigerung verfallener Pfänder Igegen Barzahlung ſtatt: a) für Gold, Silber, Uhren u. dergl am Mittwoch, den 5. Okkober 1932 b) für Kleider, Weißzeng, Stiefel, Fahrräder und dergleichen am Donnerskag, den 6. Okkober 1932. Beginn jeweils 14 Uhr(Lokalöffnung 13½ Uhr).— Die Auslöſung der Pfandſcheine vom Monat März 1932 kann nur noch bis Monkag, den 3. Okkober erfolgen. Städtiſches Leihamt. Geſichäflliches. Wie ſoll man Kunſtſeide waſchen? Das iſt heute wirklich leicht. In einer kaiten Perſillauge(1 Eßlöffel Perſil auf 2 Liter Waſſe ſchwenkk man das Stück leicht hin und her, drückt es an beſonders ſchmutzigen Stellen elwa feſter, doch ohne Auseinanderziehen, Reiben und Wringen. Das Spülen geſchieht ſofork nach dem Waſchen in kaltem Waſſer, dem man bei farbi⸗ gen Sachen etwas Eſſig beigegeben hat. Daduich werden die Farben aufgefriſcht. Zum Teocknen rollt man das Stück in ein weißes Tuch feſt ein und legk zwiſchen alle aufeinanderliegenden Teile (Vorder⸗ und Rückenkeil, Kragen. Manſchetten. Aermel uſw.) weiße Tücher. Kunſtſeide muß ſehr vorſichtig von links gepläl · let werden, das Eiſen darf nur mäßig warm ſein. Werden kunſtſeidene Stücke ſo behandelt, dann wird man an ihrem ſchönen Ausſehen und ihrer langen Haltbarkeit Freude haben. Hauft nieht beim Juden! Eoman einen Haktatuꝛ 1 In dem Augenblick, da die Sonne ſich zum Untergang anſchickte und ihre Goldpfeile waag⸗ recht gegen die Akropolis von Athen ſchnellte, — leuchtete hoch am wolkenloſen Himmel ein unerwarteter Stern auf. Er ſtand, zitterte, ſchwankte, wuchs und ſchoß in ſteilem Fall, eine glühende Furche durch das dunkle Blau reißend, auf die Erde zu. Plötzlich entfaltete er zwei machtvolle Schwingen: der ⸗Meteor erwies ſich als ein großer Adler, auf deſſen hellem Bruſt⸗ fläaum die Abendſonne flimmerte. Der Aoͤler ſträubte die Fittiche beſchwörend nach vorne, umfing mit ihnen Licht und Luft, bändigte durch gewaltſamen Gegendruck den raſenden Sturz in weiches Gleiten; doch erſt dicht überm Boden fing er ſich. ken Schwungfedern ſtachen einzeln geſpreizt, jede eine zosnige Drohung, in den Himmel; auf vorgerecktem Halſe wiegte ſich der wilde Kopf, und das große Auge ſtarrte über dem aufgeriſſenen Schnabel zur Erde; die geöff⸗ neten Fänge ſchienen nach dem Land der Athe⸗ ner zu greifen. 3 Aber der Vogel berührte es nicht: jäh warf er ſich herum, ſtrich mit einigen breiten, läſ⸗ ſigen Flügelſchlägen dicht über die Asphodelos⸗ Stauden hin, erhob ſich wieder und nahm auf der Krone eines Feigenbaumes Platz, wobei er noch mehrmals die Schwingen ausbreitete und unter ihrem Hub ſich zurechtrückte. Dann faltete er das Flügelpaar gleichmütig zuſam⸗ men, ruckte verächtlich mit den ſtarken Schul⸗ tern und verharrte regungslos, den Bann⸗ blick auf Stadt und Burg der Athener gerich⸗ tet. Durch ein Gebüſch verborgen, hatten zwei Männer das Schauſpiel aus größter Nähe be⸗ obachtet und waren ehrfurchtsvoll verſtummt. Auch jetzt wagten ſie nur im-Flüſterton zu ſprechen; denn der Adler ſaß kaum einen hal⸗ hen Bogenſchuß von ihnen entfernt.— Die Männer waren römiſche Legionäre, nach Tracht und Waffen; der Aeltere war groß, ſchkank und von eigenartiger Schönheit, wie man unter Römern ſie ſelten fand: ſeine Haut war hell, faſt durchſichtig weiß; ſein Haupthaar „ die ihr tiefes Feuer mehr verſchleierten ls wperſprühtenDes Mannes Miene war Helaſſenheit,— ganz im Gegenſatz zu der ſei⸗ ges Begleiters, eines jungen, ſonnengebräun⸗ ien Italikers, der die ſchwarzen Augen leb⸗ haft im Kreiſe herumgehen ließ. „Der Adler ſtrich von links nach rechts vor⸗ über: das bedeutet Glück!“ ſagte der Rot⸗ blonde.„Haſt du geſehen, Epicadus, wie er auf Attika niederſtieß, als wolle er es in ſei⸗ nen Fängen davontragen?“ „Ja, aber er griff nicht zu; er ſitzt und ſchaut! Athen wird ſo bald noch nicht dein werden, Lucins! Denk au den Habicht, der heute früh unter die Hühner ſtieß: ein Habicht bringt ſtets Unheil!“ „Was vermag der Habicht gegen den Adler des Zeus? Was vermag das Unheil gegen mein Glück?“ Der Aeltere verſtummte, und beide Männer blickten in die attiſche Hügellandſchaft hinaus, die unter der klaren Kuppel des Herbſtabends ihre felsdurchſetzten Hänge zu einem grün⸗ goldenen Bild der Friedlichkeit dehnte und da⸗ hinſchwang— unberührt von Krieg und Tod, Belagerung und aller Drangſal der kämpfen⸗ den Heere, die um die altberühmte Stadt ſtrit⸗ ten. Athen lag feierabendlich überſchattet im weiten Tal: hinter ſeinem ſtarken Mauer⸗ kranz verbogen, ſchmiegte es ſich um den ſtei⸗ len Felſen, der den Glanz und Ruhm von fünf Jahrhunderten trug und großartig er⸗ haben über dem profanen Gewimmel der tie⸗ fen Häuſer thronte.— Ihm zur Linken, wei⸗ ter zurück und ſchon außeralb der Stadͤtmauer, wölbte der Lykabettos ſeine runde Kuppe wie eine pralle Frauenbruſt beſonnt empor. Jetzt ſchnitt die Sonne in den blauen Hori⸗ zont; fern drüben hinter den Höhen von Sa⸗ lamis ging ſie zur Ruhe und ſtreute ihre letz⸗ ten, röteſten Pfeilgarben über die Hochburg aus: die Propyläen tranken das Glutlicht in die Dämmerhallen ihrer fünf Pforten hinein, und rechts über ihren Baſtionen ſtieg wuchtig der Weſtgiebel des Parthenon empor und loh⸗ le in feierlicher Breite auf,— gleichſam em⸗ porgedrängt von den Flammenſtößen ſeiner acht Säulen, die dem ſcheidenden Phiobos ſei⸗ nien Abſchiedsgruß ſtumm zurückjubelten. So ſtand die Burg, einſam und ſtolz von den Strahlen ihres Gottes geſegnet: nur auf ihren Zinnen ruhte jetzt noch das goldene Licht zanz klar, zum greifen abgeſetzt, und kaum in Abglanz von ihm ſchien es zu ſein, was ern hinter der Burg auf dem Rücken des zymettos ſchimmerte. Alles andere Land lag ichon im Schatten, und die Ebene ſchwang ſich 40 Seine ſtar⸗ Uckte ſich rotblond üher der ſchmalen Höhe der Ken, und unter ihr bargen ſich grellhlaue Au⸗ als dͤämmeriger Schutzgürtel, bergend nnd dienend zugleich, um das verglühende Heilig⸗ tum. Noch ſunkelte die Lanzenſpitze der Vor⸗ kämpferin Athena über dem Giebel der Vor⸗ tore, noch funkelte ſie abendſelig über Attika hin, wie ſie oftmals in beſſeren Zeiten der heimkehrenden Flotte über Hafen und Meer zugewinkt hatte.— Von der nahen Stadtmauer hexüber, aus der Gegend des pitätiſchen Tores, erhoben ſich ſcheltende Stimmen und ſchallendes Gelächter in die feierliche Stille: Belagerte und Be⸗ lagerer, Aſiaten und Römer begannen die abendliche Schimpferei:— Hie Pontus! Hie Roma!— Hie Eupator! Hie Sulla!— wobei man ſich gegenſeitig den ſchmählichſten Unter⸗ gang weisſagte, unflätig und witzig, wie ſich das unter Kriegern geziemt, die des Tages Kampf und Hitze überſtanden haben. Der Aoͤler aber ſaß immer noch regungslos auf dem Feigenbaum, den großen Blick un⸗ verwandt auf die Stadt gerichtet. Schon war das letzte Sonnenlicht vom hellen Flaum ſei⸗ ner Bruſt abgeglitten wie ein zarter Vor⸗ hang, der nach oben entſchwebt, und das ſtreng melte ſich im zornmächtigen Rund ſeines Au⸗ Ja⸗ Joclestat auf Veu-HGuinea niſchen Erſcheinung einen römiſchen Konſular gekrümmte vorn ſernes ote⸗ Abendglut nicht mehr wieder; aber noch ſam⸗ ges die verſickernde Helligkeit der Skunde und glühte verdichtet aus ihm zurück: eine unge⸗ heuerliche Drohung an alles Minderwertige in dieſer Welt. Keine Furcht kroch, kein Mit⸗ leid weinte, keine Entſagung flüchtete aus dem gewaltigen Auge; doch göttliche Kraft und Selbſtbändigung funkelte in ſeiner Tiefe, Be⸗ reitſchaft glomm im kalten Blick; Verachtung ſchnob das ſteile Nasloch, und ein unſaghar überlegener Hohn preßte die Ränder des ſchweigenden Rachens zuſammen, der den Köpf bis hinters Auge zurück aufſchlitzte. Ein Grauen ging von dem Vogel aus. Und— jählings warf ſich der Adͤler empor, ſprang'n die Luft, peitſchte ſie zornig mit den entfalteten Schwingen, tat leicht abſinkend ein paar wagerechte Schläge, ſtemmte ſich raſch aufwärts und ſtieg nun faſt ſenkrecht ins Ge⸗ wölbe des Himmels hinein, bis er die enteil⸗ ten Sonnenſtrohlen eingeholt hatte, bis er ihr Gold in ſennen Fittichen auffing und die Bruſt wiederum in der Seligkeit des lichten Weltenſpielraums badete. Dann zog er hoch oben, ein ſchimmernder Komet, über die Ak⸗ ropolis hin gegen den Hymettos-und ver⸗ ſchwand. „Er fliegt heim zu ſeinem Horſt—!“ ſagte Epicadus mit einem neidvollen Unterton von Sehnſucht. Der Rotblonde ſchien es nicht zu hören. Ein Fremder, der ihn ſo verſonnen ſtehen ſah, ohne irgendein äußeres Abzeichen von Würde⸗ oder Macht, konnte ſchwerlich in dieſer germa⸗ ungekeuene Blamantenlagen · Glgtgas als qtuten Cchatagaale mit Saomaslken Wer d' Erzählungen aus 1001 Nacht ge⸗ leſen hat, kennt auch die Geſchichte von Sind⸗ bad dem Seefahrer und ſeinem Abenteuer im unzugänglichen Tal des Todes, aus dem der kühne Reiſende durch einen Rieſengeier ge⸗ rettet wird. Es iſt auffallend, daß ſich in den Sagen faſt aller Völker die gleiche oder eine ganz ähnliche Fabel findet. Drachen Schlangen, unüberſchreitbare Felſen oder böſe Geiſter hüten, ſo heißt es, ein geheimnisvolles Tal, in dem ungeheure Schätze offen zutage liegen, aus dem aber nie jemand wieder ent⸗ kommt. Auch im fernen Neu⸗Guineg kennen die ein⸗ geborenen Papuas eine Sage vom Todestal, das in dieſem Fälle durch giftige Gaſe gehütet wird. Sogar von zwei Europäern wird be⸗ richtet, die das geheimnisvolle Tal erreicht haben, aber zu ihrem Schaden zu genaue Be⸗ kanntſchaft mit dem Giftgas gemacht haben ſollen. Aus dieſer Gegend des Stillen Ozeans ſtammen übrigens auch die Berichte vom Upas⸗Baum, der ſo giftig iſt, daß ſeine Aus⸗ dünſtungen genügen, den in ſeinem Schatten Ruhenden zu töten. Die Wiſſenſchaft hat der⸗ lei Berichte ſtets ziemlich ſkeptiſch aufgenom⸗ men. Wie in ähnlichen Fällen dürfte jedoch auch hier ein wahrer Kern zugrunde liegen. Jedenfalls hat ſich kürzlich in Holländiſch⸗ Indien eine Gruppe von Ingenieuren zu⸗ ſammengeſchloſſen mit dem Ziele, mit Hilfe aller Errungenſchaften der modernen Wiſſen⸗ ſchaft dem geheimnisvollen Todestal auf Neu⸗ Guinea zu Leibe zu rücken und zu verſuchen, die Diamantenſchätze zu heben. Gasmasken und Gasſucher werden bei der Ausrüſtung eine große Rolle ſpielen, denn die Berichte von den tödlichen Dämpfen und Gaſen wer⸗ den keineswegs als reine Märchen angeſehen. Die Geſchichte von den beiden Europäern, die als erſte das Diamantental gefunden haben ſollen, iſt heute auf Neu⸗Guinea noch unver⸗ geſſen. Wie es heißt, ſind die beiden bei einer Durchquerung des damals noch völlig unbe⸗ kannten Innern der Inſel in ein kleines Tal geraten, deſſen Boden dem mineralogiſch ge⸗ ſchulten Auge einen ſeltſamen Anblick bot. Ueberall lagen kieſelförmige, glänzende Steine jeder Größe, und jeder einzelne dieſer Steine war ein Diamant! Milliardenwerte lagen zu den Füßen der kühnen Forſcher und brauchten nur aufgehoben zu werden. Einer der Reiſen⸗ den kniete alsbald nieder, um ſich zu verge⸗ wiſſern, daß ſein Auge ihn nicht täuſche, doch er richtete ſich nicht wieder auf. Im nächſten Augenblick lag er tot zu den Füßen des ent⸗ ſetzten Gefährten. Dieſer floh voller Schrecken und kam nach Wochen mühſamſter Wanderung durch die wilde Inſel an die Küſte, wo er ſich allmählich erholte. Seine Erzählung fand zunächſt keinen Glauben, denn die Südſee wimmelt von ſolchen und ähnlichen Schatz⸗ geſchichten. Erſt in der letzten Zeit hat ſich die Ueberzeugung Bahn gebrochen, daß an dem ſo abenteuerlich klingenden Berichte doch etwas Wahres iſt. Man gelangte zu dieſer Auf⸗ faſſung auf Grund der Erfahrungen, die mit dem gefährlichen Kohlenoxydgas gemacht wor⸗ den ſind. Dies Gas entſteht auf die verſchiedenſte Weiſe. Es entwickelt ſich beiſpielsweiſe in oder ſchlecht ziehenden Kohlenöfen; auch iſt es ein weſentlicher Beſtandteil des Leuchtgaſes, über⸗ haupt aller bei unvollſtändiger Verbrennung entſtehender Abgaſe. So tritt es häufig bei Holzkohlenfeuer auf. Ein Prozent von ihm in der Luft iſt bereits ſchädlich. Sechs bis acht Prozent führen zum ſofortigen Tode. Auch in der Natur ſelbſt kommt das unheimliche Gas vor. Es findet ſich in manchen Kohlen⸗ gruben wie auch in den Kratern vieler Vul⸗ kane. Daneben ſind zahlreiche über die ganze Welt zerſtreute Grotten und Höhlen bekannt, in denen das tödliche Gas angetroffen wird. In gewiſſen Höhlen des Mellowſtoneparkes finden ſich in jedem Frühling unzählige Lei⸗ chen von Vögeln und kleineren Tieren. Gif⸗ lige Früchte oder dergleichen gibt es dort nicht, das Waſſer, die Felſen, der Boden ſind durchaus ungefährlich. Die einzige Erklärung iſt das Vorhandenſein eines giftigen Gaſes, deſſen Natur man aber noch nicht hat nach⸗ weiſen können. Vermutlich iſt es Kohlenoxyd oder auch die an ſich ungefährliche Kohlen⸗ fäure, die aber— in größeren Mengen ein⸗ geatmet— erſtickend wirkt. Jedenfalls zeigt ſich hier genau die gleiche Erſcheinung, wie ſie von dem Todestal auf Neu⸗Guinea be⸗ richtet wird. Die oben erwähnten Ingenieure nehmen an, daß durch einen vulkaniſchen Spalt am Boden des Tales Kohlenoxyd voder Kohlenſäure aus dem Erdinnern in das Tal gelangt iſt. Beide Gaſe ſind ſchwerer als die Luft und ſammeln ſich, da die hohen Berg⸗ wände jeden Luftzug ausſchließen, in Vertie⸗ * und, gar⸗den.Statthalter Moms. in Aſien ver⸗ muten; aber im römiſchen Heere war kern einziger Mann, der nicht auf den erſten Bllei erkannt hätte, wer dort ſtand: Lucius mii dem Beinamen Sulla, aus dem alten Corne, liſchen Adelsgeſchlecht, Prokonſul dieſes frag würdigen Jahres 667, des noch fragwürdige⸗ ren Römerreiches beſter, bis heute unbeſiegter Feloͤherr, der jetzt im einündfünfzigſten! Le⸗ bensjahr ſtand und das fragwürdigſte Unter⸗ nehmen Roms, den Krieg gegen Mithridates Eupator von Pontus, ſiegreich durchzuführen! entſchloſſen war.— Dieſer Mann verharrte ſtumm in der Bewunderung deſſen, was ſein Blick erſchaute, und im erinnerungsvollen Be⸗ wußtſein alles deſſen, was ſeiner⸗ bildungs⸗ frohen Jugend Jbdeal geweſen, ſeiner kätigen Mannesjahre geiſtige Erquickung geblieben war: Bild und Seele von Hellas. „Athen iſt überaus groß, edel und herrlich — geweſen,“ ſagte er nach langem Schweigen; „aber der Adler iſt größer, edler und herrli⸗ cher. Das Tier iſt größer geartet als de: Menſch und ſeine Werke; darum erwählten) es die Götter zu⸗ihrem Boten. Die Aegypter wußten ſehr wohl, warum ſie ihren Götterbil⸗ dern vom Tier das herrſchende Haupt, vom Menſchen nur dis dienenden Leib verliehen haben. Haſt du dem Adler ins Auge geblickt, mein Freund? Glaub mir: das Tier iſt grö⸗ ßer geartet als der Menſch; denn es lebt⸗den göttlichen Geſetzen treuer nach als der Menſch.“ „Auch der Bulle? Auch das Schwein und die⸗ Maus?“ fragte Epicadus mit ſcheinheiligem Ernſt. (Fortſetzung ſolat.) fungen und am Grunde des Tales. Ein auf⸗ recht Stehender kann ſich ungefährdet darin bewegen, während er, ſobald er ſich bückt oder nur niederkniet, das Gas einatmet und daran erſtickt. Wären dem Begleiter des verunglück⸗ ten Entdeckers des Diamantentales dieſe Tat⸗ ſachen bekannt geweſen, ſo hätte er dieſen ohne Schwierigkeiten retten können. Aber damals waren ſie ſelbſt noch den Gelehrten ſo gut wie unbekannt, und es iſt daher nicht verwunder⸗ lich, daß der Entkommene den plötzlichen Tod ſeines Genoſſen auf übernatürliche Kräfte zu⸗ rückführte. Nachdem man die Natur des Kohlenoxyds erkannt hat, weiß man ſich auch erfolgreich dagegen zu ſchützen. Die neue Expedition wird ſich der modernſten Hilfsmittel bedienen, vor allem der im Kriege bekannt gewordenen Gas⸗ masken. Daneben wird man Apparate mit⸗ führen, welche die auf änderem Wege nicht erkennbare Anweſenheit giftiger Gaſe als zweifelsfrei und rechtzeitig anzeigen, ſo daß die Forſcher ihre Vorſichtsmaßnähnien treffen, können. Ein ſolcher Apparat beſteht aus einer kleinen, mit einem beſtimmten chemiſchen Stoff gefüllten Glasröhre, an der ein Gummiſchlauch mit einem Mundſtück befeſtigt iſt. In verdäch⸗ tiger Gegend nimmt man den Schlauch in den Mund und läßt die Glasröhre unten am Boden hängen. Tritt nun Kohlenoxyd auf und enthält die durch den Schlauch eingeatmete Luft einen beſtimmten Prozentſatz des Gift⸗ gaſes, ſo nimmt die Chemikalie in der Glas⸗ röhre ſofort eine abweichende Färbung an und gibt ſo ein deutlich erkennbares Wär⸗ nungsſignal. So wird es möglich ſein, ohne jede Gefahr das geſuchte Tal auf das ge⸗ naueſte zu erforſchen. Man darf geſpannt ſein, ob ſich die außerordentlich zuverſichtlichen Er⸗ wartungen der Schatzſucher, deren jeder ſich bereits im Geiſte für einen kleinen Kröſus hält, auch nur zum Teil erfüllt werden. Alnekdaten um Zeltungen uncd KCesen Die Rundfrage. Vor einiger Zeit fragte ein italieniſches Blatt ſeine Leſer:„Welche Bücher haben Ih⸗ nen in Ihrem Leben am meiſten fortgehoöl⸗ fen?“ Ein Leſer ſchrieb als Antwort:„Das Kochbuch meiner Mutter und das Scheckbuch meines Vaters.“ Ein Journaliſt ſtirbt. Dieſes iſt eine der hübſcheſten Pariſer Jour⸗ naliſtengeſchichten, die hier„Le Rire“ nacher⸗ zählt ſein möge. Ein Journaliſt ſtarb und kam ans Himmelstor.„Wer iſt da?“ fragte Petrus.—„Ein Journaliſt.“—„Hinaus!“ ſchrie Petrus,„Journaliſten kommen nicht in den Himmel.“— Der Journaliſt kletterte pfei⸗ fend zur Hölle hinunter und klopfte:„Ein Journaliſt begehrt Einlaß!“ Bumm, ſchmiß der Teufel das Tor zu:„Journaliſten können wir hier nicht gebrauchen!“— Da ſetzte ſich der Zeitungsmenſch auf die Treppe, die vom Himmel zur Hölle führt, und gründete eine Zeitung. Eine Woche ſpäter hatte er Preſſe⸗ karten für Himmel und Hölle. Selbſterkenntnis. Eine kleine ungariſche Zeitung brachte fol⸗ genden Nachruf auf einen verſchiedenen Bür⸗ ger der Stadt: Herr Högedy hat viel in ſeinem Leben gelitten; er war Abonnent unſerer Zei⸗ tung von ihrer erſten Nummer an.“ 8 Allmacht. Was die Preſſe nicht alles kann! Stand da neulich in einer amerikaniſchen Zeitung zu le⸗ ſen:„Raummangels wegen müſſen wir dieſe Woche eine Reihe von Geburten und Tobdes⸗ fällen zurückſtellen.“ 3 Stil. Eine wundervolle ſtiliſtiſche Begabung ver riet ein Reporter, der in einem Bericht über eine Schiffskataſtrophe folgendes ſchrieb:„In⸗ mitten des weiten Ozeans und keine Hilfe nah und fern. Nicht weniger als achtundoͤreißig Perſonen mußten ins Gras beißen, indem ſie in den eiſigen Fluten verſanken.“ Aufmunterung. „Hier habe ich einen wundervollen Bericht für Sie“, ſagte der Journaliſt,„es iſt die⸗ be⸗ ſte Reportage, die ich je gemacht habe.“—„Na, dadurch brauchen Sie ſich nicht gleich entmuti⸗ gen laſſen“, klopfte ihm der Herausgeber der Zeitung auf die Schulter. Das politiſche Geheimnis. Es war während einer Völkerbundstagung in Genf. W Ein wohlbekannter italieniſcher Politiker ſaß auf der Terraſſe eines Cafés und freute ſich über ſeinen tiefſchwarzen Kaffee„Eſpreſſo“ und den herrlichen Sonnenſchein. Da trat ein junger Mann auf ihn zu und ſagte mit einer Verbeugung:„Ich komme von einer großen amerikaniſchen Zeitung und möchte Sie im Auftrag meines Blattes einmal fragen, was Sie von der litauiſchen Frage halten.“— Der Politiker zog ihn in das Café, in einen dunk⸗ len Gang, ſah ſich vorſichtig um und flüſterte ihm dann ins Ohr:„Darüber weiß ich üler⸗ haupt nichts. Guten Morgen.“ 5 2 Dr. r Pr axi ——— ιι εn ſiest Samsia Zelil klauptau Bergbrãu Abe Verken Bäcke Radio- Sor Wochentas Fe sonn 5 Lor ausgefũüh Uniform, Grol I freie W unterrick Juſchr. erbe LaLZA Billi von Räl. „Ficle teSerune“ var keln ſten Bllek ius met n Corne⸗ ſes frag zwürdige⸗ nbeſiegter gſten Le⸗ te' Unter⸗ ithridates hzuführen! verharxte was ſein ollen Be⸗ bildungs⸗ r kätigen geblieben herrlich chweigen; id herrli⸗ als de⸗ rwählten) Aegynter Hötterbil⸗ pt, vom verliehen e geblickt, riſt grö⸗ Jebt-den als der t und die⸗ heiligem folat.) n Ein auf⸗ det darin hückt oder noͤ daran runglück⸗ ieſe Tat⸗ eſen ohne damals gut wie rwunder⸗ chen Tod räfte zu⸗ lenoxyds rfolgreich tion wird nen, vor nen Gas⸗ rate mit⸗ ege nicht haſe als ſo daß n treffen zus einer hen Stoff niſchlauch verdäch⸗ ch in den nten am auf und igeatmete des Gift⸗ er Glas⸗ zung an s Wär⸗ ein, ohne das ge⸗ annt ſein, ichen Er⸗ ſeder ſich Kröſus en. eee Todes⸗ ung ver icht über eh:„In⸗ hilfe nah rddreißig ndem ſie Bericht t die be⸗ —„Na, entmuti⸗ eber dey dstagung Politiker id freute Eſpreſſo⸗ trat ein nit einer großen Sie im ſen, was — Der en dunk⸗ flüſterte ich ülter⸗ Samslkag, den 1. Oklober 1932 Seite 15 2. Jahrg./ Nr. 220 Von der Reise zurück Dr. Stützel, praki. Arzt Marktplatz 5 Kůß morůl flie orßa 5 gegenüber Johanniskirohe Dr.med. E. Herrmann prałt. Arzt Ppraxis wieder aufgenommen. Restabrant Haeberlein Anlage 35 Inhaber: Willy Edelmann Samsliag, den 1. Ohtober 32 Selkilachffes! ſ HMenzert Hauptausschank: Dortmunder Union-Brauerei Bergbrau Leimen. Guten bürgerl. Mittags- und Zununsen ges 2t3 Ig. Enderesholungseim⸗s-Manzstäte. Heidelberger Winz Verkaufsbuden, Schiehhuden, Tombola, reichh. Büfeit, süller lraubemvein Samstag abend ab 8 Uhr(Saal Eintritt frei, Galerie 20 Pfg.): Samstag, den., Saonntag, den 2. und Mentag. den 3. Okt. 1932 im großen Saal der Harmonien. Heidelberg. Theaterstrahße kEröffnung Semstag nachm. 4 Unr, Sonntag und Montag von 11 Unr ab inzerfest Ernst Betz) Kammerorchester R. Treiber/ Männerquartett Lyra/ Pfälzer Humor(Herr Sonntag abend ab 8 Uhr(Saal Eintritt frei. Galerie 30 Pfg.): Kammerorchester R. Treiber/ Jung-Sängerquartett des Sängerkreis Neuen- neim/ Solotänze: Hildegard Edél, Rosel Rund, Karlsruhe/ Das musikalische Unikum: Bayerini Karlsruhe Montag abend ab 8 Uhr(Saal Eintritt 5⁰ Pfg., Galerie 70 Pfg.): TAN2 Hochstein Unternaltungsabend unter Mitwirkung von Künstlern des hiesigen Stadt- theaters/ Gesang: LyBrühl/ Am Flügel: Ernst J. Topitz/ Reꝛitation: Max Mairich/ Kapelle: A. Dietzsch Samstag u. Sonnutag ab 4 Uhr im Gartensaal(Eintritt Kinder 20, Erw. 30 Pig.) Kasperltheater Nachmittags Schallplatten-Konzert veranstaltet vom Musikhaus K. Man bittet herzlich um Gaben: Blumen. Kuchen, Wurst, belegte Brate Handarbeiten, sowie Geldspenden. Abzugeben ab Vreitag von 10—15 Uhr und Samstag. von 10—13 Uhr im oberen Saale der„Harmonie“ ————— Abendtisch bei zeitgemãßen Preisen. Verkehrslokal Cafè Zapf Bäckerei, Conditorei u. Cafẽ Hauptstr. 69 Telefon 2318 Radio-Konzert, Neueste Meldungen Sonntags bis zur Polizeistunde geöffnet. wochentags bis 9 Uhr abends, aut Wunsch auch länger. ————— nnn. ramilien-Destaurant „Fall ler Delz“ sonntag- 2. Oktober, ab 6 Uhr abends Grobes (Militar-Musik) ausgeführt vom Musikzug der Standarte 110 in Uniform, unter Mitwirkung des Spielmannzuges U. à. Großer Zapfenstreich Leitung: Kapellmeister Pfeifer. tonclerkonzert Eintritt freil Eintritt freil S el 5 T-Radio Kacio- M/eil3 Neugasse 1 Telefon 696 Meine Werkstätte befindet sich jetzt in der Nneodor Hörnersir. b. Schlachthauspl. L. Mandanner Keziellegzzauwersälte l. Eleklrische Maschinen und InkexwisLZLei W. findet pgn.(Studentin) im 40 kommenden Winter⸗Semeſter freie Wohnung evtl. gegen Nachhilfe⸗ unterrichtꝰ Zuſchr. erbeten unter Nr. 516 an den berlag d. Itg. bdkIZZLZL-ZATI EI LIIILZZALIIALZ Billige Darlehen von Röl. 200.— an aufwürts. Kein Vorschuß! 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