aun n, Möbel ——— ren, Aus- Damen-, kKleidung ülzen 4 litäten! stätte! aaacgaaa R. 80 e Herde artengerlte fefügtieicung, el Kleiderstofie, lussleueraritel 22 — Ania e 114 eparaturen Fürberel 50800%οοο gsten immer im sSthaus a. d. B. e 69. lec nheim ene Růsterei. Ltrale J95 illntusaituusttan enigegenſtellten, 1932/ 2. Jahrg./ Nr. 225 DAS NATIONALSOZIALISTISCHE Werlog: Die Vollksgemeinſchaft Heidelberg, Leopoldſtraße 3(Anlage). Herausgeber: Otto Wetzel. Mibdt. Schriftleitung: Heidelberg, Lutherſtraße 55, Telephon 4043. Mannheimer Schrift. leitung: P 5, 13a, Telephon 31471. Das Hakentreuz banner erſcheint l mal wöͤchentlich und koſtet monatlich 2,10 RM.; bei Trägerzuſtellung zuzüglich 30 Pfg.; bei Poſtzuſtellung zuzüͤglich 36 Pfg. Beſtellungen nehmen die Poſtämter und Briefträger entgegen. It die Zeitung am Erſcheinen(auch durch höhere Gewalt) verhindert, beſteht kein Anſpruch auf Enilchädigung. 0 3 kegelmäßig erſcheinende Beilagen aus allen Willendgebieten. nach aufliegendem Tarif. heim P5, Gerichtsſtand: Heidelberg. Za, Telephon 31471; Zahlungs⸗ und Erfüllungsort: Poſtſcheckkonto: Die VBolksgemein Für unverlangt eingeſandte Manuſkripte üÜbernehmen wir keine Verantwortung. Verlagsort heidelb —— — Freiverkauf 15 Pfg. 71 2 KAMPBFBI ATT NMOHNHDWESTSBADENS Un F106— 10 50 Pfg. Für kleine Unzeigen: die 8geſpaltene 3 f. Schluß der Anzeigen⸗Annahme: 16 Uhr. Anzeigen⸗Annahme: Mann · Die 4 geſpaltene Millimeterzeile im Textteil imeterzeile 6 Pfig. Dei Wieder holung Aibart eidelberg. Ausſchlie tzlicher W7 t Karlsruhe 21834. entweder Aet eogabr der macht oder Kamof bis zus veſtloſen Ueberwindung des Regimes Papes München, 6. Okk. Die Reichspreſſe⸗ ſtelle der NSOAc. keilt mit: Im Mikkelpunkt der heuligen Reichspropagandalagung der N⸗ SꝰAp. ſtand die Kampfparole Adolf Hiklers für den beginnenden großen Wahlkampf. In ſeinen Ausführungen wies Adolf Hitſer da⸗ rauf hin, daß die Widerſtände, die ſich der nakionalſozialiſtiſchen Bewegung heuke noch jener lehke Anſturm ſeiner Gegner ſeien, dem ſich jede Bewegung gegen⸗ äberſehe, wenn ſie ſich der lehlen Enkſchei⸗ dung vor dem Siege nähere. Der Nakional⸗ ſozialismus ſei eine ſo umwälzende Bewe⸗ gung, daß ihr Sieg kein leichker ſein könne. Die Geſchichke kenne keine große Umwälzung deren Erfolg von vornherein allen ſichlbar geweſen ſei. Immer habe die leßke Aus⸗ dauer und die leßle Enkſchlußkraft in den enk⸗ ſcheidenden · Kümpfen dem Skärkeren den Sieg garankierk. Die nakionalſozialiſtiſche Bewe⸗ gung, die nichk auf kurze Sichl aufgebauk ſei, beſihe in ihrer inneren Kraft dieſe ungeheure BVeharrlichheit und Zähigkeit, ohne auch nur einen Augenbhlich am Endſieg zu zweifeln. Hiller legte im einzelnen dar, warum das ** 8 Vor Programm der Regierung von Papen zuſam⸗ menbrechen müſſe. Das wirkſchafkliche Pro⸗ gramm dieſer Regierung könne nach allen vor⸗ handenen Anzeichen bereils ſehl als erledigt gelken. Der innerpoliliſche Teil des Pro⸗ gramms, der angeblich die Aufrichkung einer ſtarken Aukorikät wolle, müſſe an den gerade⸗ zu lächerlichen Mitteln ſcheilern, mik denen man glaube eine ſolche Aukorikät ohne die geringſte Fundierung im Volke aufrechk er⸗ halken zu können. Man könne ein Syſtem nichk einfach erſehen, durch irgendein neues Kabinelk von Männern dieſes gleichen Sy⸗ ſtems. Wenn man die parlamenkariſche Or⸗ ganiſalion erſeßen wolle, könne man das nicht durch eine Clique, die dem Volle ihren Willen aufzwingen wolle, ſondern nur durch eine unparlamenkariſche Organiſalion, die be⸗ reils von unken her aus dem Volke ſelbſt herausgewachſen ſei. Der Regierung von pa⸗ pen fehle eben die Nakion als Krafkquelle und deshalh müſſe auch zum Schaden des Volkzes ihr außenpolilſſches Programm ſcheikern. Hit⸗ der Regierung von Papen, die Deulſchland in ZTvommelfeuer Reichsführer⸗ und Prejetagung her NSdAp in München In München begann am Mittwoch die für den., 6. und 7. Okkober anberaumke Reichs⸗ propagandakagung der RSOAp., die gleich⸗ zeitig mit einer Preſſekagung der Parkei ver⸗ bunden iſt. Die geſamle Sitzung der Tagungskeilneh⸗ ner wurde vom Reichsorganiſaljonsleiter Gregor Skraßer eröffnel und eingeleitet nit einem Gruß an den Führer und mit ei⸗ nem Gedenken unſerer Token. Gregor Stra⸗ zer wies auf die mik dieſer Tagung beginnen⸗ den Wahlkampfvorbereikrungen im Rahmen der Parkeiorgoniſalion hin und ſtreifte ſodann kurz den Verlauf des politiſchen Geſchehens der lehlen Monale. In der Geſchichte der Nakion— ſo führke u. a. Pg. Straßer aus— werde einmal der 13. Auguſt, an dem man dem Führer der größten politiſchen Bewe⸗ gung Deukſchlands die ihm zukommende Füh⸗ rung verweigerk habe, als ein Verbrechen an⸗ geſehen werden. Ohne Reſonanz im Volke gebe es keine wirkliche Regierung. Wenn die heunte noch regierenden Herren wirklich überzeugt wären, daß das nakionalſozialiſtiſche Programm ſchon nach 6 Wochen ſcheikern müßke, warum hätten ſie dann eine ſolche Angſt vor uns? Aber die Drahtzieher wüß⸗ ten nur zu genau, daß das nakionalſozialiſti⸗ ſche Arbeitsbeſchaffungsprogramm, wenn wir regieren, nicht ſcheitern, ſondern daß eine nakionalſozialiſtiſche Regierung es auch⸗ durch⸗ führen werde. Darum die Angſt und das ſerzweifelke Beſtreben, uns nichkt an die Re⸗ gierung kommen zu laſſen. Das jüdiſch⸗libe⸗ raliſtiſche Syſtem, das ſich aus Furcht vor dem Nationalſozialismus in die Arme der Reak⸗ tion, werfe, wiſſe, daß wir vor der grundlegend⸗ iten geiſtigrevolutionären Enkſcheidung ftän⸗ den, die jemals das deukſche Volk zu fällen zakte. Der innere ſeeliſche und geiſtige Auf⸗ bruch des deutſchen Volkes ſei da, als das ſichtbare äußere Reſulkak des Kampfes un⸗ Aus dem inhait. Iſidor M. d. N. von der Spaßparkei. Coburg, wie ich es ſah und erleble. Der Pariſer Lufkfahrlſkandal. 1300 Mill. Löhne— 850 Mill. Zinſen. Der Werkheimer voranſchlag abgelehnk. ſeres Führers und ſeiner Bewegung. Wenn in den nächſten Tagen und Wochen unſere gewallige Propagandawelle, deren organiſako⸗ riſcher Vorbereitung dieſe Tagung gelte, zu laufen beginne, dann flände das Volk hinker Adolf Hilſer, um mit ihm das junge nakional⸗ ſozialifliſche Deulſchland für Freiheit und Brok zum Siege zu führen. Nach kurzen Ausführungen des Reichs⸗ wahlleiters der NSDAP., Staaksminiſter a. D. Dr. Frick, über die kechniſchen Wahlvor⸗ bereilungen und die Aufſtellung der Wahlvor⸗ ſchläge wurde in die Sonderkagungen der Lan⸗ desinſpekkeure und Gauleiter, der nakional— ſozialiſtiſchen Hauptſchriftleiter und der Ver⸗ lagsleiter eingekreken. „aurbolts hoftaffung/ duvel) Anleihen! Wie wir hören, beabſichtiat die Reichspoſt zur Fmanzierung ihrer Bekeiligung an der Arbeitsbeſchaffung, die in erſter Linie der Schwachſtrom⸗ und Kabelinduſtrie zugute kom⸗ Ein unerhöftes Urtei, Verlin, 6. Okt.(Eigener Bericht.) In dem Prozeß gegen die„Angriffs“-Redakkeure 'r. Lippert und Krauſe wegen Belei⸗ digung des ehemaligen Polizeivizepräſidenken Dr. Werß und des ehemaligen Polizeipräſi⸗ denken Grzeſinskiverurkeilte die 5. Gro⸗ ße Strafkammer beim Landgericht 1 Dr. Lip⸗ perk wegen übler Nachrede und Beleidigung auf Grund der ſtrafverſchärften Ehrenſchutz⸗ beſtimmungen der Notverordnung des Reichs⸗ präſidenken vom 8. Dezember 1951 zu 3 Mo⸗ naken Gefängnis und den Redakkeur Krauſe zu 5 Monaken Gefängnis. Den beleidigken ehemaligen Polizeivizepräſidenken Dr. Weiß und ehemaligen Polizeipräſidenken Grzeſinski wurde die Publikationsbefugnis des Urkeils im„Angriff“ ſowie 4 weikeren Berliner Ta⸗ geszeitungen zugeſprochen. * ler unkerzog die außenpolitiſchen Mekhoden eine völlige Iſolierung hineinkrieben, einer ſcharfen Kritik und zeichneke die poſilive Linie einer nakionalſozialiſtiſchen Außenpolikik. Auch auf dieſem Gebieke ſei es nichls mil den from⸗ men Wünſchen der Regierung von Papen „den Nakionalſozialiſten das Dritte Reich vor⸗ weg zu nehmen“. Hitler gab ſodann die Richl⸗ linien und Grundſäte für die poliliſche Ten⸗ denz des Wahlkampfes bekannk. Er führle zum Schluß ſeiner immer wieder von ſtürmi⸗ ſchen Zuſtimmung unkerbrochenen Rede nach dem Bericht der NSͤ aus:„Im Bewußſiſein für das Recht und die Zukunft des Volkes zu kämpfen, gehtl die nalionalſozialiſtiſche Be⸗ wegung von dem gleichen Kampfgeiſt beſeelt mit dem Einſatz ihrer ganzen Kraft in den Wahlkampf hinein. Sie beſitt in ihrer Or⸗ ganiſakion alle Vorausſehungen eines erfolg⸗ reichen Kampfes, die überhaupk denkbar ſind. Jeder einzelne wird ſich einſeten bis zum äußerſten. Wir Nakionalſozialiſten werden der Nation ein unerhörkes Vorbild unſerer Willenskraft geben. Es gibt Leuke, die ſagen ehe die Wahl kommk iſt die Regierung Pa⸗ pen wirkſchafllich längſt zuſammengebrochen und erledigk, aber Friedensreſolulionen wer⸗ den in der nakionalſozialiſtiſchen BVewegung nicht gefaßt. Wir werden für den 6. Novem⸗ ber kämpfen, als ob davon Deukſchlands Sein oder Nichlſein abhängen werde. Ich ſehe dem Kampf mit abſoluker Zuverſichk enkgegen. Die Schlacht kann beginnen. In vier Wochen werden wir aus ihr als Sieger hervorgehen. Dem Reichspräſidenkenpalais wird dann wohl die Erkennknis einhellig ſein: Die Nakional⸗ ſozialiſtiſche Bewegung ſteht, ſie iſt da und wird niemals verſchwinden. Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Enkweder man gibk ihr die Machk oder man aihl ſie ihr nicht. Dann werden ſie von der Macht dieſer Bewegung überwunden werden.“ men ſollte, eine Anleihe in Höhe von 60 Mil⸗ lionen Mark aufzunehmen. Ueber Sondie⸗ rungen bei den in Frage kommenden Kreiſen ſind die Verhandlungen bisher allerdings noch nichk hinausgekommen, ſodaß Einzelheiten wei⸗ ter noch nicht bekannk geworden ſind. Höher geht's nimmer! In der Regierung ſcheint alles drunker und drüber zu gehen. Erſt rühmt man ſich ſeines„großarkigen“ Ar⸗ beitsbeſchaffungsprogrammes und dann, ſo— bald es an die Ausführung geht, erkennk man, daß man es nur mit einem neuen Pump durch⸗ führen kann! Nichts kennzeichnek die Unzu⸗ länglichkeit des Wirkſchaftsprogrammes der Präſidialregierung ſoſehr, wie dieſer neue An⸗ leiheverſuch der Reichspoſt.-dk.- —— Zum Schutz hes Glücksjyielers Jjibor Weiß „Angriñ ·⸗Schrijlleiter zu oͤrei und jünj Monaten Gejängnis verurteilt Die Angeklagten hakten im„Angriff“ ge⸗ gen Grzeſinski und Dr. Weiß den Vorwurf der Korruption erhoben. Selbſt der Staaks⸗ anwaltmußte in ſeinem Plaidoyer aner⸗ kennen, daß dem Angeklagken Lipperk ent⸗ ſchuldbarer guker Glaube zugebilligt werden müſſe. Um ſo weniger dürfte das harke Ur⸗ keil in der geſamken deutſchbewußten Bevöl⸗ kerung verſtanden werden. Die Zeugenvernehmung hakte eindeukig er⸗ geben, daß die hohen Herren von der Verliner Polizei hinſichklich der Behandlung der Spiel⸗ klubs„mit zweierlei Maß“ gemeſſen hatten, brachte die Zeugenvernehmung am Dienstag geradezu ſenfationelle Beweiſe dafür, daß die Feudalklubs von der Polizei nicht nur ge⸗ duldek, ſondern auch in jeder Weiſe geſchützt wurden. (Fortſetzung Seite 2 unien) Der Bruch im Kabinett NSK Als Herr von Papen in ſeiner letzten Rundfunkrede vor der Reichstagswahl vom 31.Juli die„von der Zeit und dem Volke gebieteriſch geforderte Umgeſtaltung der Wirt⸗ ſchaft“ als weſentliche Aufgabe ſeines Kabi⸗ netts bezeichnete, konnten die Wiſſenden unter ſeinen Zuhörern ein Lächeln kaum unter⸗ drücken, das ihnen der Gedanke entlockte, daß er ſich zu dieſem lobenswerten Zwecke ausge⸗ rechnet Herrn Warmbolod als Sachverſtändigen verſchrieben hatte. Welche Qualitäten gerade Herr Wirtſchafts⸗ miniſter Warmbold zu dieſer Aufgabe mit⸗ brachte, zeigt am beſten ein Satz aus ſeiner Kölner Rede vom 27. September: „Ein Bruch mit den großen Linien der ſeit jenen Zeiten betriebenen Wirtſchaftspolitil (d. h. alſo einer Exportpolitik radikalſten Ausmaßes) würde nichts anderes als eine weitere Vermehrung der großen Arbeitsloſig⸗ keit bedenten.“ Daß einen Tag früher, am 26. September, ſein Kabinettskollege, Reichsernährungsmini⸗ ſter von Braun, in München mit den Worten: „das Abſinken unſerer Veredelungswirt⸗ ſchaft iſt aber nicht zuletzt eine Folge der einſeitig auf Förderung der Exportinduſtrie pe Handelspolitik der Nachinflations⸗ zeit—— das gerade Gegenteil geſagt hatte, beweiſt zwar eine in der deutſchen Kabinettsgeſchichte noch nie dageweſene Gegenſätzlichkeit in den grundlegenſten Fragen der Wirtſchaftspolitik und iſt ein böſes Omen für die Zukunft des Kabinetts der feudalen Konzentration, kann aber oͤen beſorgten Beobachter keineswegs über das Schickſal der deutſchen Wirtſchaft be⸗ ruhigen. Denn wenn auch die Anſicht des Freiherrn von Braun in dieſem Punkte durch⸗ aus der richtigen Auffaſſung nahekommt, ſo ſteht doch feſt, daß ſeine zum Zwecke des Bau⸗ ernfangs im wörtlichſten Sinne des Begriffes verkündeten Maximen gegenüber der nicht nur wahlagitatoriſch für Etportintereſſen prok⸗ lamierten Anſicht des Kabinettsflügels Warm⸗ bold nicht beſtehen werdͤen können. Brauns Rede vermochte die ſchwere Sorge aller ver⸗ antwortungsbewußten Deutſchen angeſichts der Warmboldrede nicht zu beſeitigen. Von der erſten Wirtſchaftsnotverorͤͤnung mit ihrem Lohnabbau, ihrer Tarifzerſchlagung und ihrer Verbengung vor der Hochfinanz bis zur Gründung der famoſen„Induſtrie⸗Finanzie⸗ rungs.⸗G.“, genannt„IEI“, führt eine klare Linie, die das klägliche Geſchip der guten Ab⸗ ſichten des Freiherrn von Braun mit Sicher⸗ heit vorherſehen läßt. Wie liegen nun die Dinge in Wirklichkeit? Das Reichsamt für Konjunkturforſchung hat nachgewieſen, daß Deutſchlands induſtrielle Produktion für den Binnenmarkt ſchon im Jahre 1931 um 20427 Millionen RM. gegen⸗ über dem Jahre 1928 zurückgegangen war, während unſere Induſtrieproduktion für den Weltmarkt im gleichen Zeitraum nur um 158 Millionen ſank. Aus dieſen Zahlen allein geht klar hervor daß Warmbolds Behauptung, man könne nur durch Fortführung der radikalen Exportpolitit lauf Koſten des Binnenmarktes und in erſter Linie auf Koſten der Landwirtſchaft) die Ar⸗ beitsloſigkeit mildern, den Tatſachen in einer gröblichen Weiſe wibderſpricht. Nur knapp dreizehn Prozent der deutſchen Induſtriearbei⸗ ter arbeiteten 1928 für den Export. Doppelt ſoviel Arbeiter, als der Export in ſeinen be⸗ ſten Fahren 1929/30 beſchäftigte, ſind dank der von Herrn Warmbold ſo hoch geprieſenen ra⸗ dikalen Exportpolitik infolge der damit zwangsläufig verbundenen Vernichtung der deutſchen Inlandskaufkraft von 1928 bis 1951 brotlos geworden! Die furchtbaren Zahlen des Jahres 1932 ſtehen leider noch aus, ſo daß es nicht möglich iſt, ſie zur weiteren Ver⸗ deutlichung des oben Geſagten heranzuziehen. AAnd-was hat die von Herrn Warmoglz Seite 2 Treilag, den 7. Okkober 1932. 2. Jahrg./ Nr. 225 vertretene Exportpolitik praktiſch erreicht? Trotz aller Anſtrengungen iſt der deutſche Ex⸗ port von 6206 Millionen im erſten Halbjahr 1928 abgeſunken auf 2989 Millionen im erſten Halbjahr 19321 Deutſmnationate Staatsſtoeinndrohungen: Sie wollen auß Nationaljozialjten jchießen laßen! Bezahlt haben wir dieſen glorreichen„Erfolg“ der von Herrn Warmbold dieſer Tage in Köln als allein ſeligmachend angeprieſenen Wirtſchaftspolitik mit der reſtloſen Zerſchla⸗ gung des deutſchen Binnenmarktes und einer Arbeitsloſenzifſfer von 6,78 Millionen am 31. Auguſt 19321(6,72 Millionen- 5,22 Millio⸗ nen bei den Arbeitsämtern— 1,5 Millionen Nichtgemeldete, berechnet vom Reichsamt für Konjunkturforſchung nach der Krankenkaſſen⸗ ſtatiſtik.) Bezahlt haben wir dieſe vom Herrenklub als allein richtig bezeichnete Wirtſchaftspolitik weiterhin mit einem Rückgang des durch⸗ ſchnittlichen deutſchen Arbeitseinkommens vom 1. Vierteljahr 1928 bis zum 1. Vierteljahr 1932 um 31,8 Prozent! Warum ſcheiterte dieſe Politik? Sie mußte ſchettern, weil die Hebung des Exports zu 95 Prozent von Gegebenheiten abhängig iſt, die außerhalb unſerer Beeinfluſſungsmöglichkeit liegen! Hätte man die zur Erzwingung einer angeſichts der ſtrukturellen Aenderung der Wirtſchaft in der Welt und der Hochſchutzzoll⸗ neigung der übrigen Staaten abſolut unmög⸗ lichen Ausfuhrſteigerung gemachten An⸗ ſtrengungen der Hebung unſeres Binnenmark⸗ tes zugewandt und wäre hierbei die von der wirtſchaftspolitiſchen Vernunft und nicht von dem Profitintereſſe einiger Intereſſentengrup⸗ pen vorgeſchriebenen Wege gegangen, ſo hätte an Stelle des oben angeführten Produktions⸗ rückganges von 20 427 Millionen eine Produk⸗ tionsſteigerung erreicht werden können. An edarf für eine höhere Produktion fehlt es wahrhaftig unſerem verelendeten Volte nicht! Daß unſere Ausfuhr ſinken mußte, lag ange⸗ ſichts der fortſchreitenden induſtriellen Selbſt⸗ verſorgung der übrigen Staaten auf der Hand. Hätte man aus dieſer Sachlage die not⸗ wendigen Folgerungen gezogen und ſich nicht non einigen Exvo rnen bluffen laſſen, ſo wäre Deutſchland inzwiſchen von der Einfuhr ausländiſcher Lebensmittel unabhängig, hätte Millionen von Erwerbsloſen weniger, und auch die von Warmbold und ſeinen Mitſtrei⸗ tern immer angeführte Gefahr für die Roh⸗ ſtoffverſorgung bei ſinkender Ausfuhr wäre gebannt. Da Deutſchland einen gewiſſen Ex⸗ port auf Grund einer monopolartigen Stel⸗ ig auf manchen Gebieten immer behalten boi Erreichung der agrariſchen Se. rforgung der volle bisher für Lebens⸗ nritteleinfuhr aufgewandte Deviſenbetrag frei, um eventunelle Gegenmaßnahmen der am Le ⸗ bensmittelexport nach Deutſchland intereſſier⸗ ten Staaten aufzufangen. Ueberdies kommt ein erheblicher Teil(rund 45 bis 47 Prozent) dieſer Lebensmitteleinfuhr aus überſeeiſchen Staaten, die ſo gut wie keine deutſchen Pro⸗ dukte importieren. Wir können alſo die Kaufkraft unſerer Landwirtſchaft bei Berück⸗ ſichtigung unſeres höheren Preisniveaus um rund 3 Milliarden ſteigern, ein Betrag, der alle möglichen Exportverluſte, die infolge der landwirtſchaftlichen Selbſtverſorgung eintreten könnten, weit überſchreitet. Von der landwirtſchaftlichen Selbſtverſor⸗ gung durch Bodenverbeſſerung wird ſomit un⸗ jer für die Einfuhr unentbehrlicher Robſtoffe Ein unerhörtes Urteil! (Forkſetzung von Seite 1) Ein Kriminal⸗Aſſiſtent Schaeper, der vom Jahre 1925 ab im Spieldezernak kätig war, hakte bei ſeinem Emkritt von ſeinen Mit⸗ arbeikern ſchon die Weiſang bekommen, er könne ſich auf ekwas gefaßt machen, er werde wahrſcheinlich ſeine biherigen Anſchaumgen über Sauberkeit und Korrehtheit gründlich ändern müſſen. Das war auch wirklich der Fall. Wie Vaamten des Dezernalis wurden „von oben herab“ in ihrer Tätigkeit völlig be⸗ ſchränkt und gehemml. Die„feudalen Klubs“, in denen gewaklze Gelzſummen rolllen, wur⸗ den ſo ſanft angefzet, daß die Veamken dork allgemein in den Naf hamen, boſtochlich zu ſein. Man war in dieſen Klubs empörk, wenn ein Neamer es waßte, ſeiner Pflicht entſprechend aufzutreken! Alz der genannke Beamte gegen dep Lelter eines Spielklubs, der für die polheilchen Pflichten ablolnt hein Verſtändnis hakte, Anzeige wegen Welelbl⸗ gung erſtattefe, mußte dleſe an Urealaflung hes Herrn Polizeihzeprchl Weiß, der ich über das Vechalhen feinen Veamfen ſehr ungnädig zeigte, zurächgezogen werben! Geradezu vernichlende Ausſagen egen Welß machte der Krimmal-Oberinſyel⸗ ſor von Mankeuffel. Er nannie die Melhe⸗ hen Ildor Weiß'n„anfkandiges Erbbegräbnit“, ſenn wenn Ermittlungen angeſtellt worden eien, dann ſeien ſie ja durch die„amklichen“ Ichritte von Oben unweigerlich zu Grabe ge ⸗ ragen worden. WMenn die Polizei, das Ange ſer blind ſei, dann könne neſe ſelbverfznöͤlich auch nicht ſehen.— Der Bachner Künöige erß enf Vefragen noch zmusdräcklich, daß feimer Meinung nach lent⸗ zegen der des Herrn Pollzeivizepräkſidenten!) hegüterte Menſchen, die ſich gegenſekug Tau⸗ jende und Aberkanſende en wrehang els gewohnheitseäklae Poſtenjäger endlich einmal können. Sie ſpielen mit letztem Einſatz, und deshalb wird jetzt ſchon faſt alle Vorſicht Die Deutſchnationale Woltspartei, ein an ſich ſchon längſt lächerlich gewordenes Gebilde, ſchwelgt nunmehr in der Hoffnung, ihre unterbringen zu vergeſſen. Verſchiedene Aeußerungen promi⸗ nenter Deutſchnationaler laſſen keinen Zwei⸗ fel mehr darüber, daß die Reaktion dahin drängt, durch einen Stadisſtreich mit nach⸗ folgendem bewaffneten Vorgehen gegen die nationalſozialiſtiſche Freiheitsbewegung ſich ihre Herrſchaft zu ſichern. Der Polizeimajor Borck hatte im„Tag“ den„Staatsſtreich von oben“ als eine notwendige Tat von Papen und ſomit von Hindenburg gefordert. Noch klarer ausgedrückt hat ſich der Deutſch⸗ nationale und perſönliche Freund des Reichs⸗ präſidenten, der Kammerherr v. Oldenburg⸗ Januſchau. Laut Bericht der papentreuen „D. A..“ hat dieſer Herr in Zoppot in öffentlicher Verſammlung erklärt: „Von dem Generalfeldmarſchall habe ich den Eindruck, daß er ſo friſch iſt, wie ſeit langem nicht, in der Gewißheit, jetzt wieber ganz auf dem Wege zu ſein, den er als preußiſcher Offizier immer hatte: Augen rechts. Wenn die Rechte nicht ſo ſtark wird, daß ſie der Regie⸗ rung Papen eine Baſis iſt, daun wird ſie ohne dieſe Baſis fechten. Es riecht hier nach Pulver, un) es wird ge⸗ fochten werden. Wir ſtehen auf den Trüm⸗ mern eines niederträchtigen Parlamentaris⸗ mus, der mit Recht zuſammengebrochen iſt. Wenn das, was in unſerem deutſchen Vater⸗ fande geſchehen iſt, auch für Danzig zutrifft, p iſt es ein Glück für beide Teile. Von der Vorläufig noch ein frommer Wunſchkraum, zer im Inkereſſe des Anſehens eines deulſchen Harlamenkes hoffenklich nicht in Erfüllung „ht. Takſache iſt jedenfalls— es wird in notwendiges Deviſenaufkommen überhaupt nicht betroffen. Was unſere Gläubiger be⸗ trifft, ſo werden ſie ſich ohnehin damit abfin⸗ den müſſen, entweder Ware abzunehmen oder auf Zinſen und Amortiſation zu verzichten. Alles in allem ſteht feſt, daß weder die der Aera Brüning⸗Müller entſtammenden Maxi⸗ men des Herrn Reichswirtſchaftsminiſters nen pflegen, Warmbold, noch die das Gegenteil verkünden⸗ den Sirenenklänge ſeines machtloſen Kabi⸗ nettsfreundes von Braun das Vertrauen des deutſchen Volkes verdienen. Bei Papen konnte man ſich wohl dazu verſtehen, der Landwirtſchaft wegen der Wahlen ein Trink⸗ geld zuzuwerfen; die Politik des Elends für das ſchaffende Volk in allen Ständen und Be⸗ rufen und der Rieſenſubventionen und Hilfs⸗ aktionen für die Hochfinanz wird fortgeſetzt werden, ſolange nicht das deutſche Volk dem f Spuk des Herrenklubs ein Ende macht. Herr Weiß wird nicht gedacht haben, daß man ihm ſo ſeine Sünden vorhalten würde, als er ſich„beleidigt“ fühlte Und dennoch dieſes Urkeil das ſo ungeheuerlich iſt, daß es ſedem national denkenden Deutſchen unfaßbar erſcheinen muß, daß ein deutſches Gericht ſo Recht ſpre⸗ chen konnke. Jahrelang konnten die Führer der nakionalſozialiſtiſchen Bewegung verleumdek und geſchmäht werden und kein Gerichk fand ſich, das gegen die Verleumder irgendwelche Ehrenſchußbeſtim⸗ mungen anwandke. Ausgerechnek als ſich Grzeſinski und der ehemalige ſüdiſche Polizeipräſidenk Idor Weiß beleidigt fühl⸗ ken, fand ſich ein Staalsanwalt, der Antzlage gegen die„nakionalſozialiſtiſchen Verbrecher“, die es gewagt hakten, in der Sprache des Volkes Dinge anzuprangern, die ſo unerhört ſind, daß ſich die Feder faſt ſträubt, ſie zu Papier zu bringen, erhob. München, 6. Ont. miniſter folgendes Telegramm geſandt: rung Kennknis genommen von dem u a hal. S worfen werden, im Inkereſſe der Volksgeſamkheit belenchlet und ſich mik Perſön e eiten Die„Reichsarbeilsgemeinſchaft der nal. ſoz. Journaliſten“ hat an den Reichsjuſtiz⸗ „Die Reichnarbeilsgemeinſchaft der nalio⸗ n Zournaliſten hal mit e ehener· lichen Urkeil, das die 5. Große Skrafnammer belm Landgericht J in Berlin in dem Prozeß des ehemaligen Polizeivizepräſſdenken Dr. n die nakionalſozialiſliſchen Jour⸗ „ Lipperk und Krauſe unker Be⸗ ru auf die Rolverordunng vom 3. 12. 31 Es ſollen hier auf Grund der anner ins Gefängnis ge ⸗ die nach beſtem—— 2 Regierung im Reich könne man nur ſagen, die Rechtsſchwenkung iſt geton, ein Zurück gibt es nicht. Wer zuerſt ſchießt, der gewinnt.“ „Ein echter Januſchauer“, ſagt zu dieſem Schieß⸗Aufruf gegen uns die papentreue „D. A..“ verſtändnisinnig. Wir aber wollen feſtſtellen, daß der in⸗ timſte Vertraute des Reichspräſidenten von⸗ Hindenburg öffentlich erneut erklärt, falls wir im neuen Reichstag wieder nicht für die Hun⸗ gernotverordnungen Papens ſtimmen wür⸗ den, Herr von Hindenburg erneut über den Volkswillen hinwegſchreiten würde, und zwar, falls die Nation ſich dieſen Gewaltſtreich nicht gefallen laſſen ſollte, würde man„zuerſt ſchießen“. Das bedentet ſeitens des Herrn v. Olden⸗ burg⸗Januſchau die dreiſteſte Herausforderung der geſamten 14⸗Millionen⸗Wählerſchaft der NSDaAp., es bedeutet eine ſkandalöſe Belei⸗ digung der geſamten deutſchen Jugend, des ganzen deutſchen Freiheitskampfes gegen den roten Verrat der letzten 13 Jahre. Wir fragen den Reichspräſidenten von Hin⸗ denburg an ſeinem 85. Geburtstag, ob er ſofort auf dieſe Erwartungen der deutſchnatio⸗ nalen Führer auf eine Blutherrſchaft ſeiner⸗ ſeits eindeutig zu antworten gedenkt? Der Reichsinnenminiſter hat vor Ausſchrei⸗ bung der Wahl erklärt, dieſe würde ſtattfinden, wenn Ruhe und Oroͤnung gewährleiſtet ſeien. Die deutſchnationalen Redͤner, perſönliche Freunde des Reichspräſidenten, aber gefährden dieſe Ruhe durch freche Drohungen. Was ge⸗ denkt der Reichspräſident zu unternehmen, um die mit ſeinem Namen verbundenen Herausſorderungen des Herrn v. Oldenburg unſchädlich zu machen? 21 Fjibor M. b. A. von her Spaßpartei allen mauſchelenden Kreiſen ehrfürchkig ver⸗ ſichert, daß der geſtürzte und beſtens beleum⸗ dete Vizepolizeipräſident Bernhard Weiß als Spitzenkandidat der Staaksparkei für den ahlkreis Berlin und Potsdam Il vorgeſehen iſt. Da die Staatsparkei mit der Spo Liſten⸗ verbindung eingegangen iſt, hofft man den grau⸗ ßen und hohen Rechtsgelehrken mit Hilfe der marxiſtiſchen Stimmen durchzubringen. Sein Verkrekung ihrer Inkereſſen im Reichskag ju⸗ belnd begrüßen. ehemaliger Vorgeſetzter und Leidensgenoſſe Grzeſinski hat zu allem Ueberfluß ein gukes Wort eingelegk. Die ſozialdemokrakiſchen Wähler der Reichshauptſtadt aber können es ſich zur be⸗ ſonderen Ehre(7) anrechnen, daß ihre Par- kei die marxiſtiſchen Stimmen mißbraucht, um einen kypiſchen Verkreter gewiſſer Eigenſchaf⸗ ken, einen Glücksſpieler uſw. zum„Volksver⸗ kreker“ zu erheben. Beſonders die bekrogenen Arbeiter werden eine ſolch„klaſſenbewußke“ Das Aeichsbanner will„übervarteilich jein Der Bundesvorſtand des Reichsbanners hat ſich bemüßigk gefühlt, durch ſeine Bundes⸗ preſſeſtelle bekannt zu geben, daß der Bund nach wie vor„überparkeilich“ ſei. Es ſei des⸗ halb auch jeder Verſuch mit dieſem Grundſaß unvereinbar, die Organiſakion für politiſche Sonderzwecke zu mißbrauchen. Eine merkwürdige Erklärung. Ob die Herren vom Bundesvorſtand des Reichsban⸗ ners wirklich glauben, daß dieſe„Erklärung“ nichk überall, nun ſagen wir mit humorvollem Verſtändnis aufgenommen werden wird? Oder ob ſie wirklich der Meinung ſind, daß es Menſchen gibt, die eine ſolche Erklärung ernſt nehmen? Poln. Aejervearmee in Pommerellen Danzig, 5. Oktober. Eine größere Anzahl polniſcher Organiſationen in Pommerellen hat in der dortigen Regierungspreſſe einen Auf⸗ ruf veröffentlicht, in dem die geſamte Einwoh⸗ nerſchaft Pommerellens aufgefordert wird, ſich zu einer„Reſervearmee“ Pommerellens zu⸗ ſammenzuſchließen zum Zwecke der Verteidi⸗ gung der polniſchen Grenzen. Den Ausgangs⸗ punkt für dieſen Aufruf bildete das„Feſt des Meeres“ in Goͤingen, bei dem der Plan zur dieſer Reſervearmee gefaßt wor⸗ en iſt. Auf eine nationalſozialiſtiſche Anfrage im Preußiſchen Landkag, in der beanſtandet wur⸗ de, daß der Severingſche Berliner Polizei⸗ kommandeur Heimannsberg wiederholt Un · kerſtützungen von der Polizeiamkskaſſe bezogen habe, keilt Reichskommiſſar Dr. Brachk mit: „Auch hohen Beamken können Unker⸗ ſtützungen bewilligt werden, wenn ſie z. B. durch Krankheit in eine ausgeſprochene Nollage gekommen ſind. Die Bewilligung an Heimannsberg iſt durch das Miniſte⸗ rium des Innern erfolgk und auch nach nochmaliger Prüfung nichk zu bean⸗ ſtanden.“ Der Prozeß gegen die Redakkeure unſeres Berliner Bruderblaktes hat die Angeklagken als Ankläger geſehen. Trotzdem hat ein deut⸗ ſches Gericht wegen einer Formalbeleidigung die gegenüber der ungeheuren Laſt eines für die Herren„Nebenkläger“ vernichken⸗ den Takſachenmakerials in dieſem Prozeß nichts wiegt, Gefängnisſtrafen von unerhörker Härte verhängt. Wir ha⸗ ben über dieſen Prozeß eingehend berichtet und es iſt deshalb nicht mehr notwendig. auf die Einzelheiten einzugehen. Dieſes Urleil wird und muß revidierk werden! An demſelben Tage, an dem das Urkeil gegen die Redakkeure unſeres Bruderblatkes gefällt wurde, hat ein anderes Gericht der Reichshaupkſtadt die Haftentlaſſung der Burſchen verfügt, die mitverantworklich 57 für den Tod eines unſerer SA.-Kame⸗ raden. Die NeS.⸗Journalöten protejlieren genausſagen im Verlaufe des Prozeſſes jeden⸗ falls vor der geſamken Oeffenllichkeit a us Klägern zu Angehlagten wurden. Während ſich für die kägliche Verleumdung Adolf Hillers und der Führer der deulſchen Freiheitsbewegung kein Slaalsanwall findel und kein Gefängnis öffnel, werden nalional⸗ ſozialiſtiſche Journaliſten, die aus ihrer Ueber⸗ zeugung im öffenklichen machen, mik ſchwerſten Strafen belegt. Die Reichsarbeilsgemeinſchafk der nalionalſozialiſti⸗ ſchen Journ Nolverordnung völlig unhaltbar iſt, a ſten Proleſt. Reichsarbeilsgemeinſchafk der nakional⸗ ſozialiſtiſchen Journaliſten: 2— 1SLXEI AZ. ——————— 97 Inkereſſe kein Hehl ſten erhehl gegen dieſes Urteil, das ſelbſt unler Anwendung der erſchärf · Bracht hat„nichts zu veanſtanden“ Oberſt Heimannsberg bezog und bezieht bis auf den heutigen Tag ein Monaksgehalt von 1500 RM., alſo ein Einkommen, mit dem Unkerbeamke länger als ein halbes Jahr baus- halten und mit dem Arbeitsloſe ſich gar zwei Jahre durchfrekten müſſen, ohne Nolbedürf⸗ tigkeit geltend machen zu dürfen. Daß dieſer' Auffaſſung von„Volks⸗ und Nokgemeinſchaft“ unker der„Arbeikerregierung“ Braun⸗Seve⸗ ring⸗Hiertſiefer gefrönk worden war, nimmt niemand wunder, daß aber Herr Bracht die⸗ ſem Parkeibuchbeamkenſtandpunkk nachträglich den Schuß der Herrenklub⸗Bürokralie leihl, iſt ein neuer Beweis für die weilgehende„ſo⸗ ziale“ Geſinnungsverwandkſchaft zwiſchen den „nakionalkonzenkriſch“ Privilegierken und den „marxiſtiſch Arrivierken“. lllunuammummaninmmsnnszumatnrnnsnitaftnüksnaknisngssmuntasmüaruniinsüxtnsnuminrianumumzan. Kur und bündꝛg Der deulſche Flieger v. Gronau iſt nach einem Fluge längs der Nordküſte der Inſel Hava am Donnerstag früh im Hafen von Balavia ein ⸗ gekroffen. 1* General von Skülpnagel vom„Reichskuralo rium für Jugenderküchkigung“ wurde geſtern vom Reichspräſidenken empfangen. i* Der Ausbau der italieniſchen Handelsflokle wird eifrig vorangekrieben. Am Miktwoch begann das moderne Molrorſchiff„Neplunia“ ſeine Zungfernfahrk von Trieſt nach Südamerika. * Der Rückkrilt des geſamlen belgiſchen Kabinekll wird erwarkel. Offenſichklich will keine der poli⸗ liſchen Gruppen belaſtet mit der Regierungsverank⸗ workung in den kommenden Gemeindewahlkampf ziehen. * Herr Hugenberg hat die kümmerlichen Reſte ſeiner Anhänger erſuchk, bei den DAVp-Verſamm⸗ iungen nicht„Heil Hugenberg“(wer lacht da nichlꝰ) ſondern„Heil Deulſchland“ zu rufen. Zm Hinblick auf die Judenabkömmlinge Quaaß und Düſterberg empfehlen wir dem Herrn Geheim⸗ ral den Ruf: Heil Dailſchland!“ +* )—(Moskau, 3. Okt. Die Vollverſammlung des Zentralausſchuſſes der kommuniſtiſchen Partei der Sowietunien unter dem Vorſitz Stalins nahm die Berichte über die politiſche und wirtſchaftliche Lage der Sowfetunion zur Kenntnis und ſprach ſeinem Führer Stalin das Vertrauen aus. Der Zentralausſchuß wird auch über gewiſſe geplante Perſonalver⸗ änderungen in der Sowietdiplomatie beraten. Dazu gehören der Wechſel der ruſſiſchen Bot⸗ ſchaft in London wie auch bei der Führung der.G P. U. 2 „. * zätigt Berlii ganget Berlit das g und n bung mal e die Fi ländiſ tereſſe kauft teizwe hierzu müſſe, nenne darau wolle, tragge Wiede nomm 2 Kat gen i Typhi gefor! Solda Aufko einbe⸗ geſchi Seuch * 1 hat i Schnee Oberl⸗ ittw . B. etwa zeichne gauer emen hinab Weiß len len ge ———— — angebl nach d Luftfal walter Rhone dem worder eines Gnom hat zu Fälſche Der ſellſcha dͤen Di kanntli habe e Gnom firma mittel nahme notwen na, We rektor ſtochen Rhone⸗ ſchen 3 loux⸗Lc Schriftf Am Di richter chen Be prüfnn ausgeſt fälſcht: Lufthar chungs: lung v Deutſch und Ci de gege nen ge— er unt Schriftf einige Poſtale ſtraft 1 zem ve truges lfe der Sein tag ju⸗ genoſſ e gukes ber zur be⸗ e Par- cht, um nſchaf⸗ lksver- ogenen wußke“ anners zundes⸗ undſat litiſche b die chsban⸗ ärung“ rvollem wird? id, daß lärung) rellen Inzahl en hat Auf⸗ nwoh⸗ rd, ſich s zu⸗ rteidi⸗ gangs⸗ eſt des in zur wor⸗ jeht bis alt von t dem r haus- ir zwei bedürf⸗ dieſer iſchaftꝰ ⸗Seve⸗ nimmt cht die⸗ kräglich leihk, de„jo⸗ en den nd den Ilunmmnmub. h einem ava am ia ein⸗ skurato- rn vom elsfloll begann ſeine abinell er poli⸗ sverank⸗ hlkampf n Reſte erſamm · a nicht?) Quaaß Geheim· mlung ſtiſchen Vorſitz litiſche on zur Stalin tsſchuß nalver⸗ eraten. u Bot⸗ ührung „. 2. Jahrg./ Nr. 225 Zreilag, den 7. Otlober 1932. Aujjehenerregenber Zwijchemall im Devijenprozeß Seilmaier Im Auftrage her Sowjetunion? „ Berlin, 6. Okt.(Tel.) Kurz vor Schluß der Beweisaufnahme kam es im Prozeß gegen zen Deviſenhändler Sedlmaier noch zu einem tenſationellen Zwiſchenfall. Der Verteidiger Sedlmaiers, Rechtsanwalt Hein, erklärte, daß Is wohl als feſtgeſtellt angeſehen werden müſ⸗ je, daß die Deviſenverkäufe, die Seoͤlmaier ge⸗ zätigt habe, in der Hauptſache wohl durch das Berliner Bankhaus Laban, Spiehl& Co. ge⸗ gangen ſeien. Dieſes Bankhaus ſei aber in Berliner Börſenkreiſen als dasjenige bekannt, das große Geſchäfte mit Sowjetrußland tätige und mit der Sowjetunion in Geſchäftsverbin⸗ dung ſtehe. Es müſſe deshalb an Sedlmaier, zu⸗ znal er eingeſchriebenes Mitglied der KPD. ſei, die Frage gerichtet werden, ob er die im aus⸗ ländiſchen Beſitz befindlichen Effekten im In⸗ tereſſe und im Auftrage der Sowjetunion ver⸗ kauft und den Erlös für kommuniſtiſche Par⸗ teizwecke verwendet habe. Sedlmaier erklärte hierzu, daß er die Ausſage darüber verweigern müſſe, denn er könne ſeine Auftraggeber nicht nennen. Als der Vorſitzende den Angeklagten darauf hinwies, daß er wohl könne, aber nicht wolle, meinte Seoͤlmaier, er könne ſeine Auf⸗ traggeber nicht preisgeben, weil ihm dann jede Wiederaufſtiegsmöglichkeit in der Zukunft ge⸗ nommen ſei. 7 Todesopfer der Typhusepidemie in Kallowiß. Kattowitz, 5. Oktober Die vor einigen Ta⸗ gen in der Kattowitzer Kaſerne ausgebrochene Typhusepidemie hat bisher ſieben Todesopfer gefordert. Es liegen außerdem noch etwa 100 Soldaten ſchwer krank darnieder, an deren Aufkommen gezweifelt wird. Die zur Uebung einberufenen Reſerviſten wurden wieder heim⸗ geſchickt, um eine weitere Verbreitung der Seuche zu verhüten. Der erjie Schnee & München, 6. Okt. Die kühle Witterung hat in den bayeriſchen Bergen die erſten Schneefälle gebracht. Zahlreiche Orte des Oberlandes und des Gebirges meldeten am Mittwoch zum Teil ſtarke Schneefälle. So iſt „B. in den Allgäuer Bergen bis hinab auf etwa 1300 Meter ſtarker Schneefall zu ver⸗ zeichnen. Aus den Tannheimer und Ammer⸗ gauer Bergen wurde bis zu 30 Zentimeter enſchnee gemeldet. Alle Berggipfel bis weit ſind in glänzendes und ſchimmerndes Weiß gebettet. Bei einem Anhalten der küh⸗ len Witterung wird mit weiteren Schneefäl⸗ len gerechnet. Deviſenhändler Sedlmaier zu drei Jahren Gefängnis verurkeilt. Berlin, 6. Okkober. Die zweite Große Straf · kammer beim Landgericht 1 verurkeilte den Devi⸗ ſenhändler Sedlmaier wegen Vergehens gegen § 36 Abſ. 1 und 3 und gegen 5 18 Abſ. 1 der De⸗ viſenverordnung vom 23. Mai 1932 ſowie wegen ſchwerer Urkundenfälſchung zu drei Jahren und vier Monaken Gefängnis und 100 000 Mark Geldſtrafe, erſaßweiſe weiteren 500 Tagen Ge⸗ fängnis. Der mitangeklagkte Straßenhändler Adam Neubauer erhielk wegen Beihilfe zum De⸗ vifſenvergehen fünf Monate Gefängnis und 500 Mark Geldſtrafe, erſahweiſe weikere 20 Tage Ge⸗ fängnis. Die bei verſchiedenen Berliner Banken befindlichen Konken Sedlmaiers und Reuhauſers wurden vom Gerichk zu Gunſten des Reiches be⸗ ſchlagnahmk. Papenjcher„Wieberaujbau“ Berliner Bürgerſtener 1933 gleich 500 Prozent 4 Berlin, 6. Oktober. Der Berliner Magiſtrat hat in ſeiner Sit⸗ zung am Mittwoch beſchloſſen, der Stadtver⸗ ordnetenverſammlung für die Bürgerſteuer 1933 einen Steuerſatz von 500 Prozent vorzu⸗ ſchlagen. Der Nachrichtendienſt der Stadt Ber⸗ lin bemerkt hierzu, daß durch Veroroͤnung des Reichsminiſters für Finanzen vom 28. Sep⸗ tember 1932 beſtimmt worden ſei, daß alle Ge⸗ meinden, die die Reichshilfe für Wohlfahrtser⸗ werbsloſe in Anſpruch nehmen wollen, minde⸗ ſtens 500 Prozent der Bürgerſtener 1933 be⸗ ſchließen müßten. Die Stadt Berlin ſei auf die etwa 80 Millionen Mark betragende Reichshilfe angewieſen und außerdem erfor⸗ dere die Haushalts⸗ und Kaſſenlage der Stadt dringend mindeſtens dieſen Steuerſatz zu er⸗ heben, um allzu erheblichen Ausfall in den nächſten Monaten zu vermeiden. KpPd.⸗Schrijtleiter verhaftet O Paris, 6. Oktober. In Metz wurde der Leiter eines in deutſcher Sprache erſcheinenden kommuniſtiſchen Blattes, Durrmeyer, verhaftet und vor den Unterſuchungsrichter geführt, weil ſein Blatt ſeit einiger Zeit vertrauliche Verfügungen des franzöſiſchen Generalſtabes über die Mobilmachung und über Räumungs⸗ maßnahmen veröffentlicht hatte. Nach Mel⸗ dungen franzöſiſcher Blätter hat Durrmeyer es abgelehnt, auf die Fragen des Unterſu⸗ chungsrichters Auskunft zu erteilen. Auch der zweite Start ber Winkler⸗Aaleie miÿlungen Pillau, 6. Okkober. Der zweike Verſuch der Winkler⸗Rakeke am Donnerskag nachmiktag iſt wieder mißlungen. Vei der zweiken Zündung ſprang die Rakete mit großem Knall aus dem Geſtell, in dem ſie eingebektek lag, und überſchlug ſich in Richtung des Unkerſtandes der Film⸗ und Phokoleuke, die wieder zahlreich erſchienen waren. Der Mekallmankel, der die Rakele umkleidel, zer⸗ Der Parijer Luftjahrtökanbal DParis, 5. Okt. Die Angelegenheit des angeblichen großen Luftfahrt⸗Skandals, wo⸗ nach der Direktor der zivilen Luftfahrt im Luftfahrtminiſterium, Chaumié, von dem Ver⸗ walter oͤer Flugzeugmotorenfirma Gnome et Rhone und der Luftfahrtgeſellſchaft Cioͤna, dem Juden Paul Louis Weiller, beſtochen worden ſei, um ſeine Zuſtimmung zur Abgabe eines großen Aktienbündels der Geſellſchaft Gnom et Rhone an die Lufthanſa zu geben, hat zum Erlaß eines Haftbefehls gegen den Fälſcher der Aktenſtücke geführt. Der Präſident der franzöſiſchen Luftfahrtge⸗ ſellſchaft Aero Poſtale, Bouilloux⸗Lafont, die oͤen Dienſt nach Südamerika verſieht, hatte be⸗ kanntlich behauptet, die Deutſche Lufthanſa habe ein großes Aktienbündel der Geſellſchaft Gnom et Rhone aufgekauft, um der Schweſter⸗ firma dieſer Geſellſchaft, oͤͤer Cioͤna, die Geloͤ⸗ mittel in oͤie Hand zu geben, die zur Ueber⸗ nahme der in Konkurs geratenen Aero Poſtale notwendͤig zu ſeien. Der Verwalter der Eid⸗ na, Weiller, ſoll angeblich den Miniſterialdi⸗ rektor im Luftfahrtminiſterium, Chaumis, be⸗ ſtochen haben, dieſe Transaktion zu unterſtüt⸗ ßen. Obgleich von Seiten der Deutſchen Luft⸗ hanſa mehrere Dementis ausgegeben worden waren, aus denen klar und deutlich hervor⸗ geht, daß ſich keine einzige Aktie der Gnom et Rhone⸗Geſellſchaft in den Händen der Deut⸗ ſchen Lufthanſa befindet, überreichte Bouil⸗ loux⸗Lafont den Gerichten immer neue Schriftſtücke, die das Gegenteil beweiſen ſollten. Am Dienstag händigte er dem Unterſuchungs⸗ richter ſogar einige Schecks über die angebli⸗ chen Beſtechungsgelder aus. Eine raſche Nach⸗ prüfung bei der Bank, auf die dieſe Schecks ausgeſtellt waren, ergab jedoch, daß ſie ge⸗ fälſcht waren. Nachdem der Pariſer Leiter der Lufthanſa, von Winterfeld, bei dem Unterſu⸗ chungsrichter noch einmal gegen die Unterſtel⸗ lung vroteſtiert hatte, wonach zwiſchen der Deutſchen Lufthanſa und der Gnome et Rhone und Cidͤna irgendein Abkommen beſtehe, wur⸗ de gegen den Sekretär Bouilloux⸗Lafonts, ei⸗ nen gewiſſen Collin, Haftbefehl erlaſſen, weil er unter dem dringenden Verdacht ſteht, die Schriftſtücke gefälſcht zu haben. Collin, der einige Zeit als Propagandaleiter der Aero Poſtale tätig war, iſt bereits mehrfach vorbe⸗ ſtraft und hat das Gefängnis erſt vor kur⸗ zem verlaſſen, wo er eine Strafe wegen Be⸗ truges abſaß. O Paris, 6. Okt. Die Verhandlung des an⸗ geblichen Aktenfälſchers im ſogenannten Luft⸗ fahrtſkandal, Collin, iſt am Mittwoch morgen erfolgt. Collin erklärte dem Unterſuchungs⸗ richter, er ſei vor kurzem von zwei hochſtehen⸗ den Perſönlichkeiten aufgefordert worden, ſich als Urheber der von Bouilloux⸗Lafont einge⸗ reichten Aktenſtücke zu erklären. Hierfür ſollte er 5 000 Franken und eine monatliche Rente von 5000 Franken bis zum Lebensende erhalten. Bouilloux⸗Lafont, der am Mittwoch noch einmal vernommen wurde, erklärte, daß er für die ihm übergebenen Aktenſtücke im ganzen 50 000 Franken bezahlt habe. Die letz⸗ ten Schecks, die auf den Namen des ehemali⸗ gen Luftfahrtminiſter Dumesnil und des Ab⸗ geordoneten Renaudel ausgeſtellt waren, ſeien ihm von einem gewiſſen Jean de Luberſae übergeben worden. Der Unterſuchungsrichter erließ daraufhin ſofort einen Haftbefehl gegen den Genannten. ſprang, wobei die Splikter in weilem Umkreis herumflogen. Die Umgegend wurde blißtzlichlarkig durch einen von der Rakeke ausgehenden Feuer ⸗ ſchein erleuchkek. Der Reſt der Rakele landele unmikkelbar hinker dem Deckungsgraben der Film⸗ leule. Es enkwickelte ſich ſtarker, weißer Qualm, der vorübergehend die ganze Gegend verhüllke. In⸗ genieur Winkler bekonk, daß er ſich das Verſagen der Rakeke noch nicht erklären könne. Ein neuer Skark iſt für abſehbare Zeik wohl nicht möglich. Großfener im Hamburger Hafen. Kopraladung eines engliſchen Dampfers in Flammen. 0 Hamburg, 6. Okkober. An Bord des im Hamburger Hafen liegenden engliſchen Dampfers „Glenamoy“ enkſtand am Donnerskag vormiklag ein Feuer in der Kopraladung. In kurzer Zeit ſtand der ganze ELaderaum des 7260 Tonnen großen Schiffes in Flammen. Alle im Bereich des Hafens verfügbaren Löſchkräfte wurden ſofork eingeſehl. Wie wir weiter erfahren, war der Brand bereits um.30 Uhr vormittags ausgebrochen. Der Feuerwehr war es erſt nach dreiſtündiger Arbeit möglich, den Brand auf ſeinen Herd zu beſchränken. Gegen Mittag war das Feuer zwar noch nicht gelöſcht, aber doch die größte Gefahr für das Schiff um dieſe Zeit bereits beſeitigt. Verletzte ſind bei dem Brande nicht zu beklagen. Sihijsziammemtoß „Cap Arcona“ mit einem franzöſiſchen Dampfer zuſammengeſtoßen Hamburg, 6. Okt.(Tel.) Am Don⸗ nerstagmorgen ſtieß in der Elbmündung im dichten Nebel der aus Südamerika heimkeh⸗ rende Paſſagierbampfer„Cap Arcona“ der Hamburg ⸗Südamerika⸗Dampfſchiffahrtsge⸗ ſellſchaft mit dem franzöſiſchen Dampfer „Agen“ zuſammen. Während die„Cap Ar⸗ cona“ Plattenſchaden erlitt und die Fahrt nach Hamburg fortſetzen konnte, iſt der franzöſiſche Dampfer ſchwer beſchädigt worden. Sofort nach dem Zuſammenſtoß liefen Bergungs⸗ dampfer von Cuxhaven aus, die das ſchwer beſchädigte Schiff ins Schlepptau nahmen, um es nach Hamburg zu bringen. Perſonen ſind nach den bisherigen Meldungen bei dem Un⸗ fall nicht verletzt worden. Der Dampfer„Agen“ befand ſich mit einer Holzladung von Afrika nach Hamburg unter⸗ wegs Der franzöſiſche Dampfer auf Grunbd geſetzt. l Hamburg, 6. Okt.(Tel.) Der Zuſam⸗ menſtoß zwiſchen dem Hamburg⸗Süd⸗Dampfer „Cap Arcona“ und dem franzöſiſchen Dampfer „Agen“ in der Elbmündung ereignete ſich, als der Franzoſe wegen des Nebels vor Anker lag. Der Steven des deutſchen Dampfers riß ein großes Loch in die Boroͤwand. Das Waſſer ſtürzte ſofort in großen Maſſen in den Raum und doͤrohte das Schiff zum Kentern zu brin⸗ gen. Nur dem ſchnellen Eingreifen der Ber⸗ gungsdampfer„Wotan“ und„Seeteufel“ iſt es zu verdanken, daß der franzöſiſche Dampfer vor dem Kentern bewahrt blieb. Kurz nach dem Zuſammenſtoß wurde„Agen“ von den —— mmmn———— 0 2 17 Alclt Mtbeconen olxleltslose liegen heute auf der Straße. e Unsere Aufgabe ist: Neue Notküchen zu errichten um den Hunger Zzu stillen! Für Kleidung zu sorgen! Nantælganosen u. Nanteigenotoinnæn! Der Gau Baden hat eine Lotterie veranstaltet, deren Reinertrag zur Bewältigung dieser Aufgaben ver⸗ wendet wird. Die Ziehung findet am 14. Okt. 1932 statt. Unterstützt diese Lotterie, kauft Losel Denkt daran, daß dĩe Not unserer Kameradengelindert werden muß. e G a ule 1 Lose werden von allen Parteistellen, qedoeh nur an Parteigen. abgegeben. t un g —-——————ιmmιm. zn S eit *und ürde⸗ Kommuniſtenhetze unter ſpaniſchen Arbeits⸗ loſen— Ueberfälle und Plündereien an der Tagesordnung— Kirche eingeüſchert 1 Madrid, 5. Oktober. An verſchiedenen Or⸗ ten Spaniens haben die Kommuniſten die Ar⸗ breitsloſen zu Gewalttätigkeiten aufgehetzt. So haben in Cuenca arbeitsloſe Kellner meh⸗ rere Reſtaurants und Kaffeehäuſer mit Stei⸗ nen beworfen. Auch eine Schule wurde von einem getroffen, wodurch die Kin⸗ der ſchwer gefährdet waren. Die Arbeitsloſen ſind vor das Zivilgonvernement gezogen und belagern das Regierungsgebänude. Polizeiver⸗ ſtärkung iſt aus Madrid angeforbert worden. In mehreren Dörfern der Provinz Badajoz haben die Arbeitsloſen die Gutshöfe überfal⸗ len und rauben und plündern. In Vigo ha⸗ ben ſtreikende Schiffer die Wohnhäuſer der Schiffseigner angezündet. In Ferrol haben unbekannte Täter eine Kirche eingeäſchert. der Krieg in ber Manijchuet 1 500 chineſiſche Freiſchärler getötet Mukden, 5. Oktober. Bei einem Straffeld⸗ zug am Nonnifluß wurden, einem Bericht der mandſchuriſchen Militärbehörde zufolge, 1 500 chineſiſche Freiſchärler getötet. Japaniſche Bombenflugzeuge verfolgten die nach dem Ueberſchwemmungsgebiet fliehenden Chineſen. Die weſtliche Hälfte der oſtchineſiſchen Eiſen⸗ bahn von chineſiſchen Freiſchärlern beſetzt Charbin, 5. Okt. Die chineſiſchen Freiſchär⸗ ler haben in der Noroͤmandſchurei weitere Er⸗ folge erzielt. Sie haben von der ganzen weſt⸗ lichen Hälfte der oſtchineſiſchen Eiſenbahn Beſitz ergriffen. Sie werden durch mongoliſche Frei⸗ ſchärler unterſtützt, die mit dͤer neuen mand⸗ ſchuriſchen Regierung ebenfalls unzufrieden ſind. Die Japaner haben ein aus 40 Maſchi⸗ nen beſtehendes Flugzeuggeſchwader gegen die Freiſchärler eingeſetzt. in der Elbmündung Bergungsdampfern in die Mitte genommen und in einiger Entfernung auf Grund geſetzt. Nach Beenoigung der an Ort und Stelle vor⸗ zunehmenden Abdichtungsarbeiten ſoll das 51 zur Reparatur nach Hamburg geſchleppt werden. Zu dem Schiffszuſammenſtoß in der Elbmündung Hamburg, 6. Otkober. Der Zuſammenſtof der„Cap Arcone“ mit dem franzöſiſchen Dat „Argenk“ in der Elbemündung ereignele ſich, all der franzöſiſche Dampfer wegen Nebels vor An ker lag. Der Steven des deukſchen Dampfers rif ein großes Loch in die Bordwand des franzöſiſchen Das Waſſer ſtürzte ſofort in großen Maſſen in dez Raum und drohle, das Schiff zum Kenkern z bringen. Nur dem ſchnellen Eingreifen des BVer gungsdampfers„Wokan“ ſti es zu verdanken, daf der franzöſiſche Dampfer vor dem Kenlern be wahrt blieb. Kurz nach dem Zuſammenſtoß wurd „Argenk“ von dem Bergungsdampfer abgeſchlepp Nach Beendigung der an Ork und Stelle vorzuneh menden Abdichkungsarbeiten ſoll das Schiff zu Reparakur nach Hamburg geſchleppt werden. Kommunijtenverhaftungen in Stuttgar O Stuttgart, 6. Okt. In dem in der Nähe von Stuttgart gelegenen Waldheim Sil⸗ leubuch wurden im Laufe des Mittwoch 41 Kommuniſten, die dort angeblich einen Kurſus veranſtalteten, unter dem Verdacht des Hochverrates feſtgenommen und ins Stuttgarter Polizeipräſidium eingeliefert. Die Umwandlung der Rundfunk ⸗ geſellſchaflen. * Berlin, 4. Okt.(Tel.) Das Reichspöſt⸗ miniſterium teilt mit: Die Schwierigkeiten und zeitraubenden Verhanoͤlungen mit den Privataktionären der deutſchen Sendegeſell⸗ ſchaften ſind zum Abſchluß gebracht worden. Alle Aktien dieſer Geſellſchaften ſtehen jetzt dem Reich zur Verfügung. Damit ſind di Vorausſetzungen erfüllt, die zur Umwand⸗ lung der vorhandenen Aktiengeſellſchaften in gemeinnützige Geſellſchaften mit beſchränkter Haftung erforderlich waren. Die formelle Umwandlung ſelbſt wird nunmehr mit Be⸗ ſchleunigung durchgeführt. Dieſe Umwand⸗ lung und die Kündigung der Sendekonzeſſio⸗ nen der alten Geſellſchaften haben auf den Sendebetrieb des oͤeutſchen Rundfunks weder nach der wirtſchaftlichen noch nach der tech⸗ niſchen Seite irgendeinen Einfluß. Das Reichspoſtminiſterium hat alle Maßnahmen getroffen, die die lückenloſe Fortführung des Sendebetriebes ſicherſtellen. Die Geſellſchaf⸗ 5— die nötigen Geſchäftsanweiſungen erhalten, 720 Geueral Klinger verhaftet 1 Rio de Janeiro, 6. Okt. Der Führer der braſilianiſchen Aufſtändiſchen, General Bert⸗ hold Klinger, iſt verhaftet worden. Er traf unter militäriſcher Bewachung in Rio de Ja⸗ neiro ein, wo er ſofort ins Gefängnis ge⸗ bracht wurde. Er wird vorausſichtlich vo icht geſtellt werden. D Sreleg. Den. Z. Duhber 12 2. Jahrg./ Ur. 225 Seite 4 Winkervorräle für Erwerbsloſe. Weinheim, 5. Okt. Die Beſchaffung der Winkervorräte für die Erwerbsloſen erforderk in dieſem Jahre einen Bekrag von rund 30 000 RM. Die Mittel ſind noch nicht verfügbar. Jedoch hat ſich der Stadkrat durch den Ober⸗ bürgermeiſter an den Landeskommiſſär ge⸗ wandt, damit die Mittel auf dem ſchnellſten Wege flüſſig gemacht werden. Es dürfte hier⸗ bei von Inkereſſe ſein, die Zahlen des Vor⸗ jahres heranzuziehen.— Im Winker 1931-32 waren 20000 Mark zur Beſchaffung erfor⸗ derlich. Durch Abzüge bei den Erwerbsloſen, die im Laufe des Jahres keilweiſe beſchäftigt waren, ſind etwa 2000 Mark von dem vor⸗ jährigen Bekrag an die Stadtkaſſe zurückge⸗ floſſen. 1* Generalverſammlung der Londwirlſchafl⸗ lichen Bezirksvereine. Weinheim, 5. Okk. Am Sonnkag nach⸗ mittag 3 Uhr fand im„Lamm“ in Großſachſen die Generalverſammlung des landwirtſchaft⸗ lichen Bezirksvereins ſtatt. Bei dieſer Ge⸗ legenheit wurde unſer Pg. Schmitt, Leukers- hauſen, Geſchäftsführer des Landbundes, mit verſchiedenen anderen Herren ſtand gewählt. Schädlingsbekämpfung. Weinheim, 4. Okt. Die Obſtbaumbeſitzer werden aufgefordert, zur Durchführung einer einheitlichen und gründlichen Bekämpfung der Obſtbaumſchädlinge umgehend Klebgürkel mit gutem Raupenleim an den Obſtbäumen anzu⸗ legen. Auf Wunſch wird die Arbeit von der Skadt gegen angemeſſene Vergütung ausge⸗ führt. Anmeldungen im Verwaltungsge⸗ bäude Schloß, Zimmer 15, und beim ſtädt. Baumwark Pfläſterer. „eEr ſißkt im Dreck“ Schriesheim⸗Leukershauſen. Bei einer Beſichtigung des Verſuchs-Weinbergs der Schriesheimer SPo-Bürgermeiſter mit dem Auko in einen Kleeacker und ſaß feſt. Glücklicherweiſe kamen 2 SA-Männer aus Leukershauſen gefahren und halfen dem Pech⸗ vogel aus ſeiner Klemme. Wir können alſo mit Recht ſagen, daß wir in den Vor⸗ heute ſchon den Karren aus dem Dreck fah⸗ ren dürfen. Einbruch. Leulershauſen, 6. Okt. Bei der Witwe Barbara Bletzer wurde Mittwoch nach— mittag eingebrochen. Der Dieb ſtieg vom Hof aus durch das Fenſter und es gelang ihm ungeſtört eine Taſchenuhr, Kleidungsſtücke und Lebensmittel mitzunehmen. Von dem Täter fehlt jede Spur. Nãächkliche Diebſtähle. Altenbach, 6. Okt. Ein Krauldieb macht hier nachts die Runde. Er ſucht ſich in den Feldern ſters die größten Köpfe aus und hat 8 bn Landwirk allein 40 Kraukköpfe ge⸗ ohlen. fuhr Die Gewerbeausſtellung in Wertheim. War es im vorigen Jahre eine mit großer Mühe und Sorgfalt zuſammengebrachke land⸗ wirkſchaftliche Ausſtellung, die die Maſſen der Beſucher der Wertheimer Michaelismeſſe an ſich zog, ſo iſt es in diefem Jahre eine mit nicht minderer Sorgfalk und nicht minderem Arbeitseifer ferliggeſtellte Gewerbeausſtellung „Neuzeikliches Wohnen“. Schon beim Betre⸗ ken des Vorplaßes der Turnhalle, in der die Ausſtellung auch dieſes Jahr wieder ſtaltfin⸗ det, wird man angenehm überraſcht. Die Wertheimer Gärknereien haben den ſonſt ſo kahl und einkönig ausſchauenden Hof in eine herrliche Anlage mit Blumen, Kakteen, Blakt- und grünen Zierſträuchern verwan⸗ elt. Bevor man in die Halle ſelbſt kommt, for⸗ derk links am Eingang ein Modell des Ehren⸗ males, das am Wartkberg im Erſtehen begrif⸗ fen iſt, zum Verweilen auf. Beim Bekreken der Halle iſt man über⸗ raſcht, ob der Fülle der neuen Eindrücke. Mit einem„Führer“ durch die Ausſtellung, ſieht man ſich die in viele einzelne Zimmer einge⸗ keilte Ausſtellung an und läßt die„neuzeit⸗ liche Wohnung“-Revue paſſieren. Wahrlich — eine gewalktige Menge Arbeit gab es da zu bewältigen, bis die Ausſtellung ſo weit war. Eine moderne Wohnung, wie ſie ſich jeder wünſcht und nur zu gerne ſein eigen nennen würde. Angefangen vom pompöſen Speiſe⸗ zimmer mit allen erdenklichen Raffineſſen bis zur prakkiſch-einfachen, aber doch ſchönen Küche, von dem gediegenen und einfachen Schlafzimmer bis zum vornehmen, beinahe feudalen Herrenzimmer; Kinderzimmer, Bad, Waſchküche— kurzum alles, was man von einer neuzeitlichen Wohnung forderk. Zu dem nakürlichen Licht, das durch die Fenſter in die Turnhalle hereinfällt, leuchten Lampen aller Silberne Hochzeil. Unkerſchefflenz, 5. Okt. Uhrmacher Karl Bopp feierte mit ſeiner Frau Eliſe, geb. Vogk die Silberne Hochzeit. Im Wald erhängk. Unkerſchefflenz, 5. Okk. Der 60 jährige Landwirt Karl Bender wurde ſeit Mittwoch mittag vermißt. Donnerstkag früh erhielk nun ſeine Frau einen Brief von ihm, worin er an⸗ gab, daß er nicht mehr am Leben ſei, und auch die Skelle bezeichneke, wo man ihn fin⸗ den könne. Soforkige Nachforſchungen er— gaben die Richkigkeit: Man fand ihn zwi⸗ ſchen Unkerſchefflenz und Mosbach an einem Baum erhängt. Werkheim.(In den Ruheſtand verſehh. Rechnungsrat Johann Schelhaas, welcher ſeit über 40 Jahren in den Dienſten der fürſtl. Loewenſtein⸗Werkheim⸗Freudenberg⸗ ſchen Verwaltung ſteht, wurde auf Anſuchen ab 1. Oktober in den wohlverdienken Ruhe— ſtand verſeßt. —————————..———— m Franz und Peter Eine lehrreiche——— für Baum⸗ eſiher. Franz und Peter, zwei Nachbarsbuben, wandern hinaus aufs Feld, ein jeder mit einem Sack unterm Arm, um das„Fallobſt“ das der Wind in der Nacht herunkergeſchük⸗ kelt hat, aufzuleſen. Ihre Grundſtücke, auf denen die Bäume ſtehen, grenzen aneinan⸗ der. Da der Wind tüchtig durch die Aeſte fuhr und der Baum des Franz ekwas nahe an der Grenze ſtand, war ein ganzes Häuflein Aepfel vom Baume des Franz auf dos Grundſtück des Peler gefallen. Munter und fröhlich laſen ſie ihr Fallobſt auf, ein jeder die Aepfel von„ſeinem“ Baum und auf„ſeinem“ Grundſtück. Als Franz auf das Grundſtück des Peter wollke, um dort,„ſeine“ Aepfel aufzuleſen, gab es plöß⸗ lich Krach. Denn Peter ſagke, was auf„mei⸗ nem Grundſtück liegt, gehört mir und Franz erklärte, die Aepfel ſind von„meinem Baum“ und die gehören mir. Da ſie zu keiner gütlichen Einigung kamen, wurde die Sache nach Jungenark ausgetragen, wobei Peter den Franz küchkig vermöbelte. Nach dieſer Heldenkat las er nun auch noch die Aepfel auf, die vom Baume des Franz auf ſein Grundſtück gefallen waren. Dar⸗ über war Franz noch mehr erboſt wie über die Beulen und Schrammen, die er erhalten hakte. Er rannke nach Hauſe und ſagte es ſeinem Vater.„Das will ich mal ſehen, wem die Aepfel gehören, die von„meinem“ Baum gefallen ſind“ brüllkte der zum Nachbar hin⸗ über. Er zog ſein Sonnkagskleid an und ging zum„Advegak“. Der Rechtsanwalt nahm das„Bürgerliche Geſetzbuch“ vor, ſchlug Pa— ragraph 911 auf und las ihm vor: „Früchke, die von einem Baume oder einem Skrauche auf ein Nachbargrundſtück hinüberfallen, gelten als Früchle dieſes Grundſtücks. Die Vorſchrift findek keine Anwendung, wenn das Nach⸗ dem öffenklichen Gebrauche i n 755 Diedergeſchlagen, aber um eine Erfah— rung reicher, kehrte er heim. Beim Abend— eſſen ſagte er zu ſeinem Sohne:„Franz, fang ja keinen Streit mehr mit dem Peker wegen der Aepfel an, der hak nämlich recht. Was an Fallobſt auf„ſein Grundſtück“ fällt, ge⸗ hört, ihm und wenn es zehnmal von„unſe⸗ rem“ Baume iſt, denn ſo ſteht es im Geſetz. Ich werde aber mit dem Vaker des Peker vereinbaren, daß jeder das„Fallobſt“ von „ſeinen“ Bäumen auch auf dem Nachbar— grundſtück aufleſen darf. Einen ſolchen„Ver⸗ trag“ kann ich jederzeit mit meinem Nachbar abſchließen, wie der Rechksanwalk mir ſagte. Reuzeitlimes Womnen Art, von den einfachſten bis zu den luxuriöſe⸗ ſten den ganzen Tag über Aber auch nichks fehlt in Zimmern und Räumen. Und was die Hauptſache iſt: Alles, was ſich hier dem Beſucher darſtellt, kann man in Werkheim ebenſo guk und billig bekommen, wie anderswo. Es würde zu weit führen, alles einzeln aufzuzählen, was die in allen Teilen wirklich ſehenswerke Ausſtellung biekek. Es wäre auch dem Zweck der Sache damit keineswegs gedienk, denn mit dürren Worken laſſen ſich unmöglich die Eindrücke ſchildern, die der Beſucher nach Beſichtigung mit nach Hauſe nimmt. Nur eines wollten wir noch bemerken: Wenn man einen guken Teil der Ausſtellung angeſehen hat, ſtößt man plötzlich mitten in der Halle auf eine Nähmaſchine eines jüdi⸗ ſchen Händlers(der darf doch nicht fehlenh, die, da ſie in keinen Raum paßte, an einer Stelle vorgeführt wird, wo jedermann vorbei⸗ gehen muß. Die Vorführung wird, abgeſe⸗ hen davon, daß ſie überhaupkt nicht in den Rahmen der Ausſtellung paßt, allgemein als ſehr ſtörend empfunden. 7 Alles in allem kann geſagt werden, daß die Ausſtellung— abgeſehen von dem einen Fall, den wir beanſtandeken— größte Beach⸗ tung der weiteſten Kreiſe der Bevölkerung verdienk. Möge ſie den Zweck erfüllen, dem ſie doch lehten Endes dienk. Mögen alle Beſucher die Mahnung beherzigen, die wir der Ausſtellung voranſtellen möchken: Kauft bei einheimiſchen Geſchäftsleulen und Handwerkern! Deulſche, kaufk nur bei Deulſchen! Phylax. Eine Serie von Bränben in Worms Worms, 5. Okk. Kaum waren 48 Stun⸗ den ſeit dem letten Brand vergangen— es brannken am Samstag Scheune, Stallung und keilweiſe auch das Wohnhaus des Landwirks Winkler nieder— da ſtand ſchon wieder die Scheune des Landwirks Kiefer in Horchheim in hellen Flammen, Die Feuer⸗ wehr konnke den Brand auf ſeinen Herd be⸗ ſchränken, jedoch wurde ein vollbeladener Ernkewagen, ſowie die neuen noch nicht be⸗ nutzten Sämaſchinen ein Raub der Flammen. Die Entſtehungsurſache iſt unbekannk. Bevölkerung bemächkigt ſich eine große Erre⸗ gung, da dies bereits der dritte große Brand iſt, der ſeit Fronleichnam verſchiedene Anwe⸗ ſen vernichkeke. Auch die Scheune des Land⸗ wirts Kiefer wurde erſt vor ſechs Wochen ferkiggeſtellt, die Kiefer als Erſatz für eine ältere ebenfalls durch Brand zerſtörke errich⸗ ten ließ. Der Schaden ſoll groß ſein. Ralſchreiberwahl. Bobſtadt, 6. Oht. Für die Neujahr frei⸗ werdende Ratſchreiberſtelle haben ſich 4 Be⸗ werber gemeldek. Letzten Sonnkag hat nun der Gemeinderak Bobſtadt den Bewerber Adolf Mukter, Land⸗ und Gaſtwirk„zur Krone“ zum Ratſchreiber gewählt und beſtä⸗ ligt. Wahlkampfvorbereitungen der NSDAP Gau Pfalz Reuſtadk a. d. Hoͤt., 5. Okt. Die Gau⸗ preſſeſtelle der NSDAP Pfalz keilt mit: Zur Eröffnung des neuen Wahlkampfes findek am Sonntag, den 9. Oktober 1932 vormittags 10 Uhr in Kaiſerslaukern in der Fruchkhalle eine große Amkswalterkagung des Gaues Rheinpfalz der NSoaAp ſtatt, zu der ſämt⸗ liche Amtswalter der NSOAP- Rheinpfalz erſcheinen. Sonnkagsrückfahrkarken zum Landauer Okkobermarkk. Ludwigshafen a. Rh., 5. Okk. Die Reichs⸗ bahndirekkion Ludwigshafen a. Rh. keilt mit: Am., 10. und 11. Oktober 1932 findet der Landauer Herſtmarkt ſtatt. Aus dieſem Anlaß geben am Dienstag, den 11. Oktober alle Bahnhöfe im Umkreis von 50 km. um Landau Sonntagsrückfahrkarken nach Landau aus. Die Bahnhöfe von Pirmaſens bis Lan⸗ dau können auch Karken bis Landau⸗Weſt ausgeben. Die Karten haben eintägige Gel⸗ kungsdauer von 0 Uhr bis 24 Uhr. Nach 24 Uhr darf die Rückfahrk nicht mehr unker⸗ brochen werden. Gejährliches Frühjlücksmejer Krozingen, 5. Okt. In der Frühſtücks⸗ pauſe verlette der bei einem Naubau beſchäf⸗ tigte Arbeiter Behringer ſeinen Arbeits⸗ kollegen, den Gipſer Wolg von Pfaffen⸗ weiler dadurch ſchwer, daß er, als er mit dem offenen Meſſer in der Hand nach einem Stück Wurſt greifen wollte, durch eine ungeſchickke Bewegung den Wolg in die Seite ſtach und ihm einen lebensgefährlichen Lungenſtich bei— brachte. Der Schwerverlehte wurde in die Freiburger Klinik verbracht. Haare und Hände verbrannk. Walldorf, 6. Okt In der Aukoreparakur⸗ werkſtatt Traunsberger verbrannke ſich am Mittwoch der Mechaniker Kuntz durch ein eigenarkiges Mißgeſchick Haare und Hände. Der außerordenklich und unvorſchriftsmäßig umzäunk war. Großes Anweſen in der Bar durch Feuer zerſtörl. Niedereſchbach, 5. Okt. Auf den benach⸗ barken Hinterhölzerhöfen brannke das groß⸗ Anweſen des Landwirks Gerhard Jrion völ. lig nieder. Das Anweſen, beſtehend aus Wohn- und Oekonomiegebäude, war eines der ſtattlichſten in der Gegend, ſodaß der enkſtan⸗ dene Schaden ſehr hoch iſt. Die Urſache iſt noch nicht feſtzuſtellen geweſen. BVrand an der Tanlſtelle. Mingolsheim, 5. Olk. Ein Mororrad⸗ fahrer aus Wiesloch kam beim Tanken mit der brennenden Karbidlampe dem Benzin beim Einfüllen zu nahe, ſodaß der Behälter der Maſchine Feuer fing und auch die Kleider des Mannes erfaßt wurden. Nur mit Mühe konnken die Flammen gelöſcht werden. Die Urſache des Waldhambacher Abſturz⸗ unglücks. Waldhambach, 5. Okt. Es wurde feſtge⸗ ſtellt, daß der Steinbruch, in dem vor acht Ta⸗ gen das Abſturzunglück geſchah, mangelhaft Der kraurige Vorfall dürfte für den Beſißer des Stkeinbruches noch ein gerichtliches Nachſpiel haben. Numnclfam-Predramm für Freitag, den 7. Okkober 1932. Heilsberg: 11.30 Blaskonzerk. 13.05 Schallplakken. 14.30 Werbenachrichten. 16 Frauenſtunde. 16.30 Konzerk. 17.45 Forſtfunk. 18.30 Beſinnliches. 19 Franzöſiſche Konverſakion. 19.25 Konzerk. 20.20 Deutſche Kunſt. 21.05 Händel⸗Mozark⸗ Beethoven. Königswuſterhauſen: 12 Schallplakten. 14 Konzerk. 15 Jungmädchenſtunde. 15.40 Techniſche Plau- dereien. 16 Pädagogiſcher Funk. 16.30 Konzerk. 17.30 Menſch in ſeiner Doppelnakur(). 18 Film als Zeitkunſt. 18.30 Inkernationaler Wa⸗ renauskauſch. 19 Vorkrag für Aerzte. 19.20 Süddeutſche Dichter. 20 Der große Kind Bal⸗ zac, Hörfolge. 21.30 Die Meiſterſinger von Nürnberg, 3. Akt. 23.35 Tanz. München: 12 Konzerk. 13.15 Wochenendausflug. 13.30 Schallplakten. 15 Stunde der Frau. 16.05 Konzert. 16.35 Erbanlage und Erziehung. 17 Konzerk. 18.15 Neue Dramen— neue Namen. 18.35 Geſamtbericht d. Wirkſchafkslebens. 19.05 Konzerk. 19.30 1. Franz Pocci, der Dichker und Komponiſt. 2. Kaſperl unker den Wilden. 20.40 Erinnerungen an Spitzweg. 21 Sinfoniekonzerk. Mühlacker: 12 Unkerhalkungskonzerk. 13.30 Te⸗ nöre ſingen von Liebe(Schallplakten). 14.30 Engliſch. 17 Konzerk. 18.25 Inſel Mykilene. 18.50 Leibſchmerzen im Kindesaller. 19.30 Leſſing und wir. 20.05 Sinfoniekonzerk. 22.45 Tanz(Schall⸗ plakken). 23.15 Den Nachtkregen regnen hören in Karaſaki. Die Wettervorſage Donnerskag: klar und krocken, ſedoch weiker⸗ hin ſehr friſch. Freikag: leichte Milderung der ſtrengen Wit⸗ kerung. Waſſerſtandsnachrichten Rhein: Rheinweiler 1,58, Kehl 2,31, Maxau 3,80, Mannheim 2,39, Caub 1,50, Köln 1,18 Meter. Neckar: Heidelberg 2,60, Diedesheim 0,61, Jagſtfeld 0,55, Heilbronn 1,18 Plochingen 0,08 Meter. neſchah es und von nun ab gab es keine Keilerei mehr zwiſchen Franz und Peter wegen des„Fallobſtes“.-h- Kaffee Mas vòllis unsenãclien für juns unei alt Es tadt, iel ge e, wie äter à s ein fgen ie erſt a. M fänder Mill irtſch⸗ iſten, us R eslicht ienſte ich no es Ki ſteit omit ls Vo flicht l ſahren ähren, onſt 1 ie Kat rkenn ämen eine fahren B. 2 chulde illion no Er Im 2 ahl di eit. n Deu tnumſc Billen nat“ g auten chen J 7 000 9 eſſeln ls erſt ß. Schw en Di oſten ermeiſ ar Pg. er iſt inabköt ind all ſon 13 iuf ſär ſinkünf ſen, z1 iben ſi talſozie utz ge chloſſen erung omit e ugung er zun ſie Bel iner 2 lufſchle euer 1 kädtiſch ungsgi jahlung 0 auf! ſoter& peniger en ind Au ute fü ßᷣtütze vie da⸗ pau iſt Zur ſer Wo eitlich Wochen Baupro ſenomu ührt. Retern hittels bnung ſon Sti ſen zu ſerwan nd Sa 45 ſom S Bauſtel ſen ein mit gri ſieit, n tehmer hon de⸗ ſine be beitsſte chloſſer tahmeg 10 orteil — nach 2 wel en in jüdi⸗ hlenh, einer orbei⸗ bgeſe⸗ n den in als daß einen Beach⸗ erung e doch er die ellung leulen ur bei Feuer enach· groß. n völ⸗ aus es der ilſtan· je iſt orrad- n mit zenzin hälter leider mit erden. ſturz⸗ feſtge- jt Ta⸗ elhaft Der r des chſpiel lalten. „16.30 rliches. onzerk. Nozark⸗ onzerk. Plau- onzerk. ). 18 r Wa⸗ 19.20 Bal⸗- r von usflug. 16.05 ng. 17 damen. 19.05 er und .20.40 beiter- Wit⸗ 1 Naxau Köln 0,61, jhingen I. Zchrg./ Mr. 225 Freltag den 7. Oklober 1232. Seite 1 Cobura, wie ich es ſah und erlebte „Von Karl Mundenaſt, Baumeiſter, Schutterwald. Es gibt wohl in Deutſchland kaum eine Stadt, über welche in den letzten 3 Jahren ſo iel geſprochen, geſchrieben und gelogen wur⸗ e, wie Coburg. Als die marxiſtiſchen Stadt⸗ äter dort noch in ihren Aemtern ſaßen, war s eine reine Luſt, aber gar bald war eine fgenommene 2⸗Millionen⸗Anleihe dahin, nur ie erſte Zinsrate von 160 000 Mark war noch a. Man wollte nun die ſtädtiſchen Werke ver⸗ fänden, denn man hatte in fünf Jahren rund Millionen verpulvert. Gegen dieſe Luder⸗ irtſchaft erhoben ſich nun die Nationalſozia⸗ iſten, an der Spitze ihr Führer, Pg. Schwede. us Rache, daß ihre Sauwirtſchaft an das Ta⸗ eslicht kam, wurde Pg. Schwede aus den ienſten der Stadt Coburg entlaſſen. Er hatte ich noch als Stadtrat gegen die Verleihung es Kommerzienratstitels an den jüdiſchen Viehhändler Abraham Friedmann ausgeſpro⸗ chen. Mit des Schickſals Mächten iſt kein ew'ger Bund zu flechten. In einem Volks⸗ entſcheid wurde die ganze rote Meute hinweg⸗ gefegt, an ihre Stelle traten die Nationalſo⸗ zialiſten. Das Erbe, welches die Nationalſo⸗ zialiſten antraten, war ein ſehr trauriges. Rund 6 Millionen Reichsmark Schulden wa⸗ ren die Früchte marxiſtiſcher Herrſchaft. Seit dem Juli 1929, als die Nationalſozialiſten im Coburger Rathaus einmarſchierten, wurde keine Anleihe mehr aufgenommen. Im Ge⸗ genteil, im nächſten Jahr wurden rund 500 000 Reichsmark eingeſpart, allein an den Spitzen⸗ gehältern der höchſten ſtädͤtiſchen Beamten 100 000 Reichsmark. Sämtliche Wohlfahrts⸗ erwerbsloſe wurden als Lohnarbeiter der Stadt beſchäftigt. Als oberſter Grundſatz hieß es: feine wohlfayptsunterſtützung, ſondeen Aoveit: omit kann man den Coburger Arbeitsdienſt ls Vorläufer der allgemeinen Arbeitsdienſt⸗ flicht bezeichnen. Was ſich in Coburg ſeit 3 ſahren bewährt hat, muß ſich auch im Reich be⸗ ähren, wenn Männer von Energie es wollen. onſt wird man über kurz oder lang durch ie Kataſtrophe der Arbeitsloſigkeit zu dieſer rkenntnis gezwungen werden. Es wirkt be⸗ ämend auf einen, wenn man als Badner n einer Verſammlung in Coburg iſt und muß fahren, daß Städte, die geradͤe ſo groß ſind, B. Baden⸗Baden, annähernd 16 Millionen chulden aufweiſen. Dresden hat heute 270 illionen Schulden auf ſeinem Konto. Das noͤ Errungenſchaften der roten Herrſchaft. Im Juni 1929 erhielten bei oͤer Stadͤtrats⸗ ahl die Nationalſozialiſten die abſolute Mehr⸗ eit. Somit wurdͤe Coburg die erſte Stadt n Deutſchland, in der die Nationalſozialiſten tnumſchränkt regieren konnten. Mit dem Billen„Nichts für uns, alles für unſere Hei⸗ tat“ griffen die Nazi⸗Bürgermeiſter ein und auten zuerſt oben ab. Die beiden marxiſti⸗ chen Pump⸗Bürgermeiſter, welche zuſammen 7000 RM. bezogen, wurden aus ihren Ruhe⸗ eſſeln herausgehoben. An ihre Stelle trat ls erſter Bürgermeiſter Maſchinenmeiſter Pg. ß. Schwede, der heute noch als Maſchinenmeiſter en Dienſt verſieht und den Bürgermeiſter⸗ oſten ehrenamtlich ausübt. Als zweiter Bür⸗ ermeiſter funktioniert Rechtsanwalt und No⸗ ar Pg. Faber. Und als dritter Bürgermei⸗ er iſt Pg. Rehlein, ein Zimmermeiſter, eine inabkömmliche Kraft im Coburger Rathaus, ind alle drei beziehen zuſammen einen Gehalt ſon 13 800 RM. pro Jahr. Sie verzichten tuf ſämtliche Bürgermeiſter⸗ und Stadͤtrats⸗ ſinkünfte, die jährlich rund 15 000 RM. betra⸗ ſen, zugunſten des Wohlfahrtsamtes. Sie kben ſomit die getreue Befolgung des natio⸗ talſozialiſtiſchen Grunoͤſatzes aus:„Gemein⸗ utz geht vor Eigennutz.“ Ferner wurde be⸗ chloſſen, daß kein Stadͤtrat eine ſtädtiſche Lie⸗ erung oder Auſtrag erhalten darf. Es iſt dmit eine Lieſerung dͤurch heimliche Bevor⸗ ugung ausgeſchloſſen. Als weiterer Schritt, er zur Nachahmung zu empfehlen wäre, iſt ſie Belegung oͤer Coburger Warenhäuſer mit ſiner Warenhausſteuer mit einem zuläſſigen lufſchlag von 200 Proz. ſowie eine Filial⸗ ſeuer von 50 Proz. zur Gewerbeſteuer. Die rädtiſche Sparkaſſe zahlt ſämtliche Aufwer⸗ ſungsguthaben mit 24,5 Proz. aus. Die Aus⸗ ſahlung der Siedlungs 5 wotheten wurde von 0 auf 98 Proz. erhöht. Was fünf Jahre unter ſoter Herrſchaft nicht war, konnte in penigen Monaten von der NS. geleiſtet wer⸗ ſen. Der nationalſozialiſtiſche Sparſamkeits⸗ ind Aufbauwille zeigt uns, daß die Geldinſti⸗ ute für die Volkswirtſchaft als Hilfe und 5tütze da ſind, und nicht als Ausbeuteobjekt, ie das bis zur Stunde anderorts noch der pau iſt. Zur Arbeitsbeſchaffung in Coburg wird je⸗ ſer Wohlfahrtserwerbsloſe, ſoweit er geſund⸗ eitlich fe iſt, mit herangezogen, bei einer Wochen 2 itsſtunden. Als ung von 35 Ar Bauprogramm iſt eine Ringſtraße in Angriff fſenommen, welche durch igeliges Gelände ührt. Es wird ein Durchſt von etwa 100 Retern durch eführt, die Eroͤmaſſen werden Fel obahn fortgeſchafft zur Ein⸗ bnung ſ ger Stellen oder Neuanlegung ton Straßen. Die ausgegrabenen Steine wer⸗ jen zu Bauzwecken an den Randſiedlungen ſerwandt. Sämtliches Werkzeug wird in den angefertigt, wo alle, Handͤwerker nd Sanitäter, Wohlfahrtserwerbsloſe ſind. Es insgeſamt 500 Mann in 2 Schichten, ſom Schneider bis zum Buchoͤrucker, auf der Bauſtelle. Die Bauleitung liegt in den Hän⸗ ſen eines Bauführers Horſtmann, welcher mit größter Energie eine poſitive Arbeit er⸗ iekt, währer nd als Baufirma ein Bauunter⸗ ſehmer der Stadt arbeitet. Derſelbe erhält ſon der Stadt für die Bauverantwortlichkeit fine beſtimmte Pauſchalſumme. Auf der Ar⸗ ßeitsſtelle werden ſehr ſchöne Bauplätze er⸗ ſchloſſen, ſo daß die Stadt ſich eine gute Eim⸗ 10 geſchaffen hat. Bei den Rand⸗ hittels e iedlungen hat der Siedler ſehr weſentliche orteile, anſtatt der Barmittel bis 20 Proz. — nach den Richtlinien des Reichskommiſſars⸗ welche 500 RM. betragen ſollen, kann der Siedler durch Eigenarbeit ſich dieſes Muß⸗ Kapital abverdienen, ſo daß er alſo über keine Barmittel verfügen muß. Die Verdienſtmöglichkeiten liegen auf der Höhe der Tarife. Für die Verheirateten iſt ein Zuſchlag von 4 Pfg. pro Stunde zugebilliet worden. Ein großer Fortſchritt iſt zu verzeichnen durch das Jugendarbeitslager in Wüſtenahorn. Dieſes Waldlager, welches früher für erho⸗ lungsbedürftige Kinder erbaut wurde, liegt etwa 2 Kilometer von der Stadt entfernt, mit⸗ ten in einem Tannenwald. Der ſeeliſche Druck, ausgeſteuerter Erwerbsloſer zu ſein, fällt hier fort, und ich muß feſtſtellen, daß in dieſen drei Wochen, während denen ich dort wohnte, ich nur allerbeſte Kameradͤſchaft emp⸗ funden habe; trotzdem kaum 30 Proz. der Be⸗ ſatzung Nationalſozialiſten waren. Der Dienſt iſt folgender: Morgens um 4 Uhr Wecken! Anſchließend Kaffeetrinken, dann Appell,.45 Uhr Abmarſch zur Arbeitsſtelle. In einer Kolonne wird bis zu dem 3 Kilome⸗ ter entfernten Arbeitsplatz marſchiert, Fahr⸗ räder gibt es nicht. Auf der Bauſtelle beginnt die Arbeit!.30 werden die einzelnen Trupps zuſammengeſtellt zu den verſchiedenen Arbei⸗ ten, ½9 bis 9 Uhr Frühſtückspauſe. Dann wird durchgearbeitet bis 12 Uhr. Anſchließend geht es gemeinſam zum Mittageſſen, welches in einem Hauſe unmittelbar beim Lager einge⸗ nommen wird. Die Mittagsruhe dauert bis .30 Uhr. Hierauf Antreten zum Sport oder Appell von Bekleidungsſtücken, dann Ausgabe der Abendͤkoſt und dienſtfrei bis Zapfenſtreich .30 Uhr; Ausgang je nach Urlaubsſchein! z. B. bis 11.30 Uhr; auf Vorzeigen desſelben freier Beſuch der ſtädtiſchen Schwimmbäder oder des Muſeums. Im Lager ſelbſt befindet ſich eine Wache, welche Ein⸗ und Ausgänge kontrolliert und die Zapfenhauer meldet. Wer ein zweites Mal ſich nicht in die Oroͤnung fügt, wird entlaſ⸗ ſen. Im Schlafraum und auf den Betten iſt Rauchen ſtrengſtens verboten. Größte Rein⸗ lichkeit iſt eine Selbſtverſtändlichkeit. Jeder Abfallſtoff hat ſeinen beſtimmten Platz. Das Eſſen iſt reichlich und gut, es kann bei jeder Mahlzeit nachgetankt werden. Es gibt zwei⸗ mal Braten, zweimal Gemüſe, einmal Hülſen⸗ früchte, Fiſch und eine Mehlſpeiſe. Mittags und abends/ Pfö. Fleiſch oͤer Wurſt, abendͤs ½ Liter gezuckerter Tee oder Kakao mit Milch. Pro Woche 10,5 Pfund Brot und Schweinefett, Marmelade oder Butter als Aufſtrich. Die Vorbedingung für eine gute Kameradſchaft iſt, daß politiſche, anſtößige Reoͤen nicht geführt werden dürfen, und wenn abends der Natio⸗ nalſozialiſt mit einem politiſchen Gegner ein Schach ſpielt, ſo ahnt niemand, daß ſie vielleicht vor Wochen im Wahlkampf die größten Gegner waren. Es iſt deshalb ſehr notwendig, die Jugend in die Arbeitsdienſtpflicht hineinzufüh⸗ ren, um ſie dem Gift der internationalen Lü⸗ gen zu entziehen. Es würde vielleicht manche Mutter froh ſein, wenn ihr Sohn, ſo wie in Coburg, der Straße entzogen und in Oroͤnung und georoͤnete Verhältniſſe käme, mancher Va⸗ ter würde ſich freuen, wenn ſeinem Jungen Zucht und Oroͤnung beigebracht würde. Selbſt⸗ verſtändlich hat es nie an Kritik gefehlt. Be⸗ zahlte Volksverhetzer wollen nicht zugeben, daß es noch eine andere Freiheit gibt, als ſtempeln Pojtkuriojum: NS⸗Lanoͤheim Waldwimmersbach gefährbet bie Aepublik! Wir haben in der vorigen Woche 23 Wein⸗ heimer Kinder nach Waldwimmersbach ins VS-Landheim bringen laſſen. Die Kinder hakten begreiflicherweiſe das Bedürfnis, ihren Eltern zu ſchreiben, daß ſie gut dort angekom⸗ men ſind. Reichspoſtkarten und Anſichkskar⸗ ken wurden abgeſchickt, mit Poſtſtempel Wald⸗ wimmersbach vom 1. 10. 32 und wurden in Weinheim nicht zugeſtellt. Die Karten wur⸗ den dem Führer der Badiſchen Landtagsfrak⸗ kion der NScApP, Köhler, der am Sonnkag dem Heim einen Beſuch abſtaktete, übergeben, mit der Bitte, die Karten den Adreſſaken zu⸗ ſtellen zu laſſen. Die Karken krugen den Ver⸗ merk: Abſender: NS-Landheim(Hakenkreuz) Waldwimmersbach bei Heidelberg. Das Ha⸗ kenkreuz war zwiſchen den Worken„Land⸗ heim“ und„Waldwimmersbach“ mit Bleiſtift eingezeichnek. Die Karken krugen außerdem den poſtamtlichen Stempel„Z3urück“. War⸗ um wiſſen wir nicht. Das Poſtamk Weinheim hat die Rückſendung nach unſeren Erkundi⸗ gungen nichk veranlaßtk, and Unkerſuchungen und Rückfragen in die Wege geleitet. Wir ſind auf das Ergebnis dieſer Rückfragen ge- ſpannk Inzwiſchen werden wir eine Phako⸗ graphie einer der Poſtkarken und ein Kliſchee anferkigen laſſen, damit unſeren ſtaunenden Leſern Gelegenheit geboken iſt, ſich davon zu überzeugen, mit welchen lächerlichen Mitteln und Mäzchen man verſucht, unſerer Bewe⸗ gung Schwierigkeiten zu machen und Abtrag zu kun. Wir werden auf dieſen Schildbürger⸗ ſtreich in Kürze zurückkommen. Ein Teil der Karken kann auf unſerer Weinheimer Ge— ſchäftsſtelle ſchon jetzt— werden. Wes hat gologen: Da die Schriesheimer Bevölkerung ein Inkereſſe daran hat, über die Karkoffel-Affäre Aufklärung zu erhalken, wollen wir an die⸗ ſer Stelle hierzu Skellung nehmen: In der Gemeinderaksſitzung am Mittwoch, den 28. Sepkember ſtand auf der Tagesord⸗ nung der Punkk: Wohlfahrls- Karloffelbeſchaffuna für empfänger, während im Laufe des Mittwoch bereits Kar⸗ koffel geliefert wurden. Die nationalſoziali⸗ ſtiſchen Gemeinderäte verwahrken ſich gegen dieſes Gebahren(Karkoffelbeſchaffung ehne vorherige Genehmigung des Gemeinderaks) und lehnken es ab, nachträglich nach Skroh⸗ mannsark ihre Zuſtimmung zu geben. Auch der SPO-Bürgermeiſter Rufer will nach ſeiner Erklärung von dieſer Karkoffellieferung nichks gewußt haben, zumal er hierzu keiner⸗ lei Auftrag gegeben habe. Die nakion/ ſozia⸗ liſtiſchen Gemeinderäke konnten das nicht lalauben und der Spo⸗Bürgermeiſter erklärke:„Was er ſage, ſei die Wahrheit“. Die genaue Nachprüfung der Angelegen⸗ heit ergab, daß am Montag, den 26. Sepktem⸗ ber einige KPoiſten in Heddesheim waren und erklärten, im Auftrag des Herrn Bür⸗ germeiſter Rufer ſich nach Karkoffeln erkun⸗ digen zu müſſen. Am Dienskag, den 27. Sep⸗ tember war der Makler Trapp aus Heddes⸗ heim mit den betreffenden KPDiſten wegen der Karkoffellieferung im Amkszimmer des Herrn Bürgermeiſter Rufer und Maller Trapp will nach ſeinen eigenen Ausſagen von Bürgermeiſter Rufer beaufkragk worden ſein, Karkoffeln zu liefern. Die Lieferung erfolgte ſodann im Laufe des Mittwoch. Soweit der Vorgang. Wir überlaſſen es Einzelnen, ſich ſelbſt ſein Urkeil zu bil⸗ en Unſeres Erachten⸗ wäre es Pflicht gewe⸗ ſen, ſich zunächſt in Schriesheim nach Karkof— feln zu erkundigen, zumal man von den Schriesheimer Bauern doch auch Steuern und Umlage verlangk. Die Schriesheimer Bauern werden gemerkt haben, wie von dem Herrn ———3 Rufer ihre Intereſſen gewahrk werden. Handerhenmeywzen „fewvtig zum Nagrißf“ Am 29. Sepkember rief die Orksgruppe Hand⸗ ſchuhsheim die Parke'genoſſen in den Bachlenz, wo die Pgg. Stadtrat und M. d. R. Weßel und Kreisleiter Röhn über„Reichstagsauflöſung und politiſche Lage“ referierten. Pg. Wetzel ſprach über die kurze Reichslagspericde und kennzeich⸗ nete kreffend das Verhalten der Herren von Pa⸗ pen und von Gayl. Er ſchilderke Not und Elend der deulſchen Bauern, der deutſchen Handarbeiter und des deulſchen Mittelſtandes. Dieſes Elend deulſcher Menſchen gab eine kreffende Aluſtrakion des Wirkſchafksprogrammes der Herren Papen⸗ Goloͤſchmidt, das der Redner eingehend beleuch⸗ keke. Seine Schlußworke galten den verſchiedenen ſyſtemkreuen Zeikungsblättern, wobei er die Ge⸗ ſinnungsakrobatik der„Neueſten Nachrichken“ an Beiſpielen zeigte. Pg. Kreisleiter Röhn ſprach über die Neuorganiſak'on und•75 mit der Mahnung:„Jeder Parkeigenoſſe hak auf ſeinem Platz ſeine Pflicht zu kun, dann gibt es krotz Spießern und Flaumachern für uns keine Frage des Sieges!“ Mit Sieg⸗-Heil auf unſeren Führer Adolf Hikler ſchloß der Ortsgrup⸗ penleiter Thurecht die Verſammlung. Zukunfks⸗ froh und ſicher wird die Ortsgruppe Hanoſchuhs⸗ heim in den Wahlkampf gehen! aaagaaaaa HKeinè Arheitsstelje ohne Wazizells innerhalb der Parkei a zu gehen, nämlich die Freiheit jener— noſſen, die ſich aus freiem Willen einem Ziele unteroroͤnen, als Glied einer Volksgemein⸗ ſchaft. Gerade den roten Hetzern von der Berttelsdorfer Höhe fehlt dieſer ſonſt hätten ſie in den 5 Jahren, ſeit ſie z. dort wohnen, auch nur einen Spatenſtich um ihr Haus getan, um ein freundliches Gärt⸗ chen anzulegen. Daß man mit den national⸗ ſozialiſtiſchen Bürgermeiſtern in Coburg zu⸗ frieden iſt, zeigen am deutlichſten die Wahlen, da dieſelben der Graoͤmeſſer des Volkswillens ſind. So ſehen wir in Coburg bei der Stad'⸗ ratswahl 1924 1806 Stimmen, Stadtrat' woh Dezember 1929 6348 Stimmen, Reichstag 199ʃ 7416 Stimmen, erſte Reichspräſidentenwohl 8348 Stimmen, zweite Reichspräſidentenwahl 9595 Stimmen. Das iſt wohl das beſte und unverfälſchte Urteil. Coburg hat uns gezeigt, daß in zähem Kampf durch das Notveroroͤnungsgeſtrüpp des heuti⸗ gen Syſtems, ein Wille und auch ein Weg zu finden iſt, der aufwärts führt. Möge aber dies alles nur ein Bruchteil ſein von dem, was der Nationalſozialismus im Dritten Reich ſchaffen wird. Herrv. papen bezieht AM. 45 000.— BM. 18 000.— R. 2 520.— RWMi. 65 520.— lm Gegensatz hierau haben die Nakionalſozialiſten in Thüringen die Gehälter der Miniſter von Reichsmarl 20 000.— auf RM. 12 000.— herabgeſehl, Darüber hinaus haben die jehr amkieren · Miniſter noch ihre Gehälter freiwillig au RM. 7000.- ermäßigt ſo daß jeder nalional Miniſten nunmehr monaklich RM. 583.— erhäll an Gehalt„ an— 3 an Wohnungsgeld. insgeſamtk Trinſin ſiſe Achtung! Hiller⸗Jugend! Achtung Auf Befehl der Bannführung findek am Sonnkag, den 16. Oklober in Werkheim ein Ha.-Treffen des Unkerbannes 112 der Hz ſtalk. Teilnahme des Unkerbannes 112 Amksbezirke Mosbach, Adelsheim, Buchen, auberbiſchofsheim und Werkheim) iſt Pflicht, Die Hz, ebenſo der.d. M. der angrenzenden Unkerbanne ſind eingeladen. Programm: 9 und 10 Uhr Kirchgang. 11.30 Uhr Appell der geſamken Hz. Beſich⸗ kigung durch den Bannführer der Hö. 12.15 Uhr gemeinſames Mitklageſſen(Gu⸗ laſchkanone). 2 Uhr Geländeſpiele und Führerbeſpre · chungen. 3 Uhr Jungendkundgebung. Es ſprechen: Pgn. Inge Helber, Gauführerin B. d. M. über: 62 deulſche Mädel und ſeine Auf gabe“. Pg. Friedhelm Kemper, Bannführer Hö, über:„Was will die Hitler⸗Zngend?“ Hifleriungens, Jungmädels, Parleigenoſ · Auf nach Werlheim! Die Kundgebung muß ein machlvolles Be deulſeher Wuhend zu Adolf Hiklen werden. Für Pgg. und zungmädels fährl bei ge ⸗ nügender Bekeiligung ab Mosbach Poſtauto Preis elwa.20 RM. Hz-⸗Gefolgſchaft 1/112 fährk mit Laftwagen. Näheres wird noch be · kannkgegeben. Teilnahmeanmeldungen an den Unkerzeich · neken(bis 9. Okkober). Unkerbann 112. Wilhelm Wanner, Mosbach, Neckarſtraße 6. * Gründungsverfammlung des Kraftfahrerkorps Heule, Freilag, abends.15 Uhr findet in Sinsheim a. E. im Bahnhofsreſtaurant(Kar Lackner) die Gründungsverſammlung des NRakio⸗ nalſoziallſtiſchen Kraflfahrkorps ſtakk. Alle Par⸗ keigenoſſen und Freunde von Sinsheim und Umge bung ſind dazu eingeladen. Der Bereichsführer des NSKR: Dr. med. Väkh. * VSKͤ Heidelberg— Mannheim. Alle Mib glieder belell'gen ſich an obiger Gründungsver — Dr. med. Väkh. den 7. Onkober 1932. 8 2. Zahrg./ Mr. 225 Maunheim, den 7. Oktober 1932 Zwei gefährliche Falſchgeldverkreiber feſlgenommen. Seit einiger Zeit kauchken in Mannheim falſche Zwanzigmarkſcheine auf, die äußerſt gut und käu⸗ ſchend nachgemachk worden waren. Man vermukele die Falſchgeldzenkrale in Frankfurt a. M. Nun⸗ nehr iſt es der Mannheimer Krim'nalpolizei ge⸗ lungen, zwei Perſonen zu verhafken, in deren Be⸗ ſitz noch 100 Stück dieſer Falſtfate waren. Der Mannheimer Kriminalpolizei ſind damit zwei ge⸗ riſſene Falſchgeldverkreiber ins Garn gegangen. Polizei⸗Bericht Von einem Kraftwagen angefahren wurde ein Fußgänger am Mittwoch vormiktkag auf der Mannheimer Straße, als er ſein Fahrrad über die Fahrbahn ſchob. Er wurde zur Seite geſchleu⸗ derk und am Kopf verleßt, während das Fahrrad von dem Krafkfahrzeug erfaßt und milgeſchleift wurde. Nach Anlegung eines Notverbandes konnke ſich der Radfahrer ohne fremde Hilfe in ſeine Wohnung begeben. Zwei Radfahrer ſtießen am Miktwoch nach⸗ mitkag auf der Straßenkreuzung T 2 und u 3 zuſammen. Beide kameß zu Fall. Während der eine Radfahrer Haupbabſchürfungen am rechken Fuß und Arm erlitt, wurde das Fahrrad des an⸗ deren ſtbark beſchädigk. Zwei Radfahrer zuſammengeſtoßen. Einen ent⸗ gegenkommenden Rafahrer hat um die gleiche Zeit ein Kraftradfahrer auf der Renzſtraße an⸗ gefahren. Der Radfahrer kam zu Fall und krug Haulbabſchürfungen davon. Eine Schlägerei, wobei einer der Beeeiliglen eine erhebliche Rißwunde am Hinkerkopf erlikt, enkſtand am Mittwoch abend in einer Wirtſchaft der G⸗Quadrale Der Verletzte mußke ins All⸗ gemeine Krankenhaus überführt werden. Das Nokrufkommando brachte die Täter zur Polizei⸗ wache. Kaminbrand. Mittwoch vormittag gegen /11 Uhr wurde die Berufsfeuerwehr nach T 6, 15 alarmierk. Dork war infolge Glanzrußbildung im Kamin ein Kaminbrand ausgebrochen. Die Gefahr wurde beſeitigt. ODer Rauch konnle nicht abziehen, weshalb die Betufsfenerwehr am Mittwoch um 16.20 Uhr durch Fernſprecher nach Langerökkerſtraße 20 ge⸗ rufen wurde. Dort drang infolge ſchlechten Rauch⸗ abzuges im Kamin der Rauch in die Wohnräume. Durch Verbrennen von Papier im Kamin wurde das Uebel beſeitigt. Die alte Geſchichte Einen ſchrecklichen Tod mußte Miktwoch vor⸗ nittag ein Aähriger Knabe aus Seudenheim er⸗ leiden. Er fiel in der elberlichen Wohnung in einen mik kochendem Waſſer gefülllen Waſchtopf und mußte mit ſtarken Verbrühungen in das Allge⸗ meine Krankenhaus eingelieferk werden, wo er in der Nacht auf Donnerstag ſtarb. Man ſollke annehmen, daß die Liſte gleichar⸗ liger Unfälle endlich ein Ende finden müßlke. Lei⸗ der iſt dem nicht ſo. Wieder einmal hat'n junges Menſchenkind auf ſchreckliche Ark und Weiſe verlieren müſſen. Dies ſollte Mah⸗ ſein Leben nung und Warnung den Elkern ſein, Kinder von mit kochendem Waſſer gefüllten Töpfen fern zu halten. ——0ſ—— Mannſeimer Wochenmarktyreiſe am Donnerskag, den 6. Okkober. Vom ſtäldtiſchen Büro für Preisſtatiſtik wur⸗ den folgende Verbvaucherpreiſe für ein Pfund er⸗ mittelt: Karkoffeln 2, 3, 5, Salatkarkoffeln 10, Wir⸗ ſing—8, Weißkrautk—8, Rolkrauk—10, Blumenkohl Stück 10—60, Karotlen(Bund)—7, Gelbe Rüben—8, Rote Rüben—10, Spinat 10—12, Mangold—10, Zwiebeln—8, Grüne Bohnen 15—30, Grüne Erbſen 206E—30, Kopf⸗ ſalat(Stück)—15, Endivienſalat(Stück)—10, Oberkohlraben(Stück)—7, Feldͤſalat 60, Toma⸗ ken 10—15, Radieschen(Bund)—8,, Rektich (Stück)—10, Schlangengurken(groß, Stück) 10 his 40, Suppengrünes(Bund)—8, Pelerſilie Zund)—8, Schnitklauch(Bund)—5, Lauch Skück)—10, Aepfel—25, Birnen—25, Pfifferlinge 40—45, Maronepilze 35—40, Stein- pilze 45—60, Preiſelbeeren 40—45, Trauben 25 's 35, Pfirſiſche 10—35, Zwekſchgen 18—20, Zi⸗ kronen(Stück)—12, Süßrahmbutker 140—160, Landbukter 120—140, Weißer Käſe 30—35, Eier (Stück)—12, Aale 100, Hechte 100, Barben 50 bis 70, Karpfen 70—80, Schleien 100, Backfiſche 35—40, Kabeljau 50—60, Schellfiſche 50—60, Goldͤbarſch 40, Grüne Heringe 25, Seehecht 100, Stockfiſch 30, Hahn geſchlachkek(Stück) 140—300, Enten geſchlachtet(Stück) 400—500, Tauben ge⸗ ſchlachtek(Stück) 50—70, Gänſe geſchlachtet(Stück) 600—800, Rindfleiſch 75—80, Kuhfleiſch 60, Kalb⸗ fleiſch 80—85, Schweinefleiſch 80. Sauberkeit iſt eine Zies und nicht nur das, ſondern eine Nolwendigkeit, wenn es ſich um Dinge handelt, die beſonders empfindlich ſind und dem menſchlichen Genuſſe zu⸗ geführk werden ſollen. In dieſer Hinſicht erlebt man manchmal Enkkäuſchungen, die lange nachwir⸗ ken. So mancher Laden hat nach außen hin eine glänzende Faſſade, im Innern jedoch ſtarrk alles vor Schmutz und Unſauberkeit. Wenn auch hier manchmal Geſundheits-, Nahrungsmittel⸗ und Ge⸗ werbepolizei durch ihr Eingreifen Wandlung ſchafft, man findet doch immer wieder Nahrungs⸗ mittelgeſchäfte, denen die Erlaubnis zum Handel mit Genußmitteln enkzogen werden müßte. Es iſt deshalb beſonders erfreulich, wenn man da und dork die Feſtſtellung machen kann, daß ein Handwerksmeiſter beim Auf⸗ und Ausbau ſeines Geſchäfts Wert auf blitzblanke Sauberke'k legt. Wenn es ſich dabei noch um eine Meßgerei han⸗ delk, dann iſt eine ſolche Einſtellung doppelk erfreu⸗ lich und dazu angetan, den Kaufluſtigen zum Kauf beſonders anzuregen. In den letzten Tagen hakten wir Gelegenheit, ein nach den modernſten Grundſätzen aufgebaules Unkernehmen des Fleiſchereigewerbes zu beſichti⸗ gen. Herr Markin Fröſcher, um deſſen neu⸗ errichkeles Geſchäft in U 1, 6(Breiteſtraße) es ſich handelt, hat kakſächlich keine Koſten geſcheuk, um Laden und Betkrieb zu einem Schmuckkäſtchen be⸗ fonderer Ark auszubauen. Wer ſich an das un⸗ anſehnliche Gebäude, wie es im Frühfahr dieſes Jahres noch daſtand, erinnerk, iſt heute leichk ge⸗ neigk, nichk daran zu glauben, daß es dem Architek⸗ ken Bernhard Greulich, Meerfeldſtraße 63, gelungen iſt, das Geſicht des Hauſes innen und außen von Grund auf zu ändern. Da iſt zunächſt die Faſſade, die bis zum erſten Skockwerk mit grünlackierken Tonplakken belegt wurde, auf deren Grund über dem Laden in Melallbuchſtaben die Firma des Geſchätfsinhabers angebracht iſt. Die ehemals zwei kleinen Läden wurden durch Her⸗ ausnahme der Zwiſchenwand zu einem geräumigen Ladenlokal umgewandelt. Hier blitzt und blinkt es in beſtechender Sauberkeik. Die Wände wur⸗ den insgeſamt mit gelbglaſierken Tonplakten ab⸗ gedeckt, die Decke kiefer gelegt und vollkommen mit Milchglasplatten verglaſt, wobei die Ein⸗ königkeit durch Einzug eines farbigen Mittelfeldes vermieden wurde. Die geſamke Einrichtung wurde nach modern⸗, ſten Grundſätzen hyg'eniſcher Art vorgenommen. Die kechniſchen Neuerungen laſſen uns aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Es iſt bewundernswerk, mit welchem Mut und welcher Talkraft Herr Markin Fröſcher in dieſer ſchweren Zeit ſein Unkernehmen, das ſich bisher auf dem Lindenhof befand, ausgebaut hak. Es iſt der alke unverwünſtliche Handwerkergeiſt, der zielbewußt und ohne Hemmungen zu kennen, ſich durchzuſeten verſteht. Parofe-Ausuabe. Kreis Mannheim Achlung Werbekrupps! Am Freitag, den 7. Oktober kreken anläßlich der Zörnerverſammlung alle Werbetrupps um 20.05 Uhr in der Wandelhalle des Roſengarkens an. Die Ortsgruppe Neckarſtadt⸗Oſt ſteht an der Spitze, die anderen Orksgruppen folgen in der Reihenfolge des Alphabeks. Die Orksgruppen Neckarſtadt⸗Oſt,„Augarten, Deukſches Eck, Feu⸗ denheim, Friedrichspark, Humbold und Jungbuſch treten auf der rechken Seite an, die reſtlichen Ortsgruppen auf der linken. Alle Angehörigen des Werbekrupps kragen Uniform. Wer keine Un'form beſitzt, muß am linken Arm eine Hakenkreuzbinde kragen. Freien Einkritt erhalten nur die Parkeigenoſſen, die den Nachweis erbringen, daß ſie 20 Karken verhaufk haben.(Abrechnung an der Abendhaſſe). Die Kreisleitung. Nakionalſozialiſtiſcher Wohlfahrtsdienſt. Die NS-Frauenſchaft Mannheim beabſichkigt 's ſpäteſtens 12. Okkober 1932 mit der Wohl⸗ fahrksabteilung unſerer Rathausfraktion einen eigenen Wohlfahrksdienſt einzurichten. Alle Fra⸗ gen, die Fürſorgeangelegenheiken betreffen, wer⸗ den von dem nakionalſozialiſtiſchen Wohlfahrts⸗ dienſt bearbeikel. Die Büroräume befinden ſich im Heim der NS-Frauenſchaft L 4, 8 pk. Sprechzei⸗ ken werden noch bekannbgegeben, ebenſo Ruf⸗ nummer. Für die einzelnen Orksgruppen der Sliadk Mannheim ſind beſondere Fürſorgerinnen von den Orksgruppenleiterinnen zu beſtimmen, die in ihrem Bezirk die Fürſorgeempfäger bekreuen. Die Für⸗ ſorgerinnen beſitzen einen vom nakionalſozialiſti⸗ ſchen Wohlfahrtsdienſt ausgeſtellten Ausweis, der ſie berechkigk, genaue Auskunft über Bedürftigkeit und Familienverhälkniſſe zu verlangen. Wird nach Prüfung der Anträge feſtgeſtellt, daß unwahre Angaben gemacht wurden ſo wird der bekreffende Ankragſteller von der Fürſorge ausgeſchloſſen. Am Dienskag, den 11. ds., Mis., nachmillags 3 Uhr, findek in der Weizenbierhalle O 3, Neben⸗ zimmer, eine Beſprechung fämklicher Orksgrup⸗ penleikerinnen ſowie der bis dahin beſtimmken Für⸗ ſorgerinnen der NS-⸗Frauenſchaft ſtakt.(Referen⸗ ken: Die Leiterin der NS-Frauenſchaft, Frau Roth und Stadkrat Runkel). Für bedürft'ge Parteigenoſſen bitkek der NS⸗ Wohlfahrtsdienſt, Abteilung Kleiderfürſorge, um Männer-, Frauen⸗ und Knabenkleidung, Schuhe und Wäſche. Die bereitgeſtellten Sachen werden nach kurzer Benachrichtigung durch Poſtkarte an die Geſchäftsſtelle L 4, 8 abgeholk. Es iſt im In⸗ kereſſe unſerer nokleidenden Parkeigenoſſen drin⸗ gend erforderlich, daß alle enkbehrlichen Kleidungs⸗ und Wäſcheſtücke dem NS-⸗Wohlfahrksd'enſt zur Verfügung geſtellt werden. Wie ſtets wird auch in dieſem Winker unſere Bewegung dafür ſorgen, daß die ſchlimmſte Nol von unſeren Parkeigenoſſen abgewendek werden kann. Nakionalſozialiſtiſcher Wohlfahrtsdienſt. Oeffenkliche Verſammlungen im Kreis Mannheim mik dem Arbeiterredner Pg. Schoner, Kaiſerslaukern: Pg. Schoner ſpricht in den Parkeilokalen der Ortsgruppen jeweils um 20.30 Uhr an folgenden Tagen: Monkag, 10. Okkober: und Schweßöingerſtadt. Dienskag, 11. Okkober: Orksgruppe Lindenhof in der„Harmonie“ Mittwoch, 12. Okkober: Ortsgruppe Humboldt. Donnerskag, 13. Okkober: Orksgruppe Skroh⸗ markt und Deukſches Eck in ſämklichen Räumen des„Hohenſtaufen“. Freikag, 14. Okk. Ortsgruppe Neckarſtadt⸗Oſt. Samskag, 15. Okkober: Ortsgruppe Hockenheim Sonnkag, 16. Okkober: 15 Uhr Stützpunkk Alklußheim. 20.30 Sküßpunkt Reilingen. Monkag, 17. Okkober: Orksgruppe Neulußheim. Orksgruppe Augarken Kreis Weinheim. Freitag, 7. Okkober, 20.30 Uhr im Saale des „Goldenen Bock“ in Weinheim Beamkenverſamm⸗ lung. Pg. Neef, Oberinſpekkor aus Frankfurk, ſpricht über:„Nakionalſozialismus und Berufs⸗ beamkenkum. Hierzu werden alle Beamten de; Kreiſes eingeladen. AScaAp, Orksgruppe Weinheim. Stühpunkk Großſachſen: Samskag, 8. Onkober, 20 Uhr, im„Zähringer Hof“ öffenklicher Sprech⸗ abend. Redner: Pg.'egler.— Im Gaſthaus „Zum Lamm“ findet zur ſelben Zeit eine öffenk⸗ che Frauenverſammlung ſtakt. Reonerin: Pgn. Pulvermacher. Samskag, 8. Okkober: Laudenbach im„Löwen“ 20.30 Uhr. Pg. Schmitt, Leukershauſen. Samskag, 8. Okkober: Großſachſen im„Löwen“ 20.30 Uhr Frauenverſammlung. Redner: Frau 3 W und Kreispropagandaleiter Pg. cüller. ————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————— Eröffnung der Akademie⸗Konzerte Die„Muſikaliſche Akademie des Nalional⸗ heabers“ hak ſich auch in dieſem Winker kroß Al⸗ lem wieder ein auserleſenes Programm mit her⸗ vorragenden Soliſten vorgezeichnet. Gregor Pia⸗ tigorski gehört in Mannheim ſchon zu den Immer⸗ wiederkehrenden. Ihm wird es zu danken ſein, wenn der Muſenſaal einigermaßen guk beſeßt war. Nehmen wir das als gutes Omen. Die elfte„Bagakelle“ aus Beekhovens Opus 119 hat Max Reger zu einem ſeiner größten Va⸗ riakionenwerke inſpirierk. Die Variation überhaupt iſt des Meiſters ureigentliche Domäne. Er keilt ſich allein noch mik Johann Sebaſtiian Bach in dieſe Fähigkeik, ein an ſich ſimples Thema bis zur allerletzten Möglichkeit konkrapunkliſcher und harmoniſcher Veränderung auszuwerken. Die Schlußfuge iſt ein großartiges Hinſtreben nach dem ruhenden Pol des erlöſenden Quarbſexbakkordes. Das Ganze eine unnachahmliche Verſchmelzung von Burleske und Melancholie. Dieſer Zug iſt in Re⸗ gers Charakter begründet und ſpiegelt ſich in vie⸗ len ſeiner Werke wieder. Etwas ſtörend wirkt nanchmal eine gewiſſe Ueberinſtrumenbakion. Re⸗ ger hat gewiſſermaßen immer alle Eiſen m uer. Er gönnt keiner Inſtrumenkengruppe Ruhe. ſſenungeachtet iſt ſein gedanklicher Reichtum immer wieder von Reuem beſtrickend. Roberk Schumanns Konzerl für Violoncello und Orcheſter gab in der ganzen Behandlung der Solopartie ebenſo dem Künſtler wie dem Vir- fuoſen Piakigorski reiche Gelegenheit zur Enkfal⸗ lung. Man wird dieſes Werk kaum mit einem hö⸗ n Grad lehler innerer Hingabe des Soliſten zu —— bekommen. Die herrliche Wiedergabe— und insbeſondere die Kadenz— zog auch den leß⸗ ten Hörer in den Banm deſes großen Violon⸗ delſiſten. Schumanns zarte Poeſſen erlebten eine wunderbare Anferſtehung. Das begelſderbe Pobli⸗ Rkum erzwang ſich eine Solo zugabe. Schuberts größtes finfoniſches Werk, die Sie⸗ benba in C- iſt zugleich ſein bedeubendſtes. Sie krägt nicht den Stempel jener ſich in das Schickſal ergebenden zarken Reſignakion, die die h⸗moll⸗Sin⸗ fon'e zeichnet. Hier iſt alles— mit Ausnahme des Andante mik ſeinem gemächlich ſchreitenden Moll⸗ dur⸗Moliv— von jubelndem Schwung und ſieghaf⸗ ter Lebensbejahung. Der Wiener Schuberkt winkt aus der Ferne bei einigen dazwiſchengeſtreu⸗ ken Walzerepiſoden im Scherzo. Das quirlt, ſpru⸗ delt und ſchäumt über von der bei unſeren Neu⸗ könern verfemken Melodie, die ſie nur deshalb haſſen, weil ſie ihnen fehlt. Schuberk ſingt, wie der Vogel im Walde— unbekümmert und gerade deshalb ſo ergreifend. Einige Unſicherheiten im Zuſamenſpiel des Or⸗ cheſters(bei Schuberk und zu Anfang der Reger⸗ ſchen Schlußfuge) müſſen nokwendigerweiſe das Sollkonko des Dirigenken Roſenſtock belaſten. H. E. 2 Aus den Vereinen: DHV-Kaufmannsſchule in Mannheim. Die Eröffnungsvorleſung der Kaufmannsſchule im Deukſchnakionalen Handlungsgeh'lfen · Verband hielt am Samsbag, den 1. Okkober, Herr Rektor Or. Tuckermann von der hieſigen Handels⸗ hochſchule, über das Thema:„Volk und RNaum“. Eingangs ſeiner Betrachkungen wies der Vor⸗ kragende darauf hin, daß wir in Deulſchland erſt in der allerletzten Zeit gelernt haben, das Ver⸗ hältnis von Volk und Raum und Raum und Voltk in ſeinen verſchiedenartigſten Wechſelbeziehungen verſtehen zu lernen, zum Unkerſchied vom engliſchen Volk, das ſich ſchon frühzeitig durch Schaffung von Kolonien dieſen Fragen voll und ganz gewachſen gezeigk habe. Zur Frage der Bevölkerungsdichle in den einzelnen Erdgürkeln einſt und jetzt brachte der Redner ein recht intereſſankes ſtaliſtiſches Ma⸗ kerial mit, anhand deſſen er nachweiſen konnke, daß ſich die Geſamkbevölkerung der Erde in den letzten 125 Jahren von ſchätzungsweiſe 750 Mil⸗ lionen auf ebwa 2000 Millionen erhöht hak. Al⸗ mäßig auf alle Erdteile. Die Aufnahmefähigkeit der mitkeleuropäiſchen Länder iſt nakürlich faſt er⸗ ſchöpft. Unter dieſen Umſtänden iſt es deshalb nicht verwunderlich, daß junge Länder, z. B. Bra⸗ ſilien, ihren Bevölkerungsſtand ganz erheblich ver⸗ ändern konnken. Das leßzgenannte Land hatte zu Anfang des Jahres 1914 25 Millionen Ein⸗ wohner; im Jahre 1930 behrug die Bevölkerungs⸗ zahl 40 Millionen. Alſo durchſchnitklich eine Zu⸗ nahme von 1 Million Menſchen pro Zahr. Umrahmt war die Vorleſung von muſikaliſchen Darbiekungen und Rezitakonen aus„Volk ohne Raum“ von H. Grimm. Einführende Worle ſprach Geſchäftsführer Schmidt; das Schlußwort ſprach Diplom⸗Handelslehrer Fäßler. Reicher Beifall der zahlreichen Zuhörer zum Schluß der Darbiekungen war der beſte Beweis der Dankbarkeit der Anweſenden. HK. —— Tageskalender: Freitag, den 7. Okkober 1932. Nalionaltheaker: Zum erſten Male„Vor Sonnen⸗ unkergang“, Schauſpiel von Gerhark Haupt⸗ mann. Kabarelk Libelle: 16 Uhr Tanztee, 20 Uhr Vor⸗ ſtellung. Aukobusausflug zur Pfälzer Weinleſe tereien⸗ und Kellereienbeſichtigung. ab Paradeplatz. mit Kel⸗ 14 Uhr lerdings verteilt lich oieſe Aunabme nicht akeich Sehen sSie gut und ohne zu ermüdenꝰ Wenn nicht— dann sind Sie in Ihrer Arbeit behindert! Unsere Augenprüfung und komplette Brille bereits für RM..50 Mannheim, P 2, 14 fegenũ ber der Hauptpos Der Film zeigt Alhambra:„Tannenberg“ Capikol:„Frankenſtein“ Gloria:„Liebestragödie“ Palaſt:„Ich will nicht wiſſen, wer Du biſt“ Roxy:„Teilnehmer antkwortek nicht“ Skala:„Das Ende von Marabu“ Schauburg:„Die grauſame Freundin“ Univerſum:„Ein blonder Traum“ Lilian Harvey in dem Ufa⸗Tonfilm der Erich-pommer⸗Produkkion „Der blonde Traum“. zubrine müſſen auch d⸗ der At des V ſeine Bürge der Se tatoriſc Au 4 Uhr, Kurz„ Vor ſitz nakionc zurück. ſcheinu die öff⸗ keit fe Bü des V. zu beh Grenze ihm je Bürger ſonſt b Obr unſiche und ve Mitglie in dem ſeien, dem d Teilnal macht ſchlag Beratu ſich die hen wo GR punlt e weil m ſchafft Beraku nicht ke Vorwũ ſchär ſozialiſt Bürger anſchla⸗ gerad dam ten und woll Gift B zeblich ſprichk die zun ſchlags melt el Einwoh GR Bardon germeiſ ihm na in eine keinen Die Roth nalſozia ſitzende nationa ruf erh rungen 72 Rokt Stimme ü ber kiſchek gen gri Ausfüh Hauſes Der nochmal ſchlags GR. gen des „den Wahl wenn e auf den berg bi, GR. enkgege ſei, da ker alle zu befa rakung keital 20 gege einiger Ga. den Vo Rr. 225 Sbadt von den n ihrem ie Für⸗ ozialiſti⸗ eis, der rfliglꝛe it ird nach inwahre reffende ſen. ymĩłlags Neben- risgrup- en Für⸗ Referen- t, Frau er NS⸗ rge, um Schuhe werden arte an im In⸗ n drin⸗ eidungs- enſt zur unſere ſte Rol werden dienſl. innheim , len der lgenden ugarken idenhof mboldt. Skroh⸗- Räumen adt⸗ Oſt. tenheim ithpunkt ußheim. ale des rſamm · inkfurk, Berufs- en des heim. Kkober, Sprech⸗ aſthaus öffenk⸗ Pgn. Löwen“ Löwen“ Frau er Pg. iſtꝰ duklion *—— 2. Jahrs./ Ur. 225 Der Weotheimes Voranſchlag abgelehnt Die Soyſtembaosteien verleugnen ihhe West Bürgerausſchuß⸗Sitzung. Tagesordnung: Vor⸗ anſchlag. Das iſt ein Ereignis, das nicht jeden Tag vorkommk. Der Voranſchlag iſt eine Ange⸗ legenheit aller. Alle haben unker ſeinen Auswir⸗ kungen zu leiden und nur für wenige„Glückliche“ iſt er in der heuk'gen Zeit eine angenehme Ueber⸗ raſchung. Die Bürgerſchaft hak die Skeuern auf⸗ zubringen, um die großen Laſten zu decken. Alle müſſen daran kragen. Wenn dem ſo iſt, dann muß auch dem Volk das Recht zugeſtanden werden, bei der Aufſtellung des Voranſchlags ein enkſcheiden⸗ des Work mikſprechen zu dürfen. Dafür hat es ſeine Verkreler in den Gemeinderak und in den Bürgerausſchuß gewählt. Nicht das iſt der Sinn der Selbſtverwaltung, daß der Bürgermeiſter dik⸗ takoriſch ſeines Amkes walkek und im übrigen das Voltk die Zeche zu zahlen hak, ſondern er hak Voll⸗ ſtrecker des Volkswillens zu ſein. Wenn man nun aber, wie das in Werkheim der Fall iſt, den Gemeinderäten vor der enkſchei⸗ denden Sitzung die enkſprechenden Unkerlagen nicht zur Verfügung ſtellt, um ſich— was doch ihre Pflichk iſt— mit den nicht einfachen Fragen des Voranſchlags eingehend befaſſen zu können, und wenn dann die nakionalſozialiſtiſchen Gemeinderäte die Sißung verlaſſen— die anderen parierken fromm und brav— weil es keinen Sinn hak, ohne Unterlagen ſolch ſchwerwiegende Verhandlungen mitzumachen, dann liegt doch die Schuld nicht bei den nakionalſozialiſtiſchen Geme'nderäten, ſondern einzig und allein beim Bürgermeiſter und den an⸗ deren Parkeien. GSine kusze Sitzung Auf Monkag, den 26. Sepkember, nachmitlags 4 Uhr, war nun der Bürgerausſchuß eingeladen. Kurz nach 4 Uhr zieht ſich auf Veranlaſſung des Vorſitzenden der Gemeinderat zur Berakung der makionalſozialiſtiſchen Ankräge zum Voranſchlag zurück. Eine ganz neue und ungewöhnliche Er⸗ ſcheinung. Um.45 Uhr eröffnek der Vorſitzende die öffentliche Sizung und ſtellt die Beſchlußfühig ⸗ keit feſt. Bürgermeiſter Bardon: Bei der Aufſtellung des Voranſchlags ſeien erhebliche Schwierigkeiten zu beheben geweſen. Die Ausgaben ſeien bis zur Grenze des Möglichen geſenkt worden.(29 Es ſei ihm jedoch zwingend vorgeſchrieben, die Bürgerſteuer im dreifachen Bekrag zu erheben, ſonſt bekomme die Stadt keinen Zuſchuß. Obmannſtellverkreter Karl(Dn.) beginnk— unſicher und ſtochend— mit einem„Vorbericht“ und verlieſt das Schreiben der naklonalſozialiſtiſchen Mitglieder des Gemeindeverordneken⸗Vorſtandes, in dem milgekeilt wird, daß ſie nicht in der Lage ſeien, an der Vorſtandsſitung keilzunehmen, nach⸗ dem den Gemeinderäken der-⸗Fraklion die Teilnahme an den Verhandlungen unmöglich ge⸗ macht worden ſei. Daraufhin verlieſt er den Vor⸗ ſchlag des Gemeindeverordnekenvorſtandes, in eine Beratung des Voranſchlags nichk einzukreken, da ſich die größte Parkei der Veranbworkung enkzie⸗ hen wolle. GR. Schüßler(Rakſoz.) legt den Stand⸗ punkt der nakionalſozialiſtiſchen Fraktion dar. Nur weil man dem Gemeinderat keine Unterlagen be⸗ ſchafft habe, hätten die Nakionalſozialiſten an der Berakung im Gemeinderak nicht keilgenommen und nicht keilnehmen können. Er weiſt im übrigen die Vorwürfe, die in dem Beſchluß liegen, aufs ſchärfſte zurück und bekonk, daß die Nakional⸗ ſozialiſten ſelbſtverſtändlich an der Berakung im Bürgerausſchuß keilnehmen, nachdem nun der Vor⸗ anſchlag vorliege, ja auf dieſe öffenkliche Berakung gerade zu brennen, damik wir an dem, was früher und in den letz⸗ ten Jahren geſündigk worden iſt, Kritik üben, und der Bürgerſchaft zeigen können, was wir wollen und der Vorlage wenigſtens die ärgſten Giftzähne auszuziehen Gelegenheik haben. Bürgermeiſter Bardon verkeidigt ſich ver⸗ zeblich gegen die unwiderleglichen Argumenke, ſpricht von 500 Mark und—3 Wochen Arbeit, die zur Herſtellung eines proviſoriſchen Voran⸗ ſchlags für den Gemeinderak nölig ſeien und ſtam⸗ melt elwas von kollegialer Berakung, womik der Einwohnerſchaft aber kaum geholfen ſein dürfte. GR. Schwöbel(Natſoz.) beſcheinigt Herrn Bardon, daß er außen herum rede, was der Bür⸗ germeiſter„ernſtlich rügk“. Im übrigen weiſt er ihm nach, daß die Vorarbeit, die wit verlangken, in einem halben Tag gemacht ſei und der Shaot keinen Pfennig gekoſtek hätte. Die Debakte geht weiker. Da ergreift GR. Roth(Soz.) das Work und provozierk die nakio⸗ nalſozialiſtiſche Frakkion, wofür ihn aber der Vor⸗ ſitzende keineswegs zur Oronung rufk, wogegen ein nakionalſozialiſtiſcher Gemeinderat einen Oroͤnungs⸗ ruf erhält, weil er bei den ungezogenen Ausfüh⸗ rungen des Obermarxiſten Roth die Frage ſtellbe: „Wo bleibt der Droͤnungsruß?“ Roth ſpricht weiker und erklärt mit erhobener Stimme in ganz feierlichem Tone, daß er bereits über ein Vierkeljahrhundert poli⸗ tiſch kätig ſei und ſchon Bürgerausſchußſitzun⸗ gen großer(7) Skädke mitgemacht habe. Seine Ausführungen rufen das homeriſche Gelächber des Hauſes hervor. Der ſtellverkrelende Obmann Karl(Du.) ſtellt nochmals den Ankrag, die Beratung des Voran ⸗ ſchlags abzulehnen. GR. Roth(Soz.) ſchließt ſich den Ausführun⸗ gen des deukſchnakionalen Redners an, weil er „den Anderen“(Nakionalſozialiſten) keine Wahlpropaganda geben wolle. Za, wenn es gegen die Nationalſozialiſten geht, ſind auf dem Rakhaus in Wertheim alle von Hugen⸗ berg bis Thälmann— einig. GR. Schüßler(Ratſoz.) kritt dem Antrag enkgegen und weiſt darauf hin, daß er unzuläſſig ſei, da ſich der Gemeindeverordneken⸗Vorſtand un⸗ ter allen Umſtänden ſachlich mit dem Voranſchlag zu befaſſen habe und eine Ablehnung ohne Be⸗ rakung nur aus ſachlichen, nicht aber aus par⸗ teitakkiſchen Gründen ſtalthaben könne. Bef der Abſtimmung wird die Berakung mit 29 gegen 22 Stimmen der Nationalſozialiſten und einiger Splitkerſtimmen abgelehnk. GR. Roth kommt darauf mit dem Ankrag, den Voranſchlag äberhaupk abzulehnen. Was nun —2. Es iſt Richt walr, daß ich folgke, war regelrechte Konfuſton und allgemeiner Abſtimmungswirrwarr. Nach längerem Hin⸗ und Her ſtellke der Vorſißende feſt, daß der Voran⸗ ſchlag mit 45„Nein“-Stimmen einſchließlich 21 „Enkhaltungen“ der Nationalſozialiſten gegen 7 „Ja“-Stimmen abgelehnk ſei. Mit dieſem Ergebnis war dem Bürgermeiſter und den anderen Parkeien, die unſere Kritih an ihrer„herrlichen“ Kommunalpolitih zu fürchken hakten, offenſichtlich ein großer Stein vom Her⸗ zen gefallen, ganz beſonders dem deutſchnakionalen GV. Karl, der ſ. Zt. nur mik unſerer Hilfe in den Gemeindeverordnekenvorſtkand gewählk wurde. Wir aber müſſen es im Inkereſſe der Werk⸗ Die Wertheimer Veoöltevung ſoll ſirn hiesnach ihhr Urteil vilden: Auf die anderen Ankräge, deren finanzielle Auswirkungen noch erheblich größer ſind, kommen wir wegen Raummangel gelegenklich zurück. Ankrag 1: 1. Der Bürgermeiſter der Stadt Werkheim iſt gemäß der Gemeindebeſoldungsordnung vom Okkober 1931 in Gehalksklaſſe 2d einzureihen. 2. Alle Vergütkungen von Gemeindebeamten, die 6000 Mark überſteigen, ſind auf dieſen Be⸗ krag zu ermäßigen. Durch die Beſoldungsordnung für Gemeinde⸗ beamke vom Okkober 1931, die dieſen Beamken ge⸗ genüber eine ſehr wohlwollende Haltung einnimmt, iſt dem Bürgermeiſter von Werkheim beſtätigt wor⸗ den, daß er bisher ein zu hohes Gehalt bezogen hat. Das Windeſte, was man angeſichts der Not⸗ lage der Gemeinde und der Bürgerſchaft verlangen konnke, war, daß er ſich mit dem Gehalt der Be⸗ ſoldungsordnung begnügk. Er hat es aber krotz der Prolkeſte der nakionalſozialiſtiſchen Gemeinderäte beim Miniſterium durchgeſett, daß er ſein bis⸗ heriges Gehalk weiter beziehen konnke, ein Gehalt, das höher iſt, als die Bezüge unſerer Miniſter in Thüringen! Anktrag 2: Durch Gemeinderaksbeſchlüſſe vom 8. 9. 32 iſt beſtimmt worden, daß: Freilag. den 7. Onlober 1932. heimer Bevölkerung außerordenklich bedauern, daß es über die einzelnen Punkke des Voranſchlags zu keiner Ausſprache kam. Die natkionalſoziali⸗ ſtiſche Fraktion hatte den ernſten Willen, durch Erhöhung der Einnahmen und durch Minde⸗ rung der Ausgaben zu erreichen, daß die 300prozenkige Bürgerſteuer in Wegfall kommt. Die Annahme unierer Anträae hätie bas auch möglich gemacht! Die Parkeien von der SPo bis zu den Deukſch⸗ nationalen haben das verh'nderk. Sie allein kragen alſo die Schuld und nicht wir ſind es, die ſich der Verankwor⸗ kung entzogen haben, ſondern unſere Gegner von Spo bis DVp, die die Berakung durch parlamenkariſche Winkelzüge verhinderken. Da uns die Möglichkeit nicht gegeben wurde, im Bürgerausſchuß unſere zu der Sitzung geſtell⸗ ten Abänderungsankräge zu erörkern und zu be⸗ gründen, müſſen wir dies durch Benutzung der Preſſe kun. Was wir jorberten: Die nakionalſozialiſtiſche Bürgerausſchußfrak⸗ tion hakte zum Voranſchlag 12 Ankräge geſtellt. Nachſtehend geben wir einen Teil der⸗ ſelben, die für die Offenklichkeik von ganz beſon⸗ derem Intereſſe ſein dürften nebſt Begründung be⸗ kannt. 1. Rakſchreiber Roſenfelder in eine höhere Ge⸗ halktsſtufe einzureihen ſei, was eine augen⸗ Gehalkserhöhung von 150 Mark be⸗ wirkk 2. die Vergükung für die Beaufſichtigung des Fuhrwerksbekriebs, die im letzten Jahre von 300 Mark auf 200 Mark herabgeſetzt worden iſt, auf 300 Mark erhöht werden ſoll. Wir beantkragen: zu 1. dem Beſchluß des Gemeinderaks über die höhere Einſtufung des Raksſchreibers Ro⸗ ſenfelder die Genehmigung zu verſagen; zu 2. die Vergüktung für Beaufſichligung des Fuhr⸗ werksbetriebs ganz zu ſtreichen. Aus der Gemeindeverwalkung war der Ankrag geſtellt worden, den 26jährigen Ratſchreiber Ro⸗ ſenfelder in eine höhere Gehalksſtufe einzureihen. Dieſer Ankrag hat nicht nur unter der Bevölke⸗ rung, ſondern auch unker den Gemeindebeamken größte Empörung hervorgerufen. Wir ſind der Anſicht, daß Ratſchreiber Roſenfelder dankbar ſein ſollbe, daß man ihn in der jetzigen Gehalks⸗ ſtufe beläßt. Er kann mit dieſem Gehalk immer noch ſo großzügig leben, wie er es gewohnk zu ſein ſcheink. Der zweike Teil des Ankrags hatk Herrn Rolh ſehr weh gehan. Umſo verſtändlicher wird ſein — Nibelungensaal Freitag, den 7. Oktober,.30 Uhr Lbrobe Wahlundgebung Der Präsident des Braunschweiger Landtags Pg. 2 V N 2 spricht uber Lationalsozialismus in der Praxis Jeder ist zur Stelle Eintritt: 40 Pfg. Erwerbslose: 20 Pfg. Vorverkauf: Völkische Buchhandlung: P 5, 13a Reservierte Plätze: 1 Mk. Giyfelpuntt deo Kiedestvacht: NSk Die Lſtgenabwehr⸗Zentrale der NS.⸗ DAp. gibt bekannt⸗ Der„Vorwärt chte die Meldung, daß der im Beuthene— neil zum Tode verur⸗ teilte SA.⸗Mann Gräupner ein„polniſcher Inſurgent“ und„franzöſiſcher Spion“ hewefen ſei, welcher ſämtliche Abwehraktionen und ſo⸗ gar deutſche Waffenlager an die Franzoſen verraten habe. Dieſe Meldung wurde auch von der„Danzioor Volksſtimme“ gebracht. SA.⸗Ma Gränpner teilt uns hierzu mit: „I. Es iſt nicht wahr, daß ich bereits im Jahre 1919 auf polniſcher Seite zu finden war. Wahr iſt vielmehr, daß ich von Beginn des Jahres 1919 im oberſchleſiſchen Grenzſchntz bis zu deſſen Auflöſung diente; anſchließend kämpfte ich in einer Maſchinengewehr⸗Kom⸗ panie des Freikorps Tielmann während dei erſten Polenapffandes in Lipine und Piasniki, legen die Aufſtändiſchen und wurde dabet ver⸗ wundet. Nach Abzug dieſes Freikorps trat ich — Erdmann in Lams⸗ dorf bei. un Zahze 1020 in Friedenshütte im deutſchen Selbſtſchutz als Lockſpitzel im Dienſte der franzöſiſchen Beſat⸗ zungstruppen tätig war und den Franzoſen ſfämtliche Abwehraktionen des Friedenshütter Selbſtſchutzes verriet. Wahr iſt dagegen, daß ich mich niemals als Lockſpitzel im Dienſte der franzöſiſchen Beſat⸗ zungstruppen betätigt und niemals Abwehr⸗ aktionen dͤen Franzoſen verraten habe. Wahr iſt, daß ich im Jahre 1920 mit der Kompanie Erdmann nach Breslau und an⸗ ſchließend in das Ruhrgebiet ging und außer Anfang Jannar im Jahre 1920 mich überhaupt nicht in Oberſchleſien aufhielt. Rach meiner Rückkehr aus dem Ruhrgebiet vor der Abſtimmung im Jahre 1921 trat ich als Mitglied des Korps Oberland der Abſtim⸗ mungspolizei in Oppeln bei und habe im drit⸗ ten polniſchen Auſſtand bhis zum Aunguſt 1921 im Korps Oberland gegen die Aufſtändiſchen, gekämpft. Nach dem dritten Polenaufſtand bin ich nach Hauſe zurückgekehrt, wo ich als Hauer Seite7 Eifer, die Ausſprache im Bürgerausſchuß zu ver⸗ hindern. Die Aufſichtskätigkeit, die Roth ausübk, kann unbedenklich durch einen Gemeindebeamken ausgeübt werden. Aniigg 1. Zu Ziffer II.1 Wirtſchaftsrechnung: der Auf⸗ wand für die Gemeinderäte mit 1500 Mark iſt auf 36 Mark herabzuſeßen; 5 2. zu Ziffer II,13: die Vergükung für den iſraeli⸗ kiſchen Religionsunkerticht mik 240 Mark iſl zu ſtreichen. In der jetzigen Nokzeik kann von den Gemein⸗ deräten verlangt werden, daß ſie ihre Tätigkeil in der Haupkſache ehrenamklich ausüben. Die Ge⸗ meinde würde dadurch 1464 Mark ſparen! Einen dahingehenden Ankrag haben wir ſchon ſeit Beginn unſerer Täligkeit auf dem Rathaus geſtelll. Unſere Gegner haben ihn abgelehnk und lehnen ihn heute noch ab. Es iſt uns auch unverſtändlich, warum gerade die iſraelikiſche Kullkusgemeinde aus Gemeinde⸗ geldern einen Zuſchuß erhalten ſoll. Ankrag 4. 1. Der in II,14 für den Stadtkapellmeiſter vorge. ſehene Bekrag von 1500 Mark iſt um 1000 Mark zu kürzen. 2. Von den zu ſtreichenden 1000 Mark ſind 400 Mark zur Förderung des Fremdenverkehrs zu verwenden. Der Stadtkapellmeiſter bekommt 1500 Mark im Jahre. Wir fragten uns, was denn eigenklich die Gegenleiſtung dieſes Herrn iſt und mußten die Seſtſtellung machen, daß die Leiſtung, zu der er verkraglich verpflichket iſt, in keinem Verhältnis zu der Vergükung ſteht. Die Sommerkonzerte in der Mainplaßzanlage werden von dem Fremden⸗ verkehrsverein bezahlt. Mit 500 Mark, die wir ihm noch belaſſen wollen, iſt dieſe Stelle immer noch ſehr reichlich dokierk. Es iſt höchſte Zeit, daß die Dikbakur auf dem Werkheimer Rakhaus ein Ende nimmt und daß die Grundſätze der Selbſtverwalkung in den Gemeinde⸗ körperſchaften wieder reſtlos zur Gelkung gelan⸗ gen. Die Löſung der Beſoldungsfrage der Ge⸗ meindebeamken im Wege der Diklkakur Ende 1931, die Behandlung der Hoſpitalfrage und jeßt die Art der Erledigung des für die ganze Bürgerſchafk ſo wichtigen Voranſchlags, ſind nur einige Meilen- ſteine auf dem Dornenwege der bisher'gen Kom⸗ munalpolitik. Bei Philippi ſehen wir uns wieder! Phylax. wurde ich bei einem gegen die Franzoſen richteten Sabotage⸗Akt als Mitglied eine Schlageter⸗Abteilung von den Franzoſen ver haftet und von dieſen ſpäter nach Frankreich verſchleppt. Wir enthalten uns jeden weiteren Kom mentars gegenüber der ſkrupelloſen Verlogen⸗ heit des„Vorwärts“, die ihre gerichtliche Sühne demnächſt finden wird. ——00— Aomer Hindenvuogꝛ Am letzten Sonnkag hak der Reichspräſi⸗ dentk von Hindenburg ſeinen 85 Geburtstag gefeierk. Aus dieſem Anlaß haben auch in Wertheim einige wenige Leuke Fahnen herausgehängt. Dieſes Recht ſteht letzten En⸗ des jedem zu, nur muß es einem ſonderbar berühren, wenn gerade ſolche Leute plötzlich ihre Sympakhien für den Feldmarſchall des Welkkrieges und den Reichspräſidenken der deutſchen Republik öffenklich bekunden zu müſſen glauben, die vor noch nicht allzu lan⸗ ger Zeit ebendenſelben Mann mit Hohn und Spokt bedachken. Beſonders aber muket es komiſch an, wenn ein Jude und ein Deulſch · nakionaler dicht nebeneinander gleichen Sym · pakhien Ausdruck zu verleihen ſuchen. Wer am Sonnkag durch die enge Ritter⸗ gaſſe ſeinen Weg nahm, der konntke mit Er⸗ ſtaunen feſtſtellen, daß bei dem deutſchnakio⸗ nalen Gemeinderak Dr. Camerer eine ſchwarz⸗weiß⸗roke und gegenüber bei dem jü⸗ diſchen Lumpenhändler Wolf eine ſchwarz⸗ rok-goldene Fahne zu„Ehren“ Hindenburgs wehte. Abgeſehen davon, daß auch der Herr Gemeinderak der Deutſchnationalen Volkspar⸗ kei noch nicht ſehr lange ſeine Sympakhien für Hindenburg„neuenkdeckt“ hat, denn er hat doch beſtimmkt bei der 1. Reichspräſiden⸗ kenwahl dem Judenabkömmling Dueſterberg ſeine Stimme gegeben, iſt es bezeichnend, daß der Jude in der Perſon des Reichspräſidenken den letzten Rektungsanker ſieht. Nun kann man auch verſtehen, warum Juda bei der Re⸗ aktion zu Hauſe iſt. Man würde dork be⸗ ſtimmt wieder„Heil Dir im Siegerkranz“ ſingen, wenn man damit die Gewißheit hätte, 5 1 Hitler von der Macht ferngehalken würde. In Treue feſt vereink ſtehen Hugenberg und der CV-Verein als kreffliche Hüter alt⸗ preußiſchen Soldatkenkums! Armer Hindenburg! Denke nicht mehr an die Tage Dhglaz Hauptſchriftleiter Dr. W. Kattermann. Verantwortlich für J litik Pr. W. Katt für Außen⸗ politik, Feuilleton und Roman: B. Seeger⸗Kelbe: für Vadiſche Po⸗ litik, Gemeindepolitik, Bewegungsteil und„Sradt Mannheim“: W. Ratzel; für unpolitiſche Nachrichten,„Stadt Heidelbrg“ und Sport: Ueberle; für Anzeigen Heidelberg: Hammer; für Anzeigen Mannheim: K. Ott. Sämtliche in Heidelbrg.(W. Ratzel, K. Ott in in der Kaſtellgrube und 1924 mit einer Bahrlecislonne nach Auln aina. Dort Mannheim,) Sprechſtunden der Repaktion: täglich 17—18 uhr. Frengg. den“. 4 2. Jahrg.“ Ur. 225 initone Es wird weitgehend anerkannt, daß die Dandwirtſchaſt tatſächlich einer Entlaſtung be⸗ darf. Jedoch wird immer wieder verſucht, nachzuweiſen, daß die Zinſen für die Land⸗ wirtſchaft keine weſentliche Rolle ſpielten und vor allen Dingen die Zinsbelaſtung aus dem Realkredit für die Landwirtſchaft keinen wich⸗ tigen Ausgabepoſten darſtellte. Dieſe Behaup⸗ tungen ſind falſch und entweder zur Unkennt⸗ nis oder Abſicht gebraucht. Auf Grund der Buchführungsergebniſſe iſt ermittelt worden, daß die Landwirtſchaft zu zahlen hat im Wirt⸗ ſchaftsjahr 1931/32 für: Barlöhne zirka 1 345 Millionen RM. Zinſen 850 Millionen RM. Steuern 566 Millionen RM. Sozialverſicherung 244 Millionen RM. Durch die letzte Notveroroͤnung ſind ſelbſt die niedͤeren Löhne der landwirtſchaftlichen Arbeiter heruntergeoͤrückt. Zinſen und Steu⸗ ern, alſo die unproduktiven Ausgaben über⸗ ſteigen den Geſamtbetrag des in der deutſchen Landwirtſchaft gezahlten Lohnes um ein Viel⸗ faches. Dieſem Mißſtand kann man nicht da⸗ durch abhelfen, wenn man die Zinſen einer gewiſſen Schuld um ein Geringes herabſetzt. Nicht zuletzt dieſe Zahlen ſollten dem Land⸗ wirtſchaftsminiſter die Augen über den Wahn⸗ witz öffnen. Silbeoſtoeifentheorie Wie groß iſt die Zahl der Erwerbsloſen? Die Verwertung der Weisheiten dieſer Na⸗ tionalökonomie des Liberalismus zeitigt ver⸗ heerende Auswüchſe wirtſchaftlichen Unſinns. So glaubt man in den Köpfen der höchſtbeamte⸗ ten Männer dieſer Republik, man könne eine Wirtſchaft beleben, wenn für jeden eingeſtell⸗ ten Arbeiter eine Prämie gezahlt wird. Wo⸗ mit dieſer fürſorglich behütete Arbeiter be⸗ ſchäftigt werde, iſt die große Preisfrage. Hauptſache er wird erſt mal eingeſtellt; die Regierung— ſo wird mit ſeelenvoll⸗ſozialem Augenaufſchlag erklärt, freut ſich über jeden einzigen neu eingeſtellten Arbeiter. Und wir mit ihr! Allerdings kann man es nicht dabei elaſſen ob ſoviel ſozialem Empfindoͤen in Lob⸗ reiſungen auszubrechen oder auch nur die achrichten über„Neueinſtellungen von Ar⸗ eitskräften“— in Brandenburg ſollen es ei⸗ nige Tauſend geweſen ſein— in einer von er Reichsregierung gewünſchten Aufmachung eiterzugeben. Man verſchweigt nämlich neu⸗ roͤings überhaupt die Zahl der gleichzeitig ntlaſſenen. Werden dieſe nun gar nicht mehr ezählt?— Eine Kopfprämie wird ja nicht⸗ usbezahlt.: In allem Ernſt muß immer wieder rund heraus geſagt werden, daß die ſtatiſtiſchen Mitteilungen über den Arbeitsmarkt wenig Anſpruch auf Genauigkeit erheben können. Es ſoll das an techniſchen Schwierigkeiten() liegen. Während nämlich von der Reichsan⸗ ſtalt etwas über 5 Millionen Erwerbsloſe ge⸗ hählt werden, beträgt dieſe Zahl in Wahrheit weit mehr. Das Heer der irgendwie von ſo⸗ zialer Unterſtützung erfaßten Erwerbsloſen, ſene die keinen Anſpruch auf Unterſtützung haben, die Bettler u. a. m. ſie alle ſind ſtat⸗ tiſtiſch nicht erfaßt. Iſt es doch ſo, daß ſelbſt bie Zahl der Wohlfahrtserwerbsloſen die von den Kommunen betreut werden, nach Angaben ber kommunalen Spitzenverbände offiziell um e Million zu gering angegeben werden. ſtächjte Tabaksverkaufsſitzung 13. Okt. Die mnächſte badiſche Verkaufsſitzung für Tä⸗ bake iſt auf den 13. Oktober, 10 Uhr, nach Schwetzingen⸗anberaumt. Badiſche Tabhalverkauféſitzung in Graben Der Landesverband Badiſcher Tabakbau⸗ vereine veranſtaltete am Dienstag in Graben eine Berkaufsſitzung für 15 nordbadiſche Ta⸗ bakbaugemeinden, bei der insgeſamt faſt 4000 Zentner Sanoßlatt und 250 Zentner Mittel⸗ gut altsgebrren wurden. Die Kaufluſt wgr überaus groß, der Kauf geſtaltete ſich bei erſt⸗ klaſſiger, zur Fabrikation ausgezeichnet geeig⸗ neter Ware rege. Den höchſten Preis erlöſte der Verein Graben I mit 90.95 RM., aber auch die übrigen Preiſe lagen oͤurchweg ſehr be⸗ friedigend. Mit Ausnahme von Hochſtetten, das nür 70 RM. erlöſte, liegen dͤie Preiſe durchweg über 80 RM. Hauptkäufer war die Firma Brinkmann⸗Speyer, die allein etwa 3200—3500 Zentiner übernahm. Bei dem an⸗ ſchließenden Ausgebot der heſſiſchen Tabak⸗ bauvereine mußten Partien z. T. öfters aus⸗ geboten werden. Viernheim I und II gaben zu dem Gebot von 88.65 bzw. 87 RM. nichts ab(zirka 700 Zentner), während Viernheim III zu 88.15 RM. 200 Zentner verkaufte. Es erzielten(S— Sandblatt, M- Mittelgut, Z- Zentner): Baden Blankenloch I(180 S) 87.15,(90 M) 87.15 ., II(120 S) 87.15, 1451 87.15, III 110 Si Binſe 86.60, IV(120 S) 85.65, Büchenau(150 S) 89,15, Büchig(80.S) 90.15, Eggenſtein I(140 S) 85.65,(13 M) 85.65, II(50 S) 83.65, III (50 S) 82.40, Graben 1(100 S) 90.95, II(100 S) 90, III(100 S) 90, IV(80 S) 90, V(80 S) 90.70, VI(55 S) 90.15, VII(75 S) 90.10, VIII(70 S) 88.15, IX(90 S, 1.),(55. S) und XI(50 S) je 86.65, Hochſtetten(55 S 70.00, Karlsdorf I(80 S) 88.50, II(t00 S) und III(100 S) je 84.65, Leopoldshafen(35 S) 78.35,(5 M) 78.35, Liedolsheim(65 S) 88.60 (25., M) 88.60, Linkenheim T(75 S) 86.95,(5 M) 86.95, II(75). 85.50, Neudorf 1(90 S) 87.45, II(90 S) 86.85, Neuthard 1(180 S) 86.15,(25 M) 76.15, II(180 S) 86.15(5 M) 86.15, III (440 S) 85.80, IV(160 S) 86.65, Rußheim 1 (60 S) 84.15, II(20 S) 83.65, Spöck 1(50 Sy), II(60), III(55), IV(70 S) je 89.65, V (30 S) 90.0, Teutſchneureutk(40 S) 80.60,(10 M) 75.00 RM. Aurze Wirtſchafto⸗Nachrichten Mannheimer Hafenverkehr im Sepkember 32 Der Waſſerſtand des Rheins wie des Reckars zeigte im Berichtsmonat durchweg fallende Tendenz. Infolge des zurückgehen⸗ den Waſſerſtandes mußten nach dem Ober— rhein beſtimmte Fahrzeuge geleichterk werden. Das Angebot an Frachken zeigte keine Beſſe⸗ rung. An ſtillgelegten Schiffen wurden Ende 86 mit 94 597 t Ladegewicht ge⸗ zählt. Der Geſamkumſchlag bekrug im Berichts— monat 364 781 k(i. V. 400 166 h, gegenüber dem Vormonak mehr 1723 k. Im Rheinver— kehr bekrug die Ankunft 266 Fahrzeuge mit eigener Triebkraft und 675 Kähne mit 296 658 Tonnen, der Abgang 270 bezw. 633 mit 51 593 Tonnen. Im Neckarverkehr betrug die An— kunft 107 Kähne mit 8168 t, der Abgang 3 Fahrzeuge mit eigener Triebkraft und 128 Kähne mit 8362 k. Der Umſchlag von Haupt⸗ ſchiff zu Haupkſchiff bekrägt auf dem Rhein 26 421 k, auf dem Neckar 16 120 k. Auf dem Neckar ſind 26 Fernzüge und 6 Lokalzüge ab⸗ gegangen. An Gütkerwagen wurden während des Berichksmonaks geſtellt im Handelshafen 9855, im Induſtriehafen 7647 und im Rhei⸗ nauhafen 8628 10-to⸗Wagen. Die„Südmark“ Zweckſpar⸗Geſellſchaft m. b.., Heidelberg, Landfriedſtr. 6, die im Juli ds. Js. ihren Geſchäftsbetrieb aufnahm, hat bereits ſchon am 4. Okkober ihre erſte Zukei⸗ Fußball Am Sonnkag werden die Spiele der Vorrunde um den DßB-Bundespokal ausgekragen. Die einzelnen Landesverbände ſtehen ſich wie folgt gegenüber: Mitteldeulſchland— Süddeulſchland Balkenverband— Brandenburg Weſtdeulſchland— Südoftdeulſchland Die Verbandsſpiele in Süddeulſchland neh⸗ men ihren Forkgang. In der Gruppe Rhein ſind folgende Paarungen vorgeſehen: SpVgg Mundenh.— Germ. Friedrichsfeld Amicikia Viernheim— Phönix Ludwigsh. VfR Mannheim— VfR Kaiſerslautern Vfè Neckarau— SV Waldhof 1908 Mannheim— SpVgg Sandhofen Der letzkte Sonnkag der Vorrunde bringt nochmals eine ganze Reihe hochinkereſſanker Kämpfe. Der Meiſter Waldhof muß nach Neckarau und wird dort beſtimmt keinen leichken Stand haben, ebenſo wie Ludwigs⸗ hafen in Viernheim auf härkeſten Widerſtand kreffen dürfte, nachdem der Pokalm- er an den beiden leßtken Sonnkagen vier werkvolle Punkte eingebüßt hat. In beiden Fällen er⸗ ſcheink der Ausgang völlig ungewiß. Dagegen ſollte der VfnR Mannheim ſeinen Namens⸗ velker aus Kaiſerslaukern ſicher ſchlagen kön⸗ nen»nd damit ſeine Poſikion verbeſſern. Auf dem nlohof handelt es ſich gleichfalls für beide Gerner darum, aus der Abſtiegszone herauszukommen, wobei man den Plaßherren vielleicht ein geringes Plus geben darf. Dis Begegnungen der anderen Gruppen dut. Nordbayern: 1. FC Nürnberg— FC Bayreuth Germania Nürnberg— SpVag Fürth FV Würzburg 04— ASV Rürnberg SpVaa Erlangen— Fs. Schweinfurk 05 beiterſchaft zuzurechnen waren. Main: lung vorgenommen. Es gelangken dabei ins⸗ geſamt 18 000 Reichsmark an 17 Sparer zur Verkeilung. Dem Zukeilungsakt wohnken bei Geh.-Rak. und Landrat Dr. Herm. Kiefer, Heidelberg, Univerſitätsprofeſſor Dr. A. Salz, Heidelberg, als Aufſichksraksmitglieder die Geſchäftsfüh⸗ rung, ſowie der als Treuhänder fungierende Rechtsanwalt. Außerdem wurde gemäß den Geſchäftsbedingungen ein noch nicht zugekeil⸗ ker Sparer, nämlich Apotheker Erich Bad⸗ ſtübner, Heidelberg. zugezogen. Papens„Wirijchaftsankurbelung“ Die Zigaretkenfirma Apfel⸗Mannheim⸗ hak die in Karlsdorf bei Bruchſal ſeit vielen Jahren bekriebenen Fabriken— von urſprüng⸗ lich drei waren ſeit einigen Monatken nur noch zwei in Bekrieb—, am Dienstag ſtillgelegk, wodurch etwa 100 Arheitskräfte erwerbslos wurden. Die Reichsbahngeſellſchaft enkließ im Bahn⸗ meiſtereibezirk Marnheim, Kirchheimbolan⸗ den, Zellerkal und Börſtadt wurden ebenſo wie im Bahnmeiſtereibezirk Langmel zwanzig Wann entlaſſen, die z. T. ſchon Jahrzehnke bei der Reichsbahn kätig und der Stammar⸗ äykte. Mannheimer Produkkenmarkk vom 6. Oll. Der Verkehr an der heukigen Börſe ſtand unker dem Zeichen der ſchwächeren Meldun⸗ gen von Aus- und Inland. Die Tendenz iſt ſehr ruhig. Im nichkoffiziellen Verkehr hörke man vormiktags waggonfrei Mannheim fol⸗ gende Preiſe: Weizen inl. 76/77 kg iſt gleich 21/½—22, Roggen inl. 17¼, Hafer inl. 14½—15./, Sommergerſte 19—20, Futkergerſte 17½ bis 17½, Platamais 16/, Bierkreber 11—11½, Weizenmehl ſüdd. Okk./ Dez. 31.40, dto. mit Auslandsweizen 32.40, Weizenauszugsmehl 34.40, bezw. 35.40, Weizenbrokmehl 23.40, bezw. 24.40, Roggenmehl 60/70 23½—26, — fein 8, Erdnußkuchen 12½ bis Mannheimer Schlachkviehmarkk vom 6. Olk. Dem Mannheimer Kleinviehmarkk vom 6. Okkober 1932 waren zugeführk: 133 Kälber, 28 Schafe, 139 Schweine, 1317 Ferkel und Läufer. Preiſe pro 50 ikg Lebendgewicht bezw. Skück: Kälber 41—43, 34—40, 30—34, 28—30, Schafe 22—28, Schweine nicht nokierk, Ferkel bis 4 Wochen—10, über 4 Wochen 10—12, Läufer 14—18. erfiner Metalle Verlin, 6. Okt.(Funkſpr.) Metangonerunzen ſur je 100 Kg. Elektrolytkupfer prompt cif Hamburg, Bremen oder Rotterdam.(Notierung der Vereinigung f. d. Dt. Elektrolytkupfernotiz 56.— RM.) Notierungen der Kom⸗ miſſion des Verliner Metallbörſenvorſtandes(die Rreiſe verſtehen ſich ab Lager in Deutſchland für. prompte Liefe⸗ rung und Bezablung). Originalhüttenalnminium, 98 bis 99 Proz. in Blöcken 160, desgl. in barren 99 Proz. 164; Reinnickel 98 bis 99 Proz. Antimon⸗Regulus 35-37 · Feinſilber Walz⸗ oder Draßt⸗ 350; fein) 38,5—41.75 RM. Berlinar Dörle Verlin, 6. Oktober.(Funkſpr.) Entgegen den vorbörs⸗ lichen Befürchtungen eröffnete die Börſe relativ wider⸗ ſtandsfähig, wenn auch anfangs noch die Abſchwächungen überwogen. Aus der Provinz lagen einige Verlaufsauf⸗ trüge vor. Die Stimmung, die anfangs unter dem Ein⸗ druck der wieder ſchwächeren Newyorker Vörſe, der Rück⸗ gänge am Weizenmarlt, ſowie der auſgegebenen Londoner Konferenz ſtand, erhielt im Verlauf durch die Vefeſtigung der Montanwerte eine Stütze. Im Zuſammenbang mit beſſeren Verichten vom rheiniſch⸗weſtfüli'chen Eiſenmarlkt erinnerte man ſich der Ausfühurngen Dr. Thyſſens auf der Phönir⸗HB., in denen et darauf hinwies, daß eine Veſſerung im Eiſengeſchäft ⸗ die Sanierungsfrage in den Hintergrund trelen laſſen würde. Vereinigte Stabl, Pfö⸗ nix und Gelſenlirchen, die teilweiſe ſogar niedriger ein⸗ fetzten, waren im Verlauf gebeſſert und gaben auch den übrigen Märkten eine Anregung. 5 Farben“eröſſneten 1. Proz. niedriger. Am Elektromarkt wären Siemens zeitweiſe 3 Punkte ſchwächer, Schuckert ver⸗ loren 1. Die übrigen Elektrowerle waren, relativ gehalten. Auch Schiffahrtswerle waren gut behauptet. Kunſtieiden⸗ werte fetzten 1 Proz. ſchwächer ein. Iniereſſe beſtand für Bauwerte. Verger und Holzmann wurden, bis 1 Proz. höher bezahlt. Deſſauer Gas gaben um 1½, Pros. nach. Kaliwerte waren bis 2 Proz. ſchwächer. Auch Zellſtoff⸗ werte büßten bis zu dieſem Satz ein. Im allgemeinen gingen die Rückgänge anſangs jedoch kaum über 4 Proz. hinaus. Nur Leovoldornbe lagen mott und goken auf 27½%(30) nach. Obligationen eher befeſtigt, auch Neſcßs⸗ ſchuldoͤuchforderungen wurden ½ Proz. höher bhezahlt. Ali⸗ und Nenbefitzanleihen ſetzten niedriger ein. Auslandsren ⸗ ten waren wenig verändert. Im Verlauf wurde etwas über den Anſangskurſen ge ⸗ handelt. 3 Tagesgeld war heute, nachdem geſtern ayſcheinend ſtär · kere Lombardabdeckungen bei der R⸗ n erfolgten, ftärker entſpannt und gab auf 4½, veie„478 nach. BZerliner Devilen vom 6. Oktober Geld Briet Gonl Briet Buen.-Air..896.894½f lion 31•55 21.52 Kanada.816/3.824/Jugoslayienf.994.105 Konstantin..008.012] Kowno 41.88 41.96 Japan.999.001 Kopenhag. J75.32/ 75.48 Kairo 14.90514.945/ Lis abon 13.22/ 13.24 London 14 525/14.565/ Oslo 73.18f 73.32 Newyork.209ſ.217 Paris 16.49/ 16.53 Bio de Jan..294.296ſ Prag 12.46512.485 Uruguay.738].742ffsland 65.73ſ 05.87 Amsterdam 169.33f169.87 Riga 79.72 79.88 Athen.587.592/ Sehweiz 81,15 81.31 Brüssel 58.39f 58.51 Sofian.057.062 Bukarest.517/.523/8panien 34.39f 34.45 Budapest——[Stockholm 74 58 74.77 Danzig 81.82f 81.98 Keval 110.59ſ110.81 Helsingfors l.264].276l Wien 51.95 52.03 —————————————————— Aas Agn 4 445 55 ahezrohmärkle Großmarkk Handſchuhsheim. Aepfel 14—16, Birnen—10, Zwelſchgen 12—13, Quitten—12, Pfirſiche—9, Boh⸗ nen 10—13, Tomaken 7,5—8, Nüſſe 18—24. Anfuhr mäßig. Nachfrage gut. Heuke 17 Uhr Verſteigerung. Großmarkk Weinheim. Nüſſe 25—30, Pfirſiche—23, Ouitten 7 bis 10, Zwekſchgen 11,1—13,1, Tomaken 5 bis 6, Birnen—24, Aepfel—17. Anfuhr und Markkverlauf: Kälber ruhig, Ferkel und Läufer ruhig. Südbayern: 1860 München— Schwaben Augsburg Bayern München— SSB Ulm Zahn Regensburg— Wacker München Würkkemberg: Germ. Brötzingen— Skuttgarker Kickers Stuktgarter SC— FC Birkenfeld Sfr Eßlingen— VfB Stultkgark Baden: Phönix Karlsruhe— Karlsruher FV FV Raſtatt— SC Freiburg Freiburger FC— VfB Karlsruhe 2 Spogg Schramberg— FC Mühlburg aar: FV Saarbrücken— Boruſſia Neunkirch. 1. FC Idar— Fͤ Pirmaſens Einkracht Frankfurt— Vfe Neu-Iſenburg Sfr Frankfurk—§5SWV Franlkfurk Rol⸗Weiß Frankfurk— Hanau 93 Kickers Offenbach— Germania Bieber Union Niederrad— VfB Friedberg Heſſen: 7SV Mainz 05— BVfR Bärſtadt FVag Hombach— FBga Kaſtel 1. FC Langen— Aleman.⸗Olym. Worms Olympia Lorſch— SV Wiesbaden Wormakia Worms— Vikkoria Urberach. Von Inkereſſe ſind auch folgende zwei * Länderſpiele: Kopenhagen: Dänemark— Scholkkland Prag: Tſchechoſlowakei— Jugoſlawien Um die deulſche Waſſerballmeiſterſchaft Im Leipziger Weſtbad finden am Sams⸗ kag und Sonnkag die Endſpiele um die Deuk⸗ ſche Waſſerball⸗Meiſterſchaft ſtakt. ITurnen Nachfrage guk. Heute 16 Uhr Verſteigerung. am Sonntag folgende Verbandsſpiele ausge kragen: Kirchheim— Hockenheim SpoVgg 1910— Plannkſtadt Union— Rohrbach Neulußheim— FC 05 Oftersheim— Eppelheim Wiesloch— Sandhauſen jeweils auf dem Plaß des erſtgenannken Ver⸗ eins. Schweßzingen iſt ſpielfrei. Boney Turngemeinde Heidelberg in München. Die TG 78 krägt am Samstag und Sonn⸗ kag in München zwei Spiele aus. Im erſten Treffen ſtehen die Heidelberger vorausſicht⸗ lich dem MWSC München gegenüber, der Sonnkag bringt dann eine Begegnung mit Wacker München.— In Mannheim eine Privatmannſchaft der TG.78 und eine Elf des TB Germania.— Auf dem Platz der TG Heidelberg ſpielen vorm. 10.45 Uhr die Damen der 78er und diejenigen des 7 Pforzheim. Lokaltreffen in Mannheim. Auf den Plätzen am Flughafen findet Sonnkag der Klubkampf gegen T 1846 Mannheim ſtakt. Beginn der 1. Herren 11 Uhr, 1. Damen.45 Uhr. In Berlin findet am Sonnkag ein Städte · ſpiel Frankfur—Berlin ſtatt. Ausſcheidungslurnen für die Geräle meiſterſchaften der DT. Am 9. Okkober findek in Koblenz das Aus⸗ ſcheidungskurnen des IX. Kreiſes für die Ge⸗ räkemeiſterſchaften der DT. in VBerlin ſtakt. Von den 22 Turnern, die ſich zu den Aus⸗ ſcheidungskämpfen bisher meldeken, müſſen die Fußball. In der Kreisliaa im Neckaxkreis merd 7 für Berlin beſtimmken Verkreker ausge⸗ anl * 3 —— —— rneeeehe r nenreen, Auf dein L orbörs⸗ wider⸗ chungen ufsauf⸗ m Ein⸗ r Rück⸗ ondoner ſtigung ng mit enmarlt nns auf aß eine in den 1, Phö⸗ ſer ein⸗ uch den romarkt ext ver⸗ ehalten. ſtfeiden⸗ and für „Proz. . nach. gellſtoff⸗ emeinen 1 Prog. zen auf Reichs⸗ .) Ali⸗ ndsren⸗ ſen ge · nd ſtär · olgten, ͤ nach. Driet 21.52 .106 41.96 75.48 13.24 73.32 16.53 12.485 65.87 79.88 81.31 .063 34.45 74.77 110.81 52.03 kten 7 5 bis yr und erung. ausge Ver⸗ hen. Sonn⸗ erſten isſicht⸗ der g mit eine atz der hr die TVY findek 18⁴46 derren kädte · Aus⸗- e Ge⸗ ſtakt. Aus- en die ausge- — Freilag, den 7, Oblober 1032.— * 7 » in„ 2. Jahrg./ Ur. 225 4See r. 225 7 doEn MEUE DEITrI•OIοO.% ur munges mi Paul Hörhiger. ITrude Hesterberg Ein Volksstück mit Musik von Waſter Relsch u. IBilne Wilder à Ein Flim der Erioh Pommer- Produktion der UFA* Regie: Paul Martiin 4 Muslk: Werner R. Heymann Heute bis Montag! 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Okkober Vorſtellung Nr. 29 Mieke F Nr. 4 Sondermiete F Nr. 2 Zum erſten Male: Vor Sonnenuntergang Schauſpiel in vier Akten von Gerhark Haupkmann Inſzenierung: Herberk Maiſch Bühnenbilder: Eduard Löffler. Ork oͤcer Handlung: eine größere deulſche Sladt. Spielwark: Fritz Walter. Die Pauſe wird durch Lichkzeichen angezigk. Anfang 19.30 Uhr. Kaſſenöffnung 19 Uhr Ende gegen 22.E30 Uhr. Die Zurüchnahme von Einkrittskarken findek nur bei Stüchänderung ſtakt. Um Störungen der Vorſtellungen zu vermeiden, kann Zuſpäkkom⸗ menden der Zukrikk in den Zuſchauerraum erſt 2 Beendigung eines Spielabſchnilles geſtakkel werden. —* Vollsausgabe 822 Seiten RM. 4. 80 Der gewaltigſte hiſtoriſche Roman aus germaniſcher Oergangenheit Das deutsche Geschenkbuch ——————————— Völkische Buchhandlung Mannheim p 5, 13a, Telephon 31471. Postscheckkonto Erns] u bezlehen durch: ————— —½,—— 2◻⏑ο-ieoel„- — — 2⁰.70 15 — Der Legionär glühte auf, Bieltag, den 7. Ottober 153 eelie . Qoman einex SJiketatiu 5. Fortſetzung Aldiſa wandte den ſchmalen Kopf zu ihm herum und forſchte ergriffen in ſeinem Ant⸗ litz. Curio war aufgeſprungen und rief: Ich verſtehe nicht, Sulla, warum du nicht gelten laſſen willſt, was doch jedermann weiß! Kitzelt es wirklich ſo angenehm, ſich ſelber zu verkleinern?“ „Es kitzelt ſo wenig wie es mich ſtachelt, mich zu vergrößern. Wenn du das nicht verſtehſt, Curio, dann biſt du offenbar mit den Göttern nicht mehr eng verbunden. Glaubſt du, die Ewigen ſeien gedankenlos? Hältſt du For⸗ tuna wirklich für eine blinde Kuh? Wieviele Männer ſetzen ihre beſten Kräfte ins wankel⸗ mütige Spiel des Lebens ein, und doch beugt ſich die zärtliche Geſtalt des Glücks nie über ſie! Aber tief innerlich zu wiſſen, daß man zuserwählt iſt von den Unſterblichen: die wollüſtige Stärke dieſes Bewußtſeins reckt ſich hoch über alle Genugtuungen empor, die aus dem irdiſchen Kraftfeld unſerer Begabungen wachſen! Begreif doch: man muß würdig ſein, und wenn ich das bin, ſo will ich lieber im himmliſchen Licht mich glücklich fühlen, als bei den Irdiſchen tapfer und klug heißen. Was liegt mir an der Meinung der Menſchen!?“ Eine ſchwer beſchlagene Truhe ſtand im Zeltraum. Er ſchloß ſie auf und entnahm ihr einen goldenen Becher.„Hier, mein Sän⸗ ger“,„nimm ſie zum Dank für dein Lied und trinke daraus auf mein— Glück!— Und nun wollen wir ſchlafen gehen!! langte zögernd nach dem Becher, ergriff in kühner Verwir⸗ rung mit ihm auch die ſchenkende Hand. Er küßte ſie haſtig, nahm Haltung an und ſtürzte aus dem Zelt. Sulla geleitete die Legaten ins Freie. Nach ihrem Weggang blieb er zwiſchen den beiden Poſten ſtehen und blickte, wie allabendlich, ins Funkelgewölbe des Himmels empor.—„Ura⸗ nus winkt uns oftmals in dieſen Herbſtnäch⸗ ten,“ ſagte er zu den Wachen;„und das Auf⸗ ſprühen ſeiner Hand weiſt uns die Zukunft. Achtet darauf, wieviele Sterne ſie auf Athen niederwirft, wieviele ſie abſeits der Stadt verſtreut, und meldet es nach der Ablöſung dem Wachthabenoͤen!“— Im Zelt fand er Aldiſa noch immer am Sofa kauernd vor, indes Epicadus, der ſtets vor ſeines Herrn Türe ſchlief, ſich dͤurch einen Sklaven das Lager richten ließ. Sulla nickte ihm vertraulich zu, zog das Mädchen vom Fell empor und führte die Umſchlungene durch den xückwärtigen Türſpalt in den Nebenraum, der ihnen als Schlafgemach diente. Hier ſpendete nur eine einzige Ampel milchiges Licht; das Lager ſtand bequem gerichtet, und in der Runde ſchwieg die Nacht, belebt nur vom Tritt 0 der Poſten und vom leiſen Klirren ihrer Waffen, der vertrauten Schlummerweiſe des Heeres. Bevor Albdiſa ſich entkleidete, trat ſie zaghaft neben den Mann, dem ſie gehörte, und flü⸗ ſterte:„Lueius, eine Bitte: liebkoſe mich nie wieder vor den Blicken anderer Männer—!“ „Was hab' ich dir angetan, meine Diana? Bin ich etwa frech zu dir gewordͤen, ohne es zu merken? Ich kann dich doch nicht ſchlagen und treten, bloß weil Kameraden bei mir ſind! Sie wiſſen nun einmal, daß du meine Ge⸗ liebte biſt; damit muß ſich die Elfenkönigin zbfinden—!“ „— und muß ſich ſtets aufs neue ſchämen, Lucius! Aber es iſt ein Unterſchied, ob ſie es nur wiſſen oder ob ſie es auch merken!“ Sulla warf ſich nackt aufs Lager; ſeine Blicke folgten entzückt den Bewegungen des Weibes, das ſich auch heute noch gar ſo befangen vor ihm enthüllte. Wie viele, nicht gezählte, bald vergeſſene Frauen hatte er im Lauf von mehr als dreißig Jahren umarmt: wie viele hatten ſich ihm brünſtig, ſchamlos, lüſtern, frivol, oft zuch fordernd und berechnend hingegeben; eine jatte die andere verdrängt— eine lange Kette zon Luſt und Ernüchterung. Was bedeutete uhre üppige Reihe gegen dieſes eine zarte Weſen und ſeine keuſche Anmut? Hatte er die früheren Entzückungen nur ver⸗ zeſſen an der gegenwärtigen? Oder ging von der Germanin ein beſonders ſtarker Zauber ausꝰ Mit der bloßen Luſt war Sulla noch immer fertig geworden; Liebe hatte er kaum je ver⸗ ſpürt, auch nicht geſucht; denn es widerſtrebte ſeiner Männlichkeit, einer Frau Macht über ſich einzuräumen: er wollte nicht verfallen, ſon⸗ dern ſiegen und genießen,— genießen auch noch das Bewußtſein des Genuſſes. Und weil er für gewöhnlich, in ſeiner ſpöttiſchen Art, gar kein Hehl daraus machte, daß er ſich durch Eros kaum je in ſüßem Schwärmertaumel habe niederhalten laſſen,— darum galt er in Rom als beſonders ausſchweifend—! Daß die verſchloſſene Skepſis eines über⸗ —— u Ge 98 iß 5 17 e. ganz eigene. Plautaße. beſaß und viel weiter auszuſchweifen ver⸗ mochte, als die heftigſte Begierde der Sinne, davon ahnten die Geſellſchaftsſchwätzer in Rom kaum etwas. Und wer ihnen obendrein er⸗ zählt hätte, Sulla habe ſich in ſeine Sklavin verliebt, ganz echt verliebt:— den hätten ſie tödlich ausgelächelt! Aldiſa legte ſich zu ihm.„Verſprichſt du mir's, Lucius?“ flüſterte ſie an ſeinem Nacken, in die kurzen, rotblonden Locken hinein. „Ich verſpreche es dir. Was verſpräche ich dir nicht, ou helle Zauberin? Als Knabe bin ich einmal in unſerem Garten niedergekniet; ich mußte plötzlich mein Geſicht in einen Buſch von Blütenkelchen tauchen, und ihr Duft trug mich in eine ſchöne Ferne. Von dieſem Duft⸗ flug hab' ich dann tagelang gelebt wie von einem mächtigen Orakel, und in meinem ſpä⸗ teren Leben habe ich jene Erinnerung oft be⸗ ſchworen, aber immer vergebens. Jetzt, wenn ich mein Geſicht zwiſchen deine Brüſte bette, iſt der ferne Duft und aller Zauber plötzlich da—1“ Sie ſchmiegte ſich unter den Liebkoſungen ſeiner Hand verlangend an ihn und hauchte: „Ich liebe dich ſo ſehr! Lucius, ich liebe dich! Ich liebe dichl!“ „Du liebſt mich?“ Er richtete ſich jäh vom Lager auf; die alte kühle Verwunderung über⸗ kam ihn:„Armes Kind, da hätteſt oͤu an einen anderen Mann geraten müſſen! Wer ſo ſchön iſt wie dͤu, der hat ein Recht auf wahre Liebe. Doch ich habe keine— Zeit für ſie, Aldiſa!“ Sie aber zog ihn unbekümmert zu ſich nie⸗ der und flüſterte innig:„Du haſt auch Größe⸗ res zu tun als mich zu lieben. Nur mir kann nichts Größeres widerfahren, als daß ich dich lieben darf. Wer weiß, ob ich dich liebte, wenn dein Weſen ſich in der Liebe zu mir, einem unwichtigen Weibe, erfüllte und erſchöpfte? Solcher Männer gibt es genug. Du aber biſt ſo groß und glühend, daß noch dein Schatten mich wärmt. Dein Schatten wird weit fallen, Lucius—!“ Fortſetzung folgt. Heæꝝ Pomaclleauogel Mühlenau iſt ein kleines Städtchen, liegt in einer Talmulde und ſieht wunderhübſch aus. Die Einwohner ſind ebenſo neugierig, miß⸗ günſtig und boshaft wie Großſtädter. Für die Mühlenauer, die nichts zu tun ha⸗ ben und etwas auf ſich halten— und deren ſind nicht wenige— gehört es zum guten Ton, an Spätnachmittagen des Mittwochs und Sonnabends das Bahnhofsgebäude und deſſen Umgebung aufzuſuchen. Um dieſe Zeit durch⸗ fährt allwöchentlich zweimal mit blitzartiger Geſchwindigkeit und donnerähnlichem Getöſe der Luxuszug das Städtchen. Eines Sonnabendnachmittags aber hatte der Luxuszug ſeine ſinnbetörende Schnelligkeit of⸗ fenbar ganz außer acht gelaſſen. Er fuhr ſehr langſam. Nein, er kroch. Und— wirklich und wahrhaftig— ſchließlich blieb er ſtehen. Unter den Bahnhofsbeſuchern entſtand eine unbeſchreibliche Aufregung. Man durchbrach die ohnedies nicht ſehr ſtrenge Sperre. Man ſtürzte auf den Bahnſteig, um das lindwurm⸗ artige Fabelweſen und ſeine Inſaſſen leibhaf⸗ tig betrachten zu können. Nur Herr Hans Rös⸗ ner begnügte ſich damit, ſich innerhalb der Sperre aufs Geländer zu lehnen und das be⸗ wegte Treiben nicht ohne Beluſtigung zu ver⸗ folgen. Seine künftige Verlobte, Fräulein Klärchen Fink, hatte ſich längſt mit ihren El⸗ tern zum Bahnſteig hinausgedrängt. Die Tür des dritten Wagens, der gerade vor dem Stationsgebäude hielt, öffnete ſich. Leichtfüßig, ohne das Trittbrett zu benutzen, entſprang ihm ein Etwas: ein Mittelding zwi⸗ ſchen Weib und Engel, in einen Pelz gehüllt, mit einem friſchen, übermütig lachenden Ge⸗ ſicht; mit großen, dunkel⸗blauen Augen und aſchblondem, von keinem Hut bedecktem Bu⸗ benkopf. „Endlich!“ rief dies Etwas.„Friſche Luft! Man erſtickt ja in dem Bummelzug.“ Ein ältlicher, beleibter, nervöſer Herr folgte ihr.„Machen Sie keine Witze, meine Beſte!“ brüllte er.„So zu ſpringen! Jedes Ihrer Beine iſt eine Million wert. Und marſch zu⸗ rück in den warmen Wagen! Wenn Sie heute abend heiſer ſind, koſtet mich das zehntauſend Mark!“ „Unintereſſant, Strabinſki, unintereſſant! Erkundigen Sie ſich lieber, wie lange die Re⸗ paratur an der Maſchine dauert.“ „Weiß ich ſchon. Der Zugführer ſagt, min⸗ deſtens eine Stunde.“—„Alſo zwei Stunden. Ich werde die Zeit nützen. Ich werde mir dies reizende Städtchen anſehen. Holen Sie meine Jungfer. Sie hat mein Neeceſſaire mit dem Schmuck. Wir wollen ſie nicht allein laſſen.“ Strabinſki zögerte und verſuchte einen Ein⸗ wand. Sie ſtampfte unwillig mit dem Fuße. Und als er ſich mürriſch in Bewegung ſetzte, ſchritt ſie bereits der Sperre zu. Sie fing den Blick zweier Augen auf, die ihre ganze Geſtalt in ſich aufzufangen ſchienen. Sie war es gewohnt, angeſtarrt zu werden. Im Ausdruck dieſer Augen aber lag mehr als Schwärmerei oder Bewunderung. Sie waren ſtarr, geblendet. Dieſem Zwange folgte das Etwas unwillkürlich. Es ſprach Herrn Rösner an:„Was gibt es hier zu ſehen, in— wie heißt es doch— in Mühlenau?“ „Für Vera Valten wohl nichts“ Sie ſtutzte.„Sie kennen mich?“ „Gibt es einen Menſchen, der die Sonne nicht kennt?“ „Aha, Sie ſind ein Poet.“ Vera Valten lä⸗ chelte.„Schreiben Sie lyriſche Gedichte für die Unterhaltungsbeilage des Mühlenauer Intel⸗ ligenzblattes?“ „Da es keines gibt, ruht kein ſolcher Makel auf mir. Ich bin Bankbeamter.“ „Als ſolcher ſind Sie weniger langweilig als die Dichter. Erweiſen Sie mir die Ehre Ihrer tertümlichen Befeſtigungen des Städtchens— E—— Begleitung bei einem Rundͤgang über die al⸗ „Mühlenau.“ Rösner ſagte es ehrerbietig, unbeleidigt, und der Rundgang nahm ſeinen Anfang. 5 Sie ſchritten ſchweigend eine Weile neben⸗ einander her. Bis Vera Valten begann:„Wir⸗ ke ich beängſtigend? Wo waren wir doch in unſerer angeregten Unterhaltung ſtehengeblie⸗ ben? Ja, richtig— bei Mühlenau. Genau wie der Zug— der blieb auch hier ſtehen.“ „Und ich ich auch. Der Zug und ich, wir konnten beide nicht weiter— ich weder mit meinem Studium der Philoſophie und Litera⸗ tur noch mit der Beſchaffung der nötigſten Nahrungsmittel.“ Sie ſah verwundert auf.„Wie ſoll man das verſtehen?“ „Erſtens, wie es geſagt iſt! Und zweitens— und zweitens——“ Er ſtockte.—„Weiter!“ forderte Vera. „Wie Sie befehlen. Ich will's verſuchen. Die Wünſche und Hoffnungen, das Streben und der Ehrgeiz, die Seelenträume ſteigen über den Regenbogen der Ideale in die Unendlich⸗ keit. Eine reale Schraube lockert ſich. Das Rad des Schickſals ſteht ſtill— und—“ „Und?“— „Und alles endet in Mühlenau.“ Vera war empfindſam von Natur. Sie ver⸗ ſuchte ihre Bewegung zu verbergen. Sie ſpöt⸗ telte.„Sprechen Sie in dieſem nicht mehr ganz modernen Pathos, um ſich mir, der Schauſpie⸗ lerin, verſtändͤlicher zu machen?“ Rösner erötete.„Verzeihen Sie, es kam von Herzen, aber es war albern.“ „Was wirklich von Herzen kommt, iſt nie albern“, widerſprach ſie. Ihre Stimme war einſchmeichelnd.„Ich nehme an, Sie wünſch⸗ ten feſtzuſtellen, daß Sie nicht ganz abſichtlich hier endeten, um nunmehr in Mühlenau Ihr Leben zu genießen.“ Hans Rösner lachte hell auf:„Ich genieße als Bankbeamter das Vertrauen meiner Vor⸗ geſetzten.“ „Und Ihr Leben?“ Ich habe keins mehr, das für Vera Valten irgenoͤwie von Belang ſein könnte.“ „Oh!“ mit ungekünſtelter Verwunderung rief ſie es.„Sie ſind noch jung, Sie ſehen— nehmen Sie's mir nicht übel— ungewöhnlich gut aus. Da ſtimmt etwas nicht. Was Sie ſpeben ſagten, haben mir in hundertfältiger Variation ſchon Hunderte von Männern ge⸗ ſagt. Und zwar, um mir damit zu Gemüte zu führen, daß ich ihr Schickſal ſei. Da dies bei Ihnen nicht der Fall ſein kann, handelt es ſich für Sie wohl in irgendeiner anderen Form um eine Frau?“ Plötzlich wurde Rösner ſchroff.„Nein, auch bei mir handelt es ſich um Sie. Ich habe Sie nur einmal geſehen. Ein einziges Mal auf der Bühne. In Berlin. Und da ich von jeher Stük⸗ ke ſchrieb, bin ich ſeitdem für das Leben nicht mehr zu gebrauchen.“ „Warum nicht? Beſonders, da Sie doch als Bankbeamter wenig Gelegenheit zur Fortſet⸗ zung Ihrer alten Untugend finden werden— nicht wahr?“ „Sie irren, Sie große Künſtlerin und Le⸗ benskünſtlerin. Ich habe keine Untugend dieſer Art. Ich leide an einem unheilbaren Laſter. Sie ſcheinen doͤas Weſen der reellen, gewiſſen⸗ haften Fabrikanten der von Ihnen faſt all⸗ abendlich vor der Rampe konſumierten Ware nur oberflächlich zu kennen.“ „Offen geſtanden— gar nicht. Ich komme mit den Vertretern dieſer Branche nur wenig in Berührung. Ich habe ausſchließlich und ge⸗ nug damit zu tun, meine Verehrer abzuweh⸗ ren. Davon abgeſehen— mich fängt an zu frieren, ich habe Hunger und ich möchte etwas Warmes trinken. Sie wiſſen in Mühlenau hoffentlich beſſer Beſcheid als im Leben. Füh⸗ Sie mich in einen Gaſthof.“— Paar, ganz mit ſich ſelbſt beſchäftigt, ſeiner Umgebung entgegenbrachte, ſo viel Aufſehen erregte es bei ſeinem Rundgange. Ebenſo rät⸗ ſelhaft erſchienen zwei eigenartige Perſönlich⸗ keiten, die mit allen Anzeichen verzweiflungs⸗ voller Ratloſigkeit, offenbar auf der Suche nach irgend etwas, einzeln durch verſchiedene Stra⸗ ßen irrten: ein ältlicher, beleibter, ſehr modiſch gekleideter Herr und ein zierliches junges Mädchen, das ein kleineres Köfferchen aus Schlangenleder ängſtlich mit beiden Händen an die Bruſt preßte. In logiſcher Folge dieſer Umſtände wurden die beiden Perſönlichkeiten von den bereits ausgiebig unterrichteten Müh⸗ lenauern zum„Hirſch“ gewieſen. „Meine Gnädigſte, meine Gnädigſte!“ ſchrie Strabinſki hereinſtürzend.„Haben Sie denn den Verſtand verloren? Der Zug iſt lange fort!“ „Sie meinen alſo, er iſt fort. Das hab' ich mir gedacht!“ Der Impreſario jammerte weiter. „Ich Unglücklicher! Ich bin ruiniert! Was ſoll heute abend werden? Das Theater iſt aus⸗ verkauft!“ „Das iſt es bei mir immer!“ Vera zuckte gleichgültig mit den Achſeln.„Wozu erzählen Sie mir dies? Telegraphieren Sie lieber gleich, daß ich nicht komme, damit die Leute noch etwas anderes anſetzen können— Char⸗ leys Tante oder ähnliches. Beſtellen Sie tele⸗ graphiſch einen Extrazug für morgen mittag und hier Zimmer für uns. Und dann ver⸗ ſchwinden Sie gefälligſt und laſſen Sie mich in Ruhe. Ich intereſſiere mich unbändig für die⸗ ſen Herrn. Erſchrecken Sie nicht ſo! Beruflich natürlich!“ Sie wandte ſich wieder Hans Rösner zu und kümmerte ſich nicht mehr um Strabinſki noch um ihre Jungfer. Die beiden am Wirtshaustiſch redeten und redeten und vergaßen alles um ſich her. Und dann wollten ſie das Beſte zu eſſen haben und tranken vom beſten Wein. Nach und nach füllte ſich das Gaſtzimmer mit mehr und mehr ſorgfältig gekleideten Ver⸗ tretern der Mühlenauer oberen Schichten Plötzlich öffnete der Wirt die Tür und ließ mit ſichtlicher Befürchtung eine Dame ein. Es war Frau Apothekenbeſitzer Fink, die Mutter von Hans Rösners vorausſichtlich zukünftiger Braut. Sie erachtete es augenſcheinlich unter ihrer Würde, Platz zu nehmen. Sie beſchränkte ſich darauf, mit Falkenaugen ihren Gatten herauszufinden. Sie winkte ihm mit dem Fin⸗ ger. Er erhob ſich kleinlaut und ward nicht mehr geſehen. Da erhob ſich auch der Paradiesvogel und fuhr ſich mit allen zehn Fingern und allen Ringen durch die wuſcheligen aſchblonden Lok⸗ ken. Vera vermochte ſich vor Vergnügtheit und Lachen kaum zu faſſen. Und dann ſetzte ſie eine entzückend liebenswürdige Miene auf und ſag⸗ te, ſie wolle den Herren keine Ungelegenhei⸗ ten bereiten und den ſchönen Abend nicht mit einem Mißton enden laſſen. Sie bat Rösner, ſie zu begleiten, und ging hinaus. Die Mühlenauer ſtaunten. Rösner, dieſer unbedeutende, ſubalterne Menſch verließ zu nachtſchlafener Zeit oͤas Gaſtzimmer mit einer berühmten Frau, der ſelbſt die böswillige Ge⸗ häſſigkeit ihre ungewöhnliche Schönheit nicht abſprechen konnte. Die fröhliche Stimmung im Raum war in helle Empörung umgeſchla⸗ gen. Man blieb noch einige Zeit beiſammen und beleuchtete dͤen ſkandalöſen Vorfall von allen Seiten. Rösner erhielt am folgenden Vormittage ge⸗ gen zehn, nachdem er Vera ſeine Morgenauf. wartung gemacht und mit ihr ein wohltuendes und ſehr geſprächiges Frühſtück eingenommen hatte, in ſeine Behauſung zwei Briefe, die durch Boten abgegeben wordͤen waren: einen Abſagebrief von Herrn Apothekenbeſitzer Finl und ein Schreiben von der Bank, das ihn vom Dienſte ſuſpendierte. Die Abfahrt des erſten Extrazuges aus Mühlenau war mehr als eine Senſation, Und doch war niemand in der Nähe des Bahnhofs ſichtbar. Der Platz vor dem Stationsgebäude ſchien wie ausgeſtorben. Vera ſtand im Ein⸗ gangstor. Sie war nervös. Geſpannt ſah ſie die Zufahrtsſtraße entlang. Dann erhellten ſich ihre Züge. Sie lachte freudig auf. Herr Rösner kam mit ſeinem Handekoffer eilig daher. Sie lief ihm entgegen. „Alſo doch?“ rief ſie.„Haben Sie ſich ent⸗ ſchloſſen?“ „Das Rad des Schickſals rollt wieder!“ ent⸗ gegnete er. Sie lachte ihn aus.„Unſinn! Sie ſind frei.“ Und dann umſchlang ſie ihn und küßte ihn und tanzte mit ihm vor dem Stationsgebäude in Mühlenau umher. „Sie dürfen ſich nicht zu viel auf den Kuß einbilden“, erklärte Vera dann ernſt, als ſie gemeinſam zum Zuge ſchritten.„Das war ein Muſenkuß. Ich wollte oͤle Mühlenauer ärgern. Hinter jedem Baum und Mauervorſprung ſtand einer mit gerecktem Halſe. Ich habe gu⸗ te Augen!“ Als der Extrazug ſich in Bewegung ſetzte, ließ Vera das Fenſter herunter und winkte lachend nach allen Seiten. Hans Rösner kauerte in einer Ecke. Dal Herz ſchlug ihm zum Zerſpringen. Er wußte, daß er dem Glück des Lebens entgegenfuhr. aß auch dem Glück der Liebe, wußte nur Möbe kror Gemã Gese 0 7, ſin * Fe Behõ. 8p• S t e Selte ftigt, ſeiner el Aufſehen Ebeuſo rät⸗ Perſönlich⸗ zweiflungs⸗ Suche nach edene Stra⸗ ſehr modiſch hes junges ferchen aus Händen an olge dieſer fönlichkeiten zteten Müh⸗ gſte!“ ſchrie n Sie denn ig iſt lange das hab' ich — iert! Was ner iſt aus⸗ Vera zuckte zu erzählen Sie lieber t die Leute 'n— Char⸗ n Sie tele⸗ gen mittag dann ver⸗ Sie mich in dig für die⸗ Beruflich Rösner zu Strabinſki edeten und ch her. Und haben und Gaſtzimmer ideten Ver⸗ Schichten r und ließ me ein. Es die Mutter zukünftiger inlich unter beſchränkte ren Gatten it dem Fin⸗ ward nicht Svogel und und allen londen Lok⸗ ügtheit und tzte ſie eine uf und ſag⸗ tgelegenhei⸗ id nicht mit ſat Rösner, zner, dieſer verließ zu r mit einer willige Ge⸗ inheit nicht Stimmung umgeſchla⸗ beiſammen Zorfall von mittage ge⸗ Morgenauf hohltuendes ngenommen Briefe, die tren: einen eſitzer Finl as ihn vom zuges aus ſation, Und Bahnhofs onsgebäude td im Ein⸗ nut ſah ſie rhellten ſich Handkoffer ie ſich ent⸗ eder!“ ent⸗ ſind frei.“ küßte ihn onsgebäude f den Kuß nſt, als ſie s war ein ter ärgern. rvorſprung h habe gu⸗ zung ſetzte, ind winkte Ecke. Dal Er wußte, tgegenfuhr. wußte nur 2. Johrg/ Re. 225 Freikag, den 7. Oktober 1932. Seite 11 kaufen Sie Qualit äts- waren im groben mauavn Küche und Haus N. cHUu/ anz INHABER D. BECKER Schwetzingerstraße 46 Telefon 41482 fürlänlexage Wälche per G 1, 7, Paradeplatz Reinwollene Schlügier on.30 Bůane, bin, ſun, 5 fuſſnli,: Gustav Schroer: Von Mannesehre..„ RM..40 Wilnelm Kotzke: Burg im Osten.„.75 Felix Dahn: Ein Kampf um Ren„.80 E, Walkow: Nero, histor. Roman.„.80 Walter Flex: Klalis Bismarck. Dietrien Speckmann: Scholle der Vater 4 4 —— Se S Hialharun I. Ba, nnn Mannheim. 1, 5 Breitestraue Breitestraße neben en— SU——— Unsere Kunden sind mit Ware und Kundendienst zutrieden. Machen Sie einen Versuch. Wir werden Sie überzeugen wWir beliefern grundsätzlich nur Wiederverkäufer. fein- U. Kermseifen Bodenwachse von 50 S an Ihre Photo-Arbeiten werden billig und fachgemäß ausgekührt. Kopien auf Agfa-Hochglanzwpapier. Platten“ Filme, Ledertaschen, Stative billig. Slorchen-Drogerie.Harkhiplatz, HI, 16 Kaufen Sie jetzt den eleganten Herbst. 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Math Trabold— Arbeiter Friedrich Hörner u Frieda Eberwein— Muſiker Erwin Leux u Emma Maurer — Städt Angeſtellter Ad Erhardt u Berta Sigloch— Arb Melchior Koch u Eliſabeth Dallinger.— Kfm. Ludwig Jacobi u. Eliſabetha Stahl.— Kfm. Hans Sattler u. Charlotte Becker.— Arbeiter Otto Weſemeyer u. Ida Lang.— Arbeiter Wilhelm Jöckle u. Luiſe Ofen · loch.— Spengler Kurt Fiſcher u. Gertrud Uebelhör.— Gärtner Franz Häfner u. Elſa Wucherer.— Schiffsführer Friedrich Dilles u. Marie Winkler.— Arbeiter Emil Jahke u. Kath. Neckermann.— Maurer. Erwin Heller u. Helena Emmerling.— Ing. Erwin Trummer u. Kath Heim.— Zeichner Benno Welſch u. Gertrud Skulima.— Bürovorſteher Karl Matthes u. Hedwig Löffler.— Schloſſer Karl Bauer u. Brunhild Leonhard.— Buchbinder Rud. Wilde u. Irma Bleibinhaus.— Kon ⸗ ditor Friedrich Geiger u. Erna Weiland.— Kraftwagenführer Friedrich Fuchs u. Maria Haas.— Schreiner Egidius Leppla u. Marie Blay.— Arbeiter Albert Korbus u. Helena Meiſter geb. Ramſpeck.— Metall ⸗ dreher Jakob Hoffmann u. Ottilie Burkey.— Packer Jakob Mörgen⸗ thaler u. Berta Schlußer.— Elektromon)eur Hans Mehner u. Erna Kleinmann.— Bankbeamter Emil Grimm u. Eugenia Wohlfart.— Arbeiter Ludw. Haas u. Maria Sepp geb Rößle.— Gewerkſchafts⸗ ſekretär Alb. Höhn u. Math. Reiſer.— Gärtner Karl Galm u. Katharina Laber. Getraute September 1932. Schriftſetzer Albert Völker u. Willma Maaß.— Muſiker Adolf Lauer u. Eugenie Knaier.— Werkmeiſter Henry Berg u. Maria Bauer.— Arbeiter Ernſt Karolus u. Maria Killinger.— In⸗ valide Peter Herbſt u. Eliſabetha Böh geb. Fround.— Landwirt Theo⸗ dor Wilking u. Johanna Luxem.— Laborant Wilhelm Schenkel u. Maria Guldner.— Ing. Andreas Meyer u. Lydia Schrimpf.— Ing. Hugo Schäfer u. Barbara Simbeck.— Reiſender Hermann Thomin u. Eliſe Ackermann.— Metallſchleifer Joh. Burkhardt u. Paula Strobel. — Kfm. Franz Kern u. Eliſabeta Ruppert.— Schloſſer Georg Spahn u. Marg. Kimmich.— Arbeiter Heinrich Kern u. Elſa Hofert.— Schnei der Wilhelm Helbig u. Emilie Verrier.— Schloſſer Friedrich Remmele u. Luiſe Otto.— Ing. Karl Fuhrhans u. Magd. Heinſius geb. Solz. — Bäcker Martin Pflieger u. Lina Riegler.— Schloſſer Friedrich Hem⸗ mer u. Eliſabetha Gaupp.— Schreiner Karl Brunn u. Roſa Kühner. — Drogiſt Adolf Hagner u. Eliſabetha Heß.— Krankenpfleger Auguſt Vögely u. Anna Wachter.— Ing. Willi Schmedding u. Marg. Waluga. — Schloſſer Kurt Müller u. Johanna Trenner.— Staatsanwalt Dr. jur. Joſef Schmitt u. Frieda Pſchorr.— Betriebsleiter Franz Karl u. Emma Reininger.— Rottenmeiſter Theodor Ruf u. Katharine Berkel.— Hauptlehrer Joſef Schmider u. Katharina Jacoby.— Telegraphen⸗ bauhandwerker Heinrich Noller u. Eliſe Vizethum. Geborene September 1932. Kfm. Oskar Philipp Helmling e. T. Ruth Freia · — Handkungsbevollmächtigter Friedrich Kuchenbeißer e. T. Inge Eli⸗ Standesamiche Nachrichten. ſabeth.— Mechaniker Peter Egner e. T. Edith.— Kfm. Rudolf Con⸗ ſtantini e. T. Iſolde.— Sattler Pbilipp Rettig e. T. Marianne Käte Erika.— Inſtallateur Otto Hermann Menne e. T. Ingeborg Sonja.— Rangierer Friedrich Ludwig Otto Wänger e. T. Irma Suſanna.— Kfm. Max Jak. Funk e. T. Käte Eliſabeth Maria.— Kfm. Willi Neck e. T. Rita Helena.— Kfm. Ernſt Ludwig Mock e. T. Edith Renate.— Lohnbuchhalter Chriſtian Hering e. T. Elfriede.— Landwirtſchafts Aſſeſſor Dr. phil. Ernſt Otto Paſtor e. T. Urſula u. e. S. Herbert.— Vertreter Joſef Pulko e. T. Emma.— Ingenieur Fritz G. W. Wilde e. S. Bernhard Philipp.— Techniker Friedrich Veith e. T. Gerda.— Kfm. Ferdinand Schunk e. T. Doris Dietgard.— Kfm. Friedrich Barthel Pulalücher von 30 H an in allen Preislagen billigst nur im Seikenhaur INachf. Q1, 10 CLEEIILLLLLLLLLL 6101A Seckenbeimerstralle 13 Ab heute bis Montag Deutschlands größt. Komiker im Tonfilm Ma- Oer (rœve Suͤndler mit Dolly Haas, Heinz Rühmann 2. Tonfilm: Slim und Slum in der Militär-Groteske Liebesabenteuer in Arabien 3. Tonfilm: Ja, ja, so was gibts nochl Eine lustige Angelegenheit 4. 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Gerhard Horſt.— Elektromonteur W. Trie ⸗ bel e. T. Elſe Marianne— Former Otto Fiſcher e. T. Gertrud.— Arbeiter Johann Karl Hammel e. T. Roſa Lydia.— Schloſſer Karl Friedrich Kirſchbaum e. S. Karl Willi Adolf.— Arbeiter Helmut Schröder e. T. Edelgard Eliſabet.— Prokuriſt Peter Anton Kauft die bellebte Deutsches Erzeugnis Blaue Packung Wilhelm Schönauer e. T. Magdalena Ruth.— Arbeiter Adam Mappes e. T. Ruth.— Kfm. Ernſt Val. Friedrich Netzer e. S. Jürgen Ernſt. Geſtorbene September 1932. Led. berufsloſe Juſtine Meier, 21 J.— Tag löhner Lorenz Unger, 68 J. 9 M.— Lediger Kaufmann Heinrich Willi Kohl, 23 J. 3 M.— Katharina geb. Hohloch, 38 J. 8., Ehefrau des Technikers Karl Martin Blöh.— Sofie geb. Härer, 27 J. 6., Ehefrau des Schreiners Franz Hinſchütz.— Led. Kfm. Friedrich Wilhelm Ruſch 61 J.— Luiſe Katharina geb. Beiſel, 54 J. 11., Ehefrau des Stadt · arbeiters außer Dienſt Hermann Schretzmann.— Eliſe geb. Schenkel. 28 J. 10., Ehefrau des Arbeiters Nikolaus Müller.— Arbe iter Hein · rich Hermann Ludwig Brüggemeier, 43 J. 5 M.— Margarete geb. Kübler, 58 J. 2., Ehefrau des Landwirts Adam Sollmaier.— Kfm. Ferdinand Jakob Schwarz, 48 J. 2 M.— Privatmann Johannes Herweh, 78 J. 7 M.— Viktoria geb. Keßler, 59 J. 9., Ehefrau des Lageriſten Friedrich Wilhelm Schmidt.— Kfm. Ludwig Schneider, 43 F. 3 M.— Luiſe geb. Britſch, 69 J. 6., Witwe des Schreiners Gottlieb Dannecker.— Polizeihauptwachtmeiſter Wilhelm Baumann, 35 J. 6 M.— Maler Eduard Chriſtof Ratjen, 76 J. 3 M.— Eva geb. Kühnle, 35 J. 3., Ehefrau des Arbeiters Peter Weidenauer.— Ledige Expedientin Barbara Franz'ska Mayer, 41 J.— Hauptlehrer Adolf Mülter, 55 J. 2 M.— Roſa geb. Hirſch, 56 J. 8., Witwe des Wagen⸗ führers Otto Ritſcherle.— Barbara geb. Daubmann, 78 3. 7., Witwe des Maurers Johann Dietrich.— Eva geb. Koger, 66 J. 2., Ehefrau des Arbeiters Johann Vetterolf.— Ledige Hausangeſtellte Eugenie Kirchgeßner, 19 J.— Händler Michael Karl Schenk, 53 J. 8 M.— Mühlenarbeiter Karl Friedrich Pfeifer, 66 J. 8 M.— Land⸗ wirt Philipp Jakob Blümel, 69 J. S.— Barbara Huber geb. Schwind, 63 J. 4., Ehefrau des Stadtarbeiters Johann Huber.— Gußputzer . Lůi ſanbod Hafenstraße 24 gut bürgerliches Loka. — Sonntag und Dienstag Konzert ute üche— Nat i i ——¹1 aturreine Weine, Winzer- Zum Besuch ladet ergebenst ein Betty viehl, Wirtin. Fennbutier Pfund M..20 Markcnbutier feinste M..35 Rommeiss à, Mittelstraße 29 fififenossen! Berücksichfiot bei aren fnkänten die Inserenten nserer Zeiunng n Taielbutier nhein 1 A Adam Ammann Fsnon W. 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HARDUNG Schwekkingen Mannheimer Straßze 20 Fernsprechanschluß 466 Mitglied der Blumenspende-Vermittlung immm mmnunnmnmnunmuumnumnunnmumnumnnmſumimnnimilmummnnunnmunnmnimu; Seite 12 Treitag, den 7. Okkober 1932. 2. Zahrg.“ Mr. 225 imlche Bekanntmacungen. Perſonenſtandsaufnahme 1932. Für die Reichseinkommenſteuerperanlagung fin⸗ det am 10. Oktober dͤs. Js. eine allgemeine Perſo⸗ nenſtands⸗ und Bekriebsaufnahme ftakt. Die Hausbeſiher oder deren Skellverkreker ſind nach der Reichsabgabenordnung Auf. ur Auf⸗ nahme werden Liſten verwendek, die den Hausbe⸗ — oder deren Stellverkrekern dieſer Tage durch ie Schutzmannſchaft angeſtellt werden. Die Haus⸗ mitzuwirken und Auskunft zu erkeilen liſte hat der Hausbeſitzer bezw. Stellverkreker ſelbſt die Schußmannſchafk zugeſtellt werden. Die Haus⸗ haltungsliſten und Bekriebsblätter hak er an ſämk⸗ liche Mieker einſchließlich der Bekriebsinhaber ab⸗ zugeben. Jeder Familienvorſtand bezw. Belriebs⸗ —— iſt verpflichtet, die Liſten enkſprechend der vorgedruckken Anleikung genau auszufüllen, zu un⸗ kerſchreiben und ſie bis ſpäkeſtens 11. Okkober, nachmiktags, dem Hausbeſiter oder ſeinem Skell⸗ verkreler zu übergeben. Ab 12. gl. Mts. werden die Liſten beim e. durch die Polizeimann⸗ ſchaften wieder abgehollk. Falls zwei oder mehr Steuerkarken erforderlich 3 iſt dies unber Bezeichnung der verſchiedenen rbeitgeber in Spalke 11 der Haushalkungsliſte zu vermerken. Perſonen, die die Spalten 10, 11 und 13 der Haushaltungsl'ſten nicht ausreichend und richkig beankworken, müſſen damit rechnen, daß ſie die Lohnſteuerkarke für das Jahr 1933 nichk rechkzei⸗ tig erhalten. Hausbeſitzer oder deren Skellverkrether, ſowie amilienvorſtände und Bekriebsinhaber, denen Li⸗ ſten zur Perſonenſtandsaufnahme nichk zugehen ollken, haben dieſe auf den zuſtändigen Polizeiſta⸗ kionen anzufordern; Liſten, die nicht wieder abge⸗ holt werden, ſind dorthin abzuliefern. Der Oberbürgermeiſtor. Stadttheater Heidelberg. Freitag, 19.45 Abonnement C1 22•45 Die gold'ne Meisterin Operette von Edmund Eysler. Samstag, 19.45 Außer Abonn. und BVB. Abt. 1 2²•45 Die Nibelungen Sonntag. 20.00 Außer Abonnement 2²•45 Die gold'ne Meisterin Baulustige die über 20—40% ihres Bauvorhabens verfügen, wenden sich zwecks weiterer Finanzierung und unverbindlicher Aus- kunft an: Ludwꝛig Frhr. v. Sechendorii, Heidelberg Handschuhsheimerlandstr. 15 Kontroll-Nr. 928. PpRIVAT-AbT0 ff HA SSMANN RolRsaCEER 8TR. 83 TEL. 2508 3⁰ GOO ο ο üwie eDοοοι ο ο οο“b⏑Dοοι Freitag u. Samstag nachm. 4 Unr u. abds. S Uhr veranstaltet das CAFASO in sämtlichen Räumen eine Grohße Herbst- u. Vintermodenschau Die neuesten Modelle der Saison werden v. erstklassi- gen Mannequins vorgeführt. Das Heinz-Grüber-Quartett konzertiert. Dι⏑¹—————————— Prima handverleſene Plälzer gabe Speisekarofen liefert jedes Quantum frei haus per Ztr..50 Mt. P. liarl Harimann. Candesprodukten Schwegenneim(pfalz). 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