Zeit- und Sachbezug: Komödie, deren Uraufführung einen Skandal auslöste. Die rüde Direktheit und der ätzende Spott gegen den deutschen Spießbürger führten zu einem zeitweiligen Verbot des Stückes / Inhalt: Die Frau des des Subalternbeamten Theodor Maske wird von den 2 Untermieter, Scarron und Mandel'stam begehrt. Aber noch während sich eine Mesalliance anbahnt, gelingt es Theodor Maske in einem Schlüsseldialog mit seinem Konkurrenten Scarron , dessen 'Übermensch'-Platitüden und Nietzsche-Paraphrasen durch eine Mischung aus Spießbürgerlichkeit und Skeptizismus lächerlich zu machen. Im Verlaufe des Geschehens wird Maske immer mehr zu einer wahrhaft beherrschenden Figur. Unter Aufrechterhaltung aller Ordnung und scheinbarer Anständigkeit gelingt es ihm, bei der Nachbarin mit seinen sinnlichen Bedürfnissen zum Ziel zu kommen. Er offenbart so die Doppelmoral, von der er sich zwar nicht zu befreien vermag, die er aber ohne Skrupel für seine Interessen nutzt. / Überlieferung: Erstausg. Berlin 1911; Urauff. unter d. von der Zensur geforderten ursprüngl. Titel "Der Riese" am 15. Februar 1911 in Berlin, später mit anderen Stücken zum Dramenzyklus »Aus dem bürgerlichen Heldenleben« zusammengestellt, 1927 von Hans Behrendt verfilmt