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Des Vo..ne Berlin, 29. Es zehört zum Wesen des deutschen Volkssturms, daß die Dienstzrade bei ihm anders charakterisiert sind als bei der Wehr- macht. Der Volkssturmführer hat es mit Männern zu tun, die gewissermaßen im Ne- benberuf Soldaten sind, während ihr Haupt- beruf sie an irgend einen kriezswichtigen Arbeitsplatz bindet. Er sieht sie daher im- mer nur verhältnismäßig wenige Stunden um sich, muß sie trotzdem aber genau so/gut kennenler nen und in derselben engen Ka- meradschaft mit ihnen verbunden sein, wie dies bèei der Wehrmacht der Fall ist, Sie müssen ebenfalls zu jener festgefügten Kampfgemeinschaft werden, deren tadello- ses Zusammenwirken im Ernstfall den Er- tolg Verbürgt. Das rein militärtechnische Können genügt deshalb für den Volks- sturmführer nicht. Er muß den Blick eben- s0 für die zivilen Probleme seiner Männer haben, das kriezsnotwendige Zivile mit dem Unerlüslichen deos Volkssturms abstimmen Können, seine Fähigkeiten auf diesem und dem Gebiete der qualiflzierten Menschen- führung zu beweisen vermögen. Daher steht an der Spitze der Vorbedingungen einer Auslese zum Volkssturmführer die Treue 2 Um Führer. Ihr zunächst in der Wer⸗- tung folgt die vor dem Feinde erwiesene Tapferkeit im ersten oder im gegenwär- tigen Weltkrieg. Danach steht dann der Ge- sichtspunkt der militärischen Eigz- nungz zur Wertung. Dabei kann es durch- aus geschehen, daß nicht immer gleich die beste Führerauslese den richtigen Mann an den richtigen Platz bringt, ja, daß erst in der Volkssturmpraxis sich erweist, wer aus den Reihen der Volksturmsoldaten am be- sten als Volkssturmführer geeignet ist. Gute Volkssturmführer jeden- falls werden dringend ge⸗ braucht; es hat hier jeder seine Chance. Aber man muß sich von vornherein über die Besonderheiten des Volkssturmführers, seine Doppel- oder Dreifachstellung als militärischer Führer, Kenner des kriegs- bedingten Berufswesens und politischer Führer klar sein und wissen, daß jemand durchaus ein guter militärischer Vorgesetz- ter gewesen oder gegenwärtig ein bewährter leitender Mann der Wirtschaft oder Be- triebe sein kann, dennoch aber im deutscher Volkssturm seinen Pla am besten in Rein und Glied ausfühlt. Niemand kann darin eine Zurüeclse gung sehen. 4 Der deutsche Volkssturm ist eine Ka mof- gemeinschaft, bei der Kußerlichkeiten hinter denn großen Zweck zurücktrelen. Sowein Uniformen anderer Organisatienen, ein- schließlich Wehrmacht und Partei, bein. Volkssturmdienst getregen werden, werden dann auch die Dienstreng- baw. Dienst- stellungseichen dieser Organisationen ab- genommen. Die Volkssturmführer selbst tragen die vorgeschriebenen Dienstgrad- abveichen des Volkssturms. Ihr Auftras zeht dahin, sich niemals auf blohes Be- kehlen eu stützen. Sie müssen vielmehr bei aller selbstverstündlichen Disiplin dei Volkestunnsoldaten durch kameradschaft- liche Fimrung zu mrem Ziel zelangen, wie sie ja auch nicht derHerr Zugführer ↄder Herr Kompanieührer usw. in der dienst- lichen Anrede sind, sondern einfach der Kamerad. Als Letzter vom Feind gelöst HBine Flakbatterie des Reichsarbeitsdien- stes hatte bei den seinerzeitigen Kämpfen um die Seineübergänge die Sicherung über- nommen. In schwerem Artilleriebeschuß Waren bereits einige Arbeitsmänner aus- gefallen. Intschlessen sprang der 18jährige Arbeitsmann Johann Steinhart aus Ried/Zillertal ein und setzte gemeinsam mit seinem Geschützfeuer das Feuer fort. Ob- wohl er, durch Krankheit geschwächt, vom Dienst zurückgestellt war, stand er seinen Mann. Der Schweiß rann ihm in Bächen über den Rücken. Die Granaten schlugen ringsum ein. Trotzdem feuerte er Schuß um Schuß und ermöglichte so, daß in 40 Mi- nuten 130 Granaten den Gegner im direk- ten Beschuß zu BZoden zwangen. FErst als der letzte deutsche Soldat den Fluß über- auert hatte und das Geschütz vor dem nachdrängenden Gesner gesprengt war, löste auch er sich mit seinem Geschütz- vom 1 elche Kõſte ertrãgi der Menscl? Der menschliche Körper ist weniger widerstandsfähig als der tierische Menschen und Tiere ertragen eine grö here Kälte, als man im allgemeinen an- nimmt. Besonders niedrige Organismen, wie Würmer, sind so widerstandsfähig gegen die Kälte, daß sie selbst nach einem Kältebad von minus 275 Grad wieder zum Leben er- wachen. Auch Tiere, die steinhart frieren und scheinbar tot sind, werden wieder mun- ter, wenn man sie auftaut, nur darf die Temperatur bei Fischen nicht unter 20, bei, Fröschen nicht unter 28 und bei Molchen nicht unter Grad gesunken sein. Schnecken überleben sogar 120 Grad àunter Null ohne dauernden Schaden. Scheintote Fische können vorübergehend in Eisblöcke eingefroren sein, und Ringelnattern gefrie- ren so hart, daß man sie wie Holzstäbchen auseinander brechen kann, im warmen Zimmer tauen sie jedoch wieder auf. Wie Professor Dr. Wohlbeld aus München schildert, hatte man Fliegen in Glasgefäßen eingeschlossen, deren Wände mit flüssiger Luft auf 100 Grad unter dem Gefrierpunkt abgekühlt wurden. Die Fliegen lagen auf dem Boden des Gefäßes steif gefroren. Wur- den sie dann mit kurzwelligen, hochfrequen- ten Strahlen erwärmt, s0 flogen sie bald Wieder im Glase herum. Die höberen Säugetiere und der Mensch bringen der Kälte nicht dieselbe Wider- standskraft entgegen. Eine genaue Grenz- temporatur für Erfrierungen liegt aber auch hier nicht vor. Die gleiche Kälteeinwirkung kann bei einem Menschen zum Erfrierungs- tod führen, bei einem anderen nicht. Ferner ist es möglick, daß ein Mensch Erfrierungen bei einer Temperatur erleidet, die er sonst ohne Schaden erträgt. Daraus ergibt sich, daß die Temperatur nicht allein ausschlag- gebend für eine Erfrierung bleißt: Jeden- falls beim Menschen muß eine bestimmte Bereitschaft vorliegen, die bei den einzelnen verschieden sein kann, und die auch bei dem einzelnen Menschen wechselt. Die Wärmeregulation des menschlichen Körpers vollzieht sich im Großhirn, im so- genannten Streifenkörper. Dieses Organ sorgt für die Ausbalanzierung von Wärme abgabhe und Wärmeerzeugung. Die Mechen'k hierfür ist einfach. Sinkt die Körpertempe- ratur, so wird die Verbrennungswärme im Körper erhöht, indem, vom Streifenhörper angeregt, sich jede Hautader verengt, Durch diesen Vorgang vermindert sich die Wärme⸗ abgabe. Allerdings schützt dieser Mechanis- mus den Körper nur bis zu einem gewissen Grade. Der Blutkreislauf spielt hierbei eine bedeutende Rolle. Nach einer Darstellung von Dr. Richard Goldhahn, des Chefarztes des Kreiskran- kenhauses in Liegnitz, arbeitet der Blut- kreislauf desto besser, je gesünder der Mensch ven vornherein ist. Nach Infektions- krankheiten, die den Kreislauf ungünstig beeinflussen, kommt es zu besonders zahl- reichen Erfrierungen. In der gleichen Weise wirken Hunger, große körperliche und see- lische Anstrengungen. Bei starker bedroh- licher Külteeinwirkung stellt sich Hunger ein, da der Körper Wärme durch eine grö- gere Verbrennung von Nahrungsmitteln er- zeuzen will. Deswegen werden alle Reser- ven an Fett, Körpereiweiß- und Kohle- hydraten angegriffen. Bei weiter einwirkender Kälte beginnen die Erytrozythen, die roten Blutkörperchen, zu zerfallen, indem sie den roten Blutfarb- stoft an das Blutserum abgeben. Die roten lutkörperchen vermitteln aber den Sauer- stofttransport im Körper. Bei ihrem Zerfall tritt demnach eine starke Verminderuns der Verbrennungsmöglichkeit ein. infolgedessen steigt der Kohlensäuregehalt des Blutes. Kohlensäure lähmt wiederum die Gehirn- zentren, die die Herztätigkeit und Atmung regeln. Der Mensch wird matt und apa- thisch und erstickt schließlich. Während man bei der verbrennunz das dicht neben den verbrannten Stellen lie- gende Gewebe nur wenig verändert findet, verhält es sich bei der Erfrierung anders. Langdauernde Blutkreislaufstörungen, blaue Schwellungen oder Muskelschäden sind oft- mals weit fort vom eigentlichen Kältescha- denbereich noch anzutreffen. Die moderne Erfrierungsbehandlùng bleibt darum vor- wiegend auf die Kreislaufbeeinflussung ein- gestellt. Bekannt sind in letzter Zeit Hor- monbehandlungen geworden. Es handelt sich hierbei um Hormone, die von den Fol- likeln der Eierstöcke gebildet werden, und die in verschiedener Form arzneimäßig her- gestellt werden. Man kann sie durch Ein- spritzung dem Blutkreislauf im ganven zu- führen oder in Form von Salben örthich an- wenden. F. J. Scherret Die Kralosphäre in Zahlen Wir Menschen als Bewohner der Erdober- fläche sind zu vergleichen mit den Fischen der Tiefsee, denn ähnlich wie sie leben wir auf dem Grunde eines Ozeans. aus Luft, des- sen Tiefe in diesem Falle nicht ein pꝛar tausend Meter, sondern-twa 400 Kilometer beträgt. Nicht weniger als 1 kg Luftdruck lastet infolgedessen zuf jedem Ouadrat- zentimeter unserer Körperfläche. Uberhaupt ist der Luftozean im Vergleich zum Welt- meer eine ungeheure Ode. Nur seine un- tersten 5 km sind gunstisstentalls von Eahs: wesen bewohnt. Aber die Flugzeuge uns dle M158- lichkeit gegeben, bis in die Stratosphäre vorzudringen wo die Luftverdünnung uns die Erreichung hoher Geschwindizkeiten verspricht, in jene Regionen über 11 000 m, wo es, im Gegensatz zur Troposphäre an der Erdoberfläche, kein Wetter/ und keine Wolken mehr gibt, sondern nur Sonnen- schein und regelmäßige, horizontale Luft- strömungen, aber auch eine beträchtliche Kälte, die zwischen 50-60 Grad Celsius liegt. In der Höhe von 12 000 m beträgt der Luft- druck nur noch ein Fünftel, in der Höhe von 16 000 m nur noch ein Zehntel, und in 20 000 m Höhe nur noch ein Zwanzigstel des normalen. Damit wird der Mangel an dem für den Menschen lebenswichtigen Sauer- stofk in diesen Höhen, ahgesehen von an- deren physiologischen Folgen'des Druck- abfalles, zu einerj tödlicnen Gefahr. Dabei beträgt aber der Anteil ies Sauerstoffes an dem Gemisch von Sauerstoff und Stickstoff, das wir als Luft bezeichnen, immer noch die üblichen 20,7 Volumen-Prozent, sein Anteil gegenüber dem Stickstoff nimmt also mit der Höhe nicht ab, und es ist nur die absolute Abnahme der in jeder Lufteinheit vorhandenen Sauerstoff-Moleküle, die ge- 55 wird. falls e Zum Glück für die Fliegerei ist aber der Mensch ein äußerst anpassunzsfähiges We⸗ sen; er vermag den Sauerstoffmangel bis zu einer Höhe von 4000 m derart gut aus- zugleichen, daß er voll leistungsfähig bleibt, aber bei-3000 m tritt Gekährdung des Le- bens ein. Durch Sauerstoffatmung jedoch haben wir diese Grenze der Gefährdung auf fast 12-14 000 m heraufsezen können. Oher- halb dieser Höhen versagt aber auch diese Hilfe. Hier muß der Druckanzug oder die in Funktion treten. Was geschieht nun aber, wenn in solchen Höhen die Sicherungsmaßnahmen versagen, die Kabine undicht wird oder die Sauerstoff- zufuhr beschädigt ist, so daß esaussteigen heißt? Wie schnell vermag der Mensch dann diesichere Höhe von etwa-7000 m. zu erreichen? Noch von 10 Jahren zlaubte men, die In- sassen der undicht gewordenen Druck- kabine müßten bei solchem Druckabfall einfach zerplatzen. Aber nur sehr plötzliche Druckstürze sind an aich schädlich, da sie ähnlich wie Explosionen wirken. Die Zeit aber, die man zu einem Sturz aus 12 000 m Höhe zum Erdboden brancht, wird meist überschätzt. Sie beträgt knapp 3 Minuren, aus 3000 m fast genau 2 Minuten und eus 4000 m Höhe nur noch etwas über eine Minute. Dagegen schwebt man mit dem Fallschirm von 12 000 auf 6000 m in etwa 8 Minuten ab, eine gefährlich lange Zeit.ei dem Sauerstoffmangel dieser Höhen, wäh⸗- rend man im Sturm diese Strecke in etwas über einer Minute zurücklegt. Daraus er- geben sich wichtige Fingerzeige, die den in Stratosphärenhöhen abgesprungenen Fliegern zu geben hat darüber, wann sie den Fallschirm öffnen sollen. mn unter allen Umständen sofort zu öffnen, ist jeden- man. Zehe zrenden Fede v Instandsetzung alter Lastkraftwagen Der Reichskommissar für Rüstung und Kriegsproduktion hat das gesamte Trans- portwesen zusammengefaßt und mit der Leitung den Korpskommandanten Wilhelm Nagel beauftragt. In vorbildlicher Weise hat der Korps- kommandant Nagel das Instandsetzungs- wesen für scinen Kraftwagenpark organi- siert und Reparaturbetriebe von grögter Leistungsfähigkeit aufgezogen. nungslosesten Autowracks feiern ihre Auf- erstehung zu neuem Glanz, und nur ein Fachmann vermöchte zu erkennen, dah es sch nicht um fabr kneue Fahrzeuge han- delt. Wenn die Schäden- bei einem Wagen s0 erheblich sind, daß sie eine Arbeitsdaſier von mehr als 100 Stunden für ihre Besei- Higung erfordern würden, dann wird das Fahrzeug nicht mehr einem handw/erklichen Reparaturbetrieb zugeführt, sondern es Kommt zur Generalüberholung in das In- standsetzungswerk. Jeder hereinkommende Wagen wird auf ein Demontageband ze- setzt und dann in seine Einzelteile zerlegt. bunkern werden auf das Falirgestell Die hoff- Was noch verwendbar ist, wandert m die Kisten und Kästen des Lagers, und' nur vͤllig unbrauchbare Einzelteile ommen zum Altmaterial und Schrott. des neuen Wagens erfolgt gesetzt laufenden Montageband. auf dem ent- In Spritz- die erforderlichen Schutzanstriche aufgetragen, und dann folgt der Einbau eines Teiles nach dem andern. Jeder Einzelteil ist einem auf die Minute festgesetzten Arbeits- plan pünktlich zur Stelle, und reihungslos arbeiten die einzelnen Betriebsabteilungen zushmmen. sSo rollt ein Wagen nach dem andern in erstaunlich kurzer Zeit, neue Aufgaben. Das Pließband ermöglicht auch bei der Instandsetzung ganz über- »aschenide Arbeitsleistungen. Zur vollen Veberholung eines Wagens benötigt der Handwerksbetrieb noch 800 bis 1900 Ar- heitsstunden, ein modernes Instandsetzungs- Man hofft, durch weitere Mechanisierung noch- werk jedoch nur noch 370 Stunden. auf weniger als 200 Stunden zu kommen. Ersparnisse bei Errichtung elektrischer Anlagen Beträchtliche Ersparnisse bei Errichtung elektrischer Anlagen an Material und Ar- heit haben sich in neuester Zeit erzielen üssen, nachdem man unter den Notwendig- keiten des Krieges planmäßig auf Verein- ehnzen in der Planung und Ausführung hingearbeitet hat. Solche Vereinfachungen bringen nicht nur Einsparungen an Spar metallen und sonstigen im Kriege knapp gewordenen Werkstoffen, sie erleichtern auch den Einbau und machen wertvolle Facharbeiter frei; endiich fördern sie durch größere Uebersichtlichkeit der Anlage die Betriebssicherheit und helfen damit, Ver- luste durch Stillstand und Störungen zu meiden. Der Leiter desHauptausschusses Elektrotechnik hat die entsprechend ge- milderten VDE-Vorschriften als verbind- lich für alle Installationsanlagen in Kriegs- spar- und Behelfsbauweise erklärt. Die maßgebenden Ausführungsanleitungen, ins- besondere die vomArbeitsausschuß für die Anwendung von Austauschstoffen und für Einsparung von NE-Metallen in elektrischen Anlagen herausgegeben in allen Fach- kreisen bekennte Merkblattsammlungę, sind entsprechend ergänzt worden. Aufklärungs- vorträge und Kurzlehrgänge für Elektro- monteure und Betriebselektriker haben im ganzen Reich stattgefunden und vermittein clauernd die neuesten Erkenntnisse. Auch nach dem Kriege dürfte manches von dem was heute alsEinfach-Installation be⸗ zeichnet wird. verwöge seiner Vorzüge grundsätzlich bestehen bleiben und weiter ange wandt werden. Verlängerung des Rneinfrachtentarite. Die Gültigkeit des Rhein-Frachtentarifs ist um ein Jahr verlängert worden. Postausweise gelten nur für Verkehr mit Postanstalten. Der Reichsführer und Chef der Deutschen Polizei zibt bekannt: Postausweise gelten fortan nur noch im Verkehr mit den Postanstalten. Im übrigen werden sie als amtliche Bildausweise im öflentlichen Verkehr, insbesondere bei po- lizeilichen und militärischen Personenkon- trollen, nicht mehr anerkannt. Anler nvertrag für Marine- Bürogehilfin- nen. Das Oberkommando der · Kriegsmarine hat angeordnet, daß der von den Arbeitsäm- tern zur Verfügung gestellte Berufsnach- wuchs für die Verwaltung nach den für die Organisation der gewerblichen Wirtschaft für den Beruf Bürogehilfin aufgestellten Ausbildungsplänen zu erfolgen hat. Nach einem Runderlaß des Reichswirtschafts- ministers vom 18. November(Reichswirt- schaftsministerialblatt Nr. 20) haben die Gauwirtschafts- die zur Einstellung kommenden Anlernlinge in die von ihnen geführte Anlernrolle ein- zutragen. Die Anlernlinge sind ferner nach beendeter Ausbildung zu der Abschlußprü- fung der Kammer zuzulassen. Nach bestan- dener Prüfung erhalten sie das Prüfunęs- zeugnis. Genormte Backöfen. Der TLeiter des Hauptausschusses Maschinen hat in einer Anordnung vom 9. Dezember(.-Anz. Nr. 231) bestimmt, daß Backöfen von Betrieben hergestellt werden, die eine ganz besondere Genehmigung erhalten. Weiter ist eine Vereinfachung der zu Dampfbacköfen und Wirtschaftskammern⸗ Der Markenwert des Gaststätten- puddings Wwährend früner die Süßspeise Gaststätte ein selbstverständlicher Magen- schluß war, muß der Gast heute überlegen, ch zein Markenetat ihm einen Puddinę zum Nachtisch erlauht. Die Markenékorderungen für den Puddins sind in den einzelnen Gast- stätten verschieden, und nicht überall hat der Gast das Geiühl, daß das ihm serwierte Puddingförmchen oder die Grießschnitte wirtalich 25 oder gar 50%½ Nährmittel ent- hält. Jedenfalls pflegen ein Suppentopf oder ein Grütegericht für die, gleiche Nähr- mittelmenge größer und sättigender zu sein. Auch die Hausfrau und ber Strohwitwer fertigen daraus erheblich größere Pudding- portionen an. Wie aus dem amtlichen Organ der Reichsgruppe Fremdenverkehr, den Deutschen Hotelnachrichten, hervorgeht, beschäftigt dieses Mſwernältnis nicht nur den Gast, Gaststättengewerbes. Deren Vorschlag, die Nährmittemarken kleiner zu stückeln, dürkte aber khaum ein Ausweg sein. Auch wenn der wirt das Untergewicht Reines Puddings damit begründet, daß er von den dat ür aſhig egebenen Marken etwas als Suppeneinlage abweigen muß. ist dies für den Gast ksum ein Trost. Denn er be an prucht mit Recht einen Pudding im vollen Gewicht eeiner Marken. Filzzchuhe aus Filzhüten. Aus der Spinn- stoffsammlung stammende sroße Posten alter Filghüte werden jetzt nach der Textil- Zeitung statt in den Reißwolf æu wandern, durch Heimarbeitsgemeinschecten zu Filz- schuhen verarbeitet. Die Schuhe sind als Geschenke für Soldaten in Lanaretten, Kin- er und Fliegergeschädigte vorgesehen. Auf ieden Nogel kommt es an! 40 7 14 jeder Ausfoll eines Götewogens geht heote oof Kosten de, ks ist dosholb pflicht, j e des VorfHφ fers, Beschödigungen von Götefwogen mit ollen Mitteln Zu vethindern Metke 3 Oie dorum ooch folgende fonkte: J 13. Vermeide Oberlosfung des Wagens, einseitige Vefteilung 4. der lLast, Beschödigong des Wao genbodens/ ge/altsames Offnen der Tören usw.! 14. Sichere die lodung gegen Ver- schie bung während der fohrt. 1 lege sperrige Göfer dorch kinbovten aus Abfallholz festl pröfe die Wagen vor dem Beloden couf kignung! MNor der ladeschoffner weist die Wagen anl Wor der Kelchsbahn hilft, hilft der frontl Ausschneiden, zommeln, immer wieder lesen! Dies und 03 vom Oberrhein Das verkannte Finanzamt An einem grundechten schwarzwälderi- schen Stammtisch hat man dem Land- schreiber diese ergötzliche Geschichte er- zählt. Ob sie wahr ist, magz angezweifelt Werden- aber schön ist sie auf alle Fälle. Und darum sei sie zum besten gegeben. Also, da war einmnal ein Bauer. Der sagte zu seiner Frau:Frau, es fehlen uns grad noch hundert Mark, dann könnten wir uns ein Kühlein kaufen. Was meinst, wWas sollen wir machen, um zu den hundert Mark zu kommen? Hast doch als einmal einen zuten Gedanken. Vielleicht fallt dir auch jetzt einer ein. Weißt was, Mann, erwiderte die Frau, weilnt was? Du schreibst an den lieben Gott im Himmel einen Brief, er soll so gut sein und uns die hundert Mark zukommen lassen. Erst noch, sagte der Zauer,ich sag's ja, du hast als einmal keine übeln Gedan- ken, und schrieb einen Brief an den lie- ben Gott, er solle doch so gut sein und ihm und seiner Frau hundert Mark schicken So, geschrieben wäre der Brief, atmete der Mann auf,aber wie kommt der Brief in den Himmel? Weiht am End noch einen guten Rat? Ohne sich lange zu besinnen, meinte die Frau,ha, weißt was, Mann, du schickst den Brief ans Finanzamt. Die wissen doch alles, was man überhaupt wissen kann. Wenn jemand weiß, wie man einen Brief in den Himmel' bringt, auf dem Finanzamt Wwissen sie's ganz gewig! Ich hab doch eine gescheite Frau, dachte der Mann und ließ sich den Rat nicht zum Zzweitenmal geben. So ging also der Brief für den lieben Gott zur Weiterbestellung ans Finanzamt. Im Finanzamt haben sie über den Brief weidlich gelacht. Und wenn auf einem solchen Finanzamt die Beamten einem auch nicht jeden Gefallen erfüllen kön- nen, den man gern von ihnen erfüllt haben möchte Unmenschen sind sie keine. Was taten sie also auf dem Finanzamt? Sie ließen eine Sammelliste herumgehen, und schon waren fünfundzwanzig Mark beiein- ander. Das war fürwahr aller Ehren wert. Postwendend wurde der dem Manne zugeschickt. Und was tat jetzt der Landmann? Der setzte sich jetzt wieder hin und schrieb einen zweiten Brief an den lieben Gott. Und wieder ging er übers Finanzamt. Dar- in aber stand:Lieber Gott im Himmel! Wir danken Dir für die Zuwendung, die Du uns hast angedeihen lassen. Nur, wenn Du uns wieder einmal. etwas zukommen lägst, dann nicht übers Finanzamt. Die Peamten dort haben von den hundert Mark Lleich fünfundsiebzig abgezogen und uns nur lumpige fünfundzwanzig Märklein ge- schickt. Die Höri Man weiß, jene schöne, ungefähr eckige Halbinsel, die von Westen her in den Untersee des Bodensees sich hinein- schiebt, heißt die Höri. Seit je suchen Wanderer und Naturfreunde diese Höri mit Vorliebe auf. Und auch die Legende hat sich schon um die wunderschöne Halbinsel gerankt. Eine alte Sage will wissen, der liebe Gott, nachdem er sechs Tage die Welt mit allen ihren Eigentümlichkeiten geformt gehabt habe, sei vom Wunsche bewegt ge⸗ wesen, nun noch zum guten Ende etwas besonders Zauberhaftes seinen Händen zu entlocken. Da sei jene Halbinsel entstan- den. Sie habe mit ihrer Schönheit selbst den Schöpfer überwältigt und er habe vor sich hin gesagt:Jetzt hör' i auf! Näm- lich, der liebe Gott sprach natürlich ale- mannisch. Sonst hätte er gesagt:Jetzt höre ich auf! Jedenfalls aber sei s0 die Halbinsel zum Namen Höri gekommen. Der Landschreiber. Das Lexikon der 60 000 jetzt die Gesamtdeutsche Histo- in München die Neu- Wenn rische Kommision ausgabe zweier umfassender Werke an- kündigt, derAllgemeinen Deut⸗ schen Biographie und derGe⸗ schichte der Wissenschaften in Deutschland, zweier Unternehmun- gen, die sich über viele Jahre erstrecken werden, so bezeugt sie damit die Kraft un- serer Wissenchaft in schwerster Zeit. Soll doch gerade mit diesem Werk die Stellung der deutschen Wissenschaft in der Welt be⸗- ſegt werden. DieAllgemeine Deutsche Biographie 1869. vor:75 Jahren von Frei- herr von Liliencron begründet reicht bis zum Jabhre 1912 und enthält in ihren 56 Bänden nur die bis zum Jahre 1899 ver- 0 * storbenen Deutschen. Aehnlich steht es um die Geschichte der Wissenschaft in Deutsch- fand, die mit ihren 25 Bänden nicht über die geer Jahre des vorigen Jahrhunderts hinausgeht. Die Neubearbeitung derAllgemeinen Deutschen Biographie plant, wie Pro fessor Dr. Goetz(Leipzig) soeben im Organ des Reichsforschungsrates mitteilt, einen Umfang von 12 Bäinden. Es gewinnt damit gegenüber den bisherigen 25 Bönden eine für weitere Kreise gedachte Brauchbarkeit. In diesen 12 Bünden werden 60 O90% große Deutsche behandelt, wobei für jeden einzelnen Pend 5000 Namen anseset't sind. Gegenüber den bisherisen 26 300 Na- men des älteren Werkes hat also die Neu- ausgabe wesentlich an Umfang 0 insgesamt SPOET UAD SEIEE Baden Beste in jedem Wettbewerb Leichtathletik-Bestenliste 1544 vom Gau Baden L. Sch. Das Sportjahr 1944 brachte im Grenzgau Baden im Leichtathletiklager eine eifrige Tätigkeit, die sich auch in der Lei- stung auswirkte. Trotz schwieriger äußerer Umstände hatten die Veranstaltungen in Karlsruhe, Lahr und Heidelberg bemerkens- wert hohe Teilnehmerzahlen und verhält- nismähig gute Leistungen aufzuweisen. Un- ter den letzteren verdienen in erster Linie die des Freiburger Studenten Lehmann (100 m in 10,5 Sek.), des Karlsruher Ham- merwerfers WolIf(50,11 m) und des Frei- burgers Heinker(Kugelstoßen 15,09,2 m) besondere Erwähnung. Weiter sind noch folgende badische Sportler in der deutschen Spitzenklasse vertreten: Ochs(Karlsruhe) 1500 m in:08,3 Minuten,-xX-400--Staffel Universität Freiburg in:37,5 Min. Bei den Frauen sind es: 100 m Nobhe(Mann- heim) in 12,5 Sek., 80 m Hürden Federmann (Sforzheim) in 12,4 Sek., Hochsprung Fder- mann(Pforzheim) mit.53 m und Un- bescheid(Karlsruhe) im Kugelstoßen mit 12,32 m sowie die-xK-100--Staffel vom Postsportverein Mannheim mit 32,4 Sek. Aber auch in den übrigen Disziplinen ist eine betrüchtliche Leistungssteigerung in- folge der vielfältigen Wettkampfgelegenheit uUnserer Spitzenkönner festzustellen. Be- so ders die Rreitenarbeit wurde in der hadischen Leichtathletik durch die Deut- schen EKriegs-Vereins-Meiclorschaften ge⸗ fördert. wonyn auch die Finꝰelleistimger »aus diesen Wettkampfveranstaltungen nich für die Bestleistungen bherücksichtigt wer⸗ den komten. Nebhen der Rekordbeteiligun- von 154 Mannschaften bei der DRKVM konnte der Sportgau Baden zehn Vertreter sein 60. Leben⸗jalir. antwortlich für den Handballsport. Tür Ae e deutschen Bestenliste Eine Leistung, auf die unsere Leichtathleten mit Recht stolz sein können, besonders wenn man berücksichtigt, daß durch die Auswir- kungen des Krieges eine freie Entfaltung of: mit den zröobten Schwierigkeiten, yer- bunden war. Vom Wert des sportlichen Rekords Dr. Carl Diem hat für den Begriff und den Wert des spoytlichen Rekords folgende Klare Auslegung zeprägt: Der Wert des shortlichen Rekordz iesi nicht in der er- zielten Leistung, sondern im Streben dana ch. Hier bekundet sich der menach. 1 Eche Trieb zur Selbstvollendung, zunäcast nur im Spiel hüllt eine zeheimnisvolle Gewalt der meneschlichen Seele, die ihn autwärts zu höchsten Leistungen drängt. Der Rekord ist nur eine Spiegelunz dieses Wesens auf der bescheidenen Wene körperlicher Leistung, er, ist die Spielform, die in der Jusend ein Streben härtet, das im Alter zur Reife auf dem Gebiet der Lebhenswerte fihrt. Sport- leistung verhält sich zur Lbhensleistung wie die Nüte zur Frucht: die Blüte fällt ab, die Frucht bleibt. Strehe daher jeder nach seinem eigenen Rehord! Die Feststellung, übher sich'naus- gewachsen zu sein, ist eine der schönsten Er fahrungen des Labens. ber.- Reichsfachamtslofter Karl Otto, vollendete zm 21. Handball, Derermber Fachamtes ist Karl Otto, der dem jungen Hendball-Hort schon viel gerehen hat. stell- 4 und seit vertretender Reichfechamtsleiter, dem Hedenlod von Richard Herrmann ver- Der Aufbau nach vom Montageband ins Freie, einsatzbereit für in der sondern auch die Führung des auf einem Gebiete, das der jugendlichen Seele gemäß ist. Das aber ent⸗ Seit der Bildung des , Ius 7 Das Jahr, das Ende geleiten, h. Ferspart. Was an auferlegt werden erlegt; was an Be den konnte, hat e uns zum erstenme Fersriffen, um den die Zukunft der Ost und West di lcher und ernsth lassen, die nicht, Stalingrad, in sic ersöhnung zu tras anderen Front imSi och bittereren, inweis zu schre apferster Einsatz Uebermacht an 1 ien Schritt hat uns mit e diese Erfahrung: tandteil unseres üschen Bewußtsei ie wenig auf Fre lst. Und es hat as. Erfahru en, die ein Volk ii lann: den Verrat Welchem vo gemutet wor schwerere Last au 4 würt' Aber ist es nic schwere hinter ur Zalle diese Prüfun hindurchgegangen lie das Schicksal als wäre dieses J. dern auch, ja vor Segen gewesen?! das vergangene Ja das es uns gebrach Ii die Vergessenh reits zu verblassen eine tödli he Stoß, der ich a 1+L 12 4 3 BAn e1 ge nur eines dung! Was uns nicht Istärker!, sagt ein ses Jahr s011t niemals hatten un deutlicher dieses Zmal schien es uns elbst uns umbrir Schicksal endgülti: uns ohne Gnade füefert. Sie hal Zgebracht, wee Schicksse stärker gemacht. des Triumphgeher mitten der Siege, d Zen den kämpfende mitten der Brändé Pohne Herz in der fachten, blieben vy nahbar jeder Vers dieser Prüfung aus sich nicht mit de der Größe unsere. Zeind wir zusamm. Block, den nichts brechen kann. Und in dem frei Bewährung gibt, v des alten Jahres. mehr als der last zermalmen drohte, kübn und dramati im Lauf der Zeit Schicksals, das uné Last und unser W. Funser Herr ist; al der Geschichte ur seres Lebens, das, eige in der Nieder auch von selbst v Die neuen G Schon sehen peln bereits Schon steigt aus TJiage die Verheißur atz unserer-W. ſcher Zeichen, vor verstanden und verlacht, wie heut den Unheils erkar großeWounder, am-Westwall voll hung unserer Arm aus einer Niederl: tödlich gehalten 1 Zeichen: überrasc viele im Volke se der anderen. In stehen und kämpf unserer neuen Off dem Gegner nahm sich erstritten ha vom Druck des E Feinem einzigen KHoffnungen und mit denen unsere durch die sonniger res gegangen ware VUnter diesen 3 wir avch in das 1 zewaltiyen keine ſerkennen nicht lon immer noch f