4 * — ortsetzung von Seite 1) Gegensätze klaffen, die dieser Haß gegen, uns nur mühsam überbrückt. Je mehr di- ser Krieg in seine Endphase tritt, dęsto mehr drängen sich diese Gegensätze, her- vor, desto mehr offenbart sich vor allem im Widerstreit dieser Gegensätze, wié un- sinnig und selbstmörderisch dyeser Krieg vom unmittelbarsten Interessenstandpunkt derer aus ist, die ihn im Septæember 1939 begonnen haben. Desto mehr aber wandeln sich auch in den Völkern vuvnserer Gegner dlie Ent- täuschungen und die zerstörten Illuisionen in eine politische Stimmungs- und Vòrtrauens- krisis, deren erste An-eichen heuſte bereits in England und den UsA in den zunehmen- —den Streiks, in dem Rückgang debh Kriegs- produktion, in den immer offeneren und bittereren Kritiken der völker dn ihrer Führung sichtbar werden, Wir überschätzen diese Entwickllungen in ihren unmittelbaren Auswirkunge auf das militärische Geschehen nicht. ber wir habhen ein Recht, daraus zu entnehnnen, daß bei unseren Gegnern die negativlen poli- tischen und psychologischen Ausvfirkungen des Krieges sich um so stärker biemerkbar machen, je mehr ihnen die Auss Jcht eines raschen militärischen Sieges entschwindet. * Unddasist unsere Pf Die Aufgabe, die uns unter ständen das neue Jahr stellt, ißt klar: wir werden mit aller Kraft eum ringen ahe uns das müssen, daß die Chancen, vergangene Jahr an seinem/ Schluß noch zugeführt hat, erhalten, gegichert und zu endgültigen Erfolgen ausgeweitet werden! Wir werden uns in Erimnerung an die Srohe Bewährungsprobe, de vergangenen Jahres, die wir so tapfer d treu be⸗ standen haben und an deren Ende, dank dieser Tapferkeit und Treue, M das große Aufatmen steht, durch keinerlei Meue Prü- kungen und Rückschläge entmutigy Wir werden da, wo die Pflicht? uns hin- Sestellt hat, sei es als Soldaten dler Front, sei es als Soldaten der Heimat, Standhaft und unerschüttert ausharren, wissend, doſ- hinter uns das ewige Deutschlanq auf uns vertraut und vor uns der Feind/ steht, der dieses ewige Deutschland in ewige Nacht stürzen möchte. Wir werden nicht dͤen Jrlichtern eines trügerischen Optimismus- folgen, der sein Vertrauen nur aus de Feigheit zieht, in der er es meidet, die/ Dinge zu sehen, v ie sie wirklich sind, scfhidern wir werden kalt und nüchtern unseff Gesicht jeder Gefahr zukehren, die uns bgegnen wird, wissend, daß es keine Gefahr Nibt, die sich einem starken Herzen nicht beugen würde. Wir werden erst rechht jenem Defaitismus wehren, der, weil fer in, sich nicht jenen moralischen Mat fühlt, einer Gefahr zu begegnen, die Flucht nach vorwärts Wwählt und bereit ist. Ruf den Sieg zu ver- zichten, ehe der K4 begonnen hat. Wir werden schliegich die Erfahrungen und die Tugenden deir vergangenen Jahre hüten, in denen sich Igezeigt hat, daß das Schicksal ein Volk. nifcht verloren gibt, so- lange dieses Volk selſßhbst an sich glaubt.“ Und wir werden Wertrauen haben zu die- sem Schicksal und Jzu der Vorsehung, die es lenkt, daß sieb ein Volk, das seinen schweren Weg in Isolcher Tapferkeit und Treue gegangen ist und sich um seines Le-— bens und seiner Zukhunft willen, so demütig und so stolz zugleichh, unter Opfer gebeugt hat, getzen die jedes aſnudere Volk in lähmen- dem Entsetzen sich enppört hätte, nicht ver- loren geben werden- Zwenn nur dieses Volk, und das wollen wir shwören, seine Pflicht unerbittlich gegen siqhh selbst und unerbitt- lich gegen seine Feinqe zu erfüllen .A. W. „Dein Glaubel sei Gehorsam!“ Neuiahrsaufruf deh Reichsorganisations- -leiterg Dr. Ley Berlin, 30. Dezember. Der Reichsorganis Dr. Ley erläßt an&ie Politischen Leiter folgenden NeujahrsaufzMf: „Der Führer spricht a dem„Reichspar- teitag der Freiheit“ 1935: „Die Partei hat mithin aushihrer Organi- sation für die Zukunft dem dedztschen Staat die oberste und allgemeine ührung zu⸗ geben.“ Das ist nun zur Tatsache gewarden. Das Schicksalsjahr 1944 hat die tota Führung der NSDAP auf allen Gebieten Zzum Durch- bruch gebracht. Die Partei führif den Staat. Die Partei trägt die Rüstung zünd Produk- tione Die Partei mobilisiert das Landvolk. Die Partei baut die Schutzwällle in Ost, Süd und West. Die Partei organisffert den Volks- sturm. Die Partei ist die Seꝙhle des deutschen Widerstandes. Die Partei ist DPeutsch- land. Adolf Hitler Mst die Partei und Deutschland ist Adolf Hit- ler. Das ist die große, zwinhgende Erkennt- nis des Jahres 1944. Das ist der Sieg des 20. Julhi und der Sieg Über die Katastrophe der verhängnisvollen Monate des August- und Sephlember. Die nationalsozialistische Revoluticn hat ge- siegt und marschiert. Kameradei der natio- nalsozialistischen, Führung, diſeser herr- lichste aller Siege verpflichtet: Noch mehr zu arbeiten, noc mehr zu leisten und noch standhafter zu scꝙhin als bis- her. Dein Glaube sei Gehorsam, f dein Fe- kenntnis sei Fleiß, und deine Treuſje sei Aus- dauer und Zähigkeit! Unsenze Ehre a ber sei Deutschland! Dr. Rol pert Ley. USA-Verluste über Halnhahera Tokflo, 30. Dez. Wie das kaiserliche Hauptquffartier am Freitag bekanntgab, wurden in dꝶer Zeit vom 1. bis 26. Dezember von einer Gesamtzahl von 2015 Feindflugzeugen, die üßpper der In- sel Halmahera erschienen, 218 afpgeschossen oder beschädigt. Die Angriffe Hes Feindes bezweckten allem Anschein naq́h die Zer- störung der hauptsächlich gege die USA- Stüt⸗punkte auf der Insel Monffotai gerich- tete Kampfkraft der japanischeih Luftwaffe. gibt be⸗ en auf 23 000 8818— Die nordamerikani⸗che Admiralitä „kannt. daß bei den jüngsten Operatio dem pauflschen Kriegsschauplatz das Bruttoregistertonnen sroß⸗ Tankchiff„M sinewa“, das zur USA-Flotte gehörte, d Feindeinwirkung versenkt wurde. 1 Kionsleiter der NSDAP ten und Litauer. Von Kriegsberichter Ale x Schmalfuß Im Westen, 30. Dezemher. Seitdem der Angriffsbefehl vorliegt, er- küllt die deutschen) Soldaten der alte An- griffsschwung. 23 Kilometer von Aachen bis Düren bezahlten die Nordamerikaner mit den Zehntausenden ihrer Toten dreier Monate. Die Deutschen haben in wenigen Tagen schon das Vielfache dieses Weges mit Verlusten erkauft, die nach dem ver- gleichenden Maß des amerikanischen Vor- marsches nach Zentimetern zählen würden. Es wird ihnen nichts geschenkt, den deut- schen Soldaten. Sie müssen sich ihre Er- folge erkämpfen, und sie tun es in einer Stimmung, die im sechsten und schwersten Kriegsjahr der des Westfeldzuges von 1940 gleicht. So schnell geht es in manchen Ab— schnitten vorwärts, daß hinter den deut- schen Linien feindliche Stützpunkte zurück- bleiben, die von nachfolgenden Truppen eingeschlossen, aufgerieben, ausgelöscht Orahtbericht unseres Korrespondenten) Kl. Stockholm, 30. Dezember. Der Korrespondent des„News Chronicle“ in Kairo stellt fest, daß die UNRRA in Agypten völliges Fiasko erlitten habe. In Kairo verfüge die UNRRA über zwei große Geſbäude mit einem Heer von Anges ellten, die sich gegenseitig nur im Wege stehen. In Lagern außerhalb der Stadt warteten Tau- sende von Aerzten und Krankenpflegern sowie Krankenpflegerinnen, die sich frei- willig gemeldet haben, zum Teil bereits seit neun Monaten auf ihren Einsatz. In Bari in Unteritälien, so berichtet der britische Kor- respondent weiter, befände sich ein zweites Hauptquartier der UNRRA. das ebenso überorganisiert sei wie dasjenige in Kairo und das überhaupt keine Tätigkeit entfalte. Unterdessen sterben in Italien Zehntausen- de von Menschen an allgemeiner Entkräf- tung und an Seuchen. Ein Kapitel für sich stellt die geplante Hilfsaktion der UNRRA für den Balkan dar. Die Meldungen aus dem Balkan lauten immer alarmierender. Schon lange vor Weihnachten habe es kein Getrei- de mehr gegeben; nunmehr gingen auch die Kartoffeln zu Ende. Trotzdem sei bisher nicht ein einziges von der UNRRA ausge- rüstetes Hilfsschiff nach dem Balkan abge- gangen. Die Funktionäre der UNRRA schie- ben die Schuld an dem völligen Fiasko ihrer Institution auf die Verbindungsstäbe der militärischen Behörden. deren Weisun— gen abgewartet werden müßten. Alle Ver- handlungen mit den müßten über die milits dungsstäbe geführt wer ordentlich zeitraubend s keinem Ergebnis geführt h bindungsstähe für die UNRRA-Tätigkeit besondere Bedingunsen stellten. Insbesondere seien die mit Tito geführten Verhandlungen ergebnislos ab- gehrochen worden. Tito weigere sich, alliierte Kontrollkom- Milionen Ost-Flüchtlinge in dehtscher Hut Auch die gefangenen Rotarmisten werden politisch ausgerichtet Berlin, 30. Dezember. Die deutsche Korrespondenz veröffent- licht einen Bericht ven Ministerialdirigent Dr. Bräutigam, der zum erstenmal zu- samménfassend zeigt, daß- Millionen von Angehörigen der Ostvölker vor dem Bol- schewismus geflohen sind und Haus und Hof verlassen haben, um mit den deutschen Truppen zurückzugeben und sich in deèeut- sche Obhut zu begeben. Darunter befinden sich viele Tausende von Kosaken, aus deren Reihen zahllose Wehrfäbige sich so- fort zu Verbänden zusammenschlossen und an der Seite der deutschen Truppen kämpfen. Die Kosaken-Familien sind unter deut- scher Betreunng nach einem Marsch' von 3000 km in Oberitalien angekommen, wo sie sich einstweilen niedergelassen haben. Die Wehrfähigen schützen das Gebiet gegen Banden, die übrigen gewinnen dem Boden ab, was er zu geben vermag. In ihrer Nähe wurden die Angehörigen der nor d- kaukasischen Bergstämme ange⸗ siedelt, die gleichfalls mit uns ge-ogen sind. die Karatschaier, Bolkaren, Nabardiner und Osseten. Die zahllosen Trecks vor dem Bolschewismus geflohener Ukrainer wur- den größtenteils in geeignete Bezirke des Generalgouvernements angesetzt. Den letzten Flüchtlingsstrom, der noch nicht versiegt ist, bilden die Esten, Let- Sie kommen in be⸗ sondere Aufnahmegaue, während die quali- flzierten Berufe, 2. B. Arzte und Zahnärzte, Wie sieſit umsere Ofensive ausꝰ?/ (uK-Sonderbericht) raäd. Im Westen, Ende Dezember:.(Fs.) Ueber den weiten Waldgebieten liegen sprühende Nebel. Am Morgen kommt die Sonne rot heraus, aber sie versinkt bald im ghauen Dämmer tlef hängender Wolken. In den ersten Tagen sah man dunkle Schnee- reste, der Waldboden hat jetzt den Schnee aufgesogen, überall Wasserlachen. Die Walddörfer haben die Farbe des Krieges angenommen. Die Offensive hat sie über- schwemmt mit Fahrzeugen und, Soldaten. Die Hügel sind bestückt mit Geschützen, bis an den Rand beladene Lastwagen fahren sbetig wie Güterzüge über die Landstraße. Man weiß so- fort;: das ist ein echter Angriff. Er hat das alte Geprüge, den alten Schwung und den alten Geist. Aus den nassen Wäldern kommen die Werfer⸗ geschosse; sie schlagen einen heulenden Bogen und punktieren die Gehölze, in denen sich die Nordamerikaner foch helten, mit zermürben- dem Geräusch. Kampfwagen resseln, wandeln eisernen Häusern gleich voran. Und hinter ihnen stürmt die Infanterie. Die Nordamerikaner haben überall in den stehen Schlamm- und * Im deutschen Hauptauartier der Angriffsschlacht Absolute Zuversicht/ Das erste Resultat: Eisenhower ist das Konzept verdorben werden. Ungeheuer sind die Verluste der aufgespaltenen 1. amerikanischen Armee, und stündlich wächst der Zug der Gefange- nen. So sicher fühlten sich die Nordameri- kaner und so überzeugt vom nahen Endsieg waren sie, daß sie nicht einmal eine be⸗ festigte Front ausbauten. Die Stimmung im deutschen Haupt quartier ist von einer würdigen Zuversicht erfüllt. Alle Offiziere des hohen Stabes sind sich der Bedeutung der in den krünen Morgenstunden des 16. Dezemder angelaufenen Operationen starker Infante- rie- und Panzerkräfte selbstverständlich voll bewußt, aber man vermeidet jede Uber- schätzung der sich häufenden Erfolgsmel- dungen. Der Krieg ist, wie auclhl dieser Rückschlag für die Anglo-Amerikaner ge- zeigt hat, noch nicht beendet, wenn man dem Feind eine schwerwiegende Schlappe beibringt. Trotzdem wird dieses deutsche das Einreisevisum in die Sowietunion ver- Unternehmen auf den weiteren Verlauf der ber Schunndel der Uiignn enogiünig enlart völliges Fiasko dieser anglo-amerikanischen Bluff-Organisation in den besetzten Ländern missionen in den von ihm besetzten Gebie- ten zuzulassen, weil er befürchte, daſ die Briten und Nordamerikaner versuchen wür- den, politischen Einfluß auf dem Balkan zu gewinnen. Auch die„Times“ befaßt sich in einem Leitartikel mit der UNRRA und bedauert es, daß diese Institution in Europa bisher keine Rolle zu spielen vermochte. Die hoch- gesteckten Erwartungen, die beispielsweise die Franzosen und Belgier hatten, seien von der UNRRA grausam enttäuscht worden. Die„Times“ ist der Ansicht, daß die UNRRA viel besser funktionieren würde, wenn sie als private Hilfsorganisation ge- gründet worden wäre. In Wirklichkeit aber seien der UNRRA politische Aufgaben über- tragen worden, die sie nicht lösen könne. Die„Times“ macht den Vorschlag, die UNRRA von politischen Aufträgen zu be⸗ freien und sie zu einer gemeinsamen Hilfs- organisation aller Staaten auszubauen,„so- lange ein gewisser Wille zur Zusammen- arbeit vorhanden ist.“ . Das Grabgeläut der„Times“ für die UNRRA schließt eines der bemerkenswertesben Kapitel des anglo-amerikanischen Krlegaimperialismus ab. Von Anfang an schwebte den Gründern der UNRRA die Absicht vor, ein machtpoli- tisches Instbrument zur Beherrsehung der klei- nen Staaten der Welt zu schaffen. Die Ent- Wieklung ist aber anders verlaufen, als man sich dies in London und Washington vor- gestellt hatte. Die Wnen Staaben zeigten immer wniger Neigung, jede Tonne Getreise, die sie von der UNRRA hätten erhalten können, durch politische Zugestündmisse zu er- kaufen. Die Sowiets waren die ersten, dbe sich jede Einmischung in ihre inneren Angelegen- heiten verhaten und den UNRRA-Delegierten weigerben. Dem Beispiel Moskaus folgte dann der von Stalin zum Warschall ernannte Par- tisanenführer Tito. In Frankreich machte die UNRRA von vornherein keinen Versuch, festen nach entsprechender Vorbereitung über das gesamte Reichsgebiet verteilt werden. Auch aus dem Balkan brachten die Abset⸗bewegungen zahlreiche Flüchtlinge der Ostvölker in deutsche Obhut. Beson- ders in Serbien hatten sich 1918 bis 1920 viele Russen und Ukreainer niedergelassen, die sich nun dem Schutz des Reiches an- vertrauten. Anßer diesen Flüchtlinsen sind jiher zwei Millionen Arbeiter aus den Völ- hern des Ostens wöhrend der deutschen Besetzung ins Reich gekommen. Etwa 0 O00 schulpfliehtige Kinder der Ostvölher stellen das Problem der vor- hervuflichen Erziehung im deutschen Schutz- bereich. —Fiür die geistige Betreuung der Ostland- flüchtſinge wurden besondere Presseorgane geschaffen. Rundfunk und Kino eingeschal- tet. Auch ſhre pereönlichen Bechtsverhölt- nisse in Fhe-, Geburten- und sonstigen Nechtsfragen bechrften einer Regelung Dapk aller getroffenen Maßnhmen ist es nicht nur geneen, den Arbheitswihen zu rhalten. sondern es boben sich auch be⸗ »eits Tausendé zur Armee Wlas- Zows gemeldef. um wit der Waffe den Dolschewismus zu bekämpfen. Die gefangenen Rotarmisten werden ehenfalls gesen den Bolschewismus und für ein neues. freie- Fnrona ausgerich- tet. 8ie werden schon läneat nicht mehr al- Ansehörise feindlicher Völker behandelt. »ondern als Menschen, ài von einem land- Selbstverwaltung für Sizilien fremden System zum Waffendienst gegen Europa gezwungen wurden. Wäldern Lager aufgebaus stabile Holzhäuser mit dem Luxus von Kleinstädten, von Kon- servenbüchsen u. Grammophonen umgeben; sie hatten es sich bequem gemacht. Nun kommen sie venstört aus den Wäldern und sagen, dalz sie s0 etwas nicht für möglich gehalten hütten. Sie winken müt ihren Zeitschriften und geben sich gefangen. Sie stehen in düsteren Kolonnen, mißmutig und schlaksig, die Hände in den Hosentaschen. Zurückmarschierend werden sie alle Augenblick von schweren Kolonnen in den Straßengraben gedrückt. Da stehen sie im knie- tieken Schlamm und starren auf den Strom von Fahrzeusen, auf den Zufluß des Materials. Es ist ein Rätsel für sie. Panzerkolonnen haben Dörfer und Städte ge- öfknet. Sie fuhren vor den Ortskommandan- buren auf, während die Schreiber noch an den Bürotischen saßen. Sie hatten ganze Kolonnen zersprengt und standen vor einem Flughafen, während die foindlichen Offlmere sich rasierten und sich über den Lärm beschwerten. Die alten Fahnen über den Dörfern Schon wehten in den Dörfern wieder die alten Fahnen. Aus einem Fenster sah ein amerikamischer Hauptmnann heraus. Er trug Westschlacht einen entscheidenden Einfluß ausüben, weil dadurch dem anglo-amerikanischen Oberkommando das Konzept verdorben worden ist. Bereits heute kann gesagt werden, daß der Gegner nicht nur bei der Einschätzung der Stärke des deutschen Westheeres einer Täuschung erlegen ist, sondern daß er auch auf dem Schlachtfeld selbst überrascht wor- den ist. Die nordamerikanischen Stäbe und Kommandobehörden wurden offensichtlich bis hinauf ins Hauptquartier Eisenhowers so unerwartet schnell vor eine völlig neue Situation gestellt, daß eine erhebliche Plan- losigkeit Platz gegriffen hat. Auch wenn man in Rechnung setzt, daß nordamerikani- sche Truppenführer iber weniger prak- tische Erfahrungen verfügen, darf man fest- stellen, daß deutsche Strategen artigen Situationen erheblich geschickter zu reagieren wissen els Eisenhower und seine Generale. Fuß zu fassen; mit den ihr zur Vertfüguns stehenden bescheidenen Mitteln hätte sie ein- wirkliche Hilfstäti'gkeit in Frankreich auch gar nicht entfalten können. Diejenigen aber, die ihr Heil aus Washington erwarteten, sind um eine Illusion ärmer geworden. So Seht es in Holland aus Genf, 30. Dezember. Letzten Informationen zufolge, so berich- tet„Weekly Review“, müsse man in den von den Alliierten besetzten Teilen Hollands mit einer Hungersnot rechnen. Die Ernäh- rungslage verschlechtere sich zusehends, und nicht nur schlimm, sondern geradezu fürchterlich seien die Lebensbödingungen in, den größeren Städten, wo Butter, Mar- garine und sonstige Fettvorräte völlig er- schöpft seien. Brennstoff für Wirtschafts- sowie für Heiz- und Kochzweeke gebe es so gut wie nicht mehr. Deshalb hege man auch um die Trinkwasserversorgung die größten Befürchtungen, denn wenn die Pumpstationen aus Strommangel nicht in Gang gehalten werden könnten, erwarte man man eine weitere rapide Verschlech- terung des Gesundheitszustandes der Be- völkerung sowie den Ausbruch von Epi- demien. Nirgends sei heute die Bevölkerung mehr dem Hungertode ausgesetzt als in den sog. befreiten holländischen Gebieten, heißt es ferner in dem Bericht eines„Sunday Dis- pateh“-Korrespondenten. Es stelle keine Uebertreibung dar, wenn man sage, daß sich Backflsche den britischen Soldaten an- böten, nur um ein Stück Brot zu erhalten. Entsetzliche Szenen könne man erleben,, aber vorläufig sei nicht an eine Lin- derung der Not zu denken, da al- lem voran aen militärischen Bedürfnissen Reclmung setragen wehden müsse Orahtbericht unseres Korrespondenten) Dr. U. Genf, 30. Dezemher. Um die separatistische Bewegung auf Si- zilien und Sardinien abzufangen, die sehr bedrohlichen Umfang angenommen hatte, hat das Kabinett Bonomi eine weitge⸗ hende Selbstverwaltung für beide Inseln zugestanden. Sie dürfen nun auf eigene Faust hungern. Ganz plötz- lich rücken auch die Angelsachsen offiziell von den separatistischen Bewegungen ab, die sie anfangs wenigstens geduldet hatten. Weiter wird berichtet, daß in Catania nach den großen Unruhen die Bevölkerung wie- der zu ihrer täglichen Arbeit zurückkehre; jedenfalls meldet das der„Corriere di Ro- ma“. Die für beide Inseln eingesetzten Hochkommissare bemühen sich. durch po- litische Versprechungen die Bevölkerung Zzu beruhigen. Krach in Paris Genf, 29. Dezember. In der Schweizer Presse mehren sich die Nachrichten über wachsende Unruhe unter der Oberfläche des politischen Lebens in Frankreich. Die vorübbrgehende Zeit der Ruhe während der Verhandlungen de Gaulles in Moskau und bis zur Ratiflziérung des Sowietpaktes durch das Kabinett de Gaulle ist vorüber. In der sogenannten„be⸗ ratenden Versammlung“ kam es zu neuer- lichen scharfen Auseinandersetzungen zwi- schen Vertretern der Widerstandsbewegung und der alten Parteien. De Gaulle mußte dersönlich eingreifen und die aufgeregten Wogen glätten. De Gaulle ermabhnte ein- dringlich zur Einigkeit und Verträglichkeit, da die Gefahr für Frankreich keineswegs vorüber sei. In Pistoria haben die amerikanischen Be- satzungsbehörden die tägliche Brotration der itallenischen Bevölkerung auf 100 g herab- gesetzt. Vom ſi-Mriegsberiehter Merbert Neinecffer eine Pelzjacke und fror doch. Hinter ihm ini Zimmer dudelte ein Schlager. Er fragte, nach- dem er sich Bewaschen hatte:„Wo wollt ihr denn hin?“ Aber die Panzermänner lächelten nur. Ihre Gedanken waren schon wieder weit voraus. Eifeldörfer liegen im Schutz der deutschen Soldaten. Die Bauern, die noch nicht auf ihre Wiesen können, weil sie vermint sind, schlep- pen Stroh herbei und bereiten Notlager; die Frauen kochen, pumpen Wasser, verteilen Milch. mre Freude, wieder unter deutschen: Schutz zu stehen, ist grenzenlos. Wir sehen die Scheunentore, die Hauswände, die Stalltüren beschriftet müt den Parolen:„Kelnen Fußbreit Boden dem Feind! Unser Herz gehört dem Führer!“ Die Bauern tragen nun die volks- gturmbinde, und sie marschieren über die Straßen, sie hängen sich an die Fahrzeuge, lassen sich die Pakseschütze erk'ären und— möchten am liebsten mit. Zivilisten marschle- ren wieder in die Dörfer, die einst im Nie- mandsland lagen. Es ist ein unaufnörliches Gehen auf den Straßen. Esisteine dyna- mische Oftensive, nicht nur, was die — in der- hin immer unter ihren gnädigen Schutz neh men! Das ist, mein Wunsch zum Ende d schließt alle anderen deutschen Wünsche in Reichsmark kämpfende Reich Fülle des Materials angeht, sondern auch was den Glauben und die Hochstimmung betrifſt. 05 8 — — J Der Fuſirer in der neuesten Nummer des Re ſ e h“ 4 widmet Reichsminister Dr. Goebbels der Person des Führers einen bedeut- samen und aufschlußreichen Leitartikel. Er stellt darin u. a. fest: Eigener Bericht rd. Berlin, 30. Dez. „Wenn die Welt wirklich wüßte,“ so schreibt der Minister u. a.„was er ihr zu sagen und zu geben hat und wie tief seine Liebe über sein eigenes Volk hinaus der ganzen Mensch- heit gehört, dann würde sie in dieser Stunde falschen Göttern und ihm ihre Huldigungen darbrin-⸗ noch Abschied nehmen von ihren gen. Er ist die größte unter den Persönlich- keiten, die heute Geschichte machen; der Dinge, die kommen. Er überrazt sie nicht nur an Genie und politischem Inst-nkt, son- dern auch an Wissen. Charakter und Willens- kraft. Er hat densechsten Sinn, das zu sehen, was den Augen heißt die Gabe, anderer Menschen verborgen bleibt Es ist geradezu naiv, zu fragen:„Weiß das Er weiß es bis ins letzte Detail hinein, er erfährt es auch der Führer?“ früher als jeder andere. und je weniger er öfkentlich darüber spricht, desto mehr beschäf- tigt es ihn, bezw. beschäftigt er sich selbst da- mit. Er ist ein Führer im Kriege nach klas- sischem Muster. sens und Könnens auf Staats- nud Volksführung gestatten reifste Urteil über alle Probleme des Krieges. Als vor einigen Wochen im Ausland zweck- bestimmte Gerüchte in Umlauf gesetzt wur⸗ den, der Führer sei krank oder vom Kriege s0 ermüdet, daß er dafür kein Interesse mehr aufbringe, arbeitete er wie immer rastlos Tag 3 3 und Nacht an kühnen Plänen für die weitere erfolgreiche Fortsetzung des Krieges, die bis ins kleinste Detail seinen perönlichen Stem- pel tragen. Feinde. Er steht turmhoch über ihnen. schaften brechen. Hinter ihm steht sein Volk Es vertraut ihm, wie man nur vertrauen wie eine Mauer. einem Menschen überhaupt kann. Er ist das Wunder der Deut- Sehen Des Führers Augen strahlen in unverbrauch⸗ tem Glanz, seine Gesichtszüge sind ruhig und ebenmähßig, seine hohe Stirn kühn und edel, Is. ihnen allen steht er weit voran in der Voraussicht Die Universalität seines Wis- allen Gebieten der ihm das Ihre nahe und fernere Verwirk- lichung ist seine Antwort auf die Lügen seiner Er ist der Fels, an dem sich die Sturzwellen des von ihnen aufgepeitschten Ozeans der Leiden-⸗- Oft wurde Bildern deu dargestellt schuldbewuſ sich fortmac gen hüpfte Knabe über Zrüht und ur ses Krieges anderen Au Schritt des 1944 die Pfor sich. Denn tion wird es Buch der Ge seinen Platz ster Belastun Aber ungebe 4 und unersch men wir vo Jahr der Bev Genau so a 4 das Jahr 194 gehen wir Schwelle des 4 wir haben ei schon im ver des Feindes Menschen du tiefe Wunder uns Tag uvnd Väter und B wurden wir 3 noch härtere Immer und Bombenteppi( 3 nen Wohnstät schenleben avu ten dunkle F Fäuste in den mel oder ver. Sommerwolke A 4 4 1 4 4à 3 —. 3 Ferduniiunzszelt Neuijahrsgrüße Soldaten Ferdin. und nur über sein Haar zieht sich ein leichter, Hertlein, Walt Silberner Schimmer Werner Kraus, Unser Jahrhundert wird von ihm Namen und 14 den Kanonieren K Prägung erhalten. Er ist ein verwandter der Er hat das Weltdenken neu ge- Menschheit. formt und gestaltet. Er ist unter den lebenden Staatsmännern die geschichtlich überragendste Figur„„»„ X 3 Es bereitet eine⸗ tiefe Beruhigung, bei der Ueberquerung des stürmischen Ozeans dieses Krieges das Steuer des Reiches in seiner Hand zu wissen. Sie wird niemals zittern oder mut- los niedersinken. Der Mann, der am Steuer steht, ist gewappnet gegen jeden Schlag des Schicksals. Sein Auge ruht auf dem Stern, der über ihn leuchtet 3 Er ist unser übermenschliches Vorbild. Auf ihn vertrauen, das heißt den Sieg unserer gu-⸗ ten Sache sichern. Sie kann und wird nicht scheitern, da er sie führt. Die Vorsehung möge sein Leben und seine Kraft auch kerner alten und zum' Beginn des neuen Jahres. E sich ein.“ 5 5 Unsere ganze Kraft einsetzenl Der Neujahrsaufruf des Reichsbauern- führers Berlin, 30. Dezember. Der Reichsbauernführer, Oberbefehlsleiter Reichsminister Backe, erläßt zum Jah- reswechsel folgenden Aufruf an das deut- sche Landvolk: „Mehr denn je sind wir im Jahre 1945 auf, den eigenen Raum und die eigene Kraft angewiesen, um die Ernährung des deutschen Volkes zu gewährleisten. Der kämpfende Soldat und der schaffende Mensch in der Rüstung können die gewal⸗ tigen Aufgaben, die vor ihnen stehen, nur erfüllen, wenn das deutsche Landvolk das Letzte einsetzt, um Front und Heimat aus- reichend zu ernähren. Die Härte des Krieges erfordert, daß wir sowohl bhei der Ablieferung wie bei der Be- stellmng der neuen Ernte unsere gesamte RKraft einsetsen und jeder einzelne, Bedarf an Nahruns für das deutsche Volk gesichert werden kann. Gegenüber dem Einsatz: des deutschen Soldaten ist unser Einsatz, so schwer die 3 Verbältnisse auch sein mögen, noch immer Zering. Von unserer Härte gesen uns seibst hängt es ab, obh Front und Rüstung ihre Aufgaben erfühen können. Im gläubigen Vertrauen auf den Führer und den deut- schen Endsieg werden wir alle Oypfer auf uns nehwen, die das kommende Jahr von Herbert Backe uns verlangt. Neue große Geleitzugschlacht vor Mindanao Tokio, 29. Dezember In einer neuen großen Geleitzugschlacht in der Mindanao-See gelang es der schen Luftwaffe am 28. Dezember, dem Feind weitere schwere Schiffsverluste bei⸗- zubringen, wie aus einer Verlautbarung desf kaiserlichen Hauptquartiers Sechs große Trans gefähr je 10000 B Bombenwürfe und Rammstöße der Sonder- korps der Luftwaffe versenkt und zwei wei— tere schwer beschädigt. hervorgeht porter von un⸗ Der Geleitzug bestand aus annähernd 30 und war von 20 Kriegsschif- Transportern, ken gesichert. In der Nacht vom 27. zum 28. Dezember hatten diese Schiffe die Surigao- Straße durchquert, um am nächsten Morgen iſ der Mindanao-See von den Japanern ent- angegriflen zu werden. Die deckt und sofort Kämpfe dauern noch an. Es ist anzunehmen 5*„——— 3 Mmẽe daß sich die feindlichen 1 gröhßern werden. Volkegrenaqier-Divieion shpendete über 422 000 Eine im Kemptraum von Aachen le Volksgrenadier-Divis:on sperdete W. den Betrag von 422 440 mark, der dem Winterhiülf⸗werk des dohen Volkes überwiesen wurde.— De Sanhe-Vertreter in Luhin. m ob Mann oüer Frau. sich täglich bewufßt bleibt, naß nur durch grögte Einsnarungen der e Jum mann, japani- RT wurden durch Verluste noch ver⸗ treter der. provisorι qαφn 4 rume“ ist in Lublin eingetroffen. Umeekehrt ging ein Vertreter des ILubliner Polenhomitees namens Stetan Jendrichowski nach Paris. chert, G. Hein Eugen Ott o und nadieren H. Ho! Bekanntmachun die Veröffentlichv zeigenteil über Straßenbahnverwa von Bienenhonig, den Abschnitt 92 lke-Reinhild, Hans-! Sterlein, am 20. 12. PFlamm geb. Reißne. bronn, Wiesenstr. 5 Leutn. u. Flugzeugf Walter Karl. Unser C Maria Treusch geb ger, 2. Z. Privat-Er Sehmitt, Ladenbure Karl Treusch, verm Werner Erhard, am 1 Herta Stephan ger Hptscha. Gerhard? Teudenheim, Wallst Hidegard Mathilde J 1944. Frau Elfriede eb. Lacherer, z. Z2 Bergstr.- Feldw. K han(z. Z. in Urlaub Kätertal, Deideshein Verlobunge KMlisabeth Boxheimer au 7, 27- Erwin heim, T 4a,, 6. Margit Thielen, Mannk Richter-Str. 5 Dr 3 Gänsnhirt(z. Z. Wehr Renate Münlhäußer, Hohensalzaer Strahße Dehoff, Mhm., Jun Neujahr 1945. Mannheim, Carolast: 9 Silvester 1944. Marianne Hügel-( Mannheim, Streube Mönchwörthstraße 1 Irmgard schönleber- Mannheim, Traitteur und H 7, 9. 1i0 Hahl- Uffz. He Bochum-Dahlhausen Neckarau, Tannenbe Lydia weiß, Mhm.-w. bhacher Str. 38— St⸗ Schluck(z. Z. 1..) Margarete schwab, Ke heimer Straße 13 Kösten(Obe nachten 1944. Else sSchmitt, Heuchel Getr. Kurt Gerstner, Gaden), Neujahr 19 5 5 . Fbr Füh Igetr. Rudolf L. 39 Jahre, im Westen, Ib. Mutter. Hockenheim, Ringstr Anna Laubscher g. Kindern Werner nebst Geschwister Friedrich Auer u. * Uffz. Otto 32 Jahre, im Südoste Edingen, Hauptstraß Fam. Friedrich Sc. Leni Schwarz und 1 Otto sow. Geschwis gereltern u. alle V ** Obgfr. Kurt 33 Jahre, im Westen Mannheim, Kleine 1 Z2. Z2. Altenbach, Amt Ortsstraße 25. Helene Jaeger geb. Kind Kuit; Lina geb. Cassin u. alle Uffz. Pg. Arth. Inh. Kr.-.-Kr. 2. Kl 24 Jahre, nach schwe im Norden Mannheim, Langeröt Die Eltern: Anton Grünik und alle v. ——— 1
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14 (30.12.1944) 334. Zweite Ausgabe
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